![]() AdCapital AGLeinfelden-EchterdingenAdCapital AG - Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom
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| Wesentliche Beteiligung | Branche |
| Bavaria Digital Technik GmbH | Geräte- und Anlagenbau, Elektrotechnik |
| Erich Jaeger GmbH & Co. KG | Automotive |
| EW Hof Antriebe und Systeme GmbH | Antriebstechnik, Engineering und Anlagenbau |
| FRAKO Kondensatoren- und Anlagenbau GmbH | Elektrotechnik |
| KTS Kunststoff Technik Schmölln GmbH | Kunststoffverarbeitung |
| OPUS Formenbau GmbH | Formen- und Werkzeugbau |
| Taller GmbH | Elektrotechnik |
Die seit 1998 gehaltene Beteiligung an der DPS Engineering GmbH wurde im November
2010 veräußert. Damit ist die letzte Beteiligung der AdCapital Gruppe mit dem Schwerpunkt
auf Softwareentwicklung und -wartung aus dem Verbund ausgeschieden.
Die AdCapital AG konzentriert sich bei ihren Unternehmensbeteiligungen vorrangig auf
Spätphasenfinanzierungen. Hierbei zählen mittelständisch geprägte Familienunternehmen,
die sich erfolgreich in reifen Nischenmärkten etabliert haben, zu den bevorzugten
Zielunternehmen. Die Unternehmen sollten einen Umsatz von mindestens 20 Mio. € bei
stabiler Ertragslage vorweisen. Wir setzen derzeit unsere Mittel bevorzugt im produzierenden
Bereich der Elektrotechnik, Metall- und Kunststoffverarbeitung, im Maschinen- und
Werkzeugbau sowie in der Automobilzulieferindustrie ein.
Sofern Familienunternehmen veräußert werden, legen die Verkäufer häufig nicht nur
Wert darauf, den Veräußerungspreis zu maximieren. Vielmehr wird auch darauf geachtet,
dass der potenzielle Erwerber dem Unternehmen als solchem, dem Standort und der Belegschaft
eine hohe Bestandssicherheit gewährt. Hier haben wir uns in den vergangenen Jahren
als verlässlicher Partner etabliert. Vorteilhaft wirkt sich dabei vor allem aus, dass
wir bei unseren Engagements überwiegend eine langfristige Beteiligung als Investor
suchen. Ein weiterer wichtiger Unterschied der AdCapital AG im Vergleich mit klassischen
Private-Equity-Fonds ergibt sich darüber hinaus aus unserem Investitionsverständnis
als Unternehmer. Wir investieren keine Fondsmittel eines anonymen Beteiligungsfonds
mit ausschließlich finanziellen Interessen. Vielmehr sehen wir uns als unternehmerischer
Partner, der neben eigenem Kapital insbesondere unternehmerisches Know-how und eine
gelebte, mittelständisch geprägte Unternehmenskultur einbringt, um seine Beteiligungen
substanziell weiterzuentwickeln. Wir setzen dabei bewusst auf die Eigenständigkeit
der Unternehmen und ihrer Geschäftsführer im operativen Bereich. Im Gegenzug unterstützen
wir diese durch unser Know-how und unsere ausgezeichneten Netzwerke in Bereichen wie
Finanzen, Steuern, Recht und Kapitalmarkt.
Neue Investitionsmöglichkeiten werden von uns regelmäßig geprüft. Durch unsere fondsunabhängige
Refinanzierung sind wir in der Lage, unsere Investitionsentscheidungen ausschließlich
auf Basis von ausgewogenen Chancen- sowie Risikoerwägungen zu treffen. Darüber hinausgehende
Aspekte wie z.B. die Berücksichtigung der Laufzeit eines Fonds oder gemachte Investitions-
bzw. Finanzierungszusagen von Investoren sind uns fremd. Unabhängig hiervon sind wir
aber bestrebt, bevorzugt unsere bestehenden Beteiligungen qualifiziert weiterzuentwickeln.
Dabei unterstützen wir unsere Beteiligungen nicht nur bei organischen Wachstumsoptionen
sondern auch bei der Suche nach externen Wachstumsoptionen.
Wegen unvermeidbarer Schwankungen im Bereich der unmittelbaren Investitionen in Unternehmensbeteiligungen
legen wir einen wesentlichen Teil unseres frei verfügbaren Vermögens dauerhaft in
Wertpapieren an.
Der Erfolg unserer Wertpapieranlagestrategie ist maßgeblich von der Entwicklung der
Kapitalmarktverhältnisse auf den Aktien- und den Rentenmärkten, aber auch von der
konkret gewählten Asset-Allokation sowie der Einzeltitelauswahl abhängig. Im Rahmen
unserer Wertpapierauswahl bzw. -allokation werden wir u.a. von externen Beratern bzw.
Banken unterstützt. Bei der Verwaltung der Wertpapiere greifen wir neben Depots bei
verschiedenen Banken bevorzugt auf die Struktur eines Spezialfonds zurück.
Ziel der AdCapital AG ist es, insgesamt eine Wertsteigerung sowie nachhaltige Erträge
aus unserem Beteiligungsportfolio und unseren Wertpapieranlagen zu erwirtschaften,
die regelmäßig über angemessene Dividendenzahlungen an die Aktionäre ausgeschüttet
werden.
Die Ertragslage der AdCapital AG im Geschäftsfeld Unternehmensbeteiligungen wird vorwiegend
durch die operativen Ergebnisse unserer Beteiligungen geprägt. Mögliche Erträge aus
Beteiligungsveräußerungen können zudem eine materielle Rolle spielen, obgleich wir
Unternehmensbeteiligungen grundsätzlich länger als im Private-Equity-Bereich allgemein
üblich halten.
Im Rahmen unserer Anlagestrategie im Bereich der Wertpapieranlagen wollen wir dauerhaft
Renditen spürbar über Geldmarktniveau realisieren. Daher sind wir auch bereit, Anlage-Allokationen
mit einem höheren Chance-/Risikoprofil einzugehen. Dabei werden von uns direkte Anlagen
in Aktien vermieden. Vielmehr bevorzugen wir stattdessen Aktienanleihen sowie High
Yield-Anleihen. Nach den starken Verwerfungen in den Jahren 2008 sowie 2009 haben
wir aktuell eine vorsichtigere Anlagestrategie zugunsten risikoärmerer sowie hoch
liquider Anlageklassen gewählt, um auch für eventuell anstehende Investitionen bei
Unternehmensbeteiligungen ausreichend eigene Liquidität einsetzen zu können.
Das Steuerungssystem der AdCapital AG ist in zwei wesentliche Bereiche unterteilt:
zum einen in die Steuerung der operativen Beteiligungen, zum anderen in die Allokation
und Steuerung der Wertpapieranlagen. Darüber hinaus werden Neuakquisitionen bzw. Desinvestitionen
von Unternehmensbeteiligungen regelmäßig geprüft.
Generell erfolgt die operative Steuerung des gesamten AdCapital-Konzerns über regelmäßige
strategische sowie operative Diskussionen zwischen dem Vorstand sowie den verantwortlichen
Geschäftsführern der einzelnen Beteiligungsgesellschaften. In diesen Gesprächen werden
u.a. auf Basis eines detaillierten Budgets sowie der definierten strategischen Weiterentwicklung
detaillierte kurz- und mittelfristige Planungsszenarien entwickelt. Ein effizientes,
gruppenweit eingeführtes Controllingsystem wird bei Bedarf durch individuelle Steuerungsgrößen
ergänzt und unterstützt den Vorstand bei der Überprüfung der Einhaltung der Planvorgaben.
Planabweichungen werden frühzeitig erkannt und besprochen und führen im Zweifel zu
entsprechenden Gegenmaßnahmen. Wesentliche Kennzahlen, die von uns zur Steuerung der
operativen Beteiligungen eingesetzt werden, sind der Auftragseingang sowie Auftragsbestand,
die erwirtschaftete Gesamtleistung, die Produktivität je Stunde, die EBT-Marge sowie
der Free Cashflow. Zur Angabe werden ergänzend Kennzahlen zur Kostenstruktur hinzugezogen.
Im Rahmen der Wertpapieranlagen der AdCapital AG werden Renditeziele sowie die Allokation
von Wertpapieren bzw. Wertpapierklassen mit Hilfe externer Berater sowie Banken im
Rahmen von Anlageausschusssitzungen regelmäßig besprochen und an die aktuellen Kapitalmarktverhältnisse
bzw. die aktuellen Chancen- und Risikoerwartungen angepasst.
Neuinvestitionen in Unternehmensbeteiligungen oder Verkaufsabsichten von bestehenden
Beteiligungen werden zwischen Vorstand und Aufsichtsrat eng abgestimmt.
Im August 2010 haben wir für die AdCapital Aktie einen Segmentwechsel vollzogen. War
diese bis zum 26. August 2010 bei der Deutschen Börse in Frankfurt im Amtlichen Handel
im Segment "General Standard" notiert, wird diese seit dem 27. August 2010 im Entry
Standard geführt. Da die Aktien seither nicht mehr an einem organisierten Markt im
Sinne von § 264d HGB gehandelt werden, entfallen die für kapitalmarktorientierte Unternehmen
geltenden Vorschriften ab dem Geschäftsjahr 2010. Der Konzernabschluss wurde daher
unter Beachtung der deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.
Im November 2010 haben wir unsere Beteiligung an der DPS Engineering GmbH im Rahmen
eines Management Buy Back veräußert.
Im Dezember 2010 trat Herr Dr. Detlef Guhl als Vorstand zurück. Er war seit Mai 2009
im Wesentlichen für Restrukturierungsprojekte bei unseren operativen Beteiligungen
verantwortlich.
Durch den Abgang der DPS Engineering GmbH im November 2010 hat sich der Konsolidierungskreis
weiter verkleinert. Eine Veränderung ergab sich zudem durch die Neugründung einer
ausländischen Tochtergesellschaft der Taller GmbH in Tschechien. Auf die Ausführungen
zur Portfolioentwicklung wird verwiesen.
Nach einer starken konjunkturellen Erholung in 2010 erwarten die Ökonomen auch für
das Jahr 2011 in Deutschland und den Industriestaaten eine positive wirtschaftliche
Entwicklung. Verbesserte Indikatoren, wie beispielsweise die Arbeitslosenquote und
die Defizitquote des Staates unterstützen diese Erwartungen. Gerade die deutsche Automobilindustrie,
welche bis Anfang des Jahres 2010 stark unter der Rezession zu leiden hatte, konnte
sich spürbar erholen und profitiert aktuell besonders von ihrer guten Marktstellung,
insbesondere im weiter wachsenden asiatischen Markt. Das gleiche gilt für die stark
exportorientierte Anlagen- sowie Maschinenbauindustrie und ihre Zulieferer, die ebenfalls
besonders an der starken Nachfrage in Asien partizipieren.
Die Bankenkrise des Jahres 2008 ist weitgehend überwunden. Dank einer expansiven Geld-
sowie Fiskalpolitik konnte auch die Wirtschaft relativ schnell aus der Rezession geführt
werden. Der Preis in Form einer Staatsschuldenkrise sowie einer steigenden Inflation
zeigt sich deutlich an den Finanzmärkten. Nachdem Griechenland und Irland bereits
unter die schützenden Hände des EU Rettungsschirms geschlüpft waren, war es zuletzt
Portugal, welches nach langem Widerstand die Hoffnung auf eine eigenständige Lösung
der eigenen Staatsfinanzkrise aufgegeben hat. Außerhalb der EU machen vor allem die
unverändert besorgniserregenden Staatsdefizite der USA auf sich aufmerksam. In Folge
der lockeren Geldpolitik ist es in 2010 zu einer gewollten deutlichen Erholung der
Aktienmärkte nicht nur in den USA, sondern vor allem auch in Deutschland gekommen.
Auf den Anleihenmärkten hat sich die Beruhigung weiter fortgesetzt, was zu einer weiteren
Reduzierung der Spreads geführt hat. Zudem greifen die Anleger verstärkt auf risikoreichere
High Yield Anleihen zurück, welche zumindest aktuell noch höhere Renditen bei mutmaßlich
niedrigen Ausfallrisiken versprechen. Bei den Staatsanleihen bleibt das Bild gespalten.
Auf der einen Seite werden die Anleihen der PIIGS Staaten - wenn überhaupt - nur noch
mit Abschlag bzw. mit einem überdurchschnittlichen Renditeaufschlag gehandelt, während
auf der anderen Seite sichere Staatsanleihen unverändert eine sehr niedrige Rendite
abwerfen.
Nach einem zwischenzeitlichen Hoch in dritten Quartal 2010 verlor der Euro gegenüber
dem Dollar wieder an Wert und verlor auch gegenüber dem Yen. Ende 2010 wurde die europäische
Einheitswährung zu 1,34 EUR/USD gehandelt. Dies entspricht einer Wertveränderung seit
Jahresbeginn von minus 6,7 %.
Auch im Jahr 2010 stieg der Ölpreis weiter an, jedoch nicht so stark wie im vergangenen
Jahr. Zu Jahresbeginn 2010 notierte ein Barrel der Sorte Brent bei 80,12 USD, zum
Jahresende 2010 stieg der Preis auf 94,75 USD. Dies entspricht einer Preissteigerung
von 18,3 % innerhalb eines Jahres.
Der Deutsche Aktienindex (DAX) erholte sich im Jahr 2010 weiterhin stark und beendete das Jahr mit 7.083 Punkten (Vorjahr: 5.957 Punkte). Dies entspricht einer Steigerungsrate von rund 19 %. Der DJ Euro ST0XX® 50 verlor im gleichen Zeitraum 5,5% an Wert, auch der Nikkei verlor im Vergleich zum Vorjahr 6 % an Wert.
Der deutsche Private-Equity Markt hat sich nach einem sehr schwierigen Jahr 2009 in
2010 erstaunlich gut erholt. Gemäß der Branchenstatistik des Bundesverbandes Deutscher
Kapitalgesellschaften (BVK) investierten deutsche Beteiligungsgesellschaften im Jahr
2010 4,4 Mrd. €. Dies stellt nach einem Investitionsvolumen von 2.4Mrd. € im Vorjahr
einen Anstieg von ca. 57 % dar. Schwerpunkt der Investitionen waren wie im Vorjahr
Mehrheitsbeteiligungen (Buy-Outs), welche insgesamt ca. 2.5Mrd. € an Investitionsvolumen
auf sich vereinigen konnten. Im Vergleich zum Vorjahr hat der Beteiligungskapitalmarkt
besonders im Bereich der Mehrheitsbeteiligungen an kleinen und mittleren Unternehmen
deutlich an Stabilität gewonnen.
Der Anstieg an Neuinvestitionen steht in klarem Zusammenhang mit der Überwindung der
Finanz- und Wirtschaftskrise. Lediglich im Bereich des Venture Capital lässt sich
weiterhin eine starke Zurückhaltung feststellen.
Im Gegensatz zum Vorjahr ließen sich einige größere Transaktionen bei den Buy Out-Investitionen
verzeichnen, welche sicherlich auch zur positiven Entwicklung des Kapitalmarktes beigetragen
haben.
Das insgesamt verwaltete Kapital deutscher Beteiligungsgesellschaften ("Capital under
Management") belief sich laut BVK zum Jahresende 2010 auf 39,0 Mrd. € (Vorjahr: 36,5
Mrd. €), was einem Anstieg von 6,8 % entspricht. Das Fundraising der deutschen Beteiligungsgesellschaften
erreichte 2010 ein Volumen von rund 0,9 Mrd. € (Vorjahr: 1,2 Mrd. €) und sank damit
um sechzehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zuletzt war das Fundraising deutscher Beteiligungsgesellschaften
im Jahr 1996 so niedrig wie in den letzten beiden Jahren. Entsprechend wird das Fundraising
das bestimmende Thema für das Jahr 2011 sein, da viele Beteiligungsgesellschaften
den Start des Fundraisings wegen der Zurückhaltung von institutionellen Investoren
in den Jahren 2009 und 2010 verschieben mussten.
Nach der deutlichen Erholung der Private-Equity-Branche im Jahr 2010 bleiben die Aussichten
gemäß der vom BVK in Auftrag gegebenen "Private-Equity-Prognose 2011" auch für das
Jahr 2011 optimistisch. Von entscheidender Bedeutung sind dabei die unverändert positiven
konjunkturellen Aussichten aber auch die mittlerweile wieder deutlich freundlicheren
Refinanzierungskonditionen bzw. -möglichkeiten. Auffallend ist jedoch, dass sowohl
auf der Erwerberseite als auch auf Seiten der verkaufswilligen Beteiligungsgesellschaften
vorwiegend sogenannte Secondary-Buy Outs als Dealflow-Quelle genannt werden. Erst
danach werden Übernahmen von Konzern- oder Unternehmensteilen u.a. von Familienunternehmen
als mögliche Quelle für Transaktionen erkannt.
| (in Mio. €) | 2010 HGB |
2009 IFRS |
| Gesamtleistung | 136,4 | 113,8 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 22,6 | 6,1 |
| Materialaufwand | -61,7 | -45,2 |
| Personalaufwand | -43,1 | -46,6 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -25,6 | -25,6 |
| Betriebliches Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) | 28,6 | 2,5 |
| Abschreibungen | -6,9 | -6,7 |
| Betriebliches Ergebnis (EBIT) | 21,7 | -4,2 |
| Beteiligungsergebnis | 0,0 | 1,0 |
| Finanzergebnis | 9,3 | 25,7 |
| a.o. Ergebnis | -0,5 | 0,0 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 30,5 | 22,5 |
| Ertragsteuern | -4,3 | -1,9 |
| Konzernjahresergebnis | 26,2 | 20,6 |
| Konzernergebnis nach Minderheiten | 24,8 | 19,0 |
| Ergebnis je Aktie (in €) | 1,8 | 1,4 |
Eine qualifizierte Vergleichsrechnung des Ergebnisses des vergangenen Wirtschaftsjahres
mit dem des Geschäftsjahres 2009 ist nur eingeschränkt möglich. Ursache dafür ist
ein Wechsel der angewendeten Konzernrechnungslegungsvorschriften innerhalb der beiden
Wirtschaftsjahre. Während der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2009 unter Anwendung
der IFRS aufgestellt wurde, erfolgte die Aufstellung des Konzernabschlusses für das
Geschäftsjahr 2010 unter Berücksichtigung der Vorschriften des HGB. Trotz einer eingeschränkten
Vergleichbarkeit der Rechenwerke, wird für die Zwecke des Lageberichts und zur Darstellung
der Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Konzern eine vergleichende Betrachtung herangezogen.
Bei den Portfoliogesellschaften der AdCapital AG handelt es sich im Wesentlichen um
produzierende Unternehmen. Gleichwohl sind diese in unterschiedlichen Geschäftsbereichen
tätig und werden daher bei ihrer unternehmerischen Entwicklung von der gesamtwirtschaftlichen
Entwicklung unterschiedlich berührt. Die meisten Gesellschaften des AdCapital-Konzerns
zeichnet eine überdurchschnittlich starke regionale Fokussierung auf den deutschen
bzw. deutschsprachigen Raum aus. Durch die Ausrichtung als Zulieferer, z. B. für die
Automobilindustrie (Erich Jaeger-Gruppe) oder für die Druckmaschinenindustrie (Bavaria
Digital Technik GmbH) ist andererseits aber auch eine hohe Abhängigkeit von der Investitionsgüterindustrie
und damit (indirekt) von Exporterlösen gegeben. Insofern ist die unternehmerische
Entwicklung des AdCapital-Konzerns sowohl vom konjunkturellen Umfeld in Deutschland
als auch mittelbar von der weltwirtschaftlichen Entwicklung abhängig.
Dank der wirtschaftlichen Erholung seit Beginn des zweiten Quartals 2010 konnten unsere
operativen Beteiligungen sowohl ihre Umsatz- wie auch ihre wirtschaftlichen Ergebnisse
deutlich verbessern. Dabei profitierten unsere zuvor stark gebeutelten Beteiligungen
wie die Taller-Gruppe sowie die Erich-Jaeger-Gruppe besonders. Insgesamt erholte sich
der Konzernumsatz wieder von 118,9 Mio. € in 2009 um 14,0 % bzw. 16,7 Mio. € auf 135,6
Mio. € in 2010. Die Gesamtleistung entwickelte sich ebenfalls erfreulich von 113,8
Mio. € in 2009 auf 136,4 Mio. € im abgelaufenen Wirtschaftsjahr.
Der sonstige betriebliche Ertrag ist besonders durch den Endkonsolidierungserfolg
in Höhe von ca. 14,8 Mio. € aus dem Verkauf unserer Beteiligung an der DPS Engineering
GmbH positiv beeinflusst worden. Bereinigt wurden sonstige betriebliche Erträge in
Höhe von 7,8 Mio. € im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber 6,1 Mio. € im Vorjahr
erwirtschaftet.
Der Materialaufwand im Konzern stieg absolut von 45,2 Mio. € in 2009 um 16.5 Mio.
€ auf 61,7 Mio. € im abgelaufenen Geschäftsjahr. Bezogen auf die Gesamtleistung stieg
die Materialeinsatzquote spürbar von 39,7 % in 2009 auf 45,2 % in 2010. Der Anstieg
der Materialeinsatzquote steht vor allem im Zusammenhang mit einem deutlich höheren
Anteil von Umsätzen unserer Beteiligungen mit Teileumsatz (u.a. Taller-Gruppe sowie
Erich Jaeger-Gruppe) und einem geringeren Umsatzbeitrag aus unseren stärker dienstleistungsorientierten
Beteiligungen DPS Engineering GmbH sowie BDT GmbH.
Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr absolut leicht von 46,6 Mio. € auf
43,1 Mio. € bzw. relativ (bezogen auf die Gesamtleistung) stark von 40,9 % auf 31.6
% gesunken. Dieses ist zum einen auf den niedrigeren Dienstleistungsanteil an der
Konzerngesamtleistung zurückzuführen. Vor allem aber wurde das Vorjahr durch Sonderaufwendungen
aus Personalanpassungsmaßnahmen sowie die erst verzögert greifenden Personalkostenreduzierungen
in Folge von Restrukturierungsmaßnahmen belastet.
Das betriebliche Ergebnis (EBIT) des Konzerns entwickelte sich insgesamt erfreulich
und betrug - bereinigt um den Endkonsolidierungserfolg aus dem Verkauf der Anteile
an der DPS Engineering GmbH - im Geschäftsjahr 6,9 Mio. € nach -4,2 Mio. € bzw. bereinigt
3,0 Mio. € im Vorjahr.
Vor allem aus den Wertpapieranlagen der AdCapital AG konnte auf Konzernebene ein positives
Finanzergebnis in Höhe von insgesamt 9,3 Mio. € erzielt werden. Dieses wurde vor allem
durch Kursgewinne sowie vereinnahmte Zinsen aus Unternehmensanleihen sowie Festgeldanlagen
erwirtschaftet. Das gegenüber dem Vorjahr niedrigere Ergebnisniveau ist einerseits
einer konservativeren Anlagestrategie geschuldet. Andererseits war das Finanzergebnis
in 2009 durch erhebliche positive Nachholeffekte aus der Bankenkrise geprägt.
Getragen durch ein erholtes operatives Ergebnis, einem erfolgreichem Verkauf der Anteile
an der DPS Engineering GmbH sowie einem ebenfalls positivem Finanzergebnis haben wir
im AdCapital-Konzern ein Jahresergebnis vor Anteilen Dritter in Höhe von 26,2 Mio.
€ nach 20,6 Mio. € im Vorjahr erzielt. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich gleichzeitig
von 1,4 € im Vorjahr auf 1,8 € im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Das betriebliche Ergebnis der Industriebeteiligungen der AdCapital-Gruppe war im abgelaufenen
Geschäftsjahr mehrheitlich positiv.
Die Umsatz- sowie Ertragslage der DPS Engineering GmbH zeigte sich mit einem anteiligen
Jahresumsatz von 10,9 Mio € bis zum Verkauf der Beteiligung im November 2010 gegenüber
2009 rückläufig. Insgesamt konnte das Unternehmen unverändert von seiner starken Fokussierung
auf den IT-Dienstleistungs- und -Entwicklungssupport für Banken profitieren. Vor allem
durch IT-Integrationsprojekte im Zusammenhang mit Übernahmen bzw. Fusionen im Bankenumfeld
ergaben sich dabei erfreuliche Neuprojekte. Durch eine Kooperation mit einem Zulieferanten
für Parkraum- sowie Tankstellenbewirtschaftungssysteme konnte zudem erfolgreich ein
neues Produktspektrum für Zahlungsverkehrssysteme entwickelt und vermarktet werden.
Die EW Hof-Gruppe ist ein qualifizierter Zulieferer für die Windkraftindustrie. Das
Unternehmen entwickelt und fertigt in dieser Funktion hochwertige Stellmotoren, die
in Windkraftanlagen Anwendung finden. Einen weiteren Entwicklungsschwerpunkt bilden
zunehmend Stromgeneratoren, die in kleineren Blockheizkraftwerken eingesetzt werden.
Die Gesamtleistung erreichte in 2010 17,4 Mio. € nach 15,2 Mio. € im Vorjahr. Die
dabei erzielten Margen sind insgesamt zufriedenstellend. Wir sehen in beiden Märkten
unverändert interessante Wachstumsoptionen. Diese erfordern jedoch teilweise noch
erhebliche Anstrengungen bzw. die Umsetzung von umfangreichen Investitionsmaßnahmen.
Die Erich Jaeger-Gruppe steht stellvertretend für die Automobilzulieferindustrie,
die in 2009 erheblich unter dem starken Konjunktureinbruch zu leiden hatte. Seit Beginn
des zweiten Quartals 2010 haben sich die Auftragseingänge sowie Umsätze jedoch spürbar
erholt. Dies gilt grundsätzlich für alle Geschäftsbereiche. Allerdings haben sich
die Umsätze mit LKW-Kunden sowie LKW-Aufbautenherstellern noch nicht vollständig erholt.
Insgesamt konnte die Gruppe in 2010 die Gesamtleistung auf 34,2 Mio. € nach 21,6 Mio.
€ in 2009 steigern. Der schnelle Umschwung war von uns nicht bzw. nicht in dem Ausmaß
erwartet worden und hat die Gruppe daher mitten in ihren umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen
überrascht. In der Folge kam es teilweise zu erheblichen Produktionsengpässen, die
mittlerweile aber abgestellt werden konnten. Die zuvor erfolgten umfangreichen Personalanpassungsmaßnahmen
in den ausländischen Produktionsstandorten in Tschechien sowie China wurden in der
Folge weitgehend zurückgenommen. Dagegen sind die Restrukturierungsmaßnahmen am Standort
in Friedberg umgesetzt worden. Damit sind aktuell sämtliche Produktionskapazitäten
der Erich Jaeger-Gruppe in Tschechien und China konzentriert. Die wesentlichen Logistik-
sowie Entwicklungsleistungen werden jedoch auch weiterhin aus Deutschland heraus erbracht
werden. Sehr erfreulich haben sich die Vertriebsanstrengungen der Erich-Jaeger-Gruppe
entwickelt. In Europa konnte ein neuer LKW-OEM als Kunde gewonnen werden. Auch in
China konnten die Umsätze mit lokalen Kunden spürbar gesteigert werden.
Die FRAKO Kondensatoren- und Anlagenbau GmbH hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr
analog zur sich wieder erholenden Lage im Maschinen- und Anlagenbau positiv entwickelt.
Die Gesamtleistung stieg in 2010 auf 20,2 Mio. €, nachdem in 2009 nur 17,1 Mio. €
erwirtschaftet werden konnten. Für 2011 wird eine weitere Erholung der Märkte erwartet.
In dem Bereich Energie-Management-Systeme für industrielle Kunden werden weiterhin
umfangreiche Neuentwicklungen vorangetrieben. Dabei wird auch auf die Entwicklungskompetenzen
unserer Beteiligung Bavaria Digital Technik GmbH zurückgegriffen.
Die Bavaria Digital Technik GmbH ist als qualifizierter Zulieferer und Entwickler
für die Druckmaschinenindustrie unverändert von den vor allem strukturell begründeten
Absatzproblemen der deutschen Druckmaschinenhersteller betroffen. Nachdem in 2009
die Gesamtleistung auf 11,1 Mio. € eingebrochen war, hat sich die Lage in 2010 mit
einer Gesamtleistung von 13,2 Mio. € leicht entspannt. Unsere Anstrengungen, die Kundenbasis
sowie das Leistungsspektrum des Unternehmens zu erweitern, zeigen erste Erfolge.
Die Taller-Gruppe war in 2009 stark durch die Konjunkturkrise getroffen worden. In
der Folge haben wir umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen umgesetzt, die u.a. die
Konzentration unserer Fertigungskapazitäten in Deutschland sowie in China zur Folge
hatte. Darüber hinaus wurde das Produktportfolio bereinigt, in dem u.a. Fertigungsaufträge
für den Automobilzulieferbereich vollständig aufgegeben wurden. Dank der allgemeinen
wirtschaftlichen Erholung in 2010 wurden unsere Aktivitäten bestätigt. Nach einer
Gesamtleistung von 24,5 Mio. € in 2009 wurde in 2010 wieder eine Gesamtleistung von
31,6 Mio. € bei einer ausgeglichenen Ertragslage erwirtschaftet. Aktuell stehen eine
deutliche Intensivierung der vertrieblichen sowie operativen Aktivitäten in China
sowie Produktinnovationen mit dem Ziel einer signifikanten Reduzierung von Materialkosten
im Vordergrund unserer Aktivitäten.
Die übrigen Beteiligungen der AdCapital AG entwickelten sich überwiegend erfreulich
und konnten die gesetzten Ertrags- sowie Umsatzziele weitgehend erreichen.
Im Geschäftsjahr 2010 haben wir uns vorsichtig mit neuen Investitionsmöglichkeiten
auseinandergesetzt. Da unsere Investitionsbereitschaft jedoch auch von einer angemessenen
Preisfindung beeinflusst wird, haben wir auch in 2010 kein Projekt erfolgreich abschließen
können.
Im November 2010 haben wir unseren 61 %-igen Anteil an der DPS Engineering GmbH an
das Management verkauft. Vorausgegangen waren verschiedene Gespräche mit strategischen
Investoren, die an einer Übernahme unserer Beteiligung Interesse bekundet hatten.
Da uns das bereits beteiligte Management gleichzeitig ein finanziell gleichwertiges
sowie qualitativ vorteilhaftes Angebot für die von uns gehaltenen Geschäftsanteile
vorlegen konnte, haben wir schließlich unsere Anteile an das Management verkauft.
| (in Mio. €) | 2010 | 2009 |
| Investitionsvolumen, Konzern | 4,3 | 4,3 |
Im Zusammenhang mit der letzten Rezession wurde im AdCapital Konzern auch in 2010
ein restriktives Investitionsmanagement aufrechterhalten. Aufgrund von vorwiegend
strategisch motivierten Projekten ist jedoch ab 2011 mit höheren Ausgaben für Investitionsprojekte
zu rechnen.
Die Finanzlage des Konzerns ist unverändert stabil und durch eine hohe Eigenkapitalquote
sowie einen hohen Bestand an liquiden Mitteln und Wertpapieren geprägt.
Die einzelnen Konzernunternehmen werden vorrangig durch Bereitstellung von Eigenkapital,
Gesellschafterdarlehen und die Einbeziehung in das Konzern-Cashpooling finanziert.
Darüber hinaus bestehen mehrheitlich auf Ebene der Einzelgesellschaften Kreditlinien
bei Finanzinstituten, die aber nur zum Teil beansprucht werden.
Die Sicherung der Liquidität aller operativen Einheiten des Konzerns hat trotz einer
Entspannung der gesamtwirtschaftlichen Lage für uns unverändert oberste Priorität.
Daher wird die hohe freie Liquidität der AdCapital AG von uns zum Teil nur noch kurzfristig
angelegt, um eine schnelle Verfügbarkeit der finanziellen Mittel sicherzustellen sowie
Zinsänderungsrisiken zu begrenzen. Zusätzlich vereinbarte Kreditlinien bei Banken
sichern den voraussichtlichen Liquiditätsbedarf des Konzerns. Der gesamte Finanzierungsmix
führt zu einer ausreichenden Finanzierung der einzelnen Gesellschaften.
Der AdCapital-Konzern weist folgende Kapitalstruktur auf:
| (in Mio. €) | 31. Dez. 2010 |
% | 01. Jan. 2010 |
% |
| Eigenkapital | 179,2 | 85,7 | 159,8 | 83,0 |
| Fremdkapital | 29,8 | 14,3 | 32,8 | 17,0 |
| Gesamtkapital | 209,0 | 100,0 | 192,6 | 100,0 |
Der Konzern weist unverändert eine konservative Eigenkapitalquote aus.
Der Cashflow des Konzerns entwickelte sich wie folgt:
| (in Mio. €) | 2010 | 2009 |
| 0perativer Cashflow | 8.3 | 22,2 |
| Nettoinvestitionen | 10.3 | 3,9 |
| Free Cashflow | 18.6 | 26,1 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -7.8 | -12,8 |
Der positive Cashflow aus den Nettoinvestitionen war vor allem durch den Nettoerlös
(Verkaufspreis abzüglich der hingegebenen Zahlungsmittel) aus dem Verkauf der Anteile
an der DPS Engineering GmbH in Höhe von 17,3 Mio. € geprägt.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist mit -7,8 Mio. € (Vorjahr: -12,8 Mio.
€) negativ, was maßgeblich durch Ausschüttungen sowohl an die Aktionäre der Ad-Capital
AG als auch an Minderheitsgesellschafter von 7,0 Mio. € verursacht wurde.
Fast alle inländischen Gesellschaften des Konzerns sind in das sogenannte Cashpooling
des AdCapital-Konzerns einbezogen. Das Cashpoolsystem des Konzerns dient den konzernzugehörigen
Gesellschaften zur zinsgünstigen und unbürokratischen Refinanzierung sowie zur kurzfristigen
Anlage liquider Mittel.
| (in Mio. €) | 31. Dez. 2010 |
% | 1. Jan. 2010 |
% |
| Anlagevermögen | 39,6 | 18,9 | 46,0 | 23,9 |
| Umlaufvermögen und RAP | 169,4 | 81,1 | 146,6 | 76,1 |
| Davon Wertpapiere und Zahlungsmittel | 123,8 | 59,2 | 102,8 | 53,4 |
| Gesamtvermögen | 209,0 | 100,0 | 192,6 | 100,0 |
Die Vermögenslage im Konzern ist unverändert durch eine hohe Liquidität geprägt.
Nach der schweren Wirtschaftskrise in 2009 kam es mit Beginn des zweiten Quartals
2010 zu einem erstaunlichen Aufschwung, der uns sowohl vom Zeitpunkt als auch von
der Stärke überrascht hat. Insoweit waren wir gezwungen, einzelne Restrukturierungsmaßnahmen
bei unseren Beteiligungen mit Ausrichtung auf die Automobil- bzw. Zulieferindustrie
nicht nur zu stoppen, sondern teilweise wieder rückgängig zu machen, so groß waren
teilweise die Nachfrageüberhänge. Insoweit haben wir spürbar vom Aufschwung partizipiert,
jedoch nicht im möglichen vollen Umfang.
Dank einer im Gesamtkonzern konsequent betriebenen konservativen Refinanzierungspolitik
konnten auch die mit dem Aufschwung verbundenen zusätzlichen Liquiditätsanforderungen
durch entsprechende Eigenkapitalmittel oder Cash-Pool-Linien und damit ohne Rückgriff
auf zusätzliche Bankenlinien refinanziert werden.
Die Eigenkapitalquote im Konzern sowie auf Ebene der AdCapital AG ist unverändert
stabil. Dank der ebenfalls stabilen operativen Ergebnisentwicklung schlagen der Vorstand
und Aufsichtsrat eine Aufstockung der ordentlichen Dividendenausschüttung von 0,50
EUR je Aktie um eine Sonderdividende von ebenfalls 0,50 EUR je Aktie vor.
Zum 31. Dezember 2010 beschäftigte die AdCapital AG acht (Vorjahr: neun) Mitarbeiter.
Im AdCapital-Konzern waren zum 31. Dezember 2010 1.358 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr:
1.316).
Der starke Personalaufbau ist der konjunkturellen Erholung und vor allem auf einem
Personalaufbau innerhalb der ausländischen Produktionsstandorte Jaeger-Gruppe zurückzuführen.
Die Zahl der Auszubildenden liegt bei 36 (Vorjahr: 47). Der AdCapital-Konzern versteht
sich als verantwortungsbewusster Arbeitgeber mit einem klaren Bekenntnis zum Produktions-
und Investitionsstandort Deutschland. Mit seinen Ausbildungsplätzen möchte das Unternehmen
einen Beitrag dazu leisten, den Jugendlichen in Deutschland eine Zukunftsperspektive
zu bieten.
Ein Schwerpunkt unserer Personalpolitik ist, die Mitarbeiter zu fördern und ihre Qualifikation
weiterzuentwickeln, da eine gute Aus- und Fortbildung Voraussetzung für den Erfolg
der AdCapital AG sowie ihrer Beteiligungen ist.
Wir achten darauf, neue Stellen mit gut ausgebildeten Mitarbeitern zu besetzen sowie
erfahrene Mitarbeiter, die sich durch ihre Kompetenz sowie Professionalität auszeichnen,
als Schlüsselpersonen langfristig an das Unternehmen zu binden. Ein gemeinsames Verständnis
aller in der Gruppe tätigen Geschäftsführer für die qualifizierte Förderung unserer
Mitarbeiter und ihrer Beteiligung am betrieblichen Prozess schafft die Grundlage für
die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen.
Die Vergütungssysteme für den Vorstand und den Aufsichtsrat bestehen aus einer fixen
sowie einer variablen Komponente. Dabei war die variable Vergütung des Vorstands an
die realisierten Konzernjahresergebnisse gebunden. Die variable Vergütung des Aufsichtsrats
bezieht sich auf den ausgewiesenen Bilanzgewinn der Ad-Capital AG. Darüber hinausgehende
variable Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter
sind vereinbart.
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im Konzern betrugen im Geschäftsjahr
2010 1,5 Mio. € (Vorjahr: 1,5 Mio. €) und fielen vor allem bei der Jaeger-sowie der
Taller-Gruppe an.
Unsere Chancen- und Risikopolitik entspricht unserer Strategie, nachhaltig Erträge
sowie Wertsteigerungen aus unseren operativen Unternehmensbeteiligungen und Asset
Management-Aktivitäten zu erzielen. Entsprechend versuchen wir unangemessene Risiken
zu vermeiden bzw. diese zu steuern. Das Risikomanagementsystem ist daher integraler
Bestandteil unseres Managementinformationssystems. Dabei wird die grundsätzliche Risikopolitik
im Wesentlichen durch den Vorstand in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat vorgegeben.
Entsprechend der Verantwortlichkeiten innerhalb des Konzerns bzw. der operativen Beteiligungen
sind die jeweiligen Geschäftsführer bzw. Risikomanager verpflichtet, das konzernweit
geltende Risikomanagementsystem aktiv einzusetzen und zu pflegen.
Unser Risikomanagementsystem besteht aus verschiedenen Informations- sowie Kontrollsystemen.
Es wird kontinuierlich und fortlaufend weiterentwickelt, um den aktuellen Anforderungen
gerecht zu werden. Dabei werden sowohl qualitative als auch quantitative Kriterien
zur Früherkennung von Risiken ausgewertet. Die gewonnenen Informationen aus dem Risikomanagementsystem
dienen auch als Entscheidungsgrundlage, um erforderlich werdende Desinvestments gezielt
und fristgerecht vornehmen zu können.
Die Risiken einer Beteiligungsgesellschaft ergeben sich im Wesentlichen aus dem Kaufen,
Halten sowie dem Verkauf von Beteiligungen. Den genannten Risiken stehen aber auch
entsprechende Chancen gegenüber.
Der Erfolg von Private-Equity-Transaktionen im Buy-out-Bereich wird vor allem durch
die Möglichkeit beeinflusst, attraktive Unternehmen zu fairen Konditionen erwerben
zu können. Angesichts der teilweise erheblichen Schwankungen in der operativen Entwicklung
von Unternehmen muss die Refinanzierung der Akquisition solide erfolgen.
Im Rahmen eines Engagements liegt der Schwerpunkt in der strategischen sowie operativen
Optimierung bzw. Weiterentwicklung einer Beteiligung. Zudem muss der Investor mögliche
negative Marktentwicklungen sowie Fehlentwicklungen schnell erkennen können, um Gegenmaßnahmen
zeitnah einleiten zu können. Sofern ein Investor wie die AdCapital AG bereit ist,
längerfristig engagiert zu bleiben, sollten außerdem angemessene laufende Renditen
in Form von Gewinnausschüttungen durch die Beteiligung erwirtschaftet werden können.
Die Unternehmen sollten darüber hinaus später erfolgreich veräußert werden können.
Die Transaktionsfähigkeit von Unternehmen ist dabei im Buy-out-Bereich von einem attraktiven
Geschäftsmodell sowie zunehmend auch von der (Mindest-) Größe des Zielunternehmens
abhängig. Neben originären Wertfaktoren der jeweiligen Beteiligung spielen aber vor
allem auch externe Faktoren bzw. das konkrete (Finanz-) Marktumfeld eine entscheidende
Rolle.
Die letzte Finanz- und Wirtschaftskrise hat die Risiken von Private-Equity-Investitionen
deutlich werden lassen. Ein negatives Marktumfeld kann zu beschränkten Exit-Möglichkeiten
und damit zu längeren Haltefristen führen. Die operativen Beteiligungen haben in Krisensituationen
mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen, die durch mögliche hohe Verschuldungen
nochmals verstärkt werden. Dies zwingt teilweise sogar zu Nachfinanzierungen der Beteiligung
durch den Investor. Insofern spielen insbesondere die Erkennung operativer sowie finanzieller
strategischer Risiken, aber auch der Chancen einer Beteiligung durch den Finanzinvestor
sowie die progressive Auseinandersetzung mit diesen Faktoren eine herausragende Rolle.
Transaktionsorientierte Risiken sind ebenfalls von Bedeutung, treten allerdings in
Abhängigkeit von der Haltedauer zunehmend in den Hintergrund.
Angesichts des beschriebenen Risikoszenarios bei Unternehmensbeteiligungen haben wir
folgende Risikomanagementziele bzw. -methoden definiert:
AdCapital konzentriert sich bei Neuengagements vor allem auf Buy-out-Investitionen.
Zur Risikominimierung von Buy-out-Transaktionen wird eine Mindestgröße des Zielunternehmens
als ein wichtiger Indikator gesehen. AdCapital ist grundsätzlich bereit, Engagements
ab einem Umsatzvolumen von rund 20 Mio. € ernsthaft zu prüfen.
In dieser Größenklasse haben Unternehmen in der Regel angemessene sowie belastbare
interne Strukturen und verfügen über ein stabiles Geschäftsmodell.
Im Rahmen von neuen Unternehmensengagements werden die für den Unternehmenserfolg
wichtigen Schlüsselpersonen, soweit möglich und sinnvoll, direkt am Unternehmen oder
zumindest durch variable Vergütungen mittelbar am Unternehmenserfolg beteiligt. Die
Finanzierung von Unternehmensakquisitionen erfolgt von uns mit einem relativ hohen
Eigenkapitalanteil, um eine hohe unternehmerische Freiheit sicherzustellen bzw. die
Abhängigkeit von Finanzierungspartnern so gering wie möglich zu halten.
Durch die monatliche Überwachung der Finanzdaten der Beteiligungsunternehmen, die
Sicherstellung einer kurzfristigen Information durch das Risikomanagementsystem, regelmäßige
Vor-Ort-Besuche und Kontakte mit Geschäftsführern auch außerhalb von Gesellschafterversammlungen
bzw. Aufsichtsratssitzungen sollen Risiken frühzeitig durch uns erkannt werden, so
dass ein Gegensteuern bei Fehlentwicklungen sehr schnell möglich ist.
Unser heutiges Beteiligungsportfolio ist zurzeit im Wesentlichen auf kleinere Engagements
ausgerichtet. Für diese Unternehmen ergeben sich nur beschränkte Exit-Möglichkeiten.
Aus diesem Grund legen wir bei diesen Beteiligungsgesellschaften großen Wert auf eine
enge Kommunikation sowie die Unterstützung der Geschäftsführung vor Ort, um alle operativen
und strategischen Risiken zeitnah zu erkennen und durch Gegenmaßnahmen entschärfen
zu können. Der aktuelle wirtschaftliche Aufschwung bietet verbesserte Rahmenbedingungen
um mit unseren Beteiligungen positive Umsatz- sowie Ertragsentwicklungen zu generieren.
Dies darf jedoch nicht den Blick vor der Notwendigkeit verschließen, nachhaltig in
gesunde sowie profitable Geschäftsbereiche zu investieren. Auch erscheint es uns,
angesichts der immer noch vitalen Erinnerung an die letzte Wirtschaftskrise, evident,
soweit möglich die notwendigen Kostenstrukturen zu variabilisieren.
Grundsätzlich besteht bei jedem Unternehmen, an dem sich die AdCapital AG beteiligt,
das Risiko, dass operative Verluste oder Liquiditätsprobleme zu einer Insolvenz führen.
Als Folge würde die AdCapital AG sämtliche finanzielle Mittel, welche die Gesellschaft
für die Anschaffung des Beteiligungsunternehmens eingesetzt hat, verlieren. Die AdCapital
AG versucht, dem potenziellen Ausfallrisiko dadurch zu begegnen, dass neue Beteiligungen
sorgfältig ausgewählt und die Unternehmen der Unternehmensgruppe mit angemessenen
finanziellen Mitteln ausgestattet werden. Des Weiteren achten wir darauf, dass die
Geschäftsführung der Unternehmen qualifiziert besetzt wird und eine angemessene Überwachung
der wirtschaftlichen Verhältnisse sowie der Liquidität des Unternehmens erfolgt.
Auf operativer Ebene werden Ausfallrisiken durch die Handhabung von Kreditgenehmigungen
sowie die Festlegung von Obergrenzen und Kontrollverfahren gesteuert. Daneben werden
in geeigneten Fällen zur Absicherung Warenkreditversicherungen abgeschlossen, um zumindest
einen Teil der Forderungsausfälle abzusichern. Teilweise werden auch Factoring-Verträge
sowohl zu Refinanzierungszwecken als auch zur Minimierung von Ausfallrisiken eingesetzt.
In Einzelfällen wird mit Kunden eine Lieferung gegen Vorauskasse vereinbart.
Die AdCapital AG ist überwiegend an Produktionsunternehmen beteiligt. Für diese Unternehmen
bestehen die allgemein mit einer produzierenden Tätigkeit verbundenen Risiken, insbesondere
in den Bereichen Vertrieb, Einkauf, Produktion und Personal. Sowohl auf der Einkaufs-
als auch auf der Verkaufsseite stehen den Konzernunternehmen häufig deutlich größere
Partner gegenüber, so dass die Verhandlungsmacht beschränkt ist. Die Konzernunternehmen
sind grundsätzlich bemüht, die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten oder Kunden
zu vermeiden. Bei einzelnen Konzernunternehmen bestehen allerdings starke Abhängigkeiten
von Großkunden.
Auf der Beschaffungsseite ergeben sich in Einzelfällen ebenfalls hohe Abhängigkeiten.
Das mögliche Belieferungs- bzw. Ausfallrisiko des Lieferanten wird durch entsprechende
Abnahme- bzw. Belieferungsvereinbarungen zwischen Lieferant und der AdCapital-Tochtergesellschaft
gesteuert. Dem Risiko, dass ein Zulieferant vollständig ausfällt und nicht durch einen
Drittlieferanten ersetzt werden kann, ist grundsätzlich gering, besteht aber vereinzelt
für elektronische Bauteile. Wir verweisen exemplarisch auf die aktuelle Japankrise.
Weiterhin können stark schwankende Rohstoffpreise, insbesondere für Kupfer und Messing,
zu erheblichen wirtschaftlichen Belastungen operativer Tochtergesellschaften führen.
Hier werden zum einen Abnahmeverträge mit Lieferanten geschlossen, die feste Kaufpreise
für bestimmte Absatzmengen garantieren. Auf der anderen Seite werden mit Kunden Kaufpreisanpassungsklauseln
(Materialteuerungszuschläge) vereinbart, mit denen das Rohstoffpreisrisiko auf den
Kunden überwälzt wird.
Auf Ebene der Einzelgesellschaften bestehen relativ geringe Zinsrisiken, da die Gesellschaften
Bankkredite nur in verhältnismäßig geringem Umfang in Anspruch nehmen.
Währungsrisiken des Konzerns resultieren aus Transaktionen der Konzerngesellschaften
in unterschiedlichen Währungen. Insbesondere sind hiervon die Lieferungen von ausländischen
Produktionsgesellschaften an deutsche Vertriebsgesellschaften betroffen. Der Konzern
schließt bei Bedarf zur Steuerung des Wechselkursrisikos unterschiedliche Arten von
Devisenverträgen ab, die jedoch insgesamt von untergeordneter Bedeutung sind, da Umsatzerlöse
überwiegend in der Euro-Zone erzielt werden.
Die Liquidität der Beteiligungen wird durch den operativen Cashflow der Gesellschaften
und mittels Bereitstellung von Eigen- oder Fremdkapital durch die AdCapital AG sowie
Finanzinstitute gedeckt. Die Liquidität der Gesellschaften wird laufend überwacht.
Aufgrund der Wirtschaftskrise im Jahr 2009 haben wir bei unseren operativen Beteiligungen
eine deutliche Verbesserung der Liquiditätsplanung umgesetzt. Mittlerweile werden
auf Ebene der wesentlichen operativen Beteiligungen Cashflow-Projektionen erstellt
und eng mit der AdCapital AG abgestimmt. Wesentliche Investitionsentscheidungen werden
unter besonderen Vorbehalt der Zustimmung durch die AdCapital AG gestellt. Sofern
erkennbar eine Finanzierungsunterdeckung droht, werden Liquiditätsreserven auf Ebene
der AdCapital AG geschaffen und für die operativen Beteiligungen bereitgestellt.
Aus einem Immobilienleasingvertrag einer ehemaligen Beteiligung der AdCapital AG bestehen
für uns mittelbare Risiken von bis zu 4,6 Mio. €. Für dieses Risiko wurden bei der
AdCapital AG Rückstellungen in Höhe von insgesamt rund 1,6 Mio. € gebildet, die in
den letzten Jahren kontinuierlich herabgesetzt werden konnten.
Es bestehen bei einzelnen Beteiligungen (wechselseitige) Abhängigkeiten mit Großkunden,
die zu einem dauerhaften Margendruck führen. Darüber hinaus ist damit die wirtschaftliche
Entwicklung dieser Beteiligungen eng mit der des Kunden verknüpft.
Weitere, durch bilanzielle Bewertungsabschläge, unseres Erachtens allerdings ausreichend
berücksichtigte Bewertungsrisiken könnten sich insbesondere bei unseren Bestandsimmobilien
ergeben. Hierbei ist besonders dem möglichen Ausfall von Mietern Beachtung zu schenken.
Auch sind die Verwertungschancen für die Gewerbeimmobilien, die sich vorwiegend in
strukturschwachen Regionen Deutschlands befinden, grundsätzlich schwierig.
Zur Vermeidung einer einseitigen Risikoallokation aus direkten Unternehmensbeteiligungen
werden wesentliche Teile des verfügbaren Vermögens durch uns dauerhaft in Wertpapieranlagen
investiert. Wir investieren dabei vor allem in Anleihen sowie in begrenztem Umfang
in Aktien, Optionen und strukturierte Produkte. Fremdwährungspositionen werden weitgehend
vermieden.
Aus der Veränderung von Kapitalmarktzinsen, Währungsrelationen, Volatilitätsschwankungen
sowie Bonitätseinstufungen von Emittenten können sich Änderungen des Marktwerts der
gehaltenen Wertpapiere ergeben. Darüber hinaus macht die aktuelle Kapital- sowie Wirtschaftskrise
deutlich, dass das ökonomische Umfeld die Werte von Wertpapieranlagen ebenfalls maßgeblich
beeinflussen kann.
Bei unseren Anlageentscheidungen sind die erwartete Rendite, die Liquidität der erworbenen
Wertpapiere sowie die Bonität des Emittenten maßgebliche Investitionskriterien. Für
den Erwerb von Unternehmensanleihen werden nur eigene Mittel eingesetzt, um die erworbenen
Wertpapiere gegebenenfalls auch langfristig halten zu können.
Bei Aktien sowie strukturierten Produkten konzentrieren wir uns vorwiegend auf Wertpapiere,
die von DAX- oder Euro-STOXX-Unternehmen unterlegt sind. Schließlich achten wir auf
eine breite Streuung unserer Anlagen, um Klumpenrisiken zu vermeiden. Die Investitionskriterien
sowie laufende Anlagen werden regelmäßig, mindestens jedoch einmal wöchentlich, überprüft.
Im Zweifel werden Marktanalysen bzw. Drittanalysen zu einzelnen Anlagen herangezogen,
um die eigenen Investitionsentscheidungen zu verifizieren. Wegen der erheblich verschlechterten
wirtschaftlichen Rahmenparameter werden von uns aktuell zudem verstärkt mögliche Ausfallrisiken
von Schuldnern analysiert.
Im Bereich der erworbenen bzw. veräußerten Optionen achten wir ebenfalls auf eine
ausgewogene Chancen-Risiko-Situation. Neben der qualifizierten Auswahl der einzelnen
Optionspositionen legen wir großen Wert auf eine Begrenzung der möglichen finanziellen
Verpflichtungen aus den bestehenden Andienungsrechten. Bei Überschreiten von festgelegten
Schwellenwerten werden offene Positionen geschlossen.
Ein entscheidendes Moment zur Risikobegrenzung ergibt sich aus dem Umstand, dass ausschließlich
freie liquide Mittel der AdCapital AG in Wertpapieranlagen investiert werden. Dabei
wird der Umfang der kurzfristig verfügbaren liquiden Mittel insbesondere auch unter
Berücksichtigung möglicher Nachfinanzierungen von Tochtergesellschaften festgelegt.
Put-Optionen werden nur in dem Umfang veräußert, in dem liquide Mittel bzw. Kreditzusagen
zur jederzeitigen Schließung der Optionen zur Verfügung stehen. Call-Optionen oder
vergleichbare Derivate werden in der Regel nur auf vorhandene Aktien veräußert.
Unseres Erachtens bestehen weder einzeln noch kumulativ Risiken, die einen bestandsgefährdenden
Einfluss auf die AdCapital AG oder die AdCapital-Konzerngruppe haben könnten.
Auf Basis der durchgeführten Risikobewertung bestehen zurzeit nach Auffassung des
Vorstands keine für den AdCapital-Konzern materielle oder bestandsgefährdende Risiken.
Letztendlich ist das Unternehmen jedoch von der Werthaltigkeit seiner Einzelbeteiligungen
sowie der getätigten Vermögensanlage abhängig. Die erkennbaren Risiken wurden bei
der Erstellung des Jahresabschlusses auf Basis umfassender, kontinuierlicher Einzelanalysen
aller Beteiligungen berücksichtigt; es wurden entsprechende Bewertungsabschläge sowohl
bei den Beteiligungsansätzen als auch bei den an die Beteiligungen ausgereichten Darlehen
sowie Cashpool-Linien vorgenommen.
Nachdem im Dezember 2010 Herr Dr. Detlef Guhl als Vorstand zurückgetreten war, lief
zum 31. März 2011 der Vorstandsvertrag von Herrn Dieter Jeschke aus. Als Nachfolger
wurde mit Wirkung zum 1. April 2011 Herr Hans-Jürgen Döringer bestellt. Herr Döringer
vertritt die Gesellschaft als Alleinvorstand.
Starke Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite führen aktuell zu einer Belastung
der Marge. Als Folge des schweren Erdbebens in Japan im März 2011 stellen uns fehlende
elektronische Zulieferteile aus Japan teilweise vor erhebliche logistische Herausforderungen.
Darüber hinaus sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen
ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der AdCapital
AG bzw. auf den AdCapital-Konzern erwartet wird.
Zwischen dem mit über 50% beteiligten Aktionär Herrn Günther Leibinger und der AdCapital
AG besteht kein Beherrschungsvertrag. Herr Leibinger ist auch an anderen Unternehmen
beteiligt. Daher war der Vorstand der AdCapital AG zur Aufstellung eines Berichts
über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG verpflichtet. Der
Vorstand erklärt, dass die AdCapital AG nach den Umständen, die dem Vorstand in dem
Zeitpunkt bekannt waren, in denen das Rechtsgeschäft vorgenommen oder die Maßnahme
getroffen oder unterlassen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung
erhielt und dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt
wurde.
Für die Geschäftsjahre 2011 und 2012 rechnen wir insgesamt mit stabilen konjunkturellen
Rahmenbedingungen. Substantielle Rückschläge erscheinen jedoch möglich, wie die aktuelle
Situation in Japan oder auch die starken Rohstoffpreissteigerungen andeuten. Auch
die Energiedebatte, die insbesondere in Deutschland voraussichtlich zu weiteren erheblichen
Energiekostensteigerungen führen wird, kann sich negativ auf die gesamtwirtschaftliche
Entwicklung auswirken. Dagegen scheinen die Probleme einzelner Staaten mit ihrer Verschuldungssituation
noch keine bzw. bislang nur marginale negativen Auswirkungen auf die Realwirtschaft
zu haben. Da die weltwirtschaftliche Nachfrage weitgehend wieder Vorkrisenniveau erreicht
hat, erwarten wir insoweit eine Beruhigung bzw. deutlich niedrigere Wachstumsraten
für die nächsten zwei Geschäftsjahre.
Strukturprobleme wie z.B. in der Druckmaschinenindustrie oder in der (deutschen) Solarindustrie
treten angesichts des Aufschwungs aktuell in den Hintergrund, sind aber unverändert
nicht gelöst, da es in der Krise zu keiner Konsolidierung der jeweiligen Branchen
gekommen ist.
Für die Finanzmärkte erwarten wir eine deutliche Beruhigung, nachdem im Jahr 2010
eine deutliche Aufwertung der internationalen Aktienmärkte stattgefunden hat. Die
unverändert starke Nachfrage nach renditeträchtigen Anlagen hat aber auch im Bondbereich
zu Kursgewinnen geführt und zahlreiche Neuemissionen ermöglicht. Unverändert wird
jedoch vor allem durch die amerikanische Notenbank eine sehr lockere Geldpolitik betrieben,
was für ein Anhalten einer liquiditätsgetriebenen Aufwertung der Aktienmärkte spricht.
Auch werden weiterhin hohe Voluma von Hochzinsanleihen auf den Markt gebracht.
Für die Beteiligungsbranche erwarten wir in 2011 eine weitere Belebung. Nachdem bereits
in 2010 in Folge der wirtschaftlichen Erholung sowohl die Zahl als auch die Größe
der Transaktionen wieder spürbar zugenommen hat, wird die durch die anhaltend niedrigen
Leitzinsen die Refinanzierung von Transaktionen wieder spürbar günstiger. Ähnlich
wie vor der Krise werden von Banken wieder Kredite mit hohen Multiplikatoren sowie
mit weichen Covenants zur Refinanzierung von Unternehmensakquisitionen angeboten.
Angesichts eines begrenzten Marktes wird dies zu weiter steigenden Preisen für Unternehmen
führen. Auch wird die Zahl der sogenannten Zweit- oder Dritttransaktionen, bei denen
das Zielunternehmen von einem Finanzinvestor zum Nächsten weitergereicht wird, weiter
zunehmen.
Die AdCapital AG verfolgt eine gemischte Investitionsstrategie. Danach engagieren
wir uns bevorzugt bei direkten Private-Equity-Investitionen. Frei verfügbare Mittel
werden durch uns in Wertpapieranlagen investiert.
Im Bereich der Private-Equity-Investitionen bevorzugen wir Buy-out-Situationen bei
stabilen mittelständischen Unternehmen mit einem Mindestumsatzvolumen von 20 Mio.
€. Aufgrund der heterogenen Anforderungen dieser mittelständisch geprägten Unternehmen
ist ein individualisierter Ansatz für ein Engagement bzw. beim Erwerb von Unternehmensbeteiligungen
vorteilhaft. Bevorzugt suchen wir zurzeit nach Möglichkeiten, wie wir die Geschäftsmodelle
unserer bestehenden Beteiligungen sinnvoll ergänzen können. Die Rezession hat voraussichtlich
ihren Tiefpunkt durchschritten und der vorsichtige Aufschwung eröffnet uns neue Investitionsmöglichkeiten.
Unverändert werden von uns Neuakquisitionen bevorzugt konservativ, d. h. mit einem
hohen Eigenkapitalanteil refinanziert. Damit sind wir in der Lage, schnell und bankenunabhängig
agieren zu können.
Im Rahmen unserer Wertpapieranlagen haben wir unsere Anlagestrategie insgesamt risikoärmer
ausgerichtet, um mögliche negative Auswirkungen aus Korrektur der Kurse sowohl im
Aktien- als auch im Anleihebereich minimieren möchten. So werden von uns aktuell High
Yield Anlagen zugunsten von Festgeldanlagen spürbar untergewichtet. Auf das Zeichnen
von Optionen zur Generierung von Stillhalterprämien haben wir aktuell vollständig
verzichtet.
Auf Konzernebene ist neben den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Verkauf
der DPS Engineering GmbH zu berücksichtigen. Diese Beteiligung hat in den Jahren 2009
und 2010 Umsätze von 16,5 Mio. € bzw. 10,9 Mio. € bei einer überdurchschnittlichen
Ertragssituation erwirtschaftet.
Die Entwicklung des Auftragseingangs im letzten Quartal 2010 sowie im ersten Quartal
2011 war bei unseren operativen Beteiligungen ausgesprochen freundlich. Daher gehen
wir von einem organischen getriebenen Wachstum im mittleren einstelligen Prozentsatz
für 2011 aus. Für 2012 wird sich das Wachstum dagegen weiter abschwächen.
Die positiven Ergebnisse der operativen Beteiligungen werden die Ertragslage des Konzerns
in 2011 voraussichtlich verbessern, da in 2010 noch deutliche Nachlaufeffekte aus
der Krise den Konzern belastet haben. Auf der anderen Seite belasten die starken Preissteigerungen
auf der Beschaffungsseite die Marge des Konzerns, auch wenn wir wiederum mit unseren
Kunden intensiv und regelmäßig Preisgespräche führen. Für 2012 gehen wir nur von leichten
Ergebnisverbesserungen aus.
Insgesamt erwarten wir für 2011 ein Umsatzniveau von ca. 120,0 Mio. € bei einer niedrigen
einstelligen EBIT-Marge.
Die erwartete Entwicklung der Kapitalmärkte in 2011 und 2012 sowie unsere deutlich
risikoärmere Anlagepolitik wird uns zukünftig nur spürbar geringere Erträge aus unseren
Wertpapieranlagen ermöglichen. Wir rechnen im Konzern mit einen positiven Finanzergebnis
im niedrigen einstelligen Mio. € Bereich.
Zusammengefasst gehen wir davon aus, in 2011 ein zufriedenstellendes positives Ergebnis
erzielen zu können.
Der weltweite Aufschwung hält weiterhin an. Megatrends wie die weitere Industrialisierung
der Schwellenländer in Asien und die insbesondere in Deutschland geführte Diskussion
über eine Energiewende bieten zusätzliche Chancen für das operative Geschäft unserer
Beteiligungen. Insbesondere in den Wachstumsmärkten der alternativen Energiegewinnung
sowie der Optimierung des Energieverbrauches bei industriellen Anwendungen haben wir
uns bereits als Zulieferer positioniert und werden weitere Chancen nutzen, um mit
innovativen Produkten sowie Dienstleistungen am Wachstum in diesem Industriesegment
zu partizipieren.
Regional sind die operativen Beteiligungen der AdCapital überdurchschnittlich stark
auf den deutschsprachigen Raum bzw. Westeuropa ausgerichtet. Das starke Wachstumspotential
in den Schwellenländern wie Brasilien, China sowie Indien wird teilweise über eigene
Fertigungsstätten, vorwiegend jedoch lediglich über Vertriebspartnerschaften abgedeckt.
Hier planen wir bei Bedarf unsere Präsenz spürbar zu verstärken, wenn dies mit vertretbarem
Risiko möglich erscheint.
Dieser Geschäftsbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen -also
Aussagen über Vorgänge, die in der Zukunft und nicht in der Vergangenheit liegen.
Diese zukunftsgerichteten Aussagen sind erkennbar durch Formulierungen wie beispielsweise
"erwarten", "planen", "einschätzen", "werden" oder ähnliche Begriffe. Solche vorausschauenden
Aussagen beruhen auf unseren heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen
daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten.
Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs der
AdCapital AG liegen, beeinflussen die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg, die Geschäftsstrategie
und die Ergebnisse des AdCapital-Konzerns. Diese Faktoren können dazu führen, dass
die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen des AdCapital-Konzerns wesentlich
von in zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit enthaltenen Angaben
zu Ergebnissen, Erfolgen oder Leistungen abweichen können.
Leinfelden-Echterdingen, 3. Mai 2011
AdCapital AG
Hans-Jürgen Döringer
|
|
Anhang | 31. Dez. 2010 | 1. Jan. 2010 |
| AKTIVA | |||
| Anlagevermögen | (4.1) |
|
|
| Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
3.786 | 7.514 |
| Sachanlagen |
|
30.701 | 33.321 |
| Finanzanlagen |
|
5.118 | 5.163 |
|
|
|
39.605 | 45.998 |
| Umlaufvermögen |
|
|
|
| Vorräte | (4.2) | 25.632 | 22.591 |
| Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände |
(4.3) | 19.227 | 20.058 |
| Wertpapiere | (4.4) | 93.380 | 83.235 |
| Zahlungsmittel | (4.5) | 30.385 | 19.566 |
|
|
|
168.624 | 145.450 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | (4.6) | 764 | 1.138 |
|
|
|
208.993 | 192.586 |
| PASSIVA |
|
|
|
| Eigenkapital |
|
|
|
| Gezeichnetes Kapital | (4.7) | 45.000 | 45.000 |
| Kapitalrücklage |
|
86.200 | 86.200 |
| Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital | (4.8) | 46.569 | 27.454 |
| Ausgleichsposten aus Fremdwährungsumrechnung |
(4.9) | 301 | 215 |
| Anteile anderer Gesellschafter | (4.10) | 1.177 | 903 |
|
|
|
179.247 | 159.772 |
| Fremdkapital |
|
|
|
| Rückstellungen | (4.11) | 14.500 | 15.690 |
| Verbindlichkeiten | (4.12) | 15.120 | 16.944 |
|
|
|
29.620 | 32.634 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | (4.13) | 19 | 138 |
| Passive latente Steuern | (4.14) | 107 | 42 |
|
|
|
208.993 | 192.586 |
|
|
Anhang | 2010 HGB |
| Umsatzerlöse | (5.1) | 135.600 |
| Bestandsveränderungen |
|
791 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen |
|
37 |
| Sonstige betriebliche Erträge | (5.2) | 22.605 |
| Materialaufwand | (5.3) | -61.652 |
| Personalaufwand | (5.4) | -43.127 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen |
(5.5) | -6.931 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (5.6) | -25.585 |
| Finanzergebnis | (5.7) | 9.370 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit |
|
31.108 |
| Außerordentliches Ergebnis | (5.8) | -510 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (5.9) | -4.322 |
| Sonstige Steuern |
|
-65 |
| Konzern-Jahresüberschuss |
|
26.211 |
| Konzernfremden Gesellschaftern zustehendes Ergebnis | (5.10) | -1.456 |
| Konzernergebnis |
|
24.755 |
Die AdCapital AG ist eine Beteiligungs- sowie Vermögensverwaltungsgesellschaft mit
Investitionsschwerpunkt im Bereich reifer Unternehmen. Die Tochtergesellschaften sind
in den Branchen Steuerungstechnik, Automotive, Software, Antriebstechnik und Kunststofftechnik
tätig.
Die AdCapital AG ist im Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart unter der Nummer
HRB 225669 eingetragen und war bis zum 26. August 2010 bei der Deutschen Börse in
Frankfurt im Amtlichen Handel im Segment "General Standard" notiert. Seit dem 27.
August 2010 wird die Aktie im Entry Standard geführt.
Sitz der AdCapital AG ist in Deutschland, 70771 Leinfelden-Echterdingen, Gutenbergstr.
13.
Die im Konzernabschluss verwandte Währung ist EUR. Die Angaben im Konzernabschluss
erfolgen grundsätzlich in TEUR (T€).
Nach § 290 HGB hat die AdCapital AG grundsätzlich einen Konzernabschluss sowie einen
Konzernlagebericht zu erstellen. Bis zum 31.12.2009 wurde der Konzernabschluss unter
Berücksichtigung der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt.
Aufgrund des erfolgten "Downlisting" und Notierung ab dem 27.8.2010 im Entry Standard
werden die Aktien der AdCapital AG nicht mehr an einem organisierten Markt im Sinne
von § 264 d HGB gehandelt. Daher ist die AdCapital AG nunmehr kein kapitalmarktorientiertes
Unternehmen. Es entfällt daher die Verpflichtung, den Konzernabschluss nach IFRS zu
erstellen. Eine freiwillige Anwendung der IFRS für die Erstellung des Konzernabschlusses
erfolgt nicht. Insoweit wird der Konzernabschluss der AdCapital AG zum 31.12.2010
nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt.
Im Rahmen der Umstellung der Konzernrechnungslegung auf die handelsrechtlichen Vorschriften
wird im vorliegenden Konzernabschluss mangels Vergleichbarkeit auf die Angabe der
entsprechenden Vorjahreswerte nach § 265 Abs. 2 Satz 2 HGB in Verbindung mit Art.
67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB verzichtet. Die Effekte aus der Umstellung der Rechnungslegung
von IFRS auf HGB werden in einer Überleitungsrechnung dargestellt.
Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden Posten der Konzernbilanz und
der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Konzernanhang gesondert
ausgewiesen.
Im Interesse der Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei
den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke
als auch die Vermerke, welche wahlweise in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung
oder im Anhang vorzunehmen sind, insgesamt im Anhang dargestellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht
aktiviert.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten
aktiviert und planmäßig abgeschrieben. Aktivierte Firmenwerte aus der Konsolidierung
werden grundsätzlich über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben.
Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten,
vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt. Zur Bemessung der Abschreibungen
werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt: Gebäude 10 bis 50 Jahre, technische
Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis
15 Jahre.
Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und im
Anlagenspiegel als Abgang ausgewiesen.
Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, falls dies notwendig ist, um immaterielle
Vermögensgegenstände oder Sachanlagen mit einem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen
am Stichtag beizulegen ist.
Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden
Wert angesetzt. Die Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert erfolgt, wenn
dieser voraussichtlich von Dauer ist.
Bei den Vorräten erfolgt der Wertansatz der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie
der Waren zu durchschnittlichen Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten bzw.
zu einem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis oder am Bilanzstichtag beizulegenden
Wert. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet worden.
Diese beinhalten Material- und Fertigungseinzelkosten, Sonderkosten der Fertigung
sowie angemessene Zuschläge für Material- und Fertigungsgemeinkosten. Die anteiligen
Abschreibungen auf Fertigungsanlagen sowie Verwaltungskosten des Material- sowie Fertigungsbereiches
sind ebenfalls in den Herstellungskosten enthalten. Bestandsrisiken aus Ungängigkeit
oder langen Lagerreichweiten werden durch Abwertungen berücksichtigt.
Die Bewertung der Forderungen erfolgt zum Nominalbetrag. Wertminderungen aufgrund
von zweifelhaften bzw. uneinbringlichen Forderungen wird durch entsprechende Einzelwertberichtigungen
in ausreichendem Maße Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine
Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Auf eine Abzinsung unverzinslicher oder niedrig
verzinslicher Forderungen wurde wegen Geringfügigkeit bzw. kurzer Restlaufzeiten verzichtet.
Sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung der Art des Vermögensgegenstandes,
ausgehend von den Anschaffungskosten bzw. Nennwert, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen,
bewertet.
Grundlage für die Bewertung der Wertpapiere des Umlaufvermögens sind die Anschaffungskosten
einschließlich der Nebenkosten. Eine Abschreibung erfolgt auf Basis des niedrigeren
beizulegenden Wertes (Börsen- oder Marktpreis) zum Abschlussstichtag unter Berücksichtigung
der Verkaufsspesen.
Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach versicherungsmathematischen
Grundsätzen mit dem Barwert. Die Vorschriften des BilMoG und die damit einhergehenden
Zuführungsbeträge wurden vollständig zum 1.1.2010 berücksichtigt. Für die Bewertung
wurde die Projected Unit-credit-method mit den Richttafeln "2005G" von Prof. Dr. Klaus
Heubeck verwendet. Für die Berechnung der Rückstellungen werden auch zukünftige Lohn-
sowie Gehaltssteigerungen von ca. 2,5 % sowie ein Rententrend von 1,0 % zu Grunde
gelegt. Für die Abzinsung werden die von der deutschen Bundesbank nach Maßgabe einer
Rechtsverordnung ermittelten und monatlich veröffentlichten Zinssätze angewendet (aktuell:
5,15 %).
Gemäß § 246 Abs. 2 HGB erfolgt eine Saldierung von Schulden mit Vermögensgegenständen,
soweit diese ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen
oder vergleichbaren langfristigen fälligen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff
aller übrigen Gläubiger entzogen sind.
Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren
Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten unter Berücksichtigung der Grundsätze der
vernünftigen kaufmännischen Beurteilung. Sie sind in Höhe der Beträge gebildet, mit
denen die Gesellschaft voraussichtlich in Anspruch genommen wird oder die sie zur
Abdeckung der Risiken benötigt.
Verbindlichkeiten sind zu ihrem jeweiligen Rückzahlungsbetrag bilanziert.
Rückstellungen oder unverzinsliche Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr
als einem Jahr werden ihrer Restlaufzeit entsprechend, mit dem durchschnittlichen
Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.
Kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden zum
Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.
Latente Steuern werden auf Basis des sogenannten Temporary-Principles gebildet. Aktive
latente Steuern werden grundsätzlich auch auf (nutzbare) steuerliche Verlustvorträge
gebildet. Aktive und passive latente Steuern werden insgesamt saldiert. Bei Vorliegen
eines rechnerischen Überhangs von aktiven latenten Steuern wird dieser nicht bilanziert.
Der Konzernabschluss beinhaltet die AdCapital AG, Leinfelden-Echterdingen, sowie die
wesentlichen verbundenen Unternehmen, bei denen die AdCapital AG unmittelbar oder
mittelbar 50 Prozent oder mehr der Stimmrechte hält oder auf andere Weise einen beherrschenden
Einfluss ausüben kann. Somit waren in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 neben
der AdCapital AG insgesamt 22 Gesellschaften einzubeziehen.
Durch Veränderungen im Konsolidierungskreis sind die Zahlen zum 31.Dezember 2010 nur
bedingt mit denen der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2010 vergleichbar. Zum 1. Januar
2010 waren in der Konzernbilanz folgende Werte der DPS Engineering GmbH enthalten,
welche im November 2010 verkauft wurde und somit zum 31. Dezember 2010 nicht mehr
in der Konzernbilanz enthalten war:
|
|
Konzernbilanz 1. Jan. 2010 |
|
|
TEUR |
| Geschäfts- und Firmenwert | 3.099 |
| Übriges Anlagevermögen | 1.252 |
| Umlaufvermögen | 5.942 |
| Anteiliges Konzerneigenkapital | 3.678 |
| Rückstellungen | 2.514 |
| Verbindlichkeiten | 4.101 |
In die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2010 sind die Umsätze,
die Aufwendungen und das Jahresergebnis der DPS Engineering GmbH zeitanteilig wie
folgt eingeflossen:
|
|
Konzern-GuV 2010 |
|
|
TEUR |
| Umsatzerlöse | 10.943 |
| Bestandsveränderung | 287 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 319 |
| Materialaufwand | 199 |
| Personalaufwand | 5.469 |
| Abschreibungen | 803 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 1.978 |
| Finanzergebnis | -55 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | 1.166 |
| Jahresergebnis | 1.879 |
In die Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2010 sind die folgenden
Cashflows der DPS Engineering GmbH zeitanteilig eingeflossen:
|
|
Konzern- Kapitalfluss- rechnung 2010 |
|
|
TEUR |
| Operativer Cashflow | -883 |
| Nettoinvestitionen | -72 |
| Free Cashflow | -955 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -396 |
Vier Gesellschaften mit geringem Geschäftsvolumen bzw. ohne Geschäftsbetrieb werden
unter Anwendung des § 296 Abs. 2 HGB wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die
Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den Konzernabschluss
einbezogen.
Bei zwei assoziierten Gesellschaften wird auf die Einbeziehung auf der Grundlage der
Equity-Methode wegen Unwesentlichkeit verzichtet.
In den Konsolidierungskreis des Konzernabschlusses der AdCapital AG einbezogen sind
die Teilkonzerne der AdCapital Beteiligungs AG und der Berliner Elektro-Technik GmbH.
Eine vollständige Auflistung der konsolidierten Unternehmen ist im Anhang gesondert
enthalten.
Grundlage für den Konzernabschluss sind die nach einheitlichen Bilanzierungs- und
Bewertungsgrundsätzen aufgestellten Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen
Gesellschaften. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und
Schulden sind dementsprechend nach den für alle Konzernunternehmen einheitlich geltenden
Konzernbilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien angesetzt worden.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 HGB bei neu erworbenen Beteiligungen
nach der Erwerbsmethode. Die während des Jahres erworbenen oder verkauften Beteiligungen
werden ab dem tatsächlichen Erwerbszeitpunkt bzw. bis zum tatsächlichen Abgangszeitpunkt
in den Konzernabschluss aufgenommen. Die Anschaffungskosten einer Unternehmenstransaktion
werden nach den beizulegenden Zeitwerten der hingegebenen Vermögenswerte und der eingegangenen
oder übernommenen Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt, zuzüglich der direkt zurechenbaren
Erwerbskosten, bemessen. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbenen, identifizierbaren
Vermögenswerte sowie die übernommenen Verbindlichkeiten werden mit den beizulegenden
Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang etwaiger Minderheitsanteile
am Eigenkapital. Der Überschuss der Anschaffungskosten der Unternehmensakquisition
über den Nettowert der anteiligen Vermögenswert und Verbindlichkeiten wird als Geschäfts-
und Firmenwert ausgewiesen.
Alle konzerninternen Geschäftsvorfälle, Salden werden im Rahmen der Konsolidierung
vollständig eliminiert. Zwischenergebnisse werden im Sinne von § 304 HGB eliminiert,
soweit diese nicht von untergeordneter Bedeutung sind.
Im Rahmen der Umstellung des Konzernabschlusses von IFRS auf HGB wurden die notwendigen
Anpassungsbuchungen zum 01.01.2010 erfolgsneutral im Konzerneigenkapital gegen das
erwirtschaftete Konzerneigenkapital vorgenommen. Die Bilanzansätze und Werte wurden
retrospektiv unter der Maßgabe ermittelt, als ob stets nach HGB bilanziert worden
wäre.
Aufgrund der fehlenden Vergleichbarkeit des nach den IFRS-Vorschriften aufgestellten
Vorjahresabschlusses, wurde stattdessen die Konzerneröffnungsbilanz zum 01.01.2010
nach HGB der Konzernbilanz zum 31.12.2010 gegenübergestellt. Nachfolgend sind die
wesentlichen Anpassungseffekte zum 01.01.2010 dargestellt:
|
|
Konzerneigenkapital |
|
|
TEUR |
| Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital zum 1.1.2010 laut IFRS |
34.129 |
| Nachholung planmäßige Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte 2004 bis 2009 |
-7.031 |
| Nachgeholte Auflösung eines passivischen Unterschiedsbetrages aus der Kapitalkonsolidierung |
734 |
| Anpassung von aktiven latenten Steuern | -1.746 |
| Anpassung von passiven latenten Steuern | 1.026 |
| Sonstige | 342 |
| Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital zum 1.1.2010 laut HGB |
27.454 |
Aufgrund der fehlenden Vergleichbarkeit des nach den IFRS-Vorschriften aufgestellten
Vorjahresabschlusses, können die Konzern Gewinn- und Verlustrechnungen für die Geschäftsjahre
2009 und 2010 nicht qualifiziert miteinander verglichen werden. Nachfolgend sind die
wesentlichen Anpassungseffekte auf den Konzernjahresüberschusses des Geschäftsjahres
2009 bei einer Anpassung von IFRS auf HGB dargestellt:
|
|
Konzernjahresüberschuss |
|
|
TEUR |
| Konzernjahresüberschuss 2009 laut IFRS | 20.569 |
| Erlöse aus langfristigen Fertigungsaufträgen (PoC) | -432 |
| Materialaufwand aus langfristigen Fertigungsaufträgen (PoC) |
185 |
| Planmäßige Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte |
-1.251 |
| Latente Steuern |
|
| Entstehung und Umkehrung temporärer Differenzen | -4.036 |
| Aktivierung steuerlicher Verlustvorträge | 2.592 |
| Konzernjahresüberschuss 2009 laut HGB | 17.627 |
Die Aktiv- und Passivposten der in fremder Währung aufgestellten Abschlüsse der Tochtergesellschaften
werden, mit Ausnahme des Eigenkapitals, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag
in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden jeweils zum
Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die aus der Währungsumrechnung resultierende
Differenz wird innerhalb des Eigenkapitals unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz
aus Währungsumrechnung" ausgewiesen und ist zum 31.12.2010 von untergeordneter Bedeutung.
Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Schuldenkonsolidierungen werden grundsätzlich
erfolgswirksam ausgewiesen.
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist Anlagespiegel (Anlage 1/2) dargestellt. Zugänge
erstmals konsolidierter Gesellschaften bzw. Abgänge von veräußerten Gesellschaften
werden unter den Anschaffungskosten und unter den Abschreibungen gesondert ausgewiesen.
Das Anlagevermögen gliedert sich wie folgt:
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31. Dez. 2010 | 1. Jan. 2010 |
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TEUR | TEUR |
| Entgeltliche erworbene Konzessionen, gewerbliche | 566 | 650 |
| Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Firmenwert |
62 | 76 |
| Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung | 3.158 | 6.788 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 3.786 | 7.514 |
Unter den immateriellen Vermögensgegenständen sind folgende Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung
erfasst:
|
|
31. Dez. 2010 | 1. Jan. 2010 |
|
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TEUR | TEUR |
| DPS Engineering GmbH | 0 | 3.099 |
| FRAKO Kondensatoren- und Anlagenbau GmbH | 2.376 | 2.612 |
| Erich-Jaeger Gruppe | 782 | 1.077 |
| Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung | 3.158 | 6.788 |
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten
aktiviert und planmäßig abgeschrieben. Aktivierte Firmenwerte aus der Konsolidierung
werden grundsätzlich über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben.
Bei der DPS Engineering GmbH wurde eine Nutzungsdauer von 15 Jahren für den Geschäfts-
und Firmenwert aufgrund des besonderen Kundenprofils und eines dezidierten Dienstleistungsspektrums
unterstellt.
Für die FRAKO Kondensatoren- und Anlagenbau GmbH wird eine Nutzungsdauer von 15 Jahren
für den Geschäfts- und Firmenwert zugrundegelegt. Als Gründe werden vorallem das besondere
Produktportfolio, welches sich durch langlebige Wirtschaftsgüter auszeichnet, sowie
eine sehr breite Kundenbasis gesehen.
Bei der Erich-Jaeger Gruppe wird für den Geschäfts- und Firmenwert eine 15-jährige
Nutzungsdauer unterstellt. Dafür sprechen vor allem patentgeschützte Produktentwicklungen
sowie regional marktführende Positionen im Kernmarkt der Unternehmensgruppe.
|
|
31. Dez. 2010 | 1. Jan. 2010 |
|
|
TEUR | TEUR |
| Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
16.493 | 17.771 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 9.979 | 10.662 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.400 | 4.485 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 829 | 403 |
| Sachanlagen | 30.701 | 33.321 |
|
|
31. Dez. 2010 | 1. Jan. 2010 |
|
|
TEUR | TEUR |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 392 | 392 |
| Beteiligungen | 6 | 6 |
| Sonstige Ausleihungen | 4.530 | 4.662 |
| Andere Finanzanlagen | 190 | 103 |
| Finanzanlagen | 5.118 | 5.163 |
Die Vorräte gliedern sich wie folgt:
|
|
31. Dez. 2010 | 1. Jan. 2010 |
|
|
TEUR | TEUR |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 9.508 | 6.116 |
| Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 5.526 | 5.842 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 10.466 | 10.639 |
| Geleistete Anzahlungen | 132 | 0 |
| Saldierung mit erhaltenen Anzahlungen | 0 | -6 |
|
|
25.632 | 22.591 |
Aufgrund niedrigerer Börsen- oder Marktpreise wurden Abwertungen sowie Gängigkeitsabschläge
in Höhe von TEUR 3.383 (1. Jan. 2010: TEUR 4.943) vorgenommen.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gliedern sich wie folgt:
|
|
|
Fälligkeiten | ||
|
|
Gesamt | bis zu 1 Jahr |
1 bis 5 Jahre |
über 5 Jahre |
|
|
TEUR | TEUR | TEUR | TEUR |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
14.005 | 14.005 | 0 | 0 |
| (1. Jan. 2010) | (13.385) | (13.385) | (0) | (0) |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
129 | 129 | 0 | 0 |
| (1. Jan. 2010) | (102) | (102) | (0) | (0) |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 5.093 | 4093 | 664 | 336 |
| (1. Jan. 2010) | (6.571) | (5.549) | (659) | (363) |
|
|
19.227 | 18.227 | 664 | 336 |
|
|
(20.058) | (19.036) | (659) | (363) |
Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen vor allem Forderungen gegen das Finanzamt
in Höhe von TEUR 2.792 (1. Jan. 2010: TEUR 4.124).
Die Wertpapiere setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
|
|
31. Dez. 2010 | 1. Jan. 2010 |
|
|
TEUR | TEUR |
| Spezialfonds | 77.861 | 71.037 |
| Sonstige Wertpapiere | 15.519 | 12.198 |
|
|
93.380 | 83.235 |
In den Zahlungsmitteln sind Kassenbestände, Postbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten
sowie Schecks enthalten.
Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält ein Disagio in Höhe von TEUR 40 (1. Jan. 2010
50 TEUR) sowie sonstige Abgrenzungen.
Auf die gesonderte Darstellung der Veränderung des Eigenkapitals wird verwiesen.
Das Grundkapital beträgt TEUR 45.000 (Vorjahr: TEUR 45.000). Es ist in 14.000.000
nennwertlose Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) eingeteilt, die auf den Inhaber
lauten. Jede Aktie hat einen rechnerischen Anteil am Grundkapital in Höhe von EUR
3,21.
Es werden insgesamt 371.116 Aktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital
in Höhe von TEUR 1.171 von der AdCapital AG selber gehalten. Dies entspricht einem
Anteil von 2,6 % am Grundkapital.
Insofern befinden sich noch 13.628.884 Aktien im Umlauf.
Die Anschaffungskosten bzw. Buchwerte der eigenen Anteile in Höhe von TEUR 2.269 wurden
mit dem erwirtschafteten Konzerneigenkapital saldiert.
Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung haben sich für ausländische Beteiligungen
in Tschechien, der Türkei, China und Hongkong ergeben.
Die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital der einbezogenen Tochterunternehmen
betreffen insbesondere die Jaeger Poway Automotive Systems (Shenzen) Ltd. und Jaeger
Poway Ltd.
|
|
31. Dez. 2010 | 1. Jan. 2010 |
|
|
TEUR | TEUR |
| Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 2.597 | 2.194 |
| Steuerrückstellungen | 2.521 | 1.904 |
| Sonstige Rückstellungen | 9.382 | 11.592 |
|
|
14.500 | 15.690 |
Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen berücksichtigen Ansprüche
von (ehemaligen) Geschäftsführern und Mitarbeitern diverser Konzerngesellschaften.
Erfüllungsbeträge für Pensionsverpflichtungen wurden mit dem Zeitwert der bestehenden
Rückdeckungsversicherung saldiert, sofern die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 HGB
vorlagen. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände ergeben sich
aus den in der Vergangenheit ratierlich zugeführten Beiträgen zur Rückdeckungsversicherung.
|
|
Zeitwert |
Erfüllungs- betrag |
GuV |
|
|
TEUR | TEUR | TEUR |
| Aktivwert der Rückdeckungs- Versicherung |
1.265 | 1.265 |
|
| Pensionsrückstellung | -3.862 | -3.862 |
|
| Aufwendungen für Altersversorgung |
|
|
-221 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge aus Aktivwerten |
|
|
223 |
| Saldo aus Verrechnung | 2.597 | 2.597 | 2 |
Die Pensionsauszahlungen im Konzern betrugen im Berichtsjahr 141 TEUR.
Die Steuerrückstellungen berücksichtigen im Wesentlichen Verpflichtungen aus laufenden
Veranlagungen.
Die sonstigen Rückstellungen wurden im wesentlichen für Restrukturierungsmaßnahmen,
Personalaufwendungen, Gewährleistungsaufwendungen, Jahresabschluss- und Prüfungskosten,
Rechts- und Beratungskosten und für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten gegenüber
Dritten gebildet.
Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
|
|
|
Fälligkeiten | ||
|
|
Gesamt | bis zu 1 Jahr |
1 bis 5 Jahre |
über 5 Jahre |
|
|
TEUR | TEUR | TEUR | TEUR |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
5.549 | 1.707 | 3.669 | 173 |
| (1. Jan. 2010) | (6.439) | (1.789) | (4.284) | (366) |
| Erhaltene Anzahlungen aus Bestellungen |
438 | 338 | 100 | 0 |
| (1. Jan. 2010) | (256) | (256) | (0) | (0) |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
6.361 | 6.361 | 0 | 0 |
| (1. Jan. 2010) | (4.784) | (4.784) | (0) | (0) |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen |
30 | 0 | 30 | 0 |
| (1. Jan. 2010) | (30) | (0) | (30) | (0) |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2.742 | 2.308 | 422 | 12 |
| (1. Jan. 2010) | (5.435) | (4.726) | (440) | (269) |
|
|
15.120 | 10.714 | 4.221 | 185 |
|
|
(16.944) | (11.555) | (4.754) | (635) |
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von
TEUR 908 (1. Jan 2010 TEUR 4.091) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit
in Höhe von TEUR 858 (1. Jan 2010 TEUR 681) enthalten.
Von den Verbindlichkeiten waren durch Grundpfandrechte und andere Sicherheiten TEUR
7.693 (1. Jan. 2010: TEUR 7.745) besichert.
Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen im Wesentlichen Abgrenzungen von
Mietzahlungen.
Der § 274 HGB sieht grundsätzlich ein Wahlrecht für den Ansatz aktiver latenter Steuern
vor. Die Aktivierung latenter Steuern auf Verlustvorträge ist mindestens jedoch in
Höhe des Betrages der passiven latenten Steuern vorzunehmen. Da keine passiven latenten
Steuern im Sinne von § 274 HGB vorliegen, findet auch kein korrespondierender Ansatz
von aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge zum 31.12.2010 statt.
Die Umsatzerlöse gliedern sich regional wie folgt:
|
|
2010 |
|
|
TEUR |
| Inland | 82.208 |
| Ausland | 53.392 |
|
|
135.600 |
Die Umsatzerlöse des Konzerns wurden erbracht aus folgenden Lieferungen und Leistungen:
|
|
2010 |
|
|
TEUR |
| Erlöse aus dem Verkauf von Gütern | 124.657 |
| Erlöse aus dem Erbringen von Dienstleistungen | 10.943 |
|
|
135.600 |
|
|
2010 |
|
|
TEUR |
| Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen | 15.038 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 1.435 |
| Währungsgewinne | 1.988 |
| Mieterträge | 528 |
| Übrige | 3.616 |
|
|
22.605 |
Die Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen betreffen insbesondere den Abgang der
Beteiligung an der DPS Engineering GmbH.
Periodenfremde Erträge waren in einer Größenordnung von TEUR 1.518 zu verzeichnen
und betrafen vor allem die Auflösung von Rückstellungen.
|
|
2010 |
|
|
TEUR |
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren |
59.812 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 1.840 |
|
|
61.652 |
|
|
2010 |
|
|
TEUR |
| Löhne und Gehälter | 36.265 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung - davon für Altersversorgung TEUR 221 |
6.862 |
|
|
43.127 |
Die Mitarbeiterzahl ergibt sich im Jahresdurchschnitt wie folgt:
|
|
2010 |
|
|
TEUR |
| Direkte Mitarbeiter | 1.049 |
| Indirekte Mitarbeiter | 374 |
|
|
1.423 |
Bei den direkten Mitarbeitern handelt es sich um Personen, welche direkt am Produktionsprozess
beteiligt sind.
|
|
2010 |
|
|
TEUR |
| Abschreibungen auf Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung |
1.191 |
| Sonstige | 5.740 |
|
|
6.931 |
|
|
2010 |
|
|
TEUR |
| Sonstige Betriebskosten | 4.675 |
| Mieten und Pachten | 3.490 |
| Transportkosten | 2.815 |
| Energie | 1.971 |
| Reparaturen und Instandhaltung | 1.632 |
| Personalleasing | 1.204 |
| KfZ-Kosten | 1.212 |
| Rechts- und Beratungskosten | 1.750 |
| Reisekosten | 1.108 |
| Einstellung in die Einzelwertberichtigung auf Forderungen | 1.064 |
| Sonstige Verwaltungskosten | 929 |
| Versicherungen | 832 |
| Währungsverluste | 794 |
| Kommunikationskosten | 718 |
| Vertriebs- und Werbungskosten | 676 |
| Übrige | 715 |
|
|
25.585 |
Periodenfremde Aufwendungen ergaben sich in Höhe von TEUR 31.
|
|
2010 |
|
|
TEUR |
| Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens |
279 |
| - davon aus verbundenen Unternehmen | 0 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 3.032 |
| - davon aus verbundenen Unternehmen | 0 |
| Zuschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens |
6.797 |
| - davon aus verbundenen Unternehmen | 0 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -738 |
| - davon aus verbundenen Unternehmen | 0 |
|
|
9.370 |
|
|
2010 |
|
|
TEUR |
| Außerordentliche Erträge | 13 |
| Außerordentliche Aufwendungen | 523 |
|
|
-510 |
Die außerordentlichen Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus der Anpassung der
Bewertungsmethoden für Pensionsverpflichtungen im Rahmen der Umstellung auf BilMoG.
|
|
2010 |
|
|
TEUR |
| Ertragsteuern | 4.258 |
| Aufwand aus der Bildung latenter Steuern | 64 |
|
|
4.322 |
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.
In den TEUR 1.456 sind TEUR 989 enthalten, die den bis zum Entkonsolidierungszeitpunkt
bestehenden Minderheiten der DPS Engineering GmbH zustehen.
Die Haftungsverhältnisse und sonstigen finanziellen Verpflichtungen des AdCapital
Konzerns ergeben sich wie folgt:
|
|
31. Dez. 2010 |
|
|
TEUR |
| Haftungsverhältnisse |
|
| Bürgschaften | 2.984 |
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen |
|
| Verpflichtungen aus Bestellobligo, Miet-, Pacht- und Leasing-Verträgen |
22.882 |
Aus einer gesamtschuldnerischen Haftung für einen langfristigen Immobilienvertrag
bestehen per 31. Dezember 2010 Verpflichtungen in Höhe von 4.619 TEUR (Vorjahr: TEUR
5.431). Davon werden zum Abschlussstichtag TEUR 1.635 (Vorjahr: TEUR 1.873) als Rückstellungen
für ungewisse Verbindlichkeiten ausgewiesen, da insoweit mit einer möglichen Inanspruchnahme
zum Abschlussstichtag gerechnet wird. Darüber hinaus besteht u.E. derzeit kein Risiko
der Inanspruchnahme des Konzerns.
Weitere, nicht in der Konzernbilanz oder -anhang enthaltene Geschäfte bzw. Verpflichtungen
bestehen nicht.
Über die AdCapital AG hält der Konzern 100 % der Anteile am LBBW AM-AC1-Fonds.
| Anzahl der Anteile: |
|
1.639.160 |
| Ausgabepreis: | EUR | 48,27 |
| Rücknahmepreis: | EUR | 48,27 |
Kapitalanlagegesellschaft: LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH, Stuttgart
|
|
Marktwert TEUR |
Anteil am Fondsvermögen |
| Aktien, Inland | 2.174 | 2,75 % |
| Aktien, Ausland | 722 | 0,91 % |
| Optionen auf Aktien/ -index | -4.108 | -5,19 % |
| Renten, Inland | 12.398 | 15,67 % |
| Renten, Ausland | 44.480 | 56,21 % |
| Investmentfonds | 1.758 | 2,22 % |
| Zertifikate | 2.032 | 2,57 % |
| Festgelder | 16.053 | 20,29 % |
| Bankguthaben | 3.618 | 4,57 % |
| Forderungen | 2 | 0,00 % |
| Verbindlichkeiten | -5 | -0,01 % |
| Fondsvermögen / Marktwert | 79.124 | 100,00 % |
| Fondsvermögen / Buchwert | 77.861 |
|
| Differenz zwischen Marktwert und Buchwert |
1.263 |
|
Es erfolgte eine Ausschüttung in Höhe von TEUR 835 für das Geschäftsjahr 2010. Diese
Ausschüttung umfasst fast ausschließlich die auf die ordentlichen Erträge abgeführte
Kapitalertragsteuer / Solidaritätszuschlag.
Vorstand der Gesellschaft ist/waren:
Herr Hans-Jürgen Döringer, Dipl.-Ökonom (ab 1.4.2011)
Herr Dieter Jeschke, Rechtsanwalt, Dipl.-Ökonom (bis 31.3.2011)
| ― |
Vorsitzender des Aufsichtsrats der AdCapital Beteiligungs AG |
| ― |
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Maschinenfabrik Berthold Hermle AG |
Herr Dr. Detlef Guhl, Ingenieur (bis zum 23.12.2010)
| ― |
Vorsitzender des Aufsichtsrats der ae group ag bis zum 31.03.2010 |
| ― |
Mitglied des Aufsichtsrats der aegroup ag ab dem 01.04.2010 |
Die Vorstände der AdCapital AG, Herr Dr. Detlef Guhl (Vorstand bis zum 23.12.2010)
und Herr Dieter Jeschke, erhielten für ihre im Geschäftsjahr 2010 erbrachten Leistungen
eine Vergütung in Höhe von insgesamt TEUR 1.668 sowie Sachbezüge in Höhe von TEUR
12.
Für frühere Mitglieder der Organe der AdCapital AG wurden Rückstellungen für Pensionen
und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 597 (Vorjahr: TEUR 576) gebildet. Die
Aktivwerte der Rückdeckungsversicherungen und die entsprechenden Rückstellungen für
Pensionsansprüche sowie die zugehörigen Aufwendungen und Erträge aus dem zu verrechnenden
Vermögen werden gemäß § 246 Abs. 2 HGB saldiert ausgewiesen.
In den Aufsichtsrat sind berufen:
Herr Ortwin Guhl, Dipl.-Volkswirt
| ― |
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Sirius AG, Villingen-Schwenningen |
| ― |
Mitglied des Aufsichtsrats der Maschinenfabrik Berthold Hermle AG |
| ― |
Mitglied des Aufsichtsrats der Tolatec AG |
Herr Günther Leibinger, geschäftsführender Gesellschafter der Paul Leibinger GmbH
& Co. KG
| ― |
Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats der Maschinenfabrik Berthold Hermle AG |
Herr Maximilian Bernau, Rechtsanwalt
| ― |
Geschäftsführer der B & B Private Vermögensberatungs- und Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH |
| ― |
Geschäftsführer L.O.S. Logic Operation Systems GmbH & Co. KG |
Herr Robert Lebherz (bis zum 4.1.2011)
| ― |
Geschäftsführer der Paul Leibinger GmbH & Co. KG |
Herr Hans-Joachim Strüder, Mitglied des Vorstands der Landesbank Baden-Württemberg
| ― |
Vorsitzender des Aufsichtsrats der LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH |
| ― |
Vorsitzender des Börsenrats der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse, Stuttgart |
| ― |
Vorsitzender des Beirats der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse GmbH, Stuttgart |
| ― |
Mitglied des Aufsichtsrats der boerse-stuttgart AG, Stuttgart |
| ― |
Mitglied des Aufsichtsrats der European Energy Exchange AG, Leipzig |
| ― |
Mitglied des Aufsichtsrats der Euwax AG, Stuttgart |
| ― |
Mitglied des Aufsichtsrats der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank, Ludwigsburg |
| ― |
Vorsitzender des Aufsichtsrats der LBBW Luxemburg S.A., Luxemburg |
| ― |
Mitglied des Aufsichtsrats der börse-stuttgart Holding GmbH, Stuttgart |
| ― |
Mitglied des Aufsichtsrats der LBBW Equity Partners GmbH & Co. KG, München |
| ― |
Mitglied des Aufsichtsrats der LBBW Equity Partners Verwaltungs GmbH, München |
Herr Dr. Dietrich Schulz, Dipl.-Kaufmann
| ― |
Chairman of the Board of Directors der Possehl Mexico, S.A. de C.V. |
| ― |
Member of the Board of Directors der ACC Resources, Park Ridge, N.J. |
Für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2010 wurden Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von
TEUR 93 (Vorjahr: TEUR 69) an die Organmitglieder gewährt.
|
|
2010 |
|
|
TEUR |
| Jahres- und Konzernabschlussprüfung laufendes Jahr | 253 |
| Jahres- und Konzernabschlussprüfung Vorperiode | 0 |
| Jahres- und Konzernabschlussprüfungen | 253 |
| Steuerberatungsleistungen | 0 |
| Sonstige Leistungen | 2 |
|
|
255 |
Die AdCapital AG hat mit ihr nahestehenden Unternehmen und Personen keine Geschäfte
zu nicht marktüblichen Bedingungen geschlossen.
| Name | Sitz | Höhe des Anteils Additiv |
am Kapital in % Multiplikativ |
| AdCapital Beteiligungs AG | L.-Echterdingen | 100,00 | 100,00 |
| AdCapital Invest GmbH | L.-Echterdingen | 100,00 | 100,00 |
| BE Services GmbH Supply. Energy. Support |
L.-Echterdingen | 100,00 | 100,00 |
| Berliner Elektro-Technik GmbH | L.-Echterdingen | 100,00 | 100,00 |
| Bavaria Digital Technik GmbH | Pfronten | 100,00 | 100,00 |
| ESPO s.r.o. | Rožnov p.R., (Tschechien) | 100,00 | 100,00 |
| EW Hof Antriebe und Systeme GmbH |
Hof | 100,00 | 100,00 |
| FRAKO Kondensatoren- und Anlagenbau GmbH |
Teningen | 100,00 | 100,00 |
| Grundstücksgesellschaft am Entenfang mbH |
Hannover | 100,00 | 100,00 |
| Erich Jaeger GmbH + Co. KG | Friedberg | 100,00 | 100,00 |
| Erich Jaeger Automotive Istanbul Sanayi ve Ticaret Ltd. Sti |
Istanbul (Türkei) | 100,00 | 100,00 |
| EJR Erich Jaeger Rožnov s.r.o. | Koprivnice (Tschechien) | 100,00 | 100,00 |
| Insert Ltd. | Istanbul (Türkei) | 100,00 | 99,95 |
| Jaeger France SARL | Lyon (Frankreich) | 100,00 | 100,00 |
| Jaeger Poway Ltd. | Hongkong (VR China) | 60,00 | 60,00 |
| Jaeger Poway Automotive Systems (Shenzhen) Ltd. |
Shenzhen (VR China) | 60,00 | 60,00 |
| KTS Kunststoff Technik Schmölln GmbH |
Schmölln | 100,00 | 100,00 |
| OPUS Formenbau GmbH | Heiligkreuzsteinach | 75,00 | 75,00 |
| Taller GmbH | Waldbronn | 99,95 | 99,95 |
| Taller Elektro Czech s.r.o. | Brno (Tschechien) | 100,00 | 99,95 |
| Taller Hong Kong Ltd. | Hongkong (VR China) | 100,00 | 99,95 |
| Taller Electronic Components (Dongguan) Ltd. |
Dongguan (VR China) | 100,00 | 99,95 |
| Name | Sitz | Höhe des Anteils Additiv |
am Kapital in % Multiplikativ |
| Schutzrechtsgesellschaft Elmotec Statomat GmbH |
Karben | 100,00 | 100,00 |
| Fico Projects B. V. | Zevenaar (Niederlande) | 100,00 | 100,00 |
| Jaeger Verwaltungs GmbH | Friedberg | 100,00 | 100,00 |
| FRAKO North Europe Oy (ex Joulepower Oy) |
Lahti (Finnland) | 54,00 | 54,00 |
| Name | Sitz | Höhe des Anteils Additiv |
am Kapital in % Multiplikativ |
| mold engineering gmbh | Gera | 24,80 | 24,80 |
| komm.passion GmbH | Düsseldorf | 25,50 | 25,50 |
Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 wird beim Handelsregister des Amtsgerichts
Stuttgart hinterlegt und im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Leinfelden-Echtedingen, den 3. Mai 2011
AdCapital AG
Hans-Jürgen Döringer
Vorstand
|
|
Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
|
|
1. Jan. 2010 | Konsolidie- rungskreis- änderungen |
Zugänge (+) | Abgänge (-) | Umbuchungen | Veränderung Währung |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
|
| 1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte, sowie Lizenzen an solchen Rechten |
14.913 | -181 | 328 | -66 | 0 | -37 |
| 2. Firmenwert | 3.798 | -77 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 3. Firmenwert aus Kapitalkonsolidierung | 22.947 | -12.146 | 0 | 0 | 0 | 0 |
|
|
41.658 | -12.404 | 328 | -66 | 0 | -37 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
|
|
| 1. Grundstücke und Bauten | 38.303 | -1.836 | 155 | -2.022 | 83 | 333 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 46.365 | -797 | 1.923 | -2.007 | 404 | 415 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
31.534 | -580 | 753 | -1.152 | 133 | 162 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
403 | 0 | 1.024 | 0 | -620 | 22 |
|
|
116.605 | -3.213 | 3.855 | -5.181 | 0 | 932 |
| III. Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
|
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.899 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2. Beteiligungen | 1.506 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 4.662 | 0 | 0 | -132 | 0 | 0 |
| 4. Andere Finanzanlagen | 103 | -43 | 146 | -16 | 0 | 0 |
|
|
8.170 | -43 | 146 | -148 | 0 | 0 |
| Summe Anlagevermögen | 166.433 | -15.660 | 4.329 | -5.395 | 0 | 895 |
|
|
Anschaffungs- und Herstellungskosten |
Kumulierte Abschreibungen | ||||
|
|
31. Dez. 2010 | 1.Jan.2010 | Konsolidie- rungskreis- änderungen |
Zugänge(+) | Abgänge (-) | Zuschreibungen |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
|
| 1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte, sowie Lizenzen an solchen Rechten |
14.957 | 14.263 | -178 | 501 | -65 | 0 |
| 2. Firmenwert | 3.721 | 3.722 | -77 | 14 | 0 | 0 |
| 3. Firmenwert aus Kapitalkonsolidierung | 10.801 | 16.159 | -9.707 | 1.191 | 0 | 0 |
|
|
29.479 | 34.144 | -9.962 | 1.706 | -65 | 0 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
|
|
| 1. Grundstücke und Bauten | 35.016 | 20.532 | -967 | 841 | -1.946 | 0 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 46.303 | 35.703 | -717 | 2.774 | -1.691 | -13 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
30.850 | 27.049 | -394 | 1.610 | -998 | 0 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
829 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
|
|
112.998 | 83.284 | -2.078 | 5.225 | -4.635 | -13 |
| III. Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
|
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.899 | 1.507 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2. Beteiligungen | 1.506 | 1.500 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 4.530 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 4. Andere Finanzanlagen | 190 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
|
|
8.125 | 3.007 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe Anlagevermögen | 150.602 | 120.435 | -12.040 | 6.931 | -4.700 | -13 |
|
|
Kumulierte Abschreibungen | Nettobuchwerte | |||
|
|
Umbuchungen | Veränderung Währung |
31. Dez. 2010 | 31. Dez. 2010 | HGB pro forma 1. Jan. 2010 |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
| 1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte, sowie Lizenzen an solchen Rechten |
0 | -130 | 14.391 | 566 | 650 |
| 2. Firmenwert | 0 | 0 | 3.659 | 62 | 76 |
| 3. Firmenwert aus Kapitalkonsolidierung | 0 | 0 | 7.643 | 3.158 | 6.788 |
|
|
0 | -130 | 25.693 | 3.786 | 7.514 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
|
| 1. Grundstücke und Bauten | 0 | 63 | 18.523 | 16.493 | 17.771 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 6 | 262 | 36.324 | 9.979 | 10.662 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
-6 | 189 | 27.450 | 3.400 | 4.485 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
0 | 0 | 0 | 829 | 403 |
|
|
0 | 514 | 82.297 | 30.701 | 33.321 |
| III. Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 0 | 1.507 | 392 | 392 |
| 2. Beteiligungen | 0 | 0 | 1.500 | 6 | 6 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 0 | 0 | 0 | 4.530 | 4.662 |
| 4. Andere Finanzanlagen | 0 | 0 | 0 | 190 | 103 |
|
|
0 | 0 | 3.007 | 5.118 | 5.163 |
| Summe Anlagevermögen | 0 | 384 | 110.997 | 39.605 | 45.998 |
|
|
Mutterunternehmen | |||||
|
|
Gezeichnetes Kapital |
|
|
|
Ausgleichs- posten aus Fremd- währungs- umrechnung |
Eigenkapital |
|
|
Stammaktien | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Bilanzgewinn | ||
| Stand am 31.12.09 (IFRS) | 45.000 | 86.200 | -33.488 | 67.617 | 215 | 165.544 |
| IFRS-HGB-Umstellung | 0 | 0 | 3.913 | -10.588 | 0 | -6.675 |
| Stand am 01.01.10 (HGB) | 45.000 | 86.200 | -29.575 | 57.029 | 215 | 158.869 |
| Erwerb/Einziehung eigener Anteile |
|
|
0 | 0 |
|
0 |
| Gezahlte Dividende |
|
|
|
-6.814 |
|
-6.814 |
| Änderung Konsolidierungskreis (DPS) |
|
0 | 0 | 1.065 |
|
1.065 |
| Erwerb von nicht-beherrschenden Anteilen |
|
|
|
145 |
|
145 |
| Übrige Veränderungen |
|
0 | 10.804 | -10.840 | 0 | -36 |
| Endkonsolidierungsergebnis (DPS) |
|
|
|
14.828 |
|
14.828 |
| Sonstiges Jahresergebnis |
|
|
|
9.927 |
|
9.927 |
| neutrale Ergebnisveränderungen |
|
|
|
|
86 | 86 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 24.755 | 86 | 24.841 |
| Stand am 31.12.10 (HGB) | 45.000 | 86.200 | -18.771 | 65.340 | 301 | 178.070 |
|
|
Nicht beherrschende Gesellschafter |
|
||
|
|
Kapital von nicht beherrschenden Gesellschaftern |
Ausgleichs- posten aus Fremd- währungs- umrechnung |
Eigenkapital | Konzerneigenkapital |
|
|
||||
| Stand am 31.12.09 (IFRS) | 884 | 0 | 884 | 166.428 |
| IFRS-HGB-Umstellung | 19 |
|
19 | -6.656 |
| Stand am 01.01.10 (HGB) | 903 | 0 | 903 | 159.772 |
| Erwerb/Einziehung eigener Anteile |
|
|
|
0 |
| Gezahlte Dividende | -181 |
|
-181 | -6.995 |
| Änderung Konsolidierungskreis (DPS) | -1.065 |
|
-1.065 | 0 |
| Erwerb von nicht-beherrschenden Anteilen |
-145 |
|
-145 | 0 |
| Übrige Veränderungen | 142 | 0 | 142 | 106 |
| Endkonsolidierungsergebnis (DPS) | 0 |
|
|
14.828 |
| Sonstiges Jahresergebnis | 1.456 |
|
1.456 | 11.383 |
| neutrale Ergebnisveränderungen | 67 |
|
67 | 153 |
| Gesamtergebnis | 1.523 | 0 | 1.523 | 26.364 |
| Stand am 31.12.10 (HGB) | 1.177 | 0 | 1.177 | 179.247 |
|
|
|
|
|
|
Position | 2010 |
|
|
Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteilen von nicht beherrschenden Gesellschaftern) |
26.211 |
| +/- | Abschreibungen / Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 6.918 |
| +/- | Zunahme / Abnahme der Rückstellungen | 680 |
| +/- | Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge | -4.326 |
| +/- | Aufwendungen / Erträge Latente Steuern | 65 |
| -/+ | Gewinn / Verlust aus Entkonsolidierungen | -14.828 |
| -/+ | Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | -32 |
| +/- | Zunahme / Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
-6.593 |
| +/- | Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
248 |
| = | Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit | 8.343 |
| + | Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | 579 |
| - | Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -3.855 |
| - | Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -328 |
| + | Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens | 148 |
| - | Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | -146 |
| + | Einzahlungen aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten |
17.267 |
| - | Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten |
0 |
| +/- | Ein-/Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition |
-3.348 |
| = | Cashflow aus der Investitionstätigkeit | 10.317 |
| + | Ein-/Auszahlungen aus Eigenkapitalzuführungen (Kapitalerhöhungen etc.) | 106 |
| - | Auszahlungen an Unternehmenseigner und an nicht beherrschende Gesellschafter (Dividenden) |
-6.995 |
| - | Auszahlungen für den Erwerb eigener Anteile | 0 |
| +/- | Ein-/Auszahlungen aus der Aufnahme bzw. für die Tilgung von Finanzschulden | -890 |
| = | Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -7.779 |
|
|
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds | 10.881 |
| +/- | Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | -62 |
| + | Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 19.566 |
| = | Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 30.385 |
| Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen: | 31.12.2010 |
| Geldmarktnahe Wertpapiere | 0 |
| Zahlungsmittel*) | 30.385 |
|
|
30.385 |
In den Zahlungsmitteln sind Kassenbestände, Guthaben gegenüber Kreditinstituten sowie
Schecks enthalten.
Der Finanzmittelfonds am Anfang der Periode wurde um 11.773 TEUR reduziert, da nach
IFRS als zahlungsmitteläquiv betrachtete Wertpapiere nicht mehr dem Finanzmitttelfonds
nach HGB zuzuordnen sind.
Wir haben den von der AdCapital AG, Leinfelden-Echterdingen, aufgestellten Konzernabschluss
- bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel
sowie Anhang - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010
bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht
nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der
gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage
der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und
den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut
der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten
und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung
der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten
Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender
Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse
über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des
Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der
Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems
sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend
auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse
der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises,
der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen
Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung
des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass
unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht
der Konzernabschluss der AdCapital AG, Leinfelden-Echterdingen, für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010 den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt
unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht
steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes
Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, den 4. Mai 2011
BANSBACH SCHÜBEL BRÖSZTL & PARTNER GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft • Steuerberatungsgesellschaft
| (Ziegler) | (Hauser) |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
Der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr 2010 entsprechend den
ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben überwacht und beratend
begleitet. Er hat sich im Berichtsjahr anhand schriftlicher und mündlicher Berichte
des Vorstands in sieben Sitzungen, in Besprechungen einzelner Aufsichtsratsmitglieder
mit dem Vorstand sowie fernmündlich eingehend über die Lage der Gesellschaft und des
Konzerns, den Geschäftsverlauf sowie über grundlegende Fragen der Geschäftspolitik
unterrichten lassen.
Gegenstand der Berichterstattung und der Beratungen waren insbesondere die laufende
Geschäftsentwicklung der AG und der konzernangehörigen Gesellschaften, die laufende
Überprüfung der bestehenden operativen Engagements sowie das Risikomanagementsystem.
Ein wesentlicher Gegenstand der Beratungen waren auch die Umsetzung von Restrukturierungsmaßnahmen
sowie die Reaktion bzw. Anpassung dieser Maßnahmen nach Einsetzen des aktuellen Aufschwungs
im ersten Halbjahr 2010.
Im Januar 2010 hat der Vorstand den Wechsel des Börsensegments beschlossen. Danach
notiert die Aktie der AdCapital AG seit August 2010 nicht mehr im General Standard
sondern nunmehr im Entry Standard. Das Vorgehen wurde eingehend vom Vorstand mit dem
Aufsichsrat diskutiert und nach seiner Zustimmung umgesetzt.
Im April und Mai 2010 wurde angesichts der hohen Verluste aus dem Geschäftsjahr 2009
eine weitere Kapitalmaßnahme bei der Taller GmbH diskutiert und durch den Aufsichtsrat
genehmigt.
Der Aufsichtsrat hat im Mai und Juni 2010 mit dem Vorstand das öffentliche Kaufangebot
von Herrn Leibinger zum weiteren Erwerb von AdCapital Aktien besprochen und in einer
gemeinsamen Stellungnahme mit dem Vorstand öffentlich kommentiert.
Im Mai sowie im September 2010 wurde die Strategie der AdCapital AG im Zusammenhang
mit der Beteiligung an der DPS Engineering GmbH diskutiert. In der Aufsichtsratssitzung
im September 2010 wurde dem Vorstand die Genehmigung erteilt, die gehaltenen Anteile
zu veräußern. Der Verkauf wurde im November 2011 abgeschlossen.
In allen Aufsichtsratssitzungen stand die Diskussion verschiedener, durch den Vorstand
vorgetragener Restrukturierungskonzepte für einzelne Beteiligungen im Vordergrund
der Diskussion. Vor allem wurde auch die bisherige Aufstellung der operativen Beteiligungen
in China bzw. die Handlungsoptionen zum Ausbau der dort bereits vorhandenen Aktivitäten
intensiv zwischen Vorstand und Aufsichtsrat besprochen.
Im Dezember 2010 trat Herr Dr. Guhl als Vorstand der AdCapital AG zurück. Herr Dr.
Guhl war seit Mitte 2009 für die Restrukturierung der operativen Beteiligungen verantwortlich.
Nach weitgehend erfolgreicher Restrukturierung übernahm Herr Robert Lebherz, bisher
Aufsichtsratsmitglied der AdCapital AG, die Aufgaben von Herrn Dr. Guhl. Herr Lebherz
ist seit Januar 2011 als Geschäftsführer der Berliner ElektroTechnik GmbH, einer Zwischenholding
unterhalb der AdCapital AG, tätig.
Ein weiteres regelmäßig behandeltes Thema der Aufsichtsratssitzungen war die Anlagepolitik
des Unternehmens und des Spezialfonds.
Alle Geschäfte, die aufgrund gesetzlicher oder satzungsgemäßer Bestimmung der Zustimmung
des Aufsichtsrats bedürfen, sind dem Aufsichtsrat zur Beratung und Beschlussfassung
vorgelegt worden. Der Aufsichtsrat konnte sich davon überzeugen, dass der Vorstand
die Geschäfte ordnungsgemäß führt. Der Vorstand hat den Aufsichtsratsvorsitzenden
laufend über alle wichtigen Geschäftsvorfälle und die Entwicklung der Finanzkennzahlen
informiert. Ausschüsse des Aufsichtsrats wurden nicht gebildet.
Die von der Hauptversammlung der AdCapital AG am 9. Juli 2010 als Abschlussprüfer
und Konzernabschlussprüfer gewählte Bansbach Schübel Brösztl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart, wurde vom Aufsichtsratsvorsitzenden schriftlich
mit der Prüfung der Rechnungslegung beauftragt, nachdem sie dem Aufsichtsratsvorsitzenden
schriftlich bestätigt hatte, dass keine Umstände bestehen, die ihre Unabhängigkeit
als Abschlussprüfer beeinträchtigen könnten.
Die Buchführung, der Jahresabschluss und der nunmehr nach HGB erstellte Konzernabschluss
der AdCapital AG zum 31. Dezember 2010 sowie der Konzernlagebericht wurden von der
Bansbach Schübel Brösztl& Partner GmbH geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten
Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss
der AdCapital AG, den Konzernlagebericht sowie den Abhängigkeitsbericht geprüft und
nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung keine Einwände erhoben. Die die Prüfungstestate
unterzeichnenden Wirtschaftsprüfer haben an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats teilgenommen,
ausführlich über ihre Prüfung des AG- und Konzernabschlusses berichtet und die vom
Aufsichtsrat gestellten Fragen beantwortet.
Der Aufsichtsrat hat die vom Vorstand aufgestellten Jahresabschlüsse der AdCapital
AG sowie des AdCapital-Konzerns in der Bilanzsitzung am 9. Mai 2011 ausführlich erörtert.
Der Jahresabschluss der AdCapital AG zum 31. Dezember 2010 wurde damit festgestellt.
Darüber hinaus schließt sich der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstands an, neben
einer Dividende in Höhe von 0,50 € je Aktie eine zusätzliche Sonderdividende von 0,50
€ je Aktie auszuschütten.
Der Vorstand hat einen Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen
Unternehmen erstellt und dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat dazu
den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
| Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass | |
| 1. | die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind. |
| 2. | bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war. |
| 3. | bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen. |
Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen
Unternehmen und das Ergebnis der Prüfung dieses Berichts durch den Abschlussprüfer
zur Kenntnis genommen, beide Berichte geprüft und beide Ergebnisse mit dem Vorstand
und dem Abschlussprüfer besprochen. Dem Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts
durch den Abschlussprüfer schließt sich der Aufsichtsrat an. Nach dem abschließenden
Ergebnis der Erörterungen und der eigenen Prüfung des Abhängigkeitsberichts ist der
Aufsichtsrat der Ansicht, dass die Feststellungen des Vorstands zutreffend sind und
daher keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Ende des Berichts zu
erheben sind.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Geschäftsführern sowie allen konzernangehörigen
Mitarbeitern für die geleistete Arbeit.
Leinfelden-Echterdingen, 9. Mai 2011
Ortwin Guhl
(Vorsitzender des Aufsichtsrats)