ADM Hamburg Aktiengesellschaft

Hamburg

Konzernabschluss ADM Hamburg Aktiengesellschaft 2011

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2011

Konzernbilanz

AKTIVA

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  Konzernanhang 12/31/2011
EUR
12/31/2010
EUR
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE      
Immaterielle Vermögenswerte 7 2,538,504.30 2,638,640.95
Sachanlagen 7 179,600,193.51 150,642,085.18
At Equity bilanzierte Beteiligungen/Sonstige Beteiligungen 7/8 1,073,901.41 540,594.77
Latente Steuern 13 5,746,072.97 5,460,124.46
    188,958,672.19 159,281,445.36
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE      
Vorräte 9 64,653,958.66 238,727,081.77
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10 9,743,289.59 38,082,485.68
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 11 17,926,122.37 49,655,198.37
Sonstige Vermögenswerte 12 30,513,041.00 25,737,074.83
Derivative Finanzinstrumente 22 6,946,009.06 49,439,056.72
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente   139,584.38 397,503.13
    129,922,005.06 402,038,400.50
    318,880,677.25 561,319,845.86

PASSIVA

     
  Konzernanhang 12/31/2011
EUR
12/31/2010
EUR
EIGENKAPITAL      
Gezeichnetes Kapital 14 19,142,768.03 19,142,768.03
Rücklagen 15 43,643,741.83 57,770,461.17
Eigenkapital der Aktionäre der ADM Hamburg Aktiengesellschaft   62,786,509.86 76,913,229.20
Anteile ohne beherrschenden Einfluss 16 28,810.16 27,065.98
    62,815,320.02 76,940,295.18
LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN      
Finanzverbindlichkeiten 17 3,762,500.00 4,600,000.00
Rückstellungen 18 26,712,215.24 25,635,255.44
Latente Steuern 13 10,087,115.07 15,631,386.32
    40,561,830.31 45,866,641.76
KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN      
Finanzverbindlichkeiten 19 171,731,282.85 285,664,607.27
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   16,651,086.26 42,866,487.69
Steuerverbindlichkeiten 20 33,098.41 106,645.26
Derivative Finanzinstrumente 22 4,241,065.82 76,914,995.22
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 21 22,846,993.58 32,960,173.48
    215,503,526.92 438,512,908.92
    318,880,677.25 561,319,845.86

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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  Konzernanhang 2011
EUR
2010
EUR
Umsatzerlöse 24 933,122,968.81 1,121,976,656.56
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 25 -900,522,430.95 -1,028,186,779.58
Bruttoergebnis vom Umsatz   32,600,537.86 93,789,876.98
Vertriebskosten 26 -13,936,501.87 -16,973,111.61
Allgemeine Verwaltungskosten 27 -14,093,479.45 -20,747,935.47
Sonstige betriebliche Erträge 28 16,851,869.71 54,122,027.86
Sonstige betriebliche Aufwendungen 29 -4,303,098.35 -78,361,889.70
Ergebnis aus der betrieblichen Tätigkeit   17,119,327.90 31,828,968.06
Beteiligungsergebnis 30 533,306.64 1,743.99
Zinserträge 31 23,945.50 5,530.93
Zinsaufwendungen 31 -6,106,689.58 -4,713,626.47
Finanzergebnis   -5,549,437.44 -4,706,351.55
Ergebnis vor Steuern   11,569,890.46 27,122,616.51
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 32 -3,715,913.97 -8,204,662.15
Jahresüberschuss   7,853,976.49 18,917,954.36
Direkt im Eigenkapital erfasste Ergebnisse   0.00 0.00
Sonstiges Ergebnis   0.00 0.00
Gesamtergebnis   7,853,976.49 18,917,954.36
davon: Anteile ohne beherrschenden Einfluss 35 1,744.18 1,690.27
davon: Anteile der Aktionäre der ADM Hamburg Aktiengesellschaft   7,852,232.31 18,916,264.09
Ergebnis je Aktie (in EUR) (unverwässert) 37 10.49 € 25.26 €

Konzern-Kapitalflussrechnung

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  2011
TEUR
2010
TEUR
Laufende Geschäftstätigkeit    
Jahresüberschuss 7,854 18,918
Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 9,474 17,539
Steueraufwand 9,546 6,842
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 2,681 32,183
Veränderung von langfristigen Rückstellungen 1,077 1,802
Auflösung/(Zuführung) der latenten Steuern -5,830 1,363
Cashflow 24,802 78,647
Abnahme/(Zunahme) der Vorräte 174,073 -89,479
Abnahme/(Zunahme) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 28,339 4,359
Abnahme/(Zunahme) sonstiger kurzfristiger Vermögenswerte 75,843 64,471
Zunahme/(Abnahme) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -26,215 9,701
Zunahme/(Abnahme) anderer kurzfristiger Verbindlichkeiten -210,443 -52,276
Erhaltene Zinsen 24 6
Gezahlte Zinsen -6,107 -4,714
Erstattete/(gezahlte) Ertragsteuern 317 -3,451
Erhaltene/(gezahlte) Steuerumlagen -5,855 -1,984
Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit 54,778 5,280
Investitionstätigkeit    
Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -38,348 -15,975
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen 179 2,481
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -38,169 -13,494
Finanzierungstätigkeit    
Ergebnisübernahme/(-abführung) ADM Hamburg Aktiengesellschaft -15,198 8,045
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten -1,669 -1,669
Mittelzu-/(abfluss) aus der Finanzierungstätigkeit -16,867 6,376
Erhöhung/(Verminderung) der flüssigen Mittel -258 -1,838
Flüssige Mittel am Anfang des Geschäftsjahres 398 2,236
Flüssige Mittel am Ende des Geschäftsjahres 140 398

Zu weiteren Erläuterungen verweisen wir auf Anhangangabe Nr. 38.

Entwicklung des Eigenkapitals des Konzerns

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  Gezeichnetes Kapital
TEUR
Kapitalrücklage
TEUR
Gewinnrücklagen
TEUR
Summe Rücklagen
TEUR
Anteile ohne beherrschenden Einfluss
TEUR
Gesamt
TEUR
Stand 1. Januar 2010 19,143 21,205 32,847 54,052 25 73,220
Jahresüberschuss 0 0 18,916 18,916 2 18,918
Gewinnabführung (Konzern-Anhang 33) 0 0 -15,198 -15,198 0 -15,198
Stand 31. Dezember 2010 / 1. Januar 2011 19,143 21,205 36,565 57,770 27 76,940
Jahresüberschuss   0 7,852 7,852 2 7,854
Gewinnabführung (Konzern-Anhang 33) 0 0 -21,979 -21,979 0 -21,979
Stand 31. Dezember 2011 19,143 21,205 22,438 43,643 29 62,815

Konzern-Anhang für das Geschäftsjahr 2011

(1) Rechtliche Grundlagen

Der Konzernabschluss der ADM Hamburg Aktiengesellschaft (ADM Hamburg) entspricht den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Konzernabschluss umfasst neben der Konzernbilanz sowie der Konzern-Gesamtergebnisrechnung als weitere Bestandteile die Konzern-Kapitalflussrechnung, die Entwicklung des Eigenkapitals des Konzerns und den Konzern-Anhang.

Die Vorjahreszahlen sind nach den gleichen Grundsätzen ermittelt worden wie die des Berichtsjahres.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Die im Konzernabschluss verwendete Abkürzung TEUR entspricht 1.000 EUR. Hierdurch kann es zu Rundungsdifferenzen von TEUR 1 kommen. Des Weiteren wird die Abkürzung TUSD verwendet und entspricht 1.000 USD (Amerikanische Dollar).

Die ADM Hamburg ist eine eingetragene Aktiengesellschaft deutschen Rechts mit Sitz in Hamburg/Deutschland, Nippoldstraße 117. Die ADM Hamburg ist über ihre Mehrheitsgesellschafterin, der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg, ein mit den zum Konzern der Archer Daniels Midland Company, Decatur, Illinois/USA, gehörenden Unternehmen verbundenes Unternehmen.

Die ADM Hamburg und die übrigen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind im Bereich der Nahrungs- und Futtermittelindustrie tätig. Sie befassen sich mit der Beschaffung, dem Transport, der Lagerung, der Verarbeitung und dem Vertrieb von Ölsaaten, Fettstoffen und Futtermitteln. Darüber hinaus wird Pflanzenöl zu Biodiesel weiterverarbeitet.

(2) Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst die Gesellschaften, an denen die ADM Hamburg, direkt oder indirekt, mehrheitlich beteiligt ist oder deren Finanz- und Geschäftspolitik durch ADM Hamburg bestimmt wird. Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.

Die Geschäftsaktivitäten wurden im vollen Umfang fortgeführt; die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist gleichwohl durch die mit der Veräußerung der Vermögenswerte einhergehenden Veränderung der Geschäftstätigkeit des Werks Noblee & Thörl zum 1. Juli 2011 eingeschränkt. Im Rahmen der Vollkonsolidierung werden demnach die folgenden Gesellschaften einbezogen:

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  Anteil am Kapital
in %
ADM Rothensee GmbH & Co. KG, Hamburg 100%
ADM Rothensee Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg 100%
Silo. P. Kruse Betriebs-GmbH & Co. KG, Hamburg 51%
Silo-Betriebsgesellschaft mbH, Hamburg 51%
ADM Research GmbH 100%
ADM Unterstützungskasse GmbH, Hamburg 100%

Die at Equity bilanzierten Beteiligungen umfassen die folgenden assoziierten Unternehmen:

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  Anteil am Kapital
in %
Förderband-Gesellschaft Getreidehafen Rostock GmbH, Rostock 33,33%
Export Elevation Properties Inc., New York, USA 20%

(3) Konsolidierungsgrundsätze

Die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen erfolgt gemäß IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse".

Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs bemessen sich als Summe der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt und der Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen. Bei jedem Unternehmenszusammenschluss bewertet der Erwerber die Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses angefallene Kosten werden als Aufwand erfasst.

Erwirbt der Konzern ein Unternehmen, beurteilt er die geeignete Klassifizierung und Designation der finanziellen Vermögenswerte und übernommenen Schulden in Übereinstimmung mit den Vertragsbedingungen, wirtschaftlichen Gegebenheiten und am Erwerbszeitpunkt vorherrschenden Bedingungen. Dies beinhaltet auch eine Trennung der in Basisverträgen eingebetteten Derivate.

Bei sukzessiven Unternehmenszusammenschlüssen wird der vom Erwerber zuvor an dem erworbenen Unternehmen gehaltene Eigenkapitalanteil zum beizulegenden Zeitwert am Erwerbszeitpunkt neu bestimmt und der daraus resultierende Gewinn oder Verlust erfolgswirksam erfasst.

Die vereinbarte bedingte Gegenleistung wird zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Nachträgliche Änderungen des beizulegenden Zeitwerts einer bedingten Gegenleistung, die einen Vermögenswert oder eine Schuld darstellt, werden in Übereinstimmung mit IAS 39 entweder in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im sonstigen Ergebnis erfasst. Eine bedingte Gegenleistung, die als Eigenkapital eingestuft ist, wird nicht neu bewertet und ihre spätere Abgeltung wird im Eigenkapital bilanziert.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der übertragenen Gegenleistung über die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden des Konzerns bemessen. Liegt diese Gegenleistung unter dem beizulegenden Zeitwert des Reinvermögens des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet, die vom Unternehmenszusammenschluss erwartungsgemäß profitieren werden. Dies gilt unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des erworbenen Unternehmens diesen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet werden.

Wenn ein Geschäfts- oder Firmenwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet wurde und ein Geschäftsbereich dieser Einheit veräußert wird, wird der dem veräußerten Geschäftsbereich zuzurechnende Geschäfts- oder Firmenwert als Bestandteil des Buchwerts des Geschäftsbereichs bei der Ermittlung des Ergebnisses aus der Veräußerung dieses Geschäftsbereichs berücksichtigt. Der Wert des veräußerten Anteils des Geschäfts- oder Firmenwerts wird auf der Grundlage der relativen Werte des veräußerten Geschäftsbereichs und des verbleibenden Teils der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt.

Unternehmenszusammenschlüsse, deren Erwerbszeitpunkt vor dem 1. Juli 2009 liegt, sind gemäß IFRS 3.65 nicht rückwirkend an den neuen Standard anzupassen. Dies betrifft Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von TEUR 7.054. Diese bleiben mit den Rücklagen verrechnet und werden bei Wertminderung und Entkonsolidierung nicht ergebniswirksam behandelt.

Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse zwischen den konsolidierten Unternehmen ("Zwischengewinne") werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Auf Konzernfremde entfallende Anteile am Kapital, an den Rücklagen und am Gewinn werden als Anteile ohne beherrschenden Einfluss in Höhe ihres Anteils am Eigenkapital passiviert. Der Ausweis der Anteile ohne beherrschenden Einfluss erfolgt innerhalb des Eigenkapitals.

Der Erwerb von Minderheitenanteilen führt zum Ausweis eines Geschäfts- oder Firmenwertes in Höhe der Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem Buchwert des anteilig erworbenen Nettovermögens. Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird einmal jährlich überprüft. Eine Überprüfung findet ebenfalls dann statt, wenn Umstände darauf hindeuten, dass der Wert gemindert sein könnte. Sofern der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde, den Buchwert dieser Einheit unterschreitet, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand darf in den nachfolgenden Berichtsperioden nicht aufgeholt werden.

Der Bilanzstichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist identisch mit dem Bilanzstichtag des Konzernabschlusses.

(4) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Konzernabschluss wurde grundsätzlich unter Anwendung des Prinzips der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten erstellt. Hiervon abweichende Bewertungen werden in den nachfolgenden Erläuterungen dargestellt. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt in Euro.

Mit Aufstellung des Konzernabschlusses werden Einschätzungen und Annahmen getroffen, welche die Zukunft betreffen. Die hieraus abgeleiteten Schätzungen werden naturgemäß selten den späteren tatsächlichen Gegebenheiten entsprechen. Schätzungen und Annahmen, die ein wesentliches Risiko in Form einer Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden innerhalb des nächsten Geschäftsjahres mit sich bringen, werden gegebenenfalls nachfolgend sowie unter den Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. Schätzungsanpassungen werden zum Zeitpunkt besserer Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.

Sachverhalte, bei denen Schätzungen und Annahmen zugrunde gelegt wurden, betreffen im Wesentlichen die nachfolgenden Sachverhalte:

Nutzungsdauer und Überprüfung auf Wertminderung der Sachanlagen
Der Buchwert der Sachanlagen betrug zum 31. Dezember 2011: € 179,6 Mio (Vorjahr € 150,6 Mio).

Bewertung des Handelsbestandes in den Vorräten zu Marktpreisen
Der Buchwert des Handelsbestandes betrug zum 31. Dezember 2011: € 52,1 Mio (Vorjahr € 231,8 Mio).

Bewertungsparameter für die Ermittlung der Pensionsrückstellungen
Der Buchwert der Pensionsrückstellungen betrug zum 31. Dezember 2011: € 23,3 Mio (Vorjahr € 22,1 Mio).

Die Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften werden gemäß IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS" nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt und vollständig unter Berücksichtigung der Posten, die der Konsolidierung bzw. der Zwischenerfolgseliminierung unterliegen, in den Konzernabschluss einbezogen.

Software wird zu Anschaffungskosten bilanziert und um eine planmäßige lineare Abschreibung vermindert. Die Abschreibung erfolgt grundsätzlich über eine Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren.

Forschungskosten sind Kosten für eigenständige und planmäßige Forschung mit der Absicht, neue wissenschaftliche oder technische Erkenntnisse zu erlangen. Sie werden nach IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" bei Anfall sofort aufwandswirksam berücksichtigt. Entwicklungskosten umfassen Aufwendungen, die dazu dienen, theoretische Erkenntnisse technisch und kommerziell umzusetzen und sind zu aktivieren, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Die Voraussetzungen zur Aktivierung als Immaterielle Vermögenswerte gemäß IAS 38 hinsichtlich der technischen Realisierbarkeit der Fertigstellung des Immateriellen Vermögenswertes sowie des voraussichtlichen künftigen wirtschaftlichen Nutzens sind aufgrund der bis zur tatsächlichen Umsetzung bestehenden Risiken nicht vollständig erfüllt. Daher werden auch Entwicklungskosten bei Anfall sofort aufwandswirksam erfasst.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet. Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich etwaiger kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet.

Die Sachanlagen sind mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger linearer Abschreibungen entsprechend den wirtschaftlichen Nutzungsdauern bewertet. Soweit erforderlich, werden als Ergebnis der durchgeführten Impairment-Tests außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Der Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anzeichen für Wertminderungen bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen vorliegen. In diesem Fall erfolgt die Durchführung eines Wertminderungstests in Übereinstimmung mit IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten" mittels Schätzung des erzielbaren Betrages. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswertes oder Zahlungsmittel generierender Einheit abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Übersteigt der Buchwert den erzielbaren Betrag, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung auf den erzielbaren Betrag. Sofern die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung wieder entfallen, erfolgt eine Zuschreibung bis zu dem fortgeführten Buchwert, der sich ergeben würde, wenn in den früheren Jahren keine außerplanmäßige Abschreibung erfasst worden wäre.

Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst. Eine Aktivierung erfolgt nur, wenn diese zu einer Erweiterung oder wesentlichen Verbesserung des jeweiligen Vermögens geführt haben. Kosten für Generalüberholungen werden aktiviert und entsprechend abgeschrieben.

Fremdkapitalzinsen für Sachanlagen, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten zurechenbar sind - das sind Vermögenswerte, für die ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in ihren beabsichtigten gebrauchsfähigen Zustand zu versetzen - werden bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Vermögenswerte im Wesentlichen für ihre vorgesehene Nutzung fertig gestellt sind, zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet. Der jeweilige Zinssatz wird aus den marktüblichen Zinssätzen abgeleitet.

Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode, in der sie angefallen sind, erfolgswirksam erfasst.

Die Sachanlagen werden unter Zugrundelegung der linearen Methode abgeschrieben. Dabei werden die Abschreibungen für jeden Teilbereich eines Vermögenswertes getrennt ermittelt, wenn diese Teile einen wesentlichen Teil der Anschaffungskosten ausmachen (components approach).

Den planmäßigen Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zu Grunde:

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Gebäude 20 - 40 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 8 - 25 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 - 10 Jahre

In der Berichtsperiode wurden die betrieblichen Nutzungsdauern von technischen Anlagen und Maschinen überprüft und in einigen wesentlichen Fällen von 15 auf 25 Jahre verlängert. Hieraus ergeben sich im Geschäftsjahr Minderabschreibungen in Höhe von EUR 6,2 Mio.

Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, bei welchem der Konzern über maßgeblichen Einfluss verfügt und das weder Tochterunternehmen noch Joint Venture ist.

Nach der Equity-Methode werden die Anteile an einem assoziierten Unternehmen in der Bilanz zu Anschaffungskosten zuzüglich nach dem Erwerb eingetretener Änderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen des assoziierten Unternehmens erfasst. Die Gewinn- und Verlustrechnung enthält den Anteil des Konzerns am Erfolg des assoziierten Unternehmens. Gewinne und Verluste aus Transaktionen zwischen dem Konzern und dem assoziierten Unternehmen werden entsprechend dem Anteil am assoziierten Unternehmen eliminiert.

Anteile an assoziierten Unternehmen werden zum Bilanzstichtag entsprechend IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" außerplanmäßig abgeschrieben, wenn der erzielbare Betrag aus der Beteiligung unter den Buchwert gesunken ist. Eine Überprüfung der Werthaltigkeit erfolgt, sofern konkrete Anhaltspunkte für Wertminderungen vorliegen.

Sonstige Beteiligungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, derivative Finanzinstrumente sowie die sonstigen finanziellen Vermögenswerte unterliegen der Bilanzierung gemäß IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung".

Gemäß IAS 39 werden finanzielle Vermögenswerte in Abhängigkeit des Einzelfalls entweder als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Kredite und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Investitionen oder als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert.

Bei dem erstmaligen Ansatz von finanziellen Vermögenswerten werden diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von Finanzinvestitionen, für die keine erfolgwirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt, werden darüber hinaus Transaktionskosten einbezogen, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts zuzurechnen sind.

Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres. Umwidmungen werden vorgenommen, soweit diese zulässig und erforderlich sind. Eine Zuordnung von finanziellen Vermögenswerten in die Kategorie der bis zur Endfälligkeit gehaltenen Finanzinvestitionen ist derzeit nicht erfolgt.

Bei marktüblichen Käufen und Verkäufen von finanziellen Vermögenswerten erfolgt die Bilanzierung zum Handelstag. Marktübliche Käufe oder Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung von Vermögenswerten innerhalb eines festgelegten Zeitraums vorschreiben.

Sonstige Beteiligungen werden als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert und mit den ursprünglichen Anschaffungskosten ggf. abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt, da notierte Marktpreise oder beizulegende Zeitwerte nicht verfügbar sind bzw. nicht verlässlich bestimmt werden können.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten enthaltenen Forderungen werden der Kategorie Kredite und Forderungen zugeordnet und mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Wertberichtigungen für mögliche Ausfallrisiken werden gebildet, sofern spezifische Informationen über einen Einzelwertberichtigungsbedarf vorliegen. Wertberichtigungen werden zunächst auf einem separaten Wertberichtigungskonto erfasst. Forderungen werden ausgebucht, wenn sie uneinbringlich sind.

Derivative Finanzinstrumente werden als zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten klassifiziert. Eine Bilanzierung nach den Grundsätzen des Hedge Accounting erfolgt derzeit nicht. Die Bewertung offener derivativer Finanzinstrumente erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Gewinne aus der Erfassung von Finanzderivaten mit positiven Zeitwerten werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen, Verluste aus der Erfassung von Finanzinstrumenten mit negativen Zeitwerten unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Gewinne oder Verluste aus der laufenden Abwicklung von Finanzderivaten werden in den Herstellkosten des Umsatzes ausgewiesen.

Die unter den Vorräten ausgewiesenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie übrige Waren werden zu den Anschaffungskosten angesetzt. Die Kosten der selbst erstellten Erzeugnisse beinhalten neben den direkt zurechenbaren Kosten wie Material-, Personal- und Energiekosten auch die herstellungsbezogenen Gemeinkosten einschließlich der Abschreibungen auf Produktionsanlagen. Allgemeine Verwaltungskosten bleiben außer Ansatz. Eine Abwertung zum Börsen- oder Marktpreis der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und der übrigen Waren sowie der selbst erstellten Erzeugnisse erfolgt im Falle absehbarer Drohverluste im Absatzbereich.

Vorräte, die mit der Absicht erworben worden sind, sie kurzfristig zu verkaufen und einen Gewinn aus den Preisschwankungen oder Händlermargen zu erzielen, werden mit dem beizulegenen Zeitwert abzüglich Vertriebsaufwendungen bewertet.

Die Bilanzierung und Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Method) gemäß IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer". Die Verpflichtungen sind zum Bilanzstichtag unter Anwendung versicherungsmathematischer Verfahren auf der Grundlage der "Richttafeln 2005 G für die Pensionsversicherung" von Prof. Dr. K. Heubeck bewertet worden. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden im jeweiligen Geschäftsjahr sofort erfolgswirksam berücksichtigt. Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wird linear über den durchschnittlichen Zeitraum bis zum Eintritt der Unverfallbarkeit der Anwartschaften verteilt. Soweit Anwartschaften sofort nach Einführung oder Änderung eines Pensionsplanes unverfallbar sind, ist der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand sofort erfolgswirksam zu erfassen. Der als Vermögenswert oder Schuld aus einem leistungsorientierten Plan zu erfassende Betrag umfasst den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung abzüglich des noch nicht erfassten, nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwands und abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des zur unmittelbaren Erfüllung von Verpflichtungen vorhandenen Planvermögens.

Eine Rückstellung wird dann angesetzt, wenn der Konzern eine gegenwärtige (gesetzliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses hat, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Ist der aus einer Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich, werden Rückstellungen abgezinst.

Die Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Nach der erstmaligen Erfassung werden diese unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Verbindlichkeiten ausgebucht werden sowie im Rahmen der Amortisation mittels der Effektivzinsmethode. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, aufgehoben oder erloschen ist.

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende und frühere Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.

Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode auf zum Bilanzstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz.

Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst.

Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede, noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge verwendet werden können.

Der Buchwert der latenten Ertragsteueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht.

Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, die in der Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, voraussichtlich Gültigkeit erlangen werden. Dabei werden die Steuersätze (und Steuergesetze) zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch zur Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.

Aufgrund der bestehenden Kündigungsrechte der Kommanditisten der Silo P. Kruse Betriebs-GmbH & Co. KG werden die auf diese Minderheitsgesellschafter entfallenden Anteile am Nettovermögen gemäß IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung" unter den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Da sich der Wert eines möglichen Rückzahlungsbetrages nicht verlässlich ermitteln lässt, wird für Zwecke der Bewertung auf die anteiligen Buchwerte des IFRS-Nettovermögens abgestellt. Werterhöhungen werden als Zinsaufwand, Wertminderungen als Zinsertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die durch ADM Hamburg angewandten Rechnungslegungsmethoden im Geschäftsjahr 2011 entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden.

Aus den nachfolgend aufgelisteten Neuregelungen und Verbesserungen zu IFRS ergaben sich keine Auswirkungen auf die Rechnungslegungsmethoden und die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

IAS 24 - Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen (überarbeitet 2009)

IAS 32 - Klassifizierung von Bezugsrechten (Änderung)

IFRS 7 - Angaben über die Übertragung von finanziellen Vermögenswerten (Änderung)

IFRIC 14 - Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungsverpflichtungen (Änderung)

IFRIC 19 - Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten mit Eigenkapitalinstrumenten

Leasing

Die ADM Hamburg und ihre Tochtergesellschaften haben verschiedene Operating-Leasingvereinbarungen abgeschlossen. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Grundstücke sowie Büromaschinen. Die wesentlichen Chancen und Risiken verbleiben beim Leasinggeber.

(5) Währungsumrechnung

Fremdwährungstransaktionen werden zunächst zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs in die funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zu jedem Stichtag unter Verwendung des Stichtagskassakurses in die funktionale Währung umgerechnet. Alle Währungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst.

(6) Veröffentlichte, jedoch noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards

Bis zum Datum der Veröffentlichung des Konzernabschlusses veröffentlichte, jedoch noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards werden nachfolgend aufgeführt. Aus der künftigen Anwendung wird kein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns erwartet:

IAS 1 - Darstellung von Bestandteilen des sonstigen Ergebnisses (Änderung)

IAS 28 - Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (überarbeitet 2011)

IFRS 9 - Finanzinstrumente (2010)

IFRS 11 - Gemeinschaftliche Vereinbarungen

IFRS 12 - Angaben über Beteiligungen an anderen Unternehmen

Die unten aufgeführten Änderungen könnten nach vernünftigem kaufmännischen Ermessen potentielle Auswirkungen auf den Konzern haben:

IAS 12 - Latente Steuern: Realisierung zugrunde liegender Vermögenswerte (Änderung)

IAS 27 - Einzelabschlüsse (überarbeitet 2011)

IFRS 10 - Konzernabschlüsse

IFRS 13 - Bewertung des beizulegenden Zeitwerts

Angaben zur Konzernbilanz

(7) Anlagespiegel

Zur Entwicklung der Immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und At Equity bilanzierte Beteiligungen/Sonstige Beteiligungen verweisen wir auf den Anlagespiegel, der als Anlage 1 zum Anhang beigefügt ist.

(8) Angaben zu assoziierten Unternehmen

Der Buchwert beinhaltet mit TEUR 1.026 (Vorjahr TEUR 493) die Export Elevation Properties Inc., New York, USA, und mit TEUR 9 (Vorjahr TEUR 9) die Förderband-Gesellschaft Getreidehafen Rostock GmbH, Rostock.

Die wesentlichen Finanzinformationen zu den assoziierten Unternehmen werden im Folgenden unter Angabe des jeweiligen Bilanzstichtages dargestellt. Für die Export Elevation Properties Inc. lag ein Jahresabschluss auf den 31. Dezember 2011 vor.

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Export Elevation Properties Inc.   31. Dezember 2011 31. Dezember 2010
Bilanzsumme TUSD 7.580 4.355
Schulden TUSD 930 18
Umsatzerlöse TUSD 0 0
Jahresüberschuss TUSD 2.313 5
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Förderband-Gesellschaft Getreidehafen Rostock GmbH   31. Dezember 2011 31. Dezember 2010
Bilanzsumme TEUR 39 62
Schulden TEUR 13 36
Umsatzerlöse TEUR 27 55
Jahresüberschuss TEUR 0 0

(9) Vorräte

Die Vorräte gliedern sich wie folgt:

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  31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 9.941 4.429
Handelsbestand 52.149 231.841
Fertige Erzeugnisse und übrige Waren 2.564 2.457
  64.654 238.727

Der Handelsbestand wurde zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Vertriebsaufwendungen angesetzt. Zum Bilanzstichtag wurden wie im Vorjahr keine Wertberichtigungen auf Vorräte vorgenommen.

(10) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Das durchschnittliche Zahlungsziel bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt 12,5 Tage (Vorjahr 12,2 Tage). Wertberichtigungen auf Forderungen erfolgen im ADM Hamburg Konzern auf der Grundlage einer regelmäßigen Überwachung des Zahlungsverhaltens der Geschäftspartner sowie der Auswertung von Marktinformationen. Bei endgültiger Uneinbringlichkeit der Forderungen werden die Forderungen ausgebucht. Die Wertberichtigungen zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:

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  TEUR
Stand 31.12.2009 1.392
Inanspruchnahme -1.087
Auflösung -305
Zuführung 444
Stand 31.12.2010 444
Inanspruchnahme -162
Auflösung -223
Zuführung 69
Stand 31.12.2011 128

Die Fälligkeiten der Forderungen ergeben sich aus der folgenden Übersicht:

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TEUR 2011 2010
Forderungen    
weder überfällig noch wertgemindert 8.692 25.291
überfällig aber nicht wertgemindert    
bis 30 Tage 699 11.087
31-60 Tage 227 328
61-90 Tage 18 820
> 90 Tage 102 556
überfällig und wertberichtigt 133 444
abzüglich Wertberichtigungen -128 -444
Forderungen netto 9.743 38.082

Überfällige Forderungen wurden auch insoweit nicht wertberichtigt, sofern Kreditversicherungen bestehen.

(11) Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte enthalten Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 16.958 (Vorjahr TEUR 45.489). Von den sonstigen finanziellen Vermögenswerten sind TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0) überfällig.

(12) Sonstige Vermögenswerte

Diese Bilanzposition enthält im Wesentlichen Erstattungsansprüche aus Umsatzsteuer mit TEUR 450 (Vorjahr TEUR 1.240) und Energiesteuer mit TEUR 26.709 (Vorjahr TEUR 21.710) sowie Steuervorauszahlungen in Höhe von TEUR 2.237 (Vorjahr TEUR 2.785).

(13) Latente Steuern

Die latenten Steuern haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt (Vorjahreswerte angepasst):

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  01.01.2011
TEUR
Aufwand (-)/ Ertrag (+)
TEUR
31.12.2011
TEUR
aktive latente Steuern      
Pensionsrückstellungen 4.584 614 5.198
Verlustvorträge 363 -148 215
Rückstellungen 438 -129 309
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 75 -51 24
  5.460 286 5.746
passive latente Steuern      
Sachanlagen -8.396 -1.200 -9.596
Derivative Finanzinstrumente/Vorräte -7.152 6.661 -491
Rückstellungen für unterlassene Instandhaltung -83 83 0
  -15.631 5.544 -10.087
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  01.01.2010
TEUR
Aufwand (-)/ Ertrag (+)
TEUR
31.12.2010
TEUR
aktive latente Steuern      
Pensionsrückstellungen 3.868 716 4.584
Verlustvorträge 0 363 363
Rückstellungen 0 438 438
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 85 -10 75
  3.953 1.507 5.460
passive latente Steuern      
Sachanlagen -9.851 1.455 -8.396
Derivative Finanzinstrumente/Vorräte -2.191 -4.961 -7.152
Rückstellungen für unterlassene Instandhaltung -718 635 -83
  -12.760 -2.871 -15.631

(14) Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Grundkapital der ADM Hamburg beträgt zum 31. Dezember 2011 und zum 31. Dezember 2010 jeweils EUR 19.142.768,03. Es ist eingeteilt in 748.800 auf den Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien.

Die ADM Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg, hält an der ADM Hamburg eine Mehrheitsbeteiligung. Im Juli 1996 hat die ADM Hamburg mit der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH als herrschendem Unternehmen einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Die Minderheitsaktionäre haben das Recht auf eine festgelegte jährliche Ausgleichszahlung seitens der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH.

(15) Rücklagen

Die Veränderung der Rücklagen ist der Entwicklung des Eigenkapitals des Konzerns zu entnehmen.

(16) Anteile ohne beherrschenden Einfluss

Der Ausgleichsposten betrifft den Anteil anderer Gesellschafter am gezeichneten Kapital (TEUR 15, Vorjahr TEUR 15) und am Ergebnis (TEUR 14, Vorjahr TEUR 12) der Silo Betriebsgesellschaft mbH.

(17) Langfristige Finanzverbindlichkeiten

Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten den langfristigen Teil von Darlehen von Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Von dem Gesamtbetrag haben TEUR 2.788 (Vorjahr TEUR 2.975) eine Restlaufzeit zwischen zwei und fünf Jahren und TEUR 975 (Vorjahr TEUR 1.625) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Die Verbindlichkeiten sind - wie im Vorjahr - vollständig durch Grundpfandrechte gesichert. Die Verzinsung erfolgt zu Zinssätzen zwischen 4,05% - 4,70%.

(18) Langfristige Rückstellungen

Die Position enthält die folgenden Rückstellungen:

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  31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Pensionen 23.310 22.085
Altersteilzeit 2.795 2.957
Jubiläumszuwendungen 607 593
  26.712 25.635

Bei den Pensionsrückstellungen handelt es sich um Verpflichtungen aus Direktzusagen sowie aus mittelbaren Verpflichtungen im Rahmen der Trägerschaft der ADM Unterstützungskasse GmbH, einem verbundenen Unternehmen der ADM Hamburg Aktiengesellschaft.

Aufgrund des gesunkenen Abzinsungssatzes der Pensionsrückstellungen entstand in diesem Jahr ein negativer Zinseffekt in Höhe von TEUR 1.273 (Vorjahr TEUR 1.596).

Die Berechnung der Pensionsverpflichtungen berücksichtigt Marktzinssätze sowie Lohn/Gehalts-, Renten- und Fluktuationstrends. Die Bewertung erfolgt unter folgenden Annahmen:

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  31.12.2011 31.12.2010
Abzinsungssatz 4,40% 4,70%
Lohn-/Gehaltstrend 3,00% 3,00%
Rententrend 2,00% 2,00%
Fluktuation (im Alter 20 - 50 Jahre) 0,50% 0,50%

Die Pensionsrückstellungen entwickelten sich wie folgt:

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  2011
TEUR
2010
TEUR
Veränderung des Anwartschaftsbarwertes    
Anwartschaftsbarwert 1.1. 33.584 31.815
Dienstzeitaufwand 449 422
Zinsaufwand 1.526 1.568
Pensionszahlungen -1.898 -1.942
Versicherungsmathematische Verluste 978 1.745
Planabgeltungen -77 -24
Anwartschaftsbarwert 31.12 34.562 33.584
Veränderung des Fondsvermögens    
Fondsvermögen zum 1.1. 11.499 11.739
Erwartete Erträge des Fondsvermögens 191 442
Versicherungsmathematische Verluste -58 -109
Pensionszahlungen -1.066 -1.264
Zuwendungen der Trägerunternehmen 686 691
Fondsvermögen zum 31.12. 11.252 11.499
Pensionsrückstellung zum 31.12. 23.310 22.085

Die tatsächlichen Erträge aus dem Fondsvermögen betragen TEUR 133 (Vorjahr TEUR 333). Im kommenden Geschäftsjahr werden Zuwendungen der Trägerunternehmen in einer Höhe von TEUR 700 erwartet.

Der Gesamtaufwand/(Gesamtertrag) für Versorgungszusagen setzt sich wie folgt zusammen:

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  2011
TEUR
2010
TEUR
Laufender Dienstzeitaufwand 449 422
Zinsaufwand 1.526 1.568
Realisierte versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 1.036 1.636
Erwartete Erträge aus Fondsvermögen -191 -442
Gesamtaufwand/(Gesamtertrag) für leistungsorientierte Versorgungszusagen 2.820 3.184

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden im jeweiligen Geschäftsjahr sofort ertragswirksam berücksichtigt. Somit entspricht die Rückstellung der tatsächlichen Verpflichtung am Bilanzstichtag.

Der Gesamtaufwand wurde mit TEUR 1.725 (Vorjahr Aufwand: TEUR 1.813) in den Herstellungskosten und mit TEUR 1.095 (Vorjahr Aufwand: TEUR 1.371) in den allgemeinen Verwaltungskosten erfasst.

Das Fondsvermögen setzt sich wie folgt zusammen:

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  31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
31.12.2009
TEUR
Kassenvermögen Unterstützungskasse 7.394 7.604 7.828
Aktivwert Rückdeckungsversicherung 3.858 3.895 3.911
  11.252 11.499 11.739

Das Kassenvermögen wird zu 2,0% p.a. (Vorjahr 2,0% p.a.) über Basiszinssatz verzinst. Die erwarteten Erträge des Fondsvermögens wurden mit 2,2% p.a. (Vorjahr 2,1% p.a.) für das Kassenvermögen bzw. mit 1,0% p.a. (Vorjahr 1,0% p.a.) für die Rückdeckungsversicherung berechnet.

Pensionsverpflichtungen mit einem Anwartschaftsbarwert von TEUR 7.504 (Vorjahr TEUR 7.799) steht ein Planvermögen in Form von Rückdeckungsversicherungen von TEUR 3.858 (Vorjahr TEUR 3.895) gegenüber. Pensionsverpflichtungen mit einem Anwartschaftsbarwert von TEUR 19.091 (Vorjahr TEUR 17.808) steht ein Fondsvermögen in Form von Kassenvermögen von TEUR 7.394 (Vorjahr TEUR 7.604) gegenüber. Den übrigen Pensionsverpflichtungen von TEUR 7.967 (Vorjahr TEUR 7.977) steht kein Fondsvermögen gegenüber.

Beträge der laufenden und der vier vorangegangenen Berichtsperioden stellen sich wie folgt dar:

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  31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
31.03.2008
TEUR
Leistungsorientierte Verpflichtungen 34.562 33.584 31.815 29.043 28.702
Planvermögen 11.252 11.499 11.739 11.490 11.832
Unterdeckung 23.310 22.085 20.076 17.553 16.870

Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde im Geschäftsjahr 2011 mit TEUR 714 (Vorjahr TEUR 1.402) in Anspruch genommen, der Verbrauch der Rückstellung für Jubiläumszuwendungen betrug TEUR 29 (Vorjahr TEUR 91). Im Geschäftsjahr 2011 erfolgten Zuführungen von TEUR 501 (Vorjahr TEUR 1.189) für Altersteilzeit und TEUR 35 (Vorjahr TEUR 97) für Jubiläumszuwendungen.

(19) Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten innerhalb des europäischen ADM-Konzerns in Höhe von TEUR 166.708 (Vorjahr: TEUR 279.471).

(20) Steuerverbindlichkeiten

Der Ausweis betrifft Verbindlichkeiten für Ertragsteuern von TEUR 33 (Vorjahr TEUR 107).

(21) Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten u.a. mit TEUR 21.907 Verbindlichkeiten aus Energiesteuer (Vorjahr TEUR 22.852) und TEUR 0 (Vorjahr TEUR 7.847) Zollverbindlichkeiten.

(22) Derivative Finanzinstrumente

Der ADM Hamburg Konzern ist als international tätiger Konzern im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeiten Währungs- und Commodity-Risiken ausgesetzt. Der Konzernvorstand bedient sich bei der Überwachung dieser Risiken neben seinem eigenen Berichtswesen unter anderem des Instrumentariums, welches von der Muttergesellschaft (ADM Company) bereitgestellt wird. Die Unternehmenspolitik der ADM Company ist die Begrenzung dieser Risiken durch ein systematisches Risiko-Management. Als Instrumente dienen vor allem Devisentermingeschäfte und Commodity-Termingeschäfte.

Die ADM Hamburg Aktiengesellschaft als auch die Tochtergesellschaften begegnen diesen Risiken durch das umfassende Risikomanagement des Archer Daniels Midland Konzerns, das in der Aufbau- und Ablauforganisation des ADM Hamburg Konzerns integriert ist. Die Konzernunternehmen der Archer Daniels Midland Gruppe unterliegen einem strikten Risiko-Management. Handlungsrahmen, Verantwortlichkeiten und Kontrollen sind in internen Richtlinien verbindlich festgelegt. Finanzinstrumente dürfen demnach grundsätzlich nicht zu Spekulationszwecken eingesetzt werden, sondern dienen der Absicherung von Risiken im Zusammenhang mit dem operativen Geschäft.

Zu den eingesetzten Instrumenten zählen börsengehandelte Commodity-Termingeschäfte sowie Devisentermingeschäfte. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt durch Vergleich mit entsprechenden stichtagsbezogenen Forward Rates. Gewinne oder Verluste aus dem Ansatz derivativer Finanzinstrumente werden erfolgswirksam erfasst. Die Finanzinstrumente werden als kurzfristige Vermögenswerte angesetzt, wenn der beizulegende Zeitwert positiv ist bzw. als kurzfristige Verbindlichkeiten, wenn der beizulegende Zeitwert negativ ist. Die Kriterien für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften (Hedge Accounting) werden nicht erfüllt.

Bezüglich der Sicherungsgeschäfte bestehen Vertragsverhältnisse mit verschiedenen Unternehmen aus dem Archer Daniels Midland-Konzern, die sich auf die Durchführung von Sicherungsgeschäften spezialisiert haben. Somit wird der ADM Hamburg Konzern in die konzernweiten Sicherungsaktivitäten einbezogen. Die Durchführung der Sicherungsgeschäfte erfolgt für die ADM Hamburg Aktiengesellschaft im Biodieselgeschäft durch den Abschluss von PLATTS. Die Sicherungsgeschäfte im Raps-Bereich erfolgen über die MATIF und in den übrigen Bereichen über die Malaysia Derivatives Exchange (MDEX).

Absicherungen im Commodity-Bereich dienen der Mengen- und der Margen-Sicherung. Devisentermingeschäfte dienen der Minimierung von Wechselkursschwankungen bezogen auf die Funktionalwährung.

Zum Bilanzstichtag wurden die Derivatgeschäfte im Vorjahresvergleich wie folgt bewertet:

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  31.12.2011 31.12.2010
  Nominalwert
TEUR
Marktwert
TEUR
Nominalwert
TEUR
Marktwert
TEUR
Devisentermingeschäfte 769 -63 115.369 2.703
Commodity-Termingeschäfte (MDEX) 0 0 16.344 -1.063
Commodity-Termingeschäfte (MATIF) 20.901 196 51.963 -7.195
Biodiesel-PLATTs 12.846 -210 0 0
Gewinne aus Ein- / Verkaufskontrakten 123.869 6.750 169.440 46.736
Verluste aus Ein- / Verkaufskontrakten 78.015 -3.968 437.649 -68.657

Die ADM Hamburg ist im Deutschen Emissionshandelsregister bei der Deutschen Emissionshandelsstelle des Umweltbundesamts registriert. Die Bilanzierung der Emissionsrechte erfolgte zum Erinnerungswert jeweils von EUR 1,00 und lag damit unter dem Börsenpreis. Bewertet zum Börsenpreis am EEX Spotmarkt der European Energy Exchange AG, Leipzig, beträgt der Wert dieser Emissionsrechte am Stichtag TEUR 235 (Vorjahr TEUR 4.196).

(23) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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  31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Sonstige finanzielle Verpflichtungen    
Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasing-Verträgen 4.670 2.414
Bestellobligo    
Anlagevermögen 11.077 12.105
  15.747 14.519

Die wesentlichen Miet-, Pacht- und Leasingverträge haben eine Laufzeit bis zu drei Jahren. Darüber hinaus besteht ein wesentlicher Pachtvertrag mit einer Laufzeit bis 2041. Von den Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen haben TEUR 2.031 eine Fälligkeit von bis zu 5 Jahren und TEUR 2.638 eine Fälligkeit von über 5 Jahren.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bewertet. Skonti, Rabatte sowie Umsatzsteuer oder andere Abgaben bleiben unberücksichtigt. Erträge aus dem Verkauf von Waren und Erzeugnissen werden erfasst, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Waren und Erzeugnissen verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Dies tritt in der Regel mit Lieferung der Waren und Erzeugnisse ein. Zinserträge werden unter Verwendung der Effektivzinsmethode erfasst. Dividendenerträge werden mit der Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung erfasst.

(24) Umsatzerlöse

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  2011
TEUR
2010
TEUR
Inland 330.036 356.960
Ausland 603.087 765.017
  933.123 1.121.977
Warenverkäufe 786.039 1.006.493
Dienstleistungen 147.084 115.484
  933.123 1.121.977

(25) Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen

Dieser Posten umfasst die Kosten der umgesetzten selbst erstellten Erzeugnisse und die Einstandskosten der verkauften Handelswaren. Die Kosten der selbst erstellten Erzeugnisse beinhalten neben den direkt zurechenbaren Kosten wie Material-, Personal- und Energiekosten auch die herstellungsbezogenen Gemeinkosten einschließlich der Abschreibungen auf Produktionsanlagen. In den Kosten der umgesetzten Leistungen sind die erforderlichen Abwertungen auf Vorräte enthalten. Weiterhin enthält diese Position die Ergebnisauswirkungen aus der Abwicklung von fälligen derivativen Finanzinstrumenten.

Im Geschäftsjahr betrugen die Aufwendungen aus der Umrechnung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten EUR 0,7 Mio (Vorjahr Erträge in Höhe von: EUR 0,7 Mio).

(26) Vertriebskosten

Die Vertriebskosten enthalten die Kosten für Marketing, Vertriebsorganisation sowie Vertriebslogistik.

(27) Allgemeine Verwaltungskosten

Hier werden die Personal- und Sachkosten der Verwaltung sowie die Kosten für externe Dienstleistungen ausgewiesen.

(28) Sonstige betriebliche Erträge

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  2011
TEUR
2010
TEUR
Positive Zeitwerte offener derivativer Finanzinstrumente 6.946 49.439
Versicherungsentschädigungen 4.014 0
Erträge aus Kostenweiterbelastungen 2.553 2.096
Erträge aus Stromverkauf 1.185 807
Erträge aus dem Verkauf von Markenrechten 908 0
Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen 223 305
Lizenzgebühren 22 518
Übrige sonstige Erträge 1.001 957
  16.852 54.122

(29) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten mit TEUR 4.241 (Vorjahr TEUR 76.915) im Wesentlichen Aufwendungen im Zusammenhang mit negativen Zeitwerten von offenen derivativen Finanzinstrumenten.

(30) Beteiligungsergebnis

Das Beteiligungsergebnis entfällt mit TEUR 533 (Vorjahr TEUR 1) auf Erträge aus assoziierten Unternehmen sowie mit TEUR 0 (Vorjahr TEUR 1) auf sonstige Beteiligungserträge.

(31) Zinserträge und Zinsaufwendungen

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  2011
TEUR
2010
TEUR
Zinserträge Dritte 24 4
Zinserträge ADM Konzern 0 1
  24 5
Zinsaufwand Dritte 636 422
Zinsaufwand ADM-Konzern 5.471 4.292
  6.107 4.714

Im Berichtsjahr wurden Fremdkapitalzinsen in Höhe von TEUR 608 (Vorjahr: TEUR 100) den Anschaffungskosten von Sachanlagen hinzugerechnet. Der durchschnittliche Zinssatz lag im Berichtsjahr bei ca. 4,0 % p.a. (Vorjahr: ca. 5,9 % p.a.).

(32) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Es werden unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag die gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Darüber hinaus verrechnet die ADM Beteiligungsgesellschaft mbH als Organträger mit dem ADM Hamburg Konzern gemäß einer Vereinbarung vom 1. Dezember 1997 Körperschaft- und Gewerbeertragsteuer in Höhe von TEUR 9.387 (Vorjahr: TEUR 5.855), die in dieser Position enthalten sind.

Die Zusammensetzung des Ertragsteueraufwandes einschließlich der latenten Steuern stellt sich wie folgt dar:

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  2011
TEUR
2010
TEUR
Ertragsteuern    
Deutschland 159 987
Steuerumlagen 9.387 5.855
  9.546 6.842
Latente Steuern -5.830 1.363
  3.716 8.205

In den Ertragsteuern sind Steuererstattungen in Höhe von TEUR 0 enthalten (Vorjahr TEUR 3), die vergangenen Perioden zugerechnet werden müssen.

Der tatsächliche Steueraufwand liegt bei einer effektiven Steuerquote von 32,1% (Vorjahr 30,3%) um TEUR 14 (Vorjahr TEUR 474) über dem rechnerischen Steueraufwand. Seit der am 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Unternehmenssteuerreform 2008 wird für Zwecke der Überleitungsrechnung weiterhin ein Konzernsteuersatz von 32,0% zugrunde gelegt (Vorjahr: 32,0%).

Die Überleitung vom rechnerischen zum tatsächlichen Steueraufwand zeigt die folgende Tabelle:

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  2011
TEUR
2010
TEUR
Ergebnis vor Ertragsteuern 11.570 27.123
Steuersatz in % 32,0% 32,0%
Zu erwartender Steueraufwand 3.702 8.679
Auswirkungen nicht abziehbarer Betriebsausgaben, Hinzurechnungen und Kürzungen 14 -108
Steuernachzahlungen 0 -3
Aktivierung steuerlicher Verlustvorträge 0 -363
Tatsächlicher Steueraufwand lt. Gewinn- und Verlustrechnung 3.716 8.205

Im laufenden Jahr und im Vorjahr resultierten keine laufenden oder latenten Steuern aus Posten, die erfolgsneutral direkt mit dem Eigenkapital verrechnet wurden.

(33) Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn

Das sich nach deutschen handelsrechtlichen Grundsätzen ergebende Ergebnis der ADM Hamburg wurde aufgrund eines im Juli 1996 abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags an die ADM Beteiligungsgesellschaft mbH abgeführt.

Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag umfasst die Übernahme der Gewinne sowie einen vollständigen Verlustausgleich. Zudem erhalten die Minderheitengesellschafter eine jährliche Mindestdividende.

(34) Kapitalmanagement

Der Vorstand der ADM Hamburg und des ADM Hamburg Konzerns verfolgt grundsätzlich das Ziel, eine angemessene Rendite auf das eingesetzte Kapital zu erwirtschaften. Das der Kapitalsteuerung zugrunde gelegte Kapital entspricht dem in der Konzernbilanz ausgewiesenen Eigenkapital. Financial Covenants bestehen nicht. Als aktive Steuerungsgrößen werden operative Ertragskennzahlen wie beispielsweise EBIT herangezogen.

(35) Anteile anderer Gesellschafter am Ergebnis

Vom Gewinn stehen anderen Gesellschaftern TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 2) zu.

(36) Sonstige Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Abschreibungen

Die planmäßigen Abschreibungen betrugen TEUR 9.474 (Vorjahr: TEUR 17.539).

Materialaufwand

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, bezogene Waren sowie bezogene Leistungen betrugen TEUR 822.329 (Vorjahr: TEUR 946.055).

Personalaufwand

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  2011
TEUR
2010
TEUR
Löhne und Gehälter 37.775 34.971
Soziale Abgaben 6.418 6.448
Aufwendungen für Altersversorgung 2.820 3.296
  47.013 44.715

Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr wurden TEUR 2.103 (Vorjahr TEUR 2.090) als Aufwand erfasst.

(37) Unverwässertes / verwässertes Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie liegt bei 10,49 EUR (Vorjahr: 25,26 EUR). Es wird entsprechend IAS 33 "Ergebnis je Aktie" mittels Division des den Aktionären der ADM Hamburg zuzurechnenden Anteils am Jahresüberschuss durch die durchschnittliche Anzahl der Aktien berechnet. Die Anzahl der ausgegebenen Aktien beträgt 748.800 Stück und hat sich im Berichts- und im Vorjahr nicht verändert. Da keine Finanzinstrumente ausstehen, die in Aktien umgetauscht werden können, ist ein verwässertes Ergebnis je Aktie nicht zu ermitteln.

(38) Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Flüssigen Mittel des Konzernabschlusses im Laufe des Geschäftsjahres 2011 und des Geschäftsjahres 2010 durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Entsprechend IAS 7 "Kapitalflussrechnungen" wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

Die Veränderungen der einzelnen Positionen sind aus den Konzernbilanzen und den Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungen abgeleitet. Dabei werden die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zahlungsbezogen ermittelt. Der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit wird ausgehend vom jeweiligen Jahresüberschuss indirekt abgeleitet.

Die Flüssigen Mittel enthalten Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten, die frei verfügbar sind.

Nennenswerte wechselkursbedingte Änderungen der Flüssigen Mittel haben sich nicht ergeben.

(39) Segmentberichterstattung

Für das Geschäftsjahr 2011 wurde wie bereits in 2010 der verpflichtend anzuwendende Rechnungslegungsstandard IFRS 8 angewandt. IFRS 8 verlangt eine Gliederung der Segmente auf Basis der internen Berichterstattung.

Die in Anlage 2 enthaltenen Segmentinformationen wurden gemäß IFRS 8 erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der Segmente entsprechen den oben dargestellten Grundsätzen.

Der ADM Hamburg Konzern hat zwei Geschäftsbereiche, die Segmente im Sinne des IFRS 8 darstellen: Ölmühle und Weiterverarbeitung. Die Geschäftsbereiche sind entsprechend der entwickelten, hergestellten und vermarkteten Produkte definiert und reflektieren die jeweilige Organisationsstruktur. Die Darstellung spiegelt die interne Berichterstattung und die bestehenden Risiko- und Ertragsquellen der jeweiligen Aktivitäten wider.

Das Ölmühlensegment beinhaltet die klassischen Funktionen einer Ölmühle. Dazu zählen ausgehend von den Silobetrieben, die in diesem Segment die logistische Funktion übernehmen, die Ölsaatenverarbeitungsanlagen einschließlich der Lohnverarbeitung. In diesen Verarbeitungsanlagen werden die Saaten in einem ersten Schritt zu Rohöl verarbeitet und anschließend in weiteren Verarbeitungsschritten zu raffinierten Ölprodukten veredelt. Die entstandenen Produkte werden, wie das dabei anfallende Schrot, an die raffinatölverarbeitende Industrie sowie die Futtermittelindustrie veräußert.

Neben der klassischen Tätigkeit einer Ölmühle werden im Weiterverarbeitungssegment aus den raffinierten Ölen hochveredelte Produkte wie z. B. Biodiesel oder weiterverarbeitete Fette und Öle, hergestellt, die dann an die entsprechenden Abnehmer der jeweiligen Industriezweige veräußert werden.

Das Segmentvermögen umfasst die Summe der Aktiva vermindert um laufende und latente Steuerforderungen und zinstragende finanzielle Vermögenswerte. Segmentschulden bestehen aus Verbindlichkeiten und Rückstellungen abzüglich laufender und latenter Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. Investitionen und Abschreibungen beziehen sich auf Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer.

Die Zuordnung der Segmentvermögenswerte und der Segmentschulden erfolgt auf der Grundlage des entsprechend strukturierten Rechnungswesens.

Transaktionen zwischen den Segmenten werden zu Marktpreisen abgewickelt.

Die Umsätze mit einem bestimmten Kunden belaufen sich auf TEUR 309.757 (Vorjahr TEUR 247.949) und resultieren aus den Segmenten Ölmühle und Weiterverarbeitung.

Umsatzerlöse die einem einzigen Drittland zuzuordnen sind, belaufen sich auf TEUR 309.757 (Vorjahr TEUR 249.383).

Die Zuordnung der Umsatzerlöse auf ein Drittland, erfolgt anhand des Sitzes des jeweiligen Kunden.

Sonstige Angaben

(40) Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen nach IAS 24

Die ADM Hamburg ist über ihre Mehrheitsgesellschafterin, der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH, ein mit den zum Konzern der Archer Daniels Midland Company, Decatur, Illinois/USA (ADM Company), gehörenden Unternehmen verbundenes Unternehmen. Diese Unternehmen sowie der Vorstand und der Aufsichtsrat der ADM Hamburg Aktiengesellschaft werden als nahe stehende Unternehmen und Personen im Sinne von IAS 24 angesehen.

Der Umfang der Geschäftsbeziehungen der ADM Hamburg und ihrer Tochterunternehmen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen beschränkt sich grundsätzlich auf Warenlieferungen und Dienstleistungsverträge. Verkäufe an und Käufe von nahe stehenden Unternehmen erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Für Forderungen gegen oder Schulden gegenüber nahe stehenden Unternehmen bestehen keine Garantien. Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen wurden im Geschäftsjahr 2011 wie im Vorjahr nicht wertberichtigt. Daneben sind die ADM Hamburg und ihre Tochtergesellschaften in die europäische Finanzierungsstruktur der ADM-Gruppe eingebunden.

Die Salden und Transaktionen mit den nahe stehenden Unternehmen ergeben sich wie folgt:

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  31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 16.958 45.489
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 166.708 279.471
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  2011
TEUR
2010
TEUR
Umsätze 339.090 291.705
Bezogene Waren 314.118 294.021
Bezogene Leistungen 7.492 5.656
Sonstige betriebliche Erträge 53 0
Zinserträge 0 1
Zinsaufwendungen 5.471 4.292
Steuerumlage 9.387 5.855
Ergebnisübernahmen 21.979 15.198

Davon mit der Muttergesellschaft ADM Beteiligungsgesellschaft mbH:

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  31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber ADM Beteiligungsgesellschaft mbH 160.043 270.986
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  2011
TEUR
2010
TEUR
Bezogene Leistungen 1.387 2.224
Zinsaufwendungen 4.541 3.079
Steuerumlage 9.387 5.855
Ergebnisübernahmen 21.979 15.198

Davon mit der obersten Muttergesellschaft ADM Company, Decatur:

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  31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Verbindlichkeiten gegen ADM Company, Decatur 1 47
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  2011
TEUR
2010
TEUR
Bezogene Waren 14.990 2.111
Bezogene Leistungen 2.195 951

Zu den Angaben zum Vorstand und Aufsichtsrat verweisen wir auf Anhangangabe Nr. 43.

(41) Berichterstattung zu Finanzinstrumenten

In der nachfolgenden Tabelle sind die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der einzelnen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für jede einzelne Kategorie von Finanzinstrumenten dargestellt. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt unter Verwendung der Fair Value Hierarchie nach IFRS 7, wobei das Management davon ausgeht, dass die Buchwerte den Zeitwerten entsprechen.

Klasse 1: Beizulegende Zeitwerte, die mit Hilfe von in aktiven Märkten notierten Preisen bestimmt werden.

Klasse 2: Beizulegende Zeitwerte, die mit Hilfe von Bewertungsmethoden bestimmt werden, bei denen die Inputfaktoren, die für den beizulegenden Zeitwert bedeutend sind, auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Klasse 3: Beizulegende Zeitwerte, die mit Hilfe von Bewertungsmethoden bestimmt werden, bei denen die Inputfaktoren, die für den beizulegenden Zeitwert bedeutend sind, nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Die im Konzernabschluss zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Derivate gehören den folgenden Klassen an:

Klasse 1: Commodity Termingeschäfte (MDEX), Commodity Termingeschäfte (MATIF), Biodiesel PLATT's

Klasse 2: Devisentermingeschäfte, Gewinne / Verluste aus Ein-/ Verkaufskontrakten

Die Sonstigen Beteiligungen werden als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert und mit den ursprünglichen Anschaffungskosten ggf. abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt, da notierte Marktpreise oder beizulegende Zeitwerte nicht verfügbar sind bzw. nicht verlässlich bestimmt werden können.

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  Buchwert in Bilanz 31.12.2011
TEUR
Fortgeführte Anschaffungskosten
TEUR
Fair Value erfolgswirksam
TEUR
Fair Value 31.12.2011
TEUR
Aktiva        
Sonstige Beteiligungen        
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 39 39 0 39
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen        
Kredite und Forderungen 9.743 9.743 0 9.743
Sonstige finanzielle Vermögenswerte        
Kredite und Forderungen 17.926 17.926 0 17.926
Derivative Finanzinstrumente        
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehungen 6.946 0 6.946 6.946
Zahlungsmittel        
Kredite und Forderungen 140 140 0 140
Finanzielle Vermögenswerte gesamt 34.794 27.848 6.946 34.794
davon: Kredite und Forderungen 27.809      
davon: Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehungen 6.946      
davon: Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 39      

Passiva

       
langfristige Verbindlichkeiten        
Finanzverbindlichkeiten        
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Bankverbindlichkeiten 3.763 3.763 0 3.763
kurzfristige Verbindlichkeiten        
Finanzverbindlichkeiten        
Zu fortgeführten Anschaffungskosten 171.731 171.731 0 171.731
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen        
Zu fortgeführten Anschaffungskosten 16.651 16.651 0 16.651
Derivative Finanzinstrumente        
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehungen 4.241 0 4.241 4.241
Finanzielle Verbindlichkeiten gesamt 196.386 192.145 4.241 196.386
davon: Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 192.145      
davon: Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehungen 4.241      
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  Buchwert in Bilanz 31.12.2010
TEUR
Fortgeführte Anschaffungskosten
TEUR
Fair Value erfolgswirksam
TEUR
Fair Value 31.12.2010
TEUR
Aktiva        
Sonstige Beteiligungen        
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 39 39 0 39
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen        
Kredite und Forderungen 38.082 38.082 0 38.082
Sonstige finanzielle Vermögenswerte        
Kredite und Forderungen 49.655 49.655 0 49.655
Derivative Finanzinstrumente        
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehungen 49.439 0 49.439 49.439
Zahlungsmittel        
Kredite und Forderungen 398 398 0 398
Finanzielle Vermögenswerte gesamt 137.613 88.174 49.439 137.613
davon: Kredite und Forderungen 88.135      
davon: Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehungen 49.439      
davon: Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 39      

Passiva

       
langfristige Verbindlichkeiten        
Finanzverbindlichkeiten        
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Bankverbindlichkeiten 4.600 4.600 0 4.600
kurzfristige Verbindlichkeiten        
Finanzverbindlichkeiten        
Zu fortgeführten Anschaffungskosten 285.665 285.665 0 285.665
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen        
Zu fortgeführten Anschaffungskosten 42.866 42.866 0 42.866
Derivative Finanzinstrumente        
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehungen 76.915 0 76.915 76.915
Finanzielle Verbindlichkeiten gesamt 410.046 333.131 76.915 410.046
davon: Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 333.131      
davon: Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehungen 76.915      

Die Aufwendungen, Erträge, Verluste und Gewinne aus Finanzinstrumenten lassen sich folgenden Kategorien zuordnen:

2011

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  Kredite und Forderungen
TEUR
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehungen
TEUR
Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten
TEUR
Gesamt
TEUR
Zinserträge 0 0 0 0
Zinsaufwendungen 0 0 -6.107 -6.107
Sonstige betriebliche Erträge 0 6.946 0 6.946
Sonstige betriebliche Aufwendungen 0 -4.241 0 -4.241
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 0 27.476 0 27.476
Aufwendungen aus Wertminderungen -69 0 0 -69
Erträge aus Auflösung von Wertberichtigungen 223 0 0 223
Nettoergebnis 154 30.181 -6.107 24.228

2010

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  Kredite und Forderungen
TEUR
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehungen
TEUR
Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten
TEUR
Gesamt
TEUR
Zinserträge 6 0 0 6
Zinsaufwendungen 0 0 -4.714 -4.714
Sonstige betriebliche Erträge 0 49.439 0 49.439
Sonstige betriebliche Aufwendungen 0 -76.915 0 -76.915
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 0 3.906 0 3.906
Aufwendungen aus Wertminderungen -444 0 0 -444
Erträge aus Auflösung von Wertberichtigungen 305 0 0 305
Nettoergebnis -133 -23.570 -4.714 -28.417

Grundsätze des Risikomanagements

Der ADM Hamburg Konzern ist durch seine Geschäftstätigkeit verschiedenen Risiken wie Währungs-, Zinsänderungs-, Kredit- und Preisrisiken ausgesetzt. Zur Sicherung des operativen Grundgeschäfts werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Die Transaktionen werden ausschließlich mit marktgängigen Instrumenten durchgeführt.

Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, die die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Die Auswirkungen werden ermittelt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Währungsrisiko

Das Währungsrisiko ist definiert als das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes schwanken.

Wenn der Fremdwährungsdevisenterminkurs im Verhältnis zum EURO zum 31. Dezember 2011 um 10 % höher (niedriger) wäre, hätte sich das Konzernergebnis vor Steuern um EUR 0,0 Mio (Vorjahr EUR 0,6 Mio) verringert (erhöht). Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital bestehen darüber hinaus nicht.

Zinsrisiko

Unter dem Zinsänderungsrisiko versteht man das Risiko, dass der Zeitwert oder zukünftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes schwanken.

Das Konzernergebnis vor Steuern vermindert sich bei einer möglichen Erhöhung der maßgeblichen Zinssätze um 10% bei Konstanz aller übrigen Variablen um EUR 0,4 Mio (Vorjahr EUR 0,4 Mio). Eine Verminderung der Zinssätze um 10% würde ceteris paribus zu einer entsprechenden Erhöhung des Konzernergebnisses führen. Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital bestehen darüber hinaus nicht. Bei der Berechnung der Auswirkungen der möglichen Zinssatzänderung sind grundsätzlich die Verhältnisse der Finanzierungsstruktur des ADM Hamburg Konzerns zu den Bilanzstichtagen zugrunde gelegt worden.

Kreditrisiko

Der ADM Hamburg Konzern unterliegt im Rahmen von Finanzierungstätigkeiten und im operativen Bereich Kreditrisiken. Um diese Risiken weitestgehend zu reduzieren, werden im Finanzierungsbereich Geschäfte grundsätzlich nur mit Vertragspartnern erstklassiger Bonität abgeschlossen. Außenstände im operativen Geschäft werden kontinuierlich überwacht, möglichen Ausfällen wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das maximale Kreditrisiko ist durch den in der Bilanz angesetzten Buchwert jedes finanziellen Vermögenswerts ersichtlich. Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte betragen zum 31. Dezember 2011 EUR 27,7 Mio (Vorjahr EUR 87,7 Mio). Im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Ausfallrisiken durch entsprechende Versicherungen abgedeckt.

Im ADM Hamburg-Konzern bestehen wie im Vorjahr keine überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die nicht ausreichend wertberichtigt wurden.

Preisrisiko

Unter dem Preisrisiko wird das Risiko verstanden, dass der Zeitwert oder zukünftige Zahlungsströme der Commodity -Termingeschäfte aufgrund von Änderungen des Marktwertes schwankt.

Commodity-Termingeschäfte werden nicht zu Spekulationszwecken eingesetzt, sondern dienen ausschließlich der Absicherung im Zusammenhang mit dem operativen Geschäft.

Wenn die Forward Rates der Sicherungsgeschäfte zum 31. Dezember 2011 um 10% höher gewesen wären, hätte sich das Konzernergebnis vor Steuern um EUR 0,1 Mio (Vorjahr EUR 7,7 Mio) erhöht (verringert). Wenn die Forward Rates der Sicherungsgeschäfte zum 31. Dezember 2011 um 10% niedriger gewesen wären, hätte sich das Konzernergebnis vor Steuern um EUR 0,5 Mio erhöht (Vorjahr EUR 7,7 Mio verringert). Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital bestehen darüber hinaus nicht.

Wenn die Preise der Ein- /Verkaufskontrakte sowie der Handelsbestände zum 31. Dezember 2011 um 10% höher (niedriger) gewesen wären, hätte sich das Konzernergebnis vor Steuern um EUR 0,8 Mio (Vorjahr EUR 17,6 Mio) erhöht bzw. um EUR 0,8 Mio (Vorjahr EUR 4,1 Mio) verringert.

Liquiditätsrisiko

Der ADM Hamburg-Konzern überwacht laufend das Risiko eines Liquiditätsengpasses unter Berücksichtigung der erwarteten Cashflows aus der Geschäftstätigkeit. Die finanziellen Verbindlichkeiten weisen die nachfolgenden Fälligkeiten unter Berücksichtigung der vertraglichen nicht abgezinsten Zahlungen auf:

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  bis 3
Monate
TEUR
3 bis 12
Monate
TEUR
1 bis 5
Jahre
TEUR
über 5
Jahre
TEUR
Summe
TEUR
zum 31.12.2011          
langfristige Finanzverbindlichkeiten 0 0 2.788 975 3.763
Zinsanteil 0 0 406 32 438
kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 171.218 513 0 0 171.731
Zinsanteil 425 135 0 0 560
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.651 0 0 0 16.651
Derivative Finanzinstrumente 2.681 1.560 0 0 4.241
  190.975 2.208 3.194 1.007 197.384
zum 31.12.2010          
langfristige Finanzverbindlichkeiten 0 0 2.975 1.625 4.600
Zinsanteil 0 0 534 89 623
kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 284.737 928 0 0 285.665
Zinsanteil 766 170 0 0 936
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 42.866 0 0 0 42.866
Derivative Finanzinstrumente 32.604 44.311 0 0 76.915
  360.973 45.409 3.509 1.714 411.605

(42) Aufgliederung der Arbeitnehmerzahl nach Gruppen

Die nachfolgende Tabelle zeigt die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer der einzelnen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen:

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  Gewerbliche Arbeitnehmer Angestellte Arbeitnehmer Auszubildende Gesamt
        2011 2010
ADM Hamburg Aktiengesellschaft 314 276 26 616 604
Silo P. Kruse Betriebs-GmbH & Co. KG 14 1 0 15 15
ADM Research GmbH 0 18 0 18 18
Konzern 328 295 26 649 637

(43) Angaben zu Organen der Gesellschaft

Gesamtbezüge des Vorstands und Aufsichtsrats sowie ehemaliger Vorstandsmitglieder und Hinterbliebener:

Die kurzfristig fälligen Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2011 betragen TEUR 446 (Vorjahr: TEUR 568). Die Aufwendungen aus der Zuführung zu Pensionsrückstellungen für den Vorstand belaufen sich im Geschäftsjahr 2011 auf TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 7).

Die Pensionen an ausgeschiedene Vorstandsmitglieder sowie die Hinterbliebenen früherer Vorstandsmitglieder beliefen sich auf TEUR 492 (Vorjahr: TEUR 486). Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern bzw. ihren Hinterbliebenen beträgt zum 31. Dezember 2011 TEUR 4.435 (Vorjahr: TEUR 4.038). Dem Anwartschaftsbarwert von insgesamt TEUR 7.734 (Vorjahr: TEUR 7.526) steht ein Planvermögen von TEUR 3.300 (Vorjahr TEUR 3.488) gegenüber.

Die Aufwendungen für Vergütungen an den Aufsichtsrat betrugen im Geschäftsjahr 2011 TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 8).

Es bestehen keine Kredite an Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands.

(44) Aktienoptionen

Die Archer Daniels Midland Company, Decatur, Illinois/USA (ADM Company) als oberste Muttergesellschaft der ADM Hamburg hat unter dem Titel "Archer-Daniels-Midland Company 2002 Incentive Compensation Plan" ein Programm aufgelegt, unter dem Mitarbeiter des weltweiten ADM Konzerns von der ADM Company bestimmte variable Vergütungen erhalten können. Hierbei handelt es sich grundsätzlich um "Stock Options", "Stock Appreciation Rights", "Restricted Stock", "Performance Shares", "Performance Units" und "Cash-based Awards".

Die Mitarbeiter werden von ihrem Vorgesetzten für die Teilnahme an diesem Programm vorgeschlagen. Ein Rechtsanspruch besteht bis zur Zusage der Vergütungen nicht. Die Zusage erfolgt schriftlich. Insgesamt 7 Mitarbeiter (Vorjahr: 5) der ADM Hamburg Gruppe nehmen zurzeit an diesem Programm teil und haben "Stock Options" und "Restricted Stocks" erhalten.

Die "Stock Options" berechtigen zum Bezug von Aktien der ADM Company. Der Bezugspreis der zu beziehenden Aktien entspricht dem Marktwert dieser Aktie am Tage der Zusage. Die Optionen sind in Teilbeträgen über einen Zeitraum von 5 oder 10 Jahren ausübbar. Die "Restricted Stock" betreffen ebenfalls Aktien der ADM Company. Diese werden dem Mitarbeiter kostenlos übertragen. Sie sind in vollem Umfang dividendenberechtigt und besitzen ein uneingeschränktes Stimmrecht. Für die Dauer von drei Jahren nach Gewährung können diese Aktien jedoch nicht veräußert werden.

Die Kosten für diese Vergütungen werden bei Ausübung von der ADM Company an die Gesellschaften weiterbelastet, bei denen die entsprechenden Mitarbeiter beschäftigt sind. Im Geschäftsjahr 2011 erfolgten keine Weiterbelastungen durch die ADM Company (Vorjahr TEUR 0).

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht des von der ADM Company mitgeteilten Standes der gewährten Aktienoptionen:

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  2011 2010
  Anzahl Ausübungspreis USD* Anzahl Ausübungspreis USD*
Zu Beginn der Berichtsperiode ausstehend 26.103 29,74 21.842 29,27
In der Berichtsperiode gewährt 9.651 26,17 5.595 30,71
In der Berichtsperiode ausgeübt 0 0,00 1.334 26,03
In der Berichtsperiode verwirkt 0 0,00 0 0,00
Zum Ende der Berichtsperiode ausstehend 35.754 28,78 26.103 29,74
Davon ausübbar: 14.679   9.753  

* durchschnittlicher gewichteter Ausübungspreis

Der Wert der in der Berichtsperiode gewährten Aktienoptionen zum Gewährungszeitpunkt beträgt USD 26,17 (Vorjahr USD 30,71). Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte dieser Optionen erfolgt durch ADM Company auf Basis des Black-Scholes Modelles zum Zeitpunkt ihrer Gewährung. Der Black-Scholes Wert der gewährten Aktienoptionen betrug USD 6,98.

Die Aktienoptionen haben zum Stichtag eine durchschnittliche Restlaufzeit von 8 Jahren (Vorjahr 8 Jahren). Die Ausübungspreise betragen USD 20,90, USD 41,81, USD 34,37, USD 26,03, USD 28,70, USD 30,71 bzw. USD 26,17.

Weiterhin wurden "Restricted Stocks" gewährt:

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  2011 Anzahl 2010 Anzahl
Zu Beginn der Berichtsperiode ausstehend 6.658 5.495
In der Berichtsperiode gewährt 3.536 2.101
In der Berichtsperiode ausgeübt 2.364 938
In der Berichtsperiode verfallen 0 0
Zum Ende der Berichtsperiode ausstehend 7.830 6.658

Der Preis der gewährten Aktien zum Zeitpunkt der Gewährung betrug USD 26,17 (Vorjahr: USD 30,71).

(45) Organe der Gesellschaft

Vorstand:

Jaana Karola Kleinschmit von Lengefeld, Vorsitzende (seit 28. Februar 2011)

Detlef Ernst Evers, Vorstand

Dr. Martin Kropp, Vorstand

Dr. Kai-Uwe Ostheim, Vorstand (bis 28. Februar 2011), Sprecher des Vorstandes

Aufsichtsrat:

Prof. Dr. Klaus-Peter Hopp (Vorsitzender), Corporate Counsel Europe

Brent Arthur Fenton (stellvertretender Vorsitzender), Managing Director European Oilseeds

Thomas Schlomm (Arbeitnehmervertreter)

(46) Mutterunternehmen gemäß § 285 Nr. 14 HGB

Die ADM Hamburg erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen.

Die ADM Hamburg wird in den Konzernabschluss der Archer Daniels Midland Company, Decatur, Illinois/USA, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss mit Geschäftsbericht ist am Sitz der ADM Company erhältlich. Darüber hinaus wird er im Bundesanzeiger veröffentlicht.

(47) Befreiung nach § 264b HGB

Die Tochtergesellschaft ADM Rothensee GmbH & Co. KG macht von den Vorschriften des § 264b HGB Gebrauch und verzichtet auf eine Prüfung des Jahresabschlusses, auf die Erstellung eines Anhangs und Lageberichts sowie auf die Offenlegung des Jahresabschlusses.

Die Silo P. Kruse Betriebs-GmbH & Co. KG macht von den Vorschriften des § 264b HGB Gebrauch und verzichtet auf die Erstellung eines Anhangs und Lageberichts sowie auf die Offenlegung des Jahresabschlusses.

(48) Honorierung der Abschlussprüfer

Am 25. August 2011 hat die Hauptversammlung die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2011 gewählt.

Im Geschäftsjahr 2011 hatte die ADM Hamburg Aufwendungen für Honorare des Abschlussprüfers für Zwecke der Jahres- und Konzernabschlussprüfung in Höhe von TEUR 182 (Vorjahr TEUR 225) und für sonstige Leistungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0).

(49) Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Ereignisse von wesentlicher Bedeutung nach dem Bilanzstichtag sind nicht bekannt geworden. Zusätzlich wird auf die Ausführungen im Lagebericht zur Nachtragsberichterstattung verwiesen.

Der Konzernabschluss der ADM Hamburg zum 31. Dezember 2011 wurde am 13. April 2012 durch den Vorstand aufgestellt und zur Prüfung und Billigung an den Aufsichtsrat weitergeleitet.

Der vorliegende Konzernabschluss soll in der Aufsichtsratssitzung am 09. Mai 2012 vom Aufsichtsrat gebilligt und zur Veröffentlichung freigegeben werden.

 

Hamburg, den 13. April 2012

Der Vorstand

Jaana Karola Kleinschmit von Lengefeld

Detlef Ernst Evers

Dr. Martin Kropp

Anlage 1 zum Konzernanhang

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2011

Entwicklung des Anlagevermögens des Konzerns

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  Immaterielle Vermögenswerte
  EDV- Software
EUR
Geschäfts- oder
Firmenwert
EUR
Gesamt
EUR
Anschaffungs- und Herstellungskosten      
Stand 1. Januar 2011 1,599,423.03 2,365,173.17 3,964,596.20
Zugänge 21,689.74 0.00 21,689.74
Abgänge 1,200.00 0.00 1,200.00
Umbuchungen 0.00 0.00 0.00
Stand 31. Dezember 2011 1,619,912.77 2,365,173.17 3,985,085.94
Abschreibungen      
Stand 1. Januar 2010 1,325,955.25 0.00 1,325,955.25
Abschreibungen des Geschäftsjahres 121,826.39 0.00 121,826.39
Zuschreibungen 0.00 0.00 0.00
Abgänge 1,200.00 0.00 1,200.00
Umbuchungen 0.00 0.00 0.00
Stand 31. Dezember 2011 1,446,581.64 0.00 1,446,581.64
Buchwerte      
31. Dezember 2011 173,331.13 2,365,173.17 2,538,504.30
31. Dezember 2010 273,467.78 2,365,173.17 2,638,640.95
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  Sachanlagen
  Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
EUR
Technische Anlagen und Maschinen
EUR
Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung
EUR
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
EUR
Gesamt
EUR
Anschaffungs- und Herstellungskosten          
Stand 1. Januar 2011 162,168,875.19 391,773,664.58 11,170,697.25 9,515,945.62 574,629,182.64
Zugänge 4,228,559.33 4,248,284.01 129,324.95 29,719,903.94 38,326,072.23
Abgänge 0.00 6,294,268.39 270,071.76 0.00 6,564,340.15
Umbuchungen 2,362,808.00 5,291,781.00 466,033.44 -8,120,622.44 0.00
Stand 31. Dezember 2011 168,760,242.52 395,019,461.20 11,495,983.88 31,115,227.12 606,390,914.72
Abschreibungen          
Stand 1. Januar 2010 97,370,939.94 316,896,736.16 9,719,421.36 0.00 423,987,097.46
Abschreibungen des Geschäftsjahres 2,767,215.72 6,028,413.15 556,596.26 0.00 9,352,225.13
Zuschreibungen 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00
Abgänge 0.00 6,283,280.42 265,320.96 0.00 6,548,601.38
Umbuchungen 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00
Stand 31. Dezember 2011 100,138,155.66 316,641,868.89 10,010,696.66 0.00 426,790,721.21
Buchwerte          
31. Dezember 2011 68,622,086.86 78,377,592.31 1,485,287.22 31,115,227.12 179,600,193.51
31. Dezember 2010 64,797,935.25 74,876,928.42 1,451,275.89 9,515,945.62 150,642,085.18
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  At Equity bilanzierte Beteiligungen/Sonstige
  Beteiligungen an
assoziierten Unternehmen
EUR
Sonstige Beteiligungen
EUR
Gesamt
EUR
Anschaffungs- und Herstellungskosten      
Stand 1. Januar 2011 1,033,143.16 38,564.59 540,594.77
Zugänge 1,481.61 0.00 533,306.64
Abgänge 0.00 0.00 0.00
Umbuchungen 0.00 0.00 0.00
Stand 31. Dezember 2011 1,035,336.82 38,564.59 1,073,901.41
Abschreibungen      
Stand 1. Januar 2010 531,825.03 0.00 0.00
Abschreibungen des Geschäftsjahres 0.00 0.00 0.00
Zuschreibungen 531,825.03 0.00 0.00
Abgänge 0.00 0.00 0.00
Umbuchungen 0.00 0.00 0.00
Stand 31. Dezember 2011 0.00 0.00 0.00
Buchwerte      
31. Dezember 2011 1,035,336.82 38,564.59 1,073,901.41
31. Dezember 2010 502,030.18 38,564.59 540,594.77

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2010

Entwicklung des Anlagevermögens des Konzerns Vorjahresvergleichszahlen

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  Immaterielle Vermögenswerte
  EDV- Software
EUR
Geschäfts- oder
Firmenwert
EUR
Gesamt
EUR
Anschaffungs- und Herstellungskosten      
Stand 1. Januar 2010 1,044,143.18 2,365,173.17 3,409,316.35
Zugänge 28,185.86 0.00 28,185.86
Abgänge 11,700.78 0.00 11,700.78
Umbuchungen 538,794.77 0.00 538,794.77
Stand 31. Dezember 2010 1,599,423.03 2,365,173.17 3,964,596.20
Abschreibungen      
Stand 1. Januar 2010 918,888.17 0.00 918,888.17
Abschreibungen des Geschäftsjahres 418,767.86 0.00 418,767.86
Abgänge 11,700.78 0.00 11,700.78
Umbuchungen 0.00 0.00 0.00
Stand 31. Dezember 2010 1,325,955.25 0.00 1,325,955.25
Buchwerte      
31. Dezember 2010 273,467.78 2,365,173.17 2,638,640.95
31. Dezember 2009 125,255.01 2,365,173.17 2,490,428.18
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  Sachanlagen
  Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
EUR
Technische Anlagen und Maschinen
EUR
Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung
EUR
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
EUR
Gesamt
EUR
Anschaffungs- und Herstellungskosten          
Stand 1. Januar 2010 162,112,978.08 382,671,665.07 12,396,201.75 6,260,145.31 563,440,990.21
Zugänge 661,243.63 2,908,638.81 203,749.69 12,173,478.88 15,947,111.01
Abgänge 605,346.52 2,185,523.10 1,429,254.19 0.00 4,220,123.81
Umbuchungen 0.00 8,378,883.80 0.00 -8,917,678.57 -538,794.77
Stand 31. Dezember 2010 162,168,875.19 391,773,664.58 11,170,697.25 9,515,945.62 574,629,182.64
Abschreibungen          
Stand 1. Januar 2010 95,812,788.89 302,453,907.04 10,339,110.17 0.00 408,605,806.10
Abschreibungen des Geschäftsjahres 1,609,382.29 14,964,986.50 546,352.57 0.00 17,120,721.36
Abgänge 51,231.23 522,157.39 1,166,041.38 0.00 1,739,430.00
Umbuchungen 0.00 0.00 0.00 0.00 0.00
Stand 31. Dezember 2010 97,370,939.95 316,896,736.15 9,719,421.36 0.00 423,987,097.46
Buchwerte          
31. Dezember 2010 64,797,935.25 74,876,928.42 1,451,275.89 9,515,945.62 150,642,085.18
31. Dezember 2009 66,300,189.19 80,217,758.03 2,057,091.58 6,260,145.31 154,835,184.11
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  At Equity bilanzierte Beteiligungen/Sonstige
  Beteiligungen an
assoziierten Unternehmen
EUR
Sonstige Beteiligungen
EUR
Gesamt
EUR
Anschaffungs- und Herstellungskosten      
Stand 1. Januar 2010 1,033,143.16 38,564.59 539,882.72
Zugänge 712.05 0.00 712.05
Abgänge 0.00 0.00 0.00
Umbuchungen 0.00 0.00 0.00
Stand 31. Dezember 2010 1,033,855.21 38,564.59 540,594.77
Abschreibungen      
Stand 1. Januar 2010 531,825.03 0.00 0.00
Abschreibungen des Geschäftsjahres 0.00 0.00 0.00
Abgänge 0.00 0.00 0.00
Umbuchungen 0.00 0.00 0.00
Stand 31. Dezember 2010 531,825.03 0.00 0.00
Buchwerte      
31. Dezember 2010 502,030.18 38,564.59 540,594.77
31. Dezember 2009 501,318.13 38,564.59 539,882.72

Anlage 2 zum Konzernanhang

Segmentberichterstattung zum 31. Dezember 2011

Primäre Segmentberichterstattung Konzern

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  Ölmühle Weiterbearbeitung Eliminierungen
  2011
TEUR
2010
TEUR
2011
TEUR
2010
TEUR
2011
TEUR
2010
TEUR
Umsatzerlöse mit Dritten 348,397 353,269 587,621 775,326 -2,895 -6,618
Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsergebnis 13,074 12,723 4,579 19,108    
Abschreibungen auf Anlagevermögen 5,604 8,410 3,870 9,129    
Investitionen (ohne Finanzanlagen) 36,471 11,945 1,877 4,030    
Zinserträge 24 2 0 4    
Nicht zuordenbare Zinserträge            
Gesamtsumme Zinsertrag         0 0
Zinsaufwendungen 369 83 267 339    
Nicht zuordenbare Zinsaufwendungen            
Gesamtsumme Zinsaufwand         0 0
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 469 458 180 179    
Segmentvermögen 194,469 215,571 66,474 261,319    
At equity bewertete Beteiligungen 1035 502 0 0    
Nicht zuordenbares Vermögen            
Gesamtsumme Vermögenswerte            
Segmentschulden 28,559 59,593 21,536 87,558    
Nicht zuordenbare Schulden            
Gesamtsumme Schulden            
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  KONZERN
  2011
TEUR
2010
TEUR
Umsatzerlöse mit Dritten 933,123 1,121,977
Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsergebnis 17,653 31,831
Abschreibungen auf Anlagevermögen 9,474 17,539
Investitionen (ohne Finanzanlagen) 38,348 15,975
Zinserträge 24 6
Nicht zuordenbare Zinserträge 0 0
Gesamtsumme Zinsertrag 24 6
Zinsaufwendungen 636 422
Nicht zuordenbare Zinsaufwendungen 5,471 4,291
Gesamtsumme Zinsaufwand 6,107 4,713
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 649 637
Segmentvermögen 260,943 476,890
At equity bewertete Beteiligungen 1,035 502
Nicht zuordenbares Vermögen 58,776 108,541
Gesamtsumme Vermögenswerte 320,754 585,933
Segmentschulden 50,095 147,151
Nicht zuordenbare Schulden 207,380 361,842
Gesamtsumme Schulden 257,475 508,993

Sekundäre Segmentberichterstattung Konzern

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  2011
TEUR
2010
TEUR
Umsatzerlöse Inland 330,036 356,960
Umsatzerlöse Ausland 603,087 765,017
Davon: Schweiz 309,757 249,383
Vermögen Inland 320,754 585,933
Vermögen Ausland 0 0
Investitionen Inland 38,348 15,975
Investitionen Ausland 0 0

Konzernlagebericht und Lagebericht für das Geschäftsjahr 01.01. - 31.12.2011

der ADM Hamburg Aktiengesellschaft, Hamburg

Die ADM Hamburg Aktiengesellschaft ist in den weltweit operierenden Konzern der Archer Daniels Midland Company (ADM) eingebunden. Diese Vernetzung ist ein wesentlicher Garant für den wirtschaftlichen Erfolg des Konzerns der ADM Hamburg Aktiengesellschaft. Ganz entscheidende Vorteile liegen für die ADM Hamburg Aktiengesellschaft dabei in der universellen Erfahrung der Archer Daniels Midland Company, dem internationalen und technischen Knowhow sowie in den Investitionen, die von der Archer Daniels Midland Company veranlasst und finanziert werden.

Archer Daniels Midland Company ist ein globaler Marktführer in der Verarbeitung von Mais, Ölsaaten und anderer landwirtschaftlicher Rohstoffe, wie zum Beispiel Weizen und Kakao. Mit weltweit über 265 Produktionsanlagen und Handelsaktivitäten in mehr als 75 Ländern ist das Unternehmen ständig bestrebt, in den bestehenden Geschäftsfeldern zu wachsen. Wachstum wird dabei sowohl organisch als auch durch strategische Zukäufe generiert. Archer Daniels Midland Company verfügt über das weltweit führende Netzwerk zur Erfassung und zum Transport landwirtschaftlicher Rohstoffe. Auch in der Herstellung von nachwachsenden und umweltschonenden Kraftstoffen wie Biodiesel und Ethanol ist Archer Daniels Midland Company weltweit einer der Marktführer.

Der Konzern der ADM Hamburg Aktiengesellschaft

Der Konzern der ADM Hamburg Aktiengesellschaft mit Sitz in Hamburg ist ein führender Verarbeiter von Ölsaaten in Europa. Kernkompetenz des Konzerns ist die Verarbeitung von Sojabohnen und Rapssaat. Zusätzliche Kompetenzen im Bereich des Lagerns und Umschlagens von landwirtschaftlichen Rohstoffen sowie der Weiterverarbeitung von pflanzlichen Ölen und Fetten runden die Gesamtleistung ab. Die Aktivitäten des Konzerns sind in zwei Geschäftsfelder unterteilt: "Ölmühle" und "Weiterverarbeitung".

Das Geschäftsfeld "Ölmühle" bildet das Fundament des Konzerns. In diesem Geschäftsfeld werden die traditionellen Aktivitäten der Ölsaatenverarbeitung zusammengefasst. Aktivitäten, die mit der Beschaffung, dem Transport und der Lagerung landwirtschaftlicher Rohstoffe beginnen. Konzerneigene Silo- und Umschlagsbetriebe in Hamburg, Rostock, Magdeburg und seit dem Jahr 2011 auch in Riesa bilden wichtige Knotenpunkte für die Versorgung der Produktionsanlagen, die Vermarktung und Dienstleistungen.

Das "Werk Hamburg" ist der größte Ölsaatenverarbeiter in der deutschen Gruppe der Archer Daniels Midland Company und eines der größten zur Verarbeitung unterschiedlicher Ölsaaten weltweit. Die Verarbeitung der Ölsaaten zu pflanzlichen Rohölen und Proteinschroten erfolgt in modernen Großanlagen.

Die pflanzlichen Rohöle werden anschließend im Produktionsschritt Raffination zu hochwertigen Raffinaten veredelt. Wichtigster Kunde für diese Raffinate ist die weiterverarbeitende Lebensmittelindustrie. Proteinhaltige Schrote werden an die Futtermittelindustrie geliefert.

Das Geschäftsfeld "Weiterverarbeitung" beschäftigt sich mit der Herstellung von Spezialfetten und -ölen sowie mit der Herstellung von Biodiesel und Pharmaglyzerin.

Auch Spezialfette und -öle finden ihren Absatz in der weiterverarbeitenden Lebensmittelindustrie. Biodiesel wird nahezu ausschließlich als Beimischungskomponente zum herkömmlichen Diesel an die europäische Mineralölindustrie geliefert.

Die Umesterung von pflanzlichen Ölen zu Biodiesel und Rohglyzerin sowie die Veredelung des Rohglyzerins zu Pharmaglyzerin erfolgen im "Werk Hamburg" wie auch im "Werk Leer".

Das "Werk Noblee & Thörl" in Hamburg-Harburg ist spezialisiert auf die Herstellung von maßgeschneiderten Spezialfetten und -ölen. Rohstoff für die Produktion sind bereits raffinierte Vorprodukte.

Seit dem 01. Januar 2008 arbeitet das "Werk Hamburg" als Lohnverarbeiter für die ADM International Sàrl (ADMI). Zum 1. Juli 2011 hat die ADM Hamburg Aktiengesellschaft auch einen Lohnverarbeitungsvertrag für das "Werk Noblee & Thörl" mit der ADMI abgeschlossen.

Damit wurden alle Handelsaktivitäten des "Werk Noblee & Thörl" auf die ADMI übertragen. Die ADM Hamburg Aktiengesellschaft muss zukünftig auch für den Bereich der Spezialfett und -ölherstellung nicht mehr die Auswirkungen volatiler Rohwaren-, Devisen- und Fertigproduktmärkte fürchten. Das Risikomanagement für sämtliche Rohstoffe und die gesamte Produktpalette wird seit dem 1. Juli 2011 von ADMI übernommen und verantwortet. Gleiches gilt für die erforderlichen Devisengeschäfte.

1. Die Ölmühle und ihr Markt

1.1. Die Rohwarenmärkte

Die Versorgung des "Werk Hamburg" mit den benötigten Mengen an Sojabohnen und Rapssaat war durch die ADMI während des gesamten Berichtszeitraumes gewährleistet.

Dabei stellte die Versorgung mit Rapssaat eine besondere Herausforderung dar. Mit geschätzten 3,9 Millionen Tonnen fiel die deutsche Rapsernte 2011 deutlich geringer aus als im Vorjahr, als 5,7 Millionen Tonnen geerntet wurden. Der Rückgang der deutschen Rapsernte spiegelt sich auch in der EU-27-Gesamternte des Jahres 2011 wider. In den Staaten der Europäischen Union wurden insgesamt 18,9 Millionen Tonnen Rapssaat geerntet. Ein Rückgang um 1,4 Millionen Tonnen gegenüber dem Vorjahr. Lediglich England und Frankreich konnten ihre Rapssaat-Ernte gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern. In der Konsequenz waren europäische Ölmühlen auf Rapsimporte aus Drittländern, wie Australien oder der Ukraine, angewiesen, um eine kontinuierliche Versorgung ihrer Produktionsanlagen sicherzustellen.

Zusätzlich wurde die Versorgung der deutschen Ölmühlen mit Rapssaat durch die in Europa nicht-synchrone Umsetzung der Nachhaltigkeitsanforderungen aus der "Richtlinie des Europäischen Parlamentes und des Rates zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen" (RED) erschwert. Deutschland blieb im Jahr 2011 das einzige Land, welches die Nachhaltigkeitsanforderungen durch die deutsche "Verordnung über Anforderungen an eine nachhaltige Herstellung von Biokraftstoffen" (Biokraft-NachV) vollständig umgesetzt hatte.

Es war daher im Berichtszeitraum nur schwer möglich, als nachhaltig zertifizierte Rapssaat für die Biodieselproduktion aus anderen europäischen Ländern, welche die RED noch nicht umgesetzt hatten, zu importieren.

Deutlich besser stellte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr die Versorgungslage auf dem globalen Markt für Sojabohnen dar. In Brasilien wurde mit 75,5 Millionen Tonnen eine neue Rekordernte eingebracht. Auch Paraguay und Uruguay blicken auf Rekordernten zurück. Selbst Argentinien, das mit 49 Millionen Tonnen 5,5 Millionen Tonnen weniger als im Vorjahr erntete, konnte immer noch die zweitgrößte Sojabohnenernte in der Geschichte des Landes einbringen. Es fiel daher nicht sonderlich ins Gewicht, dass die US-Sojabohnenernte mit 83,2 Millionen Tonnen rund 7,4 Millionen Tonnen unter der des Vorjahres lag.

Die Versorgung der Palmölraffinerie mit ausreichenden Mengen an rohem Palmöl war ebenfalls über den gesamten Berichtszeitraum gewährleistet. Die Palmölproduktion Malaysias ist im Jahr 2011 um 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 18,9 Millionen Tonnen angestiegen. Auch die indonesische Palmölproduktion konnte im Jahr 2011 um schätzungsweise 2,5 Millionen Tonnen gesteigert werden. In den Exporthäfen Malaysias und Indonesiens standen im Berichtszeitraum ständig ausreichende Mengen Palmöl für den Export nach China, Indien und Europa zur Verfügung.

1.2. Die Silo- und Umschlagsbetriebe

Die Getreideernte der Europäischen Union im Jahr 2011 wird auf insgesamt 286 Millionen Tonnen geschätzt. Damit liegt sie etwa 11,5 Millionen Tonnen höher als im Vorjahr, als insgesamt 274,5 Millionen Tonnen geerntet wurden. Der Großteil der zusätzlichen Erntemenge wurde in den Mitgliedsländern Osteuropas eingebracht, hauptsächlich in Rumänien. Betrachtet man einzelne Getreidegattungen, so verzeichnete die Maisernte mit einem Anstieg von über 10 Millionen Tonnen den größten Anstieg.

Der Getreidemarkt war über das gesamte Kalenderjahr durch eine starke Preisvolatilität gekennzeichnet. Aus den Ländern der EU-27 konnten nur geringe Getreidemengen exportiert werden, da Getreide aus Drittländern wie Russland oder Kasachstan nahezu ständig zu wettbewerbsfähigeren Preisen auf dem Weltmarkt offeriert wurde.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde mit dem Erwerb eines Silo- und Umschlagsbetriebes in Riesa eine wichtige Investition in die Stärkung der Erfassungsaktivitäten des Konzerns getätigt. Die optimale Lage dieses Silo- und Umschlagsbetriebes an der Elbe verstärkt die Präsenz des Konzerns in der Region Riesa und erlaubt, mehr Rapssaat aus dieser Region zu erfassen.

Ebenfalls einer Verbesserung der Logistik dient die Erweiterung der Lagerkapazität der "Silo Rothensee". Rechtzeitig zur Ernte konnte im Hafen von Magdeburg die Lagerkapazität des bestehenden Silos durch die Fertigstellung von vier zusätzlichen Silozellen erhöht werden. Auch diese Investition optimiert die Erfassungsaktivitäten des Konzerns und verbessert die Versorgung der Verarbeitungsanlage mit Rapssaat.

Hauptaufgabe der "Silo Hamburg" ist der Umschlag und die Versorgung des "Werk Hamburg" mit Sojabohnen und Rapssaat, die per Seeschiff oder Binnenschiff angeliefert werden. Im Geschäftsjahr 2011 konnte der "Silo Hamburg" die Umschlagsleistung leicht steigern. Im Jahresvergleich war der Umschlag von Sojabohnen zwar leicht rückläufig. Dagegen konnte der Umschlag von Rapssaat, auch durch zusätzliche Importe aus Drittländern, gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.

Die Auslastung des "Silo Rostock" war über das gesamte Jahr 2011 zufriedenstellend.

Die Silo P. Kruse GmbH & Co. KG, an der die ADM Hamburg Aktiengesellschaft eine Mehrheitsbeteiligung hält, blickt auf ein schwieriges Jahr zurück. Über das gesamte Jahr 2011 spürte der Exportsilo die geringen Exportaktivitäten an Getreide aus der Europäischen Union.

1.3. Die Ölmühle

Die Auslastung der Anlagen zur Verarbeitung von Sojabohnen und Rapssaat war im Berichtszeitraum insgesamt zufriedenstellend. Während die Verarbeitung von Sojabohnen im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig war, blieb die Verarbeitung von Rapssaat konstant gut.

Im Januar des Berichtsjahres wurde mit den Bauarbeiten zur Erweiterung der Rapsverarbeitungskapazität im "Werk Hamburg" begonnen. Dieses Projekt wird zum Ende des ersten Quartals des Jahres 2012 fertiggestellt. Mit der Fertigstellung der Kapazitätserweiterung geht die Inbetriebnahme eines sogenannten Biofilters einher. Dieses Biofilter wird Geruchsemissionen aus der Verarbeitung von Rapssaat spürbar reduzieren.

1.4. Die Weiterverarbeitung

Die Anlagen des "Werk Hamburg" zur Raffination von Rapsöl und Sojaöl waren im Berichtszeitraum nahezu auf dem gleichen Niveau ausgelastet wie im Vorjahr. Ein Rückgang bei der Produktion von raffiniertem Sojaöl wurde durch einen Anstieg der Produktion von raffiniertem Rapsöl kompensiert.

Einen spürbaren Rückgang der Auslastung verzeichnete die Palmölraffination im Jahr 2011. Überkapazitäten im europäischen Markt und eine weiter abnehmende Nachfrage aus dem Segment der Blockheizkraftwerke sind wesentliche Ursachen dafür.

Die Auslastung des "Werk Noblee & Thörl" war im Jahr 2011 zufriedenstellend. Sie blieb leicht hinter der des Vorjahres zurück. Die Trends hin zu gesünderen Produkten einerseits und nachhaltigen Produkten andererseits kennzeichneten auch 2011 das Verbraucherverhalten im Markt für Spezialfette und -öle.

Zum Ende des Jahres 2011 nahm das "Werk Noblee & Thörl" eine neue Anlage zur Raffination von Leinsaatöl in Betrieb. Diese Inbetriebnahme erweitert die Produktpalette des Werkes und stärkt zusätzlich die Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit des Standortes.

Die Biodiesel-Anlage des "Werk Hamburg" konnte ihre Auslastung im Jahr 2011 gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern und einen neuen Jahresproduktionsrekord verbuchen. Die Auslastung des "Werk Leer" lag minimal unter der Auslastung des Vorjahres. Auch im Jahr 2011 lag die Auslastung beider Anlagen deutlich über dem deutschen und europäischen Branchendurchschnitt.

Insgesamt blickt die deutsche Biodieselbranche erneut auf ein schwieriges Jahr zurück. Laut BAFA, dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, stieg der Biodieselabsatz in den sogenannten B7-Markt, also die Beimischung von Biodiesel zu herkömmlichem Diesel, um rund 90.000 Tonnen.

Dagegen ging der Biodiesel-Absatz in den B100-Markt, also die Verwendung von Biodiesel als Reinkraftstoff, um fast 200.000 Tonnen auf lediglich 96.800 Tonnen zurück, so dass in Deutschland insgesamt rund 100.000 Tonnen Biodiesel weniger konsumiert wurden als im Jahr 2010.

Der deutsche Biodiesel-Außenhandel hielt sich im Jahr 2011 in etwa die Waage. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden etwa 1,2 Millionen Tonnen Biodiesel sowohl importiert als auch exportiert.

Der deutsche wie der europäische Biodieselmarkt leiden weiterhin unter bestehenden Überkapazitäten. Darüber hinaus wurde auch im Jahr 2011 im Ursprungsland subventionierter Biodiesel aus Drittländern wie Argentinien nach Europa exportiert. In der Folge konnten europäische Biodieselproduzenten ihre Produktion kaum auslasten und nur selten auskömmliche Produktionsmargen erzielen.

Angebot und Nachfrage im Markt für Rohglyzerin, welches als Kuppelprodukt der Biodieselherstellung anfällt, waren über das gesamte Berichtsjahr nahezu ausgeglichen. Der Absatz von Rohglyzerin war ständig gewährleistet, und der Preis für Rohglyzerin schwankte nur geringfügig.

Ein ebenfalls erfreuliches Bild zeigte die Auslastung der Anlagen zur Pharmaglyzerinproduktion im "Werk Hamburg" und "Werk Leer". In Summe konnten beide Anlagen ihre Jahresproduktion gegenüber dem Vorjahr erneut leicht steigern.

1.5. Gesamtaussage

Der Vorstand der ADM Hamburg Aktiengesellschaft bewertet den Verlauf des Geschäftsjahres 2011 als insgesamt zufriedenstellend.

Obwohl sich das deutsche Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2011 besser entwickelt hat als das vieler anderer europäischer Länder, blickt der Konzern der ADM Hamburg Aktiengesellschaft auf ein schwieriges Jahr zurück. Geringere Exportaktivitäten von Getreide und eine geringere deutsche Ölsaatenernte stellten besondere Anforderungen an die Silo- und Umschlagsbetriebe. Trotzdem gelang es den Silo- und Umschlagsbetrieben, über das gesamte Geschäftsjahr betrachtet, an die Ergebnisse des Vorjahres anzuknüpfen.

Die Auslastung der Produktionsanlagen des "Werk Hamburg" zeigte ein uneinheitliches, insgesamt aber gutes Bild. Einige Produktionsbereiche konnten ihre Auslastung steigern, andere konnten ihre Auslastung auf hohem Niveau halten und wieder andere mussten Einbußen bei der Auslastung hinnehmen.

Die Anforderungen der Biokraft-NachV haben auch im vergangenen Jahr die Versorgung der Produktionsanlage mit nachhaltig zertifizierter Rapssaat durch den Lohnverarbeiter ADMI erschwert. So sehr die Einführung von Nachhaltigkeitskriterien für Biomasse zu begrüßen ist, so wichtig ist es, dass die Einführung in allen Ländern der Europäischen Union gleichzeitig erfolgt. Schreitet ein Land wie Deutschland voran, wird der europäische Warenfluss empfindlich gestört, und deutsche Ölmühlen und Biodieselanlagen erleiden Nachteile im europäischen Wettbewerb.

2. Bericht zur Ertragslage

2.1. Ertragslage der ADM Hamburg Aktiengesellschaft nach HGB

Im Geschäftsjahr 2011 wurde im Vergleich zum Vorjahr ein um EUR 6,8 Mio. höheres Ergebnis nach Steuern von EUR 22,0 Mio. erzielt. Die Vergleichbarkeit der einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit den Vorjahreswerten ist aufgrund der im Vorjahr erfolgten Anwachsung der Silo Rothensee GmbH & Co. KG auf die ADM Hamburg Aktiengesellschaft nur eingeschränkt gegeben. Daneben wurde mit Wirkung zum 1. Juli 2011 das Vorratsvermögen sowie die aus dem operativen Geschäftsbetrieb resultierenden Forderungen und Verbindlichkeiten des "Werk Noblee & Thörl" an die ADM International Sàrl veräußert. Gleichzeitig wurden die Kunden- und Lieferantenverträge auf die ADM International Sàrl übertragen. Seit dem 1. Juli 2011 arbeitet das "Werk Noblee & Thörl" somit als Lohnverarbeiter für die ADM International Sàrl (AD-MI).

In der Ertragslage der ADM Hamburg Aktiengesellschaft nach HGB werden im Geschäftsjahr 2011 alle Erträge und Aufwendungen aus dem "Werk Leer", dem "Werk Hamburg", dem "Werk Noblee & Thörl", dem "Silo Hamburg" und dem "Silo Rothensee" sowie der von der ADM Hamburg Aktiengesellschaft unverändert gehaltenen Beteiligungen ausgewiesen.

Zu ausgewählten Einflussfaktoren nehmen wir wie folgt Stellung:

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr von EUR 693,1 Mio. (Vorjahr EUR 815,2 Mio.) betreffen überwiegend das "Werk Noblee & Thörl" mit EUR 353,2 Mio. (Vorjahr EUR 520,5 Mio.) sowie mit EUR 213,4 Mio. den Bereich Biodiesel (Vorjahr EUR 230,3 Mio.). Auch im Geschäftsjahr ergaben sich im Bereich Biodiesel Margenbelastungen, insbesondere aufgrund der in Deutschland existierenden Überkapazitäten.

Bei den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenständen des Anlagevermögens und Sachanlagen von EUR 11,5 Mio. (Vorjahr EUR 7,9 Mio.) handelt es sich um planmäßige Abschreibungen.

Das Finanzergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr rückläufig um EUR 2,5 Mio. auf EUR -5,4 Mio. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im Geschäftsjahr 2010 das Ergebnis der Silo Rothensee GmbH & Co. KG zeitanteilig bis zur Anwachsung im Beteiligungsergebnis mit EUR 1,0 Mio. ausgewiesen wird. Das rückläufige Zinsergebnis von EUR -5,5 Mio. (Vorjahr EUR -4,5 Mio.) ergibt sich insbesondere aufgrund gestiegener Zinssätze.

Insgesamt wird ein um EUR 6,9 Mio. verbessertes Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von EUR 31,6 Mio. (Vorjahr EUR 24,7 Mio.) ausgewiesen. Die Aufwendungen aus Ertragsteuern von EUR 9,5 Mio. (Vorjahr EUR 5,9 Mio.) enthalten die von der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH belasteten Steuerumlagen. Sie wurden wie im Vorjahr auf Basis einer fiktiven originären Steuerpflicht ermittelt.

2.2. Ertragslage des Segments Ölmühle nach IFRS

Im Geschäftsjahr 2011 wurde im Vergleich zum Vorjahr ein leicht verbessertes Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsergebnis von EUR 13,1 Mio. erzielt.

Im Geschäftsjahr werden in der Ertragslage des Segments Ölmühle wie im Vorjahr ausschließlich die Verarbeitungsaktivitäten des "Werk Hamburg" sowie die Geschäftsaktivitäten der Silobetriebe und der ADM Rothensee GmbH & Co. KG ausgewiesen.

Das "Werk Hamburg" hat im Geschäftsjahr Lohnverarbeitungserlöse aus der Saatenverarbeitung in Höhe von EUR 110,5 Mio. erzielt (Vorjahr: EUR 114,6 Mio.).

Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Silobetriebe hat sich im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr unterschiedlich entwickelt. Das Umschlags- und Lagergeschäft der ADM Hamburg Aktiengesellschaft - Silo Hamburg konnte gesteigert werden. Die Umschlagleistung der auf den Export fokussierten Silobetriebe in dem ADM Hamburg Konzern war im Vergleich zum Vorjahr insgesamt stagnierend. Die Silobetriebe konnten im Geschäftsjahr insgesamt Umsatzerlöse vor Eliminierungen in Höhe von EUR 22,8 Mio. (Vorjahr EUR 19,9 Mio.) erzielen.

Die ADM Rothensee GmbH & Co. KG als Erfasser von Getreide und Ölsaaten hat im abgelaufenen Geschäftsjahr weniger Mengen umgeschlagen und erzielte vor dem Hintergrund von steigenden Marktpreisen Umsatzerlöse in Höhe von EUR 235,4 Mio. (Vorjahr EUR 255,7 Mio.).

Im Konzernabschluss werden derivative Finanzinstrumente zu Marktwerten bewertet. Aus der Bewertung von offenen derivativen Finanzinstrumenten werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erträge von EUR 6,9 Mio. (Vorjahr EUR 49,4 Mio.) sowie Aufwendungen von EUR 4,2 Mio. (Vorjahr EUR 76,9 Mio.) ausgewiesen. Auf das Segment "Ölmühle" entfallen Erträge von EUR 6,9 Mio. (Vorjahr EUR 19,9 Mio.) und Aufwendungen von EUR 4,0 Mio. (Vorjahr EUR 32,6 Mio.).

2.3. Ertragslage des Segments Weiterverarbeitung nach IFRS

Im Geschäftsjahr 2010 wurde im Vergleich zum Vorjahr ein um EUR 14,5 Mio. geringeres Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsergebnis von EUR 4,6 Mio. erzielt.

Im Geschäftsjahr werden in der Ertragslage des Segments Weiterverarbeitung wie im Vorjahr ausschließlich die Biodieselverarbeitungsaktivitäten des "Werk Hamburg" als Lohnverarbeiter für die ADM International Sàrl und die Biodieselaktivitäten des "Werk Leer" sowie die Geschäftsaktivitäten des "Werk Noblee & Thörl" ausgewiesen.

Im Segment Weiterverarbeitung ergaben sich im Bereich Biodiesel Umsatzerlöse vor Eliminierungen im Geschäftsjahr von EUR 234,4 Mio. (Vorjahr EUR 254,8 Mio.). Im Biodieselbereich waren im Geschäftsjahr 2011 die Margensituation und die Auslastung der Anlagen unter anderem aufgrund der in Deutschland existierenden Überkapazitäten vergleichbar mit dem Vorjahr.

Für das "Werk Noblee & Thörl" sind im Geschäftsjahr Umsatzerlöse vor Eliminierungen bei einer zufriedenstellenden Auslastung der Produktionsanlagen von EUR 353,2 Mio. (Vorjahr EUR 520,5 Mio.) erzielt worden. Der Rückgang der Umsatzerlöse hängt mit der Veräußerung des Vorratsvermögens sowie der aus dem operativen Geschäftsbetrieb resultierenden Forderungen und Verbindlichkeiten des "Werk Noblee & Thörl" an die ADM International Sàrl zusammen. Seit dem 01. Juli 2011 arbeitet das "Werk Noblee & Thörl" als Lohnverarbeiter für die ADM International Sàrl (ADMI).

Im Konzernabschluss werden derivative Finanzinstrumente zu Marktwerten bewertet. Aus der Bewertung von offenen derivativen Finanzinstrumenten werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erträge von EUR 6,9 Mio. (Vorjahr EUR 49,4 Mio.) sowie Aufwendungen von EUR 4,2 Mio. (Vorjahr EUR 76,9 Mio.) ausgewiesen. Auf das Segment "Weiterverarbeitung" entfallen Erträge von EUR 0,0 Mio. (Vorjahr EUR 29,5 Mio.) und Aufwendungen von EUR 0,2 Mio. (Vorjahr EUR 44,3 Mio.).

3. Bericht zur Finanzlage

Die Ziele des Finanzmanagements liegen in der Sicherstellung der Liquidität sowie in der Begrenzung der Wechselkursrisiken. Dazu wird die Finanzierung der Geschäftsaktivitäten der ADM Hamburg Aktiengesellschaft sowie aller Tochtergesellschaften unverändert fast ausschließlich durch verbundene Unternehmen der weltweiten ADM Gruppe sichergestellt. Im geringeren Umfang bestehen langfristige Bankverbindlichkeiten.

Die im Geschäftsjahr durchgeführten Investitionen des Konzerns in Immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen in Höhe von EUR 38,3 Mio. konnten vollständig aus den Mittelzuflüssen aus betrieblicher Tätigkeit gedeckt werden. Der Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit betrug im ADM Hamburg-Konzern im Geschäftsjahr EUR 54,8 Mio. (Vorjahr EUR 5,3 Mio.).

Liquiditätsrisiken sind aufgrund der Finanzierungsstruktur derzeit weder für die ADM Hamburg Aktiengesellschaft noch für den Konzern ersichtlich.

Wesentliche Währungspositionen bestehen für die ADM Hamburg Aktiengesellschaft und den ADM Hamburg-Konzern nicht.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzten sich am Bilanzstichtag und wie im Vorjahr aus den Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen sowie dem Bestellobligo für Anlagevermögen zusammen und bestehen in einer der Geschäftstätigkeit des Konzerns und der ADM Hamburg Aktiengesellschaft angemessenen Höhe.

Wir erwarten auch in der Zukunft Liquiditätsüberschüsse aus der Geschäftstätigkeit der ADM Hamburg Aktiengesellschaft und des ADM Hamburg-Konzerns.

4. Bericht zur Vermögenslage

Die Vermögenslage der ADM Hamburg Aktiengesellschaft und des ADM Hamburg Konzerns ist im Vergleich zum Vorjahr weiterhin geordnet.

Im handelsrechtlichen Jahresabschluss der ADM Hamburg Aktiengesellschaft hat sich die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um EUR 147,4 Mio. auf EUR 262,2 Mio. vermindert.

Die Verringerung ergibt sich hauptsächlich aus der zum 1. Juli 2011 vorgenommenen Veräußerung des Vorratsvermögens sowie der aus dem operativen Geschäftsbetrieb resultierenden Forderungen und Verbindlichkeiten des "Werk Noblee & Thörl" an die ADM International Sàrl. Daneben wurden infolge der weiteren Optimierung des Verrechnungsverkehrs mit verbundenen Unternehmen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr um EUR 58,9 Mio. zurückgeführt.

Der Buchwert des Anlagevermögens ist im Vergleich zum Vorjahr um EUR 26,4 Mio. auf EUR 135,6 Mio. gestiegen. Ursächlich hierfür sind die im Geschäftsjahr begonnenen und zum Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossenen Projekte zur Erhöhung der Kapazität, Optimierung der Logistik und zur Senkung der Produktionskosten, insbesondere zur Erweiterung der Kapazität der Rapsverarbeitung und der Erweiterung des Tanklagers für pflanzliche Rohöle. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 25,0 Prozentpunkte erhöht und beträgt zum Bilanzstichtag 51,7 % (Vorjahr 26,7 %).

Auf der Passivseite haben sich im Vergleich zum Vorjahr hauptsächlich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um EUR 112,3 Mio. auf EUR 166,4 Mio. verringert. Die Veränderungen der übrigen Verbindlichkeiten ergeben sich im Wesentlichen aus der Veräußerung des operativen Geschäftsbetriebs des "Werk Noblee & Thörl".

Aufgrund der Ergebnisübernahme wird ein unverändertes Eigenkapital der ADM Hamburg Aktiengesellschaft in Höhe von EUR 41,2 Mio. ausgewiesen. Unter Berücksichtigung einer niedrigeren Bilanzsumme beträgt der Eigenkapitalanteil an der Bilanzsumme nunmehr 15,7 % (Vorjahr 10,1 %).

Im Konzernabschluss verringerte sich die Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr um EUR 242,4 Mio. auf EUR 318,9 Mio.

Auf der Aktivseite wirkte sich hierbei insbesondere die zum 1. Juli 2011 vorgenommene Veräußerung des Vorratsvermögens sowie der aus dem operativen Geschäftsbetrieb resultierenden Forderungen und Verbindlichkeiten des "Werk Noblee & Thörl" an die ADM International Sàrl. aus.

Daneben verringerten sich im Stichtagsvergleich die Sonstigen finanziellen Vermögenswerte um insgesamt EUR 31,7 Mio. die sich insbesondere aufgrund der im Verrechnungsverkehr mit verbundenen Unternehmen vorgenommenen Saldierung von Forderungen und Verbindlichkeiten ergab.

Der Buchwert der Immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen hat sich gegenüber dem Vorjahr um insgesamt EUR 28,9 Mio. erhöht. Den gesamten Investitionen im Berichtszeitraum in Höhe von EUR 38,3 Mio. stehen planmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 9,5 Mio. gegenüber. Bei den Investitionen im Geschäftsjahr handelt es sich im Wesentlichen um im Geschäftsjahr begonnene und zum Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossene Projekte zur Erhöhung der Kapazität, Optimierung der Logistik und zur Senkung der Produktionskosten, insbesondere zur Erweiterung der Kapazität der Rapsverarbeitung und der Erweiterung des Tanklagers für pflanzliche Rohöle. Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme erhöhte sich signifikant gegenüber dem Vorjahr auf 59,3 % (Vorjahr 28,4 %).

Auf der Passivseite verminderte sich das Eigenkapital nach Berücksichtigung der Ergebnisabführung der ADM Hamburg Aktiengesellschaft in Höhe von EUR 22,0 Mio. und des im Geschäftsjahr 2011 erzielten Konzernjahresüberschusses von EUR 7,9 Mio. insgesamt um EUR 14,1 Mio. auf EUR 62,8 Mio. Die Konzern-Eigenkapitalquote erhöhte sich aufgrund der niedrigeren Bilanzsumme auf 19,7 % (Vorjahr 13,1 %).

5. Gesamtaussage zur Lage

Die Vermögens- und Finanzlage der ADM Hamburg Aktiengesellschaft und des ADM Hamburg Konzerns sind weiterhin geordnet. Im Geschäftsjahr 2011 hat die ADM Hamburg Aktiengesellschaft ein Ergebnis vor Gewinnabführung von EUR 22,0 Mio. erzielt. Im ADM Hamburg Konzern ergab sich im Geschäftsjahr 2011 ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von EUR 7,9 Mio.

Wir erwarten weiterhin positive Ergebnisse in der Zukunft.

6. Nachtragsbericht

Ereignisse von wesentlicher Bedeutung nach dem Bilanzstichtag sind uns nicht bekannt geworden.

7. Prognosebericht

Der Vorstand der ADM Hamburg Aktiengesellschaft blickt zuversichtlich in die Zukunft des Konzerns.

Wichtige Projekte zur Erhöhung der Kapazität, Optimierung der Logistik oder zur Senkung der Produktionskosten wurden im Berichtsjahr abgeschlossen, in den vergangenen Monaten begonnen oder werden kurzfristig fertiggestellt. Beispiele für das "Werk Hamburg" sind die Erweiterung der Kapazität zur Rapsverarbeitung, die Erweiterung des Tanklagers für pflanzliche Rohöle und der Bau einer zusätzlichen Kraftwärmekopplungslinie zur Erzeugung von Strom und Wärme.

Auch wenn die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft nicht vorhersehbar ist, so hätten nationale oder globale Wirtschaftskrisen in der Regel nur geringen Einfluss auf die Agrarmärkte. Dies vorausgeschickt erwartet der Vorstand der ADM Hamburg Aktiengesellschaft eine gute Auslastung der Produktionsanlagen im kommenden Geschäftsjahr.

Eine Prognose, die auch für die nachfolgenden Geschäftsjahre gilt. Diese Prognose basiert darauf, dass langfristige globale Megatrends ungebrochen Bestand haben: Die Weltbevölkerung wächst kontinuierlich, die durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen in Schwellenländern steigen weiter an, Urbanisierung und Mobilität nehmen weiter zu, bei steigendem Energiebedarf nimmt die Verfügbarkeit natürlicher Ressourcen stetig ab, und es besteht weiterhin Handlungsbedarf, CO2-Emissionen zu reduzieren. In diesem Umfeld wird die Nachfrage nach Speiseölen, Futterschroten und Biodiesel weiter steigen.

Zusätzliches Potenzial für ein weiteres zielgerichtetes Wachstum der ADM Hamburg Aktiengesellschaft geben auch ihre Einbindung in den Konzern der Archer Daniels Midland Company, die Vorzüglichkeit ihrer Standorte sowie ihre hochqualifizierten und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

8. Risiken und Risikomanagement

Der ADM Hamburg Konzern ist als international tätiger Konzern im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeiten Währungs- und Commodity-Risiken ausgesetzt. Der Konzernvorstand bedient sich bei der Überwachung dieser Risiken neben seinem eigenen Berichtswesen unter anderem des Instrumentariums, welches von der Muttergesellschaft (Archer Daniels Midland Company) bereitgestellt wird. Die Unternehmenspolitik der Archer Daniels Midland Company ist die Begrenzung dieser Risiken durch ein systematisches Risiko-Management. Als Instrumente dienen vor allem Devisentermingeschäfte und Commodity-Termingeschäfte.

Die ADM Hamburg Aktiengesellschaft als auch die Tochtergesellschaften begegnen diesen Risiken durch das umfassende Risikomanagement des Archer Daniels Midland Konzerns, das in unsere Aufbau- und Ablauforganisation integriert ist. Die Konzernunternehmen der Archer Daniels Midland Gruppe unterliegen einem strikten Risiko-Management. Handlungsrahmen, Verantwortlichkeiten und Kontrollen sind in internen Richtlinien verbindlich festgelegt. Finanzinstrumente dürfen demnach grundsätzlich nicht zu Spekulationszwecken eingesetzt werden, sondern dienen der Absicherung von Risiken im Zusammenhang mit dem operativen Geschäft.

Absicherungen im Commodity-Bereich dienen primär der Mengen-, als auch der Margen-Sicherung. Devisentermingeschäfte dienen der Minimierung von Wechselkursschwankungen bezogen auf die Funktionalwährung.

Bezüglich der Sicherungsgeschäfte bestehen Vertragsverhältnisse mit verschiedenen Unternehmen aus dem Archer Daniels Midland Konzern, die sich auf die Durchführung von Sicherungs-Geschäften spezialisiert haben. Somit wird die ADM Hamburg Aktiengesellschaft in die konzernweiten Sicherungsaktivitäten einbezogen. Die Durchführung der Sicherungsgeschäfte erfolgt für die ADM Hamburg Aktiengesellschaft im Biodieselgeschäft unter anderem durch den Abschluss von PLATTS-Derivaten. Die Sicherungsgeschäfte im Raps-Bereich erfolgen über den Marché à Terme International de France (MATIF) und in den übrigen Bereichen über die Malaysia Derivatives Exchange (MDEX). Als weiteres Risiko ergibt sich im Finanzbereich das Kreditausfallrisiko. Für das Kreditrisiko bestehen Kreditversicherungen. Allen operativen Risiken wird durch Qualitätssicherungssysteme, Schulung und Weiterbildung der Mitarbeiter, regelmäßige Wartung der Anlagen und den Abschluss geeigneter Versicherungen begegnet. Risiken aus dem rechtlichen Umfeld stehen unter ständiger Beobachtung. Die Wirksamkeit wird regelmäßig durch die Revisionsabteilung des Archer Daniels Midland Konzerns überprüft. Ein enger Kontakt zu den Verbänden der einzelnen Betätigungsfelder soll helfen, frühzeitig Risiken zu erkennen und im konstruktiven Dialog die Rahmenbedingungen mitzugestalten.

9. Forschung und Entwicklung

Die Aufwendungen für Forschung- und Entwicklung sind im Vergleich zu den gesamten Aufwendungen unwesentlich. Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit dient im Wesentlichen der produktbezogenen Auftragsabwicklung und führt nicht zur Bildung Immaterieller Vermögenswerte.

10. Personal

Im Berichtsjahr beschäftigte die ADM Hamburg Aktiengesellschaft durchschnittlich 616 (Vorjahr 604) Mitarbeiter, davon 26 (Vorjahr 35) Auszubildende. Im Konzern wurden durchschnittlich 649 (Vorjahr 637) Mitarbeiter beschäftigt. Hiervon sind 26 (Vorjahr 35) Auszubildende.

Unser Dank und unsere Anerkennung gilt allen unseren Mitarbeitern. Das gute wirtschaftliche Ergebnis, mit dem der Konzern ADM Hamburg Aktiengesellschaft das Geschäftsjahr 2011 abschließen konnte, ist in erheblichem Maße durch ihre Flexibilität und ihren tatkräftigen Einsatz ermöglicht worden.

 

Der Vorstand

Jaana Karola Kleinschmit von Lengefeld

Detlef Ernst Evers

Dr. Martin Kropp

Bestätigungsvermerk

Wir haben den von der ADM Hamburg Aktiengesellschaft, Hamburg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung, Entwicklung des Eigenkapitals des Konzerns und Konzern-Anhang - und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach §315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Hamburg, 8. Mai 2012

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Nissen-Schmidt, Wirtschaftsprüferin

Rißler, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Überwachung der Geschäftsführung

Das Geschäftsjahr 2011 war geprägt von anstehenden Veränderungen gesetzlicher Rahmenbedingungen sowie von Restrukturierungsmaßnahmen innerhalb der ADM Hamburg Aktiengesellschaft und ihrer Beteiligungen. Die vorgenannten Prozesse hat der Aufsichtsrat erneut aktiv durch Beratungen und Diskussionen mit dem Vorstand begleitet. Dabei hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung auf der Grundlage von Vorstandsberichten und gemeinsamen Sitzungen laufend überwacht. Die seiner Zustimmung bedürfenden Geschäfte hat er überprüft und jeweils mit dem Vorstand besprochen.

Aufsichtsratszusammensetzung

Dem aus insgesamt zwei Vertretern der Aktionäre und einem Vertreter der Arbeitnehmer bestehenden Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2011 unverändert an:

a) Prof. Dr. Klaus-Peter Hopp (Aufsichtsratsvorsitzender),

b) Brent Fenton (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender),

c) Thomas Schlomm (Arbeitnehmervertreter).

Der Aufsichtsrat hat angesichts seiner auf drei Mitglieder beschränkten Größe keine Ausschüsse gebildet.

Sitzungen des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2011 in insgesamt zwei Sitzungen am 19. Mai und 25. August 2011 über die laufende Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung, über die Budgetplanung, die strategischen Ziele, das Risikomanagement sowie alle organisatorischen und personellen Veränderungen einschließlich aller weiteren Vorgänge von wesentlicher Bedeutung umfassend unterrichten lassen. Darüber hinaus hat der Vorstand laufend durch detaillierte Berichte über prägende Geschäftsvorfälle der Gesellschaft und des Konzerns informiert. Im Übrigen stand der Aufsichtsratsvorsitzende in ständigem, engem Kontakt zum Vorstand, der ihn über aktuelle Geschäftsvorgänge umfassend unterrichtete und mit dem regelmäßig Gespräche über wesentliche strategische und geschäftspolitische Fragen der Gesellschaft und des Konzerns geführt wurden. Soweit der Aufgabenkreis des Vorstands bzw. das Zusammenwirken der Organe betroffen war, hat der Vorstand an den Sitzungen des Aufsichtsrats teilgenommen.

Corporate Governance

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist in dem Anhang des Konzernabschlusses, abgedruckt in diesem Geschäftsbericht, ausgewiesen.

Rechnungslegung

Als Abschlussprüfer wurde von der Hauptversammlung der Gesellschaft die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung Hamburg, gewählt. Der Aufsichtsrat hat daraufhin den Prüfungsauftrag erteilt. Der Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss der ADM Hamburg Aktiengesellschaft und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 sowie den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen.

Am 9. Mai 2012 fand die Bilanzaufsichtsratssitzung statt. Die entsprechenden Vorlagen und Prüfungsberichte wurden den Aufsichtsratsmitgliedern im Vorfeld dieser Sitzung ausgehändigt. Der Abschlussprüfer nahm an der Sitzung teil, berichtete über den Verlauf der Prüfung und die Prüfungsergebnisse und stand für die Beantwortung von Fragen sowie zur Diskussion der Unterlagen zur Verfügung.

Das Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat nach eigenen Prüfungen von Jahresabschluss, Konzernabschluss sowie zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht der Gesellschaft keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt, der damit festgestellt ist. Der Aufsichtsrat hat auch den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss gebilligt.

Der Aufsichtsrat hat durch Beschluss vom 19. Februar 2011 mit Wirkung ab dem 28. Februar 2011 Herrn Dr. Ostheim als Mitglied des Vorstands abberufen. Gleichzeitig wurde mit Wirkung ab dem 28. Februar 2011 das Vorstandsmitglied Frau Jaana Karola Kleinschmit von Lengefeld zum Vorstandsvorsitzenden ernannt.

Danksagung

Der Aufsichtsrat bedankt sich bei den Vorstandsmitgliedern, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft und den Betriebsräten für das große Engagement, für ihren tatkräftigen Einsatz im Interesse des Unternehmens sowie für die im Geschäftsjahr 2011 erzielten Erfolge.

 

Hamburg, 10. Mai 2012

Für den Aufsichtsrat

Prof. Dr. Klaus-Peter Hopp, Vorsitzender