AdCapital AG

Tuttlingen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Lagebericht des AdCapital-Konzerns für das Geschäftsjahr 2015

1. Der AdCapital-Konzern

1.1 Geschäftstätigkeit und Investitionsfokus

Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der AdCapital AG liegt unverändert gegenüber dem Vorjahr auf dem Industriegeschäft, in dem die Beteiligungen der Unternehmensgruppe gebündelt sind.

Unser Beteiligungsportfolio besteht aus 5 Einzelunternehmen und 3 Unternehmensgruppen:

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Wesentliche Beteiligung Branche
Bavaria Digital Technik GmbH Geräte- und Anlagenbau, Elektrotechnik
Erich Jaeger GmbH & Co. KG (Unternehmensgruppe) Automotive
EW Hof Antriebe und Systeme GmbH (Unternehmensgruppe) Antriebstechnik, Engineering und Anlagenbau
FRAKO Kondensatoren- und Anlagenbau GmbH Elektrotechnik
frako power systems GmbH & Co. KG Energie
KTS Kunststoff Technik Schmölln GmbH Kunststoffverarbeitung
OPUS Formenbau GmbH Formen- und Werkzeugbau
Taller GmbH (Unternehmensgruppe) Elektrotechnik

1.2 Konzernstrategie, Unternehmenssteuerungs- und Überwachungssystem

1.2.1 Konzernstrategie Beteiligungsstrategie

Die AdCapital AG fokussiert ihre Konzernstrategie als Industrieholding mit starker strategischer und operativer Steuerungs- und Überwachungsfunktion in Bezug auf ihre Beteiligungsunternehmen. Unsere Beteiligungen werden von uns bei Strategie-, Portfolio-, Prozess- und Organisationsfragen intensiv beraten und bei der Umsetzung eng begleitet.

Unsere fundierten Branchenkenntnisse und unser enges Netzwerk in Bereichen wie Finanzen, Steuern und Recht unterstützen unsere Unternehmen bei geschäftsstrategischen Entscheidungen und entlasten sie in den indirekten Bereichen. Unser Hauptaugenmerk bei der qualifizierten Weiterentwicklung unserer Beteiligungen ist auf die Wahrnehmung von organischen Wachstumspotenzialen gerichtet. Daneben beobachten wir jedoch weiterhin den Unternehmensmarkt. Investitionen in neue Beteiligungsunternehmen tätigen wir allerdings nur dann, wenn dadurch unsere bestehenden Geschäftsfelder sinnvoll ergänzt werden und die Zielunternehmen aufgrund ihrer Unternehmensphilosophie und -kultur für die Integration von Geschäftsmodell und Organisation geeignet erscheinen. Attraktive neue Investitionsmöglichkeiten, die diese Voraussetzungen erfüllt hätten, haben sich uns im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht eröffnet.

Wir konzentrieren uns auf unsere bestehenden Kernindustrien. Dies sind im Wesentlichen Elektrotechnik, Metall- und Kunststoffverarbeitung, Maschinen- und Werkzeugbau sowie Automotive.

Unserer Konzernstrategie entspricht es, unsere Portfolio-Gesellschaften langfristig zu halten und nachhaltig erfolgreich zu entwickeln. Um sich bietende Synergien zu nutzen, haben wir die organisatorische Eingliederung in den wesentlichen betriebswirtschaftlichen Funktionsbereichen unserer Beteiligungsunternehmen bis heute konsequent vorangetrieben. Nach Einführung einheitlicher Strategie- und Planungsgrundsätze und der Optimierung der Steuerungssysteme haben sich die strategischen Planungen und operativen Steuerungssysteme unserer Beteiligungen inzwischen erheblich verbessert.

Allerdings zeigt es sich, dass der Nutzung von Synergiepotenzialen sowie der Einführung konzerneinheitlicher Standards im operativen Geschäft und anderer Maßnahmen zur organisatorischen Eingliederung angesichts der unternehmensindividuellen Besonderheiten und gewachsenen Strukturen unserer Unternehmen enge Grenzen gesetzt sind.

Die Ziele für unsere Beteiligungen sind klar definiert. Es sind dies die Stärkung der jeweiligen Markt- und Wettbewerbsposition, die Verbesserung der operativen Performance und, in Zeiten zunehmender Risiken in den externen Rahmenbedingungen, die Reduzierung der allgemeinen Krisenanfälligkeit.

Wir sehen uns als unternehmerischer Partner, der neben Eigen- und Fremdkapital unternehmerisches Know-how beisteuert und selbst eine mittelständisch geprägte Unternehmenskultur einbringt, um seine Beteiligungen erfolgreich weiterzuentwickeln. Bei aller Integration setzen wir dabei bewusst auf die Eigenständigkeit der Unternehmen und ihrer Geschäftsführer im operativen Bereich und respektieren individuelle Unternehmenskulturen.

Finanzielle Unabhängigkeit

Aufgrund der uns zur Verfügung stehenden Liquidität konnten wir bisher unsere Ziele in finanzieller Unabhängigkeit eigenverantwortlich verfolgen. Zukünftig sind auch externe Finanzierungsmaßnahmen, z. B. über Banken, denkbar. Das liquide Konzernvermögen wird, in Abstimmung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat, nahezu ausschließlich in Zahlungsmitteln gehalten.

1.2.2 Unternehmenssteuerungs- und Überwachungssystem

Die zentralen Verwaltungsbereiche Controlling, Steuern und Recht sowie IT und die gesamte Inlandsfinanzierung werden unverändert auf Ebene der Holding geführt.

Die operative Steuerung des gesamten AdCapital-Konzerns erfolgt über regelmäßige strategische und operative Besprechungen zwischen dem Vorstand und den verantwortlichen Geschäftsführern der einzelnen Beteiligungsgesellschaften. In diesen Gesprächen werden unter anderem auf Basis von Budgetvorgaben sowie der definierten strategischen Ausrichtung detaillierte kurz- und mittelfristige Planungsrechnungen entwickelt. Unser effizientes, gruppenweit erfolgreich implementiertes Controlling-System wird bei Bedarf durch individuelle Steuerungsgrößen ergänzt und unterstützt den Vorstand bei der Überprüfung der Einhaltung der Planvorgaben. Planabweichungen werden dadurch frühzeitig erkannt und besprochen und führen erforderlichenfalls zu geeigneten Gegenmaßnahmen. Wesentliche Kennzahlen, die von uns zur Steuerung der operativen Beteiligungen eingesetzt werden, sind der Auftragseingang sowie Auftragsbestand, die erwirtschaftete Gesamtleistung, die Wertschöpfung, die Produktivität je Stunde, die EBIT-Marge sowie der Free Cashflow und das Working Capital. Darüber hinaus werden Kennzahlen zur Kostenstruktur sowie zur Steuerung von Produktion und Vertrieb zur Analyse hinzugezogen. In verstärktem Umfang gehen wir auch auf technische und technologische Fragestellungen mit den Gesellschaften ein, definieren mit den Gesellschaften strategische Kennzahlen und sind in Markt- und Wettbewerbsentwicklungen einzelner Gesellschaften direkt involviert.

1.3 Wesentliche Ereignisse im Geschäftsjahr 2015

Im Rahmen unserer Konzernstrategie unterziehen wir die Erfolgsaussichten unserer Engagements stets einer kritischen Prüfung und treffen erforderlichenfalls auch Entscheidungen, die eine Anpassung oder Veränderung des Geschäftsmodells bedeuten; so haben wir die im Jahr 2013 gegründete frako power systems GmbH & Co. KG, die sich als Neueinsteiger am Markt für Blockheizkraftwerke auch aufgrund der sich verschlechternden gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Kraft-Wärme-Kopplung nicht wie geplant durchsetzen konnte, auf das Dienstleistungs- und Servicegeschäft mit einem stark reduzierten Handelsanteil begrenzt.

Bei der KTS haben wir uns entschieden, uns strategisch auf den Kunststoffspritzguss zu konzentrieren und den Werkzeugbau verkleinert. Der Werkzeugbau wird zukünftig die entsprechenden Projekte mit Partnern realisieren, weiterhin jedoch die Wartung und Instandhaltung der eingesetzten Werkzeuge gewährleisten.

Die Unternehmensgruppe der EW Hof hat im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht unerhebliche Verluste erlitten, deren Ursachen unter anderem im weiteren Rückgang des Geschäftes mit einem Hauptkunden, aber auch im fehlenden Wachstum des Geschäftes der Kraft-Wärme-Kopplung zu sehen sind. Insgesamt gehen damit einher zu geringe Stückzahlen und eine steigende Komplexität durch starke Diversifizierungen der Motoren, verbunden mit zu geringen Standardisierungsgraden in der Produktion. In diesem Zusammenhang verweisen wir auch auf unsere Ausführungen unter Abschnitt 7. Nachtragsbericht.

1.4 Konsolidierungskreis

Die Zahl der in den Konzernabschluss 2015 einbezogenen Gesellschaften beträgt unverändert zum Vorjahr 21.

2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.1 Gesamtwirtschaftliche Lage

Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft setzte sich im Herbst 2015 mit solidem Tempo fort. Den vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zufolge erhöhte sich das reale Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2015 um 1,7 % (kalenderbereinigt 1,5 %). Damit war der Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Leistung ähnlich kräftig wie im Vorjahr (+1,6 %).

Als Wachstumsmotor erwies sich 2015 der Konsum. Mehr Rückenwind gab es ebenfalls von der Auslandsnachfrage. Allerdings hat sich die Dynamik der Exporte vor allem in die Schwellenländer, aber auch in wichtige Industrieländer im Jahresverlauf merklich abgeschwächt, wodurch die Investitionsbereitschaft der heimischen Unternehmen zusehends gedämpft wurde und der Zuwachs bei den gewerblichen Investitionen im Jahresergebnis 2015 niedriger als 2014 ausfiel.

Die deutsche Wirtschaft könnte nach Einschätzung der deutschen Bundesbank im ersten Vierteljahr 2016, getragen vor allem von einer zunehmenden binnenwirtschaftlichen Dynamik, etwas kräftiger als zum Ende des Vorjahres expandieren. Vermehrter Schwung dürfte von der Konsumkonjunktur kommen, die weiterhin von der guten Arbeitsmarktlage und den niedrigen Rohölpreisen profitiert. Wesentliche Voraussetzung für ein stärkeres Wirtschaftswachstum und eine höhere Investitionsbereitschaft der Unternehmen sei aber, dass die Auslandsnachfrage die Schwächephase in der zweiten Jahreshälfte 2015 überwindet und der Industriekonjunktur Auftrieb verleiht.

Im Euro-Raum erhöhte sich die gesamtwirtschaftliche Erzeugung (BIP) 2015 gegenüber dem Vorjahr um 1,5 % und damit in der Größenordnung der Binnenleistung. In China legte das reale BIP gemäß der offiziellen Schätzung um 6,75 % binnen Jahresfrist zu und liegt damit in der Größenordnung der im Vorjahr veröffentlichten Prognosen.

Für das Jahr 2016 ist nach den Prognosen der Institute in Deutschland mit einem Wachstum des BIP von 1,7 % zu rechnen, im Euro-Raum sogar in Höhe von 1,8 %. Für die Weltwirtschaft rechnet der IWF für die Jahre 2016 und 2017 mit einem Anstieg der weltweiten Produktion um jeweils 3,5 %. Und auch für China deutet sich nach Einschätzung der Deutschen Bundesbank für 2016 kein konjunktureller Einbruch an, obwohl ein Rückgang der Industrieproduktion schon seit dem zweiten Halbjahr 2015 erkennbar ist und aktuelle Berichte für den industriellen Sektor einen starken Arbeitsplatzabbau vorhersagen.

Die vom EZB-Rat aktuell beschlossenen geldpolitischen Maßnahmen lassen unverändert sehr niedrige Kurzfristzinssätze und Renditen zehnjähriger Staatsanleihen sowie dauerhaft niedrige Bankzinsen erwarten.

Risikoseitig werden der Preisverfall am Rohölmarkt und der Industrierohstoffe zunehmend als problematisch beurteilt. Die Auswirkungen dieser Entwicklung treffen die Erzeugerstaaten, darunter bedeutende Schwellenländer wie Brasilien. Aus der Überschreitung des Inflationsziels der Europäischen Zentralbank werden immer wieder Deflationsrisiken abgeleitet, die wir tendenziell für unbegründet halten, solange der Rückgang bei den Verbraucherpreisen auf gesunkene Rohstoffpreise zurückgeführt werden kann.

Internationale Konflikte und daraus resultierende Wirtschaftssanktionen, das Flüchtlingsproblem und die hiermit verbundenen historischen Risiken für den Fortbestand der EU, unter Umständen auch der Ausstieg Großbritanniens aus der EU sowie der Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen bergen erhebliche wirtschaftliche, sozialpolitische und geopolitische Risiken für die Zukunft, deren Tragweite im Vorhinein nicht abschätzbar ist.

2.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Automobiljahr 2015 brachte für die USA und China jeweils neue Höchststände, Westeuropa legte ebenfalls kräftig zu und erreichte das beste Niveau seit fünf Jahren. Auch im Dezember wuchsen diese drei Automobilmärkte deutlich. Die Rahmenbedingungen in der für unsere Jaeger-Gruppe maßgeblichen Nutzfahrzeugindustrie sind ebenfalls positiv: Im Jahr 2015 wurden 83.450 Nutzfahrzeuge >16 Tonnen in Deutschland zugelassen, das waren 5 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Auch der Anhänger- und Busbereich legte im einstelligen Prozentbereich zu.

Die weiteren Aussichten für die Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie werden vor diesem Hintergrund überwiegend positiv eingeschätzt.

Verhalten optimistisch blicken die Unternehmen der deutschen Elektroindustrie auf das neue Jahr. Der ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie -geht davon aus, dass die preisbereinigte Produktion der Branche 2016 um ein Prozent und der Umsatz um zwei Prozent zulegen werden.

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) erwartet für 2016 keine nennenswerten Zuwächse für die preisbereinigte Produktion von Maschinen und Anlagen in Deutschland.

Die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen und Prognosen sind überwiegend recht günstig. Jedoch sehen wir generell das Risiko erhöhter Volatilitäten hinsichtlich der Prognosen. So sind wir zwar insgesamt verhalten optimistisch, dass die Investitionstätigkeit in den Jahren 2016 und 2017 zulegen wird und die Entwicklung unserer Beteiligungsunternehmen durch die allgemeinen Rahmenbedingungen eher angeschoben als gebremst wird; vor dem Hintergrund der zahlreichen politischen Krisen halten wir es aber für wichtiger denn je, in die Zukunftsfähigkeit und Krisenresistenz unserer Unternehmen zu investieren.

3. Ertragslage

3.1 Umsatz- und Ergebnisentwicklung

3.1.1 Gewinn- und Verlustrechnung des AdCapital-Konzerns

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(in Mio. €) 2015 2014
Gesamtleistung 136,8 130,4
Sonstige betriebliche Erträge 5,2 4,6
Materialaufwand -68,2 -64,5
Personalaufwand -42,4 -40,7
Sonstige betriebliche Aufwendungen -22,5 -20,5
Betriebliches Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) 8,9 9,3
Abschreibungen -5,0 -4,7
Betriebliches Ergebnis (EBIT) 3,9 4,6
Finanzergebnis -0,1 0,9
a. o. Ergebnis -0,2 -1,3
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 3,6 4,2
Ertragsteuern und sonstige Steuern -1,9 -0,6
Konzernjahresergebnis 1,7 3,6
Konzernergebnis nach Minderheiten 0,5 2,6

Bei den Beteiligungsunternehmen der AdCapital AG handelt es sich vor allem um produzierende Unternehmen. Da diese in unterschiedlichen Geschäftsbereichen tätig sind, werden sie von der gesamtwirtschaftlichen Konjunktur in unterschiedlichem Maße beeinflusst. Dabei beobachten wir seit mehreren Jahren eine zunehmende Internationalisierung unseres Konzerns. Lag der Exportanteil der Konzernumsätze im Jahr 2011 noch bei 45 %, so ist er stetig wachsend im Geschäftsjahr 2015 auf knapp 59 % angestiegen. Zu einem guten Anteil ist das auf unsere automotive Ausrichtung (Erich Jaeger-Gruppe, OPUS Formenbau) zurückzuführen. Insofern ist eine hohe Abhängigkeit von der Investitionsgüterindustrie und damit (indirekt) von den Exporten unserer Kunden gegeben. Andererseits zeichnet einige unserer Unternehmen eine starke regionale Fokussierung auf den deutschen beziehungsweise deutschsprachigen Raum aus. Somit steht die unternehmerische Entwicklung des AdCapital-Konzerns weiterhin sowohl unter dem Einfluss des konjunkturellen Umfeldes in Deutschland als auch, und zwar in zunehmendem Umfang, der weltwirtschaftlichen Lage, insbesondere der globalen Automobilkonjunktur.

Aufgrund unterschiedlicher konjunktureller Rahmenbedingungen in ihren Branchen und ihres jeweiligen aktuellen Entwicklungsstands im Rahmen des eingeschlagenen Wegs der Professionalisierung aller Ebenen und Funktionen geben die Beteiligungsunternehmen weiterhin ein recht heterogenes Bild ab. So konnten sich unsere im Automobilbereich tätigen Unternehmen, die Erich Jaeger-Gruppe sowie die OPUS Formenbau, wiederum auszeichnen und Ergebnisse oberhalb der Planwerte präsentieren. Auch die Taller-Gruppe hat sich erneut recht gut, wenn auch etwas verhaltener als im Vorjahr, behauptet und im dritten Jahr in Folge positive operative Ergebnisse erzielt. Nach den im Vorjahr durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen bei der BDT entwickelte sich das Geschäft auch hier besser als zunächst erwartet. Mit Hilfe steigender Umsatzerlöse ist es ihr gelungen, gleich im ersten Jahr nach den Geschäftsfeldbereinigungen des Vorjahres ein positives betriebliches Ergebnis zu erreichen. Die FRAKO konnte zwar ihre Planwerte nicht ganz erreichen und lag auch mit ihren Ist-Werten in der Gewinn- und Verlustrechnung unterhalb des Vorjahres, trägt aber weiterhin mit einem signifikanten Volumen zum positiven operativen Ergebnis bei. Bei der KTS stieg der Umsatz weiter an, jedoch führte die weitere Bereinigung von Altlasten erneut zu einer starken Ergebnisbelastung. Darüber hinaus mussten wir bei EW Hof und frako power systems, insbesondere aufgrund fehlender oder zurückgehender Umsätze, erneut Ergebnisse verkraften, die das Gesamtbild 2015 erheblich eintrüben.

Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung im AdCapital-Konzern ist im Einzelnen wie folgt zu kommentieren:

Die Gesamtleistung ist mit 136,8 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert von 130,4 Mio. € um knapp 5 % gestiegen. Dabei konnte, und zwar noch stärker als im Vorjahr, ein rückläufiges Inlandsgeschäft durch beträchtliche Umsatzzuwächse im Ausland mehr als ausgeglichen werden.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge von 4,6 Mio. € auf 5,2 Mio. € geht im Wesentlichen zurück auf den Anstieg aperiodischer Erträge, bestehend aus der Auflösung von Einzelabwertungen auf Forderungen (231 T€) und Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (1.905 T€). Letztere enthalten die Auflösung einer Rückstellung für die Haftung aus einem langfristigen Immobilienvertrag in Höhe von 1.085 T€, aus der mit einer Inanspruchnahme nicht mehr zu rechnen ist.

Der Materialaufwand im Konzern ist von 64,5 Mio. € um 3,7 Mio. € auf 68,2 Mio. € beziehungsweise um 5,7 % gestiegen. Aufgrund dieses mit der Gesamtleistung nahezu proportionalen Anstiegs des Materialaufwands zeigt sich die Materialquote fast unverändert bei jetzt 49,8 % gegenüber 49,5 % im Vorjahr.

Dasselbe gilt für den Personalaufwand im Vergleich zum Vorjahr. Bezogen auf die Gesamtleistung ist er allerdings von 31,2 % auf 31,0 % leicht gesunken.

Das betriebliche Ergebnis (EBIT) des Konzerns hat sich absolut wie relativ gegenüber dem Vorjahr verschlechtert. Die schon erwähnten positiven Entwicklungen bei vielen unserer Tochterunternehmen wurden durch die Verluste zweier Beteiligungen mehr als aufgezehrt. Darüber hinaus waren im Vorjahr Einmaleffekte in Höhe von 0,6 Mio. € aus der Betriebsprüfung enthalten. Mit 2,9 % gegenüber 3,5 % EBIT-Quote im Vorjahr liegen wir im Geschäftsjahr 2015 unterhalb unserer strategischen Erwartungen.

Die Zusammensetzung des Finanzergebnisses 2015 sowie des außerordentlichen Ergebnisses im Vorjahresvergleich ist im Anhang, Abschnitt 5.7 und Abschnitt 5.8, dargestellt.

Beim Vergleich des ausgewiesenen Steueraufwands ist zu berücksichtigen, dass im Vorjahr ein Ertrag aus der Auflösung der Risikovorsorge für die steuerlichen Außenprüfungen der Jahre 2006 bis 2009 bei der AdCapital AG und verschiedenen Tochterunternehmen in Höhe von 0,9 Mio. € enthalten war.

Insgesamt haben wir im AdCapital-Konzern ein Jahresergebnis vor Anteilen Dritter in Höhe von 1,7 Mio. € nach 3,6 Mio. € im Vorjahr erzielt.

3.2 Industriebeteiligungen

Unsere Beteiligungen haben das Geschäftsjahr unterschiedlich gut bestritten:

Die Gesamtleistung der Bavaria Digital Technik GmbH ist von 11,8 Mio. € im Vorjahr um 1,4 Mio. € auf 13,2 Mio. € im Jahr 2015 gestiegen und liegt damit wieder auf der Höhe von 2013. Die im Geschäftsjahr 2014 durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen zeigen Wirkung. Die BDT hat es erfreulich schnell geschafft, umsatz- und ertragsseitig nach schwierigen Jahren wieder Tritt zu fassen. Unter anderem führt die Zusammenarbeit der BDT mit Schwestergesellschaften zu Umsatzzuwächsen. Für 2016 erwarten wir für die BDT eine leicht steigende Gesamtleistung und ein positives Betriebsergebnis, insbesondere aufgrund eines weiteren Wachstums des Geschäftes mit den Hauptkunden der Gesellschaft.

Die Erich Jaeger-Gruppe hat im Jahr 2015 ihren Umsatz nochmals erheblich steigern können. Sie übertraf damit 2015 nochmals die beiden Vorjahre, die ihrerseits bereits die Besten in ihrer Unternehmensgeschichte waren. Der weitere Ausbau des Produktspektrums und die Gewinnung neuer Kunden in Europa, China, den USA und anderen Vertriebsgebieten in Wachstumsregionen stehen für die nächsten Jahre unverändert auf dem Programm der Erich Jaeger-Gruppe. Die Erschließung des amerikanischen Marktes wird durch die Errichtung einer Fertigungsstätte in Mexiko maßgeblich unterstützt. Schon in einigen Jahren sind wesentliche Umsatz- und Ergebnisbeiträge aus dieser Region zu erwarten. Für das Jahr 2016 rechnet die Geschäftsleitung mit einem weiteren Umsatzwachstum und guten Ergebnissen, wobei Belastungen aus den Anlaufkosten im Zusammenhang mit dem Aufbau der Fertigung in Mexiko entstehen werden.

Die EW Hof-Gruppe entwickelt, produziert und vertreibt applikationsoptimierte Antriebslösungen. Als Sondermotorenbauer in der Anlagen- und Energietechnik konzentriert sich die EW Hof-Gruppe auf die individuellen Kundenanforderungen. Das Unternehmen fertigt unter anderem hochwertige Pitch-Motoren, die in Windkraftanlagen Anwendung finden. Weitere Umsatzträger sind die Bereiche e-Mobility und Maschinenbau. Die Produktion befindet sich bei der Tochtergesellschaft in Tschechien. Die Gesamtleistung erreichte mit 10,1 Mio. € zwar das Niveau des Vorjahres; sie lag im Zuge gesunkener Umsatzerlöse mit einem Hauptkunden jedoch deutlich unterhalb ihres Planwertes für 2015. Dies und erhebliche Friktionen in der Leistungserbringung führten dazu, dass die EW Hof-Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 nicht unerhebliche Verluste schrieb. Die Aussichten für das Jahr 2016 hängen entscheidend davon ab, dass und wie schnell anstehende Sanierungsmaßnahmen in Angriff genommen und erfolgreich umgesetzt werden können.

Die FRAKO Kondensatoren- und Anlagenbau GmbH lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei Gesamtleistung und Erfolg leicht unter den Ist-Werten des Vorjahres. Die Gesamtleistung betrug 2015 19,2 Mio. € nach 20,6 Mio. € im Vorjahr. Für 2016 erwartet die Geschäftsleitung unter stabilen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen ein leichtes Umsatzwachstum und stabile Erfolgszahlen auf dem Niveau des abgelaufenen Jahres 2015. Die langfristige Strategie hängt von den bisher unklaren gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Blindleistungskompensation in Deutschland, der Stärkung des Vertriebs sowohl im Projektgeschäft als auch mit Partnern und der erfolgreichen Einführung neuer Produkte, unter anderem im Bereich Kondensatoren, ab.

Die Gesamtleistung der KTS Kunststofftechnik Schmölln GmbH stieg kräftig an. Sie konnte wie schon im Vorjahr nochmals erheblich gesteigert werden und lag im Geschäftsjahr 2015 mit 7,2 Mio. € um gut 9 % über ihrem Vorjahreswert von 6,6 Mio. €. Die Ertrags- und Finanzlage der KTS ist dabei jedoch immer noch unbefriedigend; im Wesentlichen aufgrund der weiteren Altlastenbereinigung. Im Jahr 2015 wurde beschlossen, den Bereich Werkzeugbau erheblich zu verkleinern. Das Unternehmen rechnet für 2016 mit leicht steigenden Umsatzerlösen und verbesserten Erfolgszahlen, die aber noch von Einmaleffekten im Zusammenhang mit der Verkleinerung des Werkzeugbaus und von Maßnahmen zur Steigerung der Produktivität beeinflusst werden.

Die OPUS Formenbau GmbH & Co. KG konnte im Geschäftsjahr 2015 nach der umzugsbedingten kurzen Wachstumspause des Vorjahres wieder an das erfolgreichste Jahr ihrer Firmengeschichte, 2013, anknüpfen. Die Umsatz- und Ertragszahlen des Unternehmens sind voll befriedigend. So betrug die Gesamtleistung 2015 5,2 Mio. € nach 4,9 Mio. € im Vorjahr, wobei gegenüber dem Vorjahr eine deutliche Verbesserung der EBIT-Marge auf ein respektables Niveau von größer 10 % erreicht werden konnte. Wir erwarten für die kommenden Jahre ein stetiges Umsatzwachstum bei sehr zufriedenstellenden Ergebnissen.

Die Taller-Gruppe hat das Geschäftsjahr 2015 mit einer Gesamtleistung von 26,3 Mio. € gegenüber 27,1 Mio. € im Vorjahr und einem positiven Betriebsergebnis noch akzeptabel abgeschlossen. Der Ausblick der Geschäftsleitung der Taller-Gruppe für 2016 und die folgenden Jahre ist hinsichtlich Gesamtleistung vorsichtig optimistisch, setzt jedoch die positive Implementierung neuer Kunden und Produkte voraus. Zu dem angestrebten, ergebnisorientierten Wachstum sollen der Ausbau des OEM-Geschäfts und die Markteinführung neuer, innovativer Produkte in dieser Sparte entscheidend beitragen. Die im Zuge der Modernisierung der Betriebsausstattung getätigten Investitionen belasten das Betriebsergebnis aber auch noch in den kommenden Jahren, so dass nur mit einer leichten Zunahme der EBIT-Marge in naher Zukunft zu rechnen ist.

Die im Geschäftsjahr 2013 gegründete frako power systems GmbH & Co. KG konnte sich auf dem Markt für Blockheizkraftwerke nicht wie erhofft erfolgreich durchsetzen. Die schwierigen gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Kraft-Wärme-Kopplung und die damit verbundenen niedrigen Umsatzerlöse in den letzten beiden Jahren haben die Geschäftsleitung in Abstimmung mit uns und dem Aufsichtsrat dazu bewogen, die Geschäftstätigkeit auf Dienstleistungen rund um die Planung von Blockheizkraftwerken zu verkleinern und die Vertriebsanstrengungen der Gesellschaft stark zu reduzieren.

4. Finanz- und Vermögenslage

4.1 Portfolioentwicklung

Im Zuge des 2012 vollzogenen Konzernstrategiewechsels werden Zukäufe im Beteiligungsportfolio nur noch zur gezielten Ergänzung bestehender Wertschöpfungsketten bei unseren bestehenden Tochterunternehmen verfolgt. Wir wollen unsere Beteiligungen langfristig halten und erfolgreich weiterentwickeln. Vor diesem Hintergrund gab es auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wiederum keine Neuinvestitionen im Beteiligungsbereich.

4.2 Investitionen

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(in Mio. €) 2015 2014
Investitionsvolumen, Konzern 5,8 5,9

Der Konzern zeigt im abgelaufenen Geschäftsjahr eine gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert hohe Investitionstätigkeit. Hierin spiegeln sich Modernisierungen der Betriebsausstattung sowie Automatisierungen zur Produktivitätssteigerung bei unseren Tochterunternehmen wider.

4.3 Finanzlage

4.3.1 Finanzstrategie

Die Finanzlage des Konzerns ist unverändert stabil und erlaubt uns auch weiterhin - im Interesse unserer Aktionäre - eine renditeorientierte Dividendenpolitik zu verfolgen. Die Sicherung der Liquidität aller operativen Einheiten des Konzerns hat für uns unverändert oberste Priorität. Freie Liquidität der AdCapital AG wird von uns in Zahlungsmitteln gehalten, um eine jederzeitige Verfügbarkeit der finanziellen Mittel sicherzustellen und Bewertungsrisiken auszuschließen.

Die Finanzbedarfe der einzelnen Konzernunternehmen werden im Inland bisher nahezu ausschließlich durch Bereitstellung von Eigenkapital, Gesellschafterdarlehen und die Einbeziehung in das Cash-Pool-System der AdCapital AG gedeckt. Dies wird sich in den kommenden Jahren verändern. Im Zuge einer Neuausrichtung unserer Finanzstrategie werden wir den Verschuldungsgrad des AdCapital-Konzerns systematisch erhöhen und eine unter Shareholder-Value-Gesichtspunkten optimierte Eigenkapitalquote aufrechterhalten. Der im Anhang ausgewiesene Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist eine erste Folge dieses Strategiewechsels.

Umfangreiche Kreditpotenziale, die uns hierzu aufgrund unserer zweifelsfreien Bonität jederzeit zur Verfügung stehen, ermöglichen es uns, diesen Wechsel der Finanzierungsstrategie zu günstigen Konditionen in Zukunft zeitnah und in jeweils optimalem Umfang umzusetzen.

4.3.2 Kapitalstruktur

Der AdCapital-Konzern weist folgende Kapitalstruktur auf:

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(in Mio. €) 31. Dez. 2015 % 31. Dez. 2014 %
Eigenkapital 75,2 75,0 79,4 77,2
Fremdkapital 25,1 25,0 23,4 22,8
Gesamtkapital 100,3 100,0 102,8 100,0

Der Konzern weist eine unverändert hohe Eigenkapitalquote aus.

4.3.3 Cashflow / Verkürzte Kapitalflussrechnung

Der Cashflow des Konzerns entwickelte sich wie folgt:

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(in Mio. €) 2015 2014
Operativer Cashflow 2,3 13,3
Netto-Investitionen -5,6 -5,8
Free Cashflow -3,3 7,5
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -5,6 -8,8
Cashflow des a. o. Ergebnisses 0 -1,1

Wegen Einzelheiten verweisen wir auf die Kapitalflussrechnung.

4.3.4 Cash-Pool-System

Alle wesentlichen inländischen Gesellschaften des Konzerns sind in das Cashpooling des AdCapital-Konzerns einbezogen. Das Cash-Pool-System des Konzerns sichert den konzernzugehörigen Gesellschaften die zinsgünstige und unbürokratische Betriebsmittelfinanzierung. Es vermeidet darüber hinaus den Aufbau teurer und unnötiger flüssiger Mittel auf Ebene der Tochterunternehmen.

4.4 Vermögenslage

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(in Mio. €) 31. Dez. 2015 % 31. Dez. 2014 %
Anlagevermögen 31,9 31,8 30,8 30,0
Umlaufvermögen und RAP 68,4 68,2 72,0 70,0
davon Wertpapiere und Zahlungsmittel 13,6 13,6 22,7 22,1
Gesamtvermögen 100,3 100,0 102,8 100,0

Die Vermögenslage im Konzern ist unverändert durch eine hohe Liquidität der Vermögenswerte geprägt. Die von uns aufrechterhaltene, renditeorientierte Dividendenpolitik führte bei der gegebenen Finanzlage des Konzerns zu einem erheblichen Rückgang der liquiden Mittel.

4.5 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ist geordnet. Aufgrund des im Geschäftsjahr 2012 vollzogenen Strategiewechsels ist der angemessene Vermögens- und Liquiditätsumfang entsprechend gesunken. Die AdCapital-Gruppe wird ihre Aufgaben, insbesondere die Finanzierung ihrer Beteiligungsunternehmen, auch in Zukunft mit den ihr zur Verfügung stehenden Finanzmitteln sowie den in Zukunft an Bedeutung gewinnenden externen Finanzierungsquellen erfolgreich wahrnehmen können. Für den Fall größerer Erweiterungsinvestitionen, wie den Zukauf neuer Beteiligungen, stehen uns erforderlichenfalls weitere Finanzierungsquellen zur Verfügung.

Die Eigenkapitalquote im Konzern sowie auf Ebene der AdCapital AG ist überdurchschnittlich hoch.

Strategisch wie operativ wurde im Geschäftsjahr 2015 der eingeschlagene Weg der Professionalisierung der Beteiligungsunternehmen auf allen Ebenen und Funktionen konsequent weiterverfolgt. Das erklärte Ziel ist es, durch schlüssige Unternehmensstrategien, Verbesserungen der internen Aufbau- und Ablauforganisationen und die stetige Weiterentwicklung bestehender und die Einführung neuer Produkte und Produktgruppen die Wettbewerbsfähigkeit der Beteiligungsunternehmen sowie deren Rentabilität dauerhaft auf ein zufriedenstellendes Niveau zu heben.

5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

5.1 Mitarbeiter

Zum 31. Dezember 2015 beschäftigte die AdCapital AG 4 (Vorjahr: 4) Mitarbeiter. Im AdCapital-Konzern waren 2015 durchschnittlich 1.275 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 1.302). Der Rückgang der durchschnittlichen Beschäftigtenzahl ist hauptsächlich auf den Personalabbau im Zuge verschiedener Maßnahmen zur Steigerung der Rentabilität unserer Beteiligungsunternehmen zurückzuführen.

Die Zahl der Auszubildenden liegt bei 41 (Vorjahr: 37). Mit seinen Ausbildungsplätzen sorgen die Unternehmen für den Nachwuchs an qualifizierten Fachkräften und leisten damit gleichzeitig einen Beitrag, den Jugendlichen in Deutschland eine Zukunftsperspektive zu bieten.

Auswahl, Förderung, Weiterbildung und Bindung von Mitarbeitern spielen für unsere Personalpolitik die zentrale Rolle. An dieser Stelle hilft die Holding mit Methoden und Werkzeugen, schafft Plattformen für den Austausch und hat ein nachhaltiges Personalentwicklungskonzept etabliert. Eine gute Aus- und Fortbildung ist Voraussetzung für den Erfolg der AdCapital AG und ihrer Beteiligungen.

Wir achten darauf, neue Stellen mit gut ausgebildeten Mitarbeitern zu besetzen sowie erfahrene Mitarbeiter, die sich durch ihre Kompetenz sowie Professionalität auszeichnen, als Schlüsselpersonen langfristig an das Unternehmen zu binden. Ein gemeinsames Verständnis aller in der Gruppe tätigen Geschäftsführer für die qualifizierte Förderung unserer Mitarbeiter und ihre Beteiligung am betrieblichen Erfolg schafft die Grundlage für die Identifikation der Mitarbeiter mit den Unternehmen der AdCapital-Gruppe.

5.2 Forschung und Entwicklung

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im Konzern betrugen im Geschäftsjahr 2015 2,0 Mio. € (Vorjahr: 2,2 Mio. €) und fielen vor allem bei der FRAKO und der Taller-Gruppe an.

6. Risikobericht

6.1 Chancen- und Risikomanagementsystem

Unsere Chancen- und Risikopolitik entspricht unserer Strategie, nachhaltig Erträge sowie Wertsteigerungen aus unseren operativen Unternehmensbeteiligungen zu erzielen. Dementsprechend vermeiden wir unangemessene Risiken. Die grundsätzliche Risikopolitik wird durch den Vorstand in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat vorgegeben.

Unser Überwachungssystem zur Früherkennung von den Fortbestand der Gesellschaft gefährdenden Entwicklungen besteht aus verschiedenen Informations- sowie Kontrollsystemen, mit denen wir den aktuellen Anforderungen gerecht werden. Dabei werden sowohl qualitative als auch quantitative Kriterien zur Früherkennung von Risiken beobachtet.

6.2 Risikofaktoren aus dem operativen Geschäft der Konzern- und Tochtergesellschaften

6.2.1 Ausfallrisiko

Auf operativer Ebene werden Ausfallrisiken bei unseren Kunden im Rahmen eines effizienten Forderungsmanagements durch die Handhabung von Kreditgenehmigungen sowie die Festlegung von Kreditobergrenzen und weiteren Kontrollverfahren auf ein unvermeidliches Maß begrenzt. In geeigneten Fällen werden Warenkreditversicherungen zum Schutz vor Forderungsausfällen abgeschlossen. In Einzelfällen wird mit Kunden eine Lieferung gegen Vorauskasse vereinbart.

6.2.2 Risiko aus dem operativen Geschäft

Sowohl auf der Einkaufs- als auch auf der Verkaufsseite stehen den Konzernunternehmen häufig deutlich größere Partner gegenüber, so dass die Verhandlungsmacht beschränkt ist. Die Konzernunternehmen sind grundsätzlich bemüht, die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten oder Kunden zu vermeiden beziehungsweise zu minimieren. Bei einzelnen Konzernunternehmen bestehen allerdings starke Abhängigkeiten von Großkunden.

Auf der Beschaffungsseite wird das mögliche Belieferungs- beziehungsweise Ausfallrisiko des Lieferanten durch entsprechende Abnahme- beziehungsweise Belieferungsvereinbarungen zwischen Lieferant und der AdCapital-Tochtergesellschaft gesteuert. Das Risiko, dass ein Zulieferant vollständig ausfällt und nicht rechtzeitig durch einen Drittlieferanten ersetzt werden kann, schätzen wir derzeit als gering ein.

Weiterhin können stark schwankende Rohstoffpreise, insbesondere für Kupfer und Messing, zu erheblichen wirtschaftlichen Belastungen operativer Tochtergesellschaften führen. Hier werden zum einen Abnahmeverträge mit Lieferanten geschlossen, die feste Kaufpreise für bestimmte Absatzmengen garantieren. Auf der anderen Seite werden mit Kunden Kaufpreisanpassungsklauseln (Materialteuerungszuschläge) vereinbart, mit denen das Rohstoffpreisrisiko auf den Kunden überwälzt wird.

6.2.3 Zins- und Währungsrisiken

Auf Ebene der Einzelgesellschaften bestehen relativ geringe Zinsrisiken, da die Gesellschaften Bankkredite nur in verhältnismäßig geringem Umfang in Anspruch nehmen.

Währungsrisiken des Konzerns resultieren aus Transaktionen der Konzerngesellschaften in unterschiedlichen Währungen. Insbesondere sind hiervon die Lieferungen von ausländischen Produktionsgesellschaften an deutsche Vertriebsgesellschaften betroffen. Der zum Jahreswechsel 2014/15 zu beobachtende signifikante Rückgang des Eurokurses gegenüber den für unseren Konzern wichtigen Währungen birgt ein erhebliches Risiko für das Ergebnis, insbesondere unserer in China tätigen Jaeger-Gruppe, die mit dem Abschluss von Termingeschäften abgesichert werden.

6.2.4 Liquidität der Beteiligungen

Die Liquidität der Beteiligungen wird durch den operativen Cashflow der Gesellschaften und mittels Bereitstellung von Eigen- oder Fremdkapital durch die AdCapital AG sowie in noch geringem Umfang durch Finanzinstitute gedeckt. Die Liquidität der Gesellschaften wird laufend überwacht.

Wesentliche Investitionsentscheidungen stehen unter dem Zustimmungsvorbehalt der AdCapital AG.

6.2.5 Sonstige Risiken

Aus einem Immobilienleasingvertrag einer ehemaligen Beteiligung der AdCapital AG bestehen für uns mittelbare Risiken aus einer Bürgschaft von bis zu 2,6 Mio. €. Die für diese Bürgschaft bei der AdCapital AG bisher gebildete Rückstellung konnte im Geschäftsjahr vollständig aufgelöst werden, nachdem nur noch ein geringes Rest-Risiko der Inanspruchnahme besteht.

Es bestehen bei einzelnen Beteiligungen (wechselseitige) Abhängigkeiten mit Großkunden, die zu einem dauerhaften Margendruck führen. Darüber hinaus ist damit die wirtschaftliche Entwicklung dieser Beteiligungen eng mit der des Kunden verknüpft.

Weitere, durch bilanzielle Bewertungsabschläge unseres Erachtens allerdings ausreichend berücksichtigte Bewertungsrisiken könnten sich insbesondere bei unseren Bestandsimmobilien ergeben. Hierbei ist besonders dem möglichen Ausfall von Mietern Beachtung zu schenken. Auch sind die Verwertungschancen für die Gewerbeimmobilien, die sich vorwiegend in strukturschwachen Regionen Deutschlands befinden, grundsätzlich schwierig.

6.2.6 Risikofaktoren aus Geld- und Wertpapieranlagen

Die zum Bilanzstichtag verbliebenen Geldanlagen bestehen bei der BW-Bank sowie der Deutschen Bank. Aufgrund des Verkaufs unserer Restbestände an Wertpapieren Anfang Februar 2014 bestehen keine Risikofaktoren mehr aus Geld- und Wertpapieranlagen.

6.3 Gesamtaussage zur Risikosituation des Konzerns

Auf Basis der durchgeführten Risikobewertung bestehen zurzeit nach Auffassung des Vorstands keine materiellen oder bestandsgefährdenden Risiken für den AdCapital-Konzern.

Das Unternehmen ist von der Werthaltigkeit seiner Einzelbeteiligungen abhängig. Die erkennbaren Risiken wurden nach umfassenden, kontinuierlichen Einzelanalysen aller Beteiligungen auf Basis der Einzelabschlüsse durch Bewertungsabschläge auf die betreffenden Vermögensgegenstände und die Bildung von angemessenen Rückstellungen berücksichtigt.

7. Nachtragsbericht

Zu Vorgängen von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der AdCapital AG beziehungsweise auf den AdCapital-Konzern ausgehen kann, berichten wir wie folgt:

Im Zuge der in der EW Hof-Gruppe im Geschäftsjahr 2015 eingetretenen, nicht unerheblichen Verluste prüft die Geschäftsleitung des Unternehmens mit unserer und externer Unterstützung derzeit intensiv diverse Handlungsoptionen zur nachhaltigen Sanierung des Unternehmens. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses gehen wir und die Geschäftsleitung davon aus, dass eine Sanierung der EW Hof-Gruppe erfolgen kann. Die Jahresabschlüsse der Unternehmen der EW Hof-Gruppe wurden daher unter der Annahme der Unternehmensfortführung erstellt. Sollte die Geschäftsleitung auf Basis der gegebenen Handlungsoptionen wider Erwarten zu dem Ergebnis kommen, dass eine Sanierung der Gruppe nicht als erfolgsversprechend einzustufen ist, ist im Zuge der dann notwendigen Abkehr von der Annahme der Unternehmensfortführung im Geschäftsjahr 2016 mit einer Belastung des Konzernergebnisses von bis zu 4 Mio. € zu rechnen.

Desweiteren ist unmittelbar vor Abschluss der Erstellungsarbeiten zu diesem Konzernabschluss ein mittelbares Prozessrisiko wegen angeblich mangelhafter Motorenlieferungen bekannt geworden. Die Klage, die gegen einen Kunden von EW Hof erhoben wurde und im Verhältnis zu welcher die EW Hof als Streitverkündete betroffen ist, halten wir nach einer rechtsanwaltlichen Beurteilung für unbegründet.

8. Abhängigkeitsbericht

Zwischen dem mit über 50 % beteiligten Aktionär Herrn Günther Leibinger und der AdCapital AG besteht kein Beherrschungsvertrag. Herr Leibinger ist auch an anderen Unternehmen beteiligt. Daher war der Vorstand der AdCapital AG zur Aufstellung eines Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG verpflichtet. Der Vorstand erklärt, dass die AdCapital AG nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt bekannt waren, in denen das Rechtsgeschäft vorgenommen oder die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt und dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt wurde.

9. Chancen- und Prognosebericht

9.1 Erwartete Entwicklung der Ertrags- und Finanzlage

Die in Abschnitt 2, Wirtschaftliche Rahmenbedingungen, beschriebenen, insgesamt positiven Konjunkturaussichten in Deutschland, Europa, China und der Welt dürften dazu beitragen, dass unsere insgesamt verhalten positiven Erwartungen für 2016 eintreffen.

Für 2016 erwarten wir einen hauptsächlich von der Erich Jaeger-Gruppe getragenen Anstieg der Gesamtleistung. Das operative Ergebnis erwarten wir aufgrund der Eliminierung beziehungsweise Reduzierung verlustbehafteter Geschäfte gegenüber 2015 leicht verbessert. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Erich Jaeger signifikante Aufwendungen für den Aufbau der Fertigung in Mexiko im Jahr 2016 zu tragen hat. Angesichts der Lage der EW Hof-Gruppe steht diese Annahme jedoch unter dem Vorbehalt, dass die EW Hof-Gruppe oder der Konzern von den unter Abschnitt 7. Nachtragsbericht beschriebenen Risiken nicht in einem für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlichen Umfang beeinträchtigt wird.

Weiterhin gehen wir bei unserer Prognose davon aus, dass die geo- und europapolitischen Risiken nicht zum Tragen kommen, somit keinen wesentlichen negativen Einfluss auf die konjunkturelle Entwicklung in den für uns relevanten Absatz- und Beschaffungsmärkten haben werden.

Unser nach dem Verkauf der Wertpapierbestände ausschließlich in liquiden Mitteln bestehendes Finanzvermögen wird uns zukünftig keine nennenswerten Finanzerträge einbringen.

Zusammengefasst gehen wir davon aus, im Jahr 2016 ein positives und gegenüber dem Geschäftsjahr 2015 leicht verbessertes Jahresergebnis erzielen zu können. Unsere Prognosen des Vorjahres sind aufgrund eingetretener, in diesem Umfang nicht vorhersehbarer Verluste der EW Hof-Gruppe nicht wie erwartet eingetreten.

9.2 Chancen und Risiken

Megatrends wie die weitere Industrialisierung der Schwellenländer in Asien oder die in Deutschland eingeleitete Energiewende bieten zusätzliche Chancen für das operative Geschäft unserer Beteiligungen. Insbesondere in den Wachstumsmärkten der alternativen Energiegewinnung sowie der Optimierung des Energieverbrauchs bei industriellen Anwendungen haben wir uns bereits als Zulieferer positioniert und werden weitere Chancen nutzen, um mit innovativen Produkten sowie Dienstleistungen am Wachstum in diesem Industriesegment zu partizipieren.

10. Schlussbemerkungen

Dieser Geschäftsbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen. Diese Aussagen sind erkennbar durch Formulierungen wie beispielsweise "erwarten", "planen", "einschätzen", "werden" oder ähnliche Begriffe. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf unseren Erwartungen beziehungsweise den Erwartungen der Prognoseexperten des Euro-Systems auf der Basis bestimmter Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten.

Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs der AdCapital AG liegen, beeinflussen die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse des AdCapital-Konzerns. Diese Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen des AdCapital-Konzerns wesentlich von in zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit enthaltenen Angaben zu Ergebnissen, Erfolgen oder Leistungen abweichen können.

 

Tuttlingen, 11. März 2016

AdCapital AG

Hans-Jürgen Döringer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr 2015 entsprechend den ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben überwacht und beratend begleitet. Er hat sich im Berichtsjahr anhand schriftlicher und mündlicher Berichte des Vorstands in vier Sitzungen, in Besprechungen einzelner Aufsichtsratsmitglieder mit dem Vorstand sowie fernmündlich eingehend über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns, den Geschäftsverlauf sowie über grundlegende Fragen der Geschäftspolitik unterrichten lassen.

Gegenstand der Berichterstattung und der Beratungen waren insbesondere die laufende Geschäftsentwicklung der AG und der konzernangehörigen Gesellschaften, die laufende Überprüfung der bestehenden operativen Engagements sowie das Risikomanagementsystem.

Schwerpunkte der Beratungen des Geschäftsjahres 2015 betrafen Fragen über die zukünftige Ausrichtung verschiedener Beteiligungsunternehmen. Zu nennen sind die Konzeption und Umsetzung des Aufbaus einer Fertigungsstätte der Erich Jaeger-Gruppe in Mexiko im Zuge der Erschließung des nordamerikanischen Marktes, die Reduzierung des Geschäftsumfangs der im Geschäftsjahr 2013 gegründeten frako power systems GmbH & Co. KG auf das Dienstleistungs- und Servicegeschäft, die strategische Verkleinerung des Werkzeugbaus der KTS sowie Fragen der Aufbau- und Ablauforganisation und der wirtschaftlichen Entwicklung der EW Hof-Gruppe. Ebenfalls thematisiert wurden diverse Wechsel in den Geschäftsführungen der Unternehmen Taller, EW Hof und FRAKO.

Desweiteren wurden Geschäftsstrategieoptionen diskutiert, um die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit unserer Beteiligungen auf Dauer zu gewährleisten. Hiervon betroffen sind insbesondere die Unternehmen Taller und FRAKO.

Außerdem wurden Vorschläge des Vorstands besprochen, durch die Veräußerung nicht betriebsnotwendiger Vermögenswerte zusätzliche liquide Mittel zur Flankierung der renditeorientierten Dividendenpolitik der AdCApital AG zu generieren.

Alle Geschäfte, die aufgrund gesetzlicher oder satzungsgemäßer Bestimmungen der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, sind dem Aufsichtsrat zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt worden. Der Aufsichtsrat konnte sich davon überzeugen, dass der Vorstand die Geschäfte ordnungsgemäß führt. Der Vorstand hat die Aufsichtsratsvorsitzende laufend über alle wichtigen Geschäftsvorfälle und die Entwicklung der Finanzkennzahlen informiert. Ausschüsse des Aufsichtsrats wurden nicht gebildet.

Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses 2015

Die von der Hauptversammlung der AdCapital AG am 19. Mai 2015 als Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer gewählte Baker Tilly Roelfs AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, wurde von der Aufsichtsratsvorsitzenden schriftlich mit der Prüfung der Rechnungslegung beauftragt, nachdem sie der Aufsichtsratsvorsitzenden schriftlich bestätigt hatte, dass keine Umstände bestehen, die ihre Unabhängigkeit als Abschlussprüfer beeinträchtigen könnten.

Die Buchführung, der Jahresabschluss und der Konzernabschluss der AdCapital AG zum 31. Dezember 2015 sowie der Konzernlagebericht wurden vom Abschlussprüfer geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss der AdCapital AG, den Konzernlagebericht sowie den Abhängigkeitsbericht geprüft. Die die Prüfungstestate unterzeichnenden Wirtschaftsprüfer haben an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 22. März 2016 teilgenommen, ausführlich über die Prüfung des AG- und Konzernabschlusses berichtet und die vom Aufsichtsrat gestellten Fragen beantwortet.

Der Aufsichtsrat hat die vom Vorstand aufgestellten Jahresabschlüsse der AdCapital AG sowie des AdCapital-Konzerns in der Bilanzsitzung ausführlich erörtert. Der Aufsichtsrat erklärt hiernach, dass nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen zu erheben sind und er den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Konzernabschluss zum 31.12.2015 sowie den Konzernlagebericht 2015 billigt. Der Jahresabschluss der AdCapital AG zum 31. Dezember 2015 wurde damit festgestellt. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividende in Höhe von 0,40 € je Aktie auszuschütten.

Abhängigkeitsbericht

Der Vorstand hat einen Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG erstellt und dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt. Der Abhängigkeitsbericht wurde gemäß § 313 AktG auch vom Abschlussprüfer geprüft. Beanstandungen haben sich nicht ergeben. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis des Abschlussprüfers an. Aufsichtsrat und Abschlussprüfer haben danach befunden, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war und

3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.

Nach dem abschließenden Ergebnis der eigenen Prüfung des Abhängigkeitsberichts ist der Aufsichtsrat der Ansicht, dass die Feststellungen des Vorstands zutreffend sind und daher keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Ende des Berichts zu erheben sind.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Geschäftsführern sowie allen konzernangehörigen Mitarbeitern für die geleistete Arbeit.

 

Tuttlingen, 22. März 2016

Dr. Sonja Leibinger, Vorsitzende des Aufsichtsrats

Konzern-Bilanz der AdCapital AG, Tuttlingen, zum 31. Dezember 2015

Alle Angaben in T€

AKTIVA

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Anhang 31. Dez. 2015 31. Dez. 2014
Anlagevermögen (4.1)    
Immaterielle Vermögensgegenstände   2.534 2.508
Sachanlagen   28.602 27.490
Finanzanlagen   763 763
    31.899 30.761
Umlaufvermögen      
Vorräte (4.2) 33.271 28.243
Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände (4.3) 21.105 20.651
Wertpapiere (4.4) 3 3
Zahlungsmittel (4.5) 13.638 22.684
    68.016 71.581
Rechnungsabgrenzungsposten (4.6) 342 292
Aktive latente Steuern (4.13) 0 68
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung   86 76
    100.343 102.778

PASSIVA

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Anhang 31. Dez. 2015 31. Dez. 2014
Eigenkapital      
Gezeichnetes Kapital (4.7) 41.700 41.700
Kapitalrücklage   4.592 4.592
Gewinnrücklagen (4.8) 16.814 21.958
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital (4.8) 7.237 7.789
Ausgleichsposten aus Fremdwährungsumrechnung (4.9) 305 -169
Anteile anderer Gesellschafter (4.10) 4.536 3.509
    75.184 79.379
Fremdkapital      
Rückstellungen (4.11) 10.721 10.659
Verbindlichkeiten (4.12) 14.325 12.740
    25.046 23.399
Rechnungsabgrenzungsposten   33 0
Passive latente Steuern (4.13) 80 0
    100.343 102.778

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der AdCapital AG, Tuttlingen, für das Geschäftsjahr 2015

Alle Angaben in T€

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Anhang 2015 2014
Umsatzerlöse (5.1) 135.549 128.053
Bestandsveränderungen   1.144 2.224
Andere aktivierte Eigenleistungen   84 121
Sonstige betriebliche Erträge (5.2) 5.218 4.607
Materialaufwand (5.3) -68.164 -64.521
Personalaufwand (5.4) -42.427 -40.711
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen (5.5) -5.026 -4.716
Sonstige betriebliche Aufwendungen (5.6) -22.450 -20.487
Betriebsergebnis   3.928 4.570
Finanzergebnis (5.7) -142 909
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   3.786 5.479
Außerordentliches Ergebnis (5.8) -202 -1.277
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (5.9) -1.806 -547
Sonstige Steuern   -88 -77
Konzern-Jahresüberschuss   1.691 3.578
Konzernfremden Gesellschaftern zustehendes Ergebnis   -1.158 -947
Konzernergebnis   533 2.631

Konzerneigenkapitalspiegel der AdCapital AG zum 31.12.2015

Alle Angaben in TEUR

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Mutterunternehmen
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Bilanzgewinn Ausgleichsposten aus Fremdwährungs-
umrechnung
Eigenkapital
Stammaktien
Stand am 01.01.2014 41.700 4.592 -11.881 45.812 -414 79.809
Gezahlte Dividende 0 0 0 -6.814 0 -6.814
Übrige Veränderungen 0 0 -3.551 3.551 0 0
Jahresergebnis       2.631   2.631
neutrale Ergebnisveränderungen         245 245
Gesamtergebnis 0 0 -3.551 -632 245 -3.938
Stand am 31.12.2014 41.700 4.592 -15.432 45.179 -169 75.871
Stand am 01.01.2015 41.700 4.592 -15.432 45.179 -169 75.871
Umgliederung Eigenkapitalausweis     37.390 -37.390    
Stand am 01.01.2015 nach Umglied. 41.700 4.592 21.958 7.789 -169 75.871
Gezahlte Dividende       -6.814   -6.814
Umgliederung Dividendenvorschlag     -5.731 5.731   0
Verkauf eigener Aktien     586     586
Übrige Veränderungen       -2 2 1
Jahresergebnis       533   533
neutrale Ergebnisveränderungen         472 472
Gesamtergebnis 0 0 -5.145 -552 474 -5.223
Stand am 31.12.2015 41.700 4.592 16.814 7.237 305 70.648
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Nicht beherrschende Gesellschafter
Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital Konzerneigenkapital
Stand am 01.01.2014 2.912 82.721
Gezahlte Dividende -568 -7.382
Übrige Veränderungen 0 0
Jahresergebnis 947 3.578
neutrale Ergebnisveränderungen 218 463
Gesamtergebnis 597 -3.341
Stand am 31.12.2014 3.509 79.379
Stand am 01.01.2015 3.509 79.379
Umgliederung Eigenkapitalausweis    
Stand am 01.01.2015 nach Umglied. 3.509 79.379
Gezahlte Dividende -375 -7.190
Umgliederung Dividendenvorschlag   0
Verkauf eigener Aktien   586
Übrige Veränderungen   1
Jahresergebnis 1.158 1.691
neutrale Ergebnisveränderungen 245 717
Gesamtergebnis 1.028 -4.195
Stand am 31.12.2015 4.536 75.184

Konzernkapitalflussrechnung der AdCapital AG

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in T€ 2015 2014
  Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteil konzernfremder Gesellschafter, ohne a.o. Ergebnis) 1.892 4.855
+/- Abschreibungen / Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 5.026 4.620
+/- Zunahme / Abnahme der Rückstellungen -70 -2.016
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge -1.223 -167
+/- Aufwendungen / Erträge Latente Steuern -148 -22
+/- Verlust / Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -114 -36
+/- Abnahme / Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -3.864 7.572
+/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 788 -1.542
= Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 2.287 13.264
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 115 87
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -5.049 -5.277
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -701 -558
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0 -22
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -5.636 -5.770
- Auszahlungen an Unternehmenseigner und an nicht beherrschende Gesellschafter (Dividenden) -7.189 -7.382
+/- Einzahlungen / Auszahlungen Verkauf / Kauf eigene Anteile 586 0
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 971 0
+/- Einzahlungen / Auszahlungen für die Aufnahme / Tilgung von Finanzschulden 0 -1.420
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -5.632 -8.802
+/- Einzahlungen / Auszahlungen für Posten des außerordentlichen Ergebnisses -2 -1.130
= Cashflow des außerordentlichen Ergebnisses -2 -1.130
  Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -8.982 -2.438
+/- Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -64 -43
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 0 25.165
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 13.638 22.684
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Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen: 31.12.2015 31.12.2014
Zahlungsmittel* 13.638 22.684

* In den Zahlungsmitteln sind Kassenbestände, Guthaben gegenüber Kreditinstituten sowie Schecks enthalten.

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2015

1. Allgemeine Informationen zum Unternehmen

Die AdCapital AG ist eine Industrieholding mit Investitionsschwerpunkt auf den Branchen Elektrotechnik, Metall- und Kunststoffverarbeitung, Maschinen- und Werkzeugbau sowie Automotive.

Die AdCapital AG ist im Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart unter der Nummer HRB 225669 eingetragen. Seit dem 27. August 2010 wird die Aktie im Entry Standard geführt. Die Gesellschaft fällt daher nicht unter die für kapitalmarktorientierte Unternehmen im Sinne von § 264 d HGB geltenden Vorschriften des HGB.

Sitz der AdCapital AG ist in Deutschland, 78532 Tuttlingen, Daimlerstraße 14.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1 Grundlagen für die Erstellung des Abschlusses

Die im Konzernabschluss verwandte Währung ist EUR (€). Die Angaben im Konzernabschluss erfolgen grundsätzlich in TEUR (T€).

Nach § 290 HGB hat die AdCapital AG einen Konzernabschluss sowie einen Konzernlagebericht zu erstellen. Der Konzernabschluss der AdCapital AG zum 31. Dezember 2015 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs und des Aktiengesetzes aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden Posten der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Konzernanhang gesondert ausgewiesen.

Im Interesse der Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke wie auch die Vermerke, welche wahlweise in der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang vorzunehmen sind, insgesamt im Anhang dargestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2.2 Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben. Der aktivierte Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung wird über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren, noch bis einschließlich des Jahres 2020, abgeschrieben.

Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Zur Bemessung der Abschreibungen werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt: Gebäude 10 bis 50 Jahre, technische Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 15 Jahre.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und im Anlagespiegel als Abgang ausgewiesen.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, falls dies notwendig ist, um immaterielle Vermögensgegenstände oder Sachanlagen mit einem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Stichtag beizulegen ist.

Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert erfolgt, wenn dieser voraussichtlich von Dauer ist.

Bei den Vorräten erfolgt der Wertansatz der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren zu durchschnittlichen Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten beziehungsweise zum niedrigeren Börsen- oder Marktpreis oder am Bilanzstichtag beizulegenden Wert. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet worden. Diese beinhalten Material- und Fertigungseinzelkosten, Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Zuschläge für Material- und Fertigungsgemeinkosten. Die anteiligen Abschreibungen auf Fertigungsanlagen sowie Verwaltungskosten des Material- sowie Fertigungsbereichs sind ebenfalls in den Herstellungskosten enthalten. Bestandsrisiken aus mangelnder Gängigkeit oder langen Lagerreichweiten werden durch Abwertungen berücksichtigt.

Die Bewertung der Forderungen erfolgt zum Nominalbetrag. Den Wertminderungen zweifelhafter beziehungsweise uneinbringlicher Forderungen wird durch entsprechende Einzelwertberichtigungen in ausreichendem Maße Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Auf eine Abzinsung unverzinslicher oder niedrig verzinslicher Forderungen wurde wegen Geringfügigkeit beziehungsweise kurzer Restlaufzeiten verzichtet.

Sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung der Art des Vermögensgegenstands, ausgehend von den Anschaffungskosten beziehungsweise dem Nennwert, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen, bewertet.

Grundlage für die Bewertung der Wertpapiere des Umlaufvermögens sind die Anschaffungskosten einschließlich der Nebenkosten. Eine Abschreibung erfolgt auf Basis des niedrigeren beizulegenden Werts (Börsen- oder Marktpreis) zum Abschlussstichtag unter Berücksichtigung der Verkaufsspesen.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit dem Barwert. Die Vorschriften des BilMoG und die damit einhergehenden Zuführungsbeträge wurden vollständig zum 1. Januar 2010 berücksichtigt. Für die Bewertung wurde die Projected-Unit-Credit-Methode mit den Richttafeln "2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Für die Berechnung der Rückstellungen wird ein Rententrend zwischen 1,0 und 1,5 % zugrunde gelegt. Soweit ein Gehaltstrend zu berücksichtigen war, wurde dieser mit 2,5 % p.a. angesetzt. Für die Abzinsung werden die gemäß § 253 Abs. 2 Satz 4 HGB von der Deutschen Bundesbank ermittelten und monatlich veröffentlichten Zinssätze angewandt (aktuell: zwischen 3,29 und 3,91 %, im Vorjahr 4,6 %). Hierbei wird in drei von vier Fällen von den betriebsindividuellen durchschnittlichen Restlaufzeiten der Pensionsansprüche ausgegangen. In einem Fall konnte die in § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB vorgesehene durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt werden.

Gemäß § 246 Abs. 2 HGB erfolgt eine Saldierung von Schulden mit Vermögensgegenständen, soweit diese ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind.

In einem Fall wurde eine Pensionsverpflichtung gemäß den abgeschlossenen Pensionsvereinbarungen (Gehaltsumwandlungen) in Höhe der mitgeteilten Aktivwerte der abgeschlossenen kapitalgedeckten Lebensversicherungen zum Stichtagswert angesetzt. Die diesbezüglichen Forderungen und Verbindlichkeiten und die damit im Zusammenhang stehenden Aufwendungen und Erträge stellen eine Bewertungseinheit im Sinne § 254 Satz 1 HGB dar.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zu ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag bilanziert.

Rückstellungen oder unverzinsliche Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden ihrer Restlaufzeit entsprechend mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Latente Steuern werden nach dem sogenannten Temporary Concept gebildet. Aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge werden nicht gebildet. Aktive und passive latente Steuern werden insgesamt saldiert. Bei Vorliegen eines rechnerischen Überhangs von aktiven latenten Steuern wird dieser nicht bilanziert, es sei denn, es besteht gemäß § 306 HGB eine Aktivierungspflicht.

2.3 Konsolidierungskreis und -methoden

Der Konzernabschluss beinhaltet die AdCapital AG, Tuttlingen, sowie die wesentlichen verbundenen Unternehmen, bei denen die AdCapital AG unmittelbar oder mittelbar 50 % oder mehr der Stimmrechte hält oder auf andere Weise einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Somit waren in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 neben der AdCapital AG insgesamt unverändert gegenüber dem Vorjahr 20 Gesellschaften einzubeziehen.

Es werden insgesamt sieben Gesellschaften mit geringem Geschäftsvolumen beziehungsweise ohne Geschäftsbetrieb unter Anwendung des § 296 Abs. 2 HGB wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

Auch bei zwei assoziierten Gesellschaften wird auf die Einbeziehung auf der Grundlage der Equity-Methode wegen Unwesentlichkeit verzichtet.

Eine vollständige Auflistung der konsolidierten Unternehmen ist im Anhang gesondert enthalten.

Grundlage für den Konzernabschluss sind die nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellten Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden sind dementsprechend nach den für alle Konzernunternehmen einheitlich geltenden Konzernbilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien angesetzt worden.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 HGB nach der Erwerbsmethode. Die während des Jahres erworbenen oder verkauften Beteiligungen werden ab dem tatsächlichen Erwerbszeitpunkt beziehungsweise bis zum tatsächlichen Abgangszeitpunkt in den Konzernabschluss aufgenommen. Die Anschaffungskosten einer Unternehmenstransaktion werden nach den beizulegenden Zeitwerten der hingegebenen Vermögenswerte und der eingegangenen oder übernommenen Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt, zuzüglich der direkt zurechenbaren Erwerbskosten, bemessen. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbenen, identifizierbaren Vermögenswerte sowie die übernommenen Verbindlichkeiten werden mit den beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang etwaiger Minderheitsanteile am Eigenkapital. Der Überschuss der Anschaffungskosten der Unternehmensakquisition über den Nettowert der anteiligen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wird als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen.

Alle konzerninternen Geschäftsvorfälle und Salden werden im Rahmen der Konsolidierung vollständig eliminiert. Zwischenergebnisse im Sinne von § 304 HGB werden eliminiert, soweit diese nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

3. Währungsumrechnung

Die Aktiv- und Passivposten der in fremder Währung aufgestellten Abschlüsse der Tochtergesellschaften werden, mit Ausnahme des Eigenkapitals, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden jeweils zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die aus der Währungsumrechnung resultierenden Differenzen werden innerhalb des Eigenkapitals unter dem "Ausgleichsposten aus Fremdwährungsumrechnung" gesondert ausgewiesen. Währungsumrechnungsdifferenzen aus den Schuldenkonsolidierungen werden grundsätzlich erfolgswirksam behandelt und in die sonstigen betrieblichen Erträge beziehungsweise Aufwendungen eingestellt.

4. Angaben und Erläuterungen zur Konzernbilanz

4.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Konzernanlagespiegel dargestellt. Zugänge erstmals konsolidierter Gesellschaften beziehungsweise Abgänge von veräußerten Gesellschaften werden unter den Anschaffungskosten und unter den Abschreibungen gesondert ausgewiesen. Das Anlagevermögen gliedert sich wie folgt:

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31. Dez. 2015 31. Dez. 2014
T€ T€
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.344 1.081
Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung 1.190 1.427
Immaterielle Vermögensgegenstände 2.534 2.508

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben.

Der Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung betrifft die FRAKO Kondensatoren- und Anlagenbau GmbH.

Für den Firmenwert der FRAKO Kondensatoren- und Anlagenbau GmbH wird aufgrund konstanter Rahmenbedingungen nach Erwerb des Unternehmens, insbesondere fortbestehender Absatz- und Beschaffungsverträge sowie des langlebigen Produktportfolios, eine Nutzungsdauer von 15 Jahren, das heißt bis 2020, zugrunde gelegt.

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31. Dez. 2015 31. Dez. 2014
T€ T€
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.679 12.171
Technische Anlagen und Maschinen 10.672 9.359
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.056 4.831
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.195 1.128
Sachanlagen 28.602 27.489
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31. Dez. 2015 31. Dez. 2014
T€ T€
Anteile an verbundenen Unternehmen 71 71
Beteiligungen 6 6
Sonstige Ausleihungen 686 686
Finanzanlagen 763 763

4.2 Vorräte

Die Vorräte gliedern sich wie folgt:

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31. Dez. 2015 31. Dez. 2014
T€ T€
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 12.549 9.742
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 7.580 6.860
Fertige Erzeugnisse und Waren 13.072 11.534
Geleistete Anzahlungen 70 107
  33.271 28.243

4.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gliedern sich wie folgt:

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Fälligkeiten
Gesamt bis zu 1 Jahr mehr als 1 Jahr
T€ T€ T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17.298 17.298 0
Vorjahr (15.949) (15.949) (0)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 472 61 411
Vorjahr (405) (41) (364)
Sonstige Vermögensgegenstände 3.335 2.512 823
Vorjahr (4.297) (3.456) (841)
  21.105 19.871 1.234
  (20.651) (19.446) (1.205)

4.4 Wertpapiere

Bei den Wertpapieren handelt es sich um den Restbestand an sonstigen Wertpapieren aus dem aufgegebenen Bereich Asset Management.

4.5 Zahlungsmittel

In den Zahlungsmitteln in Höhe von 13.638 T€ (Vorjahr 22.684 T€) sind Kassenbestände, Postbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten sowie Schecks enthalten.

4.6 Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 342 T€ (Vorjahr 292 T€) beinhaltet Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen. Disagio ist wie schon im Vorjahr keines enthalten.

4.7 Eigenkapital

Auf die gesonderte Darstellung der Veränderung des Eigenkapitals wird verwiesen.

Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage

Das Grundkapital beträgt unverändert gegenüber dem Vorjahr 41.700 T€.

Das Grundkapital ist in 14.000.000 nennwertlose Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) eingeteilt, die auf den Inhaber lauten. Jede Aktie hat einen rechnerischen Anteil am Grundkapital in Höhe von 2,98 € (Vorjahr: 2,98 €).

Im Umlauf befindliche Aktien

Im Jahr 2009 wurden 371.116 eigene Aktien erworben und in Höhe der Anschaffungskosten von 2.269 T€ direkt gegen die Gewinnrücklagen verrechnet. Der Betrag am Grundkapital beträgt 1.105 T€. Im Geschäftsjahr 2015 hat die AdCapital AG damit begonnen, die eigenen Aktien interessewahrend und kursschonend an der Börse zu veräußern. Zum Bilanzstichtag sind 119.053 Stück eigene Aktien zu einem Verkaufserlös von 586 T€ bereits veräußert worden. Der Verkaufserlös wurde ohne Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung direkt in die Gewinnrücklagen eingestellt.

Es werden danach insgesamt noch 252.063 Aktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital in Höhe von 751 T€ von der AdCapital AG selbst gehalten. Dies entspricht einem Anteil von 1.8 % am Grundkapital.

Somit befinden sich zum Bilanzstichtag 13.747.937 Aktien im Umlauf.

Die Kapitalrücklage beträgt unverändert gegenüber dem Vorjahr 4.592 T€.

4.8 Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital

Die Gewinnrücklagen und das erwirtschaftete Konzerneigenkapital betragen 24.051 T€ (Vorjahr 29.747 T€). Gegenüber dem Vorjahr erfolgt der Ausweis der Gewinnrücklagen in Übereinstimmung mit dem Einzelabschluss der AdCapital AG. Die betreffende Umgliederung erfolgte in das erwirtschaftete Konzerneigenkapital in Form einer Anpassung der Vorjahreswerte.

Das erwirtschaftete Konzerneigenkapital beinhaltet nunmehr die Jahresergebnisse der Konzernunternehmen (ohne Fremdanteile an den Jahresergebnissen), die eigenkapitalwirksamen Konsolidierungsbuchungen sowie die Entnahmen aus den Gewinnrücklagen der AdCapital AG abzüglich der ausbezahlten Dividenden an die Aktionäre der AdCapital AG sowie an die beteiligten Fremdgesellschafter.

Wegen Einzelheiten verweisen wir auf den Eigenkapitalspiegel.

4.9 Ausgleichsposten aus Fremdwährungsumrechnung

Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung haben sich für ausländische Beteiligungen in Tschechien, der Türkei, den USA, China und Hongkong ergeben.

4.10 Anteile anderer Gesellschafter

Die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital der einbezogenen Tochterunternehmen betreffen insbesondere die Jaeger Poway Automotive Systems Ltd. (Shenzhen), die Jaeger Poway Ltd. und die OPUS Formenbau GmbH & Co. KG.

4.11 Rückstellungen

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31. Dez. 2015 31. Dez. 2014
T€ T€
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.777 2.440
Steuerrückstellungen 596 632
Sonstige Rückstellungen 7.348 7.587
  10.721 10.659

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen berücksichtigen Ansprüche von (ehemaligen) Geschäftsführern und Mitarbeitern diverser Konzerngesellschaften.

Erfüllungsbeträge für Pensionsverpflichtungen wurden mit dem Zeitwert der bestehenden Rückdeckungsversicherung saldiert, sofern die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 HGB beziehungsweise die Voraussetzungen für die Zusammenfassung zu einer Bewertungseinheit vorlagen. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände ergeben sich aus den in der Vergangenheit ratierlich zugeführten Beiträgen zur Rückdeckungsversicherung.

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Bilanz Anschaffungskosten GuV
31.12.2015
T€ T€ T€
Aktivwert der Rückdeckungsversicherung -1.168 -884  
Pensionsrückstellung 3.945    
Aufwendungen für Altersversorgung     -186
Zinsertrag aus Aktivwerten     35
Zinsaufwand Pensionsrückstellung     -417
Saldo aus Verrechnung 2.777 n/a -382

Die Pensionsauszahlungen im Konzern betrugen im Berichtsjahr 228 T€ (Vorjahr: 225 T€).

Die Steuerrückstellungen betreffen noch nicht veranlagte Geschäftsjahre.

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Personalaufwendungen, Gewährleistungsaufwendungen, Jahresabschluss- und Prüfungskosten, Rechts- und Beratungskosten und für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten gegenüber Dritten gebildet.

Eine in den Vorjahren passivierte Rückstellung aus der gesamtschuldnerischen Haftung für einen langfristigen Immobilienvertrag konnte im Geschäftsjahr 2015 erfolgswirksam aufgelöst werden, nachdem mit einer Inanspruchnahme nicht mehr zu rechnen ist. Der Ertrag aus der Auflösung der Rückstellung in Höhe von 1.086 T€ wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen als aperiodisch ausgewiesen.

4.12 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

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Fälligkeiten
Gesamt bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.322 2.336 912 74
Vorjahr (2.376) (1.623) (710) (43)
Erhaltene Anzahlungen aus Bestellungen 176 176 0 0
Vorjahr (743) (716) (27) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.118 9.118 0 0
Vorjahr (7.051) (7.051) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 62 62 0 0
Vorjahr (89) (89) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.647 1.490 157 0
Vorjahr (2.481) (2.092) (389) (0)
  14.325 13.182 1.069 74
  (12.740) (11.571) (1.126) (43)

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 690 T€ (Vorjahr: 933 T€) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 653 T€ (Vorjahr: 730 T€) enthalten.

Von den Verbindlichkeiten waren durch Grundpfandrechte und andere Sicherheiten 3.199 T€ (Vorjahr: 3.022 T€) besichert.

4.13 Latente Steuern

Der § 274 HGB sieht grundsätzlich ein Wahlrecht für den Ansatz aktiver latenter Steuern vor. Die Aktivierung latenter Steuern ist mindestens jedoch in Höhe des Betrags der passiven latenten Steuern vorzunehmen. Von dem Aktivierungswahlrecht nach § 274 HGB wurde kein Gebrauch gemacht. Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 118 T€, im Wesentlichen resultierend aus der Zwischengewinneliminierung, wurden mit den passiven Latenzen aus Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz sowie aus der Schuldenkonsolidierung in Höhe von 198 T€ verrechnet. Der passive Überhang und damit die passiven latenten Steuern betragen danach 80 T€. Bei der Bewertung der latenten Steuern kamen Steuersätze zwischen 12 % und 30 % zur Anwendung.

Eine Aktivierung latenter Steuern auf Verlustvorträge erfolgte nicht.

5. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

5.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich regional wie folgt:

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2015 2014
T€ T€
Inland 56.149 58.087
Ausland 79.400 69.966
  135.549 128.053

5.2 Sonstige betriebliche Erträge

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2015 2014
T€ T€
Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen 114 36
Zuschreibungen auf Forderungen 231 0
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 1.905 1.082
Währungsgewinne 1.673 1.065
Mieterträge 257 233
Übrige 1.038 2.191
  5.218 4.607

Insgesamt waren periodenfremde Erträge in Höhe von 2.136 T€ (Vorjahr: 1.620 T€) zu verzeichnen. Sie betrafen die Auflösung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen (231 T€) und die Auflösung von Rückstellungen (1.905 T€).

5.3 Materialaufwand

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2015 2014
T€ T€
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 65.595 62.748
Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.569 1.773
  68.164 64.521

5.4 Personalaufwand/Mitarbeiterzahl

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2015 2014
T€ T€
Löhne und Gehälter 35.452 33.897
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 6.975 6.814
- davon Altersversorgung 142 T€ (Vorjahr: 127 T€)    
  42.427 40.711

Die Mitarbeiterzahl ergibt sich im Jahresdurchschnitt wie folgt:

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2015 2014
Direkte Mitarbeiter 918 925
Indirekte Mitarbeiter 357 377
  1.275 1.302

Bei den direkten Mitarbeitern handelt es sich um Personen, welche direkt am Produktionsprozess beteiligt sind.

5.5 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

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2015 2014
T€ T€
Abschreibungen auf Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung 237 332
Sonstige 4.789 4.384
  5.026 4.716

Die Abschreibungen enthalten ausschließlich planmäßige Abschreibungen.

5.6 Sonstige betriebliche Aufwendungen

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2015 2014
T€ T€
Sonstige Betriebskosten 2.388 1.714
Mieten und Pachten, Raumkosten 2.101 2.039
Transportkosten 2.330 2.065
Energiekosten 2.099 2.132
Reparaturen und Instandhaltung 1.826 1.811
Personalleasing 972 647
Kfz-Kosten 813 912
Rechts- und Beratungskosten 1.050 1.281
Reisekosten 725 646
Einstellung in die Einzelwertberichtigung auf Forderungen 35 137
Sonstige Verwaltungskosten 594 678
Versicherungen 760 693
Währungsverluste 1.735 882
IT-Kosten 803 786
Lizenzgebühren (ohne IT) 266 441
Kommunikationskosten 392 394
Provisionen 466 466
Vertriebs- und Werbungskosten 771 648
Übrige 2.323 2.115
  22.449 20.487

Periodenfremde Aufwendungen ergaben sich in Höhe von 476 T€ (Vorjahr: 131 T€). Sie beinhalten Forderungsverluste, Zuführungen zu den Einzel- und Pauschalabwertungen zu Forderungen und sonstige aperiodische Kosten.

5.7 Finanzergebnis

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2015 2014
T€ T€
Erträge aus der Zuschreibung sonstiger Wertpapiere des Umlaufvermögens 0 130
Verluste (-) / Erträge (+) aus dem Abgang sonstiger Wertpapiere des Umlaufvermögens 0 1.017
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 29 28
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 337 152
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -509 -418
  -143 909

Für Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen sind 382 T€ (Vorjahr: 205 T€) angefallen. Aus dem Billigkeitserlass von Nachzahlungszinsen aufgrund Betriebsprüfung ist ein Zinsertrag in Höhe von 284 T€ enthalten.

5.8 Außerordentliches Ergebnis

Das außerordentliche Ergebnis betrifft Restrukturierungsmaßnahmen bei der KTS Kunststofftechnik Schmölln GmbH (100 T€), der frako power systems GmbH & Co. KG (78 T€) sowie der EW Hof Antriebe und Systeme GmbH (22 T€).

5.9 Steuern vom Einkommen und Ertrag

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2015 2014
T€ T€
Ertragsteuern des Geschäftsjahrs 1.333 1.377
Ertrag aus der Auflösung BP-Rückstellung 0 -898
Ertrag (-)/Aufwand (+) aus der Veränderung latenter Steuern 148 -23
Sonstige Ertragsteuern Vorjahre 325 91
  1.806 547

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen in Höhe von 325 T€ auf Vorjahre. Auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit entfallen Steuern in Höhe von 1.333 T€.

6. Bewertungseinheit

Für ein ehemaliges Vorstandsmitglied der AdCapital AG wurden Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 605 T€ (Vorjahr: 682 T€) gebildet. Die Höhe der Pensionszusage orientiert sich am Wert einer kapitalgedeckten Lebensversicherung. Pensionsrückstellung und Lebensversicherung sind somit wertmäßig identisch. Wertänderungen gleichen sich zu 100% aus. Gemäß § 254 Satz 1 HGB werden die kapitalgedeckte Lebensversicherung und die Pensionszusage zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst.

Der zum Bilanzstichtag festgestellte Aktivwert der Lebensversicherung (TEUR 605) und die entsprechende Rückstellung für Pensionsansprüche sowie die zugehörigen Aufwendungen und Erträge (TEUR 19) aus dem zu verrechnenden Vermögen wurden zum 31.12.2015 saldiert.

7. Haftungsverhältnisse und außerbilanzielle Geschäfte/sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Haftungsverhältnisse und sonstigen finanziellen Verpflichtungen des AdCapital-Konzerns ergeben sich wie folgt:

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31. Dez. 31. Dez.
2015 2014
T€ T€
Haftungsverhältnisse    
Bürgschaften 1.441 1.727
Sonstige finanzielle Verpflichtungen    
Verpflichtungen aus Bestellobligo, Miet-, Pacht- und Leasing-Verträgen 20.557 18.241

Aus einer gesamtschuldnerischen Haftung für einen langfristigen Immobilienvertrag bestehen per 31. Dezember 2015 Verpflichtungen in Höhe von 2.610 T€ (Vorjahr: 3.013 T€). Unseres Erachtens besteht derzeit kein Risiko der Inanspruchnahme des Konzerns.

Weitere, nicht in Konzernbilanz oder -anhang enthaltene Geschäfte beziehungsweise Verpflichtungen bestehen nicht.

8. Vorstand

Vorstand der Gesellschaft ist:

Herr Hans-Jürgen Döringer, Dipl.-Ökonom

In Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Vorstandsbezüge.

Für ein ehemaliges Vorstandsmitglied der AdCapital AG wurden Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 605 T€ (Vorjahr: 682 T€) gebildet. Die Höhe der Pensionszusage orientiert sich am Wert einer kapitalgedeckten Lebensversicherung. Pensionsrückstellung und Lebensversicherung sind somit wertmäßig identisch. Wertänderungen gleichen sich zu 100% aus. Gemäß § 254 Satz 1 HGB werden die kapitalgedeckte Lebensversicherung und die Pensionszusage zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst.

Der zum Bilanzstichtag festgestellte Aktivwert der Lebensversicherung (TEUR 605) und die entsprechende Rückstellung für Pensionsansprüche sowie die zugehörigen Aufwendungen und Erträge (TEUR 19) aus dem zu verrechnenden Vermögen wurden zum 31.12.2015 saldiert.

9. Aufsichtsrat

In den Aufsichtsrat sind/waren berufen:

Vorsitzende

Frau Dr. Sonja Leibinger, Juristin

Stellv. Vorsitzender

Herr Maximilian Bernau, Selbstständiger Rechtsanwalt

Weiteres Mitglied

Herr Hans-Joachim Holstein, Unternehmensberater

Im Geschäftsjahr 2015 sind Aufwendungen für Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von 80 T€ (Vorjahr: 60 T€) angefallen.

10. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

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2015 2014
T€ T€
Jahres- und Konzernabschlussprüfung laufendes Jahr 185 211
Steuerberatungsleistungen 0 9
Sonstige Leistungen 0 11
  185 231

11. Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Personen

Die AdCapital AG hat mit ihr nahestehenden Unternehmen und Personen keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen geschlossen.

12. Konzernunternehmen der AdCapital AG, konsolidiert auf der Grundlage der Vollkonsolidierung (Beteiligungen mit 50 % und höher)

In den Konzernabschluss sind neben der AdCapital AG die folgenden 20 Unternehmen einbezogen worden:

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Name Sitz Höhe des Anteils Additiv am Kapital in % Multiplikativ
AdCapital Beteiligungs GmbH Tuttlingen 100,00 100,00
BE Services GmbH Supply. Energy. Support Tuttlingen 100,00 100,00
Berliner Elektro-Technik GmbH Tuttlingen 100,00 100,00
Bavaria Digital Technik GmbH Pfronten 100,00 100,00
ESPO s.r.o. Roznov (Tschechien) 100,00 100,00
EW Hof Antr. u. Systeme GmbH Hof 100,00 100,00
FRAKO Kondensatoren- und Anlagenbau GmbH Teningen 100,00 100,00
frako power systems GmbH & Co. KG Teningen 100,00 100,00
Grundstücksgesellschaft am Entenfang mbH Hannover 100,00 100,00
Erich Jaeger GmbH + Co. KG Friedberg 100,00 100,00
Erich Jaeger Automotive Istanbul Sanayi ve Ticaret Ltd. Sti Istanbul (Türkei) 100,00 100,00
EJR Erich Jaeger Roznov s.r.o. Koprivnice (Tschechien) 100,00 100,00
Insert Ltd. Istanbul (Türkei) 100,00 99,95
Jaeger France SARL Lyon (Frankreich) 100,00 100,00
Erich Jaeger U.S.A. Inc. Plymouth, MI (USA) 100,00 100,00
Jaeger Poway Ltd. Hongkong (China) 60,00 60,00
Jaeger Poway Automotive Systems (Shenzhen) Ltd. Shenzhen (China) 60,00 60,00
KTS Kunststoff Technik Schmölln GmbH Schmölln 100,00 100,00
OPUS Formenbau GmbH & Co. KG Schönau 75,00 75,00
Taller GmbH Waldbronn 99,95 99,95

13. Konzernunternehmen der AdCapital AG, nicht konsolidiert

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Name Sitz Höhe des Anteils Additiv am Kapital in % Multiplikativ
AdCapital Invest GmbH Tuttlingen 100,00 100,00
Jaeger Verwaltungs GmbH Friedberg 100,00 100,00
fps Verwaltungs GmbH Teningen 100,00 100,00
OPUS Formenbau Verw. GmbH Schönau 75,00 75,00
Taller Elektro Czech s.r.o. Brno (Tschechien) 100,00 99,95
Taller Hong Kong Ltd. Hongkong (VR China) 100,00 99,95
Taller Electronic Components (Dongguan) Ltd. Dongguan (VR China) 100,00 99,95

14. Assoziierte Unternehmen der AdCapital AG, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet

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Name Sitz Höhe des Anteils Additiv am Kapital in % Multiplikativ
mold engineering GmbH Gera 24,80 24,80
komm.passion GmbH Düsseldorf 25,50 25,50

15. Sonstige Angaben

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 wird beim Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart hinterlegt und im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

 

Tuttlingen, den 11. März 2016

AdCapital AG

Hans-Jürgen Döringer, Vorstand

Entwicklung des Anlagevermögens Im AdCapital-Konzern Im Geschäftsjahr 2015

Alle Angaben in TEUR

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
1. Jan. 2015 Konsolidierungs- kreisänderungen Zugänge(+) Abgänge (-) Umbuchungen Veränderung Währung
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte, sowie Lizenzen an solchen Rechten 11.446 0 701 -9 18 20
2. Firmenwert 3.516 0 0 0 0 0
3. Firmenwert aus Kapitalkonsolidierung 10.800 0 0 0 0 0
  25.762 0 701 -9 18 20
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke und Bauten 25.288 0 16 -2 35 151
2. Technische Anlagen und Maschinen 49.553 0 1.245 -490 2.056 290
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 35.004 0 1.489 -407 148 274
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.128 0 2.299 0 -2.257 25
  110.973 0 5.049 -899 -18 740
III. Finanzanlagen            
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.079 0 0 0 0 0
2. Beteiligungen 1.506 0 0 0 0 0
3. Sonstige Ausleihungen 686 0 0 0 0 0
  4.271 0 0 0 0 0
Summe Anlagevermögen 141.006 0 5.750 -908 0 760
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Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
31. Dez. 2015 1. Jan. 2015 Zugänge(+) Abgänge (-) Veränderung Währung 31. Dez. 2015
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte, sowie Lizenzen an solchen Rechten 12.176 10.365 459 -9 17 10.832
2. Firmenwert 3.516 3.516 0 0 0 3.516
3. Firmenwert aus Kapitalkonsolidierung 10.800 9.373 237 0 0 9.610
  26.492 23.254 696 -9 17 23.958
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke und Bauten 25.488 13.117 629 -1 64 13.809
2. Technische Anlagen und Maschinen 52.654 40.194 2.100 -490 178 41.982
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 36.508 30.173 1.601 -407 85 31.452
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.195 0 0 0 0 0
  115.845 83.484 4.330 -898 327 87.243
III. Finanzanlagen            
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.079 2.008 0 0 0 2.008
2. Beteiligungen 1.506 1.500 0 0 0 1.500
3. Sonstige Ausleihungen 686 0 0 0 0 0
  4.271 3.508 0 0 0 3.508
Summe Anlagevermögen 146.608 110.246 5.026 -907 344 114.709
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Nettobuchwerte
31. Dez. 2015 31. Dez. 2014
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte, sowie Lizenzen an solchen Rechten 1.344 1.081
2. Firmenwert 0 0
3. Firmenwert aus Kapitalkonsolidierung 1.190 1.427
  2.534 2.508
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten 11.679 12.171
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.672 9.359
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.056 4.831
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.195 1.128
  28.602 27.489
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 71 71
2. Beteiligungen 6 6
3. Sonstige Ausleihungen 686 686
  763 763
Summe Anlagevermögen 31.899 30.760

Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der AdCapital AG, Tuttlingen, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Stuttgart, den 11. März 2016

Baker Tilly Roelfs AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Peter Schill, Wirtschaftsprüfer

Marius Henkel, Wirtschaftsprüfer