![]() M1 Kliniken AGBerlinKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Geschäftsbericht 2019Kennzahlen M1 Kliniken AGGesamtergebnisrechnung nach IFRS (in EUR)scroll
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Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,sehr geehrte Damen und Herren,der Zeitpunkt der Fertigstellung des Geschäftsberichtes 2019 erfolgt in einer für uns alle schwierigen Zeit. Die Coronavirus-Pandemie hat Deutschland - ja die ganze Welt - fest im Griff und wir mussten im Laufe des März 2020 sämtliche Klinik- und Praxisbetriebe vorläufig schließen! Dies ist sicher die schwierigste Zeit in der noch jungen Geschichte unseres Unternehmens, aber wir erleben auch einen äußerst starken Zusammenhalt in der gesamten Belegschaft unseres Unternehmens. Dies bringt uns zu der Überzeugung, dass die M1 künftig gestärkt und nochmals motivierter ihre Mission fortsetzen wird. Der Geschäftsbericht ist aber vor allem ein Haltepunkt, an dem der Blick zurück gerichtet wird, um über die Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres zu berichten. Und dieser Blick ist für die M1 sehr positiv! Mit der Leitidee "höchste Qualität zum besten Preis" ist M1 DIE Marke für Schönheitsmedizin in Deutschland. Gleichzeitig konnten wir wichtige Schritte in der Internationalisierung unseres Geschäftsmodells umsetzen, so dass unsere internationalen Aktivitäten mittelfristig zu einem weiteren Standbein der M1 heranwachsen werden. Den Umsatz hat die M1-Gruppe im Geschäftsjahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 18 % auf 77,2 Mio. EUR gesteigert, wobei unsere Umsätze im Bereich der Beautybehandlungen mit 35 % gegenüber dem Vorjahr deutlich stärker anstiegen. Trotz der Vorlaufkosten beim Aufbau neuer Standorte und die Aus- und Weiterbildung unserer inzwischen über 90 Ärzte in der "M1 Akademie" ist die M1-Gruppe auch 2019 profitabel gewachsen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) legte um nahezu 50 % auf 12,7 Mio. EUR zu, wozu auch ein starkes Finanzergebnis beitrug. Aber auch das operative Ergebnis (EBIT) legte um über 20 % auf 7,9 Mio. EUR zu - und damit leicht überproportional zum Umsatz. Diese Entwicklung bestätigt die Nachhaltigkeit unseres Geschäftsmodells. In den Jahren von 2015 bis 2018 haben wir im Schnitt sechs neue Zentren pro Jahr eröffnet. 2019 konnten wir diese Zahl verdoppeln und dabei auch die höhere Komplexität der Internationalisierung meistern können. Zum Jahresende 2019 waren wir damit an 36 Standorten vertreten. Unser erstes Fazit lautet: das Erfolgsmodell der M1 kann in jedem Beautymarkt funktionieren, da die Marktpreise unseres Erachtens in den meisten Ländern überhöht sind und damit viele interessierte Menschen vom Leistungsspektrum der Beautybehandlungen faktisch ausgeschlossen sind. Im Rahmen des kontinuierlichen Wachstumsprozesses haben wir gleichzeitig unser Geschäftsmodell weiter optimiert, um unsere Stärken und Marktexpertise noch besser umzusetzen. So haben wir zum Jahreswechsel beschlossen, die Dentalbehandlungen auf eine kleinere Anzahl von Standorten zu fokussieren. Freiwerdende Flächen werden künftig für die anderen Beautybehandlungen genutzt. Liebe Aktionärinnen und Aktionäre der M1, Sie können sehen, dass die Grundlagen für das weitere Wachstum der M1 gelegt sind. Wir sehen sehr positiv in die Zukunft. Auch wenn wir derzeit herausfordernde Zeiten durchlaufen, die von uns allen besondere und noch nie beschrittene Wege erfordern, so sind wir doch der festen Überzeugung, dass die Geschichte der M1 noch lange fortzusetzen ist. Denn eins ist sicher: "Schönheit muss nicht teuer sein." Zum Schluss - aber nicht als Letztes - möchten wir natürlich unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die hervorragenden Leistungen im abgelaufenen Geschäftsjahr danken. Ohne ihr tagtägliches leidenschaftliches Engagement ist die Erfolgsgeschichte der M1 nicht denkbar. Gerade in den derzeit sehr schwierigen Zeiten sehen wir das besondere Committment und die Loyalität unserer Mitarbeiter, die einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren für unsere weitere Entwicklung sind. Ihnen gilt erneut unser ganz persönlicher Dank.
Ihr Patrick Brenske, Vorstand Dr. Walter von Horstig, Vorstand Bericht des AufsichtsratesÜberwachung und Zusammenarbeit mit dem VorstandDer Aufsichtsrat der M1 Kliniken AG nahm im Geschäftsjahr 2019 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahr. Der Vorstand wurde bei seiner Tätigkeit vom Aufsichtsrat beraten. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, unmittelbar und frühzeitig einbezogen. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig mündlich, telefonisch und schriftlich, zeitnah und umfassend, über den Geschäftsverlauf, die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft und des Konzerns, wesentliche Geschäftsvorfälle, die Unternehmensplanung inklusive Fragen der Geschäftspolitik und zum Risikomanagement, die Kosten- und Ertragsentwicklung, die Liquidität sowie die Investitionsmaßnahmen. Der Aufsichtsrat konnte sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugen. Themenbezogene Ausschüsse innerhalb des Aufsichtsrates wurden nicht gebildet. Sitzungen, Beratungen und BeschlussfassungenDer Aufsichtsrat hielt im Geschäftsjahr 2019 sieben ordentliche Sitzungen ab, zwei im ersten Halbjahr (26.02. / 25.06.) und fünf im zweiten Halbjahr (09.07. / 22.08. / 23.08. / 10.10. / 17.12.). Alle Sitzungen waren beschlussfähig. Folgende Themen standen in den Sitzungen unter anderem im Mittelpunkt:
VeröffentlichungZwischen dem Aufsichtsrat und dem Vorstand fanden weitere informelle Treffen bzw. Telefonkonferenzen statt, die zum Anlass genommen wurden, um neue geschäftspolitische Entwicklungen zu diskutieren. JahresabschlussDer Aufsichtsrat überzeugte sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss, der Konzernabschluss sowie der Konzernlagebericht der M1 Kliniken AG für das Geschäftsjahr zum 31.12.2019 sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem durch die Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählten Wirtschaftsprüfer, Harry Haseloff, Berlin, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der aufgestellte Jahresabschluss, der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der M1 Kliniken AG wurden jedem Aufsichtsratsmitglied rechtzeitig vor der Bilanzsitzung ausgehändigt. In der Bilanzsitzung am 21.04.2020 berichtete der Abschlussprüfer über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand für Fragen der Aufsichtsratsmitglieder zur Verfügung. Wir haben den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss unsererseits geprüft. Wir haben in der Aufsichtsratssitzung vom 21.04.2020 den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss aufgrund eigener Prüfung gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. AbhängigkeitsberichtDie M1 Kliniken AG erstellte für ihr am 31.12.2019 beendetes Geschäftsjahr einen Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG. Der Abhängigkeitsbericht wurde von dem durch die Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählten Wirtschaftsprüfer, Harry Haseloff, Berlin, gemäß § 313 Abs. 1 AktG geprüft. Über das Ergebnis der Prüfung hat der Wirtschaftsprüfer einen gesonderten schriftlichen Bericht erstattet. Da Einwendungen gegen den Bericht des Vorstands nicht zu erheben waren, wurde mit Datum vom 07.04.2020 gemäß § 313 Abs. 3 AktG der Bestätigungsvermerk erteilt. In der Bilanzsitzung am 21.04.2020 berichtete der Abschlussprüfer über die Ergebnisse seiner Prüfung und bestätigte, dass die tatsächlichen Angaben des Abhängigkeitsberichtes richtig sind, bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind und bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen. Der Abhängigkeitsbericht wurde dem Aufsichtsrat gemäß § 314 AktG rechtzeitig vor der Bilanzsitzung zur Prüfung vorgelegt. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 21.04.2020 den Abhängigkeitsbericht umfassend auf Vollständigkeit und Richtigkeit geprüft. Der Aufsichtsrat hat im Ergebnis festgestellt, dass Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nicht zu erheben sind und den Abhängigkeitsbericht gebilligt. Besetzung des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat setzte sich in der Zeit vom 01.01.2019 bis 31.12.2019 aus den Aufsichtsratsmitgliedern Dr. Albert Wahl (Vorsitzender), Herr Uwe Zimdars (stellvertretender Vorsitzender) und Prof. Dr. Dr. Sabine Meck (Mitglied) zusammen. SonstigesDer Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern für die hervorragenden Leistungen im weiteren Ausbau der Unternehmensgruppe. Der Aufsichtsrat freut sich auf die Fortsetzung der erfolgreichen Zusammenarbeit.
Berlin, den 21. April 2020 Dr. Albert Wahl, Vorsitzender des Aufsichtsrates Konzernlageberichtder M1 Kliniken AG1 Unternehmensprofil / Grundlagen des KonzernsSpitzenmedizin durch Spezialisierung. Das ist unsere Leitidee. Mit ihr haben wir uns in wenigen Jahren zum führenden Anbieter von Gesundheitsdienstleistungen im Bereich der Schönheitsmedizin entwickelt. Das Geschäftsmodell der M1 Kliniken AG basiert auf zwei Betätigungsfeldern ("Segmenten"):
Eigene Forschungsaktivitäten werden nicht betrieben. Hingegen betätigt sich die Gruppe im Bereich der Entwicklung von Behandlungsprodukten, um langfristig die Wertschöpfungskette bei der Durchführung medizinisch-ästhetischer Behandlungen umfassend mit Produkten und Leistungen bedienen zu können. 2 Organisation und GeschäftsfelderIm Unternehmenssegment "Beauty" führt die M1 neben einer Privatklinik für plastische und ästhetische Chirurgie (Schlossklinik in Berlin - Köpenick) medizinische Fachzentren für ästhetische und plastische Medizin an Standorten in ganz Deutschland und - seit 2018 mit einer steigenden Anzahl - auch im Ausland sowie die Produktversorgung dieser Fachzentren. Zum Jahresende 2019 wuchs das Netzwerk von 24 (Ende 2018) auf 36 Fachzentren, wovon 27 in Deutschland lagen. In diesen Fachzentren wird durch die dort tätigen Ärzte ein fokussiertes Spektrum an schönheitsmedizinischen Behandlungen in höchster Qualität und zu fairen Preisen abgedeckt. Die Anzahl der Kunden, die dieses attraktive Dienstleistungsangebot schätzen, steigt stetig. So wurden alleine in 2019 in den von M1 unterhaltenen Fachzentren über 240.000 medizinische Behandlungen durchgeführt -eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um knapp 30 %. Im Zusammenhang mit den ästhetisch-medizinischen Behandlungen gewinnen wir beständig umfangreiche Produkterfahrungen. Im Unternehmenssegment "Handel" nutzen wir diese Produkterfahrungen für Produktauswahl und Produktentwicklung. Als innovatives Health-Care Unternehmen sind wir auf die Vermarktung pharmazeutischer, medizinischer und medizintechnischer Produkte für die ästhetische Medizin, plastische Chirurgie und kosmetische Dermatologie spezialisiert. Im Mittelpunkt der Unternehmensstrategie steht die Vermarktung von Markenprodukten an Ärzte, Apotheken und Großhändler. Auf dieser Grundlage erfolgte 2018 die Markteinführung einer Serie von Kosmetikprodukten unter dem Markennamen "M1 Select". Die Produktreihe soll in den kommenden Jahren ausgebaut werden. 3 Wirtschaftsbericht3.1 Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen3.1.1 Wirtschaftliche RahmenbedingungenKernmarkt der Geschäftsaktivitäten war im abgelaufenen Geschäftsjahr Deutschland, wenn auch seit dem 2. Halbjahr 2019 die Eröffnung von Auslandsstandorten deutlich Fahrt aufgenommen hat. Das inländische Wirtschaftswachstum zeigte sich im Jahr 2019 schwach und mit nachlassender Dynamik aufgrund weiter ansteigender Risiken und protektionistischer Handelshemmnisse. Nach einem preisbereinigten Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 1,5 % im Jahr 2018 stieg das BIP in 2019 preisbereinigt lediglich um 0,6 Prozentpunkte. Der private Konsum sowie Bau- und Unternehmensinvestitionen waren für das Wachstum ausschlaggebend, aber auch die staatlichen Konsumausgaben trugen dazu bei. Die Importe stiegen mit 1,9 % stärker als die Exporte (+ 0,9 %), die sich nicht mehr so stark wie in der Vergangenheit erhöhten. Grund hierfür waren nicht zuletzt die verschiedenen Handelskonflikte sowie Probleme in der Autoindustrie. Ausblick:Verschiedene Wirtschaftsforschungsinstitute erwarteten ursprünglich für das Jahr 2020 eine leichte Verbesserung des Wachstums der deutschen Wirtschaft. Die Bundesregierung ging zuletzt von einer realen Wachstumsrate von ca. + 1,1 % aus. Durch die massiven Verwerfungen auf allen Märkten durch die Corona-Pandemie seit März 2020 wurden diese Prognosen aber vollständig überholt. Eine verlässliche Prognose über die tatsächliche Entwicklung der deutschen und internationalen Volkswirtschaften ist dabei kaum abzugeben und wird maßgeblich von der Dauer der Pandemiebedingten Einschränkungen des öffentlichen Lebens abhängen. 3.1.2 Branchenbezogene RahmenbedingungenDer Schönheitsmarkt blieb auch im Jahr 2019 ein Wachstumsmarkt. Immer mehr Menschen entscheiden sich aus unterschiedlichsten Gründen für einen Schönheitseingriff. So stieg die Anzahl an ästhetisch-plastischen Eingriffe durch qualifizierte Fachärzte weiter an und bestätigte den seit einigen Jahren bestehenden Trend. Die häufigsten Schönheitsoperationen * weltweit 2018Auf Grundlage der Daten der ISAPS Dabei stagnierte im Jahr 2018 zwar die Anzahl der weltweit durchgeführten chirurgischen Eingriffe auf hohem Niveau bei 10,6 Mio. Eingriffen. Die Anzahl der minimalinvasiven, nicht-chirurgischen Behandlungen stieg hingegen deutlich um über 10 % auf über 12,7 Mio. Behandlungen an. Anzahl der Unterspritzungen weltweit im Vergleich zum VorjahrDie häufigsten Schönheitsoperationen * in Deutschland 2018Auch in Deutschland setzte sich der Trend steigender Zahlen medizinischer Schönheitsbehandlungen 2018 weiter fort, wobei gerade der Bereich der nicht-chirurgischen Anwendungen deutlich wuchs. So weist die ISAPS für Deutschland ein Wachstum der durch Fachärzte durchgeführten Behandlungen von mehr als 20 % auf über 500 Tsd. Behandlungen aus. Das tatsächliche Marktvolumen dürfte noch deutlich größer sein, ist jedoch durch Markterhebungen nicht näher abgedeckt. Im Bereich der Unterspritzungsbehandlungen holt Deutschland gegenüber den anderen Ländern langsam auf. Lag der deutsche Markt 2017 mit 364 Tsd. durch die ISAPS gezählten Unterspritzungsbehandlungen noch weltweit auf Platz 5 der Rangfolge, so kletterte Deutschland 2018 mit insgesamt 497 Tsd. Behandlungen bereits auf Platz 3. 3.2 GeschäftsverlaufDie M1-Gruppe ist im wachsenden Markt der ästhetischen Medizin und plastischen Chirurgie tätig. Beide Unternehmenssegmente ("Beauty" und "Handel") profitieren integriert von dieser Entwicklung, da das Marktwachstum für medizinisch-ästhetische Behandlungen automatisch ein analoges Wachstum des Produktmarktes nach sich zieht, was wiederum die Nachfrage im Bereich der Handelsaktivitäten steigert. Der Umsatz stieg im Jahr 2019 auf 77,2 Mio. EUR (Vorjahr: 65,2 Mio. EUR). Das Umsatzwachstum betrug gut 18 %. Der Umsatz wurde vor allem vom Wachstum im medizinischen Dienstleistungsbereich getragen (Segment "Beauty"). Der Jahresüberschuss im Jahr 2019 betrug 9,7 Mio. EUR (Vorjahr: 6,6 Mio. EUR), was einem Anstieg von gut 47 % entspricht. Der überproportionale Anstieg ist u.a. durch ein starkes Finanzergebnis getrieben. Aufgrund einer relativen Zunahme des Dienstleistungsbereichs ("Beauty") der M1 steigerte sich zudem die durchschnittliche Rohmarge im Jahr 2019 auf 41 % (Vorjahr: 35 %). Trotz erheblicher "Investitionen" (hier v.a. Aufwendungen für die Etablierung des Markenauftritts sowie der Marktbekanntheit) sowie die simultanen Expansionsinvestitionen in mehreren europäischen Ländern wuchs die EBIT-Marge der M1-Gruppe auf knapp 10,3 % (Vorjahr: 9,9 %). Die M1-Gruppe und alle Mitarbeiter orientieren sich in der täglichen Arbeit in erster Linie an den Bedürfnissen der Kunden. Service, Qualität und Verlässlichkeit sind wesentliche Inhalte unserer Kundenorientierung und gleichzeitig Treiber des weiteren Wachstums. Diese Zielausrichtung begleitet die Unternehmensgruppe seit Anbeginn und wird auch für die kommenden Jahre Leitbild unseres Handels sein. Hierbei wollen wir auch weiterhin wachsen und unseren Umsatz im Jahresvergleich im zweistelligen Prozentbereich steigern. Auch der Ertrag soll in den kommenden Jahren weiterwachsen, wobei dieses Wachstums - aufgrund der absehbaren Investitionen in Wachstum und Qualität - unterproportional zum Umsatz verlaufen könnte. 3.3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage3.3.1 Ertragslage des M1-Konzerns (IFRS)Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor geprägt vom Wachstum unseres operativen Geschäfts. Die Umsätze der M1-Gruppe sind im Wesentlichen im Bereich der ästhetischen Medizin getätigt worden. Im Segment "Beauty" stieg der Umsatz von 29,8 Mio. EUR (2018) auf nunmehr 40,1 Mio. EUR in 2019 - ein Wachstum um nahezu 35 % gegenüber dem Vorjahr. Deutlich schwächer wuchs der Umsatz im Segment "Handel", der von 35,4 Mio. EUR (2018) auf 37,1 Mio. EUR in 2019 wuchs. Diese Entwicklung entsprach der Erwartung der M1 und wird sich mutmaßlich in den kommenden Jahren so fortsetzen. Der Materialaufwand im Verhältnis zum Umsatz sank in 2019 auf 59 % (Vorjahr: 65 %). Dies ist vor allem durch die relative Entwicklung der beiden Geschäftssegmente zueinander begründet. Die Personalkosten stiegen um knapp 34 % von 9,4 Mio. EUR (2018) auf 12,6 Mio. EUR und damit überproportional zum Umsatz, was durch den größeren Anteil des Dienstleistungsgeschäftes der M1-Gruppe begründet ist. Damit stieg die Personalkostenquote im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 16,3 % (Vorjahr: 14,5 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 20 % von 6,5 Mio. EUR (2018) auf 7,9 Mio. EUR, so dass die Kostenquote von 10,0 % auf 10,2 % stieg. Wesentliche Kostenpositionen hierin sind die Werbe- und Reisekosten, die von 1,7 Mio. EUR (2018) auf 4,2 Mio. EUR anwuchsen, und die Fremdleistungskosten, die von 0,6 Mio. EUR auf 2,1 Mio. EUR stiegen. Hierzu gehören u.a. Einmalkosten im Rahmen der Expansion sowie gestiegene Aufwendungen für die Nutzung von Belegkliniken. Die Raumkosten sanken aufgrund IFRS 16 von 2,5 Mio. EUR auf 1,3 Mio. EUR. Das Finanzergebnis entwickelte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr besonders erfreulich und lag mit 4,8 Mio. EUR nahezu drei Mal so hoch wie im Vorjahr (1,6 Mio. EUR). Maßgeblicher Treiber waren Zuschreibungen auf Finanzanlagen, welche die M1-Gruppe im Rahmen der Anlage der Liquidität erzielen konnte. Der Jahresüberschuss der M1-Gruppe stieg von 6,6 Mio. EUR (2018) auf 9,7 Mio. EUR (2019). 3.3.2 Finanzlage des M1-Konzerns (IFRS)Mit einem Bestand an liquiden Mitteln in Höhe von 9,1 Mio. EUR (Vorjahr: 25,4 Mio. EUR) sowie sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten von 23,4 Mio. EUR (Vorjahr: 0,7 Mio. EUR) zum Jahresende ist die Finanzlage als sehr stabil zu bezeichnen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Kapitalstruktur ist gut. Das Eigenkapital stieg von 63,7 Mio. EUR auf 68,2 Mio. EUR in 2019. Die Eigenkapitalquote sank deutlich auf 73,5 % (Vorjahr: 91,6 %), was vor allem durch die Bilanzverlängerung aufgrund der Regelungen der IFRS 16 begründet ist. Bankverbindlichkeiten spielen für die M1 eine untergeordnete Rolle. Diese betrugen zum Jahresende 2019 nur noch 0,1 Mio. EUR nach 0,15 Mio. EUR zum Ende 2018. Langfristige Vermögenswerte sind zu 204 % durch Eigenkapital gedeckt (Vorjahr: 256 %). Die deutliche Reduzierung dieser Quote ist ebenso durch die Bilanzverlängerung gemäß IFRS 16 begründet. Die Liquiditätslage ist mit 9,1 Mio. EUR (Vorjahr: 25,4 Mio. EUR) als weiterhin gut zu bewerten. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Teile der Liquidität in Jiquiditätsnahen' finanziellen Vermögenswerten angelegt wurden, um auch möglichen Verwahrentgelten von Banken zu entgehen. Der Kapitalfluss führte zu einer Liquiditätsminderung von 16,3 Mio. EUR (Vorjahr: + 10,7 Mio. EUR). Investitionen plant die M1 - Gruppe vor allem im Rahmen des weiteren Ausbaus der betriebenen Infrastrukturen von Kliniken und Fachzentren sowie bei der Anschaffung von Behandlungsinstrumenten. Diese Investitionen werden im Jahr 2020 im niedrigen einstelligen Millionenbereich liegen, und sollen selektiv über Fremdmittel (v.a. Leasing) finanziert werden. 3.3.3 Vermögenslage des M1-Konzerns (IFRS)Die Vermögenslage des M1-Konzerns ist gut. Die kurzfristigen Vermögenswerte sind von 44,6 Mio. EUR in 2018 auf 59,3 Mio. Euro in 2019 gestiegen. Diese beinhalten vor allem Kassen- und Bankbestände (9,1 Mio. Euro; Vorjahr: 25,4 Mio. EUR), Forderungen aus Lieferung und Leistung (22,2 Mio. EUR; Vorjahr: 16,7 Mio. EUR) sowie sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte (23,4 Mio. EUR; Vorjahr: 0,7 Mio. EUR). Die Vorräte liegen im Vergleich zum Vorjahr nur leicht erhöht bei 1,5 Mio. EUR (Vorjahr: 1,4 Mio. EUR). Die langfristigen Vermögenswerte betrugen 33,5 Mio. EUR (Vorjahr: 24,9 Mio. EUR). Diese beinhalten vor allem die durch die Anwendung der Regelungen der IFRS 16 von 5,5 Mio. EUR (2018) auf 16,0 Mio. EUR gestiegenen Sachanlagen (inkl. Nutzungsrechte) sowie von 11,1 Mio. EUR (2018) auf nunmehr 9,0 Mio. EUR gesunkene langfristige finanzielle Vermögenswerte. Die wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden. 3.4 Finanzielle Leistungsindikatoren des M1-Konzerns (IFRS)Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahl Umsatz und EBT (Ergebnis vor Steuern) heran. Der Umsatz stieg im Berichtsjahr auf 77,2 Mio. EUR (Vorjahr: 65,2 Mio. EUR) und damit um gut 18 %. Das EBT beträgt 12,7 Mio. EUR (Vorjahr: 8,1 Mio. EUR), das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) beträgt 11,3 Mio. EUR (Vorjahr: 7,2 Mio. EUR). Der M1-Konzern arbeitet insgesamt profitabel und die wirtschaftliche Lage kann als gut bezeichnet werden. 3.5 Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren des M1-Konzerns (IFRS)Im Bereich der nicht-finanziellen Leistungsindikatoren beobachtet die M1-Gruppe maßgeblich die Kunden-Bewertungen zu den in der Klinik sowie im Netzwerk der Fachzentren durchgeführten medizinisch-ästhetischen Behandlungen. Ziel ist es, z.B. den Umfang der positiven Kunden-Bewertungen laufend zu steigern, was letztlich die Stärke der dem Marktauftritt zugrundeliegenden Marken (z.B. "M1 Med Beauty") positiv beeinflusst. Die Imageentwicklung der Marken wird laufend kontrolliert und negative Bewertungen in der Kundenbetreuung umgehend behandelt. 4 Ergebnisse nach dem BilanzstichtagDer Beginn des Jahres 2020 war in herausragender Weise von der weltweiten Verbreitung der Corona-Pandemie geprägt. Ging man zunächst davon aus, dass das Pandemiegeschehen auf den asiatischen Kontinent beschränkt bleiben würde, ergab sich ab Februar 2020 (zunächst in Italien und dann auch im gesamten Europa) ein sprunghafter Anstieg der Erkrankungsfälle. Dies führte ab Mitte März 2020 zu einer weitgehenden Stilllegung (teilweise mit Ausgangssperren) des öffentlichen Lebens in vielen europäischen Ländern. Auch in Deutschland wurde durch die Schließung der Schulen und Betreuungseinrichtungen sowie die Schließung vieler Ladengeschäfte eine Ausdünnung der Kontaktintensität im täglichen Leben durch politische Entscheidungen forciert. Der M1-Konzern war hierdurch ebenso betroffen, da ab dem 21.03.2020 sämtliche Praxisbetriebe für zunächst drei Wochen geschlossen werden mussten. Ebenso gingen die Handelsaktivitäten unmittelbar deutlich zurück. 5 PrognoseberichtWir beurteilen die mittelfristige Entwicklung des M1-Konzerns weiterhin positiv und gehen in den kommenden Jahren von einer nachhaltigen Fortsetzung des deutlichen Wachstumskurses aus. Für das Jahr 2020 haben sich die Voraussetzungen der geschäftlichen Entwicklung jedoch deutlich eingetrübt, da mit der Schließung der Klinik- und Praxisbetriebe ab 21.03.2020 der maßgebliche Umsatz- und Ertrags'motor' der Gesellschaft zum Stillstand gekommen ist. Teile der Fixkosten konnten durch eine Einstellung der Aktivitäten (z.B. Marketing) unmittelbar reduziert werden. Für andere Kostenpositionen (v.a. Personalkosten) werden die Möglichkeiten von Kurzarbeitergeld genutzt werden. Mit jeder Woche der Schließung der Klinik- und Praxisbetriebe ist ein Umsatzanteil von ca. 2 % des Jahresumsatzes betroffen. Lag die Prognose der Umsatzsteigerung für den M1-Konzern für das Jahr 2020 vor Eintritt der Corona-Pandemie noch bei ca. 20 % gegenüber dem Vorjahr, so ist diese Prognose nun deutlich zurück zu nehmen, da alleine die initial beschlossene Schließungsperiode von drei Wochen einen Umsatzverlust von 6% des Ziel-Jahresumsatzes ausmacht und spätere Aufholeffekte aufgrund hoher Auslastungsraten nur schwer erzielbar sind. Ebenso ist ein Aufholen der nicht getätigten Handelsumsätze eher unwahrscheinlich. Vor diesem Hintergrund geht die Gesellschaft von einem im Vorjahresvergleich stagnierenden oder nur im einstelligen Prozentsatz wachsenden Umsatz in 2020 aus. Nach einer ,Normalisierung' der Lage (was zeitlich nur schwer einschätzbar ist) geht die Gesellschaft von weiteren Praxiseröffnungen aus. Zudem sollen die bestehenden Standorte nach und nach in ihrem Leistungsspektrum auf die Durchführung von Laserbehandlungen ausgebaut werden. Schließlich wird sich im Gleichschritt mit der Wiederbelebung des Ästhetik-Marktes auch der Bereich des Produktehandels wieder normalisieren. Im Bereich der chirurgischen Eingriffe soll die Akquisition von Belegkapazitäten künftig weiter forciert werden, um vermehrt OP-Angebote auch in der Nähe des Wohnortes der Patienten zu ermöglichen. Auf Grundlage der langfristigen Wachstumsstrategie des Unternehmens planen wir eine Fortsetzung des Umsatzwachstums auch in den kommenden Jahren. Der EBT soll auch in den kommenden Jahren weiter ansteigen. 6 Chancen- und Risikobericht6.1 RisikomanagementsystemDer M1-Konzern nutzt ein Risikomanagementsystem zur systematischen Identifizierung signifikanter und bestandsgefährdender Risiken, um deren Auswirkungen zu bewerten und geeignete Maßnahmen zu erarbeiten. Das Ziel des Risikomanagementsystems besteht im Wesentlichen darin, finanzielle Verluste, Ausfälle oder Störungen zu vermeiden oder geeignete Gegenmaßnahmen unverzüglich umzusetzen. Im Rahmen dieses Systems werden Vorstand und Aufsichtsrat frühzeitig über Risiken informiert. Wichtige Mechanismen der Früherkennung bilden dabei die Überwachung der Liquidität und der Ergebnisentwicklung. Die Überwachung der operativen Entwicklung und die rechtzeitige Ermittlung von Planabweichungen ist Aufgabe des Controllings und des Qualitätsmanagements. Falls notwendig, entscheiden die jeweiligen Verantwortlichen der Fachabteilungen gemeinsam mit dem jeweiligen Leitungspersonal über die angemessene Strategie und Maßnahmen bei der Steuerung der Risiken. 6.2 RisikoberichtDer M1-Konzern betreibt eigene Einrichtungen für medizinische Dienstleistungen und stellt Infrastrukturleistungen für Dritte zur Verfügung. Die Gesundheit und das Wohl der von uns betreuten Patienten stellt hohe Maßstäbe an den Umgang mit Risikofaktoren und die etablierten Maßnahmen zur Kontrolle der Risikofaktoren. Aufgrund der langjährigen Erfahrung der M1-Gruppe in ihren relevanten Märkten und der inzwischen etablierten führenden Marktposition ist M1 in der Lage, die sich stellenden Risiken zu beherrschen und den Eintritt von Risikoereignissen mit geringstmöglichen Auswirkungen zu kontrollieren. Die Gesundheitsbranche und hier vor allem die Marktsemente, in denen M1 vornehmlich tätig ist, bieten vielfältige unternehmerische Chancen, die M1 aufgrund des integrierten Geschäftsmodells wahrnehmen kann. Die Ausbalancierung von unternehmerischen Chancen und den damit immanent verbundenen Risiken ist Grundlage des Geschäftsansatzes der M1. Dabei fokussiert M1 im Wesentlichen fünf Risikofelder, aus denen sich für die Unternehmensgruppe Risikosituationen ergeben können. 6.2.1 Branchenspezifische RisikenDas Gesundheitswesen ist in Deutschland - aber auch in den meisten anderen europäischen Märkten - stark reguliert. Gesetzesänderungen in Bezug auf die Leistungserbringung in den für die M1 relevanten Marktsegmenten können sich auf die Unternehmensstrategie und die operative Leistungsfähigkeit der M1 auswirken. So ist von besonderer Relevanz, welche organisatorischen Strukturen sowie welche individuellen (medizinischen) Qualifikationen gefordert sind, um die von M1 erbrachten medizinischen Leistungen anzubieten. M1 beobachtet hierfür intensiv die gesetzgeberischen Maßnahmen (zusammen mit relevanten Fachjuristen), analysiert im Rahmen des Risiko- und Chancenmanagements, welche Entwicklungen sich ergeben (könnten) und beurteilt deren Auswirkungen auf die Umsatz- und Ertragslage der Gruppe. Seit einigen Jahren entwickelt sich im Gesundheitsmarkt ein Engpass an Fachkräften, was sowohl die pflegerischen als auch die ärztlichen Funktionen betrifft. Hierfür entwickelte die Bundesregierung in den letzten Jahren verschiedene Personalgewinnungsstrategien, die den Fachkräfteengpass jedoch noch nicht nachhaltig auffangen konnten. Die Personalknappheit ist auch für M1 spürbar und wird als limitierender Faktor bei der Realisierung der Wachstumsziele empfunden. Zudem muss jederzeit sichergestellt werden, dass neu eingestelltes Personal den hohen fachlichen Anforderungen der M1 entspricht. Schließlich realisieren wir einen Druck auf die Personalkostenentwicklung bei M1, da sich der Arbeitsmarkt im Gesundheitswesen bereits zum ,Nachfragermarkt' der Stellensuchenden entwickelt hat. Diesbezüglich arbeitet M1 an der hohen Reputation des Unternehmens im Personalmarkt, um ein möglichst hohes und konstantes Angebot an Arbeitskräften realisieren zu können. Im Bereich der Schönheitsbehandlungen besteht das Risiko, dass sich das Schönheitsempfinden in der Gesellschaft ändert. Sollte sich ein anderes Schönheitsideal entwickeln, das im Widerspruch zu den von M1 erbrachten Leistungen steht, könnte dies ein erhebliches unternehmerisches Risiko darstellen. Aufgrund seiner marktführenden Position und der hohen Anzahl an Kundenkontakten ist M1 sehr frühzeitig in der Position, Entwicklungen im ,Schönheitsbewusstsein' der Zielkunden zu identifizieren und hieraus Schlüsse in Bezug auf das zur optimalen Marktabdeckung erforderliche Angebotsspektrum abzuleiten. Des Weiteren könnten neue Marktteilnehmer in Konkurrenz zu uns treten, deren Konzept an unserem ausgerichtet ist. Sollten diese neuen Marktteilnehmer eigene "Unique Selling Points" entwickeln, könnte dies ebenfalls ein unternehmerisches Risiko darstellen. M1 verfolgt das Wettbewerbsumfeld in den eigenen Marktsegmenten genau und beobachtet einzelne entstehende Wettbewerber bzw. Angebotsketten. Grundsätzlich erkennen wir, dass sich das Feld der Anbieter verstärkt und auch vereinzelt der Versuch unternommen wird, "Angebotsketten" nach dem Modell der M1 im Markt zu etablieren. M1 sieht diesen sich ausdifferenzierenden Wettbewerb als positives Signal für die eigene Strategie und das hohe Potential der gewählten Marktsegmente. Der sich auf mehrere Jahre belaufende Wettbewerbsvorsprung setzt M1 dabei in die Position, neuen Wettbewerbern und neuen Angebotsformen adäquat zu begegnen und die eigene relative Marktposition zu halten und sogar auszubauen. 6.2.2 Reputations-/QualitätsrisikenRisiken, die der Reputation der M1 schaden könnten, ergeben sich vor allem aus der Patienten- bzw. Kundenzufriedenheit. Hier können Qualitätsmängel bei der Durchführung der Behandlungen, bei den hygienischen Standards sowie bei den verwendeten Produkten von Relevanz sein. Zur Vermeidung von Risiken aus einer unzureichenden Qualität der durchgeführten Behandlungen verfolgt M1 ein umfangreiches medizinisches Qualitätsmanagement. Dies beginnt damit, dass ausschließlich Ärzte die medizinischen Behandlungen im Bereich der Unterspritzungstherapien durchführen. Dies ist Grundbedingung sowohl in den selbstbetriebenen Fachzentren als auch den Praxen, für die M1 lediglich die Praxisinfrastruktur zur Verfügung stellt, da die Qualität der Behandlungen letztlich untrennbar mit dem Markenimage der genutzten M1-Marken verbunden ist. Im chirurgischen Bereich sind ausschließlich Fachärzte mit den Behandlungen betraut. Seit 2017 hat M1 eine eigene Akademie ("M1-Akademie") aufgebaut, in der neu in die Praxisbetriebe eintretende Ärzte von hochqualifizierten Supervisoren im Rahmen eines mehrwöchigen, strukturierten Programms geschult und auf das Behandlungsspektrum eingearbeitet werden. Auch im weiteren Tätigkeitsablauf erfolgen regelmäßig interne Audits durch die Supervisoren. Daneben laufen mehrfach im Monat Weiterbildungsveranstaltungen zur Vertiefung von Behandlungsformen und Einführung von neuen Produkten. Auch im chirurgischen Bereich werden durch das Klinikmanagement und den ärztlichen Leiter regelmäßige Konferenzen durchgeführt, die der Verbesserung der Behandlungsabläufe dienen. In den von M1 bearbeiteten Marktsegmenten verfolgt das Unternehmen die klare Strategie, nur eine limitierte Anzahl von Behandlungen anzubieten. Hierbei handelt es sich um die im Markt am meisten nachgefragten Behandlungen. Durch diese konsequente Spezialisierung erhalten die Ärzte einen hohen Grad an Routine, was letztlich zu einer qualitativ hochwertigen Behandlung führt. Ein umfassender Hygieneplan, der von einem in Deutschland führenden Krankenhaushygieniker entwickelt wurde, ist in allen von M1 betriebenen Klinikbetrieben sowie den betriebenen/betreuten Praxisbetrieben etabliert. Hierzu wurde eine Audit-Checkliste entwickelt, die von den Praxen regelmäßig abgearbeitet wird und auch bei unangekündigten zusätzlichen Audits geprüft wird. Auch in Bezug auf die verwendeten Materialien (Behandlungsprodukte, Instrumente etc.) verfolgt M1 eine umfassende Qualitätsstrategie. Grundsätzlich wird im Bereich der Behandlungsprodukte ausschließlich eine Zusammenarbeit mit den Marktführern in ihren relevanten Marktsegmenten eingegangen. Hierzu erfolgt ein weltweites Sourcing der Produkte. Publikationen sowie die Stellungnahmen weltweiter Aufsichtsgremien bei der Bewertung der Produktsicherheit werden ausgewertet. Bei den Behandlungsinstrumenten wird auf die Langlebigkeit, Behandlungssicherheit und den risikolosen Einsatz geachtet. 6.2.3 Ertragsorientierte RisikenDie wesentlichen Kostenpositionen im behandlungsnahen Geschäftsfeld der M1 (Segment "Beauty") bestehen aus Materialkosten (Behandlungsmaterialien), Personalkosten und Infrastrukturkosten. Bei der Beschaffung der Medikamente, Medizinprodukte und Medizintechnik können sich durch allgemeine Preissteigerungstendenzen negative Einflüsse auf die Ergebnissituation ergeben. Die verwendeten Behandlungsmaterialien werden von einer begrenzten Anzahl von international operierenden Anbietern bezogen. Eine Änderung der Preispolitik dieser Anbieter hätte unmittelbaren Einfluss auf die Ertragslage, sofern die Lieferanten nicht ersetzt werden können. Diesem Risiko wirkt M1 mit einer klaren Diversifizierung des Spektrums der angebotenen Behandlungsprodukte entgegen. Hierdurch wird die faktische Abhängigkeit von einzelnen Anbietern reduziert. Zudem ist M1 auf internationalen Beschaffungsmärkten aktiv und nutzt Preisspielräume aus diesem Ansatz. Allgemeine Preissteigerungstendenzen sowie Lohntrends wirken ebenso ergebnisbelastend. Sollte es mittelfristig nicht möglich sein, diese Belastungen im Preis oder durch Effizienzsteigerungen aufzufangen, so wirkt dieses ergebnisbelastend. In diesem Zusammenhang liegt der Fokus von M1 vor allem auf einer optimalen Auslastung der vorhandenen Kapazitäten, wodurch steigende Kosten auf eine höhere Anzahl an Behandlungen verteilt werden können. Im Bereich der Infrastrukturleistungen besteht die Option, steigende Kosten an die Kunden weiter zu verrechnen. Zudem werden Leistungen der Infrastruktur vorzugsweise auf Grundlage langlaufender Verträge (z.B. Mietverträge) abgeschlossen, so dass die allgemeinen Preissteigerungstrends kontrolliert werden können. Schließlich besteht das Risiko, dass Nutzer (selbständige Ärzte oder medizinische Leistungserbringer) der von M1 zur Verfügung gestellten Praxisinfrastrukturen durch eigene Fehlentscheidungen in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten und hierdurch Erstattungen für erbrachte Infrastrukturleistungen ausfallen. Dieses Risiko beobachtet M1 durch ein enges Monitoring der medizinischen Leistungserbringung (Kundenbewertungen) sowie einer laufenden Analyse der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Partner, um frühzeitig Maßnahmen ergreifen zu können. Im Handelsbereich verfügt M1 über relativ geringe, markttypische Margen. M1 verfolgt die Strategie, Handelswaren nicht unbedingt selber lagervorrätig zu halten, sondern diese teilweise erst für die Durchführung von Handelsgeschäften zu beschaffen. Durch diese ,back-to-back'-Abwicklung können unkontrollierbare Margenrisiken verhindert werden. Neben den Kosten der Leistungserstellung sind die im Absatzmarkt realisierbaren Preise wesentlicher Stellhebel für Umsatz und Ertrag der Unternehmensgruppe. Hier positioniert sich die M1-Gruppe als führender Preiswettbewerber für schönheitsmedizinische Leistungen und Produkte. Sollten andere finanzstarke Unternehmen versuchen, als Wettbewerber in den Markt einzutreten, so könnte dies zu einem Preiswettbewerb führen, der die Margen belastet. Die gute Finanzausstattung der M1-Gruppe ermöglicht eine nachhaltige Umsetzung dieser Strategie. Zur Abfederung weiterer Ertragsrisiken ist schließlich der umfangreiche Versicherungsschutz des M1-Konzerns zu nennen. Neben einer Arzthaftpflichtversicherung, welche finanzielle Risiken aus Behandlungsfehlern übernimmt, besteht eine Betriebsunterbrechungsversicherung, welche die Kostenrisiken aus einer Betriebsunterbrechung in Folge eines Sachschadensereignisses abdeckt. 6.2.4 Finanzwirtschaftliche RisikenFinanzielle Risiken können sich in Bezug auf den Ausfall von Forderungen, die Änderung von Zinsen sowie die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit der Gruppe ergeben. Den Risiken aus möglichen Forderungsausfällen wird durch ein aktives Forderungsmanagement begegnet. Im Bereich der medizinischen Behandlungen wird dabei sichergestellt, dass im Regelfall Kundenzahlungen bereits vor der Durchführung der Behandlungen oder unmittelbar nach Abschluss der Behandlungen realisiert werden. Hierdurch sind nahezu keine Endkundenforderungen von einem Ausfall bedroht. Bei Kunden für Infrastrukturleistungen analysiert M1 laufend die wirtschaftliche und qualitätsseitige Entwicklung der Kunden, um ggfs. frühzeitig Sicherungsmaßnahmen ergreifen zu können. Im Handels- und Großkundenbereich prüft M1 regelmäßig die Bonität der Partner und die Einhaltung der gewährten Zahlungsziele. In Einzelfällen werden für größere Forderungspositionen die Stellung von Sicherheiten verlangt. Zahlungsausfälle bei Handels- und Großkunden musste M1 bislang nicht realisieren. Wesentliche Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, bestehen nicht, da die M1 im abgelaufenen Geschäftsjahr nur zu unwesentlichen Teilen im Nicht-Euro-Ausland in Beschaffungsmärkten tätig war. Im finanziellen Bereich besteht grundsätzlich das Risiko, dass der Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag (EAV) betreffend einer Minderheitsbeteiligung nach Ablauf der Mindestlaufzeit Ende 2021 gekündigt wird. Hierdurch würden Teile der Erträge aus Beteiligungen ausfallen. Der M1 liegen derzeit keine Informationen darüber vor, dass geplant ist, den EAV zu kündigen. Zudem bestehen Risiken bei der Kursentwicklung der gehaltenen börsennotierten Unternehmen, was zu einer Reduzierung des Bilanzansatzes der Beteiligungen führen könnte. Die finanzielle Sicherheit der M1-Gruppe wird im Wesentlichen durch die hohe Eigenkapitalquote garantiert. In den Jahren 2017 und 2018 hat das Unternehmen zwei Kapitalerhöhungen durchgeführt, die in Summe einen Liquiditätszufluss von ca. 30 Mio. EUR erzielten. Hierdurch ist die jederzeitige Zahlungsfähigkeit der Gruppe gewährleistet. Die verfügbare Liquidität wird konservativ verwaltet mit dem Ziel, keine Kapitalverluste (z.B. durch ,Verwahrentgelte') zu erleiden. Zur weiteren Schonung der Liquidität erfolgt selektiv die Umsetzung von Leasinginstrumenten bzw. Finanzierungsinstrumenten. So wurde die in Berlin-Köpenick betriebene Schlossklinik 2015 in ein ,Sale-and-Lease-Back' Modell überführt und die bei der Entwicklung der Immobilie investierten Mittel wieder freigesetzt. Die Flächen des Praxisnetzwerkes werden ausschließlich über langlaufende Verträge angemietet, so dass keine Erwerbskosten für die Immobilien anfallen. Zudem werden einzelne hochwerte Behandlungsinstrumente (z.B. OP-Ausstattung, IT-Ausstattung, Laser-Instrumente) über Leasingmodelle finanziert. 6.2.5 Infrastrukturelle RisikenUnter den infrastrukturellen Risiken versteht M1 maßgeblich Risiken aus dem IT-Bereich sowie im Bereich des Personalmanagements. Die IT-Risiken betreffen die Ausfallsicherheit (Verfügbarkeit) der betriebenen IT-Systeme sowie die Sicherheit gegen Hackerangriffe auf das Unternehmen. Die interne IT-Abteilung wurde in den letzten Jahren deutlich verstärkt und die betriebenen Hardware-Systeme auf die zukünftigen Anforderungen ausgebaut. Strukturen werden redundant betrieben, so dass bei Ausfall des Hauptsystems jeweils ein Ersatzsystem die Verfügbarkeit der Anwendungen ermöglicht. Die Anwendungslandschaft ist durch ein Netzwerk verknüpfter Einzelanwendungen geprägt. Einzelanwendungen können bei Problemsituationen aus dem Netz genommen werden, ohne dass hierdurch die Verfügbarkeit der anderen IT-Anwendungen beeinträchtigt wird. Durch eine besondere IT-Infrastruktur sowie umfangreiche Firewall-Systeme wird ein weitestgehender Schutz vor Hackerangriffen realisiert. Regelmäßige Backups der Datenbestände werden durchgeführt. Dem Datenschutz widmet die Gruppe ein hohes Augenmerk. Die Anforderungen der neuen DSGVO-Richtlinie der EU wurden gruppenweit umgesetzt. Hierzu wurden die entsprechenden Datenschutzrichtlinien überarbeitet. Die Abhängigkeit von Schlüsselpersonal wird als infrastrukturelles Risiko gesehen. Diesem Risiko begegnet M1 mit der teilredundanten Verteilung von Aufgaben in der Gruppe. Zudem wird überwacht, dass einzelne Personen keine zu großen Bündelungen von kritischen Engpassfunktionen auf sich vereinen. Durch die simultane Leistungserbringung der medizinischen Behandlungen kann zudem der Ausfall einzelner Behandler schnell durch die Umdisposition von Personal kompensiert werden. Im Bereich der baulichen Infrastruktur ist vor allem die Klinikzulassung der Schlossklinik in Berlin-Köpenick nach § 30 GewO ein bedeutsames Risiko. Regelmäßige Inspektionen der genehmigungserteilenden Behörden haben bestätigt, dass M1 höchsten Qualitätsanforderungen genügt. Die Genehmigung zum Betrieb der Klinik ist uneingeschränkt erteilt. Der Ausfall einzelner Standorte des Praxisnetzwerkes ist für die Erbringung der dort durchgeführten medizinischen Behandlungen von weniger umfassendem Charakter. Das inzwischen eng gesponnene Praxis-Netzwerk ermöglicht es, Behandlungen auch in anderen Standorten durchzuführen. Zudem sind die Anforderungen zum Betrieb einer Praxisfläche relativ schnell zu erfüllen, so dass der Ausfall eines Standortes innerhalb weniger Monate kompensiert werden kann. 6.2.6 Gesamtwirtschaftliche RisikenDie seit Februar 2020 um sich greifende Corona-Pandemie setzt die deutsche, aber auch die weltweite Wirtschaft vor erhebliche Herausforderungen. Lieferketten brechen zusammen, und das Verhalten von Konsumenten ändert sich in schneller und kaum abschätzbarer Folge. Zudem greift der Staat mit umfangreichen Maßnahmen in das öffentliche Leben ein mit dem Ziel, den Umfang der sozialen Kontakte zu reduzieren. Das Ausmaß der wirtschaftlichen Eintrübung lässt sich zum Zeitpunkt dieser Berichterstellung noch nicht im Ansatz quantifizieren, jedoch ist damit zu rechnen, dass das Ausgabeverhalten im privaten Konsum deutlich beeinträchtigt wird. Damit ist zumindest auf kürzere (vielleicht aber auch auf mittlere) Sicht das gesamtwirtschaftliche Umfeld der Geschäftsentwicklung des M1-Konzerns deutlich negativ betroffen. Das gesamtwirtschaftliche Umfeld in Deutschland ist jedoch langfristig positiv. Gerade der private Konsum wird das Wachstum künftig wieder unterstützen. Hierzu gehören auch die Leistungen der Marktsegmente der M1. Die Nachfrage nach Leistungen der M1 wird langfristig weiter wachsen. Sie ist nach Einschätzung des Managements teilweise auch unabhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (so wächst z.B. der Markt für ästhetische Behandlungen in Brasilien seit vielen Jahren trotz der konjunkturellen Schwierigkeiten). 6.3 ChancenberichtM1 hat neben den betrachteten Risikofeldern auch Chancenfelder definiert, an deren Entwicklung die Gruppe in den kommenden Jahren aktiv partizipieren möchte. Der medizinische Schönheitsmarkt ist und bleibt ein Wachstumsmarkt mit einem geschätzten Wachstum von ca. 10 % p.a. Durch unsere Spezialisierung in der ästhetischen Medizin und der Entwicklung und Vermarktung von pharmazeutischen, medizinischen und medizintechnischen Produkten für die ästhetische Medizin und kosmetische Dermatologie und der damit verbundenen Preisführerschaft wird die M1-Gruppe von diesem Wachstum überdurchschnittlich partizipieren. Die Effizienz in der Behandlung der Patienten wird durch die konsequente Fokussierung auf ein begrenztes Indikationsspektrum gefördert. Hierzu trägt auch die hohe Qualität der behandelnden Ärzte bei, die wiederum durch die hohe Zahl der individuell durchgeführten Behandlungen gestützt wird. Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin mit Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Service und Qualität begegnen. Durch die Börsennotierung der M1 Kliniken AG sehen wir die Möglichkeit, weitere Finanzmittel zur Umsetzung des eingeschlagenen Wachstumskurses zu akquirieren, wobei aktuell diesbezüglich keine Überlegungen bestehen. Im Rahmen des weiteren Wachstums wird es möglich werden, Funktionen nach und nach auf noch spezialisierteres Personal zu verlagern und durch neue Mitarbeiter zusätzliches Know-how in der Gruppe zu verankern. Die Personalpolitik der M1 beruht auf flachen Hierarchien, einem partizipativen Führungsstil und der Möglichkeit für Mitarbeiter, auch selber mit dem Wachstum des Unternehmens weitere Aufgabenfelder (und Verantwortungsbereiche) zu besetzen - also mitzuwachsen. Eine hohe Mitarbeiterbindung wird uns in Teilen von den Engpässen auf dem Arbeitsmarkt abkoppeln können. 6.4 GesamtaussageDas Risikoportfolio der M1 besteht aus einigen Risikopositionen (z.B. Konjunktur, Gesetzgebung), die von M1 nicht steuerbar sind. Diese Risiken beobachtet M1 regelmäßig und betrachtet die sich daraus ergebenden Änderungen für die Gruppe. Beeinflussbare Risiken werden durch Kontrollsysteme überwacht, so dass negative Entwicklungen aufgefangen und abgefedert werden können. Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem Wettbewerbsumfeld, welches sich durch neue Wettbewerber, steigende Beschaffungspreise, ein stagnierendes Verkaufspreisniveau sowie die Limitation von "Produktionsmitteln" (z.B. Material, Personal) auszeichnen kann. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Für das Geschäftsjahr 2020 besteht eine insgesamt nicht stark veränderte Chancen- und Risikolandschaft für die M1-Gruppe. Insgesamt sind wir bezüglich externer und interner Risiken gut abgesichert. 7 Risikoberichterstattung über die Verwendung von FinanzinstrumentenZu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Wertpapiere, Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaften der Unternehmensgruppe verfügen über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden. 8 Bericht über ZweigniederlassungenDie 2018 in Österreich gegründete Zweigniederlassung wurde 2019 an die Landesgesellschaft veräußert. Weitere Zweigniederlassungen betreibt die Gesellschaft nicht. 9 Schlusserklärung nach § 312 Ziffer 3 Absatz 3 AktGDer Vorstand hat gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt, der folgende Schlusserklärung enthält: "Unsere Gesellschaft sowie die Tochtergesellschaften haben nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem mit dem herrschenden sowie sonstigen verbundenen Unternehmen Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten."
Berlin, 19. März 2020 M1 Kliniken AG Patrick Brenske, Vorstand Dr. Walter von Horstig, Vorstand KonzernabschlussKonzern - Gewinn- und Verlustrechnung zum 31. Dezember 2019*scroll
Bei der M1 Kliniken AG Gruppe liegen in der Berichtsperiode, sowie im Vorjahr keine Sachverhalte vor, die im sonstigen Ergebnis zu berücksichtigen gewesen wären. Auf die Darstellung einer separaten Konzernergebnisrechnung wird daher verzichtet. Konzernbilanz zum 31.12.2019*Aktiva scroll
Konzern - Kapitalflussrechnung (7) zum 31.12.2019 *scroll
Konzern - Eigenkapitalveränderungsrechnung zum 31.12.2019 *scroll
Konzern - Anlagevermögen zum 31.12.2019 *scroll
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Konzern/Notes1 Allgemeine Angaben1.1 Berichtendes UnternehmenMutterunternehmen ist die M1 Kliniken AG, die im Geschäftsjahr 2007 gegründet wurde. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg unter HRB 107637 B eingetragen und hat ihren Sitz in der Grünauer Straße 5, 12557 Berlin, Deutschland. Die M1 Kliniken-Gruppe ist in der ästhetischen Medizin tätig. Das Geschäft der Gruppe konzentriert sich im Wesentlichen auf die Erbringung von medizinischen Leistungen im Bereich der ästhetischen Medizin, von Dienstleistungen für in der plastischen und ästhetischen Medizin tätige Ärzte, Arztpraxen und Arztgesellschaften sowie den Handel mit Arzneimitteln und Medizinprodukten. Eine eigenständige Forschungs- und Entwicklungstätigkeit i.S.v. IAS 38 wird nicht durchgeführt. 1.2 Grundlagen der AbschlussaufstellungDie M1 Kliniken AG, Sitz Berlin, Deutschland, ist am Basic Board (,Freiverkehr') der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet. Im Geschäftsjahr 2017 wurde ein freiwilliger Konzernabschluss nach den Vorgaben der International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Seit dem Geschäftsjahr 2018 überschreitet die M1 Kliniken AG zwei Größenkriterien des § 293 HGB an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen und ist somit zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach den handelsrechtlichen Vorgaben verpflichtet. Der Konzernabschluss für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 der M1 Kliniken AG wurde gemäß den Vorgaben des § 315e Abs. 1 HGB i.V.m. Abs. 3 HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Darüber hinaus enthält der Konzern-Anhang gemäß § 315e Abs. 1 HGB bestimmte Angaben zu Regelungen des HGB. Die Werte für das Geschäftsjahr sowie das Vorjahr sind, sofern nichts anderes angegeben ist, in EUR ausgewiesen. Der EUR entspricht, abgesehen von den Tochtergesellschaften in Großbritannien, Kroatien, Schweiz und Australien - welche unter Wesentlichkeitsaspekten noch nicht vollkonsolidiert werden - auch der funktionalen Währung der übrigen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Die vom IASB verabschiedeten neuen Standards wurden ab dem Zeitpunkt des Inkrafttretens beachtet. Die Bilanzierung und Bewertung wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung vorgenommen. Die Bilanz der M1 Kliniken-Gruppe ist nach Fristigkeitsgesichtspunkten aufgestellt worden, wobei Vermögenswerte und Schulden, deren Realisation bzw. Tilgung innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag erwartet wird, nach IAS 1 als kurzfristig eingestuft wurden. Latente Steueransprüche und latente Steuern sind entsprechend IAS 1.56 jeweils vollständig unter den langfristigen Vermögenswerten bzw. langfristigen Schulden ausgewiesen. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Auf die Darstellung einer Konzerngesamtergebnisrechnung wird verzichtet, da bei der M1 Kliniken-Gruppe im Berichtsjahr sowie im Vorjahr keine Effekte, die im sonstigen Ergebnis hätten gezeigt werden müssen, vorlagen. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen, mit Ausnahme der erstmals neu angewandten Standards (insbesondere IFRS 16), grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung werden in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst. Die Aufgliederung dieser Posten ist im Anhang aufgeführt. In der Darstellung können Rundungsdifferenzen zu den mathematisch exakt ergebenen Werten auftreten. 1.3 Neue Standards und InterpretationenDie M1 Kliniken AG hat im aktuellen Geschäftsjahr die nachfolgend dargestellten neuen bzw. geänderten Standards und Interpretationen erstmalig angewandt: scroll
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Die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 sind im Folgenden detailliert beschrieben. Die weiteren im Berichtsjahr erstmalig anzuwendenden Standards und Interpretationen bzw. deren Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. IFRS 16 LeasingverhältnisseIm Januar 2016 hat der IASB den neuen Standard zur Leasingbilanzierung IFRS 16 "Leasingverhältnisse" verabschiedet. IFRS 16 ersetzt IAS 17 und die dazugehörigen Interpretationen. Gemäß IFRS 16 werden beim Leasingnehmer grundsätzlich alle Leasingverhältnisse derart bilanziert, dass auf der Aktivseite das mit dem Leasingverhältnis einhergehende Nutzungsrecht als Vermögenswert (sog. "Right-of-Use-Asset") und auf der Passivseite die entsprechende abgezinste Leasingverbindlichkeit erfasst wird. Erleichterungen gibt es für Leasinggegenstände mit geringem Wert sowie für Leasingverhältnisse mit kurzer Laufzeit. Die Leasingzahlungen für diese Leasingverhältnisse können linear (oder gemäß einer anderen systematischen Grundlage der Verteilung) über die Laufzeit des Vertrags als Aufwand erfasst werden. Nach dem bisherigen IAS 17 wurde noch unterschieden zwischen bilanzwirksamen Finance Leases und bilanzunwirksamen Operating Leases. Diese Unterscheidung zwischen zwei verschiedenen Leasingarten fällt bei der Bilanzierung beim Leasingnehmer mit Inkrafttreten von IFRS 16 künftig weg. Sofern ein Vertrag als Leasingverhältnis klassifiziert wird, fällt es in den Anwendungsbereich dieses Standards und ist somit zu bilanzieren. Andernfalls handelt es sich um einen aufwandswirksamen Servicevertrag. Beim Leasinggeber sind die Regelungen des neuen Standards dagegen ähnlich zu den bisherigen Vorschriften des IAS 17. Die Leasingverträge werden weiterhin entweder als Finanzierungs- oder Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert. Für die Klassifizierung nach IFRS 16 wurden die Kriterien des IAS 17 übernommen. IFRS 16 enthält darüber hinaus eine Reihe von weiteren Regelungen zum Ausweis und zu den Anhangangaben sowie zu Sale-and-Lease-Back-Transaktionen. Die M1 Kliniken AG hat IFRS 16 zum 1. Januar 2019 retrospektiv angewendet. Das Wahlrecht, kurzfristige Leasingverhältnisse sowie solche, die sich auf einen Vermögenswert von geringem Wert beziehen, aufwandswirksam zu erfassen, wird in Anspruch genommen. Auf eine Separierung von in Leasingverhältnissen enthaltenen Nicht-Leasing-Komponenten wird verzichtet. Aus dem Übergang auf IFRS 16 hat sich zum Bilanzstichtag per 31.12.2019 eine Bilanzverlängerung von 11,2 Mio. EUR ergeben. Die Erhöhung der Bilanzsumme resultiert aus der Aktivierung von Nutzungsrechten im langfristigen Vermögen einerseits und der Passivierung von Leasingverbindlichkeiten andererseits, was zu einer Erhöhung des Verschuldungsgrads führt. Wesentliche Auswirkungen auf das Eigenkapital im Übergangszeitpunkt haben sich nicht ergeben, jedoch sinkt die rechnerische Eigenkapitalquote. 2 Ermessensentscheidungen, Schätzungen und AnnahmenBei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind teilweise Annahmen getroffen und Schätzwerte verwendet worden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen ausgewirkt haben. Die tatsächlichen Werte können zu einem späteren Zeitpunkt von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Entsprechende Änderungen würden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis erfolgswirksam. Alle Annahmen und Schätzungen werden nach bestem Wissen und Gewissen getroffen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln. Bei der Anwendung der im Folgenden dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übt der Vorstand wesentliche Ermessensentscheidungen aus. Die M1 Kliniken AG testet jährlich die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte und anderer langfristiger Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer bei Vorliegen von Anhaltspunkten auf Grundlage der Vorschriften des IAS 36. Basis für den Werthaltigkeitstest ist der Vergleich zwischen dem Buchwert eines Vermögenswertes ("carrying amount") und dem erzielbaren Betrag, der aus dem Vermögenswert bzw. der Gruppe von Vermögenswerten oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit erwirtschaftet werden kann. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Vermögenswerten und Schulden basiert auf Beurteilungen des Managements. M1 Kliniken bewertet insbesondere die Beteiligung an der HC Grundbesitz GmbH zum beizulegenden Zeitwert. Bei der HC Grundbesitz GmbH wird dieser anhand Level 3 der Fair Value Hierarchie unter Anwendung eines kapitalwertorientierten Verfahrens ermittelt. Hierbei wird v.a. auf die Laufzeit des abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrags und die sich daraus ergebende garantierte Gewinnausschüttung abgestellt. Die vom Management verwendeten Grundlagen für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind insbesondere die Fälligkeitsstruktur der Forderungssalden, die Bonität der Kunden sowie Veränderungen der Zahlungsbedingungen. Aufgrund der zeitnahen Begleichung der Forderungen aus medizinischen Behandlungen sowie des engen Monitorings der Zahlungsfähigkeit weiterer Kunden spielen Wertberichtigungen eine untergeordnete Bedeutung. Im Bereich der Umsatzrealisierung ist zu prüfen, welche separaten Leistungsverpflichtungen in den Verträgen mit Kunden enthalten sind. Für jede identifizierte separate Leistungsverpflichtung ist zu beurteilen, ob die Voraussetzungen für eine zeitraumbezogene Umsatzrealisierung erfüllt sind. Für jedes Besteuerungssubjekt ist die erwartete tatsächliche Ertragsteuer zu berechnen, und die temporären Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten zwischen dem IFRS-Konzernabschluss und dem steuerrechtlichen Abschluss sind zu beurteilen. Soweit temporäre Differenzen vorliegen, führen diese Differenzen grundsätzlich zum Ansatz von aktiven und passiven latenten Steuern im Konzernabschluss. Das Management muss bei der Berechnung tatsächlicher und latenter Steuern Beurteilungen treffen. Aktive latente Steuern werden in dem Maße angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass sie genutzt werden können. Die Nutzung aktiver latenter Steuern hängt von der Möglichkeit ab, im Rahmen der jeweiligen Steuerart ausreichendes zu versteuerndes Einkommen zu erzielen. Zur Beurteilung der Wahrscheinlichkeit der künftigen Nutzbarkeit von aktiven latenten Steuern sind verschiedene Faktoren heranzuziehen, wie z.B. Ertragslage der Vergangenheit, operative Planungen und Steuerplanungsstrategien. Weichen die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Schätzungen ab oder sind diese Schätzungen in künftigen Perioden anzupassen, könnten diese nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Kommt es zu einer Änderung der Werthaltigkeitsbeurteilung bei aktiven latenten Steuern, sind die angesetzten aktiven latenten Steuern erfolgswirksam abzuwerten. 3 Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze3.1 KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 der M1 Kliniken AG, Berlin, wurden neben der M1 Kliniken AG die folgenden Tochtergesellschaften vollkonsolidiert. Die Beherrschung resultiert daraus, dass die M1 Kliniken AG direkt oder indirekt über 50 % der Stimmrechte des gezeichneten Kapitals einer Gesellschaft hält und/oder die Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens derart steuern kann, dass sie von dessen Aktivitäten profitiert. scroll
Die M1 Med Beauty Berlin GmbH wird seit dem 1. August 2013 konsolidiert. Unternehmensgegenstand der M1 Med Beauty Berlin GmbH ist die Erbringung von Dienstleistungen in der ästhetischen Medizin. Das Stammkapital der M1 Med Beauty Berlin GmbH beläuft sich auf 25.000 EUR. Die M1 Med Beauty Berlin GmbH verfügt über einen eigenen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3. Nach Abzug des identifizierbaren Nettovermögens (Vermögenswerte abzüglich Verbindlichkeiten) hat sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 115.723 EUR ergeben. Die übertragene Gegenleistung beinhaltet u.a. Vorteile aus Umsatzwachstum und künftigen Marktentwicklungen. Diese Vorteile, die nicht getrennt vom Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert werden können, ergeben in ihrer Summe den o.g. Geschäfts- oder Firmenwert. Die Beauty Now GmbH wurde am 16. Dezember 2015 durch die M1 Kliniken AG gegründet. Im Rahmen der Erstkonsolidierung ergaben sich keine Unterschiedsbeträge. Unternehmensgegenstand des Unternehmens ist der Besitz, Betrieb und die Verwaltung von Schönheitsinstituten, die Vermittlung und Zurverfügungstellung von Dienstleistungen auf dem Gebiet der Schönheits- und Gesundheitspflege sowie der Schönheits- und Gesundheitsvorsorge, die erlaubnisfreie Beratung von Heilpraktikern, medizinischem Fachpersonal und Kosmetik-Fachpersonal im Bereich der Kosmetik und ästhetischen Medizin, der Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von Immobilien, insbesondere von Immobilien im Gesundheitsbereich, und der Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von Beteiligungen. Das Stammkapital beläuft sich dabei auf 100.000 EUR. Die Saname GmbH wurde am 22. Mai 2013 durch die M1 Kliniken AG gegründet. Im Rahmen der Erstkonsolidierung ergaben sich keine Unterschiedsbeträge. Unternehmensgegenstand des Unternehmens ist der Erwerb, das Verwalten und Veräußern von eigenen und fremden Immobilien, insbesondere von Immobilien im Gesundheitsbereich, sowie das Verwalten und Veräußern von Beteiligungen. Das Stammkapital beläuft sich dabei auf 25.000 EUR. Die M1 Aesthetics GmbH, die seit dem 6. Juli 2013 vollkonsolidiert wird, ist im Bereich des Handels mit medizinischen Produkten und Medizintechnik tätig. Das Stammkapital der M1 Aesthetics GmbH beläuft sich auf 25.000 EUR. Die M1 Aesthetics GmbH verfügt über einen eigenen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3. Nach Abzug des identifizierbaren Nettovermögens (Vermögenswerte abzüglich Verbindlichkeiten) hat sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 7.913.014 EUR ergeben. Die übertragene Gegenleistung beinhaltet u.a. Vorteile aus erwarteten Synergien, Umsatzwachstum und künftigen Marktentwicklungen. Diese Vorteile, die nicht getrennt vom Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert werden können, ergeben in ihrer Summe den o.g. Geschäfts- oder Firmenwert. Die Sanabona GmbH wurde am 18. Juli 2017 durch die M1 Med Beauty Berlin GmbH gegründet. Im Rahmen der Erstkonsolidierung ergaben sich keine Unterschiedsbeträge. Unternehmensgegenstand des Unternehmens ist der Erwerb, das Verwalten und Veräußern von Immobilien, insbesondere von Immobilien im Gesundheitsbereich sowie der Erwerb, das Verwalten und Veräußern von Beteiligungen. Das Stammkapital beläuft sich dabei auf 25.000 EUR. Die Sanawert GmbH wurde am 18. Juli 2017 durch die M1 Med Beauty Berlin GmbH gegründet. Im Rahmen der Erstkonsolidierung ergaben sich keine Unterschiedsbeträge. Unternehmensgegenstand des Unternehmens ist der Erwerb, das Verwalten und Veräußern von Immobilien, insbesondere von Immobilien im Gesundheitsbereich sowie der Erwerb, das Verwalten und Veräußern von Beteiligungen. Das Stammkapital beläuft sich dabei auf 25.000 EUR. Die Sanaselect GmbH wurde am 18. Juli 2017 durch die M1 Med Beauty Berlin GmbH gegründet. Im Rahmen der Erstkonsolidierung ergaben sich keine Unterschiedsbeträge. Unternehmensgegenstand des Unternehmens ist der Erwerb, das Verwalten und Veräußern von Immobilien, insbesondere von Immobilien im Gesundheitsbereich sowie der Erwerb, das Verwalten und Veräußern von Beteiligungen. Das Stammkapital beläuft sich dabei auf 25.000 EUR. Die Sanaestate GmbH wurde am 18. Juli 2017 durch die M1 Med Beauty Berlin GmbH gegründet. Im Rahmen der Erstkonsolidierung ergaben sich keine Unterschiedsbeträge. Unternehmensgegenstand des Unternehmens ist der Erwerb, das Verwalten und Veräußern von Immobilien, insbesondere von Immobilien im Gesundheitsbereich sowie der Erwerb, das Verwalten und Veräußern von Beteiligungen. Das Stammkapital beläuft sich dabei auf 25.000 EUR. Weitere Tochtergesellschaften:Die M1 Med Beauty Australia Pty Ltd. wurde am 2. August 2018 als Tochter der M1 Kliniken AG gegründet. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beläuft sich auf 100 AUS$. Da die Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2019 noch keinen prägenden Einfluss auf das Gesamtbild der wirtschaftlichen Lage des Konzerns entfaltet haben, unterbleibt eine Konsolidierung im Rahmen der Abschlusserstellung. Die M1 Med Beauty UK Ltd. wurde am 22. Oktober 2018 als Tochter der M1 Kliniken AG gegründet. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beläuft sich auf 10.000 GBP. Da die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2019 noch keine wesentlichen Geschäftsaktivitäten entfaltet hat, unterbleibt eine Konsolidierung im Rahmen der Abschlusserstellung. Die M1 Med Beauty Austria GmbH wurde am 20. Dezember 2018 als Tochter der M1 Kliniken AG gegründet. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beläuft sich auf 35.000 EUR. Da die Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2019 noch keinen prägenden Einfluss auf das Gesamtbild der wirtschaftlichen Lage des Konzerns entfaltet haben, unterbleibt eine Konsolidierung im Rahmen der Abschlusserstellung. Die M1 Med Beauty Netherlands B.V. wurde am 21. Dezember 2018 als Tochter der M1 Kliniken AG gegründet. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beläuft sich auf 10.000 EUR. Da die Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2019 noch keinen prägenden Einfluss auf das Gesamtbild der wirtschaftlichen Lage des Konzerns entfaltet haben, unterbleibt eine Konsolidierung im Rahmen der Abschlusserstellung. Die M1 Med Beauty Croatia d.o.o. wurde am 20.08.2019 als Tochter der M1 Kliniken AG gegründet. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beläuft sich auf 50.000 Kuna. Da die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2019 noch keine wesentlichen Geschäftsaktivitäten entfaltet hat, unterbleibt eine Konsolidierung im Rahmen der Abschlusserstellung. Die Beteiligungsquoten an den Tochtergesellschaften stellen sich zum Stichtag wie folgt dar: scroll
Die Beteiligungsquoten haben sich gegenüber dem Vorjahr, sofern die Gesellschaft nicht erst im abgelaufenen Geschäftsjahr gegründet wurde, nicht geändert. 3.2 KonsolidierungsgrundsätzeDie Jahresabschlüsse aller Konzernunternehmen sind auf Basis einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechend IFRS 10.B92 auf den Stichtag der M1 Kliniken AG (Mutterunternehmen) aufgestellt. Das Geschäftsjahr der M1 Kliniken AG und ihrer in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs bemessen sich als Summe der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Nachträgliche Änderungen des beizulegenden Zeitwerts einer bedingten Gegenleistung, die einen finanziellen Vermögenswert oder eine finanzielle Verbindlichkeit darstellen, werden in Übereinstimmung mit IFRS 9 in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Eine bedingte Gegenleistung, die als Eigenkapital eingestuft ist, wird nicht neu bewertet, und ihre spätere Abgeltung wird im Eigenkapital bilanziert. Bei jedem Unternehmenszusammenschluss werden die Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens bewertet. Bei den derzeitig konsolidierten Tochterunternehmen liegen keine Anteile im Fremdbesitz vor. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses angefallene Kosten werden als Aufwand erfasst. Erwirbt der Konzern ein Unternehmen, beurteilt er die geeignete Klassifizierung und Designation der finanziellen Vermögenswerte und übernommenen Schulden in Übereinstimmung mit den Vertragsbedingungen, wirtschaftlichen Gegebenheiten und am Erwerbszeitpunkt vorherrschenden Bedingungen. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der übertragenen Gegenleistung über die erworbenen zum beizulegenden Zeitwert neubewerteten identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden des Konzerns bemessen. Liegt diese Gegenleistung unter dem beizulegenden Zeitwert des Nettovermögens des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag in der Gesamtergebnisrechnung erfasst. Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet, die vom Unternehmenszusammenschluss erwartungsgemäß profitieren werden. Dies gilt unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des erworbenen Unternehmens diesen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet werden. Wenn ein Geschäfts- oder Firmenwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet wurde und ein Geschäftsbereich dieser Einheit veräußert wird, wird der dem veräußerten Geschäftsbereich zuzurechnende Geschäfts- oder Firmenwert als Bestandteil des Buchwerts des Geschäftsbereichs bei der Ermittlung des Ergebnisses aus der Veräußerung dieses Geschäftsbereichs berücksichtigt. Der Wert des veräußerten Anteils des Geschäfts- oder Firmenwerts wird auf der Grundlage der relativen Werte des veräußerten Geschäftsbereichs und des verbleibenden Teils der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt. Forderungen und Schulden zwischen den konsolidierten Gesellschaften sowie konzerninterne Umsatzerlöse, andere konzerninterne Erträge sowie die entsprechenden Aufwendungen werden konsolidiert. Zwischenergebnisse werden, sofern diese nicht von untergeordneter Bedeutung sind, eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge wurden Steuerabgrenzungen nach IAS 12 insoweit vorgenommen, als sich der abweichende Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder ausgleicht. 4 Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden4.1 ErtragsrealisierungUmsatzerlöse werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung bewertet. Erbringung von medizinischen DienstleistungenDie Umsätze aus der Erbringung von medizinischen Dienstleistungen im Segment "Beauty" werden erfasst, wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind:
Für die Erbringung von medizinischen Dienstleistungen bestanden zum 01.01.2019 von Kunden geleistete Anzahlungen in Höhe von 515.676 EUR, die im Berichtsjahr umsatzwirksam wurden. Zum 01.01.2018 bestanden von Kunden geleistete Anzahlungen in Höhe von 450.988 EUR, die im Laufe des Geschäftsjahres 2018 umsatzwirksam wurden. Zum 31.12.2019 bestanden Kundenvorauszahlungen in Höhe von 629.552 EUR, die im Laufe des Geschäftsjahres 2020 umsatzwirksam werden. Handel mit GüternUmsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern im Segment "Handel" werden erfasst, wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind:
Dividenden und ZinserträgeDividendenerträge aus Anteilen werden erfasst, wenn der Rechtsanspruch des Konzerns auf Zahlung entstanden ist. Voraussetzung ist, dass es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Zinserträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Zinserträge werden nach Maßgabe des ausstehenden Nominalbetrages mittels des maßgeblichen Effektivzinssatzes zeitlich abgegrenzt. Der Effektivzinssatz ist derjenige Zinssatz, mit dem die erwarteten zukünftigen Einzahlungen über die Laufzeit des finanziellen Vermögenswertes auf den Nettobuchwert dieses Vermögenswertes bei erstmaliger Erfassung abgezinst werden. 4.2 ErtragsteuernSteueraufwandDer Steueraufwand der Periode setzt sich aus laufenden und latenten Steuern zusammen. Steuern werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. In diesem Fall werden Steuern ebenfalls im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst. Latente SteuernLatente Steuern werden unter Verwendung der Verbindlichkeitenmethode für alle temporären Differenzen zwischen steuerlichen Buchwerten der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten und den jeweiligen IFRS-Konzernbuchwerten angesetzt. Wenn jedoch im Rahmen einer Transaktion, die keinen Unternehmenszusammenschluss darstellt, eine latente Steuer aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Verbindlichkeit entsteht, die zum Zeitpunkt der Transaktion weder einen Effekt auf den bilanziellen noch auf den steuerlichen Gewinn oder Verlust hat, unterbleibt die Steuerabgrenzung. Latente Steuern werden unter Anwendung der Steuersätze (und Steuervorschriften) bewertet, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird. Die Ermittlung der latenten Steuern beruht auf einem Körperschaftsteuersatz von 15,0 % (zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer). Die Gewerbesteuer wird mit einem Hebesatz von 240 % (M1 Aesthetics GmbH) sowie 410 % (M1 Med Beauty Berlin GmbH, M1 Kliniken AG) angesetzt. Dies führt zu einer Gewerbesteuerbelastung des zu versteuernden Ergebnisses von 8,40 % bzw. 14,35 %. Die Gesamtsteuerbelastung des Konzerns setzt sich letztendlich für die deutschen Gesellschaften aus der jeweiligen Gewerbesteuer und der Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag zusammen. Latente Steuerforderungen werden in dem Umfang angesetzt, in dem eine steuerliche Vorteilsnahme aus der Verrechnung mit steuerlichen Jahresergebnissen wahrscheinlich ist. Latente Steuerverbindlichkeiten im Zusammenhang mit temporären Differenzen bei Beteiligungen an Tochterunternehmen werden grundsätzlich angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht wahrscheinlich ist. 4.3 WährungsumrechnungBei der Aufstellung der Abschlüsse der zugehörigen Konzernunternehmen werden Geschäftsvorfälle, die auf andere Währungen als die funktionale Währung (Euro) des jeweiligen Konzernunternehmens lauten, mit den am Tag der Transaktion gültigen Kursen umgerechnet. Zum Bilanzstichtag werden sämtliche monetären Posten in Fremdwährung zum gültigen Stichtagskurs umgerechnet. Generell sind Fremdwährungsumrechnungen für die Erstellung des Konzernabschlusses von geringer Bedeutung, da sich der Konzern bislang nahezu ausschließlich im Euro-Umfeld betätigt. Wesentliche Änderungen aus Währungsumrechnungen im Vergleich zum Vorjahr haben sich nicht ergeben. Eine Umrechnung der Einzelabschlüsse der ausländischen Gesellschaften mit entsprechend von dem Euro abweichender funktionaler Währung ist aktuell noch nicht notwendig. Die vier in 2019 betroffenen Gesellschaften werden unter Wesentlichkeitsaspekten aktuell nicht im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. 4.4 Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des Jahresergebnisses durch die Anzahl der ausgegebenen Aktien. Nach IAS 33.19 ist bei der Ermittlung des unverwässerten Ergebnisses die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während der Periode im Umlauf gewesenen Stammaktien zu verwenden. Es bestehen keine Tatsachen, aufgrund derer das Ergebnis verwässert werden könnte. 4.5 FinanzinstrumenteDie Finanzinstrumente des Konzerns werden vollständig nach den Regelungen des IFRS 9 bewertet. 4.5.1 Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteZahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Barmittel, Festgeldeinlagen mit Restlaufzeiten bis zu drei Monaten und Sichteinlagen, die alle mit ihren Nominalwerten erfasst sind. Der Finanzmittelfonds, der in der Cashflow-Rechnung ausgewiesen wird, ist entsprechend der Zahlungsmitteldisposition der Gesellschaft definiert und ist mit den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten identisch. 4.5.2 Finanzielle VermögenswerteFinanzielle Vermögenswerte umfassen neben den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten insbesondere Beteiligungen, vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen sowie sonstige finanzielle Vermögenswerte. Finanzielle Vermögenswerte sind zu erfassen, wenn ein Konzernunternehmen Vertragspartei des Finanzinstruments wird. Bei der erstmaligen Erfassung eines finanziellen Vermögenswertes wird dieser mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet, welcher grundsätzlich den Anschaffungskosten entspricht. Transaktionskosten werden in die Erstbewertung einbezogen, sofern der finanzielle Vermögenswert nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird. Die Folgebewertung erfolgt abhängig von der Kategorisierung der Finanzinstrumente anhand einer der folgenden Bewertungskategorien:
Ein finanzieller Vermögenswert wird zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn die vertraglichen Zahlungsströme ausschließlich aus Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag des Finanzinstruments bestehen (Zahlungsstromkriterium) und das Geschäftsmodell im Halten des Finanzinstruments besteht. Hierunter fallen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der M1 Kliniken-Gruppe sowie sonstige Forderungen und die Bankguthaben und Barmittel. Die Folgebewertung dieser finanziellen Vermögenswerte erfolgt anhand der Effektivzinsmethode. Bei der Ermittlung des Effektivzinssatzes werden auch Transaktionskosten und sonstige Agien und Disagien berücksichtigt. Finanzielle Vermögenswerte werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wenn der finanzielle Vermögenswert entweder zu Handelszwecken gehalten wird oder eine verpflichtende Bewertung zum beizulegenden Zeitwert vorgesehen ist. Dies betrifft alle finanziellen Vermögenswerte, welche nicht das Zahlungsstromkriterium erfüllen oder dem Geschäftsmodell "Verkaufen" unterliegen. Finanzielle Vermögenswerte zu Handelszwecken werden nicht gehalten. Eine erfolgsneutrale Bewertung finanzieller Vermögenswerte erfolgt dann, wenn das Finanzinstrument das Zahlungsstromkriterium erfüllt und das Geschäftsmodell aus einer Kombination aus Halten und Verkaufen besteht. In der M1 Kliniken-Gruppe fällt kein finanzieller Vermögenswert in diese Kategorie. Im Bestand der M1 Kliniken-Gruppe befinden sich keine derivativen Finanzinstrumente. 4.5.3 Finanzielle VerbindlichkeitenFinanzielle Verbindlichkeiten sind zu erfassen, wenn ein Konzernunternehmen Vertragspartei des Finanzinstruments wird. Da die M1 Kliniken-Gruppe keine zu Handelszwecken gehaltene finanziellen Verbindlichkeiten oder Derivate hat, werden alle finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Bei der erstmaligen Erfassung einer finanziellen Verbindlichkeit werden diese mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt, welcher grundsätzlich dem Auszahlungsbetrag entspricht; Transaktionskosten werden in die Erstbewertung einbezogen. Nach der erstmaligen Erfassung werden finanzielle Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Bei der Ermittlung des Effektivzinssatzes werden auch Transaktionskosten und sonstige Agien und Disagien berücksichtigt. 4.5.4 Ausbuchung / WertminderungFinanzielle Vermögenswerte oder ein Teil eines finanziellen Vermögenswertes werden dann ausgebucht, wenn die M1 Klinken AG die Verfügungsmacht über die vertraglichen Rechte, aus denen der Vermögenswert besteht, verliert. Finanzielle Verbindlichkeiten werden dann ausgebucht, wenn die M1 Klinken AG keine vertraglichen Verpflichtungen mehr resultierend aus diesem Finanzinstrument hat. Finanzielle Vermögenswerte werden den Wertminderungsvorschriften des IFRS 9 unterzogen. Ausgenommen von der Wertminderung sind erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte. Die Höhe der Wertminderung bemisst sich nach den erwarteten Kreditverlusten. Erwartete Kreditverluste ergeben sich aus dem Unterschiedsbetrag zwischen den vertraglich vereinbarten Zahlungsströmen und den erwarteten Zahlungsströmen, bewertet zum Barwert mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz. Erwartete Kreditverluste werden grundsätzlich in drei Stufen erfasst. Die Wertminderungsvorschriften betreffen in der M1 Kliniken-Gruppe jedoch im Wesentlichen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Für diese ist gemäß IFRS 9.5.5.15 ein vereinfachter Ansatz vorgesehen, bei dem Stufe 1 der Erfassung erwarteter Kreditverluste wegfällt. Stattdessen werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entweder gemäß Stufe 2 oder Stufe 3 wertberichtigt. Auf Stufe 2 werden alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne Anzeichen für eine beeinträchtigte Bonität erfasst. Zur Ermittlung der erwarteten Kreditverluste werden zu jedem Stichtag aktualisierte beobachtete historische Ausfallquoten herangezogen, angepasst um etwaig notwendige zukunftsbezogene Komponenten. Sofern möglich, werden zudem externe Quellen zur Ermittlung der Ausfallwahrscheinlichkeiten einbezogen. Die erwarteten Kreditverluste ergeben sich als Produkt der ermittelten Ausfallwahrscheinlichkeiten mit dem Verlust bei Ausfall, welcher mit 100 % der Forderungshöhe angesetzt wird. Sofern Anzeichen für eine beeinträchtigte Bonität vorliegen, erfolgt ein Übergang auf Stufe 3 mit dem Ergebnis, dass neben der weiterhin erfolgten Erfassung eines Risikovorsorgepostens die Effektivverzinsung auf Basis des Nettobuchwerts erfolgt. Anzeichen für eine beeinträchtigte Bonität liegen insbesondere dann vor, wenn finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners in Verbindung mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit der Zahlungsunfähigkeit bekannt werden. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit beeinträchtigter Bonität erfolgt eine individualisierte Schätzung des erwarteten Kreditverlusts. Die M1 Kliniken-Gruppe prüft grundsätzlich einen Ausfall, wenn die vertraglichen Zahlungen um mehr als 90 Tage überfällig sind. Zusätzlich werden in Einzelfällen auch interne oder externe Informationen herangezogen, die darauf hindeuten, dass die vertraglichen Zahlungen nicht vollständig geleistet werden können. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn keine begründbare Erwartung über die zukünftige Zahlung besteht. 4.5.5 Saldierung von aufrechenbaren Forderungen und VerbindlichkeitenFinanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden so saldiert, dass nur der Nettobetrag in der Bilanz ausgewiesen wird. Dies geschieht erst dann, wenn zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Rechtsanspruch besteht, die erfassten Beträge miteinander zu verrechnen, und beabsichtigt ist, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Realisierung des betreffenden Vermögenswerts die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen. 4.5.6 Beizulegender ZeitwertDer beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die auf aktiven Märkten gehandelt werden (Level 1), wird durch den am Berichtsstichtag notierten Marktpreis oder öffentlich notierten Preis (vom Käufer gebotener Geldkurs bei Long-Position und Briefkurs bei Short-Position) ohne Abzug der Transaktionskosten bestimmt. Vergleichbar wird bei Finanzinstrumenten vorgegangen, die nicht selber an einem Markt gehandelt werden, aber von einem solchen Markt entsprechende Werte abgeleitet werden können (Level 2). Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die auf keinem aktiven Markt gehandelt werden (Level 3), wird unter Anwendung der Discounted Cash Flow Methode sowie den Vorgaben des IFRS 13 ermittelt. Zu den Bewertungsmethoden gehören die Verwendung der jüngsten Geschäftsvorfälle zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Geschäftspartnern, der Vergleich mit dem aktuellen beizulegenden Zeitwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Finanzinstruments, die Verwendung von Discounted-Cashflow-Methoden und anderer Bewertungsmodelle. Für weitere Details zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der wesentlichen Beteiligungen siehe Kapitel 6.1.7. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die beizulegenden Zeitwerte der nicht zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten im Wesentlichen deren Buchwerten entsprechen. 4.6 VorräteDie Vorräte im Beautybereich sowie im Handelsbereich werden zu Anschaffungskosten zzgl. etwaiger Anschaffungsnebenkosten (z.B. Transport, Zölle) bewertet bzw. zu einem etwaigen niedrigeren Nettoveräußerungswert. Unfertige Erzeugnisse und Fertigerzeugnisse bestehen nicht. 4.7 SachanlagenDie Sachanlagen werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bilanziert. Bei Abgängen des Sachanlagevermögens werden die historischen Anschaffungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen ausgebucht und ein Gewinn als sonstiger Ertrag oder Verlust aus dem Anlageabgang erfolgswirksam in der Position "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst. Sofern erforderlich, verringern Wertminderungen die fortgeführten Anschaffungskosten. Eine Neubewertung der Sachanlagen entsprechend dem nach IAS 16 bestehenden Wahlrecht erfolgte nicht. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear. Die Abschreibungen entsprechen dem Verlauf des Verbrauchs des künftigen wirtschaftlichen Nutzens. Die Sachanlagen werden linear über unterschiedliche wirtschaftlich maßgebliche Nutzungsdauern (drei bis 15 Jahre) abgeschrieben. scroll
Im Falle, dass der Buchwert den voraussichtlich erzielbaren Betrag für einen Gegenstand des Sachanlagevermögens übersteigt, wird entsprechend IAS 36 eine Wertminderung auf diesen Wert vorgenommen. Der erzielbare Betrag bestimmt sich aus dem Nettoverkaufserlös oder - falls höher - dem Barwert des geschätzten zukünftigen Cashflows aus der Nutzung des Vermögenswertes. Auf eine im Anlagevermögen gehaltene Immobilie wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Sonderabschreibung in Höhe von 456.729 EUR getätigt. Ende Januar 2020 wurde die Immobilie zum Buchwert veräußert. Weitere Belastungen im Geschäftsjahr 2020 aus der Veräußerung der Immobilie werden sich nicht ergeben. Die Nutzungsdauern und die Abschreibungsmethoden werden regelmäßig überprüft, um eine Übereinstimmung des wirtschaftlichen Nutzens mit der Abschreibungsdauer zu gewährleisten. Zusätzlich zu den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen werden ab dem Geschäftsjahr 2019 im Bereich der Abschreibungen auch die planmäßigen Wertminderungen der gemäß IFRS 16 aktivierten Nutzungsrechte verbucht. Vor allem aus dieser Darstellungsänderung ergibt sich eine Erhöhung der Abschreibungen im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 3.402.081 EUR (Vorjahr: 710.775 EUR). Auf die Ausweisänderung und die erstmalige Anwendung der Regelungen der IFRS 16 entfällt ein Betrag von 2.018.289 EUR im abgelaufenen Geschäftsjahr. 4.8 LeasingverhältnisseDer Konzern verfolgt die Strategie, wichtige Vermögensgegenstände die zur Erbringung des Geschäftsbetriebs erforderlich sind, teilweise zu mieten bzw. zu leasen. Hierunter fallen neben einigen Dienstfahrzeugen vor allem die Flächen der Klinik in Berlin-Köpenick sowie die Flächen des Praxisnetzwerkes. Die Flächen werden an dafür geeigneten Standorten angemietet und über langlaufende Mietverträge gebunden. Regelmäßig wird eine erste Mietzeit von fünf Jahren vereinbart, die ein- oder mehrmals verlängert werden kann. Miet- und Leasingverpflichtungen wurden in 2019 erstmalig auf Grundlage der Regelungen des IFRS 16 bilanziert. In diesem Zusammenhang werden bei Begründung des Miet- und Leasingverhältnisses die zukünftig zu erwartenden Miet- und Leasingzahlungen aktiviert und eine entsprechende Miet- und Leasingverbindlichkeit passiviert. Der Aufwand aus den Miet- und Leasingverhältnissen wird in der Position "Abschreibungen" berücksichtigt. 4.9 Immaterielle VermögenswerteDie M1 Kliniken AG aktiviert immaterielle Vermögenswerte, wenn sich der Vermögenswert auf Grund von in der Vergangenheit liegenden Ereignissen im wirtschaftlichen Eigentum der Gesellschaft befindet, wenn anzunehmen ist, dass ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen aus diesem Vermögenswert dem Unternehmen zufließt und wenn die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig ermittelt werden können. Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte liegen nicht vor. SoftwareSoftware wird mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und als ein immaterieller Vermögenswert getrennt vom Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen, sofern diese Software-Kosten kein integraler Bestandteil der zugehörigen Hardware sind. Software wird über einen Zeitraum von drei bzw. vier Jahren linear abgeschrieben. Geschäfts- oder FirmenwertDer Geschäfts- oder Firmenwert wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich aus dem Überschuss der übertragenen Gesamtgegenleistung und des Betrags der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden des Konzerns ergeben. Unabhängig davon, ob ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt, wird jährlich der erzielbare Betrag für die zahlungsmittelgenerierende Einheit, zu welcher der Geschäfts- oder Firmenwert gehört, ermittelt. Liegt der Buchwert über dem erzielbaren Betrag, so wird eine Wertberichtigung vorgenommen. Liegt der erzielbare Wert nur um 10 % unter dem Buchwert, wird über eine Sensitivitätsrechnung ein theoretisches Wertberichtigungspotential ermittelt. Hierzu wird sowohl das zugrunde gelegte Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) um 10 % reduziert, als auch der risikolose Basiszinssatz um 1 Prozentpunkt angehoben und die Auswirkungen auf den aktivierten Geschäfts- oder Firmenwert ermittelt. 4.10 Wertminderung von langfristigen VermögenswertenSachanlagen und immaterielle Vermögenswerte werden im Hinblick auf eine mögliche Wertminderung immer dann geprüft, wenn auf Grund von Ereignissen oder Änderungen der äußeren Umstände Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der für den Vermögenswert am Abschlussstichtag erzielbare Wert unter seinem Buchwert liegt, oder wenn eine jährliche Überprüfung auf Wertminderung erforderlich ist. Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer muss zudem mindestens jährlich ein Wertminderungstest durchgeführt werden. Zur Bestimmung, ob ein Wertminderungsbedarf besteht, wird der erzielbare Betrag ermittelt. Falls dieser für den Vermögenswert nicht direkt ermittelt werden kann, erfolgt die Ermittlung über eine zahlungsmittelgenerierende Einheit (ZGE), zu welcher der Vermögenswert gehört. Hierzu werden die von der zahlungsmittelgenerierenden Einheit erwarteten zukünftigen Zahlungsflüsse ermittelt und diese nach dem Discounted Cash Flow Ansatz bewertet. In den Abzinsungsfaktor fließen der risikolose Zinssatz sowie ein Risikozuschlag ein, wobei die Kapitalkosten entsprechend der Kapitalisierungsstruktur (Eigenkapital / Fremdkapital) der zahlungsmittelgenerierenden Einheit gewichtet werden. Gehört ein Vermögenswert zu mehreren zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, so werden die gemeinschaftlich genutzten Vermögenswerte auf die einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten verteilt. Sofern der Buchwert eines Vermögenswertes den erzielbaren Betrag übersteigt, wird bei Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten, die zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt worden sind, eine Wertminderung erfasst. Der erzielbare Wert ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten entspricht dem durch einen Verkauf des Vermögenswertes in einer marktüblichen Transaktion zwischen sachverständigen Parteien erzielbaren Betrag. Der Nutzungswert entspricht dem Barwert der geschätzten künftigen Cashflows, die aus der dauerhaften Nutzung eines Vermögenswertes und seiner Veräußerung am Ende der Nutzungsdauer erwartet werden. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu schätzen oder, falls dies nicht möglich ist, für die kleinste identifizierbare zahlungsmittelgenerierende Einheit. Wird bei einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, ein Wertminderungsbedarf festgestellt, der höher ist als der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts, so wird dieser zunächst vollständig abgeschrieben und der verbleibende Wertminderungsbedarf auf die übrigen Vermögenswerte der ZGE verteilt. 4.11 EigenkapitalDie Gesellschaft ist am Basic Board (Freiverkehr) der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Zum Jahresende betrug das Grundkapital der Gesellschaft 17.500.000 EUR (Vorjahr: 17.500.000 EUR), welches in 17.500.000 Aktien (Vorjahr: 17.500.000 Aktien) mit einem Nennwert von 1,00 EUR eingeteilt ist. Im September 2018 erfolgte eine Kapitalerhöhung im Umfang von 1.000.000 Aktien, die zu einem Bruttopreis von 15,30 EUR pro Aktie ausgegeben wurden. Der über den Nennwert hinausgehende Ausgabebetrag (sog. "Agio") der Aktien wurde in die Kapitalrücklage gebucht. In dieser befinden sich die Agiobeträge der Kapitalerhöhung aus Oktober 2017 sowie September 2018. 4.12 Rückstellungen und EventualverbindlichkeitenRückstellungen werden in Übereinstimmung mit IAS 37 für Verpflichtungen ausgewiesen, die ihrer Fälligkeit oder ihrer Höhe nach ungewiss sind, es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung mit dem Abfluss von Ressourcen einhergeht und der Betrag der Rückstellung verlässlich zu schätzen ist. Eine Rückstellung ist ausschließlich dann anzusetzen, wenn:
Der als Rückstellung erfasste Betrag stellt die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der zum Bilanzstichtag bestehenden Verpflichtung dar, d.h. der Betrag, den das Unternehmen bei zuverlässiger Betrachtung zur Erfüllung der Verpflichtung am Bilanzstichtag oder zu ihrer Übertragung auf eine dritte Partei an diesem Tag zahlen müsste. Langfristige Rückstellungen werden mit einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, sofern der Effekt hieraus wesentlich ist. Im Falle einer Abzinsung wird die durch Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellungen als Finanzaufwand erfasst. Als Eventualschulden werden im Anhang die Verbindlichkeiten ausgewiesen, die aus einer möglichen Verpflichtung auf Grund eines vergangenen Ereignisses resultieren und deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer unsicherer künftiger Ereignisse bedingt ist, die nicht vollständig in der Kontrolle des Unternehmens stehen. Eventualschulden können auch aus einer gegenwärtigen Verpflichtung entstehen, die auf vergangenen Ereignissen beruht, jedoch nicht erfasst wurde, weil:
Wenn die Wahrscheinlichkeit des Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen für die Gesellschaft gering ist, wird keine Eventualschuld offengelegt. 5 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung5.1 Operatives Ergebnis5.1.1 UmsatzerlöseBei den Umsatzerlösen in Höhe von insgesamt 77.216.857 EUR (Vorjahr: 65.208.588 EUR) handelt es sich im Wesentlichen um Erlöse aus dem Verkauf von Arzneimitteln und Medizinprodukten, ärztliche Leistungen im Bereich der ästhetischen Medizin sowie Erbringung von Infrastrukturleistungen. Die Umsatzerlöse wurden im Berichtsjahr zu 27,2 % mit Kunden außerhalb Deutschlands erzielt (Vorjahr: 27,4 %). Die regionale Zuordnung erfolgt nach Wohnort oder Geschäftssitz des Kunden. Auf die Angabe von offenen Leistungsverpflichtungen wird in Einklang mit IFRS 15.121 verzichtet. 5.1.2 Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 283.388 EUR (Vorjahr: 177.540 EUR). In der folgenden Tabelle ist eine Aufgliederung der sonstigen betrieblichen Erträge in ihre einzelnen Bestandteile dargestellt. scroll
5.1.3 Aufwendungen für bezogene Waren und LeistungenDie Aufwendungen für bezogene Waren und Leistungen, die sich insgesamt auf 45.611.450 EUR (Vorjahr: 42.260.600 EUR) belaufen, enthalten im Wesentlichen die Aufwendungen, die im Zusammenhang mit dem Einkauf von Arzneimitteln und Medizinprodukten entstanden sind. Daneben sind Aufwendungen für bezogene Leistungen (v.a. Honoraraufwendungen) im Bereich der ästhetischen Medizin enthalten. 5.1.4 PersonalaufwandDer Personalaufwand erhöhte sich auf Grund der Expansion auf insgesamt 12.621.952 EUR (Vorjahr: 9.439.836 EUR). Er betrifft zu 10.597.017 EUR Löhne und Gehälter (Vorjahr: 7.915.037 EUR) sowie 2.024.935 EUR für Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge (Vorjahr: 1.524.798 EUR). Hierin sind staatliche beitragsorientierte Pläne in Form der Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Alterssicherung in Höhe von 888.931 EUR (Vorjahr 588.538 EUR) enthalten. In der M1 Kliniken-Gruppe wurden im Berichtszeitraum durchschnittlich 236 Angestellte (Vorjahr: 181 Angestellte) beschäftigt. Hiervon waren 185 Angestellte in Vollzeit (Vorjahr: 137) und 50 Angestellte in Teilzeit (Vorjahr: 43) beschäftigt. Gewerbliche und leitende Mitarbeiter werden nicht beschäftigt. Zudem wurde eine Auszubildende beschäftigt. 5.1.5 AbschreibungenDie Abschreibungen enthalten planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 3.402.081 EUR (Vorjahr: 710.775 EUR). Ein Betrag von 2.018.289 EUR entfiel auf die planmäßige Abschreibung der gemäß IFRS 16 aktivierten Nutzungsrechte (Vorjahr: 0 EUR). Die Sachanlagen und die immateriellen Vermögenswerte werden linear abgeschrieben. scroll
5.1.6 Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die sich insgesamt auf 7.913.130 EUR (Vorjahr: 6.517.858 EUR) belaufen, verteilen sich auf eine Vielzahl von Einzelpositionen, wie z.B. Miete, Werbe- und Reisekosten, Verpackungsmaterial, Frachtkosten, Versicherungsprämien, Fremdarbeiten, Rechts- und Beratungskosten sowie Jahresabschluss- und Prüfungskosten. In der folgenden Tabelle ist eine Aufgliederung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen in ihre einzelnen Bestandteile dargestellt. scroll
In den Fremdleistungen sind höhere Beratungskosten sowie Einmalaufwendungen im Rahmen der Expansion enthalten. Raumkosten betreffen nicht mehr die originären Mietzahlungen. 5.2 FinanzergebnisDie Zinsen und ähnliche Erträge beinhalten Zinserträge in Höhe von insgesamt 80.876 EUR (Vorjahr: 158.036 EUR). Die Zinsen resultieren aus der Vergabe von Darlehen bzw. aus der Anlage von liquiden Mitteln bei deutschen Kreditinstituten. Die Erträge aus Beteiligungen bestehen aus der Garantiedividende der HC Grundbesitz GmbH sowie weitere Dividenden in Höhe von 1.767.892 EUR (Vorjahr: 1.484.585 EUR). Bei Zinsen und ähnliche Aufwendungen, die sich insgesamt auf 342.343 EUR (Vorjahr: 8.244 EUR) belaufen, handelt es sich im Wesentlichen um die Abzinsung der aktivierten Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16. 5.3 Ertragsteuern und sonstige SteuernDie Steuern vom Einkommen und Ertrag belaufen sich auf 3.015.549 EUR (Vorjahr: 1.482.226 EUR). scroll
Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt wie im Vorjahr unter Verwendung unterschiedlicher Effektivsteuersätze. Unter Hinweis auf IAS 12.81 c ergeben sich die folgenden Steuersätze: scroll
Der gesetzliche Effektivsteuersatz beinhaltet die Körperschaftsteuer und den Solidaritätszuschlag (Effektivsatz: 15,825 %) sowie die Gewerbesteuer (Effektivsätze: Berlin mit 14,350 % / Schönefeld mit 8,400 %). scroll
5.4 Ergebnis je AktieBei der im September 2018 durchgeführten Kapitalerhöhung wurden 1.000.000 neue Aktien zu einem Nennwert von 1,00 EUR je Aktie ausgegeben. Das Ergebnis je Aktie ermittelt sich wie folgt: scroll
6 Erläuterungen zur Konzernbilanz6.1 Aktiva6.1.1 Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteZahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Barmittel, Festgeldeinlagen mit Restlaufzeiten bis zu drei Monaten und Sichteinlagen, die alle mit ihren Nominalwerten erfasst sind. scroll
6.1.2 Forderungen aus Lieferungen und LeistungenForderungen aus Lieferungen und Leistungen, die sich insgesamt auf 22.242.645 EUR (Vorjahr: 16.738.923 EUR) belaufen, sind zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Hierzu kommt das sogenannte Modell der erwarteten Kreditverluste zur Anwendung, wodurch sich jedoch keine wesentlichen Effekte ergeben haben. Die Erfassung von Wertminderungen erfolgt zunächst auf Wertberichtigungskonten, es sei denn, es kann bereits bei Eintritt des Wertminderungstatbestands davon ausgegangen werden, dass die Forderung gänzlich oder in Teilen uneinbringlich sein wird. In diesen Fällen erfolgt eine direkte erfolgswirksame Wertminderung des Bruttowertes der Forderung. Im Geschäftsjahr 2019 beliefen sich die Wertberichtigungen auf 2.269 EUR (Vorjahr: 840 EUR). Zum Stichtag gibt es wie im Vorjahr keine Anzeichen für eine beeinträchtigte Bonität der Debitoren. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 2.760.343 EUR (Vorjahr: 1.515.222 EUR) enthalten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig. scroll
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Aufgrund der kurzen Laufzeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen. Es bestehen wie im Vorjahr keine überfälligen Forderungen ggü. Kunden. 6.1.3 VorräteBei den Vorräten handelt es sich vornehmlich um Waren, die im gewöhnlichen Geschäftsbetrieb gehalten werden bzw. Behandlungsmaterialien, die im Zuge der ärztlichen Behandlungen verwendet werden. Einen Ab- bzw. Zuschreibungsbedarf i.S. des IAS 2.28 - 2.33 gab es im Geschäftsjahr 2019 (wie auch im Vorjahr) nicht. scroll
6.1.4 Geschäfts- oder FirmenwertEin Geschäfts- oder Firmenwert, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, darf nicht abgeschrieben werden. Stattdessen hat der Erwerber ihn zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) des Konzerns zuzuordnen und gemäß IAS 36 auf Wertminderung zu prüfen, und zwar einmal jährlich oder häufiger, falls Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hinweisen, dass eine Wertminderung stattgefunden haben könnte. Wenn der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit kleiner als ihr Buchwert ist, ist der Wertminderungsaufwand zunächst dem Buchwert der Einheit zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwertes und dann anteilig den anderen Vermögenswerten zuzuordnen. Jeglicher Wertminderungsaufwand des Geschäfts- oder Firmenwertes wird direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand darf in künftigen Perioden nicht aufgeholt werden. Der in der Konzernbilanz ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert von 8.028.737 EUR wurde zu 115.723 EUR der M1 Med Beauty Berlin GmbH und zu 7.913.014 EUR der M1 Aesthetics GmbH als zahlungsmittelgenerierende Einheit zugeordnet. Es ergaben sich - ebenso wie im Geschäftsjahr 2018 - keine Veränderungen zum Vorjahr. scroll
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Für die Durchführung des Impairment-Tests wurde der erzielbare Betrag der ZGEs M1 Aesthetics und M1 Med Beauty Berlin aufgrund einer Dreijahresplanung mit entsprechenden Annahmen zu Umsatz- und Kostenentwicklungen zugrunde gelegt. Die Dreijahresplanung wurde aufgrund der Geschäftserwartungen der Gesellschaften sowie der Geschäftserfahrungen (im Umsatz- und Kostenbereich) erstellt. Für den Terminal Value nach dem Zeitraum der Detailplanung werden keine weiteren Wachstumsfaktoren eingerechnet. Hieraus wurden die künftig zu erwartenden Cash Flows abgeleitet. Für die Ermittlung des Cash Flows für den Terminal Value wurde der Durchschnitt der drei Planungsjahre herangezogen. Als Abzinsungssatz sowie zur Extrapolation wurde ein Zinssatz i.H.v. 6,15 % verwendet. Von der Geschäftsführung wurde für die Dreijahresplanung eine konstante Wachstumsrate von 15 % auf Grundlage der Werteentwicklung der Vergangenheit und der erwarteten künftigen Marktentwicklung angenommen. Dieser Rechenansatz wurde ebenso wie im Vorjahr verwendet. Die Ermittlung der Kapitalkosten erfolgte auf Grundlage von geschätzten Eigenkapitalkosten (inkl. Zuschlag für Marktrisikoprämie) sowie Fremdkapitalkosten (abzüglich Steueranteil). Dadurch werden die spezifischen Risiken der jeweiligen Segmente, in denen die ZGEs tätig sind, abgebildet. Für die Ermittlung des gewichteten Kapitalkostensatzes wurde eine Annahme für ,typische' Kapitalanteile gewählt. Im Ergebnis der durchgeführten Impairment Tests ergab sich kein Wertminderungsbedarf für die in der Bilanz ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte. Eine Sensitivitätsanalyse des Wertminderungstests gegenüber Änderungen der wichtigsten Annahmen zur Ermittlung des erzielbaren Betrags wurde für die Geschäfts- oder Firmenwerte der ZGEs M1 Med Beauty Berlin und M1 Aesthetics durchgeführt. Jede nach vernünftigem Ermessen mögliche Änderung der wichtigsten Annahmen führt nicht dazu, dass der Gesamtbuchwert den erzielbaren Betrag der ZGEs übersteigt. 6.1.5 Immaterielle Vermögenswerte ohne Geschäfts- oder FirmenwertDie immateriellen Vermögenswerte ohne Geschäfts- oder Firmenwert betreffen vor allem Investitionen in Software. scroll
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6.1.7 Langfristige finanzielle VermögenswerteUnter den langfristigen finanziellen Vermögenswerten werden die Anteile an der HC Grundbesitz GmbH sowie die in 2018 und 2019 gegründeten und noch nicht konsolidierten ausländischen Tochtergesellschaften bilanziert. scroll
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1 EUR = 1,60 AUS Dollar Die in den langfristigen finanziellen Vermögenswerten gehaltenen Beteiligungen sind erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Ergebnisse aus dieser Kategorie sind im sonstigen betrieblichen Ertrag erfolgswirksam erfasst worden. Ergebniseffekte sind in 2019 nicht eingetreten. Für die Bewertung der HC Grundbesitz GmbH wurde maßgeblich auf den abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrag (EAV) abgestellt, der zunächst über eine fünfjährige Laufzeit seit Ende 2016 abgeschlossen wurde. Anschließend verlängert sich der EAV um jeweils ein Jahr. In dem Bewertungsmodell wurde eine Phase A (2019 - 2020) sowie eine Phase B (ab 2021 -ohne Enddatum) unterschieden. In Phase A kann die Garantiedividende i.H.v. 1.483.049 EUR verlässlich eingeplant werden, da eine Zahlungsgarantie der die HC Grundbesitz beherrschenden Gesellschaft zur Auszahlung der Dividende besteht. In Phase B muss grundsätzlich davon ausgegangen werden, dass der EAV jährlich gekündigt werden kann, wobei angenommen wird, dass in jedem Jahr der Laufzeit des EAV die o.g. Garantiedividende gezahlt wird. Als Kündigungswahrscheinlichkeit wird auf Grundlage der qualitativen Einschätzungen der Gesellschaft ein Wert in Höhe von unter 20 % angenommen und in die Bewertung einbezogen. In Phase A wird ein Kapitalisierungszinssatz (Summe von Basiszinssatz und Credit Spread der beherrschenden Gesellschaft) angesetzt. Dieser beträgt - 0,1 % für 2019 sowie + 0,06 % für 2020. In Phase B wird ein WACC in Höhe von 7 % angesetzt. scroll
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6.1.8 Sonstige finanzielle und nicht-finanzielle VermögenswerteDie sonstigen finanziellen und nicht-finanziellen Vermögenwerte bestanden im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 im Wesentlichen Forderungen an einen Kunden sowie im Umlaufvermögen enthaltene Wertpapiere. scroll
6.2 Passiva6.2.1 Kurzfristige RückstellungenDie kurzfristigen Rückstellungen beinhalten Abschluss- und Prüfungskosten der einbezogenen Gesellschaften, Rückstellungen für Personalkosten, Rechts- und Beratungskosten sowie sonstige Rückstellungen. Die hierfür anzusetzenden Werte sind durch fest definierte Berechnungsalgorithmen klar zu ermitteln. scroll
6.2.2 VerbindlichkeitenDie kurzfristigen Verbindlichkeiten umfassen kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten und die sonstigen kurzfristigen nicht-finanziellen Verbindlichkeiten sind zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Aufgrund der kurzen Laufzeiten dieser Finanzinstrumente wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen. Der Bereich der langfristigen Verbindlichkeiten umfasst langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die aus drei Restdarlehen aus der Finanzierung von Anlagevermögen der Schlossklinik in Berlin bestehen. Die Kreditkonditionen liegen wie im Vorjahr jeweils bei knapp 2 %. Als Sicherheit wurden die finanzierten Anlagegegenstände vereinbart. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Buchwert. scroll
6.2.3 Latente SteuerschuldenFür alle zu versteuernden temporären Differenzen wird eine latente Steuerschuld bilanziert, es sei denn, die latente Steuerschuld erwächst aus einem Geschäfts- oder Firmenwert, für den eine Abschreibung steuerlich nicht absetzbar ist, oder dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalles weder das handelsrechtliche Gesamtergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst. Eine Verrechnung aktiver und passiver latenter Steuern wird nur vorgenommen, wenn ein Rechtsanspruch zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche und tatsächlicher Steuerschulden besteht und sich die latenten Steueransprüche und -schulden auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Behörde für dasselbe Steuersubjekt erhoben werden. Zum Stichtag wurden keine aktiven latenten Steuern ausgewiesen. Im Zusammenhang mit der Fair Value-Bewertung vorhandener Finanzinstrumente war es erforderlich, latente Steuern zu passivieren. Der Betrag, um den die nach Fair Value bewerteten IFRS-Wertansätze die Steuerbilanzwerte übersteigen, beträgt 3.305.768 EUR (Vorjahr: 10.387 EUR). Unter Anwendung des Effektivsteuersatzes von 30,175 % und anderer Komponenten ergibt sich eine zu passivierende latente Steuerschuld in Höhe von 992.887 EUR (Vorjahr: 3.134 EUR). Diese latente Steuer betrifft in voller Höhe die Bilanzposition "Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte". 6.2.4 EigenkapitalDas Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von 17.500.000 EUR (Vorjahr: 17.500.000 EUR) ist eingeteilt in 17.500.000 Stückaktien (Vorjahr: 17.500.000 Aktien) mit einem rechnerischen Nennwert von je 1,00 EUR. Zur Entwicklung und Zusammensetzung des Eigenkapitals wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen. Im Geschäftsjahr 2019 wurde nach Beschluss der Hauptversammlung der M1 Kliniken AG vom 23. August 2019 eine Dividende in Höhe von 0,30 EUR pro Aktie (Vorjahr: 0,30 EUR pro Aktie) ausgezahlt. Die im September 2018 ausgegebenen neuen Aktien aus einer Kapitalerhöhung waren voll dividendenberechtigt. Der Vorstand plant, der Hauptversammlung vorzuschlagen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2019 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen. 7 Angaben zur KonzernkapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel der M1 Kliniken-Gruppe im Laufe der Berichtsjahre durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. In dieser Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme nach Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert. Die Zahlungsflüsse aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden jeweils nach der direkten Methode dargestellt. Die Zahlungsflüsse aus der Geschäftstätigkeit werden hingegen nach der indirekten Methode dargestellt. Der Finanzmittelfonds enthält kurzfristig verfügbare Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 9.098.035 EUR (Vorjahr: 25.383.993 EUR). Im Cash Flow aus .laufender Geschäftstätigkeit' betreffen die wesentlichen Positionen des Periodenergebnis' in Höhe von 9.729.030 EUR (Vorjahr: 6.612.567 EUR), die Zunahme der Forderungen aus Lieferung und Leistung und anderer Aktiva in Höhe von 19.368.692 EUR (Vorjahr: 5.409.249 EUR) sowie die Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung und anderer Passiva in Höhe von 6.958.839 EUR (Vorjahr: 1.227.312 EUR). Die Höhe der Zunahme der .sonstigen Aktiva' ist verursacht durch die Umbuchung eines finanziellen Vermögenswertes aus dem langfristigen Finanzanlagevermögen in das kurzfristige Finanzanlagevermögen (12.020.928 EUR). Der Cash Flow für Investitionstätigkeit ist geprägt durch die Netto-Einzahlungen in das Finanzanlagevermögen in Höhe von 4.487.533 EUR (Vorjahr: 1.261.970 EUR), die Investitionen in das Sachanlagevermögen von 1.063.971 EUR (Vorjahr: 2.096.410 EUR) sowie Beteiligungserträge in Höhe von 1.767.892 EUR (Vorjahr: 1.484.585 EUR). Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit ist im abgelaufenen Geschäftsjahr durch die Zahlung der Dividende in Höhe von 5.250.000 EUR (Vorjahr: 4.950.000 EUR) sowie erstmals Tilgungen aus aktivierten Nutzungsrechten in Höhe von 2.262.546 EUR (Vorjahr: 0 EUR) geprägt. Im Vorjahr war noch ein Nettomittelzufluss in Höhe von 14.799.792 EUR aus der Kapitalerhöhung im September 2018 zu verzeichnen. 8 SegmentberichterstattungDie berichtspflichtigen Segmente im M1 Kliniken-Konzern sind die Segmente:
Die Einteilung in operative Segmente folgt den Vorgaben aus der internen Steuerung und Controlling des Konzerns anhand der Geschäftstätigkeiten. Eine Segmentierung nach regionalen Gesichtspunkten erfolgt nicht, da dies für die interne Steuerung (bislang) keine relevante Steuerungsgröße ist. Im Segment "Beauty" wird die Schlossklinik in Berlin-Köpenick, die OP-Aktivitäten in verschiedenen Belegkliniken in Deutschland sowie das Netzwerk ambulanter Fachzentren geführt. In den Kliniken werden Leistungen der ästhetischen Chirurgie (v.a. Brustvergrößerungen, Lidstraffungen und Fettabsaugungen), im Netzwerk der Fachzentren werden weitere ästhetisch-medizinische Behandlungsleistungen (v.a. Unterspritzungen mit Hyaluronsäure und Botulinumtoxin, Laserbehandlungen, zahnästhetische Behandlungen) durchgeführt. Kunden dieses Segmentes sind natürliche Personen, für die Behandlungen durchgeführt werden, sowie Betreiber von Praxisbetrieben für ästhetische Medizin. Im Segment "Handel" werden sämtliche Aktivitäten des Handels mit Arzneimitteln und Medizinprodukten zusammengefasst. Hierbei handelt es sich um eine reine Handelsaktivität. Die Produkte werden in diesem Zusammenhang nicht bearbeitet oder veredelt. Vielmehr nutzt der M1 Kliniken-Konzern die Handelsaktivitäten zur Vergrößerung seines Abnahmevolumens bei relevanten Lieferanten als Grundlage für Preisverhandlungen. Zielkunden dieses Segmentes sind Weiterverwender, welche die Produkte im Rahmen der eigenen Geschäftsaktivitäten verwenden oder diese erneut weiterhandeln. Aufgrund der Marktstruktur ist eine relativ kleine Gruppe an Kunden für den Hauptteil des Umsatzes verantwortlich. Eine wirtschaftliche Abhängigkeit des M1 Kliniken AG - Konzerns von diesen Kunden besteht nicht. Das Segment "Handel" ist für den M1 Kliniken-Konzern ein ergänzendes Segment, welches einen primär dienenden Charakter für die Unternehmensstrategie im Segment "Beauty" (Volumenerhöhung für Preisverhandlungen) übernimmt. Sämtliche Aktivitäten sind aus dem Ziel des M1 Kliniken-Konzerns begründet, bestimmender Anbieter für Leistungen im Markt für schönheitsmedizinische und ästhetische Behandlungen in den jeweils bearbeiteten regionalen Märkten zu sein und hierdurch eine vorteilhafte Position bei den Beschaffungskosten zu erlangen. Die Segmente verfügen über keine Innenumsätze im Konzern. Veränderungen bei der Segmentierung bzw. der Zuordnung einzelner Aktivitäten zu den Segmenten haben im Geschäftsjahr 2019 nicht stattgefunden. scroll
Bedingt durch das Geschäftsmodell sowie die konkreten Abrechnungsmodalitäten in den Geschäftssegmenten erwirtschaftet der Konzern relativ hohe Anteile seines Umsatzes mit nur wenigen Kunden (Kunden, die jeweils mehr als 10 % des Konzernumsatzes auf sich vereinen). In 2019 wurden 80,0 % (61.719.471 EUR) des Umsatzes mit drei Kunden getätigt. In 2018 wurden 60,6 % des Umsatzes (39.525.650 EUR) mit drei Kunden getätigt, die jeweils mehr als 10 % des Gesamtumsatzes auf sich vereinigt haben. 9 Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten9.1 KapitalrisikomanagementDer Konzern steuert sein Kapital bislang mit dem Ziel, durch eine sehr hohe Eigenkapitalquote keine Abhängigkeiten von Fremdkapitalgebern zu erlangen und die unternehmerische Entscheidungsfreiheit so weit wie möglich offen zu halten. Hierdurch wird sichergestellt, dass alle Konzernunternehmen unter der Unternehmensfortführungsprämisse operieren können und Entscheidungen nicht durch etwaige Covenants von Fremdkapitalgebern beeinflusst werden. Das Eigenkapital beträgt zum jeweiligen Abschlussstichtag: scroll
Der Konzern hat zur operativen Umsetzung seines Geschäftsmodells Fremdkapital in geringer Höhe aufgenommen. Im Berichtszeitraum haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 149.546 EUR auf insgesamt 84.295 EUR verringert. Aufgrund des geringen Betrages der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und des geringen Zinsniveaus sehen wir derzeit nur in begrenztem Umfang Zinsänderungsrisiken. 9.2 Kategorien von FinanzinstrumentenBei den in den beiden nachstehenden Tabellen dargestellten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten stellen die Buchwerte in der Konzernbilanz eine gute Näherung für die beizulegende Zeitwerte dar. scroll
Die Nettogewinne der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte entsprechen wie im Vorjahr im Wesentlichen den unter Abschnitt 5.2. beschriebenen Zinserträgen. Die Nettoverluste aus den finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen wie im Vorjahr im Wesentlichen den dort beschriebenen Zinsaufwendungen. Der Nettogewinn der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte setzt sich zusammen aus den Beteiligungserträgen und den Fair Value Änderungen. 9.3 Risikomanagementpolitik und SicherungsmaßnahmenDas Risikomanagementsystem der M1 Kliniken-Gruppe hat das Ziel, alle bedeutenden Risiken und deren Ursachen frühzeitig zu erkennen und zu erfassen, um finanzielle Verluste, Ausfälle oder Störungen zu vermeiden. Es wird kein Hedge Accounting i. S. d. IFRS 9 angewendet. Das Vorgehen stellt sicher, dass geeignete Gegenmaßnahmen zur Risikovermeidung umgesetzt werden können. Im Wesentlichen handelt es sich um ein Früherkennungssystem, das der Überwachung der Liquidität und der Ergebnisentwicklung dient. Die Risikomanagementpolitik wird im Wesentlichen durch den Vorstand der M1 Kliniken AG abgedeckt. Die Controllingabteilungen der M1 Med Beauty Berlin GmbH und der M1 Aesthetics GmbH, die dabei unterstützend mitwirken, überwachen dazu die operativen Erfolge und können somit Planabweichungen rechtzeitig erkennen. Die jeweiligen Verantwortlichen der Fachabteilungen entscheiden falls notwendig gemeinsam mit dem Vorstand über die angemessene Strategie bei der Steuerung der Risiken. Die M1 Kliniken-Gruppe ist allgemein Risiken ausgesetzt, die sich aus der Veränderung von Rahmenbedingungen durch die Gesetzgebung oder aus anderen Vorschriften ergeben können. Sollten sich jedoch derartige Veränderungen ergeben, treten sie in den meisten Fällen nicht plötzlich und überraschend auf, so dass i.d.R. ausreichend Reaktionszeit besteht, um auf Veränderungen zu reagieren. 9.3.1 Risiko aus dem Ausfall von finanziellen und nicht-finanziellen VermögenswertenAusfallrisiko ist das Risiko, dass Geschäftspartner ihrer vertraglichen Verpflichtung nicht nachkommen können und dem Konzern somit ein finanzieller Verlust entsteht. Aufgrund der guten Kenntnis der Kunden des Unternehmens kann das Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferung und Leistung gut gesteuert werden. Offene Positionen werden jeweils nur bei Sicherstellung der tatsächlichen Begleichung eingegangen. Daher ist die Bedeutung des Ausfallrisikos für die M1 Kliniken-Gruppe gering. Sofern dennoch solche Risiken erkennbar werden, werden diese entsprechend des in Kapitel 4.5.4 beschriebenen Expected-Credit-Loss-Model nach IFRS 9 durch Wertberichtigungen gewürdigt. Das maximale Ausfallrisiko der finanziellen Vermögenswerte ist durch die Höhe der Buchwerte begrenzt. 9.3.2 LiquiditätsrisikoDer Konzern steuert Liquiditätsrisiken zur Gewährleistung der fortwährenden Zahlungsfähigkeit durch ständiges Überwachen der prognostizierten und tatsächlichen Cashflows und Abstimmungen der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. In den folgenden Tabellen sind die erwarteten Cashflows der finanziellen Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2019 und zum 31. Dezember 2018 dargestellt. Zinszahlungen wurden nicht berücksichtigt. Eine Diskontierung der länger als ein Jahr laufenden Verbindlichkeiten wurde nicht durchgeführt: scroll
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Die unverzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten entfallen mit 7.777.026 EUR (Vorjahr: 907.664 EUR) auf die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie mit 150.425 EUR (Vorjahr: 81.968 EUR) auf die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten. 9.3.3 Sonstige PreisrisikenSonstige Preisrisiken können sich aus steigenden Einkaufspreisen ergeben. Langfristige Lieferverträge und ähnliche Maßnahmen, die diese Risiken eingrenzen könnten, bestehen derzeit nicht. Der Abschluss solcher Verträge würde die erforderliche Flexibilität des Managements bei der Zusammenstellung des Produktportfolios, welches nachfragebezogen zusammengestellt wird, negativ beeinflussen. Das Unternehmen konnte in den vergangenen Jahren durch eine geschickte Einkaufspolitik die Einstandspreise für die verwendeten Behandlungsmaterialien signifikant senken. Auch für die Zukunft wird mit sinkenden Einkaufspreisen gerechnet. Auch der Handelsbereich wird perspektivisch von eher sinkenden Einkaufspreisen profitieren. 10 Sonstige Angaben10.1 Haftungsverhältnisse, Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle VerpflichtungenEs bestehen keine Haftungsverhältnisse oder Eventualverbindlichkeiten. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen liegen im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs. Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen zum Jahresende 2019 Verbindlichkeiten in Höhe von 11.227.570 EUR (Vorjahr: 0 EUR), die mit 9.084.642 EUR auf langfristige Verbindlichkeiten und 2.226.213 EUR auf kurzfristige Verbindlichkeiten entfallen. Im Geschäftsjahr 2019 wurden Miet- und Leasingzahlung i.H.v 2.340.558 EUR als Miet- und Leasingaufwendungen erfolgswirksam erfasst (Vorjahr: 1.793.803 EUR). 10.2 Angabe über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenAls nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne von "IAS 24 Related Party Disclosures" kommen grundsätzlich Mitglieder des Vorstands und "des Aufsichtsrats, deren nahe Familienangehörige, sowie alle Gesellschaften, die zum Investmentkreis der Muttergesellschaft der M1 Kliniken AG, die MPH Health Care AG (Sitz: Schönefeld), sowie die die MPH Health Care AG beherrschende Magnum AG (Sitz: Schönefeld) gehören, in Betracht. Da die MPH Health Care AG als Investment Entity nach IFRS 10 keinen konsolidierten Konzernabschluss erstellt, wird die M1 Kliniken AG in keinen weiteren Konzernabschluss einer übergeordneten Gesellschaft aufgenommen. Die Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind insgesamt von keiner prägenden Natur für die M1 Kliniken AG. Sie beziehen sich im Wesentlichen auf den Bezug von Produkten und Leistungen. Ziel dieser Geschäftsbeziehungen ist regelmäßig die Bündelung von Ein- und Verkaufsvorteilen mit den nahestehenden Personen zur Optimierung des Marktauftrittes aller Beteiligter. Die Bezüge und Leistungen hätten in dieser Art auch von anderen, fremden Dritten bezogen werden können. Diese nahestehenden Unternehmen und Personen waren an keinen in ihrer Art oder Beschaffenheit unüblichen Transaktionen mit Gesellschaften des M1-Konzerns beteiligt. Alle Transaktionen zwischen den nahestehenden Unternehmen sind zu marktüblichen Bedingungen, wie unter fremden Dritten, abgeschlossen worden. Resultieren aus Transaktionen mit diesen Gesellschaften Vermögenswerte oder Schuldposten, so werden diese unter den Sonstigen Vermögenswerten und Sonstigen Verbindlichkeiten geführt. Als ,Key Management' der M1 Kliniken AG wird der Vorstand und der Aufsichtsrat der Gesellschaft betrachtet. Änderungen der betroffenen Personen ergaben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht: Vorstandscroll
Aufsichtsratscroll
Folgende Geschäfte wurden mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt: scroll
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates und des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2019 442.212 EUR (Vorjahr: 301.351 EUR). Auf den Aufsichtsrat entfielen hiervon insgesamt 30.000 EUR (Vorjahr: 32.500 EUR). Auf den Vorstand entfielen 412.212 EUR (Vorjahr: 268.851 EUR). Hierin sind variable Zahlungen an den Vorstand der M1 Kliniken AG (bezogen auf Zielkriterien des Geschäftsjahres 2018) in Höhe von 107.825 EUR enthalten (Vorjahr: 74.000 EUR). Der Aufsichtsrat erhielt keine variablen Vergütungsbestandteile. Vorstand und Aufsichtsrat erhalten keinerlei Pensionsansprüche. Forderungen gegen Mitglieder des Aufsichtsrates und des Vorstands bestehen nicht. Weitere Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen bestanden im Geschäftsjahr 2019 nicht. Bzgl. der Angabe der Gesamtbezüge der Vorstände wurde die Schutzklausel des § 286 IV HGB in Anspruch genommen. 10.3 AbschlussprüferhonorarDie in Rechnung gestellten Honorare für den Abschlussprüfer für das abgelaufene Geschäftsjahr beliefen sich auf insgesamt 30.000 EUR (Vorjahr: 178.250 EUR). 10.4 Ereignisse nach dem BilanzstichtagDer Beginn des Jahres 2020 war in herausragender Weise von der weltweiten Verbreitung der Corona-Pandemie geprägt. Ging man zunächst davon aus, dass die Pandemiegeschehen auf den asiatischen Kontinent beschränkt bleiben würde, ergab sich ab Februar 2020 (zunächst in Italien und dann auch in Gesamteuropa) ein sprunghafter Anstieg der Erkrankungsfälle. Dies führte ab Mitte März 2020 zu einer weitgehenden Stilllegung (teilweise mit Ausgangssperren) des öffentlichen Lebens in vielen europäischen Ländern. Auch in Deutschland wurde durch die Schließung der Schulen und Betreuungseinrichtungen sowie die Schließung vieler Ladengeschäfte eine Ausdünnung der Kontaktintensität im täglichen Leben durch politische Entscheidungen forciert. Der M1-Konzern war hierdurch ebenso betroffen, da ab dem 21.03.2020 sämtliche Praxisbetriebe für zunächst drei Wochen geschlossen werden mussten. Ebenso gingen die Handelsaktivitäten unmittelbar deutlich zurück. 11 Freigabe des Konzernabschlusses 2019 durch den Vorstand zur Veröffentlichung gemäß IAS 10.17Der vorliegende Konzernabschluss berücksichtigt alle dem Vorstand bekannten Ereignisse bis zum 19. März 2020
Berlin, den 19. März 2020 Patrick Brenske, Vorstand Dr. Walter von Horstig, Vorstand Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn den Aufsichtsrat der M1 Kliniken AG, Berlin: PrüfungsurteileIch habe den nach IFRS aufgestellten Konzern-Jahresabschluss der M1 Kliniken AG - bestehend aus Konzernbilanz zum 31.12.2019, Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 01.01.2019 bis 31.12.2019, Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 01.01.2019 bis 31.12.2019, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für die Zeit vom 01.01.2019 bis 31.12.2019, Entwicklung des Konzernanlagevermögens zum 31. Dezember 2019, Konzernanhang (notes), für die Zeit vom 01.01.2019 bis 31.12.2019 sowie dem Konzernlagebericht geprüft Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Grundlage für die PrüfungsurteileIch habe meine Prüfung des Konzern-Jahresabschlusses und des Konzern-Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Konzern-Jahresabschluss und zum Konzern-Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzern-Jahresabschluss und den Konzern-LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzern-Jahresabschlusses, der den IFRS sowie den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzern-Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzern-Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzern-Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzern-Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzern-Jahresabschluss in Einklang steht, den IFRS bzw. den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzern-Lageberichts in Übereinstimmung mit den IFRS bzw. den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzern-Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsMeine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzern-Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzern-Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Konzern-Jahresabschluss und zum Konzern-Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzern-Jahresabschlusses und Konzern-Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre meine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Berlin, 14. April 2020 Dipl.-Kfm. Harry Haseloff, Wirtschaftsprüfer GlossarAMNOGDeutsches Gesetz zur Neuregelung des Arzneimittelmarktes. Zum 01.01.2011 in Kraft getreten. Botulinumtoxin auch Botulinum-Neurotoxin oder Botulin. Der Name stammt aus dem Lateinischen (botulus = Wurst und toxin = Gift) und bezeichnet eine der giftigsten, aber auch wirksamsten therapeutischen Substanzen.Eingesetzt wird es bei Spastiken, Spannungskopfschmerz und Migräne, übermäßiger Schweißproduktion, in der kosmetischen Medizin zur Behandlung mimischer Falten u.v.m. Cash FlowEine wirtschaftliche Messgröße, die etwas über die Liquidität eines Unternehmens aussagt. Stellt den während einer Periode erfolgten Zufluss an liquiden Mitteln dar. EBTengl. bedeutet earnings before taxes: der Gewinn vor Steuern; Gesamtgewinn eines Unternehmens in einem bestimmten Zeitraum. EBITDAengl. bedeutet earnings before interest, taxes, depreciation and amortization: zum Ergebnis vor Zinsen und Steuern werden die Abschreibungen auf Wertgegenstände und immaterielle Vermögenswerte hinzuaddiert. Hyaluronsäure zählt zu den resorbierbaren Fillern. Hyaluronsäure ist eine wasserbindende, natürliche Zuckerverbindung, die in der jungen Haut in großen Mengen vorkommt und im Laufe des Lebens zunehmend abgebaut wird. In der ästhetischen Medizin wird es zum Volumenaufbau und bei tiefen Falten eingesetzt. Dermalfillerbezeichnen spezielle Füllsubstanzen zum Volumenaufbau von z.B. eingefallenen Wangen oder für die Vergrößerung von Lippen, die sich nach einiger Zeit biologisch wieder vollständig abbauen. ZulassungEine behördlich erteilte Genehmigung, die erforderlich ist, um ein industriell hergestelltes, verwendungsfertiges Arzneimittel anbieten, vertreiben oder abgeben zu können. ImpressumM1 Kliniken AG Grünauer Straße 5 12557 Berlin T: + 49 (0) 30 34 74 74 - 414 F: + 49 (0) 30 34 74 74 - 417 M: ir@m1-kliniken.de W: www.m1-kliniken.de Vorstand:Patrick Brenske Dr. Walter von Horstig Aufsichtsrat:Vorsitzender des Aufsichtsrates: Dr. Albert Wahl Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates: Uwe Zimdars Mitglied des Aufsichtsrates: Prof. Dr. Dr. Sabine Meck Registergericht:Amtsgericht Charlottenburg Registernummer:HRB 107637 B Konzeption, Gestaltung und Realisierung:M1 Kliniken AG Investor Relations Fotos:M1 Kliniken AG iStock Fotolia M1 Kliniken AG Grünauer Straße 5 12557 Berlin T: + 49 (0) 30 34 74 74 - 414 F: + 49 (0) 30 34 74 74 - 417 M: ir@m1-kliniken.de W: www.m1-kliniken.de |
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