![]() ADM Hamburg AktiengesellschaftHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015BilanzAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang(1) Rechtliche GrundlageDer Jahresabschluss der ADM Hamburg Aktiengesellschaft, Hamburg ("ADM Hamburg"), zum 31. Dezember 2015 wurde wie im Vorjahr nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. (2) Anteilsbesitz der ADM Hamburg
Die Geschäftsjahre der aufgeführten Unternehmen enden jeweils zum 31. Dezember. (3) Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze werden im Vergleich zum Vorjahr unverändert angewendet. Die immateriellen Vermögensgegenstände sowie das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und werden, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Abschreibungsmethode vorgenommen. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig. Den Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zu Grunde: Gebäude 20 - 40 Jahre Technische Anlagen und Maschinen 8 - 15 Jahre Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 - 10 Jahre Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind mit den ursprünglichen Anschaffungskosten abzüglich außerplanmäßiger Abschreibung angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Marktpreisen angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Erfüllungsbeträge für Pensionsverpflichtungen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Anwendung eines Rechnungszinses von 3,89% p.a. (Vorjahr: 4,53% p.a.) ermittelt. Dabei wurden wie im Vorjahr ein Gehaltstrend von 2,75% p.a., ein Rententrend von 1,75% p.a. sowie eine Fluktuationsrate von 0,5% p.a. für Beschäftigte im Alter zwischen 20 und 50 Jahren zugrundegelegt. Als Rechnungsgrundlagen dienten die "Richttafeln 2005 G" von K. Heubeck. Die übrigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 0,25% p.a. (Vorjahr: 0,25% p.a.) und auf der Grundlage der "Richttafeln 2005 G" von K. Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Die Rückstellungen wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Soweit für Verpflichtungen aus der Altersversorgung und vergleichbaren Verpflichtungen Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB bestehen, sind diese zum Zeitwert angesetzt und mit den entsprechenden Rückstellungen verrechnet worden. Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen ausgewiesen. (4) WährungsumrechnungForderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Stichtag bewertet. Angaben zur Bilanz(5) AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem Anlagengitter dargestellt, das als Anlage diesem Anhang beigefügt ist. (6) Forderungen gegen verbundene UnternehmenDie Forderungen resultieren sowohl aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr als auch aus laufenden Verrechnungen im Rahmen des Cash-Clearing-Systems der ADM Gruppe. (7) Sonstige VermögensgegenständeDer Posten enthält zum 31. Dezember 2015 Ansprüche aus der Erstattung von Verbrauchsteuern in Höhe von TEUR 21.319 (Vorjahr: TEUR 40.134). (8) Gezeichnetes KapitalDas Grundkapital der ADM Hamburg beträgt zum 31. Dezember 2015 weiterhin TEUR 19.143. Es ist eingeteilt in 748.800 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Die ADM Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg, hält an der ADM Hamburg eine Mehrheitsbeteiligung. Im Juli 1996 hat ADM Hamburg mit der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH als herrschendem Unternehmen einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. 9) Rückstellungen für PensionenEs handelt sich hierbei um Verpflichtungen aus Direktzusagen. Von den Erfüllungsbeträgen sind Zeitwerte des Deckungsvermögens in Höhe von TEUR 2.829 (Vorjahr: TEUR 2.861) abgesetzt. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betrugen TEUR 2.567 (Vorjahr: TEUR 2.598). Die ADM Hamburg ist eines der Trägerunternehmen der ADM Unterstützungskasse GmbH, Hamburg. Für die mittelbaren Verpflichtungen hieraus ergibt sich im Vergleich der unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2005 G" von K. Heubeck ermittelten Erfüllungsbeträge für die zukünftigen Leistungen der Unterstützungskasse zu ihrem Kassenvermögen für die ADM Hamburg ein Fehlbetrag von TEUR 15.687 (Vorjahr: TEUR 13.551). (10) Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen gebildet für Zahlungsrisiken aus Energiesteueraußenprüfungen, Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern sowie ausstehende Rechnungen. Von den Erfüllungsbeträgen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit ist ein Deckungsvermögen mit einem Zeitwert in Höhe von TEUR 540 (Vorjahr: TEUR 361) abgesetzt. Der Zeitwert entspricht den Anschaffungskosten. (11) VerbindlichkeitenSämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren sowohl aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr als auch aus laufenden Verrechnungen im Rahmen des Cash-Clearing-Systems der ADM Gruppe sowie aus Ertragsteuerumlage und Ergebnisabführung. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten solche aus Steuern in Höhe von TEUR 1.243 (Vorjahr: TEUR 677). (12) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung(13) Umsatzerlöse
(14) Sonstige betriebliche ErträgeIn den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Kursdifferenzen aus der Folgebewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen in Höhe von TEUR 104 (Vorjahr: TEUR 122) enthalten. Der Posten enthält periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, aus der Auflösung von Wertberichtigungen zu Forderungen und aus der Erstattung von Energiesteuern für frühere Jahre in Höhe von insgesamt TEUR 9.509. Im Vorjahr enthielt dieser Posten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 3.000 aus der Wertaufholung bei Anteilen an verbundenen Unternehmen. (15) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für UnterstützungDer Posten enthält Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 213 (Vorjahr: TEUR 1.026). (16) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und SachanlagenIn den Abschreibungen sind außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert in Höhe von TEUR 2.424 (Vorjahr: 2.593) enthalten. (17) Sonstige betriebliche AufwendungenIn den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Kursdifferenzen aus der Folgebewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen in Höhe von TEUR 97 (Vorjahr: TEUR 64) enthalten. (18) Erträge aus BeteiligungenDie Erträge aus Beteiligungen enthalten solche von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 201 (Vorjahr: TEUR 428). (19) ZinsenDie Zinserträge von verbundenen Unternehmen betrugen im Geschäftsjahr TEUR 107 (Vorjahr: TEUR 186). Die Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen betrugen bei der ADM Hamburg TEUR 3.083 (Vorjahr: TEUR 2.026). In den Zinsaufwendungen sind Beträge aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.443 (Vorjahr: TEUR 681) enthalten. (20) Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie ADM Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg, hat der ADM Hamburg gemäß einer Vereinbarung vom 1. Dezember 1997 für das Geschäftsjahr 2015 Körperschaft-, Gewerbeertragsteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von TEUR 5.790 belastet (Vorjahr: TEUR 379), die in diesem Posten enthalten sind. (21) Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter GewinnDas Jahresergebnis der ADM Hamburg wurde aufgrund eines im Juli 1996 abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags von der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg, übernommen. Sonstige Angaben(22) Aufgliederung der Arbeitnehmerzahl nach Gruppen
(23) Organe der GesellschaftVorstand:Jaana Karola Kleinschmit von Lengefeld, Vorstand, Vorsitzende Dr. Kai-Uwe Ostheim, Vorstand Aufsichtsrat:Christian Gutzeit (Vorsitzender), Senior Audit Manager (seit 17. Dezember 2015) Ralf Schulz (Vorsitzender), European Group Controller Softseeds, Corporate and Energy Trading (bis 31. Oktober 2015) Duane Holz (stellvertretender Vorsitzender), Vice President Softseed Crushing, Oils and Fats, (seit 17. Dezember 2015) Kevin Brassington, Managing Director European Oilseeds (bis 30. September 2015) Stefan Schmans, Anlagenfahrer1 (24) Angaben zu Organen der GesellschaftDie kurzfristig fälligen Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2015 betragen TEUR 714 (Vorjahr: TEUR 580). Die Pensionszahlungen an ausgeschiedene Vorstandsmitglieder sowie die Hinterbliebenen früherer Vorstandsmitglieder beliefen sich auf TEUR 285 (Vorjahr: TEUR 226). Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern bzw. ihren Hinterbliebenen beträgt zum 31. Dezember 2015 bei der ADM Hamburg TEUR 4.263 (Vorjahr: TEUR 4.356). Die Aufwendungen für Vergütungen an den Aufsichtsrat betrugen im Geschäftsjahr 2015 TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 8). (25) Mutterunternehmen gemäß § 285 Nr. 14 HGBDie ADM Hamburg erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen, welcher am Sitz der Gesellschaft erhältlich ist und im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird. Die ADM Hamburg wird in den Konzernabschluss der Archer Daniels Midland Company, Decatur, Illinois/USA, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss mit Geschäftsbericht ist am Sitz dieser Gesellschaft erhältlich. Darüber hinaus wird er im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. (26) Honorar des AbschlussprüfersDie entsprechenden Angaben sind im Anhang zum Konzernabschluss der ADM Hamburg enthalten.
Hamburg, den 31. März 2016 Der Vorstand Jaana Karola Kleinschmit von Lengefeld Dr. Kai-Uwe Ostheim Unser Dank und unsere Anerkennung gilt auch allen unseren Mitarbeitern. Entwicklung des Anlagevermögens
Konzernlagebericht UND LAGEBERICHT DER ADM HAMBURG AKTIENGESELLSCHAFT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 01.01. - 31.12.2015GRUNDLAGE DES KONZERNS / DER GESELLSCHAFTDie ADM Hamburg Aktiengesellschaft ist in den weltweit operierenden Konzern der Archer Daniels Midland Company (ADM) eingebunden. Der wirtschaftliche Erfolg des Konzerns der ADM Hamburg Aktiengesellschaft wird durch diese Einbindung wesentlich begünstigt. Die Vorteile liegen in dem internationalen und technischen Know-how, der Forschung und Entwicklung und der umfassend vorhandenen Erfahrungen im Konzernverbund. Die Investitionskraft der Gruppe ist ein Garant für stetigen Fortschritt, auch am Standort Hamburg. ADM ist ein globaler Marktführer in der Verarbeitung von Ölsaaten, Mais und anderer landwirtschaftlicher Rohstoffe sowie Hersteller von Aromen und Geschmacksstoffen. Mit weltweit über 280 Produktionsanlagen, 428 Anlagen zur Erfassung von Agrarrohstoffen, 39 Innovationszentren und einer Präsenz in mehr als 160 Ländern ist das Unternehmen ständig bestrebt, in den bestehenden Geschäftsfeldern zu wachsen. Wachstum wird dabei sowohl organisch als auch durch strategische Zukäufe generiert. ADM verfügt über ein globales Netzwerk zum Transport landwirtschaftlicher Rohstoffe. Auch in der Herstellung nachwachsender und umweltschonender Kraftstoffe wie Biodiesel und Bioethanol ist ADM weltweit einer der Marktführer. DER KONZERN DER ADM HAMBURG AKTIENGESELLSCHAFTAuch der Konzern der ADM Hamburg Aktiengesellschaft mit Sitz in Hamburg ist ein führender Verarbeiter von Ölsaaten in Europa. Kernkompetenz des Konzerns ist die Verarbeitung von Sojabohnen und Rapssaat. Zusätzliche Kompetenzen in den Bereichen des Lagerns und Umschlagens von landwirtschaftlichen Rohstoffen sowie der Weiterverarbeitung von pflanzlichen Ölen und Fetten runden die Gesamtleistung ab. Die Aktivitäten des Konzerns sind in zwei Geschäftsfelder unterteilt: "Ölmühle" und "Weiterverarbeitung". Das Geschäftsfeld "Ölmühle" bildet das Fundament des Konzerns. In diesem Geschäftsfeld werden die traditionellen Aktivitäten der Ölsaatenverarbeitung zusammengefasst, wie Erfassung, Transport und Lagerung landwirtschaftlicher Rohstoffe, Halbfertig- und Fertigerzeugnisse. An den Standorten in Hamburg, Magdeburg-Rothensee und Riesa betreiben wir konzerneigene Silo- und Umschlagsbetriebe. In Rostock sind wir neben der ATR Beteiligungsgesellschaft mbH, Ratzeburg zu 50 % an der Rostocker Getreide Lager GmbH & Co. KG beteiligt. Diese bilden wichtige Knotenpunkte für die Versorgung der Produktionsanlagen und die Vermarktung unserer Produkte und Dienstleistungen. Das "Werk Hamburg" ist der größte Ölsaatenverarbeiter in der deutschen ADM-Gruppe und eine der größten Ölmühlen zur Verarbeitung verschiedener Ölsaaten weltweit. Die verarbeitete Saat wird zu pflanzlichem Rohöl, welches im Produktionsschritt Raffination zu hochwertigem Raffinat weiter veredelt wird. Wichtigster Kunde für diese Raffinate ist die weiterverarbeitende Lebensmittelindustrie. Die bei der Verarbeitung von Ölsaaten als Koppelprodukt entstehenden proteinhaltigen Schrote werden an die Futtermittelindustrie verkauft. Im Geschäftsfeld "Weiterverarbeitung" bündeln wir die Herstellungsprozesse von Spezialfetten und -ölen sowie die Produktion von Biodiesel und Pharmaglyzerin. An unserem Standort in Hamburg-Harburg, im "Werk Noblee & Thörl", fertigen wir pflanzliche Spezialfette und -öle. Raffinierte Vorprodukte sind die Rohstoffe für die Herstellung dieser für Kunden maßgeschneiderten Produkte. Auch die pflanzlichen Spezialfette und -öle werden von der weiterverarbeitenden Lebensmittelindustrie nachgefragt. Biodiesel wird nahezu ausschließlich als Beimischungskomponente zum herkömmlichen Diesel an die europäische Mineralölindustrie geliefert. Die Umesterung von pflanzlichen Ölen zu Biodiesel und Rohglyzerin sowie die Veredelung des Rohglyzerins zu Pharmaglyzerin erfolgen im "Werk Hamburg" und im "Werk Leer". Beide Werke im Hamburger und Harburger Hafen verarbeiten alle Produkte im Auftrag der ADM International Sàrl (ADMI), Rolle, Schweiz, und der Olenex C.V., Koog aan de Zaan, Niederlande. Die Olenex C.V. ist eine Partnerschaft nach niederländischem Recht zwischen der ADM International Sàrl und der Wilmar Sàrl. Für alle Handelsaktivitäten der Werke werden die Risiken volatiler Rohwaren-, Devisen- und Produktmärkte über das Risikomanagement für die gesamte Rohstoff- und Produktpalette von der ADMI oder der Olenex C.V. verantwortet. 1. Die Ölmühle und ihr MarktDas Jahr 2015 war geprägt durch die immer wiederkehrenden Debatten um ein neues Hilfspaket für Griechenland und ob und wann die USA möglicherweise eine Zinswende in den USA einführt. Zudem stellte der massive Zustrom an Flüchtlingen nach Europa die Währungsunion auf eine harte Probe. Auch die Sorgen um das verlangsamte Wachstum in China sowie den Krisengebieten im Nahen Osten oder Afrika werden in 2016 bleiben. 1.1 Die RohwarenmärkteÖlsaaten und pflanzliche ÖleDie Marktentwicklung im Bereich der Ölsaaten und pflanzlichen Öle stand zu Beginn des Jahres 2015 unter dem Eindruck großer Ernten aus dem Vorjahr. Die Welterzeugung der sieben wichtigsten Ölsaaten (Soja, Raps, Sonnenblumen, Erdnüsse, Baumwollsaat, Palmkerne und Kopra) soll nach Ansicht des USDA im Wirtschaftsjahr 2014/15 bei 536 Mio. t gelegen haben - ein neuer Rekord. Davon entfielen 321 Mio. t auf Sojabohnen, 68 Mio. t auf Raps und 39 Mio. t auf Sonnenblumensaat. Die Reserven zum Ende des Wirtschaftsjahres 2014/15 wurden auf 91 Mio. t beziffert und übertrafen damit deutlich das bisherige Rekordniveau aus 2010/11 mit 86 Mio. t. Entsprechend dieser Zahlen lagen die Notierungen für Raps an der Matif (rund 355 EUR/t) und für Sojabohnen am Chicago Board of Trade (10,20 USD/bushel) Anfang des Jahres 2015 auf dem niedrigsten Niveau seit Anfang 2010. Die Produktion der neun wichtigsten Öle (Öle aus Soja, Raps, Sonnenblume, Baumwoll- und Erdnusssaat sowie Palm- und Palmkernöl, Kokosöl und Olivenöl) erreichte den neuen Höchststand von 177 (171) Mio. t. Der Preis für Rapsöl fob holländische Mühle lag laut dem Branchendienst Oil World bei lediglich 773 USD/t und der für Sojaöl in Chicago bei nur 29,54 USCent/Pfund. Beides sogar die niedrigsten Niveaus seit Mitte 2009 bzw. Ende 2008. In keinem der wichtigsten Produzenten- und Exportländer gab es nennenswerte Ernteausfälle. Im Sojabereich verzeichneten die größten drei Produzenten (USA 107 Mio. t, Brasilien 96 Mio. t sowie Argentinien 61 Mio. t) neue Rekorde bei der Erzeugung. Gleiches gilt für die Rapserzeugung in der EU (24 Mio. t). Im weiteren Verlauf des Jahres 2015 stiegen die Preise für Raps und Rapsöl im Einklang mit einer zwischenzeitlichen Rallye an den Getreidemärkten zunächst an. Eine durchweg gute Nachfrage nach Raps von den europäischen Ölmühlen, einem der wichtigsten Märkte für Raps in der Welt, führte zu einer anderen Preisentwicklung für Raps als für andere Ölsaaten und Getreide. Laut USDA lag die Verarbeitung in 2014/15 bei 25,4 Mio. t, was mit Abstand das höchste Niveau aller Zeiten bedeutete. Hintergrund war ein deutlicher Anstieg um 10 % in der Nachfrage nach Rapsöl zu Nahrungsmittelzwecken sowie ein leichtes Wachstum im Bereich der industriellen Nutzung, womit im Wesentlichen die oleo-chemische Industrie sowie der Biodieselsektor gemeint ist. Erste Ernteergebnisse aus den Frühdruschgebieten bestätigten die Vermutung, dass die Erträge in 2015 deutlich hinter dem Vorjahresergebnis zurückbleiben würden. Zwischen Januar und Juli 2015 stiegen die Rapspreise an der Matif deutlich an und kurz vor der Ernte erreichte die Notierung für den Frontkontrakt an der Matif rund 390 EUR/t. Der Preis für Rapsöl stieg über die Marke von 800 USD/t. Die Notierung für Sojabohnen hatte weitestgehend stagniert und lag im Sommer, wie schon im Januar 2015, knapp über der Marke von 10 USD/bushel. Die Notierung für Sojaöl lag bei 32 USCent/Pfund. Nach den großen Ernten im letzten Sommer wurde der Höhenflug der Rapspreise beendet und die Notierungen für Sojabohnen fielen. Die Dezemberwerte lagen für die Bohnen in Chicago bei 8,80 USD/bushel und 375 EUR/t an der Matif für Raps. Die Sojaölnotierung in Chicago war knapp über die Marke von 30 USCent/Pfund gerutscht und der Rapsölpreis lag nach wie vor bei knapp über 800 USD/t. Die große US-amerikanische Sojabohnenernte (107 Mio. t) hat zu einer Anpassung der US-Reserven auf ca. 12 Mio. t zum Ende des Wirtschaftsjahres durch das USDA geführt. Dies ist der höchste Wert der letzten Dekade. Eine schwächere Nachfrage nach Rapsöl für den Biokraftstoffmarkt (Biodiesel) hatte Einfluss auf die Rapsnotierung. Dies war zum Teil den geänderten gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland, weg von Verwendungsquoten und hin zu Treibhausgasminderungszielen für Biokraftstoffe, geschuldet. Fallende Mineralölpreise haben zusätzlichen Druck auf die Verarbeitungsmargen der Biokraftstoffproduzenten ausgeübt. Diese Effekte konnten durch eine geringere EU-Rapsernte von 22 Mio. t nicht aufgefangen werden. Ein Indikator für die üppige Versorgungslage war die Tatsache, dass auch eine schwächelnde Produktion von Palmöl - zahlenmäßig immerhin das bedeutendste Pflanzenöl der Welt - nicht zu einem Anstieg der weltweiten Ölsaaten- und Pflanzenölpreise führte. Die Wachstumsrate in der globalen Palmölerzeugung lag in 2015 nämlich nur noch bei 2 % und damit auf dem niedrigsten Niveau der letzten 20 Jahre, für die der Durchschnittswert bei 7 % pro Jahr liegt. Die Gründe für die schwache Wachstumsrate waren vor allem das Wetterphänomen El Niño in Indonesien und Malaysia sowie die damit verbundene Trockenheit und die verheerenden Brände in der Region, die zu einer starken Rauchentwicklung führten und die wichtige Sonneneinstrahlung verhinderten. FuttermittelDie starke Nachfrage nach Ölschroten blieb auch zu Beginn des Jahres 2015 hoch. Insgesamt stieg der globale Verbrauch der sieben wichtigsten Ölschrote (Schrote von Soja, Raps, Sonnenblumen, Erdnuss, Palmkernen, Baumwolle und Kopra) im Wirtschaftsjahr 2014/15 um weitere 17 Mio. t an. Davon entfielen auf Sojaschrot 16 Mio. t und auf Rapsschrot 1 Mio. t und der Verbrauch stieg in Gänze auf 294 Mio. t. Insgesamt wurden 202 Mio. t Sojaschrot und 40 Mio. t Rapsschrot verbraucht. Südost-Asien verzeichnete das größte Wachstum (plus 8 Mio. t), gefolgt von Nordamerika (plus 3 Mio. t) und der EU (plus 2 Mio. t). Trotz der steigenden Nachfrage in der Welt fielen in der ersten Hälfte des Jahres 2015 die Preise für Ölschrote. Der Frontkontrakt für Sojaschrot in Chicago hatte noch im Januar 2015 bei 375 USD/t gelegen, fiel aber bis Anfang Juni auf 335 USD/t. Grund für den Preisverfall waren die großen Ölsaatenernten sowie ein neuer Rekord in der Ölsaatenverarbeitung und Produktion an Ölschroten. Die weltweite Produktion der sieben wichtigsten Ölschrote soll nach Angaben des USDA in 2014/15 bei 300 Mio. t gelegen haben und damit um 18 Mio. t höher als im Jahr zuvor. Nach der guten Ernte im vergangenen Sommer sanken die Preise für Ölschrote weiter im Einklang mit den Preisen für Ölsaaten und Getreide. Ende Dezember lag die Notierung für Sojaschrot nur noch bei knapp über 300 USD/st. In der EU steigt der Verbrauch von Sojaschrot allmählich wieder auf ein Niveau, das zuletzt gegen Ende des letzten Jahrzehnts verzeichnet wurde. Für 2015/16 prognostiziert das USDA einen Verbrauch von 32 Mio. t, nachdem es in 2014/15 noch 30 Mio. t und in 2013/14 sogar nur 28 Mio. t waren. Der Rapsschroteinsatz ist mit rund 14 Mio. t pro Jahr nahezu konstant. GetreideZu Beginn des Jahres 2015 standen die globalen Getreidemärkte immer noch unter dem Eindruck der großen Ernten, die im Sommer zuvor erzielt worden waren. Trotz einer nach wie vor großen Nachfrage waren die Läger in vielen Ländern der Welt auch im Frühjahr 2015 noch gut gefüllt. Dies gilt für nahezu alle bedeutenden Getreidearten einschließlich Futter- und Braugerste. Folglich lag die Notierung für den als nächstes fälligen Weizenkontrakt an der Warenterminbörse in Paris im April nur noch bei rund 185 EUR/t. Die Notierung für Mais am Chicago Board of Trade lag bei nur noch rund 380 UScent/bushel. Beides waren die niedrigsten April-Werte seit April 2010. Einzig die Einführung einer Exportsteuer für Weizen in Russland sowie die um diese Jahreszeit üblichen Gerüchte über Trockenheit in einigen Regionen der nördlichen Hemisphäre boten noch eine verbleibende Unterstützung für die Preise. Neben der üppigen Versorgungslage und dem starken Preisverfall bleibt vom Wirtschaftsjahr 2014/15 vor allem die schlechte Weizenqualität in Europa in Erinnerung. Starke und lang anhaltende Regenfälle vor und während der Ernte hatten im Sommer 2014 zu schlechten Fallzahlen und teilweise auch Proteinwerten geführt. Am stärksten betroffen war Frankreich. Dieser Umstand machte sich auch noch in den ersten Monaten des Jahres 2015 bemerkbar. Die für Frankreich typischen Exportdestinationen Marokko und Algerien importierten bevorzugt Weizen aus Deutschland, dem Baltikum und dem Schwarzmeerraum und reduzierten die Einfuhren aus Frankreich, das sich damit hohen Lagerbeständen im Inland gegenübersah, drastisch. Frankreich konnte allerdings Mengen nach Südost-Asien und Ägypten absetzen. Ägypten hatte kurzfristig seine Qualitätsanforderungen gesenkt. Kurzfristig aufkommende Gerüchte über Trockenheitsschäden und eine Hitzewelle trieben die Preisnotierungen an der Matif vorübergehend auf über 200 EUR/t. Letztlich erwiesen sich die Befürchtungen als unbegründet. Auch nach der Ernte 2015 veränderte sich das Bild nicht. In der nördlichen Hemisphäre gab es beinahe keine Produktionsausfälle zu verzeichnen und die globale Ernte erreichte mit 2,47 Mrd. t fast wieder das Rekordniveau aus 2014. Mit 736 Mio. t lag die Weizenerzeugung sogar nochmal deutlich über dem Vorjahresniveau. Die globale Nachfrage steigt seit dem vergangenen Sommer hingegen nicht mehr in dem gewohnten Tempo. Einige Importeure hatten schon in den vergangenen Jahren strategische Reserven aufgebaut und haben seitdem einen geringeren Einfuhrbedarf. Andere Staaten - vor allem aus dem Mittleren Osten -leiden unter dem gesunkenen Mineralölpreis bzw. haben erhebliche finanzielle Probleme, was sich ebenfalls in schwächeren Importen äußerte (z. B. Iran, Ägypten und Saudi Arabien). Aufgrund der zuvor genannten Entwicklungen sollen nach Angaben des USDA die weltweiten Bestände am Ende des Wirtschaftsjahres 2015/16 beim Mais mit 209 Mio. t und beim Weizen mit 239 Mio. t auf das höchste Niveau aller Zeiten steigen. Das für die Beurteilung der Versorgungslage noch wichtigere Verhältnis der Endbestände zum Verbrauch liegt für die Gesamtheit aller Getreidearten bei 23,0% (22,8%). Dies ist der höchste Wert seit dem Wirtschaftsjahr 2002/03. Eine Knappheit kann auch bei den einzelnen Produktions- und Exportländern nicht abgeleitet werden. Die letzten drei guten Maisernten in den USA sorgen für eine sehr komfortable Maisbilanz mit geschätzten Endbeständen von 46,7 Mio. t (Vorjahr 44,0 Mio. t) und somit dem höchsten Niveau der letzten 10 Jahre. Trotz durchschnittlicher Weizenproduktion in 2015 sollen die Reserven auf ein komfortables Niveau steigen, da die Exportnachfrage stagniert und die geringsten Ausfuhren seit 1971/72 (!) verzeichnet wurden. Auch andere Produzenten wie Kanada, Australien, Russland und die Ukraine haben bei Weizen und Gerste zufriedenstellende bis gute Erntemengen eingefahren, die aufgrund der sehr verhaltenen Nachfrage kaum Absatz gefunden und zu den Reserven beigetragen haben. In Russland kam für eine längere Zeit die Unsicherheit über die praktische Anwendung der dortigen Exportsteuer sowie die Auseinandersetzungen mit der Türkei und die damit verbundenen Verzögerungen bei den Ausfuhren hinzu. In der EU wurden unterschiedliche Ernten bei Weizen, Gerste und Mais eingefahren. Weizen und Gerste erzielten ca. 158 Mio. t (inkl. Durum) bzw. 61 Mio. t, was beim Weizen ebenfalls einen neuen Rekord bedeutete. Auch hier war das vorhandene Angebot groß und stagnierte die internationale Nachfrage. Auch Anfang Dezember lagen die Weizenreserven in den wichtigsten Exportländern der EU noch auf Rekordniveau. Auch eine um 25 % geringere EU-Maisernte von 58 Mio. t bzw. 18 Mio. t unter dem Rekord von 76 Mio. t in 2014 hatte keinen nennenswerten Einfluss auf den Markt, da die fehlenden heimischen Maismengen in den Futtermischungen sowohl durch Maisimporte als auch einen höheren Einsatz von Futterweizen kompensiert wurden. In Folge des weltweit üppigen Getreideangebots schwächten sich auch die Preise für Getreide im Verlauf der zweiten Hälfte des Jahres 2015 weiter ab. Ende Dezember notierte der Weizen an der Matif nur noch bei 173 EUR/t. Die Notierung für Mais in Chicago lag nur noch bei 370 UScent/bushel. 1.2 Die ÖlmühleDie Auslastung der Anlagen zur Verarbeitung von Sojabohnen und Rapssaat war im Berichtszeitraum gut und lag in etwa auf Vorjahresniveau. Die Verarbeitung war überwiegend durch die Nachfrage nach Sojaschrot beeinflusst. Dadurch lag die Verarbeitung von Sojabohnen über der von Raps und somit beinahe spiegelbildlich anders als im Vorjahr, als die Nachfrage nach Ölen zur Herstellung von Biodiesel ein Haupttreiber der Verarbeitung war. Im Jahr 2015 hat sich einmal mehr gezeigt, dass die Wasseranbindung zum Abladen von Schiffen der Panmaxklasse und drei Verarbeitungslinien am Standort Hamburg eine hohe Flexibilität garantieren, um zeitnah und wiederkehrend auf sich ändernde Marktgegebenheiten zu reagieren. Kurze Entscheidungswege, motivierte und sehr gut qualifizierte Teams haben entsprechend der Chancen am Markt schnell und flexibel die Anlagen so ein- bzw. umgestellt, dass kurzfristige Rohwarenwechsel jederzeit und über das ganze Jahr hinweg durchgeführt werden konnten. Die Versorgung der Ölmühle mit landwirtschaftlichen Rohwaren war zu jedem Zeitpunkt gegeben. Im Rahmen eines internen europaweiten Vergleiches der Produktionsstandorte und der damit im Zusammenhang stehenden Lohnverarbeitungsverträge wurden Verbesserungspotentiale erkannt. Dies hatte zur Folge, dass die Lohnverarbeitungsverträge mit der ADM International Sárl (ADMI), Rolle, Schweiz, und der Olenex C.V., Amsterdam, Niederlande, auch für die ADM Hamburg Aktiengesellschaft und ihre Werke für das Geschäftsjahr 2015 überarbeitet und angepasst wurden. Insbesondere diejenigen Vertragsteile und -parameter, die einen Einfluss auf die Bewertung der Qualität der Rohwaren und der daraus produzierten Halbfertig- und Fertigerzeugnisse haben, wurden abgeschafft. Auch die von der ADMI für die Standorte europaweit eingekauften Strompreise finden ihren Niederschlag in der Kostenbasis der einzelnen Lohnverarbeitungsstandorte. Diese Effekte können im Einzelfall zu einer Verbesserung der Betriebsergebnisse an den einzelnen Standorten führen. 1.3 Die Silo- und UmschlagsbetriebeDie Silo- und Umschlagsbetriebe waren im Berichtszeitraum mit einer Ausnahme zufriedenstellend ausgelastet. Im April 2015 hat der Vorstand beschlossen, den Silobetrieb in Riesa zu schließen. Im Jahr 2014 hatte bereits das benachbarte Futtermittelwerk dauerhaft geschlossen. Niedrige Umschlagszahlen, unzuverlässige Wasserstände an der Elbe mit häufig auftretenden Niedrigwasserständen und geringe Aussichten auf Ertragssteigerungen am Standort Riesa haben die Entscheidung befördert. Vier Mitarbeitern wurde betriebsbedingt gekündigt und Ende November waren alle Mitarbeiter am Standort Riesa ausgeschieden. Die Entscheidung hatte keinen nennenswerten Einfluss auf die anderen operativen Aktivitäten im Erfassungshandel oder in der Region. Die ADM Hamburg Aktiengesellschaft hält Beteiligungen an Silobetrieben, die sich vornehmlich am Export beteiligen. Das sind die Betriebe in Hamburg, Silo P. Kruse und in Rostock die RGL Rostocker Getreide Lager. Die Beteiligungsverhältnisse sind respektive 51 % und eine gleichberechtigte Partnerschaft mit der ATR Beteiligungsgesellschaft mbH, Ratzeburg. Die im Marktteil beschriebenen Umstände haben zu unterschiedlichen Auslastungen der Silobetriebe über das Kalenderjahr betrachtet geführt. In der zweiten Jahreshälfte waren die Läger auf den landwirtschaftlichen Betrieben und in der ganzen Republik gut gefüllt. Die großen Ernten, gepaart mit einer fehlenden Nachfrage aus dem internationalen Umfeld, hatten einen geringeren Umschlag im Export zur Folge. Deutsches Getreide war im Vergleich zu den baltischen Herkünften und den fehlenden Lagerkapazitäten in diesen Regionen sowie der Herkunft aus der Schwarzmeerregion nicht mehr wettbewerbsfähig. Anders als zu Beginn des Jahres, als die schlechteren Weizenqualitäten in Frankreich aus der Ernte 2014 die Nachfrage nach deutschem Qualitätsweizen den Export beflügelten. Die Silobetriebe in Hamburg und in Rostock haben an diesen Exporten gut partizipiert. Bei "Silo P. Kruse" musste eine größere Reparatur an den Flutschutzvorrichtungen vorgenommen werden, die voraussichtlich im Jahr 2016 abgeschlossen wird. Eine Maßnahme, die von der "Poldergemeinschaft Hohe Schaar" - an der die "Silo P. Kruse" mit ca. 6,6 % beteiligt ist - durchgeführt wurde und im Berichtsjahr eine ergebnismindernde Wirkung hatte. "Silo P. Kruse" nimmt im Verbund mit der "Poldergemeinschaft Hohe Schaar" an dem förderfähigen Hochwasserschutzprogramm der Hansestadt Hamburg teil. Im Berichtsjahr wurden die ersten Teilbauabschnitte auf der Hohen Schaar beauftragt und mit dem Bau begonnen. In Rostock erfolgt der exportseitige Umschlag über einen Belader der Getreide Service Rostock am Liegeplatz 17/18. Dieser war zeitweise in den Monaten November/Dezember ausgefallen und musste repariert werden. Dadurch wurden für den Export bestimmte Getreidemengen vom Standort Rostock kurzfristig in andere Exporthäfen umdisponiert. Die wesentliche Aufgabe des "Silo Hamburg" ist die Versorgung der Ölmühle mit Raps und Sojabohnen zur Weiterverarbeitung. "Silo Hamburg" hat die Umschlagsleistung im Vergleich zum Vorjahr leicht steigern können, wobei der Sojabohnenumschlag einen Rückgang im Rapsumschlag mehr als nur kompensieren konnte. Auch der Umschlag von vegetabilen Ölen lag um ca. 10 % über dem Vorjahreswert. 1.4 Die WeiterverarbeitungDie Auslastung der Anlagen des "Werk Hamburg" zur Raffination von Soja- und Rapsölen war im Berichtszeitraum befriedigend. Die Nachfrage nach Ölen für die Biodieselproduktion ging im Vergleich zum Vorjahr signifikant zurück. Dies ist einer maßgeblichen Gesetzesänderung für die Biokraftstoffproduzenten, mit erheblichen Einflussfaktoren auf das Geschäft, geschuldet. Seit Januar 2015 ist das bis dahin in Deutschland geltende Fördersystem für Biokraftstoffe vollständig neu ausgerichtet worden. Dadurch wurde die Mineralölindustrie gesetzlich verpflichtet, den Ausstoß von Treibhausgasen im Verkehrsbereich in den Jahren 2015 und 2016 um 3,5 % zu senken. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die Mineralölunternehmen Biokraftstoffe einsetzen, die deutlich weniger Treibhausgase ausstoßen als fossile Kraftstoffe. Biodiesel und Bioethanol, alles Kraftstoffe der sogenannten 1. Generation, leisten hier einen signifikanten Beitrag. Mit der Einführung der Treibhausgasminderungsquote wurde gleichzeitig auch die feste Verwendungsquote von 6,25 % abgelöst. Damit haben alle Biokraftstoffproduzenten einen am Kraftstoffverbrauch orientierten und über den %-Satz fixierten Absatzmarkt verloren. Der mengenmäßige Absatz errechnet sich heute, und dies ausschließlich in Deutschland, über die Einsparung von Treibhausgasen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, also vom Landwirt bis in den Tank. Alle anderen Mitgliedsländer arbeiten noch mit der alten Verwendungsquote und könnten dies bis 2020 beibehalten. Mit der Einführung der THG-Minderungsquote von 3,5 % Treibhausgaseinsparung wurde gleichzeitig ein Paradoxon eingeführt. Je höher die Treibhausgaseinsparung beim Anbau und der Herstellung eines Biokraftstoffes ist, desto eher wird das mit 3,5 % Einsparung gesetzte Ziel erreicht und entsprechend weniger Menge dafür benötigt. Anders ausgedrückt, je besser Anbau und Herstellungsprozess und je mehr Treibhausgase dabei eingespart werden, desto weniger dieser klimafreundlichen Biokraftstoffe werden eingesetzt. Zur Berechnung der Emissionen wird der gesamte Herstellungsprozess vom Anbau in den landwirtschaftlichen Betrieben, dem Transport und der Verarbeitung streng kontrolliert und zertifiziert. In Deutschland, dem einzigen Land in der Europäischen Union, das die Klimaschutz-Quote in dieser neuen strengen Form systematisch anwendet, hat diese Verpflichtung zur Treibhausgasminderung einen direkten Effekt auf den Biokraftstoffmarkt, da sie zu einer größeren Verunsicherung der Marktteilnehmer und dadurch zu einer geringeren Nachfrage im Markt geführt hat. Dies hat sich insgesamt negativ auf die Auslastung unserer Biodieselproduktionsanlagen ausgewirkt und damit auf Umsatzerlöse und Konzernergebnis im laufenden Geschäftsjahr. Aufgrund der geringeren Nachfrage nach Biodiesel wurde im Juni 2015 am Standort Leer Kurzarbeit eingeführt. Im November hat der Vorstand beschlossen, den Standort Leer zum 31.12.2015 zu schließen. 22 Mitarbeitern wurde betriebsbedingt gekündigt. Mit der Gewerkschaft und dem Betriebsrat wurde ein Sozialplan verhandelt und vereinbart. Die Mitarbeiter sind zum Jahresende ausgeschieden und mehr als die Hälfte sind in eine Transfergesellschaft übergegangen. Im Dezember 2015 haben die Archer Daniels Midland Company (NYSE: ADM) und Wilmar International Limited (SGX: F34) folgende Transaktion verkündet - Olenex C.V., gegründet 2012 als Vermarktungskooperation zwischen ADM Company und Wilmar International Limited zur Vermarktung von Ölen und Fetten in Europa, soll in ein Joint-Venture mit eigenem Anlagevermögen überführt werden. Es ist geplant, dass zwei ADM-Standorte in Hamburg, die Anlage für Spezialöle und -fette und ein Werk zur Palmölraffination, in das neue Joint Venture übertragen werden könnten. Wilmar soll seine Raffinerien für tropische Öle in Brake, Deutschland, und Rotterdam, Niederlande, einbringen. Zusätzlich zur Verarbeitung soll das Joint Venture ebenfalls Rohmaterialbeschaffung, Handel sowie Verkaufs- und Marketinggeschäfte beinhalten. Dieses Ansinnen soll es Olenex erlauben, effizienter und wettbewerbsfähiger durch eine stärkere Markenpräsenz und Position im Öl- und Fettmarkt zu handeln. Durch die Umwandlung würde ADMs strategisches Ziel zur Stärkung des europäischen Ölgeschäftes für Lebensmittelprodukte über einen einzigen, integrierten Lieferanten für Öl- und Fettprodukte unterstützt. Olenex startete 2012 als Kooperation zwischen ADM und Wilmar zur Vermarktung von Öl- und Fettprodukten in Europa. Diese Planung wird derzeit von behördlicher Seite geprüft und eine Entscheidung ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehbar. Darüber hinaus sind die Details einer solchen möglichen Transaktion mit Olenex noch nicht konkretisiert. Wilmar International Limited, gegründet 1991, mit Hauptsitz in Singapur, ist heute Asiens führende Gruppe in der Agrarindustrie. Wilmar zählt nach Marktkapitalisierung zu den größten gelisteten Unternehmen der Singapur Börse. Wilmars Geschäftsaktivitäten schließen Palmölanbau, Ölsaatenextraktion, Raffination von Lebensmittelölen, Zuckerverarbeitung und -raffination, Spezialfette, Oleochemie, Biodiesel, Düngerfabrikation und Getreideverarbeitung ein. Wilmar hat über 500 Produktionsanlagen und ein ausgeprägtes Vertriebsnetzwerk, das China, Indien, Indonesien und weitere 50 Länder umfasst. Die Gruppe wird unterstützt von einer multinationalen Belegschaft von ca. 92.000 Mitarbeitern. 2. Bericht zur ErtragslageDie Ertragslage der ADM Hamburg Aktiengesellschaft und des ADM Hamburg Konzerns wird wesentlich geprägt durch die Einbindung in die Aktivitäten des weltweit tätigen ADM-Konzerns. 2.1. Ertragslage der ADM Hamburg Aktiengesellschaft nach HGBIm Geschäftsjahr 2015 wurde im Vergleich zum Vorjahr ein um EUR 7,8 Mio. höheres Ergebnis nach Steuern und vor Ergebnisabführung von EUR 10,9 Mio. erzielt. In der Ertragslage der ADM Hamburg Aktiengesellschaft nach HGB werden im Geschäftsjahr 2015 alle Erträge und Aufwendungen aus dem "Werk Leer", dem "Werk Hamburg", dem "Werk Noblee & Thörl", dem "Silo Hamburg", dem "Silo Rothensee" und dem "Silo Riesa" ausgewiesen. Zu ausgewählten Einflussfaktoren nehmen wir wie folgt Stellung: Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr von EUR 178,1 Mio. (Vorjahr EUR 226,6 Mio.) betreffen überwiegend das "Werk Hamburg" mit EUR 113,4 Mio. (Vorjahr EUR 106,6 Mio.), das "Werk Noblee & Thörl" mit EUR 28,9 Mio. (Vorjahr EUR 29,7 Mio.) sowie mit EUR 20,3 Mio. den Bereich Biodiesel im "Werk Leer" (Vorjahr EUR 76,1 Mio.). Im Vorjahr wurden Erträge aus Wertaufholungen für Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 3,0 Mio. vereinnahmt. Im Ergebnis des Geschäftsjahres 2015 sind periodenfremde sonstige betriebliche Erträge in Höhe von EUR 9,5 Mio. enthalten. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen von EUR 15,4 Mio. (Vorjahr EUR 15,5 Mio.) enthalten planmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 13,0 Mio. (Vorjahr EUR 12,9 Mio.) sowie außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 2,4 Mio. (Vorjahr EUR 2,6 Mio.). Das Zinsergebnis lag bei EUR -4,9 Mio. (Vorjahr EUR -3,2 Mio.). Insgesamt wird ein um EUR 12,9 Mio. höheres Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von EUR 17,8 Mio. (Vorjahr EUR 4,9 Mio.) ausgewiesen. Durch Änderungen in den Abrechnungsmodalitäten der Lohnverarbeitung ist das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit EUR 7,1 Mio. positiv beeinflusst worden. Die Schließung des "Werk Leer" führte demgegenüber zu zusätzlichen Aufwendungen in Höhe von EUR 3,7 Mio. Die Aufwendungen aus Ertragsteuern von EUR 6,7 Mio. (Vorjahr EUR 0,6 Mio.) enthalten die von der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH belasteten Steuerumlagen. Sie wurden wie im Vorjahr auf Basis einer fiktiven originären Steuerpflicht ermittelt. 2.2. Ertragslage des Segments Ölmühle im IFRS-KonzernabschlussIm Geschäftsjahr 2015 wurde ein Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsergebnis von EUR 21,8 Mio. (Vorjahr EUR 12,7 Mio.) erzielt. Durch Änderungen in den Abrechnungsmodalitäten der Lohnverarbeitung ist dieses Ergebnis mit EUR 4,5 Mio. positiv beeinflusst worden. Im Geschäftsjahr werden in der Ertragslage des Segments Ölmühle wie im Vorjahr ausschließlich die Verarbeitungsaktivitäten des "Werk Hamburg" sowie die Geschäftsaktivitäten der Silobetriebe und der ADM Rothensee GmbH & Co. KG ausgewiesen. Das "Werk Hamburg" hat im Geschäftsjahr Lohnverarbeitungserlöse aus der Saatenverarbeitung in Höhe von EUR 94,6 Mio. erzielt (Vorjahr EUR 86,4 Mio.). Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Silobetriebe hat sich im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr über alle Bereiche verbessert. Die Silobetriebe konnten im Geschäftsjahr insgesamt Umsatzerlöse vor Eliminierungen in Höhe von EUR 20,3 Mio. (Vorjahr EUR 18,8 Mio.) erzielen. Die ADM Rothensee GmbH & Co. KG als Erfasser von Getreide und Ölsaaten hat im abgelaufenen Geschäftsjahr mehr Mengen umgeschlagen und erzielte Umsatzerlöse in Höhe von EUR 230,4 Mio. (Vorjahr EUR 145,3 Mio.). Das erzielte Ergebnis der ADM Rothensee beläuft sich im Geschäftsjahr auf einen Gewinn von EUR 0,8 Mio. (Vorjahr EUR 0,8 Mio.). Im Beteiligungsergebnis war im Vorjahr ein Erfolgsbeitrag in Höhe von EUR 10,7 Mio. aus der Entkonsolidierung der RGL (Rostocker Getreide-Lager) GmbH & Co. KG, Hamburg, enthalten. Im Konzernabschluss werden derivative Finanzinstrumente zu Marktwerten bewertet. Aus der Bewertung von offenen derivativen Finanzinstrumenten werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erträge von EUR 2,7 Mio. (Vorjahr EUR 3,6 Mio.) sowie Aufwendungen von EUR 1,7 Mio. (Vorjahr EUR 5,4 Mio.) ausgewiesen. Auf das Segment "Ölmühle" entfallen Erträge von EUR 2,7 Mio. (Vorjahr EUR 3,6 Mio.) und Aufwendungen von EUR 1,7 Mio. (Vorjahr EUR 4,8 Mio.). 2.3. Ertragslage des Segments Weiterverarbeitung im IFRS-KonzernabschlussIm Geschäftsjahr 2015 wurde im Vergleich zum Vorjahr ein um EUR 2,0 Mio. geringeres Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsergebnis von EUR 2,4 Mio. erzielt. Durch Änderungen in den Abrechnungsmodalitäten der Lohnverarbeitung ist dieses Ergebnis mit EUR 2,6 Mio. positiv beeinflusst worden. Die Schließung des "Werk Leer" führte demgegenüber zu zusätzlichen Aufwendungen in Höhe von EUR 3,7 Mio. Im Geschäftsjahr werden in der Ertragslage des Segments Weiterverarbeitung wie im Vorjahr ausschließlich die Biodieselverarbeitungsaktivitäten des "Werk Hamburg" und die Geschäftsaktivitäten des "Werk Noblee & Thörl" als Lohnverarbeiter für die ADMI sowie die Biodieselaktivitäten des "Werk Leer" ausgewiesen. Im Segment Weiterverarbeitung ergaben sich im Bereich Biodiesel Umsatzerlöse vor Eliminierungen im Geschäftsjahr von EUR 39,2 Mio. (Vorjahr EUR 96,4 Mio.). In den Produktionsanlagen des "Werk Leer" gab es seit Juni 2015 Kurzarbeit "Null" und zum 31. Dezember 2015 wurde das "Werk Leer" vollständig geschlossen. Für das "Werk Noblee & Thörl" sind im Geschäftsjahr Umsatzerlöse bei einer konstanten Auslastung der Produktionsanlagen von EUR 28,9 Mio. (Vorjahr EUR 29,7 Mio.) erzielt worden. Im Konzernabschluss werden derivative Finanzinstrumente zu Marktwerten bewertet. Aus der Bewertung von offenen derivativen Finanzinstrumenten werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erträge von EUR 2,7 Mio. (Vorjahr EUR 3,6 Mio.) sowie Aufwendungen von EUR 1,7 Mio. (Vorjahr EUR 5,4 Mio.) ausgewiesen. Auf das Segment "Weiterverarbeitung" entfallen Aufwendungen von EUR 0,0 Mio. (Vorjahr EUR 0,6 Mio.). 3. Bericht zur FinanzlageDie Ziele des Finanzmanagement liegen in der Sicherstellung der Liquidität sowie in der Begrenzung der Wechselkursrisiken. Dazu wird die Finanzierung der Geschäftsaktivitäten der ADM Hamburg Aktiengesellschaft sowie aller Tochtergesellschaften unverändert fast ausschließlich durch verbundene Unternehmen der weltweiten ADM Gruppe sichergestellt. Zum Bilanzstichtag bestehen keine langfristigen Bankverbindlichkeiten. Die im Geschäftsjahr durchgeführten Investitionen des Konzerns in immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen in Höhe von EUR 13,1 Mio. konnten vollständig aus den Mittelzuflüssen aus betrieblicher Tätigkeit gedeckt werden. Der Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit betrug im ADM Hamburg Konzern im Geschäftsjahr EUR 32,5 Mio. (Vorjahr EUR 16,1 Mio.). Liquiditätsrisiken sind aufgrund der Finanzierungsstruktur derzeit weder für die ADM Hamburg Aktiengesellschaft noch für den Konzern ersichtlich. Wesentliche Währungspositionen bestehen für die ADM Hamburg Aktiengesellschaft und den ADM Hamburg-Konzern nicht, da im Wesentlichen in Euro gehandelt wird sowie bestehende Fremdwährungsgeschäfte durch Sicherungsgeschäfte begrenzt werden. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzten sich am Bilanzstichtag wie auch im Vorjahr aus den Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen sowie dem Bestellobligo für Anlagevermögen zusammen und bestehen in einer der Geschäftstätigkeit des Konzerns und der ADM Hamburg Aktiengesellschaft angemessenen Höhe. Wir erwarten auch in der Zukunft Liquiditätsüberschüsse aus der Geschäftstätigkeit der ADM Hamburg Aktiengesellschaft und des ADM Hamburg-Konzerns. 4. Bericht zur VermögenslageDie Vermögenslage der ADM Hamburg Aktiengesellschaft und des ADM Hamburg Konzerns ist wie im Vorjahr weiterhin geordnet. Im handelsrechtlichen Jahresabschluss der ADM Hamburg Aktiengesellschaft hat sich die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um EUR 12,8 Mio. auf EUR 252,2 Mio. vermindert. Die Veränderung der Aktiva ergibt sich hauptsächlich aus einer Zunahme der Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie einer Verminderung des Anlagevermögens, der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Vermögensgegenstände. Der Buchwert des Anlagevermögens ist im Vergleich zum Vorjahr mit EUR 144,2 Mio. leicht gesunken. Den Investitionen in Höhe von EUR 11,7 Mio. stehen Abschreibungen von EUR 15,4 Mio. gegenüber. Bei den Investitionen im Geschäftsjahr handelt es sich im Wesentlichen um die Installation einer Raps-Lecithin- Raffinerie, die Erneuerung des Kühlwassersystems und des Ölverladearms. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Prozentpunkte erhöht und beträgt zum Bilanzstichtag 57,2% (Vorjahr 55,8%). Auf der Passivseite haben sich im Vergleich zum Vorjahr hauptsächlich die sonstigen Rückstellungen um EUR 2,9 Mio. und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um EUR 9,4 Mio. auf EUR 172,0 Mio. vermindert. Es wird ein Eigenkapital der ADM Hamburg Aktiengesellschaft in Höhe von EUR 41.2 Mio. ausgewiesen. Der Eigenkapitalanteil an der Bilanzsumme beträgt nunmehr 16,3% (Vorjahr 15,6%). Im Konzernabschluss verminderte sich die Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr um EUR 10,3 Mio. auf EUR 338,1 Mio. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (EUR +7,0 Mio.) und die sonstigen finanziellen Vermögenswerte (EUR +27,9 Mio.) erhöhten sich im Stichtagsvergleich, während die Vorräte (EUR -19,1 Mio.) und die sonstigen Vermögenswerte (EUR -23,0 Mio.) sich verminderten. Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen hat sich gegenüber dem Vorjahr um insgesamt EUR 2,0 Mio. verringert. Den gesamten Investitionen im Berichtszeitraum in Höhe von EUR 13,1 Mio. stehen Abschreibungen in Höhe von EUR 14,7 Mio. gegenüber. Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme steigt gegenüber dem Vorjahr auf 64,0% (Vorjahr 62,7%). Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital nach Berücksichtigung der Ergebnisabführung der ADM Hamburg Aktiengesellschaft in Höhe von EUR 10,9 Mio. und des im Geschäftsjahr 2015 ausgewiesenen Konzerngesamtergebnisses von EUR 15,7 Mio. insgesamt um EUR 4,8 Mio. auf EUR 71,8 Mio. Die Konzern-Eigenkapitalquote erhöhte sich auf Grund der geringeren Bilanzsumme auf 21,2% (Vorjahr 19,2%). 5. Gesamtaussage zur LageDie Vermögens- und Finanzlage der ADM Hamburg Aktiengesellschaft und des ADM Hamburg Konzerns sind weiterhin geordnet. Im Geschäftsjahr 2015 hat die ADM Hamburg Aktiengesellschaft ein Ergebnis vor Ergebnisabführung von EUR 10,9 Mio. (Vorjahr EUR 3,1 Mio.) erzielt. Im ADM Hamburg Konzern ergab sich im Geschäftsjahr 2015 ein Konzern-Gesamtergebnis in Höhe von EUR 15,7 Mio (Vorjahr 6,0 Mio.). Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2016 ein vergleichbares Ergebnis ohne die im Geschäftsjahr 2015 eingeflossenen oben dargestellten Sondereffekte. 6. NachtragsberichtEs sind uns keine Ereignisse von wesentlicher Bedeutung nach dem Bilanzstichtag bekannt geworden. In diesem Zusammenhang wird jedoch auf eine mögliche Nutzung weiterer Synergie-Effekte in den ADM-Gesellschaften in Deutschland hingewiesen. 7. Prognosebericht2016 wird wesentlich durch die in 2015 eingeleiteten Maßnahmen und die weitere Entwicklung der Rohstoff- und Biokraftstoffmärkte geprägt sein. Die dauerhafte Schließung des Standortes Leer wird abschließend umgesetzt und die dafür erforderlichen, umweltrelevanten behördlichen Genehmigungen werden eingeholt. Nach erfolgreichem Abschluss kann an einer Lösung zu den bebauten Grundstücken in Leer und deren weiteren Verwendung gearbeitet werden. Aus heutiger Sicht sind keine nennenswerten Umweltauflagen zur Schließung des Standortes oder einem möglichen Verkauf der Liegenschaften erkennbar bzw. bekannt. Sobald die behördlichen Genehmigungen zur Schließung erteilt wurden, können mit interessierten Parteien erste Sondierungsgespräche aufgenommen werden. Die erzielbaren Beträge aus der Verwertung der Anlagen wurden auf der Grundlage der jeweiligen Nutzungswerte unter der Annahme geschätzt, dass keine Verwertungserlöse, die die anfallenden Verkaufskosten übersteigen, zu erwarten sind. Sollte die Überführung der Olenex C.V. und der beiden ADM-Standorte in Hamburg sowie der beiden Wilmar-Aufbereitungsanlagen für tropische Öle in Brake, Deutschland, und Rotterdam, Niederlande, erfolgreich umgesetzt werden, könnte dies Einfluss auf die Ertragskraft der ADM Hamburg Aktiengesellschaft haben. Die Lohnverarbeitungserlöse aus den beiden ADM-Werken - Werk Noblee & Thörl und der Palmraffination - würden künftig in das Joint Venture mit Wilmar einfließen. Diese Erlöse würden dann nicht mehr im konsolidierten Ergebnis der ADM Hamburg Aktiengesellschaft enthalten sein. Ein Ziel in den noch laufenden Verhandlungen über die Durchführung der Transaktion ist es, zu erreichen, dass die Transaktion insgesamt keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben wird. Beide Joint Venture-Partner würden Mitarbeiter aus ihren bisherigen Gesellschaften übernehmen. Die genaue Anzahl der von dieser Maßnahme betroffenen Mitarbeiter steht noch nicht fest. Die Gewerkschaften und Betriebsräte sind über dieses Vorhaben informiert. Im Verlauf des Jahres 2015 wurde entschieden, europaweit die transaktionalen Buchhaltungsaktivitäten nach Polen zu verlagern. Ein europaweites Projektteam hat die Umsetzung geplant, begleitet und gemeinsam mit den Verantwortlichen vor Ort in Teilschritten umgesetzt. Die Teams der ADM Hamburg Aktiengesellschaft haben diese Arbeit in 2015 begonnen und setzen sie bis zur vollständigen Umsetzung bis Mitte 2016 fort. Die ADM Hamburg Aktiengesellschaft wird also künftig Dienstleistungen im Bereich Buchhaltung von der ADM Shared Services Center Europe, Poznan, Polen, im Rahmen eines Servicevertrages beziehen. Durch die Zentralisierung von transaktionalen Buchhaltungsleistungen für die gesamte europäische ADM-Gruppe werden, z. B. durch das Lohngefälle, Kosteneinsparungen generiert. Weiteres Optimierungspotential besteht in einer weitergehenden Standardisierung und Harmonisierung der Prozesse, sofern dies in Folgeprojekten umgesetzt werden sollte. Die Verlagerung der transaktionalen Prozesse in das ADM Shared Services Center nach Poznan in Polen sollte bis Mitte 2016 abgeschlossen sein. Bei der ADM Hamburg Aktiengesellschaft sind 22 Mitarbeiter/innen von dieser Maßnahme betroffen, wovon vier künftig andere Aufgaben in der Gruppe übernehmen werden. Mit dem Betriebsrat wurde ein Sozialplan verhandelt und in 2016 umgesetzt. Im Verlauf des ersten Halbjahres werden die betroffenen Mitarbeiter die betriebsbedingten Kündigungen erhalten und sukzessive das Unternehmen verlassen. Dadurch sollten die Personalkosten mittelfristig geringer ausfallen. Die Nachfrage nach Biokraftstoffen wird weiterhin als zurückhaltend von Branchenvertretern für das Jahr 2016 eingeschätzt. Die Absatzzahlen für die unterschiedlichen Biokraftstoffe variieren je nach Produkt (Biodiesel gegenüber Ethanol gegenüber Altspeiseölen (UCOME)). Ob eine, von wenigen Marktteilnehmern prognostizierte, bessere Nachfrage nach Biokraftstoffen in der zweiten Jahreshälfte die geringe Nachfrage des ersten Halbjahres kompensieren kann, bleibt abzuwarten. Die größere Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte soll der Erfüllung von THG-Minderungsquoten dienen und wird damit begründet. Das erste Jahr der Überwachung von Treibhausgasminderungszielen und der tatsächlichen Treibhausgaseinsparung war 2015. Die Überwachungsbehörden sind nun in der Pflicht ihre Kontrollfunktion bei den Zertifizierern und Auditoren nachzukommen. Es muss sichergestellt werden, dass die individuellen THG-Werte auch tatsächlich überprüft werden und somit plausibel und nachvollziehbar sind. Dies gilt für Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse als auch für solche aus Abfällen/Reststoffen. Der geringeren Nachfrage nach Biokraftstoffen könnte der Gesetzgeber mit dem einfachen Mittel der Verstetigung der Quote, d. h. bis 2020 einen jährlichen Anstieg um 0,5 % auf 6 % in 2020 begegnen. Hier gilt es, weitere Überzeugungsarbeit zu leisten. Ein weiteres Politikum ist die Anrechenbarkeit von co-HVO und ob dies zwingend in allen Mitgliedstaaten umzusetzen ist. In Deutschland kann co-HVO bislang nicht auf die Quotenerfüllung angerechnet werden. Die hierzu vor Jahren vorbereitete 37. BImSchV wurde nicht umgesetzt und steht unter Parlamentsvorbehalt. Dieser Vorbehalt verlöre allerdings bei einer verpflichtenden Umsetzung der fraglichen EU-Richtlinie de facto seine Wirksamkeit. Es muss also von einer obligatorischen Umsetzung in deutsches Recht ausgegangen werden. Abweichende Regelungen könnten ausschließlich mit Gesundheits- und Umweltbelangen begründet werden. Angesichts der für alle Rohstoffe verbindlichen Nachhaltigkeitszertifizierung ist nicht davon auszugehen, dass die Bundesregierung co-HVO mit der Begründung "Umwelt/mangelnde Nachhaltigkeit" ausschließt, zumal die Quotenanrechnung von Standalone-HVO zulässig ist. Sollte die Anrechenbarkeit von co-HVO auf die THG-Minderungsziele erfolgen, würde der verbleibende Marktanteil zur Erreichung der THG-Minderungsziele durch Biokraftstoffe erheblich kleiner. Wichtig für die kurzfristige Entwicklung der Getreide- und insbesondere der Ölsaatenpreise wird die bevorstehende Mais- und Sojabohnenernte in Südamerika sein. In den vergangenen Monaten waren die Wetterbedingungen im Großteil der Anbauregionen Südamerikas sehr gut. Die überdurchschnittlichen Niederschläge dürften auf das zuletzt stark ausgeprägte El Niño-Phänomen zurückzuführen sein, welches tendenziell für stärkeren Niederschlag im Süden Südamerikas verantwortlich ist. Die starken Regenfälle in den Anbauregionen für Sojabohnen könnten bis zu 10 Mio. Tonnen geringere Erntemengen zur Folge haben. Trotzdem läge die Ernte aus dieser Region noch auf Vorjahresniveau. Nach Schätzung des Branchendienstes Informa Economics steigt die Aussaatfläche für Sojabohnen von 33,1 Mio. ha in 2015 auf 34,2 Mio. ha an. Die Produktion dürfte damit auf Basis von Trenderträgen schon zum dritten Mal in Folge 107 Mio. t erreichen. Die weltweite Sojabohnenproduktion im Kalenderjahr 2016 soll laut Informa Economics bei 325 Mio. t liegen und damit noch einmal höher als in 2015 (318 Mio. t). Anders sieht es bei den Getreiden, insbesondere Mais, aus. Allein in Brasilien erwartet man eine um ca. 8 Mio. Tonnen geringere Ernte durch die Regenfälle in diesen Anbaugebieten. Somit werden in den nächsten Wochen neben Südamerika auch die USA wieder verstärkt in das Zentrum des Geschehens rücken, da die Landwirte ihre Anbauentscheidung treffen müssen. Die weltweite Maisernte könnte mit 987 Mio. t knapp über den 985 Mio. t aus dem letzten Jahr liegen. Dies scheint auf den ersten Blick aus mehreren Gründen durchaus plausibel: Die Fläche in der Ukraine dürfte aufgrund der Auswinterungsverluste bei Weizen, Gerste und Raps tatsächlich wieder ansteigen und auch die dortigen Erträge dürften nach der starken Hitze in 2015 in diesem Jahr wieder besser ausfallen. Ähnliches gilt für die EU und auch für Indien, das vermutlich nicht zwei Jahre in Folge unter einem schwachen Monsun leiden dürfte, zumal der dafür verantwortliche El Niño mittlerweile bereits wieder abnimmt. Aufgrund der politischen Veränderungen scheinen sich die argentinischen Landwirte, entgegen früherer Erwartungen, beim Anbau vermehrt zugunsten des Mais entschieden zu haben. Die globale Produktion wird aber vor allem von der Fläche und den Erträgen in den USA abhängen. Derzeit rechnet Informa mit einem marginalen Anstieg der Anbaufläche auf 33,0 (32,7) Mio. ha, was angesichts der Preisrelation zur Sojabohne durchaus plausibel erscheint. Die globale Weizenproduktion soll nach Angaben von Informa in 2016 stark rückläufig sein. Mit gerade einmal 709 Mio. t würde ein Minus von 25 Mio. t im Vergleich zum Vorjahr zu Buche schlagen. In der Tat sind die Voraussetzungen zum jetzigen Zeitpunkt in einigen Regionen kritisch. Dazu zählt zum Beispiel die Ukraine. Dort ist die Weizenaussaat aufgrund der ausgeprägten Dürre im letzten Herbst deutlich zurückgegangen. Die aktuelle Produktionsprognose von 19,0 (Vorjahr 27,3) Mio. t scheint durchaus sinnvoll. Auch die Prognose für Indien ist nachvollziehbar. Die Aussaatfläche ist aufgrund des schwach ausgefallenen Monsuns geringer als im Vorjahr, sodass die Produktion tatsächlich auf 87,0 (88,9) Mio. t sinken könnte. In anderen Teilen der nördlichen Hemisphäre sind die Bedingungen zwar derzeit gut. Dennoch ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Produktion in der EU, in Russland und in der Türkei nach den herausragenden Erträgen im Jahr 2015 wieder sinken wird. Derzeit geht Informa für die EU von 150,0 (Vorjahr: 158,0) Mio. t (inkl. Durum), für Russland von 56,5 (61,0) Mio. t und für die Türkei von 17,6 (19,5) Mio. t aus. Was bedeuten diese Flächen- und Produktionsprognosen nun für die weltweite Versorgungslage? In Bezug auf den Mais lässt sich sagen, dass die Bilanz aus globaler Sicht komfortabel bleibt. Dies gilt aber nur, wenn sich die Produktion in Europa auch tatsächlich erholt. Auch auf dem Markt für Sojabohnen dürfte sich aller Voraussicht nach keine neue Situation einstellen. Angesichts der bislang guten Wetterbedingungen in Südamerika und der vor allem in Argentinien und den USA noch immer vorhandenen Reserven, müssten die USA im Sommer schon von einer starken Dürre getroffen werden, um das weltweite Bild nachhaltig zu verändern. Was die globale Weizenbilanz betrifft, stellt sich die Situation etwas anders dar. Sollte die Informa-Schätzung eines drastischen Produktionsrückgangs eintreffen, würde die Versorgungslage knapper, gerade gegen Ende des nächsten Wirtschaftsjahres 2016/17. Dies gilt auch vor dem Hintergrund der momentan üppigen Bestände. Allerdings sind die Ernteprognosen zum jetzigen Zeitpunkt noch mit einer gewaltigen Unsicherheit behaftet. Dies gilt nicht so sehr für den Faktor "Fläche", aber dafür umso mehr für den Faktor "Ertrag". Die Wetterbedingungen auf der nördlichen Hemisphäre zwischen April und Juli werden letzten Endes verantwortlich für die Ernte und die Preisentwicklung sein. Für 2016 sind keine neuen Impulse zu erwarten, da die großen Themen aus dem letzten Jahr nach wie vor aktuell sind. Die auseinanderdivergierenden Zentralbankpolitiken der FED und der EZB, fallende Rohstoffpreise und schwächeres wirtschaftliches Wachstum in China und den Emerging Markets werden weiterhin den Devisenmarkt beschäftigen. Zudem werfen zwei Großereignisse ihre Schatten voraus. In den USA wird dieses Jahres ein neuer Präsident oder Präsidentin gewählt. In Großbritannien hingegen stellt man sich wohl dem Referendum zum "Brexit". Die FED hat die Zinswende eingeleitet und wird sich in 2016 der Herausforderung stellen müssen, wie schnell sie diesen Weg nun weiter gehen kann. Vor dem Hintergrund der schwachen chinesischen Wirtschaft werden Investitionen und Gelder aus den "Emerging Markets" zurückgehalten bzw. herausgezogen. Dadurch könnten diese Länder zunehmend unter Druck geraten. Des Weiteren leiden sie vermehrt unter dem starken USD. Die FED unter Präsidentin Janet Yellen wird beweisen müssen, die goldene Mitte zu finden, um die eigene Inflation anzukurbeln, jedoch die weltwirtschaftliche Entwicklung nicht zu ersticken. Auf der Gegenseite ist aus heutiger Sicht bis Ende 2017 mit keiner Zinserhöhung im Euroraum zu rechnen. Das Gegenteil könnte der Fall werden und Mario Draghi bereit sein, die Zinsen erneut zu senken und das Anleihekaufprogramm auszuweiten. Das Verhältnis EUR/USD bleibt weiter spannend. Es sprechen viele Anzeichen aus EUR-Sicht für einen leicht negativen Verlauf. Ein seitwärts orientierter Handel im Bereich 1.0500 - 1.1500 erscheint aus heutiger Sicht am wahrscheinlichsten, wobei der USD den längeren Atem haben wird, da die FED aktuell am längeren Hebel sitzt und freier in ihren Entscheidungen agieren kann. 8. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a Abs. 4 HGBDer Gesetzgeber hat in 2015 ein Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst verabschiedet. Die bis dahin von der Politik initiierte freiwilligen Selbstverpflichtungen der Unternehmen haben nicht die gewünschte Wirkung erzielt und zu keiner nennenswerten Erhöhung des Frauenanteils an Führungspositionen geführt. Auch die Empfehlungen im Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) für börsennotierte Aktiengesellschaften, nach denen bei der Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat stärker auf Vielfalt (Diversity) und auf eine angemessene Beteiligung von Frauen an Führungspositionen und im Vorstand zu achten ist, brachten nur eine geringe Steigerung des Frauenanteils hervor. Deshalb wurde aus Sicht der Bundesregierung eine gesetzliche Regelung notwendig, die den Anteil von Frauen an Führungspositionen in der Privatwirtschaft, in der Bundesverwaltung, in den Gerichten des Bundes sowie in Gremien im Einflussbereich des Bundes signifikant erhöht und damit das verfassungsrechtlich verankerte Grundrecht auf gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern auch für den Bereich der Führungspositionen erfüllt. Der Gesetzentwurf basiert auf drei Säulen: 1. Vorgabe einer Geschlechterquote von mindestens 30 % für Aufsichtsräte von Unternehmen, die börsennotiert sind. 2. Verpflichtung zur Festlegung von Zielgrößen für Aufsichtsräte, Vorstände und oberste Management-Ebenen, 3. Novellierung der gesetzlichen Regelungen für den öffentlichen Dienst des Bundes (Bundesgremienbesetzungsgesetz und Bundesgleichstellungsgesetz), die im Wesentlichen die Vorgaben zur Geschlechterquote und zur Festlegung von Zielgrößen in der Privatwirtschaft widerspiegeln. Bei der ADM Hamburg Aktiengesellschaft werden Aufsichtsrat, Vorstand und Personalabteilung an konzerneigenen Zielsetzungen und Umsetzungsplänen arbeiten, um die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. Zielgrößen für den Frauenanteil und Fristen zur Erreichung dieser Zielgrößen im Aufsichtsrat, Vorstand und den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands wurden bisher nicht festgelegt. 9. Chancen- und RisikoberichtDer ADM Hamburg Konzern ist als international tätiger Konzern im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeiten Währungs- und Commodity-Risiken ausgesetzt und in das Risikomanagement des Mutterkonzerns eingebunden. Die Konzernunternehmen der ADM Gruppe unterliegen einem strikten Risiko-Management. Handlungsrahmen, Verantwortlichkeiten und Kontrollen sind in internen Richtlinien verbindlich festgelegt. Der Konzernvorstand bedient sich bei der Überwachung dieser Risiken neben seinem eigenen Berichtswesen unter anderem des Instrumentariums, welches von der Muttergesellschaft (ADM) bereitgestellt wird. Für alle Handelsaktivitäten der Werke werden die Risiken volatiler Rohwaren-, Devisen- und Produktmärkte über das Risikomanagement für die gesamte Rohstoff- und Produktpalette von der ADMI oder der Olenex C.V. verantwortet. Die Unternehmenspolitik der ADM ist die Begrenzung dieser Risiken durch ein systematisches Risiko-Management. Als Instrumente dienen vor allem Devisentermingeschäfte und Commodity-Termingeschäfte. Finanzinstrumente dürfen grundsätzlich nicht zu Spekulationszwecken eingesetzt werden, sondern dienen der Absicherung von Risiken im Zusammenhang mit dem operativen Geschäft. Absicherungen im Commodity-Bereich dienen primär der Mengen- als auch der Margen-Sicherung. Devisentermingeschäfte dienen der Minimierung von Wechselkursschwankungen bezogen auf die Funktionalwährung. Bezüglich der Sicherungsgeschäfte bestehen Vertragsverhältnisse mit verschiedenen Unternehmen aus dem ADM Konzern, die sich auf die Durchführung von Sicherungsgeschäften spezialisiert haben. Somit wird die ADM Hamburg Aktiengesellschaft in die konzernweiten Sicherungsaktivitäten einbezogen. Die Sicherungsgeschäfte im Raps- und Getreide-Bereich erfolgen über den Marché à Terme International de France (MATIF). Als weiteres Risiko ergibt sich im Finanzbereich das Kreditausfallrisiko. Für das Kreditrisiko bestehen Kreditversicherungen. Hinsichtlich der Netto-Forderungen der ADM Hamburg Aktiengesellschaft und des ADM Hamburg Konzerns aus Energiesteuer von EUR 31,2 Mio. zum 31. Dezember 2014 und EUR 16,3 Mio. zum 31. Dezember 2015 wird kein Bedarf für eine Wertberichtigung dieser Ansprüche gesehen. Allen operativen Risiken wird durch Qualitätssicherungssysteme, Schulung und Weiterbildung der Mitarbeiter, regelmäßige Wartung der Anlagen und den Abschluss geeigneter Versicherungen begegnet. Risiken aus dem rechtlichen Umfeld stehen unter ständiger Beobachtung. Die Wirksamkeit wird regelmäßig durch die Revisionsabteilung des ADM Konzerns überprüft. Ein enger Kontakt zu den Verbänden der einzelnen Betätigungsfelder soll helfen, frühzeitig Risiken zu erkennen und im konstruktiven Dialog die Rahmenbedingungen mitzugestalten. 10. Forschung und EntwicklungDie Aufwendungen für Forschung- und Entwicklung sind im Vergleich zu den gesamten Aufwendungen unwesentlich. Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit dient im Wesentlichen der produktbezogenen Auftragsabwicklung und führt nicht zur Bildung immaterieller Vermögenswerte. 11. PersonalIm Berichtsjahr beschäftigte die ADM Hamburg Aktiengesellschaft durchschnittlich 611 (Vorjahr 587) Mitarbeiter, davon 27 (Vorjahr 29) Auszubildende. Im Konzern wurden durchschnittlich 665 (Vorjahr 646) Mitarbeiter beschäftigt. Hiervon sind 27 (Vorjahr 29) Auszubildende.
Hamburg, den 31. März 2016 Jaana Karola Kleinschmit von Lengefeld Dr. Kai-Uwe Ostheim Der VorstandBestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns der ADM Hamburg Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Berlin, 23. Mai 2016 RSM Deutschland GmbH Holger Böge, Wirtschaftsprüfer Bernhard Christl, Wirtschaftsprüfer BERICHT DES AUFSICHTSRATSÜberwachung der GeschäftsführungDas Geschäftsjahr 2015 war durch eine gute Versorgungslage der Weltmärkte mit den wichtigsten Ölsaaten geprägt. Insbesondere die weltweite Sojabohnen- und Rapssaatenproduktion konnte gegenüber dem Vorjahr insgesamt gesteigert werden. Auch die weltweite Nachfrage nach proteinhaltigen Futtermitteln ist aufgrund von steigendem Wohlstand und dem damit einhergehenden Fleischverbrauch weiter angestiegen. Im Bereich der pflanzlichen Öle stieg der Verbrauch vor allem aufgrund der gestiegenen Produktion von Nahrungsmitteln an. Bemerkenswerte interne Änderungen betrafen im Geschäftsjahr die Neugestaltung unserer Lohnverarbeitungsverträge und die Auslagerung von Teilen der Buchhaltung in ein Shared Service Center nach Polen. Ferner hat die gute Auslastung der Silobetriebe positiv das Geschäftsergebnis beeinflusst. Die Entwicklung in der Politik über die Verwendung von Biokraftstoffen führt zu Konsequenzen in der Ausrichtung des Konzerns, um weiterhin in diesem Marktsegment profitabel zu sein. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2015 seine Kontroll- und Beratungsaufgaben gemäß Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung wahrgenommen. Er hat den Vorstand während des Geschäftsjahres aktiv durch Beratungen und Diskussionen begleitet sowie gleichzeitig auf der Grundlage von Vorstandsberichten und gemeinsamen Sitzungen laufend überwacht. Die seiner Zustimmung bedürfenden Geschäfte hat er überprüft und jeweils mit dem Vorstand besprochen. AufsichtsratszusammensetzungDem aus zwei Vertretern der Aktionäre und einem Vertreter der Arbeitnehmer bestehenden Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2015 an:
Mit Wirkung zum 17. Dezember 2015 ist Herr Duane Holz als Nachfolger von Herrn Kevin Brassington (Mitglied des Aufsichtsrates bis 30. September 2015) durch gerichtlichen Beschluss zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt worden. Außerdem wurde Herr Christian Gutzeit mit Wirkung vom 17. Dezember 2015 durch gerichtlichen Beschluss zum Mitglied des Aufsichtsrats als Nachfolger von Herrn Ralf Schulz, der sein Aufsichtsratsmandat mit Wirkung zum 31. Oktober 2015 niedergelegt hatte, bestellt. Der Aufsichtsrat hat angesichts seiner auf drei Mitglieder beschränkten Größe keine Ausschüsse gebildet. Sitzungen des Aufsichtsrates / laufende ÜberwachungDer Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2015 in zwei Sitzungen am 27. Mai und 20. August 2015 über die laufende Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung, über die Budgetplanung, die strategischen Ziele, das Risikomanagement sowie alle organisatorischen und personellen Veränderungen einschließlich aller weiteren Vorgänge von wesentlicher Bedeutung umfassend unterrichten lassen. Soweit der Aufgabenkreis des Vorstands bzw. das Zusammenwirken der Organe betroffen war, hat der Vorstand an den Sitzungen des Aufsichtsrats teilgenommen. Darüber hinaus hat der Vorstand den Aufsichtsrat laufend durch detaillierte Berichte über prägende Geschäftsvorfälle der Gesellschaft und des Konzerns informiert. Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Vorstands eingehend diskutiert und die Entwicklungsperspektiven des Unternehmens mit dem Vorstand erörtert. Im Übrigen stand der Aufsichtsratsvorsitzende in ständigem, engem Kontakt zum Vorstand, der ihn über aktuelle Geschäftsvorgänge umfassend unterrichtete und mit dem regelmäßig Gespräche über wesentliche strategische und geschäftspolitische Fragen der Gesellschaft und des Konzerns geführt wurden. Der Aufsichtsrat ist zur Überzeugung gelangt, dass die Gesellschaft und der Konzern über ein leistungsfähiges Risikoüberwachungssystem und ausgewogene Compliance-Regelungen verfügen, die der Vorstand nutzt bzw. deren Durchsetzung der Vorstand überwacht. Der Aufsichtsrat ist von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit sowie der Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung durch den Vorstand überzeugt. Corporate GovernanceDie Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist mit dem Beschluss der letzten Hauptversammlung abgeschafft worden. Entsprechend anteilig ausgezahlte Vergütungen sind in dem Anhang des Konzernabschlusses, abgedruckt in diesem Geschäftsbericht, ausgewiesen. RechnungslegungAls Abschlussprüfer und zugleich Konzernabschlussprüfer wurde von der Hauptversammlung der Gesellschaft die RSM Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, gewählt. Der Aufsichtsrat hat daraufhin den Prüfungsauftrag erteilt. Der Abschlussprüfer und zugleich Konzernabschlussprüfer hat den Jahresabschluss der ADM Hamburg Aktiengesellschaft und den Konzernabschluss jeweils zum 31. Dezember 2015 sowie den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht geprüft und jeweils mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Am 23. Mai 2016 fand die Bilanzaufsichtsratssitzung statt. Die entsprechenden Vorlagen und Prüfungsberichte wurden den Aufsichtsratsmitgliedern im Vorfeld dieser Sitzung ausgehändigt und von diesen jeweils eingehend geprüft. Der Abschlussprüfer und zugleich Konzernabschlussprüfer nahm an der Sitzung teil, berichtete über den Verlauf der Prüfung und die Prüfungsergebnisse und stand für die Beantwortung von Fragen sowie zur Diskussion der Unterlagen zur Verfügung. Das Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat erklärt, dass nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfungen keine Einwendungen zu erheben sind. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt, der damit festgestellt ist. Der Aufsichtsrat hat auch den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss gebilligt. DanksagungDer Aufsichtsrat bedankt sich bei den Vorstandsmitgliedern, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft und den Betriebsräten für das große Engagement, für ihren tatkräftigen Einsatz im Interesse des Unternehmens sowie für die im Geschäftsjahr 2015 erzielten Erfolge.
Hamburg, 30. Mai 2016 Für den Aufsichtsrat Christian Gutzeit, Vorsitzender |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||