![]() AdCapital AGTuttlingenKonzernabschluss 2019Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019des AdCapital-Konzerns1. Der AdCapital-Konzern1.1 Geschäftstätigkeit und InvestitionsfokusDer Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der AdCapital AG liegt unverändert gegenüber dem Vorjahr auf dem Industriegeschäft unserer Beteiligungen. Unser Anteilsportfolio besteht im Wesentlichen aus vier Einzelunternehmen und zwei Unternehmensgruppen:
Die EW Hof-Gruppe wurde - wie schon seit längerer Zeit geplant - veräußert. Die Unterzeichnung des Kaufvertrags (Signing) erfolgte im Berichtsjahr, der Eigentumsübergang an den Gesellschaftsanteilen erfolgte am 01. Januar 2020 (Closing). Das Unternehmen wurde im Geschäftsjahr wegen Geringfügigkeit nicht mehr in den Konsolidierungskreis einbezogen. Die JAEGER-Gruppe ist mit einem Umsatzanteil von über 50 % nach wie vor die dominierende Beteiligung im AdCapital-Konzern. 1.2 Konzernstrategie, Unternehmenssteuerungs- und ÜberwachungssystemKonzernstrategieBeteiligungenDie AdCapital AG versteht sich als Industrieholding mit ausgeprägter strategischer und operativer Steuerungs- und Überwachungsfunktion in Bezug auf ihre Beteiligungsunternehmen. Der strategische Schwerpunkt der Unternehmensgruppe wurde in den letzten Jahren Schritt für Schritt auf den Bereich Automotive mit der Kerngesellschaft Erich Jaeger verlagert. Die Beteiligungen werden von uns bei Strategie-, Finanzierungs-, Prozess- und Organisationsfragen intensiv beraten. Unsere fundierten Branchenkenntnisse und unser enges Netzwerk in den Bereichen Finanzen, Steuern und Recht unterstützen unsere Unternehmen bei geschäftsstrategischen Entscheidungen und entlasten sie in den indirekten Bereichen. Um sich bietende Synergien zu nutzen, haben wir die organisatorische Eingliederung in den wesentlichen betriebswirtschaftlichen Funktionsbereichen unserer Beteiligungsunternehmen bis heute konsequent vorangetrieben und konzernweit einheitliche Strategie-, Steuerungs- und Planungsgrundsätze eingeführt. Wir sehen uns als unternehmerischen Partner, der neben Eigen- und Fremdkapital unternehmerisches Know-how beisteuert und selbst eine mittelständisch geprägte Unternehmenskultur einbringt. Bei aller Integration setzen wir dabei bewusst auf die Eigenständigkeit der Unternehmen und ihrer Geschäftsführer im operativen Bereich und respektieren individuelle Unternehmenskulturen. Die Ziele für unsere Beteiligungen sind die Stärkung der jeweiligen Markt- und Wettbewerbsposition, die Verbesserung der Fertigungseffizienz sowie die Optimierung organisatorischer Abläufe einschließlich des Vertriebs. Das heißt, unser Hauptaugenmerk ist auf die Realisierung von organischen Wachstumspotenzialen, die Verbesserung der Profitabilität der Unternehmen und ihrer Kapitalausstattung und damit auch deren Krisenresilienz gerichtet. Unsere Strategie setzt auf den Ausbau des Kerngeschäftes im Automotive-Umfeld sowie die Verbesserung der Rentabilität unserer Beteiligungen. Dies soll in erster Linie durch Verbesserungen im operativen Bereich und Verbesserung der Wettbewerbsposition erreicht werden. In Ausnahmefällen würden wir aber unverändert auch im Bereich Automotive oder in den für diese Branche relevanten Technologien (Metall- und Kunststoffverarbeitung sowie Elektronik und Software) Investitionen in neue Beteiligungsunternehmen tätigen. Derartige Fälle mit einem erheblichen Synergiepotential haben sich uns im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht eröffnet. Finanzielle FlexibilitätUnsere stabile Finanzlage haben wir im Geschäftsjahr planmäßig mit Bankkrediten und internationalen Factoring-Finanzierungen weiter abgesichert. Diese dienen im Wesentlichen der langfristigen Investitionsfinanzierung, insbesondere aber auch der Finanzierung der nach wie vor bestehenden Anlaufverluste der neuen Fertigungsstätte in Mexiko und der damit bezweckten Erschließung des nordamerikanischen Marktes durch die JAEGER-Gruppe; diese hat sich in den vergangenen Jahren schwieriger als erwartet gestaltet. Des Weiteren bestehen bei drei Beteiligungsunternehmen unter der Führung der Holding auch Kontokorrentkredite, die schon im Geschäftsjahr 2016 zur Ablösung von konzerninternen Cash-Pool-Linien aufgenommen worden waren. Liquide Konzernmittel werden ausschließlich in Zahlungsmitteln und freien Banklinien gehalten. Unternehmenssteuerungs- und ÜberwachungssystemDie zentralen Verwaltungsbereiche Controlling, Steuern und Recht und die Inlandsfinanzierung werden unverändert auf Ebene der Holding geführt. Die IT wird zentral für den Konzern in enger Abstimmung mit der Holding über Erich Jaeger gesteuert. Die operative Steuerung des gesamten AdCapital-Konzerns erfolgt über regelmäßige Geschäftsleitungssitzungen bei den Beteiligungsunternehmen oder am Standort der Holding. In diesen Gesprächen werden unter anderem auf Basis von Budgetvorgaben sowie der definierten strategischen Ausrichtung die aktuelle Geschäftslage sowie die kurz- und mittelfristigen Planungsrechnungen der Gesellschaften besprochen. Wesentliche Kennzahlen, die von uns zur Steuerung der operativen Beteiligungen eingesetzt werden, sind der Auftragseingang sowie Auftragsbestand, die erwirtschaftete Gesamtleistung, die Wertschöpfung, die Produktivität je Stunde, die EBIT-Marge sowie der Free Cashflow und das Working Capital. Darüber hinaus werden Kennzahlen zur Kostenstruktur sowie zur Steuerung von Produktion und Vertrieb zur Analyse hinzugezogen. 1.3 Wesentliche Ereignisse im Geschäftsjahr 2019Am 30.12.2019 ist der langjährige Geschäftsführer der JAEGER-Gruppe, Herr Wolfgang Wiese, überraschend verstorben. Herr Wiese hinterlässt eine große Lücke. Vorübergehend wird Herr Felix Nußbaum als alleiniger Geschäftsführer seine Aufgaben übernehmen. Zwar wurde, wie schon im Vorjahres-Lagebericht dargestellt, am 12.02.2019 der Schadensersatzstreit mit einem Großkunden der Taller GmbH beigelegt. Vor dem Hintergrund eines drohenden Rechtsstreits wurden in den Vorjahren Investitionen zurückgehalten. Auch einige Kunden und Lieferanten waren über die Zukunftsaussichten der Taller besorgt. Die daraus resultierenden Auswirkungen auf Organisation, Qualität, Auftragsbearbeitung und Umsatz haben zu einem Umsatzrückgang und nochmals erheblichen Verlusten bei der Taller GmbH im Jahr 2019 geführt. Im Laufe des Jahres konnte aber die Lage stabilisiert werden insbesondere in den Bereichen Qualität und Organisation. Wir befassen uns intensiv mit der Zukunftsplanung und den verschiedenen zur Verfügung stehenden Verbesserungsmöglichkeiten. Die EW Hof-Gruppe wurde mit Kaufvertrag vom 11. Dezember 2019 (Signing) mit Wirkung zum 01.01.2020 (Closing) - wie schon seit längerer Zeit geplant - verkauft. 1.4 KonsolidierungskreisDie Zahl der in den Konzernabschluss 2019 einbezogenen Gesellschaften beträgt 17. Nach der Unterzeichnung des Kaufvertrags über die Veräußerung der Gesellschaftsanteile (Signing) an der EW Hof-Gruppe wurde diese nicht mehr in den Konsolidierungskreis einbezogen. Darüber hinaus wurde die frako power systems GmbH & Co. KG entkonsolidiert. Somit hat sich die Zahl der konsolidierten Unternehmen gegenüber dem Vorjahr um drei verringert. 2. Wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen2.1 Gesamtwirtschaftliche LageBezogen auf das BIP wuchs die deutsche Wirtschaft 2019 um 0,6 %, und damit das zehnte Jahr in Folge. Gegenüber den beiden Vorjahren, deren entsprechendes Wachstum jeweils 1,5 % (2019) bzw. 2,2 % (2018) betrug, hat sich die Dynamik allerdings bedeutend abgeschwächt. Der IWF prognostiziert für 2020 für Deutschland ein Wachstum von 1,1 % für 2021 ein Wachstum von 1,4 %. Für China hat der IWF kurz vor Fertigstellung dieses Lageberichts die Wachstumsprognose von bislang 6,0 auf 5,6 % auf Grund des Corona-Virus reduziert. Für die USA prognostiziert die Weltbank ebenfalls einen Rückgang des Wirtschaftswachstums von 2,5 % im abgelaufenen Jahr auf 2,0 % in 2020. Für die Weltwirtschaft als Ganzes hat die Weltbank ihre Wachstumsprognose auf 3,3 % angehoben. Auch die Bundesregierung und die Wirtschaftsforschungsinstitute haben sich diesen leicht optimistischen Prognosen im Wesentlichen angeschlossen. Eine leichte Erholung sei aber weltweit gegenüber 2019 in Sicht. Die Prognosen gehen davon aus, dass der Brexit nicht in ungeordneter Form vollzogen wird. Des Weiteren sind diese Prognosen vor Ausbruch des Corona-Virus in Europa erstellt worden. In wie weit sich hier negative Veränderungen u. a. aus der Beschränkung der individuellen Mobilität in Italien auf die Wirtschaft ergeben, ist aktuell unklar. Es ist aber zu befürchten, dass es zu erheblichen negativen Auswirkungen kommen könnte. Bemerkenswert ist die im aktuellen Risikobericht des WEF (World Economic Forum) veröffentlichte Information zum weltweiten Schuldenstand (private und öffentliche Schulden), der auf 322 % (VJ 225 %) der weltweiten Wirtschaftsleistung angestiegen sei. Damit wäre er höher als vor der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 und hat beinahe die Rekordhöhe während des zweiten Weltkriegs erreicht. Vor diesem Hintergrund gehen vom globalen Finanzsektor nach wie vor erhebliche Risiken aus, zumal die Beherrschung oder Steuerung einer möglichen erneuten Finanzkrise angesichts vielerorts immer noch extrem niedriger Leitzinsen (Deutsche Bundesbank zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts: 0 %) schwerer fallen dürfte als noch 2008. Erhebliche Gefahren gehen auch vom politischen Umfeld sowie aus anderen Krisen, wie z. B. dem Corona Virus aus (siehe hierzu Abs. 8.2 Chancen und Risiken). 2.2 Branchenbezogene RahmenbedingungenDas Jahr 2019 stellte die gesamte Automobilbranche vor große Herausforderungen und die Märkte gestalteten sich volatil. Der Handelskrieg zwischen den USA und China und der drohende Brexit sorgten für Unsicherheit auf den Märkten. Der Dieselskandal und die Klimadiskussion sorgten insbesondere in Deutschland für Zurückhaltung bei den Konsumenten. Insgesamt ist der globale Automobilmarkt laut Branchenverband VDA um ca. 5 % gegenüber 2018 gesunken. Der für das Erich Jaeger-Geschäft sehr bedeutende chinesische Nutzfahrzeugmarkt konnte sich gegenläufig nach den rückläufigen Zahlen im Vorjahr in 2019 deutlich erholen und legte sogar im 4 Quartal deutlich zu. Die europäische PKW-Industrie steht durch die Umstellung auf alternative Antriebe und die zunehmende Elektromobilität vor den größten Umstellungen ihrer Geschichte. Auch das Jahr 2019 war leicht rückläufig. Allein in Deutschland ging die PKW-Produktion gegenüber dem Vorjahr nochmals um 9 % auf 4,66 Mio. Stück zurück. In Europa entwickelte sich der Nutzfahrzeugmarkt 2019 unterschiedlich. Für leichte Lkw ergibt sich ein positiver Trend, der Markt für schwere Lkw allerdings ist um ca. 10 % eingebrochen. In Deutschland wurde im Segment von über 6 Tonnen ein Wachstum von rund 3 % erreicht. In Nordamerika sind die Stückzahlen des Nutzfahrzeugsektors besonders im letzten Quartal deutlich zurückgegangen und lagen damit auch im Jahresdurchschnitt unter Vorjahresniveau. Im PKW-Bereich gab es ebenfalls eine leichte Reduzierung um 1,0 % auf 15,5 Mio. Light Vehicles. Der steigende Trend zu alternativen Antrieben, E-Mobility und autonomem Fahren zeigte sich weltweit bei nahezu allen Fahrzeugherstellern auch in 2019. Von der kurzfristigen Marktentwicklung abgesehen, sind die künftigen Herausforderungen der Automobilbranche enorm. Die Produktionswerke müssen mit hohen Investitionen auf die Elektromobilität umgerüstet werden - in China gilt seit 2019 eine Elektroautoquote von 10 % für Neuwagen; die CO2-/Stickoxyd-Regulierung, die Digitalisierung, die Vernetzung und das automatisierte Fahren machen, bis zur Marktreife, ebenfalls hohe Entwicklungsausgaben und Investitionen nötig. Auch wenn unsere Automotive-Beteiligungen nicht in den Bereichen Antrieb und Fahrassistenz tätig sind, stehen sie unter dem Einfluss der konjunkturellen Entwicklung und der bevorstehenden strategischen Umwälzungen der Industrie. Laut ZVEI war die deutsche Elektroindustrie im Jahr 2019 rückläufig. Von Januar bis November 2019 war die preisbereinigte Produktion um 4,2 % gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Dennoch blieb die Zahl der Beschäftigten nahezu stabil und somit weiterhin ist auf dem höchsten Stand seit 22 Jahren. Für 2020 geht der ZVEI allenfalls von einer stabilen Entwicklung aus. Die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen und Prognosen gestalten sich recht unterschiedlich. Sie stehen dabei alle unter dem Vorbehalt der neuer Eskalationen Handelsstreits USA/China und dass es möglicherweise keinen ungeordneten Brexit gibt. Hinzu kommen derzeit nicht abschätzbare Risiken wie zum Beispiel aus der Schließung von Werken bzw. nur deren zum Stand der Berichtserstellung wieder partielle Öffnung in China auf Grund des Corona Virus. Insgesamt ist zu konstatieren, dass in der EU, China und den USA vorerst keine allgemeine Rezession droht bzw. der IWF von einer moderaten Erholung der Weltwirtschaft mit einem Wachstum von 3,3 % ausgeht. Dementsprechend ist unser Optimismus hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung auf den für uns relevanten Märkten im laufenden Geschäftsjahr als sehr verhalten zu bezeichnen. 3. Ertragslage3.1 Umsatz- und ErgebnisentwicklungDie für die Beurteilung der Entwicklung der Gesellschaft relevanten Kennzahlen haben sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt: Als zentrale Steuerungsgrößen hat die Gesellschaft folgende Parameter definiert: 1. Gesamtumsatzerlöse 2. Betriebliches Ergebnis Gewinn- und Verlustrechnung des AdCapital-Konzerns
Bei den Beteiligungsunternehmen der AdCapital AG handelt es sich vor allem um produzierende Unternehmen. Da diese in unterschiedlichen Geschäftsbereichen tätig sind, werden sie von der gesamtwirtschaftlichen Konjunktur in unterschiedlichem Maße beeinflusst. Dabei beobachten wir seit mehreren Jahren eine zunehmende Internationalisierung unseres Konzerns. Lag der Exportanteil der Konzernumsätze im Jahr 2011 noch bei 45 %, so ist er im Geschäftsjahr 2017 auf 63 % angestiegen. Im Berichtsjahr 2019 hat er sich auf 65 % weiter erhöht. Die generell steigende Exportquote ist auf unseren wachsenden Automotive-Bereich, vor allem bei der JAEGER-Gruppe, zurückzuführen. Insofern ist eine hohe Abhängigkeit von der Investitionsgüterindustrie und damit (indirekt) von den Exporten unserer Kunden gegeben. Andererseits zeichnet einige unserer Unternehmen eine starke regionale Fokussierung auf den deutschen beziehungsweise deutschsprachigen Raum aus. Somit steht die unternehmerische Entwicklung des AdCapital-Konzerns weiterhin sowohl unter dem Einfluss des konjunkturellen Umfeldes in Deutschland als auch, und zwar in zunehmendem Umfang, der weltwirtschaftlichen Lage, insbesondere der globalen Automobilkonjunktur. In der Ertragslage des Konzerns spiegeln sich die unterschiedlichen Entwicklungen der einzelnen Gesellschaften und ein starker Einfluss der konjunkturellen Entwicklung wider, insbesondere im zweiten Halbjahr. So konnten die JAEGER-Gruppe, BDT und KTS positive betriebliche Ergebnisse im Jahr 2019 erzielen. Dem gegenüber stehen kleinere Verluste bei Opus und FRAKO und ein operativer und somit aus Konzernsicht signifikanter Fehlbetrag bei Taller, der u.a. aus der Sondersituation des Schadensersatzprozesses zu erklären ist. Insgesamt kann gesagt werden, dass die unsichere wirtschaftliche und politische Lage in Europa und der Welt u.a. durch Diskussionen um Verbrennungsmotor und E-Mobilität, Handelsstreit, Brexit, Nahost-Konflikt einen erheblichen Einfluss auf den Geschäftsverlauf des Konzerns hatte. Unter anderem waren bei Erich Jaeger Strafzölle für Lieferungen aus China nach Nordamerika fällig, Schwankungen in der Auslastung von Produktion und Entwicklung führten zu zusätzlichen Kosten, der Wettbewerb um die Aufträge wurde härter und führte vermehrt zu Preissenkungen. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung im AdCapital-Konzern ist im Einzelnen wie folgt zu kommentieren: Die Gesamtleistung ist mit 148,3 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert von 156,4 Mio. € um 5 % zurückgegangen. Bereinigt man die Veränderung um die im Jahr 2019 aus dem Konsolidierungskreis ausgeschiedene EW Hof-Gruppe, ergibt sich lediglich eine Verringerung um 1 %. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich von 5,1 auf 3,7 Mio. € reduziert. Im Vorjahr entfielen 0,5 Mio. € auf EW Hof, so dass die bereinigte Veränderung lediglich 0,9 Mio. € beträgt. Der größte Teil der Veränderung entfällt auf den Veräußerungsgewinn der Minderheitsbeteiligung komm.passion , der im Vorjahr enthalten war. Der Materialaufwand im Konzern ist von 80,1 Mio. € um 4,6 Mio. € auf 75,5 Mio. € beziehungsweise um 5,7 % gefallen. Die Materialquote ist dadurch von 51,2 % im Vorjahr um 0,3 Prozentpunkte auf 50,9 % gefallen. Dies ist zum einen auf das Ausscheiden der EW Hof-Gruppe aus dem Konzern zurückzuführen. Zum anderen hat Taller traditionell eine hohe Materialquote. Mit der reduzierten Leistung und dem damit niedrigeren Materialaufwand der Taller-Gruppe sank die Materialquote überproportional. Der Personalaufwand ist um 2,3 Mio. € auf 43,1 Mio. € zurückgegangen. Auch dies ist im Wesentlichen auf das Ausscheiden der EW Hof-Gruppe zurückzuführen. Die Personalaufwandsquote ist mit 29,1 % im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Das Konzern-EBIT beträgt 1,6 Mio. € gegenüber dem Vorjahresergebnis in Höhe von 3,3 Mio. €. Die Zusammensetzungen der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind im Einzelnen im Konzernanhang näher aufgegliedert und kommentiert. Insgesamt weisen wir im AdCapital-Konzern einen Jahresfehlbetrag vor Anteilen Dritter in Höhe von -1,0 Mio. € (Vorjahr: Jahresüberschuss 0,3 Mio. €) aus. 3.2 IndustriebeteiligungenUnsere wichtigsten Beteiligungen haben das Geschäftsjahr, wie schon angedeutet, unterschiedlich gut bestritten: Die größte Gesellschaft Erich Jaeger konnte zwar die Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr steigern, wurde aber im europäischen Markt durch die schwierige konjunkturelle Lage der Automobilindustrie gebremst und hat daher die anspruchsvollen Wachstumsziele für 2019 nicht erreicht. Der hohe Preisdruck sowie die weiter umgesetzten Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung führten insgesamt zu einem etwas niedrigeren betrieblichen Ergebnis als 2018. Die Taller GmbH konnte im Februar 2019 den Schadensersatzprozess mit einem Kunden beilegen. Insbesondere die daraus resultierenden Unsicherheiten im Markt führten zu einem erheblichen Rückgang der Gesamtleistung im Jahr 2019. Darüber hinaus wurden die Kapazitäten angepasst und weitere Maßnahmen zur Qualitätssteigerung und Verbesserung der betrieblichen Effizienz umgesetzt. Auch mussten noch Bereinigungen in den Vorräten vorgenommen werden, so dass im Gesamtjahr nochmals ein deutlicher Verlust zu verzeichnen war. Auch FRAKO musste im weiterhin sehr schwierigen Blindleistungsmarkt weitere Umsatzrückgänge hinnehmen. Diese konnten trotz erheblicher Einsparmaßnahmen aufgrund hoher Belastungen aus den tarifvertraglichen Erhöhungen des Personalaufwands nicht kompensiert werden. Somit erlitt die Gesellschaft ebenfalls einen Verlust. Dagegen setzte BDT seine positive Entwicklung fort und konnte vor allem durch Aufträge mit Neukunden einen Zuwachs bei der Gesamtleistung verbuchen, der sich auch im Ergebnis entsprechend niederschlug. Die Gesamtleistung leicht steigern konnte auch die KTS. Dies führte auch wiederum zu einem positiven Ergebnis, das aber aufgrund von einmaligen Sondereffekten niedriger als im Vorjahr ausfiel. Die Opus GmbH & Co KG wurde in ihrem Wachstum gebremst. Trotz der höchsten Anzahl an geleisteten Stunden für Kundenaufträge seit Unternehmensgründung konnte die Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr nur leicht gesteigert werden. Opus litt im Jahr 2019 stark unter der Verunsicherung der Automobilbranche. Es wurden wesentlich weniger Neuentwicklungen von Fahrzeugen begonnen. Insbesondere der für Opus relevante Markt für Premiumfahrzeuge und Cabrios war davon betroffen. Aufträge wurden zu deutlich niedrigeren Preisen vergeben, die Auslastung war sehr schwankend, so dass ein kleiner Verlust bei der Gesellschaft entstand. 4. Finanz- und Vermögenslage4.1 PortfolioentwicklungIm Zuge des bereits 2012 vollzogenen Konzernstrategiewechsels werden Zukäufe im Beteiligungsportfolio nur noch zur gezielten Ergänzung bestehender Wertschöpfungsketten bei unseren bestehenden Tochterunternehmen, insbes. im Automotive-Bereich, verfolgt. Wir wollen unsere Beteiligungen langfristig halten und erfolgreich weiterentwickeln. Vor diesem Hintergrund gab es auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wiederum keine Neuinvestitionen im Beteiligungsbereich. 4.2 Investitionen
Der Konzern zeigt im abgelaufenen Geschäftsjahr eine gegenüber dem Vorjahr insgesamt gedrosselte Investitionstätigkeit. Hierin spiegeln sich im Wesentlichen die Zurückhaltung der Taller Gruppe aufgrund des lange ungelösten Rechtsstreits sowie der Opus GmbH aufgrund der nachlassenden Dynamik im Markt wider. 4.3 Finanzlage4.3.1 FinanzstrategieDer Finanzbedarf der einzelnen Konzernunternehmen wurde im Inland in der Vergangenheit im Wesentlichen durch Bereitstellung von Eigenkapital, Gesellschafterdarlehen und die Einbeziehung in das Cash-Pool-System der AdCapital AG gedeckt. Im Zuge der Neuausrichtung unserer Finanzstrategie haben wir den Verschuldungsgrad des AdCapital-Konzerns im Berichtsjahr auf dem erreichten Niveau gehalten. Unser Ziel ist es, eine unter Shareholder-Value-Gesichtspunkten optimierte Eigenkapitalquote auszuweisen. Mit 65,3 % gegenüber 64,5 % im Vorjahr weisen wir unseres Erachtens nachhaltig angemessene, unter Shareholdergesichtspunkten optimierte Eigenkapitalquoten aus. Der Anstieg ist auf die gesunkene Bilanzsumme, diese wiederum im Wesentlichen auf das Factoring der JAEGER-Gruppe zurück zu führen. Über die tatsächlichen Inanspruchnahmen hinaus stehen uns aufgrund unserer zweifelsfreien Bonität zur Wachstumsfinanzierung noch umfangreiche freie Kreditlinien zur Verfügung. Freie Liquidität der AdCapital AG wird von uns in Zahlungsmitteln gehalten, um eine jederzeitige Verfügbarkeit der finanziellen Mittel sicherzustellen und Bewertungsrisiken auszuschließen. Die Finanzlage des Konzerns ist somit unverändert stabil. Die Sicherung der Liquidität aller operativen Einheiten des Konzerns und der Holding hat für uns allerdings oberste Priorität, so dass wir der Hauptversammlung vorschlagen werden, auch in diesem Jahr keine Ausschüttung vorzunehmen. 4.3.2 KapitalstrukturDer AdCapital-Konzern weist folgende Kapitalstruktur auf:
Im Sinne der beschriebenen Finanzstrategie weist der Konzern eine optimierte Eigenkapitalquote aus. 4.3.3 Cashflow / Verkürzte KapitalflussrechnungDer Cashflow des Konzerns entwickelte sich wie folgt:
Im Hinblick auf Einzelheiten verweisen wir auf die Kapitalflussrechnung und auf die oben unter Abschnitt 4.3.1 Finanzstrategie gemachten Angaben. 4.3.4 Cash-Pool-SystemAlle wesentlichen inländischen Gesellschaften des Konzerns sind in das Cash-Pooling des AdCapital-Konzerns einbezogen. Das Cash-Pool-System des Konzerns sichert den konzernzugehörigen Gesellschaften die zinsgünstige und unbürokratische Betriebsmittelfinanzierung. Es vermeidet darüber hinaus den Aufbau teurer und unnötiger flüssiger Mittel auf Ebene der Tochterunternehmen. 4.4 Vermögenslage
Das Umlaufvermögen (Working Capital) hat sich insbesondere durch den Umsatzrückgang bei Taller und des Nichteinbezugs von EW Hof reduziert. Die Höhe unserer Liquidität (Zahlungsmittel) zuzüglich freier vertraglicher Kreditreserven halten wir vor dem Hintergrund des Finanzierungsbedarfs des weiteren Wachstums und Berücksichtigung einer Sicherheitsreserve für angemessen und erforderlich. 4.5 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen LageDie Vermögens- und Finanzlage des Konzerns ist geordnet. Die AdCapital-Gruppe wird ihre Aufgaben, insbesondere die Finanzierung ihrer Beteiligungsunternehmen, auch in Zukunft mit den ihr zur Verfügung stehenden Finanzmitteln sowie den externen Finanzpotenzialen erfolgreich wahrnehmen können. Für den Fall größerer Erweiterungsinvestitionen, wie den Zukauf neuer Beteiligungen, stehen uns erforderlichenfalls weitere Finanzierungsquellen zur Verfügung. Die Eigenkapitalquote im Konzern sowie auf Ebene der AdCapital AG ist überdurchschnittlich hoch. Die Ertragslage im Geschäftsjahr ist unbefriedigend. Über die Gründe hierfür haben wir berichtet. Der Start ins Geschäftsjahr 2020 zeichnet sich in einem volatilen Umfeld ab. Neben den schon seit längerem bekannten Risiken aus der Krise der Automobilindustrie sowie der politischen Risiken (u.a. Handelskonflikt und Brexit) ist mit dem Corona-Virus ein weiteres für uns in seinen Auswirkungen derzeit nicht einschätzbares Risiko dazugekommen. Die damit verbundenen Probleme mit den Lieferketten sowohl für unsere Unternehmen als auch unsere Kunden und Lieferanten werden sich erst in den nächsten Wochen und Monaten in ihren Auswirkungen zeigen. Es muss aber mit einem erheblichen Einfluss auf Umsatz, Ergebnis und Liquidität gerechnet werden. Dennoch ist es unsere oberste Priorität, die Rentabilität des Konzerns mittel- bis langfristig wieder verbessern zu können. Das erklärte Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der Beteiligungsunternehmen sowie deren Rentabilität dauerhaft auf ein zufriedenstellendes Niveau zu heben. 5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren5.1 MitarbeiterZum 31. Dezember 2019 beschäftigte die AdCapital AG drei (Vorjahr: vier) Mitarbeiter. Im AdCapital-Konzern waren 2019 durchschnittlich 1.449 Mitarbeiter beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr (1.457 Mitarbeiter) ist die Zahl der Mitarbeiter nahezu unverändert. Die Zahl der Auszubildenden liegt bei 31 (Vorjahr: 38). Mit ihren Ausbildungsplätzen sorgen die Unternehmen für den Nachwuchs an qualifizierten Fachkräften und leisten damit gleichzeitig einen Beitrag, den Jugendlichen in Deutschland eine Zukunftsperspektive zu bieten. Auswahl, Förderung, Weiterbildung und Bindung von Mitarbeitern spielen für unsere Personalpolitik die zentrale Rolle. An dieser Stelle hilft die Holding mit Methoden und Werkzeugen, schafft Plattformen für den Austausch und hat ein nachhaltiges Personalentwicklungskonzept etabliert. Eine gute Aus- und Fortbildung ist Voraussetzung für den Erfolg der AdCapital AG und ihrer Beteiligungen. Wir achten darauf, neue Stellen mit gut ausgebildeten Mitarbeitern zu besetzen sowie erfahrene Mitarbeiter, die sich durch ihre Kompetenz sowie Professionalität auszeichnen, als Schlüsselpersonen langfristig an das Unternehmen zu binden. Ein gemeinsames Verständnis aller in der Gruppe tätigen Geschäftsführer für die qualifizierte Förderung unserer Mitarbeiter und ihre Beteiligung am betrieblichen Erfolg schafft die Grundlage für die Identifikation der Mitarbeiter mit den Unternehmen der AdCapital-Gruppe. 5.2 Forschung und EntwicklungDie Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im Konzern betrugen im Geschäftsjahr 2019 1,5 Mio. € (Vorjahr: 1,6 Mio. €). Es handelt sich im Wesentlichen um Produktentwicklungen sowie Weiterentwicklungen des bestehenden Produktportfolios. 6. Risikobericht6.1 Chancen- und RisikomanagementsystemUnsere Chancen- und Risikopolitik entspricht unserer Strategie, nachhaltig Erträge sowie Wertsteigerungen aus unseren operativen Unternehmensbeteiligungen zu erzielen. Dementsprechend vermeiden wir unangemessene Risiken. Die grundsätzliche Risikopolitik wird durch den Vorstand in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat vorgegeben. Unser Überwachungssystem zur Früherkennung von Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, besteht aus verschiedenen Informations- sowie Kontrollsystemen, mit denen wir den aktuellen Anforderungen gerecht werden. Dabei werden sowohl qualitative als auch quantitative Kriterien zur Früherkennung von Risiken beobachtet. 6.2 Risikofaktoren aus dem operativen Geschäft der Konzern- und TochtergesellschaftenAusfallrisikoAuf operativer Ebene werden Ausfallrisiken bei unseren Kunden im Rahmen eines effizienten Forderungsmanagements durch die Handhabung von Kreditgenehmigungen sowie die Festlegung von Kreditobergrenzen und weiteren Kontrollverfahren auf ein unvermeidliches Maß begrenzt. In geeigneten Fällen werden Warenkreditversicherungen zum Schutz vor Forderungsausfällen abgeschlossen. In Einzelfällen wird mit Kunden eine Lieferung gegen Vorauskasse vereinbart. Risiko aus dem operativen GeschäftSowohl auf der Einkaufs- als auch auf der Verkaufsseite stehen den Konzernunternehmen häufig deutlich größere Partner gegenüber, so dass die Verhandlungsmacht beschränkt ist. Die Konzernunternehmen sind grundsätzlich bemüht, die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten oder Kunden zu vermeiden beziehungsweise zu minimieren. Bei einzelnen Konzernunternehmen bestehen allerdings starke Abhängigkeiten von Großkunden. Auf der Beschaffungsseite wird das mögliche Belieferungs- oder auch Ausfallrisiko des Lieferanten durch entsprechende Abnahme- beziehungsweise Belieferungsvereinbarungen zwischen Lieferant und der AdCapital-Tochtergesellschaft gesteuert. Das Risiko, dass ein Zulieferer vollständig ausfällt und nicht rechtzeitig durch einen Drittlieferanten ersetzt werden kann, schätzen wir derzeit außerhalb von China allgemein als eher gering ein. Allerdings haben wir zum Erstellungszeitpunkt dieses Lageberichts mit Werksschließungen bzw. aktuell nur der staatlich begrenzten Teileröffnung von Werken in China, insbesondere des Tochterwerks von Erich Jaeger in China, zu kämpfen. Eine Prognose für die weitere Entwicklung lässt sich diesbezüglich nur schwer stellen. Weiterhin können stark schwankende Rohstoffpreise, insbesondere für Kupfer und Messing, zu erheblichen wirtschaftlichen Belastungen operativer Tochtergesellschaften führen. Hier werden zum einen Abnahmeverträge mit Lieferanten geschlossen, die feste Kaufpreise für bestimmte Absatzmengen garantieren. Auf der anderen Seite werden mit Kunden Kaufpreisanpassungsklauseln (Materialteuerungszuschläge) vereinbart, mit denen das Rohstoffpreisrisiko an den Kunden weitergegeben wird. Zins- und WährungsrisikenBei einigen Einzelgesellschaften sind die Zinsrisiken moderat gestiegen, da diese Bankkredite in Anspruch nehmen. Währungsrisiken des Konzerns resultieren aus Transaktionen der Konzerngesellschaften in unterschiedlichen Währungen. Insbesondere sind hiervon die Lieferungen von ausländischen Produktionsgesellschaften an deutsche Vertriebsgesellschaften betroffen. Seit dem signifikanten Rückgang des Eurokurses gegenüber den für unseren Konzern wichtigen Währungen zum Jahreswechsel 2014/15 hat sich der Euro zunächst im Wesentlichen seitwärts bewegt. Seit Beginn des Jahres 2017 ist er signifikant von 1,05 $/EUR auf über 1,20 $/EUR gestiegen. Seit einiger Zeit bewegt er sich wiederum seitwärts bei 1,10 $/EUR. Mit unserer internationalen Ausrichtung und dem angestrebten, nahezu stetigen Anstieg unserer Exportquote sind in Zukunft naturgemäß erhöhte Währungsrisiken zu gewärtigen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich besonders in den klassischen Risikowährungen (mexikanischer Peso und türkische Lira) überwiegend negative Auswirkungen auf das operative Ergebnis ergeben. Liquidität der BeteiligungenDie Liquidität der Beteiligungen wird durch den operativen Cashflow der Gesellschaften und mittels Bereitstellung von Eigen- oder Fremdkapital durch die AdCapital AG sowie durch Finanzinstitute gedeckt. Die Liquidität der Gesellschaften wird laufend überwacht. Wesentliche Investitionsentscheidungen stehen unter dem Zustimmungsvorbehalt der AdCapital AG. Sonstige RisikenAus einem Immobilienleasingvertrag einer ehemaligen Beteiligung der AdCapital AG bestehen für uns mittelbare Risiken aus einer Bürgschaft von bis zu 1,0 Mio. €. Die für diese Bürgschaft bei der AdCapital AG vormals gebildete Rückstellung konnte schon im Geschäftsjahr 2015 vollständig aufgelöst werden, nachdem nur noch ein ganz geringfügiges Rest-Risiko der Inanspruchnahme besteht. Es bestehen bei einzelnen Beteiligungen (wechselseitige) Abhängigkeiten mit Großkunden, die zu einem dauerhaften Margendruck führen. Darüber hinaus ist damit die wirtschaftliche Entwicklung dieser Beteiligungen eng mit der des Kunden verknüpft. Die zur Taller GmbH beschriebenen Schadenersatzansprüche eines Großkunden haben sich zwar mit der Mitte Februar unterzeichneten Vergleichsvereinbarung erledigt. Sie haben die Taller Gruppe allerdings an den Rand der Bestandsgefährdung gebracht. Es gilt nun, den aufgestauten Instandhaltungs- und Investitionsbedarf mit Hilfe der neuen Konzernfinanzmittel schnell aufzuholen und das Geschäftsmodell der Taller GmbH wieder auf einem soliden Niveau zu stabilisieren. Ein den Bestand des Unternehmens oder der AdCapital AG beziehungsweise des AdCapital-Konzerns gefährdendes Risiko sehen wir als nicht gegeben an. Risikofaktoren aus Geld- und WertpapieranlagenDie zum Bilanzstichtag verbliebenen Geldanlagen bestehen bei der BW-Bank. Aufgrund des Verkaufs unserer Restbestände an Wertpapieren Anfang Februar 2014 bestehen keine Risikofaktoren mehr aus Geld- und Wertpapieranlagen. 6.3 Gesamtaussage zur Risikosituation des KonzernsAuf Basis der durchgeführten Risikobewertung bestehen zurzeit nach Auffassung des Vorstands keine materiellen oder bestandsgefährdenden Risiken für den AdCapital-Konzern. Das Unternehmen ist von der Werthaltigkeit seiner Einzelbeteiligungen abhängig. Die erkennbaren Risiken wurden nach umfassenden, kontinuierlichen Einzelanalysen aller Beteiligungen auf Basis der Einzelabschlüsse durch Bewertungsabschläge auf die betreffenden Vermögensgegenstände und die Bildung von angemessenen Rückstellungen berücksichtigt. 7. AbhängigkeitsberichtZwischen dem mit über 50 % beteiligten Aktionär, Herrn Günther Leibinger, und der AdCapital AG besteht kein Beherrschungsvertrag. Herr Leibinger ist auch an anderen Unternehmen beteiligt. Daher war der Vorstand der AdCapital AG zur Aufstellung eines Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG verpflichtet. Der Vorstand erklärt, dass die AdCapital AG nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt bekannt waren, in denen das Rechtsgeschäft vorgenommen oder die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt und dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt wurde. 8. Chancen-/Risiko und Prognosebericht8.1 Erwartete Entwicklung der Ertrags- und FinanzlageUrsprünglich haben wir für 2020 eine leichte Steigerung der Gesamtleistung auf mehr als 150 Mio. € und ein operatives Ergebnis (EBIT) in Höhe von knapp über 3 Mio. € geplant. Diese Planung ist unter den aktuellen Gegebenheiten nicht mehr zu halten. Die in Abschnitt 2, wirtschaftliche Rahmenbedingungen, beschriebenen konjunkturellen Aussichten im In- und Ausland lassen eine seriöse Prognose des Geschäftsverlaufs unserer Beteiligungsunternehmen für 2020 nicht zu. Neben den bekannten Risiken sind vor allem die Auswirkungen des Corona-Virus nicht einzuschätzen. Es muss allerdings mit signifikanten Rückgängen von Umsatz und Ergebnis in einzelnen Branchen u.a. der Automobilindustrie, in den nächsten Monaten gerechnet werden. Ob dieser Rückgang nach einem Abebben der Epidemie wieder aufgeholt werden kann und wann dies erfolgen könnte, ist nicht absehbar. Daher können wir uns nur auf ein schwieriges Jahr 2020 einstellen. Sollte sich wider Erwarten die Lage schneller bessern, haben wir insbesondere für die JAEGER-Gruppe gute Aussichten. Dies hängt mit den weltweiten Auftragsgewinnen der letzten Monate zu tun, die unsere Wettbewerbsposition stärken. Vor diesem Hintergrund arbeiten wir weiter an der dargestellten Ausrichtung im Rahmen unserer Automotive-Strategie. Wir müssen aber darauf vorbereitet sein, bei negativen Entwicklungen schnell zu reagieren. Wir gehen in der Zwischenzeit davon aus, dass die schwierigen Rahmenbedingungen im Jahr 2020 noch eine längere Zeit anhalten werden und damit auch unseren Geschäftsverlauf negativ beeinflussen werden. Erst nach Ende, insbes. der Corona-Krise, kann wieder Normalität einkehren. Eine genauere Prognose ist aktuell nicht möglich. Die deutsche Volkswirtschaft unterliegt derzeit einem dramatischen Konjunkturrückgang. Standen nach einem schwachen Schlussquartal 2019 die Zeichen zum Jahreswechsel auf Erholung, macht die Corona-Krise nun alle damaligen Prognosen zur Makulatur. Dies illustriert der am 19. März 2020 veröffentlichte, vom Münchner Ifo-Institut erhobene Geschäftsklimaindex, gemäß dem sich die Stimmung der deutschen Unternehmen im März massiv verschlechtert hat: Der Index ist von 96,0 Punkten im Februar auf 87,7 Punkte im März geschrumpft. Dies ist der niedrigste Wert seit August 2009, und die monatliche Veränderung ist der stärkste Rückgang seit 1991. Laut Fernsehveröffentlichungen v. 26. März 2020 ist er sogar auf 86,1 geschrumpft. Das Ifo-Institut betrachtet ein "sehr günstiges" Szenario mit einem Rückgang des Bruttoinlandprodukts (BIP) um 1,5 % und ein Risikoszenario mit einem Einbruch der Wirtschaftsleistung um 6 %. Beim günstigen Szenario würde die Krise im zweiten Quartal ihre volle Wirkung mit einem BIP-Rückgang um 4,5 % gegenüber dem Vorquartal entfalten. Danach würde es bis in die erste Jahreshälfte 2021 zu einer allmählichen Rückkehr der Produktion von Waren und Dienstleistungen kommen, und der Anstieg der Arbeitslosenquote bliebe moderat. Allerdings schließt aktuell Ifo-Präsident Clemens Fuest gem. ARD v. 26. März 2020 auch einen Konjunkturrückgang von bis zu 20 % nicht aus. Für den AdCapital-Konzern müssen wir im Jahr 2020 mit erheblichen Auswirkungen auf Umsatz, Ergebnis und Liquidität aufgrund der Corona-Krise rechnen. Der Einfluss hängt von Dauer und Intensität der gesundheitlichen Folgen, der Beschränkungen des öffentlichen Lebens und des Warenverkehrs ab sowie der Nachfragerückgänge z.B. in der Automobilbranche. Aktuell sehen wir folgende Themen: 1. Das Werk unserer Tochtergesellschaft Erich Jaeger in China war nach dem chinesischen Neujahrsfest wesentlich länger geschlossen als ursprünglich geplant. In China ist darüber hinaus ein erheblicher Rückgang der Nachfrage nach schweren LKW zu verzeichnen gewesen. Das Werk arbeitet wieder mit 80 %-Auslastung. Die weitere Entwicklung hängt aber an der Nachfrage im Automobilsektor sowohl in Europa als auch in China. 2. Die großen Automobilhersteller in Europa und den USA haben Werkschließungen angekündigt. Die Gründe dafür liegen in der Vermeidung von Ansteckungen, aber auch an der fehlenden Nachfrage. Dies wird auch Auswirkungen auf die Zulieferer haben. Für Erich Jaeger bedeutet dies, dass das Werk in Tschechien vorübergehend geschlossen und das mexikanische Werk mit wesentlich geringerer Auslastung produzieren wird. Darüber hinaus wird in der Zentrale von Erich Jaeger Kurzarbeit eingeführt. Hintergrund für diese Maßnahmen sind vor allem die Werkschließungen der großen Automobilkunden der JAEGER-Gruppe und die damit verbundenen Auftragsverschiebungen und -ausfälle. 3. In den weiteren Gesellschaften der AdCapital-Gruppe waren bis zum Ende des ersten Quartals 2020 noch keine Auftragsstornierungen und -verschiebungen in größerem Ausmaß zu verzeichnen. Jedoch hat FRAKO eine zweiwöchige Werksschließung u. a. wegen krankheitsbedingter Ausfälle beschlossen, ebenfalls wird Taller sein Werk vor Ostern für eine Woche schließen, da u.a. auch große Weisse Ware-Kunden der Taller-Gruppe ihre Werke schließen. 4. Wir müssen auch davon ausgehen, dass es zu weiteren Werksschließungen seitens der Kunden kommen wird und damit die Produktion bei unseren Gesellschaften beeinträchtigt wird. Wir bereiten uns darauf vor, insbes. mit den Plänen für Kurzarbeit, aber auch mit möglichen weiteren Werksschließungen. 5. Es kann ebenfalls zu weiteren Schließungen von Firmen aufgrund von Krankheitsfällen kommen. 6. Des Weiteren erwarten wir Probleme bei der Versorgung mit Rohstoffen, Vorprodukten und weiteren produktionsnotwendigen Materialien und Leistungen. 7. Auch ist mit einer erheblichen Verzögerung von Kundenzahlungen oder auch Ausfällen von Forderungen zu rechnen. 8. All dies wird einen Einfluss auf die finanzielle Lage unserer Gesellschaften haben. Die Sicherung der Liquidität steht an oberster Stelle. Die Gesellschaften werden, wo vorhanden, die gegebenen Finanzierungsspielräume ausnutzen. Dies gilt u.a. für die im Rahmen des Cash Poolings gewährten Kreditlinien durch die Holding. Dadurch kann aber auch die Liquiditätslage der Holding stark beeinflusst werden. 9. Die aktuelle Krise gebietet es, dass wir uns darüber hinaus mit den von der Bundesregierung in Aussicht gestellten Liquiditätshilfen und Notkrediten unter Einbeziehung der KfW intensiv befassen und die notwendigen Dokumente vorbereiten. Inwieweit unsere Gesellschaften auf solche Rettungsschirme zurückgreifen müssen, werden die nächsten Wochen und Monate zeigen. 10. Um auf alle Unwägbarkeiten vorbereitet zu sein, erweitern wir das Risikomanagement. Dazu gehören u.a. ein Update der Planung für das Jahr 2020 für jede Gesellschaft unter verschiedenen Krisenszenarien sowie laufende Abstimmungen mit den Verantwortlichen. Aufgrund dieser hohen Unsicherheit sehen wir uns derzeit nicht in der Lage, eine genauere Vorausschau auf die Geschäftsentwicklung im Jahr 2020 zu geben. 8.2 Chancen und RisikenDer aktuelle Risikobericht des WEF (World Economic Forum) betont die wachsenden geopolitischen und geoökonomischen Spannungen zwischen den Weltmächten, wie beispielsweise eine Neueskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China, der aggressiven Außenpolitik Russlands und einem nicht weniger aggressiven Staatskapitalismus Chinas die in staatlich gelenkten Cyberattacken zum Ausdruck kommen. Auch das immer noch nicht ganz auszuschließende Risiko eines ungeordneten Brexits fällt hierunter. Hinzu kommen Umwelt/Klima- und Bevölkerungs-/Migrationsrisiken, deren verheerende Katastrophenpotenziale verschiedentlich beschrieben wurden. Nach Aufkündigung des INF-Abrüstungsvertrag von 1987 durch die USA und Russland droht ein neues Wettrüsten. In geoökonomischer Hinsicht ist das kürzlich zwischen der EU und Japan unterzeichnete Freihandelsabkommen positiv zu bewerten. Auf der anderen Seite dieser überwiegend skeptischen Betrachtungen stehen technologische Quantensprünge, wie KI (selbstlernende Systeme), BigData-Technologien oder gentechnologische Entwicklungen (CRISPR/Cas9) mit enormen Veränderungspotenzialen. E-mobility, autonomes Fahren, alternative Energiegewinnung, ungekannte medizinische Fortschritte, unzählige auf das menschliche Verhalten zielende Anwendungen wären hier unter anderem zu nennen. Von einer vierten industriellen Revolution ist die Rede. Die Risiken dieser "Revolution": Datenmissbrauch, Cyberkriminalität, soziologische Verwerfungen (sogenannte industrial disruption). Diese Megatrends bergen Chancen und Risiken von sehr unterschiedlicher Bedeutung für die Entwicklung unserer Konzernunternehmen. Insbesondere in den Wachstumsmärkten der alternativen Energiegewinnung sowie der Optimierung des Energieverbrauchs bei industriellen Anwendungen haben wir uns bereits als Zulieferer positioniert und werden weitere Chancen nutzen, um mit innovativen Produkten sowie Dienstleistungen am Wachstum in diesem Industriesegment zu partizipieren. Vom Trend zur e-mobility und dem autonomen Fahren im Bereich Automotive sind wir dagegen nur indirekt betroffen, da wir im Geschäftsbereich "Antriebsstrang Verbrennungsmotoren" oder KI nicht tätig sind. Die mit der sogenannten vierten Revolution möglicherweise einhergehenden dramatischen Veränderungen der öko-soziologischen Realität sowie die Verschiebungen geopolitischer Machtverhältnisse werden in gewisser Hinsicht alle Unternehmen betreffen. 9. SchlussbemerkungenDieser Geschäftsbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen und Informationen. Diese Aussagen sind erkennbar durch Formulierungen wie beispielsweise "erwarten", "planen", "einschätzen", "werden" oder ähnliche Begriffe. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf unseren Erwartungen beziehungsweise den Erwartungen der Prognoseexperten des Euro-Systems auf der Basis bestimmter Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs der AdCapital AG liegen, beeinflussen die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse des AdCapital-Konzerns. Diese Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen des AdCapital-Konzerns wesentlich von in zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit enthaltenen Angaben zu Ergebnissen, Erfolgen oder Leistungen abweichen können.
Tuttlingen, 31. März 2020 AdCapital AG Hans-Jürgen Döringer Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2019 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens fortlaufend überwacht und beratend begleitet. Der Vorstand und der Aufsichtsrat standen während des gesamten Geschäftsjahres 2019 in einem vertrauensvollen und intensiven Austausch. Dabei berichtete der Vorstand uns regelmäßig, ausführlich und zeitnah in schriftlicher und mündlicher Form über alle für das Unternehmen relevanten Ereignisse und Maßnahmen. Hierbei ging der Vorstand auch auf Abweichungen des Geschäftsverlaufs der aufgestellten Pläne und Ziele unter Angabe der Gründe ein. Der Aufsichtsrat war somit stets über die beabsichtigte Geschäftspolitik, die Unternehmensplanung einschließlich der Finanz-, Investitions- und Personalplanung, die Rentabilität der Konzernunternehmen, organisatorsiche Maßnahmen, den Gang der Geschäfte sowie die Lage der Gesellschaft und des Konzerns informiert. Ferner informierte uns der Vorstand regelmäßig über die Risikolage und das Risikomanagement. Ober die Sitzungen des Aufsichtsrats hinaus stand die Vorsitzende des Aufsichtsrats in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand und informierte sich über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle. Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten stets ausreichend Gelegenheit, sich mit den vorgelegten Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen und eigene Anregungen einzubringen. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen unmittelbar und frühzeitig eingebunden und hat diese mit dem Vorstand intensiv erörtert. Ferner haben wir alle für das Unternehmen bedeutsamen Geschäftsvorgänge auf der Grundlage der Vorstandsberichte auf Plausibilität geprüft. Soweit für Entscheidungen und Maßnahmen der Geschäftsführung nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung eine Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich war, hat der Aufsichtsrat seine Beschlüsse auf Basis umfassender Unterlagen und eingehender Diskussion gefasst. Schwerpunkte der Beratungen im AufsichtsratDie Geschäfts-, Finanz- und Ertragslage, die Kapazitätsauslastung und die Maßnahmen zur Verbesserung der Profitabilität, strategisch wichtige Investitionsentscheidungen sowie das Risikomanagement standen neben weiteren strategischen und operativen Themen im Mittelpunkt der Berichterstattung des Vorstands sowie der Kontrolle und beratenden Begleitung durch den Aufsichtsrat. Besondere Schwerpunkte der Beratungen waren außerdem die operative und strategische Ausrichtung der Unternehmensgruppe sowie die laufende Überprüfung der bestehenden operativen Engagements. Außerdem befassten wir uns anlassbezogen mit Investitions- und Desinvestitionsprojekten sowie mit bestimmten Risiken bei den Konzerngesellschaften. Des Weiteren wurden Personalthemen regelmäßig in den Aufsichtsratssitzungen besprochen und entschieden. Im Berichtsjahr fanden fünf Aufsichtsratssitzungen statt, von denen eine im Rahmen einer Telefonkonferenz abgehalten wurde. An diesen Sitzungen haben jeweils alle drei Aufsichtsratsmitglieder teilgenommen. Im Rahmen der ersten Sitzung am 21. März 2019 behandelte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018, den Konzernlagebericht und den Abhängigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2018 sowie die betreffenden Prüfungsberichte des Abschlussprüfers. Nach Erörterung mit dem Abschlussprüfer billigten wir den Jahres- und Konzernabschluss. Der Jahresabschluss 2018 wurde somit festgestellt. Der Aufsichtsrat verabschiedete ferner den Bericht des Aufsichtsrats und die Beschlussvorschläge für die anstehende ordentliche Hauptversammlung. Der Vorstand berichtete zudem über die aktuelle Geschäftsentwicklung und die Aussichten in den einzelnen Beteiligungsunternehmen im Geschäftsjahr 2019. Darüber hinaus wurde die strategische Ausrichtung der Erich Jaeger-Gruppe mit den Schwerpunkten der Erhöhung der Wertschöpfungstiefe und dafür notwendigen Investitionen sowie der Umsetzung eines Optimierungsprojektes besprochen. Hierbei wurde vor allem der Aufbau einer eigenen Kabelfertigung bei Erich Jaeger intensiv erörtert. Des Weiteren hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand vorgeschlagenen Personalentscheidungen für die Erich Jaeger-Gruppe zugestimmt. In der Sitzung am 29. Mai 2019, die im Rahmen einer Telefonkonferenz abgehalten wurde, befasste sich der Aufsichtsrat neben der aktuellen Geschäftslage insbesondere mit strategischen Fragestellungen der Tochtergesellschaften FRAKO und OPUS. In seiner Sitzung am 25. Juli 2019, die in den Räumlichkeiten der FRAKO in Teningen stattfand, verschaffte sich der Aufsichtsrat zunächst bei einem Betriebsrundgang einen persönlichen Eindruck vom Geschäftsbetrieb dieser Tochtergesellschaft. Im Anschluss wurden intensiv die aktuelle Geschäftslage sowie strategische Optionen für die FRAKO, insbesondere im asiatischen Raum, erörtert. Daneben hat sich der Aufsichtsrat mit der aktuellen Finanz- und Geschäftslage sowie mit dem Status und weiteren Vorgehen zum Kabelfertigungsprojekt bei Erich Jaeger und möglichen Auswirkungen von strategischen Entwicklungen bei einem Kunden der BDT befasst. Die Aufsichtsratssitzung am 10. Oktober 2019 fand in den Räumlichkeiten der Taller GmbH in Waldbronn statt. Schwerpunkt war zunächst die strategische Ausrichtung der Erich Jaeger-Gruppe, vor allem auch im Hinblick auf die technologischen Veränderungen des Marktes und der damit verbundenen Chancen für Erich Jaeger. In diesem Zusammenhang wurden auch die Möglichkeiten der Zusammenarbeit von Taller und Erich Jaeger sowie das Wertschöpfungsprojekt "Kabelfertigung" besprochen. Der Aufsichtsrat beschloss vor dem Hintergrund der strategischen Bedeutung und des hohen Investitionsvolumens, zwei externe Berater zur unabhängigen Begutachtung dieses Projektes einzuschalten. Des Weiteren befasste sich der Aufsichtsrat mit einer möglichen Geschäftsfelderweiterung bei OPUS und Personalentscheidungen bei einzelnen Tochtergesellschaften. Auch wurde vom Vorstand vor dem Hintergrund der teilweise schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen intensiv über die aktuelle Geschäfts-, Finanz- und Ertragslage in den einzelnen Konzernunternehmen berichtet. Schließlich wurde der Verkauf der EW Hof GmbH zu den vom Vorstand dargestellten Konditionen genehmigt. In der Sitzung vom 19. Dezember 2019 stand zunächst erneut das Projekt Kabelfertigung der Erich Jaeger-Gruppe mit einem Zwischenbericht der eingeschalteten Berater im Vordergrund. Darüber hinaus genehmigte der Aufsichtsrat Verhandlungen mit Banken über eine Wachstumsfinanzierung bei Erich Jaeger aufgrund des hohen neu gewonnenen Auftragsvolumens. Im weiteren Verlauf der Sitzung wurden zunächst der Status und das weitere Vorgehen zu den strategischen Themen bei den Tochtergesellschaften FRAKO und BDT, die bereits in vorherigen Sitzungen erörtert waren, besprochen. Im Anschluss wurde vom Vorstand die aktuelle Geschäftslage und darauf basierend die Planung der einzelnen Gesellschaften für das Jahr 2020 vom Vorstand dargestellt. Die Planung wurde vom Aufsichtsrat mit der Maßgabe genehmigt, bei einem Unternehmen die Planung anzupassen. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten auch die Beratungen über Vertragsverlängerungen und Neuanstellungen von Geschäftsführern bei zwei Tochtergesellschaften. Rechnungslegung für das Geschäftsjahr 2019Die von der Hauptversammlung der AdCapital AG am 9. Mai 2019 als Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer gewählte Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, wurde von der Aufsichtsratsvorsitzenden schriftlich mit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2019 sowie des Konzernlageberichts der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2019 beauftragt, nachdem sie der Aufsichtsratsvorsitzenden bestätigt hatte, dass keine Umstände bestehen, die ihre Unabhängigkeit als Abschlussprüfer beeinträchtigen könnten. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss der AdCapital AG zum 31. Dezember 2019 sowie der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2019 wurden vom Abschlussprüfer geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. In der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 6. April 2020 hat der Vorstand den Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht umfassend erläutert. Die die Prüfungstestate unterzeichnenden Wirtschaftsprüfer berichteten in der Bilanzsitzung über den Umfang, die Schwerpunkte sowie die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung. Sie gingen dabei auf die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte und die vorgenommenen Prüfungshandlungen ein und berichteten ferner über ihre Feststellungen zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem bezogen auf den Rechnungslegungsprozess. Die vom Aufsichtsrat gestellten Fragen wurden zur Zufriedenheit des Aufsichtsrats beantwortet. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht der AdCapital AG geprüft und in der Bilanzsitzung ausführlich erörtert. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen zu erheben. Mit Beschluss vom 6. April 2020 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss der AdCapital AG zum 31. Dezember 2019 gebilligt. Der Jahresabschluss der AdCapital AG zum 31. Dezember 2019 ist damit festgestellt. Der Vorstand hat vorgeschlagen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahrs 2019 auf neue Rechnung vorzutragen. Diesem Vorschlag haben wir zugestimmt. Abhängigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2019Der Vorstand hat einen Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG (Abhängigkeitsbericht) für das Geschäftsjahr 2019 erstellt und dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Abhängigkeitsbericht wurde gemäß § 313 AktG vom Abschlussprüfer geprüft. Der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers über die Prüfung des Abhängigkeitsberichts ist jedem Aufsichtsratsmitglied übermittelt worden. Beanstandungen haben sich nicht ergeben. Der Abschlussprüfer hat in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 6. April 2020 über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Der Aufsichtsrat hat den Abhängigkeitsbericht geprüft und schließt sich dem Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Abschlussprüfer an. Der durch den Abschlussprüfer erteilte Bestätigungsvermerk zum Abhängigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2019 lautet wie folgt: "Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war." Nach dem abschließenden Ergebnis der eigenen Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts zu erheben. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand für die stets offene und konstruktive Zusammenarbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr. Auch danken wir den Geschäftsführern sowie den Mitarbeitern der Konzernunternehmen für die geleistete Arbeit.
Tuttlingen, den 6. April 2020 AdCapital AG, Tuttlingen Dr. Sonja Zobl-Leibinger Vorsitzende des Aufsichtsrats Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2019
Entwicklung des Konzerneigenkapitals für 2019
Konzernkapitalflussrechnung für 2019
*)
Der Finanzmittelfonds besteht ausschließlich aus Zahlungsmitteln KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20191. Allgemeine Informationen zum UnternehmenDie AdCapital AG ist eine Industrieholding mit Investitionsschwerpunkt auf den Branchen Elektrotechnik, Metall- und Kunststoffverarbeitung, Maschinen- und Werkzeugbau sowie Automotive. Sie ist im Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart unter der Nummer HRB 225669 eingetragen. Die Aktien der Gesellschaft werden am Basic Board der Börse Frankfurt/M. gehandelt. Die Gesellschaft fällt nicht unter die für kapitalmarktorientierte Unternehmen im Sinne von § 264d HGB geltenden Vorschriften des HGB. Sitz der AdCapital AG ist in Deutschland, 78532 Tuttlingen, Daimlerstraße 14. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden2.1 Grundlagen für die Erstellung des AbschlussesDie im Konzernabschluss verwendete Währung ist EUR (€). Die Angaben im Konzernabschluss erfolgen grundsätzlich in TEUR (T€). Nach § 290 HGB hat die AdCapital AG einen Konzernabschluss sowie einen Konzernlagebericht zu erstellen. Der Konzernabschluss der AdCapital AG zum 31. Dezember 2019 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs und des Aktiengesetzes aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden Posten der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Konzernanhang gesondert ausgewiesen. Im Interesse der Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke wie auch die Vermerke, welche wahlweise in der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang vorzunehmen sind, insgesamt im Anhang dargestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 2.2 Angewandte Bilanzierungs- und BewertungsmethodenSelbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben. Die Nutzungsdauern betragen 3 bis 10 Jahre. Der aktivierte Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung wird über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren, noch bis einschließlich des Jahres 2020, abgeschrieben. Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Zur Bemessung der Abschreibungen werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt: Gebäude 10 bis 50 Jahre, technische Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 15 Jahre. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und im Anlagespiegel als Abgang ausgewiesen. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, falls dies notwendig ist, um immaterielle Vermögensgegenstände oder Sachanlagen mit einem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Stichtag beizulegen ist. Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert erfolgt, wenn dieser voraussichtlich von Dauer ist. Bei den Vorräten erfolgt der Wertansatz der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren zu durchschnittlichen Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten beziehungsweise zum niedrigeren Börsen- oder Marktpreis oder am Bilanzstichtag beizulegenden Wert. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet worden. Diese beinhalten Material- und Fertigungseinzelkosten, Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Zuschläge für Material- und Fertigungsgemeinkosten. Die anteiligen Abschreibungen auf Fertigungsanlagen sowie Verwaltungskosten des Material- sowie Fertigungsbereichs sind ebenfalls in den Herstellungskosten enthalten. Bestandsrisiken aufgrund mangelnder Gängigkeiten oder langer Lagerreichweiten werden durch Abwertungen berücksichtigt. Die Bewertung der Forderungen erfolgt zum Nominalbetrag. Den Wertminderungen zweifelhafter beziehungsweise uneinbringlicher Forderungen wird durch entsprechende Einzelabwertungen in ausreichendem Maße Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine Pauschalabwertung berücksichtigt. Auf eine Abzinsung unverzinslicher oder niedrig verzinslicher Forderungen wurde wegen Geringfügigkeit beziehungsweise kurzer Restlaufzeiten verzichtet. Sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung der Art des Vermögensgegenstands, ausgehend von den Anschaffungskosten beziehungsweise dem Nennwert, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen, bewertet. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit dem Barwert. Für die Bewertung wurde die Projected-Unit-Credit-Methode mit den Richttafeln "2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Es wird ein Rententrend zwischen 0 % und 1,0 % zugrunde gelegt. Für die Abzinsung werden die gemäß § 253 Abs. 2 Satz 4 HGB von der Deutschen Bundesbank ermittelten und monatlich veröffentlichten 10-Jahres-Durchschnittszinssätze angewandt (aktuell: 2,71 %, im Vorjahr 3,22 %). Hierbei wird zur Vereinfachung pauschal eine Laufzeit von 15 Jahren angenommen (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Gemäß § 246 Abs. 2 HGB erfolgt eine Saldierung von Schulden mit Vermögensgegenständen, soweit diese ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind. Im Falle eines aktiven Überhangs wird dieser unter dem Posten "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Verbindlichkeiten sind zu ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag bilanziert. Rückstellungen oder unverzinsliche Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden ihrer Restlaufzeit entsprechend mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Latente Steuern werden nach dem sogenannten Temporary Concept gebildet. Aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge werden nicht gebildet. Aktive und passive latente Steuern werden insgesamt saldiert. Bei Vorliegen eines rechnerischen Überhangs von aktiven latenten Steuern wird dieser nicht bilanziert, es sei denn, es besteht gemäß § 306 HGB eine Aktivierungspflicht. 2.3 Konsolidierungskreis und -methodenDer Konzernabschluss beinhaltet die AdCapital AG, Tuttlingen, sowie die wesentlichen verbundenen Unternehmen, bei denen die AdCapital AG unmittelbar oder mittelbar 50 % oder mehr der Stimmrechte hält oder auf andere Weise einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Somit waren in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 neben der AdCapital AG 17 Gesellschaften einzubeziehen (im Vorjahr 20). Die EW Hof- Gruppe wurde mit Kaufvertrag vom 11. Dezember 2019 (Signing) mit Wirkung zum 01.01.2020 (Closing) wie schon seit längerer Zeit geplant veräußert. Insofern wurde diese nicht mehr in den Konsolidierungskreis einbezogen. Darüber hinaus wurde die frako power systems GmbH & Co. KG entkonsolidiert. Somit hat sich die Zahl der konsolidierten Unternehmen gegenüber dem Vorjahr um drei verringert. Es werden insgesamt zehn (im Vorjahr sieben) Gesellschaften mit geringem Geschäftsvolumen beziehungsweise ohne Geschäftsbetrieb unter Anwendung des § 296 Abs. 2 HGB wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Auch bei einer assoziierten Gesellschaft wird auf die Einbeziehung auf der Grundlage der Equity-Methode aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet. Eine vollständige Auflistung der konsolidierten Unternehmen ist im Anhang enthalten. Grundlage für den Konzernabschluss sind die nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellten Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden sind dementsprechend nach den für alle Konzernunternehmen einheitlich geltenden Konzernbilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien angesetzt worden. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 HGB nach der Erwerbsmethode. Die während des Jahres erworbenen oder verkauften Beteiligungen werden ab dem tatsächlichen Erwerbszeitpunkt beziehungsweise bis zum tatsächlichen Abgangszeitpunkt in den Konzernabschluss aufgenommen. Die Anschaffungskosten einer Unternehmenstransaktion werden nach den beizulegenden Zeitwerten der hingegebenen Vermögenswerte und der eingegangenen oder übernommenen Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt, zuzüglich der direkt zurechenbaren Erwerbskosten, bemessen. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbenen, identifizierbaren Vermögenswerte sowie die übernommenen Verbindlichkeiten werden mit den beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang etwaiger Minderheitsanteile am Eigenkapital. Der Überschuss der Anschaffungskosten der Unternehmensakquisition über den Nettowert der anteiligen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Alle konzerninternen Geschäftsvorfälle und Salden werden im Rahmen der Konsolidierung vollständig eliminiert. Zwischenergebnisse im Sinne von § 304 HGB werden eliminiert, soweit diese nicht von untergeordneter Bedeutung sind. 3. WährungsumrechnungDie Aktiv- und Passivposten der in fremder Währung aufgestellten Abschlüsse der Tochtergesellschaften werden, mit Ausnahme des Eigenkapitals, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden jeweils zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die aus der Währungsumrechnung resultierenden Differenzen werden innerhalb des Eigenkapitals unter dem "Ausgleichsposten aus Fremdwährungsumrechnung" gesondert ausgewiesen. 4. Angaben und Erläuterungen zur Konzernbilanz4.1 AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens ist im Konzernanlagespiegel dargestellt. Zugänge erstmals konsolidierter Gesellschaften beziehungsweise Abgänge von veräußerten Gesellschaften werden unter den Anschaffungskosten und unter den Abschreibungen gesondert ausgewiesen. Das Anlagevermögen gliedert sich wie folgt:
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben. Der Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung betrifft die FRAKO Kondensatoren- und Anlagenbau GmbH. Aufgrund konstanter Rahmenbedingungen nach Erwerb des Unternehmens, insbesondere fortbestehender Absatz- und Beschaffungsverträge sowie des langlebigen Produktportfolios wurde eine Nutzungsdauer von 15 Jahren zugrunde gelegt. Der Firmenwert wird danach noch im Jahr 2020 in Höhe von 230 T€ abgeschrieben.
4.2 VorräteDie Vorräte gliedern sich wie folgt:
4.3 Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gliedern sich wie folgt:
4.4 ZahlungsmittelIn den Zahlungsmitteln in Höhe von 8.528 T€ (Vorjahr 9.927 T€) sind Kassenbestände, Postbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten sowie Schecks enthalten. 4.5 RechnungsabgrenzungspostenDer Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 475 T€ (Vorjahr 484 T€) beinhaltet Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen. Disagio ist wie schon im Vorjahr keines enthalten. 4.6 EigenkapitalAuf die gesonderte Darstellung der Veränderung des Eigenkapitals wird verwiesen. Gezeichnetes Kapital und KapitalrücklageDas Grundkapital beträgt unverändert gegenüber dem Vorjahr 41.700 T€. Das Grundkapital ist in 14.000.000 nennwertlose Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) eingeteilt, die auf den Inhaber lauten. Jede Aktie hat einen rechnerischen Anteil am Grundkapital in Höhe von 2,98 € (Vorjahr: 2,98 €). Im Umlauf befindliche AktienIm Jahr 2009 wurden 371.116 eigene Aktien erworben und in Höhe der Anschaffungskosten von 2.269 T€ direkt gegen die Gewinnrücklagen verrechnet. Der Betrag am Grundkapital beträgt 1.105 T€. Im Jahr 2019 wurden keine eigenen Aktien verkauft, so dass unverändert zum Vorjahr insgesamt noch 58.430 Aktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital in Höhe von 174 T€ von der AdCapital AG selbst gehalten werden. Dies entspricht einem Anteil von 0,4 % am Grundkapital. Somit befinden sich zum Bilanzstichtag unverändert gegenüber dem Vorjahr 13.941.570 Aktien im Umlauf. Die Kapitalrücklage beträgt unverändert gegenüber dem Vorjahr 4.592 T€. 4.7 Erwirtschaftetes KonzerneigenkapitalDie Gewinnrücklagen und das erwirtschaftete Konzerneigenkapital betragen 9.117 T€ (Vorjahr 12.037 T€). Das erwirtschaftete Konzerneigenkapital beinhaltet die Jahresergebnisse der Konzernunternehmen (ohne Fremdanteile an den Jahresergebnissen), die eigenkapitalwirksamen Konsolidierungsbuchungen sowie die Entnahmen aus den Gewinnrücklagen der AdCapital AG abzüglich der ausbezahlten Dividenden an die Aktionäre der AdCapital AG sowie an die beteiligten Fremdgesellschafter. Wegen Einzelheiten verweisen wir auf den Eigenkapitalspiegel. 4.8 Ausgleichsposten aus FremdwährungsumrechnungUnterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung haben sich für ausländische Beteiligungen in Tschechien, der Türkei, den USA, China, Hongkong und Mexiko ergeben. Wir verweisen auf den Eigenkapitalspiegel. 4.9 Anteile anderer GesellschafterDie Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital der einbezogenen Tochterunternehmen betreffen insbesondere die Jaeger Poway Automotive Systems Ltd. (Shenzhen), die Jaeger Poway Ltd. und die OPUS Formenbau GmbH & Co. KG. 4.10 Rückstellungen
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen berücksichtigen Ansprüche von Mitarbeitern diverser Konzerngesellschaften. Erfüllungsbeträge für Pensionsverpflichtungen wurden mit dem Zeitwert der bestehenden Rückdeckungsversicherung saldiert, sofern die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 HGB beziehungsweise die Voraussetzungen für die Zusammenfassung zu einer Bewertungseinheit vorlagen. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände ergeben sich aus den in der Vergangenheit ratierlich zugeführten Beiträgen zur Rückdeckungsversicherung.
Die Pensionsauszahlungen im Konzern betrugen im Berichtsjahr 249 T€ (Vorjahr: 167 T€). Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt 275 T€. Die Steuerrückstellungen betreffen noch nicht veranlagte Geschäftsjahre. Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Personalaufwendungen, Gewährleistungsaufwendungen, Jahresabschluss- und Prüfungskosten, Rechts- und Beratungskosten und für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten gegenüber Dritten gebildet. 4.11 VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 845 T€ (Vorjahr: 651 T€) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 655 T€ (Vorjahr: 721 T€) enthalten. Von den Verbindlichkeiten waren durch Grundpfandrechte, Bankbürgschaften und andere Sicherheiten 2.536 T€ (Vorjahr: 2.536 T€) besichert. 4.12 Latente SteuernFür die aus den Einzelabschlüssen resultierenden aktiven Steuerlatenzen sieht § 274 HGB grundsätzlich ein Wahlrecht für den Ansatz vor. Die Aktivierung ist mindestens jedoch in Höhe des Betrags der passiven latenten Steuern vorzunehmen. Von dem Aktivierungswahlrecht nach § 274 HGB wurde im Übrigen kein Gebrauch gemacht. Aktive Latenzen aus der Konsolidierung gemäß § 306 HGB sind dagegen zwingend anzusetzen; ihr Ausweis erfolgte in Ausübung des Wahlrechts in § 306 HGB unter Saldierung mit den passiven Steuerlatenzen. Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 77 T€ (Vorjahr: 125 T€), im Wesentlichen resultierend aus der Zwischengewinneliminierung, wurden dementsprechend mit den passiven Latenzen aus Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz sowie aus der Schuldenkonsolidierung in Höhe von 27 T€ (Vorjahr: 113 T€) verrechnet. Der aktive Überhang und damit die aktiven latenten Steuern betragen danach 50 T€ (Vorjahr:12 T€). Bei der Bewertung der latenten Steuern kamen Steuersätze zwischen 12 % und 30 % zur Anwendung. Die Änderung der latenten Steuern lässt sich wie folgt darstellen:
Eine Aktivierung latenter Steuern auf Verlustvorträge erfolgte nicht. 5. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung5.1 UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse gliedern sich regional wie folgt:
5.2 Sonstige betriebliche Erträge
Insgesamt waren periodenfremde Erträge in Höhe von 235 T€ (Vorjahr: 680 T€) zu verzeichnen. Sie betrafen im Wesentlichen die Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 214 T€ (Vorjahr: 507 T€). 5.3 Materialaufwand
5.4 Personalaufwand / Mitarbeiterzahl
Die Mitarbeiterzahl ergibt sich im Jahresdurchschnitt wie folgt:
Bei den direkten Mitarbeitern handelt es sich um Personen, welche direkt am Produktionsprozess beteiligt sind. 5.5 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
Siehe auch die Angaben im Anlagenspiegel. 5.6 Sonstige betriebliche Aufwendungen
Periodenfremde Aufwendungen ergaben sich in Höhe von 460T€ (Vorjahr: 62 T€). Sie beinhalten Forderungsverluste, Zuführungen zu den Einzel- und Pauschalabwertungen zu Forderungen und sonstige aperiodische Kosten. 5.7 Finanzergebnis
Für Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen sind 103 T€ (Vorjahr: 115 T€) angefallen. 5.8 Steuern vom Einkommen und Ertrag
6. Haftungsverhältnisse und außerbilanzielle Geschäfte / sonstige finanzielle VerpflichtungenDie Haftungsverhältnisse und sonstigen finanziellen Verpflichtungen des AdCapital-Konzerns ergeben sich wie folgt:
Aus einer Bürgschaft für einen langfristigen Immobilienvertrag bestehen per 31. Dezember 2019 Verpflichtungen in Höhe von 1.010 T€ (Vorjahr: 1.406 T€). Unseres Erachtens besteht derzeit kein Risiko der Inanspruchnahme des Konzerns, weil wir nach aktuellem Kenntnisstand davon ausgehen, dass die Hauptschuldnerin ihre Verpflichtungen erfüllen wird. Weitere, nicht in Konzernbilanz oder -anhang enthaltene Geschäfte beziehungsweise Verpflichtungen bestehen nicht. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der AdCapital AG beziehungsweise auf den AdCapital-Konzern ausgehen kann, haben sich nicht ereignet. 7. VorstandVorstand der Gesellschaft ist: Herr Hans-Jürgen Döringer, Dipl.-Ökonom In Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Vorstandsbezüge. 8. AufsichtsratIn den Aufsichtsrat sind/waren berufen: VorsitzendeFrau Dr. Sonja Zobl-Leibinger, selbstständige Rechtsanwältin Stellv. VorsitzenderHerr Dr. Christoph Zobl, selbstständiger Rechtsanwalt Weiteres MitgliedHerr Hans-Joachim Holstein, Unternehmensberater Im Geschäftsjahr 2019 sind Aufwendungen für Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von 80 T€ (Vorjahr: 80 T€) angefallen. 9. Gesamthonorar des Abschlussprüfers
10. Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden PersonenDie AdCapital AG hat mit ihr nahestehenden Unternehmen und Personen keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen geschlossen. 11. Konzernunternehmen der AdCapital AG, konsolidiert auf der Grundlage der Vollkonsolidierung (Beteiligungen mit 50 % und höher)In den Konzernabschluss sind neben der AdCapital AG die folgenden 17 Unternehmen einbezogen worden:
12. Konzernunternehmen der AdCapital AG, nicht konsolidiert
13. Assoziierte Unternehmen der AdCapital AG, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertetDie im Vorjahr noch aufgeführten Anteile an der mold engineering GmbH in Gera wurden im Geschäftsjahr veräußert. 14. Ergebnisverwendungsvorschlag der MuttergesellschaftDer Jahresabschluss der AdCapital AG zum 31. Dezember 2019 weist einen Bilanzgewinn von 2.523 T€ aus. Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. 15. Sonstige AngabenDer Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 wird beim Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart hinterlegt und im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. 16. NachtragsberichtDie deutsche Volkswirtschaft unterliegt derzeit einem dramatischen Konjunkturrückgang. Standen nach einem schlappen Schlussquartal 2019 die Zeichen zum Jahreswechsel auf Erholung, macht die Corona-Krise nun alle damaligen Prognosen zur Makulatur. Dies illustriert der am 19. März 2020 veröffentlichte, vom Münchner Ifo-Institut erhobene Geschäftsklimaindex, gemäß dem sich die Stimmung der deutschen Unternehmen im März massiv verschlechtert hat: Der Index ist von 96,0 Punkten im Februar auf 87,7 Punkte im März geschrumpft. Dies ist der niedrigste Wert seit August 2009, und die monatliche Veränderung ist der stärkste Rückgang seit 1991. Laut Fernsehveröffentlichungen v. 26. März 2020 ist er sogar auf 86,1 geschrumpft. Das Ifo-Institut betrachtet ein "sehr günstiges" Szenario mit einem Rückgang des Bruttoinlandprodukts (BIP) um 1,5 % und ein Risikoszenario mit einem Einbruch der Wirtschaftsleistung um 6 %. Beim günstigen Szenario würde die Krise im zweiten Quartal ihre volle Wirkung mit einem BIP-Rückgang um 4,5 % gegenüber dem Vorquartal entfalten. Danach würde es bis in die erste Jahreshälfte 2021 zu einer allmählichen Rückkehr der Produktion von Waren und Dienstleistungen kommen, und der Anstieg der Arbeitslosenquote bliebe moderat. Allerdings schließt aktuell Ifo-Präsident Clemens Fuest gem. ARD v. 26. März 2020 auch einen Konjunkturrückgang von bis zu 20 % nicht aus. Für den AdCapital-Konzern müssen wir im Jahr 2020 mit erheblichen Auswirkungen auf Umsatz, Ergebnis und Liquidität aufgrund der Corona-Krise rechnen. Der Einfluss hängt von Dauer und Intensität der gesundheitlichen Folgen, der Beschränkungen des öffentlichen Lebens und des Warenverkehrs ab sowie der Nachfragerückgänge z.B. in der Automobilbranche. Für weitere Details zu aktuellen Themen verweisen wir auf den Konzernlagebericht.
Tuttlingen, den 31. März 2020 AdCapital AG Hans-Jürgen Döringer Vorstand Konzernanlagespiegel zum 31. Dezember 2019in TEUR
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die AdCapital AG, Tuttlingen PrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der AdCapital AG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der AdCapital AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2019 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrates für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 31. März 2020 Baker Tilly GmbH & Co. KG Peter Schill, Wirtschaftsprüfer Jürgen Bechtold, Wirtschaftsprüfer |
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