ADM Hamburg Aktiengesellschaft

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013

Bilanz

AKTIVA

    31.12.2013 Vorjahr
  Anhang EUR EUR EUR
ANLAGEVERMÖGEN (5)      
Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Software   119.160,51   111.980,48
Sachanlagen        
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken   46.436.291,32   48.408.438,78
Technische Anlagen und Maschinen   79.915.988,80   71.972.932,43
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung   1.161.412,05   1.487.980,27
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau   9.170.292,14   16.344.970,56
    136.683.984,31   138.214.322,04
Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen   11.033.532,68   9.275.344,45
Beteiligungen   976.657,13   976.657,13
    12.010.189,81   10.252.001,58
      148.813.334,63 148.578.304,10
UMLAUFVERMÖGEN        
Vorräte        
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe   7.279.738,46   8.478.503,80
Fertige Erzeugnisse   2.509.452,23   1.851.555,07
    9.789.190,69   10.330.058,87
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen   11.114.124,29   3.387.091,77
Forderungen gegen verbundene Unternehmen (6) 48.876.728,33   89.155.125,12
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht   47.880,39   16.854,63
Sonstige Vermögensgegenstände (7) 35.243.463,33   33.064.088,37
    95.282.196,34   125.623.159,89
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   86.993,06   89.956,23
      105.158.380,09 136.043.174,99
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN     207.795,57 332.176,97
      254.179.510,29 284.953.656,06

Passiva

       
    31.12.2013 Vorjahr
  Anhang EUR EUR EUR
EIGENKAPITAL        
Gezeichnetes Kapital (8) 19.142.768,03   19.142.768,03
Kapitalrücklage   21.012.853,54   21.012.853,54
Gewinnrücklagen        
Gesetzliche Rücklage   175.249,73   175.249,73
Andere Gewinnrücklagen   880.917,05   880.917,05
    1.056.166,78   1.056.166,78
      41.211.788,35 41.211.788,35
RÜCKSTELLUNGEN        
Rückstellungen für Pensionen (9) 10.294.661,24   10.092.586,69
Sonstige Rückstellungen (10) 13.881.794,91   27.378.764,65
      24.176.456,15 37.471.351,34
VERBINDLICHKEITEN (11)      
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten   0,00   410.586,03
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   14.382.627,50   6.529.169,59
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen   173.571.051,67   197.965.942,83
Sonstige Verbindlichkeiten   837.586,62   1.334.159,62
- davon aus Steuern: EUR 575.154,57 (Vorjahr: EUR 938.924,51) -        
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 75.170,21) -        
      188.791.265,79 206.239.858,07
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN     0,00 30.658,30
      254.179.510,29 284.953.656,06

Gewinn- und Verlustrechnung

  Anhang 2013 Vorjahr
    EUR EUR EUR EUR
Umsatzerlöse (13)   251.227.788,15   283.919.690,84
Erhöhung (+) / Verminderung (-) des Bestands an fertigen Erzeugnissen     657.897,14   -712.634,89
Sonstige betriebliche Erträge (14)   13.375.716,42   10.221.277,89
Materialaufwand          
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren   -150.528.745,63   -184.527.309,67  
Aufwendungen für bezogene Leistungen   -498.663,87 -151.027.409,50 -1.559.325,18 -186.086.634,85
Personalaufwand          
Löhne und Gehälter   -33.588.242,12   -36.371.586,15  
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (15) -6.734.775,65 -40.323.017,77 -6.941.489,74 -43.313.075,89
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen     -13.208.237,85   -12.543.689,76
Sonstige betriebliche Aufwendungen (16)   -38.622.715,32   -37.849.239,71
Erträge aus Beteiligungen (17)   295.722,31   157.603,99
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (18)   199.083,37   511.789,85
Abschreibungen auf Finanzanlagen     0,00   -9.567.751,29
Zinsen und ähnliche Aufwendungen (18)   -2.732.468,35   -3.652.204,50
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit     19.842.358,60   1.085.131,68
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (19)   -6.615.610,00   -1.199.262,27
Sonstige Steuern     -237.028,06   -235.977,66
Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn / übernommener Verlust (20)   -12.989.720,54   350.108,25
Jahresüberschuss/Bilanzgewinn     0,00   0,00

Anhang

(1) Rechtliche Grundlage

Der Jahresabschluss der ADM Hamburg Aktiengesellschaft, Hamburg ("ADM Hamburg"), zum 31. Dezember 2013 wurde wie im Vorjahr nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

(2) Anteilsbesitz der ADM Hamburg

Unternehmen (Name, Sitz) Anteil am Kapital
in %
Eigenkapital
TEUR
Ergebnis 2013
TEUR
ADM Unterstützungskasse GmbH, Hamburg 100,0 4.466 -719
ADM Rothensee Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0 55 2
ADM Rothensee GmbH & Co. KG, Hamburg 100,0 2.997 1.029
Silo P. Kruse Betriebs-GmbH & Co. KG, Hamburg 51,0 3.840 840
Silo - Betriebsgesellschaft mbH, Hamburg 51,0 66 3
ADM Research GmbH, Hamburg 100,0 987 77
RGL (Rostocker Getreide-Lager) GmbH & Co. KG, Hamburg 100,0 12.500 31
RGL Management GmbH, Hamburg 100,0 24 -1
Export Elevation Properties, Inc., New York 20,0 4.807 1
Förderband-Gesellschaft Getreidehafen Rostock GmbH, Rostock1 33,3 26 0

1 Assoziiertes Unternehmen

Die Geschäftsjahre der aufgeführten Unternehmen enden jeweils zum 31. Dezember.

(3) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bei der Ermittlung der Erfüllungsbeträge der Verpflichtungen zur Gewährung von Altersteilzeit werden Aufstockungsbeträge und Abfindungen nicht mehr sofort in voller Höhe berücksichtigt, sondern ratierlich über die verbleibende aktive Dienstzeit angesammelt. Im Ergebnis sind die sonstigen Rückstellungen zum 31. Dezember 2013 um TEUR 90 niedriger, als wenn die bisherige Methode weiterhin angewendet worden wäre.

Im Übrigen werden die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze im Vergleich zum Vorjahr unverändert angewendet.

Die immateriellen Vermögensgegenstände sowie das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und werden, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Abschreibungsmethode vorgenommen. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig.

Den Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zu Grunde:

Gebäude 20 - 40 Jahre

Technische Anlagen und Maschinen 8 - 15 Jahre

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 - 10 Jahre

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind mit den ursprünglichen Anschaffungskosten abzüglich außerplanmäßiger Abschreibung angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren Börsen- oder Marktpreisen angesetzt. Die Ermittlung der Herstellungskosten erfolgt im Wesentlichen nach der Rückrechnungsmethode. Allgemeine Verwaltungskosten bleiben außer Ansatz.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt.

Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfallrisiko für Forderungen wird durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die Erfüllungsbeträge für Pensionsverpflichtungen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Anwendung eines Rechnungszinses von 4,88% p.a. (Vorjahr: 5,04% p.a.) ermittelt. Dabei wurde unverändert zum Vorjahr ein Gehaltstrend von 3% p.a., ein Rententrend von 2% p.a. sowie eine Fluktuationsrate von 0,5% p.a. für Beschäftigte im Alter zwischen 20 und 50 Jahren zugrundegelegt. Als Rechnungsgrundlagen dienten die "Richttafeln 2005 G" von K. Heubeck.

Die übrigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,25% p.a. (Vorjahr 1,0% p.a.) und auf der Grundlage der Richttafeln 2005G von Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Die Rückstellungen wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft.

Soweit für Verpflichtungen aus der Altersversorgung und vergleichbaren Verpflichtungen Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB bestehen, sind diese zum Zeitwert angesetzt und mit den entsprechenden Rückstellungen verrechnet worden.

Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen ausgewiesen.

(4) Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Stichtag bewertet.

Angaben zur Bilanz

(5) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem Anlagengitter dargestellt, das als Anlage diesem Anhang beigefügt ist.

(6) Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen resultieren sowohl aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr als auch aus laufenden Verrechnungen im Rahmen des Cash-Clearing-Systems der ADM Gruppe.

(7) Sonstige Vermögensgegenstände

Der Posten enthält zum 31. Dezember 2013 Ansprüche aus der Erstattung von Verbrauchsteuern in Höhe von TEUR 33.989 (Vorjahr: TEUR 31.551).

(8) Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der ADM Hamburg beträgt zum 31. Dezember 2013 weiterhin EUR 19.142.768,03. Es ist eingeteilt in 748.800 auf den Inhaber lautende Stückaktien.

Die ADM Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg, hält an der ADM Hamburg eine Mehrheitsbeteiligung. Im Juli 1996 hat ADM Hamburg mit der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH als herrschendem Unternehmen einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen.

(9) Rückstellungen für Pensionen

Es handelt sich hierbei um Verpflichtungen aus Direktzusagen. Von den Erfüllungsbeträgen sind Zeitwerte des Deckungsvermögens in Höhe von TEUR 3.435 (Vorjahr: TEUR 3.685) abgesetzt. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betrugen TEUR 3.230 (Vorjahr: TEUR 3.310).

Die ADM Hamburg ist eines der Trägerunternehmen der ADM Unterstützungskasse GmbH, Hamburg. Für die mittelbaren Verpflichtungen hieraus ergibt sich im Vergleich der unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2005 G" von K. Heubeck ermittelten Erfüllungsbeträge für die zukünftigen Leistungen der Unterstützungskasse zu ihrem Kassenvermögen für die ADM Hamburg ein Fehlbetrag von TEUR 12.456 (Vorjahr: TEUR 11.196).

(10) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen gebildet für Zahlungsrisiken aus Energiesteueraußenprüfungen, Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern sowie ausstehende Rechnungen.

(11) Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren sowohl aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr als auch aus laufenden Verrechnungen im Rahmen des Cash-Clearing-Systems der ADM Gruppe sowie aus Ertragsteuerumlagen und Ergebnisabführung.

(12) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

  31.12.2013
TEUR
Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen 3,667
Bestellobligo für Anlagevermögen 4,414

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

(13) Umsatzerlöse

  2013
TEUR
Inland 46,108
Ausland 205,120
  251,228
Warenverkäufe 84,420
Dienstleistungen 166,808
  251,228

(14) Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Kursdifferenzen aus der Folgebewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen in Höhe von TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 15) enthalten. Der Posten enthält periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 8.948 aus der Auflösung von Rückstellungen.

(15) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung

Der Posten enthält Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 740 (Vorjahr: TEUR 436).

(16) Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Kursdifferenzen aus der Folgebewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1.034) enthalten.

(17) Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Beteiligungen betreffen solche von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 296 (Vorjahr: TEUR 158).

(18) Zinsen

Die Zinserträge von verbundenen Unternehmen betrugen im Geschäftsjahr TEUR 196 (Vorjahr: TEUR 511). Die Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen betrugen bei der ADM Hamburg TEUR 1.233 (Vorjahr: TEUR 1.677). In den Zinsaufwendungen sind Beträge aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 695 (Vorjahr: TEUR 722) enthalten.

(19) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die ADM Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg, hat der ADM Hamburg gemäß einer Vereinbarung vom 1. Dezember 1997 für das Geschäftsjahr 2013 Körperschaft-, Gewerbeertragsteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von TEUR 6.524 belastet (Vorjahr: TEUR 1.108), die in diesem Posten enthalten sind.

(20) Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn

Das Jahresergebnis der ADM Hamburg wurde aufgrund eines im Juli 1996 abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags von der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg, übernommen.

(21) Angaben zu den derivativen Finanzinstrumenten

Die ADM Hamburg als international tätiges Unternehmen ist im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeiten Währungs- und Commodity-Risiken ausgesetzt. Die Unternehmenspolitik des ADM-Konzerns sieht die Begrenzung dieser Risiken durch ein systematisches Risiko-Management vor. Als Instrumente dienen vor allem Devisentermingeschäfte und Commodity-Termingeschäfte.

Die ADM-Konzernunternehmen unterliegen einem strikten Risiko-Management. Handlungsrahmen, Verantwortlichkeiten und Kontrollen sind in internen Richtlinien verbindlich festgelegt. Finanzinstrumente dürfen demnach grundsätzlich nicht zu Spekulationszwecken eingesetzt werden, sondern dienen der Absicherung von Risiken im Zusammenhang mit dem operativen Geschäft.

Die ADM Hamburg hat unterjährig Biodiesel-Swaps und Devisentermingeschäfte mit Geschäftsbanken abgeschlossen.

Am Bilanzstichtag wurden die Derivate wie folgt bewertet:

  31.12.2013
  Nominalwert
TEUR
Zeitwert
TEUR
Biodiesel-PLATT's 13,710 -128

Die Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente wurden zum Bilanzstichtag nicht bilanziert, fanden jedoch Berücksichtigung im Rahmen der Ermittlung des beizulegenden Wertes der entsprechenden Vorräte sowie der Höhe möglicher drohender Verluste aus schwebenden Ein- und Verkaufsgeschäften.

Sonstige Angaben

(22) Aufgliederung der Arbeitnehmerzahl nach Gruppen

  2013
Gewerbliche Arbeitnehmer 344
Angestellte 221
  565

(23) Organe der Gesellschaft

Vorstand:

Jaana Karola Kleinschmit von Lengefeld, Vorstand, Vorsitzende

Detlef Ernst Evers, Vorstand

Dr. Martin Kropp, Vorstand (bis 31. Dezember 2013)

Aufsichtsrat:

Prof. Dr. Klaus-Peter Hopp (Vorsitzender), Corporate Counsel Europe (bis 15. August 2013)

Christopher Peter Horry (Vorsitzender), Finance Director ADM International Sárl (ab 15. August 2013)

Brent A. Fenton (stellvertretender Vorsitzender), Managing Director European Oilseeds (bis 31. Oktober 2013)

Thomas Schlomm, Chemikant1

1 Arbeitnehmervertreter.

(24) Angaben zu Organen der Gesellschaft

Die kurzfristig fälligen Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2013 betragen TEUR 404 (Vorjahr: TEUR 403).

Die Pensionszahlungen an ausgeschiedene Vorstandsmitglieder sowie die Hinterbliebenen früherer Vorstandsmitglieder beliefen sich auf TEUR 307 (Vorjahr: TEUR 475). Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern bzw. ihren Hinterbliebenen beträgt zum 31. Dezember 2013 bei der ADM Hamburg TEUR 3.669 (Vorjahr: TEUR 3.499).

Die Aufwendungen für Vergütungen an den Aufsichtsrat betrugen im Geschäftsjahr 2013 TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 8).

(25) Mutterunternehmen gemäß § 285 Nr. 14 HGB

Die ADM Hamburg erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen, welcher am Sitz der Gesellschaft erhältlich ist und im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird.

Die ADM Hamburg wird in den Konzernabschluss der Archer Daniels Midland Company, Decatur, Illinois/USA, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss mit Geschäftsbericht ist am Sitz dieser Gesellschaft erhältlich. Darüber hinaus wird er im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

(26) Honorar des Abschlussprüfers

Die entsprechenden Angaben sind im Anhang zum Konzernabschluss der ADM Hamburg enthalten.

(27) Angaben zu Geschäften mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Der Umfang der Geschäftsbeziehungen der ADM Hamburg zu nahe stehenden Unternehmen und Personen beschränkt sich grundsätzlich auf Warenlieferungen und Dienstleistungsverträge. Verkäufe an und Käufe von nahe stehenden Unternehmen erfolgen zu marktüblichen Konditionen.

 

Hamburg, den 28. März 2014

Der Vorstand

Jaana Karola Kleinschmit von Lengefeld

Detlef Ernst Evers

Entwicklung des Anlagevermögens

  Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen
  Entgeltlich erworbene Software
EUR
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
EUR
Technische Anlagen und Maschinen
EUR
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-
ausstattung
EUR
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
EUR
Gesamt
EUR
Anschaffungs- oder Herstellungskosten            
Stand am 1. Januar 2013 1.145.467,94 153.470.253,49 391.076.086,99 10.478.637,72 16.344.970,56 571.369.948,76
Zugänge 60.557,31 0,00 170.344,54 41.088,47 13.001.905,62 13.213.338,63
Abgänge 9.927,65 7.087.013,87 3.552.588,66 634.026,84 0,00 11.273.629,37
Umbuchungen 0,00 1.662.477,40 18.251.089,43 263.017,21 -20.176.584,04 0,00
Stand am 31. Dezember 2013 1.196.097,60 148.045.717,02 405.944.932,30 10.148.716,56 9.170.292,14 573.309.658,02
Abschreibungen            
Stand am 1. Januar 2013 1.033.487,46 105.061.814,71 319.103.154,56 8.990.657,45 0,00 433.155.626,72
Abschreibungen des Geschäftsjahres 53.377,28 2.381.518,10 10.255.500,39 517.842,08 0,00 13.154.860,57
Abgänge 9.927,65 5.833.907,11 3.329.711,45 521.195,02 0,00 9.684.813,58
Stand am 31. Dezember 2013 1.076.937,09 101.609.425,70 326.028.943,50 8.987.304,51 0,00 436.625.673,71
Buchwerte            
31. Dezember 2013 119.160,51 46.436.291,32 79.915.988,80 1.161.412,05 9.170.292,14 136.683.984,31
31. Dezember 2012 111.980,48 48.408.438,78 71.972.932,43 1.487.980,27 16.344.970,56 138.214.322,04
  Finanzanlagen Gesamt
  Anteile an verbundenen Unternehmen
EUR
Beteiligungen
EUR
Gesamt
EUR
EUR
Anschaffungs- oder Herstellungskosten        
Stand am 1. Januar 2013 20.650.957,30 976.657,13 21.627.614,43 594.143.031,13
Zugänge 1.758.188,23 0,00 1.758.188,23 15.032.084,17
Abgänge 0,00 0,00 0,00 11.283.557,02
Umbuchungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand am 31. Dezember 2013 22.409.145,53 976.657,13 23.385.802,66 597.891.558,28
Abschreibungen        
Stand am 1. Januar 2013 11.375.612,85 0,00 11.375.612,85 445.564.727,03
Abschreibungen des Geschäftsjahres 0,00 0,00 0,00 13.208.237,85
Abgänge 0,00 0,00 0,00 9.694.741,23
Stand am 31. Dezember 2013 11.375.612,85 0,00 11.375.612,85 449.078.223,65
Buchwerte        
31. Dezember 2013 11.033.532,68 976.657,13 12.010.189,81 148.813.334,63
31. Dezember 2012 9.275.344,45 976.657,13 10.252.001,58 148.578.304,10

KONZERNLAGEBERICHT UND LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2013

DER ADM HAMBURG AKTIENGESELLSCHAFT, HAMBURG

GRUNDLAGEN DES KONZERNS / DER GESELLSCHAFT

Die ADM Hamburg Aktiengesellschaft ist in den weltweit operierenden Konzern der Archer Daniels Midland Company (ADM) eingebunden. Diese Vernetzung ist ein wesentlicher Garant für den wirtschaftlichen Erfolg des Konzerns der ADM Hamburg Aktiengesellschaft. Ganz entscheidende Vorteile liegen für die ADM Hamburg Aktiengesellschaft dabei in der universellen Erfahrung der ADM, dem internationalen und technischen Know-how sowie in den Investitionen, die von der ADM veranlasst und finanziert werden.

ADM ist ein globaler Marktführer in der Verarbeitung von Ölsaaten, Mais und anderer landwirtschaftlicher Rohstoffe, wie zum Beispiel Weizen und Kakao. Mit weltweit über 270 Produktionsanlagen, 470 Anlagen zur Erfassung von Agrarrohstoffen und einer Präsenz in mehr als 140 Ländern ist das Unternehmen ständig bestrebt, in den bestehenden Geschäftsfeldern zu wachsen. Wachstum wird dabei sowohl organisch als auch durch strategische Zukäufe generiert. ADM verfügt über das weltweit führende Netzwerk zum Transport landwirtschaftlicher Rohstoffe. Auch in der Herstellung von nachwachsenden und umweltschonenden Kraftstoffen wie Biodiesel und Bioethanol ist ADM weltweit einer der Marktführer.

DER KONZERN DER ADM HAMBURG AKTIENGESELLSCHAFT

Der Konzern der ADM Hamburg Aktiengesellschaft mit Sitz in Hamburg ist ein führender Verarbeiter von Ölsaaten in Europa. Kernkompetenz des Konzerns ist die Verarbeitung von Sojabohnen und Rapssaat. Zusätzliche Kompetenzen in den Bereichen des Lagerns und Umschlagens von landwirtschaftlichen Rohstoffen sowie der Weiterverarbeitung von pflanzlichen Ölen und Fetten runden die Gesamtleistung ab.

Die Aktivitäten des Konzerns sind in zwei Geschäftsfelder unterteilt: "Ölmühle" und "Weiterverarbeitung".

Das Geschäftsfeld "Ölmühle" bildet das Fundament des Konzerns. In diesem Geschäftsfeld werden die traditionellen Aktivitäten der Ölsaatenverarbeitung zusammengefasst. Aktivitäten, die mit der Erfassung, dem Transport und der Lagerung landwirtschaftlicher Rohstoffe beginnen. Konzerneigene Silo- und Umschlagsbetriebe in Hamburg, Magdeburg-Rothensee und Riesa bilden wichtige Knotenpunkte für die Versorgung der Produktionsanlagen, die Vermarktung und Dienstleistungen.

Das "Werk Hamburg" ist der größte Ölsaatenverarbeiter in der deutschen Gruppe der ADM und eine der größten Ölmühlen zur Verarbeitung unterschiedlicher Ölsaaten weltweit. Die Verarbeitung der Ölsaaten zu pflanzlichen Rohölen und Proteinschroten erfolgt in modernen Großanlagen.

Die pflanzlichen Rohöle werden anschließend im Produktionsschritt Raffination zu hochwertigen Raffinaten veredelt. Wichtigster Kunde für diese Raffinate ist die weiterverarbeitende Lebensmittelindustrie. Proteinhaltige Schrote werden an die Futtermittelindustrie geliefert.

Das Geschäftsfeld "Weiterverarbeitung" beschäftigt sich mit der Herstellung von Spezialfetten und -ölen sowie mit der Herstellung von Biodiesel und Pharmaglyzerin.

Auch die pflanzlichen Spezialfette und -öle finden ihren Absatz in der weiterverarbeitenden Lebensmittelindustrie. Biodiesel wird nahezu ausschließlich als Beimischungskomponente zum herkömmlichen Diesel an die europäische Mineralölindustrie geliefert.

Die Umesterung von pflanzlichen Ölen zu Biodiesel und Rohglyzerin sowie die Veredelung des Rohglyzerins zu Pharmaglyzerin erfolgen im "Werk Hamburg" und im "Werk Leer".

Das "Werk Noblee & Thörl" in Hamburg-Harburg liefert pflanzliche Spezialfette und -öle. Rohstoffe für die Herstellung dieser für Kunden maßgeschneiderten Ingredienzien sind bereits raffinierte Vorprodukte.

Sowohl das "Werk Hamburg" als auch das "Werk Noblee & Thörl" arbeiten als Lohnverarbeiter. Beide Werke arbeiten für die ADM International Sàrl (ADMI), Rolle, Schweiz, und für die Olenex C.V., Koog aan de Zaan, Niederlande. Die Olenex C.V. ist ein Joint Venture zwischen ADM und Wilmar International Limited.

Für alle Handelsaktivitäten der beiden Werke muss die ADM Hamburg Aktiengesellschaft die Risiken volatiler Rohwaren-, Devisen- und Produktmärkte nicht absichern. Das Risikomanagement für die gesamte Rohstoff- und Produktpalette wird von der ADMI oder der Olenex C.V. verantwortet. Gleiches gilt für Devisengeschäfte.

WIRTSCHAFTSBERICHT

1. Die Ölmühle und ihr Markt

1.1. Die Rohwarenmärkte

Die Versorgung des "Werk Hamburg" mit Sojabohnen und Rapssaat durch die ADMI war während des gesamten Berichtszeitraumes vollumfänglich gewährleistet. Durch große Sojabohnenernten in Süd- und später auch in Nordamerika waren die Weltmärkte über das gesamte Jahr ausreichend mit Sojabohnen versorgt.

Sowohl in Brasilien als auch in Paraguay wurden im Jahr 2013 neue Rekordernten eingebracht. In Brasilien wurden 82 Millionen Tonnen geerntet. Im Jahr 2012 waren es 66,5 Millionen Tonnen. In Paraguay wurden 9,4 Millionen Tonnen nach 4,0 Millionen Tonnen in 2012. Und in Argentinien wurden 49,3 Millionen Tonnen geerntet. Das waren 9,2 Millionen Tonnen mehr als im Jahr 2012, und es war die zweitbeste Ernte in der Geschichte des Landes.

Allerdings standen die dringend benötigten Erntemengen dem Weltmarkt nicht so schnell zur Verfügung, wie sie benötigt wurden. Schwierigkeiten bereiteten die Logistik in Brasilien, also der Transport der Sojabohnen aus den Ernteregionen im Binnenland zu den Exporthäfen und der dortige Umschlag. Der Nachschub geriet früh ins Stocken. Und in den brasilianischen Häfen kam es zu langen Liegezeiten von Seeschiffen, die Sojabohnen und Sojaschrot nach Europa oder Asien transportieren wollten.

Die Versorgung des "Werk Hamburg" war von diesen Problemen nicht betroffen. ADM verfügt über eigene Exportsilos in den Häfen von Santos, Brasilien, und Nueva Palmira, Uruguay. Dort kam es nicht zu ungewöhnlich langen Liegezeiten. Eine kontinuierliche Versorgung mit Sojabohnen aus Südamerika konnte sichergestellt werden.

Die Sojabohnenernte in den USA fiel mit 89,5 Millionen Tonnen in 2013 ebenfalls höher aus als im Jahr zuvor, als 82,6 Millionen Tonnen geerntet wurden. Damit war eine ausreichende Versorgung für das "Werk Hamburg" auch in der zweiten Jahreshälfte mit Sojabohnen aus den USA - aber auch aus Kanada - gewährleistet.

Die Rapsernte in der EU stieg in 2013 ebenfalls an, von 19,6 Millionen Tonnen im Jahr 2012 auf 20,9 Millionen Tonnen. Großen Anteil am Anstieg der europäischen Ernte hatte Deutschland, das seine Erntemenge um fast 1 Million Tonnen steigern konnte. Während Frankreichs Erntemenge um über eine Million Tonnen zurückging, konnten Polen, Tschechien und Rumänien ihre Erntemengen ebenfalls deutlich steigern und zum Gesamtanstieg der Rapsernte in der EU beitragen.

Auch im Jahr 2013 wurde das "Werk Hamburg" nicht nur mit Rapssaat aus der EU sondern auch mit Rapssaat aus Australien und der Ukraine versorgt.

Die Versorgung der Palmölraffinerie mit ausreichenden Mengen an rohem Palmöl und Ölen war ebenfalls über den gesamten Berichtszeitraum vollumfänglich gewährleistet. Die Palmölproduktion Malaysias im Jahr 2013 wird auf 19,3 Millionen Tonnen geschätzt und blieb damit gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Die indonesische Palmölproduktion im Jahr 2013 wird auf etwa 28,3 Millionen Tonnen geschätzt. Das sind rund 1,4 Millionen Tonnen mehr als in 2012.

1.2. Die Silo- und Umschlagsbetriebe

Das erste Halbjahr 2013 war in der EU, aber auch weltweit, von einer relativ knappen Getreideversorgung geprägt. Die Getreidebestände lagen daher in der EU am 1. Juli 2013, dem Beginn des Wirtschaftsjahres 2013/14, auf einem niedrigen Niveau. Auch wenn die EU-Getreideernte 2013 mit gut 300 Millionen Tonnen rund 9 Prozent höher als ein Jahr zuvor ausfiel, gab es keine allzu deutliche Entspannung in der EU-Getreidebilanz, denn auch der Verbrauch in der EU fällt im Wirtschaftsjahr 2013/2014 höher aus. Hinzu kommt, dass sich die bisherigen EU-Exporte von Weizen und Gerste auf einem Rekordniveau befinden. Diese starke Nachfrage kann auch nicht gänzlich durch ähnlich hohe Maiseinfuhren wie im Vorjahr ausgeglichen werden. Die Versorgungsbilanz von Weizen blieb daher auch in der zweiten Jahreshälfte 2013 und im verbleibenden Teil des aktuellen Wirtschaftsjahrs angespannt.

Im Geschäftsjahr wurde der "Silo Rostock" aus der ADM Hamburg Aktiengesellschaft ausgegliedert und in eine neu gegründete Gesellschaft, die RGL (Rostocker Getreide Lager) GmbH & Co. KG, eingebracht. An dieser Gesellschaft hat sich die ATR Landhandel GmbH & Co. KG, Ratzeburg, Deutschland, im Februar 2014 beteiligt, so dass der Silobetrieb fortan als Joint Venture zweier gleichberechtigter Partner betrieben wird. Ziel ist es, die Umschlagsleistung der RGL (Rostocker Getreide Lager) GmbH & Co. KG nachhaltig zu steigern, um damit den Ertrag der Gesellschaft langfristig zu steigern.

Der ehemalige "Silo Rostock" konnte seine Umschlagsleistung im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppeln. Dies lag zum einen an den insgesamt hohen EU-Getreideexporten. Zum anderen war dies auch das Ergebnis des sich anbahnenden Joint Venture.

Die Silo P. Kruse Betriebs-GmbH & Co. KG, an der die ADM Hamburg Aktiengesellschaft eine Mehrheitsbeteiligung hält, profitierte ebenfalls von den hohen EU-Getreideexporten. Die Umschlagsleistung des Exportsilos konnte um mehr als ein Viertel gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.

Der "Silo Hamburg" steigerte den Ölsaatenumschlag im Berichtsjahr leicht. Während der Umschlag von Rapssaat für das "Werk Hamburg" nahezu konstant blieb, stieg der Umschlag von Sojabohnen um 8 %. Der "Silo Hamburg" hat weiterhin den Umschlag und die Versorgung des "Werk Hamburg" mit Sojabohnen und Rapssaat, die per Seeschiff oder Binnenschiff angeliefert werden, zur Hauptaufgabe.

Die Aufgabe der Inlandssilos liegt im Umschlag und der Lagerung von Getreide und Ölsaaten und in der Versorgung der ADM-eigenen Ölmühlen in Deutschland. "Silo Rothensee" in Magdeburg und "Silo Riesa", der im Berichtsjahr in Teilen saniert wurde, konnten in 2013 weniger gut ausgelastet werden als im Vorjahr und erzielten ein schlechteres Ergebnis.

1.3. Die Ölmühle

Die Auslastung der Anlagen zur Verarbeitung von Sojabohnen und Rapssaat war im Berichtszeitraum insgesamt gut. Die Verarbeitung von Sojabohnen konnte im Vergleich zum Vorjahr leicht gesteigert werden. Die Verarbeitung von Rapssaat dagegen war leicht rückläufig.

1.4. Die Weiterverarbeitung

Die Anlage des "Werk Hamburg" zur Raffination von Rapsöl war im Berichtszeitraum schlechter ausgelastet als im Vorjahr. Insbesondere die geringere Nachfrage nach Rapsöl aus dem Biodieselsegment war hierfür verantwortlich. Die Raffination von Sojaöl dagegen war insgesamt besser ausgelastet als im Vorjahr. Dies war ein Ergebnis der guten Nachfrage nach Sojaöl für die Biodieselproduktion. Denn die Sojamethylester-Importe (SME) aus Argentinien gingen im Laufe des Jahres zurück. Und mehr SME, zeitweise auch für den Export in die USA, wurde in Europa produziert.

Die Palmölraffination im "Werk Hamburg" konnte im Jahr 2013 besser ausgelastet werden als im Vorjahr. Zwar kennzeichneten Überkapazitäten unverändert den europäischen Markt, aber aufgrund eines attraktiveren Preisverhältnisses von Palmöl gegenüber Soja- und Rapsöl stieg die Nachfrage aus dem Biodieselsektor in den Sommermonaten und führte zu einer besseren Auslastung in diesem Zeitraum.

Die Auslastung des "Werk Noblee & Thörl" war im Geschäftsjahr geringer als im Vorjahr. Auch in 2013 stellten die Kunden des "Werk Noblee & Thörl" steigende Anforderungen an die Nachhaltigkeit von Ölen und Fetten.

Die Biodiesel-Anlagen des "Werk Hamburg" und des "Werk Leer" blicken auf ein weiteres Jahr mit rückläufigen Produktionszahlen und wenig auskömmlichen Margen zurück. Ausschlaggebend dafür waren neben Überkapazitäten im europäischen Markt abermals Importe von SME aus Argentinien und Palmmethylester (PME) aus Indonesien. Insbesondere zu Beginn des Jahres 2013 waren SME und PME aus beiden Ländern aufgrund von DETs (Differential Export Taxes) und fehlender EU-Schutzzölle deutlich günstiger für europäische Verbraucher als in Europa produziertes SME und PME. Erst Ende November 2013 als die Europäische Union Importzölle auf SME aus Argentinien und PME aus Indonesien erhob, gingen die Importe aus diesen Ländern endgültig spürbar zurück.

Das "Werk Leer" war zusätzlich von einer sechswöchigen Sperrung der Schleuse des Leeraner Seehafens betroffen. Diese Sperrung machte die Versorgung des Werkes mit Rohstoffen und den Versand des Biodiesels wirtschaftlich unmöglich, so dass das Werk in diesem Zeitraum die Produktion einstellen musste.

Der Absatz von Rohglyzerin, welches als Kuppelprodukt der Biodieselherstellung anfällt, war über das gesamte Berichtsjahr stabil. Als zum Ende des Jahres die europäische Biodieselproduktion wegen rückläufiger Importe anstieg und mehr Rohglyzerin produziert wurde, kamen die Glyzerinpreise unter Druck.

Die insgesamt geringere Biodieselproduktion des "Werk Hamburg" und des "Werk Leer" wirkte sich auch auf die Auslastung der Pharmaglyzerinproduktion aus. Beide Anlagen waren im Jahr 2013 erneut geringer ausgelastet als im Vorjahr.

1.5. Gesamtaussage

Das Geschäftsjahr 2013 konnte mit einem besseren Gesamtergebnis abgeschlossen werden als das Geschäftsjahr 2012. Wesentlichen Anteil an der positiven Entwicklung hatte der Geschäftsbereich Ölsaaten- und Getreideerfassung. Nach einem deutlichen Verlust im Vorjahr hat dieser Geschäftsbereich das Berichtsjahr mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen. Auch das "Werk Leer" erzielte im Berichtsjahr ein besseres Ergebnis als im Vorjahr.

Die Silobetriebe in Hamburg konnten ihre Ergebnisse ebenfalls verbessern. Die Silobetriebe in Magdeburg-Rothensee und Riesa blieben erneut hinter den Erwartungen zurück.

Das insgesamt positive Ergebnis des Geschäftsjahres 2013 zeigt auch, dass zuvor durchgeführte Maßnahmen zur Restrukturierung gegriffen haben. Der Vorstand wird weiterhin die Entwicklung aller Geschäftsbereiche besonders aufmerksam verfolgen. Er wird dort, wo es notwendig erscheint, schnell und gezielt korrektive Maßnahmen ergreifen.

Der Vorstand wird sich weiterhin aktiv in Fachverbänden engagieren. Gemeinsam mit diesen Fachverbänden wird er das Ziel verfolgen, Entscheidungsträger in Politik und Verwaltung auf für die Branche nachteilige Konsequenzen hinzuweisen, wann immer Änderungen europäischer, nationaler oder lokaler Rahmenbedingungen in sich immer mehr globalisierenden Märkten auf den Weg gebracht werden sollen.

2. Bericht zur Ertragslage

2.1. Ertragslage der ADM Hamburg Aktiengesellschaft nach HGB

Im Geschäftsjahr 2013 wurde im Vergleich zum Vorjahr ein um EUR 13,3 Mio höheres Ergebnis nach Steuern von EUR 13,0 Mio erzielt. Das Ergebnis des Geschäftsjahres enthält periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 8,9 Mio aus der Auflösung von Rückstellungen. Im Vorjahr wurde eine Abschreibung auf Beteiligungen in Höhe von EUR 9,6 Mio vorgenommen, die im Wesentlichen zu einem im Vergleich zum Berichtsjahr geringeren Ergebnis nach Steuern führte.

In der Ertragslage der ADM Hamburg Aktiengesellschaft nach HGB werden im Geschäftsjahr 2013 alle Erträge und Aufwendungen aus dem "Werk Leer", dem "Werk Hamburg", dem "Werk Noblee & Thörl", dem "Silo Hamburg", dem "Silo Rothensee" und der "Silo Riesa" ausgewiesen.

Zu ausgewählten Einflussfaktoren nehmen wir wie folgt Stellung:

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr von EUR 251,2 Mio (Vorjahr EUR 283,9 Mio) betreffen überwiegend das "Werk Hamburg" mit EUR 120,3 Mio (Vorjahr EUR 113,0 Mio), sowie mit EUR 84,4 Mio den Bereich Biodiesel im "Werk Leer" (Vorjahr EUR 125,7 Mio). Auch im Geschäftsjahr ergaben sich im Bereich Biodiesel Margenbelastungen, insbesondere aufgrund der in Deutschland existierenden Überkapazitäten.

Bei den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenständen des Anlagevermögens und Sachanlagen von EUR 13,2 Mio (Vorjahr EUR 12,5 Mio) handelt es sich um planmäßige Abschreibungen. Im Vorjahr wurde nach Prüfung der Wertansätze unserer Beteiligungen eine Abschreibung von EUR 9,6 Mio vorgenommen.

Die Steigerungen im Zinsergebnis um EUR 0,6 Mio auf EUR -2,5 Mio. (Vorjahr EUR -3,1 Mio) ergeben sich insbesondere aufgrund gesunkener Verbindlichkeiten.

Insgesamt wird ein um EUR 18,8 Mio höheres Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von EUR 19,8 Mio (Vorjahr EUR 1,1 Mio) ausgewiesen. Die Aufwendungen aus Ertragsteuern von EUR 6,6 Mio (Vorjahr EUR 1,2 Mio) enthalten die von der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH belasteten Steuerumlagen. Sie wurden wie im Vorjahr auf Basis einer fiktiven originären Steuerpflicht ermittelt.

2.2. Ertragslage des Segments Ölmühle nach IFRS

Im Geschäftsjahr 2013 wurde im Vergleich zum Vorjahr ein höheres Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsergebnis von EUR 11,1 Mio erzielt.

Im Geschäftsjahr werden in der Ertragslage des Segments Ölmühle wie im Vorjahr ausschließlich die Verarbeitungsaktivitäten des "Werk Hamburg" sowie die Geschäftsaktivitäten der Silobetriebe und der ADM Rothensee GmbH & Co. KG ausgewiesen.

Das "Werk Hamburg" hat im Geschäftsjahr Lohnverarbeitungserlöse aus der Saatenverarbeitung in Höhe von EUR 100,8 Mio erzielt (Vorjahr EUR 113,0 Mio).

Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Silobetriebe hat sich im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr über alle Bereiche verbessert. Im Gegensatz zum Umschlagsschäft ist das Lagergeschäft der ADM Hamburg Aktiengesellschaft - Silo Hamburg, wie auch das Lagergeschäft der auf den Export fokussierten Silobetriebe in dem ADM Hamburg Konzern im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig. Die Silobetriebe konnten im Geschäftsjahr insgesamt Umsatzerlöse vor Eliminierungen in Höhe von EUR 22,9 Mio (Vorjahr EUR 21,2 Mio) erzielen.

Die ADM Rothensee GmbH & Co. KG als Erfasser von Getreide und Ölsaaten hat im abgelaufenen Geschäftsjahr weniger Mengen umgeschlagen und erzielte Umsatzerlöse in Höhe von EUR 192,0 Mio (Vorjahr EUR 201,3 Mio). Das erzielte Ergebnis der ADM Rothensee beläuft sich im Geschäftsjahr auf einen Verlust von EUR 1,7 Mio.(Vorjahr Verlust EUR 7,9 Mio.). Die im Vorjahr durch die Gesellschaft umgesetzten ersten operativen Maßnahmen zur Erreichung einer positiveren Ertragslage haben in 2013 erste Erfolge bewirkt.

Im Konzernabschluss werden derivative Finanzinstrumente zu Marktwerten bewertet. Aus der Bewertung von offenen derivativen Finanzinstrumenten werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erträge von EUR 2,3 Mio (Vorjahr EUR 6,1 Mio) sowie Aufwendungen von EUR 2,6 Mio (Vorjahr EUR 4,7 Mio) ausgewiesen. Auf das Segment "Ölmühle" entfallen Erträge von EUR 2,3 Mio (Vorjahr EUR 6,1 Mio) und Aufwendungen von EUR 2,5 Mio (Vorjahr EUR 4,7 Mio).

2.3. Ertragslage des Segments Weiterverarbeitung nach IFRS

Im Geschäftsjahr 2013 wurde im Vergleich zum Vorjahr ein um EUR 11,2 Mio höheres Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsergebnis von EUR 11,4 Mio erzielt. Im Geschäftsjahr werden in der Ertragslage des Segments Weiterverarbeitung wie im Vorjahr ausschließlich die Biodieselverarbeitungsaktivitäten des "Werk Hamburg" als Lohnverarbeiter für die ADMI und die Biodieselaktivitäten des "Werk Leer" sowie die Geschäftsaktivitäten des "Werk Noblee & Thörl" ausgewiesen.

Im Segment Weiterverarbeitung ergaben sich im Bereich Biodiesel Umsatzerlöse vor Eliminierungen im Geschäftsjahr von EUR 103,9 Mio (Vorjahr EUR 144,0 Mio). Im Biodieselbereich waren im Geschäftsjahr 2013 die Margensituation und die Auslastung der Anlagen unter anderem aufgrund der in Deutschland existierenden Überkapazitäten stark belastet.

Für das "Werk Noblee & Thörl" sind im Geschäftsjahr Umsatzerlöse vor Eliminierungen bei einer zufriedenstellenden Auslastung der Produktionsanlagen von EUR 31,8 Mio (Vorjahr EUR 30,2 Mio) erzielt worden.

Im Konzernabschluss werden derivative Finanzinstrumente zu Marktwerten bewertet. Aus der Bewertung von offenen derivativen Finanzinstrumenten werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erträge von EUR 2,3 Mio (Vorjahr EUR 6,1 Mio) sowie Aufwendungen von EUR 2,6 Mio (Vorjahr EUR 4,7 Mio) ausgewiesen. Auf das Segment "Weiterverarbeitung" entfallen Aufwendungen von EUR 0,1 Mio (Vorjahr EUR 0,0 Mio).

3. Bericht zur Finanzlage

Die Ziele des Finanzmanagement liegen in der Sicherstellung der Liquidität sowie in der Begrenzung der Wechselkursrisiken. Dazu wird die Finanzierung der Geschäftsaktivitäten der ADM Hamburg Aktiengesellschaft sowie aller Tochtergesellschaften unverändert fast ausschließlich durch verbundene Unternehmen der weltweiten ADM Gruppe sichergestellt. Zum Bilanzstichtag bestehen keine langfristigen Bankverbindlichkeiten.

Die im Geschäftsjahr durchgeführten Investitionen des Konzerns in immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen in Höhe von EUR 14,7 Mio konnten nahezu vollständig aus den Mittelzuflüssen aus betrieblicher Tätigkeit gedeckt werden. Der Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit betrug im ADM Hamburg Konzern im Geschäftsjahr EUR 14,7 Mio (Vorjahr EUR 49,6 Mio).

Liquiditätsrisiken sind aufgrund der Finanzierungsstruktur derzeit weder für die ADM Hamburg Aktiengesellschaft noch für den Konzern ersichtlich.

Wesentliche Währungspositionen bestehen für die ADM Hamburg Aktiengesellschaft und den ADM Hamburg-Konzern nicht, da im Wesentlichen in Euro gehandelt wird sowie bestehende Fremdwährungsgeschäfte durch Sicherungsgeschäfte begrenzt werden.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzten sich am Bilanzstichtag wie auch im Vorjahr aus den Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen sowie dem Bestellobligo für Anlagevermögen zusammen und bestehen in einer der Geschäftstätigkeit des Konzerns und der ADM Hamburg Aktiengesellschaft angemessenen Höhe.

Wir erwarten auch in der Zukunft Liquiditätsüberschüsse aus der Geschäftstätigkeit der ADM Hamburg Aktiengesellschaft und des ADM Hamburg-Konzerns.

4. Bericht zur Vermögenslage

Die Vermögenslage der ADM Hamburg Aktiengesellschaft und des ADM Hamburg Konzerns ist wie im Vorjahr weiterhin geordnet.

Im handelsrechtlichen Jahresabschluss der ADM Hamburg Aktiengesellschaft hat sich die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um EUR 30,8 Mio auf EUR 254,2 Mio verringert. Die Reduzierung ergibt sich hauptsächlich aus einer Veränderung in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie einer Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der Sonstigen Vermögensgegenstände.

Der Buchwert des Anlagevermögens ist im Vergleich zum Vorjahr mit EUR 148,8 Mio fast unverändert geblieben. Den Investitionen in Höhe von EUR 15,0 Mio stehen planmäßige Abschreibungen von EUR 13,2 Mio sowie Anlagenabgänge mit Restbuchwerten von EUR 1,5 Mio gegenüber. Bei den Investitionen im Geschäftsjahr handelt es sich im Wesentlichen um im Geschäftsjahr begonnene und zum Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossene Projekte zur Ausweitung des bestehenden Kraftwerkes der 1. und 2. Linie, die Erweiterung des Tanklagers sowie Investitionen in die Biodieselanlage. Im Wesentlichen betreffen die Restbuchwerte aus Anlagenabgängen die Einbringung des Betriebsteils "Silo Rostock" in die neugegründete Gesellschaft RGL (Rostocker Getreide Lager) GmbH & Co. KG, Hamburg. Die Buchwerte der eingebrachten Vermögensgegenstände abzüglich der übernommenen Schulden führten zu einem Zugang zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen von EUR 1,8 Mio. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 6,4 Prozentpunkte erhöht und beträgt zum Bilanzstichtag 58,6 % (Vorjahr 52,1 %).

Auf der Passivseite haben sich im Vergleich zum Vorjahr hauptsächlich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um EUR 24,4 Mio auf EUR 173,6 Mio vermindert.

Aufgrund der Ergebnisübernahme wird ein unverändertes Eigenkapital der ADM Hamburg Aktiengesellschaft in Höhe von EUR 41,2 Mio ausgewiesen. Unter Berücksichtigung einer niedrigeren Bilanzsumme beträgt der Eigenkapitalanteil an der Bilanzsumme nunmehr 16,2 % (Vorjahr 14,5 %).

Im Konzernabschluss verringert sich die Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr um EUR 28,7 Mio auf EUR 320,3 Mio. Neben dem Rückgang des Vorratsvermögens (EUR -36,7 Mio) erhöhten sich im Stichtagsvergleich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um insgesamt EUR 10,0 Mio.

Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen hat sich gegenüber dem Vorjahr um insgesamt EUR 2,7 Mio erhöht. Den gesamten Investitionen im Berichtszeitraum in Höhe von EUR 14,7 Mio stehen planmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 11,9 Mio gegenüber Bei den Investitionen im Geschäftsjahr handelt es sich im Wesentlichen um im Geschäftsjahr begonnene und zum Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossene Projekte zur Ausweitung des bestehenden Kraftwerkes der 1. und 2. Linie, die Erweiterung des Tanklagers sowie Investitionen in die Biodieselanlage. Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme erhöhte sich leicht gegenüber dem Vorjahr auf 64,4 % (Vorjahr 58,4 %).

Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital nach Berücksichtigung der Ergebnisabführung der ADM Hamburg Aktiengesellschaft in Höhe von EUR 13,0 Mio und des im Geschäftsjahr 2013 ausgewiesenen Konzerngesamtergebnisses von EUR 14,7 Mio insgesamt um EUR 1,8 Mio auf EUR 64,1 Mio. Die Konzern-Eigenkapitalquote erhöhte sich aufgrund der geringeren Bilanzsumme auf 20,0 % (Vorjahr 17,9 %).

5. Gesamtaussage zur Lage

Die Vermögens- und Finanzlage der ADM Hamburg Aktiengesellschaft und des ADM Hamburg Konzerns sind weiterhin geordnet. Im Geschäftsjahr 2013 hat die ADM Hamburg Aktiengesellschaft ein Ergebnis vor Ergebnisabführung von EUR 13,0 Mio erzielt. Im ADM Hamburg Konzern ergab sich im Geschäftsjahr 2013 ein Konzernjahresergebnis in Höhe von EUR 13,9 Mio.

Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2014 ein vergleichbares, positives Ergebnis wie im abgelaufenen Geschäftsjahr.

6. Nachtragsbericht

Die ATR Landhandel GmbH & Co. KG, Ratzeburg, hat sich im Februar 2014 im Rahmen eines Joint Venture an der RGL (Rostocker Getreide Lager) GmbH & Co. KG beteiligt. Wir erwarten daraus eine Verbesserung der Auslastung und des Ergebnisses bei dieser Gesellschaft.

Darüber hinaus sind uns keine Ereignisse von wesentlicher Bedeutung nach dem Bilanzstichtag bekannt geworden.

7. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Der Vorstand der ADM Hamburg Aktiengesellschaft blickt zuversichtlich in das Jahr 2014.

Es wird erwartet, dass die Auslastung wesentlicher Produktionsteile, für die Lohnverarbeitungsverträge geschlossen wurden, in 2014 in etwa auf gleichem Niveau bleiben wird wie im Geschäftsjahr 2013. Die Biodieselproduktion in Europa und damit die Auslastung der Produktionsanlagen sollte 2014 steigen, da Biodiesel-Importe aus Argentinien und Indonesien aufgrund der Importzölle ausbleiben werden. Dadurch könnten sich auch die Margen der europäischen Biodieselproduzenten leicht verbessern.

Darüber hinaus erwartet der Vorstand, dass sich das Ölsaaten- und Getreideerfassungsgeschäft in 2014 weiter positiv entwickeln wird. Die Umschlagsleistung der konzerneigenen Silos in 2014 wird als gleichbleibend bis leicht ansteigend eingeschätzt.

Der Vorstand blickt ebenfalls zuversichtlich in den Zeitraum über das Jahr 2014 hinaus. Er bleibt zuversichtlich, obwohl zum Beispiel im Bereich der europäischen und deutschen Biokraftstoffgesetzgebung richtungsweisende Entscheidungen und Änderungen bevorstehen. Entscheidungen, die aufgrund der allgemein biokraftstoffkritischen Stimmungslage weniger rational als emotional ausfallen könnten und die die zukünftige Nachfrage nach Biokraftstoffen, die aus Pflanzenölen hergestellt werden, negativ beeinflussen könnten.

Auf europäischer Ebene geht es um die Entscheidung der Kommission, des Rates und des Parlamentes zum Umgang mit iLUC, Indirect Landuse Change beziehungsweise indirekte Landnutzungsänderungen, im Zusammenhang mit dem Anbau von Rohstoffen für die Biodieselproduktion. Ein Kompromiss über den am 17. Oktober 2012 vorgelegten Richtlinienänderungsvorschlag der Europäischen Kommission zur Änderung der RED (Renewable Energy Directive) konnte bisher nicht erzielt werden. Würde der ursprüngliche Vorschlag der Kommission ohne wesentliche Änderungen umgesetzt werden, hätte dies erhebliche Auswirkungen auf den Absatz von Biodiesel und auf die Agrarmärkte in Europa.

Darüber hinaus zeichnet sich ab, dass die EU für den Zeitraum nach 2020 keine verbindlichen Ziele für den Einsatz von Biokraftstoffen im Verkehr vorgeben will, wie es bisher noch für den Zeitraum bis 2020 der Fall ist.

Auf nationaler Ebene steht die Einführung der sogenannten Dekarbonisierung an. Der Umstieg der deutschen Biokraftstoffgesetzgebung weg von dem Ziel, einen energetischen Mindestanteil von Biokraftstoffen auf den Markt zu bringen, hin zu einem CO2 -Minderungsziel hätte, wenn dieser wie geplant zum 01. Januar 2015 umgesetzt würde, Folgen für die deutschen Biodieselproduzenten, Ölmühlen und die Landwirtschaft. Denn infolge dieses Umstieges könnte in den Jahren 2015 und 2016 der deutsche Biodieselbedarf deutlich zurückgehen.

Ein Rückgang der Nachfrage nach Biodiesel insgesamt hätte nicht nur negative Auswirkungen auf die Auslastung der Biodieselproduktionsanlagen, sondern auch auf die Auslastung der Ölsaatenverarbeitung und der Raffination und damit auf Umsatzerlöse und Konzernergebnis.

Es bleibt allerdings fraglich, ob alle anstehenden politischen Weichenstellungen in der Form umgesetzt werden, wie sie aktuell diskutiert werden. Denn Biokraftstoffe sind nicht nur für den europäischen Agrarsektor von großer Bedeutung. Biokraftstoffe sind die einzige regenerative Alternative in flüssiger Form für den Straßenverkehr, insbesondere den Schwerlastverkehr. Und sie verringern die bestehende Abhängigkeit Europas von den endlichen fossilen Kraftstoffen und deren Import aus einer Handvoll erdölexportierender Länder.

Auch in kommenden Jahren wird der Konzern Projekte umsetzen, die die Standorte der ADM Hamburg Aktiengesellschaft noch konkurrenzfähiger machen werden. Dabei stehen die Steigerung der Effektivität und Effizienz weiterhin im Vordergrund.

Die Entwicklung der Weltwirtschaft bleibt unvorhersehbar. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Ausblick zwar etwas optimistischer geworden. Aber es gibt neue politische Krisenherde auf der Welt und Anzeichen dafür, dass einige Länder der EU in eine Deflation rutschen könnten. Weiterhin aber gilt, dass nationale wie globale Wirtschaftskrisen und nationale Unruhen meist nur geringen Einfluss auf die Agrarmärkte und das Geschäft des Konzerns haben.

Diese Prognose einer insgesamt guten Auslastung für nachfolgende Geschäftsjahre basiert auch auf den nach wie vor intakten globalen Megatrends, wie dem Bevölkerungswachstum, dem Anstieg der durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen in den Schwellenländern, dem daraus resultierenden veränderten Konsumverhalten und der stetigen Urbanisierung.

Auch Biokraftstoffe der ersten Generation, wie sie in Hamburg und Leer hergestellt werden, sollten aufgrund der weiter steigenden Mobilität ihren festen Platz im europäischen Energiemix nach 2020 behalten. Dem gegenüber stehen die abnehmende Verfügbarkeit natürlicher Ressourcen und eine zunehmende Klimaerwärmung.

Es liegt auf der Hand, dass die Nachfrage nach Speiseölen, Proteinschroten und alternativen Kraftstoffen in solch einem Umfeld weiter steigen wird.

Diese Prognose hat ihr solides Fundament in der Einbindung der ADM Hamburg Aktiengesellschaft in den Konzern der ADM, in den Logistikvorteilen der Standorte des Konzerns der ADM Hamburg Aktiengesellschaft sowie in den hochqualifizierten und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an allen Standorten des Konzerns.

Der ADM Hamburg Konzern ist als international tätiger Konzern im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeiten Währungs- und Commodity-Risiken ausgesetzt.

Der Konzernvorstand bedient sich bei der Überwachung dieser Risiken neben seinem eigenen Berichtswesen unter anderem des Instrumentariums, welches von der Muttergesellschaft (ADM) bereitgestellt wird. Die Unternehmenspolitik der ADM ist die Begrenzung dieser Risiken durch ein systematisches Risiko-Management. Als Instrumente dienen vor allem Devisentermingeschäfte und Commodity-Termingeschäfte.

Die ADM Hamburg Aktiengesellschaft als auch die Tochtergesellschaften begegnen diesen Risiken durch das umfassende Risikomanagement des ADM Konzerns, das in unsere Aufbau- und Ablauforganisation integriert ist. Die Konzernunternehmen der ADM Gruppe unterliegen einem strikten Risiko-Management. Handlungsrahmen, Verantwortlichkeiten und Kontrollen sind in internen Richtlinien verbindlich festgelegt. Finanzinstrumente dürfen demnach grundsätzlich nicht zu Spekulationszwecken eingesetzt werden, sondern dienen der Absicherung von Risiken im Zusammenhang mit dem operativen Geschäft.

Absicherungen im Commodity-Bereich dienen primär der Mengen-, als auch der Margen-Sicherung. Devisentermingeschäfte dienen der Minimierung von Wechselkursschwankungen bezogen auf die Funktionalwährung.

Bezüglich der Sicherungsgeschäfte bestehen Vertragsverhältnisse mit verschiedenen Unternehmen aus dem ADM Konzern, die sich auf die Durchführung von Sicherungsgeschäften spezialisiert haben. Somit wird die ADM Hamburg Aktiengesellschaft in die konzernweiten Sicherungsaktivitäten einbezogen. Die Durchführung der Sicherungsgeschäfte erfolgt für die ADM Hamburg Aktiengesellschaft im Biodieselgeschäft unter anderem durch den Abschluss von PLATTS-Derivaten. Die Sicherungsgeschäfte im Raps-Bereich erfolgen über den Marché à Terme International de France (MATIF).

Als weiteres Risiko ergibt sich im Finanzbereich das Kreditausfallrisiko. Für das Kreditrisiko bestehen Kreditversicherungen. Allen operativen Risiken wird durch Qualitätssicherungssysteme, Schulung und Weiterbildung der Mitarbeiter, regelmäßige Wartung der Anlagen und den Abschluss geeigneter Versicherungen begegnet. Risiken aus dem rechtlichen Umfeld stehen unter ständiger Beobachtung. Die Wirksamkeit wird regelmäßig durch die Revisionsabteilung des ADM Konzerns überprüft. Ein enger Kontakt zu den Verbänden der einzelnen Betätigungsfelder soll helfen, frühzeitig Risiken zu erkennen und im konstruktiven Dialog die Rahmenbedingungen mitzugestalten.

8. Forschung und Entwicklung

Die Aufwendungen für Forschung- und Entwicklung sind im Vergleich zu den gesamten Aufwendungen unwesentlich. Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit dient im Wesentlichen der produktbezogenen Auftragsabwicklung und führt nicht zur Bildung immaterieller Vermögenswerte.

9. Personal

Im Berichtsjahr beschäftigte die ADM Hamburg Aktiengesellschaft durchschnittlich 605 (Vorjahr 602) Mitarbeiter, davon 40 (Vorjahr 33) Auszubildende. Im Konzern wurden durchschnittlich 644 (Vorjahr 641) Mitarbeiter beschäftigt. Hiervon sind 40 (Vorjahr 33) Auszubildende.

Unser Dank und unsere Anerkennung gilt allen unseren Mitarbeitern. Das gute wirtschaftliche Ergebnis, mit dem der Konzern ADM Hamburg Aktiengesellschaft das Geschäftsjahr 2013 abschließen konnte, ist in erheblichem Maße durch ihre Flexibilität und ihren tatkräftigen Einsatz ermöglicht worden.

 

Hamburg, den 28. März 2014

Der Vorstand

Jaana Karola Kleinschmit von Lengefeld

Detlef Ernst Evers

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns der ADM Hamburg Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Berlin, 15. Mai 2014

RSM Deutschland GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Holger Böge, Wirtschaftsprüfer

Bernhard Christi, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Überwachung der Geschäftsführung

Das Geschäftsjahr 2013 war durch eine gute Versorgungslage der Weltmärkte mit Ölsaaten geprägt. Von anfänglichen logistischen Engpässen der Sojabohnenversorgung aus Südamerika blieb unser Unternehmen verschont. Wichtige Projekte im Bereich der Eigenversorgung mit Strom und Dampf einerseits sowie Projekte zur Energieeinsparung andererseits wurden mit Hochdruck vorangebracht. Die Diskussion über die zukünftige Ausrichtung der europäischen Biokraftstoffpolitik blieb auch im abgelaufenen Jahr ohne Ergebnis. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand während des Geschäftsjahres wiederum aktiv durch Beratungen und Diskussionen begleitet sowie gleichzeitig auf der Grundlage von Vorstandsberichten und gemeinsamen Sitzungen laufend überwacht und sich dabei von der Rechts- und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Die seiner Zustimmung bedürfenden Geschäfte hat er überprüft und jeweils mit dem Vorstand besprochen.

Aufsichtsratszusammensetzung

Dem aus insgesamt zwei Vertretern der Aktionäre und einem Vertreter der Arbeitnehmer bestehenden Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2013 an:

a) Prof. Dr. Klaus-Peter Hopp (Vorsitzender, bis 15. August 2013)

b) Christopher Peter Horry (Vorsitzender, ab 15. August 2013)

c) Brent Fenton (stellvertretender Vorsitzender, bis 31. Oktober 2013)

d) Thomas Schlomm (Arbeitnehmervertreter)

Mit Wirkung zum 10. April 2014 ist Herr Kevin Brassington als Nachfolger von Herrn Brent Fenton durch gerichtlichen Beschluss zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt worden. Außerdem wurde Herr Ralf Schulz mit Wirkung vom 13. Mai 2014 durch gerichtlichen Beschluss zum Mitglied des Aufsichtsrats als Nachfolger von Herrn Christopher Peter Horry, der sein Aufsichtsratsmandat mit Wirkung zum 28. April 2014 niedergelegt hat, bestellt. Der Aufsichtsrat hat am 13. Mai 2014 Herrn Ralf Schulz als neuen Vorsitzenden und Herrn Kevin Brassington als neuen stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt.

Der Aufsichtsrat hat angesichts seiner auf drei Mitglieder beschränkten Größe keine Ausschüsse gebildet.

Sitzungen des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2013 in insgesamt zwei Sitzungen am 7. Mai und 15. August 2013 über die laufende Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung, über die Budgetplanung, die strategischen Ziele, das Risikomanagement sowie alle organisatorischen und personellen Veränderungen einschließlich aller weiteren Vorgänge von wesentlicher Bedeutung umfassend unterrichten lassen. Darüber hinaus hat der Vorstand laufend durch detaillierte Berichte über prägende Geschäftsvorfälle der Gesellschaft und des Konzerns informiert. Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Vorstands eingehend diskutiert und die Entwicklungsperspektiven des Unternehmens mit dem Vorstand erörtert. Ein wichtiges Thema in allen Sitzungen war auch die Berichterstattung des Vorstands über den Stand der großen Investitionsprojekte, den der Aufsichtsrat mit dem Vorstand diskutiert hat. Im Übrigen stand der Aufsichtsratsvorsitzende in ständigem, engem Kontakt zum Vorstand, der ihn über aktuelle Geschäftsvorgänge umfassend unterrichtete und mit dem regelmäßig Gespräche über wesentliche strategische und geschäftspolitische Fragen der Gesellschaft und des Konzerns geführt wurden. Soweit der Aufgabenkreis des Vorstands bzw. das Zusammenwirken der Organe betroffen war, hat der Vorstand an den Sitzungen des Aufsichtsrats teilgenommen.

Personalangelegenheiten

Mit Wirkung vom 31. Dezember 2013 Herr Dr. Martin Kropp sein Amt als ordentliches Mitglied des Vorstands der ADM Hamburg Aktiengesellschaft niedergelegt. Der Aufsichtsrat hat mit Wirkung vom 15. Mai 2014 Herrn Dr. Kai-Uwe Ostheim, der seit 1999 im ADM-Konzern in verschiedenen Verantwortungsbereichen tätig ist, in der Nachfolge von Herrn Dr. Kropp zum Mitglied des Vorstands der Gesellschaft bestellt.

Corporate Governance

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist in dem Anhang des Konzernabschlusses, abgedruckt in diesem Geschäftsbericht, ausgewiesen.

Rechnungslegung

Als Abschlussprüfer wurde von der Hauptversammlung der Gesellschaft die RSM Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gewählt. Der Aufsichtsrat hat daraufhin den Prüfungsauftrag erteilt. Der Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss der ADM Hamburg Aktiengesellschaft und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 sowie den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen.

Am 15. Mai 2014 fand die Bilanzaufsichtsratssitzung statt. Die entsprechenden Vorlagen und Prüfungsberichte wurden den Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig im Vorfeld dieser Sitzung ausgehändigt. Der Abschlussprüfer nahm an der Sitzung teil, berichtete über den Verlauf der Prüfung und die Prüfungsergebnisse und stand für die Beantwortung von Fragen sowie zur Diskussion der Unterlagen zur Verfügung.

Das Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat nach eigenen Prüfungen von Jahresabschluss, Konzernabschluss sowie zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht der Gesellschaft keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt, der damit festgestellt ist. Der Aufsichtsrat hat auch den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss gebilligt.

Danksagung

Der Aufsichtsrat bedankt sich bei den Vorstandsmitgliedern, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft und den Betriebsräten für das große Engagement, für ihren tatkräftigen Einsatz im Interesse des Unternehmens sowie für die im Geschäftsjahr 2013 erzielten Erfolge.

 

Hamburg, 20. Mai 2014

Für den Aufsichtsrat

Ralf Schulz, Vorsitzender