Ad-hoc | 7 June 1999 10:14
Ad hoc-Service: Lindner Holding KGaA
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Lindner-Gruppe wächst ungebrochen dynamisch
Gelungener Start in das neue Geschäftsjahr
1999/2000
1. Deutliche Verbesserung der Ergebnisse im
Rumpfgeschäftsjahr 1998/99
Starker Anstieg der Betriebsleistung trotz
anhaltender Flaute im Baugewerbe
Die Lindner-Gruppe mit Sitz in Arnstorf/
Niederbayern konnte im Rumpfgeschäftsjahr
1998/99 die Konzernleistung auf 323,2 Mio.
DM erhöhen. Mit diesem Leistungszuwachs
konnte der vergleichbare Vorjahreswert um
58,8 Mio. DM bzw. 18,2 % übertroffen werden.
Berücksichtigt man die Effekte aus der
Akquisition Goldbach-Norit, verbleibt eine
Steigerung der Konzernleistung um 18,4 Mio.
DM bzw. 7,0 % gegenüber dem vergleichbaren
Vorjahreswert. Lindner konnte sich somit
wiederum erfolgreich gegen die negativen
Trends in der Baubranche stemmen.
Die Inlandsleistung betrug im Rumpfge-
schäftsjahr 277,9 Mio. DM, der Bereich
Ausland hat zur Gesamtleistung mit 45,3
Mio. DM beigetragen. Der Auslandsanteil
an der Gesamtleistung hat sich auf 14 %
erhöht. Der vergleichbare Vorjahreswert
konnte in absoluter Höhe mehr als ver-
doppelt werden.
Der Konzernumsatz hat sich auf 305,0 Mio. DM
eingestellt und liegt somit um 7,9 Mio. DM
bzw. 2,5 % unter dem zeitanteiligen Vor-
jahreswert. Der Rückgang ist auf die durch
die gestiegene Anzahl an nicht schlußge-
rechneten Baustellen verursachten Bestands-
erhöhungen zurückzuführen. Der Bestand an
unfertigen Erzeugnissen ist um 17,2 Mio. DM
gewachsen.
Überproportionale Erhöhung des DVFA-
Ergebnisses
In das Rumpfgeschäftsjahr sind die Ergebnisse
der operativen Gesellschaften für einen
Zeitraum von sechs Monaten (01.07.98 bis
31.12.98) eingeflossen. Daher wurde das DVFA-
Ergebnis auf Basis von sechs Monaten unter
Eliminierung der Erträge der Lindner Holding
KGaA aus dem “verlängerten” Rumpfgeschäfts-
jahr (01.01.99 bis 31.03.99) ermittelt.
Das DVFA-Ergebnis konnte auf 1,98 DM je
5,-DM-Aktie gesteigert werden und liegt somit
um 0,18 DM je 5,-DM-Aktie über dem zeitan-
teiligen Vorjahreswert von 1,80 DM je 5,-DM-
Aktie. Zu dem positiven Ergebnis haben
alle Sparten des Unternehmens beigetragen.
Die Einbeziehung der Goldbach-Norit-
Aktivitäten hat die Gewinnsituation der
Lindner-Gruppe weder positiv noch negativ
beeinflußt.
Die Auswirkungen der im Rahmen der Ver-
schmelzung der Goldbach-Norit-Gesellschaf-
ten übernommenen Verlustvorträge wurden
bei der Berechnung des DVFA-Ergebnisses
bereinigt. Es wurde nicht nur die teil-
weise Auflösung der im Vorjahr gebildeten
Steuerrückstellungen rückgängig gemacht,
sondern vielmehr auch auf das operative
Ergebnis vor Steuern eine fiktive Steuerbe-
lastung errechnet. Damit ist das DVFA-
Ergebnis uneingeschränkt vergleichbar mit
der Vor-, aber auch mit den Folgeperioden.
Lindner schafft in Zeiten hoher
Arbeitslosigkeit neue Arbeitsplätze
Die Zahl der Mitarbeiter innerhalb der
Lindner-Gruppe hat sich im Berichtszeitraum
von 1744 auf 2194 erhöht. Bei den neu
akquirierten Tochtergesellschaften konnte 385
Mitarbeitern ein Arbeitsplatz geboten werden.
Darüber hinaus wurden im Inland 50 neue
Arbeitsplätze geschaffen. Die Zahl der Aus-
zubildenden konnte ebenfalls um 13 auf nun-
mehr 95 junge Menschen gesteigert werden.
Dividendenvorschlag: 1,- DM je 5,-DM-Aktie
Persönlich haftender Gesellschafter und
Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am
16. Juli 1999 (in Arnstorf um 14:30 Uhr)
vorschlagen, den Aktionären für das
Rumpfgeschäftsjahr eine Dividende von 1,- DM
je 5,DM-Aktie auszubezahlen. Die inländischen
Anteilseigner erhalten zusätzlich die volle
Steuergutschrift in Höhe von 0,43 DM je
Aktie, so daß sich eine Bruttodividende von
1,43 DM je Anteil ergibt.
Damit wird eine zeitanteilige Ausschüttung in
Höhe der Vorjahresdividende für einen
Zeitraum von 9 Monaten geleistet, obwohl in
das Ergebnis des Rumpfgeschäftsjahres nur die
Erträge der operativen Gesellschaften für die
Zeit vom 01.07.1998 bis 31.12.1998 einge-
flossen sind. Unter Zugrundelegen des
Aktienkurses zum 31. März 1999 von 32,85 DM
(16,80 Euro) ergibt sich eine auf das
Gesamtjahr hochgerechnete Dividendenrendite
in Höhe von 5,8 %.
2. Umstellung auf Stückaktien / Aktienrückkauf
Persönlich haftender Gesellschafter und
Aufsichtsrat werden der nächsten Hauptver-
sammlung vorschlagen, das Grundkapital der
Lindner Holding KGaA auf Stückaktien umzu-
stellen sowie den Rückkauf eigener Aktien
bis zu 10 % des derzeitigen Grundkapitals
zu genehmigen.
Im Zuge der Umstellung des Grundkapitals von
DM auf Euro soll das Grundkapital der Lindner
Holding KGaA zukünftig nicht mehr in Nennbe-
tragsaktien, sondern in Stückaktien einge-
teilt werden. Damit können umfangreiche
Kapitalmaßnahmen, die bei einer Beibehaltung
von Nennbetragsaktien infolge der Umstellung
des Grundkapitals auf Euro notwendig würden,
vermieden werden. Außerdem wird die bisherige
unterschiedliche Stückelung der Nennbeträge
der Aktien vereinheitlicht.
Die Möglichkeit des Aktienrückkaufes bis
zu 10 % des derzeitigen Grundkapitals wird
bis zum 31. Dezember 2000 befristet sein.
Der persönlich haftende Gesellschafter wird
der Hauptversammlung jeweils über die Inan-
spruchnahme der Ermächtigung berichten.
Der Erwerb eigener Aktien dient dem Zweck,
Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen
gegen Gewährung von Aktien der Lindner
Holding KGaA zu erwerben bzw. die eigenen
Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrates ohne
weiteren Hauptversammlungsbeschluß einzuzie-
hen. Es wird aber natürlich auch eine weitere
Stabilisierung des Kurses der Lindner-Aktie
angestrebt, der immer noch nicht die tatsäch-
liche Leistungskraft der Unternehmensgruppe
widerspiegelt.
Ende der Mitteilung