Deutsche Balaton AktiengesellschaftHeidelbergJahres- und Konzernabschluss 2013Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Aktionäre der Deutsche Balaton Aktiengesellschaft, der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2013 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden
Pflichten und Aufgaben wahrgenommen und sich während des Geschäftsjahres 2013 mit
der wirtschaftlichen und finanziellen Lage der Gesellschaft befasst. Er hat den Vorstand
außerdem bei der Geschäftsführung überwacht und beraten. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat
gemäß § 90 AktG über die wesentlichen Aspekte der Geschäftsentwicklung sowie die wirtschaftliche
Lage der Gesellschaft und des Konzerns informiert. Hierzu gehörte insbesondere die
Entwicklung des Beteiligungsportfolios sowie der Konzernunternehmen der Deutsche Balaton
Aktiengesellschaft. Der Vorstand hat die strategische Ausrichtung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2013
mit dem Aufsichtsrat abgestimmt. Der Aufsichtsrat war in wesentliche Entscheidungen
mit grundlegender Bedeutung für die Deutsche Balaton Aktiengesellschaft eingebunden
und hat die nach Gesetz und Satzung erforderlichen Beschlüsse gefasst. Aufsichtsrat und AusschüsseAlle Themen der Aufsichtsratstätigkeit wurden im Geschäftsjahr 2013 vom Gesamtaufsichtsrat
behandelt. Ausschüsse wurden im Geschäftsjahr 2013 nicht gebildet. Beschließende Ausschüsse
wären stets mit dem Gesamtaufsichtsrat Identisch. Insgesamt fanden im Geschäftsjahr 2013 zwei Präsenz- sowie achtzehn telefonische Sitzungen
statt. Außerdem hat sich der Aufsichtsrat in zwanzig Umlaufverfahren außerhalb von
Sitzungen mit Vorlagen des Vorstands befasst sowie einer Vorstandsvorlage im Wege
einer fernmündlichen Stimmabgabe zugestimmt. An allen Sitzungen und Beschlussfassungen
haben jeweils sämtliche Aufsichtsratsmitglieder teilgenommen. Beratungen im AufsichtsratDie Lage der Gesellschaft war Gegenstand der Berichterstattungen des Vorstands an
den Aufsichtsrat. In den Sitzungen des Aufsichtsrats wurden im Geschäftsjahr 2013 unter anderem die
nachfolgenden Themen behandelt:
Deutscher Corporate Governance KodexÜber die Anwendung der Empfehlungen des Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK)
und die Aktualisierung der Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz hat der Aufsichtsrat
am 5. März 2013 Beschluss gefasst. Der Aufsichtsrat hat die Anwendung der Kodex-Empfehlungen
erneut abgelehnt. Weiterhin halten wir die Empfehlungen des DCGK auf große Publikumsgesellschaften zugeschnitten,
die eine entsprechend komplexe Struktur aufweisen. Der Aufsichtsrat geht davon aus,
dass eine ordnungsgemäße Unternehmensführung bei der Deutsche Balaton Aktiengesellschaft
auch durch die Beachtung der durch Gesetz und Satzung vorgegebenen Bestimmungen ohne
ausdrückliche Verpflichtung zur Einhaltung der DCGK-Empfehlungen möglich ist. Auch
wenn viele Empfehlungen sinnvoll erscheinen und vom Aufsichtsrat auf freiwilliger
Basis angewendet werden, können andere Empfehlungen (z. B. die Bildung von Aufsichtsratsausschüssen)
nicht oder nicht vernünftig umgesetzt werden. Damit der Aufsichtsrat nicht fortlaufend
die Anwendung bzw. Nichtanwendung einzelner Empfehlungen verfolgen und überprüfen
muss, hat er sich formal für eine umfassende Nichtanwendung der Empfehlungen des DCGK
entschieden. Prüfung des Jahresabschlusses der Deutsche Balaton Aktiengesellschaft und des KonzernsDie Hauptversammlung der Deutsche Balaton Aktiengesellschaft hat am 30. August 2013
die PKF Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, zum Abschlussprüfer
und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2013 gewählt. Der Aufsichtsrat hat
der PKF Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den Auftrag für die Prüfung
des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses der Deutsche Balaton Aktiengesellschaft
für das Geschäftsjahr 2013 erteilt. Gegenstände der Abschlussprüfung waren der vom Vorstand vorgelegte und nach den nationalen
Rechnungslegungsregelungen des Handelsgesetzbuchs (HGB) zum 31. Dezember 2013 aufgestellte
Jahresabschluss der Deutsche Balaton Aktiengesellschaft und der Konzernabschluss,
der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den ergänzend
nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt wurde,
einschließlich der jeweiligen Anhänge und des zusammengefassten Lageberichts für die
Deutsche Balaton Aktiengesellschaft und den Konzern. Die Prüfungen erfolgten jeweils
unter Beachtung von Prüfungsschwerpunkten und unter Einbeziehung der Buchführung und
haben zu keinen Einwendungen geführt, weshalb jeweils ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk
erteilt wurde. Prüfungsberichte bzw. Entwürfe der Prüfungsberichte nebst Abschlussunterlagen standen
sämtlichen Aufsichtsratsmitgliedern vor bzw. in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats
am 28. Mai 2014, in der auch der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2013 geprüft
und wurde, zur Verfügung. An der Sitzung nahmen auch die Wirtschaftsprüfer teil. Der Abschlussprüfer berichtete in der Bilanzsitzung am 28. Mai 2014 dem Aufsichtsrat
über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfungen des Jahresabschlusses und stand
für Fragen zur Verfügung. Auch der Aufsichtsrat prüfte den Jahresabschluss einschließlich
des Anhangs sowie den Lagebericht für die Deutsche Balaton Aktiengesellschaft, der
erstmals als zusammengefasster Lagebericht auch für den Konzern aufgestellt wurde.
Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfungen durch den Aufsichtsrat bestehen keine
Einwendungen. Der Aufsichtsrat hat sich dem Prüfungsergebnis der PKF Deutschland GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft angeschlossen und den vom Vorstand zum 31. Dezember
2013 aufgestellten Jahresabschluss gebilligt. Mit der Billigung des Jahresabschlusses
ist dieser gemäß § 172 Satz 1 AktG zugleich festgestellt. Außerdem hat der Aufsichtsrat in der Bilanzsitzung den Konzernabschluss einschließlich
Konzernanhang und des Lageberichts für den Konzern, der Bestandteil des zusammengefassten
Lageberichts ist, im Beisein der Wirtschaftsprüfer behandelt. Der Aufsichtsrat hat
den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 sowie den hierzu erstellten Prüfungsbericht
des Abschlussprüfers geprüft. Ein Schwerpunkt hierbei bildete die Bilanzierung der
Anteile des assoziierten Unternehmens Goldrooster AG, von der bis zum Tag der Bilanzsitzung
keine Nachweise über die im Rahmen des Abschlusserstellungsprozesses mitgeteilten
Zahlen zu erlangen waren. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat
bestehen keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat hat sich dem Prüfungsergebnis der PKF
Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft angeschlossen und den vom Vorstand
zum 31. Dezember 2013 aufgestellten Konzernabschluss gebilligt. Außerdem hat der Aufsichtsrat in seiner Bilanzsitzung am 28. Mai 2014 den Vorschlag
des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Der Vorstand schlägt
der Hauptversammlung der Deutsche Balaton Aktiengesellschaft vor, den Bilanzgewinn
des Geschäftsjahres 2013 in Höhe von 15.464.756,01 Euro vollständig in die anderen
Gewinnrücklagen gemäß § 263 Abs. 3 A. III Nr. 4 HGB einzustellen. Der Aufsichtsrat
hat den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands in seiner Bilanzsitzung geprüft und
sich diesem angeschlossen. Der Aufsichtsrat wird der Hauptversammlung ebenfalls vorschlagen,
den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2013 in Höhe von 15.464.756,01 Euro vollständig
in die anderen Gewinnrücklagen gemäß § 263 Abs. 3 A. III Nr. 4 HGB einzustellen. Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2013Im Geschäftsjahr 2013 gehörten dem Aufsichtsrat, unverändert zum Vorjahr, ununterbrochen
die Herren Dipl.-Kfm. Philip Hornig, Dr. Burkhard Schäfer und Wilhelm K. Thomas Zours
an. Rechtsstreitigkeit mit ehemaligem VorstandsmitgliedDas im Geschäftsjahr 2012 wieder aufgenommene Gerichtsverfahren, in dem das am 2.
März 2011 aus wichtigem Grund mit sofortiger Wirkung aus dem Vorstand abberufene Vorstandsmitglied
Jörg Janich und die Gesellschaft wechselseitig Ansprüche geltend gemacht haben, konnte
im August 2013 mit einem Vergleich beendet werden. Darin hat sich Herr Jörg Janich
zur Zahlung eines Betrages von 82.500,00 EUR an die Gesellschaft verpflichtet. Beide
Parteien haben daraufhin ihre Anträge in dem Gerichtsverfahren für erledigt erklärt;
die Kosten des Verfahrens wurden gegeneinander aufgehoben. Mit dem Vergleich sind
alle Ansprüche zwischen den Parteien hinsichtlich der bekannten Umstände der Vorstandstätigkeit
von Herrn Janich abgegolten. Die Hauptversammlung hat dem Vergleich am 30. August
2013 zugestimmt, der Vergleich wurde noch im Jahr 2013 durchgeführt. Bestellung eines weiteren VorstandsmitgliedsDer Aufsichtsrat hat am 30. September 2013 Herr Dominik Eble mit Wirkung zum 1. April
2014 für einen Zeitraum von drei Jahren zum weiteren Vorstandsmitglied der Gesellschaft
bestellt. UnternehmensstrategieDie letzten Jahre waren sowohl für unsere Gesellschaft als auch in Weltwirtschaft
und Politik sehr ereignisreich und mittelfristig sind weitere erhebliche Herausforderungen
in Sicht. Wir haben uns deshalb auch im Jahr 2013 z. B. mit Investitionsmöglichkeiten außerhalb
der Euro-Zone und In gesunde Volkswirtschaften mit Bevölkerungswachstum beschäftigt. Diversifikation im Portfolio durch Anlage in Unternehmen verschiedener Branchen mit
Sitz in verschiedenen Ländern, in Immobilien (Projekt Kapverden, Deutsche Balaton
Immobilien I AG und DIO Deutsche Immobilien Opportunitäten AG), Agrarland (Projekt
"Äthiopien"), in Rohstoffe (Rhodium ETC), Schiffe oder Emerging Market-Anleihen und
-Aktien (China) schützt am besten vor Irrationalen oder vor allem Anschein nach rechtswidrigen
Entscheidungen der Politik und Institutionen (z.B. plötzliche Atomkraftwerkstilllegungen,
"Rettungspolitik", unbegrenzte EZB-Anleihenkaufprogramme), Inflations-oder Deflationsszenarien
und einem weiteren Verfall der europäischen Rechtskultur (zwangsweise Enteignung bei
Griechenland-Anleihen für Privatanleger unter dem Titel "Voluntary Exchange of Privately
Held Greek Government Bonds", einer Kompensation der "freiwillig" teilnehmenden Banken
durch 3-Jahresgeld zu 1 % Zins p. a. und völliger Verschonung aller übrigen Gläubiger
wie EZB, IWF, etc.). Diversifikation bedeutet aber auch die Inkaufnahme von neuen Risiken, die bei einer
vermeintlich "sichereren" Anlagestrategie mit der Begrenzung auf nur wenige Anlageklassen,
politische Regionen oder Branchen nicht auftreten können. Dies kann durchaus auch
zulasten der kurzfristigen Rendite gehen: Enten legen zwar weniger Eier, können aber
schwimmen. Für unsere China-Investitionen (u.a. Asian Bamboo, Goldrooster, MingLe) gilt das chinesische
Sprichwort: "Der Fischer, der am Ufer wartet, bis sich alle Wellen gelegt haben, wird
nie einen Fisch fangen", allerdings ist es erstaunlich, wie wenig verlässlich teilweise
die zuvor von internationalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften geprüften Jahresabschlüsse
2012 sind, die Basis für unsere Investitionsentscheidungen waren. Zum Zeitpunkt der
Testate 2012 waren die betrügerischen Praktiken von einigen an den amerikanischen
Börsen gelisteten und auch von zwei "deutschen" China Unternehmen bereits bekannt. So hat zum Beispiel die Asian Bamboo AG, von Deloitte & Touche GmbH, Frankfurt, testiert,
im Abschluss 2012 nach HGB noch ein Eigenkapital von 152 Mio. Euro gezeigt, welches
per 31.12.2013, wiederum von Deloitte & Touche testiert, auf nur noch 1 Mio. Euro
(!) eingedampft wurde, sicher nicht nur durch Ereignisse im Jahr 2013. Die Deutsche Balaton Aktiengesellschaft hat ihre China Investments innerhalb der geltenden
Rechnungslegungsvorschriften nach HGB und IFRS möglichst konservativ bewertet. Nach
IFRS gilt allerdings ein strenges Stichtagsprinzip, weshalb zum Beispiel der Kursrückgang
der Ming Le Sports AG von rund 4,8 Euro je Aktie per 31.12.2013 auf ca. 2 Euro je
Aktie noch vor Bilanzaufstellung nach IFRS nicht berücksichtigt werden konnte. Unsere China Investments (zum 31.12.2013 im Konzern mit 28,6 Mio. Euro und mit rd.
20,3 Mio. Mio. Euro in der AG bewertet) hatten zum 31.12.2013 einen Börsenwert von
rd. 38,6 Mio. Euro. Unter Berücksichtigung von Verkäufen von rd. 0,9 Mio. Euro und
weiteren Zukäufen in Höhe von rd. 5,5 Mio. Euro beträgt der Börsenwert unserer China
Investments zum 12. Juni 2014 rd. 23,6 Mio. Euro und liegt damit rd. 19,6 Mio. Euro
unter der Börsenkursbewertung vom 31.12.2013. Zum 12. Juni 2014 wären nach HGB in
etwa weitere rd. 4 Mio. Euro und nach IFRS in etwa weitere rd. 10 Mio. Euro abzuschreiben. Das Verlustpotential liegt allerdings noch weitaus höher, da auch ein nahezu vollständiger
Verlust einzelner Investments nicht unwahrscheinlich ist, wie die Beispiele CBF China
Bio Fertilizer oder Kinghero zeigen. Der Aufsichtsrat dankt den Vorstandsmitgliedern und Mitarbeitern der Deutsche Balaton
Aktiengesellschaft für ihren persönlichen Einsatz und die erbrachten Leistungen im
Geschäftsjahr 2013, das vor allem dank der sehr erfolgreichen W.E.T./ Gentherm Transaktion
mit einem guten Ergebnis abgeschlossen werden konnte.
Heidelberg, im Juni 2014 Wilhelm K. Thomas Zours |
||||||||||||||