NÜRNBERGER Beteiligungs-AG

Nürnberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

NÜRNBERGER Beteiligungs-AG

Veröffentlichung zum Jahresabschluss 2024

Generell gilt:

Bei den in Klammern angegebenen Zahlenwerten handelt es sich um die entsprechenden Vorjahreswerte.

Personen- und Funktionsbezeichnungen stehen für alle Geschlechter gleichermaßen.

Lagebericht

Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftstätigkeit und verbundene Unternehmen

Die NÜRNBERGER Beteiligungs-AG, Nürnberg, leitet satzungsgemäß eine Versicherungsgruppe, deren Gesellschaften ihren Sitz im In- und Ausland haben; außerdem erbringt sie Dienstleistungen für Konzernunternehmen.

Unter der als „NÜRNBERGER Versicherung“ (gleichbedeutend auch als „NÜRNBERGER“ oder „NÜRNBERGER Konzern“ bezeichnet) auftretenden Gruppe sind zum Stichtag im Wesentlichen sieben inländische Versicherungsunternehmen einschließlich einer Pensionskasse, ein Pensionsfonds sowie ein Kreditinstitut vereint. Das Assetmanagement und der Vertriebsweg Autohaus sind in eigenen Konzernunternehmen angesiedelt.

Die Zusammensetzung der unmittelbaren Anteile der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG an verbundenen Unternehmen hat sich im Jahr 2024 durch den Erwerb der NÜRNBERGER Beamten Allgemeine Versicherung AG von der NÜRNBERGER Allgemeine Versicherungs-AG verändert. Zudem sind bei den mittelbaren Anteilen zwei Abgänge zu verzeichnen. Die über die NÜRNBERGER Versicherungs- und Bausparvermittlungs-GmbH gehaltene Getsurance GmbH wurde veräußert. Die NÜRNBERGER Beamten Lebensversicherung AG wurde rückwirkend zum 1. Januar 2024 auf deren Muttergesellschaft, die NÜRNBERGER Lebensversicherung AG, verschmolzen.

Zusätzlich bestehen weitere Beteiligungen. Die verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind in der Anteilsbesitzaufstellung im Anhang aufgeführt.

Die vinkulierten Namensaktien der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG sind im Börsensegment Scale innerhalb des Freiverkehrs (Open Market) der Frankfurter Wertpapierbörse mit erhöhten Einbeziehungs-Voraussetzungen und -Folgepflichten notiert.

Dienstleistungs-Vereinbarungen und Unternehmensverträge

Die NÜRNBERGER Beteiligungs-AG führt als Konzernobergesellschaft mit ihrem eigenen Personal im Wesentlichen für die unter ihrer Leitung stehenden Konzerngesellschaften mit Sitz in Nürnberg definierte Arbeiten insbesondere in den Bereichen Revision, Risikomanagement, Recht und Compliance inklusive Geldwäschebekämpfung, Datenschutz, Planung und Controlling, Marketing und Steuern aus. Für die Neue Rechtsschutz-Versicherungsgesellschaft AG, Mannheim, und ihre Tochtergesellschaften erbringt sie Dienstleistungen in den Bereichen Datenschutz, Recht, Steuern und Geldwäschebekämpfung.

Zusätzlich zum Einsatz eigenen Personals ist die NÜRNBERGER Beteiligungs-AG berechtigt, die Dienste von Angestellten der NÜRNBERGER Lebensversicherung AG und der NÜRNBERGER Allgemeine Versicherungs-AG zum Erledigen dieser Aufgaben in Anspruch zu nehmen.

Mit den oben beschriebenen Dienstleistungen erbringen wir für die in Nürnberg ansässigen Versicherungsgesellschaften und die NÜRNBERGER Pensionsfonds AG unter anderem auch aufsichtsrechtliche Schlüsselfunktionen. Dies betrifft die Interne Revision (vollständig) sowie die Unabhängige Risikocontrolling- und die Compliancefunktion (jeweils teilweise; im Rahmen dieser beiden Funktionen werden nur die Leitung und Koordination sowie ein Teil der dezentralen Fachaufgaben von unserer Gesellschaft übernommen). Bei der NÜRNBERGER Pensionskasse AG und der NÜRNBERGER Pensionsfonds AG ist die Compliancefunktion zwar wie beschrieben organisiert, gilt aber nicht als aufsichtsrechtliche Schlüsselfunktion. Die Arbeiten in den Bereichen Revision, Datenschutz und Steuern werden für die NÜRNBERGER Asset Management GmbH im Rahmen einer Auslagerung erbracht.

Den Einkauf tätigte bis zum Ende des Berichtsjahres teilweise die NÜRNBERGER Verwaltungsgesellschaft mbH. Ab dem Jahr 2025 übernehmen wir den Einkauf eigenständig. Die NÜRNBERGER Asset Management GmbH übernimmt für uns definierte Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Vermögensanlage und -verwaltung. Weitere für unsere Gesellschaft anfallende Arbeiten führt die NÜRNBERGER Lebensversicherung AG aus.

Die Dienstleistungen werden überwiegend nach dem Vollkostenprinzip vergütet; in einzelnen Fällen wird ein Gewinnzuschlag angesetzt.

Die NÜRNBERGER Beteiligungs-AG hat mit einzelnen direkten Tochtergesellschaften Beherrschungs- und/oder Ergebnisabführungsverträge geschlossen. Mit den Beherrschungsverträgen unterstellen die betroffenen Gesellschaften die Leitung ihrer Unternehmen der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG als beherrschendem Unternehmen. Umgekehrt sind wir gegenüber diesen Gesellschaften verpflichtet, eventuelle Jahresfehlbeträge auszugleichen. Die Ergebnisabführungsverträge verpflichten die Tochtergesellschaften zur Abführung der Jahresüberschüsse an uns sowie uns zur Verlustübernahme.

Mit der NÜRNBERGER Lebensversicherung AG besteht ein Beherrschungs- und ein Ergebnisabführungsvertrag. Zusätzlich bestehen Beherrschungsverträge mit der NÜRNBERGER Krankenversicherung AG und der NÜRNBERGER Asset Management GmbH sowie ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der Code Camp:N GmbH.

Strategie

Gegenstand des Unternehmens ist die Leitung der NÜRNBERGER Versicherung sowie die Beteiligung an Versicherungs- und anderen Gesellschaften. Das Unternehmen erbringt Dienstleistungen für seine Tochtergesellschaften und unterstützt sie bei der Kapitalausstattung.

Im Mittelpunkt vonPlanung und Steuerung der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG steht das Jahresergebnis im Hinblick auf die Ausschüttungsfähigkeit des Unternehmens. Als Basis dienen insbesondere die prognostizierten Beteiligungserträge bzw. Ergebnisse der Tochtergesellschaften und Beteiligungen sowie deren erwartete Geschäftsentwicklung.

Ertrag, Wachstum und Sicherheit sowie als Konsequenz unsere Unabhängigkeit sind die strategischen Zieledes Unternehmens. Oberste Priorität haben dabei - im Interesse unserer Versicherten, Aktionäre und Mitarbeiter - die langfristige Sicherung und wirtschaftliche Stabilität der NÜRNBERGER. Wir konzentrieren uns auf das Kerngeschäft und beteiligen uns im Versicherungs- sowie Finanzdienstleistungs-Bereich. Unser Hauptmarkt ist Deutschland, profitable Wachstumschancen und -nischen außerhalb des Bundesgebiets untersuchen wir kontinuierlich und nehmen sie gegebenenfalls wahr.

Erklärung zur Unternehmensführung

Aufgrund gesetzlicher Vorgaben ist auch die NÜRNBERGER Beteiligungs-AG verpflichtet, Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat, im Vorstand sowie in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festzulegen.

Zuletzt hatte der Aufsichtsrat im März 2022 eine Zielgröße zur Erreichung bis zum 30. Juni 2027 festgelegt, wonach der Anteil von Frauen im Aufsichtsrat der Gesellschaft 33,3 % bzw. eine absolute Personenzahl von vier betragen soll. Zu Beginn des Geschäftsjahres 2024 gehörten fünf Frauen dem zwölfköpfigen Aufsichtsrat der Gesellschaft an. An dieser Verteilung hat sich auch durch die im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung am 14. Mai 2024 stattgefundene Nachwahl eines Aufsichtsratsmitglieds nichts geändert. Mit Wirkung zum Ablauf der Aufsichtsratssitzung am 17. September 2024 hat ein männliches Aufsichtsratsmitglied sein Mandat niedergelegt. Im Zuge der Nachbesetzung wurde ein weibliches Aufsichtsratsmitglied gerichtlich mit Wirkung zum 9. Oktober 2024 bestellt. Damit waren zum 31. Dezember 2024 sechs Frauen und sechs Männer im Aufsichtsrat vertreten, so dass im Geschäftsjahr die Zielgröße wie auch die absolute Personenzahl übertroffen wurde. Nachdem mit Wirkung zum 31. Dezember 2024 eine Vertreterin der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat ihr Mandat niedergelegt hat, rückte mit Wirkung zum 1. Januar 2025 das bereits im Rahmen der letzten Wahlen der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat im Jahr 2023 gewählte weibliche Ersatzmitglied nach. Dieses weibliche Mitglied hat ihr Mandat zum 9. Januar 2025 niederlegt. Mit Wirkung zum 4. März 2025 wurde ein männliches Mitglied als Vertreter der Arbeitnehmer gerichtlich bestellt, sodass seitdem fünf Frauen dem Aufsichtsrat angehören.

Im März 2022 hatte der Aufsichtsrat auch eine neue Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand zur Erreichung bis zum 30. Juni 2027 festgelegt. Danach soll der Anteil von Frauen im siebenköpfigen Vorstand der Gesellschaft 28,6 % bzw. eine absolute Personenzahl von zwei betragen. Zu Beginn des Geschäftsjahres 2024 gehörte eine Frau dem siebenköpfigen Vorstand der Gesellschaft an. Da ein männliches Vorstandsmitglied bereits zum 17. September 2024 ausschied und mit Wirkung zum 18. September 2024 ein neues weibliches Vorstandsmitglied bestellt wurde, sind seitdem zwei Frauen im Vorstand vertreten. Damit wurde im Geschäftsjahr die Zielgröße von 28,6 % wie auch die absolute Personenzahl von zwei erreicht.

Zuletzt hatte sich der Vorstand im Mai 2022 zu einer Neudefinition der Führungsebenen, angepasst an das im Jahr 2019 eingeführte Entwicklungsmodell der NÜRNBERGER, entschlossen und dann die Zielgröße zur Erreichung bis zum 30. Juni 2027 neu festgelegt. Danach hat der Vorstand für den Anteil von Frauen in der ersten Führungsebene der Gesellschaft eine Zielgröße zur Erreichung bis zum 30. Juni 2027 von 57,1 % bzw. eine absolute Personenzahl von vier festgelegt, auf der zweiten Führungsebene von 28,6 % bzw. eine absolute Personenanzahl von zwei. Zum 31. Dezember 2024 lag der Frauenanteil auf der ersten Ebene bei 22,2 % bzw. zwei Personen. Auf der zweiten Ebene lag er zum 31. Dezember 2024 bei 0 % bzw. keiner Person.

Forschung und Entwicklung

Wir arbeiten stetig an der Verbesserung der zur Erfüllung des Geschäftszwecks erforderlichen Methoden und Abläufe. Darüber hinaus betreiben wir als Holdinggesellschaft keine Forschung und Entwicklung.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft ist in 2024 im zweiten Jahr in Folge geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt verzeichnet nach den ersten Berechnungen des statistischen Bundesamts einen Rückgang um -0,2 % nach -0,3 % im Vorjahr.1 Wesentliche Beeinträchtigungen resultieren aus der zunehmenden Konkurrenz der deutschen Exportwirtschaft auf wichtigen Absatzmärkten, den hohen Energiekosten sowie dem weiterhin erhöhten Zinsniveau. Während die Wirtschaftsleistung im verarbeitenden Gewerbe zurückging, entwickelte sich das Dienstleistungsgewerbe insgesamt positiv.

Die einzelnen wesentlichen Konjunkturindikatoren entwickelten sich wie folgt:

Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte stieg um 4,5 (6,9) %. Die Verbraucherpreise zeigten sich mit einer Zunahme von 2,2 % gegenüber 5,9 % im Vorjahr schwächer, was auch zum Anstieg der Realeinkommen beitrug. Die privaten Konsumausgaben legten jedoch nur mit 0,3 (-0,4) % zu. Dagegen stieg die Sparquote von 10,4 % auf 11,6 %. Die Konsumausgaben des Staates erhöhten sich deutlich um 2,6 (-0,1) % im Vergleich zum Vorjahr und stützten das Bruttoinlandsprodukt. Die Bruttoanlageinvestitionen sanken merklich um -2,8 (-1,2) %. Die Ausrüstungsinvestitionen gingen dabei um -5,5 (-0,8) % zurück, die Bauinvestitionen um -3,5 (-3,4) %. Die schwierige wirtschaftliche Lage zeigte sich auch im Außenhandel. Die deutschen Exporte von Waren und Dienstleistungen sind um -0,8 (-0,3) % zurückgegangen, obwohl der Welthandel einen Zuwachs verzeichnete. Grund waren unter anderem die geringeren Ausfuhren von elektrischen Ausrüstungen, Maschinen und Kraftfahrzeugen. Die Importe stiegen leicht um 0,2 (-0,6) % im Vergleich zum Vorjahr, getragen in erster Linie von stärkeren Dienstleistungseinfuhren. Der Arbeitsmarkt zeigt einen Höchststand bei der Erwerbsbeschäftigung. Der Zuwachs war vom Dienstleistungsbereich getrieben, während im produzierenden Gewerbe und Baugewerbe ein Rückgang zu verzeichnen war. Die Zahl der Arbeitslosen stieg dagegen im Jahresdurchschnitt auf 2,787 (2,609) Millionen Menschen an, die Arbeitslosenquote erhöhte sich dadurch auf 6,0 (5,7) %. Die Europäische Zentralbank senkte im Verlauf des Jahres 2024 in mehreren Schritten den Leitzins von 4,5 % auf zuletzt 3,0 %. Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen betrug im Jahresdurchschnitt 2,34 (2,46) %.

Die Beitragseinnahmen in der deutschen Versicherungswirtschaft haben sich im Jahr 2024 insgesamt erhöht. Aktuellen Hochrechnungen zufolge sind die gebuchten Beiträge der im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) zusammengeschlossenen Unternehmen um 5,3 % auf 238,3 (226,2) Mrd. EUR angestiegen.

Die gebuchten Beiträge der Lebensversicherer stiegen um 2,6 % auf 94,4 (92,1) Mrd. EUR. Nach laufendem Beitrag ergab sich ein leichter Rückgang von 0,2 %, während die Einmalbeiträge mit 9,9 % deutlich wuchsen. In der Schaden- und Unfallversicherung nahmen die Prämieneinnahmen um 7,8 % auf 92,1 (85,5) Mrd. EUR zu, in der Privaten Krankenversicherung erhöhten sie sich um 6,3 % auf 51,7 (48,7) Mrd. EUR.

1 In diesem Abschnitt werden für das Jahr 2024 vorläufige und für das Jahr 2023 endgültige Werte verwendet. Die Informationen und Werte stammen vom Statistischen Bundesamt mit Stand 15. Januar 2025 bzw. vom GDV mit Stand 13. Februar 2025.

Geschäftsverlauf im Überblick und Vergleich zur Prognose des Vorjahres

Die NÜRNBERGER Versicherung konnte zwar zum beschriebenen Beitragswachstum der Versicherungsbranche ihren Anteil beitragen, gleichzeitig hatten die herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen über erhöhte Aufwendungen Einfluss auf den Geschäftsverlauf.

Die NÜRNBERGER Beteiligungs-AG hat im Jahr 2024 aufgrund der negativen Entwicklung in der Schadenversicherung einen erheblichen Jahresfehlbetrag von 157,3 Mio. EUR (im Vorjahr Jahresüberschuss von 77,2 Mio. EUR) zu verzeichnen. Dabei realisieren sich die Ergebnisbelastungen der Tochterunternehmen NÜRNBERGER Allgemeine Versicherungs-AG und NÜRNBERGER Beamten Allgemeine Versicherung AG über hohe Abschreibungen auf deren Beteiligungsbuchwert in der Muttergesellschaft. Dieses negative Ergebnis entspricht nicht unseren letztjährigen Erwartungen.

Auf dieser Grundlage beurteilt der Vorstand den Geschäftsverlauf der Gesellschaft im Jahr 2024 als nicht zufriedenstellend.

Die einzelnen Ergebnisquellen stellen sich wie folgt dar:

2024
in Mio. EUR
2023
in Mio. EUR
Beteiligungsergebnis -118,2 121,4
Sonstiges Finanzergebnis 1,9 1,5
Finanzergebnis -116,3 122,9
Ergebnis aus Personal/Dienstleistungen - 4,3 - 6,2
Übriges Ergebnis - 9,0 - 8,3
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 27,6 - 31,1
Ergebnis nach Steuern -157,3 77,2
Sonstige Steuern - 0,0 - 0,0
Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss -157,3 77,2

Das Beteiligungsergebnis ist von den Abschreibungen der Anteile an der NÜRNBERGER Allgemeine Versicherungs-AG und der NÜRNBERGER Beamten Allgemeine Versicherung AG von zusammen 259,7 (0,0) Mio. EUR belastet. Diese konnten durch Ertragsausschüttungen von 61,6 (31,0) Mio. EUR, Gewinnabführungen von 78,0 (87,9) Mio. EUR und Zuschreibungen von 1,9 (3,5) Mio. EUR der weiteren Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen nicht kompensiert werden.

Das sonstige Finanzergebnis als Zusammenfassung des Zins- und sonstigen Anlageergebnisses ist aufgrund insgesamt positiver Abgangsergebnisse aus Anlagen gestiegen. Trotz außerordentlicher Aufwendungen aus Strukturmaßnahmen zeigt sich das Ergebnis aus dem Personal- und Dienstleistungsbereich ebenfalls verbessert. Hierzu trugen positive Effekte aus Bewertungsanpassungen der Pensionsverpflichtungen bei. Das übrige Ergebnis enthält in der Regel hauptsächlich die von der Gesellschaft zu tragenden Aufwendungen des Geschäftsbetriebs. Diese bewegten sich etwas über dem Vorjahresniveau.

Der Aufwand aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ist gegenüber dem Vorjahr insgesamt rückläufig. In den Beträgen sind die Steuern der NÜRNBERGER Lebensversicherung AG enthalten, die bei uns als Organträger zu erfassen sind. Diese verminderten sich korrespondierend zu den erfassten Erträgen aus der Steuerumlage in den Beteiligungserträgen.

Insgesamt ergab sich ein Jahresfehlbetrag von 157,3 Mio. EUR gegenüber dem Jahresüberschuss im Vorjahr von 77,2 Mio. EUR.

Unsere letztjährige Prognose eines zwar spürbar rückläufigen, jedoch deutlich positiven Jahresergebnisses haben wir aufgrund der außerordentlichen Effekte aus den Abschreibungen der Beteiligungen an den Schadenversicherungsunternehmen nicht erreicht.

Unter Berücksichtigung einer Entnahme aus den anderen Gewinnrücklagen von 149,8 Mio EUR sowie des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr von 9,1 Mio. EUR wird ein Bilanzgewinn von 1,6 Mio. EUR ausgewiesen. Der Vorstand schlägt vor, diesen vollständig über eine Dividende von 0,14 EUR je Stückaktie an die Aktionäre auszuschütten.

Ertragslage

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG setzt sich aus dem Beteiligungsergebnis und dem sonstigen Finanzergebnis zusammen.

Das Beteiligungsergebnis ist geprägt von den Erträgen aus Gewinnabführungsverträgen sowie den laufenden Ausschüttungen der verbundenen Unternehmen und Beteiligungen. Daneben beeinflussen dieses Ergebnis grundsätzlich Bewertungseffekte und Abgangsergebnisse aus diesen Positionen.

Im Geschäftsjahr 2024 hat sich das Beteiligungsergebnis mit -118,2 (121,4) Mio. EUR deutlich in den negativen Bereich verändert.

Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen betragen 78,0 (87,9) Mio. EUR, wovon 77,0 (87,9) auf die NÜRNBERGER Lebensversicherung AG entfallen. Darin ist ein Ertrag aus der Steuerumlage von 30,0 (41,9) Mio. EUR enthalten. Die Gewinnabführung beträgt 47,0 (46,0) Mio. EUR. Aus dem Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der CodeCamp:N GmbH ergab sich ein Gewinn von 1,0 Mio. EUR, während im Vorjahr noch Verluste von 0,9 Mio. EUR zu erfassen waren.

Die Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen betrugen 61,6 (31,0) Mio. EUR. Wir erhielten dabei erhöhte Ausschüttungen der NÜRNBERGER Asset Management GmbH von 29,5 (11,1) Mio. EUR, der NÜRNBERGER Verwaltungsgesellschaft mbH von 17,7 (4,4) Mio. EUR und der Fürst Fugger Privatbank AG von 6,0 (5,5) Mio. EUR sowie etwas verminderte Erträge von der NÜRNBERGER Krankenversicherung AG von 4,7 (6,0) Mio. EUR. Die Ergebnissituation der Schadenversicherer ließ keine Ausschüttungen zu. Die Dividende der unter den Beteiligungen ausgewiesenen CG Car-Garantie Versicherungs-AG hat sich mit 3,7 (4,0) Mio. EUR leicht verringert.

Gegenläufig und damit prägend für die Entwicklung des Beteiligungsergebnisses waren die Abschreibungen auf den Beteiligungsbuchwert der NÜRNBERGER Allgemeine Versicherungs-AG von 232,6 Mio. EUR und der NÜRNBERGER Beamten Allgemeine Versicherung AG von 27,1 Mio. EUR. Der Geschäftsverlauf dieser Gesellschaften ist insbesondere von den branchentypischen Problemen stark gestiegener Aufwendungen bei Kfz-, Elementar- und Großschäden belastet. Der Beteiligungsbuchwert der CG Car-Garantie Versicherungs-AG konnte um 1,9 (3,5) Mio. EUR zugeschrieben werden.

Abgangsergebnisse aus dem Beteiligungsbestand fielen im Berichts- und im Vorjahr nicht an.

Das sonstige Finanzergebnis, als Zusammenfassung des Zins- und sonstigen Anlageergebnisses, zeigt sich mit 1,9 (1,5) Mio. EUR etwas verbessert. Während das Zinsergebnis mit 0,9 (0,9) Mio. EUR nahezu unverändert blieb, resultierte aus dem Verkauf von Geldmarktfonds und Inhaberschuldverschreibungen im Saldo ein Abgangsergebnis von 0,6 (0,1) Mio. EUR.

Aufgrund der beschriebenen Effekte hat sich das Finanzergebnis im Geschäftsjahr von 122,9 Mio. EUR auf -116,3 Mio. EUR verschlechtert.

Sonstige Ergebnisbestandteile

Beim Ergebnis aus den Bereichen Dienstleistungen und Personal von -4,3 (-6,2) Mio. EUR sind dem Personalaufwand und den Aufwendungen für bezogene Dienstleistungen die entsprechenden Dienstleistungserträge einschließlich Vorstandsumlagen gegenübergestellt. Im Berichtsjahr sind hier auch Aufwendungen aus Strukturmaßnahmen (nach Umlagen) von 1,4 Mio. EUR und Erträge aus der Auflösung mittelbarer Pensionsverpflichtungen sowie Rückstellungen für Sonderzahlungen von insgesamt 2,8 Mio. EUR enthalten. Bei einem nahezu unveränderten Personalaufwand von 25,0 (25,0) Mio. EUR und erhöhten Aufwendungen für bezogene Leistungen von 4,7 (3,6) Mio. EUR stiegen insbesondere die Dienstleistungserträge aus erbrachten Leistungen (inklusive Vorstandsumlagen) auf 24,0 (22,4) Mio. EUR an.

Das übrige Ergebnis hat sich von -8,3 Mio. EUR auf -9,0 Mio. EUR verschlechtert. In diesem sind Bestandteile enthalten, die nicht den vorweg beschriebenen Ergebnisquellen zuordenbar sind. Dazu zählen insbesondere die Verzinsung der Bedeckungsmittel für eingegangene Pensionsverpflichtungen, Aufsichtsratsvergütungen, Aufwendungen für Büromieten, Beratungskosten, sonstige Geschäftskosten und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen. Der erhebliche Anstieg der Beratungskosten konnte dabei durch den Rückgang anderer Aufwandsarten nicht kompensiert werden.

Aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ergab sich im Berichtsjahr ein Aufwand von 27,6 (31,1) Mio. EUR. Dabei entfielen Aufwendungen von 11,7 (14,6) Mio. EUR auf Körperschaftsteuer (inklusive Solidaritätszuschlag) und 15,9 (16,5) Mio. EUR auf Gewerbesteuer. Der rückläufigen Steuerumlage in den Erträgen aus der Gewinnabführung der NÜRNBERGER Lebensversicherung AG steht dadurch ein reduzierter Steueraufwand bei der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG gegenüber. Zusätzlich war der Steueraufwand im Vorjahr durch die Nutzung steuerlicher Verlustvorträge gemindert.

Jahresergebnis/Bilanzgewinn

Die beschriebenen Ergebnisbestandteile führen zu einem erheblich verschlechterten Jahresergebnis. Es ist ein Jahresfehlbetrag von 157,3 Mio. EUR auszuweisen gegenüber dem Jahresüberschuss im Vorjahr von 77,2 Mio. EUR.

Aus den anderen Gewinnrücklagen wurden 149,8 Mio. EUR entnommen. Zusammen mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr von 9,1 Mio. EUR ergibt sich ein Bilanzgewinn von 1,6 Mio. EUR. Hiervon soll eine Dividende von 0,14 (3,50) EUR je Stückaktie ausgeschüttet werden.

Finanzlage

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Ziel des Finanzmanagements ist es zunächst, die Liquidität der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG (NBG) und des NÜRNBERGER Konzerns zu erhalten und effizient zu steuern. Die NBG sichert diese vor allem durch die Planung der zukünftigen Zahlungsmittelzu- sowie -abflüsse. Zudem besteht im NÜRNBERGER Konzern ein Abkommen über kurzfristige konzerninterne Liquiditätshilfen. Hierdurch wird insbesondere mit den verbundenen Unternehmen eine kurzfristige Liquiditätssteuerung ermöglicht.

Für uns als Mutterunternehmen eines Versicherungskonzerns ist die Bedeckung der Solvabilitätsanforderungen mit anrechenbaren Eigenmitteln sowohl in der Gruppe insgesamt als auch bei unseren Tochtergesellschaften von großer Bedeutung. Danach richten wir unsere Ausstattung mit Eigenkapital aus.

Kapitalstruktur

Neben dem Grundkapital von unverändert 40,3 Mio. EUR bestanden Kapitalrücklagen von 136,4 (136,4) Mio. EUR und Gewinnrücklagen von 406,6 (556,4) Mio. EUR. Unter Berücksichtigung des Jahresfehlbetrags von 157,3 Mio. EUR, des Gewinnvortrags von 9,1 Mio. EUR und der Entnahmen aus den anderen Gewinnrücklagen von 149,8 Mio. EUR ergibt sich ein Bilanzgewinn von 1,6 (49,5) Mio. EUR. Das bilanzielle Eigenkapital von 584,9 (782,5) Mio. EUR entspricht damit 78,0 (83,2) % der Bilanzsumme.

Die Pensionsrückstellungen beliefen sich auf 123,2 (130,4) Mio. EUR. Der Rückgang resultiert überwiegend aus Anpassungen der Bewertungsparameter.

Die Steuerrückstellungen haben sich mit 33,9 (20,3) Mio. EUR erheblich erhöht. Die sonstigen Rückstellungen bewegten sich mit 6,5 (6,3) Mio. EUR nur geringfügig über dem Vorjahr.

Die Verbindlichkeiten von 1,6 (1,4) Mio. EUR betreffen überwiegend die verbundenen Unternehmen sowie sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern.

Die Pensionsrückstellungen von 123,2 (130,4) Mio. EUR sind als mittel- bis langfristiges Fremdkapital einzustufen, die Steuerrückstellungen, sonstigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten von insgesamt 42,0 (28,0) Mio. EUR im Wesentlichen als kurzfristiges Fremdkapital.

Liquidität

Die Kapitalflüsse nach den einzelnen Herkunftsarten entwickelten sich entsprechend der Methodik des Deutschen Rechnungslegungs Standards Nr. 21 zur Kapitalflussrechnung wie folgt:

Aus laufender Geschäftstätigkeit ergab sich im Berichtsjahr ein Mittelzufluss von 86,9 (35,0) Mio. EUR. Diese Mittelflüsse sind im Berichtsjahr wie im Vorjahr insbesondere von den Zahlungen aus Ergebnisabführungen einschließlich Zu- oder Abflüssen aus der Steuerumlage, den Ausschüttungen der Beteiligungen sowie Steuerzahlungen geprägt.

Im Berichtsjahr sind per saldo 79,3 (0,9) Mio. EUR aus der Investitionstätigkeit abgeflossen. Dabei ergaben sich Einzahlungen aus Zins- und Dividendenansprüchen von insgesamt 45,7 (23,2) Mio. EUR sowie aus dem Verkauf von Inhaberschuldverschreibungen von 44,3 (4,8) Mio. EUR. Diesen standen Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an verbundenen Unternehmen von 27,6 (0,0) Mio. EUR sowie für Kapitalzuführungen an Anteile an verbundenen Unternehmen von 142,0 (30,0) Mio. EUR gegenüber.

Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit betrug 40,3 (40,3) Mio. EUR. In diesem ist wie im Vorjahresbetrag die gezahlte Dividende erfasst.

Der Finanzmittelfonds, einschließlich der Anteile an Geldmarktfonds in den Wertpapieren des Umlaufvermögens, hat sich im Geschäftsjahr 2024 um 32,7 Mio. EUR auf 12,9 Mio. EUR reduziert. Durch den kompletten Verkauf der zwischenzeitlich aufgebauten Bestände an Geldmarktfonds betrifft dieser zum Jahresende ausschließlich Guthaben bei Kreditinstituten.

Vermögenslage

Anlagevermögen

Die Finanzanlagen haben sich von 781,7 Mio. EUR auf 649,5 Mio. EUR reduziert. Vom Rückgang entfallen 90,1 Mio. EUR auf die Anteile an verbundenen Unternehmen und 44,0 Mio. EUR auf die Wertpapiere des Anlagevermögens.

Die Abnahme bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen von 680,1 Mio. EUR auf 590,0 Mio. EUR setzt sich aus Zugängen und Abschreibungen zusammen. Die Zugänge bzw. Investitionen betreffen zum einen Einzahlungen von insgesamt 142,0 Mio. EUR in die Kapitalrücklage der NÜRNBERGER Allgemeine Versicherungs-AG. Zum anderen wurden mit Wirkung zum 1. Juli 2024 sämtliche Anteile der NÜRNBERGER Beamten Allgemeine Versicherung AG zu einem Kaufpreis von 27,6 Mio. EUR von der NÜRNBERGER Allgemeine Versicherungs-AG erworben. Aufgrund der angespannten Ertragslage der beiden Schadenversicherer musste eine Abschreibung von 232,6 Mio. EUR auf die Anteile an der NÜRNBERGER Allgemeine Versicherungs-AG und 27,1 Mio. EUR auf die Anteile an der NÜRNBERGER Beamten Allgemeine Versicherung AG vorgenommen werden.

Der ausgewiesene Beteiligungsbestand von 51,2 (49,3) Mio. EUR entfällt fast ausschließlich auf die CG Car-Garantie Versicherungs-AG, deren Buchwert sich durch Zuschreibungen um 1,9 (0,0) Mio. EUR erhöht hat.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens betreffen zum einen mit 8,3 (8,3) Mio. EUR Aktienbestände. Der darüber hinaus enthaltene Vorjahresbestand an Inhaberschuldverschreibungen von 44,0 Mio. EUR wurde im Berichtsjahr komplett veräußert, um teilweise die beschriebenen Zugänge bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen zu finanzieren.

Die Sachanlagen entfallen auf Inventar und haben sich von 1,2 Mio. EUR auf 0,9 Mio. EUR vermindert.

Zusammen mit den immateriellen Vermögensgegenständen von 0,5 (0,4) Mio. EUR betrug das Anlagevermögen damit zum Bilanzstichtag insgesamt 650,9 (783,4) Mio. EUR.

Umlaufvermögen

Die Position Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände hat mit 86,1 (111,8) Mio. EUR erheblich abgenommen. Darin enthalten sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 67,8 (76,4) Mio. EUR, wovon allein 65,5 (75,1) Mio. EUR gegen die NÜRNBERGER Lebensversicherung AG bestehen. Der Großteil betrifft dabei die Ergebnisabführung inklusive Verrechnungen der Steuerumlage. Die sonstigen Vermögensgegenstände sanken auf 18,3 (35,4) Mio. EUR. Davon betreffen allein 16,8 (32,2) Mio. EUR Forderungen gegen Finanzämter, die sich nahezu halbierten.

Die kurzfristigen Anlagen in Geldmarktfonds von 25,0 Mio. EUR im Vorjahr wurden nach einem weiteren Aufbau im Berichtsjahr auf 104,9 Mio. EUR ebenfalls zur Finanzierung der Zugänge bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen verwendet. Der Bestand war unter den Wertpapieren des Umlaufvermögens erfasst.

Zudem waren liquide Mittel von 12,9 (20,6) Mio. EUR auszuweisen.

Das Umlaufvermögen betrug insgesamt 99,0 (157,4) Mio. EUR. Aktive Rechnungsabgrenzungen waren in Höhe von 0,2 (0,1) Mio. EUR auszuweisen.

Weitere Leistungsfaktoren

Durchschnittlich waren im Jahr 2024 bei der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG 244 (245) fest angestellte Mitarbeiter beschäftigt. Sie sind vor allem Spezialisten in übergreifenden Abteilungen, die Aufgaben der Konzernsteuerung wahrnehmen. Den Angestellten unserer Tochtergesellschaften sind sie in allen Belangen, wie zum Beispiel Förderungen, Weiterbildungen und Sozialleistungen, gleichgestellt.

Die Kunden und Vermittler stehen für die NÜRNBERGER im Zentrum. Auf ihre Wünsche und Bedürfnisse richten wir unsere Produkte und Services aus - wo immer möglich, verknüpft mit einem Präventionsangebot. Nach Auffassung des Vorstands bilden unsere kompetenten und motivierten Mitarbeiter, die fortlaufend verbesserten Prozesse und eine leistungsfähige IT die angemessene Basis. Zudem sind uns eine zielgerichtete Unternehmenskultur und ein auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Wirtschaften wichtig.

Risikobericht

Risiken der künftigen Entwicklung und Risikomanagement

Um Chancen wahrnehmen zu können, sind wir im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit auch Risiken ausgesetzt. Aufbauend auf ihrer langjährigen Erfahrung besitzt die NÜRNBERGER Beteiligungs-AG ein Risikomanagementsystem zum bewussten und kalkulierten Umgang mit Risiken.

Soweit nicht anders angegeben, beziehen sich die nachfolgenden Aussagen zur Risikosituation unserer Gesellschaft auf einen Zeitraum von einem Jahr - entsprechend den Darstellungen im Chancen- und Prognosebericht.

Ziele des Risikomanagements

Die Ziele des konzernweit organisierten Risikomanagements und die daraus abgeleiteten Maßnahmen orientieren sich an der Risikostrategie des NÜRNBERGER Konzerns. Im Vordergrund steht dabei, die Risikotragfähigkeit sicherzustellen, also unsere Fähigkeit, die aus eingegangenen Risiken resultierenden Verluste so abdecken zu können, dass keine Existenzgefährdung für das Unternehmen resultiert. In diesem Zusammenhang sollen die bestehenden Risiken auf ein akzeptables Niveau begrenzt werden. Dabei dient der kontrollierte Umgang mit Risiken dazu, potenzielle Gefahren frühzeitig zu erkennen, um geeignete Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Dies beinhaltet Maßnahmen, die dazu dienen, das Einhalten wesentlicher aufsichtsrechtlicher Anforderungen, etwa zur Solvabilität und zum Sicherungsvermögen, auch für die Zukunft sicherzustellen. Darauf aufbauend können Chancen erkannt und wahrgenommen werden. Damit trägt das Risikomanagement dazu bei, dass unsere Unternehmensziele erreicht werden können. Auf die verschiedenen eingesetzten Mittel gehen wir im Folgenden näher ein.

Risikomanagementprozess

Die NÜRNBERGER Beteiligungs-AG ist in den Risikomanagementprozess des NÜRNBERGER Konzerns integriert. Risiken identifizieren und bewerten wir mit Unterstützung eines eigenen Risikomanagement-Tools einmal pro Quartal. Ausgehend vom Risikotragfähigkeits-Konzept für den Konzern und die Versicherungsgesellschaften leiten wir zudem geeignete Kennzahlen ab, die wir mit entsprechenden Schwellenwerten versehen. Über dieses sogenannte Limitsystem überwachen und steuern wir die Risiken, denen wir ausgesetzt sind. Mit den Kennzahlen und den ihnen zugeordneten Schwellenwerten wird dabei den geschäftsstrategischen Zielen der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG Rechnung getragen.

Wesentliche Aufgaben im Risikomanagementprozess des Konzerns und seiner Versicherungsgesellschaften sowie der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG selbst übernimmt die Unabhängige Risikocontrollingfunktion (URCF). Diese Funktion wird in der NÜRNBERGER von einer über mehrere Organisationseinheiten verteilten Struktur wahrgenommen, die aus dem zentralen Risikomanagement, den dezentralen Risikocontrollern für die einzelnen Risikokategorien, dem verantwortlichen Inhaber der URCF sowie dem URCF-Gremium insgesamt besteht. Die Funktionsträger der URCF sind unabhängig von risikonehmenden Stellen. Hauptaufgabe der URCF ist - neben der quartalsweisen Berichterstattung an den Vorstand - das fachspezifische sowie gesamthafte Einschätzen der Risikolage der Versicherungsgesellschaften und des Konzerns. Dazu beobachtet und analysiert die URCF die Risikopositionen des Gesamtkonzerns sowie der Einzelgesellschaften unter Beachtung der vom Vorstand verabschiedeten Risikostrategie. Die URCF macht darüber hinaus dem Gesamtvorstand Vorschläge zum Risikotragfähigkeits-Konzept sowie für das daraus abzuleitende Limitsystem.

Die Interne Revision prüft das Risikomanagement auf Basis eines jährlich fortzuschreibenden Prüfungsplans und berichtet hierüber unmittelbar an die Geschäftsleitung.

Rechnungslegungsprozess

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem soll durch angemessene und funktionsfähige Kontroll- und Sicherungsmaßnahmen weitestgehend gewährleisten, dass potenzielle Risiken in der Rechnungslegung minimiert und ein regelkonformer Abschluss sowie Lagebericht erstellt werden. Dazu gehört auch die Prüfung, ob Erkenntnisse aus dem Risikomanagement in der Rechnungslegung zu berücksichtigen sind.

Am Rechnungslegungsprozess der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG sind neben dem Bereich Rechnungswesen weitere Fachbereiche beteiligt. Zum vollständigen und zeitnahen Erfassen aller Geschäftsvorfälle besteht eine eindeutige Terminkette über einen Gesamtterminplan mit klaren Verantwortlichkeiten, dessen Status im Abschluss laufend verfolgt wird.

Der gesamte Rechnungslegungsprozess ist in einzelne Bilanzierungsprozesse gegliedert. Diese sind bereichsübergreifend hinsichtlich ihrer Bedeutung nach verschiedenen Kriterien (Eintrittswahrscheinlichkeiten, Fehleranfälligkeit/-wahrscheinlichkeit, potenzielle Risiko- bzw. Fehlerauswirkung) eingeteilt. Der Umfang der Kontroll- und Sicherungsmaßnahmen orientiert sich an der durch die Klassifizierung ausgedrückten Wertigkeit der einzelnen Prozesse. Dies gilt auch für jene, die zu Aussagen und Angaben in Anhang und Lagebericht führen.

Es besteht eine umfangreiche Beschreibung der Bilanzierungsprozesse, also der Prozesskette vom Entstehen der Daten bis zum buchungstechnischen Erfassen bzw. zu den Aussagen und Angaben in Anhang und Lagebericht. Sie beinhaltet die personellen Zuständigkeiten beim Bearbeiten und die potenziellen Risiken bzw. Fehlerquellen. Ebenfalls enthalten sind die zum Aufdecken bzw. Vermeiden von Fehlern eingerichteten Kontroll- und Sicherungsmaßnahmen („Freigabe und Revision“) sowie deren Dokumentation. Zur Prozessbeschreibung gehören auch Arbeitsanweisungen und Richtlinien (Handbücher). Rechnungslegungsdaten prüfen wir laufend auf Vollständigkeit und Richtigkeit. Soweit erforderlich, führen wir eine Vier-Augen-Prüfung durch. Darüber hinaus nehmen wir systemgestützte Plausibilitätstests vor. Das Einhalten der Vorgaben, insbesondere die Wirksamkeit und die Dokumentation der Kontroll- und Sicherungsmaßnahmen, wird stichprobenweise (prozessunabhängig) von der Internen Revision überprüft.

Die für die Bilanzierungsprozesse jeweils Verantwortlichen sehen die Beschreibung mindestens einmal jährlich vor dem Jahresabschluss auf notwendige Modifikationen und Aktualisierungen durch. Dabei werden einerseits Änderungen und Erweiterungen in den Rechnungslegungsvorschriften (Gesetze, Rechtsverordnungen etc.) umgesetzt. Andererseits überprüft der Bereich Rechnungswesen mit betroffenen Fachbereichen nach dem Jahresabschluss, ob weitere Verbesserungen der Bilanzierungsprozesse möglich und sinnvoll sind. Diese Verbesserungen gehen ebenfalls in die Dokumentation des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems ein und führen somit zu einer ständigen Optimierung. Außerdem werden Anpassungen vorgenommen, die auf Prüfungsergebnissen der Internen Revision beruhen. Die Interne Revision überwacht die Umsetzung.

Jeweils zum Halbjahres- und zum Jahresabschluss wird von den an der Rechnungslegung beteiligten Fachbereichen eine schriftliche Bestätigung eingeholt, dass nach der im rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem hinterlegten Beschreibung vorgegangen wurde und die Grundlagen entsprechend dokumentiert sind.

Ein adäquates Richtlinienwesen (Handbücher) ist eingerichtet und wird zum Halbjahres- und zum Jahresabschluss aktualisiert.

Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung erstellen wir mithilfe von SAP-Software; ein Teil der Buchungen wird über verschiedene Vorsysteme zugeliefert. Ein umfassendes Berechtigungskonzept soll unbefugte Schreib- oder Lesezugriffe verhindern. Datenbestände werden regelmäßig gesichert.

Risiken aus Kapitalanlagen

Das Ergebnis der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG ist stark abhängig von den Jahresüberschüssen unserer Personen- und Schadenversicherungs-Gesellschaften, insbesondere von der Ergebnisabführung der NÜRNBERGER Lebensversicherung AG sowie den Dividendenzahlungen der NÜRNBERGER Allgemeine Versicherungs-AG, der NÜRNBERGER Krankenversicherung AG, der NÜRNBERGER Beamten Allgemeine Versicherung AG, unseres Finanzdienstleistungsinstituts, der NÜRNBERGER Asset Management GmbH, sowie der Fürst Fugger Privatbank AG. Da die Ertragssituation unserer Schadenversicherungs-Gesellschaften im abgelaufenen Geschäftsjahr insbesondere von den branchentypischen Problemen stark gestiegener Aufwendungen bei Kfz-, Elementar- und Großschäden belastet war, werden die NÜRNBERGER Allgemeine Versicherungs-AG und die NÜRNBERGER Beamten Allgemeine Versicherung AG für das Geschäftsjahr 2024 keine Dividende ausschütten. Dies wird sich nachteilig auf das Ergebnis der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG 2025 auswirken. Die Risiken für entsprechende weitere nachteilige Entwicklungen im Jahr 2025 sind jedoch begrenzt, weil die Beteiligungserträge der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG für das Folgejahr relativ gut vorherzusehen sind: Bei der NÜRNBERGER Lebensversicherung AG besteht wegen der gesetzlich geregelten Beteiligung der Versicherungsnehmer eine hohe Prognosegenauigkeit für ein mindestens erzielbares Jahresergebnis. Mit Vorlage der Gewinnverwendungs-Vorschläge der anderen genannten Gesellschaften sind deren Dividendenzahlungen als nahezu sicher anzunehmen.

Einhergehend mit der schwierigen Ertragssituation der Schadenversicherungs-Gesellschaften mussten im Berichtsjahr signifikante Wertberichtigungen auf die NÜRNBERGER Allgemeine Versicherungs-AG und die NÜRNBERGER Beamten Allgemeine Versicherung AG vorgenommen werden. Im Hinblick auf die entsprechenden Zeitwerte und die diesen Zeitwerten zugrunde liegenden Planungen sowie unter Berücksichtigung der eingeleiteten Maßnahmen gehen wir derzeit aber von keinem weiteren Korrekturbedarf aus. Grundsätzlich besteht das Risiko, dass in der Zukunft weitere Abschreibungen auf die Buchwerte unserer verbundenen Unternehmen und Beteiligungen erforderlich werden können. Darüber hinaus ist es möglich, dass die verbundenen und Beteiligungsunternehmen aufgrund ihrer Risikosituation Bedarf an zusätzlichen Eigenmitteln haben.

Zum Schutz der Interessen der Versichertengemeinschaft besteht bei den Versicherungsgesellschaften ein Netz von gesetzlichen Regelungen. Um zu gewährleisten, dass die entsprechenden Vorgaben eingehalten werden, haben wir umfassende Controllingsysteme insbesondere in den Bereichen Versicherungstechnik und Kapitalanlagen eingerichtet. Diese Controllingsysteme werden stets weiterentwickelt und eingesetzt, um die Entscheidungsträger über relevante Kenngrößen umfassend und zeitgerecht zu informieren.

Die aktuelle Zinsentwicklung fließt in die Steuerung der Kapitalanlagen ein. Der Ausfall von Schuldnern hatte im Berichtsjahr keine Bedeutung für die Kapitalanlagen der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG. Aufgrund der sehr guten und guten Bonität der Schuldner ist davon auszugehen, dass sich dies im Folgejahr nicht ändern wird.

Veränderungen am Kapitalmarkt stellen für uns ein Marktpreisrisiko dar. Es untergliedert sich in Aktienkurs-, Zinsänderungs-, Spread- und Währungsrisiken. Diese hätten die nachfolgend genannten Auswirkungen auf den Zeitwert unserer Kapitalanlagen. Bei dauerhaften Wertminderungen könnten sich grundsätzlich Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung ergeben.

Falls die Aktienkurse um 20 % zurückgingen, würden sich die Marktwerte der börsennotierten aktienkurssensitiven Kapitalanlagen um 2,5 Mio. EUR vermindern. Umgekehrt würden sich bei einem Anstieg der Aktienkurse um 20 % die Marktwerte dieser Kapitalanlagen um 2,5 Mio. EUR erhöhen.

Aufgrund des vollständigen Verkaufs des Bestands an börsennotierten festverzinslichen Wertpapieren ist das Zinsänderungsrisiko für die NÜRNBERGER Beteiligungs-AG von untergeordneter Bedeutung.

Bei einer Änderung aller Fremdwährungen gegenüber dem Euro um 10 % würde sich der Marktwert der Kapitalanlagen um 0,6 Mio. EUR vermindern bzw. erhöhen.

Immobilienrisiken haben für die NÜRNBERGER Beteiligungs-AG keine Bedeutung.

Über Planungen, Lage und Geschäftsentwicklung bei Nicht-Versicherungsunternehmen, an denen wir beteiligt sind, lassen wir uns regelmäßig auf Basis zeitnaher Informationen berichten und erörtern diese in den Aufsichtsgremien. Unser Beteiligungs-Controlling analysiert die Geschäftsberichte und sonstigen Unterlagen zu den Beteiligungsgesellschaften. Auch bei Minderheitsbeteiligungen üben wir unsere Informations- und Mitwirkungsrechte aus. Auf der Grundlage der Ergebnisse leiten wir bei Bedarf geeignete Maßnahmen ein. Dabei kann nicht ausgeschlossen werden, dass im Einzelfall zusätzliche Mittel bereitgestellt werden müssen.

Risiken der Finanzstruktur

Grundsätzlich können in ungünstigen Fällen Risiken aus der Inanspruchnahme von ausgegebenen Bürgschaften und Garantien entstehen. Dies betrifft zum einen die gesetzlich festgelegten Pflichten zum Verlustausgleich aus den im Kapitel „Grundlagen der Gesellschaft“ unter dem Punkt „Dienstleistungs-Vereinbarungen und Unternehmensverträge“ genannten Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträgen und zum anderen unsere Zusagen, die wir in Bezug auf die Fürst Fugger Privatbank AG zur Verlustfreistellung gegenüber dem Einlagensicherungsfonds sowie zur angemessenen Eigenmittelausstattung gegeben haben. Aufgrund der aktuellen Planungsrechnungen der betroffenen Gesellschaften schätzen wir das Risiko einer Inanspruchnahme jedoch als gering ein.

Operationelle Risiken

Unter operationellen Risiken fassen wir mögliche Verluste durch unangemessene Personalausstattung, fehlschlagende Prozesse, Ausfälle technischer Systeme, Verzögerungen in der Umsetzung von Projekten, menschliche Fehler, Compliance-Verstöße, Änderung rechtlicher Rahmenbedingungen oder externe Ereignisse zusammen.

Durch die laufende Optimierung von Arbeitsabläufen und die kontinuierliche Weiterbildung von Mitarbeitern sollen operationelle Risiken verringert werden. Darüber hinaus besitzt die NÜRNBERGER Beteiligungs-AG ein internes Kontrollsystem, dessen Angemessenheit und Wirksamkeit sie regelmäßig überprüft. Durch Funktionstrennungen in den Arbeitsabläufen, Abstimmungs- und Plausibilitätsprüfungen sowie abgestufte Vollmachten und Berechtigungen reduzieren wir das Risiko schädigender Handlungen und vermeiden Fehler. Prozessunabhängig prüft zudem die Interne Revision Systeme, Verfahren und Einzelfälle.

Personalrisiken, denen auch die NÜRNBERGER ausgesetzt ist, bestehen darin, dass es nicht gelingt, Positionen mit den richtigen Personen bzw. überhaupt zu besetzen und die Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden. Diese Risiken werden aktuell durch Faktoren wie die demografische Entwicklung und den Fachkräftemangel, aber auch durch unser Umbauprogramm „Fit für die Zukunft“ geprägt.

Möglichen Risiken im Bereich Datenverarbeitung wenden wir besondere Aufmerksamkeit zu, um die Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität unserer Daten zu gewährleisten. So wird die Eintrittswahrscheinlichkeit für einen gravierenden IT-Notfall infolge Störungen durch Fehler oder höhere Gewalt aufgrund der vorhandenen technischen und organisatorischen Vorkehrungen als sehr gering eingeschätzt.

Vorsätzlich herbeigeführte IT-Sicherheitsvorfälle - vor allem Cyber-Angriffe - haben ein besonders hohes Schadenpotenzial. Die in dieser Hinsicht angespannte Bedrohungslage beobachten wir daher aktiv. Die Eintrittswahrscheinlichkeit für einen erfolgreichen Cyber-Angriff mit großer Schadenwirkung wird aufgrund der getroffenen Vorkehrungen als gering eingeschätzt. So hat die NÜRNBERGER ein Informationssicherheits-Management etabliert, in dessen Rahmen mehrstufige Kontrollen und neueste Technologien zum Einsatz kommen. Die Wirksamkeit und Zuverlässigkeit dieser Sicherheitsmaßnahmen werden laufend überprüft. Besonders sicherheitsrelevante Ereignisse werden durch ein externes Security Operation Center (SOC) rund um die Uhr auf Angriffsversuche hin überwacht. Da gezielte Angriffe nicht vollkommen verhindert werden können, wurde zusätzlich eine Cyber-Versicherung abgeschlossen.

Grundsätzlich ist die Gesellschaft auch Rechts- und Rechtsänderungsrisiken ausgesetzt, wovon nicht zuletzt das Steuerrecht betroffen ist: Die Steuerpositionen wurden auf der Basis geltenden Rechts ermittelt. Dennoch kann es in der Zukunft zum Beispiel im Zuge steuerlicher Außenprüfungen zur Anwendung abweichender Auffassungen der Finanzverwaltung kommen. Hieraus können sich zusätzliche Steuerverbindlichkeiten bzw. -rückstellungen ergeben. Nicht zuletzt können auch aus möglichen Änderungen der Steuergesetzgebung finanzielle Belastungen entstehen.

Sonstige Risiken

Eine mögliche Verschlechterung des Ansehens der NÜRNBERGER bei ihren Kunden, Aktionären und Vermittlern sowie in der Öffentlichkeit insgesamt bezeichnen wir als Reputationsrisiko. Solche Risiken können nicht zuletzt durch negative Darstellungen in der Öffentlichkeit entstehen, ausgelöst beispielsweise durch unzufriedene Kunden oder Anspruchsteller. Auch fehlerhafte Arbeitsabläufe sowie Gerichtsurteile können sich grundsätzlich nachteilig auf unsere Reputation auswirken. Da es sich bei den Reputationsrisiken in der Regel um Folgerisiken handelt, wird ihnen vorbeugend mit Maßnahmen begegnet, die bei den jeweiligen Ursachen ansetzen. Zu nennen sind hierbei insbesondere alle Aktivitäten zur Sicherstellung von Effektivität und Effizienz der Geschäftsprozesse, eine möglichst klare Kommunikation mit den Kunden (ergänzt um ein Beschwerdemanagement), eine entsprechende Öffentlichkeitsarbeit, ein ganzheitlicher Risikoidentifikations-Prozess sowie ein internes Compliance-System zur Vermeidung und frühzeitigen Aufdeckung von Compliance-Verstößen. Um schnell auf eventuelle negative Berichte reagieren zu können, werden laufend Medien und Soziale Netzwerke überwacht.

Als strategisch bezeichnen wir das Risiko, dass sich wesentliche Geschäftsentscheidungen im Zeitverlauf als nachteilig erweisen könnten. Dies gilt analog für fehlende Reaktionen auf ein geändertes Unternehmensumfeld und für das mangelhafte Umsetzen von Entscheidungen. Im aktuell gegebenen Umfeld aus sich ändernden Kundenerwartungen, unsicheren gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und wachsender Regulatorik besteht eine besondere Herausforderung für die NÜRNBERGER darin, die notwendigen Veränderungsprozesse und Maßnahmen zur Fokussierung des Unternehmens in ihrer Vielzahl geeignet umzusetzen. Dies geht mit entsprechenden strategischen Risiken einher, zu denen auch eine dauerhaft zu hohe Kostenbelastung und eine nicht angemessene vertriebliche Ausrichtung gehören. Wir reduzieren das strategische Risiko, indem wir das Unternehmensumfeld analysieren, die Projekte zur Weiterentwicklung der NÜRNBERGER insgesamt steuern und indem wir Entscheidungsprozesse sowie das Risikomanagement miteinander verzahnen. So werden unter anderem bei wesentlichen Entscheidungen Informationen aus dem Risikomanagementsystem berücksichtigt.

Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko eines Verlusts, wenn ein Unternehmen nicht in der Lage ist, Anlagen und andere Vermögenswerte zu realisieren, um seinen finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nachzukommen. Bei der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG wird das Liquiditätsrisiko von dem Erfordernis geprägt, eine ausreichende Kapitalisierung ihrer Tochtergesellschaften sicherzustellen. Aktuell ist die NÜRNBERGER Beteiligungs-AG hier hinsichtlich der Schadenversicherer besonders gefordert. Gesteuert werden die Liquiditätsrisiken mithilfe einer Liquiditätsvorschau, in die alle erwarteten relevanten Ein- und Auszahlungen einbezogen werden.

Zusammenfassende Darstellung

Die wesentlichen Risiken der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG sind in den vorherigen Abschnitten aufgeführt.

Seit einigen Jahren werden unsere bedeutendsten Tochterunternehmen, die NÜRNBERGER Lebensversicherung AG, die NÜRNBERGER Allgemeine Versicherungs-AG sowie die NÜRNBERGER Krankenversicherung AG, durch das Ratingunternehmen Fitch hinsichtlich ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit und Sicherheit untersucht. Dafür stellen wir unter Beachtung kartellrechtlicher Vorschriften auch vertrauliche und interne Informationen zur Verfügung. Im Dezember 2024 vergab Fitch für die drei genannten Gesellschaften jeweils ein Finanzstärkerating von A (stark).

Zusammenfassend ergibt sich aus den aktuellen Erkenntnissen und erläuterten Gegebenheiten keine bestandsgefährdende Beeinträchtigung unserer Risikotragfähigkeit.

Chancen- und Prognosebericht

Zukunftsbezogene Aussagen in diesem Geschäftsbericht beruhen in erster Linie auf Erwartungen, Prognosen und Planungen. Aufgrund der darin enthaltenen Annahmen und Ungewissheiten sind abweichende tatsächliche Entwicklungen nicht grundsätzlich auszuschließen. Sie können sich zum Beispiel durch eine von der Annahme abweichende Entwicklung der genannten Planungsparameter, durch Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage, der Wettbewerbssituation, der Entwicklung der Finanzmärkte oder der Wechselkurse sowie aufgrund nationaler oder internationaler Gesetzesänderungen ergeben.

Aus solchen Abweichungen können Chancen und Risiken für die zukünftige Entwicklung der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG entstehen. Mögliche Chancen werden in den nachfolgenden Erläuterungen behandelt, während wir zu den Risiken im vorstehenden Risikobericht Stellung nehmen. Aus den dort beschriebenen Risiken können sich grundsätzlich auch Chancen ergeben, wenn die Entwicklung besser verläuft als von uns prognostiziert.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Aufgrund der eher strukturellen Gründe der derzeitigen Konjunkturschwäche ist für 2025 mit keiner Belebung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland zu rechnen. Sofern die neue US-Regierung Teile ihrer protektionistischen Ankündigungen umsetzt, wird dies die Exporte zusätzlich bremsen. Insbesondere vor diesem Hintergrund geht das Institut für Weltwirtschaft in Kiel für das Jahr 2025 von einer Stagnation des Bruttoinlandsprodukts aus.1 Andere Forschungsinstitute bewegen sich in ihren Prognosen in einer Bandbreite von -0,1 % bis 1,1 %.

Die einzelnen wesentlichen Konjunkturindikatoren werden vom Institut für Weltwirtschaft in Kiel dabei wie folgt eingeschätzt:

Die Inflation wird mit 2,2 % in etwa in der Höhe von 2024 erwartet. Bei den verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte ist von einem Anstieg von 2,0 % auszugehen, bei einer gegenüber dem Vorjahr nahezu konstanten Sparquote von 11,3 %. Die privaten Konsumausgaben sollen nahezu unverändert bleiben (+0,1 %), die Konsumausgaben des Staates um 1,2 % zunehmen. Bei den Bruttoanlageinvestitionen wird noch mit einem leichten Rückgang von 0,3 % gerechnet; mit den sich etwas bessernden Finanzierungsbedingungen soll allmählich die Talsohle durchschritten sein. Bei den Exporten wird ein Rückgang von 0,9 % und bei den Importen eine Zunahme von 0,8 % prognostiziert. Die wirtschaftliche Schwäche hinterlässt mittlerweile sichtbare Spuren am Arbeitsmarkt. Die Erwerbstätigkeit soll abnehmen und die Arbeitslosenquote auf 6,3 % steigen. Hinsichtlich der Zinsentwicklung ist davon auszugehen, dass die Europäische Zentralbank nach den letzten Senkungen im ersten Halbjahr 2025 den Leitzins reduzieren wird. Es wird mit einer Reduzierung bis auf 2,0 % gerechnet, womit die Geldpolitik bezogen auf die Inflation weitgehend neutral ausgerichtet wäre.

Die wesentlichen Unsicherheiten in der weiteren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung resultieren zum einen aus den außenwirtschaftlichen Gegebenheiten insbesondere mit dem Blick in die USA. Ein eskalierender Handelskonflikt mit höheren Zöllen würde die deutsche Exportwirtschaft erheblich in Mitleidenschaft ziehen. Die vorgezogenen Neuwahlen verkürzen dagegen auf nationaler Ebene potenziell die Phase wirtschaftspolitischer Unsicherheit. Dennoch steht die neue Bundesregierung vor erheblichen Aufgaben.

Die deutsche Versicherungswirtschaft erwartet für das laufende Jahr 2025 ein solides Beitragswachstum. Insgesamt rechnet der GDV mit einem Beitragsanstieg von 5,0 %.

In der Lebensversicherung wird ein Wachstum von 1,3 % erwartet. Die Normalisierung der Zinsstrukturkurve, steigende Löhne und eine positive Entwicklung der Inflation bilden die Grundlage. Das Geschäft mit laufenden Beiträgen soll dabei mit 0,3 % leicht sinken, während das Einmalbeitragsgeschäft um 4,8 % zunehmen soll und damit den maßgeblichen Treiber darstellt. Bei den Pensionskassen wird sich der Trend des Rückgangs mit -5,0 % fortsetzen, während bei den Pensionsfonds aufgrund des Einmalbeitragsgeschäfts mit einem gleichbleibenden Niveau gerechnet wird. Die Private Krankenversicherung erwartet einen erheblichen Anstieg der Beiträge um 7,5 %. Aufgrund der Leistungsausweitung wird mit entsprechenden Beitragssteigerungen gerechnet. In der Schadenversicherung werden ebenfalls Beitragszuwächse von 7,5 % prognostiziert. Insbesondere in der Kraftfahrtversicherung, aber auch in anderen Sparten, machen sich die Beitragsanpassungen aufgrund erhöhter Kosten bemerkbar.

1 Die Werte zu den einzelnen Konjunkturindikatoren in diesem Abschnitt stammen vom Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel (IfW) mit Stand 11. Dezember 2024 bzw. vom GDV mit Stand 13. Februar 2025.

Ergebnisentwicklung und Chancen

Das Ergebnis der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG als Konzernobergesellschaft der NÜRNBERGER Versicherung wird im Regelfall maßgeblich durch die Ergebnisabführungen und Ausschüttungen der Tochterunternehmen sowie der Beteiligungen in den strategischen Geschäftssegmenten bestimmt. Hieraus erwarten wir 2025 einen insgesamt rückläufigen Ertragszufluss, der durch die im Berichtsjahr erhöht ausgefallenen Ausschüttungen zweier nicht im operativen Versicherungsgeschäft tätigen Tochtergesellschaften zustande kommt. Aufgrund der sehr hohen Abschreibungen, die 2024 auf den Beteiligungsbuchwert der NÜRNBERGER Allgemeine Versicherungs-AG vorgenommen wurden, prognostizieren wir mit einem Jahresüberschuss in der Größenordnung von 60 Mio. EUR für 2025 dennoch eine erhebliche Ergebnisverbesserung gegenüber dem Berichtsjahr. Dabei haben wir unterstellt, dass es zu keinen weiteren Korrekturen von Beteiligungsbuchwerten kommen wird.

In Bezug auf die Vermögens- und Finanzlage der Konzernobergesellschaft rechnen wir nicht mit nennenswerten Veränderungen.

Die wesentlichen Chancen für einen höheren Jahresüberschuss der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG im Folgejahr liegen in besseren Geschäftsverläufen derjenigen Tochterunternehmen, bei denen wir die Ergebnisbeiträge über Ergebnisabführungen phasengleich vereinnahmen. Die bestehenden Risiken sind im Risikobericht näher beschrieben.

Bilanz zum 31. Dezember 2024 in EUR

Aktivseite

31.12.2024 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene EDV-Software 326.745 319.496
2. geleistete Anzahlungen 168.900 105.175
495.645 424.671
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 899.849 1.201.184
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 590.001.202 680.102.300
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 5 5
3. Beteiligungen 51.200.865 49.277.413
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 8.330.101 52.368.695
649.532.173 781.748.413
650.927.667 783.374.268
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Betriebsstoffe 45 256
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 67.796.982 76.412.421
2. sonstige Vermögensgegenstände 18.297.141 35.435.435
86.094.123 111.847.856
III. Wertpapiere
sonstige Wertpapiere - 24.979.967
IV. Guthaben bei Kreditinstituten 12.890.004 20.584.444
98.984.172 157.412.523
C. Rechnungsabgrenzungsposten 185.075 91.861
Summe der Aktiva 750.096.914 940.878.652

Passivseite

31.12.2024 31.12.2023
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 40.320.000 40.320.000
II. Kapitalrücklage 136.382.474 136.382.474
III. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklage 1.738.392 1.738.392
2. andere Gewinnrücklagen 404.861.977 554.652.058
404.600.369 556.390.450
IV. Bilanzgewinn 1.612.800 49.451.274
584.915.643 782.544.198
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 123.226.972 130.357.162
2. Steuerrückstellungen 33.863.936 20.257.989
3. sonstige Rückstellungen 6.538.453 6.304.334
163.629.361 156.919.485
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 299 -
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 130.931 178.857
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 738.625 787.537
4. sonstige Verbindlichkeiten 682.055 448.574
1.551.910 1.414.968
Summe der Passiva 750.096.914 940.878.652

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024 in EUR

2024 2023
1. Erträge aus Beteiligungen
a) aus verbundenen Unternehmen 57.900.638 26.990.342
b) aus Beteiligungsunternehmen 3.696.000 3.960.000
61.596.638 30.950.342
2. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 77.973.300 87.893.290
davon aus Steuerumlage: 29.989.620 EUR (Vj. 41.893.290 EUR)
3. Umsatzerlöse aus Dienstleistungen 21.806.164 20.073.125
4. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 369.228 366.277
davon aus verbundenen Unternehmen: 0,00 EUR (Vj. 17.598 EUR)
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.352.252 2.839.715
davon aus verbundenen Unternehmen: 1.100.101 EUR (Vj. 201.047 EUR)
davon ab: Konzernumlage - 439.220 - 341.977
2.913.032 2.497.738
6. sonstige betriebliche Erträge 12.561.515 6.335.563
7. Aufwendungen aus Verlustübernahme - - 920.005
8. Personalaufwand
a) Gehälter - 21.165.237 - 20.587.784
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung - 3.484.468 - 4.556.370
davon für Altersversorgung: - 361.629 EUR (Vj. - 1.501.425 EUR)
Konzernumlage - 356.560 128.724
- 3.841.028 - 4.427.645
- 25.006.264 - 25.015.429
9. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen - 383.422 - 434.119
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen - 259.701.099 -
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 3.078.807 - 2.573.809
davon an verbundene Unternehmen: - 2.617 EUR (Vj. - 215.033 EUR)
davon ab: Konzernumlage 1.050.949 986.134
- 2.027.858 - 1.587.675
12. sonstige betriebliche Aufwendungen - 19.765.896 - 11.822.826
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 27.641.181 - 31.120.803
14. Ergebnis nach Steuern - 157.305.842 77.215.478
15. sonstige Steuern - 2.713 - 7.573
16. Jahresfehlbetrag / Jahresüberschuß - 157.308.555 77.207.905
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 9.131.274 7.243.369
18. Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen 149.790.081 -
19. Einstellungen in andere Gewinnrücklagen - - 35.000.000
20. Bilanzgewinn 1.612.800 49.451.274

Anhang

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2024 in EUR

Anschaffungskosten zum Geschäftsjahresbeginn Zugänge Geschäftsjahr Umbuchungen Geschäftsjahr Abgänge Geschäftsjahr
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene EDV-Software 2.780.802 16.273 105.175 -
2. geleistete Anzahlungen 105.175 168.900 -105.175 -
2.885.976 185.173 - -
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.305.906 5.979 - 271.776
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 706.047.103 169.600.000 - -
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 19.960.924 - - 9.637
3. Beteiligungen 51.200.865 - - -
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 52.394.875 297.951 - 44.362.725
829.603.767 169.897.951 - 44.372.362
835.795.649 170.089.103 - 44.644.138
Anschaffungskosten zum Geschäftsjahresende Abschreibungen zum Geschäftsjahresbeginn
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene EDV-Software 2.902.250 2.461.306
2. geleistete Anzahlungen 168.900 -
3.071.150 2.461.306
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.040.108 2.104.722
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 875.647.103 25.944.803
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 19.951.287 19.960.919
3. Beteiligungen 51.200.865 1.923.452
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 8.330.101 26.180
955.129.356 47.855.354
961.240.614 52.421.382
Abschreibungen Geschäftsjahr Zuschreibungen Geschäftsjahr Veränderung Abschreibungen durch Zugänge Veränderung Abschreibungen durch Abgänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene EDV-Software 114.199 - - -
2. geleistete Anzahlungen - - - -
114.199 - - -
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 269.223 - - 233.685
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 259.701.099 - - -
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen - 9.637 - -
3. Beteiligungen - 1.923.452 - -
4. Wertpapiere des Anlagevermögens - - - 26.180
259.701.099 1.933.089 - 26.180
260.084.521 1.933.089 - 259.865
Abschreibungen zum Geschäftsjahresende Bilanzwerte
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene EDV-Software 2.575.505 326.745
2. geleistete Anzahlungen - 168.900
2.575.505 495.645
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.140.259 899.849
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 285.645.902 590.001.202
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 19.951.282 5
3. Beteiligungen - 51.200.865
4. Wertpapiere des Anlagevermögens - 8.330.101
305.597.184 649.532.173
310.312.948 650.927.667

Basisdaten

Rechtlicher Sitz der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG ist Nürnberg, Bundesrepublik Deutschland. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Nürnberg unter der Nummer HRB 66 im Handelsregister eingetragen.

Darstellung

Die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung stellen wir in vollen Euro (EUR), den Anhang sowie den Lagebericht grundsätzlich in Tausend Euro (Tsd. EUR), Millionen Euro (Mio. EUR) oder Milliarden Euro (Mrd. EUR) dar. Dabei wird im Regelfall jede einzelne Zahl und Summe kaufmännisch gerundet. Deshalb können, insbesondere in Tabellen, Rundungsdifferenzen auftreten.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die NÜRNBERGER Beteiligungs-AG ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Von den Erleichterungen der §§ 276 und 288 Abs. 2 HGB machen wir keinen Gebrauch.

Den Jahresabschluss haben wir nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs in der aktuellen Fassung aufgestellt. Die Bilanz folgt in ihrem Aufbau der Gliederungsvorschrift von § 266 HGB. Angaben zu Restlaufzeiten von Forderungen und Verbindlichkeiten sowie zu Haftungsverhältnissen werden ausschließlich im Anhang gemacht. Die nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellte Gewinn- und Verlustrechnung entspricht inhaltlich § 275 Abs. 2 HGB in Verbindung mit § 158 AktG; davon abweichend ist sie analog der Ertragsstruktur der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG aufgebaut, die als Dachgesellschaft des NÜRNBERGER Konzerns vorrangig Erträge aus Beteiligungen und Gewinnabführungsverträgen sowie Dienstleistungen vereinnahmt. Die Bezeichnungen der Positionen von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung wurden auf den tatsächlichen Inhalt der Positionen verkürzt.

Aktiva

EDV-Software sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung sind zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Bei der EDV-Software sind wir von einer Nutzungsdauer von 5 Jahren und bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung von 3 bis 15 Jahren ausgegangen. Auf die Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB verzichten wir. Die geleisteten Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände umfassen Anzahlungen auf den Kaufpreis vor Eigentumsübergang sowie aktivierungspflichtige Kosten bis Eintritt der Betriebsbereitschaft.

Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Wertpapiere des Anlagevermögens aktivieren wir zu Anschaffungskosten, vermindert um notwendige Abschreibungen. Dem Wertaufholungsgebot wird durch Zuschreibung Rechnung getragen. Die Zeitwerte der verbundenen Unternehmen haben wir auf der Grundlage des Ertragswertverfahrens ermittelt. Sofern ertragswertorientierte Verfahren nicht zum Einsatz kommen konnten, wurden substanzorientierte Verfahren verwendet. Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind mit dem Nennwert, ebenfalls vermindert um notwendige Abschreibungen, bilanziert.

Für Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gilt das gemilderte Niederstwertprinzip. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungs-Verpflichtungen dienen, verrechnen wir nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit diesen Schulden.

Vorräte werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wir zu Nominalbeträgen, vermindert um notwendige Abschreibungen und Wertberichtigungen, aktiviert. Die Wertpapiere im Umlaufvermögen sind zu Anschaffungskosten bewertet, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen nach dem strengen Niederstwertprinzip. Dem Wertaufholungsgebot wird durch Zuschreibung Rechnung getragen. Die Guthaben bei Kreditinstituten sowie aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nennwert bilanziert.

Soweit zwischen den Wertansätzen in Handels- und Steuerbilanz Differenzen bestehen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder abbauen, werden darauf latente Steuern mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen ermittelt (Gewerbesteuersatz 16,35 %, Körperschaftsteuersatz 15 % zuzüglich Solidaritätszuschlag 5,5 %). Ergibt sich aus der Ermittlung insgesamt eine zukünftige Steuerbelastung, wird diese als passive latente Steuer angesetzt. Eine sich insgesamt ergebende zukünftige Steuerentlastung wird in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt.

Passiva

Nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB sind für Pensions- und vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen (Jubiläums- und Sonderzahlungen) Rückstellungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Entsprechend dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB haben wir die Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz auf Basis einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren vorgenommen. Der Erfüllungsbetrag wurde nach dem Anwartschaftsbarwert-Verfahren entsprechend den International Financial Reporting Standards (IAS 19.67 ff.) berechnet. Dieses geht davon aus, dass in jedem Dienstjahr, das zu einer Erhöhung der Leistung aus dem Plan führt, ein zusätzlicher Teil des endgültigen Leistungsanspruchs erworben wird, und bewertet jeden dieser Leistungsbausteine separat, um so die insgesamt zugesagte Verpflichtung aufzubauen. Als Rechnungsgrundlage dienten die RICHTTAFELN 2018 G der Heubeck-Richttafeln-GmbH.

Bei mittelbaren Pensionsverpflichtungen bilanzieren wir die Unterdeckung in voller Höhe. Diese ergibt sich aus dem notwendigen Erfüllungsbetrag nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB abzüglich des anteiligen Zeitwerts der Vermögensgegenstände des Versorgungsträgers.

Der laut der Übergangsregelung nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB über maximal 15 Jahre zuzuführende Bewertungsunterschied ist bereits vollständig berücksichtigt. Dieser resultiert aus der Umstellung auf das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) zum 1. Januar 2010.

Folgende versicherungstechnische Annahmen liegen den Bewertungen zugrunde:

2024
in %
2023
in %
Rechnungszins (10-Jahres-Durchschnitt) 1,90 1,83
Rechnungszins (7-Jahres-Durchschnitt) 1,96 1,76
Gehaltstrend1 2,60 2,60
Rententrend 2,00 2,00
Fluktuation2 0,00 - 9,00 0,00 - 8,50

1 Der Gehaltstrend wirkt sich nur bei gehaltsabhängigen Zusagen aus. Seit 2021 sind unmittelbare Pensionsverpflichtungen zum Großteil nicht mehr gehaltsabhängig, mittelbare Pensionsverpflichtungen sind seit 2024 nicht mehr gehaltsabhängig.
2 Die Annahmen werden lebensaltersabhängig getroffen: bis unter 21 Jahre: 0,60 (0,60) %; 21 bis unter 31 Jahre: 9,00 (8,50) %; 31 bis unter 41 Jahre: 6,20 (5,90) %; 41 bis unter 51 Jahre: 3,40 (3,20) %; 51 bis unter 61 Jahre: 3,30 (2,80) %; ab 61 Jahre: 0,00 (0,00) %. Für das Jahr 2025 wurde eine zusätzliche Fluktuationsannahme getroffen: bis unter 21 Jahre: 0,00 %; 21 bis unter 31 Jahre: 5,00 %; 31 bis unter 41 Jahre: 6,00 %; 41 bis unter 51 Jahre: 7,00 %; 51 bis unter 61 Jahre: 10,00 %; ab 61 Jahre: 0,00 %.

Pensionsverpflichtungen werden nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem 10-Jahres-Durchschnittszins, Jubiläums- und Sonderzahlungs-Verpflichtungen mit dem 7-Jahres-Durchschnittszins bewertet.

Für das Pensionsalter sind wir bei den unmittelbaren Pensionsverpflichtungen von der vertraglichen Altersgrenze ausgegangen, sonst vom frühestmöglichen Termin zum abschlagsfreien Bezug der Altersrente aus der Gesetzlichen Rentenversicherung.

Die Rückstellungen für Jubiläums- und Sonderzahlungen sind in der Position sonstige Rückstellungen erfasst. Weitere dort ausgewiesene Rückstellungen sowie die Steuerrückstellungen berücksichtigen die erkennbaren ungewissen Verpflichtungen in angemessener Höhe mit ihrem notwendigen Erfüllungsbetrag. Soweit die Laufzeit dieser weiteren sonstigen Rückstellungen mehr als ein Jahr beträgt, wird nach § 253 Abs. 2 HGB eine Abzinsung mit dem der Restlaufzeit entsprechenden Zinssatz vorgenommen. Diesen macht die Deutsche Bundesbank auf Grundlage der Rückstellungsabzinsungsverordnung bekannt. Die Rückstellung für Strukturmaßnahmen basiert auf geschätzten Abfindungsvereinbarungen.

Den Rückstellungen für Verpflichtungen aus Lebensarbeitszeitkonten stehen insolvenzgesicherte Rückdeckungsversicherungen gegenüber. Nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB haben wir den Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen mit den zu bildenden sonstigen Rückstellungen verrechnet. Die Bewertung der Rückdeckungsversicherungen zum beizulegenden Zeitwert wurde mit dem vom Versicherungsunternehmen ermittelten Deckungskapital vorgenommen.

Den Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem NÜRNBERGER Zeitwertkonto stehen Fondsanteile bei einer Fondsgesellschaft gegenüber. Der Erhalt des Nominalwerts der von den Mitarbeitern eingebrachten Beträge wird garantiert. Nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB haben wir das Fondsvermögen mit den zu bildenden sonstigen Rückstellungen verrechnet. Das Fondsvermögen wurde mit dem von der Fondsgesellschaft übermittelten beizulegenden Zeitwert bewertet. Liegt der Zeitwert des Fondsvermögens unter der Summe der eingebrachten Beträge, weisen wir die Rückstellungen und das Fondsvermögen saldiert auf der Passivseite aus. Die Verpflichtungen werden dabei mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

Bei den Pensionsverpflichtungen und Verpflichtungen aus Jubiläums- und Sonderzahlungen sowie Altersteilzeit weisen wir Erfolgswirkungen aus Änderungen der Rechnungszinsen gegenüber dem Vorjahr im Finanzergebnis (Zinsaufwand bzw. -ertrag) aus.

Verbindlichkeiten sind zum Nenn- bzw. Erfüllungsbetrag bilanziert.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden am Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Für Fremdwährungstransaktionen legen wir den Devisenkassakurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls zugrunde.

Erläuterungen zur Bilanz

Aktiva

A. Anlagevermögen

III. 1. Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Zugänge betreffen mit 142,0 Mio. EUR Einzahlungen in die Kapitalrücklage der NÜRNBERGER Allgemeine Versicherungs-AG zur Stärkung des Eigenkapitals. Zudem haben wir zum 1. Juli 2024 sämtliche Anteile an der NÜRNBERGER Beamten Allgemeine Versicherung AG zu einem Kaufpreis von 27,6 Mio. EUR von der NÜRNBERGER Allgemeine Versicherungs-AG erworben.

Auf den Beteiligungsbuchwert der NÜRNBERGER Allgemeine Versicherungs-AG waren Abschreibungen von 232,6 Mio. EUR erforderlich und auf die Anteile an der NÜRNBERGER Beamten Allgemeine Versicherung AG haben wir 27,1 Mio. EUR abgeschrieben.

Aufstellung über den Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11, 11a HGB in Tsd. EUR

Die NÜRNBERGER Beteiligungs-AG hält unmittelbar folgende Beteiligungen:

Nr. Name und Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil
in %
Eigenkapital Jahresergebnis Vereinnahmte Beteiligungserträge/ Gewinnabführung
Verbundene Unternehmen
1 NÜRNBERGER Lebensversicherung AG, Nürnberg 100 300.010 -1 76.990
2 NÜRNBERGER Allgemeine Versicherungs-AG, Nürnberg 100 234.291 - 147.038 -
3 NÜRNBERGER Beamten Allgemeine Versicherung AG, Nürnberg 100 15.486 - 39 -
4 NÜRNBERGER Krankenversicherung AG, Nürnberg 100 37.924 6.500 4.700
5 NÜRNBERGER Asset Management GmbH, Nürnberg 100 37.307 18.683 29.500
6 NÜRNBERGER evo-X GmbH, Nürnberg 20 4.925 -1 -
einschließlich Anteile abhängiger Unternehmen 100
7 NÜRNBERGER Verwaltungsgesellschaft mbH, Nürnberg 100 68.547 2.265 17.700
8 Fürst Fugger Privatbank AG, Augsburg 99 72.234 13.591 6.001
9 ADK Immobilienverwaltungs GmbH i.L., Nürnberg 81 - 81.125 - -
einschließlich Anteile abhängiger Unternehmen 100
10 CodeCamp:N GmbH, Nürnberg 100 2.361 -1 984
Beteiligungen
11 CG Car-Garantie Versicherungs-AG, Freiburg 33 56.639 10.116 3.696
12 Zollhof Betreiber GmbH, Nürnberg 8 5922 - 782 -

1 Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.
2 Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Darüber hinaus bestehen folgende mittelbare Beteiligungen mit einem Kapitalanteil von mehr als 20 %:

Nr. Name und Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil
in %
über Nr. Eigenkapital Jahresergebnis
13 ADN Betriebsvorrichtungen GmbH, Hamburg 100 14 212 13
14 ADN Immo-Direkt Core Invest GmbH & Co. Geschl. InvKG, Hamburg 99,9996 1 192.082 8.373
15 ADN Immo-Direkt GD Invest GmbH & Co. Geschl. InvKG, Hamburg 100 1 196.922 - 7.570
16 ADN Immo-Direkt Value Add Invest GmbH & Co. Geschl. InvKG, Hamburg 100 1 2.680 1.900
17 ASSMANN Versicherungsmakler GmbH, Iserlohn 100 42 949 296
18 Bene Assicurazioni S.p.A. Società Benefit, Mailand/Italien 25 2 65.5671 5.2091
19 Collas GmbH Versicherungen, Hagen 100 17 16 2
20 Diamond 01 GmbH & Co. geschlossene Investment KG, Frankfurt am Main 27,24 1, 2, 4, 34 109.5681 - 34.0971
21 Feronia Infra Feeder, L.P., Wilmington/Delaware, USA 100 24 495.8501 38.3671
22 Feronia Infra, L.P., Wilmington/Delaware, USA 100 21 503.3801 38.2501
23 Feronia Infra Cayman, Ltd., Cayman Islands 100 22 - -
24 Feronia SICAV RAIF, Luxemburg 100 1, 2, 4 1.232.0071 60.8391
25 GARANTA Versicherungs-AG, Nürnberg 100 2 26.429 - 17.434
26 GARANTA Versorgungs- und Versicherungsdienst GmbH, Nürnberg 51 42 188 55
27 GEG HA GmbH & Co. geschlossene Investmentkommandit- gesellschaft, Frankfurt am Main 48,50 1, 2, 4 53.8262 - 4.5042
28 GEG Sapporobogen GmbH & Co. geschlossene Investment KG, Frankfurt am Main 46,43 1, 2 82.3761 - 8.5601
29 GÖVD GARANTA Österreich Vermittlungsdienst Ges.m.b.H., Salzburg/Österreich 26 25 36 0
30 JurCall GmbH, Mannheim 100 34 682 -3
31 LANDA Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG i.L., Grünwald 94 1 1234 -4
32 LUEG Assekuranz GmbH, Bochum 50 42 17 - 493
33 ME-GA GmbH, Salzburg/Österreich 33,33 25 36 0
34 Neue Rechtsschutz-Versicherungsgesellschaft AG, Mannheim 51 2 28.088 2.987
35 NÜRNBERGER AutoMobil Versicherungsdienst GmbH, Nürnberg 100 2, 42 115 - 1.459
36 NÜRNBERGER Business Beratungs GmbH, Nürnberg 100 42 130 -3
37 NÜRNBERGER Immobilienfonds Vierzehnte KG, Nürnberg 22,95 1, 7, 41 - 1.6101 - 481
38 NÜRNBERGER Pensionsfonds AG, Nürnberg 100 1 6.839 207
39 NÜRNBERGER Pensionskasse AG, Nürnberg 100 1 38.082 120
40 NÜRNBERGER Ten Penn Realty, Inc., Wilmington/Delaware, USA 100 1 429 - 20
41 NÜRNBERGER Versicherung Immobilien AG, Nürnberg 100 7 4.998 132
42 NÜRNBERGER Versicherungs- und Bauspar-Vermittlungs-GmbH, Nürnberg 100 7 26.179 400
43 Pasinger Hofgärten Fonds GmbH & Co. KG, Grünwald 33,33 1 90.000 4.510
44 TECHNO Versicherungsdienst GmbH, Nürnberg 80 42 - 336 - 1.583
45 Vega Invest Fund plc, Dublin/Irland 100 1 1.134.4351 45.9131
46 Vega Invest (Guernsey) Ltd., St. Peter Port/Guernsey 100 45 1.085.6791 91.9601

1 Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023
2 Jahresabschluss zum 30. September 2023
3 Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.
4 Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022

III. 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Im Berichtsjahr wurden auf bisher wertberichtigte Ausleihungen an die ADK Immobilienverwaltungs GmbH i.L. aufgrund von Rückzahlungen 10 Tsd. EUR zugeschrieben und in gleicher Höhe getilgt.

III. 3. Beteiligungen

Zuschreibungen auf Beteiligungen waren in Höhe von 1.923 Tsd. EUR vorzunehmen und betrafen die Anteile an der CG Car-Garantie Versicherungs-AG.

III. 4. Wertpapiere des Anlagevermögens

Aus dem Verkauf von Inhaberschuldverschreibungen mit einem Buchwert von 44.337 Tsd. EUR erzielten wir einen Abgangsgewinn von 26 Tsd. EUR.

B. Umlaufvermögen

II. 1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen betreffen in der Hauptsache den konzerninternen Verrechnungsverkehr und werden marktgerecht verzinst. Darunter fallen auch die Ergebnisabführungen von Tochterunternehmen.

II. 2. sonstige Vermögensgegenstände

Die Position beinhaltet hauptsächlich Steuerguthaben (inklusive Zinsen) von insgesamt 18.244 (35.247) Tsd. EUR.

III. Wertpapiere

Hier haben wir im Vorjahr Wertpapiere mit freier Liquidität in Form von Geldmarktfonds-Anteilen ausgewiesen. Diese wurden im Berichtsjahr vollständig verkauft.

Aktive latente Steuern

Aktive latente Steuern werden nicht ausgewiesen, da der bestehende Aktivüberhang unter Ausnutzung des Wahlrechts nach § 274 HGB nicht bilanziert wird. Die nicht bilanzierten aktiven latenten Steuern resultieren aus unterschiedlichen Wertansätzen in Handels- und Steuerbilanz bei Anteilen an verbundenen Unternehmen, Wertpapieren des Anlagevermögens, Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie sonstigen Rückstellungen.

Passiva

A. Eigenkapital

I. Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Grundkapital beträgt 40.320.000 EUR. Es ist eingeteilt in 11.520.000 Stückaktien ohne Nennwert mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 3,50 EUR je Stückaktie.

Zum 31. Dezember 2024 ergibt sich eine Einteilung des betragsmäßig unveränderten Grundkapitals in 11.514.672 vinkulierte und 5.328 nichtvinkulierte auf den Namen lautende Stückaktien ohne Nennwert. Die vinkulierten Namensaktien können nur mit Zustimmung der Gesellschaft übertragen werden.

III. Gewinnrücklagen

Aus den anderen Gewinnrücklagen haben wir zum Ausgleich des Jahresfehlbetrags 149.790.081,04 EUR entnommen. Die Gewinnrücklagen sanken dadurch insgesamt auf 406.600.368,96 (556.390.450) EUR. Im Vorjahr wurden aus dem Jahresüberschuss 35.000.000 EUR in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

IV. Bilanzgewinn

Im Bilanzgewinn von 1.612.800 (49.451.274) EUR ist ein Gewinnvortrag von 9.131.274 (7.243.369) EUR enthalten.

B. Rückstellungen

1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Aufgrund unseres Schuldbeitritts zu den Pensionszusagen der NÜRNBERGER Lebensversicherung AG, NÜRNBERGER Allgemeine Versicherungs-AG, NÜRNBERGER Versicherung Immobilien AG, NÜRNBERGER Verwaltungsgesellschaft mbH und NÜRNBERGER Asset Management GmbH haben die aus den Pensionszusagen Berechtigten einen unmittelbaren Anspruch auch gegen unsere Gesellschaft erworben. Deshalb weisen wir unter diesem Posten ebenfalls die Pensionsverpflichtungen der oben genannten Konzerngesellschaften von 55.610 (58.815) Tsd. EUR aus.

Der Erfüllungsbetrag der gesamten Pensionsverpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen:

2024
in Tsd. EUR
2023
in Tsd. EUR
Verpflichtungen aus Direktzusagen (einschließlich Versorgungslohnmodell) 111.635 117.561
Mittelbare Verpflichtungen über die Versorgungskasse der NÜRNBERGER VERSICHERUNGSGRUPPE e. V. 15.596 17.486
127.231 135.047

Aus dem Erfüllungsbetrag abzüglich des anteiligen Vermögens aus der Versorgungskasse von 2.971 (3.422) Tsd. EUR ergeben sich Pensionsrückstellungen von 124.260 (131.626) Tsd. EUR.

Entsprechend § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB waren im Rahmen von Pensionsverpflichtungen entstehende Vermögensgegenstände und Schulden zu verrechnen. Die Pensionsrückstellungen haben wir mit den korrespondierenden Zeitwerten aus Rückdeckungsversicherungen von 1.033 (1.269) Tsd. EUR verrechnet, was zum Bilanzansatz von 123.227 (130.357) Tsd. EUR führt. Unter den in Position 11. der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen saldieren sich Aufwendungen aus Zinszuführungen zu den Verpflichtungen von 2.423 (2.371) Tsd. EUR mit Zinserträgen aus den Rückdeckungsversicherungen von 33 (31) Tsd. EUR. Die Konzernumlage beinhaltet Zinsaufwendungen von 1.076 (1.010) Tsd. EUR und Zinserträge von 25 (24) Tsd. EUR.

Nach § 253 Abs. 6 HGB ist für Pensionsrückstellungen der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren zu ermitteln. Dieser beträgt zum 31. Dezember 2024 insgesamt -963 (1.235) Tsd. EUR, wobei -799 (1.027) Tsd. EUR auf Verpflichtungen aus Direktzusagen (einschließlich Schuldbeitritts-Verpflichtungen) und -164 (209) Tsd. EUR auf bilanzierte mittelbare Verpflichtungen entfallen. Der Gesamtbetrag unterliegt einer Ausschüttungssperre, sofern er positiv ist und die nach der Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und abzüglich eines Verlustvortrags nicht mindestens seine Höhe erreichen.

3. sonstige Rückstellungen

Für der Höhe nach noch unbestimmte Verbindlichkeiten, unter anderem aus der Aufstellung und Prüfung unserer Abschlüsse, Personalnebenkosten, Jubiläums- und Sonderzahlungen, der Vergütung für Aufsichtsrat, Vorstand und leitende Angestellte, Restrukturierung sowie Steuerzinsen, wurden sonstige Rückstellungen in ausreichender Höhe gebildet.

Entsprechend § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB waren im Rahmen von Lebensarbeitszeitkonten, dem NÜRNBERGER Zeitwertkonto und Altersteilzeit entstehende Vermögensgegenstände und Schulden zu verrechnen.

Verpflichtungen aus Lebensarbeitszeitkonten von 1.765 (1.996) Tsd. EUR haben wir mit dem korrespondierenden Zeitwert aus Rückdeckungsversicherungen von ebenfalls 1.765 (1.996) Tsd. EUR verrechnet, weshalb hierfür keine Rückstellung zu erfassen ist. Unter den in Position 12. der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen saldieren sich Erträge aus der Rückdeckungsversicherung von 1.452 (324) Tsd. EUR mit Aufwendungen aus der Rückdeckungsversicherung von 1.480 (364) Tsd. EUR.

Verpflichtungen aus dem NÜRNBERGER Zeitwertkonto von 2.520 (1.499) Tsd. EUR stehen der korrespondierende beizulegende Zeitwert des Fondsvermögens von 2.458 (1.499) Tsd. EUR bei Anschaffungskosten von 2.301 (1.421) Tsd. EUR gegenüber. Saldiert ergibt sich eine auszuweisende Rückstellung von 62 Tsd. EUR (im Vorjahr: Forderung gegen die Fondsgesellschaft von 19 Tsd. EUR). In den in Position 6. der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus dem Fondsvermögen von 11 (59) Tsd. EUR enthalten.

C. Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Restlaufzeit bis ein Jahr: 299 (0) EUR

2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Restlaufzeit bis ein Jahr: 130.931 (178.857) EUR

3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Restlaufzeit bis ein Jahr: 738.625 (787.537) EUR

Die Verbindlichkeiten betreffen überwiegend den konzerninternen Verrechnungsverkehr.

4. sonstige Verbindlichkeiten

davon aus Steuern: 446.646 (391.382) EUR

davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 37.427 (36.816) EUR

Restlaufzeit bis ein Jahr: 682.055 (448.574) EUR

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Schwerpunkt abzuführende Steuern.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind der Aufstellung über den Anteilsbesitz zu entnehmen.

2. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen

Auf der Grundlage eines Ergebnisabführungsvertrags übernahmen wir das Ergebnis der NÜRNBERGER Lebensversicherung AG. Darüber hinaus erheben wir auf Basis eines ergänzenden Vertrags eine Steuerumlage von der NÜRNBERGER Lebensversicherung AG. Zudem übernahmen wir auf der Grundlage eines Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags das Ergbenis der CodeCamp:N GmbH (im Vorjahr: Ausweis der übernommenen Verluste in der Gewinn- und Verlustrechnung unter Position 7). Die Beträge sind ebenfalls in der Aufstellung über den Anteilsbesitz enthalten.

3. Umsatzerlöse aus Dienstleistungen

Die NÜRNBERGER Beteiligungs-AG erbringt Dienstleistungen insbesondere in den Bereichen Revision, Risikomanagement, Recht und Compliance inklusive Geldwäschebekämpfung, Datenschutz, Planung und Controlling, Marketing und Steuern, die zu Erträgen von 21.806 (20.073) Tsd. EUR führten.

4. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

Die Position enthält Erträge aus Dividenden von 244 (206) Tsd. EUR sowie Zinsen aus Inhaberschuldverschreibungen von 125 (143) Tsd. EUR. Im Vorjahr waren zudem Erträge aus Nachrangdarlehen von 18 Tsd. EUR enthalten.

5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Zinserträge resultieren in Höhe von 934 (883) Tsd. EUR aus Bankguthaben und Termingeldern, in Höhe von 810 (887) Tsd. EUR aus Steuerforderungen. Aus der Zinsänderung gegenüber dem Vorjahr bei den Pensionsverpflichtungen und Verpflichtungen aus Jubiläums- sowie Sonderzahlungen entstanden Erträge von 1.142 (928) Tsd. EUR, wovon 439 (342) Tsd. EUR auf Konzerngesellschaften umzulegen waren. Weitere 292 (122) Tsd. EUR stammen aus dem Verrechnungsverkehr mit Konzerngesellschaften sowie 174 (21) Tsd. EUR aus der Abzinsung von Steuerrückstellungen. Periodenfremd sind 984 (908) Tsd. EUR.

6. sonstige betriebliche Erträge

Die Position umfasst unter anderem Erträge aus der Umlage des überwiegenden Teils der Vorstandsvergütung (einschließlich Altersversorgung) auf Tochterunternehmen von 2.170 (2.358) Tsd. EUR sowie aus Zuschreibungen auf Beteiligungsunternehmen von 1.923 (3.500) Tsd. EUR und Darlehen von 10 (80) Tsd. EUR. Aus der Währungsumrechnung sind Erträge von 28 (176) EUR enthalten. Periodenfremd sind 735 (85) Tsd. EUR. Darüber hinaus sind Gewinne aus dem Abgang von Geldmarktfonds-Anteilen von 2.870 (79) Tsd. EUR und dem Abgang von Wertpapieren von 26 (15) Tsd. EUR erfasst. Im Berichtsjahr fielen zudem Erträge aus der Anpassung von Pensionen und pensionsähnlichen Verpflichtungen von 2.819 (0) und Erträge aus der Verrechnung von Strukturmaßnahmen an Tochtergesellschaften von 1.664 (0) Tsd. EUR an.

8. Personalaufwand

Den überwiegenden Teil der im Personalaufwand enthaltenen Vorstandsvergütung (einschließlich Altersversorgung) legen wir verursachungsgerecht auf die Tochterunternehmen um. Die sich daraus ergebenden Erträge sind unter Position 6. sonstige betriebliche Erträge erfasst.

Von den Aufwendungen für Altersversorgung, die nicht den Zinsanteil für bereits angesammelte Pensionsrückstellungen enthalten und nicht aus der Änderung des Rechnungszinses gegenüber dem Vorjahr resultieren, haben wir die im Rahmen des Schuldbeitritts auf Konzerngesellschaften umgelegten Beträge offen abgesetzt.

9. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Bezüglich der Zusammensetzung dieser Position verweisen wir auf die Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens.

10. Abschreibungen auf Finanzanlagen

Abschreibungen waren auf Anteile an verbundenen Unternehmen von 259.701 (0) Tsd. EUR vorzunehmen. Die Abschreibungen erfolgten nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB.

11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsaufwendungen aus Pensionsrückstellungen beliefen sich auf 2.391 (2.340) Tsd. EUR. Davon waren 1.051 (986) Tsd. EUR auf Konzerngesellschaften umzulegen. Aus Steuern resultieren Zinsaufwendungen von 674 (217) Tsd. EUR. Periodenfremd sind 661 (215) Tsd. EUR.

12. sonstige betriebliche Aufwendungen

Für von Tochterunternehmen erbrachte Dienstleistungen wurden wir mit Kosten von 4.743 (3.631) Tsd. EUR belastet. Der Zinsausgleich für die uns zur Verfügung gestellten Pensionsbedeckungsmittel betrug 1.051 (986) Tsd. EUR. Darüber hinaus enthält der Posten unter anderem Büromiete, Beratungs-, Abschluss- und Prüfungskosten sowie die satzungsmäßig geregelte Aufsichtsratsvergütung. Periodenfremd sind 33 (14) Tsd. EUR. Im Berichtsjahr sind zudem Aufwendungen für Strukturmaßnahmen von 3.047 (0) Tsd. EUR enthalten, von denen ein Großteil auf Tochtergesellschaften umgelegt wurde (dargestellt in Position 6. der Gewinn- und Verlustrechnung). Verluste aus dem Abgang von Inhaberschuldverschreibungen sind in Höhe von 2.295 (0) Tsd. EUR angefallen.

13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Aus Steuern für Vorjahre ergab sich ein Aufwand von 1.499 (831) Tsd. EUR). Aus laufender Körperschaftsteuer (einschließlich Solidaritätszuschlag) ist im Berichtsjahr ein Aufwand von 12.249 (13.050) Tsd. EUR entstanden. Aus laufender Gewerbesteuer ergab sich ein Aufwand von 13.849 (17.201) Tsd. EUR. Zusätzlich sind ausländische Quellensteuern von 44 (40) Tsd. EUR erfasst.

Auswirkungen des Mindeststeuergesetzes

Unsere Unternehmensgruppe mit der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG (NBG) als oberste Muttergesellschaft fällt in den Anwendungsbereich des Mindeststeuergesetzes. Der Schwerpunkt unserer Geschäftstätigkeit befindet sich im Inland. Im Ausland sind wir im Wesentlichen mit unseren vollkonsolidierten Investmentfonds tätig. Unsere Unternehmensgruppe gilt nach § 83 MinStG als sogenannte Unternehmensgruppe mit untergeordneter internationaler Tätigkeit und ist aufgrund dessen bis einschließlich 2028 im Inland von der Mindeststeuer befreit. Die Entstehung von Mindeststeuer für unsere Investmentfonds im Ausland wird durch die Anwendung von speziell für solche Vehikel vorgesehenen Wahlrechten und Sondervorschriften vermieden.

Im Geschäftsjahr hat sich kein Steueraufwand aufgrund des Mindeststeuergesetzes ergeben.

Sonstige Angaben

Personal

Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich 244 (245) Mitarbeiter (ohne Vorstandsmitglieder) in der Generaldirektion. Davon waren 169 (170) in Vollzeit und 75 (75) in Teilzeit tätig.

Aufsichtsrat und Vorstand

Mitglieder des Aufsichtsrats:

Dr. Wolf-Rüdiger Knocke, Peter Forster,*
bis 17. September 2024, Vertreter der Gewerkschaft DBV,
Vorsitzender bis 14. Mai 2024, Bezirkstagspräsident
ehem. stellv. Vorsitzender des Vorstands Bezirk Mittelfranken
NÜRNBERGER Beteiligungs-AG
Prof. Dr. Nadine Gatzert,
Walter Bockshecker, Inhaberin des Lehrstuhls für Versicherungswirtschaft
Vorsitzender seit 14. Mai 2024, und Risikomanagement
ehem. Mitglied des Vorstands Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
NÜRNBERGER Beteiligungs-AG
Max Kellermann,*
Eva Amschler,* Mitarbeiter
stellv. Vorsitzende, NÜRNBERGER Versicherung
Mitarbeiterin im Bereich Materialwirtschaft-Kasino
NÜRNBERGER Versicherung
im Bereich Anwendungsentwicklung Manuela Kiechle,
ehem. Mitglied der Vorstände
Dr. Ludger Arnoldussen, im Konzern der Versicherungskammer Bayern
ehem. Mitglied des Vorstands Versicherungsanstalt des öffentlichen Rechts
Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG
Jens-Uwe Schmiedecke,*
Katharina Breitenbach,* Mitarbeiter
von 1. Januar bis 9. Januar 2025, NÜRNBERGER Versicherung
Gewerkschaftssekretärin im Bereich Schadenversicherung
Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Stefanie Schulze,*
Christine Bruchmann, bis 31. Dezember 2024,
Geschäftsführende Gesellschafterin Gewerkschaftssekretärin
Moritz Fürst GmbH & Co. KG Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Jan Duscheck,* Mirko Wolf,*
seit 4. März 2025, Leitender Angestellter
Bundesfachgruppenleiter Bankgewerbe NÜRNBERGER Versicherung
Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft im Bereich Vorstandsvorsitzender
Marion Ebentheuer,
seit 9. Oktober 2024,
ehem. Mitglied des Vorstands der ADAC SE und ehem. Vorsitzende des Vorstands der ADAC Versicherung AG

* Arbeitnehmervertreter

Mitglieder des Vorstands:

Harald Rosenberger, Wolfram Politt,
Vorsitzender, Kundenbeziehungsmanagement,
Unternehmensentwicklung, Operations
Human Resources,
Planung und Steuerung (bis 30. Juni 2024), Andreas Politycki,
Governance-System und Konzernstruktur, Vertrieb,
Recht und Compliance, Marketing
Revision,
Risikomanagement, Dr. Thomas Reimer,
Internationale Beziehungen, Datenschutz,
Unternehmenskommunikation Informationstechnik und Digitalisierung
Katja Briones-Schulz, Dr. Jürgen Voß,
Lebensversicherung, Kapitalanlagen,
Krankenversicherung Asset Management und Bankgeschäfte,
Investor Relations,
Christine Kaaz, Finanzen,
seit 18. September 2024, Planung und Steuerung (seit 1. Juli 2024),
Schadenversicherung Interne Dienste
Peter Meier,
bis 17. September 2024,
Schadenversicherung

Die von der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG gewährten Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder beliefen sich im Berichtsjahr auf 5.324 (5.394) Tsd. EUR. Damit sind auch Tätigkeiten im Rahmen weiterer Vorstands- und Geschäftsführermandate abgegolten, die die Vorstandsmitglieder innerhalb des NÜRNBERGER Konzerns übernehmen. Etwaige Vergütungen, die die Vorstandsmitglieder für Aufsichtsrats-, Beirats- oder sonstige Mandate oder Ämter erhalten, werden auf ihre Vergütung angerechnet, soweit diese nicht ausschließlich der privaten Lebensführung zuzuordnen sind. Unter Einschluss dieser Bezüge in Höhe von insgesamt 75 (62) Tsd. EUR ergeben sich Gesamtbezüge von 5.399 (5.456) Tsd. EUR. 3.224 (3.413) Tsd. EUR wurden für die Ausübung von Vorstands- und Geschäftsführertätigkeiten auf Tochterunternehmen umgelegt.

Frühere Vorstandsmitglieder unserer Gesellschaft und ihre Hinterbliebenen erhielten 2.846 (2.129) Tsd. EUR. Darüber hinaus haben wir im Rahmen unseres Schuldbeitritts zu Pensionsverpflichtungen von Tochterunternehmen 2.251 (2.182) Tsd. EUR ausgezahlt. Für den betroffenen Personenkreis bestanden zum 31. Dezember 2024 Pensionsrückstellungen von 76.732 (80.248) Tsd. EUR, wovon 24.290 (25.865) Tsd. EUR auf den Schuldbeitritt entfallen. Für Altersversorgungs-Verpflichtungen von 3.110 (3.379) Tsd. EUR waren nach Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB keine Rückstellungen zu bilden.

Die Gesamtbezüge der Aufsichtsratsmitglieder der Gesellschaft haben im Geschäftsjahr 624 (678) Tsd. EUR betragen. Darin enthalten sind auch die Bezüge für die Mitgliedschaft in Ausschüssen des Aufsichtsrats.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach Ende des Berichtsjahres sind keine Vorgänge eingetreten, die die Lage der Gesellschaft wesentlich verändert hätten.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nach § 5 Abs. 10 des Statuts des innerhalb des Bundesverbands deutscher Banken e. V. bestehenden Einlagensicherungsfonds haben wir uns verpflichtet, den Bundesverband von allen Verlusten freizustellen, die diesem durch Maßnahmen nach § 2 Abs. 2 des Statuts zugunsten der Fürst Fugger Privatbank AG entstehen. Des Weiteren sind wir verpflichtet, unser verbundenes Unternehmen Fürst Fugger Privatbank AG stets mit Eigenmitteln auszustatten, sodass deren Eigenkapitalquote nicht unter 10,0 % sinkt. Im Rahmen der Abtretung von zwei ausgereichten Darlehen an ein konzernexternes Unternehmen haben wir uns gegenüber unserem verbundenen Unternehmen NÜRNBERGER Lebensversicherung AG verpflichtet, dieses im Fall von Leistungsstörungen daraus freizustellen. Der Darlehensstand zum 31. Dezember 2024 betrug 1.260 Tsd. EUR. Zugunsten eines verbundenen Unternehmens haben wir gegenüber Vertragspartnern dieser Gesellschaft, die keine verbundenen Unternehmen sind, Patronatserklärungen zur Besicherung von Verpflichtungen bis zu einem Betrag von insgesamt 220 Tsd. EUR gegeben.

Aufgrund der aktuellen Planungen und Planungsrechnungen der betroffenen Gesellschaften ist mit einer Inanspruchnahme aus den oben genannten Haftungsverhältnissen nicht zu rechnen.

Beherrschungsverträge bestehen mit den Organgesellschaften NÜRNBERGER Lebensversicherung AG, NÜRNBERGER Krankenversicherung AG und NÜRNBERGER Asset Management GmbH, ein Ergebnisabführungsvertrag mit der NÜRNBERGER Lebensversicherung AG sowie ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der CodeCamp:N GmbH.

Darüber hinaus ergeben sich finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus Mietverträgen von jährlich 594 Tsd. EUR bis zum 31. August 2031 sowie von 8 Tsd. EUR unbefristet mit jährlicher Kündigungsoption. Gegenüber nichtverbundenen Unternehmen bestehen des Weiteren finanzielle Verpflichtungen von 37 Tsd. EUR für IT-Wartung, Support und Lizenzgebühren bis zum 30.09.2025 sowie aus Beratungsleistungen von 14 Tsd. EUR bis zum 30.04.2025.

Gewinnverwendungsvorschlag

Zur Verfügung der Hauptversammlung
steht ein Bilanzgewinn von: 1.612.800 EUR
Wir schlagen folgende Verwendung vor:
a) Ausschüttung einer Dividende von 0,14 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie 1.612.800 EUR
b) Vortrag auf neue Rechnung 0 EUR

Sofern die Gesellschaft im Zeitpunkt der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung unmittelbar oder mittelbar eigene Aktien hält, sind diese nach dem Aktiengesetz nicht dividendenberechtigt. Der auf die nicht dividendenberechtigten Stückaktien entfallende Teilbetrag wird bei einer Ausschüttung von 0,14 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie ebenfalls auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Nürnberg, 20. März 2025

Vorstand der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG

Harald Rosenberger

Katja Briones-Schulz

Christine Kaaz

Wolfram Politt

Andreas Politycki

Dr. Thomas Reimer

Dr. Jürgen Voß

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die NÜRNBERGER Beteiligungs-AG, Nürnberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG, Nürnberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, den 21. März 2025

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christine Keller, Wirtschaftsprüferin

ppa. Marina Haag, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2024 hat der Aufsichtsrat seine Aufgaben und Pflichten, die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegen, uneingeschränkt wahrgenommen. Die Teilnahmequote der Mitglieder in den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse lag bei 97,2 %. Eine Übersicht zur Präsenz der Aufsichtsratsmitglieder in Aufsichtsrats- und Ausschusssitzungen findet sich am Ende dieses Berichts. Die Sitzungen des Plenums und der Ausschüsse fanden überwiegend in Präsenz statt. Einzelne Sitzungen wurden auch virtuell per Videokonferenz oder als Hybridsitzung abgehalten, das heißt, mit Teilnehmern vor Ort und per Videokonferenz.

Der Aufsichtsrat überwachte den Vorstand kontinuierlich bei der Geschäftsführung der Gesellschaft und beriet ihn bei allen für das Unternehmen wichtigen Belangen. Im Rahmen der Überwachungs- und Beratungstätigkeit ließ sich der Aufsichtsrat vom Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Lage der Gesellschaft sowie über ihre wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung berichten.

Zusammenwirken von Aufsichtsrat und Vorstand

Die Zusammenarbeit von Aufsichtsrat und Vorstand basierte auf einem offenen und konstruktiven Dialog. So war der Aufsichtsrat in alle wichtigen Geschäftsvorgänge und Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen rechtzeitig und unmittelbar eingebunden. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig mündlich bzw. schriftlich über alle wichtigen Geschäftsvorgänge. In den Sitzungen wurden die vorgetragenen Informationen und Erläuterungen ausführlich bei Bedarf mit dem Vorstand diskutiert. Soweit dies nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung erforderlich war, hat der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung Beschluss gefasst. Der Vorstand hat damit seine Berichtspflicht gegenüber dem Aufsichtsrat sowohl mündlich als auch schriftlich vollumfänglich erfüllt.

Außerhalb der Sitzungen unterrichtete der Vorstand den Aufsichtsrat, wenn erforderlich, zeitnah und umfassend über wichtige Ereignisse im Konzern. Die Vertreter der Aktionäre bzw. der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat konnten sich bei Bedarf vor den Aufsichtsratssitzungen in Gesprächen mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats über aktuelle Themen austauschen.

Der Aufsichtsratsvorsitzende wurde darüber hinaus fortlaufend von wesentlichen Entwicklungen und Entscheidungen in Kenntnis gesetzt und stand mit dem Vorsitzenden des Vorstands in ständigem Dialog.

Sämtliche Vorstandsberichte zur Geschäftslage und alle Vorträge zu besonderen Themen wurden durch entsprechende Unterlagen begleitet, die jedes Aufsichtsratsmitglied jeweils vor der Sitzung zur Vorbereitung erhielt. Gleiches gilt für den Geschäftsbericht und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sowie für den gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht.

Schwerpunkte der Beratungen im Plenum

Im Berichtsjahr fanden sechs Aufsichtsratssitzungen statt, hierzu zählten auch zwei außerordentliche Sitzungen. Die Sitzung am 25. Juli 2024 wurde per Videokonferenz, die weiteren Sitzungen in Präsenz abgehalten. Dabei war der Aufsichtsrat stets beschlussfähig.

Regelmäßig wurden mit dem Vorstand der Geschäftsverlauf sowie aktuelle Themen erörtert. Dabei ging der Aufsichtsrat wiederum intensiv auf die strategischen Überlegungen des Vorstands zu den einzelnen Geschäftsfeldern ein. Ausführlich und im Berichtszeitraum wiederkehrend hat sich der Aufsichtsrat - basierend auf entsprechenden Berichten des Vorstands - in für die Zukunftsausrichtung des Unternehmens wichtigen Belangen beraten, insbesondere zur schwierigen Lage der NÜRNBERGER Allgemeine Versicherungs-AG und den Auswirkungen auf den Konzern sowie dem Strategieprozess #vomICHzumWIR. Außerdem hat der Aufsichtsrat die Situation am Kapitalmarkt und die Lage in der deutschen Versicherungswirtschaft sowie die daraus resultierenden Risiken, Geschäftschancen und Maßnahmen der NÜRNBERGER beraten. Befasst hat er sich zudem mit der Umsetzung der aufsichtsrechtlichen, regulatorischen und gesetzlichen Anforderungen, insbesondere mit dem Erfüllungsgrad der aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsanforderungen.

Die Entwicklung der Kapitalanlagen der NÜRNBERGER sowie das Risikomanagement wurden erneut eingehend besprochen. Über die wesentlichen Inhalte der internen Risikoberichterstattung zum jeweiligen Quartal ließ sich der Aufsichtsrat informieren.

Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage im Geschäftsfeld Schadenversicherung hat der Aufsichtsrat im Rahmen der Wahrnehmung seiner Kontrollfunktion die Berichtspflichten des Vorstands intensiviert und Prüfungsmaßnahmen nach § 111 Absatz 2 Satz 2 AktG veranlasst.

Darüber hinaus beschäftigte sich der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2024 schwerpunktmäßig mit folgenden konkreten Themen in den einzelnen Sitzungen:

Am 21. März 2024 standen die Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2023, die Prüfung des gesonderten nichtfinanziellen Konzernberichts 2023 und die Vorschläge zur Beschlussfassung durch die Hauptversammlung 2024, wozu auch der Vorschlag zur Wahl eines Aufsichtsratsmitglieds gehörte, auf der Tagesordnung. Außerdem berichteten die zuständigen Mitglieder des Vorstands über die Lage der NÜRNBERGER Allgemeine Versicherungs-AG sowie über strategische Themen. Dazu gehörten der Umsetzungsfahrplan zur Strategie, insbesondere das Programm „Fit für die Zukunft“ sowie die IT-Strategie und die Kapitalanlage-Strategie.

Auf Vorschlag des Personalausschusses wurden Beschlüsse zur Vergütung der Vorstandsmitglieder und zu Anpassungen in den Vorstands-Anstellungsverträgen gefasst.

Nachdem in der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 14. Mai 2024 auch ein Mitglied des Aufsichtsrats gewählt wurde, wurde in einer am selben Tag stattfindenden außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats der Vorsitzende des Aufsichtsrats neu gewählt. Damit verbunden wurden auch für die Ausschüsse des Aufsichtsrats, die laut Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat zu bilden sind, die Mitglieder und, soweit erforderlich, deren Vorsitzende neu gewählt.

Am 25. Juni 2024 befasste sich der Aufsichtsrat mit der Lage der Gesellschaft, der Konzernlage und der Prognose für das Jahr 2024. Die zuständigen Mitglieder des Vorstands gaben ein Update zu strategischen Themen aus vorangegangenen Sitzungen des Aufsichtsrats. Hierzu zählten vor allem die Lage der NÜRNBERGER Allgemeine Versicherungs-AG, aber auch die Profitabilität der NÜRNBERGER Lebensversicherung AG, der Ausbau der Ausschließlichkeitsorganisation, das Projekt DORA (Digital Operational Resilience Act) und das Programm „Fit für die Zukunft“.

Auf Vorschlag des Personalausschusses wurden Beschlüsse zur vorzeitigen Beendigung einer Vorstandsbestellung und zur Anpassung der Geschäftsverteilung im Vorstand gefasst.

In einer außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats am 25. Juli 2024 erfolgte zur Klarstellung eine Änderung der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat verbunden mit der Neuwahl der Mitglieder aller Ausschüsse des Aufsichtsrats. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat erneut mit dem Programm „Fit für die Zukunft“ beschäftigt und über die damit verbundene „Betriebsvereinbarung über den Sozialen Rahmen“ Beschluss gefasst.

Am 17. September 2024 ließ sich der Aufsichtsrat erneut über die Lage der Gesellschaft, die Konzernlage und die Prognose für das Jahr 2024 informieren. Ausführlich befasste sich der Aufsichtsrat mit der Lage der NÜRNBERGER Allgemeine Versicherungs-AG und dem vorgeschlagenen Maßnahmenplan sowie der Liquiditätssteuerung der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG. Außerdem berichteten die zuständigen Vorstandsmitglieder über den aktuellen Stand des Projektes DORA, des Ausbaus der Ausschließlichkeitsorganisation, des Programms „Fit für die Zukunft“, der Berichterstattung zur Nachhaltigkeit mit der Umsetzung der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) sowie über die Profitabilität in der Lebensversicherung.

Zudem nahm der Aufsichtsrat aufgrund der Beschlussempfehlung des Prüfungsausschusses den Halbjahresfinanzbericht 2024 billigend zur Kenntnis.

Auf Vorschlag des Personalausschusses beriet der Aufsichtsrat über spezielle Aspekte zur Vergütung für den Vorstand. Darüber hinaus wurden Beschlüsse zu kurzfristigen Veränderungen im Vorstandsressort Schadenversicherung mit der einvernehmlichen Beendigung der Vorstandsbestellung eines Vorstandsmitglieds und der vorgezogenen Neubestellung eines Vorstandsmitglieds gefasst.

Der Vorsitzende des Nominierungsausschusses berichtete in der Sitzung über den Stand und das Verfahren zur Auswahl eines geeigneten Kandidaten für den Aufsichtsrat zur Nachfolge für ein ausscheidendes Mitglied. Nach eingehender Beratung beschloss der Aufsichtsrat - gestützt auf die Empfehlung des Nominierungsausschusses - dem Vorstand für dessen Antrag auf gerichtliche Bestellung eines Mitglieds des Aufsichtsrats die ausgewählte Person vorzuschlagen.

Zudem wurde infolge des ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieds die erforderliche Nachwahl in den Personalausschuss und den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats thematisiert. Hierzu wurden im Nachgang zur Sitzung entsprechende Beschlüsse gefasst.

Am 4. Dezember 2024 beschäftigte sich der Aufsichtsrat intensiv mit der herausfordernden Lage der NÜRNBERGER Allgemeine Versicherungs-AG und den damit verbundenen Lösungs- und weiterführenden Strategieoptionen für die Gesellschaft und den Konzern. Darüber hinaus befasste er sich mit dem voraussichtlichen Jahresergebnis 2024 der Gesellschaft sowie mit dem voraussichtlichen Konzernergebnis. Ebenso wurde die Konzernplanung für die Jahre 2025 bis 2027 besprochen und beschlossen. Außerdem berichteten die zuständigen Vorstandsmitglieder über den aktuellen Stand des Projektes DORA, des Ausbaus der Ausschließlichkeitsorganisation, des Programms „Fit für die Zukunft“ sowie der Berichterstattung zur Nachhaltigkeit mit der Umsetzung der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD). Weitere Themen in der Sitzung waren die Hauptversammlung 2025 sowie die jährliche Selbstbeurteilung des Aufsichtsrats.

Auf Vorschlag des Personalausschusses wurde über die Angemessenheit der Vergütung der Vorstandsmitglieder beraten und beschlossen. Der Vorsitzende des Personalausschusses berichtete zur Verlängerung einer Vorstandsbestellung und zu den Zielvereinbarungen für das Jahr 2025 zur variablen Vergütung der Vorstandsmitglieder. Auf Vorschlag des Personalausschusses wurden im Nachgang zur Sitzung entsprechende Beschlüsse gefasst.

Weitere Themen waren die fachliche Eignung und die persönliche Zuverlässigkeit der Aufsichtsratsmitglieder. Entsprechend der Vorgabe der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beurteilten die Aufsichtsratsmitglieder ihre Kenntnisse in den Themenfeldern Kapitalanlage, Versicherungstechnik, Rechnungslegung und Abschlussprüfung im Wege einer Selbsteinschätzung. Diese bildet die Grundlage eines vom Aufsichtsrat im Jahresrhythmus aufzustellenden Entwicklungsplans, in dem der Aufsichtsrat Themenfelder festlegt, in welchen das Gesamtgremium oder einzelne Aufsichtsratsmitglieder die entsprechenden Kenntnisse vertiefen wollen. Im Hinblick auf die Nachhaltigkeitsberichtserstattung und die hiermit im Zusammenhang stehende Selbsteinschätzung zur Unabhängigkeit der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder fasste der Aufsichtsrat Beschluss.

Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat die überarbeitete Vergütungs-Richtlinie der NÜRNBERGER (Stand Oktober 2024) und die angepasste Richtlinie zur fachlichen Eignung und persönlichen Zuverlässigkeit für Aktionärs- und Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat sowie Mitglieder des Vorstands (Stand Oktober 2024) beschlossen.

Arbeit der Ausschüsse

Nach der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat bestehen fünf Ausschüsse. Neben dem vom Mitbestimmungsgesetz vorgeschriebenen Vermittlungsausschuss sind dies der Prüfungsausschuss, der Ausschuss für Vermögensanlagen, der Personalausschuss und der Nominierungsausschuss. Die Ausschüsse bereiten die Beratungen und gegebenenfalls die Beschlüsse im Plenum vor. Darüber hinaus sind ihnen grundsätzlich für festgelegte Geschäftsvorgänge auch eigene Beschlusszuständigkeiten übertragen worden. Über die Arbeit der Ausschüsse erstatteten deren Vorsitzende dem Plenum in den einzelnen Aufsichtsratssitzungen ausführlich Bericht. Die Zusammensetzung der Ausschüsse kann im Geschäftsbericht 2024 der Übersicht unter „Allgemeines/Vorstand und Aufsichtsrat“ entnommen werden.

Der Prüfungsausschuss tagte im Berichtszeitraum zweimal, im März und im September, um den Jahresabschluss der Gesellschaft und den Konzernabschluss 2023 ausführlich zu prüfen sowie den Halbjahresfinanzbericht 2024 zu erörtern. An allen Sitzungen nahm der Abschlussprüfer teil. Einen Schwerpunkt bildete dabei die Überprüfung der Qualität der Abschlussprüfung. Ebenso wurde die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers eingehend besprochen. Darüber hinaus gab der Prüfungsausschuss eine Empfehlung an den Aufsichtsrat zum Wahlvorschlag für den Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer sowie den Prüfer für den Nachhaltigkeitsbericht in der Hauptversammlung am 14. Mai 2024. Zudem erfolgte im Dezember eine weitere standardmäßige Berichterstattung des Abschlussprüfers im Rahmen der Vorprüfung zur Jahresabschlussprüfung. Diese wurde den Mitgliedern des Prüfungsausschusses sowie dem Gesamtgremium zur Verfügung gestellt.

Außerdem befasste sich der Prüfungsausschuss regelmäßig eingehend mit dem Internen Überwachungssystem der NÜRNBERGER. Hierzu berichteten die verantwortlichen Inhaber der Unabhängigen Risikocontrollingfunktion, der Compliance-Funktion, der Internen Revisionsfunktion und der Versicherungsmathematischen Funktion persönlich und standen für Fragen der Ausschussmitglieder zur Verfügung. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses pflegte auch außerhalb der Sitzungen zu aktuellen Themen Kontakt zu einzelnen Vorstandsmitgliedern, zu verantwortlichen Inhabern der Schlüsselfunktionen und zu Leitern der entsprechenden Zentralbereiche.

Zudem hat sich der Prüfungsausschuss mit dem Bericht der Monitoring-Stelle über die Billigung von Nichtprüfungsleistungen, die vom Abschlussprüfer erbracht werden, beschäftigt und hierzu keine Einwände erhoben. Er ließ sich von den zuständigen Vorstandsmitgliedern auch über die Rückversicherungs-Strategie sowie die Themen Nachhaltigkeit und Umsetzung der CSRD informieren. Zudem beauftragte er den Abschlussprüfer, die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, mit der Prüfung des gesonderten nichtfinanziellen Konzernberichts.

Darüber hinaus wählte der Prüfungsausschuss aufgrund des Ausscheidens und der Neuwahl eines Ausschussmitglieds aus seiner Mitte einen neuen Vorsitzenden.

Vom Ausschuss für Vermögensanlagen wurde die Zustimmung in den Fällen, die der Aufsichtsrat beziehungsweise die Geschäftsordnung für den Vorstand festlegt, im schriftlichen Verfahren eingeholt.

Der Personalausschuss bereitete in vier Sitzungen im Wesentlichen die im Bericht zu den Schwerpunkten der Beratungen im Plenum bereits erwähnten Beschlüsse zu Vorstandsangelegenheiten, insbesondere zur Vergütung der Vorstandsmitglieder, zu den Vorstands-Anstellungsverträgen sowie zu Veränderungen im Vorstand, vor.

In einer Sitzung im März 2025 beriet der Personalausschuss über die vorzeitige Beendigung der Bestellung eines Vorstandsmitglieds und über die Nachbesetzung. Auf Vorschlag des Personalausschusses fasste der Aufsichtsrat dazu Beschluss.

Der Nominierungsausschuss kam im Berichtszeitraum zu vier Sitzungen zusammen. Er beriet vor allem ausführlich anhand eines entsprechenden Kompetenzprofils sowohl über den Wahlvorschlag für die Nachwahl eines Aufsichtsratsmitglieds der Aktionärsvertreter in der Hauptversammlung 2024 als auch über einen Vorschlag zur Unterstützung des durch den Vorstand der Gesellschaft gestellten Antrages auf gerichtliche Bestellung eines Aufsichtsratsmitglieds. In diesem Zusammenhang wurden jeweils entsprechende Beschlüsse gefasst.

In einer Sitzung im Februar 2025 beriet der Nominierungsausschuss ausführlich anhand eines Kompetenzprofils über den Wahlvorschlag für die Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern der Aktionärsvertreter in der Hauptversammlung 2025. Auf Vorschlag des Nominierungsausschusses haben die Aktionärsvertreter des Aufsichtsrats über die zu wählenden Kandidaten Beschluss gefasst. Entsprechende Wahlvorschläge werden der Hauptversammlung 2025 vorgelegt.

Der Vermittlungsausschuss musste im Berichtsjahr 2024 nicht tätig werden.

Jahres- und Konzernabschluss sowie gesonderter nichtfinanzieller Konzernbericht

Nachdem die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft auf Vorschlag des Aufsichtsrats in der Hauptversammlung 2024 zum Abschlussprüfer der Gesellschaft gewählt wurde, erhielt sie vom Vorsitzenden des Aufsichtsrats den Prüfungsauftrag. Sie hat den vom Vorstand der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG erstellten Jahresabschluss und Lagebericht sowie Konzernabschluss und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2024 nach den gesetzlichen Bestimmungen sowie nach den festgelegten Schwerpunkten eingehend geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Nach Vorabprüfung durch den Prüfungsausschuss, ergänzenden Erläuterungen durch den Abschlussprüfer und seiner eigenen Prüfung stimmte der Aufsichtsrat den Ergebnissen dieser Prüfung zu.

Nach Vorabprüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts durch den Prüfungsausschuss und dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung dieser Abschlüsse und Berichte erhob der Aufsichtsrat keine Einwendungen. Er billigte den Jahresabschluss und den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2024. Der Jahresabschluss ist damit nach § 172 AktG festgestellt. Unter Berücksichtigung des Interesses der Aktionäre und der Gesellschaft hat der Aufsichtsrat mit dem Vorstand die Verwendung des Bilanzgewinns ausführlich beraten. Demzufolge soll eine Dividende von 0,14 EUR je Stückaktie ausgeschüttet werden.

Nachdem die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit der Prüfung des gesonderten nichtfinanziellen Konzernberichts für das Geschäftsjahr 2024 beauftragt wurde, prüfte sie diesen. Darüber hinaus erläuterte der Vorstand dem Aufsichtsrat den Bericht und stand für Fragen zur Verfügung. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des gesonderten nichtfinanziellen Konzernberichts durch den Aufsichtsrat waren keine Einwendungen zu erheben.

Um die Ergebnisse der Vorprüfung und der gesamten Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses sowie des gesonderten nichtfinanziellen Konzernberichts zu erläutern und Fragen aus dem Gremium zu besprechen, nahmen Vertreter der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zu einzelnen Tagesordnungspunkten an den Sitzungen des Prüfungsausschusses und an Sitzungen des Aufsichtsrats der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG teil.

Personalia

Mit Wirkung zum Ablauf der Aufsichtsratssitzung am 17. September 2024 hat Dr. Wolf-Rüdiger Knocke sein Mandat als Aktionärsvertreter im Aufsichtsrat der Gesellschaft und alle mit diesem Amt verbundenen Mandate niedergelegt. Der Aufsichtsrat dankt ihm für seine langjährige, herausragende Tätigkeit als Mitglied und Vorsitzender des Aufsichtsrats.

Auf Antrag des Vorstands, der vom Aufsichtsrat unterstützt wurde, wurde mit Wirkung zum 9. Oktober 2024 Marion Ebentheuer zum neuen Mitglied des Aufsichtsrats gerichtlich bestellt. Ihre Bestellung erfolgte zunächst bis zur ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft in 2025, damit die nächste Hauptversammlung in 2025 selbst eine Nachwahl vornehmen kann.

Peter Meier legte sein Vorstandsmandat vorzeitig mit Wirkung zum Ablauf des 17. September 2024 nieder. Der Aufsichtsrat nahm die Amtsniederlegung zustimmend zur Kenntnis und dankte Peter Meier, der dem Vorstand seit 2021 angehörte, für sein Engagement und seine Tätigkeit. Zur Nachfolgerin als Mitglied des Vorstands der Gesellschaft bestellte der Aufsichtsrat Christine Kaaz mit Wirkung zum 18. September 2024. Zum 1. Juli 2024 war sie bereits zur Sprecherin des Vorstands der NÜRNBERGER Allgemeine Versicherungs-AG bestellt worden.

Mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2024 legte Stefanie Schulze, Vertreterin der Gewerkschaften im Aufsichtsrat der Gesellschaft, ihr Mandat nieder. Der Aufsichtsrat hat Stefanie Schulze für das große und langjährige Engagement sowie für die immer sehr verlässliche und konstruktive Tätigkeit im Gremium ausdrücklich gedankt. Zum 1. Januar 2025 rückte Katharina Breitenbach aufgrund ihrer Wahl zum Ersatzmitglied für Stefanie Schulze vom 2. Februar 2023 in den Aufsichtsrat der Gesellschaft nach. Zum 9. Januar 2025 legte sie ihr Aufsichtsratsmandat wieder nieder. Mit Wirkung zum 4. März 2025 wurde auf Antrag des Vorstands Jan Duscheck als Vertreter der Gewerkschaften zum neuen Mitglied des Aufsichtsrats gerichtlich bestellt. Seine Bestellung erfolgte bis zur Beendigung der Hauptversammlung, welche über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2027 beschließt.

Mit Wirkung zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 14. Mai 2025 hat Prof. Dr. Nadine Gatzert ihr Mandat als Aktionärsvertreterin im Aufsichtsrat der Gesellschaft niedergelegt. Der Aufsichtsrat dankte ihr ausdrücklich für ihr langjähriges und großes Engagement sowie für die immer sehr verlässliche und konstruktive Tätigkeit im Gremium.

Ebenfalls mit Wirkung zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 14. Mai 2025 hat Walter Bockshecker, Vorsitzender des Aufsichtsrats der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG, sein Mandat als Aktionärsvertreter im Aufsichtsrat der Gesellschaft und alle mit diesem Amt verbundenen Mandate niedergelegt. Der Aufsichtsrat dankte ihm für sein großes Engagement und seine herausragende Tätigkeit als Mitglied und Vorsitzender des Aufsichtsrats.

Dank

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands sowie allen Mitarbeitern und Vertriebspartnern für ihr Engagement und ihre Leistungen in einem Geschäftsjahr, das erneut von vielen Herausforderungen und tiefgreifenden Veränderungen geprägt war.

 

Nürnberg, 1. April 2025

Walter Bockshecker, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Präsenz der Aufsichtsratsmitglieder in Aufsichtsrats- und Ausschusssitzungen der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG im Jahr 2024

Aufsichtsratsmitglied Aufsichtsrat Teilnahmequote Aufsichtsrat Personalausschuss Prüfungsausschuss Nominierungsausschuss
Dr. Wolf-Rüdiger Knocke1, Vorsitzender bis 14. Mai 2024 5/5 100 % 3/3 2/2 2/2
Walter Bockshecker, Vorsitzender seit 14. Mai 2024 6/6 100 % 4/4 1/1 2/2
Eva Amschler, stellv. Vorsitzende 6/6 100 % 3/3 2/2
Dr. Ludger Arnoldussen 6/6 100 % 4/4
Christine Bruchmann 5/6 83,3 % 1/1
Marion Ebentheuer2 1/1 100 %
Peter Forster 6/6 100 % 1/1
Prof. Dr. Nadine Gatzert 4/6 66,7 % 1/1
Max Kellermann 6/6 100 %
Manuela Kiechle 6/6 100 % 4/4
Jens-Uwe Schmiedecke 6/6 100 % 4/4
Stefanie Schulze3 6/6 100 %
Mirko Wolf 6/6 100 % 2/2

1 Mitglied des Aufsichtsrats bis 17. September 2024
2 Mitglied des Aufsichtsrats seit 9. Oktober 2024
3 Mitglied des Aufsichtsrats bis 31. Dezember 2024

Der Vermittlungsausschuss musste im Berichtsjahr nicht tätig werden. Der Ausschuss für Vermögensanlagen erteilte bei Bedarf seine Zustimmung im schriftlichen Verfahren.

Gewinnverwendungsbeschluss

Die Hauptversammlung hat am 14. Mai 2025 dem am Ende des Anhangs zum Jahresabschluss dargestellten Gewinnverwendungsvorschlag zugestimmt.