![]() AdCapital AGTuttlingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Bilanz der AdCapital AG, Tuttlingen, zum 31. Dezember 2016Alle Angaben in T€AKTIVA
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Gewinn- und Verlustrechnung der AdCapital AG, Tuttlingen, für das Geschäftsjahr 2016Alle Angaben in T€
Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016Anhang1. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie AdCapital AG mit Sitz in Tuttlingen wird beim Amtsgericht Stuttgart unter der
Registernummer HRB 225669 geführt. Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der allgemeinen Bewertungsvorschriften der
§§ 252 bis 256a HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatz- und Bewertungsvorschriften
für Kapitalgesellschaften (§§ 268, 270 bis 272, 274 HGB) und der ergänzenden Vorschriften
des Aktiengesetzes aufgestellt. Es gelten für den Jahresabschluss der AdCapital AG
zum 31. Dezember 2016 die handelsrechtlichen Vorschriften für kleine Kapitalgesellschaften
in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG). Die Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert beibehalten.
Aufgrund der Vorschriften des BilRUG waren bestimmte Erträge und Aufwendungen unter
den Umsatzerlösen bzw. dem Materialaufwand auszuweisen. Eine Anpassung der Vorjahreszahlen
erfolgte nicht. Es wird auf die Erläuterungen der Einzelposten im Anhang hingewiesen. Der Abschluss ist in T€ aufgestellt. Immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs-
beziehungsweise Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen,
angesetzt. Das Sachanlagevermögen wird linear abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände
bis zu einem Betrag von 410 € werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und als
Abgang erfasst. Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden
Wert angesetzt. Die Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert erfolgt, wenn
dieser voraussichtlich von Dauer ist. Die Bewertung der Forderungen erfolgt zum Nominalbetrag. Wertminderungen von zweifelhaften
beziehungsweise uneinbringlichen Forderungen werden durch entsprechende Einzelabwertungen
in ausreichendem Maße berücksichtigt. Sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung der Art des Vermögensgegenstands,
ausgehend von den Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen,
bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen werden gemäß den abgeschlossenen Pensionsvereinbarungen
(Gehaltsumwandlungen) in Höhe der mitgeteilten Aktivwerte der abgeschlossenen kapitalgedeckten
Lebensversicherungen zum Stichtagswert angesetzt. Die diesbezüglichen Forderungen
und Verbindlichkeiten und die damit im Zusammenhang stehenden Aufwendungen und Erträge
stellen eine Bewertungseinheit im Sinne § 254 Satz 1 HGB dar. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren
Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer
Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit
von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen
Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Fremdwährungsforderungen werden mit dem Briefkurs zum Anschaffungszeitpunkt oder dem
niedrigeren Kurs zum Abschlussstichtag, Fremdwährungsverbindlichkeiten mit dem Geldkurs
zum Anschaffungszeitpunkt oder dem höheren Kurs zum Abschlussstichtag bewertet. Bei
einer Restlaufzeit der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten
von einem Jahr oder weniger wurden gemäß § 256a HGB die §§ 253 Abs. 1 Satz 1 und 252
Abs. 1 Nr. 4 HGB nicht angewendet. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) wurde erstmalig angewandt. 2. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz2.1 AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zu diesem Anhang dargestellt. Das Finanzanlagevermögen umfasst alle direkt gehaltenen Anteile an verbundenen Unternehmen
sowie Beteiligungen der AdCapital AG. Im Folgenden wird der Anteilsbesitz an diesen
direkt gehaltenen verbundenen Unternehmen und Beteiligungen zum 31. Dezember 2016
aufgeführt:
Über das Vermögen der AdCapital Invest GmbH wurde vom Amtsgericht Rottweil mit Beschluss
vom 11. November 2014 das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Anteile an der AdCapital
Invest GmbH (27 T€) wurden bereits im Geschäftsjahr 2014 vollständig abgeschrieben.
Weitere Auswirkungen auf die AdCapital AG sind nicht zu erwarten. Wesentliche mittelbare Beteiligungen werden an folgenden Unternehmen gehalten:
1
Lokale Währung zum Stichtagskurs umgerechnet. 2.2 Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gliedern sich wie folgt:
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen ausgereichte
Darlehen (27.399 T€) sowie Inanspruchnahmen des Cash-Pools (2.020 T€) der AdCapital
AG. Die AdCapital AG hat mit mehreren Beteiligungsunternehmen einen Cash-Pool gebildet,
bei dem tagesgleich Ein- und Auszahlungen sowohl der Mutter- als auch der Tochtergesellschaften
verrechnet werden. Der entsprechende Saldo je Tochtergesellschaft wird entweder als
Forderung gegen verbundene Unternehmen oder als Verbindlichkeit gegenüber verbundenen
Unternehmen ausgewiesen. Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen zwei Darlehensforderungen
gegen den Mitgesellschafter eines Beteiligungsunternehmens zur Finanzierung der von
dem Tochterunternehmen gepachteten Betriebsgebäude. 2.3 EigenkapitalDas gezeichnete Kapital beträgt unverändert zum Vorjahr 41.700.000 €. Das gezeichnete Kapital ist in 14.000.000 (Vorjahr: 14.000.000) nennwertlose Stückaktien
(Aktien ohne Nennbetrag) eingeteilt. Jede Aktie hat einen rechnerischen Anteil am
Grundkapital in Höhe von 2,98 €. Im Jahr 2009 wurden 371.116 eigene Aktien erworben und in Höhe der Anschaffungskosten
von 2.269 T€ direkt gegen die Gewinnrücklagen verrechnet. Der Betrag am Grundkapital
beträgt 1.105 T€. Seit dem Geschäftsjahr 2015 hat die AdCapital AG damit begonnen,
die eigenen Aktien interessewahrend und kursschonend an der Börse zu veräußern. Im
Jahr 2016 wurden 193.633 Stück (Vorjahr: 119.053 Stück) eigene Aktien zu einem Verkaufserlös
von 948 T€ (Vorjahr: 586 T€) veräußert. Somit befinden sich noch 58.430 Stück eigene
Aktien im Bestand. Der Verkaufserlös wurde ohne Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung
direkt in die Gewinnrücklagen eingestellt. Die Kapitalrücklage beträgt unverändert zum Vorjahr 4.592 T€. Die Gewinnrücklagen betreffen ausschließlich die anderen Gewinnrücklagen und betragen
15.451 T€ (Vorjahr: 16.814 T€). Die Veränderung betrifft den Zugang aus der Veräußerung
eigener Aktien in Höhe von 948 T€ sowie die Entnahme in Höhe von 2.311 T€ zur Einstellung
in den Bilanzgewinn. Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:
2.4 Rückstellungen
Die Pensionsrückstellungen berücksichtigen die unverfallbaren Ansprüche eines ehemaligen
Vorstandsmitglieds der Gesellschaft. Die Höhe der Pensionszusage orientiert sich am
Wert einer kapitalgedeckten Lebensversicherung. Pensionsrückstellung und Lebensversicherung
sind somit wertmäßig identisch. Wertänderungen gleichen sich zu 100 % aus. Gemäß §
254 Satz 1 HGB werden die kapitalgedeckte Lebensversicherung und die Pensionszusage
zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst. Der zum Bilanzstichtag festgestellte Aktivwert der Lebensversicherung (T€ 436) und
die entsprechende Rückstellung für Pensionsansprüche sowie die zugehörigen Aufwendungen
und Erträge (T€ 20) aus dem zu verrechnenden Vermögen wurden zum 31. Dezember 2016
saldiert.
Die Steuerrückstellungen betreffen die Körperschaftsteuer und den Solidaritätszuschlag
für den Veranlagungs-/Erhebungszeitraum 2016 in Höhe von 70 T€. Die sonstigen Rückstellungen umfassen insbesondere Aufwendungen für Tantiemen, Aufsichtsratsvergütungen
sowie Aufwendungen für die Erstellung, Prüfung und Veröffentlichung des Jahres- und
Konzernabschlusses beziehungsweise Geschäftsberichts. 2.5 VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
*
davon aus Steuern: 19 T€ (Vorjahr 26 T€) Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten im Wesentlichen
Verbindlichkeiten aufgrund des Cash-Pools und aus der Weiterbelastung von verauslagten
Verwaltungskosten. 3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung3.1 UmsatzerlöseDurch erstmalige Anwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) werden
in 2016 folgende Umsatzerlöse erzielt:
Die Erträge werden in 2016 aufgrund der Anwendung des BilRUG erstmalig unter den Umsatzerlösen
ausgewiesen. Der Ausweis im Vorjahr erfolgte noch unter den sonstigen betrieblichen
Erträgen. 3.2 Sonstige betriebliche Erträge
Die Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen betreffen die Herabsetzung auf
Einzelwertberichtigungen zu Forderungen. 3.3 MaterialaufwandDie Zusammensetzung des Materialaufwands ergibt sich wie folgt:
Die Materialaufwendungen werden in 2016 auf Grund der Anwendung des BilRUG erstmalig
ausgewiesen. Der Ausweis im Vorjahr erfolgte noch unter den sonstigen betrieblichen
Aufwendungen. 3.4 PersonalaufwandDie Zusammensetzung des Personalaufwands ergibt sich wie folgt:
Im Geschäftsjahr betrug die durchschnittliche Mitarbeiterzahl 4 (Vorjahr: 4). Es handelt
sich dabei ausschließlich um Angestellte. 3.5 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
Eine detaillierte Darstellung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen findet sich im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang). 3.6 Sonstige betriebliche Aufwendungen
In den Verwaltungskosten ist eine Kostenumlage der Berliner Elektro-Technik GmbH in
Höhe von 120 T€ (Vorjahr: 120 T€) enthalten. In den Übrigen sind zwei Forderungsverzichte gegenüber verbundenen Unternehmen in
Höhe von 486 T€ enthalten. Die Rechts- und Beratungskosten lassen sich wie folgt aufteilen:
3.7 Finanzergebnis
Die Zuschreibungen auf Finanzanlagen von 4.000 T€ aufgrund des jährlich durchzuführenden
Impairmenttests betreffen die Anteile an der Berliner Elektro-Technik GmbH. Den Impairmenttests
liegen die aktuellen Geschäftsplanungen sowie risikoadäquate Rechnungszinssätze zugrunde. 3.8 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
4. Haftungsverhältnisse, nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte sowie sonstige finanzielle VerpflichtungenAus der gesamtschuldnerischen Haftung für einen langfristigen Immobilienvertrag bestehen
per 31. Dezember 2016 Verpflichtungen in Höhe von 2.210 T€ (Vorjahr: 2.610 T€). Unseres
Erachtens besteht kein Risiko der Inanspruchnahme. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der AdCapital AG zum 31. Dezember 2016
betragen insgesamt 46 T€ (Vorjahr: 50 T€). Sie betreffen abgeschlossene Mietverträge
für Büro- und Geschäftsräume der Gesellschaft, Wartungsverträge IT sowie PKW-Leasingverträge. Es bestehen vier selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaften zur Sicherung von
verbundenen Unternehmen eingeräumten Avalkreditlinien in Höhe von 600 T€ und drei
selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaften zur Sicherung von eingeräumten Kontokorrentkreditlinien
in Höhe von 3.425 T€. Des Weiteren besteht eine gesamtschuldnerische Haftung aus Bankkreditzusagen
in Höhe von 10.000 T€. Die betreffenden Kredite valutieren zum Bilanzstichtag in Höhe
von 4.902 T€. Es besteht derzeit kein Risiko der Inanspruchnahme der AdCapital AG. Aus einem für Rechnung eines unserer Tochterunternehmen abgeschlossenen US-Dollar-Termin-Verkaufsgeschäftes
in Höhe von 250 TUSD zum Verkaufskurs von 1,1000 USD/EUR, Fälligkeit 31. März 2017,
besteht im Innenverhältnis eine Ausgleichsverpflichtung des Tochterunternehmens. Bei
einem Stichtagskurs zum 31. Dezember 2016 von 1,0533 USD/EUR betrug der Marktwert
des Termin-Verkaufsgeschäfts zum Bilanzstichtag 9 T€. In Höhe dieses Betrages wurde
von dem betreffenden Tochterunternehmen eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet. Weitere nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte bestehen nicht. 5. Rechte aus BesserungsscheinenDie AdCapital AG hat in Vorjahren diverse bedingte Forderungsverzichte mit Besserungsklauseln
gegenüber verbundenen Unternehmen ausgesprochen. Diese teilen sich wie folgt auf die
jeweiligen Schuldnerunternehmen auf:
Das Wiederaufleben der Forderungen ist jeweils an das Erreichen bestimmter Ertrags-
und Kapitalstrukturkennziffern geknüpft, die im Geschäftsjahr 2016 von keinem der
Unternehmen erreicht wurden. 6. KonzernabschlussDie AdCapital AG, Tuttlingen, als Muttergesellschaft erstellt einen Konzernabschluss
(größter Kreis der Unternehmen), welcher gemeinsam mit dem vorliegenden Jahresabschluss
im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird. 7. VorstandVorstand der Gesellschaft ist: Herr Hans-Jürgen Döringer, Dipl.-Ökonom8. AufsichtsratIn den Aufsichtsrat sind berufen: VorsitzendeFrau Dr. Sonja Leibinger, Selbstständige Rechtsanwältin Stellv. VorsitzenderHerr Maximilian Bernau, Selbstständiger Rechtsanwalt Weiteres MitgliedHerr Hans-Joachim Holstein, Unternehmensberater Im Geschäftsjahr 2016 sind Aufwendungen für Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von 80
T€ (Vorjahr: 80 T€) angefallen. 9. Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden PersonenDie AdCapital AG hat mit ihr nahestehenden Unternehmen und Personen keine Geschäfte
zu nicht marktüblichen Bedingungen geschlossen. 10. AbhängigkeitsberichtZwischen dem mit über 50 % beteiligten Aktionär Herrn Günther Leibinger und der AdCapital
AG besteht kein Beherrschungsvertrag. Herr Leibinger ist auch an anderen Unternehmen
beteiligt. Daher ist der Vorstand der AdCapital AG zur Aufstellung eines Berichts
über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG verpflichtet. Der Vorstand erklärt, dass die AdCapital AG nach den Umständen, die dem Vorstand in
dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen oder die Maßnahme
getroffen oder unterlassen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung
erhielt und dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt
wurde. 11. NachtragsberichtWesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Abschlussstichtag
nicht ergeben. 12. BilanzgewinnDer Jahresabschluss der AdCapital AG zum 31. Dezember 2016 weist einen Bilanzgewinn
von 3.500 T€ aus. Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn wie folgt
zu verwenden:
Ein möglicher Restbetrag soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Tuttlingen, den 1. März 2017 AdCapital AG Hans-Jürgen Döringer Vorstand Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2016
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die AdCapital AG, Tuttlingen Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung der AdCapital AG für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung
des Jahresabschlusses nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in
der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist
es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den
Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut
der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten
und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung
der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden.
Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit
und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen
über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit
des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben
in Buchführung und Jahresabschluss überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.
Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der
wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung
des Jahresabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend
sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht
der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Stuttgart, den 01. März 2017 Baker Tilly Roelfs AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr 2016 entsprechend den
ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben überwacht und beratend
begleitet. Er hat sich im Berichtsjahr anhand schriftlicher und mündlicher Berichte
des Vorstands in fünf Sitzungen, in Besprechungen einzelner Aufsichtsratsmitglieder
mit dem Vorstand sowie fernmündlich eingehend über die Lage der Gesellschaft und des
Konzerns, den Geschäftsverlauf sowie über grundlegende Fragen der Geschäftspolitik
unterrichten lassen. Gegenstand der Berichterstattung und der Beratungen waren insbesondere die Geschäftsentwicklung
der AG und der konzernangehörigen Gesellschaften, die laufende Überprüfung der bestehenden
operativen Engagements, strategische Optionen einzelner Beteiligungen und der AdCapital-Gruppe
insgesamt, verschiedene M&A-Projekte, die planmäßige Hereinnahme von Bankkrediten
zur Optimierung der Kapitalstruktur sowie das Risikomanagementsystem. Nach intensiven Beratungen über die bestehenden Engagements in die EW Hof-Gruppe und
das Unternehmen fps hat der Vorstand in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat entschieden,
sich von der EW Hof-Gruppe zu trennen beziehungsweise das BHKW-Geschäft der fps in
einem geordneten Verfahren zu beenden. Die Entscheidungen zogen erhebliche bilanzielle
Vorkehrungen zum Geschäftsjahresende nach sich, die am Ende der Beratungen nach übereinstimmender
Auffassung von Vorstand und Aufsichtsrat unumgänglich geworden sind. Weitere Schwerpunkte der Beratungen ergaben sich im Laufe des Geschäftsjahres 2016
im Zuge verschiedener, beide Richtungen betreffende, Merger & Aquisition-Projekte,
die sich bei der Überprüfung jedoch als nicht oppertun erwiesen haben. Der Aufsichtsrat ließ sich desweiteren über den Stand der Errichtung der Erich Jaeger-Fertigungsstätte
in Mexiko informieren. Mit dem planmäßigen Produktionsstart im November 2016 berichtete
der Vorstand über die Realisierung eines wichtigen Meilensteins bei der Erschließung
des nordamerikanischen Marktes durch die Erich Jaeger-Gruppe. Außerdem diskutierten Vorstand und Aufsichtsrat in ihrer Sitzung vom Dezember diverse
Geschäftsstrategieoptionen zur Steigerung des Shareholder-Value unserer Beteiligungen
beziehungsweise des AdCapital-Konzerns insgesamt. Alle Geschäfte, die aufgrund gesetzlicher oder satzungsgemäßer Bestimmungen der Zustimmung
des Aufsichtsrats bedürfen, sind dem Aufsichtsrat zur Beratung und Beschlussfassung
vorgelegt worden. Der Aufsichtsrat konnte sich davon überzeugen, dass der Vorstand
die Geschäfte ordnungsgemäß führt. Der Vorstand hat die Aufsichtsratsvorsitzende laufend
über alle wichtigen Geschäftsvorfälle und die Entwicklung der Finanzkennzahlen informiert.
Ausschüsse des Aufsichtsrats wurden nicht gebildet. Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses 2016Die von der Hauptversammlung der AdCapital AG am 12. Mai 2016 als Abschlussprüfer
und Konzernabschlussprüfer gewählte Baker Tilly Roelfs AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,
Stuttgart, wurde von der Aufsichtsratsvorsitzenden schriftlich mit der Prüfung der
Rechnungslegung beauftragt, nachdem sie der Aufsichtsratsvorsitzenden schriftlich
bestätigt hatte, dass keine Umstände bestehen, die ihre Unabhängigkeit als Abschlussprüfer
beeinträchtigen könnten. Die Buchführung, der Jahresabschluss und der Konzernabschluss der AdCapital AG zum
31. Dezember 2016 sowie der Konzernlagebericht wurden vom Abschlussprüfer geprüft
und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat
hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss der AdCapital AG, den Konzernlagebericht
sowie den Abhängigkeitsbericht geprüft. Die die Prüfungstestate unterzeichnenden Wirtschaftsprüfer
haben an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 29. März 2017 teilgenommen, ausführlich
über die Prüfung des AG- und Konzernabschlusses berichtet und die vom Aufsichtsrat
gestellten Fragen beantwortet. Der Aufsichtsrat hat die vom Vorstand aufgestellten Jahresabschlüsse der AdCapital
AG sowie des AdCapital-Konzerns in der Bilanzsitzung ausführlich erörtert. Der Aufsichtsrat
erklärt hiernach, dass nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen
zu erheben sind und er den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Konzernabschluss
zum 31.12.2016 sowie den Konzernlagebericht 2016 billigt. Der Jahresabschluss der
AdCapital AG zum 31. Dezember 2016 wurde damit festgestellt. Vorstand und Aufsichtsrat
schlagen vor, für das Geschäftsjahr 2016 eine Dividende in Höhe von 0,25 € je Aktie
auszuschütten. AbhängigkeitsberichtDer Vorstand hat einen Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen
Unternehmen gemäß § 312 AktG erstellt und dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt. Der Abhängigkeitsbericht wurde gemäß § 313 AktG auch vom Abschlussprüfer geprüft.
Beanstandungen haben sich nicht ergeben. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis
des Abschlussprüfers an. Aufsichtsrat und Abschlussprüfer haben danach befunden, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft
nicht unangemessen hoch war. Nach dem abschließenden Ergebnis der eigenen Prüfung des Abhängigkeitsberichts ist
der Aufsichtsrat der Ansicht, dass die Feststellungen des Vorstands zutreffend sind
und daher keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Ende des Berichts
zu erheben sind. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Geschäftsführern sowie allen konzernangehörigen
Mitarbeitern für die geleistete Arbeit. Tuttlingen, 29. März 2017 Dr. Sonja Leibinger (Vorsitzende des Aufsichtsrats) AdCapital AGTuttlingenWertpapier-Kenn-Nummer: 521 450ISIN: DE 0005214506GEWINNVERWENDUNGDie ordentliche Hauptversammlung unserer Gesellschaft vom 18. Mai 2017 hat unter Tagesordnungspunkt
2 beschlossen, den im Jahresabschluss der AdCapital AG zum 31. Dezember 2016 ausgewiesenen
Bilanzgewinn von EUR 3.500.000,00 wie folgt zu verwenden:
Tuttlingen, im Mai 2017 AdCapital AG - Der Vorstand - |
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