![]() AdCapital AGTuttlingenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018des AdCapital-Konzerns1. Der AdCapital-Konzern1.1 Geschäftstätigkeit und InvestitionsfokusDer Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der AdCapital AG liegt unverändert gegenüber dem Vorjahr auf dem Industriegeschäft unserer Beteiligungen. Unser Anteilsportfolio besteht im Wesentlichen aus vier Einzelunternehmen und drei Unternehmensgruppen: scroll
Das Unternehmen EWH ist zur Veräußerung vorgesehen. Die im Vorjahr hier noch aufgeführte frako power systems GmbH & Co. KG hat ihren Geschäftsbetrieb eingestellt und wird im Geschäftsjahr 2019 wegen Geringfügigkeit aus dem Konsolidierungskreis ausscheiden. Die JAEGER Gruppe ist mit einem Umsatzanteil von über 50 % nach wie vor die dominierende Beteiligung im AdCapital-Konzern. 1.2 Konzernstrategie, Unternehmenssteuerungs- und ÜberwachungssystemKonzernstrategieBeteiligungenDie AdCapital AG versteht sich als Industrieholding mit ausgeprägter strategischer und operativer Steuerungs- und Überwachungsfunktion in Bezug auf ihre Beteiligungsunternehmen. Die Beteiligungen werden von uns bei Strategie-, Finanzierungs-, Prozess- und Organisationsfragen intensiv beraten. Unsere fundierten Branchenkenntnisse und unser enges Netzwerk in den Bereichen Finanzen, Steuern und Recht unterstützen unsere Unternehmen bei geschäftsstrategischen Entscheidungen und entlasten sie in den indirekten Bereichen. Um sich bietende Synergien zu nutzen, haben wir die organisatorische Eingliederung in den wesentlichen betriebswirtschaftlichen Funktionsbereichen unserer Beteiligungsunternehmen bis heute konsequent vorangetrieben und konzernweit einheitliche Strategie-, Steuerungs- und Planungsgrundsätze eingeführt. Wir sehen uns als unternehmerischer Partner, der neben Eigen- und Fremdkapital unternehmerisches Know-how beisteuert und selbst eine mittelständisch geprägte Unternehmenskultur einbringt. Bei aller Integration setzen wir dabei bewusst auf die Eigenständigkeit der Unternehmen und ihrer Geschäftsführer im operativen Bereich und respektieren individuelle Unternehmenskulturen. Die Ziele für unsere Beteiligungen sind die Stärkung der jeweiligen Markt- und Wettbewerbsposition, die Verbesserung der Fertigungseffizienz sowie die Optimierung organisatorischer Abläufe einschließlich des Vertriebs. Das heißt, unser Hauptaugenmerk ist auf die Realisierung von organischen Wachstumspotenzialen, die Verbesserung der Profitabilität der Unternehmen und ihrer Kapitalausstattung und damit auch deren Krisenresilienz gerichtet. Insbesondere in Krisensituationen, wie sie im Geschäftsjahr 2018 und bis unmittelbar vor der Lageberichtserstellung die Taller GmbH angesichts einer beträchtlichen Schadensersatzforderung eines Großkunden zu bestehen hatte, zeigt sich die bestandssichernde Bedeutung des Rückhalts durch unsere Holding. Schließlich konnte der Kunde im Rahmen einer Vergleichs- und Liefervereinbarung zum Verzicht auf die aus unserer Sicht von Beginn an unbegründete Forderung verpflichtet werden. Siehe hierzu auch Abschnitt 3.2 und Abschnitt 6.2 unter den Absätzen zur Taller-Gruppe. Die Krisenbewältigung bei dieser Beteiligung hat uns hinsichtlich neuer Investitionen in Beteiligungsunternehmen noch zurückhaltender sein lassen, als schon in den letzten Jahren. In Ausnahmefällen, wenn erhebliche Synergien zu erwarten wären, würden wir aber unverändert auch in den für uns wichtigen Kernindustrien Automotive, Maschinen- und Werkzeugbau, Metall- und Kunststoffverarbeitung sowie Elektrotechnik Investitionen in neue Beteiligungsunternehmen tätigen. Derartige Fälle haben sich uns im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht eröffnet. Die immer noch sehr hohen Preisvorstellungen potenzieller Verkäufer halten unseren sehr konservativen Kriterien einer Unternehmensbewertung auch oft nicht Stand. Finanzielle FlexibilitätUnsere gute Finanzlage haben wir im Geschäftsjahr planmäßig neben Bankkrediten mit Hilfe von Factoring-Finanzierungen weiter abgesichert. Diese dienen im Wesentlichen der langfristigen Investitionsfinanzierung, insbesondere aber auch der Finanzierung von Anlaufverlusten der neuen Fertigungsstätte in Mexiko und der damit bezweckten Erschließung des nordamerikanischen Marktes durch die JAEGER Gruppe; - diese hat sich in den vergangenen Jahren schwieriger als erwartet gestaltet. Des Weiteren bestehen bei drei Beteiligungsunternehmen unter der Führung der Holding auch Kontokorrentkredite, die schon im Geschäftsjahr 2016 zur Ablösung von konzerninternen Cash-Pool-Linien aufgenommen worden waren. Liquide Konzernmittel werden ausschließlich in Zahlungsmitteln und freien Banklinien gehalten. Unternehmenssteuerungs- und ÜberwachungssystemDie zentralen Verwaltungsbereiche Controlling, Steuern und Recht sowie IT und die Inlandsfinanzierung werden unverändert auf Ebene der Holding geführt. Die operative Steuerung des gesamten AdCapital-Konzerns erfolgt über regelmäßige Geschäftsleitungssitzungen bei den Beteiligungsunternehmen oder am Standort der Holding. In diesen Gesprächen werden unter anderem auf Basis von Budgetvorgaben sowie der definierten strategischen Ausrichtung die kurz- und mittelfristigen Planungsrechnungen der Geschäftsleitungen besprochen. Wesentliche Kennzahlen, die von uns zur Steuerung der operativen Beteiligungen eingesetzt werden, sind der Auftragseingang sowie Auftragsbestand, die erwirtschaftete Gesamtleistung, die Wertschöpfung, die Produktivität je Stunde, die EBIT-Marge sowie der Free Cashflow und das Working Capital. Darüber hinaus werden Kennzahlen zur Kostenstruktur sowie zur Steuerung von Produktion und Vertrieb zur Analyse hinzugezogen. 1.3 Wesentliche Ereignisse im Geschäftsjahr 2018Aufgrund eines schwachen vierten Quartals bei den Unternehmensgruppen JAEGER und Taller konnten wir unsere im veröffentlichten Halbjahresabschluss getätigte Ergebnisprognose nicht erreichen. Näheres hierzu haben wir in der am 12. Februar 2019 veröffentlichten Ad hoc-Mitteilung ausgeführt. Die Beilegung des Schadenersatzstreits mit einem Großkunden der Taller GmbH im Rahmen einer Mitte Februar geschlossenen Vergleichs- und Liefervereinbarung hat im Laufe des Geschäftsjahrs 2018 bei Taller und in der Holding erhebliche Kräfte gebunden. Die aus Sicht der Taller GmbH ungerechtfertigten Ansprüche haben zu Unsicherheiten im Hinblick auf die Investitionstätigkeit und mittelfristige Planung und in der Folge zu den Umsatzrückgängen und Problemen bei der Auftragsabwicklung maßgeblich beigetragen. Der bisherige langjährige Geschäftsführer der Taller GmbH hat vor diesem Hintergrund das Unternehmen zum 1. Oktober 2018 verlassen und wurde ersetzt. 1.4 KonsolidierungskreisDie Zahl der in den Konzernabschluss 2018 einbezogenen Gesellschaften beträgt 20. Nach Verkauf ihrer wesentlichen Assets ist die Grundstücksgesellschaft am Entenfang im Geschäftsjahr 2018 aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Somit hat sich die Zahl der konsolidierten Unternehmen gegenüber dem Vorjahr um eines verringert. 2. Wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen2.1 Gesamtwirtschaftliche LageBezogen auf das BIP wuchs die deutsche Wirtschaft 2018 mit 1,5 %, und damit das neunte Jahr in Folge. Gegenüber den beiden Vorjahren, deren entsprechendes Wachstum jeweils 2.2 % betrug, hat sich die Dynamik allerdings abgeschwächt. Der IWF hat für 2019 seine Wachstumsprognose für Deutschland von 1,9 % auf 1,3 % gesenkt. Dasselbe gilt für China, dessen Wachstum sich laut IWF von 6,6 % in 2018 auf 6,2 % dieses Jahr abzuschwächen droht. Für die USA prognostiziert die Weltbank ebenfalls einen Rückgang des Wirtschaftswachstums von 2,9 % im abgelaufenen Jahr auf 2,5 % in 2019. Für die Weltwirtschaft als Ganzes hat die Weltbank ihre Wachstumsprognose auf unter 3 % gesenkt. Auch die Bundesregierung und die Wirtschaftsforschungsinstitute haben sich diesen weniger optimistischen Prognosen im Wesentlichen angeschlossen. Eine Rezession sei aber weder in Europa, China noch in den USA in Sicht. Die Prognosen gehen davon aus, dass der Brexit nicht in ungeordneter Form vollzogen wird. Bemerkenswert ist die im aktuellen Risikobericht des WEF (World Economic Forum) veröffentlichte Information zum weltweiten Schuldenstand (private und öffentliche Schulden), der auf 225% der weltweiten Wirtschaftsleistung angestiegen sei. Damit wäre er höher als vor der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008. Vor diesem Hintergrund gehen vom globalen Finanzsektor nach wie vor erhebliche Risiken aus, zumal die Beherrschung oder Steuerung einer möglichen erneuten Finanzkrise angesichts vielerorts immer noch extrem niedriger Leitzinsen schwerer fallen dürfte als noch 2008. Erhebliche Gefahren gehen auch vom politischen Umfeld aus (siehe hierzu Abs. 8.2 Chancen und Risiken). 2.2 Branchenbezogene RahmenbedingungenIm Jahr 2018 zeigte sich der Automobilmarkt sehr durchwachsen. Im ersten Halbjahr verlief der Markt weltweit noch stabil. In der zweiten Jahreshälfte war jedoch ein Rückgang der Produktionszahlen spürbar. Im für unsere JAEGER Gruppe wichtigen chinesischen Nutzfahrzeugmarkt entwickelten sich die Produktionsvolumina im zweistelligen Prozentbereich rückläufig. In Europa entwickelte sich der Nutzfahrzeugbereich je nach Hersteller leicht positiv oder zumindest stabil. Auch der chinesische Pkw-Markt war erstmals seit vielen Jahren rückläufig. Bis Ende Oktober 2018 sank die Zahl der verkauften Autos in dem für die deutschen Autobauer wichtigsten Einzelmarkt um 2,5 % auf 18,4 Millionen Stück. Nach Berechnungen führender Automotive-Experten werden im Jahr 2019 in China nochmals deutlich weniger Pkw verkauft, hauptsächlich wegen des Handelsstreits zwischen den USA und China. Die Prognosen für die Nutzfahrzeugmärkte in China, der EU und den USA stimmen dagegen optimistischer und liegen in etwa auf Vorjahresniveau - unter der Voraussetzung, dass sich der Handelsstreit USA/China nicht verschärft. Von der kurzfristigen Marktentwicklung abgesehen, sind die künftigen Herausforderungen der Automobilbranche enorm. Es müssen die Produktionswerke mit hohen Investitionen auf die Elektromobilität umgerüstet werden - in China gilt 2019 eine Elektroautoquote von 10 % für Neuwagen; die CO2-/Stickoxyd-Regulierung, die Digitalisierung, die Vernetzung und das automatisierte Fahren machen, bis zur Marktreife, ebenfalls hohe Entwicklungsausgaben und Investitionen nötig. Auch wenn unsere Automotive-Beteiligungen nicht in den Bereichen Antrieb und Fahrassistenz tätig sind, stehen sie unter dem Einfluss der konjunkturellen Entwicklung und der bevorstehenden strategischen Umwälzungen der Industrie. Laut ZVEI ist die deutsche Elektroindustrie auch 2018 gewachsen. Sowohl beim Umsatz als auch beim Export konnten neue Rekordmarken erzielt werden. Die Zahl der Beschäftigten ist auf dem höchsten Stand seit 22 Jahren. Für 2019 ist der ZVEI vorsichtig optimistisch und erwartet einen preisbereinigten Produktionsanstieg der Branche um ein Prozent. Die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen und Prognosen gestalten sich recht unterschiedlich. Sie stehen dabei alle unter dem Vorbehalt der Beilegung des Handelsstreits USA/China und dass es keinen ungeordneten Brexit gibt. Insgesamt ist zu konstatieren, dass in der EU, China und den USA vorerst keine allgemeine Rezession droht. Dementsprechend ist unser Optimismus hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung auf den für uns relevanten Märkten im laufenden Geschäftsjahr als sehr verhalten zu bezeichnen. 3. Ertragslage3.1 Umsatz- und Ergebnisentwicklung Gewinn- und Verlustrechnung des AdCapital-Konzernsscroll
Bei den Beteiligungsunternehmen der AdCapital AG handelt es sich vor allem um produzierende Unternehmen. Da diese in unterschiedlichen Geschäftsbereichen tätig sind, werden sie von der gesamtwirtschaftlichen Konjunktur in unterschiedlichem Maße beeinflusst. Dabei beobachten wir seit mehreren Jahren eine zunehmende Internationalisierung unseres Konzerns. Lag der Exportanteil der Konzernumsätze im Jahr 2011 noch bei 45 %, so ist er im Geschäftsjahr 2017 auf 63 % angestiegen. Im Berichtsjahr 2018 ist er, dem schwachen vierten Quartal der JAEGER Gruppegeschuldet, auf 62 % leicht zurückgegangen. Die generell steigende Exportquote ist auf unseren wachsenden Automotive-Bereich (JAEGER Gruppe, OPUS Formenbau) zurückzuführen. Insofern ist eine hohe Abhängigkeit von der Investitionsgüterindustrie und damit (indirekt) von den Exporten unserer Kunden gegeben. Andererseits zeichnet einige unserer Unternehmen eine starke regionale Fokussierung auf den deutschen beziehungsweise deutschsprachigen Raum aus. Somit steht die unternehmerische Entwicklung des AdCapital-Konzerns weiterhin sowohl unter dem Einfluss des konjunkturellen Umfeldes in Deutschland als auch, und zwar in zunehmendem Umfang, der weltwirtschaftlichen Lage, insbesondere der globalen Automobilkonjunktur. Die Ertragslage des Konzerns ist geprägt durch das enttäuschende vierte Quartal bei der JAEGER- und der Taller Gruppe und einmaligen Ergebnisbelastungen bei der Taller GmbH im Bereich der Vorräte. Sie stellt im Berichtsjahr nach unserer Überzeugung die nachhaltige Leistungsfähigkeit des AdCapital-Konzerns zu pessimistisch dar. Die schon länger befürchteten negativen Auswirkungen des Handelsstreits zwischen den USA und China für die JAEGER Gruppe und Beeinträchtigungen unserer Beteiligung Taller GmbH durch den erst jetzt beigelegten Rechtsstreit zusammen mit nachteiligen internen Entwicklungen - Probleme bei der Auftragsabwicklung und zuletzt dem Abgang des langjährigen Geschäftsführers - hatten einen erheblichen negativen Einfluss auf das Konzernergebnis. Dieser Effekt wurde zum Teil auch noch dadurch verstärkt, dass mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket zur Steigerung der Effizienz sowie zur Kostensenkung schnell auf die Umsatzrückgänge reagiert wurde. Aus diesen Maßnahmen werden im Jahr 2019 signifikante positive Effekte erwartet, die sich auch schon im ersten Quartal zeigen. Eine dieser Maßnahmen ist eine Anpassung des Mitarbeiterstammes der JAEGER Gruppe in den ausländischen Werken an das aktuelle Umsatzniveau. Daher sank hier die Mitarbeiterzahl im Zeitraum 30. Juni 2018 bis 31. Dezember 2018 von 906 auf 865 Mitarbeiter. Diesem Einfluss entgegen, entwickelten sich einige andere Gesellschaften erfreulich positiv. Zu nennen sind hier die BDT und KTS. Beide konnten sich im Geschäftsjahr 2018 gut behaupten. Auch die OPUS konnte trotz negativer Einflüsse aus dem Automobilumfeld im zweiten Halbjahr wieder zusätzliche Aufträge gewinnen und damit das Jahr positiv abschließen. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung im AdCapital-Konzern ist im Einzelnen wie folgt zu kommentieren: Die Gesamtleistung ist mit 156,4 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert von 158,8 Mio. € um 1,5 % aus den genannten Gründen leicht zurückgegangen. Der leichte Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge von 4,8 Mio. € auf 5,1 Mio. € ist im Wesentlichen auf den Veräußerungsgewinn der Minderheitsbeteiligung komm.passion sowie auf gestiegene Währungsgewinne zurückzuführen. Letzteren stehen dabei vergleichbar hohe Währungsverluste in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber. Der Materialaufwand im Konzern ist von 77,9 Mio. € um 2,2 Mio. € auf 80,1 Mio. € beziehungsweise um 2,8 % gestiegen. Die Materialquote ist dadurch von 49,1 % im Vorjahr um 2,1 Prozentpunkte auf 51,2 % gestiegen. Hier haben sich notwendige Preisreduzierungen in umkämpften stagnierenden Märkten, teilweise steigende Rohstoffpreise aber auch die Bereinigungen im Bereich der Vorräte der Taller GmbH erheblich ausgewirkt. Der Personalaufwand ist absolut geradezu unverändert; die Personalquote wegen der geringeren Gesamtleistung dabei von 28,6 % im Vorjahr auf 29,0 % leicht gestiegen. Das betriebliche Ergebnis des Konzerns beträgt somit 3,3 Mio. € gegenüber dem Vorjahresergebnis in Höhe von 7,1 Mio. €. Die Zusammensetzungen der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind im Einzelnen im Konzernanhang näher aufgegliedert und kommentiert. Insgesamt weisen wir im AdCapital-Konzern einen Jahresüberschuss vor Anteilen Dritter in Höhe von 0,3 Mio. € (Vorjahr: 3,6 Mio. €) aus. 3.2 IndustriebeteiligungenUnsere wichtigsten Beteiligungen haben das Geschäftsjahr, wie schon angedeutet, unterschiedlich gut bestritten: Die Gesamtleistung der Bavaria Digital Technik GmbH ist gegenüber dem Vorjahr um beachtliche 5,4 % gestiegen. Die Wachstumserwartungen für 2018 haben sich somit übererfüllt. Auch ergebnismäßig konnte die BDT das Vorjahr und seinen Planwert für 2018 in EBIT und Jahresergebnis übertreffen. Damit hat sie sich als relativ kleiner Anbieter auf dem hart umkämpften Markt für EMS-Dienstleistungen sehr gut behauptet. Dies ist zum einen auf die wesentlich höhere betriebliche Effizienz als auch auf erfreuliche Auftragsgewinne zurückzuführen. Für 2019 erwarten wir ein fortgesetztes Wachstum und ein weiter verbessertes Betriebsergebnis. Über die JAEGER Gruppe haben wir bereits einiges gesagt. Die genannten Faktoren führten zu einer erheblichen Planverfehlung in Leistung und Ergebnis. Dabei konnte die Vorjahres-Gesamtleistung immerhin noch leicht übertroffen werden. Das EBIT 2018 blieb hinter Plan und Vorjahr zurück. Für das Jahr 2019 rechnet die Geschäftsleitung wieder mit einem Umsatzwachstum und einer moderat verbesserten Profitabilität. Die FRAKO Kondensatoren- und Anlagenbau GmbH konnte im weiterhin schwierigen Umfeld der Blindleistungskompensation trotz Einbrüchen in den arabischen Märkten und einem stark zu Buche schlagenden hohen Tarifabschluss der IG Metall nach Verlusten im Vorjahr ein positives Ergebnis erreichen. Die Gesamtleistung lag dabei auf Vorjahresniveau beziehungsweise leicht darüber. Für 2019 erwartet die Geschäftsleitung unter positiven wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen ein stabiles Umsatzniveau und ein gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr leicht verbessertes Ergebnis. Die Gesamtleistung der KTS Kunststofftechnik Schmölln GmbH lag im Geschäftsjahr nahezu auf Vorjahresniveau beziehungsweise leicht darunter. Auch die Ergebniserwartungen für 2018 konnte das Unternehmen knapp erfüllen. Dabei hatte sie das Auslaufen eines Großkunden verkraften. Für 2019 rechnet die Geschäftsleitung wieder mit Leistungs- und Ertragskennziffern in der Größenordnung des abgelaufenen Geschäftsjahrs. Die OPUS Formenbau GmbH & Co. KG hatte im Geschäftsjahr 2018 mit negativen Einflüssen aus dem Automobilumfeld zu kämpfen. Erfreulicherweise hat sich die Auftragsentwicklung im zweiten Halbjahr erholt, so dass die OPUS das Geschäftsjahr mit einem positiven Ergebnis abschließen konnte. Die hoch automatisierte Produktion von OPUS ist führend in der Branche, Projekt- und Prozessmanagement und Mitarbeiter-Know How sind hervorragend. Gleichwohl ist nicht zu erwarten, dass die in der Vergangenheit schon erzielten Margen bereits in nächster Zukunft wieder erreicht werden können. Wir erwarten daher für die kommenden Jahre eine eher moderate Entwicklung bei recht zufriedenstellenden Ergebnissen. Die Taller-Gruppe ist im Geschäftsjahr 2018 in schweres Fahrwasser geraten. Nach dem positiven Trend der zurückliegenden Jahre haben die Belastungen und Unsicherheiten aus dem anhängigen Streit über Schadenersatzforderungen eines Großkunden zu Störungen in den innerbetrieblichen Abläufen unter anderem in der Auftragsabwicklung und bei der Qualität maßgeblich beigetragen. Daraus ergab sich in der Folge auch ein erhöhter Bereinigungsbedarf im Bereich der Vorräte, so dass im Ergebnis deutliche Spuren hinterlassen wurden. Nach für uns positivem Ausgang schwieriger und langwieriger Verhandlungen konnten die Schadenersatzforderungen unter akzeptablen Vertragsbedingungen mit Vertragsunterzeichnung Mitte Februar 2019 verzichtshalber endlich beseitigt werden. Mit Hilfe von neuem Kapital, darlehensweise von der Holding kurzfristig für die Taller Gruppe bereitgestellt, finanzieren wir unter anderem den aufgestauten Instandhaltungs- und Investitionsbedarf. Mit neuer Geschäftsführung und diversen Unterstützungsleistungen durch die Holding hoffen wir, die entstandene Krise der Taller Gruppe nachhaltig zu überwinden. 4. Finanz- und Vermögenslage4.1 PortfolioentwicklungIm Zuge des 2012 vollzogenen Konzernstrategiewechsels werden Zukäufe im Beteiligungsportfolio nur noch zur gezielten Ergänzung bestehender Wertschöpfungsketten bei unseren bestehenden Tochterunternehmen verfolgt. Wir wollen unsere Beteiligungen langfristig halten und erfolgreich weiterentwickeln. Vor diesem Hintergrund gab es auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wiederum keine Neuinvestitionen im Beteiligungsbereich. 4.2 Investitionenscroll
Der Konzern zeigt im abgelaufenen Geschäftsjahr eine gegenüber dem Vorjahr insgesamt zurückgegangene Investitionstätigkeit. Hierin spiegeln sich im Wesentlichen die Zurückhaltung der Taller Gruppe aufgrund des lange ungelösten Rechtsstreits und der Jaeger Gruppe angesichts des insbesondere im vierten Quartal 2018 enttäuschenden Geschäftsverlaufs wieder. Im Übrigen führen die hohen Investitionen des Vorjahres in die Fertigungsstätte der JAEGER Gruppe in Mexiko beim Vorjahresvergleich zu einem sogenannten Basiseffekt. 4.3 Finanzlage4.3.1 FinanzstrategieDer Finanzbedarf der einzelnen Konzernunternehmen wurde im Inland in der Vergangenheit im Wesentlichen durch Bereitstellung von Eigenkapital, Gesellschafterdarlehen und die Einbeziehung in das Cash-Pool-System der AdCapital AG gedeckt. Im Zuge der Neuausrichtung unserer Finanzstrategie haben wir den (bereinigten) Verschuldungsgrad des AdCapital-Konzerns im Berichtsjahr auf dem planungsgetreu erreichten Niveau gehalten. Beim Blick auf die Finanzschulden ist die Einführung des Factorings der JAEGER Gruppe und der damit verbundene Rückgang der Forderungen zu berücksichtigen. Dies spiegelt sich auch sehr deutlich im hohen Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit und dem im Gegenzug hohen Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit wider (vgl. die Kapitalflussrechnung). Unser Ziel ist es, eine unter Shareholder-Value-Gesichtspunkten optimierte Eigenkapitalquote auszuweisen. Mit 64,5 % gegenüber 62,3 % im Vorjahr weisen wir unseres Erachtens nachhaltig angemessene, unter Shareholdergesichtspunkten optimierte Eigenkapitalquoten aus. Der Anstieg ist auf die gesunkene Bilanzsumme, diese wiederum im Wesentlichen auf das Factoring der JAEGER Gruppe zurück zu führen. Über die tatsächlichen Inanspruchnahmen hinaus stehen uns aufgrund unserer zweifelsfreien Bonität zur Wachstumsfinanzierung noch umfangreiche freie Kreditlinien zur Verfügung. Freie Liquidität der AdCapital AG wird von uns in Zahlungsmitteln gehalten, um eine jederzeitige Verfügbarkeit der finanziellen Mittel sicherzustellen und Bewertungsrisiken auszuschließen. Die Finanzlage des Konzerns ist somit unverändert stabil und erlaubt uns bei steigenden Ergebnissen - im Interesse unserer Aktionäre - in Zukunft auch wieder eine renditeorientierte Dividendenpolitik zu verfolgen. Die Sicherung der Liquidität aller operativen Einheiten des Konzerns und der Holding hat für uns allerdings oberste Priorität, so dass wir der Hauptversammlung vorschlagen werden, den Bilanzgewinn der AdCapital AG von 2,6 Mio. € in diesem Jahr ein zweites Mal auf neue Rechnung vorzutragen. 4.3.2 KapitalstrukturDer AdCapital-Konzern weist folgende Kapitalstruktur auf: scroll
In Sinne der beschriebenen Finanzstrategie weist der Konzern eine optimierte Eigenkapitalquote aus. 4.3.3 Cashflow / Verkürzte KapitalflussrechnungDer Cashflow des Konzerns entwickelte sich wie folgt: scroll
Wegen Einzelheiten verweisen wir auf die Kapitalflussrechnung und auf die oben unter Abschnitt 4.3.1 Finanzstrategie gemachten Angaben. 4.3.4 Cash-Pool-SystemAlle wesentlichen inländischen Gesellschaften des Konzerns sind in das Cash-Pooling des AdCapital-Konzerns einbezogen. Das Cash-Pool-System des Konzerns sichert den konzernzugehörigen Gesellschaften die zinsgünstige und unbürokratische Betriebsmittelfinanzierung. Es vermeidet darüber hinaus den Aufbau teurer und unnötiger flüssiger Mittel auf Ebene der Tochterunternehmen. 4.4 Vermögenslagescroll
Das Umlaufvermögen (Working Capital) hat sich factoringbedingt wie beabsichtigt deutlich verringert. Die Höhe unserer Liquidität (Zahlungsmittel) zuzüglich freier vertraglicher Kreditreserven halten wir vor dem Hintergrund des Finanzierungsbedarfs des weiteren Wachstums und Berücksichtigung einer Sicherheitsreserve für angemessen und erforderlich. 4.5 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen LageDie Vermögens- und Finanzlage des Konzerns ist geordnet. Die AdCapital-Gruppe wird ihre Aufgaben, insbesondere die Finanzierung ihrer Beteiligungsunternehmen, auch in Zukunft mit den ihr zur Verfügung stehenden Finanzmitteln sowie den externen Finanzpotenzialen erfolgreich wahrnehmen können. Für den Fall größerer Erweiterungsinvestitionen, wie den Zukauf neuer Beteiligungen, stehen uns erforderlichenfalls weitere Finanzierungsquellen zur Verfügung. Die Eigenkapitalquote im Konzern sowie auf Ebene der AdCapital AG ist überdurchschnittlich hoch. Die Ertragslage im Geschäftsjahr ist unbefriedigend. Über die Gründe hierfür haben wir berichtet. Der Start ins Geschäftsjahr 2019 stimmt uns zuversichtlich, dass wir die Rentabilität des Konzerns wieder verbessern können. Das erklärte Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der Beteiligungsunternehmen sowie deren Rentabilität dauerhaft auf ein zufriedenstellendes Niveau zu heben. 5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren5.1 MitarbeiterZum 31. Dezember 2018 beschäftigte die AdCapital AG vier (Vorjahr: vier) Mitarbeiter. Im AdCapital-Konzern waren 2018 durchschnittlich 1.457 Mitarbeiter beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr (1.447 Mitarbeiter) ist die Zahl der Mitarbeiter nahezu unverändert. Die Zahl der Auszubildenden liegt bei 38 (Vorjahr: 42). Mit ihren Ausbildungsplätzen sorgen die Unternehmen für den Nachwuchs an qualifizierten Fachkräften und leisten damit gleichzeitig einen Beitrag, den Jugendlichen in Deutschland eine Zukunftsperspektive zu bieten. Auswahl, Förderung, Weiterbildung und Bindung von Mitarbeitern spielen für unsere Personalpolitik die zentrale Rolle. An dieser Stelle hilft die Holding mit Methoden und Werkzeugen, schafft Plattformen für den Austausch und hat ein nachhaltiges Personalentwicklungskonzept etabliert. Eine gute Aus- und Fortbildung ist Voraussetzung für den Erfolg der AdCapital AG und ihrer Beteiligungen. Wir achten darauf, neue Stellen mit gut ausgebildeten Mitarbeitern zu besetzen sowie erfahrene Mitarbeiter, die sich durch ihre Kompetenz sowie Professionalität auszeichnen, als Schlüsselpersonen langfristig an das Unternehmen zu binden. Ein gemeinsames Verständnis aller in der Gruppe tätigen Geschäftsführer für die qualifizierte Förderung unserer Mitarbeiter und ihre Beteiligung am betrieblichen Erfolg schafft die Grundlage für die Identifikation der Mitarbeiter mit den Unternehmen der AdCapital- Gruppe. 5.2 Forschung und EntwicklungDie Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im Konzern betrugen im Geschäftsjahr 2018 1,6 Mio. € (Vorjahr: 1,9 Mio. €). Es handelt sich im Wesentlichen um Produktentwicklungen sowie Fortentwicklungen des bestehenden Produktportfolios. 6. Risikobericht6.1 Chancen- und RisikomanagementsystemUnsere Chancen- und Risikopolitik entspricht unserer Strategie, nachhaltig Erträge sowie Wertsteigerungen aus unseren operativen Unternehmensbeteiligungen zu erzielen. Dementsprechend vermeiden wir unangemessene Risiken. Die grundsätzliche Risikopolitik wird durch den Vorstand in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat vorgegeben. Unser Überwachungssystem zur Früherkennung von Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, besteht aus verschiedenen Informations- sowie Kontrollsystemen, mit denen wir den aktuellen Anforderungen gerecht werden. Dabei werden sowohl qualitative als auch quantitative Kriterien zur Früherkennung von Risiken beobachtet. 6.2 Risikofaktoren aus dem operativen Geschäft der Konzern- und TochtergesellschaftenAusfallrisikoAuf operativer Ebene werden Ausfallrisiken bei unseren Kunden im Rahmen eines effizienten Forderungsmanagements durch die Handhabung von Kreditgenehmigungen sowie die Festlegung von Kreditobergrenzen und weiteren Kontrollverfahren auf ein unvermeidliches Maß begrenzt. In geeigneten Fällen werden Warenkreditversicherungen zum Schutz vor Forderungsausfällen abgeschlossen. In Einzelfällen wird mit Kunden eine Lieferung gegen Vorauskasse vereinbart. Risiko aus dem operativen GeschäftSowohl auf der Einkaufs- als auch auf der Verkaufsseite stehen den Konzernunternehmen häufig deutlich größere Partner gegenüber, so dass die Verhandlungsmacht beschränkt ist. Die Konzernunternehmen sind grundsätzlich bemüht, die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten oder Kunden zu vermeiden beziehungsweise zu minimieren. Bei einzelnen Konzernunternehmen bestehen allerdings starke Abhängigkeiten von Großkunden. Auf der Beschaffungsseite wird das mögliche Belieferungs- beziehungsweise Ausfallrisiko des Lieferanten durch entsprechende Abnahme- beziehungsweise Belieferungsvereinbarungen zwischen Lieferant und der AdCapital-Tochtergesellschaft gesteuert. Das Risiko, dass ein Zulieferer vollständig ausfällt und nicht rechtzeitig durch einen Drittlieferanten ersetzt werden kann, schätzen wir derzeit als gering ein. Weiterhin können stark schwankende Rohstoffpreise, insbesondere für Kupfer und Messing, zu erheblichen wirtschaftlichen Belastungen operativer Tochtergesellschaften führen. Hier werden zum einen Abnahmeverträge mit Lieferanten geschlossen, die feste Kaufpreise für bestimmte Absatzmengen garantieren. Auf der anderen Seite werden mit Kunden Kaufpreisanpassungsklauseln (Materialteuerungszuschläge) vereinbart, mit denen das Rohstoffpreisrisiko auf den Kunden überwälzt wird. Zins- und WährungsrisikenBei einigen Einzelgesellschaften sind die Zinsrisiken moderat gestiegen, da diese Bankkredite in Anspruch nehmen. Währungsrisiken des Konzerns resultieren aus Transaktionen der Konzerngesellschaften in unterschiedlichen Währungen. Insbesondere sind hiervon die Lieferungen von ausländischen Produktionsgesellschaften an deutsche Vertriebsgesellschaften betroffen. Seit dem signifikanten Rückgang des Eurokurses gegenüber den für unseren Konzern wichtigen Währungen zum Jahreswechsel 2014/15 hat sich der Euro zunächst im Wesentlichen seitwärts bewegt. Seit Beginn des Jahres 2017 ist er signifikant von 1,05 $/EUR auf über 1,20 $/EUR gestiegen. Seit einiger Zeit bewegt er sich wiederum seitwärts bei 1,14 $/EUR. Mit unserer internationalen Ausrichtung und dem angestrebten, nahezu stetigen Anstieg unserer Exportquote sind in Zukunft naturgemäß erhöhte Währungsrisiken zu gewärtigen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich besonders in den klassischen Risikowährungen, mexikanischer Pesos und türkische Lira, überwiegend negative Auswirkungen auf das operative Ergebnis ergeben. Liquidität der BeteiligungenDie Liquidität der Beteiligungen wird durch den operativen Cashflow der Gesellschaften und mittels Bereitstellung von Eigen- oder Fremdkapital durch die AdCapital AG sowie durch Finanzinstitute gedeckt. Die Liquidität der Gesellschaften wird laufend überwacht. Wesentliche Investitionsentscheidungen stehen unter dem Zustimmungsvorbehalt der AdCapital AG. Sonstige RisikenAus einem Immobilienleasingvertrag einer ehemaligen Beteiligung der AdCapital AG bestehen für uns mittelbare Risiken aus einer Bürgschaft von bis zu 1,4 Mio. €. Die für diese Bürgschaft bei der AdCapital AG vormals gebildete Rückstellung konnte schon im Geschäftsjahr 2015 vollständig aufgelöst werden, nachdem nur noch ein ganz geringfügiges Rest-Risiko der Inanspruchnahme besteht. Es bestehen bei einzelnen Beteiligungen (wechselseitige) Abhängigkeiten mit Großkunden, die zu einem dauerhaften Margendruck führen. Darüber hinaus ist damit die wirtschaftliche Entwicklung dieser Beteiligungen eng mit der des Kunden verknüpft. Die zur Taller GmbH beschriebenen Schadenersatzansprüche eines Großkunden haben sich zwar mit der Mitte Februar unterzeichneten Vergleichsvereinbarung erledigt. Sie haben die Taller Gruppe allerdings an den Rand der Bestandsgefährdung gebracht. Es gilt nun, den aufgestauten Instandhaltungs- und Investitionsbedarf mit Hilfe der neuen Konzernfinanzmittel schnell aufzuholen und die Taller wieder auf das Gleis zu setzen. Ein den Bestand des Unternehmens oder der AdCapital AG beziehungsweise des AdCapital-Konzerns gefährdendes Risiko sehen wir als nicht gegeben an. Weitere, durch bilanzielle Bewertungsabschläge unseres Erachtens ausreichend berücksichtigte Bewertungsrisiken könnten sich insbesondere bei unseren Bestandsimmobilien ergeben. Hierbei ist besonders dem möglichen Ausfall von Mietern Beachtung zu schenken. Auch sind die Verwertungschancen für die Gewerbeimmobilien, die sich vorwiegend in strukturschwachen Regionen Deutschlands befinden, grundsätzlich schwierig. Risikofaktoren aus Geld- und WertpapieranlagenDie zum Bilanzstichtag verbliebenen Geldanlagen bestehen bei der BW-Bank. Aufgrund des Verkaufs unserer Restbestände an Wertpapieren Anfang Februar 2014 bestehen keine Risikofaktoren mehr aus Geld- und Wertpapieranlagen. 6.3 Gesamtaussage zur Risikosituation des KonzernsAuf Basis der durchgeführten Risikobewertung bestehen zurzeit nach Auffassung des Vorstands keine materiellen oder bestandsgefährdenden Risiken für den AdCapital-Konzern. Das Unternehmen ist von der Werthaltigkeit seiner Einzelbeteiligungen abhängig. Die erkennbaren Risiken wurden nach umfassenden, kontinuierlichen Einzelanalysen aller Beteiligungen auf Basis der Einzelabschlüsse durch Bewertungsabschläge auf die betreffenden Vermögensgegenstände und die Bildung von angemessenen Rückstellungen berücksichtigt. 7. AbhängigkeitsberichtZwischen dem mit über 50 % beteiligten Aktionär Herrn Günther Leibinger und der AdCapital AG besteht kein Beherrschungsvertrag. Herr Leibinger ist auch an anderen Unternehmen beteiligt. Daher war der Vorstand der AdCapital AG zur Aufstellung eines Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG verpflichtet. Der Vorstand erklärt, dass die AdCapital AG nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt bekannt waren, in denen das Rechtsgeschäft vorgenommen oder die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt und dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt wurde. 8. Chancen-/Risiko und Prognosebericht8.1 Erwartete Entwicklung der Ertrags- und FinanzlageDie in Abschnitt 2, Wirtschaftliche Rahmenbedingungen, beschriebenen, niedrigeren, aber noch positiven Wachstumsaussichten im In- und Ausland dürften der planmäßigen wirtschaftlichen Entwicklung unserer Beteiligungsunternehmen im Geschäftsjahr 2019 nicht entgegenstehen. Für 2019 erwarten wir einen hauptsächlich von der JAEGER Gruppe getragenen Anstieg der Gesamtleistung. Auch für die anderen Beteiligungsunternehmen planen wir für 2019 leicht steigende Umsatzzahlen. Wir erwarten, unser operatives Ergebnis 2019 gegenüber 2018 moderat verbessern zu können. Weiterhin gehen wir bei unserer Prognose davon aus, dass die im folgenden Abschnitt beschriebenen geopolitischen und geoökonomischen Risiken nicht zum Tragen kommen, somit keinen wesentlichen negativen Einfluss auf die konjunkturelle Entwicklung in den für uns relevanten Absatz- und Beschaffungsmärkten haben werden. Gleichwohl stellen wir uns auf ein schwieriges Markt- und Wettbewerbsumfeld ein, da wir insbesondere in der Pkw- und Nutzfahrzeugbranche von stagnierenden oder zurückgehenden Märkten ausgehen müssen. Zusammengefasst gehen wir davon aus, im Jahr 2019 ein positives und gegenüber dem Geschäftsjahr 2018 etwas verbessertes Jahresergebnis erzielen zu können. Unsere Prognosen sind in den Vorjahren wie erwartet eingetreten. Das Geschäftsjahr 2018 stellt aufgrund der bereits geschilderten Sachverhalte eine Ausnahme dar. 8.2 Chancen und RisikenDer aktuelle Risikobericht des WEF (World Economic Forum) betont die wachsenden geopolitischen und geoökonomischen Spannungen zwischen den Weltmächten, wie sie beispielsweise im Handelsstreit zwischen den USA und China, der aggressiven Außenpolitik Russlands und einem nicht weniger aggressiven Staatskapitalismus Chinas oder in staatlich gelenkten Cyberattacken zum Ausdruck kommen. Auch ein ungeordneter Brexit, der nun droht, fällt hierunter. Hinzu kommen Umwelt/Klima- und Bevölkerungs-/Migrationsrisiken, deren verheerende Katastrophenpotenziale verschiedentlich beschrieben wurden. Nach Aufkündigung des INF-Abrüstungsvertrag von 1987 durch die USA und Russland droht ein neues Wettrüsten. In geoökonomischer Hinsicht ist das kürzlich zwischen der EU und Japan unterzeichnete Freihandelsabkommen positiv zu bewerten. Auf der anderen Seite dieser überwiegend skeptischen Betrachtungen stehen technologische Quantensprünge, wie KI (selbstlernende Systeme), BigData-Technologien oder gentechnologische Entwicklungen (CRISPR/Cas9) mit enormen Veränderungspotenzialen. E-mobility, autonomes Fahren, alternative Energiegewinnung, ungekannte medizinische Fortschritte, unzählige auf das menschliche Verhalten zielende Anwendungen wären hier unter anderem zu nennen. Von einer vierten industriellen Revolution ist die Rede. Die Risiken dieser "Revolution": Datenmissbrauch, Cyberkriminalität, soziologische Verwerfungen (sogenannte industrial disruption). Diese Megatrends bergen Chancen und Risiken von sehr unterschiedlicher Bedeutung für die Entwicklung unserer Konzernunternehmen. Insbesondere in den Wachstumsmärkten der alternativen Energiegewinnung sowie der Optimierung des Energieverbrauchs bei industriellen Anwendungen haben wir uns bereits als Zulieferer positioniert und werden weitere Chancen nutzen, um mit innovativen Produkten sowie Dienstleistungen am Wachstum in diesem Industriesegment zu partizipieren. Vom Trend zur e-mobility und dem autonomen Fahren im Bereich Automotive sind wir dagegen nur indirekt betroffen, da wir im Geschäftsbereich "Antriebsstrang Verbrennungsmotoren" oder KI nicht tätig sind. Die mit der sogenannten vierten Revolution möglicherweise einhergehenden dramatischen Veränderungen der öko-soziologischen Realität sowie die Verschiebungen geopolitischer Machtverhältnisse werden in gewisser Hinsicht alle Unternehmen betreffen. 9. SchlussbemerkungenDieser Geschäftsbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen und Informationen. Diese Aussagen sind erkennbar durch Formulierungen wie beispielsweise "erwarten", "planen", "einschätzen", "werden" oder ähnliche Begriffe. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf unseren Erwartungen beziehungsweise den Erwartungen der Prognoseexperten des Euro-Systems auf der Basis bestimmter Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs der AdCapital AG liegen, beeinflussen die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse des AdCapital-Konzerns. Diese Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen des AdCapital-Konzerns wesentlich von in zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit enthaltenen Angaben zu Ergebnissen, Erfolgen oder Leistungen abweichen können.
Tuttlingen, 28. Februar 2019 AdCapital AG Hans-Jürgen Döringer Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr 2018 entsprechend den ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben überwacht und beratend begleitet. Er hat sich im Berichtsjahr anhand schriftlicher und mündlicher Berichte des Vorstands in fünf Sitzungen, in Besprechungen einzelner Aufsichtsratsmitglieder mit dem Vorstand sowie fernmündlich eingehend über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns, den Geschäftsverlauf sowie über grundlegende Fragen der Geschäftspolitik unterrichten lassen. Gegenstand der Berichterstattung und der Beratungen waren insbesondere die Geschäftsentwicklung der AG und der konzernangehörigen Gesellschaften, die laufende Überprüfung der bestehenden operativen Engagements, die Entwicklung der Jaeger-Beteiligungen in Mexiko, der Stand des Schadenersatzstreits bei der Taller GmbH, strategische Optionen einzelner Beteiligungen und der AdCapital-Gruppe insgesamt, verschiedene M&A-Projekte, die Finanzierung der AdCapital-Gruppe sowie das Risikomanagementsystem. Außerdem wurden zwei Personalwechsel auf Geschäftsführerebene besprochen. Die Schwerpunkte der Beratungen lagen in der operativen und strategischen Ausrichtung der Unternehmensgruppe, insbesondere der Möglichkeiten einer intensiveren Zusammenarbeit der Unternehmen EPC und Taller mit der Erich Jaeger Gruppe im Rahmen der verfolgten Automotive-Strategie. Angestrebt werden die Erweiterung der Wertschöpfungstiefe, der Ausbau des Vertriebs sowie die Gewinnung von Synergien in den indirekten Bereichen. Über den Stand laufender M&A-Projekte wurde der Aufsichtsrat stets ausführlich informiert; derartige Projekte gab beziehungsweise gibt es zum Beispiel bei EW Hof und FRAKO. Zu einem Abschluss kam es bis dato nicht. Eingehende Beratungen fanden im Geschäftsjahr 2018 zu Taller und einer nach Auffassung der AdCapital Gruppe unbegründeten Schadenersatzforderung eines wichtigen Kundensstatt. Mit Abschluss eines Liefer- und Vergleichsvertrags im Februar 2019 konnte die Taller den Streit beilegen und das Risiko einer Schadenersatzverpflichtung im Wesentlichen abwenden. Zur weiteren Absicherung der Liquidität und zur Investitionsfinanzierung wurden dem Aufsichtsrat die Ausweitung des Factoring zur Genehmigung vorgelegt. Die Erich Jaeger Gruppe hat das Factoring daraufhin eingeführt und wesentliche, zusätzliche Finanzmittelzuflüsse generiert. Die AdCapital AG strebt an, ihre Haftungsrisiken aus Bürgschaften für Bankkredite von Tochtergesellschaften zu reduzieren. In diesem Zusammenhang haben sich Vorstand und Aufsichtsrat dahin abgestimmt, dass die Erich Jaeger Gruppe ihren (Teil-)Konzernabschluss zum 31.12.2018 erstmals vom Abschlussprüfer testieren lässt. Hierdurch gewinnt sie ihre eigene Kreditfähigkeit. Alle Geschäfte, die aufgrund gesetzlicher oder satzungsgemäßer Bestimmungen der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, sind dem Aufsichtsrat zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt worden. Der Aufsichtsrat konnte sich davon überzeugen, dass der Vorstand die Geschäfte ordnungsgemäß führt. Der Vorstand hat die Aufsichtsratsvorsitzende laufend über alle wichtigen Geschäftsvorfälle und die Entwicklung der Finanzkennzahlen informiert. Ausschüsse des Aufsichtsrats wurden nicht gebildet. Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses 2018Die von der Hauptversammlung der AdCapital AG am 03. Mai 2018 als Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer gewählte Baker Tilly GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, wurde von der Aufsichtsratsvorsitzenden schriftlich mit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie des Konzern-Lageberichts der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2018 beauftragt, nachdem sie der Aufsichtsratsvorsitzenden schriftlich bestätigt hatte, dass keine Umstände bestehen, die ihre Unabhängigkeit als Abschlussprüfer beeinträchtigen könnten. Die Buchführung, der Jahresabschluss und der Konzernabschluss der AdCapital AG zum 31. Dezember 2018 sowie der Konzernlagebericht wurden vom Abschlussprüfer geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss der AdCapital AG, den Konzernlagebericht sowie den Abhängigkeitsbericht geprüft. Die die Prüfungstestate unterzeichnenden Wirtschaftsprüfer haben an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 21. März 2019 teilgenommen, ausführlich über die Prüfung des Einzel- und Konzernabschlusses berichtet und die vom Aufsichtsrat gestellten Fragen beantwortet. Der Aufsichtsrat hat die vom Vorstand aufgestellten Jahresabschlüsse der AdCapital AG sowie des AdCapital-Konzerns in der Bilanzsitzung ausführlich erörtert. Der Aufsichtsrat erklärt hiernach, dass nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen zu erheben sind und er den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Konzernabschluss zum 31.12.2018 sowie den Konzernlagebericht 2018 billigt. Der Jahresabschluss der AdCapital AG zum 31. Dezember 2018 wurde damit festgestellt. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahrs 2018 auf neue Rechnung vorzutragen. AbhängigkeitsberichtDer Vorstand hat einen Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG erstellt und dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt. Der Abhängigkeitsbericht wurde gemäß § 313 AktG auch vom Abschlussprüfer geprüft. Beanstandungen haben sich nicht ergeben. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis des Abschlussprüfers an. Aufsichtsrat und Abschlussprüfer haben danach befunden, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war. Nach dem abschließenden Ergebnis der eigenen Prüfung des Abhängigkeitsberichts ist der Aufsichtsrat der Ansicht, dass die Feststellungen des Vorstands zutreffend sind und daher keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Ende des Berichts zu erheben sind. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Geschäftsführern sowie allen konzernangehörigen Mitarbeitern für die geleistete Arbeit.
Tuttlingen, den 21. März 2019 Dr. Sonja Zobl-Leibinger, Vorsitzende des Aufsichtsrats Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018AKTIVA scroll
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2018scroll
Konzerneigenkapitalspiegel zum 31.12.2018Alle Angaben in TEURscroll
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Konzernkapitalflussrechnung für 2018scroll
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Der Finanzmittelfonds besteht ausschließlich aus Zahlungsmitteln Zur Erhöhung der Klarheit und Verständlichkeit der Darstellung wurde von dem Wahlrecht gemäß DRS 21.22 Gebrauch gemacht und auf die Angabe der Vorjahreszahlen verzichtet KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20181. Allgemeine Informationen zum UnternehmenDie AdCapital AG ist eine Industrieholding mit Investitionsschwerpunkt auf den Branchen Elektrotechnik, Metall- und Kunststoffverarbeitung, Maschinen- und Werkzeugbau sowie Automotive. Sie ist im Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart unter der Nummer HRB 225669 eingetragen. Mit dem Wegfall des Börsensegments Entry Standard im März letzten Jahres werden die Aktien der Gesellschaft am Basic Board der Börse Frankfurt/M. gehandelt. Die Gesellschaft fällt nicht unter die für kapitalmarktorientierte Unternehmen im Sinne von § 264d HGB geltenden Vorschriften des HGB. Sitz der AdCapital AG ist in Deutschland, 78532 Tuttlingen, Daimlerstraße 14. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden2.1 Grundlagen für die Erstellung des AbschlussesDie im Konzernabschluss verwendete Währung ist EUR (€). Die Angaben im Konzernabschluss erfolgen grundsätzlich in TEUR (T€). Nach § 290 HGB hat die AdCapital AG einen Konzernabschluss sowie einen Konzernlagebericht zu erstellen. Der Konzernabschluss der AdCapital AG zum 31. Dezember 2018 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs und des Aktiengesetzes aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden Posten der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Konzernanhang gesondert ausgewiesen. Im Interesse der Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke wie auch die Vermerke, welche wahlweise in der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang vorzunehmen sind, insgesamt im Anhang dargestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 2.2 Angewandte Bilanzierungs- und BewertungsmethodenSelbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben. Die Nutzungsdauern betragen 3 bis 10 Jahre. Der aktivierte Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung wird über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren, noch bis einschließlich des Jahres 2020, abgeschrieben. Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Zur Bemessung der Abschreibungen werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt: Gebäude 10 bis 50 Jahre, technische Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 15 Jahre. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und im Anlagespiegel als Abgang ausgewiesen. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, falls dies notwendig ist, um immaterielle Vermögensgegenstände oder Sachanlagen mit einem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Stichtag beizulegen ist. Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert erfolgt, wenn dieser voraussichtlich von Dauer ist. Bei den Vorräten erfolgt der Wertansatz der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren zu durchschnittlichen Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten beziehungsweise zum niedrigeren Börsen- oder Marktpreis oder am Bilanzstichtag beizulegenden Wert. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet worden. Diese beinhalten Material- und Fertigungseinzelkosten, Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Zuschläge für Material- und Fertigungsgemeinkosten. Die anteiligen Abschreibungen auf Fertigungsanlagen sowie Verwaltungskosten des Material- sowie Fertigungsbereichs sind ebenfalls in den Herstellungskosten enthalten. Bestandsrisiken aufgrund mangelnder Gängigkeiten oder langer Lagerreichweiten werden durch Abwertungen berücksichtigt. Die Bewertung der Forderungen erfolgt zum Nominalbetrag. Den Wertminderungen zweifelhafter beziehungsweise uneinbringlicher Forderungen wird durch entsprechende Einzelabwertungen in ausreichendem Maße Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine Pauschalabwertung berücksichtigt. Auf eine Abzinsung unverzinslicher oder niedrig verzinslicher Forderungen wurde wegen Geringfügigkeit beziehungsweise kurzer Restlaufzeiten verzichtet. Sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung der Art des Vermögensgegenstands, ausgehend von den Anschaffungskosten beziehungsweise dem Nennwert, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen, bewertet. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit dem Barwert. Die Vorschriften des BilMoG und die damit einhergehenden Zuführungsbeträge wurden vollständig zum 1. Januar 2010 berücksichtigt. Für die Bewertung wurde die Projected-Unit-Credit-Methode mit den Richttafeln "2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Es wird ein Rententrend zwischen 1,0 und 1,5 % zugrunde gelegt. Für die Abzinsung werden die gemäß § 253 Abs. 2 Satz 4 HGB von der Deutschen Bundesbank ermittelten und monatlich veröffentlichten 10-Jahres-Durchschnittszinssätze angewandt (aktuell: 3,22 % (Schätzung aus November), im Vorjahr 3,67 %). Hierbei wird zur Vereinfachung pauschal eine Laufzeit von 15 Jahren angenommen (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Gemäß § 246 Abs. 2 HGB erfolgt eine Saldierung von Schulden mit Vermögensgegenständen, soweit diese ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind. Im Falle eines aktiven Überhangs wird dieser unter dem Posten "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Verbindlichkeiten sind zu ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag bilanziert. Rückstellungen oder unverzinsliche Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden ihrer Restlaufzeit entsprechend mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Latente Steuern werden nach dem sogenannten Temporary Concept gebildet. Aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge werden nicht gebildet. Aktive und passive latente Steuern werden insgesamt saldiert. Bei Vorliegen eines rechnerischen Überhangs von aktiven latenten Steuern wird dieser nicht bilanziert, es sei denn, es besteht gemäß § 306 HGB eine Aktivierungspflicht. 2.3 Konsolidierungskreis und -methodenDer Konzernabschluss beinhaltet die AdCapital AG, Tuttlingen, sowie die wesentlichen verbundenen Unternehmen, bei denen die AdCapital AG unmittelbar oder mittelbar 50 % oder mehr der Stimmrechte hält oder auf andere Weise einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Somit waren in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 neben der AdCapital AG 20 Gesellschaften einzubeziehen (im Vorjahr 21). Der Abgang betrifft eine Immobiliengesellschaft, die nach dem Verkauf ihrer Assets wegen Geringfügigkeit nicht mehr konsolidiert wird. Es werden insgesamt fünf (im Vorjahr vier) Gesellschaften mit geringem Geschäftsvolumen beziehungsweise ohne Geschäftsbetrieb unter Anwendung des § 296 Abs. 2 HGB wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Auch bei einer assoziierten Gesellschaft wird auf die Einbeziehung auf der Grundlage der Equity-Methode aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet. Das assoziierte Unternehmen komm.passion GmbH wurde im Geschäftsjahr verkauft. Eine vollständige Auflistung der konsolidierten Unternehmen ist im Anhang enthalten. Grundlage für den Konzernabschluss sind die nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellten Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden sind dementsprechend nach den für alle Konzernunternehmen einheitlich geltenden Konzernbilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien angesetzt worden. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 HGB nach der Erwerbsmethode. Die während des Jahres erworbenen oder verkauften Beteiligungen werden ab dem tatsächlichen Erwerbszeitpunkt beziehungsweise bis zum tatsächlichen Abgangszeitpunkt in den Konzernabschluss aufgenommen. Die Anschaffungskosten einer Unternehmenstransaktion werden nach den beizulegenden Zeitwerten der hingegebenen Vermögenswerte und der eingegangenen oder übernommenen Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt, zuzüglich der direkt zurechenbaren Erwerbskosten, bemessen. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbenen, identifizierbaren Vermögenswerte sowie die übernommenen Verbindlichkeiten werden mit den beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang etwaiger Minderheitsanteile am Eigenkapital. Der Überschuss der Anschaffungskosten der Unternehmensakquisition über den Nettowert der anteiligen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wird als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen. Alle konzerninternen Geschäftsvorfälle und Salden werden im Rahmen der Konsolidierung vollständig eliminiert. Zwischenergebnisse im Sinne von § 304 HGB werden eliminiert, soweit diese nicht von untergeordneter Bedeutung sind. 3. WährungsumrechnungDie Aktiv- und Passivposten der in fremder Währung aufgestellten Abschlüsse der Tochtergesellschaften werden, mit Ausnahme des Eigenkapitals, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden jeweils zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die aus der Währungsumrechnung resultierenden Differenzen werden innerhalb des Eigenkapitals unter dem "Ausgleichsposten aus Fremdwährungsumrechnung" gesondert ausgewiesen. Währungsumrechnungsdifferenzen aus den Schuldenkonsolidierungen werden gemäß DRS 25 erstmals erfolgsneutral in den Ausgleichsposten aus Fremdwährungsumrechnung eingestellt. Dabei werden in Ausübung des Wahlrechts sowohl kurz- wie langfristige Schulden berücksichtigt. 4. Angaben und Erläuterungen zur Konzernbilanz4.1 AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens ist im Konzernanlagespiegel dargestellt. Zugänge erstmals konsolidierter Gesellschaften beziehungsweise Abgänge von veräußerten Gesellschaften werden unter den Anschaffungskosten und unter den Abschreibungen gesondert ausgewiesen. Das Anlagevermögen gliedert sich wie folgt: scroll
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben. Der Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung betrifft die FRAKO Kondensatoren- und Anlagenbau GmbH. Aufgrund konstanter Rahmenbedingungen nach Erwerb des Unternehmens, insbesondere fortbestehender Absatz- und Beschaffungsverträge sowie des langlebigen Produktportfolios wurde eine Nutzungsdauer von 15 Jahren zugrunde gelegt. Der Firmenwert wird danach noch bis zum Jahr 2020 jährlich in Höhe von 240 T€ abgeschrieben. scroll
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4.2 VorräteDie Vorräte gliedern sich wie folgt: scroll
4.3 Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gliedern sich wie folgt: scroll
4.4 ZahlungsmittelIn den Zahlungsmitteln in Höhe von 9.927 T€ (Vorjahr 8.823 T€) sind Kassenbestände, Postbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten sowie Schecks enthalten. 4.5 RechnungsabgrenzungspostenDer Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 484 T€ (Vorjahr 355 T€) beinhaltet Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen. Disagio ist wie schon im Vorjahr keines enthalten. 4.6 EigenkapitalAuf die gesonderte Darstellung der Veränderung des Eigenkapitals wird verwiesen. Gezeichnetes Kapital und KapitalrücklageDas Grundkapital beträgt unverändert gegenüber dem Vorjahr 41.700 T€. Das Grundkapital ist in 14.000.000 nennwertlose Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) eingeteilt, die auf den Inhaber lauten. Jede Aktie hat einen rechnerischen Anteil am Grundkapital in Höhe von 2,98 € (Vorjahr: 2,98 €). Im Umlauf befindliche AktienIm Jahr 2009 wurden 371.116 eigene Aktien erworben und in Höhe der Anschaffungskosten von 2.269 T€ direkt gegen die Gewinnrücklagen verrechnet. Der Betrag am Grundkapital beträgt 1.105 T€. Im Jahr 2018 wurden keine eigenen Aktien verkauft, so dass unverändert zum Vorjahr insgesamt noch 58.430 Aktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital in Höhe von 174 T€ von der AdCapital AG selbst gehalten werden. Dies entspricht einem Anteil von 0,4 % am Grundkapital. Somit befinden sich zum Bilanzstichtag unverändert gegenüber dem Vorjahr 13.941.570 Aktien im Umlauf. Die Kapitalrücklage beträgt unverändert gegenüber dem Vorjahr 4.592 T€. 4.7 Erwirtschaftetes KonzerneigenkapitalDie Gewinnrücklagen und das erwirtschaftete Konzerneigenkapital betragen 12.037 T€ (Vorjahr 13.676 T€). Das erwirtschaftete Konzerneigenkapital beinhaltet die Jahresergebnisse der Konzernunternehmen (ohne Fremdanteile an den Jahresergebnissen), die eigenkapitalwirksamen Konsolidierungsbuchungen sowie die Entnahmen aus den Gewinnrücklagen der AdCapital AG abzüglich der ausbezahlten Dividenden an die Aktionäre der AdCapital AG sowie an die beteiligten Fremdgesellschafter. Wegen Einzelheiten verweisen wir auf den Eigenkapitalspiegel. 4.8 Ausgleichsposten aus FremdwährungsumrechnungUnterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung haben sich für ausländische Beteiligungen in Tschechien, der Türkei, den USA, China, Hongkong und Mexiko ergeben. Zum Bilanzstichtag wurden gemäß DRS 25 erstmals die Währungsdifferenzen aus der Schuldenkonsolidierung (kurz- und langfristige Schulden) in Höhe von 150 T€ erfolgsneutral mit dem Ausgleichsposten verrechnet. Wir verweisen auf den Eigenkapitalspiegel. 4.9 Anteile anderer GesellschafterDie Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital der einbezogenen Tochterunternehmen betreffen insbesondere die Jaeger Poway Automotive Systems Ltd. (Shenzhen), die Jaeger Poway Ltd. und die OPUS Formenbau GmbH & Co. KG. 4.10 Rückstellungenscroll
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen berücksichtigen Ansprüche von Mitarbeitern diverser Konzerngesellschaften. Die im Vorjahr noch passivierte Rückstellung für einen ehemaligen Geschäftsführer der AdCapital AG wurde im Geschäftsjahr vertragsgemäß durch Auszahlung der letzten Rate verbraucht. Erfüllungsbeträge für Pensionsverpflichtungen wurden mit dem Zeitwert der bestehenden Rückdeckungsversicherung saldiert, sofern die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 HGB beziehungsweise die Voraussetzungen für die Zusammenfassung zu einer Bewertungseinheit vorlagen. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände ergeben sich aus den in der Vergangenheit ratierlich zugeführten Beiträgen zur Rückdeckungsversicherung. scroll
Die Pensionsauszahlungen im Konzern betrugen im Berichtsjahr 167 T€ (Vorjahr: 245 T€). Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt 323 T€. Die Steuerrückstellungen betreffen noch nicht veranlagte Geschäftsjahre. Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Personalaufwendungen, Gewährleistungsaufwendungen, Jahresabschluss- und Prüfungskosten, Rechts- und Beratungskosten und für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten gegenüber Dritten gebildet. 4.11 VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt: scroll
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 651 T€ (Vorjahr: 827 T€) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 721 T€ (Vorjahr: 684 T€) enthalten. Von den Verbindlichkeiten waren durch Grundpfandrechte, Bankbürgschaften und andere Sicherheiten 2.536 T€ (Vorjahr: 2.688 T€) besichert. 4.12 Latente SteuernFür die aus den Einzelabschlüssen resultierenden aktiven Steuerlatenzen sieht § 274 HGB grundsätzlich ein Wahlrecht für den Ansatz vor. Die Aktivierung ist mindestens jedoch in Höhe des Betrags der passiven latenten Steuern vorzunehmen. Von dem Aktivierungswahlrecht nach § 274 HGB wurde im Übrigen kein Gebrauch gemacht. Aktive Latenzen aus der Konsolidierung gemäß § 306 HGB sind dagegen zwingend anzusetzen; ihr Ausweis erfolgte in Ausübung des Wahlrechts in § 306 HGB unter Saldierung mit den passiven Steuerlatenzen. Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 125 T€ (Vorjahr: 118 T€), im Wesentlichen resultierend aus der Zwischengewinneliminierung, wurden dementsprechend mit den passiven Latenzen aus Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz sowie aus der Schuldenkonsolidierung in Höhe von 113 T€ (Vorjahr: 143 T€) verrechnet. Der aktive Überhang und damit die aktiven latenten Steuern betragen danach 12 T€ (Vorjahr:passive latente Steuern 26 T€). Bei der Bewertung der latenten Steuern kamen Steuersätze zwischen 12 % und 30 % zur Anwendung. Die Änderung der latenten Steuern lässt sich wie folgt darstellen: scroll
Eine Aktivierung latenter Steuern auf Verlustvorträge erfolgte nicht. 5. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung5.1 UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse gliedern sich regional wie folgt: scroll
5.2 Sonstige betriebliche Erträgescroll
Insgesamt waren periodenfremde Erträge in Höhe von 680 T€ (Vorjahr: 736 T€) zu verzeichnen. Sie betrafen die Zuschreibungen mit 173 T€ (Vorjahr: 113 T€) und die Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 507 T€ (Vorjahr: 623 T€). In den übrigen Erträgen ist der Gewinn aus dem Verkauf von Anteilen an dem Beteiligungsunternehmen komm.passion in Höhe von 650 T€ enthalten. 5.3 Materialaufwandscroll
5.4 Personalaufwand / Mitarbeiterzahlscroll
Die Mitarbeiterzahl ergibt sich im Jahresdurchschnitt wie folgt: scroll
Bei den direkten Mitarbeitern handelt es sich um Personen, welche direkt am Produktionsprozess beteiligt sind. 5.5 Abschreibungen auf Sachanlagenscroll
Der Ausweis beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 105 T€. Siehe auch die Angaben im Anlagenspiegel. 5.6 Sonstige betriebliche Aufwendungenscroll
Periodenfremde Aufwendungen ergaben sich in Höhe von 62 T€ (Vorjahr: 108 T€). Sie beinhalten Forderungsverluste, Zuführungen zu den Einzel- und Pauschalabwertungen zu Forderungen und sonstige aperiodische Kosten. 5.7 Finanzergebnisscroll
Für Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen sind 115 T€ (Vorjahr: 125 T€) angefallen. 5.8 Steuern vom Einkommen und Ertragscroll
6. Haftungsverhältnisse und außerbilanzielle Geschäfte / sonstige finanzielle VerpflichtungenDie Haftungsverhältnisse und sonstigen finanziellen Verpflichtungen des AdCapital-Konzerns ergeben sich wie folgt: scroll
Aus einer Bürgschaft für einen langfristigen Immobilienvertrag bestehen per 31. Dezember 2018 Verpflichtungen in Höhe von 1.406 T€ (Vorjahr: 1.808 T€). Unseres Erachtens besteht derzeit kein Risiko der Inanspruchnahme des Konzerns. Weitere, nicht in Konzernbilanz oder -anhang enthaltene Geschäfte beziehungsweise Verpflichtungen bestehen nicht. Produkthaftungsansprüche gegen die Taller GmbHDie Taller GmbH, Waldbronn, hat zu Beginn des Geschäftsjahrs 2019 mit einem bedeutenden Kunden über von diesem erhobene Schadensersatzansprüche aus Produkthaftung einen außergerichtlichen Vergleich vereinbart. Der Vergleich führt, bei vertragsgemäßer Durchführung, zum endgültigen Wegfall des für die Taller GmbH virulenten Risikos einer Schadensersatzverpflichtung in den Bestand des Unternehmens gefährdender Höhe und damit auch zum Wegfall einer eventualiter bestandenen Verpflichtung zur Bildung einer Rückstellung zum 31. Dezember 2018. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der AdCapital AG beziehungsweise auf den AdCapital-Konzern ausgehen kann, haben sich, mit Ausnahme der Vergleichsvereinbarung der Taller GmbH (siehe oben, Abschnitt 6. "Haftungsverhältnisse ...") nicht ereignet. 7. VorstandVorstand der Gesellschaft ist: Herr Hans-Jürgen Döringer, Dipl.-Ökonom In Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Vorstandsbezüge. 8. AufsichtsratIn den Aufsichtsrat sind/waren berufen: VorsitzendeFrau Dr. Sonja Zobl-Leibinger, Selbstständige Rechtsanwältin Stellv. VorsitzenderBis 3. Mai 2018 Herr Maximilian Bernau, Selbstständiger Rechtsanwalt Ab 3. Mai 2018 Herr Dr. Christoph Zobl, Angestellter Rechtsanwalt Weiteres MitgliedHerr Hans-Joachim Holstein, Unternehmensberater Im Geschäftsjahr 2018 sind Aufwendungen für Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von 80 T€ (Vorjahr: 80 T€) angefallen. 9. Gesamthonorar des Abschlussprüfersscroll
10. Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden PersonenDie AdCapital AG hat mit ihr nahestehenden Unternehmen und Personen keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen geschlossen. 11. Konzernunternehmen der AdCapital AG, konsolidiert auf der Grundlage der Vollkonsolidierung (Beteiligungen mit 50 % und höher)In den Konzernabschluss sind neben der AdCapital AG die folgenden 20 Unternehmen einbezogen worden: scroll
12. Konzernunternehmen der AdCapital AG, nicht konsolidiertscroll
13. Assoziierte Unternehmen der AdCapital AG, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertetscroll
14. Ergebnisverwendungsvorschlag der MuttergesellschaftDer Jahresabschluss der AdCapital AG zum 31. Dezember 2018 weist einen Bilanzgewinn von 2.628 T€ aus. Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. 15. Sonstige AngabenDer Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 wird beim Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart hinterlegt und im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Tuttlingen, den 28. Februar 2019 AdCapital AG Hans-Jürgen Döringer, Vorstand Konzernanlagespiegel zum 31. Dezember 2018scroll
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BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die AdCapital AG, Tuttlingen PrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der AdCapital AG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der AdCapital AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrates für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 28. Februar 2019 Baker Tilly GmbH & Co. KG Peter Schill, Wirtschaftsprüfer Jürgen Bechtold, Wirtschaftsprüfer |
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