Ad-hoc | 7 December 1999 18:01
Ad hoc-Service: Lindner Holding KGaA
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Übernahme der ISOTEC-Gruppe rückwirkend zum 1. Januar 1999/
Dividendenverzicht der Familien-Aktionäre für das laufende Geschäftsjahr
Übernahme der ISOTEC-Gruppe rückwirkend zum 1. Januar 1999
Die Lindner-Gruppe mit Sitz in Arnstorf/Niederbayern übernimmt rückwirkend
zum 1. Januar 1999 die ISOTEC-Gruppe mit Sitz in Chambly, 40 km nördlich
von Paris gelegen. Mit der Akquisition gelingt es Lindner, auf einem
bedeutenden Markt der Isoliertechnik Fuß zu fassen und vor allem auch die
zunehmende Internationalisierung der Lindner-Gruppe auf einen weiteren
Unternehmensbereich auszudehnen.
Die ISOTEC-Gruppe erwirtschaftet mit ca. 100 Beschäftigten einen jährlichen
Umsatz von knapp 20 Mio. DM. In den vergangenen Jahren wurden jeweils deutlich
positive Gewinnbeiträge erzielt. Sie ist als einer der führenden Anbieter in
Frankreich im Bereich der Kesselisolierung sowie des Rohrleitungsbaus tätig.
Durch die räumliche Zusammenlegung der im Bereich Ausbau tätigen Lindner
France mit ISOTEC entstehen zusätzlich Synergieeffekte. Die Verbindung mit
den Aktivitäten unseres Bereiches Isoliertechnik wird uns neue Marktchancen,
auch im Inland, eröffnen.
Dividendenverzicht der Familienaktionäre für das laufende Geschäftsjahr
Die Kommanditaktionäre der Lindner Holding KGaA aus der Familie Lindner haben
beschlossen, für das laufende Geschäftsjahr auf ihre Dividendenansprüche zu
verzichten. Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, an die freien Aktionäre –
wie in den Vorjahren auch – eine Dividende in Höhe von 1,30 DM je Aktie
zuzüglich Steuergutschrift auszuschütten.
Der Dividendenverzicht erfolgt trotz anhaltend guter Geschäfts- und
Auftragslage der Lindner-Gruppe. Der persönlich haftende Gesellschafter hält
unverändert an der bereits veröffentlichten Ertragsprognose eines DVFA-
Ergebnisses für das laufende Geschäftsjahr in Höhe von mindestens 4,30 DM
je Aktie fest. Diese positive Grundstimmung hat sich in den letzten Wochen
auch verstärkt in den Aktienkursen niedergeschlagen, so daß nach Überschreitung
des ursprünglichen Emissionskurses zwischenzeitlich ein Hoch von 29 EURO
erreicht werden konnte.
Begründet ist der Dividendenverzicht der Familienaktionäre in der Tatsache,
daß mit der Übernahme verschiedener Gesellschaften und deren anschließender
Verschmelzung auf Lindner AG deren Verlustvorträge in erheblichem Umfang
nutzbar wurden und somit Lindner AG keine mit Steuergutschrift verbundene
Dividende an Lindner Holding KGaA ausschütten kann. Um an die freien Aktionäre
trotz dieses Steuereffektes dennoch eine Dividende mit Steuergutschrift leisten
zu können, verzichten die Familienaktionäre auf ihre Ansprüche. Die Dividende
der freien Aktionäre wird aus den Rücklagen der Lindner Holding KGaA gespeist.
Es ist darauf hinzuweisen, daß aufgrund dieser Konstellation der Komplementär
der Lindner Holding KGaA aus dieser Rücklagenauflösung keine Ergebniszuweisung
erhält.
Ende der Mitteilung