MK-Kliniken AGBerlinKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Zusammengefasster Lagebericht und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20191. Geschäftsmodell der MK-Kliniken AG 1.1 Erbringung von Pflegeleistungen 1.2 Sonstige Geschäftsbereiche 2 Analyse des Geschäftsjahres vom 01. Januar bis 31. Dezember 2019 der MK-Kliniken AG - Konzernabschluss 2.1 Highlights im Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2019 2.2 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.3 Gesamtaussage und Kommentierung des letztjährigen Prognoseberichts 2.4 Ertragslage des Konzerns 2.5 Finanzlage des Konzerns 2.6 Vermögenslage des Konzerns 3 Analyse des Geschäftsjahres vom 01. Januar bis 31. Dezember 2019 der MK-Kliniken AG - Einzelabschluss 3.1 Ertragslage 3.2 Vermögens- und Finanzlage 4 Konzernsteuerung 4.1 Finanzielle Leistungsindikatoren 4.2 Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren 5 Mitarbeiter 6 Chancen- und Risikobericht 6.1 Chancen 6.2 Risiken 6.3 Gesamtbetrachtung Risiko- und Chancensituation 7 Prognosebericht 8 Bericht des Vorstandes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen Der Lagebericht der MK-Kliniken AG (im Folgenden auch: MK-AG) wird gemäß § 315 Abs. 3 HGB mit dem des MK-Kliniken Konzerns zusammengefasst. Die Risiken und Chancen der MK-Kliniken AG, als Muttergesellschaft, sind mit den Chancen und Risiken der Konzerngesellschaften verbunden. In diesem Lagebericht enthaltene Informationen beziehen sich, sofern nicht anders angegeben, auf den Konzern. Die Informationen zur Lage des Mutterunternehmens MK-Kliniken AG sind in dem separaten Abschnitt „Analyse des Geschäftsjahres vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 der MK-Kliniken AG - Einzelabschluss“ dargestellt. Der MK-Kliniken AG Einzel- und Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2019 wurde nach den Vorschriften des deutschen Handelsrechts (HGB) und den aktienrechtlichen (AktG) Vorschriften aufgestellt. 1. Geschäftsmodell der MK-Kliniken AG 1.1 Erbringung von Pflegeleistungen Seit den Anfängen in 1984 hat sich die MK-Kliniken AG als privater Qualitätsbetreiber von Pflegeheimen in Deutschland etabliert. Seit der Schließung der Pflegeeinrichtung in Berlin im Februar 2019 und der Pflegeeinrichtung in Bad Schönborn im August 2019 betreibt der Konzern noch 7 Pflegeeinrichtungen mit insgesamt 726 Betten, wobei der SWP Lemwerder seit 2017 nicht in Betrieb ist. Durch den Bereich „Betreutes Wohnen” wird das Segment „Stationäre Altenpflege“ ergänzt. Hier versorgt das Unternehmen als Betreiber in drei Gebäudekomplexen in Halle, Gera und Tangerhütte und in eigenen Einrichtungen in Berlin und in Potsdam ältere Menschen in 1.285 Wohneinheiten. Dieser Geschäftsbereich wird entscheidend von der für den Konzern vorteilhaften demographischen Entwicklung beeinflusst und besitzt dadurch eine nachhaltige Zukunftsperspektive. Kurzfristige konjunkturelle Schwankungen üben dagegen nur einen untergeordneten Einfluss aus. Als modern ausgerichteter Qualitätsanbieter ist die MK-AG innerhalb eines Wettbewerbsumfelds, das hauptsächlich von regional tätigen Wohlfahrtsverbänden und zunehmend auch von privaten Anbietern bestimmt wird, gut positioniert. Die solide Aufstellung unserer Immobiliengesellschaften bildet einen wichtigen Eckpfeiler für weiteres Wachstum, flankiert durch die dezentrale Ausrichtung im Pflegebereich. Dezentrale Strukturen ermöglichen eine flexible Anpassung an regionale Märkte, da die operative Leitung vorrangig durch unsere Führungskräfte in den Einrichtungen wahrgenommen wird. Einrichtungen, denen es in der Vergangenheit noch nicht hinreichend gelungen ist, ihr Potenzial voll auszuschöpfen und unsere herausragenden Qualitätsstandards bei der Pflege in jeder Hinsicht zu sichern, werden verstärkt von einer speziellen zentralen Leitungsgruppe unterstützt. Interne Dienstleister für die Zentralfunktionen Personal, Finanzen, Rechnungswesen, Informationstechnologie, Facility Management und Marketing unterstützen die Unternehmensführung in der Umsetzung ihrer Strategie. Seit der Veräußerung von 47 Tochtergesellschaften im Rumpfgeschäftsjahr 2017 haben die Vermietung der eigenen Immobilien sowie die von Dritten gemieteten Pflegeimmobilien bedeutenden Anteil an den Konzernumsatzerlösen in 2019 gehabt. Im November 2019 erfolgte die Veräußerung von 20 Immobiliengesellschaften an den französischen Investor OPPCI Icade Healthcare Europe bzw. Icade S.A. Bereits im April 2019 wurde eine Immobilengesellschaft an einen anderen Erwerber veräußert. Die Immobiliengesellschaften, die Pflegeeinrichtungen, das betreute Wohnen, die ambulante Pflege und die sonstigen Geschäftsbereiche werden überwiegend als juristisch eigenständige Tochtergesellschaften, angebunden an die Muttergesellschaft MK-Kliniken AG, geführt. 1.2 Sonstige Geschäftsbereiche Schiffs-Vercharterung Der Konzern hat im Berichtsjahr drei weitere Containerschiffe erworben, so dass nunmehr fünf Containerschiffe durch einen Reeder im Feederdienst verchartert werden. Flugzeug-Vercharterung Auch im Geschäftsjahr 2019 steht das in 2018 erworbene Flugzeug dem Konzern und Dritten zur Nutzung zur Verfügung. Das Flugzeug wurde im Rahmen eines Trockenchartervertrags an ein deutsches Luftfahrtunternehmen verchartert. Dem Konzern steht ein Kontingent an Flugstunden zur Verfügung, so dass dem Konzern geringere Flugkosten entstehen. 2 Analyse des Geschäftsjahres vom 01. Januar bis 31. Dezember 2019 der MK-Kliniken AG - Konzernabschluss - 2.1 Highlights im Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2019 Mit notariellem Kaufvertrag aus April 2019 wurde die Immobiliengesellschaft MK Kreuzberg GmbH zu einem Kaufpreis von rd. EUR 17,2 (brutto) Mio. veräußert. Im Juni bzw. Juli 2019 haben drei weitere Konzerngesellschaften ihren Geschäftsbetrieb in dem bestehenden Geschäftsfeld Containerschifffahrt aufgenommen. Unter der bestehenden Holding Gesellschaft haben diese jeweils ein gebrauchtes Containerschiff erworben. Die Schiffe haben jeweils eine Kapazität von 698 zwanzig Fuß Containern bzw. 332 vierzig Fuß und 34 zwanzig Fuß Containern. Erwartungsgemäß sind im ersten Geschäftsjahr Anlaufverluste entstanden, da alle drei Schiffe im Markt etabliert werden mussten. Alle fünf Gesellschaften zusammen haben im Geschäftsjahr 2019 ein bereinigtes EBITDA von rd. TEUR -616 erwirtschaftet. Die beiden in 2018 angeschafften Schiffe erwirtschaften jeweils ein positives EBITDA. Ende August 2019 wurde der Senioren-Wohnpark Bad Schönborn geschlossen. Ursächlich hierfür ist unter anderem, dass die Einrichtung den Anforderungen der LHeimBauVo von Baden Württemberg nicht genügt. Mit notariellem Geschäftsanteils- und -abtretungsvertrag aus November 2019 wurden 20 Immobiliengesellschaften zu einem Kaufpreis von rd. EUR 258,2 Mio. (brutto) an den französichen Investor OPPCI Icade Healthcare Europe bzw. Icade S.A veräußert, so dass diese Tochtergesellschaften Ende Dezember 2019 entkonsolidiert wurden. Für langfristige Mietverträge wurde eine Drohverlustrückstellung in Höhe von EUR 8,3 Mio. gebildet. 2.2 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft hat sich auch im Jahr 2019 gut entwickelt. So wuchs das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in 2019 um 0,6 % gegenüber dem Vorjahr. Eine längerfristige Betrachtung zeigt, dass das deutsche Wirtschaftswachstum im Jahr 2019 unter dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von 1,3 % liegt. Getragen wurde der kräftige Wirtschaftsaufschwung den Zahlen zufolge von der Kauflust der Verbraucher und gestiegenen Investitionen vieler Unternehmen. Auch die anhaltend günstigen Rahmenbedingungen, wie eine steigende Beschäftigungsrate und leicht steigende Einkommen und ein höheres Konsumentenvertrauen trugen dazu bei. 1 Die Inflation betrug im Kalenderjahr 2019 1,4 %. 2 Das in Kiel beheimatete Institut für Weltwirtschaft prognostiziert jedoch eine Verminderung des deutschen Bruttoinlandsprodukts in 2020 um 4,5 %, sofern die Stresssituation aufgrund der Corona Pandemie bis Ende April 2020 andauert und sich dann ab Mai allmählich entspannt. Dies wäre ein Rückgang der Wertschöpfung von 150 Milliarden Euro. Setzt die Erholung erst drei Monate später im August ein, würde das deutsche BIP um 8,7 Prozent fallen. 3 Der deutsche Gesundheits- und Pflegemarkt Der Gesundheitsmarkt hatte in 2017 einen Anteil von 11,5 % am BIP und hat somit eine erhebliche wirtschaftliche Bedeutung. Die Gesundheitsausgaben in Deutschland beliefen sich im Jahr 2017 auf EUR 375,6 Mrd. oder EUR 4.544 je Einwohner. Dieses entspricht einem Anstieg um 4,7 % oder 16,9 Milliarden Euro gegenüber 2016. Der Anteil der Ausgaben am Bruttoinlandsprodukt lag bei 11,5 %. Für das Jahr 2018 prognostizierte das Statistische Bundesamt einen weiteren Anstieg um 3,1 % auf EUR 387,2 Mrd. 4 Die Gesundheitswirtschaft ist Arbeitgeber für 7,5 Mio. Menschen. 5
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Statistisches Bundesamt: „Pressemitteilung vom 15. Januar 2020 Nr. 018" In Folge des medizinischen Fortschrittes wird sich die Lebensqualität der Menschen in Deutschland im Alter deutlich verbessern, gleichzeitig wird durch die demographische Entwicklung der Anteil älterer Personen an der Gesamtbevölkerung stetig steigen. Nach der Prognose des Deutschen Krankenhaus Instituts würde nach dem Status-Quo-Szenario die Zahl der Pflegebedürftigen in stationären Pflegeeinrichtungen von 2015 bis 2030 um 291,8 Tsd. von 783,4 Tsd. auf 1,1 Mio. Fälle steigen, was einer Steigerung von 37,3 % entspricht. Um die steigende Nachfrage nach Pflegeplätzen zu decken, wird zusätzliches Pflegepersonal benötigt. Ende 2015 gab es im Pflegedienst der stationären Pflegeeinrichtungen 244 Tsd. Vollkräfte, die dort überwiegend in der Pflege und sozialen Betreuung der Bewohner tätig waren. Bei einem proportionalen Anstieg der Personalzahlen resultiert somit ein Mehrbedarf von knapp 91 Tsd. Vollkräften in der Pflege. 6 Der Schifffahrtsmarkt Die Nachfrageseite nach Containertonnage ist momentan durch die Corona - Krise und die daraus folgende Verlangsamung der globalen Wirtschaft stark betroffen. Für 2020 ist ein gesamtes Flottenwachstum über alle Schiffsgrößen in TEU von 2,9 % prognostiziert. Dem gegenüber steht ein Rückgang des weltweiten Containerumschlags von -7,3 %. Im Bereich 500-1000 TEU wird eine Stagnation im Flottenwachstum (Anzahl Schiffe) erwartet; sollte sich die gesundheitliche und wirtschaftliche Lage im zweiten Halbjahr normalisieren, werden auch die Märkte für Containerschiffe wieder anziehen. 7
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Deutsches Krankenhaus Institut e.V. vom 04.03.2019. 2.3 Gesamtaussage und Kommentierung des letztjährigen Prognoseberichts Im Geschäftsjahr 2019 lagen die Umsatzerlöse bei EUR 72,8 Mio. und damit um EUR 5,8 Mio. unter den Umsatzerlösen des Vorjahres. Ursächlich für die Abweichung zu dem geplanten deutlichen Umsatzanstieg waren in erster Linie die Stilllegung des Senioren-Wohnparks Bad Schönborn zum 31. August 2019 und dass der Senioren-Wohnpark Lemwerder entgegen der Planung den Geschäftsbetrieb in 2019 weiterhin nicht aufgenommen hat sowie die Schließung der Einrichtungen in Bochum und in Berlin 2018. Darüber hinaus blieben die Umsatzerlöse aus den sonstigen Dienstleistungen um rd. EUR 10 Mio. unter den prognostizierten Umsatzerlösen für 2019. Nicht erwartungsgemäß ist das um Sondereffekte (siehe Tabelle auf Seite13) bereinigte Konzern-EBT von EUR -6,3 Mio. auf EUR -11,5 Mio. gesunken. Das um Sondereffekte bereinigte EBIT lag ebenfalls deutlich mit EUR -6,2 Mio. unter dem des Vorjahres mit EUR -4,8 Mio. Das Finanzergebnis blieb ebenfalls hinter den Erwartungen zurück, was im Wesentlichen in Vorfälligkeitsentschädigungen durch vorzeitige Darlehenstilgungen begründet ist. Die Verschlechterung des EBIT/EBT steht einerseits im Zusammenhang mit der Veräußerung von 21 Immobiliengesellschaften und der Umstrukturierung der MK AG zu einer reinen Finanzholding, mit Anlaufverlusten in dem neuen Geschäftsbereich Schiffe, einer schwächeren Auslastung der verbliebenen Einrichtungen sowie Schließungskosten für die Einrichtung in Bad Schönborn. Die Umsatzerlöse der MK AG sanken signifikant auf EUR 6,3 Mio. (Vorjahr: EUR 23,6 Mio.) und blieben damit auch deutlich unterhalb der Planerlöse von EUR 22,5 Mio. für 2019. Die Planabweichung resultierte insbesondere aus der Ausgliederung von Mietverträge auf die SW Holding GmbH und auf die MK Ovid Immobilien GmbH. Wie in der Prognose des Vorjahresabschlusses nicht erwartet, ist das EBIT der MK-Kliniken AG mit EUR 166,9 Mio. deutlich positiv ausgefallen. Die Hauptgründe hierfür liegen im Wesentlichen im Verkauf der 21 Immobiliengesellschaften. Die Herbst-Transaktion war zum Zeitpunkt der Prognoseerstellung nicht absehbar. Auf Ebene des Einzelabschlusses der MK-Kliniken AG war für das Geschäftsjahr 2019 ein deutlich besseres EBIT und EBT prognostiziert worden. Im Geschäftsjahr 2019 erwirtschaftete die Gesellschaft ein bereinigtes EBT von EUR -17,3 Mio. (bereinigt um die Ergebnisauswirkungen der Veräußerung von 21 Immobiliengesellschaften), gegenüber einem um den Veräußerungsgewinn bereinigten EBT von EUR -11,5 Mio. im Geschäftsjahr 2018; mithin verschlechterte sich das bereinigte EBT gegenüber der Planung für 2019 deutlich. 2.4 Ertragslage des Konzerns
Allgemeine Aussagen Ein Vergleich mit dem Ergebnis des Vorjahres ist nur sehr eingeschränkt möglich. Schließlich wird der Berichtsabschluss deutlich von dem Gewinn aus dem Verkauf von 21 Immobiliengesellschaften (EUR 163,8 Mio.) geprägt, während im Vorjahr nur ein Entkonsolidierungs-/Veräußerungsgewinn von EUR 3,0 Mio. anfiel. Umsatzerlöse Im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 ist der Konzernumsatz um EUR 5,8 Mio. auf EUR 72,8 Mio. gefallen, davon entfielen EUR 30,0 Mio. (Vorjahr: EUR 38,0 Mio.) auf Pflegeleistungen und betreutes Wohnen und EUR 36,4 Mio. (Vorjahr: EUR 37,4 Mio.) auf Erlöse aus der Vermietung von Pflegeimmobilien. Die übrigen Umsatzerlöse von EUR 6,4 Mio. (Vorjahr: EUR 3,2 Mio.) entfallen auf Umsatzerlöse aus der Vercharterung von Schiffen sowie eines Flugzeugs und aus sonstigen Dienstleistungen. Unsere Einrichtungen waren im Geschäftsbereich stationäre Pflege zu 89 % (Vorjahr: 88 %) und im Geschäftsbereich ambulante Pflege zu 89 % (Vorjahr: 92 %) ausgelastet. Unsere Schiffe waren im Geschäftsjahr 2019 im Durchschnitt zu 75 % ausgelastet. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen insbesondere aufgrund des Entkonsolidierungsgewinns um EUR 160,8 Mio. auf EUR 171,0 Mio. Sie enthalten darüber hinaus Gewinne aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von EUR 1,3 Mio. (Vorjahr: EUR 0,7 Mio.), Erträge aus der Auflösung von Personalrückstellungen von EUR 0,6 Mio. (Vorjahr: EUR 0,9 Mio.), Erträge aus der Auflösung von Investitionszuwendungen von EUR 1,2 Mio. (Vorjahr: EUR 1,2 Mio.), Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen von EUR 1,5 Mio. (Vorjahr: EUR 1,4 Mio.), übrige Erträge von Dritten von EUR 0,5 Mio. (Vorjahr: EUR 0,7 Mio.) und weitere periodenfremde Erträge von EUR 1,2 Mio. (Vorjahr: EUR 0,6 Mio.). Der Gewinn aus der Entkonsolidierung von 21 Immobiliengesellschaften betrug im Geschäftsjahr 2019 rd. EUR 163,8 Mio. (Vorjahr: EUR 3,0 Mio. aus der Entkonsolidierung der SWP Kreuztal-Krombach GmbH). Materialaufwand Die Materialaufwendungen sind mit EUR 32,7 Mio. auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr mit EUR 32,6 Mio., wobei die Materialaufwendungen im Zusammenhang mit der Vercharterung der Container-Schiffe (EUR +0,7 Mio.) umsatzbedingt zunahmen, während die Materialaufwendungen des Geschäftsbereichs Pflege (EUR -0,6 Mio.) umsatzbedingt abnahmen. Relativ erhöhte sich die Materialaufwandsquote im Geschäftsbereich Pflege von im Vorjahr 43 % auf 49 % im Geschäftsjahr 2019 deutlich. Personalaufwand Die Personalaufwendungen sind um EUR 2,7 Mio. auf EUR 26,9 Mio. überproportional gesunken. Der Rückgang resultierte hauptsächlich aus Personalabgängen durch die Schließungen der Senioren-Wohnpark Bad Schönborn GmbH im August 2019 sowie der Pflegeeinrichtungen in Berlin und in Bochum in 2018. Der Konzern beschäftigte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 durchschnittlich 939 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.109 Mitarbeiter). Abschreibungen Den Abschreibungen von EUR 9,0 Mio. (Vorjahr: EUR 7,9 Mio.) standen Investitionen im Geschäftsjahr 2019 von EUR 28,2 Mio. gegenüber. Die Zugänge zu den Sachanlagen entfallen im Wesentlichen auf drei Pflegeimmobilien mit EUR 16,1 Mio., drei gebrauchte Containerschiffe mit insgesamt EUR 10,4 Mio. sowie Anlagen im Bau mit EUR 0,6 Mio. Sonstige betriebliche Aufwendungen/ sonstige Steuern Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich insbesondere aufgrund gestiegener Beratungskosten von EUR 2,8 Mio., gestiegener Verluste aus Anlagenabgängen von EUR 2,6 Mio. und drohender Verluste aus Mietverpflichtungen von EUR 8,3 Mio. um EUR 14,4 Mio. auf EUR 35,1 Mio. Die wesentlichen Posten im Geschäftsjahr 2019 entfallen darüber hinaus auf Instandhaltungen und Modernisierungen mit EUR 3,2 Mio. (Vj. EUR 1,8 Mio.), Rechts- und Beratungskosten von insgesamt EUR 8,4 Mio. (Vj. EUR 5,6 Mio.), IT- und Kommunikationskosten von EUR 0,7 Mio. (Vj. EUR 1,3 Mio.), Versicherungen von EUR 1,4 Mio. (Vj. EUR 1,1 Mio.), Verwaltungskosten von EUR 1,1 Mio. (Vj. EUR 0,7 Mio.), Mietaufwendungen (inkl. Nebenkosten) von EUR 3,9 Mio. (Vj. EUR 4,6 Mio.) sowie periodenfremde Aufwendungen von EUR 0,8 Mio. (Vj. EUR 0,9 Mio.). Finanzergebnis Das Finanzergebnis bewegte sich mit EUR -3,5 Mio. (Vorjahr: EUR -2,4 Mio.) unter dem Vorjahresniveau. Die gestiegenen Zinserträge von EUR 0,3 Mio. und die gesunkenen Zinsaufwendungen für kurz- und langfristige Bankdarlehen von EUR 0,5 Mio. werden insbesondere von den Vorfälligkeitsentschädigungen (EUR 1,8 Mio.) für die vorzeitige Tilgung von Bankdarlehen im Zusammenhang mit der Veräußerung von 21 Tochter-Immobiliengesellschaften überkompensiert. Ertragsteuern Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 weist der Konzern einen Ertragsteueraufwand von EUR 1,8 Mio. (Vorjahr: EUR 0,1 Mio.) aus. Dieser setzt sich zusammen aus einem Ertrag von latenten Steuern von EUR 10,8 Mio., periodenfremdem Steueraufwand von saldiert EUR 5,9 Mio., aus Körperschaftssteuer von EUR 5,0 Mio. und Gewerbesteuer von EUR 1,7 Mio. Die periodenfremden Ertragsteuern resultierten aus geänderten Steuererklärungen für Vorjahre. Sondereffekte, die das Ergebnis beeinflusst haben Das Konzernergebnis liegt mit einem Jahresüberschuss von EUR 134,8 Mio. deutlich über dem Jahresfehlbetrag des Vorjahres von EUR 3,9 Mio. und wurde im Wesentlichen durch folgende Sonder- und Einmaleffekte beeinflusst:
Die Sondereffekte des Berichtsjahres haben das Konzernergebnis per Saldo mit EUR 148,1 Mio. (Vorjahr: EUR 2,5 Mio. positiv) positiv beeinflusst. Das um diese Sondereffekte bereinigte EBT beläuft sich für das Geschäftsjahr 2019 auf EUR -11,5 Mio. gegenüber EUR -6,3 Mio. im Vorjahr. Betriebliches Ergebnis und Ertragskennzahlen Der nachfolgenden Kennzahlenübersicht ist die Ertragslage des Konzerns zu entnehmen:
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Kennzahlen wurden um die Sondereffekte bereinigt 2.5 Finanzlage des Konzerns Im Verlauf des Geschäftsjahres 2019 war die Liquidität zu jedem Zeitpunkt gesichert. Neben der Sicherung der Liquidität war erneut die Optimierung der Finanzierungsstruktur ein wichtiges Ziel unseres Liquiditätsmanagements. Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Laufzeit > 1 Jahr) verminderten sich insbesondere durch die vorzeitige Ablösung von Darlehen von EUR 41,3 Mio. um EUR 9,7 Mio. auf EUR 27,2 Mio. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Laufzeit < 1 Jahr) sind überwiegend durch planmäßige Tilgungen gegenüber dem Vorjahr um EUR 13,5 Mio. auf EUR 2,3 Mio. (Vorjahr: EUR 15,7 Mio.) gesunken. Insbesondere durch die Tilgung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (EUR 27,5 Mio.), die Auszahlung von Mietkautionen (EUR 5,8 Mio.) im Zusammenhang mit der Veräußerung von 21 Immobilien-Tochtergesellschaften sowie Dividendenzahlungen (EUR 2,6 Mio.) führte zu einem ein Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit von EUR -36,4 Mio. (Vorjahr: EUR -38,3 Mio.). Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2019 auf EUR 225,4 Mio. (Vorjahr: EUR -17,1 Mio.). Im Berichtsjahr prägten die Einzahlungen aus der Veräußerung von 21 Immobiliengesellschaften und aus dem Erwerb von drei Containerschiffen sowie zwei Pflegeimmobilien den Cash Flow aus der Investitionstätigkeit maßgeblich. Der Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit lag mit EUR -14,9 Mio. geringfügig unter dem des Vorjahres (EUR -14,7 Mio.). Ausschlaggebend für den negativen Cash Flow waren hauptsächlich die Ertragsteuerzahlungen (EUR -11,4 Mio.). Hinsichtlich weiterer Erläuterungen verweisen wir auf die Kapitalflussrechnung. 2.6 Vermögenslage des Konzerns Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 19,4 % auf EUR 475,4 Mio. (Vorjahr: EUR 398,2 Mio.) erhöht. Während sich die langfristigen Aktiva mit EUR 56,6 Mio. (Vorjahr: EUR 166,0 Mio.) im Wesentlichen transaktionsbedingt um 65,9 % verringerten, sind die kurzfristigen Vermögenswerte um EUR 186,6 Mio. auf EUR 418,8 Mio. gestiegen. Das Eigenkapital erhöhte sich von EUR 252,1 Mio. um EUR 131,5 Mio. auf EUR 383,6 Mio. Die vollständige Veränderung des Eigenkapitals ist aus dem Eigenkapitalspiegel ersichtlich. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2018 um 17,4 Prozentpunkte und beträgt 80,7 % (Vorjahr: 63,3 %). Konzernbilanz der MK-Kliniken AG, BerlinAktiva
Passiva
Das Anlagevermögen sank von EUR 166,0 Mio. im Vorjahr auf EUR 56,6 Mio. Im Vergleich zum Vorjahr reduzierten sich die immateriellen Vermögenswerte überwiegend durch außerplanmäßige Abschreibungen auf selbst entwickelte Software von EUR 2,0 Mio. um EUR 1,8 Mio. auf EUR 0,2 Mio. Die Finanzanlagen blieben auf Vorjahresniveau, während die Sachanlagen um EUR 107,6 Mio. auf EUR 50,6 Mio. gesunken sind. Die Abnahme der Sachanlagen entfällt im Wesentlichen mit EUR 124,2 Mio. auf die Entkonsolidierung von 21 Immobiliengesellschaften. Bei den Finanzanlagen wurde der Rückgang der Anteile an assoziierten Unternehmen (EUR 4,2 Mio.) aufgrund der Abwicklung der SAB Lichtenberg KG durch sonstige Ausleihungen in Höhe von EUR 4,3 Mio. kompensiert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vorjahresvergleich kaum verändert und betragen EUR 4,0 Mio. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind im Vorjahresvergleich um EUR 0,7 Mio. auf EUR 17,2 Mio. gestiegen. Sie entfallen im Wesentlichen auf Forderungen gegen die Regierung von Äquatorialguinea von EUR 9,4 Mio. (Vj. EUR 9,4 Mio.), Steuerforderungen von EUR 2,7 Mio. (Vj. EUR 1,8 Mio.) und Forderungen gegen nahestehende Unternehmen von EUR 2,3 Mio. (Vj. EUR 1,3 Mio.). Im Geschäftsjahr 2019 wurden Investitionen in Wertpapiere des Umlaufvermögen in Höhe von EUR 18,0 Mio. (Vorjahr: EUR 2,0 Mio.). Die Wertpapiere des Umlaufvermögens des Berichtsjahres (EUR 18,0 Mio.) beinhalten kurzfristige Geldanlagen auf US-Dollar-Basis. Die liquiden Mittel stiegen im Wesentlichen durch den Verkauf der 21 Immobiliengesellschaften und sanken durch Investitionen in Sachanlagen (EUR 28,2 Mio.), durch die Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (EUR 27,5 Mio.) sowie durch Gewinnausschüttungen (EUR 2,6 Mio.) um insgesamt 174,2 Mio. auf EUR 377,6 Mio. Das Eigenkapital der MK-Kliniken AG hat sich von EUR 252,1 Mio. um EUR 131,5 Mio. auf EUR 383,6 Mio. erhöht. Ursächlich hierfür waren insbesondere der Konzernjahresüberschuss (EUR 134,8 Mio.) und die unterjährige Gewinnausschüttung (EUR 2,6 Mio.). Im Geschäftsjahr 2019 wurden im Vorjahr erworbene eigene Aktien (837.340) zu Lasten des Bilanzgewinns (EUR 2,3 Mio.) eingezogen, da keine frei verfügbaren Rücklagen bestanden. Der Nennbetrag der eigenen Anteile erhöhte sich auf EUR 2,83 (Vj. EUR 2,66). Inklusive des Eigenkapitalanteils des Sonderpostens für Investitionszuschüsse (abzgl. Ertragsteuer) ergibt sich bei einer deutlich gestiegenen Konzernbilanzsumme eine wirtschaftliche Eigenkapitalquote von 81,4 % (Vorjahr: 70,1 %). Der Rückgang des Sonderpostens für Investitionszuschüsse steht insbesondere im Zusammenhang mit der Entkonsolidierung von 21 Tochtergesellschaften. Der Sonderposten für öffentliche Investitionszuschüsse ist im Vergleich zum Vorjahr um EUR 28,0 Mio. auf EUR 4,2 Mio. zurückgegangen. Ursächlich für den Rückgang ist im Wesentlichen die Entkonsolidierung von 21 Tochtergesellschaften. Die Rückstellungen (inkl. passive latente Steuern) sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 8,0 Mio. auf EUR 43,1 Mio. gestiegen (Vorjahr: EUR 35,1 Mio.). Sie setzen sich aus Pensionsrückstellungen von EUR 10,2 Mio. (Vorjahr: EUR 10,9 Mio.), Rückstellungen für laufende und latente Steuern von EUR 10,9 Mio. (Vorjahr: EUR 14,4 Mio.) sowie aus sonstigen Rückstellungen von EUR 21,9 Mio. (Vorjahr: EUR 9,8 Mio.) zusammen. Letztere betreffen unter anderem Prozessrisiken mit EUR 1,8 Mio. (Vorjahr: EUR 0,9 Mio.), ausstehende Rechnungen mit EUR 6,2 Mio. (Vorjahr: EUR 3,7 Mio.), personalbezogene Rückstellungen mit EUR 1,8 Mio. (Vorjahr: EUR 2,4 Mio.), Abschluss- und Beratungskosten sowie Aufsichtsratsvergütungen mit insgesamt EUR 0,9 Mio. (Vorjahr: EUR 1,0 Mio.), mietvertragliche Instandhaltungsverpflichtungen mit EUR 1,2 Mio. (Vorjahr: EUR 1,0 Mio.) sowie Rückstellungen für Drohverluste mit EUR 8,9 Mio. (Vorjahr: EUR 0,8 Mio.). Dem steht vor allem ein Rückgang der Steuerrückstellungen um rd. EUR 2,0 Mio. gegenüber. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten liegen unterhalb des Vorjahresniveaus (EUR 29,5 Mio.; Vorjahr: EUR 57,0 Mio.). Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus der Ablösung diverser Kredite im Zusammenhang mit dem Verkauf der Immobiliengesellschaften in Höhe von EUR 27,5 Mio. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen am Bilanzstichtag EUR 1,6 Mio. (Vorjahr: EUR 3,4 Mio.). Die übrigen Verbindlichkeiten betragen EUR 13,5 Mio. (Vorjahr: EUR 18,4 Mio.) und beinhalten im Wesentlichen vertraglich vereinbarte Mietkautionen für angemietete Immobilien in Höhe von EUR 10,7 Mio. (Vorjahr: EUR 16,5 Mio.). Die Rückzahlung der Mietkautionen steht im Zusammenhang mit der Veräußerung von 21 Immobilien-Tochtergesellschaften. Das Gesamtvermögen der MK-Kliniken AG beläuft sich auf EUR 475,4 Mio. (Vorjahr: EUR 398,2 Mio.) und ist zu 18,6 % (Vorjahr: 29,9 %) durch Fremdkapital finanziert. 3 Analyse des Geschäftsjahres vom 01. Januar bis 31. Dezember 2019 der MK-Kliniken AG - Einzelabschluss - 3.1 Ertragslage
Bevor die einzelnen Positionen näher erläutert werden, ein allgemeiner Hinweis. Der wesentliche Grund für die teils gravierenden Abweichungen einzelner Positionen zum Vorjahr liegen darin begründet, dass das Jahresergebnis durch den Gewinn aus dem Verkauf von 21 Immobiliengesellschaften geprägt ist. Die Umsatzerlöse der MK-Kliniken AG beliefen sich im Geschäftsjahr 2019 auf EUR 6,3 Mio. (Vorjahr: EUR 23,6 Mio.). Die Umsatzerlöse setzen sich aus der Vermietung von Pflegeimmobilien an Dritte in Höhe von EUR 0,3 Mio. (Vorjahr: EUR 17,5 Mio.) und an verbundene Unternehmen mit EUR 4,9 Mio. (Vorjahr: EUR 5,1 Mio.) sowie aus der Erbringung von Dienstleistungen (Verwaltungskostenumlage) an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 1,0 Mio. (Vorjahr: EUR 1,0 Mio.) zusammen. Die rückläufigen Umsätze aus der Vermietung der Immobilien stehen im Zusammenhang mit der Übertragung von Mietverträgen auf die SW Holding GmbH und auf die MK Ovid Immobilien GmbH. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich von EUR 6,1 Mio. auf EUR 185,8 Mio. erhöht. Die Steigerung ist im Wesentlichen auf den Verkauf von 21 Immobiliengesellschaften im Berichtsjahr zurückzuführen, der zu einem Gewinn von EUR 180,2 Mio. führte. Sie setzen sich des Weiteren zusammen aus Erträgen aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen in Höhe von EUR 1,1 Mio. (Vorjahr: EUR 2,3 Mio.), Erträgen aus Auflösungen von Rückstellungen mit EUR 1,4 Mio. (Vorjahr: EUR 1,3 Mio.), übrigen Erträgen von Dritten in Höhe von EUR 0,6 Mio. (Vorjahr: EUR 0,8 Mio.) sowie Intercompany Erträgen mit EUR 0,7 Mio. (Vorjahr: EUR 1,2 Mio.). Der Materialaufwand lag im Berichtsjahr mit EUR 16,4 Mio. unter dem Aufwand des Vorjahres (EUR 21,4 Mio.). Der wesentliche Posten betrifft die Mietaufwendungen für die überwiegend von Dritten angemieteten Gebäude in Höhe von EUR 5,2 Mio. (Vorjahr: EUR 21,0 Mio.). Der Rückgang der Mietaufwendungen resultierte im Wesentlichen aus der Veräußerung der Immobilien-Tochtergesellschaft MK Kreuzberg GmbH im April 2019 und der Übertragung der Mietverträge auf die SW Holding GmbH und auf die MK Ovid Immobilien GmbH. Die Mitarbeiteranzahl hat sich von im Vorjahr durchschnittlich 14 auf 0 verringert. Der Rückgang resultiert hauptsächlich aus dem betrieblichen Übergang sämtlicher Mitarbeiter, mit Ausnahme des Vorstands der MK-AG, in die Tochtergesellschaft CareAktiv GmbH mit Wirkung zum 1. Mai 2018. Der Personalaufwand sank daher auf EUR 0,4 Mio. (Vorjahr: EUR 1,3 Mio.). Die Abschreibungen von EUR 2,7 Mio. (Vorjahr: EUR 3,3 Mio.) entfielen in Höhe von EUR 0,8 Mio. (Vorjahr: EUR 2,0 Mio.) auf planmäßige Abschreibungen und in Höhe von EUR 1,2 Mio. auf außerplanmäßige Abschreibungen (Vorjahr: EUR 0,0 Mio.) des Anlagevermögens sowie in Höhe von EUR 0,0 Mio. (Vorjahr: EUR 1,3 Mio.) auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen bedingt durch die Transaktionen mit EUR 17,0 Mio. um EUR 2,6 Mio. über denen des Vorjahres. Im Wesentlichen werden hier Beratungskosten in Höhe von EUR 6,4 Mio. (Vorjahr: EUR 4,6 Mio.), Mietaufwendungen von EUR 1,5 Mio. (Vorjahr: EUR 1,6 Mio.), Zuführungen zu den Einzelwertberichtigungen auf Forderungen von EUR 1,7 Mio. (Vorjahr: EUR 1,1 Mio.), IT-Aufwendungen von EUR 0,5 Mio. (Vorjahr: EUR 1,1 Mio.), Grundstücks- und Gebäudeaufwendungen von EUR 1,6 Mio. (Vorjahr: EUR 0,3 Mio.), Versicherungen von EUR 1,0 Mio. (Vorjahr: EUR 1,0 Mio.) und Dienstleistungen von Verbundunternehmen in Höhe von EUR 2,0 Mio. (Vorjahr: EUR 0,6 Mio.) ausgewiesen. Der Anstieg der Rechts- und Beratungskosten und der Grundstücks- und Gebäudeaufwendungen war transaktionsbedingt. Das EBIT (vor Beteiligungsergebnis) ist insbesondere aufgrund des Gewinns aus der Veräußerung von 21 Tochtergesellschaften mit EUR 166,9 Mio. positiv (Vorjahr: EUR -10,7 Mio.). Das Beteiligungsergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1,4 Mio. auf EUR 3,8 Mio. gestiegen. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen betrugen EUR 13,5 Mio. (Vorjahr EUR 0,0 Mio.). Die Abschreibungen auf Finanzanlagen betrafen Tochtergesellschaften aus dem Bereich Pflege aufgrund dauernder Wertminderung wegen nachhaltiger Planverfehlungen. Das Finanzergebnis hat sich von EUR 0,3 Mio. auf EUR 1,3 Mio. im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Ursächlich hierfür sind überwiegend um EUR 0,3 Mio. gestiegene Zinserträge aus verbundenen Unternehmen für die Nutzung des Cashpools, um EUR 0,2 Mio. geringere kurzfristige Zinsaufwendungen und um EUR 0,3 Mio. geringere Zinsaufwendungen aus langfristigen Krediten (Kreditinstitute und verbundene Unternehmen). Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2019 ergab sich aufgrund der oben beschriebenen Einflüsse ein Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) von EUR 158,5 Mio. (Vorjahr: EUR -8,1 Mio.). Die Zunahme der Ertragsteuern um EUR 6,4 Mio. auf EUR 10,4 Mio. resultierte insbesondere aus periodenfremden Ertragsteuern in Höhe von EUR 5,6 Mio. aufgrund geänderter Steuererklärungen für Vorjahre. Anstelle eines Jahresfehlbetrages von EUR 12,1 Mio. im Vorjahr weist die MK-Kliniken AG zum 31. Dezember 2019 einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 148,1 Mio. aus. Dieser resultierte im Wesentlichen aus der Veräußerung von 21 Immobilien-Tochtergesellschaften. 3.2 Vermögens- und Finanzlage Die Vermögenslage der Gesellschaft gibt folgende verkürzte Bilanz wieder:
Das Anlagevermögen der MK-Kliniken AG sank von EUR 84,7 Mio. im Vorjahr um EUR 20,2 Mio. auf EUR 64,4 Mio. Das Sachanlagevermögen verminderte sich um EUR 14,7 Mio. auf EUR 1,2 Mio. hauptsächlich bedingt durch den Verkauf der Pflegeimmobilien Flora Marina, Herne, und Koppenbergshof, Herne, an zwei im Vorjahr gegründete Immobilien-Tochtergesellschaften. Die Verminderung der Finanzanlagen resultiert aus der Veräußerung von 21 Immobilien-Tochtergesellschaften, dem ein Zugang aus der Umwandlung von kurzfristigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in langfristige Darlehen (EUR 20,0 Mio.) gegenüberstand. Des Weiteren wurde einem Tochterunternehmen ein langfristiges Darlehen in Höhe von EUR 3,2 Mio. gewährt. Weitere Informationen können dem Anlagenspiegel in Anlage 4 des Anhangs sowie den Erläuterungen im Anhang zum Einzelabschluss der MK-Kliniken AG entnommen werden. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind im Vorjahresvergleich um EUR 42,6 Mio. auf EUR 38,3 Mio. gesunken. Die Veränderung resultiert zum einen aus gesunkenen Cashpool-Forderungen (EUR -10,2 Mio.) und zum anderen aus der Umwandlung von kurzfristigen Forderungen bzw. der Gewährung von Darlehen an Tochterunternehmen für Investitionen in Sachanlagen (EUR -22,7 Mio.). Zum Bilanzstichtag bestanden Wertpapiere (EUR 18,0 Mio.; Vorjahr: EUR 2,0 Mio.), die es ermöglichen, US-Dollar zu einem vorher festgelegten Kurs und Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen. Wird zu diesem Zeitpunkt festgestellt, dass der aktuelle US-Dollar Kurs über dem vorher festgelegten Kurs liegt, wird zum vorgenannten Kurs abgerechnet. Ist der aktuelle US-Dollar Kurs unter dem vorher festgelegten Kurs, wird eine vorher festgelegte Verzinsung für den Handlungszeitraum zwischen Abschluss- und dem zukünftigen Feststellungszeitpunkt vergütet und es findet kein Währungstausch statt. Die liquiden Mittel stiegen im Wesentlichen durch die Vereinnahmung des Verkaufserlöses aus dem Verkauf von 21 Immobiliengesellschaften um EUR 176,8 Mio. auf EUR 365,3 Mio. Das Eigenkapital der MK-Kliniken AG hat sich von EUR 248,0 Mio. um den Jahresüberschuss von EUR 148,1 Mio. erhöht bzw. um die im September 2019 durchgeführte Gewinnausschüttung in Höhe von EUR 2,6 Mio. vermindert. Das Eigenkapital der MK-Kliniken AG beträgt zum 31. Dezember 2019 EUR 393,4 Mio. Die Eigenkapitalquote beträgt 80,0 % (Vorjahr: 68,8 %). Im Geschäftsjahr 2019 wurden im Vorjahr erworbene eigene Aktien (837.340) zu Lasten des Bilanzgewinns (EUR 2,3 Mio.) eingezogen, da keine frei verfügbaren Rücklagen bestanden. Der Nennbetrag der eigenen Anteile erhöhte sich auf EUR 2,83 (Vj. EUR 2,66). Hinsichtlich weitergehender Informationen zu den im Berichtsjahr erworbenen und eingezogenen eigenen Aktien sowie dem Bestand eigener Aktien zum 31. Dezember 2019 verweisen wir auf die Angaben im Anhang zu § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG. Die Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1,9 Mio. auf EUR 19,3 Mio. gestiegen (Vorjahr: EUR 17,4 Mio. inkl. passive latente Steuern). Sie setzen sich aus Pensionsrückstellungen (EUR 0,4 Mio.; Vorjahr: EUR 0,4 Mio.), Rückstellungen für laufende und latente Steuern (EUR 10,5 Mio.; Vorjahr: EUR 11,2 Mio.) sowie aus sonstigen Rückstellungen (EUR 8,4 Mio.; Vorjahr: EUR 5,9 Mio.) zusammen. Letztere betreffen Prozessrisiken (EUR 1,1 Mio.; Vorjahr: EUR 0,8 Mio.), ausstehende Rechnungen (EUR 5,2 Mio.; Vorjahr: EUR 3,2 Mio.), Aufsichtsratsvergütungen (EUR 0,4 Mio.; Vorjahr: EUR 0,7 Mio.), mietvertragliche Instandhaltungsverpflichtungen (EUR 0,9 Mio.; Vorjahr: EUR 0,6 Mio.), personalbezogene Rückstellungen (EUR 0,0 Mio.; Vorjahr: EUR 0,1 Mio.), Abschluss- und Beratungskosten (EUR 0,5 Mio.; Vorjahr: EUR 0,3 Mio.) sowie Tantiemen (EUR 0,0 Mio.; Vorjahr: EUR 0,1 Mio.). Der Anstieg der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen ist auf Transaktionskosten im Zusammenhang mit der Veräußerung der Immobiliengesellschaften zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten liegen in Höhe von EUR 4,4 Mio. deutlich oberhalb des Vorjahresniveaus (EUR 29,4 Mio.; Vorjahr EUR 25,0 Mio.). Die Erhöhung resultiert aus der Übernahme von Darlehensverbindlichkeiten von drei verkauften Tochtergesellschaften, der die laufenden und außerplanmäßigen Tilgungen von Darlehen der MK-Kliniken AG gegenüberstehen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um EUR 15,2 Mio. auf EUR 36,9 Mio. reduziert. Der Rückgang entfällt im Wesentlichen auf die Rückzahlung von Intercompany Darlehen in Höhe von EUR 9,4 Mio. und der Rückführung des Cashpools um EUR 3,0 Mio. auf EUR 30,1 Mio. aufgrund des Veräußerungsprozesses von 21 Immobiliengesellschaften. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich aus kurz- bis mittelfristigen Darlehensverbindlichkeiten von EUR 1,6 Mio. (Vorjahr: EUR 11,0 Mio.) sowie aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von EUR 5,2 Mio. (Vorjahr: EUR 7,9 Mio.) zusammen. Die übrigen Verbindlichkeiten betragen EUR 12,3 Mio. (Vorjahr: EUR 16,9 Mio.) und beinhalten im Wesentlichen die vom Käufer der in 2017 veräußerten Tochtergesellschaften vertraglich geleisteten Mietkautionen für angemietete Immobilien in Höhe von EUR 10,6 Mio. Das Gesamtvermögen der MK-Kliniken AG beläuft sich auf EUR 491,5 Mio. (Vorjahr: EUR 360,5 Mio.) und ist zu 20,0 % (Vorjahr: 31,2 %) durch Fremdkapital finanziert. 4 Konzernsteuerung 4.1 Finanzielle Leistungsindikatoren Als finanzielle Leistungsindikatoren hat der Vorstand für den Konzern die Kennzahlen Umsatz, EBIT und EBT definiert. Diese Leistungsindikatoren werden fortlaufend auf monatlicher Basis überwacht und gesteuert. Zur Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren verweisen wir auf unsere Analyse zur Ertragslage. Unsere Schiffe werden durch ein Schiffscontrolling gesteuert und überwacht, welches Auskunft über die Auslastung und die Wirtschaftlichkeit der Schiffe gibt. 4.2 Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Neben finanziellen Leistungsindikatoren steuert und überwacht der Vorstand durch nicht-finanzielle Leistungsindikatoren. Hierzu zählen im Wesentlichen die Auslastung der Einrichtungen und die Qualität der erbrachten Pflegeleistungen. Die in unseren Einrichtungen durchschnittlich erreichte MDK-Note liegt bei 1,4 und damit leicht unter dem Branchendurchschnitt. Unter Berücksichtigung unserer hauseigenen strengen Qualitätsanforderungen konnten wir unsere Pflegequalität im Vergleich zum Vorjahr verbessern. 5 Mitarbeiter Der MK-Kliniken Konzern beschäftigte im Geschäftsjahr 2019 durchschnittlich 939 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.109 Mitarbeiter). Zum 31. Dezember 2019 beschäftigte der Konzern 795 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.029). Die MK-Kliniken AG bietet ihren Mitarbeitern bzw. Mitarbeiterinnen neben einem attraktiven und sicheren Arbeitsplatz im Wachstums- und Zukunftsmarkt Pflege eine Reihe von Zusatzleistungen an. Das Leistungsspektrum umfasst die Berücksichtigung individueller Arbeitszeitwünsche, finanzielle Unterstützung durch Übernahme von Kinderbetreuungskosten, finanzielle Unterstützung bei der Altersvorsorge, ein umfangreiches Angebot von Fort- und Weiterbildungen und interessante Karrieremöglichkeiten im Konzern. Mitarbeiterbindung unter dem Motto „ein Job für's Leben“ und Work-Life Balance stehen im Zentrum der Aktivitäten. Dazu setzen wir auf die Förderung und Weiterqualifizierung von Mitarbeitern mit niedriger Einstiegsqualifikation, attraktive Arbeitsplätze im Anschluss an eine Ausbildung im Konzern, Trainee Angebote, transparente interne Entwicklungswege und Talentmanagement sowie ein nachhaltiges Angebot im Bereich Gesundheitsförderung. Die MK-Kliniken bieten ihren Mitarbeitern im Pflegebereich sowohl Sicherheit für die Freizeitgestaltung als auch Flexibilität im Bereich Dienstplan an. Ein individuelles und vergütetes Rufbereitschaftssystem und die Möglichkeit zum Tausch von Diensten vom Tablet oder Smartphone aus sind ein Teil unserer Antworten auf den Wunsch vieler Pflegemitarbeiter nach mehr Planbarkeit und Zuverlässigkeit von Diensten. 6 Chancen- und Risikobericht 6.1 Chancen Für den MK-Kliniken Konzern besteht unverändert die Chance einer Ergebnisverbesserung durch die Aufnahme weiterer Bewohner in unsere verbliebenen Einrichtungen und durch die Ausweitung unserer Betreuungsangebote. Diese Wachstumschancen werden durch Skalen- und Synergieeffekte ergänzt, die sich im Konzern durch eine steigende Auslastung und die Möglichkeit, Bedarf zu bündeln, ergeben. Unsere IT-Lösungen ermöglichen eine kontinuierliche Überwachung der mit den Kostenträgern verhandelten Pflegesätze. So ist es uns im Rahmen der getroffenen Vereinbarungen möglich die Pflegesätze an unsere Kostenstruktur anzupassen. Aufgrund der aktuellen Marktsituation sowie der steigenden Immobiliennachfrage sieht der MK-Kliniken Konzern die Möglichkeit, die noch vorhandenen Objekte einer anderen und rentablen Nutzung zuzuführen und zukünftig auch hieraus positive Erträge zu erwirtschaften. 6.2 Risiken Umfeld- und Branchenrisiken Das wirtschaftliche Umfeld für Pflegeleistungen wird weiter durch eine fortschreitende Dynamisierung des Wettbewerbs, die Konsolidierung des gesamten Gesundheitsmarktes und steigende Qualitätsanforderungen der Bewohner und Patienten sowie des Gesetzgebers geprägt. Darüber hinaus bestehen bundesweit kurz- bis mittelfristig Überkapazitäten in der Branche, wodurch das Auslastungsrisiko steigt. Das gesetzlich vorgeschriebene Vorhalten qualifizierter Mitarbeiter in den Einrichtungen kann zu einer zusätzlichen Erhöhung der Personalkosten führen, da qualifiziertes Pflegepersonal immer mehr zum Engpassfaktor wird. Personalmaßnahmen zwecks Bindung hochqualifizierter Mitarbeiter an die Gesellschaft werden vom Konzern durchgeführt. Die kontinuierliche Aus-, Weiter- und Fortbildung unserer Mitarbeiter erfolgt auch durch Umsetzung unserer Spezialkonzepte. Unsere Vergütungen sind überdurchschnittlich und wir bieten daneben zusätzliche Leistungsanreizsysteme. Einen wesentlichen Teil seiner Erträge im Pflegebereich erzielt der MK-Kliniken Konzern aus erbrachten Leistungen an Mitglieder der gesetzlichen Pflegeversicherungen. Die Preise für diese Leistungen bilden sich nicht am freien Markt, sondern werden gesetzlich geregelt und hängen somit in hohem Maße von der Finanzlage der Kostenträger (Pflegekassen, Sozialämter) ab. Aus Gesetzesänderungen resultierende Preisreduzierungen können gegebenenfalls nicht oder nicht vollständig durch Mehrleistungen und Einsparungen kompensiert werden. Preiserhöhungen können auch erst nach längeren Zeiträumen erfolgen, so dass das Eintreten inflationsbedingter Realwertverluste möglich ist. Aus diesen Zusammenhängen könnten sich nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben. Leistungswirtschaftliche Risiken des Konzerns Risiken im Rahmen der Pflege-, Behandlungs- und Betreuungsqualität wird durch kontinuierliche Weiterentwicklung und Schulung der Mitarbeiter auf der Grundlage neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden begegnet. Die Durchführung von Angehörigenbefragungen und Prüfungen unseres Qualitätsmanagements in den jeweiligen Einrichtungen erlauben der Konzernleitung eine Beurteilung der tatsächlich erbrachten bzw. wahrgenommenen Qualität. Innerhalb des Risikomanagementsystems existieren konzernweite Qualitätsberichte, die auf internen Prüfverfahren - angelehnt an die Prüfungsrichtlinien des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) - sowie auf den Ergebnissen der Angehörigenbefragungen basieren. Das konzerninterne Beschwerdemanagementsystem und die Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Heimbeiräten der einzelnen Standorte bewirken einen permanenten Verbesserungsprozess durch Aufnahme von Kundenwünschen. Strategische Risiken des Konzerns Die strategischen Risiken der MK-Kliniken umfassen im Wesentlichen die Auslastung bzw. Kostensituation der einzelnen Senioreneinrichtungen und den Immobilienbestand des Konzerns. Vorstand, Aufsichtsrat und Management des Konzerns wirken durch kontinuierliche Abstimmungen und Anpassungen von Ausgestaltungen der Unternehmensstrategie diesen Risiken entgegen. Weiterhin ist der Vorstand bemüht, den Spezialisierungsgrad auf altersbedingte Krankheitsbilder in den einzelnen Einrichtungen auszubauen. Diese Spezialisierung dient dazu, der Nachfragesituation besser zu entsprechen und damit die Belegungen in den einzelnen Häusern zu erhöhen. Eine über alle Bestandshäuser durchgängig sehr hohe Auslastung bleibt dabei immer oberstes Ziel. Es besteht jedoch immer das Risiko, dass einige Standorte temporär niedriger als geplant belegt sind. Eine im Branchenvergleich überdurchschnittlich gute Belegung im Pflegebereich bestimmt zwar weiterhin den Zielschwerpunkt, jedoch ist weiterhin ein straffes Kostenmanagement notwendig, um vorgenannten Umsatzrisiken zu begegnen und so die Profitabilität im Konzern dauerhaft zu sichern. Sobald die verhandelten Anhaltszahlen (Verhältnis Bewohner ./. Mitarbeitende) nicht mehr den Ergebnissen der Vergütungsvereinbarungen entsprechen, werden keine Bewohner mehr aufgenommen, bis wieder Personal gewonnen ist bzw. bis weitere Bewohner ausgezogen sind. Ein Weiterarbeiten mit im Verhältnis zu der Menge an Bewohnern zu geringer Menge an Mitarbeitenden in den geforderten Qualifikationsebenen verbietet sich, da die Prüforganisationen hieraus schwere bis schwerste strukturelle Mängel ableiten würden. Das Erschließen neuer Geschäftsfelder birgt naturgemäß erhöhte Risiken. Der Konzern begegnet diesem Umstand mit der Beauftragung von Spezialisten, die zum einen die Steuerung der Gesellschaften überwachen, zum anderen das konzerneigene Personal in diesen Bereichen fortbilden, um betriebsinternes Know-how zu schaffen. Dies gilt auch für die zunächst im Feederdienst betriebenen Containerschiffe, die stark von volatilen Charterraten abhängig sind. Auch kann nicht ausgeschlossen werden, dass es Zeiten gibt, in denen die Schiffe länger auf Reede liegen, ohne dass der Fixkostenblock umgehend angepasst werden kann. Finanzwirtschaftliche Risiken Das Konzernmanagement erstellt mindestens einmal jährlich einen Geschäftsplan. In diesen fließen die Ergebnisse der Steuerung und Bewertung des Unternehmensportfolios ein. Die zukünftige Entwicklung kann aus einer Vielzahl von Gründen von den getroffenen Annahmen abweichen. Es kann daher nicht garantiert werden, dass die MK-Kliniken AG und ihre Tochterunternehmen, die für das Erreichen der finanziellen Ziele erforderlichen Umsätze erlösen. Oberste Priorität der finanzwirtschaftlichen Betrachtung gilt der Sicherung der Liquidität. Auf Basis kontinuierlicher Überwachung wird die rollierende Liquiditätsplanung auf Tages-, Monats-, Quartals- und Jahresbasis abgeleitet. Der Vorstand erwartet auch im Geschäftsjahr 2020 wie im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 einen negativen operativen Cash-Flow aus betrieblicher Tätigkeit, da der Umbau des Unternehmens zu einer Finanzholding weiterhin laufend ist und nach attraktiven Investitionsmöglichkeiten gesucht wird. Für eine ausgewogene Finanzierung des Konzerns ist die MK-Kliniken AG in Gesprächen mit verschiedenen Finanzinstituten, um laufende Finanzierungen zu überprüfen und Negativzinsen möglichst zu vermeiden. Die MK-Kliniken AG und ihre Tochtergesellschaften haben mit verschiedenen Investoren in den Jahren 2004 bis 2008 Rahmenvereinbarungen anlässlich des Verkaufs und der Rückmietung von Senioren-Wohnparks und Pflegeheimen (sog. „Sale-and-lease-back-Verträge“) geschlossen. Die Objekte wurden von der Gesellschaft oder von ihren Tochtergesellschaften an Dritte verkauft und von diesen zurückgemietet. Die Rahmenvereinbarungen sehen hierbei ein per Vormerkung gesichertes Andienungs- bzw. Eintrittsrecht zugunsten der jeweiligen Gruppengesellschaft für den Fall vor, dass der jeweilige Eigentümer das Objekt verkaufen möchte. Am Ende der Mietzeit hat die Gesellschaft jeweils ein Ankaufsrecht. Die unter der jeweiligen Rahmenvereinbarung abgeschlossenen Kauf- und Mietverträge je verkauftem Grundstück bilden wie folgt eine rechtliche Einheit: Wird einer der beiden Verträge nicht wirksam, nicht durchgeführt oder rückabgewickelt, ist auch der andere Vertrag insgesamt nicht durchzuführen oder rückabzuwickeln. So begründet insbesondere der Verzug bei Mietzahlungen nicht nur die Möglichkeit der Kündigung des Mietvertrags, sondern auch des Rücktritts vom Kaufvertrag durch den jeweiligen Käufer und Vermieter des Grundstücks. Aus den jeweils zwischen 2004 bis 2008 abgeschlossenen Sale-and-lease-back-Verträgen ergeben sich daher neben Liquiditätsvorteilen ggf. auch Risiken aus Rückerstattungsansprüchen der jeweiligen Käufer gegen den MK-Kliniken Konzern. Rechtliche Risiken Risiken aus Änderungen der Gesetzgebung in den sozialen Sicherungssystemen können für den MK-Kliniken Konzern als eher geringfügig eingestuft werden. Es werden zwar immer wieder neue Anläufe unternommen, durch gesetzliche Regelungen das Gesundheits- und Pflegesystem finanziell zu stabilisieren, doch die wirtschaftlichen Auswirkungen von Gesetzesänderungen werden aufgrund der politischen und finanziellen Rahmenbedingungen als sehr begrenzt angesehen. Sollte der Gesetzgeber dennoch zukünftig bundesweite Rahmenbedingungen ändern, sind wir davon überzeugt, aufgrund unserer konsequenten Ausrichtung auf den Kunden und die Wirtschaftlichkeit diesem Umstand begegnen zu können. Eine internationale Ausrichtung des Konzerns birgt zusätzliche rechtliche Risiken, da man in rechtsfremden Gebieten Verträge schließt. Der Konzern trägt diesem dadurch Rechnung, dass er mit Rechtsanwaltskanzleien zusammenarbeitet, die auch international sehr erfahren sind. Zur Abdeckung von Risiken werden die Entscheidungen und die Gestaltung der Geschäftsprozesse generell auf eine umfassende rechtliche und steuerliche Beratung gestützt. Einzelne Gesellschaften des MK-Kliniken Konzerns führen Aktiv- und Passivprozesse an verschiedenen Gerichtsstandorten. Für bestehende Prozessrisiken haben wir aus Sicht des Vorstands ausreichende Rückstellungen gebildet, so dass damit nach gegenwärtigem Kenntnisstand bestehende Risiken aus Prozessen zutreffend abgebildet sind. Risiken aus landesgesetzlichen Neuregelungen Im Zuge der Föderalismusreform 2007 ist der ordnungsrechtliche Teil der Heimgesetzgebung in die Zuständigkeit der Bundesländer übergegangen. In den Folgejahren haben die Bundesländer teilweise gesetzliche Neuregelungen zu den baulichen Voraussetzungen von Pflegeheimen erlassen, die über die (früheren) Regelungen des Bundeheimgesetzes bzw. der Heimmindestbauverordnung hinausgehen. Unsere Einrichtungen in Lemwerder (vorübergehend) und in Bad Schönborn wurden aus den vorgenannten Gründen stillgelegt. Bei konzerneigenen Gebäuden gehen mögliche Umbaukosten aus der geänderten Heimgesetzgebung zulasten der einzelnen Betriebsstätten. Die eigene Gebäudesubstanz erlaubt in vielen Fällen Umgestaltungen, deren Kosten über einen mittelfristigen Zeitraum abgeschrieben werden können und daher verkraftbar erscheinen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die landesgesetzlichen Neuregelungen zur Heimgesetzgebung die Profitabilität einzelner Einrichtungen zukünftig negativ beeinflussen können. Sonstige Risiken Die Energieträger Strom, Gas und Öl sowie Wasser werden strikt verbrauchsorientiert eingesetzt. Die Risiken durch weitere Preissteigerungen, beispielsweise im Energiesektor, werden für den MK-Kliniken Konzern verringert, indem regelmäßig Ausschreibungen stattfinden. Die aufgrund eines schweizerischen Schiedsgerichtsurteils gegen den Staat Äquatorialguinea bestehenden und in Höhe von EUR 9,4 Mio. bilanzierten Forderungen wurden auch im Geschäftsjahr 2019 nicht beglichen. Die MK-Kliniken AG hat daher nach in 2018 erfolgter Zustellung eines Titels an den Staat Äquatorialguinea und bisher erfolglosen Pfändungsbemühungen weitere Maßnahmen ergriffen, um die Forderungen beizutreiben. Die Beitreibung ist naturgemäß mit Risiken in zeitlicher und/oder betragsmäßiger Hinsicht verbunden, die nach Auffassung des Vorstands durch geltend gemachte, bisher aber nicht bilanziell erfasste zusätzliche Zinsansprüche abgedeckt sein sollten. Für erwartete Beitreibungskosten wurde eine Rückstellung gebildet. Der Corona-bedingt volatile Markt für Containerschiffe wird auch auf die Charterraten der Feederschiffe durchschlagen, so dass mit ausgeglichen bzw. negativen Ergebnisbeiträgen aus diesem Geschäftsbereich gerechnet werden kann. Sollte sich die gesundheitliche und wirtschaftliche Lage im zweiten Halbjahr normalisieren, werden auch die Märkte für Containerschiffe wieder anziehen. Es ist zu erwarten, dass sich der Markt für kleine Containerschiffe frühestens im dritten, wahrscheinlich eher erst im vierten Quartal 2020 erholen wird, vorausgesetzt, die Corona-bedingten Einschränkungen können weiterhin stückweise gelockert werden und es kommt zu keiner erneuten Verschlimmerung der Situation. Durch die Corona-Pandemie können neue Bewohner nur erschwert oder gar nicht aufgenommen werden, was zu zeitlichen Verzögerungen im Aufnahmeprozess und zu negativen Ergebnisbeiträgen führt. Besonders fühlbar ist in diesem Zusammenhang der annähernde Zusammenbruch der Nachfrage nach Kurzzeitpflege. Da Angehörige betagte/schwerbehinderte Menschen in ihrer Häuslichkeit pflegen und betreuen, reduziert sich die Inanspruchnahme von Kurzzeitpflege auf das Maß, das der unbedingten minimalen Selbst-Wiedergenesung dient. 6.3 Gesamtbetrachtung Risiko- und Chancensituation Die Gesamtrisikosituation des Konzerns setzt sich aus den Einzelrisiken aller Risikokategorien und den rechtlichen Einheiten zusammen. Über die beschriebenen Risikoarten hinaus bestehen Risiken, die die Reputation des MK-Konzerns als Ganzes betreffen. Für ein Gesamtbild werden die beschriebenen Informationen über Risiken und Chancen aus den einzelnen Risikokategorien und rechtlichen Einheiten zusammengeführt. Die Gesamtsituation, bezogen auf Risiken und Chancen des Konzerns, ergibt sich aus den dargestellten Einzelrisiken und -chancen. Auch unter den neuen Gegebenheiten sind Risiken, die allein oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten, hierbei aktuell nicht erkennbar. Insgesamt überwiegen aus Sicht des Konzerns die Chancen, die beschriebenen Risiken. Der Konzern ist zuversichtlich, dass im Unternehmen auch zukünftig die sich ergebenden Chancen erkannt und genutzt werden und damit den bestehenden Risiken erfolgreich begegnet werden kann. 7 Prognosebericht Bildete die stationäre Pflege im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 mit einem Umsatzanteil von rund 30,9 % 8 noch den größten Geschäftsbereich, so wird sich dies, bedingt durch den fortschreitenden Umbau des Konzerns, im Geschäftsjahr 2020 voraussichtlich ändern. Im Bereich Vermietung und Verpachtung fielen im Jahr 2019 rund 19,3 % aller Umsätze an, gefolgt von der ambulanten Pflege und dem Betreuten Wohnen. Im Bereich des Pflegeheimbetriebs, kann man in Deutschland seit einiger Zeit von Verkäufermärkten, also einem Nachfrageüberhang sprechen. Für die noch bestehenden Immobilien wird die MK-Kliniken AG auch im Jahre 2020 sich bietende Optionen gewissenhaft prüfen und gegebenenfalls nutzen. Durch die Corona-Pandemie ist auf der Käuferseite in 2020 allerdings mit Zurückhaltung zu rechnen, die eine attraktive Verwertung zurzeit eher erschweren. Der Bereich der Neugeschäfte wird durch eigene Entwicklungen und Zukäufe wachsen. Zwar werden die Umsätze hier spürbar steigen, in Summe werden aber Projektanlaufphasen eher zu Ergebnisbelastungen führen. Der Konzernumsatz des Geschäftsjahres 2020 wird insgesamt voraussichtlich deutlich unter dem Niveau des Vorjahres liegen. Insgesamt ist im Geschäftsjahr 2020 mit einem gegenüber dem Vorjahr verbesserten operativen Ergebnis (Konzern-EBIT vor Sondereffekten) zu rechnen. Dieses resultiert aus der Generierung von Erträgen aus den anfänglichen Investitionen in attraktive unternehmerische Investitionen.
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Interne Umsatzbetrachtung vor Konsolidierung von Innenbeziehungen Aufgrund eines verbesserten Finanzergebnisses wird ein gegenüber dem Geschäftsjahr 2019 verbessertes, aber weiterhin negatives EBT (vor Sondereffekten) des MK AG Konzerns erwartet. In allen Geschäftsbereichen außer der Vermietung wurden für das Geschäftsjahr 2020 steigende Umsätze und Ergebnisse geplant, die die Veränderungen aus dem Geschäftsbereich Vermietung jedoch nicht überkompensieren bzw. verstärken. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Konzern wird sich voraussichtlich stabil auf dem Vorjahresniveau halten. Der Einzelabschluss des Geschäftsjahres 2019 wird durch die Fortsetzung des Umbaus der MK-Kliniken AG zu einer Finanzholding nachhaltig beeinflusst werden. Bei ausgliederungsbedingt deutlich zurückgehenden Umsatzerlösen erwarten wir im Einzelabschluss 2020 unverändert ein negatives EBIT vor Beteiligungserträgen und etwaigen Veräußerungsgewinnen, wobei sich das negative EBIT gegenüber dem Vorjahr (vor Sondereffekten) verbessern wird. Positiv könnten sich Ausschüttungen aus Tochtergesellschaften sowie das positive Finanzergebnis auswirken, so dass im Einzelabschluss ein positives EBT vor etwaigen Veräußerungsgewinnen erwartbar erscheint. 8 Bericht des Vorstandes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen Der Vorstand hat entsprechend § 312 AktG für das Geschäftsjahr 2019 einen Bericht über Beziehungen zu allen verbundenen Unternehmen aufgestellt und gemäß § 313 AktG dem Abschlussprüfer zur Prüfung vorgelegt. Folgende Erklärung findet sich am Ende dieses Berichts wieder: „Der Vorstand der MK-Kliniken AG, Berlin, erklärt, dass die MK-Kliniken AG bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die ihm im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden ist.“
Berlin, den 8. Juni 2020 MK-Kliniken AG Vorstand Manfred Dreier-Gehle Vorstand Gabriela Krohe Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019
Konzern-Kapitalflussrechnung der MK-Kliniken AG, Berlin, für das Geschäftsjahr 2019
Konzerneigenkapitalspiegel der MK-Kliniken AG, Berlin, für das Geschäftsjahr 2019
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2019A. Allgemeine Angaben Der Konzernabschluss der MK-Kliniken AG, Berlin (Amtsgericht Berlin Charlottenburg, HRB 86329 B), für das Geschäftsjahr 2019 sowie die jeweiligen Vorjahresangaben wurden nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden sind gemäß § 308 HGB nach den auf den Konzernabschluss der MK-Kliniken AG, Berlin, angewandten Bewertungsmethoden einheitlich bewertet worden. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Im November 2019 wurden 20 Immobilien-Tochtergesellschaften (19 Pflegeimmobilien und eine Dienstleistungsimmobilie) an einen französischen Investor veräußert. Des Weiteren wurde bereits im April 2019 eine Immobilien-Tochtergesellschaft mit einer Pflegeimmobilie an einen Investor in Berlin veräußert. Aus der Entkonsolidierung der 21 Immobilien-Tochtergesellschaften resultierte ein Gewinn von rd. EUR 163,8 Mio. (vor Veräußerungskosten). Durch die unterjährige Entkonsolidierung der 21 Immobiliengesellschaften sind Vermögensgegenstände von rd. EUR 136,3 Mio. und Schulden von rd. EUR 33,7 Mio. aus dem Konzern abgegangen. Im Geschäftsjahr 2019 wurden zwei in- und vier ausländische Tochtergesellschaften gegründet und erstmalig konsolidiert. Des Weiteren wurde eine Vorratsgesellschaft Mitte Dezember 2019 erworben, die mit Wirkung zum 31. Dezember 2019 konsolidiert wurde. Aus der Erstkonsolidierung dieser Tochtergesellschaften haben sich keine materiellen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben Im Geschäftsjahr 2019 wurden die Breite Straße 159 GmbH, Hamburg, die MK Delta GmbH, Hamburg, die Grundstücksgesellschaft LTB mbH, Geestland, die Seavan Box System -SBS- GmbH, Geestland, die Pro F&B Gastronomische Dienstleistungsgesellschaft mbH, Hamburg, die Odenwaldklinik GmbH, Hamburg, und die Alstersee 124. VV GmbH, Hamburg, auf die Gesellschaft Mineralquelle Waldkirch Verwertungsgesellschaft mbH, Hamburg, verschmolzen. Ferner wurden im Berichtsjahr die Kurbetriebsgesellschaft Bad Klosterlausnitz mbH, Hamburg, auf die Betrium Nr. 29 Vermögensverwaltungs-GmbH, Pritzwalk und die SWP soziale Altenbetreuung gGmbH, Berlin, auf die Allgemeine soziale Dienstleistungen gemeinnützige GmbH, Hamburg, verschmolzen. Aus den Verschmelzungen ergaben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Insbesondere durch die Veräußerung von insgesamt 21 Immobilien-Tochtergesellschaften ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der MK-Kliniken AG Konzerns im Berichtsjahr mit der des Vorjahres nur eingeschränkt vergleichbar. B. Abgrenzung des Konsolidierungskreises In den Konzernabschluss sind neben der MK-Kliniken AG als Mutterunternehmen bis auf eine Tochtergesellschaft alle in- und ausländischen Tochterunternehmen gemäß § 294 Abs. 1 HGB einbezogen worden. Aufgrund disquotaler Stimm- und Gewinnbezugsrechte sowie der Tatsache, dass die geschäftsführende Komplementärin nicht von der MK-Kliniken AG gemäß § 296 Abs. 1 Nr. 1 HGB kontrolliert wird, wird auf den Einbezug der RAMONIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Oberhausen KG, Düsseldorf, in den Konzernabschluss abgesehen. Im Geschäftsjahr 2019 wurde insgesamt sieben Tochtergesellschaften erstmalig konsolidiert. Bei einer Erstkonsolidierung ergab sich ein aktivischer Unterschiedsbetrag von TEUR 5, der vollständig außerplanmäßig abgeschrieben wurde. An den assoziierten Unternehmen SAB Treuhand und Verwaltung GmbH & Co. Seniorenzentrum Berlin Lichtenberg KG i. L., Bad Homburg (im Folgenden Lichtenberg KG), und SAB Real Estate GmbH & Co. Seniorenzentrum Oldenburg KG, Bad Homburg (im Folgenden Oldenburg KG), hält die Muttergesellschaft mittelbar einen Anteil von 88,0 % (Vj. 70,1 %) bzw. 26,1 % (Vj. 20,3 %) des Gesellschaftskapitals. Es handelt sich bei den assoziierten Unternehmen um zwei geschlossene Immobilienfonds-Gesellschaften, die jeweils eine Pflegeimmobilie an eine Betreibergesellschaft vermieteten. Im Berichtsjahr hat die SAB Lichtenberg KG i. L. ihre Immobilie veräußert. Die Bewertung erfolgt at equity, da die Gesellschaften tatsächlich nicht beherrscht werden bzw. beherrscht werden können. Bei der erstmaligen Bewertung at equity im Rumpfgeschäftsjahr 2017 lag der Unterschiedsbetrag insgesamt bei TEUR 2.353. Der Beteiligungsertrag betrug im Geschäftsjahr 2019 TEUR 218 (Vj. TEUR 967). In 2019 fanden innerhalb der Konzerngesellschaften neun Verschmelzungen und zwei Ausgliederungen statt. Hinsichtlich der Auswirkungen aus der Änderung des Konsolidierungskreises verweisen wir auf Abschnitt A. Bezüglich der Zusammensetzung des Konsolidierungskreises wird auf Abschnitt G. verwiesen. C. Konsolidierungsgrundsätze und Währungsumrechnung Dem Konzernabschluss liegen die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen zu Grunde. Bei den 53 der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2019. Die Kapitalkonsolidierung für Erwerbsvorgänge ab dem 1. Januar 2010 (Neufälle) erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB nach der Neubewertungsmethode. Hierbei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochtergesellschaften verrechnet. Das Eigenkapital ist dabei entsprechend der Neubewertungsmethode mit dem Betrag anzusetzen, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht, der diesen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegen ist. Rückstellungen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3 Abs. 2 HGB und latente Steuern nach § 274 Abs. 2 HGB zu bewerten. Die Verrechnung erfolgt gemäß § 301 Abs. 2 HGB zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Bei der Erstkonsolidierung von Erwerbsvorgängen vor dem 1. Januar 2010 (Altfälle) wird die Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a. F. mit den gemäß § 301 Abs. 2 HGB a. F. möglichen Erstkonsolidierungszeitpunkten angewandt. Die Folgekonsolidierung - und damit auch die Konsolidierung zum 31. Dezember 2019 - erfasst den Konzernanteil der nach dem Stichtag der Erstkonsolidierung erwirtschafteten Ergebnisse der Konzerngesellschaften im Konzernergebnis. Der Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile bemisst sich grundsätzlich am Eigenkapital der jeweiligen Einzelgesellschaft unter Berücksichtigung der einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Für Erwerbsvorgänge ab dem 1. Januar 2010 enthielt der Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile außerdem Anteile an den aufgedeckten stillen Reserven und Lasten sowie die anteiligen Ergebnisbestandteile aus der Folgekonsolidierung der entsprechend der Neubewertungsmethode in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Assoziierte Unternehmen im Sinne des § 311 HGB, bei denen ein maßgeblicher Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausgeübt werden kann, werden gemäß § 312 Abs. 1 i.V.m. Abs. 4 HGB mit den fortgeführten Buchwerten bewertet. Die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften wurden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung untereinander aufgerechnet. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden alle Umsätze zwischen den Konzerngesellschaften und die übrigen konzerninternen Erträge und Aufwendungen einschließlich der Gewinnausschüttungen von Konzernunternehmen eliminiert. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Anlageverkäufen sowie aus Vorratsbeständen konzerninterner Lieferungen wurden eliminiert. Die Abgrenzung von latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen erfolgte gemäß § 306 HGB insoweit, als sich der abweichende Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren ausgleicht. Die Ermittlung der latenten Steuern wurde auf Basis der zukünftigen Steuerbelastungen der betreffenden Gesellschaften vorgenommen. Die Aktiv- und Passivposten der auf fremde Währung lautenden Bilanz der ausländischen Gesellschaft wird mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs in Euro umzurechnen ist, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wurden zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die Währungsunterschiede, die sich durch die Umrechnung der Vermögens-, Kapital- und Schuldposten ausländischer Konzerngesellschaften sowie Währungsunterschiede, die sich aus der historischen Umrechnung des Eigenkapitals von nicht in Euro geführten Gesellschaften ergeben, wurden erfolgsneutral der „Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung“ zugeordnet. D. Rechnungslegungsgrundsätze Bei der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Gesellschaft wurde der nach landesrechtlichen Vorschriften aufgestellte Jahresabschluss der Konsolidierung zu Grunde gelegt. Die Jahresabschlüsse des ausländischen und der inländischen Konzernunternehmen wurden, soweit dies erforderlich war, im Rahmen der Konsolidierung an die konzerneinheitlichen Bilanzierungsgrundsätze angepasst. Das Konzernjahresergebnis umfasst das Ergebnis des laufenden Geschäftsjahres einschließlich der Ergebnisanteile nicht beherrschender Anteile. Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und der Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um kumulierte Abschreibungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert nach § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB bewertet. Die Abschreibungen werden grundsätzlich unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode vorgenommen. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden über die erwartete Nutzungsdauer von sieben Jahren abgeschrieben. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Geschäfts- und Firmenwerte werden grundsätzlich über die individuell ermittelte Nutzungsdauer zwischen zwei und sieben Jahren linear abgeschrieben. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Assoziierte Unternehmen im Sinne des § 311 HGB, bei denen ein maßgeblicher Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausgeübt werden kann, werden gemäß § 312 Abs. 1 i.V.m. Abs. 4 HGB mit den fortgeführten Buchwerten bewertet. Die fortgeführten Buchwerte der assoziierten Unternehmen übersteigen das anteilige Eigenkapital der assoziierten Unternehmen zum Bilanzstichtag um TEUR 87 (Vj. TEUR 2.260). Der Beteiligungsertrag betrug im Geschäftsjahr 2019 TEUR 218 (Vj. TEUR 967). In den Beteiligungsansätzen sind wie im Vorjahr keine Geschäfts- und Firmenwerte enthalten. Die Erstkonsolidierung erfolgte zum 1. Juli 2017. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet. Bei Wegfall der Gründe für eine Wertminderung wird eine Wertaufholung nach § 253 Abs. 5 HGB vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr gebildet worden. Die Muttergesellschaft bilanziert am 31. Dezember 2019 sonstige Wertpapiere auf US-Dollar-Basis im Volumen von TEUR 18.000 mit einer Laufzeit bis zum 12. Februar 2020. Der Marktwert zum 31. Dezember 2019 beträgt TEUR 18.050. Der Marktwert der Wertpapiere entspricht den Kurswerten zum Bilanzstichtag. Die Pensionsverpflichtungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 1,0 % bei den Entgelten und von 1,1 % bei den Renten ausgegangen. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der zum Bilanzstichtag verwendete Rechnungszinssatz beträgt 2,71 % (Vj. 3,21 %). Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum 31. Dezember 2019 im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre eine Verminderung der Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 686 (Unterschiedsbetrag). Das Deckungsvermögen ist zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens (Rückdeckungsversicherungen) entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB und besteht aus dem so genannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines gegebenenfalls vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (so genannte unwiderrufliche Überschussbeteiligung). Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Latente Steuern aus den Einzelabschlüssen (Handelsbilanz II - Steuerbilanz-Unterschiede) der einbezogenen Gesellschaften und latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen wurden auf der Basis der zukünftigen Steuerbelastung der einbezogenen Gesellschaften ermittelt. Aktive latente Steuern umfassen auch latente Steuern auf steuerliche Verlustvortragsmöglichkeiten, sofern mit einer Inanspruchnahme innerhalb der nächsten fünf Jahre zu rechnen ist. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Konzernabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite. E. Erläuterungen zur Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung I. Konzernbilanz 1. Anlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens (Anlage 6) ist integraler Bestandteil des Anhangs. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen haben in Höhe von TEUR 1.074 (Vj. TEUR 261) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. 3. Aktive latente Steuern Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen im Konzernabschluss und den steuerrechtlichen Wertansätzen von Grundvermögen im jeweiligen landesrechtlichen Jahresabschluss ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge - soweit mit einer Realisierung innerhalb der nächsten fünf Jahre gerechnet werden kann - berücksichtigt. Des Weiteren wurden latente Steuern auf Konsolidierungsbuchungen entsprechend § 306 HGB gebildet. Der Steuersatz (Körperschaftsteuer/Solidaritätszuschlag) für latente Steuern beträgt wie im Vorjahr 15,825 %. Die aktiven bzw. passiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:
4. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der MK-Kliniken AG beträgt zum Stichtag unverändert EUR 37.320.000,00 und ist in 13.205.500 (Vj. 14.042.840) auf den Namen lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert je Aktie von rd. EUR 2,83 (Vj. rd. EUR 2,66; gerundet) eingeteilt. Das gezeichnete Kapital ist voll einbezahlt. Im Geschäftsjahr 2019 wurden 3.655 eigene Stückaktien erworben, auf die ein Betrag von EUR 38.889,20 des Grundkapitals (0,03 %) entfällt. Darüber hinaus wurden 837.340 eigene Stückaktien eingezogen. Die von der Gesellschaft noch gehaltenen 3.792 (Vj. 837.477) Stückaktien (eigene Anteile) entsprechen rd. 0,03 % (Vj. 5,96 %) des Grundkapitals. Gemäß § 268 Abs. 8 HGB unterliegt der Betrag, um den die aktiven latenten Steuern die passiven latenten Steuern übersteigen (TEUR 1.044), einer Ausschüttungssperre. Im Vorjahr unterlag zusätzlich die Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände (abzüglich passiver latenter Steuern) in Höhe von TEUR 1.393 einer Ausschüttungssperre. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich auf der Ebene der Muttergesellschaft zum Bilanzstichtag ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 686 (Vj. TEUR 819). Dieser ist nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt. Insgesamt unterliegen somit TEUR 1.730 einer Ausschüttungssperre. Aus dem Bilanzgewinn stehen somit TEUR 341.854 (Vj. TEUR 211.492) für Ausschüttungszwecke zur Verfügung. 5. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 21.900 (Vj. TEUR 9.808) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Drohverluste in Höhe von TEUR 8.878 (Vj. TEUR 816), ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 6.170 (Vj. TEUR 3.748), personalbezogene Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.808 (Vj. TEUR 2.407), Rückstellungen für Prozessrisiken in Höhe von TEUR 1.806 (Vj. TEUR 900) und Rückstellungen für Instandhaltungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 1.154 (Vj. TEUR 1.045). 6. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch verpfändete Festgelder (TEUR 29.440) besichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen bei einzelnen Tochtergesellschaften branchenübliche Eigentumsvorbehalte der Lieferanten. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind mit TEUR 203 (Vj. TEUR 317) Verbindlichkeiten aus Steuern sowie mit TEUR 8 (Vj. TEUR 0) aus Sozialabgaben enthalten. II. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Im Geschäftsjahr 2019 entfällt der Konzernumsatz von EUR 72,8 Mio. (Vj. EUR 78,6 Mio.) mit EUR 30,0 Mio. (Vj. EUR 38,0 Mio.) auf Umsätze aus Pflegeleistungen und betreutem Wohnen, mit EUR 36,4 Mio. (EUR 37,4 Mio.) auf Mieterlöse und mit EUR 6,4 Mio. (Vj. EUR 3,2 Mio.) auf sonstige Umsatzerlöse. Von den Umsatzerlösen entfallen EUR 4,5 Mio. (Vj. EUR 1,1 Mio.) auf das Drittland. 2. Sonstige betriebliche Erträge Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 4,6 Mio. (Vj. EUR 3,6 Mio.) ausgewiesen. Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen mit EUR 2,1 Mio. (Vj. EUR 2,3 Mio.) sowie um Gewinne aus der Veräußerung von Stillstandsimmobilien mit insgesamt EUR 1,3 Mio. (Vj. EUR 0,7 Mio.). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Kursgewinne in Höhe von TEUR 209 (Vj. TEUR 338) enthalten. Von den sonstigen betrieblichen Erträgen sind die Gewinne aus der Entkonsolidierung in Höhe von EUR 163,8 Mio. (Vj. EUR 3,0 Mio.) als außerordentlich zu bezeichnen. 3. Personalaufwand Im Posten „Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 285 (Vj. TEUR 664) enthalten. 4. Außerplanmäßige Abschreibungen Im Berichtsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf die immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 1.095 (Vj. TEUR 0) und auf Sachanlagen in Höhe von TEUR 170 (Vj. TEUR 66) vorgenommen. 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 800 (Vj. TEUR 1.114) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Kursverluste in Höhe von TEUR 31 (Vj. TEUR 190). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Rechts- und Beratungskosten in Höhe von rd. EUR 3,0 Mio. und Instandhaltungsaufwendungen in Höhe von rd. EUR 1,4 Mio., die in ihrer Größenordnung als außergewöhnlich im Sinne des § 285 Nr. 31 HGB anzusehen sind. Diese Aufwendungen stehen im Zusammenhang mit der Veräußerung von 21 Immobiliengesellschaften. 6. Finanzergebnis Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 312 (Vj. TEUR 387) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen. Die Zinsaufwendungen enthalten Vorfälligkeitsentschädigungen für die vorzeitige Ablösung von Darlehen bei Kreditinstituten im Zusammenhang mit den Immobilientransaktionen in Höhe von TEUR 1.767. Die Vorfälligkeitsentschädigungen sind als außergewöhnlich im Sinne des § 285 Nr. 31 HGB zu betrachten 7. Steuern Im Posten Steuern vom Einkommen und Ertrag sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 586 (Vj. TEUR 620) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 6.508 (Vj. TEUR 4.448) enthalten. Die periodenfremden Ertragsteuern sind als außergewöhnlich im Sinne des § 285 Nr. 31 HGB zu betrachten. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten Erträge aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 10.807 (Vj. Aufwendungen TEUR 5.182). 8. Ergebnisanteile nicht beherrschender Anteile Die Ergebnisanteile nicht beherrschender Anteile setzen sich wie folgt zusammen:
F. Sonstige Angaben 1. Personal Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres 2019 beschäftigten Mitarbeiter (nach Köpfen), getrennt nach Gruppen, ist der folgenden Übersicht zu entnehmen:
2. Haftungsverhältnisse Es besteht eine unbeschränkte Patronatserklärung der MK-Kliniken AG zugunsten der im Rumpfgeschäftsjahr 2017 veräußerten Gesellschaften Senioren-Wohnpark Landshut GmbH und AMARITA Oldenburg GmbH, die in der Weise abgegeben wurde, dass sie für Ansprüche aus geschlossenen Mietverträgen mit konzernfremden Vermietungsgesellschaften eintritt. Von der MK-Kliniken AG wurden Bürgschaften für die Besicherung von Darlehen an vormalige Tochtergesellschaften (im Rumpfgeschäftsjahr 2017 veräußert) in Höhe von TEUR 1.222 (Vj. TEUR 1.409) begeben. Weiterhin besteht für die MK-Kliniken AG eine Mithaftung für Leasingverbindlichkeiten einiger im Rumpfgeschäftsjahr 2017 veräußerter Gesellschaften fort. Der Höchstbetrag dieser Verpflichtungen für konzernfremde Gesellschaften beläuft sich aktuell auf TEUR 429 (Vj. TEUR 978). Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Mithaftung wird als gering eingestuft, da es derzeit keinerlei Anzeichen dafür gibt, dass die ehemaligen Tochtergesellschaften ihren Verpflichtungen aus den Leasingverträgen nicht nachkommen werden. Die MK-Kliniken AG haftet gemäß § 133 UmwG für die vor dem Wirksamwerden der Ausgliederung der Betriebsstätten Cottbus und Neuruppin mit Wirkung zum 1. Januar 2018 begründeten Verbindlichkeiten. 3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:
Bei den Miet- und Pachtverträgen handelt es sich um 19 Immobilienmietverträge mit einer maximalen Restlaufzeit bis zum 31. Januar 2031. 4. Ergänzende Angaben zur Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung wurde nach den Regelungen des DRS 21 aufgestellt. Der Finanzmittelfonds beinhaltet Kassenbestände und Bankguthaben in Höhe von TEUR 377.609 (Vj. TEUR 203.454). Von den Bankguthaben sind am Bilanzstichtag TEUR 29.440 (Vj. TEUR 2.540) verpfändet. 5. Ergänzende Angaben zum Konzerneigenkapitalspiegel Der Eigenkapitalspiegel wurde nach den Regelungen des DRS 22 aufgestellt. Hinsichtlich der Angaben zum Eigenkapital verweisen wir auf Abschnitt E.I.4. 6. Organe des Mutterunternehmens Vorstand Vorstände sind:
Der Aufsichtsrat besteht aus folgenden Mitgliedern:
Die Aufwendungen für den Aufsichtsrat betrugen im Berichtsjahr TEUR 369 (Vj. TEUR 737). 7. Geschäfte mit nahestehenden Personen Geschäftsbeziehungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden vollständig eliminiert. Die nachfolgende Übersicht enthält die zwischen dem MK-Kliniken Konzern und nahestehenden Unternehmen und Personen erbrachten und empfangenen Leistungen sowie bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten.
Die für nahestehende Unternehmen erbrachten Leistungen betreffen unter anderem die Untervermietung von Räumlichkeiten und Weiterbelastungen. Die empfangenen Leistungen von der Familie Marseille betreffen im Wesentlichen die Aufsichtsratstätigkeit von Herrn Marseille sowie die Rechtsberatung durch die Rechtsanwaltskanzlei Marseille. Bei den nahestehenden Unternehmen resultieren die Aufwendungen aus empfangenen Leistungen insbesondere aus Bauleistungen der Held Bau Consulting Projekt Steuerungsgesellschaft mbH (TEUR 1.335) und der Miete für die Hauptverwaltung in Hamburg (TEUR 720). Die erbrachten und empfangenen Leistungen aus Transaktionen der Konzerngesellschaften mit nahestehenden Personen und Unternehmen sind ausnahmslos der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der jeweils beteiligten Gesellschaft zuzurechnen und wurden zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen. 8. Honorar für Leistungen des Konzernabschlussprüfers In den Rechts- und Beratungskosten sind nachstehende Honorare für den Abschlussprüfer des Einzel- und Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2019 (inklusive Auslagen und der nicht abziehbaren Umsatzsteuer) enthalten:
9. Nachtragsbericht Nach Ende des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2019 haben sich folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet, über die an dieser Stelle berichtet wird: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Ende Januar 2020 den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Seit dem 11. März 2020 stuft die WHO die Verbreitung des Coronavirus (Covid-19) als Pandemie ein. Die Auswirkungen der Corona-Krise haben für den Konzern bislang zu keinen wesentlichen finanziellen Auswirkungen im Geschäftsjahr 2020 geführt. Wir verweisen hierzu auf die entsprechenden Ausführungen im mit dem Konzernlagebricht zusammengefassten Lagebericht im Abschnitt „6. Chancen- und Risikobericht" und im Abschnitt „7. Prognosebericht". Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres, über die an dieser Stelle zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet. 10. Ergebnisverwendung Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn des Mutterunternehmens in Höhe von TEUR 352.406 (Vj. TEUR 209.203) auf neue Rechnung vorzutragen. G. Anteilsbesitzliste 1. Unmittelbare und mittelbare Beteiligungen des Mutterunternehmens an Tochterunternehmen, die in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 einbezogen wurden
2. Mittelbare Tochterunternehmen, die gemäß § 296 Abs. 1 Nr. 1HGB nicht konsolidiert wurden Der mittelbare Geschäftsanteil an der RAMONIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Oberhausen KG, Düsseldorf, beträgt 94 %. Die RAMONIA KG wies zum 31. Dezember 2018 ein Eigenkapital von TEUR 0 aus. Angaben zum Jahresergebnis im Geschäftsjahr 2018 waren nicht verfügbar. 3. Assoziierte Unternehmen gemäß § 311 HGB Folgende assoziierte Unternehmen werden gemäß § 312 Abs. 1 HGB nach der at equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen:
Die Beteiligung an der SAB Real Estate GmbH & Co. Seniorenzentrum Oldenburg KG ist eine geschlossene Immobilienfonds-Gesellschaft, die eine Pflegeimmobilie an eine Betreibergesellschaft vermietet. Die SAB Treuhand und Verwaltung GmbH & Co. Seniorenzentrum Berlin Lichtenberg KG i. L. hat im Berichtsjahr ihre Pflegeimmobilie veräußert und befindet sich in Liquidation. Die Abschlusszahlung in Höhe von rd. TEUR 50 auf das zu liquidierende Vermögen wird im Geschäftsjahr 2020 erwartet. Die Bilanzierung und Bewertung der assoziierten Unternehmen wurden nicht an die einheitliche Bilanzierung und Bewertung des Konzerns angepasst.
Berlin, 8. Juni 2020 MK-Kliniken AG Vorstand Manfred Dreier-Gehle Vorstand Gabriela Krohe Entwicklung des Konzernanlagevermögens der MK-Kliniken AG, Berlin, im Geschäftsjahr 2019
Bestätigungsvermerk des unabhängigen KonzernabschlussprüfersAn die MK-Kliniken AG, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der MK-Kliniken AG, Berlin, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht der MK-Kliniken AG, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzern ab Schlusses und des mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der mit dem Lagebericht zusammengefasste Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 8. Juni 2020 Ebner Stolz GmbH & Co. KG Thomas Götze, Wirtschaftsprüfer Andreas Fettke, Wirtschaftsprüfer Die Billigung des Konzern-Jahresabschlusses 2019 durch den Aufsichtsrat erfolgte am 09.07.2020.
Hamburg, 07.08.2020 MK-Kliniken AG Der Vorstand Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 01. Januar - 31. Dezember 2019Der Aufsichtsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 ausführlich die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und sich intensiv mit der Lage und den Perspektiven sowie Sonderprojekten des Unternehmens befasst. Im Geschäftsjahr 2019 hat sich der Aufsichtsrat in insgesamt fünf Präsenzsitzungen (29. April 2019, 28. August 2019, 29. August 2019, 15. Oktober 2019, 04. Dezember 2019) vom Vorstand eingehend über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns sowie dessen strategische Ausrichtung unterrichten lassen und die Arbeit des Vorstandes überwacht und begleitet. Neben den Beschlussfassungen in den Präsenzsitzungen wurden verschiedene Beschlüsse im Umlaufverfahren getroffen. In allen Aufsichtsratssitzungen hat der Vorstand in seinen mündlichen und schriftlichen Berichten an den Aufsichtsrat, insbesondere auch über die Unternehmens- und Konzernplanung, die Rentabilität und Liquidität, den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft und des Konzerns, das Risikomanagement und die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien im Unternehmen sowie über jene Geschäfte informiert, die für die Rentabilität und Liquidität von erheblicher Bedeutung sind. Darüber hinaus hat der Vorstand den Vorsitzenden des Aufsichtsrates auch außerhalb der Sitzungen über wesentliche Geschäftsvorfälle unterrichtet, insbesondere auch über solche, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen. Über diese Geschäfte, auch über entsprechende Personalentscheidungen, hat der Aufsichtsrat in seinen Sitzungen beschlossen. Aufgrund der Berichterstattung des Vorstandes an den Vorsitzenden und weitere Mitglieder des Aufsichtsrates war der Aufsichtsrat über Maßnahmen und Geschäftsvorfälle von wesentlicher Bedeutung informiert und in die Entscheidungen eingebunden. Der Aufsichtsrat der MK-Kliniken AG wurde im Geschäftsjahr 2019 durch nachfolgende Mitglieder repräsentiert: Herrn Ulrich Marseille (Vorsitzender) Herrn Hans-Hermann Tiedje (stv. Vorsitzender) Herrn Prof. Dr. med. Dietmar Enderlein bis zum Ende der Hauptversammlung am 29. August 2019 um 15.17 Uhr, Herrn Frank Abele ab 29. August 2019, konstituierende Sitzung des Aufsichtsrates im Anschluss an die Hauptversammlung vom 29. August 2019; Alle jeweils berufenen Mitglieder des Aufsichtsrates haben in ihren oben genannten Funktionen an den nachfolgend aufgeführten Sitzungen des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2019 teilgenommen, soweit nicht abweichend erläutert. Innerhalb des Aufsichtsrates sind im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Interessenkonflikte bei Mitgliedern des Aufsichtsrates aufgetreten. Der Aufsichtsrat hat im Hinblick auf seine Größe keine Ausschüsse gebildet. Die Aufsichtsratssitzung vom 29. April 2019 befasste sich ausgiebig mit dem Jahresabschluss des Geschäftsjahres Januar - Dezember 2018 der Einzelgesellschaft und des Konzerns zum 31. Dezember 2018. Der Vorstand berichtete über die Highlights aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung. Später berichteten die Wirtschaftsprüfer über die Jahresabschlussarbeiten und regten an, die Einführung eines neuen Konsolidierungsprogramms zu prüfen. Die Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft legte den Einzel- sowie den Konzernjahresabschluss der MK-Kliniken AG für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2018 vor. Diese tragen das jeweils uneingeschränkte Testat vom 29. März 2019. Der Aufsichtsrat billigte einstimmig den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2018 und stellte einstimmig den Einzelabschluss für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2018 fest. Des Weiteren stellte der Vorstand in der Sitzung von 29. April 2019 den möglichen Erwerb von drei weiteren Containerschiffen in Eckdaten vor. Nach intensiver Diskussion stimmte der Aufsichtsrat der Erwerb der gebrauchten Schiffe zu. In der Aufsichtsratssitzung vom 28. August 2019 informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über die aktuelle Finanzlage zum Stand 31. Juli 2019. Weitere Themen waren laufende Gespräche zu einem möglichen Verkauf von Immobilien sowie die Ablösung der veralteten SAP-ERP-Lösung zum Jahreswechsel 2019/2020. Im Anschluss an die am 29. August 2019 endende Hauptversammlung traf sich der Aufsichtsrat zu seiner konstituierenden Sitzung der neuen Wahlperiode. In der Aufsichtsratssitzung vom 15. Oktober 2019 stimmt der Aufsichtsrat einstimmig der Beschlussfassung des Vorstandes über die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 05./06. Dezember 2019 und den Beschlussvorschlägen des Vorstands zu. Die Aufsichtsratssitzung vom 04. Dezember 2019 befasste sich mit verschiedenen zustimmungspflichtigen Geschäften. Der Aufsichtsrat stimmt einstimmig den Beschlüssen des Vorstands zu. Auf der Grundlage der mündlichen und schriftlichen Berichte des Vorstandes hat der Aufsichtsrat entsprechend den ihm nach dem Gesetz und der Satzung übertragenen Aufgaben die Geschäftsführung des Vorstandes überwacht und beratend begleitet. Die Geschäftsführung des Vorstandes wurde im Hinblick auf deren Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit überprüft. Dies bezog sich sowohl auf bereits laufende Geschäftstätigkeiten, als auch auf zukunftsgerichtete Entscheidungen und Planungen des Vorstandes. Insgesamt ergaben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Hinweise, die ein darüber hinaus gehendes Eingreifen des Aufsichtsrates erforderlich gemacht hätten. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und Lagebericht sowie der Konzernabschluss und Konzernlagebericht der MK-Kliniken AG für das Geschäftsjahr 2019 sind im Auftrag des Aufsichtsrates unter Einbeziehung der Buchführung durch den von der Hauptversammlung am 05./06. Dezember 2019 gewählten Abschlussprüfer, die Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Zweigniederlassung Hamburg (im Folgenden auch Abschlussprüfer genannt), geprüft worden. Für den aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss wurde jeweils ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt. Am 09. Juli 2020 wurde der uneingeschränkt testierte Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2019 vom Aufsichtsrat gebilligt und der ebenfalls uneingeschränkt testierte Einzelabschluss für das Geschäftsjahr 2019 festgestellt. Insgesamt ergaben sich für den Aufsichtsrat aufgrund der erfolgten eigenen Prüfung und auch unter Einbeziehung der Prüfungsberichte der Abschlussprüfer sowie der Ergebnisse der im Geschäftsjahr 2019 im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen erfolgten Prüfungen keine Hinweise darauf, dass die Vorlagen unrichtig sein könnten. Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat vorgenommenen Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lage- und Konzernberichtes sowie des Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes der MK-Kliniken AG für das Geschäftsjahr 2019 waren seitens des Aufsichtsrates keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat schloss sich dem Vorschlag des Vorstandes zur Gewinnverwendung für das Geschäftsjahr 2019 an. Sowohl der vom Vorstand aufgestellte Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen und der Prüfbericht des Abschlussprüfers hierüber ist jedem Mitglied des Aufsichtsrates zugeleitet worden. Auf dieser Grundlage war Bestandteil der Prüfungen der Vorstandsvorlagen auch der vom Vorstand gemäß § 312 AktG aufgestellte Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen. Zusätzlich haben die Abschlussprüfer den Bericht des Vorstandes geprüft und den Aufsichtsrat über das Ergebnis unterrichtet. Durch die Abschlussprüfer wurde zu dem Bericht folgender Bestätigungsvermerk erteilt: „Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
Nach dem Ergebnis seiner Prüfung schließt sich der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer an und stellt fest, dass keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstandes am Schluss des Berichtes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen zu erheben sind. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss gebilligt und den Jahresabschlussfestgestellt. Der Aufsichtsrat spricht den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft seinen Dank für ihren Einsatz und die im Geschäftsjahr 2019 geleistete Arbeit aus.
Berlin, im Juli 2020 MK-Kliniken AG Der Vorsitzende des Aufsichtsrates Ulrich Marseille |
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