MK-Kliniken AG (vormals: Marseille-Kliniken Aktiengesellschaft)

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2015 bis zum 30.06.2016

Angaben zur Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2015/2016 wurde am 02. Dezember 2016 festgestellt.

Jahresabschluss und Lagebericht

Bilanz zum 30. Juni 2016

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2015 bis zum 30. Juni 2016

Anhang für das Geschäftsjahr 2015/2016

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2015/2016

Zusammengefasster Lagebericht und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015/2016

Anlage des Abschlussprüfers

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Bilanz der M K-Kliniken AG (vormals: Marseille-Kliniken Aktiengesellschaft), Berlin zum 30. Juni 2016

Aktiva

30.6.2016 30.6.2015
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.615.503,29 4.099.193,58
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 144.385,10 275.231,98
3. Geleistete Anzahlungen 255.934,16 88.781,32
4.015.822,55 4.463.206,88
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 22.051.441,77 23.445.112,53
2. Technische Anlagen und Maschinen 38,33 84,32
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.198.075,92 1.780.685,29
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.040,26 666.790,18
24.258.596,28 25.892.672,32
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 79.062.636,85 73.597.463,64
2. Beteiligungen 40.987,07 40.987,07
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 963.000,00 963.000,00
80.066.623,92 74.601.450,71
108.341.042,75 104.957.329,91
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 127.980,84 98.442,30
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 441.821,75 934.749,14
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 37.399.597,96 33.256.474,07
3. Sonstige Vermögensgegenstände 3.868.501,27 1.434.354,41
41.709.920,98 35.625.577,62
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kredit- instituten 4.873.130,48 4.539.656,53
46.711.032,30 40.263.676,45
C. Rechnungsabgrenzungsposten 227.563,79 161.542,60
155.279.638,84 145.382.548,96

Passiva

30.6.2016 30.6.2015
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 37.320.000,00 37.320.000,00
Eigene Anteile -296.089,92 -296.089,92
Ausgegebenes Kapital 37.023.910,08 37.023.910,08
II. Kapitalrücklage 800,00 800,00
III. Gewinnrücklagen
Gesetzliche Rücklage 1.988.618,21 1.441.618,21
IV. Bilanzgewinn 13.896.159,80 10.747.391,53
52.909.488,09 49.213.719,82
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse für Grundstücke und Bauten gemäß gesondertem Förderbescheid 1.545.017,01 1.585.943,93
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 393.554,00 400.847,00
2. Steuerrückstellungen 1.236.032,60 1.165.799,91
3. Sonstige Rückstellungen 3.892.953,64 3.904.293,10
5.522.540,24 5.470.940,01
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 14.350.631,89 14.208.589,28
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.599.718,13 2.644.037,18
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 74.548.703,29 66.389.685,13
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.062.218,76 2.402.427,78
91.561.272,07 85.644.739,37
E. Rechnungsabgrenzungsposten 174.102,49 150.795,09
F. Passive latente Steuern 3.567.218,94 3.316.410,74
155.279.638,84 145.382.548,96

Gewinn- und Verlustrechnung der MK-Kliniken AG, (vormals: Marseille-Kliniken Aktiengesellschaft), Berlin, für die Zeit vom 1. Juli 2015 bis zum 30. Juni 2016

2015/2016 2014/2015
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 36.542.514,24 38.159.870,06
2. Sonstige betriebliche Erträge 8.729.998,95 12.595.607,89
45.272.513,19 50.755.477,95
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilf s- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.796.455,57 2.060.789,35
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 18.371.688,02 18.235.424,28
20.168.143,59 20.296.213,63
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 11.184.376,10 11.174.624,77
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 2.102.184,73 2.117.663,45
13.286.560,83 13.292.288,22
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.100.750,34 3.071.385,45
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 970.730,20 576.011,95
4.071.480,54 3.647.397,40
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 18.306.667,09 18.090.874,41
-10.560.338,86 -4.571.295,71
7. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 18.917.146,25 14.965.108,41
8. Erträge aus Beteiligungen 5.504.587,15 4.000.000,00
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.458.371,65 2.052.625,52
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen 130.304,93 2.504.092,97
11. Aufwendungen aus Verlustübernahme 1.487.901,15 2.605.765,09
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.412.695,95 2.650.753,55
21.849.203,02 13.257.122,32
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 11.288.864,16 8.685.826,61
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 490.535,89 477.407,89
15. Sonstige Steuern -129.384,00 87.784,68
16. Jahresüberschuss 10.927.712,27 8.120.634,04
17. Gewinnvortrag 10.747.391,53 4.366.117,24
18. Gewinnausschüttung -7.231.944,00 -1.333.359,75
19. Einstellungen in die gesetzliche Rücklage -547.000,00 -406.000,00
20. Bilanzgewinn 13.896.159,80 10.747.391,53

Anhang für das Geschäftsjahr 2015/2016

1. Allgemeine Hinweise

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Der Jahresabschluss zum 30. Juni 2016 ist unter Beachtung der Vorschriften der §§ 242 ff. HGB und §§ 150 ff. AktG aufgestellt worden. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen mit Ausnahme der Bewertung der Pensionsverpflichtungen den Vorjahresgrundsätzen. Aus der Bewertungsänderung ergeben sich keine materiellen Auswirkungen.

Die Gliederung der Bilanz zum 30. Juni 2016 erfolgt gemäß § 266 HGB, die Gewinn-und Verlustrechnung wird unter Anwendung des Gesamtkostenverfahrens gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Das Gliederungsschema der Bilanz wurde gemäß § 265 Abs. 5 HGB um den Sonderposten für Investitionszuschüsse für Grundstücke und Bauten gemäß gesondertem Förderbescheid erweitert.

Auf der Hauptversammlung am 30. Oktober 2015 wurde beschlossen, die Gesellschaft in MK-Kliniken Aktiengesellschaft umzufirmieren. Die Eintragung des neuen Namens MK-Kliniken AG wurde im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg am 22. Dezember 2015 vorgenommen.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen.

Im Berichtsjahr wurden Entwicklungskosten in Ausübung des Wahlrechts nach § 248 Abs. 2 HGB in Höhe von TEUR 300 als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert. Die Bewertung erfolgt zu Herstellungskosten.

Die Herstellungskosten umfassen Fertigungseinzelkosten sowie angemessene zugehörige Gemeinkosten. Seit Oktober 2014 werden die Bestandteile, die unter den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesen sind, abgeschrieben.

Die Abschreibungen werden grundsätzlich unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode vorgenommen. Neu erstellte Gebäude werden regelmäßig über 50 Jahre abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 150,00 brutto werden sofort im Jahr der Anschaffung abgeschrieben. Wirtschaftsgüter im Bereich von über EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 brutto werden seit dem 1. Januar 2008 gemäß § 6 Abs. 2a EStG in einen geschäftsjahrbezogenen Sammelposten eingestellt und unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 3 HGB bilanziert.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihm am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt mit den Anschaffungskosten. Das Niederstwertprinzip wird beachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit den Nennwerten unter Berücksichtigung von notwendigen Pauschal- und Einzelwertberichtigungen für die erkennbaren Risiken bewertet.

Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert bilanziert.

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse für Grundstücke und Bauten gemäß gesondertem Förderbescheid wird in Höhe der gewährten Beträge ausgewiesen und planmäßig jährlich um den anteiligen Abschreibungsbetrag der geförderten Anlagegüter aufgelöst.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre (Vj.: sieben Jahre) verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der zum Bilanzstichtag verwendete Rechnungszinssatz beträgt 4,17 % p.a. (Vj.: 4,21 % p.a.).

Zukünftig erwartete Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 1,1 % (Vj.: 1,1 %) bei den Renten ausgegangen. Die Pensionszusagen betreffen ausschließlich Pensionäre, eine Fluktuationsrate wurde bei der Berechnung folglich nicht berücksichtigt.

Latente Steuern werden auf zeitliche Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen gebildet. Die der Bewertung zu Grunde liegenden Wertunterschiede sind unter Punkt 3 erläutert.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben wird, abgezinst.

Sämtliche Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Zur Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den Anlagenspiegel (Anlage 4) verwiesen, der ein integraler Bestandteil des Anhangs ist.

Im Geschäftsjahr 2015/2016 wurde die Unternehmenssteuerungssoftware um weitere Funktionalitäten ausgebaut.

Die Position „Geleistete Anzahlungen" beinhaltet Vorauszahlungen für eine Liquiditätssteuerungssoftware. Das Einführungsprojekt wird voraussichtlich im 1. Quartal des neuen Geschäftsjahres abgeschlossen.

Der Buchwert des Sachanlagevermögens zum 30. Juni 2016 setzt sich im Wesentlichen aus den Grundstücken und den Gebäuden der Betriebsstätte Flora Marzina in Höhe von TEUR 8.561 (Vj.: TEUR 8.788) und der Betriebsstätte Koppenbergs-Hof in Höhe von TEUR 6.115 (Vj.: TEUR 6.269) zusammen. Der Buchwert der im Verbund der MK-Kliniken AG vermieteten Gebäude in Cottbus beträgt TEUR 4.834 (Vj.: TEUR 4.968).

Die MK-Kliniken AG, Berlin, ist an folgenden Tochterunternehmen mittelbar/unmittelbar beteiligt, die unter der Position Anteile an verbundenen Unternehmen bilanziert werden:

Anteil Gezeichnetes Kapital Eigenkapital 30. Juni 2016 Jahresergebnis, ggf. nach Gewinnabführung bzw. Verlustausgleich 2015/2016
in % TEUR TEUR TEUR
Senioren-Wohnpark Langen GmbH, Geestland 100 102 601 0
Senioren-Wohnpark Lemwerder GmbH, Lemwerder 100 26 26 0
Astor Park Wohnanlage Langen GmbH, Langen 100 26 26 0
Senioren-Wohnpark Hennigsdorf GmbH,Hennigsdorf 100 102 102 0
Senioren-Wohnpark Radensleben GmbH, Radensleben 100 26 26 0
Senioren-Wohnpark Neuruppin GmbH, Neuruppin 100 26 959 0
"Senioren-Wohnpark Treuenbrietzen GmbH", Treuenbrietzen 100 26 26 0
Senioren-Wohnpark Erkner GmbH, Erkner 100 26 26 0
Senioren-Wohnpark Tangerhütte GmbH, Tangerhütte 100 26 44 0
Senioren-Wohnpark Kyritz GmbH, Kyritz 100 26 26 0
Senioren-Wohnpark Thale GmbH, Thale 100 26 26 0
Senioren-Wohnpark Wolmirstedt GmbH, Wolmirstedt 100 25 51 0
"Senioren-Wohnpark Aschersleben GmbH", Aschersleben 100 26 42 0
Senioren-Wohnpark Coswig GmbH, Coswig 100 26 423 205
Senioren-Wohnpark Stützerbach GmbH, Stützerbach 100 26 26 0
Senioren-Wohnpark Schollene GmbH, Schollene 100 26 26 0
Senioren-Wohnpark Bad Langensalza GmbH, Bad Langensalza 100 26 26 0
Senioren-Wohnpark Ballenstedt GmbH, Ballenstedt 100 26 26 0
Senioren-Wohnpark HES GmbH, Hamburg 100 26 26 0
PRO F & B Gastronomische Dienstleistungsgesellschaft mbH, Hamburg 100 26 26 0
Senioren-Wohnpark Klausa GmbH, Nobitz 100 26 26 0
Senioren-Wohnpark Friedland GmbH, Friedland 100 26 26 0
SWP - Senioren-Wohnpark Klötze GmbH, Klötze 100 38 38 0
Senioren-Wohnpark Leipzig Am Kirschberg - GmbH, Leipzig 100 26 26 0
SWP soziale Grundbesitzgesellschaft mbH, Hamburg 100 26 -33 50
AMARITA Buxtehude GmbH, Buxtehude 100 26 376 0
Pro Work Dienstleistungsgesellschaft mbH, Hamburg 100 26 26 0
Senioren-Wohnpark Cottbus- SWP-GmbH, Cottbus 100 26 26 0
Medina Meerbusch GmbH, Pritzwalk 100 26 -1.433 0
MK-Delta GmbH, Hamburg 100 26 474 0
Allgemeine soziale Dienstleistungen gemeinnützige GmbH, Geestland 100 26 -762 62
MK "Vorrat Nr. 26" Vermögensverwaltungs GmbH, Berlin 100 51 2.652 0
"Villa Auenwald" Senioren- heim GmbH, Böhlitz-Ehrenberg 100 26 1.234 328
PROMINT Wäscherei GmbH, Neuruppin 100 51 441 0
Senioren-Wohnpark Hennigsdorf - SWP - GmbH, Hennigsdorf 100 26 556 0
SIV Immobilien-Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 100 26 145 0
DaTess Gesellschaft für Datendienste mbH, Pritzwalk 100 25 25 0
Alstersee 124. V V GmbH, Hamburg 100 25 -111 -34
eqs. Privatinstitut für Evaluation und Qualitätssicherung im Gesundheits- und Sozialwesen mbH, Hamburg 100 26 87 -11
Marseille-Akademie GmbH, Hamburg Betrium Nr. 29 Vermö- 100 25 -773 225
gensverwaltungs-GmbH, Pritzwalk 100 25 -1.523 0
Senioren-Wohnpark Leipzig "Stadtpalais", Leipzig 100 25 25 0
Senioren-Wohnpark Leipzig "Eutritzscher Markt" GmbH, Leipzig 100 25 25 0
Senioren-Wohnpark Lich- tenberg GmbH, Berlin 100 25 25 0
MVZ Hennigsdorf Medizinisches Versorgungszentrum Am Senioren-Wohnpark Hennigsdorf GmbH, Hennigsdorf 100 25 -1.115 -202
Senioren-Wohnpark Landshut GmbH, Landshut 100 25 393 -514
AMARITA Datteln GmbH, Datteln 100 25 25 0
AMARITA Hohen Neuendorf GmbH, Hohen Neuendorf 100 25 25 0
SGG Soziale Grundbesitz- gesellschaft Potsdam mbH, Hamburg 100 25 1.469 63
MobiRent Vermietung GmbH, Pritzwalk 100 25 10 0
AMARITA Bremerhaven GmbH, Bremerhaven 100 26 2.310 1.509
Meridias Ruhrstadtpflegehaus Barbaraneum Bochum GmbH, Bochum 100 256 -1.315 24
PROMENT Besitzgesell- schaft mbH & Co. KG, Bernau 100 250 256 8
PROMENT Verwaltungs GmbH, Bernau 100 25 23 -1
PROMENT Wäscherei GmbH, Geestland 100 25 24 0
Senioren-Wohnpark Flora Marzina GmbH, Geestland 100 25 24 0
Service-Gesellschaft Flora Marzina mbH, Geestland 100 25 24 -1
Senioren-Wohnpark Koppenbergs Hof GmbH, Geestland 100 25 24 0
Service-Gesellschaft Koppenbergs Hof mbH 100 25 24 -1
MK Vorratsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100 25 21 -1
ARN Grundbesitz GmbH, Tostedt 100 25 239 14
BRN Grundbesitz GmbH, Tostedt 100 25 451 -74
KRK Grundbesitz GmbH, Tostedt 100 25 55 30
Senioren Wohnpark soziale Altenbetreuung gemeinnützige GmbH, Berlin 100 50 5.432 941
Senioren-Wohnpark Meerbusch GmbH, Pritzwalk 100 51 -1.247 0
AMARITA Oldenburg GmbH, Oldenburg 100 51 209 0
Spezial-Pflegeheim Hennigsdorf GmbH, Hennigsdorf 100 52 1.348 1.358
TÜRK GÜNDÜZ BAKIM EVI GmbH, Pritzwalk 100 51 -86 -3
SFS Dienstleistungs-GmbH, Pritzwalk 100 51 -265 16
Senioren-Wohnpark Lessingplatz GmbH, Düssel- dorf 100 51 260 0
AMARITA Hamburg-Mitte PLUS GmbH, Hamburg 100 53 -3.293 1.190
Senioren-Wohnpark Oberhausen GmbH, Pritzwalk 100 50 547 0
Senioren-Wohnpark Düsseldorf-Volksgarten GmbH, Düsseldorf 100 50 833 0
Senioren-Wohnpark Dresden "Am Großen Garten" GmbH, Dresden 100 50 50 0
Senioren-Wohnpark Arnsberg GmbH, Arnsberg 100 25 -1 -11
Senioren-Wohnpark Büren GmbH, Büren 100 25 686 0
Senioren-Wohnpark Kreuztal-Krombach GmbH, Kreuztal-Krombach 100 25 -50 0
Senioren-Wohnpark Lutzerath GmbH, Lutzerath 100 25 25 0
CareAktiv GmbH, Hamburg 100 25 260 0
Fachklinik IA GmbH, Hamburg 100 0 0 0
Logo 7. Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH , Erkner 100 25 468 0
"ProTec Dienstleistungsgesellschaft mbH", Pritzwalk 100 25 25 0
Medina Belzig GmbH, Belzig 100 25 611 0
AAP - Allgemeine Ansgar Pflegedienste GmbH, Zirchow 100 25 153 0
Allgemeine Dienstleistungsgesellschaft mbH -ADG-, Pritzwalk 100 26 26 0
Grundstücksgesellschaft Nikolaus Büren mbH, Büren 100 25 -1 -166
Marseille-Kliniken AG, Zug, Schweiz 100 67** 5.075** 3***
Karlsruher-Sanatorium-Aktiengesellschaft, Hamburg 100 12.271 30.676 2.533
Mineralquelle Waldkirch Verwertungsgesellschaft mbH, Hamburg 100 2.557 -9.162 -1.003
Odenwald Klinik GmbH, Hamburg 100 358 5 1.308

** Umrechnung von CHF in EUR zum historischen Kurs am Bilanzstichtag
*** Umrechnung von CHF in EUR zum Durchschnittskurs

Unter den Finanzanlagen wird die nachfolgende Beteiligung ausgewiesen, an der die Gesellschaft mehr als 20 % der Anteile hält:

Anteil in Gezeichnetes Kapital Eigenkapital 30. Juni 2016 Jahresergebnis 2015/2016
% TEUR TEUR TEUR
Kurbetriebsgesellschaft Bad Klosterlausnitz mbH, Bad Klosterlausnitz i.L. 49,5 52 35* -1*

* gem. vorläufigem Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2015/2016

Unter den Wertpapieren des Anlagevermögens wird ein Schatzbrief ausgewiesen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich aus Forderungen aus dem Konzerncashpool mit TEUR 28.606 (Vj.: TEUR 31.674), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 14.136 (Vj.: TEUR 6.164), Darlehen mit TEUR 3.467 (Vj.: TEUR 3.706) abzüglich gebildeter Einzelwertberichtigungen von insgesamt TEUR 8.809 (Vj.: TEUR 8.288) zusammen.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben TEUR 18.943 (Vj.: TEUR 23.438) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände von insgesamt TEUR 3.869 (Vj.: TEUR 1.434) setzen sich im Wesentlichen aus Steuererstattungsansprüchen in Höhe von TEUR 3.304 (Vj.: TEUR 786) und geleisteten Kautionen in Höhe von TEUR 185 (Vj.: TEUR 186) zusammen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben mit TEUR 194 (Vj.: TEUR 206) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der MK-Kliniken AG beträgt zum Stichtag unverändert EUR 37.320.000,00 und ist in 14.580.000 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert je Aktie von EUR 2,56 (gerundet) eingeteilt. Das gezeichnete Kapital ist voll einbezahlt.

Die von der Gesellschaft gehaltenen 115.675 Stückaktien (eigene Anteile) entsprechen circa 0,79 % des Grundkapitals. Im Berichtsjahr sind keine Aktien zu- oder abgegangen.

Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital bis zum 27. Januar 2017 durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von insgesamt bis zu 7.290.000 neuen, auf den Namen lautende Stammaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen um insgesamt bis zu EUR 18.660.000,00 zu erhöhen (genehmigtes Kapital).

Im Rahmen der Kapitalerhöhung vom 24. Mai 2011 wurde das sich ergebende Agio in Höhe von EUR 800,00 in die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB eingestellt.

Gemäß § 268 Abs. 8 HGB unterliegt die Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände (abzüglich passiver latenter Steuern) in Höhe von TEUR 3.043 einer Ausschüttungssperre. Ferner macht die Gesellschaft vom Wahlrecht der Pensionsbewertung nach Art. 75 Abs. 6 EGHGB i.V.m. § 253 Abs. 2 HGB Gebrauch. Der aus der Bewertung resultierende Unterschiedsbetrag (§ 253 Abs. 6 HGB) beträgt TEUR 20. Insgesamt unterliegen somit TEUR 3.063 der Ausschüttungssperre. Aus dem Bilanzgewinn stehen damit TEUR 10.833 für Ausschüttungszwecke zur Verfügung.

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse für Grundstücke und Bauten gemäß gesondertem Förderbescheid betrifft einen Baukostenzuschuss für die Errichtung eines Seniorenwohnparks in Cottbus.

Die Entwicklung der Rückstellungen ist dem nachstehenden Rückstellungsspiegel zu entnehmen:

Rückstellungen in TEUR 1. Juli 2015 Verbrauch Auflösung Zuführung 30. Juni 2016
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 401 50 0 43 394
2. Steuerrückstellungen 1.166 10 150 230 1.236
3. Sonstige Rückstellungen 3.904 2.706 391 3.086 3.893
5.471 2.766 541 3.359 5.523

In den Zuführungen zu den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ist mit TEUR 16 die Aufzinsung der Pensionsrückstellungen für das Geschäftsjahr 2015/2016 enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 3.893 (Vj.: TEUR 3.904) setzen sich aus Rückstellungen für ausstehende Rechnungen von TEUR 762 (Vj.: TEUR 1.136), Verpflichtungen aus dem Personalbereich in Höhe von TEUR 673 (Vj.: TEUR 889), aus Rückstellungen für Abschluss- und Beratungskosten TEUR 274 (Vj.: TEUR 260), für mögliche Risiken aus laufenden Prozessen, Vergleichen und sonstigen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.199 (Vj.: TEUR 687), für Drohverluste in Höhe von TEUR 500 (Vj.: TEUR 500), Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von TEUR 325 (Vj.: TEUR 315) sowie für Tantiemen in Höhe von TEUR 160 (Vj.: TEUR 117) zusammen.

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten zeigt folgende Übersicht:

Insgesamt Restlaufzeit
bis 1 Jahr 1 Jahr bis 5 Jahre über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 14.351 4.215 4.049 6.087
(Vorjahr) (14.209) (3.873) (6.097) (4.239)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.599 1.599 0 0
(Vorjahr) (2.644) (2.644) (0) (0)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 74.549 19.931 18.425 36.193
(Vorjahr) (66.390) (10.434) (29.196) (26.760)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.062 868 194 0
(Vorjahr) (2.402) (2.031) (371) (0)
Summe Verbindlichkeiten 91.561 26.613 22.668 42.280
(Vorjahr) (85.645) (18.982) (35.664) (30.999)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Grund-pfandrechte, Verpfändungen von Geschäftsanteilen sowie Sicherheiten einiger Tochtergesellschaften durch verpfändete Festgelder (TEUR 234), Sicherungsübereignung von Inventar, eine Mietabtretungserklärung und Mithaftung von Grundstücken besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich aus Verbindlichkeiten aus dem Konzerncashpool in Höhe von TEUR 43.634 (Vj.: TEUR 34.463), Darlehen in Höhe von TEUR 24.090 (Vj.: TEUR 24.090) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 6.825 (Vj.: TEUR 7.837) zusammen.

In den sonstigen Verbindlichkeiten werden Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 440 (Vj.: TEUR 868), Verbindlichkeiten aus Steuern von TEUR 183 (Vj.: TEUR 154) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von TEUR 4 (Vj.: TEUR 15) ausgewiesen.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr 2015/2016 geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag in Höhe von insgesamt 15,825 %.

Die latenten Steuern für auf Ebene der Organgesellschaften bestehende Vermögensunterschiede zwischen handels- und steuerlichen Wertansätzen werden vollständig bei der MK-Kliniken AG bilanziert.

Die aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 296 (Vj.: TEUR 769) entfallen mit TEUR 243 auf steuerliche Verlustvorträge (Vj.: TEUR 720), mit TEUR 38 (Vj.: TEUR 33) auf Jubiläumsrückstellungen sowie mit TEUR 15 (Vj.: TEUR 16) auf Pensionsrückstellungen und wurden vollständig mit den passiven latenten Steuern saldiert. Die passiven latenten Steuern entfallen mit TEUR 3.291 (Vj.: TEUR 3.437) auf abweichende Nutzungsdauern bei Gebäuden und mit TEUR 572 (Vj.: TEUR 648) auf selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 36.543 (Vj.: TEUR 38.160) setzen sich aus Erlösen aus Pflegeleistungen in Höhe von TEUR 13.925 (Vj.: TEUR 15.517), Erlösen aus der Erbringung von Verwaltungsdienstleistungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 5.203 (Vj.: TEUR 5.108) und Miet- und Pachterlösen in Höhe von TEUR 17.415 (Vj. TEUR 17.535) zusammen. Die Umsatzerlöse entfallen, wie in den Vorjahren, ausschließlich auf das Inland.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten:

2015/2016 2014/2015
TEUR TEUR
Zuschreibungen auf Finanzanlagen 3.319 62
Kostenweiterbelastungen an verbundene Unternehmen 2.513 2.043
Auflösung von Einzelwertberichtigungen 856 8.376
Erträge aus der Auflösung Rückstellungen 391 749
Gewinn aus dem Verkauf von Anlagevermögen 283 3
Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten 117 117
Investitionszuschüsse 41 41
Übrige 1.210 845
Summe 8.730 12.596

Von den Zuschreibungen auf Finanzanlagen betreffen TEUR 2.714 den Beteiligungsbuchwert der Karlsruher-Sanatorium AG.

Von den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 1.714 (Vj.: TEUR 9.569) als periodenfremd zu klassifizieren. Diese resultieren überwiegend aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen (TEUR 856; Vj.: TEUR 8.376) sowie aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 391; Vj.: TEUR 749). Die Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen gegenüber unseren Tochtergesellschaften entfallen mit TEUR 553 auf Forderungen gegen die Marseille-Akademie GmbH.

Der Materialaufwand beinhaltet Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen. Der wesentliche Posten sind die Mietaufwendungen für an die Tochtergesellschaften vermietete Pflegeimmobilien in Höhe von TEUR 17.323 (Vj.: TEUR 17.187).

In der Position „soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung von TEUR 114 (Vj.: TEUR 132) enthalten.

In den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind außerplanmäßige Abschreibungen von TEUR 1.121 (Vj.: TEUR 1.385) enthalten.

Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten, wurden in Höhe von TEUR 971 (Vj.: TEUR 576) vorgenommen. Die Abschreibungen entfallen auf Forderungen gegen die Medina Meerbusch GmbH in Höhe von TEUR 516 (Vj.: TEUR 0) und die Senioren-Wohnpark Meerbusch GmbH in Höhe von TEUR 455 (Vj.: TEUR 0). Das Vorjahr enthielt Abschreibungen auf Forderungen an die Mineralquelle Waldkirch Verwertungsgesellschaft mbH in Höhe von TEUR 260.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich zusammen aus:

2015/2016 2014/2015
TEUR TEUR
Sonstige Mieten, Pachten und Leasing 3.547 3.559
Rechts- und Beratungskosten 3.409 3.138
IT-Aufwendungen 2.070 2.233
Aufwendungen für Dienstleistungen von verbundenen Unternehmen 1.640 1.672
Weiterbelastung von anteiligen Personal, Raum- und Sachkosten 1.400 1.400
Versicherungen 1.118 1.017
Instandhaltungs- und Wartungskosten 724 541
Wertberichtigungen, Forderungsverluste 571 740
Werbe- und Repräsentationskosten 151 178
Übrige 3.677 3.613
Summe 18.307 18.091

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von TEUR 222 (Vj.: TEUR 509) enthalten. Diese resultieren unter anderem aus Beratungsleistungen.

Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen von TEUR 18.917 (Vj.: TEUR 14.965) setzen sich aus den Ergebnisabführungen im Bereich Pflege in Höhe von TEUR 16.811 (Vj.: TEUR 13.735) sowie von Dienstleistungsgesellschaften in Höhe von TEUR 2.106 (Vj.: TEUR 1.230) zusammen und betreffen ausschließlich verbundene Unternehmen.

Die Erträge aus Beteiligungen betreffen — wie im Vorjahr — ausschließlich verbundene Unternehmen.

Die Aufwendungen aus Verlustübernahme von TEUR 1.488 (Vj.: TEUR 2.606) betreffen im Wesentlichen die Betrium Nr. 29 Vermögensverwaltungs-GmbH mit TEUR 394 (Vj.: TEUR 367), die Senioren-Wohnpark Lemwerder GmbH mit TEUR 381 (Vj.: TEUR 98), die Medina Meerbusch GmbH mit TEUR 241 (Vj.: TEUR 858) und die Senioren-Wohnpark Ballenstedt GmbH mit TEUR 177 (Vj. TEUR 11). Es handelt sich — wie im Vorjahr — ausschließlich um verbundene Unternehmen.

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge betreffen in Höhe von TEUR 1.419 (Vj.: TEUR 2.042) verbundene Unternehmen. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.739 (Vj.: TEUR 1.798) enthalten. Von den Zinserträgen sind TEUR 23 (Vj.: TEUR 1), von den Zinsaufwendungen TEUR 0 (Vj.: TEUR 143) periodenfremd.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 491 (Vj.: TEUR 477) setzen sich aus Körperschaftsteuer (inkl. Solidaritätszuschlag) in Höhe von TEUR 240 (Vj.: TEUR 0) sowie aus latenten Steuern von TEUR 251 (Vj.: TEUR 276) zusammen.

Die Erträge aus den sonstigen Steuern in Höhe von TEUR 129 (Vj.: Aufwendungen in Höhe von TEUR 88) beinhalten periodenfremde Erträge aus Steuern in Höhe von TEUR 225 (Vj.: Aufwand in Höhe von TEUR 18), die im Wesentlichen die Auflösung der Umsatzsteuerrückstellung für Risiken aus der Betriebsprüfung der Kalenderjahre 2008 bis 2011 betrafen.

5. Sonstige Angaben

5.1 Haftungsverhältnisse

Die MK-Kliniken AG hat Bürgschaften für die Besicherung von Darlehen, die an Tochtergesellschaften gegeben worden sind, in Höhe von TEUR 21.003 (Vj: TEUR 19.003) begeben. Das Risiko der Inanspruchnahme aus den Bürgschaften für die Tochtergesellschaften wird aufgrund der zu erwartenden Ertragssituation der jeweiligen Tochtergesellschaft als gering eingestuft.

Unbeschränkte Patronatserklärungen wurden durch die MK-Kliniken AG in der Weise abgegeben, dass sie für Ansprüche aus mit einzelnen Tochtergesellschaften geschlossenen Mietverträgen eintritt. Dies betrifft die geschlossenen Mietverträge zwischen der Logo 7. Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH, der Senioren-Wohnpark Landshut GmbH und der AMARITA Oldenburg GmbH mit konzernfremden Vermietungsgesellschaften. Für die SWP - Senioren-Wohnpark Klötze GmbH wurde eine unbeschränkte Liquiditätszusage abgegeben, um deren Verpflichtungen aus abgeschlossenen Immobilienleasingverträgen zu sichern. Das Risiko aus der Inanspruchnahme aus unbeschränkten Patronatserklärungen für die Tochtergesellschaften wird ebenfalls als gering eingestuft, da es keine Anzeichen dafür gibt, dass die verbundenen Unternehmen ihren Verpflichtungen nicht nachkommen werden.

Einzelne Mietverträge räumen bei Zahlungsverzug dem Vermieter das Recht zu einer Rückabwicklung der Sale-and-lease-back-Verträge ein.

Eine Patronatserklärung hat die MK-Kliniken AG darüber hinaus für Darlehensverpflichtungen der DaTess Gesellschaft für Datendienste mbH (verbundenes Unternehmen) gegenüber der Sparkasse Prignitz in Höhe von TEUR 400 abgegeben. Das Darlehen valutiert zum Stichtag mit TEUR 272. Mit einer Inanspruchnahme wird aufgrund der positiven Ertragssituation der DaTess Gesellschaft für Datendienste mbH nicht gerechnet.

5.2 Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente lagen im Geschäftsjahr 2015/2016 in Form von einem Zins-Swap vor.

Die MK-Kliniken AG hatte ursprünglich zwei Kreditverträge mit der HSH Nordbank abgeschlossen, die zur Finanzierung des Bauvorhabens in Herne dienten. Zur Absicherung der variabel verzinslichen Darlehen besteht ein Festzins-Swaps im Nominalvolumen von TEUR 2.709 (Vj.: TEUR 2.709). Dadurch wurden die zukünftig variablen Zinszahlungen in fixe Zinszahlungen transformiert.

Die Bedingungen des Zins-Swaps stimmen mit den Konditionen des Darlehensvertrags überein, so dass keine Ineffektivitäten entstehen. Der Zins-Swap wird bis zur Endfälligkeit am 30. Juni 2021 gehalten und erfüllt die Voraussetzung für eine effektive Sicherungsbeziehung. Er wird daher weiter als Hedging-Geschäft designiert.

Zum 30. Juni 2016 beträgt der negative Marktwert des Zinsswaps TEUR 503 (Vj.: TEUR 501). Da die Voraussetzungen für eine Bewertungseinheit erfüllt sind, wurde hierfür keine Rückstellung gebildet. Für die Bilanzierung der Bewertungseinheit wurde die Einfrierungsmethode angewandt. Die Ermittlung des Marktwerts erfolgte anhand der mark-to-market-Methode.

5.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:

Gesamt

TEUR

Gesamt
TEUR
Restlaufzeiten
bis 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
Miet- und Pachtverträge (Immobilien und Mobilien) 266.499 19.773 79.986 166.740
(Vorjahr) (283.949) (19.550) (79.553) (184.846)
Erbbaurechtsverpflichtung 3.975 173 691 3.111
(Vorjahr) (4.149) (173) (691) (3.285)
Leasingverträge (BGA inkl. Kfz) 1.217 794 423 0
(Vorjahr) (1.188) (696) (492) (0)
Dienstleistungsverträge 860 644 216 0
(Vorjahr) (1.049) (617) (432) (0)
Gesamt 272.551 21.384 81.316 169.851
(Vorjahr) (290.335) (21.036) (81.168) (188.131)

Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen TEUR 0 (Vj.: TEUR 0) gegen verbundene Unternehmen.

Die Immobilienmietverträge beziehen sich im Wesentlichen auf die Immobilien in Lemwerder, Klötze (Medina und SWP), Waldkirch, Bad Schönborn, Bad Langensalza, Wolmirstedt, Thale, Hamburg Angerstraße, Leipzig - Am Kirschberg -, Berlin (Pflegehaus Kreuzberg), Buxtehude, Hennigsdorf, Hohen Neuendorf, Langen, Schollene, Datteln, Aschersleben (St. Elisabeth) und Bremerhaven. Darüber hinaus bestehen zwei Erbbaurechtsverpflichtungen mit Restlaufzeiten von rund 9 und rund 39 Jahren.

Insgesamt bestehen im Geschäftsjahr 2015/2016 finanzielle Verpflichtungen in Höhe von EUR 272,6 Mio.

5.4 Außerbilanzielle Geschäfte

Die MK-Kliniken AG hat für Tochtergesellschaften Immobilien-Mietverträge mit Vermietern und anschließend Untermietverträge mit den operativen Betriebsgesellschaften abgeschlossen. Die Mietverträge wurden teilweise als Sale-and-lease-back-Verträge ausgestaltet. Aufgrund der absoluten Höhe und der Vielzahl an Verträgen handelt es sich um für die Beurteilung der Finanzlage bedeutsame außerbilanzielle Geschäfte.

Zweck der Sale-and-lease-back-Transaktionen war die in Vorjahren angestrebte Beschaffung von Liquidität zur weiteren Finanzierung der Expansion. Die mit den Transaktionen eingegangenen Risiken beinhalten vor allem das mögliche Risiko der teilweisen Rückabwicklung von Sale-and-lease-back-Verträgen bei Nichterreichen vertraglich definierter Kennzahlen. Die mit den Verträgen eingegangenen Zahlungsverpflichtungen sind in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten.

Darüber hinaus bestehen keine für die MK-Kliniken AG bedeutsamen außerbilanziellen Geschäfte.

5.5 Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen

Es bestehen Geschäftsbeziehungen zwischen der MK-Kliniken AG und den folgenden nahestehenden Personen und Unternehmen:

Die MK-Kliniken AG hat im Berichtsjahr Leistungen gegenüber der Familie Marseille und ihnen nahestehenden Unternehmen in Höhe von TEUR 174 erbracht. Dies umfasst insbesondere Weiterbelastungen von Aufwendungen für Versicherungen.

Die MK-Kliniken AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015/2016 Leistungen der SCS Standard Computersysteme AG für Softwarewartungsverträge, Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Programmierung von betriebswirtschaftlicher Steuerungssoftware, Durchführungen von Schulungen und sonstigen Dienstleistungen von TEUR 562 bezogen.

Die MK-Kliniken AG hat im Berichtsjahr weitere Leistungen von Unternehmen, die der Familie Marseille nahestehen, in Höhe von TEUR 936 bezogen. Diese umfassen insbesondere Bauleistungen der Held Bau Consulting Projektsteuerungsgesellschaft mbH (TEUR 189) und die Miete für die Hauptverwaltung in Hamburg (TEUR 720).

Die MK-Kliniken AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr Leistungen von der Familie Marseille in Höhe von TEUR 526 bezogen. Diese umfassen im Wesentlichen Leistungen der Rechtsanwaltskanzlei Marseille, die Aufsichtsratstätigkeit von Herrn Marseille sowie die Stundung der Dividenden 2012/2013, 2013/2014 und 2014/2015.

Die MK-Kliniken AG ist Untermieterin von Büroräumen der WMP EuroCom AG am Ka-tharina-Heinroth-Ufer 1 in Berlin. Der Vertrag mit der WMP EuroCom AG hat eine Laufzeit bis zum 30. September 2018, die monatliche Nettomiete beträgt TEUR 4. Der daraus resultierende Mietaufwand belief sich im Geschäftsjahr 2015/2016 auf TEUR 42. Die WMP HealthCare GmbH erbrachte im Berichtsjahr für die MK-Kliniken AG Beratungsleistungen im Zusammenhang mit dem Pflegestärkungsgesetz II. Daraus resultierte ein Aufwand in Höhe von TEUR 27.

Im Geschäftsjahr 2015/2016 hat die MK-Kliniken AG 100 % der Geschäftsanteile an der Vorratsgesellschaft MEDIGREIF Parkklinik GmbH (nunmehr: MK Vorratsgesellschaft mbH, Düsseldorf), Greifswald, zum Kaufpreis von EUR 28.919,50 erworben. Diese gehörte zur MEDIGREIF Unternehmensgruppe, Greifswald, dessen Vorstandsvorsitzender das Aufsichtsratsmitglied Herr Prof. Dr. sc. med. Enderlein ist.

Die erbrachten und empfangenen Leistungen aus Transaktionen der Konzerngesellschaften mit nahestehenden Personen und Unternehmen sind ausnahmslos den gewöhnlichen Geschäftstätigkeiten der jeweils beteiligten Gesellschaft zuzurechnen und wurden zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen.

5.6 Anzahl der Mitarbeiter

Bei der MK-Kliniken AG waren im Geschäftsjahr 2015/2016 durchschnittlich 426 (Vj.: 461) Personen beschäftigt. Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer gliedert sich in folgende Gruppen:

Mitarbeiter Mitarbeiter
2015/2016 2014/2015
Verwaltung 93 85
Pflegedienst 247 277
Wirtschaftsdienst 86 99
426 461

5.7 Honorar des Abschlussprüfers

Das für den Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar wird im Anhang zum Konzernabschluss der MK-Kliniken AG angegeben.

5.8 Angaben nach dem AktG

Gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG halten Herr Ulrich Marseille und Frau Estella-Maria Marseille, Hamburg, eine unmittelbare bzw. mittelbare Beteiligung an der MK-Kliniken AG, Berlin, in Höhe von rund 77,00 % der Stimmrechte.

5.9 Organe der Gesellschaft

Vorstand

Vorstand war im Geschäftsjahr 2015/2016:

Herr Heinz-Dieter Wogen, Kaufmann, Schöneberg (bis 30. Juni 2016)

Die Vertretung der Gesellschaft erfolgt durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch einen Vorstand in Gemeinschaft mit einem Prokuristen. Ist nur ein Vorstand bestellt, so vertritt dieser die Gesellschaft allein. Befreiung von den Beschränkungen des § 181 BGB kann durch den Aufsichtsrat erteilt werden.

Zum neuen Vorstand der MK-Kliniken AG für das Geschäftsjahr 2016/2017 wurde Herr Markus Speckenbach am 01. Juli 2016 berufen.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat besteht aus folgenden Mitgliedern:

Herr Ulrich Marseille, Kaufmann, Hamburg

Herr Hans-Hermann Tiedje, Medienunternehmer, Berlin (Stellvertretender Vorsitzender)

Herr Prof. Dr. sc. med. Dietmar Enderlein, OMR Professor, Vorstandsvorsitzender der MEDIGREIF Unternehmensgruppe, Greifswald

Die Pensionszahlungen für frühere Mitglieder des Vorstandes und ihre Hinterbliebenen betragen TEUR 50 (Vj.: TEUR 49). Für die Verpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern besteht eine Rückstellung in Höhe von TEUR 394 (Vj.: TEUR 401).

Im Geschäftsjahr 2015/2016 wurde für die Vergütung des Aufsichtsrates eine Rückstellung in Höhe von TEUR 299 (Vj.: TEUR 252) gebildet.

5.10 Konsolidierungskreis

Mutterunternehmen des größten Konsolidierungskreises ist die MK-Kliniken AG, Berlin (Registergericht: Berlin-Charlottenburg HRB Nr. 86329 B). Der Konzernabschluss wird im amtlichen Unternehmensregister bekannt gemacht und im Bundesanzeiger veröffentlicht.

5.11 Gewinnverwendungsvorschlag

Der Bilanzgewinn beträgt TEUR 13.896 (Vj.: Bilanzgewinn TEUR 10.747). Der Vorstand schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn der MK-Kliniken AG 0,20 EUR je dividendenberechtigter Aktie auszuschütten und im Übrigen den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Berlin, den 14. September 2016

MK-Kliniken AG
Vorstand

Markus Speckenbach

Entwicklung des Anlagevermögens der MK-Kliniken AG, (vormals: Marseille-Kliniken Aktiengesellschaft), Berlin, im Geschäftsjahr 2015/2016

Anschaffungs-/Herstellungskosten
1.7.2015 Zugänge Umbuchungen Abgänge 30.6.2016
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.644.605,56 300.306,36 0,00 0,00 4.944.911,92
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 15.482.231,78 30.151,15 0,00 0,00 15.512.382,93
3. Geleistete Anzahlungen 88.781,32 167.152,84 0,00 0,00 255.934,16
20.215.618,66 497.610,35 0,00 0,00 20.713.229,01
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 32.515.873,72 88.311,74 226.307,90 0,00 32.830.493,36
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.591,98 0,00 0,00 0,00 2.591,98
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.771.246,72 461.946,67 431.442,02 360.177,96 7.304.457,45
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 666.790,18 0,00 -657.749,92 0,00 9.040,26
39.956.502,60 550.258,41 0,00 360.177,96 40.146.583,05
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 93.772.513,35 2.303.919,50 0,00 27.046,00 96.049.386,85
2. Beteiligungen 66.586,07 0,00 0,00 0,00 66.586,07
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 963.000,00 0,00 0,00 0,00 963.000,00
94.802.099,42 2.303.919,50 0,00 27.046,00 97.078.972,92
154.974.220,68 3.351.788,26 0,00 387.223,96 157.938.784,98
Kumulierte Abschreibungen
1.7.2015 Zugänge Zuschreibungen Abgänge 30.6.2016
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 545.411,98 783.996,65 0,00 0,00 1.329.408,63
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 15.206.999,80 160.998,03 0,00 0,00 15.367.997,83
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
15.752.411,78 944.994,68 0,00 0,00 16.697.406,46
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.070.761,19 1.708.290,40 0,00 0,00 10.779.051,59
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.507,66 45,99 0,00 0,00 2.553,65
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.990.561,43 447.419,27 0,00 331.599,17 5.106.381,53
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
14.063.830,28 2.155.755,66 0,00 331.599,17 15.887.986,77
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 20.175.049,71 130.304,93 3.318.604,64 0,00 16.986.750,00
2. Beteiligungen 25.599,00 0,00 0,00 0,00 25.599,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
20.200.648,71 130.304,93 3.318.604,64 0,00 17.012.349,00
50.016.890,77 3.231.055,27 3.318.604,64 331.599,17 49.597.742,23
Buchwerte
30.6.2016 30.6.2015
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.615.503,29 4.099.193,58
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 144.385,10 275.231,98
3. Geleistete Anzahlungen 255.934,16 88.781,32
4.015.822,55 4.463.206,88
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 22.051.441,77 23.445.112,53
2. Technische Anlagen und Maschinen 38,33 84,32
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.198.075,92 1.780.685,29
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.040,26 666.790,18
24.258.596,28 25.892.672,32
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 79.062.636,85 73.597.463,64
2. Beteiligungen 40.987,07 40.987,07
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 963.000,00 963.000,00
80.066.623,92 74.601.450,71
108.341.042,75 104.957.329,91

Zusammengefasster Lagebericht und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015/2016

1. Geschäftsmodell der MK-Kliniken AG

1.1 Erbringung von Pflegeleistungen

1.2 Forschung und Entwicklung

2. Analyse des Geschäftsjahres 2015/2016 der MK-Kliniken AG - Konzernabschluss - HGB

2.1 Highlights im Geschäftsjahr 2015/2016

2.2 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.3 Gesamtaussage und Kommentierung des letztjährigen Prognoseberichts

2.4 Ertragslage des Konzerns

2.5 Finanzlage des Konzerns

2.6 Vermögenslage des Konzerns

3. Analyse des Geschäftsjahres 2015/2016 der MK-Kliniken AG - Einzelabschluss - HGB

3.1 Ertragslage

3.2 Vermögens- und Finanzlage

4. Konzernsteuerung

4.1 Finanzielle Leistungsindikatoren

4.2 Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

5. Mitarbeiter

6. Nachtragsbericht

7. Chancen- und Risikobericht

7.1 Chancen

7.2 Risiken

7.3 Gesamtbetrachtung Risiko- und Chancensituation

8. Prognosebericht

9. Bericht des Vorstandes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Der Lagebericht der MK-Kliniken AG wird gemäß § 315 Abs. 3 HGB mit dem des MK-Kliniken Konzerns zusammengefasst. Die Risiken und Chancen der MK-Kliniken AG, als Muttergesellschaft, sind untrennbar mit dem Konzern verbunden. In diesem Lagebericht enthaltene Informationen beziehen sich, sofern nicht anders angegeben, auf den Konzern. Die Informationen zur Lage des Mutterunternehmens MK-Kliniken AG sind in dem separaten Abschnitt „Analyse des Geschäftsjahres 2015/2016 der MK-Kliniken AG - Einzelabschluss - HGB" dargestellt.

Der MK-Kliniken Konzernabschluss ist nach den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Einzelabschluss der MK-Kliniken AG nach den Grundsätzen des deutschen Handelsrechts (HGB) und den aktienrechtlichen (AktG) Vorschriften aufgestellt.

1. Geschäftsmodell der MK-Kliniken AG

1.1 Erbringung von Pflegeleistungen

Seit den Anfängen in 1984 hat sich die MK-Kliniken AG bis heute als einer der führenden privaten Betreiber von Pflegeheimen in Deutschland etabliert. Die 57 stationären Pflegeeinrichtungen bieten zum 30. Juni 2016 6.607 (Vorjahr: 6.766) Bewohnern/Bewohnerinnen in 13 von 16 Bundesländern einen Platz für die Betreuung nach ihren individuellen Wünschen und Bedürfnissen. Durch den Bereich „Betreutes Wohnen" wird das Kerngeschäft „Stationäre Altenpflege" sinnvoll ergänzt. Hier versorgt das Unternehmen als Dienstleister in vier Gebäudekomplexen in Gera, Halle und Potsdam ältere Menschen in 1.141 (Vorjahr: 1.141) Wohneinheiten.

Das Geschäftsmodell wird entscheidend von der für den Konzern vorteilhaften demographischen Entwicklung beeinflusst und besitzt dadurch eine nachhaltige Zukunftsperspektive. Kurzfristige konjunkturelle Schwankungen üben dagegen nur einen untergeordneten Einfluss aus. Als modern ausgerichteter Qualitätsanbieter ist das private Unternehmen innerhalb eines Wettbewerbsumfelds, das hauptsächlich von regional tätigen Wohlfahrtsverbänden bestimmt wird, gut positioniert. Durch die damit verbundene höhere Flexibilität kann das Unternehmen auf Marktveränderungen wie das Pflegestärkungsgesetz II mit der Einführung von 5 Pflegegraden ab dem 01. Januar 2017 schnell reagieren und die sich aus der Veränderung ergebenden Marktchancen nutzen.

Die operative Leitung wird vor allem durch die Führungskräfte in den Einrichtungen unter der Regionalleiter wahrgenommen. Einrichtungen, denen es in der Vergangenheit noch nicht hinreichend gelungen ist, das Potenzial der Häuser zu erschließen und den Qualitätsstandard bei der Pflege in jeder Hinsicht zu sichern, werden verstärkt von einer speziellen zentralen Leitungsgruppe unterstützt. Interne Dienstleister für die Zentralfunktionen Personal, Finanzen, Rechnungswesen, Informationstechnologie, Facility Management, Zentralwäscherei, Marketing und Recht unterstützen die Unternehmensführung in der Umsetzung des Kerngeschäfts. Durch diese dezentral organisierte Ausrichtung wird dauerhafte regionale Präsenz und direkte operative Handlungsfähigkeit sichergestellt.

Die einzelnen Einrichtungen werden überwiegend als juristisch eigenständige Tochtergesellschaften, angebunden an die Muttergesellschaft MK-Kliniken AG, geführt.

1.2 Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit der MK-Kliniken konzentriert sich im Wesentlichen auf die Konzipierung und Implementierung neuer computergestützter Systeme. Dies führt zur kontinuierlichen Verbesserung der Pflegedienstleistungen. Hierzu zählen Systeme wie das Internetportal www.MeinGesundheitsbuch.de, mit dem sich Angehörige über täglich aktualisierte Gesundheits- und Pflegedaten ihrer Verwandten in den einzelnen Pflegeeinrichtungen informieren können. Innovative Schulungsprogramme (z. B. e-Learning-Systeme) unter Verwendung modernster Informationstechnologie zählen ebenfalls zu diesen Systemen. Vor dem Hintergrund, den ständig wachsenden Anforderungen des Gesundheitsmarktes gerecht zu werden, liegt ein weiterer Tätigkeitsschwerpunkt in der Entwicklung neuer Ansätze, die bei der Erstellung innovativer Behandlungs- und Einrichtungskonzepte eine wichtige Rolle spielen. Ziel hierbei ist es, das Pflegepersonal von administrativen Tätigkeiten zu entlasten, um ihm mehr Zeit für die individuellen Pflegebedürfnisse der Bewohner der Einrichtungen zu ermöglichen.

2. Analyse des Geschäftsjahres 2015/2016 der MK-Kliniken AG Konzernabschluss - HGB

2.1 Highlights im Geschäftsjahr 2015/2016

Die MK-Klinken AG konnte ihre erfolgreiche Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2015/2016 fortsetzen. Der Konzern konnte die Belegung auf dem hohen Niveau des Vorjahres halten. Insbesondere die Erhöhung der Pflegesätze führte zu einem Umsatzwachstum von 3,3 % auf 214,1 Mio. EUR. Größere Rückgänge bei der Belegungsquote in einzelnen wenigen Einrichtungen wurden unter anderem durch die erstmalige ganzjährige Einbeziehung der neu erworbenen Einrichtung in Bochum und der Schließung der Einrichtungen in Waldkirch zum 31. Mai 2015 kompensiert. Die konzernweite Auslastung beträgt im Geschäftsjahr 2015/2016 rund 91,5 % (Vorjahr: rd. 91,4 %).

Die MK-Kliniken AG hat im Geschäftsjahr 2015/2016 bisher gemietete Immobilien an drei Standorten mit stationärer Pflege in Nordrhein-Westfalen zu einem Gesamtkaufpreis von 10,0 Mio. EUR erworben. Von den 57 (Vorjahr: 59) stationären Pflegeeinrichtungen werden nunmehr 20 Einrichtungen (35 %) in konzerneigenen Immobilien betrieben.

Darüber hinaus konnte aus einer Insolvenz heraus der operative Geschäftsbetrieb einer Wäscherei im Wege eines Asset-Deals erworben werden und eine neue Zentralwäscherei in Bernau begründet werden. Die bisherigen Wäschereifunktionen wurden weitgehend vom bisherigen Standort in Neuruppin nach Bernau verlagert. Hierdurch konnte einerseits aufgrund einer verbesserten räumlichen Situation und technischen Ausstattung der neuen Wäscherei die Effizienz bereits deutlich gesteigert werden und andererseits auch Leistungen, die bisher extern eingekauft worden sind, konzernintern erbracht werden.

Die Stillstandsimmobilie in Bad König, die bis zur Schließung der Einrichtung als Reha-Klinik genutzt worden ist, konnte im Geschäftsjahr 2015/2016 an die öffentliche Hand zur Nutzung als Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge vermietet werden. Durch den Abschluss eines dreijährigen Mietvertrages wurde die im Vorjahr außerplanmäßig abgeschriebene Immobilie wieder auf den fortgeführten Buchwert zugeschrieben.

Im Anschluss an das im vorangegangenen Geschäftsjahr abgeschlossene Schiedsgerichtsverfahren gegen die Republik Äquatorialguinea wurde ein weiteres Schiedsverfahren mit Schadensersatzansprüchen über 53,9 Mio. EUR eingeleitet.

2.2 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft hat sich im Jahr 2015 sehr gut entwickelt. Vor allem haben die Ausgaben der Verbraucher die Wirtschaft angeschoben. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt wuchs in 2015 um 1,7 % gegenüber dem Vorjahr. In den ersten drei Monaten des Jahres 2016 erhöhte es sich um weitere 0,7 %. Die anhaltenden günstigen Rahmenbedingungen, wie eine steigende Beschäftigungsrate und steigende Einkommen, stabile Preise und ein höheres Konsumentenvertrauen haben dazu im Wesentlichen beigetragen. Die Inflation betrug in den ersten sechs Monaten 2016 0,3 %. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung DIW prognostizierte eine Steigerung des Bruttoinlandproduktes für das Jahr 2016 von 1,7 % und für das Jahr 2017 von 1,4 %. Für das neue Geschäftsjahr 2016/2017 wird mit einem stabilen Wirtschaftswachstum gerechnet.

Der deutsche Gesundheits- und Pflegemarkt

Der Gesundheitsmarkt hatte 2014 einen Anteil von 11,2 % am BIP und hat somit eine erhebliche wirtschaftliche Bedeutung für Deutschland. Das Volumen des deutschen Gesundheitsmarktes wuchs gegenüber 2013 von 315 Mrd. EUR im Jahr 2014 auf 328 Mrd. EUR, das entspricht 4.050 EUR (2013: 3.902 EUR) je Einwohner und einen Anstieg von 4,2 %.1 Der Anteil der pflegerischen Leistungen stieg von 58,8 Mrd. EUR in 2013 auf 61,3 Mrd. EUR.²

In Folge des medizinischen Fortschrittes wird sich die Lebensqualität der Menschen in Deutschland im Alter deutlich verbessern, gleichzeitig wird durch die demographische Entwicklung der Anteil älterer Personen an der Gesamtbevölkerung stetig steigen. Nach den Prognosen des Pflegeheim Rating Report ist bis 2020 mit 3,0 Millionen Pflegebedürftigen in Deutschland zu rechnen, bis 2030 mit 3,5 Millionen, was gegenüber 2013 einen Anstieg um 15 % bzw. 33 % bedeutet.3

Um die steigende Nachfrage nach Pflegeplätzen zu decken, wird zusätzliches Pflegepersonal benötigt. Bis 2030 werden insgesamt 128.000 bis 245.000 zusätzlichen Stellen (Vollzeitkräfte) in der stationären und 63.000 bis 124.000 in der ambulanten Pflege prognostiziert. Bei Pflegefachkräften wird bis 2030 ein zusätzlicher Bedarf zwischen 106.000 bis 156.000 in der stationären und ambulanten Pflege erwartet.4

1 Statistisches Bundesamt: „Pressemitteilung vom 08. März 2016-080/16"
2 Statistisches Bundesamt: „Gesundheitsausgaben in Deutschland in Mio. €"
3 Accenture, Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung, Institute for Health Care Business (2015): „Pflegeheim Rating Report"
4 Accenture, Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung, Institute for Health Care Business (2015): „Pflegeheim Rating Report"

Im November 2015 wurde das zweite Pflegestärkungsgesetz beschlossen. Ab 01. Januar 2017 werden die drei Pflegestufen durch fünf Pflegegrade ersetzt. Dadurch können schätzungsweise 0,5 Mio. Menschen in den neuen Pflegegrad 1 eingestuft werden, die vorher überhaupt keinen Anspruch auf Leistungen hatten. Durch die Einführung von pflegerischen Betreuungsmaßnahmen in der ambulanten Pflege wird das Leistungsspektrum erweitert.5

Unser erklärtes Ziel ist es, als privatwirtschaftlicher Betreiber von Senioreneinrichtungen, die Herausforderung für die Übernahme dieser gesellschaftlichen Verantwortung anzunehmen und mit zu gestalten.

2.3 Gesamtaussage und Kommentierung des letztjährigen Prognoseberichts

Wir haben im Prognosebericht des Vorjahres eine leichte Ergebnisverbesserung bei über dem Vorjahresniveau liegenden Umsatzerlösen erwartet.

Hierbei sind wir von einer stabilen Auslastungsquote ausgegangen. Tatsächlich konnte die Auslastungsquote im Geschäftsjahr 2015/2016 (91,5 %) gegenüber dem Vorjahr (91,4 %) leicht gesteigert werden. Größere Rückgänge in zwei Einrichtungen wurden durch Steigerungen in anderen Einrichtungen kompensiert.

Die erzielte Umsatzsteigerung von 3,3 % gegenüber dem Vorjahr liegt innerhalb der im letzten Prognosebericht erwarteten Spanne von 2,5 % - 3,5 %. Die Umsatzsteigerung basiert im Wesentlichen auf einer Verbesserung der Preisqualität. Die Meridias Ruhrstadtpflegehaus Barbaraneum Bochum GmbH ist in diesem Geschäftsjahr erstmalig mit dem Umsatz des gesamten Jahres im Konzernabschluss enthalten (Vorjahr: sechs Monate). Dieser Effekt hat in Höhe von 2,3 Mio. EUR zum Umsatzwachstum beigetragen, während durch die Schließung des Standortes Waldkirch zum 31. Mai 2015 ein Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr von 1,8 Mio. EUR zu verzeichnen gewesen ist.

5 Bundesministerium für Gesundheit: „Das Pflegestärkungsgesetz II — Das Wichtigste im Überblick"

Bereinigt um diese beiden Effekte ist der Umsatz damit organisch um 6,4 Mio. EUR gestiegen, was einem prozentualen Umsatzwachstum von 3,0 % entspricht.

Der Rückgang des Konzernjahresüberschusses von 14,5 Mio. EUR auf 7,8 Mio. EUR resultiert im Wesentlichen aus der Veränderung bei den Einmal- und Sondereffekten, die das Vorjahresergebnis noch stark positiv beeinflusst haben. Für das Geschäftsjahr 2015/2016 haben wir mit einem bereinigten Konzern-EBT zwischen 12 und 13 Mio. EUR gerechnet. Tatsächlich wurde ein bereinigtes EBT von 11,3 Mio. EUR erzielt. Ursächlich für die geringfügige Verfehlung des prognostizierten EBT sind im Wesentlichen vorübergehend starke Ergebnisrückgänge in zwei Einrichtungen.

Auf Ebene des Einzelabschlusses der MK-Kliniken AG war für das Geschäftsjahr 2015/2016 ein EBT von mindestens 8,6 Mio. EUR prognostiziert worden. Im Berichtsjahr erzielte die Gesellschaft ein EBT von 11,4 Mio. EUR und hat damit das Ziel deutlich übertroffen. Die Steigerung gegenüber dem prognostizierten Ergebnis resultiert im Wesentlichen aus nur den Einzelabschluss betreffenden Sondereffekten wie Zuschrei-bungen auf Intercompany-Forderungen sowie der Tatsache, dass aufgrund der im Geschäftsjahr 2015/2016 neu abgeschlossenen Ergebnisabführungsverträge zu Tochtergesellschaften der MK-Kliniken AG zusätzliche Gewinne der operativen Gesellschaften unmittelbar das Ergebnis des Einzelabschlusses der MK-Kliniken AG positiv beeinflusst haben.

Das Beteiligungsergebnis hat sich von 13,9 Mio. EUR auf 22,8 Mio. EUR erhöht. Davon entfallen 5,5 Mio. EUR auf die Ausschüttung des Gewinns der schweizerischen Tochtergesellschaft und 2,3 Mio. EUR auf den Abschluss neuer Ergebnisabführungsverträge mit Tochtergesellschaften. Neben den positiven Effekten aus der Steigerung des Beteiligungsergebnisses erzielte die MK-Kliniken AG Erträge von 4,2 Mio. EUR aus Zuschreibungen auf Finanzanlagen und aus Auflösungen von Einzelwertberichtigungen. Negativ wirkten sich Abschreibungen auf Forderungen gegenüber Tochtergesellschaften in Höhe von 1,4 Mio. EUR sowie außerplanmäßige Abschreibungen auf Stillstandsimmobilien und Abschreibungen auf Finanzanlagen (1,1 Mio. EUR) aus. Mit Wirkung zum 31. Mai 2015 wurde das ertragsmindernde operative Geschäft der Betriebsstätte Waldkirch beendet. Das negative EBT der Betriebsstätte Waldkirch verminderte sich dadurch von -1,3 Mio. EUR im Vorjahr auf -0,6 Mio. EUR im Berichtsjahr.

2.4 Ertragslage des Konzerns

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

der MK-Kliniken AG, Berlin

12 Monate Jahresabschluss
1.7.2015 bis 30.06.2016 1.7.2014 bis 30.06.2015
TEUR TEUR
Umsatzerlöse 214.098 207.191
Andere aktivierte Eigenleistungen 119 315
Sonstige betriebliche Erträge 10.503 21.653
Gesamtleistung 224.720 229.159
Materialaufwand / Aufwand für bezogene Leistungen 26.474 27.347
Personalaufwand 115.541 110.498
Abschreibungen 7.674 10.097
Sonstige betriebliche Aufwendungen 63.324 62.469
Sonstige Steuern 78 299
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 11.629 18.449
Finanzerträge 419 2.409
Finanzaufwendungen 2.469 2.924
Ergebnis vor Steuern (und Minderheitenanteile) 9.579 17.934
Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.680 3.329
Konzernergebnis 7.899 14.605
Minderheitenanteile 135 132
MK-Kliniken AG zuzurechnendes Konzernergebnis 7.764 14.473

Umsatzerlöse

Im Geschäftsjahr 2015/2016 konnte der Konzernumsatz um 6,9 Mio. EUR bzw. 3,3 % auf 214,1 Mio. EUR gesteigert werden (2014/2015: 207,2 Mio. EUR). Die Veränderung entfällt mit 2,3 Mio. EUR auf die Umsatzerlöse der Meridias Ruhrstadtpflegehaus Barbaraneum Bochum GmbH und auf den Wegfall des Standortes Waldkirch mit -1,8 Mio. EUR. Im Übrigen resultiert der Umsatzanstieg im Wesentlichen aus der Erhöhung der Pflegesätze und einer Veränderung der Pflegestufenverteilung.

Aktivierte Eigenleistungen

Im Berichtsjahr wurden im Zusammenhang mit der Entwicklung der Software „Beauty Contest" eigene Leistungen in Höhe von 119 TEUR (Vorjahr: 315 TEUR) aktiviert.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Vergleich zum Vorjahr von 21,7 Mio. EUR auf 10,5 Mio. EUR verringert. Das Vorjahr enthielt 14,4 Mio. EUR Ertrag aus dem gewonnen Schiedsgerichtsverfahren in der Schweiz. Gegenläufig wirkte sich im Geschäftsjahr 2015/2016 vor allem die Zuschreibung der Immobilie in Bad König in Höhe von 1,4 Mio. EUR aus, die als Flüchtlingseinrichtung für die Dauer von drei Jahren vermietet wurde.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten unter anderem Personalkostenerstattungen der Krankenkassen (1,8 Mio. EUR, Vorjahr: 1,6 Mio. EUR), Erträge aus der Zuschreibung von Grundstücken und Gebäuden (1,4 Mio. EUR, Vorjahr: 0,3 Mio. EUR), Erträge aus der Auflösung von Investitionszuwendungen (1,2 Mio. EUR, Vorjahr: 1,2 Mio. EUR), periodenfremde Erträge (0,7 Mio. EUR, Vorjahr: 1,0 Mio. EUR) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (0,4 Mio. EUR, Vorjahr: 0,9 Mio. EUR).

Materialaufwand

Die Materialaufwendungen sind von 27,3 Mio. EUR im Vorjahr auf 26,5 Mio. EUR im Berichtsjahr gesunken. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen sinkende Energiekosten. Die Materialaufwandsquote lag mit 12,4 % unter dem Vorjahresniveau von 13,2 %.

Personalaufwand

Die Personalaufwendungen sind um 5,0 Mio. EUR bzw. 4,6 % auf 115,5 Mio. EUR gestiegen. Die Veränderung ist im Wesentlichen auf die Einführung des Mindestlohns zurückzuführen.

Der Konzern beschäftigte im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich 4.925 Mitarbeiter (2014/2015: 4.874 Mitarbeiter). Die Anzahl der Vollzeitkräfte weicht aufgrund vieler Teilzeitarbeitsplätze deutlich von der Anzahl der Mitarbeiter ab. Die Entwicklung des Personals bezogen auf die Angabe in Vollzeitkräften (VK) betrug im Berichtsjahr 3.972 VK (2014/2015: 3.716 VK).

Abschreibungen

Den Abschreibungen von 7,7 Mio. EUR standen Investitionen im Geschäftsjahr 2015/2016 von 16,8 Mio. EUR gegenüber. Ohne Berücksichtigung außerplanmäßiger Abschreibungen auf Immobilien von 1,0 Mio. EUR, die eine Stillstandsimmobilie in Blankenburg betraf, und Abschreibungen auf Firmenwerte von 0,2 Mio. EUR beliefen sich die laufenden Abschreibungen auf 6,5 Mio. EUR. In den Abschreibungen des Vorjahres von 10,1 Mio. EUR waren außerplanmäßige Abschreibungen von 3,7 Mio. EUR auf Stillstandsimmobilien und 0,9 Mio. EUR auf sonstige finanzielle Vermögenswerte enthalten, so dass die um Sondereffekte bereinigten Abschreibungen mit 6,5 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau von 5,5 Mio. EUR liegen. Ursächlich für diese Erhöhung sind insbesondere die laufenden Abschreibungen auf unsere Unternehmenssteue-rungssoftware und die planmäßigen Abschreibungen auf das Gebäude der Odenwald Klinik in Bad König, welche im Vorjahr unter den Vorräten ausgewiesen worden war.

Sonstige betriebliche Aufwendungen/ Sonstige Steuern

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen inkl. der sonstigen Steuern betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015/2016 63,4 Mio. EUR und lagen damit um 0,6 Mio. EUR bzw. 1,0 % über dem Vorjahresniveau von 62,8 Mio. EUR.

Ursächlich für den Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren im Wesentlichen die Erhöhung der Instandhaltungs- und Wartungskosten um 1,2 Mio. EUR. Im Übrigen glichen sich Kostensteigerungen bei einzelnen Kostenarten durch ein straffes Kostenmanagement bei anderen Kostenarten aus.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis bewegt sich mit -2,1 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahresniveau von -0,5 Mio. EUR. Die Finanzerträge sind von 2,4 Mio. EUR auf 0,4 Mio. EUR gesunken. Im Vorjahr enthielt das Finanzergebnis Zinserträge im Zusammenhang mit dem gewonnen Schiedsgerichtsverfahren in der Schweiz in Höhe von 2,1 Mio. EUR. Gegenläufig wirkte der Rückgang bei den Zinsaufwendungen auf Steuern um 0,2 Mio. EUR, die im Vorjahr aus einer Betriebsprüfung resultierten.

Ertragsteuern

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015/2016 weist der Konzern einen Steueraufwand von 1,7 Mio. EUR (Vorjahr: 3,3 Mio. EUR) aus. Dieser setzt sich aus dem laufenden Ertragsteueraufwand von 0,7 Mio. EUR und einem latenten Steueraufwand von 1,0 Mio. EUR zusammen. Insgesamt liegen die Ertragsteuern um rund 0,2 Mio. EUR über dem bezogen auf das EBT von 9,6 Mio. EUR erwarteten Ertragsteueraufwand von rd. 1,5 Mio. EUR (Konzernsteuersatz von 15,825 %).

Sondereffekte, die das Ergebnis beeinflusst haben

Das Konzernergebnis liegt mit 7,9 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahr von 14,6 Mio. EUR und wurde im Wesentlichen durch folgende Sonder- und Einmaleffekte beeinflusst:

Bezeichnung 2015/2016 2014/2015
Aufwand Ertrag Aufwand Ertrag
Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR
Auflösung von Rückstellungen 0,4 0,9
Einzelwertberichtigungen/ Forderungsverluste 0,5 1,1 1,8 0,1
MK Schweiz 15,3
Zuschreibungen auf Immobilien 1,4 0,3
Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen und Vorräte 1,0 5,1
Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 0,2 1,2
Schließung Meerbusch 0,7 1,0
Standort Waldkirch 1,1 0,5
Übrige 1,1 0,4 0,5
4,6 2,9 10,0 17,1
Sondereffekte saldiert -1,7 7,1
EBT nach Sondereffekten 11,3 10,8

Die Sondereffekte des Berichtsjahres haben das Konzernergebnis per Saldo mit -1,7 Mio. EUR (Vorjahr: 7,1 Mio. EUR) negativ beeinflusst. Das um diese Sondereffekte bereinigte EBT beläuft sich für das Geschäftsjahr 2015/2016 auf 11,3 Mio. EUR gegenüber 10,8 Mio. EUR im Vorjahr. Auf bereinigter Basis stieg das Konzern EBT um 0,5 Mio. EUR.

Betriebliches Ergebnis und Ertragskennzahlen

Der nachfolgenden Kennzahlenübersicht ist die positive Entwicklung der Ertragslage des Konzerns zu entnehmen:

Kennzahl 2015/2016 2015/2016* 2014/2015 2014/2015*
Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR
EBITDA 19,3 19,8 28,6 18,9
EBIT 11,6 13,3 18,4 13,4
EBT 9,6 11,3 17,9 10,8
EBITDA-Marge 9,0% 9,3% 13,8% 9,1%
EBIT-Marge 5,4% 6,2% 8,9% 6,4%

* Kennzahlen wurden um die Sondereffekte bereinigt

Konzernergebnis

Der Konzernjahresüberschuss beträgt 7,9 Mio. EUR (2014/2015: 14,6 Mio. EUR) vor Minderheitenanteilen. Nach Minderheitenanteilen beträgt das der MK-Kliniken AG zuzurechnende Konzernergebnis 7,8 Mio. EUR (2014/2015: 14,5 Mio. EUR).

Ergebnis je Aktie

Das gezeichnete Kapital der MK-Kliniken AG zum 30. Juni 2016 betrug 37,2 Mio. EUR eingeteilt in 14.580.000 Stückaktien, die auf den Namen lauten.

Das Ergebnis je Aktie wurde nach Abzug eigener Anteile (115.675 Stückaktien) ermittelt. Auf der sich so ergebenden Basis von 14.464.325 Stückaktien errechnet sich ein Ergebnis je Aktie von 0,54 EUR (Vorjahr: 1,01 EUR).

2.5 Finanzlage des Konzerns

Im Jahresverlauf 2015/2016 war die Liquidität zu jedem Zeitpunkt gesichert. Neben der Sicherung der Liquidität war die Optimierung der Finanzierungsstruktur ein im Geschäftsjahr 2015/2016 verfolgtes Ziel unseres Liquiditätsmanagements.

Im Zusammenhang mit dem Erwerb der Immobilien der Senioren-Wohnparks in Arnsberg, Büren und Kreuztal-Krombach wurden neue Darlehen zur Finanzierung aufgenommen. Die langfristigen Finanzschulden erhöhten sich dadurch von 43,2 Mio. EUR auf 50,6 Mio. EUR. Die kurzfristigen Schulden haben sich mit 7,9 Mio. EUR (Vorjahr: 7,6 Mio. EUR) nur leicht gegenüber dem Vorjahr erhöht. Gegenläufig wirkten sich die Dividendenzahlungen aus, so dass sich der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit von - 4,3 Mio. EUR auf -1,6 Mio. EUR erhöhte.

Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2015/2016 auf

- 16,8 Mio. EUR (Vorjahr: -6,7 Mio. EUR). Die Investitionen in das Sachanlagevermögen entfallen insbesondere auf den Erwerb der vormals angemieteten Immobilien (10,8 Mio. EUR) und mit 2,5 Mio. EUR auf den Erwerb der Wäscherei in Bernau.

Der Cash Flow der betrieblichen Tätigkeit entspricht mit 18,7 Mio. EUR im Wesentlichen dem Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (11,6 Mio. EUR) zuzüglich der Abschreibungen im Geschäftsjahr (EUR 7,7 Mio.). Die übrigen Effekte im Geschäftsjahr 2015/2016 (insbesondere Zufluss der Forderung gegenüber Äquatorialguinea, Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie nicht zahlungswirksame Veränderungen aus der Zuschreibung von Immobilien) gleichen sich weitgehend aus. Insgesamt liegt der Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit - trotz Rückgang des Betriebsergebnisses - in der Größenordnung des Vorjahres (EUR 19,3 Mio.).

Der positive Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit von 18,7 Mio. EUR und die positive Entwicklung des Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich (2015/2016: - 1,6 Mio. EUR, 2014/2015: -4,3 Mio. EUR) konnten die hohen Investitionen im Geschäftsjahr 2015/2016 sowie die Tilgungen von kurz- und langfristigen Finanzschulden vollumfänglich bedienen, so dass sich der Bestand an liquiden Mitteln im Vergleich zum Vorjahr leicht von 11,9 Mio. EUR auf 12,4 Mio. EUR erhöhte.

Die Liquidität 1. Grades gibt an, wie hoch der Anteil der liquiden Mittel an dem kurzfristigen Fremdkapital ist. Die Liquidität 2. Grades gibt an, wie hoch der Anteil der Forderungen und der liquiden Mittel an dem kurzfristigen Fremdkapital ist. Auch hier gibt es einen sehr positiven Trend zu verzeichnen.

30.06.2016 30.06.2015 Veränderung relativ
TEUR TEUR in %
Liquidität 1. Grades 36,5% 31,8% 14,9%
Liquidität 2. Grades 58,7% 53,1% 10,6%

Investitionen des Konzerns

Die Zugänge zum Anlagevermögen des MK-Kliniken Konzerns beliefen sich im Berichtsjahr auf 16,8 Mio. EUR gegenüber 8,8 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2014/2015. Von den Zugängen zum Anlagevermögen entfielen auf die immateriellen Vermögenswerte 0,6 Mio. EUR (Vorjahr: 2,0 Mio. EUR) und auf Sachanlagen 16,2 Mio. EUR. (Vorjahr: 6,8 Mio. EUR).

Die Zugänge zu den immateriellen Vermögenswerten betreffen im Wesentlichen Investitionen im Zusammenhang mit der Entwicklung der Unternehmenssteuerungssoftware für die betriebswirtschaftliche Betreuung der Pflegeeinrichtungen.

Die Zugänge zu den Sachanlagen entfallen mit 13,6 Mio. EUR auf Grundstücke und Gebäude inklusive der Anlagen im Bau, auf Betriebs- und Geschäftsausstattung inklusive Finanzierungsleasing (2,2 Mio. EUR) und auf technische Anlagen und Maschinen (0,4 Mio. EUR).

2.6 Vermögenslage des Konzerns

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 % auf 195,4 Mio. EUR (2014/2015: 193,0 Mio. EUR) erhöht.

Die langfristigen Aktiva mit 165,4 Mio. EUR sind gegenüber dem Vorjahr um 9,8 Mio. EUR gestiegen, während sich die kurzfristigen Vermögenswerte um 7,4 Mio. EUR auf 30,0 Mio. EUR verminderten.

Das Eigenkapital ist von 56,4 Mio. EUR auf 55,3 Mio. EUR gesunken. Diese Veränderung resultiert aus dem Konzernergebnis von 7,8 Mio. EUR abzüglich der Gewinnausschüttung in Höhe von 7,2 Mio. EUR sowie direkt im Eigenkapital erfassten Aufwendungen in Höhe von 1,8 Mio. EUR (insbesondere versicherungsmathematische Verluste und Verluste aus Währungsumrechnungen). Die Eigenkapitalquote hat sich im Vergleich zum 30. Juni 2015 leicht um 0,9 %-Punkte verringert und beträgt 28,3 % (Vorjahr: 29,2 %).

30.06.2016 30.06.2015 Veränderung relativ
TEUR TEUR in %
Immaterielle Vermögenswerte 34.197 35.123 -2,64%
Sachanlagen/als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 121.246 108.629 11,61%
Übrige langfristige Vermögenswerte 9.961 11.804 -15,61%
Langfristige Vermögenswerte 165.404 155.556 -6,33%
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.513 8.025 -6,38%
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 9.622 16.960 -43,27%
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 12.358 11.944 3,47%
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 500 500 0,00%
Kurzfristige Vermögenswerte 29.993 37.429 -19,87%
Summe Aktiva 195.397 192.985 1,25%
Eigenkapital 55.262 56.362 -1,95%
Langfristige Schulden 106.269 99.028 7,31%
Kurzfristige Schulden 33.866 37.595 -9,92%
Summe Passiva 195.397 192.985 1,25%
30.06.2016 30.06.2015 Veränderung relativ
TEUR TEUR in %
Eigenkapitalquote 28,3% 29,2% -3,1%
Eigenkapitalquote inkl. EK-Anteil der Investitionszuwendungen 43,4% 45,0% -3,6%
Eigenkapitalrendite 14,4% 25,7% -43,9%

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die immateriellen Vermögenswerte von 35,1 Mio. EUR auf 34,2 Mio. EUR reduziert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015/2016 wurde das Unternehmenssteuerungstool um weitere Funktionalitäten erweitert. Hierfür wurden weitere 0,3 Mio. EUR aktiviert. Insgesamt weist das gesamte Projekt damit nach Berücksichtigung der laufenden Abschreibung zum Stichtag einen Buchwert in Höhe von 3,6 Mio. EUR auf.

In den immateriellen Vermögenswerten werden im Wesentlichen Firmenwerte von 27,0 Mio. EUR (2014/2015: 27,1 Mio. EUR) ausgewiesen. Die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden Werthaltigkeitsprüfungen unterzogen. Basis für die Werthaltigkeitsprüfungen waren die jeweiligen Planungsrechnungen der Gesellschaften sowie die daraus abgeleiteten Barwerte der geplanten Cash Flows. Den Planungen liegen Annahmen zu Umsätzen und Ergebnissen zugrunde, die sich aus den Einschätzungen des Managements und aus den Strategien für die jeweiligen regionalen Märkte ergeben. Im Geschäftsjahr 2015/2016 wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf die Firmenwerte in Höhe von 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR) vorgenommen.

Die Sachanlagen liegen aufgrund der Zugänge von 16,2 Mio. EUR mit 121,2 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahr von 108,6 Mio. EUR. Im Geschäftsjahr 2015/2016 erfolgte gemäß IFRS 5 ein separater Bilanzausweis der Immobilie in Büren in Höhe des erwarteten Veräußerungserlöses in Höhe von 0,5 Mio. EUR.

Die Zugänge zu den Sachanlagen entfallen mit 13,5 Mio. EUR auf Grundstücke und Gebäude inklusive der Anlagen im Bau, davon entfallen 8,1 Mio. EUR auf den Erwerb des Grundstückes des Senioren-Wohnpark Büren, 2,2 Mio. EUR auf das Grundstück in Arnsberg, 0,5 Mio. EUR auf das Grundstück in Kreuztal-Krombach und 2,5 Mio. EUR auf die Wäscherei in Bernau. Weitere Aktivierungen entfallen auf die Betriebs- und Geschäftsausstattung (2,2 Mio. EUR) und technische Anlagen und Maschinen (0,4 Mio. EUR).

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 1,0 Mio. EUR auf das Sachanlagevermögen (2014/2015: 3,7 Mio. EUR) vorgenommen, die vollständig die Stillstandsimmobilie in Blankenburg betrafen.

Die in der Bilanz ausgewiesenen langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte verringerten sich um 1,0 Mio. EUR und betrugen zum Geschäftsjahresende 7,6 Mio. EUR.

Im Berichtsjahr wurde die Immobilie in Bad König aufgrund der Änderung des Nutzungskonzeptes von den Vorräten in die „Als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien" umgegliedert. Die Vorräte sanken daher von 2,9 Mio. EUR auf 1,3 Mio. EUR.

Im Wesentlichen werden Forderungen aus Finanzierungsleasingverträgen, bei denen der MK-Kliniken Konzern Leasinggeber ist, in Höhe von 4,0 Mio. EUR (2014/2015: 4,3 Mio. EUR) abgebildet. Darüber hinaus werden die Aktivwerte von Rückdeckungsversicherungen für Altersversorgungszusagen von 0,5 Mio. EUR (2014/2015: 0,5 Mio. EUR) sowie Ansparraten für ein langfristiges Mieterdarlehen von 2,6 Mio. EUR (2014/2015: 2,4 Mio. EUR) ausgewiesen.

Die langfristigen Ertragssteuererstattungsansprüche von 0,2 Mio. EUR (2014/2015: 0,3 Mio. EUR) betreffen das Körperschaftsteueranrechnungsguthaben gemäß § 37 KStG, das durch die Finanzverwaltung bis zum Jahr 2017 ausgezahlt wird.

Unter den aktiven latenten Steuern werden die Steuervorteile gezeigt, die sich im Wesentlichen aus der Nutzung von bestehenden Verlustvorträgen bei verschiedenen Tochtergesellschaften innerhalb der nächsten fünf Jahre voraussichtlich ergeben. Die aktiven latenten Steuern betragen zum Stichtag insgesamt 2,2 Mio. EUR (Vorjahr: 2,8 Mio. EUR). Der Rückgang der aktiven latenten Steuern resultiert vor allem aus der Nutzung der steuerlichen Verlustvorträge im Geschäftsjahr 2015/2016 durch Verrechnung mit den entsprechenden Gewinnen der Tochtergesellschaften.

Die kurzfristigen Vermögenswerte verminderten sich um 7,4 Mio. EUR auf 30,0 Mio. EUR. Im Vorjahr waren Forderungen in Höhe von 11,0 Mio. EUR aus dem gewonnenen Schiedsgerichtsverfahren der MK Schweiz ausgewiesen, die im Geschäftsjahr 2015/2016 vollständig ausgeglichen worden sind. Gegenläufig entwickelten sich die Steuererstattungsansprüche (Zugang um 2,6 Mio. EUR), die im Wesentlichen aus der Anrechnung bzw. Erstattung von Kapitalertragsteuern resultieren.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich um 0,5 Mio. EUR auf 7,5 Mio. EUR.

Unter Berücksichtigung des Eigenkapitalanteils von 84,175 % der abgegrenzten Investitionszuwendungen, die dem Konzern als verlorene Zuschüsse gewährt wurden, betrugen die Eigenmittel 84,8 Mio. EUR nach 86,9 Mio. EUR im Vorjahr, so dass sich danach eine wirtschaftliche Eigenmittelquote von 43,4 % (Vorjahr: 45,0 %) ergibt.

Der Anstieg der Pensionsverpflichtungen um 0,8 Mio. EUR auf 15,1 Mio. EUR resultiert im Wesentlichen aus der Senkung des Rechnungszinses auf 1,31 % (Vorjahr: 2,28 %).

Die passiven latenten Steuern von 5,4 Mio. EUR (Vorjahr: 5,2 Mio. EUR) resultieren insbesondere aus abweichenden steuerlichen und handelsrechtlichen Abschreibungsdauern beim Sachanlagevermögen (Gebäuden).

Die kurzfristigen Rückstellungen von 12,0 Mio. EUR liegen leicht oberhalb des Vorjahresniveaus von 11,6 Mio. EUR und entfallen insbesondere auf personalbezogene Rückstellungen in Höhe von 7,1 Mio. EUR (2014/2015: 7,1 Mio. EUR), ausstehende Rechnungen mit 2,2 Mio. EUR (2014/2015: 2,7 Mio. EUR), Rechts- und Beratungskosten, Aufsichtsratsvergütungen, Archivierungskosten sowie Prozesskosten mit insgesamt 2,0 Mio. EUR (2014/2015: 1,4 Mio. EUR).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen konnten im Berichtsjahr von 8,5 Mio. EUR auf 5,2 Mio. EUR reduziert werden.

Die laufenden Steuerverbindlichkeiten sind von 3,5 Mio. EUR auf 3,2 Mio. EUR gesunken.

3. Analyse des Geschäftsjahres 2015/2016 der MK-Kliniken AG Einzelabschluss - HGB

3.1 Ertragslage

Gewinn- und Verlustrechnung 01.07.2015 bis 30.06.2016 01.07.2014 bis 30.06.2015 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Umsatzerlöse 36.543 38.160 -1.617
Sonstige betriebliche Erträge 8.730 12.595 -3.865
Gesamtleistung 45.273 50.755 -5.482
Materialaufwand / Aufwand für bezogene Leistungen 20.168 20.296 -128
Personalaufwand 13.287 13.292 -5
Abschreibungen 4.071 3.647 424
Sonstige betriebliche Aufwendungen 18.307 18.091 216
Sonstige Steuern -129 88 -217
Beteiligungsergebnis 22.804 13.855 8.949
Finanzergebnis -954 -598 -356
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 11.419 8.598 2.821
Steuern vom Einkommen und Ertrag 491 477 14
Jahresüberschuss 10.928 8.121 2.807

Die Umsatzerlöse der MK-Kliniken AG sind im Wesentlichen aufgrund der Schließung der Betriebsstätte Waldkirch von 38,2 Mio. EUR auf 36,5 Mio. EUR gesunken. Die Umsatzerlöse ergeben sich aus der Vermietung von Pflegeimmobilien an verbundene Unternehmen mit 17,4 Mio. EUR (Vorjahr: 17,6 Mio. EUR), aus den Umsatzerlösen der drei direkt der Muttergesellschaft gehörenden Pflegeeinrichtungen mit 13,9 Mio. EUR (Vorjahr: 15,5 Mio. EUR) sowie aus der Erbringung von Dienstleistungen (Verwaltungskostenumlage) an verbundene Unternehmen in Höhe von 5,2 Mio. EUR (Vorjahr: 5,1 Mio. EUR) zusammen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich von 12,6 Mio. EUR auf 8,7 Mio. EUR verringert. Die Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen sind gegenüber dem Vorjahr um 7,5 Mio. EUR gesunken. Kompensierend wirkten sich die Zu-schreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 3,3 Mio. EUR aus. Diese resultieren im Wesentlichen aus der Zuschreibung des Beteiligungsansatzes an der Karlsruher-Sanatorium AG bis zur Höhe des Eigenkapitals dieser Gesellschaft. Die Erträge aus der Kostenweiterbelastungen an verbundene Unternehmen (2,5 Mio. EUR, Vorjahr: 2,4 Mio. EUR) liegen auf Vorjahresniveau.

Der Materialaufwand lag mit 20,2 Mio. EUR leicht unter dem Niveau des Vorjahres (20,3 Mio. EUR).

Die Mitarbeiteranzahl hat sich von 461 auf 426 gegenüber dem Vorjahr verringert. Der Rückgang resultiert aus der Schließung des Standortes Waldkirch im Geschäftsjahr 2014/2015. Gleichzeitig ist der Personalaufwand mit 13,3 Mio. EUR aufgrund des Anstiegs der Mitarbeiterzahlen in der Hauptverwaltung auf Vorjahresniveau geblieben.

Die Abschreibungen von 4,1 Mio. EUR (Vorjahr: 3,6 Mio. EUR) enthalten Abschreibungen auf das Anlagevermögen von 3,1 Mio. EUR (Vorjahr: 3,0 Mio. EUR) und Abschreibungen auf das Umlaufvermögen von 1,0 Mio. EUR (Vorjahr: 0,6 Mio. EUR).

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind mit 3,1 Mio. EUR nur leicht gegenüber dem Vorjahr gestiegen (Vorjahr: 3,0 Mio. EUR) und enthalten außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 1,1 Mio. EUR (Vorjahr: 1,4 Mio. EUR). Die außerplanmäßigen Abschreibungen entfallen fast vollständig auf die Stillstandsimmobilie in Blankenburg.

Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, die den üblichen Umfang übersteigen, wurden in Höhe von 1,0 Mio. EUR (Vorjahr: 0,6 Mio. EUR) vorgenommen. Dies betrifft die Einzelwertberichtigungen auf Forderungen der MK-Kliniken AG gegen die Tochtergesellschaften in Meerbusch (1,0 Mio. EUR). Die Abwertungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen wurden erforderlich, um im Wesentlichen den aufgelaufenen Verlusten dieser Gesellschaften Rechnung zu tragen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und sonstigen Steuern liegen mit 18,2 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres. Die Veränderung der sonstigen Steuern resultiert zum Großteil aus den Erträgen aufgrund der Umsatzsteuerkorrekturen im Rahmen der Betriebsprüfung für die Kalenderjahre 2008 bis 2011. Die wesentlichen Aufwandspositionen sind Aufwendungen aus Rechts- und Beratungskosten von 3,4 Mio. EUR (Vorjahr: 3,1 Mio. EUR), Verwaltungskosten von 3,6 Mio. EUR (Vorjahr: 3,4 Mio. EUR) sowie sonstige Aufwendungen aus Miete, Pacht und Leasing von 3,5 Mio. EUR (Vorjahr: 3,6 Mio. EUR).

Das Beteiligungsergebnis hat sich im Vorjahresvergleich um 8,9 Mio. EUR auf 22,8 Mio. EUR erhöht. Aus den im Geschäftsjahr 2015/2016 neu abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträgen konnten zusätzliche Erträge in Höhe von 2,3 Mio. EUR generiert werden. Weiterhin verminderten sich die Aufwendungen aus Verlustübernahmen gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Mio. EUR und die Abschreibungen auf Finanzanlagen von 2,5 Mio. EUR auf 0,1 Mio. EUR.

Das Finanzergebnis hat sich von -0,6 Mio. EUR auf -1,0 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr aufgrund geringer Zinserträge aus der Cash-Pool Verzinsung sowie aufgrund der Rückführung des an die MK Schweiz gewährten Darlehens vermindert.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr ergibt sich aufgrund der oben beschriebenen Einflüsse ein Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (inkl. sonstige Steuern) von 11,4 Mio. EUR (Vorjahr: 8,6 Mio. EUR).

Das Jahresergebnis der MK-Kliniken AG ist im Vergleich zum Vorjahr von 8,1 Mio. EUR um 2,8 Mio. EUR auf 10,9 Mio. EUR gestiegen.

3.2 Vermögens- und Finanzlage

Einen Überblick über die Vermögenslage der Gesellschaft gibt nachfolgende verkürzte Darstellung der Bilanz:

30.06.2016 30.06.2015 Veränderung Veränderung relativ
TEUR TEUR TEUR in %
Immaterielle Vermögensgegenstände 4.016 4.463 -447 -10,0%
Sachanlagen 24.258 25.893 -1.635 -6,3%
Finanzanlagen 80.067 74.602 5.465 7,3%
Anlagevermögen 108.341 104.958 3.383 3,2%
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 128 98 30 30,6%
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 442 935 -493 -52,7%
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 37.400 33.256 4.144 12,5%
Übriges kurzfristiges Vermögen 4.096 1.596 2.500 156,6%
Zahlungsmittel 4.873 4.540 333 7,3%
Umlaufvermögen 46.939 40.425 6.514 16,1%
Summe Aktiva 155.280 145.383 9.897 6,8%
Eigenkapital 52.909 49.214 3.695 7,5%
Sonderposten für Investitionszuschüsse 1.545 1.586 -41 -2,6%
0
Rückstellungen/pass. lat. Steuern 9.090 8.787 303 3,4%
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 14.351 14.209 142 1,0%
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.600 2.644 -1.044 -39,5%
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 74.549 66.390 8.159 12,3%
Übrige Verbindlichkeiten 1.236 2.553 -1.317 -51,6%
Verbindlichkeiten 91.736 85.796 5.940 6,9%
Summe Passiva 155.280 145.383 9.897 6,8%

Das Anlagevermögen der MK-Kliniken AG hat sich von 105,0 Mio. EUR im Vorjahr auf 108,3 Mio. EUR erhöht. Die Erhöhung steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Zuschreibung auf den Beteiligungsbuchwert der Karlsruher-Sanatorium AG.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich im Vorjahresvergleich um 4,1 Mio. EUR erhöht. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg im Bereich Lieferungen und Leistungen.

Das übrige kurzfristige Vermögen hat sich zum 30. Juni 2016 von 1,6 Mio. EUR auf 4,1 Mio. EUR erhöht und enthält als wesentlichen Posten Steuererstattungsansprüche von 3,3 Mio. EUR (Vorjahr: 0,8 Mio. EUR).

Die liquiden Mittel stiegen zum Stichtag leicht um 0,4 Mio. EUR auf 4,9 Mio. EUR (Vorjahr: 4,5 Mio. EUR).

Das Eigenkapital der MK-Kliniken AG hat sich von 49,2 Mio. EUR um den Jahresüberschuss von 10,9 Mio. EUR abzüglich der im November 2015 durchgeführten Gewinnausschüttung in Höhe von 7,2 Mio. EUR auf 52,9 Mio. EUR erhöht.

Die Rückstellungen (inkl. passive latente Steuern) sind im Vergleich zum Vorjahr nur leicht um 0,3 Mio. EUR auf 9,1 Mio. EUR gestiegen (Vorjahr: 8,8 Mio. EUR). Sie setzen sich im Wesentlichen aus Pensionsrückstellungen (0,4 Mio. EUR; Vorjahr: 0,4 Mio. EUR), Rückstellungen für laufende und latente Steuern (4,8 Mio. EUR; Vorjahr: 4,5 Mio. EUR) sowie aus sonstigen Rückstellungen (3,9 Mio. EUR; Vorjahr: 3,9 Mio. EUR) zusammen. Letztere betreffen unter anderem ausstehende Rechnungen (0,8 Mio. EUR; Vorjahr: 1,1 Mio. EUR), Personalkosten (0,8 Mio. EUR; Vorjahr: 0,9 Mio. EUR), Prozessrisiken (1,2 Mio. EUR; Vorjahr: 0,5 Mio. EUR) sowie Abschluss/ Steuerberatungs- und Prüfungskosten (0,3 Mio. EUR; Vorjahr: 0,3 Mio. EUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich aufgrund der Aufnahme weiterer Kredite, die durch Tilgungen kompensiert wurden, gegenüber dem Vorjahr nur leicht um 0,2 Mio. EUR auf 14,4 Mio. EUR erhöht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 8,2 Mio. EUR auf 74,5 Mio. EUR erhöht. Die Erhöhung entfällt im Wesentlichen auf Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pool, die von 34,5 Mio. EUR im Vorjahr auf 43,6 Mio. EUR gestiegen sind.

Darüber hinaus setzen sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus mittelfristigen Darlehensverbindlichkeiten von 24,1 Mio. EUR (Vorjahr: 24,1 Mio. EUR) sowie aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 6,8 Mio. EUR (Vorjahr: 7,9 Mio. EUR) zusammen.

Die übrigen Verbindlichkeiten betragen 1,2 Mio. EUR (Vorjahr: 2,6 Mio. EUR) und beinhalten im Wesentlichen Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 0,4 Mio. EUR (Vorjahr: 0,9 Mio. EUR).

Das Gesamtvermögen der MK-Kliniken AG beläuft sich auf 155,3 Mio. EUR (Vorjahr: 145,4 Mio. EUR) und ist zu 65,1 % (Vorjahr: 65,3 %) durch Fremdkapital finanziert.

4. Konzernsteuerung

4.1 Finanzielle Leistungsindikatoren

Als finanzielle Leistungsindikatoren hat der Vorstand für den Konzern die Kennzahlen Umsatz, EBIT und EBT definiert. Diese Leistungsindikatoren werden fortlaufend auf monatlicher Basis überwacht und gesteuert. Mit Nutzung unserer Steuerungssoftware „Beauty Contest" werden die Leistungsindikatoren dezentral überwacht. Zur Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren verweisen wir auf unsere Analyse zur Ertragslage.

4.2 Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Neben finanziellen Leistungsindikatoren steuert und überwacht der Vorstand durch nicht-finanzielle Leistungsindikatoren. Hierzu zählen im Wesentlichen die Auslastung (Geschäftsjahr 2015/2016: 91,5 %) der Einrichtungen und die Qualität der erbrachten Pflegeleistungen.

Die in unseren Einrichtungen durchschnittlich erreichte MDK-Note liegt bei 1,2 und damit im Branchendurchschnitt. Unter Berücksichtigung unserer hauseigenen strengen Qualitätsanforderungen konnten wir unsere Pflegequalität zum Vorjahr verbessern.

5. Mitarbeiter

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind der wesentliche Erfolgsfaktor des Konzerns. Sie stehen daher im Fokus der Strategie der MK-Kliniken. Der MK-Kliniken Konzern beschäftigte im Geschäftsjahr 2015/2016 durchschnittlich 4.925 Mitarbeiter (Vorjahr: 4.874 Mitarbeiter).

Als großer privater Pflegeheimbetreiber bietet die MK-Kliniken AG ihren Mitarbeitern bzw. Mitarbeiterinnen neben einem attraktiven und sicheren Arbeitsplatz im Wachstums- und Zukunftsmarkt Pflege eine Reihe von Zusatzleistungen an. Das Leistungsspektrum umfasst die Berücksichtigung individueller Arbeitszeitwünsche, finanzielle Unterstützung durch Übernahme von Kinderbetreuungskosten, finanzielle Unterstützung bei der Altersvorsorge, ein umfangreiches Angebot von Fort- und Weiterbildungen und interessante Karrieremöglichkeiten im Konzern.

Für das neue Geschäftsjahr 2016/2017 steht die Optimierung der leistungsorientierten Vergütung weiterhin im Fokus. Damit verbunden ist eine intensive Orientierung auf Ergebnis und Qualität.

Mitarbeiterbindung unter dem Motto „ein Job für's Leben" und work-life balance stehen für das kommende Geschäftsjahr 2016/2017 verstärkt im Zentrum der Aktivitäten. Dazu setzen wir auf die Förderung und Weiterqualifizierung von Mitarbeitern mit niedriger Einstiegsqualifikation, attraktive Arbeitsplätze im Anschluss an eine Ausbildung im Konzern, Trainee Angebote, transparente interne Entwicklungswege und Talentmanagement sowie ein nachhaltiges Angebot im Bereich Gesundheitsförderung.

Als Vorreiter in der Branche bieten die MK-Kliniken ihren Mitarbeitern sowohl Sicherheit für die Freizeitgestaltung als auch Flexibilität im Bereich Dienstplan an. Ein individuelles und vergütetes Rufbereitschaftssystem und die Möglichkeit zum Tausch von Diensten vom Tablet oder Smartphone aus sind ein Teil unserer Antworten auf den Wunsch vieler Pflegemitarbeiter nach mehr Planbarkeit und Zuverlässigkeit von Diensten.

Die Frauenquote auf Ebene der Geschäftsführung und der leitenden Angestellten beträgt im Geschäftsjahr 201 5/201 6 61,7 %.

6. Nachtragsbericht

Zum 30. Juni 2016 wurde Herr Dieter Wopen als Vorstand der MK-Kliniken AG abberufen. Zum neuen Vorstand der MK-Kliniken AG wurde Herr Markus Speckenbach zum 01. Juli 2016 berufen.

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2015/2016 sind ansonsten keine wesentlichen Ereignisse eingetreten, die das im vorliegenden Einzel- und Konzernabschluss vermittelte Bild der Lage des Mutterunternehmens und des Konzerns beeinflussen und wesentliche Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf der MK-Kliniken AG oder des Konzerns insgesamt haben können.

7. Chancen- und Risikobericht

7.1 Chancen

Für den MK-Kliniken Konzern besteht unverändert die Chance einer nachhaltigen Ergebnisverbesserung durch die Aufnahme weiterer Bewohner in unseren Einrichtungen und durch die Ausweitung unserer Betreuungsangebote. Diese Wachstumschancen werden durch Skalen- und Synergieeffekte ergänzt, die sich im Konzern durch eine steigende Auslastung und die Möglichkeit, Bedarfe zu bündeln, ergeben.

Am 1. Januar 2016 ist das zweite Pflegestärkungsgesetz (PSG II) in Kraft getreten. Die wesentlichste Änderung betrifft die Umstellung von drei Pflegestufen in fünf Pflegegrade und ein neues Begutachtungssystem zum 01.01.2017. Mit der Umstellung auf Pflegegrade werden zukünftig auch geistige und psychische Einschränkungen der Pflegebedürftigen stärker bei der Einstufung der Pflegegrade berücksichtigt. So werden bei der Umstellung Menschen mit geistigen Einschränkungen zum 01.01.2017 automatisch in den übernächsten Pflegegrad übergeleitetet. Im Ergebnis wird damit zukünftig insbesondere die Pflege von demenzerkrankten Menschen angemessener vergütet.

Insgesamt erwarten wir vor dem Hintergrund einer besseren Finanzierung der Pflege durch die Erhöhung der Beitrags zur Pflegeversicherung und der Umstellung von Pflegestufen in Pflegegrade ab 1. Januar 2017 für den Konzern zusätzliche Umsatzpotenziale.

Die Marseille-Kliniken AG, Zug, hat eine weitere Klage vor dem schweizerischen Schiedsgericht gegen die Regierung Äquatorialguinea eingereicht. Grundlage dieser Klage ist der bis einschließlich Januar 2015 laufende Managementvertrag für ein Krankenhaus in Äquatorialguinea, wobei sich dieser Vertrag, sofern er nicht fristgerecht gekündigt wird, um weitere fünf Jahre bis einschließlich Januar 2020 verlängert. Nach Auffassung der MK-Kliniken AG wurde dieser Vertrag bisher nicht gekündigt, so dass dieser auch über Januar 2015 hinaus besteht. Im ersten Schiedsgerichtsprozess, über den im Dezember 2014 entschieden worden ist, hatte die Marseille-Kliniken AG, Zug, zunächst nur den Vergütungsanspruch aus dem Managementvertrag abzüglich ersparter Aufwendungen in Höhe von 90 % für den Zeitraum bis einschließlich August 2012 eingeklagt. In dem Schiedsurteil hat das Gericht entschieden, dass der Gesellschaft die Vergütung aus dem Managementvertrag abzüglich ersparter Aufwendungen bis zum Ablauf der Vertragslaufzeit Anfang 2015 zusteht und der Gesellschaft die eingeklagten Forderungen (bis August 2012) zugesprochen. Infolge der ersten Entscheidung des Schiedsgerichts hat die Gesellschaft nunmehr ein weiteres Schiedsverfahren eingeleitet und beabsichtigt, auch die verbliebenen 10% der Managementvergütung für den Zeitraum bis einschließlich August 2012 und die Managementvergütung für den Zeitraum von September 2012 bis Juli 2016 (abzüglich ersparter Aufwendungen) geltend zu machen. Weiterhin wird die Feststellung begehrt, dass der MK-Kliniken AG weitere Vergütungsansprüche von August 2016 bis Januar 2020 gegen Äquatorialguinea zustehen.

Von den geltend gemachten Forderungen in Höhe von 53,9 Mio. EUR entfallen 1,6 Mio. EUR auf den bereits im ersten Schiedsgerichtsverfahren geltend gemachten Zeitraum bis einschließlich August 2012. 17,0 Mio. EUR entfallen auf die Laufzeit bis Januar 2015, der verbleibende Teil der Forderungen in Höhe von 35,3 Mio. EUR betrifft den Zeitraum Februar 2015 — Januar 2020 (Vertragsverlängerung aufgrund der nicht erfolgten Kündigung). Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ist davon auszugehen, dass im Geschäftsjahr 2016/2017 eine Entscheidung durch das schweizerische Schiedsgericht ergehen wird.

Aufgrund der aktuellen Marktsituation sowie der steigenden Immobiliennachfrage sieht der MK-Kliniken Konzern die Möglichkeit, die vorhandenen Stillstandsobjekte einer anderen und rentablen Nutzung zuzuführen und zukünftig auch hieraus positive Erträge zu erwirtschaften.

7.2 Risiken

Umfeld- und Branchenrisiken

Das wirtschaftliche Umfeld wird weiter durch eine fortschreitende Dynamisierung des Wettbewerbs, die Konsolidierung des gesamten Gesundheitsmarktes und steigende Qualitätsanforderungen der Bewohner und Patienten sowie des Gesetzgebers geprägt. Darüber hinaus bestehen bundesweit kurz- bis mittelfristige Überkapazitäten in der Branche, wodurch das Auslastungsrisiko steigt.

Das gesetzlich vorgeschriebene Vorhalten qualifizierter Mitarbeiter in den Einrichtungen kann zu einer zusätzlichen Erhöhung der Personalkosten führen, da qualifiziertes Pflegepersonal immer mehr zum Engpassfaktor wird. Personalmaßnahmen zwecks Bindung hochqualifizierter Mitarbeiter an die Gesellschaft werden vom Konzern durchgeführt. Die kontinuierliche Aus-, Weiter- und Fortbildung unserer Mitarbeiter erfolgt auch durch Umsetzung unserer Spezialkonzepte. Unsere Vergütungen sind überdurchschnittlich und wir bieten daneben zusätzliche Leistungsanreizsysteme.

Einen wesentlichen Teil ihrer Erträge erzielt die MK-Kliniken AG aus erbrachten Leistungen an Mitglieder der gesetzlichen Pflegeversicherungen. Die Preise für diese Leistungen bilden sich nicht am freien Markt, sondern werden gesetzlich geregelt und hängen somit in hohem Maße von der Finanzlage der Kostenträger (Pflegekassen, Sozialämter) ab.

Aus Gesetzesänderungen resultierende Preisreduzierungen können gegebenenfalls nicht oder nicht vollständig durch Mehrleistungen und Einsparungen kompensiert werden. Preiserhöhungen können auch erst nach längeren Zeiträumen erfolgen, so dass das Eintreten inflationsbedingter Realwertverluste möglich ist. Aus diesen Zusammenhängen könnten sich nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben.

Leistungswirtschaftliche Risiken des Konzerns

Risiken im Rahmen der Pflege-, Behandlungs- und Betreuungsqualität wird durch kontinuierliche Weiterentwicklung und Schulung der Mitarbeiter auf der Grundlage neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden begegnet. Die Durchführung von Angehörigenbefragungen und Prüfungen unseres Qualitätsmanagements in den jeweiligen Einrichtungen erlauben der Konzernleitung eine Beurteilung der tatsächlich erbrachten bzw. wahrgenommenen Qualität. Innerhalb des Risikomanagementsystems existieren konzernweite Qualitätsberichte, die auf internen Prüfverfahren - angelehnt an die Prüfungsrichtlinien des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) - sowie auf den Ergebnissen der Angehörigenbefragungen basieren. Das konzerninterne Beschwerdemanagementsystem und die Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Heimbeiräten der einzelnen Standorte bewirken einen permanenten Verbesserungsprozess durch Aufnahme von Kundenwünschen.

Strategische Risiken des Konzerns

Die strategischen Risiken der MK-Kliniken umfassen im Wesentlichen die Auslastung bzw. Kostensituation der einzelnen Senioreneinrichtungen und den Immobilienbestand des Konzerns. Vorstand, Aufsichtsrat und Management des Konzerns wirken durch kontinuierliche Abstimmungen und Anpassungen von Ausgestaltungen der Unternehmensstrategie diesen Risiken entgegen.

Die Managementebenen der MK-Kliniken AG wurden zur Optimierung der operativen Steuerung des Segments Pflege reorganisiert. Dabei wurden Regionen definiert, die jeweils von einem Regionalleiter geführt werden, und weitere Einrichtungen bestimmt, die direkt der Unternehmensführung zugeordnet wurden.

Aus dieser Umstrukturierung ergibt sich eine Stärkung von Entscheidungskompetenzen und Verantwortlichkeiten der Einrichtungen selbst.

Weiterhin ist der Vorstand bemüht, den Spezialisierungsgrad auf altersbedingte Krankheitsbilder in den einzelnen Einrichtungen auszubauen. Diese Spezialisierung dient dazu, der Nachfragesituation besser zu entsprechen und damit die Belegungen in den einzelnen Häusern zu erhöhen. Eine über alle Bestandshäuser durchgängig sehr hohe Auslastung bleibt dabei immer oberstes Ziel. Es besteht jedoch immer das Risiko, dass einige Standorte temporär niedriger als geplant belegt sind.

Eine im Branchenvergleich überdurchschnittlich gute Belegung im Pflegebereich bestimmt zwar weiterhin den Zielschwerpunkt, jedoch ist weiterhin ein straffes Kostenmanagement notwendig, um vorgenannten Umsatzrisiken zu begegnen und so die Profitabilität im Konzern dauerhaft zu sichern.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Das Konzernmanagement erstellt mindestens einmal jährlich einen Geschäftsplan. In diesen fließen die Ergebnisse der Steuerung und Bewertung des Unternehmensportfolios ein. Die zukünftige Entwicklung kann aus einer Vielzahl von Gründen von den getroffenen Annahmen abweichen. Es kann daher nicht garantiert werden, dass die MK-Kliniken AG und ihre Tochterunternehmen die für das Erreichen der finanziellen Ziele erforderlichen Umsätze erlösen.

Oberste Priorität der finanzwirtschaftlichen Betrachtung gilt der Sicherung der Liquidität. Auf Basis kontinuierlicher Überwachung wird die rollierende Liquiditätsplanung auf Tages-, Monats-, Quartals- und Jahresbasis abgeleitet. Der Vorstand erwartet auch im Geschäftsjahr 2016/2017 wie im abgelaufenen Geschäftsjahr einen positiven Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit.

Für eine ausgewogene Finanzierung des Konzerns ist die MK-Kliniken AG in Gesprächen mit verschiedenen Finanzinstituten über eine langfristige Finanzierung. Dieses ist ein kontinuierlicher Prozess, da der Konzern strategisch entschieden hat, die langfristige Finanzierung vorrangig mit mehreren kleineren lokalen Kreditinstituten durchzuführen, um weiterhin von großen Kreditinstituten unabhängig zu bleiben.

Die MK-Kliniken AG und ihre Tochtergesellschaften haben mit verschiedenen Investoren in den Jahren 2004 bis 2008 Rahmenvereinbarungen anlässlich des Verkaufs und der Rückmietung von Senioren-Wohnparks und Pflegeheimen (sog. „Sale-and-lease-back-Verträge") geschlossen. Die Objekte wurden von der Gesellschaft oder von ihren Tochtergesellschaften an Dritte verkauft und von diesen zurückgemietet. Die Rahmenvereinbarungen sehen hierbei ein per Vormerkung gesichertes Andienungs- bzw. Eintrittsrecht zugunsten der jeweiligen Gruppengesellschaft für den Fall vor, dass der jeweilige Eigentümer das Objekt verkaufen möchte. Am Ende der Mietzeit hat die Gesellschaft jeweils ein Ankaufsrecht. Die unter der jeweiligen Rahmenvereinbarung abgeschlossenen Kauf- und Mietverträge je verkauftem Grundstück bilden wie folgt eine rechtliche Einheit: Wird einer der beiden Verträge nicht wirksam, nicht durchgeführt oder rückabgewickelt, ist auch der andere Vertrag insgesamt nicht durchzuführen oder rückabzuwickeln. So begründet insbesondere der Verzug bei Mietzahlungen nicht nur die Möglichkeit der Kündigung des Mietvertrags, sondern auch des Rücktritts vom Kaufvertrag durch den jeweiligen Käufer und Vermieter des Grundstücks. Aus den jeweils zwischen 2004 bis 2008 abgeschlossenen Sale-and-lease-back-Verträgen ergeben sich daher neben Liquiditätsvorteilen ggf. auch Risiken aus Rückerstattungsansprüchen der jeweiligen Käufer gegen den MK-Kliniken Konzern.

Rechtliche Risiken

Risiken aus Änderungen der Gesetzgebung in den sozialen Sicherungssystemen können für den MK-Kliniken Konzern als eher geringfügig eingestuft werden. Es werden zwar immer wieder neue Anläufe unternommen, durch gesetzliche Regelungen das Gesundheits- und Pflegesystem finanziell zu stabilisieren, doch die wirtschaftlichen Auswirkungen von Gesetzesänderungen werden aufgrund der politischen und finanziellen Rahmenbedingungen als sehr begrenzt angesehen. Sollte der Gesetzgeber dennoch zukünftig bundesweite Rahmenbedingungen ändern, sind wir davon überzeugt, aufgrund unserer Ausrichtung auf den Kunden und die Wirtschaftlichkeit wie bisher unsere führende Position im Wettbewerb hatten zu können.

Zur Abdeckung von Risiken werden die Entscheidungen und die Gestaltung der Geschäftsprozesse generell auf eine umfassende rechtliche und steuerliche Beratung gestützt. Einzelne Gesellschaften des MK-Kliniken Konzerns führen Aktiv- und Passivprozesse an verschiedenen Gerichtsstandorten.

Für bestehende Prozessrisiken haben wir aus Sicht des Vorstands ausreichende Rückstellungen gebildet, so dass damit nach gegenwärtigem Kenntnisstand bestehende Risiken aus Prozessen zutreffend abgebildet sind.

Die Risiken haben sich im Vergleich zum Vorjahr nur unwesentlich hinsichtlich Wahrscheinlichkeit und Höhe verändert.

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus gegenüber Tochterunternehmen abgegebenen Patronatserklärungen wird von der MK-Kliniken AG als gering eingeschätzt.

Risiken aus landesgesetzlichen Neuregelungen

Im Zuge der Föderalismusreform 2007 ist der ordnungsrechtliche Teil der Heimgesetzgebung in die Zuständigkeit der Bundesländer übergegangen. In den Folgejahren haben die Bundesländer teilweise gesetzliche Neuregelungen zu den baulichen Voraussetzungen von Pflegeheimen erlassen, die über die (früheren) Regelungen des Bundeheimgesetzes bzw. der Heimmindestbauverordnung hinausgehen.

Im Hinblick auf die i. d. R. langfristig angemieteten Gebäude ist der Vermieter für die Fälle von umfangreicheren, in die Bausubstanz deutlich eingreifenden Maßnahmen verantwortlich. Die in den Mietverträgen enthaltenen Klauseln zugunsten des Vermieters, dass Kosten für die zum Betrieb der Einrichtung notwendigen Maßnahmen aufgrund sich ändernder gesetzlicher Regelungen die Mieterin zu vertreten hat, beziehen sich auf andere Fälle, wie z. B. Austausch der Gebäudefeuermeldeanlage aufgrund behördlicher Anordnungen. Die Verträge enthalten insofern eine Lücke. Gemäß den weitergehenden Vereinbarungen der salvatorischen Klausel sind die Parteien verpflichtet, sich auf eine die Lücke ausgleichende Regelung zu einigen, das Vertragssynallagma wiederherzustellen. Verschiedene Vermieter haben Verhandlungen abgelehnt, andere haben sich nicht dazu geäußert. Mit drei Vermietern steht das Unternehmen in konkreteren Verhandlungen.

Bei konzerneigenen Gebäuden gehen mögliche Umbaukosten aus der geänderten Heimgesetzgebung zulasten der einzelnen Betriebsstätten. Die eigene Gebäudesubstanz erlaubt in vielen Fällen Umgestaltungen, deren Kosten über einen mittelfristigen Zeitraum abgeschrieben werden können und daher verkraftbar erscheinen.

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die landesgesetzlichen Neuregelungen zur Heimgesetzgebung die Profitabilität einzelner Einrichtungen zukünftig negativ beeinflussen können.

Sonstige Risiken

Die Energieträger Strom, Gas und Öl sowie Wasser werden strikt verbrauchsorientiert eingesetzt. In den Wäschereien werden Spezialmaschinen und umweltschonende Waschmittel eingesetzt, die ebenso wie die bedarfsoptimierten Spülmaschinentaktun-gen in den Küchen den Einsatz von Ressourcen minimieren. Die Risiken durch weitere Preissteigerungen, beispielsweise im Energiesektor, werden hierdurch für den MK-Kliniken Konzern verringert.

7.3 Gesamtbetrachtung Risiko- und Chancensituation

Die Gesamtrisikosituation des Konzerns setzt sich aus den Einzelrisiken aller Risikokategorien und den rechtlichen Einheiten zusammen. Über die beschriebenen Risikoarten hinaus bestehen Risiken, die die Reputation des MK-Konzerns als Ganzes betreffen. Für ein Gesamtbild werden die beschriebenen Informationen über Risiken und Chancen aus den einzelnen Risikokategorien und rechtlichen Einheiten zusammengeführt. Die Gesamtsituation bezogen auf Risiken und Chancen des Konzerns ergibt sich aus den dargestellten Einzelrisiken und -chancen. Die Situation des MK-Konzerns hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Risiken, die allein oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten, sind hierbei aktuell nicht erkennbar.

Insgesamt überwiegen aus Sicht des Konzerns die Chancen, die das nachhaltige und stabile Geschäftsmodell bietet, die beschriebenen Risiken. Zudem bestehen erhebliche Chancen aus bisher noch nicht bilanzierten Forderungen aus einem Schiedsgerichtsverfahren. Der Konzern ist zuversichtlich, dass im Unternehmen auch zukünftig die sich ergebenden Chancen erkannt und genutzt werden und damit den bestehenden Risiken erfolgreich begegnet werden kann.

8. Prognosebericht

Aufgrund der demographischen Entwicklung ist der deutsche Pflegemarkt weitestgehend unabhängig von den allgemeinen konjunkturellen Rahmenbedingungen. Die alternde Gesellschaft in Deutschland, die medizinisch immer umfassender versorgt werden muss, sorgt in den stationären und ambulanten Versorgungsbereichen für eine langfristig steigende Nachfrage nach Pflegeleistungen. Der MK-Kliniken Konzern sieht langfristig sehr gute Chancen, vom steigenden Bedarf an Pflegeleistungen in den stationären und ambulanten Versorgungsbereichen zu profitieren. Einen strategischen Schwerpunkt bildet weiterhin die Optimierung unseres Kerngeschäftes Pflege, wobei wir von der Nutzung und der weiteren Optimierung unseres Steuerungstools Kostenreduzierungen in den administrativen Bereichen und positive Effekte aus dem internen und externen Benchmarking erwarten.

Die umgesetzte Konzernstrategie hat seit dem Geschäftsjahr 2010/2011 eine steigende Auslastungsquote bewirkt. Für das Geschäftsjahr 2016/2017 erwarten wir eine stabile bis leicht steigende Entwicklung der durchschnittlichen Auslastung. Aufgrund der bereits bestehenden hohen Auslastungsquote werden wir weiterhin den Fokus auf die Optimierung der Preisqualität (Mix der Pflegestufen bzw. -grade) richten. Insgesamt erwarten wir aus Erhöhungen der Pflegesätze und den Auswirkungen des Pflegestärkungsgesetz II eine Umsatzsteigerung in Höhe von ca. 3 % im Vergleich zum Vorjahr.

Unsere Zielsetzung auf Konzernebene ist es weiterhin, die im Wesentlichen gesetzes-bedingten Personalkostensteigerungen durch Pflegesatzerhöhungen zu kompensieren und über eine stabil hohe bis leicht steigende Auslastung sowie ein striktes Kostenmanagement ein positives bereinigtes Konzern-EBIT von rd. 15 - 16 Mio. EUR (aktuell 13,3 Mio. EUR) im Geschäftsjahr 2016/2017 zu erzielen. Beim Finanzergebnis erwarten wir ein gegenüber dem Vorjahr vergleichbares Ergebnis, da sich der Effekt aus dem gesunkenen Zinsniveau und die durch den Erwerb von drei Einrichtungen gestiegenen langfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenseitig neutralisieren, so dass wir ein bereinigtes EBT zwischen 13 - 14 Mio. EUR. (aktuell 11,3 Mio. EUR) erwarten.

Wie in vergangenen Geschäftsjahren könnte auch das Konzernergebnis 2016/2017 durch Einmal- oder Sondereffekte beeinflusst sein, die nicht Teil der Ergebnisprognose sein können. Dies betrifft insbesondere den Ausgang des Schiedsgerichtsverfahrens zwischen der Marseille-Kliniken AG, Zug, und Äquatorialguinea sowie mögliche Ergebnisbeiträge aus einer Veräußerung oder Umnutzung von Stillstandsimmobilien.

Auf Ebene des Einzelabschlusses der MK-Kliniken AG intensivieren wir weiterhin die Verbesserung der Geschäftsergebnisse der direkt der Muttergesellschaft gehörenden Pflegeeinrichtungen, so dass wir eine leichte Verbesserung gegenüber dem EBIT des Geschäftsjahres 2015/2016 erwarten. Im Geschäftsjahr 2016/2017 werden voraussichtlich weitere Ergebnisabführungsverträge mit Tochtergesellschaften geschlossen. Es wird dadurch mit einer Steigerung des Beteiligungsergebnisses um rd. 1 2 Mio. EUR gerechnet. Im Berichtsjahr war das Ergebnis durch Sonder- und Einmaleffekte wie die Auflösung von Einzelwertberichtungen sowie eine Ausschüttung aus der schweizerischen Tochtergesellschaft positiv beeinflusst. Diese Ergebnisbeiträge sind für das Geschäftsjahr 2016/2017 nicht zu erwarten. Für das Geschäftsjahr 2016/2017 erwarten wir daher im Einzelabschluss ein EBT, welches rd. 2 - 3 Mio. unterhalb des geplanten EBT des Konzern von 13 - 14 Mio. liegen wird. Der Unterschiedsbetrag resultiert im Wesentlichen aus den Ergebnissen von Tochtergesellschaften, die im Geschäftsjahr 2016/2017 nicht über Ergebnisabführungsverträge mit der MK-Kliniken AG verbunden sind.

9. Bericht des Vorstandes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Der Vorstand hat entsprechend § 312 AktG für das Geschäftsjahr 2015/2016 einen Bericht über Beziehungen zu allen verbundenen Unternehmen aufgestellt und gemäß § 313 AktG dem Abschlussprüfer zur Prüfung vorgelegt. Folgende Erklärung findet sich am Ende dieses Berichts wieder:

„Der Vorstand der MK-Kliniken AG, Berlin, erklärt, dass die MK-Kliniken AG bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die ihm im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden ist."

 

Berlin, den 14. September 2016

MK-Kliniken AG
Vorstand

Markus Speckenbach

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Zu dem als Anlagen 1 bis 4 beigefügten Jahresabschluss zum 30. Juni 2016 sowie zu dem mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015/2016 (Anlage 5) erteilen wir folgenden Bestätigungsvermerk:

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Enbeziehung der Buchführung und den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht der MK-Kliniken AG (vormals: Marseille-Kliniken Aktiengesellschaft), Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2015 bis zum 30. Juni 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung des Jahresabschlusses und des mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lageberichts nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des gesetzlichen Vertreters der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Enbeziehung der Buchführung und über den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und in dem mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Enschätzungen des gesetzlichen Vertreters sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Rnanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasste Lagebericht steht in Enklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Hamburg, 14. September 2016

Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Thomas Götze, Wirtschaftsprüfer

Andreas Fettke, Wirtschaftsprüfer