ADM Hamburg Aktiengesellschaft

Hamburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Konzernbilanz

AKTIVA

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Konzernanhang 31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE      
Immaterielle Vermögenswerte 7 2.576.326,79 2.608.278,43
Sachanlagen 7 157.320.266,72 189.530.364,05
At Equity bilanzierte Beteiligungen/Sonstige Beteiligungen 7/8 7.018.146,49 13.092.054,06
Latente Steuern 13 11.151.315,73 11.254.083,11
    178.066.055,73 216.484.779,65
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE      
Vorräte 9 44.125.957,58 27.800.051,37
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10 6.592.712,49 16.864.451,95
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 11 40.275.884,33 52.658.333,11
Sonstige Vermögenswerte 12 2.438.125,07 21.578.451,80
Derivative Finanzinstrumente 21 3.130.709,16 2.670.200,63
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente   445,44 83.491,98
    96.563.834,07 121.654.980,84
    274.629.889,80 338.139.760,49

PASSIVA

     
  Konzernanhang 31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
EIGENKAPITAL      
Gezeichnetes Kapital 14 19.142.768,03 19.142.768,03
Rücklagen 15 41.953.546,59 52.600.830,94
Eigenkapital der Aktionäre der ADM Hamburg Aktiengesellschaft   61.096.314,62 71.743.598,97
Anteile ohne beherrschenden Einfluss 16 36.970,51 35.391,00
    61.133.285,13 71.778.989,97
LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN      
Rückstellungen 17 37.749.705,10 37.688.140,09
Latente Steuern 13 12.844.531,19 14.652.347,98
    50.594.236,29 52.340.488,07
KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN      
Finanzverbindlichkeiten 18 130.446.942,94 187.067.089,99
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   23.411.814,71 16.029.841,67
Rückstellungen 19 4.898.986,00 7.166.198,00
Steuerverbindlichkeiten 20 61.094,57 192.964,36
Derivative Finanzinstrumente 21 2.612.110,65 1.716.177,34
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 22 1.471.419,51 1.848.011,09
    162.902.368,38 214.020.282,45
    274.629.889,80 338.139.760,49

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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Konzernanhang 2016
EUR
2015
EUR
Gewinn- und Verlustrechnung      
Umsatzerlöse 24 326.952.360,35 417.054.298,12
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 25 -303.719.501,88 -391.155.802,41
Bruttoergebnis vom Umsatz   23.232.858,47 25.898.495,71
Vertriebskosten 26 -2.925.080,43 -2.907.263,44
Allgemeine Verwaltungskosten 27 -14.284.944,85 -14.760.768,99
Sonstige betriebliche Erträge 28 19.528.863,57 17.449.111,03
Sonstige betriebliche Aufwendungen 29 -2.631.203,15 -1.717.595,34
Ergebnis aus der betrieblichen Tätigkeit   22.920.493,61 23.961.978,97
Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen 30 292.747,47 253.819,38
Zinserträge 31 81.734,45 98.766,77
Zinsaufwendungen 31 -2.889.985,97 -3.966.360,17
Finanzergebnis   -2.515.504,05 -3.613.774,02
Ergebnis vor Steuern   20.404.989,56 20.348.204,95
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 32 -7.056.832,46 -6.790.068,30
Jahresergebnis   13.348.157,10 13.558.136,65
davon: Anteile ohne beherrschenden Einfluss 35 1.579,51 1.558,51
davon: Anteile der Aktionäre der ADM Hamburg Aktiengesellschaft   13.346.577,59 13.556.578,14
Jahresergebnis je Aktie 37 17,82 EUR 18,10 EUR
Sonstiges Ergebnis      
Neubewertung der Netto-Verpflichtung aus leistungsbezogenen Versorgungsplänen   -3.856.797,00 3.159.349,00
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   1.234.175,03 -1.010.991,68
Sonstiges Ergebnis, das anschließend nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird   -2.622.621,97 2.148.357,32
Sonstiges Ergebnis   -2.622.621,97 2.148.357,32
davon: Anteile ohne beherrschenden Einfluss 35 0,00 0,00
davon: Anteile der Aktionäre der ADM Hamburg Aktiengesellschaft   -2.622.621,97 2.148.357,32
Gesamtergebnis   10.725.535,13 15.706.493,97
davon: Anteile ohne beherrschenden Einfluss 35 1.579,51 1.558,51
davon: Anteile der Aktionäre der ADM Hamburg Aktiengesellschaft   10.723.955,62 15.704.935,46

Konzern-Kapitalflussrechnung

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2016
TEUR
2015
TEUR
Laufende Geschäftstätigkeit    
Jahresergebnis 13.348 13.558
Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 13.081 14.735
Steueraufwand 7.528 1.189
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und (Erträge) -9.024 3.475
Veränderung von langfristigen Rückstellungen -3.795 -5.383
(Ertrag)/Aufwand aus latenter Steuer -471 -189
Cashflow 20.667 27.385
Abnahme/(Zunahme) der Vorräte -13.230 19.188
Abnahme/(Zunahme) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.272 -7.017
Abnahme/(Zunahme) sonstiger kurzfristiger Vermögenswerte 26.331 6.024
Zunahme/(Abnahme) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.382 -3.371
Zunahme/(Abnahme) anderer kurzfristiger Verbindlichkeiten 10.562 -4.455
Erhaltene Zinsen 82 99
Gezahlte Zinsen -2.655 -3.734
gezahlte Ertragsteuern -946 -1.223
gezahlte Steuerumlagen -5.790 -379
Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit 52.675 32.517
Investitionstätigkeit    
Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -12.351 -13.147
Einzahlungen aus Abgängen von Anlagevermögen 39.477 461
Mittelzufluss/(Mittelabfluss) aus der Investitionstätigkeit 27.126 -12.686
Finanzierungstätigkeit    
Ergebnisabführung der ADM Hamburg Aktiengesellschaft -10.930 -3.117
Kapitalrückzahlung von Beteiligungsunternehmen 6.241 0
Netto-(Aus-)/Einzahlungen aus der Finanzierung durch verbundene Unternehmen -75.195 -16.715
Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit -79.884 -19.832
Erhöhung/(Verminderung) der flüssigen Mittel -83 -1
Flüssige Mittel am Anfang des Geschäftsjahres 83 84
Flüssige Mittel am Ende des Geschäftsjahres 0 83

Zu weiteren Erläuterungen verweisen wir auf Anhangangabe Nr. 38

Entwicklung des Eigenkapitals des Konzerns

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Gezeichnetes Kapital
TEUR
Kapitalrücklage
TEUR
Gewinnrücklagen
TEUR
Summe Rücklagen
TEUR
Anteile ohne beherrschenden Einfluss
TEUR
Gesamt
TEUR
Stand 1. Januar 2015 19.143 21.205 26.621 47.826 34 67.003
Jahresergebnis 0 0 13.557 13.557 1 13.558
Sonstiges Ergebnis 0 0 2.148 2.148 0 2.148
Ergebnisabführung (Konzern-Anhang 33) 0 0 -10.930 -10.930 0 -10.930
Stand 31. Dezember 2015 / 1. Januar 2016 19.143 21.205 31.396 52.601 35 71.779
Jahresergebnis 0 0 13.347 13.347 2 13.349
Sonstiges Ergebnis 0 0 -2.623 -2.623 0 -2.623
Ergebnisabführung (Konzern-Anhang 33) 0 0 -21.371 -21.371 0 -21.371
Stand 31. Dezember 2016 19.143 21.205 20.749 41.954 37 61.134

Konzern-Anhang für das Geschäftsjahr 2016

(1) Rechtliche Grundlagen

Der Konzernabschluss der ADM Hamburg Aktiengesellschaft (ADM Hamburg) entspricht den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Konzernabschluss umfasst neben der Konzernbilanz sowie der Konzern-Gesamtergebnisrechnung als weitere Bestandteile die Konzern-Kapitalflussrechnung, die Entwicklung des Eigenkapitals des Konzerns und den Konzern-Anhang.

Die Vorjahreszahlen sind nach den gleichen Grundsätzen ermittelt worden wie die des Berichtsjahres.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Die im Konzernabschluss verwendete Abkürzung TEUR entspricht 1.000 EUR. Hierdurch kann es zu Rundungsdifferenzen von TEUR 1 kommen. Des Weiteren wird die Abkürzung TUSD verwendet und entspricht 1.000 USD (Amerikanische Dollar).

Die ADM Hamburg ist eine im Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg unter der Nummer 5114 eingetragene Aktiengesellschaft deutschen Rechts mit Sitz in Hamburg/Deutschland, Nippoldstraße 117. Die ADM Hamburg ist über ihre Mehrheitsgesellschafterin, der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg, ein mit den zum Konzern der Archer Daniels Midland Company, Decatur, Illinois/USA, gehörenden Unternehmen verbundenes Unternehmen.

Die ADM Hamburg und die übrigen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind im Bereich der Nahrungs- und Futtermittelindustrie tätig. Sie befassen sich mit der Beschaffung, dem Transport, der Lagerung, der Verarbeitung und dem Vertrieb von Ölsaaten, Fettstoffen und Futtermitteln. Darüber hinaus wird Pflanzenöl zu Biodiesel weiterverarbeitet.

(2) Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst die Gesellschaften, an denen die ADM Hamburg, direkt oder indirekt, mehrheitlich beteiligt ist oder deren Finanz- und Geschäftspolitik durch ADM Hamburg bestimmt wird. Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.

Die Geschäftsaktivitäten wurden im vollen Umfang fortgeführt. Im Rahmen der Vollkonsolidierung werden die folgenden Gesellschaften einbezogen:

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Anteil am Kapital
in %
ADM Rothensee GmbH & Co. KG, Hamburg 100%
ADM Rothensee Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg 100%
Silo. P. Kruse Betriebs-GmbH & Co. KG, Hamburg 51%
Silo-Betriebsgesellschaft mbH, Hamburg 51%
ADM Research GmbH 100%
ADM Unterstützungskasse GmbH, Hamburg 100%

Wie in den Vorjahren findet die ADM Unterstützungskasse GmbH im Konzernabschluss als Fondsvermögen im Rahmen der Pensionsrückstellungen Berücksichtigung.

Die ADM Rothensee Beteiligungsgesellschaft, Hamburg, ist persönlich haftende Gesellschafterin der ADM Rothensee GmbH & Co. KG, Hamburg, und die Silo-Betriebsgesellschaft, Hamburg ist persönlich haftende Gesellschafterin der Silo P. Kruse Betriebs-GmbH & Co. KG, Hamburg.

Die at Equity bilanzierten Beteiligungen umfassen die folgenden assoziierten Unternehmen:

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Anteil am Kapital
in %
RGL (Rostocker Getreide Lager) GmbH & Co. KG, Hamburg 50%
RGL Management GmbH, Hamburg 50%

(3) Konsolidierungsgrundsätze

Die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen erfolgt gemäß IFRS S "Unternehmenszusammenschlüsse".

Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs bemessen sich als Summe der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt und der Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen. Bei jedem Unternehmenszusammenschluss bewertet der Erwerber die Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses angefallene Kosten werden als Aufwand erfasst.

Erwirbt der Konzern ein Unternehmen, beurteilt er die geeignete Klassifizierung und Designation der finanziellen Vermögenswerte und übernommenen Schulden in Übereinstimmung mit den Vertragsbedingungen, wirtschaftlichen Gegebenheiten und am Erwerbszeitpunkt vorherrschenden Bedingungen. Dies beinhaltet auch eine Trennung der in Basisverträgen eingebetteten Derivate.

Bei sukzessiven Unternehmenszusammenschlüssen wird der vom Erwerber zuvor an dem erworbenen Unternehmen gehaltene Eigenkapitalanteil zum beizulegenden Zeitwert am Erwerbszeitpunkt neu bestimmt und der daraus resultierende Gewinn oder Verlust erfolgswirksam erfasst.

Die vereinbarte bedingte Gegenleistung wird zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Nachträgliche Änderungen des beizulegenden Zeitwerts einer bedingten Gegenleistung, die einen Vermögenswert oder eine Schuld darstellt, werden in Übereinstimmung mit IAS 39 entweder in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im sonstigen Ergebnis erfasst. Eine bedingte Gegenleistung, die als Eigenkapital eingestuft ist, wird nicht neu bewertet und ihre spätere Abgeltung wird im Eigenkapital bilanziert.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der übertragenen Gegenleistung über die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden des Konzerns bemessen. Liegt diese Gegenleistung unter dem beizulegenden Zeitwert des Reinvermögens des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet, die vom Unternehmenszusammenschluss erwartungsgemäß profitieren werden. Dies gilt unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des erworbenen Unternehmens diesen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet werden.

Wenn ein Geschäfts- oder Firmenwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet wurde und ein Geschäftsbereich dieser Einheit veräußert wird, wird der dem veräußerten Geschäftsbereich zuzurechnende Geschäfts- oder Firmenwert als Bestandteil des Buchwerts des Geschäftsbereichs bei der Ermittlung des Ergebnisses aus der Veräußerung dieses Geschäftsbereichs berücksichtigt. Der Wert des veräußerten Anteils des Geschäfts- oder Firmenwerts wird auf der Grundlage der relativen Werte des veräußerten Geschäftsbereichs und des verbleibenden Teils der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt.

Unternehmenszusammenschlüsse, deren Erwerbszeitpunkt vor dem 1. Juli 2009 liegt, sind gemäß IFRS 3.65 nicht rückwirkend an den neuen Standard anzupassen. Dies betrifft Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von TEUR 7.054. Diese bleiben mit den Rücklagen verrechnet und werden bei Wertminderung und Entkonsolidierung nicht ergebniswirksam behandelt.

Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse zwischen den konsolidierten Unternehmen ("Zwischengewinne") werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Auf Konzernfremde entfallende Anteile am Kapital, an den Rücklagen und am Gewinn werden als Anteile ohne beherrschenden Einfluss in Höhe ihres Anteils am Eigenkapital passiviert. Der Ausweis der Anteile ohne beherrschenden Einfluss erfolgt innerhalb des Eigenkapitals.

Der Erwerb von Minderheitenanteilen führt zum Ausweis eines Geschäfts- oder Firmenwertes in Höhe der Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem Buchwert des anteilig erworbenen Nettovermögens. Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird einmal jährlich überprüft. Eine Überprüfung findet ebenfalls dann statt, wenn Umstände darauf hindeuten, dass der Wert gemindert sein könnte. Sofern der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde, den Buchwert dieser Einheit unterschreitet, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand darf in den nachfolgenden Berichtsperioden nicht aufgeholt werden.

Der Bilanzstichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist identisch mit dem Bilanzstichtag des Konzernabschlusses.

(4) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im Jahr 2016 waren keine neuen für die Geschäftstätigkeiten der ADM Hamburg relevanten Standards anzuwenden.

Es waren im Geschäftsjahr 2016 kleinere Änderungen an bestehenden Standards und Interpretationen erstmals anzuwenden, die jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss hatten.

Der Konzernabschluss wurde grundsätzlich unter Anwendung des Prinzips der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten erstellt. Hiervon abweichende Bewertungen werden in den nachfolgenden Erläuterungen dargestellt.

Mit Aufstellung des Konzernabschlusses werden Einschätzungen und Annahmen getroffen, welche die Zukunft betreffen. Die hieraus abgeleiteten Schätzungen werden naturgemäß selten den späteren tatsächlichen Gegebenheiten entsprechen. Schätzungen und Annahmen, die ein wesentliches Risiko in Form einer Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden innerhalb des nächsten Geschäftsjahres mit sich bringen, werden gegebenenfalls nachfolgend sowie unter den Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. Schätzungsanpassungen werden zum Zeitpunkt besserer Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.

Sachverhalte, bei denen Schätzungen und Annahmen zugrunde gelegt wurden, betreffen im Wesentlichen die nachfolgenden Sachverhalte:

Nutzungsdauer und Überprüfung auf Wertminderung der Sachanlagen

Der Buchwert der Sachanlagen betrug zum 31. Dezember 2016: € 157,3 (Vorjahr: € 189,5 Mio).

Bewertung der derivativen Finanzinstrumente

Die unrealisierten Gewinne aus der Bewertung der derivativen Finanzinstrumenten zum Zeitwert am Bilanzstichtag sind mit € 3,1 Mio (Vorjahr: € 2,7 Mio) und die entsprechenden Verluste mit € 2,5 Mio (Vorjahr: € 1,7 Mio) angesetzt.

Bewertung des Handelsbestandes in den Vorräten zu Marktpreisen

Der Buchwert des Handelsbestandes betrug zum 31. Dezember 2016: € 40,1 Mio (Vorjahr: € 24,0 Mio).

Bewertungsparameter für die Ermittlung der langfristigen Rückstellungen

Der Buchwert der Rückstellungen betrug zum 31. Dezember 2016: € 37,7 Mio (Vorjahr: € 37,7 Mio).

Bemessung der kurzfristigen Rückstellungen für Energiesteuern aus der Prüfung durch den Zoll

Der Buchwert der Verpflichtungen betrug zum 31. Dezember 2016 € 4,9 Mio (Vorjahr: € 5,0 Mio)

Die Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften werden auf den Stichtag des Konzernabschlusses nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt und vollständig unter Berücksichtigung der Posten, die der Konsolidierung bzw. der Zwischenerfolgseliminierung unterliegen, in den Konzernabschluss einbezogen.

Software wird zu Anschaffungskosten bilanziert und um eine planmäßige lineare Abschreibung vermindert. Die Abschreibung erfolgt grundsätzlich über eine Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren.

Forschungskosten sind Kosten für eigenständige und planmäßige Forschung mit der Absicht, neue wissenschaftliche oder technische Erkenntnisse zu erlangen. Sie werden nach IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" bei Anfall sofort aufwandswirksam berücksichtigt. Entwicklungskosten umfassen Aufwendungen, die dazu dienen, theoretische Erkenntnisse technisch und kommerziell umzusetzen und sind zu aktivieren, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Die Voraussetzungen zur Aktivierung als Immaterielle Vermögenswerte gemäß IAS 38 hinsichtlich der technischen Realisierbarkeit der Fertigstellung des Immateriellen Vermögenswertes sowie des voraussichtlichen künftigen wirtschaftlichen Nutzens sind aufgrund der bis zur tatsächlichen Umsetzung bestehenden Risiken nicht vollständig erfüllt. Daher werden auch Entwicklungskosten bei Anfall sofort aufwandswirksam erfasst.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet. Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich etwaiger kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet.

Die Sachanlagen sind mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger linearer Abschreibungen entsprechend den wirtschaftlichen Nutzungsdauern bewertet. Soweit erforderlich, werden als Ergebnis der durchgeführten Impairment-Tests außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Der Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anzeichen für Wertminderungen bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen vorliegen. In diesem Fall erfolgt die Durchführung eines Wertminderungstests in Übereinstimmung mit IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten" mittels Schätzung des erzielbaren Betrages. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswertes oder Zahlungsmittel generierender Einheit abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Übersteigt der Buchwert den erzielbaren Betrag, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung auf den erzielbaren Betrag. Sofern die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung wieder entfallen, erfolgt eine Zuschreibung bis zu dem fortgeführten Buchwert, der sich ergeben würde, wenn in den früheren Jahren keine außerplanmäßige Abschreibung erfasst worden wäre.

Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst. Eine Aktivierung erfolgt nur, wenn diese zu einer Erweiterung oder wesentlichen Verbesserung des jeweiligen Vermögens geführt haben. Kosten für Generalüberholungen werden aktiviert und entsprechend abgeschrieben.

Fremdkapitalzinsen für Sachanlagen, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten zurechenbar sind - das sind Vermögenswerte, für die ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in ihren beabsichtigten gebrauchsfähigen Zustand zu versetzen - werden bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Vermögenswerte im Wesentlichen für ihre vorgesehene Nutzung fertig gestellt sind, zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet. Der jeweilige Zinssatz wird aus den marktüblichen Zinssätzen abgeleitet.

Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode, in der sie angefallen sind, erfolgswirksam erfasst.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zu Grunde:

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Gebäude 20 - 40 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 4 - 25 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 - 10 Jahre

Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, bei welchem der Konzern über maßgeblichen Einfluss verfügt und das weder Tochterunternehmen noch Joint Venture ist.

Nach der Equity-Methode werden die Anteile an einem assoziierten Unternehmen in der Bilanz zu Anschaffungskosten zuzüglich nach dem Erwerb eingetretener Änderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen des assoziierten Unternehmens erfasst. Die Gewinn- und Verlustrechnung enthält den Anteil des Konzerns am Erfolg des assoziierten Unternehmens. Gewinne und Verluste aus Transaktionen zwischen dem Konzern und dem assoziierten Unternehmen werden entsprechend dem Anteil am assoziierten Unternehmen eliminiert.

Anteile an assoziierten Unternehmen werden zum Bilanzstichtag entsprechend IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" außerplanmäßig abgeschrieben, wenn der erzielbare Betrag aus der Beteiligung unter den Buchwert gesunken ist. Eine Überprüfung der Werthaltigkeit erfolgt, sofern konkrete Anhaltspunkte für Wertminderungen vorliegen.

Sonstige Beteiligungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, derivative Finanzinstrumente sowie die sonstigen finanziellen Vermögenswerte unterliegen der Bilanzierung gemäß IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung".

Gemäß IAS 39 werden finanzielle Vermögenswerte in Abhängigkeit des Einzelfalls entweder als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Kredite und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Investitionen oder als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert.

Bei dem erstmaligen Ansatz von finanziellen Vermögenswerten werden diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von Finanzinvestitionen, für die keine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt, werden darüber hinaus Transaktionskosten einbezogen, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts zuzurechnen sind.

Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres. Umwidmungen werden vorgenommen, soweit diese zulässig und erforderlich sind. Eine Zuordnung von finanziellen Vermögenswerten in die Kategorie der bis zur Endfälligkeit gehaltenen Finanzinvestitionen ist derzeit nicht erfolgt.

Bei marktüblichen Käufen und Verkäufen von finanziellen Vermögenswerten erfolgt die Bilanzierung zum Handelstag. Marktübliche Käufe oder Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung von Vermögenswerten innerhalb eines festgelegten Zeitraums vorschreiben.

Sonstige Beteiligungen werden als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert und mit den ursprünglichen Anschaffungskosten ggf. abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt, da notierte Marktpreise oder beizulegende Zeitwerte nicht verfügbar sind bzw. nicht verlässlich bestimmt werden können.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten enthaltenen Forderungen werden der Kategorie Kredite und Forderungen zugeordnet und mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Wertberichtigungen für mögliche Ausfallrisiken werden gebildet, sofern spezifische Informationen über einen Einzelwertberichtigungsbedarf vorliegen. Wertberichtigungen werden zunächst auf einem separaten Wertberichtigungskonto erfasst. Forderungen werden ausgebucht, wenn sie uneinbringlich sind.

Derivative Finanzinstrumente werden als zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten klassifiziert. Eine Bilanzierung nach den Grundsätzen des Hedge Accounting erfolgt derzeit nicht. Die Bewertung offener derivativer Finanzinstrumente erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Gewinne aus der Erfassung von Finanzderivaten mit positiven Zeitwerten werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen, Verluste aus der Erfassung von Finanzinstrumenten mit negativen Zeitwerten unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Gewinne oder Verluste aus der laufenden Abwicklung von Finanzderivaten werden in den Herstellkosten des Umsatzes ausgewiesen.

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Erzeugnisse beinhalten neben den direkt zurechenbaren Kosten wie Material-, Personal- und Energiekosten auch die herstellungsbezogenen Gemeinkosten einschließlich der Abschreibungen auf Produktionsanlagen. Allgemeine Verwaltungskosten bleiben außer Ansatz.

Vorräte, die mit der Absicht erworben worden sind, sie kurzfristig zu verkaufen und einen Gewinn aus den Preisschwankungen oder Händlermargen zu erzielen, werden mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Vertriebsaufwendungen bewertet.

Die Bilanzierung und Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Method) gemäß IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer". Die Verpflichtungen sind zum Bilanzstichtag unter Anwendung versicherungsmathematischer Verfahren auf der Grundlage der "Richttafeln 2005 G für die Pensionsversicherung" von Prof. Dr. K. Heubeck bewertet worden. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden im jeweiligen Geschäftsjahr sofort im sonstigen Ergebnis erfasst. Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wird sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Der als Vermögenswert oder Schuld aus einem leistungsorientierten Plan zu erfassende Betrag umfasst den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des zur unmittelbaren Erfüllung von Verpflichtungen vorhandenen Planvermögens.

Eine Rückstellung wird dann angesetzt, wenn der Konzern eine gegenwärtige (gesetzliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses hat, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Ist der aus einer Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich, werden Rückstellungen abgezinst.

Die Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Nach der erstmaligen Erfassung werden diese unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Verbindlichkeiten ausgebucht werden sowie im Rahmen der Amortisation mittels der Effektivzinsmethode. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, aufgehoben oder erloschen ist.

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende und frühere Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.

Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode auf zum Bilanzstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz.

Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst.

Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede und noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge verwendet werden können.

Der Buchwert der latenten Ertragsteueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht.

Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, die in der Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, voraussichtlich Gültigkeit erlangen werden. Dabei werden die Steuersätze (und Steuergesetze) zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch zur Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.

Aufgrund der bestehenden Kündigungsrechte der Kommanditisten der Silo P. Kruse Betriebs-GmbH & Co. KG werden die auf diese Minderheitsgesellschafter entfallenden Anteile am Nettovermögen gemäß IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung" unter den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Da sich der Wert eines möglichen Rückzahlungsbetrages nicht verlässlich ermitteln lässt, wird für Zwecke der Bewertung auf die anteiligen Buchwerte des IFRS-Nettovermögens abgestellt. Werterhöhungen werden als Zinsaufwand, Wertminderungen als Zinsertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die ADM Hamburg und ihre Tochtergesellschaften haben verschiedene Operating-Leasingvereinbarungen abgeschlossen. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Grundstücke sowie Büromaschinen. Die wesentlichen Chancen und Risiken verbleiben beim Leasinggeber.

Die durch ADM Hamburg angewandten Rechnungslegungsmethoden im Geschäftsjahr 2016 entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden.

(5) Währungsumrechnung

Fremdwährungstransaktionen werden zunächst zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs in die funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zu jedem Stichtag unter Verwendung des Stichtagskassakurses in die funktionale Währung umgerechnet. Alle Währungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst.

(6) Veröffentlichte, jedoch noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards

Die unten aufgeführten Standards, deren EU-Endorsement bereits erfolgt ist, könnten nach vernünftigem kaufmännischem Ermessen potentielle Auswirkungen haben, die derzeit geprüft werden:

IFRS 15 - Erlöse aus den Verträgen mit Kunden (Anwendung ab 1. Januar 2018)

IFRS 9 - Finanzinstrumente (Anwendung ab 1. Januar 2018)

Diese Standards, deren EU-Endorsement noch aussteht, könnten Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, die derzeit geprüft werden:

IFRS 16 - Leasing (Anwendung ab 1. Januar 2019)

Änderungen zu IFRS 2 - Klassifizierung und Bewertung von anteilsbasierten Vergütungen (Anwendung ab 1 Januar 2018)

Änderungen zu IFRS 10 - Konzernabschlüsse und IAS 28 - Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (Anwendungszeitpunkt auf unbestimmte Zeit verschoben)

Änderungen zu IFRS 15 - Klarstellungen zu IFRS 15 (Anwendung ab 1. Januar 2018)

Änderungen zu IAS 7 - Kapitalflussrechnungen (Anwendung ab 1. Januar 2017)

Änderungen zu IAS 12 - Erfassung latenter Steueransprüche für nicht realisierte Verluste (Anwendung ab 1 Januar 2017)

Die folgenden Standards, deren EU-Endorsement ebenfalls noch aussteht, werden keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben:

Änderungen zu IFRS 4 - Anwendung von IFRS9 (Finanzinstrumente) und IFRS 4 (Versicherungsverträge) (Anwendung ab 1. Januar 2018)

Änderungen zu IAS 40 - Übertragungen von als Finanzinvestion gehaltenen Immobilien (Anwendung ab 1. Januar 2018)

IFRIC 22 - Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen (Anwendung ab 1 Januar 2018

Angaben zur Konzernbilanz

(7) Anlagespiegel

Zur Entwicklung der Immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und At Equity bilanzierten Beteiligungen/Sonstige Beteiligungen verweisen wir auf den Anlagespiegel, der als Anlage 1 zum Anhang beigefügt ist.

(8) Angaben zu assoziierten Unternehmen

Die wesentlichen Finanzinformationen zu dem assoziierten Unternehmen werden im Folgenden, berichtigt um Unterschiede bei den Rechnungslegungsmethoden, und unter Angabe des jeweiligen Bilanzstichtages dargestellt.

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RGL (Rostocker Getreide Lager) GmbH & Co. KG, Hamburg (konsolidiert) 31.12.2016
TEUR
31.12.2015
TEUR
langfristige Vermögenswerte 14.384 14.571
kurzfristige Vermögenswerte 1.949 13.759
langfristige Schulden 1.725 1.768
kurzfristige Schulden 622 430
Netto-Vermögen 13.986 26.132
Anteil des Konzerns am Nettovermögen (50%) = Buchwert des Anteils 6.993 13.066
Umsatzerlöse 3.193 2.763
Gewinn aus fortzuführenden Geschäftsbereichen 626 553
Gesamtergebnis 626 553

(9) Vorräte

Die Vorräte gliedern sich wie folgt:

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31.12.2016
TEUR
31.12.2015
TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.999 3.802
Handelsbestand 40.127 23.998
  44.126 27.800

Der Handelsbestand wurde zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Vertriebsaufwendungen angesetzt. Der Handelsbestand ist der Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugeordnet, und der Zeitwert wird im Wesentlichen aus börsennotierten Marktpreisen unter Berücksichtigung der besonderen Gegebenheiten des lokalen Marktes abgeleitet. Zum Bilanzstichtag wurden wie im Vorjahr keine Wertberichtigungen auf Vorräte vorgenommen.

(10) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Das durchschnittliche Zahlungsziel bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt 13,4 Tage (Vorjahr: 25,7 Tage). Wertberichtigungen auf Forderungen erfolgen im ADM Hamburg Konzern auf der Grundlage einer regelmäßigen Überwachung des Zahlungsverhaltens der Geschäftspartner sowie der Auswertung von Marktinformationen. Bei endgültiger Uneinbringlichkeit der Forderungen werden die Forderungen ausgebucht. Die Wertberichtigungen zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:

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TEUR
Stand 01.01.2015   339
  Inanspruchnahme 8
  Auflösung 282
  Zuführung 46
Stand 31.12.2015   95
  Inanspruchnahme 43
  Auflösung 36
  Zuführung 0
Stand 31.12.2016   16

Die Fälligkeiten der Forderungen ergeben sich aus der folgenden Übersicht:

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Forderungen 2016
TEUR
2015
TEUR
weder überfällig noch wertgemindert 5.152 5.967
überfällig aber nicht wertgemindert    
bis 30 Tage 1.406 10.706
31-60 Tage 28 113
61-90 Tage 0 0
> 90 Tage 5 71
überfällig und wertberichtigt 18 102
abzüglich Wertberichtigungen -16 -95
Forderungen netto 6.593 16.864

Überfällige Forderungen wurden auch insoweit nicht wertberichtigt wie Kreditversicherungen bestehen.

(11) Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte enthalten Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 37.287 (Vorjahr: TEUR 50.891).

(12) Sonstige Vermögenswerte

Diese Bilanzposition enthält im Wesentlichen Erstattungsansprüche aus Umsatzsteuer mit TEUR 110 (Vorjahr: TEUR 244), und Energiesteuer mit TEUR 2.256 (Vorjahr: TEUR 21.319).

(13) Latente Steuern

Die latenten Steuern haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

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01.01.2016
TEUR
Veränderung in der Gewinn- und Verlustrechnung
TEUR
Veränderung im Sonstigen Ergebnis
TEUR
31.12.2016
TEUR
aktive latente Steuern        
Forderungen 562 -562 0 0
Pensionsrückstellungen 8.812 -809 1.234 9.237
Verlustvorträge 1.409 150 0 1.559
Rückstellungen 471 -116 0 355
  11.254 -1.337 1.234 11.151
passive latente Steuern        
Sachanlagen -12.901 1.669 0 -11.232
Anteile an assozierten Unternehmen -1.751 138 0 -1.613
  -14.652 1.807 0 -12.845
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01.01.2015
TEUR
Veränderung in der Gewinn- und Verlustrechnung
TEUR
Veränderung im Sonstigen Ergebnis
TEUR
31.12.2015
TEUR
aktive latente Steuern        
Forderungen 0 562 0 562
Derivative Finanzinstrumente/Vorräte 192 -192 0 0
Pensionsrückstellungen 9.592 231 -1.011 8.812
Verlustvorträge 1.534 -125 0 1.409
Rückstellungen 288 183 0 471
  11.606 97 -1.011 11.254
passive latente Steuern        
Sachanlagen -12.400 -501 0 -12.901
Anteile an assozierten Unternehmen -1.776 25 0 -1.751
  -14.176 -476 0 -14.652

(14) Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Grundkapital der ADM Hamburg beträgt zum 31. Dezember 2016 und zum 31. Dezember 2015 jeweils EUR 19.142.768,03. Es ist eingeteilt in 748.800 auf den Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien.

Die ADM Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg, hält an der ADM Hamburg eine Mehrheitsbeteiligung. Im Juli 1996 hat die ADM Hamburg mit der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH als herrschendem Unternehmen einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Die Minderheitsaktionäre haben das Recht auf eine festgelegte jährliche Ausgleichszahlung seitens der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH.

(15) Rücklagen

Die Veränderung der Rücklagen ist der Entwicklung des Eigenkapitals des Konzerns zu entnehmen.

(16) Anteile ohne beherrschenden Einfluss

Der Ausgleichsposten betrifft den Anteil anderer Gesellschafter am gezeichneten Kapital (TEUR 15, Vorjahr: TEUR 15) und am Ergebnis (TEUR 22, Vorjahr: TEUR 21) der Silo Betriebsgesellschaft mbH.

(17) Langfristige Rückstellungen

Die Position enthält die folgenden Rückstellungen:

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31.12.2016
TEUR
31.12.2015
TEUR
Pensionen 35.559 34.548
Altersteilzeit 1.384 2.111
Jubiläumszuwendungen 807 1.029
  37.750 37.688

Bei den Pensionsrückstellungen handelt es sich um Verpflichtungen aus Direktzusagen sowie aus mittelbaren Verpflichtungen im Rahmen der Trägerschaft der ADM Unterstützungskasse GmbH, einem verbundenen Unternehmen der ADM Hamburg Aktiengesellschaft.

Die Berechnung der Pensionsverpflichtungen berücksichtigt Marktzinssätze sowie Lohn/Gehalts-, Renten- und Fluktuationstrends. Die Bewertung erfolgt unter folgenden Annahmen:

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31.12.2016 31.12.2015
Abzinsungssatz 1,70% 2,40%
Lohn-/Gehaltstrend 2,75% 2,75%
Rententrend 1,75% 1,75%
Fluktuation (im Alter 20 - 50 Jahre) 0,50% 0,50%

Die nachfolgend aufgeführten Auswirkungen von Änderungen der obigen Annahmen auf die Netto-Pensionsverpflichtung wurden durch sachverständige Aktuare berechnet.

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Auswirkung auf die Netto-Pensionsverpflichtung
31.12.2016 31.12.2015
bei Zunahme
TEUR
bei Abnahme
TEUR
bei Zunahme
TEUR
bei Abnahme
TEUR
Änderung des Abzinsungssatzes um 1 %-Punkt -5.254 6.704 -5.181 6.584
Änderung des Lohn-/Gehaltstrends um 0,25 %-Punkte 7 -7 44 -44
Änderung des Rententrends um 0,25 %-Punkte 1.477 -1.397 1.355 -1.291
Erhöhung der Lebenserwartung um 1 Jahr für Personen im Alter 65 1.879   1.705  

Die durchschnittliche Restlaufzeit der Versorgungszusagen beträgt 14,6 Jahre.

Diese leistungsorientierten Pläne belasten den Konzern mit versicherungsmathematischen Risiken, wie beispielsweise dem Langlebigkeitsrisiko, Währungsrisiko, Zinsrisiko und Markt-(Anlage) Risiko.

Das Fondsvermögen besteht auch unter Berücksichtigung des Netto-Vermögens der ADM Unterstützungskasse GmbH nahezu ausschließlich aus Rückdeckungsversicherungen. In ihrer Anlagestrategie hat die ADM Hamburg entschieden, einen angemessenen Teil ihrer Pensionsverpflichtungen auf diese Weise bei namhaften deutschen Versicherungen abzusichern. Somit ist es erreicht, dass sich die Zahlungsströme der Pensionszahlungen für den abgesicherten Teil ausgleichen.

Die Pensionsrückstellungen entwickelten sich wie folgt:

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2016
TEUR
2015
TEUR
Veränderung des Anwartschaftsbarwertes    
Anwartschaftsbarwert zum 1.1. 43.002 46.005
laufender Dienstzeitaufwand 787 911
Zinsaufwand 1.009 789
Pensionszahlungen -1.834 -1.832
Versicherungsmathematische (Gewinne) / Verluste aus Veränderungen bei den finanziellen Annahmen 3.885 -2.841
Planabgeltungen -3.795 -30
Anwartschaftsbarwert zum 31.12. 43.054 43.002
Veränderung des Fondsvermögens    
Fondsvermögen zum 1.1. 8.454 8.879
Erwartete Erträge des Fondsvermögens 203 177
Versicherungsmathematische Gewinne / (Verluste) aus Veränderungen bei den finanziellen Annahmen -161 -116
Pensionszahlungen -1.390 -1.004
Zuwendungen der Trägerunternehmen 389 518
Fondsvermögen zum 31.12. 7.495 8.454
Pensionsrückstellung zum 31.12. 35.559 34.548

Die Planabgeltungen betreffen im Wesentlichen den Abgang von Pensionsverpflichtungen im Rahmen des Betriebsüberganges nach § 613a BGB im Zusammenhang mit der Veräußerung des Werkes Noblee & Thörl.

Das Fondsvermögen setzt sich wie folgt zusammen:

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31.12.2016
TEUR
31.12.2015
TEUR
Kassenvermögen Unterstützungskasse 4.688 5.625
Aktivwert Rückdeckungsversicherungen 2.807 2.829
  7.495 8.454

Die tatsächlichen Erträge aus dem Fondsvermögen betragen TEUR 42 (Vorjahr: TEUR 61).

Der Gesamtaufwand für Versorgungszusagen setzt sich wie folgt zusammen:

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2016
TEUR
2015
TEUR
Laufender Dienstzeitaufwand 787 911
Zinsaufwand 1.009 789
Erwartete Erträge aus Fondsvermögen -203 -177
Gesamtaufwand für leistungsorientierte Versorgungszusagen 1.593 1.523

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden im jeweiligen Geschäftsjahr erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis berücksichtigt.

Der Gesamtaufwand wurde mit TEUR 898 (Vorjahr: TEUR 850) in den Herstellungskosten und mit TEUR 695 (Vorjahr: TEUR 673) in den allgemeinen Verwaltungskosten erfasst.

Das Fondsvermögen wird mit 1,7% p.a. (Vorjahr: 2,0 % p.a.) verzinst.

Pensionsverpflichtungen mit einem Anwartschaftsbarwert von TEUR 9.184 (Vorjahr: TEUR 8.446) steht ein Planvermögen in Form von Rückdeckungsversicherungen von TEUR 2.807 (Vorjahr: TEUR 2.829) gegenüber. Pensionsverpflichtungen mit einem Anwartschaftsbarwert von TEUR 25.740 (Vorjahr: TEUR 26.557) steht ein Fondsvermögen in Form von Kassenvermögen von TEUR 4.688 (Vorjahr: TEUR 5.625) gegenüber. Den übrigen Pensionsverpflichtungen von TEUR 8.130 (Vorjahr: TEUR 7.999) steht kein Fondsvermögen gegenüber.

Beträge der laufenden und der vier vorangegangenen Berichtsperioden stellen sich wie folgt dar:

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31.12.2016
TEUR
31.12.2015
TEUR
31.12.2014
TEUR
31.12.2013
TEUR
31.12.2012
TEUR
Leistungsorientierte Verpflichtungen 43.054 43.002 46.005 38.688 40.159
Planvermögen 7.495 8.454 8.879 9.759 10.668
Unterdeckung 35.559 34.548 37.126 28.929 29.491

Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde im Geschäftsjahr 2016 mit TEUR 517 (Vorjahr: TEUR 1.617) in Anspruch genommen, der Verbrauch der Rückstellung für Jubiläumszuwendungen betrug TEUR 132 (Vorjahr: TEUR 67). Im Geschäftsjahr 2016 erfolgten Zuführungen von TEUR 210 (Vorjahr: TEUR 1.888) für Altersteilzeit und TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 151) für Jubiläumszuwendungen.

(18) Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten innerhalb des ADM-Konzerns in Höhe von TEUR 126.049 (Vorjahr: TEUR 176.223).

(19) Kurzfristige Rückstellungen

Die Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

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2016 Energiesteuer
TEUR
Restrukturierungsmaßnahmen
TEUR
Summe
TEUR
Stand 1.1. 4.984 2.182 7.166
Inanspruchnahme 0 2.182 2.182
Auflösung 320 0 320
Zuführung 235 0 235
Stand 31.12. 4.899 0 4.899

Die Rückstellung für Energiesteuer wurde im Wesentlichen für Feststellungen aus einer Außenprüfung durch den Zoll gebildet, soweit eine Inanspruchnahme für wahrscheinlich gehalten wurde. Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme wird in jedem Jahr unter Berücksichtigung des aktuellen Standes der eingelegten Rechtsmittel neu beurteilt. Dieses führte zu einer Auflösung der Rückstellung im Geschäftsjahr 2016 in Höhe von TEUR 320. Dieser Rückstellung werden die Zinsen für ausgesetzte Vollziehung von ergangenen Bescheiden jährlich zugeführt.

Die Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen wurden vollständig in Anspruch genommen.

Es wird erwartet, dass sämtliche Beträge innerhalb eines Jahres fällig werden.

(20) Steuerverbindlichkeiten

Der Ausweis betrifft Verbindlichkeiten für Ertragsteuern von TEUR 61 (Vorjahr: TEUR 193).

(21) Derivative Finanzinstrumente

Der ADM Hamburg Konzern ist als international tätiger Konzern im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeiten Währungs- und Commodity-Risiken ausgesetzt. Der Konzernvorstand bedient sich bei der Überwachung dieser Risiken neben seinem eigenen Berichtswesen unter anderem des Instrumentariums, welches von der Muttergesellschaft (ADM Company) bereitgestellt wird. Die Unternehmenspolitik der ADM Company ist die Begrenzung dieser Risiken durch ein systematisches Risiko-Management. Als Instrumente dienen vor allem Devisentermingeschäfte und Commodity-Termingeschäfte.

Die ADM Hamburg Aktiengesellschaft als auch die Tochtergesellschaften begegnen diesen Risiken durch das umfassende Risikomanagement des Archer Daniels Midland Konzerns, das in der Aufbau- und Ablauforganisation des ADM Hamburg Konzerns integriert ist. Die Konzernunternehmen der Archer Daniels Midland Gruppe unterliegen einem strikten Risiko-Management. Handlungsrahmen, Verantwortlichkeiten und Kontrollen sind in internen Richtlinien verbindlich festgelegt. Finanzinstrumente dürfen demnach grundsätzlich nicht zu Spekulationszwecken eingesetzt werden, sondern dienen der Absicherung von Risiken im Zusammenhang mit dem operativen Geschäft.

Zu den eingesetzten Instrumenten zählen börsengehandelte Commodity-Termingeschäfte sowie Devisentermingeschäfte. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt durch Vergleich mit entsprechenden stichtagsbezogenen Forward Rates. Gewinne oder Verluste aus dem Ansatz derivativer Finanzinstrumente werden erfolgswirksam erfasst. Die Finanzinstrumente werden als kurzfristige Vermögenswerte angesetzt, wenn der beizulegende Zeitwert positiv ist bzw. als kurzfristige Verbindlichkeiten, wenn der beizulegende Zeitwert negativ ist. Die Kriterien für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften (Hedge Accounting) werden nicht erfüllt.

Bezüglich der Sicherungsgeschäfte bestehen Vertragsverhältnisse mit verschiedenen Unternehmen aus dem Archer Daniels Midland-Konzern, die sich auf die Durchführung von Sicherungsgeschäften spezialisiert haben. Somit wird der ADM Hamburg Konzern in die konzernweiten Sicherungsaktivitäten einbezogen. Die Durchführung der Sicherungsgeschäfte erfolgt für die ADM Hamburg Aktiengesellschaft im Raps- und Getreide-Bereich erfolgen über den Marché à Terme International de France ("MATIF").

Absicherungen im Commodity-Bereich dienen der Mengen- und der Margen-Sicherung. Devisentermingeschäfte dienen der Minimierung von Wechselkursschwankungen bezogen auf die Funktionalwährung.

Zu den Derivaten gehören auch die Ein- und Verkaufskontrakte im Handelsgeschäft.

Zum Bilanzstichtag wurden die Derivatgeschäfte im Vorjahresvergleich wie folgt bewertet:

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31.12.2016 31.12.2015
Nominalwert
TEUR
Marktwert
TEUR
Nominalwert
TEUR
Marktwert
TEUR
Commodity-        
Termingeschäfte (MATIF) 40.104 27 27.714 185
Devisentermingeschäfte 18.565 -70 0 0
Gewinne aus Ein- / Verkaufskontrakten 73.365 2.867 51.791 2.240
Verluste aus Ein- / Verkaufskontrakten 61.472 -2.305 38.237 -1.471

Die ADM Hamburg ist im Deutschen Emissionshandelsregister bei der Deutschen Emissionshandelsstelle des Umweltbundesamts registriert. Die Bilanzierung der Emissionsrechte erfolgte zu Anschaffungskosten von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) und lag damit unter dem Börsenpreis. Bewertet zum Börsenpreis am EEX Spotmarkt der European Energy Exchange AG, Leipzig, beträgt der Wert dieser Emissionsrechte am Stichtag TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 316).

(22) Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten u.a. abzuführende Lohn- und Kirchensteuer TEUR 1.059 (Vorjahr: TEUR 1.252), Umsatzsteuer TEUR 167 (Vorjahr: TEUR 222) und Beiträge zur Berufsgenossenschaft TEUR 148 (Vorjahr: TEUR 245).

(23) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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31.12.2016
TEUR
31.12.2015
TEUR
Sonstige finanzielle Verpflichtungen    
Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasing-Verträgen 4.256 3.800
Bestellobligo Sachanlagen 2.325 5.273

Die wesentlichen Miet-, Pacht- und Leasingverträge haben eine Laufzeit bis zu drei Jahren. Darüber hinaus besteht ein wesentlicher Pachtvertrag mit einer Laufzeit bis 2041. Von den Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen haben TEUR 473 eine Fälligkeit innerhalb eines Jahres, TEUR 1.339 eine Fälligkeit von mehr als einem bis zu fünf Jahren und TEUR 2.444 eine Fälligkeit von über fünf Jahren.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bewertet. Skonti, Rabatte sowie Umsatzsteuer oder andere Abgaben bleiben unberücksichtigt. Erträge aus dem Verkauf von Waren und Erzeugnissen werden erfasst, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Waren und Erzeugnissen verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Dies tritt in der Regel mit Lieferung der Waren und Erzeugnisse ein. Zinserträge werden unter Verwendung der Effektivzinsmethode erfasst. Dividendenerträge werden mit der Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung erfasst.

(24) Umsatzerlöse

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2016
TEUR
2015
TEUR
Inland 137.528 200.520
Ausland 189.424 216.534
  326.952 417.054
Warenverkäufe 173.842 250.630
Dienstleistungen 153.110 166.424
  326.952 417.054

Im Geschäftsjahr 2016 sind in den Umsatzerlösen auch Erlöse aus Nebengeschäften (TEUR 4.976) erfasst worden, die in den Vorjahren als sonstige betriebliche Erträge behandelt wurden. Die entsprechenden Beträge (TEUR 4.347) für das Vorjahr wurden angepasst.

(25) Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen

Dieser Posten umfasst die Kosten der umgesetzten selbst erstellten Erzeugnisse und die Einstandskosten der verkauften Handelswaren. Die Kosten der selbst erstellten Erzeugnisse beinhalten neben den direkt zurechenbaren Kosten wie Material-, Personal- und Energiekosten auch die herstellungsbezogenen Gemeinkosten einschließlich der Abschreibungen auf Produktionsanlagen. In den Kosten der umgesetzten Leistungen sind die erforderlichen Abwertungen auf Vorräte enthalten. Weiterhin enthält diese Position die Ergebnisauswirkungen aus der Abwicklung von fälligen derivativen Finanzinstrumenten.

Im Geschäftsjahr betrugen die Aufwendungen aus der Umrechnung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten EUR 0,1 Mio (Vorjahr: Erträge EUR 0,0 Mio).

(26) Vertriebskosten

Die Vertriebskosten enthalten die Kosten für Marketing, Vertriebsorganisation sowie Vertriebslogistik.

(27) Allgemeine Verwaltungskosten

Hier werden die Personal- und Sachkosten der Verwaltung sowie die Kosten für externe Dienstleistungen ausgewiesen.

(28) Sonstige betriebliche Erträge

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2016
TEUR
2015
TEUR
Gewinne aus Anlagenabgängen 8.110 41
öffentliche Zuschüsse 3.906 4.134
Erträge aus Kostenweiterbelastungen 3.722 182
Positive Zeitwerte offener derivativer Finanzinstrumente 3.131 2.670
Erträge aus der Auflösung kurzfristiger Rückstellungen 320 0
Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen 36 282
Versicherungsentschädigungen 23 218
Erstattung von Energiesteuer für frühere Jahre 0 9.005
Erstattung von Gasbezugskosten für fühere Jahre 0 458
Übrige sonstige Erträge 261 459
  19.509 17.449

Die Gewinne aus Anlagenabgängen enthalten in Höhe von TEUR 8.042 die kumulierten Erträge aus dem Verkauf der Veräußerungsgruppe (im Sinne des IFRS 5) bestehend aus dem Werk Noblee & Thörl und der Palmölraffinerie (Segment Weiterverarbeitung) im November 2016. Die Restbuchwerte der Sachanlagen betrugen TEUR 29.458. In diesem Zusammenhang wurden auch die Vorräte dieses Werkes (TEUR 1.017) verkauft. Zusätzlich sind im Rahmen des Betriebsüberganges nach § 613a BGB Verpflichtungen (TEUR 4.786) resultierend aus den Beschäftigungsverhältnissen von dem Erwerber übernommen worden.

(29) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.612 (Vorjahr: TEUR 1.716) im Zusammenhang mit negativen Zeitwerten von offenen derivativen Finanzinstrumenten.

(30) Beteiligungsergebnis

Das Beteiligungsergebnis betrifft Gewinne aus assoziierten Unternehmen.

(31) Zinserträge und Zinsaufwendungen

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2016
TEUR
2015
TEUR
Zinserträge Dritte 82 70
Zinserträge ADM-Konzern 0 29
  82 99
Zinsaufwand Dritte 1.007 1.138
Zinsaufwand ADM-Konzern 1.883 2.828
  2.890 3.966

Im Berichtsjahr wurden Fremdkapitalzinsen in Höhe von TEUR 155 (Vorjahr: TEUR 295) den Anschaffungskosten von Sachanlagen hinzugerechnet. Der durchschnittliche Zinssatz lag im Berichtsjahr bei ca. 3,8% p.a. (Vorjahr: ca. 4,0% p.a.).

(32) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Es werden unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag die gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Darüber hinaus verrechnet die ADM Beteiligungsgesellschaft mbH als Organträger mit dem ADM Hamburg Konzern gemäß einer Vereinbarung vom 1. Dezember 1997 Körperschaft- und Gewerbeertragsteuer sowie Solidaritätszuschlag in Höhe von TEUR 6.714 (Vorjahr: TEUR 5.790), die in dieser Position enthalten sind.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten:

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2016
TEUR
2015
TEUR
Ertragsteuern    
Deutschland -814 -1.189
Steuerumlagen -6.714 -5.790
  -7.528 -6.979
Latente Steuern 471 189
  -7.057 -6.790

Die tatsächlichen Steuern liegen bei einer effektiven Steuerquote von 34,8% (Vorjahr: 33,4%) um TEUR 527 über (Vorjahr: TEUR 279 über) den rechnerischen Steuern. Für Zwecke der Überleitungsrechnung wird, wie im Vorjahr, ein Konzernsteuersatz von 32,0% zugrunde gelegt.

Die Überleitung vom rechnerischen zum tatsächlichen Steueraufwand zeigt die folgende Tabelle:

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2016
TEUR
2015
TEUR
Ergebnis vor Ertragsteuern 20.405 20.348
Steuersatz in % 32,0% 32,0%
Zu erwartender Steueraufwand -6.530 -6.511
Auswirkungen nicht abziehbarer Betriebsausgaben, Hinzurechnungen und Kürzungen -214 -96
Steuernachzahlungen -427 -208
Effekt aus dem Equity Accounting für Personengesellschaften 114 25
Tatsächlicher Steueraufwand lt. Gewinn- und Verlustrechnung -7.057 -6.790

Die latenten Steuern auf Posten, die im sonstigen Ergebnis verrechnet sind, sind dort gesondert ausgewiesen.

(33) Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn

Das sich nach deutschen handelsrechtlichen Grundsätzen ergebende Ergebnis der ADM Hamburg wurde aufgrund eines im Juli 1996 abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags an die ADM Beteiligungsgesellschaft mbH abgeführt.

Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag umfasst die Übernahme der Gewinne sowie einen vollständigen Verlustausgleich. Zudem erhalten die Minderheitsgesellschafter eine jährliche Garantiedividende.

(34) Kapitalmanagement

Der Vorstand der ADM Hamburg und des ADM Hamburg Konzerns verfolgt grundsätzlich das Ziel, eine angemessene Rendite auf das eingesetzte Kapital zu erwirtschaften. Das der Kapitalsteuerung zugrunde gelegte Kapital entspricht dem in der Konzernbilanz ausgewiesenen Eigenkapital. Financial Covenants bestehen nicht. Als aktive Steuerungsgrößen werden operative Ertragskennzahlen wie beispielsweise EBIT herangezogen.

(35) Anteile anderer Gesellschafter am Ergebnis

Vom Jahresergebnis stehen Gesellschaftern ohne beherrschenden Einfluss TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 2) zu. Von dem sonstigen Ergebnis steht den Gesellschaftern ohne beherrschenden Einfluss kein Anteil zu.

(36) Sonstige Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Abschreibungen

Die Abschreibungen betrugen insgesamt TEUR 13.081 (Vorjahr: TEUR 14.735), in denen außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 2.592) enthalten sind. Diese Wertminderungen betrafen in 2015 im Segment Weiterverarbeitung die Biodiesel-Anlagen am Standort Leer, der im Laufe des Jahres 2015 geschlossen wurde. Die erzielbaren Beträge wurden auf der Grundlage der jeweiligen Nutzungswerte unter der Annahme geschätzt, dass keine Verwertungserlöse, die die anfallenden Verkaufskosten übersteigen, zu erwarten sind.

Im Segment Ölmühle wurden die erwarteten Nutzungsdauern für einige Anlagen neu festgelegt. Dadurch sind im Geschäftsjahr 2016 um TEUR 646 mehr Abschreibungen verrechnet worden als im Vorjahr. Im Geschäftsjahr 2017 wird dieser Effekt TEUR 1.876 und im Geschäftsjahr 2018 TEUR 168 betragen.

Materialaufwand

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, bezogene Waren sowie bezogene Leistungen betrugen TEUR 216.488 (Vorjahr: TEUR 292.297).

Personalaufwand

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2016
TEUR
2015
TEUR
Löhne und Gehälter 39.495 41.635
Soziale Abgaben 7.101 7.302
Aufwendungen für Altersversorgung 1.593 1.523
  48.189 50.460

Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr wurden TEUR 2.941 (Vorjahr: TEUR 2.662) als Aufwand erfasst.

(37) Unverwässertes / verwässertes Ergebnis je Aktie

Das Jahresergebnis je Aktie liegt bei 17,82 EUR (Vorjahr: 18,10 EUR). Es wird entsprechend IAS 33 "Ergebnis je Aktie" mittels Division des den Aktionären der ADM Hamburg zuzurechnenden Anteils am Jahresüberschuss durch die durchschnittliche Anzahl der Aktien berechnet. Die Anzahl der ausgegebenen Aktien beträgt 748.800 Stück und hat sich im Berichts- und im Vorjahr nicht verändert. Da keine Finanzinstrumente ausstehen, die in Aktien umgetauscht werden können, ist ein verwässertes Ergebnis je Aktie nicht zu ermitteln.

(38) Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Flüssigen Mittel des Konzerns im Laufe des Geschäftsjahres 2016 und des Geschäftsjahres 2015 durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Entsprechend IAS 7 "Kapitalflussrechnungen" wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

Die Veränderungen der einzelnen Positionen sind aus den Konzernbilanzen und den Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungen abgeleitet. Dabei werden die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zahlungsbezogen ermittelt. Der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit wird ausgehend vom jeweiligen Jahresergebnis indirekt abgeleitet.

Die Flüssigen Mittel enthalten Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten, die frei verfügbar sind.

Nennenswerte wechselkursbedingte Änderungen der Flüssigen Mittel haben sich nicht ergeben.

(39) Segmentberichterstattung

Die in Anlage 2 enthaltenen Segmentinformationen wurden gemäß IFRS 8 auf Basis der internen Berichterstattung erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der Segmente entsprechen den oben dargestellten Grundsätzen.

Der ADM Hamburg Konzern hat zwei Geschäftsbereiche, die Segmente im Sinne des IFRS 8 darstellen: Ölmühle und Weiterverarbeitung. Die Geschäftsbereiche sind entsprechend der entwickelten, hergestellten und vermarkteten Produkte definiert und reflektieren die jeweilige Organisationsstruktur. Die Darstellung spiegelt die interne Berichterstattung und die bestehenden Risiko- und Ertragsquellen der jeweiligen Aktivitäten wider.

Das Ölmühlensegment beinhaltet die klassischen Funktionen einer Ölmühle. Dazu zählen ausgehend von den Silobetrieben, die in diesem Segment die logistische Funktion übernehmen, die Ölsaatenverarbeitungsanlagen einschließlich der Lohnverarbeitung. In diesen Verarbeitungsanlagen werden die Saaten in einem ersten Schritt zu Rohöl verarbeitet und anschließend in weiteren Verarbeitungsschritten zu raffinierten Ölprodukten veredelt. Die entstandenen Produkte werden, wie das dabei anfallende Schrot, an die raffinatölverarbeitende Industrie sowie die Futtermittelindustrie veräußert.

Neben der klassischen Tätigkeit einer Ölmühle werden im Weiterverarbeitungssegment aus den raffinierten Ölen hochveredelte Produkte wie z. B. Biodiesel oder weiterverarbeitete Fette und Öle, hergestellt, die dann an die entsprechenden Abnehmer der jeweiligen Industriezweige veräußert werden.

Das Segmentvermögen umfasst die Summe der Aktiva vermindert um laufende und latente Steuerforderungen und zinstragende finanzielle Vermögenswerte. Segmentschulden bestehen aus Verbindlichkeiten und Rückstellungen abzüglich laufender und latenter Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. Investitionen und Abschreibungen beziehen sich auf Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer.

Die Zuordnung der Segmentvermögenswerte und der Segmentschulden erfolgt auf der Grundlage des entsprechend strukturierten Rechnungswesens.

Transaktionen zwischen den Segmenten werden zu Marktpreisen abgewickelt.

Die Umsätze mit einem bestimmten Kunden belaufen sich auf TEUR 125.346 (Vorjahr: TEUR 130.987) und resultieren aus den Segmenten Ölmühle und Weiterverarbeitung.

Umsatzerlöse, die einem einzigen Drittland zuzuordnen sind, belaufen sich auf TEUR 153.125 (Vorjahr: TEUR 166.052). Die Zuordnung der Umsatzerlöse auf ein Drittland, erfolgt anhand des Sitzes des jeweiligen Kunden.

Sonstige Angaben

(40) Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen nach IAS 24

Die ADM Hamburg ist über ihre Mehrheitsgesellschafterin, der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH, ein mit den zum Konzern der Archer Daniels Midland Company, Decatur, Illinois/USA (ADM Company), gehörenden Unternehmen verbundenes Unternehmen. Diese Unternehmen sowie der Vorstand und der Aufsichtsrat der ADM Hamburg Aktiengesellschaft werden als nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne von IAS 24 angesehen.

Der Umfang der Geschäftsbeziehungen der ADM Hamburg und ihrer Tochterunternehmen zu nahestehenden Unternehmen und Personen beschränkt sich grundsätzlich auf Warenlieferungen und Dienstleistungsverträge. Verkäufe an und Käufe von nahestehenden Unternehmen erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Für Forderungen gegen oder Schulden gegenüber nahestehenden Unternehmen bestehen keine Garantien. Forderungen gegen nahestehende Unternehmen wurden im Geschäftsjahr 2016 wie im Vorjahr nicht wertberichtigt. Daneben sind die ADM Hamburg und ihre Tochtergesellschaften in die europäische Finanzierungsstruktur der ADM-Gruppe eingebunden.

Die Salden und Transaktionen mit den nahestehenden Unternehmen ergeben sich wie folgt:

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31.12.2016
TEUR
31.12.2015
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 766 2.492
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 37.287 50.891
Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 125 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 126.472 176.223
Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 200 6.169
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2016
TEUR
2015
TEUR
Umsätze 180.443 173.723
Bezogene Waren 10.914 28.249
Bezogene Leistungen 8.560 7.707
Sonstige betriebliche Erträge 1.901 3.815
Beteiligungsergebnis 293 254
Zinserträge 0 28
Zinsaufwendungen 1.985 2.828
Steuerumlage 6.714 5.790
Ergebnisübernahmen 21.371 10.930

Davon mit der Muttergesellschaft ADM Beteiligungsgesellschaft mbH:

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31.12.2016
TEUR
31.12.2015
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber ADM Beteiligungsgesellschaft mbH 112.472 167.432
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2016
TEUR
2015
TEUR
Bezogene Leistungen 1.038 1.105
Sonstige betriebliche Erträge 204 972
Zinsaufwendungen 1.798 2.658
Steuerumlage 6.714 5.790
Ergebnisübernahmen 21.371 10.930

Davon mit der obersten Muttergesellschaft ADM Company, Decatur:

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31.12.2016
TEUR
31.12.2015
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber ADM Company, Decatur 480 455
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2016
TEUR
2015
TEUR
Bezogene Leistungen 4.869 3.220

Zu den Angaben zum Vorstand und Aufsichtsrat verweisen wir auf Anhangangabe Nr. 43.

(41) Berichterstattung zu Finanzinstrumenten

In der nachfolgenden Tabelle sind die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der einzelnen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für jede einzelne Kategorie von Finanzinstrumenten dargestellt. Für Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, geht das Management davon aus, dass die Buchwerte einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Buchwert darstellen. Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten derivativen Finanzinstrumente wurden entsprechend der Bemessungshierarchie nach IFRS 13, den folgenden Stufen zugeordnet:

Stufe 1: Beizulegende Zeitwerte, die mit Hilfe von in aktiven Märkten notierten Preisen bestimmt werden.

Stufe 2: Beizulegende Zeitwerte, die mit Hilfe von Bewertungsmethoden bestimmt werden, bei denen die Inputfaktoren, die für den beizulegenden Zeitwert bedeutend sind, auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Die im Konzernabschluss zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Derivate gehören den folgenden Klassen an:

Stufe 1: Commodity Termingeschäfte (MATIF)

Stufe 2: Gewinne / Verluste aus Ein- und Verkaufskontrakten Devisentermingeschäfte

Die Sonstigen Beteiligungen werden als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert und mit den ursprünglichen Anschaffungskosten ggf. abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt, da notierte Marktpreise oder beizulegende Zeitwerte nicht verfügbar sind bzw. nicht verlässlich bestimmt werden können.

Die derivativen Finanzinstrumente der Stufe 1 der Bemessungshierarchie werden mit Hilfe von in aktiven Märkten notierten Preisen bestimmt. Die derivativen Finanzinstrumente der Stufe 2 der Bemessungshierarchie werden zu Zeitwerten angesetzt, die im Wesentlichen aus börsennotierten Marktpreisen unter Berücksichtigung der besonderen Gegebenheiten des lokalen Marktes abgeleitet sind.

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Buchwert in Bilanz 31.12.2016
TEUR
Fortgeführte Anschaffungskosten
TEUR
Fair Value erfolgswirksam
TEUR
Fair Value 31.12.2016
TEUR
Aktiva        
Sonstige Beteiligungen        
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 26 26 0 26
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Kredite und Forderungen 6.593 6.593 0 6.593
Sonstige finanzielle Vermögenswerte Kredite und Forderungen 41.709 41.709 0 41.709
Derivative Finanzinstrumente        
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehungen        
Stufe 1 264 0 264 264
Stufe 2 2.867 0 2.867 2.867
Zahlungsmittel        
Kredite und Forderungen 0 0 0 0
Finanzielle Vermögenswerte gesamt 51.459 48.328 3.131 51.459
davon: Kredite und Forderungen 48.302      
davon: Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehungen 3.131      
davon: Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 26      
Passiva        
kurzfristige Verbindlichkeiten        
Finanzverbindlichkeiten        
Zu fortgeführten Anschaffungskosten 131.972 131.972 0 131.972
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen        
Zu fortgeführten Anschaffungskosten 23.321 23.321 0 23.321
Derivative Finanzinstrumente        
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehungen        
Stufe 1 307 0 307 307
Stufe 2 2.305 0 2.305 2.305
Finanzielle Verbindlichkeiten gesamt 157.905 155.293 2.612 157.905
davon : Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 155.293      
davon: Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehungen 2.612      
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Buchwert in Bilanz 31.12.2015
TEUR
Fortgeführte Anschaffungskosten
TEUR
Fair Value erfolgswirksam
TEUR
Fair Value 31.12.2015
TEUR
Aktiva        
Sonstige Beteiligungen        
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 26 26 0 26
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Kredite und Forderungen 16.864 16.864 0 16.864
Sonstige finanzielle Vermögenswerte Kredite und Forderungen 52.658 52.658 0 52.658
Derivative Finanzinstrumente        
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehungen        
Stufe 1 430 0 430 430
Stufe 2 2.240 0 2.240 2.240
Zahlungsmittel        
Kredite und Forderungen 84 84 0 84
Finanzielle Vermögenswerte gesamt 72.302 69.632 2.670 72.302
davon: Kredite und Forderungen 69.606      
davon: Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehungen 2.670      
davon: Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 26      
Passiva        
kurzfristige Verbindlichkeiten        
Finanzverbindlichkeiten        
Zu fortgeführten Anschaffungskosten 187.067 187.067 0 187.067
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen        
Zu fortgeführten Anschaffungskosten 16.030 16.030 0 16.030
Derivative Finanzinstrumente        
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehungen        
Stufe 1 245 0 245 245
Stufe 2 1.471 0 1.471 1.471
Finanzielle Verbindlichkeiten gesamt 204.813 203.097 1.716 204.813
davon : Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 203.097      
davon: Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehungen 1.716      

Die Aufwendungen, Erträge, Verluste und Gewinne aus Finanzinstrumenten lassen sich folgenden Kategorien zuordnen:

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2016
Kredite und Forderungen
TEUR
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehungen
TEUR
Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten
TEUR
Gesamt
TEUR
Zinsaufwendungen 0 0 -2.990 -2.990
Sonstige betriebliche Erträge 0 3.131 0 3.131
Sonstige betriebliche Aufwendungen 0 -2.612 0 -2.612
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 0 -954 0 -954
Aufwendungen aus Wertminderungen 0 0 0 0
Erträge aus Auflösung von Wertberichtigungen 36 0 0 36
Nettoergebnis 36 -435 -2.990 -3.389
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2015
Kredite und Forderungen
TEUR
Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehungen
TEUR
Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten
TEUR
Gesamt
TEUR
Zinsaufwendungen 0 0 -3.966 -3.966
Sonstige betriebliche Erträge 0 2.670   2.670
Sonstige betriebliche Aufwendungen 0 -1.716 0 -1.716
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 0 1.837 0 1.837
Aufwendungen aus Wertminderungen -46 0 0 -46
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen 282 0 0 282
Nettoergebnis 236 2.791 -3.966 -939

Grundsätze des Risikomanagements

Der ADM Hamburg Konzern ist durch seine Geschäftstätigkeit verschiedenen Risiken wie Währungs-, Zinsänderungs-, Kredit- und Preisrisiken ausgesetzt. Zur Sicherung des operativen Grundgeschäfts werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Die Transaktionen werden ausschließlich mit marktgängigen Instrumenten durchgeführt.

Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, die die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Die Auswirkungen werden ermittelt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Zinsrisiko

Unter dem Zinsänderungsrisiko versteht man das Risiko, dass der Zeitwert oder zukünftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes schwanken.

Das Konzernergebnis vor Steuern verändert sich bei einer möglichen Erhöhung der maßgeblichen Zinssätze um 10% bei Konstanz aller übrigen Variablen wie im Vorjahr nicht. Eine Verminderung der Zinssätze um 10% würde ceteris paribus zu einer Erhöhung des Konzernergebnisses um EUR 0,4 Mio (Vorjahr: EUR 0,6 Mio) führen. Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital bestehen darüber hinaus nicht. Bei der Berechnung der Auswirkungen der möglichen Zinssatzänderung sind grundsätzlich die Verhältnisse der Finanzierungsstruktur des ADM Hamburg Konzerns zu den Bilanzstichtagen zugrunde gelegt worden.

Kreditrisiko

Der ADM Hamburg Konzern unterliegt im Rahmen von Finanzierungstätigkeiten und im operativen Bereich Kreditrisiken. Um diese Risiken weitestgehend zu reduzieren, werden im Finanzierungsbereich Geschäfte grundsätzlich nur mit Vertragspartnern erstklassiger Bonität abgeschlossen. Außenstände im operativen Geschäft werden kontinuierlich überwacht, möglichen Ausfällen wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das maximale Kreditrisiko ist durch den in der Bilanz angesetzten Buchwert jedes finanziellen Vermögenswerts ersichtlich. Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte betragen zum 31. Dezember 2016 EUR 48,3 Mio (Vorjahr: EUR 69,5 Mio). Im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Ausfallrisiken durch entsprechende Versicherungen abgedeckt.

Im ADM Hamburg-Konzern bestehen wie im Vorjahr keine überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die nicht ausreichend wertberichtigt wurden.

Preisrisiko

Unter dem Preisrisiko wird das Risiko verstanden, dass der Zeitwert oder zukünftige Zahlungsströme der Commodity-Termingeschäfte aufgrund von Änderungen des Marktwertes schwankt. Commodity-Termingeschäfte werden nicht zu Spekulationszwecken eingesetzt, sondern dienen ausschließlich der Absicherung im Zusammenhang mit dem operativen Geschäft. Wenn die Forward Rates der Commodity-Termingeschäfte zum 31. Dezember 2016 um 10% höher gewesen wären, hätte sich das Konzernergebnis vor Steuern um EUR 3,3 Mio vermindert (Vorjahr: EUR 0,7 Mio). Wenn die Forward Rates der Commodity-Termingeschäfte zum 31. Dezember 2016 um 10% niedriger gewesen wären, hätte sich das Konzernergebnis vor Steuern um EUR 3,3 Mio erhöht (Vorjahr: EUR 0,7 Mio). Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital bestehen darüber hinaus nicht.

Wenn die Forward Rates der Devisentermingeschäfte zum Bilanzstichtag um 10% höher gewesen wären, hätte sich das Konzernergebnis vor Steuern um EUR 1,7 Mio (Vorjahr: EUR 0,0 Mio) erhöht. Bei 10% geringeren Forward Rates der Devisentermingeschäfte wäre Konzernergebnis vor Steuern um EUR 1,9 Mio (Vorjahr: EUR 0,0 Mio) geringer ausgefallen.

Wenn die Marktpreise der Ein- /Verkaufskontrakte sowie der Handelsbestände zum 31. Dezember 2016 um 10% höher gewesen wären, hätte sich das Konzernergebnis vor Steuern um EUR 3,4 Mio (Vorjahr: EUR 1,2 Mio) erhöht. Wären die Marktpreise der Ein- und Verkaufskontrakte sowie der Handelsbestände zum Bilanzstichtag um 10% niedriger gewesen, wäre das Konzernergebnis vor Steuern um EUR 3,4 Mio geringer (Vorjahr: EUR 1,2 Mio) ausgefallen.

Liquiditätsrisiko

Der ADM Hamburg-Konzern überwacht laufend das Risiko eines Liquiditätsengpasses unter Berücksichtigung der erwarteten Cashflows aus der Geschäftstätigkeit. Die finanziellen Verbindlichkeiten weisen die nachfolgenden Fälligkeiten unter Berücksichtigung der vertraglichen nicht abgezinsten Zahlungen auf:

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zum 31.12.2016 bis 3 Monate
TEUR
3 bis 12 Monate
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
Summe
TEUR
kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 131.972 0 0 131.972
Zinsanteil 214 0 0 214
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 23.320 0 0 23.320
Derivative Finanzinstrumente 2.226 386 0 2.612
  157.732 386 0 158.118
zum 31.12.2015        
kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 187.067 0 0 187.067
Zinsanteil 398 0 0 398
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.030 0 0 16.030
Derivative Finanzinstrumente 1.235 481 0 1.716
  204.730 481 0 205.211

(42) Aufgliederung der Arbeitnehmerzahl nach Gruppen

Die nachfolgende Tabelle zeigt die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer der einzelnen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen:

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Gewerbliche Arbeitnehmer Angestellte Arbeitnehmer Auszubildende Gesamt
2016 2015
ADM Hamburg Aktiengesellschaft 314 209 28 551 611
Silo P. Kruse Betriebs-GmbH & Co. KG 12 2 0 14 13
ADM Rothensee GmbH & Co. KG 0 20 0 20 19
ADM Research GmbH 0 21 0 21 22
Konzern 326 252 28 606 665

(43) Angaben zu Organen der Gesellschaft

Gesamtbezüge des Vorstands und Aufsichtsrats sowie ehemaliger Vorstandsmitglieder und Hinterbliebener:

Die kurzfristig fälligen Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2016 betragen TEUR 305 (Vorjahr: TEUR 714). Die Aufwendungen aus der Zuführung zu Pensionsrückstellungen für den Vorstand belaufen sich im Geschäftsjahr 2016 auf TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 8).

Die Pensionen an ausgeschiedene Vorstandsmitglieder sowie die Hinterbliebenen früherer Vorstandsmitglieder beliefen sich auf TEUR 231 (Vorjahr: TEUR 285). Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern bzw. ihren Hinterbliebenen beträgt zum 31. Dezember 2016 TEUR 6.373 (Vorjahr: TEUR 5.671). Dem Anwartschaftsbarwert von insgesamt TEUR 8.946 (Vorjahr: TEUR 8.263) steht ein Planvermögen von TEUR 2.573 (Vorjahr: TEUR 2.592) gegenüber.

Die Aufwendungen für Vergütungen an den Aufsichtsrat betrugen im Geschäftsjahr 2016 TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 8).

Es bestehen keine Kredite an Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands.

(44) Aktienbasierte Vergütungsvereinbarungen

Die Archer Daniels Midland Company, Decatur, Illinois/USA (ADM Company) als oberste Muttergesellschaft der ADM Hamburg hat unter dem Titel "Archer-Daniels-Midland Company 2002 Incentive Compensation Plan" ein Programm aufgelegt, unter dem Mitarbeiter des weltweiten ADM Konzerns von der ADM Company bestimmte variable Vergütungen erhalten können. Hierbei handelt es sich grundsätzlich um "Stock Options", "Stock Appreciation Rights", "Restricted Stock", "Performance Shares", "Performance Units" und "Cash-based Awards".

Die Mitarbeiter werden von ihrem Vorgesetzten für die Teilnahme an diesem Programm vorgeschlagen. Ein Rechtsanspruch besteht bis zur Zusage der Vergütungen nicht. Die Zusage erfolgt schriftlich. Insgesamt 6 Mitarbeiter (Vorjahr: 8) der ADM Hamburg Gruppe nehmen zurzeit an diesem Programm teil und haben "Stock Options" und "Restricted Stocks" erhalten.

Die "Stock Options" berechtigen zum Bezug von Aktien der ADM Company. Der Bezugspreis der zu beziehenden Aktien entspricht dem Marktwert dieser Aktie am Tage der Zusage. Die Optionen sind in Teilbeträgen über einen Zeitraum von 5 oder 10 Jahren ausübbar. Die "Restricted Stock" betreffen ebenfalls Aktien der ADM Company. Diese werden dem Mitarbeiter kostenlos übertragen. Sie sind in vollem Umfang dividendenberechtigt und besitzen ein uneingeschränktes Stimmrecht. Für die Dauer von drei Jahren nach Gewährung können diese Aktien jedoch nicht veräußert werden.

Die Kosten für diese Vergütungen werden bei Ausübung von der ADM Company an die Gesellschaften weiterbelastet, bei denen die entsprechenden Mitarbeiter beschäftigt sind. Im Geschäftsjahr 2016 erfolgten Weiterbelastungen in Höhe von TEUR 172 durch die ADM Company (Vorjahr: TEUR 861).

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht des von der ADM Company mitgeteilten Standes der gewährten Aktienoptionen:

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2016 2015
Anzahl Ausübungspreis USD* Anzahl Ausübungspreis USD*
Zu Beginn der Berichtsperiode ausstehend 11.285 27,09 13.145 26,96
In der Berichtsperiode ausgeübt 237 28,70 0 0,00
In der Berichtsperiode verwirkt 0 0 1.860 26,21
Zum Ende der Berichtsperiode ausstehend 11.048 27,05 11.285 27,09
Davon ausübbar: 9.791   7.789  

* durchschnittlicher gewichteter Ausübungspreis

Es wurden keine Aktienoptionen in 2016 gewährt.

Die Aktienoptionen haben zum Stichtag eine durchschnittliche Restlaufzeit von 4 Jahren (Vorjahr: 5 Jahren). Die Ausübungspreise betragen USD 30,71, USD 26,17 bzw. USD 26,25.

Weiterhin wurden "Restricted Stocks" gewährt:

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2016
Anzahl
2015
Anzahl
Zu Beginn der Berichtsperiode ausgegeben 8.031 9.777
In der Berichtsperiode ausgegeben 2.206 2.386
In der Berichtsperiode veräußert -1.755 -2.477
In der Berichtsperiode verwirkt 0 -1.655
Zum Ende der Berichtsperiode ausgegeben 8.482 8.031

Der Preis der gewährten Aktien zum Zeitpunkt der Gewährung betrug USD 33,18 (Vorjahr: USD 46,92).

(45) Organe der Gesellschaft

Vorstand:

Jaana Karola Kleinschmit von Lengefeld, Vorsitzende

Candy Siekmann, Vorstand (seit 18. Oktober 2016)

Dr. Kai-Uwe Ostheim, Vorstand (bis 18. Oktober 2016)

Aufsichtsrat:

Christian Gutzeit (Vorsitzender), Senior Audit Manager

Duane Holz (stellvertretender Vorsitzender), Vice President Softseed Crushing, Oils and Fats

Reinhard Wigger, Verlader1 (seit 1. März 2017)

Stefan Schmans, Anlagenfahrer1 (bis 28. Februar 2017)

(46) Mutterunternehmen gemäß § 285 Nr. 14 HGB

Die ADM Hamburg erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen.

Die ADM Hamburg wird in den Konzernabschluss der Archer Daniels Midland Company, Decatur, Illinois/USA, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss mit Geschäftsbericht ist am Sitz der ADM Company erhältlich. Darüber hinaus wird er im Bundesanzeiger veröffentlicht.

(47) Befreiung nach § 264b HGB

Die Tochtergesellschaft ADM Rothensee GmbH & Co. KG macht von den Vorschriften des § 264b HGB Gebrauch und verzichtet auf eine Prüfung des Jahresabschlusses, auf die Erstellung eines Anhangs und Lageberichts sowie auf die Offenlegung des Jahresabschlusses.

Die Silo P. Kruse Betriebs-GmbH & Co. KG macht von den Vorschriften des § 264b HGB Gebrauch und verzichtet auf die Erstellung eines Anhangs und Lageberichts sowie auf die Offenlegung des Jahresabschlusses.

(48) Honorierung der Abschlussprüfer

Im Geschäftsjahr 2016 hatte die ADM Hamburg Aufwendungen für Honorare des Abschlussprüfers für Zwecke der Jahres- und Konzernabschlussprüfung in Höhe von TEUR 179 (Vorjahr: TEUR 180) und für sonstige Leistungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 7).

1 Arbeitnehmervertreter

(49) Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Ereignisse von wesentlicher Bedeutung nach dem Bilanzstichtag sind nicht bekannt geworden. In diesem Zusammenhang wird jedoch auf eine mögliche Nutzung weiterer Synergieeffekte in den ADM-Gesellschaften in Deutschland hingewiesen.

Der Konzernabschluss der ADM Hamburg zum 31. Dezember 2016 wurde am 31. März 2017 durch den Vorstand aufgestellt und zur Prüfung und Billigung an den Aufsichtsrat weitergeleitet.

Der vorliegende Konzernabschluss soll in der Aufsichtsratssitzung am 24. Mai 2017 vom Aufsichtsrat gebilligt und zur Veröffentlichung freigegeben werden.

 

Hamburg, den 31. März 2017

Der Vorstand

Jaana Karola Kleinschmit von Lengefeld

Candy Siekmann

Entwicklung des Anlagevermögens des Konzerns

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Immaterielle Vermögenswerte
EDV-Software
EUR
Geschäfts- oder Firmenwert
EUR
Gesamt
EUR
Anschaffungs- und Herstellungskosten      
Stand 1. Januar 2016 1.547.532,93 2.365.173,17 3.912.706,10
Zugänge 53.962,33 0,00 53.962,33
Abgänge 475.758,60 0,00 475.758,60
Stand 31. Dezember 2016 1.125.736,66 2.365.173,17 3.490.909,83
Abschreibungen      
Stand 1. Januar 2016 1.304.427,67 0,00 1.304.427,67
Abschreibungen des Geschäftsjahres 85.913,97 0,00 85.913,97
Abgänge 475.758,60 0,00 475.758,60
Stand 31. Dezember 2016 914.583,04 0,00 914.583,04
Buchwerte      
31. Dezember 2016 211.153,62 2.365.173,17 2.576.326,79
31. Dezember 2015 243.105,26 2.365.173,17 2.608.278,43
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Sachanlagen
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
EUR
Technische Anlagen und Maschinen
EUR
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
EUR
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
EUR
Gesamt
EUR
Anschaffungs- und Herstellungskosten          
Stand 1. Januar 2016 184.131.042,18 431.352.092,65 9.148.447,90 9.028.370,99 633.659.953,72
Zugänge 283.439,50 1.169.166,89 58.170,24 10.786.202,49 12.296.979,12
Abgänge 26.932.659,00 109.344.652,40 2.730.154,19 1.133.131,29 140.140.596,88
Stand 31. Dezember 2016 158.790.735,78 328.385.134,27 6.824.554,21 11.815.911,70 505.816.335,96
Abschreibungen          
Stand 1. Januar 2016 117.776.270,41 317.982.581,39 8.370.737,87 0,00 444.129.589,67
Abschreibungen des Geschäftsjahres 3.089.450,24 9.507.604,05 398.216,16 0,00 12.995.270,45
Abgänge 16.647.188,39 89.268.895,17 2.712.707,32 0,00 108.628.790,88
Stand 31. Dezember 2016 104.218.532,26 238.221.290,27 6.056.246,71 0,00 348.496.069,24
Buchwerte          
31. Dezember 2016 54.572.203,52 90.163.844,00 768.307,50 11.815.911,70 157.320.266,72
31. Dezember 2015 66.354.771,77 113.369.511,26 777.710,03 9.028.370,99 189.530.364,05
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At Equity bilanzierte Beteiligungen/ Sonstige Beteiligungen
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen
EUR
Sonstige Beteiligungen
EUR
Gesamt
EUR
Anschaffungs- und Herstellungskosten      
Stand 1. Januar 2016 13.066.489,47 25.564,59 13.092.054,06
Zugänge 167.392,43 0,00 167.392,43
Abgänge 6.241.300,00 0,00 6.241.300,00
Stand 31. Dezember 2016 6.992.581,90 25.564,59 7.018.146,49
Abschreibungen      
Stand 1. Januar 2016 0,00 0,00 0,00
Abschreibungen des Geschäftsjahres 0,00 0,00 0,00
Abgänge 0,00 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2016 0,00 0,00 0,00
Buchwerte      
31. Dezember 2016 6.992.581,90 25.564,59 7.018.146,49
31. Dezember 2015 13.066.489,47 25.564,59 13.092.054,06

Entwicklung des Anlagevermögens des Konzerns

Vorjahresvergleichszahlen

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Immaterielle Vermögenswerte
EDV-Software
EUR
Geschäfts- oder Firmenwert
EUR
Gesamt
EUR
Anschaffungs- und Herstellungskosten      
Stand 1. Januar 2015 1.393.707,36 2.365.173,17 3.758.880,53
Zugänge 183.507,42 0,00 183.507,42
Abgänge 29.681,85 0,00 29.681,85
Umbuchungen 0,00 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2015 1.547.532,93 2.365.173,17 3.912.706,10
Abschreibungen      
Stand 1. Januar 2015 1.245.965,25 0,00 1.245.965,25
Abschreibungen des Geschäftsjahres 88.144,27 0,00 88.144,27
Abgänge 29.681,85 0,00 29.681,85
Umbuchungen 0,00 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2015 1.304.427,67 0,00 1.304.427,67
Buchwerte      
31. Dezember 2015 243.105,26 2.365.173,17 2.608.278,43
31. Dezember 2014 147.742,11 2.365.173,17 2.512.915,28
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Sachanlagen
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
EUR
Technische Anlagen und Maschinen
EUR
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
EUR
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
EUR
Gesamt
EUR
Anschaffungs- und Herstellungskosten          
Stand 1. Januar 2015 184.127.182,47 424.272.258,83 9.453.839,29 13.280.392,96 631.133.673,55
Zugänge 3.789,00 15.779,24 35.164,64 12.908.700,38 12.963.433,26
Abgänge 1.714,36 9.384.970,25 633.488,58 416.979,90 10.437.153,09
Umbuchungen 1.785,07 16.449.024,83 292.932,55 -16.743.742,45 0,00
Stand 31. Dezember 2015 184.131.042,18 431.352.092,65 9.148.447,90 9.028.370,99 633.659.953,72
Abschreibungen          
Stand 1. Januar 2015 113.023.514,94 318.050.160,68 8.433.977,61 0,00 439.507.653,23
Abschreibungen des Geschäftsjahres 4.754.469,83 8.916.664,65 559.091,59 416.979,70 14.647.205,77
Abgänge 1.714,36 8.984.243,94 622.331,33 416.979,70 10.025.269,33
Umbuchungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2015 117.776.270,41 317.982.581,39 8.370.737,87 0,00 444.129.589,67
Buchwerte          
31. Dezember 2015 66.354.771,77 113.369.511,26 777.710,03 9.028.370,99 189.530.364,05
31. Dezember 2014 71.103.667,53 106.222.098,15 1.019.861,68 13.280.392,96 191.626.020,32
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At Equity bilanzierte Beteiligungen/ Sonstige Beteiligungen
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen
EUR
Sonstige Beteiligungen
EUR
Gesamt
EUR
Anschaffungs- und Herstellungskosten      
Stand 1. Januar 2015 12.902.768,73 25.564,59 12.928.333,32
Zugänge 172.420,74 0,00 172.420,74
Abgänge 8.700,00 0,00 8.700,00
Umbuchungen 0,00 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2015 13.066.489,47 25.564,59 13.092.054,06
Abschreibungen      
Stand 1. Januar 2015 0,00 0,00 0,00
Abschreibungen des Geschäftsjahres 0,00 0,00 0,00
Abgänge 0,00 0,00 0,00
Umbuchungen 0,00 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2015 0,00 0,00 0,00
Buchwerte      
31. Dezember 2015 13.066.489,47 25.564,59 13.092.054,06
31. Dezember 2014 12.902.768,73 25.564,59 12.928.333,32

Segmentberichterstattung zum 31. Dezember 2016

Primäre Segmentberichterstattung

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Ölmühle Weiterbearbeitung KONZERN
2016
TEUR
2015
TEUR
2016
TEUR
2015
TEUR
2016
TEUR
2015
TEUR
Umsatzerlöse mit Dritten 285.829 348.979 41.123 68.075 326.952 417.054
Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsergebnis 12.310 21.835 10.903 2.381 23.213 24.216
Abschreibungen auf Anlagevermögen 9.821 8.625 3.260 6.110 13.081 14.735
Steueraufwand 3.742 6.122 3.315 668 7.057 6.790
Investitionen 10.590 9.084 1.928 4.235 12.518 13.319
Zinserträge 82 71 0 0 82 71
Nicht zuordenbare Zinserträge         0 28
Gesamtsumme Zinsertrag         82 99
Zinsaufwendungen 772 906 235 232 1.007 1.138
Nicht zuordenbare Zinsaufwendungen         1.883 2.828
Gesamtsumme Zinsaufwand         2.890 3.966
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 480 483 126 182 606 665
Segmentvermögen 188.250 196.210 22.920 40.654 211.170 236.864
At equity bewertete Beteiligungen 6.993 13.066     6.993 13.066
Nicht zuordenbares Vermögen         56.467 88.210
Gesamtsumme Vermögenswerte         274.630 338.140
Segmentschulden 46.038 33.882 24.106 28.384 70.144 62.266
Nicht zuordenbare Schulden         143.353 204.095
Gesamtsumme Schulden         213.497 266.361

Segmentberichterstattung zum 31. Dezember 2016

Sekundäre Segmentberichterstattung

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2016
TEUR
2015
TEUR
Umsatzerlöse Inland 137.528 200.520
Umsatzerlöse Ausland 189.424 216.534
Davon: Schweiz 153.125 166.052
Vermögen Inland 274.630 338.140
Vermögen Ausland 0 0
Investitionen Inland 12.518 13.319
Investitionen Ausland 0 0

Konzernlagebericht UND LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 01.01. - 31.12.2016

DER ADM HAMBURG AKTIENGESELLSCHAFT

GRUNDLAGE DES KONZERNS / DER GESELLSCHAFT

Die ADM Hamburg Aktiengesellschaft ist in den weltweit operierenden Konzern der Archer Daniels Midland Company (ADM) eingebunden. Der wirtschaftliche Erfolg des Konzerns der ADM Hamburg Aktiengesellschaft wird durch diese Einbindung wesentlich begünstigt. Die Vorteile liegen in dem internationalen und technischen Know-how, der Forschung und Entwicklung und der umfassend vorhandenen Erfahrungen im Konzernverbund. Die Investitionskraft der Gruppe ist ein Garant für stetigen Fortschritt, auch am Standort Hamburg.

ADM ist ein globaler Marktführer in der Verarbeitung von Ölsaaten, Mais und anderer landwirtschaftlicher Rohstoffe sowie Hersteller von Aromen und Geschmacksstoffen. ADM verfügt über das weltweit führende Netzwerk zum Transport von landwirtschaftlichen Rohwaren und beschäftigt mittlerweile ca. 32.000 Mitarbeiter. Mit weltweit über 250 Produktionsanlagen, über 500 Beschaffungsstandorten von Agrarrohstoffen, 38 Innovations-Zentren und einer Präsenz in mehr als 160 Ländern ist das Unternehmen ständig bestrebt, in den bestehenden Geschäftsfeldern zu wachsen. Wachstum wird dabei sowohl organisch als auch durch strategische Zukäufe generiert. Auch in der Herstellung nachwachsender und umweltschonender Kraftstoffe wie Biodiesel und Bioethanol ist ADM weltweit einer der Marktführer.

DER KONZERN DER ADM HAMBURG AKTIENGESELLSCHAFT

Auch der Konzern der ADM Hamburg Aktiengesellschaft mit Sitz in Hamburg ist ein führender Verarbeiter von Ölsaaten in Europa. Kernkompetenz des Konzerns ist die Verarbeitung von Sojabohnen und Rapssaat. Zusätzliche Kompetenzen in den Bereichen des Lagerns und Umschlagens von landwirtschaftlichen Rohstoffen sowie der Weiterverarbeitung von pflanzlichen Ölen und Fetten runden die Gesamtleistung ab.

Die Aktivitäten des Konzerns sind in zwei Geschäftsfelder unterteilt: Ölmühle und Weiterverarbeitung.

Das Geschäftsfeld Ölmühle bildet das Fundament des Konzerns. In diesem Geschäftsfeld werden die traditionellen Aktivitäten der Ölsaatenverarbeitung zusammengefasst, wie Erfassung, Transport und Lagerung landwirtschaftlicher Rohstoffe, Halbfertig- und Fertigerzeugnisse. An den Standorten in Hamburg und Magdeburg-Rothensee betreiben wir konzerneigene Silo- und Umschlagsbetriebe. In Rostock sind wir neben der ATR Beteiligungsgesellschaft mbH, Ratzeburg zu 50 % an der Rostocker Getreide Lager GmbH & Co. KG beteiligt und in Hamburg halten wir 51 % an dem Exportsilo Silo P. Kruse GmbH & Co KG. Diese bilden wichtige Knotenpunkte für die Versorgung der Produktionsanlagen und die Vermarktung unserer Produkte und Dienstleistungen.

Das Werk Hamburg ist der größte Ölsaatenverarbeiter in der deutschen ADM-Gruppe und eine der größten Ölmühlen zur Verarbeitung diverser Ölsaaten weltweit. Die verarbeitete Saat wird zu pflanzlichem Rohöl, welches im Produktionsschritt Raffination zu hochwertigem Raffinat weiter veredelt wird. Wichtigster Kunde für diese Raffinate ist die weiterverarbeitende Lebensmittelindustrie. Die bei der Verarbeitung von Ölsaaten als Koppelprodukt entstehenden proteinhaltigen Schrote werden an die Futtermittelindustrie verkauft.

Im Geschäftsfeld Weiterverarbeitung bündeln wir die Herstellungsprozesse von Spezialfetten und -ölen sowie die Produktion von Biodiesel und Pharmaglyzerin. Am Standort in Hamburg-Harburg im Werk Noblee & Thörl werden pflanzliche Spezialfette und -öle gefertigt. Raffinierte Vorprodukte sind die Rohstoffe für die Herstellung dieser für Kunden maßgeschneiderten Produkte. Auch die pflanzlichen Spezialfette und -öle werden von der weiterverarbeitenden Lebensmittelindustrie nachgefragt.

Biodiesel wird nahezu ausschließlich als Beimischungskomponente zum herkömmlichen Diesel an die europäische Mineralölindustrie geliefert. Die Umesterung von pflanzlichen Ölen zu Biodiesel und Rohglyzerin sowie die Veredelung des Rohglyzerins zu Pharmaglyzerin erfolgt im Werk Hamburg.

Beide Werke im Hamburger und Harburger Hafen verarbeiten alle Produkte im Auftrag der ADM International Sàrl (ADMI), Rolle, Schweiz, und der Olenex C.V., Koog aan de Zaan, Niederlande. Die Olenex C.V. ist eine Partnerschaft nach niederländischem Recht zwischen der ADMI und der Wilmar Switzerland Sàrl (Schweiz). Die Partnerschaft zwischen ADM und Wilmar begann in 2012 und diente einer verbesserten Präsenz in Europa für die Vermarktung von Vollraffinaten und Fetten, hergestellt in den europäischen, vornehmlich deutschen und niederländischen, Werken. ADM Company und Wilmar International haben in 2016 ihre Ankündigung zur Intensivierung der bisherigen erfolgreichen Zusammenarbeit umgesetzt. Die in 2012 begonnene Vermarktung sollte nun in ein voll funktionsfähiges Joint Venture mit eigenen Fabriken und Produktionsanlagen sowie eigenem Einkauf und Handel überführt werden. Die bereits bestehenden Verkaufs- und Marketingaktivitäten wurden also um diese Funktionen ergänzt. In diesem Joint Venture haben ADM und Wilmar jeweils zwei ihrer Produktionsstandorte eingebracht und die Zusammenarbeit auf eine neue Basis gestellt. Dies hatte zur Folge, dass die Palmraffinationslinie des Werkes Hamburg und das Werk Noblee & Thörl in das Joint Venture Olenex Edible Oils GmbH mit Sitz in Brake eingebracht wurden. Stichtag war der 11. November 2016. Das Werk Noblee & Thörl und die Palmöllinie am Werk Hamburg sind seither nicht mehr Teil der ADM Hamburg Aktiengesellschaft.

Für alle Handelsaktivitäten der ADM Hamburg Aktiengesellschaft werden wie bereits in den vergangenen Jahren die Risiken volatiler Rohwaren-, Devisen- und Produktmärkte über das Risikomanagement für die gesamte Rohstoff- und Produktpalette von der ADMI verantwortet. Dies gilt insbesondere für die Zeit nach der Herauslösung der Palmraffination und des Werkes Noblee & Thörl.

Die in 2015 getroffene Entscheidung zur Verlagerung transaktionaler Buchhaltungsaktivitäten nach Polen wurde, wie geplant, Mitte des Jahres 2016 abgeschlossen. Die ADM Hamburg Aktiengesellschaft bezieht seither Dienstleistungen im Bereich Buchhaltung von der ADM Shared Services Center Europe Sp. z.o.o., Poznan, Polen, im Rahmen eines Servicevertrages. Durch die Zentralisierung von transaktionalen Buchhaltungsleistungen für die gesamte europäische ADM-Gruppe werden, z. B. durch das Lohngefälle, Kosteneinsparungen generiert. Die Zusammenarbeit mit den Kollegen vor Ort funktioniert. Die an den Standorten verbliebenen Finanzteams setzen ihre gemeinsame Arbeit einer weitergehenden Standardisierung und Harmonisierung der Prozesse fort.

Bei der ADM Hamburg Aktiengesellschaft waren 22 Mitarbeiter von dieser Maßnahme betroffen, wovon vier andere Aufgaben in der Gruppe übernommen haben. Mit dem Betriebsrat wurde ein Sozialplan verhandelt und in 2016 umgesetzt. Im Verlauf des ersten Halbjahres wurden die betriebsbedingten Kündigungen ausgesprochen und die betroffenen Kollegen haben sukzessive das Unternehmen verlassen. Durch diese Maßnahme sollten die Personalkosten mittelfristig geringer ausfallen.

1. Die Ölmühle und ihr Markt

Das Jahr 2016 war geprägt durch die Diskussionen um die Freihandelsabkommen CETA und TTIP, die Entscheidung Großbritanniens über den Verbleib oder Austritt aus der EU, die anstehenden Präsidentschaftswahlen in den USA, das Flüchtlingsabkommen der EU mit der Türkei und der politischen Ausrichtung der Türkei nach dem gescheiterten Putschversuch. Dabei haben Themen rund um die Finanzkrisen einzelner Mitgliedsländer weniger Beachtung gefunden, nicht aber an Bedeutung verloren. Gleiches gilt für die politische Ausrichtung der jüngeren vorwiegend osteuropäischen EU Mitgliedsländer, mit ausgeprägten Autarkiebestrebungen und national fokussierten Positionierungen, die andere Mitgliedsländer an deren Solidarität innerhalb der EU zweifeln lassen. Auch die Sorgen um das nach wie vor verhaltene Wachstum in China sowie die Krisengebiete im Nahen Osten und Afrika waren Thema. In Südamerika ist nach den Präsidentschaftswahlen Argentinien zurück auf der Weltbühne und als Wettbewerber auf den Agrarmärkten wieder präsent.

Neben den Rekordwerten als Exportnation haben die Deutschen in 2016 auch den privaten Konsum deutlich gesteigert und insgesamt lag die Arbeitslosenquote auf niedrigem Niveau. Die Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften ist unverändert hoch. Eine Zusammenführung von Nachfrage und knappem Angebot wird eine zunehmende Herausforderung des Arbeitsmarktes bleiben, insbesondere ein Ausgleich zwischen Ballungszentren und ländlicheren Regionen. Der Ausblick auf den Arbeitsmarkt bleibt insgesamt positiv, trotz der Herausforderungen Flüchtlinge in Lohn und Brot zu qualifizieren und in dauerhafte Beschäftigungsverhältnisse zu überführen.

1.1 Die Rohwarenmärkte

Der Weltmarkt für Getreide

Zu Beginn des Jahres 2016 standen die globalen Getreidemärkte immer noch unter dem Eindruck der großen Ernten, die im Sommer zuvor erzielt worden waren. Laut dem amerikanischen Landwirtschaftsministerium (USDA) erreichte die globale Getreideproduktion im Wirtschaftsjahr 2015/16 mit 2,46 Mrd. t nämlich das dritthöchste Niveau aller Zeiten. Davon entfielen 737 Mio. t auf Weizen, 968 Mio. t auf Mais, 472 Mio. t auf Reis und 149 Mio. t auf Gerste.

Auch im Frühjahr 2016 waren die Läger in vielen Ländern der Welt noch gut gefüllt. Dies gilt für nahezu alle bedeutenden Getreidearten. Folglich lag die Notierung für den als nächstes fälligen Weizenkontrakt an der Warenterminbörse in Paris im April nur noch bei rund 152 Euro/t. Dies ist umso bemerkenswerter, als die Nachfrage nach EU-Weizen gerade im Frühjahr 2016 alle jemals da gewesenen Rekorde brach. Insgesamt verzeichnete die EU im Wirtschaftsjahr 2015/16, das am 30. Juni 2016 endete, Weizenausfuhren in Höhe von 35 Mio. t! Zum Vergleich: Im Durchschnitt der 10 Jahre zuvor waren es gerade einmal 22 Mio. t pro Jahr gewesen.

Im weiteren Verlauf des Jahres 2016 sind die Weizenkurse allerdings kontinuierlich angestiegen, wenn auch nur leicht. Dies gilt auch für die Erntezeit im Juli und August. Ende des Jahres lag die Weizennotierung an der MATIF bei 165 Euro/t. Grund für den Preisanstieg waren die enttäuschenden Ernteergebnisse in Westeuropa und vor allem in Frankreich. Lang anhaltende Niederschläge im Juni hatten Qualität und Erträge erheblich beeinträchtigt. Letztlich lag die französische Weizenernte lediglich bei knapp 28 Mio. t. Dies waren rund 13 Mio. t weniger als im Jahr zuvor und gleichzeitig das schlechteste Ergebnis seit mehreren Jahrzehnten. Das Hektolitergewicht betrug im landesweiten Durchschnitt gerade einmal gut 70 kg, wodurch der französische Weizen die Anforderungen in den typischen Destinationen, wie Marokko und Algerien, verfehlte und an Wettbewerbsfähigkeit einbüßte. Weizen aus Deutschland und dem Baltikum profitierte von dieser Entwicklung und wurde fortan stärker aus Nordafrika nachgefragt.

Mit der enttäuschenden Weizenproduktion stellte die EU auf dem weltweiten Markt allerdings eine absolute Ausnahme dar. Andere wichtige Weizenexporteure konnten Rekorderträge verbuchen, unter anderem die USA, Australien, Russland und Argentinien. Laut USDA lag die globale Weizenproduktion im Wirtschaftsjahr 2016/17 trotz des enttäuschenden Ergebnisses in der EU mit 751 Mio. t auf Rekordniveau und trug damit dazu bei, dass die globale Getreideernte mit 2,57 Mrd. t ebenfalls den höchsten Wert aller Zeiten darstellte.

Der Weltmarkt für Ölsaaten und pflanzliche Öle

Die Marktentwicklung im Bereich der Ölsaaten und pflanzlichen Öle verlief anders und deutlich volatiler als beim Getreide. Zwar stand auch hier der Markt zu Beginn des Jahres noch unter dem Eindruck der großen Ernten, die im Sommer und Herbst zuvor erzielt worden waren. Die USA hatten mit einer Sojabohnenproduktion von 106,9 Mio. t den Rekord aus dem Vorjahr eingestellt, die EU hatte mit 22,0 Mio. t die zweitbeste Rapsproduktion in der Geschichte verzeichnet und auch die Produktion von Sonnenblumensaat in der Schwarzmeerregion (Russland und Ukraine) hatte mit 21,1 Mio. t den Rekord nur knapp verfehlt. Entsprechend lag die Notierung für Raps an der MATIF im Januar 2016 nur bei gut 360 Euro/t. Der Kurs für Sojabohnen am Chicago Board of Trade lag bei 8,75 US$/bushel ("bu").

Im Verlauf von Februar und März schlug jedoch das Wetter in Südamerika um. In einigen Teilen Brasiliens reduzierten Hitze und Trockenheit das Ertragspotential der Sojabohne beträchtlich. Argentinien wurde im April von den stärksten Überflutungen der vergangenen Jahrzehnte heimgesucht. Landstriche in einer Größenordnung von 3 Mio. ha fielen dem zum Opfer und machten die Ernte dort unmöglich. Insgesamt gingen somit in Brasilien und Argentinien rund 15 Mio. t Sojabohnen verloren. Da sich im späteren Verlauf des Frühlings zusätzlich Befürchtungen über einen trockenen und heißen Sommer in den USA breitmachten, stieg die Notierung für Sojabohnen Mitte Juni zwischenzeitlich auf knapp über 12 US$/bu.

Letztlich war die Witterung für die Sojabohnenentwicklung in den USA jedoch optimal und die dortigen Landwirte konnten ihre Erträge im Vergleich zum Vorjahr nochmals deutlich steigern. Die US-Produktion erreichte 117,2 Mio. t und markierte damit das beste Ergebnis aller Zeiten. Infolgedessen fiel die Notierung am Chicago Board of Trade um mehr als 2 US$/bu bis auf ein Niveau von gut 9,60 US$/bu. Erst Ende 2016 mit erneuten Meldungen über problematische Wetterbedingungen in Argentinien und einer ambitionierten Steigerung des US-Mandats für Biodiesel zogen die Preise für Sojabohnen wieder an und erreichten zwischenzeitlich die Marke von knapp 10,50 US$/bu.

Auch die Rapsnotierung an der MATIF reagierte im Frühjahr 2016 auf die Produktionsverluste in Südamerika und stieg im Einklang mit den Notierungen am Chicago Board of Trade an. Anders als die Sojabohnenernte in den USA fiel die Rapsernte in der EU, dem weltweit wichtigsten Markt für Raps, mit gerade einmal 20,6 Mio. t allerdings schlecht aus. Und so koppelte sich der Rapspreis nach der Ernte vom Preis von Sojabohnen ab und setzte den Preisanstieg aus der ersten Jahreshälfte kontinuierlich fort. Ende Dezember lag die Notierung an der MATIF sogar bei 420 Euro/t.

Die Preise für Soja- und Rapsöl folgten weitestgehend den Notierungen für Sojabohnen und Raps an den Warenterminbörsen. Mit Ausnahme einer Seitwärtsbewegung über die Sommermonate stiegen auch hier die Preise im Jahresverlauf an. Unterstützt wurde diese Entwicklung zusätzlich durch eine immer knapper werdende Versorgung mit Palmöl. Infolge des jüngsten El Nino-Wetterphänomens und der starken Brände im Herbst 2015 war das mittel- bis längerfristige Ertragspotential in Indonesien und Malaysia stark beeinträchtigt worden. Im Wirtschaftsjahr 2015/16 lag die Gesamtproduktion der beiden Länder lediglich bei 49,7 Mio. t und war damit zum ersten Mal seit knapp 20 Jahren rückläufig. Laut dem Branchendienst Oil World stieg der Preis für Sojaöl cif Rotterdam von 640 US$/t im Januar 2016 auf 794 US$/t im Dezember, der für Rapsöl von 777 US$/t auf 918 US$/t und der für Palmöl gar von 566 US$/t auf 788 US$/t. Lediglich der Preis für Sonnenblumenöl blieb mit 844 US$/t nahezu unverändert und folgte nicht dem allgemeinen Trend. Grund dafür war vor allem die sehr gute Sonnenblumenernte in der Schwarzmeerregion aus dem Sommer 2016, die mit 24,3 Mio. t die zuvor genannte Produktion aus dem Jahr 2015 nochmals deutlich übertraf.

Die Märkte für Futtermittel

Die Nachfrage nach Ölschroten steigt angesichts des weltweit weiter wachsenden Konsums von Fleisch weiter an. Laut USDA ist der globale Verbrauch von Sojaschrot, dem wichtigsten proteinhaltigen Futtermittel, zwischen den Wirtschaftsjahren 2014/15 und 2016/17 um weitere 23 Mio. t oder 11 % angestiegen. Ein deutliches Wachstum gab es aufgrund der guten Verfügbarkeit auch beim Verbrauch von Sonnenblumenschrot, dessen Verbrauch innerhalb der beiden letzten Jahre weltweit von 16 Mio. t auf 18 Mio. t anstieg. Lediglich die Verwendung von Rapsschrot war - aufgrund der jüngsten enttäuschenden Ernte - rückläufig und fiel von 39 Mio. t auf 38 Mio. t. Es ist allerdings zu erwähnen, dass auch der Verbrauch von Sojaschrot in der zweiten Hälfte des letzten Jahres schwächelte. Grund dafür waren die großen Überschüsse an Futterweizen, der das Sojaschrot vor allem in der EU und in Südostasien in den Futterrationen ersetzte. Folglich sank der Preis für Sojaschrot cif Rotterdam bis Ende Dezember auf 345 US$/t, nachdem er Mitte des Jahres infolge der Produktionsausfälle in Südamerika auf 430 US$/t geklettert war. Im Zuge des Preisverfalls für Sojaschrot sank auch der Rapsschrotpreis fob Hamburg vom 262 US$/t im Sommer auf 210 US$/t im Dezember.

1.2 Die Ölmühle

Die Auslastung der Anlagen zur Verarbeitung von Sojabohnen und Rapssaat war im Berichtszeitraum gut und lag in etwa auf Vorjahresniveau. Die Verarbeitung von Rapssaat lag über dem Vorjahresniveau und die von Sojabohnen darunter. Auch in 2016 haben die Wasseranbindung zum Abladen von Schiffen der Panmaxklasse und die drei Verarbeitungslinien am Standort Hamburg eine hohe Flexibilität garantiert, um zeitnah und wiederkehrend auf sich ändernde Marktgegebenheiten zu reagieren.

Kurze Entscheidungswege sowie motivierte und qualifizierte Teams haben entsprechend der Chancen am Markt schnell und flexibel die Anlagen so ein- bzw. umgestellt, dass kurzfristige Rohwarenwechsel jederzeit und über das ganze Jahr hinweg durchgeführt werden konnten.

Auch in 2016 wurde am Standort Hamburg investiert. An den Standorten Werk Hamburg und Silo P. Kruse wurden Verbesserungen zum Hochwasserschutz umgesetzt. Diese Investitionen begannen teilweise in den Vorjahren und werden noch einige Jahre bis zur Vollendung fortlaufen. Letzteres gilt insbesondere für Silo P. Kruse. Darüber hinaus wurden Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz beim Ersatzteilmanagement, optimierte Produktionsschritte im Bereich Biokraftstoffe und zur Herstellung neuer Produkte umgesetzt.

Die Versorgung der Ölmühle mit landwirtschaftlichen Rohwaren war zu jedem Zeitpunkt gegeben.

1.3 Die Silo- und Umschlagsbetriebe

Die Silo- und Umschlagsbetriebe waren im Berichtszeitraum zufriedenstellend ausgelastet. Die ADM Hamburg Aktiengesellschaft hält Beteiligungen an Silobetrieben, die sich vornehmlich am Export beteiligen. Das sind die Betriebe in Hamburg, Silo P. Kruse und in Rostock die RGL Rostocker Getreide Lager. Die Beteiligungsverhältnisse sind respektive 51 % und eine gleichberechtigte Partnerschaft mit der ATR Beteiligungsgesellschaft mbH, Ratzeburg.

Die im Marktteil beschriebenen Umstände haben zu unterschiedlichen Auslastungen der Silobetriebe über das Kalenderjahr betrachtet geführt. Die Umschlagsaktivitäten am Standort Rothensee lagen deutlich unter den Vorjahreswerten. Die Exporte des ersten Halbjahres haben kaum zu einer Verbesserung der Umschlagsaktivitäten an diesem Standort beigetragen. Ein großer alterntiger Überhang an Waren bei den Marktbeteiligten und Landwirten hat zu verhaltenen Käufen aus der Ernte 2016 geführt, da ausreichend Ware zur Versorgung der Verarbeitungsstandorte absehbar war und somit keine Notwendigkeit bestand, Ware auf Lager zu nehmen. Darüber hinaus war die Landwirtschaft weitestgehend verhalten verkaufsbereit aufgrund der vorherrschenden Preissituation.

Die exportorientierten Silobetriebe in Hamburg und Rostock haben von der starken globalen Nachfrage nach EU Getreide, der schlechten französischen Ernte und den hohen Beständen aus der dies- und vorjährigen Ernte profitiert. Insbesondere zu Beginn des Jahres, wurden an beiden Standorten größere Mengen Getreide über diese Betriebe exportiert. Ein stärkeres Engagement im Bereich Futtermittelimporte am Standort Hamburg ist absehbar.

Bei Silo P. Kruse wurde die Reparaturmaßnahme an den Flutschutzvorrichtungen abgeschlossen. Dies war eine der beiden Maßnahmen, die von der Poldergemeinschaft Hohe Schaar - an der die Silo P. Kruse mit ca. 6,6 % beteiligt ist - durchgeführt wurde. Darüber hinaus beteiligt sich Silo P. Kruse, im Verbund mit der Poldergemeinschaft Hohe Schaar, an dem förderfähigen Hochwasserschutzprogramm der Hansestadt Hamburg. Die in 2015 beauftragten ersten Teilbauabschnitte mussten in 2016 in nennenswertem Umfang korrigiert oder neu gebaut werden. Daraus resultierende, mögliche Folgekosten werden in 2017 verhandelt. Die Förderfähigkeit dieser Baumaßnahme steht im Mittelpunkt aller Anstrengungen, da diese nicht für alle Bauabschnitte und Umsetzungsplanungen gelten kann.

Die wesentliche Aufgabe des Silo Hamburg ist die Versorgung der Ölmühle mit Raps und Sojabohnen zur Weiterverarbeitung im Werk Hamburg. Silo Hamburg hat die Umschlagsleistung im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern können, wobei der Sojabohnenumschlag einen leichten Rückgang verzeichnete. Der nahezu verdoppelte Umschlag von Rapssaat konnte dies mehr als kompensieren. Der positive Trend im Ölumschlag aus den beiden Vorjahren wurde durch einen signifikanten Rückgang um nahezu ein Viertel umgekehrt.

1.4 Die Weiterverarbeitung

Wie bereits beschrieben, wurde im November 2016 das neue Joint Venture Olenex Edible Oils GmbH mit Sitz in Brake gegründet und die jeweiligen Fabriken der gemeinsamen Eigentümer ADM und Wilmar eingebracht. Bis zu diesem Zeitpunkt haben Werk Hamburg und Werk Noblee & Thörl ihre Produkte im Auftrag der ADM International Sàrl (ADMI), Rolle, Schweiz, und der Olenex C.V., Amsterdam, Niederlande hergestellt. Die Olenex C.V. ist eine Partnerschaft nach niederländischem Recht zwischen der ADM International Sàrl und der Wilmar Sàrl. Am Stichtag 11. November 2016 ging das voll funktionsfähige Joint Venture Olenex Edible Oils GmbH mit eigenen Fabriken und Produktionsanlagen sowie eigenem Einkauf und Handel in Produktion. Das Werk Noblee & Thörl und die Palmöllinie am Werk Hamburg sind seither nicht mehr Teil der ADM Hamburg Aktiengesellschaft. Von dieser Maßnahme waren 117 Mitarbeiter betroffen, die ein neues Arbeitsverhältnis in der Olenex Edible Oils GmbH gefunden haben.

Die Auslastung der Anlagen des Werkes Hamburg zur Raffination von Soja- und Rapsölen konnte für beide Produktlinien im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert werden. Allerdings war der Trend einer reduzierten Nachfrage nach Ölen für die Biodieselproduktion weiterhin gegeben. Trotz verbesserter Auslastung der Biodieselproduktion lag die Auslastung unter dem Durchschnitt der letzten 5 Jahre. Dies ist einer Gesetzesänderung für die Biokraftstoffproduzenten mit erheblichen Einflussfaktoren auf das Geschäft geschuldet. Die Verwendungsquote (Beimischungsquote) von 6,25 %, wurde 2015 in Deutschland abgeschafft und durch eine Treibhausgasminderungsquote (THG-Minderungsquote) ersetzt. Dadurch haben alle Biokraftstoffproduzenten einen am Kraftstoffverbrauch orientierten und über den %-Satz fixierten Absatzmarkt verloren. Im zweiten Halbjahr wurden nennenswerte Mengen an Biodiesel in den Drittlandsexport vermarktet. In vielen Ländern dieser Welt sind die Biokraftstoffmärkte mandatiert und unterliegen Regelungen, die nicht immer wiederkehrende Vermarktungsmöglichkeiten bieten.

Seit 2015 ist die Mineralölindustrie gesetzlich verpflichtet, den Ausstoß von Treibhausgasen im Verkehrsbereich in den Jahren 2015 und 2016 um 3,5 % und ab 2017 um 4 % zu senken. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die Mineralölunternehmen Biokraftstoffe einsetzen, die deutlich weniger Treibhausgase ausstoßen als fossile Kraftstoffe. Biodiesel und Bioethanol, alles Kraftstoffe der sogenannten 1. Generation, leisten hier einen signifikanten Beitrag. Der mengenmäßige Absatz errechnet sich heute, und dies ausschließlich in Deutschland, über die Einsparung von Treibhausgasen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, also vom Landwirt bis in den Tank. Alle anderen Mitgliedsländer arbeiten noch mit der alten Verwendungsquote und könnten dies bis 2020 beibehalten.

Mit der Einführung der THG-Minderungsquote von 3,5 % Treibhausgaseinsparung wurde gleichzeitig ein Paradoxon eingeführt. Je höher die Treibhausgaseinsparung beim Anbau und der Herstellung eines Biokraftstoffes ist, desto eher wird das mit 3,5 % Einsparung gesetzte Ziel erreicht und entsprechend weniger Menge dafür benötigt. Anders ausgedrückt, je besser Anbau und Herstellungsprozess und je mehr Treibhausgase dabei eingespart werden, desto weniger dieser klimafreundlichen Biokraftstoffe werden eingesetzt. Zur Berechnung der Emissionen wird der gesamte Herstellungsprozess vom Anbau in den landwirtschaftlichen Betrieben, dem Transport und der Verarbeitung streng kontrolliert und zertifiziert. In Deutschland, dem einzigen Land in der Europäischen Union das die Klimaschutz-Quote in dieser neuen strengen Form systematisch anwendet, hat diese Verpflichtung zur Treibhausgasminderung einen direkten Effekt auf den Biokraftstoffmarkt, da sie zu einer größeren Verunsicherung der Marktteilnehmer und dadurch zu einer geringeren Nachfrage im Markt geführt hat. Für 2016 hat das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) den Absatz für Biodiesel auf 2,15 Mio. t geschätzt. Der Absatz an Diesel wird auf 38 Mio. t geschätzt und entspricht einer Steigerung von ca. 3,3 % gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt bedeutet dies einen Rückgang des Anteils an Biodiesel beim Dieselabsatz.

In 2015 hat der Vorstand beschlossen, den Standort Leer zu schließen und hat dies umgesetzt. In 2016 wurde mit verschiedenen Interessenten über einen Verkauf der Betriebsflächen mit Aufbauten verhandelt. Die Verhandlungen konnten zum Jahresende erfolgreich abgeschlossen werden. Der Standort ist zu Beginn des Jahres 2017 in neuen Besitz übergegangen. Damit ist die ADM Hamburg Aktiengesellschaft nicht mehr am Standort Leer vertreten.

2. Bericht zur Ertragslage

Die Ertragslage der ADM Hamburg Aktiengesellschaft und des ADM Hamburg Konzerns wird wesentlich geprägt durch die Einbindung in die Aktivitäten des weltweit tätigen ADM-Konzerns.

2.1 Ertragslage der ADM Hamburg Aktiengesellschaft nach HGB

Im Geschäftsjahr 2016 wurde im Vergleich zum Vorjahr ein um EUR 10,5 Mio. höheres Ergebnis nach Steuern und vor Ergebnisabführung von EUR 21,4 Mio. erzielt.

In der Ertragslage der ADM Hamburg Aktiengesellschaft nach HGB werden im Geschäftsjahr 2016 alle Erträge und Aufwendungen aus dem Werk Leer, dem Werk Hamburg, dem Werk Noblee & Thörl, dem Silo Hamburg, dem Silo Rothensee und dem Silo Riesa ausgewiesen.

Zu ausgewählten Einflussfaktoren nehmen wir wie folgt Stellung:

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr von EUR 148,4 Mio. (Vorjahr EUR 178,1 Mio.) betreffen überwiegend das Werk Hamburg mit EUR 109,4 Mio. (Vorjahr EUR 113,4 Mio.), das Werk Noblee & Thörl mit EUR 23,8 Mio. (Vorjahr EUR 28,9 Mio.) sowie mit EUR 0,0 Mio. den Bereich Biodiesel im Werk Leer (Vorjahr EUR 20,3 Mio.).

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten außergewöhnliche Gewinne aus der Veräußerung des Werkes Noblee & Thörl und der Palmölraffinerie in kumulierter Höhe von EUR 9,7 Mio. Im Ergebnis des Geschäftsjahres 2015 waren periodenfremde sonstige betriebliche Erträge in Höhe von EUR 9,5 Mio. enthalten.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen von EUR 13,1 Mio. (Vorjahr EUR 15,4 Mio.) enthalten planmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 13,1 Mio. (Vorjahr EUR 13,0 Mio.) sowie außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 0,0 Mio. (Vorjahr EUR 2,4 Mio.).

Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von insgesamt EUR 5,2 Mio. enthalten mit EUR 4,5 Mio. Beträge aus der Kapitalrückzahlung einer Beteiligungsgesellschaft, soweit diese den Buchwert der Beteiligung überschritten.

Das Zinsergebnis lag bei EUR -2,7 Mio. (Vorjahr EUR -4,9 Mio.).

Die Aufwendungen aus Ertragsteuern von EUR 7,2 Mio. (Vorjahr EUR 6,7 Mio.) enthalten die von der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH belasteten Steuerumlagen. Sie wurden wie im Vorjahr auf Basis einer fiktiven originären Steuerpflicht ermittelt.

Durch die Veräußerung des Werkes Noblee & Thörl und der Palmölraffination werden die Jahresergebnisse nach Ertragsteuern in zukünftigen Jahren um ca. EUR 1,5 Mio. geringer ausfallen.

2.2 Ertragslage des Segments Ölmühle im IFRS-Konzernabschluss

Im Geschäftsjahr 2016 wurde ein Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsergebnis von EUR 12,3 Mio. (Vorjahr EUR 21,8 Mio.) erzielt. Durch Änderungen in den Abrechnungsmodalitäten der Lohnverarbeitung war dieses Ergebnis im Vorjahr mit EUR 4,5 Mio. positiv beeinflusst worden.

Im Geschäftsjahr werden in der Ertragslage des Segments Ölmühle wie im Vorjahr ausschließlich die Verarbeitungsaktivitäten des Werkes Hamburg sowie die Geschäftsaktivitäten der Silobetriebe und der ADM Rothensee GmbH & Co. KG ausgewiesen.

Das Werk Hamburg hat im Geschäftsjahr Lohnverarbeitungserlöse aus der Saatenverarbeitung in Höhe von EUR 92,1 Mio. erzielt (Vorjahr EUR 94,6 Mio.).

Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Silobetriebe hat sich im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr über alle Bereiche verbessert. Die Silobetriebe konnten im Geschäftsjahr insgesamt Umsatzerlöse vor Eliminierungen in Höhe von EUR 19,6 Mio. (Vorjahr EUR 20,3 Mio.) erzielen.

Die ADM Rothensee GmbH & Co. KG als Erfasser von Getreide und Ölsaaten hat im abgelaufenen Geschäftsjahr weniger Mengen umgeschlagen und erzielte Umsatzerlöse in Höhe von EUR 173,9 Mio. (Vorjahr EUR 230,4 Mio.). Das erzielte Ergebnis der ADM Rothensee beläuft sich im Geschäftsjahr auf einen Verlust von EUR 0,8 Mio. (Vorjahr Gewinn von EUR 0,8 Mio.).

Im Konzernabschluss werden derivative Finanzinstrumente zu Marktwerten bewertet. Aus der Bewertung von offenen derivativen Finanzinstrumenten werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erträge von EUR 3,1 Mio. (Vorjahr EUR 2,7 Mio.) sowie Aufwendungen von EUR 2,6 Mio. (Vorjahr EUR 1,7 Mio.) ausgewiesen, die vollständig auf das Segment "Ölmühle" entfallen.

2.3 Ertragslage des Segments Weiterverarbeitung im IFRS-Konzernabschluss

Im Geschäftsjahr 2016 wurde im Vergleich zum Vorjahr ein um EUR 8,5 Mio. höheres Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsergebnis von EUR 10,9 Mio. erzielt. Durch den Gewinn aus der Veräußerung des Werkes Noblee & Thörl und der Palmölraffination ist dieses Ergebnis mit EUR 8,0 Mio. positiv beeinflusst worden.

Im Geschäftsjahr werden in der Ertragslage des Segments Weiterverarbeitung wie im Vorjahr ausschließlich die Biodieselverarbeitungsaktivitäten des Werkes Hamburg und die Geschäftsaktivitäten des Werkes Noblee & Thörl als Lohnverarbeiter für die ADMI sowie im Vorjahr noch die Biodieselaktivitäten des Werkes Leer ausgewiesen.

Im Segment Weiterverarbeitung ergaben sich im Bereich Biodiesel Umsatzerlöse vor Eliminierungen im Geschäftsjahr von EUR 17,4 Mio. (Vorjahr EUR 39,2 Mio.). In den Produktionsanlagen des Werkes Leer gab es seit Juni 2015 Kurzarbeit "Null" und zum 31. Dezember 2015 wurde das Werk Leer vollständig geschlossen.

Für das Werk Noblee & Thörl sind im Geschäftsjahr bis zur Veräußerung im November 2016 Umsatzerlöse bei einer konstanten Auslastung der Produktionsanlagen von EUR 23,8 Mio. (Vorjahr EUR 28,9 Mio.) erzielt worden.

Durch die Veräußerung des Werkes Noblee & Thörl und der Palmölraffination werden die Jahresergebnisse nach Ertragsteuern in zukünftigen Jahren um ca. EUR 1,4 Mio. geringer ausfallen.

3. Bericht zur Finanzlage

Die Ziele des Finanzmanagements liegen in der Sicherstellung der Liquidität sowie in der Begrenzung der Wechselkursrisiken. Dazu wird die Finanzierung der Geschäftsaktivitäten der ADM Hamburg Aktiengesellschaft sowie aller Tochtergesellschaften unverändert fast ausschließlich durch verbundene Unternehmen der weltweiten ADM Gruppe sichergestellt. Zum Bilanzstichtag bestehen keine langfristigen Bankverbindlichkeiten. Im Geschäftsjahr 2016 wurden im Rahmen der Finanzierung EUR 75,2 Mio. (Vorjahr EUR 16,7 Mio.) an verbundene Unternehmen ausgezahlt im Wesentlichen in Folge der erhaltenen Einzahlungen aus Energiesteuer-Erstattungen (EUR 19,1 Mio.) und aus Abgängen von Anlagevermögen (EUR 39,5 Mio.), die im Wesentlichen aus der Veräußerung des Werkes Noblee & Thörl sowie der Palmölraffinerie resultieren.

Die im Geschäftsjahr durchgeführten Investitionen des Konzerns in immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen in Höhe von EUR 12,5 Mio. konnten vollständig aus den Mittelzuflüssen aus betrieblicher Tätigkeit gedeckt werden. Der Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit betrug im ADM Hamburg Konzern im Geschäftsjahr EUR 52,7 Mio. (Vorjahr EUR 32,5 Mio.).

Liquiditätsrisiken sind aufgrund der Finanzierungsstruktur derzeit weder für die ADM Hamburg Aktiengesellschaft noch für den Konzern ersichtlich.

Wesentliche Währungspositionen bestehen für die ADM Hamburg Aktiengesellschaft und den ADM Hamburg-Konzern nicht, da im Wesentlichen in Euro gehandelt wird sowie bestehende Fremdwährungsgeschäfte durch Sicherungsgeschäfte begrenzt werden.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzten sich am Bilanzstichtag wie auch im Vorjahr aus den Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen sowie dem Bestellobligo für Anlagevermögen zusammen und bestehen in einer der Geschäftstätigkeit des Konzerns und der ADM Hamburg Aktiengesellschaft angemessenen Höhe.

Wir erwarten auch in der Zukunft Liquiditätsüberschüsse aus der Geschäftstätigkeit der ADM Hamburg Aktiengesellschaft und des ADM Hamburg-Konzerns.

4. Bericht zur Vermögenslage

Die Vermögenslage der ADM Hamburg Aktiengesellschaft und des ADM Hamburg Konzerns ist wie im Vorjahr weiterhin geordnet.

Im handelsrechtlichen Jahresabschluss der ADM Hamburg Aktiengesellschaft hat sich die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um EUR 63,6 Mio. auf EUR 188,6 Mio. vermindert. Die Veränderung der Aktiva ergibt sich hauptsächlich aus einer Verminderung des Anlagevermögens, der Forderungen gegen verbundene Unternehmen und der sonstigen Vermögensgegenstände.

Der Buchwert des Anlagevermögens ist im Vergleich zum Vorjahr mit EUR 116,1 Mio. um EUR 28,2 Mio. gesunken. Den Investitionen in Höhe von EUR 10,2 Mio. stehen Abschreibungen von EUR 13,1 Mio. gegenüber. Bei den Investitionen im Geschäftsjahr handelt es sich im Wesentlichen um Investitionen zur Herstellung neuer Produktlinien, in die Sicherheit zum Betrieb der Anlagen und in die Produktionsanlagen selbst. Die Anlagenabgänge mit Restbuchwerten in Höhe von EUR 24,1 Mio. resultieren im Wesentlichen aus der Veräußerung des Werkes Noblee & Thörl. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 Prozentpunkte erhöht und beträgt zum Bilanzstichtag 61,6% (Vorjahr 57,2%).

Auf der Passivseite haben sich im Vergleich zum Vorjahr hauptsächlich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um EUR 55,3 Mio. auf EUR 116,7 Mio. und die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, um EUR 6,1 Mio. vermindert.

Es wird ein Eigenkapital der ADM Hamburg Aktiengesellschaft unverändert in Höhe von EUR 41.2 Mio. ausgewiesen. Der Eigenkapitalanteil an der Bilanzsumme beträgt nunmehr 21,9% (Vorjahr 16,3%).

Im Konzernabschluss verminderte sich die Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr um EUR 63,5 Mio. auf EUR 274,6 Mio.

Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen hat sich gegenüber dem Vorjahr um insgesamt EUR 32,2 Mio. verringert. Den gesamten Investitionen im Berichtszeitraum in Höhe von EUR 12,4 Mio. stehen Abschreibungen in Höhe von EUR 13,1 Mio. gegenüber. Anlagenabgänge mit Restbuchwerten in Höhe von EUR 31,5 Mio. resultierten im Wesentlichen aus der Veräußerung des Werkes Noblee & Thörl. Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme steigt gegenüber dem Vorjahr auf 64,8% (Vorjahr 64,0%).

Die Vorräte erhöhten sich um EUR 16,3 Mio., von denen sich EUR 13,0 Mio. aus der Integration der Geschäftstätigkeiten einer tschechischen Schwestergesellschaft ergaben. Wir erwarten aus dieser Transaktion auch zukünftig positive Ergebnisbeiträge. Die Verminderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (EUR 10,3 Mio.) ist im Wesentlichen durch ein im Vergleich zum Vorjahr gesunkenes durchschnittliches Zahlungsziel von 25,7 Tagen im Vorjahr auf 13,4 Tage im laufenden Jahr begründet. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte verringerten sich um insgesamt EUR 12,4 Mio. im Wesentlichen durch die darin enthaltenen Forderungen an verbundene Unternehmen, in denen sich die Finanzierungstätigkeit des Konzerns widerspiegelt. Die Verminderung der sonstigen Vermögenswerte (EUR 19,1 Mio.) ist geprägt durch erhaltene Energiesteuer-Erstattungen für frühere Jahre.

Auf der Passivseite verminderte sich das Eigenkapital nach Berücksichtigung der Ergebnisabführung der ADM Hamburg Aktiengesellschaft in Höhe von EUR 21,4 Mio. und des im Geschäftsjahr 2016 ausgewiesenen Konzerngesamtergebnisses von EUR 10,7 Mio. insgesamt um EUR 10,7 Mio. auf EUR 61,1 Mio. Die Konzern-Eigenkapitalquote erhöhte sich auf Grund der geringeren Bilanzsumme auf 22,3% (Vorjahr 21,2%).

Die Verringerung der Finanzverbindlichkeiten um insgesamt EUR 56,6 Mio. ist geprägt durch geringere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (EUR 50,2 Mio.), welches die Finanzierungstätigkeit des Konzerns widerspiegelt, und geringere Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (EUR 6,1 Mio.), bedingt durch die Tilgung von entsprechenden kurzfristigen Darlehen.

5. Gesamtaussage zur Lage

Die Vermögens- und Finanzlage der ADM Hamburg Aktiengesellschaft und des ADM Hamburg Konzerns sind weiterhin geordnet. Im Geschäftsjahr 2016 hat die ADM Hamburg Aktiengesellschaft ein Ergebnis vor Ergebnisabführung von EUR 21,4 Mio. (Vorjahr EUR 10,9 Mio.) erzielt. Im ADM Hamburg Konzern ergab sich im Geschäftsjahr 2016 ein Konzern-Gesamtergebnis in Höhe von EUR 10,7 Mio. (Vorjahr EUR 15,7 Mio.).

Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2017 ein vergleichbares Ergebnis abzüglich der Beiträge aus den verkauften Geschäftsbereichen ohne die im Geschäftsjahr 2016 eingeflossenen, vorher dargestellten Sondereffekte.

6. Prognosebericht

Auch 2017 wird durch die in 2015 eingeleiteten Maßnahmen und die weitere Entwicklung der Rohstoff- und Biokraftstoffmärkte geprägt sein. Die Treibhausgasminderungsquote wird in 2017 auf 4 % steigen und somit für einen minimal gestiegenen Markt sorgen, der von allen Marktbeteiligten hart umkämpft sein wird.

Die Überführung der Olenex C.V. und der beiden ADM-Standorte in Hamburg sowie der beiden Wilmar-Aufbereitungsanlagen für tropische Öle in Brake, Deutschland, und Rotterdam, Niederlande, wurde in 2016 umgesetzt. Damit sind die Palmölverarbeitungslinie und das Werk Noblee & Thörl nicht mehr Teil der ADM Hamburg Aktiengesellschaft. Dies wird Einfluss haben auf die Ertragskraft der ADM Hamburg Aktiengesellschaft. Die Lohnverarbeitungserlöse aus den beiden ADM-Werken - Werk Noblee & Thörl und der Palmölraffination - werden künftig in das Joint Venture mit Wilmar einfließen. Diese Erlöse sind zukünftig nicht mehr im konsolidierten Ergebnis der ADM Hamburg Aktiengesellschaft enthalten.

Auch für das Jahr 2017 wird die Nachfrage nach Biokraftstoffen weiterhin als zurückhaltend von Branchenvertretern eingeschätzt. Deutschland ist nach wie vor das einzige EU Mitgliedsland, welches die EU Richtlinien und Verordnungen zur Einführung von Treibhausgasminderungszielen (THG-Quote) vollständig umgesetzt hat. Damit ist eine nachhaltige und von unabhängiger Stelle zertifizierte Wertschöpfungskette implementiert worden. Die gilt für alle im Biokraftstoffbereich der ersten Generation eingesetzten Rohstoffe, egal ob Palm-, Soja- oder Rapsöl. Die Biokraftstoffe der ersten Generation liefern durchschnittliche Treibhausgaseinsparungen von mindestens 60 %. Damit haben Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse und Abfall/Reststoffen im Jahr 2015 eine Menge von ca. 6,7 Mio. t CO2 eingespart (BLE Erfahrungsbericht 2015).

Verbandsaktivitäten zu einer Verstetigung der THG-Quote von jährlich 0,5 %, um der geringeren Nachfrage nach Biokraftstoffen zu begegnen, werden weiterhin unternommen und Überzeugungsarbeit geleistet. Ab 2017 steigt die THG-Quote um 0,5 % auf 4,0 %.

Die EU und die hiesigen Biodieselproduzenten sehen sich derzeit mit zwei Verfahren konfrontiert, in denen die Rechtmäßigkeit der Antidumpingzölle für Biodiesel aus Argentinien und Indonesien in Frage gestellt werden. So hat der Europäische Gerichtshof am 16. September des letzten Jahres entschieden, dass die von der EU seit 2013 erhobenen Abgaben nicht rechtens sind. Bevor diese Abgaben eingeführt wurden, hatte die EU jährlich knapp 2,5 Mio. t oder rund ein Fünftel ihres Bedarfs an Biodiesel aus den beiden Ländern importiert. Damit stellten die Biodieselimporte in bedeutendem Umfang eine direkte Konkurrenz zum heimischen Raps bzw. Rapsöl dar. Unter anderem unterstützt durch das Bundesministerium für Wirtschaft sowie den deutschen und europäischen Biodieselverband hat die Europäische Kommission aber mittlerweile Einspruch gegen das Urteil des Europäischen Gerichtshofs eingelegt. Eine endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen und ist auch nicht vor Ende 2017 zu erwarten.

Gleichzeitig hat Argentinien aber auch ein Verfahren bei der Welthandelsorganisation (WTO) eingeleitet. Und von Seiten der WTO liegt mittlerweile auch ein Urteil vor, das besagt, dass die Antidumpingzölle nicht rechtens sind. Laut WTO-Recht muss die EU nun gemeinsam mit Argentinien und der WTO entscheiden, bis wann sie ihre Gesetzgebung in Einklang mit dem WTO-Recht gebracht haben muss. Diese Frist endet im Sommer dieses Jahres.

Eine Prognose darüber, ob und wie lange die Handelsmaßnahmen der EU noch Bestand haben werden, ist also schwierig. Schließlich muss das zweite Urteil des Europäischen Gerichtshofs nicht zwangsläufig genauso ausfallen wie das erste. Und auch im WTO-Verfahren ist der Ausgang des Verfahrens noch nicht ganz sicher. Dies hat die Vergangenheit gezeigt. Die EU muss nicht zwangsläufig die Antidumpingzölle abschaffen, um das WTO-Recht zu wahren.

Grund für die Einführung der Antidumpingzölle der EU waren die sogenannten differentiellen Exportsteuersysteme Argentiniens und Indonesiens. Am Beispiel Argentiniens sei dies kurz erläutert: Ausfuhren von Sojabohnen werden in Argentinien momentan mit 30 % belastet, Exporte von Sojaöl und Sojaschrot mit 27 % und Biodieselexporte lediglich mit 6 %. Dadurch verbleiben die Sojabohnen zur Verarbeitung im Inland und werden dann - in Form von Sojaschrot, Sojaöl oder eben Biodiesel -exportiert. Es handelt sich hier also um eine indirekte Subvention der heimischen Biodieselproduktion und damit um einen marktverzerrenden Eingriff.

Im Herbst 2016 hat die EU Kommission das sogenannte "Winterpaket" vorgelegt, in dem unter anderem weitreichende Vorschläge zu einer Abschaffung der ersten Generation (1G) von Biokraftstoffen vorgeschlagen werden. Das Mittel zum Zweck ist das sogenannte phasing-out. Insbesondere die sogenannten fortschrittlichen (advanced) Biokraftstoffe sollen durch eine neue Aufteilung von Treibhausgasminderungsquoten und -unterquoten, die in den Anhängen des Vorschlages geregelt werden, gefördert werden. Im Ergebnis würden über den Zuschnitt der Treibhausgasminderungsquoten de facto keine Anteile mehr für die Biokraftstoffe der 1G bleiben.

Auch die Anrechenbarkeit von co-HVO bleibt ein Politikum und ob diese zwingend in allen Mitgliedstaaten umzusetzen ist. Die Anrechenbarkeit von co-HVO auf die Quotenerfüllung soll nur bis 2020 gelten und nicht darüber hinaus. Die hierzu vor Jahren vorbereitete 37. BImSchV soll umgesetzt werden. Ein Termin zur Abstimmung im Bundestag steht noch aus.

Eine Prognose für die Marktentwicklung im weiteren Verlauf des Jahres 2017 ist noch sehr schwierig, da das Wetter in den kommenden Monaten einen entscheidenden Einfluss haben wird. Einige Aussagen lassen sich dennoch bereits jetzt treffen. Der Weizenmarkt ist mit Ausnahme der EU zurzeit derart gut versorgt, dass die zum Abschluss des laufenden Wirtschaftsjahres verbleibenden Reserven sicherstellen, dass das Angebot selbst bei einer durchschnittlichen Produktion im kommenden Sommer zunächst einmal ausreichend sein sollte. Dies gilt vor allem für die USA, Russland und Australien. Lediglich massive Produktionsausfälle in wichtigen Exportländern inkl. der EU könnten diese Situation verändern.

Was den Markt von Sojabohnen anbetrifft, scheint es ebenfalls durchaus wahrscheinlich, dass die Versorgungslage auch in 2017 weiterhin recht komfortabel bleibt. Mittlerweile gibt es Gewissheit darüber, dass die sich Ende 2016 angedeuteten Witterungsbedingungen keinen negativen Einfluss auf die südamerikanische Ernte hatten. Entsprechend ist die Notierung für den Sojabohnenkontrakt mittlerweile wieder unter die Marke von 10 US$/bu gesunken. Die Produktion in Argentinien dürfte trotz einiger Verluste wegen erneuten Überflutungen ein zufriedenstellendes Niveau von mindestens 56 Mio. t erreichen. Die brasilianische Ernte wird mit über 110 Mio. t den bisherigen Rekord weit übertreffen. Hinzu kommt, dass die Landwirte in den USA die Sojabohnenfläche bei der in den kommenden Wochen stattfindenden Aussaat stark ausdehnen werden. Aktuelle Prognosen gehen von einem Anstieg von 84 Mio. acres (34 Mio. ha) auf rund 90 Mio. acres (36 Mio. ha) aus. In dieses Bild passt auch die Erholung der Palmölerträge in Indonesien und Malaysia nach dem jüngsten EL Nino zusammen mit der saisonal ohnehin ansteigenden Produktion in diesen Ländern.

Unter diesem Gesamteindruck steht aktuell sicherlich auch der Rapsmarkt, nachdem die Notierungen an der MATIF innerhalb der letzten 4 Wochen um knapp 30 Euro/t nachgegeben haben. Der Rapsmarkt ist, gerade in der EU, derzeit dennoch knapper versorgt als die zuvor genannten Märkte, und die Wetterbedingungen in den kommenden Monaten werden zeigen, ob dies auch über den Sommer hinaus der Fall bleibt.

7. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a Abs. 4 HGB

Der Gesetzgeber hat in 2015 ein Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst verabschiedet. Die bis dahin von der Politik initiierten freiwilligen Selbstverpflichtungen der Unternehmen haben nicht die gewünschte Wirkung erzielt und zu keiner nennenswerten Erhöhung des Frauenanteils an Führungspositionen geführt. Auch die Empfehlungen im Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) für börsennotierte Aktiengesellschaften, nach denen bei der Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat stärker auf Vielfalt (Diversity) und auf eine angemessene Beteiligung von Frauen an Führungspositionen und im Vorstand zu achten ist, brachten nur eine geringe Steigerung des Frauenanteils hervor. Deshalb wurde aus Sicht der Bundesregierung eine gesetzliche Regelung notwendig, die den Anteil von Frauen an Führungspositionen in der Privatwirtschaft, in der Bundesverwaltung, in den Gerichten des Bundes sowie in Gremien im Einflussbereich des Bundes signifikant erhöht und damit das verfassungsrechtlich verankerte Grundrecht auf gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern auch für den Bereich der Führungspositionen erfüllt.

Für die ADM Hamburg Aktiengesellschaft würde dies eine 30 %-ige Frauenquote im Aufsichtsrat (AR) erfordern und die Festlegung von Zielgrößen für die Gremien Aufsichtsrat, Vorstand und die obersten Management Ebenen. In 2016 haben sich Aufsichtsrat, Vorstand und Personalabteilung mit diesem Thema befasst. Eine Drittelbeteiligung im AR soll weiterhin im Fokus stehen und wird von dem für die Region zuständigen Management bei einer Neubesetzung regelmäßig angestrebt. Auch der Sitz der Arbeitnehmervertretung im AR ist hier eingebunden. Dem Betriebsrat ist die Gesetzesänderung bekannt. Bei Wahlen sind die Betriebsräte aufgefordert, auch Kolleginnen zur Kandidatur zu motivieren und über entsprechende Listenplätze die Voraussetzungen zu schaffen, dass auch von dieser Seite die gesetzlichen Vorgaben erfüllt werden können. Die ADM Hamburg Aktiengesellschaft hat bereits seit 2007 mindestens die 30 %-Regelung und seit einigen Jahren der jüngsten Vergangenheit bereits eine paritätische Besetzung im Vorstand. Auch auf der Geschäftsführungsebene ihrer Beteiligungen ist die ADM Hamburg Aktiengesellschaft gut aufgestellt und kann den Nachweis eines Anteils von mindestens 20 % bei den Geschäftsführungspositionen reklamieren. Insgesamt werden Aufsichtsrat, Vorstand und Personalabteilung weiter an diesem Thema arbeiten und konkretere Ziele für die Managementebenen Geschäftsführung und Abteilungsleitung festlegen.

8. Chancen- und Risikobericht

Der ADM Hamburg Konzern ist als international tätiger Konzern im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeiten Währungs- und Commodity-Risiken ausgesetzt und in das Risikomanagement des Mutterkonzerns eingebunden. Die Konzernunternehmen der ADM Gruppe unterliegen einem strikten Risikomanagement. Handlungsrahmen, Verantwortlichkeiten und Kontrollen sind in internen Richtlinien verbindlich festgelegt. Der Konzernvorstand bedient sich bei der Überwachung dieser Risiken neben seinem eigenen Berichtswesen unter anderem des Instrumentariums, welches von der Muttergesellschaft (ADM) bereitgestellt wird.

Für alle Handelsaktivitäten der Werke werden die Risiken volatiler Rohwaren-, Devisen- und Produktmärkte über das Risikomanagement für die gesamte Rohstoff- und Produktpalette von der ADMI verantwortet.

Die Unternehmenspolitik der ADM ist die Begrenzung dieser Risiken durch ein systematisches Risikomanagement. Als Instrumente dienen vor allem Devisentermingeschäfte und Commodity-Termingeschäfte. Finanzinstrumente dürfen grundsätzlich nicht zu Spekulationszwecken eingesetzt werden, sondern dienen der Absicherung von Risiken im Zusammenhang mit dem operativen Geschäft. Absicherungen im Commodity-Bereich dienen primär der Mengen- als auch der Margen-Sicherung. Devisentermingeschäfte dienen der Minimierung von Wechselkursschwankungen bezogen auf die Funktionalwährung.

Bezüglich der Sicherungsgeschäfte bestehen Vertragsverhältnisse mit verschiedenen Unternehmen aus dem ADM Konzern, die sich auf die Durchführung von Sicherungsgeschäften spezialisiert haben. Somit wird die ADM Hamburg Aktiengesellschaft in die konzernweiten Sicherungsaktivitäten einbezogen. Die Sicherungsgeschäfte im Raps- und Getreide-Bereich erfolgen über den Marché à Terme International de France (MATIF).

Als weiteres Risiko ergibt sich im Finanzbereich das Kreditausfallrisiko. Für das Kreditrisiko bestehen Kreditversicherungen. Es sind keine nennenswerten Risiken aus dem Jahr 2016 bekannt.

Allen operativen Risiken wird durch Qualitätssicherungssysteme, Schulung und Weiterbildung der Mitarbeiter, regelmäßige Wartung der Anlagen und den Abschluss geeigneter Versicherungen begegnet. Risiken aus dem rechtlichen Umfeld stehen unter ständiger Beobachtung. Die Wirksamkeit wird regelmäßig durch die Revisionsabteilung des weltweiten ADM Konzerns überprüft. Ein enger Kontakt zu den Verbänden der einzelnen Betätigungsfelder soll helfen, frühzeitig Risiken zu erkennen und im konstruktiven Dialog die Rahmenbedingungen mitzugestalten.

9. Forschung und Entwicklung

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sind im Vergleich zu den gesamten Aufwendungen unwesentlich. Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit dient im Wesentlichen der produktbezogenen Auftragsabwicklung und führt nicht zur Bildung immaterieller Vermögenswerte.

10. Personal

Zum Jahresultimo beschäftigte die ADM Hamburg Aktiengesellschaft 434 (Vorjahr 585) Mitarbeiter, sowie 33 (Vorjahr 29) Auszubildende. Im Konzern waren 491 (Vorjahr 636) Mitarbeiter sowie 33 (Vorjahr 29) Auszubildende beschäftigt.

Unser Dank und unsere Anerkennung gilt auch allen unseren Mitarbeitern.

 

Hamburg, den 31. März 2017

Der Vorstand

Jaana Karola Kleinschmit von Lengefeld

Candy Siekmann

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Überwachung der Geschäftsführung

Das Geschäftsjahr 2016 war durch eine ausreichende Versorgungslage der Weltmärkte mit den wichtigsten Ölsaaten geprägt, wenn auch mit unterschiedlichen Entwicklungen bei Sojabohnen- und Rapssaatenproduktion. Während die Sojabohnenernte in den USA im Jahr 2016 ein All-Time-High markierte, fiel die Rapsernte in der EU als wichtigstem Markt für dieses Segment schlechter als im Vorjahr aus. Gleichwohl war die Auslastung der Verarbeitungsanlagen in unserer Ölmühle gut und lag in etwa Vorjahresniveau. Die Nachfrage nach Ölschroten stieg angesichts des weltweit wachsenden Konsums von Fleisch weiter an.

Wichtigste interne Änderung im Geschäftsjahr war die im Rahmen der Vervollständigung des zwischen ADM und Wilmar bereits 2012 begonnenen Joint Ventures zur Vermarktung von Vollraffinaten und Fetten vorgenommene Einbringung der Palmölraffinationslinie unseres Werkes Hamburg und des Werkes Noblee & Thörl in die Olenex Edible Oils GmbH in Brake per Stichtag 11. November 2016, welche seither nicht mehr Teil der ADM Hamburg Aktiengesellschaft sind. Im Bereich unserer Buchhaltung wurde die bereits in 2015 getroffene Entscheidung zur Verlagerung transaktionaler Buchhaltungsaktivitäten nach Polen bis Mitte 2016 abgeschlossen. Seither bezieht die ADM Hamburg Aktiengesellschaft Dienstleistungen von der ADM Shared Services Center Europe z o.o. im Rahmen eines Servicevertrages.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2016 seine Kontroll- und Beratungsaufgaben gemäß Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung wahrgenommen. Er hat den Vorstand während des Geschäftsjahres aktiv durch Beratungen und Diskussionen begleitet sowie gleichzeitig auf der Grundlage von Vorstandsberichten und gemeinsamen Sitzungen laufend überwacht. Die seiner Zustimmung bedürfenden Geschäfte hat er überprüft und jeweils mit dem Vorstand besprochen.

Aufsichtsratszusammensetzung

Dem aus zwei Vertretern der Aktionäre und einem Vertreter der Arbeitnehmer bestehenden Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2016 an:

a) Christian Gutzeit (Vorsitzender)

b) Duane Holz (stellvertretender Vorsitzender)

c) Stefan Schmans (Arbeitnehmervertreter, bis 28. Februar 2017)

d) Reinhard Wigger (Arbeitnehmervertreter, ab 1. März 2017)

Mit Beschluss des Amtsgerichts Hamburg vom 27. September 2016 wurden die Herren Christian Gutzeit und Duane Holz, deren Ämter als Mitglieder des Aufsichtsrates mit Ablauf der Hauptversammlung vom 18. August 2016 geendet hatten, erneut als Mitglieder des Aufsichtsrates bestellt.

Weiterhin wurde mit Beschluss des Amtsgerichts Hamburg vom 27. Februar 2017 anstelle von Herrn Stefan Schmans, der sein Amt als Mitglied des Aufsichtsrates der Gesellschaft mit Wirkung zum 28. Februar 2017 niedergelegt hatte, ab dem 1. März 2017 Herr Reinhard Wigger zum Mitglied des Aufsichtsrates bestellt.

Der Aufsichtsrat hat angesichts seiner auf drei Mitglieder beschränkten Größe keine Ausschüsse gebildet.

Sitzungen des Aufsichtsrates / laufende Überwachung

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2016 in zwei Sitzungen am 23. Mai und 18. August 2016 über die laufende Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung, über die Budgetplanung, die strategischen Ziele, das Risikomanagement sowie alle organisatorischen und personellen Veränderungen einschließlich aller weiteren Vorgänge von wesentlicher Bedeutung umfassend unterrichten lassen.

Mit Beschluss der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung vom 18. Oktober wurde Herr Candy Siekmann mit sofortiger Wirkung zum Mitglied des Vorstands der Gesellschaft bestellt, nachdem Herr Dr. Kai-Uwe Ostheim sein Amt als ordentliches Mitglied des Vorstands der Gesellschaft mit Schreiben vom 18. Oktober mit sofortiger Wirkung im Einvernehmen mit Vorstand und Aufsichtsrat wegen Übernahme neuer Aufgaben im Unternehmen niedergelegt hatte.

Soweit der Aufgabenkreis des Vorstands bzw. das Zusammenwirken der Organe betroffen war, hat der Vorstand an den Sitzungen des Aufsichtsrats teilgenommen. Darüber hinaus hat der Vorstand den Aufsichtsrat laufend durch detaillierte Berichte über prägende Geschäftsvorfälle der Gesellschaft und des Konzerns informiert.

Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Vorstands eingehend diskutiert und die Entwicklungsperspektiven des Unternehmens mit dem Vorstand erörtert. Im Übrigen stand der Aufsichtsratsvorsitzende in ständigem, engem Kontakt zum Vorstand, der ihn über aktuelle Geschäftsvorgänge umfassend unterrichtete und mit dem regelmäßig Gespräche über wesentliche strategische und geschäftspolitische Fragen der Gesellschaft und des Konzerns geführt wurden. Der Aufsichtsrat ist zur Überzeugung gelangt, dass die Gesellschaft und der Konzern über ein leistungsfähiges Risikoüberwachungssystem und ausgewogene Compliance-Regelungen verfügen, die der Vorstand nutzt bzw. deren Durchsetzung der Vorstand überwacht. Der Aufsichtsrat ist von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit sowie der Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung durch den Vorstand überzeugt.

Rechnungslegung

Als Abschlussprüfer und zugleich Konzernabschlussprüfer wurde von der Hauptversammlungder Gesellschaft die RSM Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, gewählt. Der Aufsichtsrat hat daraufhin den Prüfungsauftrag erteilt. Der Abschlussprüfer und zugleich Konzernabschlussprüfer hat den Jahresabschluss der ADM Hamburg Aktiengesellschaft und den Konzernabschluss jeweils zum 31. Dezember 2016 sowie den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht geprüft und jeweils mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen.

Am 24. Mai 2017 fand die Bilanzaufsichtsratssitzung statt. Die entsprechenden Vorlagen und Prüfungsberichte wurden den Aufsichtsratsmitgliedern im Vorfeld dieser Sitzung ausgehändigt und von diesen jeweils eingehend geprüft. Der Abschlussprüfer und zugleich Konzernabschlussprüfer nahm an der Sitzung teil, berichtete über den Verlauf der Prüfung und die Prüfungsergebnisse und stand für die Beantwortung von Fragen sowie zur Diskussion der Unterlagen zur Verfügung.

Das Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat erklärt, dass nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfungen keine Einwendungen zu erheben sind. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt, der damit festgestellt ist. Der Aufsichtsrat hat auch den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss gebilligt.

Danksagung

Der Aufsichtsrat bedankt sich bei den Vorstandsmitgliedern, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft und den Betriebsräten für das große Engagement, für ihren tatkräftigen Einsatz im Interesse des Unternehmens sowie für die im Geschäftsjahr 2016 erzielten Erfolge.

 

Hamburg, 31. Mai 2017

Für den Aufsichtsrat

Christian Gutzeit, Vorsitzender

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der ADM Hamburg Aktiengesellschaft, Hamburg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzern-Bilanz, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung, Entwicklung des Eigenkapitals des Konzerns und Konzern-Anhang - sowie den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Berlin, 24. Mai 2017

RSM Deutschland GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Holger Böge, Wirtschaftsprüfer

Bernhard Christi, Wirtschaftsprüfer