Berliner Effektengesellschaft AGBerlinKonzernabschluss der Berliner Effektengesellschaft AG zum 31. Dezember 2018Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018der Berliner Effektengesellschaft AG1 Grundlagen 1.1 VorbemerkungDie Gliederung des Lageberichtes folgt im Wesentlichen den vom Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee e.V. verabschiedeten im Deutschen Rechnungslegungs Standard 20 niedergelegten Regelungen. 1.2 Organisation und GeschäftsfelderDie Berliner Effektengesellschaft AG fungiert als Finanzholding bzw. Beteiligungsgesellschaft, ohne ein bedeutendes operatives Geschäft zu haben. Durch ihre mehrheitlich gehaltenen Konzerntochterunternehmen und wesentlichen Beteiligungen bietet sie Dienstleistungen verschiedener Art rund um den Kapitalmarkt an, insbesondere Bank- und Finanzdienstleistungen. Die einzelnen unmittelbaren und mittelbaren operativen Konzerngesellschaften sind: - Tradegate AG Wertpapierhandelsbank, Berlin; Beteiligung 55,9 %, Zulassung als Einlagenkreditinstitut. Sie betreibt überwiegend Wertpapierhandel, insbesondere als Market Specialist an der TRADEGATE EXCHANGE und als Market Specialist bzw. Skontroführer an der Frankfurter Wertpapierbörse und der Börse Berlin. Die Tradegate AG hält wiederum einen Anteil von knapp 25% an der Betreibergesellschaft der TRADEGATE EXCHANGE, der Tradegate Exchange GmbH. Mehrheitsgesellschafter dieser Gesellschaft ist die Deutsche Börse AG. - Ventegis Capital AG, Berlin; Beteiligung 100,0 %, Beteiligungsgesellschaft mit zusätzlicher allgemeiner Finanzierungs- und Strukturierungsberatung, Neben den mehrheitlich gehaltenen Konzernunternehmen kann die Gesellschaft auch Minderheitsbeteiligungen an in- und ausländischen Gesellschaften eingehen, die Bank- oder Finanzdienstleistungen erbringen, oder an Unternehmen, die für diesen Bereich unterstützende Dienstleistungen anbieten. Ziel solcher Beteiligungen ist die Anbahnung, Festigung und Vertiefung von Geschäftsbeziehungen der gruppenangehörigen Unternehmen. Aktuell bestehen neben der Beteiligung an der Quirin Privatbank AG keine strategisch relevanten Beteiligungen. Die Beteiligungsquote der Berliner Effektengesellschaft AG an der Quirin Privatbank AG, Berlin, beträgt aktuell 25,3 %. Die Quirin Privatbank AG ist damit weiterhin ein assoziiertes Unternehmen im Sinne des Handelsgesetzbuches. Ferner unterstützt die Gesellschaft die Tochterunternehmen bei Bedarf in den zentralen Bereichen Personal, Verwaltung, Organisation und Rechnungswesen sowie Controlling. Der Sitz der Gesellschaft ist in Berlin. Die Geschäftsführung besteht aus zwei Vorstandsmitgliedern (Karsten Haesen und Holger Timm), die eng in den Bereichen strategische Planung, Lenkung der operativen Töchter und Beteiligungscontrolling zusammenarbeiten. Obwohl zwei Tochtergesellschaften als Aktiengesellschaften firmieren und die Unabhängigkeit der Geschäftsführungen gewahrt ist, wird eine übergeordnete Planung und Überwachung, insbesondere durch Überschneidungen in der Gremienbesetzung aller Gesellschaften, gewährleistet. Herr Timm ist zuständig für Rechnungswesen, Controlling und die kaufmännische Verwaltung. Letztere hat insbesondere die Personalverwaltung für die Tochterunternehmen und Teilbereiche des Einkaufs von Material und Dienstleistungen zur Aufgabe. Daneben ist Herr Timm Vorstandsvorsitzender der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank und Aufsichtsratsvorsitzender der Quirin Privatbank AG. Herr Haesen koordiniert die Tätigkeiten in der Gruppe hinsichtlich Kapitalmarkttransaktionen und ist für die Darstellung am Kapitalmarkt zuständig. Er leitet darüber hinaus als Alleinvorstand die Ventegis Capital AG und ist Mitglied des Aufsichtsrates der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank. 1.3 WettbewerbspositionDie Gesellschaft als Finanzholding bündelt, unterstützt und optimiert die Aktivitäten der einzelnen Tochtergesellschaften. Die Wettbewerbsposition ist daher wesentlich von den Wettbewerbspositionen der oben genannten Tochtergesellschaften bestimmt. Trotzdem kann aber das umfassende Dienstleistungsangebot aus einer (Konzern-) Hand auch zu einer Verbesserung der Wettbewerbsposition aller Einzelgesellschaften beitragen, zumal ein entsprechend strukturell gleichartig aufgestellter Wettbewerber nicht am Markt ist. Die Wettbewerbsposition der wichtigsten Tochtergesellschaft Tradegate AG Wertpapierhandelsbank hat sich nach der Etablierung des von der Gesellschaft entwickelten Handelssystems TRADEGATE als Wertpapierbörse TRADEGATE EXCHANGE und die strategische Partnerschaft mit der Deutschen Börse AG im vergangenen Jahr wiederum verbessern können. Nach dem hohen Zuwachs von 25,96 % in der Anzahl der Aktientrades an der TRADEGATE EXCHANGE im Jahre 2017, konnte im Jahr 2018 auf hohem Niveau mit +13,67 % auf nun 16.370.936 Einzeltransaktionen erneut ein unerwarteter Wachstumsschub verzeichnet werden. Da die relevanten Wettbewerber im Jahr 2018 deutlich geringere Zuwächse zu verzeichnen hatten, ist der Marktanteil der TRADEGATE EXCHANGE am Aktienhandel, im Vergleich zu den sieben deutschen Wettbewerbsbörsen, weiter auf bis zu 77,0 % gestiegen. In Bezug auf das Marktsegment Aktienhandel konnte die TRADEGATE EXCHANGE somit ihre führende Position als Handelsplattform für Privatanleger in Deutschland behaupten und festigen. 1.4 Entwicklung der RahmenbedingungenDie allgemeinen Rahmenbedingungen für Wertpapierhandelsfirmen, insbesondere im Handel mit Privatanlegern, haben sich im Jahr 2018 nicht nachhaltig verbessert. Die Aktionärszahl in Deutschland befindet sich weiter auf einem sehr niedrigen Niveau. Immerhin hat sich die Handelsaktivität der Privatanleger im Bereich Aktien im abgelaufenen Jahr auf dem im Vorjahr erreichten Niveau stabilisiert, obwohl gerade zum Jahresende angesichts des unklaren Ausgangs der so genannten BREXIT Verhandlungen und des drohenden Handelskriegs zwischen USA und China eine deutliche Verunsicherung und damit Zurückhaltung der Anleger festzustellen war. Es herrscht nach wie vor ein hoher Wettbewerbsdruck unter den verbliebenen Wertpapierhandelsfirmen und Handelsplattformen bzw. Börsen um insgesamt zu wenige Geschäfte. Der Wettbewerbsdruck hat insbesondere bei den umsatzstärksten Wertpapieren wieder zu einem Rückgang der Brutto- bzw. Nettomargen geführt. Erfreulicherweise ist die im Jahr 2018 von der Gesellschaft durchschnittlich erzielte Bruttomarge im Aktienhandel je Trade dennoch nicht signifikant gesunken, was auf in Einzelmonaten sehr volatile Aktienmärkte und einer Verlagerung des Kundeninteresses auf margenträchtigere ausländische Wertpapiere zurückzuführen sein dürfte. Die dringend benötigte weitere Marktbereinigung, die den letztlich verbleibenden Gesellschaften auch langfristig einen profitablen Geschäftsbetrieb ermöglichen würde, ist im letzten Jahr wiederum nicht eingetreten. Tatsächlich wird das erfolgreiche Geschäftsmodell der TRADEGATE EXCHANGE auch von drei anderen Wettbewerbsbörsen weitgehend imitiert und versucht, verloren gegangene Marktanteile zurückzugewinnen, ohne dass diese neuen Wettbewerbsplattformen bislang signifikante Umsätze vermelden konnten. Die breite Servicepalette der TRADEGATE EXCHANGE mit zahlreichen Vorteilen für Banken und Privatanleger gleichermaßen ist bislang jedoch in ihrer Gesamtheit einzigartig und weist zahlreiche zukunftssichere Wettbewerbsvorteile auf. Die Rahmenbedingungen für das Privatkundengeschäft von Banken bleiben insbesondere auf Grund der aktuellen Zinssituation schwierig bis schlecht. Neben der schwierigen Ertragssituation sind auch im Zuge anstehender neuer Regulierungen erhebliche Investitionen, insbesondere in die gesamte IT-Infrastruktur, vorzunehmen. 2 Wirtschaftsbericht2.1 GeschäftsverlaufNachdem die Tochtergesellschaft Tradegate AG Wertpapierhandelsbank im Jahr 2017 ein sehr gutes Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von 28.691 T€ zu verzeichnen hatte, konnte nun im Geschäftsjahr 2018 das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit noch einmal auf 29.614 T€ gesteigert werden. Allerdings musste die Gesellschaft auf Grund der stark gestiegenen Handelsgewinne wieder einen größeren Betrag (3.475 T€) in den Fonds für allgemeine Bankrisiken einstellen. Insgesamt wurden inzwischen 25.182 T€ in den Fonds eingestellt, die somit nicht als Gewinne an die Gesellschafter ausgeschüttet werden durften. Die Gesellschaft konnte trotzdem einen sehr guten Bilanzgewinn erwirtschaften und daher die Dividende von 0,63 € im Vorjahr auf nun 0,67 € erhöhen. Die Ventegis Capital AG konnte einen Jahresüberschuss in Höhe von 470 T€ verbuchen. Für das Jahr 2018 wird keine Dividende ausgeschüttet. Die Anzahl der Mitarbeiter des Konzerns zum 31. Dezember 2018 hat sich leicht verändert. Dreizehn Neuzugängen standen zehn Austritte gegenüber. Zum Jahresende waren 124 Mitarbeiter im Konzern beschäftigt. Die Altersstruktur hat sich entsprechend dem Zeitablauf nur geringfügig verändert. Das Durchschnittsalter liegt bei etwa 42,8 Jahren (Vorjahr 43,7 Jahre). Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit beträgt 11,4 Jahre (Vorjahr 12,1 Jahre). Über die Hälfte der Mitarbeiter hat eine Betriebszugehörigkeit von 10 Jahren oder darüber. Die einzelnen Konzernunternehmen legen großen Wert darauf, ihre gut ausgebildeten und qualifizierten Mitarbeiter auch in umsatzschwachen Zeiten zu halten. Ein flexibler Auf- oder Abbau, z.B. mit Zeitarbeitern je nach Geschäftsverlauf, ist in der Branche schlecht möglich und auch nicht gewollt. Vielmehr stellten die einzelnen Gesellschaften durch flexible Vergütungsmodelle sicher, dass einerseits in wirtschaftlich schwierigen Situationen keine untragbar hohen Festgehälter die Gesellschaften gefährden und andererseits in erfolgreichen Phasen die Mitarbeiter angemessen am Unternehmenserfolg beteiligt werden. Die Mitarbeiter und Vorstände der jeweiligen Gesellschaft erhalten neben ihren festen monatlichen Bezügen eine variable Vergütung. Die Verteilung der variablen Vergütung auf die einzelnen Mitarbeiter und Vorstände erfolgt anhand verschiedener Kriterien, z. B. Stellung im Unternehmen, Betriebszugehörigkeit, besondere Aufgaben u. a. Von der Gesamtvergütung in Höhe von 17.923 T€ entfallen 10.107 T€ auf variable Vergütungen, die an alle im Berichtszeitraum tätigen Mitarbeiter gezahlt wurden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Neuinvestitionen insbesondere in Sachanlagen für Ergänzungen und Erneuerungen der bestehenden IT-Systeme vorgenommen. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich um Markenrechte und Kundenbeziehungen. Software wird in der Regel durch die Gesellschaft selbst entwickelt und gewartet. Die darin einfließenden Personalkosten sind nicht aktivierungsfähig. Lediglich partiell werden einzelne Werkverträge nach außen vergeben, die je nach Umfang aktivierungspflichtig sind. Im Bereich Netzwerke, Datenbanken, Textverarbeitung usw. wird auf Standardsoftware der großen Anbieter zurückgegriffen. 2.2 Lage2.2.1 ErtragslageFür das Geschäftsjahr 2018 weist der Konzern Berliner Effektengesellschaft AG einen Jahresüberschuss von 17.635 T€ aus, gegenüber 15.595 T€ im Vorjahr. Die Ertragslage des Konzerns ist geprägt vom Nettoergebnis des Handelsbestands, das die wesentlichen Ertragskomponenten der Spezialistentätigkeit beinhaltet. Die performanceabhängige Vergütung an der Frankfurter Wertpapierbörse wird im Provisionsergebnis ausgewiesen. Die Erträge aus dem Private Banking sind bisher zu gering, um das Zins- und Provisionsergebnis zu bestimmen. Das Beteiligungsgeschäft wird derzeit zurückgefahren und verliert für das Konzernergebnis an Bedeutung. Nachfolgend ist die Entwicklung der wesentlichen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung der vergangenen drei Jahre dargestellt. scroll
Der Zinsüberschuss als Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen – einschließlich der laufenden Erträge aus Aktien und Beteiligungen – ist insbesondere aufgrund der negativen Zinsen für kurzfristige Geldanlagen im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Die Ergebnisanteile an den Gesellschaften, die nach der equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen werden, sind wenig verändert. Das Provisionsergebnis besteht vor allem aus der Vergütung der Makler- und der Spezialistentätigkeit. Weiter positiv entwickelt hat sich das Provisionsergebnis im Bereich Privat- und Geschäftskunden. Die im Nettoergebnis des Handelsbestandes enthaltenen Provisionsaufwendungen stiegen von 19.773 T€ auf 23.119 T€. Hintergrund waren zum einen die weiter gestiegenen Umsätze und der davon abhängigen Provisionsaufwendungen. Da die realisierten Ergebnisse im vergangenen Geschäftsjahr sich deutlich verbesserten, konnte trotz dieser höheren Provisionsaufwendungen ein Anstieg des Nettoergebnisses des Handelsbestands um 7,0 % verbucht werden. Die sehr positive Ergebnisentwicklung erlaubte die Beteiligung der Mitarbeiter am Ergebnis. Die Sonderzahlungen und Tantiemen sind die überwiegende Ursache der um 1.015 T€ gestiegenen Personalaufwendungen. Insgesamt haben die anderen Verwaltungsaufwendungen aufgrund des größeren Geschäftsumfanges und der allgemeinen Aufwandssteigerungen um 2.241 T€ zugenommen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind vor allem Ergebnisbeiträge aus Devisengeschäften im Bereich Privat- und Geschäftskunden enthalten. Die Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken bildet die Tochtergesellschaft Tradegate AG Wertpapierhandelsbank nach den Regelungen des § 340e Absatz 4 Handelsgesetzbuch. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag steigen aufgrund des positiven Ergebnisses gegenüber dem Vorjahr an. Aus der Ergebnisentwicklung lassen sich die folgenden Kennzahlen ableiten: - Umsatzäquivalent definiert als Summe der Zinserträge, der laufenden Erträge, der Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen, der Provisionserträge, des Nettoergebnisses des Handelsbestands sowie der sonstigen betrieblichen Erträge. - Aufwands-Ertrags-Relation (CIR) definiert als Quotient aus der Summe der allgemeinen Verwaltungsaufwendungen und den Abschreibungen sowie der Summe aus Zins-, Provisions- und Nettoergebnis des Handelsbestands, - Eigenkapitalrendite (RoE) definiert als Quotient des Jahresüberschusses zuzüglich der Zuweisung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken und dem durchschnittlichen Eigenkapital, - Ergebnis je Aktie (EpS) definiert als Quotient des Jahresüberschusses zuzüglich der Zuweisung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken und der Anzahl der Aktien am Bilanzstichtag. scroll
Das positive Umfeld an den Aktienmärkten sowie die relative Stärke gegenüber den Wettbewerbern haben zu einer weiteren Erhöhung insbesondere des Nettoergebnisses des Handelsbestands geführt. Dem Anstieg des Nettoergebnisses des Handelsbestands folgten die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen in geringerem Maße. Vor allem stiegen die Personalaufwendungen aufgrund erfolgsabhängiger Sonderzahlungen sowie die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen aufgrund umsatzabhängiger Aufwendungen an. Die Aufwands-Ertrags-Relation verbesserte sich auf 58,4 %. Die Ertragslage hat sich im vergangenen Geschäftsjahr sehr positiv entwickelt und war deutlich besser als geplant. 2.2.2 FinanzlageDer Konzern finanziert sich weiterhin überwiegend aus Eigenkapital und dem Fonds für allgemeine Bankrisiken. Der Fonds ist aufgrund der Tätigkeit einer Tochtergesellschaft und des daraus resultierenden Nettoergebnisses des Handelsbestands 2018 mit 3.475 T€ zu dotieren. Es sind 25.182 T€ eingestellt. 2018 haben die Gesellschaften des Konzerns weiter eigene Aktien im Rahmen der Handelstätigkeit erworben und veräußert. Eine erneute Platzierung der von der Muttergesellschaft direkt gehaltenen eigenen Anteile erfolgte nicht. Gegenüber dem Vorjahr ist die Konzerneigenkapitalquote von 44,6 % auf 43,9 % leicht zurückgegangen. Da vor allem der Fonds für allgemeine Bankrisiken zugenommen hat, verringert sich der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme. Die wesentlichen Investitionen erfolgten vor allem in die EDV. Fremdkapital wurde für die Investitionen nicht aufgenommen. Die Finanzlage ist geordnet. 2.2.3 LiquiditätDie Liquiditätslage des Konzerns ist durch die gute Eigenkapitalausstattung und die Anlage der Mittel auf täglich fälligen Bankkonten geprägt. Die Guthaben werden für die Abwicklung des umfangreichen Geschäftes bereitgehalten. Ein Teil dient als Sicherheit für die Unterlegung des Risikos aus noch nicht abgewickelten Geschäften. Die Handelsbestände werden im Rahmen der Geschäftstätigkeit kurzfristig umgeschlagen und sind ebenfalls als liquide anzusehen. Die sehr positive Ergebnisentwicklung hat zu einem entsprechenden Zufluss liquider Mittel geführt. Im Rahmen des Private Banking werden die Kundeneinlagen liquide gehalten oder höchstens fristenkongruent angelegt. Für die Durchführung einer nennenswerten Fristentransformation sind die Bestände zu gering. Ausführungen zu den aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennziffern finden sich im Risikobericht. Das Beteiligungsgeschäft wird nicht nennenswert ausgebaut. Daher erfolgte keine nennenswerte Nettobelastung der Liquidität. Im vergangenen Geschäftsjahr war die Zahlungsfähigkeit zu jedem Zeitpunkt gegeben. 2.2.4 VermögenslageDie Bilanzsumme des Konzerns stieg gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres um 5.450 T€ an. Auf der Aktivseite erhöhten sich vor allem die Guthaben bei der Deutschen Bundesbank und bei Kreditinstituten. Das Guthaben bei der Deutschen Bundesbank wurde zur Steuerung von Großkreditrisiken sowie der Liquidity Coverage Ratio, die im Rahmen der Bankenaufsicht überwacht wird, erhöht. Die Passivseite weist einen Anstieg vor allem unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden, den Rückstellungen und dem Fonds für allgemeine Bankrisiken auf. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gingen aufgrund stichtagsbedingt zurück. Die erfreuliche Ertragslage, vor allem des Nettoergebnisses aus Handelsgeschäften, zog Erhöhungen der Rückstellungen für Personalaufwendungen und des Fonds für allgemeine Bankrisiken nach sich. Die Vermögenslage des Konzerns ist geordnet. 3 Prognose-, Chancen-, Risikobericht3.1 RisikoberichtDie Risikoberichterstattung orientiert sich an der internen Risikosteuerung. Basis sind die Informationen, die dem Vorstand und dem Aufsichtsrat regelmäßig zur Kenntnis gegeben werden. 3.1.1 Organisation des RisikomanagementsDer Konzern bewegt sich in einem Umfeld, das zum einen starken Schwankungen hinsichtlich des Geschäftsumfanges und zum anderen einer Umwälzung der Rahmenbedingungen unterworfen ist. In diesem Umfeld ist es erforderlich, das Instrumentarium zur Handhabung, Überwachung und Steuerung der relevanten Risiken kontinuierlich weiter zu entwickeln. Mit den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) besteht ein strenger rechtlicher Rahmen für die Überwachungs- und Steuerungsmechanismen und ihrer Dokumentation. Für den Konzern ist gesetzlich die Tradegate AG Wertpapierhandelsbank als übergeordnetes Unternehmen definiert. Es hat die Aufgabe, für eine angemessene Risikosteuerung in der Gruppe Sorge zu tragen. Unter Risiko wird grundsätzlich die negative Abweichung eintretender Ereignisse von den erwarteten Ereignissen verstanden. Schaden ist dann der Eintritt eines Risikos mit negativen Folgen. Da sich die Gruppe mit der Tochtergesellschaft Tradegate AG Wertpapierhandelsbank als Liquidity Provider bzw. Spezialist versteht, ist die Bildung und Übernahme von Wertpapierpositionen mit der Erwartung positiver Kursentwicklungen nicht der Ansatz der Geschäftsstrategie. Vielmehr zielt die Geschäftstätigkeit darauf ab, eine Vielzahl von Umsätzen in Wertpapieren zu ermöglichen. Dabei übernimmt die Tochtergesellschaft im Laufe eines Tages zwischenzeitlich die Position als Käufer oder Verkäufer mit dem Ziel, sie weitgehend bis zum Handelsschluss weiter zu handeln. Die Positionen, die bis zum Beginn des Handels am nächsten Tag gehalten werden, sind entsprechend der Strategie der Gesellschaft im Verhältnis zum Handelsvolumen gering. Wenn nennenswerte Einzelpositionen offen gehalten werden, so erfolgt dies im Konzern grundsätzlich im Rahmen von Liquiditätsanlagen. Die Entwicklungen in der deutschen und der europäischen Börsenlandschaft sind ein wichtiger Einflussfaktor für die Geschäftstätigkeit und die damit zusammenhängenden technischen Entwicklungen und Rahmenbedingungen. Diese Tendenzen sind frühzeitig auf die Auswirkungen auf die Geschäftsfelder des Konzerns und auf die technischen Notwendigkeiten hin zu beobachten. Falsche Entscheidungen können vor allem zu hohen Kosten, Ertragsausfällen und Zeitverzögerungen führen. Basis des Risikomanagementsystems ist die Einteilung der Risiken in Marktpreisrisiken, operationelle Risiken, Adressenausfallrisiken und Liquiditätsrisiken. Das Risikomanagementsystem unterscheidet die unmittelbar mit den Risiken umgehenden Bereiche, das Risikomanagement im engeren Sinne und das Risikocontrolling. Die oberste Ebene des Risikomanagements ist im Rahmen der gesellschaftsrechtlichen Kompetenzen der Gesamtvorstand der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank, der sich regelmäßig über die Rahmenbedingungen und die Entwicklung des Konzerns austauscht. Aufgrund der vom Gesamtvorstand beschlossenen Leitlinien und Risikostrategie werden den operativen Bereichen und gruppenangehörigen Unternehmen Handlungs- und Entscheidungsspielräume eröffnet. Das Risikocontrolling, das dem Vorstandsvorsitzenden unterstellt ist, überwacht die Risikosituation und unterstützt das Risikomanagement insbesondere mit Informationen über eingegangene Risiken. Der Bereich Risikocontrolling hat auch die Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems wesentlich mit zu verantworten. Grundlage des Limitsystems ist das erwartete Ergebnis des Geschäftsjahres unter Einbeziehung der aktuellen Eigenkapitalausstattung und des aktuellen Ergebnisses des Geschäftsjahres. Für 2018 wurde eine Verlustobergrenze beschlossen, die bezüglich der Risiken aus Devisen aufgrund des umfangreichen Handels in ausländischen Wertpapieren im Jahresverlauf leicht erhöht wurde. 3.1.2 InstitutsaufsichtDie Tradegate AG Wertpapierhandelsbank - und mit ihr der Konzern Berliner Effektengesellschaft AG - unterliegt aufgrund der Erlaubnis, Bank- und Finanzdienstleistungen erbringen zu dürfen, der Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und die Deutsche Bundesbank. Danach sind monatlich ein Zwischenausweis, die Berechnungen zur Liquiditätsverordnung sowie quartalsweise die Berechnungen zur Solvenz, Verschuldung, Liquidität und Meldungen zu Groß- und Millionenkrediten abzugeben. Bei besonderen Ereignissen sind zudem gesonderte Anzeigen einzureichen. Aufgrund der Erlaubnis bestimmte Bankgeschäfte zu betreiben, ist die Gesellschaft verpflichtet, eine interne Revision gemäß den Mindestanforderungen an das Risikomanagement zu unterhalten. Gemäß Teil 8 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 des Europäischen Parlaments und Rates vom 26. Juni 2013, auch als Capital Requirement Regulation oder CRR bezeichnet, sind bestimmte Informationen offen zu legen. Die Tradegate AG Wertpapierhandelsbank kommt den Offenlegungsvorschriften mit einem separaten Offenlegungsbericht nach, der auf der Homepage www.tradegate-ag.de abrufbar ist. Die Finanzholding-Gruppe Berliner Effektengesellschaft AG hat die Regelungen zur CRR auf Gruppenebene, zum zusammengefassten Monatsausweis und zur Verordnung zur Einreichung von Finanz- und Risikotragfähigkeitsinformationen nach dem Kreditwesengesetz zu beachten. Die Tradegate AG Wertpapierhandelsbank ist nach § 10a Abs. 1 Satz 2 Kreditwesengesetz das übergeordnetes Unternehmen der Finanzholding-Gruppe. Die aufsichtsrechtliche Gruppe umfasst grundsätzlich alle Unternehmen, die auch in den handelsrechtlichen Konzernabschluss einbezogen werden. Die Quirin Privatbank AG wird in den HGB-Konzernabschluss at equity einbezogen. Für die aufsichtsrechtlichen Meldungen stellt sie nur eine Beteiligung der Berliner Effektengesellschaft AG dar. Die Quirin Privatbank AG ist ein eigenständig meldepflichtiges Institut. Die Tradegate Exchange GmbH, eine knapp 25 %-ige Beteiligung der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank, wird ebenfalls at equity in den HGB-Konzernabschluss einbezogen. Für die aufsichtsrechtlichen Meldungen stellt sie nur eine Beteiligung der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank dar. Die Eigenmittel der Finanzholding-Gruppe setzen sich aus dem gezeichneten Kapital der Berliner Effektengesellschaft AG, ihrer Kapitalrücklage sowie den sonstigen Rücklagen zusammen, soweit sie im Rahmen der Eigenkapitalkonsolidierung nicht gekürzt werden. Davon werden eigene Anteile, aktivische Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung und immaterielle Vermögensgegenstände abgezogen. Unter den immateriellen Vermögensgegenständen werden Software und erworbene Werte ausgewiesen. Die Eigenmittel der Gruppe setzen sich aus Kernkapital und Ergänzungskapital zusammen. Für den 31. Dezember 2018 setzen sich die Eigenmittelanforderung und die Eigenmittel wie folgt zusammen: scroll
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Die Meldung für die Finanzholding-Gruppe Berliner Effektengesellschaft AG erfolgt nach der CRR. Die Gesamtkapitalquote gemäß CRR auf Gruppenebene betrug von Januar bis Dezember 2018 zwischen 26,09 % und 30,30 %. 3.1.3 MarktpreisrisikenUnter Marktpreisrisiken werden negative Abweichungen von erwarteten Marktpreisentwicklungen verstanden. Marktpreise sind Zinsen, Aktienkurse und Devisenkurse. Aus der Änderung resultieren Veränderungen des Wertes von im Bestand befindlichen Finanzinstrumenten, z. B. Aktien, Anleihen oder Bankguthaben in Fremdwährung, die zu ergebniswirksamen Abschreibungen führen können. Da ein Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit im Handel und der Vermittlung von Wertpapiergeschäften in Aktien ausländischer Unternehmen liegt, insbesondere in US-amerikanischen Titeln, kommt hier zudem ein indirektes Fremdwährungsrisiko zum Tragen. Änderungen z.B. des Devisenkurses des USD ziehen bei idealen Märkten entsprechende Änderungen des Aktienkurses in € nach sich. Im Rahmen des Risikomanagementsystems wird dieses Risiko aus Wertpapiergeschäften implizit im Rahmen des Aktienkursrisikos betrachtet. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden die Controllinglimite gemäß den aufsichtsrechtlichen Anforderungen überwacht. Aufgrund der Ergebniserwartung für 2018 und der Eigenkapitalausstattung wurde eine absolute Verlustobergrenze für alle Geschäfte der Gesellschaft seitens des Vorstandes beschlossen. Ferner wurden den anderen zur Gruppe gehörenden Unternehmen in Abstimmung mit deren Geschäftsleitungen Risikolimite zugeordnet. Ein Teil dieser Verlustobergrenze wurde als Controllinglimite auf die einzelnen Handelsbereiche aufgeteilt. Mit diesen Controllinglimiten werden die schwebenden Verluste aus den offenen Positionen begrenzt. Die schwebenden Verluste errechnen sich aus dem Wert der offenen Position und dem aktuellen Wert anhand eines Referenzpreises. Dieser Referenzpreis wird laufend ermittelt und in das Überwachungssystem eingespielt. In 2018 kam es zu gelegentlichen, kurzfristigen Überschreitungen der meistens nur gering ausgelasteten Limite. Hintergrund der Limitüberschreitungen war in fast allen Fällen eine fehlerhafte Versorgung des Überwachungssystems mit Referenzpreisen. Bei einer Benachrichtigung des Risikocontrollings über eine Limitüberschreitung wird die Ursache ermittelt und der Controllingvorstand der aufsichtsrechtlich übergeordneten Gesellschaft entsprechend informiert. Der Controllingvorstand hält dann Rücksprache mit dem betroffenen Handelsvorstand über die zu treffenden Maßnahmen und informiert das Risikocontrolling über das Ergebnis. Bei realisierten Verlusten, die bestimmte Schwellenwerte überschreiten, erfolgt automatisch eine Reduzierung des betreffenden Limits. In einem nachfolgenden Abgleich des aktuellen Ergebnisses des Konzerns mit dem geplanten Ergebnis wird über die Beibehaltung oder die Änderung der Limitanpassung entschieden. In 2018 erfolgte keine Anpassung der Controllinglimite für die Wertpapierbestände des Handels. Ergänzend besteht ein Limit speziell für die Risiken aus möglichen Beständen der Liquiditätsreserve. Die Bemessung der Höhe der Risiken wird analog der Betrachtung bei den Handelsbeständen gehandhabt. Bei Limitüberschreitungen wird der Vorstand unverzüglich informiert, der über die weitere Behandlung der Wertpapiere der Liquiditätsreserve beschließt. Ein weiteres Controllinglimit besteht für Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Banken, Kunden und Lieferanten, sofern diese nicht auf € lauten. Hier sind insbesondere Risiken aus bei inländischen Kreditinstituten bestehenden USD-Guthaben zu nennen. Limitüberschreitungen gab es aufgrund der zum Teil deutlich höheren Handelsvolumina. Über die Limitüberschreitungen wurden der Controllingvorstand und der Handelsvorstand informiert, die dann die weitere Vorgehensweise beschlossen haben. 3.1.4 Operationelle RisikenUnter operationellen Risiken sind die Risiken zu verstehen, die aus unangemessenen oder fehlerhaften Betriebsabläufen resultieren oder durch Mitarbeiter, Systeme oder externe Ereignisse, einschließlich der Rechtsrisiken, hervorgerufen werden. Die bestehende Risikomatrix wurde bezüglich der Risiken, der Frühwarnindikatoren und möglichen Gegenmaßnahmen überprüft. Soweit es neue Erfahrungswerte gab, wurden die Frühwarnindikatoren neu in die Risikomatrix aufgenommen oder angepasst. Um einen Überblick über eintretende Schäden zu erhalten, waren die Mitarbeiter gehalten, Schadensfälle, die eine jeweils definierte Bagatellgrenze übersteigen, an das Risikocontrolling zu melden. Die entstandenen Schäden bestanden in erhöhtem Arbeitsaufwand und Handelsverlusten. Ihnen wurde angemessen Rechnung getragen und betriebliche Prozesse wurden angepasst. Im Bereich IT-Operations wird eine Liste für Systemänderungen, -störungen und -ausfälle geführt, die regelmäßig mit der Schadensfalldatenbank abgeglichen wird. Im vergangenen Jahr traten keine nennenswerten Störungen auf, die bestimmbare oder nennenswerte Schäden verursachten. Das Management der operationellen Risiken obliegt den jeweiligen Geschäftsleitungen oder Abteilungsleitern. Sie überwachen die Arbeitsabläufe, greifen bei Bedarf ein oder passen sie an. Für operationelle Risiken wurde auf Basis der Eigenkapitalanforderung nach der Capital Requirement Regulation ein Teil der Verlustobergrenze reserviert. 3.1.5 Sonstige RisikenDie sonstigen Risiken umfassen die Adressenausfallrisiken und die Liquiditätsrisiken. Das Adressenausfallrisiko ist die Gefahr, dass Forderungen nicht rechtzeitig, nicht in voller Höhe oder gar nicht zurückgezahlt werden. Der Konzern hat ganz überwiegend Forderungen an Kreditinstitute. Wichtigste Bankverbindungen sind die Quirin Privatbank AG und die BNP Paribas S.A. Gruppe. Da die Quirin Privatbank AG aufgrund der Konzernzugehörigkeit im Rahmen des Assoziierungsverhältnisses angemessen in ein monatliches Berichtswesen eingebunden ist und personelle Verflechtungen bestehen - der Vorsitzende des Vorstands ist Mitglied des Aufsichtsrates der Quirin Privatbank AG - stehen grundsätzlich zeitnah ausreichend Informationen zur wirtschaftlichen Lage zur Verfügung. Neben den dem Zahlungsverkehr und der Geldanlage dienenden Bankkonten bestehen Forderungen auf Steuerrückzahlungen sowie Forderungen aus dem Wertpapiergeschäft an andere Makler. Da diese über die Börsensysteme reguliert werden und die Marktteilnehmer der Aufsicht durch die Börsen und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht unterliegen, sind die Risiken hierdurch als gering anzusehen. Im Geschäftsfeld Privat- und Geschäftskunden bestehen Adressenausfallrisiken grundsätzlich aufgrund der Vergabe von Lombardkrediten. Da die Kredite stets in voller Höhe durch Wertpapiere besichert sind, können diese als gering betrachtet werden. Angemessene Prozesse zur Überwachung der Limite und der Sicherheitenwerte sind eingerichtet. Unter dem Liquiditätsrisiko sind die Gefahren zu verstehen, seinen Zahlungsverpflichtungen nicht, nicht rechtzeitig oder nicht in vollem Umfang nachkommen oder Vermögensgegenstände aufgrund illiquider Märkte nicht oder nicht zu einem angenommenen Preis veräußern zu können. Die Steuerung der Zahlungsbereitschaft erfolgt dezentral in den einzelnen Gesellschaften. Unter anderem werden im Rahmen einer Planung die Zahlungsein- und Zahlungsausgänge für die folgenden zwölf Monate abgeschätzt. Das erste Quartal wird auf Monatsbasis, die folgenden werden auf Quartalsbasis berichtet. Sollten bestimmte Grenzen unterschritten werden, erfolgt eine gegenüber dem normalen Turnus häufigere Berichterstattung. Im vergangenen Jahr wurden die selbst gesetzten Grenzen nicht unterschritten. Institute haben eine Liquiditätsdeckungsanforderung (LCRDR) zu erfüllen und für eine stabile Refinanzierung zu sorgen. Im Rahmen der Liquiditätsdeckungsanforderung sind liquide Aktiva mindestens in einer Höhe vorzuhalten, deren Gesamtwert die im Rahmen der Capital Requirement Regulation definierten Liquiditätsabflüsse abzüglich der ebenfalls dort definierten Liquiditätszuflüsse unter Stressbedingungen abdeckt. Das Verhältnis der liquiden Aktiva zu den Netto-Liquiditätsabflüssen betrug im vergangenen Geschäftsjahr auf Gruppenebene zwischen 3,11 und 8,85. Im Rahmen der stabilen Refinanzierung wird sichergestellt, dass die langfristigen Verbindlichkeiten angemessen durch eine stabile Refinanzierung unterlegt sind. Aufgrund der Struktur des Geschäftes und der vorhandenen Eigenmittel ist die langfristige Refinanzierung im Geschäftsjahr jederzeit gewährleistet gewesen. Das Marktliquiditätsrisiko wird durch die Auswahl der Handelsplätze, eine Berücksichtigung der jeweils aktuellen Marktlage beim Abschluss von Geschäften und der Begrenzung der offenen Positionen gesteuert und überwacht. 3.1.6 BerichterstattungDer Gesamtvorstand der aufsichtsrechtlich übergeordneten Gesellschaft erhält täglich einen Risikobericht, der die realisierten Ergebnisse des letzten Handelstages, des laufenden Monats und des laufenden Jahres sowie Angaben zu Limitänderungen und zu besonderen Vorkommnissen, wie nennenswerte Limitüberschreitungen und außergewöhnliche Geschäftsabschlüsse hinsichtlich Geschäftspartner, Volumen oder Konditionen enthält. Die Angaben zu den weiteren wesentlichen Risiken werden ebenfalls in den Bericht aufgenommen. Insbesondere Angaben zu Schadensfällen aus operationellen Risiken, besonderen Vorkommnissen und getroffenen Maßnahmen finden in den Bericht Eingang. Dieser tägliche Risikobericht wird durch einen monatlichen Bericht über die wirtschaftliche Entwicklung ergänzt sowie einen quartalsweisen Konzernrisikobericht. 3.2 Prognose- und ChancenberichtDer Konzern plant derzeit nicht, seine Geschäftsausrichtung wesentlich zu ändern, sondern wird weiter als Finanzholding ohne bedeutendes operatives Geschäft bzw. als Beteiligungsgesellschaft agieren. Die Auslagerung der verschiedenen operativen Geschäftsfelder mit unterschiedlichen Risiken, unterschiedlichen benötigten Lizenzen und unterschiedlichem Kapitalbedarf, der von Fall zu Fall auch durch die Aufnahme neuer Gesellschafter gedeckt werden kann, hat sich als richtig und praktikabel erwiesen. Der Lagebericht des Vorjahres enthielt die nachstehenden wesentlichen Aussagen zur Entwicklung für das Geschäftsjahr 2018: - Die Tochtergesellschaft Tradegate AG Wertpapierhandelsbank geht in ihrer Planung für das Geschäftsjahr zunächst von keinem weiteren Gewinnanstieg aus, strebt aber zumindest eine Stabilisierung der Umsätze und Erträge auf hohem Niveau an. - Die Ventegis Capital AG strebt ein ausgeglichenes Geschäftsergebnis an - Für das Geschäftsjahr 2018 ist seitens der Berliner Effektengesellschaft AG mit einem operativen Geschäftsergebnis auf Vorjahresniveau, insbesondere aus Dividendenzahlungen der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank, zu rechnen. Entgegen der Erwartungen hat sich das Ergebnis der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank weiter positiv entwickelt, sodass eine höhere Ausschüttung erfolgen wird. Die Ventegis Capital AG hat einen Jahresüberschuss von 470 T€ erwirtschaftet, der aus dem Verkauf der Beteiligung an der opTricon GmbH resultiert, Das Ergebnis der Berliner Effektengesellschaft AG verringerte sich insbesondere aufgrund der notwendigen außerplanmäßigen Abschreibung auf die Beteiligung an der Ventegis Capital AG. Die Tradegate AG bleibt langfristig die wichtigste Konzerngesellschaft der Berliner Effektengesellschaft AG. Die Gesellschaft erwartet für das Geschäftsjahr 2019 grundsätzlich ein stabiles Geschäft mit Privatanlegern. Allerdings gab es im Januar und Februar 2018 neue Rekordumsätze an der TRADEGATE EXCHANGE, während im laufenden Geschäftsjahr eine deutliche Zurückhaltung der Privatanleger bedingt durch Unsicherheiten wie dem BREXIT und dem drohenden Handelskrieg USA/China festzustellen ist. Im Januar war daher ein Umsatzrückgang von rund 34 % und im Februar von rund 20 % gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Dieser Umsatzrückgang wird wahrscheinlich im Laufe des Jahres nur sehr schwierig durch Geschäft mit Neukunden zu kompensieren sein, sodass die Gesellschaft auch für das Gesamtjahr einen Umsatzrückgang für wahrscheinlich hält. Der Wettbewerbsdruck bleibt voraussichtlich auch im Jahr 2019 relativ hoch, auch wenn sich die Anzeichen verdichten, dass die benötigte Marktbereinigung begonnen hat. Die Gesellschaft will die erreichte Marktposition als führende Privatanleger-Börse verteidigen und weiter ausbauen und wird daher voraussichtlich steigende variable Kosten je Trade und auch ein weiteres Absinken der Brutto- und Nettomargen in Kauf nehmen müssen. Damit ist zumindest von einem leichten Rückgang des Jahresergebnisses gegenüber dem Rekordergebnis des Jahres 2018 auszugehen. Eine unbekannte Größe bleibt die immer noch im Gespräch befindliche mögliche Einführung einer europäischen Finanztransaktionssteuer. Aus dem bevorstehenden BREXIT ergeben sich kurzfristig keine unmittelbaren positiven oder negativen Einflüsse auf das Ergebnis. Die Ventegis Capital AG wird sich, nachdem in 2018 das seit 2013 laufende Squeeze-out-Verfahren abgeschlossen werden konnte, ganz auf die Entwicklung der letzten verbliebenen Beteiligung (Humedics) konzentrieren. Die bereits reduzierten allgemeinen Verwaltungskosten sollten durch Einnahmen aus dem Beratungsgeschäft mindestens abgedeckt werden können. Abschreibungspotenzial auf die letzte Beteiligung ist derzeit nicht erkennbar. In den nächsten zwei Jahren soll versucht werden, die Humedics nach Möglichkeit zu verkaufen, was im Falle der vorletzten Beteiligung, der opTricon, im Oktober 2018 bereits erfolgreich geglückt ist. Sofern weitere Finanzierungsrunden bei der Humedics in 2019/2020 anstehen, wird sich die Ventegis Capital AG im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten daran beteiligen, um eine weitere Verwässerung zu vermeiden. Insgesamt strebt die Gesellschaft ohne diesen potentiellen Verkauf zunächst ein zumindest ausgeglichenes Geschäftsergebnis an. Die dritte wesentliche Beteiligung der Berliner Effektengesellschaft AG ist die Quirin Privatbank AG. Diese konnte im Jahr 2019 nach dem guten Vorjahr wiederum einen erfreulichen Bilanzgewinn ausweisen. Damit kann die Quirin Privatbank AG auch im Jahr 2019 eine kleine Dividende ausschütten. Das innovative Geschäftsmodell als Honorarberatungsbank bleibt angesichts des bekannt schwierigen Kapitalmarktumfeldes und der strikten Geschäftsphilosophie, keine unkalkulierbaren Risiken für die Bank und ihre Kunden einzugehen, weiter herausfordernd. Für die Wertentwicklung dieser Beteiligung ist bei einer weiter erfolgreichen Umsetzung des innovativen Geschäftskonzeptes erhebliches Potenzial gegeben. Auch der „Fin-Tech Ableger“ der Quirin Privatbank AG namens Quirion mit „Roboter-Beratung“ für kleinere Privatkunden macht inzwischen gute Fortschritte, hat aber noch nicht die kritische Kundenanzahl für einen profitablen Betrieb erreicht. Die Berliner Effektengesellschaft AG selbst benötigt mittelfristig keinen Kapitalzufluss zur Umsetzung ihrer strategischen Ziele und plant daher keine Kapitalerhöhungen. Die jeweils vorhandene Liquidität und mögliche Liquiditätszuflüsse sollen teilweise zur Zahlung von angemessenen Dividenden und für weitere Aktienrückkäufe auf günstigem Kursniveau genutzt werden. Die überwiegende Liquidität wird dagegen zunächst als Investitionsreserve in der Gesellschaft verbleiben, um jederzeit Handlungsspielräume zur strategischen Fortentwicklung des Geschäftes zu behalten. Mit seinen operativen Gesellschaften bzw. Beteiligungen aus der Finanzbranche bleibt der Konzern in hohem Maße abhängig von einem positiven Kapitalmarktumfeld. Sofern das Kapitalmarktumfeld sich nicht wieder verschlechtert und ohne Berücksichtigung der Auswirkungen einer möglichen Finanztransaktionssteuer, ist für das Geschäftsjahr 2019 mit einem leicht rückläufigen Konzernergebnis zu rechnen.
Berlin, 25. April 2019 Berliner Effektengesellschaft AG Holger Timm Karsten Haesen Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018der Berliner Effektengesellschaft AG, BerlinAktivseite scroll
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018der Berliner Effektengesellschaft AGscroll
Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2018der Berliner Effektengesellschaft AGscroll
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2018der Berliner Effektengesellschaft AGEigenkapital des Mutterunternehmens Gezeichnetes Kapital scroll
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Nicht beherrschende Anteile scroll
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2018der Berliner Effektengesellschaft AGA) GrundsätzlichesKonsolidierungskreisDie Berliner Effektengesellschaft AG, Berlin, ist Muttergesellschaft für den Konzern Berliner Effektengesellschaft AG. Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des HGB. Sie ist unter der Nummer HRB 62768 B eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg. In den Konzernabschluss einbezogen sind insgesamt – neben dem Mutterunternehmen – zwei Tochterunternehmen, an denen die Gesellschaft direkt oder indirekt mehr als 50 % der Anteile hält. In dem Konzernabschluss werden als voll konsolidierte Unternehmen abgebildet: - Tradegate AG Wertpapierhandelsbank, Berlin - Ventegis Capital AG, Berlin Die Tradegate AG Wertpapierhandelsbank ist zum Stichtag ein 55,9 %iges Tochterunternehmen der Berliner Effektengesellschaft AG. Unternehmensgegenstand ist die Vermittlung von Wertpapiergeschäften, die Anschaffung und die Veräußerung von Wertpapieren sowie insbesondere die Preis- bzw. Kursfeststellung im Freiverkehr und im Regulierten Markt. Von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht wurde eine Erlaubnis zum Betreiben von Bank- und Finanzdienstleistungsgeschäften erteilt. Die Erlaubnis umfasst im Wesentlichen: - die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten oder deren Nachweis (Anlagevermittlung), - die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung) - die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten im Wege des Eigenhandels für andere (Eigenhandel), - die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten im eigenen Namen und für fremde Rechnung (Finanzkommissionsgeschäft) - und die Übernahme von Finanzinstrumenten für eigenes Risiko zur Platzierung oder die Übernahme gleichwertiger Garantien (Emissionsgeschäft) - die Annahme fremder Gelder als Einlagen oder anderer unbedingt rückzahlbarer Gelder des Publikums, sofern der Rückzahlungsanspruch nicht in Inhaber- oder Orderschuldverschreibungen verbrieft wird, ohne Rücksicht darauf, ob Zinsen vergütet werden (Einlagengeschäft) - die Gewährung von Gelddarlehen und Akzeptkrediten (Kreditgeschäft). - die Verwahrung und die Verwaltung von Wertpapieren für andere (Depotgeschäft) - die Abgabe von persönlichen Empfehlungen an Kunden oder deren Vertreter (Anlageberatung) - die Anschaffung oder Veräußerung von Finanzinstrumenten für eigene Rechnung (Eigengeschäft) Die Ventegis Capital AG ist ein 100 %iges Tochterunternehmen der Berliner Effektengesellschaft AG. Gegenstand der Gesellschaft ist der Erwerb, die Verwaltung und Veräußerung von Beteiligungen an innovativen Wachstumsunternehmen sowie deren Förderung und Entwicklung einschließlich des Beteiligungsengagements auch für Dritte sowie das Erbringen von Beratungsleistungen für Unternehmen, insbesondere Dienstleistungen im Bereich Corporate Finance, soweit sie keiner gesetzlichen Erlaubnis bedürfen. In dem Konzernabschluss werden als at-equity konsolidierte Unternehmen beziehungsweise Unternehmensgruppen abgebildet: - Tradegate Exchange GmbH, Berlin - Quirin Privatbank AG Konzern, Berlin Die Tradegate Exchange GmbH ist zum Bilanzstichtag eine knapp 25 %ige Beteiligung der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank. Unternehmensgegenstand ist der Betrieb einer Wertpapierbörse mit Sitz in Berlin gemäß den Vorschriften des Börsengesetzes. Die Erlaubnis zum Betrieb wurde am 20. Mai 2009 von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen - Börsenaufsichtsbehörde – des Landes Berlin erteilt. Die Quirin Privatbank AG ist ein assoziiertes Unternehmen der Berliner Effektengesellschaft AG. Die Anteilsquote beträgt 25,3 %. Unternehmensgegenstand ist das Betreiben von Bank- und Finanzdienstleistungsgeschäften mit Ausnahme des Investmentgeschäfts und damit zusammenhängenden Geschäften. Von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht wurde eine Erlaubnis zum Betreiben von Bank- und Finanzdienstleistungsgeschäften erteilt. Die Erlaubnis umfasst insbesondere: - die Annahme fremder Gelder als Einlagen oder anderer unbedingt rückzahlbarer Gelder des Publikums, sofern der Rückzahlungsanspruch nicht in Inhaber- oder Orderschuldverschreibungen verbrieft wird, ohne Rücksicht darauf, ob Zinsen vergütet werden (Einlagengeschäft), - die Gewährung von Gelddarlehen und Akzeptkrediten (Kreditgeschäft), - die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten im eigenen Namen für fremde Rechnung (Finanzkommissionsgeschäft), - die Verwahrung und die Verwaltung von Wertpapieren für andere (Depotgeschäft), - die Übernahme von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen für andere (Garantiegeschäft), - die Übernahme von Finanzinstrumenten für eigenes Risiko zur Platzierung oder die Übernahme gleichwertiger Garantien (Emissionsgeschäft), - die Abgabe von persönlichen Empfehlungen an Kunden oder deren Vertreter, die sich auf Geschäfte mit bestimmten Finanzinstrumenten beziehen, sofern die Empfehlung auf eine Prüfung der persönlichen Umstände des Anlegers gestützt oder als für ihn geeignet dargestellt wird und nicht ausschließlich über Informationsverbreitungskanäle oder für die Öffentlichkeit bekannt gegeben wird (Anlageberatung), - die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten oder deren Nachweis (Anlagevermittlung), - die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung), - die Verwaltung einzelner in Finanzinstrumenten angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum (Finanzportfolioverwaltung), - die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten im Wege des Eigenhandels für andere (Eigenhandel). Die Berliner Effektengesellschaft AG wird zum 31. Dezember 2018 in keinen Konzernabschluss einbezogen. Herr Holger Timm ist Mehrheitsgesellschafter der Berliner Effektengesellschaft AG. Ihm sind 82,7 % der Stimmrechte zuzurechnen, davon 29,3% mittelbar über die H.T.B. Unternehmensbeteiligungen GmbH, Berlin. B) Allgemeine Angaben zur Gliederung des Konzernabschlusses sowie zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Aufstellung des KonzernabschlussesDer Konzernabschluss der Berliner Effektengesellschaft AG zum 31. Dezember 2018 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung der Vorschriften für Kreditinstitute sowie der letztmalig am 17. Juli 2015 geänderten Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgt nach der RechKredV; für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Staffelform gewählt. Die Aufstellung des Konzernabschlusses wurde in € vorgenommen. Die Tochterunternehmen wurden nach der Neubewertungsmethode nach § 301 Abs. 1 HGB konsolidiert. Die Konsolidierung erfolgt auf den jeweiligen Erwerbszeitpunkt der Anteile. Dabei wurden Käufe von nur wenigen Anteilen mit wesentlichen Erwerbsvorgängen zusammengefasst. Die erworbenen Geschäfts- und Firmenwerte wurden vom Erwerbszeitpunkt an fortgeschrieben. Sie werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer von bis zu fünf Jahren linear abgeschrieben. Die assoziierten Unternehmen werden im Rahmen der Buchwertmethode nach § 312 Abs.1 HGB at-equity im Konzernabschluss ausgewiesen. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogenen Gesellschaften wurden ebenso wie entsprechende Aufwendungen und Erträge gegeneinander aufgerechnet. Latente Steuern aufgrund von Konsolidierungsmaßnahmen nach § 306 HGB sind nicht anzusetzen. In Anpassung an die nach dem DRS 22 vorgeschriebene Gliederung des Eigenkapitals wurde das im Vorjahr ausgewiesene erwirtschaftete Eigenkapital in Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn sowohl für den aktuellen, wie auch für den vorangegangenen Bilanzstichtag aufgegliedert. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeBarreserve, Forderungen an Kreditinstitute und Kunden sind zum Nennwert bilanziert. Wertpapiere unterscheidet die Gesellschaft in Handelsbestände, Bestände der Liquiditätsreserve (Wertpapiere, die weder wie Anlagevermögen behandelt werden, noch Teil des Handelsbestands sind) und Wertpapiere, die wie Anlagevermögen behandelt werden. Die Wertpapiere der Liquiditätsreserve werden unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips pro Wertpapiergattung zu den fortlaufend ermittelten Durchschnittswerten oder niedrigeren Tageswerten des Bilanzstichtags bewertet. Wertpapiere, die wie Anlagevermögen behandelt werden, sind in der Bilanz nicht enthalten. Die Wertpapiere des Handelsbestands werden in der Bilanz im Posten „Handelsbestand“ auf der jeweiligen Seite der Bilanz ausgewiesen. Wertpapiere des Handelsbestands sind zum beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags zu bewerten. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Marktpreis. Soweit kein aktiver Markt besteht, anhand dessen sich der Marktpreis ermitteln lässt, ist der beizulegende Zeitwert mit Hilfe allgemein anerkannter Bewertungsmethoden zu bestimmen. Lässt sich der beizulegende Zeitwert weder an einem aktiven Markt noch nach einer anerkannten Bewertungsmethode ermitteln, sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten fortzuführen. Im Konzern sind die Wertpapiere des Handelsbestands anhand von Marktpreisen bewertet. In einzelnen Gattungen liegen keine Marktpreise von aktiven Märkten vor. Dies geht in der Regel mit einem beizulegenden Wert am Abschlussstichtag in Höhe von Null einher, sodass diese vollständig abgeschrieben wurden. Anerkannte Bewertungsmethoden wurden nicht angewandt. Der Risikoabschlag wird zum Bilanzstichtag in Höhe der nicht realisierten Reserven bemessen. Der vorgenommene Risikoabschlag trägt damit den Ausfallwahrscheinlichkeiten der realisierbaren Gewinne Rechnung. Die Aktien der Muttergesellschaft, die die Gesellschaften des Konzerns im Bestand haben, sind als Korrekturposten im Eigenkapital auszuweisen. Die Anschaffungskosten sind in Höhe des rechnerischen Werts offen vom gezeichneten Kapital abzusetzen. Der Unterschiedsbetrag zwischen rechnerischem Wert und den Anschaffungskosten der eigenen Aktien ist von den frei verfügbaren Rücklagen abzusetzen. Die Veräußerungserlöse sind in Höhe des rechnerischen Werts dem gezeichneten Kapital hinzuzurechnen. Ein übersteigender Betrag ist in Höhe des beim Erwerb verrechneten Betrages den freien Rücklagen wieder hinzuzurechnen. Ein darüber hinausgehender Veräußerungserlös ist in die Kapitalrücklage einzustellen. Erkennbaren Risiken ist durch Wertberichtigungen und Rückstellungen Rechnung getragen. Die Beteiligungen und die Ausleihungen sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung außerplanmäßiger Abschreibungen bilanziert. Immaterielle Vermögensgegenstände haben wir zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger linearer handelsrechtlich zulässiger Abschreibungen bewertet. Geschäfts- und Firmenwerte werden über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer, maximal fünf Jahre linear abgeschrieben. Für die sonstigen immateriellen Vermögensgegenstände wurde handelsrechtlich gemäß § 253 Absatz 3 HGB eine Nutzungsdauer von zehn Jahren angenommen. Über diesen Zeitraum wird die Amortisation der erworbenen Marke und des Kundenstammes erwartet. Sachanlagen haben wir zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger linearer handelsrechtlich zulässiger Abschreibungen bewertet. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter werden von uns im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben und ausgebucht. Latente Steueransprüche und -verpflichtungen berechnen sich aus unterschiedlichen Wertansätzen eines bilanzierten Vermögenswertes oder einer Verpflichtung und dem jeweiligen steuerlichen Wertansatz. Hieraus resultieren in der Zukunft voraussichtliche Ertragsteuerentlastungs- oder -belastungseffekte (temporäre Unterschiede). Sie wurden mit den Ertragsteuersätzen bewertet, deren Gültigkeit für die entsprechende Periode ihrer Realisierung zu erwarten ist und die zum Bilanzstichtag gültig sind. Es ist ein durchschnittlicher Ertragsteuersatz in Höhe von 30,27 % angesetzt worden. Verbindlichkeiten bilanzieren wir, soweit sie verzinslich sind, mit ihrem Erfüllungsbetrag. Lieferverbindlichkeiten aus dem Leerverkauf von Wertpapieren sind zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich eines Risikozuschlags unter dem Posten Handelsbestand ausgewiesen. Der Risikozuschlag wird analog zu dem Risikoabschlag für aktive Handelsbestände gebildet. Die Rückstellungen für Steuern, ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften haben wir in Höhe des Erfüllungsbetrags nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre abgezinst worden. Die zum Bilanzstichtag ermittelten anteiligen Zinsen werden bei den zugrunde liegenden Forderungen oder Verbindlichkeiten ausgewiesen. Bei der verlustfreien Bewertung von zinsbezogenen Geschäften des Bankbuchs richten wir uns nach der Stellungnahme des Bankenfachausschusses IDW RS BFA 3. Als Methode wird die periodenerfolgsorientierte Betrachtung angewandt. Die Tochtergesellschaft Tradegate AG Wertpapierhandelsbank ist gemäß § 340e Abs. 4 HGB verpflichtet, dem Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB jährlich zehn Prozent der Nettoerträge des Handelsbestands zuzuführen. Der Posten darf zum Ausgleich von Nettoaufwendungen des Handelsbestands, eines Jahresfehlbetrages oder eines Verlustvortrages aufgelöst werden oder soweit er 50 % des Durchschnitts der letzten fünf jährlichen Nettoerträge des Handelsbestands übersteigt. Die anderen Gesellschaften haben diesen Posten nicht zu bilden, führen jedoch ebenfalls Handelsgeschäfte durch, die im Konzern unter den Nettoerträgen des Handelsbestandes ausgewiesen werden. Währungsumrechnung Die Bewertung der auf Fremdwährung lautenden Vermögensgegenstände und Schulden ist nach den Bestimmungen des § 340h in Verbindung mit § 256a HGB vorgenommen worden. Eine Abweichung erfolgte für Aktien, die an einer Börse in € notiert werden und deren Nennwert bzw. deren rechnerischer Wert (z. B. Stückaktien) auf Fremdwährung lautet. Hierunter können zum Beispiel Aktien von US-amerikanischen Gesellschaften fallen, deren Kapital auf US-Dollar lautet. Diese Wertpapiere haben wir mit den in € an einer deutschen Börse festgestellten Schlusskursen zum 28. Dezember 2018 bewertet. Alle anderen auf Fremdwährungen lautenden Vermögensgegenstände und Schulden wurden zu Referenzkursen der Europäischen Zentralbank oder, falls keine Referenzkurse festgestellt werden, zu am Devisenmarkt ermittelbaren Mittelkursen des Bilanzstichtages umgerechnet. C) Erläuterungen zur Konzernbilanz RestlaufzeitengliederungDie Fristengliederung nach Restlaufzeiten stellt sich wie folgt dar: scroll
Gesamtbetrag aller auf Fremdwährung lautenden Vermögensgegenstände und Schulden Die Beträge stellen die Summen aus den €-Gegenwerten der verschiedensten Währungen dar. Aus dem Unterschiedsbetrag kann nicht auf offene Fremdwährungspositionen geschlossen werden. scroll
Börsenfähige Wertpapierescroll
Handelsbestand Im Handelsbestand auf der Aktivseite der Bilanz werden zum Bilanzstichtag nur Aktien und Exchange traded Products ausgewiesen. Der Risikoabschlag für den Handelsbestand auf der Aktivseite wurde in Höhe von 286 T€ (Vj. 176 T€) gebildet. Entwicklung des Anlagevermögensscroll
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Die Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, wurden unter den Forderungen an Kunden ausgewiesen. Sie stammten aus konsolidierten Unternehmen, die den Einzelabschluss nach dem Gliederungsschema des HGB aufstellen. Assoziierte Unternehmen Dem jeweiligen Ansatz im Konzernabschluss stehen die folgenden Anteile am Eigenkapital gegenüber: scroll
Die Unternehmen stellen ihre Abschlüsse nach den Regelungen des HGB, im Falle der Quirin Privatbank AG ergänzt um die Vorschriften der RechKredV, auf. Abweichungen zu den im Konzern angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bestehen nicht. Die zusammengefasste Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der Quirin Privatbank AG weisen folgende Werte aus: scroll
Geschäfts- und Firmenwert Der ausgewiesene Geschäfts- und Firmenwert ist auf verschiedene Erwerbsvorgänge von Anteilen an der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank und der Ventegis Capital AG zurückzuführen. Die Zugänge des Geschäftsjahres betreffen die Erhöhung der Beteiligungsquote an der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank im Zuge des Erwerbs eigener Anteile durch diese Gesellschaft. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände nehmen Posten auf, die auf der Aktivseite anderen Bilanzposten nicht zuzuordnen sind. Die wesentlichen Positionen sind der nachfolgenden Aufstellung zu entnehmen. scroll
Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern wurden auf den Unterschiedsbetrag der höheren Wertansätze von Sachanlagen in der Steuerbilanz gegenüber der Handelsbilanz gebildet. Der Fonds für allgemeine Bankrisiken hat Eigenkapitalcharakter. Daher werden keine latenten Steuern für diesen Posten gebildet. Für die Verlustvorträge einzelner Gesellschaften des Konzerns werden keine latenten Steuern gebildet, da steuerpflichtige Erträge in der Zukunft aufgrund des Geschäftsmodells nicht absehbar sind. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Der Bilanzposten enthält im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus einem Konto für die Abwicklung von Wertpapiergeschäften in USD in Höhe von 889 T€ (Vj. 3.173 T€), Marginverbindlichkeiten für derivative Geschäfte in Höhe von 679 T€ (Vj. 828 T€) und Verbindlichkeiten aus der Inanspruchnahme von Wertpapierabwicklungsdienstleistungen in Höhe von 672 T€ (im Vorjahr 2.308 T€). Handelsbestand Im Handelsbestand auf der Passivseite der Bilanz werden zum Bilanzstichtag nur Verbindlichkeiten aus dem Leerverkauf von Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren ausgewiesen. Die Tradegate AG Wertpapierhandelsbank hat die Leerverkäufe im Rahmen ihrer Tätigkeit als Skontroführer und Spezialist abgeschlossen. Der Risikozuschlag für den Handelsbestand auf der Passivseite beträgt 39 T€ (Vj. 69 T€). Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten nehmen Posten der Passivseite auf, die anderen Bilanzposten nicht zuzuordnen sind. Die wesentlichen Positionen sind der nachfolgenden Aufstellung zu entnehmen. scroll
Rückstellungen In die Rückstellungen wurden Beträge eingestellt, die in die Erfolgsrechnung des Geschäftsjahres gehören, deren Höhe oder Fälligkeit aber noch nicht endgültig feststehen. Die Aufgliederung der anderen Rückstellungen ist der folgenden Aufstellung zu entnehmen: scroll
Fonds für allgemeine Bankrisiken Zum 31. Dezember 2018 ist nach den Regelungen des HGB in der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank eine Zuführung in Höhe von 3.475 T€ (Vj. 4.295 T€) erfolgt. Grundkapital / Gezeichnetes Kapital Zum 31. Dezember 2018 betrug das gezeichnete Kapital unverändert 13.705.837,00 €, das in 13.705.837 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt war. Zum Bilanzstichtag hält die Berliner Effektengesellschaft AG 92.504 Stück (Vj. 18.214 Stück) eigene Aktien mit einem rechnerischen Wert in Höhe von 92.504,00 € (Vj. 18.214,00 €). Die im Bestand befindlichen Aktien entsprechen 0,7 % des gezeichneten Kapitals. Mit Schreiben vom 10. November 2003 hatte Herr Holger Timm, Berlin, der Gesellschaft nach § 20 AktG mitgeteilt, dass er eine direkte Beteiligung in Höhe von 28,45 % und eine über die H.T.B. Unternehmensbeteiligungen GmbH vermittelte indirekte Beteiligung in Höhe von 40,78 % hält. Meldungen, die den aktuellen Stand der Beteiligungen wiedergeben, liegen nicht vor. Eigene Aktien Die Gesellschaft wurde gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG mit Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Juni 2015 ermächtigt, die Aktien der Gesellschaft zu anderen Zwecken als dem Handel in eigenen Aktien zu erwerben. Die Ermächtigung ist auf den Erwerb von eigenen Aktien mit einem Anteil am Grundkapital von insgesamt bis zu zehn vom Hundert beschränkt und gilt bis zum 10. Juni 2020. Der Erwerb kann über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebotes erfolgen. Im Falle des Erwerbs über die Börse darf der Erwerbspreis den am Handelstag ermittelten Eröffnungskurs der Aktie der Berliner Effektengesellschaft AG im Entry Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten (ohne Erwerbsnebenkosten). Bei einem öffentlichen Kaufangebot darf der Angebotspreis den Durchschnitt der Börsenkurse im Entry Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebotes um nicht mehr als 15 % über- oder unterschreiten (ohne Erwerbsnebenkosten). Überschreitet die Zeichnung das Volumen des Angebotes, erfolgt die Annahme nach Quoten. Die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien können auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre veräußert werden. Voraussetzung ist insoweit, dass die erworbenen Aktien zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenkurs von Aktien der Gesellschaft mit derselben Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wurde insoweit ausgeschlossen. Der Vorstand wurde ferner ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien auch dann außerhalb der Börse zu veräußern, wenn die oben genannten Voraussetzungen nicht vorliegen, sofern die Veräußerung zum Zwecke erfolgt, Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen zu erwerben. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wurde insoweit ausgeschlossen. Die Ermächtigungen zur Veräußerung auch außerhalb der Börse können ganz oder in Teilen, einmal oder mehrmals, einzeln oder gemeinsam ausgenutzt werden. Der Vorstand wurde außerdem ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrates zu einem Teil oder insgesamt ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen. Von der Ermächtigung wurde kein Gebrauch gemacht. Im Geschäftsjahr 2018 wurde von den Ermächtigungen zum Kauf eigener Aktien Gebrauch gemacht. Den Käufen von 355.831 Aktien im Wert von 6.640.848,20 €, davon 57.400 Aktien im Wert von 1.040.322,00 € unmittelbar durch die Berliner Effektengesellschaft AG, standen Verkäufe von 281.541 Aktien im Wert von 5.308.290,40 € gegenüber. Die Verkäufe erfolgten wie die weiteren Käufe mittelbar. Die erworbenen Aktien entsprechen 2,6 % des gezeichneten Kapitals, die veräußerten 2,1 %. Kapitalrücklage Die Veräußerungserlöse eigener Anteile überstiegen die Anschaffungskosten um 86.533,67 € (Vj. 62.567,64 €), die der Kapitalrücklage zuzuführen waren. Zum Bilanzstichtag wird eine Kapitalrücklage in Höhe von 31.934.695,83 € (Vj. 31.848.162,16 €) ausgewiesen. andere Gewinnrücklagen Die anderen Gewinnrücklagen, die zum Bilanzstichtag 2.988 T€ nach 3.857 T€ betragen setzen sich aus den Gewinnrücklagen der Muttergesellschaft sowie den Ergebnissen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen während ihrer Konzernzugehörigkeit aus Vorjahren zusammen. In Höhe von 1.345 T€ verringerten sich die anderen Gewinnrücklagen aufgrund des Erwerbs und der Veräußerung von eigenen Aktien. Die von den Ergebnissen auf fremde Gesellschafter entfallenden Anteile sind im Posten Nicht beherrschende Anteile enthalten. Konzernbilanzgewinn Der Konzernbilanzgewinn beträgt zum Bilanzstichtag 9.991 T€ (Vj. 8.690 T€). Der Bilanzgewinn und die Gewinnrücklagen der Berliner Effektengesellschaft AG in Höhe von 27.043 T€ (Vj. 28.140 T€) sind ausschüttungsfähig. D) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Provisionserträge und -aufwendungen Die Provisionserträge und -aufwendungen enthalten die Erträge und Aufwendungen, die im Rahmen des Geschäftsbetriebes durch die Inanspruchnahme von Finanzdienstleistungen in Rechnung gestellt werden. Die wesentlichen Posten sind die Specialist Service Fee, die Courtageerträge und -aufwendungen aus dem börslichen Maklergeschäft (Netto 500 T€, Vj. 695 T€). Nettoertrag des Handelsbestands Die Erträge und Aufwendungen des Handelsbestands setzen sich aus den realisierten Ergebnissen, den Bewertungen sowie dem Handelsbestand zuzurechnenden Zinsen, Dividenden und Provisionsaufwendungen zusammen. Die realisierten Ergebnisse entstehen durch den Kauf und Verkauf von Finanzinstrumenten aufgrund von Marktpreisschwankungen. scroll
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Positionen, die nicht dem eigentlichen Geschäft zuzuordnen sind. Die wesentlichen Positionen der sonstigen betrieblichen Erträge sind der nachfolgenden Aufstellung zu entnehmen. scroll
Steuern Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen Steuern für vergangene Jahre aus der normalen Geschäftstätigkeit sowie Steuervorauszahlungen und –rückstellungen für 2018. Hier sind auch Zuführungen und Auflösungen von latenten Steuern enthalten. Für Steuerzahlungen des Veranlagungszeitraums 2018 ist aufgrund des Ergebnisses die Bildung von Steuerrückstellungen erforderlich. Für andere Veranlagungszeiträume wurden Steuerrückzahlungen in Höhe von 27 T€ (Vj. Steueraufwendungen 18 T€) in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. E) Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung wird nach der indirekten Methode aufgestellt. Aufgrund der Tätigkeiten der Gesellschaften der Gruppe sind im Finanzmittelfonds die Kassenbestände sowie die Guthaben bei Zentralnotenbanken, sofern vorhanden, aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sowie die täglich fälligen Kontokorrent-Guthaben bei Kreditinstituten enthalten. Im Finanzmittelfonds sind 20.682.370,89 € enthalten, die einer Verfügungsbeschränkung unterliegen (Vj 13.493.552,10 €). Im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sind die Veränderungen der Festgelder der vorgenannten Unternehmen enthalten. Die Verluste aus dem Handelsbestand wurden bei den Handelsaktiva als zahlungsunwirksame Vorgänge bereinigt, da eine Differenzierung zwischen Handelsaktiva und Handelspassiva nicht möglich ist. Minderheitsgesellschafter der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank haben eine Dividende aus der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank erhalten. F) Sonstige Angaben Die derivativen Geschäfte betreffen zum Bilanzstichtag Devisenswaps, Optionen und Futures. Die Optionen und Futures resultieren aus Kontrakten im Kundenauftrag, welche dem Anlagebuch zugeordnet sind. Die Risikopositionen werden durch identische Gegengeschäfte mit Kreditinstituten glattgestellt. Da die Absicherung dabei grundsätzlich auf Mikroebene erfolgt, werden die Grund- und die Sicherungsgeschäfte zu Bewertungseinheiten gem. § 254 HGB zusammengefasst. scroll
Die Vergleichsdaten des Vorjahres sind: scroll
Die Devisenswaps sind dem Handelsbuch zugeordnet. scroll
Die Vergleichsdaten des Vorjahres sind: scroll
Die angegebenen Marktwerte stellen den beizulegenden Zeitwert auf Basis der Kurse zum Bilanzstichtag dar, wobei Transaktionskosten unberücksichtigt sind. Für Risiken, die sich aus negativen Marktwerten ergeben, war eine Bildung von Rückstellungen nicht erforderlich. Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass die vertraglich vereinbarten Zahlungsströme dieser Derivate hinsichtlich Höhe, Zeitpunkt und Sicherheit beeinträchtigt sind. Anteilsbesitz Die nachstehenden Angaben beziehen sich auf den 31. Dezember 2018 bzw. auf das Geschäftsjahr 2018, sofern kein anderes Datum angegeben ist. Tradegate AG Wertpapierhandelsbank, Berlin scroll
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus abgeschlossenen Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen bestehen Verpflichtungen in Höhe von 2.427 T€ (Vj. 4.125 T€). Sie betreffen in erster Linie die mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2020 abgeschlossenen Mietverträge für Büroräume sowie für Dienstleistungs- und Systemkosten. Die Tradegate AG Wertpapierhandelsbank hat Avalkredite bei der Quirin Privatbank AG und der Delbrück Bethmann Maffei AG aufgenommen. Der Gesamtbetrag beläuft sich auf 696 T€ (Vj. 896 T€). Die Avalkredite dienen vor allem als Sicherheitsleistung nach dem Börsengesetz für die Risiken aus der Abwicklung von Aufgabegeschäften und aus Kursdifferenzen. Für die Avalkredite haben wir Guthaben und Wertpapiere in entsprechender Höhe verpfändet. Aus dem Jahresabschluss nicht erkennbare Haftungsverhältnisse und weitere nennenswerte finanzielle Verpflichtungen bestehen nicht. Mitarbeiter Die Anzahl der Mitarbeiter entwickelte sich wie folgt: scroll
Organe der Berliner Effektengesellschaft AG Im Folgenden sind gemäß § 285 Nr. 10 HGB die Mitglieder des Vorstands und die Mitglieder des Aufsichtsrats aufgelistet. Mitglieder des Vorstands Holger Timm, Berlin, Vorsitzender des Vorstands, Vorsitzender des Vorstands der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank Karsten Haesen, Berlin,Vorstand der Ventegis Capital AG Mitglieder des Aufsichtsrats Prof. Dr. Jörg Franke, Frankfurt am Main (Vorsitzender), Mitglied in mehreren Aufsichtsräten Andrä Dujardin, Berlin, Unternehmer Frank-Uwe Fricke, Berlin, (stellv. Vorsitzender), Vorstand der Euro Change Wechselstuben AG Organbezüge Hinsichtlich der Bezüge des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2018 wird auf § 286 Abs. 4 HGB verwiesen. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten Bezüge in Höhe von 145 T€ einschließlich Umsatzsteuer. Organkredite Gegenüber den Vorstandsmitgliedern bestehen Organkredite in Höhe von 349 T€, die nicht in Anspruch genommen wurden. Honorare an Dohm Schmidt Janka Revision und Treuhand AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft nach § 285 Nr. 17 HGB Die Berliner Effektengesellschaft AG sowie die verbundenen Unternehmen haben im vergangenen Geschäftsjahr an den Abschlussprüfer, die Dohm Schmidt Janka Revision und Treuhand AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, folgende Zahlungen geleistet und folgenden Aufwand ohne Umsatzsteuer erfasst: scroll
NachtragsberichtEs sind keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag eingetreten. GewinnverwendungsvorschlagDer Vorstand und der Aufsichtsrat der Berliner Effektengesellschaft AG schlagen der Hauptversammlung vor, aus dem Jahresüberschuss der Gesellschaft eine Dividende in Höhe von 0,60 € je Aktie zu zahlen und den restlichen Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Berlin, 25. April 2019 Berliner Effektengesellschaft AG Holger Timm Karsten Haesen Offenlegung nach § 26 a Abs. 1 Satz 2 Kreditwesengesetz scroll
Öffentliche Beihilfen wurden von keiner Gesellschaft in Anspruch genommen Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Berliner Effektengesellschaft AG, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Berliner Effektengesellschaft AG, Berlin, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) – bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2018, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Berliner Effektengesellschaft AG, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse · entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und · vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus · identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. · gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. · beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. · ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. · beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. · holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. · beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. · führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 25. April 2019 Dohm < Schmidt < Janka gez. Matthias Schmidt, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater gez. Jana Simon, Wirtschaftsprüferin, Steuerberaterin Bericht des Aufsichtsratsder Berliner Effektengesellschaft AGSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, auch im Geschäftsjahr 2018 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und den Vorstand der Berliner Effektengesellschaft AG bei der Leitung der Gesellschaft beraten und überwacht. Er befasste sich im Rahmen seiner Tätigkeit auch intensiv mit der strategischen Ausrichtung der Gesellschaft und des Konzerns. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig über die wirtschaftliche Situation, die Geschäftslage, die Risikolage sowie Unternehmensplanung der Gesellschaft und des Konzerns informiert. Über grundsätzliche Fragen der Geschäftsführung sowie bedeutsame Geschäftsvorfälle fanden enge Beratungen zwischen dem Aufsichtsrat und dem Vorstand der Gesellschaft statt. Auch außerhalb der ordentlichen Aufsichtsratssitzungen wurde der Vorsitzende des Aufsichtsrats vom Vorstand über die aktuelle Geschäftsentwicklung und wesentliche Geschäftsvorfälle unterrichtet. In alle Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für die Gesellschaft war der Aufsichtsrat eingebunden und hat zu zustimmungspflichtigen Geschäften nach umfassender Beratung und Prüfung seine Zustimmung erteilt. Der Aufsichtsrat hat sich davon überzeugt, dass der Vorstand geeignete Maßnahmen für ein Überwachungssystem / Risikomanagement getroffen hat, um Situationen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, früh erkennen zu können (§ 91 Abs. 2 AktG). Die Gesellschaft verfügt als Finanzholding über ein wirksames Controlling. Sie erstellt monatlich konsolidierte Vergleichszahlen. Aufgrund sich laufend verändernder Rahmenbedingungen wird das Früherkennungssystem des Konzerns regelmäßig optimiert und an aktuelle Entwicklungen angepasst. Ordentliche Sitzungen des Aufsichtsrats Im Berichtsjahr kam der Aufsichtsrat zu vier ordentlichen Aufsichtsratssitzungen in den Monaten März, Juni, September und Dezember zusammen, an denen auch regelmäßig die Vorstandsmitglieder teilnahmen. Das Hauptaugenmerk des Aufsichtsrats lag auf der Geschäftsentwicklung des Unternehmens, der Entwicklung der zum Konzernverbund gehörenden Einzelgesellschaften und der Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2019. Die im Zuge der Umsetzung der europäischen Finanzmarktrichtlinie MiFID II in Kraft getretenen regulatorischen Neuerungen und deren Einfluss auf die Geschäftsentwicklung, Wettbewerbsposition und strategische Ausrichtung der Gesellschaft und der zum Konzernverbund gehörenden Unternehmen standen besonders im Fokus der Beratungen. Ferner wurden in jeder Sitzung konsolidierte Finanzberichte vom Vorstand zur Verfügung gestellt und eingehend erläutert sowie die Geschäfts- und Risikostrategie der Gesellschaft besprochen. Beratung und Prüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses 2018 Die Dohm Schmidt Janka Revision und Treuhand AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, hat den Jahresabschluss der Berliner Effektengesellschaft und den Konzernabschluss jeweils zum 31. Dezember 2018 sowie den Lagebericht und den Konzernlagebericht geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Jahresabschluss- und Konzernabschlussprüfer wurde von der Hauptversammlung gewählt und vom Aufsichtsrat beauftragt. Der Aufsichtsrat hat sich von der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und der für den Abschlussprüfer handelnden Person überzeugt. Einzelabschluss und Lagebericht der Berliner Effektengesellschaft AG sowie der Konzernabschluss und Konzernlagebericht wurden nach dem Bilanzierungsstandard HGB aufgestellt. Die Abschlussunterlagen sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers haben dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegen. In der Bilanzsitzung am 20. März 2019 im Beisein der Vertreter des Abschlussprüfers wurde der Einzeljahresabschluss 2018 eingehend erörtert. Der Abschlussprüfer berichtete über den Prüfungsverlauf und die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung unter besonderer Berücksichtigung der vereinbarten Schwerpunkte. Hinweise aus den Prüfungsberichten wurden vom Aufsichtsrat aufgenommen und mit dem Vorstand erörtert. Anschließend stellte der Aufsichtsrat fest, dass keine Einwendungen bestehen. Er hat sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer angeschlossen. Damit ist der Jahresabschluss der Berliner Effektengesellschaft festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandes, den zum 31. Dezember 2018 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 19.390.260,63 Euro zur Zahlung einer Dividende in Höhe von 0,60 € je umlaufender Aktie zu verwenden und den hierüber hinausgehenden Teil des Bilanzgewinns auf neue Rechnung vorzutragen, schließt sich der Aufsichtsrat an. Der Prüfungsbericht zum Konzernjahresabschluss wurde den Aufsichtsratsmitgliedern am 25. April 2019 zur Verfügung gestellt. Nach eigener Prüfung ergaben sich keine Einwendungen gegen den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018, den Konzernlagebericht sowie gegen den Prüfungsbericht des Abschlussprüfers. Der Aufsichtsrat schloss sich daher dem Ergebnis der Abschlussprüfung an und billigte den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018. Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns für ihren tatkräftigen Einsatz und die konstruktive Zusammenarbeit in dem erfolgreichen Geschäftsjahr 2018.
Berlin, 25. April 2019 Professor Dr. Jörg Franke, Aufsichtsratsvorsitzender |
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