Deutsche Balaton Aktiengesellschaft

Heidelberg

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Konzernbilanz

Anhang 31.12.2018
TEUR
31.12.2017
TEUR
VERMÖGENSWERTE (Aktiva)
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte und Firmenwerte (20) 23.989 34.771
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (20) 12.427 12.793
Sachanlagen (20) 28.818 33.508
Biologische Vermögenswerte (21) 176 139
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen (22) 13.611 11.561
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte N/A 242.095
Andere lgfr. Finanzanlagen und finanzielle Vermögenswerte (23) 329.828 N/A
Sonstige Forderungen N/A 9.633
Sonstige lgfr. Vermögenswerte (24) 1.881 N/A
Latente Steueransprüche (25) 1.851 2.848
412.581 347.348
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte (26) 9.619 28.094
Fertigungsaufträge (PoC) (27) 80 68
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (27) 26.623 30.307
Laufende Steuererstattungsansprüche (25) 2.795 1.982
Sonstige Vermögenswerte (28) 2.199 12.153
Zu Handelszwecken gehaltene Wertpapiere N/A 21.876
Andere kfr. Finanzanlagen und finanzielle Vermögenswerte (23) 42.674 N/A
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (29) 15.146 22.653
99.137 117.133
511.719 464.480
EIGENKAPITAL UND SCHULDEN (Passiva)
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital (30) 116 11.640
Kapitalrücklage (30) 58.846 47.322
Eigene Anteile (30) -15.245 -9.382
Übrige Rücklagen (30) -378 87.155
Gewinnrücklage (30) 214.734 150.812
Eigenkapitalanteil der Anteilseigner des Mutterunternehmens 258.073 287.547
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter (31) 65.627 33.392
323.701 320.939
Langfristige Schulden
Sonstiges von den Gesellschaftern langfristig zur Verfügung gestelltes Kapital (32) 4.441 4.637
Leistungen an Arbeitnehmer (33) 6.054 6.102
Langfristige Finanzielle Schulden (32) 20.260 30.913
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten (32) 628 1.896
Latente Steuerschulden (25) 2.089 3.966
33.472 47.514
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzielle Schulden (34) 123.206 61.061
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (35) 3.033 6.749
Laufende Steuerschulden (25) 1.556 2.454
Passive Rechnungsabgrenzung (36) 176 8.690
Vertragsverbindlichkeiten (37) 9.682 N/A
Sonstige Schulden (38) 16.892 17.073
154.546 96.027
511.719 464.480

Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung und sonstiges Ergebnis 2018

Anhang 01.01. - 31.12. 2018
TEUR
01.01. - 31.12. 2017
TEUR
Umsatzerlöse (7) 109.885 127.229
Bestandsveränderung und andere aktivierte Eigenleistungen (8) -291 1.411
Bewertungsergebnis aus anderen Finanzanlagen und finanziellen Vermögenswerten (9) -37.476 N/A
Sonstige betriebliche Erträge (10) 22.003 61.866
Materialaufwand / Aufwand für bezogene Leistungen (11) -30.510 -38.477
Zuwendungen an Arbeitnehmer (12) -49.074 -54.432
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (13) -7.983 -11.514
Sonstige betriebliche Aufwendungen (14) -29.066 -41.446
Finanzerträge (15) 3.830 6.411
Finanzierungsaufwendungen (16) -5.330 -3.699
Gewinn- und Verlustanteile an Finanzanlagen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden (17) 2.422 972
Ergebnis vor Ertragsteuern -21.589 48.319
Ertragsteuern (18) -683 -1.710
Ergebnis nach Ertragsteuern -22.272 46.609
Periodenergebnis -22.272 46.609
Zurechnung des Ergebnisses der Periode:
Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallende Gewinne -23.106 39.374
Gewinne, die auf Anteile nicht beherrschender Gesellschafter entfallen 835 7.235
Periodenergebnis -22.272 46.609
Ergebnis je Aktie
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) (43) -214,79 359,37
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) -214,79 359,37
Periodenergebnis -22.272 46.609
Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne / Verluste leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen -201 518
Ertragsteuern 60 -155
Posten, die nicht in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden -141 364
Unrealisierte Veränderung weiterveräußerbarer Wertpapiere 0 21.319
Unrealisierte Veränderung 0 41.009
Ergebniswirksame Reklassifizierung 0 -19.690
Währungsumrechnungsdifferenz -1 -311
Unrealisierte Veränderung -1 -339
Ergebniswirksame Reklassifizierung 0 27
Ertragsteuern 0 1.593
Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden -1 22.601
Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen -142 22.965
Summe der erfassten Erträge und Aufwendungen (Summe Comprehensive Income) (19) -22.414 69.573
Anteil der Gesellschafter der Deutsche Balaton AG -23.156 60.900
Anteile Gesellschafter ohne beherrschenden Einfluss 743 8.673

Deutsche Balaton Aktiengesellschaft - Konzern-Jahresfinanzbericht zum 31. Dezember 2017

Konzern-Kapitalflussrechnung 2018

01.01.2018 - 31.12.2018
TEUR
01.01.2017 - 31.12.2017
TEUR
1. Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit
Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallende Gewinne -23.106 39.374
Gewinne, die auf Anteile nicht beherrschender Gesellschafter entfallen 835 7.235
Zinsertrag -3.830 -2.923
Zinsaufwand 5.330 3.699
Bewertungsergebnis aus anderen Finanzanlagen und finanziellen Vermögenswerten 37.473 N/A
Dividendenerträge N/A -3.488
Abschreibungen (+) / Zuschreibungen (-) auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien 7.983 11.514
Abschreibungen (+) / Zuschreibungen (-) auf sonstige finanzielle Vermögenswerte N/A 3.028
Ergebnis durch Abgang von Tochterunternehmen, nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 0 -35.804
Ergebnis aus dem Abgang vollkonsolidierter Unternehmen -17.045 -11.336
Sonstige nicht zahlungswirksame Ergebnisanteile -3.117 -2.425
Erhaltene Zinsen 2.783 1.929
Gezahlte Zinsen -3.865 -3.191
Erhaltene Dividendenerträge 2.647 3.488
Laufende Steuern 1.695 3.182
Latente Steuern -1.012 -1.472
Gezahlte (-) / Erhaltene Ertragsteuern (+) -2.381 -4.014
Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von biologischen Vermögenswerten -37 129
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 2.719 3.049
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 1.391 -5.108
Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 8.463 6.866
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 6 66
Auszahlungen für die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -6.908 -4.917
Einzahlungen aus Abgängen von als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien, nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen, anderen langfristigen Finanzanlagen und finanziellen Vermögenswerten 44.556 61.333
Auszahlungen für die als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien, nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen, andere langfristigen Finanzanlagen und finanziellen Vermögenswerten -103.686 -64.046
Einzahlungen für Unternehmensverkäufe abzüglich abgegangene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 16.629 -7.320
Auszahlungen für Unternehmenserwerbe abzüglich erworbene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -8.713 968
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -58.116 -13.916
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen aus langfristigen Finanzschulden/Darlehen 4.947 2.766
Tilgung von langfristigen Finanzschulden/Darlehen -2.077 -2.603
Einzahlungen (+) / Auszahlungen (-) von übrigen Finanzschulden / Darlehen 60.074 11.380
Einzahlungen von / Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter -20.935 -7.817
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 42.009 3.726
4. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung
der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Zwischensummen 1. - 3.) -7.644 -3.324
Veränderungen der Zahlungsmittel aus Wechselkurs- und konsolidierungskreisbedingten Änderungen 137 -22
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Anfang der Periode 22.653 25.999
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode 15.146 22.653

Konzern-Eigenkapitalspiegel

Mutterunternehmen
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Eigene Anteile
Stammaktien
TEUR
TEUR TEUR
Stand 1. Januar 2017 11.640 47.322 -6.539
Ergebnisneutrale Veränderung aus Währungsumrechnung 0 0 0
Ergebnisneutrale Veränderungen nach IAS 39 0 0 0
latente Steuern auf ergebnisneutrale Veränderungen nach IAS 39 0 0 0
Ergebnisneutrale Veränderungen aus versicherungsmathematischen Gründen 0 0 0
Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Aufwendungen und Erträge 0 0 0
Konzern-Periodenergebnis 0 0 0
Summe Periodenergebnis und direkt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen und Erträge 0 0 0
Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 0
- Zu- und Verkauf von Anteilen von Tochterunternehmen
Veränderung aus Kapitalerhöhung/ Kapitalherabsetzung von Tochterunternehmen 0 0 0
Erwerb eigener Aktien 0 0 -2.843
Anteil an Ausschüttungen 0 0 0
Stand 31. Dezember 2017 11.640 47.322 -9.382
Anpassung aufgrund Änderung der Rechnungslegungsvorschriften 0 0 0
Stand 1. Januar 2018 11.640 47.322 -9.382
Ergebnisneutrale Veränderung aus Währungsumrechnung 0 0 0
Ergebnisneutrale Veränderungen nach IAS 39 0 0 0
latente Steuern auf ergebnisneutrale Veränderungen nach IAS 39 0 0 0
Ergebnisneutrale Veränderungen aus versicherungsmathematischen Gründen 0 0 0
Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Aufwendungen und Erträge 0 0 0
Konzern-Periodenergebnis 0 0 0
Summe Periodenergebnis und direkt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen und Erträge 0 0 0
Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 0
- Zu- und Verkauf von Anteilen von Tochterunternehmen
Veränderung aus Kapitalerhöhung/ Kapitalherabsetzung von Tochterunternehmen 0 0 0
Kapitalherabsetzung -11.524 11.524 0
Erwerb eigener Aktien 0 0 -5.863
Anteil an Ausschüttungen 0 0 0
Stand 31. Dezember 2018 116 58.846 -15.245
Mutterunternehmen
Übrige Rücklagen
Rücklage aus Bewertung von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert
TEUR
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste
TEUR
Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen
TEUR
Stand 1. Januar 2017 65.696 -713 580
Ergebnisneutrale Veränderung aus Währungsumrechnung 0 0 -426
Ergebnisneutrale Veränderungen nach IAS 39 20.132 0 0
latente Steuern auf ergebnisneutrale Veränderungen nach IAS 39 1.593 0 0
Ergebnisneutrale Veränderungen aus versicherungsmathematischen Gründen 0 200 0
Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Aufwendungen und Erträge 21.725 200 -426
Konzern-Periodenergebnis 0 0 0
Summe Periodenergebnis und direkt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen und Erträge 21.725 200 -426
Veränderungen im Konsolidierungskreis 66 -1 28
- Zu- und Verkauf von Anteilen von Tochterunternehmen
Veränderung aus Kapitalerhöhung/ Kapitalherabsetzung von Tochterunternehmen 0 0 0
Erwerb eigener Aktien 0 0 0
Anteil an Ausschüttungen 0 0 0
Stand 31. Dezember 2017 87.487 -514 182
Anpassung aufgrund Änderung der Rechnungslegungsvorschriften -87.487 0 0
Stand 1. Januar 2018 0 -514 182
Ergebnisneutrale Veränderung aus Währungsumrechnung 0 0 29
Ergebnisneutrale Veränderungen nach IAS 39 0 0 0
latente Steuern auf ergebnisneutrale Veränderungen nach IAS 39 0 0 0
Ergebnisneutrale Veränderungen aus versicherungsmathematischen Gründen 0 -79 0
Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Aufwendungen und Erträge 0 -79 29
Konzern-Periodenergebnis 0 0 0
Summe Periodenergebnis und direkt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen und Erträge 0 -79 29
Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 -1 5
- Zu- und Verkauf von Anteilen von Tochterunternehmen
Veränderung aus Kapitalerhöhung/ Kapitalherabsetzung von Tochterunternehmen 0 0 0
Kapitalherabsetzung 0 0 0
Erwerb eigener Aktien 0 0 0
Anteil an Ausschüttungen 0 0 0
Stand 31. Dezember 2018 0 -594 216
Mutterunternehmen Anteile nicht beherrschender Gesellschafter Konzern
Gewinnrücklage
TEUR
Eigenkapitalanteil der Anteilseigner des Mutterunternehmens
TEUR
TEUR Summe Eigenkapital
TEUR
Stand 1. Januar 2017 112.008 229.994 34.774 264.768
Ergebnisneutrale Veränderung aus Währungsumrechnung 0 -426 88 -338
Ergebnisneutrale Veränderungen nach IAS 39 0 20.132 1.187 21.319
latente Steuern auf ergebnisneutrale Veränderungen nach IAS 39 0 1.593 0 1.593
Ergebnisneutrale Veränderungen aus versicherungsmathematischen Gründen 0 200 164 364
Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Aufwendungen und Erträge 0 21.499 1.439 22.937
Konzern-Periodenergebnis 39.374 39.374 7.235 46.609
Summe Periodenergebnis und direkt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen und Erträge 39.374 60.873 8.673 69.546
Veränderungen im Konsolidierungskreis -569 -477 -5.752 -6.229
- Zu- und Verkauf von Anteilen von Tochterunternehmen
Veränderung aus Kapitalerhöhung/ Kapitalherabsetzung von Tochterunternehmen 0 0 -447 -447
Erwerb eigener Aktien 0 -2.843 0 -2.843
Anteil an Ausschüttungen 0 0 -3.857 -3.857
Stand 31. Dezember 2017 150.812 287.547 33.392 320.939
Anpassung aufgrund Änderung der Rechnungslegungsvorschriften 92.912 5.425 20 5.445
Stand 1. Januar 2018 243.724 292.972 33.412 326.384
Ergebnisneutrale Veränderung aus Währungsumrechnung 0 29 -31 -2
Ergebnisneutrale Veränderungen nach IAS 39 0 0 0 0
latente Steuern auf ergebnisneutrale Veränderungen nach IAS 39 0 0 0 0
Ergebnisneutrale Veränderungen aus versicherungs-mathematischen Gründen 0 -79 -62 -141
Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Aufwendungen und Erträge 0 -50 -92 -142
Konzern-Periodenergebnis -23.106 -23.106 835 -22.272
Summe Periodenergebnis und direkt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen und Erträge -23.106 -23.156 743 -22.414
Veränderungen im Konsolidierungskreis -5.884 -5.880 40.085 34.206
- Zu- und Verkauf von Anteilen von Tochterunternehmen
Veränderung aus Kapitalerhöhung/ Kapitalherabsetzung von Tochterunternehmen 0 0 -7.777 -7.777
Kapitalherabsetzung 0 0 0 0
Erwerb eigener Aktien 0 -5.863 0 -5.863
Anteil an Ausschüttungen 0 0 -836 -836
Stand 31. Dezember 2018 214.734 258.073 65.627 323.701

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2018

Deutsche Balaton Aktiengesellschaft, Heidelberg

Allgemeine Angaben

1. Geschäftstätigkeit des Konzerns

Die Deutsche Balaton Aktiengesellschaft, Heidelberg, (im Folgenden auch "Deutsche Balaton AG" oder "Deutsche Balaton" genannt) ist ein Investmentspezialist mit dem Fokus auf Beteiligungen an Unternehmen. Die Gesellschaft ist bei der Auswahl ihrer Investitionen in Unternehmen weder auf Branchen, Bereiche noch auf Regionen festgelegt. Des Weiteren investiert der Konzern in Immobilien, Schiffe und sonstige Anlagen.

Ziel ist es, durch einen kurz- und langfristigen Vermögensaufbau eine angemessene Kapitalverzinsung für unsere Aktionäre zu erwirtschaften. Die Erträge werden überwiegend durch Wertsteigerungen bei den Investments und mit den Ergebnissen der operativen Gesellschaften erzielt.

Die Deutsche Balaton Aktiengesellschaft hat ihren Sitz in 69120 Heidelberg, Deutschland, Ziegelhäuser Landstraße 1, und wird zum Bilanzstichtag im Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim unter HRB 338172 geführt. Die Tochtergesellschaften sind überwiegend in Europa, aber auch in Afrika, China, den USA und Kanada ansässig.

2. Grundlagen des Konzernabschlusses

Übereinstimmungserklärung

Der Konzernabschluss der Deutsche Balaton AG wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Dabei werden die ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften beachtet.

Der Vorstand der Deutsche Balaton AG hat den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2018 am 8. Juli 2019 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Die Billigung des Konzernabschlusses erfolgt voraussichtlich auf der bilanzfeststellenden Sitzung des Aufsichtsrats am 11. Juli 2019. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss der Gesellschaft zu prüfen und durch seine Billigung zu bestätigen.

Funktionale Währung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Dies entspricht der funktionalen Währung der Deutsche Balaton AG. Soweit nichts anderes vermerkt ist, werden alle Beträge auf volle Tausend Euro kaufmännisch gerundet angegeben. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen Rundungsdifferenzen auftreten.

Verwendung von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Ermessensentscheidungen

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses nach den Vorschriften der IFRS muss der Vorstand Schätzungen und Ermessensentscheidungen vornehmen und Annahmen treffen, die die ausgewiesenen Beträge der Aktiva und Passiva und die Angabe bedingter Beträge am Tag des Konzernabschlusses sowie die ausgewiesenen Ertrags- und Aufwandsbeträge während des Berichtszeitraums betreffen. Die später tatsächlich eintretenden Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Es liegt im Rahmen des Möglichen, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres von den Annahmen abgewichen wird, sodass eine Anpassung der Buchwerte von Vermögensgegenständen und Schulden erforderlich sein könnte.

Schätzungen und deren zugrunde liegende Annahmen werden fortlaufend geprüft. Veränderungen an rechnungslegungsbezogenen Schätzungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Berichtsperiode gebucht, in der die Änderungen vorgenommen wurden sowie in den nachfolgenden Berichtsperioden.

Wesentliche zukunftsbezogene Annahmen sowie Art und Buchwerte von Vermögenswerten, bei denen Schätzungsrisiken bestehen, sind in der Ermessensausübung des Vorstands erfolgt.

Folgende Bilanzposten bzw. Sachverhalte beinhalten wesentliche Annahmen und Schätzungsunsicherheiten sowie Ermessensausübungen:

Wesentliche Annahmen und Schätzungsunsicherheiten

Informationen über Annahmen und Schätzungsunsicherheiten, durch die ein Risiko entstehen kann, sodass innerhalb des am 31. Dezember 2018 endenden Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung erforderlich wird, sind in den nachstehenden Anhangangaben enthalten:

Angabe Tz. 4: Erwerb von Tochterunternehmen: Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte im Rahmen von Kaufpreisallokationen

Angabe Tz 19: Wertminderungstest: Wesentliche Annahmen, die der Ermittlung des erzielbaren Betrages zugrunde gelegen haben

Angabe Tz 19: Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen: Bestimmung der Nutzungsdauer sowie der Werthaltigkeit

Angabe Tz 20: Wesentliche Annahmen zur Bewertung der biologischen Vermögenswerte

Angabe Tz 21: Bestimmung der Werthaltigkeit der nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen

Angabe Tz 24: Ansatz aktiver latenter Steuern: Verfügbarkeit künftig zu versteuernder Ergebnisse, gegen die steuerliche Verlustvorträge verwendet werden können

Angabe Tz 33: Bewertung von leistungsorientierten Verpflichtungen: Wesentliche versicherungs-mathematische Annahmen

Angabe Tz 37 und Tz 38: Ansatz und Bewertung von Rückstellungen sowie Eventualforderungen und -verbindlichkeiten: Wesentliche Annahmen über die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß des Nutzenzu- oder -abflusses

Ermessensentscheidungen

Informationen über Ermessensentscheidungen bei der Anwendung der Rechnungslegungsmethoden, die die im Konzernabschluss erfassten Beträge am wesentlichsten beeinflussen, sind in den nachstehenden Anhangangaben enthalten:

Angabe Tz 4: Konsolidierung: Bestimmung, ob Beherrschung oder maßgeblicher Einfluss vorliegt

3. Angewandte IFRS-Vorschriften

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 wurde auf Grundlage aller für das Geschäftsjahr 2018 verbindlichen Standards und Interpretationen, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt.

Die Änderungen bestehender IAS sowie neuer IFRS- und IFRIC-Interpretationen, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, wurden bei der Aufstellung des Konzernabschlusses beachtet. Einzelne Vorjahresangaben wurden angepasst.

Im Geschäftsjahr 2018 erstmals verpflichtend anzuwendende Standards und Interpretationen

Im Geschäftsjahr 2018 fanden die folgenden Rechnungslegungsstandards und Interpretationen erstmals Anwendung:

Norm Bezeichnung Auswirkungen auf Vermögens-, Finanz-, Ertragslage oder das Ergebnis je Aktie im Geschäftsjahr
IFRS 9 Finanzinstrumente wesentlich
IFRS 15 (inkl. Änderungen an IFRS 15) Erlöse aus Verträgen mit Kunden unwesentlich
Änderungen an IAS 40 Übertragung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien unwesentlich
Änderungen an IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütung unwesentlich
Änderungen an IFRS 4 Versicherungsverträge unwesentlich
Annual Improvements to IFRSs 2014-2016 Diverse Änderungen unwesentlich
IFRIC 22 Währungsumrechnung bei Anzahlungen unwesentlich

Auswirkung der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente

IFRS 9 "Finanzinstrumente" enthält Vorschriften für den Ansatz, die Bewertung und Ausbuchung sowie für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. Der IASB hat die finale Fassung des Standards im Zuge der Fertigstellung der verschiedenen Phasen seines umfassenden Projekts zu Finanzinstrumenten am 24. Juli 2014 veröffentlicht. Damit kann die bisher unter IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung, Bilanzierung von Finanzinstrumenten nunmehr vollständig durch die Bilanzierung unter IFRS 9 ersetzt werden. Die nunmehr am 24. Juli 2014 veröffentlichte Version von IFRS 9 ersetzt alle vorherigen Versionen.

Die Deutsche Balaton AG hat den neuen Standard erstmals zum 1. Januar 2018 angewendet. Auf eine Anpassung von Vorjahreszahlen wird gemäß den Übergangsvorschriften von IFRS 9 verzichtet. Der kumulierte Effekt aus der Erstanwendung von IFRS 9 wurde zum 1. Januar 2018 erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen erfasst.

Gegenüber IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung, Bilanzierung von Finanzinstrumenten sind die Anforderungen von IFRS 9 zum Anwendungsbereich und der Ein- und Ausbuchung weitestgehend unverändert.

Die Regelungen von IFRS 9 sehen im Vergleich zu IAS 39 ein neues Klassifizierungsmodell für finanzielle Vermögenswerte vor. Die Klassifizierung ergibt sich dabei aus dem Geschäftsmodell in dem das Instrument gehalten wird sowie in Abhängigkeit der vertraglichen Zahlungsströme des Instruments. Die Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte richtet sich künftig nach drei Kategorien mit unterschiedlicher Erfassung von Wertänderungen.

Die Finanzinstrumente im Deutsche Balaton Konzern werden in den IFRS 9 Kategorien "Zu fortgeführten Anschaffungskosten" sowie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" geführt. Die Kategorie "Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis" kam bisher nicht zur Anwendung.

Den Unternehmen zur Verfügung stehende vereinzelte Wahlrechte, wie beispielsweise die Designation von Eigenkapitalinstrumenten in die Kategorie "Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis" hat der Deutsche Balaton Konzern nicht wahrgenommen.

Die Anwendung von IFRS 9 hat dazu geführt, dass alle bisher als zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerte ("available-for-sale") nun erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Zudem werden einige bisher in den Positionen "sonstige Forderungen" und "sonstige Vermögenswerte" ausgewiesene finanzielle Vermögenswerte ebenfalls nach ihrem Zeitwert gesteuert und daher jetzt erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Da nun alle Wertänderungen, unabhängig ob realisiert oder unrealisiert, sofort erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden, wurde auch der Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung angepasst. Die Wertänderungen aller als erfolgswirksam zu beizulegenden Zeitwert klassifizierten Finanzinstrumente werden nun zusammengefasst mit Dividendenerträgen in dem Posten "Bewertungsergebnis aus anderen Finanzanlagen und finanziellen Vermögenswerten" in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Für finanzielle Verbindlichkeiten wurden die bestehenden Vorschriften des IAS 39 weitgehend in IFRS 9 übernommen. Die einzige wesentliche Neuerung betrifft finanzielle Verbindlichkeiten in der Fair- Value-Option. Für sie sind Fair-Value-Schwankungen aufgrund von Veränderungen des eigenen Ausfallrisikos im sonstigen Ergebnis zu erfassen. Im Deutsche Balaton Konzern wurde die Fair Value Option nicht genutzt.

IFRS 9 führt auch zu einem neuen Modell für die Ermittlung von Wertberichtigungen, dieses sieht drei Stufen vor, welche die Höhe der zu erfassenden Verluste und die Zinsvereinnahmung künftig bestimmen. Danach sind bereits bei Zugang erwartete Verluste in Höhe des Barwerts eines erwarteten 12-Monats-Verlusts zu erfassen (Stufe 1). Liegt eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos vor, ist die Risikovorsorge bis zur Höhe der erwarteten Verluste der gesamten Restlaufzeit aufzustocken (Stufe 2). Mit Eintritt eines objektiven Hinweises auf Wertminderung hat die Zinsvereinnahmung auf Grundlage des Nettobuchwerts (Buchwert abzüglich Risikovorsorge) zu erfolgen (Stufe 3).

Für die Ermittlung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wendet der Deutsche Balaton Konzern die vereinfachte Methode an, nach der die Wertberichtigungen anhand der über die Laufzeit des Instruments erwarteten Kreditverluste bestimmt werden.

Die Ermittlung der Wertberichtigungen erfolgt auf Basis historischer Erfahrungswerte und aktueller Daten bezüglich Überfälligkeiten. Es haben sich aus dem neuen Modell keine Anpassungserfordernisse ergeben.

Auswirkung der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden

In IFRS 15 wird vorgeschrieben, wann und in welcher Höhe ein IFRS-Berichtersteller Erlöse zu erfassen hat. Zudem wird von den Abschlusserstellern gefordert, den Abschlussadressaten informativere Angaben als bisher zur Verfügung zu stellen. IFRS 15 ist grundsätzlich auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden. Eine Ausnahme bilden die folgenden Verträge:

Leasingverhältnisse, die unter IAS 17 Leasingverhältnisse fallen

Finanzinstrumente und andere vertragliche Rechte und Pflichten, die unter IFRS 9 Finanzinstrumente, IFRS 10 Konzernabschlüsse, IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen, IAS 27 Separate Abschlüsse oder IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures fallen

Versicherungsverträge im Anwendungsbereich von IFRS 4 Versicherungsverträge

Nichtfinanzielle Tauschgeschäfte zwischen Unternehmen in derselben Branche, die darauf abzielen, Veräußerungen an Kunden oder potenzielle Kunden zu erleichtern

Der neue Standard der erstmalig zum 1. Januar 2018 angewandt wurde sieht im Gegensatz zu den aktuell gültigen Vorschriften ein einziges, prinzipienbasiertes fünfstufiges Modell vor, das auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist. Gemäß diesem fünfstufigen Modell ist zunächst der Vertrag mit dem Kunden zu bestimmen (Schritt 1). In Schritt 2 sind die eigenständigen Leistungsverpflichtungen im Vertrag zu identifizieren. Anschließend (Schritt 3) ist der Transaktionspreis zu bestimmen, wobei explizite Vorschriften zur Behandlung von variablen Gegenleistungen, Finanzierungskomponenten, Zahlungen an den Kunden und Tauschgeschäften vorgesehen sind. Nach der Bestimmung des Transaktionspreises ist in Schritt 4 die Verteilung des Transaktionspreises auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen vorzunehmen. Basis hierfür sind die Einzelveräußerungspreise der einzelnen Leistungsverpflichtung. Abschließend (Schritt 5) kann der Erlös erfasst werden, sofern die Leistungsverpflichtung durch das Unternehmen erfüllt wurde. Voraussetzung hierfür ist die Übertragung der Verfügungsmacht an der Ware bzw. der Dienstleistung auf den Kunden.

Bei Abschluss eines Vertrags ist nach IFRS 15 festzustellen, ob die aus dem Vertrag resultierenden Erlöse zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen Zeitraum hinweg zu erfassen sind. Dabei ist zunächst anhand bestimmter Kriterien zu klären, ob die Verfügungsmacht an der Leistungsverpflichtung über einen Zeitraum übertragen wird. Ist dies nicht der Fall, ist der Erlös zu dem Zeitpunkt zu erfassen, an dem die Verfügungsmacht auf den Kunden übergeht. Indikatoren hierfür sind beispielsweise rechtlicher Eigentumsübergang, die Übertragung der wesentlichen Chancen und Risiken oder eine formelle Abnahme. Wird die Verfügungsmacht hingegen über einen Zeitraum übertragen, darf eine Erlösrealisierung über den Zeitraum nur dann erfolgen, sofern der Leistungsfortschritt mithilfe von input- oder outputorientierten Methoden verlässlich ermittelbar ist. Neben den allgemeinen Erlöserfassungsgrundsätzen enthält der Standard detaillierte Umsetzungsleitlinien zu Themen wie Veräußerungen mit Rückgaberecht, Kundenoptionen auf zusätzliche Güter oder Dienstleistungen, Prinzipal-Agenten-Beziehungen sowie Bill-and-Hold- Vereinbarungen. In den Standard wurden außerdem neue Leitlinien zu den Kosten zur Erfüllung und Erlangung eines Vertrags sowie Leitlinien zu der Frage, wann solche Kosten zu aktivieren sind, aufgenommen. Kosten, die die genannten Kriterien nicht erfüllen, sind bei Anfall als Aufwand zu erfassen.

Schließlich enthält der Standard neue, umfangreichere Vorschriften in Bezug auf Angaben, die zu den Erlösen im Abschluss eines IFRS-Berichterstatters zu leisten sind. Insbesondere sind qualitative sowie quantitative Angaben zu jedem der folgenden Punkte zu machen:

Verträge mit Kunden

Wesentliche Ermessensentscheidungen und deren Änderungen, die bei der Anwendung der Erlösvorschriften auf diese Verträge getroffen wurden

Jegliche Vermögenswerte, die aus aktivierten Kosten für die Erlangung und die Erfüllung eines Vertrags mit einem Kunden resultieren

Die Deutsche Balaton AG hat den neuen Standard erstmals zum 1. Januar 2018 angewendet. Die Deutsche Balaton AG wendet das Wahlrecht zur vereinfachten Erstanwendung an und beschränkt dabei die rückwirkende Anwendung von IFRS 15 auf Verträge, die zum Erstanwendungszeitpunkt noch nicht vollständig erfüllt sind. Diese werden so bilanziert, als ob IFRS 15 für sie schon immer anzuwenden gewesen wäre. Der kumulierte Effekt aus der Erstanwendung von IFRS 15 wurde zum 1. Januar 2018 erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen erfasst. Eine Anpassung der Vorjahreszahlen wird nicht vorgenommen.

Änderungen innerhalb des Deutsche Balaton Konzerns ergeben sich dadurch, dass Vertragsanbahnungskosten nicht mehr sofort aufwandswirksam erfasst werden. Nach IFRS 15 werden diese aktiviert und über die Vertragslaufzeit abgegrenzt. Weiterhin ergab sich aus einer Analyse der Wartungsverträge für einige Verträge eine Neubestimmung der Mindestlaufzeit, über die diese Wartungsverträge abzugrenzen sind.

Erforderliche Anpassungen in den Bereichen "interne Kontrollen" sowie der IT-Architektur, welche zur bilanziellen Realisierung dieses Standards notwendig sind, wurden bis zum 31. Dezember 2017 umgesetzt.

Folgende Tabelle stellt die Anpassungsbuchungen zum 1. Januar 2018 für die geänderten Standards dar.

in TEUR 31.12.2017
IFRS 9 Bewertung IFRS 9 Umgliederung IFRS 15 Bewertung IFRS 15 Umgliederung 01.01.2018
VERMÖGENSWERTE (Aktiva)
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte und Firmenwerte 34.771 0 0 0 0 34.771
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 12.793 0 0 0 0 12.793
Sachanlagen 33.508 0 0 0 0 33.508
Biologische Vermögenswerte 139 0 0 0 0 139
Anteile an assoziierten Unternehmen 11.561 0 0 0 0 11.561
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 242.095 0 -242.095 0 0 0
Andere lgfr. Finanzanlagen und finanzielle Vermögenswerte 0 5.689 250.227 0 0 255.916
Sonstige Forderungen 9.633 0 -9.633 0 0 0
Sonstige lgfr. Vermögenswerte 0 0 1.502 417 0 1.919
Latente Steueransprüche 2.848 44 0 184 0 3.076
347.348 5.733 0 601 0 353.682
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 28.094 0 0 0 0 28.094
Fertigungsaufträge (PoC) 68 0 0 0 0 68
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 30.307 0 0 0 0 30.307
Laufende Steuererstattungsansprüche 1.982 0 0 0 0 1.982
Sonstige Vermögenswerte 12.153 0 -9.853 424 0 2.724
Zu Handelszwecken gehaltene Wertpapiere 21.876 0 -21.876 0 0 0
Andere kfr. Finanzanlagen und finanzielle Vermögenswerte 0 42 31.729 0 0 31.771
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 22.653 0 0 0 0 22.653
117.133 42 0 424 0 117.599
464.480 5.775 0 1.025 0 471.281
EIGENKAPITAL UND SCHULDEN (Passiva)
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 11.640 0 0 0 0 11.640
Kapitalrücklage 47.322 0 0 0 0 47.322
Eigene Anteile -9.382 0 0 0 0 -9.382
Übrige Rücklagen 87.155 0 -87.155 0 0 -332
Gewinnrücklage 150.812 5.387 87.487 39 0 243.725
Eigenkapitalanteil der Anteilseigner des Mutterunternehmens 287.547 5.387 0 39 0 292.973
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 33.392 23 0 -3 0 33.412
320.939 5.410 0 36 0 326.385
Langfristige Schulden
Sonstiges von den Gesellschaftern langfristig zur Verfügung gestelltes Kapital 4.637 0 0 0 0 4.637
Leistungen an Arbeitnehmer 6.102 0 0 0 0 6.102
Langfristige Finanzielle Schulden 30.913 0 0 0 0 30.913
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 1.896 0 0 0 0 1.896
Latente Steuerschulden 3.966 365 0 252 0 4.584
47.514 365 0 252 0 48.131
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzielle Schulden 61.061 0 0 0 0 61.061
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.749 0 0 0 0 6.749
Laufende Steuerschulden 2.454 0 0 0 0 2.454
Passive Rechnungsabgrenzung 8.690 0 0 0 -8.613 77
Vertragsverbindlichkeiten 0 0 0 737 8.613 9.350
Sonstige Schulden 17.073 0 0 0 0 17.073
96.0278 0 0 737 0 96.765
464.480 5.775 0 1.025 0 471.281

Spalte "IFRS 9 Bewertung": Der Geschäftsmodelltest für den Deutsche Balaton Konzern hat ergeben, dass der wesentliche Teil finanzieller Vermögenswerte fortan zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren sind. Hierbei entstehen Bewertungsunterschiede, da ein nicht unwesentlicher Teil dieser Vermögenswerte bisher zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wurde. Im Wesentlichen handelte es sich hierbei um nicht börsennotierte Eigen- und Fremdkapitalinstrumente. Auf die Differenz waren latente Steuern zu berücksichtigen.

Spalte "IFRS 9 Umgliederung": Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente und andere finanzielle Vermögenswerte werden in zwei Bilanzposten gemäß ihrer Fristigkeit zusammengefasst. Weiterhin wird der kumulierte Betrag von der Neubewertungsrücklage (Bestandteil des Postens "Übrige Rücklagen") in die Gewinnrücklage gegliedert.

Spalte "IFRS 15 Bewertung": Vertragsanbahnungskosten werden fortan über die Laufzeit des entsprechenden Vertrages abgegrenzt, Umsatzerlöse nach dem prinzipienbasierten fünfstufigen Modell realisiert. Darüber hinaus waren auf diese beiden Effekte latente Steuern zu berücksichtigen.

Spalte "IFRS 15 Umgliederung": Abgegrenzte Umsatzerlöse werden in den neuen Bilanzposten "Vertragsverbindlichkeiten" gegliedert.

Die Anpassungen der nach den Bewertungskategorien nach IFRS 9 bzw. IAS 39 gegliederten Buchwerte der Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar:

in TEUR 01.01.2018 31.12.2017
Vermögen
Kredite und Forderungen N/A 74.693
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte N/A 242.095
Zu Handelszwecken gehaltene finanziellen Vermögenswerte N/A 21.929
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 277.688 N/A
Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte 62.959 N/A
Schulden
Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 125.945 125.945
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 4.671 4.671

Die anderen Finanzanlagen und finanziellen Vermögenswerte setzen sich zum 1. Januar 2018 aus "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte" in Höhe von 277.688 TEUR sowie "Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte" in Höhe von 62.959 TEUR zusammen.

Veröffentlichte Standards und Interpretationen, die noch nicht angewandt werden

Auf die freiwillige vorzeitige Anwendung von nachfolgend angeführten Standards oder Interpretationen, die zum 31. Dezember 2018 nicht verpflichtend anzuwenden sind, wurde verzichtet. Die Auswirkungen für einzelne Standards sind aufgrund fehlender Informationen nicht immer verlässlich abschätzbar. Eine erstmalige Anwendung erfolgt grundsätzlich zum Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung.

Folgende Standards und Interpretationen, deren Anwendung bislang nicht verpflichtend ist, werden im vorliegenden Abschluss noch nicht angewandt:

Norm Bezeichnung Verpflichtend für Geschäftsjahre beginnend ab Anwendung geplant ab Mögliche Auswirkungen auf künftige Abschlüsse
IFRS 16 Leasing 01.01.2019 01.01.2019 unwesentlich
IAS 17 * Versicherungsverträge 01.01.2021 01.01.2021 unwesentlich
Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 * Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture sowie Consolidation Exception unbestimmt unbestimmt unwesentlich
IFRIC 23 * Unsicherheiten bezüglich der ertragssteuerlichen Behandlung 01.01.2019 01.01.2019 unwesentlich
Annual Improvements to IFRSs 2015-2017 * Diverse Änderungen (IFRS 3, IFRS 11, IAS 12 und IAS 23) 01.01.2019 01.01.2019 unwesentlich
Änderungen an IFRS 9 Änderungen in Bezug auf Vorfälligkeitsoptionen 01.01.2019 01.01.2019 unwesentlich
Änderungen an IAS 19 * Planänderung, -kürzung oder -abgeltung 01.01.2019 01.01.2019 unwesentlich
IAS 28 * Änderungen in Bezug auf langfristige Beteiligungen 01.01.2019 01.01.2019 unwesentlich
Änderungen an IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" * Definition eines Geschäftsbetriebs 01.01.2020 01.01.2020 unwesentlich
Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" und IAS 8 "Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler" * Definition von Wesentlichkeit 01.01.2020 01.01.2020 unwesentlich
Änderungen am Rahmenkonzept zur Rechnungslegung * Überarbeitung des Rahmenkonzeptes 01.01.2020 01.01.2020 unwesentlich

* Diese Standards wurden zum 31. Dezember 2018 noch nicht von der EU übernommen.

Für IFRS 16 wird derzeit beurteilt, welche möglichen Auswirkungen deren Anwendung auf den Konzernabschluss haben kann. Bei allen anderen geänderten Standards wird davon ausgegangen, dass sie keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben werden. Die wesentlichen Anforderungen von IFRS 16 stellen sich wie folgt dar:

Kernanforderung des IFRS 16 ist es, beim Leasingnehmer generell alle Leasingverhältnisse und die damit verbundenen vertraglichen Rechte und Verpflichtungen in der Bilanz zu erfassen. Die bisher unter IAS 17 erforderliche Unterscheidung zwischen Finanzierungs- und Operating-Leasing-Verträgen entfällt damit künftig für den Leasingnehmer. Für alle Leasingverhältnisse erfasst der Leasingnehmer in seiner Bilanz eine Leasingverbindlichkeit für die Verpflichtung, künftig Leasingzahlungen vorzunehmen. Gleichzeitig aktiviert der Leasingnehmer ein Nutzungsrecht am zugrunde liegenden Vermögenswert, welches grundsätzlich dem Barwert der künftigen Leasingzahlungen zuzüglich direkt zurechenbarer Kosten entspricht. Während der Laufzeit des Leasingvertrags wird die Leasingverbindlichkeit ähnlich den Regelungen nach IAS 17 für Finanzierungs-Leasingverhältnisse finanzmathematisch fortgeschrieben, während das Nutzungsrecht planmäßig amortisiert wird, was grundsätzlich zu höheren Aufwendungen zu Beginn der Laufzeit eines Leasingvertrags führt. Beim Leasinggeber sind die Regelungen des neuen Standards dagegen ähnlich den bisherigen Vorschriften des IAS 17. Für die Klassifizierung nach IFRS 16 wurden die Kriterien des IAS 17 übernommen. IFRS 16 enthält darüber hinaus eine Reihe von weiteren Neuregelungen zur Definition eines Leasingverhältnisses, zum Ausweis und zu den Anhangangaben sowie zu Sale-and-Lease back-Transaktionen.

Der Vorstand des Deutsche Balaton Konzerns erwartet aus den wesentlichen Änderungen, die IFRS 16 vorsieht, dass sich die Bilanzsumme zum Erstanwendungszeitpunkt aufgrund des Anstiegs der Leasingverbindlichkeiten sowie einem ähnlich hohen Anstieg des Anlagevermögens aufgrund der zu aktivierenden Nutzungsrechte um einen hohen einstelligen Millionenbetrag erhöht. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden künftig Abschreibungen und der Zinsaufwand anstatt Leasingaufwand erfasst.

4. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden neben der Deutsche Balaton Aktiengesellschaft als Muttergesellschaft die Gesellschaften durch Vollkonsolidierung einbezogen, bei denen die Muttergesellschaft die Möglichkeit hat, beherrschenden Einfluss (Control-Verhältnis) im Sinne des IFRS 10 auszuüben. Beherrschung (Control) besteht dann und nur dann, wenn ein Investor über die Entscheidungsmacht verfügt, variablen Rückflüssen ausgesetzt ist oder ihm Rechte bezüglich der Rückflüsse zustehen und er infolge der Entscheidungsmacht in der Lage ist, die Höhe der variablen Rückflüsse zu beeinflussen. Die Existenz und Auswirkung von substanziellen potenziellen Stimmrechten, die gegenwärtig ausgeübt oder umgewandelt werden können, einschließlich von anderen Konzernunternehmen gehaltener potenzieller Stimmrechte, werden bei der Beurteilung, ob ein Unternehmen beherrscht wird, berücksichtigt. Die Einbeziehung erfolgt zu dem Zeitpunkt, zu dem das Control-Verhältnis vorliegt. Soweit Anteile von Tochterunternehmen von untergeordneter Bedeutung sind, werden sie nicht einbezogen.

Im Einzelnen werden folgende Gesellschaften in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 einbezogen:

Name der Gesellschaft Sitz Anteil
ABC Beteiligungen AG Heidelberg 100%
Heidelberger Beteiligungsholding AG Heidelberg 89%
AEE Ahaus-Enscheder AG Ahaus 88%
Alpha Cleantec Aktiengesellschaft Heidelberg 100%
Alpha Cleantec AG Zug (CH) 100%
Balaton Agro Invest AG Heidelberg 100%
Balaton Agro Investment plc Addis Ababa (ETH) 99,9%
BCT bio cleantec AG Heidelberg 100%
Beta Systems Software AG Berlin 59,26%
Beta Systems DCI Software AG Berlin 100%
Beta Systems IT Operations GmbH Berlin 100%
Auconet GmbH (vormals: Beta GRC Consulting GmbH (bis 9.04.2018)) Berlin 100%
ASDIS Solution GmbH Berlin 100%
Auconet Austria GmbH Wien (A) 100%
Auconet Inc. McLean (USA) 100%
HORIZONT Software GmbH München 100%
HORIZONT IT Services CZ s.r.o. Budweis (CZ) 100%
SI Software Innovation GmbH Neustadt an der Weinstraße 100%
Beta Systems IAM Software AG Berlin 100%
Beta Systems EDV-Software Ges.m.b.H. Wien (A) 100%
Beta Systems Software AG Kloten (CH) 100%
Beta Systems Software BV Nieuwegein (NL) 100%
Beta Systems Software Espana SL Madrid (E) 100%
Beta Systems Software France SARL Ivry sur Seine (F) 100%
Beta Systems Software Ltd. Chobham (GB) 100%
Beta Systems Software of North America, Inc. McLean (USA) 100%
Beta Systems Software of Canada Inc. Calgary (CDN) 100%
Beta Systems Software SPRL Louvaine-la-Neuve (B) 100%
Beta Systems Software SRL Bollate (I) 100%
Betann Systems AB Täby (S) 100%
Categis GmbH Bad Brückenau 100%
Categis Software Private Ltd. Bangalore (IN) 99,99%
LYNET Kommunikation AG Lübeck 100%
CARUS AG Heidelberg 76%
Carus Grundstücksgesellschaft Am Taubenfeld AG Heidelberg 100%
ConBrio Beteiligungen AG Frankfurt am Main 100%
EUROPIN GmbH (vormals CornerstoneCapital 1. Beteiligungsgesellschaft mbH (bis 19.03.19)) Frankfurt am Main 100%
EUROPIN Germany GmbH (vormals CornerstoneCapital 2. Beteiligungsgesellschaft mbH (bis 19.03.19)) Frankfurt am Main 100%
wSwipe mobile solutions GmbH Wien (A) 100%
CornerstoneCapital Beteiligungen GmbH Frankfurt am Main 100%
CornerstoneCapital II AG & Co. KG Heidelberg 100%
ELTEC Elektronik AG Mainz 55%
Eppstein Foils Holding GmbH Eppstein 70%
EppsteinFOILS GmbH & Co. KG Eppstein 100%
Verwaltungsgesellschaft Eppstein Foils mbH Eppstein 100%
Eppstein Technologies GmbH Eppstein 100%
CornerstoneCapital Verwaltungs AG Heidelberg 100%
Deutsche Balaton Biotech AG (vormals deltus 30. AG (bis zum 23. Mai 2018)) Heidelberg 100%
Deutsche Balaton Erste Schiffsverwaltungs GmbH Haren - Ems 100%
Deutsche Balaton Immobilien I AG Heidelberg 100%
Fidelitas Deutsche Industrie Holding AG Heidelberg 100%
HW Verwaltungs AG Halberstadt 74%
hydroWEB GmbH Halberstadt 100%
MARNA Beteiligungen AG Hamburg 73%
MISTRAL Media AG Frankfurt am Main 81%
MS "Active" Schiffahrts GmbH & Co. KG Haren - Ems 98,8%
MTM-Holding AG Ittigen (CH) 97%
Nordic SSW 1000 AG & Co.KG Hamburg 51%
Nordic SSW 1000 Verwaltungs AG Hamburg 80%
OOC CTV GmbH & Co.KG Hamburg 54%
OOC Nerz C.V. Groningen (NL) 95%
OOC CTV Verwaltungs GmbH Hamburg 100%
Prisma Equity AG Heidelberg 100%
PWI-PURE SYSTEM AG Heidelberg 60%
SPARTA AG Hamburg 50%
SPK Süddeutsche Privatkapital AG Heidelberg 80%
Strawtec Estate LTD Kigali (RWA) 100%
Tabalon Mobile Technologies AG Heidelberg 100%

Zusammengefasste Finanzinformationen (IFRS) für Tochterunternehmen mit Beteiligung von NCI (Non-Controlling Interests):

Darstellung für das Geschäftsjahr 2018:

Name des Tochterunternehmens Vermögen Schulden Eigenkapital
in TEUR Langfristig Kurzfristig Langfristig Kurzfristig MU NCI
Heidelberger Beteiligungsholding AG 24.411 18.770 - 9.832 29.813 3.536
AEE Ahaus-Enscheder AG - 588 - 111 419 58
Beta Systems Software AG * 17.078 57.370 3.552 20.090 30.107 20.700
CARUS AG 954 4.222 3.547 2.022 -302 -91
ELTEC Elektronik AG 1.041 1.475 147 948 776 645
Eppstein Foils Holding GmbH * 4.846 6.981 4.425 3.275 2.889 1.238
MARNA Beteiligungen AG 99 1.475 - 228 976 370
SPARTA AG 97.845 5.308 - 23.148 40.005 40.000
MISTRAL Media AG 1.406 1.200 1.883 1.863 -928 -212
MS "Active" Schiffahrts GmbH & Co. KG 3.128 211 1.471 1.868 - -
HW Verwaltungs AG 11.148 624 2.300 11.603 -1.370 -762
MTM-Holding AG - 298 - - 289 9
Nordic SSW 1000 AG &Co.KG 8.158 903 8.586 476 - -
Nordic SSW 1000 Verwaltungs AG - 46 - 1 36 9
OOC CTV GmbH & Co.KG * - 3.705 2.841 848 16 -
PWI-PURE SYSTEM AG - 20 - 3 11 7
SPK Süddeutsche Privatkapital AG 1.527 22 1.000 18 467 117
wSwipe mobile solutions GmbH - 75 - 1.421 -1.399 -
Balaton Agro Investment plc 1.331 152 - 400 1.079 4
172.972 103.445 29.752 78.155 102.885 65.627
Name des Tochterunternehmens Ergebnis GuV
in TEUR Umsatzerlöse Erträge** Aufwendungen*** MU NCI Gesamt
Heidelberger Beteiligungsholding AG 17 -1.272 -198 -1.307 -146 -1.453
AEE Ahaus-Enscheder AG 126 -225 -92 -168 -23 -191
E.D.A. Agro Industry plc 229 831 -90 975 -5 970
Beta Systems Software AG * 46.602 1.375 -44.805 1.701 1.470 3.171
CARUS AG 205 102 -528 -171 -50 -221
ELTEC Elektronik AG 6.601 36 -7.188 -301 -250 -551
TK Eppstein Foils 27.443 334 -25.137 1.848 792 2.640
Infoniqa HR Invest GmbH - -1.959 118 -1.739 -101 -1.840
Infoniqa Payroll Holding GmbH * 10.012 5.215 -10.723 4.704 -200 4.504
MARNA Beteiligungen AG - 10 -470 -334 -126 -460
SPARTA AG - - - - - -
MISTRAL Media AG 239 647 -770 94 21 115
MS "Active" Schiffahrts GmbH & Co. KG 1.531 600 -2.131 - - -
HW Verwaltungs AG 11.666 649 -13.626 -843 -469 -1.312
MTM-Holding AG - 8 -7 1 - 1
Nordic SSW 1000 AG &Co.KG 2.637 50 -2.687 - - -
Nordic SSW 1000 Verwaltungs AG 3 - -3 -1 - -1
OOC CTV GmbH & Co.KG 645 362 -1.009 -2 - -2
PWI-PURE SYSTEM AG - - -29 -17 -11 -28
SPK Süddeutsche Privatkapital AG - - -266 -212 -53 -265
wSwipe mobile solutions GmbH - -174 -336 -497 -12 -509
Balaton Agro Investment plc - -35 -858 -890 -2 -892
107.956 6.554 -110.835 2.841 835 3.676
Name des Tochterunternehmens Sonstiges Ergebnis
in TEUR MU NCI Gesamt
Heidelberger Beteiligungsholding AG - - -
AEE Ahaus-Enscheder AG - - -
E.D.A. Agro Industry plc -20 - -20
Beta Systems Software AG * -99 -85 -184
CARUS AG - - -
ELTEC Elektronik AG - - -
TK Eppstein Foils -16 -7 -23
Infoniqa HR Invest GmbH - - -
Infoniqa Payroll Holding GmbH * - - -
MARNA Beteiligungen AG - - -
SPARTA AG - - -
MISTRAL Media AG - - -
MS "Active" Schiffahrts GmbH & Co. KG - - -
HW Verwaltungs AG - - -
MTM-Holding AG -9 - -9
Nordic SSW 1000 AG &Co.KG - - -
Nordic SSW 1000 Verwaltungs AG - - -
OOC CTV GmbH & Co.KG - - -
PWI-PURE SYSTEM AG - - -
SPK Süddeutsche Privatkapital AG - - -
wSwipe mobile solutions GmbH - - -
Balaton Agro Investment plc -28 - -28
-172 -92 -264

Darstellung für das Geschäftsjahr 2017:

Name des Tochterunternehmens Vermögen Schulden Eigenkapital
in TEUR Langfristig Kurzfristig Langfristig Kurzfristig MU NCI
Heidelberger Beteiligungsholding AG 31.419 14.789 328 11.375 30.845 3.659
AEE Ahaus-Enscheder AG 0 1.243 - 575 587 81
E.D.A. Agro Industry plc 71 13 221 346 -415 -68
Beta Systems Software AG * 12.625 67.260 2.709 18.444 31.077 27.654
CARUS AG 1.123 3.862 3.035 2.122 -128 -45
ELTEC Elektronik AG 1.165 2.306 147 1.352 1.077 895
Eppstein Foils Holding GmbH * 5.203 8.132 5.677 4.149 2.455 1.053
Infoniqa HR Invest GmbH 7.673 1.401 1.060 4.506 3.108 400
Infoniqa Payroll Holding GmbH * 20.064 4.643 13.001 7.933 2.660 1.113
MISTRAL Media AG 5.609 2.025 1.962 7.924 -1.067 -1.185
MS "Active" Schiffahrts GmbH & Co. KG 3.102 189 2.359 932 - -
HW Verwaltungs AG 12.389 1.311 142 14.377 -513 -307
MTM-Holding AG - 306 - - 297 9
Nordic SSW 1000 AG &Co.KG 8.744 887 9.191 440 - -
Nordic SSW 1000 Verwaltungs AG - 50 - 4 37 9
OOC CTV GmbH & Co.KG * 3.533 332 3.387 461 17 -
PWI-PURE SYSTEM AG - 50 - 4 28 19
SPK Süddeutsche Privatkapital AG 2 863 - 16 680 170
wSwipe mobile solutions GmbH - 19 - 908 -822 -67
Balaton Agro Investment plc 890 385 - 229 1.045 1
113.612 110.066 43.219 76.097 70.968 33.391
Name des Tochterunternehmens Ergebnis GuV
in TEUR Umsatzerlöse Erträge** Aufwendungen*** MU NCI Gesamt
Heidelberger Beteiligungsholding AG 10 4.368 -4.600 -198 -24 -222
AEE Ahaus-Enscheder AG - 194 -210 -14 -2 -16
E.D.A. Agro Industry plc - 298 -324 -22 -4 -26
Beta Systems Software AG * 46.553 1.245 -42.170 2.978 2.650 5.628
CARUS AG 90 235 -519 -147 -47 -194
Data Management Invest AG - -3.287 -26 -3.319 5 -3.314
ELTEC Elektronik AG 8.812 8 -8.331 267 222 489
TK Eppstein Foils 28.508 225 -26.316 1.692 725 2.417
Infoniqa HR Invest GmbH - 532 -392 236 -96 140
Infoniqa Payroll Holding GmbH * 19.866 91 -19.912 32 13 45
DIO Deutsche Immobilien Opportunitäten AG - 1.397 -1.534 -5.612 5.475 -137
MISTRAL Media AG 55 132 -2.682 -1.182 -1.313 -2.495
MS "Active" Schiffahrts GmbH & Co. KG 1.790 540 -2.330 - - -
HW Verwaltungs AG 4.050 133 -4.980 -513 -307 -820
MTM-Holding AG - 5 -7 -2 - -2
Nordic SSW 1000 AG &Co.KG 2.375 16 -2.391 - - -
Nordic SSW 1000 Verwaltungs AG 3 - -3 - - -
OOC CTV GmbH & Co.KG 537 203 -743 -3 - -3
PWI-PURE SYSTEM AG - - -29 -17 -11 -28
SPK Süddeutsche Privatkapital AG - - -150 -120 -30 -150
wSwipe mobile solutions GmbH - - -311 -288 -23 -311
Balaton Agro Investment plc - 151 -801 -651 1 -650
112.649 6.486 -118.761 -6.884 7.234 350
Name des Tochterunternehmens Sonstiges Ergebnis
in TEUR MU NCI Gesamt
Heidelberger Beteiligungsholding AG 8.931 1.059 9.990
AEE Ahaus-Enscheder AG -1 - -1
E.D.A. Agro Industry plc -38 -6 -44
Beta Systems Software AG * 265 236 501
CARUS AG - - -
Data Management Invest AG 19 9 28
ELTEC Elektronik AG - - -
TK Eppstein Foils 31 13 44
Infoniqa HR Invest GmbH - - -
Infoniqa Payroll Holding GmbH * - - -
DIO Deutsche Immobilien Opportunitäten AG - - -
MISTRAL Media AG 115 128 243
MS "Active" Schiffahrts GmbH & Co. KG - - -
HW Verwaltungs AG - - -
MTM-Holding AG -5 - -5
Nordic SSW 1000 AG &Co.KG - - -
Nordic SSW 1000 Verwaltungs AG - - -
OOC CTV GmbH & Co.KG - - -
PWI-PURE SYSTEM AG - - -
SPK Süddeutsche Privatkapital AG - - -
wSwipe mobile solutions GmbH - - -
Balaton Agro Investment plc -149 - -149
9.168 1.439 10.607

* Bezieht sich jeweils auf den Teilkonzern.

** In den Erträgen sind sonstige betriebliche Erträge und Finanzerträge berücksichtigt.

*** Die Aufwendungen beinhalten den Posten "Ertragsteuern".

Im Geschäftsjahr 2018 wurden an Minderheitsgesellschafter nachfolgender Konzernunternehmen Dividenden wie folgt ausbezahlt:

DIO Deutsche Immobilien Opportunitäten AG: 1.000 TEUR (Vj. 2.450 TEUR)
Eppstein Foils Holding GmbH: 600 TEUR (Vj. 1.200 TEUR)

Die Anteilsverhältnisse für Tochterunternehmen mit Beteiligung von NCI (Non-Controlling Interests) stellen sich wie folgt dar:

Name der Gesellschaft Sitz Konzern-Anteil 2018 Konzern-Anteil 2017
Heidelberger Beteiligungsholding AG Heidelberg 89 % 88 %
AEE Ahaus-Enscheder AG Ahaus 88 % 88 %
E.D.A. Agro Industry plc Addis Ababa (ETH) - 86 %
Beta Systems Software AG * Berlin 59 % 53 %
CARUS AG Heidelberg 76 % 74 %
ELTEC Elektronik AG Mainz 55 % 55 %
Eppstein Foils Holding GmbH Eppstein 70 % 70 %
Infoniqa HR Invest GmbH Thalheim bei Wels (A) - 70 %
Infoniqa Payroll Holding GmbH * Thalheim bei Wels (A) - 71 %
MS "Active" Schiffahrts GmbH & Co. KG Haren-Ems 98,8 % 98,8 %
wSwipe mobile solutions GmbH *** Wien (A) 94,85 % 92 %
Balaton Agro Investment plc Addis Ababa (ETH) 99,7 % 99,99 %
HW Verwaltungs AG Halberstadt 74 % 63 %
MARNA Beteiligungen AG ** Hamburg 73 % -
MISTRAL Media AG Frankfurt am Main 81 % 47 %
MTM-Holding AG Ittigen (CH) 97 % 97 %
Nordic SSW 1000 AG &Co.KG Hamburg 51 % 51 %
Nordic SSW 1000 Verwaltungs AG Hamburg 80 % 80 %
OOC CTV GmbH & Co.KG Hamburg 54 % 54 %
PWI-PURE SYSTEM AG Heidelberg 60 % 60 %
SPARTA AG ** Hamburg 50 % -
SPK Süddeutsche Privatkapital AG Heidelberg 80 % 80 %

* Die Anteilshöhe bezieht sich jeweils auf die Anteilsverhältnisse auf der untersten Konsolidierungsebene.

** Diese Gesellschaften wurden im Geschäftsjahr 2018 erstmalig vollkonsolidiert

*** Der Anteil 2018 bezieht sich auf den Anteil zum Halbjahr 2018, zum Bilanzstichtag betrug der Anteil an der Gesellschaft 100%

Folgende Tochterunternehmen werden aufgrund untergeordneter Bedeutung, mittelfristiger Veräußerungsabsicht sowie fehlenden Geschäftsbetriebs nicht konsolidiert und als Posten "andere langfristige Finanzanlagen und finanzielle Vermögenswerte" ausgewiesen:

Gesellschaften Sitz Anteil am Eigenkapital
Hart Technik Kft. Pomaz (HU) 100 %
hydroWEB d.o.o. Belgrad (RS) 100 %
Investunity AG Heidelberg 65 %
Kalme GmbH Frankfurt am Main 100 %
Ming Le Sports AG Frankfurt am Main 75 %
Youbisheng Green Paper AG Heidelberg 94 %
MONTECA s.r.o. Bratislava (SK) 100 %
SPARTA Invest AG Hamburg 100 %
Falkenstein Nebenwerte AG Hamburg 93 %
MT "MARE ANTARCTIC" Tankschiffahrts GmbH & Co. KG i.L. Hamburg 100 %
MT "MARE ARCTIC" Tankschiffahrts GmbH & Co. KG i.L. Hamburg 100 %
MARE Containerschiff Verwaltungs GmbH i.L. Hamburg 100 %
MARE Panamax Tankschiffahrts GmbH i.L. Hamburg 100 %
MARE Produktentanker Schiffahrts GmbH i.L. Hamburg 100 %
MARE Supramax Bilker Schiffahrts GmbH i.L. Hamburg 100 %

Die Gesellschaften haben sowohl einzeln als auch in Summe keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Gemeinschaftliche Tätigkeiten, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen

Gemeinsame Vereinbarungen, bei der zwei oder mehr Parteien gemeinschaftliche Führung über eine Aktivität ausüben, sind entweder als gemeinschaftliche Tätigkeit oder als Gemeinschaftsunternehmen zu klassifizieren.

Eine gemeinschaftliche Tätigkeit ist dadurch gekennzeichnet, dass die an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Parteien Rechte an den der Vereinbarung zuzurechnenden Vermögenswerten oder Verpflichtungen für deren Schulden haben. Ein gemeinschaftlich Tätiger erfasst seine ihm zuzurechnenden Vermögenswerte, Schulden, Erlöse und Aufwendungen sowie seinen Anteil an den gemeinschaftlichen Vermögenswerten, Schulden, Erlösen und Aufwendungen.

Bei einem Gemeinschaftsunternehmen besitzen die an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Parteien hingegen Rechte am Nettovermögen der Gesellschaft. Assoziierte Unternehmen sind Gesellschaften, auf die die Deutsche Balaton AG oder eine Tochtergesellschaft maßgeblichen Einfluss ausübt und die weder Tochterunternehmen noch Gemeinschaftsunternehmen sind. Assoziierte Unternehmen werden ebenso wie die Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

Folgende assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode im Konzernabschluss erfasst und bewertet:

Gesellschaft Sitz Branche Anteil am Eigenkapital
DIO Deutsche Immobilien Opportunitäten AG Bad Vilbel Immobilien 49,99 %
capFlow AG München Investmentgesellschaft 56 %
Scintec AG Rottenburg am Neckar Feinmechanik und Optik 30 %
WEB Financial Group SA Madrid (E) IT-Unternehmen 25 %

Mit dem assoziierten Unternehmen capFlow AG wurde im Geschäftsjahr 2016 ein Entherrschungsvertrag abgeschlossen. Die Existenz und Ausübung von substanziellen potenziellen Stimmrechten und ein beherrschender Einfluss (Control-Verhältnis) im Sinne des IFRS 10 sind somit nicht gegeben.

Für die Angabe von weiteren Finanzinformationen verweisen wir auf Tz. 16 und Tz 21.

Folgende Beteiligungen werden aufgrund untergeordneter Bedeutung für den Konzern oder nicht vorliegendem maßgeblichem Einfluss nicht unter Anwendung der Equity-Methode konsolidiert. Stattdessen erfolgt die Bewertung als andere langfristige Finanzanlagen und finanzielle Vermögenswerte gemäß der konzerneinheitlichen Bewertungsrichtlinie für langfristige finanzielle Vermögenswerte, wie sie in Tz. 6 bei den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angegeben ist:

Prime Security GmbH, Mainz

Die zum 31. Dezember 2011 noch unter den assoziierten Unternehmen ausgewiesene Beteiligung an der Hyrican Informationssysteme AG, Kindelbrück, wurde im zweiten Geschäftshalbjahr des Geschäftsjahres 2012 in die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte umklassifiziert, da ein maßgeblicher Einfluss auf die Beteiligung eindeutig widerlegt werden konnte. Die Deutsche Balaton hält zum 31. Dezember 2018 44,84 % an der Gesellschaft. Gleichwohl kann aufgrund der Mehrheitsverhältnisse auf den Hauptversammlungen der Hyrican Informationssysteme AG in den Jahren 2012 bis einschließlich 2018 und die verlorene Anfechtungsklage gegen Beschlüsse der Hauptversammlung 2012 sowie der sonstigen Verhältnisse zum Ende des Geschäftsjahres 2018 weiterhin in Bezug auf die Hyrican Informationssysteme AG nicht von einem maßgeblichen Einfluss des Deutsche Balaton Konzerns ausgegangen werden.

Die zum 31. Dezember 2013 noch unter den assoziierten Unternehmen ausgewiesene Beteiligung an der Goldrooster AG, Berlin, wurde im zweiten Geschäftshalbjahr des Geschäftsjahres 2014 in die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte umklassifiziert, da ein maßgeblicher Einfluss auf die Beteiligung eindeutig widerlegt werden konnte. Die Deutsche Balaton AG hält zum 31. Dezember 2018 weiterhin 36 % an der Gesellschaft.

Veränderungen im Konsolidierungskreis gegenüber dem Vorjahr

Mit Kaufvertrag vom 19. Dezember 2017 hat die Beta Systems Software AG die Gesellschaft LYNET Kommunikation AG, Lübeck, erworben. Die Gesellschaft wird mit Wirkung zum 1. Januar 2018 im Segment "Beta Systems" vollkonsolidiert.

Zum 31. Januar 2018 / 1. Februar 2018 hat die AUCONET GmbH, Berlin, (bis zum 9. April 2018 firmierend unter Beta GRC Consulting GmbH) alle Vermögensgegenstände der damaligen AUCONET GmbH und der damaligen AUCONET Technologie GmbH übernommen. Die Akquisition schließt die Gesellschaften ASDIS Solution GmbH, Berlin, AUCONET Austria GmbH, Wien, Österreich und die AUCONET, Inc., Mc Lean, USA mit ein. Die Gesellschaften werden im Segment "Beta Systems" vollkonsolidiert.

Mit Kaufvertrag vom 24. April 2018 wurden 100% der Anteile an der Deutsche Balaton Biotech AG, Heidelberg, (bis zum 23. Mai 2018 firmierend unter deltus 30. AG) erworben. Die Gesellschaft wird im Segment "Vermögensverwaltend" vollkonsolidiert.

Mit dem sukzessiven Erwerb von Anteilen an der MARNA Beteiligungen AG, Hamburg, (bis 18. Juli 2018 firmierend unter MARENAVE SCHIFFAHRTS AG) sowie dem Erwerb von Anteilen im Rahmen des Pflichtangebots im Juni 2018 ist der Anteil an der Gesellschaft auf 73 % erhöht worden. Die Vollkonsolidierung im Segment "Vermögensverwaltend" erfolgt ab dem 1. Juli 2018.

Mit Aktienkaufvertrag vom 18. Juli 2018 wurden die Anteile an der Infoniqa HR Invest GmbH, Thalheim bei Wels, Österreich, nebst Tochtergesellschaften (Teilkonzern "Infoniqa Payroll") veräußert. Die Gesellschaften wurden im zweiten Geschäftshalbjahr 2018 entkonsolidiert.

Zum 17. August 2018 wurden die Anteile an der Eurohaus Frankfurt AG, Heidelberg, verkauft. Die Gesellschaften wurden im zweiten Geschäftshalbjahr 2018 entkonsolidiert.

Am 24. September 2018 wurde die EUROPIN GmbH (bis 19.03.19 firmierend unter CornerstoneCapital 1. Beteiligungsgesellschaft mbH), Frankfurt am Main, errichtet. Diese wiederum gründete mit Vertrag vom 8. Oktober 2018 das Tochterunternehmen EUROPIN Germany GmbH (bis 19.03.19 firmierend unter CornerstoneCapital 2. Beteiligungsgesellschaft mbH), Frankfurt am Main. Beide Gesellschaften werden im Segment "Vermögensverwaltend" vollkonsolidiert.

Die Beta Systems Software AG hat am 31. Oktober 2018 einen Vertrag über den vollständigen Erwerb der Categis GmbH mit Sitz in Bad Brückenau geschlossen. Die Categis GmbH hält ihrerseits 99,99 % der Gesellschaftsanteile an der Categis Software Private Ltd. mit Sitz in Bangalore, Indien.

Mit Kaufvertrag vom 20. Dezember 2018 wurden die Anteile an der E.D.A. Agro Industry plc, Addis Ababa, Äthiopien veräußert und entkonsolidiert.

Am 28. Dezember 2018 wurde im Wesentlichen über das Erwerbsangebot an die Aktionäre der SPARTA AG, Hamburg, die Anteilshöhe auf knapp über 50 % ausgebaut. Die Gesellschaft mit Sitz in Hamburg wird im Segment "Vermögensverwaltend" vollkonsolidiert.

Änderungen der Beteiligungsquote des Konzerns an bestehenden Tochterunternehmen

Änderungen der Beteiligungsquoten des Konzerns an Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung über dieses Tochterunternehmen führen, werden als Eigenkapitaltransaktion bilanziert. Die Buchwerte der vom Konzern gehaltenen Anteile und der nicht beherrschenden Anteile werden so angepasst, dass sie die Änderungen der an den Tochterunternehmen bestehenden Anteilsquoten widerspiegeln. Jede Differenz zwischen dem Betrag, um den die nicht beherrschenden Anteile angepasst werden, und dem beizulegenden Zeitwert der gezahlten oder erhaltenen Gegenleistung wird unmittelbar im Eigenkapital erfasst und den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zugeordnet.

Im Rahmen von Transaktionen mit Anteilseignern wurden im Geschäftsjahr 2018 insgesamt Anteile in Höhe von 5.529 TEUR (Vj. 55 TEUR) von nicht beherrschenden Gesellschaftern erworben und Anteile in Höhe von 0 TEUR (Vj. 18 TEUR) verkauft, ohne dass ein Statuswechsel stattgefunden hätte.

Das Eigenkapital der Anteilseigner des Deutsche Balaton Konzerns hat sich im Rahmen von Transaktionen mit Anteilen an Tochtergesellschaften, die nicht zu einem Verlust der Kontrolle führten, in Höhe von 5.884 TEUR (Vj. - 569 TEUR) vermindert.

Angaben über Art und finanzielle Auswirkungen von Unternehmenszusammenschlüssen

Über das Tochterunternehmen Beta Systems Software AG wurde mit Vertrag vom 19. Dezember 2017 das Unternehmen LYNET Kommunikation AG mit Sitz in Lübeck erworben. Die Übernahme erfolgte zum 1. Januar 2018. Die LYNET Kommunikations AG ist ein seit 22 Jahren am Markt tätiges IT-Unternehmen mit Fokus auf Softwareentwicklung, Webagenturleistungen, IT-Beratung und providernahe Serviceleistungen.

Der Kaufpreis für 100% der Anteile betrug 2.500 TEUR und war in Zahlungsmitteln zu begleichen. Hinzu kommt eine auf Basis der aktuell vorliegenden Schätzung der Buchwerte der LYNET zum 31.12.2017 ermittelte Ausgleichszahlung von voraussichtlich rund 250 TEUR für die zum Stichtag übertragenen liquiden Mittel und das zum Stichtag übertragene Working Capital. Zeitgleich mit dem Unternehmenserwerb wurde für zukünftige Dienstleistungen der Vorstände eine Vergütung von insgesamt 250 TEUR über einen Zeitraum von vier Jahren vereinbart. Weiterhin wurde über einen Zeitraum von vier Jahren eine ergebnisabhängige nachträgliche Kaufpreiszahlung von bis zu 250 TEUR vereinbart. Weiterhin wurde eine nachträgliche Kaufpreiszahlung von bis zu 750 TEUR vereinbart, die von dem im Zeitraum vom 1.Januar 2018 bis 31.Dezember 2021 erwirtschafteten kumulierten Betriebsergebnis der LYNET abhängt. Zusätzlich sind Anschaffungsnebenkosten in Höhe von rund 35 TEUR angefallen, die im laufenden Geschäftsjahr 2018 als sonstiger betrieblicher Aufwand ausgewiesen werden.

Zum Erstkonsolidierungszeitpunkt stellt sich die finale Kaufpreisaufteilung auf Basis der erwarteten wahrscheinlichkeitsgewichteten variablen Kaufpreiskomponenten wie folgt dar:

in TEUR Buchwerte vor Kaufpreisaufteilung Anpassung durch Kaufpreisaufteilung) Buchwerte nach Kaufpreisaufteilung
Langfristiges Vermögen 1.014,8 1.763,4 2.778,2
Davon
- Geschäfts- und Firmenwerte - 267,4 267,4
- Immaterielle Vermögensgegenstände 0,7 1.052,6 1.053,3
- Sachanlagen 993,5 443,5 1.437,0
- Latente Steuererstattungsansprüche 13,5 13,5
- Weitere langfristige Vermögenswerte 7,0 - 7,0
Kurzfristiges Vermögen 844,1 - 844,1
davon
- Vorräte 18,4 - 18,4
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 289,0 - 289,0
- Sonstige 4,2 - 4,2
- Flüssige Mittel 532,5 - 532,5
Langfristige Schulden und Rückstellungen - 472,4 472,4
davon
- Sonstige langfristige Verbindlichkeiten - 472,4 472,4
Kurzfristige Schulden und Rückstellungen 191,1 - 191,1
davon
- Kurzfristige finanzielle Schulden - -
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20,0 20,0
- Übrige Verbindlichkeiten 128,5 128,5
- Rechnungsabgrenzungsposten 42,7 42,7
Nettovermögenswerte 1.667,8 1.291,0 2.958,8

Die LYNET hat im Zeitraum seit Erstkonsolidierung Umsätze in Höhe von 2.703 TEUR und einen Gewinn (EBIT) von TEUR 514 zum Konzern beigetragen.

Die Beta Systems hat mit Wirkung zum 31. Januar 2018 bzw. 1. Februar 2018 die für die Fortführung der Unternehmenstätigkeiten notwendigen Vermögensgegenstände der damaligen AUCONET GmbH und der damaligen AUCONET Technologies GmbH aus der Insolvenzmasse der vorgenannten Gesellschaften übernommen. Die Akquisition wurde durch die Konzerngesellschaft AUCONET GmbH (bis zum 9. April 2018 firmierend unter Beta GRC Consulting GmbH) durchgeführt und schließt die AUCONET Tochtergesellschaften ASDIS Solutions GmbH, Berlin, AUCONET Austria GmbH, Wien, Austria und Auconet, Inc., McLean, USA mit ein.

AUCONET entwickelt und vertreibt seit mehr als 10 Jahren Software im Bereich IT Operation Management (ITOM), die das Produktportfolio von Beta Systems im Bereich Data Center Intelligence (DCI) gut ergänzt. Das Produkt "BICS", welches bei wenig Einführungsaufwand eine umfassende Transparenz, Absicherung und Steuerung komplexer IT-Infrastrukturen gewährleistet, wurde in den zurückliegenden Jahren erfolgreich am Markt platziert.

Der Geschäftsbereich DCI wird durch den Ausbau des Eigenvertriebs der AUCONET und die Integration der Produkte in das bestehende internationale Vertriebsnetzwerk von Beta Systems wirtschaftlich und technologisch gestärkt. Darüber hinaus ermöglichen die Technologien von Beta Systems und AUCONET neue, zusätzliche Produktentwicklungen.

Der Kaufpreis für die übernommenen Vermögenswerte inkl. 100 % der Anteile an den oben genannten Tochtergesellschaften betrug 3.000 TEUR und war in Zahlungsmitteln zu begleichen. Hiervon entfielen mit Vertrag vom 31. Januar 2018 2.400 TEUR auf die Vermögenswerte der damaligen AUCONET GmbH nebst Tochtergesellschaften und der damaligen AUCONET Technologies GmbH sowie mit Vertrag vom 7. Februar 2018 600 TEUR auf die ASDIS Solutions GmbH. Nachträgliche Kaufpreiszahlungen wurden nicht vorgesehen. Zusätzlich sind im Zusammenhang mit der Anschaffung bisher Kosten in Höhe von rund 103 TEUR angefallen, die im Berichtsjahr als sonstiger betrieblicher Aufwand ausgewiesen werden. Unter Berücksichtigung der erworbenen liquiden Mittel in Höhe von 5 TEUR ergab sich in der Berichtsperiode ein Zahlungsmittelabfluss von 2.995 TEUR.

Die Erstkonsolidierung der übernommenen Tochtergesellschaften erfolgte zum 31. Januar 2018 / 1. Februar 2018.

Im Rahmen der Kaufpreisallokation gemäß IFRS 3 waren die Geschäfte der AUCONET (inkl. der beiden Tochtergesellschaften in Österreich und den USA) und der ASDIS getrennt voneinander zu bewerten. Die zu beizulegenden Zeitwerten bewerteten Vermögenswerte und Schulden wurden dabei wie folgt erfasst:

Kaufpreisallokation - beizulegende Zeitwerte
(in T€)
Geschäftsbetrieb AUCONET Geschäftsbetrieb ASDIS
Kurzfristige Vermögenswerte 182 261
Liquide Mittel 4 1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 163 143
Weitere kurzfristige Vermögenswerte 15 118
Langfristige Vermögenswerte 1.261 519
Kundenstamm 314 430
Technologie 807 88
Sachanlagen 68 0
Weitere langfristige Vermögenswerte 73 1
Kurzfristige Schulden 138 405
Kurzfristige Finanzierung 0 85
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12 62
Passive Rechnungsabgrenzung 81 65
Weitere kurzfristige Schulden 46 193
Langfristige Schulden 50 174
Latente Steuerschulden 50 174
Nettovermögenswerte 1.255 201
Kaufpreis 2.400 600
Firmenwert 1.145 399
Nettovermögenswerte inkl. Firmenwert 2.400 600

Der Firmenwert resultiert aus einer Reihe von Faktoren wie dem Mitarbeiterstamm und den Synergien im Vertriebsbereich. Der Firmenwert wurde dem Segment Beta Systems zugeordnet.

Der AUCONET Teilkonzern, bestehend aus den Konzerngesellschaften AUCONET GmbH, ASDIS Solutions GmbH, AUCONET Austria GmbH und AUCONET, Inc. wurde im Berichtszeitraum für elf Monate in den Deutsche Balaton Konzern mit einbezogen und trug mit einem Umsatz in Höhe von 1.658 TEUR zum Konzernumsatz bei (davon ASDIS: 721 TEUR). Der Beitrag zum Konzernbetriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) ist erwartungsgemäß negativ und liegt für diesen Zeitraum bei -893 TEUR (davon ASDIS: -155 TEUR), der Beitrag zum Konzernbetriebsergebnis (EBIT) bei -1.161 TEUR (davon ASDIS -265 TEUR).

Eine Betrachtung der Beiträge des AUCONET Teilkonzerns zum Konzernumsatz sowie zum EBITDA und EBIT unter der Annahme, dass die AUCONET bereits seit Beginn des Geschäftsjahres 2018 in den Beta Systems Konzern einbezogen worden wäre, ist aufgrund der Übernahme aus einer Insolvenzsituation nicht zielführend. Die Erlöse und Aufwendungen der ehemaligen AUCONET Gruppe in den Monaten vor der Akquisition können aufgrund der Insolvenz als nicht repräsentativ zur Beurteilung der tatsächlichen operativen Leistungsfähigkeit der AUCONET angesehen werden.

Die Beta Systems Software AG hat am 31. Oktober 2018 einen Vertrag über den vollständigen Erwerb der Categis GmbH mit Sitz in Bad Brückenau geschlossen. Die Übernahme erfolgte mit Wirkung zum 8. Oktober 2018. Die Categis GmbH hält ihrerseits 99,99 % der Gesellschaftsanteile an der Categis Software Private Ltd. mit Sitz in Bangalore, Indien.

Die Categis GmbH ist ein seit 2012 tätiges IT-Unternehmen mit Fokus auf Auftragsentwicklung am Offshore-Standort Indien für mittelständische Unternehmen in der Region DACH und betreibt über ihre Tochtergesellschaft zum Zeitpunkt der Übernahme zwei Standorte (Bangalore und Hyderabad) in Indien. Die Categis GmbH fokussiert zum einen auf mittelständische Unternehmen, die kosteneffizient Arbeitsprozesse jenseits von Standardsoftware digitalisieren möchten, zum anderen sind Unternehmen im Fokus, die angesichts des zunehmenden IT-Fachkräftemangels eine Near-/ Offshoring-Strategie verfolgen. Eine Zielsetzung des Erwerbs ist vor allem der strategische Zugriff auf Entwicklerressourcen am Offshoring-Standort Indien, um den herausfordernden IT-Fachkräftemangel am Standort Deutschland begegnen zu können. Demgegenüber ist der Ergebnisbeitrag der Categis GmbH aus Sicht des Deutsche Balaton Konzerns unwesentlich und aufgrund der Schwankungen im Projektgeschäft mit Unsicherheiten behaftet.

Die Erstkonsolidierung erfolgte zum 31. Oktober 2018 mit der Folge, dass das Ergebnis der Categis ab dem 1. November 2018 in das Konzernergebnis der Deutsche Balaton einbezogen wird. Der Kaufpreis für 100 % der Anteile betrug 1,00 Euro und war in Zahlungsmitteln zu begleichen. Zusätzlich wurde eine nachträgliche Kaufpreiszahlung von 125 TEUR vereinbart, die von dem Fortbestand der Categis im Zeitraum bis zum 1. Januar 2020 abhängt. Aufwendungen im Zusammenhang mit der Akquisition sind in Höhe von rund 5 TEUR angefallen und werden im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen.

Auf Basis der vorläufigen Zahlen ergeben sich ein übernommenes Nettovermögen von rund 27 TEUR sowie ein Firmenwert von rund 78 TEUR. Die vorläufige Kaufpreisallokation gemäß IFRS 3 stellt sich wie folgt dar:

Eröffnungsbilanz
(in T€)
beilzulegender Zeitwert
Kurzfristige Vermögenswerte 126
Liquide Mittel 63
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17
Weitere kurzfristige Vermögenswerte 46
Langfristige Vermögenswerte 19
Kurzfristige Schulden 62
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 21
Weitere kurzfristige Schulden 41
Langfristige Schulden 56
Nettovermögenswerte 27
Kaufpreis 105
Firmenwert 78
Nettovermögenswerte inkl. Firmenwert 105

Der Firmenwert resultiert dabei insbesondere aus dem Mitarbeiterstamm sowie dem grundsätzlichen strategischen Zugriff auf Entwicklerressourcen am Offshoring-Standort Indien.

Mit sukzessiven Zukäufen im Dezember 2018 hat die Deutsche Balaton zum 28. Dezember 2018 50 % der Anteile an der SPARTA AG erworben. Die Erstkonsolidierung erfolgte zum 31. Dezember 2018. Der Kaufpreis für die Anteile betrug 4.806 TEUR. Der Fair Value des vor Kontrollerlangung gehaltenen Anteils an der SPARTA AG betrug 42.220 TEUR. Aus der Neubewertung hat sich ein Aufwand in Höhe von 6.149 TEUR ergeben.

Die Gesellschaft ist eine Beteiligungsgesellschaft mit Sitz in Hamburg und hält neben zwei Tochtergesellschaften ausschließlich börsennotierte Finanzanlagen und Nachbesserungsrechte. Aufgrund der Geschäftstätigkeit ergeben sich für die Kaufpreisallokation keine Stillen Reserven und Lasten.

Es wurden die folgenden Buchwerte für Vermögensgegenstände und Schulden übernommen:

in TEUR Buchwerte vor Kaufpreisaufteilung Anpassung durch Kaufpreisaufteilung Buchwerte nach Kaufpreisaufteilung
Langfristiges Vermögen 97.844,5 7.021,3 104.865,8
davon
- Geschäfts- und Firmenwerte 7.021,3 7.021,3
- Sachanlagen 15,0 15,0
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.692,0 2.692,0
Andere lgfr. Finanzanlagen und finanzielle Vermögenswerte 94.876,9 94.876,9
Latente Steueransprüche 260,6 260,6
Kurzfristiges Vermögen 5.307,9 - 5.307,9
davon
- Andere kfr. Finanzanlagen und finanzielle Vermögenswerte 4.288,8 4.288,8
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7,1 7,1
- Sonstige 692,7 692,7
- Flüssige Mittel 319,3 319,3
Langfristige Schulden und Rückstellungen -0 - -0
Kurzfristige Schulden und Rückstellungen -23.173,03 - -23.173,0
davon
- Kurzfristige finanzielle Schulden -22.800,6 -22.800,6
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -4,6 -4,6
- Übrige Verbindlichkeiten -367,8 -367,8
Nettovermögenswerte 126.300,3 7.021,3 133.321,7

Mit Vertrag vom 12. Dezember 2018 wurde die Vereinbarung über den Anteilskauf über 82,842 % der Anteile an der Europin s.r.o, Trenčianske Stankovce, Slowakei durch die Gesellschaft Monteca s.r.o. getroffen. Der Übergang der Gesellschaftsanteile erfolgte mit Closing zum 31. Januar.2019. Die Europin ist ein hochspezialisiertes Produktionsunternehmen, das Komponenten (Nadeln und Penletts) zur Blutzuckermessung und Diabetesbehandlung fertigt.

Der Kaufpreis für 100 % der Anteile betrug 13.283 TEUR. In Zusammenhang mit der Anschaffung sind im Berichtsjahr 2018 Kosten in Höhe von 140 TEUR angefallen, die im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen werden. Die nicht beherrschenden Anteile werden gem. ihrem Anteil am Eigenkapital mit 3,9 Mio. EUR angesetzt. Zum Erstkonsolidierungszeitpunkt, der auf den 31. Januar 2019 abgebildet wird, stellt sich die vorläufige Kaufpreisaufteilung wie folgt dar:

in TEUR Buchwerte vor Kaufpreisaufteilung Anpassung durch Kaufpreisaufteilung Buchwerte nach Kaufpreisaufteilung
Langfristiges Vermögen 3.436,6 8.978,4 12.415,3
davon
- Geschäfts- und Firmenwerte - 597,6 597,6
- Immaterielle Vermögensgegenstände 16,6 8.119,2 8.135,8
- Sachanlagen 3.420,1 261,6 3.681,6
Latente Steueransprüche - -
Kurzfristiges Vermögen 3.479,0 - 3.479,0
davon
- Vorräte 1.467,1 1.467,1
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.663,9 1.663,9
- Sonstige 173,9 173,9
- Flüssige Mittel 165,6 165,6
- Rechnungsabgrenzungsposten 8,4 8,4
Langfristige Schulden und Rückstellungen 168,5 1.760,0 1.928,4
davon
- Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 29,3 29,3
- Rückstellungen 133,5 133,5
Latente Steuerschulden 5,6 1.760,0 1.765,6
Kurzfristige Schulden und Rückstellungen 910,8 - 910,8
davon
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 505,0 505,0
- Übrige Verbindlichkeiten 358,2 358,2
- Rechnungsabgrenzungsposten 47,5 47,5
Nettovermögenswerte 5.836,4 7.218,4 13.054,8

5. Konsolidierungsgrundsätze und -methoden

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse der Muttergesellschaft und der Tochtergesellschaften werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Der Abschlussstichtag der meisten Konzernunternehmen ist der 31. Dezember 2018. Für die anderen Konzernunternehmen wurden jeweils Zwischenabschlüsse erstellt.

Bei den nach der Equity-Methode bilanzierten Gesellschaften werden die wesentlichen Bewertungsabweichungen, die bekannt sind, angepasst. Die Periodenergebnisse der nach der Equity-Methode einbezogenen Beteiligungen wurden, sofern vollständige Abschlüsse der Gesellschaften nicht vorlagen, auf Grundlage der zur Verfügung stehenden vorläufigen bzw. der zuletzt veröffentlichten Finanzdaten der Gesellschaften einbezogen.

Die Abschlüsse ausländischer Tochtergesellschaften werden von der funktionalen Währung in die Berichtswährung umgerechnet und entsprechend einbezogen. Die Umrechnung gemäß IAS 21 erfolgt bei Vermögen und Schulden zu Stichtagskursen und bei Aufwendungen und Erträgen zu Jahresdurchschnittskursen. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen der Erstkonsolidierung umgerechnet. Sich hieraus ergebende Währungsdifferenzen werden ergebnisneutral gesondert im Eigenkapital ausgewiesen.

Konzerninterne Erträge und Aufwendungen, Forderungen und Schulden, Zwischengewinne und Dividendenausschüttungen werden eliminiert.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß den Regelungen des IFRS 3 nach der Erwerbsmethode.

6. Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Gegenüber den zum 31. Dezember 2017 im IFRS-Konzernabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ergeben sich keine Unterschiede mit Ausnahme der neuen, verpflichtend anzuwendenden Standards.

Basis für die Bewertung der Vermögenswerte sind grundsätzlich die historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Der beizulegende Zeitwert wird angesetzt für:

Den Großteil der Finanzinstrumente in der Bilanzposition "andere langfristige Finanzanlagen und finanzielle Vermögenswerte"

Den Großteil der Finanzinstrumente in der Bilanzposition "andere kurzfristige Finanzanlagen und finanzielle Vermögenswerte"

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

Der beizulegende Zeitwert stellt eine Stichtagsbetrachtung bezogen auf den Bilanzstichtag dar. Der Kurswert der Beteiligungen unterliegt den bei Wertpapieren üblichen Kursschwankungen und Kursrisiken. Aufgrund bestimmter Marktumstände, wie zum Beispiel ein geringes Handelsvolumen, besteht das Risiko, dass im Veräußerungsfall für die Beteiligung nicht der unter Annahme des angegebenen Stichtagskurses errechnete Beteiligungswert erzielt werden kann.

Ertrags- und Umsatzrealisierung

Erträge werden generell nach dem prinzipienbasierten fünfstufigen Modell gem. IFRS 15 realisiert.

Zu einer Erfassung von Umsatzerlösen kommt es nur, wenn es eine formfreie vertragliche Grundlage mit wirtschaftlicher Substanz gibt, welche die Rechte und Pflichten der Vertragsparteien regelt und der Erhalt der wirtschaftlichen Gegenleistung wahrscheinlich ist.

In den Umsatzerlösen werden die den Kunden berechneten Entgelte für Lieferungen und Leistungen - vermindert um Erlösschmälerungen, Konventionalstrafen und Skonti - ausgewiesen.

Bei Verträgen mit signifikanter Finanzierungskomponente wird der Umsatz in Höhe des beizulegenden Zeitwerts der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen realisiert.

Käufe und Verkäufe zu marktüblichen Konditionen werden am Handelstag, das heißt an dem Tag, an dem das Verpflichtungsgeschäft entsteht, bilanziert. Eine Bilanzierung der Rechtsgeschäfte erst zum Erfüllungstag erfolgt nicht.

Ertrags- und Umsatzrealisierung aus dem Verkauf von Gütern

Der Konzern erzielt Umsatzerlöse aus Verkäufen von Gütern an Industriekunden. Die Umsätze aus Warenverkäufen werden entsprechend der Kriterien des IFRS 15 mit dem Übertrag der Verfügungsgewalt an diesen Gütern realisiert. Unter Verfügungsgewalt über einen Vermögenswert ist die Fähigkeit zu verstehen, seine Nutzung zu bestimmen und im Wesentlichen den verbleibenden Nutzen aus ihm zu ziehen. Im Rahmen des Verkaufs von Gütern ist dies regelmäßig der Zeitpunkt, wenn die Lieferung erfolgt ist und die Gefahr auf den Kunden übergegangen ist. Vor Lieferung werden Umsatzerlöse erfasst, wenn das Produkt auf Verlangen des Kunden noch nicht ausgeliefert wird, dieser die Rechnungsstellung akzeptiert, die Lieferung wahrscheinlich ist, die gewöhnlichen Zahlungsbedingungen Anwendung finden sowie das rechtliche Eigentum auf den Kunden übergeht.

Ertrags- und Umsatzrealisierung aus Lizenz- und Wartungsverträgen im Softwarebereich

Der überwiegende Teil der Verträge im Softwarebereich umfasst die Leistungsverpflichtungen Lizenz und Wartung (z.B. Lizenzkauf mit Abschluss eines Wartungsvertrags), die getrennt voneinander bilanziert werden.

Die Lizenzumsätze setzen sich aus Umsätzen für neue Softwarelizenzen sowie qualitativen und quantitativen Upgrades zusammen. Sie werden, unabhängig davon ob es sich um eine Miet- oder Kauflizenz handelt, realisiert, wenn eine entsprechende vertragliche Vereinbarung vorliegt, die Lieferung durch Bereitstellung der Software und - sofern erforderlich - des Zugriffsschlüssels erfolgt, keine Leistungsverpflichtung gegenüber dem Kunden mehr besteht, die Gegenleistung des Kunden festgesetzt oder feststellbar und der Zahlungseingang wahrscheinlich ist.

Bei einem Vertrag mit mehreren Elementen werden die Umsatzerlöse den Leistungsverpflichtungen auf der Grundlage des beizulegenden Zeitwertes zugeteilt. In Übereinstimmung mit IFRS 15.77 werden die relativen Listenpreise zur Aufteilung der gesamten Gegenleistung herangezogen.

Wartungsumsätze werden zeitanteilig über den Zeitraum der Leistungserbringung ertragswirksam erfasst. Die Wartungsleistungen umfassen dabei standardmäßig die Bereitstellung einer Support-Hotline für die Kunden, im Bedarfsfall Fehleranalyse und -behebung und die Bereitstellung aktueller Updates und Releases.

Weitere Serviceumsätze bestehen aus Consulting-, Installations- und Schulungsleistungen und werden auf Basis vertraglich geregelter Preise zum Zeitpunkt der Erbringung der Leistungen realisiert.

Bei Verträgen mit mehrjähriger Laufzeit (i.d.R. 3-5 Jahre) kommt es regelmäßig zu einem zeitlichen Auseinanderfallen von (sofortiger) Umsatzrealisierung und (ratierlichem jährlichem) Zahlungseingang. Zu Vertragsbeginn besteht daher ein Überhang der Umsatzerlöse gegenüber den Zahlungseingängen. Dieser wird als Forderung aktiviert, da der Anspruch auf die Gegenleistung keinerlei Bedingungen unterliegt und die Fälligkeit automatisch durch Zeitablauf eintritt. Die Forderungen aus Lieferung und Leistung werden über die Vertragslaufzeit hinweg sukzessive abgebaut. Wartungsleistungen werden in der Regel jährlich vorschüssig, d.h. zu Beginn der Wartungsperiode in Rechnung gestellt, während die Wartungserlöse zeitanteilig über die gesamte Wartungsperiode hinweg realisiert werden. Dies führt somit zu Beginn der jährlichen Wartungsperiode regelmäßig zu einem Überhang der erhaltenen Zahlungen gegenüber den Wartungserlösen und somit zu einem Ausweis von Vertragsverbindlichkeiten. Diese werden über die Wartungsperiode hinweg kontinuierlich abgebaut.

Kosten, die in Zusammenhang mit der Vertragsanbahnung entstehen, wie insbesondere Vertriebsprovisionen, werden als Vermögenswert aktiviert.

Ertrags- und Umsatzrealisierung bei Nutzungsentgelten und anderen Dienstleistungen

Zeitabhängige Vergütungen wie Mieterträge werden über den Zeitraum der Leistungserbringung anteilig vereinnahmt.

Erlöse für Transportdienstleistungen werden taggleich auf Basis der vereinbarten Charterraten realisiert. Eine Abgrenzung für nicht beendete Schiffsreisen erfolgt daher nicht.

Fertigungsaufträge (zeitraumbezogene Umsatzrealisierung)

Der Gegenstand von Fertigungsaufträgen ist die auf die spezielle Anforderung von Kunden abgestimmte - und über unterschiedliche Rechnungsperioden dauernde - Herstellung von individuellen (Projekt-)Lösungen. Nach IFRS 15 sind Umsätze aus Fertigungsaufträgen und entsprechende Gewinne, soweit die Voraussetzungen gem. IFRS 15.35 hierfür erfüllt sind, zeitraumbezogen zu realisieren. Während des Herstellungsprozesses werden die Herstellungskosten auf Basis des Fertigstellungsgrades zuzüglich Marge als Forderung aus Fertigungsauftrag angesetzt. Der Fertigstellungsgrad wird entsprechend dem Stand der Leistungserstellung als Verhältnis zwischen dem im Geschäftsjahr angefallenen Aufwand und dem insgesamt zu erwartenden Gesamtaufwand ermittelt (Inputbasierte-Methode). Der Bilanzansatz ergibt sich somit aus den von den Kunden zu vereinnahmenden erwarteten Bruttowerten für die bis zum Abschlussstichtag geleisteten Fertigungsarbeiten abzüglich bereits erhaltener Teilzahlungen und realisierter Verluste. Wenn die vom Kunden erhaltenen Vorauszahlungen den ausgewiesenen Erlös des jeweiligen Fertigungsauftrags übersteigen, wird die Nettodifferenz in der Bilanz unter dem Posten "Fertigungsaufträge" ausgewiesen.

Bewertungsergebnis aus anderen Finanzanlagen und finanziellen Vermögenswerten

Das Bewertungsergebnis aus anderen Finanzanlagen und finanziellen Vermögenswerten umfasst die Zu- bzw. Abnahme der beizulegenden Zeitwerte von kurz- und langfristigen Finanzinstrumenten. Weiterhin werden Dividendenerträge unter diesem Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Diese werden im Jahr der Beschlussfassung der Hauptversammlung ergebniswirksam erfasst.

Finanzerträge und Finanzierungsaufwendungen

Die Finanzerträge umfassen Erträge aus der Aufzinsung von Forderungen aus Lieferungen und Leistung sowie Zinserträge von kurzfristigen und langfristigen Forderungen. Die Zinserträge werden zeitanteilig ergebniswirksam erfasst.

Die Finanzierungsaufwendungen umfassen insbesondere Zinsaufwendungen für kurzfristige und langfristige Schulden gegenüber Kreditinstituten und sonstigen Fremdkapitalgebern. Alle Fremdkapitalzinsen werden in der Rechnungsperiode ihres Anfallens als Aufwand erfasst. In geringem Umfang beinhaltet der Posten auch den Zinsaufwand für Pensionsverpflichtungen.

Laufende Ertragsteuern

Die laufenden Ertragsteuern ergeben sich aus dem Betrag der geschuldeten bzw. erstattungsfähigen Ertragsteuern, aus dem für die einzelnen Gesellschaften zu versteuernden Einkommen bzw. dem steuerlichen Verlust der laufenden und früheren Berichtsperioden. Sie sind unter Anwendung der zum Abschlussstichtag gültigen Steuervorschriften und -sätze mit dem Betrag bewertet, der als Steuerzahlung oder Steuerrückerstattung zu erwarten ist. Da der Ausgleich auf Nettobasis vorzunehmen ist, wurden tatsächliche Steuerschulden und tatsächliche Steuererstattungsansprüche gegenüber derselben Finanzbehörde saldiert.

Die "Schiffsgesellschaften" haben jeweils als Reederei für die Besteuerung nach der Tonnage optiert. Bei der Tonnagebesteuerung wird die Steuerschuld nicht nach den tatsächlich erwirtschafteten Gewinnen, sondern nach der Nettotonnage und den Betriebstagen des Schiffes des Unternehmens berechnet.

Latente Steuern

Nach IFRS sind latente Steuern auf temporäre Differenzen zwischen dem Steuerbilanzwert und dem IFRS-Bilanzwert eines Vermögenswerts oder einer Schuld anzusetzen (bilanzorientierter Ansatz). Als temporäre Differenzen werden nach IFRS alle Differenzen eingeordnet, die nicht permanent sind. Nach IFRS besteht bei Vorliegen der Ansatzkriterien sowohl für aktive als auch für passive latente Steuern eine Ansatzpflicht.

Darüber hinaus sind nach IFRS zu erwartende Steuerminderungen aus Verlustvorträgen zu aktivieren, wenn in absehbarer Zukunft wahrscheinlich in ausreichendem Umfang zu versteuerndes Einkommen erzielt wird, womit die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge verrechnet werden können. Für die Bewertung wird der im Nutzungszeitpunkt voraussichtlich gültige Steuersatz herangezogen.

Änderungen von latenten Steuern werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst, soweit die ihnen zugrunde liegenden Sachverhalte auch erfolgswirksam behandelt und nicht erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet werden.

Für die Bewertung der latenten Steuern ist, wie im Vorjahr für steuerliche Sachverhalte in Deutschland, im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 nach IAS 12 ein zusammengefasster Gesamtsteuersatz von 29,83 % zugrunde gelegt worden, welcher sich aus einem Körperschaftsteuersatz von 15,0 %, einem Solidaritätszuschlag in Höhe von 0,83 Prozentpunkten und einer durchschnittlichen Gewerbesteuer von 14,0 Prozentpunkten errechnet. Im Ausland, insbesondere in der Schweiz, Großbritannien, Österreich, den USA und Kanada, wird jeweils der lokal anzuwendende Steuersatz zugrunde gelegt.

Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird durch Division des den Stammaktionären des Mutterunternehmens zurechenbaren Ergebnisses mit dem gewichteten Durchschnitt der Anzahl der sich während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Aktien ermittelt.

Das verwässerte Ergebnis je Aktie wird aus dem den bisherigen und den möglichen neuen Stammaktionären zustehenden Ergebnis, dividiert durch den gewichteten Durchschnitt der Anzahl der sich während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Aktien unter Berücksichtigung der Effekte aller verwässernden potenziellen Aktien berechnet.

Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung von linearen, planmäßigen Abschreibungen über die Nutzungsdauer bewertet. Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden zu Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen alle dem Herstellungsprozess direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Immaterielle Vermögenswerte werden im Falle einer Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben. Die Nutzungsdauer bei den immateriellen Anlagewerten beträgt üblicherweise zwischen drei und zehn Jahren. Die Nutzung ist zeitlich begrenzt. Die Abschreibungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten "Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen" ausgewiesen.

Selbsterstellte immaterielle Wirtschaftsgüter

Die Forschungs- und Entwicklungskosten der Gesellschaft betreffen Kosten der Gesellschaft für die Softwareentwicklung und für die Weiterentwicklung von Produkten und Lösungen. Eine Aktivierung von Entwicklungsaufwendungen ist nur möglich, wenn sich die der Entwicklung des immateriellen Vermögenswerts zurechenbaren Aufwendungen zuverlässig bestimmen lassen sowie bei Vorliegen weiterer Voraussetzungen gemäß IAS 38.57. Zudem ist die Möglichkeit einer genauen Abgrenzung der Entwicklung zu den nicht aktivierbaren Forschungskosten notwendig. Entwicklungskosten, für die eine klare Abgrenzung zur Forschung nicht möglich ist, werden in der Periode ihres Anfallens wie nicht aktivierungsfähige Forschungskosten erfolgswirksam erfasst. Für sämtliche Vermögenswerte, die aktiviert wurden, wurden die Voraussetzungen für die Aktivierung geprüft und sind erfüllt.

Firmenwerte

Die Firmenwertbilanzierung erfolgt nach dem so genannten "impairment-only-approach", der als einzig mögliche Firmenwertbehandlung zugelassen ist. Der Firmenwert ist somit nicht regulär abzuschreiben, sondern mindestens einmal pro Jahr einem Wertminderungstest (Impairmenttest) nach IAS 36 zu unterziehen.

Ein Firmenwert entsteht bei einem Unternehmenszusammenschluss und stellt den positiven Saldo der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über den von der Gesellschaft angesetzten Anteil an den beizulegenden Nettozeitwerten der identifizierten Vermögenswerte und Schulden des Verkäufers dar. Etwaige Abschreibungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten "Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen" ausgewiesen.

Für den Wertminderungstest (Impairmenttest) werden die Firmenwerte den betreffenden zahlungsmittelgenerierenden CGU's (Cash Generating Units) zugeordnet. Die zum Bewertungsstichtag erzielbaren Beträge der CGUs entsprechen dem höheren der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten und dem jeweiligen Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit.

Sofern entsprechende Marktdaten zur Verfügung stehen, erfolgt die Ermittlung des erzielbaren Betrags der CGU als Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Für andere CGUs erfolgt die Ermittlung des Nutzungswerts mittels anerkannter Discounted-Cashflow-Methoden. Dabei ergeben sich die Nutzungswerte der CGU aus den zukünftig zu erwartenden Cashflows aus der jüngsten Managementplanung, die mit langfristigen Umsatzwachstumsraten sowie Annahmen über die Margenentwicklung fortgeschrieben und mit den Kapitalkosten der Unternehmenseinheit abgezinst werden. Neben den Annahmen über die Entwicklung in den Branchen, in denen die CGUs tätig sind, wurden auch die makroökonomischen Rahmenbedingungen berücksichtigt. Bei der Bestimmung der Diskontierungsfaktoren werden Kapitalkosten einer Gruppe von vergleichbaren Unternehmen herangezogen.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Unter dem Posten "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" sind fremd vermietete und in der Bundesrepublik Deutschland sowie in Ruanda gelegene Immobilien ausgewiesen.

Nach IFRS besteht ein Wahlrecht, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien entweder zum Fair Value oder zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewerten. Die Gesellschaft hat sich entschlossen, das Anschaffungskostenmodell nach IAS 40.56 anzuwenden. Die Bewertung der Immobilien erfolgt somit zu fortgeführten Anschaffungskosten, die bei Bedarf außerplanmäßig abgeschrieben werden. Die planmäßigen Abschreibungen werden für Immobilien in der Bundesrepublik Deutschland linear über eine Nutzungsdauer von 40 bis 50 Jahren berechnet. Die planmäßigen Abschreibungen für das Fabrikgebäude in Ruanda werden linear über eine Nutzungsdauer von 20 Jahren berechnet. Die Abschreibungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten "Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen" ausgewiesen.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von linearen, planmäßigen Abschreibungen über die voraussichtliche Nutzungsdauer bewertet. Bei Sachanlagen reicht die Nutzungsdauer grundsätzlich von 3 bis 13 Jahren, bei Schiffen wird von einer Nutzungsdauer von 25 Jahren ausgegangen. Bei Gebäuden beträgt die Nutzungsdauer 10 bis 50 Jahre. Die Nutzung ist zeitlich begrenzt. Zugänge werden zeitanteilig ab dem Monat der Anschaffung abgeschrieben. Die Abschreibungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten "Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen" ausgewiesen.

Darüber hinaus werden Sachanlagen auf Wertminderungsbedarf geprüft, wenn entsprechende Ereignisse beziehungsweise Änderungen der Umstände anzeigen, dass der Buchwert nicht mehr erzielbar ist. Ein Wertminderungsverlust wird in Höhe des den erzielbaren Betrag übersteigenden Buchwerts erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere aus dem Zeitwert (abzüglich Veräußerungskosten) und dem Nutzungswert.

Die Klassekosten bei Schiffen werden als separate Komponente über einen Zeitraum von zwei bis fünf Jahren abgeschrieben.

Sowohl die wirtschaftliche Nutzungsdauer als auch angenommene Restwerte werden einmal jährlich im Rahmen der Abschlusserstellung überprüft.

Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen werden aus der Gegenüberstellung der Einzahlung und dem Buchwert der Anlage ermittelt und jeweils im Posten "Sonstige betriebliche Erträge" oder "Sonstige betriebliche Aufwendungen" in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Biologische Vermögenswerte

Biologische Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert abzüglich der geschätzten Verkaufskosten bewertet, wobei etwaige diesbezügliche Änderungen jeweils im Posten "Sonstige betriebliche Erträge" oder "Sonstige betriebliche Aufwendungen" in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden.

Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen

Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf das der Konzern maßgeblichen Einfluss hat. Maßgeblicher Einfluss ist die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen des Unternehmens, an dem die Beteiligung gehalten wird, mitzuwirken. Dabei liegt weder Beherrschung noch gemeinschaftliche Führung der Entscheidungsprozesse vor.

Ein Gemeinschaftsunternehmen ist eine gemeinsame Vereinbarung, bei der die Parteien, die gemeinsam Beherrschung ausüben, Rechte am Nettovermögen der Vereinbarung haben. Gemeinschaftliche Führung ist die vertraglich vereinbarte, gemeinsam ausgeübte Führung einer Vereinbarung. Diese ist nur dann gegeben, wenn Entscheidungen über die maßgeblichen Tätigkeiten die einstimmige Zustimmung der an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Parteien erfordern.

Die Ergebnisse, Vermögenswerte und Schulden von assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen sind in diesem Abschluss unter Verwendung der Equity-Methode einbezogen, außer wenn die Anteile als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert werden. In diesem Fall werden nach Maßgabe von IFRS 5 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche bilanziert.

Nach der Equity-Methode sind Anteile an assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen mit ihren Anschaffungskosten in die Konzernbilanz aufzunehmen, die um Veränderungen des Anteils des Konzerns am Gewinn oder Verlust und am sonstigen Ergebnis des assoziierten Unternehmens oder Gemeinschaftsunternehmens nach dem Erwerbszeitpunkt angepasst werden. Verluste eines assoziierten Unternehmens oder eines Gemeinschaftsunternehmens, die den Anteil des Konzerns an diesem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmens übersteigen, werden nicht erfasst. Eine Erfassung erfolgt lediglich dann, wenn der Konzern rechtliche oder faktische Verpflichtungen zur Verlustübernahme eingegangen ist bzw. Zahlungen anstelle des assoziierten Unternehmens oder Gemeinschaftsunternehmens leistet.

Eine Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen oder einem Gemeinschaftsunternehmen wird ab dem Zeitpunkt, zu dem die Voraussetzungen für ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen vorliegen, nach der Equity-Methode bilanziert. Jeglicher Überschuss der Anschaffungskosten des Anteilserwerbs über den erworbenen Anteil an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden wird als Geschäfts- oder Firmenwert erfasst. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist Bestandteil des Buchwerts der Beteiligung und wird nicht separat auf das Vorliegen einer Wertminderung geprüft.

Jeglicher Überschuss des Konzernanteils der beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden über die Anschaffungskosten des erworbenen Anteils (negativer Unterschiedsbetrag) wird nach erneuter Beurteilung sofort als Gewinn erfasst.

Um zu ermitteln, ob Indikatoren dafür vorliegen, dass die Anteile an assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen in ihrem Wert gemindert sind, werden die Vorschriften des IAS 39 herangezogen. Sofern ein Wertminderungstest vorzunehmen ist, wird der Beteiligungsbuchwert (inklusive Geschäfts- oder Firmenwert) nach den Vorschriften des IAS 36 auf Werthaltigkeit getestet. Dazu wird der erzielbare Betrag der Beteiligung, d. h. der höhere Betrag aus Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten, mit ihrem Beteiligungsbuchwert verglichen. Der ermittelte Wertminderungsbedarf wird gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Eine Aufteilung des Wertminderungsaufwands auf die im Buchwert des Anteils enthaltenen Vermögenswerte einschließlich Geschäfts- oder Firmenwert wird nicht vorgenommen. Sofern der erzielbare Betrag in den Folgejahren wieder ansteigt, wird in Übereinstimmung mit IAS 36 eine Wertaufholung vorgenommen.

Der Konzern beendet die Anwendung der Equity-Methode ab dem Zeitpunkt, an dem seine Beteiligung kein assoziiertes Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen mehr darstellt oder die Beteiligung nach IFRS 5 als zur Veräußerung gehalten zu klassifizieren ist. Behält der Konzern einen Anteil am ehemaligen assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen zurück und stellt dieser Anteil einen finanziellen Vermögenswert im Sinne des IAS 39 dar, so wird er zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung mit seinem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Differenz zwischen dem vorherigen Buchwert des assoziierten Unternehmens oder Gemeinschaftsunternehmens zum Zeitpunkt der Beendigung der Equity-Methode und dem beizulegenden Zeitwert eines zurückbehaltenen Anteils und jeglichen Erlösen aus dem Abgang eines Teils der Anteile an dem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen ist bei der Bestimmung des Veräußerungsgewinns/-verlusts zu berücksichtigen. Zusätzlich bilanziert der Konzern alle bezüglich dieses assoziierten Unternehmens oder Gemeinschaftsunternehmens bislang im sonstigen Ergebnis erfassten Beträge so, wie es verlangt würde, wenn das assoziierte Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen direkt die Vermögenswerte oder Schulden verkauft hätte. Demzufolge ist bei Beendigung der Equity-Methode ein Gewinn oder Verlust, der vom assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen bislang im sonstigen Ergebnis erfasst und bei Verkauf der Vermögenswerte oder Schulden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert würde, vom Konzern aus dem Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern.

Wird die Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen zu einer Beteiligung an einem Gemeinschaftsunternehmen oder umgekehrt, wendet der Konzern die Equity-Methode weiter an und nimmt keine Neubewertung zum beizulegenden Zeitwert aufgrund der Änderungen der Art der Beteiligung vor.

Sofern sich die Beteiligungsquote des Konzerns an einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen ändert, aber der Konzern weiterhin die Equity-Methode anwendet, wird der Teil des zuvor im sonstigen Ergebnis erfassten Gewinns oder Verlusts, der auf die Verringerung der Beteiligungsquote entfällt, aufwands- oder ertragswirksam umgegliedert, falls dieser Gewinn oder Verlust bei der Veräußerung der dazugehörigen Vermögenswerte und Schulden aufwands- oder ertragswirksam umgegliedert werden müsste.

Geht ein Konzernunternehmen Geschäftsbeziehungen mit einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen des Konzerns ein, werden Gewinne und Verluste im Umfang des Konzernanteils an dem entsprechenden assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen eliminiert.

Andere Finanzanlagen und finanzielle Vermögenswerte

Für alle finanziellen Vermögenswerte wird innerhalb des Deutsche Balaton Konzerns ein Geschäftsmodell- sowie bei entsprechender Notwendigkeit ein Zahlungsstromtest durchgeführt. Im Rahmen des Geschäftsmodelltests wird beurteilt, mit welcher Absicht ein finanzieller Vermögenswert gehalten wird. Werden finanzielle Vermögenswerte oder Portfolien finanzieller Vermögenswerte anhand ihrer beizulegenden Zeitwerte gesteuert, so werden diese der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" zugeordnet. Ist beabsichtigt, aus einem finanziellen Vermögenswert die vertraglichen Zahlungsströme zu generieren, so wird dieser zusätzlich dem Zahlungsstromtest unterzogen. Hierbei wird überprüft, ob die Zahlungsströme ausschließlich aus Zins- und Tilgungsleistungen bestehen. Ist dies der Fall, so wird der finanzielle Vermögenswert der Kategorie "Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" zugeordnet.

Finanzinstrumente, die aufgrund des Geschäftsmodell- und Zahlungsstromtests zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, sind der Bewertungskategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" zugeordnet. Sie sind in der Bilanzposition "andere kurz- und langfristige Finanzanlagen und finanzielle Vermögenswerte" enthalten.

Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden in der Periode, in der sie entstehen, erfolgswirksam erfasst.

Sonstige langfristige Forderungen

Der Posten "Sonstige langfristige Vermögenswerte" umfasst im Wesentlichen Rückdeckungsansprüche aus Pensionsverpflichtungen sowie aktive Vertragsposten gemäß IFRS 15. Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung eines Verbrauchsfolgeverfahrens, wie der Durchschnittsmethode oder dem niedrigeren Nettoveräußerungswert, bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die direkten Einzelkosten von Material und Fertigung sowie die zurechenbaren Gemeinkosten. Finanzierungskosten sind nicht enthalten. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte erzielbare Verkaufserlös des Endprodukts abzüglich der Kosten für die Fertigstellung und den Vertrieb. In der Ermittlung des Nettoveräußerungswerts sind Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer, den Überbeständen und ungängiger sowie beschädigter Ware des Vorratsvermögens ergeben, durch entsprechende Wertminderungskorrekturen berücksichtigt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen für erwartete uneinbringliche Beträge bilanziert. Die Buchwerte dieser innerhalb der nächsten zwölf Monate zur Zahlung fällig werdenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen aufgrund ihrer kurzen Laufzeit annähernd ihren beizulegenden Zeitwerten. Um der Bewertung von Forderungen aus Verträgen mit signifikanter Finanzierungskomponente Rechnung zu tragen, werden diese Forderungen bei der erstmaligen Erfassung mit dem Barwert der künftig erwarteten Zahlungsflüsse angesetzt.

Der Buchwert des Vermögenswerts wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert und der Wertminderungsverlust erfolgswirksam erfasst. Wertminderungen werden gemäß IFRS 9 nach dem vereinfachten Verfahren in Höhe des erwarteten Verlustes über die Gesamtlaufzeit erfasst. Dieser wird anhand historischer Erfahrungswerte und aktueller Daten bezüglich Überfälligkeiten ermittelt. Forderungen werden einschließlich der damit verbundenen Wertberichtigung ausgebucht, wenn sie als uneinbringlich eingestuft werden und sämtliche Sicherheiten in Anspruch genommen und verwertet wurden.

Sonstige Vermögenswerte

Die sonstigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen übrige, nicht finanzielle Vermögenswerte der Gesellschaft sowie aktive Rechnungsabgrenzungen. In Übereinstimmung mit den Vorschriften des periodengerechten Ausweises von Aufwendungen enthält dieser Posten bereits entrichtete Beträge, bei denen der Nutzenzufluss erst in späteren Perioden erfolgen wird.

Die Bilanzierung erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungsaufwendungen. Die beizulegenden Zeitwerte entsprechen aufgrund der kurzfristigen Laufzeit annähernd den Buchwerten.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Dieser Bilanzposten beinhaltet Barmittel und jederzeit fällige Sichteinlagen bei Kreditinstituten und kurzfristige liquide Anlagen, deren ursprüngliche Laufzeit weniger als drei Monate beträgt.

Eigenkapital

Ausgegebene Aktien der Deutsche Balaton AG werden als Eigenkapital klassifiziert. Mehrkosten, welche der Ausgabe von Aktien direkt zugeordnet werden können, werden direkt im Eigenkapital in der Kapitalrücklage erfasst. Mit jeder Aktie ist für den Anteilseigner ein Stimmrecht verbunden. Wenn als Eigenkapital klassifizierte Aktien zurückgekauft werden, werden die zurückgekauften Aktien als eigene Aktien klassifiziert und zu Anschaffungskosten im Eigenkapital in Abzug gebracht.

Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

Der Anteil Dritter am Konzerneigenkapital wird im Posten "Anteile nicht beherrschender Gesellschafter" ausgewiesen. Der Anteil Dritter an Konzerngesellschaften in der Rechtsform einer deutschen Personengesellschaft wird im langfristigen Konzernfremdkapital unter dem Posten "Sonstiges von den Gesellschaftern langfristig zur Verfügung gestelltes Fremdkapital" ausgewiesen.

Langfristige finanzielle Schulden

Langfristige finanzielle Schulden werden unter Berücksichtigung der Transaktionskosten in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrags erfasst. Ein Unterschied zwischen dem erhaltenen Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Finanzierung verteilt und im Finanzergebnis erfasst.

Leistungen an Personal

Aufgrund von Betriebsvereinbarungen und Verträgen besteht die Verpflichtung, an Personal unter bestimmten Voraussetzungen nach deren Eintreten in den Ruhestand Pensionszahlungen zu leisten. Diesen leistungsorientierten Verpflichtungen stehen teilweise für diesen Zweck Rückdeckungsversicherungen in Form von Rentenversicherungen gegenüber.

Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen werden die Kosten für die Leistungserbringung mittels des Verfahrens der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) ermittelt, wobei zu jedem Abschlussstichtag eine versicherungsmathematische Bewertung durchgeführt wird. Neubewertungen, bestehend aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten, Veränderungen, die sich aus der Anwendung der Vermögenswertobergrenze ergeben und dem Ertrag aus dem Planvermögen (ohne Zinsen auf die Nettoschuld), werden unmittelbar im sonstigen Ergebnis erfasst und sind damit direkt in der Bilanz enthalten. Die im sonstigen Ergebnis erfassten Neubewertungen sind Teil der übrigen Rücklagen und werden nicht mehr in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Nachzuverrechnender Dienstaufwand wird als Aufwand erfasst, wenn die Planänderung eintritt.

Die Nettozinsen ergeben sich aus der Multiplikation des Abzinsungssatzes mit der Nettoschuld (Pensionsverpflichtung abzüglich Planvermögen) oder dem Nettovermögenswert, der sich ergibt, sofern das Planvermögen die Pensionsverpflichtung übersteigt, zu Beginn des Geschäftsjahres. Die leistungsorientierten Kosten beinhalten folgende Bestandteile:

Dienstzeitaufwand (einschließlich laufendem Dienstzeitaufwand, nachzuverrechnendem Dienstaufwand sowie etwaigem Gewinn oder Verlust aus der Planänderung oder Kürzung)

Nettozinsaufwand oder -ertrag auf die Nettoschuld oder den Nettovermögenswert

Neubewertung der Nettoschuld oder des Nettovermögenswerts

Der Dienstaufwand wird im Posten "Zuwendungen an Personal" ausgewiesen, der Netto-Zinsanteil der Rückstellungszuführung in den Finanzierungsaufwendungen. Gewinne oder Verluste aus Plankürzungen werden als nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand bilanziert. Die in der Konzernbilanz erfasste leistungsorientierte Verpflichtung stellt die aktuelle Unterdeckung der leistungsorientierten Versorgungspläne des Konzerns dar. Jede Überdeckung, die durch diese Berechnung entsteht, ist auf den Barwert des künftigen wirtschaftlichen Nutzens begrenzt, der in der Form von Rückerstattungen aus den Plänen oder geminderter künftiger Beitragszahlungen an die Pläne zur Verfügung steht.

Zahlungen für beitragsorientierte Versorgungspläne werden dann als Aufwand erfasst, wenn die Arbeitnehmer die Arbeitsleistung erbracht haben, die sie zu den Beiträgen berechtigen.

Kurzfristige finanzielle Schulden

Kurzfristige finanzielle Schulden sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Buchwerte dieser innerhalb der nächsten zwölf Monate zur Zahlung fällig werdenden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entsprechen aufgrund ihrer kurzen Laufzeiten annähernd ihren beizulegenden Zeitwerten.

Sonstige Schulden

Sonstige Schulden sind mit den Buchwerten, die dem Erfüllungsbetrag entsprechen, oder mit den beizulegenden Zeitwerten bewertet. Wenn für die Deutsche Balaton rechtliche oder tatsächliche Verpflichtungen gegenüber Dritten aufgrund vergangener Ereignisse vorliegen und es wahrscheinlich ist, dass diese Verpflichtungen zu Mittelabflüssen führen, werden diese mit jenem Wert angesetzt, der zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses nach bestmöglicher Schätzung ermittelt werden kann.

Vertragsverbindlichkeiten

In Übereinstimmung mit den Vorschriften zur Realisierung von Umsatzerlösen werden in diesem Posten insbesondere die bereits erhaltenen Beträge für die noch in der Zukunft zu erbringenden Leistungen aus Wartungs-, Consulting- oder Dienstleistungsverträgen ausgewiesen.

Fremdwährungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden nach IFRS mit dem Stichtagskurs erfolgswirksam bewertet. Der Konzern ist Wechselkursschwankungen und somit Fremdwährungsrisiken ausgesetzt. Diese resultieren nicht nur aus Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten, sondern auch aus Bankguthaben und -verbindlichkeiten in Fremdwährung sowie Währungsdifferenzen bei assoziierten Unternehmen.

Die Wechselkurse haben sich wie folgt entwickelt:

Land Währungseinheit Stichtagskurs Durchschnittskurs
31.12.2018 31.12.2017 31.12.2018 31.12.2017
Äthiopien ETB 32,1504 32,583 32,3343 27,132
Australien AUD 1,622 1,5346 1,5797 1,4732
Brasilien BRL 4,444 3,9729 4,3085 3,6054
Dänemark DKK 7,4673 7,4449 7,4532 7,4386
Großbritannien GBP 0,89453 0,88723 0,88471 0,87667
Japan JPY 125,85 135,01 130,4 126,71
Kanada CAD 1,5605 1,5039 1,5294 1,4647
Norwegen NOK 9,9483 9,8403 9,9483 9,3270
Schweden SEK 10,2548 9,8438 10,2583 9,6351
Schweiz CHF 1,1269 1,1704 1,155 1,1117
Ungarn HUF 320,98 310,33 318,89 309,19
USA USD 1,145 1,1993 1,181 1,1297
Tschechien CZK 25,724 25,535 25,647 26,326
Ruanda RWF 997,99 1.004,65 1.005,41 945,0544

Leasing

Die Klassifizierung von Leasingverhältnissen als Finanzierungsleasing oder Operating-Leasing richtet sich nach dem wirtschaftlichen Gehalt der Vereinbarungen gemäß IAS 17.8. Gehen bei gemieteten Vermögenswerten alle wesentlichen Risiken und Chancen aus diesem Gegenstand auf den Leasingnehmer über, so wird die Vereinbarung als Finanzierungs-Leasingverhältnis klassifiziert.

Beim Finanzierungsleasing wird der Leasinggegenstand zu Beginn des Leasingverhältnisses im Anlagevermögen des Leasingnehmers als Vermögenswert ausgewiesen und Schulden in gleicher Höhe in der Bilanz angesetzt, und zwar in Höhe des zu Beginn des Leasingsverhältnisses beizulegenden Zeitwerts des Leasinggegenstands oder mit dem Barwert der Minestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Barwert der künftigen Leasingraten und der Summe der aufgezinsten Leasingraten stellt einen abgegrenzten Zinsaufwand dar. Dieser wird über die Laufzeit der Verträge verausgabt. Die Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern entsprechen denen vergleichbarer erworbener Vermögenswerte.

Finanzierungsleasingverbindlichkeiten stellen eine eigene Klasse im Sinne des IFRS 7.6 dar.

Beim Operating-Leasing werden die Leasingraten über den Vertragszeitraum in der Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand und erhaltene Mieteinnahmen aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien als Umsatzerlöse erfasst.

Für das Geschäftsjahr 2018 liegen sowohl Operating-Leasingverhältnisse als auch Finanzierungsverhältnisse im Sinne des IAS 17 vor. Zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2018 bestehen aus Finanzierungsverhältnissen keine Verpflichtungen (Vj. keine).

Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalzinsen werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind. Eine Aktivierung von Fremdkapitalzinsen gemäß IAS 23 wird nicht vorgenommen, da im Konzern keine qualifizierten Vermögenswerte vorhanden sind.

Saldierung

Es besteht ein grundsätzliches Saldierungsverbot zwischen Vermögenswerten und Schulden sowie Erträgen und Aufwendungen, es sei denn, eine Vorschrift fordert oder erlaubt dies ausdrücklich. Soweit möglich, werden Saldierungen vorgenommen. Diesbezüglich verweisen wir insbesondere auf die Ausführungen in der Tz. 32 zu den langfristigen Schulden.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente sind Verträge, die nachfolgende Merkmale aufweisen: Der Wert des Finanzinstruments verändert sich infolge einer Änderung eines bestimmten Zinssatzes, eines Preises eines Finanzinstruments, eines Rohstoffpreises, eines Wechselkurses, eines Preis- oder Zinsindex, eines Bonitätsratings oder eines Kreditindex oder einer anderen Variablen, vorausgesetzt, dass im Fall einer nichtfinanziellen Variablen die Variable nicht spezifisch für eine Partei des Vertrags ist.

Durch entsprechende Sicherungsinstrumente werden der beizulegende Zeitwert oder die Zahlungsströme abgesichert. Gewinne und Verluste aus Fair Value Hedges werden ergebniswirksam im Periodenergebnis erfasst, während Gewinne und Verluste aus wirksamen Cashflow Hedges zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst werden. Derivate können im Deutsche Balaton Konzern zur Reduzierung des Währungs- und Zinsrisikos eingesetzt werden. Die abgeschlossenen Geschäfte stellen wirtschaftlich betrachtet eine Absicherung dar, erfüllen aber die Anforderungen des IAS 39 für bilanzielle Sicherungsbeziehungen nicht. Verträge, die für Zwecke des Empfangs oder der Lieferung nichtfinanzieller Güter entsprechend dem eigenen Bedarf abgeschlossen werden, werden nicht als Derivate bilanziert, sondern als schwebende Geschäfte behandelt. Separate Derivate werden losgelöst von den schwebenden Geschäften bilanziert. Die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte dieser Derivate werden direkt erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Wertänderungen von Devisentermingeschäften werden als Kursergebnis in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen, während Wertänderungen von Zinsswaps Bestandteil der Finanzerträge oder Finanzierungsaufwendungen sind.

Die beizulegenden Zeitwerte der Derivate werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten ermittelt. Die Bewertung von Devisentermingeschäften erfolgt einzelfallbezogen und zu dem jeweiligen Terminkurs am Bilanzstichtag. Die Terminkurse richten sich nach den Kassakursen unter Berücksichtigung von Terminaufschlägen und -abschlägen. Die beizulegenden Zeitwerte von Instrumenten zur Sicherung von Zinsrisiken ergeben sich durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse und -abflüsse. Zur Abzinsung dienen marktübliche Zinssätze, die über die Restlaufzeit der Instrumente angewendet werden. Für jede einzelne Transaktion wird der beizulegende Zeitwert ermittelt.

Neben den oben beschriebenen Devisenforwards und Zinsswaps bestehen Optionsvereinbarungen zum Erwerb von Unternehmensanteilen.

Sind keine notierten Preise für Finanzinstrumente, wie zum Beispiel für nicht börsennotierte Optionen, verfügbar, wird der Fair Value unter Anwendung eines geeigneten Bewertungsmodells ermittelt, bei dem die einfließenden Daten, soweit möglich, aus überprüfbaren Marktquellen stammen. Diese Bewertungen unterliegen naturgemäß in höherem Maße der Einschätzung des Managements. Diese nicht beobachtbaren Eingangswerte können Daten enthalten, die extrapoliert oder interpoliert oder in Form von Näherungswerten aus korrelierten oder historischen Daten ermittelt werden. Es werden hier in größtmöglichem Umfang Marktdaten oder Daten Dritter und so wenig wie möglich unternehmensspezifische Eingangswerte herangezogen.

Bewertungsmodelle müssen anerkannten betriebswirtschaftlichen Methoden zur Bewertung von Finanzinstrumenten entsprechen und alle Faktoren berücksichtigen, die Marktteilnehmer bei der Festlegung eines Preises als angemessen betrachten würden.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte werden von dem Buchwert des Vermögenswerts abgesetzt und mittels eines reduzierten Abschreibungsbetrags über die Lebensdauer des abschreibungsfähigen Vermögenswerts im Gewinn oder Verlust erfasst. Zuwendungen der öffentlichen Hand, die für den Konzern entstandene Aufwendungen kompensieren, werden in der Periode erfolgswirksam als sonstige betriebliche Erträge erfasst, in der auch die zu kompensierenden Aufwendungen anfallen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

7. Umsatzerlöse

in TEUR 2018 2017
Verkauf von Gütern 46.964 45.680
Lizenzumsatzerlöse 12.585 19.069
Nutzungsentgelte (Mieterträge) 1.776 1.724
Erbringung von Dienstleistungen (Service, Wartung und Transportdienstleistung) 48.560 60.756
109.885 127.229

Der Posten "Umsatzerlöse" enthält im Geschäftsjahr 2018 und im Vergleichszeitraum die Erträge aus dem Verkauf von Gütern, Lizenzen, Nutzungsentgelten (Mieterträge) sowie die Erträge für die Erbringung von Dienstleistungen (Service, Wartung und Transportdienstleistung). Der Rückgang ist im Wesentlichen bedingt durch die Entkonsolidierung des TK Infoniqa Payroll.

Unter dem Posten "Verkauf von Gütern" sind Umsatzerlöse von vollkonsolidierten Industrieunternehmen enthalten. Der Posten "Erbringung von Dienstleistungen (Service, Wartung und Transportdienstleistung)" beinhaltet insbesondere Wartungs- und Serviceleistungen von Industrieunternehmen und IT-Unternehmen.

Eine vollkonsolidierte Konzerngesellschaft bietet im Rahmen von Consultingdienstleistungen auch auf die individuellen Anforderungen und technologischen Ressourcen von Kunden abgestimmte, maßgefertigte Projektlösungen und individuelle Unterstützung an. Diese Projektaufträge beinhalten die Erstellung kundenspezifisch angepasster Software durch Modifizierungen oder Weiterentwicklungen bestehender Standardprodukte. Die Umsatzrealisierung aus diesen Fertigungsaufträgen erfolgt zeitraumbezogen gemäß IFRS 15 entsprechend dem Leistungsfortschritt.

Es werden aus bestehenden Mietverträgen (Operating-Leasing) für das folgende Jahr Zahlungen in Höhe von 625 TEUR (Vj. 621 TEUR) erwartet. Die Mietverträge haben überwiegend eine gesetzliche Kündigungsfrist von drei Monaten, da es sich meistens um für Wohnzwecke genutzte Gebäude handelt. Aus langfristigen Mietverträgen erwartet der Konzern innerhalb von zwei bis fünf Jahren Erträge von 1.280 TEUR (Vj. 1.121 TEUR). Bei einer Vertragslaufzeit von über fünf Jahren bis zum Vertragsende erhalten wir aus heutiger Vertragslage 1.828 TEUR (Vj. 2.011 TEUR) Mieterträge. Die Vertragsparteien aus den langfristigen Mietverträgen haben Verlängerungsoptionen, aus denen der Konzern bei Ausübung dieser Optionen innerhalb der Anschlussmietzeit von bis zu 60 Monaten Erträge von 333 TEUR (Vj. 292 TEUR) erwartet.

8. Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen

in TEUR 2018 2017
Bestandsveränderungen -596 1.076
Aktivierte Eigenleistungen 305 335
-291 1.411

Der Posten "Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen" stellt die Veränderung an Vorräten aus fertigen und unfertigen Erzeugnissen von vollkonsolidierten Unternehmen dar. Andere aktivierte Eigenleistungen stellen im Wesentlichen selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte bei einzelnen Gesellschaften dar. Im Berichtsjahr sind andere aktivierte Eigenleistungen in Höhe von 305 TEUR (Vj. 335 TEUR) aktiviert worden für die Erstellung und Entwicklung von Neuprodukten und Sachanlagen.

9. Bewertungsergebnis aus anderen Finanzanlagen und finanziellen Vermögenswerten

in TEUR 2018 2017
Änderung der beizulegenden Zeitwerte -40.741 N/A
Dividendenerträge * 3.265 N/A
-37.476 N/A

* Im Geschäftsjahr 2017 im Posten Finanzerträge enthalten

Die Änderungen der beizulegenden Zeitwerte stellen sich wie folgt dar:

in TEUR 2018 2017
Langfristige Finanzanlagen * :
- davon Bewertungsertrag 17.325 N/A
- davon Bewertungsaufwand -57.464 N/A
Kurzfristige Finanzanlagen * :
- davon Bewertungsertrag 6.418 N/A
- davon Bewertungsaufwand -8.150 N/A
Finanzielle Vermögenswerte ** :
- davon Bewertungsertrag 2.733 N/A
- davon Bewertungsaufwand -1.603 N/A
-40.741 N/A

* Die Finanzanlagen setzten sich zusammen aus: Eigenkapitalinstrumenten, Anleihen und Genussscheinen

** Die Finanzielle Vermögenswerte beinhalten überwiegend Darlehensforderungen

Innerhalb der Änderungen der beizulegenden Zeitwerte ergaben sich positive Effekte bei der Bewertung von langfristigen Finanzanlagen in Höhe von 17.325 TEUR (Vj. N/A) diese entfallen im Wesentlichen auf die Anteile einer Technologieholding in Höhe von 3.921 TEUR (Vj. N/A), eines Rohstoffunternehmens in Höhe von 2.951 TEUR (Vj. N/A) und eines Energieversorgers in Höhe von 2.692 TEUR (Vj. N/A), auf nicht notierte Finanzanlagen entfällt ein Ertrag in Höhe von 2.215 TEUR (Vj. N/A). Der gegenläufige Effekt in Höhe von 57.464 TEUR (Vj. N/A) resultiert im Wesentlichen aus den Anteilen eines Medizin- und Sicherheitstechnikunternehmens in Höhe von 11.844 TEUR (Vj. N/A), einer Beteiligungsgesellschaft in Höhe von 5.765 TEUR (Vj. N/A), eines Softwareunternehmens in Höhe von 5.008 TEUR (Vj. N/A), eines Biotechnologieunternehmens in Höhe von 2.876 TEUR (Vj. N/A) und eines IT-Unternehmens in Höhe von 2.631 TEUR (Vj. N/A). Auf nicht notierte Finanzanlagen entfällt ein Aufwand in Höhe von 371 TEUR (Vj. N/A).

Bei der Bewertung von kurzfristigen Finanzanlagen entfällt ein Ertrag in Höhe von 6.418 TEUR (Vj. N/A) im Wesentlichen auf die Anteile eines Nanotechnologieunternehmens in Höhe von 3.529 TEUR (Vj. N/A), eines Arzneimittelherstellers in Höhe von 1.354 TEUR (Vj. N/A) und eines Energieversorgers in Höhe von 1.112 TEUR (Vj. N/A). Der Aufwand in Höhe von 8.150 TEUR (Vj. N/A) resultiert im Wesentlichen aus den Anteilen eines Biotechnologieunternehmens in Höhe von 2.824 TEUR (Vj. N/A), eines weiteren Biotechnologieunternehmens in Höhe von 1.477 TEUR (Vj. N/A) und eines Finanzinstituts in Höhe von 1.156 TEUR (Vj. N/A).

Die Dividendenerträge beruhen auf Ausschüttungen, die aufgrund von Beschlüssen der ordentlichen Hauptversammlungen von Gesellschaften erfolgt sind. Gewinnausschüttungen werden erst im Jahr der Beschlussfassung als Ertrag berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2018 hat die Deutsche Balaton Dividenden von einer nicht konsolidierten Tochtergesellschaft in Höhe von 222 TEUR (Vj. 318 TEUR) erhalten.

10. Sonstige betriebliche Erträge

in TEUR 2018 2017
Erträge aus dem Verkauf von Tochtergesellschaften 17.045 11.336
Erträge aus dem Verkauf von assoziierten Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen 0 10.766
Erträge aus dem Verkauf von zu Handelszwecken gehaltenen Wertpapieren N/A 3.085
Erträge aus dem Verkauf aus zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten N/A 25.038
Zuschreibungen auf zu Handelszwecken gehaltenen Wertpapieren N/A 4.172
Erträge aus Devisenkursdifferenzen 386 1.016
Erträge aus Erstattungen und Versicherungsentschädigungen 154 47
Erträge aus Auflösung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten 2.741 832
Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen 3 14
Erträge aus Einzelwertberichtigungen 17 116
Erträge aus Spruchverfahren und Nachbesserungsrechten 0 1.362
Übrige 1.657 4.083
22.003 61.866

Der Posten "Erträge aus dem Verkauf von Tochtergesellschaften" in Höhe von 17.045 TEUR (Vj. 11.336 TEUR) beinhaltet im Wesentlichen das Ergebnis aus dem Abgang der Anteile an dem Tochterunternehmen der CornerstoneCapital II AG & Co.KG, Heidelberg, der Infoniqa HR Invest GmbH, Thalheim bei Wels, Austria, nebst Tochtergesellschaften (TK Infoniqa) in Höhe von 10.682 TEUR. Darüber hinaus ist in dem Posten der Ertrag aus dem Verkauf der Anteile an der Eurohaus Frankfurt AG, Frankfurt am Main, in Höhe von 6.169 TEUR enthalten sowie ein Ertrag aus der Veräußerung der E.D.A. Agro Industry plc, Addis Ababa, Ethiopien in Höhe von 193 TEUR.

Im Geschäftsjahr 2018 ist kein assoziiertes Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen veräußert worden (Vj. 10.766 TEUR).

Der Posten "Erträge aus Devisenkursdifferenzen" beinhaltet Erträge aus Devisenkursschwankungen bei Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten und Fremdwährungsbeständen. Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung werden nicht saldiert dargestellt.

Die "Erträge aus Auflösung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten" betreffen im Wesentlichen den Ertrag aus einer mit Abschlag angekauften Forderung gegenüber einem Konzernunternehmen in Höhe von 531 TEUR (Vj. 0 TEUR).

11. Materialaufwand/Aufwand für bezogene Leistungen

in TEUR 2018 2017
Materialaufwand/Aufwand für bezogene Leistungen 30.510 38.477

Im Posten "Materialaufwand/Aufwand für bezogene Leistungen" werden die Aufwendungen zur Herstellung von Gütern erfasst. Darüber hinaus beinhaltet dieser Posten Wareneinsatz zum Handel von Gütern und Lizenzen sowie Aufwand für bezogene Leistungen.

12. Zuwendungen an Personal

in TEUR 2018 2017
Löhne und Gehälter 41.706 46.259
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 7.368 8.173
- davon Dienstzeitaufwand 31 30
- davon für beitragsorientierte Pensionspläne (einschließlich Arbeitgeberanteil zur Rentenversicherung) 2.294 2.427
49.074 54.432

Im Posten "Löhne und Gehälter" sind Bezüge des Vorstands enthalten. Für weitere Informationen wird auf Tz. 46 verwiesen.

Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung enthalten Aufwendungen für einen leistungsorientierten Plan im Sinne des IAS 19.46.

Von den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung entfallen 2.325 TEUR (Vj. 2.458 TEUR) auf die Altersversorgung.

Durchschnittliche Anzahl an Mitarbeitern 2018 2017
Leitendes Personal 23 38
Sonstiges Personal 655 700
688 738

Der Rückgang der durchschnittlichen Anzahl der Mitarbeiter ist im Wesentlichen auf die Veränderung des Konsolidierungskreises des Konzerns zurückzuführen.

13. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

in TEUR 2018 2017
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Firmenwerte 3.646 7.441
Abschreibungen auf als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 330 481
Abschreibungen auf Sachanlagen 4.007 3.592
7.983 11.514

Abschreibungen auf Firmenwerte werden nur als Ergebnis von Wertminderungstests vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2018 sind in den Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Firmenwerte keine Wertminderungen auf einen Firmenwert enthalten (Vj. 2.467 TEUR). Es wurden wie im Vorjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte erfasst.

Abschreibungen auf als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sind gemäß der Leerstandsquote der Immobilienobjekte aufzuteilen. Die Leerstandsquote beträgt im Segment "Vermögensverwaltend" rund 6 % (Vj. rund 8 %), weshalb 18 TEUR (Vj. 37 TEUR) auf nicht vermietete Wohnungen entfallen. Im Segment "CornerstoneCapital" beträgt die Leerstandsquote rund 27 % (Vj. rund 23 %), weshalb hier 6 TEUR (Vj. 5 TEUR) auf nicht vermietete Bürogebäude entfallen. Die Leerstandsquote beinhaltet keine Objekte, die zum Bilanzstichtag als "im Bau" befindlich klassifiziert werden.

Es wurde keine Wertminderung auf eine als Finanzinvestition gehaltene Immobilie erfasst (Vj. 145 TEUR).

Abschreibungen auf Sachanlagen beinhalten planmäßige lineare Abschreibungen auf die Betriebs- und Geschäftsausstattung, technische Anlagen und Maschinen sowie Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte. Im Geschäftsjahr 2018 waren keine Abschreibungen aufgrund von Wertminderungstests zu berücksichtigen (Vj. 170 TEUR).

Im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 wurde keine Anpassung für den Massengutfrachter auf den Schrottwert vorgenommen, da der Schrottwert pro Tonne Leergewicht (420 USD) im Vergleich zum Vorjahr (440 USD) aufgrund des Wechselkursverhältnisses stabil geblieben ist.

14. Sonstige betriebliche Aufwendungen

in TEUR 2018 2017
Beratungskosten 4.066 2.574
Abschluss- und Prüfungskosten 1.132 1.096
Raumkosten 3.936 3.457
Hauptversammlungen und Investor Relations 312 268
Bewirtschaftungs- und Instandhaltungskosten Immobilien 206 187
Marketing, Vertrieb und Kundenservice 1.411 2.014
Aufwendungen aus Devisenkursdifferenzen 766 1.056
Reparatur und Instandhaltung von Gebäuden und Grundstücken 173 271
Reparatur und Instandhaltung von technischen Anlagen und Maschinen 904 710
Wertminderungen auf langfristige Wertpapiere N/A 2.637
Wertminderungen auf kurzfristige Wertpapiere N/A 4.574
Aufwendungen aus der Umbewertung biologischer Vermögenswerte 208 126
Verluste aus dem Abgang von Wertpapieren N/A 257
Wertminderung auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte N/A 4.864
Fortbildungskosten 288 349
EDV-Kosten 1.776 2.063
Kosten für den Fuhrpark 1.300 1.403
Reisekosten 1.274 1.883
Sonstige Steuern 376 451
Versicherung 907 958
Fracht/Verpackung 1.121 874
Telekommunikation/Bürobedarf 628 679
Bank- und Depotgebühren/Nebenkosten des Geldverkehrs 647 270
Leasing 370 361
Sonstige Schiffsbetriebskosten 2.427 2.375
Übrige 4.838 5.689
29.066 41.446

Die Beratungskosten betreffen nicht aktivierungsfähigen Aufwand in Zusammenhang mit Steuer- und Rechtsberatung, Kapitalmarktberatung sowie Unternehmensberatung. Im Geschäftsjahr 2018 ist der Anstieg im Wesentlichen auf das Segment "Vermögensverwaltend" zurückzuführen basierend auf den hier zu berücksichtigenden Beratungskosten für Rechtsstreitigkeiten.

Abschluss- und Prüfungskosten beinhalten alle Aufwendungen für die Jahres- und Zwischenabschlüsse der Konzerngesellschaften einschließlich der Aufwendungen für die Erstellung und Prüfung des Konzernabschlusses.

Der Posten "Raumkosten" enthält neben dem Mietaufwand inkl. Mietnebenkosten auch den Instandhaltungsaufwand für die betrieblichen Räume.

Der Posten "Bewirtschaftungs- und Instandhaltungskosten Immobilien" umfasst den laufenden Aufwand für Instandhaltung, Reparatur und Bewirtschaftung der vermieteten Immobilien. Die Leerstandsquote beträgt für das Segment "Immobilien" rund 6 % (Vj. rund 8 %), im Segment "CornerstoneCapital" beträgt die Leerstandsquote rund 27 % (Vj. rund 23 %), weshalb 8 % der Bewirtschaftungs- und Instandhaltungskosten in Höhe von 16 TEUR (Vj. 17 TEUR) auf nicht vermietete Wohnungen bzw. Verwaltungsgebäude entfallen.

Der Posten "Marketing, Vertrieb und Kundenservice" beinhaltet Aufwendungen der vollkonsolidierten Industrie- und Softwareunternehmen für Marketing, Vertrieb und Kundenservice.

Die Aufwendungen aus Devisenkursdifferenzen resultieren ausschließlich aus Effekten von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten in Zusammenhang mit der laufenden Geschäftstätigkeit sowie aus der Bewertung von Devisenbeständen und Fremdwährungskrediten.

Der Posten "Reparatur und Instandhaltung von technischen Anlagen und Maschinen" beinhaltet laufende Reparaturkosten der technischen Anlagen und Maschinen des Konzerns.

Im Posten "Leasing" sind Leasingraten als Aufwand im geschäftsüblichen Umfang erfasst. Der Konzern nutzt Operating-Leasing sowohl für Kraftfahrzeuge, Maschinen und technische Anlagen als auch für Büro- und Gewerbeflächen. Die Raten werden als laufender Aufwand erfasst. Leasingaufwendungen für Büro- und Gewerbeflächen sind in dem Posten "Raumkosten" ausgewiesen.

In dem Posten "Übrige" sind alle weiteren - nicht detailliert aufgeführten - Aufwendungen, die im Zusammenhang mit dem laufenden Geschäftsbetrieb der Unternehmen des Konzerns stehen, zusammengefasst. Im Geschäftsjahr 2018 wird in diesem Posten auch der Aufwand aus gebildeten Rückstellungen im Zusammenhang mit Verkäufergarantien in Höhe von 200 TEUR (Vj. 517 TEUR) ausgewiesen.

15. Finanzerträge

in TEUR 2018 2017
Dividendenerträge N/A 3.488
N/A 3.488
Zinserträge aus Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden 562 1.038
Zinsen und zinsähnliche Erträge 3.268 1.885
3.830 2.923
- davon aus finanziellen Vermögenswerten, die nicht erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet wurden 670 2.517
3.830 6.411

Die Zinserträge von Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, beruhen auf abgeschlossenen Darlehensverträgen über Gesellschafterdarlehen, Genussscheinen und gezeichneten Inhaberschuldverschreibungen.

Der Posten "Zinsen und zinsähnliche Erträge" betrifft die Verzinsung der liquiden Mittel bei diversen Banken und Erträge aus gewährten Darlehen, Genussrechten und gehaltenen Anleihen sowie Zinsderivaten.

Die Gesamtzinserträge für finanzielle Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, betreffen im Wesentlichen Verzinsungen der liquiden Mittel bei diversen Banken. Qualitative Beschreibungen zur Bilanzierung und zum Ausweis von Finanzinstrumenten (einschließlich derivativer Finanzinstrumente) sind in den allgemeinen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen enthalten.

16. Finanzierungsaufwendungen

in TEUR 2018 2017
Zinsen und zinsähnliche Aufwendungen für Finanzierungsleasing 12 24
Zinsen und zinsähnliche Aufwendungen für Pensionsrückstellungen 83 84
Sonstige Zinsen und zinsähnliche Aufwendungen 5.236 3.591
5.330 3.699
- davon Zinsen und zinsähnliche Aufwendungen für Langfristfinanzierung 2.114 1.423
- davon Zinsen und zinsähnliche Aufwendungen für finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet wurden 2.398 3.503

Der Zinsaufwand für langfristige Fremdfinanzierungen beträgt 2.114 TEUR (Vj. 1.423 TEUR). Hierin ist im Geschäftsjahr 2018 der zinsähnliche Aufwand aus einer Genussrechtsvereinbarung in Höhe von 620 TEUR (Vj. 206 TEUR) enthalten, die im direkten Zusammenhang mit der Veräußerung des TK Infoniqa AT steht. Unter den Zinsen und zinsähnlichen Aufwendungen wurden auch der Zinsaufwand aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie sonstigen Darlehensgebern erfasst.

Zur Bilanzierung der Pensionsverpflichtungen wird auf Tz. 33 verwiesen.

17. Gewinn- und Verlustanteile an Finanzanlagen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden

Der Posten "Gewinn- und Verlustanteile an Finanzanlagen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden" gibt den Anteil des Konzerns am Periodenergebnis der assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen an. Darin sind wie im Vorjahr keine Wertminderungen und keine Zuschreibungen auf assoziierte Unternehmen enthalten.

Der Gewinn- und Verlustanteil der als at Equity zu bilanzierenden Finanzanlagen ist mit 2.422 TEUR (Vj. 972 TEUR) gegenüber dem Vorjahreswert deutlich gestiegen und entfällt ausschließlich auf das Segment "Vermögensverwaltend" (Vj. 51 TEUR). Die positiven Ergebnisbeiträge resultieren nahezu vollständig aus dem Ergebnisbeitrag aus dem Teilkonzern DIO.

in TEUR 2018 2017
Gemeinschaftsunternehmen (anteilig) - 921
- davon Ergebnisanteil - 1.038
- davon aus Kaufpreisallokationen - -117
- davon aus Zu-/Abschreibungen - -
Assoziierte Unternehmen (anteilig) 2.422 51
- davon Ergebnisanteil 2.596 255
- davon aus Kaufpreisallokationen -174 -204
- davon aus Zu-/Abschreibungen - -
Gewinn- und Verlustanteile an Finanzanlagen (anteilig) 2.422 972

Die Gewinn- und Verlustanteile der nach der Equity-Methode einbezogenen Beteiligungen wurden, sofern keine geprüften Abschlüsse der Gesellschaften vorlagen, auf Grundlage der letzten zur Verfügung stehenden Finanzdaten in den Konzernabschluss einbezogen.

18. Ertragsteuern

in TEUR 2018 2017
Laufende Steuern 1.650 3.182
Latente Steuern -967 -1.472
683 1.710

In den laufenden Steuern sind periodenfremde Steuern in Höhe von - 1.097 TEUR (Vj. 427 TEUR) erfasst.

Der erwartete Steuersatz für Kapitalgesellschaften setzt sich aus Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag sowie der von der Gemeinde abhängigen Höhe an Gewerbesteuer zusammen. Der Konzernsteuersatz der Deutsche Balaton Aktiengesellschaft beträgt insgesamt 29,83 % (Vj. 29,83 %).

Die Überleitung von dem theoretisch zu erwartenden Steuerertrag/-aufwand einer Kapitalgesellschaft mit Sitz in Heidelberg zum tatsächlich im Konzernabschluss erfassten Betrag stellt sich folgendermaßen dar:

in TEUR 2018 2017
Konzernergebnis vor Ertragsteuern -21.589 48.319
Theoretischer Steuersatz in % 29,83 29,83
Theoretischer Steuerertrag/-aufwand -6.440 14.413
Steuerfreie Dividenden/Veräußerungen N/A -13.177
Wertminderungen/Wertaufholungen zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswerte N/A 1.515
Bewertung anderer Finanzanlagen und finanzieller Vermögenswerte 4.008 N/A
Ergebnis aus Finanzanlagen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden -722 -290
Steuersatzdifferenzen 64 -45
Nicht abzugsfähige Aufwendungen 392 135
Änderung/Nichtansatz aktiver latenter Steuern 4.095 -910
Minderung des laufenden Steueraufwands aufgrund bisher nicht berücksichtigter Verluste 270 183
Steuern Vorjahre -1.097 427
Sonstiges 113 -541
Ertragsteuern 683 1.710
Effektiver Konzernsteuersatz in % (rechnerische Größe) -0,03 3,54

Steuerfreie Erträge ergeben sich insbesondere aus dem Verkauf von Beteiligungen und Wertpapieren sowie Dividendenerträgen.

19. Gesamtergebnisrechnung

Die Summe der erfassten Erträge und Aufwendungen (Summe Comprehensive Income) hat sich im Berichtsjahr auf - 22.414 TEUR (Vj. 69.573 TEUR) verringert. Im Vorjahr wurde in diesem Posten noch die "Unrealisierte Veränderung weiterveräußerbarer Wertpapiere" ausgewiesen. Mit der Anwendung des IFRS 9 ist dies Bestandteil des Postens "Bewertungsergebnis aus anderen Finanzanlagen und finanziellen Vermögenswerten" geworden. Die neutrale Veränderung resultiert im Berichtsjahr aus Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von - 1 TEUR (Vj. - 311 TEUR).

Hinsichtlich der Umgliederungsbeträge in die Gewinn- und Verlustrechnung verweisen wir auf unsere Ausführungen unter Tz. 30.

Erläuterungen zur Bilanz

20. Immaterielle Vermögenswerte und Firmenwerte / Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien / Sachanlagen

Die Entwicklung der Buchwerte vom Beginn zum Ende der Berichtsperiode unter der gesonderten Angabe über Zu- und Abgänge ist in der folgenden Tabelle dargestellt.

in TEUR immaterielle Vermögenswerte Firmenwerte als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude Maschinen und technische Anlagen Sonst. Betriebs- und Geschäftsausstattung
Anschaffungskosten
Stand 01.01.2017 49.749 12.289 30.202 1.505 31.488 6.573
Zugänge 3.346 0 16.040 100 1.671 1.010
Unternehmenserwerbe 51 3.168 0 2.400 8.554 58
Währungskursdifferenzen -335 -81 -333 -11 -275 -41
Abgänge 5.698 4.554 14.105 70 111 763
Umbuchung 36 0 -17.810 13 -58 9
Stand 31.12.2017 47.149 10.821 13.994 3.938 41.270 6.846
Zugänge 4.235 0 116 578 1.162 673
Unternehmenserwerbe 2.543 8.912 0 1.272 0 248
Währungskursdifferenzen 62 0 126 5 11 -11
Abgänge 29.999 4.096 254 624 4.661 1.357
Umbuchung 0 0 0 814 -814 0
Stand 31.12.2018 23.991 15.637 13.982 5.982 36.968 6.400
kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2017 21.270 341 751 858 11.180 3.447
Zugänge 4.974 2.467 481 61 2.455 1.076
- davon außerplanmäßig 0 2.467 145 0 170 0
Währungskursdifferenzen -330 0 -31 -1 31 -30
Abgänge 5.523 0 0 54 84 394
Umbuchung 0 0 0 0 0 0
Stand 31.12.2017 20.390 2.808 1.202 865 13.583 4.100
Zugänge 3.646 0 330 147 2.884 976
- davon außerplanmäßig 0 0 0 0 0 0
Währungskursdifferenzen 62 0 23 0 1 -21
Abgänge 11.269 0 0 596 714 690
Umbuchung 0 0 0 0 0 0
Stand 31.12.2018 12.830 2.809 1.555 415 15.753 4.365
Buchwerte
31.12.2017 26.759 8.013 12.793 3.073 27.687 2.747
31.12.2018 11.161 12.828 12.427 5.567 21.215 2.035
in TEUR Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 01.01.2017 131.808
Zugänge 22.168
Unternehmenserwerbe 14.231
Währungskursdifferenzen -1.076
Abgänge 25.301
Umbuchung 17.810
Stand 31.12.2017 124.019
Zugänge 6.764
Unternehmenserwerbe 12.975
Währungskursdifferenzen 193
Abgänge 40.990
Umbuchung 0
Stand 31.12.2018 102.960
kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2017 37.848
Zugänge 11.514
- davon außerplanmäßig 2.782
Währungskursdifferenzen -361
Abgänge 6.054
Umbuchung 0
Stand 31.12.2017 42.947
Zugänge 7.983
- davon außerplanmäßig 0
Währungskursdifferenzen 66
Abgänge 13.270
Umbuchung 0
Stand 31.12.2018 37.727
Buchwerte
31.12.2017 81.072
31.12.2018 65.234

Die immateriellen Vermögenswerte wurden überwiegend im Rahmen der Unternehmenserwerbe entgeltlich erworben. Zudem bestehen aktivierte Eigenleistungen in Höhe von 984 TEUR (Vj. 1.081 TEUR). Nicht aktivierte Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sind in Höhe von 10.968 TEUR (Vj. 12.599 TEUR) angefallen.

Aktiviert wurden im Berichtsjahr 2018 Entwicklungskosten für die CyBox GW-P, das CyBox-Mezzanine-Konzept, die CyBox RTA, das CyBox-Schnittstellenkonzept 2,5 und 10 GBit und CyBox EDS. Bis zum 31. Dezember 2018 wurden Bruttobuchwerte in Höhe von 305 TEUR aktiviert. Die Nutzungsdauer liegt bei 6 Jahren. Die Abschreibung erfolgt ab Nutzung linear.

Firmenwerte wurden einem Wertminderungstest nach IAS 36 unterzogen. Für Impairmenttests, bei denen ein Nutzungswert mittels einer Discounted-Cashflow-Methode berechnet wurde, sind die Planungen des lokalen Managements nach Prüfung und gegebenenfalls Anpassung durch das Konzernmanagement zugrunde gelegt. Die wesentlichen zugrunde gelegten Annahmen sind in der untenstehenden Tabelle zu den Impairmenttests dargestellt.

Bei der Durchführung der Impairmenttests wurden folgende Annahmen getroffen:

Bezeichnung der CGU Heidelberger Beteiligungsholding AG Carus AG AEE Ahaus-Enscheder AG
Segment Vermögensverwaltend Vermögensverwaltend Vermögensverwaltend
Grundlage des erzielbaren Betrags Beizulegender Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten (Level 1) Beizulegender Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten (Level 3) Beizulegender Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten (Level 1)
Buch-/Firmenwert 31 TEUR 0 TEUR 133 TEUR
Außerplanmäßige Abschreibungen 0 TEUR 0 TEUR 0 TEUR
Dauer des Planungszeitraums - - -
Wachstumsrate - - -
Steuersatz - - -
WACC vor Steuern - - -
Bezeichnung der CGU ELTEC Elektronik AG EppsteinFOILS GmbH & Co. KG Beta Systems Software AG
Segment CornerstoneCapital CornerstoneCapital Beta Systems
Grundlage des erzielbaren Betrags Nutzungswert Nutzungswert Nutzungswert
Buch-/Firmenwert 52 TEUR 236 TEUR 4.621 TEUR
Außerplanmäßige Abschreibungen 0 TEUR 0 TEUR 0 TEUR
Dauer des Planungszeitraums 3 Jahre 3 Jahre 3 Jahre
Wachstumsrate 0 % 0 % 0 %
Steuersatz 30 % 30 % 30 %
WACC vor Steuern 14,24 % 11,62 % 10,16 %
Bezeichnung der CGU MISTRAL Media AG Prisma Equity AG HW Verwaltungs AG
Segment Vermögensverwaltend Vermögensverwaltend Vermögensverwaltend
Grundlage des erzielbaren Betrags Nutzungswert Beizulegender Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten (Level 1) Nutzungswert
Buch-/Firmenwert 0 TEUR 34 TEUR 701 TEUR
Außerplanmäßige Abschreibungen 0 TEUR 0 TEUR 0 TEUR
Dauer des Planungszeitraums 2 Jahre - 3 Jahre
Wachstumsrate 0 % - 0 %
Steuersatz 30 % - 30 %
WACC vor Steuern 6,63 % - 7,71 %
Bezeichnung der CGU SPARTA AG
Segment Vermögensverwaltend
Grundlage des erzielbaren Betrags Beizulegender Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten (Level 1)
Buch-/Firmenwert 7.021 TEUR
Außerplanmäßige Abschreibungen 0 TEUR
Dauer des Planungszeitraums -
Wachstumsrate -
Steuersatz -
WACC vor Steuern -

Zum 31. Dezember 2018 wurden die Gesellschaften (Teilkonzerne) Heidelberger Beteiligungsholding AG, Heidelberg, CARUS AG, Heidelberg, AEE Ahaus-Enscheder AG, Ahaus, ELTEC Elektronik AG, Mainz, EppsteinFOILS GmbH & Co.KG, Eppstein, Beta Systems Software AG, Berlin, Prisma Equity AG, Heidelberg, HW Verwaltungs AG, Halberstadt, SPARTA AG, Hamburg sowie die MISTRAL Media AG, Frankfurt am Main, als jeweils zahlungsmittelgenerierende Einheit gemäß IAS 36.90 einem Impairmenttest unterzogen.

Die Ermittlung des erzielbaren Betrags erfolgte für die CGUs AEE Ahaus-Enscheder AG, Prisma Equity, Heidelberger Beteiligungsholding AG, SPARTA AG und CARUS AG zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Dieser ermittelt sich für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten AEE Ahaus-Enscheder AG, Prisma Equity AG, Sparta AG und Heidelberger Beteiligungsholding AG aus dem Marktwert der überwiegend börsennotierten Vermögenswerte abzüglich Veräußerungskosten der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Für die zahlungsmittelgenerierende Einheit CARUS AG wurden die Marktwerte der Immobilien herangezogen.

Die Marktwerte basieren teilweise auf vorliegenden Gutachten sowie auf voraussichtlich erzielbaren Veräußerungspreisen. Der Impairmenttest ergab für die CGU CARUS AG, Sparta AG sowie die AEE Ahaus-Enscheder AG keinen Bedarf für die Wertminderung der Buchwerte der CGU. Für die CGUs Heidelberger Beteiligungsholding AG und Prisma Equity AG hat sich jeweils ein Impairmentbedarf ergeben. Der Wertberichtigungsbedarf für die CGU Heidelberger Beteiligungsholding AG in Höhe von 403 TEUR hätte den Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 31 TEUR wertgemindert. Der darüber hinausgehende Wertminderungsbedarf ist gem. IAS 36.104 anteilig auf die verbleibenden Vermögenswerte der CGU aufzuteilen. Da die CGU jedoch ausschließlich über Vermögenswerte verfügt, die gem. IAS 36.2 nicht in den Bereich des IAS 36 fallen, werden diese Vermögenswerte nach dem jeweils anzuwendenden Standard bewertet. Hieraus hat sich kein Wertminderungsbedarf ergeben. Für die CGU Prisma Equity AG hat sich ein Wertminderungsbedarf in Höhe von 384 TEUR ergeben, der den Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 34 TEUR wertgemindert hätte. Für den darüber hinausgehenden Wertminderungsbedarf gilt Gleiches, wie obig zur CGU Heidelberger Beteiligungsholding AG ausgeführt. Die Wertminderungen auf den Geschäfts- und Firmenwert sind im Rahmen der Wesentlichkeit nicht berücksichtigt worden.

Für die Gesellschaften ELTEC Elektronik AG, EppsteinFoils GmbH & Co. KG, MISTRAL Media AG, den Teilkonzern Beta Systems und den Teilkonzern HW Verwaltungs AG wurde der Impairmenttest gemäß IAS 36.90 zum 31. Dezember 2018 durch Ermittlung des Nutzungswerts durchgeführt. Dabei wird der Vorsteuer-WACC iterativ ermittelt.

In der Annahme, dass sich der Recoverable Amount für diejenigen CGUs als Nutzungswert ermittelt, erfolgt eine Szenariorechnung unter der Annahme, dass sich der Diskontierungssatz nach Steuern als wesentlicher Faktor um 1 % erhöht. Unter dieser Annahme bestünde kein zusätzlicher Impairmentbedarf für die CGUs (Vj. 1.394 TEUR).

Der erzielbare Betrag wird im Wesentlichen durch die Höhe des Diskontierungszinssatzes und die Annahmen des Managements zur Umsatzentwicklung und zur Entwicklung des Rohertrags bestimmt. Weiterhin beeinflusst die Annahme des Managements zur Entwicklung der Kostenstruktur die Entwicklung des operativen Ergebnisses. Dabei basieren die Annahmen des Managements auf den Erfahrungen der Vergangenheit sowie den Erwartungen des Marktumfelds. Die Buchwerte der erworbenen immateriellen Vermögenswerte, welche planmäßig abgeschrieben werden, setzen sich zum 31. Dezember 2018 wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2018 31.12.2017 Verbleibende Abschreibungsdauer
Kundenbeziehungen 8.466 14.380 1-11 Jahre
Technologien 1.435 1.391 1-9 Jahre
Übriges 277 9.907 1-6 Jahre
10.178 25.678

Die Buchwerte der selbsterstellten immateriellen Vermögenswerte, welche planmäßig abgeschrieben werden, setzen sich zum 31. Dezember 2018 wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2018 31.12.2017 Verbleibende Abschreibungsdauer
Technologien 984 1.081 2-6 Jahre
984 1.081

Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Abschreibungen werden planmäßig linear über die Nutzungsdauer (20 Jahre bis 50 Jahre) berechnet. Im Geschäftsjahr erfolgte darüber hinaus keine außerplanmäßige Abschreibung auf eine als Finanzinvestition gehaltene Immobilie (Vj. 145 TEUR). Es existiert keine Beschränkung der Veräußerbarkeit von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien.

Zur Besicherung von kurzfristigen und langfristigen Schulden wurden Grundpfandrechte in Höhe von 7.779 TEUR (Vj. 19.529 TEUR) bestellt.

Im Geschäftsjahr 2018 wurde kein weiteres (Vj. ein) Immobilienobjekt erworben.

Der Marktwert des verbleibenden gesamten als Finanzinvestition gehaltenen Immobilienbestandes beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 16.209 TEUR (Vj. 15.768 TEUR). Der beizulegende Zeitwert wird auf Stufe 2 der Bewertungshierachie eingeordnet. In die Bewertungen fließen am Markt beobachtbare Parameter wie Mietpreise, Veräußerungspreise vergleichbarer Objekte und Zinssätze ein. Es wurden für Bestandsimmobilien sowie für im Bau befindliche Immobilien weitere Anschaffungskosten in Höhe von 0 TEUR (Vj. 1.935 TEUR) aktiviert.

Wie im Vorjahr besteht im Konzern keine Verpflichtung zum Erwerb von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien (Vj. 0 TEUR).

Gemäß konzerneinheitlicher Bewertungsrichtlinie wird unterstellt, dass im Jahr der Anschaffung und im Folgejahr der Marktwert grundsätzlich den Anschaffungskosten entspricht. Danach werden die Marktwerte für die Angabepflichten entweder marktwertbasiert unter Ableitung öffentlich verfügbarer Marktwerte von vergleichbaren Objekten oder mittels Ertragswertverfahren abgeleitet.

Die Immobilien sind zum Teil im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen vermietet und werden überwiegend zu Wohnzwecken genutzt. Für eine Immobilie sind im Geschäftsjahr 2018 noch keine Mieterträge erzielt worden, da das Objekt noch grundsaniert werden muss. Zu den direkt mit den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien in Zusammenhang stehenden Mieteinnahmen und Aufwendungen verweisen wir auf die Tz. 7, 13 und 14.

Die Sachanlagen werden vom Konzern grundsätzlich entgeltlich angeschafft. Es bestehen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 wie im Vorjahr keine Finanzierungsleasingverträge. Die Sachanlagen dienen durch bankübliche Sicherungsvereinbarungen als Sicherheiten für kurzfristige und langfristige Schulden und sind mit einem Buchwert in Höhe von 21.728 TEUR (Vj. 12.497 TEUR) sicherungsübereignet. Sachanlagen mit einem Buchwert in Höhe von 7.090 TEUR (Vj. 21.011 TEUR) sind nicht sicherungsübereignet. Zum 31. Dezember 2018 bestehen im Konzern Verpflichtungen in Höhe von 81 TEUR zum Erwerb von Sachanlagen.

21. Biologische Vermögenswerte

Die biologischen Vermögenswerte bestehen aus Rindern, die einer Milchviehwirtschaft dienen.

Überleitung des Buchwertes:

in TEUR Viehbestand 2018 Viehbestand 2017
Stand zum 01.01. 139 268
Käufe - -
Verkäufe von Viehbeständen - -
Änderungen des beizulegenden Zeitwerts abzüglich der Verkaufskosten:
- aufgrund von Preisänderungen / biologische Veränderungen 37 -155
Nettoumrechnungsdifferenzen - 26
Stand zum 31.12. 176 139

Am 31. Dezember 2018 umfasste der Viehbestand 368 Rinder (Vj. 297 Rinder). Im Geschäftsjahr 2018 wurden wie im Vorjahr keine Rinder verkauft.

Die Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert für den Viehbestand wurden basierend auf lokal beobachtbaren Verkaufsdaten als beizulegende Zeitwerte der Stufe 2 eingeordnet.

22. Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen

in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Assoziierte Unternehmen 13.611 11.561
Gemeinschaftsunternehmen 0 0
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 13.611 11.561

Bei Anteilen an Beteiligungen mit maßgeblichem Einfluss wird die nach IAS 28 vorgeschriebene Equity-Methode angewendet.

Die Finanzinformationen des wesentlichen at-Equity Unternehmens sind zum 31. Dezember 2018 wie folgt:

in TEUR 31.12.2018
Langfristige Vermögenswerte 184
Kurzfristige Vermögenswerte 52.192
Langfristige Schulden 36.780
Kurzfristige Schulden 2.708
Erlöse 26.780
Gewinn / Verlust 3.984

Dem Konzern sind wie im Vorjahr keine Eventualschulden der nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen bekannt. Bezüglich der Eventualverbindlichkeiten des Konzerns gegenüber den nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen verweisen wir auf Tz. 39.

23. Andere Finanzanlagen und finanzielle Vermögenswerte

in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte N/A 242.095
Zu Handelszwecken gehaltenen Wertpapiere N/A 21.876
Andere langfristige Finanzanlagen und finanzielle Vermögenswerte 329.828 N/A
Andere kurzfristige Finanzanlagen und finanzielle Vermögenswerte 42.674 N/A
372.502 263.971

Der wesentliche Teil der anderen Finanzanlagen und finanziellen Vermögenswerte sind der Bewertungskategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" zugeordnet. Es handelt sich überwiegend um Anteile an börsennotierten und nicht-börsennotierten Gesellschaften, börsennotierte und nicht-börsennotierte Fremdkapitalinstrumente und Genussrechte. Die beizulegenden Zeitwerte (Fair Value) werden in Einklang mit IFRS 13 ermittelt.

Zur Besicherung von kurzfristigen Bankkrediten werden im üblichen Umfang Wertpapierdepots verpfändet. Für weitere Informationen, insbesondere zu den Buchwerten der verpfändeten Wertpapiere, wird auf Tz. 34 verwiesen.

Die Deutsche Balaton begegnet dem Ausfallrisiko von Darlehensforderungen in den Anderen Finanzanlagen und finanziellen Vermögenswerten durch verschiedene Instrumente der Besicherung wie Verpfändung von Gesellschaftsanteilen, Wertpapieren, Immobilien oder Maschinen.

Der Zeitwert der Sicherheiten für die Darlehen beträgt 23.951 TEUR (VJ. 10.176 TEUR). Bei einzelnen Darlehen beträgt der Zeitwert der Sicherheiten weniger als 100 % der Darlehenssumme. In geringem Umfang wurden fällige Darlehen durch Anschlussverträge verlängert.

24. Sonstige langfristige Vermögenswerte

in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Sonstige Forderungen N/A 8.131
Rückdeckungsansprüche Pensionsverpflichtungen 1.477 1.502
Vertragskosten 404 N/A
1.881 9.633

Der Rückdeckungsanspruch der Pensionsverpflichtungen wurde nicht abgetreten oder verpfändet. Zur Berechnung des Rückdeckungsanspruchs wurden versicherungsmathematische Gutachten angefertigt. Dabei wurden zur Ermittlung des Zinssatzes Annahmen getroffen. Zum Thema Pensionsverpflichtungen verweisen wir auf Tz. 33.

Die "Vertragskosten" resultieren im Geschäftsjahr erstmalig aus der Anwendung des IFRS 15 und stellen die aktivierten Kosten in Zusammenhang mit der Vertragsanbahnung dar.

25. Laufende Steuererstattungsansprüche, laufende Steuerschulden und latente Steuern

in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Latente Steueransprüche 1.851 2.848
Latente Steuerschulden 2.089 3.966
Laufende Steuererstattungsansprüche 2.795 1.982
Laufende Steuerschulden 1.556 2.454

Die laufenden Steuererstattungsansprüche beinhalten anrechenbare Steuern sowie Steuervorauszahlungen.

Die laufenden Steuerschulden bilden unter Berücksichtigung anrechenbarer Steuern und Steuervorauszahlungen die Zahlungsverpflichtung ab.

Die bilanzierten latenten Steueransprüche/-schulden betreffen folgende Posten in der Bilanz:

in TEUR Aktiva Passiva
31.12.2018 31.12.2018
Immobilien im Finanzanlagevermögen 0 191
Immaterielle Vermögenswerte 0 2.539
Sachanlagen 24 137
Andere Finanzanlagen und finanzielle Vermögenswerte und nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 1.948 5.736
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 2.562
Vertragsverbindlichkeiten 4 1.682
Pensionsverpflichtungen 537 0
Sonstiges 2.067 653
Verlustvorträge 8.682 0
Summe latente Steueransprüche/-schulden 13.262 13.500
Saldierung -11.411 -11.411
Summe latente Steueransprüche/-schulden nach Saldierung 1.851 2.089
in TEUR Aktiva Passiva
31.12.2017 31.12.2017
Immobilien im Finanzanlagevermögen 0 197
Immaterielle Vermögenswerte 13 3.922
Sachanlagen 47 8
Andere Finanzanlagen und finanzielle Vermögenswerte und nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 0 9.371
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 2.790
Rechnungsabgrenzungsposten 218 1.857
Pensionsverpflichtungen 517 0
Sonstiges 2.821 119
Verlustvorträge 13.530 0
Summe latente Steueransprüche/-schulden 17.146 18.264
Saldierung -14.298 -14.298
Summe latente Steueransprüche/-schulden nach Saldierung 2.848 3.966

Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge werden im Konzern nur aktiviert, soweit diese Verlustvorträge als werthaltig bzw. wahrscheinlich nutzbar angesehen werden, aber mindestens in der Höhe, wie diesen zu versteuernde temporäre Differenzen gegenüberstehen. Die latenten Steuererstattungsansprüche auf Verlustvorträge ergeben sich im Wesentlichen aus der Deutsche Balaton AG und der Beta Systems Software AG mit ihren Tochtergesellschaften. Dabei wurden aus den insgesamt bestehenden Verlustvorträgen in Höhe von 521.180 TEUR (Vj. 300.118 TEUR), 22.822 TEUR (Vj. 37.790 TEUR) (Körperschaftsteuer) bzw. 31.415 TEUR (Vj. 43.631 TEUR) (Gewerbesteuer) sowie ausländische Ertragsteuern von 1.128 TEUR (Vj. 2.731 TEUR) berücksichtigt. Der Ansatz der latenten Steueransprüche erfolgt auf Basis der Planung des Konzerns. Darüber hinaus wurden latente Steueransprüche mit latenten Steuerschulden gem. IAS 12.74 in Höhe von 11.411 TEUR (Vj. 14.298 TEUR) saldiert, da die Steueransprüche wie auch die Steuerschulden gegenüber derselben Finanzbehörde bestehen.

Der Konzern verfügt zum Bilanzstichtag über steuerliche Verlustvorträge in folgender Höhe:

in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Verlustvorträge (KSt) 256.531 136.091
Verlustvorträge (GewSt) 246.351 139.040
Ausländische Ertragsteuern 18.298 24.988

Es lässt sich nur bedingt verlässlich abschätzen, wann und in welchem Umfang die steuerlichen Verlustvorträge genutzt werden können, insbesondere bei Gesellschaften, die überwiegend steuerfreie Erträge generieren. Aus diesen Gründen bleiben bei der Berechnung der latenten Steueransprüche gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 214.936 TEUR (Vj. 95.409 TEUR), körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 233.709 TEUR (Vj. 98.300 TEUR) sowie ausländische Ertragsteuern in Höhe von 17.170 TEUR (Vj. 22.257 TEUR) unberücksichtigt.

Der Anstieg der gewerbesteuerlichen und körperschaftsteuerlichen Verlustvorträge resultiert im Wesentlichen aus der Erstkonsolidierung der SPARTA AG mit einem gewerbesteuerlichen Verlustvortrag in Höhe von 117.103 TEUR und einem körperschaftsteuerlichen Verlustvortrag in Höhe von 115.554 TEUR.

Steuerliche Verluste in Deutschland können nach derzeitiger Rechtslage auf unbestimmte Zeit vorgetragen werden. Die Nutzung der steuerlichen Verlustvorträge in Deutschland ist derzeit in Höhe von 1.000 TEUR pro Jahr unbeschränkt möglich. Der übersteigende Teil des steuerlichen Ergebnisses ist zu 60 % mit dem verbleibenden Verlustvortrag verrechenbar. Im Deutsche Balaton Konzern sind die amerikanischen und kanadischen Verlustvorträge jeweils für 20 Jahre realisierbar, die spanischen Verlustvorträge für 15 Jahre und alle weiteren ausländischen Verlustvorträge sind unbegrenzt nutzbar.

Als nicht realisierbar sieht die Gesellschaft zum jetzigen Zeitpunkt latente Steuern auf folgende Verlustvorträge (unter Angabe der daraus resultierenden steuerlichen Erstattungsansprüche) an:

Nicht realisierbare Verlustvorträge im Ausland 31.12.2018 31.12.2017
USA (in TUSD) 9.785 10.595
Kanada (in TCAD) 5.026 4.857
Großbritannien (in TGBP) 1.985 2.329
Österreich (in TEUR) 367 -
Spanien (in TEUR) 3.037 2.676
Belgien (in TEUR) 730 613
Italien (in TEUR) 119 199
Schweiz (in TCHF) 340 -

26. Vorräte

Die unter den Vorräten ausgewiesenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie fertige und unfertige Erzeugnisse werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Im Rahmen von banküblichen Sicherungsverträgen, wie Raumsicherungsvereinbarungen, dienen die Vorräte zur Besicherung von Bankkrediten. Der Buchwert der als Sicherheit verpfändeten Vorräte beträgt zum 31. Dezember 2018 4.191 TEUR (Vj. 21.292 TEUR) und bezieht sich im Geschäftsjahr 2018 sowohl auf Vorräte als auch auf Immobilien. Es sind wie im Vorjahr keine wesentlichen Wertminderungen auf Vorräte als Aufwand berücksichtigt worden.

in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.869 23.094
Unfertige Erzeugnisse 2.355 3.577
Fertige Erzeugnisse 1.423 1.423
9.619 28.094

In den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind 4.191 TEUR (Vj. 21.292 TEUR) Immobilienbestand enthalten. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem Verkauf einer im Bau befindlichen Immobilie (17.810 TEUR). Im Geschäftsjahr 2018 wurden in Höhe von 99 TEUR Anzahlungen für den Erwerb von Vorräten geleistet (Vj. 2 TEUR). Im Geschäftsjahr 2018 wurde eine weitere Immobilie in Höhe von 793 TEUR erworben.

27. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Forderungen gegen Kunden 26.657 30.307
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen 46 0
26.703 30.307

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen für erwartete uneinbringliche Beträge bilanziert. Die Buchwerte dieser innerhalb der nächsten zwölf Monate zur Zahlung fällig werdenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen aufgrund ihrer kurzen Laufzeit annähernd ihren beizulegenden Zeitwerten. Der Rückgang des Postens resultiert im Wesentlichen aus der Entkonsolidierung des Teilkonzerns "Infoniqa AT" im Geschäftsjahr 2018.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind 80 TEUR Forderungen aus Fertigungsaufträgen im Rahmen der zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung enthalten (Vj. 68 TEUR).

in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Fertigungsaufträge (PoC)
Aktivierte Auftragserlöse 180 255
Erhaltene Teilzahlungen -100 -187
80 68

Die Fertigungsaufträge werden in der Herstellungsphase zu Herstellungskosten zuzüglich Marge in der Bilanz aktiviert. Der Gesamterlös der Fertigungsaufträge der betroffenen Gesellschaft beträgt in der Periode 755 TEUR (Vj. 56 TEUR).

Der Konzern nutzt derivative Finanzinstrumente in geringem Umfang zur wirtschaftlichen Absicherung des beizulegenden Zeitwerts seiner Forderungen in Fremdwährung.

Zum Bilanzstichtag bestehen daher Devisenforwards mit einem Nominalvolumen in Höhe von:

 

31.12.2018

Nominalvolumen beizulegender Zeitwert
in TEUR
USD 1.055 TUSD EUR -33
-33

 

31.12.2017

Nominalvolumen beizulegender Zeitwert
in TEUR
USD 1.080 TUSD EUR 53
53

Für die Ermittlung dieser Werte werden die abgesicherten Werte den sich unter Anwendung des Fremdwährungskurses zum Stichtag ergebenden Beträgen gegenübergestellt.

Die positiven Marktwerte werden in den anderen Finanzanlagen und finanziellen Vermögenswerten, die negativen in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Abgezinste Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Fälligkeit von mehr als zwölf Monaten sind in Höhe von 4.264 TEUR (Vj. 7.301 TEUR) in dem Gesamtwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten. Der verwendete Zinssatz beträgt 1,9 % p. a. (Vj. 1,61 % p. a.).

Nachfolgende Tabelle gliedert die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit Fälligkeit größer einem Jahr wie folgt:

in TEUR
Barwert der Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen, fällig in >12 Monaten 31.12.2018
Geschäftsjahr 2020 2.143
Geschäftsjahr 2021 1.236
Geschäftsjahr 2022 801
Geschäftsjahr 2023 26
Geschäftsjahr 2024 22
Geschäftsjahr 2025 12
Geschäftsjahr 2026 12
Geschäftsjahr 2027 12
4.264
in TEUR
Barwert der Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen, fällig in >12 Monaten 31.12.2017
Geschäftsjahr 2019 4.896
Geschäftsjahr 2020 1.411
Geschäftsjahr 2021 887
Geschäftsjahr 2022 107
7.301

Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

in TEUR
31.12.2018 31.12.2017
Altersstruktur Buchwert Wertminderung Buchwert Wertminderung
Noch nicht fällig 23.898 0 24.831 0
Fällig in 0 - 30 Tagen 1.969 -3 3.898 0
Überfällig 31 - 90 Tage 590 0 883 0
Überfällig 91 - 180 Tage 42 -8 458 -38
Überfällig 181 - 365 Tage 72 -15 29 -20
Überfällig mehr als 365 Tage 168 -90 381 -47
26.692 -115 30.480 -105

Die Einbringlichkeit der nicht fälligen Forderungen wird als gegeben erachtet.

Die Wertberichtigung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat sich in 2018 wie folgt entwickelt:

in TEUR
Vortrag 01.01.2018 105 Vortrag 01.01.2017 200
Zuführungen 57 Zuführungen 69
Verbrauch -26 Verbrauch -26
Auflösungen -20 Auflösungen -138
Umbuchungen 0 Umbuchungen 0
Währungskursdifferenzen 0 Währungskursdifferenzen 0
Stand zum 31.12.2018 115 Stand zum 31.12.2017 105

In dem Posten "Zuführungen" sind 0 TEUR (Vj. 6 TEUR) aufgrund der Veränderung des Konsolidierungskreises enthalten. In dem Posten "Auflösungen" sind 6 TEUR (Vj. 5 TEUR) aufgrund der Veränderung des Konsolidierungskreises enthalten.

Wie im Vorjahr nutzen zwei Konzerngesellschaften Factoring als Finanzierungsinstrument.

28. Sonstige Vermögenswerte

in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen N/A 3.619
- davon besichert N/A 3.454
Steuerüberzahlungen (insb. USt.) 198 290
Forderungen gegen Factor N/A 500
Vorauszahlungen (ARAP) 1.402 1.021
Derivative Finanzinstrument N/A 53
Sonstiges 600 6.670
- davon Darlehensforderungen nebst Zinsen N/A 4.756
- davon besicherte Darlehensforderungen N/A 3.316
2.199 12.153

Der Posten "Steuerüberzahlungen" beinhaltet Forderungen gegenüber Finanzbehörden, insbesondere im Zusammenhang mit der Umsatzsteuer.

Der Posten "Vorauszahlungen" beinhaltet Zahlungen der Konzerngesellschaften für Leistungen, die erst nach dem Bilanzstichtag erbracht werden.

29. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Kasse und Guthaben bei Kreditinstituten 15.146 22.653

Als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten erfasst.

30. Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital/Anzahl der ausgegebenen Aktien

Das gezeichnete Kapital der Deutsche Balaton AG betrug zum Bilanzstichtag 116.404,00 EUR und war in 116.404 auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennwert (Stückaktien) mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 EUR je Aktie eingeteilt. Die Aktien der Deutsche Balaton AG sind in den Open Market, Entry Standard, an der Frankfurter Wertpapierbörse einbezogen.

Das Grundkapital ist in Höhe von 116.404,00 EUR vollständig einbezahlt. Jede Aktie gewährt eine Stimme.

Der Hauptversammlungsbeschluss vom 30. August 2017, das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von 11.640.424,00 Euro, eingeteilt in 11.640.424 auf den Inhaber lautende Stückaktien, um 24,00 Euro auf 11.640.400,00 Euro herabzusetzen, wurde im Geschäftsjahr 2018 umgesetzt. Die Kapitalherabsetzung erfolgte zum Zweck der Abrundung des Grundkapitals auf einen durch einhundert teilbaren Betrag, um eine weitere Kapitalherabsetzung durchführen zu können. Die Herabsetzung erfolgte durch Einziehung von vierundzwanzig auf den Inhaber lautenden Stückaktien, die die Deutsche Balaton Aktiengesellschaft bereits im Eigenbestand hielt, in vereinfachter Form nach § 237 Abs. 3 Nr. 1 AktG zum Zwecke der Beseitigung dieser Mitgliedschaftsrechte. Der durch die Kapitalherabsetzung frei gewordene Betrag des Grundkapitals in Höhe von vierundzwanzig Euro wurde gemäß § 237 Abs. 5 AktG in die Kapitalrücklage eingestellt.

Das Grundkapital der Gesellschaft, das nach der Kapitalherabsetzung im Wege des vereinfachten Einziehungsverfahrens wie vorgenannt noch 11.640.400,00 Euro betrug und in 11.640.400 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt war, wurde im Wege der ordentlichen Kapitalherabsetzung um 11.523.996,00 Euro auf 116.404,00 Euro nach §§ 222ff. AktG herabgesetzt. Dabei wurden jeweils 100 Stückaktien zu einer Stückaktie zusammengelegt. Die Kapitalherabsetzung diente in voller Höhe von 11.523.996,00 Euro dem Zweck der Einstellung in die Kapitalrücklage. Etwaige Spitzen, die dadurch entstanden, weil ein Aktionär eine nicht im Zusammenlegungsverhältnis von 100 zu eins teilbare Anzahl von Stückaktien hielt, wurden von dem von der Gesellschaft beauftragten Finanzinstitut mit anderen Spitzen zusammengelegt und für Rechnung der Beteiligten an der Börse verwertet. Die Verwertung der Aktienspitzen konnte nach Maßgabe von § 226 Abs. 3 AktG oder freihändig vorgenommen werden.

Bedingtes Kapital

Das Grundkapital wird um bis zu 5.820.212,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 5.820.212 neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von je 1,00 EUR bedingt erhöht (Bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von auf den Inhaber lautenden Stückaktien an die Inhaber von Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) (zusammen die "Schuldverschreibungen") jeweils mit Options- oder Wandlungsrechten bzw. -pflichten, die aufgrund der von der Hauptversammlung vom 31. August 2016 beschlossenen Ermächtigung bis zum 30. August 2021 von der Deutsche Balaton Aktiengesellschaft oder einer Konzerngesellschaft der Deutsche Balaton Aktiengesellschaft im Sinne von § 18 AktG, an der die Deutsche Balaton Aktiengesellschaft unmittelbar oder mittelbar zu mindestens 90 % der Stimmen und des Kapitals beteiligt ist, ausgegeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie von den Options- oder Wandlungsrechten aus den vorgenannten Schuldverschreibungen tatsächlich Gebrauch gemacht wird oder Wandlungspflichten aus solchen Schuldverschreibungen tatsächlich erfüllt werden und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch die Ausübung von Options- bzw. Wandlungsrechten oder durch die Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn der Gesellschaft teil; sie nehmen stattdessen bereits von Beginn des ihrer Ausgabe vorangehenden Geschäftsjahres am Gewinn der Gesellschaft teil, wenn im Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien ein Gewinnverwendungsbeschluss der Hauptversammlung über den Gewinn dieses Geschäftsjahres noch nicht gefasst worden ist.

Genehmigtes Kapital

Im Handelsregister der Deutsche Balaton AG ist ein genehmigtes Kapital eingetragen. Die Hauptversammlung vom 28. August 2014 hatte den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 27. August 2019 einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals um bis zu insgesamt 5.820.212,00 EUR durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital).

Die neuen Aktien sind ab dem Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie ausgegeben werden, gewinnberechtigt. Grundsätzlich ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, bei einer Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre für Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben, auszuschließen. Der Vorstand kann ferner das Bezugsrecht ausschließen, soweit es erforderlich ist, um Inhabern von Options- oder Wandlungsrechten bzw. den zur Optionsausübung oder Wandlung Verpflichteten aus Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente), die von der Deutsche Balaton Aktiengesellschaft oder einer Konzerngesellschaft der Deutsche Balaton Aktiengesellschaft im Sinne von § 18 AktG, an der die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar zu mindestens 90 % der Stimmen und des Kapitals beteiligt ist, ausgegeben werden, ein Bezugsrecht auf neue auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung der Options- oder Wandlungsrechte bzw. nach Erfüllung der Wandlungs- oder Optionspflichten als Aktionär zustünde. Ferner kann der Vorstand das Bezugsrecht der Aktionäre bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen ausschließen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet und der rechnerische Anteil der unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals, das die Gesellschaft im Zeitpunkt des Wirksamwerdens oder - soweit niedriger - im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung hat, nicht überschreiten. Auf diese vorgenannte Begrenzung auf 10 % des Grundkapitals sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert werden oder die zur Bedienung von Options- oder Wandelanleihen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) mit Wandlungs- oder Optionsrechten bzw. Wandlungs- oder Optionspflichten ausgegeben werden bzw. ausgegeben werden können oder müssen, sofern die Options- oder Wandelanleihen, Genussrechte oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) nach dem Wirksamwerden dieser Ermächtigung in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre ausgegeben werden. Ferner kann das Bezugsrecht bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen an Unternehmen oder von sonstigen Vermögensgegenständen oder Ansprüchen auf den Erwerb von Vermögensgegenständen einschließlich Forderungen gegen die Gesellschaft oder ihre Konzerngesellschaften ausgeschlossen werden. Die neuen Aktien können schließlich auch von einem durch den Vorstand bestimmten Kreditinstitut mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Kreditinstituten gleichgestellt sind in diesem Fall die nach § 53 Abs. 1 Satz 1 oder § 53b Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 7 des Gesetzes über das Kreditwesen tätigen Unternehmen. Der Vorstand bedarf für einen Ausschluss des Bezugsrechts in den vorgenannten Fällen jeweils der Zustimmung des Aufsichtsrats. Der Vorstand hat von der vorstehenden Ermächtigung bislang keinen Gebrauch gemacht.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage in Höhe von 58.846 TEUR (Vj. 47.322 TEUR) umfasst die Beträge, die bei der Ausgabe von Aktien über den Nennbetrag erzielt worden sind. Im Geschäftsjahr 2018 wurden Beträge in Höhe von 11.524 TEUR (Vj.: 0 TEUR) im Rahmen einer Kapitalherabsetzung in die Kapitalrücklage eingestellt.

Eigene Anteile

Die ordentliche Hauptversammlung der Deutsche Balaton AG vom 31. August 2015 hat den Vorstand ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb darf nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichteten öffentlichen Kaufangebots bzw. mittels an alle Aktionäre gerichteter öffentlicher Einladung zur Abgabe von Verkaufsofferten erfolgen. Unter bestimmten weiteren Voraussetzungen ist der Vorstand berechtigt, den Erwerb eigener Aktien auch außerhalb der Börse vorzunehmen, wenn der Erwerb eigener Aktien im Rahmen des Erwerbs von oder des Zusammenschlusses mit Unternehmen oder des Erwerbs von Beteiligungen an Unternehmen erfolgt oder wenn es sich um einen Paketerwerb von mindestens 1 % des Grundkapitals handelt und ein solcher Erwerb einem Zweck dient, der im vorrangigen Interesse der Gesellschaft liegt und der Paketerwerb geeignet und erforderlich ist, diesen Zweck zu erreichen. Die Ermächtigung wurde zum 1. September 2015 wirksam und gilt bis zum 31. August 2020. Im Berichtszeitraum wurden von der Gesellschaft aufgrund obiger Ermächtigungen der Hauptversammlung insgesamt 3.257 (Vj. 162.455) eigene Aktien, entsprechend einem Anteil am Grundkapital von rd. 2,8 %, erworben. Zusammen mit den bereits zum Geschäftsjahresbeginn gehaltenen 8.379 (vor der Kapitalherabsetzung: 837.901) eigenen Aktien hält die Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 insgesamt 11.636 eigene Aktien. Das vorgenannte satzungsmäßige Maximalvolumen von 10 % wurde damit erreicht. Wie im Vorjahr sind die eigenen Aktien nicht aktivisch ausgewiesen, sondern in gesamter Höhe von 15.245 TEUR (Vj. 9.382 TEUR) eigenkapitalmindernd vom Eigenkapital abgesetzt.

Übrige Rücklagen

in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Rücklage aus der Bewertung von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert N/A 87.487
Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -594 -514
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung 216 182
-378 87.155

Die Rücklage aus der Bewertung von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert wurde in Zusammenhang mit der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 in die Gewinnrücklage umgegliedert.

Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung

Der Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung beinhaltet Umrechnungsgewinne und -verluste, die im Rahmen der Konsolidierung entstanden sind. Er beinhaltet die Umrechnungsdifferenz der funktionalen Währung in die Berichtswährung. Einbezogen werden ebenfalls Umrechnungsdifferenzen aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen.

Gewinnrücklage

Die Gewinnrücklage umfasst die gesetzliche Rücklage, die nach deutschem Aktienrecht zu bilden ist sowie die Erstanwendungseffekte von IFRS 9 und IFRS 15 aus der IFRS-Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2018. Außerdem werden im Posten "Gewinnrücklage" die angesammelten Periodenergebnisse ausgewiesen.

in TEUR 2018 2017
Gewinnrücklage (01.01.) 150.812 112.008
Veränderung aus IFRS 9 und IFRS 15 92.912 N/A
Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallende Gewinne -23.106 39.374
Veränderungen im Konsolidierungskreis -5.884 -570
Gewinnrücklage (31.12.) 214.734 150.812

Gewinnverwendung

in TEUR 2018 2017
Ausgezahlte Dividende 0 0

Darstellung des Eigenkapitals im Jahresabschluss (HGB)

In nachfolgender Tabelle wird das Eigenkapital der Deutsche Balaton AG nach handelsrechtlichen Vorschriften nationalen Rechts im Jahresabschluss dargestellt.

in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Gezeichnetes Kapital abzgl. eigener Anteile 105 10.803
Kapitalrücklage 61.646 50.122
Gewinnrücklage 99.768 95.346
Bilanzgewinn 3.126 7.155
Summe Eigenkapital (HGB) 164.645 163.426

31. Minderheitsanteile

in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter (Eigenkapital) 65.627 33.392

Der Anteil Dritter am Konzerneigenkapital wird im Posten "Anteile nicht beherrschender Gesellschafter" ausgewiesen.

Der Hinzuerwerb oder Verkauf von Anteilen an Tochterunternehmen durch das Mutterunternehmen und beschlossene Kapitalerhöhungen und -herabsetzungen führen neben der anteiligen Berücksichtigung des Periodenergebnisses im Konzern zu Veränderungen beim Minderheitenanteil. Ein positives Periodenergebnis in Höhe von 835 TEUR (Vj. 7.235 TEUR) entfällt auf die Minderheiten. Für weitere Informationen, insbesondere zur Veränderung im Konsolidierungskreis, wird auf Tz. 4 verwiesen.

32. Langfristige Schulden

in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Bankdarlehen 20.071 25.345
Sonstiges 817 7.464
Sonstiges von den Gesellschaftern langfristig zur Verfügung gestelltes Kapital 4.441 4.637
25.329 37.446

Seit dem Geschäftsjahr 2007 wird eine Gesellschaft in der Rechtsform einer deutschen Personengesellschaft in den Konzernabschluss mit einbezogen. Im Geschäftsjahr 2014 kam durch den Erwerb der MS "Active" Schiffahrts GmbH & Co. KG eine weitere Personengesellschaft hinzu. Mit den Gesellschaften Nordic SSW 1000 AG & Co.KG und OOC CTV GmbH & Co.KG sind im Geschäftsjahr 2016 zwei weitere Personengesellschaften zugegangen. Gemäß den einschlägigen IFRS-Vorschriften sind Kommanditanteile, sofern es sich um Anteile Dritter handelt, im Konzernfremdkapital als langfristig zur Verfügung gestelltes Kapital auszuweisen.

Die wesentlichen Darlehen des Konzerns haben folgende Merkmale:

Im Geschäftsjahr 2016 wurde zur Finanzierung der Bestandsimmobilien eine bisher kurzfristige Finanzierung abgelöst von einem neuen Darlehen mit einem Kreditvolumen von 6.200 TEUR. Das neue Darlehen wird mit 2,08 % p. a. verzinst und monatlich in Höhe von 15 TEUR getilgt. Die Laufzeit des Darlehens endet am 30. September 2025.

Im Geschäftsjahr 2018 wurde zur Finanzierung der Bestandsimmobilien eine bisher konzerninterne Finanzierung abgelöst von einem neuen Darlehen mit einem Kreditvolumen von 2.800 TEUR. Das neue Darlehen wird mit 2,52 % p. a. verzinst. Die Laufzeit des Darlehens endet am 30. September 2025.

Darüber hinaus besteht ein langfristiges Darlehen in Höhe von ursprünglich 1.000 TEUR, das sich mit Euribor zuzüglich 200 Basispunkte verzinst. Das Darlehen wäre in Höhe von 500 TEUR zum 30. März 2016 endfällig gewesen. Im Rahmen einer Umfinanzierung wurde das Darlehen bis zum 30. September 2020 verlängert. Zum 31. Dezember 2018 sind davon 100 TEUR in den langfristigen Schulden ausgewiesen. Das Darlehen ist jährlich in Höhe von 100 TEUR zu tilgen.

Zur Finanzierung von Ausschüttungen einer Tochtergesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2017 ein weiteres Darlehen in Höhe von 3.000 TEUR aufgenommen. Das Darlehen unterliegt einem variablen Zinssatz, der sich am 3-Monats-Euribor orientiert zzgl. einer Marge von 1,9 % p.a. Das Darlehen wird quartalsweise mit 125 TEUR getilgt. Als Sicherheit dient eine erstrangige Grundschuld auf eine Immobilie.

Zur Ablösung eines Gesellschafterdarlehens wurde im Geschäftsjahr 2016 ein Darlehen in Höhe von 1.400 TEUR aufgenommen. Das Darlehen wird variabel verzinst und unterliegt einer jährlichen Tilgung in Höhe von 280 TEUR. Die Tilgung erfolgt quartalsweise. Die Vertragslaufzeit endet im Geschäftsjahr 2021.

Für die Finanzierung des Schüttgutfrachters wurde im Geschäftsjahr 2015 ein US-Dollar-Darlehen in Höhe von 3.880 TUSD aufgenommen. Das Darlehen unterliegt einem variablen Zinssatz, der sich an dem US-Dollar-Libor orientiert zuzüglich eines Liquiditätsaufschlags von 0,33 % und einer Marge von 0,9 % p. a. Das Darlehen wird quartalsweise in Höhe von 110 TUSD getilgt.

Zur Finanzierung einer Wohnimmobilie wurde im Geschäftsjahr 2015 ein Darlehen in Höhe von maximal 4.000 TEUR aufgenommen. Das Darlehen wurde zum 31. Dezember 2017 in Höhe von 2.437 TEUR in Anspruch genommen. Der aktuelle Zinssatz beträgt 1,75 % und unterliegt einer jährlichen Anpassung an den Drei-Monats-Euribor. Die Zinszahlungen sind monatlich zu leisten.

Zur Finanzierung des Feederschiffs wurde im Geschäftsjahr 2016 ein Darlehen in Höhe von 3.797 TEUR aufgenommen. Das variabel verzinste Darlehen ist im Geschäftsjahr 2028 endfällig und unterliegt einer quartalsweisen Tilgung in Höhe von 83 TEUR. Zum 31. Dezember 2018 sind davon 2.723 TEUR in den langfristigen Schulden ausgewiesen.

Mit dem Erwerb eines Crew-Transfer-Schiffes wurde ein Darlehen in Höhe von 2.300 TEUR in Anspruch genommen. Die Verzinsung ist variabel und wird bis zur Endfälligkeit monatlich in Höhe von 19 TEUR getilgt. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 1. Februar 2021.

Für den Erwerb eines Grundstücks wurde im Geschäftsjahr 2018 ein Darlehen in Höhe von 510 TEUR aufgenommen, welches sich variabel verzinst und bis zum 20. Juni 2020 gewährt wird.

Für die Finanzierung von Immobilien wurden einem Unternehmen zwei Bankdarlehen gewährt. Ein Darlehen in Höhe von 598 TEUR mit einer Laufzeit bis zum Januar 2020 und einer Verzinsung von 1,49 % sowie ein Darlehen in Höhe von 750 TEUR welches zum Bilanzstichtag in Höhe von 512 TEUR in Anspruch genommen wurde und einer Verzinsung von 2,2 % unterliegt und 2021 endfällig ist.

Neben den langfristigen Immobilienfinanzierungen und den oben beschriebenen langfristigen Darlehen und Kommanditanteilen Dritter bestehen im Konzern keine wesentlichen Schulden mit einer Restlaufzeit von mehr als zwölf Monaten.

33. Leistungen an Personal

Im Deutsche Balaton Konzern bestehen Pensionsverpflichtungen sowohl aufgrund formaler Einzelzusagen als auch aufgrund allgemeiner Versorgungsordnungen. Aufwendungen in Zusammenhang mit diesen Pensionsverpflichtungen sind in den Posten "Zuwendungen an Personal" sowie "Finanzierungsaufwendungen" enthalten.

Zusagen Beta Systems Software AG

Aufgrund von Einzelvereinbarungen und -verträgen gewährt die Tochtergesellschaft Beta Systems Software AG einem ehemaligen Vorstand sowie einem ehemaligen Mitglied des Managements Pensionsansprüche. Die Leistungen sind von den Dienstjahren und vom Gehalt abhängig.

Eine Versorgungszusage besteht gegenüber ehemaligen Betriebsangehörigen der Beta Systems Software AG. Diese Pensionsverpflichtungen basieren auf einer Betriebsvereinbarung vom 21. Dezember 1972 sowie Ergänzungen hierzu. Anspruchsberechtigt waren alle Mitarbeiter, die bis zum 20. September 1987 in das Unternehmen eingetreten waren. Die Versorgungsordnung sieht nach Ablauf einer zehnjährigen Betriebszugehörigkeit die Gewährung einer Altersrente bei Ausscheiden nach Vollendung des 65. Lebensjahres bzw. bei Inanspruchnahme der vorgezogenen Altersrente in voller Höhe aus der gesetzlichen Rentenversicherung sowie die Gewährung einer Invalidenrente bei Ausscheiden nach Vollendung des 58. Lebensjahres wegen dauernder Erwerbsunfähigkeit im Sinne der gesetzlichen Rentenversicherung. Die Höhe der Altersrente ist im Wesentlichen abhängig von der Anzahl der geleisteten Dienstjahre.

Da bereits alle anspruchsberechtigten Personen aus der Gesellschaft ausgeschieden sind und damit keine neuen Ansprüche mehr verdient werden können, ergibt sich das Risiko der Gesellschaft ausschließlich aus der Entwicklung der Zinssätze, dem erwarteten Renteneintrittsalter und Rentensteigerungen sowie der Lebenserwartung der anspruchsberechtigten Personen.

Zur teilweisen Deckung ihrer Pensionsverpflichtungen unterhält die Gesellschaft ein Planvermögen, bestehend aus qualifizierten Versicherungsverträgen, Zahlungsmitteln und - äquivalenten sowie verpfändeten Bundeswertpapieren der Bundesrepublik Deutschland.

Mit Kauf der Anteile an der HORIZONT Software GmbH im Segment "Beta Systems" besteht eine weitere Versorgungszusage gegenüber einem ehemaligen und vier aktiven Betriebsangehörigen. Die Pensionsansprüche wurden vor dem Erwerb durch die Beta Systems Software AG an einen Pensionsfonds verkauft und somit ausgelagert. Vergangene und zukünftige Ansprüche gegen die HORIZONT Software GmbH aus Pensionsleistungen bestehen daher nicht. Die Passivierung der Pensionsverpflichtung erfolgt, da infolge von § 1 des Betriebsrentengesetzes eine Subsidiärhaftung besteht. Die Pensionsverpflichtungen ergeben sich aus dem Rahmenvertrag vom 17. September 2010/27. September 2010. Die Versorgungsberechtigten erhalten eine Altersrente nach dem Ausscheiden aus den Diensten des Unternehmens nach Vollendung des 65. Lebensjahres, aber nicht vor Vollendung des 60. Lebensjahres und nicht, bevor diese Zusage mindestens zehn Jahre bestanden hat. Weiterhin wird eine Invalidenrente beim Ausscheiden aus den Diensten des Unternehmens infolge Berufsunfähigkeit gewährt. Bei der monatlichen Alters- bzw. Invalidenrente handelt es sich um feste Beträge. Eine vor Vollendung des 65. Lebensjahres in Anspruch genommene Altersrente wird für jeden bei Beginn der Rentenzahlung an der Vollendung des 65. Lebensjahres fehlenden Monat um 0,5 % bzw. 0,4 % gekürzt. Die Anwartschaft auf Partnerrente beträgt 60 % der Alters- bzw. Invalidenrente. Ab Rentenbeginn werden die Versorgungsleistungen um 2 % p. a. bzw. mindestens 2 % p. a. gegenüber der Vorjahresrente angehoben; diese Rentensteigerungen werden auf eine gesetzliche Anpassung nach § 16 BetrAVG angerechnet.

Zusage Eppstein

Eine weitere Versorgungszusage besteht gegenüber einigen ehemaligen und aktiven Betriebsangehörigen der EppsteinFOILS GmbH & Co KG. Die Pensionsverpflichtungen ergeben sich aus einer Versorgungsordnung vom 20. Juli 1987. Anspruchsberechtigt sind die Mitarbeiter(innen), die bis zum 31. Dezember 1995 in die Firma eingetreten sind. Nicht anspruchsberechtigt sind Mitarbeiter(innen), die wegen ihrer geringfügigen Beschäftigung versicherungsfrei sind oder nur aushilfsweise beschäftigt waren bzw. solche Mitarbeiter, die bei Beginn ihrer anrechenbaren Dienstzeit das Höchstalter von 55 Jahren überschritten hatten. Die Höhe des Ruhegeldes ist abhängig von der Entgeltgruppe und den geleisteten Dienstjahren.

Neben einem Ruhegeld wird auch ein Hinterbliebenengeld gewährt. Das Ruhegeld wird gewährt (1) als Altersrente bei Ausscheiden mit oder nach Erreichen der festen Altersgrenze von 65 Jahren, (2) als vorzeitige Altersrente bei Bezug von vorgezogenem oder flexiblem Altersruhegeld aus der gesetzlichen Rentenversicherung oder (3) als Invalidenrente bei Ausscheiden mit nachfolgender Erwerbsunfähigkeit oder bei Ausscheiden mit nachfolgender Berufsunfähigkeit, wenn die Berufsunfähigkeit nach Vollendung des 50. Lebensjahres und einer anrechenbaren Dienstzeit von 15 Jahren eintritt oder auf Arbeitsunfall oder Berufskrankheit zurückzuführen ist.

Hinterbliebenengeld wird gewährt als Witwen- oder Witwerrente an überlebende Ehegatten und Waisenrenten an überlebende Kinder nach dem Tode eines Anwärters oder Ruhegeldempfängers; Witwen- oder Witwerrente jedoch nur, wenn das Arbeitsverhältnis erst nach dem 31. Dezember 1986 geendet hat. Ausgeschlossen von der Witwen- oder Witwerrente sind diejenigen, deren Ehe erst während des Ruhestands oder nach Vollendung des 55. Lebensjahres geschlossen wurde (Spätehenklausel) oder deren Ehe am letzten 1. Dezember noch kein Jahr bestanden hatte (Ehedauerklausel) oder die Aufnahmebedingungen für das Versorgungswerk am vorletzten 1. Dezember noch nicht erfüllt waren.

Risiken ergeben sich für die Gesellschaft aus der Entwicklung der Zinssätze, dem erwarteten Renteneintrittsalter und Rentensteigerungen sowie der Lebenserwartung der anspruchsberechtigten Personen.

Als Planvermögen wird eine verpfändete Rückdeckungsversicherung berücksichtigt.

Im Geschäftsjahr 2015 wurde eine weitere Versorgungszusage gegenüber den Mitarbeitern der Eppstein Technologies GmbH, Eppstein, gemacht. Die Regelungen der Zusage entsprechen denen der EppsteinFOILS GmbH & Co KG.

Zusage MISTRAL Media AG

Die Zusage der MISTRAL Media besteht gegenüber sechs ehemaligen Betriebsangehörigen der Gesellschaft. Da bereits alle anspruchsberechtigten Personen aus der Gesellschaft ausgeschieden sind und damit keine neuen Ansprüche mehr verdient werden können, ergibt sich das Risiko der Gesellschaft ausschließlich aus der Entwicklung der Zinssätze, dem erwarteten Renteneintrittsalter und Rentensteigerungen sowie der Lebenserwartung der anspruchsberechtigten Personen.

Die zukunftsbezogenen Annahmen, die den rechnungsbezogenen Schätzungen in der Bewertung der Altersvorsorgeleistungen zugrunde liegen, werden nachfolgend erläutert:

31. Dezember 2018 2017
Zinssatz (gewichtet) 1,90 % 1,93 %
Pensionssteigerungen 1,5 % - 2,00 % 1,5 % - 2,00 %
Gehaltssteigerungen 0,00 % 0,00 %
Fluktuation Keine Keine
Erwarteter Zinssatz des Planvermögens 1,96% 1,93%

Als Rechnungsgrundlage für die biometrischen Daten wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck herangezogen.

Die Zinssätze wurden in Übereinstimmung mit der mittleren gewichteten Laufzeit (Duration) der jeweiligen Verpflichtung gewählt.

Die Renten-Einzelzusagen bestehen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern der Gesellschaft. Gehaltssteigerungen sind daher nicht relevant.

Die Ermittlung der Verpflichtungen sowie des Planvermögens zum 31. Dezember 2018 beruhen ebenso wie die Ermittlung der Verpflichtungen im Vorjahr auf unabhängigen Gutachten.

in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Überleitung DBO, Marktwert des Planvermögens zu Bilanzansatz
Zeitwert der Verpflichtung 8.633 8.613
Planvermögen -2.579 -2.511
Bilanzansatz 6.054 6.102
Zusammensetzung der Pensionsaufwendungen
in TEUR
Laufender Dienstzeitaufwand 30 31
Zinsen 124 84
Aufwand der Periode 154 115
Überleitung Barwert DBO vom Jahresanfang zum Jahresende
in TEUR
DBO zum 1. Januar 8.613 6.794
Konsolidierungskreisbedingte Änderung 0 2.421
Dienstzeitaufwand 30 31
Zinsaufwand 166 92
Sonstiges 4 0
Effekte aus der Neubewertung 152 -494
Zahlungen an Pensionäre während der Periode -332 -231
DBO zum 31. Dezember 8.633 8.613
Überleitung des Planvermögens
in TEUR
Stand 1. Januar 2.511 1.955
Konsolidierungskreisbedingte Änderung 0 463
(Erwarteter) Ertrag aus dem Planvermögen 42 11
Effekte aus der Neubewertung -13 43
Auszahlungen aus dem Planvermögen 0 0
Beiträge zum Planvermögen 39 39
Stand 31. Dezember 2.579 2.511
Weitere Anhangangaben
in TEUR
2014 2015 2016
Barwert 6.312 6.054 6.794
Beizulegender Zeitwert des Plans 1.903 1.929 1.955
Pensionsrückstellung 4.410 4.125 4.839
Zusammensetzung Planvermögen
in TEUR
2018 2017
Qualifizierte Versicherungsverträge 1.569 1.547
Rückdeckungsversicherung 888 842
Zahlungsmittel und -äquivalente 122 122
Planvermögen 2.579 2.511

Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden bereinigt um den Ertragsteuereffekt erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen. Dabei entfallen von der Gesamtsumme der versicherungsmathematischen Verluste des Geschäftsjahres in Höhe von 152 TEUR (Vj. Gewinne in Höhe von 494 TEUR) auf die Veränderung der finanziellen Annahmen in Höhe von 45 TEUR (Vj. - 503 TEUR), auf Veränderungen der demografischen Angaben in Höhe von 89 TEUR (Vj. 0 TEUR) und auf die Veränderung erfahrungsbedingter Anpassungen in Höhe von 19 TEUR (Vj. 9 TEUR).

Die erfahrungsbedingten Anpassungen der Schulden des Plans sind von untergeordneter Bedeutung.

Eine Veränderung der oben genannten wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen um jeweils einen Prozentpunkt zum Abschlussstichtag unter Anwendung gleicher Methodik hätte zu folgenden Veränderungen des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung geführt:

Sensitivitätsanalyse der DBO zum 31. Dezember 2018:

Eine Erhöhung des Zinssatzes um einen Prozentpunkt würde eine Minderung der DBO um 1.250 TEUR zur Folge haben. Eine Verringerung des Zinssatzes um einen Prozentpunkt bewirkt eine Erhöhung der DBO in Höhe von 1.443 TEUR. Eine Erhöhung der Pensionssteigerung (Rententrend) um einen Prozentpunkt würde eine Erhöhung der DBO um 948 TEUR ergeben. Eine Verringerung der Pensionssteigerung (Rententrend) um einen Prozentpunkt würde eine Minderung der DBO in Höhe von 852 TEUR bewirken.

Folgende Pensionszahlungen an anspruchsberechtigte Personen werden für die nächsten Jahre erwartet:

Erwartete Pensionszahlungen

in TEUR
Geschäftsjahr 2019 328
Geschäftsjahr 2020 307
Geschäftsjahr 2021 326
Geschäftsjahr 2022 325
Geschäftsjahr 2023 322
Geschäftsjahre 2024-2028 1.744

Die durchschnittliche Duration der Pensionsrückstellungen beträgt zwischen 10,6 - 23,9 Jahre.

34. Kurzfristige finanzielle Schulden

in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Bankdarlehen 91.951 58.131
Gesellschafterdarlehen Minderheitsanteile 66 365
Sonstige kurzfristige Darlehen 31.189 2.565
123.206 61.061

Die kurzfristigen finanziellen Schulden betreffen im Wesentlichen Kontokorrentkonten bei Kreditinstituten. Die Schulden gegenüber Kreditinstituten sind vollumfänglich in banküblichem Umfang durch Verpfändung von Wertpapierdepots und Bankkonten besichert. Der Buchwert der verpfändeten Wertpapierdepots beträgt zum Bilanzstichtag 278.040 TEUR (Vj. 225.938 TEUR). Die Kreditlinien bei Geschäftsbanken betragen zum Bilanzstichtag 143.470 TEUR (Vj. 100.554 TEUR) und werden wie im Vorjahr zum Stichtag teilweise in Anspruch genommen.

Die sonstigen kurzfristigen Darlehen betreffen im Wesentlichen Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Nahestehenden Unternehmen in Höhe von 28.801 TEUR (Vj. 0 TEUR) und natürlichen Personen.

Die Zinssätze für Kontokorrentkredite bei Kreditinstituten orientieren sich an den Geldmarktsätzen. Der von der Gesellschaft zu zahlende Aufschlag auf die Geldmarktsätze beträgt in der Regel 100 bis 190 Basispunkte. Darüber hinaus bestehen kurzfristige (teilweise jedoch nicht in Anspruch genommene) Festzinskredite mit Zinssätzen zwischen 0,15 % und 9,56 % (Vj. 0,15 % bis 9,56 %). Fällige Darlehen und Kreditlinien wurden, sofern sie nicht zurückgeführt wurden, durch Anschlussverträge verlängert.

35. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von Vermögenswerten und aus der Inanspruchnahme von Dienstleistungen in geschäftsüblichem Umfang.

Die nachfolgende Darstellung gibt die Fälligkeiten der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wieder:

in TEUR 31.12.2018
Fälligkeit bis 30 Tage Fälligkeit bis 90 Tage Fälligkeit > 90 Tage Gesamt
2.921 98 14 3.033
in TEUR 31.12.2017
Fälligkeit bis 30 Tage Fälligkeit bis 90 Tage Fälligkeit > 90 Tage Gesamt
3.763 1.711 1.275 6.749

36. Passive Rechnungsabgrenzungsposten

in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 176 8.690

Der wesentliche Teil des passiven Rechnungsabgrenzungspostens wird bedingt durch die Vorgaben des IFRS 15 zum 31. Dezember 2018 in den Vertragsverbindlichkeiten ausgewiesen.

37. Vertragsverbindlichkeiten

in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Vertragsverbindlichkeiten 9.682 N/A

Innerhalb dieses Postens werden Erträge gemäß IFRS 15 im Geschäftsjahr abgegrenzt.

Der Posten bezieht sich im Wesentlichen auf noch zu realisierende Umsätze für Wartungsdienstleistungen der Beta Systems Software AG und ihren Tochterunternehmen. Die Vertragsverbindlichkeiten erstrecken sich maximal auf einen Zeitraum von 5 Jahren, wobei jedoch der überwiegende Teil resultierend aus Wartungskontrakten innerhalb eines Jahres erfüllt wird.

Im Berichtszeitraum wurden aus den zu Periodenbeginn bestehenden Verbindlichkeiten aus Vertrag anteilige Umsatzerlöse in Höhe von 7.481 TEUR realisiert.

38. Kurzfristige sonstige Schulden

in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 497 508
Verbindlichkeiten Personalbereich 4.675 6.851
Sonstige Steuern (Lohnsteuer und Umsatzsteuer) 1.501 2.573
Verpflichtungen aus Gewährleistungen 140 248
Verbindlichkeit aus Marktbewertung Zinsswap 38 34
Sonstige Verbindlichkeiten 10.041 6.859
16.892 17.073

Die kurzfristigen sonstigen Schulden haben eine Fälligkeit von unter einem Jahr.

Der Posten "Verbindlichkeiten Personalbereich" beinhaltet Vergütungsverpflichtungen gegenüber den Mitarbeitern aus Bonuszahlungen und Tantiemen, Mehrarbeit und nicht genommenem Urlaub sowie Vertriebsprovisionen, Leistungsprämien und zu leistende Erstattungen verauslagter Reisekosten.

Zum Bilanzstichtag bestehen Verpflichtungen aus Gewährleistungen in Höhe von 140 TEUR (Vj. 248 TEUR).

Zum Bilanzstichtag bestehen "Verbindlichkeiten aus Marktbewertung Zinsswap" in Höhe von 38 TEUR (Vj. 34 TEUR). Das Swapgeschäft dient wirtschaftlich zur Absicherung langfristiger Darlehen gegen Zinsänderungsrisiken.

Der Posten "Sonstige Verbindlichkeiten" betrifft insbesondere kurzfristige Verbindlichkeiten des laufenden Geschäftsbetriebs. Derivative Verbindlichkeiten aus der Währungsabsicherung sind im Geschäftsjahr 2018 in Höhe von 33 TEUR (Vj. 0 TEUR) enthalten. Im Geschäftsjahr 2018 ist darüber hinaus eine Verbindlichkeit in Höhe von 717 TEUR (Vj. 517 TEUR) aus Verkäufergarantien enthalten.

39. Eventualforderungen und -verpflichtungen, Haftungsverhältnisse

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich folgendermaßen auf:

in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Eventualforderungen 0 0
Eventualverbindlichkeiten 500 500
Dauerschuldverhältnisse (operating lease) 9.216 8.489

Aus einem anhängenden Rechtsstreit resultiert eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von 500 TEUR. Neben den in der obigen Tabelle aufgeführten Dauerschuldverhältnissen bestehen folgende wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Die Dauerschuldverhältnisse betreffen insbesondere Mietverträge für Büros und Gewerbeflächen sowie Leasingverträge für Betriebs- und Geschäftsausstattung wie Kraftfahrzeuge und Stapler. Dem Deutsche Balaton Konzern sind keine Kaufoptionen für bestehende Leasingverträge bekannt. Im Geschäftsjahr 2018 sind 370 TEUR (Vj. 361 TEUR) als sonstiger Leasingaufwand gemäß IAS 17 in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst (Tz. 14). Zusammen mit den Leasingaufwendungen für Mietverhältnisse ergibt sich ein Gesamtleasingaufwand für das Geschäftsjahr in Höhe von 3.167 TEUR (Vj. 3.136 TEUR). Als Zahlung für Finanzierungsleasingverträge ist in 2018 wie im Vorjahr kein Betrag erfasst.

Darüber hinaus bestehen langfristige Abnahmeverpflichtungen gegenüber Lieferanten in Höhe von rund 7.330 TEUR (Vj. rund 8.059 TEUR).

Die Fristigkeit der Dauerschuldverhältnisse zum 31. Dezember 2018 stellt sich wie folgt dar:

in TEUR < 1 Jahr 1 - 5 Jahre >5 Jahre Summe
Dauerschuldverhältnisse 9.849 5.836 976 16.661
davon Miete für Büro-/Gewerbeflächen 1.788 5.125 975 7.888
davon Leasingverhältnisse (Kfz) 616 711 1 1.328

Die Fristigkeit der Dauerschuldverhältnisse zum 31. Dezember 2017 stellt sich wie folgt dar:

in TEUR < 1 Jahr 1 - 5 Jahre >5 Jahre Summe
Dauerschuldverhältnisse 11.291 4.994 448 16.733
davon Miete für Büro-/Gewerbeflächen 2.099 3.488 291 5.878
davon Leasingverhältnisse (Kfz) 993 1.461 157 2.611

Optionen und Nachbesserungsrechte

Aus ehemaligen Unternehmensbeteiligungen können sich für den Konzern aus Spruchstellenverfahren oder direkten Kaufpreisnachbesserungen aus Unternehmenskaufverträgen gegebenenfalls noch Nachbesserungen auf die erhaltene Abfindung oder den erhaltenen Verkaufspreis ergeben. Eine konkrete Wertermittlung eventueller Nachbesserungen (Eventualforderungen) ist nicht möglich. In diesen Fällen sind die Ansprüche mit einem Erinnerungswert aktiviert.

Für den Deutsche Balaton Konzern könnten sich in Abhängigkeit von mehreren Einflussfaktoren in der Zukunft Erträge aus potentiellen Nachbesserungsansprüchen in Höhe von 0 EUR bis zu rd. 97 Mio. EUR ergeben.

Es bestehen mehrere Optionen zum Erwerb von Anteilen an einer Tochtergesellschaft. Den Optionen wird aktuell kein Wert beigemessen.

Haftungsverhältnisse der Gesellschaft zugunsten von Mitgliedern von Vorstand und Aufsichtsrat bestehen nicht.

40. Angaben zum Fair Value von Finanzinstrumenten und sonstige Angaben

in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Finanzielle Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden 367.314 250.046
Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden 47.757 88.671
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden 4.771 4.671
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden 163.689 125.945

Finanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Schuld oder einem Eigenkapitalinstrument führen.

Der wesentliche Teil finanzieller Vermögenswerte wird zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzten Finanzinstrumenten gehen wir davon aus, dass der Fair Value im Wesentlichen dem Buchwert entspricht.

Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments ist der Preis, zu dem eine Partei die Rechte und Pflichten aus diesem Finanzinstrument von einer unabhängigen anderen Partei übernehmen würde. Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes verwendet der Deutsche Balaton Konzern soweit wie möglich am Markt beobachtbare Daten. Basierend auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren werden die beizulegenden Zeitwerte in unterschiedliche Stufen in der Fair Value-Hierarchie eingeordnet:

Stufe 1: Verwendung von auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten notierten Preisen Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die auf dem aktiven Markt gehandelt werden, basiert aus dem am Bilanzstichtag notierten Marktpreis. Der Markt gilt als aktiv, wenn notierte Preise an einer Börse, von einem Händler, Broker, einer Branchengruppe, einem Preisberechnungsservice oder einer Aufsichtsbehörde leicht und regelmäßig erhältlich sind und diese Preise aktuelle und regelmäßig auftretende Markttransaktionen wie unter unabhängigen Dritten darstellen. Für Vermögenswerte, die der Konzern hält, entspricht der sachgerechte Marktpreis dem vom Käufer gebotenen Geldkurs.
Stufe 2: Verwendung von Inputfaktoren, bei denen es sich nicht um die in Stufe 1 berücksichtigten notierten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (d. h. als Preis) oder indirekt (d. h. in Ableitung von Preisen) beobachten lassen Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die nicht auf einem aktiven Markt gehandelt werden, wird anhand eines Bewertungsverfahrens ermittelt. Der beizulegende Zeitwert wird somit auf Grundlage der Ergebnisse eines Bewertungsverfahren geschätzt, das sich in größtmöglichem Umfang auf Marktdaten und so wenig wie möglich auf unternehmensspezifische Daten stützt. Wenn alle zum beizulegenden Zeitwert benötigten Daten beobachtbar sind, wird das Instrument in Stufe 2 eingeordnet.
Stufe 3: Verwendung von nicht auf beobachtbaren Marktdaten basierenden Faktoren für die Bewertung des Vermögenswerts oder der Verbindlichkeit Falls ein oder mehrere bedeutende Daten nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren, wird das Instrument in Stufe 3 eingeordnet.

Wenn die zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendeten Inputfaktoren in unterschiedliche Stufen der Fair Value-Hierarchie eingeordnet werden können, wird die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in ihrer Gesamtheit der Stufe der Fair Value-Hierarchie zugeordnet, die dem niedrigsten Inputfaktor entspricht, der für die Bewertung insgesamt wesentlich ist.

Nachfolgend werden die angewandten Bewertungsverfahren sowie die verwendeten Inputparameter der einzelnen Klassen finanzieller Vermögenswerte näher erläutert.

Stufe 1

Bei den erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzanlagen und finanziellen Vermögenswerte (lang- und kurzfristig) der Stufe 1 handelt es sich um börsennotierte Finanzinstrumente, die mit ihrem Börsenkurs zum Stichtag bewertet werden.

Stufe 2

Bei den erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzanlagen und finanziellen Vermögenswerten (lang- und kurzfristig) der Stufe 2 handelt es sich im Wesentlichen um nicht börsennotierte Fremdkapitalinstrumente und Genussscheine. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt über die Diskontierung der erwarteten Zahlungsströme. Hierbei kommen aktuelle Marktzinssätze für vergleichbare Vermögenswerte zum Einsatz. Das Bonitätsrisiko ist hierbei in den Zinssatz eingepreist. Bei Fremdkapitalinstrumenten mit einer Restlaufzeit von weniger als zwölf Monaten am Bilanzstichtag, wird unterstellt, dass der Nominalwert dem beizulegenden Zeitwert entspricht, sofern keine Anzeichen eines Zahlungsausfalls vorliegen.

Stufe 3

In den erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzanlagen und finanziellen Vermögenswerte (lang- und kurzfristig) der Stufe 3 sind insbesondere nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente enthalten.

Diese werden mittels gängiger Bewertungsverfahren bewertet: Hierbei finden Schätzwerte und Ermessensentscheidungen Anwendung, welche sich naturgemäß innerhalb von Bandbreiten bewegen. Hierdurch können sich zukünftig Änderungen ergeben.

Discounted Cashflow Verfahren

Hierbei werden die erwarteten Zahlungsströme gemäß der Unternehmensplanung mit aktuellen Marktzinsätzen diskontiert. Spezifische Risiken wie bspw. Abhängigkeiten von Schlüsselpersonen werden dabei in den Zahlungsströmen berücksichtigt. Als Diskontierungszinssatz wird der "Weighted average Cost of Capital" (WACC) verwendet. Auf den so ermittelten Wert kommen gegebenenfalls Zu- und Abschläge, soweit sie sich auf die konkrete Rechnungslegungseinheit beziehen, wie bspw. für mangelnde Fungibilität hinzu. Diese Zu- oder Abschläge orientieren sich an bewertungsüblichen Höhen und bewegen sich innerhalb einer Bandbreite von 10 % und 40 %.

Market Aproach

Beim Market-Aproach werden Transaktionspreise identischer Vermögenswerte herangezogen. Darüber hinaus werden, in Abhängigkeit des Geschäftsmodells, gegebenenfalls weitere Abschläge angesetzt. Diese Abschläge orientieren sich an bewertungsüblichen Höhen und bewegen sich innerhalb einer Bandbreite von 10 % und 40 %.

Substanzwertverfahren

Hierbei werden die Vermögenswerte und Schulden einer Gesellschaft zu Marktpreisen, d.h. unter Aufdeckung aller stillen Reserven und Lasten, bewertet.

Nachfolgende Tabelle gibt eine Übersicht über die finanziellen Vermögenswerte und Schulden, die zum 31. Dezember 2018 zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden.

in TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete andere langfristige und kurzfristige Finanzanlagen und finanzielle Vermögenswerte 325.571 20.647 21.094 367.312
- davon Aktien / Unternehmensbeteiligungen 275.002 2.692 18.475 296.169
- davon Genussscheine, Unternehmensanleihen und Fondanteile 48.118 8.781 2.619 59.517
- davon Sonstiges 2.451 9.174 0 11.626
Finanzielle Schulden 0 0 3.929 3.929

Langfristige und kurzfristige Finanzanlagen und finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 5.190 TEUR werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Zum 31. Dezember 2017 ergaben sich die Buchwerte wie folgt:

in TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Kredite und Forderungen 0 0 0 0
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 207.886 20.231 0 228.117
Zu Handelszwecken gehaltene Wertpapiere 18.052 3.824 0 21.876
Negativer Marktwert aus Zinsswaps 0 0 34 34
Finanzielle Schulden 0 0 4.637 4.637
Derivative Finanzinstrumente (Devisentermingeschäfte) 0 53 0 53

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie der Großteil der finanziellen Schulden werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Wesentliche Differenzen zwischen dem Buchwert und dem beizulegenden Zeitwert existieren hierbei nicht.

Wesentliche Umgruppierungen zwischen den einzelnen Hierarchiestufen fanden in der Berichtsperiode nicht statt.

Die Bewertung von Finanzinstrumenten, die der Hierarchiestufe 3 zugeordnet werden, hat in Summe eine positiven Effekt auf die Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe von 415 TEUR.

Die Überleitung der mithilfe von Inputfaktoren der Stufe 3 bewerteten Finanzinstrumente ergibt sich wie folgt:

in TEUR Finanzanlagen Negativer Marktwert aus Zinsswaps Finanzielle Schulden
Anfangsbestand 01.01.2018 * 15.935 33 4.637
Gesamte Gewinne und Verluste
- in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst 415 5 -33
- im sonstigen Ergebnis erfasst
Einzahlungen 4.326 21
Beendigungen -184
Reklassifizierung in Anteile aus assoziierten Unternehmen
Transfers aus Level 3 hinaus
Endbestand 31.12.2018 21.094 38 4.441

* Der Anfangsbestand der Finanzanlagen enthält die Anpassungen aus der Erstanwendung von IFRS 9 zum 01.01.2018.

in TEUR Negativer Marktwert aus Zinsswaps Finanzielle Schulden
Anfangsbestand 01.01.2017 10 4.797
Gesamte Gewinne und Verluste
- in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst 23 -18
- im sonstigen Ergebnis erfasst
Einzahlungen 22
Beendigungen -164
Reklassifizierung in Anteile aus assoziierten Unternehmen
Transfers aus Level 3 hinaus
Endbestand 31.12.2017 33 4.637

Nettogewinne oder -verluste

Folgende Tabelle stellt die in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigten Nettogewinne oder -verluste von Finanzinstrumenten dar:

in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte (VJ: Kredite und Forderungen) 142 -4.749
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten (1) -37.476 2.583
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte N/A 26.226
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 97 660

(1) Betrifft im Vorjahr Finanzinstrumente, die als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert sind. In den Beträgen enthalten sind auch derivative Finanzinstrumente, die nicht in ein Hedge Accounting einbezogen sind.

Die Nettogewinne bzw. -verluste der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten beinhalten insbesondere die Ergebnisse aus Marktwertveränderungen und Dividenden, jedoch keine Zinserträge.

Die Nettogewinne bzw. -verluste der zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerte im Vorjahr beinhalten unter anderem realisierte Abgangserfolge aus dem Verkauf von Wertpapieren sowie Wertminderungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert und Dividenden, jedoch keine Zinserträge.

Die Nettogewinne bzw. -verluste aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten beinhalten im Wesentlichen Ergebnisse aus Wertminderungen und Zuschreibungen von (Darlehens-)Forderungen sowie Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung, jedoch keine Zinserträge.

41. Risikomanagement und Kapitalmanagement

Allgemeine Aussagen

Die Deutsche Balaton ist in ihrer Geschäftstätigkeit einer Vielzahl interner und externer Risiken ausgesetzt, die aus dem Beteiligungsgeschäft resultieren. Insbesondere können sich aus den Investitionen in Unternehmen und in andere Finanzinstrumente finanzielle Risiken für die Deutsche Balaton ergeben. Die finanziellen Risiken können in einer Minderung der Vermögenswerte und der Ergebnisse der Deutsche Balaton resultieren. Dabei können sich Einzelrisiken gegenseitig verstärken bzw. können sich teilweise kompensieren. Diese wechselseitigen Abhängigkeiten berücksichtigt die Deutsche Balaton bei den für sie bedeutsamen Einzelrisiken, die in Bezug auf Unternehmensbeteiligungen und andere Finanzinstrumente bestehen.

Im Rahmen der Risikosteuerung bildet das bei der Deutsche Balaton eingerichtete interne Kontrollsystem (IKS) einen integralen Bestandteil des Risikomanagements, innerhalb dessen der Vorstand sich mit Markt- und Kursanalysen, branchenspezifischen Rahmendaten, Marktentwicklungen und -szenarien sowie dem politischen und steuerlichen Unternehmensfeld befasst. Die Steuerung von Chancen und Risiken ist bei der Deutsche Balaton nicht einer bestimmten organisatorischen Einheit zugeordnet, sondern im Rahmen des IKS als ein integraler Bestandteil der Unternehmensführung eingerichtet. Daher verantwortet der Vorstand der Konzernmuttergesellschaft Deutsche Balaton AG unmittelbar den Umfang und die Ausrichtung der eingerichteten Systeme sowohl für die Deutsche Balaton AG als auch für den Deutsche Balaton Konzern. Anhand der unternehmensspezifischen Anforderungen der Deutsche Balaton legt der Konzernvorstand den Umfang und die Ausrichtung der eingerichteten Kontrollsysteme in eigener Verantwortung anhand der unternehmensspezifischen Anforderungen und unter dem Verständnis einer Beteiligungsgesellschaft fest und bestimmt, soweit im Rahmen der Konzernrisikosteuerung das Risikomanagement nicht dem jeweiligen operativ tätigen Unternehmen übertragen ist, deren Ausgestaltung unter Berücksichtigung potenzieller Risiken. Wesentliches Kriterium des Risikomanagements ist das Monitoring der Konzerngesellschaften, ohne aktiv ein Risikomanagement für die Konzerngesellschaften mit ihren unterschiedlichen operativen Ausprägungen beim Konzernvorstand zu konzentrieren. Die Steuerung operativer Risiken ist im Konzern den jeweils operativen Unternehmensteilen zugewiesen, die vor dem Hintergrund des nicht integrierten Konzerns die jeweils spezifische Risikoorganisation am besten selbst organisieren können. Konzernvorstand ist der Vorstand der Konzernmuttergesellschaft. Die Verantwortung für das Risikomanagement ist intern einem Vorstandsressort zugeordnet.

Funktionsfähig eingerichtete angemessene Systeme zur Risikosteuerung ermöglichen ein frühzeitiges Erkennen von Risiken und einen sorgsamen Umgang mit erkannten Risiken. Dennoch bleibt unternehmerisches Handeln stets mit Risiken verbunden. Das Ziel der Deutsche Balaton ist daher der bewusste Umgang mit potenziellen Risiken und eine verbesserte Kontrolle von Einzelrisiken sowie der konsequente Umgang mit auftretenden Risiken.

Zielsetzungen

Das Risikomanagement der Deutsche Balaton hat das Ziel, wesentliche Risiken aus der Geschäftstätigkeit zu identifizieren, einzuschätzen und zu steuern um gegebenenfalls Maßnahmen zu ergreifen, durch die die Chancen-Risiken-Verteilung verbessert wird. Hierbei ist für den Vorstand die Veränderung des IFRS-Eigenkapitals der Anteilseigner der Deutsche Balaton AG die zentrale Steuerungsgröße. Kapitalmaßnahmen sowie der Erwerb eigener Anteile auf Ebene des Mutterunternehmens werden für die Ermittlung des IFRS-Eigenkapitals herausgerechnet.

Das aktive Risikomanagement dient der Sicherung des Fortbestands des Konzerns und seiner Unternehmen, d. h. der zukünftigen Entwicklung und Ertragskraft des Deutsche Balaton Konzerns. Zugleich sollen Einzelrisiken reduziert werden, die eine Verletzung der Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit der verwendeten oder erhaltenen Informationen und Daten im Rahmen der Ausführung von Tätigkeiten zur Folge haben. Im Rahmen des Risikomanagements sollen außerdem Abweichungen von den Unternehmenszielen erfasst werden, um ein rechtzeitiges Gegensteuern zu ermöglichen. Der diversifizierte Aufbau des Konzerns, in dem vor dem Hintergrund des Beteiligungsansatzes der Deutsche Balaton AG keine Abhängigkeiten der Konzerneinheiten untereinander bestehen, gewährleistet, dass im Fall einer Insolvenz einer Konzerngesellschaft der Bestand des Gesamtkonzerns und der Deutsche Balaton AG nicht gefährdet wären.

Auch die Besetzung von Aufsichtsratsmandaten in Konzernunternehmen durch Organmitglieder oder Mitarbeiter der Deutsche Balaton AG oder wiederum mit ihr verbundenen Unternehmen ermöglicht im Rahmen der rechtlichen Grenzen eine Risikoüberwachung der Konzernunternehmen.

Erkannte Risiken werden hinsichtlich ihres Einflusses auf den Deutsche Balaton Konzern untersucht und ihr mögliches Risikopotenzial ermittelt. In Einzelfällen erfolgt bereits auf dieser Ebene die unterstützende Einschaltung externer Berater.

Der Vorstand sieht bei dem Deutsche Balaton Konzern derzeit keine den Fortbestand des Konzerns gefährdende Entwicklungen.

Organisatorischer Aufbau

Das Risikomanagementsystem ist an der Geschäftstätigkeit des Deutsche Balaton Konzerns ausgerichtet. Grundlage des Risikomanagementsystems ist das Risikomanagementhandbuch, in dem das Risikomanagementsystem der Deutsche Balaton AG dokumentiert wird.

Dem Risikomanagementsystem der Deutsche Balaton AG liegt ein Prozess zu Grunde, zu dem folgende Phasen gehören:

1.

Identifikation: Strukturierte Sammlung relevanter Risiken

2.

Analyse: Feststellung von Risikoursachen, Erkennen von Abhängigkeiten und Korrelationen zwischen Einzelrisiken

3.

Bewertung: Quantifizieren von Eintrittswahrscheinlichkeiten und Auswirkungen

4.

Bewältigung: Überwachung, Früherkennung, Ermittlung von Handlungsbedarfen und Ableitung von Maßnahmen

5.

Dokumentation: Regelmäßige Aufbereitung der Ergebnisse, u.a. in Form des Risikomanagementhandbuchs

6.

Controlling: Koordination der Handlungen und Prozesse, Reporting

Im Rahmen des Risikomanagements der Deutsche Balaton AG werden sowohl einzelne Phasen als auch der gesamte Prozess regelmäßig durchlaufen.

Gegenstand der Risikoidentifikation ist die Suche und Sammlung aller relevanten aktuellen, zukünftigen, potenziellen und theoretischen Risiken.

In der Risikoanalyse erfolgt die ausführliche Beschreibung der identifizierten Risiken sowie die Feststellung der Ursachen und Effekte, um Anhaltspunkte dafür zu erhalten, welche Strategien, Frühwarnindikatoren und Maßnahmen zur Bewältigung der einzelnen Risiken eingesetzt werden können.

Im Zuge der Risikobewertung werden die identifizierten Risiken anhand quantitativer Maßzahlen bewertet. Wesentliche Bezugsgröße bildet dabei das IFRS-Eigenkapital der Deutsche Balaton Gruppe, bewertet zu Marktpreisen. Aufbauend auf den definierten Ausgangsgrößen ergeben sich Schadenswerte bezüglich der Vermögens- sowie der Liquiditätslage. Anhand von Erfahrungswerten werden Eintrittswahrscheinlichkeitsstufen gebildet und den jeweiligen Risiken zur Gewichtung der Schadenswerte zugeordnet. Aus der sich ergebenden Zuordnung zu einer Risikoklasse - und ggfs. Gewichtung mit der Eintrittswahrscheinlichkeitsstufe und unter Ansatz der Szenarien - lässt sich ableiten, welche Risiken als Schwerpunkte näher zu betrachten und ggf. zu steuern sind und welche von untergeordneter Bedeutung sind.

Die Risikobewältigung umfasst die Steuerung der vorangehend aufbereiteten Risiken mit dem Ziel, dass die Deutsche Balaton AG lediglich den Risiken ausgesetzt bleibt, die tatsächlich und bewusst eingegangen werden sollen. Bestandteile dieser Phase sind Überwachung und Früherkennung sowie Durchführung von Maßnahmen. Die jeweiligen Instrumente richten sich nach der Strategie zur Bewältigung, die die Deutsche Balaton AG für die betreffende Risikoart definiert hat. Anhand von Frühwarnindikatoren sollen latente Bedrohungen durch relevante Risiken frühzeitig geortet werden. Zur Überwachung und Steuerung der Risiken steht ein Instrumentarium von Maßnahmen zur Verfügung.

Diese Maßnahmen sind Bestandteil festgelegter Geschäftsabläufe. Hierzu dienen organisatorische Vorgaben, mit denen der Prozessablauf jeweils gesteuert wird. Interne Richtlinien und Handlungsanweisungen, zu deren Einhaltung sich alle Mitarbeiter der Deutsche Balaton AG verpflichtet haben, regeln den Ablauf wesentlicher Vorgänge im Unternehmen. Hierunter sind auch Richtlinien in Bezug auf Überwachungsinstrumente in den Bereichen Compliance und Controlling zu fassen.

Konzernweite Verhaltensanweisungen, die sich insbesondere auf die Einhaltung aktien- und wertpapierrechtlicher Vorschriften beziehen, sollen sicherstellen, dass einschlägige wertpapierhandelsrechtliche Meldepflichten auf der oberen Konzernebene erfüllt werden können. Die Konzernunternehmen sind daher zur Berichterstattung über Wertpapiergeschäfte an die Konzernmuttergesellschaft verpflichtet.

Im Risikocontrolling als der letzten Stufe des Risikomanagementprozesses folgt die laufende Überprüfung der Mechanismen des Risikomanagements. Ziel des Risikocontrollings ist es, die Phasen und deren Systeme zu koordinieren und dafür zu sorgen, dass die Planungen der Deutsche Balaton AG der tatsächlichen Risikolage entsprechen.

Die operative Steuerung des Risikomanagements erfolgt auf Ebene der Fachabteilungen oder des einzelnen Investments selbst. Die Investment-Verantwortlichen informieren den Vorstand im Rahmen regelmäßig stattfindender Sitzungen und bei Bedarf unverzüglich. Es besteht die Pflicht zur ad-hoc Berichterstattung, bedeutende Risiken sind unverzüglich an den Vorstand zu melden. Die Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems und der Maßnahmen wird regelmäßig durch den Vorstand kontrolliert, Risikoveränderungen im Zeitablauf werden erfasst.

Im Rahmen von Aufsichtsratssitzungen erstattet der Vorstand regelmäßig Bericht in Bezug auf die Entwicklung einzelner Portfoliounternehmen, die Unternehmensentwicklung sowie die Entwicklung des Konzerns. Der Aufsichtsrat hat außerdem einen Katalog zustimmungspflichtiger Geschäfte beschlossen, die der Vorstand nur mit Zustimmung des Aufsichtsrats vornehmen darf. Der Katalog zustimmungspflichtiger Geschäfte ist in einen Regelungskatalog eingebunden, welcher die Geschäftsführung und Berichterstattung durch den Vorstand im Sinne einer Geschäftsordnung regelt und auch Konzernsachverhalte umfasst. Über diesen Katalog ist der Vorstand der Deutsche Balaton AG darüber hinaus aufgefordert, gegenüber dem Aufsichtsrat halbjährlich über die aktuelle Risikobewertung zu berichten sowie einen Überblick über das Risikomanagementsystem zu verschaffen.

Durch die Ansiedelung des Risikomanagements auf Ebene der Unternehmensleitung ist eine laufende Überwachung der eingeleiteten Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit durch den Vorstand sichergestellt.

Einzelrisiken

Der Vorstand sieht als Risiken, die im Zusammenhang mit den Investitionen in Beteiligungsgesellschaften und in Finanzinstrumente stehen, insbesondere Marktpreisrisiken, Wechselkursrisiken, Zinsrisiken, Forderungsrisiken sowie Liquiditätsrisiken. Die Verantwortung für die Risikomanagementaktivitäten in Bezug auf die Risiken in den vorgenannten Bereichen obliegt dem Vorstand, der auch für die Planung, Steuerung und Kontrolle der zuvor genannten Risiken verantwortlich ist.

Allgemeine Marktpreisrisiken

Die von der Deutsche Balaton gehaltenen Beteiligungen unterliegen dem Risiko von Wertschwankungen. In Bezug auf börsengehandelte Wertpapiere können Wertschwankungen aus sich ändernden Marktpreisen aufgrund einer allgemeinen Tendenz an den Aktienmärkten resultieren.

Diese können ihre Ursache beispielsweise in konjunkturellen Faktoren haben. Außerdem können auch marktpsychologische Umstände zu Kursschwankungen und damit Marktpreisveränderungen bei den börsennotierten Beteiligungen führen. Dieses allgemeine Marktrisiko kann durch eine Diversifikation der Beteiligungen und ein aktives Portfoliomanagement nur bedingt ausgeschlossen werden, da alle Wertpapiere dem Marktpreisrisiko gleichermaßen ausgesetzt sind. Die Veränderung der Zinsstrukturkurve hat ebenfalls Auswirkungen auf die Bewertung von Vermögenswerten, insbesondere verzinslicher Wertpapiere mit festem Zinssatz. Die regelmäßige Beobachtung der Börsendaten sowie der Unternehmens- und Börsennachrichten gibt dem Vorstand jedoch die Möglichkeit, marktpreisrelevante Ereignisse zu erfassen und in der konkreten Situation geeignete Maßnahmen zur Schadensminimierung treffen zu können. Auch hilft die breit gefächerte Beteiligungsauswahl, im Fall nur partiell sich auswirkender Marktpreisveränderungen, insgesamt eine adäquate Risikostreuung zu erreichen. Der Vorstand überwacht regelmäßig die Wertanteile der Einzelpositionen der Beteiligungen.

Insbesondere die operativ tätigen Konzerneinheiten in dem Segment "CornerstoneCapital" unterliegen allgemeinen Marktpreisrisiken in Bezug auf die von ihnen gehaltenen Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, die Wertschwankungen unterliegen. Solche Wertschwankungen können aus sich ändernden Marktpreisen aufgrund einer allgemeinen Tendenz an den Rohstoff- und Produktmärkten resultieren. Diese können ihre Ursache beispielsweise in konjunkturellen Faktoren oder Devisenkursveränderungen haben. Außerdem können auch marktpsychologische Umstände zu Marktpreisveränderungen führen. Dieses allgemeine Marktpreisrisiko kann durch eine Diversifikation und konsequentes Controlling der Lieferanten und Kunden nur bedingt ausgeschlossen werden, da alle Roh- und Einsatzstoffe sowie Energie einerseits als auch die Endproduktpreise andererseits dem Marktpreisrisiko gleichermaßen ausgesetzt sind. Die regelmäßige Beobachtung der Preisentwicklungen sowie der Marktnachrichten gibt dem Vorstand bzw. den jeweiligen Beteiligungsmanagern oder Geschäftsführern/Vorständen der jeweiligen Einzelgesellschaft die Möglichkeit, marktpreisrelevante Ereignisse zu erfassen und in der konkreten Situation geeignete Maßnahmen zur Schadensminimierung treffen bzw. entsprechende Absicherungsstrategien umsetzen zu können.

Im Zusammenhang mit den Investitionen in Seeschiffe sieht sich der Konzern einer Abhängigkeit aus der erzielbaren Charterrate sowie der Beschaffung von Treibstoffen (Bunker) ausgesetzt. Derzeit befinden sich sowohl die erzielbaren Charterraten als auch die Bunkerpreise, trotz leichtem Wachstum, weiterhin auf einem historisch niedrigen Niveau. Das Risiko bei den bestehenden Investitionen in Seeschiffe wird im Verhältnis zum Gesamtinvestitionsvolumen des Konzerns über alle Bereiche hinweg derzeit noch als untergeordnet angesehen.

Auch die in dem Segment "Vermögensverwaltend" gehaltenen Immobilien unterliegen Marktpreisrisiken. Die derzeit am Immobilienmarkt vorherrschenden relativ hohen Marktpreise können in Zukunft wieder sinken und die Bewertung der Immobilien negativ beeinflussen und Wertberichtigungen des Wertansatzes der Immobilien hervorrufen. In diesem Fall können bei einer Veräußerung von Immobilien nur Erlöse unterhalb des Wertansatzes erzielt werden und so aus einer Veräußerung von Immobilien oder die Immobilien haltenden Beteiligungsunternehmen Verluste resultieren.

Die Deutsche Balaton war in der Vergangenheit und im Geschäftsjahr 2018 aufgrund gesunkener Marktpreise gezwungen, teilweise Abschreibungen auf den jeweils niedrigeren beizulegenden Wert von ihr gehaltener Vermögensgegenstände und Beteiligungen an anderen Gesellschaften vorzunehmen. Solche Wertberichtigungen können auch für die Zukunft nicht ausgeschlossen werden. Grundsätzlich geht die Deutsche Balaton von der Einbringlichkeit aller zum Bilanzstichtag nicht überfälligen und nicht wertgeminderten Vermögenswerte aus.

Das maximale Risiko liegt bei allen Bilanzposten der Aktivseite (Vermögenswerte) im Totalausfall. Hierzu die Buchwerte der entsprechenden Instrumente:

in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Andere Finanzanlagen und finanzielle Vermögenswerte 372.502 N/A
Sonstige langfristige Vermögenswerte 1.881 N/A
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte N/A 242.095
Sonstige Forderungen N/A 9.633
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 26.703 30.375
Sonstige Vermögenswerte 2.199 12.153
Zu Handelszwecken gehaltene Wertpapiere N/A 21.876
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 15.146 22.653
418.431 338.785

Von den Buchwerten der entsprechenden Instrumente in Höhe von 418.431 TEUR (Vj. 338.718 TEUR) sind solche in Höhe von 32.981 TEUR (Vj. 39.480 TEUR) besichert und in Höhe von 19.813 TEUR (Vj. 22.777 TEUR) überfällig, aber nicht wertgemindert.

Branchenspezifische Beteiligungsrisiken

Neben allgemeinen Marktpreisrisiken bestehen Risiken, die sich in einzelnen Unternehmensbranchen realisieren können. So können sich bei Beteiligungen der Deutsche Balaton wirtschaftliche, rechtliche, technologische oder wettbewerbsspezifische Rahmenbedingungen verändern. Der Beteiligungsansatz der Deutsche Balaton ist dabei grundsätzlich nicht branchenspezifisch. Die Unternehmensbranchen, in welche die Deutsche Balaton durch Eingehen von Beteiligungen investiert, sind nur ein Kriterium für die Auswahl einzugehender Investments. Der Vorstand ist bestrebt, eine Diversifikation des Portfolios beizubehalten und so das branchenspezifische Beteiligungsrisiko zu begrenzen. Die nicht auf bestimmte Branchen begrenzte Streuung der Beteiligungsgesellschaften bietet dem Vorstand die Chance, Veränderungen branchenspezifischer Rahmenbedingungen nach Abwägung der Chancen und Risiken für neue Investments zu nutzen.

Unternehmensspezifische Beteiligungsrisiken

Unter unternehmensspezifischen Risiken versteht der Vorstand das Risiko einer rückläufigen Entwicklung des Marktpreises von Beteiligungen, die ursächlich auf unmittelbar oder mittelbar bei dem Beteiligungsunternehmen vorhandene Faktoren zurückgeht. Sollten sich unternehmensspezifische Risiken einschließlich technologischer Entwicklungen, welche für das jeweilige Beteiligungsunternehmen von Bedeutung sind, realisieren, könnte die Deutsche Balaton einen beabsichtigten Veräußerungsgewinn nicht erzielen und müsste gegebenenfalls sogar einen Verlust bis hin zum Totalausfall hinnehmen. Dies könnte negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Deutsche Balaton haben.

Im Konzern wird versucht, dieses Risiko durch eine dem potenziellen Investment angemessene Analyse, teilweise unter Einschaltung externer Berater, zu reduzieren und die erwarteten Chancen und Risiken eines Beteiligungsinvestments vor Eingehen eines Investments gegeneinander abzuwägen. Weiterhin gibt die regelmäßige Beobachtung der Börsen- und Finanzdaten sowie der Unternehmens- und Börsennachrichten dem Vorstand die Möglichkeit, unternehmensspezifische Ereignisse zu erfassen und geeignete Maßnahmen zur Schadensminimierung treffen zu können. Der Konzernvorstand überwacht regelmäßig die Wertanteile der Einzelpositionen der Beteiligungen.

Sensitivitätsanalyse

Der Buchwert der anderen Finanzanlagen und finanziellen Vermögenswerte (Tz. 23) beläuft sich auf insgesamt 372.502 TEUR (Vj. 263.971 TEUR) und stellt damit zum 31. Dezember 2018 73 % (Vj. 57 %) der Vermögenswerte des Konzerns dar. Eine Verringerung des Fair Values in Höhe von 10 % reduziert beispielsweise den Buchwert um 37.250 TEUR (Vj. 26.397 TEUR). Entsprechend hoch würde sich auch das Eigenkapital des Konzerns vor Berücksichtigung von Steuereffekten reduzieren. Erhöht sich dagegen der Marktpreis um 10 %, so würde sich auch das Eigenkapital des Konzerns vor Berücksichtigung von Steuereffekten um 37.250 TEUR (Vj. 26.397 TEUR) erhöhen.

Forderungsrisiken

Forderungsrisiken resultieren aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der operativ tätigen Konzerngesellschaften. Hierbei erfolgt eine Verringerung des Ausfallrisikos durch eine Bonitätsprüfung der Kunden und teilweise auch durch die Vereinbarung von geeigneten Sicherungsmitteln (zum Beispiel durch die Vereinbarung von Eigentumsvorbehalten und Kreditversicherungen). Weitere Forderungsrisiken entstehen der Deutsche Balaton in Zusammenhang mit der Finanzierung von assoziierten Unternehmen und Beteiligungen sowie der Zeichnung von nicht börsennotierten Anleihen, Schuldverschreibungen und Genussscheinen. Grundsätzlich erfolgen Finanzierungen ausschließlich nach Durchführung einer Chancen-Risiko-Analyse. In Abhängigkeit von der prognostizierten Ausfallwahrscheinlichkeit wird die Zurverfügungstellung von Finanzmitteln, wenn möglich, von der Stellung liquider Sicherheiten abhängig gemacht. Entsprechendes gilt in Bezug auf gestundete Kaufpreiszahlungen. In Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Lage des jeweiligen Emittenten kann die Zinszahlung und auch die Rückzahlung von Forderungen aus Anleihen und Genussrechten eingeschränkt sein oder ausfallen. Die Deutsche Balaton betreibt zur Risikooptimierung eine regelmäßige Chancen-Risiko-Analyse.

Wechselkursrisiken

Wechselkursrisiken bestehen in Bezug auf ausländische Investitionen. Hierzu gehören zum Beispiel Investitionen in Wertpapiere, Forderungen bzw. Verbindlichkeiten und in Seeschiffe. Der Vorstand ist bemüht, den Einfluss von Wechselkursschwankungen gering zu halten. Forderungen und Verbindlichkeiten in ausländischen Währungen spielen in Bezug auf das Beteiligungsgeschäft aktuell eher eine untergeordnete Rolle. In der Seeschifffahrt ist der US-Dollar übliche Währung, in der ein Großteil der Leistungen fakturiert wird, sowohl auf Einnahmen- wie auch auf Ausgabenseite. Dagegen ist innerhalb des Deutsche Balaton Konzerns der Euro funktionale Währung, und der Konzern ist daher Risiken aus Währungsschwankungen ausgesetzt. Aufgrund der verstärkten Investitionen in Rohstoffunternehmen mit ausländischer Börsennotierung ist das Währungsrisiko im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Derzeit erfolgen hier nur vereinzelt Währungsabsicherungen, ohne jedoch eine Fristenkongruenz von Anlagehorizont und Absicherungsgeschäft herbeizuführen. Darüber hinaus sind in den Segmenten "CornerstoneCapital" und "Beta Systems" operative Unternehmen Wechselkursrisiken ausgesetzt. Die Absicherung dieser Risiken obliegt dem Vorstand der jeweiligen Konzerngesellschaften im Rahmen dessen operativer Kontrolle. In Einzelfällen erfolgt eine Absicherung des Wechselkursrisikos durch Währungssicherungsgeschäfte.

Aus Konzernsicht ergeben sich im Wesentlichen Risiken aus in den Währungseinheiten US-Dollar, Kanadischer und Australischer Dollar, Schweizer Franken, Britisches Pfund, Japanischer Yen, Norwegische, Dänische, Tschechische und Schwedische Kronen geführten Geschäftstätigkeiten und -vorfällen der entsprechenden ausländischen Tochterunternehmen.

Das maximale Währungsrisiko ergibt sich aus folgenden Finanzinstrumenten und Liquiditätsströmen in Fremdwährungen (FW):

Die Angaben erfolgen in Tausend Währungseinheiten der jeweiligen Fremdwährungen

USD CAD GBP CHF SEK DKK
Zahlungsmittel 216 101 850 10 12.266 0
Finanzanlagen 1.221 9.502 250 0 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.879 1 499 512 3.178 1.962
Kurzfristige Finanzierung und finanzielle Schulden -150 -2.250 -858 -1 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -51 15 -2 -2 -107 -12
Derivative Finanzinstrumente 0 0 0 0 0 0
Finanzinstrumente in FW 3.115 7.369 693 519 15.337 1.950
Geplante Umsatzerlöse 2019 4.915 0 861 1.410 787 4.229
Geplante Kosten 2019 -1.138 -1.904 -269 -342 -1.884 -1.039
Geschäftsanteil in FW 6.892 5.465 1.286 1.587 14.240 5.140

Eine Stärkung des Euro von 10 % gegenüber den Währungen hätte zum Abschlussstichtag - unter Voraussetzung sonst gleicher Annahmen - zu den folgenden angeführten Zunahmen (Abnahmen) des Eigenkapitals und des Jahresergebnisses geführt:

NOK CZK JPY AUD INR
Zahlungsmittel 0 636 0 320 3.875
Finanzanlagen 0 0 0 9.620 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.025 0 26.987 0 0
Kurzfristige Finanzierung und finanzielle Schulden 0 0 0 - 100 0
Verbindlichkeiten Lieferungen und Leistungen 0 -17 0 0 0
Derivative Finanzinstrumente 0 0 0 0 0
Finanzinstrumente in FW 1.025 619 26.987 9.840 3.875
Geplante Umsatzerlöse 2019 1.763 0 36.225 0 0
Geplante Kosten 2019 0 -13.194 0 0 -26.405
Geschäftsanteil in FW 2.788 -12.575 63.212 9.840 -22.530

Eine Stärkung des Euro von 10 % gegenüber den Währungen hätte zum Abschlussstichtag - unter Voraussetzung sonst gleicher Annahmen - zu den folgenden angeführten Zunahmen (Abnahmen) des Eigenkapitals und des Jahresergebnisses geführt:

USD CAD GBP CHF SEK DKK
Eigenkapital -247 -429 -70 -42 -136 -24
Jahresergebnis -291 113 -61 -84 10 -39
NOK CZK JPY AUD INR
Eigenkapital -9 -2 -19 -552 -4
Jahresergebnis -17 47 -25 0 30

Eine Schwächung des Euro in Höhe von 10 % gegenüber den Fremdwährungen hätte zum Abschlussstichtag zu einem gleich hohen, aber entgegensetzten Effekt auf die angeführten Währungen geführt.

Die in der Sensitivitätsanalyse zur Verwendung gekommenen Währungsumrechnungskurse sind hinsichtlich der Finanzinstrumente und der geplanten Umsatzerlöse und -kosten die im Konzernanhang unter Fremdwährungsumrechnung innerhalb der allgemeinen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden dargestellten Stichtags- und Durchschnittskurse.

Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken in Bezug auf die Marktliquidität börsennotierter Beteiligungen können aufgrund einer nur geringen Liquidität der im Portfolio der Deutsche Balaton gehaltenen Beteiligungen bestehen. Die Deutsche Balaton beteiligt sich auch an börsennotierten Unternehmen, die nur eine geringe Marktliquidität aufweisen, aber kurz- bis mittelfristig ein großes Chancen-Risiko-Verhältnis aufweisen. Beteiligungen an börsennotierten Unternehmen mit einer geringen Handelsliquidität bergen jedoch oftmals auch das Risiko in sich, dass ein Verkauf der Beteiligung über die Börse nur schwer oder gar nicht möglich ist. Dieses Risiko ist auch Beteiligungen, die nicht an einer Börse gehandelt werden, immanent. Die Veräußerung von nicht börsennotierten Unternehmensbeteiligungen ist oftmals nur im Rahmen eines aufwendigen, strukturierten Verkaufsprozesses möglich.

Die oben genannten Risiken können auch auf andere im Deutsche Balaton Konzern gehaltene Finanzinstrumente zutreffen.

Der Vorstand versucht, dieses Risiko durch eine Analyse potenzieller Beteiligungsobjekte zu minimieren und wägt die erwarteten Chancen und Risiken eines Beteiligungsinvestments vor Eingehen eines Investments sorgfältig gegeneinander ab.

Die Realisierung von Liquiditätsrisiken in Bezug auf Beteiligungen kann in einem Worst-Case-Szenario auch zu einem vollständigen Ausfall der Beteiligung und damit zu einem Totalverlust in Bezug auf die jeweils betroffene Beteiligung führen. Ausgangspunkt für die Beurteilung der Liquiditätslage eines Investments ist die Liquiditätsplanung der Unternehmensleitung des Beteiligungsunternehmens. Der Vorstand der Deutsche Balaton kann die der Liquiditätsplanung zugrunde liegenden Annahmen, gegebenenfalls auch unter Einschaltung externer Berater, plausibilisieren. Dennoch kann insbesondere bei Unternehmen mit einer neuen Produktidee nicht ausgeschlossen werden, dass sich die Annahmen als zu optimistisch erweisen und eine Nachfinanzierung des Investments zur Deckung von nicht in den ursprünglichen Liquiditätslücken enthaltenen Finanzlücken erforderlich wird. In einem solchen Fall trifft der Vorstand der Deutsche Balaton eine auf den jeweiligen Einzelfall bezogene Entscheidung über eine Weiterfinanzierung des Investments auch unter Berücksichtigung der überarbeiteten Liquiditätsplanung und der Annahmen in Bezug auf einen möglichen Investmenterfolg.

Andere Konzerngesellschaften verfügen aufgrund eines nicht zufriedenstellenden Geschäftsverlaufs nicht über ausreichende Liquidität und sind dann auch nur bedingt in der Lage, diese am Kapitalmarkt abzurufen. Der Konzern steuert diese Liquiditätsrisiken durch das Halten von angemessenen Rücklagen und Kreditlinien bei Banken sowie durch Überwachen der prognostizierten und tatsächlichen Zahlungsströme.

Zinsänderungsrisiko

Steigende Marktzinsen können sich negativ auf den Wert der gehaltenen Vermögenswerte auswirken. Steigen die Marktzinsen, verändert sich in der Regel der Börsenpreis rückläufig.

Zinsänderungsrisiken sind, unabhängig von den Finanzmarktrisiken, für die Deutsche Balaton trotz der bestehenden Kreditfinanzierung nur bedingt wesentlich, da sich bei Zinssatzänderungen in beide Richtungen sowohl Aktiv- als auch Passivzinssätze in die gleiche Richtung verändern. Anlagen in zinstragende Wertpapiere oder Darlehen erfolgen überwiegend auf Ebene der Konzernmuttergesellschaft und in den weiteren Gesellschaften des Segments "Vermögensverwaltend" ebenso wie die Aufnahme von Bankdarlehen in der Regel nur mit kurzer Laufzeit oder bis auf Weiteres. Die mit den Banken vereinbarten Zinsmargen für diese Segmente liegen in der Regel zwischen 0 und 2,698 Prozentpunkten für kurzfristige Kredite.

Der überwiegende Teil der Konzernschulden ist kurzfristig fällig und variabel verzinst. Hierdurch unterliegt der Konzern einem besonderen Zinsänderungsrisiko. Als kurzfristiges Fremdkapital gelten im Konzern alle Schulden mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr. Es erfolgt teilweise ein Einsatz von Zinsderivaten zur Absicherung eines bestimmten Zinsniveaus, da die Höhe der flüssigen Mittel starken Schwankungen unterliegt und nur schwer prognostizierbar ist. Die Zinsswaps werden nicht im Rahmen einer Sicherungsbeziehung bilanziert. Bei massiven Veränderungen der Zinssätze wird der Vorstand geeignete Maßnahmen einleiten.

Sensitivitätsanalyse

Die kurzfristigen finanziellen Schulden (Tz. 34) und langfristigen finanziellen Schulden (Tz. 32) des Konzerns betragen zum 31. Dezember 2018 143.466 TEUR (Vj. 91.974 TEUR). Ein Anstieg des Zinssatzes um 100 Basispunkte, unter der Voraussetzung einer konstanten Kreditinanspruchnahme und Zinsmarge, erhöht die jährlichen Zinszahlungen bezogen auf die variabel verzinslichen finanziellen Schulden des Konzerns vor Berücksichtigung von Steuereffekten um 575 TEUR (Vj. 422 TEUR). Die zusätzlichen Zinszahlungen würden das Periodenergebnis des Konzerns vermindern.

Analyse der Verzinsung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten

Insgesamt hat sich zum 31. Dezember 2018 im Konzern das Verhältnis von variabel zu fest verzinslichen Vermögenswerten zugunsten der fest verzinslichen Vermögenswerte gegenüber dem Vorjahr verändert und führt so zu höherer Planungssicherheit. In die Betrachtung werden Aktien und andere Eigenkapitaltitel nicht mit einbezogen. Bei den finanziellen Schulden hat sich das Verhältnis leicht zugunsten der festverzinslichen Schulden geändert.

Die Analyse der verzinslichen Vermögenswerte und Schulden stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Vermögenswerte (festverzinslich) 28.814 27.853
Vermögenswerte (variabel verzinslich) 43.535 49.001
72.350 76.854
Finanzielle Schulden (festverzinslich) 85.981 49.775
Finanzielle Schulden (variabel verzinslich) 57.485 42.199
143.466 91.974

Finanzmarktrisiken

Die Deutsche Balaton ist aufgrund ihres Schwerpunkts im Bereich von Unternehmensbeteiligungen von der Stabilität der Finanzmarktsysteme, insbesondere den Börsen und Banken, abhängig. Darüber hinaus bestehen für die Deutsche Balaton Finanzmarktrisiken in Form von Zinsschwankungen sowie der Änderungen von Wechselkursen, Aktienkursen und Rohstoffpreisen. Die Finanzmarktrisiken können einen negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Deutsche Balaton haben. Die Deutsche Balaton steuert und überwacht Finanzmarktrisiken überwiegend im Rahmen der operativen Geschäfts- und Finanzierungsaktivitäten und bei Bedarf in Ausnahmefällen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente.

Kreditrahmen sind wertmäßig stets durch den Beleihungswert begrenzt. Kurzfristigen Zinsänderungen kann durch die kurzfristige Rückführung von Kreditlinien durch die Veräußerung liquider Wertpapiere begegnet werden. Darüber hinaus besteht im Einzelnen ein Emittentenrisiko. Hierunter versteht die Deutsche Balaton das Risiko in Bezug auf die geschäftliche Entwicklung einzelner Emittenten von Wertpapieren. Das Emittentenrisiko kann dazu führen, dass einzelne Emittenten keine Ausschüttungen vornehmen können. Hierdurch kann die Liquidität und Ertragslage der Deutsche Balaton beeinträchtigt werden. Die Deutsche Balaton ist bemüht, das Emittentenrisiko durch eine Diversifikation der Beteiligungsgesellschaften zu begrenzen.

Liquiditätsrisiken (Finanzierungsrisiken)

Im Bereich der Finanzierungsrisiken ist die Deutsche Balaton dem Risiko ausgesetzt, kurzfristig fällig werdende Forderungen nicht oder nicht vollständig rechtzeitig bedienen zu können. Die Deutsche Balaton steuert diese Liquiditätsrisiken durch die Begrenzung der Inanspruchnahme von Lombardkrediten, die wertmäßig auf den jeweiligen Beleihungswert begrenzt sind. Auf Basis der Depotwerte und Beleihungswerte erfolgt eine regelmäßige Überprüfung der Kreditlimits durch den Vorstand. Im Rahmen einer Liquiditätsplanung erfasst der Vorstand die Liquiditätsrisiken und trifft Maßnahmen zur Minimierung dieser Risiken.

Verschiedene Banken haben der Deutsche Balaton laufende Kreditrahmen in unterschiedlicher Höhe eingeräumt. Die Deutsche Balaton nimmt aus den eingeräumten Kreditrahmen laufend Kredit in Anspruch. Die jeweils in Anspruch genommenen Kreditlinien sind in ihrer jeweiligen Höhe zumeist mit börsennotierten und von den jeweiligen Banken als beleihbar akzeptierten Wertpapieren, Immobilien und Sachanlagen ausreichend zu besichern. Das allgemeine Marktpreisrisiko sinkender Wertpapierpreise börsennotierter Wertpapiere kann dazu führen, dass eine ausreichende Besicherung der in Anspruch genommenen Kredite nicht mehr dargestellt werden kann und die Bank den Kredit zur sofortigen Rückzahlung fällig stellt. Außerdem kann die Prolongation von Krediten erschwert oder unmöglich sein oder die Bank kann laufende Kredite, die bis auf Weiteres oder kurzfristig gewährt sind, kündigen. Zudem kann die Bank die jeweils zugrunde gelegte Beleihungshöhe je Wertpapier einseitig zum Nachteil der Deutsche Balaton anpassen und das zur Verfügung stehende Kreditvolumen hierdurch verringern.

Der Vorstand versucht, dieses Risiko durch eine vorausschauende und vorsichtige Planung der Kreditinanspruchnahmen zu minimieren. Zur weiteren Verminderung von Kreditbeschaffungsrisiken erfolgt die Inanspruchnahme von Krediten auf mehrere Banken verteilt.

Sensitivitätsanalyse

Die kurzfristigen finanziellen Schulden (Tz. 34) und langfristigen finanziellen Schulden (Tz. 32) des Konzerns betragen zum 31. Dezember 2018 143.466 TEUR (Vj. 91.974 TEUR).

Ein Anstieg des Marktwerts der hingegebenen Sicherheiten um 10 % ermöglicht gegebenenfalls eine höhere Inanspruchnahme der Kreditlinien. Eine Verminderung der Marktwerte der Sicherheiten reduziert tendenziell die Möglichkeit einer Kreditinanspruchnahme. Zum Bilanzstichtag beträgt der Marktwert beleihbarer Wertpapiere 325.571 TEUR (Vj. 225.938 TEUR). Der angenommene Anstieg um 10 % würde den Marktwert um 32.557 TEUR erhöhen. Eine angenommene Verminderung um 10 % würde den Marktwert in gleicher Höhe reduzieren.

Fälligkeitsanalyse der Restlaufzeiten finanzieller Schulden

Die Restlaufzeiten zum 31. Dezember 2018 gliedern sich wie folgt:

in TEUR täglich fällig bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Finanzielle Schulden (kurzfristig) 76.902 46.304 0 0
Finanzielle Schulden (langfristig) 0 0 11.903 8.357
76.902 46.304 11.903 8.357

Die Auszahlungen stellen sich wie folgt dar:

in TEUR 1 bis 5 Jahre Zinsen Tilgung über 5 Jahre Zinsen Tilgung
Finanzielle Schulden (langfristig) 11.903 1.681 11.903 8.357 705 8.357

Es bestehen kurzfristige Vermögenswerte in Höhe von 96.342 TEUR (Vj. 115.151 TEUR), die binnen eines Jahres die Liquiditätsabflüsse ausgleichen können.

Die Restlaufzeiten zum 31. Dezember 2017 gliedern sich wie folgt:

in TEUR täglich fällig bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Finanzielle Schulden (kurzfristig) 23.371 37.690 0 0
Finanzielle Schulden (langfristig) 0 0 23.855 7.058
23.371 37.690 23.855 7.058

Die Auszahlungen stellen sich wie folgt dar:

in TEUR 1 bis 5 Jahre Zinsen Tilgung über 5 Jahre Zinsen Tilgung
Finanzielle Schulden (langfristig) 23.855 1.950 23.855 7.058 960 7.058

Preisänderungsrisiken

Der Deutsche Balaton Konzern sieht sich in Bezug auf die gehaltenen Beteiligungen einem Risiko von Preisänderungen ausgesetzt, die sich auf den Beteiligungswert des Portfolios auswirken können. Solche Preisrisiken stehen in engem Zusammenhang mit den Liquiditätsrisiken (Finanzierungsrisiken), da sich ändernde Marktpreise für ihre Beteiligungen auch dazu führen können, dass die betroffenen Gesellschaften nicht mehr uneingeschränkt in der Lage sein können, ihre kurzfristigen fälligen Verbindlichkeiten aus zur freien Verfügung stehenden, jedoch in Anlagen gebundenen Investitionen zu befriedigen. Veränderungen des Marktpreises bestimmter Wertpapiere können sich außerdem negativ auf die Beleihungswerte und damit die von den Banken zur Verfügung gestellten Kreditmittel auswirken bzw. zu einer kurzfristigen Verpflichtung einer Rückführung von in Anspruch genommenen Kreditmitteln führen. Aus diesem Anlass heraus hat der Vorstand verschiedene Szenarioanalysen entwickelt, mit denen verschiedene Wertentwicklungen des Beteiligungsportfolios aufgrund einer kurzfristigen Veränderung von Marktpreisen, beispielsweise durch äußere Einflüsse hervorgerufen, simuliert werden.

Kapitalmanagement

Das dem Konzern zur Verfügung stehende Eigen- und Fremdkapital wird in diverse Vermögenswerte investiert.

Für das Kapitalmanagement der Deutsche Balaton AG wird auf die Veränderung des IFRS-Eigenkapitals der Anteilseigner der Deutsche Balaton AG abgestellt. Kapitalmaßnahmen sowie der Erwerb eigener Anteile im jeweiligen Berichtsjahr auf Ebene des Mutterunternehmens werden für die Ermittlung des IFRS-Eigenkapitals herausgerechnet. Mittelfristig über einen Zeitraum von fünf Jahren wird auf eine durchschnittliche jährliche Zielgröße von 15 % abgestellt.

Für den Konzern ergeben sich, bezogen auf die letzten fünf Geschäftsjahre, folgende Werte:

in TEUR 2014 2015 2016 2017 2018
Eigenkapital (01.01.) 224.448 206.161 216.767 229.994 287.547
Eigenkapital (31.12.) 206.161 216.767 229.994 287.547 258.073
Kapitalmaßnahmen und Erwerb eigener Anteile 1.061 147 1.023 2.843 5.863
Bereinigte Veränderung absolut -17.226 10.752 14.250 60.396 -23.611
Veränderung in % -7,7 % 5,2 % 6,6 % 26,3 % -8,2 %

Im Mittelpunkt der Unternehmenspolitik steht die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts, die an der Veränderung des IFRS-Eigenkapitals gemessen wird. Dieses Unternehmensziel wird durch eine laufende Chance-Risiko-Beurteilung der Investitionen verfolgt.

Die Deutsche Balaton AG als Muttergesellschaft des Konzerns erwirbt Unternehmensbeteiligungen im Rahmen ihres Beteiligungsgeschäfts, das den Unternehmensgegenstand darstellt. Vor einer Investitionsentscheidung nimmt der Vorstand eine Chance-Risiko-Einschätzung des möglichen Investitionsobjekts vor. Soweit möglich, werden vor einer Investitionsentscheidung Planungen erstellt und ein interner Zinsfuß für das Beteiligungsengagement errechnet. Je riskanter der Vorstand ein Projekt einschätzt, desto höher muss der ermittelte interne Zinsfuß liegen. Investitionen erfolgen auch in Unternehmen, bei denen der Vorstand aufgrund von Unterbewertungen ein hohes langfristiges Wertsteigerungspotenzial sieht. Es ist das Ziel des Vorstands, Marktgegebenheiten zu erkennen, die solche Investitionen ermöglichen.

Die Zusammensetzung der Konzernunternehmen folgt dem jeweiligen Beteiligungsansatz, mit dem der Deutsche Balaton Konzern eine Steigerung des Unternehmenswerts unter anderem durch Wertsteigerungen der einzelnen Beteiligungen verfolgt. Die Auswahl der Beteiligungen und die Höhe des jeweiligen Investitionsvolumens und damit auch der Anteil, der an einem Beteiligungsunternehmen erworben wird, folgt dabei keinen festen Regeln und ist von verschiedenen Einschätzungen abhängig. Investitionen erfolgen in börsennotierte und nicht börsennotierte Unternehmen, Immobilien, Schiffe, festverzinsliche Wertpapiere sowie sonstige Vermögenswerte aller Art.

Unternehmenswertsteigerungen börsennotierter Beteiligungen, die nicht konsolidiert werden, spiegeln sich unabhängig vom Zeitpunkt der Veräußerung entweder im Periodenergebnis oder im Gesamtergebnis wider und sind daher im IFRS-Eigenkapital der Periode bereits vor der Veräußerung auf Basis des jeweiligen Börsenkurses am Bilanzstichtag enthalten.

Die Entwicklung der Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, spiegelt sich zwar im anteiligen Ergebnisbeitrag im Konzernabschluss und damit im IFRS-Eigenkapital wider. Die endgültige Unternehmenswertsteigerung wird jedoch auch hier erst im Verkaufszeitpunkt sichtbar.

Die Wertänderung der Vermögenswerte und Schulden der vollkonsolidierten Unternehmen ist im IFRS-Eigenkapital dann ersichtlich, wenn diese zum Fair Value bilanziert werden. Dies betrifft insbesondere die börsennotierten Finanzinstrumente der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet".

Die Ergebnisbeiträge der vollkonsolidierten Unternehmen sind teilweise durch buchhalterische Effekte, wie zum Beispiel die Abschreibungen auf die im Rahmen der Kaufpreisallokation aufgedeckten Vermögenswerte, beeinflusst. Wirtschaftlich wird bei den vollkonsolidierten Unternehmen der Erfolg der Investition erst im Verkaufszeitpunkt ersichtlich, wobei der tatsächliche Erfolg der Investition aufgrund derselben buchhalterischen Einflussgrößen sowie der Ergebnisbeiträge in der Investitionsperiode ebenfalls vom buchhalterischen Erfolg in der Realisierungsperiode abweicht.

Die Umsatzerlöse und das Konzernergebnis für die Deutsche Balaton haben aufgrund der Relevanz der Veräußerung bzw. Ergebnisrealisierung für eine vergleichende Beurteilung des Geschäftsjahreserfolgs des Deutsche Balaton Konzerns nur eine eingeschränkte Aussagekraft.

Das entscheidende Kriterium für die Beurteilung eines Investments ist die abschließende Realisierung beim Verkauf. Die aktuelle Eigenkapitalausstattung der Deutsche Balaton AG erlaubt es, den aus Sicht des Managements optimalen Verkaufszeitpunkt - ohne Liquiditätsdruck - abwarten zu können. Ebenfalls besteht auch kein fixierter Anlagehorizont, wie beispielsweise bei geschlossenen Fonds, der einen Verkaufsdruck erzeugen könnte.

Zur Optimierung der Kapitalstruktur und somit einer Verbesserung der Eigenkapitalverzinsung wird das Verhältnis von Eigenkapital und Fremdkapital stetig optimiert und gegebenenfalls angepasst. Das bedeutet, dass der Konzern für jedes Investment den Eigen- und Fremdkapitalanteil bestimmt, da der Konzern für jede Investition die ideale Kombination für das Unternehmen anstrebt. Ziel des Kapitalmanagements ist auch eine ausreichende und die Mindestkapitalanforderungen erfüllende Versorgung des Unternehmens mit Eigenkapital. Die Mindestkapitalanforderungen beziehen sich einerseits auf die Einhaltung aktienrechtlicher Vorschriften des § 92 AktG und andererseits auf Vorgaben der Banken zur Gewährung von Kreditlinien und Festkrediten. Der Deutsche Balaton Konzern verpflichtet sich teilweise im Rahmen dieser Kreditverträge zur Einhaltung von betriebswirtschaftlichen Kennzahlen. Diese Kennzahlen werden zur Einhaltung der kreditvertraglichen Vorgaben regelmäßig überprüft. Im Berichtszeitraum wurden die Covenants bei einer Gesellschaft des Konzerns nicht erfüllt, so dass Darlehen in Höhe von 6.269 TEUR unter Berücksichtigung einer befristeten Stillhaltevereinbarung fällig gestellt wurden. Für alle anderen Darlehensverträge wurden die vereinbarten Anforderungen erfüllt. Voraussichtlich wird dies auch 2019 und 2020 der Fall sein.

Insgesamt ergibt sich für den Deutsche Balaton Konzern folgende Kapitalzusammensetzung:

in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Konzerneigenkapital 323.701 320.939
Langfristige Konzernschulden 33.472 47.514
Kurzfristige Konzernschulden 154.546 96.028
Gesamtkapital des Konzerns 511.719 464.480
Konzerneigenkapitalquote in % 63,2 69,1

42. Angaben zur Kapitalflussrechnung

In der Kapitalflussrechnung nach IAS 7 werden Zahlungsströme erfasst, um Informationen über die Bewegung der Zahlungsmittel des Unternehmens darzustellen. Die Zahlungsströme werden nach betrieblicher Tätigkeit sowie nach Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Es wird die indirekte Darstellungsform für Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit angewendet.

Einzahlungen und Auszahlungen aus langfristigen finanziellen Vermögenswerten und sonstigen langfristigen Forderungen werden grundsätzlich als Cashflow aus Investitionstätigkeit und nicht als Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit dargestellt, da diese Klassifizierung aus unserer Sicht einer klareren Darstellung dient.

Der Finanzmittelfonds am Anfang und am Ende der Periode besteht in Form von Bankguthaben und entsprechenden Äquivalenten in folgender Zusammensetzung:

in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Kasse und Guthaben bei Kreditinstituten 15.146 22.653

Im Geschäftsjahr 2018 wurde für Unternehmenserwerbe im Hinblick auf den Erstkonsolidierungszeitpunkt ein Betrag in Höhe von 11.827 TEUR (Vj. 0 TEUR) aufgewendet. Zahlungsmittel oder Zahlungsmitteläquivalente wurden zum Erstkonsolidierungszeitpunkt in Höhe von 2.583 TEUR (Vj. 968 TEUR) erworben. Es wurden zum Erstkonsolidierungszeitpunkt Vermögensgegenstände in Höhe von 110.080 TEUR (Vj. 15.494 TEUR) und Schulden in Höhe von 24.893 TEUR (Vj. 16.462 TEUR) übernommen.

Im Rahmen der Entkonsolidierung von Unternehmen sind langfristige Vermögensgegenstände in Höhe von 24.917 TEUR (Vj. 18.131 TEUR) sowie kurzfristige Vermögensgegenstände in Höhe von 23.926 TEUR (Vj. 7.363 TEUR) abgegangen. Bei den langfristigen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen in Höhe von 22.825 TEUR (Vj. 4.727 TEUR) um immaterielle Vermögenswerte und Firmenwerte. Bei den kurzfristigen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um Immobilien in Höhe von 17.721 TEUR (Vj. 0 TEUR). Darüber hinaus sind langfristige Schulden in Höhe von 15.189 TEUR (Vj. 1.224 TEUR) und kurzfristige Schulden in Höhe von 32.951 TEUR (Vj. 25.407 TEUR) abgegangen. Die Kaufpreise in Höhe von 17.473 TEUR wurden im Wesentlichen in Bar ausgeglichen. Zahlungsmittel oder Zahlungsmitteläquivalente wurden zum Entkonsolidierungszeitpunkt in Höhe von 845 TEUR (Vj. 13.373 TEUR) verkauft.

Die Buchwerte der im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten haben sich gemäß folgender Tabelle entwickelt:

in TEUR 01.01.2018 davon im Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen zahlungsunwirksame Veränderung 31.12.2018
Finanzielle Schulden Konsolidierungskreis Währung Umgliederung
langfristig 30.913 2.870 -12.848 -97 -578 20.260
kurzfristig 61.061 60.074 1.493 -0 578 123.206
91.974 62.944 -11.355 -97 0 143.466
in TEUR 01.01.2017 davon im Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen zahlungsunwirksame Veränderung 31.12.2017
Finanzielle Schulden Konsolidierungskreis Währung Umgliederung
langfristig 38.066 163 -1.263 44 -6.097 30.913
kurzfristig 49.300 11.380 -5.612 -104 6.097 61.061
87.366 11.543 -6.875 -60 0 91.974

43. Ergebnis je Aktie nach IAS 33

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des auf die Deutsche Balaton AG entfallenden Konzernjahresüberschusses und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres ausstehenden Aktien.

Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie kann aus der Ausgabe potenzieller Aktien resultieren. Zum Bilanzstichtag ist die Berücksichtigung von verwässernden potenziellen Aktien aufgrund von beschlossenen Kapitalerhöhungen aus bedingtem oder genehmigtem Kapital bei der Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie nicht erforderlich, da keine verwässernden Maßnahmen bestehen bzw. sich keine verwässernden Titel im Umlauf befinden.

31.12.2018 31.12.2017
Periodenergebnis nach Minderheitsanteilen (TEUR) -23.106 39.374
Aktienanzahl zum Stichtag (ausstehend) 104.768 108.025
Gewichtete durchschnittliche Aktienanzahl im Umlauf 107.579 109.565
Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) -214,79 359,37

Neben dem Ergebnis je Aktie ist auch das Ergebnis je Aktie aus fortgeführter und eingestellter Geschäftstätigkeit anzugeben. Da in diesem Geschäftsjahr sowie im Vorjahr kein Ergebnis aus eingestellter Geschäftstätigkeit resultierte, entfällt das unverwässerte und verwässerte Ergebnis je Aktie vollumfänglich auf die fortgeführte Geschäftstätigkeit.

Aufgrund der im Geschäftsjahr 2018 durchgeführten Kapitalherabsetzung mittels Zusammenlegung von jeweils 100 Stückaktien zu einer Stückaktie sowie der vorhergehenden Einziehung von 24 Aktien der Gesellschaft wurden die Vorjahreswerte für das Ergebnis je Aktie entsprechend angepasst.

Es erfolgt eine Überleitung der gewichteten durchschnittlichen Anzahl von Aktien für das Geschäftsjahr 2018 sowie 2017, welche als Nenner in der Berechnung des unverwässerten und verwässerten Ergebnisses je Aktie verwendet wurden:

Stückzahl Tage
Aktien im Umlauf 01.01.2018 - 11.11.2018 108.025 315
Aktienrückkauf I -3.257
Aktien im Umlauf nach Rückkauf I 11.11.2018 - 31.12.2018 104.768 50
31.12.2018 104.768 365

Im Geschäftsjahr 2018 waren durchschnittlich 107.579 Aktien im Umlauf.

Stückzahl Tage
Aktien im Umlauf 01.01.2017 - 12.12.2017 109.650 346
Aktienrückkauf I -1.625
Aktien im Umlauf nach Rückkauf I 13.12.2017 - 31.12.2017 108.025 19
31.12.2017 108.025 365

Im Geschäftsjahr 2017 waren durchschnittlich 109.565 Aktien im Umlauf.

44. Angaben zur Segmentberichterstattung

Das Geschäft des Vermögensaufbaus als Investmentspezialist wird bei der Deutsche Balaton AG auf breiter Basis, das heißt ohne Fokus auf Branchen und Regionen, durchgeführt. Dabei investiert der Deutsche Balaton Konzern sowohl in Unternehmen als auch Immobilien sowie sonstige Anlagen.

Abgrenzung der Segmente

Die Segmentberichterstattung nach IFRS 8 fordert Angaben zu Segmenten in Analogie zur internen Steuerungs- und Berichtsstruktur des Konzerns.

Der Deutsche Balaton Konzern unterteilt die Segmente in der Form, wie sie an den Konzernvorstand berichtet wird.

Das Segment "Vermögensverwaltend" bildet mit allen verbleibenden Gesellschaften, die nicht dem Segment "Beta Systems" oder "CornerstoneCapital" zuzuordnen sind, ein eigenes berichtspflichtiges Segment. Die Tätigkeit in diesem Segment ist der Erwerb, das Halten und der Verkauf von überwiegend börsennotierten Wertpapieren sowohl als Eigenkapital- als auch Fremdkapitalinstrumente. Darüber hinaus werden in diesem Segment Investitionen aller Art unabhängig von Branchen getätigt, wie beispielsweise Immobilien, Schiffe und Milchproduktion.

Die Beta Systems Software AG wird zusammen mit ihren Tochtergesellschaften als eigenständiges Segment ausgewiesen. Der Teilkonzern entwickelt hochwertige Softwareprodukte und -lösungen für die sichere und effiziente Verarbeitung großer Datenmengen.

Sämtliche in den Konzernabschluss einbezogenen operativen Gesellschaften des Segments "CornerstoneCapital" bilden mit den dazugehörigen Konzerngesellschaften der Eppstein-Gruppe, der Infoniqa-Gruppe (Österreich) sowie der ELTEC Elektronik AG ein Segment. Dieses Segment bildet die Tätigkeit der CornerstoneCapital ab, die mit einem erfahrenen Team an Private-Equity-Spezialisten in mittelständische Unternehmen investiert. Der Teilkonzern Infoniqa Payroll wurde zum 1. Juli 2018 veräußert und ist somit zeitanteilig berücksichtigt.

Die regionale Segmentberichterstattung unterscheidet zwischen Inland und Ausland. Der juristische Sitz des Unternehmens ist maßgebend für die Klassifizierung in Inland oder Ausland sowie der Standorte der Vermögenswerte. Für die erzielten Umsatzerlöse ist der Sitz des Kunden maßgebend für die Klassifizierung in Inland oder Ausland.

Segmentinformationen

Die Segmentdaten wurden auf der Grundlage der im Konzernabschluss angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ermittelt.

Die Außenumsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2018 2017
Vermietung aus als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, Verkauf von Immobilien Segment "Vermögensverwaltend" 1.769 1.562
Erlöse Schiffe, Segment "Vermögensverwaltend" 4.813 4.702
Sonstige Erlöse, Segment "Vermögensverwaltend" 12.338 4.194
Summe Segment "Vermögensverwaltend" 18.920 10.458
Erlöse Beta Systems Software AG, Segment "Beta Systems" 46.602 46.553
Summe Segment "Beta Systems" 46.602 46.553
Erlöse Infoniqa SQL, Segment "CornerstoneCapital" 0 14.466
Erlöse Industrieunternehmen Eppstein, Segment "CornerstoneCapital" 27.932 27.588
Erlöse Infoniqa Payroll, Segment "CornerstoneCapital" 10.012 19.866
Erlöse ELTEC Elektronik AG, Segment "CornerstoneCapital" 6.413 8.298
Erlöse CornerstoneCapital Verwaltungs AG, Segment "CornerstoneCapital" 6 -
Summe Segment "CornerstoneCapital" 44.363 70.218
Summe Konzern 109.885 127.229

Die konzerninternen Transaktionen resultieren aus Leistungsbeziehungen innerhalb des Konzerns zwischen den Segmenten. Zwischen den Konzerngesellschaften wurden konzerninterne Darlehen mit kurzer und - in geringem Umfang - langer Laufzeit abgeschlossen. Die Verrechnung erfolgt auf Grundlage marktüblicher Konditionen. Die Segmente arbeiten unabhängig voneinander, weshalb diese Transaktionen gewöhnlich nur einen geringen Umfang haben.

Das Segmentergebnis wird als Periodenergebnis vor Ertragsteuern und vor Konsolidierung auf Konzernebene dargestellt.

Das Segmentvermögen stellt das betriebsnotwendige Vermögen der einzelnen Segmente dar. Es umfasst alle Bilanzposten mit Ausnahme von Steuerforderungen für laufende und latente Steuern. Geschäfts- und Firmenwerte werden dem jeweiligen Segment zugeordnet.

In den Segmentschulden sind die operativen Schulden der einzelnen Segmente enthalten. Verbindlichkeiten aus laufenden und latenten Steuern werden nicht in den Segmentschulden ausgewiesen.

Die Überleitung des Segmentvermögens auf das Konzernvermögen bzw. der Segmentschulden auf das Fremdkapital des Konzerns stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Segmentvermögen (Konzern) 507.072 459.650
Steueransprüche (laufend und latent) 4.647 4.830
Konzernvermögen 511.719 464.480
in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Segmentschulden 184.373 137.122
Steuerschulden (laufend und latent) 3.645 6.420
Konzernfremdkapital 188.018 143.542
in TEUR Deutschland Ausland
2018 2017 2018 2017
Umsatzerlöse mit Dritten 51.296 52.813 58.589 74.416
Segmentvermögen 502.696 428.925 4.376 30.725
- davon langfristige Vermögenswerte 75.169 69.473 3.852 25.021
Investitionen in langfristiges Segmentvermögen 14.952 32.953 4.787 3.448
Vermögensverwaltend Beta Systems CornerstoneCapital
in TEUR 2018 2017 2018 2017 2018 2017
Umsatzerlöse 18.939 10.467 46.602 46.553 44.363 70.218
- davon mit Dritten 18.698 10.405 46.602 46.553 44.357 70.218
- mit Segmenten 241 62 0 0 6 0
Bestandsveränderungen 11 -23 0 0 -302 1.434
Bewertungsergebnis -37.474 N/A 0 N/A -2 N/A
Sonstige betriebliche Erträge 9.134 46.206 805 841 12.076 14.821
Aufwand für Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe -10.148 -5.207 -2.748 -2.097 -17.613 -31.173
Zuwendungen an Arbeitnehmer -5.143 -4.128 -28.649 -26.951 -15.282 -23.353
Abschreibungen -2.723 -4.678 -1.864 -1.937 -3.396 -4.899
- davon planmäßig -2.723 -1.896 -1.864 -1.937 -3.396 -4.899
- davon außerplanmäßig 0 -2.782 0 0 0 0
Sonstige betriebliche Aufwendungen -11.681 -20.381 -10.446 -10.744 -6.961 -10.333
Finanzertrag 11.025 21.596 570 404 1.061 1.078
- davon Zinsertrag 3.560 2.668 147 108 27 147
- davon nicht zahlungswirksam 781 895 144 93 26 6
Finanzaufwand -3.426 -2.904 -73 -42 -11.560 -17.420
- davon Zinsaufwand -1.967 -1.674 -73 -3 -3.288 -1.915
- davon nicht zahlungswirksam 640 266 79 -36 744 278
Gewinn- und Verlustanteile an Finanzanlagen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden 2.422 51 0 0 0 921
Segmentergebnis (Ergebnis vor Ertragssteuern) * -29.066 40.999 4.197 6.026 2.385 1.293
* inkl. Ergebnis aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten
Ertragsteuern (nachrichtlich) 1.455 -222 -1.026 -398 -1.112 -1.090
- davon nicht zahlungswirksam 1.019 1.157 -52 680 732 466
Segmentvermögen 474.750 398.944 74.259 79.277 22.907 52.806
- davon nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 13.611 11.561 0 0 0 0
Segmentschulden 184.839 118.520 22.316 20.318 8.737 36.166
Investitionen in langfristiges Segmentvermögen 8.368 32.447 6.651 484 4.720 3.470
Konsolidierung Konzern
in TEUR 2018 2017 2018 2017
Umsatzerlöse -19 -9 109.885 127.229
- davon mit Dritten 0 0 109.657 127.176
- mit Segmenten -19 -9 228 53
Bestandsveränderungen 0 0 -291 1.411
Bewertungsergebnis 0 N/A -37.476 N/A
Sonstige betriebliche Erträge -12 -2 22.003 61.866
Aufwand für Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe 0 0 -30.509 -38.477
Zuwendungen an Arbeitnehmer 0 0 -49.074 -54.432
Abschreibungen 0 0 -7.983 -11.514
- davon planmäßig 0 0 -7.983 -8.732
- davon außerplanmäßig 0 0 0 -2.782
Sonstige betriebliche Aufwendungen 22 12 -29.066 -41.446
Finanzertrag -8.825 -16.667 3.831 6.411
- davon Zinsertrag 0 0 3.734 2.923
- davon nicht zahlungswirksam 0 0 951 994
Finanzaufwand 9.729 16.667 -5.330 -3.699
- davon Zinsaufwand 0 0 -5.328 -3.592
- davon nicht zahlungswirksam 0 0 1.463 508
Gewinn- und Verlustanteile an Finanzanlagen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden 0 0 2.422 972
Segmentergebnis (Ergebnis vor Ertragssteuern) * 895 1 -21.589 48.319
* inkl. Ergebnis aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten
Ertragsteuern (nachrichtlich) 0 0 -683 -1.710
- davon nicht zahlungswirksam 0 0 1.699 2.303
Segmentvermögen -64.844 -71.377 507.072 459.650
- davon nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 0 0 13.611 11.651
Segmentschulden -31.519 -37.882 184.373 137.122
Investitionen in langfristiges Segmentvermögen 0 0 19.739 36.401

45. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Das Vorstandsmitglied Herr Jens Jüttner hat am 15. Mai 2019 sein Vorstandsmandat bei der Deutsche Balaton AG niedergelegt.

46. Deutscher Corporate Governance Kodex (§ 161 AktG)

Mit Wirksamwerden des Widerrufs der Zulassung der Aktien der Deutsche Balaton AG zum Regulierten Markt mit Ablauf des 30. Dezember 2014 ist die Verpflichtung der Gesellschaft zur Abgabe von künftigen Entsprechenserklärungen nach § 161 Abs. 1 AktG entfallen.

Die Vorstandsmitglieder und der Aufsichtsrat der Heidelberger Beteiligungsholding AG haben als börsennotierte Gesellschaft die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG für das Geschäftsjahr 2018 abgegeben und ihren Aktionären dauerhaft auf der Internetseite der Gesellschaft zugänglich gemacht.

Das Vorstandsmitglied und der Aufsichtsrat der Ming Le Sports AG haben als börsennotierte Gesellschaft die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG für das Geschäftsjahr 2018 abgegeben und ihren Aktionären dauerhaft auf der Internetseite der Gesellschaft zugänglich gemacht.

Die Vorstandsmitglieder und der Aufsichtsrat der MARNA Beteiligungen AG haben als börsennotierte Gesellschaft die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG für das Geschäftsjahr 2018 abgegeben und ihren Aktionären dauerhaft auf der Internetseite der Gesellschaft zugänglich gemacht.

Die Vorstandsmitglieder und der Aufsichtsrat der Youbisheng Green Paper AG haben als börsennotierte Gesellschaft die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG für das Geschäftsjahr 2018 abgegeben und ihren Aktionären dauerhaft auf der Internetseite der Gesellschaft zugänglich gemacht.

47. Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Vorstand

Dipl.-Kfm. Rolf Birkert, Frankfurt am Main

Dipl.-Kfm. Jens Jüttner, Hofheim (bis zum 15. Mai 2019)

in TEUR 2018 2017
Vorstandsvergütung 556 750
- davon fix 448 502
- davon variabel 60 200
- davon von Tochterunternehmen 48 48

Die fixen Vorstandsvergütungen werden in monatlichen Beträgen ausgezahlt. Die variable Vergütung ist abhängig von langfristigen Zielgrößen und kommt erst dann zur Auszahlung. Im Geschäftsjahr 2018 wie im Vorjahr ist noch keine Auszahlung erfolgt. Die variable Vorstandsvergütung in Höhe von 60 TEUR war eine einmalige Sonderzahlung unabhängig von den langfristigen Zielgrößen.

Aufsichtsrat

Wilhelm K. T. Zours, Heidelberg

Aufsichtsratsvorsitzender

Vorstandsmitglied DELPHI Unternehmensberatung AG, Heidelberg

Vorstandsmitglied VV Beteiligungen AG, Heidelberg

Philip Hornig, Mannheim

Stellvertretender Vorsitzender

Wirtschaftsprüfer und Steuerberater

Dr. Burkhard Schäfer, Mannheim

Unternehmensberater

Der Aufsichtsrat erhält für seine Tätigkeit zeitanteilige Festvergütungen gemäß Satzung sowie den Ersatz seiner Auslagen. Den Aufsichtsratsmitgliedern wurden keine Leistungen für Altersversorgung oder Sonstiges zugesagt.

in TEUR 2018 2017
Aufsichtsratsvergütungen 93 78
- davon von Tochterunternehmen 61 46

Die Aufsichtsratsvergütungen sind gemäß IAS 24.16 als kurzfristig zu klassifizieren und nach Ablauf des Geschäftsjahres fällig. Die Hauptversammlung 2017 hat den Aufsichtsrat bestätigt. Die Zusammensetzung ist gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Angaben zur Mitgliedschaft der Organmitglieder in Aufsichtsräten:

Herr Rolf Birkert war im Geschäftsjahr 2018 und bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses Mitglied in folgenden Aufsichtsräten:

CARUS AG, Heidelberg

Aufsichtsratsvorsitzender

Carus Grundstücksgesellschaft Am Taubenfeld AG, Heidelberg (bis zum 26. April 2019)

Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

Deutsche Balaton Immobilien I AG, Heidelberg

Aufsichtsratsvorsitzender

eSports.com Aktiengesellschaft i.l., Heidelberg (bis zum 30. November 2018)

Aufsichtsratsvorsitzender

Eurohaus Frankfurt AG, Heidelberg (bis zum 26. September 2018)

Aufsichtsratsvorsitzender

Gebser & Partner AG, Frankfurt am Main (ab dem 26. April 2019)

KINGHERO AG, München

Ming Le Sports AG, Heidelberg

Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

MISTRAL Media AG, Frankfurt am Main

Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

Youbisheng Green Paper AG, Heidelberg

Mitglied des Aufsichtsrats (ab dem 14. September 2018)

Aufsichtsratsvorsitzender (ab dem 18. September 2018)

Herr Jens Jüttner war im Geschäftsjahr 2018 und bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses Mitglied in folgenden Aufsichtsräten:

BCT bio cleantec AG, Heidelberg (bis zum 21. Mai 2019)

Beta Systems Software AG, Berlin

capFlow AG, München

Aufsichtsratsvorsitzender

ConBrio Beteiligungen AG, Frankfurt am Main (bis zum 6. Juli 2018)

Aufsichtsratsvorsitzender

CornerstoneCapital Verwaltungs AG, Heidelberg

Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

DIO Deutsche Immobilien Opportunitäten AG, Bad Vilbel

Fidelitas Deutsche Industrie Holding AG, Heidelberg (bis zum 6. Juli 2018)

HW Verwaltungs AG, Halberstadt

Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender (Aufsichtsratsvorsitzender bis zum 21. Mai 2019)

PWI-PURE SYSTEM AG, Heidelberg

Aufsichtsratsvorsitzender

SPK Süddeutsche Privatkapital AG, Heidelberg

Aufsichtsratsvorsitzender

Tabalon Mobile Technologies AG, Heidelberg (ab dem 7. Juli 2018 bis zum 21. Mai 2019)

Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

Herr Wilhelm K. T. Zours war im Geschäftsjahr 2018 und bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses Mitglied in folgenden Aufsichtsräten:

Beta Systems Software AG, Berlin

Aufsichtsratsvorsitzender

SPARTA AG, Hamburg

Sparta Invest AG, Hamburg (ab dem 16. Mai 2019)

Aufsichtsratsvorsitzender

Strawtec Group AG, Heidelberg

Aufsichtsratsvorsitzender

YVAL Idiosynkratische Investments SE, Heidelberg (ab dem 25. April 2018)

Verwaltungsratsvorsitzender

Herr Philip Hornig war im Geschäftsjahr 2018 und bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses Mitglied in folgenden Aufsichtsräten:

DELPHI Unternehmensberatung AG, Heidelberg

Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

Deutsche Balaton Biotech AG, Heidelberg (ab dem 23. April 2018)

Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

Heidelberger Beteiligungsholding AG, Heidelberg

Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

Prisma Equity AG, Heidelberg

Aufsichtsratsvorsitzender

SPK Süddeutsche Privatkapital AG, Heidelberg

Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

VV Beteiligungen AG, Heidelberg

Aufsichtsratsvorsitzender

YVAL Idiosynkratische Investments SE, Heidelberg (ab dem 25. April 2018)

Stellvertretender Verwaltungsratsvorsitzender

Herr Dr. Burkhard Schäfer war im Geschäftsjahr 2018 und bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses Mitglied in folgenden Aufsichtsräten:

Alpha Cleantec Aktiengesellschaft, Heidelberg

Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

BCT bio cleantec AG, Heidelberg (bis zum 13. Juni 2018)

Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

DELPHI Unternehmensberatung AG, Heidelberg

Mitglied des Aufsichtsrats (Aufsichtsratsvorsitzender bis zum 1. Juni 2018)

Eurohaus Frankfurt AG, Heidelberg bis zum 21. September 2018)

MARNA Beteiligungen AG (bis zum 18. Juli 2018 firmierend als MARENAVE SCHIFFAHRTS AG), Hamburg

Mitglied des Aufsichtsrats (ab dem 5. Juni 2018)

Aufsichtsratsvorsitzender (seit dem 5. Juli 2018)

MISTRAL Media AG, Frankfurt am Main

Aufsichtsratsvorsitzender

SPK Süddeutsche Privatkapital AG, Heidelberg (ab dem 25. September 2018)

VV Beteiligungen AG, Heidelberg

Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

Youbisheng Green Paper AG, Heidelberg

Mitglied des Aufsichtsrats (Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender bis zum 14. September 2018)

Ehemalige Mitglieder

Für ehemalige Mitglieder des Vorstands oder des Aufsichtsrats bestehen keine Zahlungsverpflichtungen aus deren ehemaligen Tätigkeiten in einem Organ der Gesellschaft.

48. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Nahestehende Unternehmen im Sinne des IAS 24 sind die DELPHI Unternehmensberatung AG, Heidelberg, und die VV Beteiligungen AG, Heidelberg, die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat sowie deren Familienmitglieder und ihnen wirtschaftlich zuzurechnende Unternehmen jeglicher Rechtsform, die nicht konsolidierten Tochterunternehmen sowie die assoziierten Unternehmen.

Mitgeteilte Beteiligungen

Stimmrechtsmeldungen

Nachfolgend sind Mitteilungen über Beteiligungen an der Deutsche Balaton AG angegeben, über die nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG Angaben zu machen sind. Bei den nachfolgend genannten Stimmrechtsanteilen können sich nach den angegebenen Zeitpunkten Veränderungen ergeben haben, die der Gesellschaft gegenüber nicht meldepflichtig waren. Insbesondere weisen wir darauf hin, dass §§ 21 ff. WpHG seit dem Widerruf der Zulassung der Aktien der Deutsche Balaton AG zum Regulierten Markt auf die Gesellschaft keine Anwendung mehr finden und seitdem keine Verpflichtung der ehemals Mitteilungspflichtigen mehr besteht, die der Gesellschaft nach § 21 Abs. 1 oder Abs. 1a WpHG bzw. 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilten Stimmrechtsanteile bei Veränderungen des Stimmrechtsanteils zu aktualisieren.

Der Gesellschaft liegen folgende Meldungen über das Bestehen einer Beteiligung, die nach § 20 Abs. 1 oder Abs. 4 AktG oder nach § 21 Abs. 1 oder Abs. 1a WpHG bzw. § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG und § 160 AktG. mitgeteilt worden sind, vor:

Mitteilungen nach Ende des Geschäftsjahres 2018 bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses

Keine solchen Mitteilungen.

Mitteilungen im Geschäftsjahr 2015

Die VV Beteiligungen Aktiengesellschaft, Heidelberg, hat uns mitgeteilt, dass ihr - auch ohne Zurechnung von Aktien nach § 20 Abs. 2 AktG - unmittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien an der Deutsche Balaton Aktiengesellschaft und außerdem eine unmittelbare Mehrheitsbeteiligung an der Deutsche Balaton Aktiengesellschaft gehört.

Die DELPHI Unternehmensberatung Aktiengesellschaft, Heidelberg, hat uns mitgeteilt, dass ihr - auch ohne Zurechnung von Aktien nach § 20 Abs. 2 AktG - mittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien an der Deutsche Balaton Aktiengesellschaft und außerdem eine mittelbare Mehrheitsbeteiligung an der Deutsche Balaton Aktiengesellschaft gehört.

Herr Wilhelm K. T. Zours, Deutschland, hat uns mitgeteilt, dass ihm - auch ohne Zurechnung von Aktien nach § 20 Abs. 2 AktG - mittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien an der Deutsche Balaton Aktiengesellschaft und außerdem eine mittelbare Mehrheitsbeteiligung an der Deutsche Balaton Aktiengesellschaft gehört.

Vorstand und Aufsichtsrat

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist Vorstandsmitglied der DELPHI Unternehmensberatung Aktiengesellschaft, Heidelberg, sowie Vorstandsmitglied der VV Beteiligungen Aktiengesellschaft, Heidelberg. Zwischen der Deutsche Balaton Aktiengesellschaft und der VV Beteiligungen Aktiengesellschaft wurde am 16. Dezember 2009 ein Entherrschungsvertrag geschlossen. Der Entherrschungsvertrag wurde am 27. Oktober 2014 aktualisiert und auf unbefristete Zeit abgeschlossen, mindestens aber bis zum 16. Dezember 2019, und besteht somit ununterbrochen. Zwischen der Deutsche Balaton und den beiden Gesellschaften besteht eine Vereinbarung zur wechselseitigen Überwachung und Bekanntgabe wertpapierrechtlich relevanter Beteiligungen im Hinblick auf die Überwachung von Stimmrechtsschwellen.

Im September 2014 wurde eine Unterbeteiligung an dem Investment der Deutsche Balaton AG an dem assoziierten Unternehmen HW Verwaltungs AG vereinbart, die wirtschaftlich einer Beteiligung des Vorstandsmitglieds in Höhe von 0,01 % an der HW Verwaltungs AG entspricht. Das Vorstandsmitglied Jens Jüttner hat für die Unterbeteiligung einen entsprechenden Kapitalbetrag an die Deutsche Balaton AG bezahlt.

Zum Bilanzstichtag besteht eine kurzfristige, nicht besicherte Darlehensverbindlichkeit der Deutsche Balaton AG gegenüber der DELPHI Unternehmensberatung AG in Höhe von 3.800 TEUR (Vj. 0 TEUR).

Des Weiteren gibt es zum Bilanzstichtag eine kurzfristige nicht besicherte Darlehensverbindlichkeit in Höhe von 25.000 TEUR (Vj. 0 TEUR) gegenüber der YVAL Idiosynkratische Investments SE, Heidelberg, einer Gesellschaft die dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats wirtschaftlich zuzurechnen ist.

Die Mandate der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat sind unter Tz. 47 angegeben. Bezüglich der Zusammensetzung des Aufsichtsrats wird auf Tz. 47 verwiesen. Die Vergütungen von Vorstand und Aufsichtsrat wurden unter Tz. 47 angegeben.

Nahestehende Unternehmen

Mit einem assoziierten Unternehmen sind 2018 zwei zweckgebundene Darlehensverträge in Höhe von insgesamt 5.100 TEUR abgeschlossen worden. Die Darlehen werden nicht fest verzinst. Es besteht eine Vereinbarung über eine entsprechende Gewinnbeteiligung. Darüber hinaus wird im Deutsche Balaton Konzern eine Inhaberschuldverschreibung in Höhe von 2.200 TEUR gehalten.

Die Inhaberschuldverschreibung verzinst sich mit 7,0 % p.a. Zum Bilanzstichtag bestehen eine Zinsforderung in Höhe von 9 TEUR sowie ein Gewinnanteil auf den Genussschein in Höhe von 226 TEUR.

Es bestehen vier Dienstleistungsverträge mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen. Im Geschäftsjahr wurden Umlagen in Höhe von 228 TEUR weiterbelastet. Forderungen aus den Dienstleistungsverträgen bestanden zum 31. Dezember 2018 nicht.

Aus dem Verkauf von Aktien an ein nicht konsolidiertes Tochterunternehmen resultiert zum Bilanzstichtag noch eine Kaufpreisforderung in Höhe von 46 TEUR.

49. Honorar des Abschlussprüfers

Für die Tätigkeit des Abschlussprüfers sind im Geschäftsjahr 2018 insgesamt 520 TEUR (Vj. 451 TEUR) erfasst. Davon betreffen - 10 TEUR (Vj. 9 TEUR) noch das vorherige Geschäftsjahr.

in TEUR 2018 2017
Prüfung 341 338
Steuerberatung 25 35
Sonstige Bestätigungsleistungen 0 0
Sonstige Leistungen 155 78
520 451

50. Anteilsbesitz und Befreiung von Offenlegungspflichten

Der Konzern hält zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 Beteiligungen gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

Name der Gesellschaft Sitz Kapitalanteil
in %
Eigenkapital
in TEUR
Jahresüberschuss/ -fehlbetrag
in TEUR
BNS Holding GmbH i.L. (31.10.2018) Heidelberg 100 % 51 1
capFlow AG (31.12.2018) München 56 % 4.516 470
DIO Deutsche Immobilien Opportunitäten AG (30.06.2018) Frankfurt am Main 49,99 % 10.139 4.174
FALKENSTEIN Nebenwerte AG Hamburg 93 % 1.434 0
Goldrooster AG (31.12.2012) Berlin 36 % 22.138 -515
Gui Xiang Industriy Co. Ltd. (31.12.2013) Hong Kong (HK) 100 % 3.612 683
Hart - Technik kft. Pomaz (HU) 100 % 1.365 447
HOFFMANN HANDELS AG i.I. (31.12.2016) Karlsruhe 75 % -74 -224
Hubei Guige Paper Co. Ltd. (31.12.2013) Huanggang City (CN) 100 % 133 -55
hydroWEB d.o.o Beograd (31.12.2017) Belgrad (RS) 100 % 3 0
Hyrican Informationssysteme AG (31.12.2018) Kindelbrück 45 % 24.540 -207
Kalme GmbH Frankfurt am Main 100 % 25 0
MARE Containerschiff Verwaltungs GmbH i.L. Hamburg 100 % 45 7
MARE Panamax Tankschiffahrts GmbH i.L. Hamburg 100 % 46 8
MARE Produktentanker Schiffahrts GmbH i.L Hamburg 100 % 22 1
MARE Supramax Bulker Schiffahrts GmbH i.L. Hamburg 100 % 49 10
Ming Le Sports AG Heidelberg 74,64 % 1.814 -1.287
Mingle (International) Limited (31.12.2012) Hongkong (HK) 100 % 6.986 -423
Mingle (China) Co., Ltd. (31.12.2012) Jinjiang (CN) 100 % 152.294 62.207
MONTECA s.r.o. Bratislava (SK) 85 % -6 -11
MT "MARE ANTARCTIC" Tankschiffahrts GmbH & Co. KG i.L. Heidelberg 100 % 1 -2
MT "MARE ARCTIC" Tankschiffahrts GmbH & Co. KG i.L. Heidelberg 100 % 1 -1
Prime Security GmbH (31.12.2011) Mainz 25 % 7 8
Quanzhou Guige Paper Co. Ltd. (31.12.2013) Quanzhou City (CN) 100 % 99.318 18.411
Scintec Aktiengesellschaft (31.12.2017) Rottenburg am Neckar 30 % 2.816 410
SPARTA Invest AG Hamburg 100 % 1.065 -368
Web Financial Group SA (31.12.2017) Madrid (ES) 25 % 14.165 699
Youbisheng Green Paper AG Heidelberg 94 % 893 -186

Befreiung von Offenlegungspflichten

Die Tochtergesellschaften ABC Beteiligungen AG, Heidelberg und Balaton Agro Invest AG, Heidelberg machen von der Befreiungsvorschrift des § 264 HGB hinsichtlich der Veröffentlichung ihrer Jahresabschlüsse Gebrauch. Die Tochtergesellschaften CornerstoneCapital Verwaltungs AG, Heidelberg und CornerstoneCapital Beteiligungen GmbH, Frankfurt am Main machen von der Befreiungsvorschrift des § 264 HGB hinsichtlich der Veröffentlichung ihrer Jahresabschlüsse Gebrauch.

Die Tochtergesellschaften EppsteinFOILS GmbH & Co. KG, Eppstein/Taunus macht von der Befreiungsvorschrift des § 264b HGB hinsichtlich der Veröffentlichung ihres Jahresabschlusses Gebrauch. Die Tochtergesellschaft Software Innovation GmbH, Neustadt und Eppstein Technologies GmbH, Eppstein/Taunus machen von der Befreiungsvorschrift des § 264 HGB hinsichtlich der Veröffentlichung ihrer Jahresabschlüsse Gebrauch.

Anmerkungen:

Die Angaben werden grundsätzlich in Tausend Euro (=TEUR) per 31.12.2018 gemacht.

Die Angaben erfolgen grundsätzlich auf den Stichtag 31.12.2018, sofern in der Spalte "Name der Gesellschaft" kein anderer Stichtag in Klammern angegeben ist. Vom 31.12.2018 abweichende Stichtage können durch abweichende Wirtschaftsjahre oder durch noch nicht vorliegende offizielle Daten der Gesellschaften zum 31.12.2018 entstehen.

Angaben in Euro zur Hart-Technik Kft. und Kartonpack Rt. sind unter Berücksichtigung des letzten von der Europäischen Zentralbank im Kalenderjahr 2018 am 31.12.2018 festgelegten Referenzkurses (1,00 EUR = 320,98 HUF) angegeben.

Angaben in Euro zur Impact Minerals Ltd sind unter Berücksichtigung des letzten von der Europäischen Zentralbank im Kalenderjahr 2018 am 31.12.2018 festgelegten Referenzkurses (1,00 EUR = 1,622 AUD) angegeben.

Angaben in DEM sind mit dem unwiderruflichen Euro-Wechselkurs (1,00 EUR = 1,95583 DEM) zum 1. Januar 1999 angegeben.

 

Heidelberg, 28. Juni 2019

Rolf Birkert

Vorstand

kraj

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018

1. Vorbemerkung

Die Deutsche Balaton Aktiengesellschaft (im Folgenden auch "Deutsche Balaton", "Gesellschaft" oder "Konzern") stellt diesen Konzernlagebericht ("Lagebericht") zum 31. Dezember 2018 gemäß den gesetzlichen Vorschriften auf. Er ist im Kontext mit dem Konzernabschluss zu lesen. Da die Deutsche Balaton AG als Mutterunternehmen des Deutsche Balaton Konzerns unter Berücksichtigung des § 267 Abs. 1 HGB - wie schon im Vorjahr - die Kriterien einer kleinen Kapitalgesellschaft erfüllt, ist sie von der Verpflichtung zur Erstellung eines Lageberichts für den Einzelabschluss nach HGB befreit.

2. Anzuwendende Rechnungslegungsstandards

Der Konzernabschluss wird nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften, den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt.

Die Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses ergibt sich für die Deutsche Balaton AG aus § 293 HGB. Die Deutsche Balaton AG ist nicht verpflichtet, den Konzernabschluss nach den internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) zu erstellen, nutzt jedoch das Wahlrecht des § 315a Abs. 3 HGB, da eine Umstellung auf eine HGB-Konzernrechnungslegung insbesondere unter Berücksichtigung der anfallenden Kosten derzeit nicht effizient ist.

3. Grundlagen des Konzerns

3.1 Geschäftsmodell des Konzerns

Die Deutsche Balaton Aktiengesellschaft ist Mutterunternehmen des Deutsche Balaton Konzerns. Die Deutsche Balaton Aktiengesellschaft ist eine Beteiligungsgesellschaft, deren Investments grundsätzlich keinen Fokus auf bestimmte Branchen aufweisen und auch geografisch keiner bestimmten Zuordnung unterliegen. Investitionen der Gesellschaft erfolgen unter Berücksichtigung des Chance-Risiko-Verhältnisses, wobei sowohl Mehrheits- als auch Minderheitsbeteiligungen sowie alternative Investments und Investments in Anleihen und Genussscheine eingegangen werden. Der hohe Diversifizierungsgrad des Beteiligungsportfolios ist zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. Die Risikostreuung soll zur Risikominimierung beitragen. Bei den Investitionsentscheidungen spielen neben finanziellen Indikatoren bei der Beurteilung von Beteiligungsmöglichkeiten auch nicht messbare Faktoren eine Rolle, wie zum Beispiel Einschätzungen des Managements der Beteiligungen.

3.2. Beschreibung der Segmente

Die Aktivitäten der Gesellschaft unterteilen sich im Geschäftsjahr 2018 unverändert in drei Segmente:

3.2.1. Segment "Vermögensverwaltend"

Wie im Vorjahr liegt auch im Berichtszeitraum der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit des Deutsche Balaton Konzerns auf börsennotierten und nicht börsennotierten Unternehmensbeteiligungen mit überwiegend mittel- bis langfristigem Beteiligungshorizont. Die Beteiligungsquote reicht dabei von nur geringem Anteilsbesitz bis hin zu 100-Prozent-Beteiligungen. Die Investitionen erfolgen überwiegend durch die Deutsche Balaton AG. Weiterhin sind in diesem Segment die ABC Beteiligungen AG und deren Tochtergesellschaft Heidelberger Beteiligungsholding AG sowie die SPARTA AG enthalten. Der Investitionsfokus liegt auf kurz- und langfristigen Beteiligungsinvestitionen überwiegend in börsennotierte Unternehmen sowie verzinslichen Anlageprodukten. Teil des Segments ist auch die Prisma Equity AG, die überwiegend langfristig in börsennotierte Unternehmen investiert, sowie die Deutsche Balaton Biotech AG, die vorwiegend in Biotechnologie- und Pharmaunternehmen investiert.

Darüber hinaus enthält das Segment Investitionen in Immobilien. Während die CARUS AG und deren Tochterunternehmen sowohl kurz- als auch langfristige Immobilieninvestitionen tätigen, agiert die Deutsche Balaton Immobilien I AG langfristig, um Mieterträge und eine langfristige Wertsteigerung der Immobilien zu erzielen. Die Eurohaus Frankfurt AG wurde im September 2018 vollständig veräußert.

Über verschiedene Gesellschaften erfolgen zudem Investitionen in Schiffe, aus deren Vercharterung Umsatzerlöse generiert werden. Dieser Bereich umfasst einen Massengutfrachter (bulk carrier) bei der MS "Active" Schiffahrts GmbH & Co. KG und ein Feederschiff bei der Nordic SSW 1000 AG & Co. KG. Das Crew-Transferschiff bei der OOC CTV GmbH & Co. KG wurde im Berichtsjahr auf Termin verkauft.

Ebenfalls in diesem Segment enthalten ist die HW Verwaltungs AG und deren Tochtergesellschaft hydroweb GmbH (nachfolgend auch "Teilkonzern HW"), die innovative Spinnvliesstoffe herstellt. Der Teilkonzern HW wird den operativen Konzernunternehmen zugerechnet. Weiterhin wird das Medien- und Beteiligungsunternehmen MISTRAL Media AG in diesem Segment vollkonsolidiert.

Die Balaton Agro Invest AG mit ihrem in Afrika tätigen Tochterunternehmen Balaton Agro Investment plc sowie die Strawtec Estate LTD sind ebenso Bestandteil des Segments "Vermögensverwaltend". Die Balaton Agro Investment plc befindet sich weiter in der Aufbauphase. Die Aufnahme des operativen Betriebs im Bereich Milchwirtschaft ist für das Jahr 2019 geplant. Die Strawtec Estate LTD erzielt Erträge aus der Vermietung einer Produktionshalle. Die E.D.A. Agro Industry plc wurde im Berichtsjahr 2018 veräußert.

Neben den genannten Gesellschaften sind in diesem Segment weitere Unternehmen enthalten, die für die Segmentbetrachtung von untergeordneter Bedeutung sind. Die Investitionen des Segments "Vermögensverwaltend" weisen aufgrund der enthaltenen börsennotierten Titel eine hohe Abhängigkeit von der Entwicklung der Wertpapiermärkte auf.

Der Anteil des Segments "Vermögensverwaltend" an der Konzernbilanzsumme vor Konsolidierung liegt bei 83 % (Vj. 75 %) und der Anteil der Umsatzerlöse bei 17 % (Vj. 8 %).

3.2.2. Segment "Beta Systems"

Die Beta Systems Software AG unterstützt Unternehmen mit komplexen IT-Systemlandschaften und anspruchsvollen IT-Prozessen aus den Bereichen Finanzdienstleistungen, Fertigung, Handel und IT-Dienstleistungen. Im Geschäftsfeld "Data Center Intelligence" (DCI) entwickelt und vertreibt Beta Systems Software für die Automatisierung von Geschäftsprozessen in Großunternehmen, bei IT-Dienstleistern, in öffentlichen Einrichtungen und mittelständischen Betrieben. Das Portfolio bietet dabei im Bereich der Massendatenverarbeitung im Rechenzentrum hoch performante und skalierbare Produkte und Lösungen mit maximaler Betriebssicherheit für die Bereiche Output-Management, Job-Management, Log-Management und Mainframe-Access-Management. Die Software der Beta Systems im Geschäftsfeld "Identity Access Management" (IAM) ermöglicht mittelständischen und großen Unternehmen aller Branchen, ihre IT-Zugriffsrechte von Anwendern verlässlich zu schützen und dabei alle rechtlich relevanten Vorschriften einzuhalten. Die erzielte Daten- und Zugriffssicherheit unterstützt Unternehmen in compliance-kritischen Bereichen dabei, erhebliche finanzielle Risiken und mögliche Imageschäden zu vermeiden. Neu hinzugekommen ist mit der Akquisition der LYNET Kommunikation im Berichtsjahr das Geschäftsfeld "Digitalisierung". Der ebenfalls im Berichtsjahr erworbene Teilkonzern AUCONET erweitert das Produktangebot im Geschäftsfeld DCI. Beta Systems ist national und international mit mehr als 20 eigenen Konzerngesellschaften und zahlreichen Partnerunternehmen aktiv. Weltweit wenden mehr als 1.000 Unternehmen Produkte und Lösungen der Beta Systems Gruppe an, die damit zu den führenden mittelständischen und unabhängigen Softwareanbietern in Europa gehört.

Zum Bilanzstichtag liegt der Anteil des Segments an der Konzernbilanzsumme bei 13 % (Vj. 15 %) vor Konsolidierung. Das Segment "Beta Systems" hat 42 % (Vj. 37 %) zu den Konzernumsatzerlösen im Geschäftsjahr 2018 beigetragen.

3.2.3. Segment "CornerstoneCapital"

Das Segment "CornerstoneCapital" ist auf Private-Equity-Investitionen spezialisiert und hält zum Bilanzstichtag wirtschaftlich zwei (Vj. drei) Unternehmensbeteiligungen. Dabei handelt es sich wie im Vorjahr ausschließlich um Mehrheitsbeteiligungen. Im Geschäftsjahr 2018 wurde die Beteiligung an der Infoniqa HR Invest GmbH, Thalheim bei Wels, Österreich, über die eine Beteiligung an der operativ tätigen Infoniqa Payroll Holding GmbH, Thalheim bei Wels, Österreich, und deren Tochterunternehmen bestand (nachfolgend auch "Infoniqa Payroll Gruppe"), vollständig veräußert.

Die Zwischenholding Eppstein Foils Holding GmbH hält Anteile an dem Spezialfolienhersteller EppsteinFOILS GmbH & Co. KG, Eppstein (nachfolgend auch "Teilkonzern EppsteinFOILS"). Das Unternehmen fertigt hochqualitative und spezialisierte NE-Metallfolien und hat seit seiner Gründung vor über 160 Jahren seine Marktstellung als Spezialist für hochveredelte NE-Metallfolien immer wieder den sich wandelnden Kundenerfordernissen anpassen können. Folienprodukte für Röntgenraster, Körperelektroden in der Medizintechnik, Kollimatoren für die Nuklearmedizin, Dentalfilme, Folien für die Verpackungsindustrie sowie die zerstörungsfreie Materialprüfung sind bis heute wichtige Bereiche des Produktsortiments. In der Schwestergesellschaft Eppstein Technologies GmbH, Eppstein, sind die Entwicklungsaktivitäten der Eppstein-Gruppe zusammengefasst.

Die ELTEC Elektronik AG, Mainz, ist ein Unternehmen der Mikroelektronik/Industrieelektronik mit einem ganzheitlichen Konzept. Die strategischen Geschäftsfelder erstrecken sich von der Automatisierung industrieller Prozesse über die industrielle Bildverarbeitung bis hin zur Verkehrstechnik.

Der Anteil des Segments an der Konzernbilanzsumme liegt zum 31. Dezember 2018 bei 4 % (Vj. 10 %) vor Konsolidierung. Aus dem Segment resultieren im Geschäftsjahr 2018 40 % (Vj. 55 %) der Konzernumsatzerlöse.

3.2.4. Geografische Ausrichtung der Segmente

Im Segment "Vermögensverwaltend" werden Umsatzerlöse überwiegend in Deutschland sowie vereinzelt in Europa erzielt. Die in Afrika ansässigen Gesellschaften Balaton Agro Investment plc und Strawtec Estate LTD agieren jeweils lokal, erzielen jedoch bisher keine wesentlichen Umsatzerlöse. In den Segmenten "Beta Systems" und "CornerstoneCapital" konzentrieren sich die Geschäftsaktivitäten im Wesentlichen auf Deutschland und Europa, hier insbesondere die Eurozone. Teilweise werden Umsätze auch außerhalb der EU getätigt.

3.2.5. Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr

Aufgrund des Geschäftsmodells der Deutsche Balaton als Beteiligungsgesellschaft sind das Beteiligungsportfolio und die Konzernunternehmen laufenden Änderungen unterworfen. Regelmäßige Verschiebungen des Verhältnisses der Vermögenswerte, bestehend aus Unternehmensbeteiligungen auf der einen Seite und vollkonsolidierten Konzernunternehmen auf der anderen Seite, sind dem Geschäftsmodell immanent, weshalb eine Vergleichbarkeit der Konzern- und Segmentergebnisse sowohl zwischen einzelnen Jahren als auch über mehrere Jahre hinweg nur schwer möglich ist.

Im Geschäftsjahr 2018 wurden die folgenden Gesellschaften erstmals vollkonsolidiert:

Datum Unternehmen Veränd. Anteil* Grund
Segment "Vermögensverwaltend"
24.04.2018 Deutsche Balaton Biotech AG, Heidelberg 100,00% Neugründung
01.07.2018 MARNA Beteiligungen AG, Hamburg 77,53% Anteilserhöhung, beherrschender Einfluss
24.09.2018 EUROPIN GmbH, Frankfurt am Main (bis 19.03.19 firmierend unter CornerstoneCapital 1. Beteiligungsgesellschaft mbH) 100,00% Neugründung
08.10.2018 EUROPIN Germany GmbH, Frankfurt am Main (bis 19.03.19 firmierend unter CornerstoneCapital 2. Beteiligungsgesellschaft mbH) 100,00% Neugründung
28.12.2018 SPARTA AG, Hamburg 50,00% Anteilserhöhung, beherrschender Einfluss
Segment "Beta Systems"
01.01.2018 LYNET Kommunikation GmbH, Lübeck 59,26% Erwerb, beherrschender Einfluss
01.02.2018 Auconet Austria GmbH, Wien (AT) 59,26% Erwerb, beherrschender Einfluss
01.02.2018 Auconet Inc. McLean (US) 59,26% Erwerb, beherrschender Einfluss
01.02.2018 ASDIS Solutions GmbH, Berlin 59,26% Erwerb, beherrschender Einfluss
01.10.2018 Categis GmbH, Berlin 59,26% Erwerb, beherrschender Einfluss
01.10.2018 Categis Software Private Ltd., Bangalore (IN) 59,26% Erwerb, beherrschender Einfluss

* durchgerechneter Anteil der Deutsche Balaton AG

Die folgenden Gesellschaften wurden im Geschäftsjahr 2018 entkonsolidiert:

Datum Unternehmen Veränd. Anteil* Grund
Segment "Vermögensverwaltend"
30.09.2018 Eurohaus Frankfurt AG, Heidelberg -100,00% Veräußerung
31.12.2018 E.D.A. Agro Industry plc, Addis Ababa (ET) -86,40% Veräußerung
Segment "CornerstoneCapital"
01.07.2018 Infoniqa HR Invest GmbH, Thalheim bei Wels (AT) -70,00% Veräußerung
01.07.2018 Infoniqa Payroll Holding GmbH, Thalheim bei Wels (AT) -49,35% Veräußerung
01.07.2018 Infoniqa HR Solutions GmbH, Thalheim bei Wels (AT) -49,35% Veräußerung
01.07.2018 Infoniqa LGV Payroll Services GmbH, Graz (AT) -49,35% Veräußerung
01.07.2018 Infoniqa LGV Payroll Solutions GmbH, Salzburg (AT) -49,35% Veräußerung
01.07.2018 Infoniqa Payroll GmbH, Böblingen -49,35% Veräußerung

* durchgerechneter Anteil der Deutsche Balaton AG

3.3. Steuerungssystem

Im Mittelpunkt der Unternehmenspolitik steht die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Dazu wird jede potentielle Investition einer Chancen-Risiko-Beurteilung unterzogen. Die Investitionen werden verschiedenen Portfolien zugeordnet. Die laufende Steuerung erfolgt nach Rendite-Gesichtspunkten anhand der Fair Values.

Die Zusammensetzung der Portfolien folgt dem jeweiligen Beteiligungsansatz, mit dem die Deutsche Balaton mittelfristig eine Steigerung des Eigenkapitals der Anteilseigner von 15 % unter anderem durch Wertsteigerungen der einzelnen Vermögenswerte verfolgt. Die Auswahl der Vermögenswerte sowie die Höhe des jeweiligen Investitionsvolumens folgen keinen festen Regeln und sind von verschiedenen Einschätzungen abhängig. Investitionen erfolgen in börsennotierte und nicht börsennotierte Unternehmen, Immobilien, Schiffe, fest- und variabel verzinsliche Wertpapiere sowie sonstige Vermögenswerte aller Art.

3.3.1. Sichtbarkeit der Wertentwicklung im Konzernabschluss

Die Ergebnisbeiträge der vollkonsolidierten Unternehmen sind teilweise durch buchhalterische Effekte, wie zum Beispiel die Abschreibungen auf die im Rahmen der Kaufpreisallokation aufgedeckten Vermögenswerte, beeinflusst. Wirtschaftlich wird bei den vollkonsolidierten Unternehmen der Erfolg der Investition erst im Verkaufszeitpunkt ersichtlich, wobei der tatsächliche Erfolg der Investition aufgrund derselben buchhalterischen Einflussgrößen sowie der Ergebnisbeiträge in der Investitionsperiode ebenfalls vom buchhalterischen Erfolg in der Realisierungsperiode abweicht. Positive wie negative Wertänderungen der gehaltenen Portfolien in den vollkonsolidierten vermögensverwaltenden Unternehmen resultieren periodengleich in Erträgen bzw. Aufwendungen.

Die Entwicklung der Unternehmen, die nach der At-Equity-Methode bilanziert werden, spiegelt sich zwar im anteiligen Ergebnisbeitrag im Konzernabschluss und damit im IFRS-Eigenkapital wider, die endgültige Unternehmenswertsteigerung wird jedoch erst im Verkaufszeitpunkt sichtbar.

Wertänderungen der anderen Finanzanlagen und finanziellen Vermögenswerte werden nach den erstmals angewandten Regelungen der IFRS 9 sofort erfolgswirksam realisiert.

Die Umsatzerlöse haben für eine vergleichende Beurteilung des Geschäftsjahreserfolgs des Deutsche Balaton Konzerns nur eine eingeschränkte Aussagekraft. Aufgrund des auch an anderer Stelle dargelegten Charakters des Beteiligungsgeschäfts ist es unseres Erachtens zudem nicht sachgerecht, aus dem Jahresüberschuss der Deutsche Balaton AG oder dem Gesamtergebnis des Konzerns ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für die Deutsche Balaton-Aktie abzuleiten.

Das entscheidende Kriterium für die Steuerung eines Investments ist dessen Fair Value. Die aktuelle Eigenkapitalausstattung der Deutsche Balaton AG erlaubt es, den aus Sicht des Managements optimalen Verkaufszeitpunkt zur Realisierung des Fair Values ohne Liquiditätsdruck abwarten zu können. Es besteht kein fixierter Anlagehorizont, wie beispielsweise bei geschlossenen Fonds, der einen Verkaufsdruck erzeugen könnte.

3.3.2. Investitionsprozess und laufende Überwachung

Die Deutsche Balaton AG als Muttergesellschaft des Konzerns erwirbt Unternehmensbeteiligungen im Rahmen ihres Beteiligungsgeschäfts, das den Unternehmensgegenstand darstellt. Vor einer Investitionsentscheidung nimmt der Vorstand eine Chance-Risiko-Einschätzung des möglichen Investitionsobjekts vor. Soweit möglich, werden vor einer Investitionsentscheidung Planungen erstellt und ein interner Zinsfuß für das Beteiligungsengagement errechnet. Je riskanter der Vorstand ein Projekt einschätzt, desto höher muss der ermittelte interne Zinsfuß bzw. der abgeschätzte Verkaufserlös liegen.

Investitionen erfolgen auch in Unternehmen, bei denen der Vorstand aufgrund von Unterbewertungen ein hohes langfristiges Wertsteigerungspotenzial sieht. Es ist das Ziel des Vorstands, Marktgegebenheiten zu erkennen, die solche Investitionen ermöglichen.

Die laufende Überwachung der Tochtergesellschaften erfolgt durch den Konzernvorstand selbst oder durch eingesetzte Beteiligungsmanager oder Berater. Der Konzern gibt hinsichtlich des Reportings den Tochtergesellschaften einen Rahmen vor, innerhalb dessen die Gesellschaften an die Konzernmutter in ihrem eigenen Format berichten. Ein einheitliches Reportingformat wäre vor dem Hintergrund der sich regelmäßig verändernden Konzernzusammensetzung, insbesondere auch für die Beteiligungsgesellschaften, mit unverhältnismäßigen Kosten und Zeitaufwand verbunden, ohne dass hiermit ein Mehrwert erzielt würde. Dieses Vorgehen entspricht auch dem Charakter als "Beteiligungskonzern" und nicht dem eines "Industriekonzerns" mit organisatorischer Integration der Beteiligungen in den Konzern.

Wesentliche Beteiligungen übermitteln zu Beginn des jeweiligen Geschäftsjahres eine mindestens einjährige Budgetplanung an die Konzernmuttergesellschaft. Neben dem regelmäßigen Reporting wesentlicher Beteiligungen und der regelmäßigen Überwachung von Unternehmensmeldungen bei börsennotierten Gesellschaften werden in wesentlichen Gesellschaften, soweit möglich, Aufsichtsratsmandate wahrgenommen, um eine laufende Überwachung der Entwicklung der jeweiligen Gesellschaften zu ermöglichen. Erkennt der Konzernvorstand oder der Beteiligungsmanager bzw. Berater Abweichungen von der Planung, werden in der Regel entsprechend auf den jeweiligen Einzelfall bezogene Maßnahmen ergriffen. Im Vordergrund der Unternehmensführung steht aber regelmäßig die Eigenmotivation des Managements, das oftmals eine materiell wesentliche Beteiligung an der jeweiligen Gesellschaft selbst hält und dessen Fähigkeiten und Interessen in Bezug auf die Unternehmensführung bereits im Rahmen des Investitionsentscheidungsprozesses ein wesentliches Kriterium darstellen können.

Eine laufende Marktbeobachtung wird durch die Konzernmuttergesellschaft in den Bereichen der getätigten Investitionen entweder selbst oder durch eingesetzte Beteiligungsmanager oder Berater vorgenommen. Die Erkenntnisse aus der Marktbeobachtung tragen dazu bei, den optimalen Verkaufszeitpunkt, auch in Abhängigkeit von der Beteiligungsentwicklung, zu ermitteln.

3.3.3. Steuerungsgrößen und weitere Leistungsindikatoren

Die relevante Steuerungsgröße im Deutsche Balaton Konzern auf Konzernmutterebene ist die Veränderung des IFRS-Eigenkapitals. Über einen mittelfristigen Zeitraum von fünf Jahren, wird trotz eines weiter schwierigen Marktumfelds, auf eine durchschnittliche jährliche Zielgröße von 15 % abgestellt. Kapitalmaßnahmen sowie der Erwerb eigener Anteile im jeweiligen Berichtsjahr auf Ebene des Mutterunternehmens bleiben bei der Ermittlung der Zielgröße unberücksichtigt.

Die vermögensverwaltenden Gesellschaften im Deutsche Balaton Konzern tragen zu einer positiven Entwicklung des IFRS-Eigenkapitals bei, indem sie ihre Portfolien finanzieller Vermögenswerte nach Rendite-Gesichtspunkten mittels ihres Zeitwerts steuern. Der Zeitwert wird definiert als derjenige Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag beim Verkauf erzielt würde. Die operativen Gesellschaften tragen mittels ihrer jeweiligen Geschäftstätigkeit über die erzielten Jahresüberschüsse zum Konzerneigenkapital bei.

Im Segment "Vermögensverwaltend" sind einzelne Portfolien enthalten, welche separat gesteuert werden. Maßgeblich hierfür ist die Wertentwicklung der einzelnen Portfolien, auf deren Basis Entscheidungen getroffen werden. Ziel dieser Maßnahmen ist es, eine durchschnittliche Erhöhung des IFRS-Eigenkapitals von 15% pro Jahr nach Abzug der Minderheiten und Bereinigung um Kapitalmaßnahmen und den Erwerb eigener Anteile zu erreichen.

Zusätzlich zu der Hauptsteuerungsgröße wird bei den operativen Gesellschaften, insbesondere in den Segmenten "Beta Systems" und "CornerstoneCapital" die Umsatz- und Ertragsentwicklung überwacht, ohne vor dem Hintergrund des Beteiligungsansatzes im Konzern für die Konzernsteuerung maßgeblich zu sein. Der Ertrag wird als bereinigter Gewinn vor Zinsen und Steuern (bereinigtes EBIT) definiert. Zur Ermittlung wird das EBIT des jeweiligen Segments um die Abschreibungen auf die im Rahmen der Kaufpreisallokation aufgedeckten Vermögenswerte und Schulden bereinigt.

Die Tochtergesellschaften definieren außerdem über die jeweiligen Beteiligungsmanager oder Berater eigene Leistungsindikatoren, die auf Ebene der Konzernmutter als Holding keine Rolle spielen. Die Bestimmung der Indikatoren erfolgt dabei stets basierend auf der jeweiligen Branche, in der sich die Tochtergesellschaft befindet, und bezogen auf die individuelle Situation der operativ tätigen Gesellschaften.

Darüber hinaus werden im Rahmen der Konzernsteuerung keine weiteren spezifischen Indikatoren eingesetzt. Der Nutzen und Sinn anderer Indikatoren als der Veränderung des IFRS-Eigenkapitals rechtfertigt angesichts des stark diversifizierten und von dem Beteiligungsgeschäft geprägten Beteiligungsportfolios nicht den mit einer Ermittlung verbundenen Aufwand, der aus Sicht des Vorstands auch keinen weiteren Mehrwert schafft.

Für den Konzern ergeben sich, bezogen auf die letzten fünf Geschäftsjahre, folgende Werte, wobei die jährlichen Schwankungen dem Geschäftskonzept Rechnung tragen:

in TEUR 2014 2015 2016 2017 2018
Eigenkapital (01.01.) * 224.448 206.161 216.767 229.994 287.547
Eigenkapital (31.12.) * 206.161 216.767 229.994 287.547 258.073
Veränderung absolut -18.287 10.605 13.228 57.553 -29.474
Kapitalmaßnahmen und Erwerb eigener Anteile 1.061 147 1.023 2.843 5.863
Bereinigte Veränderung absolut -17.226 10.752 14.250 60.396 -23.611
Veränderung in % -7,7 % 5,2 % 6,6 % 26,3 % -8,2%

*) Eigenkapitalanteil der Anteilseigner des Mutterunternehmens.

Die zur Steuerung des Konzerns eingesetzte Veränderung des IFRS-Eigenkapitals mit einer durchschnittlichen jährlichen Zielgröße von 15 % über einen Zeitraum von fünf Jahren liegt zum 31. Dezember 2018 bei 4,4 % (Vj. 12,0 %). Der interne Zinsfuß der Veränderung des IFRS-Eigenkapitals über den Betrachtungszeitraum von fünf Jahren liegt mit 2,8 % (Vj. 10,7 %) unter der selbst gesetzten Zielgröße.

3.4. Forschung und Entwicklung

Die Deutsche Balaton als Beteiligungsgesellschaft entfaltet selbst keine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Forschungs- und Entwicklungstätigkeit findet im Konzern in den operativ tätigen Konzerngesellschaften statt und dient der Neu- bzw. Weiterentwicklung des jeweiligen Produktportfolios der Unternehmen. Insgesamt belaufen sich die konzernweiten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E-Aufwendungen) im Geschäftsjahr 2018 auf 11,0 Mio. EUR (Vj. 12,6 Mio. EUR) und entfallen insbesondere auf die Segmente "Beta Systems" und "CornerstoneCapital". Zudem wurden im Segment "CornerstoneCapital" Entwicklungskosten in Höhe von 0,3 Mio. EUR (Vj. 0,3 Mio. EUR) aktiviert.

Im Segment "Vermögensverwaltend" sind keine nennenswerten F&E-Aufwendungen entstanden (Vj. 0,0 Mio. EUR).

Im Segment "Beta Systems" sind im Geschäftsjahr 2018 F&E-Aufwendungen mit einem Volumen von 10,1 Mio. EUR (Vj. 9,4 Mio. EUR) angefallen, die im Wesentlichen auf die Weiterentwicklung der bestehenden Softwareprodukte entfallen.

Der Rückgang der F&E-Aufwendungen im Segment "CornerstoneCapital" auf 0,9 Mio. EUR (Vj. 3,2 Mio. EUR) ist auf den unterjährigen Verkauf der Infoniqa Payroll Gruppe zurückzuführen.

4. Wirtschaftsbericht

4.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

4.1.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Bruttoinlandsprodukt in der EU hat sich nach Schätzung von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, im Jahr 2018 um 1,9 % (Vj. 2,4 %) erhöht. Im Euroraum betrug das Wachstum 1,8 % (Vj. 2,4 %) und verfehlte damit den vom Internationalen Währungsfonds (IWF) im April 2018 prognostizierten Wert von 2,4 % deutlich. Als wesentliche Ursache für die Wachstumsabschwächung nennt die Europäische Zentralbank (EZB) in ihrem Jahresbericht 2018 eine deutliche Abschwächung des Welthandels sowie einige länder- und sektorspezifische Faktoren, die den Außenhandel und insbesondere das verarbeitende Gewerbe belastet haben. Robust entwickelte sich dagegen die Binnenwirtschaft, getragen von einer anhaltenden Erholung am Arbeitsmarkt. Die Inflationsrate im Euroraum lag im Dezember 2018 bei 1,6 % und damit weiterhin unter der als Preisstabilität definierten Zielmarke der EZB von 2 %. Haupttreiber der Inflation waren steigende Dienstleistungs- und Energiepreise.

Die operativen Konzernunternehmen sind europaweit tätig und damit von der gesamteuropäischen Konjunkturentwicklung abhängig. Darüber hinaus sind auch die im Segment "Vermögensverwaltend" gehaltenen Beteiligungsunternehmen zu großen Teilen im europäischen Umfeld tätig und von dessen Entwicklung abhängig.

In Deutschland hat sich das Wirtschaftswachstum im Jahr 2018 spürbar verlangsamt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) erhöhte sich nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 1,4 % nach 2,2 % im Vorjahreszeitraum. Das Wirtschaftswachstum lag somit erneut unter dem Durchschnitt im gesamten Euro-Raum. Wesentliche Wachstumsimpulse lieferten die Ausrüstungs- bzw. Bauinvestitionen mit einer Zunahme um 4,2 % bzw. 2,4 %, während der preisbereinigte Anstieg der staatlichen und privaten Konsumausgaben mit jeweils 1,0 % im Vorjahresvergleich deutlich nachließ. Damit hat sich die deutsche Wirtschaft deutlich schwächer entwickelt als dies der IWF noch im April 2018 mit rund 2,0 % erwartet hatte. Am Arbeitsmarkt setzte sich dagegen die positive Entwicklung der Vorjahre fort. Im Dezember 2018 waren rund 2,2 Millionen Menschen arbeitslos (Vj. 2,4 Millionen Menschen). Die Arbeitslosenquote reduzierte sich im Jahresvergleich um 0,4 % auf 4,9 %.

Außerhalb Europas entwickelten sich die größten Volkswirtschaften im Jahr 2018 unterschiedlich stark. In den USA konnte das Bruttoinlandsprodukt nach Schätzungen des IWF deutlich um 2,9 % (Vj. 2,2 %) zulegen, in China verlangsamte sich das BIP-Wachstum voraussichtlich auf 6,6 % (Vj. 6,8 %), in Japan noch deutlicher auf 0,8 % (Vj. 1,9 %). Das globale Wachstum konnte nach Schätzungen des IWF mit 3,6 % im Jahr 2018 nicht an das Wachstum des Jahres 2017 in Höhe von 3,8 % anknüpfen.

Der Euro wertete im Jahr 2018 gegenüber dem US-Dollar um rund 4,5 % auf 1,1450 Dollar ab, was im Wesentlichen auf die Stärke des US-Dollar infolge der weiteren Straffung der US-Geldpolitik durch die Federal Reserve (FED) zurückzuführen ist.

4.1.2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Aktien- und Rentenmarkt

Die Kapitalmärkte entwickelten sich im Jahr 2018 deutlich negativ. Der Dax markierte erstmals seit 2011 einen Jahresverlust und schloss mit einem Minus von 18,3 % bei 10.558,96 Punkten, nachdem er im Vorjahr noch um 12,5 % zulegen konnte. Dabei war die Marktentwicklung erneut stark politisch geprägt. Zunächst konnte der DAX bei anhaltendem Konjunkturoptimismus am 23. Januar 2018 ein neues Allzeithoch bei 13.596,89 Punkten erreichen. In der Folgezeit jedoch führten vor allem die Angst vor einer schnelleren geldpolitischen Straffung durch die Zentralbanken und einer weiteren Eskalation des Zollstreits mit den USA binnen weniger Wochen zu einem Indexrückgang um mehr als 1.500 Punkte. Erst als sich eine Entspannung im Handelskonflikt abzeichnete, gelang es dem DAX einen Teil der Verluste wieder aufzuholen. Im Sommer 2018 festigte sich der negative Markttrend jedoch wieder, geprägt von einer wieder verschärften Rhetorik im Handelsstreit der USA mit Europa und China, der zusammen mit den Nachwirkungen des Abgasskandals auf der gesamten Automobilbranche lastete. Zum Jahresende belastete eine negative Gemengelage u.a. aus rückläufigen Konjunkturindikatoren, zähen Brexit-Verhandlungen, anhaltenden Budgetdiskussionen zwischen EU-Kommission und italienischer Regierung sowie die aufkeimenden Gelbwesten-Proteste in Frankreich die Kapitalmärkte. Auch die weiteren Indizes konnten sich dieser Entwicklung nicht entziehen. Der MDAX verlor 17,6 % (Vj. + 18,1 %), der SDAX gab um 20,0 % (Vj. + 24,9 %) nach.

Etwas besser entwickelte sich der US-Aktienmarkt. Der Dow Jones Industrial Average ("Dow-Jones-Index"), der sich aus den 30 größten an der New York Stock Exchange notierten US-Unternehmen zusammensetzt, schloss am letzten Handelstag des Berichtszeitraums bei einem Stand von 23.327,46 Punkten (Vj. 24.719,20 Punkte), was einem Rückgang um 5,6 % (Vj. + 25,1 %) entspricht.

Die Renditen am Anleihemarkt konnten sich 2018 trotz des nahenden Endes des Anleihenkaufprogramms der EZB nicht erholen. Standen zunächst die Brexit-Verhandlungen und der Streit um den Haushalt Italiens im Vordergrund, so sorgte zum Jahresende die Rezessionsangst für einen Rückgang der Renditen. Entsprechend stieg der Anleiheindex REXP (Gesamt-Performance-Index) auf 487,68 Punkte (Vj. 480,68 Punkte). Der Kurs des REXP zeigt die durchschnittliche Rendite aller Bundesanleihen inklusive Zinszahlungen und besteht aus 30 idealtypischen Bundesanleihen mit unterschiedlicher Laufzeit.

Die als Umlaufrendite bezeichnete Rendite aller im Umlauf befindlichen inländischen festverzinslichen Wertpapiere (Anleihen) hat sich im Jahr 2018 um 18 Basispunkte verringert auf + 0,10 % (Vj. 0,28 %). Sie befindet sich damit weiter auf historisch niedrigem Niveau.

Die Entwicklung der Aktien- und Anleihemärkte ist besonders für das in dem Segment "Vermögensverwaltend" angesiedelte Beteiligungsgeschäft relevant.

Immobilien

Der Preisauftrieb bei Wohnimmobilien hat sich nach Angaben der Bundesbank im Monatsbericht Februar 2019 im Jahr 2018 auf breiter Basis weiter fortgesetzt. Dabei zogen insbesondere die außerstädtischen Immobilienpreise im Vergleich zum Vorjahr spürbar an. Insgesamt wurde die Angebotsausweitung an Wohnraum durch weiter wachsendes Interesse überkompensiert.

Nach Angaben des Verbandes deutscher Pfandbriefbanken (vdp) erhöhten sich die Preise für selbstgenutztes Wohneigentum in Deutschland im vergangenen Jahr um 7,75 %, nach 5,75 % im Vorjahr. Die Anzahl genehmigter Wohnungen bewegte sich nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes mit rund 347.000 Einheiten auf Vorjahresniveau. Die durchschnittlichen Zinsen für Hypothekendarlehen erhöhten sich nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2018 leicht auf 1,9 % p.a. (Vj. 1,7 %).

Edelmetalle, Industriemetalle und Spezialmetalle

Edelmetalle verzeichneten im Jahr 2018 zum Teil deutliche Kursverluste. So reduzierte sich der Preis für eine Feinunze Gold um rund 4 % auf 1.268 US-Dollar. Silber verbilligte sich um rund 14 % auf rund 15 US-Dollar und Platin um rund 15 % auf rund 796 US-Dollar. Einzig der Preis für Palladium, das aufgrund seiner Verwendung in der Automobilindustrie auch den Industriemetallen zugeordnet werden kann, verteuerte sich im Jahr 2018 um 18 % auf rund 1.260 US-Dollar.

Industriemetalle verzeichneten 2018 ebenfalls deutliche Preisrückgänge, die im Wesentlichen auf die Eintrübung der weltweiten Konjunkturerwartungen und die Verunsicherung der Märkte durch den amerikanisch-chinesischen Handelsstreit und die Folgen für Schlüsselindustrien wie Automobil- und Elektronikindustrie zurückzuführen ist. So hat sich der Kupferpreis trotz Nachfrageüberhang auf Jahressicht um rund 17 % verbilligt. Der Nickelpreis ging um rund 15,5 % zurück. Zink verlor im Jahr 2018 mit zuletzt rund 2.500 US-Dollar pro Tonne rund ein Viertel gegenüber dem Vorjahr und auch der Preis für Aluminium reduzierte sich um 18 % auf 1.850 US-Dollar pro Tonne.

Im Jahr 2018 verzeichnete die deutschen Nichteisen(NE)-Metallindustrie mit durchschnittlich 111.000 Beschäftigten in 654 Unternehmen einen Rückgang der Produktion um 2,2 % auf 8,3 Mio. Tonnen und einen Umsatz von 53 Mrd. EUR, davon rund 47 % auf ausländischen Märkten. Für das Jahr 2019 rechnet die NE-Metallindustrie vor dem Hintergrund verschiedener konjunktureller Risiken (Brexit, US‐Zölle auf Automobile) bestenfalls mit einer leicht steigenden Produktion im Vergleich zum Vorjahr. Das Konzernunternehmen EppsteinFOILS ist als Nischenanbieter von NE-Metallfolien aus Blei und Zinn als Spezialist in diesem Bereich positioniert.

Schiffe

Der Baltic Dry Index, der die Frachtkosten wichtiger Rohstoffe (Trockenschüttgüter) auf Standardrouten abbildet und als wichtiger Frühindikator der globalen Konjunktur gilt, ist im Jahr 2018 um 7 % zurückgegangen auf zuletzt 1.271 Punkte (Vj. 1.366 Punkte). Dabei war 2018 eine hohe Volatilität der Frachtraten zu verzeichnen, die nach Branchenexperten auch auf zeitweise erhöhte Kohleimporte nach China aufgrund des heißen Sommers sowie auf Vorzieheffekte in Erwartung höherer Strafzölle zurückzuführen war. Insgesamt zeigt er seit dem Jahreshoch im August 2018 bei 1.773 Punkten eine deutlich negative Tendenz. Der Harper-Petersen-Index, der die Frachtraten von Containerschiffen misst, zeigte unterjährig eine ähnliche Entwicklung und lag zum Jahresende 2018 mit 491 Punkten (Vj. 483 Punkte) leicht über dem Vorjahreswert.

Die Entwicklung der Frachtraten ist insbesondere relevant für die im Segment "Vermögensverwaltend" angesiedelten Beteiligungen MS "Active" Schiffahrts GmbH & Co. KG, die Eigentümerin eines Massengutfrachters ist, sowie Nordic SSW 1000 AG & Co. KG als Eigentümerin eines Feederschiffs.

Informationstechnologie

Der Markt für Information und Telekommunikationstechnik (ITK) und Consumer Electronics (CE) in Deutschland konnte im Berichtszeitraum nach Schätzungen von Bitkom um 2,0 % (Vj. 2,2 %) auf 166,0 Mrd. EUR wachsen, wobei die Informationstechnik weiter der wichtigste Wachstumstreiber ist. Für das Jahr 2019 erwartet Bitkom ein weiteres Wachstum um 1,5 %, das weiterhin von den Bereichen Software und IT-Services getragen wird.

Die wirtschaftliche Entwicklung der Informationstechnologie und im Speziellen der Softwaremarkt ist im Deutsche Balaton Konzern insbesondere für die Gesellschaften im Segment "Beta Systems" relevant.

4.2. Geschäftsverlauf

Die Deutsche Balaton beendet das Geschäftsjahr 2018 mit einem Konzernergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von - 21,6 Mio. EUR (Vj. + 48,3 Mio. EUR). Mit einem Segmentergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von - 29,1 Mio. EUR (Vj. + 41,0 Mio. EUR) ist der Konzernjahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2018 insbesondere auf das Segment "Vermögensverwaltend" zurückzuführen.

Die Erträge aus dem Verkauf von Tochtergesellschaften beliefen sich auf 17,0 Mio. EUR (Vj. 11,3 Mio. EUR). Mit 10,7 Mio. EUR ist hierin das Ergebnis aus dem Verkauf der Anteile an der Infoniqa Payroll Gruppe im Segment "CornerstoneCapital" sowie aus dem Verkauf der Anteile an der Eurohaus Frankfurt AG in Höhe von 6,2 Mio. EUR enthalten. Erträge aus dem Verkauf von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sind im Geschäftsjahr 2018 nicht generiert worden (Vj. 10,8 Mio. EUR).

Das erstmalig im Geschäftsjahr 2018 ausgewiesene und nunmehr im Konzernergebnis enthaltene "Bewertungsergebnis aus anderen Finanzanlagen und finanziellen Vermögenswerten" im Konzern in Höhe von - 37,5 Mio. EUR ist nahezu ausschließlich dem Segment "Vermögensverwaltend" zuzurechnen und umfasst die Bewertung sowohl kurz- als auch langfristiger Anlagen sowie Dividendenerträge in Höhe von 3,3 Mio. EUR. Das Bewertungsergebnis ist wesentlich geprägt von negativen Bewertungseffekten bei den Anteilen und Genussscheinen eines Medizin- und Sicherheitstechnikunternehmens in Höhe von - 12,0 Mio. EUR, einer Beteiligungsgesellschaft in Höhe von - 5,8 Mio. EUR sowie eines Softwareunternehmens in Höhe von - 5,7 Mio. EUR. Daneben wirken sich Wertanpassungen bei zwei Biotechnologieunternehmen in Höhe von - 4,4 bzw. - 3,7 Mio. EUR negativ auf das Bewertungsergebnis aus. Positive Effekte resultieren aus den Zuschreibungen bei Wertpapieren bei einer Technologieholding in Höhe von + 3,9 Mio. EUR, bei Aktien bzw. Derivaten eines Energieversorgers in Höhe von + 3,8 Mio. EUR sowie bei Wertpapieren eines Nanotechnologieunternehmens in Höhe von + 3,5 Mio. EUR.

Der Ergebnisbeitrag der assoziierten Unternehmen betrug 2,4 Mio. EUR (Vj. 1,0 Mio. EUR) und ist im Wesentlichen auf ein Unternehmen der Immobilienwirtschaft zurückzuführen. Auch die Ergebnisbeiträge eines Fremdkapitalinvestors sowie eines Sensorenherstellers beeinflussten das Ergebnis positiv, während ein nicht börsennotiertes Fintech-Unternehmen einen leicht negativen Ergebnisbeitrag aufwies.

Aus dem Segment "Beta Systems" mit seinen operativen Unternehmen ist ein Konzernergebnisbeitrag vor Ertragsteuern von 4,2 Mio. EUR (Vj. 6,0 Mio. EUR) erzielt worden. Der Rückgang um rund 1,8 Mio. EUR resultiert im Wesentlichen aus gesunkenen Lizenzumsatzerlösen aufgrund des geringeren Volumens der zur Verlängerung anstehenden Verträge sowie Einmaleffekten aufgrund der unterjährig getätigten Akquisitionen.

Der Ergebnisbeitrag des Segments "CornerstoneCapital" vor Ertragsteuern beträgt 2,4 Mio. EUR (Vj. 1,3 Mio. EUR). Das Geschäftsjahr 2018 war hierbei geprägt von der unterjährigen Veräußerung der Infoniqa Payroll Gruppe. Die Erträge aus diesem Verkauf in Höhe von 10,7 Mio. EUR werden aufgrund der Gewinnzuweisung der CornerstoneCapital II AG & Co. KG an die Deutsche Balaton AG allerdings im Segment "Vermögensverwaltend" ausgewiesen. Aufgrund der unterjährigen Abgänge ist ein Vorjahresvergleich der operativen Zahlen nur bedingt aussagefähig.

Das Eigenkapital des Deutsche Balaton Konzerns ist um 2,8 Mio. EUR auf 323,7 Mio. EUR angestiegen. Hierin enthalten ist das Konzernergebnis nach Ertragsteuern in Höhe von - 22,3 Mio. EUR (Vj. + 46,6 Mio. EUR). Das IFRS-Eigenkapital der Anteilseigner der Deutsche Balaton AG vor Bereinigung um Kapitalmaßnahmen und den Erwerb eigener Anteile hat sich im Geschäftsjahr 2018 um 29,5 Mio. EUR verringert (Vj. um 57,6 Mio. EUR erhöht). Dies entspricht einem Rückgang um 10,3 % (Vj. Anstieg um 25,0 %).

Die Bilanzsumme ist um 47,2 Mio. EUR auf 511,7 Mio. EUR (Vj. 464,5 Mio. EUR) angestiegen, was insbesondere auf die Vollkonsolidierung der SPARTA AG sowie einen Anstieg der kurzfristigen Schulden im Konzern um 58,5 Mio. EUR auf 154,5 Mio. EUR (Vj. 96,0 Mio. EUR) zurückzuführen ist.

Der Konzernabschluss wird auch von den Veränderungen im Konsolidierungskreis zum 31. Dezember 2018, wie im Konzernanhang beschrieben, beeinflusst.

4.3. Ertragslage

Der Konzernjahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2018 in Höhe von 22,3 Mio. EUR (Vj. Konzernjahresüberschuss 46,6 Mio. EUR) war von der negativen Ertragsentwicklung im Segment "Vermögensverwaltend" mit einem Nachsteuerergebnis von - 27,6 Mio. EUR (Vj. + 40,8 Mio. EUR) geprägt. Dagegen trugen das Segment "Beta Systems" mit einem Ergebnis nach Steuern von + 3,2 Mio. EUR (Vj. + 5,6 Mio. EUR) und das Segment "CornerstoneCapital" mit einem Ergebnis nach Steuern von + 1,3 Mio. EUR (Vj. + 0,2 Mio. EUR) positiv zum Konzernergebnis bei.

Aufgrund der Ausrichtung der Deutsche Balaton als Beteiligungsgesellschaft stellen die Erträge bzw. Aufwendungen aus anderen Finanzanlagen und finanziellen Vermögenswerten in der Regel die wesentlichen Gewinn- und Verlustposten für das Konzernergebnis dar. Hierin enthalten sind seit dem Geschäftsjahr 2018 alle in Zusammenhang mit den zu Fair Value bilanzierten finanziellen Vermögenswerten stehenden Aufwendungen und Erträge wie Wertänderungen, Dividenden und Aufwendungen bzw. Erträge aus der Währungsumrechnung. Durch die Erstanwendung von IFRS 9 zum 1. Januar 2018 werden die Wertänderungen sofort erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Bedingt dadurch kommt es nicht mehr zu einem Ausweis von Erträgen bzw. Aufwendungen aus den Abgängen anderer Finanzanlagen und finanzieller Vermögenswerte, der Abgang erfolgt ergebnisneutral.

Darüber hinaus können Erträge bzw. Aufwendungen aus dem Abgang voll- bzw. at-Equity konsolidierter Unternehmen einen wesentlichen Beitrag zum Konzernergebnis leisten. Diese werden weiterhin in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen Aufwendungen ausgewiesen.

Die Umsatzerlöse, die für den kurzfristigen Erfolg des Deutsche Balaton Konzerns nur eine eingeschränkte Aussagekraft haben, haben sich in den Segmenten wie nachfolgend dargestellt entwickelt.

image1

Der Anstieg der Umsatzerlöse im Segment "Vermögensverwaltend" auf 18,9 Mio. EUR (Vj. 10,5 Mio. EUR) ist im Wesentlichen auf den Teilkonzern HW zurückzuführen, der im vorangegangenen Geschäftsjahr nur zeitanteilig konsolidiert wurde. Alle weiteren Umsatzerlöse befanden sich weitgehend auf Vorjahresniveau.

Die Umsatzerlöse im Segment "Beta Systems" liegen mit 46,6 Mio. EUR (Vj. 46,5 Mio. EUR) auf Vorjahresniveau. Dabei konnte der Rückgang der Lizenzumsätze aufgrund des geringeren Volumens der zur Verlängerung anstehenden Verträge durch höhere Wartungs- und Serviceumsätze kompensiert werden, was im Wesentlichen auf die unterjährig durchgeführten Akquisitionen zurückzuführen ist.

Im Segment "CornerstoneCapital" haben sich die Umsatzerlöse um 25,8 Mio. EUR auf 44,4 Mio. EUR (Vj. 70,2 Mio. EUR) deutlich reduziert. Der Rückgang ist bedingt durch Konsolidierungseffekte. Im Vorjahresumsatz waren noch die Umsätze der zum 30.06.2017 veräußerten Infoniqa SQL AG enthalten, in den Umsätzen 2018 sind anteilig die Umsätze der Infoniqa Payroll Gruppe nur bis zur Endkonsolidierung am 01.07.2018 enthalten. Der Beitrag zum Konzernumsatz hat sich hierdurch im Vergleich zum Vorjahr um 24,3 Mio. EUR reduziert. Zum anderen hat sich der Umsatz der ELTEC Elektronik AG um 1,9 Mio. EUR reduziert. Der Teilkonzern EppsteinFOILS konnte dagegen den Umsatz leicht steigern.

In Summe verbleibt ein mehrheitlich konsolidierungsbedingter Umsatzrückgang im Konzern um 17,3 Mio. EUR auf 109,9 Mio. EUR (Vj. 127,2 Mio. EUR).

Umsatzerlöse nach Herkunft 2018 2017
in Mio. EUR in % in Mio. EUR in %
Verkauf von Gütern 47,0 42,7 45,7 35,9
Ausland 27,6 31,9
Inland 19,4 13,8
Nutzungsentgelte (Mieterträge) 1,8 1,6 1,7 1,4
Ausland 0,3 0,3
Inland 1,5 1,4
Erbringung von Dienstleistungen 48,5 44,2 60,7 47,7
Ausland 24,4 33,6
Inland 24,2 27,1
Lizenzerträge 12,4 11,3 19,1 15,0
Ausland 6,3 8,7
Inland 6,2 10,4
Gesamt 109,9 100,0 127,2 100,0
Ausland 58,6 53,3 74,5 58,6
Inland 51,1 46,7 52,7 41,4

Bereinigt um den positiven Effekt aus der Änderung des Konsolidierungskreises in Höhe von + 2,0 Mio. EUR gingen die Umsatzerlöse aus dem "Verkauf von Gütern" um 0,7 Mio. EUR zurück, was im Wesentlichen auf die rückläufige Umsatzentwicklung bei der ELTEC Elektronik AG zurückzuführen ist.

Die Umsatzerlöse im Bereich "Erbringung von Dienstleistungen" beinhalten einen negativen Effekt aus der Änderung des Konsolidierungskreises in den Segmenten "Vermögensverwaltend" und "CornerstoneCapital" in Höhe von 15,2 Mio. EUR. Dem gegenüber haben sich die Dienstleistungsumsätze im Segment "Beta Systems" - teils konsolidierungsbedingt - gegenüber dem Vorjahr um 3,2 Mio. EUR erhöht.

Bereinigt um die negativen Effekte aus der Änderung des Konsolidierungskreises in den Segmenten "Vermögensverwaltend" und "CornerstoneCapital" in Höhe von 2,7 Mio. EUR reduzierten sich die Lizenzerträge um 4,0 Mio. EUR. Dies ist auf Rückgang der Lizenzumsätze aufgrund des geringeren Volumens der zur Verlängerung anstehenden Verträge im Segments "Beta Systems" zurückzuführen.

Der Auftragsbestand der produzierenden Unternehmen im Konzern zum 31. Dezember 2018 in Höhe von 11,3 Mio. EUR (Vj. 15,0 Mio. EUR) entfällt fast vollumfänglich auf das Segment "CornerstoneCapital".

Die Position Bestandsveränderung und andere aktivierte Eigenleistungen beläuft sich zum Stichtag auf - 0,3 Mio. EUR (Vj. +1,4 Mio. EUR). Der Rückgang der Bestandsveränderung in Höhe von rund 1,7 Mio. EUR ist im Wesentlichen dem Teilkonzern EppsteinFOILS zuzurechnen. Der Posten aktivierte Eigenleistungen in Höhe von 0,3 Mio. EUR (Vj. 0,3 Mio. EUR) entfällt vollumfänglich auf die ELTEC Elektronik AG.

Das 2018 erstmalig ausgewiesene und nunmehr im Konzernergebnis enthaltene Bewertungsergebnis aus anderen Finanzanlagen und finanziellen Vermögenswerten beläuft sich auf - 37,5 Mio. EUR. Im Vorjahr wurde der Großteil dieser Bewertungseffekte ergebnisneutral in der Neubewertungsrücklage im Eigenkapital abgebildet.

Es beinhaltet saldierte Ergebniseffekte aus der Bewertung langfristiger Finanzanlagen in Höhe von - 40,1 Mio. EUR. Positive Bewertungseffekte resultieren unter anderem aus den Anteilen einer Technologieholding (+ 3,9 Mio. EUR), eines Rohstoffunternehmens (+ 3,0 Mio. EUR), eines Energieversorgers (+ 2,7 Mio. EUR), eines Fondsberater (+ 1,5 Mio. EUR), eines Biotechnologieunternehmens (+ 1,3 Mio. EUR) und einem rohstoffbasierten Wertpapier (+ 1,0 Mio. EUR).

Gegenläufige Bewertungseffekte resultieren aus den Wertpapieren eines Medizin- und Sicherheitstechnikunternehmens (- 11,8 Mio. EUR), einer Beteiligungsgesellschaft (- 5,8 Mio. EUR), eines Softwareunternehmens (- 5,0 Mio. EUR), eines Biotechnologieunternehmens (- 2,9 Mio. EUR), eines IT-Systemanbieters (- 2,6 Mio. EUR), eines Medizintechnikunternehmens (- 2,0 Mio. EUR), eines Softwareunternehmens, eines Anbieters für Lösungen für Heim- und Handwerker und eines Rohstoffunternehmens (jeweils - 1,7 Mio. EUR), eines weiteren Rohstoffunternehmens (- 1,3 Mio. EUR) und einer nicht börsennotierten Onlineplattform (- 1,1 Mio. EUR).

Die Ergebniseffekte aus der Bewertung kurzfristiger Finanzanlagen belaufen sich saldiert auf - 1,7 Mio. EUR. Positive Bewertungseffekte resultieren unter anderem aus den Wertpapieren eines Nanotechnologieunternehmens (+ 3,5 Mio. EUR), eines börsennotierten Pharmaunternehmens (+ 1,4 Mio. EUR) und eines Energieversorgers (+1,1 Mio. EUR). Negative Bewertungseffekte fielen unter anderem auf Wertpapiere eines Biotechnologieunternehmens (- 2,8 Mio. EUR), eines weiteren Biotechnologieunternehmens (- 1,5 Mio. EUR) und einer deutschen Großbank (- 1,2 Mio. EUR).

Im Bewertungsergebnis aus anderen Finanzanlagen und finanziellen Vermögenswerten ebenfalls enthalten sind Dividendenerträge in Höhe von 3,3 Mio. EUR, Fair Value Erträge aus der Bewertung von Fremdkapitalinstrumenten in Höhe von 2,6 Mio. EUR, die mehrheitlich Zuschreibungen auf ausgereichte Darlehen und Genussrechtsvereinbarungen betreffen, Wertminderungen auf Forderungen in Höhe von - 1,6 Mio. EUR, davon 0,5 Mio. EUR aus der vollständigen Wertminderung von Forderungen gegenüber einem nicht börsennotierten Unternehmen der Systemgastronomie (NOON) aufgrund von Insolvenz (Chapter 11), sowie positive Währungseffekte in Höhe von 0,1 Mio. EUR.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 22,0 Mio. EUR (Vj. 61,9 Mio. EUR) entfallen in Höhe von 17,0 Mio. EUR (Vj. 11,1 Mio. EUR) auf Erträge aus dem Verkauf von Tochtergesellschaften. Darin enthalten sind die Erträge aus den Abgängen der Infoniqa Payroll Gruppe in Höhe von 10,7 Mio. EUR sowie der Eurohaus Frankfurt AG in Höhe von 6,2 Mio. EUR. Insgesamt 0,4 Mio. EUR (Vj. 1,0 Mio. EUR) sind auf Devisenkursdifferenzen zurückzuführen. Darüber hinaus sind in dieser Position sonstige betriebliche Erträge von in Summe 4,6 Mio. EUR (Vj. 6,7 Mio. EUR) enthalten, darunter 2,7 Mio. EUR (Vj. 0,8 Mio. EUR) aus der Auflösung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen im Vorjahr waren noch "Erträge aus dem Verkauf aus zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten", "Erträge aus dem Verkauf von zu Handelszwecken gehaltenen Wertpapieren" sowie "Zuschreibungen auf zu Handelszwecken gehaltene Wertpapiere" von in Summe 40,3 Mio. EUR enthalten. Diese werden ab 2018 über das "Bewertungsergebnis aus anderen Finanzanlagen und finanziellen Vermögenswerten" abgebildet, daher ist ein Vorjahresvergleich nicht aussagekräftig.

Die konzernweiten Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von 30,5 Mio. EUR (Vj. 38,5 Mio. EUR) resultieren mit 17,6 Mio. EUR (Vj. 31,2 Mio. EUR) überwiegend aus den operativen Unternehmen im Segment "CornerstoneCapital". Hierin enthalten ist mit 13,2 Mio. EUR (Vj. 14,8 Mio. EUR) der Teilkonzern EppsteinFOILS sowie mit 3,3 Mio. EUR (Vj. 4,4 Mio. EUR) die ELTEC Elektronik AG. Der Rückgang im Segment "CornerstoneCapital" ist im Wesentlichen auf den Wegfall der im Jahr 2017 veräußerten Infoniqa SQL AG zurückzuführen, die im Vorjahr noch anteilig mit 9,3 Mio. EUR enthalten war sowie die Entkonsolidierung der Infoniqa Payroll Gruppe. Weitere Aufwendungen resultieren im Segment "Vermögensverwaltend" aus dem Teilkonzern HW in Höhe von 8,0 Mio. EUR (Vj. 2,9 Mio. EUR), der im vorangegangenen Geschäftsjahr nur zeitanteilig konsolidiert wurde, sowie aus dem Segment "Beta Systems" in Höhe von 2,7 Mio. EUR (Vj. 2,1 Mio. EUR).

Die Materialaufwandsquote hat sich von 30,2 % auf 27,8 % leicht verbessert. Auf Konzernebene ist diese Kennzahl jedoch nicht aussagekräftig.

Die Zuwendungen an Arbeitnehmer haben sich gegenüber dem Vorjahr im Berichtszeitraum segmentübergreifend von 54,4 Mio. EUR auf 49,1 Mio. EUR reduziert. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf Konsolidierungseffekte im Segment "CornerstoneCapital" zurückzuführen, während die im Segment "Beta Systems" unterjährig durchgeführten Akquisitionen sowie die Konsolidierung des Teilkonzerns HW im Segment "Vermögensverwaltend" über die volle Berichtsperiode zu einem gegenläufigen Effekt geführt haben.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen im Deutsche Balaton Konzern sind im Geschäftsjahr 2018 mit 8,0 Mio. EUR (Vj. 11,5 Mio. EUR) erneut rückläufig. Dabei entfallen auf Abschreibungen auf Sachanlagen 4,1 Mio. EUR (Vj. 3,6 Mio. EUR), auf Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 3,5 Mio. EUR (Vj. 7,4 Mio. EUR) sowie auf Abschreibungen auf als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 0,3 Mio. EUR (Vj. 0,5 Mio. EUR). Der Rückgang ist insbesondere auf eine im Vorjahr vorgenommene außerplanmäßige Firmenwertabschreibung in Höhe von 2,5 Mio. EUR sowie auf Entkonsolidierungseffekte im Segment "CornerstoneCapital" zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit 29,1 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2018 um rund 12,4 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert von 41,4 Mio. EUR. Im Vorjahr waren in dieser Position noch die Wertminderungen und Verluste aus dem Verkauf von lang- und kurzfristigen Wertpapiere sowie Wertminderungen auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte enthalten, die ab 2018 überwiegend im Bewertungsergebnis aus anderen Finanzanlagen und finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen werden. Unter Herausrechnung der im Vorjahr in dieser Position noch enthaltenen Aufwendungen in Höhe von 12,3 Mio. EUR beträgt der Vorjahresvergleichswert für die sonstigen betrieblichen Aufwendungen unverändert 29,1 Mio. EUR. Dabei haben sich die Beratungskosten um 1,5 Mio. EUR auf 4,1 Mio. EUR erhöht, was im Wesentlichen auf erhöhte Rechtskosten sowie eine Rückstellung aufgrund einer Insolvenzanfechtung in Höhe von 1,0 Mio. EUR im Segment "Vermögensverwaltend" zurückzuführen ist. Rückläufig waren dagegen unter anderem die konzernweiten Aufwendungen für Reisen (- 0,6 Mio. EUR), die Aufwendungen für Marketing, Vertrieb und Kundenservice (- 0,6 Mio. EUR) sowie die in dieser Position enthaltenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen (- 0,9 Mio. EUR).

Das Konzernbetriebsergebnis des Geschäftsjahres 2018 liegt mit - 22,5 Mio. EUR um 67,1 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert von + 44,6 Mio. EUR. Es ermittelt sich aus dem Rohergebnis (bestehend aus den Umsatzerlösen, der Bestandsveränderung, dem Bewertungsergebnis aus anderen Finanzanlagen und finanziellen Vermögenswerten sowie den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe), den Zuwendungen an Arbeitnehmer, den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen sowie den Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen und den Abschreibungen auf als Finanzinvestition gehaltene Immobilien. Das Konzernbetriebsergebnis ist dabei stark von der Bewertungen der Finanzinstrumente im Bewertungsergebnis aus anderen Finanzanlagen und finanziellen Vermögenswerten bestimmt.

Das Konzernfinanzergebnis des Geschäftsjahres 2018 beläuft sich auf - 1,5 Mio. EUR (Vj. 2,7 Mio. EUR) und setzt sich aus den Finanzerträgen abzüglich der Finanzierungsaufwendungen zusammen.

Die Finanzerträge in Höhe von 3,8 Mio. EUR (Vj. 6,4 Mio. EUR) werden überwiegend im Segment "Vermögensverwaltend" erzielt und resultieren im Wesentlichen aus Zinserträgen aus Inhaberschuldverschreibungen, Genussscheinen sowie ausgereichten Darlehen. Der Rückgang der Finanzerträge im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf den im Berichtsjahr erstmaligen Ausweis der Dividendenerträge in Höhe von 3,3 Mio. EUR (Vj. 3,5 Mio. EUR) im Bewertungsergebnis aus anderen Finanzanlagen und finanziellen Vermögenswerten zurückzuführen. Die Zins- und zinsähnlichen Erträge einschließlich der Zinserträge aus assoziierten Unternehmen und sonstigen Beteiligungen sind gegenüber dem Vorjahr von 2,8 Mio. EUR auf 3,6 Mio. EUR angestiegen.

Die Finanzierungsaufwendungen belaufen sich auf 5,3 Mio. EUR (Vj. 3,7 Mio. EUR) und entfallen mit 5,2 Mio. EUR (Vj. 3,6 Mio. EUR) nahezu vollständig auf Zinsen und zinsähnliche Aufwendungen. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr betrifft insbesondere die Segmente "CornerstoneCapital" (+ 1,3 Mio. EUR) sowie "Vermögensverwaltend" (+ 0,3 Mio. EUR).

Die Gewinn- und Verlustanteile an assoziierten Unternehmen haben sich gegenüber dem Vorjahr mit rund 2,4 Mio. EUR (Vj. 1,0 Mio. EUR) deutlich erhöht. Hiervon betreffen + 2,0 Mio. EUR ein Unternehmen der Immobilienwirtschaft, + 0,4 Mio. EUR einen Fremdkapitalinvestor sowie jeweils + 0,1 Mio. EUR ein nicht börsennotiertes Fintech-Unternehmen und einen Hersteller atmosphärischer Sensoren. Abschreibungen auf im Rahmen von Kaufpreisallokationen aufgedeckte stille Reserven trugen mit - 0,2 Mio. EUR negativ zum Ergebnis bei.

Zum Bilanzstichtag errechnet sich für 2018 ein Konzernergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von -21,6 Mio. EUR (Vj. + 48,3 Mio. EUR).

Die Ertragsteuern belasten das Ergebnis mit 0,7 Mio. EUR (Vj. 1,7 Mio. EUR). Dabei steht dem Aufwand aus Ertragsteuern von 1,7 Mio. EUR (Vj. 3,2 Mio. EUR) ein Ertrag aus latenten Steuern in Höhe von 1,0 Mio. EUR (Vj. 1,5 Mio. EUR) gegenüber. Dieser ist auf die Aktivierung latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge und Unterschiedsbeträge sowie die Auflösung passiver latenter Steuern in Summe in Höhe von - 0,1 Mio. EUR (Vj. + 0,5 Mio. EUR) im Segment "Beta Systems", im Segment "CornerstoneCapital" in Höhe von + 0,2 Mio. EUR (Vj. + 0,3 Mio. EUR) sowie im Segment "Vermögensverwaltend" in Höhe von + 0,8 Mio. EUR (Vj. + 0,6 Mio. EUR) zurückzuführen.

Die Entwicklung der tatsächlichen Ertragsteuern ist maßgeblich durch einen Ertrag (0,6 Mio. EUR) gegenüber einem Aufwand im Vorjahr (-0,9 Mio. EUR) im Segment "Vermögensverwaltend" geprägt. Der Ertrag resultiert insbesondere aus periodenfremden Steuererstattungen. Von den Dividenden- und Veräußerungserträgen des vermögensverwaltenden Segments ist der überwiegende Teil zu 95% steuerfrei. Demgegenüber unterliegen die nicht vermögensverwaltenden Gesellschaften mit ihren Erträgen der vollen Besteuerung. Die tatsächliche Ertragssteuerbelastung in den Segmenten "Beta Systems" und "CornerstoneCapital" ist im Jahr 2018 weitgehend auf Vorjahresniveau.

Wenngleich dies nur eine rechnerische Größe darstellt, beträgt der tatsächliche Konzernsteuersatz aufgrund vorstehender Erläuterungen - 3,16 % (Vj. + 3,54 %). Der erwartete Steuersatz für Kapitalgesellschaften setzt sich aus Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag sowie der von der Gemeinde abhängigen Höhe an Gewerbesteuer zusammen. Der theoretische Konzernsteuersatz der Gesellschaft beträgt insgesamt 29,83 %.

Das Konzernergebnis nach Ertragsteuern im Geschäftsjahr 2018 hat sich gegenüber dem Vorjahresergebnis mit - 22,3 Mio. EUR (Vj. 46,6 Mio. EUR) deutlich reduziert. Nach Berücksichtigung des den Minderheiten zuzurechnenden Ergebnisanteils ergibt sich für das Geschäftsjahr 2018 ein den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnendes Ergebnis von - 23,1 Mio. EUR (Vj. + 39,4 Mio. EUR). Auf die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter entfallen 0,8 Mio. EUR (Vj. 7,2 Mio. EUR).

Das Gesamtergebnis des Konzerns des Geschäftsjahres 2018 ("Comprehensive Income") beläuft sich auf - 22,4 Mio. EUR (Vj. + 69,6 Mio. EUR).

4.4. Vermögenslage

Das Konzernvermögen von 511,7 Mio. EUR (Vj. 464,5 Mio. EUR) ist vorwiegend langfristig und besteht überwiegend aus den dem Segment "Vermögensverwaltend" zuzurechnenden anderen lang- und kurzfristigen Finanzanlagen und finanziellen Vermögenswerten sowie den Sachanlagen, den immateriellen Vermögenswerten inklusive Firmenwerten und dem Working Capital in den operativ tätigen Gesellschaften.

4.4.1. Langfristige Vermögenswerte

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Die langfristigen Vermögenswerte sind um 65,2 Mio. EUR auf 412,6 Mio. EUR (Vj. 347,3 Mio. EUR) angestiegen.

24,0 Mio. EUR (Vj. 34,8 Mio. EUR) der langfristigen Vermögenswerte entfallen auf immaterielle Vermögenswerte und Firmenwerte. Im Segment "Vermögensverwaltend" erhöhte sich der enthaltene Geschäfts- und Firmenwert durch die Kaufpreisallokation (PPA) im Rahmen der Erstkonsolidierung der SPARTA AG um 7,0 Mio. EUR auf insgesamt 7,9 Mio. EUR (Vj. 0,9 Mio. EUR). Im Segment "Beta Systems" stiegen die immateriellen Vermögenswerte vorwiegend aufgrund der unterjährig getätigten Akquisitionen auf 13,7 Mio. EUR (Vj. 10,1 Mio. EUR). Im Segment "CornerstoneCapital" verringerten sich die immateriellen Vermögenswerte deutlich um 21,2 Mio. EUR auf 1,4 Mio. EUR (Vj. 22,6 Mio. EUR), wovon 21,0 Mio. EUR auf die Entkonsolidierung der unterjährig veräußerten Infoniqa Payroll Gruppe zurückzuführen sind.

Der Bilanzposten "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" ist aufgrund von Abschreibungen sowie eines Immobilienverkaufs leicht um 0,4 Mio. EUR auf 12,4 Mio. EUR gesunken.

Die Sachanlagen im Konzern haben sich deutlich auf 28,8 Mio. EUR (Vj. 33,5 Mio. EUR) reduziert. Im Segment "Vermögensverwaltend" wurde ein Crew-Transferschiff, das im Vorjahr noch mit 3,5 Mio. EUR in den Sachlagen aktiviert war, veräußert und die entsprechende Kaufpreisforderung in den kurzfristigen Vermögenswerten aktiviert. Darüber hinaus sind planmäßige Abschreibungen im Teilkonzern HW in Höhe von 1,1 Mio. EUR berücksichtigt. Im Segment "CornerstoneCapital" haben sich die Sachanlagen insbesondere infolge des unterjährigen Verkaufs der Infoniqa Payroll Gruppe um 1,2 Mio. EUR reduziert. Im Segment "Beta Systems" erhöhte sich das Sachanlagevermögen durch den Erwerb eines Grundstücks und Gebäudes im Zuge eines Unternehmenserwerbs um 1,2 Mio. EUR. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden im Geschäftsjahr nicht vorgenommen.

Biologische Vermögenswerte in Höhe von 0,2 Mio. EUR (Vj. 0,1 Mio. EUR) betreffen Viehbestände der in Afrika tätigen Konzerngesellschaften im Segment "Vermögensverwaltend".

Die Anteile an assoziierten Unternehmen haben sich auf 13,6 Mio. EUR (Vj. 11,6 Mio. EUR) erhöht. Während der Ergebnisbeitrag nach Abschreibungen auf in den Kaufpreisallokationen aufgedeckte stille Reserven bei + 2,4 Mio. EUR (Vj. 1,0 Mio. EUR) lag, resultiert aus Änderungen in der Beherrschungsstruktur bzw. den Beteiligungsquoten sowie der Berücksichtigung von Ausschüttungen ein gegenläufiger Effekt in Höhe von - 0,4 Mio. EUR.

Die erstmalig ausgewiesene Bilanzposition andere langfristige Finanzanlagen und finanzielle Vermögenswerte beläuft sich auf 329,8 Mio. EUR. In dieser Position sind die überwiegend börsennotierten Wertpapiere sowie sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte enthalten. Diese wurden im Vorjahr in den Positionen "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" in Höhe von 242,1 Mio. EUR sowie anteilig in den sonstigen Forderungen in Höhe von 8,1 Mio. EUR ausgewiesen.

Der Anstieg in Höhe von 79,6 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahresvergleichswert von 250,2 Mio. EUR resultiert im Wesentlichen aus den folgenden Effekten:

Erstkonsolidierung der SPARTA, die zu einer Nettoerhöhung der zum Zeitwert bewerteten anderen langfristigen Finanzanlagen in Höhe von 55,4 Mio. EUR geführt hat

Nettoinvestitionen in andere langfristige Finanzanlagen und finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 60,6 Mio. EUR

Bewertungsergebnis in Höhe von -40,1 Mio. EUR

Von den anderen langfristige Finanzanlagen und finanzielle Vermögenswerten betreffen 33,9 Mio. EUR die Anteile an einem führenden Gase- und Engineeringunternehmen, je rund 27,0 Mio. EUR die Wertpapiere eines Biotechnologieunternehmen und eines Medizin- und Sicherheitstechnikunternehmens, 17,2 Mio. EUR bzw. 14,1 Mio. die Aktien zweier Energieversorger, 11,9 Mio. EUR die Aktien einer Technologieholding, 11,5 Mio. EUR ausländische Staatsanleihen sowie 11,2 Mio. EUR ein börsennotiertes Immobilienunternehmen. Darüber hinaus umfasst die Bilanzposition Anteile an einem Softwareunternehmen in Höhe von 7,4 Mio. EUR, einem IT-Systemanbieter in Höhe von 7,0 Mio. EUR, einer Beteiligungsgesellschaft im Bereich erneuerbare Energien in Höhe von 5,6 Mio. EUR, einem Fondsberater in Höhe von 5,6 Mio. EUR sowie an einem führender Anbieter von Vakuumlösungen in Höhe von 5,4 Mio. EUR.

Gemäß dem unter Punkt 3.1 beschriebenen Geschäftsmodell besteht ein hoher Diversifizierungsgrad im Beteiligungsportfolio. So betreffen je rund 13 % Anlagen in der Energiebranche sowie im Bereich Maschinenbau und Technologie. Rund 12 % der Anlagen erfolgten im Bereich Biotechnologie und Pharma sowie weitere 11 % in der Chemiebranche. Der Software- und IT-Branche sind rund 10 % der anderen langfristigen Finanzanlagen und finanziellen Vermögenswerte zuzurechnen. Die weitere Branchenverteilung kann der nachfolgenden Grafik entnommen werden.

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Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte in Höhe von 1,89 Mio. EUR beinhalten mehrheitlich Rückdeckungsansprüche gegenüber Versicherungen für Pensionsverpflichtungen.

Die latenten Steuererstattungsansprüche reduzierten sich von 2,8 Mio. EUR auf 1,9 Mio. EUR.

4.4.2. Kurzfristige Vermögenswerte

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Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich um 18,0 Mio. EUR auf 99,1 Mio. EUR (Vj. 117,1 Mio. EUR) reduziert.

Der deutliche Rückgang der Vorräte auf 9,6 Mio. EUR (Vj. 28,1 Mio. EUR) ist im Wesentlichen auf den Abgang einer Immobilie infolge des Verkaufs einer Immobiliengesellschaft im Segment "Vermögensverwaltend" zurückzuführen (- 17,8 Mio. EUR). Die Vorräte betreffen im Wesentlichen das Segment "Vermögensverwaltend" mit 4,7 Mio. EUR (Vj. 21,8 Mio. EUR) und die hierin enthaltenen Immobilien sowie die Vorräte der operativ tätigen Konzernunternehmen im Segment "CornerstoneCapital" mit 4,8 Mio. EUR (Vj. 6,3 Mio. EUR).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich mit 26,6 Mio. EUR (Vj. 30,3 Mio. EUR) um 3,7 Mio. EUR reduziert. Wesentlicher Effekt hierbei ist die Entkonsolidierung der Infoniqa Payroll Gruppe in Höhe von 2,7 Mio. EUR im Segment "CornerstoneCapital". Ebenfalls rückläufig entwickelten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in den Segmenten "Beta Systems" (- 0,8 Mio. EUR) und "Vermögensverwaltend" (- 1,1 Mio. EUR). Einen Anstieg verzeichneten dagegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Teilkonzern EppsteinFOILS mit (+ 0,9 Mio. EUR).

Die laufenden Steuererstattungsansprüche stiegen von 2,0 Mio. EUR auf 2,8 Mio. EUR.

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte haben sich deutlich auf 2,2 Mio. EUR (Vj. 12,2 Mio. EUR) vermindert. Der Rückgang ist wesentlich von der Begleichung von Forderungen im Segment "Vermögensverwaltend" geprägt. Der Effekt aus der Änderung des Konsolidierungskreises beträgt - 0,8 Mio. EUR und betrifft das Segment "CornerstoneCapital".

Die erstmalig ausgewiesene Bilanzposition andere kurzfristige Finanzanlagen und finanzielle Vermögenswerte beläuft sich auf 42,7 Mio. EUR und beinhaltet insbesondere börsennotierte Wertpapiere. Diese waren im Vorjahr in der Position "zu Handelszwecken gehaltene Wertpapiere" sowie teilweise in den "sonstigen Vermögenswerten" enthalten. Der Vergleichswert beläuft sich auf 31,7 Mio. EUR. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Erwerb weiterer kurzfristiger Wertpapiere, der Erstkonsolidierung der SPARTA AG und erhöhten Forderungsbeständen. Die wesentlichen Investitionen innerhalb dieser Bilanzposition sind Anteile an einem Nanotechnologieunternehmen im Wert von 7,4 Mio. EUR, Forderungen gegenüber einem Fremdkapitalinvestor im Wert von 5,3 Mio. EUR sowie Wertpapiere eines Medizin- und Sicherheitstechnikunternehmens im Wert von 4,6 Mio. EUR. Darüber hinaus enthalten die kurzfristigen Finanzanlagen und finanziellen Vermögenswerte Forderungen aus dem Verkauf einer Immobiliengesellschaft in Höhe von 3,7 Mio. EUR, Forderungen aus dem Terminverkauf eines Crew-Transferschiffs in Höhe von 3,5 Mio. EUR, Anteile an einem Biotechnologieunternehmen in Höhe von 2,9 Mio. EUR sowie Anteile an einer deutschen Großbank in Höhe von 2,5 Mio. EUR.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente haben sich zum Bilanzstichtag um 7,5 Mio. EUR auf 15,1 Mio. EUR reduziert. Während sich die liquiden Mittel im Segment "Vermögensverwaltend" um 4,1 Mio. erhöhten, gingen die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente im Segment "Beta Systems" insbesondere aufgrund der im Geschäftsjahr getätigten Akquisitionen sowie des Erwerbs eigener Aktien um 10,5 Mio. EUR zurück. Im Segment "CornerstoneCapital" reduzierten sich die liquiden Mittel um 1,1 Mio. EUR, wovon 0,4 Mio. EUR auf Konsolidierungseffekte zurückzuführen sind.

4.4.3. Eigenkapital

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Auf der Passivseite hat sich das gezeichnete Kapital infolge der am 30. August 2017 beschlossenen und im Sommer 2018 umgesetzten Kapitalherabsetzung um 11.524.020,00 Euro auf 116.404,00 Euro reduziert. Die Kapitalrücklage hat sich entsprechend auf 58,8 Mio. EUR erhöht.

Die Gewinnrücklage hat sich mit 214,7 Mio. EUR (Vj. 150,8 Mio. EUR) deutlich erhöht, was insbesondere auf die Umgliederung der im Vorjahr noch ausgewiesenen "Rücklage aus der Bewertung von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert" (Neubewertungsrücklage) in die Gewinnrücklage aufgrund von Änderungen durch IFRS 9 zurückzuführen ist. Darüber hinaus ist noch ein Effekt aus der Erstanwendung der Standards IFRS 9 sowie IFRS 15 in der Bilanz zum 1. Januar 2018 in Höhe von rund 5,4 Mio. EUR enthalten. Dieser Effekt ergibt sich zum einen aus der Fair Value Bewertung nicht börsennotierter Eigen- und Fremdkapitalinstrumente, die bisher zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert waren, sowie zum anderen aus der Anwendung der Erlösrealisierungsnormen des IFRS 15.

Die eigenen Anteile in Höhe von -15,2 Mio. EUR (Vj. -9,4 Mio. EUR) werden vom Eigenkapital abgesetzt.

Die übrigen Rücklagen in Höhe von - 0,4 Mio. EUR (Vj. 87,2 Mio. EUR), haben sich infolge der Umgliederung der Neubewertungsrücklage deutlich reduziert und beinhalten neben der Rücklage für versicherungsmathematische Verluste in Höhe von -0,6 Mio. EUR (Vj. -0,5 Mio. EUR) auch den Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung in Höhe von 0,2 Mio. EUR (Vj. 0,2 Mio. EUR).

Das Eigenkapital der Anteilseigener des Mutterunternehmens summiert sich auf 258,1 Mio. EUR (Vj. 287,5 Mio. EUR). Unter Berücksichtigung der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter in Höhe von 65,6 Mio. EUR (Vj. 33,4 Mio. EUR) hat sich das Konzerneigenkapital auf 323,7 Mio. EUR (Vj. 320,9 Mio. EUR) erhöht.

4.4.4. Langfristige Schulden

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Die langfristigen Schulden haben sich im Jahresvergleich um rund 14,0 Mio. EUR auf 33,5 Mio. EUR (Vj. 47,5 Mio. EUR) verringert.

Dabei hat sich das sonstige von den Gesellschaftern langfristig zur Verfügung gestellte Kapital von 4,6 Mio. EUR auf 4,4 Mio. EUR im Saldo leicht verringert.

Der Bilanzposten Leistungen an Arbeitnehmer mit 6,1 Mio. EUR (Vj. 6,1 Mio. EUR) betrifft überwiegend Pensionsrückstellungen bei der Beta Systems Software AG, im Teilkonzern EppsteinFOILS und deren Tochterunternehmen sowie der MISTRAL Media AG.

Der Rückgang der langfristigen finanziellen Schulden um 10,6 Mio. EUR auf 20,3 Mio. EUR (Vj. 30,9 Mio. EUR) resultiert im Wesentlichen aus dem Verkauf der Infoniqa Payroll Gruppe (- 11,7 Mio. EUR) und dem Rückgang im Teilkonzern EppsteinFOILS (- 1,2 Mio. EUR), während sich die langfristigen finanziellen Schulden im Segment "Vermögensverwaltend" um 2,2 Mio. EUR erhöht haben.

Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten haben sich auf 0,6 Mio. EUR (Vj. 1,9 Mio. EUR) reduziert.

Der Rückgang der passiven latenten Steuern auf 2,1 Mio. EUR (Vj. 4,0 Mio. EUR) ergibt sich hauptsächlich aus dem Verkauf der Infoniqa Payroll Gruppe sowie aus unrealisierten Verlusten aus Anleihen und Genussscheinen, die der vollen Besteuerung unterliegen.

4.4.5. Kurzfristige Schulden

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Die kurzfristigen Schulden haben sich zum Bilanzstichtag deutlich um 58,5 Mio. EUR auf 154,5 Mio. EUR (Vj. 96,0 Mio. EUR) erhöht.

Der Anstieg der kurzfristigen finanziellen Schulden um 62,1 Mio. EUR auf 123,2 Mio. EUR (Vj. 61,0 Mio. EUR) ist im Wesentlichen auf den Anstieg bei der Deutsche Balaton AG (+ 50,8 Mio. EUR) sowie die Erstkonsolidierung der SPARTA AG (+ 22,8 Mio. EUR) zurückzuführen, während die kurzfristigen finanziellen Schulden bei den Immobiliengesellschaften und im Teilkonzern HW im Segment "Vermögensverwaltend" um 5,5 Mio. EUR bzw. 2,0 Mio. EUR sowie aufgrund des Verkaufs der Infoniqa Payroll Gruppe im Segment "CornerstoneCapital" um 2,5 Mio. EUR zurückgingen.

Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 3,7 Mio. EUR auf 3,0 Mio. EUR ist ebenfalls im Wesentlichen auf einen Effekt aus der Änderung des Konsolidierungskreises in Höhe von - 1,9 Mio. EUR sowie den Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Teilkonzern HW um 1,4 Mio. EUR zurückzuführen.

Die laufenden Steuerschulden haben sich auf 1,6 Mio. EUR (Vj. 2,5 Mio. EUR) vermindert.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten hat sich von 8,7 Mio. EUR auf 0,2 Mio. EUR vermindert. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass erhaltene Zahlungen aus zeitlich abgegrenzten Wartungsverträgen aufgrund der Anwendung von IFRS 15 nun separat als Vertragsverbindlichkeiten ausgewiesen werden. Des Weiteren haben konsolidierungskreisbedingte Effekte aus dem Abgang der Infoniqa Payroll Gruppe mit - 0,2 Mio. EUR zu dem Rückgang beigetragen.

Entsprechend belaufen sich die erstmals ausgewiesenen Vertragsverbindlichkeiten auf 9,7 Mio. EUR.

Die sonstigen kurzfristigen Schulden blieben mit 16,9 Mio. EUR (Vj. 17,1 Mio. EUR) im Wesentlichen konstant. Es handelt sich hierbei überwiegend um Rückstellungen in Höhe von 4,9 Mio. EUR (Vj. 3,5 Mio. EUR), Verbindlichkeiten gegenüber Personal in Höhe von 4,7 Mio. EUR (Vj. 6,5 Mio. EUR), Verbindlichkeiten aus der Umsatzsteuer in Höhe von 1,5 Mio. EUR (Vj. 2,6 Mio. EUR) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 5,1 Mio. EUR (Vj. 3,8 Mio. EUR).

4.4.6. Konzernbilanzsumme

Die Konzernbilanzsumme beträgt zum Stichtag 511,7 Mio. EUR (Vj. 464,5 Mio. EUR). Bei einem Konzerneigenkapital von 323,7 Mio. EUR (Vj. 320,9 Mio. EUR) ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 63,3 % (Vj. 69,1%). Unter Herausrechnung der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter ergibt sich eine Eigenkapitalquote in Höhe von 57,6 % (Vj. 66,7 %).

4.5. Finanzlage

4.5.1. Ziele des Finanzmanagements (Finanzstrategie)

Das Finanzmanagement der Deutsche Balaton dient der dauerhaften Sicherstellung der Liquidität im Konzern und der Schaffung einer angemessenen Eigenkapitalausstattung der Konzerngesellschaften. Wo dies möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist, reduziert die Deutsche Balaton im Konzern finanzielle Risiken. Eine Konzerninnenfinanzierung stellt verschiedenen Konzerngesellschaften, teilweise in bestimmtem Umfang, Finanzmittel zur Verfügung, ohne einen konzerninternen Finanzausgleich herbeizuführen. Sie ermöglicht einzelnen Konzerngesellschaften oftmals eine einfachere Refinanzierung aus freien liquiden Mitteln der Konzernmuttergesellschaft. Langandauernde Bankverbindungen unterstützen den Zugang zu Finanzmitteln.

Sofern notwendig, wird durch den aktiven Einsatz von Finanzinstrumenten in Fremdwährung der Einfluss von Preisveränderungen an den Währungsmärkten, die sich auf Liquiditätsströme und die Bewertung von in Fremdwährung bewerteten Vermögenswerten und Schulden auswirken können, auf das Konzernergebnis reduziert. Die Absicherungsgeschäfte werden unter Wertgesichtspunkten und Markteinschätzungen vorgenommen. Außerdem werden zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken bei einer Konzerngesellschaft bei langfristigen Darlehen teilweise Sicherungsgeschäfte abgeschlossen, die jedoch nach IFRS kein Hedging darstellen. Die Überwachung und der Einsatz von Finanzinstrumenten erfolgen jeweils auf Ebene der Konzerngesellschaften und werden somit nicht konzernweit gesteuert.

Bei der Deutsche Balaton AG sind für Abläufe und Verantwortlichkeiten wesentlicher Vorgänge interne Richtlinien definiert. Es besteht außerdem ein grundsätzliches Vier-Augen-Prinzip sowie eine Trennung der Bereiche Finanzauszahlung und Buchhaltung. Jedoch verfügen die Vorstandsmitglieder teilweise über unbeschränkte Einzelzeichnungsberechtigungen bei den Geschäftsbanken. Die weiteren Konzerngesellschaften legen für ihren Bereich jeweils in eigener Verantwortung Richtlinien für die Ablauf- und Verantwortungsorganisation fest.

Die bei der Deutsche Balaton AG verfolgte Nulldividendenpolitik unterstützt die Ziele des Finanzmanagements zum Eigenkapitalaufbau und zur Aufrechterhaltung einer größtmöglichen Unabhängigkeit.

Zwar tritt der Konzern nach außen nicht vollständig als finanzielle Einheit auf, über eine Vereinheitlichung der Hausbanken bestimmter Konzernunternehmen konnte aber eine Vereinheitlichung und Optimierung der Bank- und Kreditkonditionen im Konzern sowie für die jeweiligen Einzelgesellschaften erreicht werden.

Die Deutsche Balaton AG sieht die Begebung einer längerfristigen Unternehmensanleihe grundsätzlich als ein geeignetes Instrument zur weiteren Optimierung ihrer Finanzstruktur und langfristigen Sicherung des aktuellen Zinsniveaus an. Die Bedingungen am Kapitalmarkt für eine Publikumsplatzierung sind jedoch für die Deutsche Balaton AG, unter anderem aufgrund zu hoher Zinsen für Mittelstandsanleihen, weiter nicht attraktiv. Eine Platzierung von Unternehmensanleihen bei institutionellen Investoren ist für eine Beteiligungsgesellschaft schwierig.

Seit dem Jahr 2015 erfolgt mit der Beta Systems Software AG ein Cash-Pooling in der Art, dass die Beta Systems Software AG der Deutsche Balaton AG Liquidität für einen fest vereinbarten Zeitraum zur Verfügung stellt. Die Beta Systems Software AG erhält hierfür entsprechende Sicherheiten. Sofern seitens der Beta Systems Software AG ein Liquiditätsbedarf besteht, kann diese ebenfalls Liquidität im Rahmen des Cash-Poolings in Anspruch nehmen. Hierdurch wurde eine konzerninterne Optimierung des Finanzmanagements zwischen beiden Gesellschaften erreicht und die Finanzierung mit Banken reduziert.

4.5.2. Kapitalstruktur

Die Kapitalstruktur der Deutsche Balaton ist von einer hohen Eigenkapitalquote geprägt. Die nachfolgende Grafik verdeutlicht die bestehende Kapitalstruktur zum 31. Dezember 2018:

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Die bilanzielle Nettoverschuldung im Deutsche Balaton Konzern hat sich aufgrund der Ausweitung der Investitionstätigkeit gegenüber dem Vorjahr um 59,0 Mio. EUR auf 128,3 Mio. EUR erhöht (Vj. 69,3 Mio. EUR) und ermittelt sich durch die Saldierung der Finanzschulden in Höhe von 143,5 Mio. EUR (Vj. 92,0 Mio. EUR) mit den auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in Höhe von rund 15,2 Mio. EUR (Vj. 22,7 Mio. EUR).

Die Fremdkapitalquote liegt zum 31. Dezember 2018 bei 36,7 % und hat sich gegenüber dem Vorjahr um rund 5,8 % erhöht. Die mit 63,3 % weiter deutlich über 50 % liegende Eigenkapitalquote verschafft dem Konzern im Zusammenhang mit der Konzernfinanzierung unverändert ein hohes Maß an Unabhängigkeit.

Neben den aus dem laufenden Geschäft generierten Zahlungsmittelzuflüssen basiert die Finanzierung im Konzern aus der konzerninternen Finanzierung und auf von Banken in Form von Krediten zur Verfügung gestelltem Fremdkapital. Soweit Bankkredite zur Finanzierung von Investitionsvorhaben im Segment "Vermögensverwaltend" eingesetzt werden, sind diese überwiegend als mit kurzfristiger Laufzeit aufgenommene Festkredite oder als Kontokorrentlinie vereinbart. Dabei orientiert sich der Zinssatz zumeist an den Geldmarktzinsen zuzüglich einer bonitätsabhängigen Marge. Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen in operativ tätigen Einheiten sowie bei den Immobilienunternehmen werden in der Regel durch mittel- und langfristig laufende Bankkredite finanziert. Im Segment "Beta Systems" kann aktuell aufgrund der hohen Eigenmittel vollständig auf eine langfristige Fremdfinanzierung verzichtet werden.

Fälligkeitsanalyse der Restlaufzeiten der finanziellen Schulden

Die Restlaufzeiten zum 31. Dezember 2018 gliedern sich wie folgt:

in TEUR täglich fällig bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Finanzielle Schulden (kurzfristig) 76.902 46.304 0 0
Finanzielle Schulden (langfristig) 0 0 11.903 8.357
Gesamt 76.902 46.304 11.903 8.357

Die Auszahlungen stellen sich wie folgt dar:

in TEUR 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung
Finanzielle Schulden (langfristig) 1.681 11.903 705 8.357

Die Kreditlinien bei unseren Geschäftsbanken betragen zum Bilanzstichtag 143,5 Mio. EUR (Vj. 100,6 Mio. EUR) und werden wie im Vorjahr zum Stichtag teilweise in Anspruch genommen.

Die Zinssätze für Kontokorrentkredite bei Kreditinstituten orientieren sich an den Geldmarktsätzen. Der von der Gesellschaft zu zahlende Aufschlag auf die Geldmarktsätze beträgt in der Regel 100 bis 190 Basispunkte. Darüber hinaus bestehen kurzfristige (teilweise jedoch nicht in Anspruch genommene) Festzinskredite mit Zinssätzen zwischen 0,15 % und 9,56 % (Vj. 0,15 % bis 9,56 %). Fällige Darlehen und Kreditlinien wurden, sofern sie nicht zurückgeführt wurden, durch Anschlussverträge verlängert.

4.5.3. Liquidität

Im Hinblick auf die Finanzlage sieht sich die Deutsche Balaton gut aufgestellt. Die Gesellschaft konnte ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen. Die vorhandene Liquidität reicht zur Finanzierung der Investitionsvorhaben und zur Deckung der laufenden Kosten aus.

Die Zahlungsströme im Konzern sind wesentlich durch das Beteiligungsgeschäft geprägt. Rückflüsse aus Investitionen, welche die Mittelzuflüsse wesentlich bestimmen, erfolgen zeitlich unregelmäßig und sind kaum plan- und vorhersehbar. Der Cashflow entwickelt sich daher ebenso wie das Konzernjahresergebnis unregelmäßig.

Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass die Einzahlungen aus dem Verkauf von kurzfristigen Finanzinstrumenten sowie die Auszahlungen aus dem Kauf von kurzfristigen Finanzinstrumenten dem Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit zugerechnet sind, während die Einzahlungen aus dem Verkauf von langfristigen Wertpapieren und At-Equity-Beteiligungen in dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit enthalten sind.

Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit hat sich mit 8,5 Mio. EUR (Vj. 6,9 Mio. EUR) leicht erhöht. Das erstmals ausgewiesene Bewertungsergebnis aus anderen Finanzanlagen und finanziellen Vermögenswerten in Höhe von 37,5 Mio. EUR enthält die in Kapitel 4.3 aufgeführten positiven und negativen Bewertungseffekte. Das Ergebnis aus dem Abgang voll konsolidierter Unternehmen in Höhe von 17,0 Mio. EUR (Vj. 11,3 Mio. EUR) betrifft insbesondere den Abgang Infoniqa Payroll Gruppe mit 10,7 Mio. EUR und der Eurohaus Frankfurt AG mit 6,2 Mio. EUR. Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien in Höhe von 8,0 Mio. EUR setzen sich aus Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von 4,0 Mio. EUR, Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von rund 3,7 Mio. EUR sowie Abschreibungen auf als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien in Höhe von 0,3 Mio. EUR zusammen und betreffen überwiegend die operativ tätigen Konzerneinheiten.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt - 58,1 Mio. EUR (Vj. - 13,9 Mio. EUR). Der Anstieg der Auszahlungen für die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien, nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen und sonstigen finanziellen Vermögenswerte auf 103,7 Mio. EUR (Vj. 64,0 Mio. EUR) ist auf die verstärkte Investitionstätigkeit der Deutsche Balaton im Berichtszeitraum hauptsächlich in börsennotierte Beteiligungen zurückzuführen. Die Einzahlungen aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien, nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen und sonstigen finanziellen Vermögenswerten haben sich aufgrund geringerer Veräußerungstätigkeit auf 44,6 Mio. EUR (Vj. 61,3 Mio. EUR) verringert. Die Auszahlungen für Unternehmenserwerbe abzüglich erworbene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von - 8,7 Mio. EUR (Vj. + 1,0 Mio. EUR) betreffen die im Berichtsjahr erworbenen Gesellschaften in den Segmenten "Vermögensverwaltend" und "Beta Systems".

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit erhöhte sich deutlich von 3,7 Mio. EUR auf 42,0 Mio. EUR. Hierfür ist im Wesentlichen die erhöhte Darlehensaufnahme im Segment "Vermögensverwaltend" verantwortlich, die sich im Anstieg der Einzahlungen von übrigen Finanzschulden/Darlehen auf 60,1 Mio. EUR (Vj. 11,4 Mio. EUR) widerspiegelt. Der negative Cashflow aus der Auszahlung an Unternehmenseigner und Minderheitengesellschafter in Höhe von - 20,9 Mio. EUR (Vj. - 7,8 Mio. EUR) resultiert im Wesentlichen aus dem Erwerb eigener Aktien. Innerhalb der Gesamtfinanzierung verfügte der Deutsche Balaton Konzern zum Jahresende 2018 weiterhin über eine ausreichende Liquidität.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrugen zum Bilanzstichtag 15,1 Mio. EUR (Vj. 22,7 Mio. EUR). Die ausführliche Konzern-Kapitalflussrechnung wird im Konzernabschluss dargestellt.

Neben den bestehenden und in Anspruch genommenen Krediten stehen der Deutsche Balaton zum Bilanzstichtag weitere Kreditlinien bei Kreditinstituten im Volumen von 18,3 Mio. EUR (Vj. 17,1 Mio. EUR) zur Verfügung, wobei in dem vermögensverwaltenden Segment die Inanspruchnahme durch den Wert der beleihungsfähigen Wertpapiere begrenzt sein kann. Als weitere Liquiditätsquellen dienen zukünftige Mittelzuflüsse aus der Geschäftstätigkeit sowohl im operativen Bereich wie auch im Beteiligungsgeschäft.

4.5.4. Investitionen

Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen beliefen sich auf 6,6 Mio. EUR (Vj. 4,9 Mio. EUR) und betrafen überwiegend den Erwerb immaterieller Vermögenswerte der im Berichtsjahr erworbenen Gesellschaften in den Segmenten "Vermögensverwaltend" und "Beta Systems" sowie ein firmeneigenes Bürogebäude im Rahmen der unterjährig erfolgten Akquisitionen im Segment "Beta Systems". Schwerpunkt der Investitionen stellten wie im Vorjahr als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen und sonstige finanzielle Vermögenswerte mit 103,7 Mio. EUR (Vj. 64,0 Mio. EUR) dar. Der wesentliche Teil hiervon betrifft Investitionen in Wertpapiere innerhalb des Segments "Vermögensverwaltend". Aufgrund der Besonderheiten des Beteiligungsgeschäfts, bei dem Investitionen oftmals vor einem mehrjährigen Erwartungshorizont erfolgen, ist die Entwicklung des Cashflows aus Investitionstätigkeit nur beschränkt aussagekräftig.

4.6. Entwicklung der Konzernsegmente

Im Rahmen der nachfolgenden Darstellung wird auf die Entwicklung der einzelnen Segmente eingegangen. Diese Darstellung ist zusammen mit der Segmentberichterstattung im Konzernanhang zu sehen.

4.6.1. Segment "Vermögensverwaltend"

Das Segment "Vermögensverwaltend" beinhaltet alle Unternehmen des Deutsche Balaton Konzerns, die einen langfristigen Vermögensaufbau mit dem Ziel einer angemessene Kapitalverzinsung betreiben und die nicht einem anderen Segment zugeordnet sind.

Nachdem das Vorjahr von Beteiligungsverkäufen geprägt war, wurden im Segment "Vermögensverwaltend" im Geschäftsjahr 2018 wieder verstärkt Zukäufe und Neuinvestitionen getätigt, vorwiegend in börsennotierte Beteiligungen. Die Finanzierung der Investitionen erfolgte im Wesentlichen aus vorhandener Liquidität sowie unter Ausnutzung bestehender Kreditlinien.

Die Umsatzerlöse des Segments stiegen auf 18,9 Mio. EUR (Vj. 10,5 Mio. EUR). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf den Teilkonzern HW zurückzuführen, der im vorangegangenen Geschäftsjahr nur anteilig konsolidiert wurde.

Das erstmals ausgewiesene Bewertungsergebnis aus anderen Finanzanlagen und finanziellen Vermögenswerten beläuft sich im Geschäftsjahr 2018 im Segment "Vermögensverwaltend" auf - 37,5 Mio. EUR (siehe zur Erläuterung unter 4.3 Ertragslage).

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 9,1 Mio. EUR (Vj. 46,2 Mio. EUR) beinhalten Erträge aus dem Verkauf von Tochtergesellschaften und assoziierten Unternehmen in Höhe von 6,3 Mio. EUR (Vj. 6,8 Mio. EUR). Hiervon betreffen 6,2 Mio. EUR den Verkauf der Eurohaus Frankfurt AG. 0,3 Mio. EUR (Vj. 0,7 Mio. EUR) sind auf Devisenkursdifferenzen zurückzuführen. Darüber hinaus sind in dieser Position sonstige betriebliche Erträge von in Summe 2,4 Mio. EUR (Vj. 5,6 Mio. EUR) enthalten, davon 1,1 Mio. EUR (Vj. 0,3 Mio. EUR) aus der Auflösung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Da in den sonstigen betrieblichen Erträgen im Vorjahr noch "Erträge aus dem Verkauf aus zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten", "Erträge aus dem Verkauf von zu Handelszwecken gehaltenen Wertpapieren" sowie "Zuschreibungen auf zu Handelszwecken gehaltene Wertpapiere" enthalten waren, die nun über das "Bewertungsergebnis aus anderen Finanzanlagen und finanziellen Vermögenswerten" abgebildet werden, ist ein Vorjahresvergleich nicht aussagekräftig.

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe haben sich um 4,9 Mio. EUR auf 10,1 Mio. EUR erhöht. Auch dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf die erstmals ganzjährige Konsolidierung des Teilkonzerns HW zurückzuführen.

Die Zuwendungen an Arbeitnehmer haben sich um 1,0 Mio. EUR auf 5,1 Mio. EUR erhöht. Auch dieser Anstieg ist im Wesentlichen durch die nun ganzjährige Konsolidierung des Teilkonzerns HW verursacht.

Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen wurden in Höhe von 2,7 Mio. EUR (Vj. 4,7 Mio. EUR) erfasst. Hiervon betreffen 1,3 Mio. EUR den Teilkonzern HW sowie insgesamt 0,9 Mio. EUR die im Segment enthaltenen Schiffsgesellschaften. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere auf eine im Vorjahr vorgenommene außerplanmäßige Firmenwertabschreibung in Höhe von 2,5 Mio. EUR zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 11,7 Mio. EUR (Vj. 20,4 Mio. EUR). Unter Herausrechnung der im Vorjahr in dieser Position noch enthaltenen Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Bewertungsergebnis der Finanzanlagen beträgt der Vorjahresvergleichswert 8,1 Mio. EUR. Dabei haben sich im Segment "Vermögensverwaltend" insbesondere die Beratungskosten um 1,7 Mio. EUR auf 2,9 Mio. EUR erhöht, was auf erhöhte Rechtskosten sowie eine Rückstellung aufgrund einer Insolvenzanfechtung in Höhe von 1,0 Mio. EUR zurückzuführen ist, sowie auf um 0,5 Mio. EUR erhöhte Raumkosten insbesondere infolge der nun ganzjährigen Konsolidierung des Teilkonzerns HW.

Die Konzernfinanzerträge in Höhe von 3,8 Mio. EUR (Vj. 6,4 Mio. EUR) werden überwiegend im Segment "Vermögensverwaltend" erzielt und resultieren im Wesentlichen aus Zinserträgen aus Inhaberschuldverschreibungen, Genussscheinen sowie ausgereichten Darlehen. Der Rückgang der Finanzerträge im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf den im Berichtsjahr erstmaligen Ausweis der Dividendenerträge im Bewertungsergebnis aus anderen Finanzanlagen und finanziellen Vermögenswerten zurückzuführen. Die Zins- und zinsähnlichen Erträge einschließlich der Zinserträge aus assoziierten Unternehmen und sonstigen Beteiligungen sind gegenüber dem Vorjahr von 2,8 Mio. EUR auf 3,6 Mio. EUR angestiegen.

Die Finanzerträge im Segment "Vermögensverwaltend" in Höhe von 11,0 Mio. EUR (Vj. 21,6 Mio. EUR) resultieren im Wesentlichen aus Ergebniszuweisungen und Zinserträgen, während Dividendenerträge im Berichtsjahr erstmalig im Bewertungsergebnis ausgewiesen werden. Davon betreffen 7,3 Mio. EUR (Vj. 15,4 Mio. EUR) Finanzerträge aus der Ergebniszuweisung der CornerstoneCapital II AG & Co. KG, deren Geschäftsjahr vom Verkauf der Infoniqa Payroll Gruppe geprägt war. Die Zins- und zinsähnlichen Erträge einschließlich der Zinserträge aus assoziierten Unternehmen und sonstigen Beteiligungen sind gegenüber dem Vorjahr von 2,7 Mio. EUR auf 3,6 Mio. EUR angestiegen.

Die Finanzierungsaufwendungen belaufen sich auf 3,4 Mio. EUR (Vj. 2,9 Mio. EUR) und beinhalten im Wesentlichen Zinsen gegenüber Banken und sonstigen Dritten in Höhe von 2,0 Mio. EUR (Vj. 1,7 Mio. EUR), Finanzaufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von 1,0 Mio. EUR (Vj. 0,8 Mio. EUR) sowie Zinsaufwand gegenüber der Beta Systems Software AG im Rahmen der Cash-Pools in Höhe von 0,4 Mio. EUR (Vj. 0,3 Mio. EUR).

Die Gewinn- und Verlustanteile aus assoziierten Unternehmen betrugen 2,4 Mio. EUR (Vj. 0,1 Mio. EUR). Hiervon betreffen + 2,0 Mio. EUR ein Unternehmen der Immobilienwirtschaft, + 0,4 Mio. EUR einen Fremdkapitalinvestor sowie jeweils + 0,1 Mio. EUR ein nicht börsennotiertes Fintech-Unternehmen und einen Hersteller atmosphärischer Sensoren. Abschreibungen auf im Rahmen von Kaufpreisallokationen aufgedeckte stille Reserven trugen mit - 0,2 Mio. EUR negativ zum Ergebnis bei.

Insgesamt beläuft sich das Segmentergebnis vor Ertragsteuern im Geschäftsjahr 2018 auf - 29,1 Mio. EUR (Vj. + 41,0, Mio. EUR). Das Ergebnis nach Steuern beträgt - 27,6 Mio. EUR (Vj. + 40,8 Mio. EUR).

Das Segmentvermögen, das alle Bilanzposten mit Ausnahme von Steuerforderungen für laufende und latente Steuern umfasst, ist von 398,9 Mio. EUR auf 474,7 Mio. EUR gestiegen und wird dominiert von den anderen langfristigen Finanzanlagen und finanziellen Vermögenswerten in Höhe von 359,9 Mio. EUR.

Hiervon betreffen 33,9 Mio. EUR die Anteile an einem führenden Gase- und Engineeringunternehmen, je 27,0 Mio. EUR die Wertpapiere eines Biotechnologieunternehmen und eines Medizin- und Sicherheitstechnikunternehmens, 17,2 Mio. EUR bzw. 14,1 Mio. EUR die Aktien zweier Energieversorger, 11,9 Mio. EUR die Aktien einer Technologieholding, 11,5 Mio. EUR ausländische Staatsanleihen sowie 11,2 Mio. EUR ein börsennotiertes Immobilienunternehmen. Darüber hinaus umfasst die Bilanzposition Anteile an einem Softwareunternehmen in Höhe von 7,4 Mio. EUR, einem IT-Systemanbieter in Höhe von 7,0 Mio. EUR, einer Beteiligungsgesellschaft im Bereich erneuerbare Energien in Höhe von 5,6 Mio. EUR, einem Fondsberater in Höhe von 5,6 Mio. EUR sowie an einem führender Anbieter von Vakuumlösungen in Höhe von 5,4 Mio. EUR.

Der Anstieg des Segmentvermögens um 75,8 Mio. EUR ist neben Konsolidierungseffekten auf den Neuerwerb bzw. die Aufstockung von überwiegend börsennotierten Beteiligungen zurückzuführen.

Die Segmentschulden, die die operativen Schulden des Segments ohne Berücksichtigung laufender und latenter Steuern umfassen, haben sich auf 184,8 Mio. EUR (Vj. 118,5 Mio. EUR) erhöht. Dies ist hauptsächlich dem Anstieg der kurzfristigen finanziellen Schulden bei der Deutsche Balaton AG (+ 50,8 Mio. EUR) sowie der Erstkonsolidierung der SPARTA AG (+ 22,8 Mio. EUR) geschuldet, während die kurzfristigen finanziellen Schulden bei den Immobiliengesellschaften - auch aufgrund des Verkaufs der Eurohaus Frankfurt AG - um 5,5 Mio. EUR und im Teilkonzern HW um 2,0 Mio. EUR zurückgingen. Die langfristigen finanziellen Segmentschulden haben sich um 2,2 Mio. EUR auf 17,6 Mio. EUR (Vj. 15,4 Mio. EUR) erhöht und sind auf den Anstieg von langfristigen Bankdarlehen bei den Immobiliengesellschaften zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich leicht reduziert auf 32,6 Mio. EUR (Vj. 33,2 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gingen vorwiegend aufgrund des Rückgangs im Teilkonzern HW auf 1,4 Mio. EUR (Vj. 2,6 Mio. EUR) zurück.

Für das Segment "Vermögensverwaltend" hat der Vorstand für das Geschäftsjahr 2018 ursprünglich eine Veränderung des IFRS-Eigenkapitals in Höhe von 5 % bis 10 % prognostiziert. Mit Unternehmensmeldung vom 6. Dezember 2018 wurde mitgeteilt, dass die prognostizierte positive Veränderung des IFRS-Konzerneigenkapitals für das Geschäftsjahr 2018 in Höhe von 5 % bis 10 % aufgrund der Börsenkursentwicklung voraussichtlich nicht erreicht wird. Diese Einschätzung betrifft implizit aufgrund der wirtschaftlichen Bedeutung auch das Segment "Vermögensverwaltend". Bei einem Rückgang des IFRS-Eigenkapitals der Anteilseigner der Deutsche Balaton AG, bereinigt um Kapitalmaßnahmen und den Erwerb eigener Aktien, ergibt sich eine Veränderung gegenüber dem Vorjahr von - 8,4 %. Die ursprüngliche Prognose wurde somit nicht erreicht, bedingt insbesondere durch das in der zweiten Jahreshälfte eingetrübte Börsenumfeld.

4.6.2. Segment "Beta Systems"

Die Deutsche Balaton AG hält zum Ende des Geschäftsjahres mittelbar und unmittelbar einen Anteil von 59,26 % an der Beta Systems Software AG.

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Im Segment "Beta Systems" sind die Umsatzerlöse der Beta Systems Software AG und deren Tochtergesellschaften mit rund 46,6 Mio. EUR (Vj. 46,5 Mio. EUR) nahezu konstant geblieben. Hierbei sind die Wartungserlöse mit 25,5 Mio. EUR (Vj. 23,9 Mio. EUR) weiterhin größter Bestandteil. Der Anstieg um 1,6 Mio. EUR ist im Wesentlichen auf die unterjährig durchgeführten Akquisitionen zurückzuführen. Die Lizenzerlöse sind mit 11,1 Mio. EUR (Vj. 15,1 Mio. EUR) infolge eines im Vergleich zum Vorjahr deutlich niedrigeren Volumens der zur Verlängerung anstehenden Verträge rückläufig. Die Erlöse aus Service haben sich dagegen mit 9,1 Mio. EUR (Vj. 7,5 Mio. EUR) verbessert, was auf die getätigten Akquisitionen zurückzuführen ist.

Die sonstigen betrieblichen Erträge waren mit 0,8 Mio. EUR (Vj. 0,8 Mio. EUR) nahezu unverändert. Aufgrund des Geschäftsmodells des Segments "Beta Systems" sind die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe weitgehend losgelöst von der Umsatzentwicklung des Segments. Die Erbringung der Leistungen zur Erzielung der Umsatzerlöse erfolgt überwiegend durch eigene Mitarbeiter. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erhöhten sich im Jahr 2018 akquisitionsbedingt um 0,6 Mio. EUR auf 2,8 Mio. EUR.

Die Zuwendungen an Arbeitnehmer erhöhten sich um rund 1,6 Mio. EUR auf 28,6 Mio. EUR, was im Wesentlichen auf die unterjährig durchgeführten Akquisitionen zurückzuführen ist.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich trotz der durchgeführten Akquisitionen auf 10,4 Mio. EUR (Vj. 10,7 Mio. EUR) im Wesentlichen aufgrund von Einsparungen bei EDV- und Marketingkosten sowie positiven Währungseffekten.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sind mit 1,9 Mio. EUR (Vj. 1,9 Mio. EUR) weitgehend auf Vorjahresniveau.

Unter Berücksichtigung eines gegenüber dem Vorjahr verbesserten Finanzergebnisses in Höhe von 0,5 Mio. EUR (Vj. 0,4 Mio. EUR), das im Wesentlichen aus Zinserträgen aus dem Cash-Pooling mit der Deutsche Balaton AG resultiert, ergibt sich ein Segmentergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 4,2 Mio. EUR (Vj. 6,0 Mio. EUR).

Das Segmentvermögen beläuft sich auf 74,3 Mio. EUR (Vj. 79,3 Mio. EUR). Der Rückgang um 5,0 Mio. EUR resultiert zum einen aus reduzierten Zahlungsmitteln bedingt durch den Erwerb eigener Aktien im Volumen von 11,5 Mio. EUR. Gegenläufig wirken sich zum anderen der Anstieg der immateriellen Vermögenswerte und Firmenwerte (+ 3,6 Mio. EUR) sowie der Sachanlagen (+ 1,1 Mio. EUR) aufgrund von Akquisitionen aus.

Die Segmentschulden haben sich auf 22,3 Mio. EUR (Vj. 20,3 Mio. EUR) erhöht.

Für das Segment haben wir auf Basis unserer Erwartungshaltung zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses 2017 für das kommende Jahr einen Umsatz zwischen 40,0 Mio. EUR und 45,0 Mio. EUR bei einen Rückgang des bereinigten operativen Ergebnisses (Definition siehe Kapitel 3.3.3) auf 4,0 Mio. EUR bis 6,0 Mio. EUR prognostiziert. Während die Umsatzerlöse mit 46,6 Mio. EUR den Prognosekorridor aufgrund der nicht geplanten Akquisitionen leicht übertreffen, liegt das bereinigte operative Ergebnis mit 4,8 Mio. EUR innerhalb der prognostizierten Bandbreite.

4.6.3. Segment "CornerstoneCapital"

Im Segment "CornerstoneCapital" ist ein Teil der operativen Unternehmen des Deutsche Balaton Konzerns gebündelt. Hierbei handelt es sich um Mehrheitsbeteiligungen, die durch Beteiligungsmanager überwacht werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 wurde die Infoniqa Payroll Gruppe aufgrund ihrer Veräußerung entkonsolidiert.

Der deutliche Rückgang der Umsatzerlöse von 70,2 Mio. EUR um 25,9 Mio. EUR auf 44,4 Mio. EUR ist daher zum einen auf den Wegfall der Umsatzbeiträge der zum 30.06.2017 veräußerten Infoniqa SQL AG sowie der zum 01.07.2018 veräußerten Infoniqa Payroll Gruppe zurückzuführen. Der Beitrag zum Konzernumsatz hat sich hierdurch im Vergleich zum Vorjahr um 24,3 Mio. EUR reduziert. Zum anderen hat sich der Umsatz der ELTEC Elektronik AG um 1,9 Mio. EUR reduziert. Der Teilkonzern EppsteinFOILS konnte dagegen den Umsatz leicht um 0,3 Mio. EUR steigern.

Die nachfolgende Darstellung der Umsatzentwicklung spiegelt den mittlerweile hohen Anteil der produzierenden Unternehmen im Segment nach unterjähriger Veräußerung der Infoniqa Payroll Gruppe wider, die im Berichtsjahr noch anteilig in den Umsatzerlösen enthalten ist und dabei den Großteil der Dienstleistungsumsätze im Berichtsjahr beisteuert. Der Verkauf von Gütern spiegelt die Erlöse aus dem Warenverkauf der produzierenden Unternehmen im Teilkonzern EppsteinFOILS und der ELTEC Elektronik AG wider, wobei der Teilkonzern EppsteinFOILS im Jahr 2018 rund 63 % der Umsatzerlöse im Segment beisteuerte.

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Der Verkauf von Gütern ging um 7,5 Mio. EUR auf 34,1 Mio. EUR zurück. Negativ wirkten sich der Wegfall der im Vorjahr noch anteilig enthaltenen Infoniqa SQL AG (- 6,0 Mio. EUR), der Rückgang bei der ELTEC Elektronik AG (- 1,4 Mio. EUR) sowie die Entkonsolidierung der Infoniqa Payroll Gruppe Mitte 2018 (- 0,5 Mio. EUR) aus. Der Verkauf von Gütern im Teilkonzern EppsteinFOILS stieg leicht um 0,4 Mio. EUR.

Insbesondere beim Absinken des Dienstleistungsumsatzes um 15,6 Mio. EUR auf 8,8 Mio. EUR wirkten sich die Entkonsolidierung der Infoniqa Payroll Gruppe mit - 7,9 Mio. EUR und der Wegfall der Infoniqa SQL AG mit - 7,3 Mio. EUR negativ aus. Ebenfalls rückläufig entwickelte sich der Dienstleistungsumsatz bei der ELTEC Elektronik AG mit - 0,4 Mio. EUR.

Der Rückgang der Lizenzerträge um 2,7 Mio. EUR auf 1,3 Mio. EUR resultiert ebenfalls im Wesentlichen aus der Entkonsolidierung der Infoniqa Payroll Gruppe (- 1,5 Mio. EUR) sowie der Infoniqa SQL AG (- 1,2 Mio. EUR). Die zum Bilanzstichtag im Konsolidierungskreis verbleibenden Gesellschaften erzielen keine Lizenzerträge.

Die Position Bestandsveränderungen fertige und unfertige Erzeugnisse belief sich zum 31. Dezember 2018 auf - 0,3 Mio. EUR (Vj. + 1,4 Mio. EUR).

Die sonstigen betrieblichen Erträge summierten sich auf 12,1 Mio. EUR (Vj. 14,8 Mio. EUR). Hierin enthalten sind die Erträge aus dem Verkauf der Infoniqa Payroll Gruppe in Höhe von 10,7 Mio. EUR.

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe haben sich auf 17,6 Mio. EUR (Vj. 31,2 Mio. EUR) reduziert, was insbesondere auf den Wegfall der Infoniqa SQL AG (- 9,3 Mio. EUR) sowie die unterjährige Entkonsolidierung der Infoniqa Payroll Gruppe (- 1,5 Mio. EUR) zurückzuführen ist. Dabei entwickelte sich die Materialaufwandsquote mit 39,7 % (Vj. 44,4 %) weiter rückläufig. Den stärksten Rückgang verzeichnet der Teilkonzern EppsteinFOILS mit 47,1 % (Vj. 53,8 %), nachdem im Vorjahr noch ein Mehrbedarf an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie gestiegene Beschaffungspreise für Blei und Zinn für einen zeitweisen Anstieg sorgten, gefolgt von Infoniqa Payroll Gruppe mit 11,1 % (Vj. 13,3 %). Die Materialaufwandsquote der ELTEC Elektronik AG verblieb mit 52,2 % (Vj. 52,5 %) nahezu konstant.

Die Zuwendungen an Arbeitnehmer haben sich - im Wesentlichen aufgrund des Wegfalls Infoniqa SQL AG und der Entkonsolidierung der Infoniqa Payroll Gruppe - mit 15,3 Mio. EUR (Vj. 23,4 Mio. EUR) deutlich reduziert. Ebenfalls rückläufig waren die Personalaufwendungen bei der ELTEC Elektronik AG (- 0,3 Mio. EUR), während im Teilkonzern EppsteinFOILS ein Anstieg um 0,4 Mio. EUR zu verzeichnen war.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen gingen von 4,9 Mio. EUR auf 3,4 Mio. EUR zurück. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus Entkonsolidierungseffekten bei der Infoniqa Payroll Gruppe (- 1,3 Mio. EUR) sowie der Infoniqa SQL AG (- 0,2 Mio. EUR).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Segments haben sich zum Bilanzstichtag von 10,3 Mio. EUR auf 7,0 Mio. EUR verringert. Der Rückgang ist neben Entkonsolidierungseffekten (- 2,7 Mio. EUR) auf erhöhte Rechts- und Beratungskosten im Rahmen zweier Unternehmensveräußerungen im Vorjahr zurückzuführen.

Das Finanzergebnis als Saldo der Finanzerträge und Finanzierungsaufwendungen ist mit - 10,5 Mio. EUR (Vj. - 16,3 Mio. EUR) erneut negativ. Hierin ist insbesondere die Ergebnisabführung an die Deutsche Balaton AG in Höhe von saldiert 7,2 Mio. EUR (Vj. 14,6 Mio. EUR) enthalten, deren Höhe im Wesentlichen auf den Ertrag aus der Veräußerung der Infoniqa Payroll Gruppe im Berichtsjahr zurückzuführen ist.

Nach dem Verkauf der ACTech Holding GmbH im Vorjahr sind im Berichtsjahr im Segment "CornerstoneCapital" keine Gewinnanteile an assoziierten Unternehmen (Vj. 0,9 Mio. EUR) angefallen.

Das Segmentergebnis vor Ertragsteuern hat sich im Vorjahresvergleich um 1,1 Mio. EUR auf 2,4 Mio. EUR (Vj. 1,3 Mio. EUR) verbessert. Hierbei ist zu beachten, dass die Ergebniszuweisung an die Deutsche Balaton AG in Höhe von 8,2 Mio. EUR bereits im Finanzergebnis berücksichtigt ist.

Das Segmentvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr auf 22,9 Mio. EUR (Vj. 52,8 Mio. EUR) deutlich reduziert. Die Segmentschulden sind mit 8,7 Mio. EUR (Vj. 36,2 Mio. EUR) gegenüber dem Vorjahreswert ebenfalls stark zurückgegangen. Beide Effekte sind im Wesentlichen durch die Entkonsolidierung der Infoniqa Payroll Gruppe begründet. Darüber hinaus ist das Vermögen bei den operativen Gesellschaften des Segments von Vorratsabbau und einem Rückgang der liquiden Mittel geprägt, während im Gegenzug die lang- und kurzfristigen Schulden ebenfalls zurückgeführt wurden.

Für das Segment "CornerstoneCapital" haben wir im Vorjahr mitgeteilt, dass wir für die verbleibenden operativ tätigen Unternehmen von steigenden Umsatz- und Ergebnisbeiträgen ausgehen und Umsatzerlöse zwischen 55,0 Mio. EUR und 65,0 Mio. EUR und einen bereinigten EBIT-Beitrag von 4,0 Mio. EUR bis 7,0 Mio. EUR erwarten. Umsatzseitig wurde die Prognose mit 44,4 Mio. EUR deutlich verfehlt, was jedoch hauptsächlich auf die unterjährige Entkonsolidierung der Infoniqa Payroll Gruppe zurückzuführen ist. Bereinigt um diesen Effekt haben sich die Umsatzerlöse im Rahmen des angepassten Prognosekorridors entwickelt, wenn auch am unteren Ende. Während der Teilkonzern Eppstein die Umsatzprognose sogar leicht übertroffen hat, lagen die Umsatzerlöse bei der ELTEC Elektronik AG deutlich unter den Erwartungen. Das bereinigte EBIT liegt trotz des Verkaufs der Infoniqa Payroll Gruppe zum 1. Juli 2018 mit 5,3 Mio. EUR innerhalb der prognostizierten Bandbreite.

4.7. Vergleich der im Vorjahr berichteten Prognosen mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung

Veränderung des IFRS-Eigenkapitals

Prognose 2018 Ist 2018
Deutsche Balaton Konzern 5 % - 10 % -8,2 % Prognose nicht erreicht
Segment "Vermögensverwaltend" 5 % - 10 % -8,4 % Prognose nicht erreicht

Für das Geschäftsjahr 2018 wurde im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2017 ein Anstieg des IFRS-Eigenkapitals sowohl auf Konzernebene als auch bezogen auf das Segment "Vermögensverwaltend" in Höhe von 5 % bis 10 % prognostiziert. Mit Unternehmensmeldung vom 6. Dezember 2018 wurde mitgeteilt, dass die prognostizierte positive Veränderung des IFRS-Eigenkapitals für das Geschäftsjahr 2018 aufgrund der Börsenkursentwicklung voraussichtlich nicht erreicht wird. In beiden Fällen wurde der ursprünglich prognostizierte Zielkorridor mit - 8,2 % bzw. - 8,4 % nicht erreicht, was insbesondere auf das negative Börsenumfeld in der zweiten Jahreshälfte 2018 und den damit verbundenen Abwertungen der börsennotierten Wertpapiere zurückzuführen ist.

Operative Entwicklung

in Mio. EUR Prognose 2018 Ist 2018
Segment "Beta Systems" Umsatz 40,0 - 45,0 46,6 Prognose übertroffen
EBIT (bereinigt) 4,0 - 6,0 4,8 Prognose erreicht
Segment "Cornerstone-Capital" Umsatz 55,0 - 65,0 44,4 Prognose nicht erreicht *
EBIT (bereinigt) 4,0 - 7,0 5,3 Prognose erreicht
Operative Konzernunternehmen Umsatz 105,0 - 123,0 102,7 Prognose nicht erreicht *
EBIT (bereinigt) 8,0 - 13,0 9,9 Prognose erreicht

* ohne Bereinigung um Konsolidierungseffekte

Die Prognose des operativen Ergebnisses berücksichtigt keine Abschreibungen auf die im Rahmen der Kaufpreisallokation aufgedeckten Vermögenswerte. Um die Vergleichbarkeit zwischen der Prognose und dem Ist-Ergebnis zu gewährleisten, wird das operative Ist-Ergebnis um die Abschreibungen auf die im Rahmen der Kaufpreisallokation aufgedeckten Vermögenswerte bereinigt. Das operative Ergebnis entspricht dem bereinigten EBIT. Demzufolge sind das Finanzergebnis, der Gewinn- und Verlustanteil an assoziierten Unternehmen sowie Steuern nicht enthalten.

4.8. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns

Für die Deutsche Balaton AG wird die Höhe des Konzernergebnisses ganz wesentlich von den unregelmäßig erfolgenden Beteiligungsverkäufen voll- und at Equity-konsolidierter Unternehmen sowie den Aufwendungen und Erträgen aus anderen Finanzanlagen und finanziellen Vermögenswerten bestimmt. Infolge dessen schwankt das Konzernergebnis in Abhängigkeit von der Anzahl und dem Volumen der verkauften Beteiligungen sowie des sich ständig wandelnden Markt- und Börsenumfelds.

Die Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2018 war erneut wesentlich von den Aktivitäten im Segment "Vermögensverwaltend" geprägt. Die Kapitalmärkte konnten 2018 nicht an die positive Entwicklung des Vorjahres anknüpfen. Das wirkte sich negativ in der Bewertung der börsennotierten Beteiligungen aus, so dass das "Bewertungsergebnis aus anderen Finanzanlagen und finanziellen Vermögenswerten" in der Konzern-GuV einen Aufwand in Höhe von - 37,5 Mio. EUR ausweist. Dieser negative Effekt konnte auch durch die Erträge aus Beteiligungsverkäufen im Segment "CornerstoneCapital", die aufgrund der Ergebniszuweisung der CornerstoneCapital II AG & Co. KG bei der Deutsche Balaton AG ausgewiesen werden, nicht kompensiert werden. Die operativ tätigen Unternehmen im Konzern entwickelten sich insgesamt im Rahmen der Erwartungen, wobei insbesondere das Segment "Beta Systems" sowie der Teilkonzern EppsteinFOILS positive Ergebnisbeiträge lieferten.

Das negative Bewertungsergebnis ist auch die wesentliche Ursache für die negative Veränderung des Konzerneigenkapitals der Anteilseigner der Deutsche Balaton AG in Höhe von - 29,5 Mio. EUR (Vj. + 60,4 Mio. EUR) als für den Konzern relevanten Steuerungsgröße. Dies entspricht einer Veränderung gegenüber dem Vorjahreswert um - 8,2 % (Vj. + 26,3 %), was deutlich unter dem angestrebten mittelfristigen Wert von 15 % p.a. liegt. Auch wenn eine vollständige Abkopplung von den Kapitalmarktbedingungen aufgrund der Dominanz des Segments "Vermögensverwaltend" nicht möglich ist, ist der Vorstand der Deutsche Balaton AG nicht zufrieden mit der Konzernentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr. Auch im 5-Jahreszeitraum liegt der Konzern im Hinblick auf Durchschnittsrendite und interner Zinsfuß unter dem angestrebten Ziel. Aufgrund der Entwicklung des IFRS-Eigenkapitals der Anteilseigner der Deutsche Balaton AG im Zeitraum 2015 bis 2018 ist auch im Jahr 2019 nicht mit einem Erreichen dieser Zielmarke über einen Betrachtungszeitraum von fünf Jahren zu rechnen (vgl. hierzu auch Kapitel 3.3.3).

Der Vorstand sieht die Deutsche Balaton zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts weiterhin in einer guten wirtschaftlichen Verfassung. Infolge der sehr positiven Vermögenslage und der hohen Eigenkapitalquote sind die Grundlagen für weitere Investitionen gegeben. Die Zusammensetzung des Konzerns, sowohl bezogen auf das Beteiligungsportfolio als auch auf die Konzernunternehmen, zeigt überwiegend gut aufgestellte Unternehmen mit Wachstumspotenzial. Gleichwohl sind weitere Beteiligungsabschreibungen möglich, wenngleich solche aktuell in wesentlichem Umfang nicht absehbar sind.

4.9. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

In Kapitel 3.3.3 ist die für den Konzern verwendete Hauptsteuerungsgröße, die Veränderung des IFRS-Eigenkapitals, definiert und dargestellt. Mit dem steigenden Eigenkapital im Konzern wird es jedoch schwieriger, dieses Ziel aufgrund eines Umfelds, in dem Investmentopportunitäten in begrenztem Umfang vorhanden sind, zu erreichen. Dabei bestehen bei Investitionen nicht nur Chancen, sondern auch Risiken, die dazu führen können, dass das Ziel für die Hauptsteuerungsgröße nicht in jedem Jahr erreicht werden kann. Das Börsenumfeld sowie die Schwankung am Markt beobachtbarer bewertungsrelevanter Parameter können zu Schwankungen innerhalb des IFRS-Eigenkapitals führen. Auch die aperiodische Vereinnahmung von Gewinnen oder Verlusten aus dem Verkauf von voll- bzw. at Equity konsolidierten Unternehmen bringt eine gewisse Volatilität mit sich. Aus diesem Grund erfolgt die Betrachtung der Steuerungsgröße mittelfristig über einen Zeitraum von fünf Jahren und mit einer durchschnittlichen jährlichen Zielgröße von 15 %.

Die Tochtergesellschaften und ihre Organe definieren über ihre jeweiligen Beteiligungsmanager eigene Leistungsindikatoren, die auf Ebene der Konzernmutter als Holding für die Steuerung des Konzerns und der Segmente keine Rolle spielen. Die Bestimmung der Indikatoren erfolgt dabei stets basierend auf der jeweiligen Branche, in der sich die Tochtergesellschaft befindet, und bezogen auf die individuelle Situation der operativ tätigen Gesellschaften.

Darüber hinaus werden im Rahmen der Konzernsteuerung keine weiteren spezifischen Indikatoren eingesetzt. Der Nutzen und Sinn anderer Indikatoren als der Veränderung des IFRS-Eigenkapitals rechtfertigt angesichts des stark diversifizierten und von dem Beteiligungsgeschäft geprägten Beteiligungsportfolios nicht den mit einer Ermittlung verbundenen Aufwand, der aus Sicht des Vorstands auch keinen Mehrwert schafft.

5. Nachtragsbericht

Das Vorstandsmitglied Jens Jüttner ist zum 15. Mai 2019 aus dem Vorstand der Deutsche Balaton AG ausgeschieden.

6. Prognosebericht

6.1. Annahmen über die konjunkturelle Entwicklung und die Entwicklung der Kapitalmärkte

Der IWF prognostiziert im seinem aktualisierten "World Economic Outlook" im April 2019 einen Rückgang des globalen jährlichen Wirtschaftswachstums im Jahr 2019 um 0,3 % auf 3,3 %. Die Wachstumsabschwächung ist nach Einschätzung des IWF unter anderem dem nachlassenden Wachstum in China aufgrund regulatorischer Maßnahmen und der Folgen des andauernden Handelsstreits mit den USA geschuldet. Auch das schwindende Vertrauen der Konsumenten und Marktteilnehmer in Europa sowie die Nachwirkungen der Einführung neuer Emissionsprüfzyklen für Fahrzeuge tragen zum Wachstumsrückgang bei. Der IWF erwartet, dass sich das Umfeld in der zweiten Jahreshälfte 2019 wieder aufhellt und sich im Jahr 2020 ein globales Wirtschaftswachstum von 3,6 % einstellt, getragen vorwiegend von der positiven Entwicklung in den Schwellen- und Entwicklungsländern.

Für den Euroraum prognostiziert der IWF für das Jahr 2019 ein jährliches Wachstum von 1,3 % nach zuletzt 1,8 % in 2018 und von 1,5 % im Folgejahr. Der erwartete Rückgang wird unter anderem mit der nachlassenden Konsumneigung und den Nachwirkungen der Einführung des WLTP-Prüfverfahrens für Neufahrzeuge in Deutschland, der schwachen Inlandsnachfrage in Italien sowie den Spätfolgen der Gelbwesten-Proteste in Frankreich begründet. In Deutschland erwartet der IWF für 2019 eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums auf 0,8 % nach zuletzt 1,5 % im Jahr 2018, gefolgt von einem Anstieg auf 1,4 % im Jahr 2020.

In der Eurozone hat die EZB die Netto-Käufe von Unternehmens- und Staatsanleihen zum Ende des Jahres 2018 eingestellt. Zudem wurde die für Herbst 2019 avisierte Leitzinserhöhung angesichts zunehmender konjunktureller Risiken in der Eurozone mittlerweile auf frühestens Mitte 2020 verschoben. Damit verbleibt der Leitzins bis auf weiteres bei 0,0 %. Die aufflammenden Rezessionsängste sorgten gleichzeitig für einen Anstieg der Nachfrage nach risikoarmen Bundesanleihen. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen fiel nach einem Zwischenhoch von rund 0,8 % im Februar 2018 im März 2019 erstmals seit 2016 wieder in negatives Terrain. Im Juni 2019 erreichte die Rendite ein neues Allzeittief bei - 0,24 %.

Die US-Notenbank Fed geht vor dem Hintergrund schwächerer Wachstumsraten am Arbeitsmarkt sowie bei den Konsumausgaben derzeit nicht von weiteren Zinserhöhungen im Jahr 2019 aus und belässt den Leitzins nach allein vier Anhebungen um jeweils 25 Basispunkte im Jahr 2018 bei derzeit 2,25 % bis 2,5 %. Für das Jahr 2019 geht der IWF in den USA von einem nachlassenden Wirtschaftswachstum auf 2,3 % nach zuletzt 2,9 % aus. Im Jahr 2020 rechnet der IWF mit einem weiteren Rückgang des Wirtschaftswachstums in den USA auf 1,9 %.

Der Vorstand der Deutsche Balaton AG erwartet, dass die Volatilität an den Kapitalmärkten im Jahr 2019 weiter anhält. Der Handelskonflikt zwischen den großen Wirtschaftsmächten USA und China schwelt weiter und hat bereits erste Bremsspuren in der Weltkonjunktur hinterlassen. Die zähen Brexit-Verhandlungen und die Verschiebung des offiziellen Austrittsdatums auf den 31. Oktober 2019 sorgen für Verunsicherung und lähmen weiter die Investitionsbereitschaft vieler europäischer Unternehmen. Der sich abzeichnende Umbruch weg von der Verbrennungstechnik hin zur Elektromobilität stellt die deutsche Automobilindustrie vor besondere Herausforderungen und führt mittelfristig auch zu massiven strukturellen Veränderungen am Industriestandort Deutschland.

Die Inflationsrate hat sich in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundsamtes nach einem zwischenzeitlichen Rückgang in den Wintermonaten zuletzt wieder deutlich erhöht und lag im April 2019 im Vorjahresvergleich bei 2,0 %. Dabei wurde ein Preisanstieg insbesondere bei Energiepreisen und Pauschalreisen festgestellt, während sich die Nahrungsmittelpreise eher unterdurchschnittlich verteuerten. Im Ergebnis verbleibt eine weiterhin negative Realverzinsung, was grundsätzlich positiv für die Aktienmärkte ist.

Der Euro hat sich gegenüber dem US-Dollar seit Jahresanfang trotz einer Vielzahl von Problemfeldern rund um die Gemeinschaftswährung nur moderat schwächer entwickelt. Im Gegenzug wird die Dollarstärke auf die bislang hohe Wachstumsdynamik und das freundliche Arbeitsmarktumfeld in den USA zurückgeführt. Sollte jedoch die Konjunkturdynamik in den USA - auch vor dem Hintergrund des Handelskriegs mit China - wieder nachlassen, so könnte dies zu einer Abschwächung des US-Dollar führen und im Gegenzug eine Erholung des Euro einleiten. Einig sind sich Marktteilnehmer derzeit darüber, dass weder in den USA noch im Euro- Raum in diesem Jahr noch mit einer Leitzinsanhebung zu rechnen ist. Es werden im Gegenteil sogar erste Stimmen laut, die aufgrund der sich eintrübenden Konjunkturaussichten und sinkender Inflationsraten eine Senkung des Leitzinses in den USA fordern. Prominenter Unterstützer dieser Forderung ist auch der amerikanische Präsident.

Nach der rückläufigen Kursentwicklung insbesondere in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres haben sich die Aktienmärkte in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres wieder deutlich erholt. So konnte der DAX gegenüber dem Jahresendstand zeitweise um über 1.800 Punkte zulegen. Zuletzt gaben die Aktienkurse jedoch unter dem Eindruck des sich weiter verschärfenden Handelsstreites zwischen den Vereinigten Staaten und China wieder deutlich nach. Derzeit liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der DAX-Titel mit rund 13 weiterhin deutlich unter dem Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre. Gleichzeitig erreichen die Ausschüttungen der deutschen börsennotierten Unternehmen im Jahr 2019 nach Angaben der Deutschen Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz (DSW) einen Rekordwert von über 57 Milliarden Euro.

Dennoch könnten sich die Aktienmärkte in Deutschland trotz der laufenden Dividendensaison dem Sog der schwachen Wall Street nicht entziehen. Der Dow Jones verbuchte zuletzt die längste Negativserie seit acht Jahren und büßte allein im Mai 6,7 % ein. Dabei bleibt die Gemengelage in Europa auch ohne den Einfluss der rigorosen Wirtschaftspolitik der USA instabil. Zum einen sorgt der wachsende Zuspruch für populistische Parteien insbesondere in Italien und Frankreich, aber auch in Deutschland, für Skepsis, ob sich auf europapolitischer Ebene noch klare Mehrheiten finden lassen und die Reformanstrengungen in den Peripheriestaaten weiter vorangetrieben werden können. Dies könnte sich unmittelbar negativ auf die europäischen Anleihenmärkte auswirken und zu einer erneuten Ausweitung der Spreads führen. Zum anderen schwebt auch nach Verschiebung des Austrittsdatums auf den 31. Oktober 2019 der Brexit wie ein Damoklesschwert über Europa und droht das Tagesgeschäft in der Europäischen Union erneut zu blockieren.

Darüber hinaus ist auch das Jahr 2019 von einer Vielzahl geopolitscher Risiken geprägt. So haben die Spannungen zwischen den USA und Iran zuletzt stark zugenommen und zu einer verstärkten Militärpräsenz der Vereinigten Staaten in der Golfregion geführt.

Unter Berücksichtigung der zunehmenden geopolitischen Unsicherheiten und insbesondere einer drohenden weiteren Eskalation des Handelsstreits unter den führenden Wirtschaftsmächten ist trotz weiterhin vergleichsweise moderater Börsenbewertungen in Europa nach Einschätzung des Vorstands der Deutsche Balaton AG im Jahr 2019 von einer volatilen aber insgesamt positiven Entwicklung der deutschen Aktienmärkte auszugehen.

Auch der Markt für Beteiligungskapital befindet sich auf einem hohen Niveau, bleibt aber weiter attraktiv. Der Geschäftsklimaindex German Private Equity Barometers, einem gemeinsam von BVK und KfW erstellten Stimmungsindikator für den deutschen Beteiligungskapitalmarkt, erreichte im Jahr 2018 erneut einen Rekordwert. Dagegen signalisieren die Daten für das erste Quartal 2019 bereits eine leichte Eintrübung des Geschäftsklimas im Beteiligungsmarkt. Auf der anderen Seite sorgte die negative Stimmung an den Kapitalmärkten Ende 2018 auch für einen Rückgang der Einstiegspreise und bietet damit neue Investitionsmöglichkeiten. Für das Jahr 2019 erwartet der Vorstand vor dem Hintergrund des anhaltend niedrigen Zinsniveaus in Europa eine moderat positive Entwicklung des Beteiligungskapitalmarkts bei leicht rückläufigen Einstiegsbewertungen.

Basis für unsere Annahmen sind unter anderem Veröffentlichungen der Deutschen Bundesbank und des Statistischen Bundesamts, Prognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute und sonstige allgemein zugängliche Informationen, zum Beispiel im Internet.

6.2. Entwicklung des Konzerns und der Konzernsegmente

Die Deutsche Balaton agiert als Beteiligungsholding und sieht sich nach wie vor trotz der in den verschiedenen Segmenten enthaltenen operativ tätigen Konzernunternehmen nicht als Industrieholding. Der Unterschied zu einer Industrieholding liegt in der Ausrichtung des Geschäftsmodells. Während in der Industrieholding der Ausbau des operativen Geschäfts das Hauptziel darstellt, verfolgt die Deutsche Balaton hinsichtlich der operativen Konzernunternehmen nicht nur dieses Ziel, sondern in der Regel ein mittel- bis langfristiges Exit- Szenario. Die Planbarkeit des Erfolgs der Deutsche Balaton wird entscheidend von der Struktur als Beteiligungsgesellschaft geprägt. Ständige Änderungen im Markt- und Börsenumfeld resultieren in Schwankungen im Konzernergebnis. So wie das Jahresergebnis 2018 von einer Vielzahl von Faktoren bestimmt war, die sich im Jahresverlauf verändert haben, werden auch die zukünftigen Geschäftsjahre stark von nur schwer plan- und vorhersehbaren Faktoren mitbestimmt werden. Dies betrifft auch den Zeitpunkt des Verkaufs einer getätigten Investition, da bei voll- und at Equity konsolidierten Unternehmen erst mit der Realisierung des Verkaufs die Veränderung im Eigenkapital sichtbar wird.

Mit dem verfolgten Ziel, eine erfolgreiche Wertentwicklung der Beteiligungen zu realisieren, ist die zeitlich vorangehende Identifikation unterbewerteter Unternehmen verbunden. Der Erfolg oder Misserfolg einer eingegangenen Beteiligung ist dabei auch vom Marktumfeld abhängig. Unvorhergesehene Wirtschaftsentwicklungen und Veränderungen an den Kapitalmärkten spielen hier eine große und nur schwer vorhersehbare Rolle.

Umsatz- und Ertragszahlen der operativen Beteiligungsunternehmen (vollkonsolidiert oder nach der Equity Methode einbezogen) sind ein Indikator für deren wirtschaftliche Entwicklung. Rückschlüsse auf den tatsächlichen Erfolg des Konzerns lassen sich hieraus nach Auffassung des Vorstands der Deutsche Balaton AG jedoch nicht unmittelbar ziehen.

Weiterhin bewegt sich die Deutsche Balaton in Rahmenbedingungen, die ständigen Änderungen unterworfen sind. Neben den sich in steter Regelmäßigkeit ändernden (steuer-)gesetzlichen Voraussetzungen sind die Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen relevant. Derzeit deuten viele Konjunkturindikatoren auf eine zumindest vorübergehende Abschwächung der Wirtschaftsleistung weltweit und insbesondere in Deutschland hin. Die Deutsche Balaton wird auch zukünftig im Einzelfall prüfen, ob sich bietende Investitionsgelegenheiten zum Ausbau und zur Stärkung des Beteiligungsportfolios genutzt werden können. Um attraktive Investitionsgelegenheiten zu nutzen, könnte sich die Deutsche Balaton auch über die Aufnahme von Krediten und von Eigenmitteln über den Kapitalmarkt finanzieren. Dies setzt allerdings eine geeignete Verfassung der Finanz- und Kapitalmärkte voraus.

Die über Jahre gewachsene Erfahrung der Deutsche Balaton im Beteiligungsgeschäft, die Präsenz am Markt und die Investitionserfolge geben dem Vorstand der Deutsche Balaton AG Zuversicht, das Geschäft auch unter herausfordernden Marktbedingungen erfolgreich fortsetzen zu können.

Der Prognosebericht ist entsprechend dem Risikobericht für einen Zeitraum von einem Jahr erstellt. Es wird auf das in Kapitel 3.3 dieses Konzernlageberichts dargestellte Unternehmensziel verwiesen. Dieses gilt auch für den strategischen Planungszeitraum, der einen Zeitraum von fünf Jahren (Mittelfristzeitraum) umfasst. Prognosen für kürzere Zeiträume sind, wie erläutert, mit hohen Unsicherheiten behaftet. Über den mittelfristigen Prognosezeitraum können sich Schwankungen zwischen einzelnen Jahren ausgleichen. So kann trotz einzelner schlechter Jahre das mittelfristige Ziel erreichbar bleiben.

Bei den Prognosen zur Entwicklung von Umsatz und bereinigtem operativem Ergebnis der Segmente "Beta Systems" und "CornerstoneCapital" ist zu berücksichtigen, dass hierin nicht die Start-up-Aktivitäten des Konzerns enthalten sind, die naturgemäß mit einer besonders hohen Unsicherheit behaftet sind. Die Start-up-Aktivitäten sind Teil des Segments "Vermögensverwaltend", ebenso die Bereiche Immobilien und Schiffe.

Darüber hinaus erfolgen die Prognosen unter der Annahme, dass sich innerhalb des Prognosezeitraums, mit Ausnahme der bereits bis zum Aufstellungsdatum bekannten Veränderungen, keine weiteren Veränderungen des Konsolidierungskreises auf Konzernebene sowie innerhalb der Segmente ergeben.

Umsatz- und Ertragsentwicklung

Aufgrund der zum Ende des Geschäftsjahres 2018 vorgenommenen Planungen der operativ tätigen Gesellschaften erwartet der Vorstand für das laufende Geschäftsjahr 2019 leicht ansteigende Umsatzerlöse. Hierbei wurde berücksichtigt, dass zum 1. Februar 2019 erstmals die Europin s.r.o. vollkonsolidiert wird. Im Gegenzug entfällt die im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 veräußerte und hierin noch zeitanteilig erfasste Infoniqa Payroll Gruppe im Segment "CornerstoneCapital".

Im Prognosezeitraum wird die Rendite im Segment "Vermögensverwaltend" voraussichtlich höher ausfallen als im Jahr 2018. Bei den operativen Konzernunternehmen ist für das Jahr 2019 in den Segmenten "Vermögensverwaltend" und "Beta Systems" von einer positiven Ergebnisentwicklung auszugehen, im Segment "CornerstoneCapital" von einer konsolidierungsbedingt rückläufigen Ergebnisentwicklung.

Mittelfristig wird jedoch in allen Segmenten (unter Vernachlässigung von Konsolidierungseffekten) ein Anstieg erwartet.

Segment "Vermögensverwaltend"

Für das Segment "Vermögensverwaltend" erwartet der Vorstand der Deutsche Balaton AG in Zukunft eine positive Veränderung des IFRS-Eigenkapitals der Anteilseigner des Mutterunternehmens, wenngleich diese von "normalen" Marktschwankungen abhängig sind und daher in einzelnen Jahren stark schwanken können. Die Veränderung des IFRS-Eigenkapitals des Segments im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 war mit - 8,4 % nicht zufriedenstellend. Der deutliche Rückgang war geprägt von einer insgesamt negativen Kapitalmarktentwicklung, die sich entsprechend auf das Bewertungsergebnis ausgewirkt hat und auch durch die Beteiligungsverkäufe innerhalb des Segments sowie im Segment "CornerstoneCapital" , die aufgrund der Ergebniszuweisung bei der Deutsche Balaton AG ausgewiesen werden, nicht kompensiert werden konnte. Bei Letzteren handelt es sich oftmals um nicht planbare Ergebnisbeiträge, so dass ein positiver Effekt in ähnlicher Größenordnung im laufenden Geschäftsjahr 2019 zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu erwarten ist bzw. geplant werden kann. Für das Geschäftsjahr 2019 geht der Vorstand der Deutsche Balaton AG unter Berücksichtigung des bisherigen Geschäftsverlaufs sowie des aktuellen Kapitalmarktumfelds von einem Anstieg der für das Segment relevanten Steuerungsgröße gegenüber dem Geschäftsjahr 2018 aus. Der Vorstand prognostiziert, dass das Segment "Vermögensverwaltend" im Prognosezeitraum eine Veränderung des IFRS-Eigenkapitals von 8 % bis 12 % erreicht.

Die Prognose basiert hierbei insbesondere auf der in Kapital 6.1 skizzierten erwarteten Kapitalmarktentwicklung und einer planmäßigen Entwicklung der Geschäftseinheiten vorzunehmen sind. Sollten die Börsenkurse zurückgehen oder den Annahmen gegenläufige Entwicklungen eintreten, sind Geschäftsjahre mit erneut deutlich negativen Ergebnissen möglich, umgekehrt jedoch auch Ergebnisse, die oberhalb der prognostizierten Veränderung des IFRS-Eigenkapitals liegen. Langanhaltende Perioden sowohl leicht als auch stark sinkender Börsenkurse und Wertveränderungen nicht börsennotierter Investments können daher zu mehreren Verlustjahren führen, ebenso können über Jahre deutlich steigende Börsenkurse und eine Vielzahl von Veräußerungen nicht börsennotierter Investments auch zu immer wieder deutlich über der Prognose liegenden Ergebnissen führen.

Operative Konzernunternehmen

Aus den operativen Konzernunternehmen der Segmente "Vermögensverwaltend", "Beta Systems" und "CornerstoneCapital" konnten im Geschäftsjahr 2018 Umsatzerlöse von 102,7 Mio. EUR erwirtschaftet werden. Hier erwarten wir für das laufende Geschäftsjahr Umsatzerlöse zwischen 105,0 Mio. EUR bis 115,0 Mio. EUR. Das bereinigte operative Ergebnis, welches im Berichtszeitraum mit 9,9 Mio. EUR im Rahmen der Erwartungen lag, wird für das Geschäftsjahr 2019 zwischen 10,0 Mio. EUR und 15,0 Mio. EUR erwartet. Dabei gehen wir zum Ende des mittelfristigen Planungszeitraums von jährlichen Umsätzen zwischen 110,0 Mio. EUR und 130,0 Mio. EUR aus bei einem bereinigten Ziel-EBIT von 15,0 Mio. EUR bis 20,0 Mio. EUR.

Segment "Beta Systems"

Im Segment "Beta Systems" wurde im Jahr 2018 der geplante Umsatz leicht übertroffen, ergebnisseitig wurden die Prognosen erreicht. Der Vorstand erwartet für das Kalenderjahr 2019 einen ansteigenden Umsatz zwischen 50,0 Mio. EUR und 55,0 Mio. EUR bei einem Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses auf 8,0 Mio. EUR bis 10,0 Mio. EUR. Der prognostizierte Umsatz- und Ergebnisanstieg ist insbesondere auf eine erfolgreiche Verlängerung von Bestandsverträgen und den weiteren Ausbau bestehender Kundenbeziehungen zurückzuführen.

Segment "CornerstoneCapital"

Im Segment "CornerstoneCapital" lag das bereinigte operative Ergebnis 2018 innerhalb des Prognosekorridors. Das für 2018 geplante Umsatzziel wurde aufgrund der unterjährigen Entkonsolidierung der Infoniqa Payroll Gruppe nicht erreicht. Bereinigt um den Konsolidierungseffekt lag der angepasste Umsatz jedoch knapp innerhalb der erwarteten Bandbreite. Der Vorstand der Deutsche Balaton AG geht für die zum 31. Dezember 2018 im Segment operativ tätigen Unternehmen für den Prognosezeitraum von einem erneuten konsolidierungsbedingten Umsatzrückgang aus, da im Vorjahr die Umsatzbeiträge der zum 1. Juli 2018 entkonsolidierten Infoniqa Payroll Gruppe noch anteilig erfasst wurden. Bei den weiterhin enthaltenen Gesellschaften wird dagegen jeweils mit einer leichten Umsatzsteigerung im Jahr 2019 gerechnet. Für die operativ tätigen Unternehmen des Segments werden im Saldo Umsatzerlöse zwischen 33,0 Mio. EUR und 38,0 Mio. EUR und ein bereinigter EBIT-Beitrag zwischen 2,0 Mio. EUR und 5,0 Mio. EUR erwartet. Zum Umsatzwachstum beitragen wird die erwartete Wirtschafts- und Branchenentwicklung, von der die operativen Unternehmen profitieren können. Beteiligungsveräußerungen sind in den Prognosen nicht berücksichtigt.

6.3. Gesamtprognose

Die Deutsche Balaton verfügt nicht zuletzt aufgrund ihrer soliden finanziellen Ausstattung über eine gute Basis, um auch in Zukunft Marktchancen zu ergreifen und sich verändernden Anforderungen stellen zu können.

Für die operativen Konzernunternehmen in den Segmenten "Vermögensverwaltend", "Beta Systems" und "CornerstoneCapital" geht der Vorstand der Deutsche Balaton AG davon aus, dass diese sich im Prognosezeitraum positiv, im Rahmen der strategischen Planung voraussichtlich deutlich positiv entwickeln. Die geplante Veränderung des IFRS-Eigenkapitals von 8 % bis 12 % im Segment "Vermögensverwaltend" berücksichtigt keine Erträge aus Beteiligungsverkäufen aus dem Segment "CornerstoneCapital", wesentliche Abwertungen aufgrund gesunkener Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte werden nicht erwartet.

Unter Würdigung der kurzfristig absehbaren und mittelfristig zu erwartenden Entwicklung geht der Vorstand davon aus, dass der Konzern im laufenden Geschäftsjahr voraussichtlich eine deutlich positive Veränderung des IFRS-Eigenkapitals der Anteilseigner des Mutterunternehmens erwirtschaftet. Insgesamt erwartet der Vorstand der Deutsche Balaton AG für den Deutsche Balaton Konzern eine Veränderung des IFRSEigenkapitals von 8 % bis 12 %.

Diese Prognosen beruhen auf den erfahrungsgemäß auftretenden Schwankungen der globalen und lokalen Wirtschaftsentwicklung, der Börsenkurse und Unternehmensbewertungen, die von vielfältigen Faktoren abhängen.

7. Chancen- und Risikobericht

7.1. Allgemeine Aussagen zum Risikomanagementsystem

Die Deutsche Balaton ist in ihrer Geschäftstätigkeit einer Vielzahl interner und externer Risiken ausgesetzt, die in unterschiedlichen Facetten und mit variabler Intensität auftreten können. Ziel des Konzerns ist die Steigerung des IFRS-Eigenkapitals durch erfolgreiche Investitionen in Unternehmens- und sonstige Beteiligungen unter Abwägung der jeweiligen Chancen und Risiken.

Risiken lassen sich abstrakt als unerwartete Abweichung von einem erwarteten Wert oder einer Zielgröße und allgemein als die Möglichkeit ungünstiger zukünftiger Entwicklungen definieren. Dabei handelt es sich nicht nur um den Unternehmensbestand gefährdende, sondern auch den Geschäftserfolg bedeutsam beeinflussende Ereignisse und Entwicklungen. Einzelrisiken können sich gegenseitig verstärken oder auch teilweise kompensieren. Diese wechselseitigen Abhängigkeiten berücksichtigt die Deutsche Balaton AG bei den für sie bedeutsamen Einzelrisiken, die sie in verschiedene Risikokategorien eingeteilt hat.

Ebenso wie der Deutsche Balaton Konzern verschiedenartigen Risiken ausgesetzt ist, können sich bietende Investitionsgelegenheiten zum Ausbau und zur Stärkung des Beteiligungsportfolios zugleich als Chance zur Steigerung des Unternehmenserfolgs gesehen werden. Gemeinsam mit der systematischen Behandlung der Risiken erfolgt daher auch eine solche der Chancen.

Diese Chancen und Risiken sind oftmals eng verbunden mit Investitionen. Investitionen werden im Deutsche Balaton Konzern auf Ebene von Portfolien vorgenommen, welche nach einer Chance-Risiko-Betrachtung gesteuert werden. So finden sich in dem Beteiligungsportfolio Unternehmen unterschiedlicher Art und Größe aus verschiedenen Branchen und Ländern. Bei den Unternehmensbeteiligungen handelt es sich darüber hinaus um teils börsennotierte, teils unnotierte Unternehmen, die sich in unterschiedlichen Entwicklungsphasen befinden können. Neben im Markt- und/oder Branchenumfeld fest etablierten Unternehmen finden sich auch Start-ups mit innovativen Ideen und Produkten sowie Unternehmen, die vor einer Restrukturierung stehen oder eine solche gerade durchlaufen haben. Daneben erfolgen teilweise auch Beteiligungen in Genussrechte oder festverzinsliche Wertpapiere.

Die Entwicklung der in dem Unternehmensportfolio jeweils zusammengefassten Unternehmen hat auch einen Einfluss auf den Geschäftserfolg der Deutsche Balaton AG. Grundsätzlich gilt jedoch, dass eine nachteilige Unternehmensentwicklung eines Portfolio- oder Konzernunternehmens durch die weite Diversifikation des Deutsche Balaton Konzerns nicht zu einer Gefährdung der Deutsche Balaton AG oder des Konzerns führt und auch in wirtschaftlich unruhigeren Zeiten erfolgreiche Beteiligungsveräußerungen ermöglichen kann.

Vor diesem Hintergrund ist auch die Zusammensetzung des Konzerns zu verstehen, die im Gegensatz zu operativ tätigen Konzernen nicht der Erzielung von Konzernergebnissen aus bestimmten Geschäftsbranchen dient. Die einzelnen Konzerngesellschaften und Beteiligungen sind nicht langfristig in das Risikomanagementsystem der Deutsche Balaton eingebunden, da die Zusammensetzung der Konzerngesellschaften einem laufenden Wechsel unterworfen ist und die Geschäftsleitung der einzelnen Gesellschaften das Risiko ihres jeweiligen operativen Geschäfts im jeweiligen Einzelfall besser beurteilen kann. Es ist nicht die Absicht der Deutsche Balaton AG, Einfluss auf das operative Geschäft der Konzerngesellschaften zu nehmen, vielmehr sollen die operativ tätigen Konzerngesellschaften weitgehend autonom agieren können. Eine Kontrolle der Konzerngesellschaften erfolgt anhand der Berichtspflichten und anderen öffentlich zugänglichen Informationen und gegebenenfalls über die Wahrnehmung von Aufsichtsratsmandaten durch Organmitglieder oder Mitarbeiter der Deutsche Balaton AG oder mit ihr verbundener Unternehmen.

Die Risikosteuerung im Konzern erfolgt daher, ungeachtet der fortbestehenden und durch das Risikokontrollsystem unangetasteten Verantwortung des Vorstands der Konzernmuttergesellschaft, grundsätzlich eigenständig auf Ebene der jeweiligen Konzernunternehmen. Börsennotierte Konzerngesellschaften und Konzerngesellschaften, deren Aktien in einen Freiverkehr einbezogen sind, haben in Abhängigkeit von ihrer Unternehmensgröße und ihrer unternehmerischen Tätigkeit wiederum ein eigenständiges Risikomanagementsystem für ihre Unternehmenseinheiten aufgesetzt. Im Rahmen des konzernweiten Risikomanagements unterstützt die Deutsche Balaton AG alle Konzernunternehmen bei der Wahrnehmung entsprechender Aufgaben.

Hand in Hand mit dem Risikomanagement geht das Chancenmanagement, da viele Faktoren, aus denen sich Risiken für den Deutsche Balaton Konzern ergeben können, zugleich auch bei gegenläufiger Entwicklung als Chancen zu betrachten sind.

Aufgrund der flachen Hierarchiestruktur ist die Steuerung von Chancen und Risiken bei der Deutsche Balaton AG nicht einer bestimmten organisatorischen Einheit zugeordnet, sondern als ein integraler Bestandteil der Unternehmensführung eingerichtet. Daher verantworten Vorstand und Aufsichtsrat der Konzernmuttergesellschaft unmittelbar den Umfang und die Ausrichtung der eingerichteten Systeme - und zwar nicht nur für die Deutsche Balaton AG, sondern auch für den Deutsche Balaton Konzern.

Anhand der unternehmensspezifischen Anforderungen des Konzerns legt der Konzernvorstand den Umfang und die Ausrichtung der eingerichteten Kontrollsysteme unter dem Verständnis einer Beteiligungsgesellschaft fest und bestimmt, soweit im Rahmen der Konzernrisikosteuerung das Risikomanagement nicht dem jeweiligen operativ tätigen Unternehmen übertragen ist, deren Ausgestaltung unter Berücksichtigung potenzieller Risiken. Operative Aspekte des Risikomanagements werden inhaltlich durch die Fachabteilungen der Aufbauorganisation der Deutsche Balaton AG abgedeckt.

Unternehmerisches Handeln bleibt stets mit Risiken verbunden. Das Ziel des Deutsche Balaton Konzerns ist daher der bewusste Umgang mit potenziellen Risiken, die Kontrolle von Einzelrisiken sowie der konsequente Umgang mit auftretenden Risiken.

Wie das Risikomanagement obliegt die Verantwortung zum frühzeitigen und regelmäßigen Identifizieren, Analysieren und Managen von Chancen unmittelbar dem Konzernvorstand, der sich intensiv mit Markt- und Kursanalysen, branchenspezifischen Rahmendaten, Marktentwicklungen und -szenarien sowie dem politischen und steuerlichen Unternehmensumfeld befasst. Hieraus leitet der Vorstand konkrete unternehmensspezifische Chancenpotenziale ab. Chancen haben sich in der Vergangenheit für den Deutsche Balaton Konzern auch aus Spruchverfahren, die im Zusammenhang mit Strukturmaßnahmen bei Unternehmensbeteiligungen durchgeführt worden sind, ergeben. Solche Chancen können sich auch künftig eröffnen. Teilweise ist es auch erforderlich, Risiken bewusst einzugehen, um sich bietende Chancen am Markt nutzen zu können.

Im Rahmen der Darstellung der wesentlichen Einzelrisiken werden auch die entsprechenden Chancen dargestellt, sofern sich diese bei einer gegenläufigen Entwicklung ergeben können.

7.2. Ziele und Strategie des Risikomanagements

Das Risikomanagement der Deutsche Balaton AG verfolgt das Ziel, relevante Risiken aus der Geschäftstätigkeit zu identifizieren, einzuschätzen und zu steuern, um den Fortbestand des Unternehmens, d. h. seine zukünftige Entwicklung und Ertragskraft, zu sichern. Aufgabe des Risikomanagements ist es, das Verlassen des dafür vorgegebenen Rahmens frühzeitig aufzuzeigen, um ein rechtzeitiges Gegensteuern zu ermöglichen.

Das Risikomanagementsystem soll jederzeit einen Überblick über die Risiken gewährleisten, um so im Rahmen einer Risikoabschätzung gegebenenfalls Maßnahmen ergreifen zu können und durch eine angemessene Chancen-Risiken-Verteilung den Unternehmenserfolg zu optimieren. Hierbei ist die Veränderung des Eigenkapitals die zentrale Steuerungsgröße. Die Steuerung der Risiken ist bei der Deutsche Balaton AG nicht einer bestimmten organisatorischen Einheit zugeordnet, sondern integraler Bestandteil der Unternehmensführung.

Anhand der unternehmensspezifischen Anforderungen legt der Vorstand den Umfang und die Ausrichtung der eingerichteten Kontrollsysteme fest und bestimmt deren Ausgestaltung unter Berücksichtigung potenzieller Risiken.

Das Risikomanagement des Balaton Konzerns ist dabei an einzelnen finanziellen Vermögenswerten ausgerichtet, welche nach deren Fair Value gesteuert werden. Die Chance-Risiko-Betrachtung begleitet im Deutsche Balaton Konzern alle Phasen des Investitionsprozesses von der Evaluierung potenzieller Vermögenswerte, über Investitions- und Haltephase bis hin zur Veräußerung dieses Vermögenswertes.

Als wesentliche Risiken für die "Vermögensverwaltenden" Gesellschaften definiert der Vorstand solche mit negativer Auswirkung auf das IFRS-Eigenkapital. Weiterhin werden bei den in Immobilien und Grundbesitz investierenden Gesellschaften durch das jeweilige Management außerdem die Bilanz, die Gewinn- und Verlustverrechnung sowie die Liquiditätsplanung überwacht. Ergänzend wird für die "operativen Gesellschaften" in allen Segmenten die Umsatz- und Ertragsentwicklung überwacht, ohne daß diese vor dem Hintergrund des Beteiligungsansatzes im Konzern für die Konzernsteuerung maßgeblich sind.

Der diversifizierte Aufbau des Konzerns, in dem vor dem Hintergrund des Beteiligungsansatzes keine Abhängigkeiten der Konzerneinheiten untereinander bestehen, gewährleistet, dass im Fall einer Insolvenz einer Konzerngesellschaft der Bestand des Gesamtkonzerns nicht gefährdet wird.

7.3. Organisation Risikomanagementsystem

Das Risikomanagementsystem ist an der Geschäftstätigkeit des Deutsche Balaton Konzerns ausgerichtet. Grundlage des Risikomanagementsystems ist das Risikomanagementhandbuch, in dem das Risikomanagementsystem der Deutsche Balaton AG dokumentiert wird.

Dem Risikomanagementsystem der Deutsche Balaton AG liegt ein Prozess zu Grunde, zu dem folgende Phasen gehören:

1.

Identifikation: Strukturierte Sammlung relevanter Risiken

2.

Analyse: Feststellung von Risikoursachen, Erkennen von Abhängigkeiten und Korrelationen zwischen Einzelrisiken

3.

Bewertung: Quantifizieren von Eintrittswahrscheinlichkeiten und Auswirkungen

4.

Bewältigung: Überwachung, Früherkennung, Ermittlung von Handlungsbedarfen und Ableitung von Maßnahmen

5.

Dokumentation: Regelmäßige Aufbereitung der Ergebnisse, u.a. in Form des Risikomanagementhandbuchs

6.

Controlling: Koordination der Handlungen und Prozesse, Reporting

Im Rahmen des Risikomanagements der Deutsche Balaton AG werden sowohl einzelne Phasen als auch der gesamte Prozess regelmäßig durchlaufen.

Gegenstand der Risikoidentifikation ist die Suche und Sammlung aller relevanten aktuellen, zukünftigen, potenziellen und theoretischen Risiken. Zum Einsatz kommen Methoden wie Befragungen, Dokumenten- und Organisationsanalysen, einbezogen werden Ansprechpartner sämtlichen Fachbereiche der Gesellschaft.

In der Risikoanalyse erfolgt die ausführliche Beschreibung der identifizierten Risiken sowie die Feststellung der Ursachen und Effekte, um Anhaltspunkte dafür zu erhalten, welche Strategien, Frühwarnindikatoren und Maßnahmen zur Bewältigung der einzelnen Risiken eingesetzt werden können. Zum Einsatz kommen die Methoden aus der Vorphase - Befragungen, Dokumenten- und Organisationsanalysen.

Im Zuge der Risikobewertung werden die identifizierten Risiken anhand quantitativer Maßzahlen bewertet. Wesentliche Bezugsgröße bildet dabei das IFRS-Eigenkapital der Deutsche Balaton Gruppe, bewertet zu Marktpreisen. Aufbauend auf den definierten Ausgangsgrößen ergeben sich Schadenswerte bezüglich der Vermögens- sowie der Liquiditätslage. Anhand von Erfahrungswerten werden Eintrittswahrscheinlichkeitsstufen gebildet und den jeweiligen Risiken zur Gewichtung der Schadenswerte zugeordnet. Aus der sich ergebenden Zuordnung zu einer Risikoklasse - und ggfs. Gewichtung mit der Eintrittswahrscheinlichkeitsstufe und unter Ansatz der Szenarien - lässt sich ableiten, welche Risiken als Schwerpunkte näher zu betrachten und ggf. zu steuern sind und welche von untergeordneter Bedeutung sind.

Die Risikobewältigung umfasst die Steuerung der vorangehend aufbereiteten Risiken mit dem Ziel, dass die Deutsche Balaton AG lediglich den Risiken ausgesetzt bleibt, die tatsächlich und bewusst eingegangen werden sollen. Bestandteile dieser Phase sind Überwachung und Früherkennung sowie Durchführung von Maßnahmen. Die jeweiligen Instrumente richten sich nach der Strategie zur Bewältigung, die die Deutsche Balaton AG für die betreffende Risikoart definiert hat. Anhand von Frühwarnindikatoren sollen latente Bedrohungen durch relevante Risiken frühzeitig geortet werden. Zur Überwachung und Steuerung der Risiken steht ein Instrumentarium von Maßnahmen zur Verfügung.

Diese Maßnahmen sind Bestandteil festgelegter Geschäftsabläufe. Hierzu dienen organisatorische Vorgaben, mit denen der Prozessablauf jeweils gesteuert wird. Interne Richtlinien und Handlungsanweisungen, zu deren Einhaltung sich alle Mitarbeiter der Deutsche Balaton AG verpflichtet haben, regeln den Ablauf wesentlicher Vorgänge im Unternehmen. Hierunter sind auch Richtlinien in Bezug auf Überwachungsinstrumente in den Bereichen Compliance und Controlling zu fassen.

Konzernweite Verhaltensanweisungen, die sich insbesondere auf die Einhaltung aktien- und wertpapierrechtlicher Vorschriften beziehen, sollen sicherstellen, dass einschlägige wertpapierhandelsrechtliche Meldepflichten auf der oberen Konzernebene erfüllt werden können. Die Konzernunternehmen sind daher zur Berichterstattung über Wertpapiergeschäfte an die Konzernmuttergesellschaft verpflichtet.

Im Risikocontrolling als der letzten Stufe des Risikomanagementprozesses folgt die laufende Überprüfung der Mechanismen des Risikomanagements. Ziel des Risikocontrollings ist es, die Phasen und deren Systeme zu koordinieren und dafür zu sorgen, dass die Planungen der Deutsche Balaton AG der tatsächlichen Risikolage entsprechen.

Die operative Steuerung des Risikomanagements erfolgt auf Ebene der Fachabteilungen oder des einzelnen Investments selbst. Die Investment-Verantwortlichen informieren den Vorstand im Rahmen regelmäßig stattfindender Sitzungen und bei Bedarf unverzüglich. Es besteht die Pflicht zur ad-hoc Berichterstattung, bedeutende Risiken sind unverzüglich an den Vorstand zu melden. Die Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems und der Maßnahmen wird regelmäßig durch den Vorstand kontrolliert, Risikoveränderungen im Zeitablauf werden erfasst.

Im Rahmen von Aufsichtsratssitzungen erstattet der Vorstand regelmäßig Bericht in Bezug auf die Entwicklung einzelner Portfoliounternehmen, die Unternehmensentwicklung sowie die Entwicklung des Konzerns. Der Aufsichtsrat hat außerdem einen Katalog zustimmungspflichtiger Geschäfte beschlossen, die der Vorstand nur mit Zustimmung des Aufsichtsrats vornehmen darf. Der Katalog zustimmungspflichtiger Geschäfte ist in einen Regelungskatalog eingebunden, welcher die Geschäftsführung und Berichterstattung durch den Vorstand im Sinne einer Geschäftsordnung regelt und auch Konzernsachverhalte umfasst. Über diesen Katalog ist der Vorstand der Deutsche Balaton AG darüber hinaus aufgefordert, gegenüber dem Aufsichtsrat halbjährlich über die aktuelle Risikobewertung zu berichten sowie einen Überblick über das Risikomanagementsystem zu verschaffen.

Chancenmanagement

Mit dem Risikomanagement eng verknüpft ist das Chancenmanagement bei der Deutsche Balaton.

Aus dem systematischen Umgang mit Risiken werden Ziele und Strategien der Geschäftspolitik abgeleitet und sorgen so für ein angemessenes Chancen-Risiken-Verhältnis. Wie das Risikomanagement obliegt die Verantwortung zum frühzeitigen und regelmäßigen Identifizieren, Analysieren und Managen von Chancen unmittelbar dem Vorstand. Dieser beschäftigt sich intensiv mit Markt- und Kursanalysen, branchenspezifischen Rahmendaten, Marktentwicklungen und -szenarien sowie dem politischen und steuerlichen Unternehmensumfeld, um hieraus konkrete unternehmensspezifische Chancenpotenziale abzuleiten.

Chancenpotenziale ergeben sich im Beteiligungsbereich unter anderem aus möglichen Börsenkurssteigerungen von Wertpapieren sowie Zins-, Dividenden- und ähnlichen Erträgen aus Wertpapieren, aber auch aus Spruchstellenverfahren bei Squeeze-Outs oder anderen Strukturmaßnahmen.

7.4. Erläuterung der Risiken

7.4.1. Risikoinventar

Die Einzelrisiken, denen die Deutsche Balaton AG ausgesetzt ist, sind in die Risikogruppen externe Risiken, finanzwirtschaftliche Risiken, Risiken aus Corporate Governance und sonstige Risiken eingegliedert. Eintrittswahrscheinlichkeit, mögliche finanzielle Auswirkungen sowie Risikolage im Vergleich zum Vorjahr beurteilt der Vorstand für die Einzelrisiken wie folgt:

Die Einzelrisiken, denen die Deutsche Balaton im Beteiligungsgeschäft ausgesetzt ist, bestehen in den Bereichen externe Risiken, finanzwirtschaftliche Risiken, Risiken aus Corporate Governance und sonstige Risiken, innerhalb derer verschiedene Einzelrisiken mit unterschiedlicher Eintrittswahrscheinlichkeit bestehen und die sich teilweise überschneiden können. Die Eintrittswahrscheinlichkeit, die möglichen finanziellen Auswirkungen sowie die Risikolage im Vergleich zum Vorjahr beurteilt der Vorstand wie folgt:

Eintrittswahrscheinlichkeit finanzielle Auswirkung Risikolage im Vergleich zum Vorjahr
Externe Risiken
Allgemeine Marktpreisrisiken Wahrscheinlich Bedeutsam Unverändert
Gesetzliche Risiken Möglich Moderat Unverändert
Politische Risiken Möglich Moderat Unverändert
Risiken aus Branchenentwicklung Wahrscheinlich Moderat Unverändert
Unternehmensspezifische Risiken Möglich Moderat Unverändert
Steuerrechtliche Risiken Möglich Moderat Unverändert
Liquiditätsrisiken in Bezug auf Beteiligungen Möglich Moderat Gesunken
Finanzwirtschaftliche Risiken
Forderungsrisiken Möglich Moderat Unverändert
Wechselkursrisiken Möglich Moderat Unverändert
Zinsänderungsrisiken Möglich Moderat Unverändert
Liquiditätsrisiken (Finanzierungsrisiken) Möglich Bedeutsam Unverändert
Preisänderungsrisiken Möglich Moderat Unverändert
Risiken aus Corporate Governance
Managementrisiken Möglich Moderat Gesunken
Verhaltensrisiken Möglich Moderat Gesunken
Sonstige Risiken
Personalwirtschaftliche Risiken Möglich Moderat Unverändert
Informationstechnologische Risiken Möglich Moderat Unverändert

Die in der vorstehenden Tabelle aufgeführten Risiken bestehen, mit Ausnahme des Liquiditätsrisikos in Bezug auf Beteiligungen, auch für die operativen Geschäftsbereiche (Risiken des operativen Geschäfts) und betreffen somit alle Konzernsegmente.

Eine Strukturierung der Risiken erfolgt im Rahmen der Risikobewertung vor dem Hintergrund der Eintrittswahrscheinlichkeit in die Kategorien "Wahrscheinlich", "Möglich" und "Unwahrscheinlich". Der Eintritt eines Risikos ist wahrscheinlich, wenn die Eintrittswahrscheinlichkeit 50 % und mehr beträgt und somit mit der jederzeitigen Realisierung des Risikos gerechnet werden muss. Dagegen ist der Risikoeintritt unwahrscheinlich bei einer Eintrittswahrscheinlichkeit von höchstens 25 %. Dazwischen liegt die Eintrittswahrscheinlichkeit möglicher Risiken im Bereich einer Eintrittswahrscheinlichkeit zwischen 25 % und 50 %.

Daneben werden die möglichen finanziellen Auswirkungen im Eintrittsfall für den Konzern schematisch quantifiziert, die Risiken sodann in die Kategorien "Moderat", "Bedeutsam" und "Wesentlich" eingeteilt. Bezugsgröße dafür bildet die für das nächste Geschäftsjahr prognostizierte, absolute Veränderung des IFRS-Eigenkapitals. Eine finanzielle Auswirkung gilt bis zu einem Anteil von 25 % an dieser Bezugsgröße als moderat, bis zu einem Anteil von 50 % als bedeutsam. Als wesentlich sind Schadenspotenziale definiert, deren Anteil an der Bezugsgröße 50 % überschreiten, die jedoch kein bestandsgefährdendes Ausmaß annehmen.

Eine veränderte Risikolage gemäß dieser Darstellung ergibt sich demnach nur dann, wenn die aktuelle Risikoeinschätzung zu einer gegenüber dem Vorjahr abweichenden Kategorisierung hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit oder finanzieller Auswirkung führt.

Die Verantwortung für die Risikomanagementaktivitäten in Bezug auf die Risiken in den vorgenannten Bereichen obliegt dem Vorstand, wobei die Steuerung der Risiken des operativen Geschäfts in der Regel auf Ebene der operativen Geschäftseinheiten erfolgt.

Die einzelnen Branchen bzw. Segmente unterliegen jeweils spezifischen Risiken; statt einer spezifischen Risikobetrachtung erfolgt eine regelmäßige Risikoeinschätzung durch den Vorstand. Weiter unterliegen einzelne Gesellschaften aufgrund ihrer Kapitalausstattung beispielsweise anderen Liquiditätsrisiken als die Konzernmuttergesellschaft. Fragen nach der Kapitalausstattung der Konzerngesellschaften werden stets in einer Einzelfallbetrachtung beantwortet, es bestehen insoweit keine Verpflichtungen der Muttergesellschaft. Insofern wäre eine konzernweite Risikobeurteilung darüber nicht zielführend.

7.4.2. Externe Risiken

Allgemeine Marktpreisrisiken

Die in dem Segment "Vermögensverwaltend" gehaltenen börsennotierten Beteiligungen unterliegen dem Risiko von Wertschwankungen. Solche Wertschwankungen können aus sich ändernden Marktpreisen aufgrund einer allgemeinen Tendenz an den Aktienmärkten resultieren, die ihre Ursache beispielsweise in konjunkturellen Faktoren haben. Insbesondere die Unternehmen im Segment "Vermögensverwaltend" sind aufgrund ihres Schwerpunkts im Bereich von Unternehmensbeteiligungen von der Stabilität der Finanzmarktsysteme - im Wesentlichen der Börsen und Banken - abhängig.

Marktpsychologische Umstände können zu Kursschwankungen und damit Marktpreisveränderungen bei den börsennotierten Beteiligungen führen. Dieses allgemeine Marktrisiko kann durch eine Diversifikation der Beteiligungen und ein aktives Portfoliomanagement nur bedingt ausgeschlossen werden, da grundsätzlich alle Wertpapiere dem Marktpreisrisiko gleichermaßen ausgesetzt sind. Die Veränderung der Zinsstrukturkurve hat ebenfalls Auswirkungen auf die Bewertung von Vermögenswerten, insbesondere verzinslicher Wertpapiere mit festem Zinssatz.

Teilweise gesunkene Marktpreise in der Vergangenheit spiegelten sich im 2018 erstmalig ausgewiesenen Bewertungsergebnis aus anderen Finanzanlagen und finanziellen Vermögenswerten wider. Solche Wertberichtigungen können auch für die Zukunft nicht ausgeschlossen werden.

Darüber hinaus besteht ein Emittentenrisiko. Hierunter wird das Risiko in Bezug auf die geschäftliche Entwicklung einzelner Emittenten von Wertpapieren verstanden. Das Emittentenrisiko kann dazu führen, dass einzelne Emittenten keine Ausschüttungen oder Darlehensrückzahlungen vornehmen können. Hierdurch kann die Liquidität und Ertragslage v.a. der Unternehmen im Segment "Vermögensverwaltend" beeinträchtigt werden.

Insbesondere die operativ tätigen Konzerneinheiten in dem Segment "CornerstoneCapital" unterliegen allgemeinen Marktpreisrisiken in Bezug auf die von ihnen gehaltenen Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, die Wertschwankungen unterliegen. Solche Wertschwankungen können aus sich ändernden Marktpreisen aufgrund einer allgemeinen Tendenz an den Rohstoff- und Produktmärkten resultieren, die wiederum ihre Ursache beispielsweise in konjunkturellen Faktoren oder Devisenkursveränderungen haben können. Außerdem können auch marktpsychologische Umstände zu Marktpreisveränderungen führen. Dieses allgemeine Marktpreisrisiko kann durch eine Diversifikation und konsequentes Controlling der Lieferanten und Kunden nur bedingt ausgeschlossen werden, da alle Roh- und Einsatzstoffe sowie Energie einerseits als auch die Endproduktpreise andererseits dem Marktpreisrisiko gleichermaßen ausgesetzt sind.

Im Zusammenhang mit den Investitionen in Seeschiffe sieht sich der Konzern einer Abhängigkeit aus der erzielbaren Charterrate sowie der Beschaffung von Treibstoffen (Bunker) ausgesetzt.

Auch die in dem Segment "Vermögensverwaltend" gehaltenen Immobilien unterliegen Marktpreisrisiken. Die derzeit am Immobilienmarkt vorherrschenden relativ hohen Marktpreise können in Zukunft wieder sinken und die Bewertung der Immobilien negativ beeinflussen und Wertberichtigungen des Wertansatzes der Immobilien hervorrufen. In diesem Fall können bei einer Veräußerung von Immobilien nur Erlöse unterhalb des Wertansatzes erzielt werden und so aus einer Veräußerung von Immobilien oder die Immobilien haltenden Beteiligungsunternehmen Verluste resultieren.

Vor dem Hintergrund der vorstehenden Ausführungen können grundsätzlich alle Konzernsegmente von allgemeinen Marktpreisrisiken betroffen sein.

Der Wettbewerb um attraktive Beteiligungsmöglichkeiten hat sich durch die zunehmende Präsenz von Finanzinvestoren und immensen Geldmengen im Markt in den letzten Jahren verstärkt. Von dem gestiegenen Wettbewerb um Beteiligungschancen betroffen ist neben dem Immobilienbereich insbesondere der Private-Equity-Bereich, in dem das Segment "CornerstoneCapital" aktiv ist.

Die Risikobewältigung erfolgt durch fortlaufende Verfolgung der Börsen- und Finanzdaten, der Markt- und Unternehmensnachrichten sowie der relevanten Rohstoffmärkte zum rechtzeitigen Erkennung von marktpreisrelevanten Ereignissen sowie Regelkommunikation von Vorstand und Beteiligungsmanagement mit den Verantwortlichen der operativen Engagements. Wesentlicher Frühwarnindikator sind Unternehmens- und spezifische Pressemeldungen, zur Risikosteuerung wird vor allem die Diversifikation der Portfolien und sowie ein aktives Portfoliomanagement betrieben.

In Bezug auf das für den Konzern wesentliche Beteiligungsgeschäft ist das allgemeine Marktpreisrisiko zuletzt im Wesentlichen aufgrund zum Jahresende deutlich niedrigerer Börsenstände gesunken. Das Zinsumfeld hat sich 2018 nicht wesentlich geändert. Vor dem Hintergrund weiterhin historisch niedriger Zinsen ist auf diesem Niveau von einer Bodenbildung und mittelfristig wieder steigenden Zinsen auszugehen.

Insgesamt wurde diesem Risikobereich bereits eine vergleichsweise hohe Eintrittswahrscheinlichkeit beigemessen, die unverändert bestehen bleibt. Auch das quantifizierte Schadenspotenzial besteht auf weiterhin mittlerem Niveau, so dass sich eine unveränderte Risikolage ergibt.

Gesunkene Marktpreise können dazu genutzt werden, um bestehende Beteiligungen aus- oder neue Beteiligungen aufzubauen. Aufgrund ihrer Liquiditätsausstattung ist im Wesentlichen das Segment "Vermögensverwaltend" vorbereitet, eine Marktschwäche insoweit als Chance nutzen zu können.

Auch können sich steigende Kurse an Wertpapiermärkten aufgrund des breit gestreuten Beteiligungsportfolios in relativ kurzer Zeit positiv auf das Segment "Vermögensverwaltend" auswirken. Jedoch sichert die breite Streuung andererseits eine höhere Wahrscheinlichkeit, von einzelnen Wertsteigerungen bei steigenden Marktpreisen zu profitieren.

Gesetzliche Risiken

Unter gesetzlichen Risiken werden rechtliche und regulatorische Risiken, welche die Geschäftstätigkeit der Deutsche Balaton negativ beeinflussen können, verstanden.

Der Konzern ist einer Vielzahl von rechtlichen Risiken ausgesetzt. Hierzu zählen insbesondere Risiken aus den Bereichen des in- und ausländischen Steuer-, Gesellschafts- und Kapitalmarktrechts. Die Ergebnisse von gegenwärtig anhängigen und künftigen Verfahren können oft nicht mit Sicherheit vorausgesehen werden, sodass aufgrund von gerichtlichen oder behördlichen Entscheidungen oder der Vereinbarung von Vergleichen Aufwendungen entstehen können, die Auswirkungen auf das Geschäft der Deutsche Balaton und ihre Ergebnisse haben können.

Es besteht das Risiko, dass die Deutsche Balaton AG und/oder eine ihrer Tochtergesellschaften einer Erlaubnis- oder Registrierungspflicht nach dem Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) unterliegt. In der aktuellen Struktur der Gesellschaft ist dies gem. Bestätigung auf Anfrage durch die BaFin nicht der Fall. Künftige Strukturänderungen können zu einer anderen Beurteilung und zu einer Registrierungspflicht nach KAGB führen und für die Deutsche Balaton AG bzw. ihre Tochtergesellschaften weitere organisatorische Anforderungen und Berichtspflichten hervorrufen.

Aufgrund der Börsennotiz einzelner Konzernunternehmen und Wertpapiere des Beteiligungsportfolios sind insbesondere die Konzernunternehmen im Segment "Vermögensverwaltend" verschiedenen regulatorischen Risiken ausgesetzt. Hierbei sind insbesondere Risiken aus der in- und ausländischen Regulierung des Wertpapierhandels, insbesondere des US-amerikanischen Kapitalmarktrechts, für börsennotierten Wertpapiere und Konzernunternehmen, des Handels- und Bilanzrechts und des Gesellschaftsrechts zu erwähnen. Auch können unterlassene oder falsche Mitteilungen nach in- und ausländischen Gesetzen betreffend Wertpapiere, in Deutschland unter anderem dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) und dem Aktiengesetz (AktG), zu einem zumindest temporären Rechtsverlust in Bezug auf einzelne Wertpapiere, namentlich insbesondere zu einem Stimmrechtsverlust, der Nichtdurchführbarkeit von Hauptversammlungsbeschlüssen oder einem Schadensersatzrisiko führen. Die Deutsche Balaton AG hat zur Risikominimierung mit den Unternehmen aus dem Segment "Vermögensverwaltend" ein konzernweites internes Meldewesen aufgebaut, das die Beteiligungen dieser Konzerngesellschaften umfasst und die Konzerngesellschaften zu einer laufenden Mitteilung von ihr jeweils gehaltener Beteiligungen verpflichtet. Zusammen mit dem Meldewesen wird das Risiko in Bezug auf Stimmrechtsmeldungen durch eine tägliche Überwachung von Stimmrechtsmitteilungen und ein tägliches Screening von Kapitalmarktveröffentlichungen erfasst. Damit verbunden ist auch eine laufende Überwachung von Stimmrechtsschwellen in Bezug auf die Beteiligungen.

Darüber hinaus können aus dem Bereich des Kapitalmarktrechts durch die Verletzung von Regelungen der Veröffentlichung von Insiderinformationen nach der Market Abuse Regulation (MAR) sowie des Wertpapierprospektrechtes Risiken in Bezug auf Bußgelder oder Schadensersatz entstehen. Bei Konzernunternehmen können vor allem für bußgeldbewehrte Verstöße gegen kapitalmarktrechtliche Veröffentlichungsvorschriften aus der Vorbesitzzeit der Deutsche Balaton Bußgelder nicht immer ausgeschlossen oder abgewehrt werden. In Zweifelsfällen werden fallweise externe Rechtsanwaltskanzleien, insbesondere in den Bereichen MAR, Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG), WpHG und AktG, in die Entscheidungsfindung und Risikoabwehr eingebunden.

Auch durch die Einführung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) nehmen Risiken wegen der Verletzung von Datenschutzpflichten zu. Die Deutsche Balaton unterzieht im Rahmen ihres Risikokontrollsystems ihre Mitarbeiter regelmäßig datenschutzrechtlichen Schulungen, hat zuletzt ihre Datenschutzerklärung umfassend überarbeitet und einen externen Datenschutzbeauftragten benannt.

Die Konzerngesellschaften sind darüber hinaus verschiedenen passiven Klagerisiken im In- und Ausland ausgesetzt. Entsprechende Risiken können auch aus einer Änderung der Gesetzgebung resultieren.

Die Risikobewältigung erfolgt durch das fortlaufende Screening von Gesetzesentwürfen und -änderungen sowie Ad-hoc-Meldungen durch eine entsprechende Fachabteilung sowie deren Regelkommunikation mit den Verantwortlichen der Engagements. In Datenbanken werden Stimmrechtsschwellen gepflegt sowie Informationen zu Insidern und Rechtsgeschäften für den Abhängigkeitsbericht erfasst. Wesentliche Frühwarnindikatoren sind Gesetzesentwürfe.

Insgesamt wird diesem Risikobereich eine mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit und ein vergleichsweise geringes Schadenspotenzial beigemessen. Die Risikolage insgesamt bleibt somit unverändert.

Politische Risiken

Zu den politischen Risiken, denen die Deutsche Balaton AG in Mitteleuropa ausgesetzt ist, zählen gesetzgeberische oder behördliche Maßnahmen. Außerhalb Europas können Aufruhr, kriegerische Ereignisse oder Revolution die Realisierung von Forderungen oder die Durchsetzung von Gesellschafter- und Teilhaberechten verhindern. Daneben fällt die Gefahr der Nichtkonvertierung und Nichttransferierung von in Landeswährung eingezahlten Beträgen infolge von Beschränkungen des zwischenstaatlichen Zahlungsverkehrs unter die politischen Risiken, denen sich die Deutsche Balaton ausgesetzt sieht. Zahlungsverkehrsbeschränkungen oder -schwierigkeiten können sich auch auf die Ein- und Ausfuhr von Beträgen, die nicht in Landeswährung lauten, zum Beispiel Euro, auswirken. Außerdem besteht die Gefahr, dass die Deutsche Balaton AG aufgrund politischer Ursachen ihr an sich zustehende Ansprüche nicht durchsetzen kann.

Die Deutsche Balaton AG beobachtet daher die politische Entwicklung der Länder, in denen Beteiligungen bestehen, regelmäßig und holt gegebenenfalls vor Ort Informationen über die Entwicklung der politischen Verhältnisse ein.

Politische Risiken können sich aus der geografischen Erweiterung der Konzerngesellschaften und Beteiligungen ergeben, insbesondere im afrikanischen Raum mit oftmals noch nicht vollständig stabilisierten politischen Systemen oder den Beteiligungen mit chinesischem Hintergrund.

Auch auf die Investitionen in und den Betrieb von Seeschiffen können sich politische Risiken auswirken. Infolge politischer Probleme können gegebenenfalls Häfen nicht mehr angesteuert und bestimmte Schiffskanäle nicht mehr befahren werden oder in der Nutzung beeinträchtigt sein. Risiken durch Piraterie können ebenfalls die Seeschiffsinvestitionen beeinträchtigen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Risiken, zum Beispiel für die Zahlung von Lösegeld, nicht ausreichend versichert sind.

Die Risikobewältigung erfolgt durch fortlaufende Verfolgung der politischen Entwicklungen und Ereignisse in Ländern, mit denen Berührungspunkte aufgrund von Engagements bestehen sowie durch Regelkommunikation mit den Verantwortlichen ausländischer Engagements, fallweises Berichtswesen über das lokale Umfeld und die relevanten daraus resultierenden Risiken. Wesentlicher Frühwarnindikator sind länderspezifische Pressemeldungen. Zu der Risikosteuerung wird auch in diesem Kontext vor allem die Diversifikation der Portfolien und sowie ein aktives Portfoliomanagement bezüglich der geographischen Ausrichtung betrieben.

Im Hinblick auf politische Risiken (insb. Handelsstreit zwischen USA und China, Brexit, Iran etc.) sehen wir gegenüber dem Vorjahr eine insgesamt unveränderte Risikolage. Insgesamt wird diesem Risikobereich somit eine mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit und ein vergleichsweise geringes Schadenspotenzial beigemessen.

Politische Veränderungen bergen aber auch ein hohes Chancenpotenzial. Länder, insbesondere im afrikanischen und asiatischen Raum, die in der Vergangenheit für ausländische Investitionen nicht oder nur unter erschwerten Voraussetzungen erreichbar waren, öffnen sich für Investoren aus Drittstaaten. In Ländern, die sich aktuell oder künftig in einem politischen Wandel befinden, können gegebenenfalls Investitionen in einer frühen Phase eines wirtschaftlichen Aufbaus zu günstigen Konditionen getätigt werden und dann gute Renditechancen bieten. Fallspezifisch erfolgt eine Evaluation der betreffenden Länderrisiken unter der Fragestellung, ob diesen adäquate Chancen gegenüberstehen.

Risiken aus Branchenentwicklung

Neben allgemeinen Marktpreisrisiken bestehen spezifische Risiken, die sich in einzelnen Unternehmensbranchen realisieren können. So können sich in den operativen Einheiten des Deutsche Balaton Konzerns wirtschaftliche, technologische oder wettbewerbsspezifische Rahmenbedingungen verändern. Der Beteiligungsansatz der Unternehmen des Segments "Vermögensverwaltend" ist dabei grundsätzlich nicht branchenspezifisch. Die Unternehmensbranchen, in welche durch Eingehen von Beteiligungen investiert wird, sind nur ein Kriterium für die Auswahl einzugehender Investments.

Die Risikobewältigung erfolgt durch die fortlaufende Verfolgung dieser Rahmenbedingungen in denjenigen Branchen, in denen aktive oder geplante Engagements angesiedelt sind, durch Regelkommunikation mit den Verantwortlichen der betreffenden Engagements, sowie durch die entsprechende Besetzung von Organfunktionen. Wesentlicher Frühwarnindikator sind sinkende Auftragseingänge bei diesen Engagements und steigende Anzahlen von Unternehmensinsolvenzen in den betreffenden Branchen. Zugrundeliegendes Prinzip ist auch an dieser Stelle ein grundsätzlich nicht branchenspezifisch ausgerichteter Beteiligungsansatz, verbunden mit der Diversifikation des Branchenportfolios.

Insgesamt wird diesem Risikobereich weiterhin eine vergleichsweise hohe Eintrittswahrscheinlichkeit bei einem eher geringen Schadenspotenzial beigemessen. Die Risikolage bleibt somit unverändert.

Die Veränderung wirtschaftlicher, technologischer oder wettbewerbsspezifischer Rahmenbedingungen stellt nicht nur ein Negativszenario dar. Die im Rahmen der Risikoanalyse angestellten Überlegungen finden auch im Chancenmanagement Anwendung. Positive Veränderungen der entsprechenden Parameter auf Branchenebene können Investitionen in diesen Branchen unterstützen.

Unternehmensspezifische Risiken

Unter unternehmensspezifischen Risiken wird unter anderem die rückläufige Entwicklung des Marktpreises von Engagements verstanden, die ursächlich auf unmittelbar oder mittelbar bei dem Engagement vorhandene und nicht branchen- sondern alleine organisationsbezogene Faktoren zurückgeht. Sollten sich unternehmensspezifische Risiken einschließlich technologischer Entwicklungen, welche für das jeweilige Beteiligungsunternehmen von Bedeutung sind, realisieren, könnten die Konzernunternehmen des Segments "Vermögensverwaltend" einen beabsichtigten Veräußerungsgewinn nicht erzielen und müssten gegebenenfalls sogar einen Verlust bis hin zum Totalausfall hinnehmen.

Als Maßnahme zur Risikosteuerung kommt eine dem potenziellen Investment angemessene Analyse, teilweise unter Einschaltung externer Berater, zum Einsatz, um die erwarteten Chancen und Risiken eines Beteiligungsinvestments vor Eingehen eines Investments gegeneinander abzuwägen.

Die Risikobewältigung erfolgt durch fortlaufende Beobachtung der Börsen- und Finanzdaten sowie der Markt- und Unternehmensnachrichten sowie durch die Besetzung von Organfunktionen. Wesentlicher Frühwarnindikator sind Unternehmens- und Pressemeldungen.

Insgesamt wird diesem Risikobereich eine mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit und ein vergleichsweise geringes Schadenspotenzial beigemessen. Die Risikolage bleibt somit unverändert.

Steuerrechtliche Risiken

Die Veränderung steuerlicher Rahmenbedingungen kann sich sowohl direkt auf alle Konzernunternehmen auswirken als auch indirekt auf Kunden der operativ tätigen Konzernunternehmen Einfluss nehmen und damit das Geschäft des Deutsche Balaton Konzerns beeinträchtigen. Aufgrund der geografischen Diversifizierung auch der Konzerngesellschaften unterliegt die Deutsche Balaton insoweit vielfältigen steuerlichen Gesetzen und Regelungen.

Es wird davon ausgegangen, dass Unternehmen mit bestehenden Verlustvorträgen nicht oder nur teilweise zu Steuerzahlungen verpflichtet sind, solange und soweit der steuerliche Verlustvortrag nicht durch erzielte Jahresüberschüsse aufgebraucht ist. Aufgrund von steuerpflichtigen Erträgen wird eine Nutzung der Verlustvorträge auch in relevantem Umfang unterstellt. Sollten die von den Gesellschaften ermittelten steuerlichen Verlustvorträge nicht oder nicht in der errechneten Höhe von der Finanzverwaltung akzeptiert werden, würde dies zu einer Verringerung der bestehenden Verlustvorträge führen. In diesem Fall wären zukünftige höhere Steuerzahlungen wahrscheinlich.

Änderungen im Steuerrecht bergen das Risiko, dass die steuerliche Belastung des Konzerns zunimmt und es zu einer Verringerung des Jahresergebnisses und damit des IFRS-Eigenkapitals kommt. Änderungen im Steuerrecht können außerdem die Investitionsentscheidungen von Kunden der operativ tätigen Konzerneinheiten beeinflussen, soweit mit den Änderungen zum Beispiel weitere Belastungen für die Kunden, gegebenenfalls auch in Form der Rücknahme von bestehenden Vergünstigungen, verbunden sind. Dies kann dazu führen, dass Investitionen erst später oder überhaupt nicht getätigt werden.

Insbesondere die Unternehmen im Segment "Vermögensverwaltend" halten in ihrem Beteiligungsportfolio eine Vielzahl von Streubesitzanteilen, deren Dividenden voll steuerpflichtig sind. Veräußerungsgewinne hingegen sind weiter nach § 8b Abs. 2 KStG steuerbegünstigt. Für die Zukunft kann eine Besteuerung von Veräußerungsgewinnen aus Streubesitzanteilen jedoch nicht ausgeschlossen werden. Aus einer solchen Ausweitung der Besteuerung von Streubesitzbeteiligungen können weitere Risiken für die Deutsche Balaton AG und den Konzern entstehen.

Insgesamt wird diesem Risikobereich eine mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit und ein vergleichsweise geringes Schadenspotenzial beigemessen. Die Risikolage bleibt somit unverändert.

Liquiditätsrisiken in Bezug auf Beteiligungen

Die Deutsche Balaton AG beteiligt sich unter anderem auch an börsennotierten Unternehmen, die nur eine geringe Handelsliquidität aufweisen. Ein Verkauf dieser Engagements über die Börse kann unter Umständen nur schwer oder gar nicht möglich sein. Die Veräußerung von solchen Anteilen ist oftmals nur im Rahmen eines aufwändigen, strukturierten Verkaufsprozesses zu erreichen. Immanent ist diese Situation bei Engagements, die nicht an einer Börse gehandelt werden.

Die daraus resultierenden Terminrisiken bedeuten, dass die Deutsche Balaton AG über die in zur Veräußerung stehenden Engagements gebundene Liquidität nicht rechtzeitig oder plangemäß verfügen kann.

Auch in Bezug auf die Liquiditätssituation von Unternehmensbeteiligungen bestehen Risiken. Gegenüber vorgelegten Liquiditätsplanung können - z.B. aufgrund von Produktinnovationen oder allgemeiner Wachstumsprozesse - durch die Deutsche Balaton AG abzudeckende Nachfinanzierungsbedarfe zur Überbrückung von Liquiditätslücken entstehen.

Die Risikobewältigung erfolgt durch fortlaufende Verfolgung der Börsen- und Finanzdaten sowie der Markt- und Unternehmensnachrichten zum rechtzeitigen Erkennen abnehmender Handelsliquidität. Wesentliche Frühwarnindikatoren sind ein sinkendes Handelsvolumen bei börsennotierten Engagements, der (angekündigte) Einstieg eines Großinvestors oder auch das geplante Listing in einem niedrigeren Börsensegment. Als weitere Maßnahmen zur Risikosteuerung kommen Liquiditätsplanungen mit der vorausschauende und defensive monatsweise Planung der Kreditinanspruchnahmen unter Berücksichtigung angemessener freier Linien zum Einsatz, die eine aktive Liquiditätssteuerung einerseits durch das Vorhalten angemessener Rücklagen und freier Kreditlinien bei Banken sowie die kurzfristige Rückführung bestehender Inanspruchnahmen beispielsweise durch die Veräußerung liquider Wertpapiere ermöglichen. Wertentwicklungen des Portfolios aufgrund kurzfristiger Veränderungen von Marktpreisen werden anhand von Szenarioanalysen simuliert.

Insgesamt wird diesem Risikobereich eine mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit und ein aufgrund der erstmalig zur Anwendung kommenden schematischen Quantifizierung nur noch geringes Schadenspotenzial beigemessen, somit ergibt sich gegenüber dem Vorjahr eine gesunkene Risikolage - bei einer inhaltlich grundsätzlich unveränderten Situation.

7.4.3. Finanzwirtschaftliche Risiken

Forderungsrisiken

Der Deutsche Balaton Konzern ist im Zusammenhang mit der Finanzierung der Beteiligungen und dem Verkauf von Beteiligungen an Dritte sowie durch Liefer- und Leistungsbeziehungen dem Risiko des Ausfalls von Forderungen ausgesetzt. Hierdurch entsteht die Gefahr, dass kurzfristig fällig werdende Zahlungsverpflichtungen nicht oder nicht vollständig fristgerecht erfüllt werden können.

Darüber hinaus bestehen Forderungsrisiken aus Investitionen in Genussscheine und Anleihen. In Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Lage des jeweiligen Emittenten können die Zinszahlung und auch die Rückzahlung von Forderungen aus Anleihen und Genussrechten eingeschränkt sein oder ausfallen.

Die Risikobewältigung erfolgt auf Ebene der jeweiligen Konzerngesellschaft durch eine vorgeschaltete Überprüfung der Kundenbonität sowie teilweise durch die Vereinbarung von geeigneten Sicherungsmitteln (zum Beispiel durch die Vereinbarung von Eigentumsvorbehalten und Kreditversicherungen). Im Rahmen der Finanzierung von Konzernunternehmen erfolgt die Zurverfügungstellung von Mitteln ausschließlich nach Durchführung einer Chancen-Risiken-Analyse. In Abhängigkeit von der prognostizierten Ausfallwahrscheinlichkeit wird die Zurverfügungstellung von Finanzmitteln, wenn möglich, von der Stellung liquider Sicherheiten oder anderer geeigneter Sicherungsmittel abhängig gemacht.

Insgesamt wird diesem Risikobereich eine mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit und ein vergleichsweise geringes Schadenspotenzial beigemessen. Die Risikolage bleibt somit unverändert.

Wechselkursrisiken (und -chancen)

Wechselkursrisiken bestehen in Bezug auf ausländische Investitionen. Hierzu gehören zum Beispiel Investitionen in Wertpapiere, Forderungen bzw. Verbindlichkeiten und in Seeschiffe. Forderungen und Verbindlichkeiten in ausländischen Währungen spielen in Bezug auf das Beteiligungsgeschäft der Deutsche Balaton eine aktuell eher untergeordnete Rolle. In der Seeschifffahrt wird der Großteil der Leistungen in US-Dollar fakturiert, sowohl auf Einnahmen- als auch auf Ausgabenseite.

Investitionen in Afrika erfolgen häufig in lokaler Währung oder in US-Dollar. Dagegen ist der Euro funktionale Währung des Deutsche Balaton Konzerns, demnach ist der Konzern Risiken aus Währungsschwankungen ausgesetzt. Aufgrund der verstärkten Investitionen in Rohstoffunternehmen mit ausländischer Börsennotierung ist das Währungsrisiko im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Derzeit erfolgen hier nur vereinzelt Währungsabsicherungen, ohne jedoch eine Fristenkongruenz von Anlagehorizont und Absicherungsgeschäft herbeizuführen.

In den Segmenten "CornerstoneCapital" und "Beta Systems" sind einzelne Unternehmen Wechselkursrisiken aus Auslandsgeschäft ausgesetzt. Teilweise werden diese Wechselkursrisiken durch Wechselkurssicherungsgeschäfte reduziert. Entsprechende Absicherungen obliegen dem Vorstand der jeweiligen Konzerngesellschaften im Rahmen dessen operativer Kontrolle und erfolgt auf Ebene der einzelnen Konzerngesellschaft.

Das maximale Währungsrisiko ergibt sich aus folgenden Finanzinstrumenten und Liquiditätsströmen in Fremdwährungen (FW). Die Angaben erfolgen in Tausend Währungseinheiten der jeweiligen Fremdwährungen.

USD CAD GBP CHF SEK DKK
Zahlungsmittel 216 101 850 10 12.266 0
Finanzanlagen 1.221 9.502 250 0 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.879 1 499 512 3.178 1.962
Kurzfristige Finanzierung und finanzielle Schulden -150 -2.250 -858 -1 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -51 15 -2 -2 -107 -12
Derivative Finanzinstrumente 0 0 0 0 0 0
Finanzinstrumente in FW 3.115 7.369 693 519 15.337 1.950
Geplante Umsatzerlöse 2019 4.915 0 861 1.410 787 4.229
Geplante Kosten 2019 -1.138 -1.904 -269 -342 -1.884 -1.039
Geschäftsanteil in FW 6.892 5.465 1.286 1.587 14.240 5.140
NOK CZK JPY AUD INR
Zahlungsmittel 0 636 0 320 3.875
Finanzanlagen 0 0 0 9.620 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.025 0 26.987 0 0
Kurzfristige Finanzierung und finanzielle Schulden 0 0 0 -100 0
Verbindlichkeiten Lieferungen und Leistungen 0 -17 0 0 0
Derivative Finanzinstrumente 0 0 0 0 0
Finanzinstrumente in FW 1.025 619 26.987 9.840 3.875
Geplante Umsatzerlöse 2019 1.763 0 36.225 0 0
Geplante Kosten 2019 0 -13.194 0 0 -26.405
Geschäftsanteil in FW 2.788 -12.575 63.212 9.840 -22.530

Eine Stärkung des Euro von 10 % gegenüber den Währungen hätte zum Abschlussstichtag - unter Voraussetzung sonst gleicher Annahmen - zu den folgenden angeführten Zunahmen (Abnahmen) des Eigenkapitals und des Jahresergebnisses geführt:

USD CAD GBP CHF SEK DKK
Eigenkapital -247 -429 -70 -42 -136 -24
Jahresergebnis -291 113 -61 -84 10 -39
NOK CZK JPY AUD INR
Eigenkapital -9 -2 -19 -552 -4
Jahresergebnis -17 47 -25 0 30

Die Darstellung bezieht sich ausschließlich auf Effekte aus Finanzinstrumenten. Da im Konzern aber Vermögenswerte vorhanden sind, die keine Finanzinstrumente sind, und aus diesen Vermögenswerten durch Währungsänderungen unter Umständen gegenläufige oder gleichläufige Effekte entstehen können, kann der tatsächliche Effekt aus Währungsänderungen aus obiger Tabelle nicht entnommen werden.

Eine Schwächung des Euro in Höhe von 10 % gegenüber den Fremdwährungen hätte zum Abschlussstichtag zu einem gleich hohen, aber entgegensetzten Effekt auf die angeführten Währungen geführt.

Die in der Sensitivitätsanalyse zur Verwendung gekommenen Währungsumrechnungskurse sind hinsichtlich der Finanzinstrumente und der geplanten Umsatzerlöse und -kosten die im Konzernanhang unter "Fremdwährungsumrechnung" innerhalb der Position "Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" dargestellten Stichtags- und Durchschnittskurse.

Kursbewegungen von Fremdwährungen bieten aber auch Wechselkurschancen, die parallel zu möglichen Börsenpreisänderungen den Beteiligungserfolg verstärken können. Die Aufwertung einzelner Wechselkurse kann also auf der anderen Seite zu steigenden Renditen bei Fremdwährungsinvestitionen führen.

Insgesamt wird diesem Risikobereich eine mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit und - trotz leicht gestiegener Investitionen in Ländern außerhalb der Eurozone - ein vergleichsweise geringes Schadenspotenzial beigemessen. Die Risikolage bleibt somit unverändert.

Zinsänderungsrisiken (und -chancen)

Zinsänderungsrisiken sind, unabhängig von den Finanzmarktrisiken, für die Deutsche Balaton AG trotz bestehender Kreditfinanzierung nicht von wesentlicher Bedeutung. Zinssatzänderungen können grundsätzlich in beide Richtungen erfolgen, sowohl variable Aktiv- als auch Passivzinssätze bewegen sich dabei grundsätzlich gleichgerichtet. Anlagen in zinstragende Wertpapiere oder Darlehen erfolgen im Segment "Vermögensverwaltend", dabei werden Anlagen in zinstragende Wertpapiere oftmals langfristig sowie mit einem zumeist für die jeweilige Laufzeit im Voraus fest vereinbarten Zinssatz vorgenommen. Diese Anlagen sind in der Regel über kurzfristige Fremdkapitalfinanzierungen mit meist variablen Zinssätzen finanziert.

Darüber hinaus wirken sich Zinsänderungen auf die Fair Value Bewertung finanzieller Vermögenswerte aus. Die sich hieraus ergebenden Effekte sind ebenfalls nicht von wesentlicher Bedeutung.

Auch auf Ebene der operativ tätigen Konzerngesellschaften in dem Segment "CornerstoneCapital" können sich Zinsrisiken für den Konzern grundsätzlich aus der Inanspruchnahme von variabel verzinslichen Fremdfinanzierungsmitteln ergeben.

Insgesamt hat sich zum 31. Dezember 2018 im Konzern das Verhältnis von variabel zu fest verzinslichen Vermögenswerten gegenüber dem Vorjahr zugunsten der fest verzinslichen Vermögenswerte verändert und führt so zu höherer Planungssicherheit. Der Anteil der festverzinslichen Vermögenswerte beträgt zum Stichtag 40 % (Vj. 36 %). In die Betrachtung werden Aktien und andere Eigenkapitaltitel nicht mit einbezogen. Vor dem Hintergrund historisch niedriger Zinsen hat sich bei den finanziellen Schulden hat sich das Verhältnis weiter zugunsten der festverzinslichen Schulden geändert. Der Anteil der festverzinslichen Schulden beträgt zum Stichtag 60 % (Vj. 54 %).

in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Vermögenswerte 72.350 76.854
davon festverzinslich 28.814 27.853
davon variabel verzinslich 43.535 49.001
Finanzielle Schulden 143.466 91.974
davon festverzinslich 85.981 49.775
davon variabel verzinslich 57.485 42.199

Die weiterhin sehr niedrigen Kapitalmarktzinsen begünstigen fremdfinanzierte Investitionen und verbessern die Renditechancen der Unternehmensbeteiligungen.

Insgesamt wird diesem Risikobereich eine mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit und ein vergleichsweise geringes Schadenspotenzial beigemessen. Die Risikolage bleibt somit unverändert.

Liquiditätsrisiken (Finanzierungsrisiken)

Aus den bei verschiedenen Kreditinstituten eingeräumten Kontokorrentkreditrahmen werden laufend Kredite in Anspruch genommen. Die jeweiligen Inanspruchnahmen sind mit börsennotierten und von den einzelnen Kreditinstituten als beleihbar qualifizierten Wertpapieren in ausreichender Höhe zu besichern bzw. die Inanspruchnahmen dieser Lombardkredite sind wertmäßig auf den jeweiligen Beleihungswert der beliehenen Wertpapiere begrenzt. Signifikant fallende Marktpreise/Börsenkurse von Wertpapieren können dazu führen, dass bestehende Inanspruchnahmen nicht in erforderlichem Maße besichert und ggfs. auch nicht zurückgeführt werden können. Ein vergleichbarer Effekt kann - bei unveränderten Börsenkursen der zugrundeliegenden Wertpapiere - durch eine durch ein Kreditinstitut vorgenommene Absenkung von Beleihungswerten oder aber die allgemeine Kürzung von Kreditlinien ausgelöst werden.

Um kurzfristig fällig werdende Verbindlichkeiten rechtzeitig bedienen zu können, steuern Konzernunternehmen, die in börsennotierte Wertpapiere investieren, Liquiditätsrisiken durch die Begrenzung der Inanspruchnahme von Lombardkrediten. Auf Basis der Depotwerte und Beleihungshöhe erfolgt eine regelmäßige Überprüfung der Kreditlimite durch den Vorstand. Im Rahmen einer Liquiditätsplanung erfasst der Vorstand die Liquiditätsrisiken und trifft Maßnahmen zur Minimierung dieser Risiken.

Zur besseren Beurteilung der Liquiditätsrisiken hat der Vorstand ergänzend zu seiner qualitativen Beurteilung des Liquiditätsrisikos eine Sensitivitätsanalyse zum 31. Dezember 2018 durchgeführt. Die kurz- und langfristigen finanziellen Schulden des Konzerns betragen zum 31. Dezember 2018 143,5 Mio. EUR (Vj. 92,0 Mio. EUR). Ein Anstieg des Marktwerts der -gegebenen Sicherheiten um 10 % ermöglicht gegebenenfalls eine höhere Inanspruchnahme der Kreditlinien. Eine Verminderung der Marktwerte der Sicherheiten reduziert tendenziell die Möglichkeiten einer Kreditinanspruchnahme. Zum Bilanzstichtag beträgt der Marktwert grundsätzlich beleihbarer Wertpapiere 316,5 Mio. EUR (Vj. 225,9 Mio. EUR). Der angenommene Anstieg um 10 % würde den Marktwert um 31,7 Mio. EUR erhöhen. Eine angenommene Verminderung um 10 % würde den Marktwert in gleicher Höhe reduzieren.

Die Risikobewältigung erfolgt durch eine vorausschauende und vorsichtige Planung der Kreditinanspruchnahmen, verteilt über mehrere Kreditinstitute.

Insgesamt wird diesem Risikobereich eine mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit beigemessen. Die gegenüber dem Vorjahr gestiegene Inanspruchnahme der Lombardkredite resultiert weiterhin in einem mittleren Schadenspotenzial, die Risikolage bleibt somit unverändert.

Preisänderungsrisiken

Der Deutsche Balaton Konzern sieht sich in Bezug auf die von den Konzernunternehmen gehaltenen Beteiligungen einem Risiko von Preisänderungen ausgesetzt, die sich auf den Beteiligungswert des Portfolios auswirken können. Solche Preisrisiken stehen in engem Zusammenhang mit den Liquiditätsrisiken (Finanzierungsrisiken), da sich ändernde Marktpreise für Beteiligungen auch dazu führen können, dass die betroffenen Gesellschaften nicht mehr uneingeschränkt in der Lage sein können, ihre kurzfristig fälligen Verbindlichkeiten aus zur freien Verfügung stehenden, jedoch in Anlagen gebundenen Investitionen zu befriedigen. Veränderungen des Marktpreises bestimmter Wertpapiere können sich außerdem negativ auf die Beleihungswerte und damit die von den Banken zur Verfügung gestellten Kreditmittel auswirken bzw. zu einer kurzfristigen Verpflichtung der Rückführung von in Anspruch genommenen Kreditmitteln führen.

Anhand von Szenarioanalysen werden verschiedene Wertentwicklungen des Beteiligungsportfolios aufgrund einer kurzfristigen Veränderung von Marktpreisen, beispielsweise durch äußere Einflüsse hervorgerufen, simuliert (siehe Kapitel 7.4.6).

Insgesamt wird diesem Risikobereich eine mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit und ein vergleichsweise geringes Schadenspotenzial beigemessen. Die Risikolage bleibt somit unverändert.

7.4.4. Risiken aus Corporate Governance

Managementrisiken

Unter Managementrisiken wird die Möglichkeit verstanden, dass Organe strategische Fehlentscheidungen treffen, die unter umfassender Würdigung sämtlicher verfügbarer Informationen vermeidbar gewesen wären. Grundlage der geschäftlichen Tätigkeit einer Beteiligungsgesellschaft sind regelmäßige Des-/Investitionsentscheidungen signifikanter Volumina. Entscheidungsfindungen erfolgen anhand fundierter Bewertungen, immanent sind dabei komplexe Konstellationen sowie Zeit- bzw. Termindruck.

Bei wirtschaftlich bedeutsamen Entscheidungen ist neben dem Vorstand auch der Aufsichtsrat beratend in die Entscheidungsfindung einbezogen. Im Rahmen seiner Überwachungstätigkeit hat dieser einen Katalog von Geschäften beschlossen, die der Vorstand nur nach Zustimmung vornehmen darf. Bestandteil des Katalogs ist auch eine Budgetplanung, die jährlich vorzulegen ist. Rechtsgeschäfte, die aufgrund des Zustimmungskatalogs der Zustimmung durch den Aufsichtsrat bedürfen bzw. nicht in der jeweiligen vom Aufsichtsrat genehmigten jährlichen Budgetplanung beinhaltet sind, legt der Vorstand dem Aufsichtsrat zur vorherigen Zustimmung vor. Managementrisiken sind darüber hinaus über eine D&O-Versicherung abgesichert.

Insgesamt wird diesem Risikobereich eine mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit und ein aufgrund der erstmalig zur Anwendung kommenden schematischen Quantifizierung nur noch geringes Schadenspotenzial beigemessen, somit ergibt sich gegenüber dem Vorjahr eine gesunkene Risikolage - bei einer inhaltlich grundsätzlich unveränderten Situation.

Verhaltensrisiken

Im Bereich von Corporate Governance/Compliance werden Risiken aus rechts- und sorgfaltswidrigem Verhalten, resultierend aus Irrtum, Fahrlässigkeit und krimineller Handlung von Unternehmensangehörigen (auch der Organe) subsumiert. Durch Irrtum können Schäden trotz der Einhaltung von Gesetzen und internen Richtlinien entstehen, z. B. aus Eingabefehlern, Schreibfehlern sowie Verwechslungen. Unter Fahrlässigkeit wird die Verwirklichung einer schädigenden Handlung oder eines schädigenden Unterlassens durch die Verletzung interner und externer Normen verstanden, durch die kein persönlicher Vorteil erlangt wird. Kriminelle Handlungen umfassen Straftaten wie Betrug, Unterschlagung, Sabotage oder Insiderhandel, aber auch Korruption; sie werden vorsätzlich zum Schaden der Deutsche Balaton AG oder zur eigenen oder Drittbegünstigung begangen. Durch die Realisierung entsprechender Risiken können die Performance und weitere Entwicklung der Organisation beeinträchtigt, die aktive Wahrnehmung von Wachstumschancen behindert oder die Realisierung weiterer (betrieblicher oder finanzieller) Risiken befördert werden.

Die Risikobewältigung erfolgt durch verbindlich anzuwendende Regelungen wie wechselseitige Aufgabenkontrolle (Vier-Augen-Prinzip) sowie Aufgaben- und Funktionstrennung zwischen Unternehmensbereichen. Wesentliche Frühwarnindikatoren sind steigende Fehlerhäufigkeit bzw. Verschlechterung der Qualität der Arbeitsergebnisse sowie Verstöße gegen Richtlinien. Als Maßnahmen zur Risikosteuerung kommen Richtlinien, umfangreiche Regelwerke und Verhaltensanweisungen sowie die Verpflichtung von Personen, die im Sinne des Aktienrechts über Insiderkenntnisse verfügen, zur Einhaltung der damit verbundenen Vorschriften zum Einsatz.

Insgesamt wird diesem Risikobereich eine mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit und ein aufgrund der erstmalig zur Anwendung kommenden schematischen Quantifizierung nur noch geringes Schadenspotenzial beigemessen, somit ergibt sich gegenüber dem Vorjahr eine gesunkene Risikolage - bei einer inhaltlich grundsätzlich unveränderten Situation.

7.4.5. Sonstige Risiken

Personalwirtschaftliche Risiken

Die Deutsche Balaton AG ist in ihrem Geschäftsbereich auf einen ausreichenden Bestand erfahrener und kompetenter Mitarbeiter angewiesen. Relevante personalwirtschaftliche Risiken sind daher Fluktuation, vor allem in Kombination mit einem Unterangebot auf dem Arbeitsmarkt im Bedarfsfall sowie mangelnde Qualifikation, die sich in fehlerbehafteten Arbeitsergebnissen ausdrückt. Darüber hinaus bestehen Risiken aus Loyalitäts-, Motivations- und Führungsschwäche.

Aufgrund des Mangels an Mitarbeitern für bestimmte Positionen am Markt kann es vorkommen, dass einzelne freie Stellen nur schwer besetzt werden können. Die Deutsche Balaton AG beschreitet bei der Personalbeschaffung verschiedene Wege. Neben der klassischen Form der Stellenanzeige greift die Deutsche Balaton AG teilweise auf Dienste professioneller Personalvermittler zurück.

Eine vertrauensbasierte Unternehmenskultur mit flachen Hierarchien, die auf jeder Ebene eigenverantwortliches Handeln und Denken fördert, soll Mitarbeiter an das Unternehmen binden und Abwanderungsbestrebungen entsprechend verringern. Der Vorstand ist darüber hinaus bemüht, Mitarbeiter entsprechend ihrer persönlichen Stärken einzusetzen.

Zur Sicherstellung einer hohen Arbeitsqualität stehen den Mitarbeitern der Deutsche Balaton AG verschiedene Fortbildungsmöglichkeiten offen. Neben internen Fortbildung, insbesondere durch ein umfassendes Angebot an Fachzeitschriften, können Mitarbeiter zur individuellen Fortbildung an externen Fortbildungsveranstaltungen teilnehmen. Hierbei unterstützt die Deutsche Balaton AG ihre Mitarbeiter unter anderem durch Freistellung von der Arbeitsleistung für die Dauer der Fortbildungsmaßnahmen und Übernahme von Fortbildungskosten.

Die schlanke Personalstruktur bietet den Vorteil einer unmittelbaren Unternehmenssteuerung durch den Vorstand und damit die Möglichkeit der Personalführung durch die oberste Führungsebene.

Insgesamt wird diesem Risikobereich eine mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit und ein vergleichsweise geringes Schadenspotenzial beigemessen. Die Risikolage bleibt somit unverändert.

Informationstechnologische Risiken

Die Deutsche Balaton AG identifiziert im Bereich informationstechnologischer Risiken neben Risiken in Form von Datenverlusten und Systemausfallzeiten auch das Risiko des Missbrauchs informationstechnischer Anlagen.

Das Risiko von Datenverlusten wird durch regelmäßige Sicherungen der elektronisch verfügbaren Unternehmensdaten minimiert, insbesondere der Unternehmensdatenbanken, der Finanzbuchhaltung und der Rechnungslegungsdaten. Zusätzlich werden alle innerhalb der Server-Client-Umgebung erstellten Dateien gesichert. Die Datensicherungen erfolgen arbeitstäglich auf Wechselmedien, monatlich wird eine Komplettsicherung erstellt. Die Aufbewahrung der monatlichen Back-ups erfolgt an sicheren, gegen Brand geschützten Orten. Die Datensicherungseinrichtungen stehen außerdem räumlich getrennt von der EDV-Anlage. Der Zugriff auf elektronische Dokumente und auf die EDV-Systeme ist durch Benutzerzugriffsrechte geschützt.

Systemausfallzeiten werden durch den Einsatz eines externen Dienstleisters auf ein geringes Maß reduziert. In Notfällen stehen sachkundige Mitarbeiter zur Umsetzung von Sofortmaßnahmen bereit. Gegen schädliche Computerprogramme und externe Angriffsszenarien wird Schutzsoftware eingesetzt.

Geschäftsvorfälle und Transaktionen bei der Muttergesellschaft Deutsche Balaton AG sind durch Mitarbeiter nur in begrenztem Umfang über EDV-Anlagen auslösbar. Für die Vornahme von elektronischen Bankaufträgen sind mit den Banken entsprechende Höchstwerte je Einzelvorfall vereinbart; darüber hinausgehende Transaktionen bedürfen der technischen Freigabe durch ein Vorstandsmitglied.

Der externe Dienstleister im Bereich EDV informiert sich regelmäßig über Neuerungen im Bereich IT und IT-Sicherheit, um mögliche drohende Angriffe auf die IT-Infrastruktur der Deutsche Balaton AG zu verhindern.

Insgesamt wird diesem Risikobereich eine mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit und ein vergleichsweise geringes Schadenspotenzial beigemessen. Die Risikolage bleibt somit unverändert.

7.4.6. Szenarioanalyse des Beteiligungsportfolios

Nachfolgend soll anhand einer Szenarioanalyse des Beteiligungsportfolios ein Überblick über verschiedene Szenarien in Bezug auf das Konzernportfolio gegeben werden. Enthalten sind in der Analyse die Beteiligungen, die im Deutsche Balaton Konzern nicht vollkonsolidiert sind. Sonstige Aktiva sind in der Analyse nicht enthalten. Die Szenarioanalyse soll dabei zeigen, wie sich verschiedene Faktoren auf den Wert des Portfolios, das einen wesentlichen Einfluss auf den Wert des Deutsche Balaton Konzerns hat, auswirken. Die Szenarioanalyse bildet dabei keine Erwartungen des Vorstands ab, sondern soll lediglich die Abhängigkeit des Portfolios von einzelnen Faktoren veranschaulichen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass in der Realität tatsächlich höhere oder niedrigere Schwankungen auftreten können.

Der Vorstand hat die Risikobewertung auf Basis der im Konzern der Deutsche Balaton AG gehaltenen finanziellen und nicht-finanziellen Vermögenswerte und deren beizulegenden Zeitwerte zum Bilanzstichtag bzw. fortgeführte Anschaffungskosten vorgenommen.

Zum Bilanzstichtag lässt sich das Konzernportfolio, bestehend aus den Bilanzposten "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien", "Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken", "Andere langfristige Finanzanlagen und finanzielle Vermögenswerte", "Anteile an assoziierten Unternehmen", "Andere kurzfristige Finanzanlagen und finanzielle Vermögenswerte" und den in den Vorräten ausgewiesenen Immobilien, wesentlich in fünf Gruppen einteilen:

image11

Im Vergleich zum Vorjahr sind hierin erstmals auch Forderungen aufgeführt, die aufgrund der Bilanzierung nach IFRS 9 erstmals in den lang- bzw. kurzfristigen Finanzanlagen und finanziellen Vermögenswerte ausgewiesen werden.

Vor dem Hintergrund der Portfoliozusammensetzung lassen sich verschiedene Szenarien in Bezug auf die Entwicklung von Marktpreisen abbilden. In Bezug auf die der jeweiligen Gruppe immanenten Risikofaktoren ergeben sich beispielhaft nachfolgende Auswirkungen (immer unter der Annahme, dass alle anderen Faktoren unverändert bleiben):

Szenario Ausgangswert
in Mio. EUR
Effekt
in Mio. EUR
Effekt in % des Gesamtportfolios
Szenario A +/- 20 % Wertveränderung Börsennotierte Beteiligungen und Genussscheine 304,3 +/- 60,9 +/- 15,2 %
Szenario B - 100 % Totalausfall Unnotierte Beteiligungen 35,0 -35,0 -8,7 %
Szenario C - 25 % Wertveränderung Immobilien 22,2 -5,5 -1,4 %
Szenario D Inhaberschuldverschreibungen 17,3
Szenario D Sonstige Forderungen 21,5
Summe 400,3

Ein Anstieg bzw. Rückgang der Kurse der börsennotierten Beteiligungen und daran gekoppelten Genussscheine um durchschnittlich 20 % (Szenario A) führt bezogen auf das Gesamtportfolio zu einem Anstieg bzw. Rückgang der Portfoliowerte um 15,2 % und liegt damit leicht über dem für den Vorjahresstichtag errechneten Wert von 14,6 %. Mit der angenommenen Wertveränderung erhöht bzw. verringert sich der Portfolioanteil der börsennotierten Beteiligungen und Genussrechte von 76,0 % auf 79,2 % bzw. 71,7 %.

Insgesamt kann sich durch eine Zu- oder Abnahme der Börsenkurse um 20 % eine Schwankungsbreite von 121,7 Mio. EUR (Vj. 90,4 Mio. EUR) ergeben, wobei Veränderungen der Börsenkurse (zum Beispiel DAX-Werte) insgesamt nicht zwingend eine Veränderung des Portfoliowerts in gleicher Höhe zur Folge haben und umgekehrt, da die Deutsche Balaton in Werte investiert, die einer niedrigen Marktliquidität unterliegen und damit teilweise einer geringeren Schwankungsbreite unterworfen sind.

Ein angenommener Totalverlust der nicht börsennotierten Beteiligungen (Szenario B) führt bezogen auf das Gesamtportfolio zu einem Rückgang der Portfoliowerte um 8,7 % und liegt damit unter dem für den Vorjahresstichtag errechneten Wert von 9,7 %. Das prozentuale Risiko aus dem Totalverlust der nicht börsennotierten Beteiligungen ist damit gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken, was auf die Zunahme der Bedeutung der börsengehandelten Wertpapiere und Genussrechte im Gesamtportfolio zurückzuführen ist Der Vorstand bewertet die Realisierung des Risikos eines Totalverlusts der nicht börsennoterten Beteiligungen derzeit und unverändert gegenüber dem Vorjahr als nicht wahrscheinlich.

Ein Absinken der Buchwerte der im Portfolio enthaltenen Immobilien um angenommene 25 % (Szenario C) führt entsprechend zu einem Rückgang des Gesamtportfoliowerts um 1,4 % (Vj. 3,0 %). Mit der angenommenen Wertveränderung verringert sich der Portfolioanteil der Immobilien von 5,5 % auf 4,2 %. Der Vorstand bewertet das Risiko eines Rückgangs der Buchwerte um 25 % derzeit als nicht wahrscheinlich.

Steigende Marktzinsen können sich negativ auf den Wert der gehaltenen festverzinslichen Inhaberschuldverschreibungen sowie der sonstigen Forderungen auswirken (Szenario D). Steigen die Marktzinsen, entwickelt sich der Börsenpreis der börsennotierten festverzinslichen Inhaberschuldverschreibungen in der Regel rückläufig. Aufgrund der überwiegend festen Zinssätze der gehaltenen Schuldverschreibungen und sonstigen Forderungen ist darüber hinaus ein Risiko aus sich ändernden Anleihezinsen nicht gegeben. Das Marktpreisrisiko festverzinslicher Wertpapiere und sonstiger Forderungen hat eine nur untergeordnete Bedeutung in der Risikobeurteilung der Deutsche Balaton.

Beurteilung der Szenarioanalysen

Die vorstehend vorgenommenen Szenarioanalysen zeigen die besondere Abhängigkeit des Deutsche Balaton Konzerns von der Kursentwicklung der börsengehandelten Beteiligungen. Die Entwicklung der Kapitalmärkte ist nicht beeinflussbar und darüber hinaus von vielen Faktoren abhängig. Verschiebungen der Beteiligungswerte der börsengehandelten Beteiligungen und Genussrechte wirken sich relativ stärker auf die Vermögenssituation des Deutsche Balaton Konzerns aus als entsprechende Veränderungen der Beteiligungswerte nicht börsengehandelter Beteiligungen, auch wenn letztere im Vergleich zum Vorjahr an Bedeutung gewonnen haben. Durch eine veränderliche Diversifikation der börsennotierten Beteiligungen, auch nach Branchen und Ländern, versucht der Vorstand, Einzelrisiken aus börsennotierten Anteilen oder Branchen zu minimieren. Nicht enthalten sind in der Szenarioanalyse für den Konzern die operativen Ergebnisse der vollkonsolidierten Unternehmen des Konzerns.

Eine Risikobetrachtung auf Ebene einzelner Branchen und Länder ist im Rahmen der vorhandenen Anlagestrategie nicht aussagekräftig. Die in dem Portfolio vertretenen Branchen und Länder können sich verändern, da keine Fixierung der Investments auf bestimmte Branchen und Länder erfolgt.

7.5. Erläuterung der Chancen

Chancen aus der Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

Der IWF geht im "World Economic Outlook" im April 2019 von einem temporären Rückgang des globalen Wirtschaftswachstums von 3,6 % auf 3,3 % aus. Gleichzeitig rechnet er in der zweiten Jahreshälfte mit einer Erholung und im darauffolgenden Jahr mit einer Rückkehr zu einem stabilen Wachstumspfad bei rund 3,6 % p.a. Getragen wird das künftige Wachstum vom weiter robusten Wachstum in aufstrebenden Ländern wie China und Indien.

Auf Europa lasten derzeit gleich mehrere Unsicherheitsfaktoren, wie etwa eine mögliche Ausweitung des Handelsstreits zwischen den USA und China, der weiterhin unklare Ausgang der Brexit-Verhandlungen, die anhaltende Schwäche im Automobilsektor als eine der Schlüsselindustrien Europas oder das drohende Defizitverfahren der EU-Kommission gegen Italien.

Gleichzeitig bestehen eine Reihe dieser Problemfelder bereits seit geraumer Zeit und scheinen zum Teil in die Kursentwicklung der vergangenen 12 Monate eingepreist. Sollten im Zuge der weiteren Brexit-Verhandlungen etwa ein gradueller Austritt Großbritanniens unter Abschluss eines breit gefassten Freihandelsabkommens umsetzbar sein, der die ökonomischen Auswirkungen des Austritts für beide Seiten abmildert, so könnten die Kapitalmärkte dies zum Anlass nehmen um wieder an die Erholungsbewegung zu Jahresbeginn anknüpfen.

Der bisherige Kursverlauf am deutschen Kapitalmarkt im Jahr 2019 war von hoher Volatilität geprägt. Nachdem sich die Aktienkurse nach dem massiven Rückgang im Jahr 2018 zunächst wieder deutlich erholten, sorgte die Eskalation im Handelsstreit der USA mit China und die Drohung der US-Regierung Importzölle auf sämtliche mexikanischen Waren zu erheben weltweit für sinkenden Kurse.

Auch eine nachhaltige Lösung im Handelsstreit zwischen den USA und China hätte einen unmittelbar positiven Effekt auf die Kapitalmärkte, zumal sich die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der bisherigen Maßnahmen nach Angaben des Instituts der Weltwirtschaft in Kiel mit rund 90 Milliarden Euro pro Jahr in Grenzen halten angesichts eines jährlichen Welthandelsvolumens von 15 Billionen Euro. Viel schwerer wiegt die Verunsicherung der Marktteilnehmer über eine mögliche Ausweitung des Zollstreits auf andere Länder und Regionen. Ein großer Profiteur dieser Lösung wäre Deutschland, dessen Exportstärke besonders unter tarifären Hemmnissen zu leiden hat. Zudem sind auch viele deutsche Unternehmen direkt von Zöllen betroffen, da sie über weltweite Produktionsstandorte verfügen.

Auch außerhalb Europas bieten sich vermehrt Anlagechancen, unter anderem im Rohstoffsektor. So konnte sich der Goldpreis auf US-Dollar-Basis deutlich von seinen Tiefstständen im August 2018 erholen und allein seit Jahresbeginn rund 5 % zulegen. Im Gegensatz hierzu scheinen die Märkte bei Industriemetallen wie Kupfer oder Zink einen globalen Abschwung einzupreisen, wodurch sich im Rohstoffbereich für langfristig orientierte Anleger wie die Deutsche Balaton Investitionschancen eröffnen.

Strategische und operative Chancen

Neben einer guten Branchenkenntnis und aufgrund langjähriger Erfahrung gewachsener Kontakte ist ein schneller Vertragsabschluss mit einem potenziellen Verkäufer ein entscheidender Faktor für ein Beteiligungsinvestment. Die hierfür kurzfristig zur Verfügung stehenden freien Finanzmittel sind einer der Faktoren, die in diesem Bereich einen schnellen Geschäftsabschluss ermöglichen. Die hohen bestehenden Kreditlinien und regelmäßig vorhandenen freien Finanzmittel, die teilweise auch durch eine Optimierung der Finanzstruktur im Konzern verfügbar gemacht werden, stellen eine Chance dar, weil sie einen kurzfristigen Geschäftsabschluss aus eigener Kraft ermöglichen können.

7.6. Zusammenfassende Beurteilung der Risiko- und Chancenlage

Auf Basis der Informationen, die zum Zeitpunkt der Erstellung des Chancen- und Risikoberichts zur Verfügung stehen, werden derzeit keine Risiken gesehen, die entweder einzeln oder in Kombination mehrerer Risiken eine Gefahr für den Fortbestand des Deutsche Balaton Konzerns darstellen. Diese Einschätzung ist das Ergebnis sorgfältiger Beurteilung und Analyse der vorstehend im Chancen- und Risikobericht dargestellten Einzelrisiken und unter Einbeziehung des bestehenden Risikomanagementsystems. Die Risikoeinschätzung ergibt sich aus der zusammenfassenden Tabelle unter Ziffer 7.4.1 dieses Konzernlageberichts.

8. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Im Deutsche Balaton Konzern bestehen Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Die Deutsche Balaton versteht unter Finanzinstrumenten Verträge, die für eine der beteiligten Seiten einen finanziellen Vermögensgegenstand und für die andere Seite eine finanzielle Verbindlichkeit oder ein Eigenkapitalinstrument schaffen. Dementsprechend fallen hierunter Risiken aus Forderungen und Verbindlichkeiten, Wertpapieren, Finanzanlagen, Eigenkapitalinstrumenten des Emittenten (originäre Finanzinstrumente) sowie Derivate (derivative Finanzinstrumente).

Im Zusammenhang mit der Verwendung von Finanzinstrumenten bestehen im Wesentlichen die nachfolgenden Risikokategorien:

Preisänderungsrisiken (Marktpreisrisiken) resultieren aus Veränderungen des Marktpreises oder preisbeeinflussender Parameter (zum Beispiel Wechselkurse, Zinssätze, Rohstoffpreise) und führen zu Schwankungen beim Wert des Finanzinstruments.

Ausfallrisiken (Kreditrisiken) bezeichnen die Gefahr, dass der Vertragspartner eines Finanzinstruments seine Verpflichtung nicht oder nicht fristgerecht erfüllt und dadurch bei dem berichtenden Unternehmen Verluste entstehen.

Liquiditätsrisiken inklusive Zahlungsstromschwankungen beschreiben die Möglichkeit, dass die notwendigen liquiden Mittel für die Begleichung von Verpflichtungen aus Finanzinstrumenten nicht beschafft werden können.

Die wesentlichen, durch den Deutsche Balaton Konzern verwendeten finanziellen Verbindlichkeiten umfassen Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten. Der Hauptzweck dieser finanziellen Verbindlichkeiten ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Deutsche Balaton Konzerns. Weiterhin verfügt der Konzern über originäre Finanzinstrumente wie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen sowie Zahlungsmittel, die unmittelbar aus seiner Geschäftstätigkeit resultieren, sowie in wesentlichem Umfang über Wertpapiere, Finanzanlagen und Eigenkapitalinstrumente von Emittenten. Letztgenannte gehen folglich insbesondere einher mit dem Geschäftsmodell des Segments "Vermögensverwaltend".

Der Deutsche Balaton Konzern geht bewusst Risiken im Zusammenhang mit Wertpapieren, Finanzanlagen und Eigenkapitalinstrumenten von Emittenten ein. Dies erfolgt freiwillig, resultiert jedoch zwangsläufig aufgrund des Geschäftsmodells.

Wie im Rahmen der Risikoberichterstattung beschrieben, kann es vorkommen, dass zur Absicherung des Preisänderungsrisikos ökonomische Sicherungsbeziehungen eingegangen werden. Dies erfolgt jedoch nur in Ausnahmefällen und in der Art, dass bei Finanzinstrumenten, die in Fremdwährungen notiert sind, eine Gegenposition in Form einer entsprechenden Fremdwährungsverbindlichkeit oder der Verkauf der Fremdwährung auf Ziel erfolgt. Es handelt sich hierbei stets um eine ökonomische Sicherungsbeziehung, die weder nach HGB noch nach den IFRS die Kriterien für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung erfüllen. Neben den genannten Risiken im Zusammenhang mit Wertpapieren, Finanzanlagen und Eigenkapitalinstrumenten des Emittenten bestehen im Segment "Vermögensverwaltend" ebenfalls Risiken aus Forderungen und Verbindlichkeiten. Für diese Risiken gelten, wie im Rahmen der Darstellung der Einzelrisiken aufgezeigt, neben Preisänderungsrisiken auch Ausfallrisiken sowie Liquiditätsrisiken. Bei Bedarf kann durch das Eingehen einer ökonomischen Sicherungsbeziehung das Risiko hieraus reduziert werden.

Die operativen Segmente im Deutsche Balaton Konzern gehen im Rahmen der Geschäftstätigkeit insbesondere Risiken im Zusammenhang mit Forderungen und Verbindlichkeiten ein. Dabei kann nach Abwägung durch das Management auf Ebene der operativen Einheiten im Rahmen des Risikomanagements das Ziel verfolgt werden, Preisänderungsrisiken aus Wechselkursschwankungen durch den Abschluss von Sicherungsbeziehungen zu minimieren. Aus Konzernsicht bestehen wirtschaftlich sinnvolle Sicherungsbeziehungen auch in einem gewissen Ausmaß bei den Gesellschaften, die nicht im Euro-Währungsraum ansässig sind, da diese Gesellschaften in ihrer jeweiligen Landeswährung sowohl fakturieren als auch Aufwendungen generieren. Dementsprechend erfolgt hierdurch in Höhe des niedrigeren Betrags aus Aufwendungen und Erträgen eine ökonomische Sicherungsbeziehung, wenngleich in Höhe des Differenzbetrags aus Konzernsicht ein Preisänderungsrisiko bestehen bleibt. Dies erfolgt insbesondere in den Segmenten "CornerstoneCapital" und "Beta Systems".

Das Risiko von Zinsänderungen wird bei einzelnen Gesellschaften innerhalb des Konzerns, insbesondere im Segment "CornerstoneCapital", durch den Einsatz von Zinsswaps begrenzt. Dagegen werden insbesondere in dem Segment "Vermögensverwaltend" bewusst Liquiditätsrisiken infolge von Zinsänderungen im Rahmen der Refinanzierung mit kurzfristig laufenden Darlehen eingegangen.

Zu den oben beschriebenen Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten sind darüber hinausgehende spezifische qualitative und quantitative Angaben im Rahmen der Erörterung der Einzelrisiken im Lagebericht (siehe Kapitel 7.4) erfolgt, auf die ergänzend verwiesen wird.

9. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem bezogen auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess

Der Konzernabschluss der Deutsche Balaton AG wird in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und unter ergänzender Beachtung der nach § 315a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

Grundlage des Konzernabschlusses sind die von den konsolidierungspflichtigen Unternehmen zur Verfügung gestellten Abschlüsse. Diese werden von den Gesellschaften überwiegend bereits auf Basis der IFRS-Standards geliefert. Soweit erforderlich, werden bei einzelnen Gesellschaften erforderliche Überleitungen auf die IFRS-Standards vorgenommen. Die Rechnungslegung der Konzernunternehmen erfolgt, soweit dies möglich ist, unter Einsatz von Standardsoftware der Hersteller ABACUS, DATEV, BMD SYSTEMHAUS, SAGE und SAP. Die Verantwortung für die Einhaltung der maßgeblichen Rechnungslegungsvorschriften sowie den ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf des Rechnungslegungsprozesses verbleibt dabei zunächst bei den jeweiligen Konzerngesellschaften, ohne die endgültige Verantwortung des Konzernvorstandes einzuschränken. Die meisten Konzerngesellschaften werden während des gesamten Konzernrechnungslegungsprozesses durch zentrale Ansprechpartner bei der Konzernmuttergesellschaft Deutsche Balaton AG unterstützt.

Die Konsolidierungsarbeiten sowie erforderliche Abstimmungsarbeiten erfolgen grundsätzlich durch die Deutsche Balaton AG gemeinsam mit externen Beratern unter Einsatz der Konsolidierungssoftware LucaNet. Der externe Berater übernimmt auch das Einspielen der Einzelabschlussdaten in das Buchungssystem der Konzernmuttergesellschaft. Die zeitliche und prozessorganisatorische Überwachung der Konsolidierungsarbeiten obliegt hingegen dem Konzernvorstand. Für spezielle fachliche Fragestellungen werden externe Dienstleister unterstützend hinzugezogen. Konzerninterne Leistungsbeziehungen werden im Rahmen der Abfrage der IFRS-Packages von den Konzernunternehmen erfasst und auf Ebene der Konzernmuttergesellschaft im Rahmen der Konsolidierungsarbeiten eliminiert.

Die Deutsche Balaton verfügt über eine klare und übersichtliche Führungs- und Unternehmensstruktur, die auch in der schlanken Besetzung der Fachabteilungen zum Ausdruck kommt. Bereichsübergreifende Schlüsselfunktionen werden vom Konzernvorstand gesteuert. Dieser verantwortet auch die Erstellung und Richtigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts der Deutsche Balaton.

Die Konzernunternehmen liefern zunächst ihre Einzelabschlussdaten, aufbereitet nach IFRS-Vorschriften, in elektronischer Form an die Konzernmuttergesellschaft, die die Einzelabschlüsse unter Einsatz der Konsolidierungssoftware LucaNet des Herstellers LucaNet AG zusammenführt. LucaNet ist nach dem Prüfungsstandard IDW PS 880 des Instituts für Wirtschaftsprüfer geprüft. Der Software wurden uneingeschränkte Qualität und Ordnungsmäßigkeit bescheinigt. Die Kontenpläne der Einzelgesellschaften werden unter LucaNet auf den Konzernkontenplan umgegliedert. Anschließend, nach Übertragung der Einzelabschlussdaten in LucaNet, werden die Daten unter Einsatz elektronischer Datenverarbeitung einer Plausibilitätskontrolle unterzogen. Die Daten werden hierzu auf auffällige Kontenbewegungen untersucht sowie Plausibilitätsanalysen erstellt. Außerdem wird eine Veränderungsanalyse ausgewählter Finanzdaten in Bezug auf das Vorjahr vorgenommen; hierzu dienen auch die von den Konzerngesellschaften der Konzernmutter erstatteten IFRS-Packages, deren Inhalt sich unter anderem nach der Segmentzuordnung und den von den Konzerngesellschaften getätigten Geschäften bestimmt. In Zweifelsfällen werden für eine weitere Plausibilisierung die Einzelkontendaten herangezogen. Die Jahresabschlüsse bzw. IFRS-Berichterstattungen wesentlicher Konzerngesellschaften werden außerdem im Rahmen einer Abschlussprüfung auf Ebene der jeweiligen Gesellschaft durch externe Wirtschaftsprüfer geprüft oder reviewt. Dies stellt ebenfalls einen Teil des Kontrollsystems dar.

Im Anschluss an die Aufstellung der vorgenannten Berichte wird die Rechnungslegung von dem von der Hauptversammlung der Deutsche Balaton AG gewählten Abschlussprüfer auf eine ordnungsgemäße Rechnungslegung überprüft; der Abschlussprüfer erteilt einen Bestätigungsvermerk für den Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht und übersendet nach Beendigung der Abschlussprüfung seinen Bericht unmittelbar dem Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat erörtert und prüft in seiner Bilanzsitzung im Beisein des Abschlussprüfers die ihm vom Vorstand und dem Abschlussprüfer übersandten Unterlagen. Der Abschlussprüfer erläutert in der Bilanzsitzung die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und steht dem Aufsichtsrat für weitergehende Auskünfte zur Verfügung. Der Aufsichtsrat billigt, sofern seine Prüfung keine Einwände ergibt, den Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht.

In Bezug auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess (IKS-RP) der Deutsche Balaton AG ist ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem eingerichtet, das in den Verantwortungsbereich des Konzernvorstands fällt. Die Ausgestaltung des IKS-RP orientiert sich an dem Geschäftsumfang und der Art der im Deutsche Balaton-Konzern vorkommenden Geschäftsvorfälle.

Das Kontrollsystem in Bezug auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess hat die Ordnungsgemäßheit und Verlässlichkeit der internen sowie der externen Rechnungslegung zum Ziel und ist darauf ausgerichtet, die Darstellung und Richtigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts und die darin jeweils gemachten Angaben zu gewährleisten. Hierzu gehören die laufende interne Abstimmung von Vorgängen, die Organisation und Kontrolle der Buchhaltung, eine Funktionstrennung innerhalb und zwischen den Abteilungen sowie die Einhaltung von Arbeitsanweisungen.

Im Rahmen der Organisation und Kontrolle der Buchhaltung erfolgen bei einzelnen Gesellschaften stichprobenartige Überprüfungen von Buchungsvorgängen, die auch unter Berücksichtigung der Ergebnisse von Plausibilitätschecks die Vollständigkeit und Richtigkeit der Buchhaltung umfassen. Für besonders rechnungslegungsrelevante Prozesse ist durchgängig das Vier-Augen-Prinzip vorgesehen.

Zur Risikokontrolle hat der Konzernvorstand außerdem einen umfangreichen Regel- und Maßnahmenkatalog erarbeitet, dessen Vorgaben insbesondere die Einhaltung der relevanten Rechnungslegungsvorschriften sowie die entsprechenden internen Richtlinien in Bezug auf die konzernweite Rechnungslegung, insbesondere die IFRS-Bilanzierungsrichtlinie, sicherstellen soll.

Die Durchführung der Konsolidierungsmaßnahmen des Konzernabschlusses erfolgt abschließend durch einen externen Wirtschaftsprüfer, die Erstellung des Konzernlageberichts sowie der Notes wird direkt durch Mitarbeiter der Deutsche Balaton AG vorgenommen.

Die für alle Konzerngesellschaften gültige und von diesen verbindlich einzuhaltende IFRS-Bilanzierungsrichtlinie soll sicherstellen, dass die Bilanzierung einheitlich und in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards erfolgt. Die Richtlinie bietet den Konzerngesellschaften eine Hilfestellung bei der Anwendung der IFRS, indem sie ein grundlegendes Konzernverständnis in der Auslegung der IFRS-Regelungen vermittelt und Vorgaben für die Bilanzierung enthält.

Im Rahmen ihrer IFRS-Berichterstattung besteht für die Geschäftsleitung der Konzernunternehmen die Verpflichtung zu bestätigen, dass die IFRS-Bilanzierungsrichtlinie eingehalten wurde.

Zu den Grundlagen des internen Kontrollsystems gehören neben der laufenden internen Abstimmung von Vorgängen die Trennung von Funktionen sowie die Einhaltung von Arbeitsanweisungen.

Die Steuerung des (Konzern-)Rechnungslegungsprozesses im Deutsche Balaton Konzern obliegt ebenfalls dem Konzernvorstand.

Neben den Risiken, die aus einer Nichteinhaltung von Bilanzierungsregeln resultieren, ergeben sich weitere Risikomöglichkeiten, auch aus der Missachtung von Fristen und Terminen aus dem für die Konzernabschlusserstellung vorgegebenen Zeitplan. Zur Vermeidung dieser Risiken wurde ein Pflichtenheft erarbeitet, in dem die jeweils für die Konzerngesellschaften relevanten Termine und Fristen, Arbeitsabläufe und verantwortlichen Personen aufgeführt sind. Die Überwachung des Zeitplans erfolgt durch die für Konsolidierungsaufgaben zuständige Stelle bei der Deutsche Balaton AG.

 

Heidelberg, 28. Juni 2019

Rolf Birkert

Vorstand

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Deutsche Balaton AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Deutsche Balaton Aktiengesellschaft, Heidelberg und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und sonstiges Ergebnis, Konzernkapitalflussrechnung, Konzerneigenkapitalspiegel, Konzernanhang, sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 11. Juli 2019

PKF Deutschland GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

M. Jüngling, Wirtschaftsprüfer

A. Fröde, Wirtschaftsprüferin

Bilanz zum 31. Dezember 2018

Deutsche Balaton AG, Heidelberg

AKTIVA

EUR 31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.968,34 3.533,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 62.701,00 96.286,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 134.346.648,51 84.154.526,45
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 3.300.000,00 1.762.913,21
3. Beteiligungen 16.899.594,50 28.376.373,26
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.200.000,00 0,00
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 133.124.893,58 103.125.482,43
6. Sonstige Ausleihungen 1.000.000,00 1.000.000,00
290.871.136,59 218.419.295,35
290.938.805,93 218.519.114,35
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.013,24 5.897,94
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.642.745,11 26.972.093,70
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.109.109,59 2.876.111,11
4. Sonstige Vermögensgegenstände 7.494.123,97 4.248.654,07
19.253.991,91 34.102.756,82
II. Wertpapiere
1. Anteile an verbundene Unternehmen 446.639,89 416.417,59
2. Sonstige Wertpapiere 1.868.965,08 2.091.900,49
2.315.604,97 2.508.318,08
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.202.318,00 1.154.002,63
22.771.914,88 37.765.077,53
313.710.720,81 256.284.191,88

PASSIVA

EUR 31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
A. EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital * 116.404,00 11.640.424,00
erworbene eigene Anteile -11.636,00 -837.901,00
I. Ausgegebenes Kapital 104.768,00 10.802.523,00
II. Kapitalrücklage 61.645.991,87 50.121.964,80
III. Andere Gewinnrücklagen 99.768.513,83 95.346.487,99
IV. Bilanzgewinn 3.126.074,77 7.155.333,82
164.645.348,47 163.426.309,61
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 255.603,42 576.046,10
2. Sonstige Rückstellungen 3.499.416,05 2.165.907,08
3.755.019,47 2.741.953,18
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 48.907.086,07 27.695.432,57
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 218.001,61 87.118,29
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 65.948.889,09 62.159.352,74
4. Sonstige Verbindlichkeiten 30.236.376,10 171.025,49
145.310.352,87 90.112.929,09
D. Passive Rechnungsabgrenzung 0,00 3.000,00
313.710.720,81 256.284.191,88

* Bedingtes Kapital: 5.820.212,00 EUR

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

Deutsche Balaton AG, Heidelberg

1.1. - 31.12.2018
EUR
1.1. - 31.12.2017
EUR
1. Erträge aus Finanzanlagen (+) 11.743.441,32 (+) 20.423.938,75
davon aus verbundenen Unternehmen 8.650 TEUR (Vj. 18.235 TEUR)
2. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen (+) 132.866,17 (+) 659.747,09
3. Verluste aus Gewinnabführungsverträgen (-) 3.335.063,35 (-) 944.340,40
4. Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen (+) 9.949.379,76 (+) 7.463.832,48
5. Verluste aus dem Abgang von Finanzanlagen (-) 56.143,81 (-) 31.299,31
6. Erträge aus dem Verkauf von Wertpapieren des Umlaufvermögens (+) 184.450,17 (+) 212.911,51
7. Verluste aus dem Verkauf von Wertpapieren des Umlaufvermögens (-) 28.478,31 (-) 0,00
8. Zuschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens (+) 1.323.684,31 (+) 2.381.529,93
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens (-) 14.997.277,96 (-) 7.158.855,31
10. Umsatzerlöse (+) 404.245,89 (+) 420.583,15
11. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren (-) 0,00 (-) 0,00
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 78.194,48 87.790,45
12. sonstige betriebliche Erträge (+) 6.500.088,73 (+) 1.960.834,15
13. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter (-) 1.829.562,74 (-) 1.958.258,69
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung (-) 233.189,32 (-) 221.324,92
14. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (-) 48.811,42 (-) 43.587,33
15. sonstige betriebliche Aufwendungen (-) 4.902.110,70 (-) 8.236.501,64
16. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (+) 3.974.228,55 (+) 2.741.931,70
davon aus verbundenen Unternehmen 1.011 TEUR (Vj. 1.035 TEUR)
17. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (-) 2.232.459,91 (-) 1.804.698,06
davon aus verbundenen Unternehmen 1.677 TEUR (Vj. 1.479 TEUR)
18. Ergebnis vor Steuern 6.471.092,90 15.778.652,65
19. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (+) 612.783,27 (-) 131.079,83
20. Ergebnis nach Steuern 7.083.876,17 15.647.572,82
21. Sonstige Steuern (-) 2.255,41 (+) 0,00
22. Jahresüberschuss 7.081.620,76 15.647.572,82
23. Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr (+) 0,00 (-) 1.492.239,00
24. Ertrag aus der Kapitalherabsetzung (+) 11.524.020,00 (+) 0,00
25. Einstellung in die Kapitalrücklage (-) 11.524.020,00 (-) 0,00
26. Einstellung in die Kapitalrücklage nach den Vorschriften über die vereinfachte Kapitalherabsetzung durch Einziehung von Aktien (-) 24,00 (-) 0,00
27. Aufwand aus der Zusammenlegung von eigenen Aktien (-) 829.521,99 (-) 0,00
28. Einstellung in Gewinnrücklagen (-) 3.126.000,00 (-) 7.000.000,00
29. Bilanzgewinn 3.126.074,77 7.155.333,82

ANHANG für das Geschäftsjahr 2018

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Deutsche Balaton AG hat ihren Sitz in 69120 Heidelberg (Deutschland), Ziegelhäuser Landstraße 1, und wird zum Bilanzstichtag im Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim unter HRB 338172 geführt.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018 wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften der §§ 264 ff. HGB sowie ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes aufgestellt. Gemäß § 267 Abs. 1 HGB gilt die Gesellschaft als kleine Kapitalgesellschaft.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Um den Besonderheiten einer Beteiligungsgesellschaft Rechnung zu tragen, ist die Gliederung und Bezeichnung der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 265 Abs. 5 und 6 HGB umgestellt und erweitert worden. Der Jahresabschluss ist in Euro aufgestellt. Soweit nichts anderes vermerkt ist, werden alle Beträge auf volle Tausend Euro kaufmännisch gerundet angegeben. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen Rundungsdifferenzen auftreten.

Im Interesse der Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz beziehungsweise Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, überwiegend im Anhang aufgeführt.

Aktive latente Steuern werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 HGB nicht angesetzt. Passive latente Steuern wurden, unter Berücksichtigung der Saldierung mit den aktiven latenten Steuern und einem daraus resultierenden Aktivüberhang, in Ausübung des Wahlrechts nicht aktiviert.

Der Jahres- und Konzernabschluss der Deutsche Balaton Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2018 wird im Bundesanzeiger bekannt gemacht.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten worden. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Anlagevermögen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen unter Berücksichtigung von § 253 Abs. 3 Satz 2 HGB bewertet.

Die Anschaffungskosten beweglicher Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 800,00 Euro werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Wirtschaftsgüter von mehr als 800,00 Euro bis weniger als 1.000,00 Euro werden über die jeweilige betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben und nicht in einen Sammelposten eingestellt.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder, bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung, zum niedrigeren beizulegenden Wert nach dem Grundsatz der Einzelbewertung nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB bilanziert.

Bei Wertpapieren des Anlagevermögens wird nur eine außerplanmäßige Abschreibung auf Finanzanlagen bei einer dauernden Wertminderung vorgenommen. Als Kriterium für außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung der Wertpapiere des Anlagevermögens gilt die bisherige Dauer einer bereits eingetretenen Wertminderung (nachfolgend auch "10/20 Regel" genannt):

a)

Liegt in den dem Abschlussstichtag vorausgehenden sechs Monaten der Börsenkurs des Wertpapiers bzw. der Net-Asset-Value des Fondsanteils permanent um mehr als 20 % unter dem Buchwert, so wird die Wertminderung als dauernd angesehen;

b)

Dasselbe gilt, wenn der volumengewichtete Durchschnittswert des täglichen Börsenkurses bzw. der Net-Asset-Value des Fondsanteils in den letzten zwölf Monaten über 10 % unter dem Buchwert liegt.

Bei der Beurteilung, ob eine Wertminderung voraussichtlich nur vorübergehend oder dauerhaft ist, werden zusätzliche Erkenntnisse bis zum Zeitpunkt der Aufstellung der Bilanz berücksichtigt. Sofern Kenntnisse darüber bestehen, dass der tatsächliche Wert des Wertpapiers offensichtlich niedriger ist als der Buchwert, bedarf es der obigen Aufgreifkriterien nicht. In diesem Fall erfolgt unmittelbar die Erfassung einer voraussichtlich dauernden Wertminderung (nachfolgend auch "Abschreibungen auf Grund von Unternehmensmeldungen" genannt).

Eine dauerhafte Wertminderung wird auch unterstellt, wenn das Wertpapier als nicht liquide eingestuft wird und in den letzten sechs Monaten weniger als 20 Handelstage und in den letzten zwölf Monaten weniger als 40 Handelstage ausweist.

Voraussichtlich dauernden Wertminderungen von Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wird durch außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert Rechnung getragen. Als beizulegender Wert gilt für Anteile an börsennotierten Unternehmen der Börsenkurs am Stichtag bzw. am letzten Handelstag vor diesem Datum. In begründeten Einzelfällen erfolgt auch eine Bewertung unterhalb des Börsenkurses.

Für nicht börsennotierte Anteile können sich Anzeichen für Wertminderungen zum Beispiel aus aktuellen Finanzierungsrunden, aus eigenen Einschätzungen der jeweiligen Investoren oder aus Verkaufsverhandlungen ergeben, die einen unter den Anschaffungskosten liegenden Preis signalisieren. In diesen Fällen wird die jeweilige Beteiligung auf diesen niedrigeren Wert abgeschrieben.

Wertaufholungen (Zuschreibungen auf Finanzanlagen) werden, soweit die Gründe für in Vorjahren vorgenommene Abschreibungen am Bilanzstichtag nicht mehr bestehen, höchstens bis zu den historischen Anschaffungskosten vorgenommen.

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bilanziert. Als beizulegender Wert gilt für Anteile an börsennotierten Unternehmen der Börsenkurs am Stichtag bzw. am letzten Handelstag vor diesem Datum. Für nicht börsennotierte Anteile können sich Anzeichen für Wertminderungen zum Beispiel aus aktuellen Finanzierungsrunden der jeweiligen Investoren oder aus Verkaufsverhandlungen ergeben, die einen unter den Anschaffungskosten liegenden Preis signalisieren. In diesen Fällen wird die jeweilige Beteiligung auf diesen niedrigeren Wert abgeschrieben.

Die Bewertung der flüssigen Mittel erfolgt zum Nennwert.

Eigenkapital

Eigene Anteile

Gem. § 272 Abs. 1a HGB wird der rechnerische Wert der erworbenen Anteile offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt. Der darüber hinausgehende Teil des Kaufpreises wird mit den frei verfügbaren Rücklagen verrechnet. Sind keine frei verfügbaren Rücklagen vorhanden, wird der hinausgehende Teil des Kaufpreises mit dem Bilanzgewinn verrechnet.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten abzudecken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden zum Stichtag mit dem von der Deutschen Bundesbank bekanntgegebenen Zinssatz abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 4 HGB). Als Zinssatz wird der durchschnittliche laufzeitadäquate Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB).

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Währungsumrechnungen

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag in Euro bewertet (§ 256a HGB). Bei auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden das Realisations- und Imparitätsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Gewinn- und Verlustrechnung

Erträge aus Finanzanlagen

Dividendeneinnahmen werden in dem Jahr, in welchem der entsprechende Gewinnverwendungsbeschluss gefasst wird und die Ausschüttung erfolgt, als Ertrag im Posten "Erträge aus Finanzanlagen" erfasst.

Erträge / Verluste aus dem Abgang von Finanzanlagen

Die "Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen" erfassen den Differenzbetrag zwischen erzielten Erlösen und Buchwerten, soweit die Erlöse höher sind als die Buchwerte. "Verluste aus dem Abgang von Finanzanlagen" erfassen Differenzbeträge zwischen erzielten Erlösen und Buchwerten, soweit die Erlöse unter den Buchwerten liegen.

Erträge / Verluste aus dem Verkauf von Wertpapieren des Umlaufvermögens

Die "Erträge aus dem Verkauf von Wertpapieren des Umlaufvermögens" erfassen den Differenzbetrag zwischen erzielten Erlösen und Buchwerten, soweit die Erlöse höher sind als die Buchwerte. "Verluste aus dem Verkauf von Wertpapieren des Umlaufvermögens" erfassen Differenzbeträge zwischen erzielten Erlösen und Buchwerten, soweit die Erlöse unter den Buchwerten liegen.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse beinhalten im Wesentlichen Umsätze für die Erbringung von Dienstleistungen an Tochterunternehmen und fremde Dritte sowie Mieterträge. Die Mieterträge werden zeitanteilig vereinnahmt.

Materialaufwand

Im Materialaufwand wird insbesondere der anteilige Mietaufwand zu den korrespondierenden, weiterbelasteten Mieterträgen in den Umsatzerlösen ausgewiesen.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Zinserträge aus Wertpapieren, die keinen Eigenkapitalcharakter haben, werden im Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" erfasst.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen haben sich auf 134.347 TEUR (Vj. 84.155 TEUR) erhöht. Ursächlich für den Anstieg in Höhe von 50.192 TEUR ist im Wesentlichen die Umklassifizierung der Sparta AG, Hamburg, und drei weiteren Gesellschaften in Höhe von 43.132 TEUR (Vj. 1.317 TEUR), Zukäufe an bestehenden Anteilen, die Gründung von einem Unternehmen, die Einzahlungen in Kapitalrücklagen von zusammen in Summe 16.931 TEUR (Vj. 1.665 TEUR) sowie eine Zuschreibung in Höhe von 21 TEUR (Vj. 178 TEUR). Gegenläufig wirkten sich die Abschreibungen in Höhe von 6.374 TEUR (Vj. 5.588 TEUR) und die Veräußerung von Anteilen in Höhe von 3.518 TEUR (Vj. 481 TEUR) aus.

Der Buchwert der Beteiligungen hat sich auf 16.900 TEUR (Vj. 28.376 TEUR) reduziert. Der Rückgang resultiert überwiegend aus der Umklassifizierung von drei Beteiligungen, die durch den Zuerwerb von Anteilen zu verbundenen Unternehmen geworden sind. Im Geschäftsjahr 2018 wurden Investitionen in Höhe von 30.189 TEUR (Vj. 1.474 TEUR) in die drei Positionen getätigt und Buchwerte in Höhe von 42.295 TEUR umgegliedert (Vj. 2.221 TEUR). In eine verbleibende Beteiligung wurde in Höhe von 629 TEUR investiert (Vj. 253 TEUR).

Der Buchwert der Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von 133.125 TEUR ist im Vergleich zum Vorjahr um 30.000 TEUR (Vj. 103.125 TEUR) gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf die getätigten Investitionen in Höhe von 63.266 TEUR (Vj. 32.754 TEUR) sowie auf erfasste Zuschreibungen in Höhe von 1.270 TEUR (Vj. 2.203 TEUR) zurück zu führen. Gegenläufig wirkten sich die Verkäufe in Höhe von 25.085 TEUR (Vj. 15.535 TEUR) sowie berücksichtigte Abschreibungen in Höhe von 8.613 TEUR (Vj. 2.071 TEUR) aus. Ein Wertpapier des Anlagevermögens wurde durch weitere Anteilskäufe mit einem Buchwert von 838 TEUR in die Anteile an verbundene Unternehmen umklassifiziert.

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände gliedern sich wie folgt:

Art der Forderungen Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
In TEUR von 1 Jahr von 1 Jahr bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8 (Vj. 6) 8 (Vj. 6) 0 (Vj. 0) 0 (Vj. 0)
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.643 (Vj. 26.972) 4.059 (Vj. 23.928) 2.268 (Vj. 333) 316 (Vj. 2.711)
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.109 (Vj. 2.876) 5.100 (Vj. 2.876) 9 (Vj. 0) 0 (Vj. 0)
4. Sonstige Vermögensgegenstände 7.494 (Vj. 4.249) 4.400 (Vj. 128) 1.396 (Vj. 3.226) 1.698 (Vj. 895)
Summe 19.254 (Vj. 34.103) 13.567 (Vj. 26.938) 3.673 (Vj. 3.559) 2.014 (Vj. 3.606)

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von 6.485 TEUR (Vj. 26.304 TEUR) aus Darlehensforderungen nebst Zinsen, in Höhe von 133 TEUR (Vj. 660 TEUR) aus Ergebnisabführungsverträgen sowie in Höhe von 25 TEUR (Vj. 8 TEUR) aus Lieferung und Leistungen. Bestehende Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind in Höhe von 1.586 TEUR (Vj. 3.814 TEUR) wertberichtigt.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren ausschließlich aus Darlehensforderungen nebst Zinsen und sind wie im Vorjahr nicht wertberichtigt.

Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der Deutsche Balaton AG betrug zum Bilanzstichtag 116.404,00 Euro und war in 116.404 auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennwert (Stückaktien) mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 Euro je Aktie eingeteilt. Das Grundkapital ist in Höhe von 116.404,00 Euro vollständig eingezahlt. Der Nennbetrag der erworbenen und zum Bilanzstichtag gehaltenen eigenen Anteile in Höhe von insgesamt 12 TEUR (Vj. 838 TEUR) wurde offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt, sodass sich ein ausgegebenes Kapital in Höhe von 105 TEUR (Vj. 10.802 TEUR) für die im Besitz von außenstehenden Aktionären befindlichen Aktien ergibt. Bezüglich der Entwicklung und Zusammensetzung der eigenen Anteile wird auf die nachfolgenden Ausführungen unter der Überschrift "Eigene Anteile" verwiesen.

Die Gesamtanzahl der Aktien hat sich im Berichtszeitraum von Stück 11.640.424 Aktien auf Stück 116.404 im Vergleich zum Vorjahresstichtag bedingt durch die Kapitalherabsetzung verringert. Hintergrund ist die Umsetzung der in 2017 beschlossenen Kapitalherabsetzung.

Der Hauptversammlungsbeschluss vom 30. August 2017, das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von 11.640.424,00 Euro, eingeteilt in 11.640.424 auf den Inhaber lautende Stückaktien, um 24,00 Euro auf 11.640.400,00 Euro herabzusetzen, wurde im Geschäftsjahr 2018 umgesetzt. Die Kapitalherabsetzung erfolgte zum Zweck der Abrundung des Grundkapitals auf einen durch einhundert teilbaren Betrag, um eine weitere Kapitalherabsetzung durchführen zu können. Die Herabsetzung erfolgte durch Einziehung von vierundzwanzig auf den Inhaber lautenden Stückaktien, die die Deutsche Balaton Aktiengesellschaft bereits im Eigenbestand hielt, in vereinfachter Form nach § 237 Abs. 3 Nr. 1 AktG zum Zwecke der Beseitigung dieser Mitgliedschaftsrechte. Der durch die Kapitalherabsetzung frei gewordene Betrag des Grundkapitals in Höhe von vierundzwanzig Euro wurde gemäß § 237 Abs. 5 AktG in die Kapitalrücklage eingestellt.

Das Grundkapital der Gesellschaft, das nach der Kapitalherabsetzung im Wege des vereinfachten Einziehungsverfahrens nach vorgenannt noch 11.640.400,00 Euro betrug und in 11.640.400 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt war, wurde im Wege der ordentlichen Kapitalherabsetzung um 11.523.996,00 Euro auf 116.404,00 Euro nach §§ 222ff. AktG herabgesetzt. Dabei wurden jeweils 100 Stückaktien zu einer Stückaktie zusammengelegt. Die Kapitalherabsetzung diente in voller Höhe von 11.523.996,00 Euro dem Zweck der Einstellung in die Kapitalrücklage. Etwaige Spitzen, die dadurch entstanden, weil ein Aktionär eine nicht im Zusammenlegungsverhältnis von 100 zu eins teilbare Anzahl von Stückaktien hielt, wurden von dem von der Gesellschaft beauftragten Finanzinstitut mit anderen Spitzen zusammengelegt und für Rechnung der Beteiligten an der Börse verwertet. Die Verwertung der Aktienspitzen konnte nach Maßgabe von § 226 Abs. 3 AktG oder freihändig vorgenommen werden.

Eigene Anteile

Die ordentliche Hauptversammlung der Deutsche Balaton AG vom 31. August 2015 hat den Vorstand ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb darf nach Wahl durch den Vorstand über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichteten öffentlichen Kaufangebots bzw. mittels an alle Aktionäre gerichteter öffentlicher Einladung zur Abgabe von Verkaufsofferten erfolgen. Unter bestimmten weiteren Voraussetzungen ist der Vorstand berechtigt, den Erwerb eigener Aktien auch außerhalb der Börse vorzunehmen, wenn der Erwerb eigener Aktien im Rahmen des Erwerbs von - oder des Zusammenschlusses mit - Unternehmen oder des Erwerbs von Beteiligungen an Unternehmen erfolgt oder wenn es sich um einen Paketerwerb von mindestens 1 % des Grundkapitals handelt und ein solcher Erwerb einem Zweck dient, der im vorrangigen Interesse der Gesellschaft liegt und der Paketerwerb geeignet und erforderlich ist, diesen Zweck zu erreichen. Die Ermächtigung wurde zum 1. September 2015 wirksam und gilt bis zum 31. August 2020.

Im Berichtszeitraum wurden von der Gesellschaft aufgrund obiger Ermächtigungen der Hauptversammlung insgesamt 3.257 (Vj. 162.455) eigene Aktien, entsprechend einem Anteil am Grundkapital von rd. 2,8 %, erworben. Zusammen mit den bereits zum Geschäftsjahresbeginn gehaltenen 8.379 (vor der Kapitalherabsetzung: 837.901) eigenen Aktien hält die Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 insgesamt 11.636 eigene Aktien. Das vorgenannte Maximalvolumen von 10 % wurde damit erreicht. Wie im Vorjahr sind die eigenen Aktien am Grundkapital in Höhe von insgesamt 12 TEUR (Vj. 838 TEUR) offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt. Der über den rechnerischen Wert der im Geschäftsjahr 2018 erworbenen eigenen Anteile hinausgehende Teil des Kaufpreises von 5.859 TEUR (Vj. 2.681 TEUR) wurde mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

Entwicklung des Bestands an eigenen Aktien im Geschäftsjahr 2018
Datum(1) Veränderung(2) Bestand(2) Erwerbspreis je Aktie Gesamterwerbspreis
Anfangsbestand
01.01.2018 837.901
Kapitalherabsetzung im Verhältnis 100:1
14.08.2018 8.379
1. Erwerbsangebot 2018 (Annahmefrist 19.10.2018 - 06.11.2018)
12.11.2018 3.257 11.636 1.800,00 € 5.862.600,00 €
Endbestand

(1) Das Datum entspricht jeweils dem Valuta-Tag der Einbuchung der Aktien bei der Deutsche Balaton AG und liegt wegen der technischen Abwicklung jeweils nach dem Ende der Annahmefrist.

(2) Der jeweils genannte Betrag der Anzahl der Aktien entspricht dem Betrag des auf die jeweilige Aktienanzahl entfallenden anteiligen rechnerischen Grundkapitals.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage in Höhe von 61.646 TEUR (Vj. 50.122 TEUR) umfasst die Beträge, die bei der Ausgabe von Aktien über den Nennbetrag erzielt worden sind. Im Geschäftsjahr 2018 wurde ein Betrag in Höhe von 11.524 TEUR (Vj. 0 TEUR) im Rahmen der Kapitalherabsetzung in die Kapitalrücklage eingestellt.

Gewinnrücklagen

Vorstand und Aufsichtsrat sind nach § 23 Absatz 4 der Satzung ermächtigt, bei der Feststellung des Jahresabschlusses den Jahresüberschuss, der nach Abzug der in die gesetzliche Rücklagen einzustellenden Beträge und eines Verlustvortrags verbleibt, zum Teil oder ganz in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen. Die Einstellung eines größeren Teils als die Hälfte des Jahresüberschusses ist nicht zulässig, soweit die anderen Gewinnrücklagen nach der Einstellung die Hälfte des Grundkapitals übersteigen würden. In Ausübung der vorstehend genannten Ermächtigung haben Vorstand und Aufsichtsrat festgelegt, aus dem Jahresüberschuss 2018 einen Betrag in Höhe von 3.126.000,00 Euro in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen, die sich somit zum 31. Dezember 2018 unter Berücksichtigung der Einstellung des Bilanzgewinns in Höhe von 7.155.333,82 Euro auf Basis des Hauptversammlungsbeschlusses vom 27. September 2018 auf 99.768.513,83 Euro (Vj. 95.346.487,99 Euro), belaufen.

Der über den rechnerischen Wert der eigenen Aktien hinausgehende Teil des Kaufpreises in Höhe von 5.859 TEUR (Vj. 2.681 TEUR) wurde mit den freien Gewinnrücklagen verrechnet.

Da die Summe der Beträge aus der gesetzlichen Rücklage und der Kapitalrücklage den zehnten Teil des Grundkapitals erreichen, war gemäß § 150 Abs. 2 AktG kein Betrag in die gesetzliche Rücklage einzustellen.

Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2018 beträgt nach satzungsmäßiger Einstellung von 3.126.000,00 Euro in die Gewinnrücklage 3.126.074,77 Euro. Gemäß Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands für das Geschäftsjahr 2018 soll der handelsrechtliche Bilanzgewinn in Höhe von 3.126.074,77 Euro in die anderen Gewinnrücklagen gemäß § 266 Abs. 3 A III Nr. 4 HGB eingestellt werden.

Die Hauptversammlung hat am 27. September 2018 beschlossen, den Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2017 in Höhe von 7.155.333,82 Euro in die anderen Gewinnrücklagen nach § 266 Abs. 3A III Nr. 4 HGB einzustellen.

Die Eigenkapitalveränderungsrechnung der Deutsche Balaton AG stellt sich wie folgt dar:

Entwicklung des Eigenkapitals vom 01. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018

Gezeichnetes Kapital
TEUR
Eigene Anteile
TEUR
Gezeichnetes Kapital (netto)
TEUR
Kapitalrücklage
TEUR
Stand 01.01.2017 11.640,4 -675,4 10.965,0 50.122,0
Aktienrückkauf 2017 0,0 -162,5 -162,5 0,0
Einstellung in Rücklagen 0,0 0,0 0,0 0,0
Jahresüberschuss 2017 0,0 0,0 0,0 0,0
Stand 31.12.2017 11.640,4 -837,9 10.802,5 50.122,0
Kapitalherabsetzung Verhältnis 100:1 -11.524,0 829,5 -10.694,5 11.524,0
Aktienrückkauf 2018 0,0 -3,3 -3,3 0,0
Einstellung in Rücklagen 0,0 0,0 0,0 0,0
Jahresüberschuss 2018 0,0 0,0 0,0 0,0
Stand 31.12.2018 116,4 -11,6 104,8 61.646,0
Gewinnrücklagen
TEUR
Gewinnrücklagen (Erwerb eigener Anteile)
TEUR
Bilanzgewinn/ Verlust
TEUR
Gesamteigenkapital
TEUR
Stand 01.01.2017 95.381,2 -4.354,2 -1.492,2 150.621,7
Aktienrückkauf 2017 0,0 -2.680,5 0,0 -2.843,0
Einstellung in Rücklagen 7.000,0 0,0 -7.000,0 0,0
Jahresüberschuss 2017 0,0 0,0 15.647,6 15.647,6
Stand 31.12.2017 102.381,2 -7.034,7 7.155,3 163.426,3
Kapitalherabsetzung Verhältnis 100:1 0,0 0,0 -829,5 0,0
Aktienrückkauf 2018 0,0 -5.859,3 0,0 -5.862,6
Einstellung in Rücklagen 10.281,3 0,0 -10.281,3 0,0
Jahresüberschuss 2018 0,0 0,0 7.081,6 7.081,6
Stand 31.12.2018 112.662,5 -12.894,0 3.126,1 164.645,3

Verbindlichkeiten

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit besicherte Beträge Art der Sicherheit
In TEUR bis zu 1 Jahr über 1 Jahr davon mehr als 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 48.907 (Vj. 27.696) 48.907 (Vj. 27.696) 0 (Vj. 0) 0 (Vj. 0) 48.907 (Vj. 27.696) Wertpapiere
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 218 (Vj. 87) 218 (Vj. 87) 0 (Vj. 0) 0 (Vj. 0) 0 (Vj. 0)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 65.949 (Vj. 62.159) 65.949 (Vj. 62.159) 0 (Vj. 0) 0 (Vj. 0) 65.603 (Vj. 62.159) Wertpapiere und weitere Unternehmensanteile
4. Sonstige Verbindlichkeiten 30.236 (Vj. 171) 30.205 (Vj. 140) 31 (Vj. 31) 0 (Vj. 0) 0 (Vj. 0)
Summe 145.310 (Vj. 90.113) 145.279 (Vj. 90.082) 31 (Vj. 31) 0 (Vj. 0) 114.510 (Vj. 89.855)

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erträge aus Finanzanlagen

Die Erträge aus Finanzanlagen im Gesamtumfang von 11.743 TEUR (Vj. 20.424 TEUR) beinhalten im Geschäftsjahr 2018 einen Ertrag aus zwei Gewinnzuweisungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von insgesamt 8.428 TEUR (Vj. 15.367 TEUR). Die Gewinnzuweisungen sind im Wesentlichen zurückzuführen auf die Veräußerung von einem Investment bei der Tochtergesellschaft CornerstoneCapital II AG & Co. KG sowie erzielten operativen Gewinnen. Weitere Erträge in Höhe von 3.093 TEUR (Vj. 2.189 TEUR) sind Dividendenerträge aus Wertpapieren des Anlagevermögens und einer Beteiligung. Darüber hinaus sind in diesem Posten in Höhe von 222 TEUR (Vj. 2.868 TEUR) Dividendenerträge von verbundenen Unternehmen erfasst.

Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen

Bei den Erträgen aus dem Abgang von Finanzanlagen in Höhe von 9.949 TEUR (Vj. 7.464 TEUR) handelt es sich insbesondere um einen Ertrag aus dem Verkauf von Aktien an einem verbundenen Unternehmen im Bereich Immobilien in Höhe von 2.492 TEUR (Vj. 0 TEUR), einen Ertrag aus dem Verkauf von Fondsanteilen in Höhe von 2.095 TEUR (Vj. 1.000 TEUR), einen Ertrag aus dem Verkauf von Anteilen an einem Energieversorger in Höhe von 995 TEUR (Vj. 0 TEUR) sowie einen Ertrag aus der Veräußerung eines rohstoffbasierten Wertpapiers in Höhe von 918 TEUR (Vj. 84 TEUR). Erträge in Höhe von 3.449 TEUR wurden aus dem Verkauf von weiteren 26 Finanzanlagen realisiert.

Verluste aus dem Abgang von Finanzanlagen

Die Verluste aus dem Abgang von Finanzanlagen in Höhe von 56 TEUR (Vj. 31 TEUR) resultieren aus dem Anteilsverkauf von acht (Vj. vier) Wertpapieren.

Erträge aus dem Verkauf von Wertpapieren des Umlaufvermögens

Der Ertrag aus dem Verkauf von Wertpapieren des Umlaufvermögens resultiert aus dem Verkauf von einem (Vj. fünf) Wertpapier in Höhe von insgesamt 184 TEUR (Vj. 213 TEUR).

Verluste aus dem Verkauf von Wertpapieren des Umlaufvermögens

Im Geschäftsjahr 2018 entstand ein Verlust in Höhe von 28 TEUR (Vj. 0 TEUR) aus dem Abgang von zwei Wertpapieren (Vj. kein Wertpapier) des Umlaufvermögens.

Zuschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens

Zuschreibungen wurden in Höhe von 1.324 TEUR (Vj. 2.382 TEUR) erfasst, soweit die Gründe für in Vorjahren vorgenommene Abschreibungen am Bilanzstichtag nicht mehr bestanden haben. Die Zuschreibungen wurden höchstens bis zu den historischen Anschaffungskosten vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2018 stellen sich die Zuschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens wie folgt dar:

Zuschreibungen auf: Zuschreibungen (In TEUR)
Anteile an verbundenen Unternehmen 21 (Vj. 178)
Börsennotierte Beteiligungen 0 (Vj. 0)
Nicht börsennotierte Beteiligungen 886 (Vj. 0)
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 (Vj. 0)
Börsennotierte Wertpapiere des Anlagevermögens 383 (Vj. 2.204)
Wertpapiere des Umlaufvermögens 33 (Vj. 0)

Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens

Im Geschäftsjahr 2018 stellen sich die Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens mit 14.997 TEUR (Vj. 7.159 TEUR) wie folgt dar:

Abschreibungen auf: Abschreibungen In TEUR davon aufgrund der "10/20 Regel" davon aufgrund von Unternehmensmeldungen und Unternehmensbewertung
Anteile an verbundenen Unternehmen 6.374 (Vj. 5.588) 0 (Vj. 0) 6.374 (Vj. 5.588)
Börsennotierte Beteiligungen 0 (Vj. 0) 0 (Vj. 0) 0 (Vj. 0)
Nicht Börsennotierte Beteiligungen 0 (Vj. 0) 0 (Vj. 0) 0 (Vj. 0)
Börsennotierte Wertpapiere des Anlagevermögens 7.633 (Vj. 237) 7.404 (Vj. 237) 229 (Vj. 0)
Nicht börsennotierte Wertpapiere des Anlagevermögens 980 (Vj. 1.285) 0 (Vj. 0) 980 (Vj. 1.285)
Abschreibungen auf: Abschreibungen In TEUR davon aufgrund des niedrigeren Zeitwerts davon aufgrund von Unternehmensmeldungen und Unternehmensbewertung
Wertpapiere des Umlaufvermögens 10 (Vj. 49) 10 (Vj. 49) 0 (Vj. 0)

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen aufgrund der "10/20-Regel" in Höhe von 7.404 TEUR (Vj. 237 TEUR) sowie Abschreibungen aufgrund von Unternehmensmeldungen in Höhe von 7.583 TEUR (Vj. 6.873 TEUR) sind nach der unter Punkt 2 beschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethode erfasst.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 6.500 TEUR (Vj. 1.961 TEUR) enthalten im Berichtsjahr insbesondere einen Ertrag aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen in Höhe von 4.416 TEUR (Vj. 11 TEUR) sowie Erträge aus Optionen in Höhe von 1.509 TEUR (Vj. 0 TEUR). Die Erträge aus Währungsumrechnung betragen 244 TEUR (Vj. 328 TEUR).

Personalaufwendungen

Die Personalaufwendungen liegen im Geschäftsjahr 2018 mit 2.063 TEUR (Vj. 2.180 TEUR) leicht unter Vorjahresniveau.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Geschäftsjahres 2018 belaufen sich auf insgesamt 4.902 TEUR (Vj. 8.237 TEUR).

Darin enthalten sind

In TEUR 2018 2017
• Wertberichtigungen auf Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.187 5.469
• Rückstellung für Verlustübernahme 0 1.280
• Rechts- und Beratungskosten sowie Prozesskosten/-risiken 2.022 238
• Abschluss- und Prüfungskosten 170 241
• Aufwendungen auf Währungsumrechnungen 155 335
• Mieten für Büroflächen und Lagerraum 159 156
• Kosten für die Hauptversammlung und Investor Relations 30 28

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Geschäftsjahres 2018 enthalten Aufwendungen in Höhe von 1.187 TEUR (Vj. 5.469 TEUR) aus Wertberichtigungen auf Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände. Im Wesentlichen handelt es sich um eine Wertberichtigung auf Anleiheforderungen in Höhe von 473 TEUR (Vj. Darlehensforderung in Höhe von 1.473 TEUR) gegenüber einem nicht börsennotierten Start-up Unternehmen sowie eine Wertberichtigung in Höhe von 143 TEUR (Vj. 143 TEUR) auf eine Zinsforderung aus einer Genussrechtsvereinbarung. Weiter sind Rechts- und Beratungskosten in Höhe von 2.022 TEUR (Vj. 238 TEUR) insbesondere für einen Rechtsstreit im Zusammenhang mit einem Erwerbsangebot, einem Insolvenzverfahren sowie einer Schadensersatzleistung (Vertragsstrafe) enthalten.

Darüber hinaus sind 732 TEUR (Vj. 11 TEUR) Aufwendungen aus Optionsgeschäften berücksichtigt.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten sonstige Zinserträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.011 TEUR (Vj. 1.035 TEUR). In den Zinserträgen von verbundenen Unternehmen sind Zinsen aus Ausleihungen in Höhe von 45 TUSD (Vj. 107 TUSD) enthalten.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen für Zinsen an verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.677 TEUR (Vj. 1.479 TEUR).

5. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, Haftungen, Treuhandverhältnisse

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von 995 TEUR, wovon 199 TEUR innerhalb eines Jahres und 796 TEUR innerhalb von zwei bis fünf Jahren und 0 TEUR über fünf Jahre fällig sind.

Es bestehen Zahlungsverpflichtungen gegen verbundenen Unternehmen im Wesentlichen aufgrund von Einzahlungsverpflichtungen in Tochtergesellschaften und Zeichnungsverpflichtungen für Anleihen/Inhaberschuldverschreibungen in Höhe von 120.260 TEUR (Vj. 134.147 TEUR), gegen Beteiligungsunternehmen in Höhe von 0 TEUR (Vj. 1.282 TEUR) sowie gegen Dritte in Höhe von 3.048 TEUR (Vj. 450 TEUR).

In den Zahlungsverpflichtungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 120.260 TEUR sind 100.000 TEUR enthalten aus einem Rahmenvertrag über eine maximale Einzahlungsverpflichtung für Neuinvestitionen.

Neuinvestitionen werden durch einstimmigen Beschluss des Investitionsausschusses beschlossen. Die Deutsche Balaton AG ist als Mitglied im Investitionsausschuss an allen Investitionen mitbestimmungsberechtigt. Somit kommt die Einzahlungsverpflichtung für Neuinvestitionen nur zum Tragen, wenn das Mitglied der Deutsche Balaton AG im Investitionsausschuss dem Beschluss zur Tätigung einer Investition zustimmt.

Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten in Höhe von 1.100 TEUR (Vj. 5.300 TEUR) und in Höhe von 2.230 TUSD (Vj. 2.670 TUSD) sind für verbundene Unternehmen bestellt worden.

Gemäß § 285 Nr. 31 HGB anzugebende einzelne Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung, soweit die Beträge nicht von untergeordneter Bedeutung sind:

die Zuweisung eines Ergebnisbeitrags aus einer Personengesellschaft in Höhe von 8.200 TEUR (Vj. 15.367 TEUR), ausgewiesen in dem Posten "Erträge aus Finanzanlagen"

Durchschnittliche Anzahl an Mitarbeitern

Im Geschäftsjahr 2018 wurden neben dem Vorstand weitere 21 Mitarbeiter (Vj. 19) beschäftigt.

Forderungen gegenüber Mitgliedern der Organe

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Forderungen gegen Vorstandsmitglieder.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Das Vorstandsmitglied Herr Jens Jüttner hat am 15. Mai 2019 sein Vorstandsmandat bei der Deutsche Balaton AG niedergelegt.

6. Konzernzugehörigkeit

Die Deutsche Balaton Aktiengesellschaft mit Sitz in Heidelberg stellt zum 31. Dezember 2018 als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften auf. Der Konzernabschluss wird nach § 325 Abs. 1 HGB im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Konzernabschluss ist bei der Deutsche Balaton AG, Heidelberg, erhältlich. Die Deutsche Balaton Aktiengesellschaft ist selbst nicht in den Konzernabschluss eines Mutterunternehmens einbezogen.

Unterschrift des Vorstands

Heidelberg, 28. Juni 2019

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Deutsche Balaton Aktiengesellschaft

Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 11. Juli 2019

PKF Deutschland GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

M. Jüngling, Wirtschaftsprüfer

A. Fröde, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionäre der Deutsche Balaton Aktiengesellschaft,

der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2018 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Pflichten und Aufgaben wahrgenommen und sich während des Geschäftsjahres 2018 mit der wirtschaftlichen und finanziellen Lage der Gesellschaft befasst. Er hat den Vorstand außerdem bei der Geschäftsführung überwacht und beraten. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat gemäß § 90 AktG über die wesentlichen Aspekte der Geschäftsentwicklung sowie die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft und des Konzerns informiert. Hierzu gehörte insbesondere die Entwicklung des Beteiligungsportfolios sowie der Konzernunternehmen der Deutsche Balaton Aktiengesellschaft.

Auch im Geschäftsjahr 2018 hat der Vorstand die strategische Ausrichtung der Gesellschaft mit dem Aufsichtsrat abgestimmt. Der Aufsichtsrat war in wesentliche Entscheidungen mit grundlegender Bedeutung für die Deutsche Balaton Aktiengesellschaft eingebunden und hat die nach Gesetz und Satzung erforderlichen Beschlüsse gefasst.

Aufsichtsrat und Ausschüsse

Alle Themen der Aufsichtsratstätigkeit wurden im Geschäftsjahr 2018 vom Gesamtaufsichtsrat behandelt. Wie in den Vorjahren wurden Ausschüsse im Geschäftsjahr 2018 nicht gebildet. Beschließende Ausschüsse wären stets mit dem Gesamtaufsichtsrat identisch.

Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2018 zu sieben Sitzungen zusammengekommen, davon zwei Präsenzsitzungen und fünf telefonische Sitzungen. Außerdem hat sich der Aufsichtsrat in schriftlichen Parallelverfahren außerhalb von Sitzungen mit Vorlagen des Vorstands befasst. An allen Sitzungen und Beschlussfassungen haben jeweils sämtliche Aufsichtsratsmitglieder teilgenommen.

Beratungen im Aufsichtsrat

Die Lage der Gesellschaft war Gegenstand der Berichterstattungen des Vorstands an den Aufsichtsrat. In den Sitzungen des Aufsichtsrats und den Beschlussfassungen im Parallelverfahren wurden im Geschäftsjahr 2018 unter anderem die nachfolgenden Themen behandelt:

- Beratung über die vom Vorstand erstatteten Berichte über den Gang der Geschäfte und die aktuelle Lage und Entwicklung der Gesellschaft

- Beauftragung des Abschlussprüfers

- Berichterstattung und Beratung über den Jahres- und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 im Beisein der Wirtschaftsprüfer

- Vorstandsangelegenheiten

- Rechtsangelegenheiten

- Beteiligungsangelegenheiten bei börsennotierten und nicht börsennotierten Investments: Käufe, Verkäufe und Kapitalerhöhungen

- Finanzierungsangelegenheiten

- Investitionen in Afrika und Australien

Prüfung des Jahresabschlusses der Deutsche Balaton Aktiengesellschaft und des Konzerns

Die Hauptversammlung der Deutsche Balaton Aktiengesellschaft hat am 27. September 2018 die PKF Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft („PKF“), Hamburg, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2018 gewählt, sofern und soweit der jeweilige Abschluss nach den gesetzlichen Vorschriften von einem Abschlussprüfer zu prüfen ist. Aufgrund des Widerrufs der Zulassung der Aktien der Deutsche Balaton Aktiengesellschaft zum Regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse mit Wirkung zum Ablauf des 30. Dezember 2014 gilt die Gesellschaft nicht mehr als große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB, sondern erfüllt nur noch die Kriterien einer kleinen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 1 HGB. Der Jahresabschluss (Einzelabschluss nach HGB) zum 31. Dezember 2018 der Deutsche Balaton Aktiengesellschaft als kleiner Kapitalgesellschaft unterliegt daher keiner gesetzlichen Pflicht zur Abschlussprüfung. Aus Gründen der Kontinuität und der Transparenz hat der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2018 entschieden, den Jahresabschluss 2018 freiwillig entsprechend den für die Abschlussprüfung geltenden gesetzlichen Vorschriften durch PKF prüfen zu lassen und den Abschlussprüfer entsprechend beauftragt. Unabhängig hiervon war der Konzernabschluss der Deutsche Balaton Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2018 von einem Abschlussprüfer nach den gesetzlichen Vorschriften zu prüfen. Der Aufsichtsrat hat daher der PKF Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den Auftrag für die Prüfung des Konzernabschlusses der Deutsche Balaton Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2018 erteilt.

Gegenstand der gesetzlichen Abschlussprüfung war der Konzernabschluss, der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt wurde, sowie der Konzernlagebericht für den Deutsche Balaton Konzern. Im Rahmen der freiwilligen Prüfung war außerdem der vom Vorstand vorgelegte und nach den nationalen Rechnungslegungsregelungen des Handelsgesetzbuchs (HGB) zum 31. Dezember 2018 aufgestellte Jahresabschluss der Deutsche Balaton Aktiengesellschaft von dem Abschlussprüfer zu prüfen.

Die Prüfungen erfolgten jeweils unter Beachtung von Prüfungsschwerpunkten und unter Einbeziehung der Buchführung und haben nicht zu Einwendungen geführt, weshalb sowohl für den Jahresabschluss 2018 wie auch den Konzernabschluss 2018 ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt wurde.

Prüfungsberichte bzw. Entwürfe der Prüfungsberichte nebst Abschlussunterlagen lagen sämtlichen Aufsichtsratsmitgliedern vor bzw. standen in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 11. Juli 2019, in der auch der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2018 gebilligt wurde, zur Verfügung. An dieser Sitzung nahm auch der Abschlussprüfer teil.

Der Abschlussprüfer berichtete in der Bilanzsitzung am 11. Juli 2019 dem Aufsichtsrat über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfungen des Jahresabschlusses (Einzelabschluss nach HGB) und stand für Fragen zur Verfügung. Auch der Aufsichtsrat prüfte den Jahresabschluss. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfungen durch den Aufsichtsrat bestehen keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat hat sich dem Prüfungsergebnis der PKF Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft angeschlossen und den vom Vorstand zum 31. Dezember 2018 aufgestellten Jahresabschluss gebilligt. Mit der Billigung des Jahresabschlusses ist dieser gemäß § 172 Satz 1 AktG zugleich festgestellt.

Ferner hat der Aufsichtsrat in der Bilanzsitzung den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht im Beisein des Abschlussprüfers behandelt. Der Aufsichtsrat hat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 sowie den hierzu erstellten Prüfungsbericht des Abschlussprüfers geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat bestehen keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat hat sich dem Prüfungsergebnis der PKF Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft angeschlossen und den vom Vorstand zum 31. Dezember 2018 aufgestellten Konzernabschluss gebilligt.

Der Vorstand hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats satzungsgemäß 3.126.000,00 Euro aus dem Jahresüberschuss des Jahres 2018 in die Gewinnrücklagen eingestellt. Nach dieser Einstellung verbleibt ein Bilanzgewinn in Höhe von 3.126.074,77 Euro. Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung der Deutsche Balaton Aktiengesellschaft vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2018 in Höhe von 3.126.074,77 Euro zur Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen nach § 266 Absatz 3 A III Nr. 4 HGB zu verwenden. Der Aufsichtsrat hat in seiner Bilanzsitzung am 11. Juli 2019 den Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft und sich diesem angeschlossen. Im Einklang mit der jahrzehntelangen Dividendenpolitik der Gesellschaft, die auch auf der Internetseite unter http://www.deutsche-balaton.de/wp-content/uploads/2015/02/2015-08-http://www.deutsche-balaton.de/wp-content/uploads/2015/02/2015-08-07_DeutscheBalaton_Dividendenpolitik.pdf niedergelegt ist, und mit Rücksicht auf die Interessenlage u.a. der vielen langjährigen freien Aktionäre der Gesellschaft hat der Aufsichtsrat darauf verzichtet, der Hauptversammlung einen anderen Vorschlag zu der Verwendung des Bilanzgewinns zu unterbreiten.

Der Aufsichtsrat wird der Hauptversammlung ebenfalls vorschlagen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2018 in Höhe von 3.126.074,77 Euro zur Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen nach§ 266 Absatz 3 A III Nr. 4 HGB zu verwenden.

Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2018

Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2018 waren ununterbrochen die von der Hauptversammlung der Gesellschaft am 28. August 2014 gewählten Aufsichtsratsmitglieder Dipl.-Kfm. Philip Hornig, Dr. Burkhard Schäfer und Wilhelm K. T. Zours. Alle Aufsichtsratsmitglieder sind bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über ihre Entlastung für das Geschäftsjahr 2018 beschließt, gewählt. Vorsitzender des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2018 war Herrn Wilhelm K. T. Zours, sein Stellvertreter war Herr Dipl.-Kfm. Philip Hornig.

Anfechtungsklage gegen die Beschlüsse der Hauptversammlung 2016

Die vom Kleinstaktionär Michael Lehmann (damals Inhaber von 10 Aktien mit einem damaligen Börsenwert von 137 Euro oder einem Anteil von damals 0,00009% am Grundkapital der Deutsche Balaton AG) gegen vier von der Hauptversammlung am 31. August 2016 gefassten Beschlüsse beim Landgericht Mannheim erhobene Anfechtungsklage, in der die Gesellschaft nach § 246 Abs. 2 Satz 2 AktG durch Vorstand und Aufsichtsrat vertreten wurde, wurde mit Urteil des Landgerichts Mannheim vom 22. Mai 2017 vollumfänglich abgewiesen. Der Aktionär ist gegen das Urteil in Berufung gegangen. Die Berufung gegen das Urteil des Landgerichts Mannheim vom 22. Mai 2017 wurde mit Urteil des Oberlandesgerichts Karlsruhe vom 27. August 2018 vollumfänglich zurückgewiesen. Herr Lehmann ist Vorstandsmitglied der Hyrican Informationssysteme AG, an der die Deutsche Balaton zur Zeit eine Beteiligung von über 45% mit einem aktuellen Börsenwert von rd. 6 Mio. Euro hält und eine Mehrheitsbeteiligung (über 50%) halten wird, sofern die durch rechtswidrigen Kapitalerhöhungen (gemäß Urteil des Bundesgerichtshofs vom 10. Juli 2018) ausgegebenen Aktien von der Gesellschaft eingezogen werden.

Rechtsstreit Deutsche Balaton Aktiengesellschaft gegen die Hyrican Informationssysteme AG („Hyrican“)

Seit Anfang 2012 befinden wir uns in verschiedenen Rechtsstreitigkeiten mit der Hyrican Informationssysteme AG. Den wichtigsten Rechtsstreit mit der Hyrican Informationssysteme AG, in dem es um die Unwirksamkeit von Kapitalerhöhungen mit Bezugsrechtsausschluss der Hyrican Informationssysteme AG geht, haben wir bis in die letzte Instanz jeweils vollständig gewonnen. Mit Urteil des Bundesgerichtshofs vom 10. Juli 2018 hat dieses uns wie bereits das Thüringer OLG und das Landgericht Erfurt in dem Rechtsstreit gegen die Hyrican Informationssysteme AG im Hinblick auf die Unwirksamkeit der Beschlüsse zu Kapitalerhöhungen bei der Hyrican Informationssysteme AG vollumfänglich Recht gegeben. Das Thüringer OLG hatte die Revision nicht zugelassen. Gleichwohl hat die Hyrican Informationssysteme AG Nichtzulassungsbeschwerde zum Bundesgerichtshof eingelegt. Nach dem Urteil des Bundesgerichtshofes steht nunmehr fest, dass die Hyrican Informationssysteme AG 850.000 Aktien aus der Bar- und Sachkapitalerhöhung pflicht- und rechtswidrig ausgegeben hat. Nach der erforderlichen, aber bisher leider nicht erfolgten Einziehung dieser Aktien oder anderweitigen Austragung aus dem Handelsregister beträgt die Anzahl der ausgegebenen Aktien der Hyrican Informationssysteme AG maximal noch 4,0 Mio. Aktien. Hiervon hält die Deutsche Balaton einen Anteil von rund 2,2 Mio. Aktien, dies entspricht einem Anteil von rd. 55 % an 4,0 Mio. Aktien.

Anfechtungsklage gegen einen Beschluss der Hauptversammlung 2017

Gegen den Beschluss der Hauptversammlung vom 30. August 2017 unter Tagesordnungspunkt 6 haben die VCI Venture Capital und Immobilien AG, die Ost-West Beteiligungs- und Grundstücksverwaltungs AG und Herr Karl-Walter Freitag Anfechtungsklage erhoben. Zwischen der Ost-West Beteiligungs- und Grundstücksverwaltungs AG und Herrn Karl-Walter Freitag einerseits sowie der Gesellschaft andererseits wurde durch das Landgericht Mannheim auf Basis eines übereinstimmenden Vergleichsvorschlags vom 6. Februar 2018 und vom 7. Februar 2018 mit Beschluss vom 8. Februar 2018 ein gerichtlicher Vergleich festgestellt (einzusehen in der Bekanntmachung der Gesellschaft im Bundesanzeiger vom 19. Februar 2018). Die von der VCI Venture Capital und Immobilien AG aus Heidenheim danach weiterhin betriebene Anfechtungsklage wurde mit Urteil des Landgerichts Mannheim vom 12. März 2018 vollumfänglich abgewiesen. Der Aktionär ist gegen das Urteil in Berufung gegangen. Das Oberlandesgericht Karlsruhe hatte bereits zuvor am 5. März 2018 entschieden, dass die gegen den Kapitalherabsetzungsbeschluss der Hauptversammlung vom 30. August 2017 anhängige Klage der Eintragung nicht entgegensteht und etwaige Mängel des Hauptversammlungsbeschlusses die Wirkung der Eintragung unberührt lässt. Damit war der diesbezügliche Antrag der Deutsche Balaton AG vom 6. Dezember 2017 erfolgreich.

Anfechtungsklage gegen die Beschlüsse der Hauptversammlung 2018

Gegen alle Beschlüsse der Hauptversammlung vom 27. September 2018 hat die Aktionärin VCI Venture Capital und Immobilien AG Anfechtungsklage beim Landgericht Mannheim erhoben. Der gegnerische Rechtsanwalt hat mittlerweile das vorläufige Ruhen des Verfahrens beantragt, worüber das Gericht noch zu entscheiden hat. Ein Termin zur mündlichen Hauptverhandlung wurde auf Dezember 2019 terminiert.

Vorstandsangelegenheiten

Die Bestellung des Vorstandsmitglieds Jens Jüttner wurde mit Beschluss vom 18. April 2017 um fünf Jahre bis 30. April 2022 verlängert. Mit Beschluss vom 17. Mai 2019 stimmte der Aufsichtsrat dem Abschluss eines Aufhebungsvertrages mit Herrn Jens Jüttner zu, da dieser am 15. Mai 2019 in den Vorstand der SPARTA AG eingetreten ist. Herr Jens Jüttner wird der Deutsche Balaton Aktiengesellschaft weiterhin im Rahmen eines Angestelltenverhältnisses unterstützen. Der Aufsichtsrat bedankt sich bei Herrn Jüttner für die bis dahin erfolgreiche Zusammenarbeit und freut sich auf die Fortsetzung der Zusammenarbeit in der neuen Konstellation.

Am 9. Juli 2019 hat Herr Alexander Link das Angebot der Deutsche Balaton AG zum Abschluss eines Vorstandsdienstvertrags angenommen. Herr Link wird voraussichtlich zum 1. Januar 2020 in den Vorstand der Deutsche Balaton AG eintreten. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Herrn Link.

Unternehmensstrategie

Unsere Unternehmensstrategie hat sich auch im Geschäftsjahr 2018 nicht geändert: Diversifikation im Portfolio durch Anlage in Unternehmen verschiedener Branchen mit Sitz in verschiedenen Ländern (auch in solchen ohne Demographieprobleme), in Immobilien, Agrarland, in Rohstoffe und Rohstoffaktien, Schiffe, Emerging Market-Anleihen und –Aktien, risikoreichen Unternehmensneugründungen mit Totalausfallrisiko, aber hohen Chancen oder durch Ankauf von Insolvenzforderungen schützt am besten vor irrationalen oder allem Anschein nach rechtswidrigen Entscheidungen der Politik und der EZB oder vor zeitweiser Irrationalität an den Kapitalmärkten.

Diversifikation bedeutet aber auch die Inkaufnahme von neuen Risiken, die bei einer vermeintlich „sichereren“ Anlagestrategie mit der Begrenzung auf nur wenige Anlageklassen, politische Regionen oder Branchen nicht auftreten können. Dies kann durchaus auch zulasten der kurzfristigen Rendite gehen.

Zu dem in vorjährigen Berichten des Aufsichtsrats bereits angesprochenen Verfall der europäischen Rechtskultur (z.B. Griechenland-Anleihen-Privatanlegerenteignung, EZB Staatsanleihenankauf und ESM statt No-Bail-Out oder das rechtlich fragwürdige Öffnen von Grenzen mit unkontrollierter Einwanderung, die Finanzmarkt-Überregulierung, die Auswahl der fünf Wirtschaftsweisen demnächst mit Frauenquote, Diskussionen zur Enteignung von Wohnungsunternehmen, „Mietendeckel“ und andere staatliche Eingriffe in die Wirtschaft) gibt es nichts Erfreuliches zu berichten.

Leider geraten die Grundsätze der freien und sozialen Marktwirtschaft, der wir unseren Wohlstand in Freiheit verdanken, zunehmend in Vergessenheit, und das auch in der Partei Ludwig Erhards.

Dieses Umfeld macht es für unser Unternehmen immer schwieriger, eine risikoadäquate Rendite zu erzielen.

Der Aufsichtsrat dankt den Vorstandsmitgliedern und Mitarbeitern der Deutsche Balaton Aktiengesellschaft für ihren persönlichen Einsatz und die erbrachten Leistungen im Geschäftsjahr 2018.

 

Heidelberg, im Juli 2019

Wilhelm K. T. Zours

Vorsitzender des Aufsichtsrats