![]() DocCheck AGKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Einzelabschluss 2016Lagebericht der DocCheck AG, Köln, für das Geschäftsjahr 2016A. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS1. Aufbau und Struktur der DocCheck AGDie DocCheck AG mit Sitz in Köln ("DocCheck AG") ist oberste Gesellschaft des DocCheck-Konzerns
(im Folgenden "DocCheck-Gruppe" oder "Gruppe" genannt). Dieser besteht neben der DocCheck
AG aus ihren Tochtergesellschaften:
Die antwerpes ag hat ihrerseits eine Tochtergesellschaft, die Breadcrumb GmbH mit
Sitz in Köln. Die weiteren Ausführungen betreffend die antwerpes ag gelten gleichfalls
für die Breadcrumb GmbH, soweit nicht anders erläutert. Die Breadcrumb GmbH gehört
zum Konzernsegment "antwerpes". Die DocCheck AG bildet das Dach der DocCheck-Gruppe und operiert dabei als geschäftsführende
Holding. Das operative Geschäft wird von den Tochtergesellschaften betrieben. Die
Tochtergesellschaften der DocCheck AG sind zugleich die Konzernsegmente. Die DocCheck AG und alle Tochtergesellschaften außer der DocCheck Medizinbedarf und
Logistik GmbH haben ihren Sitz in Köln (Nordrhein-Westfalen). Die DocCheck Medizinbedarf
und Logistik GmbH hat ihren Sitz in Weil im Schönbuch (Baden-Württemberg). Die Segmentierung
erfolgte nach den Geschäftsbereichen DocCheck, DocCheck Shop, DocCheck Guano und antwerpes.
Die DocCheck Guano AG hält eine Beteiligung in Höhe von 25,5 Prozent an der PatientZero
Games GmbH, Hamburg. 2. Geschäftsmodelle der DocCheck AGDie DocCheck AG hat sich mit ihren Tochtergesellschaften auf den Wachstumsmarkt Healthcare
spezialisiert. Im operativen Geschäft stehen dafür zwei Marken:
antwerpes und DocCheck liefern ihren Kunden aus dem Healthcare-Markt ein leistungsfähiges
Angebot: vom integrierten Kommunikationskonzept bis zum passenden Zielgruppenkanal
alles aus einer Hand. 2.1 DocCheckUnter der Marke DocCheck agieren im operativen Business drei Unternehmen:
2.1.1 DocCheck Medical Services GmbH ("DocCheck")Die DocCheck Medical Services GmbH betreibt die nach unserer Einschätzung größte europäische
Internet-Community für Healthcare Professionals (vor allem Ärzte und Apotheker) mit
mehr als 1.000.000 registrierten Nutzern und über 2.500 Kooperationspartnern aus dem
gesamten Gesundheitssektor. Damit verfügt DocCheck im Healthcare-Markt über eine sehr
große Reichweite: nahezu jeder zweite Arzt in Deutschland ist Mitglied der DocCheck
Community und nahezu alle großen pharmazeutischen Unternehmen in Deutschland nutzen
DocCheck. DocCheck ist lt. IVW (Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung
von Werbeträgern e. V.) die meistbesuchte Internetseite für Healthcare Professionals
in Deutschland. Die Reichweite von DocCheck beschränkt sich aber nicht nur auf Deutschland:
DocCheck ist mit mehreren Sprachversionen in anderen wichtigen Ländern vertreten (z.B.
in Frankreich, Spanien und Italien). Der Anteil der internationalen Besucher beträgt
lt. IVW rund 20 Prozent. Diese Reichweite und entsprechendes Marketing haben DocCheck
zu einer bekannten Marke bei vielen Healthcare Professionals in Deutschland gemacht.
Unter der Marke DocCheck wurde eine Vielzahl von Geschäftsmodellen etabliert. Zu den
wichtigsten Geschäftsaktivitäten der DocCheck Medical Services GmbH gehören: DocCheck Media (Direktmarketing)Die DocCheck Community ist nach Angaben der IVW das am häufigsten frequentierte Internetangebot
für Healthcare Professionals in Deutschland. Im November 2016 erreichte DocCheck für
alle Nutzungsinhalte (Web und Mobile) 21,4 Millionen Page Impressions (im Vorjahr:
20,4 Millionen) und 9,6 Millionen Besuche (im Vorjahr: 9,1 Millionen). Damit konnte
DocCheck seinen Abstand lt. IVW zu den anderen medizinischen Fachmedien weiter ausbauen.
Darüber hinaus verfügt DocCheck mit den DocCheck News über einen der reichweitenstärksten
elektronischen Newsletter für Healthcare Professionals in Europa. Über 315.000 deutschsprachige
Abonnenten erhalten regelmäßig die Doc-Check-Publikationen per Email. Die DocCheck
News und die DocCheck Webseiten sind damit ein bevorzugtes Medium für die Schaltung
von elektronischen Anzeigen (Advertorials, Banner). DocCheck Research (Marktforschung)DocCheck verfügt über eines der umfangreichsten Fachgruppen-Panels in Deutschland
- mit mehr als 209.000 Teilnehmern, davon allein ca. 77.000 Humanmediziner. Das Besondere
dieses Panels ist die hohe Panelqualität, da alle Panelmitglieder einen Berufsnachweis
erbracht haben. Auf Basis des beschriebenen Panels führt DocCheck Studien für Dritte
durch, z.B. für die pharmazeutische Industrie. DocCheck nutzt den Zugang zu den Fachgruppen
darüber hinaus, um eigene Studien durchzuführen. Durch die Fokussierung auf Online-Befragungen
kann DocCheck Marktforschungsdienstleistungen effizient und schnell erbringen. DocCheck bMail (Direktmarketing)DocCheck bMail erreicht über 182.900 Medical Professionals in Europa und ist damit
ein besonders leistungsstarkes Direktmarketing-Instrument. Über den Service DocCheck
bMail können Kunden von DocCheck ihre Zielgruppe schnell und effizient mit einer hohen
Email-Responserate von bis zu 25 Prozent erreichen. DocCheck IndustryIn diesem Geschäftsbereich werden die Industriekunden betreut, die den DocCheck Passwortschutz
auf ihrer Webseite oder in ihrer App einsetzen möchten. Neben dem kostenlosen DocCheck
Login werden hier die jährlich wiederkehrenden Lizenzentgelte für die kostenpflichtigen
Varianten des Doc-Check Logins vereinnahmt. DocCheck Paid ContentDer Bereich Paid Content entwickelt das DocCheck multeBook sowie Apps für die Anwendung
auf dem Smartphone. Beide Produkte werden insbesondere über die Appstores von Apple
und Google vertrieben. Beim multeBook handelt es sich um multimedial aufbereitete
und mit dynamischen Inhalten angereicherte Fachbücher, die auf handelsübliche Tablets
heruntergeladen werden können. 2.1.2 DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH ("DocCheck Shop")Im DocCheck Shop sind die Handelsaktivitäten der Marke DocCheck gebündelt. Der Fokus
liegt auf dem Handel mit Medizin- und Praxisbedarf und kleinerer Medizintechnik. Neben
einem Sortiment von 15.000 Medical-Produkten wird unter dem Label "DocCheck" auch
eine eigene Produktlinie mit zirka 200 eigenen Produkten angeboten. Die Produkte werden
derzeit über drei Kanäle an Ärzte und Apotheker vertrieben: InternetUnter www.doccheckshop.de hat sich der DocCheck Shop als einer der nach unserer Einschätzung
umsatzstärksten Online-Shops für Medizin- und Praxisbedarf in Deutschland etabliert.
DocCheck Shop übernimmt auch den Vertrieb digitaler Produkte, wie z.B. eBooks, so
dass nahezu das gesamte Endkundengeschäft der Gruppe in den Händen des DocCheck Shop
gebündelt ist. Beim Betrieb des Webshops können viele der Stärken der DocCheck Gruppe
gebündelt zum Einsatz gebracht werden, z.B. die Kommunikations-, Innovations- und
Kreativkraft der antwerpes ag, der Zielgruppenzugang bei Healthcare Professionals
über die DocCheck Medical Services GmbH und das Logistik- und Produkt-Know-How der
DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH selbst. Die Vernetzung des DocCheck Shop
mit den Kölner Geschäftsbereichen wird daher weiter vorangetrieben werden, insbesondere
durch eine Integration von Mitarbeitern der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH
am Standort Köln. Call-CenterDocCheck Shop verfügt über gedruckte Kataloge und Broschüren, die als Beilage in Publikationen
oder per Mailing verschickt wird. Auch Kunden, die über das Internet beim DocCheck
Shop bestellen, erhalten den Katalog. Auf Wunsch kann der Kunde auf Basis des Katalogs
über das eigene Call-Center bestellen. Weitere VertriebskanäleDocCheck Shop bedient einige Bestandskunden über einen kleinen Außendienst bzw. freie
Handelsvertreter. Im Einzelfall führt DocCheck Shop auf Anfrage auch Großhandelstransaktionen
aus. 2.1.3 DocCheck Guano AGDie DocCheck Guano AG geht Beteiligungen an eHealth-Unternehmen, insbesondere in der
Gründungsphase ("Seed-Finanzierung"), ein. Die DocCheck Guano AG will damit junge
Unternehmen in der Gründungsphase unterstützen, bereits etabliertere Unternehmen fördern
und den eHealth-Markt dadurch stärken. Darüber hinaus eröffnen sich den DocCheck-Gesellschaften
bessere Kooperationsmöglichkeiten mit diesen Unternehmen. Wirtschaftliches Ziel ist
es, langfristig an der Wertsteigerung der Portfoliounternehmen zu partizipieren. Zum
Stichtag hält die DocCheck Guano AG Beteiligungen an fünf Start-ups. Die DocCheck Guano AG bewegt sich im Venture Capital Markt. Die Gesellschaft spielt
hier, vom nominell investierbaren Kapital her betrachtet, eine untergeordnete Rolle.
Durch die Einbindung in die DocCheck Gruppe kann sie Start-Ups und jungen Unternehmen
jedoch mehr als nur Kapital anbieten, nämlich Knowhow und einen starken Zielgruppenzugang.
Die DocCheck AG hat historisch ebenfalls als Start-up begonnen und ist im Jahr 2000
erfolgreich an die Börse gegangen. Dieses Erfahrungswissen und das langjährige Standing
von DocCheck im Gesundheitsmarkt sind starke Argumente für die DocCheck Guano AG als
Investor. 2.2 antwerpesIm Kommunikationsgeschäft liegen die Wurzeln der DocCheck-Gruppe. antwerpes ist seit
1990 als Dienstleister für Kommunikation im Healthcare-Markt tätig und heute einer
der größten Anbieter in diesem Bereich in Deutschland. Unter antwerpes werden integrierte
Kommunikationskonzepte für Kunden insbesondere aus dem Healthcare-Markt entwickelt
und realisiert. antwerpes hat es sich zum Ziel gesetzt, für seine Kunden die innovativste
und kreativste unter den deutschen Healthcare-Agenturen zu sein. Das Leistungsportfolio
teilt sich in zurzeit drei Units: CampaigningDer Campaigning-Bereich liefert umfassende Kampagnen- und Kommunikationskonzepte für
die Healthcare-Industrie. Der Bereich erbringt selbst Leistungen in den Bereichen
Strategie, Konzept, Print, Direktmarketing, Außendienstmaterialien und Event unter
Einbeziehung insbesondere der digitalen Leistungsangebote der anderen Konzernbereiche. Digitale KommunikationDer Bereich digitale Kommunikation entwickelt und implementiert Inter-, Intra- und
Extranet-Anwendungen, innovative eMarketing- und eDetailing-Konzepte, mobile Apps
und Lösungen im Bereich Physical Computing und Virtual/Augmented Reality. Search Engine
Optimization (SEO), Search Engine Advertising (SEA) und Search Engine Marketing (SEM)
runden das Leistungspaket für die Betreuung von mobilen Applikationen ab. Operativ ist der Bereich Digitale Kommunikation in zwei Units geteilt. Die eine Unit
kümmert sich dabei primär um Projekte im Bereich SEO/SEA/SEM, während die zweite Unit
sich überwiegend mit der Erstellung und dem Betrieb von Websites und Applikationen
befasst. Public Relations und Social MediaDer Bereich Public Relations und Social Media bietet klassische und Online-PR für
die Laien- und Fachpresse. Social-Media-Dienstleistungen, z.B. die Erstellung und
Betreuung von Facebook- oder Youtube-Kanälen, runden das Spektrum der Unit und der
Agentur passgenau ab. Die Verzahnung der Bereiche wird unter dem Gedanken der "360-Grad-Betreuung" ausgebaut. 3. SteuerungssystemDie Verantwortung für das Steuerungssystem liegt beim Vorstand der DocCheck AG. Die
operative Umsetzung des Steuerungssystems erfolgt durch den Unternehmensbereich Controlling.
Das System ist etabliert und hat seine Funktionsfähigkeit bewiesen. Es wird laufend
optimiert. Grundlage des Systems sind quantitative Daten aus den Vorsystemen des Rechnungswesens,
also der Projektsteuerungssoftware (antwerpes, DocCheck) beziehungsweise Warenwirtschaft
und Online-Shop (DocCheck Shop) die in Excel und einem Business Intelligence System
aufbereitet werden. Wo immer möglich, werden die quantitativen Daten um qualitative
Informationen ergänzt. Berichte enthalten grundsätzlich eine durch das Controlling
ausformulierte Analyse. Das Controlling berichtet wöchentlich an den Gesamtvorstand
und die Führungskräfte. Die wesentliche Steuerungsgröße für die kurzfristige operative
Steuerung ist das EBIT, unterstützt durch die Indikatoren Auftragseingänge, Projektdeckungen
und Auslastung der Mitarbeiter (antwerpes und DocCheck) beziehungsweise Umsatz (DocCheck
Shop). Bei der antwerpes ag, aber in Teilen auch bei der DocCheck Medical Services GmbH,
handelt es sich um projektorientierte Dienstleister. Zwischen Auftragseingang und
Umsatzrealisation können wegen der Projektlaufzeiten mehrere Monate liegen. Eine Frühindikation
für zukünftige Umsätze ist daher unverzichtbar. Die Kennzahl Auftragseingang ist eine
zukunftsgerichtete Kennzahl und ermöglicht frühzeitiges Handeln, da der Auftrag die
früheste verlässliche Manifestation zukünftiger Umsätze darstellt. Jeder von einem
Kunden erteilte Auftrag wird unverzüglich in der Projektsteuerungssoftware erfasst.
Die zeitgerechte Erfassung wird in den wöchentlichen Controlling-Runden gemeinsam
mit den Geschäftsbereichsverantwortlichen mithilfe der Projektbestandslisten überwacht.
Die Auftragseingänge werden wöchentlich für das laufende Jahr ausgewertet. Dazu wird
der Bruttoauftragseingang um die enthaltenen Fremdleistungen (bspw. Druck- oder Medialeistungen)
bereinigt, um lediglich den auf die DocCheck-Gruppe selbst entfallenden Anteil vom
Auftragseingang (Deckungsbeitrag 1) zu berücksichtigen. Der resultierende Nettoauftragseingang
(kurz: Auftragseingang) wird nach Geschäftsbereichen getrennt dargestellt und dem
geplanten Rohertrag (Umsatz minus Materialaufwand) des laufenden Jahres sowie dem
Auftragseingang des Vorjahres gegenübergestellt. Dadurch entsteht Transparenz darüber,
ob der Auftragseingang grundsätzlich ausreicht, um die gesetzten Pläne zu erfüllen
und ob im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum oder ein Rückgang vorliegt. Beim DocCheck
Shop tritt an die Stelle des Auftragseingangs der Umsatz, da zwischen Auftragseingang/Bestellung
und Auslieferung im Regelfall nur wenige Tage verstreichen. Lediglich zum Quartalsende
werden zusätzlich die offenen Bestellungen ausgewertet. Der Umsatz wird dabei aufgegliedert
nach Online- und Offline-Umsatz sowie nach Vertriebskanälen. Bei einzelnen Geschäftsbereichen
der DocCheck Medical Services GmbH tritt ebenfalls der Umsatz an die Stelle des Auftragseingangs,
zum Beispiel im Bereich DocCheck Paid Content. Hier liegen ebenfalls nur geringe Zeitverzögerungen
zwischen Bestellung und Umsatz vor. Der größte Kostenblock für die antwerpes ag und für die DocCheck Medical Services
GmbH sind die Personalkosten. Dem Personaleinsatz kommt daher für die Wirtschaftlichkeit
die größte Bedeutung zu. Die wichtigste Kennzahl hinsichtlich der Effizienz des Personaleinsatzes
ist für die antwerpes ag sowie für Teile der DocCheck Medical Services GmbH die externe
Auslastung der operativen Mitarbeiter. Jedem operativen Mitarbeiter wird zu diesem
Zweck eine von seinem hierarchischen Level und seiner Aufgabe abhängige Soll-Vorgabe
zugeordnet. Diese Soll-Vorgabe gibt an, wie viele Stunden pro Tag für externe Kunden
geleistet werden sollen. Die Ist-Stunden dokumentiert jeder Mitarbeiter in der elektronischen
Zeiterfassung der Projektsteuerungssoftware. Die tatsächliche Durchführung dieser
Dokumentation wird vom Controlling und vom Vorstand kontinuierlich überwacht. Sie
ist arbeitsrechtlich verankert. Das Verhältnis von Ist-Stunden zu Soll-Stunden ergibt
die externe Auslastung des Mitarbeiters. Die externe Auslastung kann aggregiert für
Geschäftsbereiche oder Unternehmen ermittelt werden. Zusammen mit dem Auftragseingang
dient die externe Auslastung als Basis für Entscheidungen über den Personaleinsatz.
Die Projektdeckung gibt Aufschluss über die Wirtschaftlichkeit einzelner Projekte.
Dazu werden dem Budget, in der Regel der Auftragswert, die Ist-Kosten gegenübergestellt.
Die Ist-Kosten ermitteln sich aus den über die Zeiterfassung erfassten Stunden der
Mitarbeiter bewertet zu Verkaufspreisen. Der Verkaufspreis einer Mitarbeiterstunde
ist abhängig vom hierarchischen Level des Mitarbeiters. Budget und Kosten können,
in Abhängigkeit vom Projektumfang, weiter in Teilprojekte oder Meilensteine zergliedert
werden, um die Aussagekraft zu erhöhen. Die genannten Kennzahlen werden wöchentlich
ermittelt und in strukturierten Reports an den Vorstand berichtet. Die monatlichen Berichte, die am ersten Werktag eines Monats an alle Führungskräfte
mit Umsatzverantwortung gehen, sind zusätzlich um bereichsspezifische Informationen
wie Bestandsinformationen und ggf. weitere bereichsspezifische Performance-Indikatoren
ergänzt. Die Inhalte der Reports werden analysiert und schriftlich kommentiert. Das
Berichtssystem ist bewusst einfach, schlank und effizient gehalten, um den Konzern
von vermeidbaren Overheadkosten zu entlasten. Es ist zudem inhaltlich und strukturell
so ausgelegt, dass die Hauptarbeit in die Analyse und Kommentierung investiert werden
kann und nicht in die Datenbeschaffung. Für die quartalsweise Erfolgsrechnung werden
in der Kostenrechnung je Geschäftsbereich das EBIT und der sogenannte Deckungsbeitrag
II (DB II) ermittelt. Damit wird im Konzern das Ergebnis vor Gemeinkostenumlagen bezeichnet.
Der DB II ist vollständig durch die Entscheidungen des Geschäftsbereichsleiters determiniert.
Variable Vergütungen der Geschäftsbereichsleiter werden auf den DB II oder das EBIT
bezogen. Diese Daten dienen der Überprüfung des Erfolgs der in der Vergangenheit eingeleiteten
Maßnahmen und dem stichtagsbezogenen Vergleich der Bereiche. Als Vergleichsmaßstab
stehen die Vorjahreswerte als auch die Planwerte aus der Business-Planung zur Verfügung.
Die Ergebnisse der Kostenrechnung haben damit eine große Bedeutung für die Unternehmenssteuerung.
Der Regelkreis aus Auftragseingang, Projektdeckung und Soll-Auslastung der Mitarbeiter
gewährleistet eine hohe Effizienz der Dienstleistungstätigkeit bei antwerpes und DocCheck.
Der Benchmark gegen Plan und Vorjahr erlaubt dezidierte Abweichungsanalysen. Beim
DocCheck Shop ermöglichen insbesondere die Analysen nach Absatzkanälen wichtige steuerungsrelevante
Erkenntnisse. Abgerundet wird die operative Steuerung durch die periodischen Ergebnisrechnungen
in Verbindung mit der Business-Planung. Über die Finanzanlagen erfolgt ein regelmäßiges, mindestens monatliches Reporting.
Dieses stellt die Wertentwicklung, Gewinne und Verluste und den Aufbau des Anlageportfolios
umfassend dar. Die Entwicklung des Anlageportfolios ist regelmäßig Gegenstand von
Analysen und wird kontinuierlich zwischen Vorstand und Controlling unter der Maßgabe
einer langfristigen Anlageorientierung diskutiert. Die Beteiligungen der DocCheck Guano AG stellen einen wesentlichen Vermögenswert des
Konzerns dar, entziehen sich jedoch auf Grund der geringen Beteiligungsquoten dem
direkten Einfluss des DocCheck Konzerns. Dies ist unvermeidlich und grundsätzlich
gewollt, da die Beteiligungsunternehmen ihr Geschäft selbständig führen sollen. Dennoch
sind in den Beteiligungsvereinbarungen umfassende Berichtspflichten und Kontrollrechte
definiert um sicherzustellen, dass sich die Investoren ein zutreffendes Bild von der
jeweiligen Beteiligung machen können. Zu diesen Berichtspflichten zählen, je nach
Beteiligung, testierte Jahresabschlüsse, die innerhalb von drei Monaten nach Jahresende
vorzulegen sind oder auch kontinuierliche Reportingpflichten sowie die Verpflichtung,
eine Businessplanung vorzulegen. Das Controlling der DocCheck AG überwacht die Einhaltung
der Berichtspflichten und entwickelt die Berichte zusammen mit den Beteiligungen im
Bedarfsfall weiter. 4. Forschung und EntwicklungKreative technische Innovationen sind ein wesentliches Merkmal der Aktivitäten der
DocCheck-Gruppe und tragen dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Im Vergleich
zu klassischen Industriebetrieben mit Forschungs- und Entwicklungsabteilungen ist
die DocCheck-Gruppe in erster Linie Anbieter von Dienstleistungen. Aus diesem Grund
werden Entwicklungen immer mit Bezug zu einem konkreten Kundenprojekt oder als Teil
des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses vorangetrieben. B. WIRTSCHAFTSBERICHT1. Markt und Wettbewerb1.1 KernmarktDie Versorgung mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Gesundheitssektor zählt
zum Grundbedarf der Menschen und ist damit konjunkturellen Schwankungen weniger ausgesetzt
als andere Bedürfnisse. Daher ist der Anteil der Gesundheitsausgaben, gemessen am
deutschen Bruttoinlandsprodukt, seit zehn Jahren tendenziell leicht steigend. Der
Anteil lag laut den letzten Angaben des Statistischen Bundesamtes für 2014 bei 11,2
Prozent (vgl. Gesundheitsberichterstattung des Bundes). Der Anteil bleibt relativ
konstant, durch das Wachstum des BIP hat der Gesamtbetrag der Ausgaben gegenüber 2013
noch einmal um 13,3 Mrd. Euro zugelegt. Die Prokopf-Ausgaben betrugen damit 2014 4.050
EUR, im Vergleich zu 3.902 EUR in 2013. Der deutsche Gesundheitsmarkt gilt als einer der expansivsten Wachstums- und Beschäftigungsmotoren
aller deutschen Branchen. Neben der reinen Größe ist die Arzneimittelindustrie als
Wirtschaftsfaktor mit einer Nettowertschöpfung von über 100.000 Euro pro Beschäftigten
eine der leistungsfähigsten Branchen in Deutschland. Zudem gilt sie als Branche mit
besten Zukunftsaussichten. Sie profitiert dabei sehr stark von den erwarteten gesellschaftlichen,
aber auch von den technologischen Veränderungen. Steigendes Gesundheitsbewusstsein,
medizintechnologischer, pharmakologischer sowie diagnostischer und therapeutischer
Fortschritt haben dazu beigetragen, dass die durchschnittliche Lebenserwartung immer
weiter gestiegen ist. Daher und aufgrund der anhaltend niedrigen Geburtenrate vollzieht
sich in den nächsten Jahren der bekannte demografische Wandel, der gleichzeitig den
noch in den Kinderschuhen steckenden, sogenannten zweiten Gesundheitsmarkt stark expandieren
lassen wird. Dazu gehören zum Beispiel der Gesundheitstourismus und Medical Wellness,
aber auch der Heil- und Hilfsmittelbereich für ältere Gesunde. Dagegen dürfte der
sogenannte erste Gesundheitsmarkt, der derzeit vor allen Dingen durch die gesetzlichen
Krankenkassen finanziert wird, noch stärker reglementiert und durch Leistungskataloge
eingeengt werden. Andererseits wird der Apothekenbereich weiter liberalisiert und
der Anteil der frei zugänglichen beziehungsweise nicht verschreibungspflichtigen Medikamente
zunehmen. Die Potenziale der digitalen Gesundheitswirtschaft sind heute noch nicht
völlig absehbar. Versicherungen und Industrie öffnen sich jedoch spürbar. Die Digitalisierung
der Gesundheitswirtschaft, sowohl in der Industrie und Institutionen/Facheinrichtungen
als auch auf der Patientenseite schreitet unaufhaltsam voran und wird den Markt nachhaltig
verändern. In der Gesundheitswirtschaft stecken damit große Innovationspotenziale und gesamtwirtschaftliche
Impulse. Stärker als jede andere Branche in Deutschland trägt die Gesundheitsbranche
zu Arbeitsplätzen, modernen Dienstleistungen sowie technologisch hochwertigen Entwicklungen
bei. Ihr werden damit weiterhin gute Wachstums- und Entwicklungsperspektiven prognostiziert. 1.2 Markt für KommunikationsdienstleistungenDer deutsche Werbemarkt ist grundsätzlich stark abhängig von konjunkturellen Einflüssen
und der damit verbundenen Investitionsfreudigkeit der Werbekunden. Der Werbemarkt
im Healthcare-Bereich ist darüber hinaus immer noch abhängig von der Zahl der Produktneueinführungen.
Diese sind bei verschreibungspflichtigen Medikamenten einer Regulierung und staatlichen
Bewertung unterworfen. Der Ausgang der Bewertungsverfahren ist nicht immer vorhersehbar
und sorgt bei den Herstellern - und damit auch bei deren Zulieferern - für ein hohes
Maß an Unsicherheit. Für das Jahr 2017 rechnet der Verband Forschender Arzneimittelhersteller
e.V. (vfa) mit einer Anzahl von Arzneimittel-Neueinführungen auf dem Niveau des Vorjahres.
Insgesamt sinkt die Abhängigkeit von Neueinführungen jedoch, da zunehmend auch im
weiteren Produktlebenszyklus in (vorwiegend digitale) Marketing- und Werbemaßnahmen
investiert wird. Die Bedeutung des Außendienstes für die Betreuung der Ver-schreiber
geht weiter zurück. Für das Jahr 2017 wird nach einer Prognose von Magna Global ein Wachstum des deutschen
Werbemarktes von etwa 2,5 Prozent erwartet. Die Wachstumsrate bleibt damit nahezu
konstant. Wachstumstreiber dürften weiterhin die digitalen Medien sein, während das
klassische Werbegeschäft weiter Umsätze abgeben muss. Neben den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf dem Markt für Kommunikationsdienstleistungen
lässt sich aber auch festhalten, dass die Ansprüche, die heute an Kommunikationsdienstleister
gestellt werden, komplexer geworden sind. Der Trend geht hin zu sogenannten 360-Grad-Anbietern,
die in der Lage sind, ihre Kunden bei einer Vielzahl unterschiedlicher Fragestellungen
zu unterstützen - von der klassischen Kampagnenentwicklung bis hin zum Community-Marketing.
Die DocCheck-Gruppe hat sich auf diese Entwicklung eingestellt und versteht sich als
"One-Stop-Shop", der in der Lage ist, anspruchsvolle crossmediale Kampagnen mit einem
komplexen Maßnahmenportfolio zu begleiten. 1.3 WettbewerbAufgrund ihrer breiten Aufstellung innerhalb des Healthcare-Marktes begegnen die Unternehmen
der DocCheck-Gruppe mit ihren Produkten und Dienstleistungen sehr unterschiedlichen
Wettbewerbern: antwerpesGemessen am W&V-Umsatzranking der 50 größten Werbeagenturen Deutschlands gehört antwerpes
zu den 25 größten Werbeagenturen in Deutschland. Hinsichtlich der Konzeption und Realisierung
von integrierten, crossmedialen Multichannel-Marketingkampagnen für Healthcare-Produkte
sieht sich antwerpes aufgrund seines Know-hows in klassischer Kommunikation, PR und
eMarketing im deutschen Healthcare-Markt als sehr wettbewerbsfähig an. DocCheckDocCheck ist laut IVW das reichweitenstärkste Portal für Healthcare Professionals
in Deutschland. Das DocCheck-Passwort als Log-in für über 2.500 Websites garantiert,
dass die DocCheck Community durch immer neue Anmeldungen für das Passwort weiter dynamisch
wächst. Monatlich kommen nach internen Statistiken zirka 6.500 neue Nutzer aus ganz
Europa hinzu. Der Passwort-Service selbst ist sowohl für die Nutzer als auch für Kooperationspartner
in der Basisversion kostenlos. Bei den Produkten und Dienstleistungen, die auf Basis
dieser Community entwickelt werden, begegnet DocCheck unterschiedlichen Wettbewerbern
aus der On- und Offline-Welt. Dazu zählen unter anderem:
Im Bereich des Online-Publishings ist es DocCheck gelungen, mit über 315.000 Abonnenten
den reichweitenstärksten Newsletter für Medical Professionals im deutschsprachigen
Raum zu etablieren. Laut IVW-Online-Ranking liegt das DocCheck-Portal bei beiden verwendeten Messgrößen
Visits und Page Impressions Ende 2016 weiter auf Platz eins der medizinischen Angebote
für Healthcare Professionals - vor den Online-Ablegern der Branchenblätter "Ärztezeitung"
und "Ärzteblatt". Im Online-Segment wächst DocCheck durch seinen klaren Fokus auf
nutzergenerierte Inhalte ("User Generated Content") schneller als die Wettbewerber. Im Bereich der Pharmamarktforschung hat sich die quantitative Online-Marktforschung
mittlerweile als Standard etabliert. DocCheck Research hat hier durch sein qualifiziertes
Panel von ca. 73.000 Ärzten und rund 22.000 Apothekern einen Wettbewerbsvorteil vor
anderen Anbietern. Der unkomplizierte Panelzugriff ermöglicht eine besonders schnelle
Gewinnung von Rohdaten - auch in schwer erreichbaren Zielgruppen. Im Direktmarketing verfügt der Service DocCheck BusinessMail (kurz: bMail) über einen
Verteiler von mehr als 182.000 Medical Professionals in Deutschland, die der Zusendung
von eMails zugestimmt haben. Hinsichtlich der Größe des Verteilers, der Datenqualität
und der hohen Responserate von bis zu 25 Prozent dürfte dieser DocCheck-Dienst nach
unserer Einschätzung marktführend in Deutschland sein. Im Bereich "Paid Content" konkurriert DocCheck hauptsächlich mit den Anbietern anderer
medizinischer Apps bzw. klassischen Verlagen im Bereich des multeBooks. DocCheck ShopDer DocCheck Shop konkurriert mit anderen Mailorder-Anbietern und Internetversendern
für Medizinbedarf. Bezogen auf das reine Internetgeschäft dürfte der DocCheck Shop
jedoch zu den umsatzstärksten Online-Shops für Medizinbedarf in Deutschland gehören
(exakte Daten liegen dazu nicht vor). Entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit des
DocCheck Shops ist die enge Anbindung an das DocCheck-Portal, da sie ein kostengünstiges
Erreichen der verschiedenen Zielgruppen ermöglicht. Insgesamt konnte die DocCheck-Gruppe die Wettbewerbsfähigkeit in den letzten Jahren
kontinuierlich verbessern. Durch die Fokussierung auf den Healthcare-Markt, die Konzentration
auf die zwei Marken DocCheck und antwerpes und die Integration von Marketingkonzepten,
Marketingtools und Zielgruppe wurde ein klares Alleinstellungsmerkmal erreicht. Gerade
dieser ganzheitlich systemische Ansatz - den die DocCheck-Gruppe bereits seit Jahren
erfolgreich am Markt umsetzt - wird vom Branchenblatt W&V als eines der Business-Modelle
für die Zukunft beschrieben. Bis heute deckt nach unserer Einschätzung kein Wettbewerber
in Deutschland den Markt für Healthcare-Kommunikation in vergleichbarer Weise ab. 2. GeschäftsverlaufDas Geschäftsjahr 2016 verlief in ruhigen Bahnen auf erneut hohem Niveau. Im Vergleich
zum Vorjahr ist der Umsatz im Konzern um lediglich 3 Prozent von 26,8 Millionen Euro
auf nun 25,9 Millionen Euro zurückgegangen. Das EBIT bleibt konstant bei 4,0 Millionen
Euro. Der Konzern hat sich im Geschäftsjahr 2016 besser entwickelt als erwartet. 3. Ertragslage der TochtergesellschaftenDie Ertragslage der DocCheck AG wird im Wesentlichen von den wirtschaftlichen Entwicklungen
der Tochtergesellschaften bestimmt. Der DocCheck-Konzern stellt seinen Konzernabschluss
nach den Vorschriften der IFRS auf, auf dem die nachfolgenden Erläuterungen der Ertragslage
aufbauen. Der Konzern insgesamt sowie die Tochtergesellschaften haben sich im Geschäftsjahr
2016 wie nachfolgend dargestellt entwickelt. 3.1 Umsatz-, Kosten- und Ergebnisentwicklung im KonzernDer Umsatz der DocCheck-Gruppe sank im Jahr 2016 um 3 Prozent von 26,8 auf 25,9 Millionen
Euro. Der Rohertrag (Gesamtleistung zzgl. sonstige betriebliche Erträge abzüglich
Materialaufwand) stieg um 2 Prozent von 17,3 Millionen Euro auf 17,7 Millionen Euro.
Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen durch Zuschreibungen auf Anlagevermögen
(Edelmetalle) und Steuererstattungen von 287 TEUR auf 375 TEUR. Die Aufwendungen (Personalaufwand,
sonstige betriebliche Aufwendungen und Abschreibungen) stiegen im Geschäftsjahr von
13,3 Millionen Euro auf 13,6 Millionen Euro. Die sonstigen betrieblichen Aufwände
lagen konstant bei 3,4 Millionen Euro. Die Abschreibungen fielen von 0,8 auf 0,6 Millionen
Euro, da erheblich weniger außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen anfielen
(Edelmetalle). Abschreibungen auf Firmenwerte fielen in 2016 wie im Vorjahr nicht
an. Der Personalaufwand stieg um 6 Prozent von 9,1 Millionen Euro auf 9,6 Millionen
Euro. Grund ist hier die höhere Zahl von Mitarbeitern. Das Betriebsergebnis (EBIT)
liegt mit 4,0 Millionen Euro auf dem Niveau des Vorjahres (4,0 Millionen Euro). Das
Finanzergebnis sank wegen sinkender Zinseinnahmen aus liquiden Mitteln und geringeren
Zuschreibungen auf das Aktienportfolio von 144 TEUR auf 2 TEUR. Das Ergebnis vor Ertragsteuern
und Minderheitenanteilen ist analog zum Finanzergebnis leicht rückläufig von 4,2 Millionen
Euro auf 4,0 Millionen Euro gestiegen. Der Konzerngewinn sinkt leicht von 2,9 Millionen
Euro auf 2,7 Millionen Euro. Nach Steuern und Minderheitenanteilen resultiert ein
Ergebnis pro Aktie nach IFRS 33 von 53 Cent (im Vorjahr: 58 Cent). 3.2 Umsatz- und Ergebnisentwicklung in den Geschäftsbereichen nach IFRSDas Ergebnis der DocCheck-Gruppe liegt in der Situation der einzelnen Geschäftsbereiche
des Konzerns begründet. Die einzelnen Geschäftsbereiche (Segmente) im Überblick (Zahlen
nach IFRS, vor Konsolidierung): antwerpesDas Agenturgeschäft der DocCheck-Gruppe, vertreten durch die antwerpes ag, verzeichnete
einen leicht rückläufigen Umsatz von 13,4 Millionen Euro von 14,0 Millionen Euro.
Das hohe Niveau der Vorjahre konnte damit nicht ganz gehalten werden. Der Rohertrag
entwickelte sich analog zum Umsatz und ging leicht von 11,7 Millionen Euro im Vorjahr
auf 11,3 Millionen Euro zurück. Die Umsatzveränderung entspricht dabei der Veränderung
des Auftragseingangs für Eigenleistungen. Dieser Leistungsindikator wies eine Veränderung
von minus drei Prozent auf. Die Auslastung des Personals durch Kundenprojekte lag
im Jahresdurchschnitt bei 83 Prozent und damit auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr
(84 Prozent). Im Jahr 2016 war die Auslastung im Wesentlichen stabil, mit den Monaten
März und Oktober mit den schwächsten Auslastungen von knapp unter 80 Prozent. Der
Personalaufwand im Agenturbereich, in dem nahezu ausschließlich die Kosten der operativ
tätigen Mitarbeiter erfasst sind, stieg in 2016 um 10 Prozent von 4,4 Millionen Euro
auf 4,9 Millionen Euro. Administrative Mitarbeiter sind ganz überwiegend in der DocCheck
AG beschäftigt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 10 Prozent von
3,0 Millionen Euro auf 3,3 Millionen Euro. Der Anteil der Konzernumlage an den sonstigen
betrieblichen Aufwendungen liegt weiter bei ca. 80 Prozent und machte in 2016 rund
60 Prozent der Kostensteigerung aus. In der Konzernumlage sind alle administrativen
Tätigkeiten sowie Raum- und Betriebskosten enthalten. Das übrige Kostenwachstum resultiert
aus höherem Marketingaufwand. Der Einsatz freier Mitarbeiter, der im Vorjahr ein Kostentreiber
war, konnte um rund 20 Prozent reduziert werden. Mit insgesamt 8,2 Millionen Euro
stiegen die Kosten im Geschäftsbereich antwerpes im Jahr 2016 um 10 Prozent gegenüber
dem Jahr 2015 (7,4 Millionen Euro). Aus dieser Entwicklung ergibt sich für das Geschäftsjahr
2016 im Geschäftsbereich antwerpes ein EBIT von 3,2 Millionen Euro gegenüber 4,3 Millionen
Euro im Jahr 2015. DocCheckDer Geschäftsbereich DocCheck, dargestellt durch die DocCheck Medical Services GmbH,
umfasst die Portal-, Community- und Serviceaktivitäten der DocCheck-Gruppe. Der Umsatz
wuchs um 14 Prozent von 4,0 Millionen Euro in 2015 auf 4,5 Millionen Euro in 2016.
Zu dem Wachstum haben alle operativen Geschäftsbereiche beigetragen. Lediglich der
Bereich Paid Content weist erneut einen Umsatzrückgang auf, da Teile des Geschäftes
an die DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH abgegeben wurden. Der Rohertrag steigt parallel zum Umsatz um 21 Prozent von 3,2 Millionen Euro auf
3,9 Millionen Euro. Der Personalaufwand stieg in 2016 um 22 Prozent von 1,5 auf 1,8
Millionen Euro. Hintergrund der Veränderung ist ein Ausbau des Personalstamms in den
operativen Bereichen, aber auch in den Servicebereichen und im Vertrieb. Die sonstigen
betrieblichen Aufwendungen inklusive Konzernumlage stiegen in deutlich geringerem
Umfange als der Rohertrag, und zwar um 7 Prozent von 1,2 Millionen Euro auf 1,3 Millionen
Euro. Maßgeblich für den Anstieg ist insbesondere eine um 16 Prozent höhere Konzernumlage
als im Vorjahr. Für das Gesamtjahr 2016 weist der Geschäftsbereich DocCheck ein EBIT
in Höhe von 0,7 Millionen Euro aus (im Vorjahr: 0,5 Millionen Euro). Die Auftragseingänge für Eigenleistungen stiegen deutlich von 3,5 Millionen Euro in
2015 auf 3,9 Millionen Euro in 2016. Auch hier zeigt sich das Wachstum in allen Bereichen,
mit Ausnahme des Bereichs Paid Content. Die Auslastung durch Kundenprojekte war in den Bereichen, in denen sich diese Relation
messen lässt, im Jahresmittel nicht befriedigend. Im Bereich DocCheck Research lag
die Auslastung mit 61 Prozent in 2016 wieder leicht unter dem Niveau von 63 Prozent
in 2015. Das erste Halbjahr war dabei mit einer Auslastung von 49 Prozent deutlich
schwächer als das zweite Halbjahr mit einer Auslastung von 75 Prozent. DocCheck ShopDer Geschäftsbereich DocCheck Shop besteht aus der DocCheck Medizinbedarf und Logistik
GmbH, Weil im Schönbuch. An der Gesellschaft hält die DocCheck AG einen Anteil von
nunmehr 90,0 Prozent (Vorjahr: 57,5 Prozent). Der Umsatz im Segment DocCheck Shop
sank deutlich von im Vorjahr 9,2 Millionen Euro auf 8,3 Millionen Euro in 2016. Wesentlicher
Grund für den Rückgang ist ein Einmaleffekt aus einem niedrigstmargigen Großhandelsgeschäft
in 2015, das in diesem Umfang in 2016 nicht wiedergekehrt ist. Der Umsatz über den
eigenen Online-Shop veränderte sich in 2016 von 4,1 Millionen Euro auf 5,1 Millionen
Euro (+24 Prozent). Der Rohertrag war um 3 Prozent rückläufig und sank leicht von
2,5 Millionen Euro auf 2,4 Millionen Euro. Die DocCheck AG stellte in 2016 keinen
Marketingkostenzuschuss bereit. Die Betriebskosten (Personalkosten, Abschreibungen
und sonstiger Aufwand) sanken in 2016 um 15 Prozent von 2,7 Millionen Euro auf 2,3
Millionen Euro. Ursache ist der Entfall der im Jahr 2015 einmalig entstandenen Kosten
für die Schließung des Standortes Eilenburg. Zu verzeichnen sind jedoch erneut höhere
Marketingkosten. DocCheck Shop erzielte in 2016 ein operatives Ergebnis (EBIT) von
88 TEUR (im Vorjahr: -262 TEUR). DocCheck Guano AGGuano erzielte in 2016 keine Umsätze. In 2015 wurden 11 TEUR umgesetzt. Die sonstigen
betrieblichen Aufwände in Höhe von 64 TEUR (im Vorjahr 227 TEUR) fielen an für den
Geschäftsbetrieb. Kosten für eigenes Personal fielen keine an. Das EBIT der Gesellschaft
beträgt in 2016 -87 TEUR (im Vorjahr: -230 TEUR). 3.3 Erläuterung von Abweichungen der tatsächlichen Geschäftsentwicklung gegenüber früher berichteten ErwartungenDie antwerpes ag hat mit 13,4 Millionen Euro das prognostizierte Umsatzziel von 12,2
Millionen Euro in 2016 übertroffen. Der Umsatz konnte in dieser Höhe realisiert werden,
da es gelungen ist, bei Bestands- und Neukunden entsprechende Aufträge zu akquirieren.
Höherer Aufwand für Wettbewerbspräsentationen und Akquise hat die Effizienz etwas
gedrückt, so dass mit 3,1 Millionen Euro ein EBIT 1,2 Millionen Euro unter Vorjahr,
jedoch 700 TEUR über der Prognose erzielt wurde. Diese Entwicklung war aufgrund der
geringen Auftragsvorschau nicht vorhersehbar. DocCheck Medical hat das Umsatzziel von 4,3 Millionen Euro in 2016 um 200 TEUR leicht
übertroffen. Auch das EBIT liegt 200 TEUR über den erwarteten 0,5 Millionen Euro. Der Bereich DocCheck Shop hat das Umsatzziel von 7,6 Millionen Euro mit 8,3 Millionen
Euro deutlich übertroffen. Der Online-Umsatz hat seinen Teil planmäßig beigetragen.
Die Großhandelsaktivitäten, die für 2016 nicht mehr erwartet wurden, setzten sich
jedoch noch kurzzeitig fort, so dass der Rückgang der Umsätze geringer ausfiel als
prognostiziert. Das EBIT bleibt dabei leicht hinter den Erwartungen zurück. Statt
der prognostizierten 200 TEUR konnten lediglich 88 TEUR realisiert werden. Auch hier
machen sich höhere Marketingaufwände bemerkbar. DocCheck Guano hat planmäßig keine Umsatzerlöse realisiert und auch das planmäßige
Ergebnis von -100 TEUR erreicht. Im Konzern konnte die Umsatzprognose von 24,0 Millionen Euro für 2016 mit einem tatsächlichen
Umsatz von 25,9 Millionen Euro übertroffen werden. Die zusätzlichen Umsätze wirken
sich auch auf das Ergebnis aus, denn das EBIT liegt mit 4,0 Millionen Euro deutlich
über der prognostizierten und erwarteten Größenordnung von 2,5 bis 3,0 Millionen Euro. 4. FinanzlageDer Bestand an liquiden Mitteln lag zum Stichtag unverändert bei 8,6 Millionen Euro. Der DocCheck Konzern besitzt 90 Goldbarren a ein Kilogramm (Bilanzposition "Als Finanzinvestitionen
gehaltene Edelmetalle"). Die Goldbarren werden mit dem Anschaffungswert von 1,6 Millionen
Euro in der Bilanz ausgewiesen. Der Marktwert zum 31. Dezember 2016 betrug 3,1 Millionen
Euro (Vorjahr ca. 2,8 Millionen Euro). DocCheck verfügt über 675 Kilogramm Silber. Die Silberbarren werden in der Bilanz
zum Marktwert in Höhe von 0,3 Millionen Euro bilanziert (im Vorjahr: 0,3 Millionen
Euro). DocCheck besitzt 50 Barren Platin à 1 Kilogramm. Das Platin wird zum Marktwert bilanziert,
dieser betrug zum 31. Dezember 2016 ca. 1,4 Millionen Euro (im Vorjahr: 1,3 Millionen
Euro). Die DocCheck AG hält zum Stichtag zwei Anleihen. Eine Anleihe hat ein Moody's-Rating
für Anleihen von Baa1 (Investment Grade). Die zweite Anleihe (Asklepios Kliniken)
hat kein Rating. Die dritte Anleihe, die zum vorherigen Stichtag noch im Portfolio
befindlich war, wurde zum Fälligkeitstermin zum Nominalwert vom Emittenten zurückgezahlt.
Insgesamt sind zu Nennwerten 0,75 Millionen Euro investiert, davon 0,25 Millionen
Euro in Anleihen ohne Rating. Die Laufzeit der Anleihen fällt in den Zeitraum 2017
bis 2018. Darüber hinaus verfügt der DocCheck-Konzern über ein in 2020 fälliges Schuldscheindarlehen
im Wert von 2,0 Millionen EUR (im Vorjahr: 2,0 Millionen Euro), zu Fair Value bewertete
Aktien mit einem Verkehrswert von 835 TEUR (im Vorjahr: 956 EUR) und Immobilienbesitz
im Buchwert von 783 TEUR (im Vorjahr: 805 TEUR). Die liquiden Mittel im Konzern werden durch Cash-Pooling-Verträge mit den Tochtergesellschaften
antwerpes ag, DocCheck Medical Services GmbH, DocCheck Guano AG und Breadcrumb GmbH
durch die DocCheck AG verwaltet. Ausgenommen ist davon DocCheck Shop. Finanzanlagen
erfolgen u.a. in Immobilien, Anleihen, Schuldscheindarlehen, Aktien, Edelmetalle und
Beteiligungen. Die verschiedenen Anlageformen bringen unterschiedliche Risiken mit
sich, die sich durch die Diversifizierung aber teilweise kompensieren. Derivative
Finanzinstrumente wurden bislang nicht erworben. Absicherungsgeschäfte wurden in keiner
Form getätigt. Die Dividendenpolitik soll grundsätzlich fortgeführt werden. Die Liquidität des Konzerns ist allein schon auf Grund der vorhandenen liquiden Mittel
mindestens mittelfristig gesichert. Im Geschäftsjahr 2016 wurde mit 2,7 Mio. EUR ein
positiver Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erzielt (im Vorjahr: 3,6 Millionen
EUR). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ist gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Millionen
EUR auf -0,8 Millionen EUR zurückgegangen. Investitionen wurden in 2016 hauptsächlich
für die Fertigstellung des 6. Bauabschnittes am Standort Köln getätigt. Die DocCheck
AG hat ihren Anteil an der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH von 57,5 Prozent
auf 90 Prozent erhöht. Die DocCheck Guano AG hat einen sechsstelligen Betrag in Kapitalerhöhungen
ihrer Beteiligungsunternehmen investiert. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit,
der maßgeblich durch die Höhe der Dividendenzahlung an Aktionäre beeinflusst ist,
hat sich gegen über dem Vorjahr von -1,7 Millionen EUR um 0,2 Millionen EUR auf -1,9
Millionen EUR verringert. Die vorhandenen Liquiditätsreserven werden für die Finanzierung des operativen Geschäftes
also nicht beansprucht. 5. VermögenslageDer Bestand an Vorräten im Konzern ist - unter Berücksichtigung geleisteter Anzahlungen
in Höhe von 74 TEUR (im Vorjahr: 106 TEUR) - von 1,3 Millionen Euro auf 1,2 Millionen
Euro leicht rückläufig. Der Bestand an unfertigen Leistungen des Dienstleistungsgeschäfts
der antwerpes ag und der DoCheck Medical Services GmbH hat sich nach Teilgewinnrealisation
von 0,5 Millionen Euro leicht auf 0,4 Millionen Euro reduziert. Der Warenbestand bezieht
sich ausschließlich auf das Warenlager von DocCheck Shop und ist im Jahr 2016 nach
Wertberichtigungen leicht um 10 TEUR auf 731 TEUR gesunken (im Vorjahr: 741 TEUR). Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Konzern ist von 3,7 Millionen
Euro auf 3,4 Millionen Euro gesunken und korreliert mit der Umsatzsituation. Auf der Passivseite sanken die kurzfristigen Verbindlichkeiten noch einmal deutlich
von 6,3 Millionen Euro auf jetzt 5,2 Millionen Euro. Der Rückgang geht hauptsächlich
auf die Abnahme des Bestandes an erhaltenen Anzahlungen um 480 TEUR zurück. Das Eigenkapital
des DocCheck-Konzerns erhöhte sich leicht von 19,6 Millionen Euro auf 20,2 Millionen
Euro zum Jahresende 2016. Die Eigenkapitalquote des Konzerns beträgt 78 Prozent (im Vorjahr: 75 Prozent). Der
Konzern ist damit, abgesehen von den erhaltenen Anzahlungen, im Wesentlichen frei
von Fremdfinanzierungen. Verbindlichkeiten resultieren hauptsächlich aus fälligen
Steuern, erhaltenen Anzahlungen oder Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Die Verbindlichkeiten des Konzerns sind kurzfristiger Natur und in der Regel zinslos.
Fremdkapitalmaßnahmen sind in 2016 nicht erfolgt und kommen für 2017 primär im Geschäftsbereich
Venture Capital in Betracht. 6. Entwicklung und Lage der DocCheck AGEnde 2016 beschäftigt die DocCheck AG 32 Mitarbeiter ohne Vorstand und Auszubildende (im Vorjahr: 29). Ihren Tochtergesellschaften
bietet sie die Übernahme von administrativen Tätigkeiten wie:
Abhängig vom Grad der Beteiligungen und vom Standort werden diese Unternehmensfunktionen
in unterschiedlicher Intensität von den Tochtergesellschaften abgefordert. Aus dem nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellten Jahresabschluss
der DocCheck AG kann Folgendes berichtet werden: Die Umsatzerlöse der DocCheck AG betrugen in 2016 4,1 Millionen Euro - gegenüber 3,8
Millionen Euro im Vorjahr. Nahezu alle Erlöse wurden konzernintern erzielt durch die
Weiterbelastung der Kosten für die oben beschriebenen für die Tochtergesellschaften
erbrachten Dienstleistungen. Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen 139 TEUR
(im Vorjahr: 88 TEUR). Die Veränderung der sonstigen betrieblichen Erträge resultiert
aus Erträgen aus der Zuschreibung von Silber- und Platinbeständen auf den Marktwert
am Stichtag (Zuschreibung: 121 TEUR; im Vorjahr: Abschreibung in Höhe von 282 TEUR). Zu den Erlösen der operativen Tätigkeit und den sonstigen betrieblichen Erträgen kamen
Erträge aus der Anlage der liquiden Mittel in Höhe 71 TEUR (im Vorjahr: 88 TEUR) sowie
aus Gewinnabführungsverträgen Erträge von 3,9 Millionen Euro (im Vorjahr: 4,7 Millionen
Euro). Der Anstieg der Personalaufwendungen um 301 TEUR ist im Wesentlichen durch
eine gestiegene Mitarbeiteranzahl begründet (Durchschnittlich fünf Mitarbeiter mehr
im Vergleich zum Vorjahr). Der Jahresüberschuss der DocCheck AG ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Millionen
Euro auf 2,6 Millionen Euro gesunken. Bezogen auf den handelsrechtlichen Jahresüberschuss
der DocCheck AG ergibt sich ein Ergebnis pro Aktie von 53 Cent (Vorjahr: 57 Cent). Die Gesellschaft besitzt eine Immobilie zur Nutzung durch eine Tochtergesellschaft
im Buchwert von 0,8 Millionen Euro (im Vorjahr: 0,8 Millionen Euro). Der Anstieg der
Finanzanlagen resultiert im Wesentlichen aus einer Erhöhung der Anteile an der DocCheck
Medizinbedarf und Logistik GmbH in Höhe von 0,8 Millionen Euro bei einem gegenläufigen
Effekt aufgrund eines Abgangs innerhalb der Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe
von 0,3 Millionen Euro. Der Finanzmittelfonds sank im Berichtsjahr von 8,3 Millionen
Euro auf 8,2 Millionen Euro. Die DocCheck AG hat in 2016 keine Neuanlagen in Aktien
oder sonstige Wertpapiere getätigt. Die Bilanzsumme der DocCheck AG ist gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Millionen Euro auf
26,1 Millionen Euro angestiegen (im Vorjahr: 25,6 Millionen). Das Eigenkapital der
DocCheck AG betrug zum Abschlussstichtag 23,5 Millionen Euro (im Vorjahr: 22,8 Millionen
Euro). Die Eigenkapitalquote der DocCheck ist damit gegenüber dem Vorjahr leicht angestiegen
und beträgt nunmehr 90% (im Vorjahr: 89%). C. NACHTRAGSBERICHTEs haben sich keine wesentlichen Ereignisse nach Schluss des Geschäftsjahres ergeben. D. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT1.1 Prognose für das Geschäftsjahr 2017Die DocCheck AG ist überwiegend im Bereich der Gesundheitswirtschaft tätig. Der Gesundheitsmarkt
ist an sich weniger zyklisch als andere Märkte. Allerdings ist dieser Markt auch ein
stark vom Staat regulierter Markt. Diese Eingriffe sind nicht immer vorhersehbar.
Die DocCheck-Gruppe profitiert vom Trend zu integrierter und digitaler Kommunikation.
Durch die rechtzeitige Umstellung des Angebotes der antwerpes ag auf 360 Grad Kampagnen
konnten wir unsere Marktposition festigen. Die Prognose beschränkt sich auf quantitative
Indikatoren, da qualitative Indikatoren nicht durchgehend vorliegen. Für das Segment antwerpes ist eine Umsatz- und Ertragsprognose wegen der geringen
Vorschau weiterhin mit großer Unsicherheit verbunden. Der Bestand an Kundenverträgen
mit einer Laufzeit von über sechs Monaten ist sehr gering und macht nur einen Bruchteil
des Umsatzes aus. Der Vorstand plant wegen der weiterhin guten Konjunktur und einer
guten Personalausstattung bei störungsfreiem Jahresverlauf für die antwerpes ag in
2017 einen leicht steigenden Umsatz von 14,0 Millionen Euro und einen nahezu stabilen
EBIT in Höhe von 3,1 Millionen Euro. Mögliche, in der Planung aber nicht berücksichtigte
Störungen wären regulierende Eingriffe die ggf. zu einer kurzfristigen Nachfragezurückhaltung
führen könnten. Für Breadcrumb werden keine relevanten Kosten und Umsätze erwartet. Der Vorstand erwartet für das Segment DocCheck für 2017 bei einem störungsfreien Jahresverlauf
einen steigenden Umsatz von ca. 5,2 Millionen Euro. Dabei soll weiter in den Ausbau
der DocCheck Services investiert werden. Die EBIT-Erwartung für DocCheck für 2017
liegt bei 0,5 Millionen Euro, also leicht unter dem Niveau von 2016. Die Handelsumsätze im Segment DocCheck Shop sind in hohem Maße abhängig von der Investitionsbereitschaft
der Ärzte und dem Erfolg der Marketingmaßnahmen in einem sich schnell wandelnden Umfeld.
Für 2017 sind derzeit keine Hemmnisse für die Investitionsbereitschaft absehbar. DocCheck
Shop will daher bei den Online-Umsätzen in 2017 weiter wachsen. Das klassische Geschäft
könnte sich wegen der ausbleibenden Großhandelstransaktionen weiter rückläufig entwickeln.
Dies ist in der Planung berücksichtigt. Der Umsatz im DocCheck Shop dürfte in 2017
mit 9,0 Millionen Euro Umsatz wieder etwas zulegen, bei einem leicht positiven EBIT
von 180 TEUR. Hierbei wird davon ausgegangen, dass sich die Kostenbelastungen aus
Investitionen in die Infrastruktur des Unternehmens in Grenzen halten. Wesentliche
Prämisse für die Erreichung der Umsatz- und Ergebnisziele ist ein Wachstum des Online-Umsatzes
um erneut etwa ein Viertel. Für DocCheck Guano ist für 2017 nur marginaler Umsatz geplant. Das EBIT der Gesellschaft
wird sich auf ca. -0,2 Millionen Euro belaufen. Das negative EBIT resultiert überwiegend
aus Marketing- und Personalkosten. Etwaige Abschreibungen auf bestehende Beteiligungen
sind in dieser Planung nicht vorgesehen, können aber eintreten. Die DocCheck-Gruppe rechnet in Summe für 2017 mit einem leicht steigenden Umsatz von
28,0 Millionen Euro bei einer Ertragslage deutlich unter dem Niveau des Vorjahres,
d.h. mit einem EBIT im Korridor von 3,0 bis 3,5 Millionen Euro. Diese Projektionen
basieren auf der internen Businessplanung und sind mit kaufmännischer Vorsicht erstellt.
Es besteht jedoch grundsätzlich die Möglichkeit, dass die Gruppe ihre Ziele aufgrund
unerwarteter Marktereignisse, unvorhersehbarer politischer Regulierungsmaßnahmen oder
aufgrund des Wegfalls von Großkunden deutlich verfehlt. Sollte die Ertragslage der
DocCheck-Gruppe stabil bleiben, dann wird der Vorstand prüfen, ob er, nach vorliegender
Zustimmung des Aufsichtsrats, der Hauptversammlung vorschlägt, eine Dividende an die
Aktionäre auszuschütten. Insgesamt verfügt die DocCheck-Gruppe über eine hohe Liquidität. Mögliche Risiken
bezüglich der Finanzlage werden eingehend im Risikobericht beschrieben. Die DocCheck-Gruppe
weist eine hohe Eigenkapitalquote von rund 78 Prozent mit einem hohen Anteil an verfügbaren
Mitteln auf. Die Gruppe ist somit solide finanziert und erwartet auch für das Jahr
2017 diesbezüglich - vorbehaltlich der gesamtwirtschaftlichen Lage - keine tiefgreifenden
Veränderungen. 1.2 Risiken und ChancenGrundlage für die Identifizierung von Risiken und Chancen in der DocCheck-Gruppe sind
die Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen, gesonderte Strategietage mit allen Vorständen,
Unitleitern in Budgetverantwortung und den Geschäftsführern aller Tochtergesellschaften
sowie eine regelmäßig durchgeführte Führungskräftebefragung. Darüber hinaus nimmt der Vorstand der Gesellschaft kontinuierliche Marktbeobachtungen
und Wettbewerbsanalysen vor. Das Risikomanagement ist darüber hinaus in den Planungsprozessen
der Gesellschaft verankert. Auf dieser Basis wurden die Chancen und Risiken des Unternehmens in fünf Themenkomplexe
unterteilt. Mit diesen Themenkomplexen soll die Umwelt des Unternehmens möglichst
vollständig erfasst werden:
1.2.1 Markt | KundenDie DocCheck-Gruppe erzielt mehr als 75 Prozent ihres Umsatzes im Gesundheitsmarkt
und hier vor allem im Teilbereich des Pharmamarktes (Rx und OTC). Der Gesundheitsmarkt
stellt sich insoweit als robust dar, als dass er trotz einer volatilen Weltwirtschaftsentwicklung
ein vergleichsweise stabiles Nachfrageverhalten zeigt. Darüber hinaus weist der Gesundheitsmarkt
nach wie vor Wachstumspotenziale auf. Diese Potenziale resultieren aus der demografischen
Veränderung sowie einer Nachfragezunahme für die Gesundheitsvorsorge. Der DocCheck-Konzern
fokussiert seine Aktivitäten daher auf diesen Wachstumsmarkt. Diese Fokussierung bringt
die Chance auf Synergien in allen Konzernprozessen. RisikenDie besondere Herausforderung für die Branche ergibt sich aus dem staatlichen Streben
nach Kostenreduktion im Gesundheitswesen. Ein Großteil der Gesundheitsausgaben wird
staatlich oder quasistaatlich finanziert. Aus diesem Grund ist dieser Markt einer
Vielzahl von regulativen Eingriffen durch den Gesetzgeber ausgesetzt. Ihr Einfluss
hebt einen Teil des Wachstums auf, das durch Innovationen und steigende Nachfrage
erzeugt wird. Die antwerpes ag realisiert ihre Umsätze hauptsächlich im Projektgeschäft und der
späteren Betreuung des fertiggestellten Projektes. Die Projekte haben in der Regel
eine Laufzeit von unter einem Jahr und werden projektbezogen vom Kunden beauftragt.
Projekte müssen in den meisten Fällen einzeln akquiriert werden. Daraus resultieren
hohe Akquiseaufwände und ungewisse Vertriebserfolge. Der Erfolg eines Geschäftsjahres
ist daher mit hoher Unsicherheit verbunden. Hersteller sind in zunehmendem Maße gefordert, die Wirksamkeit ihrer Therapieansätze
wissenschaftlich zu belegen. Daraus resultieren Unsicherheiten für die Markteinführung
neuer Produkte und für die Fortführung bestehender Produkte. Das kann - auch kurzfristig
- Einfluss auf die Höhe und Struktur der Marketingbudgets der Kunden des DocCheck
Konzerns haben. Das Eintreten und die Auswirkungen solcher Änderungen sind regelmäßig
dem Ausmaß und dem Zeitpunkt nach nicht vorhersehbar. Der Einfluss politischer Entscheidungen auf den Gesundheitsmarkt war 2016 für die
DocCheck Gruppe weniger spürbar. Das zum 1. Januar 2011 in Kraft getretene Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz
(AMNOG) hat die Möglichkeit der Zulassung neuer Medikamente zwar grundsätzlich verringert.
Ein daraus resultierender Rückgang der Nachfrage nach mit der Markteinführung verbundenen
Kommunikations- und Marktforschungsleistungen war jedoch in 2016 nicht zu beobachten. Die weiteren Folgen der Euro-Krise auf die Gesamtwirtschaft stellen ebenso ein Risiko
dar, weil sie die Investitionsneigung der Kunden der DocCheck-Gruppe negativ beeinflussen
können. Zum Bilanzstichtag sind wichtige Indikatoren wie der Auftragseingang nicht
betroffen. Für das Geschäftsjahr 2017 können weiter reichende Folgen der Finanzkrise
für die Geschäftstätigkeit des Konzerns jedoch bei einem erneuten Aufflammen der Krise
nicht ausgeschlossen werden. Für die Beschaffungsmarktseite sind weiterhin Preisänderungs-,
Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen für die
Gesellschaft im Blick zu halten. Das geringe Marktzinsniveau macht die Anlage der liquiden Mittel der DocCheck AG weniger
rentabel. Daher ist weiterhin mit niedrigen Zinserträgen zu rechnen. Der Versuch,
die Rendite durch den Erwerb von Edelmetallen oder Aktien zu erhöhen, geht mit steigenden
Risiken einher. Insbesondere erhöht sich die Exposition gegenüber Kursschwankungen.
Fallende Kurse können zu erheblichen Verlusten führen. Negative Guthabenzinsen könnten
das Zinsergebnis belasten. Ein mögliches Ausfallrisiko stellt das Kreditrisiko dar. Dieses Risiko kann sich hauptsächlich
bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus erworbenen Anleihen und
Schuldscheindarlehen realisieren. Der Konzern beobachtet die Kreditwürdigkeit seiner
Schuldner kontinuierlich und hatte aufgrund seiner Schuldnerstruktur in der Vergangenheit
nur geringe Forderungsausfälle zu verzeichnen. Insbesondere im Online-Handel des DocCheck
Shop ist jedoch ein übliches Maß an Forderungsausfällen unvermeidlich. Für die Forderungen
gegenüber Kunden und sonstigen Schuldnern des Konzerns ergaben sich am Bilanzstichtag
allerdings keine Risiken von wesentlicher Bedeutung. Die Forderungen werden im Konzern nach ihrer Altersstruktur wertberichtigt. Alle Forderungen,
die älter als sechs Monate sind, werden zu 100 Prozent wertberichtigt. Sicherheiten
wurden nicht einbehalten. Mögliche Liquiditätsrisiken werden durch die Einforderungen
von Kundenanzahlungen für mittelgroße bis große Projekte abgesichert. Somit reduziert
sich das Liquiditätsrisiko. Sämtliche finanzielle Verbindlichkeiten mit Ausnahme der
sonstigen finanziellen Verpflichtungen (Miete, Leasing) der Gesellschaft sind kurzfristiger
Natur. Der Vertrieb von Medizinbedarf per Außendienst, wie ihn der DocCheck Shop betreibt,
bedingt eine hohe Abhängigkeit vom einzelnen Außendienstmitarbeiter. Der Ausfall eines
Außendienstmitarbeiters, z.B. durch Austritt oder Krankheit, kann zu spürbaren Umsatzeinbußen
führen, da die Loyalität des Kunden unter Umständen eher dem Außendienstmitarbeiter
als dem Unternehmen gilt. Zum Stichtag sind für DocCheck Shop zwei Außendienstmitarbeiter
tätig, einer davon in ungekündigtem und unbefristetem Arbeitsverhältnis, der andere
als freier Handelsvertreter. ChancenDie DocCheck-Gruppe geht davon aus, dass der Kostendruck im Gesundheitswesen zu einem
höheren Bedarf an kostengünstigeren Marketinginstrumenten und -kanälen führen wird.
Die allgemeine technologische Entwicklung (mobiles und stationäres Internet, mobile
Anwendungen, Cloud-Services, Social Media, etc.) und die Durchdringung fast aller
Zielgruppen mit diesen Technologien verstärkt die Nachfrage nach integrierten Marketingkonzepten
mit dem Schwerpunkt auf eMarketing-Maßnahmen. Auf diese Trends sind die Angebote der
DocCheck-Gruppe ausgerichtet. Durch die verstärkte Nachfrage in diesem Segment können
Umsatzrückgänge an anderen Stellen aufgefangen werden, jedoch nicht immer innerhalb
eines Segmentes. Die Digitalisierung führt zu einer höheren Selbstbestimmung der Patienten. Die pharmazeutische
Industrie tritt daher immer stärker in den Dialog mit den Endkunden und Patienten,
bevorzugt über digitale Kanäle. Dieser Trend stützt das Geschäftsmodell des Konzerns. Eine eventuelle Rezession als Folge der Euro-Krise könnte zu einer Marktbereinigung
führen, wenn finanzschwache oder durch Risikokapital finanzierte Wettbewerber vom
Markt verschwinden. Gleichzeitig könnte der DocCheck-Konzern aufgrund seiner guten
Eigenkapitalstruktur auch bei einer Verschlechterung der Geschäftsaussichten seine
Geschäfte weiterverfolgen. Damit könnte der Abstand zum Wettbewerb weiter vergrößert
werden. Zusätzlich könnten Kunden bei der Auftragsvergabe Dienstleister wie die DocCheck-Gruppe
bevorzugen, die sowohl leistungs- als auch finanzstark sind, um damit auch mittelfristig
die vertragsgerechte Leistungserbringung sicherzustellen. Die Verschiebung im Pharmamarkt - weg von klassischen Pharmaherstellern hin zu Herstellern
von Generika und Biologicals - bietet die Chance, durch eine Justierung der Kundenstruktur
von neuen Wachstumsmärkten innerhalb des Healthcare-Marktes zu profitieren. Darüber
hinaus bietet der Gesundheitsmarkt weitere Teilmärkte, die vom Konzern noch intensiver
bearbeitet werden können. Die in weiten Teilen quasistaatliche Finanzierung des Gesundheitsmarktes
macht diesen Markt krisenfester als andere Märkte. Insbesondere in wirtschaftlich
schwierigen Zeiten wirkt sich diese Stabilität positiv auf Auslastungs- und Forderungsausfallrisiken
aus. Staatliche Eingriffe in den Gesundheitsmarkt können zur Verfügbarkeit zusätzlicher
Mittel für die Marktteilnehmer oder aber zu einer erhöhten Investitionsneigung führen.
Höhere Beitragsaufkommen, sei es durch mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte
oder steigende Beitragssätze, verbessern die Finanzsituation der Marktteilnehmer.
Geringere Zwangsrabatte oder eine Entschärfung von Zulassungsprozessen für Arzneimittel
könnten in höheren Margen bzw. einer steigenden Anzahl von Markteinführungen resultieren.
Dadurch würden sich die Umsatzpotenziale aller Konzerngesellschaften deutlich erhöhen. 1.2.2 Systeme | InfrastrukturDie Organisation des DocCheck-Konzerns baut auf der Vernetzung der einzelnen Aktivitäten
in der Gruppe zu einem Produkt- und Dienstleistungsportfolio mit Alleinstellungsmerkmal
auf. Nicht in allen, aber in den meisten Einzelbereichen gibt es jeweils starke Konkurrenten.
In der Kombination und der organisatorisch engen Verzahnung von Marktkenntnis, Marketing-Know-how
und Zielgruppenkanal hat das Geschäftsmodell der DocCheck-Gruppe eine solide Marktstellung. RisikenIm Vergleich zu einer One-Product-Company stellt das Geschäftsmodell der DocCheck-Gruppe,
das stark auf projektorientierte Dienstleistungen aufbaut, besondere Ansprüche an
die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern in den verschiedenen
Bereichen und mit den Kunden, an die Planung und die Prozesse im Unternehmen und damit
an die Unternehmenskultur. Die kontinuierliche Anpassung der Prozesse an das sich
wandelnde Serviceportfolio birgt das Risiko von Fehlallokationen und Fehlsteuerungen.
Die Komplexität des Unternehmens könnte so groß werden, dass es zunehmend schwerer
würde, den Konzern wirtschaftlich zu führen. Der DocCheck-Konzern strebt daher danach,
Anzahl und Größe der Geschäftsbereiche auf einem effizienten Niveau zu halten. Für
den Geschäftsbetrieb des Konzerns sind umfangreiche IT-Systeme installiert. Die meisten
IT-Systeme von DocCheck sind redundant ausgelegt, wichtige Daten mindestens doppelt
gesichert. Durch einen unvorhergesehenen Ausfall von Hard- oder Softwarekomponenten
kann es dennoch zu Service- und Umsatzausfällen kommen. Der Ausfall oder der Missbrauch
der IT-Systeme oder der darin gespeicherten Daten kann die Leistungsfähigkeit und
Reputation des Unternehmens beschädigen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass
Mitarbeitern oder Lieferanten des Konzerns Fehler unterlaufen. Es verbleibt ein Restrisiko
böswilliger Handlungen. Daraus können dem Konzern Schäden entstehen. Die wesentlichen
Merkmale des internen Kontrollsystems sind separat in diesem Lagebericht beschrieben. Ein vollständiger Verlust der IT-Systeme und der darin gespeicherten Daten ist ein
für den DocCheck Konzern existenzbedrohendes Risiko. Entsprechende Sicherheitsmaßnahmen
sind getroffen, sodass die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Totalverlustes unter
normalen Umständen gering ist. Er kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. ChancenDie Nutzung neuer und Cloud-basierter Services ermöglicht es, neue IT-Lösungen teilweise
deutlich schneller und kostengünstiger einzuführen, als dies in der Vergangenheit
noch der Fall war. Sie können die Zusammenarbeit zwischen den Bereichen und Kollegen
deutlich verbessern. In diesem Bereich kann die DocCheck AG sich einen Wettbewerbsvorteil
verschaffen, wenn sie solche Lösungen frühzeitig integriert. Die Weiterentwicklung technischer Geräte bietet Möglichkeiten, innovative Produkte
in den Markt einzuführen. Hieraus können insbesondere für antwerpes, aber auch für
DocCheck Medical relevante Umsatzchancen resultieren. Notwendige Updates für bestehende
Anwendungen führen ebenfalls zu steigenden Umsätzen. 1.2.3 KostenDie wesentlichen Kostenpositionen des Konzerns konnten im Jahr 2016 stabil gehalten
werden, bzw. skalierten mit dem Wachstum mit. RisikenFür das Geschäftsjahr 2017 könnte eine steigende Inflation bzw. auch eine stark steigende
Geldmenge ohne offiziellen Ausweis einer Inflation Kostensteigerungen verursachen,
insbesondere bei den Personalkosten. Dem Kostensteigerungsrisiko begegnet der Konzern
durch ständiges aktives Kostenmanagement und Preisanpassungen. Bei den Personalkosten,
Abschreibungen und sonstigen Aufwänden handelt es sich um Kosten, die bei einem Rückgang
der Auslastung nicht ohne weiteres angepasst werden können. Sollte die Auslastung
der Kapazitäten deutlich abfallen, besteht das Risiko erheblicher operativer Verluste.
Aus der Entwicklung des Euro-Dollar-Kurses können sich für die Beschaffung im DocCheck
Shop Risiken ergeben, da ein Teil der Waren aus Asien bezogen wird und in Dollar abgerechnet
wird. ChancenAuf der Kostenseite ergeben sich Chancen durch die Fixkostendegression der Holdingkosten
durch Wachstum. Der Konzern ist durch die Notierung im Entry Standard, sowie die vergleichsweise
komplexe Konzernstruktur mit überproportional hohen Kosten im Vergleich zu weniger
komplexen und nicht öffentlich gehandelten Unternehmen, wie zum Beispiel inhabergeführte
Einprodukt-Unternehmen, belastet. Durch eine Verringerung der Komplexität sowie durch
ein beschleunigtes Wachstum des Konzerns kann dieser Nachteil gemindert werden. 1.2.4 Human ResourcesDie Entwicklung der DocCheck-Gruppe basiert auf einer modernen und leistungsorientierten
Unternehmenskultur. Diese spiegelt sich in einer hohen Identifikation der Mitarbeiter
mit den Unternehmenszielen wider. Der Personalabteilung der DocCheck AG obliegen in
diesem Kontext wichtige Aufgaben wie Personalmarketing, Recruiting, Mitarbeiter- und
Führungskräfteentwicklung, Organisationsentwicklung und Employer Branding. Darüber
hinaus berät sie die Geschäftsführung, Führungskräfte und Mitarbeiter in allen Fragen
der Personalführung und -entwicklung. RisikenDie Rekrutierung von qualifizierten Mitarbeitern ist weiterhin schwierig. Hier steuert
der Konzern mit kreativen Wegen in der Personalakquise, einer intensiven individuellen
Entwicklung von vorhandenen Mitarbeitern sowie im Bedarfsfall auch durch die Beschäftigung
freier Mitarbeiter gegen. Ein besonderes Risiko stellt die geringe Verfügbarkeit an
qualifiziertem Personal dar. Hier herrscht eine große Personalnachfrage bei geringem
Personalangebot. Erfolglose Rekrutierungsbemühungen von Fachkräften können zu einem
verringerten Innovationstempo der DocCheck-Gruppe und damit auch zu einer Verschlechterung
der Wettbewerbsfähigkeit führen. Weiteres Risikopotenzial besteht in der Konzentration
von Führungsaufgaben auf einige wenige Personen. Durch die Verknüpfung von Knowhow,
Kapital und Führungsaufgaben könnte der Ausfall von Dr. Frank Antwerpes zu einer schwierigen
Lage für das Unternehmen führen. Hier wirkt DocCheck durch gezielte Aus- und Weiterbildung
von Führungspersonal entgegen. Es besteht eine stabile zweite Führungsebene in Form
der Geschäftsführung der Tochtergesellschaften antwerpes ag und DocCheck Medizinbedarf
und Logistik GmbH sowie den Unitleitern der DocCheck AG, DocCheck Medical Services
GmbH und antwerpes ag. ChancenDer DocCheck-Konzern qualifiziert weiterhin Mitarbeiter für Führungsaufgaben und legt
bei Mitarbeitern den Fokus auf Entwicklung und Kompetenzerweiterung. Es existiert
insbesondere bei antwerpes und in der DocCheck AG eine stabile zweite Führungsebene,
die einen substanziellen Beitrag zur Entwicklung des Konzerns leistet. Die weitere
Entwicklung und Bindung der Führungskräfte birgt das Potenzial, das Unternehmen noch
schneller und strategieorientierter zu entwickeln. In schwierigeren wirtschaftlichen Phasen wird die Personalakquise erleichtert, da
der Konzern relativ krisensicher finanziert ist. Hinzu kommt, dass DocCheck als Arbeitgeber
zunehmend attraktiver wird. Dies hängt mit dem Wachstum des Konzerns sowie der konsequenten
Personalentwicklung zusammen, durch die zunehmend attraktive Stellen und Perspektiven
entwickelt werden können. Die Angaben der Chancen aus dem Human-Resources-Bereich
und hier vor allem die kontinuierliche Personalentwicklung und die damit verbundene
Nachwuchsförderung spiegeln auch die nicht finanziellen Leistungsindikatoren wider. 1.2.5 Finanzen | RechtDie DocCheck-Gruppe verfolgt bei Finanzanlagen grundsätzlich konservative Anlagen,
stimmt die Risikoexposition jedoch zunehmend auf die am Markt erhältlichen Zinsen
ab. Das Unternehmen sieht den Schwerpunkt seiner Tätigkeit nicht im Anlagemanagement,
sondern in der Erzielung von Gewinnen im operativen Geschäft. Der DocCheck-Konzern
geht zahlreiche vertragliche Verpflichtungen mit Kunden, Lieferanten und Partnern
ein. Er ist an vielen Stellen gesetzlichen Bestimmungen und Regulierungen unterworfen. RisikenEin Teil der Finanzmittel der DocCheck-Gruppe ist in Edelmetallen angelegt. Die Edelmetallanlagen
dienen in erster Linie zur langfristigen Absicherung des Inflationsrisikos. Die Wertentwicklung
dieser Anlage ist nicht vorhersehbar, da sie von zahlreichen globalen Faktoren bestimmt
wird. Edelmetalle unterliegen größeren Kursschwankungen, sodass nicht ausgeschlossen
werden kann, dass sich der Wert dieser Anlagen zeitweise oder dauerhaft deutlich reduziert. Ein Teil der Finanzmittel der DocCheck-Gruppe ist in Aktien angelegt. Durch die Aktienanlage
wird das Anlageportfolio um eine Anlageform mit höheren Renditechancen bereichert.
Die Wertentwicklung dieser Anlage ist jedoch nicht vorhersehbar. Aktien unterliegen
größeren Kursschwankungen, sodass nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich der
Wert dieser Anlagen zeitweise oder dauerhaft deutlich reduziert. Ein Teil der Finanzmittel der DocCheck AG ist über die DocCheck Guano AG in Beteiligungen
an jungen Unternehmen investiert. Die Wertentwicklung dieser Beteiligungen ist nicht
vorhersehbar. Die DocCheck Guano AG hat in mehrere Start-ups investiert. Ein Totalverlust
zumindest einzelner Beteiligungsinvestitionen ist auf Grund der noch nicht etablierten
Geschäftsmodelle über einen mittel- bis langfristigen Zeitraum sehr wahrscheinlich.
Es ist nicht auszuschließen, dass alle Beteiligungsinvestitionen verloren gehen. Aus der anhaltenden Krise an den Finanzmärkten könnten ebenfalls Risiken für den Konzern
erwachsen. Bis zum Bilanzstichtag hat die Krise die Finanzierung des DocCheck-Konzerns
lediglich durch sinkende Zinserträge negativ beeinflusst. Durch den hohen Bestand
an liquiden Mitteln ist der Konzern unabhängig von Fremdfinanzierungen. Ein Refinanzierungsrisiko
besteht insoweit nicht. Dieser Zustand wird sich voraussichtlich auch in 2017 nicht
ändern. Der Konzern ist zur Finanzierung seiner Geschäftstätigkeit nicht auf die Zinserträge
angewiesen. Die Konzernunternehmen besitzen zum Bilanzstichtag Forderungen im niedrigen sechsstelligen
Bereich in ausländischer Währung, so dass am Bilanzstichtag nur ein geringes Wechselkursrisiko
besteht. Bei den verzinslichen Forderungen und Schulden des Unternehmens sind überwiegend Festzinsen
vereinbart. Marktzinsänderungen würden sich hier nur dann auswirken, wenn diese Finanzinstrumente
zum Fair Value bilanziert wären. Da dies nicht der Fall ist, unterliegen die Finanzinstrumente
mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken. Die Konzernunternehmen haben keine Verträge über Zinsderivate abgeschlossen. Am Bilanzstichtag
besteht damit kein Zinsrisiko aus solchen Derivaten. Demzufolge wurde keine Sensitivitätsanalyse
im Hinblick auf Zinsänderungen durchgeführt. Die Gesellschaft hält zum Bilanzstichtag
Anteile in Form von Aktien und Anleihen an anderen börsennotierten Unternehmen. Hinsichtlich
der erworbenen Aktien und Anleihen besteht ein Marktpreisrisiko aufgrund der Tatsache,
dass diese Wertpapiere an der Börse gehandelt werden und allgemeinen Marktschwankungen
unterliegen. Anders als die Aktien sollen die Anleihen bis zur Endfälligkeit gehalten
werden, so dass die Gesellschaft diesen Marktpreisrisiken bei den Anleihen nicht unmittelbar
ausgesetzt ist. Für jede Investition besteht die theoretische Möglichkeit des Totalverlustes.
Die DocCheck AG ist in zwei Anleihen investiert. Diese haben ein Moody's-Rating von
Baa1 (Investment Grade) bzw. kein Rating. Die DocCheck AG hat den Vorständen und Geschäftsführern der Konzerngesellschaften
Aktienoptionen gewährt. Der Wert der Optionen - und damit die Kosten für die Gesellschaft
aus der Gewährung - hängt direkt mit dem Aktienkurs zusammen. Ein stark steigender
Kurs der DocCheck Aktie würde stark steigende Kosten für die Gewährung von weiteren
Optionen in der Zukunft verursachen. Aus Verträgen mit Kunden können sich Vertragsstrafen in relevanter Höhe ergeben. Der
DocCheck-Konzern verhandelt Vertragsstrafenklauseln mit dem Ziel, sie auszuschließen
oder zu minimieren. Zahlreiche Kunden zeigen hier jedoch auf Grund verschärfter gesetzlicher
Bestimmungen eine geringere Gesprächsbereitschaft als in der Vergangenheit. ChancenAus den Anlagen in Aktien und Beteiligungen resultieren erhebliche Gewinnpotenziale,
wenn sich die Werte der Aktien oder Beteiligungen deutlich erhöhen sollten. E. INTERNES KONTROLLSYSTEM UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEMDie Basis des Kontroll- und Risikomanagements der DocCheck AG ist die Unternehmensstrategie.
Soweit das unternehmerische Handeln es im Rahmen der Strategie erfordert, werden überschaubare
und beherrschbare Risiken bewusst in Kauf genommen. Darüber hinausgehende Risiken
werden mit dem Ziel kontrolliert und gesteuert, Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder
Schadensausmaß für den DocCheck-Konzern so zu minimieren, dass mindestens die wirtschaftlich
sinnvolle Fortexistenz des Konzerns und seiner Einheiten gewährleistet ist. Die Verantwortung für das Kontroll- und Risikomanagementsystem liegt beim Vorstand
der DocCheck AG, der es mit Unterstützung der Bereiche Controlling und Rechnungswesen
um- und durchsetzt. Der Vorstand berichtet dazu neben den regelmäßig stattfindenden
Aufsichtsratssitzungen alle zwei Monate dem Aufsichtsrat. In besonderen Fällen erfolgt
eine Ad-hoc-Berichterstattung an den Aufsichtsrat. Die DocCheck AG betrachtet Risikomanagement als integralen Teil der Unternehmensführung.
Daher wird der Risikomanagementprozess aus der DocCheck AG heraus gesteuert und überwacht,
aber durch alle Mitarbeiter des Konzerns, insbesondere durch die Führungskräfte, gelebt.
Das bestehende Kontroll- und Risikomanagementsystem ist in einem elektronischen Risikomanagementhandbuch
dokumentiert. Zentrale Bestandteile des Risikomanagementsystems sind die Führungs- und Controllingprozesse,
konzerninterne Guidelines, Risikoinventur, IT-Sicherheit und das Berichtswesen. Die
Führungsprozesse im Konzern sehen mindestens wöchentliche Abstimmungen zwischen Vorstand
und Führungskräften vor. Hinzu kommen weitere spontane oder geplante Abstimmungen.
Aufgrund der Größe des Konzerns ist der Vorstand stark in das Tagesgeschäft involviert
und schon dadurch über die laufenden Geschäftsvorfälle gut informiert. In die Rechnungslegungsprozesse integrierte sowie parallel dazu existierende Überwachungsmaßnahmen
sind wesentlicher Teil des Überwachungssystems. Es existieren stringente Regelungen
für vielfältige Rechnungslegungsprozesse. So sind die Zeichnungsberechtigungen für
Bestellungen, Eingangsrechnungen und Zahlungen exakt definiert. Alle Cash-relevanten
Prozesse unterliegen mindestens dem Vieraugenprinzip, unter Einbeziehung des Vorstands.
Kundenaufträge sind, da bewertungsrelevant, unverzüglich in der EDV zu erfassen. Elektronisch
eingehende Bestellungen werden zentral im Controlling entgegengenommen. Alle erforderlichen
Buchungen sind zeitnah und vollständig auszuführen. Zur Erstellung des Abschlusses wird ein spezialisiertes Rechnungswesensystem mit integrierter
Konsolidierung und Unterstützung der Intercompanybuchungen eingesetzt. Dadurch werden
Schnittstellen minimiert. Durch die Konzentration des Rechnungswesens auf ein einziges
System mit zentraler Stammdatenhaltung werden einheitliche Bilanzierungs-, Kontierungs-
und Bewertungsstandards unterstützt. Intercompanybuchungen erfolgen innerhalb eines
geschlossenen Systems. Die korrekte Verwendung und Einrichtung des Systems wird durch
die IT-Prüfung im Rahmen der Konzernabschlussprüfung geprüft. Forderungen und Verbindlichkeiten
werden als Stichproben über Saldenbestätigungen verprobt. Es existiert ein dediziertes
Rollen- und Rechtemanagement für rechnungslegungsrelevante IT-Systeme. Die Zahlen der Finanzbuchhaltung werden im selben System in die Kostenrechnung übergeben
und dort noch einmal nach Kostenstellen aufgegliedert. Dadurch können etwaige Abweichungen
in einzelnen Positionen schneller erkannt und aufgeklärt werden. Die Verantwortung
und die Berechtigung für Finanzbuchhaltung und Kostenrechnung liegen in unterschiedlichen
Händen. Aufgrund der geringen Größe des Konzerns im Vergleich zu börsennotierten Unternehmen
ist die Komplexität in der Konzernrechnungslegung deutlich reduziert. Daher kommen
keine spezialisierten Systeme für die Erstellung und Verarbeitung von Berichtspackages
zum Einsatz. Die Zentralisierung aller Verwaltungsfunktionen, insbesondere des Rechnungswesens,
in der Holding unter der direkten Leitung durch den Konzernvorstand stellt die vollständige
und gleichartige Erfassung aller Geschäftsvorfälle sicher und gewährleistet die Besetzung
der relevanten Stellen mit adäquat qualifizierten Mitarbeitern. Unter anderem dadurch
wird die Einhaltung der maßgeblichen Vorschriften gewährleistet. Besondere Geschäftsvorfälle, wie zum Beispiel Verschmelzungsvorgänge, werden mit der
Unterstützung durch Anwälte, Wirtschafts- und Steuerberater durchgeführt. Diese sind
unabhängig von den Konzernabschlussprüfern. Die Prüfung des Konzernabschlusses durch die Abschlussprüfer ist ein wesentliches
Element externer und prozessunabhängiger Überwachungsmaßnahmen des Konzernrechnungslegungsprozesses.
Hinzu kommen regelmäßige Prüfungen durch Steuerbehörden und Träger der Sozialversicherungen.
Die Verteilung von Ausführungs- und Genehmigungsprozessen auf mehrere Personen, in
der Regel unter Einbeziehung des Vorstands, verringert das Risiko krimineller Handlungen
durch Mitarbeiter. Im Unternehmen existiert ein umfassendes Berichtswesen. Über die wesentlichen Indikatoren
(wie Auftragseingang, Auslastung, Entwicklung der Kundenprojekte, ggf. Umsatz (vgl.
3)) wird wöchentlich dem Vorstand berichtet. Monatlich wird ein entsprechendes umfassendes
Reporting erstellt, das zusätzlich die Finanzanlagen umfasst. Ein Online Analyse-Instrument
bietet jederzeit tagesaktuelle Daten für wesentliche KPI. Auch für die Finanzanlagen ist ein Berichtsprozess eingerichtet, der mindestens monatlich
über die Entwicklung der einzelnen Anlagen informiert. Darüber hinaus erfolgen in
kürzeren Abständen Portfolioanalysen in Abstimmung zwischen Vorstand und Controlling. Für das Beteiligungscontrolling der Beteiligungen der DocCheck Guano AG sind in den
Beteiligungsverträgen Berichtspflichten der Beteiligungsgesellschaften dokumentiert,
die vom Controlling nachgehalten werden. Darüber hinaus findet ein kontinuierlicher
Austausch zwischen den Verantwortlichen der DocCheck Guano AG und den Beteiligungen
statt. Die Sicherheit der IT-Systeme wird durch interne Regelungen bestimmt, die bekannt
sind und durchgesetzt werden. Darüber hinaus erfolgen externe Audits durch Kunden,
Fachfirmen, sowie im Rahmen der Konzernabschlussprüfung durch die IT-Prüfer. Im Rahmen
der laufenden Risikobeobachtung werden Risiken ständig auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit
und ihr Schadensausmaß hin bewertet. Zusätzlich wird ca. alle zwei Jahre unter den
Führungskräften eine Risikobefragung durchgeführt, deren Ergebnisse mit in die Risikoinventur
einfließen. Risiken werden, wo wirtschaftlich möglich und sinnvoll, durch Versicherungen
abgesichert. So werden insbesondere Risiken aus Haftpflicht und aus dem Untergang
des Firmenvermögens abgesichert. Absicherungen von Währungs- oder Kursschwankungen
sowie Betriebsunterbrechungen erfolgen nicht. Allen Kontroll- und Risikomanagementsystemen zum Trotz können Fehleinschätzungen,
punktuell unzureichende Kontrollen, unerwartete Umstände oder kriminelle Handlungen
nie gänzlich ausgeschlossen werden. Die Risikoexposition des Konzerns halten wir derzeit
für überschaubar. Den Eintritt bestandsgefährdender Risiken halten wir derzeit für
unwahrscheinlich. F. SONSTIGE ANGABEN1. DocCheck AGDie DocCheck AG nimmt die Aufgaben einer geschäftsführenden Holding wahr und hat ihren
Geschäftssitz in Köln. Das operative Geschäft wird von den Tochtergesellschaften betrieben.
Die Aktien der Holding sind seit dem 17. April 2000 an der Frankfurter Wertpapierbörse
notiert. Am 15. Januar 2003 erhielt die DocCheck AG die Zulassung zum Prime Standard.
Seit dem 29. Februar 2008 notierte die DocCheck AG im General Standard und seit dem
17. Juni 2011 ist die DocCheck AG im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse
notiert. 1.1 DividendeDie ordentliche Hauptversammlung der DocCheck AG hat am 12. Mai 2016 beschlossen,
für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividende von 40 Cent pro Aktie auszuschütten. Die
Ausschüttung erfolgte zum 13. Mai 2016 und betrug 1.995.926,40 Euro für 4.989.816
Aktien. 1.2 Stock OptionsDie DocCheck AG hat zum Stichtag insgesamt 68.000 Aktienoptionen an Mitarbeiter in
derzeit zwei Tranchen ausgegeben. Davon sind im Vorjahr bereits 2.000 Optionen verfallen. Im Geschäftsjahr 2015 wurden in einer Tranche insgesamt 46.000 Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder
der DocCheck AG und an Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen
Unternehmen ausgegeben, von denen zum Stichtag 2.000 Optionen verfallen sind. Der
Basispreis der Optionen beträgt 4,34 Euro, der Bezugskurs 4,30 Euro. Die Wartezeit
beträgt vier Jahre, die erstmalige Ausübung ist voraussichtlich am 14. August 2019
möglich. Im Geschäftsjahr 2016 wurden in einer Tranche insgesamt 22.000 Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder
der DocCheck AG und an Mitglieder der Geschäftsleitung der mit der DocCheck AG verbundenen
Unternehmen ausgegeben. Der Basispreis der Optionen beträgt 7,26 Euro, der Bezugskurs
6,90 Euro. Die Wartezeit beträgt vier Jahre, die erstmalige Ausübung ist voraussichtlich
am 26. August 2020 möglich. 2. VergütungsberichtDer Vorstand der DocCheck AG bezog im Jahr 2016 folgende Vergütungen: scroll
Im Vorjahr erhielt der Vorstand der DocCheck AG folgende Vergütungen: scroll
Die DocCheck AG legt die Vergütung der Mitglieder ihres Vorstands freiwillig individuell
offen. Der folgende Vergütungsbericht erläutert auch die Vergütungen des Aufsichtsrats
sowie darüber hinaus die Grundzüge der Vergütungssysteme für die Organe. Die Vergütung
der Vorstandsmitglieder setzt sich, wie in der oben stehenden Tabelle im Einzelnen
aufgeführt, zusammen aus fixen Bestandteilen und einer ergebnisabhängigen Tantieme.
Die Bemessungsgrundlage der Tantieme ist der Jahresüberschuss laut Handelsbilanz der
DocCheck AG vor Tantiemen des Vorstands abzüglich eines handelsrechtlichen Verlustvortrages
abzüglich der Beträge, die in die gesetzlichen oder satzungsmäßigen Rücklagen einzustellen
sind. Die Tantieme wird nach einem festen Prozentsatz berechnet, der für die einzelnen
Vorstandsmitglieder unterschiedlich ist. Die Sätze lauten wie folgt:
Die Summe der Tantiemen aller Vorstände ist begrenzt auf einen festen Prozentsatz
vom handelsrechtlichen Jahresüberschuss der DocCheck AG vor Tantieme und ertragsabhängigen
Steuern. Im Geschäftsjahr 2016 betrugen die Gesamtbezüge des Vorstands 316 TEUR (im Vorjahr:
302 TEUR). Pensionszusagen sind vom Aufsichtsrat per Arbeitsvertrag bewilligt, jedoch
bisher nicht gewährt worden. Ferner wurde eine D&O-Versicherung für Vorstand und Aufsichtsrat
abgeschlossen. Eine individuelle Aufteilung der Versicherungsprämie ist nicht möglich. Dr. Frank Antwerpes hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung
des Gehaltes für einen Zeitraum von zwölf Monaten, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages.
Im Falle des Ablebens von Herrn Dr. Antwerpes erhalten die Witwe und die minderjährigen
Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die sechs folgenden Monate das
volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Der Vorstand Helmut Rieger hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung
des Gehaltes bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens von Herrn
Rieger erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den
Sterbemonat und die drei folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende
des Anstellungsvertrages. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Komponenten mit langfristiger
Anreizwirkung und Leistungen im Sinne des § 314 HGB, die den Vorstandsmitgliedern
für den Fall der Beendigung ihrer Tätigkeiten zugesagt worden sind. Auf der Basis des Beschlusses der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 hat der Vorstand
der DocCheck AG in Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat das Aktienoptionsprogramm (AOP)
2015 in der Aufsichtsratssitzung vom 25. März 2015 und der Vorstandssitzung vom 25.
März 2015 verabschiedet. Ziel des AOP ist es, die Berechtigten möglichst langfristig
an die Gesellschaft zu binden, um eine nachhaltige und langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung
zu gewährleisten. An diesen übergeordneten Zielen orientieren sich die durch das Aktienoptionsprogramm
und die hiermit verbundene Nachhaltigkeitstantieme geschaffenen Vergütungszusagen.
Danach sind der Aufsichtsrat und Vorstand nach Maßgabe der Bestimmungen des Hauptversammlungsbeschlusses
ermächtigt, bis zu 498.891 Aktienoptionen an den Vorstand der DocCheck AG, Mitglieder
der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen sowie Arbeitnehmer
(insbesondere Führungskräfte mit hohem strategischen Stellenwert) der DocCheck AG
und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen zu gewähren. Die Ausübung der
Optionen sowie die Gewährung der Nachhaltigkeitstantieme sind an die Erreichung folgender
Erfolgsziele geknüpft:
Eine Option berechtigt zum Bezug je einer Aktie der DocCheck AG zum Bezugskurs. Die
Hauptversammlung vom 25. Mai 2015 hat zur Bedienung der Optionsrechte im Rahmen des
AOP ein bedingtes Kapital von bis zu 498.981 EUR geschaffen. Statt der bedingten Kapitalerhöhung
ist die Gesellschaft auch berechtigt, Aktien aus dem genehmigten Kapital oder eigene
Aktien zu verwenden. Darüber hinaus behält sich die DocCheck AG vor, auf Barzahlung
umzustellen. In diesem Fall wird dem Berechtigten bei Ausübung der Option ein Barbetrag
ausgezahlt, der die Optionsinhaber wirtschaftlich so stellt, als wäre das AOP in seiner
ursprünglichen Form durchgeführt worden. Der Basispreis einer Option entspricht dem durchschnittlichen Börsenkurs der DocCheck-Aktie,
ermittelt auf Basis des arithmetischen Mittelwerts des Schlusskurses der Aktie der
Gesellschaft im XETRA-Handel der "Deutsche Börse AG" (oder einem an die Stelle getretenen
Nachfolgesystems) - falls kein solcher Schlusskurs vorliegt, des Schlusskurses der
Aktie der Gesellschaft im Präsenzhandel an der Frankfurter Wertpapierbörse - innerhalb
von 12 Monaten vor dem Beschluss des Vorstands und bzw. oder des Aufsichtsrats über
das jeweilige Angebot zum Erwerb der Optionsrechte, mindestens dem gesetzlichen Mindestausgabebetrag. Die Ausübung der mit diesem Optionsvertrag gewährten Optionen ist - nach Erfüllung
der Wartezeit - jeweils nur während folgender Zeiträume zulässig:
Die Optionen können letztmals in dem Ausübungszeitraum 1 des sechsten nach Gewährung
der Aktienoptionen beginnenden Geschäftsjahres ausgeübt werden. Mit Ablauf dieses
Ausübungszeitraumes verfallen sie ersatzlos. Im Zeitraum zwischen dem 26. März 2015 und dem 7. April 2015 wurden insgesamt 46.000
Optionen an sieben Berechtigte ausgegeben, von denen zum Stichtag 2.000 Optionen verfallen
sind (1. Tranche). Der Basispreis für eine Aktie wurde für diese Tranche auf 4,34
EUR festgelegt. Der Bezugskurs je Aktie beträgt bis zu fünf Prozent unterhalb des
Basispreises und wurde auf 4,30 EUR fixiert. Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen
beträgt zum Zeitpunkt der Optionsgewährung 2,45 EUR je Option. Im Geschäftsjahr 2016 wurden insgesamt 22.000 Optionen an zwei Berechtigte ausgegeben
(2. Tranche). Der Basispreis für eine Aktie wurde für diese Tranche auf 7,26 EUR festgelegt.
Der Bezugskurs je Aktie beträgt bis zu fünf Prozent unterhalb des Basispreises und
wurde auf 6,90 EUR fixiert. Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen beträgt zum
Zeitpunkt der Optionsgewährung 2,18 EUR je Option. Zusätzlich zu den Aktienoptionen erwerben die Berechtigten der ersten Tranche nach
Ablauf der Wartezeit und bei Erreichen der Erfolgsziele einen Anspruch auf Gewährung
eines Nettogeldbetrages, der der Zahl ihrer jeweiligen Optionen multipliziert mit
dem anzusetzenden Bezugskurs entspricht (Nachhaltigkeitstantieme). Die Nachhaltigkeitstantieme
ist zweckgebunden zum Bezug von Aktien der Gesellschaft aufgrund der Teilnahme am
Aktienoptionsprogramm. Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bezog im Jahr 2016 folgende Vergütungen: scroll
Der Aufsichtsrat der DocCheck AG bezog im Vorjahr folgende Vergütungen: scroll
Den Aufsichtsratsmitgliedern wurden Bezüge für ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat im Geschäftsjahr
2016 in Höhe von insgesamt 60 TEUR (im Vorjahr: 60 TEUR) gewährt. Die Mitglieder erhalten
pro Jahr 6 TEUR als fixe Tätigkeitsvergütung, der Vorsitzende erhält das Zweifache.
Zusätzlich erhalten die Aufsichtsräte eine variable Vergütung in Höhe der prozentualen
EBIT-Marge. Als Bemessungsgrundlage dient die fixe Vergütung. Eine Pensionszusage für Aufsichtsratsmitglieder wurde nicht gewährt. Es besteht eine
D&O-Versicherung für Vorstand und Aufsichtsrat. 3. Angaben nach §§ 289 Abs. 4 ff., 315 Abs. 4 HGBDas Grundkapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2016 4.989.816,00 Euro und
ist eingeteilt in 4.989.816 auf den Inhaber lautende nennwertlose Namensaktien. Die
Gesellschaft hat ausschließlich Stammaktien ausgegeben. Mit allen Aktien sind die
gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Insbesondere vermittelt jede Aktie eine Stimme
sowie einen Anteil am Gewinn der Gesellschaft, welcher dem rechnerischen Anteil der
Aktie am Grundkapital entspricht. Es existieren keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder Übertragung von Aktien betreffen.
Damit hat eine Aktie einen Anteil am Grundkapital von einem Euro. Am Grundkapital
der Gesellschaft bestanden zum 31. Dezember 2016 von Dr. Frank Antwerpes, Deutschland,
und Ben Antwerpes, Deutschland, direkte Beteiligungen, die zehn Prozent der Stimmrechte
überschreiten. Allerdings werden nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 WpHG den Anteilen von
Ben Antwerpes 7,58 Prozent seiner Mutter Pia Antwerpes, Deutschland, zugerechnet.
Es gibt keine Aktien der Gesellschaft, die mit Sonderrechten ausgestattet sind, die
Kontrollbefugnisse verleihen. Die Ernennung und Abberufung des Vorstands ist in §§
84, 85 AktG sowie in § 7 Abs. 2 der Satzung der DocCheck AG geregelt. Demnach erfolgt
die Bestellung der Vorstandsmitglieder durch den Aufsichtsrat, der auch die Anzahl
der Vorstände bestimmt. Dabei kann der Aufsichtsrat einen Vorsitzenden des Vorstandes
und einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstandes ernennen. Änderungen der Satzung sind grundsätzlich in §§ 179, 181, 133 AktG geregelt. Verschiedene
weitere Vorschriften des AktG sind unter Umständen ebenfalls einschlägig bei Satzungsänderungen
und -ergänzungen beziehungsweise verdrängen die vorgenannten Regelungen. Als Beispiel
seien hier §§ 182 ff. AktG bei Kapitalerhöhungen, §§ 222 ff. AktG bei Kapitalherabsetzungen
sowie § 262 AktG bei Auflösung der Aktiengesellschaft genannt. Nach § 17 der Satzung
der DocCheck AG ist der Aufsichtsrat befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren
Fassung betreffen, zu beschließen. Der Vorstand hat die ihm durch Gesetz und Satzung
eingeräumten Befugnisse, welche im Kern die Befugnisse zur Leitung der Gesellschaft
unter eigener Verantwortung und Vertretung nach außen umfassen. Der Vorstand ist mit Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Mai 2014 ermächtigt, bis
zu 2.000.000 Aktien der Gesellschaft zum Zwecke des Einzugs zu erwerben. Das Grundkapital
kann zu diesem Zwecke um bis zu 2 Millionen Euro herabgesetzt werden. Nach § 5 Abs. 3 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats
das Grundkapital der Gesellschaft um 2.494.908,00 Euro (genehmigtes Kapital 2015)
bis zum 19. Mai 2020 zu erhöhen. Nach § 5 Abs. 4 der Satzung ist das Grundkapital um bis zu 498.981,00 Euro bedingt
erhöht (bedingtes Kapital 2012). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich
der Gewährung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder der DocCheck
AG, Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen
sowie Arbeitnehmer (insbesondere an Führungskräfte mit hohem strategischen Stellenwert)
der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen gemäß der in der
Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 erteilten Ermächtigung zur Ausgabe von Aktienoptionen.
Zum 31. Dezember 2016 waren insgesamt 68.000 Aktienoptionen aus zwei Tranche zugeteilt,
von denen zum Stichtag 2.000 Optionen verfallen sind. Die Gesellschaft ist mit Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Mai 2016 bis zum 11.
Mai 2021 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 Prozent des zum Zeitpunkt der
Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals über die Börse oder außerhalb der Börse
mittels eines an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichteten öffentlichen Kaufangebots
zur Verwendung zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken zu erwerben. Zum 31. Dezember 2016 verfügt die Gesellschaft über keine eigenen Aktien. Die Gesellschaft unterhält keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung
eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Zudem gibt es keine
Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots
mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind. Köln, 10. März 2017 DocCheck AG Vorstand scroll
Bilanz zum 31. Dezember 2016AKTIVSEITEscroll
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Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016scroll
Anhang der DocCheck AG, Köln, für das Geschäftsjahr 2016Die DocCheck AG hat ihren Sitz in der Vogelsanger Str. 66 in 50823 Köln und ist im
Handelsregister beim Amtsgericht der Stadt Köln unter der Nummer HRB 32420 eingetragen. A. RechnungslegungsgrundsätzeDie Gesellschaft erfüllt zum 31. Dezember 2016 gemäß § 267 Abs. 1 HGB die Merkmale
einer kleinen Kapitalgesellschaft. Aus Transparenzgründen werden die Vorschriften
für große Kapitalgesellschaften freiwillig auf den Jahresabschluss 2016 angewandt. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 238 bis 288 HGB, der Vorschriften
der §§ 150 bis 160 AktG aufgestellt. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter
dem Grundsatz der Unternehmensfortführung. Der gemäß der Satzung aufzustellende Lagebericht
wird gemäß den handelsrechtlichen Vorschriften nach § 289 HGB aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Im Berichtsjahr wurden die handelsrechtlichen Neuregelungen infolge des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes
(BilRUG) vollumfänglich umgesetzt. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung weicht aufgrund der erstmaligen Anwendung
des § 275 HGB i.d.F. des BilRUG von der Vorjahresdarstellung ab. Durch die erstmalige
Anwendung des BilRUG wurde die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung um den Posten
"Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit" verkürzt und um den Posten "Ergebnis
nach Steuern" erweitert. Die Vorjahreswerte werden entsprechend angepasst. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden1. AnlagevermögenDie immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind mit den handelsrechtlichen
Anschaffungskosten (§ 255 HGB) vermindert um die jeweiligen Abschreibungen in der
Bilanz angesetzt. Die Abschreibung des abnutzbaren Anlagevermögens erfolgt ausschließlich durch gleichmäßige
Verteilung der Anschaffungskosten auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der einzelnen
Vermögensgegenstände (lineare Abschreibung). Immaterielle Vermögensgegenstände werden
über betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zwischen 1 und 6 Jahren abgeschrieben. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
werden über betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zwischen 19 bis 33 Jahren abgeschrieben.
Technische Anlagen und Maschinen werden über betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zwischen
6 bis 20 Jahren abgeschrieben. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen
werden über einen Zeitraum zwischen 3 und 10 Jahren und Einbauten in fremde Grundstücke
zwischen 10 und 20 Jahren abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von jeweils bis 410 EUR, die nach
dem 1. Januar 2010 angeschafft wurden, werden in Anlehnung an das steuerliche Wahlrecht
nach § 6 Abs. 2 EStG mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und im Jahr der Anschaffung
vollständig abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2016 wurden geringwertige Anlagegüter
in Höhe von 22 TEUR angeschafft (im Vorjahr: 31 TEUR). Die Bewertung der im Rahmen langfristiger Investitionspolitik in den vergangenen Geschäftsjahren
angeschafften Gold-, Silber- und Platinbestände erfolgt zu Anschaffungskosten bzw.
bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden
Wert. Entfällt der Grund für eine in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung
ganz oder teilweise in Folgeperioden wieder, wird eine entsprechende Wertaufholung
vorgenommen. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sowie die Ausleihungen an verbundene Unternehmen
werden mit den Anschaffungskosten ausgewiesen, sofern nicht aufgrund voraussichtlich
dauernder Wertminderung Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen
worden sind. Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen. Bei einem
Unterschied zwischen Anschaffungskosten und Rückzahlungsbetrag wird dieser nach der
Effektivzinsmethode über die Laufzeit des Wertpapiers verteilt. Für den Fall einer
voraussichtlich dauerhaften Wertminderung erfolgt die Bewertung zum niedrigeren beizulegenden
Wert. 2. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten abzüglich etwaiger
Wertberichtigungen bewertet. Die Höhe der Wertberichtigungen richtet sich nach dem
wahrscheinlichen Ausfallrisiko. Unverzinsliche Forderungen mit einer Fälligkeit von
mehr als einem Jahr sind mit dem abgezinsten Wert angesetzt. 3. Sonstige WertpapiereDie Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren
beizulegenden Wert bewertet. 4. Kassenbestand, Guthaben bei KreditinstitutenLiquide Mittel werden zum Nennwert angesetzt. 5. RechnungsabgrenzungspostenUnter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen für Vorgänge ausgewiesen,
die in den nachfolgenden Geschäftsjahren zu Aufwand führen. 6. EigenkapitalDas gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag angesetzt. Anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente an Vorstände,
Geschäftsführer und Arbeitnehmer der DocCheck AG sowie der mit der DocCheck AG verbundenen
Unternehmen werden zu dem beizulegenden Zeitwert des Eigenkapitalinstruments am Tag
der Gewährung bewertet. Dieser Zeitwert wird linear über den Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit
als Personalaufwand mit korrespondierender Erhöhung des Eigenkapitals (Kapitalrücklage
nach § 272 Abs. 2 Nr. 2 HGB) erfasst und beruht auf den Erwartungen der DocCheck AG
hinsichtlich der Eigenkapitalinstrumente, die voraussichtlich unverfallbar werden.
Die Ermittlung des Zeitwerts ist mit Schätzungen verbunden, die zu jedem Abschlussstichtag
überprüft werden. Sofern sich Änderungen der ursprünglichen Schätzung ergeben, werden
diese erfolgswirksam erfasst. 7. RückstellungenDie Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.
Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken.
Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende
objektive Hinweise für einen Eintritt vorliegen. Für anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich wird eine Rückstellung erfasst und
bei Zugang mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert wird
zu jedem Abschlussstichtag neu ermittelt und eventuelle Änderungen des beizulegenden
Zeitwerts werden erfolgswirksam erfasst. 8. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. 9. Latente SteuernLatente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen
und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten
ermittelt. Dabei werden bei der DocCheck AG nicht nur die Unterschiede aus den eigenen
Bilanzpositionen einbezogen, sondern auch solche, die bei Organtöchtern bestehen,
an denen die DocCheck AG als Gesellschafter beteiligt ist. Die Ermittlung der latenten
Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises
der DocCheck AG von unverändert 32,5 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer,
Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung
würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung
würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht werden. Im Geschäftsjahr
2016 ergab sich insgesamt eine - nicht bilanzierte - Steuerentlastung. 10. UmsatzerlöseUmsatzerlöse werden realisiert, wenn die Lieferungen und Leistungen ausgeführt sind
und der Gefahrenübergang erfolgt ist. C. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und VerlustrechnungI. Bilanz1. AnlagevermögenAus Gründen der Klarheit wurden die Mietereinbauten innerhalb der Sachanlagen als
eigener Posten "Einbauten in fremde Grundstücke" ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2016
wurden Investitionen in den Ausbau eines neuen Gebäudeabschnitts in Höhe von 249 TEUR
vorgenommen, die über die Restlaufzeit des Mietvertrages einschließlich Verlängerungsoption
abgeschrieben werden. Die zu Investitionszwecken gehaltenen Gold-, Silber- und Platinbestände werden unter
dem Posten "Anlage in Edelmetallen" ausgewiesen. Die Wertminderungen der Silber- und
Platinbestände aus dem Vorjahr wurden im Geschäftsjahr 2016 aufgrund leicht gestiegener
Stichtagskurse wieder teilweise gutgeschrieben. Zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung
wird weiterhin von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung der Silber- und Platinbestände
ausgegangen. Die Bilanzwerte der Anteile an verbundenen Unternehmen haben sich im Vergleich zum
Vorjahr um 793 TEUR erhöht. Die DocCheck AG hat am 28. Juni 2016 weitere 32,5 Prozent
der Anteile an der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH, Weil im Schönbuch, erworben.
Damit beträgt die Beteiligungsquote an der DocCheck Medizinbedarf und Logistik GmbH
nun 90,0 Prozent. Die Anteilsübertragung fand mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1.
Januar 2016 statt. Zudem wurde das Stammkapital der DocCheck Medizinbedarf und Logistik
GmbH am 17. Oktober 2016 um 23.500 EUR auf 54.700 EUR erhöht. Zur Stärkung der Eigenkapitalposition
und der zukünftigen Liquidität der Gesellschaft hat die DocCheck AG in diesem Zusammenhang
zusätzlich zur Stammeinlage ein Aufgeld in Höhe von 521 TEUR übernommen, das überwiegend
durch Verzicht auf die Rückzahlung der werthaltigen, sofort fälligen und liquiden
Darlehensforderungen der DocCheck AG gegen die DocCheck Medizinbedarf und Logistik
GmbH geleistet wurde. Die verbundenen Unternehmen sind im Anteilsbesitz dargestellt. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen bestehen aus einem Darlehen in Höhe von
100 TEUR an die DocCheck Guano AG. Das Darlehen hat eine Mindestlaufzeit von zehn
Jahren und wird verzinst. Der Posten Wertpapiere des Anlagevermögens setzt sich zum 31. Dezember 2016 aus zwei
(im Vorjahr: drei) Unternehmensanleihen und einem Schuldscheindarlehen zusammen. Die
Abschreibungen auf Finanzanlagen belaufen sich im Geschäftsjahr 2016 auf 13 TEUR (im
Vorjahr: 57 TEUR) und resultieren aus der Bewertung der Unternehmensanleihen nach
der Effektivzinsmethode. Zum Bilanzstichtag lag der Börsenkurs von einer Unternehmensanleihe
um 0,5 TEUR unter dem Buchwert. Eine außerplanmäßige Abschreibung gem. § 253 Abs.
3 Satz 3 HGB ist unterblieben, da nicht von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung
ausgegangen wird. Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2016scroll
scroll
2. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von 1.463 TEUR (im Vorjahr:
1.713 TEUR). Darin enthalten sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (1.296
TEUR; im Vorjahr: 1.203 TEUR) sowie sonstige Forderungen mit einer Restlaufzeit bis
zu einem Jahr (167 TEUR; im Vorjahr: sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 12 TEUR).
Die im Vorjahr bestehenden Darlehensforderungen gegen die DocCheck Medizinbedarf und
Logistik GmbH in Höhe von 522 TEUR bestehen zum Stichtag aufgrund einer bei der DocCheck
Medizinbedarf und Logistik GmbH durchgeführten Kapitalmaßnahme nicht mehr. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 112 TEUR (im Vorjahr: 26 TEUR) setzen
sich im Wesentlichen aus Forderungen gegen den Vermieter der DocCheck AG bezüglich
einer Kostenübernahme eines Teils der angefallenen Umbaumaßnahmen sowie Zinsabgrenzungen
zusammen. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit
von unter einem Jahr. 3. Sonstige WertpapiereZur Risikostreuung hat die DocCheck AG Aktien von nationalen und internationalen Unternehmen
aus den Bereichen Internet & Social Media, Logistik und Biotechnologie erworben. Die
Wertpapiere werden gemäß § 253 Abs. 4 HGB zum Börsenkurs bewertet, sofern dieser unter
den Anschaffungskosten liegt. Die daraus resultierenden Wertminderungen betragen zum
Stichtag 33 TEUR (im Vorjahr: 1 TEUR). 4. Eigenkapitala. Gezeichnetes KapitalDas gezeichnete Kapital der DocCheck AG beläuft sich zum 31. Dezember 2016 auf 4.989.816,00
EUR (im Vorjahr: 4.989.816,00 EUR), ist aufgeteilt in 4.989.816 Stück (im Vorjahr:
4.989.816 Stück) nennbetragslose auf den Namen lautende Stückaktien und ist voll eingezahlt.
Jede Aktie gewährt ein Stimmrecht. Der rechnerische Wert der Stückaktien beträgt 1
EUR. Es wurden ausschließlich Stammaktien ausgegeben. b. Eigene AnteileDurch Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Mai 2016 wurde die Gesellschaft bis zum
11. Mai 2021 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt zehn Prozent des zum Zeitpunkt
der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann
ganz oder teilweise, in diesem Fall auch mehrmals, durch die Gesellschaft oder durch
Dritte für Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre
kann unter bestimmten, im Hauptversammlungsbeschluss festgelegten Umständen ausgeschlossen
werden. Zum 31. Dezember 2016 hält die DocCheck AG keine eigenen Anteile. c. Genehmigtes KapitalDurch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2015 wurde die Gesellschaft ermächtigt,
mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 19. Mai
2020 um bis zu insgesamt 2.494.908,00 EUR gegen Bar- oder Sacheinlagen durch Ausgabe
neuer, auf den Inhaber lautender Stamm-Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital
2015). Die Ausnutzung der Ermächtigung kann auch in einzelnen Tranchen erfolgen. Ferner ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über den Ausschluss
des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre zu entscheiden. Das gesetzliche Bezugsrecht
der Aktionäre kann unter bestimmten, im Hauptversammlungsbeschluss festgelegten Umständen
ausgeschlossen werden. d. Bedingtes KapitalDas Grundkapital ist um bis zu 498.981,00 EUR bedingt erhöht durch die Ausgabe von
bis zu 498.981 auf den Namen lautenden Stückaktien. Die bedingte Kapitalerhöhung dient
ausschließlich der Gewährung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen an Vorstandsmitglieder
der DocCheck AG, Mitglieder der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen
Unternehmen sowie an Arbeitnehmer (insbesondere Führungskräfte mit hohem strategischem
Stellenwert) der DocCheck AG und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen,
nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 (Aktienoptionsprogramm
2012). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber
der gewährten Bezugsrechte ihr Bezugsrecht ausüben und die Gesellschaft zur Erfüllung
des Bezugsrechtes keine eigenen Aktien oder hierzu Aktien aus dem genehmigten Kapital
verwendet. Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrates bzw., soweit die Gewährung
an Mitglieder des Vorstands erfolgt, der Aufsichtsrat, ermächtigt, die weiteren Einzelheiten
der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzulegen. e. Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGBZum 31. Dezember 2016 beläuft sich die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB
auf 3.752 TEUR (im Vorjahr: 3.752 TEUR). f. Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 2 HGBAus dem Aktienoptionsprogramm 2012 wurden im Geschäftsjahr 2016 27 TEUR in die Kapitalrücklage
eingestellt. Zum 31. Dezember 2016 beläuft sich die Kapitalrücklage nach § 272 Abs.
2 Nr. 2 HGB damit auf 46 TEUR (im Vorjahr: 19 TEUR). g. Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGBZum 31. Dezember 2016 beläuft sich die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB
auf 9.261 TEUR (im Vorjahr: 9.261 TEUR). h. Kapitalrücklage nach § 237 Abs. 5 AktGZum 31. Dezember 2016 beläuft sich die Kapitalrücklage nach § 237 Abs. 5 AktG auf
914 TEUR (im Vorjahr: 914 TEUR). i. GewinnrücklagenDie Gewinnrücklagen setzen sich aus folgenden Positionen zusammen: scroll
5. RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
6. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 200 TEUR (im Vorjahr:
148 TEUR) und haben wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 131 TEUR (im Vorjahr:
528 TEUR) haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Diese Verbindlichkeiten
betreffen ebenfalls wie im Vorjahr im Wesentlichen sonstige Verbindlichkeiten aus
Cash-Pooling. Am 18. Oktober 2004 wurde zwischen der DocCheck AG und der Sparkasse Köln-Bonn ein
Vertrag über eine zentrale Liquiditätsdisposition abgeschlossen. Die Liquiditätsdisposition
führt zu einem täglichen Ausgleich der Geschäftskonten der antwerpes ag und der DocCheck
Medical Services GmbH über das Geschäftskonto der DocCheck AG. Im Geschäftsjahr 2014
wurden die DocCheck Guano AG und die Breadcrumb GmbH ebenfalls in die zentrale Liquiditätsdisposition
aufgenommen. Die sonstigen Verbindlichkeiten, wie im Vorjahr sämtlich mit einer Restlaufzeit bis
zu einem Jahr, setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Absicherungen von Verbindlichkeiten durch Pfandrechte und ähnliche Rechte bestanden
zum Abschlussstichtag nicht. 7. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenZum 31. Dezember 2016 bestanden keine Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB. Zum 31. Dezember 2016 bestanden folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen: scroll
Aus einem Vertrag über rechtliche Beratung bestehen zum Stichtag Verbindlichkeiten
in Höhe von 17 TEUR, die nicht bilanziert sind, da deren Inanspruchnahme von Projektmeilensteinen
abhängig ist, die zum Stichtag nicht erfüllt waren und deren voraussichtliche Erfüllung
zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses noch nicht verlässlich geschätzt
werden kann. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird auf Basis der zum Zeitpunkt der
Bilanzaufstellung bestehenden Erkenntnisse als gering eingestuft. II. Gewinn- und Verlustrechnung1. UmsatzerlöseAufgrund der erstmaligen Anwendung des BilRUG wurden Umsatzerlöse in Höhe von 14 TEUR
(im Vorjahr: 16 TEUR) aus den sonstigen betrieblichen Erträgen in die Umsatzerlöse
umklassifiziert. Der Vorjahresausweis wurde entsprechend angepasst. Die Umsatzerlöse von insgesamt 4.144 TEUR (im Vorjahr: 3.841 TEUR) setzen sich aus
Umlagen für erbrachte Leistungen und verauslagte Kosten (Mieten, Wareneinkauf, Personalbeschaffungskosten
etc.) wie folgt zusammen: scroll
Die Umsatzerlöse wurden in 2016 ausschließlich im Inland erzielt. 2. Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von insgesamt 139 TEUR (im Vorjahr: 88
TEUR) setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilRUG wurden sonstige betriebliche Erträge
in Höhe von 14 TEUR (im Vorjahr: 16 TEUR) aus den sonstigen betrieblichen Erträgen
in die Umsatzerlöse umklassifiziert. Der Vorjahresausweis wurde entsprechend angepasst. 3. Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
4. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des FinanzanlagevermögensDie Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens betragen
48 TEUR (im Vorjahr: 59 TEUR) und betreffen Zinserträge. 5. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des UmlaufvermögensDie außerplanmäßigen Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens
in Höhe von 46 TEUR (im Vorjahr: 58 TEUR) betreffen Unternehmensanleihen und Aktien. 6. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 1.329 TEUR (im Vorjahr: 1.409
TEUR) setzen sich aus der Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag in Höhe von
631 TEUR (im Vorjahr: 683 TEUR) und der Gewerbesteuer in Höhe von 672 TEUR (im Vorjahr:
726 TEUR) zusammen. Latente Steuern sind im Steueraufwand nicht enthalten. Insgesamt erwartet die DocCheck
AG zum 31. Dezember 2016 aus zeitlichen Bewertungsunterschieden - sowohl eigenen als
auch bei Gesellschaften des steuerlichen Organkreises - eine zukünftige Steuerentlastung
von 18 TEUR (im Vorjahr: 7 TEUR). Die Ermittlung dieses Betrages erfolgte auf Basis
eines kombinierten Ertragsteuersatzes von 32,5 %, der Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer
und Solidaritätszuschlag umfasst. Aktive latente Steuern resultieren aus wertmäßigen Unterschieden bei den Rückstellungen
für Personalkosten sowie Wertpapieren des Umlaufvermögens. Zukünftig nutzbare steuerliche
Verlustvorträge liegen zum Bilanzstichtag nicht vor. In Ausübung des Wahlrechtes aus § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde für den Überhang aktiver
Steuerlatenzen eine aktive latente Steuer nicht bilanziert. 7. GewinnausschüttungAuf der ordentlichen Hauptversammlung der DocCheck AG vom 12. Mai 2016 erfolgte die
Beschlussfassung, eine Dividendenauszahlung für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von
1.996 TEUR vorzunehmen. Des Weiteren wurde von der Hauptversammlung beschlossen, den
verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von 1.831 TEUR auf neue Rechnung vorzutragen. C. Sonstige Angaben1. Anzahl der ArbeitnehmerIm Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 31 (im Vorjahr: 26) Mitarbeiter beschäftigt
(Angabe ohne Auszubildende und Vorstandsmitglieder). Hierbei handelt es sich ausschließlich
um Verwaltungsmitarbeiter. 2. GesellschaftsorganeDie Organe der DocCheck AG hatten im Geschäftsjahr 2016 folgende Mitglieder: scroll
VorstandsvergütungDer Vorstand der DocCheck AG bezog im Jahr 2016 folgende Vergütungen: Vorstandsvergütung 2016scroll
scroll
Vorstandsvergütung 2015scroll
scroll
Der Vorstand Dr. Frank Antwerpes hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte
Fortzahlung des Gehaltes für einen Zeitraum von 12 Monaten, längstens bis zum Ende
des Anstellungsvertrages. Im Falle des Ablebens des Vorstandsmitgliedes erhalten die
Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger für den Sterbemonat und die
sechs folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Der Vorstand Helmut Rieger hat im Krankheitsfall einen Anspruch auf unveränderte Fortzahlung
des Gehaltes, jedoch längstens bis zum Ende des Anstellungsvertrages. Im Falle des
Ablebens von Herrn Rieger erhalten die Witwe und die minderjährigen Kinder als Gesamtgläubiger
für den Sterbemonat und die drei folgenden Monate das volle Gehalt, längstens bis
zum Ende des Anstellungsvertrages. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung
und Leistungen im Sinne des § 285 HGB, die den Vorstandsmitgliedern für den Fall der
Beendigung ihrer Tätigkeiten zugesagt worden sind. 3. AufsichtsratsvergütungDer Aufsichtsrat der DocCheck AG bezog folgende Vergütungen: Aufsichtsratsvergütung 2016scroll
Aufsichtsratsvergütung 2015scroll
Mit Herrn Dr. Pietzko besteht ein Vertrag über allgemeinberatende bzw. rechtsberatende
Tätigkeiten zur Wahrnehmung gerichtlicher oder außergerichtlicher Mandate. Im Geschäftsjahr
2016 betrug der Umfang der Geschäfte mit Herrn Dr. Pietzko 2 TEUR (brutto) (im Vorjahr:
2 TEUR). 4. KonzernabschlussDie DocCheck AG erstellt als Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2016 einen Konzernabschluss
für den kleinsten und größten Kreis. Der Konzernabschluss wird nach den International
Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt und
im Bundesanzeiger veröffentlicht. 5. Anteilsbesitzscroll
1)
nach Ergebnisabführung an die DocCheck AG 6. Aktienbasierte VergütungenAuf der Basis des Beschlusses der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 hat der Vorstand
der DocCheck AG in Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat das Aktienoptionsprogramm (AOP)
201 in der Aufsichtsratssitzung vom 25. März 2015 und der Vorstandssitzung vom 25.
März 2015 verabschiedet. Ziel des AOP ist es, die Berechtigten möglichst langfristig
an die Gesellschaft zu binden, um eine nachhaltige und langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung
zu gewährleisten. An diesen übergeordneten Zielen orientieren sich die durch das Aktienoptionsprogramm
und die hiermit verbundene Nachhaltigkeitstantieme geschaffenen Vergütungszusagen.
Danach sind der Aufsichtsrat und Vorstand nach Maßgabe der Bestimmungen des Hauptversammlungsbeschlusses
ermächtigt, bis zu 498.891 Aktienoptionen an den Vorstand der DocCheck AG, Mitglieder
der Geschäftsführung der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen sowie Arbeitnehmer
(insbesondere Führungskräfte mit hohem strategischen Stellenwert) der DocCheck AG
und der mit der DocCheck AG verbundenen Unternehmen zu gewähren. Die Ausübung der
Optionen sowie die Gewährung der Nachhaltigkeitstantieme sind an die Erreichung folgender
Erfolgsziele geknüpft:
Eine Option berechtigt zum Bezug je einer Aktie der DocCheck AG zum Bezugskurs. Die
Hauptversammlung vom 25. Mai 2015 hat zur Bedienung der Optionsrechte im Rahmen des
AOP ein bedingtes Kapital von bis zu 498.981 EUR geschaffen. Statt der bedingten Kapitalerhöhung
ist die Gesellschaft auch berechtigt, Aktien aus dem genehmigten Kapital oder eigene
Aktien zu verwenden. Darüber hinaus behält sich die DocCheck AG vor, auf Barzahlung
umzustellen. In diesem Fall wird dem Berechtigten bei Ausübung der Option ein Barbetrag
ausgezahlt, der die Optionsinhaber wirtschaftlich so stellt, als wäre das AOP in seiner
ursprünglichen Form durchgeführt worden. Der Basispreis einer Option entspricht dem durchschnittlichen Börsenkurs der DocCheck-Aktie,
ermittelt auf Basis des arithmetischen Mittelwerts des Schlusskurses der Aktie der
Gesellschaft im XETRA-Handel der "Deutsche Börse AG" (oder einem an die Stelle getretenen
Nachfolgesystems) - falls kein solcher Schlusskurs vorliegt, des Schlusskurses der
Aktie der Gesellschaft im Präsenzhandel an der Frankfurter Wertpapierbörse - innerhalb
von 12 Monaten vor dem Beschluss des Vorstands und bzw. oder des Aufsichtsrats über
das jeweilige Angebot zum Erwerb der Optionsrechte, mindestens dem gesetzlichen Mindestausgabebetrag. Die Ausübung der mit diesem Optionsvertrag gewährten Optionen ist - nach Erfüllung
der Wartezeit - jeweils nur während folgender Zeiträume zulässig:
Die Optionen können letztmals in dem Ausübungszeitraum 1 des sechsten nach Gewährung
der Aktienoptionen beginnenden Geschäftsjahres ausgeübt werden. Mit Ablauf dieses
Ausübungszeitraumes verfallen sie ersatzlos. 1. TrancheIm Zeitraum zwischen dem 26. März 2015 und dem 7. April 2015 wurden insgesamt 46.000
Optionen an sieben Berechtigte ausgegeben, von denen 2.000 Optionen verfallen sind. Der Basispreis für eine Aktie wurde auf 4,34 EUR festgelegt. Der Bezugskurs je Aktie
beträgt bis zu fünf Prozent unterhalb des Basispreises und wurde auf 4,30 EUR fixiert. Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen beträgt zum Zeitpunkt der Optionsgewährung
2,45 EUR je Option. Der in der Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31.
Dezember 2016 erfasste Personalaufwand für die Optionen beträgt 25 TEUR (im Vorjahr:
19 TEUR). Zusätzlich zu den Aktienoptionen erwerben die Berechtigten nach Ablauf der Wartezeit
und bei Erreichen der Erfolgsziele einen Anspruch auf Gewährung eines Nettogeldbetrages,
der der Zahl ihrer jeweiligen Optionen multipliziert mit dem anzusetzenden Bezugskurs
entspricht (Nachhaltigkeitstantieme). Die Nachhaltigkeitstantieme ist zweckgebunden
zum Bezug von Aktien der Gesellschaft aufgrund der Teilnahme am Aktienoptionsprogramm.
Hierfür wurde zum Stichtag eine Rückstellung für Tantiemen in Höhe von 140 TEUR gebildet
(im Vorjahr: 60 TEUR). 2. TrancheAm 26. August 2016 wurden insgesamt 22.000 Optionen an zwei Berechtigte ausgegeben
Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen beträgt zum Zeitpunkt der Optionsgewährung
2,12 EUR je Option. Der Basispreis für eine Aktie wurde auf 7,26 EUR festgelegt. Der Bezugskurs je Aktie
beträgt bis zu fünf Prozent unterhalb des Basispreises und wurde auf 6,90 EUR fixiert. Der in der Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31.
Dezember 2016 erfasste Personalaufwand für die Optionen der 2. Tranche beträgt 4 TEUR
(im Vorjahr: 0 TEUR). Die 2. Tranche wurde ohne Nachhaltigkeitstantieme ausgegeben. Übersicht der zum Stichtag insgesamt ausgegebenen Optionen (Summe aller Tranchen): scroll
7. Honorare des AbschlussprüfersDas vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar lässt sich
wie folgt aufschlüsseln: scroll
8. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten
und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind,
liegen nicht vor. D. ErgebnisverwendungsvorschlagVorstand und Aufsichtsrat der DocCheck AG planen der Hauptversammlung am 24. Mai 2017
vorzuschlagen, für das Geschäftsjahr 2016 eine Dividende von 40 Cent pro Aktie auszuschütten.
Dies entspricht einer Bruttodividende von 1.995.926,40 EUR. Der verbleibende Bilanzgewinn
in Höhe von 2.478.217,31 EUR soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Köln, 10. März 2017 DocCheck AG Vorstand scroll
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die DocCheck AG Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung
sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der DocCheck
AG, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 geprüft.
Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen
handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter
der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten
Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung
und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut
der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten
und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung
der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten
Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender
Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse
über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der
Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen
der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems
sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend
auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten
Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter
sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für
unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht
der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht
in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen
und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Köln, 10. März 2017 BDO AG scroll
Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat informiert in diesem Bericht über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr
2016. Im Mittelpunkt der Erläuterungen stehen der kontinuierliche Dialog mit dem Vorstand
sowie seine Berichterstattung an den Aufsichtsrat sowie die Jahres- und Konzernabschlussprüfung. Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstands entsprechend den uns nach
Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung zugewiesenen Aufgaben laufend überwacht und tagte
in vier ordentlichen Sitzungen am 11. Februar, 17. März und 12. Mai sowie fernmündlich
am 16. November 2016. Bei den Sitzungen waren alle Mitglieder des Aufsichtsrats entweder
persönlich anwesend oder, wie bei der fernmündlichen Sitzung, per Telefonkonferenz
zugeschaltet. Die nach Gesetz und Satzung erforderlichen Beschlüsse hat der Aufsichtsrat
entweder im Umlaufverfahren oder im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen gefasst. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat durch regelmäßige Berichte schriftlich, mündlich
sowie fernmündlich vom Vorstand zeitnah und umfassend über die wirtschaftliche Lage
und Entwicklung der Gesellschaft sowie über die Unternehmensplanung, wesentliche Geschäftsvorfälle,
grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik einschließlich der strategischen und organisatorischen
Ausrichtung, Kosten- und Ertragsentwicklung sowie die Finanzplanung unterrichten lassen.
Der Aufsichtsrat war somit in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender
Bedeutung waren, eingebunden. Darüber hinaus hat sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats
auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen regelmäßig über die aktuelle Lage des Unternehmens
vom Vorstandsvorsitzenden unterrichten lassen. Interessenkonflikte von Vorstands-
und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen
sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, traten nicht auf. BeratungsschwerpunkteAlle dem Aufsichtsrat vorgelegten Vorgänge, die gemäß Gesetz oder Satzung der Zustimmung
des Aufsichtsrats bedürfen, wurden mit dem Vorstand eingehend erörtert. Neben der
aktuellen Geschäftsentwicklung legte der Aufsichtsrat die folgenden Beratungsschwerpunkte
der Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2016 fest: Berichterstattung durch den Vorstand
Beratungen
Jahres- und Konzernabschlussprüfung ausführlich erörtertDer Jahresabschluss der DocCheck AG, der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015
sowie der Lagebericht der DocCheck AG und der des Konzerns sind von der BDO Aktiengesellschaft,
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten
Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Abschlussprüfer sind von der Hauptversammlung
am 20. Mai 2015 gewählt und vom Aufsichtsrat beauftragt worden. Die Berichte der Wirtschaftsprüfer
über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie der Lageberichte lagen allen
Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Die Berichte wurden ausgiebig durch Herrn Leimeister,
der als unabhängiger Finanzexperte im Sinne des Aktiengesetzes gilt, im Vorfeld der
Sitzung geprüft und sind in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom 17. März 2016
in Gegenwart des Abschlussprüfers eingehend erörtert worden. Der Aufsichtsrat hatte
keine Einwände, schloss sich den Ergebnissen des Abschlussprüfers an und hat den vom
Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht am 17. März 2016 gebilligt.
Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der vom Vorstand aufgestellte Konzernabschluss
und Konzernlagebericht wurde ebenfalls gebilligt. Für die Jahres- und Konzernabschlussprüfung des Geschäftsjahres 2016 schlug der Aufsichtsrat
der Hauptversammlung die BDO Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,
Köln, zur Bestellung vor. Die Hauptversammlung stimmte diesem Vorschlag zu und in
der Folge beauftragte der Aufsichtsrat die von der Hauptversammlung gewählte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.
Somit wurden der Jahresabschluss der DocCheck AG, der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr
2016 sowie der Lagebericht der DocCheck AG und der des Konzerns von der BDO Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten
Bestätigungsvermerk versehen. Die Berichte der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie der Lageberichte lagen allen
Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Die Berichte wurden ausgiebig durch Herrn Leimeister,
der als unabhängiger Finanzexperte im Sinne des Aktiengesetzes gilt, im Vorfeld der
Sitzung geprüft und sind in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom 21. März 2017
in Gegenwart des Abschlussprüfers eingehend erörtert worden. Der Aufsichtsrat hatte
keine Einwände, schloss sich den Ergebnissen des Abschlussprüfers an und hat den vom
Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht am 21. März 2017 gebilligt.
Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der vom Vorstand aufgestellte Konzernabschluss
und Konzernlagebericht wurde ebenfalls gebilligt. AusschussbildungDer Aufsichtsrat der DocCheck AG bildet keine Ausschüsse. Die Bildung von Ausschüssen
dient der Förderung einer effizienteren Aufsichtsratstätigkeit. Der Aufsichtsrat der
DocCheck AG besteht nur aus drei Mitgliedern und ist auch nur in dieser Größe beschlussfähig.
Aus diesem Grund ist für die DocCheck AG eine Ausschussbildung für den Aufsichtsrat
nicht sinnvoll. Stock Options-ProgrammAuf der Basis des Beschlusses der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 hat der Vorstand
der DocCheck AG in Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat am 26. August 2016 an zwei
Berechtigte Stock Options Verträge mit insgesamt 22.000 Optionen ausgegeben. Ziel
des AOP ist es, die Berechtigten möglichst langfristig an die Gesellschaft zu binden,
um eine nachhaltige und langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung zu gewährleisten.
Der Basispreis für eine Aktie wurde entsprechend des Hauptversammlungsbeschlusses
vom 25. Mai 2012 auf 7,26 Euro festgelegt. Der Bezugskurs je Aktie beträgt bis zu
fünf Prozent unterhalb des Basispreises und wurde auf 6,90 Euro fixiert. HauptversammlungDer Aufsichtsrat hat sich über die Tagesordnung der Hauptversammlung, die am 12. Mai
2016 stattfand, im Vorfeld ausgiebig beraten und sie einstimmig beschlossen. DividendenzahlungDer Aufsichtsrat hat mit dem Vorstand den Gewinnverwendungsvorschlag im Hinblick auf
die Dividendenpolitik ausgiebig erörtert und diesem dann zugestimmt. Somit haben Aufsichtsrat
und Vorstand der Hauptversammlung 2016 vorgeschlagen, eine Dividende von 0,40 Euro
je dividendenberechtigter der auf den Namen lautenden Stückaktie auszuschütten. Die
ordentliche Hauptversammlung der DocCheck AG folgte dem Vorschlag und hat am 12. Mai
2016 beschlossen, für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividende von 0,40 Euro je dividendenberechtigter
der auf den Namen lautenden Stückaktie auszuschütten. Ich danke meinen Aufsichtsratskollegen für die gute Zusammenarbeit. Weiterhin spreche
ich, stellvertretend für den gesamten Aufsichtsrat, dem Vorstand ebenfalls Dank für
die vertrauensvolle Zusammenarbeit aus. Für die Herausforderungen des laufenden Geschäftsjahres 2017 wünscht der Aufsichtsrat
dem Vorstand und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der DocCheck-Gruppe viel Erfolg. Köln, im März 2017 Dr. Pietzko Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
der Abschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt
sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird,
sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft
beschrieben sind. Köln, 10. März 2017 Der Vorstand der DocCheck AG scroll
Vorschlag für die Verwendung des BilanzgewinnesDer Vorstand der DocCheck AG, Köln, schlägt folgende Verwendung des Bilanzgewinnes
zum 31.12.2016 in Höhe von 4.474.143,71 EUR vor: 1. Verteilung an die AktionäreAusschüttung einer Dividende in Höhe von 0,40 EUR pro Aktie. Bei einem zurzeit im Umlauf befindlichen Aktienbestand von 4.989.816 Aktien beträgt
die Dividendenzahlung an die Aktionäre 1.995.926,40 EUR 2. RücklageDie Einstellung in die gesetzliche Gewinnrücklage nach § 150 Abs.1 und 2 AktG entfällt. 3. GewinnvortragDer nach Dividendenausschüttung verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von 2.478.217,31
EUR wird vollständig auf neue Rechnung vorgetragen. Zum 31. Dezember 2016 hält die DocCheck AG keine eigenen Aktien. Soweit die DocCheck AG im Zeitpunkt der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung
eigene Aktien hält, sind diese nach dem Aktiengesetz nicht dividendenberechtigt. Der
auf solche nicht dividendenberechtigten Stückaktien entfallende Teilbetrag wird ebenfalls
auf neue Rechnung vorgetragen. Köln, 10. März 2017 scroll
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