ADM Hamburg Aktiengesellschaft

Hamburg

Jahresabschluss ADM Hamburg Aktiengesellschaft 2011

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2011

Bilanz

AKTIVA

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  Anhang 31/12/2011
EUR
Vorjahr
EUR
ANLAGEVERMÖGEN (5)    
Immaterielle Vermögensgegenstände      
Entgeltlich erworbene Software   148,578.62 189,497.97
Sachanlagen      
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken   40,437,587.48 36,229,110.03
Technische Anlagen und Maschinen   55,911,474.84 55,568,824.72
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung   1,632,891.15 1,527,485.70
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau   30,623,818.46 9,373,093.94
    128,605,771.93 102,698,514.39
Finanzanlagen      
Anteile an verbundenen Unternehmen   5,843,095.74 5,843,095.74
Beteiligungen   989,657.13 457,831.97
    6,832,752.87 6,300,927.71
    135,587,103.42 109,188,940.07
UMLAUFVERMÖGEN      
Vorräte      
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe   9,787,660.47 83,891,974.42
Fertige Erzeugnisse   2,564,189.95 17,049,709.63
    12,351,850.42 100,941,684.05
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen   4,906,384.37 32,870,520.44
Forderungen gegen verbundene Unternehmen (6) 80,186,291.31 139,122,275.02
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht   10,910.06 45,564.12
Sonstige Vermögensgegenstände (7) 28,719,857.17 26,556,555.69
    113,823,442.91 198,594,915.27
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   89,978.48 395,933.39
    126,265,271.81 299,932,532.71
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN      
Disagio   66,716.23 97,100.85
Andere Abgrenzungsposten   292,269.85 353,651.73
    358,986.08 450,752.58
    262,211,361.31 409,572,225.36

PASSIVA

     
  Anhang 31/12/2011
EUR
Vorjahr
EUR
EIGENKAPITAL      
Gezeichnetes Kapital (8) 19,142,768.03 19,142,768.03
Kapitalrücklage   21,012,853.54 21,012,853.54
Gewinnrücklagen      
Gesetzliche Rücklage   175,249.73 175,249.73
Andere Gewinnrücklagen   880,917.05 880,917.05
    1,056,166.78 1,056,166.78
    41,211,788.35 41,211,788.35
RÜCKSTELLUNGEN      
Rückstellungen für Pensionen (9) 10,249,948.57 10,909,443.38
Steuerrückstellungen   0.00 0.69
Sonstige Rückstellungen (10) 30,292,292.78 34,138,744.83
    40,542,241.35 45,048,188.90
VERBINDLICHKEITEN (11)    
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten   4,227,256.69 6,611,059.99
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   8,916,454.61 29,228,256.35
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen   166,361,879.04 278,714,011.09
Sonstige Verbindlichkeiten   937,778.79 8,476,912.16
- davon aus Steuern: EUR 130.344,97 (Vorjahr: EUR 1.256.971,28) -      
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 122.126,12 (Vorjahr: EUR 128.736,96) -      
    180,443,369.13 323,030,239.59
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   13,962.48 282,008.52
    262,211,361.31 409,572,225.36

Gewinn- und Verlustrechnung

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  Anhang 2011 Vorjahr
    EUR EUR EUR EUR
Umsatzerlöse (13)   693,107,893.59   815,160,335.42
Erhöhung des Bestands an fertigen Erzeugnissen (14)   464,607.99   5,541,806.61
Andere aktivierte Eigenleistungen     18,735.00   7,380.00
Sonstige betriebliche Erträge (15)   19,730,672.53   4,015,042.33
Materialaufwand          
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren   -570,812,678.52   -716,284,579.85  
Aufwendungen für bezogene Leistungen   -4,536,270.41 -575,348,948.93 -6,681,504.76 -722,966,084.61
Personalaufwand          
Löhne und Gehälter   -35,994,552.57   -20,569,250.74  
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (16) -6,739,140.53 -42,733,693.10 -4,559,330.01 -25,128,580.75
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen     -11,523,632.17   -7,854,995.05
Sonstige betriebliche Aufwendungen (17)   -46,648,920.27   -41,175,686.81
Erträge aus Beteiligungen (18)   36,476.15   1,585,399.01
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (19)   1,291,197.30   608,957.85
Zinsen und ähnliche Aufwendungen (19)   -6,763,820.56   -5,102,171.70
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit     31,630,567.53   24,691,402.30
Außerordentliches Ergebnis (20)   0.00   -3,087,354.42
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (21)   -9,477,919.15   -5,946,314.28
Sonstige Steuern     -173,696.74   -460,105.17
Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn (22)   -21,978,951.64   -15,197,628.43
Jahresüberschuss/Bilanzgewinn     0.00   0.00

Anhang

(1) Rechtliche Grundlage

Der Jahresabschluss der ADM Hamburg Aktiengesellschaft, Hamburg ("ADM Hamburg"), zum 31. Dezember 2011 wurde wie im Vorjahr nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

(2) Anteilsbesitz der ADM Hamburg

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Unternehmen (Name, Sitz) Anteil am Kapital
in %
Eigenkapital
TEUR
Ergebnis 2011
TEUR
ADM Unterstützungskasse GmbH, Hamburg 100,0 5.877 -580
ADM Rothensee Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0 51 0
ADM Rothensee GmbH & Co. KG, Hamburg 100,0 -176 -696
Silo P. Kruse Betriebs-GmbH & Co. KG, Hamburg 51,0 3.309 309
Silo - Betriebsgesellschaft mbH, Hamburg 51,0 59 4
ADM Research GmbH, Hamburg 100,0 817 32
Export Elevation Properties, Inc., New York1 20,0 5.133 1.786
Förderband-Gesellschaft Getreidehafen, Rostock GmbH1 33,3 26 0

Die Geschäftsjahre der aufgeführten Unternehmen enden jeweils zum 31. Dezember.

(3) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Vergleichbarkeit des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2011 mit dem Vorjahr ist durch die Veräußerung des operativen Geschäftes des Werks Noblee & Thörl zum 1. Juli 2011 sowie die im Vorjahr erfolgte Anwachsung der Silo Rothensee GmbH & Co. KG zum 1. August 2010 eingeschränkt.

1 Assoziiertes Unternehmen.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze werden im Vergleich zum Vorjahr unverändert angewendet.

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen sind mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt. Soweit erforderlich, werden bei Anlagegegenständen außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind mit den ursprünglichen Anschaffungskosten abzüglich außerplanmäßiger Abschreibung angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren Börsen- oder Marktpreisen angesetzt. Die Ermittlung der Herstellungskosten erfolgt im Wesentlichen nach der Rückrechnungsmethode. Allgemeine Verwaltungskosten bleiben außer Ansatz.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt.

Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfallrisiko für Forderungen wird durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die Erfüllungsbeträge für Pensionsverpflichtungen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Anwendung eines Rechnungszinses von 5,14% p. a. ermittelt. Dabei wurde ein Gehaltstrend von 3% p. a., ein Rententrend von 2% p. a. sowie eine Fluktuationsrate von 0,5% p. a. für Beschäftigte im Alter zwischen 20 und 50 Jahren zugrundegelegt. Als Rechnungsgrundlagen dienten die "Richttafeln 2005 G" von K. Heubeck.

Die übrigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Soweit für Verpflichtungen aus der Altersversorgung und vergleichbaren Verpflichtungen Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB bestehen, sind diese zum Zeitwert angesetzt und mit den entsprechenden Rückstellungen verrechnet worden.

Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen ausgewiesen.

(4) Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Stichtag bewertet.

Angaben zur Bilanz

(5) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem Anlagengitter dargestellt, das als Anlage diesem Anhang beigefügt ist.

(6) Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen resultieren sowohl aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr als auch aus laufenden Verrechnungen aus dem Cash-Clearing-System der ADM Hamburg.

(7) Sonstige Vermögensgegenstände

Der Posten enthält zum 31. Dezember 2011 Ansprüche aus der Erstattung von Verbrauchsteuern in Höhe von TEUR 26.709 (Vorjahr: TEUR 21.710). Die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

(8) Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der ADM Hamburg beträgt zum 31. Dezember 2011 weiterhin EUR 19.142.768,03. Es ist eingeteilt in 748.800 auf den Inhaber lautende Stückaktien.

Die ADM Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg, hält an der ADM Hamburg eine Mehrheitsbeteiligung. Im Juli 1996 hat ADM Hamburg mit der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH als herrschendem Unternehmen einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen.

(9) Rückstellungen für Pensionen

Es handelt sich hierbei um Verpflichtungen aus Direktzusagen. Von den Erfüllungsbeträgen sind Zeitwerte des Deckungsvermögens in Höhe von TEUR 3.858 (Vorjahr: TEUR 3.895) abgesetzt. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betrugen TEUR 3.475 (Vorjahr: TEUR 3.499).

Die ADM Hamburg ist eines der Trägerunternehmen der ADM Unterstützungskasse GmbH, Hamburg. Für die mittelbaren Verpflichtungen hieraus ergibt sich im Vergleich der unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2005 G" von K. Heubeck ermittelten Erfüllungsbeträge für die zukünftigen Leistungen der Unterstützungskasse zu ihrem Kassenvermögen für die ADM Hamburg ein Fehlbetrag von TEUR 10.556 (Vorjahr: TEUR 9.748).

(10) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen gebildet für Zahlungsrisiken aus Energiesteuer-Außenprüfungen, Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern sowie ausstehende Rechnungen. Mit den voraussichtlichen Erfüllungsbeträgen wurden Zeitwerte von Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 135) verrechnet, dessen Anschaffungskosten im Vorjahr TEUR 120 betrugen.

(11) Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind am 31. Dezember 2011 TEUR 4.225 (Vorjahr: TEUR 5.706) durch Grundpfandrechte gesichert.

Verbindlichkeiten der ADM Hamburg gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 652 (Vorjahr: TEUR 2.386) haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 975 (Vorjahr: TEUR 1.625) haben eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Die übrigen Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren sowohl aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr als auch aus laufenden Verrechnungen aus dem Cash-Clearing-System der ADM Hamburg sowie aus Ertragsteuerumlagen und Ergebnisabführung.

(12) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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  31.12.2011
TEUR
Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen 4.488
Bestellobligo für Anlagevermögen 11.077

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

(13) Umsatzerlöse

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  2011
TEUR
Inland 184.274
Ausland 508.834
  693.108
Warenverkäufe 566.618
Dienstleistungen 126.490
  693.108

(14) Erhöhung des Bestands an fertigen Erzeugnissen

Die Erhöhung des Bestands an fertigen Erzeugnissen enthält nicht die sich aus der Übertragung an ein verbundenes Unternehmen ergebende Veränderung des Bestandes, da insoweit der erzielte Veräußerungserlös auch nicht in den Umsatzerlösen enthalten ist.

(15) Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Kursdifferenzen aus der Folgebewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen in Höhe von TEUR 4.813 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. Außerdem enthält die Position Gewinne aus dem Verkauf der Rohwaren, fertigen Erzeugnissen, offener Verträge mit Kunden und Lieferanten, offener Warentermingeschäfte und offener Devisentermingeschäften sowie von Markenrechten des Werkes Noblee & Thörl mit TEUR 4.498 und Versicherungsentschädigungen in Höhe von TEUR 3.157, denen keine entsprechenden Beträge im Vorjahr gegenüberstanden. In dem Posten sind periodenfremde Erträge in Höhe TEUR 1.584 enthalten.

(16) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung

Der Posten enthält Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 666 (Vorjahr: TEUR 677)

(17) Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Kursdifferenzen aus der Folgebewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen in Höhe von TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 699) enthalten.

(18) Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Beteiligungen betreffen solche von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 36 (Vorjahr: TEUR 1.584)

(19) Zinsen

Die Zinserträge von verbundenen Unternehmen betrugen im Geschäftsjahr TEUR 1.251 (Vorjahr: TEUR 592). Die Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen betrugen bei der ADM Hamburg TEUR 5.394 (Vorjahr: TEUR 4.010). In den Zinsaufwendungen sind Beträge aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 759 (Vorjahr: TEUR 725) enthalten.

(20) Außerordentliches Ergebnis

Das außerordentliche Ergebnis im Vorjahr betraf ausschließlich Aufwendungen aus der erstmaligen Anwendung der Bewertungsvorschriften des BilMoG auf die zum 31. Dezember 2009 bilanzierten Rückstellungen für Pensionen. Die Höhe der berechneten und ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag war durch diese Aufwendungen nicht beeinflusst.

(21) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die ADM Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg, als Organträger hat der ADM Hamburg gemäß einer Vereinbarung vom 1. Dezember 1997 für das Geschäftsjahr 2011 Körperschaft-, Gewerbeertragsteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von TEUR 9.387 belastet (Vorjahr: TEUR 5.855), die in diesem Posten enthalten sind.

(22) Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn

Das Jahresergebnis der ADM Hamburg wurde aufgrund eines im Juli 1996 abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags von der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg, übernommen.

(23) Angaben zu den derivativen Finanzinstrumenten

Die ADM Hamburg als international tätiges Unternehmen ist im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeiten Währungs- und Commodity-Risiken ausgesetzt. Die Unternehmenspolitik des ADM-Konzerns sieht die Begrenzung dieser Risiken durch ein systematisches Risiko-Management vor. Als Instrumente dienen vor allem Devisentermingeschäfte und Commodity-Termingeschäfte.

Die ADM-Konzernunternehmen unterliegen einem strikten Risiko-Management. Handlungsrahmen, Verantwortlichkeiten und Kontrollen sind in internen Richtlinien verbindlich festgelegt. Finanzinstrumente dürfen demnach grundsätzlich nicht zu Spekulationszwecken eingesetzt werden, sondern dienen der Absicherung von Risiken im Zusammenhang mit dem operativen Geschäft.

Die ADM Hamburg hat unterjährig Biodiesel-Swaps und Devisentermingeschäfte mit Geschäftsbanken abgeschlossen.

Am Bilanzstichtag wurden die Derivate wie folgt bewertet:

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  31.12.2011
  Nominalwert
TEUR
Zeitwert
TEUR
Devisentermingeschäfte 769 -31
Biodiesel-PLATT's 12.846 -210

Die Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente wurden zum Bilanzstichtag nicht bilanziert, fanden jedoch Berücksichtigung im Rahmen der Ermittlung des beizulegenden Wertes der entsprechenden Vorräte sowie der Höhe möglicher drohender Verluste aus schwebenden Ein- und Verkaufsgeschäften.

Sonstige Angaben

(24) Aufgliederung der Arbeitnehmerzahl nach Gruppen

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  2011
Gewerbliche Arbeitnehmer 314
Angestellte 276
  590

(25) Organe der Gesellschaft

Vorstand:

Jaana Karola Kleinschmit von Lengefeld, Vorstand, Vorsitzende (seit 28. Februar 2011)

Detlef Ernst Evers, Vorstand

Dr. Martin Kropp, Vorstand

Dr. Kai-Uwe Ostheim, Vorstand (bis 28. Februar 2011), Sprecher des Vorstands

Aufsichtsrat:

Prof. Dr. Klaus-Peter Hopp (Vorsitzender), Corporate Counsel Europe

Brent A. Fenton (stellvertretender Vorsitzender), Managing Director European Oilseeds

Thomas Schlomm, Chemikant1

(26) Angaben zu Organen der Gesellschaft

Die kurzfristig fälligen Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2011 betragen TEUR 446 (Vorjahr: TEUR 568).

Die Pensionszahlungen an ausgeschiedene Vorstandsmitglieder sowie die Hinterbliebenen früherer Vorstandsmitglieder beliefen sich auf TEUR 492 (Vorjahr: TEUR 486). Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern bzw. ihren Hinterbliebenen beträgt zum 31. Dezember 2011 bei der ADM Hamburg TEUR 3.798 (Vorjahr: TEUR 3.516).

Die Aufwendungen für Vergütungen an den Aufsichtsrat betrugen im Geschäftsjahr 2011 TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 8).

(27) Mutterunternehmen gemäß § 285 Nr. 14 HGB

Die ADM Hamburg erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen, welcher am Sitz der Gesellschaft erhältlich ist und im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird.

Die ADM Hamburg wird in den Konzernabschluss der Archer Daniels Midland Company, Decatur, Illinois/USA, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss mit Geschäftsbericht ist am Sitz dieser Gesellschaft erhältlich. Darüber hinaus wird er im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

(28) Honorar des Abschlussprüfers

Die entsprechenden Angaben sind im Anhang zum Konzernabschluss der ADM Hamburg enthalten.

1 Arbeitnehmervertreter.

(29) Angaben zu Geschäften mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Der Umfang der Geschäftsbeziehungen der ADM Hamburg zu nahe stehenden Unternehmen und Personen beschränkt sich grundsätzlich auf Warenlieferungen und Dienstleistungsverträge. Verkäufe an und Käufe von nahe stehenden Unternehmen erfolgen zu marktüblichen Konditionen.

 

Hamburg, den 28. März 2012

Der Vorstand

Jaana Karola Kleinschmit von Lengefeld

Detlef Ernst Evers

Dr. Martin Kropp

Entwicklung des Anlagevermögens

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  Immaterielle Vermögensgegenstände
  Entgeltlich
erworbene Software
EUR
Grundstücke und Bauten
einschließlich der Bauten
auf fremden Grundstücken
EUR
Technische Anlagen
und Maschinen
EUR
Anschaffungs- oder Herstellungskosten      
Stand am 1. Januar 2011 1,491,057.05 137,037,588.16 367,841,031.81
Zugänge 30,634.90 3,996,523.64 2,273,860.06
Abgänge 1,200.00 0.00 4,630,635.00
Umbuchungen 0.00 2,325,576.60 6,929,238.13
Stand am 31. Dezember 2011 1,520,491.95 143,359,688.40 372,413,495.00
Abschreibungen      
Stand am 1. Januar 2011 1,301,559.08 100,808,478.13 312,272,207.09
Abschreibungen des Geschäftsjahres 71,554.25 2,113,622.79 8,855,873.63
Zuschreibungen 0.00 0.00 0.00
Abgänge 1,200.00 0.00 4,626,060.56
Umbuchungen 0.00 0.00 0.00
Stand am 31. Dezember 2011 1,371,913.33 102,922,100.92 316,502,020.16
Buchwerte      
31. Dezember 2011 148,578.62 40,437,587.48 55,911,474.84
31. Dezember 2010 189,497.97 36,229,110.03 55,568,824.72
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  Sachanlagen
  Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung
EUR
Geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
EUR
Gesamt
EUR
Anschaffungs- oder Herstellungskosten      
Stand am 1. Januar 2011 12,445,134.61 9,373,093.94 526,696,848.52
Zugänge 121,618.22 30,971,907.98 37,363,909.90
Abgänge 1,731,490.99 0.00 6,362,125.99
Umbuchungen 466,368.73 -9,721,183.46 0.00
Stand am 31. Dezember 2011 11,301,630.57 30,623,818.46 557,698,632.43
Abschreibungen      
Stand am 1. Januar 2011 10,917,648.91 0.00 423,998,334.13
Abschreibungen des Geschäftsjahres 482,581.50 0.00 11,452,077.92
Zuschreibungen 0.00 0.00 0.00
Abgänge 1,731,490.99 0.00 6,357,551.55
Umbuchungen 0.00 0.00 0.00
Stand am 31. Dezember 2011 9,668,739.42 0.00 429,092,860.50
Buchwerte      
31. Dezember 2011 1,632,891.15 30,623,818.46 128,605,771.93
31. Dezember 2010 1,527,485.70 9,373,093.94 102,698,514.39
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  Finanzanlagen
  Anteile an
verbundenen
Unternehmen
EUR
Beteiligungen
EUR
Gesamt
EUR
Gesamt
EUR
Anschaffungs- oder Herstellungskosten        
Stand am 1. Januar 2011 7,650,957.30 989,657.13 8,640,614.43 536,828,520.00
Zugänge 0.00 0.00 0.00 37,394,544.80
Abgänge 0.00 0.00 0.00 6,363,325.99
Umbuchungen 0.00 0.00 0.00 0.00
Stand am 31. Dezember 2011 7,650,957.30 989,657.13 8,640,614.43 567,859,738.81
Abschreibungen        
Stand am 1. Januar 2011 1,807,861.56 531,825.16 2,339,686.72 427,639,579.93
Abschreibungen des Geschäftsjahres 0.00 0.00 0.00 11,523,632.17
Zuschreibungen 0.00 531,825.16 531,825.16 531,825.16
Abgänge 0.00 0.00 0.00 6,358,751.55
Umbuchungen 0.00 0.00 0.00 0.00
Stand am 31. Dezember 2011 1,807,861.56 0.00 1,807,861.56 432,272,635.39
Buchwerte        
31. Dezember 2011 5,843,095.74 989,657.13 6,832,752.87 135,587,103.42
31. Dezember 2010 5,843,095.74 457,831.97 6,300,927.71 109,188,940.07

Konzernlagebericht und Lagebericht für das Geschäftsjahr 01.01. - 31.12.2011

DER ADM Hamburg Aktiengesellschaft, Hamburg

Die ADM Hamburg Aktiengesellschaft ist in den weltweit operierenden Konzern der Archer Daniels Midland Company (ADM) eingebunden. Diese Vernetzung ist ein wesentlicher Garant für den wirtschaftlichen Erfolg des Konzerns der ADM Hamburg Aktiengesellschaft. Ganz entscheidende Vorteile liegen für die ADM Hamburg Aktiengesellschaft dabei in der universellen Erfahrung der Archer Daniels Midland Company, dem internationalen und technischen Knowhow sowie in den Investitionen, die von der Archer Daniels Midland Company veranlasst und finanziert werden.

Archer Daniels Midland Company ist ein globaler Marktführer in der Verarbeitung von Mais, Ölsaaten und anderer landwirtschaftlicher Rohstoffe, wie zum Beispiel Weizen und Kakao. Mit weltweit über 265 Produktionsanlagen und Handelsaktivitäten in mehr als 75 Ländern ist das Unternehmen ständig bestrebt, in den bestehenden Geschäftsfeldern zu wachsen. Wachstum wird dabei sowohl organisch als auch durch strategische Zukäufe generiert. Archer Daniels Midland Company verfügt über das weltweit führende Netzwerk zur Erfassung und zum Transport landwirtschaftlicher Rohstoffe. Auch in der Herstellung von nachwachsenden und umweltschonenden Kraftstoffen wie Biodiesel und Ethanol ist Archer Daniels Midland Company weltweit einer der Marktführer.

Der Konzern der ADM Hamburg Aktiengesellschaft

Der Konzern der ADM Hamburg Aktiengesellschaft mit Sitz in Hamburg ist ein führender Verarbeiter von Ölsaaten in Europa. Kernkompetenz des Konzerns ist die Verarbeitung von Sojabohnen und Rapssaat. Zusätzliche Kompetenzen im Bereich des Lagerns und Umschlagens von landwirtschaftlichen Rohstoffen sowie der Weiterverarbeitung von pflanzlichen Ölen und Fetten runden die Gesamtleistung ab. Die Aktivitäten des Konzerns sind in zwei Geschäftsfelder unterteilt: "Ölmühle" und "Weiterverarbeitung".

Das Geschäftsfeld "Ölmühle" bildet das Fundament des Konzerns. In diesem Geschäftsfeld werden die traditionellen Aktivitäten der Ölsaatenverarbeitung zusammengefasst. Aktivitäten, die mit der Beschaffung, dem Transport und der Lagerung landwirtschaftlicher Rohstoffe beginnen. Konzerneigene Silo- und Umschlagsbetriebe in Hamburg, Rostock, Magdeburg und seit dem Jahr 2011 auch in Riesa bilden wichtige Knotenpunkte für die Versorgung der Produktionsanlagen, die Vermarktung und Dienstleistungen.

Das "Werk Hamburg" ist der größte Ölsaatenverarbeiter in der deutschen Gruppe der Archer Daniels Midland Company und eines der größten zur Verarbeitung unterschiedlicher Ölsaaten weltweit. Die Verarbeitung der Ölsaaten zu pflanzlichen Rohölen und Proteinschroten erfolgt in modernen Großanlagen.

Die pflanzlichen Rohöle werden anschließend im Produktionsschritt Raffination zu hochwertigen Raffinaten veredelt. Wichtigster Kunde für diese Raffinate ist die weiterverarbeitende Lebensmittelindustrie. Proteinhaltige Schrote werden an die Futtermittelindustrie geliefert.

Das Geschäftsfeld "Weiterverarbeitung" beschäftigt sich mit der Herstellung von Spezialfetten und -ölen sowie mit der Herstellung von Biodiesel und Pharmaglyzerin.

Auch Spezialfette und -öle finden ihren Absatz in der weiterverarbeitenden Lebensmittelindustrie. Biodiesel wird nahezu ausschließlich als Beimischungskomponente zum herkömmlichen Diesel an die europäische Mineralölindustrie geliefert.

Die Umesterung von pflanzlichen Ölen zu Biodiesel und Rohglyzerin sowie die Veredelung des Rohglyzerins zu Pharmaglyzerin erfolgen im "Werk Hamburg" wie auch im "Werk Leer".

Das "Werk Noblee & Thörl" in Hamburg-Harburg ist spezialisiert auf die Herstellung von maßgeschneiderten Spezialfetten und -ölen. Rohstoff für die Produktion sind bereits raffinierte Vorprodukte.

Seit dem 01. Januar 2008 arbeitet das "Werk Hamburg" als Lohnverarbeiter für die ADM International Sàrl (ADMI). Zum 1. Juli 2011 hat die ADM Hamburg Aktiengesellschaft auch einen Lohnverarbeitungsvertrag für das "Werk Noblee & Thörl" mit der ADMI abgeschlossen.

Damit wurden alle Handelsaktivitäten des "Werk Noblee & Thörl" auf die ADMI übertragen. Die ADM Hamburg Aktiengesellschaft muss zukünftig auch für den Bereich der Spezialfett und -ölherstellung nicht mehr die Auswirkungen volatiler Rohwaren-, Devisen- und Fertigproduktmärkte fürchten. Das Risikomanagement für sämtliche Rohstoffe und die gesamte Produktpalette wird seit dem 1. Juli 2011 von ADMI übernommen und verantwortet. Gleiches gilt für die erforderlichen Devisengeschäfte.

1. Die Ölmühle und ihr Markt

1.1. Die Rohwarenmärkte

Die Versorgung des "Werk Hamburg" mit den benötigten Mengen an Sojabohnen und Rapssaat war durch die ADMI während des gesamten Berichtszeitraumes gewährleistet.

Dabei stellte die Versorgung mit Rapssaat eine besondere Herausforderung dar. Mit geschätzten 3,9 Millionen Tonnen fiel die deutsche Rapsernte 2011 deutlich geringer aus als im Vorjahr, als 5,7 Millionen Tonnen geerntet wurden. Der Rückgang der deutschen Rapsernte spiegelt sich auch in der EU-27-Gesamternte des Jahres 2011 wider. In den Staaten der Europäischen Union wurden insgesamt 18,9 Millionen Tonnen Rapssaat geerntet. Ein Rückgang um 1,4 Millionen Tonnen gegenüber dem Vorjahr. Lediglich England und Frankreich konnten ihre Rapssaat-Ernte gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern. In der Konsequenz waren europäische Ölmühlen auf Rapsimporte aus Drittländern, wie Australien oder der Ukraine, angewiesen, um eine kontinuierliche Versorgung ihrer Produktionsanlagen sicherzustellen.

Zusätzlich wurde die Versorgung der deutschen Ölmühlen mit Rapssaat durch die in Europa nicht-synchrone Umsetzung der Nachhaltigkeitsanforderungen aus der "Richtlinie des Europäischen Parlamentes und des Rates zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen" (RED) erschwert. Deutschland blieb im Jahr 2011 das einzige Land, welches die Nachhaltigkeitsanforderungen durch die deutsche "Verordnung über Anforderungen an eine nachhaltige Herstellung von Biokraftstoffen" (Biokraft-NachV) vollständig umgesetzt hatte.

Es war daher im Berichtszeitraum nur schwer möglich, als nachhaltig zertifizierte Rapssaat für die Biodieselproduktion aus anderen europäischen Ländern, welche die RED noch nicht umgesetzt hatten, zu importieren.

Deutlich besser stellte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr die Versorgungslage auf dem globalen Markt für Sojabohnen dar. In Brasilien wurde mit 75,5 Millionen Tonnen eine neue Rekordernte eingebracht. Auch Paraguay und Uruguay blicken auf Rekordernten zurück. Selbst Argentinien, das mit 49 Millionen Tonnen 5,5 Millionen Tonnen weniger als im Vorjahr erntete, konnte immer noch die zweitgrößte Sojabohnenernte in der Geschichte des Landes einbringen. Es fiel daher nicht sonderlich ins Gewicht, dass die US-Sojabohnenernte mit 83,2 Millionen Tonnen rund 7,4 Millionen Tonnen unter der des Vorjahres lag.

Die Versorgung der Palmölraffinerie mit ausreichenden Mengen an rohem Palmöl war ebenfalls über den gesamten Berichtszeitraum gewährleistet. Die Palmölproduktion Malaysias ist im Jahr 2011 um 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 18,9 Millionen Tonnen angestiegen. Auch die indonesische Palmölproduktion konnte im Jahr 2011 um schätzungsweise 2,5 Millionen Tonnen gesteigert werden. In den Exporthäfen Malaysias und Indonesiens standen im Berichtszeitraum ständig ausreichende Mengen Palmöl für den Export nach China, Indien und Europa zur Verfügung.

1.2. Die Silo- und Umschlagsbetriebe

Die Getreideernte der Europäischen Union im Jahr 2011 wird auf insgesamt 286 Millionen Tonnen geschätzt. Damit liegt sie etwa 11,5 Millionen Tonnen höher als im Vorjahr, als insgesamt 274,5 Millionen Tonnen geerntet wurden. Der Großteil der zusätzlichen Erntemenge wurde in den Mitgliedsländern Osteuropas eingebracht, hauptsächlich in Rumänien. Betrachtet man einzelne Getreidegattungen, so verzeichnete die Maisernte mit einem Anstieg von über 10 Millionen Tonnen den größten Anstieg.

Der Getreidemarkt war über das gesamte Kalenderjahr durch eine starke Preisvolatilität gekennzeichnet. Aus den Ländern der EU-27 konnten nur geringe Getreidemengen exportiert werden, da Getreide aus Drittländern wie Russland oder Kasachstan nahezu ständig zu wettbewerbsfähigeren Preisen auf dem Weltmarkt offeriert wurde.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde mit dem Erwerb eines Silo- und Umschlagsbetriebes in Riesa eine wichtige Investition in die Stärkung der Erfassungsaktivitäten des Konzerns getätigt. Die optimale Lage dieses Silo- und Umschlagsbetriebes an der Elbe verstärkt die Präsenz des Konzerns in der Region Riesa und erlaubt, mehr Rapssaat aus dieser Region zu erfassen.

Ebenfalls einer Verbesserung der Logistik dient die Erweiterung der Lagerkapazität der "Silo Rothensee". Rechtzeitig zur Ernte konnte im Hafen von Magdeburg die Lagerkapazität des bestehenden Silos durch die Fertigstellung von vier zusätzlichen Silozellen erhöht werden. Auch diese Investition optimiert die Erfassungsaktivitäten des Konzerns und verbessert die Versorgung der Verarbeitungsanlage mit Rapssaat.

Hauptaufgabe der "Silo Hamburg" ist der Umschlag und die Versorgung des "Werk Hamburg" mit Sojabohnen und Rapssaat, die per Seeschiff oder Binnenschiff angeliefert werden. Im Geschäftsjahr 2011 konnte der "Silo Hamburg" die Umschlagsleistung leicht steigern. Im Jahresvergleich war der Umschlag von Sojabohnen zwar leicht rückläufig. Dagegen konnte der Umschlag von Rapssaat, auch durch zusätzliche Importe aus Drittländern, gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.

Die Auslastung des "Silo Rostock" war über das gesamte Jahr 2011 zufriedenstellend.

Die Silo P. Kruse GmbH & Co. KG, an der die ADM Hamburg Aktiengesellschaft eine Mehrheitsbeteiligung hält, blickt auf ein schwieriges Jahr zurück. Über das gesamte Jahr 2011 spürte der Exportsilo die geringen Exportaktivitäten an Getreide aus der Europäischen Union.

1.3. Die Ölmühle

Die Auslastung der Anlagen zur Verarbeitung von Sojabohnen und Rapssaat war im Berichtszeitraum insgesamt zufriedenstellend. Während die Verarbeitung von Sojabohnen im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig war, blieb die Verarbeitung von Rapssaat konstant gut.

Im Januar des Berichtsjahres wurde mit den Bauarbeiten zur Erweiterung der Rapsverarbeitungskapazität im "Werk Hamburg" begonnen. Dieses Projekt wird zum Ende des ersten Quartals des Jahres 2012 fertiggestellt. Mit der Fertigstellung der Kapazitätserweiterung geht die Inbetriebnahme eines sogenannten Biofilters einher. Dieses Biofilter wird Geruchsemissionen aus der Verarbeitung von Rapssaat spürbar reduzieren.

1.4. Die Weiterverarbeitung

Die Anlagen des "Werk Hamburg" zur Raffination von Rapsöl und Sojaöl waren im Berichtszeitraum nahezu auf dem gleichen Niveau ausgelastet wie im Vorjahr. Ein Rückgang bei der Produktion von raffiniertem Sojaöl wurde durch einen Anstieg der Produktion von raffiniertem Rapsöl kompensiert.

Einen spürbaren Rückgang der Auslastung verzeichnete die Palmölraffination im Jahr 2011. Überkapazitäten im europäischen Markt und eine weiter abnehmende Nachfrage aus dem Segment der Blockheizkraftwerke sind wesentliche Ursachen dafür.

Die Auslastung des "Werk Noblee & Thörl" war im Jahr 2011 zufriedenstellend. Sie blieb leicht hinter der des Vorjahres zurück. Die Trends hin zu gesünderen Produkten einerseits und nachhaltigen Produkten andererseits kennzeichneten auch 2011 das Verbraucherverhalten im Markt für Spezialfette und -öle.

Zum Ende des Jahres 2011 nahm das "Werk Noblee & Thörl" eine neue Anlage zur Raffination von Leinsaatöl in Betrieb. Diese Inbetriebnahme erweitert die Produktpalette des Werkes und stärkt zusätzlich die Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit des Standortes.

Die Biodiesel-Anlage des "Werk Hamburg" konnte ihre Auslastung im Jahr 2011 gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern und einen neuen Jahresproduktionsrekord verbuchen. Die Auslastung des "Werk Leer" lag minimal unter der Auslastung des Vorjahres. Auch im Jahr 2011 lag die Auslastung beider Anlagen deutlich über dem deutschen und europäischen Branchendurchschnitt.

Insgesamt blickt die deutsche Biodieselbranche erneut auf ein schwieriges Jahr zurück. Laut BAFA, dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, stieg der Biodieselabsatz in den sogenannten B7-Markt, also die Beimischung von Biodiesel zu herkömmlichem Diesel, um rund 90.000 Tonnen.

Dagegen ging der Biodiesel-Absatz in den B100-Markt, also die Verwendung von Biodiesel als Reinkraftstoff, um fast 200.000 Tonnen auf lediglich 96.800 Tonnen zurück, so dass in Deutschland insgesamt rund 100.000 Tonnen Biodiesel weniger konsumiert wurden als im Jahr 2010.

Der deutsche Biodiesel-Außenhandel hielt sich im Jahr 2011 in etwa die Waage. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden etwa 1,2 Millionen Tonnen Biodiesel sowohl importiert als auch exportiert.

Der deutsche wie der europäische Biodieselmarkt leiden weiterhin unter bestehenden Überkapazitäten. Darüber hinaus wurde auch im Jahr 2011 im Ursprungsland subventionierter Biodiesel aus Drittländern wie Argentinien nach Europa exportiert. In der Folge konnten europäische Biodieselproduzenten ihre Produktion kaum auslasten und nur selten auskömmliche Produktionsmargen erzielen.

Angebot und Nachfrage im Markt für Rohglyzerin, welches als Kuppelprodukt der Biodieselherstellung anfällt, waren über das gesamte Berichtsjahr nahezu ausgeglichen. Der Absatz von Rohglyzerin war ständig gewährleistet, und der Preis für Rohglyzerin schwankte nur geringfügig.

Ein ebenfalls erfreuliches Bild zeigte die Auslastung der Anlagen zur Pharmaglyzerinproduktion im "Werk Hamburg" und "Werk Leer". In Summe konnten beide Anlagen ihre Jahresproduktion gegenüber dem Vorjahr erneut leicht steigern.

1.5. Gesamtaussage

Der Vorstand der ADM Hamburg Aktiengesellschaft bewertet den Verlauf des Geschäftsjahres 2011 als insgesamt zufriedenstellend.

Obwohl sich das deutsche Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2011 besser entwickelt hat als das vieler anderer europäischer Länder, blickt der Konzern der ADM Hamburg Aktiengesellschaft auf ein schwieriges Jahr zurück. Geringere Exportaktivitäten von Getreide und eine geringere deutsche Ölsaatenernte stellten besondere Anforderungen an die Silo- und Umschlagsbetriebe. Trotzdem gelang es den Silo- und Umschlagsbetrieben, über das gesamte Geschäftsjahr betrachtet, an die Ergebnisse des Vorjahres anzuknüpfen.

Die Auslastung der Produktionsanlagen des "Werk Hamburg" zeigte ein uneinheitliches, insgesamt aber gutes Bild. Einige Produktionsbereiche konnten ihre Auslastung steigern, andere konnten ihre Auslastung auf hohem Niveau halten und wieder andere mussten Einbußen bei der Auslastung hinnehmen.

Die Anforderungen der Biokraft-NachV haben auch im vergangenen Jahr die Versorgung der Produktionsanlage mit nachhaltig zertifizierter Rapssaat durch den Lohnverarbeiter ADMI erschwert. So sehr die Einführung von Nachhaltigkeitskriterien für Biomasse zu begrüßen ist, so wichtig ist es, dass die Einführung in allen Ländern der Europäischen Union gleichzeitig erfolgt. Schreitet ein Land wie Deutschland voran, wird der europäische Warenfluss empfindlich gestört, und deutsche Ölmühlen und Biodieselanlagen erleiden Nachteile im europäischen Wettbewerb.

2. Bericht zur Ertragslage

2.1. Ertragslage der ADM Hamburg Aktiengesellschaft nach HGB

Im Geschäftsjahr 2011 wurde im Vergleich zum Vorjahr ein um EUR 6,8 Mio. höheres Ergebnis nach Steuern von EUR 22,0 Mio. erzielt. Die Vergleichbarkeit der einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit den Vorjahreswerten ist aufgrund der im Vorjahr erfolgten Anwachsung der Silo Rothensee GmbH & Co. KG auf die ADM Hamburg Aktiengesellschaft nur eingeschränkt gegeben. Daneben wurde mit Wirkung zum 1. Juli 2011 das Vorratsvermögen sowie die aus dem operativen Geschäftsbetrieb resultierenden Forderungen und Verbindlichkeiten des "Werk Noblee & Thörl" an die ADM International Sàrl veräußert. Gleichzeitig wurden die Kunden- und Lieferantenverträge auf die ADM International Sàrl übertragen. Seit dem 1. Juli 2011 arbeitet das "Werk Noblee & Thörl" somit als Lohnverarbeiter für die ADM International Sàrl (AD-MI).

In der Ertragslage der ADM Hamburg Aktiengesellschaft nach HGB werden im Geschäftsjahr 2011 alle Erträge und Aufwendungen aus dem "Werk Leer", dem "Werk Hamburg", dem "Werk Noblee & Thörl", dem "Silo Hamburg" und dem "Silo Rothensee" sowie der von der ADM Hamburg Aktiengesellschaft unverändert gehaltenen Beteiligungen ausgewiesen.

Zu ausgewählten Einflussfaktoren nehmen wir wie folgt Stellung:

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr von EUR 693,1 Mio. (Vorjahr EUR 815,2 Mio.) betreffen überwiegend das "Werk Noblee & Thörl" mit EUR 353,2 Mio. (Vorjahr EUR 520,5 Mio.) sowie mit EUR 213,4 Mio. den Bereich Biodiesel (Vorjahr EUR 230,3 Mio.). Auch im Geschäftsjahr ergaben sich im Bereich Biodiesel Margenbelastungen, insbesondere aufgrund der in Deutschland existierenden Überkapazitäten.

Bei den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenständen des Anlagevermögens und Sachanlagen von EUR 11,5 Mio. (Vorjahr EUR 7,9 Mio.) handelt es sich um planmäßige Abschreibungen.

Das Finanzergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr rückläufig um EUR 2,5 Mio. auf EUR -5,4 Mio. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im Geschäftsjahr 2010 das Ergebnis der Silo Rothensee GmbH & Co. KG zeitanteilig bis zur Anwachsung im Beteiligungsergebnis mit EUR 1,0 Mio. ausgewiesen wird. Das rückläufige Zinsergebnis von EUR -5,5 Mio. (Vorjahr EUR -4,5 Mio.) ergibt sich insbesondere aufgrund gestiegener Zinssätze.

Insgesamt wird ein um EUR 6,9 Mio. verbessertes Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von EUR 31,6 Mio. (Vorjahr EUR 24,7 Mio.) ausgewiesen. Die Aufwendungen aus Ertragsteuern von EUR 9,5 Mio. (Vorjahr EUR 5,9 Mio.) enthalten die von der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH belasteten Steuerumlagen. Sie wurden wie im Vorjahr auf Basis einer fiktiven originären Steuerpflicht ermittelt.

2.2. Ertragslage des Segments Ölmühle nach IFRs

Im Geschäftsjahr 2011 wurde im Vergleich zum Vorjahr ein leicht verbessertes Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsergebnis von EUR 13,1 Mio. erzielt.

Im Geschäftsjahr werden in der Ertragslage des Segments Ölmühle wie im Vorjahr ausschließlich die Verarbeitungsaktivitäten des "Werk Hamburg" sowie die Geschäftsaktivitäten der Silobetriebe und der ADM Rothensee GmbH & Co. KG ausgewiesen.

Das "Werk Hamburg" hat im Geschäftsjahr Lohnverarbeitungserlöse aus der Saatenverarbeitung in Höhe von EUR 110,5 Mio. erzielt (Vorjahr: EUR 114,6 Mio.).

Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Silobetriebe hat sich im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr unterschiedlich entwickelt. Das Umschlags- und Lagergeschäft der ADM Hamburg Aktiengesellschaft - Silo Hamburg konnte gesteigert werden. Die Umschlagleistung der auf den Export fokussierten Silobetriebe in dem ADM Hamburg Konzern war im Vergleich zum Vorjahr insgesamt stagnierend. Die Silobetriebe konnten im Geschäftsjahr insgesamt Umsatzerlöse vor Eliminierungen in Höhe von EUR 22,8 Mio. (Vorjahr EUR 19,9 Mio.) erzielen.

Die ADM Rothensee GmbH & Co. KG als Erfasser von Getreide und Ölsaaten hat im abgelaufenen Geschäftsjahr weniger Mengen umgeschlagen und erzielte vor dem Hintergrund von steigenden Marktpreisen Umsatzerlöse in Höhe von EUR 235,4 Mio. (Vorjahr EUR 255,7 Mio.).

Im Konzernabschluss werden derivative Finanzinstrumente zu Marktwerten bewertet. Aus der Bewertung von offenen derivativen Finanzinstrumenten werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erträge von EUR 6,9 Mio. (Vorjahr EUR 49,4 Mio.) sowie Aufwendungen von EUR 4,2 Mio. (Vorjahr EUR 76,9 Mio.) ausgewiesen. Auf das Segment "Ölmühle" entfallen Erträge von EUR 6,9 Mio. (Vorjahr EUR 19,9 Mio.) und Aufwendungen von EUR 4,0 Mio. (Vorjahr EUR 32,6 Mio.).

2.3. Ertragslage des Segments Weiterverarbeitung nach IFRS

Im Geschäftsjahr 2010 wurde im Vergleich zum Vorjahr ein um EUR 14,5 Mio. geringeres Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsergebnis von EUR 4,6 Mio. erzielt.

Im Geschäftsjahr werden in der Ertragslage des Segments Weiterverarbeitung wie im Vorjahr ausschließlich die Biodieselverarbeitungsaktivitäten des "Werk Hamburg" als Lohnverarbeiter für die ADM International Sàrl und die Biodieselaktivitäten des "Werk Leer" sowie die Geschäftsaktivitäten des "Werk Noblee & Thörl" ausgewiesen.

Im Segment Weiterverarbeitung ergaben sich im Bereich Biodiesel Umsatzerlöse vor Eliminierungen im Geschäftsjahr von EUR 234,4 Mio. (Vorjahr EUR 254,8 Mio.). Im Biodieselbereich waren im Geschäftsjahr 2011 die Margensituation und die Auslastung der Anlagen unter anderem aufgrund der in Deutschland existierenden Überkapazitäten vergleichbar mit dem Vorjahr.

Für das "Werk Noblee & Thörl" sind im Geschäftsjahr Umsatzerlöse vor Eliminierungen bei einer zufriedenstellenden Auslastung der Produktionsanlagen von EUR 353,2 Mio. (Vorjahr EUR 520,5 Mio.) erzielt worden. Der Rückgang der Umsatzerlöse hängt mit der Veräußerung des Vorratsvermögens sowie der aus dem operativen Geschäftsbetrieb resultierenden Forderungen und Verbindlichkeiten des "Werk Noblee & Thörl" an die ADM International Sàrl zusammen. Seit dem 01. Juli 2011 arbeitet das "Werk Noblee & Thörl" als Lohnverarbeiter für die ADM International Sàrl (ADMI).

Im Konzernabschluss werden derivative Finanzinstrumente zu Marktwerten bewertet. Aus der Bewertung von offenen derivativen Finanzinstrumenten werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erträge von EUR 6,9 Mio. (Vorjahr EUR 49,4 Mio.) sowie Aufwendungen von EUR 4,2 Mio. (Vorjahr EUR 76,9 Mio.) ausgewiesen. Auf das Segment "Weiterverarbeitung" entfallen Erträge von EUR 0,0 Mio. (Vorjahr EUR 29,5 Mio.) und Aufwendungen von EUR 0,2 Mio. (Vorjahr EUR 44,3 Mio.).

3. Bericht zur Finanzlage

Die Ziele des Finanzmanagements liegen in der Sicherstellung der Liquidität sowie in der Begrenzung der Wechselkursrisiken. Dazu wird die Finanzierung der Geschäftsaktivitäten der ADM Hamburg Aktiengesellschaft sowie aller Tochtergesellschaften unverändert fast ausschließlich durch verbundene Unternehmen der weltweiten ADM Gruppe sichergestellt. Im geringeren Umfang bestehen langfristige Bankverbindlichkeiten.

Die im Geschäftsjahr durchgeführten Investitionen des Konzerns in Immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen in Höhe von EUR 38,3 Mio. konnten vollständig aus den Mittelzuflüssen aus betrieblicher Tätigkeit gedeckt werden. Der Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit betrug im ADM Hamburg-Konzern im Geschäftsjahr EUR 54,8 Mio. (Vorjahr EUR 5,3 Mio.).

Liquiditätsrisiken sind aufgrund der Finanzierungsstruktur derzeit weder für die ADM Hamburg Aktiengesellschaft noch für den Konzern ersichtlich.

Wesentliche Währungspositionen bestehen für die ADM Hamburg Aktiengesellschaft und den ADM Hamburg-Konzern nicht.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzten sich am Bilanzstichtag und wie im Vorjahr aus den Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen sowie dem Bestellobligo für Anlagevermögen zusammen und bestehen in einer der Geschäftstätigkeit des Konzerns und der ADM Hamburg Aktiengesellschaft angemessenen Höhe.

Wir erwarten auch in der Zukunft Liquiditätsüberschüsse aus der Geschäftstätigkeit der ADM Hamburg Aktiengesellschaft und des ADM Hamburg-Konzerns.

4. Bericht zur Vermögenslage

Die Vermögenslage der ADM Hamburg Aktiengesellschaft und des ADM Hamburg Konzerns ist im Vergleich zum Vorjahr weiterhin geordnet.

Im handelsrechtlichen Jahresabschluss der ADM Hamburg Aktiengesellschaft hat sich die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um EUR 147,4 Mio. auf EUR 262,2 Mio. vermindert.

Die Verringerung ergibt sich hauptsächlich aus der zum 1. Juli 2011 vorgenommenen Veräußerung des Vorratsvermögens sowie der aus dem operativen Geschäftsbetrieb resultierenden Forderungen und Verbindlichkeiten des "Werk Noblee & Thörl" an die ADM International Sàrl. Daneben wurden infolge der weiteren Optimierung des Verrechnungsverkehrs mit verbundenen Unternehmen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr um EUR 58,9 Mio. zurückgeführt.

Der Buchwert des Anlagevermögens ist im Vergleich zum Vorjahr um EUR 26,4 Mio. auf EUR 135,6 Mio. gestiegen. Ursächlich hierfür sind die im Geschäftsjahr begonnenen und zum Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossenen Projekte zur Erhöhung der Kapazität, Optimierung der Logistik und zur Senkung der Produktionskosten, insbesondere zur Erweiterung der Kapazität der Rapsverarbeitung und der Erweiterung des Tanklagers für pflanzliche Rohöle. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 25,0 Prozentpunkte erhöht und beträgt zum Bilanzstichtag 51,7 % (Vorjahr 26,7 %).

Auf der Passivseite haben sich im Vergleich zum Vorjahr hauptsächlich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um EUR 112,3 Mio. auf EUR 166,4 Mio. verringert. Die Veränderungen der übrigen Verbindlichkeiten ergeben sich im Wesentlichen aus der Veräußerung des operativen Geschäftsbetriebs des "Werk Noblee & Thörl".

Aufgrund der Ergebnisübernahme wird ein unverändertes Eigenkapital der ADM Hamburg Aktiengesellschaft in Höhe von EUR 41,2 Mio. ausgewiesen. Unter Berücksichtigung einer niedrigeren Bilanzsumme beträgt der Eigenkapitalanteil an der Bilanzsumme nunmehr 15,7 % (Vorjahr 10,1 %).

Im Konzernabschluss verringerte sich die Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr um EUR 242,4 Mio. auf EUR 318,9 Mio.

Auf der Aktivseite wirkte sich hierbei insbesondere die zum 1. Juli 2011 vorgenommene Veräußerung des Vorratsvermögens sowie der aus dem operativen Geschäftsbetrieb resultierenden Forderungen und Verbindlichkeiten des "Werk Noblee & Thörl" an die ADM International Sàrl. aus.

Daneben verringerten sich im Stichtagsvergleich die Sonstigen finanziellen Vermögenswerte um insgesamt EUR 31,7 Mio. die sich insbesondere aufgrund der im Verrechnungsverkehr mit verbundenen Unternehmen vorgenommenen Saldierung von Forderungen und Verbindlichkeiten ergab.

Der Buchwert der Immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen hat sich gegenüber dem Vorjahr um insgesamt EUR 28,9 Mio. erhöht. Den gesamten Investitionen im Berichtszeitraum in Höhe von EUR 38,3 Mio. stehen planmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 9,5 Mio. gegenüber. Bei den Investitionen im Geschäftsjahr handelt es sich im Wesentlichen um im Geschäftsjahr begonnene und zum Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossene Projekte zur Erhöhung der Kapazität, Optimierung der Logistik und zur Senkung der Produktionskosten, insbesondere zur Erweiterung der Kapazität der Rapsverarbeitung und der Erweiterung des Tanklagers für pflanzliche Rohöle. Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme erhöhte sich signifikant gegenüber dem Vorjahr auf 59,3 % (Vorjahr 28,4 %).

Auf der Passivseite verminderte sich das Eigenkapital nach Berücksichtigung der Ergebnisabführung der ADM Hamburg Aktiengesellschaft in Höhe von EUR 22,0 Mio. und des im Geschäftsjahr 2011 erzielten Konzernjahresüberschusses von EUR 7,9 Mio. insgesamt um EUR 14,1 Mio. auf EUR 62,8 Mio. Die Konzern-Eigenkapitalquote erhöhte sich aufgrund der niedrigeren Bilanzsumme auf 19,7 % (Vorjahr 13,1 %).

5. Gesamtaussage zur Lage

Die Vermögens- und Finanzlage der ADM Hamburg Aktiengesellschaft und des ADM Hamburg Konzerns sind weiterhin geordnet. Im Geschäftsjahr 2011 hat die ADM Hamburg Aktiengesellschaft ein Ergebnis vor Gewinnabführung von EUR 22,0 Mio. erzielt. Im ADM Hamburg Konzern ergab sich im Geschäftsjahr 2011 ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von EUR 7,9 Mio.

Wir erwarten weiterhin positive Ergebnisse in der Zukunft.

6. Nachtragsbericht

Ereignisse von wesentlicher Bedeutung nach dem Bilanzstichtag sind uns nicht bekannt geworden.

7. Prognosebericht

Der Vorstand der ADM Hamburg Aktiengesellschaft blickt zuversichtlich in die Zukunft des Konzerns.

Wichtige Projekte zur Erhöhung der Kapazität, Optimierung der Logistik oder zur Senkung der Produktionskosten wurden im Berichtsjahr abgeschlossen, in den vergangenen Monaten begonnen oder werden kurzfristig fertiggestellt. Beispiele für das "Werk Hamburg" sind die Erweiterung der Kapazität zur Rapsverarbeitung, die Erweiterung des Tanklagers für pflanzliche Rohöle und der Bau einer zusätzlichen Kraftwärmekopplungslinie zur Erzeugung von Strom und Wärme.

Auch wenn die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft nicht vorhersehbar ist, so hätten nationale oder globale Wirtschaftskrisen in der Regel nur geringen Einfluss auf die Agrarmärkte. Dies vorausgeschickt erwartet der Vorstand der ADM Hamburg Aktiengesellschaft eine gute Auslastung der Produktionsanlagen im kommenden Geschäftsjahr.

Eine Prognose, die auch für die nachfolgenden Geschäftsjahre gilt. Diese Prognose basiert darauf, dass langfristige globale Megatrends ungebrochen Bestand haben: Die Weltbevölkerung wächst kontinuierlich, die durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen in Schwellenländern steigen weiter an, Urbanisierung und Mobilität nehmen weiter zu, bei steigendem Energiebedarf nimmt die Verfügbarkeit natürlicher Ressourcen stetig ab, und es besteht weiterhin Handlungsbedarf, CO2-Emissionen zu reduzieren. In diesem Umfeld wird die Nachfrage nach Speiseölen, Futterschroten und Biodiesel weiter steigen.

Zusätzliches Potenzial für ein weiteres zielgerichtetes Wachstum der ADM Hamburg Aktiengesellschaft geben auch ihre Einbindung in den Konzern der Archer Daniels Midland Company, die Vorzüglichkeit ihrer Standorte sowie ihre hochqualifizierten und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

8. Risiken und Risikomanagement

Der ADM Hamburg Konzern ist als international tätiger Konzern im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeiten Währungs- und Commodity-Risiken ausgesetzt. Der Konzernvorstand bedient sich bei der Überwachung dieser Risiken neben seinem eigenen Berichtswesen unter anderem des Instrumentariums, welches von der Muttergesellschaft (Archer Daniels Midland Company) bereitgestellt wird. Die Unternehmenspolitik der Archer Daniels Midland Company ist die Begrenzung dieser Risiken durch ein systematisches RisikoManagement. Als Instrumente dienen vor allem Devisentermingeschäfte und Commodity-Termingeschäfte.

Die ADM Hamburg Aktiengesellschaft als auch die Tochtergesellschaften begegnen diesen Risiken durch das umfassende Risikomanagement des Archer Daniels Midland Konzerns, das in unsere Aufbau- und Ablauforganisation integriert ist. Die Konzernunternehmen der Archer Daniels Midland Gruppe unterliegen einem strikten Risiko-Management. Handlungsrahmen, Verantwortlichkeiten und Kontrollen sind in internen Richtlinien verbindlich festgelegt. Finanzinstrumente dürfen demnach grundsätzlich nicht zu Spekulationszwecken eingesetzt werden, sondern dienen der Absicherung von Risiken im Zusammenhang mit dem operativen Geschäft.

Absicherungen im Commodity-Bereich dienen primär der Mengen-, als auch der Margen-Sicherung. Devisentermingeschäfte dienen der Minimierung von Wechselkursschwankungen bezogen auf die Funktionalwährung.

Bezüglich der Sicherungsgeschäfte bestehen Vertragsverhältnisse mit verschiedenen Unternehmen aus dem Archer Daniels Midland Konzern, die sich auf die Durchführung von Sicherungs-Geschäften spezialisiert haben. Somit wird die ADM Hamburg Aktiengesellschaft in die konzernweiten Sicherungsaktivitäten einbezogen. Die Durchführung der Sicherungsgeschäfte erfolgt für die ADM Hamburg Aktiengesellschaft im Biodieselgeschäft unter anderem durch den Abschluss von PLATTS-Derivaten. Die Sicherungsgeschäfte im Raps-Bereich erfolgen über den Marche a Terme International de France (MATIF) und in den übrigen Bereichen über die Malaysia Derivatives Exchange (MDEX). Als weiteres Risiko ergibt sich im Finanzbereich das Kreditausfallrisiko. Für das Kreditrisiko bestehen Kreditversicherungen. Allen operativen Risiken wird durch Qualitätssicherungssysteme, Schulung und Weiterbildung der Mitarbeiter, regelmäßige Wartung der Anlagen und den Abschluss geeigneter Versicherungen begegnet. Risiken aus dem rechtlichen Umfeld stehen unter ständiger Beobachtung. Die Wirksamkeit wird regelmäßig durch die Revisionsabteilung des Archer Daniels Midland Konzerns überprüft. Ein enger Kontakt zu den Verbänden der einzelnen Betätigungsfelder soll helfen, frühzeitig Risiken zu erkennen und im konstruktiven Dialog die Rahmenbedingungen mitzugestalten.

9. Forschung und Entwicklung

Die Aufwendungen für Forschung- und Entwicklung sind im Vergleich zu den gesamten Aufwendungen unwesentlich. Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit dient im Wesentlichen der produktbezogenen Auftragsabwicklung und führt nicht zur Bildung Immaterieller Vermögenswerte.

10. Personal

Im Berichtsjahr beschäftigte die ADM Hamburg Aktiengesellschaft durchschnittlich 616 (Vorjahr 604) Mitarbeiter, davon 26 (Vorjahr 35) Auszubildende. Im Konzern wurden durchschnittlich 649 (Vorjahr 637) Mitarbeiter beschäftigt. Hiervon sind 26 (Vorjahr 35) Auszubildende.

Unser Dank und unsere Anerkennung gilt allen unseren Mitarbeitern. Das gute wirtschaftliche Ergebnis, mit dem der Konzern ADM Hamburg Aktiengesellschaft das Geschäftsjahr 2011 abschließen konnte, ist in erheblichem Maße durch ihre Flexibilität und ihren tatkräftigen Einsatz ermöglicht worden.

 

Der Vorstand

Jaana Karola Kleinschmit von Lengefeld

Detlef Ernst Evers

Dr. Martin Kropp

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns der ADM Hamburg Aktiengesellschaft, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durch geführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Hamburg, 7. Mai 2012

Ernst &Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Nissen-Schmidt, Wirtschaftsprüferin

Rißler, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

ADM Hamburg Aktiengesellschaft

Überwachung der Geschäftsführung

Das Geschäftsjahr 2011 war geprägt von anstehenden Veränderungen gesetzlicher Rahmenbedingungen sowie von Restrukturierungsmaßnahmen innerhalb der ADM Hamburg Aktiengesellschaft und ihrer Beteiligungen. Die vorgenannten Prozesse hat der Aufsichtsrat erneut aktiv durch Beratungen und Diskussionen mit dem Vorstand begleitet. Dabei hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung auf der Grundlage von Vorstandsberichten und gemeinsamen Sitzungen laufend überwacht. Die seiner Zustimmung bedürfenden Geschäfte hat er überprüft und jeweils mit dem Vorstand besprochen.

Aufsichtsratszusammensetzung

Dem aus insgesamt zwei Vertretern der Aktionäre und einem Vertreter der Arbeitnehmer bestehenden Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2011 unverändert an:

a) Prof. Dr. Klaus-Peter Hopp (Aufsichtsratsvorsitzender),

b) Brent Fenton (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender),

c) Thomas Schlomm (Arbeitnehmervertreter).

Der Aufsichtsrat hat angesichts seiner auf drei Mitglieder beschränkten Größe keine Ausschüsse gebildet.

Sitzungen des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2011 in insgesamt zwei Sitzungen am 19. Mai und 25. August 2011 über die laufende Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung, über die Budgetplanung, die strategischen Ziele, das Risikomanagement sowie alle organisatorischen und personellen Veränderungen einschließlich aller weiteren Vorgänge von wesentlicher Bedeutung umfassend unterrichten lassen. Darüber hinaus hat der Vorstand laufend durch detaillierte Berichte über prägende Geschäftsvorfälle der Gesellschaft und des Konzerns informiert. Im Übrigen stand der Aufsichtsratsvorsitzende in ständigem, engem Kontakt zum Vorstand, der ihn über aktuelle Geschäftsvorgänge umfassend unterrichtete und mit dem regelmäßig Gespräche über wesentliche strategische und geschäftspolitische Fragen der Gesellschaft und des Konzerns geführt wurden. Soweit der Aufgabenkreis des Vorstands bzw. das Zusammenwirken der Organe betroffen war, hat der Vorstand an den Sitzungen des Aufsichtsrats teilgenommen.

Corporate Governance

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist in dem Anhang des Konzernabschlusses, abgedruckt in diesem Geschäftsbericht, ausgewiesen.

Rechnungslegung

Als Abschlussprüfer wurde von der Hauptversammlung der Gesellschaft die Ernst &Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung Hamburg, gewählt. Der Aufsichtsrat hat daraufhin den Prüfungsauftrag erteilt. Der Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss der ADM Hamburg Aktiengesellschaft und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 sowie den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen.

Am 9. Mai 2012 fand die Bilanzaufsichtsratssitzung statt. Die entsprechenden Vorlagen und Prüfungsberichte wurden den Aufsichtsratsmitgliedern im Vorfeld dieser Sitzung ausgehändigt. Der Abschlussprüfer nahm an der Sitzung teil, berichtete über den Verlauf der Prüfung und die Prüfungsergebnisse und stand für die Beantwortung von Fragen sowie zur Diskussion der Unterlagen zur Verfügung.

Das Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat nach eigenen Prüfungen von Jahresabschluss, Konzernabschluss sowie zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht der Gesellschaft keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt, der damit festgestellt ist. Der Aufsichtsrat hat auch den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss gebilligt.

Der Aufsichtsrat hat durch Beschluss vom 19. Februar 2011 mit Wirkung ab dem 28. Februar 2011 Herrn Dr. Ostheim als Mitglied des Vorstands abberufen. Gleichzeitig wurde mit Wirkung ab dem 28. Februar 2011 das Vorstandsmitglied Frau Jaana Karola Kleinschmit von Lengefeld zum Vorstandsvorsitzenden ernannt.

Danksagung

Der Aufsichtsrat bedankt sich bei den Vorstandsmitgliedern, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft und den Betriebsräten für das große Engagement, für ihren tatkräftigen Einsatz im Interesse des Unternehmens sowie für die im Geschäftsjahr 2011 erzielten Erfolge.

 

Hamburg, 10. Mai 2012

Für den Aufsichtsrat

Prof. Dr. Klaus-Peter Hopp, Vorsitzender