Marseille-Kliniken AG

Berlin

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2011 bis zum 30.06.2012

Konzern-Kennzahlen (IFRS)

    2011 | 2012 2010 | 2011 Veränderung
in %
Ergebnis        
Konzernumsatz Mio. € 195,1 190,0 2,7
EBITDAR Mio. € 54,8 51,9 5,6
EBITDA Mio. € 17,6 13,7 28,5
EBIT Mio. € 10,9 5,7 91,2
EBIT-Marge % 5,6 3,0 86,7
Konzernergebnis (EAT) Mio. € 6,5 2,9 124,1
RoS % 3,3 1,5 120,0
Cashflow aus operativer Tätigkeit Mio. € 6,6 0,9 633,3
Bilanz        
Anlagevermögen Mio. € 157,5 162,6 -3,1
Investitionen Mio. € 2,1 3,1 -29,0
Eigenkapital Mio. € 37,0 34,2 8,2
Eigenkapital einschl. Investitionszuwendungen Mio. € 70,7 69,2 2,2
Eigenkapitalquote % 19,5 17,1 14,1
Eigenkapitalquote einschl. Investitionszuwendungen % 37,4 34,6 7,8
Eigenkapitalrendite % 17,6 8,4 109,5
Finanzschulden Mio. € 57,5 57,1 0,7
Finanzschuldenquote % 30,4 28,6 6,2
Pro-Kopf-Umsatz T€ 41,3 42,0 -1,6
Sonstige        
Ergebnis je Aktie 1) Anzahl 0,45 0,23 95,7
Mitarbeiter Anzahl 4.718 4.522 4,4
Einrichtungen Anzahl 60 60 0,0
Bettenkapazität Anzahl 8.028 8.083 -0,7
Auslastung % 88,9 87,1 2,1

1) Auf Basis von 14.464.325 (2011/2012) bzw. 12.290.626 (2010/2011) gewichteten ausstehenden Stimmanteile

Chart

Inhalt

Mission Statement

Aktionärsbrief

Standorte

Segmente

Zufriedenheit unserer Interessenten und Mitarbeiter machen uns stark

Rundum gut versorgt

Vertrauen durch Qualität

Gut geführte Einrichtungen

Personalbindung durch Förderung

Gesundheitsmarkt

Aktie und Investor Relations

Konzernlagebericht

Überblick und Kennzahlen des Konzerns

Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen

Strategie des Konzerns

Ertragslage des Marseille-Kliniken Konzerns

Vermögenslage des Konzerns

Finanzlage des Konzerns

Investitionen des Konzerns

Forschung und Entwicklung

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Einzelabschluss der Marseille-Kliniken AG

Risikobericht

Nachtragsbericht

Vergütungsbericht

Corporate Governance

Prognosebericht

Konzernabschluss/Einzelabschluss

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Konzernbilanz

Konzern-Kapitalflussrechnung

Entwicklung des Konzernanlagevermögens zum 30. Juni 2011

Entwicklung des Konzernanlagevermögens zum 30. Juni 2012

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Gewinn- und Verlustrechnung der Marseille-Kliniken AG (Einzelgesellschaft)

Bilanz der Marseille-Kliniken AG (Einzelgesellschaft)

Konzernanhang

Informationen zum Unternehmen

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Erläuterung zur Konzernbilanz

Erläuterung zur Konzern Gewinn- und Verlustrechnung

Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten

Segmentbericherstattung

Ergebnis je Aktie

Gezahlte und vorgeschlagene Dividende

Eigenkapitalveränderungsrechnung

Konzern-Kapitalflussrechnung

Sonstige Angaben

Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)

Bestätigungsvermerke des Abschlussprüfers

Corporate Governance-Bericht

Bericht des Aufsichtsrates

Impressum und Kontakt

Mission Statement

Vision

In einem Marktumfeld, das es aus haushaltspolitischen Gründen dem Staat und den Wohlfahrtsverbänden zunehmend unmöglich macht Pflegeleistungen im angemessenen Umfang zu gewährleisten, übernimmt die Marseille-Kliniken AG auch zukünftig als privatwirtschaftlicher Anbieter diese demografisch unumgänglich notwendige Pflegeversorgung. Die gleichzeitige Übernahme der gesellschaftlichen Verantwortung innerhalb der Gesundheitsversorgung Deutschlands und die Sicherung eines langfristigen und ertragreichen Unternehmenswachstums sind für uns daher kein Widerspruch, sondern der Kern unserer Unternehmensvision.

Mission

In unserem Handeln als börsennotierter Betreiber von Pflegeeinrichtungen und Mietobjekten des Betreuten Wohnens, lassen wir uns leiten von den drei Werten: Kundenorientierung, soziale Verantwortung und Wirtschaftlichkeit. Durch ihre Verbindung möchten wir Vertrauen schaffen bei den Bewohnern unserer Häuser, deren Angehörigen, unseren Mitarbeitern, Geschäftspartnern und Aktionären, um unsere Unternehmensvision zu verwirklichen.

Strategie

Als eines der deutschlandweit führenden Unternehmen der Pflegebranche, wird unser Geschäftsmodell entscheidend von der demographischen Entwicklung beeinflusst. In Kombination mit den eingeschränkten Handlungsoptionen der öffentlichen Haushalte, besitzt es dadurch eine planbare und nachhaltige Zukunftsperspektive. Kurzfristige konjunkturelle Schwankungen üben auf uns dagegen nur einen untergeordneten Einfluss aus. In diesem aussichtsreichen Marktumfeld agiert die Marseille-Kliniken AG durch ihre Konzernstrategie, die durch klare Fokussierung auf den Geschäftsbereich Pflege, Qualitätsführerschaft und effektive Managementstrukturen gekennzeichnet ist. Detaillierte Erläuterungen hierzu erhalten Sie in Abschnitt 3 (Strategie des Konzerns) des Konzernlageberichts.

Aktionärsbrief

Sehr geehrte Aktionäre und interessierte Leser,

die Situation der Marseille-Kliniken AG zu Beginn des Geschäftsjahres 2011/2012 war durch die Umsetzung der strategischen Neuausrichtung mit den Pfeilern Fokussierung auf unser Kerngeschäft in der stationären und ambulanten Pflege, dem Ausbau der Qualitätsführerschaft sowie einer neuen Managementstruktur (dezentrale Regionalleiterstruktur) gekennzeichnet. Gleichzeitig markierte dieser Zeitraum auch einen personellen Umbruch im Konzernvorstand. Dem jetzigen Vorstand wurde Anfang Oktober 2011 vom Aufsichtsrat die Verantwortung zur Konzernführung und Fortsetzung der eingeleiteten Strategie übertragen.

Gemeinsam gelang es dem Management-Team der Marseille-Kliniken AG, den eingeschlagenen Kurs in der Konzernstrategie zu festigen und deutlich messbare Erfolge aus dieser Entwicklung zu gewinnen. So wurden noch vereinzelt bestehende Belegungsstopps abgebaut und damals defizitäre Einrichtungen wie die AMARITA-Hamburg in die Gewinnzone zurückgeführt. Insgesamt stieg die Belegungsquote von durchschnittlich 87,1 % im Vorjahreszeitraum auf 88,9 % im Geschäftsjahr 2011/2012. Diese Erfolge schlugen sich in der Ertragssituation unseres Konzerns nieder. So erhöhte sich der Umsatz im Berichtsjahr 2011/2012 um +2,7 % auf 195,1 Mio. € und ergab bei leicht verringerten Gesamtaufwendungen ein EBIT von 10,9 Mio. €, was einen Zuwachs von rund 91 % (2010/2011: 5,7 Mio. €) bedeutet. Mit diesen Ergebnissen haben wir nicht nur unsere Prognose eines moderaten Umsatzanstiegs und eines EBIT von 10 Mio. € erfüllt, sondern sogar leicht übertroffen. Uns freut besonders, dass dieses Ergebnis nicht auf einmaligen Sondereffekten beruht, sondern das Resultat eines nachhaltigen Strategiepfads ist. Zusätzlich zu dieser Ergebnissteigerung haben wir auch unsere Finanzkraft weiter stärken können. So wurde im Dezember 2011 die damalige einjährige Unternehmensanleihe durch die Ausgabe einer neuen zweijährigen Anleihe abgelöst. Diese verlängerte Laufzeit verbesserte nicht nur unsere Tilgungsmodalität, sondern verschafft uns durch die Möglichkeit zu einer vorzeitigen Ablösung der Anleihe nach einem Jahr ausreichend Flexibilität. Bereits im April 2012 haben wir Anleihen im Wert von 3,0 Mio. € zurückgekauft und somit unsere zukünftigen Zinsaufwendungen reduziert. Die Gegenfinanzierung dieser Transaktion erfolgte durch den von uns generierten Cash Flow und ein langfristiges Darlehen.

In der Berichtsperiode wiesen unsere Einrichtungen weiterhin einen Leerstand von über 10 % auf. In diesem Zusammenhang behinderte auch der generelle Fachkräftemangel in der deutschen Gesundheitsbranche eine zügigere Belegung der Einrichtungen. Den in der Berichtsperiode fokussierten Weg mit seinen innerbetrieblichen strategischen Weichenstellungen und Erfolgen im operativen Geschäft, werden wir daher konsequent fortsetzen und letzte Verbesserungsmöglichkeiten in der Strategieumsetzung nutzen. Als Ergebnis hieraus erwarten wir für das Geschäftsjahr 2012/2013 ein Umsatzniveau leicht über dem Vorjahreswert und eine weitere Verbesserung des EBIT. Als Konsequenz daraus halten wir auch weitere Impulse auf den Aktienkurs für realistisch.

Unser abschließender Dank gilt besonders unseren Mitarbeitern, die sich stets für das Wohl unserer Bewohner oder für die Organisation bzw. Verwaltung unseres Unternehmens einsetzen. Ihrer täglichen Arbeit ist es zu verdanken, dass der Konzern Marseille-Kliniken AG seit über 25 Jahren eine führende Rolle in der deutschen Pflegewirtschaft einnimmt. Wir danken außerdem unseren Aktionären und den Bewohnern sowie Angehörigen unserer Einrichtungen für das Vertrauen, das sie der Marseille-Kliniken AG entgegenbringen.

 

Berlin, im Oktober 2012

Michael Thanheiser

Aktie und Investor Relations

Chart

Marseille-Kliniken-Aktie steigt entgegen des Börsentrends

Der Aktienkurs der Marseille-Kliniken AG stieg im Geschäftsjahr 2011/2012 nach anfänglicher Wertkorrektur an. Erste aus dem strategischen Richtungswechsel des Unternehmens resultierende Erfolge wurden durch diese Kurssteigerungen im Zeitraum September 2011 bis März 2012 honoriert. Eine anschließende Korrekturbewegung erfolgte vor dem Hintergrund eines allgemein eingetrübten Kapitalmarktumfelds.

Der Zeitraum des zurückliegenden Geschäftsjahres (1. Juli 2011 – 30. Juni 2012) war von Unsicherheiten im Euro-Raum und teilweise drohendem konjunkturellen Abschwung der Weltwirtschaft gekennzeichnet. Entsprechend dieses Marktumfelds ergaben sich für Aktienindizes weltweit deutliche Schwankungen, was sich durch starken Kursverfall im Zeitraum Juli – September 2011 und die darauffolgende Kurserholung von September 2011 bis März 2012 zeigte. Die von März bis Juni 2012 einsetzende rückläufige Tendenz wurde Anfang Juni durch eine erneut positive Entwicklung gestoppt.

Kursentwicklungen

Insgesamt ergaben sich somit auch für den deutschen Leitindex DAX starke Schwankungen, die in den oben erläuterten Zeiträumen zu Kursverlusten von rund -30 % (Juli – September 2011) bzw. -17 % (März – Juni 2012) und Kursgewinnen von +41 % (September 2011 – März 2012) führten. Bezogen auf den gesamten Berichtszeitraum fiel der DAX gegenüber seinem Vorjahresniveau um rund -13 % auf 6.416 Punkte (29. Juni 2012).

Die Aktie der Marseille-Kliniken AG konnte sich der allgemeinen Entwicklung am Kapitalmarkt nicht vollständig entziehen, jedoch weist sie im Geschäftsjahresrückblick mit positivem Kursverlauf von +3,2 % eine deutlich bessere Performance als die allgemeine Börsenentwicklung auf (vgl. Tabelle). Lediglich der Prime Pharma & Healthcare-Index stieg noch stärker an. Am 1. Juli 2011 betrug der Xetra-Kurs des Unternehmens 2,50 € und fiel bis Anfang September 2011 auf 1,38 €. Ausgehend von diesem Jahrestiefkurs kletterte der Wert flankiert durch die positive operative Entwicklung des Unternehmens bis Anfang März 2012 deutlich an, bevor eine Seitwärtsbewegung bei einem Kursniveau von rund 3 € einsetzte. Seinen Jahreshöchstkurs erreichte der Wert am 08. Mai 2012 mit 3,09 €. Aufgrund eines starken Angebotsüberhangs am 10. Mai 2012 sank der Kurs der Aktie auf 2,67 € und verlief hiernach erneut seitwärts, bis er am 29. Juni 2012 bei 2,58 € schloss.

Marktkapitalisierung und Handelsvolumen

Auf Basis des Schlusskurses vom 29. Juni 2012 ergibt sich für die Marseille-Kliniken AG ein Anstieg der Marktkapitalisierung auf 37,6 Mio. € (Vorjahreszeitpunkt: 36,5 Mio. €). Das durchschnittliche Handelsvolumen der Aktie an der Frankfurter Börse und im Xetra-System wuchs um rund 15 % auf 16.583 Aktien pro Tag an. Im Vorjahreszeitraum hatte dieser Wert 14.366 Stücke betragen.

Der Vorstand der Marseille-Kliniken AG ist der Ansicht, dass die Kurssteigerungen des Geschäftsjahres 2011/2012 und der Schlusskurs am 30. Juni 2012 noch nicht die vollständige positive operative Entwicklung des Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr widerspiegelt. Um den Kapitalmarkt weiter von den Chancen eines Investments in die Aktie zu überzeugen, wird es notwendig sein, weiterhin andauernde Beweise der nachhaltigen Ertragsfähigkeit des Konzerns zu erbringen. Der Vorstand ist davon überzeugt, dass sich das Unternehmen diesbezüglich weiterhin auf gutem Kurs befindet.

Kursentwicklung

  29.6.2012 30.6.2011 Veränderung in %
Marseille-Aktie 2,58 € 2,50 € +3,20
DAX 6.416,28 7.376,24 -13,00
SDAX 4.804,29 5.416,54 -11,30
CDAX 568,84 651,43 -12,70
Prime All Share 2.423,21 2.752,10 -11,95
Classic All Share 3.468,49 3.645,03 -4,80
GEX 1.054,95 1.864,12 -43,40
Prime Pharma & Healthcare 2.253,27 2.079,41 +8,40

Analysteneinschätzungen

Die Marseille-Kliniken AG wurde im Berichtsjahr von vier renommierten Banken und Research-Anbietern fortlaufend bewertet und kommentiert. Die Erwartungshaltung an die zukünftige Entwicklung differiert dabei zwischen den einzelnen Instituten. Von den aktuellen Empfehlungen der Analysten lauten drei auf „Kaufen“ und eine auf „Halten“, was insgesamt einen positiven Tenor der Einschätzungen bedeutet und auch die Konzernentwicklung des letzten Geschäftsjahres abbildet. Die kontinuierliche Betreuung des Unternehmens durch diese unabhängigen Analysehäuser gewährleistet eine angemessene Wahrnehmung und repräsentative Berichterstattung innerhalb der Finanzbranche. Interessierte Investoren erhalten damit auch außerhalb der unternehmenseigenen Publikationen eine unabhängige und fundierte Einschätzung über die Entwicklung des Konzerns.

Investorenkontakte und Aktionärsstruktur

Den Kontakt zu Kapitalmarktteilnehmern hat die Marseille-Kliniken AG auch im abgelaufenen Geschäftsjahr unter anderem durch die Teilnahme an Investorenkonferenzen wie dem Deutschen Eigenkapitalforum oder dem HPS-Gesundheitstag (beide in Frankfurt am Main) gepflegt. Darüber hinaus fanden Gespräche mit Vertretern institutioneller Investoren statt, denen die Entwicklungspläne des Unternehmens sowie die sich daraus ergebenden Potenziale einer Kapitalanlage erläutert wurden. Für die Zukunft ist ein weiterer Ausbau der Investor Relations Aktivitäten geplant, um Aktionären, interessierten Investoren und Finanzanalysten ein noch erweitertes Informationsangebot zur Verfügung stellen zu können. Der Gründer und Hauptaktionär Herr Ulrich Marseille und seine Ehefrau Estella-Maria Marseille halten rund 60 % am Grundkapital der Marseille-Kliniken AG. Am 16. Dezember 2011 erwarb Herr Dr. h.c. Carsten Maschmeyer Anteile in Höhe von rund 5,33 % der Aktien der Marseille-Kliniken AG.

Kennzahlen zur Aktie

    2011 | 2012 2010 | 2011
Jahresüberschuss Mio. € 6,46 2,97
Dividende je Aktie 0,00 0,00
Höchstkurs 3,09 4,23
Tiefstkurs 1,34 2,22
Jahresschlusskurs 2,58 2,50
Anzahl Aktien Mio. 14,58 14,58
Marktkapitalisierung (zum 30.6.) Mio. € 37,61 36,45
KGV 1)   5,73 10,87

1) Ermittlung im Wege des gewichteten Durchschnitts nach Abzug eigener Anteile.

Anleihe

Die im Dezember 2010 emittierten einjährigen Teilschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von 15,0 Mio. € konnten im November 2011 erfolgreich durch eine neue zweijährige Anleihe in identischer Höhe abgelöst werden. Diese Anleihe war von institutionellen Anlegern leicht überzeichnet und ist im Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse (ISIN DE000A1MASB1) notiert. Der Coupon beträgt im ersten Jahr 9,5 % und im zweiten Jahr 12,5 %, wobei dem Unternehmen eine Option auf vorzeitige Ablösung nach einem Jahr eingeräumt wurde. Durch die positive ertragswirtschaftliche Entwicklung des Konzerns und das zinsgünstigere Darlehen eines Finanzinstituts, konnte die erste Teilablösung der Anleihe in Höhe von 3,0 Mio. € bereits im April 2012 erfolgen.

Investor Relations

Anspruch unserer Investor Relations Aktivitäten ist eine kontinuierliche, verlässliche und offene Information aller Kapitalmarktteilnehmer. Bei Analystentreffen, auf Investorenkonferenzen und auf Roadshows bieten wir ergänzend zu den Pflichtpublikationen bestehenden und potenziellen Aktionären sowie Finanzanalysten die Möglichkeit, sich ein transparentes Bild unseres Unternehmens zu machen. Vielfältige Informationen werden interessierten Anlegern auch im Bereich Investor Relations auf der Internetseite zur Verfügung gestellt. Neben den Geschäfts- und Zwischenberichten stehen hier auch Finanzkennzahlen, Studien der Finanzanalysten sowie allgemeine Informationen zur Konzernstrategie und den Tätigkeitsfeldern des Unternehmens zur Verfügung.

Finanzkalender

für das Geschäftsjahr 2012/2013  
Small Cap Conference (Investorenkonferenz) August 2012
Veröffentlichung Konzernabschluss 2011/2012 Oktober 2012
Bilanzpressekonferenz Oktober 2012
Zahlen 1. Quartalsbericht 2012/2013 November 2012
Deutsches Eigenkapitalforum (Investorenkonferenz) November 2012
113. Hauptversammlung Dezember 2012
Zahlen 2. Quartalsbericht 2012/2013 Februar 2013
Zahlen 3. Quartalsbericht 2012/2013 Mai 2013

Informationen zur Aktie

ISIN DE0007783003
Kürzel MKA.ETR
Reuterskürzel MKAG
Börsensegment Prime Standard
Handelsplätze Xetra, Frankfurt a.M, Hamburg
Designated Sponsor Close Brothers Seydler AG

Dividende

In der Vergangenheit verfolgte die Marseille-Kliniken AG eine aktionärsfreundliche Dividendenpolitik. Zu dieser Vorgehensweise soll zurückgekehrt werden, sobald die wirtschaftliche Lage des Unternehmens dies ermöglicht.

Börsennotierung

Die Aktie der Marseille-Kliniken AG ist innerhalb des Börsensegments Regulierter Markt im Prime Standard gelistet. Daraus ergeben sich umfangreiche Informations- und Transparenzanforderungen, die das Unternehmen in vollem Umfang erfüllt. Im Geschäftsjahr 2011/2012 bestanden Börsennotierungen im Regulierten Markt der Handelsplätze Frankfurt, Hamburg und Xetra. Am 29. Juni 2012 kündigte die Marseille-Kliniken AG an, die Notierung an der Hamburger Börse aufgrund des hier bestehenden geringen Handelsvolumens aufzugeben.

Konzernlagebericht

1. Überblick und Kennzahlen des Konzerns

2. Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen

2.1 Geschäftstätigkeit

2.2 Rahmenbedingungen

3. Strategie des Konzerns

4. Ertragslage des Marseille-Kliniken Konzerns

4.1 Umsatzerlöse

4.2 Sonstige betriebliche Erträge

4.3 Materialaufwand

4.4 Personalaufwand

4.5 Abschreibungen

4.6 Sonstige betriebliche Aufwendungen/ Sonstige Steuern

4.7 Finanzergebnis

4.8 Ertragsteuern

4.9 Sondereffekte, die das Ergebnis beeinflusst haben

4.10 Betriebliches Ergebnis und Ertragskennzahlen

4.11 Konzernergebnis

4.12 Ergebnis je Aktie

5. Vermögenslage des Konzerns

6. Finanzlage des Konzerns

7. Investitionen des Konzerns

8. Forschung und Entwicklung

9. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

10. Einzelabschluss der Marseille-Kliniken AG

10.1 Ertragslage

10.2 Vermögens- und Finanzlage

11. Risikobericht

11.1 Risikomanagementsystem

11.2 Rechnungslegungsbezogenes Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

11.3 Umfeld- und Branchenrisiken

11.4 Leistungswirtschaftliche Risiken des Konzerns

11.5 Strategische Risiken des Konzerns

11.6 Finanzwirtschaftliche Risiken

11.7 Rechtliche Risiken

11.8 Sonstige Risiken

12. Nachtragsbericht

13. Vergütungsbericht

14. Corporate Governance (Entsprechenserklärung, Erklärung zur Unternehmensführung, Bericht des Vorstandes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen, Angabe- pflichten gemäß § 315 Abs. 4 HGB)

15. Prognosebericht

Der Lagebericht der Marseille-Kliniken AG wird gemäß § 315 Abs. 3 HGB mit dem des Marseille-Kliniken Konzerns zusammengefasst. Die Risiken und Chancen der Marseille-Kliniken AG, als Muttergesellschaft, sind untrennbar mit dem Konzern verbunden. In diesem Lagebericht enthaltene Informationen beziehen sich, sofern nicht anders angegeben, auf den Konzern. Die Informationen zur Lage des Mutterunternehmens Marseille-Kliniken AG sind in dem separaten Abschnitt „Einzelabschluss der Marseille-Kliniken AG“ dargestellt.

Der Marseille-Kliniken Konzernabschluss ist nach den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Einzelabschluss der Marseille-Kliniken AG nach den Grundsätzen des deutschen Handelsrechts (HGB) und den aktienrechtlichen (AktG) Vorschriften aufgestellt.

1. Überblick und Kennzahlen des Konzerns

Die Marseille-Kliniken AG ist ein führender börsennotierter Betreiber von Pflegeheimen in Deutschland. Kernsegment des Unternehmens bildet der Bereich der Altenpflege mit einer Versorgungskapazität von 8.028 Betten (Vertriebskapazität 7.915 Betten). Der Konzern betreibt insgesamt 60 Senioreneinrichtungen, davon drei Pflegeheime für Menschen mit Behinderung, und versorgt somit nahezu bundesweit – in 13 von 16 Bundesländern – pflege- oder betreuungsbedürftige Personen. Durch den Bereich „Betreutes Wohnen” innerhalb des Konzerns wird das Kernsegment „Stationäre Altenpflege“ sinnvoll ergänzt. Hier versorgt das Unternehmen als Dienstleister in vier Gebäudekomplexen in Gera, Halle und Potsdam ältere Menschen in 1.146 Wohneinheiten.

Das vorherige Geschäftsjahr 2010/2011 stellte für die Marseille-Kliniken einen positiven Wendepunkt dar, die strategische Neuausrichtung wurde im Berichtsjahr 2011/2012 fortgesetzt und weitestgehend abgeschlossen. Durch den Verkauf der Rehabilitationssparte, die Einführung einer operativen und dezentralen Regionalleiterstruktur sowie den weiteren Ausbau der Qualitätsführerschaft verfolgt der Konzern seit 2010 konsequent seine strategische Neuausrichtung. Die operativen Erfolge dieser Strategie drücken sich in einer höheren Auslastungsquote von durchschnittlich 88,9 % (2010/2011: 87,1 %) aus. Zum 30. Juni 2012 wurden 84 (Vorjahr: 123) Gesellschaften konsolidiert. Die angekündigte Verschlankung der Konzernstruktur konnte damit im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgreich umgesetzt werden, indem nicht operativ tätige Unternehmen liquidiert und einige Verschmelzungen vorgenommen wurden.

Neben der Auslastungserhöhung und der Sicherstellung unserer Qualitätsführerschaft stellt der Aufbau von Kapazitäten im Bereich „Betreutes Wohnen“ ein strategisches Ziel dar. Eine Erhöhung der Bettenkapazität im stationären Bereich ist hingegen aufgrund der im Markt herrschenden Überkapazitäten nicht vorgesehen. Somit orientieren sich die Kapazitäten in beiden Unternehmensbereichen noch stärker an der tatsächlichen Marktnachfrage.

Im Geschäftsjahr 2011/2012 erwirtschaftete der Marseille-Kliniken Konzern einen Umsatz in Höhe von 195,1 Mio. €, nach 190,0 Mio. € im Vorjahr. Damit ist es dem Marseille-Kliniken Konzern gelungen, sich in einem schwierigen Marktumfeld zu behaupten und höhere Umsatzerlöse durch Verbesserung der Auslastung und Erlösqualität zu erwirtschaften.

Das Ergebnis des Konzerns vor Abschreibungen, Zinsen, Mietaufwendungen und Steuern (EBITDAR) stieg von 51,9 Mio. € um 2,9 Mio. € auf 54,8 Mio. € an.

Unter Berücksichtigung von Mietaufwendungen hat sich das EBITDA von 13,7 Mio. € um 3,9 Mio. € auf 17,6 Mio. € verbessert.

Das um Sondereffekte bereinigte EBT des Vorjahres von 4,6 Mio. € konnte um 2,5 Mio. € auf 7,1 Mio. € verbessert werden.

Nachdem im Vorjahr außerplanmäßige Abschreibungen i.H.v. 0,8 Mio. € auf immaterielle Vermögensgegenstände vorgenommen wurden, sind die Abschreibungen von 8,0 Mio. € im Vorjahreszeitraum auf 6,7 Mio. € zurückgegangen. Das Finanzergebnis verringerte sich um 0,6 Mio. € auf -4,6 Mio. €, was im Wesentlichen auf Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit der Betriebsprüfung für die Geschäftsjahre 2005 bis 2008 und der höheren Verzinsung der Anleihe, die im Dezember 2011 emittiert wurde, zurückzuführen ist.

Nach Steuern und Minderheitsanteilen ergab sich für die Marseille-Kliniken AG ein Konzernergebnis von 6,5 Mio. €, das um ca. 125 % über dem Vorjahreszeitraum (2,9 Mio. €) lag.

2. Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen

2.1 Geschäftstätigkeit

Die Marseille-Kliniken AG ist mit 57 stationären Pflegeeinrichtungen, 4 Wohnanlagen für Betreutes Wohnen und ihren rund 4.700 Mitarbeitern ein marktführendes börsennotiertes Unternehmen der Pflegewirtschaft in Deutschland. Kerngeschäftsbereich des Unternehmens bildet der Bereich der Pflegeleistungen mit einer Versorgungskapazität von 8.028 Betten (Vertriebskapazität 7.915 Betten). Dieser Geschäftsbereich untergliedert sich in Stationäre Pflege und Ambulante Pflege. Durch das Teilsegment „Betreutes Wohnen” innerhalb der Ambulanten Pflege wird dies sinnvoll ergänzt. Hier versorgt das Unternehmen als Dienstleister in Gera, Halle und Potsdam ältere Menschen. Das Geschäftsmodell wird entscheidend von der für das Unternehmen vorteilhaften demographischen Entwicklung beeinflusst und besitzt dadurch eine nachhaltige Zukunftsperspektive. Kurzfristige konjunkturelle Schwankungen üben dagegen nur einen untergeordneten Einfluss aus. Als konsequent modern ausgerichteter Qualitätsanbieter ist das private Unternehmen innerhalb eines Wettbewerbsumfelds, das hauptsächlich von regional tätigen Wohlfahrtsverbänden bestimmt wird, gut positioniert.

Die operative Leitung wird durch die verantwortlichen Regionalleiter und den Vorstand der Marseille-Kliniken wahrgenommen und durch interne Dienstleister für die Zentralfunktionen Personal, Finanzen und Controlling, Rechnungswesen, Steuern, Informationstechnologie, Organisationsentwicklung und Marketing unterstützt. Durch diese organisatorische Ausrichtung wird dauerhafte regionale Präsenz verbunden mit einer operativen Handlungsfähigkeit weiter sichergestellt.

Die einzelnen Einrichtungen werden überwiegend als juristisch eigenständige Tochtergesellschaften, angebunden an die Muttergesellschaft Marseille-Kliniken AG, geführt.

2.2 Rahmenbedingungen

2.2.1 Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Die gesamtwirtschaftliche Situation in Deutschland ist nach einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 3,1 % im Jahre 2011 aktuell durch eine konjunkturelle Abschwächung gekennzeichnet. In den ersten beiden Quartalen 2012 belief sich das Wirtschaftswachstum im Vorjahresvergleich auf 0,5 % bzw. 0,3 %.1) Hieraus leitet sich eine insgesamt flachere, aber weiter positive Wachstumserwartung von 0,7 % in 2012 und 1,6 % in 2013 für die deutsche Wirtschaft ab.2)

Entgegen der überwiegend positiven Entwicklung der Privatwirtschaft seit 2010, wird die Verschuldung verschiedener Staaten von Wirtschaftsexperten mehrheitlich als problematisch angesehen. Die deutlich ausgeweitete Staatsverschuldung der Bundesrepublik Deutschland von derzeit über 80 % des Bruttoinlandsproduktes könnte langfristig zu erheblichen strukturellen Auswirkungen auf den gesamten Gesundheitsmarkt führen.3)

2.2.2 Der deutsche Gesundheitsmarkt

Das Volumen des deutschen Gesundheitsmarktes belief sich zum Zeitpunkt der letzten statistischen Erhebung aus dem Jahr 2010 auf 287,3 Mrd. €. Der daraus abgeleitete Anteil am Bruttoinlandsprodukt der Bundesrepublik Deutschland betrug rund 11,6 %. Dieser relativ hohe Anteil spiegelt auch das stabile Wachstum des Gesundheitsmarktes innerhalb der letzten Jahre gegenüber anderen Wirtschaftsbranchen wider. Die durchschnittliche Steigerung des Marktvolumens in den Jahren 2004 bis 2010 lag bei 3,5 % p.a. Von 2009 auf 2010 stiegen die Kosten um 8,9 Mrd. € oder 3,2 %.4) Dieses Marktwachstum trotz der in diesen Zeiträumen teilweise aufgetretenen wirtschaftlichen Unsicherheiten verdeutlicht die hohe Unabhängigkeit des Gesundheitsmarktes von der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung.

Innerhalb der Gesundheitswirtschaft betrug nach den aktuellen Statistiken aus dem Jahr 2010 das gesamte Marktvolumen der ambulanten und stationären Pflege 31,8 Mrd. €. Dies bedeutet im Vorjahresvergleich ein deutliches Wachstum von rund 5,0 % (2009: 30,3 Mrd. €) und somit einen stärkeren Zuwachs als der Gesundheitsmarkt insgesamt.5)

Auch zukünftig wird laut einer Prognose des Instituts der Deutschen Wirtschaft das Volumen des Marktes für Pflegeleistungen, und damit die zugehörigen Ausgaben, weiter steigen, da die Anzahl der Pflegebedürftigen von rund 2,3 Mio. (Stand 2008) bis 2050 auf 4,1 Mio. Personen zunimmt. Innerhalb der Pflegeversorgung prognostizieren die Experten einen parallelen Trend weg von häuslicher Pflege durch Angehörige hin zu stationärer oder ambulanter Pflege durch Fachpersonal6).

In diesem Marktumfeld ergeben sich für die Marseille-Kliniken als privatwirtschaftlichen Betreiber von Senioreneinrichtungen Herausforderungen für die Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung innerhalb des Gesundheitsmarktes, aber auch erhebliche langfristige Wachstumspotenziale für den gesamten Konzern. Die hieraus abgeleitete Unternehmensstrategie wird im folgenden Abschnitt erläutert.

1) Statistisches Bundesamt (2012); „Bruttoinlandsprodukt (Vierteljahres- und Jahresangaben) Lange Reihe ab 1970“; www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/Gesamtwirtschaft- Umwelt/VGR/VolkswirtschaftlicheGesamtrechnungen.html
2) Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (2012) „Projektionen der Bundesregierung“; www.bmwi.de/DE/Themen/Wirtschaft/Konjunktur-und-statistiken/ projektionen.html
3) Statistisches Bundesamt (2012) „Europäische Union (EU)-Stabilitätspakt“; www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesamtwirtschaftUmwelt/VGR/EUStabilitaetspakt/ Tabellen/DefizitSchuldenEU.html
4) Statistisches Bundesamt (2012) „Entwicklung der Gesundheitsausgaben (nominal)“; www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/Gesundheit/_Grafik/Nominal.html
5) Statistisches Bundesamt (2011 & 2012) – Fachserie 12, Reihe 7.1.1 & 7.1.2
6) Institut der Deutschen Wirtschaft (2008) Wertschöpfungs- und Beschäftigungspotenziale auf dem Pflegemarkt in Deutschland bis 2050

3. Strategie des Konzerns

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Die Marseille-Kliniken AG zählt als börsennotierter Betreiber von Altenpflegeheimen und Einrichtungen des Betreuten Wohnens zu den führenden Anbietern von Pflegedienstleistungen in Deutschland. Neben der demographischen Entwicklung ist es die schlechte Finanzlage der öffentlichen Haushalte und Pflegekassen, die den Wachstumsmarkt der privatwirtschaftlich organisierten stationären und ambulanten Pflege und somit das Fundament der Konzernstrategie legt. Innerhalb dieses Zukunftsmarktes positionieren sich die Marseille-Kliniken mit einer von drei Pfeilern getragenen Konzernstrategie, um ihrem Konzernziel des ertragreichen langfristigen Wachstums Rechnung zu tragen:

Einen der drei Pfeiler der Strategie bildet der Anspruch der Qualitätsführerschaft im deutschen Pflegemarkt. Mit innovativen Lösungen zur Steigerung der Qualität und Transparenz sind die Marseille-Kliniken Vorreiter auf dem Markt für Pflegedienstleistungen. Bei der Pflege, im Umgang mit hilfebedürftigen Menschen, bei der sozialen Betreuung und im Bereich Unterbringung und Service wurden hohe Standards gesetzt. Die Pflegeeinrichtungen wurden nach anerkannten Normen wie MDK-Noten oder Grüner Haken durch externe Stellen zertifiziert. Zur Sicherung der hohen Qualitätsstandards und zur Weiterentwicklung der Einrichtungen wurde ein umfangreiches, für die Pflegebranche beispielgebendes Auditsystem (differenziert in Prozess-, Besuchs- und Systemaudit) etabliert. Das konzerninterne Qualitätsmanagementsystem basiert auf Kennzahlen und einer EDV-Erfassung, die eine Früherkennung von Pflegerisiken ermöglicht und permanent über den Stand der Pflegequalität Auskunft gibt. Eine Analyse der täglichen Pflegearbeit, ein differenziert ausgestaltetes Beschwerdemanagement sowie eine regelmäßige, anonyme Befragung von Angehörigen runden zusätzlich den kontinuierlichen Verbesserungsprozess der Pflege ab. Des Weiteren wird das Pflegepersonal durch angepasste Softwarelösungen von administrativen Aufgaben entlastet, so dass den Mitarbeitern mehr Zeit für die individuelle Betreuung der Bewohner zur Verfügung steht. Unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kommt insbesondere im Strategiepfeiler der Qualitätsführerschaft eine zentrale Rolle zu. Um den hohen Qualitätsanforderungen in der Pflege und der individuellen Betreuung zu entsprechen, nehmen die regelmäßigen Fort- und Weiterbildungen der Mitarbeiter einen hohen Stellenwert innerhalb der breit angelegten Personaloffensiven zur Steigerung der Attraktivität des Konzerns als Arbeitgeber ein. Die Komponente der Fortbildung wird durch das Betreiben der Marseille-Akademie deutlich. Mit computergestützten e Learning-Kursen hat die Marseille-Akademie dafür ein in der Branche einmaliges System aufgebaut, das den schnellen Informationstransfer aus Forschung und Lehre zum Pflegepersonal gewährleistet. Die Marseille-Kliniken AG ist bereits heute einer der größten Anbieter von e-Learning für pflegerische Lerninhalte in Deutschland.

Den zweiten Pfeiler der Konzernstrategie bildet die klare Fokussierung auf die beiden Bereiche Pflege im stationären und ambulanten Bereich. Der Verkauf der nicht zum Kerngeschäft zählenden Rehabilitationssparte im April 2010, die Beendigung des Engagements im Bereich Akutklinik und Inkontinenz-Zentrum sowie die Bestrebungen, die Auslastung der bestehenden Kapazitäten im Kernsegment weiter zu verbessern, trugen dem Ziel einer klaren Effizienzsteigerung des gesamten Konzerns erfolgreich Rechnung. Aufgrund der Überkapazitäten in der stationären Pflege des Gesundheitsmarktes insgesamt und des vielfältigen Angebots innerhalb dieses Konzernsegments (Seniorenwohnparks als 2-, 3- und 4-Sterne Einrichtungen) wird derzeit eine Kapazitätserhöhung nur im Bereich der ambulanten Pflege („Betreutes Wohnen“) geprüft.

Der dritte Pfeiler der Konzernstruktur umfasst die geschaffenen Managementstrukturen. Hierzu zählt neben generellen Effizienzsteigerungen innerhalb der Verwaltung die erfolgreiche Einführung einer operativen Regionalleiterstruktur. Innerhalb dieser Regionalleiterstruktur existieren fünf Regionen in der Bundesrepublik Deutschland. Damit wurde der Handlungsraum der operativen Konzernführung dezentralisiert und orientiert sich nun stärker an der Situation und Nachfrage der einzelnen Einrichtungen. Es konnte dadurch eine Stärkung von Entscheidungskompetenzen und Verantwortlichkeiten der einzelnen Einrichtungen erzielt werden, die im Berichtszeitraum eine gleichbleibend hohe Bettenbelegung bewirkte.

Die Konzernstrategie der Marseille-Kliniken AG wird durch diese drei Pfeiler definiert. Die enge Verknüpfung und wechselseitige Stärkung der einzelnen Pfeiler lässt dabei ein stabiles Konstrukt entstehen, das die Realisierung des Konzernziels des ertragreichen langfristigen Wachstums unter Berücksichtigung der Aspekte soziale Verantwortung, Wirtschaftlichkeit und Kundenorientierung ermöglicht.

4. Ertragslage des Marseille-Kliniken Konzerns

in T€ 1.7.2011 bis 30.6.2012 1.7.2010 bis 30.6.2011
Umsatzerlöse 195.058 190.003
Sonstige betriebliche Erträge 11.439 12.125
Gesamtleistung 206.497 202.128
Materialaufwand/ Aufwand für bezogene Leistungen 23.241 20.887
Personalaufwand 101.948 98.783
Abschreibungen 6.697 8.041
Sonstige betriebliche Aufwendungen 62.772 68.207
Sonstige Steuern 936 549
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 10.903 5.661
Finanzerträge 1.334 1.051
Finanzaufwendungen 5.935 5.081
Ergebnis vor Steuern 6.302 1.632
Ertragsteuern -164 -1.146
Konzernergebnis 6.466 2.777
Minderheitenanteile -2 93
Marseille-Kliniken AG zuzurechnendes Konzernergebnis 6.464 2.870

Die Bettenkapazität (Versorgungskapazität) im Konzern beträgt zum 30. Juni 2012 in den 60 Senioreneinrichtungen 8.028 Betten und hat sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund von Umbaumaßnahmen sowie zeitlich begrenzter Untervermietung leicht reduziert.

4.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse verbesserten sich im Geschäftsjahr um 5,1 Mio. € auf 195,1 Mio. €. Unter Eliminierung der Umsätze in der Einrichtung Montabaur, die zum 1. Oktober 2010 abgegeben wurde und mit 1,2 Mio. € zum Vorjahresumsatz beigetragen hat, ergäbe sich ein bereinigter Umsatzanstieg im Konzern von 6,3 Mio. € (+ 3,3 %). In den Umsatzerlösen sind periodenfremde Umsatzerlöse von 0,7 Mio. € (Vorjahr: 0,8 Mio. €) enthalten, die aus der rückwirkenden Erhöhung von Pflegesätzen für eine Einrichtung resultieren.

Ausschlaggebend für den Anstieg der Umsatzerlöse sind insbesondere die Belegungssteigerungen in den Einrichtungen AMARITA Bremerhaven, Pflegeklinik am Kandel sowie in verschiedenen Einrichtungen im Regionalbereich Düsseldorf.

4.2 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen 11,4 Mio. € (Vorjahr: 12,1 Mio. €) und setzen sich im Wesentlichen zusammen aus: Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (3,5 Mio. €), den ratierlichen Auflösungen von in Vorjahren erhaltenen Investitionszuschüssen (1,6 Mio. €), erhaltenen Personalkostenzuschüssen (2,1 Mio. €), Entschädigungen aus Versicherungsschäden (0,8 Mio. €) und Miet-/ Pachterlöse (0,5 Mio. €). In den sonstigen betrieblichen Erträgen des Vorjahres konnte ein Ertrag von 0,9 Mio. € aus versicherungsmathematischen Gewinnen im Zusammenhang mit den Pensionsverpflichtungen ausgewiesen werden. In diesem Jahr haben sich aufgrund des gesunkenen Zinsniveaus versicherungsmathematische Verluste in Höhe von 1,6 Mio. € ergeben, die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen werden.

4.3 Materialaufwand

Der Materialaufwand ist von 20,9 Mio. € im Vorjahr auf 23,2 Mio. € im abgelaufenen Jahr gestiegen. Die Hauptursache des Anstiegs sind neben Effekten aus der gestiegenen Auslastung unserer Einrichtungen Preissteigerungen im den Bereichen Energie (Heizöl, Strom etc.) sowie Food & Beverage.

4.4 Personalaufwand

Der Personalaufwand hat sich von 98,8 Mio. € auf 101,9 Mio. € erhöht. Die Erhöhung um 3,2 % steht im Zusammenhang mit der angestiegenen Belegung und der damit einhergehenden Akquise von Pflegekräften.

Der Konzern beschäftigte im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich 4.718 Mitarbeiter (Vorjahr: 4.522 Mitarbeiter). Insbesondere das Kernsegment Pflege sowie der Bereich Wirtschaftsdienste (Food & Beverage, Hausreinigung) wurde im Berichtsjahr personell verstärkt. Die Pflegequalität und die Erweiterung unseres Dienstleistungsangebotes standen dabei im Mittelpunkt. Dadurch wurde die Basis für eine auch weiterhin profitable Entwicklung des Unternehmens gelegt.

4.5 Abschreibungen

Die Abschreibungen im Berichtsjahr lagen mit 6,7 Mio. € um 1,3 Mio. € unter dem Vorjahreswert von 8,0 Mio. €. Während im Vorjahr außerplanmäßige Abschreibungen von 0,8 Mio. € auf immaterielle Vermögenswerte vorgenommen wurden, waren im Geschäftsjahr 2011/ 2012 außerplanmäßige Abschreibungen von 0,3 Mio. € auf eine Stillstandsimmobilie erforderlich.

Die Abschreibungen auf aktivierte Finanzierungsleasingverhältnisse beliefen sich auf 1,4 Mio. € (Vorjahr: 1,8 Mio. €).

Dem als Anlage zum Konzernanhang beigefügten Anlagenspiegel sind weitere Informationen zu entnehmen.

4.6 Sonstige betriebliche Aufwendungen/Sonstige Steuern

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen inkl. der sonstigen Steuern betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 63,7 Mio. € und liegen damit um 5,0 Mio. € unter dem Vorjahresniveau von 68,7 Mio. €. Insbesondere bei Rechts- und Beratungskosten sowie im Bereich Mieten/Pachten/ Leasing konnten Einsparungen durch aktives Vertragsmanagement generiert werden. Belastet wird das Jahresergebnis durch versicherungsmathematische Verluste im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen (1,6 Mio. €) und Steuernachzahlungen, die aus der abgeschlossenen Betriebsprüfung für die Geschäftsjahre 2005 bis 2008 resultierten (0,7 Mio. €).

Die Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen sind mit 37,2 Mio. € (Vorjahr: 38,2 Mio. €) innerhalb der sonstigen Aufwendungen der größte Kostenbestandteil, gefolgt von den Rechts- und Beratungskosten (4,9 Mio. €; Vorjahr: 5,7 Mio. €), den Kosten für Verwaltungsbedarf (4,1 Mio. €; Vorjahr: 5,1 Mio. €) und den Instandhaltungskosten (4,0 Mio. €; Vorjahr: 4,1 Mio. €).

Die versicherungsmathematischen Verluste betreffen mit 1,4 Mio. € im Wesentlichen Gesellschaften (Karlsruher Sanatorium AG und Mineralquelle Waldkirch Verwertungsgesellschaft mbH), die der Reha-Sparte zuzuordnen waren und damit nicht zum operativen Geschäft der Marseille-Kliniken AG gehören. Vor diesem Hintergrund wird geprüft, ob zukünftig die nach IAS 19 mögliche ergebnisneutrale Erfassung der Verluste/Gewinne erfolgen soll, um die Aussagekraft der operativen Entwicklung des Konzerns noch besser darzustellen.

4.7 Finanzergebnis

Das Finanzergebnis bewegt sich mit -4,6 Mio. € unter dem Vorjahresniveau von - 4,0 Mio. €. Bei leicht erhöhten Zinserträgen von 1,3 Mio. € (+0,3 Mio. €) sind die Zinsaufwendungen um 0,9 Mio. auf 5,9 Mio. angestiegen. Hintergrund sind hauptsächlich Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit den Ergebnissen der Betriebsprüfung 2005 bis 2008 (0,8 Mio. €) und der im Dezember 2011 begebenen Anleihe (0,1 Mio. €). Dem gegenüber stehen Zinserträge im Zusammenhang mit der Betriebsprüfung von 0,5 Mio. €.

4.8 Ertragsteuern

Im abgelaufenen Geschäftsjahr weist der Konzern einen Steuerertrag von 0,2 Mio. € (Vorjahr: Ertrag 1,1 Mio. €) aus. Dieser setzt sich aus einem tatsächlichen Steueraufwand von € 2,2 Mio. und einem latenten Steuerertrag von 2,4 Mio. € zusammen.

Insgesamt liegen die Ertragsteuern damit um rd. 1,2 Mio. € unter dem bezogen auf das EBT von 6,3 Mio. € erwarteten Ertragsteueraufwand von rd. 1,0 Mio. € (Konzernsteuersatz: 15,825 %).

Dieser positive Effekt basiert sowohl auf dem Ergebnis der Betriebsprüfung für den Zeitraum 2005 bis 2008 als auch auf der zunehmenden Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen durch entsprechende Gestaltungsmaßnahmen im Konzern. Hierdurch konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr zusätzliche aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 1,4 Mio. € gebildet werden.

Der tatsächliche Steueraufwand von 2,2 Mio. € ist wesentlich durch die steuerlich erforderliche Auflösung von Rücklagen nach § 6b EStG beeinflusst (Effekt 1,8 Mio. € inkl. Verzinsung), für die in Vorjahren passive latente Steuern gebildet wurden.

Der latente Steuerertrag von 2,4 Mio. € basiert im Wesentlichen neben dem korrespondierenden Ertrag aus der Auflösung von Rücklagen nach § 6b EStG in Höhe von 1,4 Mio. € aus den zusätzlich gebildeten aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge von 1,4 Mio. € sowie gegenläufigen Effekten.

4.9 Sondereffekte, die das Ergebnis beeinflusst haben

Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) beträgt 6,3 Mio. € (Vorjahr: 1,6 Mio. €). Darin sind folgende wesentliche Sondereffekte enthalten:

  2011/2012 2010/2011
in Mio. € Aufwand Ertrag Aufwand Ertrag
Versicherungs- mathematische Gewinne/Verluste Pensionen 1,6 0,9
Rückstellungen 3,5 2,3
Aufwand sonstige Steuern aus Betriebsprüfung 2005-2008 0,7
Einzelwertberichtigungen/Forderungsverluste 1,6 0,3
MK Schweiz 0,3 1,6
Außerplanmäßige Abschreibung auf Stillstandsimmobilien 0,3
Immaterielle Vermögenswerte inkl. Firmenwerte 0,0 0,4
Übrige 0,7 0,6 0,8 1,2
  5,2 4,4 5,1 2,1
Sondereffekte saldiert -0,8 -3,0
EBT nach Sondereffekten 7,1 4,6

Die Sondereffekte des abgelaufenen Jahres haben das Konzernergebnis um -0,8 Mio. € beeinflusst, während im Vorjahr eine Ergebnisbelastung von -3,0 Mio. € festzustellen war. Das um diese Sondereffekte bereinigte EBT würde sich für das Geschäftsjahr 2011/2012 auf 7,1 Mio. € belaufen, während es im Vorjahr 4,6 Mio. € betrug. Auf bereinigter Basis ergäbe sich somit auf Konzernebene eine Ergebnisverbesserung um 2,5 Mio. €.

Die im Geschäftsjahr 2011/2012 angefallenen Verluste der Marseille-Kliniken AG, Zug, Schweiz, betreffen nachlaufende Kosten aus einem im Vorjahr beendeten Projekt, aus dem nach jetzigem Kenntnisstand nicht mit hinreichender Wahrscheinlichkeit mit entsprechenden Umsatzerlösen gerechnet werden kann.

Im Geschäftsjahr 2011/2012 wurde eine in der Vergangenheit gebildete Rückstellung für mögliche Versorgungsverpflichtungen in Höhe von 1,6 Mio. € aufgelöst werden, weil mit hinreichender Sicherheit entsprechende Verpflichtungen nicht bestehen. In diesem Zusammenhang wurde eine Rückstellung für bestehende Versorgungsansprüche von Mitarbeitern von 0,2 Mio. € gebildet.

Die sonstigen Steuern entfallen im Wesentlichen auf Umsatzsteuernachzahlungen aus der Betriebsprüfung 2005-2008 und sind überwiegend den in 2010 veräußerten Reha-Gesellschaften zuzuordnen.

Im Geschäftsjahr 2010/2011 resultierten Sondereffekte insbesondere aus Rückstellungen für die ehemalige Einrichtung in Bad König und außerplanmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Forderungen bei der MK Schweiz, denen Erträge aus der Zuschreibung auf die Immobilien in Schömberg und die Auflösung einer Rückstellung für Sozialplanverpflichtungen gegenüberstanden.

4.10 Betriebliches Ergebnis und Ertragskennzahlen

Der nachfolgenden Kennzahlenübersicht ist die Entwicklung der Ertragslage des Konzerns zu entnehmen:

in Mio. € 2011 | 2012 2010 | 2011
EBITDAR 54,8 51,9
EBITDA 17,6 13,7
EBIT 10,9 5,7
EBT 6,3 1,6
EBITDAR-Marge 28,1 % 27,3 %
EBITDA-Marge 9,0 % 7,2 %
EBIT-Marge 5,6 % 3,0 %

4.11 Konzernergebnis

Der Konzernjahresüberschuss beträgt 6,5 Mio. € (Vorjahr: 2,8 Mio. €) vor und 6,5 Mio. € (Vorjahr: 2,9 Mio. €) nach Minderheitenanteilen.

Die Umstrukturierungen in der Führungsstruktur, im Wesentlichen die Verlagerung der Entscheidungsgewalt für operative Maßnahmen des Tagesgeschäftes auf die Regionalleiter und eine optimierte Einbindung dieser dezentralen Managementstrukturen in das strategische Konzernmanagement, haben bewirkt, dass noch flexibler auf regionale Besonderheiten des Pflegemarktes reagiert werden kann. Einhergehend mit einem stringenten Kostenmanagement konnte der Konzern in diesem Jahr ein besseres EBIT von 10,9 Mio. € gegenüber 5,7 Mio. € im Vorjahr erwirtschaften.

4.12 Ergebnis je Aktie

Das gezeichnete Kapital der Marseille-Kliniken AG zum 30. Juni 2012 betrug 37,2 Mio. € eingeteilt in 14.580.000 Stückaktien, die auf den Inhaber lauten. Die Aktien sind voll eingezahlt.

Das Ergebnis je Aktie wurde nach Abzug eigener Anteile (115.675 Stückaktien) ermittelt. Auf der sich so ergebenden Basis von 14.464.325 Stückaktien errechnet sich ein Ergebnis je Aktie von 0,45 € (Vorjahr: auf der Basis von gewichtet 12.290.626 Stückaktien: 0,23 €).

5. Vermögenslage des Konzerns

Die Bilanzsumme beträgt zum Stichtag 189,5 Mio. € (Vorjahr: 199,7 Mio. €) und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 10,2 Mio. € reduziert.

Die langfristigen Aktiva liegen aufgrund geringerer Investitionen mit 162,4 Mio. € unter dem Vorjahresbetrag von 167,2 Mio. €, die kurzfristigen Vermögenswerte sind um 5,4 Mio. € auf 27,1 Mio. € im Wesentlichen durch die Rückführung von Darlehensforderungen gegen Frau Estella-Maria Marseille (3,0 Mio. €) und die SCS AG (2,6 Mio. €) deutlich reduziert.

Aufgrund des positiven Konzernergebnisses konnte das Eigenkapital um 8,2 % auf 37,0 Mio. € erhöht werden, während die lang- und kurzfristigen Schulden um insgesamt 13,1 Mio. € abgebaut wurden.

in T€ 30.6.2012 30.6.2011 Veränderung relativ
in %
Immaterielle Vermögenswerte 31.742 32.599 -2,6 %
Sachanlagen 116.094 119.936 -3,2 %
Übrige langfristige Vermögenswerte 14.551 14.713 -1,1 %
Langfristige Vermögenswerte 162.387 167.248 -2,9 %
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.135 10.181 -0,5 %
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 5.271 12.806 -58,8 %
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 11.696 9.488 23,3 %
Kurzfristige Vermögenswerte 27.102 32.475 -16,5 %
Summe Aktiva 189.489 199.723 -5,1 %
Eigenkapital 37.015 34.195 8,2 %
Langfristige Schulden 111.887 97.991 14,2 %
Kurzfristige Schulden 40.587 67.537 -39,9 %
Summe Passiva 189.489 199.723 -5,1 %
Liquidität 1. Grades 28,8 % 14,0 % 105,8 %
Liquidität 2. Grades 53,8 % 29,1 % 84,8 %
Eigenkapitalquote 19,5 % 17,1 % 14,0 %

Die Liquidität 1. Grades gibt an, wie hoch der Anteil der liquiden Mittel an dem kurzfristigen Fremdkapital ist. Die Liquidität 2. Grades gibt an, wie hoch der Anteil der Forderungen und der liquiden Mittel an dem kurzfristigen Fremdkapital ist.

Im Vergleich zum Vorjahr sind die immateriellen Vermögenswerte von 32,6 Mio. € auf 31,7 Mio. € zurückgegangen. Die Verminderung ist im Wesentlichen auf die planmäßigen Abschreibungen von 1,0 Mio. € zurückzuführen.

Im Wesentlichen werden unter dieser Position Firmenwerte von 27,3 Mio. € (Vorjahr: 27,3 Mio. €) ausgewiesen.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden Werthaltigkeitsprüfungen auf Grundlage des Nutzungswertes unterzogen. Basis für die Werthaltigkeitsprüfungen waren die jeweiligen Planungsrechnungen der Gesellschaften sowie die daraus abgeleiteten Barwerte der geplanten Cash Flows. Den Planungen liegen Annahmen zu Umsätzen und Ergebnissen zugrunde, die sich aus den Einschätzungen des Managements und aus den Strategien für die jeweiligen regionalen Märkte ergeben.

Im Geschäftsjahr 2011/2012 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf die Firmenwerte vorgenommen, während im Vorjahr Korrekturen von 0,3 Mio. € erforderlich waren.

Das Sachanlagevermögen hat sich von 119,9 Mio. € auf 116,1 Mio. € vermindert.

Die Investitionen von 2,0 Mio. € betreffen im Wesentlichen die Erweiterung unserer Wäscherei PROMINT GmbH in Höhe von 0,4 Mio. € und Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 1,2 Mio. €.

Die planmäßigen Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen betragen 5,4 Mio. €.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen von 0,3 Mio. € auf Stillstandsimmobilien (Vorjahr: 0 Mio. €) vorgenommen.

Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den Anlagenspiegel.

Die in der Bilanz ausgewiesenen langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte sind um 0,4 Mio. € zurückgegangen und betrugen zum Geschäftsjahresende 2011/2012 9,7 Mio. €.

Im Wesentlichen werden dort Forderungen aus Finanzierungsleasingverträgen, bei denen der Marseille-Kliniken Konzern Leasinggeber ist, in Höhe von 6,3 Mio. € (Vorjahr: 6,8 Mio. €) ausgewiesen. Darüber hinaus werden in dieser Position die Aktivwerte von Rückdeckungsversicherungen für Altersversorgungszusagen, die überwiegend die Karlsruher Sanatorium AG (folgend: Kasanag) betreffen, von 0,9 Mio. € (Vorjahr: 1,1 Mio. €) sowie Ansparraten für ein langfristiges Mieterdarlehen von 1,7 Mio. € (Vorjahr: 1,5 Mio. €) ausgewiesen.

Die langfristigen Ertragsteuererstattungsansprüche von 0,9 Mio. € (Vorjahr: 1,1 Mio. €) betreffen das Körperschaftsteueranrechnungsguthaben gemäß § 37 KStG, das durch das Finanzamt bis zum Jahr 2017 ausgezahlt wird.

Unter den latenten Steuern werden die Steuervorteile gezeigt, die sich aus der Nutzung von bestehenden Verlustvorträgen bei verschiedenen Tochtergesellschaften innerhalb der nächsten fünf Jahre ergeben werden. Im Geschäftsjahr 2011/2012 wurden aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 1,4 Mio. € aktiviert, die jedoch zum Teil mit den passiven latenten Steuern verrechnet wurden. Insgesamt erhöhten sich die aktiven latenten Steuern von 3,6 Mio. € im Vorjahr auf 4,0 Mio. € zum Geschäftsjahresende.

Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich um 5,4 Mio. € auf 27,1 Mio. € vermindert, was hauptsächlich auf den Rückgang der sonstigen Forderungen und Vermögenswerte um 6,7 Mio. € zurückzuführen ist. Gegenläufig ist die positive Entwicklung der liquiden Mittel, die sich um 2,2 Mio. € auf 11,7 Mio. € verbessert haben.

Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich in der strukturellen Zusammensetzung nur wenig verändert und bestehen hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (10,1 Mio. €), den liquiden Mitteln (11,7 Mio. €), den sonstigen Forderungen (2,6 Mio. €) und kurzfristigen Steuererstattungsansprüchen (1,3 Mio. €).

Das Eigenkapital des Konzerns hat sich aufgrund des Konzernergebnisses von 6,5 Mio. € auf 37,0 Mio. € erhöht. Damit beträgt die Eigenkapitalquote 19,5 % nach 17,1 % im Vorjahr.

Unter Berücksichtigung des Eigenkapitalanteils von 84,175 % der abgegrenzten Investitionszuwendungen, die dem Konzern als verlorene Zuschüsse gewährt wurden, betrugen die Eigenmittel 70,7 Mio. € nach 69,2 Mio. € im Vorjahr, so dass sich danach eine wirtschaftliche Eigenmittelquote von 37,4 % (Vorjahr: 34,6 %) ergäbe.

Der Ausgleichsposten aus dem sukzessiven Erwerb (-2,9 Mio. €) im Konzerneigenkapital betrifft die erfolgsneutrale Abbildung des Erwerbs von Minderheitenanteilen an der Kasanag und der Waldkirch GmbH.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden langfristige Immobiliendarlehen in Höhe von 12,5 Mio. € aufgenommen. Die Mittelverwendung erfolgte im Wesentlichen zur Rückführung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 8,0 Mio. € und zum teilweisen Rückkauf in Höhe von 3,0 Mio. € der im Dezember 2011 ausgegebenen Unternehmensanleihe über 15,0 Mio. € mit einer Laufzeit von zwei Jahren.

Die Pensionsverpflichtungen als Element der Innenfinanzierung haben sich insbesondere aufgrund versicherungsmathematischer Verluste in Höhe von -1,6 Mio. € im Zusammenhang mit der Verringerung des Rechnungszinses auf 3,95 % (Vorjahr 5,20 %) um 1,2 Mio. € auf 14,1 Mio. € erhöht.

Die passiven latenten Steuern von 4,9 Mio. € (Vorjahr: 7,1 Mio. €) resultieren insbesondere aus abweichenden steuerlichen und handelsrechtlichen Abschreibungsdauern im Sachanlagevermögen. Die Verringerung ist auf die steuerliche Auflösung von § 6b Rücklagen zurückzuführen.

Die kurzfristigen Rückstellungen von 13,6 Mio. € liegen deutlich unterhalb des Vorjahresniveaus von 20,1 Mio. €. Der Grund hierfür liegt im Wesentlichen in einem geringeren Rückstellungsbedarf für ausstehende Rechnungen (-3,1 Mio. €), der Abnahme von Rückstellungen im Personalbereich (-1,4 Mio. €) und der Inanspruchnahme von Rückstellungen aus Prozessrisiken von 2,0 Mio. €.

Neben den personalbezogenen Rückstellungen von 7,1 Mio. € (Vorjahr: 8,5 Mio. €) werden ausstehende Rechnungen mit 1,9 Mio. € (Vorjahr: 5,0 Mio. €) und Rechts- und Beratungskosten sowie Archivierungskosten mit insgesamt 0,7 Mio. € (Vorjahr: 0,9 Mio. €) durch die Rückstellungen abgedeckt.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich um 2,3 Mio. € auf 8,5 Mio. € verringert, während die laufenden Steuerverbindlichkeiten mit 3,2 Mio. € (Vorjahr: 3,1 Mio. €) nahezu unverändert sind und die übrigen kurzfristigen Schulden um weitere 2,3 Mio. € auf 10,6 Mio. € abgebaut werden konnten. Die Verminderung der übrigen kurzfristigen Schulden resultiert im Wesentlichen aus der Verrechnung der gegenüber der SCS Betrium GmbH bestehenden Verbindlichkeiten (2,6 Mio. €) mit den gegen die SCS AG bestehenden Darlehensforderungen.

6. Finanzlage des Konzerns

Durch die erfolgreiche Begebung einer Unternehmensanleihe in Höhe von 15,0 Mio. € im November 2011 wurde die Refinanzierung der zu diesem Zeitpunkt ausgelaufenen und in gleicher Höhe fälligen Anleihe sichergestellt. Die neue Anleihe hat eine Laufzeit von 2 Jahren und ist damit den langfristigen Schulden zuzuordnen. Durch diese Maßnahme und die Tilgung von Schulden gegenüber Kreditinstituten von 1,2 Mio. € sowie aus der Rückführung von Finanzierungsleasingverbindlichkeiten von 0,4 Mio. € konnten die kurzfristigen Finanzschulden auf 4,7 Mio. € (Vorjahr: 20,7 Mio. €) reduziert werden.

Insbesondere durch die Refinanzierung der Anleihe im Dezember 2011 haben sich die langfristigen Finanzschulden von 36,4 Mio. € auf 52,9 Mio. € erhöht. Durch den Rückkauf eines Teilbetrages der Anleihe in Höhe von 3,0 Mio. € wird zum 30. Juni 2012 ein Restbetrag von 11,9 Mio. € bilanziert. Weiterhin konnten im Geschäftsjahr Hypothekendarlehen bei einer Versicherungsgesellschaft aufgenommen werden, die zum Stichtag mit 12,4 Mio. € ausgewiesen werden. Ein Teilbetrag von 3,7 Mio. € hieraus diente der Ablösung von bestehenden Darlehen. Die Schulden gegenüber Kreditinstituten konnten insgesamt von 38,5 Mio. € im Vorjahr auf 30,5 Mio. € zurückgeführt werden. Weiterhin werden in den langfristigen Schulden Finanzierungsleasingverbindlichkeiten über 0,8 Mio. € (Vorjahr: 1,8 Mio. €) und Schulden aus Finanzinstrumenten von 0,8 Mio. € (Vorjahr: 0,4 Mio. €) ausgewiesen.

Insgesamt haben sich die kurz- und langfristigen Finanzschulden des Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 57,5 Mio. € gegenüber dem Vorjahr (57,1 Mio. €) kaum verändert.

Die liquiden Mittel am Ende des Geschäftsjahres 2011/2012 lagen mit 11,7 Mio. € über dem Wert des Vorjahres von 9,5 Mio. €. Diese Erhöhung erfolgte vor dem Hintergrund des deutlich verbesserten Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit von 6,6 Mio. € (Vorjahr: 0,9 Mio. €).

7. Investitionen des Konzerns

Die Zugänge zum Anlagevermögen des Marseille-Kliniken Konzerns beliefen sich im Geschäftsjahr 2011/2012 auf 2,1 Mio. € ggü. 3,1 Mio. € im Geschäftsjahr 2010/2011. Von den getätigten Investitionen entfielen auf den Bereich der immateriellen Vermögenswerte 0,2 Mio. € und auf Sachanlagen 1,9 Mio. €.

in Mio. € 2011 | 2012 2010 | 2011
Immaterielle Vermögenswerte 0,2 1,0
Sachanlagen 1,9 2,1
Summe Investitionen 2,1 3,1

Die Zugänge zu den immateriellen Vermögenswerten betreffen im Wesentlichen EDV-Software. Von den Zugängen zu den Sachanlagen entfällt der überwiegende Teil auf Betriebs- und Geschäftsausstattung (1,2 Mio. €) und die Anlagen im Bau (0,5 Mio. €) entfallen. Von den Anlagen im Bau betreffen 0,4 Mio. € die Erweiterung der Wäscherei.

8. Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit der Marseille-Kliniken konzentriert sich im Wesentlichen auf die Ausarbeitung neuer computergestützter Systeme zur Verbesserung der Pflegedienstleistungen. Hierzu zählen Systeme wie das neu geschaffene Internetportal www.MeinGesundheitsbuch.de, mit dem sich Angehörige über täglich aktualisierte Gesundheits- und Pflegedaten ihrer Verwandten in den einzelnen Pflegeeinrichtungen informieren können. Innovative Schulungsprogramme (z. B. e-Learning-Systeme) unter Verwendung modernster Informationstechnologie (vgl. Abschnitt „Strategie des Konzerns“) zählen ebenfalls zu diesen Systemen. Vor dem Hintergrund, den ständig wachsenden Anforderungen des Gesundheitsmarktes gerecht zu werden, liegt ein weiterer Tätigkeitsschwerpunkt auf der Entwicklung neuer Ansätze, die bei der Erstellung neuer Behandlungs- und Einrichtungskonzepte eine wichtige Rolle spielen. Ziel hierbei ist es, das Pflegepersonal von administrativen Tätigkeiten zu entlasten, um ihm mehr Zeit für die individuellen Pflegebedürfnisse der Bewohner der Einrichtungen zu ermöglichen.

9. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind der wesentliche Erfolgsfaktor des Konzerns. Sie sind deshalb auch ein integraler Baustein der Strategie der Marseille-Kliniken (vgl. Abschnitt „Strategie des Konzerns“). Der Marseille-Kliniken Konzern beschäftigte im Geschäftsjahr 2011/2012 durchschnittlich 4.718 Mitarbeiter (Vorjahreszeitraum: 4.522 Mitarbeiter).

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Die Marseille-Kliniken AG bietet neben einem sicheren Arbeitsplatz im Zukunftsmarkt Pflege ihren Mitarbeitern/-innen eine Reihe von Bonusleistungen an. Das Leistungsspektrum umfasst die Berücksichtigung individueller Arbeitszeitwünsche, finanzielle Unterstützung durch Übernahme von Kinderbetreuungskosten, Durchführung von Fort- und Weiterbildung, interessante Karrieremöglichkeiten im Konzern und finanzielle Unterstützung bei der Altersvorsorge.

10. Einzelabschluss der Marseille-Kliniken AG

Die Marseille-Kliniken AG mit Sitz in Berlin ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft und zugleich Muttergesellschaft der Marseille-Kliniken Gruppe.

Der Jahresabschluss der Marseille-Kliniken AG wird nach deutschen handelsrechtlichen (HGB) und aktienrechtlichen (AktG) Vorschriften aufgestellt.

10.1 Ertragslage

in T€ 1.7.2011 bis 30.6.2012 1.7.2010 bis 30.6.2011 Veränderung
Umsatzerlöse 24.108 13.248 10.860
Sonstige betriebliche Erträge 30.784 20.234 10.550
Gesamtleistung 54.892 33.482 21.410
Materialaufwand/Aufwand für bezogene Leistungen 2.681 2.251 430
Personalaufwand 14.408 10.850 3.558
Abschreibungen 6.750 4.012 2.738
Sonstige betriebliche Aufwendungen 36.203 33.927 2.276
Sonstige Steuern 1.297 72 1.225
Beteiligungsergebnis 15.176 27.168 -11.992
Finanzergebnis -2.114 -1.783 -331
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 6.615 7.753 -1.138
a.o. Ergebnis 907 -53 960
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -224 1.638 -1.862
Jahresüberschuss 7.746 6.062 1.684

Die VDSE GmbH wurde mit Wirkung zum 1. Juli 2011 auf die Marseille-Kliniken AG verschmolzen. Daher ist die Ertragslage des Geschäftsjahres 2011/2012 mit der Ertragslage des Vorjahres nur eingeschränkt vergleichbar.

Die Umsatzerlöse der Marseille-Kliniken AG lagen mit 24,1 Mio. € um 10,9 Mio. € über dem Vorjahresniveau von 13,2 Mio. €. Die Umsatzerlöse wurden von den vier direkt zur Muttergesellschaft gehörenden Pflegeeinrichtungen mit 14,4 Mio. € (Vorjahr: 13,2 Mio. €) sowie aufgrund der Verschmelzung mit der VDSE GmbH erstmals aus der Erbringung von Dienstleistungen (Verwaltungskostenumlage) an verbundene Unternehmen in Höhe von 9,7 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €) erwirtschaftet.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von 20,2 Mio. € auf 30,8 Mio. € gestiegen. Der Anstieg resultiert hauptsächlich aus Erträgen aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen mit 7,0 Mio. €, Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen mit 1,8 Mio. € sowie aus Kostenweiterbelastungen an verbundene Unternehmen mit 0,5 Mio. €. Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich im Wesentlichen aus den Mietkostenweiterbelastungen an verbundene Unternehmen mit 17,1 € Mio. (Vorjahr: 16,9 Mio. €), den Erträgen aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen mit 7,3 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €), den Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen mit 2,8 Mio. € (Vorjahr: 1,0 Mio. €) sowie den Kostenweiterbelastungen an verbundene Unternehmen mit 2,1 Mio. € (Vorjahr: 1,6 Mio. €) zusammen.

Der Materialaufwand hat sich mit 2,7 Mio. € gegenüber dem Vorjahr (2,3 Mio. €) nur leicht verändert. Die Erhöhung steht einerseits im Zusammenhang mit der Erhöhung der Auslastung in den Pflegeeinrichtungen (+ 0,3 Mio. €) und anderseits im Zusammenhang mit der Verschmelzung mit der VDSE GmbH (+ 0,1 Mio. €).

Die Personalaufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen durch die mit der Auslastungssteigerung in den Einrichtungen verbundene Aufstockung des Personals sowie durch die Einbeziehung der ehemaligen VDSE-Mitarbeiter von 10,9 Mio. € auf 14,4 Mio. € erhöht.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind gegenüber dem Vorjahr verschmelzungsbedingt von 0,6 Mio. € auf 1,3 Mio. € gestiegen.

Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, die den üblichen Umfang übersteigen, wurden in Höhe von 5,4 Mio. € (Vorjahr: 3,4 Mio. €) vorgenommen. Dies betrifft vor allem Einzelwertberichtigungen auf Forderungen der Marseille-Kliniken AG gegen Tochtergesellschaften. Die Abwertungen wurden erforderlich, um den aufgelaufenen Verlusten dieser Gesellschaften Rechnung zu tragen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen/sonstigen Steuern haben sich von 34,0 Mio. € im Vorjahr auf 37,5 Mio. € vor allem aufgrund des Verschmelzungsvorganges mit der VDSE GmbH erhöht. Die wesentlichen Aufwandspositionen sind darin Aufwendungen aus Miete, Pacht und Leasing von 20,0 Mio. € (Vorjahr: 18,8 Mio. €), Werbekosten 0,6 Mio. € (Vorjahr: 0,6 Mio. €), Rechts-/ Beratungskosten 4,1 Mio. € (Vorjahr: 4,6 Mio. €) und der übrige Verwaltungsbedarf von 4,1 Mio. € (Vorjahr: 1,0 Mio. €). Der Anstieg der sonstigen Steuern resultiert überwiegend aus Umsatzsteuernachzahlungen (0,9 Mio. €) im Zusammenhang mit der Betriebsprüfung 2005-2008.

Das Beteiligungsergebnis hat sich im Vorjahresvergleich um 12,0 Mio. € auf 15,2 Mio. € reduziert. Ursächlich hierfür war insbesondere ein Einmaleffekt im Vorjahr, der aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil gem. § 6b EStG im Rahmen der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) resultierte und die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von 11,1 Mio. € maßgeblich beeinflusste.

Nachdem im Vorjahr außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen von 3,8 Mio. € notwendig waren, war im abgelaufenen Geschäftsjahr ein außerplanmäßiger Abschreibungsbedarf von 1,0 Mio. € erforderlich.

Das Finanzergebnis von -2,1 Mio. € hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Mio. € verschlechtert. Diese Abweichung ist insbesondere auf Zinsen aus der Betriebsprüfung für die Jahre 2005 bis 2008 zurückzuführen, die im Saldo zu einem Aufwand von 0,3 Mio. € geführt haben.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr ergibt sich aufgrund der oben beschriebenen Einflüsse ein Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit von 6,6 Mio. € (Vorjahr: 7,8 Mio. €).

Das Jahresergebnis der Marseille-Kliniken AG ist im Vergleich zum Vorjahr von 6,1 Mio. € auf 7,7 Mio. € gestiegen. Der Anstieg entfällt mit 0,9 Mio. € auf den außerordentlichen Ertrag aus der Verschmelzung mit der VDSE GmbH.

10.2 Vermögens- und Finanzlage

Einen Überblick über die Vermögenslage der Gesellschaft gibt nachfolgende verkürzte Darstellung der Bilanz:

in T€ 30.6.2012 30.6.2011 Veränderung relativ
in %
Immaterielle Vermögensgegenstände 724 199 263,8 %
Sachanlagen 24.923 25.100 -0,7 %
Finanzanlagen 74.795 73.009 2,4 %
Anlagevermögen 100.442 98.308 2,2 %
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 98 79 24,1 %
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.717 735 133,6 %
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 64.255 73.786 -12,9 %
Übriges kurzfristiges Vermögen 2.804 8.243 -66,3 %
Zahlungsmittel 9.547 8.034 18,8 %
Umlaufvermögen 78.421 90.877 -13,7 %
Summe Aktiva 178.863 189.185 -5,5 %
Eigenkapital 49.632 41.885 18,5 %
Sonderposten für Investitionszuschüsse 1.734 1.792 -3,2 %
Rückstellungen/pass.lat.Steuern 10.664 12.596 -15,3 %
Anleihe 12.000 15.000 -20,0 %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.070 16.355 -7,9 %
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.038 2.496 -18,3 %
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 85.984 92.974 -7,5 %
Übrige Verbindlichkeiten 1.741 6.087 -71,4 %
Verbindlichkeiten 116.833 132.912 -12,1 %
Summe Passiva 178.863 189.185 -5,5 %

Das Anlagevermögen der Marseille-Kliniken AG hat sich von 98,3 Mio. € im Vorjahr auf 100,4 Mio. € erhöht. Dieses steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Kauf von 6 % der Anteile an der Karlsruher-Sanatorium Aktiengesellschaft zu einem Kaufpreis von 2,2 Mio. €.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich im Vorjahresvergleich um 9,5 Mio. € verringert. Ursächlich hierfür waren insbesondere die geringeren Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen.

Das übrige kurzfristige Vermögen hat sich zum 30. Juni 2012 um 5,4 Mio. € auf 2,8 Mio. € reduziert. Dieses hängt im Wesentlichen mit der Verminderung von Darlehensforderungen gegenüber Frau Estella-Maria Marseille (3,0 Mio. €) und der Verrechnung der Darlehensforderungen gegen die SCS Standard Computersysteme Aktiengesellschaft (2,6 Mio. €) mit entsprechenden Verbindlichkeiten gegenüber der ehemaligen SCS Betrium GmbH zusammen.

Die liquiden Mittel stiegen zum Stichtag um 1,5 Mio. € auf 9,5 Mio. € (Vorjahr: 8,0 Mio. €).

Das Eigenkapital der Marseille-Kliniken AG hat sich von 41,9 Mio. € um den Jahresüberschuss von 7,7 Mio. € auf 49,6 Mio. € erhöht.

Die Rückstellungen (inkl. passive latente Steuern) haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Mio. € auf 10,7 Mio. € vermindert (Vorjahr: 12,6 Mio. €). Sie setzen sich im Wesentlichen aus Pensionsrückstellungen (0,6 Mio. €; Vorjahr: 0,5 Mio. €), Rückstellungen für laufende und latente Steuern (6,1 Mio. €; Vorjahr: 6,2 Mio. €) sowie aus sonstigen Rückstellungen (4,0 Mio. €; Vorjahr: 5,9 Mio. €) zusammen. Letztere betreffen insbesondere mögliche Verpflichtungen für in Vorjahren übernommene Mitarbeiter (0,2 Mio. €; Vorjahr: 1,6 Mio. €), ausstehende Rechnungen (1,0 Mio. €; Vorjahr: 1,6 Mio. €), Personalkosten (0,9 Mio. €; Vorjahr: 0,8 Mio. €) sowie Abschluss- und Prüfungskosten (0,4 Mio. €; Vorjahr: 0,5 Mio. €).

Aus der Begebung einer neuen Anleihe in Höhe von 15,0 Mio. € im November 2011, die der Refinanzierung der im Dezember 2011 abzulösenden Anleihe über ebenfalls 15,0 Mio. € diente, bestehen nach unterjähriger Rückzahlung von 3,0 Mio. € zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten von 12,0 Mio. €. Die neu platzierte Anleihe hat eine Laufzeit von zwei Jahren.

Durch Tilgung bestehender Darlehen haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 1,3 Mio. € vermindert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 7,0 Mio. € auf 86,0 Mio. € reduziert. Der Rückgang entfällt im Wesentlichen auf Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pool, die von 57,6 Mio. € im Vorjahr auf 50,8 Mio. € gesunken sind. Darüber hinaus setzen sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Darlehensverbindlichkeiten von 26,2 Mio. € (Vorjahr: 26,2 Mio. €), aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 7,4 Mio. € (Vorjahr: 7,1 Mio. €) und aus Verbindlichkeiten aus Verlustübernahmeverpflichtungen von 1,6 Mio. € (Vorjahr: 2,1 Mio. €) zusammen.

Die übrigen Verbindlichkeiten von 1,7 Mio. € setzen sich im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Steuern von 0,8 Mio. € und anderen sonstigen Verbindlichkeiten von 0,9 Mio. € zusammen. Die Reduzierung der übrigen Verbindlichkeiten in Höhe von 4,4 Mio. € (Vorjahr: 6,1 Mio. €) wurde durch die Verrechnung von Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der ehemaligen SCS Betrium GmbH von 2,6 Mio. € mit Forderungen gegen die SCS AG und der Tilgung der Restkaufpreisverbindlichkeiten aus dem Erwerb der Anteile an der AAP – Allgemeine Ansgar Pflegedienste GmbH von 1,0 Mio. € erreicht.

Das Gesamtvermögen der Marseille-Kliniken AG beläuft sich auf 178,9 Mio. € (Vorjahr: 189,2 Mio. €) und ist zu 72,2 % (Vorjahr: 77,9 %) durch Fremdkapital finanziert.

11. Risikobericht

11.1 Risikomanagementsystem

Im Rahmen ihrer geschäftlichen Tätigkeit ist die Marseille-Kliniken AG verschiedenen Risiken ausgesetzt, die das unternehmerische Handeln und die entsprechenden Unternehmensergebnisse beeinflussen können. Eine grundlegende Risikobegrenzung wird dadurch realisiert, dass die Gesellschaft nur Risiken eingeht, die mit anerkannten Methoden und Maßnahmen innerhalb des Konzerns handhabbar sind.

Das zentrale Risikomanagementsystem ist im Organisationshandbuch der Marseille-Kliniken verankert und die relevanten Risiken sind in einer Risk-Map zusammengetragen, welche turnusmäßig entsprechend an aktuelle Ereignisse angepasst wird. Diese Aktualisierungen gewährleisten eine regelmässige Information des Vorstandes über den Stand und die Entwicklung relevanter Risiken. Zudem gewährleisten regelmäßige Abstimmungen des Managements und des Controllings die rechtzeitige Verfügbarkeit und Auswertung entscheidungsrelevanter Informationen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Ein detailliertes, mehrstufiges IT-gestütztes Planungs- und Kontrollsystem stellt sicher, dass einheitliche risikopolitische Grundsätze implementiert, realisiert und eingehalten werden. Das integrierte, konzernweite Reportingsystem informiert die Entscheidungsträger über sämtliche risikorelevanten Daten und Sachverhalte.

Zum Zweck der Sicherung der künftigen Zahlungsströme (Cashflow Hedging) werden vom Konzern derivative Finanzinstrumente gehalten. Konkret handelt es sich hierbei um zwei Zins-Swaps, die zur Absicherung von variabel verzinslichen Darlehen erworben wurden. Dadurch erfolgt eine Umwandlung der unsicheren zukünftigen variablen Zinszahlungen in fixe Zinszahlungen. Die Ermittlung des Marktwertes erfolgte anhand der mark-to-market-Methode. Etwaige Risiken für das Unternehmen aus dem Halten der Zins-Swaps resultieren aus der Veränderung des Marktzinssatzes und damit möglicherweise verbundenen Schwankungen des Marktwertes. Es existieren jedoch keine wesentlichen Bonitätsrisiken, da das Sicherungsgeschäft mit der finanzierenden Bank abgeschlossen wurde.

Das Risikomanagement ist somit ein integraler Bestandteil in der Unternehmensführung und in sämtliche Geschäftsprozesse eingebunden.

11.2 Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Zu den Aufgaben eines rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems (IKS bzw. RMS) gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB zählen in erster Linie die Gewährleistung einer ordnungsgemäßen internen und externen Rechnungslegung sowie die Einhaltung von maßgeblichen gesetzlichen und rechtlichen Vorschriften bzw. die Sicherstellung der gesamten ordnungsgemäßen Geschäftstätigkeit. Der Marseille-Kliniken Konzern verfügt über ein System im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess, in dem geeignete Strukturen sowie Prozesse definiert und in der Organisation umgesetzt sind. Durch dieses System werden einerseits eine zeitnahe, einheitliche und korrekte buchhalterische Erfassung aller geschäftlichen Prozesse bzw. Transaktionen und andererseits die Einhaltung der gesetzlichen Normen bzw. Rechnungslegungsvorschriften gewährleistet. Gesetzesänderungen sowie neue Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich der Relevanz und Auswirkungen auf den Konzernabschluss analysiert und die hieraus resultierenden Änderungen in den konzerninternen Systemen angepasst.

Die Ausgestaltung des rechnungslegungsbezogenen IKS ergibt sich aus der Organisation des Rechnungslegungs- und Finanzberichterstattungsprozesses. Eine der Kernfunktionen dieses Prozesses ist die Steuerung des Gesamtkonzerns und seiner operativen Einheiten. Ausgangspunkt sind dabei die Zielvorgaben des Vorstandes der Marseille-Kliniken AG. Aus ihnen und aus den Erwartungen hinsichtlich der operativen Entwicklung wird eine jährliche Mittelfristplanung erstellt, in der Budgetwerte für das jeweils bevorstehende Geschäftsjahr und Planzahlen für die Folgejahre enthalten sind. Der Vorstand der Marseille-Kliniken AG und die Entscheidungsträger der wichtigsten Tochtergesellschaften gewährleisten durch ihre Auswertungen der Quartals- und Jahresabschlüsse die Aktualität dieser Planungen.

Im Rahmen der externen Berichterstattung leistet der Vorstand der Marseille-Kliniken AG zum Gesamtjahr einen Bilanzeid und unterzeichnet die Versicherung der gesetzlichen Vertreter. Er bestätigt damit, dass die vorgeschriebenen Rechnungslegungsstandards und die Bilanzierungsrichtlinien des Marseille-Kliniken Konzerns eingehalten wurden und dass die Zahlen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermitteln.

Grundlagen des IKS sind neben definierten Kontrollmechanismen, z. B. systemtechnische und manuelle Abstimmprozesse, die Trennung von Funktionen sowie die Einhaltung von Richtlinien und Arbeitsanweisungen. Die Steuerung des Prozesses der Konzernrechnungslegung erfolgt bei den Marseille-Kliniken durch die Zentralbereiche Konzernbilanzen und Steuern sowie Controlling und Berichtswesen.

Die Datess Gesellschaft für Datendienste GmbH, eine Konzerngesellschaft, erstellt für die jeweiligen Konzerngesellschaften die Einzelabschlüsse und übermittelt sie über ein konzernweit einheitlich definiertes Datenmodell. Zusätzlich erstellt und übermittelt ein externes Buchhaltungsbüro den Zwischenabschluss unserer Auslandsgesellschaft unter Beachtung derselben Grundsätze. Die jeweiligen Konzerngesellschaften sind für die Einhaltung der konzernweit gültigen Verfahren sowie den ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf ihrer rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme verantwortlich. Es werden regelmäßige Schulungen für die in den Konzernrechnungslegungsprozess involvierten Mitarbeiter durchgeführt. Zusätzlich existieren im gesamten Rechnungslegungsprozess zentrale Ansprechpartner.

Im Rahmen des Rechnungslegungsprozesses sind zudem Maßnahmen implementiert, die die Regelungskonformität des Konzernabschlusses sicherstellen sollen. Dabei dienen die Maßnahmen der Identifikation und Bewertung der Risiken sowie der Begrenzung erkannter Risiken und deren Überprüfung. Beispielsweise werden wesentliche neu eingegangene Vertragsbeziehungen systematisch erfasst und analysiert.

Auf Basis der Daten der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Tochterunternehmen werden die konsolidierten Rechenwerke zentral in der Marseille-Kliniken AG erstellt. Die Konsolidierungsmaßnahmen, bestimmte Abstimmarbeiten und die Überwachung der zeitlichen und prozessualen Vorgaben erfolgen durch die Abteilung Konzernbilanzen und Steuern. Systemtechnische Kontrollen werden durch Mitarbeiter überwacht und um entsprechende manuelle Prüfungen ergänzt. Grundsätzlich gibt es auf jeder Ebene zumindest ein Vier-Augenprinzip. Im gesamten Rechnungslegungsprozess müssen bestimmte Freigabeprozesse durchlaufen werden. In ihrer Funktion nimmt die Marseille-Kliniken AG zentrale Steuerungsaufgaben auf dem Gebiet der Rechnungslegung bzw. Konzernrechnungslegung wahr. Dabei handelt es sich unter anderem um die Konsolidierung der Zahlen, die Bilanzierung von Pensionsrückstellungen und die Prüfung der Werthaltigkeit bilanzierter Firmenwerte und Beteiligungen. Weiterhin sind in der Marseille-Kliniken AG Aufgaben zugeordnet, die die Verwaltung und Überwachung von Finanzinstrumenten, den Zahlungsverkehr, die Geldanlagen und die Konzernabrechnungen betreffen.

Ein Risiko der Finanzberichterstattung besteht darin, dass Jahres- und Zwischenabschlüsse Falschdarstellungen enthalten könnten, die möglicherweise wesentlichen Einfluss auf die Entscheidungen ihrer Adressaten haben. Das rechnungslegungsbezogene IKS der Marseille-Kliniken zielt darauf ab, diese möglichen Fehlerquellen zu identifizieren und die daraus resultierenden Risiken zu begrenzen. Es erstreckt sich auf die Finanzberichterstattung im gesamten Marseille-Kliniken Konzern, um mit hinreichender Sicherheit zu gewährleisten, dass ein den gesetzlichen Vorschriften entsprechender Jahres- und Konzernabschluss erstellt wird. Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass ein IKS, unabhängig von seiner Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit dafür liefert, dass alle wesentlichen Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden.

11.3 Umfeld- und Branchenrisiken

Das wirtschaftliche Umfeld wird unverändert durch eine fortschreitende Dynamisierung des Wettbewerbs und die Konsolidierung des gesamten Gesundheitsmarktes, steigende Qualitätsanforderungen der Bewohner und Patienten sowie des Gesetzgebers geprägt. Darüber hinaus bestehen bundesweit Überkapazitäten in der Branche, wodurch das Auslastungsrisiko steigt.

Das gesetzlich vorgeschriebene Vorhalten qualifizierter Mitarbeiter in den Einrichtungen kann zu einer zusätzlichen Erhöhung der Personalkosten führen, da qualifiziertes Pflegepersonal immer mehr zum Engpassfaktor wird. Personalmaßnahmen zwecks Bindung der qualitativ hochwertigen Mitarbeiter an die Gesellschaft werden vom Konzern durchgeführt. Die kontinuierliche Aus-, Weiter- und Fortbildung unserer Mitarbeiter erfolgt auch durch Umsetzung unserer Spezialkonzepte. Unsere Vergütungen sind überdurchschnittlich und wir bieten daneben zusätzliche Leistungsanreizsysteme. Detaillierte Erläuterungen hierzu finden sich im Abschnitt „Strategie des Konzerns“.

Einen wesentlichen Teil ihrer Erträge erzielt die Marseille-Kliniken AG aus erbrachten Leistungen an Mitglieder der gesetzlichen Pflegeversicherungen. Die Preise für diese Leistungen bilden sich nicht am freien Markt, sondern werden gesetzlich geregelt und hängen somit in hohem Maße von der Finanzlage der Kostenträger (Pflegekassen, Sozialämter) ab. Aus Gesetzesänderungen resultierende Preisreduzierungen können gegebenenfalls nicht oder nicht vollständig durch Mehrleistungen und Einsparungen kompensiert werden. Preiserhöhungen können auch erst nach längeren Zeiträumen erfolgen, so dass das Eintreten inflationsbedingter Realwertverluste möglich ist. Aus diesen Zusammenhängen könnten sich nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben.

11.4 Leistungswirtschaftliche Risiken des Konzerns

Risiken im Rahmen der Pflege-, Behandlungs- und Betreuungsqualität werden durch kontinuierliche Weiterentwicklung und Schulung der Mitarbeiter auf der Grundlage neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden begegnet. Die Durchführung von Angehörigenbefragungen und Prüfungen unseres Bereiches Zentrales Qualitätsmanagement in den jeweiligen Einrichtungen erlauben der Konzernleitung eine Beurteilung der tatsächlich erbrachten bzw. wahrgenommenen Qualität. Innerhalb des RMS existieren konzernweite Qualitätsberichte, die auf internen Prüfverfahren – angelehnt an die Prüfungsrichtlinien des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) – sowie auf den Ergebnissen der Angehörigenbefragungen basieren. Zusätzlich sind die Strukturen und Prozesse des Qualitätsmanagementsystems aller Pflegeeinrichtungen sowie die Konzernzentrale mit ihren Tochtergesellschaften seit März 2009 nach DIN EN ISO 9001:2008 extern zertifiziert. Das konzerninterne Beschwerdemanagementsystem und die Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Heimbeiräten der einzelnen Standorte bewirken einen permanenten Verbesserungsprozess durch Aufnahme von Kundenwünschen.

11.5 Strategische Risiken des Konzerns

Die strategischen Risiken der Marseille-Kliniken umfassen im Wesentlichen die Auslastung bzw. Kostensituation der einzelnen Senioreneinrichtungen und den Immobilienbestand des Konzerns. Vorstand, Aufsichtsrat und Management des Konzerns wirken durch kontinuierliche Abstimmungen und Anpassungen von Ausgestaltungen der Unternehmensstrategie diesen Risiken entgegen.

Die Managementebenen der Marseille-Kliniken AG wurden zur Optimierung der operativen Steuerung des Segments Pflege reorganisiert. Dabei wurden fünf Regionen definiert, die jeweils von einem Regionalleiter geführt werden. Aus dieser Umstrukturierung ergibt sich eine Stärkung von Entscheidungskompetenzen und Verantwortlichkeiten der Einrichtungen selbst.

Weiterhin ist die Gesellschaft bemüht, den Spezialisierungsgrad auf altersbedingte Krankheitsbilder in den einzelnen Einrichtungen auszubauen. Diese Spezialisierung dient dazu, der Nachfragesituation besser zu entsprechen und damit die Belegungen in den einzelnen Häusern zu erhöhen. Eine über alle Bestandshäuser durchgängig sehr hohe Auslastung bleibt dabei immer oberstes Ziel. Es besteht jedoch immer das Risiko, dass einige Standorte temporär niedriger belegt sind als geplant.

Der Standort Bad Schönborn ist in der durchschnittlichen Belegung im Berichtsjahr stagniert. Vor diesem Hintergrund wurde im Berichtsjahr ein neues Leitungsteam ernannt, Investitionen in die Einrichtung initiiert und Wohnbereiche mit neuen Spezialkonzepten eröffnet (u.a. im August 2012 ein Wohnbereich für Suchtkranke).

Die Einrichtung in Berlin, das Pflegehaus Kreuzberg, konnte eine leichte Steigerung der durchschnittlichen Belegung von 43,8 % auf 45,9 % verzeichnen. Eine erfahrene Regionalleiterin, ein neues Leitungsteam und aktiveres Belegungsmanagement für die Umsetzung der angestoßenen Konzeptänderung begleitet im Geschäftsjahr 2012/2013 die weiteren Aktivitäten zur Steigerung der Belegungsquote.

Die erläuterten Risiken gelten für die aktuelle Situation im stationären Bereich, der aufgrund des aktuellen Überangebots nicht im Fokus weiteren Kapazitätswachstums steht. Dieses Kapazitätswachstum könnte allenfalls im Bereich der ambulanten Pflegebetriebe im Segment Betreutes Wohnen realisiert werden. Im Hinblick auf die Profitabilität des Gesamtkonzerns ist neben der Auslastung und Expansion auch die Kostenstruktur von Bedeutung. Eine überdurchschnittlich gute Belegung im Pflegebereich bestimmt zwar weiterhin den Zielschwerpunkt, jedoch ist weiterhin ein straffes Kostenmanagement notwendig, um vorgenannten Umsatzrisiken zu begegnen und so den Konzern dauerhaft profitabel auszurichten.

Wir beabsichtigen nach wie vor, die drei Reha-Stillstandsimmobilien in Reinerzau, in Bad Oeynhausen und in Blankenburg mit einem Buchwert von insgesamt 7,1 Mio. € (Vorjahr: 7,5 Mio. €) zu veräußern.

11.6 Finanzwirtschaftliche Risiken

Das Konzernmanagement erstellt mindestens einmal jährlich einen ausführlichen Geschäftsplan. In diesen fließen die Ergebnisse der Steuerung und Bewertung des Unternehmensportfolios ein. Der Plan schließt zahlreiche Annahmen zu Pflegesätzen und Auslastungen der einzelnen Senioreneinrichtungen ein, die für das Erreichen der geplanten Umsätze Voraussetzung sind. Die zukünftige Entwicklung kann jedoch aus einer Vielzahl von Gründen von den getroffenen Annahmen abweichen. Es kann daher nicht garantiert werden, dass die Marseille-Kliniken AG die für das Erreichen der finanziellen Ziele erforderlichen Umsätze erlöst.

Oberste Priorität der finanzwirtschaftlichen Betrachtung gilt der Sicherung der Liquidität. Auf Basis kontinuierlicher Überwachung wird die rollierende Liquiditätsplanung auf Tages-, Monats-, Quartals- und Jahresbasis abgeleitet. Die Marseille-Kliniken AG erwartet auch im Geschäftsjahr 2012/2013 einen deutlich positiven Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit.

Vor dem Hintergrund einer durch die anhaltende Finanzkrise veränderten Geschäftspolitik vieler Banken, insbesondere induziert durch strengere künftige Eigenkapitalanforderungen (Basel III), hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2011/2012 die Umstrukturierung der Passivseite weiter fortgeführt.

Die am 8. Dezember 2011 fällige einjährige Anleihe (15,0 Mio. €) wurde durch die Begebung einer neuen Anleihe in gleicher Höhe refinanziert, die mit einer Laufzeit von zwei Jahren ausgestattet ist. Durch die Aufnahme neuer langfristiger Darlehen konnte ein Teilbetrag von 3,0 Mio. € aus der neu aufgenommenen Anleihe umfinanziert werden. Für eine ausgewogene Finanzierung der Gesellschaft ist die Marseille-Kliniken AG in weiteren Gesprächen mit Finanzinstituten über eine langfristige Unternehmensfinanzierung. Mit diesen Maßnahmen reduziert die Gesellschaft die Finanzierungsrisiken des Konzerns.

Die Marseille-Kliniken AG und ihre Tochtergesellschaften haben mit verschiedenen Investoren in den Jahren 2004 bis 2008 mehrere Rahmenvereinbarungen anlässlich des Verkaufs und der Rückmietung von Senioren-Wohnparks und Pflegeheimen (sog. „Sale-and-lease-back“) geschlossen. Die Struktur der geschlossenen Rahmenvereinbarungen ist im Wesentlichen gleich: Die Objekte werden von der Gesellschaft oder von ihren Tochtergesellschaften an Dritte verkauft und diese vermieten die Senioren-Wohnparks und Pflegeheime an die Gesellschaft zurück. Die Rahmenvereinbarungen sehen hierbei ein per Vormerkung gesichertes Andienungs- bzw. Eintrittsrecht zugunsten der jeweiligen Gruppengesellschaft für den Fall vor, dass der jeweilige Eigentümer das Objekt verkaufen möchte. Am Ende der Mietzeit hat die Gesellschaft jeweils ein Ankaufsrecht. Die unter der jeweiligen Rahmenvereinbarung abgeschlossenen Kauf- und Mietverträge je verkauftem Grundstück bilden wie folgt eine rechtliche Einheit: Wird einer der beiden Verträge nicht wirksam, nicht durchgeführt oder rückabgewickelt, ist auch der andere Vertrag insgesamt nicht durchzuführen und rückabzuwickeln. So begründet insbesondere der Verzug bei Mietzahlungen nicht nur die Möglichkeit der Kündigung des Mietvertrags, sondern auch des Rücktritts vom Kaufvertrag durch den jeweiligen Käufer und Vermieter des Grundstücks. Aus den jeweils zwischen 2004 bis 2008 abgeschlossenen Sale-and-lease-back-Verträgen ergeben sich daher neben Liquiditätsvorteilen ggf. auch Risiken aus Rückerstattungsansprüchen der jeweiligen Käufer gegen den Marseille-Kliniken Konzern.

11.7 Rechtliche Risiken

Risiken aus Änderungen der Gesetzgebung in den sozialen Sicherungssystemen können für die Marseille-Kliniken AG eher als geringfügig eingestuft werden. Es werden zwar immer wieder neue Anläufe unternommen, durch gesetzliche Regelungen das Gesundheits- und Pflegesystem finanziell zu stabilisieren, doch die wirtschaftlichen Auswirkungen von Gesetzesänderungen werden aufgrund der politischen und finanziellen Rahmenbedingungen als sehr begrenzt angesehen. Die Förderalismusreform führt allerdings zur Differenzierung des Heimrechts in den einzelnen Bundesländern, wodurch die Komplexität erhöht wird. Dies gilt auch für den Bereich des Betreuten Wohnens. Die Einführung der Pflegeversicherung wurde seinerzeit von allen gesellschaftlichen Gruppen als positiv angesehen. Die Mitte 2008 erfolgte Pflegeversicherungsreform ist bei Experten umstritten, hat allerdings auch nicht zu einer Beeinträchtigung der für die Marseille-Kliniken AG komfortablen Risikoeinschätzung geführt. Sollte der Gesetzgeber dennoch zukünftig bundesweite Rahmenbedingungen ändern, sind wir davon überzeugt, aufgrund unserer Ausrichtung auf den Kunden und die Wirtschaftlichkeit wie bisher unsere führende Position im Wettbewerb zu halten.

Zur Abdeckung von Risiken werden die Entscheidungen und die Gestaltung der Geschäftsprozesse generell auf eine umfassende rechtliche und steuerliche Beratung gestützt. Einzelne Gesellschaften des Marseille-Kliniken Konzerns führen Aktiv- und Passivprozesse an verschiedenen Gerichtsstandorten. Hinsichtlich der laufenden Verfahren kann zur Sicherung der Informationen keine Detaildarstellung gegeben werden, da diese die Angriffs- und Verteidigungslinien in solchen Verfahren beeinträchtigen würden. Es wurden nach dem heutigen Erkenntnisstand hinreichende Rückstellungen gebildet. Für sonstige bestehende Prozessrisiken haben wir aus Sicht der Gesellschaft ausreichende Rückstellungen gebildet, so dass damit sämtliche aktuell bestehenden Risiken aus Prozessen aus Sicht der Gesellschaft zutreffend abgebildet sind. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus gegebenen Patronatserklärungen wird als gering eingeschätzt.

11.8 Sonstige Risiken

Die Energieträger Wasser, Strom, Gas und Öl werden strikt verbrauchsorientiert eingesetzt. In den Wäschereien werden Spezialmaschinen und umweltschonende Waschmittel eingesetzt, die ebenso wie die bedarfsoptimierten Spülmaschinentaktungen in den Küchen den Einsatz von Ressourcen minimieren. Die Risiken durch weitere Preissteigerungen, beispielsweise im Energiesektor, werden durch diese Effizienz für die Marseille-Kliniken verringert. In unwesentlichem Umfang werden Zinssicherungsinstrumente genutzt und Strompreise für einen bestimmten Zeitraum festgeschrieben. Diese sind für die Vermögens,- Finanz- und Ertragslage der Marseille-Kliniken AG und des Marseille-Kliniken Konzerns von untergeordneter Bedeutung. Es wird daher auf die Ausführungen im Anhang zum Einzel- und Konzernabschluss verwiesen.

12. Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2011/2012 sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten, die das im vorliegenden Konzernabschluss vermittelte Bild der Lage des Konzerns beeinflussen und wesentliche Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf der Marseille-Kliniken AG oder des Konzerns insgesamt haben können.

13. Vergütungsbericht

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands setzt sich aus fixen (Festgehalt) und variablen Komponenten (Tantieme) zusammen. Die variablen Vergütungskomponenten sind erfolgsbezogen und orientieren sich am Unternehmenserfolg.

Die Gesamtbezüge der im Geschäftsjahr 2011/2012 bestellten Vorstandsmitglieder sind im Anhang bzw. den Notes zum Jahres- und Konzernabschluss erläutert.

Der Aufsichtsrat kann zudem nach seinem pflichtgemäßen Ermessen außerordentliche Leistungen einzelner oder aller Vorstandsmitglieder in Form einer besonderen Erfolgstantieme vergüten.

In markt- und konzernüblicher Weise gewährt die Gesellschaft allen Mitgliedern des Vorstandes aus ihren Vorstandsverträgen weitere Leistungen, die zum Teil als geldwerte Vorteile angesehen und entsprechend versteuert werden; so zum Beispiel die Überlassung eines Geschäftsfahrzeugs.

Nebentätigkeiten sind grundsätzlich genehmigungspflichtig. Die Übernahme von Management- und Aufsichtsratsfunktionen in Konzerngesellschaften erfolgt grundsätzlich unentgeltlich.

14. Corporate Governance (Entsprechenserklärung, Erklärung zur Unternehmensführung, Bericht des Vorstandes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen, Angabepflichten gemäß § 315 Abs. 4 HGB)

Erklärung zur Unternehmensführung

Aufsichtsrat und Vorstand haben die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB abgegeben und den Aktionären zusammen mit der auf der Website der Gesellschaft unter www.marseille-kliniken.de dauerhaft zugänglich gemacht. Die Erklärung zur Unternehmensführung enthält auch die Entsprechenserklärung, die Aufsichtsrat und Vorstand zu den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ gemäß § 161 AktG abgegeben haben.

Bericht des Vorstandes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Der Vorstand hat entsprechend § 312 AktG für das Geschäftsjahr 2011/2012 einen Bericht über Beziehungen zu allen verbundenen Unternehmen aufgestellt und gemäß § 313 AktG dem Abschlussprüfer zur Prüfung vorgelegt. Folgende Erklärung findet sich am Ende dieses Berichts wieder:

„Der Vorstand der Marseille-Kliniken AG, Berlin, erklärt, dass die Marseille-Kliniken AG bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die ihm im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden ist.“

Angabepflichten gemäß § 315 Abs. 4 HGB

Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Grundkapital der Gesellschaft beträgt zum 30. Juni 2012 37.320.000,00 € und ist in 14.580.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von je 2,56 € (gerundet) aufgeteilt.

Direkte oder indirekte Beteiligungen

Beteiligungen (auch mittelbare über Zurechnungen gemäß §§ 21, 22 WpHG), die 10 % der Stimmrechte der Gesellschaft überschreiten, werden von der Familie Marseille gehalten.

Inhaber von Aktien mit Sonderrechten

Es bestehen keine Aktien mit Sonderrechten.

Art der Stimmrechtskontrolle im Falle von Arbeitnehmerbeteiligungen

Es gibt keine Arbeitnehmer, die an der Gesellschaft beteiligt sind.

Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über die Änderung der Satzung

Mitglieder des Vorstands werden gemäß §§ 84, 85 AktG bestellt und abberufen. Satzungsänderungen erfolgen gemäß §§ 133, 179 AktG. Bestimmungen der Satzung der Gesellschaft, die diese Punkte betreffen, finden sich in der Satzung.

Befugnisse des Vorstandes zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien

Auf der Hauptversammlung am 18. Dezember 2009 wurde die auf der Hauptversammlung vom 12. Dezember 2008 beschlossene Ermächtigung des Vorstandes zum Erwerb eigener Aktien aufgehoben und der Vorstand zum Erwerb eigener Aktien ermächtigt. Die Ermächtigung ist bis zum 18. Dezember 2014 sowie auf maximal 10 % des derzeitigen Grundkapitals beschränkt. Die Ermächtigung erfolgte vor dem Hintergrund, schnell, flexibel und kostengünstig bei Erwerben von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen handeln zu können.

Die Hauptversammlung am 27. Januar 2012 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 27. Januar 2017 durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von insgesamt bis zu 7.290.000 (in Worten: siebenmillionzweihundertneunzigtausend) neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien (Stückaktien) gegen Bar- oder Sacheinlagen um insgesamt bis zu € 18.660.000,00 (in Worten: achtzehnmillionensechshundertsechzigtausend) zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugrecht bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen auszuschließen. Bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die neuen Aktien einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen auszuschließen.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen

Die Aktien der Marseille-Kliniken AG sind nicht vinkuliert. Uns sind auch keine sonstigen Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt.

Beteiligungen am Kapital, die mehr als 10 % der Stimmrechte überschreiten

Der Gründer und Hauptaktionär Herr Ulrich Marseille und seine Ehefrau Estella-Maria Marseille halten mehr als 60 % am Grundkapital der Marseille-Kliniken AG. Nach dem Wertpapierhandelsgesetz muss jeder Anleger, der durch Erwerb, Veräußerung oder in sonstiger Weise bestimmte Stimmrechte erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies uns und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht anzeigen. Uns sind hiernach keine weiteren direkten oder indirekten Beteiligungen am Kapital bekannt, die 10 % der Stimmrechte überschreiten.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen

Kein Aktionär der Marseille-Kliniken AG ist durch deren Satzung ermächtigt, Mitglieder in den Aufsichtsrat zu entsenden. Auch im Übrigen wurden Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, nicht ausgegeben.

Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben

Sofern Arbeitnehmer Aktien der Marseille-Kliniken AG halten, üben sie ihre Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und der Satzung aus. Es existieren keine Stimmrechtsbeschränkungen für Aktien der Marseille-Kliniken AG, die von deren Arbeitnehmern gehalten werden.

Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern

Gemäß der Satzung der Marseille-Kliniken AG besteht der Vorstand aus einem oder mehreren Mitgliedern, deren Zahl vom Aufsichtsrat bestimmt wird und die gemäß § 84 AktG durch den Aufsichtsrat für jeweils höchstens fünf Jahre bestellt werden. Der Aufsichtsrat kann ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstandes bestimmen, wenn der Vorstand aus mehreren Vorstandsmitgliedern besteht. Er kann auch stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellen. Die Bestellung des Vorstandes bedarf der einfachen Mehrheit der Stimmen des Aufsichtsrates. Im Falle der Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Aufsichtsratsvorsitzenden der betreffenden Sitzung. Die Bestellung zum Vorstand kann gemäß § 84 AktG durch den Aufsichtsrat widerrufen werden, wenn in Bezug auf das Vorstandsmitglied ein wichtiger Grund vorliegt. Fehlt ein erforderliches Vorstandsmitglied, so hat in dringenden Fällen das Gericht gemäß § 85 AktG auf Antrag eines Beteiligten das Mitglied zu bestellen.

Bestimmungen über die Änderung der Satzung

Jede Satzungsänderung bedarf eines Beschlusses der Hauptversammlung (§ 179 AktG). Dem Aufsichtsrat ist gemäß § 9 der Satzung i.V. mit § 179 AktG die Befugnis eingeräumt, Änderungen und Ergänzungen der Satzung zu beschließen, die lediglich die Fassung betreffen. Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden, soweit das Gesetz nicht zwingend etwas anderes vorschreibt, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und soweit eine Kapitalerhöhung erforderlich ist, mit einfacher Kapitalmehrheit gefasst (§ 15 Absatz 2). Satzungsänderungen werden gemäß § 181 Absatz 3 AktG mit der Eintragung in das Handelsregister wirksam.

Die Satzung enthält keine Bestimmung, die den Vorstand ermächtigt – etwa im Fall einer Übernahmesituation –, Aktien zurückzukaufen.

Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen

Es bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen.

15. Prognosebericht

Aufgrund der demographischen Entwicklung ist der Pflegemarkt weitestgehend unabhängig von den allgemeinen konjunkturellen Rahmenbedingungen. Die alternde Gesellschaft in Deutschland sorgt in den stationären und ambulanten Versorgungsbereichen für eine langfristig steigende Nachfrage nach Pflegeleistungen. Die Angebotsseite dieses wachsenden Marktes ist derzeit noch gekennzeichnet durch einzelne öffentliche oder von Wohlfahrtsorganisationen geführte Pflegeeinrichtungen. Bedingt durch die steigende Staatsverschuldung und daraus resultierende Finanzierungsengpässe werden notwendige Investitionen in diesen Einrichtungen jedoch nicht vollumfänglich durchgeführt werden können, die zu einer langfristigen Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit nötig wären. Auch durch höhere regulative Anforderungen an Reporting und Dokumentation sowie Einführung eines Mindestlohnes entsteht weiterer Konsolidierungsdruck innerhalb der Branche. Aus diesen Gründen ist auch langfristig mit einem fortgeführten Trend zu großen privatwirtschaftlichen Anbietern wie der Marseille-Kliniken AG zu rechnen. Dennoch wiesen unsere Einrichtungen in der Berichtsperiode einen Leerstand von über 10 % auf. In diesem Zusammenhang behinderte auch der generelle Fachkräftemangel in der deutschen Gesundheitsbranche eine zügigere Belegung der Einrichtungen.

Die oben erläuterten Rahmentendenzen und die von uns konsequent umgesetzte Konzernstrategie bewirken seit dem Geschäftsjahr 2010/2011 eine steigende Auslastungsquote, deren stabiles Niveau wir für das laufende Geschäftsjahr 2012/2013 auf über 90 % erwarten. Vor diesem Hintergrund erwarten wir für das Geschäftsjahr 2012/2013 Umsatzerlöse, die stabil über dem Vorjahresniveau liegen.

Einen strategischen Schwerpunkt für das laufende Geschäftsjahr bildet weiterhin die Optimierung unseres Kerngeschäftes Pflege, woraus sich auch Kostenreduzierungen ergeben, die zu einem voraussichtlichen Konzern-EBIT über dem Vorjahresniveau führen.

Die positive Entwicklung im 1. Quartal 2012/2013 bestärkt uns in unserer Prognose für das Geschäftsjahr 2012/2013.

Naturgemäß können Abweichungen zwischen den von uns erwarteten und den tatsächlichen Ergebnissen eintreten. Wir erwarten jedoch, dass sich diese Abweichungen in Grenzen halten.

 

Berlin, den 25. September 2012

Marseille-Kliniken Aktiengesellschaft

Vorstand

Michael Thanheiser

Konzernabschluss

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Konzernbilanz

Konzern-Kapitalflussrechnung

Entwicklung des Konzernanlagevermögens zum 30. Juni 2011

Entwicklung des Konzernanlagevermögens zum 30. Juni 2012

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Einzelabschluss

Gewinn- und Verlustrechnung der Marseille-Kliniken AG (Einzelgesellschaft)

Bilanz der Marseille-Kliniken AG (Einzelgesellschaft)

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

der Marseille-Kliniken AG

in T€ Anm. Notes 1.7.2011 bis 30.6.2012 1.7.2010 bis 30.6.2011
Umsatzerlöse 5.1 195.058 190.003
Sonstige betriebliche Erträge 5.2 11.439 12.125
Gesamtleistung   206.497 202.128
Materialaufwand/Aufwand für bezogene Leistungen 5.3 23.241 20.887
Personalaufwand 5.4 101.948 98.783
Abschreibungen 5.5 6.697 8.041
Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.6 62.771 68.207
Sonstige Steuern 5.9 936 549
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit   10.903 5.661
Finanzerträge 5.7 1.334 1.051
Finanzaufwendungen 5.7 5.935 5.081
Ergebnis vor Steuern   6.302 1.632
Ertragsteuern 5.8 -164 -1.146
Konzernergebnis 5.11 6.466 2.777
Minderheitenanteile 5.10 -2 93
Aktionären der Marseille-Kliniken AG zuzurechnendes Konzernergebnis 5.11 6.464 2.870
Ergebnis je Aktie unverwässert (in €)      
auf Basis von 14.464.325 gewichteten ausstehenden Stückaktien   0,45 €  
auf Basis von 12.290.626 gewichteten ausstehenden Stückaktien     0,23 €

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

der Marseille-Kliniken AG

in T€ 1.7.2011 bis 30.6.2012 1.7.2010 bis 30.6.2011
Ergebnis nach Steuern 6.466 2.777
Cashflow Hedges:    
In die GuV umgegliederte Verluste 271 335
Marktbewertung derivative Sicherungsinstrumente -591 93
Kosten der Kapitalerhöhung 0 -198
Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen und Erträge 51 -36
Währungsumrechnung -5 91
Direkt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen und Erträge -274 285
Gesamtergebnis 6.192 3.062
Minderheitenanteile -2 93
Anteil der Aktionäre der Marseille-Kliniken AG 6.190 3.155

Konzernbilanz

der Marseille-Kliniken AG

AKTIVA

in T€ Anm. Notes 30.6.2012 30.6.2011
Langfristige Vermögenswerte      
Immaterielle Vermögenswerte 4.1.1/4.1.2 31.742 32.599
Sachanlagen 4.1.3 116.094 119.936
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 4.1.5 9.666 10.056
Ertragsteuerforderungen 4.1.10 922 1.086
Latente Steueransprüche 4.1.6 3.963 3.571
    162.387 167.248
Kurzfristige Vermögenswerte      
Vorräte 4.1.7 1.367 1.501
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.1.8 10.135 10.181
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 4.1.9 2.627 9.283
Laufende Steueransprüche 4.1.10 1.277 2.022
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4.1.11 11.696 9.488
    27.102 32.475
Summe Vermögenswerte   189.489 199.723

Passiva

     
in T€ Anm. Notes 30.6.2012 30.6.2011
Eigenkapital      
Gezeichnetes Kapital 4.2.1 37.153 37.153
Kapitalrücklage 4.2.1 1 1
Gewinnrücklage 4.2.1 1.302 915
Ausgleichsposten aus sukzessiven Erwerb 4.2.1 -2.902 0
Eigene Anteile 4.2.1 -928 -928
Zeitbewertungsrücklage 4.2.1 -640 -371
Währungsdifferenzen 4.2.1 91 96
Konzernbilanzgewinnvortrag (Vj. Konzernbilanzverlustvortrag) 5.11 2.928 -3.150
Minderheitenanteile 4.2.1 10 479
    37.015 34.195
Langfristige Schulden      
Abgegrenzte Investitionszuwendungen 4.2.2 39.980 41.570
Langfristige Finanzschulden 4.2.3 41.006 36.424
Anleihe 4.2.3 11.861 0
Pensionsverpflichtungen 4.2.4 14.095 12.930
Latente Steuern 4.2.5 4.945 7.067
    111.887 97.991
Kurzfristige Schulden      
Anleihe 4.2.3 0 14.726
Kurzfristige Finanzschulden 4.2.3 4.665 5.928
Kurzfristige Rückstellungen 4.2.6 13.604 20.062
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.2.7 8.460 10.774
Laufende Steuerverbindlichkeiten 4.2.8 3.222 3.106
Übrige kurzfristige Schulden 4.2.9 10.636 12.941
    40.587 67.537
Summe Eigenkapital und Schulden   189.489 199.723

Konzern-Kapitalflussrechnung

der Marseille-Kliniken AG

in T€ 1.7.2011 bis 30.6.2012 1.7.2010 bis 30.6.2011
Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 10.903 5.661
Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen (- Gewinn/+ Verlust) -32 -584
Abschreibungen 6.697 8.041
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen -4.086 -4.554
Ab-/Zunahme (+/-) der Vorräte 134 -348
Zu-/Abnahme (+/-) der Pensionsrückstellungen 1.449 -1.338
Zu-/Abnahme (+/-) der kurzfristigen Rückstellungen -6.459 3.445
Erhaltene/Gezahlte Ertragsteuern 72 -2.880
Veränderung des sonstigen Nettoumlaufvermögens -2.087 -6.586
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 6.592 857
Cashflow aus dem Investitionsbereich    
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -155 -202
Investitionen in Sachanlagen -1.578 -1.633
Investitionen in Finanzanlagen -1.971 -270
Einzahlungen aus Anlagenabgängen (Sachanlagen) 149 377
Cash Flow aus dem Investitionsbereich -3.555 -1.728
Cashflow aus dem Finanzierungsbereich    
Einzahlungen aus der Begebung einer Anleihe 15.000 15.000
Tilgung ausgegebener Anleihen -18.000 0
Einzahlungen aus Eigenkapitalerhöhung 0 6.221
Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 12.500 585
Tilgung von Finanzverbindlichkeiten -9.353 -20.838
Einzahlungen aus Darlehen und Finanzierungsleasing 1.457 2.314
Gezahlte Zinsen -3.556 -3.770
Erhaltene Zinsen 1.123 743
Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich -829 255
Zunahme/Abnahme der liquiden Mittel 2.208 -616
Liquide Mittel zu Beginn des Geschäftsjahres 9.488 10.104
Liquide Mittel am Ende des Geschäftsjahres 11.696 9.488
davon Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 11.696 9.488

Entwicklung des Konzernanlagevermögens

der Marseille-Kliniken AG zum 30. Juni 2011

  Anschaffungs- und Herstellungskosten
in € 1. Juli 2010 Zugänge Umgliederungen Abgänge 30. Juni 2011
I. Immaterielle Vermögenswerte          
1. Konzessionen 4.349.842,90 258.001,67 258.385,55 0,00 4.866.230,12
2. Software 11.672.646,14 37.351,68 0,00 0,00 11.709.997,82
3. Nutzungsrecht (Gestattungsvertrag) 3.571.669,02 0,00 0,00 0,00 3.571.669,02
4. Kundenstamm 644.442,42 0,00 0,00 0,00 644.442,42
5. Geschäfts- oder Firmenwerte 28.520.729,07 667.199,64 0,00 0,00 29.187.928,71
  48.759.329,55 962.552,99 258.385,55 0,00 49.980.268,09
II . Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 163.173.089,41 54.972,35 1.551.356,93 3.938,39 164.775.480,30
2. Technische Anlagen und Maschinen 643.514,04 0,00 0,00 0,00 643.514,04
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 36.370.550,24 543.663,16 -258.385,55 813.378,09 35.842.449,76
4. Finanzierungsleasing Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.841.331,83 497.101,17 0,00 729.414,55 8.609.018,45
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.305.316,86 1.029.023,46 -2.299.014,93 4.834,64 5.030.490,75
  215.333.802,38 2.124.760,14 -1.006.043,55 1.551.565,67 214.900.953,30
Summe 264.093.131,93 3.087.313,13 -747.658,00 1.551.565,67 264.881.221,39
  Kumulierte Abschreibungen
in € 1. Juli 2010 Zugänge Abgänge 30. Juni 2011
I. Immaterielle Vermögenswerte        
1. Konzessionen 4.041.424,09 590.062,44 0,00 4.665.538,10
2. Software 9.555.561,02 1.014.167,98 0,00 10.569.729,00
3. Nutzungsrecht (Gestattungsvertrag) 0,00 119.055,63 0,00 119.055,63
4. Kundenstamm 0,00 184.126,41 0,00 184.126,41
5. Geschäfts- oder Firmenwerte 1.497.481,25 345.025,00 0,00 1.842.506,25
  15.094.466,36 2.252.437,46 0,00 17.380.955,39
II . Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 60.583.848,87 2.385.497,08 3.938,39 62.461.794,10
2. Technische Anlagen und Maschinen 503.758,28 22.469,35 0,00 526.227,63
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 25.473.219,02 1.554.037,16 696.047,15 26.297.157,46
4. Finanzierungsleasing Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.604.746,03 1.804.729,55 729.414,56 5.680.061,02
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  91.165.572,20 5.766.733,14 1.429.400,10 94.965.240,21
Summe 106.260.038,56 8.019.170,60 1.429.400,10 112.346.195,60
  Buchwerte
in € 30. Juni 2011 30. Juni 2010
I. Immaterielle Vermögenswerte    
1. Konzessionen 200.692,02 308.418,81
2. Software 1.140.268,82 2.117.085,12
3. Nutzungsrecht (Gestattungsvertrag) 3.452.613,39 3.571.669,02
4. Kundenstamm 460.316,01 644.442,42
5. Geschäfts- oder Firmenwerte 27.345.422,46 27.023.247,82
  32.599.312,70 33.664.863,19
II . Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 102.313.686,20 102.589.240,54
2. Technische Anlagen und Maschinen 117.286,41 139.755,76
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.545.292,30 10.897.331,22
4. Finanzierungsleasing Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.928.957,43 4.236.585,80
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.030.490,75 6.305.316,86
  119.935.713,09 124.168.230,18
Summe 152.535.025,79 157.833.093,37

der Marseille-Kliniken AG zum 30. Juni 2012

  Anschaffungs- und Herstellungskosten
in € 1. Juli 2011 Zugänge Umgliederungen Abgänge 30. Juni 2012
I. Immaterielle Vermögenswerte          
1. Konzessionen 4.866.230,12 0,00 0,00 0,00 4.866.230,12
2. Software 11.709.997,82 155.133,78 0,00 0,00 11.865.131,60
3. Nutzungsrecht (Gestattungsvertrag) 3.571.669,02 0,00 0,00 0,00 3.571.669,02
4. Kundenstamm 644.442,42 0,00 0,00 0,00 644.442,42
5. Geschäfts- oder Firmenwerte 29.187.928,71 0,00 0,00 0,00 29.187.928,71
  49.980.268,09 155.133,78 0,00 0,00 50.135.401,87
II . Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 164.775.480,30 230.890,60 2.867.429,99 9.707,58 167.864.093,31
2. Technische Anlagen und Maschinen 643.514,04 4.464,17 0,00 0,50 647.977,71
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 35.842.449,76 1.203.508,18 0,00 999.153,25 36.046.804,69
4. Finanzierungsleasing Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.609.018,45 15.358,67 0,00 1.832.740,69 6.791.636,43
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.030.490,75 503.249,78 -2.867.429,99 0,00 2.666.310,54
  214.900.953,30 1.957.471,40 0,00 2.841.602,02 214.016.822,68
Summe 264.881.221,39 2.112.605,18 0,00 2.841.602,02 264.152.224,55
  Kumulierte Abschreibungen
in € 1. Juli 2011 Zugänge Abgänge 30. Juni 2012
I. Immaterielle Vermögenswerte        
1. Konzessionen 4.665.538,10 82.630,56 0,00 4.748.168,66
2. Software 10.569.729,00 626.706,33 0,00 11.196.435,33
3. Nutzungsrecht (Gestattungsvertrag) 119.055,63 119.055,63 0,00 238.111,26
4. Kundenstamm 184.126,41 184.126,41 0,00 368.252,82
5. Geschäfts- oder Firmenwerte 1.842.506,25 0,00 0,00 1.842.506,25
  17.380.955,39 1.012.518,93 0,00 18.393.474,32
II . Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 62.461.794,10 2.754.614,70 1.544,37 65.214.864,43
2. Technische Anlagen und Maschinen 526.227,63 21.984,44 0,50 548.211,57
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 26.297.157,46 1.529.726,43 901.626,25 26.925.257,64
4. Finanzierungsleasing Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.680.061,02 1.378.117,91 1.823.257,22 5.234.921,71
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  94.965.240,21 5.684.443,48 2.726.428,34 97.923.255,35
Summe 112.346.195,60 6.696.962,41 2.726.428,34 116.316.729,67
  Buchwerte
in € 30. Juni 2012 30. Juni 2011
I. Immaterielle Vermögenswerte    
1. Konzessionen 118.061,46 200.692,02
2. Software 668.696,27 1.140.268,82
3. Nutzungsrecht (Gestattungsvertrag) 3.333.557,76 3.452.613,39
4. Kundenstamm 276.189,60 460.316,01
5. Geschäfts- oder Firmenwerte 27.345.422,46 27.345.422,46
  31.741.927,55 32.599.312,70
II . Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 102.649.228,88 102.313.686,20
2. Technische Anlagen und Maschinen 99.766,14 117.286,41
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.121.547,05 9.545.292,30
4. Finanzierungsleasing Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.556.714,72 2.928.957,43
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.666.310,54 5.030.490,75
  116.093.567,33 119.935.713,09
Summe 147.835.494,88 152.535.025,79

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

der Marseille-Kliniken AG vom 1. Juli 2011 bis 30. Juni 2012 und Vorjahreszeitraum

1.7.2010 - 30.6.2011 Mutterunternehmen    
in T€ Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage Ausgleichsposten aus sukzessivem Anteilserwerb Eigene Anteile Zeitbewertungsrücklage
Stand am 1.7.2010 31.100 0 627 0 -903 -731
Ankauf eigener Anteile 0 0 0 0 -25 0
Kapitalerhöhung 6.220 1 0 0 0 0
Direkt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen und Erträge -167 0 0 0 0 361
Konzernergebnis 0 0 0 0 0 0
Gesamtergebnis -167 0 0 0 0 361
Einstellung in die gesetzliche Rücklage 0 0 288 0 0 0
Stand am 30.6.2011 37.153 1 915 0 -928 -371
1.7.2010 - 30.6.2011       Minderheitsgesellschafter Konzern
in T€ Währungsdifferenzen Konzernbilanzverlust Anteil Marseille- Kliniken AG Minderheitenanteile Summe Eigenkapital
Stand am 1.7.2010 5 -5.733 24.365 573 24.938
Ankauf eigener Anteile 0 0 -25 0 -25
Kapitalerhöhung 0 0 6.221 0 6.221
Direkt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen und Erträge 91 0 285 0 285
Konzernergebnis 0 2.870 2.870 -93 2.777
Gesamtergebnis 91 2.870 3.155 -93 3.062
Einstellung in die gesetzliche Rücklage 0 -288 0 0 0
Stand am 30.6.2011 96 -3.150 33.716 479 34.195
1.7.2011 - 30.6.2012 Mutterunternehmen    
in T€ Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage Ausgleichsposten aus sukzessivem Erwerb Eigene Anteile Zeitbewertungsrücklage
Stand am 1.7.2011 37.153 1 915 0 -928 -371
Erwerb weiterer Geschäftsanteile von bereits in Vorjahren vollkonsolidierten Tochterunternehmen 0 0 0 -2.902 0 0
Direkt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen und Erträge 0 0 0 0 0 -269
Konzernergebnis 0 0 0 0 0 0
Gesamtergebnis 0 0 0 0 0 -269
Einstellung in die gesetzliche Rücklage 0 0 387 0 0 0
Stand am 30.6.2012 37.153 1 1.302 -2.902 -928 -640
1.7.2011 - 30.6.2012       Minderheitsgesellschafter Konzern
in T€ Währungsdifferenzen Konzernbilanzgewinn Anteil Marseille- Kliniken AG Minderheitenanteile Summe Eigenkapital
Stand am 1.7.2011 96 -3.150 33.716 479 34.195
Erwerb weiterer Geschäftsanteile von bereits in Vorjahren vollkonsolidierten Tochterunternehmen 0 0 -2.902 -471 -3.373
Direkt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen und Erträge -5 0 -274 0 -274
Konzernergebnis 0 6.465 6.465 2 6.467
Gesamtergebnis -5 6.465 6.191 2 6.193
Einstellung in die gesetzliche Rücklage 0 -387 0 0 0
Stand am 30.6.2012 91 2.928 37.005 10 37.015

Gewinn- und Verlustrechnung

der Marseille-Kliniken AG (Einzelgesellschaft)

in € 2011 | 2012 2010 | 2011
1. Umsatzerlöse 24.107.869 13.248.082
2. Sonstige betriebliche Erträge 30.784.264 20.234.076
3. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -2.307.156 -1.780.849
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -374.197 -470.597
  -2.681.353 -2.251.446
4. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -12.088.389 -9.195.419
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.319.974 -1.654.730
  -14.408.364 -10.850.149
5. Abschreibungen auf Sachanlagen -6.749.829 -4.012.469
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -36.203.328 -33.926.797
7. Erträge aus Beteiligungen 193 163
8. Aufwendungen/Erträge aus Ergebnisübernahmen    
a) Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen 17.784.415 32.170.180
b) Aufwendungen aus Verlustübernahmen -1.567.208 -1.158.053
  16.217.207 31.012.127
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.849.432 3.672.789
davon aus verbundenen Unternehmen 2.934.030 3.204.473
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen -1.041.000 -3.844.055
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -5.963.578 -5.456.050
davon aus verbundenen Unternehmen -2.796.746 -3.042.606
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 7.911.512 7.826.271
13. Außerordentliche Erträge 907.580 0
14. Außerordentliche Aufwendungen 0 -53.547
15. Außerordentliches Ergebnis 907.580 -53.547
16. Steuern vom Einkommen und Ertrag 224.362 -1.638.326
17. Sonstige Steuern -1.297.175 -72.369
18. Jahresüberschuss 7.746.278 6.062.030
19. Einstellungen in die gesetzliche Rücklage -387.000 -287.545
20. Einstellung in andere Gewinnrücklagen 0 -1.097.411
21. Gewinnvortrag (Vorjahr: Verlustvortrag) 4.365.937 -311.136
22. Bilanzgewinn 11.725.216 4.365.937

Bilanz

der Marseille-Kliniken AG (Einzelgesellschaft)

AKTIVA

in € 30.6.2012 30.6.2011
A. ANLAGEVERMÖGEN    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 723.524 199.436
  723.524 199.436
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 24.279.327 21.709.257
2. Technische Anlagen und Maschinen 222 268
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 643.943 529.281
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 2.861.074
  24.923.492 25.099.880
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 74.540.937 72.755.365
2. Sonstige Beteiligungen 65.586 65.948
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 188.000 188.000
  74.794.523 73.009.313
B. UMLAUFVERMÖGEN    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 98.304 79.325
  98.304 79.325
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.717.264 734.682
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 64.254.757 73.785.689
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.745.095 8.167.527
  68.717.117 82.687.898
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 9.547.204 8.033.555
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 58.582 76.054
  178.862.746 189.185.462

Passiva

   
in € 30.6.2012 30.6.2011
A. EIGENKAPITAL    
I. Gezeichnetes Kapital 37.023.910 37.023.910
II. Kapitalrücklage 800 800
III. Gewinnrücklage 881.618 494.618
IV. Bilanzgewinn 11.725.216 4.365.937
a) Jahresüberschuss 7.746.278 6.062.030
b) Einstellung in die Gewinnrücklage -387.000 -1.384.956
c) Gewinnvortrag (Vorjahr: Verlustvortrag) 4.365.937 -311.136
  49.631.544 41.885.266
B. SONDERPOSTEN MIT RÜCKLAGENANTEILE 1.734.048 1.791.823
C. RÜCKSTELLUNGEN    
1. Rückstellungen für Pensionen u. ä. Verpflichtungen 560.916 496.833
2. Rückstellungen für latente Steuern 3.165.748 5.004.833
3. Steuerrückstellungen 2.923.873 1.240.838
4. Sonstige Rückstellungen 4.013.347 5.853.175
  10.663.884 12.595.679
D. VERBINDLICHKEITEN    
1. Anleihe 12.000.000 15.000.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.070.234 16.355.162
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.037.581 2.495.915
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 85.983.639 92.973.670
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.307.752 5.735.275
davon aus Steuern 818.474 246.861
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 31.824 328.288
  116.399.206 132.561.466
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 434.063 351.227
  178.862.746 189.185.462

Konzernanhang

1. Informationen zum Unternehmen

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

2.1 Grundlagen der Abschlusserstellung

2.1.1 Erklärung zur Übereinstimmung mit IFRS

2.1.2 Konsolidierungsgrundsätze

2.1.3 Konsolidierungskreis

2.1.4 Währungsumrechnung

2.2 Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.2.1 Auswirkungen von neuen Rechnungslegungsvorschriften

2.2.2 Neu herausgegebene, nicht vorzeitig angewandte bzw. noch nicht von der EU übernommene Rechnungslegungsvorschriften

2.3 Wesentliche Ermessensentscheidungen und Schätzungen

2.4 Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

3. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

4. Erläuterungen zur Konzernbilanz

4.1 Konzernbilanz – Aktiva

4.1.1 Immaterielle Vermögenswerte

4.1.2 Geschäfts- oder Firmenwerte

4.1.3 Sachanlagen

4.1.4 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

4.1.5 Sonstige finanzielle Vermögenswerte

4.1.6 Latente Steueransprüche

4.1.7 Vorräte

4.1.8 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

4.1.9 Sonstige Forderungen und Vermögenswerte

4.1.10 Laufende Steueransprüche

4.1.11 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

4.1.12 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte

4.2 Konzernbilanz – Passiva

4.2.1 Eigenkapital

4.2.2 Abgegrenzte Investitionszuwendungen

4.2.3 Lang- und kurzfristige Finanzschulden

4.2.4 Pensionsverpflichtungen

4.2.5 Latente Steuern

4.2.6 Kurzfristige Rückstellungen

4.2.7 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

4.2.8 Laufende Steuerverbindlichkeiten

4.2.9 Übrige kurzfristige Schulden

5. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

5.1 Umsatzerlöse

5.2 Sonstige betriebliche Erträge

5.3 Materialaufwand

5.4 Personalaufwand

5.5 Abschreibungen

5.6 Sonstige betriebliche Aufwendungen

5.7 Finanzergebnis

5.8 Ertragsteuern

5.9 Sonstige Steuern

5.10 Anteile Minderheiten am Konzernergebnis

5.11 Konzernergebnis

6. Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten

7. Segmentberichterstattung

8. Ergebnis je Aktie

9. Gezahlte und vorgeschlagene Dividende

10. Eigenkapitalveränderungsrechnung

11. Konzern-Kapitalflussrechnung

12. Sonstige Angaben

12.1 Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten

12.2 Leasing

12.3 Eventualforderungen

12.4 Operate-Leasing- und sonstige finanzielle Verpflichtungen

12.5 Management von Finanzrisiken

12.6 Beteiligungen an der Marseille-Kliniken AG, die ihr nach § 21 Abs. 1 oder Abs. 4 Wphg mitgeteilt worden sind

12.7 Aufsichtsrat

12.8 Vorstand

12.9 Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen

12.10 Veröffentlichung

12.11 Erklärung zum Corporate Governance Codex (§ 161 Aktg)

1. Informationen zum Unternehmen

Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2011 bis zum 30. Juni 2012 wird voraussichtlich am 26. September 2012 durch Beschluss des Vorstandes der Marseille-Kliniken AG zur Veröffentlichung freigegeben.

Die Marseille-Kliniken AG ist eine in Deutschland gegründete, in ihrer Haftung beschränkte Gesellschaft mit Sitz in Berlin (Handelsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg unter HRB 86329), deren Aktien seit 29. Juni 2012 zum Börsenhandel ausschließlich im Prime Standard des Regulierten Marktes der Frankfurter Wertpapierbörse notiert sind. Die Börsen-Notierung an der Hanseatischen Wertpapierbörse in Hamburg wurde unter Verweis auf den geringen Handel der Aktie in Hamburg zurückgenommen. Ebenfalls an der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen und notiert sind die am 30. November 2011 emittierten Teilschuldverschreibungen.

Die Verwaltungszentrale befindet sich in Hamburg in gemieteten Räumen.

Die Hauptaktivitäten der Marseille-Kliniken AG sind die Errichtung, der Erwerb und/oder das Betreiben von Pflegeeinrichtungen, Altenwohnheimen, Dienstleistungsgesellschaften im sozialen und karitativen Bereich sowie Beherbergungsunternehmen.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

2.1 Grundlagen der Abschlusserstellung

Das vom Kalenderjahr abweichende Geschäftsjahr beginnt jeweils am 1. Juli und endet im jeweils darauf folgenden Jahr am 30. Juni.

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien (soweit vorhanden), derivative Finanzinstrumente und zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Die Anpassung der Buchwerte der in der Bilanz erfassten Vermögenswerte und Schulden, welche Grundgeschäfte im Rahmen von Absicherungen des beizulegenden Zeitwertes darstellen, erfolgt aufgrund von Änderungen der beizulegenden Zeitwerte, die den abgesicherten Risiken zugerechnet werden.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Die Angaben werden teilweise in T€ bzw. in Mio. € gemacht. Es können Rundungsdifferenzen in Höhe von T€ +/- 1 auftreten.

Der Jahresabschluss wurde unter der Going-concern-Annahme aufgestellt.

2.1.1 Erklärung zur Übereinstimmung mit IFRS

Der Konzernabschluss der Marseille-Kliniken AG wurde in Übereinstimmung mit den zum Bilanzstichtag geltenden vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und unter Berücksichtigung der Auslegungen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) sowie den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der Konzernabschluss umfasst als Bestandteile die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die Eigenkapitalveränderungsrechnung, die Kapitalflussrechnung und den Anhang.

2.1.2 Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss der Marseille-Kliniken AG umfasst den Abschluss der Marseille-Kliniken AG und ihrer Tochterunternehmen zum 30. Juni eines jeden Geschäftsjahres. Es werden sämtliche Jahresabschlüsse der Konzerngesellschaften zum Stichtag der Marseille-Kliniken AG zum 30. Juni 2012 gemäß International Accounting Standard (IAS) 27 nach zu dem Abschluss des Mutterunternehmens einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Für die Tochtergesellschaft Marseille-Kliniken AG (Schweiz) wurde ein Zwischenabschluss zum 30. Juni 2012 erstellt.

Zum 30. Juni 2012 werden 84 (Vorjahr: 123) Gesellschaften konsolidiert. Im Geschäftsjahr 2011/2012 sind 35 Gesellschaften liquidiert und eine Gesellschaft neu gegründet worden. Die Verringerung der Anzahl der zu konsolidierenden Gesellschaften resultiert des Weiteren aus der Verschmelzung von sechs Konzerngesellschaften.

Der Konzernabschluss umfasst alle Tochtergesellschaften, auf die die Marseille-Kliniken AG einen beherrschenden Einfluss (Control-Prinzip) ausüben kann. Das sind alle Unternehmen, bei denen die Marseille-Kliniken AG die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %. Bei der Beurteilung, ob Kontrolle vorliegt, werden Existenz und Auswirkung potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder umwandelbar sind, berücksichtigt.

Tochtergesellschaften werden ab dem Erwerbszeitpunkt, d.h. ab dem Zeitpunkt, an dem der Konzern die Beherrschung erlangt, voll konsolidiert. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht.

Gemäß IFRS 3 sind sämtliche Unternehmenserwerbe nach der Erwerbsmethode abzubilden. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach IAS 27 durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen. Beim Unternehmenserwerb werden die Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten der erworbenen Tochterunternehmen mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet. Übersteigen die Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten, so wird der Unterschiedsbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) ausgewiesen. Jeder negative Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs und den erworbenen identifizierbaren Vermögenswerten, Schulden und Eventualverbindlichkeiten wird in der Periode des Erwerbs erfolgswirksam erfasst.

Die Anteile von Minderheiten stellen den Anteil des Ergebnisses und des Reinvermögens von Tochterunternehmen dar, der nicht dem Konzern zuzurechnen ist. Minderheitenanteile werden in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung und in der Konzernbilanz separat ausgewiesen. Der Ausweis in der Konzernbilanz erfolgt innerhalb des Eigenkapitals, getrennt von dem auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Eigenkapital.

Im Konzernabschluss sind die Aufwendungen und Erträge der erstkonsolidierten Unternehmen ab dem Stichtag der Erstkonsolidierung enthalten.

Die Ergebnisse der im Laufe eines Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden vom effektiven Erwerbszeitpunkt an oder bis zum effektiven Abgangszeitpunkt in die Konzern-Gesamtergebnisrechnung einbezogen. Im jeweiligen Geschäftsjahr neu gegründete Gesellschaften werden ab dem Gründungszeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen.

Alle konzerninternen Salden, Erträge, Aufwendungen sowie unrealisierte Gewinne und Verluste aus konzerninternen Transaktionen werden in voller Höhe eliminiert.

2.1.3 Konsolidierungskreis

Der Umfang der Gesellschaften, die dem Konsolidierungskreis der Marseille-Kliniken AG entsprechend IAS 27 zuzurechnen sind, hat sich im Geschäftsjahr 2011/2012 gegenüber dem Konsolidierungskreis zum 30. Juni 2011 verändert.

In den Konzernabschluss werden zum 30. Juni 2012 die Marseille-Kliniken AG und alle ihre nachfolgend aufgeführten 84 (Vorjahr: 123) Tochtergesellschaften einbezogen:

  Anteil
in %
Senioren-Wohnpark Langen GmbH, Langen 100,0
Senioren-Wohnpark Lemwerder GmbH, Lemwerder 100,0
Astor Park Wohnanlage Langen GmbH, Langen 100,0
Senioren-Wohnpark Hennigsdorf GmbH, Hennigsdorf 100,0
Senioren-Wohnpark Radensleben GmbH, Radensleben 100,0
Senioren-Wohnpark Neuruppin GmbH, Neuruppin 100,0
Senioren-Wohnpark Treuenbrietzen GmbH, Treuenbrietzen 100,0
Senioren-Wohnpark Erkner GmbH, Erkner 100,0
Senioren-Wohnpark Tangerhütte GmbH, Tangerhütte 100,0
Senioren-Wohnpark Kyritz GmbH, Kyritz 100,0
Senioren-Wohnpark Thale GmbH, Thale 100,0
Senioren-Wohnpark Wolmirstedt GmbH, Wolmirstedt 100,0
Senioren-Wohnpark Aschersleben GmbH, Aschersleben 100,0
Senioren-Wohnpark Coswig GmbH, Coswig 100,0
Senioren-Wohnpark Stützerbach GmbH, Stützerbach 100,0
Senioren-Wohnpark Schollene GmbH, Schollene 100,0
Senioren-Wohnpark Bad Langensalza GmbH, Bad Langensalza 100,0
Senioren-Wohnpark Ballenstedt GmbH, Ballenstedt 100,0
Senioren-Wohnpark HES GmbH, Hamburg 100,0
PRO F & B Gastronomische Dienstleistungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0
Senioren-Wohnpark Klausa GmbH, Nobitz 100,0
Senioren-Wohnpark Friedland GmbH, Friedland 100,0
- SWP – Senioren-Wohnpark Klötze GmbH, Klötze 100,0
Senioren-Wohnpark Leipzig – Am Kirschberg – GmbH, Leipzig 100,0
SWP soziale Grundbesitzgesellschaft mbH, Hamburg 100,0
AMARITA Buxtehude GmbH, Buxtehude 100,0
Pro Work Dienstleistungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0
Senioren-Wohnpark Cottbus-SWP- GmbH, Cottbus 100,0
Medina Meerbusch GmbH, Pritzwalk 100,0
Marseille-Klinik-Delta GmbH, Hamburg 100,0
Senioren-Wohnpark soziale Altenbetreuung gemeinnützige GmbH, Langen 100,0
Allgemeine soziale Dienstleistungen gemeinnützige GmbH, Langen 100,0
Medina soziale Behindertenbetreuung gemeinnützige GmbH, Wolmirstedt 100,0
MK „Vorrat Nr. 26“ Vermögensverwaltungs GmbH, Berlin 100,0
„Villa Auenwald“ Seniorenheim GmbH, Böhlitz-Ehrenberg 100,0
PROMINT/Dienstleistungsgruppe Neuruppin GmbH, Neuruppin 100,0
Senioren-Wohnpark Hennigsdorf – SWP – GmbH, Hennigsdorf 100,0
SIV Immobilien-Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,0
Grundstücksgesellschaft Nikolaus Büren mbH, Hamburg 100,0
DaTess Gesellschaft für Datendienste mbH, Pritzwalk 100,0
Alstersee 124. V V GmbH, Hamburg 99,8
eqs. Privatinstitut für Evaluation und Qualitätssicherung im Gesundheits- und Sozialwesen mbH, Hamburg 100,0
Marseille-Akademie GmbH, Hamburg 100,0
Betrium Nr. 29 Vermögensverwaltungs- GmbH, Pritzwalk 100,0
Senioren-Wohnpark Leipzig „Stadtpalais“ GmbH, Leipzig 100,0
Senioren-Wohnpark Leipzig „Eutritzscher Markt“ GmbH, Leipzig 100,0
Senioren-Wohnpark Lichtenberg GmbH, Berlin 100,0
MVZ Hennigsdorf Medizinisches Versorgungszentrum Am Senioren-Wohnpark Hennigsdorf GmbH, Hennigsdorf 100,0
Senioren-Wohnpark Landshut GmbH, Landshut 100,0
AMARITA Datteln GmbH, Datteln 100,0
AMARITA Hohen Neuendorf GmbH, Hohen Neuendorf 100,0
SGG Soziale Grundbesitzgesellschaft Potsdam mbH, Pritzwalk 100,0
Betrium Nr. 52 Vermögensverwaltungs- GmbH, Pritzwalk 100,0
MobiRent Vermietung GmbH, Pritzwalk 100,0
Betrium Nr. 55 Vermögensverwaltungs- GmbH, Pritzwalk 100,0
AMARITA Bremerhaven GmbH, Bremerhaven 100,0
Pflegehaus Kreuzberg gemeinnützige GmbH, Berlin 100,0
Senioren-Wohnpark Meerbusch GmbH, Pritzwalk 100,0
AMARITA Oldenburg GmbH, Oldenburg 100,0
Spezial-Pflegeheim Hennigsdorf GmbH, Hennigsdorf 100,0
TÜRK GÜNDÜZ BAKIM EVI GmbH, Pritzwalk 100,0
SFS Dienstleistungs- GmbH, Pritzwalk 100,0
Senioren-Wohnpark Lessingplatz GmbH, Düsseldorf 100,0
Senioren-Wohnpark Dresden „Am Großen Garten“ GmbH, Dresden 100,0
Senioren-Wohnpark Arnsberg GmbH, Arnsberg 100,0
Senioren-Wohnpark Büren GmbH, Büren 100,0
Senioren-Wohnpark Kreuztal-Krombach GmbH, Kreuztal-Krombach 100,0
Senioren-Wohnpark Lutzerath GmbH, Lutzerath 100,0
AMARITA Hamburg – Mitte PLUS GmbH, Hamburg 100,0
Senioren-Wohnpark Oberhausen GmbH, Pritzwalk 100,0
Senioren-Wohnpark Düsseldorf-Volksgarten GmbH, Düsseldorf 100,0
CareAktiv GmbH, Hamburg 100,0
Logo 7. Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH, Pritzwalk 100,0
ProTec Dienstleistungsgesellschaft mbH, Pritzwalk 100,0
Medina Belzig GmbH, Belzig 100,0
Marseille Projektgesellschaft „Bremerhaven“ mbH, Berlin 100,0
Allgemeine Dienstleistungsgesellschaft mbH ADG-, Pritzwalk 100,0
Ausgleich- und Bürgschaftsgesellschaft im Heim- und Pflegewesen mbH i.L., Pritzwalk 100,0
Marseille-Kliniken AG, Zug, Schweiz 100,0
AAP – Allgemeine Ansgar Pflegedienste GmbH, Zirchow 100,0
Karlsruher-Sanatorium-Aktiengesellschaft, Hamburg 99,8 1)
Mineralquelle Waldkirch Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Hamburg 99,8 1)
Mineralquelle Waldkirch Verwertungsgesellschaft mbH, Hamburg 99,8 1)
Talhaus „Waldkirch“ GmbH & Co. KG, Hamburg 99,8 1)

1) Konzernanteil nach Abzug der direkten und indirekten Minderheitenanteile

Darüber hinaus werden unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten der Marseille-Kliniken AG, Berlin, nachfolgende Beteiligungen ausgewiesen:

  Anteil Gezeichnetes Eigencapital 30. Juni Jahresergebnis, ggf. nach Gewinnabführung bzw. Verlustausgleich
in T€ in % Kapital 2012 2011 | 2012 2010 | 2011
SCS Standard Computersysteme AG, Hamburg 1,6 3.211 1.082 -64 1) 221
Kurbetriebsgesell- schaft Bad Kloster- lausnitz mbH, Bad Klosterlausnitz 49,5 52 29 2) 2) -14

1) vorläufiger Jahresabschluss
2) ein aktueller Jahresabschluss lag zum Erstellungszeitpunkt nicht vor

Darüber hinaus hat der Konzern drei weitere Beteiligungen, die unwesentlich sind. Davon befinden sich zwei in Liquidation.

Die Angaben zum Eigenkapital und zum Jahresergebnis der Tochtergesellschaften sind den nach den handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellten Einzelabschlüssen entnommen.

Einzelne Tochtergesellschaften werden im Rechtskleid einer gemeinnützigen GmbH geführt. Damit diese Gesellschaften ihren steuerrechtlichen Status nicht verlieren, sind Ausschüttungen nur bedingt möglich. Gewinne sind im Wesentlichen zu thesaurieren und zeitnah zu verwenden.

Mutterunternehmen des größten Konsolidierungskreises ist die Marseille-Kliniken AG, Berlin.

Am Stichtag 30. Juni 2012 bestehen insgesamt 43 (Vorjahr: 54) Ergebnisabführungsverträge zwischen der Marseille-Kliniken AG, Berlin, als Organträgerin und diversen Tochtergesellschaften, sowie 9 (Vorjahr: 7) Ergebnisabführungsverträge zwischen der Marseille-Klinik-Delta GmbH und einigen ihrer Tochtergesellschaften. Des Weiteren besteht ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen der SWP Wolmirstedt GmbH und der Amarita Hamburg-Mitte GmbH.

Eine Gesellschaft, an der der Marseille-Kliniken mit 94 % am Kommanditkapital beteiligt ist, ist aufgrund gesellschaftsrechtlich abweichender Stimm- und Gewinnansprüche nicht zu konsolidieren.

Liquidationen

Die Veränderung des Konsolidierungskreises resultiert insbesondere aus der Entkonsolidierung der in Liquidation befindlichen Gesellschaften. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2011/2012 35 Gesellschaften liquidiert und sind daher aus dem Konsolidierungskreis des Marseille-Kliniken Konzerns ausgeschieden.

  Löschung der Firma im HR am
Senioren-Wohnpark OES GmbH 27.09.11
Senioren-Wohnpark ZES GmbH 27.09.11
Marseille-Klinik-Omega GmbH 28.09.11
CASA Trainingsstätte und Bildungszentrum für Dienstleister im Gesundheitswesen GmbH 25.10.11
SCS Standard Computersysteme Entwicklungsgesellschaft mbH 04.11.11
Betrium Nr. 20 Vermögensverwaltungs- GmbH 01.11.11
Cetrium Vermögensverwaltungs GmbH 29.09.11
"Senioren-Wohnpark Friedland – SWP- GmbH" 06.01.12
Senioren-Wohnpark Neuruppin -SWP- GmbH 14.11.11
Cefugium Betriebsmanagement GmbH 01.11.11
MHCC – Marseille Health Care Consulting GmbH 29.09.11
Tessenow Bau- und Vermögensverwaltung Nr. 20 GmbH 12.12.11
Tessenow Vermögensverwaltungs GmbH 12.12.11
Teufelsbad Residenz Blankenburg GmbH 07.12.11
Betrium Nr. 44 Vermögensverwaltungs- GmbH 01.11.11
Marseille-Kliniken R.S.A. GmbH 28.11.11
Betrium Nr. 50 Vermögensverwaltungs- GmbH 01.11.11
Betrium Nr. 53 Vermögensverwaltungs- GmbH 26.10.11
WK Grundstücksverwaltung Nr. 50 GmbH 10.01.12
WK Grundstücksverwaltung Nr. 52 GmbH 12.12.11
WK Grundstücksverwaltung Nr. 54 GmbH 12.12.11
WK Grundstücksverwaltung Nr. 55 GmbH 20.01.12
WK Grundstücksverwaltung Nr. 56 GmbH 27.12.11
WK Grundstücksverwaltung Nr. 57 GmbH 03.01.12
WK Grundstücksverwaltung Nr. 58 GmbH 10.01.12
WK Grundstücksverwaltung Nr. 59 GmbH 12.12.11
Atrium Senioren-Wohnstift Nr. 24 GmbH 30.01.12
VSE Vermietungsgesellschaft für soziale Einrichtungen mbH 02.01.12
Atrium Senioren-Wohnstift Nr. 32 GmbH 29.02.12
Atrium Senioren-Wohnstift Nr. 34 GmbH 16.03.12
Collateral Transparency GmbH 07.03.12
Sozialimmobilien „Südharz“ GmbH 26.01.12
Atrium Senioren-Wohnstift Nr. 42 GmbH 29.02.12
MK „Vorrat Nr. 23“ Vermögensverwaltungs GmbH 01.11.11
MK IT-Entwicklungs GmbH 27.09.11

Die im Rahmen der Entkonsolidierung abgegangenen Vermögenswerte und Schulden und der Verlust aus der Entkonsolidierung werden nachfolgend dargestellt:

in T€    
  Vermögenswerte  
  kurzfristige Vermögenswerte 32
./. Summe der Vermögenswerte 32
  Schulden  
  kurfristige Schulden 14
+ Summe der Schulden 14
= Entkonsolidierungsverlust 18

Verschmelzungen

Im Geschäftsjahr 2011/2012 wurden die folgenden Verschmelzungen durchgeführt:

SWP Wolmirstedt GmbH auf die neu gegründete MK Mitte Plus GmbH
VDSE GmbH auf die Marseille-Kliniken Aktiengesellschaft
Marseille-Kliniken- Beteiligungsgesellschaft auf die Marseille-Akademie GmbH
Nr. 46 mbH SWP Bad Oeynhausen GmbH auf die Marseille-Akademie GmbH
SWP Siekertal GmbH auf die Marseille-Akademie GmbH
Betrium Nr. 55 Vermögenverwaltungs- GmbH auf die Marseille-Akademie GmbH

2.1.4 Währungsumrechnung

Funktionale Währung und Berichtswährung

Die Berichtswährung des Konzernabschlusses ist Euro, die die funktionale Währung der Mutterunternehmens und gleichzeitig der einbezogenen Tochterunternehmen mit Ausnahme der Tochtergesellschaft Marseille-Kliniken AG, Zug (Schweiz), darstellt.

Der Jahresabschluss des Tochterunternehmens Marseille-Kliniken AG, Zug (Schweiz), das eine von der Konzernberichtswährung abweichende funktionale Währung hat, wird wie folgt in die Berichtswährung Euro umgerechnet:

Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden zum Bilanzstichtagskurs, die Erträge und Aufwendungen zum Durchschnittskurs dargestellt. Das im Rahmen eines Erwerbs ausländischer Tochtergesellschaften erstkonsolidierungspflichtige Eigenkapital wird zum jeweiligen Bilanzstichtag mit dem historischen Kurs zum Erwerbszeitpunkt umgerechnet. Die daraus resultierenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden direkt im Eigenkapital erfasst.

Der CHF-Euro-Wechselkurs ist in der folgenden Tabelle dargestellt:

Währung Stichtagkurs Durchschnittskurs
in Euro 30.6.2012 30.6.2011 30.6.2012 30.6.2011
1 CHF 1,2018 1,2099 1,2032 1,2079

Transaktionen und Salden

Fremdwährungstransaktionen werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen und aus Umrechnungen von monetären Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in Fremdwährung zu abweichenden Stichtagskursen resultieren, werden erfolgswirksam erfasst.

2.2 Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.2.1 Auswirkungen von neuen Rechnungslegungsvorschriften

Folgende, von IASB und IFRIC neu verabschiedete bzw. geänderte und durch die EU anerkannte Bilanzierungsstandards und Interpretationen waren für das Geschäftsjahr 2011/2012 erstmalig verpflichtend anzuwenden:

Standard   Status Anzuwenden ab
IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen geändert 1.1.2011
IFRIC 14 Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungsverpflichtungen neu 1.1.2011
IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben – Über- tragung finanzieller Vermögenswerte geändert 1.7.2011

Die Änderungen des IAS 24 beinhalten eine überarbeitete Definition der nahestehenden Unternehmen und Personen.

Bei der Behandlung der Finanzinstrumente (gemäß IFRS 7) betreffen die Neuerungen die Ausdehnung von Angabepflichten bei Transaktionen zum Zwecke der Übertragung von finanziellen Vermögenswerten, bei denen bestimmte Rechte und Pflichten beim übertragenden Unternehmen verbleiben bzw. im Rahmen der Transaktion übernommen wurden. Die Angaben sollen die Beziehungen zwischen der Übertragung von finanziellen Vermögenswerten und den korrespondierenden finanziellen Verbindlichkeiten aufzeigen. Das übertragende Unternehmen hat zu den mit der Transaktion zusammenhängenden Rechten und Pflichten umfangreichere Angaben zu machen.

Die neu angewendeten Standards und Interpretationen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

2.2.2 Neu herausgegebene, nicht vorzeitig angewandte bzw. noch nicht von der EU übernommene Rechnungslegungsvorschriften

Das IASB hat neue bzw. überarbeitete Standards verabschiedet, die erst ab dem 1. Juli 2012 oder später verpflichtend anzuwenden sind. Die Anwendungen dieser Standards setzt die zum Teil noch ausstehende Anerkennung durch die Europäische Union voraus. Im Einzelnen handelt es sich dabei um folgende IFRS/IAS:

Standard   Status Anzuwenden ab
AIP 2009-2011 Änderung diverser Standards geändert 1.1.2013
IAS 1 Darstellung des Abschlusses geändert 1.7.2012
IAS 12 Ertragsteuern: Realisierung zugrunde- liegender Vermögenswerte geändert 1.1.2011
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer geändert 1.1.2013
IAS 27 Einzelabschlüsse geändert 1.1.2013
IAS 28 Anteile an assozierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen geändert 1.1.2013
IAS 32 Saldierung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten geändert 1.1.2014
IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben – Saldierung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten geändert 1.1.2013
IFRS 9 Finanzinstrumente neu 1.1.2015
IFRS 10 Konzernabschlüsse neu 1.1.2013
IFRS 11 Gemeinschaftliche Vereinbarungen neu 1.1.2013
IFRS 12 Angaben zu Anteilen an Unternehmen neu 1.1.2013
IFRS 13 Bewertung zum beizulegenden Zeitwert neu 1.1.2013

Sämtliche Änderungen durch das jährliche Verbesserungsverfahren 2009-2011 sind erstmals verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Eine freiwillige frühere Anwendung ist zulässig. Die Übernahme der Änderungen durch die EU steht derzeit noch aus.

Die Änderungen betreffen im Einzelnen folgende Verlautbarungen:

• IFRS 1 Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards
• IAS 1 Darstellung des Abschlusses
• IAS 16 Sachanlagen
• IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung
• IAS 34 Zwischenberichterstattung

Die Klarstellung in IAS 32 wurde bereits im Geschäftsjahr 2011/2012 beim Erwerb von Minderheiten berücksichtigt. Aus den weiteren Standards werden keine Auswirkungen erwartet.

Die Änderung an IAS 1 betrifft die Darstellung einzelner Posten des sonstigen Ergebnisses. In der neuen Fassung von IAS 19 werden die Finanzierungsaufwendungen auf Nettobasis ermittelt; die Korridormethode wird es nicht mehr geben. IAS 27 beinhaltet alle verbleibenden Vorschriften zu Einzelabschlüssen, nachdem die Vorschriften zur Beherrschung in IFRS 10 übernommen wurden. IAS 28 beinhaltet die Vorschriften zu gemeinschaftlich geführten Unternehmen sowie assoziierten Unternehmen, die nach der Veröffentlichung von IFRS 11 at equity bewertet werden.

Derzeit hängt die Bewertung latenter Steuern gemäß IAS 12 auf Vermögenswerte davon ab, ob der Buchwert eines Vermögenswerts durch Nutzung oder durch Veräußerung realisiert wird. Dieser Bereich wird durch die Einführung einer widerlegbaren Annahme neu gestaltet. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass die Realisierung des Buchwertes durch Veräußerung erfolgt, sofern dem Unternehmen keine eindeutigen Hinweise für eine anderweitige Realisierung vorliegen.

Die Änderungen in IFRS 7 beinhalten umfangreichere Angaben zu Finanzinstrumenten. Die Änderungen in IFRS 9 umfassen eine Neuklassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten.

Der neue Standard IFRS 9 ist der erste Schritt, um IAS 39 zu ersetzen, und ändert die bisherigen Vorschriften zur Kategorisierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten grundlegend.

Mit dem IFRS 10 wird ein einheitliches Konsolidierungsmodell für sämtliche Unternehmen eingeführt, welches auf die Beherrschung des Tochterunternehmens durch das Mutterunternehmen abstellt. Der Konzern hat die Auswirkungen des IFRS 10 noch zu analysieren.

Der neue IFRS 12 wird die überarbeiteten Angabepflichten zu IAS 27/IFRS 10, IAS 31/IFRS 11 und IAS 28 in einem Standard zusammenführen. Der Konzern hat die Auswirkungen des IFRS 12 noch zu analysieren.

Im neuen Standard IFRS 13 wird beschrieben, wie der beizulegende Zeitwert zu definieren ist. Des Weiteren wird auch formuliert, wie hinsichtlich der Bewertung vorgegangen wird und welche Angaben zu machen sind.

Von der Möglichkeit, vom IASB bereits verabschiedete Standards vorzeitig anzuwenden, wurde kein Gebrauch gemacht. Eine frühere Anwendung hätte nach aktueller Einschätzung keine wesentliche Auswirkung auf die aktuelle Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gehabt. Gleiches gilt für die künftige Anwendung.

Soweit eine Prüfung möglicher Auswirkungen auf den IFRS-Konzernabschluss bereits erfolgen konnte, ist keine wesentliche Auswirkung auf den IFRS Konzernabschluss festgestellt worden. Gegebenenfalls wird sich durch das neue Konsolidierungspaket der Konsolidierungskreis erweitern. Sofern dies nicht der Fall sein wird, sind umfangreiche Angaben im Konzernahang notwendig. Weitere neue Standards bzw. Interpretationen, wie z. B. der IFRIC 20, werden aufgrund ihrer offensichtlich unwesentlichen Auswirkung auf den IFRS Konzernabschluss der Marseille-Kliniken AG nicht erläutert.

2.3 Wesentliche Ermessensentscheidungen und Schätzungen

Die Aufstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert, dass in einem bestimmten Umfang Annahmen und Schätzungen getroffen werden, die sich auf den Wertansatz der Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden sowie die bilanzierten Erträge und Aufwendungen auswirken. Diese Annahmen und Schätzungen beziehen sich unter anderem auf die Bilanzierung und Bewertung

von Geschäfts- oder Firmenwerten,

von Anlagevermögen,

von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen,

von aktiven latenten Steuern, insbesondere auf Verlustvorträge.

Danach werden Annahmen und Schätzungen bei der Festlegung der Nutzungsdauer von Vermögenswerten des Anlagevermögens (inkl. Stillstandsimmobilien), bei der Ermittlung abgezinster Cashflows im Rahmen von Werthaltigkeitstests und bei der Bildung von Rückstellungen, beispielsweise für Rechtstreitigkeiten und Steuern, getroffen.

Die Bewertung der Stillstandsimmobilien erfolgte zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Schätzungen beruhen auf Erfahrungswerten und anderen Annahmen, die unter den gegebenen Umständen als angemessen erachtet werden. Sie werden laufend überprüft, können aber von den tatsächlichen Werten abweichen.

Der Konzern überprüft mindestens einmal jährlich, ob ein Geschäfts- oder Firmenwert wertgemindert ist. Dies erfordert eine Schätzung der Nutzungswerte der Zahlungsmittel generierenden Einheiten, denen der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Zur Schätzung der Nutzungswerte muss die Unternehmensleitung die voraussichtlichen künftigen Cashflows der Zahlungsmittel generierenden Einheit schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Der Buchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte beträgt zum 30. Juni 2012 T€ 27.345 (Vorjahr: T€ 27.345). Weitere Einzelheiten sind unter „Geschäfts- oder Firmenwerte“ im Erläuterungsteil zur Bilanz dargestellt.

Die Festlegung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer der Vermögenswerte des übrigen Sachanlagevermögens basiert ebenso auf Annahmen wie der Restwert dieser Gegenstände am Ende der Nutzungsdauer. Diesen Einschätzungen lagen im Wesentlichen externe Quellen zugrunde. Ebenso wurden Einschätzungen über den erzielbaren Betrag nach IAS 36 vorgenommen, wobei hinsichtlich der Bewertung von Grundstücken und Gebäuden in einigen Fällen externe Gutachten zugrunde gelegt wurden.

Der Aufwand für Pensionsverpflichtungen wird anhand von versicherungsmathematischen Gutachten ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf Abzinsungssätze, erwartete Erträge aus Planvermögen, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und künftige Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten.

Weiterhin liegen den Wertberichtigungen auf Forderungen, den aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge sowie der Bewertung der kurzfristigen Rückstellungen Annahmen und Schätzungen des Managements zugrunde, die auf zuletzt verfügbaren Informationen beruhen.

Sämtliche Annahmen basieren auf den Verhältnissen und Einschätzungen zum Bilanzstichtag. Zudem wurde hinsichtlich der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung die zu diesem Zeitpunkt als realistisch unterstellte zukünftige Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds in der Branche und in den Regionen, in denen der Konzern tätig ist, berücksichtigt. Durch von den Annahmen abweichende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können sich die tatsächlichen Beträge von den Schätzwerten unterscheiden. In solchen Fällen werden die Annahmen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden gegebenenfalls entsprechend angepasst.

2.4 Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses der Marseille-Kliniken AG sind die nachfolgend beschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Die immateriellen Vermögenswerte werden mit den Anschaffungskosten oder Herstellungskosten bewertet. Die immateriellen Vermögenswerte werden mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte planmäßig über Nutzungsdauern von drei bis dreißig Jahren abgeschrieben. Zinsen für Fremdkapital werden bisher nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Entwicklungskosten werden als selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte erfasst, wenn der Vermögenswert mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu künftigen Finanzmittelzuflüssen führt, die zurechenbaren Aufwendungen zuverlässig ermittelt werden können und die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit nachgewiesen ist. Dies ist in der Regel dann der Fall, wenn ein Entwicklungsprojekt einen bestimmten Meilenstein in einem bestehenden Projektmanagementmodell erreicht hat.

Der Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein immaterieller Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Ist eine Wertminderung gegeben, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden zu Anschaffungskosten, ggf. unter Berücksichtigung von Wertminderungen, bilanziert. Gemäß IFRS 3 in Verbindung mit IAS 36 erfolgt keine planmäßige Abschreibung dieser Vermögenswerte.

Zur Beurteilung von Wertminderungen werden jährlich jeweils zum 30. Juni Werthaltigkeitstests für die Geschäfts- oder Firmenwerte auf Ebene der Zahlungsmittel generierenden Einheiten durchgeführt, um notwendige außerplanmäßige Wertberichtigungen gemäß IAS 36 zu identifizieren. Die Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt darüber hinaus, sofern eingetretene Ereignisse es erfordern. Eine Wertminderung wird auf der Grundlage des erzielbaren Betrags der Zahlungsmittel generierenden Einheit, auf die sich der Geschäfts- oder Firmenwert bezieht, bestimmt. Liegt der erzielbare Betrag der Zahlungsmittel generierenden Einheit unter ihrem Buchwert, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Dabei stellt der erzielbare Betrag den höheren der beiden Werte aus Nettoveräußerungswert und dem Barwert der geschätzten Mittelzuflüsse (Nutzungswert) dar. Zur Schätzung des Nutzungswerts nach IAS 36 werden die voraussichtlichen zukünftigen Cashflows aus der Zahlungsmittel generierenden Einheit geschätzt und mit einem angemessenen Zinssatz abgezinst, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Bei der Bestimmung des Nutzungswertes einer Zahlungsmittel generierenden Einheit wurde bei einem festen Planungszeitraum von 5 Jahren unterstellt, dass das letzte Planungsjahr auch dem Jahr der ewigen Rente entspricht, da davon ausgegangen wird, dass das Bewertungsobjekt einer längeren Nutzung unterliegt.

Das gesamte Sachanlagevermögen wird nach der Anschaffungskostenmethode zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen einbezogen. Fremdkapitalkosten werden gemäß IAS 23 nur dann aktiviert, wenn sie direkt zurechenbar im Zusammenhang mit der Finanzierung der Anschaffung oder Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes anfallen. Ein qualifizierter Vermögenswert liegt vor, wenn seine Herstellung bis zur Versetzung in einen gebrauchsfertigen Zustand einen beträchtlichen Zeitraum erfordert. Alle anderen Fremdkapitalkosten werden als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Reparatur- und Instandhaltungskosten werden im Zeitpunkt ihrer Entstehung als Aufwand verbucht. Die Abschreibungen werden linear über die voraussichtliche geschätzte Nutzungsdauer der Vermögenswerte vorgenommen.

Die lineare Abschreibung bei Gebäuden erfolgt im Wesentlichen über eine Nutzungsdauer von 50 Jahren. Technische Anlagen und Maschinen werden im Wesentlichen über eine Nutzungsdauer von 5 bis 20 Jahren, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung im Wesentlichen über einen Zeitraum von 3 bis 15 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer unter Anwendung der linearen Abschreibungsmethode vorgenommen. Die Gebäude werden entsprechend der Definition von IAS 16.6 auf einen Restwert abgeschrieben, der sich auf 10 % der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten beläuft.

Die Buchwerte des Sachanlagevermögens werden bei Vorliegen von Anzeichen auf Wertminderungen geprüft und gegebenenfalls angepasst. Vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen werden bei Wegfall des Grundes der zur außerplanmäßigen Abschreibung geführt hat, durch Zuschreibungen – maximal auf die Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten – eliminiert.

Auf der Basis von Leasingverträgen genutzte Sachanlagen werden gemäß IAS 17 aktiviert und abgeschrieben, wenn die Voraussetzungen des Finanzierungsleasings erfüllt sind. Leasingverhältnisse werden nach IAS 17 als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn durch die Leasingbedingungen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen auf den Leasingnehmer übertragen werden. Hiervon wird ausgegangen, wenn der Barwert der Mindestleasingzahlungen im Wesentlichen mindestens dem beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstandes entspricht. Als unterste Grenze werden hierfür 90 % des beizulegenden Zeitwertes angesehen. Im Rahmen von Finanzierungsleasing gehaltene Vermögenswerte haben eine Laufzeit bis zu fünf Jahren und werden mit ihren beizulegenden Zeitwerten oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen zu Beginn des Leasingverhältnisses bewertet, falls dieser niedriger ist. Die Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern entsprechen denen vergleichbarer erworbener Vermögensgegenstände. Die entsprechende Verbindlichkeit gegenüber dem Leasinggeber wird in der Bilanz als Verpflichtung aus Finanzierungsleasing erfasst. Die Leasingzahlungen werden so auf Zinsaufwendungen und Tilgung der Leasingverpflichtung aufgeteilt, dass eine konstante Verzinsung der verbleibenden Verbindlichkeit erzielt wird. Zinsaufwendungen werden erfolgswirksam erfasst. Der Tilgungsanteil wird erfolgsneutral gegen die Verbindlichkeit verrechnet.

Die Gebäude in Herrenalb und Ortenau werden langfristig vermietet. Gemäß IAS 17 werden diese Leasingverhältnisse als Finanzierungsleasing qualifiziert.

Alle anderen Leasingverhältnisse werden als Operating-Leasingverhältnis klassifiziert. Mietzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen werden grundsätzlich linear über die Laufzeit des entsprechenden Leasingvertrags erfolgswirksam erfasst.

Die finanziellen Vermögenswerte setzen sich aus begebenen Krediten und Forderungen, erworbenen Eigenkapital- und Schuldtiteln, Zahlungsmitteln bzw. Zahlungsmitteläquivalenten und Derivaten mit positiven beizulegenden Zeitwerten zusammen. Die Bilanzierung und Bewertung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt nach IAS 39. Demnach werden finanzielle Vermögenswerte in der Konzernbilanz angesetzt, wenn dem Konzern ein vertragliches Recht zusteht, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte von einer anderen Partei zu erhalten. Marktübliche Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden grundsätzlich zum Erfüllungstag bilanziert. Der erstmalige Ansatz eines finanziellen Vermögenswerts erfolgt zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten. Transaktionskosten, die beim Erwerb von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten anfallen, werden unmittelbar aufwandswirksam erfasst. Unverzinsliche oder unterverzinsliche Forderungen werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem Barwert der erwarteten zukünftigen Cashflows angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt gemäß der Zuordnung der finanziellen Vermögenswerte zu den nachstehenden Kategorien:

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte umfassen die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte. Dieser Bewertungskategorie werden die in den sonstigen Vermögenswerten enthaltenen Forderungen aus Warentermingeschäften und Forderungen aus sonstigen derivativen Finanzinstrumenten zugeordnet, soweit kein Hedge Accounting angewendet wird. Darüber hinaus sind die unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesenen Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen dieser Kategorie zugeordnet. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts finanzieller Vermögenswerte dieser Kategorie werden zum Zeitpunkt der Wertsteigerung bzw. Wertminderung erfolgswirksam erfasst.

Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte, die nicht auf einem aktiven Markt notiert sind. Kredite und Forderungen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Dieser Bewertungskategorie werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die in den sonstigen Vermögenswerten enthaltenen finanziellen Forderungen sowie die unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesenen Ausleihungen zugeordnet. Der Zinsertrag aus Positionen dieser Kategorie wird unter Anwendung der Effektivzinsmethode ermittelt, soweit es sich nicht um kurzfristige Forderungen handelt und der Effekt aus der Aufzinsung unwesentlich ist.

Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen und einer festen Laufzeit, über die sie gehalten werden. Diese werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Zum Bilanzstichtag hat der Konzern keine finanziellen Vermögenswerte dieser Kategorie zugeordnet.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte umfassen diejenigen nicht derivativen finanziellen Vermögenswerte, die nicht einer der zuvor genannten Kategorien zugeordnet wurden. Dies sind insbesondere mit dem beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapitaltitel und nicht bis zur Endfälligkeit zu haltende Schuldtitel, welche in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten enthalten sind. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten werden erfolgsneutral im Eigenkapital abgegrenzt und erst bei Veräußerung oder Wertminderung erfolgswirksam erfasst. In Fällen, in denen der Marktwert von Eigenkapital- und Schuldtiteln bestimmt werden kann, wird dieser als beizulegender Zeitwert angesetzt. Existiert kein notierter Marktpreis und kann keine verlässliche Schätzung des beizulegenden Zeitwerts vorgenommen werden, werden diese finanziellen Vermögenswerte zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungsaufwendungen erfasst.

Liegen bei finanziellen Vermögenswerten der Kategorien Kredite und Forderungen, bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte objektive, substanzielle Anzeichen für eine Wertminderung vor, erfolgt eine Prüfung, ob der Buchwert den Barwert der erwarteten künftigen Zahlungsmittelflüsse, die mit der aktuellen Marktrendite eines vergleichbaren finanziellen Vermögenswerts abgezinst werden, übersteigt. Sollte dies der Fall sein, wird eine Wertberichtigung in Höhe der Differenz vorgenommen. Hinweise auf Wertminderung sind u. a. ein mehrjähriger operativer Verlust einer Gesellschaft, eine Minderung des Marktwerts, eine wesentliche Verschlechterung der Bonität, eine besondere Vertragsverletzung, die hohe Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz oder einer anderen Form der finanziellen Restrukturierung des Schuldners oder das Verschwinden eines aktiven Markts. Bei Wegfall der Gründe für zuvor vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen, nicht jedoch über die fortgeführten Anschaffungskosten hinaus, getätigt. Lediglich auf zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitaltitel werden keine Zuschreibungen vorgenommen.

Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten nicht mehr bestehen oder die finanziellen Vermögenswerte mit allen wesentlichen Risiken und Chancen übertragen werden. Der Umgang mit Finanz- und Rohstoffpreisrisiken sowie insbesondere die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten und Sicherungsbeziehungen mit derivativen Finanzinstrumenten werden unter den Ausführungen zum „Management von Finanzrisiken“ näher erläutert.

Die Anteile an einem assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode oder bei Unwesentlichkeit zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, bei welchem der Konzern über maßgeblichen Einfluss verfügt und die Beteiligungshöhe in der Regel zwischen 20 % und 50 % liegt.

Nach der Equity-Methode werden die Anteile an einem assoziierten Unternehmen in der Bilanz zu Anschaffungskosten zuzüglich der nach dem Erwerb eingetretenen Änderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen des assoziierten Unternehmens erfasst. Der mit dem assoziierten Unternehmen verbundene Geschäfts- oder Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird weder planmäßig abgeschrieben, noch einem gesonderten Wertminderungstest unterzogen.

Nach Anwendung der Equity-Methode ermittelt der Konzern, ob es erforderlich ist, einen zusätzlichen Wertminderungsaufwand für die Anteile des Konzerns an assoziierten Unternehmen zu erfassen. Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob objektive Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Wert des Anteils an einem assoziierten Unternehmen erhöht bzw. vermindert sein könnte. Ist dies der Fall, so wird die Differenz zwischen dem erzielbaren Betrag des Anteils am assoziierten Unternehmen und dem Buchwert des Anteils als Ertrag bzw. Wertminderungsaufwand erfolgswirksam erfasst.

Unter den Vorräten werden gemäß IAS 2 diejenigen Vermögenswerte ausgewiesen, die zum Verkauf im normalen Geschäftsgang gehalten werden (Waren), die sich in der Herstellung für den Verkauf befinden (unfertige Erzeugnisse) oder die im Rahmen der Erbringung von Dienstleistungen verbraucht werden (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe).

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zum niedrigeren Wert aus auf Basis der Durchschnittsmethode (gewichteter Durchschnitt) ermittelten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und ihrem Nettoveräußerungswert, d. h. dem im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Fertigstellungs- und Vertriebskosten. Abwertungen werden bei gesunkenem Nettoveräußerungswert am Bilanzstichtag vorgenommen. Die Herstellungskosten umfassen insbesondere Löhne und Gehälter sowie sonstige Kosten des Personals, die unmittelbar für die Leistungserbringung eingesetzt werden (IAS 2.19), alle direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Vertriebskosten sind in den Vorräten nicht enthalten.

Die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte sind zu Nennbeträgen abzüglich Einzelwertberichtigungen angesetzt. Einzelwertberichtigungen werden insbesondere vorgenommen auf Forderungen, deren Ausfall droht. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden ausgebucht, wenn mit einer Zahlung nicht mehr gerechnet wird.

Liquide Mittel (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente) umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristige Einlagen mit ursprünglichen Fälligkeiten von weniger als drei Monaten und werden mit ihren Nennwerten bewertet.

Eigene Anteile werden vom Eigenkapital abgezogen. Ein Kauf oder Verkauf sowie die Ausgabe oder Einziehung von eigenen Anteilen wird ergebnisneutral dargestellt. Alle erhaltenen bzw. hingegebenen Gegenleistungen werden direkt im Eigenkapital erfasst.

Zur Veräußerung bestimmte langfristige Vermögenswerte werden als solche klassifiziert und gesondert in der Bilanz ausgewiesen, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Diese Vermögenswerte werden mit ihrem Buchwert oder mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet und nicht mehr planmäßig abgeschrieben. Wertminderungen werden erfolgswirksam vorgenommen, falls der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten unterhalb des Buchwerts liegt. Etwaige Zuschreibungen aufgrund der Erhöhung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Veräußerungskosten sind auf die für die jeweiligen Vermögenswerte zuvor erfassten Wertminderungen begrenzt.

Rückstellungen für Pensionen werden für Leistungszusagen auf Altersversorgung gemäß IAS 19 gebildet und nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Dabei werden nicht nur die am Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt.

Für einige Mitarbeiter wird für die Zeit nach der Pensionierung durch den Konzern direkt oder durch Zahlungen unseres Versorgungswerks Vorsorge getroffen. Die Verpflichtungen umfassen sowohl solche aus bereits laufenden Pensionen als auch aus Anwartschaften auf künftig zu zahlende Pensionen. Die betriebliche Altersversorgung erfolgt im Konzern überwiegend leistungsorientiert. Bei den beitragsorientierten Altersversorgungssystemen zahlt das Unternehmen aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen bzw. auf freiwilliger Basis Beiträge an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Mit Zahlung der Beiträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Die laufenden Beitragszahlungen sind als Aufwand des jeweiligen Jahres ausgewiesen. Alle übrigen Altersversorgungssysteme sind leistungsorientiert. Im Rahmen der Bilanzierung der leistungsorientierten Pensionspläne im Konzernabschluss werden mit Ausnahme der Zinsen sämtliche Aufwendungen und Erträge per Saldo im operativen Ergebnis erfasst. Die Zinskomponente wird in den übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen im Finanzergebnis gezeigt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen sowie Kürzungsbeträge aus der Berücksichtigung der Obergrenze für Vermögenswerte werden vollständig erfolgswirksam ausgewiesen.

Die unter dynamischen Gesichtspunkten nach Eintritt des Versorgungsfalls zu erwartenden Versorgungsleistungen werden über die gesamte Beschäftigungszeit der Mitarbeiter verteilt, wobei auch zukünftige Einkommensänderungen berücksichtigt wurden. Für alle Einrichtungen werden jährlich umfassende versicherungsmathematische Berechnungen zum Bilanzstichtag erstellt.

Die erwarteten zukünftigen Mittelabflüsse werden abgezinst, um die Pensions- und ähnlichen Verpflichtungen mit ihrem Barwert zum Bilanzstichtag anzusetzen. Der Abzinsungssatz, der zur Diskontierung der Pensions- und ähnlichen Verpflichtungen herangezogen wird, orientiert sich an Stichtagsrenditen.

Die tatsächlich zukünftig entstehenden Aufwendungen und Verpflichtungen können aufgrund veränderter Markt- und Wirtschaftsbedingungen wesentlich von den Schätzungen abweichen, die auf der Basis versicherungsmathematischer Annahmen getroffen worden sind.

Rückstellungen werden gebildet, soweit eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende gesetzliche oder faktische Verpflichtung gegenüber einem Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Vermögensabfluss führt, und sich diese Vermögensbelastung zuverlässig schätzen lässt. Die Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt und nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. Der Aufwand zur Bildung von Rückstellungen wird in der Gewinn- und Verlustrechnung nach Abzug von Erstattungen ausgewiesen.

Die finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich aus originären Verbindlichkeiten und den negativen beizulegenden Zeitwerten derivativer Finanzinstrumente zusammen. Originäre Verbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn der Konzern eine vertragliche Pflicht hat, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte auf eine andere Partei zu übertragen. Der erstmalige Ansatz einer originären Verbindlichkeit erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bzw. zum Wert der erhaltenen Zahlungsmittel abzüglich ggf. angefallener Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt bei den Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing wurden mit dem Barwert der Mindest-Leasingzahlungen ausgewiesen.

Derivative Finanzinstrumente werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, soweit kein Hedge Accounting angewendet wird. Die Änderung des Marktwertes (Fair Value) von derivativen Finanzinstrumenten, die der Absicherung zukünftiger Zahlungsströme dienen (Cashflow Hedges), wird erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und nur bei der Realisierung des Zahlungsstromes erfolgswirksam berücksichtigt. Die negativen beizulegenden Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten sind Teil der Finanzverbindlichkeiten. Die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten und Sicherungsbeziehungen mit derivativen Finanzinstrumenten werden unter den Ausführungen zum ‚Management von Finanzrisiken' näher erläutert. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Bei der Ermittlung des Zeitwertes wird soweit möglich Bezug genommen auf öffentlich notierte Marktpreise auf einem aktiven Markt.

Bei der erstmaligen Erfassung von verzinslichen Darlehen werden diese mit dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung abzüglich ggf. angefallener Transaktionskosten angesetzt. Anschließend werden die verzinslichen Darlehen unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Fremdkapitalkosten werden direkt in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind. Gewinne und Verluste werden gemäß IAS 39.56 erfolgswirksam erfasst, wenn die Schulden ausgebucht werden sowie im Rahmen von Amortisationen.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten werden mit ihren Rückzahlungsbeträgen bewertet.

Zuwendungen der öffentlichen Hand (IAS 20) werden erfasst, wenn eine hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass die Zuwendungen gewährt werden und das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Aufwandsbezogene Zuwendungen werden planmäßig als Ertrag über den Zeitraum erfasst, der erforderlich ist, um sie mit den entsprechenden Aufwendungen, die sie kompensieren sollen, zu verrechnen. Zuwendungen für einen Vermögenswert werden in der Konzernbilanz als passiver Abgrenzungsposten („Abgegrenzte Investitionszuwendungen“) dargestellt. Dieser passive Abgrenzungsposten wird über die erwartete Nutzungsdauer des betreffenden Vermögenswertes in gleichen jährlichen Raten erfolgswirksam aufgelöst.

Die von Kunden erhaltenen Anzahlungen sowie passive Rechnungsabgrenzungsposten werden unter den übrigen kurzfristigen Schulden ausgewiesen. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten dienen der periodengerechten Ertragszuordnung von Umsatzerlösen.

Auf temporäre Differenzen zwischen den Buchwerten von Vermögenswerten und Schulden in den nach den jeweiligen Vorschriften aufgestellten Steuerbilanzen werden gemäß IAS 12 aktive bzw. passive latente Steuern gebildet. Steuerliche Verlustvorträge bei den einbezogenen Unternehmen führen in dem Umfang zum Ansatz von aktiven latenten Steuern, in dem den jeweiligen Unternehmen innerhalb der nächsten 5 Geschäftsjahre unter aller Voraussicht ein wirtschaftlicher Nutzen im Rahmen der erwarteten steuerlichen Verlustabzüge zufließen wird.

Der Steuersatz für latente Steuern beträgt wie im Vorjahr 15,825 %. In der Konzernbilanz erfolgt eine Verrechnung aktiver und passiver latenter Steuern aufgrund bilanzieller Latenzen je Konzerngesellschaft, soweit die Voraussetzungen hierfür vorliegen.

Die Gewinn- und Verlustrechung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

In der Gewinn- und Verlustrechnung werden Umsatzerlöse bzw. sonstige betriebliche Erträge aus der Erbringung von Dienstleistungen sowie in geringem Umfang aus dem Verkauf von Waren erfasst, wenn die maßgeblichen Risiken und Chancen an den Kunden übertragen wurden, dem Unternehmen weder ein weiter bestehendes Verfügungsrecht, wie es gewöhnlich mit dem Eigentum verbunden ist, noch eine wirksame Verfügungsmacht über die verkauften Waren verbleibt, die Höhe der Erträge und der angefallenen bzw. noch anfallenden Kosten verlässlich bestimmt werden kann und es hinreichend wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen der wirtschaftliche Nutzen aus dem Geschäft zufließen wird.

Umsatzerlöse werden nach Abzug von Umsatzsteuer sowie nach Abzug von Erlösminderungen ausgewiesen. So werden zum Zeitpunkt der Umsatzrealisierung auch geschätzte Beträge für Rabatte, Kundenskonti und Kundenboni umsatzmindernd erfasst. Schätzungen bezüglich der Erlösminderungen basieren vor allem auf Erfahrungen aus der Vergangenheit, spezifischen Vertragsbedingungen und Erwartungen hinsichtlich der künftigen Umsatzentwicklung. Es ist unwahrscheinlich, dass andere als die angeführten Schätzungsparameter der Erlösminderungen für die Geschäftstätigkeit des Konzerns wesentliche Auswirkungen haben. Die Schwankungsbreite der bilanziellen Vorsorge für Erlösminderungen ist in Bezug auf das ausgewiesene operative Ergebnis unwesentlich.

Betriebliche Aufwendungen werden im Zeitpunkt der Inanspruchnahme der den Aufwendungen zugrunde liegenden Leistung erfasst. Fremdkapitalkosten auf nicht qualifizierte Vermögenswerte werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind. Ertragsteuern werden gemäß den steuerrechtlichen Bestimmungen der Länder, in denen der Konzern tätig ist, ermittelt.

3. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2011/2012 sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten.

4. Erläuterungen zur Konzernbilanz

4.1 Konzernbilanz – AKTIVA

4.1.1 Immaterielle Vermögenswerte

Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte im Geschäftsjahr 2011/2012 und im Vorjahr zeigen nachfolgende Tabellen:

Geschäftsjahr 2011/2012

  Anschaffungs- und Herstellungskosten
in T€ 1.7.2011 Zugänge Umgliederungen Abgänge 30.6.2012
Konzessionen 4.866 0 0 0 4.866
Software 11.710 155 0 0 11.865
Nutzungsrecht (Gestattungsvertrag) 3.572 0 0 0 3.572
Kundenstamm 644 0 0 0 644
Geschäfts- oder Firmenwerte 29.188 0 0 0 29.188
Summe 49.980 155 0 0 50.135
  Buchwerte
in T€ 30.6.2012 30.6.2011
Konzessionen 118 201
Software 669 1.140
Nutzungsrecht (Gestattungsvertrag) 3.334 3.453
Kundenstamm 276 460
Geschäfts- oder Firmenwerte 27.345 27.345
Summe 31.742 32.599

Vorjahr

  Anschaffungs- und Herstellungskosten
in T€ 1.7.2010 Zugänge Umgliederungen Abgänge 30.6.2011
Konzessionen 4.350 258 258 0 4.866
Software 11.673 37 0 0 11.710
Nutzungsrecht (Gestattungsvertrag) 3.572 0 0 0 3.572
Kundenstamm 644 0 0 0 644
Geschäfts- oder Firmenwerte 28.521 667 0 0 29.188
Summe 48.759 962 258 0 49.980
  Buchwerte
in T€ 30.6.2011 30.6.2010
Konzessionen 201 308
Software 1.140 2.117
Nutzungsrecht (Gestattungsvertrag) 3.453 3.572
Kundenstamm 460 644
Geschäfts- oder Firmenwerte 27.345 27.024
Summe 32.599 33.665

Im Geschäftsjahr 2011/2012 wurden wie im Vorjahr keine Entwicklungskosten aktiviert.

Sämtliche Abschreibungen werden erfolgswirksam erfasst.

Weitere Aufgliederungen zu den immateriellen Vermögenswerten im Konzernabschluss sind aus dem in der Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich.

4.1.2 Geschäfts- oder Firmenwerte

Die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden Werthaltigkeitsprüfungen auf Grundlage des Nutzungswertes unterzogen. Basis für die Werthaltigkeitsprüfungen waren die jeweiligen Planungsrechnungen der Gesellschaften sowie die daraus abgeleiteten Barwerte der geplanten Cashflows unter Berücksichtigung einer „ewigen Rente“. Bei zwei Firmenwerten wurde über eine endliche Laufzeit diskontiert. Den Planungen liegen Annahmen zu Umsätzen und Ergebnissen zugrunde, die sich aus den Einschätzungen des Managements und aus den Strategien für die jeweiligen regionalen Märkte ergeben. Kostensteigerungen für Personalaufwendungen und sonstige betriebliche Aufwendungen wurden berücksichtigt. Zur Diskontierung wurde ein Diskontierungszinssatz (Weighted Average Cost of Capital) im Planungszeitraum von regelmäßig 7,34 % (Vorjahr: 7,65 %) zugrunde gelegt. Der Wachstumsabschlag beträgt 0,0 % (Vorjahr: 0,5 %).

Im Geschäftsjahr 2011/2012 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf die Firmenwerte vorgenommen, während im Vorjahr Abschreibungen von T€ 345 aufgrund geänderter Markteinschätzungen erforderlich waren.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte setzen sich wie folgt zusammen:

in T€ 30.6.2011 Wertänderungen 30.6.2011
ADG GmbH 10.171 0 10.171
SWP Aschersleben 3.318 0 3.318
SWP Neuruppin 3.177 0 3.177
AAP Betreutes Wohnen Gera 2.985 0 2.985
SWP Bad Langensalza 1.163 0 1.163
SWP Thale 1.015 0 1.015
SWP Klausa 800 0 800
SWP Schollene 796 0 796
Astor Park 596 0 596
SWP Erkner 512 0 512
SWP Coswig 381 0 381
sonstige Firmenwerte 2.431 0 2.431
  27.345 0 27.345

4.1.3 Sachanlagen

Die Sachanlagen gliedern sich wie folgt:

Geschäftsjahr 2011/2012

  Anschaffungs- und Herstellungskosten
in T€ 1.7.2011 Zugänge Umgliederungen Abgänge 30.6.2012
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 164.775 231 2.867 10 167.863
Technische Anlagen und Maschinen 644 4 0 0 648
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 35.843 1.204 0 999 36.047
Finanzierungsleasing Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.609 15 0 1.833 6.792
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.030 503 -2.867 0 2.666
Summe 214.901 1.957 0 2.842 214.017
  Buchwerte
in T€ 30.6.2012 30.6.2011
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 102.649 102.314
Technische Anlagen und Maschinen 100 117
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.122 9.546
Finanzierungsleasing Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.557 2.929
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.666 5.030
Summe 116.094 119.936

Vorjahr

  Anschaffungs- und Herstellungskosten
in T€ 1.7.2010 Zugänge Umgliederungen Abgänge 30.6.2011
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 163.173 55 1.551 4 164.775
Technische Anlagen und Maschinen 644 0 0 0 644
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 36.371 544 -258 813 35.843
Finanzierungsleasing Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.841 497 0 729 8.609
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.305 1.029 -2.299 5 5.030
Summe 215.334 2.125 -1.006 1.552 214.901
  Buchwerte
in T€ 30.6.2011 30.6.2010
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 102.314 102.589
Technische Anlagen und Maschinen 117 140
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.546 10.897
Finanzierungsleasing Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.929 4.237
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.030 6.304
Summe 119.936 124.168

Die Zugänge aus Finanzierungsleasing für Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von T€ 15 (Vorjahr: T€ 497) resultieren aus dem Abschluss von Verträgen im Geschäftsjahr 2011/2012, die nach IAS 17 als Finanzierungsleasing zu klassifizieren sind.

Die Zugänge zu den Anlagen im Bau betreffen im Wesentlichen eine Erweiterung der Wäscherei der Promint in Höhe von T€ 416. Ferner erfolgte eine Umgliederung für das abgeschlossene Objekt Flora Marzina im Geschäftsjahr 2011/2012 in Höhe von T€ 2.861 in die Grundstücke und Gebäude.

4.1.4 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Wie im Vorjahr sind keine als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien vorhanden.

4.1.5 Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte betragen zum Bilanzstichtag € 9,7 Mio. (Vorjahr: € 10,1 Mio.) und stellen sich wie folgt dar:

in T€ 30.6.2012 30.6.2011
Forderungen aus Finanzierungsleasing 6.311 6.792
Sonstige Ausleihungen 2.142 1.873
Rückdeckungen für Pensionen 949 1.127
Sonstige Wertpapiere 188 188
Beteiligungen 76 76
Summe 9.666 10.056

Unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten werden gemäß IAS 17 die Objekte in Ortenau und in Herrenalb sowie ein im Geschäftsjahr 2010/2011 abgeschlossener Leasingvertrag über Betriebs- und Geschäftsausstattung ausgewiesen, bei denen der Marseille-Kliniken Konzern Leasinggeber ist.

Die Aktivwerte der Rückdeckungen für Pensionen betreffen die Karlsruher-Sanatorium AG in Höhe von T€ 726 (Vorjahr: T€ 843) und die Mineralquelle Waldkirch Verwertungsgesellschaft mbH in Höhe von T€ 223 (Vorjahr: T€ 284). Bei den Rückdeckungsversicherungen handelt es sich nicht um Planvermögen im Sinne des IAS 19.

Die sonstigen Ausleihungen betreffen insbesondere geleistete Mietkautionen in Höhe von T€ 194 (Vorjahr: T€ 193), die Ansparraten für ein langfristiges Mieterdarlehen in Höhe von T€ 1.722 (Vorjahr: T€ 1.484) und den langfristigen Anteil von Mietsonderzahlungen in Höhe von T€ 171 (Vorjahr: T€ 196).

4.1.6 Latente Steueransprüche

Soweit auf die gleiche steuerliche Einheit entfallend, werden passive latente Steuern mit aktiven latenten Steuern saldiert.

Insgesamt bestehen zum 30. Juni 2012 körperschaftsteuerliche Verlustvorträge von € 41,9 Mio. (Vorjahr: € 41,2 Mio.), welche zeitlich unbegrenzt nutzbar sind.

Auf die steuerlichen Verlustvorträge wurden bei den einbezogenen Unternehmen in dem Umfang aktive latente Steuern angesetzt, in dem den jeweiligen Unternehmen innerhalb der nächsten 5 Geschäftsjahre unter aller Voraussicht ein wirtschaftlicher Vorteil im Rahmen der erwarteten Nutzung steuerlicher Verlustvorträge entstehen wird. Vor dem Hintergrund der Planungen sowie diverser eingeleiteter Maßnahmen ist davon auszugehen, dass die Verluste in entsprechendem Umfang genutzt werden können und eine Minderung der laufenden steuerlichen Belastung in entsprechender Höhe zu erwarten ist.

Insoweit als die erwarteten künftigen steuerlichen Gewinne einer Gesellschaft die Realisierung einer Steuerentlastung aufgrund bestehender Verlustvorträge nicht wahrscheinlich erscheinen lassen, unterbleibt grundsätzlich ein Ansatz von aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge bzw. werden angemessene Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern vorgenommen.

Für 15 Konzerngesellschaften wurden latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge aktiviert, denen keine oder nur geringfügige passive latente Steuern entgegenstehen. Für zwei Konzerngesellschaften standen den aktiven latenten Steuern auf die steuerlichen Verlustvorträgn höhere passive latente Steuern gegenüber, so dass die aktiven latenten Steuern vollständig saldiert worden sind.

Bei insgesamt fünf Konzerngesellschaften wurden die bestehenden Ergebnisabführungsverträge zur Marseille-Kliniken AG zum 30. Juni 2012 aufgehoben, um bestehende steuerliche Verlustvorträge im Konzern zukünftig nutzbar zu machen. Insgesamt konnten hierdurch aktive latente Steuern in Höhe von T€ 647 gebildet werden bzw. mit bestehenden passiven latenten Steuern verrechnet werden.

Nachfolgender Übersicht sind die steuerlichen Verlustvorträge zu entnehmen, auf die aktive latente Steuern gebildet wurden bzw. mit passiven latenten Steuern verrechnet worden sind sowie die sonstigen Bewertungsdifferenzen, auf die aktive latente Steuern gebildet worden sind:

  temporäre Differenzen darauf entfallende Steuer
in T€ 30.6.2012 30.6.2011 30.6.2012 30.6.2011
Verlustvorträge 27.730 22.563 4.388 3.571
Pensions-/Jubiläumsrückstellungen 538 0 85 0
Summe der aktiven latenten Steuern 28.268 22.563 4.473 3.571
Saldierung mit passiven latenten Steuern 3.228 0 510 0
Bilanzausweis aktive latente Steuern 3.963 3.571

4.1.7 Vorräte

Die Position Vorräte ist im Vergleich zum Vorjahr um € 0,1 Mio. auf € 1,4 Mio. (Vorjahr: € 1,5 Mio.) gesunken.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe betragen zum Stichtag € 1,3 Mio. (Vorjahr: € 1,4 Mio.). Diese beinhalten im Wesentlichen Energieressourcen sowie Lebensmittel und Getränke.

4.1.8 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind von insgesamt T€ 10.181 am 30. Juni 2011 unwesentlich um T€ 46 auf T€ 10.135 zurückgegangen.

in T€ 30.6.2012 30.6.2011
Forderungen vor Wertberichtigungen 13.110 12.796
abzgl. Wertberichtigungen -2.976 -2.615
Summe 10.135 10.181

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen nahe stehende Personen und mit diesen verbundene Unternehmen, die älter als ein Jahr sind, wurden mit 8,12 % (Vorjahr: 8,12 %) verzinst.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Wertberichtigungen für ermittelte Ausfallrisiken von € 3,0 Mio. (Vorjahr: € 2,6 Mio.). Die Wertberichtigungen entwickelten sich wie folgt:

in T€ 2011 | 2012 2010 | 2011
Stand 1.7. 2.615 1.581
Zuführungen 520 380
Umgliederung/Verbrauch 145 916
Auflösung 304 262
Stand 30.6. 2.976 2.615

Forderungen, die älter als 360 Tage sind, werden zu 20 %, Forderungen, die älter als 720 Tage sind zu 40 % wertberichtigt. Forderungen, deren Beitreibung durch Rechtsanwälte erfolgt, werden zu 60 % wertberichtigt.

Die Fälligkeiten der nicht wertberichtigten Forderungen werden zusammengefasst in Abschnitt 12.5 in den Erläuterungen zum Kreditrisiko dargestellt.

4.1.9 Sonstige Forderungen und Vermögenswerte

Die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

in T€ 30.6.2012 30.6.2011
Darlehen St. Nikolaus Hospital, Büren 256 229
Kurzfristiger Anteil aus Finance-Lease Verträgen 456 408
Boni/Rückvergütungen 367 1.043
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 151 87
Darlehen Herr Marseille 146 106
Darlehen SCS AG 126 2.687
Darlehen Frau Marseille 0 3.022
Übrige Forderungen 1.125 1.701
  2.627 9.283

Im Vorjahr bestand ein Darlehensanspruch gegen die SCS AG in Höhe von T€ 2.687. Unter den Darlehen von Dritten ist im Vorjahr ein Darlehen gegen die SCS Betrium GmbH (inkl. Zinsen) in Höhe von T€ 2.578 ausgewiesen worden. Mit Verschmelzung der SCS Betrium GmbH auf die SCS AG wurden beide Ansprüche aufgerechnet.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist die Darlehensforderung in Höhe von T€ 3.022 gegen Frau Marseille vollständig durch Verrechnung mit Kaufpreisverbindlichkeiten aus dem Erwerb der Anteile an der Karlsruher-Sanatorium AG und der Mineralquelle Waldkirch Verwertungsgesellschaft mbH getilgt worden. Nähere Angaben zu den Darlehen an Frau und Herrn Marseille erfolgen unter den Angaben zu nahe stehenden Personen bzw. Unternehmen.

Über das Vermögen des St. Nikolaus Hospital Büren wurde im Geschäftsjahr 2010/2011 das Insolvenzverfahren eröffnet. Die ursprüngliche Forderung wurde bis auf die zu erwartende Insolvenzquote wertberichtigt.

Die übrigen Forderungen haben sich im Berichtsjahr von T€ 1.701 um T€ 576 auf T€ 1.125 vermindert. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Begleichung von Forderungen.

Auf die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte wurden Wertberichtigungen in Höhe von T€ 2.752 (Vorjahr: T€ 2.551) vorgenommen:

in T€ 30.6.2012 30.6.2011
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte vor Wertberichtigungen 5.379 11.834
abzgl. Wertberichtigungen -2.752 -2.551
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände nach Wertberichtigungen 2.627 9.283
Entwicklung der Wertberichtigungen
in T€
2011 | 2012 2010 | 2011
Stand 1.7. 2.551 2.374
Zuführungen 223 152
Umgliederungen 0 141
Auflösung 22 116
Stand 30.6. 2.752 2.551

4.1.10 Laufende Steueransprüche

Die laufenden Steueransprüche von € 1,3 Mio. (Vorjahr: € 2,0 Mio.) betreffen Körperschaftsteuer einschließlich des Solidaritätszuschlags von insgesamt rund € 0,4 Mio. (Vorjahr: € 1,4 Mio.), Gewerbesteuer in Höhe von € 0,7 Mio. (Vorjahr: € 0,4 Mio.) und das Körperschaftsteueranrechnungsguthaben nach § 37 KStG in Höhe von € 1,1 Mio. (Vorjahr: € 1,2 Mio.), von denen € 0,9 Mio. unter den langfristigen Vermögensgegenständen ausgewiesen werden (Auszahlung Jahre 2012-2017).

4.1.11 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von insgesamt T€ 11.696 (Vorjahr: T€ 9.488) enthalten zum 30. Juni 2012 die Kassenbestände in Höhe von T€ 181 (Vorjahr: T€ 172) und die Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von T€ 11.516 (Vorjahr: T€ 9.315).

Von den liquiden Mitteln sind insgesamt € 0,4 Mio. (Vorjahr: € 0,4 Mio.) nicht frei verfügbar. Im Einzelnen handelt es sich um Festgeldguthaben, die bis zu einem Betrag von T€ 414 (Vorjahr: T€ 411) zum Stichtag verpfändet sind. Die Festgeldguthaben haben Laufzeiten von weniger als 3 Monaten.

4.1.12 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte

Zum 30. Juni 2012 liegen die Voraussetzungen für einen Ausweis als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte nicht vor.

4.2 Konzernbilanz – PASSIVA

4.2.1 Eigenkapital

Das Konzerneigenkapital betrug zum 30. Juni 2012 T€ 37.015 (Vorjahr: T€ 34.195). Die Veränderungen werden in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Kapitalsteuerung

Eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts und die Sicherung der Liquidität sowie der Kreditwürdigkeit des Konzerns sind die wichtigsten Ziele des Finanzmanagements. Die Reduzierung der Kapitalkosten und die Verbesserung des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit tragen hierzu ebenso bei wie die Optimierung der Kapitalstruktur und ein effektives Risikomanagement.

Im Rahmen der eingegangenen Finanzierungs- und Leasingvereinbarungen hat der Konzern Verträge unter Berücksichtigung von Financial Covenants abgeschlossen. Die Financial Covenants beziehen sich u. a. auf einen Netto-Verschuldungsgrad. Teilweise enthalten die Sale-and-Lease-Back-Verträge unterschiedliche Eskalationsstufen bei Nichteinhaltung der Financial Covenants, wie zum Beispiel die Hinterlegung zusätzlicher Sicherheiten oder die Möglichkeit der außerordentlichen Kündigung des Kreditvertrags. Die mögliche Hinterlegung von zusätzlichen Sicherheiten kann durch das Vorhalten entsprechender Barreserven erfolgen. Die Einhaltung der Covenants wird regelmäßig vom Konzerncontrolling überprüft und im Rahmen des internen Risikomanagements gesteuert. Insofern bezieht sich die Kapitalsteuerung auch auf die Einhaltung dieser Anforderungen. Die Financial Covenants wurden im Geschäftsjahr 2011/2012 vollumfänglich eingehalten.

In Bezug auf die Kreditwürdigkeit zielt die Finanzstrategie des Konzerns auf eine Verbesserung der Ratingkategorie ab. Das Rating des Konzerns basiert auf den von Ratingagenturen veröffentlichten Verschuldungskennziffern, die (mit unterschiedlicher Ausgestaltung) den Cashflow einer Periode in Relation zur Verschuldung setzen. Zur Umsetzung der Strategie wurden in den vergangenen Jahren Desinvestitionen und operative Cashflows größtenteils zur Reduzierung der Nettoverschuldung verwendet. Die Aufrechterhaltung einer angemessenen Eigenkapitalausstattung (Eigenkapitalquote) dient ebenfalls der Verbesserung des Ratings.

Die Gesellschaft geht davon aus, auch künftig die Financial Covenants einzuhalten.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Muttergesellschaft Marseille-Kliniken AG beträgt € 37.320.000,00 und ist in 14.580.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert je Aktie von € 2,56 (gerundet) eingeteilt. Das gezeichnete Kapital ist voll einbezahlt. Unter Berücksichtigung der direkt im Eigenkapital erfassten Transaktionskosten aufgrund der im Vorjahr am 24. Mai 2011 durchgeführten Kapitalerhöhung ergibt sich ein gezeichnetes Eigenkapital von T€ 37.153.

Auf der Hauptversammlung vom 27. Januar 2012 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital bis zum 27. Januar 2017 durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von insgesamt bis zu 7.290.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen um insgesamt bis zu € 18.660.000 zu erhöhen (genehmigtes Kapital).

Der Vorstand ist ermächtigt, Aktien der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrates unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in anderer Weise als über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre wieder zu veräußern. Der Vorstand ist unter bestimmten Voraussetzungen ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage betrifft das Agio aus Bareinlagen im Rahmen von Kapitalerhöhungen in Höhe von € 800,00.

Gewinnrücklage

Die Gewinnrücklagen von T€ 1.302 (Vorjahr: T€ 915) beinhalten neben der gesetzlichen Rücklage in Höhe von T€ 882 (Vorjahr: T€ 495) auch die anderen Gewinnrücklagen in Höhe von T€ 420 (Vorjahr: T€ 420).

Ausgleichsposten aus sukzessivem Erwerb

Der Ausgleichsposten aus sukzessivem Anteilserwerb resultiert aus dem Erwerb weiterer Gesellschaftsanteile von bereits in Vorjahren vollkonsolidierten Gesellschaften. Entsprechend den Regelungen des IAS 27 wurden diese Transaktionen als Zahlung zwischen Eigenkapital gebern berücksichtigt. Folgerichtig wurde der den passivierten Minderheitenanteil übersteigende Kaufpreis unter Abzug angefallener Transaktionskosten in einem Eigenkapitalposten eigener Art eingestellt.

Eigene Anteile

Im Geschäftsjahr 2011/2012 fanden keine Transaktionen mit eigenen Aktien statt. Darüber hinaus wird auf Abschnitt 8 verwiesen.

Zeitbewertungsrücklage

In der Zeitbewertungsrücklage sind die erfolgsneutral abgegrenzten Zinssicherungsgeschäfte ausgewiesen. Bei diesen handelt es sich um zwei Zins-Swaps, die zur Absicherung von variabel verzinslichen Darlehen erworben wurden. Dadurch werden die zukünftigen variablen Zinszahlungen in fixe Zinszahlungen transformiert. Zum 30. Juni 2012 werden in der Zeitbewertungsrücklage die negativen Marktwerte der Zins-Swap Geschäfte in Höhe von T€ 760 (Vorjahr: T€ 440) abzüglich latenter Steuern in Höhe von T€ 120 (Vorjahr: T€ 69) ausgewiesen. Die Ermittlung des Marktwertes erfolgte anhand der mark-to-market-Methode.

Währungsdifferenzen

Der Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 91 (Vorjahr: T€ 96) betrifft die Währungsumrechnung des Abschlusses der ausländischen Tochtergesellschaft in der Schweiz.

Minderheitenanteile

Im Geschäftsjahr 2011/2012 wurden weitere Anteile an bereits in Vorjahren vollkonsolidierten Unternehmen erworben.

Die zum 30. Juni 2012 verbleibenden Minderheitsanteile sind aus der Anteilsbesitzliste im Abschnitt 2.1.3 Konsolidierungskries ersichtlich.

Angaben über Aktienoptionsprogramme

Mit Amtsniederlegung des Vorstandsmitglieds Stefan W. Herzberg wurde das bestehende Aktienoptionsprogramm beendet. Eine Zahlung war nicht zu leisten.

4.2.2 Abgegrenzte Investitionszuwendungen

Nachfolgender Übersicht ist die Entwicklung der Zuwendungen der öffentlichen Hand zu entnehmen:

in T€ 2011 | 2012 2010 | 2011
Beginn Geschäftsjahr 41.569 42.993
erfolgswirksam aufgelöst 1.589 1.424
Ende Geschäftsjahr 39.980 41.571
davon langfristig 39.980 41.569

Der Posten betrifft wie in den Vorjahren im Wesentlichen Förderbescheide für vom Konzern betriebene Pflegeeinrichtungen. Die Investitionszuwendungen werden ratierlich aufgelöst und im sonstigen betrieblichen Ertrag ausgewiesen.

4.2.3 Lang- und kurzfristige Finanzschulden

Unter den Finanzschulden werden die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Versicherungen, die Anleiheverbindlichkeiten, die Finanzierungsleasingverbindlichkeiten sowie derivative Finanzinstrumente (Swapgeschäfte) erfasst.

Die langfristigen Finanzschulden betragen insgesamt T€ 52.867 (Vorjahr: T€ 36.424) und setzen sich aus der Emission der Anleihe in Höhe von T€ 11.861 (Vorjahr: T€ 0), Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Versicherungen (T€ 39.345; Vorjahr: € 34.086) (T€ 26.945; Vorjahr: T€ 34.086), derivativen Finanzinstrumenten (T€ 760; Vorjahr: T€ 440) sowie Finanzierungsleasingverbindlichkeiten (T€ 801; Vorjahr: T€ 1.824) zusammen.

Die kurzfristigen Finanzschulden von insgesamt T€ 4.665 (Vorjahr: T€ 20.654) beinhalten kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 3.509 (Vorjahr: T€ 4.459), Finanzierungsleasingverbindlichkeiten in Höhe von T€ 1.023 (Vorjahr: T€ 1.469) sowie die Zinsverbindlichkeiten in Höhe von T€ 132. Im Vorjahr wurde die Anleiheverbindlichkeit als kurzfristig klassifiziert, da diese am 8. Dezember 2011 zur Rückzahlung fällig war. Die Rückzahlung dieser Anleihe erfolgte nach Begebung einer neuen Anleihe im November 2011.

Die neu platzierte Anleihe aus November 2011 mit einer Laufzeit von zwei Jahren und einem Gesamtvolumen von 15,0 Mio. € ist im ersten Jahr mit 9,5 % p.a. und im zweiten Jahr mit 12,5 % p.a. zu verzinsen, wobei sie nach dem ersten Jahr getilgt werden konnte.

Der Gesamtbestand an lang- und kurzfristigen Finanzschulden beträgt zum Bilanzstichtag T€ 57.532 (Vorjahr: T€ 57.078). Die Inanspruchnahme der Kontokorrentlinien und der verzinslichen Darlehen zum 30. Juni 2012 und zum Vorjahresstichtag sind nachfolgender Übersicht zu entnehmen.

in T€ Ursprungsbetrag Valuta 30.6.2012 davon < 1 Jahr davon> 1 Jahr
Finanzschulden 89.786 57.532 4.665 52.867
davon:        
festverzinsliche Finanzschulden 89.786 57.532 4.665 52.867
variabel verzinsliche Finanzschulden 0 0 0 0
in T€ Ursprungsbetrag Valuta 30.6.2011 davon < 1 Jahr davon> 1 Jahr
Finanzschulden 100.045 57.078 20.654 36.424
davon:        
festverzinsliche Finanzschulden 99.993 57.078 20.654 36.424
variabel verzinsliche Finanzschulden 52 0 0 0

Die Finanzschulden sind in Höhe von € 43,0 Mio. (Vorjahr: € 38,5 Mio.) durch Grundpfandrechte sowie Sicherungsübereignungen und Sicherheiten Dritter (u.a. durch Bürgschaften der Gemeinden) besichert.

Die nachfolgende Aufstellung enthält die Zinsbindungsfristen sowie deren Ursprungsbeträge und Buchwerte zum Geschäftsjahresende (ohne Leasing und Zinssicherung):

Ende der Zinsbindung
in T€
30.6.2012 Ursprungsbetrag 30.6.2012 Buchwert
30.6.2013 15.352 11.405
30.6.2014 29.807 22.874
30.6.2015 405 107
30.6.2016 21.843 10.016
ab 1.7.2017 10.770 10.544
  78.177 54.946
Ende der Zinsbindung
in T€
30.6.2011 Ursprungsbetrag 30.6.2011 Buchwert
30.6.2012 38.970 23.881
30.6.2013 10.734 8.620
30.6.2014 23.943 12.658
30.6.2015 405 154
30.6.2016 13.253 4.393
ab 1.7.2016 3.899 3.838
  91.204 53.544

Zu den langfristigen Finanzschulden gehören auch derivative Finanzinstrumente, die dem Zweck der Sicherung der künftigen Zahlungsströme (Cash-Flow Hedging) dienen. Bei diesen handelt es sich um zwei Zins-Swaps, die zur Absicherung von variabel verzinslichen Darlehen erworben wurden. Etwaige Risiken für das Unternehmen aus dem Halten von Zins-Swaps resultieren aus der Veränderung des Marktzinssatzes und daraus möglicherweise verbundenen Schwankungen des Marktwertes. Es existieren jedoch keine wesentlichen Bonitätsrisiken, da das Sicherungsgeschäft mit der finanzierenden Bank abgeschlossen wurde.

Die Bedingungen der Zins-Swaps stimmen mit denjenigen der Darlehensverträge vollständig überein, sodass keine Ineffektivitäten der Zins-Swaps entstehen.

Die Zins-Swaps erfüllen die Voraussetzungen des IAS 39. Wir verweisen im Übrigen auf unsere Erläuterungen unter „Management von Finanzrisiken“.

Hinsichtlich der erläuternden Angaben zu den Finanzierungsleasingverbindlichkeiten verweisen wir auf die Ausführungen zum Leasing.

4.2.4 Pensionsverpflichtungen

Für die Zeit nach der Pensionierung wurde einem Teil der Mitarbeiter im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung laufende Versorgungsleistungen zugesagt. Es handelt sich fast ausschließlich um leistungsorientierte Zusagen im Sinne der Anwartschaft auf betriebliche Altersversorgung nach § 1 des Gesetzes zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung (BetrAVG). Die Versorgungsberechtigten erhalten bei Invalidität, spätestens bei Vollendung des 65. (Männer) bzw. 60. (Frauen) Lebensjahres eine Rente.

Die Höhe der Rente ergibt sich nach Gruppeneinstufungen in Höhe von 5 %, 10 % oder 15 % des versorgungsberechtigten Gehaltes. Bei den männlichen Versorgungsberechtigten besteht für deren Angehörige eine Hinterbliebenenrentenanwartschaft von 61 % der fälligen Alters- bzw. Invalidenrente bzw. der Anwartschaft hierauf.

Die Pensionsverpflichtungen sind voll dotiert und umfassen sowohl bereits laufende Pensionen als auch Anwartschaften auf künftig zu zahlende Pensionen. Für die Bemessung der Pensionen sind in der Regel die Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen und die versorgungsrelevanten Bezüge maßgeblich.

Die Entwicklung der Pensionsrückstellungen im Verlauf des Geschäftsjahres 2011/2012 zeigt nachfolgende Übersicht:

in T€ 2011 | 2012 2010 | 2011
Barwert der Gesamtverpflichtung zu Beginn Geschäftsjahr 12.930 14.268
Dienstzeitaufwand (service cost) 2 3
Zinsaufwand (interest cost) 646 690
Versorgungszahlungen -1.072 -1.123
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 1.589 -908
Barwert der Gesamtverpflichtung zum Ende Geschäftsjahr 14.095 12.930

Zu den Bilanzstichtagen der letzten fünf Geschäftsjahre bestanden folgende Barwerte der Pensionsverpflichtungen:

in T€ 30.6.2012 30.6.2011 30.6.2010 30.6.2009 30.6.2008
Bilanzierte Rückstellung 14.095 12.930 14.268 16.364 16.898

In die Berechnung gingen ein Rechnungszins von 3,95 % (Vorjahr: 5,20 %), ein Gehaltstrend von bis zu 1,00 % (Vorjahr: 1,00 % p.a.), eine durchschnittliche Fluktuationswahrscheinlichkeit von 0,00 % p.a. (Vorjahr: 0,00 % p.a.) sowie eine Rentendynamik in Höhe von unverändert 1,10 % ein.

Die Rückdeckungsversicherung erfüllt nicht die Kriterien des IAS 19 für ein Planvermögen und wird insofern nicht vom Rückstellungswert abgezogen, sondern unter den sonstigen langfristigen Vermögenswerten aktivisch ausgewiesen.

Die versicherungsmathematischen Gewinne bzw. Verluste werden vollständig ergebniswirksam erfasst. In der Konzerngewinn- und Verlustrechnung sind Aufwendungen aus versicherungsmathematischen Verlusten in Höhe von T€ 1.589 (Vorjahr: Gewinn T€ 908) sowie Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 643 (Vorjahr: T€ 690) enthalten.

Die Aufwendungen für beitragsorientierte Pläne zur unternehmenseigenen Pensionskasse für die Arbeitnehmer sowie die Aufwendungen für zwei Pflegeeinrichtungen zur Versorgungskasse des Bundes und der Länder belaufen sich insgesamt im Geschäftsjahr 2011/2012 auf T€ 744 (Vorjahr: T€ 969). Die voraussichtlichen Aufwendungen für das folgende Geschäftsjahr sind in ähnlicher Größenordnung zu erwarten.

Im Geschäftsjahr 2011/2012 wurden T€ 7.771 (Vorjahr: T€ 7.482) an Arbeitgeberbeiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt.

4.2.5 Latente Steuern

Die passiven latenten Steuern von T€ 4.945 (Vorjahr: T€ 7.067) resultieren aus dem negativen Saldo von aktiven latenten Steuern und passiven latenten Steuern, soweit es ein Aufrechnungsrecht gibt und die latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen. Wenn sich aus der Aufrechnung ein positiver Betrag ergibt, erfolgt der Bilanzausweis innerhalb der langfristigen Vermögenswerte.

Bei der Ermittlung der passiven latenten Steuern werden die auf die bestehenden Verlustvorträge einiger Gesellschaften entfallenden aktiven latenten Steuern durch Verrechnung berücksichtigt.

Zugrunde gelegt wurde wie im Vorjahr ein Steuersatz von 15,825 %.

Die passiven latenten Steuern lassen sich wie folgt zuordnen:

  temporäre Differenzen darauf entfallende Steuer
in T€ 30.6.2012 30.6.2011 30.6.2012 30.6.2011
Verlustvorträge 3.228 2.143 511 339
Pensions-/Jubiläumsrückstellungen 3.484 1.463 465 232
SWAP 760 856 120 135
Sonstiges 0 196 0 31
Summe der aktiven latenten Steuern 7.472 4.658 1.097 737
Immaterielle Vermögenswerte 3.963 4.245 627 672
Sachanlagen 29.645 28.789 4.691 4.556
Rücklagen § 6b EStG 4.500 16.282 712 2.577
Sonstiges 72 0 11 0
Summe der passiven latenten Steuern 38.180 49.316 6.042 7.804
Saldierung     -1.097 -737
Bilanzausweis passive latente Steuern 4.945 7.067

Die Abweichungen bei den Sachanlagen basieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen steuerlichen Abschreibungssätzen bei den Immobilien der Gesellschaften.

Der Rückgang der passiven latenten Steuern bei den Rücklagen nach § 6b EStG basiert im Wesentlichen auf der steuerlichen Auflösung einer Rücklage bei der SWP Wolmirstedt GmbH in Höhe von T€ 9.014 sowie der Anpassung der § 6b EStG-Rücklage bei der Karlsruher-Sanatorium AG in Höhe von T€ 2.768. Die verbliebene Rücklage nach § 6b EStG in Höhe von T€ 4.500 wurde auf den Grundbesitz einer nicht konsolidierten Tochtergesellschaft übertragen.

Die Entwicklung der Unterschiedsbeträge bei den Pensions- und Jubiläumsrückstellungen ist Folge einer deutlichen Erhöhung der Pensionsrückstellungen im IFRS-Konzernabschluss aufgrund geringerer zugrunde zu legenden Abzinsungssätze, während steuerlich die Rückstellungen aufgrund des gesetzlich festgeschriebenen Zinssatzes stabil geblieben sind.

4.2.6 Kurzfristige Rückstellungen

Die Entwicklung der kurzfristigen sonstigen Rückstellungen ist der nachfolgenden Übersicht zu entnehmen:

Geschäftsjahr 2011/2012

in T€ 1.7.2011 Verbrauch Auflösung Zuführung 30.6.2012
Prozessrisiken 2.249 2.042 181 94 120
Ausstehende Rechnungen 5.044 4.520 524 1.941 1.941
Rechts- und Beratungskosten 587 585 2 385 385
Archivierungsrückstellungen 325 33 0 33 325
Personalrückstellungen          
Urlaubsentgelt 2.664 2.445 219 2.310 2.310
Weihnachtsgeld 707 566 40 1.319 1.420
Berufsgenossenschaft 394 380 14 325 325
Schwerbehindertenabgabe 119 103 16 109 109
Überstundenvergütungen 1.925 319 157 283 1.732
Personalabfindungen 191 127 11 258 311
Tantiemen 451 256 195 261 261
Zeitzuschläge 207 205 2 149 149
Mitarbeiterprämien 197 158 38 260 261
Übrige 1.600 0 1.600 200 200
Übrige 3.402 657 483 1.493 3.755
  20.062 12.396 3.482 9.420 13.604

Vorjahr

in T€ 1.7.2010 Verbrauch Auflösung Zuführung 30.6.2011
Prozessrisiken 1.176 883 0 1.956 2.249
Ausstehende Rechnungen 4.167 3.380 787 5.044 5.044
Rechts- und Beratungskosten 443 443 0 587 587
Archivierungsrückstellungen 325 0 0 0 325
Personalrückstellungen          
Urlaubsentgelt 2.419 2.251 168 2.664 2.664
Weihnachtsgeld 786 750 36 707 707
Berufsgenossenschaft 255 249 6 394 394
Schwerbehindertenabgabe 121 80 41 119 119
Überstundenvergütungen 1.678 1.459 219 1.925 1.925
Personalabfindungen 1.516 356 1.160 191 191
Tantiemen 359 241 118 451 451
Zeitzuschläge 180 153 27 207 207
Mitarbeiterprämien 150 28 122 197 197
Übrige 1.752 62 90 0 1.600
Übrige 4.191 1.164 127 502 3.402
  19.518 11.499 2.901 14.944 20.062

Die sonstigen Rückstellungen haben überwiegend Laufzeiten bis zu einem Jahr und sind nicht verzinslich.

Die Veränderung bei der Rückstellung für Prozessrisiken betrifft im Wesentlichen den Abschluss eines Prozesses für die ehemalige Einrichtung in Bad König. Das Landgericht Hamburg hatte die Karlsruher-Sanatorium-AG mit Urteil vom 27.09.2010 zur Zahlung eines Betrages von T€ 1.426 nebst Zinsen seit dem 24.12.2009 verurteilt. Das Oberlandesgericht Hamburg hat das Urteil des Landgerichts bestätigt. Daraufhin wurde im Geschäftsjahr 2011/2012 die Zahlung geleistet.

Die Rückstellungen für Berufsgenossenschaft beinhalten die voraussichtlich für das Geschäftjahr 2011/2012 zu leistenden Berufsgenossenschaftsbeiträge. Die Höhe der Rückstellung hängt von variablen Bemessungsgrößen ab, die jährlich neu von den Berufsgenossenschaften festgelegt werden. Bei der Dotierung der Rückstellung wurde von gegenüber dem Vorjahr unveränderten Rechenparametern ausgegangen. Die Beiträge zur Berufsgenossenschaft sind im Mai des jeweils folgenden Jahres zur Zahlung fällig.

Eine Schwerbehindertenabgabe muss gezahlt werden, wenn die vom Gesetzgeber geforderte Beschäftigungsquote an schwer behinderten Mitarbeitern nicht erreicht wird. Da dies in einigen Konzerngesellschaften der Fall ist, wurde hierfür eine Rückstellung gebildet.

Bei der Rückstellung für Tantiemen und Gratifikationen handelt es sich um vom Ergebnis des Geschäftsjahres 2011/2012 und von der Erreichung persönlicher Ziele abhängige Zahlungen an das Management und Mitarbeiter von Konzerngesellschaften. Die Genehmigung und Auszahlung dieser Beträge erfolgt im Allgemeinen im zweiten Quartal des folgenden Geschäftsjahres.

Bei den übrigen Personalrückstellungen wurden mögliche Verpflichtungen für in Vorjahren übernommene Mitarbeiter in Höhe von T€ 1.600 aufgelöst. Hintergrund ist die geänderte Rechtslage aufgrund höchstrichterlicher Rechtsprechung.

4.2.7 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag T€ 8.460 (Vorjahr: T€ 10.774) und sind damit um T€ 2.314 zurückgegangen.

4.2.8 Laufende Steuerverbindlichkeiten

Die laufenden Steuerverbindlichkeiten in Höhe von insgesamt T€ 3.222 (Vorjahr: T€ 3.106) setzen sich wie folgt zusammen:

in T€ 30.6.2012 30.6.2011
Körperschaftsteuer 3.203 1.565
Gewerbesteuer 19 74
Umsatzsteuer 9
Lohnsteuer, Übrige 1.458
Summe 3.222 3.106

Lohnsteuer und Umsatzsteuer werden abweichend zum Vorjahr (laufende Steuerverbindlichkeiten) unter den übrigen kurzfristigen Schulden ausgewiesen.

Die laufenden Steuerverbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind mit dem erwarteten Zahlungsbetrag bilanziert.

4.2.9 Übrige kurzfristige Schulden

Nachfolgend wird die Zusammensetzung der übrigen kurzfristigen Schulden dargestellt:

in T€ 30.6.2012 30.6.2011
Rechnungsabgrenzungsposten 5.986 5.504
Kreditorische Debitoren 1.681 1.549
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzämtern 1.673 0
Erhaltene Mietkautionen und Sicherheiten 48 43
Verbindlichkeiten aus Sozialabgaben 30 380
Kaufpreisverbindlichkeiten aus dem Erwerb der AAP (Gera) 2 1.030
Darlehen von Dritten 0 2.740
Verpflichtung aus Rechtsstreit 0 999
Übrige 1.216 696
  10.636 12.941

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen vorausgezahlte Erlöse des Folgemonats.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Finanzämtern wurden im Berichtsjahr abweichend zum Vorjahr nicht unter den laufenden Steuerverbindlichkeiten ausgewiesen. Aufgrund der insgesamt unwesentlichen Änderung des Ausweises erfolgte eine Änderung in laufender Rechnung. Darüber hinaus wird auf Tz. 4.2.8 verwiesen.

Unter den Darlehen von Dritten war im Vorjahr ein Darlehen gegen die SCS Betrium GmbH (inkl. Zinsen) in Höhe von T€ 2.578 ausgewiesen worden. Gleichzeitig bestand im Vorjahr ein Darlehensanspruch gegen die SCS AG in Höhe von T€ 2.687. Mit Verschmelzung der SCS Betrium GmbH auf die SCS AG wurden Ansprüche und Verpflichtungen gegeneinander aufgerechnet.

5. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

5.1 Umsatzerlöse

Im Berichtsjahr sind die Umsatzerlöse von € 190,0 Mio. auf € 195,1 Mio. um 2,7 % gestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Verbesserung der Belegung sowie aus der Erweiterung der Dienstleistungsangebote.

5.2 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen im Berichtsjahr € 11,4 Mio. (Vorjahr: € 12,1 Mio.) und setzen sich wie folgt zusammen:

in T€ 2011 | 2012 2010 | 2011
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 3.482 2.901
Zuschüsse für Personal 2.122 1.213
Erträge aus der Auflösung von Investitionszuschüssen 1.589 1.424
Neutrale Erträge 771 573
Miet- und Pachterlöse 538 454
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen 327 378
Sachbezüge Kfz 103 136
Periodenfremde Erträge 92 605
Erträge aus Anlagenverkäufen 46 620
Sonstige Erstattungen 33 48
Erträge aus dem Aufbau Aktivwerte Rückdeckungsversicherung 17 193
Erträge aus der Auflösung von Pensionsrückstellungen 0 908
Veräußerungsgewinn aus dem Abgang von Leasingvermögen 0 606
Sonstige 2.321 2.066
  11.439 12.125

Die Veränderung der Rückstellungen ist unter Punkt 4.2.6 erläutert. Neutrale Erträge umfassen im Wesentlichen Versicherungserstattungen für Schadensfälle.

5.3 Materialaufwand

Der Materialaufwand beinhaltet Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, bezogene Waren sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam. Da im Wesentlichen kein Vorsteuerabzug besteht, beinhalten die Aufwendungen auch die gesetzliche Umsatzsteuer.

Der Aufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe hat sich von € 19,0 Mio. im Vorjahr um € 2,1 Mio. auf € 21,1 Mio. erhöht. Die Ursache hierfür sind insbesondere die um € 0,9 Mio. gestiegenen Lebensmittelaufwendungen und die um € 0,8 Mio. gestiegenen Energiekosten, was im Wesentlichen auf das höhere Geschäftsvolumen und die gestiegenen Energiepreise zurückzuführen ist.

Der Aufwand für bezogene Leistungen hat sich von € 1,9 Mio. im Vorjahr um € 0,2 Mio. auf € 2,1 Mio. insbesondere aufgrund gestiegener Haus- und Wäschereinigungskosten erhöht, was ebenfalls weitestgehend auf das gestiegene Geschäftsvolumen zurückzuführen ist.

5.4 Personalaufwand

Der Personalaufwand gliedert sich wie folgt:

in T€ 2011 | 2012 2010 | 2011
Löhne und Gehälter 83.748 80.807
Tantiemen und Gratifikationen 693 912
Berufsgenossenschaft 760 734
Sozialaufwendungen 15.926 15.266
Altersvorsorge 821 1.064
  101.948 98.783

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres 2011/2012 beschäftigten Mitarbeiter (nach Köpfen), getrennt nach Gruppen, ist der folgenden Übersicht zu entnehmen:

in Köpfen 2011 | 2012 2010 | 2011
Ärztlicher Dienst 8 9
Pflegedienst 3.108 2.952
  3.116 2.961
Wirtschafts- und Versorgungsdienst 1.085 1.038
Technischer Dienst 104 99
Verwaltung 413 424
  1.602 1.561
Gesamt 4.718 4.522

5.5 Abschreibungen

Die Abschreibungen betrugen im Berichtsjahr € 6,7 Mio. (Vorjahr: € 8,0 Mio.).

Auf die immateriellen Vermögenswerte wurden im laufenden Geschäftsjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2011/2012 wurde eine außerplanmäßige Abschreibung auf Sachanlagevermögen von € 0,3 Mio (Vj. € 0,0) . erfasst. Im Vorjahr wurden die immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von € 0,8 Mio. außerplanmäßig abgeschrieben. Die Abschreibungen auf aktivierte Finanzierungsleasingverhältnisse beliefen sich auf € 1,4 Mio. (Vorjahr: € 1,8 Mio.).

5.6 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit € 62,8 Mio. (Vorjahr: € 68,2 Mio.) gegenüber dem Vorjahresbetrag gesunken.

Die Zusammensetzung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist der nachfolgenden Übersicht zu entnehmen:

in T€ 2011 | 2012 2010 | 2011
Miete, Pachten, Leasing 37.189 38.217
Rechts-, Beratungs- und Prozesskosten 4.942 5.728
Verwaltungsbedarf 4.143 5.137
Instandhaltung und Wartungskosten 4.021 4.122
Wirtschaftsbedarf 1.856 2.306
Wertberichtigungen, Forderungsverluste 1.617 532
Versicherungsmathematische Verluste aus der Neubewertung der Pensionen 1.589 0
Werbe- und Repräsentationsaufwand, Hauptversammlung 1.533 2.247
Kfz- und Flugzeugkosten 859 853
Versicherungen 663 831
Gebühren, Abgaben 473 638
Sonstiger Sozialaufwand 451 396
Aus- und Fortbildung 436 216
Schadensfälle 329 250
Verluste aus Anlagenabgang 90 36
Abstandszahlung 0 1.000
Insolvenzschaden Büren 0 916
Aufwendungen im Zusammenhang mit einer ehemaligen Konzerngesellschaft 23 1.718
Übrige Aufwendungen 2.557 3.064
  62.771 68.207

Der Rückgang der Mieten, Pachten und Leasing resultiert im Wesentlichen aus auslaufenden Leasingverträgen.

Die gesunkenen Aufwendungen für Rechts-, Beratungs- und Prozesskosten resultieren im Wesentlichen aus der Verringerung der geführten Prozesse im Geschäftsjahr 2011/2012.

Bei dem Aufwand für Verwaltung handelt es sich im Wesentlichen um Aufwendungen für EDV-Service in Höhe von € 1,2 Mio. (Vorjahr: € 1,3 Mio.) sowie für Telefon und Telefax in Höhe von € 0,7 Mio. (Vorjahr: € 1,0 Mio.) und Aufwendungen für Fremdpersonal in Höhe von € 0,5 Mio. (Vorjahr: € 0,4 Mio.).

Hinsichtlich der Wertberichtigungen und Forderungsverluste wird auf Tz. 4.1.8 sowie 4.1.9 verwiesen.

In den Rechts- und Beratungskosten sind nachstehende Honorare für den Abschlussprüfer (inklusive Auslagen und Umsatzsteuer) des Konzernabschlusses zum 30. Juni 2012 enthalten:

in T€ 2011 | 2012 2010 | 2011
Abschlussprüfung 2011/2012 339 0
Abschlussprüfung 2010/2011 190 312
Abschlussprüfung 2009/2010 0 15
Sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen 0 27
Sonstige Leistungen 24 14
  553 368

5.7 Finanzergebnis

Das Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

in T€ 2011 | 2012 2010 | 2011
Zinserträge aus Finanzierungsleasing 324 344
Zinsen aus Betriebsprüfung 495 0
Zinsen aus Darlehen und Festgeldern 515 707
Finanzerträge 1.334 1.051
Darlehens- und Anleihezinsen 3.821 3.703
Zinsaufwand Pensionsrückstellungen 646 690
Verzinsung von Rückstellungen 346 165
Zinsen aus Betriebsprüfung 780 0
Zinsen aus Finanzierungsleasing 308 492
Sonstige Zinsen 34 31
Finanzaufwendungen 5.935 5.081
Finanzergebnis -4.601 -4.030

5.8 Ertragsteuern

Im Ertragsteuerergebnis sind laufende und latente Steuern enthalten. Nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitungsrechnung vom erwarteten zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand. Zur Ermittlung des erwarteten Steueraufwands wird das Ergebnis vor Ertragsteuern mit dem gegenüber dem Vorjahr unveränderten Körperschaftsteuersatz (inkl. SolZ) von 15,825 % multipliziert.

in T€ 2011 | 2012 2010 | 2011
Ergebnis vor Ertragsteuern 6.302 1.632
Konzernsteuersatz 15,825 % 15,825 %
Erwartete Ertragsteuern 997 258
Effekt aufgrund abweichender inländischer Steuersätze 35 457
Steuererhöhung aufgrund nicht abzugsfähiger Aufwendungen 103 74
Steuererhöhung aufgrund außerbilanzieller Hinzurechnungen 0 172
Steuerminderung aufgrund steuerfreier Einnahmen -8 0
Steuerminderung aufgrund Nutzung Verluste, Vorjahr nicht werthaltig -48 0
Aktivierung Verlustvorträge, Vorjahr nicht werthaltig -1.361 -2.415
Steuererhöhung aufgrund Verluste lfd. Jahr, nicht werthaltig 234 202
Steuererhöhung wegen Abwertung latenter Steuern auf Verlustvorträge 386 0
Periodenfremde Steuern -566 217
Effekt durch Verluste gemeinnütziger Gesellschaften 64 0
Sonstige Effekte 0 -111
Tatsächliche Ertragsteuern -164 -1.146
Tatsächliche Steuerquote -2,60 % -70,20 %

Die periodenfremden Steuererträge resultieren insbesondere aus den positiven gewerbesteuerlichen Effekten der abgeschlossenen Betriebsprüfung für den Zeitraum 2005 bis 2008 mit einer weitgehenden gewerbesteuerlichen Freistellung der Gewinne der Marseille-Kliniken AG.

Die Steuererhöhungen aufgrund nicht abziehbarer Betriebsaufwendungen basieren im Wesentlichen auf steuerlich nicht abziehbaren Zinsen auf Steuernachzahlungen für die Betriebsprüfung 2005 bis 2008 nach § 233a AO.

Die Effekte aus der Aktivierung der steuerlichen Verlustvorträge resultieren aus der Beendigung von steuerlichen Organschaften zum 30. Juni 2012 mit fünf Tochtergesellschaften, die über vororganschaftliche Verlustvorträge verfügen sowie aus der Aktivierung von latenten Steuern auf Verlustvorträge der Mineralquelle Waldkirch Verwertungsgesellschaft mbH.

Die Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:

in T€ 2011 | 2012 2010 | 2011
Latenter Steuerertrag -2.419 -2.670
Laufender Steueraufwand 2.255 1.524
Ertragsteuern -164 -1.146

5.9 Sonstige Steuern

Die sonstigen Steuern sind um T€ 387 auf T€ 936 gestiegen und beinhalten neben Grundsteuern vor allem Umsatzsteuernachzahlungen für die Jahre 2004-2009 aufgrund der abgeschlossenen Betriebsprüfung.

5.10 Anteile Minderheiten am Konzernergebnis

Der auf die Minderheitenanteile entfallende Teil am Konzernergebnis beträgt T€ 2 (Vorjahr: T€ -93).

5.11 Konzernergebnis

Das Konzernergebnis für das Geschäftsjahr 2011/2012 beträgt T€ 6.466 (Vorjahr: T€ 2.777). Davon entfallen auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens T€ 6.464 (Vorjahr: T€ 2.870) und auf die Minderheiten T€ 2 (Vorjahr: T€ -93).

6. Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten

Nachfolgende Tabelle enthält für jede Klasse von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden den beizulegenden Zeitwert (Fair Value) und den korrespondierenden Buchwert. Die sich ggf. hieraus ergebende Differenz stellt den Betrag der stillen Reserven bzw. Lasten in den Finanzinstrumenten dar:

in T€ Bewertungskategorie nach IAS 39 Buchwert 30.6.2012 beizulegender Zeitwert 30.6.2012 Buchwert 30.6.2011 beizulegender Zeitwert 30.6.2011
AKTIVA          
Langfristige finanzielle Vermögenswerte          
Ausleihungen LaR 2.142 2.142 1.873 1.873
Aktivwerte Pensionsrückdeckungen Fvtpl 949 949 1.127 1.127
Beteiligungen AfS 76 76 76 76
sonstige Wertpapiere AfS 188 188 188 188
Finanzierungsleasing IAS 17/LaR 6.311 6.311 6.792 6.792
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte          
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 10.135 10.135 10.181 10.181
Finanzierungsleasing IAS 17/LaR 456 456 408 408
Sonstige Forderungen LaR 2.021 2.021 8.788 8.788
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente n.a. 11.696 11.696 9.488 9.488
PASSIVA          
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten          
Finanzschulden FLAC 51.306 51.306 34.160 34.160
Finanzierungsleasing IAS 17/FLAC 801 801 1.824 1.824
Derivative Finanzinstrumente Derivate in wirksamer Sicherungsbeziehung 760 760 440 440
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten          
Finanzschulden FLAC 4.665 4.665 19.185 19.185
Finanzierungsleasing IAS 17/FLAC 1.023 1.023 1.469 1.469
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 8.460 8.460 10.774 10.774
Übrige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 2.977 2.977 7.054 7.054

Aggregiert nach Bewertungskategorien stellen sich die Vermögenswerte und Schulden wie folgt dar:

  Vermögenswerte Schulden
in T€ Buchwert 30.6.2012 beizulegender Zeitwert 30.6.2012 Buchwert 30.6.2012 beizulegender Zeitwert 30.6.2012
Forderungen und Kredite (Loans and Receivables, LaR) 14.298 14.298
Erfolgswirksam zum beizulegendem Zeitwert bewertete Finanzinstrumente (Fair value through profit and loss, Fvtpl) 949 949
Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte (Available for sale, AfS) 264 264
Mit dem Barwert bewertete Finanzierungsleasingforderungen (IAS 17) 6.767 6.767
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (Financial liabilities at cost, FLAC) 67.408 67.408
Mit dem Barwert bewertete Finanzierungsleasingverbindlichkeiten (IAS 17) 1.824 1.824
Derivate in wirksamer Sicherungsbeziehung 760 760
  Vermögenswerte Schulden
in T€ Buchwert 30.6.2011 beizulegender Zeitwert 30.6.2011 Buchwert 30.6.2011 beizulegender Zeitwert 30.6.2011
Forderungen und Kredite (Loans and Receivables, LaR) 20.842 20.842
Erfolgswirksam zum beizulegendem Zeitwert bewertete Finanzinstrumente (Fair value through profit and loss, Fvtpl) 1.127 1.127
Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte (Available for sale, AfS) 264 264
Mit dem Barwert bewertete Finanzierungsleasingforderungen (IAS 17) 7.200 7.200
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (Financial liabilities at cost, FLAC) 71.099 71.099
Mit dem Barwert bewertete Finanzierungsleasingverbindlichkeiten (IAS 17) 3.293 3.293
Derivate in wirksamer Sicherungsbeziehung 440 440

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag dem beizulegenden Zeitwert. Die Aktivwerte von Rückdeckungsversicherungen werden zu aktuellen Zeitwerten gemäß versicherungsmathematischer Gutachten bilanziert. Die Ausleihungen sind unverzinslich, da der Zinsanteil im Mietzins berücksichtigt wurde, so dass der Fair Value unserer Einschätzung nach dem Buchwert entspricht. Die Beteiligungen und sonstigen Wertpapiere sind zu Anschaffungskosten bewertet, die ebenfalls geschätzten Zeitwerten entsprechen, zudem sind diese im Konzern von untergeordneter Bedeutung.

Für die gegenüber Kreditinstituten bestehenden Finanzschulden sind weitgehend Zinskonditionen vereinbart, die dem aktuellen Marktniveau Rechnung tragen. Wir gehen daher davon aus, dass der bilanzierte Buchwert den Zeitwert widerspiegelt.

Der für die bilanzierten Leasingverbindlichkeiten zugrunde gelegte Zinssatz entspricht im Wesentlichen der marktüblichen Effektivverzinsung der Leasinggeber von ausgewählten Leasinggütern.

Derivative Finanzinstrumente bestehen in Form von Swap-Geschäften, die nach der mark-to-market-Methode mit ihrem aktuellen Zeitwert angesetzt werden.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die kurzfristigen Finanzschulden sowie die sonstigen Verbindlichkeiten haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten. Die bilanzierten Werte stellen insofern die beizulegenden Zeitwerte dar.

Alle vorgenannten Vermögens- und Schuldposten werden bis zur jeweiligen Endfälligkeit gehalten.

Die Netto-Gewinne und -Verluste sowie Zinserträge und -aufwendungen der finanziellen Vermögenswerte und Schulden stellen sich wie folgt dar:

  Zinsertrag/ Zinsaufwand Nettoergebnis Zinsertrag/ Zinsaufwand Nettoergebnis
in T€ 2011 | 2012 2011 | 2012 2010 | 2011 2010 | 2011
Forderungen und Kredite (Loans and receivables, LaR) 515 -1.290 673 -154
Mit dem Barwert bewertete Finanzierungsleasingforderungen (IAS 17) 324 0 378 0
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (Financial liabilities at cost, FLAC) -3.821 0 -3.734 0
Mit dem Barwert bewertete Finanzierungsleasingverbindlichkeiten (IAS 17) 308 0 -492 0
Derivate in wirksamer Sicherungsbeziehung 0 -271 0 -334
Summe -2.674 -1.561 -3.175 -488

7. Segmentberichterstattung

Die geplante Unternehmensstrategie sieht eine Fokussierung der Geschäftstätigkeit auf die zwei Kernbereiche – stationäre und ambulante Pflege – vor. Die durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen und insbesondere der Verkauf der Reha-Sparte haben zu einer Konzentration der Konzerntätigkeit auf die Pflege geführt. Einen großen Einfluss auf den Geschäftsverlauf der Marseille-Kliniken AG hatte die Veränderung innerhalb der Managementebene, die zu einer Vereinheitlichung der vorhandenen Segmente zu einem Segment – Pflege – geführt hat.

Die geplanten Umsätze im Bereich der ambulanten Pflege werden aus heutiger Sicht in den nächsten Jahren die quantitativen Schwellenwerte gemäß IFRS 8.13 nicht überschreiten. Aus diesem Grunde ist die bisherige Aufteilung nach Geschäftssegmenten nicht mehr Bestandteil des internen Berichtswesens (Management Approach).

Auch eine Darstellung nach geographischen Segmenten wird nicht vorgenommen, da der Konzern nahezu ausschließlich im Inland tätig ist.

8. Ergebnis je Aktie

Bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien, die sich während des Geschäftsjahres im Umlauf befinden (d.h. ohne die eigenen Anteile), geteilt.

Die Gesamtzahl aller 14.580.000 Stück (Vorjahr: 14.580.000 Stück) Aktien setzt sich zum Stichtag zusammen aus der Anzahl der eigenen Aktien mit 115.675 Stück (Vorjahr: 115.675 Stück) Aktien sowie den im Umlauf befindlichen Aktien mit 14.464.325 Stück (Vorjahr: 14.464.325 Stück) Aktien. Die nachstehend dargestellte Entwicklung des Bestands an eigenen Anteilen ist aus nachfolgender Tabelle zu entnehmen:

Datum Zugang in Stück Verkauf in Stück Kurs
in €
Bestand in Stück
Bestand 1.7.2011 0 0 8,032 115.675
Bestand 30.6.2012 0 0 8,032 115.675
Datum Gegenwert
in €
Anteil am Grundkapital
in %
Betrag am Grundkapital
in €
Bestand 1.7.2011 929.079,62 0,79 246.741,60
Bestand 30.6.2012 929.079,62 0,79 246.741,60

Im Zeitraum zwischen dem Bilanzstichtag und der Aufstellung des Konzernabschlusses hat die Marseille-Kliniken AG keine Transaktionen mit Stammaktien oder potenziellen Stammaktien durchgeführt.

9. Gezahlte und vorgeschlagene Dividende

Der Bilanzgewinn der Marseille-Kliniken AG (Einzelabschluss) wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Eine Dividende ist nicht geplant.

10. Eigenkapitalveränderungsrechnung

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

11. Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung wurde nach der betrieblichen Tätigkeit, der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit unterteilt. Die Darstellung der Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode.

Der Finanzmittelfonds zum 30. Juni 2012 beinhaltet die liquiden Mitteln von T€ 11.696 (Vorjahr: T€ 9.488), die sich aus Kassenbeständen in Höhe von T€ 180 (Vorjahr: T€ 172) und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von T€ 11.516 (Vorjahr: T€ 9.315) zusammensetzen. Von den liquiden Mitteln sind insgesamt T€ 414 (Vorjahr: T€ 411) nicht frei verfügbar; für weitere Erläuterungen verweisen wir auf Abschnitt Tz. 4.1.11.

12. Sonstige Angaben

12.1 Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten

Unbeschränkte Patronatserklärungen wurden durch die Marseille-Kliniken AG in der Weise abgegeben, dass sie für Ansprüche aus mit einzelnen Tochtergesellschaften geschlossenen Mietverträgen eintritt. Dies betrifft die geschlossenen Mietverträge zwischen der Logo 7. Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH, der Senioren-Wohnpark Landshut GmbH und der AMARITA Oldenburg GmbH mit den konzernfremden Vermietungsgesellschaften. Für die SWP – Senioren-Wohnpark Klötze GmbH wurde eine unbeschränkte Liquiditätszusage abgegeben, damit diese den Verpflichtungen aus abgeschlossenen Immobilienleasingverträgen nachkommen kann.

Einzelne Mietverträge räumen dem Vermieter bei Zahlungsverzug das Recht zu einer Rückabwicklung der Sale-and-Lease-Back-Verträge ein.

Im Zusammenhang mit der Insolvenz einer ehemaligen Konzerngesellschaft wurde das Mietverhältnis zwischen dieser Gesellschaft und dem Vermieter durch den Insolvenzverwalter vorzeitig gekündigt. Für noch ausstehende Mieten und Betriebskosten wurden angemessene Rückstellungen gebildet. Das maximal mögliche Risiko aus diesen Verpflichtungen und Prozessrisiken beläuft sich auf € 9,1 Mio.

Im Zusammenhang mit der Veräußerung der Reha-Gesellschaften im Geschäftsjahr 2009/2010 bestehen vertragliche Steuerfreistellungsklauseln für zurückliegende Geschäftsjahre.

Darüber hinaus besteht das grundsätzliche Risiko einer Rückabwicklung von Sale-and-Lease-Back-Verträgen, sofern die vertraglich festgelegten Financial Covenants nicht erreicht werden.

Die Marseille-Kliniken AG führt diverse Passivprozesse, bei denen die Gesellschaft nicht mit einer überwiegenden Wahrscheinlichkeit mit einer Inanspruchnahme rechnet.

Weitere Haftungsverhältnisse bestehen am Bilanzstichtag nicht.

12.2 Leasing

Leasingnehmer – Finance-Lease-Verhältnisse

Zu den als Finance-Lease klassifizierten Vermögenswerten gehören der Betriebs- und Geschäftsausstattung zugeordnete Anlagegüter. Bei der Klassifizierung der Mobilienleasingverträge wurde zur Barwertermittlung ein interner Zinssatz von 11,1 % (Vorjahr: 11,1 %) zugrunde gelegt. Die Herleitung dieses Zinssatzes beruht auf der Auswertung von Verträgen für ausgewählte Leasinggüter.

Die wesentlichen während der Laufzeit der Leasingverhältnisse eingegangenen Verpflichtungen betreffen außer den Mietzahlungen selbst die Tragung der Instandhaltungskosten sowie der Versicherungsbeiträge. Die Laufzeiten der Leasingverhältnisse umfassen in der Regel 3 bis 5 Jahre. Außerdem bestehen Verlängerungsoptionen zu unterschiedlichen Konditionen.

Nachstehende Aufstellung enthält die Vermögenswerte, die im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen genutzt werden:

in T€ 30.6.2012 30.6.2011
Anschaffungskosten 6.792 8.609
abzüglich:    
kumulierte Abschreibungen -5.235 -5.680
Nettobuchwert 1.557 2.929
in T€ 30.6.2011 30.6.2010
Anschaffungskosten 8.609 8.841
abzüglich:    
kumulierte Abschreibungen -5.680 -4.605
Nettobuchwert 2.929 4.236

Die zukünftigen Mindestleasingzahlungen für die oben beschriebenen Finance-Lease-Verhältnisse betragen:

30. Juni 2012
in T€
Barwert Zins Mindestleasingraten
Während des ersten Jahres 1.023 164 1.184
1. bis 5. Jahr 801 72 877
Nach 5 Jahren 0 0 0
Summe 1.824 236 2.061

Die Vorjahreswerte zum 30. Juni 2011 betrugen:

30. Juni 2011
in T€
Barwert Zins Mindestleasingraten
Während des ersten Jahres 1.469 308 1.768
1. bis 5. Jahr 1.824 238 2.072
Nach 5 Jahren 0 0 0
Summe 3.293 546 3.840

Leasinggeber – Finance-Lease-Verhältnisse

Die als Forderungen aus Finanzierungsleasing klassifizierten sonstigen finanziellen Vermögenswerte resultieren im Wesentlichen aus der Vermietung der Gebäude in Herrenalb und Ortenau seit dem Geschäftsjahr 2009/2010. Bei der Klassifizierung der Immobilienleasingverträge wurde zur Barwertermittlung ein gewichteter interner Zinssatz von 5,43 % zugrunde gelegt.

Die Restlaufzeiten der Leasingverhältnisse betragen jeweils 20,5 Jahre. Ein Restwert wurde nicht angesetzt.

Die Forderungen aus Finanzierungsleasing ermitteln sich wie folgt:

in T€ 30.6.2012 30.6.2011
ausstehende Mindestleasingzahlungen 10.495 12.312
+ nicht garantierte Restwerte 0 0
= Bruttoinvestitionen 10.495 12.312
- nicht realisierte Finanzerträge 3.728 5.112
= Barwert der Mindestleasingzahlungen 6.767 7.200

Die Fristigkeiten der aus den Finanzierungsleasingverträgen erwarteten Bruttozahlungszuflüssen bzw. deren Barwerte stellen sich wie folgt dar:

30. Juni 2012
in T€
Bruttogesamtinvestitionen Barwert der Mindestleasingzahlungen
Während des ersten Jahres 808 456
1. bis 5. Jahr 2.576 2.193
Nach 5 Jahren 7.111 4.118
Summe 10.495 6.767

Die Vorjahreswerte zum 30. Juni 2011 betrugen:

30. Juni 2011
in T€
Bruttogesamtinvestitionen Barwert der Mindestleasingzahlungen
Während des ersten Jahres 808 408
1. bis 5. Jahr 2.858 1.381
Nach 5 Jahren 8.646 5.411
Summe 12.312 7.200

12.3 Eventualforderungen

In einem Rechtsstreit zwischen der Marseille-Kliniken AG, Zug (Schweiz), und der Regierung Äquatorial Guineas werden vertragliche Ansprüche geltend gemacht. Wegen bestehender Realisierungsunsicherheiten wurde auf eine Bilanzierung der Ansprüche verzichtet.

12.4 Operate-Leasing- und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesamtverpflichtungen des Konzerns aus Operate-Leasing- und sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich zum Bilanzstichtag 30. Juni 2012 auf € 549,5 Mio. (Vorjahr: € 580,1 Mio.). Die aus den Operate-Leasing-Verträgen resultierenden jährlichen Leasingzahlungen sind im Berichtsjahr in Höhe von € 37,2 Mio. (Vorjahr: € 38,2 Mio.) aufwandswirksam erfasst worden.

Von den Operate-Leasing-Verträgen entfallen € 539,7 Mio. (Vorjahr: € 567,5 Mio.) auf langfristig angemietete Immobilien. Diese mit langfristigen Verträgen geleasten bzw. gemieteten 42 (Vorjahr: 42) Immobilien sind aufgrund der vertraglichen Grundlagen nach IAS 17 als Operate-Lease-Verhältnisse zu klassifizieren und werden beim Leasinggeber bilanziert. Die zugrunde liegenden Mietverträge haben i. d. R. eine Laufzeit von 20 bis 25 Jahren. In den Verträgen ist eine anteilige Mieterhöhung anhand der bis dahin erfolgten Steigerung des Verbraucherpreisindexes festgelegt.

Die Restlaufzeiten der Operate – Leasing-Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr 2011/2012

    Restlaufzeiten
in T€ 2011 | 2012 bis 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre
Miet- und Pachtverträge, (Immobilien und Mobilien) 539.713 34.588 139.660 365.464
Erbbaurechts- verpflichtungen 7.055 203 814 6.038
Leasingverträge (BGA inkl. Kfz) 2.644 1.265 1.339 40
Dienstleistungsverträge 105 21 73 11
Gesamt 549.517 36.077 141.886 371.553

Vorjahr

    Restlaufzeiten
in T€ 2010 | 2011 bis 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre
Miet- und Pachtverträge, (Immobilien und Mobilien) 567.455 32.906 132.384 402.165
Erbbaurechts- verpflichtungen 7.259 203 814 6.242
Leasingverträge (BGA inkl. Kfz) 4.109 1.920 2.096 93
Dienstleistungsverträge 1.300 1.097 177 26
Gesamt 580.123 36.126 135.471 408.526

Für die Ermittlung der sonstigen finanziellen Verpflichtungen wurden vertragliche Preissteigerungen (Indexierung) sowie Laufzeitänderungen berücksichtigt.

Weitere Eventualverbindlichkeiten und wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen am Bilanzstichtag nicht.

12.5 Management von Finanzrisiken

Der Marseille-Kliniken Konzern unterliegt hinsichtlich seiner Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen insbesondere Risiken aus der Veränderung der Zinssätze. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Marktrisiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Hierzu werden je nach Einschätzung des Risikos ausgewählte derivative und nicht derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Grundsätzlich werden jedoch nur die Risiken besichert, die Auswirkungen auf den Cashflow des Konzerns haben.

Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungsinstrumente genutzt, d.h. für Handels- oder andere spekulative Zwecke kommen sie nicht zum Einsatz. Zur Minderung des Ausfallrisikos werden die Sicherungsgeschäfte grundsätzlich nur mit führenden Finanzinstituten abgeschlossen.

Die Grundzüge der Finanzpolitik werden jährlich vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risikomanagement obliegen den im Konzern verantwortlichen Personen (Ressort Finanzen). Transaktionen bedürfen der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand, der darüber hinaus regelmäßig über den Umfang und den Betrag des aktuellen Risiko-Exposures informiert wird.

Das effektive Management des Marktrisikos ist dabei eine der Hauptaufgaben. Um die Auswirkungen unterschiedlicher Gegebenheiten am Markt einschätzen zu können, werden bei Bedarf Simulationsrechnungen unter Verwendung verschiedener Worst-Case- und Markt-Szenarien vorgenommen.

Zu weiteren Erläuterungen siehe das Kapitel Risikobericht im Lagebericht.

Zinsrisiko/Marktpreisrisiko

Derivative Finanzinstrumente lagen im Geschäftsjahr 2011/2012 in Form zweier Zins-Swaps vor.

Im Geschäftsjahr 2008/2009 hatte die Marseille-Kliniken AG zwei Kreditverträge mit der HSH Nordbank AG abgeschlossen, die zur Finanzierung der Bauvorhaben in Herne dienen. Zur Absicherung dieser variabel verzinslichen Darlehen wurden zwei Festzins-Swaps abgeschlossen. Dadurch werden die zukünftigen variablen Zinszahlungen in fixe Zinszahlungen transformiert.

Die Bedingungen der Zins-Swaps stimmen mit den Konditionen der Darlehensverträge überein, so dass keine Ineffektivitäten der Zins-Swaps entstehen. Die Zins-Swaps werden bis zur Endfälligkeit gehalten und erfüllen die Voraussetzungen des IAS 39. Sie wurden im Geschäftsjahr 2011/2012 weiterhin als Hedging-Geschäfte designiert.

Zum 30. Juni 2012 sind negative Marktwerte in Höhe von T€ 760 (Vorjahr: T€ 440) in der Zeitbewertungsrücklage ergebnisneutral im Eigenkapital unter Berücksichtigung latenter Steuern abgegrenzt. Die Ermittlung des Marktwerts erfolgte anhand der mark-to-market-Methode.

Im Geschäftsjahr 2011/2012 wurden auf Basis der Zinssicherungskontrakte Ausgleichszahlungen in Höhe von T€ 271 fällig, die somit ergebniswirksam aus der Zeitbewertungsrücklage ausgebucht und im Zinsergebnis erfasst wurden.

Die derivativen Finanzinstrumente setzen sich wie folgt zusammen:

in T€ Nominalvolumen Marktwert 1) per 30.6.2012
SWAP 1 6.553 -222
SWAP 2 2.968 -538
Summe 9.521 -760
in T€ Nominalvolumen Marktwert 1) per 30.6.2011
SWAP 1 7.395 -227
SWAP 2 3.045 -213
Summe 10.440 -440

1) = Clean Prices

Die Tilgungsleistungen (erwartete Cashflows) der Swaps verteilen sich wie folgt:

30.6.2012
in T€
 
0 bis 1 Jahr 964
1 bis 2 Jahre 1.011
2 bis 3 Jahre 1.060
3 bis 4 Jahre 1.112
4 bis 5 Jahre 1.166
5 bis 12 Jahre 4.207
Summe 9.520
30.6.2011
in T€
 
0 bis 1 Jahr 920
1 bis 2 Jahre 964
2 bis 3 Jahre 1.011
3 bis 4 Jahre 1.060
4 bis 5 Jahre 1.112
5 bis 12 Jahre 5.373
Summe 10.440

Zur Abschätzung, welche Auswirkungen hypothetische Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital haben, schreibt IFRS 7 die Durchführung von Sensitivitätsanalysen vor. Zum Bilanzstichtag 30. Juni 2012 unterliegt der Marseille-Kliniken Konzern im Wesentlichen Zinsänderungsrisiken. Die Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zu Grunde:

Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.

Marktzinssatzänderungen von Finanzinstrumenten, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen eines Cashflow-Hedges zur Absicherung zinsbedingter Zahlungsschwankungen designiert wurden, haben Auswirkungen auf die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und werden daher bei den eigenkapitalbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt.

Marktzinssatzänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten aus, deren Zinszahlungen nicht durch Sicherungsgeschäfte im Rahmen von Cashflow-Hedges gegen Zinsänderungsrisiken abgesichert sind und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein.

Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten (Zins-Swaps, Zins-/ Währungsswaps), die nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind, haben Auswirkungen auf das sonstige Finanzergebnis (Bewertungsergebnis aus der Anpassung der finanziellen Vermögenswerte an den beizulegenden Zeitwert) und werden daher bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt.

Wenn das Marktzinsniveau zum 30. Juni 2012 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um rund € 0,3 Mio. (Vorjahr: € 0,3 Mio.) höher bzw. um rund € 0,3 Mio. geringer (Vorjahr: € 0,4 Mio.) gewesen.

Die Zinssensitivität ist durch die Aufnahme fest verzinslicher Hypothekendarlehen gesunken.

Hinsichtlich der Cashflow-Hedges würden sich bei Veränderung des Zinsniveaus um +/- 100 Basispunkte folgende Effekte auf das Eigenkapital ergeben:

Geschäftsjahr 2011/2012

Erhöhung/Verminderung in Basispunkten Auswirkungen auf das Eigenkapital
in Mio. €
+ 100 + 0,3
- 100 - 0,4

Vorjahr

Erhöhung/Verminderung in Basispunkten Auswirkungen auf das Eigenkapital
in Mio. €
+ 100 + 0,3
- 100 - 0,4

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko besteht darin, dass der Marseille-Kliniken Konzern seinen gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht zeitgerecht bzw. nicht in voller Höhe nachkommen kann.

Ein Refinanzierungsrisiko entsteht als spezielle Ausprägung des Liquiditätsrisikos, wenn bei Bedarf die erforderliche Liquidität nicht zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann.

Daneben kann ein Liquiditätsrisiko aus der möglichen Veränderung des Marktzinsniveaus entstehen. Diesem Risiko wird durch sachgerechte Laufzeiten und einem ausgewogenen Verhältnis von fest- und variabel verzinslichen Netto-Finanzverbindlichkeiten begegnet.

Zum 30. Juni 2012 weisen die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns nachfolgend dargestellte Fälligkeiten auf. Die Angaben erfolgen auf Basis der vertraglichen, undiskontierten Zahlungen unter Berücksichtigung des erwarteten Zinsdienstes.

30.6.2012 Fälligkeiten  
in T€ kleiner 1 Jahr 1 bis 5 Jahre größer 5 Jahre Summe
Verzinsliche Darlehen 1) und Zinssicherung 6.900 33.632 34.195 74.727
Finanzierungsleasing 1.023 801 0 1.824
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.460 0 0 8.460
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 4.648 0 0 4.648
Summe 21.031 34.433 34.195 89.659

1) Zins- und Tilgungsleistung inkl. Kontokorrente

30.6.2011 Fälligkeiten  
in T€ kleiner 1 Jahr 1 bis 5 Jahre größer 5 Jahre Summe
Verzinsliche Darlehen 1) und Zinssicherung 21.855 19.381 27.235 68.471
Finanzierungsleasing 1.768 2.072 0 3.840
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.774 0 0 10.774
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 7.436 0 0 7.436
Summe 41.833 21.453 27.235 90.521

1) Zins- und Tilgungsleistung inkl. Kontokorrente

Darüber hinaus wird das Liquiditätsrisiko durch ein vorsichtiges Liquiditätsmanagement mit einem Halten ausreichender Reserven an liquiden Mitteln vorgebeugt. Eine weitere Sicherungsmaßnahme ist die konzernweite Liquiditätsversorgung durch ein zentrales Cashpool-Management.

Financial Covenants

Mit den Vermietern von Immobilien wurden verbindlich einzuhaltende Finanzkennzahlen vereinbart. Diese werden derzeit von der Marseille-Kliniken AG in vollem Umfang erfüllt.

Kreditrisiko

Durch seine Geschäftstätigkeit ist der Konzern einem Kreditrisiko ausgesetzt. Unter Kreditrisiko versteht man das Risiko der Zahlungsunfähigkeit oder der Verschlechterung der Bonität eines Vertragspartners.

Das maximale Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten (zum Beispiel liquide Mittel, Wertpapiere, Ausleihungen, Forderungen, Derivate) entspricht ihrem in der Bilanz angesetzten Buchwert.

Im operativen Geschäft werden die Außenstände bereichsbezogen, also dezentral, fortlaufend überwacht. Im Rahmen des Risikomanagements ist der Marseille-Kliniken Konzern bestrebt, ein Ausfallrisiko von Kundenforderungen möglichst zu vermeiden. Da der Marseille-Kliniken Konzern zum Großteil Umsätze mit Rentenversicherungsträgern sowie gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen erzielt, ist das Kreditrisiko tendenziell als gering einzustufen. Alle anderen wesentlichen Kontrahenten werden einer Bonitätsprüfung unterzogen. Darüber hinaus bestehenden Ausfallrisiken wird mittels Einzelwertberichtigungen und auf Basis der Altersstruktur durch pauschalierte Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Im Konzernabschluss bestehen fällige, aber nicht wertberichtigte Forderungen mit nachfolgender Fälligkeit. Einbezogen in die Darstellung sind Ausleihungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen analog der Zuordnung zur Bewertungskategorie „Kredite und Forderungen“.

in T€ 30.6.2012 30.6.2011
Weder fällige noch wertberichtigte Forderungen 10.886 17.493
Fällige, aber nicht wertberichtigte Forderungen    
Kleiner 30 Tage 5.265 5.079
Zwischen 31 und 90 Tagen 1.282 1.214
Zwischen 91 und 180 Tagen 1.118 800
Zwischen 181 und 360 Tagen 593 1.477
Größer 360 Tage 0 0
Summe 19.144 26.063
Restbuchwert wertberichtigter Forderungen 1.920 1.979
Nettobuchwert 21.064 28.042

Währungsrisiko

Transaktionen in fremder Währung lagen nur in geringem Umfang vor, so dass keine Sicherungsmaßnahmen zur Absicherung von Währungsrisiken notwendig waren.

12.6 Beteiligungen an der Marseille-Kliniken AG, die ihr nach § 21 Abs. 1 oder Abs. 4 WpHG mitgeteilt worden sind

1.
Herr Dr. h.c. Carsten Maschmeyer, Deutschland, hat uns am 20. Dezember 2011 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Marseille-Kliniken AG am 16. Dezember 2011 die Schwellen von 3 % und 5 % überschritten hat und an diesem Tag 5,33 % betrug. Dies entspricht 776.478 Stimmrechten der insgesamt 14.580.000 Stimmrechte an der Marseille-Kliniken AG.
4,49 % (654.478 Stimmrechte) werden Herr Dr. h.c. Carsten Maschmeyer gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet.
Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihm kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Marseille-Kliniken AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten:

Paladin Asset Management GmbH

MM Vermögensverwaltungs- GmbH & Co. KG

2.
Die MM Vermögensverwaltungs- GmbH & Co. KG, Hannover, Deutschland, hat uns am 20. Dezember 2011 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Marseille-Kliniken AG am 16. Dezember 2011 die Schwellen von 3 % überschritten hat und an diesem Tag 4,49 % betrug. Dies entspricht 654.478 direkt oder indirekt gehaltenen Stimmrechten der insgesamt 14.580.000 Stimmrechte an der Marseille-Kliniken AG.
Diese 4,49 % (654.478 Stimmrechte) werden der MM Vermögensverwaltungs- GmbH & Co. KG gemäß § 22 Abs.1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet.
Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Marseille-Kliniken AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten:

Paladin Asset Management GmbH

3.

Die Paladin Asset Management GmbH, Hannover, Deutschland, hat uns am 20. Dezember 2011 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Marseille-Kliniken AG am 16. Dezember 2011 die Schwellen von 3 % überschritten hat und an diesem Tag 4,49 % betrug. Dies entspricht 654.478 direkt gehaltenen Stimmrechten der insgesamt 14.580.000 Stimmrechte an der Marseille-Kliniken AG.

12.7 Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat besteht bzw. bestand aus folgenden Mitgliedern:

Herr Dr. Dr. h.c. Thomas Middelhoff, Kaufmann, Chairman and Founding Partner Pulse Capital Partners LLC, New York, Bielefeld (Vorsitzender ab 27. September 2011)

Aufsichtsratsmitglied:

Senator Entertainment AG, Berlin (Vorsitzender)

New York Times Company, New York, USA

3W Power S.A./AEG Power Solutions, Luxemburg/Zwanenburg, Niederlande

ePals, Inc., Herndon (USA) (Chairman ePals Europe)

NeuPals Dalian Educational Information Technologies Co., Ltd., China (Vice Chairman of the Board)

Beiratsmitglied:

Westfälische Wilhelms-Universität Münster – Mitglied des Hochschulrates, Münster

Oxford University Center for Corporate Reputation, Oxford, UK – Member of the Global Advisory Board

Fitch, Paris, Frankreich

Herr Hans-Hermann Tiedje, Medienunternehmer, Berlin

(Stellvertretender Vorsitzender)

Vorstandsmitglied:

WMP EuroCom AG, Berlin (Vorsitzender)

Aufsichtsratsmitglied:

Hofkontor AG, Büdelsdorf

Columbia Hospital AG, Berlin

Herr Uwe Bergheim, Kommunikations-Betriebswirt, Düsseldorf (Vorsitzender bis 27. September 2011)

Geschäftsführung:

Falke KGaA, Schmallenberg (Vorsitzender)

Beiratsmitglied:

DMK Deutsches Milchkontor GmbH, Everswinkel

Herr Prof. Dr. med. Matthias Schönermark, Universitätsprofessor, Geschäftsführender Gesellschafter, SKC Beratungsgesellschaft mbH, Hannover

Frau Estella-Maria Marseille, Rechtsanwältin, Hamburg

Aufsichtsratsmitglied:

Columbia Hospital AG, Berlin

Herr Prof. Dr. sc. med. Dietmar Enderlein, OMR Professor, Vorstandsvorsitzender der MEDIGREIF Unternehmensgruppe, Greifswald (ab dem 27. Januar 2012)

Herr Mathias D. Kampmann, Betriebswirt, Hamburg

(bis zum 27. Januar 2012)

Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben im Geschäftsjahr 2011/2012 Bezüge von insgesamt T€ 301 (Vorjahr: T€ 153) erhalten.

12.8 Vorstand

Herr Michael Thanheiser, Neustadt

Herr Stefan W. Herzberg, Ratingen, Vorstand Ressort

Marketing & Pflege

(bis zum 10. Oktober 2011)

Beiratsmitglied:

Tente-Rollen GmbH, Wermelskirchen

Herr Dr. Thomas Klaue, Pullach, Vorstand Finanzen und stv. Vorsitzender

(bis 4. Oktober 2011)

Aufsichtsratsmitglied:

IEP – Innovative Energie für Pullach GmbH, Pullach

Herr Ulrich Marseille, Hamburg, Vorstandsvorsitzender

(bis 31. August 2011)

Aufsichtsratsmitglied:

Karlsruher-Sanatorium-AG, Hamburg (Vorsitzender)

WMP EuroCom AG, Berlin

Columbia Hospital AG, Berlin

Am 31. August 2011 trat Herr Ulrich Marseille als Vorstandsvorsitzender zurück. Den Vorstandsvorsitz übernahm am 1. September 2011 Herr Stefan W. Herzberg. Herr Dr. Thomas Klaue schied zum 4. Oktober 2011 und Herr Stefan W. Herzberg zum 10. Oktober 2011 aus dem Unternehmen aus. Am 1. August 2011 wurde Herr Michael Thanheiser zum Vorstandsmitglied für Konzernrevision und IT berufen. Seit dem 10. Oktober 2011 ist Herr Michael Thanheiser alleiniger Vorstand.

Die Vertretung der Gesellschaft erfolgt durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied in Gemeinschaft mit einem Prokuristen. Ist nur ein Vorstand bestellt, so vertritt dieser die Gesellschaft allein. Befreiung von den Beschränkungen des § 181 BGB kann durch den Aufsichtsrat erteilt werden.

Für 2011/2012 fielen folgende Gesamtbezüge für Organmitglieder an:

Vorstandin
T€
2011 | 2012 fix 2011 | 2012 variabel 2011 | 2012 gesamt
Herr Michael Thanheiser 156 84 240
Herr Ulrich Marseille 33 0 33
Herr Stefan W. Herzberg 88 39 127
Herr Dr. Thomas Klaue 88 133 221
Summe 365 256 621

Für 2010/2011 fielen folgende Gesamtbezüge für Organmitglieder an:

Vorstandin
T€
2010 | 2011 fix 2010 | 2011 variabel 2010 | 2011 gesamt
Herr Ulrich Marseille 257 0 257
Herr Dr. Thomas Klaue 273 0 273
Herr Stefan W. Herzberg 210 0 210
Herr Axel Regenhardt 134 0 134
Summe 874 0 874

Die Bezüge für den Vorstand im Geschäftsjahr wurden ausschließlich über die Marseille-Kliniken AG ausgezahlt. Darlehen zwischen der Gesellschaft und Mitgliedern des Vorstandes bestanden im Berichtsjahr lediglich mit Herrn Ulrich Marseille. Eine detaillierte Aufstellung befindet sich unter Punkt 12.9.

Die Pensionszahlungen für frühere Mitglieder des Vorstandes und ihrer Hinterbliebenen betragen T€ 57 (Vorjahr: T€ 57), für die künftigen Verpflichtungen sind Rückstellungen in Höhe von T€ 561 (Vorjahr: T€ 495) gebildet worden.

12.9 Beziehungen zu nahe stehenden Personen und Unternehmen

Geschäftsbeziehungen zwischen allen im Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden im Konzernabschluss vollständig eliminiert. Geschäftsvorfälle zwischen den Unternehmen der Marseille-Kliniken Gruppe und den nahe stehenden Personen und Unternehmen werden nachfolgend dargestellt:

Insgesamt betragen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Darlehen gegen die Familie Marseille und dieser nahe stehende Unternehmen € 1,0 Mio. (Vorjahr: € 7,4 Mio.), die Verbindlichkeiten betragen insgesamt € 0,7 Mio. (Vorjahr: € 4,4 Mio.). Der Marseille-Kliniken Konzern hat Waren und Dienstleistungen sowie Vermögenswerte von nahestehenden Personen und Unternehmen im Umfang von insgesamt € 4,0 Mio. (Vorjahr: € 6,1 Mio.) erworben bzw. in Anspruch genommen. Der Marseille-Kliniken Konzern hat an nahe stehende Personen und Unternehmen im Berichtszeitraum Waren und Dienstleistungen in Höhe von insgesamt € 0,6 Mio. (Vorjahr: € 0,1 Mio.) geliefert bzw. erbracht.

Im Laufe des Geschäftsjahres 2011/2012 führten Konzerngesellschaften die folgenden Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen durch, die nicht dem Konzern angehören:

1.

Die Marseille-Kliniken AG als Rechtsnachfolgerin der VDSE GmbH – Verwaltungsdienstleister sozialer Einrichtungen GmbH ist Mieterin des Verwaltungsgebäudes (inkl. Inventar) Sportallee 1 in Hamburg. Der Vertrag mit der Citycomp Grundstücks GbR hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2019, die monatliche Miete beträgt T€ 60. Nach Ablauf der Festmietzeit verlängert sich das Mietverhältnis auf unbestimmte Zeit und kann von beiden Vertragspartnern mit einer Frist von 6 Monaten jeweils zum 30. Juni und 31. Dezember eines jeden Jahres gekündigt werden. Der daraus resultierende Mietaufwand belief sich im Geschäftsjahr 2011/2012 auf T€ 720.

2.

Die Hansel/Gehrckens Grundstücks GbR hat einen Gestattungsvertrag mit der Allgemeine Soziale Dienstleistungen gGmbH geschlossen. Im Berichtsjahr belief sich der Aufwand auf T€ 36.
Zusätzlich werden in diesem Zusammenhang in Tangerhütte Begegnungsstätten und Büroräume angemietet. Der Allgemeine Soziale Dienstleistungen gGmbH entstanden hieraus im Geschäftsjahr 2011/2012 Aufwendungen in Höhe von T€ 15.

3.
Zwischen der Marseille-Kliniken AG und der SCS Standard Computersysteme AG bestehen die folgenden Geschäftsbeziehungen:

Aufgrund der Verschmelzung der SCS Betrium GmbH auf die SCS AG wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr die Darlehensforderung der Marseille-Kliniken AG (1. Juli 2011: T€ 2.687) mit der ursprünglichen Darlehensverbindlichkeit gegenüber der SCS Betrium GmbH (1. Juli 2011: T€ 2.578) verrechnet. Nach Verrechnung verbleibt eine Restforderung von T€ 126. Die Verzinsung berechnet sich aus dem Basiszinssatz der Bundesbank zuzüglich einer Marge von 2,0 % sowie einem Risikozuschlag von 4,5 %. Der Zinsertrag im Berichtsjahr belief sich auf T€ 8.

Auf der Grundlage von Customer-Support-, Softwarewartungs- und Entwicklungsverträgen hat die SCS Standard Computersysteme AG Leistungen erbracht, die im Geschäftsjahr 2011/2012 zu Aufwendungen in Höhe von T€ 510 geführt haben. Darüber hinaus hat die Marseille-Kliniken AG aufgrund der Weiterentwicklung der Senator-Software Aufwendungen von T€ 100 aktiviert.

Zwischen der Marseille-Kliniken AG und der SCS Standard Computersysteme AG besteht ein Dienstleistungsvertrag zur Übernahme der Finanz- und Personalbuchhaltung sowie ein Mietvertrag für Räumlichkeiten in der Alsterkrugchaussee 283. Im Geschäftsjahr 2011/2012 resultierten daraus Erträge in Höhe von T€ 6. Darüber hinaus erzielte die Marseille-Kliniken AG im Geschäftsjahr 2011/2012 Erträge aus der Weiterbelastung von in Vorjahren angefallenen Beratungsaufwendungen an die SCS Standard Computersysteme AG in Höhe von T€ 240.

Zwischen der Marseille-Akademie GmbH und der SCS Standard Computersysteme AG besteht ein Untermietvertrag über Räumlichkeiten in Heselstücken 7, Hamburg. Aus dem Vertrag entstanden im Geschäftsjahr 2011/2012 Erträge in Höhe von T€ 7.

4.
Zwischen der Marseille-Kliniken AG und Frau Estella-Maria Marseille bestehen die folgenden Geschäftsbeziehungen:

In 2001 wurde Frau Estella-Maria Marseille ein Darlehen in Höhe von T€ 1.722 zum Erwerb von Anteilen an der Karlsruher-Sanatorium AG (Kasanag) gewährt. Das Darlehen war durch eine Verpfändung der erworbenen 28.802 Aktien der Kasanag besichert. Einschließlich der aufgelaufenen Zinsen von T€ 1.128 valutierte das Darlehen zum 29. Juni 2012 mit T€ 2.849. Das Darlehen wurde mit der Kaufpreisverbindlichkeit aus dem Erwerb der Anteile an der Karlsruher-Sanatorium AG von Frau Estella-Maria Marseille in Höhe von T€ 2.200 verrechnet. Der Kaufpreis der Anteile an der Karlsruher-Sanatorium AG beruht auf dem Gutachten einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Der Restbetrag von T€ 649 wurde zurückgezahlt. Die Zinserträge betrugen im Berichtsjahr T€ 161.

Darüber hinaus wurde Frau Estella-Maria Marseille zum Erwerb von Anteilen an der Mineralquelle Waldkirch Verwertungsgesellschaft mbH von der Marseille-Kliniken AG ein Darlehen in Höhe von T€ 175 gewährt. Einschließlich der aufgelaufenen Zinsen von T€ 120 betrug der Darlehensstand im Juni 2012 T€ 295. Das Darlehen wurde einschließlich der aufgelaufenen Zinsen zurückbezahlt. Der Zinssatz errechnet sich aus dem Refinanzierungssatz des Darlehensgebers zuzüglich einer Gewinnmarge von 1,0 % per annum. Die Zinserträge beliefen sich im Berichtsjahr auf T€ 16.

Im Juni 2012 veräußerte Frau Estella-Maria Marseille ihre Anteile an der Mineralquelle Waldkirch Verwertungsgesellschaft mbH an die Marseille-Kliniken AG zu einem Kaufpreis von T€ 940. Der Kaufpreis der Anteile an der Mineralquelle Waldkirch Verwertungsgesellschaft mbH beruht auf dem Gutachten einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

Im Geschäftsjahr 2011/2012 hat die Rechtsanwaltskanzlei von Frau Estella-Maria Marseille für die Marseille-Kliniken AG diverse Beratungsleistungen erbracht. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat die Beratungstätigkeit genehmigt. Der Aufwand im Geschäftsjahr 2011/2012 belief sich auf T€ 417. Hiervon entfallen T€ 60 auf weiterbelastete Gebühren, Auslagen, Gerichtskosten und sonstigen weiterbelasteten Kosten.

5.
Zwischen der Marseille-Kliniken AG und der Telekommunikation TV Service – TTVS – GmbH bestehen die folgenden Geschäftsbeziehungen:

Die aus dem im Geschäftsjahr 2009/2010 erfolgten Kauf der AAP-Allgemeine Ansgar Pflegedienste GmbH verbliebenen Restkaufpreisverbindlichkeiten gegenüber der Telekommunikation TV Service – TTVS – GmbH wurden im Berichtsjahr in Höhe von T€ 529 getilgt. Inklusive aller abgelaufener Zinsen betrugen die Verbindlichkeiten zum 30. Juni 2012 T€ 529. Die Restkaufpreisverbindlichkeiten gegenüber Herrn Ulrich Marseille wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr ebenfalls vollständig getilgt, inklusiver aufgelaufener Zinsen in Höhe von T€ 498. Aus der im Berichtsjahr erfolgten Verzinsung dieser Verbindlichkeiten mit 8,0 % p.a. entstanden der Marseille-Kliniken AG Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 48.

Aus einem Vertrag über den Betrieb einer SAP-Umgebung aus 2009 zwischen der Marseille-Kliniken AG als Rechtsnachfolgerin der VDSE – Verwaltungsdienstleister sozialer Einrichtungen GmbH und der Telekommunikation TV Service –TTVS- GmbH erzielte die Marseille-Kliniken AG Erträge in Höhe von T€ 31. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen werden gemäß § 247 i. V. m. § 288 BGB mit 8,0 % Punkten über dem Basiszinssatz, dementsprechend mit 8,12 % p.a., verzinst. Aus der Verzinsung von Forderungen gegen die Telekommunikation TV Service – TTVS – GmbH erzielt die Marseille-Kliniken AG als Rechtsnachfolgerin der VDSE – Verwaltungsdienstleister sozialer Einrichtungen GmbH Zinserträge in Höhe von T€ 15.

6.
Zwischen der Marseille-Kliniken AG und der Held Bau Consulting GmbH bestanden folgende Rechtsbeziehungen:

Die Held Bau Consulting GmbH hat auf vertraglicher Basis für die Marseille-Kliniken AG diverse Bauleistungen erbracht. Diese betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/2012 T€ 850.

Im Rahmen eines Leasing- und Fuhrparkverwaltungsvertrages erzielte die Marseille-Kliniken AG als Rechtsnachfolgerin der VDSE – Verwaltungsdienstleister sozialer Einrichtungen GmbH im Geschäftsjahr 2011/2012 Erträge in Höhe von T€ 2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen werden gemäß § 247 i. V. m. § 288 BGB mit 8,0 % Punkten über dem Basiszinssatz, dementsprechend mit 8,12 % p.a., verzinst. Aus der Verzinsung von Forderungen gegen die Held Bau Consulting GmbH wurden im Berichtsjahr Zinserträge in Höhe von T€ 1 erzielt.

Zwischen der Marseille-Akademie GmbH und der Held Bau Consulting GmbH besteht ein Untermietvertrag über Räumlichkeiten in Heselstücken 7, Hamburg. Aus dem Vertrag entstanden im Geschäftsjahr 2011/2012 Erträge in Höhe von T€ 35.

Zwischen der Pro Work Dienstleistungsgesellschaft mbH und der Held Bau Consulting GmbH besteht ein Reinigungsvertrag. Hieraus resultieren im Geschäftsjahr 2011/2012 Erträge in Höhe von T€ 5.

Im Zusammenhang mit ihrer Bautätigkeit für den Konzern hat die Held Bau Consulting GmbH gegenüber der Marseille-Kliniken AG sowie einigen Tochtergesellschaften Zinsen für die verspätete Zahlung von Abschlags- und Schlussrechnungen in Höhe von insgesamt T€ 220 geltend gemacht. Umgekehrt hat die Marseille-Kliniken AG ihrerseits Zinsen für die verspätete Begleichung von Forderungen durch Herrn Ulrich Marseille, Frau Estella-Maria Marseille sowie ihnen nahestehende Unternehmen von insgesamt T€ 224 geltend gemacht. Im Rahmen eines in 2011/2012 geschlossenen Vergleichs verzichtete die Held Bau Consulting GmbH auf die geltend gemachten Zinsansprüche von T€ 220 und im Gegenzug die Marseille-Kliniken AG auf Zinsforderungen in Höhe von T€ 224, so dass sich Ansprüche und Verpflichtungen bis auf T€ 4 ausgleichen. Für von der Held Bau Consulting GmbH geltend gemachte Zinsen war im Geschäftsjahr 2010/2011 eine Rückstellung gebildet worden, so dass sich für das Geschäftsjahr 2011/2012 kein Aufwand ergab.

7.

In 2005 wurde ein Darlehensvertrag zwischen der TD Artos Verwaltungsgesellschaft mbH und der Marseille-Kliniken AG abgeschlossen. Nach der im Berichtsjahr erfolgten Aufstockung des Darlehens um T€ 10 valutierte das Darlehen am 30. Juni 2012 mit T€ 176. Aus der Verzinsung des Darlehens mit 6,0 % p.a. resultierten im Geschäftsjahr 2011/2012 Zinserträge in Höhe von T€ 10.

8.

Es besteht ein Vertrag über die Gebrauchsüberlassung eines Luftfahrzeuges zwischen der SGS GmbH und der Marseille-Kliniken AG als Rechtsnachfolgerin der VDSE – Verwaltungsdienstleister sozialer Einrichtungen GmbH. Im Berichtsjahr sind hierfür Aufwendungen entstanden in Höhe von T€ 182.

9.

In 2011/2012 wurden endgültige Vergleichsgespräche hinsichtlich einer verbliebenen Forderung (einschließlich Zinsen) der Pro Work Dienstleistungsgesellschaft mbH (kurz: Pro Work) in Höhe von T€ 270 gegen die EWG Hansel Wohnungs KG (kurz: EWG), einem nahe stehenden Unternehmen zu Herrn und Frau Marseille, geführt, da die von der Pro Work in Vorjahren in Rechnung gestellten Reinigungsleistungen nicht vollständig abgenommen worden waren. Um dem drohenden Ausfallrisiko Rechnung zu tragen war im Jahresabschluss zum 30. Juni 2011 eine Rückstellung von T€ 200 gebildet worden. Der endgültige Vergleich führte zu einem zusätzlichen Aufwand von T€ 25 im Geschäftsjahr 2011/2012.

10.

In 2008 wurde ein Mietvertrag für die Räumlichkeiten in der Julius-Sturm-Straße 1 in Gera zwischen der DL Immobilienverwaltung GmbH & Co „Altmark Ansgar“ KG und der Allgemeine Ansgar Pflegedienste GmbH geschlossen. Im Berichtsjahr resultierten hieraus Mietaufwendungen in Höhe von T€ 83.

11.

Herr Andreas Fickenwirth ist im Geschäftjahr 2011/2012 als Geschäftsführer der Marseille Projektgesellschaft Bremerhaven mbH sowie der Grundstücksgesellschaft Nikolaus Büren mbH bestellt. Gleichzeitig hat Herr Fickenwirth die Geschäftsführung bei der Held Bau Consulting Projekt- und Steuerungsgesellschaft sowie bei der M. Held GmbH & Co. Baubetreuungs KG inne.

12.
Zwischen der Marseille-Kliniken AG und Herrn Ulrich Marseille sowie ihm nahe stehende Unternehmen bestanden folgende Rechtsbeziehungen:

Im September 2011 wurde zwischen der Marseille-Kliniken AG und Herrn Ulrich Marseille ein Beratervertrag mit einer Laufzeit zunächst bis zum 31. August 2012 abgeschlossen. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat die Beratungstätigkeit genehmigt. Der Vertrag verlängert sich automatisch um ein weiteres Jahr. Der Aufwand im Geschäftsjahr 2011/2012 belief sich auf T€ 119.

Zum 30. Juni 2012 bestanden bei der AAP-Allgemeine Ansgar Pflegedienste GmbH Forderungen einschließlich aufgelaufener Zinsen gegen Herrn Ulrich Marseille bzw. ihm nahestehenden Gesellschaften in Höhe von insgesamt T€ 8.

Aus der Verzinsung von Herrn Ulrich Marseille bzw. ihm nahe stehenden Gesellschaften unterjährig gewährten kurzfristigen Darlehen mit 6 % p.a. erzielte die AAP-Allgemeine Ansgar Pflegedienste GmbH Zinserträge in Höhe von T€ 1.

Sonstige Forderungen werden gemäß § 247 i. V. m. § 288 BGB mit 8,0 %-Punkten über dem Basiszinssatz, dementsprechend mit 8,12 % p.a., verzinst. Aus der Verzinsung von Forderungen gegen Herrn Ulrich Marseille erzielte die Allgemeine Dienstleistungsgesellschaft mbH -ADG-im Berichtsjahr Zinserträge in Höhe von T€ 11.

Zum 30. Juni 2012 bestanden Verbindlichkeiten einschließlich Zinsen gegenüber Herrn Ulrich Marseille bzw. ihm nahe stehenden Gesellschaften in Höhe von insgesamt T€ 4.

Aus der Verzinsung von Herrn Ulrich Marseille bzw. ihm nahe stehenden Gesellschaften unterjährig gewährten kurzfristigen Darlehen mit 6 % p.a. erzielte die AAP-Allgemeine Ansgar Pflegedienste GmbH Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 1.

Die Marseille-Kliniken AG hatte im Geschäftsjahr 2007/2008 Herrn Ulrich Marseille ein Darlehen gewährt, das in Höhe des durchschnittlichen Refinanzierungssatzes der Marseille-Kliniken AG zzgl. einer Marge verzinst wurde. Das Darlehen wurde im Geschäftsjahr 2009/2010 ausgeglichen. Die bis zur Rückführung des Darlehens in Rechnung gestellten Zinsen erwiesen sich im Rahmen einer Überprüfung im Geschäftsjahr 2011/2012 als zu hoch. Die Korrektur führte zu Aufwendungen von T€ 106.

Im Zusammenhang mit der am 28. November 2011 von der Marseille-Kliniken AG begebenen Anleihe wurde ein Stillhaltervertrag zwischen Herrn Ulrich Marseille und der Marseille-Kliniken AG abgeschlossen. Aufwendungen sind der Marseille-Kliniken AG hierfür nicht entstanden.

Die Marseille-Kliniken AG übernahm im Geschäftsjahr 2011/2012 für diverse Herrn Ulrich Marseille nahestehende Unternehmen die Lohnbuchhaltung. Aus der Übernahme der Dienstleistung erzielte die Marseille-Kliniken AG im Berichtsjahr Erlöse in Höhe von T€ 17.

13.
Zwischen der Marseille-Kliniken AG und Herrn Hans-Hermann Tiedje und ihm nahestehende Unternehmen bestanden folgende Rechtsbeziehungen:
Zwischen der Marseille-Kliniken AG und der WMP EuroCom AG, Berlin (WMP) bestand ein Projektvertrag, der zum 31. August 2012 gekündigt wurde. Der Vertrag wurde bis zum 30. September 2011 mit T€ 25/Monat zzgl. USt. vergütet, mit Wirkung zum 1. Oktober 2011 wurde die Vergütung auf T€ 20 /Monat zzgl. USt reduziert. Die Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 2011/2012 T€ 303. WMP bietet Beratungsdienstleistungen im gesamten Spektrum der Public Affairs – Gegenstand des Vertrages waren die folgenden Leistungen:

Übernahme der kompletten Kommunikation des Partners der WMP

Verbesserung Image in der Zielgruppe, im Personal und Finanzmarkt

Verstärkte positive Wahrnehmung in der Öffentlichkeit

Im Geschäftsjahr 2010/2011 wurde der Hans-Hermann Tiedje Leasing GmbH & Co. KG, Ebersberg, von der Marseille-Kliniken AG ein Annuitäten-Darlehen über T€ 83 gewährt. Das Darlehen ist nicht besichert. Per 30. Juni 2012 valutierte das Darlehen inklusive der aufgelaufenen Zinsen mit T€ 21. Die aus der Verzinsung mit 6 % p.a. resultierenden Erträge betrugen insgesamt T€ 1.

Zwischen der PROMINT/Dienstleistungsgruppe Neuruppin GmbH und der Hans-Hermann Tiedje Leasing GmbH & Co. KG, Ebersberg, wurden per 30. Dezember 2009 sowie per 21. Dezember 2010 zwei kündbare Leasingverträge geschlossen. Durch das in der Grundmietzeit von 36 bzw. 24 Monaten unkündbare Vertragsverhältnis bestehen für den verbleibenden Zeitraum finanzielle Verpflichtungen von insgesamt T€ 35. Die Leasingaufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 2011/2012 T€ 106.

14.
Zwischen der Marseille-Kliniken AG und der M. Held GmbH & Co. Baubetreuungs KG bestanden folgende Rechtsbeziehungen:

Die Marseille-Kliniken AG und Tochtergesellschaften sowie Herr Ulrich Marseille und ihm nahe stehende Unternehmen hatten in 2005 mit einer Architektengesellschaft einen Rahmenvertrag über die Planung/ Baubegleitung für diverse Bauprojekte (u.a. „AMARITA“-Baureihe) abgeschlossen. Im Jahr 2008 wurde im Rahmen einer juristischen Auseinandersetzung über die Vergütung des Architekturbüros ein Vergleich vor dem Oberlandesgericht Hamburg über insgesamt T€ 162 geschlossen. Die hieraus entstandenen Aufwendungen waren zunächst von der M. Held GmbH & Co. Baubetreuungs KG übernommen und nunmehr anteilig weiterbelastet worden. Hieraus ist im Berichtsjahr ein Aufwand von T€ 108 entstanden.

Im Zusammenhang mit einem Bauprojekt der SWP Friedland GmbH wurden durch die M. Held GmbH & Co. Baubetreuungs KG Zinsforderungen von T€ 84 geltend gemacht. Ein Teil dieser Zinsforderungen war durch eine Rückstellung für ausstehende Rechnungen im Geschäftsjahr 2010/2011 in Höhe von T€ 45 berücksichtigt worden, so dass sich der Aufwand im Geschäftsjahr 2011/2012 auf T€ 39 beläuft.

15.

Herr Prof. Dr. Enderlein hat über ein mit ihm verbundenes Unternehmen eine Teilschuldverschreibung von T€ 3.000 erworben. Die Anleihebedingungen sind im Konzernhang unter der Tz. 4.2.3. erläutert.

12.10 Veröffentlichung

Der Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2011/2012 wird im amtlichen Unternehmensregister bekannt gemacht und im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Die folgenden Konzerngesellschaften sind in den Konzernabschluss der Marseille-Kliniken AG einbezogen und machen von den Befreiungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch

Senioren-Wohnpark Neuruppin GmbH,

Senioren-Wohnpark Treuenbrietzen GmbH,

Senioren-Wohnpark Erkner GmbH,

Senioren-Wohnpark Tangerhütte GmbH,

Senioren-Wohnpark Kyritz GmbH,

Senioren-Wohnpark Thale GmbH,

Senioren-Wohnpark Aschersleben GmbH,

Senioren-Wohnpark Coswig GmbH,

Senioren-Wohnpark Stützerbach GmbH,

Senioren-Wohnpark Schollene GmbH,

Senioren-Wohnpark Bad Langensalza GmbH,

Senioren-Wohnpark Ballenstedt GmbH,

Senioren-Wohnpark HES GmbH

Pro F & B gastronomische Dienstleistungsgesellschaft mbH,

Senioren-Wohnpark Klausa GmbH,

Senioren-Wohnpark Friedland GmbH,

Senioren-Wohnpark Klötze GmbH,

Senioren-Wohnpark Leipzig-Am Kirschberg GmbH,

Senioren-Wohnpark soziale Grundbesitzgesellschaft mbH,

AMARITA Buxtehude GmbH,

PRO WORK Dienstleistungsgesellschaft mbH,

Senioren-Wohnpark Cottbus-SWP- GmbH,

Marseille-Klinik Delta GmbH,

„Villa Auenwald“ Seniorenheim GmbH,

PROMINT Dienstleistungsgruppe Neuruppin GmbH,

Senioren-Wohnpark Hennigsdorf -SWP- GmbH,

SIV Immobilien-Verwaltungsgesellschaft mbH,

DaTess Gesellschaft für Datendienste mbH,

Marseille-Akademie GmbH,

Senioren-Wohnpark Leipzig „Stadtpalais“ GmbH,

Senioren-Wohnpark Leipzig „Eutritzscher Markt“ GmbH,

Senioren-Wohnpark Lichtenberg GmbH,

Senioren-Wohnpark Landshut GmbH,

AMARITA Datteln GmbH,

AMARITA Hohen Neuendorf GmbH,

MobiRent Vermietung GmbH,

AMARITA Oldenburg GmbH,

Senioren-Wohnpark Arnsberg GmbH,

Senioren-Wohnpark Büren GmbH,

Senioren-Wohnpark Kreuztal-Krombach GmbH,

Senioren-Wohnpark Lutzerath GmbH,

ProTec Dienstleistungsgesellschaft mbH,

Allgemeine Dienstleistungsgesellschaft mbh-ADG-,

Logo 7. Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH.

Senioren-Wohnpark Langen GmbH

Senioren-Wohnpark Lemwerder GmbH

Senioren-Wohnpark Radsleben GmbH

Astor Park Wohnanalage Langen GmbH

Senioren-Wohnpark Henningsdorf GmbH

Betrium Nr. 55 Vermögensverwaltungs- GmbH

Senioren-Wohnpark Düsseldorf Volksgarten GmbH

Senioren-Wohnpark Dresden „Am Großen Garten“ GmbH

12.11 Erklärung zum Corporate Governance Codex (§ 161 AktG)

Die Entsprechungserklärung nach § 161 AktG der Marseille-Kliniken Aktiengesellschaft wurde und wird den Aktionären immer in der aktuellen Fassung auf den Internetseiten der Gesellschaft (unter www. marseille-kliniken.de) dauerhaft zugänglich gemacht.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)

„Ich versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss zum 30.06.2012 ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.“

 

Berlin, den 25. September 2012

Michael Thanheiser, Vorstand

Bestätigungsvermerke des Abschlussprüfers

Bestätigungsvermerk des Konzernabschlussprüfers

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Bestätigungsvermerk des Konzernabschlussprüfers

Zu dem Konzernabschluss zum 30. Juni 2012 sowie zu dem mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2011/2012 haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

„Wir haben den von der Marseille-Kliniken Aktiengesellschaft, Berlin, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung, und Anhang – sowie den mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2011 bis zum 30. Juni 2012 geprüft. Die Aufstellung des Konzernabschlusses und des mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlageberichts nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und in dem mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der mit dem Lagebericht zusammengefasste Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.“

 

Hamburg, 27. September 2012

Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Thomas Götze, Wirtschaftsprüfer

Andreas Fettke, Wirtschaftsprüfer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Zu dem vollständigen Jahresabschluss zum 30. Juni 2012 sowie zu dem mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011/2012 haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

„Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht der Marseille-Kliniken Aktiengesellschaft, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2011 bis zum 30. Juni 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung des Jahresabschlusses und des mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lageberichts nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungs¬mäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und in dem mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.“

 

Hamburg, 27. September 2012

Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Thomas Götze, Wirtschaftsprüfer

Andreas Fettke, Wirtschaftsprüfer

Corporate Governance-Bericht

Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a Abs. 1 HGB beinhaltet die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG, Angaben zu Unternehmensführungspraktiken und die Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat. Die Marseille Kliniken AG verfolgt dabei das Ziel, die Darstellung der Unternehmensführung übersichtlich und prägnant zu halten.

Entsprechenserklärung gem. §161 AktG

Angaben zu angewandten Unternehmensführungspraktiken

Arbeitsweise des Vorstands und Aufsichtsrats

Die Erklärung zur Unternehmensführung wurde auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.marseille-kliniken.de unter der Rubrik „Investor Relations“ öffentlich zugänglich gemacht.

Entsprechenserklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Marseille-Kliniken Aktiengesellschaft, Berlin zu den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutsche Corporate Governance Kodex“ gem. §161 AktG

Der vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachte Deutsche Corporate Governance Kodex enthält neben gesetzlichen Vorschriften eine Reihe von Empfehlungen und Anregungen. Vorstand und Aufsichtsrat der Marseille-Kliniken AG erklären gemäß § 161 AktG, dass die Gesellschaft seit der letzten Entsprechenserklärung im Oktober 2011 den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 und seit Inkrafttreten der dann geltenden Kodex-Fassung vom 15. Mai 2012 mit Ausnahme der nachfolgenden Abweichungen entsprochen hat und dies mit Ausnahme der nachfolgenden Abweichungen auch künftig tun wird:

Die Gesellschaft hat für den Aufsichtsrat eine D&O-Versicherung abgeschlossen. Entgegen der Empfehlung der Ziffer 3.8 des Kodex hat die Gesellschaft für Aufsichtsratsmitglieder keinen Selbstbehalt vereinbart, der nach der Vorstellung des Kodex mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung umfassen sollte. Für den Aufsichtsrat wurde kein Selbstbehalt vereinbart, da nach Auffassung der Gesellschaft eine Selbstbeteiligung nicht geeignet ist, Motivation und Verantwortung, mit der die Mitglieder des Aufsichtsrats ihre Aufgaben wahrnehmen, bedeutsam zu beeinflussen. Darüber hinaus wäre nach Auffassung der Gesellschaft im Hinblick auf die Höhe der Aufsichtsratsvergütung ein Selbstbehalt unverhältnismäßig und würde die Gewinnung geeigneter Aufsichtsratsmitglieder erschweren.

Der Vorstand der Marseille-Kliniken AG besteht vorübergehend aus einer Person und nicht wie in 4.2.1 des Kodex empfohlen aus mehreren Personen. Grund hierfür ist das unvorhergesehene Ausscheiden von zwei Vorstandsmitgliedern im Oktober 2011.

Eine feste Altersgrenze für Vorstände der Gesellschaft, wie Ziffer 5.1.2 des Kodex dies vorsieht, hält der Aufsichtsrat nach heutigem Stand für nicht erforderlich. Die Vorstandsmitglieder werden für den Zeitraum von maximal fünf Jahren bestellt. Der Aufsichtsrat entscheidet in jedem Einzelfall über eine neue Bestellung. Für den Aufsichtsrat ist das Alter eines Vorstandsmitgliedes dabei nur eines unter mehreren Entscheidungskriterien, so dass aus Sicht des Aufsichtsrates dieses Einzelkriterium nicht zu einem generellen Ausschlusskriterium werden sollte. Dieses würde auch den europäischen Grundsätzen zur Altersdiskriminierung widersprechen. Zudem erscheint bei der aktuellen Altersstruktur des Vorstands eine absolute Altersgrenze derzeit nicht zwingend.

Die fixen und variablen Bestandteile der Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrates ergeben sich aus der Satzung der Gesellschaft. Der variable Vergütungsanteil der Mitglieder des Aufsichtsrates entspricht der gesetzlichen Vorgabe des § 113 Absatz 3 AktG. Von einer individualisierten Aufgliederung der Vergütung, auch nach ihren zusätzlichen Bestandteilen, wie Ziffer 5.4.6 des Kodex dies empfiehlt, wird abgesehen, da die Vergütung dementsprechend für die Aktionäre anhand der Satzung feststellbar ist.

Es erfolgt keine zusätzliche individualisierte Angabe zum Aktienbesitz des Vorsitzenden des Vorstands im Anhang oder in diesem Bericht und auch keine Angabe des aufgeschlüsselten Gesamtbesitzes von sonstigen Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, wie Ziffer 6.6 des Kodex dies vorsieht, da hierfür bereits aufgrund der gesetzlichen Mitteilungspflichten über bedeutende Stimmrechtsanteile und Directors' Dealings Mitteilungen ausreichende Transparenz besteht.

Nach den Vorschriften des HGB erfolgt die Veröffentlichung des Konzernabschlusses grundsätzlich innerhalb von vier Monaten nach Ende des Geschäftsjahres und nicht nach 90 Tagen, wie Ziffer 7.1.2 des Kodex dies empfiehlt. Die sachbedingten besonderen Schwierigkeiten der Erstellung des Konzernabschlusses und der Zwischenberichte erfordern eine eingehende Zusammenstellung und Prüfung des Zahlenmaterials, die in den kurzen Fristen von 90 Tagen nach Geschäftsjahresende bei der komplexen Struktur der Gesellschaft nicht in der gebotenen Gründlichkeit durchgeführt werden können.

Der Aufsichtsrat sieht aufgrund des auf Deutschland konzentrierten Geschäfts keinen Anlass für eine international orientierte Besetzung des Gremiums. Eine Altergrenze für Aufsichtsratsmitglieder ist nicht festgelegt, da die Altersstruktur derzeit bereits ausgewogen ist.

Angaben zu angewandten Unternehmensführungspraktiken

Die Gesellschaft wendet alle gesetzlich vorgeschrieben Unternehmensführungspraktiken an. Weitere darüber hinausgehende unternehmensweit gültige Standards – ethische Standards, Arbeits- und Sozialstandards – existieren nicht.

Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Ein Grundprinzip des deutschen Aktienrechts ist das duale Führungssystem mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat, die beide mit jeweils eigenständigen Kompetenzen ausgestattet sind. Vorstand und Aufsichtsrat der Marseille-Kliniken AG arbeiten bei der Leitung und Überwachung des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen. Der Vorstand der Marseille-Kliniken AG besteht derzeit aus einer Person. Er führt als Leitungsorgan die Geschäfte der Gesellschaft mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung in eigener Verantwortung und im Unternehmensinteresse.

Die Regionalleiter berichten über die Entwicklung der von Ihnen verantworteten Einrichtungen an den Vorstand und tragen die Ergebnisverantwortung für ihre jeweilige Region.

Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands. Der Aufsichtsrat entscheidet, wie viele Mitglieder der Vorstand haben soll, ob es einen Vorsitzenden geben soll, benennt diese und beschließt, ob stellvertretende Mitglieder oder ein stellvertretender Vorsitzender bestellt werden sollen. Der Aufsichtsrat erlässt eine Geschäftsordnung für den Vorstand, die einen Katalog zustimmungsbedürftiger Geschäfte sowie einen Geschäftsverteilungsplan enthält. Schließlich gibt sich der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung.

Der Vorstand nimmt an allen Sitzungen des Aufsichtsrats teil, berichtet schriftlich und mündlich zu den einzelnen Tagesordnungspunkten und Beschlussvorlagen und beantwortet die Fragen der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder.

Die Beschlussanträge werden den Mitgliedern des Aufsichtsrats spätestens zehn Tage vor der Sitzung schriftlich mitgeteilt, eine ausführliche schriftliche Unterlage erhält der Aufsichtsrat vor seiner Sitzung.

Von der Möglichkeit, Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren zu fassen, wird verhältnismäßig selten und nur in Fällen Gebrauch gemacht, die besonders eilbedürftig sind.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erläutert jedes Jahr die Tätigkeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse in seinem Bericht an die Aktionäre und in der Hauptversammlung.

Insbesondere der Vorsitzende des Aufsichtsrats trifft sich regelmäßig mit dem Vorstand und erörtert mit diesem aktuelle Fragen. Außerhalb dieser Treffen informiert der Vorstand den Aufsichtsratsvorsitzenden mündlich und schriftlich über aktuelle Entwicklungen.

Der Aufsichtsrat hat Ausschüsse gebildet, die bestimmte Arten von Geschäften und deren Beschlussfassungen vorbereiten und die Ausführungen überwachen.

Die Hauptaufgabe der Ausschüsse besteht darin, Beschlüsse und Themen für die Aufsichtsratssitzungen vorzubereiten. Der Ausschussvorsitzende berichtete in den Plenumssitzungen regelmäßig über die Inhalte und Ergebnisse der Ausschusssitzungen.

 

Berlin, den 20. September 2012

Marseille-Kliniken AG

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Im Geschäftsjahr 2011/2012 hat sich der Aufsichtsrat in insgesamt 15 Sitzungen (15. Juli 2011, 23. September 2011, 27. September 2011, 29. September 2011, 04. Oktober 2011, 10. Oktober 2011, 11. Oktober 2011, 12. Oktober 2011, 21. Oktober 2011, 16. Dezember 2011, 26. Januar 2012, 27. Januar 2012, 21. März 2012, 14. Juni 2012, 29. Juni 2012) vom Vorstand eingehend über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns sowie dessen strategische Ausrichtung unterrichten lassen und die Arbeit des Vorstandes überwacht und begleitet sowie in außerordentlichen Sitzungen ohne Teilnahme von Vorstandsmitgliedern Personalentscheidungen bezüglich des Vorstands erörtert und getroffen. In den Sitzungen im September und Oktober 2011 hat sich der Aufsichtsrat mit Vorstands- und Personalangelegenheiten befasst. In diesem Zusammenhang erfolgten die Abberufung und Kündigungen eines Vorstandes aufgrund erkannter grober Pflichtverletzung und die Abmahnung gegenüber einem weiteren Vorstand. Der Aufsichtsrat hat hierdurch die Konsequenzen aus der in bedeutsamen Angelegenheiten nicht vollständig bzw. in irreführender Weise erfolgten Berichterstattung dieser Vorstandsmitglieder gezogen.

In allen späteren Aufsichtsratssitzungen hat der Vorstand in seinen mündlichen und schriftlichen Berichten an den Aufsichtsrat insbesondere auch über die Unternehmens- und Konzernplanung, die Rentabilität und Liquidität, den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft und des Konzerns, das Risikomanagement und die Compliance sowie über jene Geschäfte informiert, die für die Rentabilität oder Liquidität von erheblicher Bedeutung sind. Darüber hinaus hat der Vorstand den Vorsitzenden des Aufsichtsrates auch außerhalb der Sitzungen über wesentliche Geschäftsvorfälle unterrichtet, insbesondere auch über solche, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen. Über diese Geschäfte, auch über entsprechende Personalentscheidungen, hat der Aufsichtsrat in seinen Sitzungen beschlossen. Aufgrund der Berichterstattung des Vorstandes an den Vorsitzenden und weitere Mitglieder des Aufsichtsrates war der Aufsichtsrat daher über Maßnahmen und Geschäftsvorfälle von wesentlicher Bedeutung informiert und in die Entscheidungen eingebunden.

Der Aufsichtsrat der Marseille-Kliniken AG wurde im Geschäftsjahr 2011/2012 durch nachfolgende Mitglieder repräsentiert:

 

Uwe Bergheim (Vorsitzender bis 27. September 2011)

 

Dr. Thomas Middelhoff (Vorsitzender seit 27. September 2011)

 

Hans-Hermann Tiedje (stv. Vorsitzender)

 

Prof. Dr. med. Dietmar Enderlein (Mitglied seit 27. Januar 2012)

 

Mathias Kampmann (Mitglied bis 27. Januar 2012)

 

Estella-Maria Marseille

 

Prof. Dr. Matthias P. Schönermark

Alle jeweils berufenen Mitglieder des Aufsichtsrates haben in ihren oben genannten Funktionen an den nachfolgend aufgeführten Sitzungen des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2011/2012 teilgenommen, soweit nicht abweichend erläutert. Innerhalb des Aufsichtsrates sind im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Interessenkonflikte bei Mitgliedern des Aufsichtsrates aufgetreten. Damit hat sich der Aufsichtsrat ausführlich befasst. Der Präsidialausschuss und Finanz- und Prüfungsausschuss haben im vergangenen Geschäftsjahr 2011/2012 regelmäßig getagt.

An der Sitzung vom 15. Juli 2011 nahm Herr Prof. Schönermark nicht teil. Der Aufsichtsrat hat sich mit Vorstandsangelegenheiten beschäftigt. Thematisiert wurden die Personalien Ulrich Marseille, Stefan W. Herzberg und Michael Thanheiser.

In der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung vom 23. September 2011 wurden die Vorstandsangelegenheiten in Bezug auf die Personalien Dr. Thomas Klaue und Michael Thanheiser diskutiert.

Die folgende außerordentliche Aufsichtsratssitzung vom 27. September 2011 umfasste erneut Vorstandsangelegenheiten. Besprochen wurden die Personalien Dr. Thomas Klaue und Stefan W. Herzberg. Im Rahmen dieser Aufsichtsratssitzung übergab Uwe Bergheim, der der Sitzung telefonisch zugeschaltet war, sein Amt als Aufsichtsratsvorsitzender der Marseille-Kliniken AG an Herrn Dr. Thomas Middelhoff. Herr Bergheim blieb dem Unternehmen jedoch als Mitglied des Aufsichtsrates und des Finanz- und Prüfungsausschusses verbunden.

Am 29. September 2011 fand eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung ohne die Beteiligung von Herrn Bergheim statt. In der Sitzung wurde die aktuelle Personalsituation des Vorstands weiter erörtert.

Die außerordentliche Aufsichtsratssitzung vom 4. Oktober 2011 umfasste erneut Vorstands- und Personalangelegenheiten.

Thematisierte Inhalte der außerordentlichen Aufsichtsratssitzungen vom 10. und 11. Oktober 2011 waren erneut Vorstands- und Personalangelegenheiten sowie die Vorbereitung der Aufsichtsratsitzung am 12. Oktober 2011.

In der Sitzung vom 12. Oktober 2011 wurde Herr Uwe Bergheim durch Stimmrechtsvollmacht von Herrn Hans-Hermann Tiedje vertreten. Die ebenfalls anwesenden Abschlussprüfer präsentierten in der Sitzung den aktuellen Stand der Jahresabschlussprüfung. Hiernach wurden auch Finanzierung des Unternehmens, die mittelfristige Unternehmensplanung sowie die Budget- und Liquiditätsplanung 2011/2012 besprochen. Der Aufsichtsrat befasste sich außerdem mit der Berichterstattung der internen Revision.

Am 21. Oktober 2011 beschloss der Aufsichtsrat der Marseille-Kliniken AG in einer außerordentlichen Sitzung einstimmig die Genehmigung und Feststellung des Jahresabschlusses für die Marseille-Kliniken AG und den Konzern. Es wurden auf der Grundlage der zuvor dargelegten Informationen des Vorstandes und der Wirtschaftsprüfer gegen den Abhängigkeitsbericht keine Bedenken erhoben. Der Aufsichtsrat empfahl dem Vorstand, die Positionen im Abhängigkeitsbericht einer weiteren Prüfung mit dem Ziel der weiteren Verrechnungen zu prüfen. An dieser Beschlussfassung nahm Frau Estella-Maria Marseille nicht teil.

Am 16. Dezember 2011 beschloss der Aufsichtsrat der Marseille-Kliniken AG in einer außerordentlichen Sitzung die Genehmigung der Einladung zur Hauptversammlung am 27. Januar 2012 in Hamburg (inklusive Tagesordnung). Außerdem befasste sich der Aufsichtsrat mit den Personalien Dr. Thomas Klaue und Stefan W. Herzberg.

In der Sitzung des Aufsichtsrats vom 26. Januar 2012 fehlte Herr Mathias D. Kampmann. Die Sitzung war geprägt durch die Detailabstimmung der am folgenden Tag stattfindenden ordentlichen Hauptversammlung. Außerdem wurde in einem Statusbericht der aktuelle Stand der Finanzberichterstattung zu den Ergebnissen der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2011/2012 thematisiert.

In der folgenden Aufsichtsratssitzung vom 27. Januar 2012 trat der an diesem Tag von der Hauptversammlung neugewählte Aufsichtsrat zusammen und beschloss den Präsidialausschuss sowie den Finanz- und Prüfungsausschuss neu zu besetzen.

Am 21. März 2012 wurde im Rahmen der Aufsichtsratssitzung vom Vorstand der aktuelle Stand der Finanzberichterstattung und Belegungsentwicklung sowie die weitere Aussicht bis zum Geschäftsjahresende dargelegt. Außerdem wurde die aktuelle Situation der Stillstandsimmobilien näher erörtert.

Die Aufsichtsratssitzung des 14. Juni 2012 umfasste eine Finanzberichterstattung des Vorstands zu der aktuellen Situation des Geschäftsjahrs 2011/2012 und zu der Budgetplanung für das Geschäftsjahr 2012/2013. Außerdem wurde der aktuelle Stand von juristischen Auseinandersetzungen und Personalangelegenheiten thematisiert. Hans-Hermann Tiedje vertrat den fehlenden Uwe Bergheim durch Stimmrechtsvollmacht.

Am 29. Juni 2012 wurden im Rahmen der Aufsichtsratssitzung erneut der aktuelle Stand der Finanzberichterstattung sowie der Budgetplanung besprochen. Zusätzlich wurden Neuabschlüsse für Konzern-Versicherungen erörtert. Außerdem stimmte der Aufsichtsrat in der Sitzung dem Entschluss des Vorstandes zu, die bestehende Notierung der Aktie an der Hanseatischen Wertpapierbörse Hamburg zurückzunehmen. Uwe Bergheim vertrat in dieser Sitzung den abwesenden Prof. Matthias P. Schönermark durch Stimmrechtsvollmacht. Frau Estella-Maria Marseille nahm per Telefonzuschaltung an der Sitzung teil.

Auf der Grundlage der mündlichen und schriftlichen Berichte des Vorstandes hat der Aufsichtsrat entsprechend den ihm nach dem Gesetz und der Satzung übertragenen Aufgaben die Geschäftsführung des Vorstandes beraten und überwacht. Die Geschäftsführung des Vorstandes wurde im Hinblick auf deren Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit überprüft. Dies bezog sich sowohl auf bereits laufende Geschäftstätigkeiten als auch auf zukunftsgerichtete Entscheidungen und Planungen des Vorstandes. Außerhalb der Sitzungen des Aufsichtsrates erfolgte im Auftrag des Aufsichtsrates eine Prüfung und Beratung des Vorstandes zu einzelnen Geschäftsvorfällen mittels Einsicht in Unterlagen, Bücher und Belege der Gesellschaft durch die Mitglieder des Aufsichtsrates und seiner Ausschüsse.

Die dabei durch den Präsidialausschuss des Aufsichtsrates und des Finanz- und Prüfungsausschuss gewonnenen Erkenntnisse flossen in die Prüfungen des Aufsichtsrates mit ein. Insgesamt ergaben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Hinweise, die ein darüber hinausgehendes Eingreifen des Aufsichtsrates erforderlich gemacht hätten.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und Lagebericht sowie der Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Marseille-Kliniken AG für das Geschäftsjahr 2011/2012 sind im Auftrag des Aufsichtsrates unter Einbeziehung der Buchführung durch den von der Hauptversammlung am 27. Januar 2012 gewählten Abschlussprüfer, die Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg, geprüft worden. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde erteilt. Der Aufsichtsrat befasste sich in seinen Sitzungen am 13. September 2012 und am 26. September 2012 mit den Jahresabschlüssen 2011/2012 und deren Prüfung. Die Abschlussprüfer haben an den Sitzungen des Aufsichtsrates über die Prüfung der Vorlagen des Vorstandes in den Aufsichtsratssitzungen teilgenommen und über die Ergebnisse ihrer Prüfung berichtet.

Der Vorstand stellte die wesentlichen Bilanzpositionen dar, ging auf den Lagebericht ein und erläuterte Chancen, Risiken und Haftungsfragen sowie die Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr. Fragen des Aufsichtsrates zu den Vorlagen wurden durch den Vorstand beantwortet. Der Aufsichtsrat hat das Ergebnis der Prüfung durch die Wirtschaftsprüfer zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat teilt die vom Vorstand vorgenommene Bewertung und Einschätzung im Lagebericht. Insgesamt ergaben sich für den Aufsichtsrat aufgrund der erfolgten eigenen Prüfung und auch unter Einbeziehung der Prüfungsberichte der Abschlussprüfer sowie der Ergebnisse der im Geschäftsjahr 2011/2012 im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen erfolgten Prüfungen keine Hinweise darauf, dass die Vorlagen des Vorstandes unvollständig, unrichtig oder aus anderem Grund zu beanstanden sein könnten. Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat vorgenommenen Prüfung des Jahresabschlusses und Lageberichtes sowie des Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes der Marseille-Kliniken AG für das Geschäftsjahr 2011/2012 waren daher seitens des Aufsichtsrates keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat stimmte dem Ergebnis der Abschlussprüfung durch die Prüfer zu. Der Aufsichtsrat billigte am 01. Oktober 2012 den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und den Konzernabschluss zum 30. Juni 2012 und schloss sich dem Vorschlag des Vorstandes zur Gewinnverwendung für das Geschäftsjahr 2011/2012 an.

Bestandteil der Prüfungen der Vorstandsvorlagen war auch der vom Vorstand gemäß § 312 AktG aufgestellte Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen. Zusätzlich haben die Abschlussprüfer den Bericht des Vorstandes geprüft und den Aufsichtsrat über das Ergebnis unterrichtet. Durch die Abschlussprüfer wurde zu dem Bericht folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

„Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1.

die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind,

2.

bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.“

Nach dem Ergebnis seiner Prüfung schließt sich der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer an und stellt fest, dass keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstandes am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen zu erheben sind. Der Aufsichtsrat hat die vom Vorstand aufgestellten Abschlüsse gebilligt. Damit sind diese Abschlüsse festgestellt.

Der Aufsichtsrat hat sich mit der Entsprechenserklärung des Vorstands nach § 161 AktG, den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“, befasst und stimmt dieser sowie den Erklärungen zu Abweichungen und deren Begründung zu.

Der Aufsichtsrat spricht den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft seinen Dank für ihren Einsatz und die im Geschäftsjahr 2011/2012 geleistete Arbeit aus.

 

Berlin, im Oktober 2012

Marseille-Kliniken Aktiengesellschaft

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates

Dr. Dr. h.c. Thomas Middelhoff

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Der Geschäftsbericht liegt auch in englischer Sprache vor und kann bei der Marseille-Kliniken AG, Unternehmenskommunikation, angefordert werden.