![]() AdCapital AGTuttlingenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Lagebericht des AdCapital-Konzerns für das Geschäftsjahr 20151. Der AdCapital-Konzern1.1 Geschäftstätigkeit und InvestitionsfokusDer Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der AdCapital AG liegt unverändert gegenüber dem Vorjahr auf dem Industriegeschäft, in dem die Beteiligungen der Unternehmensgruppe gebündelt sind. Unser Beteiligungsportfolio besteht aus 5 Einzelunternehmen und 3 Unternehmensgruppen: scroll
1.2 Konzernstrategie, Unternehmenssteuerungs- und Überwachungssystem1.2.1 Konzernstrategie BeteiligungsstrategieDie AdCapital AG fokussiert ihre Konzernstrategie als Industrieholding mit starker strategischer und operativer Steuerungs- und Überwachungsfunktion in Bezug auf ihre Beteiligungsunternehmen. Unsere Beteiligungen werden von uns bei Strategie-, Portfolio-, Prozess- und Organisationsfragen intensiv beraten und bei der Umsetzung eng begleitet. Unsere fundierten Branchenkenntnisse und unser enges Netzwerk in Bereichen wie Finanzen, Steuern und Recht unterstützen unsere Unternehmen bei geschäftsstrategischen Entscheidungen und entlasten sie in den indirekten Bereichen. Unser Hauptaugenmerk bei der qualifizierten Weiterentwicklung unserer Beteiligungen ist auf die Wahrnehmung von organischen Wachstumspotenzialen gerichtet. Daneben beobachten wir jedoch weiterhin den Unternehmensmarkt. Investitionen in neue Beteiligungsunternehmen tätigen wir allerdings nur dann, wenn dadurch unsere bestehenden Geschäftsfelder sinnvoll ergänzt werden und die Zielunternehmen aufgrund ihrer Unternehmensphilosophie und -kultur für die Integration von Geschäftsmodell und Organisation geeignet erscheinen. Attraktive neue Investitionsmöglichkeiten, die diese Voraussetzungen erfüllt hätten, haben sich uns im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht eröffnet. Wir konzentrieren uns auf unsere bestehenden Kernindustrien. Dies sind im Wesentlichen Elektrotechnik, Metall- und Kunststoffverarbeitung, Maschinen- und Werkzeugbau sowie Automotive. Unserer Konzernstrategie entspricht es, unsere Portfolio-Gesellschaften langfristig zu halten und nachhaltig erfolgreich zu entwickeln. Um sich bietende Synergien zu nutzen, haben wir die organisatorische Eingliederung in den wesentlichen betriebswirtschaftlichen Funktionsbereichen unserer Beteiligungsunternehmen bis heute konsequent vorangetrieben. Nach Einführung einheitlicher Strategie- und Planungsgrundsätze und der Optimierung der Steuerungssysteme haben sich die strategischen Planungen und operativen Steuerungssysteme unserer Beteiligungen inzwischen erheblich verbessert. Allerdings zeigt es sich, dass der Nutzung von Synergiepotenzialen sowie der Einführung konzerneinheitlicher Standards im operativen Geschäft und anderer Maßnahmen zur organisatorischen Eingliederung angesichts der unternehmensindividuellen Besonderheiten und gewachsenen Strukturen unserer Unternehmen enge Grenzen gesetzt sind. Die Ziele für unsere Beteiligungen sind klar definiert. Es sind dies die Stärkung der jeweiligen Markt- und Wettbewerbsposition, die Verbesserung der operativen Performance und, in Zeiten zunehmender Risiken in den externen Rahmenbedingungen, die Reduzierung der allgemeinen Krisenanfälligkeit. Wir sehen uns als unternehmerischer Partner, der neben Eigen- und Fremdkapital unternehmerisches Know-how beisteuert und selbst eine mittelständisch geprägte Unternehmenskultur einbringt, um seine Beteiligungen erfolgreich weiterzuentwickeln. Bei aller Integration setzen wir dabei bewusst auf die Eigenständigkeit der Unternehmen und ihrer Geschäftsführer im operativen Bereich und respektieren individuelle Unternehmenskulturen. Finanzielle UnabhängigkeitAufgrund der uns zur Verfügung stehenden Liquidität konnten wir bisher unsere Ziele in finanzieller Unabhängigkeit eigenverantwortlich verfolgen. Zukünftig sind auch externe Finanzierungsmaßnahmen, z. B. über Banken, denkbar. Das liquide Konzernvermögen wird, in Abstimmung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat, nahezu ausschließlich in Zahlungsmitteln gehalten. 1.2.2 Unternehmenssteuerungs- und ÜberwachungssystemDie zentralen Verwaltungsbereiche Controlling, Steuern und Recht sowie IT und die gesamte Inlandsfinanzierung werden unverändert auf Ebene der Holding geführt. Die operative Steuerung des gesamten AdCapital-Konzerns erfolgt über regelmäßige strategische und operative Besprechungen zwischen dem Vorstand und den verantwortlichen Geschäftsführern der einzelnen Beteiligungsgesellschaften. In diesen Gesprächen werden unter anderem auf Basis von Budgetvorgaben sowie der definierten strategischen Ausrichtung detaillierte kurz- und mittelfristige Planungsrechnungen entwickelt. Unser effizientes, gruppenweit erfolgreich implementiertes Controlling-System wird bei Bedarf durch individuelle Steuerungsgrößen ergänzt und unterstützt den Vorstand bei der Überprüfung der Einhaltung der Planvorgaben. Planabweichungen werden dadurch frühzeitig erkannt und besprochen und führen erforderlichenfalls zu geeigneten Gegenmaßnahmen. Wesentliche Kennzahlen, die von uns zur Steuerung der operativen Beteiligungen eingesetzt werden, sind der Auftragseingang sowie Auftragsbestand, die erwirtschaftete Gesamtleistung, die Wertschöpfung, die Produktivität je Stunde, die EBIT-Marge sowie der Free Cashflow und das Working Capital. Darüber hinaus werden Kennzahlen zur Kostenstruktur sowie zur Steuerung von Produktion und Vertrieb zur Analyse hinzugezogen. In verstärktem Umfang gehen wir auch auf technische und technologische Fragestellungen mit den Gesellschaften ein, definieren mit den Gesellschaften strategische Kennzahlen und sind in Markt- und Wettbewerbsentwicklungen einzelner Gesellschaften direkt involviert. 1.3 Wesentliche Ereignisse im Geschäftsjahr 2015Im Rahmen unserer Konzernstrategie unterziehen wir die Erfolgsaussichten unserer Engagements stets einer kritischen Prüfung und treffen erforderlichenfalls auch Entscheidungen, die eine Anpassung oder Veränderung des Geschäftsmodells bedeuten; so haben wir die im Jahr 2013 gegründete frako power systems GmbH & Co. KG, die sich als Neueinsteiger am Markt für Blockheizkraftwerke auch aufgrund der sich verschlechternden gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Kraft-Wärme-Kopplung nicht wie geplant durchsetzen konnte, auf das Dienstleistungs- und Servicegeschäft mit einem stark reduzierten Handelsanteil begrenzt. Bei der KTS haben wir uns entschieden, uns strategisch auf den Kunststoffspritzguss zu konzentrieren und den Werkzeugbau verkleinert. Der Werkzeugbau wird zukünftig die entsprechenden Projekte mit Partnern realisieren, weiterhin jedoch die Wartung und Instandhaltung der eingesetzten Werkzeuge gewährleisten. Die Unternehmensgruppe der EW Hof hat im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht unerhebliche Verluste erlitten, deren Ursachen unter anderem im weiteren Rückgang des Geschäftes mit einem Hauptkunden, aber auch im fehlenden Wachstum des Geschäftes der Kraft-Wärme-Kopplung zu sehen sind. Insgesamt gehen damit einher zu geringe Stückzahlen und eine steigende Komplexität durch starke Diversifizierungen der Motoren, verbunden mit zu geringen Standardisierungsgraden in der Produktion. In diesem Zusammenhang verweisen wir auch auf unsere Ausführungen unter Abschnitt 7. Nachtragsbericht. 1.4 KonsolidierungskreisDie Zahl der in den Konzernabschluss 2015 einbezogenen Gesellschaften beträgt unverändert zum Vorjahr 21. 2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen2.1 Gesamtwirtschaftliche LageDer Aufschwung der deutschen Wirtschaft setzte sich im Herbst 2015 mit solidem Tempo fort. Den vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zufolge erhöhte sich das reale Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2015 um 1,7 % (kalenderbereinigt 1,5 %). Damit war der Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Leistung ähnlich kräftig wie im Vorjahr (+1,6 %). Als Wachstumsmotor erwies sich 2015 der Konsum. Mehr Rückenwind gab es ebenfalls von der Auslandsnachfrage. Allerdings hat sich die Dynamik der Exporte vor allem in die Schwellenländer, aber auch in wichtige Industrieländer im Jahresverlauf merklich abgeschwächt, wodurch die Investitionsbereitschaft der heimischen Unternehmen zusehends gedämpft wurde und der Zuwachs bei den gewerblichen Investitionen im Jahresergebnis 2015 niedriger als 2014 ausfiel. Die deutsche Wirtschaft könnte nach Einschätzung der deutschen Bundesbank im ersten Vierteljahr 2016, getragen vor allem von einer zunehmenden binnenwirtschaftlichen Dynamik, etwas kräftiger als zum Ende des Vorjahres expandieren. Vermehrter Schwung dürfte von der Konsumkonjunktur kommen, die weiterhin von der guten Arbeitsmarktlage und den niedrigen Rohölpreisen profitiert. Wesentliche Voraussetzung für ein stärkeres Wirtschaftswachstum und eine höhere Investitionsbereitschaft der Unternehmen sei aber, dass die Auslandsnachfrage die Schwächephase in der zweiten Jahreshälfte 2015 überwindet und der Industriekonjunktur Auftrieb verleiht. Im Euro-Raum erhöhte sich die gesamtwirtschaftliche Erzeugung (BIP) 2015 gegenüber dem Vorjahr um 1,5 % und damit in der Größenordnung der Binnenleistung. In China legte das reale BIP gemäß der offiziellen Schätzung um 6,75 % binnen Jahresfrist zu und liegt damit in der Größenordnung der im Vorjahr veröffentlichten Prognosen. Für das Jahr 2016 ist nach den Prognosen der Institute in Deutschland mit einem Wachstum des BIP von 1,7 % zu rechnen, im Euro-Raum sogar in Höhe von 1,8 %. Für die Weltwirtschaft rechnet der IWF für die Jahre 2016 und 2017 mit einem Anstieg der weltweiten Produktion um jeweils 3,5 %. Und auch für China deutet sich nach Einschätzung der Deutschen Bundesbank für 2016 kein konjunktureller Einbruch an, obwohl ein Rückgang der Industrieproduktion schon seit dem zweiten Halbjahr 2015 erkennbar ist und aktuelle Berichte für den industriellen Sektor einen starken Arbeitsplatzabbau vorhersagen. Die vom EZB-Rat aktuell beschlossenen geldpolitischen Maßnahmen lassen unverändert sehr niedrige Kurzfristzinssätze und Renditen zehnjähriger Staatsanleihen sowie dauerhaft niedrige Bankzinsen erwarten. Risikoseitig werden der Preisverfall am Rohölmarkt und der Industrierohstoffe zunehmend als problematisch beurteilt. Die Auswirkungen dieser Entwicklung treffen die Erzeugerstaaten, darunter bedeutende Schwellenländer wie Brasilien. Aus der Überschreitung des Inflationsziels der Europäischen Zentralbank werden immer wieder Deflationsrisiken abgeleitet, die wir tendenziell für unbegründet halten, solange der Rückgang bei den Verbraucherpreisen auf gesunkene Rohstoffpreise zurückgeführt werden kann. Internationale Konflikte und daraus resultierende Wirtschaftssanktionen, das Flüchtlingsproblem und die hiermit verbundenen historischen Risiken für den Fortbestand der EU, unter Umständen auch der Ausstieg Großbritanniens aus der EU sowie der Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen bergen erhebliche wirtschaftliche, sozialpolitische und geopolitische Risiken für die Zukunft, deren Tragweite im Vorhinein nicht abschätzbar ist. 2.2 Branchenbezogene RahmenbedingungenDas Automobiljahr 2015 brachte für die USA und China jeweils neue Höchststände, Westeuropa legte ebenfalls kräftig zu und erreichte das beste Niveau seit fünf Jahren. Auch im Dezember wuchsen diese drei Automobilmärkte deutlich. Die Rahmenbedingungen in der für unsere Jaeger-Gruppe maßgeblichen Nutzfahrzeugindustrie sind ebenfalls positiv: Im Jahr 2015 wurden 83.450 Nutzfahrzeuge >16 Tonnen in Deutschland zugelassen, das waren 5 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Auch der Anhänger- und Busbereich legte im einstelligen Prozentbereich zu. Die weiteren Aussichten für die Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie werden vor diesem Hintergrund überwiegend positiv eingeschätzt. Verhalten optimistisch blicken die Unternehmen der deutschen Elektroindustrie auf das neue Jahr. Der ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie -geht davon aus, dass die preisbereinigte Produktion der Branche 2016 um ein Prozent und der Umsatz um zwei Prozent zulegen werden. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) erwartet für 2016 keine nennenswerten Zuwächse für die preisbereinigte Produktion von Maschinen und Anlagen in Deutschland. Die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen und Prognosen sind überwiegend recht günstig. Jedoch sehen wir generell das Risiko erhöhter Volatilitäten hinsichtlich der Prognosen. So sind wir zwar insgesamt verhalten optimistisch, dass die Investitionstätigkeit in den Jahren 2016 und 2017 zulegen wird und die Entwicklung unserer Beteiligungsunternehmen durch die allgemeinen Rahmenbedingungen eher angeschoben als gebremst wird; vor dem Hintergrund der zahlreichen politischen Krisen halten wir es aber für wichtiger denn je, in die Zukunftsfähigkeit und Krisenresistenz unserer Unternehmen zu investieren. 3. Ertragslage3.1 Umsatz- und Ergebnisentwicklung3.1.1 Gewinn- und Verlustrechnung des AdCapital-Konzernsscroll
Bei den Beteiligungsunternehmen der AdCapital AG handelt es sich vor allem um produzierende Unternehmen. Da diese in unterschiedlichen Geschäftsbereichen tätig sind, werden sie von der gesamtwirtschaftlichen Konjunktur in unterschiedlichem Maße beeinflusst. Dabei beobachten wir seit mehreren Jahren eine zunehmende Internationalisierung unseres Konzerns. Lag der Exportanteil der Konzernumsätze im Jahr 2011 noch bei 45 %, so ist er stetig wachsend im Geschäftsjahr 2015 auf knapp 59 % angestiegen. Zu einem guten Anteil ist das auf unsere automotive Ausrichtung (Erich Jaeger-Gruppe, OPUS Formenbau) zurückzuführen. Insofern ist eine hohe Abhängigkeit von der Investitionsgüterindustrie und damit (indirekt) von den Exporten unserer Kunden gegeben. Andererseits zeichnet einige unserer Unternehmen eine starke regionale Fokussierung auf den deutschen beziehungsweise deutschsprachigen Raum aus. Somit steht die unternehmerische Entwicklung des AdCapital-Konzerns weiterhin sowohl unter dem Einfluss des konjunkturellen Umfeldes in Deutschland als auch, und zwar in zunehmendem Umfang, der weltwirtschaftlichen Lage, insbesondere der globalen Automobilkonjunktur. Aufgrund unterschiedlicher konjunktureller Rahmenbedingungen in ihren Branchen und ihres jeweiligen aktuellen Entwicklungsstands im Rahmen des eingeschlagenen Wegs der Professionalisierung aller Ebenen und Funktionen geben die Beteiligungsunternehmen weiterhin ein recht heterogenes Bild ab. So konnten sich unsere im Automobilbereich tätigen Unternehmen, die Erich Jaeger-Gruppe sowie die OPUS Formenbau, wiederum auszeichnen und Ergebnisse oberhalb der Planwerte präsentieren. Auch die Taller-Gruppe hat sich erneut recht gut, wenn auch etwas verhaltener als im Vorjahr, behauptet und im dritten Jahr in Folge positive operative Ergebnisse erzielt. Nach den im Vorjahr durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen bei der BDT entwickelte sich das Geschäft auch hier besser als zunächst erwartet. Mit Hilfe steigender Umsatzerlöse ist es ihr gelungen, gleich im ersten Jahr nach den Geschäftsfeldbereinigungen des Vorjahres ein positives betriebliches Ergebnis zu erreichen. Die FRAKO konnte zwar ihre Planwerte nicht ganz erreichen und lag auch mit ihren Ist-Werten in der Gewinn- und Verlustrechnung unterhalb des Vorjahres, trägt aber weiterhin mit einem signifikanten Volumen zum positiven operativen Ergebnis bei. Bei der KTS stieg der Umsatz weiter an, jedoch führte die weitere Bereinigung von Altlasten erneut zu einer starken Ergebnisbelastung. Darüber hinaus mussten wir bei EW Hof und frako power systems, insbesondere aufgrund fehlender oder zurückgehender Umsätze, erneut Ergebnisse verkraften, die das Gesamtbild 2015 erheblich eintrüben. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung im AdCapital-Konzern ist im Einzelnen wie folgt zu kommentieren: Die Gesamtleistung ist mit 136,8 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert von 130,4 Mio. € um knapp 5 % gestiegen. Dabei konnte, und zwar noch stärker als im Vorjahr, ein rückläufiges Inlandsgeschäft durch beträchtliche Umsatzzuwächse im Ausland mehr als ausgeglichen werden. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge von 4,6 Mio. € auf 5,2 Mio. € geht im Wesentlichen zurück auf den Anstieg aperiodischer Erträge, bestehend aus der Auflösung von Einzelabwertungen auf Forderungen (231 T€) und Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (1.905 T€). Letztere enthalten die Auflösung einer Rückstellung für die Haftung aus einem langfristigen Immobilienvertrag in Höhe von 1.085 T€, aus der mit einer Inanspruchnahme nicht mehr zu rechnen ist. Der Materialaufwand im Konzern ist von 64,5 Mio. € um 3,7 Mio. € auf 68,2 Mio. € beziehungsweise um 5,7 % gestiegen. Aufgrund dieses mit der Gesamtleistung nahezu proportionalen Anstiegs des Materialaufwands zeigt sich die Materialquote fast unverändert bei jetzt 49,8 % gegenüber 49,5 % im Vorjahr. Dasselbe gilt für den Personalaufwand im Vergleich zum Vorjahr. Bezogen auf die Gesamtleistung ist er allerdings von 31,2 % auf 31,0 % leicht gesunken. Das betriebliche Ergebnis (EBIT) des Konzerns hat sich absolut wie relativ gegenüber dem Vorjahr verschlechtert. Die schon erwähnten positiven Entwicklungen bei vielen unserer Tochterunternehmen wurden durch die Verluste zweier Beteiligungen mehr als aufgezehrt. Darüber hinaus waren im Vorjahr Einmaleffekte in Höhe von 0,6 Mio. € aus der Betriebsprüfung enthalten. Mit 2,9 % gegenüber 3,5 % EBIT-Quote im Vorjahr liegen wir im Geschäftsjahr 2015 unterhalb unserer strategischen Erwartungen. Die Zusammensetzung des Finanzergebnisses 2015 sowie des außerordentlichen Ergebnisses im Vorjahresvergleich ist im Anhang, Abschnitt 5.7 und Abschnitt 5.8, dargestellt. Beim Vergleich des ausgewiesenen Steueraufwands ist zu berücksichtigen, dass im Vorjahr ein Ertrag aus der Auflösung der Risikovorsorge für die steuerlichen Außenprüfungen der Jahre 2006 bis 2009 bei der AdCapital AG und verschiedenen Tochterunternehmen in Höhe von 0,9 Mio. € enthalten war. Insgesamt haben wir im AdCapital-Konzern ein Jahresergebnis vor Anteilen Dritter in Höhe von 1,7 Mio. € nach 3,6 Mio. € im Vorjahr erzielt. 3.2 IndustriebeteiligungenUnsere Beteiligungen haben das Geschäftsjahr unterschiedlich gut bestritten: Die Gesamtleistung der Bavaria Digital Technik GmbH ist von 11,8 Mio. € im Vorjahr um 1,4 Mio. € auf 13,2 Mio. € im Jahr 2015 gestiegen und liegt damit wieder auf der Höhe von 2013. Die im Geschäftsjahr 2014 durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen zeigen Wirkung. Die BDT hat es erfreulich schnell geschafft, umsatz- und ertragsseitig nach schwierigen Jahren wieder Tritt zu fassen. Unter anderem führt die Zusammenarbeit der BDT mit Schwestergesellschaften zu Umsatzzuwächsen. Für 2016 erwarten wir für die BDT eine leicht steigende Gesamtleistung und ein positives Betriebsergebnis, insbesondere aufgrund eines weiteren Wachstums des Geschäftes mit den Hauptkunden der Gesellschaft. Die Erich Jaeger-Gruppe hat im Jahr 2015 ihren Umsatz nochmals erheblich steigern können. Sie übertraf damit 2015 nochmals die beiden Vorjahre, die ihrerseits bereits die Besten in ihrer Unternehmensgeschichte waren. Der weitere Ausbau des Produktspektrums und die Gewinnung neuer Kunden in Europa, China, den USA und anderen Vertriebsgebieten in Wachstumsregionen stehen für die nächsten Jahre unverändert auf dem Programm der Erich Jaeger-Gruppe. Die Erschließung des amerikanischen Marktes wird durch die Errichtung einer Fertigungsstätte in Mexiko maßgeblich unterstützt. Schon in einigen Jahren sind wesentliche Umsatz- und Ergebnisbeiträge aus dieser Region zu erwarten. Für das Jahr 2016 rechnet die Geschäftsleitung mit einem weiteren Umsatzwachstum und guten Ergebnissen, wobei Belastungen aus den Anlaufkosten im Zusammenhang mit dem Aufbau der Fertigung in Mexiko entstehen werden. Die EW Hof-Gruppe entwickelt, produziert und vertreibt applikationsoptimierte Antriebslösungen. Als Sondermotorenbauer in der Anlagen- und Energietechnik konzentriert sich die EW Hof-Gruppe auf die individuellen Kundenanforderungen. Das Unternehmen fertigt unter anderem hochwertige Pitch-Motoren, die in Windkraftanlagen Anwendung finden. Weitere Umsatzträger sind die Bereiche e-Mobility und Maschinenbau. Die Produktion befindet sich bei der Tochtergesellschaft in Tschechien. Die Gesamtleistung erreichte mit 10,1 Mio. € zwar das Niveau des Vorjahres; sie lag im Zuge gesunkener Umsatzerlöse mit einem Hauptkunden jedoch deutlich unterhalb ihres Planwertes für 2015. Dies und erhebliche Friktionen in der Leistungserbringung führten dazu, dass die EW Hof-Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 nicht unerhebliche Verluste schrieb. Die Aussichten für das Jahr 2016 hängen entscheidend davon ab, dass und wie schnell anstehende Sanierungsmaßnahmen in Angriff genommen und erfolgreich umgesetzt werden können. Die FRAKO Kondensatoren- und Anlagenbau GmbH lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei Gesamtleistung und Erfolg leicht unter den Ist-Werten des Vorjahres. Die Gesamtleistung betrug 2015 19,2 Mio. € nach 20,6 Mio. € im Vorjahr. Für 2016 erwartet die Geschäftsleitung unter stabilen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen ein leichtes Umsatzwachstum und stabile Erfolgszahlen auf dem Niveau des abgelaufenen Jahres 2015. Die langfristige Strategie hängt von den bisher unklaren gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Blindleistungskompensation in Deutschland, der Stärkung des Vertriebs sowohl im Projektgeschäft als auch mit Partnern und der erfolgreichen Einführung neuer Produkte, unter anderem im Bereich Kondensatoren, ab. Die Gesamtleistung der KTS Kunststofftechnik Schmölln GmbH stieg kräftig an. Sie konnte wie schon im Vorjahr nochmals erheblich gesteigert werden und lag im Geschäftsjahr 2015 mit 7,2 Mio. € um gut 9 % über ihrem Vorjahreswert von 6,6 Mio. €. Die Ertrags- und Finanzlage der KTS ist dabei jedoch immer noch unbefriedigend; im Wesentlichen aufgrund der weiteren Altlastenbereinigung. Im Jahr 2015 wurde beschlossen, den Bereich Werkzeugbau erheblich zu verkleinern. Das Unternehmen rechnet für 2016 mit leicht steigenden Umsatzerlösen und verbesserten Erfolgszahlen, die aber noch von Einmaleffekten im Zusammenhang mit der Verkleinerung des Werkzeugbaus und von Maßnahmen zur Steigerung der Produktivität beeinflusst werden. Die OPUS Formenbau GmbH & Co. KG konnte im Geschäftsjahr 2015 nach der umzugsbedingten kurzen Wachstumspause des Vorjahres wieder an das erfolgreichste Jahr ihrer Firmengeschichte, 2013, anknüpfen. Die Umsatz- und Ertragszahlen des Unternehmens sind voll befriedigend. So betrug die Gesamtleistung 2015 5,2 Mio. € nach 4,9 Mio. € im Vorjahr, wobei gegenüber dem Vorjahr eine deutliche Verbesserung der EBIT-Marge auf ein respektables Niveau von größer 10 % erreicht werden konnte. Wir erwarten für die kommenden Jahre ein stetiges Umsatzwachstum bei sehr zufriedenstellenden Ergebnissen. Die Taller-Gruppe hat das Geschäftsjahr 2015 mit einer Gesamtleistung von 26,3 Mio. € gegenüber 27,1 Mio. € im Vorjahr und einem positiven Betriebsergebnis noch akzeptabel abgeschlossen. Der Ausblick der Geschäftsleitung der Taller-Gruppe für 2016 und die folgenden Jahre ist hinsichtlich Gesamtleistung vorsichtig optimistisch, setzt jedoch die positive Implementierung neuer Kunden und Produkte voraus. Zu dem angestrebten, ergebnisorientierten Wachstum sollen der Ausbau des OEM-Geschäfts und die Markteinführung neuer, innovativer Produkte in dieser Sparte entscheidend beitragen. Die im Zuge der Modernisierung der Betriebsausstattung getätigten Investitionen belasten das Betriebsergebnis aber auch noch in den kommenden Jahren, so dass nur mit einer leichten Zunahme der EBIT-Marge in naher Zukunft zu rechnen ist. Die im Geschäftsjahr 2013 gegründete frako power systems GmbH & Co. KG konnte sich auf dem Markt für Blockheizkraftwerke nicht wie erhofft erfolgreich durchsetzen. Die schwierigen gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Kraft-Wärme-Kopplung und die damit verbundenen niedrigen Umsatzerlöse in den letzten beiden Jahren haben die Geschäftsleitung in Abstimmung mit uns und dem Aufsichtsrat dazu bewogen, die Geschäftstätigkeit auf Dienstleistungen rund um die Planung von Blockheizkraftwerken zu verkleinern und die Vertriebsanstrengungen der Gesellschaft stark zu reduzieren. 4. Finanz- und Vermögenslage4.1 PortfolioentwicklungIm Zuge des 2012 vollzogenen Konzernstrategiewechsels werden Zukäufe im Beteiligungsportfolio nur noch zur gezielten Ergänzung bestehender Wertschöpfungsketten bei unseren bestehenden Tochterunternehmen verfolgt. Wir wollen unsere Beteiligungen langfristig halten und erfolgreich weiterentwickeln. Vor diesem Hintergrund gab es auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wiederum keine Neuinvestitionen im Beteiligungsbereich. 4.2 Investitionenscroll
Der Konzern zeigt im abgelaufenen Geschäftsjahr eine gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert hohe Investitionstätigkeit. Hierin spiegeln sich Modernisierungen der Betriebsausstattung sowie Automatisierungen zur Produktivitätssteigerung bei unseren Tochterunternehmen wider. 4.3 Finanzlage4.3.1 FinanzstrategieDie Finanzlage des Konzerns ist unverändert stabil und erlaubt uns auch weiterhin - im Interesse unserer Aktionäre - eine renditeorientierte Dividendenpolitik zu verfolgen. Die Sicherung der Liquidität aller operativen Einheiten des Konzerns hat für uns unverändert oberste Priorität. Freie Liquidität der AdCapital AG wird von uns in Zahlungsmitteln gehalten, um eine jederzeitige Verfügbarkeit der finanziellen Mittel sicherzustellen und Bewertungsrisiken auszuschließen. Die Finanzbedarfe der einzelnen Konzernunternehmen werden im Inland bisher nahezu ausschließlich durch Bereitstellung von Eigenkapital, Gesellschafterdarlehen und die Einbeziehung in das Cash-Pool-System der AdCapital AG gedeckt. Dies wird sich in den kommenden Jahren verändern. Im Zuge einer Neuausrichtung unserer Finanzstrategie werden wir den Verschuldungsgrad des AdCapital-Konzerns systematisch erhöhen und eine unter Shareholder-Value-Gesichtspunkten optimierte Eigenkapitalquote aufrechterhalten. Der im Anhang ausgewiesene Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist eine erste Folge dieses Strategiewechsels. Umfangreiche Kreditpotenziale, die uns hierzu aufgrund unserer zweifelsfreien Bonität jederzeit zur Verfügung stehen, ermöglichen es uns, diesen Wechsel der Finanzierungsstrategie zu günstigen Konditionen in Zukunft zeitnah und in jeweils optimalem Umfang umzusetzen. 4.3.2 KapitalstrukturDer AdCapital-Konzern weist folgende Kapitalstruktur auf: scroll
Der Konzern weist eine unverändert hohe Eigenkapitalquote aus. 4.3.3 Cashflow / Verkürzte KapitalflussrechnungDer Cashflow des Konzerns entwickelte sich wie folgt: scroll
Wegen Einzelheiten verweisen wir auf die Kapitalflussrechnung. 4.3.4 Cash-Pool-SystemAlle wesentlichen inländischen Gesellschaften des Konzerns sind in das Cashpooling des AdCapital-Konzerns einbezogen. Das Cash-Pool-System des Konzerns sichert den konzernzugehörigen Gesellschaften die zinsgünstige und unbürokratische Betriebsmittelfinanzierung. Es vermeidet darüber hinaus den Aufbau teurer und unnötiger flüssiger Mittel auf Ebene der Tochterunternehmen. 4.4 Vermögenslagescroll
Die Vermögenslage im Konzern ist unverändert durch eine hohe Liquidität der Vermögenswerte geprägt. Die von uns aufrechterhaltene, renditeorientierte Dividendenpolitik führte bei der gegebenen Finanzlage des Konzerns zu einem erheblichen Rückgang der liquiden Mittel. 4.5 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen LageDie Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ist geordnet. Aufgrund des im Geschäftsjahr 2012 vollzogenen Strategiewechsels ist der angemessene Vermögens- und Liquiditätsumfang entsprechend gesunken. Die AdCapital-Gruppe wird ihre Aufgaben, insbesondere die Finanzierung ihrer Beteiligungsunternehmen, auch in Zukunft mit den ihr zur Verfügung stehenden Finanzmitteln sowie den in Zukunft an Bedeutung gewinnenden externen Finanzierungsquellen erfolgreich wahrnehmen können. Für den Fall größerer Erweiterungsinvestitionen, wie den Zukauf neuer Beteiligungen, stehen uns erforderlichenfalls weitere Finanzierungsquellen zur Verfügung. Die Eigenkapitalquote im Konzern sowie auf Ebene der AdCapital AG ist überdurchschnittlich hoch. Strategisch wie operativ wurde im Geschäftsjahr 2015 der eingeschlagene Weg der Professionalisierung der Beteiligungsunternehmen auf allen Ebenen und Funktionen konsequent weiterverfolgt. Das erklärte Ziel ist es, durch schlüssige Unternehmensstrategien, Verbesserungen der internen Aufbau- und Ablauforganisationen und die stetige Weiterentwicklung bestehender und die Einführung neuer Produkte und Produktgruppen die Wettbewerbsfähigkeit der Beteiligungsunternehmen sowie deren Rentabilität dauerhaft auf ein zufriedenstellendes Niveau zu heben. 5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren5.1 MitarbeiterZum 31. Dezember 2015 beschäftigte die AdCapital AG 4 (Vorjahr: 4) Mitarbeiter. Im AdCapital-Konzern waren 2015 durchschnittlich 1.275 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 1.302). Der Rückgang der durchschnittlichen Beschäftigtenzahl ist hauptsächlich auf den Personalabbau im Zuge verschiedener Maßnahmen zur Steigerung der Rentabilität unserer Beteiligungsunternehmen zurückzuführen. Die Zahl der Auszubildenden liegt bei 41 (Vorjahr: 37). Mit seinen Ausbildungsplätzen sorgen die Unternehmen für den Nachwuchs an qualifizierten Fachkräften und leisten damit gleichzeitig einen Beitrag, den Jugendlichen in Deutschland eine Zukunftsperspektive zu bieten. Auswahl, Förderung, Weiterbildung und Bindung von Mitarbeitern spielen für unsere Personalpolitik die zentrale Rolle. An dieser Stelle hilft die Holding mit Methoden und Werkzeugen, schafft Plattformen für den Austausch und hat ein nachhaltiges Personalentwicklungskonzept etabliert. Eine gute Aus- und Fortbildung ist Voraussetzung für den Erfolg der AdCapital AG und ihrer Beteiligungen. Wir achten darauf, neue Stellen mit gut ausgebildeten Mitarbeitern zu besetzen sowie erfahrene Mitarbeiter, die sich durch ihre Kompetenz sowie Professionalität auszeichnen, als Schlüsselpersonen langfristig an das Unternehmen zu binden. Ein gemeinsames Verständnis aller in der Gruppe tätigen Geschäftsführer für die qualifizierte Förderung unserer Mitarbeiter und ihre Beteiligung am betrieblichen Erfolg schafft die Grundlage für die Identifikation der Mitarbeiter mit den Unternehmen der AdCapital-Gruppe. 5.2 Forschung und EntwicklungDie Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im Konzern betrugen im Geschäftsjahr 2015 2,0 Mio. € (Vorjahr: 2,2 Mio. €) und fielen vor allem bei der FRAKO und der Taller-Gruppe an. 6. Risikobericht6.1 Chancen- und RisikomanagementsystemUnsere Chancen- und Risikopolitik entspricht unserer Strategie, nachhaltig Erträge sowie Wertsteigerungen aus unseren operativen Unternehmensbeteiligungen zu erzielen. Dementsprechend vermeiden wir unangemessene Risiken. Die grundsätzliche Risikopolitik wird durch den Vorstand in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat vorgegeben. Unser Überwachungssystem zur Früherkennung von den Fortbestand der Gesellschaft gefährdenden Entwicklungen besteht aus verschiedenen Informations- sowie Kontrollsystemen, mit denen wir den aktuellen Anforderungen gerecht werden. Dabei werden sowohl qualitative als auch quantitative Kriterien zur Früherkennung von Risiken beobachtet. 6.2 Risikofaktoren aus dem operativen Geschäft der Konzern- und Tochtergesellschaften6.2.1 AusfallrisikoAuf operativer Ebene werden Ausfallrisiken bei unseren Kunden im Rahmen eines effizienten Forderungsmanagements durch die Handhabung von Kreditgenehmigungen sowie die Festlegung von Kreditobergrenzen und weiteren Kontrollverfahren auf ein unvermeidliches Maß begrenzt. In geeigneten Fällen werden Warenkreditversicherungen zum Schutz vor Forderungsausfällen abgeschlossen. In Einzelfällen wird mit Kunden eine Lieferung gegen Vorauskasse vereinbart. 6.2.2 Risiko aus dem operativen GeschäftSowohl auf der Einkaufs- als auch auf der Verkaufsseite stehen den Konzernunternehmen häufig deutlich größere Partner gegenüber, so dass die Verhandlungsmacht beschränkt ist. Die Konzernunternehmen sind grundsätzlich bemüht, die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten oder Kunden zu vermeiden beziehungsweise zu minimieren. Bei einzelnen Konzernunternehmen bestehen allerdings starke Abhängigkeiten von Großkunden. Auf der Beschaffungsseite wird das mögliche Belieferungs- beziehungsweise Ausfallrisiko des Lieferanten durch entsprechende Abnahme- beziehungsweise Belieferungsvereinbarungen zwischen Lieferant und der AdCapital-Tochtergesellschaft gesteuert. Das Risiko, dass ein Zulieferant vollständig ausfällt und nicht rechtzeitig durch einen Drittlieferanten ersetzt werden kann, schätzen wir derzeit als gering ein. Weiterhin können stark schwankende Rohstoffpreise, insbesondere für Kupfer und Messing, zu erheblichen wirtschaftlichen Belastungen operativer Tochtergesellschaften führen. Hier werden zum einen Abnahmeverträge mit Lieferanten geschlossen, die feste Kaufpreise für bestimmte Absatzmengen garantieren. Auf der anderen Seite werden mit Kunden Kaufpreisanpassungsklauseln (Materialteuerungszuschläge) vereinbart, mit denen das Rohstoffpreisrisiko auf den Kunden überwälzt wird. 6.2.3 Zins- und WährungsrisikenAuf Ebene der Einzelgesellschaften bestehen relativ geringe Zinsrisiken, da die Gesellschaften Bankkredite nur in verhältnismäßig geringem Umfang in Anspruch nehmen. Währungsrisiken des Konzerns resultieren aus Transaktionen der Konzerngesellschaften in unterschiedlichen Währungen. Insbesondere sind hiervon die Lieferungen von ausländischen Produktionsgesellschaften an deutsche Vertriebsgesellschaften betroffen. Der zum Jahreswechsel 2014/15 zu beobachtende signifikante Rückgang des Eurokurses gegenüber den für unseren Konzern wichtigen Währungen birgt ein erhebliches Risiko für das Ergebnis, insbesondere unserer in China tätigen Jaeger-Gruppe, die mit dem Abschluss von Termingeschäften abgesichert werden. 6.2.4 Liquidität der BeteiligungenDie Liquidität der Beteiligungen wird durch den operativen Cashflow der Gesellschaften und mittels Bereitstellung von Eigen- oder Fremdkapital durch die AdCapital AG sowie in noch geringem Umfang durch Finanzinstitute gedeckt. Die Liquidität der Gesellschaften wird laufend überwacht. Wesentliche Investitionsentscheidungen stehen unter dem Zustimmungsvorbehalt der AdCapital AG. 6.2.5 Sonstige RisikenAus einem Immobilienleasingvertrag einer ehemaligen Beteiligung der AdCapital AG bestehen für uns mittelbare Risiken aus einer Bürgschaft von bis zu 2,6 Mio. €. Die für diese Bürgschaft bei der AdCapital AG bisher gebildete Rückstellung konnte im Geschäftsjahr vollständig aufgelöst werden, nachdem nur noch ein geringes Rest-Risiko der Inanspruchnahme besteht. Es bestehen bei einzelnen Beteiligungen (wechselseitige) Abhängigkeiten mit Großkunden, die zu einem dauerhaften Margendruck führen. Darüber hinaus ist damit die wirtschaftliche Entwicklung dieser Beteiligungen eng mit der des Kunden verknüpft. Weitere, durch bilanzielle Bewertungsabschläge unseres Erachtens allerdings ausreichend berücksichtigte Bewertungsrisiken könnten sich insbesondere bei unseren Bestandsimmobilien ergeben. Hierbei ist besonders dem möglichen Ausfall von Mietern Beachtung zu schenken. Auch sind die Verwertungschancen für die Gewerbeimmobilien, die sich vorwiegend in strukturschwachen Regionen Deutschlands befinden, grundsätzlich schwierig. 6.2.6 Risikofaktoren aus Geld- und WertpapieranlagenDie zum Bilanzstichtag verbliebenen Geldanlagen bestehen bei der BW-Bank sowie der Deutschen Bank. Aufgrund des Verkaufs unserer Restbestände an Wertpapieren Anfang Februar 2014 bestehen keine Risikofaktoren mehr aus Geld- und Wertpapieranlagen. 6.3 Gesamtaussage zur Risikosituation des KonzernsAuf Basis der durchgeführten Risikobewertung bestehen zurzeit nach Auffassung des Vorstands keine materiellen oder bestandsgefährdenden Risiken für den AdCapital-Konzern. Das Unternehmen ist von der Werthaltigkeit seiner Einzelbeteiligungen abhängig. Die erkennbaren Risiken wurden nach umfassenden, kontinuierlichen Einzelanalysen aller Beteiligungen auf Basis der Einzelabschlüsse durch Bewertungsabschläge auf die betreffenden Vermögensgegenstände und die Bildung von angemessenen Rückstellungen berücksichtigt. 7. NachtragsberichtZu Vorgängen von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der AdCapital AG beziehungsweise auf den AdCapital-Konzern ausgehen kann, berichten wir wie folgt: Im Zuge der in der EW Hof-Gruppe im Geschäftsjahr 2015 eingetretenen, nicht unerheblichen Verluste prüft die Geschäftsleitung des Unternehmens mit unserer und externer Unterstützung derzeit intensiv diverse Handlungsoptionen zur nachhaltigen Sanierung des Unternehmens. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses gehen wir und die Geschäftsleitung davon aus, dass eine Sanierung der EW Hof-Gruppe erfolgen kann. Die Jahresabschlüsse der Unternehmen der EW Hof-Gruppe wurden daher unter der Annahme der Unternehmensfortführung erstellt. Sollte die Geschäftsleitung auf Basis der gegebenen Handlungsoptionen wider Erwarten zu dem Ergebnis kommen, dass eine Sanierung der Gruppe nicht als erfolgsversprechend einzustufen ist, ist im Zuge der dann notwendigen Abkehr von der Annahme der Unternehmensfortführung im Geschäftsjahr 2016 mit einer Belastung des Konzernergebnisses von bis zu 4 Mio. € zu rechnen. Desweiteren ist unmittelbar vor Abschluss der Erstellungsarbeiten zu diesem Konzernabschluss ein mittelbares Prozessrisiko wegen angeblich mangelhafter Motorenlieferungen bekannt geworden. Die Klage, die gegen einen Kunden von EW Hof erhoben wurde und im Verhältnis zu welcher die EW Hof als Streitverkündete betroffen ist, halten wir nach einer rechtsanwaltlichen Beurteilung für unbegründet. 8. AbhängigkeitsberichtZwischen dem mit über 50 % beteiligten Aktionär Herrn Günther Leibinger und der AdCapital AG besteht kein Beherrschungsvertrag. Herr Leibinger ist auch an anderen Unternehmen beteiligt. Daher war der Vorstand der AdCapital AG zur Aufstellung eines Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG verpflichtet. Der Vorstand erklärt, dass die AdCapital AG nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt bekannt waren, in denen das Rechtsgeschäft vorgenommen oder die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt und dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt wurde. 9. Chancen- und Prognosebericht9.1 Erwartete Entwicklung der Ertrags- und FinanzlageDie in Abschnitt 2, Wirtschaftliche Rahmenbedingungen, beschriebenen, insgesamt positiven Konjunkturaussichten in Deutschland, Europa, China und der Welt dürften dazu beitragen, dass unsere insgesamt verhalten positiven Erwartungen für 2016 eintreffen. Für 2016 erwarten wir einen hauptsächlich von der Erich Jaeger-Gruppe getragenen Anstieg der Gesamtleistung. Das operative Ergebnis erwarten wir aufgrund der Eliminierung beziehungsweise Reduzierung verlustbehafteter Geschäfte gegenüber 2015 leicht verbessert. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Erich Jaeger signifikante Aufwendungen für den Aufbau der Fertigung in Mexiko im Jahr 2016 zu tragen hat. Angesichts der Lage der EW Hof-Gruppe steht diese Annahme jedoch unter dem Vorbehalt, dass die EW Hof-Gruppe oder der Konzern von den unter Abschnitt 7. Nachtragsbericht beschriebenen Risiken nicht in einem für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlichen Umfang beeinträchtigt wird. Weiterhin gehen wir bei unserer Prognose davon aus, dass die geo- und europapolitischen Risiken nicht zum Tragen kommen, somit keinen wesentlichen negativen Einfluss auf die konjunkturelle Entwicklung in den für uns relevanten Absatz- und Beschaffungsmärkten haben werden. Unser nach dem Verkauf der Wertpapierbestände ausschließlich in liquiden Mitteln bestehendes Finanzvermögen wird uns zukünftig keine nennenswerten Finanzerträge einbringen. Zusammengefasst gehen wir davon aus, im Jahr 2016 ein positives und gegenüber dem Geschäftsjahr 2015 leicht verbessertes Jahresergebnis erzielen zu können. Unsere Prognosen des Vorjahres sind aufgrund eingetretener, in diesem Umfang nicht vorhersehbarer Verluste der EW Hof-Gruppe nicht wie erwartet eingetreten. 9.2 Chancen und RisikenMegatrends wie die weitere Industrialisierung der Schwellenländer in Asien oder die in Deutschland eingeleitete Energiewende bieten zusätzliche Chancen für das operative Geschäft unserer Beteiligungen. Insbesondere in den Wachstumsmärkten der alternativen Energiegewinnung sowie der Optimierung des Energieverbrauchs bei industriellen Anwendungen haben wir uns bereits als Zulieferer positioniert und werden weitere Chancen nutzen, um mit innovativen Produkten sowie Dienstleistungen am Wachstum in diesem Industriesegment zu partizipieren. 10. SchlussbemerkungenDieser Geschäftsbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen. Diese Aussagen sind erkennbar durch Formulierungen wie beispielsweise "erwarten", "planen", "einschätzen", "werden" oder ähnliche Begriffe. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf unseren Erwartungen beziehungsweise den Erwartungen der Prognoseexperten des Euro-Systems auf der Basis bestimmter Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs der AdCapital AG liegen, beeinflussen die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse des AdCapital-Konzerns. Diese Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen des AdCapital-Konzerns wesentlich von in zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit enthaltenen Angaben zu Ergebnissen, Erfolgen oder Leistungen abweichen können.
Tuttlingen, 11. März 2016 AdCapital AG Hans-Jürgen Döringer Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr 2015 entsprechend den ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben überwacht und beratend begleitet. Er hat sich im Berichtsjahr anhand schriftlicher und mündlicher Berichte des Vorstands in vier Sitzungen, in Besprechungen einzelner Aufsichtsratsmitglieder mit dem Vorstand sowie fernmündlich eingehend über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns, den Geschäftsverlauf sowie über grundlegende Fragen der Geschäftspolitik unterrichten lassen. Gegenstand der Berichterstattung und der Beratungen waren insbesondere die laufende Geschäftsentwicklung der AG und der konzernangehörigen Gesellschaften, die laufende Überprüfung der bestehenden operativen Engagements sowie das Risikomanagementsystem. Schwerpunkte der Beratungen des Geschäftsjahres 2015 betrafen Fragen über die zukünftige Ausrichtung verschiedener Beteiligungsunternehmen. Zu nennen sind die Konzeption und Umsetzung des Aufbaus einer Fertigungsstätte der Erich Jaeger-Gruppe in Mexiko im Zuge der Erschließung des nordamerikanischen Marktes, die Reduzierung des Geschäftsumfangs der im Geschäftsjahr 2013 gegründeten frako power systems GmbH & Co. KG auf das Dienstleistungs- und Servicegeschäft, die strategische Verkleinerung des Werkzeugbaus der KTS sowie Fragen der Aufbau- und Ablauforganisation und der wirtschaftlichen Entwicklung der EW Hof-Gruppe. Ebenfalls thematisiert wurden diverse Wechsel in den Geschäftsführungen der Unternehmen Taller, EW Hof und FRAKO. Desweiteren wurden Geschäftsstrategieoptionen diskutiert, um die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit unserer Beteiligungen auf Dauer zu gewährleisten. Hiervon betroffen sind insbesondere die Unternehmen Taller und FRAKO. Außerdem wurden Vorschläge des Vorstands besprochen, durch die Veräußerung nicht betriebsnotwendiger Vermögenswerte zusätzliche liquide Mittel zur Flankierung der renditeorientierten Dividendenpolitik der AdCApital AG zu generieren. Alle Geschäfte, die aufgrund gesetzlicher oder satzungsgemäßer Bestimmungen der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, sind dem Aufsichtsrat zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt worden. Der Aufsichtsrat konnte sich davon überzeugen, dass der Vorstand die Geschäfte ordnungsgemäß führt. Der Vorstand hat die Aufsichtsratsvorsitzende laufend über alle wichtigen Geschäftsvorfälle und die Entwicklung der Finanzkennzahlen informiert. Ausschüsse des Aufsichtsrats wurden nicht gebildet. Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses 2015Die von der Hauptversammlung der AdCapital AG am 19. Mai 2015 als Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer gewählte Baker Tilly Roelfs AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, wurde von der Aufsichtsratsvorsitzenden schriftlich mit der Prüfung der Rechnungslegung beauftragt, nachdem sie der Aufsichtsratsvorsitzenden schriftlich bestätigt hatte, dass keine Umstände bestehen, die ihre Unabhängigkeit als Abschlussprüfer beeinträchtigen könnten. Die Buchführung, der Jahresabschluss und der Konzernabschluss der AdCapital AG zum 31. Dezember 2015 sowie der Konzernlagebericht wurden vom Abschlussprüfer geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss der AdCapital AG, den Konzernlagebericht sowie den Abhängigkeitsbericht geprüft. Die die Prüfungstestate unterzeichnenden Wirtschaftsprüfer haben an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 22. März 2016 teilgenommen, ausführlich über die Prüfung des AG- und Konzernabschlusses berichtet und die vom Aufsichtsrat gestellten Fragen beantwortet. Der Aufsichtsrat hat die vom Vorstand aufgestellten Jahresabschlüsse der AdCapital AG sowie des AdCapital-Konzerns in der Bilanzsitzung ausführlich erörtert. Der Aufsichtsrat erklärt hiernach, dass nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen zu erheben sind und er den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Konzernabschluss zum 31.12.2015 sowie den Konzernlagebericht 2015 billigt. Der Jahresabschluss der AdCapital AG zum 31. Dezember 2015 wurde damit festgestellt. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividende in Höhe von 0,40 € je Aktie auszuschütten. AbhängigkeitsberichtDer Vorstand hat einen Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG erstellt und dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt. Der Abhängigkeitsbericht wurde gemäß § 313 AktG auch vom Abschlussprüfer geprüft. Beanstandungen haben sich nicht ergeben. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis des Abschlussprüfers an. Aufsichtsrat und Abschlussprüfer haben danach befunden, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war und 3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen. Nach dem abschließenden Ergebnis der eigenen Prüfung des Abhängigkeitsberichts ist der Aufsichtsrat der Ansicht, dass die Feststellungen des Vorstands zutreffend sind und daher keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Ende des Berichts zu erheben sind. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Geschäftsführern sowie allen konzernangehörigen Mitarbeitern für die geleistete Arbeit.
Tuttlingen, 22. März 2016
Dr. Sonja Leibinger, Vorsitzende des Aufsichtsrats Konzern-Bilanz der AdCapital AG, Tuttlingen, zum 31. Dezember 2015Alle Angaben in T€AKTIVAscroll
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Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der AdCapital AG, Tuttlingen, für das Geschäftsjahr 2015Alle Angaben in T€scroll
Konzerneigenkapitalspiegel der AdCapital AG zum 31.12.2015Alle Angaben in TEURscroll
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Konzernkapitalflussrechnung der AdCapital AGscroll
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Konzernanhang für das Geschäftsjahr 20151. Allgemeine Informationen zum UnternehmenDie AdCapital AG ist eine Industrieholding mit Investitionsschwerpunkt auf den Branchen Elektrotechnik, Metall- und Kunststoffverarbeitung, Maschinen- und Werkzeugbau sowie Automotive. Die AdCapital AG ist im Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart unter der Nummer HRB 225669 eingetragen. Seit dem 27. August 2010 wird die Aktie im Entry Standard geführt. Die Gesellschaft fällt daher nicht unter die für kapitalmarktorientierte Unternehmen im Sinne von § 264 d HGB geltenden Vorschriften des HGB. Sitz der AdCapital AG ist in Deutschland, 78532 Tuttlingen, Daimlerstraße 14. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden2.1 Grundlagen für die Erstellung des AbschlussesDie im Konzernabschluss verwandte Währung ist EUR (€). Die Angaben im Konzernabschluss erfolgen grundsätzlich in TEUR (T€). Nach § 290 HGB hat die AdCapital AG einen Konzernabschluss sowie einen Konzernlagebericht zu erstellen. Der Konzernabschluss der AdCapital AG zum 31. Dezember 2015 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs und des Aktiengesetzes aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden Posten der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Konzernanhang gesondert ausgewiesen. Im Interesse der Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke wie auch die Vermerke, welche wahlweise in der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang vorzunehmen sind, insgesamt im Anhang dargestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 2.2 Angewandte Bilanzierungs- und BewertungsmethodenSelbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben. Der aktivierte Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung wird über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren, noch bis einschließlich des Jahres 2020, abgeschrieben. Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Zur Bemessung der Abschreibungen werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt: Gebäude 10 bis 50 Jahre, technische Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 15 Jahre. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und im Anlagespiegel als Abgang ausgewiesen. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, falls dies notwendig ist, um immaterielle Vermögensgegenstände oder Sachanlagen mit einem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Stichtag beizulegen ist. Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert erfolgt, wenn dieser voraussichtlich von Dauer ist. Bei den Vorräten erfolgt der Wertansatz der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren zu durchschnittlichen Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten beziehungsweise zum niedrigeren Börsen- oder Marktpreis oder am Bilanzstichtag beizulegenden Wert. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet worden. Diese beinhalten Material- und Fertigungseinzelkosten, Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Zuschläge für Material- und Fertigungsgemeinkosten. Die anteiligen Abschreibungen auf Fertigungsanlagen sowie Verwaltungskosten des Material- sowie Fertigungsbereichs sind ebenfalls in den Herstellungskosten enthalten. Bestandsrisiken aus mangelnder Gängigkeit oder langen Lagerreichweiten werden durch Abwertungen berücksichtigt. Die Bewertung der Forderungen erfolgt zum Nominalbetrag. Den Wertminderungen zweifelhafter beziehungsweise uneinbringlicher Forderungen wird durch entsprechende Einzelwertberichtigungen in ausreichendem Maße Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Auf eine Abzinsung unverzinslicher oder niedrig verzinslicher Forderungen wurde wegen Geringfügigkeit beziehungsweise kurzer Restlaufzeiten verzichtet. Sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung der Art des Vermögensgegenstands, ausgehend von den Anschaffungskosten beziehungsweise dem Nennwert, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen, bewertet. Grundlage für die Bewertung der Wertpapiere des Umlaufvermögens sind die Anschaffungskosten einschließlich der Nebenkosten. Eine Abschreibung erfolgt auf Basis des niedrigeren beizulegenden Werts (Börsen- oder Marktpreis) zum Abschlussstichtag unter Berücksichtigung der Verkaufsspesen. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit dem Barwert. Die Vorschriften des BilMoG und die damit einhergehenden Zuführungsbeträge wurden vollständig zum 1. Januar 2010 berücksichtigt. Für die Bewertung wurde die Projected-Unit-Credit-Methode mit den Richttafeln "2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Für die Berechnung der Rückstellungen wird ein Rententrend zwischen 1,0 und 1,5 % zugrunde gelegt. Soweit ein Gehaltstrend zu berücksichtigen war, wurde dieser mit 2,5 % p.a. angesetzt. Für die Abzinsung werden die gemäß § 253 Abs. 2 Satz 4 HGB von der Deutschen Bundesbank ermittelten und monatlich veröffentlichten Zinssätze angewandt (aktuell: zwischen 3,29 und 3,91 %, im Vorjahr 4,6 %). Hierbei wird in drei von vier Fällen von den betriebsindividuellen durchschnittlichen Restlaufzeiten der Pensionsansprüche ausgegangen. In einem Fall konnte die in § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB vorgesehene durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt werden. Gemäß § 246 Abs. 2 HGB erfolgt eine Saldierung von Schulden mit Vermögensgegenständen, soweit diese ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind. In einem Fall wurde eine Pensionsverpflichtung gemäß den abgeschlossenen Pensionsvereinbarungen (Gehaltsumwandlungen) in Höhe der mitgeteilten Aktivwerte der abgeschlossenen kapitalgedeckten Lebensversicherungen zum Stichtagswert angesetzt. Die diesbezüglichen Forderungen und Verbindlichkeiten und die damit im Zusammenhang stehenden Aufwendungen und Erträge stellen eine Bewertungseinheit im Sinne § 254 Satz 1 HGB dar. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Verbindlichkeiten sind zu ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag bilanziert. Rückstellungen oder unverzinsliche Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden ihrer Restlaufzeit entsprechend mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Latente Steuern werden nach dem sogenannten Temporary Concept gebildet. Aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge werden nicht gebildet. Aktive und passive latente Steuern werden insgesamt saldiert. Bei Vorliegen eines rechnerischen Überhangs von aktiven latenten Steuern wird dieser nicht bilanziert, es sei denn, es besteht gemäß § 306 HGB eine Aktivierungspflicht. 2.3 Konsolidierungskreis und -methodenDer Konzernabschluss beinhaltet die AdCapital AG, Tuttlingen, sowie die wesentlichen verbundenen Unternehmen, bei denen die AdCapital AG unmittelbar oder mittelbar 50 % oder mehr der Stimmrechte hält oder auf andere Weise einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Somit waren in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 neben der AdCapital AG insgesamt unverändert gegenüber dem Vorjahr 20 Gesellschaften einzubeziehen. Es werden insgesamt sieben Gesellschaften mit geringem Geschäftsvolumen beziehungsweise ohne Geschäftsbetrieb unter Anwendung des § 296 Abs. 2 HGB wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Auch bei zwei assoziierten Gesellschaften wird auf die Einbeziehung auf der Grundlage der Equity-Methode wegen Unwesentlichkeit verzichtet. Eine vollständige Auflistung der konsolidierten Unternehmen ist im Anhang gesondert enthalten. Grundlage für den Konzernabschluss sind die nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellten Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden sind dementsprechend nach den für alle Konzernunternehmen einheitlich geltenden Konzernbilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien angesetzt worden. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 HGB nach der Erwerbsmethode. Die während des Jahres erworbenen oder verkauften Beteiligungen werden ab dem tatsächlichen Erwerbszeitpunkt beziehungsweise bis zum tatsächlichen Abgangszeitpunkt in den Konzernabschluss aufgenommen. Die Anschaffungskosten einer Unternehmenstransaktion werden nach den beizulegenden Zeitwerten der hingegebenen Vermögenswerte und der eingegangenen oder übernommenen Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt, zuzüglich der direkt zurechenbaren Erwerbskosten, bemessen. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbenen, identifizierbaren Vermögenswerte sowie die übernommenen Verbindlichkeiten werden mit den beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang etwaiger Minderheitsanteile am Eigenkapital. Der Überschuss der Anschaffungskosten der Unternehmensakquisition über den Nettowert der anteiligen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wird als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen. Alle konzerninternen Geschäftsvorfälle und Salden werden im Rahmen der Konsolidierung vollständig eliminiert. Zwischenergebnisse im Sinne von § 304 HGB werden eliminiert, soweit diese nicht von untergeordneter Bedeutung sind. 3. WährungsumrechnungDie Aktiv- und Passivposten der in fremder Währung aufgestellten Abschlüsse der Tochtergesellschaften werden, mit Ausnahme des Eigenkapitals, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden jeweils zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die aus der Währungsumrechnung resultierenden Differenzen werden innerhalb des Eigenkapitals unter dem "Ausgleichsposten aus Fremdwährungsumrechnung" gesondert ausgewiesen. Währungsumrechnungsdifferenzen aus den Schuldenkonsolidierungen werden grundsätzlich erfolgswirksam behandelt und in die sonstigen betrieblichen Erträge beziehungsweise Aufwendungen eingestellt. 4. Angaben und Erläuterungen zur Konzernbilanz4.1 AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens ist im Konzernanlagespiegel dargestellt. Zugänge erstmals konsolidierter Gesellschaften beziehungsweise Abgänge von veräußerten Gesellschaften werden unter den Anschaffungskosten und unter den Abschreibungen gesondert ausgewiesen. Das Anlagevermögen gliedert sich wie folgt: scroll
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben. Der Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung betrifft die FRAKO Kondensatoren- und Anlagenbau GmbH. Für den Firmenwert der FRAKO Kondensatoren- und Anlagenbau GmbH wird aufgrund konstanter Rahmenbedingungen nach Erwerb des Unternehmens, insbesondere fortbestehender Absatz- und Beschaffungsverträge sowie des langlebigen Produktportfolios, eine Nutzungsdauer von 15 Jahren, das heißt bis 2020, zugrunde gelegt. scroll
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4.2 VorräteDie Vorräte gliedern sich wie folgt: scroll
4.3 Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gliedern sich wie folgt: scroll
4.4 WertpapiereBei den Wertpapieren handelt es sich um den Restbestand an sonstigen Wertpapieren aus dem aufgegebenen Bereich Asset Management. 4.5 ZahlungsmittelIn den Zahlungsmitteln in Höhe von 13.638 T€ (Vorjahr 22.684 T€) sind Kassenbestände, Postbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten sowie Schecks enthalten. 4.6 RechnungsabgrenzungspostenDer Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 342 T€ (Vorjahr 292 T€) beinhaltet Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen. Disagio ist wie schon im Vorjahr keines enthalten. 4.7 EigenkapitalAuf die gesonderte Darstellung der Veränderung des Eigenkapitals wird verwiesen. Gezeichnetes Kapital und KapitalrücklageDas Grundkapital beträgt unverändert gegenüber dem Vorjahr 41.700 T€. Das Grundkapital ist in 14.000.000 nennwertlose Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) eingeteilt, die auf den Inhaber lauten. Jede Aktie hat einen rechnerischen Anteil am Grundkapital in Höhe von 2,98 € (Vorjahr: 2,98 €). Im Umlauf befindliche AktienIm Jahr 2009 wurden 371.116 eigene Aktien erworben und in Höhe der Anschaffungskosten von 2.269 T€ direkt gegen die Gewinnrücklagen verrechnet. Der Betrag am Grundkapital beträgt 1.105 T€. Im Geschäftsjahr 2015 hat die AdCapital AG damit begonnen, die eigenen Aktien interessewahrend und kursschonend an der Börse zu veräußern. Zum Bilanzstichtag sind 119.053 Stück eigene Aktien zu einem Verkaufserlös von 586 T€ bereits veräußert worden. Der Verkaufserlös wurde ohne Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung direkt in die Gewinnrücklagen eingestellt. Es werden danach insgesamt noch 252.063 Aktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital in Höhe von 751 T€ von der AdCapital AG selbst gehalten. Dies entspricht einem Anteil von 1.8 % am Grundkapital. Somit befinden sich zum Bilanzstichtag 13.747.937 Aktien im Umlauf. Die Kapitalrücklage beträgt unverändert gegenüber dem Vorjahr 4.592 T€. 4.8 Erwirtschaftetes KonzerneigenkapitalDie Gewinnrücklagen und das erwirtschaftete Konzerneigenkapital betragen 24.051 T€ (Vorjahr 29.747 T€). Gegenüber dem Vorjahr erfolgt der Ausweis der Gewinnrücklagen in Übereinstimmung mit dem Einzelabschluss der AdCapital AG. Die betreffende Umgliederung erfolgte in das erwirtschaftete Konzerneigenkapital in Form einer Anpassung der Vorjahreswerte. Das erwirtschaftete Konzerneigenkapital beinhaltet nunmehr die Jahresergebnisse der Konzernunternehmen (ohne Fremdanteile an den Jahresergebnissen), die eigenkapitalwirksamen Konsolidierungsbuchungen sowie die Entnahmen aus den Gewinnrücklagen der AdCapital AG abzüglich der ausbezahlten Dividenden an die Aktionäre der AdCapital AG sowie an die beteiligten Fremdgesellschafter. Wegen Einzelheiten verweisen wir auf den Eigenkapitalspiegel. 4.9 Ausgleichsposten aus FremdwährungsumrechnungUnterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung haben sich für ausländische Beteiligungen in Tschechien, der Türkei, den USA, China und Hongkong ergeben. 4.10 Anteile anderer GesellschafterDie Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital der einbezogenen Tochterunternehmen betreffen insbesondere die Jaeger Poway Automotive Systems Ltd. (Shenzhen), die Jaeger Poway Ltd. und die OPUS Formenbau GmbH & Co. KG. 4.11 Rückstellungenscroll
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen berücksichtigen Ansprüche von (ehemaligen) Geschäftsführern und Mitarbeitern diverser Konzerngesellschaften. Erfüllungsbeträge für Pensionsverpflichtungen wurden mit dem Zeitwert der bestehenden Rückdeckungsversicherung saldiert, sofern die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 HGB beziehungsweise die Voraussetzungen für die Zusammenfassung zu einer Bewertungseinheit vorlagen. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände ergeben sich aus den in der Vergangenheit ratierlich zugeführten Beiträgen zur Rückdeckungsversicherung. scroll
Die Pensionsauszahlungen im Konzern betrugen im Berichtsjahr 228 T€ (Vorjahr: 225 T€). Die Steuerrückstellungen betreffen noch nicht veranlagte Geschäftsjahre. Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Personalaufwendungen, Gewährleistungsaufwendungen, Jahresabschluss- und Prüfungskosten, Rechts- und Beratungskosten und für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten gegenüber Dritten gebildet. Eine in den Vorjahren passivierte Rückstellung aus der gesamtschuldnerischen Haftung für einen langfristigen Immobilienvertrag konnte im Geschäftsjahr 2015 erfolgswirksam aufgelöst werden, nachdem mit einer Inanspruchnahme nicht mehr zu rechnen ist. Der Ertrag aus der Auflösung der Rückstellung in Höhe von 1.086 T€ wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen als aperiodisch ausgewiesen. 4.12 VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt: scroll
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 690 T€ (Vorjahr: 933 T€) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 653 T€ (Vorjahr: 730 T€) enthalten. Von den Verbindlichkeiten waren durch Grundpfandrechte und andere Sicherheiten 3.199 T€ (Vorjahr: 3.022 T€) besichert. 4.13 Latente SteuernDer § 274 HGB sieht grundsätzlich ein Wahlrecht für den Ansatz aktiver latenter Steuern vor. Die Aktivierung latenter Steuern ist mindestens jedoch in Höhe des Betrags der passiven latenten Steuern vorzunehmen. Von dem Aktivierungswahlrecht nach § 274 HGB wurde kein Gebrauch gemacht. Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 118 T€, im Wesentlichen resultierend aus der Zwischengewinneliminierung, wurden mit den passiven Latenzen aus Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz sowie aus der Schuldenkonsolidierung in Höhe von 198 T€ verrechnet. Der passive Überhang und damit die passiven latenten Steuern betragen danach 80 T€. Bei der Bewertung der latenten Steuern kamen Steuersätze zwischen 12 % und 30 % zur Anwendung. Eine Aktivierung latenter Steuern auf Verlustvorträge erfolgte nicht. 5. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung5.1 UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse gliedern sich regional wie folgt: scroll
5.2 Sonstige betriebliche Erträgescroll
Insgesamt waren periodenfremde Erträge in Höhe von 2.136 T€ (Vorjahr: 1.620 T€) zu verzeichnen. Sie betrafen die Auflösung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen (231 T€) und die Auflösung von Rückstellungen (1.905 T€). 5.3 Materialaufwandscroll
5.4 Personalaufwand/Mitarbeiterzahlscroll
Die Mitarbeiterzahl ergibt sich im Jahresdurchschnitt wie folgt: scroll
Bei den direkten Mitarbeitern handelt es sich um Personen, welche direkt am Produktionsprozess beteiligt sind. 5.5 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagenscroll
Die Abschreibungen enthalten ausschließlich planmäßige Abschreibungen. 5.6 Sonstige betriebliche Aufwendungenscroll
Periodenfremde Aufwendungen ergaben sich in Höhe von 476 T€ (Vorjahr: 131 T€). Sie beinhalten Forderungsverluste, Zuführungen zu den Einzel- und Pauschalabwertungen zu Forderungen und sonstige aperiodische Kosten. 5.7 Finanzergebnisscroll
Für Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen sind 382 T€ (Vorjahr: 205 T€) angefallen. Aus dem Billigkeitserlass von Nachzahlungszinsen aufgrund Betriebsprüfung ist ein Zinsertrag in Höhe von 284 T€ enthalten. 5.8 Außerordentliches ErgebnisDas außerordentliche Ergebnis betrifft Restrukturierungsmaßnahmen bei der KTS Kunststofftechnik Schmölln GmbH (100 T€), der frako power systems GmbH & Co. KG (78 T€) sowie der EW Hof Antriebe und Systeme GmbH (22 T€). 5.9 Steuern vom Einkommen und Ertragscroll
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen in Höhe von 325 T€ auf Vorjahre. Auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit entfallen Steuern in Höhe von 1.333 T€. 6. BewertungseinheitFür ein ehemaliges Vorstandsmitglied der AdCapital AG wurden Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 605 T€ (Vorjahr: 682 T€) gebildet. Die Höhe der Pensionszusage orientiert sich am Wert einer kapitalgedeckten Lebensversicherung. Pensionsrückstellung und Lebensversicherung sind somit wertmäßig identisch. Wertänderungen gleichen sich zu 100% aus. Gemäß § 254 Satz 1 HGB werden die kapitalgedeckte Lebensversicherung und die Pensionszusage zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst. Der zum Bilanzstichtag festgestellte Aktivwert der Lebensversicherung (TEUR 605) und die entsprechende Rückstellung für Pensionsansprüche sowie die zugehörigen Aufwendungen und Erträge (TEUR 19) aus dem zu verrechnenden Vermögen wurden zum 31.12.2015 saldiert. 7. Haftungsverhältnisse und außerbilanzielle Geschäfte/sonstige finanzielle VerpflichtungenDie Haftungsverhältnisse und sonstigen finanziellen Verpflichtungen des AdCapital-Konzerns ergeben sich wie folgt: scroll
Aus einer gesamtschuldnerischen Haftung für einen langfristigen Immobilienvertrag bestehen per 31. Dezember 2015 Verpflichtungen in Höhe von 2.610 T€ (Vorjahr: 3.013 T€). Unseres Erachtens besteht derzeit kein Risiko der Inanspruchnahme des Konzerns. Weitere, nicht in Konzernbilanz oder -anhang enthaltene Geschäfte beziehungsweise Verpflichtungen bestehen nicht. 8. VorstandVorstand der Gesellschaft ist: Herr Hans-Jürgen Döringer, Dipl.-ÖkonomIn Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Vorstandsbezüge. Für ein ehemaliges Vorstandsmitglied der AdCapital AG wurden Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 605 T€ (Vorjahr: 682 T€) gebildet. Die Höhe der Pensionszusage orientiert sich am Wert einer kapitalgedeckten Lebensversicherung. Pensionsrückstellung und Lebensversicherung sind somit wertmäßig identisch. Wertänderungen gleichen sich zu 100% aus. Gemäß § 254 Satz 1 HGB werden die kapitalgedeckte Lebensversicherung und die Pensionszusage zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst. Der zum Bilanzstichtag festgestellte Aktivwert der Lebensversicherung (TEUR 605) und die entsprechende Rückstellung für Pensionsansprüche sowie die zugehörigen Aufwendungen und Erträge (TEUR 19) aus dem zu verrechnenden Vermögen wurden zum 31.12.2015 saldiert. 9. AufsichtsratIn den Aufsichtsrat sind/waren berufen: VorsitzendeFrau Dr. Sonja Leibinger, Juristin Stellv. VorsitzenderHerr Maximilian Bernau, Selbstständiger Rechtsanwalt Weiteres MitgliedHerr Hans-Joachim Holstein, Unternehmensberater Im Geschäftsjahr 2015 sind Aufwendungen für Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von 80 T€ (Vorjahr: 60 T€) angefallen. 10. Gesamthonorar des Abschlussprüfersscroll
11. Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden PersonenDie AdCapital AG hat mit ihr nahestehenden Unternehmen und Personen keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen geschlossen. 12. Konzernunternehmen der AdCapital AG, konsolidiert auf der Grundlage der Vollkonsolidierung (Beteiligungen mit 50 % und höher)In den Konzernabschluss sind neben der AdCapital AG die folgenden 20 Unternehmen einbezogen worden: scroll
13. Konzernunternehmen der AdCapital AG, nicht konsolidiertscroll
14. Assoziierte Unternehmen der AdCapital AG, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertetscroll
15. Sonstige AngabenDer Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 wird beim Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart hinterlegt und im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Tuttlingen, den 11. März 2016 AdCapital AG Hans-Jürgen Döringer, Vorstand
Entwicklung des Anlagevermögens Im AdCapital-Konzern Im Geschäftsjahr 2015Alle Angaben in TEURscroll
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BestätigungsvermerkBestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der AdCapital AG, Tuttlingen, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, den 11. März 2016 Baker Tilly Roelfs AG Peter Schill, Wirtschaftsprüfer Marius Henkel, Wirtschaftsprüfer |
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