Marseille-Kliniken AktiengesellschaftBerlinKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2013 bis zum 30.06.2014Zusammengefasster Lagebericht und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2013/20141 Geschäftsmodell der Marseille-Kliniken AG
2 Analyse des Geschäftsjahres 2013/2014 - Konzernabschluss - IFRS
3 Analyse des Geschäftsjahres 2013/2014 der Marseille-Kliniken AG - Einzelabschluss - HGB
4. Konzernsteuerung
5. Mitarbeiter 6. Chancen- und Risikobericht
7 Prognosebericht 8 Nachtragsbericht 9 Bericht des Vorstandes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen Der Lagebericht der Marseille-Kliniken AG wird gemäß § 315 Abs. 3 HGB mit dem des Marseille-Kliniken Konzerns zusammengefasst. Die Risiken und Chancen der Marseille-Kliniken AG, als Muttergesellschaft, sind untrennbar mit dem Konzern verbunden. In diesem Lagebericht enthaltene Informationen beziehen sich, sofern nicht anders angegeben, auf den Konzern. Die Informationen zur Lage des Mutterunternehmens Marseille-Kliniken AG sind in dem separaten Abschnitt „Analyse des Geschäftsjahres 2013/2014 der Marseille-Kliniken AG - Einzelabschluss - HGB" dargestellt. Der Marseille-Kliniken Konzernabschluss ist nach den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Einzelabschluss der Marseille-Kliniken AG nach den Grundsätzen des deutschen Handelsrechts (HGB) und den aktienrechtlichen (AktG) Vorschriften aufgestellt. 1 Geschäftsmodell der Marseille-Kliniken AG1.1 Erbringung von Pflegeleistungen Seit den Anfängen in 1984 hat sich die Marseille-Kliniken AG bis heute als einer der führenden privaten Betreiber von Pflegeheimen in Deutschland etabliert. Die 55 stationären Pflegeeinrichtungen bieten zum 30. Juni 2014 6.616 (Vorjahr: 6.766) Bewohnern/Bewohnerinnen in 13 von 16 Bundesländern einen Platz für die Betreuung nach ihren individuellen Wünschen und Bedürfnissen. Durch den Bereich „Betreutes Wohnen" wird das Kerngeschäft „Stationäre Altenpflege" sinnvoll ergänzt. Hier versorgt das Unternehmen als Dienstleister in vier Gebäudekomplexen in Gera, Halle und Potsdam ältere Menschen in 1.146 Wohneinheiten. Das Geschäftsmodell wird entscheidend von der für den Konzern vorteilhaften demographischen Entwicklung beeinflusst und besitzt dadurch eine nachhaltige Zukunftsperspektive. Kurzfristige konjunkturelle Schwankungen üben dagegen nur einen untergeordneten Einfluss aus. Als modern ausgerichteter Qualitätsanbieter ist das private Unternehmen innerhalb eines Wettbewerbsumfelds, das hauptsächlich von regional tätigen Wohlfahrtsverbänden bestimmt wird, gut positioniert. Die operative Leitung wird durch die Führungskräfte in den Einrichtungen und drei Regionalleiter wahrgenommen. Interne Dienstleister für die Zentralfunktionen Personal, Finanzen, Rechnungswesen, Informationstechnologie, Facility Management und Recht unterstützen die Unternehmensführung. Durch diese dezentral organisierte Ausrichtung wird eine dauerhafte regionale Präsenz verbunden mit direkter operativer Handlungsfähigkeit sichergestellt. Die einzelnen Einrichtungen werden überwiegend als juristisch eigenständige Tochtergesellschaften, angebunden an die Muttergesellschaft Marseille-Kliniken AG, geführt. 1.2 Forschung- und Entwicklung Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit der Marseille-Kliniken konzentriert sich im Wesentlichen auf die Konzipierung und Implementierung neuer computergestützter Systeme. Dies führt zur kontinuierlichen Verbesserung der Pflegedienstleistungen. Hierzu zählen Systeme wie das Internetportal www.MeinGesundheitsbuch.de, mit dem sich Angehörige über täglich aktualisierte Gesundheits- und Pflegedaten ihrer Verwandten in den einzelnen Pflegeeinrichtungen informieren können. Innovative Schulungsprogramme (z.B. e-Learning-Systeme) unter Verwendung modernster Informationstechnologie zählen ebenfalls zu diesen Systemen. Vor dem Hintergrund, den ständig wachsenden Anforderungen des Gesundheitsmarktes gerecht zu werden, liegt ein weiterer Tätigkeitsschwerpunkt auf der Entwicklung neuer Ansätze, die bei der Erstellung innovativer Behandlungs- und Einrichtungskonzepte eine wichtige Rolle spielen. Ziel hierbei ist es, das Pflegepersonal von administrativen Tätigkeiten zu entlasten, um ihm mehr Zeit für die individuellen Pflegebedürfnisse der Bewohner der Einrichtungen zu ermöglichen. 2 Analyse des Geschäftsjahres 2013/2014 - Konzernabschluss IFRS2.1 Highlights im Geschäftsjahr 2013/2014 Das Geschäftsjahr 2013/2014 stand unter der Maßgabe der Konzentration auf das Kerngeschäft Pflege im stationären und ambulanten Bereich. Die weitere Übergabe von Verantwortung in die Einrichtungen (Dezentralisierung) sowie die Weiterentwicklung unserer im Vorjahr begonnenen selbst entwickelten Software „Beauty Contest" zur Unternehmenssteuerung bildeten einen Schwerpunkt unserer Arbeit. Beauty Contest misst und visualisiert ausgewählte betriebswirtschaftliche Parameter der Einrichtungen unmittelbar und unterstützt damit die Entscheidungsträger in den jeweiligen Pflegeeinrichtungen bei der operativen Steuerung als auch die Unternehmensführung bei der Bestimmung und Umsetzung der strategischen Unternehmensziele unmittelbar. Der Einsatz der Software erfolgte bisher im Probebetrieb und wird ab Oktober 2014 für sämtliche Einrichtungen verbindlich. Die operativen Erfolge unserer Strategie drücken sich unter anderem in einer gestiegenen Auslastungsquote von durchschnittlich 90,6 % (2012/2013: 90,1 %) aus. Zum 01.12.2013 wurden nach einer Betriebsuntersagung durch den Landrat des Rhein-Kreis Neuss zwei Pflegeeinrichtungen in Meerbusch an einen anderen Betreiber übergeben. Dies führte zu deutlichen Verlusten. Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr weitere im Konzern vorhandene Stillstandsimmobilien außerplanmäßig abgeschrieben, was das Ergebnis zusätzlich belastete. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge zwischen der Marseille-Kliniken AG und deren Tochterunternehmen an die geänderte Rechtslage des § 302 AktG bezüglich des dynamischen Verweises angepasst und neu abgeschlossen. Hierzu wurde am 09.05.2014 in einer außerordentlichen Hauptversammlung die Zustimmung der Aktionäre eingeholt. 2.2 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft hat sich trotz des schwierigen internationalen Umfelds im Jahr 2013 gut entwickelt. Im ersten Halbjahr 2014 konnte dieser Trend weiter fortgesetzt werden. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt wuchs in 2013 um 0,4 % gegenüber dem Vorjahr1. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2014 erhöhte es sich um 0,8 %. Die anhaltenden günstigen Rahmenbedingungen, wie eine steigende Beschäftigungsrate und steigende Einkommen, stabile Preise und ein höheres Konsumentenvertrauen haben dazu im Wesentlichen beigetragen? Die Inflation betrug in den ersten sechs Monaten 2014 1,12 %. Für das neue Geschäftsjahr 2014/2015 wird mit einem höheren und ausgewogeneren Wirtschaftswachstum gerechnet. Der deutsche Gesundheitsmarkt Das Volumen des deutschen Gesundheitsmarktes hat in 2012 erstmalig die Grenze von 300 Mrd. EUR überschritten. Die Gesundheitsausgaben beliefen sich zum Zeitpunkt der letzten statistischen Erhebung aus dem Jahr 2012 auf 300,4 Mrd. EUR und sind somit um 2,3 % gegenüber 2011 gestiegen. Der Anteil am Bruttoinlandsprodukt der Bundesrepublik Deutschland beträgt rund 11,3 %.3 Aufgrund der demografischen Entwicklung der Gesellschaft und des medizinischen Fortschritts stellt die Pflegebranche einen wachsenden Wirtschaftsbereich im deutschen Gesundheitswesen dar. Laut dem Pflegeheim Rating Report 2013 wird die Zahl der Pflegebedürftigen in den nächsten 15 Jahren um rund 30 % auf 3,3 Millionen steigen.
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Statistisches Bundesamt (2014): „Bruttoinlandsprodukt 2013" Um die steigende Nachfrage nach Pflegeplätzen zu decken, müssen neue Pflegeplätze geschaffen werden. Dies bedeutet einen zusätzlichen Bedarf an qualifizierten Pflegefachkräften. Schon heute besteht eine angespannte Personalsituation im Pflegesegment, die sich weiter verschärfen wird. Nach der Prognose des Pflegeheim Rating Reports werden in den nächsten Jahren bis zu 331.000 neue Fachkräfte in der ambulanten und stationären Pflege benötigt4. Unser erklärtes Ziel ist es, als privatwirtschaftlicher Betreiber von Senioreneinrichtungen die Herausforderung für die Übernahme dieser gesellschaftlichen Verantwortung anzunehmen und mit zu gestalten. 2.3 Gesamtaussage und Kommentierung des letztjährigen Prognoseberichts Wir haben im Prognosebericht des Vorjahres eine Ergebnisverbesserung bei über dem Vorjahresniveau liegenden Umsatzerlösen erwartet. Hierbei sind wir von einer Auslastungsquote von mehr als 91 % ausgegangen. Vor dem Hintergrund des bestehenden Fachkräftemangels und der gesetzlichen Rahmenbedingungen sind wir mit der Umsatzentwicklung zufrieden. Die Ergebnisverschlechterung mit einem Konzernjahresüberschuss in Höhe von 3,6 Mio. EUR (Vorjahr: 6,7 Mio. EUR) entspricht dagegen nicht unseren Vorstellungen und ist maßgeblich durch Einmal- und Sondereffekte geprägt, die im Detail in Textziffer 2.4 „Ertragslage" erläutert sind. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis konnte jedoch von 9,0 Mio. EUR im Vorjahr auf 10,0 Mio. EUR verbessert werden. Hinsichtlich der Auslastungsquote ist eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr auf 90,6 % zu verzeichnen gewesen (Vorjahr: 90,1 %). Eine Anhebung auf mehr als 91 % wie geplant, ist im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht erreicht worden. 2.4 Ertragslage Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der Marseille-Kliniken AG
Zur besseren Darstellung der Ertragslage erfolgte innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung eine Umgliederung einzelner Ertrags- und Aufwandspositionen, die im Detail im Konzernanhang dargestellt und begründet ist. Umsatzerlöse Im Geschäftsjahr 2013/2014 konnte der Konzernumsatz um 1,2 Mio. EUR bzw. 0,6 % auf 202,0 Mio. EUR gesteigert werden (2012/2013: 200,8 Mio. EUR). Dies ist im Wesentlichen durch höhere Pflegestufen unserer Bewohner und die Anhebung der Pflegesätze bedingt. Des Weiteren spielten die Belegungssteigerungen in den Einrichtungen Senioren-Wohnpark Stützerbach, Senioren-Wohnpark Hennigsdorf und AMARITA Bremerhaven eine Rolle. Einen negativen Einfluss auf die Entwicklung der Umsatzerlöse hatten die zwei Einrichtungen am Standort Meerbusch aufgrund der Betriebsübergabe im Dezember 2013. Bereinigt um die Umsatzerlöse der Einrichtungen in Meerbusch konnte der Konzernumsatz um 4,7 Mio. EUR verbessert werden. Aktivierte Eigenleistungen Im Berichtsjahr wurden im Zusammenhang mit der Entwicklung der Software „Beauty Contest" eigene Leistungen in Höhe von 152 TEUR (Vorjahr: 150 TEUR) aktiviert. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge sind insbesondere aufgrund geringerer Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (-0,6 Mio. EUR) um 0,7 Mio. EUR bzw. 9,8 % auf 7,2 Mio. EUR (2012/2013: 8,0 Mio. EUR) zurückgegangen. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten unter anderem Personalkostenzuschüsse (1,6 Mio. EUR, Vorjahr: 1,8 Mio. EUR), Erträge aus der Auflösung von Investitionszuwendungen (1,2 Mio. EUR, Vorjahr: 1,3 Mio. EUR) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (1,3 Mio. EUR, Vorjahr: 1,9 Mio. EUR). Materialaufwand Die Materialaufwendungen sind von 26,2 Mio. EUR im Vorjahr auf 27,0 Mio. EUR auslastungsbedingt leicht gestiegen. Die Materialaufwandsquote lag mit 13,4 % nur leicht über dem Vorjahresniveau von 13,1 %. Personalaufwand Die Personalaufwendungen sind um 0,9 Mio. EUR bzw. 0,9 % auf 105,6 Mio. EUR gesunken. Die Veränderung ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Mitarbeiterzahl in dem zum 01.12.2013 übertragenen Geschäftsbetrieb in Meerbusch (62 Vollzeitkräfte) zu erklären. Weiterhin konnten gestiegene Personalaufwendungen im Zusammenhang mit einem Personalaufbau durch die höhere Auslastung in den Pflegeeinrichtungen und der Mindestlohnerhöhung in der Pflege zum 01.07.2013 durch Einsparungen in nichtpflegenahen Berufsgruppen wie z.B. der Verwaltung überkompensiert werden. Der Konzern beschäftigte im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich 4.790 Mitarbeiter (2012/2013: 4.850 Mitarbeiter). Die Anzahl der Vollzeitkräfte weicht aufgrund vieler Teilzeitarbeitsplätze deutlich von der Anzahl der Mitarbeiter ab. Die Entwicklung des Personals bezogen auf die Angabe in Vollzeitkräften (VK) betrug im Berichtsjahr 3.640 VK (2012/2013: 3.673 VK). Abschreibungen Den Abschreibungen von 7,8 Mio. EUR standen Investitionen im Geschäftsjahr 2013/2014 von 8,1 Mio. EUR gegenüber. Ohne Berücksichtigung außerplanmäßiger Abschreibungen auf Stillstandsimmobilien von 2,4 Mio. EUR und auf Firmenwerte von 0,1 Mio. EUR belaufen sich die laufenden Abschreibungen auf 5,3 Mio. EUR. In den Abschreibungen des Vorjahres von 6,9 Mio. EUR waren außerplanmäßige Abschreibungen von EUR 0,9 Mio. auf Stillstandsimmobilien und 0,2 Mio. EUR auf Firmenwerte enthalten, so dass die um Sondereffekte bereinigten Abschreibungen mit 5,3 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahresniveau von 5,8 Mio. EUR liegen. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Stillstandsimmobilien in Höhe von 1,4 Mio. EUR waren erforderlich, um den Buchwert an den Verkaufspreis anzupassen, der für die Immobilie in Bad Oeynhausen nach dem Bilanzstichtag voraussichtlich realisiert wird. Sonstige betriebliche Aufwendungen/Sonstige Steuern Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen inkl. der sonstigen Steuern betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 61,4 Mio. EUR und lagen damit um 3,1 Mio. EUR bzw. 5,4 % über dem Vorjahresniveau von 58,3 Mio. EUR. Ursächlich für den Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren im Wesentlichen gestiegene Aufwendungen für Rechts-, Beratungs- und Prozesskosten (+1,5 Mio. EUR), Instandhaltungsmaßnahmen für die Pflegeimmobilien (+0,9 Mio. EUR), Kfz- und Flugkosten (+0,8 Mio. EUR) sowie IT-Aufwendungen (+0,6 Mio. EUR). Einsparungen haben sich vor allem bei den sonstigen Personalkosten (Fremdpersonal und Personalbeschaffungskosten) in Höhe von 1,3 Mio. EUR ergeben. Finanzergebnis Das Finanzergebnis bewegt sich mit -2,8 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahresniveau von -3,6 Mio. EUR. Die im Vergleich zum Vorjahr 0,2 Mio. EUR zurückgegangenen Finanzerträge wurden durch deutlich um 1,0 Mio. EUR niedrigere Finanzaufwendungen überkompensiert. Hintergrund sind im Wesentlichen die geringeren Zinsaufwendungen nach der vollständigen Tilgung unserer Unternehmensanleihe sowie die Umfinanzierung von Darlehen zu günstigeren Konditionen. Ertragsteuern Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/2014 weist der Konzern einen Steueraufwand von 1,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,8 Mio. EUR) aus. Dieser setzt sich aus einem tatsächlichen Steueraufwand von 0,8 Mio. EUR und einem latenten Steueraufwand von 0,4 Mio. EUR zusammen. Insgesamt liegen die Ertragsteuern damit um rd. 0,4 Mio. EUR über dem bezogen auf das EBT von 4,8 Mio. EUR erwarteten Ertragssteueraufwand von rd. 0,8 Mio. EUR (Konzernsteuersatz: 15,825%). Dieser negative Effekt basiert auf Steuernachzahlungen für Vorjahre (0,2 Mio. EUR) und der Abwertung aktiver latenter Steuern (0,2 Mio. EUR). Sondereffekte, die das Ergebnis beeinflusst haben Das Konzernergebnis liegt mit 3,6 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahr von 6,7 Mio. EUR und wurde im Wesentlichen durch folgende Sonder- und Einmaleffekte belastet:
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen entfallen wie im Vorjahr hauptsächlich auf Sachverhalte der Entsorgung und Energieversorgung. Die auf die MK Schweiz entfallenden Aufwendungen resultieren aus Rechts- und Beratungskosten im Zusammenhang mit einem Schiedsgerichtverfahren, das in erster Instanz positiv entschieden wurde. Die Verluste im Zusammenhang mit den zwei Pflegeeinrichtungen in Meerbusch resultieren aus der unterjährigen Betriebsuntersagungsverfügung für diese Einrichtungen. Die Sondereffekte des abgelaufenen Geschäftsjahres haben das Konzernergebnis per Saldo mit -5,2 Mio. EUR (Vorjahr: -1,5 Mio. EUR) negativ beeinflusst. Das um diese Sondereffekte bereinigte EBT beläuft sich für das Geschäftsjahr 2013/2014 auf 10,0 Mio. EUR, während es im Vorjahr 9,0 Mio. EUR betrug. Auf bereinigter Basis ergibt sich somit auf Konzernebene eine Ergebnisverbesserung um 1,0 Mio. EUR. Betriebliches Ergebnis und Ertragskennzahlen Der nachfolgenden Kennzahlenübersicht ist die Entwicklung der Ertragslage des Konzerns zu entnehmen:
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Kennzahlen wurden um die Sondereffekte bereinigt Konzernergebnis Der Konzernjahresüberschuss beträgt 3,6 Mio. EUR (2012/2013: 6,7 Mio. EUR) vor und nach Minderheitenanteilen. Ergebnis je Aktie Das gezeichnete Kapital der Marseille-Kliniken AG zum 30. Juni 2014 betrug 37,2 Mio. EUR eingeteilt in 14.580.000 Stückaktien, die auf den Namen lauten. Das Ergebnis je Aktie wurde nach Abzug eigener Anteile (115.675 Stückaktien) ermittelt. Auf der sich so ergebenden Basis von 14.464.325 Stückaktien errechnet sich ein Ergebnis je Aktie von 0,25 EUR (Vorjahr: 0,47 EUR). Die Aktien der Marseille-Kliniken AG sind seit dem 12. August 2014 nicht mehr in den Entry Standard als Teilbereich des Freiverkehrs der Frankfurter Wertpapierbörse einbezogen. 2.5 Finanzlage des Konzerns Im Jahresverlauf 2013/2014 war die Liquidität gesichert. Neben der Sicherung der Liquidität war die Optimierung der Finanzierungsstruktur ein im Geschäftsjahr 2013/2014 verfolgtes Ziel unseres Liquiditätsmanagements. Die mit 12,5 % p.a. verzinste Anleihe wurde vollständig im Dezember 2013 zurückgeführt und durch geringer verzinsliche Darlehen ersetzt. Darüber hinaus wurden weitere höher verzinste Darlehen durch neue niedriger verzinste Darlehen abgelöst. Per Saldo verringerten sich die langfristigen Finanzschulden um 2,5 Mio. EUR und die kurzfristigen Finanzschulden um 5,9 Mio. EUR. Insgesamt haben sich die kurz- und langfristigen Finanzschulden des Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr um 8,4 Mio. EUR bzw. 13,7 % auf 52,7 Mio. EUR reduziert. Insbesondere aufgrund der Tilgung der Finanzschulden ergibt sich ein negativer Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit mit -11,1 Mio. EUR (Vorjahr: -3,8 Mio. EUR). Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit von -7,6 Mio. EUR (Vorjahr: -3,5 Mio. EUR) ist im Geschäftsjahr 2013/2014 maßgeblich durch die Entwicklungsausgaben für unsere neue Steuerungssoftware geprägt. Bedingt durch die Nutzung von Lieferantenkrediten haben sich die im Anlagevermögen ausgewiesenen Zugänge nur teilweise in der Cash Flow Rechnung niedergeschlagen. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen entfallen im Geschäftsjahr 2013/2014 unter anderem auf den Erwerb der Immobilie Neuruppin (1,9 Mio. EUR). Auch ohne Berücksichtigung des Immobilienerwerbs sind die Investitionen in das Sachanlagevermögen mit 4,0 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau von 2,8 Mio. EUR und Ergebnis unserer Strategie zur Modernisierung unserer Pflegeeinrichtungen. Im Geschäftsjahr 2013/2014 konnte der Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit gegenüber dem Vorjahr um EUR 6,2 Mio. auf 12,0 Mio. EUR mehr als verdoppelt werden. Ursächlich hierfür ist zum einen das positive Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit, welches darüber hinaus durch hohe nicht zahlungswirksame Abschreibungen belastet war. Zum anderen wurden im Geschäftsjahr 2013/2014 Lieferantenkredite in höherem Umfang in Anspruch genommen. Der deutlich positive Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit konnte die hohen Investitionen im Geschäftsjahr 2013/2014 sowie die Tilgungen von kurz- und langfristigen Finanzschulden nicht vollumfänglich bedienen, so dass sich der Bestand an liquiden Mitteln im Vergleich zum Vorjahr um EUR 6,7 Mio. auf EUR 3,6 Mio. reduzierte. Die Liquidität 1. Grades gibt an, wie hoch der Anteil der liquiden Mittel an dem kurzfristigen Fremdkapital ist. Die Liquidität 2. Grades gibt an, wie hoch der Anteil der Forderungen und der liquiden Mittel an dem kurzfristigen Fremdkapital ist.
Investitionen des Konzerns Die Zugänge zum Anlagevermögen des Marseille-Kliniken Konzerns beliefen sich im Geschäftsjahr 2013/2014 auf 8,1 Mio. EUR gegenüber 4,7 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2012/2013. Von den getätigten Investitionen entfielen auf den Bereich der immateriellen Vermögenswerte 2,4 Mio. EUR und auf Sachanlagen 5,7 Mio. EUR.
Die Zugänge zu den immateriellen Vermögenswerten betreffen im Wesentlichen Investitionen im Zusammenhang mit der Erstellung der Unternehmenssteuerungssoftware für die betriebswirtschaftliche Betreuung der Pflegeeinrichtungen, die unter dem Posten „In der Entwicklung befindliche Software-Projekte" (Anlage zum Konzernanhang) ausgewiesen wird. Die Fertigstellung der Software wird für den 1. Oktober 2014 erwartet. Die Zugänge zu den Sachanlagen entfallen auf Grundstücke und Gebäude inkl. der Anlagen im Bau (3,1 Mio. EUR) und auf die Betriebs- und Geschäftsausstattung inkl. Finanzierungsleasing (2,6 Mio. EUR). 2.6 Vermögenslage des Konzerns Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 % auf 180,8 Mio. EUR (2012/2013: 187,2 Mio. EUR) verringert. Die langfristigen Aktiva mit 158,2 Mio. EUR sind gegenüber dem Vorjahr leicht um 1,0 Mio. EUR gesunken, während sich die kurzfristigen Vermögenswerte deutlich um 5,4 Mio. EUR auf 22,6 Mio. EUR reduziert haben. Das Eigenkapital ist um 1,7 Mio. EUR auf 43,3 Mio. EUR gestiegen. Diese Veränderung resultiert im Wesentlichen aus dem positiven Konzernergebnis von 3,6 Mio. EUR vermindert um die Gewinnausschüttung in Höhe von 1,7 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote hat sich im Vergleich zum 30. Juni 2013 um 1,7 Prozentpunkte erhöht und beträgt 23,9 % (Vorjahr: 22,2 %). Damit ist es dem Marseille-Kliniken Konzern gelungen, die Eigenkapitalquote erneut zu steigern.
Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die immateriellen Vermögenswerte von 32,4 Mio. EUR auf 34,1 Mio. EUR erhöht. Die Entwicklung des Unternehmenssteuerungstools wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgreich vorangetrieben. Der Marseille-Kliniken Konzern aktivierte weitere 2,0 Mio. EUR, damit weist das gesamte Projekt zum Stichtag einen Buchwert in Höhe von 3,6 Mio. EUR auf. In den immateriellen Vermögenswerten werden im Wesentlichen Firmenwerte von 27,0 Mio. EUR (2012/2013: 27,2 Mio. EUR) ausgewiesen. Die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden Werthaltigkeitsprüfungen unterzogen. Basis für die Werthaltigkeitsprüfungen waren die jeweiligen Planungsrechnungen der Gesellschaften sowie die daraus abgeleiteten Barwerte der geplanten Cash Flows. Den Planungen liegen Annahmen zu Umsätzen und Ergebnissen zugrunde, die sich aus den Einschätzungen des Managements und aus den Strategien für die jeweiligen regionalen Märkte ergeben. Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf die Firmenwerte in Höhe von 0,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR) vorgenommen. Die Sachanlagen liegen mit 110,5 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahresniveau (113,0 Mio. EUR). Hier haben die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen in Höhe von 7,1 Mio. EUR die Zugänge in Höhe von 5,7 Mio. EUR überkompensiert. Zudem wurde im Vorjahr die Immobile in Bad Oeynhausen mit 2,5 Mio. EUR im Sachanlagevermögen ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2013/2014 erfolgte gemäß IFRS 5 ein separater Bilanzausweis in Höhe des im September 2014 erwarteten Veräußerungserlöses von 1,2 Mio. EUR. Die Zugänge zum Sachanlagevermögen in Höhe von 5,7 Mio. EUR entfallen im Wesentlichen auf die im Geschäftsjahr erworbene Immobilie in Neuruppin (1,9 Mio. EUR) und auf Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung inkl. Finanzierungsleasing (2,7 Mio. EUR). Die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen betragen 7,1 Mio. EUR. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen von 2,4 Mio. EUR auf das Sachanlagevermögen (2012/2013: 0,9 Mio. EUR) vorgenommen, die vollständig die Stillstandsimmobilien betrafen. Der wesentliche Teil der Abschreibungen betrifft die im Geschäftsjahr 2014/2015 veräußerte Immobilie in Bad Oeynhausen mit 1,4 Mio. EUR. Die in der Bilanz ausgewiesenen langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte erhöhten sich um 0,6 Mio. EUR und betrugen zum Geschäftsjahresende 9,6 Mio. EUR. Im Wesentlichen werden dort Forderungen aus Finanzierungsleasingverträgen, bei denen der Marseille-Kliniken-Konzern Leasinggeber ist, in Höhe von 5,4 Mio. EUR (2012/2013: 5,8 Mio. EUR) abgebildet. Darüber hinaus werden in dieser Position ein Schatzbrief von 1,0 Mio. EUR (2012/2013: 0,0 Mio. EUR), die Aktivwerte von Rückdeckungsversicherungen für Altersversorgungszusagen, die überwiegend die Karlsruher-Sanatorium AG betreffen, von 0,6 Mio. EUR (2012/2013: 0,8 Mio. EUR) sowie Ansparraten für ein langfristiges Mieterdarlehen von 2,2 Mio. EUR (2012/2013: 2,0 Mio. EUR) ausgewiesen. Die langfristigen Ertragsteuererstattungsansprüche von 0,6 Mio. EUR (2012/2013: 0,8 Mio. EUR) betreffen das Körperschaftsteueranrechnungsguthaben gemäß § 37 KStG, das durch das Finanzamt bis zum Jahr 2017 ausgezahlt wird. Unter den aktiven latenten Steuern werden die Steuervorteile gezeigt, die sich aus der Nutzung von bestehenden Verlustvorträgen bei verschiedenen Tochtergesellschaften innerhalb der nächsten fünf Jahre voraussichtlich ergeben. Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurden Abwertungen auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 0,2 Mio. EUR durchgeführt. Die aktiven latenten Steuern betragen zum Stichtag 3,4 Mio. EUR (Vorjahr: 4,0 Mio. EUR). Die kurzfristigen Vermögenswerte verringerten sich um 5,4 Mio. EUR auf 22,6 Mio. EUR, was im Wesentlichen aus dem Rückgang der liquiden Mittel resultiert. Die Vorräte mit 4,6 Mio. EUR blieben auf dem Vorjahresniveau (4,6 Mio. EUR) und beinhalten unverändert eine zur Weiterveräußerung bestimmte Immobilie in Bad König in Höhe von 3,2 Mio. EUR. Die Forderungen aus Lieferungen und reduzierten sich im Wesentlichen durch nicht zahlungswirksame Abschreibungen und Forderungsverluste. Im Berichtsjahr erfolgte eine Umgliederung der nach dem Bilanzstichtag veräußerten Immobilie in Bad Oeynhausen in Höhe von 1,2 Mio. EUR in die „Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte" unter die kurzfristigen Vermögenswerte. Unter Berücksichtigung des Eigenkapitalanteils von 84,175 % der abgegrenzten Investitionszuwendungen, die dem Konzern als verlorene Zuschüsse gewährt wurden, betrugen die Eigenmittel 74,8 Mio. EUR nach 74,1 Mio. EUR im Vorjahr, so dass sich danach eine wirtschaftliche Eigenmittelquote von 41,4 % (Vorjahr: 39,6 %) ergibt. Der Ausgleichsposten aus dem sukzessiven Erwerb (-3,0 Mio. EUR) im Konzerneigenkapital betrifft die erfolgsneutrale Abbildung des Erwerbs von Minderheitenanteilen in Vorjahren. Die Pensionsverpflichtungen bestehen nahezu ausschließlich gegenüber Rentnern, so dass die Reduzierung der Pensionsverpflichtungen im Wesentlichen auf die laufende Zahlung von Renten zurückzuführen ist. Teilweise kompensierend wirken sich direkt im Eigenkapital erfasste versicherungsmathematische Verluste in Höhe von -0,1 Mio. EUR im Zusammenhang mit der Verringerung des Rechnungszinses auf 2,8 % (Vorjahr: 3,0 %) aus. Per Saldo konnten die Pensionsschulden um 0,5 Mio. EUR auf 14,0 Mio. EUR abgebaut werden. Die passiven latenten Steuern von 5,1 Mio. EUR (Vorjahr: 5,3 Mio. EUR) resultieren insbesondere aus abweichenden steuerlichen und handelsrechtlichen Abschreibungsdauern im Sachanlagevermögen. Die kurzfristigen Rückstellungen von 9,5 Mio. EUR liegen unterhalb des Vorjahresniveaus von 10,5 Mio. EUR und entfallen auf personalbezogene Rückstellungen von 5,9 Mio. EUR (2012/2013: 6,3 Mio. EUR), ausstehende Rechnungen mit 2,0 Mio. EUR (2012/2013: 3,1 Mio. EUR), Rechts- und Beratungskosten, Aufsichtsratsvergütungen, Archivierungskosten sowie Prozesskosten mit insgesamt 1,6 Mio. EUR (2012/2013: 1,0 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich um 2,7 Mio. EUR auf 10,3 Mio. EUR erhöht. Die Erhöhung ist maßgeblich auf die Inanspruchnahme längerer Zahlungsziele zurückzuführen, wobei eine Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im nächsten Geschäftsjahr angestrebt wird. Die laufenden Steuerverbindlichkeiten wurden zahlungsbedingt auf 2,2 Mio. EUR (2012/2013: 2,7 Mio. EUR) reduziert. 3 Analyse des Geschäftsjahres 2013/2014der Marseille-Kliniken AG - Einzelabschluss - HGB3.1 Ertragslage
Zur besseren Darstellung des den tatsächlichen Bildes entsprechenden Ertragslage wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung Umgliederungen innerhalb einzelner Ertrags- und Aufwandsposten vorgenommen. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst. Die Umsatzerlöse der Marseille-Kliniken AG lagen mit 37,1 Mio. EUR um 3,4 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau von 40,5 Mio. EUR. Die Umsatzerlöse setzen sich aus der Vermietung von Pflegeimmobilien an verbundene Unternehmen mit 17,3 Mio. EUR (Vorjahr: 17,2 Mio. EUR), den Umsatzerlösen der vier direkt der Muttergesellschaft gehörenden Pflegeeinrichtungen mit 14,8 Mio. EUR (Vorjahr: 14,3 Mio. EUR) sowie aus der Erbringung von Dienstleistungen (Verwaltungskostenumlage) an verbundene Unternehmen in Höhe von 5,1 Mio. EUR (Vorjahr: 9,0 Mio. EUR) zusammen. Durch Kostenreduzierungen in der Hauptverwaltung und durch die Dezentralisierung von bisher zentral geführten Funktionen (z.B. Lohn- und Gehaltsbuchhaltung, Pflegesatzmanagement etc.) in die Einrichtungen konnte die Verwaltungskostenumlage deutlich gesenkt werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von 10,3 Mio. EUR auf 4,6 Mio. EUR gesunken. Der Rückgang resultiert hauptsächlich aus gegenüber dem Vorjahr geringeren Erträgen um 1,8 Mio. EUR aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen und geringeren Zuschreibungen auf Finanzanlagen von 2,7 Mio. EUR. Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich im Wesentlichen aus den sonstigen Kostenweiterbelastungen an verbundene Unternehmen von 2,4 Mio. EUR (Vorjahr: 3,1 Mio. EUR), Erträgen aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen von 0,9 Mio. EUR (Vorjahr: 2,6 Mio. EUR) sowie Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen mit 0,3 Mio. EUR (Vorjahr: 0,8 Mio. EUR) zusammen. Die Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen entfielen mit 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 2,0 Mio. EUR) auf Forderungen gegen unsere Tochtergesellschaft AMARITA Hamburg. Zum 30. Juni 2014 sind damit sämtliche Wertberichtigungen gegen die Tochtergesellschaft AMARITA Hamburg als Resultat der guten Ergebnisentwicklung aufgelöst. Der Materialaufwand liegt mit 20,1 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres (19,8 Mio. EUR). Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Mio. EUR auf 13,3 Mio. EUR gesunken. Diese Verminderung resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl um 27 Personen auf 446 Personen und betrifft vor allem die Verwaltung. Die Abschreibungen von 6,5 Mio. EUR (Vorjahr: 3,4 Mio. EUR) enthalten Abschreibungen auf das Anlagevermögen von 1,6 Mio. EUR (Vorjahr: 1,2 Mio. EUR) und Abschreibungen auf das Umlaufvermögen 4,9 Mio. EUR (Vorjahr: 2,2 Mio. EUR). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen erhöhten sich insbesondere durch außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen von 0,5 Mio. EUR um 0,4 Mio. EUR auf 1,6 Mio. EUR. Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, die den üblichen Umfang übersteigen, wurden in Höhe von 4,9 Mio. EUR (Vorjahr: 2,2 Mio. EUR) vorgenommen. Dies betrifft vor allem Einzelwertberichtigungen auf Forderungen der Marseille-Kliniken AG gegen Tochtergesellschaften (4,1 Mio. EUR), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (0,4 Mio. EUR) sowie sonstige Vermögensgegenstände (0,4 Mio. EUR). Die Abwertungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen wurden erforderlich, um im Wesentlichen den aufgelaufenen Verlusten dieser Gesellschaften Rechnung zu tragen. Auf die Gesellschaften in Meerbusch entfielen aufgrund der Betriebsuntersagungsverfügung 1,5 Mio. EUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen/sonstigen Steuern haben sich von 18,1 Mio. EUR auf 18,7 Mio. EUR erhöht. Die wesentlichen Aufwandspositionen sind Aufwendungen aus Rechts- und Beratungskosten von 3,7 Mio. EUR (Vorjahr: 3,5 Mio. EUR), Verwaltungskosten von 3,9 Mio. EUR (Vorjahr: 3,9 Mio. EUR) sowie sonstige Aufwendungen aus Miete, Pacht und Leasing von 3,5 Mio. EUR (Vorjahr: 3,5 Mio. EUR). Das Beteiligungsergebnis hat sich im Vorjahresvergleich um 0,4 Mio. EUR auf 10,8 Mio. EUR erhöht. Das Beteiligungsergebnis im Geschäftsjahr 2013/2014 ist durch mehrere teilweise gegenläufige Effekte geprägt. Nicht mit allen Tochterunternehmen bestehen Gewinnabführungsverträge. Die konzernweite Verbesserung der Auslastung, der Umsatzerlöse und operativen Ergebnisse führte damit nicht zwangsläufig zu einem korrespondierend höheren Beteiligungsergebnis in der Marseille-Kliniken AG. Die Reduzierung der Verwaltungskostenumlage als Ergebnis der Kostenreduzierung im Service-Bereich wurde daher nur teilweise über höhere Ergebnisabführungen kompensiert. Nachdem im Vorjahr außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen von 1,2 Mio. EUR notwendig waren, war im abgelaufenen Geschäftsjahr ein außerplanmäßiger Abschreibungsbedarf im Wesentlichen auf Anteile an verbundenen Unternehmen von 0,4 Mio. EUR erforderlich. Diese Abschreibungen betreffen die Karlsruher-Sanatorium AG, die im Ergebnis auf in dieser Gesellschaft erfasste außerplanmäßige Abschreibungen auf die Stillstandsimmobilien zurückzuführen ist. Das Finanzergebnis hat sich von -2,2 Mio. EUR auf -0,7 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Dies resultiert im Wesentlichen aus den geringeren Zinsaufwendungen als Ergebnis der vollständigen Tilgung unserer Unternehmensanleihe. Für das abgelaufene Geschäftsjahr ergibt sich aufgrund der oben beschriebenen Einflüsse ein Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (inkl. sonstige Steuern) von -6,9 Mio. EUR (Vorjahr: 3,0 Mio. EUR). Das Jahresergebnis der Marseille-Kliniken AG ist im Vergleich zum Vorjahr von 3,1 Mio. EUR auf -7,0 Mio. EUR gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr sind insgesamt 4,4 Mio. EUR weniger an Erträgen aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen und Zuschreibungen auf Finanzanlagen angefallen. Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr höhere Einzelwertberichtigungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen und auf Forderungen auf Lieferungen und Leistungen (2,5 Mio. EUR) gebildet. 3.2 Vermögens- und Finanzlage Einen Überblick über die Vermögenslage der Gesellschaft gibt nachfolgende verkürzte Darstellung der Bilanz:
Das Anlagevermögen der Marseille-Kliniken AG hat sich von 102,9 Mio. EUR im Vorjahr auf 107,0 Mio. EUR erhöht. Dieser Anstieg steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit weiteren Investitionen in die selbst erstellte Software für die betriebswirtschaftliche Steuerung und Überwachung der Pflegeeinrichtungen sowie mit dem Erwerb der Pflegeimmobilie Neuruppin. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich im Vorjahresvergleich um 13,3 Mio. EUR verringert. Ursächlich hierfür waren insbesondere Saldierungen von Forderungen und Verbindlichkeiten im Verbundbereich sowie Einzelwertberichtigungen auf Verbundforderungen. Das übrige kurzfristige Vermögen hat sich zum 30. Juni 2014 um 0,3 Mio. EUR auf 2,9 Mio. EUR erhöht und enthält als wesentlichen Posten die Steuererstattungsansprüche von 1,3 Mio. EUR (Vorjahr: 1,0 Mio. EUR). Die liquiden Mittel sanken zum Stichtag um 6,6 Mio. EUR auf 2,6 Mio. EUR (Vorjahr: 9,2 Mio. EUR). Der Gründe hierfür sind im Wesentlichen die Rückzahlung der Unternehmensanleihe in Höhe von 3,0 Mio. EUR, einer Darlehensrückführung über 1,5 Mio. EUR und Investitionen in die immateriellen Vermögenswerte und in das Sachanlagevermögen. Das Eigenkapital der Marseille-Kliniken AG hat sich von 51,1 Mio. EUR um den Jahresfehlbetrag von 7,0 Mio. EUR sowie die im November 2013 durchgeführte Gewinnausschüttung in Höhe von 1,7 Mio. EUR auf 42,4 Mio. EUR verringert. Die Rückstellungen (inkl. passive latente Steuern) haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,0 Mio. EUR auf 8,4 Mio. EUR vermindert (Vorjahr: 10,4 Mio. EUR). Sie setzen sich im Wesentlichen aus Pensionsrückstellungen (0,4 Mio. EUR; Vorjahr: 0,5 Mio. EUR), Rückstellungen für laufende und latente Steuern (4,7 Mio. EUR; Vorjahr: 5,8 Mio. EUR) sowie aus sonstigen Rückstellungen (3,3 Mio. EUR; Vorjahr: 4,1 Mio. EUR) zusammen. Letztere betreffen unter anderem ausstehende Rechnungen (0,7 Mio. EUR; Vorjahr: 1,1 Mio. EUR), Personalkosten (0,9 Mio. EUR; Vorjahr: 0,9 Mio. EUR), Prozessrisiken (0,4 Mio. EUR; Vorjahr: 0,1 Mio. EUR) sowie Abschluss-/Steuerberatungs- und Prüfungskosten (0,3 Mio. EUR; Vorjahr: 0,4 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten liegen wie im Vorjahr bei 16,8 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 2,8 Mio. EUR auf 77,8 Mio. EUR reduziert. Der Rückgang entfällt zum einen auf Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pool, die von 48,1 Mio. EUR im Vorjahr auf 47,5 Mio. EUR gesunken sind sowie auf Saldierungen mit Forderungen. Darüber hinaus setzen sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus mittelfristigen Darlehensverbindlichkeiten von 24,1 Mio. EUR (Vorjahr: 24,1 Mio. EUR) sowie aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 6,1 Mio. EUR (Vorjahr: 7,5 Mio. EUR) zusammen. Die übrigen Verbindlichkeiten betragen 3,9 Mio. EUR (Vorjahr: 4,6 Mio. EUR) und beinhalten im Wesentlichen ein Darlehen über 1,5 Mio. EUR (Vorjahr: 3,0 Mio. EUR), das der Gesellschaft von einem nahestehenden Unternehmen eines Aufsichtsratsmitglieds gewährt wurde, sowie gestundete Dividendenverbindlichkeiten in Höhe von 1,0 Mio. EUR. Das Gesamtvermögen der Marseille-Kliniken AG beläuft sich auf 154,3 Mio. EUR (Vorjahr: 169,6 Mio. EUR) und ist zu 71,7% (Vorjahr: 69,1%) durch Fremdkapital finanziert. 4. Konzernsteuerung4.1 Finanzielle Leistungsindikatoren Als finanzielle Leistungsindikatoren hat der Vorstand für den Konzern die Kennzahlen EBT und EBIT definiert. Diese Leistungsindikatoren werden fortlaufend auf monatlicher Basis überwacht und gesteuert. Mit Nutzung unserer neuen Steuerungssoftware „Beauty Contest" werden diese in Zukunft noch zeitnaher dezentral überwacht werden können. Zur Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren verweisen wir auf unsere Analyse zur Ertragslage. 4.2 Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Neben finanziellen Leistungsindikatoren steuert und überwacht der Vorstand durch nicht-finanzielle Leistungsindikatoren. Hierzu zählen im Wesentlichen die Auslastung der Einrichtungen und die Qualität der erbrachten Pflegeleistungen. Die durchschnittliche Auslastung im Konzern konnte im Geschäftsjahr auf 90,6 % (Vorjahr: 90,1 %) gesteigert werden. Die Pflegequalität in unseren Einrichtungen ist überdurchschnittlich. Die in unseren Einrichtungen durchschnittlich erreichte MDK-Note liegt mit 1,3 im Branchenschnitt. Unter Berücksichtigung unserer hauseigenen strengen Qualitätsanforderungen konnten wir unsere Pflegequalität im Vorjahresvergleich halten. Die Übergabe der Geschäftsbetriebe in Meerbusch als Ergebnis einer Betriebsuntersagung ist vor diesem Hintergrund besonders unglücklich, insbesondere da hier unsere hauseigenen Qualitätssicherungsmechanismen keinen ausreichenden Schutz gewährleisten konnten. Als Ergebnis haben wir in unserer internen Steuerung einen noch stärkeren Fokus auf nicht-finanzielle Leistungsindikatoren gelegt. 5. MitarbeiterDie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind der wesentliche Erfolgsfaktor des Konzerns. Sie sind deshalb auch ein integraler Baustein der Strategie der Marseille-Kliniken. Der Marseille-Kliniken Konzern beschäftigte im Geschäftsjahr 2013/2014 durchschnittlich 4.790 Mitarbeiter (Vorjahreszeitraum: 4.850 Mitarbeiter). ![]() Die Marseille-Kliniken AG bietet ihren Mitarbeitern/-innen neben einem attraktiven und sicheren Arbeitsplatz im Zukunftsmarkt Pflege eine Reihe von Bonusleistungen an. Das Leistungsspektrum umfasst die Berücksichtigung individueller Arbeitszeitwünsche, finanzielle Unterstützung durch Übernahme von Kinderbetreuungskosten, Durchführung von Fort- und Weiterbildung, interessante Karrieremöglichkeiten im Konzern und finanzielle Unterstützung bei der Altersvorsorge. Für das neue Geschäftsjahr 2014/2015 ist die Einführung eines Prämiensystems vorgesehen, das die Führungskräfte und Leistungsträger im Konzern wettbewerbsorientiert am Erfolg beteiligt. Neben den positiven Effekten der Mitarbeiterbindung soll durch dieses Instrument auch die Orientierung auf Qualität und Ergebnis geschärft werden. Ein Instrument dem Fachkraftmangel zu begegnen, ist unsere Initiative der Fachkraftgewinnung aus Portugal und Spanien. Ziel ist es dabei, gut ausgebildete junge Menschen, die ein Studium und/oder eine Fachausbildung in ihrem Heimatland absolviert haben, für die Pflege in Deutschland zu gewinnen. Seit 2012 konnten durch diese Initiative bereits rd. 100 ausländische Fachkräfte akquiriert und in die Sprachausbildung sowie den Arbeitsalltag in unseren Einrichtungen integriert werden. 6. Chancen- und Risikobericht6.1 Chancen Für den Marseille-Kliniken Konzern ergibt sich unverändert die Chance einer nachhaltigen Ergebnisverbesserung durch die Aufnahme weiterer Bewohner in unseren Einrichtungen und durch die Ausweitung unserer Betreuungsangebote. Diese Wachstumschancen werden durch Skalen- und Synergieeffekte ergänzt, die sich im Konzern durch eine steigende Auslastung und die Möglichkeit, Bedarfe zu bündeln ergeben. Durch die Einführung unseres betriebswirtschaftlichen Steuerungstools Beauty Contest erwarten wir über die bereits im Geschäftsjahr 2014/2015 geplanten Ergebnisverbesserungen mittelfristig weitere Ergebnispotentiale. 6.2 Risiken Umfeld- und Branchenrisiken Das wirtschaftliche Umfeld wird weiter durch eine fortschreitende Dynamisierung des Wettbewerbs, die Konsolidierung des gesamten Gesundheitsmarktes und steigende Qualitätsanforderungen der Bewohner und Patienten sowie des Gesetzgebers geprägt. Darüber hinaus bestehen bundesweit kurz- bis mittelfristige Überkapazitäten in der Branche, wodurch das Auslastungsrisiko steigt. Das gesetzlich vorgeschriebene Vorhalten qualifizierter Mitarbeiter in den Einrichtungen kann zu einer zusätzlichen Erhöhung der Personalkosten führen, da qualifiziertes Pflegepersonal immer mehr zum Engpassfaktor wird. Personalmaßnahmen zwecks Bindung hochqualifizierter Mitarbeiter an die Gesellschaft werden vom Konzern durchgeführt. Die kontinuierliche Aus-, Weiter- und Fortbildung unserer Mitarbeiter erfolgt auch durch Umsetzung unserer Spezialkonzepte. Unsere Vergütungen sind überdurchschnittlich und wir bieten daneben zusätzliche Leistungsanreizsysteme. Einen wesentlichen Teil ihrer Erträge erzielt die Marseille-Kliniken AG aus erbrachten Leistungen an Mitglieder der gesetzlichen Pflegeversicherungen. Die Preise für diese Leistungen bilden sich nicht am freien Markt, sondern werden gesetzlich geregelt und hängen somit in hohem Maße von der Finanzlage der Kostenträger (Pflegekassen, Sozialämter) ab. Aus Gesetzesänderungen resultierende Preisreduzierungen können gegebenenfalls nicht oder nicht vollständig durch Mehrleistungen und Einsparungen kompensiert werden. Preiserhöhungen können auch erst nach längeren Zeiträumen erfolgen, so dass das Eintreten inflationsbedingter Realwertverluste möglich ist. Aus diesen Zusammenhängen könnten sich nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben. Leistungswirtschaftliche Risiken des Konzerns Risiken im Rahmen der Pflege-, Behandlungs- und Betreuungsqualität werden durch kontinuierliche Weiterentwicklung und Schulung der Mitarbeiter auf der Grundlage neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden begegnet. Die Durchführung von Angehörigenbefragungen und Prüfungen unseres Qualitätsmanagements in den jeweiligen Einrichtungen erlauben der Konzernleitung eine Beurteilung der tatsächlich erbrachten bzw. wahrgenommenen Qualität. Innerhalb des Risikomanagementsystems existieren konzernweite Qualitätsberichte, die auf internen Prüfverfahren - angelehnt an die Prüfungsrichtlinien des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) - sowie auf den Ergebnissen der Angehörigenbefragungen basieren. Das konzerninterne Beschwerdemanagementsystem und die Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Heimbeiräten der einzelnen Standorte bewirken einen permanenten Verbesserungsprozess durch Aufnahme von Kundenwünschen. Strategische Risiken des Konzerns Die strategischen Risiken der Marseille-Kliniken umfassen im Wesentlichen die Auslastung bzw. Kostensituation der einzelnen Senioreneinrichtungen und den Immobilienbestand des Konzerns. Vorstand, Aufsichtsrat und Management des Konzerns wirken durch kontinuierliche Abstimmungen und Anpassungen von Ausgestaltungen der Unternehmensstrategie diesen Risiken entgegen. Die Managementebenen der Marseille-Kliniken AG wurden in den vergangenen Jahren zur Optimierung der operativen Steuerung des Segments Pflege reorganisiert. Dabei wurden Regionen definiert, die jeweils von einem Regionalleiter geführt werden und weitere Einrichtungen bestimmt, die direkt der Unternehmensführung zugeordnet wurden. Aus dieser Umstrukturierung ergibt sich eine Stärkung von Entscheidungskompetenzen und Verantwortlichkeiten der Einrichtungen selbst. Weiterhin ist die Gesellschaft bemüht, den Spezialisierungsgrad auf altersbedingte Krankheitsbilder in den einzelnen Einrichtungen auszubauen. Diese Spezialisierung dient dazu, der Nachfragesituation besser zu entsprechen und damit die Belegungen in den einzelnen Häusern zu erhöhen. Eine über alle Bestandshäuser durchgängig sehr hohe Auslastung bleibt dabei immer oberstes Ziel. Es besteht jedoch immer das Risiko, dass einige Standorte temporär niedriger belegt sind als geplant. Eine im Branchenvergleich überdurchschnittlich gute Belegung im Pflegebereich bestimmt zwar weiterhin den Zielschwerpunkt, jedoch ist weiterhin ein straffes Kostenmanagement notwendig, um vorgenannten Umsatzrisiken zu begegnen und so den Konzern dauerhaft profitabel auszurichten. Wir beabsichtigen nach wie vor, die Reha-Stillstandsimmobilien in Reinerzau, Blankenburg, Bad König und weitere kleinere Immobilien im Volumen von 9,0 Mio. EUR zu veräußern. Hinsichtlich der Stillstandsimmobilie in Bad Oeynhausen wurde zum 01. September 2014 ein Kaufvertrag unterzeichnet, der sich zurzeit in der Umsetzung befindet. Finanzwirtschaftliche Risiken Das Konzernmanagement erstellt mindestens einmal jährlich einen ausführlichen Geschäftsplan. In diesen fließen die Ergebnisse der Steuerung und Bewertung des Unternehmensportfolios ein. Der Plan schließt zahlreiche Annahmen zu Pflegesätzen und Auslastungen der einzelnen Senioreneinrichtungen ein, die für das Erreichen der geplanten Umsätze Voraussetzung sind. Die zukünftige Entwicklung kann jedoch aus einer Vielzahl von Gründen von den getroffenen Annahmen abweichen. Es kann daher nicht garantiert werden, dass die Marseille-Kliniken AG die für das Erreichen der finanziellen Ziele erforderlichen Umsätze erlöst. Oberste Priorität der finanzwirtschaftlichen Betrachtung gilt der Sicherung der Liquidität. Auf Basis kontinuierlicher Überwachung wird die rollierende Liquiditätsplanung auf Tages-, Monats-, Quartals- und Jahresbasis abgeleitet. Die Marseille-Kliniken AG erwartet auch im Geschäftsjahr 2014/2015 einen positiven Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit. Für eine ausgewogene Finanzierung des Konzerns ist die Marseille-Kliniken AG in weiteren Gesprächen mit Finanzinstituten über eine langfristige Finanzierung. So konnten im August/September 2014 weitere langfristige Bankdarlehen in Höhe von 2,6 Mio. EUR eingeworben werden. Mit diesen Maßnahmen reduziert die Gesellschaft die Finanzierungsrisiken des Konzerns. Die Marseille-Kliniken AG und ihre Tochtergesellschaften haben mit verschiedenen Investoren in den Jahren 2004 bis 2008 Rahmenvereinbarungen anlässlich des Verkaufs und der Rückmietung von Senioren-Wohnparks und Pflegeheimen (sog. „Säle-an-lease-back") geschlossen. Die Struktur der geschlossenen Rahmenvereinbarungen war im Wesentlichen gleich. Die Objekte wurden von der Gesellschaft oder von ihren Tochtergesellschaften an Dritte verkauft und von diesen zurückgemietet. Die Rahmenvereinbarungen sehen hierbei ein per Vormerkung gesichertes Andienungs- bzw. Eintrittsrecht zugunsten der jeweiligen Gruppengesellschaft für den Fall vor, dass der jeweilige Eigentümer das Objekt verkaufen möchte. Am Ende der Mietzeit hat die Gesellschaft jeweils ein Ankaufsrecht. Die unter der jeweiligen Rahmenvereinbarung abgeschlossenen Kauf- und Mietverträge je verkauftem Grundstück bilden wie folgt eine rechtliche Einheit: Wird einer der beiden Verträge nicht wirksam, nicht durchgeführt oder rückabgewickelt, ist auch der andere Vertrag insgesamt nicht durchzuführen oder rückabzuwickeln. So begründet insbesondere der Verzug bei Mietzahlungen nicht nur die Möglichkeit der Kündigung des Mietvertrags, sondern auch des Rücktritts vom Kaufvertrag durch den jeweiligen Käufer und Vermieter des Grundstücks. Aus den jeweils zwischen 2004 bis 2008 abgeschlossenen Sale-and-lease-back-Verträgen ergeben sich daher neben Liquiditätsvorteilen ggf. auch Risiken aus Rückerstattungsansprüchen der jeweiligen Käufer gegen den Marseille-Kliniken Konzern. Rechtliche Risiken Risiken aus Änderungen der Gesetzgebung in den sozialen Sicherungssystemen können für die Marseille-Kliniken AG eher als geringfügig eingestuft werden. Es werden zwar immer wieder neue Anläufe unternommen, durch gesetzliche Regelungen das Gesundheits- und Pflegesystem finanziell zu stabilisieren, doch die wirtschaftlichen Auswirkungen von Gesetzesänderungen werden aufgrund der politischen und finanziellen Rahmenbedingungen als sehr begrenzt angesehen. Sollte der Gesetzgeber dennoch zukünftig bundesweite Rahmenbedingungen ändern, sind wir davon überzeugt, aufgrund unserer Ausrichtung auf den Kunden und die Wirtschaftlichkeit wie bisher unsere führende Position im Wettbewerb zu halten. Zur Abdeckung von Risiken werden die Entscheidungen und die Gestaltung der Geschäftsprozesse generell auf eine umfassende rechtliche und steuerliche Beratung gestützt. Einzelne Gesellschaften des Marseille-Kliniken Konzerns führen Aktiv- und Passivprozesse an verschiedenen Gerichtsstandorten. Hinsichtlich der laufenden Verfahren kann zur Sicherung der Informationen keine Detaildarstellung gegeben werden, da diese die Angriffs- und Verteidigungslinien in solchen Verfahren beeinträchtigen würden. Für bestehende Prozessrisiken haben wir aus Sicht des Vorstands ausreichende Rückstellungen gebildet, so dass damit nach gegenwärtigem Kenntnisstand bestehende Risiken aus Prozessen zutreffend abgebildet sind. Die Risiken haben sich im Vergleich zum Vorjahr nur unwesentlich hinsichtlich Wahrscheinlichkeit und Höhe verändert. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus gegenüber Tochterunternehmen abgegebenen Patronatserklärungen wird von der Marseille-Kliniken AG als gering eingeschätzt. Sonstige Risiken Die Energieträger Strom, Gas und Öl sowie Wasser werden strikt verbrauchsorientiert eingesetzt. In den Wäschereien werden Spezialmaschinen und umweltschonende Waschmittel eingesetzt, die ebenso wie die bedarfsoptimierten Spülmaschinentaktungen in den Küchen den Einsatz von Ressourcen minimieren. Die Risiken durch weitere Preissteigerungen, beispielsweise im Energiesektor, werden hierdurch für die Marseille-Kliniken verringert. In unwesentlichem Umfang werden Zinssicherungsinstrumente genutzt und Strompreise für einen bestimmten Zeitraum festgeschrieben. Diese sind für die Vermögens,- Finanz- und Ertragslage der Marseille-Kliniken AG und des Marseille-Kliniken Konzerns von untergeordneter Bedeutung. Es wird daher auf die Ausführungen im Anhang zum Einzel- und Konzernabschluss verwiesen. 7 PrognoseberichtAufgrund der demographischen Entwicklung ist der deutsche Pflegemarkt weitestgehend unabhängig von den allgemeinen konjunkturellen Rahmenbedingungen. Die alternde Gesellschaft in Deutschland sorgt in den stationären und ambulanten Versorgungsbereichen für eine langfristig steigende Nachfrage nach Pflegeleistungen. Durch die Einführung des allgemeinen Mindestlohnes zum 01. Januar 2015 und die Erhöhung des Mindestlohnes in der Pflege sowie die Ausweitung des Geltungsbereichs werden die Personalkosten in der Pflegebranche zukünftig steigen. Wir erwarten auf Basis interner Berechnungen zusätzliche Personalaufwendungen von knapp 3 Mio. EUR. Die Finanzierung dieser Personalkostensteigerungen kann aufgrund bestehender Vergütungsvereinbarungen zum Teil erst nach deren Ablauf und damit zeitversetzt erfolgen. Auswirkungen auf die Pflegequalität hat der Mindestlohn nicht, so dass die durchschnittliche MDK-Benotung weiterhin auf dem jetzigen Niveau gehalten werden wird. Die von uns umgesetzte Konzernstrategie bewirkt seit dem Geschäftsjahr 2010/2011 eine steigende Auslastungsquote, deren Niveau wir für das Geschäftsjahr 2014/2015 in Höhe von rd. 91 % erwarten. Vor diesem Hintergrund erwarten wir für das Geschäftsjahr 2014/2015 Umsatzerlöse, die aufgrund der bereits hohen Auslastung im Wesentlichen durch die Verbesserung in der Preisqualität (Pflegestufenmix und Pflegesatzerhöhungen) nach unserer Prognose um 2-2,5 % über den Vorjahreswert steigen werden. Einen strategischen Schwerpunkt bildet weiterhin die Optimierung unseres Kerngeschäftes Pflege, wobei wir aus der Implementierung unseres neuen Steuerungstools Kostenreduzierungen in den administrativen Bereichen und positive Effekte aus dem internen und externen Benchmarking erwarten. Unsere Zielsetzung auf Konzernebene ist es daher, von den beschriebenen Maßnahmen zu profitieren und damit ein positives bereinigtes Konzern-EBIT von rd. 11,0 Mio. EUR bis 12,0 Mio. EUR zu erreichen. Damit läge das bereinigte Konzern-EBIT auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2012/2013. Durch die weitere Verbesserung der Finanzierungsstruktur wird auch auf Ebene des EBT ein zusätzlicher Ergebnisimpuls gegenüber dem Geschäftsjahr 2013/2014 erwartet, so dass mit einem bereinigten EBT von 8,5 Mio. EUR bis 9,5 Mio. gerechnet wird. Wie in vergangenen Geschäftsjahren könnte auch das Konzernergebnis 2014/2015 durch Einmal- oder Sondereffekte belastet sein, die nicht Teil der Ergebnisprognose sein können. Auf Ebene des Einzelabschlusses der Marseille-Kliniken AG intensivieren wir weiterhin die Verbesserung der Geschäftsergebnisse der vier direkt der Muttergesellschaft gehörenden Pflegeeinrichtungen. Im Geschäftsjahr 2014/2015 werden weitere Ergebnisabführungsverträge mit Tochtergesellschaften geschlossen, bei denen die steuerlichen Verlustvorträge im Geschäftsjahr 2013/2014 aufgebraucht wurden. Es wird dadurch mit einer Steigerung des Beteiligungsergebnisses um rd. 3,0 Mio. EUR gerechnet. Im Berichtsjahr war das Ergebnis durch Sonder- und Einmaleffekte aus Abschreibungen auf das Umlaufvermögen und Verlustübernahmen insbesondere durch die Übergabe des Geschäftsbetriebes in Meerbusch negativ beeinflusst. Diese Einmaleffekte haben im Geschäftsjahr 2014/2015 keinen Einfluss mehr auf das Ergebnis der Gesellschaft. Weiterhin haben wir uns Einsparziele gesetzt, die in Summe mit den entfallenden Einmaleffekten dazu führen, dass wir für die Marseille-Klinken AG im Geschäftsjahr 2014/2015 wieder mit einem positiven EBT von 1,0 bis 2,0 Mio. EUR rechnen. Die positive Entwicklung in den Monaten Juli und August 2014 des neuen Geschäftsjahres bestärkt uns in der Prognose für das gesamte Geschäftsjahr 2014/2015. Naturgemäß können Abweichungen zwischen den von uns erwarteten und den tatsächlichen Ergebnissen eintreten. Wir erwarten jedoch, dass sich diese Abweichungen - soweit auf den operativen Geschäftsbetrieb entfallend - in Grenzen halten. 8 NachtragsberichtNachdem die Marseille-Kliniken in den letzten drei Jahren nicht am Kapitalmarkt aufgetreten ist und dieses auch in absehbarer Zeit nicht mehr vorsieht sowie politische Rahmenbedingungen vorfindet, die eine Börsennotierung in Frage stellen, wurde ein sogenanntes Delisting der Marseille-Kliniken Aktien in den Organen der Marseille-Kliniken AG diskutiert und letztendlich auch beschlossen. Die Börsennotierung der Unternehmensaktie im Freiverkehr wurde durch Kündigung zum 11.08.2014 beendet. Das Delisting der Aktie wurde von den Organen der Marseille-Kliniken AG vor Beschlussfassung einer ausführlichen rechtlichen Prüfung unterzogen. Nach dem Beschluss, die Aktien von der Börse zu nehmen, hat die Marseille-Kliniken AG nun die Valora Effekten Handel AG damit beauftragt, eine Handelsplattform für Anteilseigner zu schaffen. Die Schaffung einer solchen Handelsplattform wurde in einem Brief an die Aktionäre angekündigt. Über die Valora Effekten AG können seit dem 12.08.2014 die Käufer und Verkäufer der Aktien miteinander in Kontakt treten und diese dort handeln. Die Valora Effekten Handel AG ist das älteste und größte börsenunabhängige Handelshaus für nicht notierte Aktien. Mit Datum vom 01.09.2014 wurde die Immobilie in Bad Oeynhausen veräußert. Darüber hinaus wurden mehrere Darlehen mit einem Nominalvolumen von 2,6 Mio. EUR zu vorteilhaften Zinssätzen aufgenommen. Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2013/2014 sind ansonsten keine wesentlichen Ereignisse eingetreten, die das im vorliegenden Einzel- und Konzernabschluss vermittelte Bild der Lage des Mutterunternehmens und des Konzerns beeinflussen und wesentliche Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf der Marseille-Kliniken AG oder des Konzerns insgesamt haben können. 9 Bericht des Vorstandes über die Beziehungen zu verbundenen UnternehmenDer Vorstand hat entsprechend § 312 AktG für das Geschäftsjahr 2013/2014 einen Bericht über Beziehungen zu allen verbundenen Unternehmen aufgestellt und gemäß § 313 AktG dem Abschlussprüfer zur Prüfung vorgelegt. Folgende Erklärung findet sich am Ende dieses Berichts wieder: „Der Vorstand der Marseille-Kliniken AG, Berlin, erklärt, dass die Marseille-Kliniken AG bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die ihm im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden ist."
Berlin, den 17. September 2014 Marseille-Kliniken Aktiengesellschaft Vorstand Heinz-Dieter Wopen Konzernbilanzder Marseille-Kliniken AG, Berlin
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungder Marseille-Kliniken AG, Berlin
Konzern-Gesamtergebnisrechnungder Marseille-Kliniken AG, Berlin
Eigenkapitalveränderungsrechnung für den Zeitraum vom 1.7.2013 bis 30.6.2014 und Vorjahreszeitraumder Marseille-Kliniken AG, Berlin
Konzern-Kapitalflussrechnungder Marseille-Kliniken AG, Berlin
Konzernanhang (IFRS Notes) für das Geschäftsjahr 2013/2014der Marseille-Kliniken Aktiengesellschaft, BerlinInhaltsverzeichnis 1 INFORMATIONEN ZUM UNTERNEHMEN/ALLGEMEINE HINWEISE 2 BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE
3 EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG 4 ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ
5 ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
6 ZUSÄTZLICHE ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTEN 7 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG 8 ERGEBNIS JE AKTIE 9 GEZAHLTE UND VORGESCHLAGENE DIVIDENDE 10 EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG 11 KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG 12 SONSTIGE ANGABEN
1 Informationen zum Unternehmen/Allgemeine HinweiseDer Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2013 bis zum 30. Juni 2014 wird voraussichtlich am 19. September 2014 durch Beschluss des Vorstandes der Marseille-Kliniken AG zur Veröffentlichung freigegeben. Die Marseille-Kliniken AG ist eine in Deutschland gegründete, in ihrer Haftung beschränkte Gesellschaft mit Sitz in Berlin (Handelsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg unter HRB 86329), deren Aktien (seit 11. Juli 2013) und Teilschuldverschreibungen im Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt wurden. Nachdem die Marseille-Kliniken in den letzten drei Jahren nicht am Kapitalmarkt aufgetreten ist und dieses auch in absehbarer Zeit nicht mehr vorsieht sowie politische Rahmenbedingungen vorfindet, die eine Börsennotierung in Frage stellen, wurde ein sogenanntes Delisting der MKAG Aktien in den Organen der Marseille-Kliniken AG diskutiert und letztendlich auch beschlossen. Die Börsennotierung der Unternehmensaktie im Freiverkehr wurde durch Kündigung zum 11. August 2014 beendet. Das Delisting der Aktie wurde von den Organen der Marseille-Kliniken AG vor Beschlussfassung einer ausführlichen rechtlichen Prüfung unterzogen. Die Aktien der Marseille-Kliniken AG werden seit dem 12. August 2014 außerhalb der Börse über die VALORA EFFEKTEN HANDEL AG gehandelt. Die Verwaltungszentrale befindet sich in Hamburg in gemieteten Räumen. Die Hauptaktivitäten der Marseille-Kliniken AG sind die Errichtung, der Erwerb und/oder das Betreiben von Pflegeeinrichtungen, Altenwohnheimen, Dienstleistungsgesellschaften im sozialen und karitativen Bereich sowie Beherbergungsunternehmen. Im Weiteren gehören hierzu auch die Entwicklung, Verwertung und Lizenzierung von Software, insbesondere Standardsoftware im ambulanten und stationären sozialen und medizinischen Bereich. 2 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze2.1 Grundlagen der Abschlusserstellung Das vom Kalenderjahr abweichende Geschäftsjahr beginnt jeweils am 1. Juli und endet im jeweils darauf folgenden Jahr am 30. Juni. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (soweit vorhanden), zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte, derivative Finanzinstrumente und zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Die Anpassung der Buchwerte der in der Bilanz erfassten Vermögenswerte und Schulden, welche Grundgeschäfte im Rahmen von Absicherungen des beizulegenden Zeitwertes darstellen, erfolgt aufgrund von Änderungen der beizulegenden Zeitwerte, die den abgesicherten Risiken zugerechnet werden. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Die Angaben werden teilweise in TEUR bzw. in Mio. EUR gemacht. Es können Rundungsdifferenzen in Höhe von TEUR +/- 1 auftreten. Der Jahresabschluss wurde unter der Going-concern-Annahme aufgestellt. 2.1.1 Erklärung zur Übereinstimmung mit IFRS Der Konzernabschluss der Marseille-Kliniken AG wurde in Übereinstimmung mit den zum Bilanzstichtag geltenden vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und unter Berücksichtigung der Auslegungen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) sowie den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB angewendeten handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der Konzernabschluss umfasst als Bestandteile die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung, die Gesamtergebnisrechnung, die Eigenkapitalveränderungsrechnung, die Kapitalflussrechnung und den Anhang. 2.1.2 Konsolidierungsgrundsätze Der Konzernabschluss der Marseille-Kliniken AG umfasst den Abschluss der Marseille-Kliniken AG und ihrer Tochterunternehmen zum 30. Juni eines jeden Geschäftsjahres. Es werden sämtliche Jahresabschlüsse der Konzerngesellschaften zum Stichtag der Marseille-Kliniken AG zum 30. Juni 2014 gemäß International Accounting Standard (IAS) 27 nach zu dem Abschluss des Mutterunternehmens einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Für die Tochtergesellschaft Marseille-Kliniken AG (Schweiz) wurde ein Zwischenabschluss zum 30. Juni 2014 erstellt. Zum 30. Juni 2014 werden 80 (Vorjahr: 81) Gesellschaften konsolidiert. Im Geschäftsjahr 2013/2014 fand lediglich eine Verschmelzung statt. Der Konzernabschluss umfasst alle Tochtergesellschaften, auf die die Marseille-Kliniken AG einen beherrschenden Einfluss (Control-Prinzip) ausüben kann. Das sind alle Unternehmen, bei denen die Marseille-Kliniken AG die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50%. Bei der Beurteilung, ob Kontrolle vorliegt, werden Existenz und Auswirkung potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder umwandelbar sind, berücksichtigt. Tochtergesellschaften werden ab dem Erwerbszeitpunkt, d.h. ab dem Zeitpunkt, an dem der Konzern die Beherrschung erlangt, voll konsolidiert. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht. Gemäß IFRS 3 sind sämtliche Unternehmenserwerbe nach der Erwerbsmethode abzubilden. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach IAS 27 durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen. Beim Unternehmenserwerb werden die Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten der erworbenen Tochterunternehmen mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet. Übersteigen die Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen und identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten, so wird der Unterschiedsbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) ausgewiesen. Jeder negative Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs und den erworbenen identifizierbaren Vermögenswerten, Schulden und Eventualverbindlichkeiten wird in der Periode des Erwerbs erfolgswirksam erfasst. Die Anteile von Minderheiten stellen den Anteil des Ergebnisses und des Reinvermögens von Tochterunternehmen dar, der nicht dem Konzern zuzurechnen ist. Minderheitenanteile werden in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung und in der Konzernbilanz separat ausgewiesen. Der Ausweis in der Konzernbilanz erfolgt innerhalb des Eigenkapitals, getrennt von dem auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Eigenkapital. Im Konzernabschluss sind die Aufwendungen und Erträge der erstkonsolidierten Unternehmen ab dem Stichtag der Erstkonsolidierung enthalten. Die Ergebnisse der im Laufe eines Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden vom effektiven Erwerbszeitpunkt an oder bis zum effektiven Abgangszeitpunkt in die Konzern-Gesamtergebnisrechnung einbezogen. Im jeweiligen Geschäftsjahr neu gegründete Gesellschaften werden ab dem Gründungszeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen. Alle konzerninternen Salden, Erträge, Aufwendungen sowie unrealisierte Gewinne und Verluste aus konzerninternen Transaktionen werden in voller Höhe eliminiert. 2.1.3 Konsolidierungskreis Der Umfang der Gesellschaften, die dem Konsolidierungskreis der Marseille-Kliniken AG entsprechend IAS 27 zuzurechnen sind, hat sich im Geschäftsjahr 2013/2014 gegenüber dem Konsolidierungskreis zum 30. Juni 2013 verändert. In den Konzernabschluss werden zum 30. Juni 2014 die Marseille-Kliniken AG und alle ihre nachfolgend aufgeführten 79 (Vorjahr: 80) Tochtergesellschaften einbezogen;
1)
Konzernanteil nach Abzug der direkten und indirekten Minderheitenanteile Darüber hinaus werden unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten der Marseille-Kliniken AG, Berlin, folgende Beteiligungen ausgewiesen:
*
laut dem vorläufigen Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2013/2014 Darüber hinaus hält der Konzern vier weitere Beteiligungen, die unwesentlich sind. Einzelne Tochtergesellschaften werden im Rechtskleid einer gemeinnützigen GmbH geführt. Damit diese Gesellschaften ihren steuerrechtlichen Status nicht verlieren, sind Ausschüttungen nur bedingt möglich. Gewinne sind im Wesentlichen zu thesaurieren und zeitnah zu verwenden. Mutterunternehmen des größten Konsolidierungskreises ist die Marseille-Kliniken AG, Berlin. Am Stichtag 30. Juni 2014 bestehen insgesamt 34 (Vorjahr: 37) Ergebnisabführungsverträge zwischen der Marseille-Kliniken AG, Berlin, als Organträgerin und diversen Tochtergesellschaften, sowie 10 (Vorjahr: 7) Ergebnisabführungsverträge zwischen der MK-Delta GmbH und einigen ihrer Tochtergesellschaften. Des Weiteren besteht ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen der AMARITA Hamburg-Mitte PLUS GmbH und der SWP Wolmirstedt GmbH sowie zwischen der SWP Dresden „Am Großen Garten" GmbH und der Spezial-Pflegeheim Hennigsdorf GmbH als auch zwischen der AMARITA Bremerhaven GmbH und der SWP Neuruppin GmbH. Im Rahmen des Steueroptimierungsprozesses und, um die Verträge auf die geänderte Rechtslage des § 302 (dynamischer Verweis) anzupassen, wurden im Geschäftsjahr 2013/2014 unmittelbar und mittelbar bestehende Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge aufgehoben und neu abgeschlossen, wobei die genehmigungspflichtigen Verträge auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 9. Mai 2014 beschlossen wurden. Eine Gesellschaft, an der die Marseille-Kliniken mit 94% am Kommanditkapital beteiligt ist, ist aufgrund gesellschaftsrechtlich abweichender Stimm- und Gewinnansprüche nicht zu konsolidieren. Die Veränderung des Konsolidierungskreises resultiert aus der Verschmelzung der Betrium Nr. 52 Vermögensverwaltungs-GmbH auf die MK „Vorrat Nr. 26" Vermögensverwaltungs GmbH. Hinsichtlich möglicher Auswirkungen neu anzuwendender Standards auf den Konsolidierungskreis wird auf Tz. 2.2.1 verweisen. 2.1.4 Währungsumrechnung Funktionale Währung und Berichtswährung Die Berichtswährung des Konzernabschlusses ist Euro, die die funktionale Währung der Mutterunternehmens und gleichzeitig der einbezogenen Tochterunternehmen mit Ausnahme der Tochtergesellschaft Marseille-Kliniken AG, Zug (Schweiz), darstellt. Der Jahresabschluss des Tochterunternehmens Marseille-Kliniken AG, Zug (Schweiz), das eine von der Konzernberichtswährung abweichende funktionale Währung hat, wird wie folgt in die Berichtswährung Euro umgerechnet: Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden zum Bilanzstichtagskurs, die Erträge und Aufwendungen zum Durchschnittskurs dargestellt. Das im Rahmen eines Erwerbs ausländischer Tochtergesellschaften erstkonsolidierungspflichtige Eigenkapital wird zum jeweiligen Bilanzstichtag mit dem historischen Kurs zum Erwerbszeitpunkt umgerechnet. Die daraus resultierenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden direkt im Eigenkapital erfasst. Der CHF-Euro-Wechselkurs ist in der folgenden Tabelle dargestellt:
Transaktionen und Salden Fremdwährungstransaktionen werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen und aus Umrechnungen von monetären Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in Fremdwährung zu abweichenden Stichtagskursen resultieren, werden erfolgswirksam erfasst. 2.2 Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 2.2.1 Ausweisänderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung Im Geschäftsjahr 2013/2014 erfolgte zur besseren Darstellung der Ertragslage eine Ausweisänderung bei einigen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung, die einen Wechsel der Rechnungslegungsmethode gemäß IAS 8.14 darstellt. Die Vorjahreswerte wurden dabei gemäß IAS 1.41 entsprechend retrospektiv angepasst. Die Anpassungen werden in der nachfolgenden Tabelle dargestellt: Angepasste Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
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| NEU 01.07.2012 bis 30.06.2013 TEUR |
Anpassung TEUR |
ALT 01.07.2012 bis 30.06.2013 TEUR |
|
| Umsatzerlöse | 200.782 1) | 674 | 200.108 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 150 | 150 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 8.035 1) | -674 | 8.709 |
| 0 | |||
| Gesamtleistung | 208.967 | 208.967 | |
| Materialaufwand/Aufwand für bezogene Leistungen | 26.197 2) | 2.758 | 23.439 |
| Personalaufwand | 106.497 3) | 276 | 106.221 |
| Abschreibungen | 6.924 | 6.924 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 57.969 2), 3) | -3.034 | 61.003 |
| Sonstige Steuern | 329 | 329 | |
| 0 | |||
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 11.051 | 11.051 |
1)
Im Wesentlichen wurde die Vermietung von Zimmern bzw. Objekten an Externe der originären
Geschäftstätigkeit zugeordnet
2)
Die Abwasser und Müllgebühren sowie sonstige Fremdleistungen für die operativen Einrichtungen
werden nun im Materialaufwand ausgewiesen
3)
Betrifft insbesondere die Umgliederung der Beiträge für die Schwerbehindertenausgleichsabgabe
in den Personalaufwand
2.2.2 Auswirkungen von neuen Rechnungslegungsvorschriften
Folgende, von IASB und IFRIC neu verabschiedete bzw. geänderte und durch die EU anerkannte Bilanzierungsstandards und Interpretationen wurden im Geschäftsjahr 2013/2014 erstmalig angewendet. Die Anwendung des geänderten IAS 19 erfolgte bereits frühzeitig im Vorjahr.
| Standard | Status | Anzuwenden ab | |
| AIP 2009-2011 | Änderung diverser Standards | geändert | 01.01.2013 |
| IFRS 7 | Angaben zu Finanzinstrumenten Saldierung | geändert | 01.01.2013 |
| IFRS 13 | Bewertung zum beizulegenden Zeitwert | neu | 01.01.2013 |
| IFRIC 20 | Interpretationen zu Sachverhalten | neu | 01.01.2013 |
Die bereits im Vorjahr frühzeitig angewendete Änderung der Bilanzierung von Pensionsverpflichtungen und hier insbesondere die Abschaffung der Korridormethode sowie die Anwendung des IAS 19 revised hat zur Folge, dass eine Umgliederung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus der Gewinn- und Verlustrechnung über das sonstige Ergebnis (OCI - Other Comprehensive Income) direkt im Eigenkapital erfolgt. Aufgrund der frühzeitigen Anwendung von IAS 19 revised im vorherigen Geschäftsjahr 2012/2013 war eine Anpassung der Vorjahreszahlen entsprechend den Vorschriften des IAS 8.36 für Bilanz- und GuV-Positionen nicht erforderlich.
Sämtliche Änderungen durch das jährliche Verbesserungsverfahren 2009-2011 betreffen im Einzelnen folgende Verlautbarungen:
| • |
IFRS 1 Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards |
| • |
IAS 1 Darstellung des Abschlusses |
| • |
IAS 16 Sachanlagen |
| • |
IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung |
| • |
IAS 34 Zwischenberichterstattung |
Die neuen Rechnungslegungsvorschriften haben neben erweiterten Anhangangaben keinen bzw. keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Die Änderungen in IFRS 7 beinhalten umfangreichere Angaben zu Finanzinstrumenten, die im Zusammenhang mit bestimmten Aufrechnungsvereinbarungen nach IAS 32 stehen. Die Offenlegung ist unabhängig davon, ob die Aufrechnungsvereinbarung tatsächlich zu einer Aufrechnung der betroffenen finanziellen Vermögenswerte und Schulden geführt hat. Ebenfalls müssen qualitative Beschreibungen und quantitative Angaben der Aufrechnungsansprüche angegeben werden. Die Änderungen sind ebenfalls für das Vergleichsjahr anzuwenden.
Im neuen Standard IFRS 13 wird definiert, wie der beizulegende Zeitwert zu interpretieren ist. Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, den unabhängige Marktteilnehmer unter marktüblichen Bedingungen zum Bewertungsstichtag bei Verkauf eines Vermögenswertes realisieren bzw. bei einer Übertragung einer Verbindlichkeit zahlen würden. Des Weiteren wird im IFRS 13 festgelegt, wie hinsichtlich der Bewertung vorzugehen ist wird und welche Angaben zu machen sind. Die erweiterten Anhangsangaben vom Marseille-Kliniken Konzern insbesondere in Bezug auf die nicht finanziellen Vermögenswerte berücksichtigt.
Die neu angewendeten Standards und Interpretationen hatten bis auf die bereits im Vorjahr erstmalig angewendeten Änderungen durch IAS 19 revised keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Weitere neue Standards bzw. Interpretationen, wie z.B. der IFRIC 20, werden aufgrund ihrer offensichtlich unwesentlichen Auswirkung auf den IFRS Konzernabschluss der Marseille-Kliniken AG nicht erläutert.
2.2.3 Neu herausgegebene, nicht vorzeitig angewandte bzw. noch nicht durch die EU übernommene Rechnungslegungsvorschriften
Das IASB hat neue bzw. überarbeitete Standards verabschiedet, die erst ab dem 1. Juli 2014 oder später verpflichtend anzuwenden sind. Die Anwendung dieser Standards setzt die zum Teil noch ausstehende Anerkennung durch die Europäische Union voraus. Im Einzelnen handelt es sich dabei um folgende IFRS/IAS:
| Standard | Status | Anzuwenden ab | |
| IAS 19 | Arbeitnehmerbeiträge | geändert | offen |
| IAS 27 | Einzelabschlüsse | geändert | 01.01.2014 |
| IAS 28 | Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | geändert | 01.01.2014 |
| IAS 32 | Saldierung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten | geändert | 01.01.2014 |
| IAS 36 | Angaben zum erzielbaren Betrag | geändert | 01.01.2014 |
| Novation wn Derivaten im | geändert | 01.01.2014 | |
| IAS 39 | Sicherungszusammenhang | ||
| Finanzinstrumente: Angaben - Saldierung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller | geändert | 01.01.2015 | |
| IFRS 7 | Verbindlichkeiten | ||
| IFRS 9 | Finanzinstrumente | neu | offen |
| IFRS 10 | Konzernabschlüsse | neu | 01.01.2014 |
| IFRS 11 | Gemeinschaftliche Vereinbarungen | neu | 01.01.2014 |
| IFRS 12 | Angaben zu Anteilen an Unternehmen | neu | 01.01.2014 |
| AIP 2010 - 2012 | Annual Improvement Project des IASB | geändert | offen |
| AIP 2011 - 2013 | Annual Improvement Project des IASB | geändert | offen |
| IFRIC 21 | Abgaben | geändert | 01.01.2014 |
In der Tabelle sind nur die für die Marseille-Kliniken AG relevanten neu anzuwendenden Standards und Interpretationen aufgeführt, die vom IASB bzw. vom IFRIC bereits verabschiedet wurden.
IAS 27 beinhaltet alle verbliebenen Vorschriften zu Einzelabschlüssen, nachdem die Vorschriften zur Beherrschung in IFRS 10 übernommen wurden. IAS 28 beinhaltet die Vorschriften zu gemeinschaftlich geführten Unternehmen sowie assoziierten Unternehmen, die gemäß IFRS 11 at equity bewertet werden.
Die Änderungen an IAS 32 stellen lediglich eine Klarstellung der bisherigen Saldierungsregeln dar. Folgewirkungen auf Anhangsangaben wurden mit dem geänderten IFRS 7 berücksichtigt.
IAS 36 erfordert nun die Angabe von Information zur Ermittlung des erzielbaren Betrages von wertgeminderten Vermögenswerten für den Fall, dass dieser Betrag auf dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten basiert.
Die Änderungen in IAS 39 betreffen die Auswirkungen der Umstellung auf zentrale Gegenparteien, den sogenannten Central Counterparties, zur Verminderung der Ausfallrisiken und Verbesserung der Transparenz bei außerbörslichen Derivaten.
In IFRS 9 umfassen die Änderungen eine Neuklassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten. Dies ist der erste Schritt, um IAS 39 künftig zu ersetzen, und ändert die bisherigen Vorschriften zur Kategorisierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten grundlegend. Der Standard umfasst zukünftig noch zwei anstatt vier Bewertungskategorien für finanzielle Vermögenswerte. Dies sind die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert oder die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Kriterien für eine Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten sind das planmäßige Halten eines finanziellen Vermögenswertes zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme sowie Vertragsbedingungen, die Tilgungs- und Zinszahlungen auf ausstehende Rückzahlungsbeträge zu bestimmten vereinbarten Zeitpunkten vorsehen. Werden diese beiden Kriterien nicht erfüllt, sind die finanziellen Vermögenswerte mit dem beizulegenden Zeitwert zu bewerten.
Aufgrund der Verschiebung des Erstanwenderzeitpunktes auf den 01. Januar 2015 und der ausstehenden Empfehlung zur Übernahme durch die EU hat die Marseille-Kliniken AG noch keine detaillierte Prüfung möglicher Auswirkungen des IFRS 9 auf den Konzernabschluss vorgenommen.
Mit IFRS 10 wird ein einheitliches Konsolidierungsmodell für sämtliche Unternehmen eingeführt, das auf die Beherrschung eines Tochterunternehmens durch ein Mutterunternehmen abstellt. IFRS 10 ändert die Definition der Beherrschung dahingehend, dass zur Ermittlung eines Beherrschungsverhältnisses einheitliche Kriterien Anwendung finden. Zukünftig setzt Beherrschung eine Verfügungsgewalt und variable Rückflüsse voraus. Die Verfügungsgewalt ist die Möglichkeit diejenigen Aktivitäten des Beteiligungsunternehmens zu lenken, die wesentlichen Einfluss auf die variablen Rückflüsse haben. In IFRS 10 enthaltene Beispiele zeigen, dass eine Beherrschung eines Beteiligungsunternehmens auch vorliegen kann, wenn weniger als 50% der Anteile gehalten werden.
Die Marseille-Kliniken AG hat mögliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auf Basis der neuen Kriterien geprüft und stellt diese im Folgenden dar:
An der SCS Standardsoftware Computersysteme AG, Hamburg besteht eine Minderheitenbeteiligung. Die Analyse der Geschäftsbeziehungen hat zu dem Ergebnis geführt, dass trotz geringer Kapitalbeteiligung eine Beherrschung im Sinne des IFRS 10 vorliegt. Die Gesellschaft wird mit erstmaliger Anwendung des IFRS 10 zum 1. Juli 2014 vollkonsolidiert. Die Konsolidierung wird im Wesentlichen zu einer Verschiebung innerhalb von Aufwendungen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung führen.
Eine Miteinbeziehungspflicht nach IFRS 10 hat sich für weitere Gesellschaften nach der durchgeführten Analyse nicht ergeben.
IFRS 11 definiert eine gemeinschaftliche Vereinbarung als eine über einen Vertrag geregelte gemeinschaftliche Kontrolle von zwei oder mehr Partnerunternehmen. Gemeinschaftsunternehmen werden zukünftig nach der Equity-Methode in Übereinstimmung mit dem geänderten IAS 28 bilanziert; eine Einbeziehung mithilfe der Quotenkonsolidierung ist nicht mehr gestattet.
Der neue IFRS 12 führt die überarbeiteten Angabepflichten zu IAS 27/IFRS 10, IAS 31/IFRS 11 und IAS 28 in einem Standard zusammen und wird zu erweiterten Anhangsangaben für den Konzern führen. Unternehmen müssen zukünftig gemäß IFRS 12 Angaben machen, die es dem Abschlussadressaten ermöglichen, Art, Risiken und finanzielle Auswirkungen zu beurteilen, die mit dem Engagement bei Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen, gemeinschaftlichen Vereinbarungen und Zweckgesellschaften verbunden sind. Dies sind u.a. wesentliche Ermessensentscheidungen und Annahmen, die ein Unternehmen klassifizieren, ob es gemeinschaftlich beherrscht, beherrscht wird oder selbst beherrscht und wesentlich Einfluss auf ein anderes Unternehmen ausübt. Des Weiteren sind Angaben zu Anteilen an Tochter-, gemeinschaftlichen und assoziierten Unternehmen sowie Angaben zu Anteilen an Zweckgesellschaften zu machen.
Die erstmalige Anwendung von IFRS 11 und IFRS 12 wird ausschließlich zu weiteren Anhangsangaben führen.
Von der Möglichkeit, vom IASB bereits verabschiedete Standards vorzeitig anzuwenden, wurde im Geschäftsjahr 2013/2014 kein Gebrauch gemacht. Eine frühere Anwendung hätte nach aktueller Einschätzung keine wesentliche Auswirkung auf die aktuelle Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gehabt. Gleiches gilt für die künftige Anwendung.
2.3 Wesentliche Ermessensentscheidungen und Schätzungen
Die Aufstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert, dass in einem bestimmten Umfang Annahmen gemacht und Schätzungen vorgenommen werden, die sich auf den Wertansatz der Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden sowie die bilanzierten Erträge und Aufwendungen auswirken. Diese Annahmen und Schätzungen beziehen sich unter anderem auf die Bilanzierung und Bewertung
| • |
von Geschäfts- oder Firmenwerten, |
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von Anlagevermögen, |
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von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, |
| • |
von aktiven latenten Steuern, insbesondere auf Verlustvorträge, |
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von zur Veräußerung bestimmten langfristigen Vermögenswerten sowie mit Veräußerungsabsicht erworbene Vermögenswerte. |
Danach werden Annahmen und Schätzungen bei der Festlegung der Nutzungsdauer von Vermögenswerten des Anlagevermögens (inkl. Stillstandsimmobilien), bei der Ermittlung abgezinster Cashflows im Rahmen von Werthaltigkeitstests und bei der Bildung von Rückstellungen, beispielsweise für Rechtstreitigkeiten und Steuern, getroffen. Annahmen und Schätzungen werden ebenfalls bei der Bewertung von zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten und mit Veräußerungsabsicht erworbenen Vermögenswerten zugrunde gelegt, soweit nicht aktuelle Kaufverträge oder Angebote vorliegen.
Die Bewertung der Stillstandsimmobilien erfolgte zu fortgeführten Anschaffungskosten, soweit nicht eine Abwertung auf den gesunkenen Zeitwert erforderlich war.
Schätzungen beruhen auf Erfahrungswerten und anderen Annahmen, die unter den gegebenen Umständen als angemessen erachtet werden. Sie werden laufend überprüft, können aber von den tatsächlichen Werten abweichen.
Der Konzern überprüft mindestens einmal jährlich, ob ein Geschäfts- oder Firmenwert wertgemindert ist. Dies erfordert eine Schätzung der erzielbaren Beträge der Zahlungsmittel generierenden Einheiten, denen der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Zur Schätzung der erzielbaren Beträge muss die Unternehmensleitung die voraussichtlichen künftigen Cashflows der Zahlungsmittel generierenden Einheit schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Der Buchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte beträgt zum 30. Juni 2014 TEUR 27.028 (Vorjahr: TEUR 27.167). Weitere Einzelheiten sind unter „Geschäfts- oder Firmenwerte" im Erläuterungsteil zur Bilanz dargestellt.
Die Festlegung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer der Vermögenswerte des übrigen Sachanlagevermögens basiert ebenso auf Annahmen wie der Restwert dieser Gegenstände am Ende der Nutzungsdauer. Diesen Einschätzungen lagen im Wesentlichen externe Quellen zugrunde. Ebenfalls wurden Einschätzungen über den erzielbaren Betrag nach IAS 36 vorgenommen, wobei hinsichtlich der Bewertung von Grundstücken und Gebäuden in einigen Fällen externe Gutachten zugrunde gelegt wurden.
Der Aufwand für Pensionsverpflichtungen wird anhand von versicherungsmathematischen Gutachten ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf Abzinsungssätze, erwartete Erträge aus Planvermögen, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und künftige Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten.
Weiterhin liegen den Wertberichtigungen auf Forderungen, den aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge sowie der Bewertung der kurzfristigen Rückstellungen Annahmen und Schätzungen des Managements zugrunde, die auf zuletzt verfügbaren Informationen beruhen.
Sämtliche Annahmen basieren auf den Verhältnissen und Einschätzungen zum Bilanzstichtag. Zudem wurde hinsichtlich der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung die zu diesem Zeitpunkt als realistisch unterstellte zukünftige Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds in der Branche und in den Regionen, in denen der Konzern tätig ist, berücksichtigt. Durch von den Annahmen abweichende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können sich die tatsächlichen Beträge von den Schätzwerten unterscheiden. In solchen Fällen werden die Annahmen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden gegebenenfalls entsprechend angepasst.
Für die wesentlichen Bewertungsparameter wurden Sensitivitätsanalysen erstellt, deren Ergebnisse in den jeweiligen Abschnitten zusammengefasst werden.
2.4 Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Für die Aufstellung des Konzernabschlusses der Marseille-Kliniken AG sind die nachfolgend beschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:
Die immateriellen Vermögenswerte werden mit den Anschaffungskosten oder Herstellungskosten bewertet. Die immateriellen Vermögenswerte werden mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte planmäßig über Nutzungsdauern von drei bis dreißig Jahren abgeschrieben.
Entwicklungskosten werden als selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte erfasst, wenn der Vermögenswert mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu künftigen Finanzmittelzuflüssen führt, die zurechenbaren Aufwendungen zuverlässig ermittelt werden können und die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit nachgewiesen ist. Dies ist in der Regel dann der Fall, wenn ein Entwicklungsprojekt einen bestimmten Meilenstein in einem bestehenden Projektmanagementmodell erreicht hat.
Der Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein immaterieller Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Ist eine Wertminderung gegeben, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.
Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden zu Anschaffungskosten, ggf. unter Berücksichtigung von Wertminderungen, bilanziert. Gemäß IFRS 3 in Verbindung mit IAS 36 erfolgt keine planmäßige Abschreibung dieser Vermögenswerte.
Zur Beurteilung von Wertminderungen werden jährlich jeweils zum 30. Juni Werthaltigkeitstests für die Geschäfts- oder Firmenwerte auf Ebene der Zahlungsmittel generierenden Einheiten durchgeführt, um notwendige außerplanmäßige Wertberichtigungen gemäß IAS 36 zu identifizieren. Die Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt darüber hinaus, sofern eingetretene Ereignisse es erfordern. Eine Wertminderung wird auf der Grundlage des erzielbaren Betrags der Zahlungsmittel generierenden Einheit, auf die sich der Geschäfts- oder Firmenwert bezieht, bestimmt. Liegt der erzielbare Betrag der Zahlungsmittel generierenden Einheit unter ihrem Buchwert, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Dabei stellt der erzielbare Betrag den höheren der beiden Werte aus Nettoveräußerungswert und dem Barwert der geschätzten Mittelzuflüsse (Nutzungswert) dar. Zur Schätzung des Nutzungswerts nach IAS 36 werden die voraussichtlichen zukünftigen Cashflows aus der Zahlungsmittel generierenden Einheit geschätzt und mit einem angemessenen Zinssatz abgezinst, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Bei der Bestimmung des Nutzungswertes einer Zahlungsmittel generierenden Einheit wurde bei einem festen Planungszeitraum von 5 Jahren unterstellt, dass das letzte Planungsjahr auch dem Jahr der ewigen Rente entspricht, da davon ausgegangen wird, dass das Bewertungsobjekt einer längeren Nutzung unterliegt.
Das gesamte Sachanlagevermögen wird nach der Anschaffungskostenmethode zu Anschaffungsbzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen einbezogen. Fremdkapitalkosten werden gemäß IAS 23 nur dann aktiviert, wenn sie direkt zurechenbar im Zusammenhang mit der Finanzierung der Anschaffung oder Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes anfallen. Ein qualifizierter Vermögenswert liegt vor, wenn seine Herstellung bis zur Versetzung in einen gebrauchsfertigen Zustand einen beträchtlichen Zeitraum erfordert. Alle anderen Fremdkapitalkosten werden als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Reparatur- und Instandhaltungskosten werden im Zeitpunkt ihrer Entstehung als Aufwand verbucht. Die Abschreibungen werden linear über die voraussichtliche geschätzte Nutzungsdauer der Vermögenswerte vorgenommen.
Die lineare Abschreibung bei Gebäuden erfolgt im Wesentlichen über eine Nutzungsdauer von 50 Jahren. Technische Anlagen und Maschinen werden im Wesentlichen über eine Nutzungsdauer von 5 bis 20 Jahren, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung im Wesentlichen über einen Zeitraum von 3 bis 15 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer unter Anwendung der linearen Abschreibungsmethode vorgenommen. Die Gebäude werden entsprechend der Definition von IAS 16.6 auf einen Restwert abgeschrieben, der sich auf 10% der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten beläuft. Dem Konzern liegen keine Hinweise vor, die zu einer Änderung des erwarteten Restwertes führen.
Die Buchwerte des Sachanlagevermögens werden bei Vorliegen von Anzeichen auf Wertminderungen geprüft und gegebenenfalls angepasst. Vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen werden bei Wegfall des Grundes der zur außerplanmäßigen Abschreibung geführt hat, durch Zuschreibungen - maximal auf die Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten - eliminiert.
Auf der Basis von Leasingverträgen genutzte Sachanlagen werden gemäß IAS 17 aktiviert und abgeschrieben, wenn die Voraussetzungen des Finanzierungsleasings erfüllt sind. Leasingverhältnisse werden nach IAS 17 als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn durch die Leasingbedingungen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen auf den Leasingnehmer übertragen werden. Hiervon wird ausgegangen, wenn der Barwert der Mindestleasingzahlungen im Wesentlichen mindestens dem beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstandes entspricht. Als unterste Grenze werden hierfür 90% des beizulegenden Zeitwertes angesehen. Im Rahmen von Finanzierungsleasing gehaltene Vermögenswerte haben eine Laufzeit bis zu fünf Jahren und werden mit ihren beizulegenden Zeitwerten oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen zu Beginn des Leasingverhältnisses bewertet, falls dieser niedriger ist. Die Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern entsprechen denen vergleichbarer erworbener Vermögensgegenstände. Die entsprechende Verbindlichkeit gegenüber dem Leasinggeber wird in der Bilanz als Verpflichtung aus Finanzierungsleasing erfasst. Die Leasingzahlungen werden so auf Zinsaufwendungen und Tilgung der Leasingverpflichtung aufgeteilt, dass eine konstante Verzinsung der verbleibenden Verbindlichkeit erzielt wird. Zinsaufwendungen werden erfolgswirksam erfasst. Der Tilgungsanteil wird erfolgsneutral gegen die Verbindlichkeit verrechnet.
Die Gebäude in Bad Herrenalb und Ortenau werden langfristig vermietet. Gemäß IAS 17 werden diese Leasingverhältnisse als Finanzierungsleasing qualifiziert.
Alle anderen Leasingverhältnisse werden als Operating-Leasingverhältnis klassifiziert. Mietzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen werden grundsätzlich linear über die Laufzeit des entsprechenden Leasingvertrags erfolgswirksam erfasst.
Die finanziellen Vermögenswerte setzen sich aus begebenen Krediten und Forderungen, erworbenen Eigenkapital- und Schuldtiteln, Zahlungsmitteln bzw. Zahlungsmitteläquivalenten und Derivaten mit positiven beizulegenden Zeitwerten zusammen.
Die Bilanzierung und Bewertung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt nach IAS 39. Demnach werden finanzielle Vermögenswerte in der Konzernbilanz angesetzt, wenn dem Konzern ein vertragliches Recht zusteht, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte von einer anderen Partei zu erhalten. Marktübliche Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden grundsätzlich zum Erfüllungstag bilanziert. Der erstmalige Ansatz eines finanziellen Vermögenswerts erfolgt zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten. Transaktionskosten, die beim Erwerb von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten anfallen, werden unmittelbar aufwandswirksam erfasst. Unverzinsliche oder unterverzinsliche Forderungen werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem Barwert der erwarteten zukünftigen Cashflows angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt gemäß der Zuordnung der finanziellen Vermögenswerte zu den nachstehenden Kategorien:
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte umfassen die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte. Dieser Bewertungskategorie werden die in den sonstigen Vermögenswerten enthaltenen Forderungen aus Warentermingeschäften und Forderungen aus sonstigen derivativen Finanzinstrumenten zugeordnet, soweit kein Hedge Accounting angewendet wird. Darüber hinaus sind die unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesenen Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen dieser Kategorie zugeordnet. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts finanzieller Vermögenswerte dieser Kategorie werden zum Zeitpunkt der Wertsteigerung bzw. Wertminderung erfolgswirksam erfasst.
Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte, die nicht auf einem aktiven Markt notiert sind. Kredite und Forderungen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Dieser Bewertungskategorie werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die in den sonstigen Vermögenswerten enthaltenen finanziellen Forderungen sowie die unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesenen Ausleihungen zugeordnet. Die Zinserträge aus Positionen dieser Kategorie werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode ermittelt, soweit es sich nicht um kurzfristige Forderungen handelt und der Effekt aus der Aufzinsung unwesentlich ist.
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen und einer festen Laufzeit, über die sie gehalten werden. Diese werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Zum Bilanzstichtag hat der Konzern keine finanziellen Vermögenswerte dieser Kategorie zugeordnet.
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte umfassen diejenigen nicht derivativen finanziellen Vermögenswerte, die nicht einer der zuvor genannten Kategorien zugeordnet wurden. Dies sind insbesondere mit dem beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapitaltitel und nicht bis zur Endfälligkeit zu haltende Schuldtitel, welche in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten enthalten sind. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten werden erfolgsneutral im Eigenkapital abgegrenzt und erst bei Veräußerung oder Wertminderung erfolgswirksam erfasst. In Fällen, in denen der Marktwert von Eigenkapital- und Schuldtiteln bestimmt werden kann, wird dieser als beizulegender Zeitwert angesetzt. Existiert kein notierter Marktpreis und kann keine verlässliche Schätzung des beizulegenden Zeitwerts vorgenommen werden, werden diese finanziellen Vermögenswerte zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungsaufwendungen erfasst.
Liegen bei finanziellen Vermögenswerten der Kategorien Kredite und Forderungen, bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte objektive, substanzielle Anzeichen für eine Wertminderung vor, erfolgt eine Prüfung, ob der Buchwert den Barwert der erwarteten künftigen Zahlungsmittelflüsse, die mit der aktuellen Marktrendite eines vergleichbaren finanziellen Vermögenswerts abgezinst werden, übersteigt. Sollte dies der Fall sein, wird eine Wertberichtigung in Höhe der Differenz vorgenommen. Hinweise auf Wertminderung sind u. a. ein mehrjähriger operativer Verlust einer Gesellschaft, eine Minderung des Marktwerts, eine wesentliche Verschlechterung der Bonität, eine besondere Vertragsverletzung, die hohe Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz oder einer anderen Form der finanziellen Restrukturierung des Schuldners oder das Verschwinden eines aktiven Markts.
Bei Wegfall der Gründe für zuvor vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen, nicht jedoch über die fortgeführten Anschaffungskosten hinaus, getätigt. Lediglich auf zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitaltitel werden keine Zuschreibungen vorgenommen.
Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten nicht mehr bestehen oder die finanziellen Vermögenswerte mit allen wesentlichen Risiken und Chancen übertragen werden. Der Umgang mit Finanz- und Rohstoffpreisrisiken sowie insbesondere die Bilanzierung von Derivativen Finanzinstrumenten und Sicherungsbeziehungen mit derivativen Finanzinstrumenten werden unter den Ausführungen zum Management von Finanzrisiken näher erläutert.
Die Anteile an einem assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode oder bei Unwesentlichkeit zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, bei welchem der Konzern über maßgeblichen Einfluss verfügt und die Beteiligungshöhe in der Regel zwischen 20% und 50% liegt.
Nach der Equity-Methode werden die Anteile an einem assoziierten Unternehmen in der Bilanz zu Anschaffungskosten zuzüglich der nach dem Erwerb eingetretenen Änderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen des assoziierten Unternehmens erfasst. Der mit dem assoziierten Unternehmen verbundene Geschäfts- oder Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird weder planmäßig abgeschrieben, noch einem gesonderten Wertminderungstest unterzogen.
Nach Anwendung der Equity-Methode ermittelt der Konzern, ob es erforderlich ist, einen zusätzlichen Wertminderungsaufwand für die Anteile des Konzerns an assoziierten Unternehmen zu erfassen. Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob objektive Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Wert des Anteils an einem assoziierten Unternehmen erhöht bzw. vermindert sein könnte. Ist dies der Fall, so wird die Differenz zwischen dem erzielbaren Betrag des Anteils am assoziierten Unternehmen und dem Buchwert des Anteils als Ertrag bzw. Wertminderungsaufwand erfolgswirksam erfasst.
Unter den Vorräten werden gemäß IAS 2 diejenigen Vermögenswerte ausgewiesen, die zum Verkauf im normalen Geschäftsgang gehalten werden (Waren) oder die im Rahmen der Erbringung von Dienstleistungen verbraucht werden (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe) sowie mit Veräußerungsabsicht gehaltene Vermögenswerte.
Die Bewertung der Vorräte erfolgt zum niedrigeren Wert aus auf Basis der Durchschnittsmethode (gewichteter Durchschnitt) ermittelten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und ihrem Netto-veräußerungswert, d. h. dem im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Fertigstellungs- und Vertriebskosten. Abwertungen werden bei gesunkenem Netto-veräußerungswert am Bilanzstichtag vorgenommen. Die Herstellungskosten umfassen insbesondere Löhne und Gehälter sowie sonstige Kosten des Personals, die unmittelbar für die Leistungserbringung eingesetzt werden (IAS 2.19), alle direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Vertriebskosten sind in den Vorräten nicht enthalten.
Die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte sind zu Nennbeträgen abzüglich Einzelwertberichtigungen angesetzt. Einzelwertberichtigungen werden insbesondere vorgenommen auf Forderungen, deren Ausfall droht. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden ausgebucht, wenn mit einer Zahlung nicht mehr gerechnet wird.
Liquide Mittel (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente) umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristige Einlagen mit ursprünglichen Fälligkeiten von weniger als drei Monaten und werden mit ihren Nennwerten bewertet.
Eigene Anteile werden vom Eigenkapital abgezogen. Ein Kauf oder Verkauf sowie die Ausgabe oder Einziehung von eigenen Anteilen wird ergebnisneutral dargestellt. Alle erhaltenen bzw. hingegebenen Gegenleistungen werden direkt im Eigenkapital erfasst.
Zur Veräußerung bestimmte langfristige Vermögenswerte werden gesondert in der Bilanz ausgewiesen, wenn deren Buchwert mit hoher Wahrscheinlichkeit innerhalb von 12 Monaten durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Diese Vermögenswerte werden mit ihrem Buchwert oder mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet und nicht mehr planmäßig abgeschrieben. Wertminderungen werden erfolgswirksam vorgenommen, falls der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten unterhalb des Buchwerts liegt. Etwaige Zuschreibungen aufgrund der Erhöhung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Veräußerungskosten sind auf die für die jeweiligen Vermögenswerte zuvor erfassten Wertminderungen begrenzt.
Rückstellungen für Pensionen werden für Leistungszusagen auf Altersversorgung gemäß IAS 19 gebildet und nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Dabei werden nicht nur die am Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt.
Für einige Mitarbeiter wird für die Zeit nach der Pensionierung durch den Konzern direkt oder durch Zahlungen unseres Versorgungswerks Vorsorge getroffen. Die Verpflichtungen umfassen sowohl solche aus bereits laufenden Pensionen als auch aus Anwartschaften auf künftig zu zahlende Pensionen. Die betriebliche Altersversorgung erfolgt im Konzern überwiegend beitragssorientiert. Bei den beitragsorientierten Altersversorgungssystemen zahlt das Unternehmen aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen bzw. auf freiwilliger Basis Beiträge an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Mit Zahlung der Beiträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Die laufenden Beitragszahlungen sind als Aufwand des jeweiligen Jahres ausgewiesen. Alle übrigen Altersversorgungssysteme sind leistungsorientiert. Im Rahmen der Bilanzierung der leistungsorientierten Pensionspläne im Konzernabschluss werden mit Ausnahme der Zinsen sämtliche Aufwendungen und Erträge per Saldo im operativen Ergebnis erfasst. Die Zinskomponente wird in den übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen im Finanzergebnis gezeigt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen sowie Kürzungsbeträge aus der Berücksichtigung der Obergrenze für Vermögenswerte werden vollständig außerhalb der GuV über das sonstige Ergebnis direkt im Eigenkapital ausgewiesen.
Die unter dynamischen Gesichtspunkten nach Eintritt des Versorgungsfalls zu erwartenden Versorgungsleistungen werden über die gesamte Beschäftigungszeit der Mitarbeiter verteilt, wobei auch zukünftige Einkommensänderungen berücksichtigt wurden. Für alle Einrichtungen werden jährlich umfassende versicherungsmathematische Berechnungen zum Bilanzstichtag erstellt.
Die erwarteten zukünftigen Mittelabflüsse werden abgezinst, um die Pensions- und ähnlichen Verpflichtungen mit ihrem Barwert zum Bilanzstichtag anzusetzen. Der Abzinsungssatz, der zur Diskontierung der Pensions- und ähnlichen Verpflichtungen herangezogen wird, orientiert sich an Stichtagsrenditen.
Die tatsächlich zukünftig entstehenden Aufwendungen und Verpflichtungen können aufgrund veränderter Markt- und Wirtschaftsbedingungen wesentlich von den Schätzungen abweichen, die auf der Basis versicherungsmathematischer Annahmen getroffen worden sind.
Rückstellungen werden gebildet, soweit eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende gesetzliche oder faktische Verpflichtung gegenüber einem Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Vermögensabfluss führt, und sich diese Vermögensbelastung zuverlässig schätzen lässt. Die Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt und nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. Der Aufwand zur Bildung von Rückstellungen wird in der Gewinn- und Verlustrechnung nach Abzug von Erstattungen ausgewiesen.
Die finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich aus originären Verbindlichkeiten und den negativen beizulegenden Zeitwerten derivativer Finanzinstrumente zusammen. Originäre Verbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn der Konzern eine vertragliche Pflicht hat, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte auf eine andere Partei zu übertragen. Der erstmalige Ansatz einer originären Verbindlichkeit erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bzw. zum Wert der erhaltenen Zahlungsmittel abzüglich ggf. angefallener Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt bei den Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden mit dem Barwert der Mindest-Leasingzahlungen ausgewiesen.
Derivative Finanzinstrumente werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, soweit kein Hedge Accounting angewendet wird. Die Änderung des Marktwertes (Fair Value) von derivativen Finanzinstrumenten, die der Absicherung zukünftiger Zahlungsströme dienen (Cashflow Hedges), wird erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und nur bei der Realisierung des Zahlungsstromes erfolgswirksam berücksichtigt. Die negativen beizulegenden Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten sind Teil der Finanzverbindlichkeiten. Die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten und Sicherungsbeziehungen mit derivativen Finanzinstrumenten werden unter den Ausführungen zum ,Management von Finanzrisiken' näher erläutert. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Bei der Ermittlung des Zeitwertes wird soweit möglich Bezug genommen auf öffentlich notierte Marktpreise auf einem aktiven Markt.
Bei der erstmaligen Erfassung von verzinslichen Darlehen werden diese mit dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung abzüglich ggf. angefallener Transaktionskosten angesetzt. Anschließend werden die verzinslichen Darlehen unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Fremdkapitalkosten werden direkt in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind. Gewinne und Verluste werden gemäß IAS 39.56 erfolgswirksam erfasst, wenn die Schulden ausgebucht werden sowie im Rahmen von Amortisationen.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten werden mit ihren Rückzahlungsbeträgen bewertet.
Zuwendungen der öffentlichen Hand (IAS 20) werden erfasst, wenn eine hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass die Zuwendungen gewährt werden und das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Aufwandsbezogene Zuwendungen werden planmäßig als Ertrag über den Zeitraum erfasst, der erforderlich ist, um sie mit den entsprechenden Aufwendungen, die sie kompensieren sollen, zu verrechnen. Zuwendungen für einen Vermögenswert werden in der Konzernbilanz als passiver Abgrenzungsposten („Abgegrenzte Investitionszuwendungen") dargestellt. Dieser passive Abgrenzungsposten wird über die erwartete Nutzungsdauer des betreffenden Vermögenswertes in gleichen jährlichen Raten erfolgswirksam aufgelöst.
Die von Kunden erhaltenen Anzahlungen sowie passive Rechnungsabgrenzungsposten werden unter den übrigen kurzfristigen Schulden ausgewiesen. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten dienen der periodengerechten Ertragszuordnung von Umsatzerlösen.
Auf temporäre Differenzen zwischen den Buchwerten von Vermögenswerten und Schulden in den nach den jeweiligen Vorschriften aufgestellten Steuerbilanzen werden gemäß IAS 12 aktive bzw. passive latente Steuern gebildet. Steuerliche Verlustvorträge bei den einbezogenen Unternehmen führen in dem Umfang zum Ansatz von aktiven latenten Steuern, in dem den jeweiligen Unternehmen innerhalb der nächsten 5 Geschäftsjahre unter aller Voraussicht ein wirtschaftlicher Nutzen im Rahmen der erwarteten steuerlichen Verlustabzüge zufließen wird.
Der Steuersatz für latente Steuern beträgt wie im Vorjahr 15,825%. In der Konzernbilanz erfolgt eine Verrechnung aktiver und passiver latenter Steuern aufgrund bilanzieller Latenzen je Konzerngesellschaft, soweit die Voraussetzungen hierfür vorliegen.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.
In der Gewinn- und Verlustrechnung werden Umsatzerlöse bzw. sonstige betriebliche Erträge aus der Erbringung von Dienstleistungen sowie in geringem Umfang aus dem Verkauf von Waren erfasst, wenn die maßgeblichen Risiken und Chancen an den Kunden übertragen wurden, dem Unternehmen weder ein weiter bestehendes Verfügungsrecht, wie es gewöhnlich mit dem Eigentum verbunden ist, noch eine wirksame Verfügungsmacht über die verkauften Waren verbleibt, die Höhe der Erträge und der angefallenen bzw. noch anfallenden Kosten verlässlich bestimmt werden kann und es hinreichend wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen der wirtschaftliche Nutzen aus dem Geschäft zufließen wird.
Umsatzerlöse werden nach Abzug von Umsatzsteuer sowie nach Abzug von Erlösminderungen ausgewiesen. So werden zum Zeitpunkt der Umsatzrealisierung auch geschätzte Beträge für Rabatte, Kundenskonti und Kundenboni umsatzmindernd erfasst. Schätzungen bezüglich der Erlösminderungen basieren vor allem auf Erfahrungen aus der Vergangenheit, spezifischen Vertragsbedingungen und Erwartungen hinsichtlich der künftigen Umsatzentwicklung. Es ist unwahrscheinlich, dass andere als die angeführten Schätzungsparameter der Erlösminderungen für die Geschäftstätigkeit des Konzerns wesentliche Auswirkungen haben. Die Schwankungsbreite der bilanziellen Vorsorge für Erlösminderungen ist in Bezug auf das ausgewiesene operative Ergebnis unwesentlich.
Betriebliche Aufwendungen werden im Zeitpunkt der Inanspruchnahme der den Aufwendungen zugrunde liegenden Leistung erfasst. Fremdkapitalkosten auf nicht qualifizierte Vermögenswerte werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind. Ertragsteuern werden gemäß den steuerrechtlichen Bestimmungen der Länder, in denen der Konzern tätig ist, ermittelt.
Die Börsennotierung der Untemehmensaktie im Freiverkehr wurde durch Kündigung zum 11. August 2014 beendet. Das Delisting der Aktie wurde von den Organen der Marseille-Kliniken AG vor Beschlussfassung einer ausführlichen rechtlichen Prüfung unterzogen.
Nach dem Beschluss, die Aktien von der Börse zu nehmen, hat die Marseille-Kliniken AG nun die VALORA EFFEKTEN HANDEL AG damit beauftragt, eine Handelsplattform für Anteilseigner zu schaffen. Die Schaffung einer solchen Handelsplattform wurde bereits in einem Brief an die Aktionäre angekündigt.
Herr Dr. Dr. h.c. Thomas Middelhoff, Mitglied des Aufsichtsrates der Marseille-Kliniken AG, ist am 21. August 2014 mit sofortiger Wirkung von seinem Amt als Aufsichtsrat zurückgetreten.
Mit Datum vom 1. September 2014 wurde die Immobilie in Bad Oeynhausen veräußert. Darüber hinaus wurden mehrere Darlehen mit einem Nominalvolumen von 2,6 Mio. EUR zu vorteilhaften Zinssätzen aufgenommen.
4.1 Konzernbilanz - AKTIVA
4.1.1 Immaterielle Vermögenswerte
Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte im Geschäftsjahr 2013/2014 und im Vorjahr zeigen nachfolgende Tabellen:
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | Buchwerte | |||||
| TEUR | 01.072013 | Zugänge | Abgänge | 30.06.2014 | 30.062014 | 30.06.2013 |
| Konzessionen | 4.866 | 0 | 0 | 4.866 | 1 | 35 |
| Software | 11.897 | 421 | 0 | 12.318 | 417 | 303 |
| Nutzungsrecht (Gestattungsvertrag) | 3.572 | 0 | 0 | 3.572 | 3.095 | 3.215 |
| Kundenstamm | 644 | 0 | 0 | 644 | 0 | 92 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 29.188 | 0 | 0 | 29.188 | 27.028 | 27.167 |
| In der Entwicklung befindliche Software-Projekte | 1.594 | 1.964 | 0 | 3.558 | 3.558 | 1.594 |
| Summe | 51.761 | 2.385 | 0 | 54.146 | 34.099 | 32.406 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | Buchwerte | |||||
| TEUR | 01.07.2012 | Zugänge | Abgänge | 30.06.2013 | 30.06.2013 | 30.06.2012 |
| Konzessionen | 4.866 | 0 | 0 | 4.866 | 35 | 118 |
| Software | 11.865 | 34 | 2 | 11.897 | 303 | 669 |
| Nutzungsrecht (Gestattungsvertrag) | 3.572 | 0 | 0 | 3.572 | 3.215 | 3.334 |
| Kundenstamm | 644 | 0 | 0 | 644 | 92 | 276 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 29.188 | 0 | 0 | 29.188 | 27.167 | 27.345 |
| In der Entwicklung befindliche Projekte | 0 | 1.594 | 0 | 1.594 | 1.594 | 0 |
| Summe | 50.135 | 1.628 | 2 | 51.761 | 32.406 | 31.742 |
Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurde der Konzernumbau von einer zentralen Steuerung auf eine dezentrale Organisation weiter vorangetrieben. Zu diesem Zweck wurde die im Vorjahr begonnene Entwicklung unserer eigenen innovativen Steuerungssoftware fortgesetzt. Das Gesamtbudget für dieses stichtagsübergreifende Projekt wurde im Vergleich zum Vorjahr um ein BusinessIntelligence-System erweitert und umfasst ca. TEUR 3.900. Die bisher entstandenen Aufwendungen von TEUR 3.558 werden unter dem Posten „in der Entwicklung befindliche Software-Projekte" ausgewiesen. Vom kalkulierten Restbudget wurden bereits für ca. TEUR 340 Subunternehmen beauftragt.
Die weiteren Zugänge entfallen im Wesentlichen auf Lizenzen für Personal- und Pflegesoftware. Sämtliche Abschreibungen werden erfolgswirksam erfasst.
Weitere Aufgliederungen zu den immateriellen Vermögenswerten im Konzernabschluss sind aus dem in der Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich.
4.1.2 Geschäfts- oder Firmenwerte
Die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden Werthaltigkeitsprüfungen auf Grundlage des Nutzungswertes unterzogen. Basis für die Werthaltigkeitsprüfungen waren die jeweiligen Planungsrechnungen der Gesellschaften sowie die daraus abgeleiteten Barwerte der geplanten Cashflows unter Berücksichtigung einer „ewigen Rente". Bei zwei Firmenwerten wurde über eine endliche Laufzeit diskontiert. Den Planungen liegen Annahmen zu Umsätzen und Ergebnissen zugrunde, die sich aus den Einschätzungen des Managements und aus den Strategien für die jeweiligen regionalen Märkte ergeben. Kostensteigerungen für Personalaufwendungen und sonstige betriebliche Aufwendungen wurden berücksichtigt. Zur Diskontierung wurde ein Diskontierungszinssatz (Weighted Average Cost of Capital) im Planungszeitraum von regelmäßig 6,84 % (Vorjahr: 6,58 %) zugrunde gelegt. Ein Wachstumsabschlag wird nicht berücksichtigt.
Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurden außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund geänderter Markteinschätzungen auf die Firmenwerte in Höhe von TEUR 139 (Vorjahr: TEUR 179) vorgenommen.
Die Geschäfts- oder Firmenwerte setzen sich wie folgt zusammen:
| 30.06.2013 TEUR |
Wertänderungen TEUR |
30.06.2014 TEUR |
|
| ADG GmbH | 10.171 | 0 | 10.171 |
| SWPAschersleben | 3.318 | 0 | 3.318 |
| SWP Neuruppin | 3.177 | 0 | 3.177 |
| AAP Betreutes Wohnen Gera | 2.985 | 0 | 2.985 |
| SWP Bad Langensalza | 1.163 | 0 | 1.163 |
| SWP Thale | 1.015 | 0 | 1.015 |
| SWP Klauss | 800 | 0 | 800 |
| SWP Schollene | 796 | 0 | 796 |
| Astor Park | 596 | 0 | 596 |
| SWP Erkner | 512 | 0 | 512 |
| SWP Coswig | 381 | 0 | 381 |
| Sonstige Firmenwerte | 2.253 | -139 | 2.114 |
| 27.167 | -139 | 27.028 |
Die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden Sensitivitätsprüfungen auf Grundlage des Buchwertes unterzogen. Basis für die Sensitivitätsanalysen waren die jeweiligen Planungsrechnungen der Gesellschaft. In den Annahmen der Sensitivitätsanalysen wurden unvorhergesehene Änderungen des Kapitalisierungszinses sowie der Personalkostenquote berücksichtigt.
Wäre der Kapitalisierungszins um 100 Basispunkte höher, so wären zusätzliche Firmenwertabschreibungen von TEUR 534 zu erfassen gewesen. Bei einer um 100 Basispunkte höheren Personalkostenquote wären zusätzliche Firmenwertabschreibungen von TEUR 179 notwendig gewesen.
4.1.3 Sachanlagen
Die Sachanlagen gliedern sich wie folgt: Geschäftsjahr 2013/2014:
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | Buchwerte | ||||||
| TEUR | 01.07.2013 | Zugänge | Umgliederungen | Abgänge | 30.06.2014 | 30.06.2014 | 30.06.2013 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken | 170.320 | 2.390 | -11.069 | 60 | 161.581 | 98.371 | 101.769 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 641 | 0 | 0 | 0 | 641 | 94 | 117 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 36.619 | 2.342 | 251 | 313 | 38.899 | 10.676 | 9.762 |
| Finanzierungsleasing Betriebs- und Geschäftsausstattung | 5.861 | 264 | 0 | 3.103 | 3.022 | 503 | 877 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 522 | 754 | -397 | 23 | 856 | 856 | 522 |
| Summe | 213.964 | 5.750 | -11.215 | 3.499 | 205.000 | 110.500 | 113.047 |
Vorjahr:
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | Buchwerte | ||||||
| TEUR | 01.07.2012 | Zugänge | Umgliederungen | Abgänge | 30.06.2013 | 30.06.2013 | 30.06.2012 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken | 167.864 | 327 | 2.139 | 10 | 170.320 | 101.769 | 102.649 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 648 | 34 | 4 | 45 | 641 | 117 | 100 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 36.047 | 1.935 | 427 | 1.790 | 36.619 | 9.762 | 9.122 |
| Finanzierungsleasing Betriebs- und Geschäftsausstattung | 6.792 | 308 | 0 | 1239 | 5.861 | 877 | 1.557 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 2.666 | 471 | -2.570 | 45 | 522 | 522 | 2.666 |
| Summe | 214.018 | 3.075 | 0 | 3.129 | 213.964 | 113.047 | 116.094 |
Die Zugänge im Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 5.750 entfallen im Wesentlichen auf den Erwerb der vormals angemieteten Immobilie des SWP Neuruppin (TEUR 1.935) sowie auf Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Die Buchwerte von drei in den Gebäuden und Grundstücken enthaltenen Stillstandsimmobilien wurden im Berichtsjahr außerplanmäßig abgeschrieben. Die außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von insgesamt TEUR 1.059 waren erforderlich, weil die jeweils erzielbaren Beträge die jeweiligen Buchwerte unterschritten haben und sind in der Konzern Gewinn- und Verlustrechnung im Posten „Abschreibungen" enthalten.
Die Zugänge aus Finanzierungsleasing für Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von TEUR 264 (Vorjahr: TEUR 308) resultieren aus dem Abschluss von Verträgen im Geschäftsjahr 2013/2014, die nach IAS 17 als Finanzierungsleasing zu klassifizieren sind.
Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau entfallen auf zum Stichtag noch nicht abgeschlossene Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen.
Die Umgliederung der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten in Höhe von TEUR 11.215 (Buchwert TEUR 1.150) betrifft das zum Verkauf stehende Objekt in Bad Oeynhausen, welches unter der Bilanzposition „Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte" unter Tz 4.1.12 ausgewiesen ist.
Die Buchwerte von einzelnen Stillstandsimmobilien wurden Sensitivitätsprüfungen unterzogen. Basis für die Sensitivitätsanalysen waren unter anderem Bodenrichtwerte, die mit den Buchwerten verglichen worden sind. Die Analyse ergab, dass sich nur untergeordnete Auswirkungen ergeben würden.
Für weitere Stillstandsimmobilien erfolgt die Bewertung auf Basis einer Konzeptplanung, die eine von der derzeitigen Nutzung abweichende Bebauung vorsieht. Sollten diese geplanten Konzepte nicht oder nicht in vollem Umfang umgesetzt werden, wäre gegebenenfalls eine außerplanmäßige Abschreibung notwendig.
4.1.4 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Wie im Vorjahr sind keine als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien vorhanden.
4.1.5 Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte betragen zum Bilanzstichtag EUR 9,6 Mio. (Vorjahr: EUR 9,0 Mio.) und stellen sich wie folgt dar:
| 30.06.2014 TEUR |
30.06.2013 TEUR |
|
| Forderungen aus Finanzierungsleasing | 5.419 | 5.830 |
| Sonstige Ausleihungen | 2.577 | 2.329 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 963 | 0 |
| Rückdeckungsversicherungen für Pensionen | 622 | 809 |
| Beteiligungen | 51 | 77 |
| Summe | 9.632 | 9.045 |
Unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten werden gemäß IAS 17 die Immobilien in Ortenau und in Bad Herrenalb ausgewiesen, bei denen der Marseille-Kliniken Konzern Leasinggeber ist.
Die sonstigen Ausleihungen betreffen Ansparraten für ein langfristiges Mieterdarlehen in Höhe von TEUR 2.197 (Vorjahr: TEUR 1.959), geleistete Mietkautionen in Höhe von TEUR 227 (Vorjahr: TEUR 207) und den langfristigen Anteil von Mietsonderzahlungen in Höhe von TEUR 153 (Vorjahr: TEUR 163).
Zur Besicherung eines Darlehens wurde ein Schatzbrief (TEUR 963) erworben.
Bei den Ansprüchen aus Rückdeckungsversicherungen handelt es sich aufgrund fehlender Insolvenzsicherungen, nicht um Planvermögen im Sinne des IAS 19 revised, so dass eine Saldierung mit korrespondierenden Pensionsverpflichtungen nicht möglich ist.
4.1.6 Latente Steueransprüche
Soweit die Voraussetzungen hierfür vorliegen, werden passive latente Steuern mit aktiven latenten Steuern saldiert.
Insgesamt bestehen zum 30. Juni 2014 körperschaftsteuerliche Verlustvorträge von EUR 42,1 Mio. (Vorjahr: EUR 40,3 Mio.), welche zeitlich unbegrenzt nutzbar sind.
Auf steuerliche Verlustvorträge und andere temporäre Differenzen wurden bei den einbezogenen Unternehmen in dem Umfang aktive latente Steuern angesetzt, in dem den jeweiligen Unternehmen innerhalb der nächsten 5 Geschäftsjahre nach aller Voraussicht ein wirtschaftlicher Vorteil im Rahmen der erwarteten Nutzung steuerlicher Verlustvorträge entstehen wird, jedoch mindestens in dem Umfang, in dem passive latente Steuern zur Verrechnung vorliegen. Vor dem Hintergrund der Planungen sowie diverser eingeleiteter Maßnahmen ist davon auszugehen, dass die Verluste in entsprechendem Umfang genutzt werden können und eine Minderung der laufenden steuerlichen Belastung in entsprechender Höhe zu erwarten ist.
Soweit erwartete künftige steuerliche Gewinne einer Gesellschaft die Realisierung einer Steuerentlastung aufgrund bestehender Verlustvorträge nicht wahrscheinlich erscheinen lassen, unterbleibt grundsätzlich ein Ansatz von aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge bzw. es werden angemessene Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern vorgenommen.
Aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in einem Umfang von EUR 5,9 Mio. wurden unter der Voraussetzung angesetzt, dass konzerninterne steuerrechtlich mögliche und vom Konzern angestrebte Strukturierungsmaßnahmen abgeschlossen werden. Sollten diese Maßnahmen nicht oder nicht im vollen Umfang umgesetzt werden, so ist die Werthaltigkeit dieser Ansprüche beeinträchtigt.
Für 10 Konzerngesellschaften wurden latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge aktiviert, denen keine oder nur geringfügige passive latente Steuern entgegenstehen. Für zwei Konzerngesellschaften sind die passiven latenten Steuern höher als die aktiven latenten Steuern auf die steuerlichen Verlustvorträge, so dass diese vollständig saldiert worden sind.
Nachfolgender Übersicht sind die steuerlichen Verlustvorträge sowie die sonstigen Bewertungsdifferenzen zu entnehmen, auf die aktive latente Steuern gebildet wurden sowie der Umfang der Saldierung mit passiven latenten Steuern:
| Temporäre Differenzen | darauf entfallende Steuern | |||
| 30.06.2014 TEUR |
30.06.2013 TEUR |
30.06.2014 TEUR |
30.06.2013 TEUR |
|
| Verlustvorträge | 25.722 | 26.983 | 4.070 | 4.270 |
| Pensions-/ Jubiläumsrückstellungen | 4.639 | 4.763 | 734 | 754 |
| Derivative Finanzinstrumente | 550 | 502 | 87 | 79 |
| Transaktionskosten Finanzierung | 46 | 54 | 7 | 9 |
| Summe der aktiven latenten Steuern | 30.957 | 32.302 | 4.898 | 5.112 |
| Saldierung mit passiven latenten Steuern | 9.447 | 7.131 | 1.495 | 1.128 |
| Bilanzausweis aktive latente Steuern | 3.403 | 3.984 | ||
4.1.7 Vorräte
Die Vorräte enthalten neben der mit Weiterveräußerungsabsicht erworbenen Immobilie in Bad König (TEUR 3.200) Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (TEUR 1.387). Wertberichtigungen waren weder im Geschäftsjahr 2012/2013 noch im Geschäftsjahr 2013/2014 notwendig.
4.1.8 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind von insgesamt TEUR 8.514 um TEUR 575 auf TEUR 7.939 zum 30. Juni 2014 zurückgegangen.
| 30.06.2014 TEUR |
30.06.2013 TEUR |
|
| Forderungen vor Wertberichtigungen | 9.821 | 12.210 |
| abzgl. Wertberichtigungen | -1.882 | -3.696 |
| Forderungen nach Wertberichtigungen | 7.939 | 8.514 |
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen nahe stehende Personen und mit diesen verbundene Unternehmen, die älter als ein Jahr sind, wurden im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres mit 7,62% und im zweiten Halbjahr mit 7,37% (Vorjahr: 7,75%) verzinst.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Wertberichtigungen für Ausfallrisiken von TEUR 1.882 (Vorjahr: TEUR 3.696). Die Wertberichtigungen entwickelten sich wie folgt:
| Wertberichtigungen | 2013/14 TEUR |
2012/13 TEUR |
| Stand 1.7. | 3.696 | 2.976 |
| Inanspruchnahmen | 1.570 | 0 |
| Zuführungen | 125 | 948 |
| Auflösungen | 369 | 228 |
| Summe | 1.882 | 3.696 |
Forderungen, die älter als 360 Tage sind, werden zu 20%, Forderungen, die älter als 720 Tage sind, zu 40% wertberichtigt. Forderungen, deren Beitreibung durch Rechtsanwälte erfolgt, werden zu 65% (Vorjahr: 60%) wertberichtigt.
Die Fälligkeiten der nicht wertberichtigten Forderungen werden zusammengefasst in Abschnitt 12.5 in den Erläuterungen zum Kreditrisiko dargestellt.
4.1.9 Sonstige Forderungen und Vermögenswerte
Die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte haben sich von TEUR 3.277 um TEUR 221 auf TEUR 3.498 vermindert und setzen sich wie folgt zusammen:
| 30.06.2014 TEUR |
30.06.2013 TEUR |
|
| Boni/Rückvergütungen | 549 | 311 |
| Kurzfristiger Anteil aus Finanzierungsleasingverträgen | 412 | 481 |
| Hinterlegung beim Amtsgericht | 402 | 0 |
| Aktive Rechnungsabgrenzungsposten | 383 | 111 |
| Treuhänderisch verwahrte Gelder aus gewonnenen Prozessen | 342 | 0 |
| Forderungen aus Aktivwerten | 221 | 154 |
| Forderungen gegen Versicherungen | 174 | 0 |
| Darlehen Herr Marseille | 169 | 157 |
| Forderungen gegen Mitarbeiter | 149 | 334 |
| Forderungen gegen Insolvenzverwalter | 0 | 700 |
| Ansprüche St. Nikolaus Hospital, Büren | 0 | 218 |
| Übrige Forderungen | 696 | 811 |
| 3.498 | 3.277 |
Die Forderungen aus Finanzierungsleasingverträgen betreffen einen Leasingvertrag über Betriebs- und Geschäftsausstattung und den kurzfristigen Anteil der Finanzierungsleasingforderungen aus der Vermietung der Objekte in Bad Herrenalb und Ortenau.
Die Hinterlegung beim Amtsgericht Hamburg wurde im Rahmen eines laufenden Prozesses geleistet.
Die im Vorjahr bilanzierten Forderungen gegenüber dem Insolvenzverwalter wurden im Berichtsjahr durch Zahlung ausgeglichen.
Das Insolvenzverfahren über das Vermögen des St. Nikolaus Hospital, Büren, wurde im Geschäftsjahr 2013/2014 abgeschlossen und die Gesellschaft aufgelöst. Die bestehenden Restansprüche in Höhe von TEUR 218 mussten vollständig ausgebucht werden.
Die übrigen Forderungen haben sich im Berichtsjahr von TEUR 811 um TEUR 115 auf TEUR 696 vermindert.
Auf die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte wurden Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 383 (Vorjahr: TEUR 3.033) vorgenommen:
| 30.06.2014 TEUR |
30.06.2013 TEUR |
|
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte vor | ||
| Wertberichtigungen | 3.880 | 6.310 |
| abzgl. Wertberichtigungen | -383 | -3.033 |
| Sonst. Forderungen und Vermögenswerte nach Wertberichtigungen | 3.498 | 3.277 |
| Wertberichtigungen | 2013/14 TEUR |
2012/13 TEUR |
| Stand 1.7. | 3.033 | 2.752 |
| Inanspruchnahme | -3.207 | 0 |
| Zuführungen | 558 | 108 |
| Zugang aus Erstkonsolidierung | 0 | 333 |
| Umgliederungen | 0 | -160 |
| Auflösungen | 1 | 0 |
| Summe | 383 | 3.033 |
4.1.10 Ertragsteueransprüche
Die kurzfristigen Ertragsteuererstattungsansprüche von EUR 1,7 Mio. (Vorjahr: EUR 1,2 Mio.) betreffen Körperschaftsteuer einschließlich des Solidaritätszuschlags von insgesamt rund EUR 0,8 Mio. (Vorjahr: EUR 0,4 Mio.), Gewerbesteuer in Höhe von EUR 0,7 Mio. (Vorjahr: EUR 0,7 Mio.) und den kurzfristigen Teil des Körperschaftsteueranrechnungsguthabens nach § 37 KStG in Höhe von EUR 0,8 Mio. (Vorjahr: EUR 0,9 Mio.). Das Körperschaftsteueranrechnungsguthaben wird mit EUR 0,6 Mio. (Vorjahr: EUR 0,8 Mio.) unter den langfristigen Vermögensgegenständen ausgewiesen (Auszahlung Jahre 2015 - 2017).
4.1.11 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von insgesamt TEUR 3.640 (Vorjahr: TEUR 10.304) enthalten zum 30. Juni 2014 Kassenbestände in Höhe von TEUR 346 (Vorjahr: TEUR 163) und kurzfristig verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 3.294 (Vorjahr: TEUR 10.141).
Von den liquiden Mitteln sind insgesamt TEUR 320 (Vorjahr: TEUR 569) nicht frei verfügbar. Im Einzelnen handelt es sich um Guthaben, die zum Stichtag verpfändet sind.
4.1.12 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte
Für die Immobilie nebst Grundstück in Bad Oeynhausen wurde im September 2014 ein notarieller Kaufvertrag abgeschlossen. Der Ausweis der Vermögenswerte erfolgt daher in einem separaten Posten gemäß IFRS 5.38. Die Vermögenswerte wurden im Berichtsjahr um TEUR 1.351 außerplanmäßig abgeschrieben, weil der vereinbarte Verkaufspreis um TEUR 1.351 unter dem bisherigen Buchwert liegt. Die außerplanmäßigen Abschreibungen sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Posten „Abschreibungen" enthalten.
Konzernbilanz - PASSIVA
4.2.1 Eigenkapital
Das Konzerneigenkapital betrug zum 30. Juni 2014 TEUR 43.252 (Vorjahr: TEUR 41.538). Die Veränderungen werden in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.
Kapitalsteuerung
Eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts und die Sicherung der Liquidität sowie der Kreditwürdigkeit des Konzerns sind die wichtigsten Ziele des Finanzmanagements. Die Reduzierung der Kapitalkosten und die Verbesserung des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit tragen hierzu ebenso bei wie die Optimierung der Kapitalstruktur und ein effektives Risikomanagement.
Im Rahmen der eingegangenen Finanzierungs- und Leasingvereinbarungen hat der Konzern Verträge unter Berücksichtigung von Financial Covenants abgeschlossen. Die Financial Covenants beziehen sich u.a. auf einen Netto-Verschuldungsgrad. Teilweise enthalten die Sale-and-LeaseBack-Verträge unterschiedliche Eskalationsstufen bei Nichteinhaltung der Financial Covenants, wie zum Beispiel die Hinterlegung zusätzlicher Sicherheiten oder die Möglichkeit der außerordentlichen Kündigung des Kreditvertrags. Die mögliche Hinterlegung von zusätzlichen Sicherheiten kann durch das Vorhalten entsprechender Barreserven erfolgen. Die Einhaltung der Covenants wird regelmäßig vom Konzerncontrolling überprüft und im Rahmen des internen Risikomanagements gesteuert. Insofern bezieht sich die Kapitalsteuerung auch auf die Einhaltung dieser Anforderungen. Die Financial Covenants wurden im Geschäftsjahr 2013/2014 vollumfänglich eingehalten.
In Bezug auf die Kreditwürdigkeit zielt die Finanzstrategie des Konzerns auf eine Verbesserung der Ratingkategorie ab. Das Rating des Konzerns basiert auf den von Ratingagenturen veröffentlichten Verschuldungskennziffern, die (mit unterschiedlicher Ausgestaltung) den Cashflow einer Periode in Relation zur Verschuldung setzen. Zur Umsetzung der Strategie wurden in den vergangenen Jahren Desinvestitionen und operative Cashflows größtenteils zur Reduzierung der Nettoverschuldung verwendet. Die Aufrechterhaltung einer angemessenen Eigenkapitalausstattung (Eigenkapitalquote) dient ebenfalls der Verbesserung des Ratings.
Der Vorstand geht davon aus, dass die Financial Covenants auch künftig einhalten werden. Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Muttergesellschaft Marseille-Kliniken AG beträgt EUR 37.320.000,00 und ist in 14.580.000 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert je Aktie von EUR 2,56 (gerundet) eingeteilt. Das gezeichnete Kapital ist voll einbezahlt. Unter Berücksichtigung von direkt im Eigenkapital erfassten Transaktionskosten ergibt sich ein gezeichnetes Eigenkapital von TEUR 37.153.
Auf der Hauptversammlung vom 27. Januar 2012 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital bis zum 27. Januar 2017 durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von insgesamt bis zu 7.290.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien gegen Baroder Sacheinlagen um insgesamt bis zu EUR 18.660.000 zu erhöhen (genehmigtes Kapital).
Der Vorstand ist ermächtigt, Aktien der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrates unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in anderer Weise als über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre wieder zu veräußern. Der Vorstand ist unter bestimmten Voraussetzungen ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.
Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage betrifft das Agio aus Bareinlagen im Rahmen von Kapitalerhöhungen in Höhe von EUR 800,00.
Gewinnrücklage
Die Gewinnrücklagen von TEUR -756 (Vorjahr: TEUR -696) beinhalten neben der gesetzlichen Rücklage in Höhe von TEUR 1.036 (Vorjahr: TEUR 1.036) auch die anderen Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 420 (Vorjahr: TEUR 420) und die versicherungsmathematischen Gewinne- und Verluste aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen von TEUR -2.626 (Vorjahr: TEUR -2.555) abzüglich gegenläufiger latenter Steuern von TEUR 414 (Vorjahr: TEUR 403).
Ausgleichsposten aus sukzessivem Erwerb
Der Ausgleichsposten aus sukzessivem Anteilserwerb resultiert aus dem Erwerb weiterer Gesellschaftsanteile von bereits in Vorjahren vollkonsolidierten Gesellschaften. Entsprechend den Regelungen des IAS 27 wurde diese Transaktion als Zahlung zwischen Eigenkapitalgebern berücksichtigt. Folgerichtig wurde der den passivierten Minderheitenanteil übersteigende Kaufpreis unter Abzug angefallener Transaktionskosten in einen Posten eigener Art eingestellt.
Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurden keine weiteren Minderheitenanteile erworben. Eigene Anteile
Im Geschäftsjahr 2013/2014 fanden keine Transaktionen mit eigenen Aktien statt. Darüber hinaus wird auf Abschnitt 8 verwiesen.
Zeitbewertungsrücklage
In der Zeitbewertungsrücklage wird die Wertveränderung eines Zinssicherungsgeschäftes (Vorjahr: zwei Zinssicherungsgeschäfte) ausgewiesen. Mit Zinssicherungsgeschäften werden zukünftigen variable Zinszahlungen in fixe Zinszahlungen transformiert. Zum 30. Juni 2014 wird in der Zeitbewertungsrücklage der negative Marktwert des Zins-Swap-Geschäftes in Höhe von TEUR 550 (Vorjahr: TEUR 502) abzüglich latenter Steuern in Höhe von TEUR 87 (Vorjahr: TEUR 79) ausgewiesen. Die Ermittlung des Marktwertes erfolgte anhand der mark-to-market-Methode.
Währungsdifferenzen
Der Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 109 (Vorjahr: TEUR 143) betrifft die Währungsumrechnung des Abschlusses der ausländischen Tochtergesellschaft in der Schweiz.
Minderheitenanteile
Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurden keine weiteren Anteile an bereits in Vorjahren vollkonsolidierten Unternehmen erworben.
Die zum 30. Juni 2014 ausgewiesenen Minderheitenanteile sind aus der Anteilsbesitzliste in Abschnitt 2.1.3 Konsolidierungskreis ersichtlich.
4.2.2 Abgegrenzte Investitionszuwendungen
Nachfolgender Übersicht ist die Entwicklung der Zuwendungen der öffentlichen Hand zu entnehmen:
| 30.06.2014 TEUR |
30.06.2013 TEUR |
|
| Beginn Geschäftsjahr | 38.631 | 39.980 |
| erfolgswirksam aufgelöst | -1.141 | -1.349 |
| Ende Geschäftsjahr | 37.490 | 38.631 |
Der Posten betrifft wie in den Vorjahren im Wesentlichen Zuwendungen für vom Konzern betriebene Pflegeeinrichtungen. Die Investitionszuwendungen werden ratierlich aufgelöst und die Auflösungsberträge im sonstigen betrieblichen Ertrag ausgewiesen.
4.2.3 Lang- und kurzfristige Finanzschulden
Unter den Finanzschulden werden die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Versicherungen und sonstigen Finanzinstituten, die Finanzierungsleasingverbindlichkeiten, Darlehen sowie derivative Finanzinstrumente (Swapgeschäfte) erfasst.
Die langfristigen Finanzschulden betragen insgesamt TEUR 44.053 (Vorjahr: TEUR 46.542) und setzen sich aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Versicherungen (TEUR 42.193; Vorjahr: TEUR 43.278) sowie Finanzinstituten (TEUR 1.038; Vorjahr: TEUR 1.969), aus derivativen Finanzinstrumenten (TEUR 550; Vorjahr: TEUR 502), Finanzierungsleasingverbindlichkeiten (TEUR 273; Vorjahr: TEUR 343) sowie Kaufpreisverbindlichkeiten (TEUR 0; Vorjahr: TEUR 450) zusammen.
Die kurzfristigen Finanzschulden von insgesamt TEUR 8.619 (Vorjahr: TEUR 14.499) beinhalten im Wesentlichen kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Versicherungen in Höhe von TEUR 5.410 (Vorjahr: TEUR 5.590), sonstige verzinsliche Darlehen in Höhe von TEUR 1.500 (Vorjahr: TEUR 3.000), Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten in Höhe von TEUR 876 (Vorjahr: TEUR 845), Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von TEUR 450 (Vorjahr: TEUR 900), Finanzierungsleasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 303 (Vorjahr: TEUR 695), Zinsverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 56 (Vorjahr TEUR 508) sowie Verbindlichkeiten aus der Emission einer Anleihe in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 2.944).
Im November 2013 wurden die Anleiheverbindlichkeit in Höhe von TEUR 2.944 fristgerecht und vollständig getilgt.
Der Gesamtbestand an lang- und kurzfristigen Finanzschulden beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 52.672 (Vorjahr: TEUR 61.041). Die Fristigkeit und Verzinsung der Finanzschulden zum 30. Juni 2014 und zum Vorjahresstichtag sind nachfolgender Übersicht zu entnehmen.
| Valuta 30.06.2014 TEUR |
dawn < 1 Jahr TEUR |
dawn > 1 Jahr TEUR |
|
| Finanzschulden | 52.672 | 8.619 | 44.053 |
| davon: | |||
| -festverzinsliche Finanzschulden | 52.672 | 8.619 | 44.053 |
| - variabel verzinsliche Finanzschulden | 0 | 0 | 0 |
| Valuta 30.06.2013 TEUR |
dawn < 1 Jahr TEUR |
dawn > 1 Jahr TEUR |
|
| Finanzschulden | 61.041 | 14.499 | 46.542 |
| davon: | |||
| -festverzinsliche Finanzschulden | 61.041 | 14.499 | 46.542 |
| - variabel verzinsliche Finanzschulden | 0 | 0 | 0 |
Die Finanzschulden sind in Höhe von EUR 46,8 Mio. (Vorjahr: EUR 48,1 Mio.) durch Grundpfand-rechte, Sicherungsübereignungen oder Sicherheiten Dritter (u. a. durch Bürgschaften der Gemeinden) besichert.
Die nachfolgende Aufstellung enthält die Zinsbindungsfristen sowie deren Ursprungsbeträge und Buchwerte zum Geschäftsjahresende (ohne Leasing und Zinssicherung):
| Ende der Zinsbindung | 30.06.2014 Ursprungsbetrag TEUR |
30.06.2014 Buchwert TEUR |
| 30.06.2015 | 805 | 403 |
| 30.06.2016 | 23.587 | 8.833 |
| 30.06.2017 | 3.801 | 2.418 |
| 30.06.2018 | 11.996 | 10.242 |
| 30.06.2019 | 19.616 | 9.796 |
| ab 01.07.2019 | 20.100 | 18.038 |
| 79.905 | 49.730 | |
| Ende der Zinsbindung | 30.06.2013 Ursprungsbetrag TEUR |
30.06.2013 Buchwert TEUR |
| 30.06.2014 | 21.177 | 12.596 |
| 30.06.2015 | 405 | 57 |
| 30.06.2016 | 21.343 | 8.370 |
| 30.06.2017 | 3.895 | 3.513 |
| 30.06.2018 | 6.415 | 5.999 |
| ab 01.07.2018 | 21.835 | 20.593 |
| 75.070 | 51.129 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten betreffen Mietkaufverträge und vergleichbare Finanzierungsmaßnahmen.
Zu den langfristigen Finanzschulden gehören auch derivative Finanzinstrumente, die dem Zweck der Sicherung der künftigen Zahlungsströme (Cashflow Hedging) dienen. Bei diesen handelte es sich um ursprünglich zwei Zins-Swaps, die zur Absicherung von variabel verzinslichen Darlehen erworben wurde. Ein Zins-Swap ist im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2013/2014 abgelaufen. Etwaige Risiken für das Unternehmen aus dem Halten von Zins-Swaps resultieren aus der Veränderung des Marktzinssatzes und daraus möglicherweise verbundenen Schwankungen des Marktwertes. Es existieren keine wesentlichen Bonitätsrisiken, da das Sicherungsgeschäft mit der finanzierenden Bank abgeschlossen wurde.
Die Bedingungen des Zins-Swaps stimmen mit denjenigen der Darlehensverträge vollständig überein, sodass keine Ineffektivitäten des Zins-Swaps entstehen.
Der Zins-Swap erfüllt die Voraussetzungen des IAS 39. Wir verweisen im Übrigen auf unsere Erläuterungen unter „Management von Finanzrisiken".
Hinsichtlich der erläuternden Angaben zu den Finanzierungsleasingverbindlichkeiten verweisen wir auf die Ausführungen zum Leasing.
4.2.4 Pensionsverpflichtungen
Für die Zeit nach der Pensionierung wurde einem Teil der Mitarbeiter im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung laufende Versorgungsleistungen zugesagt. Es handelt sich fast ausschließlich um leistungsorientierte Zusagen im Sinne der Anwartschaft auf betriebliche Altersversorgung nach § 1 des Gesetzes zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung (BetrAVG). Die Versorgungsberechtigten erhalten bei Invalidität, spätestens nach Erreichen des gesetzlichen Rentenalters eine Rente.
Die Höhe der Rente ergibt sich nach Gruppeneinstufungen in Höhe von 5%, 10% oder 15% des versorgungsberechtigten Gehaltes. Bei den männlichen Versorgungsberechtigten besteht für deren Angehörige eine Hinterbliebenenrentenanwartschaft von 61% der fälligen Alters- bzw. Invalidenrente bzw. der Anwartschaft hierauf. Die Zahlungen werden in monatlichen Renten geleistet und enthalten keine weiteren Zuzahlungen.
Die Pensionsverpflichtungen sind voll dotiert und umfassen sowohl bereits laufende Pensionen als auch Anwartschaften auf künftig zu zahlende Pensionen. Für die Bemessung der Pensionen sind in der Regel die Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen und die versorgungsrelevanten Bezüge maßgeblich.
Die Entwicklung der Pensionsrückstellungen im Verlauf des Geschäftsjahres 2013/2014 zeigt nachfolgende Übersicht:
| 30.06.2014 TEUR |
30.06.2013 TEUR |
|
| Barwert der Gesamtverpflichtung zum Beginn Geschäftsjahr | 14.525 | 14.095 |
| Dienstzeitaufwand (service cost) | 1 | 1 |
| Zinsaufwand (interest cost) | 420 | 535 |
| Versorgungszahlungen | -984 | -1.072 |
| Versicherungsmathematische Verluste | 71 | 966 |
| Barwert der Gesamtverpflichtung zum Ende Geschäftsjahr/Bilanzausweis | 14.033 | 14.525 |
Für die Berechnung wurde ein Rechnungszins aufgrund des überwiegenden Rentnerbestands von 2,80% (Vorjahr: 3,00%), ein Gehaltstrend von 1,00% (Vorjahr: 1,00% p.a.) sowie eine Rentendynamik in Höhe von unverändert 1,10% (Vorjahr: 1,10%) zu Grunde gelegt. Eine durchschnittliche Fluktuationswahrscheinlichkeit war, wie im Vorjahr, nicht zu berücksichtigten.
Die zur Absicherung von Pensionszahlungen abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen erfüllen nicht die strengen Aufrechnungskriterien an Planvermögen nach IAS 19, sodass ein separater Ansatz unter den sonstigen langfristigen Vermögenswerten erfolgt.
Der Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand, der Zinsaufwand im Finanzergebnis und die versicherungsmathematischen Verluste werden im sonstigen Ergebnis (OCI) ausgewiesen.
Den Regelungen des neuen IAS 19 folgend haben wir für die bilanzierten Pensionsschulden eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt. Grundlage der Sensitivitätsanalyse waren die Parameter Zinssatz, Lebenshaltungskostensteigerungen und Lebenserwartung.
Aufgrund veränderter Markt- und Konjunkturverhältnisse können die den Einflussfaktoren zugrunde gelegten Wahrscheinlichkeiten von aktuellen Entwicklungen abweichen. Mittels Sensitivitätsanalysen werden die finanziellen Auswirkungen von Abweichungen bei den wesentlichen Faktoren ermittelt, die nachfolgender Tabelle entnommen werden können. Ein Anstieg bzw. Rückgang der wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen hätte auf den Barwert der leistungsbasierten Verpflichtung die in der Tabelle dargestellten Auswirkungen:
| 30.06.2014 TEUR |
EK/Ergebniseffekte* | ||
| Sensitivität für Abzinsungsfaktoren | +1% | 12.744 | -1.289 |
| Sensitivität für Abzinsungsfaktoren | -1% | 15.496 | 1.463 |
| Sensitivität für erwartete Lebenshaltungskostensteigerungen | + 0,50% | 14.689 | 656 |
| Sensitivität für erwartete Lebenshaltungskostensteigerungen | - 0,50% | 13.365 | -668 |
| Sensitivität für Lebenserwartung | + 1 Jahr | 14.658 | 625 |
| Sensitivität für Lebenserwartung | -1 Jahr | 13.339 | -694 |
*
Vor Berücksichtigung von gegenläufigen Steuereffekten in Höhe von 15,825%
Die von Versicherungsmathematikern durchgeführten Berechnungen wurden für die als wesentlich eingestuften Bewertungsparameter isoliert vorgenommen.
Bei der Berechnung der Sensitivität für die Lebenserwartung wird durch pauschale (altersunabhängige) Faktoren für den Pensionärsbestand eine um ein Jahr höhere bzw. um ein Jahr niedrigere Lebenserwartung erreicht.
Die Aufwendungen für beitragsorientierte Pläne zur unternehmenseigenen Pensionskasse für die Arbeitnehmer beliefen sich im Geschäftsjahr 2013/2014 insgesamt auf TEUR 914 (Vorjahr: TEUR 941).
Die voraussichtlich erwarteten Aufwendungen für die folgenden zehn Geschäftsjahre sind in ähnlicher Größenordnung zu erwarten und der nachstehenden Übersicht zu entnehmen.
| Erwartete Zahlungen für Pensionsleistungen* | 30.06.2014 TEUR |
| 2014/2015 | 1.019 |
| 2015/2016 | 1.006 |
| 2016/2017 | 992 |
| 2017/2018 | 972 |
| 2018/2019 | 946 |
| Summe weiterer 5 Jahre | 4.325 |
*
Zahlungen sind undiskontiert
Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurden TEUR 7.641 (Vorjahr: TEUR 7.863) an Arbeitgeberbeiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt.
4.2.5 Latente Steuern
Die passiven latenten Steuern von TEUR 5.075 (Vorjahr: TEUR 5.305) resultieren aus dem Saldo von aktiven und passiven latenten Steuern, soweit es ein Aufrechnungsrecht gibt und die latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen. Wenn sich aus der Aufrechnung ein positiver Betrag ergibt, erfolgt der Bilanzausweis innerhalb der langfristigen Vermögenswerte.
Bei der Ermittlung der passiven latenten Steuern wurden auch die auf bestehende Verlustvorträge einiger Gesellschaften entfallenden aktiven latenten Steuern durch Verrechnung berücksichtigt.
Zugrunde gelegt wurde wie im Vorjahr ein Steuersatz von 15,825%. Die passiven latenten Steuern haben sich wie folgt ergeben:
| Temporäre Differenzen | darauf entfallende Steuer | |||
| 30.06.2014 TEUR |
30.06.2013 TEUR |
30.06.2014 TEUR |
30.06.2013 TEUR |
|
| Verlustvorträge | 25.722 | 26.983 | 4.070 | 4.270 |
| Pensions-/Jubiläumsrückstellungen | 4.639 | 4.763 | 734 | 754 |
| Derivative Finanzinstrumente | 550 | 502 | 87 | 79 |
| Transaktionskosten Anleihe | 46 | 54 | 7 | 9 |
| Summe der aktiven latenten Steuern | 30.957 | 32.302 | 4.898 | 5.112 |
| Saldierung | -1.495 | -1.128 | ||
| Bilanzausweis aktive latente Steuern | 3.403 | 3.984 | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 6.906 | 5.276 | 1.093 | 835 |
| Sachanlagen | 30.100 | 30.827 | 4.763 | 4.878 |
| Rücklagen § 6 b EStG | 4.350 | 4.400 | 688 | 696 |
| Rückstellungen Instandhaltung | 160 | 150 | 25 | 24 |
| Summe der passiven latenten Steuern | 41.516 | 40.653 | 6.570 | 6.433 |
| Saldierung | -1.495 | -1.128 | ||
| Bilanzausweis passive latente Steuern | 5.075 | 5.305 | ||
Die Abweichungen bei den Sachanlagen resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen steuerlichen Abschreibungssätzen bei den Immobilien.
4.2.6 Kurzfristige Rückstellungen
Die Entwicklung der kurzfristigen sonstigen Rückstellungen ist der nachfolgenden Übersicht zu entnehmen:
| 30.06.2013 TEUR |
Verbrauch TEUR |
Auflösung TEUR |
Zuführung TEUR |
30.06.2014 TEUR |
|
| Ausstehende Rechnungen | 3.100 | 2.345 | 732 | 1.909 | 1.932 |
| Rechts- und Beratungskosten | 427 | 421 | 1 | 343 | 348 |
| Archivierungsrückstellungen | 279 | 0 | 0 | 0 | 279 |
| Aufsichtsratvergütungen | 208 | 208 | 0 | 163 | 163 |
| Prozessrisiken | 93 | 0 | 0 | 698 | 791 |
| 0 | |||||
| Personalrückstellungen | 0 | ||||
| Urlaubsentgelt | 2.219 | 2.198 | 21 | 2.062 | 2.061 |
| Überstundenvergütungen | 1.479 | 1.228 | 251 | 1.427 | 1.427 |
| Weihnachtsgeld | 1.359 | 1.312 | 47 | 1.067 | 1.066 |
| Berufsgenossenschaft | 327 | 296 | 31 | 434 | 434 |
| Mitarbeiterprämien | 307 | 299 | 8 | 306 | 306 |
| Zeitzuschläge | 187 | 187 | 0 | 216 | 217 |
| Personalabfindungen | 178 | 116 | 63 | 110 | 109 |
| Tantiemen | 128 | 100 | 28 | 157 | 157 |
| Schwerbehindertenabgabe | 96 | 77 | 19 | 110 | 110 |
| Übrige | 159 | 73 | 80 | 102 | 108 |
| 10.546 | 8.860 | 1.281 | 9.104 | 9.509 |
Vorjahr:
| 01.07.2012 TEUR |
Verbrauch TEUR |
Auflösung TEUR |
Zuführung TEUR |
30.06.2013 TEUR |
|
| Ausstehende Rechnungen | 2.618 | 2.103 | 421 | 3.006 | 3.100 |
| Rechts- und Beratungskosten | 385 | 322 | 63 | 427 | 427 |
| Archivierungsrückstellungen | 325 | 33 | 147 | 134 | 279 |
| Aufsichtsratvergütungen | 271 | 249 | 22 | 208 | 208 |
| Prozessrisiken | 120 | 120 | 0 | 93 | 93 |
| Personalrückstellungen | |||||
| Urlaubsentgelt | 2.310 | 2.307 | 3 | 2.219 | 2.219 |
| Überstundenvergütungen | 1.732 | 485 | 239 | 471 | 1.479 |
| Weihnachtsgeld | 1.420 | 1.389 | 31 | 1.359 | 1.359 |
| Berufsgenossenschaft | 325 | 248 | 77 | 327 | 327 |
| Mitarbeiterprämien | 261 | 249 | 12 | 307 | 307 |
| Zeitzuschläge | 149 | 147 | 2 | 187 | 187 |
| Personalabfindungen | 311 | 105 | 68 | 40 | 178 |
| Tantiemen | 261 | 122 | 70 | 59 | 128 |
| Schwerbehindertenabgabe | 109 | 88 | 21 | 96 | 96 |
| Übrige | 200 | 190 | 10 | 0 | 0 |
| Übrige | 2.807 | 2.083 | 724 | 159 | 159 |
| 13.604 | 10.240 | 1.910 | 9.093 | 10.546 |
Die Rückstellungen für Berufsgenossenschaft beinhalten die voraussichtlich für das Geschäftsjahr
2013/2014 zu leistenden Berufsgenossenschaftsbeiträge. Die Höhe der Rückstellung hängt von variablen Bemessungsgrößen ab, die jährlich neu von den Berufsgenossenschaften festgelegt werden. Bei der Dotierung der Rückstellung wurde von gegenüber dem Vorjahr unveränderten Rechenparametem ausgegangen. Die Beiträge zur Berufsgenossenschaft sind im Mai des jeweils folgenden Jahres zur Zahlung fällig.
Bei der Rückstellung für Tantiemen und Mitarbeiterprämien handelt es sich um vom Ergebnis des Geschäftsjahres 2013/2014 und von der Erreichung persönlicher Ziele abhängige Zahlungen an das Management und Mitarbeiter von Konzerngesellschaften. Die Genehmigung und Auszahlung dieser Beträge erfolgt im Allgemeinen im zweiten Quartal des folgenden Geschäftsjahres.
Eine Schwerbehindertenabgabe muss gezahlt werden, wenn die vom Gesetzgeber geforderte Beschäftigungsquote an schwer behinderten Mitarbeitern nicht erreicht wird. Da dies in einigen Konzerngesellschaften der Fall ist, wurde hierfür eine Rückstellung gebildet.
4.2.7 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag TEUR 10.302 (Vorjahr: TEUR 7.596) und sind damit um TEUR 2.706 gestiegen.
4.2.8 Laufende Steuerverbindlichkeiten
Die laufenden Steuerverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
| 30.06.2014 TEUR |
30.06.2013 TEUR |
|
| Körperschaftsteuer | 2.146 | 2.670 |
| Gewerbesteuer | 68 | 4 |
| Summe | 2.214 | 2.674 |
Die laufenden Steuerverbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind mit dem erwarteten Zahlungsbetrag bilanziert.
4.2.9 Übrige kurzfristige Schulden
Nachfolgend wird die Zusammensetzung der übrigen kurzfristigen Schulden dargestellt:
| 30.06.2014 TEUR |
30.06.2013 TEUR |
|
| Rechnungsabgrenzungsposten | 1.753 | 1.917 |
| Kreditorische Debitoren | 1.441 | 1.564 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Finanzämtern | 1.337 | 1.370 |
| Verbindlichkeiten aus noch nichtgezahlten Dividenden | 959 | 0 |
| Übrige | 734 | 506 |
| 6.225 | 5.357 |
Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen vorausgezahlte Erlöse des Folgemonats. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem Wegfall von zwei nicht mehr operativ tätigen Gesellschaften.
Bei der gestundeten Dividende handelt es sich um einen Teil der beschlossenen, aber noch nicht ausbezahlten Ausschüttung.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Finanzämtern betreffen im Wesentlichen anstehende Zahlungen für Lohn- und sonstige Steuern.
5.1 Umsatzerlöse
Im Berichtsjahr sind die Umsatzerlöse von TEUR 200.782 auf TEUR 202.030 um 0,6% gestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Verbesserung der Belegung sowie aus höheren durchschnittlichen Pflegestufen der Bewohner.
5.2 Andere aktivierte Eigenleistungen
Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurden im Zusammenhang mit der Entwicklung einer Steuerungssoftware interne Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 152 (Vorjahr: TEUR 150) aktiviert.
5.3 Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen im Berichtsjahr TEUR 7.250 (Vorjahr: TEUR 8.035) und setzen sich wie folgt zusammen:
| 2013/2014 TEUR |
2012/2013* TEUR |
|
| Zuschüsse für Personal | 1.589 | 1.815 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 1.281 | 1.910 |
| Neutrale Erträge | 1.233 | 432 |
| Erträge aus der Auflösung von Investitionszuschüssen | 1.141 | 1.349 |
| Periodenfremde Erträge | 505 | 433 |
| Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen | 369 | 229 |
| Miet- und Pachterlöse | 175 | 180 |
| Erträge aus dem Aufbau von Aktivwerten der Rückdeckungsversicherungen | 91 | 22 |
| Sachbezüge Kfz | 82 | 136 |
| Erstattungen aus der Ausbildungsumlage | 73 | 128 |
| Gewinne aus Anlagenabgängen | 23 | 287 |
| Übrige | 689 | 1.115 |
| 7.250 | 8.035 |
Die neutralen Erträge umfassen im Wesentlichen Versicherungserstattungen für Schadensfälle sowie Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten.
5.4 Materialaufwand
Der Materialaufwand beinhaltet Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, bezogene Waren sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam. Da im Wesentlichen kein Vorsteuerabzug besteht, beinhalten die Aufwendungen auch die gesetzliche Umsatzsteuer. Wir verweisen an dieser Stelle auf die in Tz 2.2.1 beschriebenen Anpassungen.
5.5 Personalaufwand
Der Personalaufwand gliedert sich wie folgt:
| 2013/2014 TEUR |
2012/2013* TEUR |
|
| Löhne und Gehälter | 86.700 | 86.993 |
| Tantiemen und Gratifikationen | 699 | 1.009 |
| Berufsgenossenschaft | 947 | 997 |
| Sozialaufwendungen | 16.238 | 16.522 |
| Altersvorsorge | 1.006 | 976 |
| 105.590 | 106.497 |
*
Die Vorjahreswerte sind gemäß IAS 8.14 in Verbindung mit IAS 1.41 angepasst worden.
Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres 2013/2014 beschäftigten Mitarbeiter (nach Köpfen), getrennt nach Gruppen, ist der folgenden Übersicht zu entnehmen:
| in Köpfen | 2013/2014 | 2012/2013 |
| Ärztlicher Dienst | 8 | 8 |
| Pflegedienst | 3.222 | 3.210 |
| Medizinischer Dienst | 3.230 | 3.218 |
| Wirtschafts- und Versorgungsdienst | 1.069 | 1.098 |
| Technischer Dienst | 130 | 119 |
| Verwaltung | 361 | 415 |
| 1.560 | 1.632 | |
| Gesamt | 4.790 | 4.850 |
5.6 Abschreibungen
Die Abschreibungen betrugen im Berichtsjahr TEUR 7.843 (Vorjahr: TEUR 6.924).
Auf die immateriellen Vermögenswerte wurden im Berichtsjahr außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 139 vorgenommen (Vorjahr: TEUR 179). Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen von TEUR 1.059 (Vorjahr: TEUR 896) und auf zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte in Höhe von TEUR 1.351 erfasst. Die Abschreibungen auf aktivierte Finanzierungsleasingverhältnisse beliefen sich auf TEUR 639 (Vorjahr: TEUR 987).
5.7 Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit TEUR 60.990 (Vorjahr: TEUR 57.969) gegenüber dem Vorjahresbetrag um TEUR 3.021 gestiegen.
Die Zusammensetzung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist der nachfolgenden Übersicht zu entnehmen:
| 2013/2014 TEUR |
2012/2013* TEUR |
|
| Miete, Pachten, Leasing für Heimeinrichtungen | 36.068 | 36.739 |
| Instandhaltung und Wartungskosten | 5.455 | 4.541 |
| Rechts-, Beratungs- und Prozesskosten | 5.314 | 3.813 |
| Kfz und Flugzeugkosten | 2.220 | 1.392 |
| IT - Aufwendungen | 2.316 | 1.715 |
| Wertberichtigungen, Forderungsverluste | 1.883 | 1.601 |
| Gesellschaftskosten, Werbe- und Repräsentationsaufwand | 1.144 | 1.491 |
| Verwaltungsbedarf | 977 | 816 |
| Versicherungen | 847 | 858 |
| Sonstige Personalkosten | 784 | 2.038 |
| Kommunikationskosten | 688 | 624 |
| Aus- und Fortbildung | 561 | 410 |
| Gebühren, Abgaben | 484 | 381 |
| Reisekosten | 356 | 229 |
| Wirtschaftsbedarf | 352 | 211 |
| Schadensfälle | 0 | 434 |
| Verluste aus Anlagenabgang | 32 | 52 |
| Übrige Aufwendungen | 1.510 | 625 |
| 60.990 | 57.969 |
*
Die Vorjahreswerte sind gemäß IAS 8.14 in Verbindung mit IAS 1.41 angepasst worden.
Im laufenden Geschäftsjahr wurden deutlich mehr Instandhaltungsmaßnahmen in den Einrichtungen durchgeführt als im Vorjahr.
Der Anstieg der Rechts-, Beratungs- und Prozesskosten ist bedingt durch die Erweiterung und Fortentwicklung unserer IT-Landschaft sowie durch im Geschäftsjahr durchgeführte und von Dritten begleitete Sonderprojekte.
Die IT- Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Wartungskosten, Netzleistungsgebühren und Leasingaufwendungen für Hardware zusammen.
Die Gesellschaftskosten und der Werbe- und Repräsentationsaufwand beinhalten insbesondere die Aufwendungen für Werbung, Hauptversammlungen, Geschäftsberichte sowie Aufsichtsratsvergütungen.
Der deutliche Rückgang der sonstigen Personalkosten ist durch die im Vorjahr angefallenen Arbeitnehmenüberlassungsaufwendungen für die Einrichtungen in Meerbusch und in Schönborn zu erklären.
Hinsichtlich der Wertberichtigungen und Forderungsverluste wird auf Tz. 4.1.8 sowie 4.1.9 verwiesen.
In den übrigen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 770 enthalten.
In den Rechts- und Beratungskosten sind nachstehende Honorare für den Abschlussprüfer (inklusive Auslagen und der nicht abziehbaren Umsatzsteuer) des Einzel- und Konzernabschlusses zum 30. Juni 2014 enthalten:
| 2013/2014 TEUR |
2012/2013 TEUR |
|
| Abschlussprüfung 2013/2014 | 343 | 0 |
| Abschlussprüfung 2012/2013 | 50 | 331 |
| Prüfung Jahresabschlüsse Tochtergesellschaften Vorjahre | 53 | 55 |
| Sonstige Leistungen | 74 | 84 |
| 520 | 470 |
5.8 Sonstige Steuern
Die sonstigen Steuern sind um TEUR 96 auf TEUR 425 gestiegen und beinhalten insbesondere Grundsteuern in Höhe von TEUR 307 (Vorjahr: 272). Von den sonstigen Steuern sind TEUR 182 periodenfremd und betreffen im Wesentlichen Grundsteuernachzahlungen.
5.9 Finanzergebnis
Das Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:
| 2013/2014 TEUR |
2012/2013 TEUR |
|
| Zinserträge aus Finanzierungsleasing | 308 | 316 |
| Zinsen aus Forderungen | 82 | 20 |
| Zinsen aus Darlehen und Festgeldern | 21 | 251 |
| Zinsen aus Guthaben Finanzamt | 38 | 45 |
| sonstige Zinsen | 46 | 68 |
| Finanzerträge | 495 | 700 |
| Darlehens- und Anleihemensen | 2.529 | 3.333 |
| Zinsaufwand Pensionsrückstellungen | 420 | 535 |
| Zinsen aus Finanzierungsleasing | 129 | 183 |
| Zinsen aus Mietkauf und Leasing | 63 | 0 |
| Sonstige Zinsen | 112 | 201 |
| Finanzaufwendungen | 3.253 | 4.252 |
| Finanzergebnis | -2.758 | -3.552 |
Die Verbesserung des Finanzergebnisses um TEUR 795 ist einerseits auf die Tilgung der Anleihe und diverser Darlehen und anderseits auf die Optimierung des Zinssatzes im gesamten Darlehen-portfolio zurückzuführen.
5.10 Ertragsteuern
Im Ertragsteuerergebnis sind laufende und latente Steuern enthalten. Nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitungsrechnung vom erwarteten zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand. Zur Ermittlung des erwarteten Steueraufwands wird das Ergebnis vor Ertragsteuern mit dem gegenüber dem Vorjahr unveränderten Körperschaftsteuersatz (inkl. SoIZ) von 15,825% multipliziert.
| 2013/2014 TEUR |
2012/2013 TEUR |
|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 4.821 | 7.500 |
| Konzernsteuersatz | 15,825% | 15,825% |
| Erwartete Ertragsteuern | 763 | 1.187 |
| Effekt aufgrund abweichender inländischer Steuersätze | 75 | 6 |
| Steuererhöhung aufgrund nicht abzugsfähiger Aufwendungen | 22 | 55 |
| Steuererhöhung aufgrund außerbilanzieller Hinzurechnungen | 0 | 67 |
| Steuerminderung aufgrund steuerfreier Einnahmen | -6 | 0 |
| Steuerminderung aufgrund Nutzung Verluste, Vorjahr nicht werthaltig | -146 | -41 |
| Aktivierung latenter Steuern auf Verlustvorträge, Vorjahr nicht werthaltig | -79 | -639 |
| Steuererhöhung aufgrund Verluste lfd. Jahr, nicht werthaltig | 214 | 185 |
| Steuererhöhung wegen Abwertung latenter Steuern auf Verlustverträge | 247 | 140 |
| Periodenfremde Steuern | 198 | -223 |
| Effekt durch Verluste gemeinnütziger Gesellschaften | -50 | 30 |
| Tatsächliche Ertragsteuern | 1.238 | 767 |
| Tatsächliche Steuerquote | 25,7% | 10,2% |
Die in Vorjahren aktivierten und im Geschäftsjahr 2013/2014 wertberichtigten latenten Steuern auf Verlustvorträge resultieren im Wesentlichen aus der unterjährigen Übertragung des Betriebs der Pflegeheime in Meerbusch.
Die Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:
| 2013/2014 TEUR |
2012/2013 TEUR |
|
| Latenter Steueraufwand | 370 | 455 |
| Laufender Steueraufwand | 868 | 312 |
| Ertragsteuern | 1.238 | 767 |
Steuerliche Verlustvorträge von EUR 16,4 Mio. (Vorjahr: EUR 13,3 Mio.) wurden nicht angesetzt.
5.11 Anteile Minderheiten am Konzernergebnis
Der auf die Minderheitenanteile entfallende Teil am Konzernergebnis beträgt TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 4).
5.12 Konzernergebnis
Das Konzernergebnis für das Geschäftsjahr 2013/2014 beträgt TEUR 3.583 (Vorjahr: TEUR 6.733). Davon entfallen auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens TEUR 3.583 (Vorjahr: TEUR 6.729) und auf die Minderheiten TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 4).
Nachfolgende Tabelle enthält für jede Klasse von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden den beizulegenden Zeitwert (Fair Value) und den korrespondierenden Buchwert. Die sich ggf. hieraus ergebende Differenz stellt den Betrag der stillen Reserven bzw. Lasten in den Finanzinstrumenten dar:
| in TEUR | Bewertungs- kategorie nach IAS 39 |
Buchwert 30.06.2014 | beizulegender Zeitwert 30.06.2014 | Buchwert 30.06.2013 | beizulegender Zeitwert 30.06.2013 |
| AKTIVA Langfristige finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Ausleihungen | LaR | 2.577 | 2.577 | 2.329 | 2.329 |
| Aktivwerte Pensionsrückdeckungen | Fvtpl | 622 | 622 | 809 | 809 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | HtM | 963 | 963 | 0 | 0 |
| Beteiligungen | AIS | 51 | 514 | 77 | 77 |
| Forderungen aus Finanzierungsleasing | IAS 17 | 5.419 | 5.419 | 5.830 | 5.830 |
| Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 7.939 | 7.939 | 8.514 | 8.514 |
| Finanzierungsleasing | IAS 17 | 412 | 412 | 481 | 481 |
| Sonstige Forderungen | LaR | 2.702 | 2.702 | 2.685 | 2.685 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | n.a. | 3.640 | 3.640 | 10.304 | 10.304 |
| PASSIVA Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| Finanzschulden | FLAC | 43.230 | 43.230 | 46.199 | 46.199 |
| Finanzierungsleasing | IAS 17 | 273 | 273 | 343 | 343 |
| Derivative Finanzinstrumente | Hedging | 550 | 550 | 502 | 502 |
| Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| Finanzschulden | FLAC | 8.316 | 8.316 | 13.804 | 13.804 |
| Finanzierungsleasing | IAS 17 | 303 | 303 | 695 | 695 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 10.302 | 10.302 | 7.596 | 7.596 |
| Übrige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 3.134 | 3.134 | 2.069 | 2.069 |
Aggregiert nach Bewertungskategorien stellen sich die Vermögenswerte und Schulden wie folgt dar:
| in TEUR | Vermögenswerte Buchwert 30.06.2014 |
Vermögenswerte beizulegender Zeitwert 30.06.2014 |
Schulden Buchwert 30.06.2014 |
Schulden beizulegender Zeitwert 30.06.2014 |
| Forderungen und Kredite (Loans and Receivables, LaR) | 13.218 | 13.218 | ||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente (Fair value through profitand loss, Fvtpl) | 622 | 622 | ||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente (Held to maturity, HtM) | 963 | 963 | ||
| Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte (Available for sale, AfS) | 51 | 51 | ||
| Mt Barwert bewertete Finanzierungsleasingforderungen (IAS 17) | 5.831 | 5.831 | ||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (Financial liabilities at cost, FLAC) | 64.981 | 64.981 | ||
| Mt Barwert bewertete Finanzierungsleasingverbindlichkeiten (IAS 17) | 576 | 576 | ||
| Derivate in wirksamer Sicherungsbeziehung | 550 | 550 |
| in TEUR | Vermögenswerte Buchwert 30.06.2013 |
Vermögenswerte beizulegender Zeitwert 30.06.2013 |
Schulden Buchwert 30.06.2013 |
Schulden beizulegender Zeitwert 30.06.2013 |
| Forderungen und Kredite (Loans and Receivables, LaR) | 13.528 | 13.528 | ||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente (Fair value through profitand loss, Fvtpl) | 809 | 809 | ||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente (Held to maturity, HtM) | 0 | 0 | ||
| Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte (Available for sale, AfS) | 77 | 77 | ||
| Mt Barwert bewertete Finanzierungsleasingforderungen (IAS 17) | 6.311 | 6.311 | ||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (Financial liabilities at cost, FLAC) | 69.668 | 69.668 | ||
| Mt Barwert bewertete Finanzierungsleasingverbindlichkeiten (IAS 17) | 1.038 | 1.038 | ||
| Derivate in wirksamer Sicherungsbeziehung | 502 | 502 |
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte am Abschlussstichtag dem beizulegenden Zeitwert. Die Aktivwerte von Rückdeckungsversicherungsansprüchen werden zu aktuellen Zeitwerten gemäß versicherungsmathematischer Gutachten bilanziert. Die Ausleihungen sind unverzinslich, da der Zinsanteil im Mietzins berücksichtigt wurde, sodass der Fair Value unserer Einschätzung nach dem Buchwert entspricht. Die Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten bewertet, die ebenfalls geschätzten Zeitwerten entsprechen, zudem sind diese im Konzern von untergeordneter Bedeutung. Die Wertpapiere des Anlagevermögens sind zum Zeitwert bewertet.
Für die gegenüber Kreditinstituten bestehenden Finanzschulden sind weitgehend Zinskonditionen vereinbart, die dem aktuellen Marktniveau Rechnung tragen. Wir gehen daher davon aus, dass der bilanzierte Buchwert den Zeitwert widerspiegelt.
Der für die bilanzierten Leasingverbindlichkeiten zugrunde gelegte Zinssatz entspricht im Wesentlichen der marktüblichen Effektivverzinsung der Leasinggeber von ausgewählten Leasinggütern.
Derivative Finanzinstrumente bestehen in Form von Zins-Swap-Geschäften, die nach der mark-to-market-Methode mit ihrem aktuellen Zeitwert angesetzt werden.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die kurzfristigen Finanzschulden sowie die sonstigen Verbindlichkeiten haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten. Die bilanzierten Werte stellen insofern die beizulegenden Zeitwerte dar.
Die Netto-Gewinne und -verluste sowie Zinserträge und -aufwendungen der finanziellen Vermögenswerte und Schulden stellen sich wie folgt dar:
| in TEUR | Zinsertrag/ Zinsaufwand 30.06.2014 | Nettoergebnis 30.06.2014 | Zinsertrag/ Zinsaufwand 30.06.2013 | Nettoergebnis 30.06.2013 | Zeitbewertungs- rücklage 30.06.2012 |
| Forderungen und Kredite (Loans and receivables, LaR) | 148 | -1.515 | 302 | -1.386 | 0 |
| Mit dem Barwert bewertete Finanzierungsleasingforderungen (IAS 17) | 308 | 353 | 0 | ||
| Erfolgswirksam zum beizulegendem Zeitwert bewertete Finanzinstrumente (Fair value through profit and loss, Fvtpl) | 88 | 22 | |||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (Financial liabilities at cost, FLAC) | -2.408 | -3.160 | 0 | ||
| Mit dem Barwert bewertete Finanzierungsleasingverbindlichkeiten (IAS 17) | -129 | -183 | 0 | ||
| Derivate in wirksamer Sicherungsbegehung | 0 | -184 | 0 | -340 | 0 |
| Summe | -2.081 | -1.611 | -2.688 | -1.704 | 0 |
Die Gesamtzahl aller 14.580.000 Stück (Vorjahr: 14.580.000 Stück) Aktien setzt sich zum Stichtag zusammen aus der Anzahl der eigenen Aktien mit 115.675 Stück (Vorjahr: 115.675 Stück) Aktien sowie den im Umlauf befindlichen Aktien mit 14.464.325 Stück (Vorjahr: 14.464.325 Stück) Aktien. Die nachstehend dargestellte Entwicklung des Bestands an eigenen Anteilen ist aus nachfolgender Tabelle zu entnehmen:
| Datum | Zugang in Stück |
Verkauf in Stück |
Kurs in EUR |
Bestand in Stück |
Gegenwert in EUR |
Anteil am Grundkapital in % |
Betrag am Grundkapital in EUR |
| Bestand 01.07.2013 | 0 | 0 | 8,032 | 115.675 | 929.079,62 | 0,79 | 246.741,60 |
| Bestand 30.06.2014 | 0 | 0 | 8,032 | 115.675 | 928.079,62 | 0,79 | 246.741,60 |
Im Zeitraum zwischen dem Bilanzstichtag und der Aufstellung des Konzernabschlusses hat die Marseille-Kliniken AG keine Transaktionen mit Stammaktien oder potenziellen Stammaktien durchgeführt.
Auf der ordentlichen Hauptversammlung am 31. Oktober 2013 wurde beschlossen eine Dividende in Höhe von TEUR 1.736 (EUR 0,12 pro dividendenberechtigte Aktie, Vorjahr: EUR 0,11) auszuzahlen. Von der Dividende wurde ein Betrag in Höhe von TEUR 959 bis voraussichtlich Ende 2014 gestundet.
Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn der Marseille-Kliniken AG (Einzelabschluss) auf neue Rechnung vorzutragen.
Die Entwicklung des Eigenkapitals ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.
Die Kapitalflussrechnung wurde nach der betrieblichen Tätigkeit, der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit unterteilt. Die Darstellung der Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode.
12.1 Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten
Unbeschränkte Patronatserklärungen wurden durch die Marseille-Kliniken AG in der Weise abgegeben, dass sie für Ansprüche aus mit einzelnen Tochtergesellschaften abgeschlossenen Mietverträgen eintritt. Dies betrifft die Mietverträge zwischen der Logo 7. Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH, der Senioren-Wohnpark Landshut GmbH und der AMARITA Oldenburg GmbH mit konzernfremden Vermietungsgesellschaften. Für die SWP - Senioren-Wohnpark Klötze GmbH wurde eine unbeschränkte Liquiditätszusage abgegeben, damit diese ihren Verpflichtungen aus Immobilienleasingverträgen nachkommen kann.
Einzelne Mietverträge räumen dem Vermieter bei Zahlungsverzug das Recht zu einer Rückabwicklung der Sale-and-Lease-Back-Verträge ein.
Im Zusammenhang mit der Veräußerung der Reha-Gesellschaften im Geschäftsjahr 2009/2010 bestehen vertragliche Steuerfreistellungsklauseln für zurückliegende Geschäftsjahre.
Darüber hinaus besteht das grundsätzliche Risiko einer Rückabwicklung von Sale-and-LeaseBack-Verträgen, sofern vertraglich vereinbarte Financial Covenants nicht erreicht werden.
Die Marseille-Kliniken AG hat sich in einem Immobilienkaufvertrag verpflichtet, die Immobilie vertragskonform zu nutzen. Sollte die Immobilie in nicht vertragskonformer Weise genutzt werden, ist eine zusätzliche Zahlung von TEUR 200 zu leisten.
Die Marseille-Kliniken AG führt diverse Passivprozesse, bei denen die Gesellschaft nicht mit einer überwiegenden Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme rechnet. Im Wesentlichen werden von dritter Seite Ansprüche in Höhe von EUR 5,9 Mio. (Vorjahr: EUR 6,8 Mio.) geltend gemacht.
Weitere Haftungsverhältnisse bestehen am Bilanzstichtag nicht.
12.2 Leasing
Leasingnehmer - Finance-Lease-Verhältnisse
Zu den als Finance-Lease klassifizierten Vermögenswerten gehören der Betriebs- und Geschäftsausstattung zugeordnete Anlagegüter. Bei der Klassifizierung der Mobilienleasingverträge wurde zur Barwertermittlung ein interner Zinssatz von 8% (Vorjahr: 11,1%) zugrunde gelegt. Die Herleitung dieses Zinssatzes beruht auf der Auswertung von Verträgen für ausgewählte Leasinggüter.
Die wesentlichen während der Laufzeit der Leasingverhältnisse eingegangenen Verpflichtungen betreffen außer den Mietzahlungen die Tragung der Instandhaltungsaufwendungen sowie der Versicherungsbeiträge. Die Laufzeiten der Leasingverhältnisse umfassen in der Regel 3 bis 5 Jahre. Außerdem bestehen Verlängerungsoptionen zu unterschiedlichen Konditionen.
Nachstehende Aufstellung enthält die Vermögenswerte, die im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen genutzt werden:
| 30.06.2014 TEUR |
30.06.2013 TEUR |
|
| Anschaffungskosten | 3.022 | 5.861 |
| abzüglich: kumulierte Abschreibungen | -2.519 | -4.984 |
| Nettobuchwert | 503 | 877 |
Die Vorjahreswerte zum 30. Juni 2013 betrugen:
| 30.06.2013 TEUR |
30.06.2012 TEUR |
|
| Anschaffungskosten | 5.861 | 6.792 |
| abzüglich: kumulierte Abschreibungen | -4.984 | -5.235 |
| Nettobuchwert | 877 | 1.557 |
Die zukünftigen Mindestleasingzahlungen für die oben beschriebenen Finance-Lease-Verhältnisse betragen:
| 30. Juni 2014 | Barwert TEUR |
Zins TEUR |
Mindestleasingraten TEUR |
| Während des ersten Jahres | 303 | 68 | 371 |
| 1. bis 5. Jahr | 273 | 61 | 334 |
| Nach 5 Jahren | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 576 | 129 | 705 |
Die Vorjahreswerte zum 30. Juni 2013 betrugen:
| 30. Juni 2013 | Barwert TEUR |
Zins TEUR |
Mindestleasingraten TEUR |
| Während des ersten Jahres | 695 | 82 | 777 |
| 1. bis 5. Jahr | 343 | 32 | 375 |
| Nach 5 Jahren | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 1.038 | 114 | 1.152 |
Leasinggeber - Finance-Lease-Verhältnisse
Die als Forderungen aus Finanzierungsleasing klassifizierten sonstigen finanziellen Vermögenswerte resultieren im Wesentlichen aus der Vermietung von Gebäuden in Bad Herrenalb und Orten-au seit dem Geschäftsjahr 2009/2010. Bei der Klassifizierung der Immobilienleasingverträge wurde zur Barwertermittlung ein gewichteter interner Zinssatz von 5,43% zugrunde gelegt.
Die Restlaufzeiten der Leasingverhältnisse betragen jeweils 18,5 Jahre. Ein Restwert wurde nicht angesetzt.
Die Forderungen aus Finanzierungsleasing ermitteln sich wie folgt:
| 30.06.2014 TEUR |
30.06.2013 TEUR |
|
| ausstehende Mindestleasingzahlungen + nicht garantierte Restwerte | 8.878 0 | 9.687 0 |
| = Bruttoinvestitionen | 8.878 | 9.687 |
| - nicht realisierte Finanzerträge | 3.021 | 3.349 |
| = Nettoinvestitionen | 5.857 | 6.338 |
| - Barwerte der nicht garantierten Restwerte | 0 | 0 |
| = Barwert der Mindestleasingzahlungen | 5.857 | 6.338 |
Die Fristigkeiten der aus den Finanzierungsleasingverträgen erwarteten Bruttozahlungszuflüsse bzw. deren Barwerte stellen sich wie folgt dar:
| 30. Juni 2014 | Bruttogesamtinvestitionen TEUR |
Barwert der Mindestleasingzahlungen TEUR |
| Während des ersten Jahres | 715 | 412 |
| 1. bis 5. Jahr | 2.107 | 1.022 |
| Nach 5 Jahren | 6.057 | 4.423 |
| Summe | 8.878 | 5.857 |
Die Vorjahreswerte zum 30.06.2013 betrugen:
| 30. Juni 2013 | Bruttogesamtinvestitionen TEUR |
Barwert der Mindestleasingzahlungen TEUR |
| Während des ersten Jahres | 808 | 481 |
| 1. bis 5. Jahr | 2.295 | 1.161 |
| Nach 5 Jahren | 6.584 | 4.696 |
| Summe | 9.687 | 6.338 |
12.3 Eventualforderungen
In einem Rechtsstreit zwischen der Marseille-Kliniken AG, Zug (Schweiz), und der Regierung Äquatorial Guineas werden vertragliche Ansprüche geltend gemacht. Wegen bestehender Realisierungsunsicherheiten wurde auf eine Bilanzierung dieser Ansprüche verzichtet.
12.4 Operate-Leasing- und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Gesamtverpflichtungen des Konzerns aus Operate-Leasing- und sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich zum Bilanzstichtag 30. Juni 2014 auf EUR 492,2 Mio. (Vorjahr: EUR 529,8 Mio.). Die aus den Operate-Leasing-Verträgen resultierenden jährlichen Leasingzahlungen sind im Berichtsjahr in Höhe von EUR 37,6 Mio. (Vorjahr: EUR 37,2 Mio.) aufwandswirksam erfasst worden.
Von den Operate-Leasing-Verträgen entfallen EUR 481,7 Mio. (Vorjahr: EUR 518,4 Mio.) auf langfristig angemietete Immobilien. Diese mit langfristigen Verträgen geleasten bzw. gemieteten 42 (Vorjahr: 42) Immobilien sind aufgrund der vertraglichen Grundlagen nach IAS 17 als OperateLease-Verhältnisse zu klassifizieren und werden beim Leasinggeber bilanziert. Die zugrunde liegenden Mietverträge haben i. d. R. eine Laufzeit von 20 bis 25 Jahren. In den Verträgen ist eine anteilige Mieterhöhung anhand der bis dahin erfolgten Steigerung des Verbraucherpreisindex festgelegt.
Die Restlaufzeiten der Operate - Leasing-Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
| 2013/2014 TEUR |
Restlaufzeiten | |||
| bis 1 Jahr TEUR |
1-5 Jahre TEUR |
> 5 Jahre TEUR |
||
| Miet- und Pachtverträge, (Immobilien und Mobilien) | 481.689 | 34.715 | 140.198 | 306.776 |
| Erbbaurechtsverpflichtungen | 6.648 | 203 | 814 | 5.631 |
| Leasingverträge (BGA inkl. Kfz) | 2.492 | 1.279 | 1.203 | 10 |
| Dienstleistungsverträge | 1.358 | 632 | 726 | 0 |
| Gesamt | 492.187 | 36.829 | 142.941 | 312.417 |
Vorjahr:
| 2012/2013 TEUR |
Restlaufzeiten | |||
| bis 1 Jahr TEUR |
1-5 Jahre TEUR |
> 5 Jahre TEUR |
||
| Miet- und Pachtverträge, (Immobilien und Mobilien) | 518.368 | 34.583 | 139.655 | 344.130 |
| Erbbaurechtsverpflichtungen | 6.852 | 203 | 814 | 5.835 |
| Leasingverträge (BGA inkl. Kfz) | 2.548 | 1.228 | 1.302 | 18 |
| Dienstleistungsverträge | 2.053 | 1.132 | 918 | 3 |
| Gesamt | 529.821 | 37.146 | 142.689 | 349.986 |
Bei der Ermittlung der sonstigen finanziellen Verpflichtungen wurden vertragliche Preissteigerungen (Indexierung) sowie Laufzeitänderungen berücksichtigt.
Weitere Eventualverbindlichkeiten und wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen am Bilanzstichtag nicht.
12.5 Management von Finanzrisiken
Der Marseille-Kliniken Konzern unterliegt hinsichtlich seiner Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen insbesondere Risiken aus der Veränderung der Zinssätze. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Marktrisiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Hierzu werden je nach Einschätzung des Risikos ausgewählte derivative und nicht derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Grundsätzlich werden jedoch nur die Risiken besichert, die Auswirkungen auf den Cashflow des Konzerns haben.
Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungsinstrumente genutzt, d.h. für Handels- oder andere spekulative Zwecke kommen sie nicht zum Einsatz. Zur Minderung des Ausfallrisikos werden die Sicherungsgeschäfte grundsätzlich nur mit namhaften Finanzinstituten abgeschlossen.
Die Grundzüge der Finanzpolitik werden jährlich vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risikomanagement obliegen den im Konzern verantwortlichen Personen (Ressort Finanzen). Transaktionen bedürfen der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand, der darüber hinaus regelmäßig über den Umfang und den Betrag des aktuellen Risiko-Exposures informiert wird.
Das effektive Management des Marktrisikos ist dabei eine der Hauptaufgaben. Um die Auswirkungen unterschiedlicher Gegebenheiten am Markt einschätzen zu können, werden bei Bedarf Simulationsrechnungen unter Verwendung verschiedener Worst-Case- und Markt-Szenarien vorgenommen.
Zu weiteren Erläuterungen siehe das Kapitel „Risikobericht" im Lagebericht. Zinsrisiko/Marktpreisrisiko
Derivative Finanzinstrumente lagen im Geschäftsjahr 2013/2014 in Form zweier Zins-Swaps vor. Im zweiten Quartal 2013/2014 ist ein Zins-Swap ausgelaufen.
Im Geschäftsjahr 2008/2009 hatte die Marseille-Kliniken AG zwei Kreditverträge mit der HSH Nordbank AG abgeschlossen, die zur Finanzierung der Bauvorhaben in Herne dienen. Zur Absicherung dieser variabel verzinslichen Darlehen wurden zwei Festzins-Swaps abgeschlossen. Dadurch werden die zukünftigen variablen Zinszahlungen in fixe Zinszahlungen transformiert.
Die Bedingungen der Zins-Swaps stimmen mit den Konditionen der Darlehensverträge überein, so dass keine Ineffektivitäten der Zins-Swaps entstehen. Die Zins-Swaps werden bis zur Endfälligkeit gehalten und erfüllen die Voraussetzungen des IAS 39. Sie wurden im Geschäftsjahr 2013/2014 weiterhin als Hedging-Geschäfte designiert.
Zum 30. Juni 2014 sind negative Marktwerte in Höhe von TEUR 532 (Vorjahr: TEUR 502) in der Zeitbewertungsrücklage ergebnisneutral im Eigenkapital unter Berücksichtigung latenter Steuern abgegrenzt. Die Ermittlung des Marktwerts erfolgte anhand der mark-to-market-Methode.
Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurden auf Basis der Zinssicherungskontrakte Ausgleichszahlungen in Höhe von TEUR 184 (Vorjahr: TEUR 340) fällig, die somit ergebniswirksam aus der Zeitbewertungsrücklage ausgebucht und im Zinsergebnis erfasst wurden.
Die derivativen Finanzinstrumente setzen sich wie folgt zusammen:
| Nominalvolumen TEUR |
Marktwert per 30.06.2014 TEUR |
|
| SWAP 2 | 2.800 | -532 |
| Summe | 2.800 | -532 |
| Nominalvolumen TEUR |
Marktwert* per 30.06.2013 TEUR |
|
| SWAP 1 | 5.670 | -16 |
| SWAP 2 | 2.886 | -486 |
| Summe | 8.556 | -502 |
Die Notional Amounts des Swaps (Vorjahr: beider Swaps) reduzieren sich im Zeitablauf wie folgt:
| 30.6.2014 | TEUR |
| 0 bis 1 Jahr | 91 |
| 1 bis 2 Jahre | 96 |
| 2 bis 3 Jahre | 101 |
| 3 bis 4 Jahre | 107 |
| 4 bis 5 Jahre | 113 |
| 5 bis 12 Jahre | 245 |
| Summe | 753 |
Vorjahr:
| 30.6.2013 | TEUR |
| 0 bis 1 Jahr | 313 |
| 1 bis 2 Jahre | 91 |
| 2 bis 3 Jahre | 96 |
| 3 bis 4 Jahre | 101 |
| 4 bis 5 Jahre | 107 |
| 5 bis 12 Jahre | 357 |
| Summe | 1.065 |
Zur Abschätzung, welche Auswirkungen hypothetische Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital haben, schreibt IFRS 7 die Durchführung von Sensitivitätsanalysen vor. Zum Bilanzstichtag 30. Juni 2014 unterliegt der Marseille-Kliniken Konzern im Wesentlichen Zinsänderungsrisiken. Die Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.
Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zu Grunde:
Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.
Marktzinssatzänderungen von Finanzinstrumenten, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen eines Cashflow-Hedges zur Absicherung zinsbedingter Zahlungsschwankungen designiert wurden, haben Auswirkungen auf die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und werden daher bei den eigenkapitalbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt.
Marktzinssatzänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten aus, deren Zinszahlungen nicht durch Sicherungsgeschäfte im Rahmen von Cashflow-Hedges gegen Zinsänderungsrisiken abgesichert sind und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein.
Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten (Zins-Swaps, Zins-/Währungsswaps), die nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind, haben Auswirkungen auf das sonstige Finanzergebnis (Bewertungsergebnis aus der Anpassung der finanziellen Vermögenswerte an den beizulegenden Zeitwert) und werden daher bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt.
Wenn das Marktzinsniveau zum 30. Juni 2014 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um rund EUR 0,2 Mio. (Vorjahr: EUR 0,2 Mio.) höher bzw. um rund EUR 0,2 Mio. geringer (Vorjahr: EUR 0,2 Mio.) gewesen.
Die Zinssensitivität ist durch die Aufnahme fest verzinslicher Hypothekendarlehen gesunken.
Hinsichtlich der Cashflow-Hedges würden sich bei Veränderung des Zinsniveaus um +/- 100 Basispunkte folgende Effekte auf das Eigenkapital ergeben:
| Erhöhung/Verminderung in Basispunkten | Auswirkungen auf das Eigenkapital in Mio. EUR |
|
| + 100 | + 0,2 | |
| - 100 | - 0,2 |
Vorjahr
| Erhöhung/Verminderung in Basispunkten | Auswirkungen auf das Eigenkapital in Mio. EUR |
|
| + 100 | + 0,2 | |
| - 100 | - 0,2 |
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko besteht darin, dass der Marseille-Kliniken Konzern seinen gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht zeitgerecht bzw. nicht in voller Höhe nachkommen kann.
Ein Refinanzierungsrisiko entsteht als spezielle Ausprägung des Liquiditätsrisikos, wenn bei Bedarf die erforderliche Liquidität nicht zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann.
Daneben kann ein Liquiditätsrisiko aus der möglichen Veränderung des Marktzinsniveaus entstehen. Diesem Risiko wird durch sachgerechte Laufzeiten und ein ausgewogenes Verhältnis von fest- und variabel verzinslichen Netto-Finanzverbindlichkeiten begegnet.
Zum 30. Juni 2014 weisen die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns nachfolgend dargestellte Fälligkeiten auf. Die Angaben erfolgen auf Basis der vertraglichen, undiskontierten Zahlungen unter Berücksichtigung des erwarteten Zinsdienstes.
für 2014:
| Fälligkeiten | Summe TEUR |
|||
| kleiner 1 Jahr TEUR |
1 bis 5 Jahre TEUR |
größer 5 Jahre TEUR |
||
| Verzinsliche Darlehen 1) und Zinssicherung | 9.839 | 27.140 | 31.149 | 68.128 |
| Finanzierungsleasing | 303 | 273 | 0 | 576 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 10.302 | 0 | 0 | 10.302 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | 4.472 | 0 | 0 | 4.472 |
| Summe | 24.916 | 27.413 | 31.149 | 83.4781 |
1)
Zins- und Tilgungsleistungen inkl. Kontokorrente
für 2013:
| Fälligkeiten | Summe TEUR |
|||
| kleiner 1 Jahr TEUR |
1 bis 5 Jahre TEUR |
größer 5 Jahre TEUR |
||
| Verzinsliche Darlehen 1 und Zinssicherung | 16.431 | 24.926 | 33.488 | 74.845 |
| Finanzierungsleasing | 777 | 375 | 0 | 1.152 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 7.596 | 0 | 0 | 7.596 |
| Übrige finanjelle Verbindlichkeiten | 3.440 | 0 | 0 | 3.440 |
| Summe | 28.244 | 25.301 | 33.488 | 87.033 |
1)
Zins- und Tilgungsleistungen inkl. Kontokorrente
Eine weitere Sicherungsmaßnahme ist die konzernweite Liquiditätsversorgung durch ein zentrales Cashpool-Management.
Financial Covenants
Mit den Vermietern von Immobilien wurden verbindlich einzuhaltende Finanzkennzahlen vereinbart. Diese werden derzeit von der Marseille-Kliniken AG in vollem Umfang erfüllt.
Kreditrisiko
Durch seine Geschäftstätigkeit ist der Konzern einem Kreditrisiko ausgesetzt. Unter Kreditrisiko versteht man das Risiko der Zahlungsunfähigkeit oder der Verschlechterung der Bonität eines Vertragspartners.
Das maximale Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten (zum Beispiel liquide Mittel, Wertpapiere, Ausleihungen, Forderungen, Derivate) entspricht ihrem in der Bilanz angesetzten Buchwert.
Im operativen Geschäft werden die Außenstände bereichsbezogen, also dezentral, fortlaufend überwacht. Im Rahmen des Risikomanagements ist der Marseille-Kliniken Konzern bestrebt, ein Ausfallrisiko von Kundenforderungen möglichst zu vermeiden. Da der Marseille-Kliniken Konzern zum Großteil Umsätze mit Rentenversicherungsträgern sowie gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen erzielt, ist das Kreditrisiko tendenziell als gering einzustufen. Alle anderen wesentlichen Kontrahenten werden einer Bonitätsprüfung unterzogen. Darüber hinaus bestehenden Ausfallrisiken wird mittels Einzelwertberichtigungen und auf Basis der Altersstruktur durch pauschalierte Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.
Im Konzernabschluss bestehen fällige, aber nicht wertberichtigte Forderungen mit nachfolgender Fälligkeit. Einbezogen in die Darstellung sind Ausleihungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen analog der Zuordnung zur Bewertungskategorie „Kredite und Forderungen".
| 30.06.2014 TEUR |
30.06.2013 TEUR |
|
| Weder fällige noch wertberichtigte Forderungen | 11.110 | 11.325 |
| Fällige, aber nicht wertberichtigte Forderungen | ||
| Kleiner 30 Tage | 3.882 | 4.686 |
| Zwischen 31 und 90 Tagen | 942 | 972 |
| Zwischen 91 und 180 Tagen | 459 | 1.780 |
| Zwischen 181 und 360 Tagen | 528 | 527 |
| Größer 360 Tage | 0 | 0 |
| Summe | 16.921 | 19.290 |
| Restbuchwert wertberichtigter Forderungen | 2.128 | 549 |
| Nettobuchwert | 19.049 | 19.839 |
Währungsrisiko
Transaktionen in fremder Währung lagen nur in geringem Umfang vor, so dass keine Sicherungsmaßnahmen zur Absicherung von Währungsrisiken notwendig waren.
12.6 Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat besteht bzw. bestand aus folgenden Mitgliedern:
Frau Estella-Maria Marseille, Rechtsanwältin, Hamburg (Vorsitzende seit 21. Februar 2014)
Aufsichtsratsmitglied:
| ― |
Columbia Hospital AG, Berlin |
Herr Hans-Hermann Tiedje, Medienunternehmer, Berlin (Stellvertretender Vorsitzender)
Vorstandsmitglied:
| ― |
WMP EuroCom AG, Berlin (Vorsitzender) |
Aufsichtsratsmitglied:
| ― |
Columbia Hospital AG, Berlin |
Kuratoriumsmitglied:
- Stiftung des Bayerischen Hausärzteverbandes
Herr Dr. Dr. h.c. Thomas Middelhoff, Kaufmann, Chairman and Founding Partner Pulse Capital Partners LLC, New York, Bielefeld (bis 21. August 2014, Vorsitzender bis 20. Februar 2014)
Vorstandsmitglied:
| ― |
BT Capital, Hongkong |
Aufsichtsratsmitglied:
| ― |
Senator Entertainment AG, Berlin (Mitglied) |
| ― |
ePals, Inc., Herndon (USA) (Chairman ePals Europe) |
| ― |
NeuPals Dalian Educational Information Technologies Co., Ltd., China (Vice Chairman of the Board) |
Beiratsmitglied:
| ― |
Oxford University Center for Corporate Reputation, Oxford, UK - Member of the Global Advisory Board |
Herr OMR Prof. Dr. sc. med. Dietmar Enderlein, Unternehmer, Greifswald
Vorstandsmitglied:
| ― |
MEDIGREIF Untemehmensgruppe, Greifswald (Vorsitzender) |
Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben im Geschäftsjahr 2013/2014 Bezüge von insgesamt TEUR 163 (Vorjahr: TEUR 356) erhalten.
12.7 Vorstand
Vorstand war im Geschäftsjahr 2013/2014:
Herr Heinz-Dieter Wopen, Schöneberg
Vorstandsmitglied:
| ― |
Unternehmerverbände Berlin, Berlin (Vorsitzender) |
Die Vertretung der Gesellschaft erfolgt durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch einen Vorstand in Gemeinschaft mit einem Prokuristen. Ist nur ein Vorstand bestellt, so vertritt dieser die Gesellschaft allein. Befreiung von den Beschränkungen des § 181 BGB kann durch den Aufsichtsrat erteilt werden.
Für 2013/2014 fielen folgende Gesamtbezüge für Organmitglieder an:
| Vorstand | 2013/2014 TEUR fix |
2013/2014 TEUR variabel |
2013/2014 TEUR gesamt |
| Herr Heinz-Dieter Wopen | 280 | 60 | 340 |
| Summe | 280 | 60 | 340 |
Vorjahr:
| Vorstand | 2012/2013 TEUR fix |
2012/2013 TEUR variabel |
2012/2013 TEUR gesamt |
| Herr Heinz-Dieter Wopen | 173 | 0 | 173 |
| Herr Michael Thanheiser | 226 | 12 | 238 |
| Summe | 399 | 12 | 411 |
Die Bezüge für den Vorstand im Geschäftsjahr 2013/2014 wurden ausschließlich über die Marseille-Kliniken AG ausgezahlt. Darlehen zwischen der Gesellschaft und Mitgliedern des Vorstandes bestanden im Berichtsjahr nicht.
Die Pensionszahlungen für frühere Mitglieder des Vorstandes und weitere Hinterbliebene betragen TEUR 65 (Vorjahr: TEUR 75), für die künftigen Verpflichtungen sind Rückstellungen in Höhe von TEUR 453 (Vorjahr: TEUR 611) gebildet worden.
Für Verpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern besteht eine Rückstellung in Höhe von TEUR 402 (Vorjahr: TEUR 0).
12.8 Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen
Geschäftsbeziehungen zwischen allen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden vollständig eliminiert. Die nachfolgende Übersicht enthält die zwischen der Marseille-Kliniken Gruppe und nahestehenden Unternehmen und Personen erbrachten und empfangenen Leistungen sowie bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten.
| in TEUR | Erbrachte Leistungen | Empfangene Leistungen | ||
| 2013/2014 | 2012/2013 | 2013/2014 | 2012/2013 | |
| Familie Marseille | 12 | 11 | 513 | 512 |
| Nahestehende Unternehmen | 244 | 141 | 4.804 | 3.964 |
| Aufsichtsräte und mit ihnen verbundene Unternehmen | 0 | 62 | 31 | 376 |
| 256 | 214 | 5.348 | 4.852 | |
| in TEUR | Vermögenswerte | Schulden | ||
| 30.6.2014 | 30.6.2013 | 30.6.2014 | 30.6.2013 | |
| Familie Marseille | 157 | 157 | 1.290 | 93 |
| Nahestehende Unternehmen | 1.256 | 802 | 1.337 | 368 |
| Aufsichtsräte und mit ihnen verbundene Unternehmen | 14 | 4 | 1.500 | 3.176 |
| 1.427 | 963 | 4.127 | 3.637 | |
Die für nahestehende Unternehmen erbrachten Leistungen betreffen unter anderem die Untervermietung von Räumlichkeiten.
Die empfangenen Leistungen von Familie Marseille betreffen im Wesentlichen Beratungsleistungen von Herrn Ulrich Marseille sowie der Rechtsanwaltskanzlei Marseille. Bei den nahestehenden Unternehmen resultieren die Aufwendungen aus empfangenen Leistungen insbesondere aus Bauleistungen der Held Bau Consulting GmbH sowie aus IT-Dienstleistungen der SCS Standard Computersysteme AG. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert insbesondere aus einem höheren Leistungsvolumen der Held Bau Consulting GmbH.
Familie Marseille hat für das Geschäftsjahr 2012/2013 den auf ihre Aktien entfallenden Dividendenanteil in Höhe von TEUR 959 im Berichtsjahr zinslos gestundet.
Die Schulden gegenüber den Aufsichtsräten und mit ihnen verbundenen Unternehmen resultieren aus einem kurzfristigen Darlehen.
Die erbrachten und empfangenen Leistungen aus Transaktionen der Konzerngesellschaften mit nahestehenden Personen und Unternehmen sind ausnahmslos den gewöhnlichen Geschäftstätigkeiten der jeweils beteiligten Gesellschaft zuzurechnen und wurden zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen.
12.9 Veröffentlichung
Der Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2013/2014 wird im amtlichen Unternehmensregister bekannt gemacht und im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Die folgenden Konzerngesellschaften sind in den Konzernabschluss der Marseille-Kliniken AG einbezogen und machen von den Befreiungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch:
| ― |
Senioren-Wohnpark Treuenbrietzen GmbH, |
| ― |
Senioren-Wohnpark Erkner GmbH, |
| ― |
Senioren-Wohnpark Tangerhütte GmbH, |
| ― |
Senioren-Wohnpark Kyritz GmbH, |
| ― |
Senioren-Wohnpark Aschersleben GmbH, |
| ― |
Senioren-Wohnpark Thale GmbH, |
| ― |
Senioren-Wohnpark Stützerbach GmbH, |
| ― |
Senioren-Wohnpark Schollene GmbH, |
| ― |
Senioren-Wohnpark Bad Langensalza GmbH, |
| ― |
Senioren-Wohnpark Ballenstedt GmbH, |
| ― |
Senioren-Wohnpark HES GmbH, |
| ― |
Pro F & B gastronomische Dienstleistungsgesellschaft mbH, |
| ― |
Senioren-Wohnpark Klausa GmbH, |
| ― |
Senioren-Wohnpark Friedland GmbH, |
| ― |
Senioren-Wohnpark Klötze GmbH, |
| ― |
Senioren-Wohnpark Leipzig- Am Kirschberg GmbH, |
| ― |
Senioren-Wohnpark soziale Grundbesitzgesellschaft mbH, |
| ― |
Betrium-Nr. 29 Vermögensverwaltungs-GmbH, |
| ― |
PRO WORK Dienstleistungsgesellschaft mbH, |
| ― |
Senioren-Wohnpark Cottbus-SWP-GmbH, |
| ― |
Medina Meerbusch GmbH, |
| ― |
Senioren-Wohnpark Meerbusch GmbH, |
| ― |
Marseille-Klinik Delta GmbH, |
| ― |
DaTess Gesellschaft für Datendienste mbH, |
| ― |
Senioren-Wohnpark Leipzig „Stadtpalais" GmbH, |
| ― |
Senioren-Wohnpark Leipzig „Eutritzscher Markt" GmbH, |
| ― |
Senioren-Wohnpark Lichtenberg GmbH, |
| ― |
AMARITA Datteln GmbH, |
| ― |
AMARITA Hohen Neuendorf GmbH, |
| ― |
MobiRent Vermietung GmbH, |
| ― |
Senioren-Wohnpark Kreuztal-Krombach GmbH, |
| ― |
Senioren-Wohnpark Lutzerath GmbH, |
| ― |
ProTec Dienstleistungsgesellschaft mbH, |
| ― |
Allgemeine Dienstleistungsgesellschaft mbh- ADG-, |
| ― |
Logo 7. Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH, |
| ― |
CareAktiv GmbH, |
| ― |
Senioren-Wohnpark Oberhausen GmbH, |
| ― |
Senioren-Wohnpark Lemwerder GmbH, |
| ― |
Senioren-Wohnpark Radensleben GmbH, |
| ― |
Astor Park Wohnanlage Langen GmbH, |
| ― |
Senioren-Wohnpark Hennigsdorf GmbH, |
| ― |
AMARITA Bremerhaven GmbH, |
| ― |
AMARITA Hamburg Mitte Plus GmbH, |
| ― |
Senioren-Wohnpark soziale Altenbetreuung gemeinnützige GmbH |
Berlin, den 17. September 2014
Marseille-Kliniken Aktiengesellschaft
Heinz-Dieter Wopen, Vorstand
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| 1. Juli 2013 | Zugänge | Umgliederungen | Abgänge | 30. Juni 2014 | |
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | |||||
| 1. Konzessionen | 4.866.230,12 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 4.866.230,12 |
| 2. Software | 11.897.283,51 | 421.018,53 | 0,00 | 0,00 | 12.318.302,04 |
| 3. Nutzungsrecht (Gestattungsvertrag) | 3.571.669,02 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 3.571.669,02 |
| 4. Kundenstamm | 644.442,42 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 644.442,42 |
| 5. Geschäfts- oder Firmenwerte | 29.187.928,71 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 29.187.928,71 |
| 6. In Entwicklung befindliche Software-Projekte | 1.593.982,69 | 1.964.039,25 | 0,00 | 0,00 | 3.558.021,94 |
| 51.761.536,47 | 2.385.057,78 | 0,00 | 0,00 | 54.146.594,25 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 170.319.760,24 | 2.390.143,33 | -11.069.176,73* | 60.000,00 | 161.580.726,84 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 640.152,43 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 640.152,43 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 36.619.299,36 | 2.341.567,65 | 251.461,33 | 312.693,04 | 38.899.635,30 |
| 4. Finanzierungsleasing Betriebs- und Geschäftsausstattung | 5.860.798,95 | 264.360,54 | 0,00 | 3.103.218,75 | 3.021.940,74 |
| 5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 522.420,84 | 753.806,96 | -397.507,37 | 22.528,05 | 856.192,38 |
| 213.962.431,82 | 5.749.878,48 | -11.215.222,77 | 3.498.439,84 | 204.998.647,69 | |
| Summe | 265.723.968,29 | 8.134.936,26 | -11.215.222,77 | 3.498.439,84 | 259.145.241,94 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||||
| 1. Juli 2013 | Zugänge | Umgliederungen | Abgänge | 30. Juni 2014 | |
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | |||||
| 1. Konzessionen | 4.830.799,21 | 34.490,92 | 0,00 | 0,00 | 4.865.290,13 |
| 2. Software | 11.594.215,33 | 307.183,70 | 0,00 | 0,00 | 11.901.399,03 |
| 3. Nutzungsrecht (Gestattungsvertrag) | 357.166,88 | 119.055,63 | 0,00 | 0,00 | 476.222,51 |
| 4. Kundenstamm | 552.379,23 | 92.063,19 | 0,00 | 0,00 | 644.442,42 |
| 5. Geschäfts- oder Firmenwerte | 2.021.016,45 | 138.755,84 | 0,00 | 0,00 | 2.159.772,29 |
| 6. In Entwicklung befindliche Software-Projekte | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 19.355.577,10 | 691.549,28 | 0,00 | 0,00 | 20.047.126,38 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 68.550.622,65 | 4.784.461,17 | -10.065.222,77** | 60.000,00 | 63.209.861,05 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 523.369,46 | 22.511,65 | 0,00 | 545.881,11 | |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 26.857.025,86 | 1.679.769,41 | 0,00 | 312.693,04 | 28.224.102,23 |
| 4. Finanzierungsleasing Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.983.433,12 | 638.690,50 | 0,00 | 3.103.218,75 | 2.518.904,87 |
| 5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 100.914.451,09 | 7.125.432,73 | -10.065.222,77 | 3.475.911,79 | 94.498.749,26 | |
| Summe | 120.270.028,19 | 7.816.982,01 | -10.065.222,77 | 3.475.911,79 | 114.545.875,64 |
| Buchwerte | Buchwerte | |
| 30. Juni 2014 | 30. Juni 2013 | |
| EUR | EUR | |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||
| 1. Konzessionen | 939,99 | 35.430,91 |
| 2. Software | 416.903,01 | 303.068,18 |
| 3. Nutzungsrecht (Gestattungsvertrag) | 3.095.446,51 | 3.214.502,14 |
| 4. Kundenstamm | 0,00 | 92.063,19 |
| 5. Geschäfts- oder Firmenwerte | 27.028.156,42 | 27.166.912,26 |
| 6. In Entwicklung befindliche Software-Projekte | 3.558.021,94 | 1.593.982,69 |
| 34.099.467,87 | 32.405.959,37 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 98.370.865,80 | 101.769.137,59 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 94.271,32 | 116.782,97 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 10.675.533,07 | 9.762.273,50 |
| 4. Finanzierungsleasing Betriebs- und Geschäftsausstattung | 503.035,87 | 877.365,83 |
| 5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 856.192,38 | 522.420,84 |
| 110.499.898,44 | 113.047.980,73 | |
| Summe | 144.599.366,31 | 145.453.940,10 |
*
Davon TEUR 11.215 Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte.
**
Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte.
Zu dem als Anlagen 1 bis 6 beigefügten Konzernabschluss zum 30. Juni 2014 sowie zu dem mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2013/2014 (Anlage 7) erteilen wir folgenden Bestätigungsvermerk:
Wir haben den von der Marseille-Kliniken Aktiengesellschaft, Berlin, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2013 bis zum 30. Juni 2014 geprüft. Die Aufstellung des Konzernabschlusses und des mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlageberichts nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und in dem mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der mit dem Lagebericht zusammengefasste Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, 18. September 2014
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
Thomas Götze, Wirtschaftsprüfer
Andreas Fettke, Wirtschaftsprüfer