Marseille-Kliniken AktiengesellschaftBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2013 bis zum 30.06.2014Jahresabschluss und mit dem Konzernlagebericht zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013/2014 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Marseille-Kliniken Aktiengesellschaft Berlin Jahresabschluss und Lagebericht
Anlage des Abschlussprüfers
Bilanz zum 30. Juni 2014der Marseille-Kliniken Aktiengesellschaft, BerlinAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2013 bis zum 30. Juni 2014der Marseille-Kliniken Aktiengesellschaft, Berlin
Anhang für das Geschäftsjahr 2013/20141. Allgemeine HinweiseDie Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss zum 30. Juni 2014 ist unter Beachtung der Vorschriften der §§ 242 ff. HGB und §§ 150 ff. AktG aufgestellt worden. Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurden für eine bessere Darstellung des den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Ertragslage Ausweisanpassungen innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung vorgenommen. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. Die wesentlichen Anpassungen sind im Abschnitt 4 dargestellt. Die übrige Gliederung und die Darstellung des Jahresabschlusses sowie Ansatz und Bewertung im Jahresabschluss entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Die Gliederung der Bilanz zum 30. Juni 2014 erfolgt gemäß § 266 HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung wird unter Anwendung des Gesamtkostenverfahrens gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Das Gliederungsschema der Bilanz wurde gemäß § 265 Abs. 5 HGB um den Sonderposten für Investitionszuschüsse für Grundstücke und Bauten gemäß gesondertem Förderbescheid erweitert. Die Börsennotierung der Unternehmensaktie im Freiverkehr wurde durch Kündigung zum 11. August 2014 beendet. 2. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen. Im Berichtsjahr wurden Entwicklungskosten in Ausübung des Wahlrechts nach § 248 Abs. 2 HGB in Höhe von TEUR 1.964 als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert. Die Bewertung erfolgt zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten umfassen Fertigungseinzelkosten sowie angemessene zugehörige Gemeinkosten. Da das Entwicklungsprojekt zum Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossen ist, wurden im Berichtsjahr keine planmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Die Abschreibungen werden grundsätzlich unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode vorgenommen. Neu erstellte Gebäude werden regelmäßig über 50 Jahre abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 150,00 netto werden sofort im Jahr der Anschaffung abgeschrieben. Wirtschaftsgüter im Bereich von über EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 netto werden seit dem 1. Januar 2008 gemäß § 6 Abs. 2a EStG in einen geschäftsjahrbezogenen Sammelposten eingestellt und unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 3 HGB bilanziert. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihm am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Die Bewertung der Vorräte erfolgt mit den Anschaffungskosten. Das Niederstwertprinzip wird beachtet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit den Nennwerten unter Berücksichtigung von notwendigen Pauschal- und Einzelwertberichtigungen für die erkennbaren Risiken bewertet. Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert bilanziert. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse für Grundstücke und Bauten gemäß gesondertem Förderbescheid wird in Höhe der gewährten Beträge ausgewiesen und planmäßig jährlich um den anteiligen Abschreibungsbetrag der geförderten Anlagegüter aufgelöst. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten sieben Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der zum Bilanzstichtag verwendete Rechnungszinssatz beträgt 4,79 % p.a. (Vj.: 4,96 % p.a.). Zukünftig erwartete Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 1,1 % (Vj.: 1,1 %) bei den Renten ausgegangen. Die Pensionszusagen betreffen ausschließlich Pensionäre, eine Fluktuationsrate wurde bei der Berechnung folglich nicht berücksichtigt. Latente Steuern werden auf zeitliche Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen gebildet. Die der Bewertung zu Grunde liegenden Wertunterschiede sind unter Punkt 3 erläutert. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Sämtliche Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. 3. Erläuterungen zur BilanzZur Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den Anlagenspiegel (Anlage 4) verwiesen, der ein integraler Bestandteil des Anhangs ist. Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurde der Konzernumbau von einer zentralen Steuerung auf eine dezentrale Organisation weiter vorangetrieben. Im vergangenen Geschäftsjahr wurde in diesem Zusammenhang mit der Entwicklung eines Steuerungstools für alle Führungsebenen begonnen, um eine schnellere Steuerung zu ermöglichen sowie um über den aktuellen Stand in wesentlichen Fragen und über wichtige Kennzahlen zu informieren. Im Geschäftsjahr 2013/2014 sind hierfür insgesamt Entwicklungskosten von TEUR 1.964 angefallen, die in dem Posten „selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte" ausgewiesen werden. Der Buchwert des Sachanlagevermögens zum 30. Juni 2014 setzt sich im Wesentlichen aus den Grundstücken und den Gebäuden der Betriebsstätte Flora Marzina in Höhe von TEUR 9.016 (Vj.: TEUR 8.887) und der Betriebsstätte Koppenbergs-Hof in Höhe von TEUR 6.407 (Vj.: TEUR 6.403) zusammen. Der Buchwert der im Verbund der Marseille-Kliniken AG vermieteten Gebäude in Cottbus beträgt TEUR 5.102 (Vj.: TEUR 5.241). Die Marseille-Kliniken AG, Berlin, ist an folgenden Tochterunternehmen mittelbar/unmittelbar beteiligt, die unter der Position Anteile an verbundenen Unternehmen (Finanzanlagen) bilanziert werden:
* Konzernanteil nach Abzug der direkten und indirekten Minderheitenanteile ** Umrechnung von CHF in EUR zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag *** Umrechnung von CHF in EUR zum Durchschnittskurs Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die Betrium Nr. 52 Vermögensverwaltungs-GmbH auf die MK „Vorrat Nr. 26" Vermögensverwaltungs GmbH verschmolzen. Unter den Wertpapieren des Anlagevermögens wird ein Schatzbrief ausgewiesen. Unter den Finanzanlagen werden die nachfolgenden Beteiligungen ausgewiesen, an denen die Gesellschaft mehr als 20 % der Anteile hält:
* gem. vorläufigem Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2013/2014 Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich aus Forderungen aus dem Konzerncashpool mit TEUR 51.610 (Vj.: TEUR 38.665), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 1.037 (Vj.: TEUR 3.047), Darlehen mit TEUR 3.287 (Vj.: TEUR 11.716) abzüglich gebildeter Einzelwertberichtigungen von insgesamt TEUR 15.699 (Vj.: TEUR 12.398) zusammen. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben TEUR 38.018 (Vj.: TEUR 36.886) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände von insgesamt TEUR 2.713 (Vj.: TEUR 2.534) setzen sich im Wesentlichen aus Leasingforderungen in Höhe von TEUR 183 (Vj.: TEUR 445), Forderungen aus Geldhinterlegungen in Höhe von TEUR 402 (Vj: TEUR 0), sowie Steuererstattungsansprüchen in Höhe von TEUR 1.255 (Vj.: TEUR 1.067) zusammen. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben mit TEUR 29 (Vj.: TEUR 222) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Marseille-Kliniken AG beträgt zum Stichtag unverändert EUR 37.320.000,00 und ist in 14.580.000 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert je Aktie von EUR 2,56 (gerundet) eingeteilt. Das gezeichnete Kapital ist voll einbezahlt. Die von der Gesellschaft gehaltenen 115.675 Stückaktien (eigene Anteile) entsprechen circa 0,79 % des Grundkapitals. Im Berichtsjahr sind keine Aktien zu- oder abgegangen. Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital bis zum 27. Januar 2017 durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von insgesamt bis zu 7.290.000 neuen, auf den Namen lautende Stammaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen um insgesamt bis zu EUR 18.660.000,00 zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Im Rahmen der Kapitalerhöhung vom 24. Mai 2011 wurde das sich ergebende Agio in Höhe von EUR 800,00 in die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB eingestellt. Gemäß § 268 Abs. 8 HGB unterliegt die Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände (abzüglich passiver latenter Steuern) in Höhe von TEUR 2.995 einer Ausschüttungssperre. Aus dem Bilanzgewinn stehen somit TEUR 1.371 für Ausschüttungszwecke zur Verfügung. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse für Grundstücke und Bauten gemäß gesondertem Förderbescheid betrifft einen Baukostenzuschuss für die Errichtung eines Seniorenwohnparks in Cottbus. Die Entwicklung der Rückstellungen ist dem nachstehenden Rückstellungsspiegel zu entnehmen:
In den Zuführungen zu den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ist mit TEUR 25 die Aufzinsung der Pensionsrückstellungen für das Geschäftsjahr 2013/2014 enthalten. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 3.335 (Vj.: TEUR 4.054) setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für ausstehende Rechnungen von TEUR 746 (Vj.: TEUR 1.062), Verpflichtungen aus dem Personalbereich in Höhe von TEUR 744 (Vj.: TEUR 832), Rückstellungen für Abschluss- und Beratungskosten TEUR 331 (Vj.: TEUR 422), für mögliche Risiken aus laufenden Prozessen, Vergleichen und sonstigen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.102 (Vj.: TEUR 1.198), Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von TEUR 163 (Vj.: TEUR 208) sowie Tantiemen in Höhe von TEUR 145 (Vj.: TEUR 92) zusammen. Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten zeigt folgende Übersicht:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Grundpfandrechte, Verpfändungen von Geschäftsanteilen sowie Sicherheiten einiger Tochtergesellschaften durch verpfändete Festgelder (TEUR 234), Sicherungsübereignung von Inventar, eine Mietabtretungserklärung und Mithaftung von Grundstücken besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich aus Verbindlichkeiten aus dem Konzerncashpool von Höhe von TEUR 47.542 (Vj.: TEUR 48.072), Darlehen in Höhe von TEUR 24.090 (Vj.: TEUR 24.090) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 6.149 (Vj.: TEUR 7.506) zusammen. In den sonstigen Verbindlichkeiten werden Ausleihungen von Dritten in Höhe von TEUR 1.500 (Vj.: TEUR 3.098), Verbindlichkeiten aus der Stundung von Dividendenzahlungen in Höhe von TEUR 959 (Vj.: TEUR 0), Verbindlichkeiten aus Steuern von TEUR 157 (Vj.: TEUR 167) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von TEUR 8 (Vj.: TEUR 72) ausgewiesen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr 2013/2014 geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag in Höhe von insgesamt 15,825 %. Die latenten Steuern für auf Ebene der Organgesellschaften bestehende Vermögensunterschiede zwischen handels- und steuerlichen Wertansätzen werden vollständig bei der Marseille-Kliniken AG bilanziert. Die aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 801 (Vj.: TEUR 57) entfallen mit TEUR 750 auf steuerliche Verlustvorträge (Vj.: TEUR 0), mit TEUR 38 (Vj.: TEUR 43) auf Jubiläumsrückstellungen sowie mit TEUR 13 (Vj.: TEUR 14) auf Pensionsrückstellungen und wurden vollständig mit den passiven latenten Steuern saldiert. Die passiven latenten Steuern entfallen mit TEUR 3.278 (Vj.: TEUR 3.311) auf abweichende Nutzungsdauern bei Gebäuden und mit TEUR 563 (Vj.: TEUR 252) auf selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungAufgrund von Anpassungen im Berichtsjahr zur besseren Darstellung der Ertragslage wurden die Vorjahreswerte in den Positionen Umsatzerlöse, sonstige betriebliche Erträge, Materialaufwand und sonstige betriebliche Aufwendungen angepasst. Die wesentliche Änderung beruht auf dem Ausweis von Erträgen aus der Weitervermietung von Gebäuden an Tochtergesellschaften in den Umsatzerlösen, welche im Vorjahr in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wurden. Korrespondierend werden die daraus resultierenden Mietaufwendungen im Materialaufwand und nicht mehr unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gezeigt. Die Umsatzerlöse setzen sich zusammen aus:
Die Umsatzerlöse entfallen, wie in Vorjahren, ausschließlich auf das Inland. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten:
Von den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 1.675 (Vj.: TEUR 6.785) als periodenfremd zu klassifizieren. Diese resultieren überwiegend aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen (TEUR 885; Vj.: TEUR 2.641), Auflösung von Rückstellungen (TEUR 330; Vj.: TEUR 757), der Ausbuchung von Verbindlichkeiten (TEUR 227; Vj.: TEUR 471) sowie aus Erträgen aus der Zuschreibung auf Finanzanlagen (TEUR 0; Vj.: TEUR 2.690). Der Materialaufwand beinhaltet Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen. Der wesentliche Posten sind die Mietaufwendungen für an die Tochtergesellschaften vermietete Gebäude in Höhe von TEUR 16.938 (Vj. angepasst: TEUR 16.802). In der Position „soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung von TEUR 103 (Vj.: TEUR 154) enthalten. In den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind außerplanmäßige Abschreibungen von TEUR 500 (Vj.: TEUR 0) enthalten. Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten, wurden in Höhe von TEUR 4.875 (Vj.: TEUR 2.251) vorgenommen. Die Abschreibungen entfallen im Wesentlichen auf Forderungen gegen die Pflegehaus Kreuzberg gemeinnützige GmbH in Höhe von TEUR 966 (Vj.: TEUR 0), die Medina Meerbusch GmbH mit TEUR 918 (Vj.: TEUR 0), die Senioren-Wohnpark Meerbusch GmbH mit TEUR 826 (Vj.: TEUR 0), die Marseille-Kliniken AG, Zug, Schweiz, mit TEUR 573 (Vj.: TEUR 369), die Allgemeine soziale Dienstleistungen gemeinnützige GmbH mit TEUR 247 (Vj.: TEUR 366), die liquidierte St. Nikolaus-Hospital Büren GmbH mit TEUR 240 (Vj.: TEUR 87) sowie die Mineralquelle Waldkirch Verwertungsgesellschaft mbH in Höhe von TEUR 239 (Vj.: TEUR 0). In den Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten, sind periodenfremde Aufwendungen von TEUR 373 (Vj.: TEUR 0) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich zusammen aus:
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von TEUR 262 (Vj.: TEUR 871) enthalten. Diese resultieren überwiegend aus der Abrechnung von Beratungsleistungen. Des Weiteren sind im Personalaufwand periodenfremde Aufwendungen in Höhe von insgesamt TEUR 90 (Vj.: TEUR 0) enthalten. Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen von TEUR 13.605 (Vj.: TEUR 12.512) setzen sich aus den Ergebnisabführungen im Bereich Pflege in Höhe von TEUR 13.571 (Vj.: TEUR 12.457) sowie aus Dienstleistungsgesellschaften in Höhe von TEUR 34 (Vj.: TEUR 55) zusammen. Die Aufwendungen aus der Verlustübernahme von TEUR 2.374 (Vj.: TEUR 952) betreffen im Wesentlichen die MK-Delta GmbH mit TEUR 1.007 (Vj.: Gewinn TEUR 1.327), Medina Meerbusch GmbH mit TEUR 847 (Vj.: TEUR 0) und die Pro Work Dienstleistungsgesellschaft mbH mit TEUR 165 (Vj.: TEUR 122). Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge betreffen in Höhe von TEUR 3.165 (Vj.: TEUR 2.522) verbundene Unternehmen. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 2.802 (Vj.: TEUR 3.147) enthalten. Von den Zinserträgen sind TEUR 24 (Vj.: TEUR 42), von den Zinsaufwendungen TEUR 45 (Vj.: TEUR 76) periodenfremd. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 68 (Vj.: TEUR -73) setzen sich aus periodenfremden Ertragssteueraufwendungen von TEUR 533 (Vj.: periodenfremde Erträge TEUR -413) sowie Erträgen aus latenten Ertragsteuern von TEUR 465 (Vj.: Aufwand in Höhe von TEUR 340) zusammen. Die sonstigen Steuern in Höhe von TEUR 135 (Vj.: TEUR 173) beinhalten periodenfremde Steuern in Höhe von TEUR 78 (Vj.: TEUR 98), die im Wesentlichen Umsatzsteuer aus den Vorjahren betreffen (Vj.: i.W. Grundsteuernachzahlungen). 5. Sonstige Angaben5.1 Haftungsverhältnisse Die Marseille-Kliniken AG hat selbstschuldnerische Bürgschaften für die Besicherung von Darlehen, die an Tochtergesellschaften gegeben worden sind, in Höhe von TEUR 14.383 (Vj: TEUR 14.383) begeben. Das Risiko der Inanspruchnahme aus den Bürgschaften für die Tochtergesellschaften wird aufgrund der zu erwartenden Ertragssituation der jeweiligen Tochtergesellschaft als gering eingestuft. Unbeschränkte Patronatserklärungen wurden durch die Marseille-Kliniken AG in der Weise abgegeben, dass sie für Ansprüche aus mit einzelnen Tochtergesellschaften geschlossenen Mietverträgen eintritt. Dies betrifft die geschlossenen Mietverträge zwischen der Logo 7. Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH, der Senioren-Wohnpark Landshut GmbH und der AMARITA Oldenburg GmbH mit konzernfremden Vermietungsgesellschaften. Für die SWP - Senioren-Wohnpark Klötze GmbH wurde eine unbeschränkte Liquiditätszusage abgegeben, um deren Verpflichtungen aus abgeschlossenen Immobilienleasingverträgen zu sichern. Das Risiko aus der Inanspruchnahme aus unbeschränkten Patronatserklärungen für die Tochtergesellschaften wird ebenfalls als gering eingestuft, da es keine Anzeichen dafür gibt, dass die verbundenen Unternehmen ihren Verpflichtungen nicht nachkommen werden. Einzelne Mietverträge räumen bei Zahlungsverzug dem Vermieter das Recht zu einer Rückabwicklung der Sale-and-lease-back Verträge ein. Eine Patronatserklärung hat die Marseille-Kliniken AG darüber hinaus für Darlehensverpflichtungen der DaTess Gesellschaft für Datendienste mbH (verbundenes Unternehmen) gegenüber der Sparkasse Prignitz in Höhe von TEUR 405 abgegeben. Das Darlehen valutiert zum Stichtag mit TEUR 3. Mit einer Inanspruchnahme wird aufgrund der positiven Ertragssituation nicht gerechnet. 5.2 Derivative Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente lagen im Geschäftsjahr 2013/2014 in Form von einem Zins-Swap vor. Im Berichtsjahr ist ein weiterer Zins-Swap ausgelaufen. Die Marseille-Kliniken AG hatte ursprünglich zwei Kreditverträge mit der HSH Nordbank abgeschlossen, die zur Finanzierung des Bauvorhabens in Herne dienten. Zur Absicherung der variabel verzinslichen Darlehen wurden zwei Festzins-Swaps abgeschlossen. Dadurch wurden die zukünftig variablen Zinszahlungen in fixe Zinszahlungen transformiert. Die Bedingungen des verbliebenen Zins-Swaps stimmen mit den Konditionen des Darlehensvertrags überein, so dass keine Ineffektivitäten entstehen. Der Zins-Swap wird bis zur Endfälligkeit am 30. Juni 2021 gehalten und erfüllt die Voraussetzung für eine effektive Sicherungsbeziehung. Er wird daher weiter als Hedging-Geschäft designiert. Zum 30. Juni 2014 beträgt der negative Marktwert des Zinsswaps TEUR 577 (Vj.: TEUR 502). Da die Voraussetzungen für eine Bewertungseinheit erfüllt sind, wurde hierfür keine Rückstellung gebildet. Für die Bilanzierung der Bewertungseinheit wurde die Einfrierungsmethode angewandt. Die Ermittlung des Marktwertes erfolgte anhand der Mark-to-Market-Methode. Die derivativen Finanzinstrumente setzen sich wie folgt zusammen:
* = Clean Prices 5.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Immobilienmietverträge beziehen sich im Wesentlichen auf die Immobilien in Lemwerder, Klötze (Medina und SWP), Waldkirch, Bad Schönborn, Bad Langensalza, Wolmirstedt, Thale, Hamburg Angerstraße, Leipzig - Am Kirschberg -, Berlin (Pflegehaus Kreuzberg), Buxtehude, Hennigsdorf, Hohen Neuendorf, Langen, Schollene, Datteln, Aschersleben (St. Elisabeth) und Bremerhaven. Darüber hinaus bestehen zwei Erbbaurechtsverpflichtungen mit Restlaufzeiten von rund 11 und rund 41 Jahren. Zum Bilanzstichtag besteht ein Bestellobligo im Zusammenhang mit der selbst erstellen Unternehmenssteuerungssoftware in Höhe von EUR 0,4 Mio. (Vj.: EUR 0,9 Mio.). Insgesamt bestehen im Geschäftsjahr 2013/2014 finanzielle Verpflichtungen in Höhe von EUR 311,3 Mio. 5.4 Außerbilanzielle Geschäfte Die Marseille-Kliniken AG hat für Tochtergesellschaften Immobilien-Mietverträge mit Vermietern und anschließend Untermietverträge mit den operativen Betriebsgesellschaften abgeschlossen. Die Mietverträge wurden teilweise als Sale-and-lease-back-Verträge ausgestaltet. Aufgrund der absoluten Höhe und der Vielzahl an Verträgen handelt es sich um für die Beurteilung der Finanzlage bedeutsame außerbilanzielle Geschäfte. Zweck der Sale-and-lease-back-Transaktionen war die in Vorjahren angestrebte Beschaffung von Liquidität zur weiteren Finanzierung der Expansion. Die mit den Transaktionen eingegangenen Risiken beinhalten vor allem das mögliche Risiko der teilweisen Rückabwicklung von Sale-and-lease-back-Verträgen bei Nichterreichen vertraglich definierter Kennzahlen. Die mit den Verträgen eingegangenen Zahlungsverpflichtungen sind in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten. Darüber hinaus bestehen keine für die Marseille-Kliniken AG bedeutsamen außerbilanziellen Geschäfte. 5.5 Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen Es bestehen Geschäftsbeziehungen zwischen der Marseille-Kliniken AG und den folgenden nahestehenden Personen und Unternehmen:
5.6 Anzahl der Mitarbeiter Bei der Marseille-Kliniken AG waren im Geschäftsjahr 2013/2014 durchschnittlich 446 (Vj.: 473) Personen beschäftigt. Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer gliedert sich in folgende Gruppen:
5.7 Honorar des Abschlussprüfers Das für den Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar wird im Anhang zum Konzernabschluss der Marseille-Kliniken AG angegeben. 5.8 Angaben nach dem AktG Gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG halten Herr Ulrich Marseille und Frau Estella-Maria Marseille, Hamburg, eine unmittelbare bzw. mittelbare Beteiligung an der Marseille-Kliniken AG, Berlin, in Höhe von rund 60,00 % der Stimmrechte. Herr Dr. h.c. Carsten Maschmeyer, Hannover, hat am 20. Dezember 2011 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Marseille-Kliniken AG am 16. Dezember 2011 die Schwellen von 3 % und 5 % überschritten hat und an diesem Tag 5,33 % betrug. Dies entspricht 776.478 Stimmrechten der insgesamt 14.580.000 Stimmrechte an der Marseille-Kliniken AG. 4,49 % (654.478 Stimmrechte) werden Herr Dr. h.c. Carsten Maschmeyer gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihm kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Marseille-Kliniken AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten:
Die MM Geschäftsführungs GmbH & Co. KG, Hannover, hat am 20. Dezember 2011 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Marseille-Kliniken AG am 16. Dezember 2011 die Schwelle von 3 % überschritten hat und an diesem Tag 4,49 % betrug. Dies entspricht 654.478 Stimmrechten der insgesamt 14.580.000 Stimmrechte an der Marseille-Kliniken AG. Diese 4,49 % (654.478 Stimmrechte) werden der MM Geschäftsführungs GmbH & Co. KG gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Marseille-Kliniken AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten:
Die MM Vermögensverwaltungs-GmbH & Co. KG, Hannover, hat uns am 20. Dezember 2011 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Marseille-Kliniken AG am 16. Dezember 2011 die Schwellen von 3 % überschritten hat und an diesem Tag 4,49 % betrug. Dies entspricht 654.478 direkt oder indirekt gehaltenen Stimmrechten der insgesamt 14.580.000 Stimmrechte an der Marseille-Kliniken AG. Diese 4,49 % (654.478 Stimmrechte) werden der MM Vermögensverwaltungs-GmbH & Co. KG gemäß § 22 Abs.1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Marseille-Kliniken AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten:
Die Paladin Asset Management GmbH, Hannover, hat uns am 20. Dezember 2011 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Marseille-Kliniken AG am 16. Dezember 2011 die Schwellen von 3 % überschritten hat und an diesem Tag 4,49 % betrug. Dies entspricht 654.478 direkt gehaltenen Stimmrechten der insgesamt 14.580.000 Stimmrechte an der Marseille-Kliniken AG. 5.9 Organe der Gesellschaft Vorstand Vorstand war im Geschäftsjahr 2013/2014:
Die Vertretung der Gesellschaft erfolgt durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch einen Vorstand in Gemeinschaft mit einem Prokuristen. Ist nur ein Vorstand bestellt, so vertritt dieser die Gesellschaft allein. Befreiung von den Beschränkungen des § 181 BGB kann durch den Aufsichtsrat erteilt werden. Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat besteht bzw. bestand aus folgenden Mitgliedern:
5.10 Vergütung des Vorstandes und des Aufsichtsrates Für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat zuständig. Der Aufsichtsrat hat die Möglichkeit, für besondere Leistungen eine Prämie als Bestandteil der variablen Vergütung zu gewähren. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen. Die feste Vergütung wird monatlich als Gehalt ausbezahlt. Die Bezüge für den Vorstand im Geschäftsjahr 2013/2014 wurden ausschließlich über die Marseille-Kliniken AG gewährt und betrugen TEUR 340 (Vj.: TEUR 411), davon fix TEUR 280 (Vj.: TEUR 399) und variabel TEUR 60 (Vj.: TEUR 12). Für einen ehemaligen Vorstand wurden im Geschäftsjahr 2013/2014 Aufwendungen in Höhe von TEUR 402 (Vj. TEUR 274) erfasst. Die Pensionszahlungen für frühere Mitglieder des Vorstandes und ihre Hinterbliebenen betragen TEUR 65 (Vj.: TEUR 75). Für die Verpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern besteht eine Rückstellung in Höhe von TEUR 385 (Vj.: TEUR 482) gebildet. Der Aufsichtsrat erhielt eine Vergütung in Höhe von TEUR 162 (Vj.: TEUR 287). Hinsichtlich des von einem Aufsichtsratsmitglied gewährten Darlehens wird auf Punkt 5.5 verwiesen. 5.11 Konsolidierungskreis Mutterunternehmen des größten Konsolidierungskreises ist die Marseille-Kliniken AG, Berlin (Registergericht: Berlin-Charlottenburg HRB Nr. 86329 B). Der Konzernabschluss wird im amtlichen Unternehmensregister bekannt gemacht und im Bundesanzeiger veröffentlicht. 5.12 Gewinnverwendungsvorschlag Der Bilanzgewinn beträgt TEUR 4.366 (Vj.: Bilanzgewinn TEUR 13.054). Es wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
Berlin, den 17. September 2014 Marseille-Kliniken Aktiengesellschaft Vorstand, Heinz-Dieter Wopen Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2013/2014der Marseille-Kliniken Aktiengesellschaft, Berlin
Zusammengefasster Lagebericht und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2013/2014
Der Lagebericht der Marseille-Kliniken AG wird gemäß § 315 Abs. 3 HGB mit dem des Marseille-Kliniken Konzerns zusammengefasst. Die Risiken und Chancen der Marseille-Kliniken AG, als Muttergesellschaft, sind untrennbar mit dem Konzern verbunden. In diesem Lagebericht enthaltene Informationen beziehen sich, sofern nicht anders angegeben, auf den Konzern. Die Informationen zur Lage des Mutterunternehmens Marseille-Kliniken AG sind in dem separaten Abschnitt Analyse des Geschäftsjahres 2013/2014 der Marseille-Kliniken AG - Einzelabschluss - HGB" dargestellt. Der Marseille-Kliniken Konzernabschluss ist nach den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Einzelabschluss der Marseille-Kliniken AG nach den Grundsätzen des deutschen Handelsrechts (HGB) und den aktienrechtlichen (AktG) Vorschriften aufgestellt. 1 Geschäftsmodell der Marseille-Kliniken AG1.1 Erbringung von Pflegeleistungen Seit den Anfängen in 1984 hat sich die Marseille-Kliniken AG bis heute als einer der führenden privaten Betreiber von Pflegeheimen in Deutschland etabliert. Die 55 stationären Pflegeeinrichtungen bieten zum 30. Juni 2014 6.616 (Vorjahr: 6.766) Bewohnern/Bewohnerinnen in 13 von 16 Bundesländern einen Platz für die Betreuung nach ihren individuellen Wünschen und Bedürfnissen. Durch den Bereich „Betreutes Wohnen" wird das Kerngeschäft „Stationäre Altenpflege" sinnvoll ergänzt. Hier versorgt das Unternehmen als Dienstleister in vier Gebäudekomplexen in Gera, Halle und Potsdam ältere Menschen in 1.146 Wohneinheiten. Das Geschäftsmodell wird entscheidend von der für den Konzern vorteilhaften demographischen Entwicklung beeinflusst und besitzt dadurch eine nachhaltige Zukunftsperspektive. Kurzfristige konjunkturelle Schwankungen üben dagegen nur einen untergeordneten Einfluss aus. Als modern ausgerichteter Qualitätsanbieter ist das private Unternehmen innerhalb eines Wettbewerbsumfelds, das hauptsächlich von regional tätigen Wohlfahrtsverbänden bestimmt wird, gut positioniert. Die operative Leitung wird durch die Führungskräfte in den Einrichtungen und drei Regionalleiter wahrgenommen. Interne Dienstleister für die Zentralfunktionen Personal, Finanzen, Rechnungswesen, Informationstechnologie, Facility Management und Recht unterstützen die Unternehmensführung. Durch diese dezentral organisierte Ausrichtung wird eine dauerhafte regionale Präsenz verbunden mit direkter operativer Handlungsfähigkeit sichergestellt. Die einzelnen Einrichtungen werden überwiegend als juristisch eigenständige Tochtergesellschaften, angebunden an die Muttergesellschaft Marseille-Kliniken AG, geführt. 1.2 Forschung- und Entwicklung Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit der Marseille-Kliniken konzentriert sich im Wesentlichen auf die Konzipierung und Implementierung neuer computergestützter Systeme. Dies führt zur kontinuierlichen Verbesserung der Pflegedienstleistungen. Hierzu zählen Systeme wie das Internetportal www.MeinGesundheitsbuch.de, mit dem sich Angehörige über täglich aktualisierte Gesundheits- und Pflegedaten ihrer Verwandten in den einzelnen Pflegeeinrichtungen informieren können. Innovative Schulungsprogramme (z.B. e-Learning-Systeme) unter Verwendung modernster Informationstechnologie zählen ebenfalls zu diesen Systemen. Vor dem Hintergrund, den ständig wachsenden Anforderungen des Gesundheitsmarktes gerecht zu werden, liegt ein weiterer Tätigkeitsschwerpunkt auf der Entwicklung neuer Ansätze, die bei der Erstellung innovativer Behandlungs- und Einrichtungskonzepte eine wichtige Rolle spielen. Ziel hierbei ist es, das Pflegepersonal von administrativen Tätigkeiten zu entlasten, um ihm mehr Zeit für die individuellen Pflegebedürfnisse der Bewohner der Einrichtungen zu ermöglichen. 2 Analyse des Geschäftsjahres 2013/2014 - Konzernabschluss IFRS2.1 Highlights im Geschäftsjahr 2013/2014 Das Geschäftsjahr 2013/2014 stand unter der Maßgabe der Konzentration auf das Kerngeschäft Pflege im stationären und ambulanten Bereich. Die weitere Übergabe von Verantwortung in die Einrichtungen (Dezentralisierung) sowie die Weiterentwicklung unserer im Vorjahr begonnenen selbst entwickelten Software „Beauty Contest" zur Unternehmenssteuerung bildeten einen Schwerpunkt unserer Arbeit. Beauty Contest misst und visualisiert ausgewählte betriebswirtschaftliche Parameter der Einrichtungen unmittelbar und unterstützt damit die Entscheidungsträger in den jeweiligen Pflegeeinrichtungen bei der operativen Steuerung als auch die Unternehmensführung bei der Bestimmung und Umsetzung der strategischen Unternehmensziele unmittelbar. Der Einsatz der Software erfolgte bisher im Probebetrieb und wird ab Oktober 2014 für sämtliche Einrichtungen verbindlich. Die operativen Erfolge unserer Strategie drücken sich unter anderem in einer gestiegenen Auslastungsquote von durchschnittlich 90,6 % (2012/2013: 90,1 %) aus. Zum 01.12.2013 wurden nach einer Betriebsuntersagung durch den Landrat des Rhein-Kreis Neuss zwei Pflegeeinrichtungen in Meerbusch an einen anderen Betreiber übergeben. Dies führte zu deutlichen Verlusten. Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr weitere im Konzern vorhandene Stillstandsimmobilien außerplanmäßig abgeschrieben, was das Ergebnis zusätzlich belastete. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge zwischen der Marseille-Kliniken AG und deren Tochterunternehmen an die geänderte Rechtslage des § 302 AktG bezüglich des dynamischen Verweises angepasst und neu abgeschlossen. Hierzu wurde am 09.05.2014 in einer außerordentlichen Hauptversammlung die Zustimmung der Aktionäre eingeholt. 2.2 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft hat sich trotz des schwierigen internationalen Umfelds im Jahr 2013 gut entwickelt. Im ersten Halbjahr 2014 konnte dieser Trend weiter fortgesetzt werden. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt wuchs in 2013 um 0,4 % gegenüber dem Vorjahr1. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2014 erhöhte es sich um 0,8 %. Die anhaltenden günstigen Rahmenbedingungen, wie eine steigende Beschäftigungsrate und steigende Einkommen, stabile Preise und ein höheres Konsumentenvertrauen haben dazu im Wesentlichen beigetragen.2 Die Inflation betrug in den ersten sechs Monaten 2014 1,12 %. Für das neue Geschäftsjahr 2014/2015 wird mit einem höheren und ausgewogeneren Wirtschaftswachstum gerechnet. Der deutsche Gesundheitsmarkt Das Volumen des deutschen Gesundheitsmarktes hat in 2012 erstmalig die Grenze von 300 Mrd. EUR überschritten. Die Gesundheitsausgaben beliefen sich zum Zeitpunkt der letzten statistischen Erhebung aus dem Jahr 2012 auf 300,4 Mrd. EUR und sind somit um 2,3 % gegenüber 2011 gestiegen. Der Anteil am Bruttoinlandsprodukt der Bundesrepublik Deutschland beträgt rund 11,3 %.3 Aufgrund der demografischen Entwicklung der Gesellschaft und des medizinischen Fortschritts stellt die Pflegebranche einen wachsenden Wirtschaftsbereich im deutschen Gesundheitswesen dar. Laut dem Pflegeheim Rating Report 2013 wird die Zahl der Pflegebedürftigen in den nächsten 15 Jahren um rund 30 % auf 3,3 Millionen steigen. 1 Statistisches Bundesamt (2014): „Bruttoinlandsprodukt 2013" 2 Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (2014): „Monatsbericht 7-2014" 3 Statistisches Bundesamt (2014): „Gesundheitsausgaben 2012 übersteigen 300 Milliarden Euro" Um die steigende Nachfrage nach Pflegeplätzen zu decken, müssen neue Pflegeplätze geschaffen werden. Dies bedeutet einen zusätzlichen Bedarf an qualifizierten Pflegefachkräften. Schon heute besteht eine angespannte Personalsituation im Pflegesegment, die sich weiter verschärfen wird. Nach der Prognose des Pflegeheim Rating Reports werden in den nächsten Jahren bis zu 331.000 neue Fachkräfte in der ambulanten und stationären Pflege benötigt4. Unser erklärtes Ziel ist es, als privatwirtschaftlicher Betreiber von Senioreneinrichtungen die Herausforderung für die Übernahme dieser gesellschaftlichen Verantwortung anzunehmen und mit zu gestalten. 2.3 Gesamtaussage und Kommentierung des letztjährigen Prognoseberichts Wir haben im Prognosebericht des Vorjahres eine Ergebnisverbesserung bei über dem Vorjahresniveau liegenden Umsatzerlösen erwartet. Hierbei sind wir von einer Auslastungsquote von mehr als 91 % ausgegangen. Vor dem Hintergrund des bestehenden Fachkräftemangels und der gesetzlichen Rahmenbedingungen sind wir mit der Umsatzentwicklung zufrieden. Die Ergebnisverschlechterung mit einem Konzernjahresüberschuss in Höhe von 3,6 Mio. EUR (Vorjahr: 6,7 Mio. EUR) entspricht dagegen nicht unseren Vorstellungen und ist maßgeblich durch Einmal- und Sondereffekte geprägt, die im Detail in Textziffer 2.4 „Ertragslage" erläutert sind. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis konnte jedoch von 9,0 Mio. EUR im Vorjahr auf 10,0 Mio. EUR verbessert werden. Hinsichtlich der Auslastungsquote ist eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr auf 90,6 % zu verzeichnen gewesen (Vorjahr: 90,1 %). Eine Anhebung auf mehr als 91 % wie geplant, ist im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht erreicht worden. 4 Accenture, Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung, Institute for Health Care Business (2013): „Pflegeheim Rating Report" 2.4 Ertragslage Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der Marseille-Kliniken AG
Zur besseren Darstellung der Ertragslage erfolgte innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung eine Umgliederung einzelner Ertrags- und Aufwandspositionen, die im Detail im Konzernanhang dargestellt und begründet ist. Umsatzerlöse Im Geschäftsjahr 2013/2014 konnte der Konzernumsatz um 1,2 Mio. EUR bzw. 0,6 % auf 202,0 Mio. EUR gesteigert werden (2012/2013: 200,8 Mio. EUR). Dies ist im Wesentlichen durch höhere Pflegestufen unserer Bewohner und die Anhebung der Pflegesätze bedingt. Des Weiteren spielten die Belegungssteigerungen in den Einrichtungen Senioren-Wohnpark Stützerbach, Senioren-Wohnpark Hennigsdorf und AMARITA Bremerhaven eine Rolle. Einen negativen Einfluss auf die Entwicklung der Umsatzerlöse hatten die zwei Einrichtungen am Standort Meerbusch aufgrund der Betriebsübergabe im Dezember 2013. Bereinigt um die Umsatzerlöse der Einrichtungen in Meerbusch konnte der Konzernumsatz um 4,7 Mio. EUR verbessert werden. Aktivierte Eigenleistungen Im Berichtsjahr wurden im Zusammenhang mit der Entwicklung der Software „Beauty Contest" eigene Leistungen in Höhe von 152 TEUR (Vorjahr: 150 TEUR) aktiviert. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge sind insbesondere aufgrund geringerer Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (-0,6 Mio. EUR) um 0,7 Mio. EUR bzw. 9,8 % auf 7,3 Mio. EUR (2012/2013: 8,0 Mio. EUR) zurückgegangen. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten unter anderem Personalkostenzuschüsse (1,6 Mio. EUR, Vorjahr: 1,8 Mio. EUR), Erträge aus der Auflösung von Investitionszuwendungen (1,2 Mio. EUR, Vorjahr: 1,3 Mio. EUR) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (1,3 Mio. EUR, Vorjahr: 1,9 Mio. EUR). Materialaufwand Die Materialaufwendungen sind von 26,2 Mio. EUR im Vorjahr auf 27,0 Mio. EUR auslastungsbedingt leicht gestiegen. Die Materialaufwandsquote lag mit 13,4 % nur leicht über dem Vorjahresniveau von 13,1 %. Personalaufwand Die Personalaufwendungen sind um 0,9 Mio. EUR bzw. 0,8 % auf 105,6 Mio. EUR gesunken. Die Veränderung ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Mitarbeiterzahl in dem zum 01.12.2013 übertragenen Geschäftsbetrieb in Meerbusch (62 Vollzeitkräfte) zu erklären. Weiterhin konnten gestiegene Personalaufwendungen im Zusammenhang mit einem Personalaufbau durch die höhere Auslastung in den Pflegeeinrichtungen und der Mindestlohnerhöhung in der Pflege zum 01.07.2013 durch Einsparungen in nichtpflegenahen Berufsgruppen wie z.B. der Verwaltung überkompensiert werden. Der Konzern beschäftigte im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich 4.790 Mitarbeiter (2012/2013: 4.850 Mitarbeiter). Die Anzahl der Vollzeitkräfte weicht aufgrund vieler Teilzeitarbeitsplätze deutlich von der Anzahl der Mitarbeiter ab. Die Entwicklung des Personals bezogen auf die Angabe in Vollzeitkräften (VK) betrug im Berichtsjahr 3.640 VK (2012/2013: 3.673 VK). Abschreibungen Den Abschreibungen von 7,8 Mio. EUR standen Investitionen im Geschäftsjahr 2013/2014 von 8,1 Mio. EUR gegenüber. Ohne Berücksichtigung außerplanmäßiger Abschreibungen auf Stillstandsimmobilien von 2,4 Mio. EUR und auf Firmenwerte von 0,1 Mio. EUR belaufen sich die laufenden Abschreibungen auf 5,3 Mio. EUR. In den Abschreibungen des Vorjahres von 6,9 Mio. EUR waren außerplanmäßige Abschreibungen von EUR 0,9 Mio. auf Stillstandsimmobilien und 0,2 Mio. EUR auf Firmenwerte enthalten, so dass die um Sondereffekte bereinigten Abschreibungen mit 5,3 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahresniveau von 5,8 Mio. EUR liegen. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Stillstandsimmobilien in Höhe von 1,4 Mio. EUR waren erforderlich, um den Buchwert an den Verkaufspreis anzupassen, der für die Immobilie in Bad Oeynhausen nach dem Bilanzstichtag voraussichtlich realisiert wird. Sonstige betriebliche Aufwendungen / Sonstige Steuern Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen inkl. der sonstigen Steuern betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 61,4 Mio. EUR und lagen damit um 3,1 Mio. EUR bzw. 5,4 % über dem Vorjahresniveau von 58,3 Mio. EUR. Ursächlich für den Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren im Wesentlichen gestiegene Aufwendungen für Rechts-, Beratungs- und Prozesskosten (+1,5 Mio. EUR), Instandhaltungsmaßnahmen für die Pflegeimmobilien (+0,9 Mio. EUR), Kfz- und Flugkosten (+0,8 Mio. EUR) sowie IT-Aufwendungen (+0,6 Mio. EUR). Einsparungen haben sich vor allem bei den sonstigen Personalkosten (Fremdpersonal und Personalbeschaffungskosten) in Höhe von 1,3 Mio. EUR ergeben. Finanzergebnis Das Finanzergebnis bewegt sich mit -2,8 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahresniveau von -3,6 Mio. EUR. Die im Vergleich zum Vorjahr 0,2 Mio. EUR zurückgegangenen Finanzerträge wurden durch deutlich um 1,0 Mio. EUR niedrigere Finanzaufwendungen überkompensiert. Hintergrund sind im Wesentlichen die geringeren Zinsaufwendungen nach der vollständigen Tilgung unserer Unternehmensanleihe sowie die Umfinanzierung von Darlehen zu günstigeren Konditionen. Ertragsteuern Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/2014 weist der Konzern einen Steueraufwand von 1,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,8 Mio. EUR) aus. Dieser setzt sich aus einem tatsächlichen Steueraufwand von 0,8 Mio. EUR und einem latenten Steueraufwand von 0,4 Mio. EUR zusammen. Insgesamt liegen die Ertragsteuern damit um rd. 0,4 Mio. EUR über dem bezogen auf das EBT von 4,8 Mio. EUR erwarteten Ertragssteueraufwand von rd. 0,8 Mio. EUR (Konzernsteuersatz: 15,825%). Dieser negative Effekt basiert auf Steuernachzahlungen für Vorjahre (0,2 Mio. EUR) und der Abwertung aktiver latenter Steuern (0,2 Mio. EUR). Sondereffekte, die das Ergebnis beeinflusst haben Das Konzernergebnis liegt mit 3,6 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahr von 6,7 Mio. EUR und wurde im Wesentlichen durch folgende Sonder- und Einmaleffekte belastet:
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen entfallen wie im Vorjahr hauptsächlich auf Sachverhalte der Entsorgung und Energieversorgung. Die auf die MK Schweiz entfallenden Aufwendungen resultieren aus Rechts- und Beratungskosten im Zusammenhang mit einem Schiedsgerichtverfahren, das in erster Instanz positiv entschieden wurde. Die Verluste im Zusammenhang mit den zwei Pflegeeinrichtungen in Meerbusch resultieren aus der unterjährigen Betriebsuntersagungsverfügung für diese Einrichtungen. Die Sondereffekte des abgelaufenen Geschäftsjahres haben das Konzernergebnis per Saldo mit -5,2 Mio. EUR (Vorjahr: -1,5 Mio. EUR) negativ beeinflusst. Das um diese Sondereffekte bereinigte EBT beläuft sich für das Geschäftsjahr 2013/2014 auf 10,0 Mio. EUR, während es im Vorjahr 9,0 Mio. EUR betrug. Auf bereinigter Basis ergibt sich somit auf Konzernebene eine Ergebnisverbesserung um 1,0 Mio. EUR. Betriebliches Ergebnis und Ertragskennzahlen Der nachfolgenden Kennzahlenübersicht ist die Entwicklung der Ertragslage des Konzerns zu entnehmen:
* Kennzahlen wurden um die Sondereffekte bereinigt Konzernergebnis Der Konzernjahresüberschuss beträgt 3,6 Mio. EUR (2012/2013: 6,7 Mio. EUR) vor und nach Minderheitenanteilen. Ergebnis je Aktie Das gezeichnete Kapital der Marseille-Kliniken AG zum 30. Juni 2014 betrug 37,2 Mio. EUR eingeteilt in 14.580.000 Stückaktien, die auf den Namen lauten. Das Ergebnis je Aktie wurde nach Abzug eigener Anteile (115.675 Stückaktien) ermittelt. Auf der sich so ergebenden Basis von 14.464.325 Stückaktien errechnet sich ein Ergebnis je Aktie von 0,25 EUR (Vorjahr: 0,47 EUR). Die Aktien der Marseille-Kliniken AG sind seit dem 12. August 2014 nicht mehr in den Entry Standard als Teilbereich des Freiverkehrs der Frankfurter Wertpapierbörse einbezogen. 2.5 Finanzlage des Konzerns Im Jahresverlauf 2013/2014 war die Liquidität gesichert. Neben der Sicherung der Liquidität war die Optimierung der Finanzierungsstruktur ein im Geschäftsjahr 2013/2014 verfolgtes Ziel unseres Liquiditätsmanagements. Die mit 12,5 % p.a. verzinste Anleihe wurde vollständig im Dezember 2013 zurückgeführt und durch geringer verzinsliche Darlehen ersetzt. Darüber hinaus wurden weitere höher verzinste Darlehen durch neue niedriger verzinste Darlehen abgelöst. Per Saldo verringerten sich die langfristigen Finanzschulden um 2,5 Mio. EUR und die kurzfristigen Finanzschulden um 5,9 Mio. EUR. Insgesamt haben sich die kurz- und langfristigen Finanzschulden des Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr um 8,4 Mio. EUR bzw. 13,7 % auf 52,7 Mio. EUR reduziert. Insbesondere aufgrund der Tilgung der Finanzschulden ergibt sich ein negativer Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit mit -11,1 Mio. EUR (Vorjahr: -3,8 Mio. EUR). Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit von -7,6 Mio. EUR (Vorjahr: -3,5 Mio. EUR) ist im Geschäftsjahr 2013/2014 maßgeblich durch die Entwicklungsausgaben für unsere neue Steuerungssoftware geprägt. Bedingt durch die Nutzung von Lieferantenkrediten haben sich die im Anlagevermögen ausgewiesenen Zugänge nur teilweise in der Cash Flow Rechnung niedergeschlagen. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen entfallen im Geschäftsjahr 2013/2014 unter anderem auf den Erwerb der Immobilie Neuruppin (1,9 Mio. EUR). Auch ohne Berücksichtigung des Immobilienerwerbs sind die Investitionen in das Sachanlagevermögen mit 4,0 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau von 2,8 Mio. EUR und Ergebnis unserer Strategie zur Modernisierung unserer Pflegeeinrichtungen. Im Geschäftsjahr 2013/2014 konnte der Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit gegenüber dem Vorjahr um EUR 6,2 Mio. auf 12,0 Mio. EUR mehr als verdoppelt werden. Ursächlich hierfür ist zum einen das positive Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit, welches darüber hinaus durch hohe nicht zahlungswirksame Abschreibungen belastet war. Zum anderen wurden im Geschäftsjahr 2013/2014 Lieferantenkredite in höherem Umfang in Anspruch genommen. Der deutlich positive Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit konnte die hohen Investitionen im Geschäftsjahr 2013/2014 sowie die Tilgungen von kurz- und langfristigen Finanzschulden nicht vollumfänglich bedienen, so dass sich der Bestand an liquiden Mitteln im Vergleich zum Vorjahr um EUR 6,7 Mio. auf EUR 3,6 Mio. reduzierte. Die Liquidität 1. Grades gibt an, wie hoch der Anteil der liquiden Mittel an dem kurzfristigen Fremdkapital ist. Die Liquidität 2. Grades gibt an, wie hoch der Anteil der Forderungen und der liquiden Mittel an dem kurzfristigen Fremdkapital ist.
Investitionen des Konzerns Die Zugänge zum Anlagevermögen des Marseille-Kliniken Konzerns beliefen sich im Geschäftsjahr 2013/2014 auf 8,1 Mio. EUR gegenüber 4,7 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2012/2013. Von den getätigten Investitionen entfielen auf den Bereich der immateriellen Vermögenswerte 2,4 Mio. EUR und auf Sachanlagen 5,7 Mio. EUR.
Die Zugänge zu den immateriellen Vermögenswerten betreffen im Wesentlichen Investitionen im Zusammenhang mit der Erstellung der Unternehmenssteuerungssoftware für die betriebswirtschaftliche Betreuung der Pflegeeinrichtungen, die unter dem Posten „In der Entwicklung befindliche Software-Projekte" (Anlage zum Konzernanhang) ausgewiesen wird. Die Fertigstellung der Software wird für den 1. Oktober 2014 erwartet. Die Zugänge zu den Sachanlagen entfallen auf Grundstücke und Gebäude inkl. der Anlagen im Bau (3,1 Mio. EUR) und auf die Betriebs- und Geschäftsausstattung inkl. Finanzierungsleasing (2,6 Mio. EUR). 2.6 Vermögenslage des Konzerns Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 % auf 180,8 Mio. EUR (2012/2013: 187,2 Mio. EUR) verringert. Die langfristigen Aktiva mit 158,2 Mio. EUR sind gegenüber dem Vorjahr leicht um 1,0 Mio. EUR gesunken, während sich die kurzfristigen Vermögenswerte deutlich um 5,4 Mio. EUR auf 22,6 Mio. EUR reduziert haben. Das Eigenkapital ist um 1,7 Mio. EUR auf 43,3 Mio. EUR gestiegen. Diese Veränderung resultiert im Wesentlichen aus dem positiven Konzernergebnis von 3,6 Mio. EUR vermindert um die Gewinnausschüttung in Höhe von 1,7 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote hat sich im Vergleich zum 30. Juni 2013 um 1,7 Prozentpunkte erhöht und beträgt 23,9 % (Vorjahr: 22,2 %). Damit ist es dem Marseille-Kliniken Konzern gelungen, die Eigenkapitalquote erneut zu steigern.
Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die immateriellen Vermögenswerte von 32,4 Mio. EUR auf 34,1 Mio. EUR erhöht. Die Entwicklung des Unternehmenssteuerungstools wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgreich vorangetrieben. Der Marseille-Kliniken Konzern aktivierte weitere 2,0 Mio. EUR, damit weist das gesamte Projekt zum Stichtag einen Buchwert in Höhe von 3,6 Mio. EUR auf. In den immateriellen Vermögenswerten werden im Wesentlichen Firmenwerte von 27,0 Mio. EUR (2012/2013: 27,2 Mio. EUR) ausgewiesen. Die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden Werthaltigkeitsprüfungen unterzogen. Basis für die Werthaltigkeitsprüfungen waren die jeweiligen Planungsrechnungen der Gesellschaften sowie die daraus abgeleiteten Barwerte der geplanten Cash Flows. Den Planungen liegen Annahmen zu Umsätzen und Ergebnissen zugrunde, die sich aus den Einschätzungen des Managements und aus den Strategien für die jeweiligen regionalen Märkte ergeben. Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf die Firmenwerte in Höhe von 0,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR) vorgenommen. Die Sachanlagen liegen mit 110,5 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahresniveau (113,0 Mio. EUR). Hier haben die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen in Höhe von 7,1 Mio. EUR die Zugänge in Höhe von 5,7 Mio. EUR überkompensiert. Zudem wurde im Vorjahr die Immobile in Bad Oeynhausen mit 2,5 Mio. EUR im Sachanlagevermögen ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2013/2014 erfolgte gemäß IFRS 5 ein separater Bilanzausweis in Höhe des im September 2014 erwarteten Veräußerungserlöses von 1,2 Mio. EUR. Die Zugänge zum Sachanlagevermögen in Höhe von 5,7 Mio. EUR entfallen im Wesentlichen auf die im Geschäftsjahr erworbene Immobilie in Neuruppin (1,9 Mio. EUR) und auf Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung inkl. Finanzierungsleasing (2,7 Mio. EUR). Die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen betragen 7,1 Mio. EUR. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen von 2,4 Mio. EUR auf das Sachanlagevermögen (2012/2013: 0,9 Mio. EUR) vorgenommen, die vollständig die Stillstandsimmobilien betrafen. Der wesentliche Teil der Abschreibungen betrifft die im Geschäftsjahr 2014/2015 veräußerte Immobilie in Bad Oeynhausen mit 1,4 Mio. EUR. Die in der Bilanz ausgewiesenen langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte erhöhten sich um 0,6 Mio. EUR und betrugen zum Geschäftsjahresende 9,6 Mio. EUR. Im Wesentlichen werden dort Forderungen aus Finanzierungsleasingverträgen, bei denen der Marseille-Kliniken-Konzern Leasinggeber ist, in Höhe von 5,4 Mio. EUR (2012/2013: 5,8 Mio. EUR) abgebildet. Darüber hinaus werden in dieser Position ein Schatzbrief von 1,0 Mio. EUR (2012/2013: 0,0 Mio. EUR), die Aktivwerte von Rückdeckungsversicherungen für Altersversorgungszusagen, die überwiegend die Karlsruher-Sanatorium AG betreffen, von 0,6 Mio. EUR (2012/2013: 0,8 Mio. EUR) sowie Ansparraten für ein langfristiges Mieterdarlehen von 2,2 Mio. EUR (2012/2013: 2,0 Mio. EUR) ausgewiesen. Die langfristigen Ertragsteuererstattungsansprüche von 0,6 Mio. EUR (2012/2013: 0,8 Mio. EUR) betreffen das Körperschaftsteueranrechnungsguthaben gemäß § 37 KStG, das durch das Finanzamt bis zum Jahr 2017 ausgezahlt wird. Unter den aktiven latenten Steuern werden die Steuervorteile gezeigt, die sich aus der Nutzung von bestehenden Verlustvorträgen bei verschiedenen Tochtergesellschaften innerhalb der nächsten fünf Jahre voraussichtlich ergeben. Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurden Abwertungen auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 0,2 Mio. EUR durchgeführt. Die aktiven latenten Steuern betragen zum Stichtag 3,4 Mio. EUR (Vorjahr: 4,0 Mio. EUR). Die kurzfristigen Vermögenswerte verringerten sich um 5,4 Mio. EUR auf 22,6 Mio. EUR, was im Wesentlichen aus dem Rückgang der liquiden Mittel resultiert. Die Vorräte mit 4,6 Mio. EUR blieben auf dem Vorjahresniveau (4,6 Mio. EUR) und beinhalten unverändert eine zur Weiterveräußerung bestimmte Immobilie in Bad König in Höhe von 3,2 Mio. EUR. Die Forderungen aus Lieferungen und reduzierten sich im Wesentlichen durch nicht zahlungswirksame Abschreibungen und Forderungsverluste. Im Berichtsjahr erfolgte eine Umgliederung der nach dem Bilanzstichtag veräußerten Immobilie in Bad Oeynhausen in Höhe von 1,2 Mio. EUR in die „Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte" unter die kurzfristigen Vermögenswerte. Unter Berücksichtigung des Eigenkapitalanteils von 84,175 % der abgegrenzten Investitionszuwendungen, die dem Konzern als verlorene Zuschüsse gewährt wurden, betrugen die Eigenmittel 74,8 Mio. EUR nach 74,1 Mio. EUR im Vorjahr, so dass sich danach eine wirtschaftliche Eigenmittelquote von 41,4 % (Vorjahr: 39,6 %) ergibt. Der Ausgleichsposten aus dem sukzessiven Erwerb (-3,0 Mio. EUR) im Konzerneigenkapital betrifft die erfolgsneutrale Abbildung des Erwerbs von Minderheitenanteilen in Vorjahren. Die Pensionsverpflichtungen bestehen nahezu ausschließlich gegenüber Rentnern, so dass die Reduzierung der Pensionsverpflichtungen im Wesentlichen auf die laufende Zahlung von Renten zurückzuführen ist. Teilweise kompensierend wirken sich direkt im Eigenkapital erfasste versicherungsmathematische Verluste in Höhe von -0,1 Mio. EUR im Zusammenhang mit der Verringerung des Rechnungszinses auf 2,8 % (Vorjahr: 3,0 %) aus. Per Saldo konnten die Pensionsschulden um 0,5 Mio. EUR auf 14,0 Mio. EUR abgebaut werden. Die passiven latenten Steuern von 5,1 Mio. EUR (Vorjahr: 5,3 Mio. EUR) resultieren insbesondere aus abweichenden steuerlichen und handelsrechtlichen Abschreibungsdauern im Sachanlagevermögen. Die kurzfristigen Rückstellungen von 9,5 Mio. EUR liegen unterhalb des Vorjahresniveaus von 10,5 Mio. EUR und entfallen auf personalbezogene Rückstellungen von 5,9 Mio. EUR (2012/2013: 6,3 Mio. EUR), ausstehende Rechnungen mit 2,0 Mio. EUR (2012/2013: 3,1 Mio. EUR), Rechts- und Beratungskosten, Aufsichtsratsvergütungen, Archivierungskosten sowie Prozesskosten mit insgesamt 1,6 Mio. EUR (2012/2013: 1,0 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich um 2,7 Mio. EUR auf 10,3 Mio. EUR erhöht. Die Erhöhung ist maßgeblich auf die Inanspruchnahme längerer Zahlungsziele zurückzuführen, wobei eine Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im nächsten Geschäftsjahr angestrebt wird. Die laufenden Steuerverbindlichkeiten wurden zahlungsbedingt auf 2,2 Mio. EUR (2012/2013: 2,7 Mio. EUR) reduziert. 3 Analyse des Geschäftsjahres 2013/2014 der Marseille-Kliniken AG - Einzelabschluss - HGB3.1 Ertragslage
Zur besseren Darstellung des den tatsächlichen Bildes entsprechenden Ertragslage wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung Umgliederungen innerhalb einzelner Ertrags- und Aufwandsposten vorgenommen. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst. Die Umsatzerlöse der Marseille-Kliniken AG lagen mit 37,1 Mio. EUR um 3,4 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau von 40,5 Mio. EUR. Die Umsatzerlöse setzen sich aus der Vermietung von Pflegeimmobilien an verbundene Unternehmen mit 17,3 Mio. EUR (Vorjahr: 17,2 Mio. EUR), den Umsatzerlösen der vier direkt der Muttergesellschaft gehörenden Pflegeeinrichtungen mit 14,8 Mio. EUR (Vorjahr: 14,3 Mio. EUR) sowie aus der Erbringung von Dienstleistungen (Verwaltungskostenumlage) an verbundene Unternehmen in Höhe von 5,1 Mio. EUR (Vorjahr: 9,0 Mio. EUR) zusammen. Durch Kostenreduzierungen in der Hauptverwaltung und durch die Dezentralisierung von bisher zentral geführten Funktionen (z.B. Lohn- und Gehaltsbuchhaltung, Pflegesatzmanagement etc.) in die Einrichtungen konnte die Verwaltungskostenumlage deutlich gesenkt werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von 10,3 Mio. EUR auf 4,6 Mio. EUR gesunken. Der Rückgang resultiert hauptsächlich aus gegenüber dem Vorjahr geringeren Erträgen um 1,8 Mio. EUR aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen und geringeren Zuschreibungen auf Finanzanlagen von 2,7 Mio. EUR. Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich im Wesentlichen aus den sonstigen Kostenweiterbelastungen an verbundene Unternehmen von 2,4 Mio. EUR (Vorjahr: 3,1 Mio. EUR), Erträgen aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen von 0,9 Mio. EUR (Vorjahr: 2,6 Mio. EUR) sowie Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen mit 0,3 Mio. EUR (Vorjahr: 0,8 Mio. EUR) zusammen. Die Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen entfielen mit 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 2,0 Mio. EUR) auf Forderungen gegen unsere Tochtergesellschaft AMARITA Hamburg. Zum 30. Juni 2014 sind damit sämtliche Wertberichtigungen gegen die Tochtergesellschaft AMARITA Hamburg als Resultat der guten Ergebnisentwicklung aufgelöst. Der Materialaufwand liegt mit 20,1 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres (19,8 Mio. EUR). Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Mio. EUR auf 13,3 Mio. EUR gesunken. Diese Verminderung resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl um 27 Personen auf 446 Personen und betrifft vor allem die Verwaltung. Die Abschreibungen von 6,5 Mio. EUR (Vorjahr: 3,4 Mio. EUR) enthalten Abschreibungen auf das Anlagevermögen von 1,6 Mio. EUR (Vorjahr: 1,2 Mio. EUR) und Abschreibungen auf das Umlaufvermögen 4,9 Mio. EUR (Vorjahr: 2,2 Mio. EUR). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen erhöhten sich insbesondere durch außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen von 0,5 Mio. EUR um 0,4 Mio. EUR auf 1,6 Mio. EUR. Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, die den üblichen Umfang übersteigen, wurden in Höhe von 4,9 Mio. EUR (Vorjahr: 2,2 Mio. EUR) vorgenommen. Dies betrifft vor allem Einzelwertberichtigungen auf Forderungen der Marseille-Kliniken AG gegen Tochtergesellschaften (4,1 Mio. EUR), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (0,4 Mio. EUR) sowie sonstige Vermögensgegenstände (0,4 Mio. EUR). Die Abwertungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen wurden erforderlich, um im Wesentlichen den aufgelaufenen Verlusten dieser Gesellschaften Rechnung zu tragen. Auf die Gesellschaften in Meerbusch entfielen aufgrund der Betriebsuntersagungsverfügung 1,5 Mio. EUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen/sonstigen Steuern haben sich von 18,1 Mio. EUR auf 18,7 Mio. EUR erhöht. Die wesentlichen Aufwandspositionen sind Aufwendungen aus Rechts- und Beratungskosten von 3,7 Mio. EUR (Vorjahr: 3,5 Mio. EUR), Verwaltungskosten von 3,9 Mio. EUR (Vorjahr: 3,9 Mio. EUR) sowie sonstige Aufwendungen aus Miete, Pacht und Leasing von 3,5 Mio. EUR (Vorjahr: 3,5 Mio. EUR). Das Beteiligungsergebnis hat sich im Vorjahresvergleich um 0,4 Mio. EUR auf 10,8 Mio. EUR erhöht. Das Beteiligungsergebnis im Geschäftsjahr 2013/2014 ist durch mehrere teilweise gegenläufige Effekte geprägt. Nicht mit allen Tochterunternehmen bestehen Gewinnabführungsverträge. Die konzernweite Verbesserung der Auslastung, der Umsatzerlöse und operativen Ergebnisse führte damit nicht zwangsläufig zu einem korrespondierend höheren Beteiligungsergebnis in der Marseille-Kliniken AG. Die Reduzierung der Verwaltungskostenumlage als Ergebnis der Kostenreduzierung im Service-Bereich wurde daher nur teilweise über höhere Ergebnisabführungen kompensiert. Nachdem im Vorjahr außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen von 1,2 Mio. EUR notwendig waren, war im abgelaufenen Geschäftsjahr ein außerplanmäßiger Abschreibungsbedarf im Wesentlichen auf Anteile an verbundenen Unternehmen von 0,4 Mio. EUR erforderlich. Diese Abschreibungen betreffen die Karlsruher-Sanatorium AG, die im Ergebnis auf in dieser Gesellschaft erfasste außerplanmäßige Abschreibungen auf die Stillstandsimmobilien zurückzuführen ist. Das Finanzergebnis hat sich von -2,2 Mio. EUR auf -0,7 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Dies resultiert im Wesentlichen aus den geringeren Zinsaufwendungen als Ergebnis der vollständigen Tilgung unserer Unternehmensanleihe. Für das abgelaufene Geschäftsjahr ergibt sich aufgrund der oben beschriebenen Einflüsse ein Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (inkl. sonstige Steuern) von -6,9 Mio. EUR (Vorjahr: 3,0 Mio. EUR). Das Jahresergebnis der Marseille-Kliniken AG ist im Vergleich zum Vorjahr von 3,1 Mio. EUR auf -7,0 Mio. EUR gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr sind insgesamt 4,4 Mio. EUR weniger an Erträgen aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen und Zuschreibungen auf Finanzanlagen angefallen. Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr höhere Einzelwertberichtigungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen und auf Forderungen auf Lieferungen und Leistungen (2,5 Mio. EUR) gebildet. 3.2 Vermögens- und Finanzlage Einen Überblick über die Vermögenslage der Gesellschaft gibt nachfolgende verkürzte Darstellung der Bilanz:
Das Anlagevermögen der Marseille-Kliniken AG hat sich von 102,9 Mio. EUR im Vorjahr auf 107,0 Mio. EUR erhöht. Dieser Anstieg steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit weiteren Investitionen in die selbst erstellte Software für die betriebswirtschaftliche Steuerung und Überwachung der Pflegeeinrichtungen sowie mit dem Erwerb der Pflegeimmobilie Neuruppin. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich im Vorjahresvergleich um 13,3 Mio. EUR verringert. Ursächlich hierfür waren insbesondere Saldierungen von Forderungen und Verbindlichkeiten im Verbundbereich sowie Einzelwertberichtigungen auf Verbundforderungen. Das übrige kurzfristige Vermögen hat sich zum 30. Juni 2014 um 0,3 Mio. EUR auf 2,9 Mio. EUR erhöht und enthält als wesentlichen Posten die Steuererstattungsansprüche von 1,3 Mio. EUR (Vorjahr: 1,0 Mio. EUR). Die liquiden Mittel sanken zum Stichtag um 6,6 Mio. EUR auf 2,6 Mio. EUR (Vorjahr: 9,2 Mio. EUR). Der Gründe hierfür sind im Wesentlichen die Rückzahlung der Unternehmensanleihe in Höhe von 3,0 Mio. EUR, einer Darlehensrückführung über 1,5 Mio. EUR und Investitionen in die immateriellen Vermögenswerte und in das Sachanlagevermögen. Das Eigenkapital der Marseille-Kliniken AG hat sich von 51,1 Mio. EUR um den Jahresfehlbetrag von 7,0 Mio. EUR sowie die im November 2013 durchgeführte Gewinnausschüttung in Höhe von 1,7 Mio. EUR auf 42,4 Mio. EUR verringert. Die Rückstellungen (inkl. passive latente Steuern) haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,0 Mio. EUR auf 8,4 Mio. EUR vermindert (Vorjahr: 10,4 Mio. EUR). Sie setzen sich im Wesentlichen aus Pensionsrückstellungen (0,4 Mio. EUR; Vorjahr: 0,5 Mio. EUR), Rückstellungen für laufende und latente Steuern (4,7 Mio. EUR; Vorjahr: 5,8 Mio. EUR) sowie aus sonstigen Rückstellungen (3,3 Mio. EUR; Vorjahr: 4,1 Mio. EUR) zusammen. Letztere betreffen unter anderem ausstehende Rechnungen (0,7 Mio. EUR; Vorjahr: 1,1 Mio. EUR), Personalkosten (0,9 Mio. EUR; Vorjahr: 0,9 Mio. EUR), Prozessrisiken (0,4 Mio. EUR; Vorjahr: 0,1 Mio. EUR) sowie Abschluss-/ Steuerberatungs- und Prüfungskosten (0,3 Mio. EUR; Vorjahr: 0,4 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten liegen wie im Vorjahr bei 16,8 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 2,8 Mio. EUR auf 77,8 Mio. EUR reduziert. Der Rückgang entfällt zum einen auf Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pool, die von 48,1 Mio. EUR im Vorjahr auf 47,5 Mio. EUR gesunken sind sowie auf Saldierungen mit Forderungen. Darüber hinaus setzen sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus mittelfristigen Darlehensverbindlichkeiten von 24,1 Mio. EUR (Vorjahr: 24,1 Mio. EUR) sowie aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 6,1 Mio. EUR (Vorjahr: 7,5 Mio. EUR) zusammen. Die übrigen Verbindlichkeiten betragen 3,9 Mio. EUR (Vorjahr: 4,6 Mio. EUR) und beinhalten im Wesentlichen ein Darlehen über 1,5 Mio. EUR (Vorjahr: 3,0 Mio. EUR), das der Gesellschaft von einem nahestehenden Unternehmen eines Aufsichtsratsmitglieds gewährt wurde, sowie gestundete Dividendenverbindlichkeiten in Höhe von 1,0 Mio. EUR. Das Gesamtvermögen der Marseille-Kliniken AG beläuft sich auf 154,3 Mio. EUR (Vorjahr: 169,6 Mio. EUR) und ist zu 71,7% (Vorjahr: 69,1%) durch Fremdkapital finanziert. 4. Konzernsteuerung4.1 Finanzielle Leistungsindikatoren Als finanzielle Leistungsindikatoren hat der Vorstand für den Konzern die Kennzahlen EBT und EBIT definiert. Diese Leistungsindikatoren werden fortlaufend auf monatlicher Basis überwacht und gesteuert. Mit Nutzung unserer neuen Steuerungssoftware „Beauty Contest" werden diese in Zukunft noch zeitnaher dezentral überwacht werden können. Zur Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren verweisen wir auf unsere Analyse zur Ertragslage. 4.2 Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Neben finanziellen Leistungsindikatoren steuert und überwacht der Vorstand durch nicht-finanzielle Leistungsindikatoren. Hierzu zählen im Wesentlichen die Auslastung der Einrichtungen und die Qualität der erbrachten Pflegeleistungen. Die durchschnittliche Auslastung im Konzern konnte im Geschäftsjahr auf 90,6 % (Vorjahr: 90,1 %) gesteigert werden. Die Pflegequalität in unseren Einrichtungen ist überdurchschnittlich. Die in unseren Einrichtungen durchschnittlich erreichte MDK-Note liegt mit 1,3 im Branchenschnitt. Unter Berücksichtigung unserer hauseigenen strengen Qualitätsanforderungen konnten wir unsere Pflegequalität im Vorjahresvergleich halten. Die Übergabe der Geschäftsbetriebe in Meerbusch als Ergebnis einer Betriebsuntersagung ist vor diesem Hintergrund besonders unglücklich, insbesondere da hier unsere hauseigenen Qualitätssicherungsmechanismen keinen ausreichenden Schutz gewährleisten konnten. Als Ergebnis haben wir in unserer internen Steuerung einen noch stärkeren Fokus auf nicht-finanzielle Leistungsindikatoren gelegt. 5. MitarbeiterDie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind der wesentliche Erfolgsfaktor des Konzerns. Sie sind deshalb auch ein integraler Baustein der Strategie der Marseille-Kliniken. Der Marseille-Kliniken Konzern beschäftigte im Geschäftsjahr 2013/2014 durchschnittlich 4.790 Mitarbeiter (Vorjahreszeitraum: 4.850 Mitarbeiter). ![]() Die Marseille-Kliniken AG bietet ihren Mitarbeitern/-innen neben einem attraktiven und sicheren Arbeitsplatz im Zukunftsmarkt Pflege eine Reihe von Bonusleistungen an. Das Leistungsspektrum umfasst die Berücksichtigung individueller Arbeitszeitwünsche, finanzielle Unterstützung durch Übernahme von Kinderbetreuungskosten, Durchführung von Fort- und Weiterbildung, interessante Karrieremöglichkeiten im Konzern und finanzielle Unterstützung bei der Altersvorsorge. Für das neue Geschäftsjahr 2014/2015 ist die Einführung eines Prämiensystems vorgesehen, das die Führungskräfte und Leistungsträger im Konzern wettbewerbsorientiert am Erfolg beteiligt. Neben den positiven Effekten der Mitarbeiterbindung soll durch dieses Instrument auch die Orientierung auf Qualität und Ergebnis geschärft werden. Ein Instrument dem Fachkraftmangel zu begegnen, ist unsere Initiative der Fachkraftgewinnung aus Portugal und Spanien. Ziel ist es dabei, gut ausgebildete junge Menschen, die ein Studium und/ oder eine Fachausbildung in ihrem Heimatland absolviert haben, für die Pflege in Deutschland zu gewinnen. Seit 2012 konnten durch diese Initiative bereits rd. 100 ausländische Fachkräfte akquiriert und in die Sprachausbildung sowie den Arbeitsalltag in unseren Einrichtungen integriert werden. 6. Chancen- und Risikobericht6.1 Chancen Für den Marseille-Kliniken Konzern ergibt sich unverändert die Chance einer nachhaltigen Ergebnisverbesserung durch die Aufnahme weiterer Bewohner in unseren Einrichtungen und durch die Ausweitung unserer Betreuungsangebote. Diese Wachstumschancen werden durch Skalen- und Synergieeffekte ergänzt, die sich im Konzern durch eine steigende Auslastung und die Möglichkeit, Bedarfe zu bündeln ergeben. Durch die Einführung unseres betriebswirtschaftlichen Steuerungstools Beauty Contest erwarten wir über die bereits im Geschäftsjahr 2014/2015 geplanten Ergebnisverbesserungen mittelfristig weitere Ergebnispotentiale. 6.2 Risiken Umfeld- und Branchenrisiken Das wirtschaftliche Umfeld wird weiter durch eine fortschreitende Dynamisierung des Wettbewerbs, die Konsolidierung des gesamten Gesundheitsmarktes und steigende Qualitätsanforderungen der Bewohner und Patienten sowie des Gesetzgebers geprägt. Darüber hinaus bestehen bundesweit kurz- bis mittelfristige Überkapazitäten in der Branche, wodurch das Auslastungsrisiko steigt. Das gesetzlich vorgeschriebene Vorhalten qualifizierter Mitarbeiter in den Einrichtungen kann zu einer zusätzlichen Erhöhung der Personalkosten führen, da qualifiziertes Pflegepersonal immer mehr zum Engpassfaktor wird. Personalmaßnahmen zwecks Bindung hochqualifizierter Mitarbeiter an die Gesellschaft werden vom Konzern durchgeführt. Die kontinuierliche Aus-, Weiter- und Fortbildung unserer Mitarbeiter erfolgt auch durch Umsetzung unserer Spezialkonzepte. Unsere Vergütungen sind überdurchschnittlich und wir bieten daneben zusätzliche Leistungsanreizsysteme. Einen wesentlichen Teil ihrer Erträge erzielt die Marseille-Kliniken AG aus erbrachten Leistungen an Mitglieder der gesetzlichen Pflegeversicherungen. Die Preise für diese Leistungen bilden sich nicht am freien Markt, sondern werden gesetzlich geregelt und hängen somit in hohem Maße von der Finanzlage der Kostenträger (Pflegekassen, Sozialämter) ab. Aus Gesetzesänderungen resultierende Preisreduzierungen können gegebenenfalls nicht oder nicht vollständig durch Mehrleistungen und Einsparungen kompensiert werden. Preiserhöhungen können auch erst nach längeren Zeiträumen erfolgen, so dass das Eintreten inflationsbedingter Realwertverluste möglich ist. Aus diesen Zusammenhängen könnten sich nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben. Leistungswirtschaftliche Risiken des Konzerns Risiken im Rahmen der Pflege-, Behandlungs- und Betreuungsqualität werden durch kontinuierliche Weiterentwicklung und Schulung der Mitarbeiter auf der Grundlage neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden begegnet. Die Durchführung von Angehörigenbefragungen und Prüfungen unseres Qualitätsmanagements in den jeweiligen Einrichtungen erlauben der Konzernleitung eine Beurteilung der tatsächlich erbrachten bzw. wahrgenommenen Qualität. Innerhalb des Risikomanagementsystems existieren konzernweite Qualitätsberichte, die auf internen Prüfverfahren - angelehnt an die Prüfungsrichtlinien des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) - sowie auf den Ergebnissen der Angehörigenbefragungen basieren. Das konzerninterne Beschwerdemanagementsystem und die Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Heimbeiräten der einzelnen Standorte bewirken einen permanenten Verbesserungsprozess durch Aufnahme von Kundenwünschen. Strategische Risiken des Konzerns Die strategischen Risiken der Marseille-Kliniken umfassen im Wesentlichen die Auslastung bzw. Kostensituation der einzelnen Senioreneinrichtungen und den Immobilienbestand des Konzerns. Vorstand, Aufsichtsrat und Management des Konzerns wirken durch kontinuierliche Abstimmungen und Anpassungen von Ausgestaltungen der Unternehmensstrategie diesen Risiken entgegen. Die Managementebenen der Marseille-Kliniken AG wurden in den vergangenen Jahren zur Optimierung der operativen Steuerung des Segments Pflege reorganisiert. Dabei wurden Regionen definiert, die jeweils von einem Regionalleiter geführt werden und weitere Einrichtungen bestimmt, die direkt der Unternehmensführung zugeordnet wurden. Aus dieser Umstrukturierung ergibt sich eine Stärkung von Entscheidungskompetenzen und Verantwortlichkeiten der Einrichtungen selbst. Weiterhin ist die Gesellschaft bemüht, den Spezialisierungsgrad auf altersbedingte Krankheitsbilder in den einzelnen Einrichtungen auszubauen. Diese Spezialisierung dient dazu, der Nachfragesituation besser zu entsprechen und damit die Belegungen in den einzelnen Häusern zu erhöhen. Eine über alle Bestandshäuser durchgängig sehr hohe Auslastung bleibt dabei immer oberstes Ziel. Es besteht jedoch immer das Risiko, dass einige Standorte temporär niedriger belegt sind als geplant. Eine im Branchenvergleich überdurchschnittlich gute Belegung im Pflegebereich bestimmt zwar weiterhin den Zielschwerpunkt, jedoch ist weiterhin ein straffes Kostenmanagement notwendig, um vorgenannten Umsatzrisiken zu begegnen und so den Konzern dauerhaft profitabel auszurichten. Wir beabsichtigen nach wie vor, die Reha-Stillstandsimmobilien in Reinerzau, Blankenburg, Bad König und weitere kleinere Immobilien im Volumen von 9,0 Mio. EUR zu veräußern. Hinsichtlich der Stillstandsimmobilie in Bad Oeynhausen wurde zum 01. September 2014 ein Kaufvertrag unterzeichnet, der sich zurzeit in der Umsetzung befindet. Finanzwirtschaftliche Risiken Das Konzernmanagement erstellt mindestens einmal jährlich einen ausführlichen Geschäftsplan. In diesen fließen die Ergebnisse der Steuerung und Bewertung des Unternehmensportfolios ein. Der Plan schließt zahlreiche Annahmen zu Pflegesätzen und Auslastungen der einzelnen Senioreneinrichtungen ein, die für das Erreichen der geplanten Umsätze Voraussetzung sind. Die zukünftige Entwicklung kann jedoch aus einer Vielzahl von Gründen von den getroffenen Annahmen abweichen. Es kann daher nicht garantiert werden, dass die Marseille-Kliniken AG die für das Erreichen der finanziellen Ziele erforderlichen Umsätze erlöst. Oberste Priorität der finanzwirtschaftlichen Betrachtung gilt der Sicherung der Liquidität. Auf Basis kontinuierlicher Überwachung wird die rollierende Liquiditätsplanung auf Tages-, Monats-, Quartals- und Jahresbasis abgeleitet. Die Marseille-Kliniken AG erwartet auch im Geschäftsjahr 2014/2015 einen positiven Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit. Für eine ausgewogene Finanzierung des Konzerns ist die Marseille-Kliniken AG in weiteren Gesprächen mit Finanzinstituten über eine langfristige Finanzierung. So konnten im August/September 2014 weitere langfristige Bankdarlehen in Höhe von 2,6 Mio. EUR eingeworben werden. Mit diesen Maßnahmen reduziert die Gesellschaft die Finanzierungsrisiken des Konzerns. Die Marseille-Kliniken AG und ihre Tochtergesellschaften haben mit verschiedenen Investoren in den Jahren 2004 bis 2008 Rahmenvereinbarungen anlässlich des Verkaufs und der Rückmietung von Senioren-Wohnparks und Pflegeheimen (sog. „Sale-and-lease-back") geschlossen. Die Struktur der geschlossenen Rahmenvereinbarungen war im Wesentlichen gleich. Die Objekte wurden von der Gesellschaft oder von ihren Tochtergesellschaften an Dritte verkauft und von diesen zurückgemietet. Die Rahmenvereinbarungen sehen hierbei ein per Vormerkung gesichertes Andienungs- bzw. Eintrittsrecht zugunsten der jeweiligen Gruppengesellschaft für den Fall vor, dass der jeweilige Eigentümer das Objekt verkaufen möchte. Am Ende der Mietzeit hat die Gesellschaft jeweils ein Ankaufsrecht. Die unter der jeweiligen Rahmenvereinbarung abgeschlossenen Kaufund Mietverträge je verkauftem Grundstück bilden wie folgt eine rechtliche Einheit: Wird einer der beiden Verträge nicht wirksam, nicht durchgeführt oder rückabgewickelt, ist auch der andere Vertrag insgesamt nicht durchzuführen oder rückabzuwickeln. So begründet insbesondere der Verzug bei Mietzahlungen nicht nur die Möglichkeit der Kündigung des Mietvertrags, sondern auch des Rücktritts vom Kaufvertrag durch den jeweiligen Käufer und Vermieter des Grundstücks. Aus den jeweils zwischen 2004 bis 2008 abgeschlossenen Sale-and-lease-back-Verträgen ergeben sich daher neben Liquiditätsvorteilen ggf. auch Risiken aus Rückerstattungsansprüchen der jeweiligen Käufer gegen den Marseille-Kliniken Konzern. Rechtliche Risiken Risiken aus Änderungen der Gesetzgebung in den sozialen Sicherungssystemen können für die Marseille-Kliniken AG eher als geringfügig eingestuft werden. Es werden zwar immer wieder neue Anläufe unternommen, durch gesetzliche Regelungen das Gesundheits- und Pflegesystem finanziell zu stabilisieren, doch die wirtschaftlichen Auswirkungen von Gesetzesänderungen werden aufgrund der politischen und finanziellen Rahmenbedingungen als sehr begrenzt angesehen. Sollte der Gesetzgeber dennoch zukünftig bundesweite Rahmenbedingungen ändern, sind wir davon überzeugt, aufgrund unserer Ausrichtung auf den Kunden und die Wirtschaftlichkeit wie bisher unsere führende Position im Wettbewerb zu halten. Zur Abdeckung von Risiken werden die Entscheidungen und die Gestaltung der Geschäftsprozesse generell auf eine umfassende rechtliche und steuerliche Beratung gestützt. Einzelne Gesellschaften des Marseille-Kliniken Konzerns führen Aktiv- und Passivprozesse an verschiedenen Gerichtsstandorten. Hinsichtlich der laufenden Verfahren kann zur Sicherung der Informationen keine Detaildarstellung gegeben werden, da diese die Angriffs- und Verteidigungslinien in solchen Verfahren beeinträchtigen würden. Für bestehende Prozessrisiken haben wir aus Sicht des Vorstands ausreichende Rückstellungen gebildet, so dass damit nach gegenwärtigem Kenntnisstand bestehende Risiken aus Prozessen zutreffend abgebildet sind. Die Risiken haben sich im Vergleich zum Vorjahr nur unwesentlich hinsichtlich Wahrscheinlichkeit und Höhe verändert. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus gegenüber Tochterunternehmen abgegebenen Patronatserklärungen wird von der Marseille-Kliniken AG als gering eingeschätzt. Sonstige Risiken Die Energieträger Strom, Gas und Öl sowie Wasser werden strikt verbrauchsorientiert eingesetzt. In den Wäschereien werden Spezialmaschinen und umweltschonende Waschmittel eingesetzt, die ebenso wie die bedarfsoptimierten Spülmaschinentaktungen in den Küchen den Einsatz von Ressourcen minimieren. Die Risiken durch weitere Preissteigerungen, beispielsweise im Energiesektor, werden hierdurch für die Marseille-Kliniken verringert. In unwesentlichem Umfang werden Zinssicherungsinstrumente genutzt und Strompreise für einen bestimmten Zeitraum festgeschrieben. Diese sind für die Vermögens,- Finanz- und Ertragslage der Marseille-Kliniken AG und des Marseille-Kliniken Konzerns von untergeordneter Bedeutung. Es wird daher auf die Ausführungen im Anhang zum Einzel- und Konzernabschluss verwiesen. 7 PrognoseberichtAufgrund der demographischen Entwicklung ist der deutsche Pflegemarkt weitestgehend unabhängig von den allgemeinen konjunkturellen Rahmenbedingungen. Die alternde Gesellschaft in Deutschland sorgt in den stationären und ambulanten Versorgungsbereichen für eine langfristig steigende Nachfrage nach Pflegeleistungen. Durch die Einführung des allgemeinen Mindestlohnes zum 01. Januar 2015 und die Erhöhung des Mindestlohnes in der Pflege sowie die Ausweitung des Geltungsbereichs werden die Personalkosten in der Pflegebranche zukünftig steigen. Wir erwarten auf Basis interner Berechnungen zusätzliche Personalaufwendungen von knapp 3 Mio. EUR. Die Finanzierung dieser Personalkostensteigerungen kann aufgrund bestehender Vergütungsvereinbarungen zum Teil erst nach deren Ablauf und damit zeitversetzt erfolgen. Auswirkungen auf die Pflegequalität hat der Mindestlohn nicht, so dass die durchschnittliche MDK-Benotung weiterhin auf dem jetzigen Niveau gehalten werden wird. Die von uns umgesetzte Konzernstrategie bewirkt seit dem Geschäftsjahr 2010/2011 eine steigende Auslastungsquote, deren Niveau wir für das Geschäftsjahr 2014/2015 in Höhe von rd. 91 % erwarten. Vor diesem Hintergrund erwarten wir für das Geschäftsjahr 2014/2015 Umsatzerlöse, die aufgrund der bereits hohen Auslastung im Wesentlichen durch die Verbesserung in der Preisqualität (Pflegestufenmix und Pflegesatzerhöhungen) nach unserer Prognose um 2-2,5 % über den Vorjahreswert steigen werden. Einen strategischen Schwerpunkt bildet weiterhin die Optimierung unseres Kerngeschäftes Pflege, wobei wir aus der Implementierung unseres neuen Steuerungstools Kostenreduzierungen in den administrativen Bereichen und positive Effekte aus dem internen und externen Benchmarking erwarten. Unsere Zielsetzung auf Konzernebene ist es daher, von den beschriebenen Maßnahmen zu profitieren und damit ein positives bereinigtes Konzern-EBIT von rd. 11,0 Mio. EUR bis 12,0 Mio. EUR zu erreichen. Damit läge das bereinigte Konzern-EBIT auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2012/2013. Durch die weitere Verbesserung der Finanzierungsstruktur wird auch auf Ebene des EBT ein zusätzlicher Ergebnisimpuls gegenüber dem Geschäftsjahr 2013/2014 erwartet, so dass mit einem bereinigten EBT von 8,5 Mio. EUR bis 9,5 Mio. gerechnet wird. Wie in vergangenen Geschäftsjahren könnte auch das Konzernergebnis 2014/2015 durch Einmal- oder Sondereffekte belastet sein, die nicht Teil der Ergebnisprognose sein können. Auf Ebene des Einzelabschlusses der Marseille-Kliniken AG intensivieren wir weiterhin die Verbesserung der Geschäftsergebnisse der vier direkt der Muttergesellschaft gehörenden Pflegeeinrichtungen. Im Geschäftsjahr 2014/2015 werden weitere Ergebnisabführungsverträge mit Tochtergesellschaften geschlossen, bei denen die steuerlichen Verlustvorträge im Geschäftsjahr 2013/2014 aufgebraucht wurden. Es wird dadurch mit einer Steigerung des Beteiligungsergebnisses um rd. 3,0 Mio. EUR gerechnet. Im Berichtsjahr war das Ergebnis durch Sonder- und Einmaleffekte aus Abschreibungen auf das Umlaufvermögen und Verlustübernahmen insbesondere durch die Übergabe des Geschäftsbetriebes in Meerbusch negativ beeinflusst. Diese Einmaleffekte haben im Geschäftsjahr 2014/2015 keinen Einfluss mehr auf das Ergebnis der Gesellschaft. Weiterhin haben wir uns Einsparziele gesetzt, die in Summe mit den entfallenden Einmaleffekten dazu führen, dass wir für die Marseille-Klinken AG im Geschäftsjahr 2014/2015 wieder mit einem positiven EBT von 1,0 bis 2,0 Mio. EUR rechnen. Die positive Entwicklung in den Monaten Juli und August 2014 des neuen Geschäftsjahres bestärkt uns in der Prognose für das gesamte Geschäftsjahr 2014/2015. Naturgemäß können Abweichungen zwischen den von uns erwarteten und den tatsächlichen Ergebnissen eintreten. Wir erwarten jedoch, dass sich diese Abweichungen - soweit auf den operativen Geschäftsbetrieb entfallend - in Grenzen halten. 8 NachtragsberichtNachdem die Marseille-Kliniken in den letzten drei Jahren nicht am Kapitalmarkt aufgetreten ist und dieses auch in absehbarer Zeit nicht mehr vorsieht sowie politische Rahmenbedingungen vorfindet, die eine Börsennotierung in Frage stellen, wurde ein sogenanntes Delisting der Marseille-Kliniken Aktien in den Organen der Marseille-Kliniken AG diskutiert und letztendlich auch beschlossen. Die Börsennotierung der Unternehmensaktie im Freiverkehr wurde durch Kündigung zum 11.08.2014 beendet. Das Delisting der Aktie wurde von den Organen der Marseille-Kliniken AG vor Beschlussfassung einer ausführlichen rechtlichen Prüfung unterzogen. Nach dem Beschluss, die Aktien von der Börse zu nehmen, hat die Marseille-Kliniken AG nun die VALORA EFFEKTEN HANDEL AG damit beauftragt, eine Handelsplattform für Anteilseigner zu schaffen. Die Schaffung einer solchen Handelsplattform wurde in einem Brief an die Aktionäre angekündigt. Über die Valora Effekten AG können seit dem 12.08.2014 die Käufer und Verkäufer der Aktien miteinander in Kontakt treten und diese dort handeln. Die Valora Effekten Handel AG ist das älteste und größte börsenunabhängige Handelshaus für nicht notierte Aktien. Mit Datum vom 01.09.2014 wurde die Immobilie in Bad Oeynhausen veräußert. Darüber hinaus wurden mehrere Darlehen mit einem Nominalvolumen von 2,6 Mio. EUR zu vorteilhaften Zinssätzen aufgenommen. Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2013/2014 sind ansonsten keine wesentlichen Ereignisse eingetreten, die das im vorliegenden Einzel- und Konzernabschluss vermittelte Bild der Lage des Mutterunternehmens und des Konzerns beeinflussen und wesentliche Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf der Marseille-Kliniken AG oder des Konzerns insgesamt haben können. 9 Bericht des Vorstandes über die Beziehungen zu verbundenen UnternehmenDer Vorstand hat entsprechend § 312 AktG für das Geschäftsjahr 2013/2014 einen Bericht über Beziehungen zu allen verbundenen Unternehmen aufgestellt und gemäß § 313 AktG dem Abschlussprüfer zur Prüfung vorgelegt. Folgende Erklärung findet sich am Ende dieses Berichts wieder: „Der Vorstand der Marseille-Kliniken AG, Berlin, erklärt, dass die Marseille-Kliniken AG bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die ihm im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden ist."
Berlin, den 17. September 2014 Marseille-Kliniken Aktiengesellschaft Vorstand, Heinz-Dieter Wopen Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersZu dem als Anlagen 1 bis 4 beigefügten Jahresabschluss zum 30. Juni 2014 sowie zu dem mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013/2014 (Anlage 5) erteilen wir folgenden Bestätigungsvermerk: Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht der Marseille-Kliniken Aktiengesellschaft, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2013 bis zum 30. Juni 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung des Jahresabschlusses und des mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lageberichts nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des gesetzlichen Vertreters der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und in dem mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des gesetzlichen Vertreters sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, 18. September 2014 Ebner Stolz GmbH & Co. KG Thomas Götze, Wirtschaftsprüfer Andreas Fettke, Wirtschaftsprüfer Angaben zur Feststellung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2013/2014 wurde am 30. September 2014 festgestellt. |
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