![]() DocCheck AGKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012Einzelabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012
Lagebericht der DocCheck AG, Köln, für das Geschäftsjahr 20121 Aufbau und Struktur des UnternehmensDie DocCheck AG hat ihren Sitz in Köln und ist die geschäftsführende Holding des DocCheck
Konzerns (im Folgenden "DocCheck-Gruppe" oder "Gruppe" genannt). Die DocCheck-Gruppe
besteht aus der DocCheck AG ("DocCheck AG") und den folgenden Tochtergesellschaften:
Das operative Geschäft wird von den Tochtergesellschaften betrieben. Die weiteren
Ausführungen zur Lage des Unternehmens werden für die DocCheck-Gruppe insgesamt beschrieben. 2 Geschäftsmodelle der DocCheck AGDie DocCheck AG erwirbt, verwaltet und verkauft Beteiligungen an Unternehmen. Sie
betreibt kein eigenes Geschäft mit konzernexternen Kunden. Die Geschäftsmodelle, die
die DocCheck AG verfolgt, werden in den Tochtergesellschaften abgebildet. Diese Geschäftsmodelle
stellen sich wie folgt dar: Die DocCheck-Gruppe hat sich auf den Wachstumsmarkt Healthcare spezialisiert. Im operativen
Business stehen dafür zwei Marken:
antwerpes und DocCheck liefern ihren Kunden aus dem Healthcare-Markt vom integrierten
Kommunikationskonzept bis zum passenden Zielgruppenkanal alles aus einer Hand. Damit
bietet die DocCheck-Gruppe ein einzigartiges Angebot im deutschsprachigen Healthcare-Markt. 2.1 DocCheckUnter der Marke DocCheck agieren im operativen Business zwei Unternehmen:
2.1.1 DocCheck Medical Services GmbH ("DocCheck")Die DocCheck Medical Services GmbH betreibt die nach unserer Einschätzung größte europäische
Internet-Community für Healthcare Professionals (vor allem Ärzte und Apotheker) mit
knapp 900.000 Nutzern und über 2.500 Kooperationspartnern aus dem gesamten Gesundheitssektor.
Damit verfügt DocCheck im Healthcare-Markt über eine sehr große Reichweite: nahezu
jeder zweite Arzt in Deutschland ist Mitglied der DocCheck Community und nahezu alle
großen pharmazeutischen Unternehmen in Deutschland nutzen DocCheck. DocCheck ist lt.
IVW (Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.
V.) die meistbesuchte Internetseite für Healthcare Professionals in Deutschland. Die
Reichweite von DocCheck beschränkt sich aber nicht nur auf Deutschland: DocCheck ist
mit mehreren Sprachversionen in anderen wichtigen Ländern vertreten (z.B. in Frankreich,
Spanien und Italien). Der Anteil der internationalen Besucher beträgt lt. IVW rund
20 Prozent. Diese Reichweite und entsprechendes Marketing haben DocCheck zu einer
bekannten Marke bei vielen Healthcare Professionals in Deutschland gemacht. Unter
der Marke DocCheck wurde eine Vielzahl von Geschäftsmodellen etabliert. Zu den wichtigsten
Geschäftsaktivitäten der DocCheck Medical Services GmbH gehören: DocCheck Media (Direktmarketing)Die DocCheck Community ist nach Angaben der IVW das am häufigsten frequentierte Internetangebot
für Healthcare Professionals in Deutschland. Im November 2012 erreichte DocCheck mit
10,0 Millionen Page Impressions und 4,1 Millionen Besuchen ein bisheriges "All-Time-High"
und konnte seinen Abstand lt. IVW zu den anderen medizinischen Fachmedien weiter ausbauen.
Darüber hinaus verfügt DocCheck mit den DocCheck News über einen der reichweitenstärksten
elektronischen Newsletter für Healthcare Professionals in Europa. Über 315.000 deutschsprachige
Abonnenten erhalten regelmäßig die DocCheck-Publikationen per eMail. Die DocCheck
News und die DocCheck Webseiten sind damit ein bevorzugtes Medium für die Schaltung
von elektronischen Anzeigen (Advertorials, Banner). DocCheck Research (Marktforschung)DocCheck verfügt über eines der umfangreichsten Fachgruppen-Panels in Deutschland
- mit mehr als 194.000 Teilnehmern, davon allein ca. 70.000 Humanmediziner. Das Besondere
dieses Panels ist die hohe Panelqualität, da alle Panelmitglieder einen Berufsnachweis
erbracht haben. Auf Basis des beschriebenen Panels führt DocCheck eigene Studien durch
und betreibt Feldvermietungen. Durch die Fokussierung auf das Internet kann DocCheck
Marktforschungsdienstleistungen effizient und schnell erbringen. DocCheck BusinessMail (Direktmarketing)DocCheck BusinessMail (vormals "DocCheck Mail") erreicht über 140.000 Medical Professionals
in Europa und ist damit ein besonders leistungsstarkes Direktmarketing-Instrument.
Über den Service DocCheck BusinessMail können Kunden ihre Zielgruppe schnell und effizient
mit einer hohen eMail-Responserate von bis zu 25 Prozent erreichen. DocCheck CRODocCheck CRO bietet den Kunden aus der pharmazeutischen Industrie nicht-interventionelle
Studien (NIS). Von der Konzeption bis zur Veröffentlichung begleitet der Bereich die
Kunden bei dieser inhaltlich wie technisch anspruchsvollen Aufgabenstellung. Das Angebot des Geschäftsbereichs CRO wird zum Ende des Geschäftsjahres 2012 nicht
mehr fortgesetzt. Es werden nur noch die bestehenden Aufträge zu Ende geführt. Die
Beendigung dieser Aufträge wird ca. 2015 erfolgen. DocCheck Paid ContentDer Bereich Paid Content stellte 2012 zwei Services für die DocCheck-Nutzer bereit: "DocCheck Load": Hier stehen Fachliteratur und andere digitale Erzeugnisse aus den
Bereichen Medizin und Gesundheit zum kostenpflichtigen Download für DocCheck-Nutzer
bereit. Zurzeit stellen mehr als 20 medizinische Fachverlage fast 8.000 Artikel ein.
Das zur Verbesserung des Nutzererlebnisses in den Bereich DocCheck Load integrierte
kostenpflichtige Premium-Abonnement "DocCheck Pro" bietet Zugang zu über 40 Angeboten
und hochwertigen Medizininhalten. Diese Angebote realisiert DocCheck gemeinsam mit
25 Kooperationspartnern -hauptsächlich aus der Verlagsbranche. "DocCheck Apps" produziert und vertreibt Anwendungen und Inhalte für mobile Endgeräte,
insbesondere Smartphones. Bereits 2009 wurde die erste mobile Applikation ("App")
für den Healthcare-Markt erfolgreich im App Store von Apple veröffentlicht. Im Jahr
2012 stellte DocCheck neue Kapitel für die multeBook-Ausgabe des "Herold - Innere
Medizin" bereit. 2.1.2 DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH ("DocCheck Shop")Im DocCheck Shop sind die Handelsaktivitäten der Marke DocCheck gebündelt. Der Fokus
des Handelsgeschäfts liegt auf dem Handel mit Medizin- und Praxisbedarf und kleinerer
Medizintechnik. Neben einem Sortiment von 15.000 Medicalprodukten wird unter dem Label
"DocCheck" auch eine eigene Produktlinie mit zirka 200 eigenen Produkten gefertigt.
Die Produkte werden über drei Kanäle an Ärzte und Apotheker vertrieben: InternetUnter http://shop.doccheck.com hat sich der DocCheck Shop als einer der nach unserer
Einschätzung umsatzstärksten Online-Shops für Medizinbedarf in Deutschland etabliert.
Im Jahr 2011 wurde der Online-Shop vollständig erneuert. Call-CenterDocCheck Shop verfügt über einen Versandkatalog, der als Beilage in Publikationen
oder per Mailing verschickt wird. Auch Kunden, die über das Internet beim DocCheck
Shop bestellen, erhalten den Katalog. Die Bestellung erfolgt über das eigene Call-Center.
Die Grenzen zwischen klassischem Versandhandel und eCommerce verschwinden hiermit.
eCommerce-Kunden bestellen erklärungsbedürftige Produkte über das Call-Center, um
zusätzliche Produktinformationen zu erhalten. Call-Center-Kunden wickeln ihre wiederkehrenden
Bestellungen bequem über das Internet ab. AußendienstZusätzlich ist der DocCheck Shop derzeit noch mit einem eigenen Außendienst über die
Vertriebsstandorte in Stuttgart (Standort Süd), Leipzig (Standort Ost) und Essen (Standort
West) in den Arztpraxen präsent. 2.2 antwerpesIm Kommunikationsgeschäft liegen die Wurzeln der DocCheck-Gruppe. antwerpes ist seit
1990 als Dienstleister für Kommunikation im Healthcare-Markt tätig und heute einer
der größten Anbieter mit Fokus auf die Zielgruppe Healthcare Professionals in Deutschland
(vgl. iBusiness Internet-Agenturranking 2011). Unter antwerpes werden integrierte,
crossmediale Kommunikationskonzepte für Kunden insbesondere aus dem Healthcare-Markt
entwickelt und realisiert. antwerpes hat es sich zum Ziel gesetzt, für seine Kunden
die innovativste und kreativste unter den deutschen Healthcare-Agenturen zu sein.
Das Leistungsportfolio teilt sich in zur Zeit fünf Units: CampaigningDer Campaigning-Bereich liefert umfassende Kampagnen- und Kommunikationskonzepte für
die Healthcare-Industrie unter Einbeziehung aller Leistungsangebote der Konzernbereiche.
Der Bereich erbringt selbst auch Leistungen im Bereich Print, Direktmarketing, Außendienstmaterialien
und Event. Digitale KommunikationDer Bereich digitale Kommunikation entwickelt und implementiert Inter-, Intra- und
Extranet-Anwendungen, innovative eMarketing- und eDetailing-Konzepte und Programme
für mobile Endgeräte ("Apps"). Public Relations und Social MediaPublic Relations und Social Media ergänzt das Leistungsportfolio der antwerpes ag
um klassische und Online-PR für die Laien- und Fachpresse. Die heute für viele Kommunikationsangebote
unerlässlichen Social-Media-Dienstleistungen runden das Spektrum der Unit und der
Agentur passgenau ab. Mobile SalesDie Unit Mobile Sales (früher: Sales Force Effectiveness) bietet Unterstützung in
der Außendienstkommunikation mithilfe individuell gestalteter, interaktiver und multimedialer
Lösungen für die Produktpräsentation. Als Basis dienen modernste Tablet-Computer wie
insbesondere das iPad, aber auch Tablet-PCs und eReader. Performance MarketingDer Bereich "Performance Marketing" konnte sich in 2012 erfolgreich behaupten. Die
nachgefragten Leistungen reichen von Suchmaschinenmarketing und -optimierung über
Webanalyse bis hin zu kompletten eMarketing-Kampagnen mit dem Ziel der effizienten
Kundengewinnung und -bindung. Im Jahr 2013 werden die Bereiche Digitale Kommunikation, Mobile Sales und Performance
Marketing zusammengefasst, da die Tätigkeitsprofile große Überschneidungen aufweisen
und bereichsübergreifendes Arbeiten von den Kunden gefordert wird. Die Verzahnung
mit den übrigen beiden Bereichen wird ebenfalls unter dem Gedanken "360 Grad-Betreuung"
ausgebaut. 3 Markt und Wettbewerb3.1 KernmarktDie Versorgung mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Gesundheitssektor zählt
zum Grundbedarf der Menschen und ist damit konjunkturellen Schwankungen weniger ausgesetzt
als andere Bedürfnisse. Daher ist der Anteil der Gesundheitsausgaben, gemessen am deutschen Bruttoinlandsprodukt,
seit zehn Jahren leicht steigend. Der Anteil lag laut den letzten Angaben des Statistischen
Bundesamtes bei 11,6 Prozent (bis 2009 kleiner 11 Prozent). Der deutsche Gesundheitsmarkt
gilt als einer der expansivsten Wachstums- und Beschäftigungsmotoren aller deutschen
Branchen. Neben der reinen Größe ist die Arzneimittelindustrie als Wirtschaftsfaktor
mit einer Bruttowertschöpfung von über 106.000 Euro pro Beschäftigten eine der leistungsfähigsten
Branchen in Deutschland. Zudem gilt sie als Branche mit besten Zukunftsaussichten.
Sie profitiert dabei sehr stark von den erwarteten gesellschaftlichen, aber auch von
den technologischen Veränderungen. Steigendes Gesundheitsbewusstsein, medizintechnologischer,
pharmakologischer sowie diagnostischer und therapeutischer Fortschritt haben dazu
beigetragen, dass die durchschnittliche Lebenserwartung immer weiter gestiegen ist.
Daher und aufgrund der anhaltend niedrigen Geburtenrate vollzieht sich in den nächsten
Jahren ein dramatischer demografischer Wandel, der gleichzeitig den noch in den Kinderschuhen
steckenden sogenannten zweiten Gesundheitsmarkt stark expandieren lassen wird. Dazu
gehören zum Beispiel der Gesundheitstourismus und Medical Wellness, aber auch der
Heil- und Hilfsmittelbereich für ältere Gesunde. Dagegen dürfte der sogenannte erste
Gesundheitsmarkt, der derzeit vor allen Dingen durch die gesetzlichen Krankenkassen
finanziert wird, noch stärker reglementiert und durch Leistungskataloge eingeengt
werden. Andererseits wird der Apothekenbereich weiter liberalisiert und der Anteil
der frei zugänglichen beziehungsweise nicht verschreibungspflichtigen Medikamente
zunehmen. In der Gesundheitswirtschaft stecken damit große Innovationspotenziale und
gesamtwirtschaftliche Impulse. Stärker als jede andere Branche in Deutschland trägt
die Gesundheitsbranche zu Arbeitsplätzen, modernen Dienstleistungen sowie technologisch
hochwertigen Entwicklungen bei. Ihr werden damit beste Wachstums- und Entwicklungsperspektiven
prognostiziert. 3.2 Markt für KommunikationsdienstleistungenDer deutsche Werbemarkt ist im Wesentlichen abhängig von konjunkturellen Einflüssen
und der damit verbundenen Investitionsfreudigkeit der Werbekunden. Das in 2011 in
Kraft getretene Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) könnte die Anzahl von Produktneueinführungen
verringern. Dadurch würde die Nachfrage nach die Produkteinführung begleitende Kommunikation
im Healthcaremarkt nachlassen. Für das Jahr 2013 wird laut Magna Global nur ein geringes Wachstum des Werbemarktes
von bis zu einem Prozent erwartet. Die Euro-Krise und der immer noch hohe Ölpreis
sind latente Risiken. Neben den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf dem Markt für
Kommunikationsdienstleistungen lässt sich aber auch festhalten, dass die Ansprüche,
die heute an Kommunikationsdienstleister gestellt werden, komplexer geworden sind.
Der Trend geht hin zu sogenannten 360°-Anbietern, die in der Lage sind, ihre Kunden
bei einer Vielzahl unterschiedlicher Fragestellungen zu unterstützen - von der klassischen
Kampagnenentwicklung bis hin zum Community-Marketing. Die DocCheck-Gruppe hat sich
auf diese Entwicklung eingestellt und versteht sich als "One-Stop-Shop", der in der
Lage ist, anspruchsvolle crossmediale Kampagnen mit einem komplexen Maßnahmenportfolio
zu begleiten. 3.3 WettbewerbAufgrund ihrer breiten Aufstellung innerhalb des Healthcare-Marktes begegnen die Unternehmen
der DocCheck-Gruppe mit ihren Produkten und Dienstleistungen sehr unterschiedlichen
Wettbewerbern: antwerpesMit Platz 34 im Horizont-Ranking 2010 gehört antwerpes zu den größeren Werbeagenturen
in Deutschland. Die Spezialisierung auf den Healthcare-Markt sichert antwerpes - ausgehend
von den bei der GWA (Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA e.V.) vertretenen rund
20 Healthcare-Agenturen - einen Platz unter den drei umsatzstärksten Agenturen für
Healthcare-Marketing in Deutschland. Darin sind die Healthcare-Ableger der großen
Netzwerk-Agenturen mit eingeschlossen. Hinsichtlich der Konzeption und Realisierung
von integrierten, crossmedialen Multichannel-Marketingkampagnen sieht sich antwerpes
aufgrund seines Know-hows in klassischer Kommunikation, PR und eMarketing im deutschen
Healthcare-Markt als ausreichend wettbewerbsfähig an. DocCheckDocCheck ist laut IVW das reichweitenstärkste Portal für Healthcare Professionals
in Deutschland. Das DocCheck-Passwort als Log-in für über 2.500 Websites garantiert,
dass die DocCheck Community durch immer neue Anmeldungen für das Passwort weiter dynamisch
wächst. Monatlich kommen nach internen Statistiken zirka 6.500 neue Nutzer aus ganz
Europa hinzu. Der Passwort-Service selbst ist sowohl für die Nutzer als auch für Kooperationspartner
in der Basisversion kostenlos. Bei den Produkten und Dienstleistungen, die auf Basis
dieser Community entwickelt werden, begegnet DocCheck unterschiedlichen Wettbewerbern
aus der On- und Offline-Welt. Dazu zählen unter anderem:
Im Bereich des Online-Publishings ist es DocCheck gelungen, mit über 315.000 Abonnenten
den reichweitenstärksten Newsletter für Medical Professionals im deutschsprachigen
Raum zu etablieren. Laut IVW-Online-Ranking liegt das DocCheck-Portal bei beiden verwendeten Messgrößen
Visits und Page Impressions Ende 2012 weiter auf Platz eins der medizinischen Angebote
für Healthcare Professionals - vor den Online-Ablegern der Branchenblätter "Ärztezeitung"
und "Ärzteblatt". Im Online-Segment wächst DocCheck durch seinen klaren Fokus auf
nutzergenerierte Inhalte ("User Generated Content") schneller als die Wettbewerber.
Im Bereich der Pharmamarktforschung hat sich die quantitative Online-Marktforschung
mittlerweile als Standard etabliert. DocCheck Research hat hier durch sein qualifiziertes
Panel von ca. 70.000 Ärzten und ca. 20.000 Apothekern einen Wettbewerbsvorteil vor
anderen Anbietern. Der unkomplizierte Panelzugriff ermöglicht eine besonders schnelle
Gewinnung von Rohdaten - auch in schwer erreichbaren Zielgruppen. Der Service DocCheck
BusinessMail verfügt über einen Verteiler von mehr als 140.000 Medical Professionals
in Deutschland, die der Zusendung von eMails zugestimmt haben. Hinsichtlich der Größe
des Verteilers, der Datenqualität und der hohen Responserate von bis zu 25 Prozent
dürfte dieser DocCheck-Dienst nach unserer Einschätzung marktführend in Deutschland
sein. Noch ungehobenes Wachstumspotential steckt in der Vermarktung der Werbeplätze auf
den DocCheck eigenen Webseiten. Hier wird im Jahr 2013 angesetzt, um neue Umsatzquellen
zu erschließen. Im Bereich "Paid Content" konkurriert DocCheck vor allem mit anderen eBook-Stores,
die jedoch meist keine Spezialisierung auf medizinische Inhalte besitzen. Ein wesentlicher
Vorteil für DocCheck ist, dass es durch seine Reichweite potenzielle Käufer kostengünstiger
erreichen kann als Wettbewerber ohne eigene Community. Darüber hinaus ermöglicht das
neue multeBook eine Einbindung von User Generated Content, der in dieser Form und
dieser Spezialisierung so nur bei DocCheck zu finden ist. DocCheck ShopDer DocCheck Shop konkurriert mit anderen Mailorder-Anbietern und Internetversendern
für Medizinbedarf. Bezogen auf das reine Internetgeschäft dürfte der DocCheck Shop
jedoch zu den umsatzstärksten Online-Shops für Medizinbedarf in Deutschland gehören
(exakte Daten liegen dazu nicht vor). Entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit des
DocCheck Shops ist die enge Anbindung an das DocCheck-Portal, da sie ein kostengünstiges
Erreichen der verschiedenen Zielgruppen ermöglicht. Insgesamt konnte die DocCheck-Gruppe die Wettbewerbsfähigkeit in den letzten Jahren
kontinuierlich verbessern. Durch die Fokussierung auf den Healthcare-Markt, die Konzentration
auf die zwei Marken DocCheck und antwerpes und die Integration von Marketingkonzepten,
Marketingtools und Zielgruppe wurde quasi ein Alleinstellungsmerkmal erreicht. Gerade
dieser ganzheitlich systemische Ansatz - den die DocCheck-Gruppe bereits seit Jahren
erfolgreich am Markt umsetzt - wird vom Branchenblatt W&V als eines der Business-Modelle
für die Zukunft beschrieben. Bis heute deckt nach unserer Einschätzung kein Wettbewerber
in Deutschland den Markt für Healthcare-Kommunikation in vergleichbarer Weise ab. 3.4 Forschung und EntwicklungKreative technische Innovationen sind ein wesentliches Merkmal der Aktivitäten der
DocCheck-Gruppe und tragen dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Im Vergleich
zu klassischen Industriebetrieben mit Forschungs- und Entwicklungsabteilungen ist
die DocCheck-Gruppe in erster Linie Anbieter von Dienstleistungen. Aus diesem Grund
werden Entwicklungen immer mit Bezug zu einem konkreten Kundenprojekt oder als Teil
des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses vorangetrieben. 4 ErtragslageDie Ertragslage der DocCheck AG wird im Wesentlichen von den wirtschaftlichen Entwicklungen
der Tochtergesellschaften bestimmt. Der Konzern insgesamt sowie die Tochtergesellschaften
haben sich im Geschäftsjahr 2012 wie nachfolgend dargestellt entwickelt. 4.1 Umsatz-, Kosten- und ErgebnisentwicklungDie DocCheck-Gruppe erstellt ihren Konzernabschluss nach den Rechnungslegungsvorschriften
der International Financial Reporting Standards (IFRS). Der Umsatz der DocCheck-Gruppe
stieg im Jahr 2012 um 4 Prozent von 17,6 auf 18,3 Millionen Euro. Der Rohertrag (Gesamtleistung
abzüglich Materialaufwand) hingegen stieg von 10,8 auf 11,6 Millionen Euro. Die sonstigen
betrieblichen Erträge fielen von 468 Tsd. Euro auf 179 Tsd. Euro. In 2012 sind, anders
als in 2011, keine sonstigen betrieblichen Erträge aus dem Verkauf von Edelmetallen
und Finanzanlagen angefallen. Die Aufwendungen (Personalaufwand, sonstige betriebliche
Aufwendungen und Abschreibungen) stiegen im Geschäftsjahr um 8 Prozent von 9,5 Millionen
Euro auf 10,3 Millionen Euro. Die sonstigen betrieblichen Aufwände bleiben dabei nahezu
unverändert. Der wesentliche Zuwachs ist bei den Personalkosten zu beobachten, diese
stiegen von 6,3 Millionen Euro in 2011 auf 7,0 Millionen Euro in 2012. Das Betriebsergebnis
(EBIT) fiel von 1,8 Millionen Euro auf 1,5 Millionen Euro. Das Zinsergebnis liegt
mit 0,24 Millionen Euro unter dem Vorjahresergebnis von 0,32 Millionen Euro. Das Ergebnis
vor Ertragsteuern liegt bei 1,7 Millionen Euro für das Jahr 2012 im Vergleich zu 2,2
Millionen Euro in 2011. Nach Steuern und Minderheitenanteilen verbleibt ein Ergebnis
pro Aktie nach IFRS 33 von 22 Cent (2011: 26 Cent). 4.2 Umsatz- und Ergebnisentwicklung der TochtergesellschaftenantwerpesDas Agenturgeschäft der DocCheck-Gruppe, vertreten durch die antwerpes ag, verzeichnete
einen Umsatzzuwachs von 6,3 Millionen Euro in 2011 um 26 Prozent auf 7,9 Millionen
Euro im Geschäftsjahr 2012. Der Rohertrag erreichte einen Wert von 7,0 Millionen Euro
(2011: 5,8 Millionen Euro). Das Umsatzwachstum resultiert aus einem Anstieg des Verkaufs
von Agenturleistungen. Hintergrund dafür sind mehrere Kunden, die in 2012 in deutlich
überdurchschnittlichem Umfang Leistungen von der antwerpes ag erwarben, sowie ein
substantieller Übertrag von Projekten aus 2011 nach 2012. Die positive Entwicklung
spiegelt sich auch in den erhaltenen Aufträgen für Eigenleistungen wider. Dieser Leistungsindikator
wies ein Wachstum von 8 Prozent auf. Die Auslastung des Personals durch Kundenprojekte
stieg im Jahresdurchschnitt auf 85 Prozent, von 82 Prozent in 2011. Die Personalkosten im Agenturbereich, in denen nahezu ausschließlich die Kosten der
operativ tätigen Mitarbeiter erfasst sind, stiegen in 2012 um 19 Prozent auf 3,1 Millionen
Euro (von 2,6 Millionen Euro in 2011). Administrative Mitarbeiter sind ganz überwiegend
in der DocCheck AG beschäftigt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um
4 Prozent von 2,1 Millionen Euro auf 2,2 Millionen Euro. Der Anteil der Konzernumlage
an den sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegt weiter bei ca. 80 Prozent. In der
Konzernumlage sind alle administrativen Tätigkeiten sowie Raum und Betriebskosten
enthalten. Mit insgesamt 5,3 Millionen Euro stiegen die Kosten im Geschäftsbereich
antwerpes im Jahr 2012 um 12 Prozent gegenüber dem Jahr 2011. Aus dieser Entwicklung
ergibt sich für 2012 im Geschäftsbereich antwerpes ein EBIT von 1,8 Millionen Euro
gegenüber 1,4 Millionen Euro im Jahr 2011. DocCheckDer Geschäftsbereich DocCheck, dargestellt durch die DocCheck Medical Services GmbH,
umfasst die Portal-, Community- und Serviceaktivitäten der DocCheck-Gruppe. Der Umsatz
fiel von 3,9 Millionen Euro in 2011 auf 3,6 Millionen Euro in 2012. Der Rohertrag
sank von 2,8 Millionen Euro auf 2,7 Millionen Euro. Die Personalkosten stiegen in
2012 um 10 Prozent, von 1,4 auf 1,6 Millionen Euro. Hintergrund des Kostenanstiegs
sind allgemeine Anpassungen der Vergütungen sowie die Vergrößerung des Personalstamms
u.a. im Vertrieb. Die sonstigen betrieblichen Kosten inklusive Konzernumlage blieben
konstant bei 1,3 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr 2012 weist der Geschäftsbereich
DocCheck einen negativen EBIT in Höhe von 144 Tsd. Euro aus (2011: 52 Tsd. Euro). Die Auftragseingänge für Eigenleistungen verringerten sich um 6 Prozent von 3,1 Millionen
Euro in 2011 auf 2,9 Millionen Euro in 2012. Maßgeblich dafür waren geringere Auftragseingänge
im Bereich CRO. Die Auslastung durch Kundenprojekte war in allen Bereichen, in denen sich diese Relation
messen lässt, zufriedenstellend. Im Bereich DocCheck Research lag die Auslastung mit
63 Prozent in 2012 unter dem Niveau von 79 Prozent in 2011. DocCheck ShopDer Geschäftsbereich DocCheck Shop besteht aus der DocCheck Medizinbedarf und Logistik
GmbH, Weil im Schönbuch. An der Gesellschaft hält die DocCheck AG einen Anteil von
57,5 Prozent. Der Umsatz im Segment DocCheck Shop fiel von im Vorjahr 7,6 Millionen
Euro auf 6,9 Millionen Euro in 2012, ein Rückgang von 9 Prozent. In 2011 konnte durch
den Verkauf der Lesegeräte für die neue Gesundheitskarte ein Umsatzzuwachs erzielt
werden, der in 2012 nicht wiederholt werden konnte. Der Umsatz über den eigenen Online-Shop
veränderte sich in 2012 auf 2,2 Millionen Euro von 2,3 Millionen Euro in 2011. Auch
hier spielt der Sondereffekt eine Rolle. Der Rohertrag fiel in 2012 auf 2,0 Millionen Euro (2011: 2,1 Millionen Euro). DocCheck
Shop erzielte in 2012 ein operatives Ergebnis (EBIT) von -51 Tsd. Euro (2011: 165
Tsd. Euro). 5 Vermögens- und FinanzlageDer DocCheck-Konzern stellt seinen Konzernabschluss nach den Vorschriften der IFRS
auf. Die Bilanzsumme des DocCheck-Konzerns lag zum Stichtag im Vergleich zu 2011 bei
unverändert 20,8 Millionen Euro. Der Bestand an liquiden Mitteln lag zum Stichtag bei 5,5 Millionen Euro, im Vergleich
zu 7,3 Millionen Euro zu Ende 2011. Maßgeblich für diesen Rückgang ist eine im Juni
2012 getätigte Investition in 50 Barren Platin a 1 Kilogramm. Das Platin wird im Konzernabschluss
zum Marktwert bilanziert, dieser betrug zum 31. Dezember 2012 ca. 1,9 Millionen Euro.
Die DocCheck AG besitzt 90 Goldbarren a 1 kg (Bilanzposition "Anlage in Edelmetalle").
Die Goldbarren werden mit dem Anschaffungswert von 1,6 Millionen Euro in der Konzernbilanz
ausgewiesen. Der Marktwert zum 31. Dezember 2012 beträgt ca. 3,7 Millionen Euro. Im
Dezember 2011 hat die DocCheck AG 675 kg Silber erworben. Die Silberbarren werden
in der Konzernbilanz zum Marktwert in Höhe von 0,5 Millionen Euro bilanziert. Darüber
hinaus gab es keine wesentlichen Änderungen in der Finanzdisposition des Konzerns.
Die liquiden Mittel im Konzern werden durch Cash-Pooling-Verträge mit den Tochtergesellschaften
antwerpes ag und DocCheck Medical Services GmbH ganz überwiegend durch die DocCheck
AG verwaltet. Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Konzern ist nahezu konstant.
Der Bestand an Vorräten im Konzern hat sich - unter Berücksichtigung geleisteter Anzahlungen
in Höhe von 39 Tsd. EUR (im Vorjahr: 6 Tsd. EUR) - von 999 Tsd. Euro auf 805 Tsd.
Euro verringert. Der Bestand an unfertigen Leistungen des Dienstleistungsgeschäfts
der antwerpes ag und der DocCheck Medical Services GmbH hat sich von 527 Tsd. Euro
auf 344 Tsd. Euro verringert. Der Warenbestand bezieht sich ausschließlich auf das
Warenlager von DocCheck Shop und ist um 14 Tsd. Euro auf 621 Tsd. Euro im Jahr 2012
gesunken (2011: 635 Tsd. Euro). Auf der Passivseite stiegen die kurzfristigen Verbindlichkeiten von 2,8 Millionen
Euro auf jetzt 2,9 Millionen Euro. Der Anstieg geht auf einen Anstieg der erhaltenen
Anzahlungen und - im Gegenzug - geringere Steuerrückstellungen auf Grund höherer Vorauszahlungen
zurück. Das Eigenkapital des DocCheck-Konzerns verringerte sich von 18,0 Millionen
Euro auf 17,8 Millionen Euro zum Jahresende 2012. Die Eigenkapitalquote beträgt weiterhin
unveränderte 86%. 6 UnternehmensbeteiligungenDie DocCheck AG und alle Tochtergesellschaften außer der DocCheck Medizinbedarf und
Logistik GmbH haben ihren Sitz in Köln (Nordrhein-Westfalen). Die DocCheck Medizinbedarf
und Logistik GmbH hat ihren Hauptsitz in Weil im Schönbuch (Baden-Württemberg) und
Standorte in Eilenburg (Sachsen) und Essen (Nordrhein-Westfalen). Die Segmentierung
erfolgte nach den Geschäftsbereichen DocCheck, DocCheck Shop und antwerpes. 7 VergütungsberichtDer Vorstand der DocCheck AG bezog im Jahr 2012 folgende Vergütungen (ohne Vergütungen
von Tochtergesellschaften): scroll
Die DocCheck AG legt die Vergütung der Mitglieder ihres Vorstands individuell offen.
Der folgende Vergütungsbericht erläutert auch die Vergütungen des Aufsichtsrats sowie
darüber hinaus die Grundzüge der Vergütungssysteme für die Organe. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich, wie in der oben stehenden Tabelle
im Einzelnen aufgeführt, zusammen aus fixen Bestandteilen und einer ergebnisabhängigen
Tantieme. Die Bemessungsgrundlage der Tantieme ist der Jahresüberschuss laut Handelsbilanz
der DocCheck AG vor Tantiemen des Vorstands abzüglich eines handelsrechtlichen Verlustvortrages
abzüglich der Beträge, die in die gesetzlichen oder satzungsmäßigen Rücklagen einzustellen
sind. Die Tantieme wird nach einem festen Prozentsatz berechnet, der für die einzelnen
Vorstandsmitglieder unterschiedlich ist. Die Sätze lauten wie folgt:
Die Summe der Tantiemen aller Vorstände ist begrenzt auf einen festen Prozentsatz
vom handelsrechtlichen Jahresüberschuss der DocCheck AG vor Tantieme und ertragsabhängigen
Steuern. In 2012 hat der Vorstand Helmut Rieger eine Prämie in Höhe von 20 Tsd. Euro
erhalten. Im Geschäftsjahr 2012 betrugen die Gesamtbezüge des Vorstands 383 Tsd. Euro
(im Vorjahr 291 Tsd. Euro). Pensionszusagen sind vom Aufsichtsrat per Arbeitsvertrag bewilligt, jedoch bisher
nicht gewährt worden. Aktienoptionen oder vergleichbare Gestaltungen liegen nicht
vor. Ferner wurde eine D&O-Versicherung ohne Selbstbehalt für Vorstand und Aufsichtsrat
abgeschlossen. Eine individuelle Aufteilung der Prämie ist nicht möglich. Dr. Frank Nicolas Antwerpes hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte
Fortzahlung des Gehaltes für einen Zeitraum von zwölf Monaten, längstens bis zum Ende
des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens von Herrn Dr. Antwerpes erhalten die Witwe und die minderjährigen
Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die sechs folgenden Monate das
volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Der Vorstand Helmut Rieger hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung
des Gehaltes längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens
von Herrn Rieger erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger
für den Sterbemonat und die drei folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis
zum Ende des Anstellungsvertrages. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Komponenten
mit langfristiger Anreizwirkung und Leistungen im Sinne des § 314 HGB, die den Vorstandsmitgliedern
für den Fall der Beendigung ihrer Tätigkeiten zugesagt worden sind. Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bezog im Jahr 2012 folgende Vergütungen: scroll
Den Aufsichtsratsmitgliedern wurden Bezüge für ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat im Geschäftsjahr
2012 in Höhe von insgesamt 45 Tsd. Euro (im Vorjahr 50 Tsd. Euro) gewährt. Die Mitglieder
erhalten pro Jahr 6 Tsd. Euro als fixe Tätigkeitsvergütung, der Vorsitzende erhält
das Zweifache. Zusätzlich erhalten die Aufsichtsräte eine variable Vergütung in Höhe
der prozentualen EBIT-Marge. Als Bemessungsgrundlage dient die fixe Vergütung. Eine Pensionszusage für Aufsichtsratmitglieder wurde nicht gewährt. Es besteht eine
D&O Versicherung für Vorstand und Aufsichtsrat ohne Selbstbehalt. 8 DocCheck AGDie DocCheck AG nimmt die Aufgaben einer geschäftsführenden Holding wahr und hat ihren
Geschäftssitz in Köln. Das operative Geschäft wird von den Tochtergesellschaften betrieben.
Die Aktien der Holding sind seit dem 17. April 2000 an der Frankfurter Wertpapierbörse
notiert. Am 15. Januar 2003 erhielt die DocCheck AG die Zulassung zum Prime Standard.
Seit dem 29. Februar 2008 notierte die DocCheck AG im General Standard und seit dem
17. Juni 2011 ist die DocCheck AG im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse
notiert. Sie stellt die Quartalszahlen in Form von Zwischenmitteilungen dar. Die DocCheck
AG stellt den Jahresabschluss nach den Vorschriften des HGB auf. 8.1 Entwicklung und Lage der DocCheck AGDie DocCheck AG beschäftigte zum Jahresende 21 Mitarbeiter ohne Vorstand und Auszubildende.
Ihren Tochtergesellschaften bietet sie die Übernahme von administrativen Tätigkeiten
wie:
Abhängig vom Grad der Beteiligungen und vom Standort werden diese Unternehmensfunktionen
in unterschiedlicher Intensität von den Tochtergesellschaften abgefordert. Aus dem nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellten Jahresabschluss
der DocCheck AG kann Folgendes berichtet werden: Die Erlöse der DocCheck AG aus dieser Tätigkeit betrugen in 2012 3,2 Millionen Euro
- gegenüber 2,9 Millionen Euro im Vorjahr. Aus dem Verkauf von Edelmetallen und Finanzanlagen
erzielte die DocCheck AG in 2012 keine sonstigen betrieblichen Erträge (Vorjahr: 0,3
Millionen Euro). Zu den Erlösen der operativen Tätigkeit und den sonstigen betrieblichen
Erträgen kamen Zinserträge aus der Anlage der liquiden Mittel in Höhe von 0,3 Millionen
Euro (Vorjahr: 0,5 Millionen Euro) sowie aus Gewinnabführungsverträgen Erträge von
1,6 Millionen Euro (2011: 1,4 Millionen Euro). Das handelsrechtliche Ergebnis der
gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt 1,9 Millionen Euro (2011: 2,1 Millionen Euro).
Der Jahresüberschuss der DocCheck AG ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Millionen
Euro auf 1,2 Millionen Euro gesunken. Bezogen auf den handelsrechtlichen Jahresüberschuss
der DocCheck AG ergibt sich ein Ergebnis pro Aktie (ohne eigene Anteile) von 25 Cent
(2011: 28 Cent). In 2010 hat die Gesellschaft ein Schuldscheindarlehen als Gläubigerin mit einem Buchwert
zum 31. Dezember 2011 von 2,0 Millionen Euro begeben, was zu einer entsprechenden
Erhöhung des Finanzanlagevermögens führte. Die Gesellschaft besitzt eine Immobilie
zur Nutzung durch eine Tochtergesellschaft im Buchwert von 0,9 Millionen Euro. Der
Finanzmittelfonds sank im Berichtsjahr von 7,1 Millionen Euro auf 5,1 Millionen Euro.
Aus dem Erwerb von Platin resultierte in 2012 ein Mittelabfluss in Höhe von ca. 1,9
Millionen Euro. Die Bilanzsumme der DocCheck AG veränderte sich von 22,8 Millionen Euro in 2011 auf
22,3 Millionen Euro in 2012. Das Eigenkapital der DocCheck AG betrug zum Abschlussstichtag
21,0 Millionen Euro. Ende 2011 betrug das Eigenkapital 21,1 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote
der DocCheck AG beträgt damit 94 Prozent (2011: 92 Prozent). Im Geschäftsjahr 2012 hat sich die DocCheck AG bei der "Internet Corporation for Assigned
Names and Numbers" (ICANN) um den Betrieb der neuen Top Level Domain "med" beworben.
Zum Abschlussstichtag war das Bewerbungsverfahren noch nicht abgeschlossen. 8.2 DividendeDie ordentliche Hauptversammlung der DocCheck AG hat am 25. Mai 2012 beschlossen,
für das Geschäftsjahr 2011 eine Dividende von fünfundzwanzig Cent pro Aktie auszuschütten.
Die Ausschüttung erfolgte zum 29. Mai 2012 und betrug 1.247.454,00 Euro für 4.989.816
Aktien. 8.3 Stock OptionsAuch im Geschäftsjahr 2012 wurden keine Aktienoptionen ausgegeben oder neue Aktienoptionsprogramme
aufgelegt. 9 NachtragsberichtBei der DocCheck AG haben sich keine wesentlichen Ereignisse nach Schluss des Geschäftsjahres
ergeben. 10 Risiken und ChancenDie Risiken und Chancen der DocCheck AG werden maßgeblich von den Risiken und Chancen
der Tochtergesellschaften bestimmt. Grundlage für die Identifizierung von Risiken und Chancen in der DocCheck-Gruppe sind
die Vorstands- und Aufsichtsratsitzungen, gesonderte Strategietage mit allen Vorständen,
Unitleitern in Budgetverantwortung und den Geschäftsführern aller Tochtergesellschaften
sowie eine regelmäßig durchgeführte Führungskräftebefragung. Darüber hinaus nimmt der Vorstand der Gesellschaft kontinuierliche Marktbeobachtungen
und Wettbewerbsanalysen vor. Das Risikomanagement ist darüber hinaus in den Planungsprozessen
der Gesellschaft verankert. Auf dieser Basis wurden die Chancen und Risiken des Unternehmens in fünf Themenkomplexe
unterteilt. Mit diesen Themenkomplexen soll die Umwelt des Unternehmens möglichst
vollständig erfasst werden:
10.1 Markt | Kunden | StrategieDie DocCheck AG und ihre Tochtergesellschaften erzielen mehr als 75 Prozent ihres
Umsatzes im Gesundheitsmarkt und hier vor allem im Teilbereich des Pharmamarktes.
Der Gesundheitsmarkt stellt sich insoweit als robust dar, als dass er trotz einer
volatilen Weltwirtschaftsentwicklung ein vergleichsweise stabiles Nachfrageverhalten
zeigt. Darüber hinaus weist der Gesundheitsmarkt nach wie vor Wachstumspotentiale
auf. Diese Potentiale resultieren aus der demografischen Veränderung sowie einer Nachfragezunahme
für die Gesundheitsvorsorge. Der DocCheck-Konzern fokussiert seine Aktivitäten daher
auf diesen Wachstumsmarkt. Diese Fokussierung bringt die Chance auf Synergien in allen
Konzernprozessen. RisikenDie besondere Herausforderung für die Branche ergibt sich aus dem staatlichen Streben
nach Kostenreduktion im Gesundheitswesen. Ein Großteil der Gesundheitsausgaben wird
staatlich oder quasistaatlich finanziert. Aus diesem Grund ist dieser Markt einer
Vielzahl von regulativen Eingriffen durch den Gesetzgeber ausgesetzt. Ihr Einfluss hebt einen Teil des Wachstums auf, das durch Innovationen und steigende
Nachfrage erzeugt wird. Hersteller sind in zunehmendem Maße gefordert, die Wirksamkeit ihrer Therapieansätze
wissenschaftlich zu belegen. Daraus resultieren Unsicherheiten für die Markteinführung
neuer Produkte und für die Fortführung bestehender Produkte. Das kann - auch kurzfristig
- Einfluss auf die Höhe und Struktur der Marketingbudgets der Kunden der DocCheck
AG haben. Das Eintreten und die Auswirkungen solcher Änderungen sind regelmäßig dem
Ausmaß und dem Zeitpunkt nach nicht vorhersehbar. Der Einfluss politischer Entscheidungen auf den Gesundheitsmarkt war 2012 spürbar.
Unter anderem das zum 01. Januar 2011 in Kraft getretene Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz
(AMNOG) haben die Möglichkeit der Zulassung neuer Medikamente verringert. Dadurch
sinkt auch die Nachfrage nach mit der Markteinführung verbundenen Kommunikations-
und Marktforschungsleistungen. Die weiteren Folgen der Euro-Krise auf die Gesamtwirtschaft stellen ebenso ein Risiko
dar, weil sie die Investitionsneigung der Kunden der DocCheck AG negativ beeinflussen
können. Zum Bilanzstichtag sind wichtige Indikatoren wie der Auftragseingang in einzelnen
Bereichen negativ betroffen. Für das Geschäftsjahr 2013 können weiterreichende Folgen
der Finanzkrise für die Geschäftstätigkeit des Konzerns jedoch nicht ausgeschlossen
werden. Für die Beschaffungsmarktseite sind weiterhin Preisänderungs-, Ausfall- und
Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen für die Gesellschaft
im Blick zu halten. Ein mögliches Ausfallrisiko stellt das Kreditrisiko dar. Für die
originären Finanzinstrumente des Konzerns ergaben sich am Bilanzstichtag allerdings
keine Risiken von wesentlicher Bedeutung. Einem möglichen Ausfallrisiko ist der Konzern
hauptsächlich bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgesetzt. Der Konzern
führt fortlaufend Kreditwürdigkeitsprüfungen seiner Kunden durch und hat aufgrund
seiner Kundenstruktur in der Vergangenheit nur geringe Forderungsausfälle zu beklagen
gehabt. Insbesondere im Online-Handel ist ein übliches Maß an Forderungsausfällen
unvermeidlich. Es liegen keine durch ihre Altersstruktur überfälligen Vermögenswerte vor. Die Forderungen
werden im Konzern nach ihrer Altersstruktur wertberichtigt. Alle Forderungen, die
älter als sechs Monate sind, werden zu 100 Prozent wertberichtigt. Sicherheiten wurden
nicht einbehalten. Mögliche Liquiditätsrisiken werden durch die Einforderungen von
Kundenanzahlungen für mittelgroße bis große Projekte abgesichert. Somit reduziert
sich das Liquiditätsrisiko. Sämtliche finanzielle Verbindlichkeiten mit Ausnahme der
Eventualverbindlichkeiten der Gesellschaft sind kurzfristiger Natur. Der Vertrieb von Medizinbedarf per Außendienst, wie ihn der DocCheck Shop betreibt,
bedingt eine hohe Abhängigkeit vom einzelnen Außendienstmitarbeiter. Der Ausfall eines
Außendienstmitarbeiters z. B. durch Austritt oder Krankheit, kann zu spürbaren Umsatzeinbußen
führen, da die Loyalität des Kunden eher dem Außendienstmitarbeiter als dem Unternehmen
gilt. ChancenDie DocCheck-Gruppe geht davon aus, dass der Kostendruck im Gesundheitswesen zu einem
höheren Bedarf an kostengünstigeren Marketinginstrumenten und -kanälen führen wird.
Die allgemeine technologische Entwicklung (mobiles und stationäres Internet, mobile
Anwendungen, Cloud-Services, Social Media, etc.) und die Durchdringung fast aller
Zielgruppen mit diesen Technologien verstärkt die Nachfrage nach integrierten Marketingkonzepten
mit dem Schwerpunkt auf eMarketing-Maßnahmen. Auf diese Trends ist die Strategie der
DocCheck-Gruppe ausgerichtet. Durch die verstärkte Nachfrage in diesem Segment können
Umsatzrückgänge an anderen Stellen aufgefangen werden, jedoch nicht immer innerhalb
eines Segmentes. Eine eventuelle Rezession als Folge der Eurokrise könnte zu einer Marktbereinigung
führen, wenn finanzschwache oder durch Risikokapital finanzierte Wettbewerber vom
Markt verschwinden. Gleichzeitig könnte der DocCheck-Konzern aufgrund seiner guten
Eigenkapitalstruktur auch bei einer Verschlechterung der Geschäftsaussichten seine
Strategie weiterverfolgen. Damit könnte der Abstand zum Wettbewerb weiter vergrößert
werden. Zusätzlich könnten Kunden bei der Auftragsvergabe Dienstleister wie die DocCheck-Gruppe
bevorzugen, die sowohl leistungs- als auch finanzstark sind, um damit auch mittelfristig
die vertragsgerechte Leistungserbringung sicherzustellen. Die Verschiebung im Pharmamarkt weg von klassischen Pharmaherstellern hin zu Herstellern
von Generika und Biologicals bietet die Chance, durch eine Justierung der Kundenstruktur
von neuen Wachstumsmärkten innerhalb des Healthcare-Marktes zu profitieren. Darüber
hinaus bietet der Gesundheitsmarkt weitere Teilmärkte, die vom Konzern noch intensiver
bearbeitet werden können. Die in weiten Teilen quasistaatliche Finanzierung des Gesundheitsmarktes
macht diesen Markt krisenfester als andere Märkte. Insbesondere in wirtschaftlich
schwierigen Zeiten wirkt sich diese Stabilität positiv auf Auslastungs- und Forderungsausfallrisiken
aus. Ein neues aussichtsreiches Geschäftsfeld könnte sich für den DocCheck-Konzern
durch die Bewerbung um die Top-Level-Domäne ".med" eröffnen, wenn das Bewerbungsverfahren
in 2013 oder 2014 abgeschlossen würde, und DocCheck den Zuschlag für die TLD bekommen
sollte. 10.2 Systeme | InfrastrukturDie Strategie des DocCheck-Konzerns baut auf der Vernetzung der einzelnen Aktivitäten
in der Gruppe zu einem Produkt- und Dienstleistungsportfolio mit Alleinstellungsmerkmal
auf. Nicht in allen, aber in den meisten Einzelbereichen gibt es jeweils starke Konkurrenten.
In der Kombination und der organisatorisch engen Verzahnung von Marktkenntnis, Marketing-Know-how
und Zielgruppenkanal hat das Geschäftsmodell der DocCheck-Gruppe eine einzigartige
Marktstellung. RisikenIm Vergleich zu einer One-Product-Company stellt das Geschäftsmodell der DocCheck-Gruppe,
das stark auf projektorientierte Dienstleistungen aufbaut, besondere Ansprüche an
die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern in den verschiedenen
Bereichen und mit den Kunden, an die Planung und die Prozesse im Unternehmen und damit
an die Unternehmenskultur. Die kontinuierliche Anpassung der Prozesse an das sich
wandelnde Serviceportfolio birgt das Risiko von Fehlallokationen und Fehlsteuerungen.
Die Komplexität des Unternehmens könnte so groß werden, dass es zunehmend schwerer
würde, den Konzern wirtschaftlich zu führen. Der DocCheck-Konzern strebt daher danach,
Anzahl und Größe der Geschäftsbereiche auf einem effizienten Niveau zu halten. Für
den Geschäftsbetrieb des Konzerns sind umfangreiche IT-Systeme installiert. Die meisten
IT-Systeme von DocCheck sind redundant ausgelegt, wichtige Daten mindestens doppelt
gesichert. Durch einen unvorhergesehenen Ausfall von Hard- oder Softwarekomponenten
kann es dennoch zu Service- und Umsatzausfällen kommen. Der Ausfall oder der Missbrauch
der IT-Systeme oder der darin gespeicherten Daten kann die Leistungsfähigkeit und
Reputation des Unternehmens beschädigen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Mitarbeitern oder Lieferanten des Konzerns
Fehler unterlaufen. Es verbleibt ein Restrisiko böswilliger Handlungen. Daraus können
dem Konzern Schäden entstehen. Die wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems
sind nachfolgend beschrieben. ChancenDie Nutzung neuer und Cloud-basierter Services ermöglicht es, neue IT-Lösungen teilweise
deutlich schneller und kostengünstiger einzuführen, als dies in der Vergangenheit
noch der Fall war. Sie können die Zusammenarbeit zwischen den Bereichen und Kollegen
deutlich verbessern. Im DocCheck Konzern konnte so im Jahr 2012 ein neues Intranet
für die interne Kommunikation und Zusammenarbeit binnen weniger Wochen implementiert
werden, bei Kosten im unteren fünfstelligen Bereich pro Jahr. In diesem Bereich liegen
- auch durch die Anbieter solcher Lösungen - noch ungehobene Potentiale. Die DocCheck
AG kann sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, wenn sie solche Lösungen frühzeitig
integriert. 10.3 KostenDie wesentlichen Kostenpositionen des Konzerns konnten im Jahr 2012 stabil gehalten
werden. Allerdings wurden Aufwendungen in Höhe von 144 Tsd. Euro für die Bewerbung
um die neue Top Level Domain "med" verursacht und als solche erfasst. Es handelt sich
dabei um Aufwendungen für Beratungsleistungen und Bearbeitungsgebühren der ICANN. RisikenFür das Geschäftsjahr 2013 könnte eine steigende Inflation Kostensteigerungen verursachen,
insbesondere bei den Personalkosten. Dem Kostensteigerungsrisiko begegnet der Konzern
durch ständiges aktives Kostenmanagement und Preisanpassungen. In 2012 konnten einige
Verbesserungen erzielt werden. Dennoch handelt es sich bei den Personalkosten, Abschreibungen
und sonstigen Aufwänden um Kosten, die bei einem Rückgang der Auslastung nicht ohne
weiteres angepasst werden können. Sollte die Auslastung der Kapazitäten deutlich abfallen,
besteht das Risiko erheblicher operativer Verluste. ChancenAuf der Kostenseite ergeben sich Chancen durch die Fixkostendegression der Holdingkosten
durch Wachstum. Der Konzern ist durch die Notierung im Entry Standard, sowie die vergleichsweise
komplexe Konzernstruktur mit überproportional hohen Kosten im Vergleich zu weniger
komplexen und nicht öffentlich gehandelten Unternehmen, wie z.B. inhabergeführte Einprodukt-Unternehmen,
belastet. Durch eine Verringerung der Komplexität sowie durch ein beschleunigtes Wachstum
des Konzerns kann dieser Nachteil gemindert werden. 10.4 Human ResourcesDie Entwicklung der DocCheck-Gruppe basiert auf einer stabilen Unternehmenskultur.
Diese spiegelt sich in einer hohen Identifikation der Mitarbeiter mit den Unternehmenszielen
und einer im Branchenvergleich geringen Fluktuation im Unternehmen wider. RisikenDie Rekrutierung von qualifizierten Mitarbeitern ist weiterhin schwierig. Hier steuert
das Unternehmen mit kreativen Wegen in der Personalakquise, der Beschäftigung freier
Mitarbeiter sowie einer stärkeren Bindung von bestehenden Mitarbeitern gegen. Ein
besonderes Risiko stellt der Mangel an qualifiziertem IT-Personal dar. Hier herrscht
eine große Personalnachfrage bei geringem Personalangebot. Erfolglose Rekrutierungsbemühungen
von IT-Fachkräften können zu einem verringerten Innovationstempo der DocCheck-Gruppe
und damit auch zu einer Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit führen. Weiteres Risikopotential besteht in der Konzentration von Führungsaufgaben auf einige
wenige Personen. Durch die Verknüpfung von Know-how, Kapital und Führungsaufgaben
könnte der Ausfall von Dr. Frank Antwerpes zu einer schwierigen Lage für das Unternehmen
führen. Hier wirkt die DocCheck AG durch gezielte Ausbildung von Führungspersonal
entgegen. Es besteht eine stabile zweite Führungsebene in Form der Geschäftsführung
der Tochtergesellschaften antwerpes ag und DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH. ChancenDer DocCheck-Konzern qualifiziert weiterhin Mitarbeiter für Führungsaufgaben. Es existiert
eine stabile zweite Führungsebene, die einen substanziellen Beitrag zur Entwicklung
des Konzerns leistet. Die weitere Entwicklung und Bindung der Führungskräfte birgt
das Potenzial, das Unternehmen noch schneller und strategieorientierter zu entwickeln. In schwierigeren wirtschaftlichen Phasen wird die Personalakquise erleichtert, da
der Konzern überaus krisensicher finanziert ist. Hinzu kommt, dass DocCheck als Arbeitgeber
zunehmend attraktiver wird. Dies hängt mit dem Wachstum des Konzerns sowie der konsequenten
Personalentwicklung zusammen, durch die zunehmend attraktive Stellen und Perspektiven
entwickelt werden können. Zum anderen kann der Konzern mittlerweile auf eine Art Alumni-Netzwerk
verweisen, dessen Mitglieder nicht wenigen Bewerbern als positive Referenz dienen.
Die Angaben der Chancen aus dem Human-Resources-Bereich und hier vor allem die kontinuierliche
Personalentwicklung und die damit verbundene Nachwuchsförderung spiegeln auch die
nicht finanziellen Leistungsindikatoren wider. 10.5 Finanzen | RechtDie DocCheck-Gruppe verfolgt bei Finanzanlagen eine konservative Anlagestrategie.
Das Unternehmen sieht den Schwerpunkt seiner Tätigkeit nicht im Anlagemanagement,
sondern in der Erzielung von Gewinnen im operativen Geschäft. Der DocCheck-Konzern
geht zahlreiche vertragliche Verpflichtungen mit Kunden, Lieferanten und Partnern
ein. Er ist an vielen Stellen gesetzlichen Bestimmungen und Regulierungen unterworfen. RisikenEin Teil der Finanzanlagen der DocCheck-Gruppe ist in Edelmetallen angelegt. Die Edelmetallanlagen
dienen in erster Linie zur Absicherung des Inflationsrisikos. Die Wertentwicklung
dieser Anlage ist nicht vorhersehbar. Edelmetalle unterliegen größeren Kursschwankungen,
sodass nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich der Wert dieser Anlagen zeitweise
oder dauerhaft deutlich reduziert. Aus der anhaltenden Krise an den Finanzmärkten könnten ebenfalls Risiken für den Konzern
erwachsen. Bis zum Bilanzstichtag hat die Krise die Finanzierung des DocCheck-Konzerns
lediglich durch sinkende Zinserträge negativ beeinflusst. Durch den hohen Bestand
an liquiden Mitteln ist der Konzern unabhängig von Fremdfinanzierungen. Ein Refinanzierungsrisiko
besteht insoweit nicht. Dieser Zustand wird sich voraussichtlich auch in 2013 nicht
ändern. Der Konzern ist zur Finanzierung seiner Geschäftstätigkeit nicht auf die Zinserträge
angewiesen. Die Konzernunternehmen besitzen zum 31. Dezember 2012 keine nennenswerten
Forderungen oder Verbindlichkeiten in ausländischer Währung, somit besteht am Bilanzstichtag
kein Wechselkursrisiko. Bei den verzinslichen Forderungen und Schulden des Unternehmens sind überwiegend Festzinsen
vereinbart. Marktzinsänderungen würden sich hier nur dann auswirken, wenn diese Finanzinstrumente
zum Fair Value bilanziert wären. Da dies nicht der Fall ist, unterliegen die Finanzinstrumente
mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken. Die Konzernunternehmen haben keine Verträge über Zinsderivate abgeschlossen. Am Bilanzstichtag
besteht damit kein Zinsrisiko aus solchen Derivaten. Demzufolge wurde keine Sensitivitätsanalyse
im Hinblick auf Zinsänderungen durchgeführt. Die Gesellschaft hält zum Bilanzstichtag
Anteile in Form von Anleihen an anderen börsennotierten Unternehmen. Hinsichtlich
der erworbenen Anleihen besteht ein Marktpreisrisiko aufgrund der Tatsache, dass diese
Wertpapiere an der Börse gehandelt werden und allgemeinen Marktschwankungen unterliegen.
Da die Anleihen bis zur Endfälligkeit gehalten werden sollen, ist die Gesellschaft
diesen Marktpreisrisiken nicht unmittelbar ausgesetzt. Für jede Investition besteht
die theoretische Möglichkeit des Totalverlustes. Aus Verträgen mit Kunden können sich
Vertragsstrafen in relevanter Höhe ergeben. Der DocCheck-Konzern verhandelt Vertragsstrafenklauseln
mit dem Ziel, sie auszuschließen oder zu minimieren. Zahlreiche Kunden zeigen hier
jedoch auf Grund verschärfter gesetzlicher Bestimmungen eine geringere Gesprächsbereitschaft
als in der Vergangenheit. 10.6 Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem - wesentliche Merkmale nach §§ 289 Abs. 5 und 315 Abs. 2 Nr. 5 HGBDie Basis des Kontroll- und Risikomanagements der DocCheck AG ist die Unternehmensstrategie.
Soweit das unternehmerische Handeln es im Rahmen der Strategie erfordert, werden überschaubare
und beherrschbare Risiken bewusst in Kauf genommen. Darüber hinausgehende Risiken
werden mit dem Ziel kontrolliert und gesteuert, Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder
Schadensausmaß für den DocCheck-Konzern so zu minimieren, dass mindestens die wirtschaftlich
sinnvolle Fortexistenz des Konzerns und seiner Einheiten gewährleistet ist. Die Verantwortung
für das Kontroll- und Risikomanagementsystem liegt beim Vorstand der DocCheck AG,
der es mit Unterstützung der Bereiche Controlling und Rechnungswesen um- und durchsetzt.
Der Vorstand berichtet dazu neben den regelmäßig stattfindenden Aufsichtsratssitzungen
alle zwei Monate dem Aufsichtsrat. In besonderen Fällen erfolgt eine ad-hoc-Berichterstattung
an den Aufsichtsrat. Die DocCheck AG betrachtet Risikomanagement als integralen Teil
der Unternehmensführung. Daher wird der Risikomanagementprozess aus der DocCheck AG
heraus gesteuert und überwacht, aber durch alle Mitarbeiter des Konzerns, insbesondere
durch die Führungskräfte, gelebt. Das bestehende Kontroll- und Risikomanagementsystem
ist in einem elektronischen Risikomanagementhandbuch dokumentiert. Zentrale Bestandteile des Risikomanagementsystems sind die Führungs- und Controllingprozesse,
konzerninterne Guidelines, Risikoinventur, IT-Sicherheit und das Berichtswesen. Die
Führungsprozesse im Konzern sehen mindestens wöchentliche Abstimmungen zwischen Vorstand
und Führungskräften vor. Hinzu kommen weitere spontane oder geplante Abstimmungen.
Aufgrund der Größe des Konzerns ist der Vorstand stark in das Tagesgeschäft involviert
und schon dadurch über die laufenden Geschäftsvorfälle gut informiert. In die Rechnungslegungsprozesse
integrierte sowie parallel dazu existierende Überwachungsmaßnahmen sind wesentlicher
Teil des Überwachungssystems. Es existieren stringente Regelungen für vielfältige
Rechnungslegungsprozesse. So sind die Zeichnungsberechtigungen für Bestellungen, Eingangsrechnungen
und Zahlungen exakt definiert. Alle Cash-relevanten Prozesse unterliegen mindestens
dem Vieraugenprinzip, unter Einbeziehung des Vorstands. Kundenaufträge sind, da bewertungsrelevant,
unverzüglich in der EDV zu erfassen. Elektronisch eingehende Bestellungen werden zentral
im Controlling entgegengenommen. Alle erforderlichen Buchungen sind zeitnah und vollständig
auszuführen. Zur Erstellung des Abschlusses wird ein spezialisiertes Rechnungswesensystem
mit integrierter Konsolidierung eingesetzt. Dadurch werden Schnittstellen minimiert.
Durch die Konzentration des Rechnungswesens auf ein einziges System mit zentraler
Stammdatenhaltung werden einheitliche Bilanzierungs-, Kontierungs- und Bewertungsstandards
unterstützt. Intercompanybuchungen erfolgen innerhalb eines geschlossenen Systems.
Die korrekte Verwendung und Einrichtung des Systems wird durch die IT-Prüfung im Rahmen
der Konzernabschlussprüfung geprüft. Aufgrund der geringen Größe des Konzerns im Vergleich zu anderen börsennotierten Unternehmen
ist die Komplexität in der Konzernrechnungslegung deutlich reduziert. Daher kommen
keine spezialisierten Systeme für die Erstellung und Verarbeitung von Berichtspackages
zum Einsatz. Die Zentralisierung aller Verwaltungsfunktionen, insbesondere des Rechnungswesens,
in der Holding unter der direkten Leitung durch den Konzernvorstand stellt die vollständige
und gleichartige Erfassung aller Geschäftsvorfälle sicher und gewährleistet die Besetzung
der relevanten Stellen mit adäquat qualifizierten Mitarbeitern. Unter anderem dadurch
wird die Einhaltung der maßgeblichen Vorschriften gewährleistet. Besondere Geschäftsvorfälle,
wie z. B. Verschmelzungsvorgänge, werden mit der Unterstützung durch Anwälte und Steuerberater
durchgeführt. Diese sind unabhängig von den Konzernabschlussprüfern. Die Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses durch die Abschlussprüfer
ist ein wesentliches Element externer und prozessunabhängiger Überwachungsmaßnahmen
des Konzernrechnungslegungsprozesses. Hinzu kommen regelmäßige Prüfungen durch Steuerbehörden
und Träger der Sozialversicherungen. Die Verteilung von Ausführungs- und Genehmigungsprozessen
auf mehrere Personen, in der Regel unter Einbeziehung des Vorstands, verringert das
Risiko krimineller Handlungen durch Mitarbeiter. Im Unternehmen existiert ein umfassendes Berichtswesen. Über die wesentlichen Indikatoren
(wie Auftragseingang, Auslastung, Entwicklung der Kundenprojekte, ggf. Umsatz (vgl.
10.7)) wird wöchentlich dem Vorstand berichtet. Monatlich wird ein entsprechendes
umfassendes Reporting erstellt. Die Sicherheit der IT-Systeme wird durch interne Regelungen bestimmt, die bekannt
sind und durchgesetzt werden. Darüber hinaus erfolgen externe Audits durch Kunden,
Fachfirmen, sowie im Rahmen der Konzernabschlussprüfung durch die IT-Prüfer. Im Rahmen
der laufenden Risikobeobachtung werden Risiken ständig auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit
und ihr Schadensausmaß hin bewertet. Zusätzlich wird alle zwei Jahre unter den Führungskräften
eine Risikobefragung durchgeführt, deren Ergebnisse mit in die Risikoinventur einfließen.
Risiken werden, wo wirtschaftlich möglich und sinnvoll, durch Versicherungen abgesichert.
So werden insbesondere Risiken aus Haftpflicht und aus dem Untergang des Firmenvermögens
abgesichert. Absicherungen von Währungs- oder Kursschwankungen sowie Betriebsunterbrechungen
erfolgen nicht. Allen Kontroll- und Risikomanagementsystemen zum Trotz können Fehleinschätzungen,
punktuell unzureichende Kontrollen, unerwartete Umstände oder kriminelle Handlungen
nie gänzlich ausgeschlossen werden. Die Risikoexposition des Konzerns halten wir derzeit
für überschaubar. Den Eintritt bestandsgefährdender Risiken halten wir derzeit für
unwahrscheinlich. 10.7 Internes SteuerungssystemDie Verantwortung für das interne Steuerungssystem liegt beim Vorstand der DocCheck
AG. Dieser hat das Controlling mit der Umsetzung des Systems betraut. Das System ist
etabliert und hat seine Funktionsfähigkeit bewiesen. Es wird laufend optimiert. Grundlage
des Systems sind quantitative Daten aus den Vorsystemen des Rechnungswesens, also
der Projektsteuerungssoftware (antwerpes, DocCheck) beziehungsweise Warenwirtschaft
(DocCheck Shop). Wo immer möglich, werden die quantitativen Daten um qualitative Informationen
ergänzt. Berichte enthalten grundsätzlich eine durch das Controlling ausformulierte
Analyse. Das Controlling berichtet wöchentlich an den Gesamtvorstand. Die wesentliche
Steuerungsgröße für die kurzfristige operative Steuerung ist der EBIT, unterstützt
durch die Indikatoren Auftragseingänge, Projektdeckungen und Auslastung der Mitarbeiter
(antwerpes und DocCheck) beziehungsweise Umsatz (DocCheck Shop). Bei der antwerpes ag, aber in Teilen auch bei der DocCheck Medical Services GmbH,
handelt es sich um projektorientierte Dienstleister. Zwischen Auftragseingang und
Umsatzrealisation können wegen der Projektlaufzeiten mehrere Monate liegen. Eine Frühindikation
für zukünftige Umsätze ist daher unverzichtbar. Die Kennzahl Auftragseingang ist eine
zukunftsgerichtete Kennzahl und ermöglicht frühzeitiges Handeln, da der Auftrag die
früheste verlässliche Manifestation zukünftiger Umsätze darstellt. Jeder von einem
Kunden erteilte Auftrag wird unverzüglich in der Projektsteuerungssoftware erfasst.
Die zeitgerechte Erfassung wird in den wöchentlichen Controllingrunden gemeinsam mit
den Geschäftsbereichsverantwortlichen mithilfe der Projektbestandslisten überwacht.
Die Auftragseingänge werden wöchentlich für das laufende Jahr ausgewertet. Dazu wird
der Bruttoauftragseingang um die enthaltenen Fremdleistungen (bspw. Druck- oder Medialeistungen)
bereinigt, um lediglich den auf uns selbst entfallenden Anteil vom Auftragseingang
(Deckungsbeitrag 1) zu berücksichtigen. Der resultierende Nettoauftragseingang (kurz:
Auftragseingang) wird nach Geschäftsbereichen getrennt dargestellt und dem geplanten
Rohertrag (Umsatz minus Materialaufwand) des laufenden Jahres sowie dem Auftragseingang
des Vorjahres gegenübergestellt. Dadurch entsteht Transparenz darüber, ob der Auftragseingang
grundsätzlich ausreicht, um die gesetzten Pläne zu erfüllen, und ob im Vergleich zum
Vorjahr ein Wachstum oder ein Rückgang vorliegt. Beim DocCheck Shop tritt an die Stelle
des Auftragseingangs der Umsatz, da zwischen Auftragseingang/Bestellung und Auslieferung
im Regelfall nur wenige Tage verstreichen. Lediglich zum Quartalsende werden zusätzlich
die offenen Bestellungen ausgewertet. Der Umsatz wird dabei aufgegliedert nach Online-
und Offline-Umsatz sowie nach Vertriebskanälen. Bei einzelnen Geschäftsbereichen der
DocCheck Medical Services GmbH tritt ebenfalls der Umsatz an die Stelle des Auftragseingangs,
z. B. im Bereich DocCheck Paid Content. Hier liegen ebenfalls nur geringe Zeitverzögerungen
zwischen Bestellung und Umsatz vor. Der größte Kostenblock für die antwerpes ag und
für die DocCheck Medical Services GmbH sind die Personalkosten. Dem Personaleinsatz
kommt daher für die Wirtschaftlichkeit die größte Bedeutung zu. Die wichtigste Kennzahl
hinsichtlich der Effizienz des Personaleinsatzes ist für die antwerpes ag sowie für
Teile der DocCheck Medical Services GmbH die externe Auslastung der operativen Mitarbeiter.
Jedem operativen Mitarbeiter wird zu diesem Zweck eine von seinem hierarchischen Level
und seiner Aufgabe abhängige Soll-Vorgabe zugeordnet. Diese Soll-Vorgabe gibt an,
wie viele Stunden pro Tag für externe Kunden geleistet werden sollen. Die Ist-Stunden
dokumentiert jeder Mitarbeiter in der elektronischen Zeiterfassung der Projektsteuerungssoftware.
Die tatsächliche Durchführung dieser Dokumentation wird vom Controlling und vom Vorstand
kontinuierlich überwacht. Sie ist arbeitsrechtlich verankert. Das Verhältnis von Ist-Stunden
zu Soll-Stunden ergibt die externe Auslastung des Mitarbeiters. Die externe Auslastung
kann aggregiert für Geschäftsbereiche oder Unternehmen ermittelt werden. Zusammen
mit dem Auftragseingang dient die externe Auslastung als Basis für Entscheidungen
über den Personaleinsatz. Die Projektdeckung gibt Aufschluss über die Wirtschaftlichkeit
einzelner Projekte. Dazu werden dem Budget, in der Regel der Auftragswert, die Ist-Kosten
gegenübergestellt. Die Ist-Kosten ermitteln sich aus den über die Zeiterfassung erfassten
Stunden der Mitarbeiter bewertet zu Verkaufspreisen. Der Verkaufspreis einer Mitarbeiterstunde
ist abhängig vom hierarchischen Level des Mitarbeiters. Budget und Kosten können,
in Abhängigkeit vom Projektumfang, weiter in Teilprojekte oder Meilensteine zergliedert
werden, um die Aussagekraft zu erhöhen. Die genannten Kennzahlen werden wöchentlich
ermittelt und in strukturierten Reports an den Vorstand berichtet. Die monatlichen Berichte, die am ersten Werktag eines Monats an alle Führungskräfte
mit Umsatzverantwortung gehen, sind zusätzlich um bereichsspezifische Informationen
wie Kostendaten, Bestandsinformationen und ggf. weitere bereichsspezifische Performance-Indikatoren
ergänzt. Die Inhalte der Reports werden analysiert und schriftlich kommentiert. Das
Berichtssystem ist bewusst einfach, schlank und effizient gehalten, um den Konzern
von vermeidbaren Overheadkosten zu entlasten. Es ist zudem inhaltlich und strukturell
so ausgelegt, dass die Hauptarbeit in die Analyse und Kommentierung investiert werden
kann und nicht in die Datenbeschaffung. Für die quartalsweise Erfolgsrechnung werden
in der Kostenrechnung je Geschäftsbereich das EBIT und der sogenannte Deckungsbeitrag
II (DB II) ermittelt. Damit wird im Konzern das Ergebnis vor Gemeinkostenumlagen bezeichnet.
Der DB II ist vollständig durch die Entscheidungen des Geschäftsbereichsleiters determiniert.
Variable Vergütungen der Geschäftsbereichsleiter werden auf den DB II oder das EBIT
bezogen. Diese Daten dienen der Überprüfung des Erfolgs der in der Vergangenheit eingeleiteten
Maßnahmen und dem stichtagsbezogenen Vergleich der Bereiche. Als Vergleichsmaßstab
stehen die Vorjahreswerte als auch die Planwerte aus der Business-Planung zur Verfügung.
Die Ergebnisse der Kostenrechnung haben damit eine große Bedeutung für die Unternehmenssteuerung.
Der Regelkreis aus Auftragseingang, Projektdeckung und Soll-Auslastung der Mitarbeiter
gewährleistet eine hohe Effizienz der Dienstleistungstätigkeit bei antwerpes und DocCheck.
Der Benchmark gegen Plan und Vorjahr erlaubt dezidierte Abweichungsanalysen. Beim
DocCheck Shop ermöglichen insbesondere die Analysen nach Absatzkanälen wichtige steuerungsrelevante
Erkenntnisse. Abgerundet wird die operative Steuerung durch die periodischen Ergebnisrechnungen
in Verbindung mit der Business-Planung. 11 Prognosebericht11.1 Konjunkturausblick/Wirtschaftliche RahmenbedingungenDas Jahr 2012 hat Deutschland laut Statistischem Bundesamt ein moderates Wachstum
von ca. 0,7 Prozent gebracht. Für Deutschland erwartet der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen
Entwicklung (SVR) für 2013 ein Wachstum von ca. 0,8 Prozent. Diese Prognose unterstellt
einen gemäßigten Verlauf der Schuldenkrise. Sollte sich die Krise stärker verschärfen
als erwartet, könnte eine rückläufige Wirtschaftsleistung die Folge sein. Die Bundesregierung
unterstellt im Jahreswirtschaftsbericht 2013 ein Wachstum für 2013 von nur 0,4 Prozent. 11.2 Erläuterung von Abweichungen der tatsächlichen Geschäftsentwicklung gegenüber früher berichteten ErwartungenDer Bereich DocCheck Shop hat nach einer Systemumstellung die prognostizierten Umsätze
nicht erreicht. Maßgeblich dafür waren vergleichsweise schwache Quartale zu Beginn
des Jahres. Im vierten Quartal konnte DocCheck Shop die Erwartungen übertreffen. Die
antwerpes ag hat das Umsatzziel deutlich übertroffen, dank einer gesteigerten Nachfrage
nach digitalen Dienstleistungen. Da sich die Kosten nicht in gleichem Maße erhöht
haben, liegt der EBIT der antwerpes ag ebenfalls über den prognostizierten Erwartungen. DocCheck Medical hat die Umsatz- und Ergebnisziele deutlich verfehlt. Ursächlich dafür
ist ein geringerer Zuwachs bei Kerndienstleistungen wie Direktmarketing und Marktforschung,
sowie ausbleibende Neuaufträge im Bereich der nicht-interventionellen Studien (NIS).
Der EBIT in 2012 für DocCheck Medical fällt dadurch negativ aus. Dank der guten Entwicklung in der antwerpes ag bleibt der EBIT im Konzern innerhalb
des prognostizierten Korridors. 11.3 Entwicklung auf den Absatzmärkten/Ertragslage/GewinnverwendungDie Entwicklung der DocCheck AG ist maßgeblich von der Entwicklung ihrer Tochtergesellschaften
abhängig. Die DocCheck AG ist überwiegend im Bereich der Gesundheitswirtschaft tätig. Der Gesundheitsmarkt
ist an sich weniger zyklisch als andere Märkte. Allerdings ist dieser Markt auch ein
stark vom Staat regulierter Markt. Diese Eingriffe sind nicht immer prognostizierbar.
Die DocCheck-Gruppe profitiert vom Trend zu integrierter Kommunikation. Durch den
rechtzeitigen Einstieg in das eMarketing, in Tablet-gestützte Außendienstkommunikation
und Online-PR konnten wir unsere Kompetenz in der Erstellung integrierter Kampagnen
weiter ausbauen. Für das Segment antwerpes ist eine Umsatz- und Ertragsprognose wegen
der geringen Vorschau mit großer Unsicherheit verbunden. Der Bestand an Kundenverträgen
mit einer Laufzeit von über sechs Monaten ist sehr gering und macht nur einen Bruchteil
des Umsatzes aus. Der Vorstand plant bei störungsfreiem Jahresverlauf für die antwerpes
ag in 2013 einen voraussichtlichen Umsatz von 7 bis 8 Millionen Euro und ein EBIT
etwas unterhalb des Niveaus des Jahres 2012 in Höhe von ca. 1,3 Millionen Euro. Mögliche
Störungen sind regulierende Eingriffe, die sich bereits im Bundestagswahlkampf abzeichnen
könnten und die ggf. zu einer kurzfristigen Nachfragezurückhaltung führen könnten. Der Vorstand erwartet für DocCheck Medical Services für 2013 einen stabilen Ausblick
hinsichtlich des Umsatzes, also ca. 3,6 Millionen Euro. Es stehen allerdings weitere
Investitionen in den Ausbau der DocCheck Services an. Diese Investitionen werden das
Ergebnis auch in 2013 belasten. Die Erwartung für DocCheck liegt bei einem etwa ausgeglichenen
Ergebnis. Die Handelsumsätze im Segment DocCheck Shop sind in hohem Maße abhängig
von der Investitionsbereitschaft der Ärzte. Für 2013 sind derzeit keine Hemmnisse
für die Investitionsbereitschaft absehbar. DocCheck Shop will daher bei den Online-Umsätzen
in 2013 weiter wachsen. Da das klassische Außendienstgeschäft weiter rückläufig sein
wird ist in Summe kein Umsatzwachstum zu erwarten. Der Umsatz im DocCheck Shop dürfte
in 2013 ca. 6,8 Millionen Euro erreichen, bei einem ausgeglichenen EBIT. Hierbei ist
berücksichtigt, dass in 2013 Investitionen in die Software-Infrastruktur des Unternehmens
erforderlich sein werden. 2012 war für die DocCheck-Gruppe ein Jahr mit sehr unterschiedlichen
Ergebnissen der Bereiche. In 2013 sollen die Wettbewerbsvorteile weiter gestärkt werden,
um alle drei Segmente nachhaltig profitabel zu machen. Die Risiken, die sich aus der
unternehmerischen Tätigkeit auf dem Gesundheitsmarkt ergeben, werden ausführlich im
Risikobericht beschrieben. Die DocCheck-Gruppe rechnet in Summe für 2013 mit einem
Umsatz von 18,0 Millionen Euro bei einer Ertragslage unter Vorjahresniveau, d. h.
mit einem EBIT im Korridor von 1,0 bis 1,3 Millionen Euro. Diese Projektionen basieren
auf der internen Businessplanung des Unternehmens und sind mit kaufmännischer Vorsicht
erstellt. Es besteht jedoch grundsätzlich die Möglichkeit, dass das Unternehmen seine
Ziele aufgrund unerwarteter Marktereignisse, unvorhersehbarer politischer Regulierungsmaßnahmen
oder aufgrund des plötzlichen Wegfalls von Großkunden deutlich verfehlt. Sollte die
Ertragslage der DocCheck-Gruppe stabil bleiben, dann wird der Vorstand prüfen, ob
er, nach vorliegender Zustimmung des Aufsichtsrats, der Hauptversammlung vorschlägt,
eine Dividende an die Aktionäre auszuschütten. FinanzlageInsgesamt verfügt die DocCheck-Gruppe über hohe Liquidität. Mögliche Risiken bezüglich
der Finanzlage werden eingehend im Risikobericht beschrieben. Die DocCheck-Gruppe
weist eine hohe Eigenkapitalquote von deutlich über 80 Prozent mit einem hohen Anteil
an verfügbaren Mitteln auf. Das Unternehmen ist somit solide finanziert und erwartet
auch für das Jahr 2013 diesbezüglich - vorbehaltlich der gesamtwirtschaftlichen Lage
- keine tief greifenden Veränderungen. Ausblick für das Jahr 2014Belastbare Vorhersagen für das Wirtschaftsjahr 2014 liegen zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung
nur eingeschränkt vor. Die Bundesregierung erwartet in ihrem Jahreswirtschaftsbericht
2013 für das Jahr 2014 ein Wachstum von 1,6 Prozent, also eine deutliche Verbesserung
gegenüber 2013. Staatliche Eingriffe in den Gesundheitsmarkt sind für 2014 noch nicht
absehbar. Sollten sich die regulatorischen Rahmenbedingungen nicht ändern, gehen wir
von einer der Veränderung des BIP entsprechenden leicht positiven Entwicklung des
Gesamtkonzerns aus. Insbesondere der Bereich DocCheck könnte vom Trend zu mehr Online-Marketing
profitieren. Das Agenturgeschäft der antwerpes ag hängt stark von kurzfristigen Etatgewinnen
oder -verlusten ab, sodass eine Prognose für diesen Geschäftsbereich schwierig ist.
Der DocCheck Shop wird auch in 2014 noch durch den Wechsel vom Außendienstumsatz hin
zum Online-Umsatz beeinträchtigt sein. Für den Konzern ist ein Umsatz auf dem Niveau des Jahres 2012 zu erwarten in Höhe
von ca. 18 Millionen Euro, bei einem vermutlich niedrigeren EBIT von ca. 1 Million
Euro. 11.4 Weitere EntwicklungenIm November 2012 hat die DocCheck AG einen Anwalt mit der Vorbereitung der Gründung
einer Tochtergesellschaft in den USA beauftragt. Zum Stichtag 31.12.2012 sind die
Vorbereitungen noch nicht abgeschlossen, eine Eintragung ist auch für den Nachtragszeitraum
nicht zu erwarten. Die Tochtergesellschaft soll zunächst mit minimalem Aufwand betrieben
werden und dient der Marktsondierung. 12 Angaben nach §§ 289 Abs. 4 ff., 315 Abs. 4 HGBDas Grundkapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2012 4.989.816,00 Euro und
ist eingeteilt in 4.989.816 auf den Inhaber lautende nennwertlose Namensaktien. Die
Gesellschaft hat ausschließlich Stammaktien ausgegeben. Mit allen Aktien sind die
gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Insbesondere vermittelt jede Aktie eine Stimme
sowie einen Anteil am Gewinn der Gesellschaft, welcher dem rechnerischen Anteil der
Aktie am Grundkapital entspricht. Es existieren keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder Übertragung von Aktien betreffen.
Damit hat eine Aktie einen Anteil am Grundkapital von einem Euro. Am Grundkapital
der Gesellschaft bestanden zum 31. Dezember 2012 von Dr. Frank Antwerpes und Ben Antwerpes
direkte Beteiligungen, die zehn Prozent der Stimmrechte überschreiten. Allerdings
werden nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 WpHG den Anteilen von Ben Antwerpes 7,58 Prozent
seiner Mutter Pia Antwerpes zugerechnet. Es gibt keine Aktien der Gesellschaft, die
mit Sonderrechten ausgestattet sind, die Kontrollbefugnisse verleihen. Die Ernennung
und Abberufung des Vorstands ist in §§ 84, 85 AktG sowie in § 7 Abs. 2 der Satzung
der DocCheck AG geregelt: "Die Bestellung und der Widerruf der Bestellung von Vorstandsmitgliedern
erfolgt durch den Aufsichtsrat, der auch deren Zahl bestimmt. Der Aufsichtsrat kann
einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands
ernennen." Änderungen der Satzung sind grundsätzlich in §§ 179, 181, 133 AktG geregelt.
Verschiedene weitere Vorschriften des AktG sind unter Umständen ebenfalls einschlägig
bei Satzungsänderungen und -ergänzungen beziehungsweise verdrängen die vorgenannten
Regelungen. Als Beispiel seien hier §§ 182 ff. AktG bei Kapitalerhöhungen, §§ 222
ff. AktG bei Kapitalherabsetzungen sowie § 262 AktG bei Auflösung der Aktiengesellschaft
genannt. Nach § 17 der Satzung der DocCheck AG ist der Aufsichtsrat befugt, Änderungen
der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen. Der Vorstand hat die
ihm durch Gesetz und Satzung eingeräumten Befugnisse, welche im Kern die Befugnisse
zur Leitung der Gesellschaft unter eigener Verantwortung und Vertretung nach außen
umfassen. Der Vorstand ist mit Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 ermächtigt,
bis zu 2.000.000 Aktien der Gesellschaft zum Zwecke des Einzugs zu erwerben. Das Grundkapital
kann zu diesem Zwecke um bis zu 2 Millionen Euro herabgesetzt werden. Zum 31. Dezember 2012 verfügt die Gesellschaft über keine eigenen Aktien. Die in den
Jahren 2006 bis 2008 getätigten öffentlichen Aktienrückkäufe der DocCheck AG wurden,
wöchentlich aktualisiert, auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht. Nach
§ 5 Abs. 3 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats
das Grundkapital der Gesellschaft um 2.521.726,00 Euro (genehmigtes Kapital) bis zum
11. Mai 2015 zu erhöhen. Nach § 5 Abs. 4 der Satzung ist das Grundkapital um bis zu 498.981,00 Euro bedingt
erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Bezugsrechten
aus Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder der DocCheck AG, Mitglieder der Geschäftsführung
der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen sowie Arbeitnehmer (insbesondere an
Führungskräfte mit hohem strategischen Stellenwert) der DocCheck AG und der mit der
DocCheck AG verbundenen Unternehmen gemäß der in der Hauptversammlung vom 25. Mai
2012 erteilten Ermächtigung zur Ausgabe von Aktienoptionen. Die Gesellschaft unterhält keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung
eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Zudem gibt es keine
Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots
mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind.
Köln, 13. März 2013 DocCheck AG Vorstand Gewinn- und Verlustrechnung
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2012 | 2011 |
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EUR | EUR | EUR |
| 1. | Umsatzerlöse |
|
3.211.551,40 | 2.941.396,57 |
| 2. | Sonstige betriebliche Erträge |
|
4.286,82 | 353.252,50 |
| 3. | Materialaufwand |
|
|
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|
|
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren |
-8.088,70 |
|
-4.603,39 |
|
|
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -116.107,58 | -124.196,28 | -111.862,00 |
| 4. | Personalaufwand |
|
|
|
|
|
a) Löhne und Gehälter | -906.049,54 |
|
-858.293,31 |
|
|
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung |
-172.235,34 | -1.078.284,88 | -163.201,72 |
| 5. | Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen |
|
-450.846,95 | -460.058,64 |
| 6. | Sonstige betriebliche Aufwendungen |
|
-1.550.351,26 | -1.368.000,93 |
| 7. | Erträge aus Gewinnabführungsverträgen |
|
1.770.705,84 | 1.410.202,90 |
| 8. | Aufwendungen aus der Verlustübernahme |
|
-142.649,14 | 0,00 |
| 9. | Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens |
|
175.000,00 | 263.196,72 |
| 10. | Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
|
152.904,23 | 191.878,49 |
|
|
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 18.770,91 (Vorjahr: EUR 24.779,14) |
|
|
|
| 11. | Abschreibungen auf Finanzanlagen |
|
-59.506,37 | -75.774,52 |
| 12. | Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
|
-8.560,76 | -33.149,26 |
| 13. | Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit |
|
1.900.052,65 | 2.084.983,41 |
| 14. | Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
|
-671.948,16 | -694.521,64 |
| 15. | Sonstige Steuern |
|
0,00 | -426,12 |
| 16. | Jahresüberschuss |
|
1.228.104,49 | 1.390.035,65 |
| 17. | Gewinnvortrag |
|
817.473,54 | 674.891,89 |
| 18. | Aufwand aus der vereinfachten Kapitalherabsetzung durch Einziehung von Aktien |
|
-295.216,00 | 0,00 |
| 19. | Aufwand aus dem Erwerb eigener Aktien |
|
0,00 | -959.452,00 |
| 20. | Ertrag aus Kapitalherabsetzung |
|
295.216,00 | 0,00 |
| 21. | Einstellung in die Kapitalrücklage nach § 237 Abs. 5 AktG |
|
-295.216,00 | 0,00 |
| 22. | Entnahme aus der Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB |
|
0,00 | 959.452,00 |
| 23. | Ertrag aus der Auflösung freier Rücklagen |
|
295.216,00 | 0,00 |
| 24. | Bilanzgewinn |
|
2.045.578,03 |
2.064.927,54 |
|
|
|
|
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31.12.2012 | 31.12.2011 |
| A. | Anlagevermögen | EUR | EUR | EUR | EUR |
| I. | Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
|
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
|
106.723,00 |
|
155.598,00 |
| II. | Sachanlagen |
|
|
|
|
| 1. | Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 873.106,07 |
|
|
895.648,07 |
| 2. | Technische Anlagen und Maschinen | 165.628,00 |
|
|
0,00 |
| 3. | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 480.477,00 |
|
|
510.828,00 |
| 4. | Einbauten in fremde Grundstücke | 335.063,00 |
|
|
510.513,00 |
| 5. | Anlage in Edelmetallen | 4.087.030,00 | 5.941.304,07 |
|
2.135.205,00 |
| III. | Finanzanlagen |
|
|
|
|
| 1. | Anteile an verbundenen Unternehmen | 5.322.378,05 |
|
|
5.322.378,05 |
| 2. | Wertpapiere des Anlagevermögens | 5.051.962,14 | 10.374.340,19 |
16.422.367,26 | 5.111.468,51 |
| B. | Umlaufvermögen |
|
|
|
|
| I. | Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
| 1. | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3.450,00 |
|
|
0,00 |
| 2. | Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 613.005,83 |
|
|
1.042.603,73 |
| 3. | Sonstige Vermögensgegenstände | 170.365,55 | 786.821,38 |
|
56.568,42 |
| II. | Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten |
|
5.094.232,29 | 5.881.053,67 | 7.058.645,18 |
| C. | Rechnungsabgrenzungsposten |
|
|
28.789,64 | 16.579,02 |
|
|
|
|
|
22.332.210,57 | 22.816.034,98 |
|
|
|
|
|
|
31.12.2012 | 31.12.2011 |
|
|
|
|
EUR | EUR | EUR | EUR |
| A. | Eigenkapital |
|
|
|
|
|
| I. | Gezeichnetes Kapital |
|
4.989.816,00 |
|
|
5.285.032,00 |
|
|
Bedingtes Kapital EUR (Vorjahr: EUR 599.931,00) |
498.981,00 |
|
|
|
|
|
|
Nennbeträge eigene Aktien |
|
0,00 |
|
|
-295.216,00 |
|
|
Ausgegebenes Kapital |
|
|
4.989.816,00 |
|
|
| II. | Kapitalrücklage |
|
|
13.927.915,60 |
|
13.927.915,60 |
| III. | Gewinnrücklagen |
|
|
|
|
|
| 1. | Gesetzliche Rücklage |
|
39.166,10 |
|
|
39.166,10 |
| 2. | Andere Gewinnrücklagen |
|
32.447,39 |
71.613,49 |
|
32.447,39 |
| IV. | Bilanzgewinn |
|
|
2.045.578,03 |
21.034.923,12 | 2.064.927,54 |
|
|
- davon Gewinnvortrag EUR (Vorjahr: EUR 674.891,89) |
817.473,54 |
|
|
|
|
| B. | Rückstellungen |
|
|
|
|
|
| 1. | Steuerrückstellungen |
|
|
0,00 |
|
415.042,68 |
| 2. | Sonstige Rückstellungen |
|
|
284.987,72 |
284.987,72 | 278.100,93 |
| C. | Verbindlichkeiten |
|
|
|
|
|
| 1. | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
|
|
46.393,33 |
|
99.659,07 |
| 2. | Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen |
|
|
640.407,83 |
|
791.902,27 |
| 3. | Sonstige Verbindlichkeiten |
|
|
325.498,57 |
|
177.057,40 |
|
|
- davon aus Steuern EUR (Vorjahr: EUR 119.459,51) |
301.828,78 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
1.012.299,73 |
|
|
|
|
|
|
|
22.332.210,57 | 22.816.034,98 |
|
|
Anschaffungs-/Herstellungskosten | Abschreibung | ||||
|
|
Wert | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Wert | Wert |
|
|
01.01.2012 |
|
|
|
31.12.2012 | 01.01.2012 |
|
|
EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
|
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 418.806,26 | 22.268,83 | 0,00 | 0,00 | 441.075,09 | 263.208,26 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
|
|
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 927.588,90 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 927.588,90 | 31.940,83 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 0,00 | 169.152,70 | 0,00 | 0,00 | 169.152,70 | 0,00 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.434.094,95 | 152.847,42 | 15.425,15 | 0,00 | 1.571.517,22 | 923.266,95 |
| 4. Einbauten in fremde Grundstücke | 1.795.927,10 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 1.795.927,10 | 1.285.414,10 |
| 5. Anlage in Edelmetallen | 2.135.205,00 | 1.951.825,00 | 0,00 | 0,00 | 4.087.030,00 | 0,00 |
|
|
6.292.815,95 | 2.273.825,12 | 15.425,15 | 0,00 | 8.551.215,92 | 2.240.621,88 |
| III. Finanzanlagen |
|
|
|
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|
|
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 5.783.321,64 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 5.783.321,64 | 460.943,59 |
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 5.234.750,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 5.234.750,00 | 123.281,49 |
|
|
11.018.071,64 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 11.018.071,64 | 584.225,08 |
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|
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|
| Gesamtsumme | 17.729.693,85 | 2.296.093,95 | 15.425,15 | 0,00 | 20.010.362,65 | 3.088.055,22 |
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Abschreibung | Bilanz | ||||
|
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Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Wert | Wert | Wert |
|
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31.12.2012 | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|
|
EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
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|
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 71.143,83 | 0,00 | 0,00 | 334.352,09 | 106.723,00 | 155.598,00 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
|
|
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 22.542,00 | 0,00 | 0,00 | 54.482,83 | 873.106,07 | 895.648,07 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 3.524,70 | 0,00 | 0,00 | 3.524,70 | 165.628,00 | 0,00 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 178.186,42 | 10.413,15 | 0,00 | 1.091.040,22 | 480.477,00 | 510.828,00 |
| 4. Einbauten in fremde Grundstücke | 175.450,00 | 0,00 | 0,00 | 1.460.864,10 | 335.063,00 | 510.513,00 |
| 5. Anlage in Edelmetallen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 4.087.030,00 | 2.135.205,00 |
|
|
379.703,12 | 10.413,15 | 0,00 | 2.609.911,85 | 5.941.304,07 | 4.052.194,07 |
| III. Finanzanlagen |
|
|
|
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|
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 460.943,59 | 5.322.378,05 | 5.322.378,05 |
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 59.506,37 | 0,00 | 0,00 | 182.787,86 | 5.051.962,14 | 5.111.468,51 |
|
|
59.506,37 | 0,00 | 0,00 | 643.731,45 | 10.374.340,19 | 10.433.846,56 |
|
|
|
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|
|
|
|
| Gesamtsumme | 510.353,32 | 10.413,15 | 0,00 | 3.587.995,39 | 16.422.367,26 | 14.641.638,63 |
Die DocCheck AG erfüllt zum 31. Dezember 2012 gemäß § 267 Abs. 1 HGB die Merkmale
einer kleinen Kapitalgesellschaft. Aus Transparenzgründen werden die Vorschriften
für große Kapitalgesellschaften freiwillig auf den Jahresabschluss 2012 angewandt.
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 238 bis 288 HGB, der Vorschriften
der §§ 150 bis 160 AktG sowie der ergänzenden Bestimmungen der Satzung aufgestellt.
Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter dem Grundsatz der Unternehmensfortführung.
Der gemäß der Satzung aufzustellende Lagebericht wird gemäß den handelsrechtlichen
Vorschriften nach § 289 HGB aufgestellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind mit den handelsrechtlichen
Anschaffungskosten (§ 255 HGB) vermindert um die jeweiligen Abschreibungen in der
Bilanz angesetzt.
Die Abschreibung des abnutzbaren Anlagevermögens erfolgt ausschließlich durch gleichmäßige
Verteilung der Anschaffungskosten auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der einzelnen
Vermögensgegenstände (lineare Abschreibung). Immaterielle Vermögensgegenstände werden
über betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zwischen 1 und 6 Jahren abgeschrieben. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
werden über betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zwischen 19 bis 33 Jahren abgeschrieben.
Technische Anlagen werden über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 20 Jahren
abgeschrieben. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung wird über einen
Zeitraum zwischen 5 und 10 Jahren und Einbauten in fremde Grundstücke zwischen 10
und 20 Jahren abgeschrieben.
Geringwertige Anlagegüter, deren Anschaffung bis zum 31. Dezember 2009 erfolgte, sind
zum Zeitpunkt des Zugangs in Anlehnung an die steuerlichen Vorschriften nach § 6 Abs.
2a EStG mit ihren Anschaffungskosten bewertet und in einen Sammelposten eingestellt
worden und wurden im laufenden Geschäftsjahr zu jeweils einem Fünftel gewinnmindernd
aufgelöst. Im Geschäftsjahr 2012 beträgt die Auflösung der Sammelposten insgesamt
23 TEUR (i.V. 23 TEUR).
Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von jeweils bis 410 EUR, die nach
dem 1. Januar 2010 angeschafft wurden, werden in Anlehnung an das steuerliche Wahlrecht
nach § 6 Abs. 2 EStG mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und im Jahr der Anschaffung
vollständig abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2012 wurden geringwertige Anlagegüter
in Höhe von 18 TEUR angeschafft.
Die Bewertung der im Rahmen langfristiger Investitionspolitik in den vergangenen Geschäftsjahren
angeschafften Gold- und Silberbestände sowie der im Geschäftsjahr 2012 angeschafften
Platinbestände erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten bzw. bei einer voraussichtlich
dauerhaften Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden grundsätzlich mit den historischen Anschaffungskosten
ausgewiesen, sofern nicht aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung Abschreibungen
auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen worden sind.
Wertpapiere des Anlagevermögens werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten ausgewiesen.
Bei einem Unterschied zwischen Anschaffungskosten und Rückzahlungsbetrag wird dieser
nach der Effektivzinsmethode über die Laufzeit des Wertpapiers verteilt. Für den Fall
einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung erfolgt die Bewertung zum niedrigeren
beizulegenden Wert.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten abzüglich etwaiger
Wertberichtigungen bewertet. Die Höhe der Wertberichtigungen richtet sich nach dem
wahrscheinlichen Ausfallrisiko. Forderungen mit einer Fälligkeit von mehr als einem
Jahr sind mit dem abgezinsten Wert angesetzt.
Liquide Mittel werden zum Nennwert angesetzt.
Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen für Vorgänge ausgewiesen,
die in den nachfolgenden Geschäftsjahren zu Aufwand führen.
Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag angesetzt.
Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.
Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken.
Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende
objektive Hinweise für einen Eintritt vorliegen.
Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.
Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen
und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten
ermittelt. Dabei werden bei der DocCheck AG nicht nur die Unterschiede aus den eigenen
Bilanzpositionen einbezogen, sondern auch solche, die bei Organtöchtern bestehen,
an denen die DocCheck AG als Gesellschafter beteiligt ist. Die Ermittlung der latenten
Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises
der DocCheck AG von aktuell 32,7 % (i.V. 32,7 %). Der kombinierte Ertragsteuersatz
umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt
ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt
werden. Im Falle einer Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht
kein Gebrauch gemacht werden. Im Geschäftsjahr 2012 ergab sich insgesamt eine - nicht
bilanzierte - aktive latente Steuer.
Die als Anlage zur Bilanz dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist Bestandteil
des Anhangs.
Aus Gründen der Klarheit wurden die Mietereinbauten innerhalb der Sachanlagen als
eigener Posten "Einbauten in fremde Grundstücke" ausgewiesen. Die Mietereinbauten
werden über die Restlaufzeit des Mietvertrages ohne Berücksichtigung der Mietverlängerungsoption
abgeschrieben, da eine Mietverlängerung nicht mehr realistisch ist.
Im Geschäftsjahr 2012 wurden Platinvorräte in Höhe von 1.952 TEUR angeschafft. Diese
werden wie die in den Vorjahren angeschafften Gold- und Silbervorräte unter dem Posten
"Anlage in Edelmetallen" ausgewiesen.
Die Zusammensetzung der Anteile an verbundenen Unternehmen und deren Bewertung haben
sich zum Vorjahr nicht verändert. Die verbundenen Unternehmen sind im Anteilsbesitz
dargestellt.
Der Posten "Wertpapiere des Anlagevermögens" setzt sich zum 31. Dezember 2012 aus
vier Unternehmensanleihen und einem Schuldscheindarlehen zusammen. Die Abschreibungen
auf Finanzanlagen belaufen sich im Geschäftsjahr 2012 auf 59 TEUR (i.V. 76 TEUR) und
resultieren aus der Bewertung der Unternehmensanleihen nach der Effektivzinsmethode.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von 613 TEUR (i.V. 1.043
TEUR). Darin enthalten sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von
262 TEUR (i.V. 598 TEUR) mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Weitere Forderungen
in Höhe von 351 TEUR (i.V. 445 TEUR) resultieren aus zwei gewährten Darlehen gegenüber
der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH. Von den Forderungen gegen verbundene
Unternehmen haben 283 TEUR (i.V. 382 TEUR) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 170 TEUR (i.V. 56 TEUR) setzen sich
im Wesentlichen aus Zinsabgrenzungen und Steuerrückforderungen zusammen. Von diesen
haben 50 TEUR (i.V. 11 TEUR) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
Das gezeichnete Kapital der DocCheck AG beläuft sich zum 31. Dezember 2012 auf 4.989.816
EUR (i.V. 5.285.032 EUR), ist aufgeteilt in 4.989.816 Stück (i.V. 5.285.032 Stück)
nennbetragslose auf den Namen lautende Stückaktien und ist voll eingezahlt. Jede Aktie
gewährt ein Stimmrecht.
Im Geschäftsjahr wurden zum 19.03.2012 295.216 Stück eigene Anteile mit einem Nennwert
in Höhe von 295.216 EUR eingezogen. Diese wurden bereits im Vorjahr zur Einziehung
erworben und mit dem Nennwert in einer Vorspalte offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt.
Zum 31. Dezember 2012 hält die DocCheck AG keine eigenen Anteile mehr. Alle zu Beginn
des Geschäftsjahres im Bestand befindlichen eigenen Anteile wurden in 2012 eingezogen.
Die Hauptversammlung hat den Vorstand am 25. Mai 2012 erneut ermächtigt, sowohl über
die Börse als auch außerhalb der Börse bis zu 2.000.000 Aktien der Gesellschaft im
Gesamtnennbetrag von bis zu 2.000.000,00 EUR zum Zwecke der Einziehung zu erwerben.
Gleichzeitig wurde die bis zu diesem Zeitpunkt bestehende Ermächtigung zum Erwerb
eigener Aktien vom 01. Juni 2011 aufgehoben.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Mai 2010 wurde der Vorstand ermächtigt,
in der Zeit bis zum 11. Mai 2015 das Grundkapital der Gesellschaft, mit Zustimmung
des Aufsichtsrates, durch ein- oder mehrmalige Ausgaben nennbetragsloser auf den Namen
lautender Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage um bis zu 2.521.726,00 EUR zu erhöhen
(genehmigtes Kapital 2010). Ferner ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des
Aufsichtsrates über den Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre zu
entscheiden. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre kann unter bestimmten Umständen
ausgeschlossen werden. Gleichzeitig wurde das in der Hauptversammlung vom 15. Juni
2005 genehmigte Kapital aufgehoben.
Das Grundkapital ist um bis zu 498.981,00 EUR bedingt erhöht durch die Ausgabe von
bis zu 498.981 auf den Namen lautender Stückaktien. Die bedingte Kapitalerhöhung dient
ausschließlich der Gewährung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder,
der DocCheck AG, Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen
Unternehmen sowie Führungskräfte mit hohem strategischem Stellenwert der DocCheck
AG und der mit der DocCheck AG eng verbundenen Unternehmen, nach Maßgabe des Beschlusses
der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 (Aktienoptionsprogramm 2012). Die bedingte Kapitalerhöhung
wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der gewährten Bezugsrechte ihr Bezugsrecht
ausüben und die Gesellschaft zur Erfüllung des Bezugsrechtes keine eigenen Aktien
gewährt oder hierzu Aktien aus dem genehmigten Kapital verwendet. Der Vorstand ist
mit Zustimmung des Aufsichtsrates bzw., soweit die Gewährung an Mitglieder des Vorstands
erfolgt, der Aufsichtsrat, ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung
der bedingten Kapitalerhöhung festzulegen.
Zum 31. Dezember 2012 beläuft sich die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB
auf 3.752 TEUR (i.V. 3.752 TEUR).
Zum 31. Dezember 2012 beläuft sich die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB
auf 9.261 TEUR (i.V. 9.556 TEUR).
Zum 31. Dezember 2012 beläuft sich die Kapitalrücklage nach § 237 Abs. 5 AktG auf
914 TEUR (i.V. TEUR 619).
Die Gewinnrücklagen setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:
|
|
2012 | 2011 |
|
|
TEUR | TEUR |
| Gesetzliche Rücklage | 39 | 39 |
| andere Gewinnrücklagen | 33 | 33 |
| Summe | 72 | 72 |
Die Rückstellung für Gewerbesteuer beläuft sich im Geschäftsjahr 2012 auf 0 TEUR (i.V.
190 TEUR) und für Körperschaftsteuer auf 0 TEUR (i.V. 225 TEUR).
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
|
|
2012 | 2011 |
|
|
TEUR | TEUR |
| Tantiemen und Provisionen | 72 | 72 |
| Urlaub | 64 | 52 |
| Berufsgenossenschaft | 2 | 3 |
| Abschluß- und Prüfungskosten | 115 | 114 |
| Aufsichtsratsvergütung | 27 | 34 |
| Sonstige | 5 | 3 |
| Summe | 285 | 278 |
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 46 TEUR (i.V. 100 TEUR),
welche wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr haben.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 640 TEUR (i.V.
792 TEUR) haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Hierin enthalten
sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 0 TEUR (i.V. 3 TEUR).
Die sonstigen Verbindlichkeiten, wie im Vorjahr sämtlich mit einer Restlaufzeit bis
zu einem Jahr, setzen sich wie folgt zusammen:
|
|
2012 | 2011 |
|
|
TEUR | TEUR |
| Lohn- und Kirchensteuer | 15 | 15 |
| Umsatzsteuer | 287 | 104 |
| Lohn und Gehalt | 1 | 1 |
| Reisekosten | 1 | 1 |
| Soziale Sicherheit | 1 | 1 |
| Sonstige | 20 | 55 |
| Summe | 325 | 177 |
Absicherungen von Verbindlichkeiten durch Pfandrechte und ähnliche Rechte bestanden
zum Abschlussstichtag nicht.
Zum 31. Dezember 2012 bestanden keine Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB.
Zum 31. Dezember 2012 bestanden folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
|
|
TEUR |
| Aus Miete | 968 |
| Übrige Leasingverhältnisse | 20 |
| Summe | 988 |
| - davon fällig innerhalb eines Jahres | 450 |
| - davon fällig nach mehr als einem bis fünf Jahren | 538 |
| - davon fällig nach mehr als fünf Jahren | 0 |
Am 18. Oktober 2004 wurde zwischen der DocCheck AG und der Sparkasse Köln-Bonn ein
Vertrag über eine zentrale Liquiditätsdisposition abgeschlossen. Die Liquiditätsdisposition
führt zu einem täglichen Ausgleich der Geschäftskonten der antwerpes ag und der DocCheck
Medical Services GmbH über das Geschäftskonto der DocCheck AG.
Die Umsatzerlöse von insgesamt 3.212 TEUR (i.V. 2.941 TEUR) setzen sich aus Umlagen
für erbrachte Leistungen und verauslagte Kosten (Mieten, Wareneinkauf, Personalbeschaffungskosten
etc.) wie folgt zusammen:
|
|
TEUR | TEUR |
| antwerpes ag | 1.932 | 1.706 |
| DocCheck Medial Services GmbH | 1.097 | 1.055 |
| DocCheck Medizinbedarf u. Logistik GmbH | 180 | 177 |
| Übrige | 3 | 3 |
| Summe | 3.212 | 2.941 |
Die Umsatzerlöse werden überwiegend im Inland erzielt.
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von insgesamt 4 TEUR (i.V. 353 TEUR) setzen
sich wie folgt zusammen:
|
|
2012 | 2011 |
|
|
TEUR | TEUR |
| Verwendung von Gegenständen | 0 | 3 |
| Sonstige betriebl. Erträge 19% USt | 1 | 0 |
| Erträge aus Anlagenabgängen | 0 | 335 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 1 | 0 |
| Periodenfremde Erträge | 0 | 15 |
| Übrige | 2 | 0 |
| Summe | 4 | 353 |
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
|
|
2012 | 2011 |
|
|
TEUR | TEUR |
| Raumkosten | 580 | 583 |
| Rechts- u. Beratungskosten | 219 | 119 |
| Internetkosten | 53 | 51 |
| Hauptversammlungskosten | 39 | 33 |
| Wartung, Reparatur | 120 | 107 |
| Übrige Verwaltungsaufwendungen | 153 | 102 |
| Börsenpräsenz | 37 | 30 |
| Reisekosten | 97 | 91 |
| Übrige | 252 | 252 |
| Summe | 1.550 | 1.368 |
Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens betragen
175 TEUR (i.V. 263 TEUR). Der Ausweis erfolgte im Vorjahr unter den sonstigen Zinsen
und ähnlichen Erträgen.
Die Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 59 TEUR (i.V. 76 TEUR) betreffen
Wertpapiere.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 672 TEUR (i.V. 694 TEUR) setzen
sich aus der Körperschaftsteuer in Höhe von 322 TEUR (i.V. 335 TEUR) und der Gewerbesteuer
in Höhe von 350 TEUR (i.V. 359 TEUR) zusammen.
Latente Steuern sind im Steueraufwand nicht enthalten. Insgesamt erwartet die DocCheck
AG zum 31. Dezember 2012 aus zeitlichen Buchungsunterschieden - sowohl eigenen als
auch bei Gesellschaften des steuerlichen Organkreises - eine zukünftige Steuerentlastung
von 5 TEUR (i.V. 5 TEUR). Die Ermittlung dieses Betrages erfolgte auf Basis eines
kombinierten Ertragsteuersatzes von 32,7 %, der Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer
und Solidaritätszuschlag umfasst.
Aktive latente Steuern resultieren aus wertmäßigen Unterschieden bei den Rückstellungen
für Personalkosten. Unterschiede zwischen handelsbilanziellen Ansätzen und steuerbilanziellen
Ansätzen, die eine passive Steuerlatenz zur Folge hätten, liegen nicht vor.
In Ausübung des Wahlrechtes aus § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde für den Überhang aktiver
Steuerlatenzen eine aktive latente Steuer nicht bilanziert.
Auf der ordentlichen Hauptversammlung der DocCheck AG vom 25. Mai 2012 erfolgte die
Beschlussfassung, eine Dividendenauszahlung für das Geschäftsjahr 2011 in Höhe von
1.247 TEUR vorzunehmen. Des Weiteren wurde von der Hauptversammlung beschlossen, den
Betrag von 817 TEUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 21 (i. V. 19) Mitarbeiter beschäftigt (Angabe
ohne Auszubildende und Vorstandsmitglieder). Hierbei handelt es sich ausschließlich
um Verwaltungsmitarbeiter.
Die Organe der DocCheck AG hatten im Geschäftsjahr 2012 folgende Mitglieder:
| Organe der DocCheck AG | Mitgliedschaft in anderen Kontrollgremien |
| Vorstand |
|
| Dr. Frank Nicolas Antwerpes, Köln Vorsitzender des Vorstands, CEO Arzt und Zahnarzt |
antwerpes ag, Köln (Vorsitzender des Vorstands) DocCheck Medical Services GmbH, Köln (Geschäftsführer) |
| Helmut Rieger, Weil im Schönbuch Vorstand Handelsgeschäft Kaufmann |
DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im Schönbuch (Geschäftsführer) antwerpes ag, Köln (Mitglied des Aufsichtsrats) |
| Aufsichtsrat |
|
| Michael Thiess, München, Unternehmensberater Aufsichtsratvorsitzender |
Vorstandsvorsitzender Sanemus AG, München Mitglied des Aufsichtsrats ProPharm AG, Aitrach |
| Dr. Joachim Pietzko, Köln, Rechtsanwalt stellv. Aufsichtsratvorsitzender |
|
| Winfried Leimeister, Köln, Steuerberater Mitglied des Aufsichtsrates |
antwerpes ag, Köln Mitglied des Aufsichtsrates |
Der Vorstand der DocCheck AG bezog im Jahr 2012 folgende Vergütungen:
|
|
Gesamtbezüge | Davon fix | Davon variabel | Anzahl der gewährten Aktienoptionen |
| Name des Vorstands | EUR | EUR | EUR | 31.12.2012 |
| Dr. Frank Nicolas Antwerpes, Vorsitzender des Vorstandes, CEO |
242.912 | 182.918 | 59.994 | 0 |
| Helmut Rieger, Vorstand Handelsgeschäft |
72.049 | 40.000 | 32.049 | 0 |
| Summe | 314.961 | 222.918 | 92.043 | 0 |
|
|
Gesamtbezüge | Davon fix | Davon variabel | Anzahl der gewährten Aktienoptionen |
| Name des Vorstands | EUR | EUR | EUR | 31.12.2011 |
| Dr. Frank Nicolas Antwerpes, Vorsitzender des Vorstandes, CEO |
242.917 | 182.923 | 59.994 | 0 |
| Helmut Rieger, Vorstand Handelsgeschäft |
47.998 | 36.000 | 11.998 | 0 |
| Summe | 290.915 | 218.923 | 71.992 | 0 |
Der Vorstand Dr. Frank Nicolas Antwerpes hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf
unveränderte Fortzahlung des Gehaltes für einen Zeitraum von 12 Monaten, längstens
bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens des Vorstandsmitgliedes
erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat
und die sechs folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages.
Der Vorstand Helmut Rieger hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung
des Gehaltes, jedoch längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des
Ablebens von Herrn Rieger erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger
für den Sterbemonat und die drei folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis
zum Ende des Anstellungsvertrages.
Darüber hinaus bestehen keine weiteren Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung
und Leistungen im Sinne des § 285 HGB, die den Vorstandsmitgliedern für den Fall der
Beendigung ihrer Tätigkeiten zugesagt worden sind.
Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bezog im Jahr 2012 folgende Vergütungen: Aufsichtsratsvergütung
|
|
Gesamtbezüge | Davon fix | Davon variabel |
| Name des Aufsichtsratsmitglieds | EUR | EUR | EUR |
| Michael Thiess, Aufsichtsratvorsitzender |
22.481 | 12.000 | 10.481 |
| Dr. Joachim Pietzko, stellvertretender Aufsichtsratvorsitzender |
11.015 | 6.000 | 5.015 |
| Winfried Leimeister | 11.015 | 6.000 | 5.015 |
| Summe | 44.511 | 24.000 | 20.511 |
Mit Herrn Dr. Pietzko besteht ein Vertrag über rechtsberatende Tätigkeiten zur Wahrnehmung
gerichtlicher oder außergerichtlicher Mandate. Im Geschäftsjahr 2012 betrug der Umfang
der Geschäfte mit Herrn Dr. Pietzko 8 TEUR (brutto) (i.V. 6 TEUR).
Die DocCheck AG stellt zum 31. Dezember 2012 einen Konzernabschluss nach den International
Financial Reporting Standards auf, der im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht
wird.
*
nach Ergebnisabführung an die DocCheck AG
Die Gesellschaft hatte im Geschäftsjahr 2012 keine laufenden Aktienprogramme.
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen für den Abschlussprüfer
enthalten in Höhe von:
|
|
2012 | 2011 |
|
|
TEUR | TEUR |
| Abschlussprüfungsleistungen | 56 | 56 |
| andere Bestätigungsleistungen | 0 | 0 |
| Steuerberatungsleistungen | 6 | 6 |
| sonstige Leistungen | 0 | 15 |
| Summe | 62 | 77 |
Vorstand und Aufsichtsrat der DocCheck AG planen der Hauptversammlung am 29. Mai 2013
vorzuschlagen, für das Geschäftsjahr 2012 eine Dividende von 20 Cent pro Aktie auszuschütten.
Dies entspricht einer Bruttodividende von 997.963,20 EUR. Der verbleibende Bilanzgewinn
in Höhe von 1.047.614,83 EUR soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Köln, 13. März 2013
DocCheck AG Vorstand
| Dr. Frank Antwerpes | Helmut Rieger |
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
der Abschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt
sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird,
sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft
beschrieben sind.
Köln, 13. März 2013
Der Vorstand der DocCheck AG
| gez. Dr. Frank Antwerpes | gez. Helmut Rieger |
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung
sowie Anhang -unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der DocCheck
AG, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2012 geprüft.
Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen
handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen
in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist
es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den
Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut
der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten
und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung
der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten
Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender
Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse
über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der
Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen
der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems
sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend
auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten
Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter
sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für
unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht
der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen
der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss,
vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt
die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Köln, 13. März 2013
BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| gez. Herrlein | gez. ppa. Bitz |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
Der Aufsichtsrat informiert in diesem Bericht über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr
2012. Im Mittelpunkt der Erläuterungen stehen der kontinuierliche Dialog mit dem Vorstand
sowie seine Berichterstattung an den Aufsichtsrat sowie die Jahres- und Konzernabschlussprüfung.
Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstands entsprechend den uns nach
Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung zugewiesenen Aufgaben laufend überwacht und tagte
in drei ordentlichen Sitzungen am 21. März und 25. Mai sowie fernmündlich am 8. November
2012. Bei den Sitzungen waren alle Mitglieder des Aufsichtsrats entweder persönlich
anwesend oder per Telefonkonferenz zugeschaltet. Die nach Gesetz und Satzung erforderlichen
Beschlüsse hat der Aufsichtsrat entweder im Umlaufverfahren oder im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen
gefasst.
Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat durch regelmäßige Berichte schriftlich, mündlich
sowie fernmündlich vom Vorstand zeitnah und umfassend über die wirtschaftliche Lage
und Entwicklung der Gesellschaft sowie über die Unternehmensplanung, wesentliche Geschäftsvorfälle,
grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik einschließlich der strategischen und organisatorischen
Ausrichtung, Kosten- und Ertragsentwicklung sowie die Finanzplanung unterrichten lassen.
Der Aufsichtsrat war somit in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender
Bedeutung waren, eingebunden. Darüber hinaus hat sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats
auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen regelmäßig über die aktuelle Lage des Unternehmens
vom Vorstandsvorsitzenden unterrichten lassen. Interessenkonflikte von Vorstands-
und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen
sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, traten nicht auf.
Alle dem Aufsichtsrat vorgelegten Vorgänge, die gemäß Gesetz oder Satzung der Zustimmung
des Aufsichtsrats bedürfen, wurden mit dem Vorstand eingehend erörtert. Neben der
aktuellen Geschäftsentwicklung legte der Aufsichtsrat die folgenden Beratungsschwerpunkte
der Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2012 fest:
| ― |
zum Jahresabschluss 2011 und 2012 |
| ― |
zum Zwischenbericht des ersten Halbjahrs und Veröffentlichungen von Finanznachrichten |
| ― |
zur Lage der Gesellschaft |
| ― |
zur Geschäftsentwicklung der Holding, ihrer Töchter und Beteiligungen |
| ― |
zum Stock Options-Programm |
| ― |
zur Unternehmensstrategie |
| ― |
zur Vertragsverlängerung von Dr. Frank Antwerpes |
| ― |
zum Risikomanagement und internen Kontrollsystem |
| ― |
zur Vorbereitung der ordentlichen Hauptversammlung am 25. Mai 2012 |
| ― |
zur Effizienzprufung des Aufsichtsrats |
Der Jahresabschluss der DocCheck AG, der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2011
sowie der Lagebericht der DocCheck AG und der des Konzerns sind von der BDO Aktiengesellschaft,
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (ehemals: BDO Deutsche Warentreuhand Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Aktiengesellschaft), Köln, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk
versehen worden. Die Abschlussprüfer sind von der Hauptversammlung am 1. Juni 2011
gewählt und vom Aufsichtsrat beauftragt worden. Die Berichte der Wirtschaftsprüfer
über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie des Lageberichtes lagen
allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Die Berichte wurden ausgiebig durch Herrn
Leimeister, der als unabhängiger Finanzexperte im Sinne des Aktiengesetzes gilt, im
Vorfeld der Sitzung geprüft und sind in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom 21.
März 2012 in Gegenwart des Abschlussprüfers eingehend erörtert worden. Der Aufsichtsrat
hatte keine Einwände, schloss sich den Ergebnissen des Abschlussprüfers an und hat
den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht am 21. März 2012 gebilligt.
Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der vom Vorstand aufgestellte Konzernabschluss
und Konzernlagebericht wurde ebenfalls gebilligt.
Für die Jahres- und Konzernabschlussprüfung des Geschäftsjahres 2012 schlug der Aufsichtsrat
der Hauptversammlung die BDO Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,
Köln, zur Bestellung vor. Die Hauptversammlung stimmte diesem Vorschlag zu und in
der Folge beauftragte der Aufsichtsrat die von der Hauptversammlung gewählte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.
Somit wurden der Jahresabschluss der DocCheck AG, der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr
2012, sowie der Lagebericht der DocCheck AG und der des Konzerns von der BDO Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten
Bestätigungsvermerk versehen. Die Berichte der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie der Lageberichte lagen allen
Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Die Berichte wurden ausgiebig durch Herrn Leimeister,
der als unabhängiger Finanzexperte im Sinne des Aktiengesetzes gilt, im Vorfeld der
Sitzung geprüft und sind in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom 25. März 2013
in Gegenwart des Abschlussprüfers eingehend erörtert worden. Der Aufsichtsrat hatte
keine Einwände, schloss sich den Ergebnissen des Abschlussprüfers an und hat den vom
Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht am 25. März 2013 gebilligt.
Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der vom Vorstand aufgestellte Konzernabschluss
und Konzernlagebericht wurde ebenfalls gebilligt.
Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bildet keine Ausschüsse. Die Bildung von Ausschüssen
dient der Förderung einer effizienteren Aufsichtsratstätigkeit. Der Aufsichtsrat der
DocCheck AG besteht nur aus drei Mitgliedern und ist auch nur in dieser Größe beschlussfähig.
Aus diesem Grund ist für die DocCheck AG eine Ausschussbildung für den Aufsichtsrat
nicht sinnvoll.
Der Aufsichtsrat hat sich über die Tagesordnung der Hauptversammlung, die am 25. Mai
2012 stattfand, im Vorfeld ausgiebig beraten und sie einstimmig beschlossen.
Der Aufsichtsrat hat mit dem Vorstand den Gewinnverwendungsvorschlag im Hinblick auf
die Dividendenpolitik ausgiebig erörtert und diesem dann zugestimmt. Somit haben Aufsichtsrat
und Vorstand der Hauptversammlung 2012 vorgeschlagen, eine Dividende von 0,25 Euro
je dividendenberechtigter der auf den Namen lautenden Stückaktie auszuschütten. Die
ordentliche Hauptversammlung der DocCheck AG folgte dem Vorschlag und hat am 25. Mai
2012 beschlossen, für das Geschäftsjahr 2011 eine Dividende von 0,25 Euro auszuschütten.
Ich danke meinen Aufsichtsratskollegen für die gute Zusammenarbeit und spreche, stellvertretend
für den gesamten Aufsichtsrat, dem Vorstand ebenfalls Dank für die vertrauensvolle
Zusammenarbeit aus.
Für die Herausforderungen des laufenden Geschäftsjahres 2013 wünscht der Aufsichtsrat
dem Vorstand und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der DocCheck-Gruppe viel Erfolg.
Köln, im April 2013
gez. Michael Thiess
Aufsichtsratsvorsitzender
Der Vorstand der DocCheck AG, Köln, schlägt folgende Verwendung des Bilanzgewinnes
zum 31.12.2012 in Höhe von 2.045.578,03 EUR vor:
Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,20 EUR pro Aktie.
Bei einem zurzeit im Umlauf befindlichen Aktienbestand von 4.989.816 Aktien beträgt
die Dividendenzahlung an die Aktionäre 997.963,20 EUR
Die Einstellung in die gesetzliche Gewinnrücklage nach § 150 Abs.1 und 2 AktG entfällt.
Der nach Dividendenausschüttung verbleibende Bilanzgewinn wird vollständig auf neue
Rechnung vorgetragen.
Zum 31. Dezember 2012 hält die DocCheck AG keine eigenen Aktien mehr.
Soweit die DocCheck AG im Zeitpunkt der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung
eigene Aktien hält, sind diese nach dem Aktiengesetz nicht dividendenberechtigt. Der
auf solche nicht dividendenberechtigten Stückaktien entfallende Teilbetrag wird ebenfalls
auf neue Rechnung vorgetragen.
Köln, im März 2013
| gez. Dr. Frank Antwerpes | gez. Helmut Rieger |