NÜRNBERGER Beteiligungs-AGNürnbergKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024NÜRNBERGER Beteiligungs-AGVeröffentlichung zum Konzernanhang 2024 Generell gilt: Bei den in Klammern angegebenen Zahlenwerten handelt es sich um die entsprechenden Vorjahreswerte. Personen- und Funktionsbezeichnungen stehen für alle Geschlechter gleichermaßen. KonzernlageberichtGrundlagen des KonzernsDer vorliegende Konzernabschluss mit Konzernlagebericht gibt einen Überblick über die Geschäftsentwicklung des NÜRNBERGER Konzerns im Geschäftsjahr 2024. Gleichbedeutend werden für den NÜRNBERGER Konzern auch die Bezeichnungen „NÜRNBERGER“ und „NÜRNBERGER Versicherung“ verwendet. GeschäftstätigkeitDie in diesem Kapitel aufgeführten lageberichtstypischen Angaben enthalten zugleich Angabepflichten des gesonderten nichtfinanziellen Konzernberichts der NÜRNBERGER. Dies betrifft die Angaben zu den Geschäftsfeldern, Märkten sowie den Produkt- und Kundengruppen des NÜRNBERGER Konzerns (ESRS 2-SBM 1). Positionierung der NÜRNBERGERDie NÜRNBERGER ist ein unabhängiges Versicherungs- und Finanzdienstleistungs-Unternehmen. Unser Hauptmarkt ist Deutschland, profitable Wachstumschancen und -nischen außerhalb des Bundesgebiets untersuchen wir kontinuierlich und nehmen sie gegebenenfalls wahr. Mit gebuchten Beitragseinnahmen von rund 3,7 Mrd. EUR im Geschäftsjahr 2024, rund 35,1 Mrd. EUR Kapitalanlagen und rund 5,7 Mio. Verträgen im Bestand zählen wir zu den großen deutschen Erstversicherungs-Unternehmen. Muttergesellschaft des Konzerns ist die NÜRNBERGER Beteiligungs-AG. Ihre vinkulierten Namensaktien sind im Börsensegment Scale innerhalb des Freiverkehrs (Open Market) der Frankfurter Wertpapierbörse mit erhöhten Einbeziehungs-Voraussetzungen und -Folgepflichten notiert. Nachfolgend genannte Gesellschaften halten direkte oder indirekte Beteiligungen am Grundkapital der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG, die einen Stimmrechtsanteil von 10,0 % überschreiten (Stand: 31. Dezember 2024): Die Neue SEBA Beteiligungsgesellschaft mbH, Nürnberg, hält eine direkte Beteiligung von 18,84 %. Die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München, München, ist direkt mit 16,27 % - einschließlich der ihr zuzurechnenden Stimmrechte von Tochtergesellschaften mit 19,10 % - am Grundkapital beteiligt. Die Versicherungskammer Bayern Versicherungsanstalt des öffentlichen Rechts, München, und die Daido Life Insurance Company, Osaka/Japan, sind jeweils direkt mit 16,26 % bzw. 14,99 % am Grundkapital beteiligt. Der Name NÜRNBERGER hat seit 1884 Tradition. Wir sind in chancenreichen Geschäftsfeldern der Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche mit den Segmenten Lebens-, Kranken-, Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft sowie Bankdienstleistungen tätig. Schwerpunkt sind dabei Privatkunden, kleine und mittelständische Unternehmen sowie berufsständische Versorgungseinrichtungen. „Ausschließlichkeits-Vermittler“, „Makler, Mehrfachagenturen und Finanzvertriebe“ sowie „Autohausagenturen“ sind unsere traditionellen Vertriebswege. Zusätzlich sprechen wir über digitale Medien internetaffine Kunden an. Insgesamt arbeiten rund 4.100 angestellte Mitarbeiter im Innen- und Außendienst sowie rund 14.400 haupt- und nebenberufliche Vermittler für den Erfolg der NÜRNBERGER. NÜRNBERGER KonsolidierungskreisDer Konsolidierungskreis umfasst zum 31. Dezember 2024 neben der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG unsere Versicherungs- und anderen Tochtergesellschaften, darunter ein Kreditinstitut, konsolidierungspflichtige Investmentvermögen in Form von Investment-Aktiengesellschaften und geschlossenen Investment-Kommanditgesellschaften sowie Beteiligungen an assoziierten Unternehmen. Einschließlich der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG haben wir zum Bilanzstichtag 42 (44) Gesellschaften in den Konzernabschluss einbezogen. Davon werden 35 (37) Unternehmen vollkonsolidiert und 7 (7) Gesellschaften als assoziierte Unternehmen im Konzernabschluss auf Basis der Equity-Methode erfasst. Der Vollkonsolidierungskreis hat sich um zwei Unternehmen verringert. Die Anteile an der Getsurance GmbH, Berlin wurden mit Wirkung zum 1. März 2024 veräußert und die Gesellschaft entkonsolidiert. Die NÜRNBERGER Beamten Lebensversicherung AG wurde rückwirkend zum 1. Januar 2024 auf die NÜRNBERGER Lebensversicherung AG verschmolzen. Die Eintragung der Verschmelzung ins Handelsregister erfolgte am 8. November 2024. Bei den Anteilsverhältnissen der assoziierten Unternehmen ergaben sich im Berichtsjahr keine Veränderungen. GeschäftssegmenteDie im Berichtsjahr betriebenen Versicherungszweige der Versicherungsunternehmen und des Pensionsfonds sowie die sonstigen Geschäftszweige im NÜRNBERGER Konzern sind - gegliedert nach den für uns relevanten Geschäftsfeldern - nachfolgend aufgeführt: LebensversicherungsgeschäftDas Geschäftsfeld umfasst zum Stichtag im Wesentlichen folgende Gesellschaften und Geschäftszweige: NÜRNBERGER Lebensversicherung AG, Nürnberg: Lebensversicherung Rückversicherung zur Lebensversicherung Kapitalisierungsgeschäfte NÜRNBERGER Pensionskasse AG, Nürnberg: Betrieb der Lebensversicherung als Pensionskasse NÜRNBERGER Pensionsfonds AG, Nürnberg: Pensionsfondsgeschäfte Die Versicherungsgesellschaften bieten modular aufgebaute Kapital- sowie Risikoversicherungen in verschiedenen Ausprägungen an. Wichtige Produkte sind dabei fondsgebundene und konventionelle Lebens- und Rentenversicherungen sowie Berufsunfähigkeitsversicherungen. Das Geschäftsfeld umfasst somit Angebote zur finanziellen Absicherung und Versorgung sowie Produkte für die betriebliche Altersversorgung über die verschiedenen Durchführungswege. Daneben fließen Grundbesitzgesellschaften, Investmentvermögen in Form von Investment-Aktiengesellschaften inklusive Teilinvestmentvermögen und Investment-Kommanditgesellschaften, eine Vermittlungs- bzw. Vertriebsgesellschaft sowie assoziierte Unternehmen ein. Im Jahr 2024 wurde die NÜRNBERGER Beamten Lebensversicherung AG rückwirkend auf den 1. Januar 2024 auf die NÜRNBERGER Lebensversicherung AG verschmolzen. Die Genehmigung der BaFin sowie die Eintragung ins Handelsregister sind erfolgt. Die NÜRNBERGER Lebensversicherung AG hat im Berichtsjahr ihre sämtlichen Anteile an der NÜRNBERGER Pensionsfonds AG mit einem Aktienkaufvertrag veräußert (Signing). Die wirtschaftliche Wirkung des Vertrags soll zum 1. Januar 2025 erfolgen. Die Veräußerung steht unter dem Vorbehalt mehrerer aufschiebender Bedingungen (Closing). Von diesen Vorbehalten stehen die Genehmigung der BaFin sowie die Abnahme der Bestandsübertragung durch einen Wirtschaftsprüfer noch aus. KrankenversicherungsgeschäftDas Geschäftsfeld umfasst hauptsächlich die NÜRNBERGER Krankenversicherung AG, die mit Produkten im Rahmen der Privaten Krankheitskosten-Voll- und -Zusatzversicherung sowie der Pflegekrankenversicherung für Arbeitnehmer, Beamte und Selbstständige eine Alternative und Ergänzung zur gesetzlichen Gesundheitsversorgung bietet. Für Firmen und deren Belegschaften gibt es spezielle Angebote in der betrieblichen Krankenversicherung. Daneben fließen Teilinvestmentvermögen ein, die über eine Investment-Aktiengesellschaft aufgelegt sind. Schaden- und UnfallversicherungsgeschäftDas Geschäftsfeld umfasst zum Stichtag im Wesentlichen folgende Gesellschaften mit von ihnen betriebenen Geschäftszweigen: NÜRNBERGER Allgemeine Versicherungs-AG, Nürnberg: Schaden- und Unfallversicherung Rückversicherung zur Schaden- und Unfallversicherung NÜRNBERGER Beamten Allgemeine Versicherung AG, Nürnberg: Schaden- und Unfallversicherung GARANTA Versicherungs-AG, Nürnberg: Schaden- und Unfallversicherung Neue Rechtsschutz-Versicherungsgesellschaft AG, Mannheim: Rechtsschutzversicherung Das Kerngeschäft besteht darin, den Privatkunden Versicherungsschutz für Risiken in allen Bereichen des täglichen Lebens und den Gewerbekunden die nötigen Absicherungen für ihren Geschäftsbetrieb anzubieten. Im Rahmen des selbst abgeschlossenen Geschäfts der Schaden- und Unfallversicherung betreiben wir insgesamt die Versicherungszweige Unfallversicherung, Haftpflichtversicherung, Kraftfahrtversicherung, Luftfahrtversicherung (einschließlich der Raumfahrtversicherung), Rechtsschutzversicherung, Feuerversicherung, Einbruchdiebstahl- und Raub(ED)-Versicherung, Leitungswasser(Lw)-Versicherung, Glasversicherung, Sturmversicherung, Verbundene Hausratversicherung, Verbundene Gebäudeversicherung, Technische Versicherungen, Transportversicherung, Versicherung zusätzlicher Gefahren zur Feuer- bzw. Feuer-Betriebsunterbrechungs-Versicherung (Extended-Coverage(EC)-Versicherung), Betriebsunterbrechungs-Versicherung, Beistandsleistungsversicherung, Luft- und Raumfahrzeug-Haftpflichtversicherung sowie Sonstige Schadenversicherung. In Rückdeckung übernehmen wir Geschäft der Versicherungszweige Unfallversicherung, Haftpflichtversicherung, Kraftfahrtversicherung, Feuerversicherung, Verbundene Hausratversicherung, Verbundene Gebäudeversicherung, Technische Versicherungen, Transportversicherung sowie Sonstige Schadenversicherung. Daneben fließen in das Geschäftsfeld eine Dienstleistungs-Gesellschaft im Bereich Rechtsberatung und über eine Investment-Aktiengesellschaft aufgelegte Teilinvestmentvermögen sowie assoziierte Unternehmen ein. BankdienstleistungenDas Geschäftsfeld Bankdienstleistungen besteht allein aus dem Kreditinstitut Fürst Fugger Privatbank AG. Die Bank ist auf die Geschäftsbereiche Vermögensberatung, Vermögensverwaltung, Individualkundenbetreuung und Wertpapierhandel spezialisiert. Neben dem Angebot eigener Finanzprodukte in der Vermögensverwaltung werden auch Kapitalanlagen anderer Anbieter vermittelt. Der überwiegende Teil der Erlöse resultiert aus der privaten Vermögensverwaltung. Regionale BesonderheitenDie NÜRNBERGER versteht sich schwerpunktmäßig als deutsche Versicherungsgruppe mit internationalen Verbindungen. In Österreich ist sie mit der österreichischen Niederlassung der GARANTA Versicherungs-AG direkt vertreten. Daneben ist die NÜRNBERGER außerhalb Deutschlands über Kooperationspartner präsent. Die Zusammenarbeit mit ausländischen Partnern dient dazu, unsere deutschen Kunden im Ausland abzusichern und für unseren Außendienst zu vermitteln, wenn er im Ausland tätig werden will. Gleiches bieten wir Kooperationspartnern an. Es besteht eine strategische Kooperation mit der Daido Life Insurance Company, Osaka/Japan, durch die sich für die NÜRNBERGER Chancen auf deutscher und europäischer Ebene eröffnen. Die NÜRNBERGER Allgemeine Versicherungs-AG deckt im Europäischen Wirtschaftsraum den Bedarf der eigenen Kunden im Wege der Dienstleistungsfreiheit. Profitable Wachstumschancen und -nischen außerhalb unserer Hauptmärkte Deutschland und Österreich untersuchen wir kontinuierlich und nehmen sie gegebenenfalls wahr. In diesem Zusammenhang besteht derzeit eine Beteiligung an der Bene Assicurazioni S.p.A. Società Benefit, Mailand/Italien von 25 %. Diese ist in ihrem Heimatmarkt im Bereich der Schaden- und Unfallversicherung tätig. Es ist beabsichtigt, sämtliche Anteile an der Gesellschaft zu veräußern. Hierzu wurde im Berichtsjahr ein Vertrag geschlossen (Signing). Die wirtschaftliche Übertragung (Closing) soll im laufenden Jahr 2025 erfolgen, sofern die vertraglichen aufschiebenden Bedingungen erfüllt werden. Hierzu stehen die aufsichtsrechtliche Genehmigung in Italien (IVASS) und Finanzierungsvorbehalte der Käufer noch aus. Ziele und StrategieUnser im Rahmen des Strategieprozesses 2023 erarbeiteter Leitstern - die NÜRNBERGER als Präventionsversicherer - ist nicht nur Orientierungspunkt für unser tägliches Handeln. Er bildet auch die Basis für unsere strategischen Ziele Ertrag, Wachstum und Sicherheit. Dabei nachhaltig zu wirtschaften, ist für uns selbstverständlich. Zusammen ist das der strategische Rahmen, auf dem die Strategien des Konzerns wie auch die der Einzelversicherer der NÜRNBERGER aufbauen. ErtragAls Aktiengesellschaft haben wir mit unserer Geschäftstätigkeit das Ziel, das Kapital der Aktionäre gewinnbringend einzusetzen. Daher stellt die Ertrags-Orientierung einen Fixpunkt in der NÜRNBERGER Geschäftsstrategie dar; im Fokus unserer unternehmerischen Aktivitäten stehen ertragreiche Segmente des Erstversicherungs- und Finanzdienstleistungsmarkts sowie die Reduktion unserer Kosten. WachstumWachstum stellt eine zentrale Voraussetzung dafür dar, unsere Ertragsziele dauerhaft erreichen zu können. Deshalb investieren wir zuvorderst in wachstumsstarke Bereiche. Die Positionierung in chancenreichen Geschäftsfeldern ermöglicht es uns, unsere Wachstumsziele in erster Linie auf organischem Weg und durch Kooperationen zu erreichen. SicherheitAls Versicherer, der langfristige Leistungszusagen abgibt, ist Sicherheit von großer Bedeutung für uns: Insbesondere Mitarbeitende, Vermittler und Kunden erwarten Solidität und Verlässlichkeit. Die Sicherheit eines Versicherungs- und Finanzdienstleistungs-Unternehmens drückt sich im Wesentlichen in seiner Kapitalausstattung aus. Ein bedeutendes Element unserer Geschäftsstrategie ist daher die Herstellung bzw. der Erhalt einer ausreichenden Kapitalausstattung, die sich in einer guten aufsichtsrechtlichen Solvenzquote widerspiegelt. Sicherheit und Solidität gewährleisten wir aber nicht nur über die Steuerung von aufsichtsrechtlichen Bedeckungsquoten: Um nachteilige bzw. sogar gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, haben wir ein internes Überwachungssystem eingerichtet. Insbesondere betreiben wir ein entsprechend ausgerichtetes Risikomanagement und führen regelmäßig eine unternehmenseigene Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung durch. NachhaltigkeitDass wir beim Verfolgen unserer strategischen Ziele Ertrag, Wachstum und Sicherheit nachhaltig wirtschaften, ist für uns selbstverständlich. Die NÜRNBERGER versteht sich traditionell als verantwortungsvoll und nachhaltig agierendes Versicherungsunternehmen. Unsere Überzeugung ist, dass wir beständigen ökonomischen Erfolg nur in einer ökologisch und sozial intakten Umwelt erzielen können. Aus diesem Selbstverständnis leiten sich die Schwerpunkte bzw. Handlungsfelder im Hinblick auf Nachhaltigkeit ab: eine besondere Verantwortung gegenüber unseren Kunden, Vermittlern und Mitarbeitenden - fußend auf einer entsprechenden Unternehmenskultur -, sowie nachhaltige Kapitalanlage und Versicherungsprodukte. SteuerungssystemDie operative Steuerung der NÜRNBERGER erfolgt zuvorderst über finanzielle Kenngrößen für die strategischen Ziele Ertrag, Wachstum und Sicherheit: Als bedeutsamste Steuerungsgrößen fungieren das Konzernergebnis (Jahresüberschuss laut Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung), die Segmentergebnisse im Versicherungsgeschäft sowie das Gesamtergebnis in den Segmenten Lebensversicherungsgeschäft und Krankenversicherungsgeschäft. Ebenso steht die Entwicklung des Neugeschäfts und der Beitragseinnahmen im Vordergrund. Die aufsichtsrechtliche Solvenzquote vervollständigt schließlich die bedeutsamsten Steuerungsgrößen. Das Gesamtergebnis im Lebens- und im Krankenversicherungsgeschäft entspricht dem Segmentergebnis vor Abzug der Aufwendungen für Beitragsrückerstattung. Weiterhin sind für die strategische Steuerung des Konzerns auch der Nettoertrag aus Kapitalanlagen (soweit nicht für Rechnung und Risiko von Versicherungsnehmern) und die Schaden-Kosten-Quote (im Segment Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft) von Bedeutung. Über die genannten rein finanziellen Größen hinaus ist das unternehmerische Handeln der NÜRNBERGER auch an nichtfinanziellen Aspekten ausgerichtet. Unsere entsprechenden Zielsetzungen sind: kompetente und motivierte Mitarbeitende, exzellente Prozesse, eine leistungsfähige IT einschließlich einer effizienten Datennutzung, eine klare Fokussierung auf unsere Vermittler sowie passende Produkte und Services, die mit einem Präventionsangebot verknüpft sind. Besonders wichtig sind uns dafür eine von den Schlüsselmerkmalen „Outcome-Orientierung“, „Mut“, „Klarheit“ und „gegenseitiges Vertrauen“ geprägte Unternehmenskultur sowie ein auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Wirtschaften. Forschung und EntwicklungWir arbeiten stetig daran, die zur Erfüllung des Geschäftszwecks erforderlichen Methoden und Abläufe zu verbessern. Darüber hinaus betreiben wir als Versicherungskonzern keine Forschung und Entwicklung. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenGesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen in DeutschlandDie deutsche Wirtschaft ist 2024 im zweiten Jahr in Folge geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt verzeichnet nach den ersten Berechnungen des statistischen Bundesamts einen Rückgang um -0,2 % nach -0,3 % im Vorjahr.1 Wesentliche Beeinträchtigungen resultieren aus der zunehmenden Konkurrenz der deutschen Exportwirtschaft auf wichtigen Absatzmärkten, den hohen Energiekosten sowie dem weiterhin erhöhten Zinsniveau. Während die Wirtschaftsleistung im verarbeitenden Gewerbe zurückging, entwickelte sich das Dienstleistungsgewerbe insgesamt positiv. Die einzelnen wesentlichen Konjunkturindikatoren entwickelten sich wie folgt: Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte stieg um 4,5 (6,9) %. Die Verbraucherpreise zeigten sich mit einer Zunahme von 2,2 % gegenüber 5,9 % im Vorjahr schwächer, was auch zum Anstieg der Realeinkommen beitrug. Die privaten Konsumausgaben legten jedoch nur mit 0,3 (-0,4) % zu. Dagegen stieg die Sparquote von 10,4 % auf 11,6 %. Die Konsumausgaben des Staates erhöhten sich deutlich um 2,6 (-0,1) % im Vergleich zum Vorjahr und stützten das Bruttoinlandsprodukt. Die Bruttoanlageinvestitionen sanken merklich um -2,8 (-1,2) %. Die Ausrüstungsinvestitionen gingen dabei um -5,5 (-0,8) % zurück, die Bauinvestitionen um -3,5 (-3,4) %. Die schwierige wirtschaftliche Lage zeigte sich auch im Außenhandel. Die deutschen Exporte von Waren und Dienstleistungen sind um -0,8 (-0,3) % zurückgegangen, obwohl der Welthandel einen Zuwachs verzeichnete. Grund waren unter anderem die geringeren Ausfuhren von elektrischen Ausrüstungen, Maschinen und Kraftfahrzeugen. Die Importe stiegen leicht um 0,2 (-0,6) % im Vergleich zum Vorjahr, getragen in erster Linie von stärkeren Dienstleistungseinfuhren. Der Arbeitsmarkt zeigt einen Höchststand bei der Erwerbsbeschäftigung. Der Zuwachs war vom Dienstleistungsbereich getrieben, während im produzierenden Gewerbe und Baugewerbe ein Rückgang zu verzeichnen war. Die Zahl der Arbeitslosen stieg dagegen im Jahresdurchschnitt auf 2,787 (2,609) Millionen Menschen an, die Arbeitslosenquote erhöhte sich dadurch auf 6,0 (5,7) %. Die Europäische Zentralbank senkte im Verlauf des Jahres 2024 in mehreren Schritten den Leitzins von 4,5 % auf zuletzt 3,0 %. Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen betrug im Jahresdurchschnitt 2,34 (2,46) %. Entwicklung der Versicherungswirtschaft in DeutschlandDie Beitragseinnahmen in der deutschen Versicherungswirtschaft haben sich im Jahr 2024 insgesamt erhöht. Aktuellen Hochrechnungen zufolge sind die gebuchten Beiträge der im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) zusammengeschlossenen Unternehmen um 5,3 % auf 238,3 (226,2) Mrd. EUR angestiegen. Die gebuchten Beiträge der Lebensversicherer stiegen um 2,6 % auf 94,4 (92,1) Mrd. EUR. Nach laufendem Beitrag ergab sich ein leichter Rückgang von 0,2 %, während die Einmalbeiträge mit 9,9 % deutlich wuchsen. In der Schaden- und Unfallversicherung nahmen die Prämieneinnahmen um 7,8 % auf 92,1 (85,5) Mrd. EUR zu, in der Privaten Krankenversicherung erhöhten sie sich um 6,3 % auf 51,7 (48,7) Mrd. EUR. Entwicklung des Kapitalmarkts und der Kapitalanlagen im nationalen und internationalen UmfeldDas Kapitalmarktjahr 2024 endete für Anleger überwiegend erfreulich, obwohl die antizipierten Zinssenkungen vor allem in Europa und in den USA nicht im erwarteten Ausmaß erfolgten. Dazu kamen weitere Widrigkeiten, wie Wachstumsenttäuschungen in Europa und China sowie geopolitische Spannungen. Die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten sorgte zusätzlich für internationale Bedenken, die US-Börsen reagierten positiv darauf. Die Marktentwicklung im Jahr 2025 hängt entscheidend von der europäischen Konjunkturlage und wirtschaftspolitischen Entscheidungen der USA ab. Aktien beendeten das Jahr 2024 mit hohen Kursgewinnen. Der Wertzuwachs im S&P 500 lag bei 23,3 % (in Euro). Vor allem Technologiewerte und das Thema „AI“ bewegten die Märkte und werden dies voraussichtlich auch 2025 tun. Europäische Aktien erzielten wie bereits im letzten Jahr weniger Performance als die US-Aktien, dennoch legten der EuroStoxx 50 um ca. 8,3 % und der DAX um ca. 18,9 % zu. Auf den Rentenmärkten spielte die Inflationserwartung weiterhin eine große Rolle. Weder in der Eurozone noch in den USA wurden die Zinsen auf das antizipierte Niveau gesenkt. Insgesamt kam es zu höheren Renditen bei länger laufenden Rentenpapieren. Besonders in der Eurozone sanken die Zinsen kurzlaufender Anleihen. Ab dem 5-jährigen Laufzeitbereich stieg die Rendite allerdings an, sodass 10-jährige Bundesanleihen zeitweise bei 2,36 % p. a. handelten. Aufgrund der stockenden Zinspolitik der Federal Reserve stieg die Verzinsung für 10-jährige US-Staatsanleihen zeitweise auf nahezu 5 % p. a. Der Euro wertete gegenüber dem US-Dollar im Jahr 2024 angesichts der größer werdenden Zinsdifferenz um etwa 6,2 % auf 1,035 ab. Das hatte entsprechende Auswirkungen auf Absicherungskosten und in Euro denominierte Investitionen in US-Titel. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage des KonzernsDer NÜRNBERGER Konzern trug im Berichtsjahr 2024 zum beschriebenen Beitragswachstum der Versicherungsbranche seinen Anteil bei. In der Lebensversicherung lagen die laufenden Beitragseinnahmen mit 1,6 % über dem Vorjahr, die Einmalbeiträge gingen zurück. Insgesamt ergab sich eine Zunahme von 1,0 %. Die Krankenversicherung verzeichnete ein deutliches Prämienwachstum von 5,8 %. In der Schaden- und Unfallversicherung konnte mit 7,8 % ebenfalls ein Beitragszuwachs erzielt werden. Das Neugeschäft des Konzerns hat sich dagegen wie erwartet reduziert. Die erläuterte Entwicklung des Kapitalmarkts spiegelt sich positiv in den Zeitwerten und den Erträgen der Kapitalanlagen des Konzerns wider. Der negative Saldo aus stillen Reserven und Lasten hat sich erheblich verringert, die Nettoerträge aus Kapitalanlagen konnten gesteigert werden. Während die Geschäftsfelder Lebens- und Krankenversicherung sowie Bankdienstleistungen ihren Ergebnisbeitrag nahezu wie erwartet lieferten und zum Teil sogar übererfüllten, waren in der Schaden- und Unfallversicherung höhere Verluste zu verzeichnen als erwartet. Das herausfordernde gesamtwirtschaftliche Umfeld mit der anhaltenden hohen Schaden- und Kosteninflation belastete die Schadenversicherung der NÜRNBERGER sehr stark. Betroffen ist insbesondere die Kraftfahrtversicherung. Zudem mussten zusätzliche Aufwendungen für Vorjahresschäden und gestiegene Großschäden getragen sowie Reserveverstärkungen vorgenommen werden. Im Berichtsjahr wurden die gegensteuernden Maßnahmen intensiviert. Hierzu zählen die Sanierung des Portfolios über Prämienerhöhungen und Aufgabe von verlustträchtigem Geschäft sowie eine Exzellenz-Initiative in der Versicherungstechnik, die vom Underwriting über Pricing und Schadenmanagement bis zur Rückversicherung reicht. Zusätzlich war der Ergebnisverlauf des Konzerns vom Programm „Fit für die Zukunft" beeinflusst. Hierfür waren außerordentliche Aufwendungen aus Restrukturierungsmaßnahmen zu tragen. Vor diesem Hintergrund beurteilt der Vorstand den nachfolgend dargestellten Geschäftsverlauf des Konzerns bezogen auf die Entwicklung des Neugeschäfts und der Beitragseinnahmen als zufriedenstellend und bezogen auf das erheblich negative Konzernergebnis als nicht zufriedenstellend. Die Sicherheitslage des NÜRNBERGER Konzerns kann insbesondere anhand der Solvabilität beurteilt werden. Hier sind die aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsanforderungen zum 31. Dezember 2024 erfüllt und wir weisen auf Gruppenebene deutlich mehr Eigenmittel aus als gesetzlich erforderlich. Ertragslage Konzern
Geschäftsverlauf und Vergleich zur Prognose des VorjahresDas Konzernergebnis vor Abzug von Fremdanteilen hat sich von +42,8 Mio. EUR auf -77,0 Mio. EUR erheblich verschlechtert. Wir hatten in unserer letztjährigen Prognose einen Konzernjahresüberschuss in einer Größenordnung von 40 - 50 Mio. EUR erwartet. Die einzelnen Geschäftsfelder entwickelten sich jedoch sehr unterschiedlich. Im Lebensversicherungsgeschäft liegen wir mit einem Segmentergebnis von 48,6 (46,1) Mio. EUR über unsereren Erwartungen, da wir von einem kaum veränderten Ergebnis ausgingen. Im Krankenversicherungsgeschäft erzielten wir ein Segmentergebnis von 6,7 (6,1) Mio. EUR. Wir hatten eine Größenordnung von 7,5 Mio. EUR prognostiziert. Im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft ergab sich mit -157,4 (-24,0) ein erheblich schlechteres Ergebnis. Wir erwarteten ein Ergebnis in der Größenordnung des Vorjahres. Das Ergebnis aus Bankdienstleistungen hat sich mit 13,2 (11,1) Mio. EUR erneut positiver entwickelt als nach unserer Prognose von ca. 10 Mio. EUR. Die gebuchten Bruttobeiträge über alle Versicherungszweige liegen mit 3,665 (3,547) Mrd. EUR über dem Vorjahr. Wir hatten mit einem spürbaren Anstieg gerechnet. Über alle Sparten hinweg beliefen sich die Neu- und Mehrbeiträge auf 488,3 (511,4) Mio. EUR. Diesen Rückgang hatten wir so erwartet. Davon resultieren -21,9 Mio. EUR aus der Lebensversicherung, wovon -10,3 Mio. auf die Einmalbeiträge entfallen. Die Neu- und Mehrbeiträge im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft gingen um 3,1 Mio. EUR zurück. Dagegen wuchsen die Neubeiträge im Krankenversicherungsgeschäft um 2,0 Mio. EUR. Die Versicherungsbestände des Konzerns lagen zum Jahresende im selbst abgeschlossenen Geschäft mit 5.701 (5.801) Tsd. Verträgen etwas unter dem Vorjahr. Ertragslage
Nachfolgend werden die einzelnen Ergebnisbestandteile aus dem Versicherungsgeschäft, den Kapitalanlagen und den sonstigen Ergebnisbereichen erläutert. VersicherungsgeschäftDen gebuchten Bruttobeiträgen von 3,665 (3,547) Mrd. EUR standen Beiträge für die Rückversicherer von 311,6 (293,2) Mio. EUR gegenüber. Die Netto-Beitragsüberträge haben sich um 10,5 (8,8) Mio. EUR erhöht. Zusammen führte dies im Geschäftsjahr zu spürbar gestiegenen verdienten Beiträgen f. e. R. von 3,343 (3,245) Mrd. EUR. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle f. e. R. betrugen 2,802 (2,611) Mrd. EUR. Davon betreffen 2,642 (2,470) Mrd. EUR Zahlungen für Versicherungsfälle f. e. R. Die Zahlungen in der Lebens- und Krankenversicherung stiegen um 86,4 Mio. EUR und in der Schaden- und Unfallversicherung um 85,0 Mio. EUR. Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle f. e. R. erhöhte sich um 160,5 (141,0) Mio. EUR. Hiervon entfallen 23,7 (53,6) Mio. EUR auf die Lebens- und Krankenversicherung und 136,9 (87,4) Mio. EUR auf die Schaden- und Unfallversicherung. Die gestiegenen Aufwendungen in der Schaden- und Unfallversicherung sind dabei insbesondere von der Inflation sowie Abwicklungsverlusten aus Vorjahresschäden, Großschäden und Reserveverstärkungen geprägt. In die Zunahme der übrigen versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen von 1.440,9 Mio. EUR (1.201,5 Mio. EUR) sind neben den Veränderungen der sonstigen versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen insbesondere die Veränderungen der Deckungsrückstellung aus der fondsgebundenen und der konventionellen Versicherung einbezogen. Für die fondsgebundene Versicherung ergab sich eine aufwandswirksame Erhöhung der Brutto-Deckungsrückstellung um 1.387,3 (872,9) Mio. EUR. Dies ist für den Konzern in der Gesamtsicht nicht ergebniswirksam, da der Veränderung eine entsprechend gegenläufige Ergebniswirkung aus der Wertentwicklung der korrespondierenden Aktiva gegenübersteht. Aus der Veränderung der Brutto-Deckungsrückstellung für das konventionelle Geschäft war im Berichtsjahr ein Aufwand von 52,7 (351,1) Mio. EUR zu erfassen. Darin ist die Auflösung der Zinszusatzreserve/Zinsverstärkung von 59,2 (62,9) Mio. EUR saldiert. Die Aufwendungen für Beitragsrückerstattung f. e. R. betrugen 396,9 (362,5) Mio. EUR. In den Aufwendungen ist auch eine Erhöhung der Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung um 17,8 (0,9) Mio. EUR erfasst. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb f. e. R. gingen um 2,7 % auf 685,4 (704,5) Mio. EUR zurück. Der Rückgang der Abschlussaufwendungen auf 486,7 (524,3) Mio. EUR betrifft mit 42,2 Mio. EUR die Lebensversicherung, die Beitragssumme des Neugeschäfts verringerte sich um 6,0 %. In der Krankenversicherung ergab sich eine Zunahme der Abschlussaufwendungen von 2,1 Mio. EUR und in der Schaden- und Unfallversicherung von 2,5 Mio. EUR. Die Verwaltungsaufwendungen sind mit 10,0 % deutlich angestiegen und betrugen 280,2 (254,7) Mio. EUR. Hier machen sich gestiegene Provisionen aus der übernommenen Rückversicherung der Schaden- und Unfallversicherung sowie höhere Zuwendungen zur Versorgungskasse der NÜRNBERGER VERSICHERUNGSGRUPPE e. V. bemerkbar. Die sonstigen versicherungstechnischen Erträge f. e. R. haben sich mit 26,7 (55,8) Mio. EUR mehr als halbiert. Dies liegt hauptsächlich an der deutlich verminderten Erhöhung der noch nicht fälligen Ansprüche an Versicherungsnehmer von 21,9 (49,9) Mio. EUR. Die sonstigen versicherungstechnischen Aufwendungen f. e. R. betrugen 32,1 (34,8) Mio. EUR, wovon 11,5 (11,9) Mio. EUR aus rechnungsmäßigen Zinsen auf angesammelte Überschussanteile resultieren. In der Schaden- und Unfallversicherung wurden Schwankungsrückstellungen und ähnliche Rückstellungen in Höhe von 68,3 (40,3) Mio. EUR aufgelöst. Unter Berücksichtigung der Nettoerträge aus den Kapitalanlagen der konventionellen und fondsgebundenen Versicherung sowie der nicht realisierten Gewinne/Verluste aus Kapitalanlagen beträgt das versicherungstechnische Ergebnis der Lebens- und Krankenversicherung gemäß Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 67,6 (70,6) Mio. EUR. Das versicherungstechnische Ergebnis der Schaden- und Unfallversicherung, das deren Kapitalanlageergebnis nicht umfasst, beläuft sich auf -116,0 (-36,7) Mio. EUR. KapitalanlagenDie Erträge aus Kapitalanlagen und die Aufwendungen für Kapitalanlagen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung getrennt für das Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft und das übrige Geschäft ausgewiesen. Auf das Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft entfielen Nettoerträge aus Kapitalanlagen von 573,5 (537,4) Mio. EUR und auf das übrige Geschäft Nettoerträge aus Kapitalanlagen von 52,2 (52,1) Mio. EUR. Auswirkungen auf das Jahresergebnis haben insbesondere die Nettoerträge aus den Kapitalanlagen der konventionellen Versicherung. Für den gesamten Konzern setzen sich diese wie folgt zusammen:
Die Nettoerträge aus Kapitalanlagen der konventionellen Versicherung stiegen damit um 4,8 %. Aus der fondsgebundenen Versicherung ergaben sich Nettoerträge aus Kapitalanlagen von 73,8 (63,0) Mio. EUR. Daneben stehen 1.168,6 (1.003,7) Mio. EUR nicht realisierte Gewinne aus Wertsteigerungen des Anlagestocks und 8,0 (49,9) Mio. EUR nicht realisierte Verluste aus dem Anlagestock, die sich entsprechend der Kursentwicklung der Anteile an Investmentfonds veränderten. Den nicht realisierten Gewinnen und Verlusten stehen grundsätzlich entsprechende Veränderungen der Deckungsrückstellung gegenüber. Sonstige ErgebnisbestandteileÜber das Versicherungsgeschäft und die Kapitalanlagen hinaus wurden sonstige Erträge von 206,9 (159,9) Mio. EUR bei sonstigen Aufwendungen von 182,3 (179,0) Mio. EUR erzielt. Die sonstigen Erträge nahmen mit 29,4 % erheblich zu. Hierbei waren auch erhöhte Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen von 24,7 (8,3) Mio. EUR zu verzeichnen, wobei ein Großteil aus einmalig reduzierten Verpflichtungen für Sonderzahlungen resultiert. Weitere wesentliche Posten betreffen Provisionserlöse von 67,2 (64,5) Mio. EUR sowie Erträge aus Kostenerstattungen von 60,1 (52,8) Mio. EUR. In den sonstigen Aufwendungen sind neben dem Personalaufwand aus Nicht-Versicherungsunternehmen verschiedene Aufwendungen enthalten, die nicht den Funktionsbereichen bzw. anderen Posten zuzuordnen sind. Insgesamt haben sich diese um 1,8 % leicht erhöht. KonzernergebnisEinschließlich der Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte von 0,2 (0,2) Mio. EUR erzielte der Konzern ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von 27,2 (65,7) Mio. EUR, das damit erheblich unter dem Vorjahreswert liegt. Im Berichtsjahr waren aufgrund der Restrukturierungsmaßnahmen aus dem Effizienzprogramm „Fit für die Zukunft" außerordentliche Aufwendungen von 37,1 Mio. EUR auszuweisen. Bei den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entstand ein Aufwand von 64,6 (20,6) Mio. EUR. Der, trotz des rückläufigen Ergebnisses vor Ertragssteuern, deutliche Anstieg des Steueraufwands resultiert insbesondere aus der Wertberichtigung aktiver latenter Steuern im Segment Schaden- und Unfallversicherung. Die Wertberichtigung der aktiven latenten Steuern war erforderlich, soweit deren Werthaltigkeit wegen der bereits eingetretenen Verluste und der Unsicherheiten im Hinblick auf die zukünftige Ergebnisentwicklung im Segment Schaden nicht mit ausreichender Sicherheit nachgewiesen werden konnte. Für sonstige Steuern ergaben sich Aufwendungen von 2,5 (2,3) Mio. EUR. Insgesamt ergibt sich ein Konzernergebnis von -77,0 (42,8) Mio. EUR, wovon ein positives Ergebnis von 1,5 (1,1) Mio. EUR nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen ist. Ertragslage Geschäftsfeld NÜRNBERGER Lebensversicherung
Geschäftsverlauf und Vergleich zur Prognose des VorjahresIm Geschäftsfeld Lebensversicherung erzielten wir Neubeiträge in Höhe von 327,2 (349,1) Mio. EUR, womit wir um 6,3 % spürbar unter dem Vorjahresniveau liegen. Mit dieser Entwicklung hatten wir in unserer Prognose bereits gerechnet. Das Neugeschäft bei Verträgen gegen laufende Beitragszahlung ging dabei um 5,2 % zurück, die Einmalbeiträge des Neugeschäfts sanken um 7,8 %. Der Versicherungsbestand nach Anzahl der Verträge lag bei 2,4 (2,5) Mio., womit sich der Bestand gegenüber dem Vorjahr um 1,0 % verringerte. Die gebuchten Beiträge haben sich mit 2,261 (2,238) Mrd. EUR leicht erhöht. Damit hatten wir in unserer Prognose gerechnet. Die gebuchten laufenden Beiträge wuchsen um 1,6 %, während sich die gebuchten Einmalbeiträge um 7,8 % verringerten. Das Gesamtergebnis lag mit 424,6 (387,9) Mio. EUR um 9,4 % spürbar über dem Vorjahresniveau. In unserer Prognose waren wir von einem leichten Rückgang des Gesamtergebnisses ausgegangen. Das Kapitalanlageergebnis des Segments (unter Berücksichtigung von Rechnungszinserfordernis und Direktgutschrift)1 hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert. Dies ist auf die Entwicklung der Nettoerträge aus Kapitalanlagen zurückzuführen. Sie stiegen von 419,5 Mio. EUR auf 433,9 Mio. EUR an. Die Auflösung der Zinszusatzreserve/Zinsverstärkung betrug 59,2 (62,9) Mio. EUR. Das versicherungstechnische Ergebnis (einschließlich sonstiger Ergebnisbestandteile) als bedeutendste Ergebnisquelle hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert. Der Steueraufwand belief sich auf 22,1 (17,4) Mio. EUR. Zieht man vom Gesamtergebnis die Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung von 375,9 (341,8) Mio. EUR ab, ergibt sich das Segmentergebnis. Dieses hat sich mit 48,6 (46,1) Mio. EUR leicht erhöht, wir hatten in unserer Prognose mit einem kaum veränderten Ergebnis gerechnet. Ertragslage
VersicherungsgeschäftWie geplant liegt der Neubeitrag in diesem Geschäftsjahr spürbar unter dem Vorjahresniveau, während im deutschen Lebensversicherungsmarkt ein spürbarer Anstieg der Neubeiträge erwartet wird. Bei den gebuchten Beiträgen bewegen wir uns in etwa auf Vorjahresniveau. Die laufenden gebuchten Beiträge stiegen leicht an, während im Markt mit einem nahezu unveränderten Niveau gerechnet wird. Unser Marktanteil, bezogen auf die gebuchten Beiträge, blieb gegenüber dem Vorjahr stabil. Die Stornoquote nach laufendem Beitrag hat sich erhöht. Über eine ähnliche Entwicklung wird auch im Markt berichtet. Die Neubeiträge sanken im Geschäftsjahr 2024 von 349,1 Mio. EUR auf 327,2 Mio. EUR. Dabei lagen sowohl die laufenden Neubeiträge als auch die Einmalbeiträge des Neugeschäfts unter dem Vorjahresniveau. Letztere beliefen sich auf 127,7 (138,6) Mio. EUR, was einer Veränderung um -7,8 % entspricht. Die Einmalbeiträge, zu denen auch die Zulagen bei den sogenannten Riester-Renten gezählt werden, flossen dabei im Wesentlichen in fondsgebundene Versicherungen und in Renten- und Pensionsversicherungen. Der auf ein Jahr berechnete Neuzugang aus Verträgen mit laufender Beitragszahlung erreichte mit 199,5 (210,5) Mio. EUR einen Wert, der um 5,2 % unter dem Vorjahresniveau liegt. Hauptsächlich resultiert dieser Rückgang aus den Produktgruppen der Renten- und Pensionsversicherungen und der Berufsunfähigkeitsversicherung. Der Neuzugang an Versicherungsverträgen belief sich auf insgesamt 103.634 (116.675) Stück mit einer Versicherungssumme von 12,933 (13,943) Mrd. EUR. Die Anzahl der neuen Verträge verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 11,2 %, die Versicherungssumme um 7,2 %. Die gebuchten Bruttobeiträge im Lebensversicherungsgeschäft (einschließlich Pensionskasse und Pensionsfonds) betrugen 2,261 (2,238) Mrd. EUR, womit wir in etwa auf dem Beitragsvolumen des Vorjahres liegen. Bei den gebuchten laufenden Beiträgen bewegen wir uns mit +1,6 % leicht über dem Vorjahresniveau. Die größten Anteile an den Beiträgen des Segments haben die Berufsunfähigkeitsversicherungen, die fondsgebundenen Versicherungen und die konventionellen Renten- und Pensionsversicherungen. Zum 31. Dezember 2024 führten die Gesellschaften 2,4 (2,5) Mio. Verträge mit 165,449 (161,394) Mrd. EUR Versicherungssumme in ihrem Bestand. Die Versicherungssumme liegt damit um 2,5 % über dem Vorjahresniveau. Die größten Anteile haben dabei, wie bereits in den letzten Jahren, die Selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung und die fondsgebundene Versicherung. In der Berufsunfähigkeitsversicherung, bei der die NÜRNBERGER zu den führenden Anbietern in Deutschland gehört, hat sich der Bestand gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Für Zahlungen für Versicherungsfälle (brutto) wurden 1,899 (1,835) Mrd. EUR fällig. Die betragsmäßig größte Leistungsart waren Abläufe. Zusätzlich haben wir unseren Kunden 217,9 (207,6) Mio. EUR an Überschüssen ausgezahlt bzw. verrechnet. Zusammen mit der Erhöhung der Schadenrückstellung (brutto) von 38,0 (46,7) Mio. EUR ergeben sich Leistungen von 2,155 (2,089) Mrd. EUR. Die Beitragssumme des Neugeschäfts hat sich gegenüber dem Vorjahr verringert. Die Abschlussaufwendungen der deutschen Gesellschaften lagen deshalb ebenfalls unter dem Vorjahresniveau. Da der Rückgang der Abschlussaufwendungen gegenüber dem Vorjahr stärker ausfiel als der der Beitragssumme, sank die Abschlusskostenquote von 5,2 % im Vorjahr auf 4,9 %. Die Verwaltungsaufwendungen stiegen um 5,2 % an. Im Verhältnis zu den kaum veränderten Bruttobeiträgen liegt die Verwaltungskostenquote mit 4,1 % über dem Vorjahreswert von 3,9 %. Ertragslage Geschäftsfeld NÜRNBERGER Krankenversicherung
Geschäftsverlauf und Vergleich zur Prognose des VorjahresIn der Krankenversicherung erzielten wir bei den Neubeiträgen einen spürbaren Anstieg auf 22,1 (20,1) Mio. EUR, der insbesondere im Bereich der Zusatzversicherung zu verzeichnen war. In der Prognose waren wir von einer deutlichen Steigerung ausgegangen. Der Versicherungsbestand nach Verträgen konnte auf 559.334 (526.010) erhöht werden. Davon entfallen auf die Auslandsreise-Krankenversicherung 134.613 (134.087) Verträge. Die Anzahl der versicherten Personen wuchs um 33.354, was auf die Zusatzversicherungen zurückzuführen ist. Die gebuchten Beiträge erhöhten sich deutlich auf 318,6 (301,2) Mio. EUR, in der Prognose waren wir von einer spürbaren Steigerung ausgegangen. Das Gesamtergebnis blieb mit 24,2 (23,5) Mio. EUR auf Vorjahresniveau. In unserer Prognose waren wir von einem spürbaren Anstieg ausgegangen. Das gegenüber dem Vorjahr gesunkene versicherungstechnische Ergebnis bildete dabei die bedeutendste Ergebnisquelle1. Die darin enthaltenen sonstigen Ergebnisbestandteile haben sich dabei aufgrund eines im Geschäftsjahr abgeschlossenen Finanzrückversicherungs-Abkommens stark verbessert. Die Rückgänge beim Risiko- und Kostenergebnis konnten dadurch jedoch nicht kompensiert werden. Die Nettoerträge aus Kapitalanlagen betrugen 45,4 (37,2) Mio. EUR. Der Steueraufwand belief sich auf 2,2 (2,0) Mio. EUR. Zieht man vom Gesamtergebnis die Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung (ohne die Zuführung zur garantierten Beitragsrückerstattung) in Höhe von 17,4 (17,5) Mio. EUR ab, ergibt sich das Segmentergebnis. Dieses verbesserte sich damit spürbar von 6,1 Mio. EUR auf 6,7 Mio. EUR. Hier hatten wir einen Betrag von etwa 7,5 Mio. EUR erwartet. Ertragslage
VersicherungsgeschäftDer Neuzugang belief sich im Berichtsjahr auf 22,1 (20,1) Mio. EUR Jahresbeitrag. Ohne die Pflegepflichtversicherung betrug das Neugeschäft 21,7 (19,7) Mio. EUR. In der Krankheitskosten-Vollversicherung ging der Neubeitrag auf 3,5 (3,6) Mio. EUR zurück. Zum 31. Dezember 2024 waren ohne Berücksichtigung der Auslandsreise-Krankenversicherung 456.507 (423.153) Personen bei der NÜRNBERGER Krankenversicherung AG versichert. 38.203 (39.199) von ihnen hatten eine Krankheitskosten-Vollversicherung, was eine Abnahme des Bestands um 996 Personen bedeutet. Im Bereich der Zusatzversicherung ermittelten wir einen Nettozuwachs von 34.350 Personen. Der gesamte Jahresbestandsbeitrag ohne die Auslandsreise-Krankenversicherung betrug 319,6 (303,1) Mio. EUR. Dies bedeutet eine Zunahme von 5,4 %. Die gebuchten Beiträge stiegen um 5,8 % auf 318,6 (301,2) Mio. EUR. Davon entfielen auf die Pflegepflichtversicherung 28,6 (28,9) Mio. EUR. Die Schadenquote, also das Verhältnis von Aufwendungen für Versicherungsfälle zu verdienten Beiträgen ohne Beiträge aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung, lag mit 62,4 % über dem Vorjahreswert von 60,2 %. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb (brutto) betrugen insgesamt 43,4 (39,6) Mio. EUR, wobei auf Abschlussaufwendungen 30,0 (27,9) Mio. EUR entfielen. Die Verwaltungsaufwendungen waren höher als im Vorjahr. Die Verwaltungskostenquote, also das Verhältnis von Verwaltungsaufwendungen zu verdienten Beiträgen ohne Beiträge aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung, stieg von 3,9 % auf 4,2 %. Der Rückstellung für Beitragsrückerstattung führten wir 18,6 (18,6) Mio. EUR zu. Ertragslage Geschäftsfeld NÜRNBERGER Schaden- und Unfallversicherung
Geschäftsverlauf und Vergleich zur Prognose des VorjahresIm Geschäftsfeld Schaden- und Unfallversicherung erzielten wir Neu- und Mehrbeiträge in Höhe von 139,0 (142,2) Mio. EUR. Der Bestand umfasste am Bilanzstichtag insgesamt 2,711 (2,819) Mio. Verträge. Die gebuchten Beiträge erhöhten sich um 7,8 % auf 1.085,8 (1.007,3) Mio. EUR, womit wir den geplanten deutlichen Anstieg erreicht haben. Der Anstieg kommt aus Summen- und Beitragsanpassungen sowohl im selbst abgeschlossenen als auch im in Rückdeckung übernommenen Geschäft. Allerdings ist der Schadenaufwand noch stärker angestiegen. Der Mehraufwand entfällt auf Nachreservierungen zu Vorjahresschäden insbesondere bei den Long-Tail-Sparten (Haftpflicht- und Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung), GJ-Großschäden sowie zusätzliche Reserveverstärkungen. In Summe führt dies zu einem Anstieg der Brutto-Schaden-Kosten-Quote auf 116,0 (104,6) %. Die Bruttorechnung schloss mit einem Verlust von 204,2 (62,9) Mio. EUR ab. Nach Rückversicherung und vor Schwankungsrückstellung beträgt der Verlust 184,8 (77,5) Mio. EUR. Der Schwankungsrückstellung wurden 68,3 (40,3) Mio. EUR entnommen, sodass sich das versicherungstechnische Ergebnis nach Schwankungsrückstellung auf -116,5 (-37,3) Mio. EUR beläuft. Zudem entstand ein außerordentlicher Aufwand für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 16,0 Mio. EUR. Der im Verhältnis zum Ergebnis vor Steuern signifikant hohe Steueraufwand resultiert insbesondere aus nicht ansetzbaren latenten Steuererträgen in Höhe von rd. 51,6 Mio. EUR für im Geschäftsjahr neu entstandene Verluste und Bewertungsunterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz bei der NÜRNBERGER Allgemeine Versicherungs-AG und der GARANTA Versicherungs-AG. Ferner mussten bereits bilanzierte aktive latente Steuern in Höhe von 21,0 Mio. EUR wertberichtigt werden. Damit ergibt sich mit -157,4 (-24,0) Mio. EUR ein Segmentergebnis, das erheblich unter dem des Vorjahres liegt. Erwartet hatten wir bereits ein negatives Segmentergebnis, jedoch lediglich auf dem Niveau des Vorjahres. Ertragslage
Gesamtes VersicherungsgeschäftVon den Neu- und Mehrbeiträgen in Höhe von 139,0 (142,2) Mio. EUR stammten 69,3 (73,5) Mio. EUR aus der Kraftfahrtversicherung, 61,3 (59,6) Mio. EUR aus den Sach-, Haftpflicht- und Unfallsparten sowie 8,4 (9,0) Mio. EUR aus dem Rechtsschutzgeschäft. Die verdienten Beiträge f. e. R. beliefen sich auf 834,5 (758,9) Mio. EUR. Vor abgegebener Rückversicherung und Abgrenzung der Beitragsüberträge stiegen die gebuchten Bruttobeiträge um 7,8 % auf 1.085,8 (1.007,3) Mio. EUR. Sie verteilen sich wie folgt auf die Versicherungszweige:
Die Aufwendungen für Versicherungsfälle f. e. R. beliefen sich auf 705,7 (571,2) Mio. EUR. Für unsere Bruttorechnung ergaben sich dabei Schadenaufwendungen von 907,1 (726,9) Mio. EUR. Dieser starke Anstieg resultiert aus einer Häufung von Großschäden in der Sachversicherung, aus Belastungen aus der Abwicklung von Vorjahresschäden und aus zusätzlichen Reserveverstärkungen. An Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb f. e. R. erbrachten wir 281,2 (259,8) Mio. EUR. Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb beliefen sich auf 337,0 (315,1) Mio. EUR. Sie setzen sich aus Abschlussaufwendungen von 161,5 (159,0) Mio. EUR und Verwaltungsaufwendungen (einschließlich Inkasso- und Bestandspflegeprovisionen) von 175,5 (156,1) Mio. EUR zusammen. Selbst abgeschlossenes VersicherungsgeschäftDie wesentlichen Zweige des selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäfts zeigen den nachfolgend dargestellten Geschäftsverlauf. Dabei ist zu berücksichtigen, dass in den Versicherungszweigen Haftpflichtversicherung, Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung, Transport- und Luftfahrtversicherung sowie sonstige Versicherungen die Aufwendungen für Versicherungsfälle aktuarielle Reserveverstärkungen enthalten. Aus der Unfallversicherung resultieren gebuchte Bruttobeiträge von 98,0 (102,0) Mio. EUR. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle betrugen 27,9 (27,9) Mio. EUR. Für den Versicherungsbetrieb wurden 51,8 (51,3) Mio. EUR aufgewendet. Schadenaufwendungen und Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb in Relation zu den verdienten Beiträgen ergeben eine Schaden-Kosten-Quote von 81,3 (77,7) %. Brutto verbleibt ein Überschuss von 18,7 (23,0) Mio. EUR. Die Ergebnisrechnung der Haftpflichtversicherung weist gebuchte Bruttobeiträge von 92,8 (89,2) Mio. EUR aus. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle erhöhten sich um 51,0 Mio. EUR auf 106,5 (55,5) Mio. EUR. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb betrugen 38,6 (36,8) Mio. EUR. Schadenaufwendungen und Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb in Relation zu den verdienten Beiträgen ergeben eine Schaden-Kosten-Quote von 156,7 (103,7) %. Die Bruttorechnung schließt mit einem Verlust von 52,4 (3,2) Mio. EUR. In der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung stiegen die gebuchten Bruttobeiträge auf 175,6 (172,8) Mio. EUR. Der Aufwand für Versicherungsfälle erhöhte sich um 49,5 Mio. EUR auf 200,3 (150,8) Mio. EUR. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb betrugen 38,2 (37,2) Mio. EUR. Schadenaufwendungen und Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb in Relation zu den verdienten Beiträgen ergeben eine Schaden-Kosten-Quote von 137,3 (109,9) %. Brutto verbleibt ein Verlust von 68,8 (17,3) Mio. EUR. Die gebuchten Bruttobeiträge in den sonstigen Kraftfahrtversicherungen stiegen um 9,2 Mio. EUR auf 161,4 (152,3) Mio. EUR. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle verringerten sich auf 164,8 (168,3) Mio. EUR. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb betrugen 34,5 (33,2) Mio. EUR. Schadenaufwendungen und Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb in Relation zu den verdienten Beiträgen ergeben eine Schaden-Kosten-Quote von 125,0 (134,3) %. In der Summe weist die Bruttorechnung einen Verlust von 43,7 (54,9) Mio. EUR aus. In der Feuer- und Sachversicherung sind die Feuerversicherung, die Verbundene Hausratversicherung, die Verbundene Gebäudeversicherung sowie die sonstige Sachversicherung enthalten. In Summe ergaben sich gebuchte Bruttobeiträge von 271,1 (250,8) Mio. EUR, das entspricht einem Zuwachs von 20,3 Mio. EUR. Der Aufwand für Versicherungsfälle erhöhte sich um 21,5 Mio. EUR auf 188,0 (166,5) Mio. EUR. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb beliefen sich auf 82,6 (77,6) Mio. EUR. Schadenaufwendungen und Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb in Relation zu den verdienten Beiträgen ergeben eine Schaden-Kosten-Quote von 100,8 (98,7) %. Brutto verbleibt ein Verlust von 10,4 (5,4) Mio. EUR. Die gebuchten Bruttobeiträge in der Rechtsschutzversicherung beliefen sich auf 95,0 (91,4) Mio. EUR. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle erhöhten sich um 3,1 Mio. EUR auf 50,8 (47,6) Mio. EUR. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb betrugen 36,0 (34,7) Mio. EUR. Schadenaufwendungen und Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb in Relation zu den verdienten Beiträgen ergeben eine Schaden-Kosten-Quote von 91,7 (90,1) %. Brutto verbleibt ein Gewinn von 7,7 (9,0) Mio. EUR. In den sonstigen Versicherungen beliefen sich die gebuchten Bruttobeiträge auf insgesamt 54,7 (50,8) Mio. EUR. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle erhöhten sich um 33,2 Mio. EUR auf 72,3 (39,2) Mio. EUR. Der Zuwachs resultiert im Wesentlichen aus einer Häufung von Großschäden in der Sparte GARANTA Spezial-Schutz. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb betrugen 13,0 (12,2) Mio. EUR. Schadenaufwendungen und Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb in Relation zu den verdienten Beiträgen ergeben eine Schaden-Kosten-Quote von 156,2 (101,2) %. Die Bruttorechnung endet mit einem Verlust von 31,9 (1,2) Mio. EUR. Die Bruttorechnung des gesamten selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäfts weist einen Verlust von 172,8 (59,2) Mio. EUR aus. Nach Rückversicherung ergibt sich ein Verlust von 153,2 (73,8) Mio. EUR. Aus der Schwankungsrückstellung und ähnlichen Rückstellungen wurden 47,7 (29,3) Mio. EUR entnommen. Damit beträgt das versicherungstechnische Nettoergebnis aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft -105,5 (-44,5) Mio. EUR. In Rückdeckung übernommenes VersicherungsgeschäftIm in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft beliefen sich die gebuchten Bruttobeiträge auf 95,2 (39,0) Mio. EUR. Gemessen am gesamten Beitragsaufkommen des Geschäftsfelds entspricht dies einem Anteil von 8,8 (3,9) %. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle beliefen sich auf 75,3 (20,9) Mio. EUR. Für den Versicherungsbetrieb wurden 30,3 (15,3) Mio. EUR aufgewendet. Der deutliche Anstieg der Beiträge sowie der Aufwendungen für Versicherungsfälle und für den Versicherungsbetrieb resultiert aus der Umgliederung eines Teils des Transportversicherungsgeschäfts in das in Rückdeckung übernommene Geschäft und aus Nachmeldungen eines Assekuradeurs. Bisher erfolgte die Zuordnung im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft. Schadenaufwendungen und Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb in Relation zu den verdienten Beiträgen ergeben eine Schaden-Kosten-Quote von 118,6 (101,1) %. Die Bruttorechnung schließt mit einem Verlust von 31,4 (3,7) Mio. EUR. Nach abgegebener Rückversicherung verbleibt in der Nettorechnung ein Verlust von 31,6 (3,8) Mio. EUR. Unter Berücksichtigung einer Teil-Auflösung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher Rückstellungen von 20,6 (11,0) Mio. EUR weisen wir einen versicherungstechnischen Fehlbetrag von 11,0 Mio. EUR (im Vorjahr: Ertrag 7,2 Mio. EUR) aus. Versicherungsgeschäft der Niederlassung GARANTA Versicherungs-AGÖsterreichIn Österreich sind wir mit unserer Zweigniederlassung GARANTA Versicherungs-AG Österreich mit Sitz in Salzburg vertreten. Diese betreibt überwiegend das Kraftfahrt-Versicherungsgeschäft. Dazu runden ausgewählte Produkte aus den Sach-, Haftpflicht- und Unfallsparten die Angebotspalette ab. Die Neu- und Mehrbeiträge stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 % auf 22,3 (21,7) Mio. EUR. Der gebuchte Bruttobeitrag erhöhte sich um 7,0 % auf 66,9 (62,5) Mio. EUR. Der Aufwand für Versicherungsfälle betrug 51,3 (49,7) Mio. EUR. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb beliefen sich auf 15,6 (14,3) Mio. EUR. Schadenaufwendungen und Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb in Relation zu den verdienten Beiträgen ergeben eine Schaden-Kosten-Quote von 98,8 (105,5) %. Im Berichtsjahr ergab sich nach Rückversicherung ein positives versicherungstechnisches Nettoergebnis. Ertragslage Geschäftsfeld Bankdienstleistungen
Geschäftsverlauf und Vergleich zur Prognose des VorjahresIm Geschäftsfeld Bankdienstleistungen ergibt sich im Berichtsjahr ein Provisionsergebnis von 38,7 (35,6) Mio. EUR, das deutlich über dem Vorjahreswert liegt. Wir hatten in unserer Prognose nur einen leichten Anstieg erwartet. Das Zinsergebnis bewegt sich mit 7,3 (7,3) Mio. EUR auf Vorjahresniveau. Hier gingen wir von einer leichten Verringerung aus. Unter Berücksichtigung eines relativ konstanten Bewertungs- und Abgangsergebnisses aus Wertpapieren und der etwas gestiegenen Personal- und sonstigen Verwaltungsaufwendungen ergab sich ein Ergebnis vor Steuern von 19,5 (16,6) Mio. EUR, das bei einem höheren Steueraufwand zu einem gestiegenen Segmentergebnis von 13,2 (11,1) Mio. EUR führte. Unsere letztjährige Prognose von rund 10 Mio. EUR haben wir damit erheblich übertroffen. Ertragslage
Das Segment Bankdienstleistungen umfasst die Vermittlung von Kapitalanlagen sowie das Bankgeschäft der Fürst Fugger Privatbank AG. Die Kundeneinlagen der Fürst Fugger Privatbank AG, einschließlich des für konzernfremde Kunden verwalteten Depotvolumens, betrugen zum 31. Dezember 2024 6,780 (6,204) Mrd. EUR. Die anhaltend hohe Akquisitionsleistung der Bank wurde durch die positive Entwicklung an den Börsen unterstützt. Das Provisionsergebnis aus der Vermögensverwaltung ist auf Ebene des Konzerns in den sonstigen Erträgen/Aufwendungen enthalten. Das Zinsergebnis der Bank ist in den Nettoerträgen aus Kapitalanlagen sowie in den sonstigen Erträgen/Aufwendungen erfasst. Die Nettoerträge aus Kapitalanlagen berücksichtigen auch das Bewertungs- und Abgangsergebnis aus Wertpapieren als Saldo der Zu- und Abschreibungen und der Abgangseffekte. Das Provisionsergebnis hat sich aufgrund der gestiegenen Provisionserlöse von 54,3 (49,6) Mio. EUR verbessert. Hierzu trug insbesondere das erhöhte Volumen in der Vermögensverwaltung bei. Diesen Erlösen stehen Provisionsaufwendungen von 15,7 (14,0) Mio. EUR gegenüber. Das Zinsergebnis zeigt sich nahezu unverändert. Die erhöhten Zinserträge aus kurzfristigen Anlagen und aus Kundenkrediten wurden durch die Zunahme des Zinsaufwands für Kundeneinlagen nahezu ausgeglichen. Das Bewertungs- und Abgangsergebnis aus Wertpapieren liegt im Saldo ebenfalls auf Vorjahreshöhe. Die sonstigen Aufwendungen berücksichtigen auch die sonstigen Verwaltungsaufwendungen sowie die Personalaufwendungen. Letztere stiegen von 17,9 Mio. EUR auf 18,5 Mio. EUR an. Finanzlage KonzernGrundsätze und Ziele des FinanzmanagementsZiel des Finanzmanagements ist es zunächst, die Liquidität des NÜRNBERGER Konzerns zu erhalten und effizient zu steuern. Die NÜRNBERGER Beteiligungs-AG sichert diese vor allem durch die Planung der künftigen Zahlungsmittelzu- sowie -abflüsse. Zudem besteht im NÜRNBERGER Konzern ein Abkommen über kurzfristige konzerninterne Liquiditätshilfen. Hierdurch wird für einzelne Konzernunternehmen insbesondere mit dem jeweiligen Mutterunternehmen eine kurzfristige Liquiditätssteuerung ermöglicht. Für uns als Versicherungskonzern ist die Bedeckung der Solvabilitätsanforderungen mit anrechenbaren Eigenmitteln sowohl in der Gruppe als auch bei den einzelnen Versicherungsgesellschaften von großer Bedeutung. Danach richten wir unsere Ausstattung mit Eigenkapital aus. Zum Bilanzstichtag weisen wir auf Gruppenebene deutlich mehr Eigenmittel aus als gesetzlich gefordert. KapitalstrukturDas Konzerneigenkapital betrug zum Bilanzstichtag 848,5 (966,6) Mio. EUR. Es setzte sich wie folgt zusammen:
Der Anteil des Eigenkapitals an der um 4,7 % gestiegenen Bilanzsumme beträgt 2,3 (2,8) %. Die versicherungstechnischen Rückstellungen - einschließlich derjenigen im Bereich der fondsgebundenen Lebens- und Unfallversicherung - beliefen sich auf insgesamt 33,960 (32,355) Mrd. EUR. Im Einzelnen verteilten sie sich wie folgt:
In der Brutto-Deckungsrückstellung der konventionellen Versicherung ist die Zinszusatzreserve/Zinsverstärkung mit 1.468,7 (1.527,8) Mio. EUR enthalten. Der Anteil der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen an der Bilanzsumme beträgt 92,7 (92,5) %. Die Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen beliefen sich auf 179,1 (187,6) Mio. EUR. Ein Großteil der mittelbaren Pensionsverpflichtungen über die Versorgungskasse der NÜRNBERGER VERSICHERUNGSGRUPPE e. V. werden in Ausübung eines Bilanzierungswahlrechts im Konzernabschluss nicht angesetzt und stellen damit (nach Saldierung mit dem Kassenvermögen) außerbilanzielle finanzielle Verpflichtungen von 273,6 (330,6) Mio. EUR dar. Die Steuerrückstellungen von 46,1 (31,0) Mio. EUR und die sonstigen Rückstellungen von 184,3 (168,6) Mio. EUR verzeichnen jeweils eine deutliche Zunahme. Die Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft haben sich erhöht und betrugen zum Bilanzstichtag 151,8 (135,5) Mio. EUR. In den Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungsnehmern von 449,4 (460,0) Mio. EUR sind die Verpflichtungen aus gutgeschriebenen Überschussanteilen von 388,3 (398,0) Mio. EUR enthalten. Die Beitragsdepots der Versicherungsnehmer reduzierten sich auf 16,4 (18,0) Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungsvermittlern zeigten eine Abnahme auf 79,1 (85,6) Mio. EUR. Die Abrechnungsverbindlichkeiten aus der Rückversicherung betrugen 19,0 (12,4) Mio. EUR. Finanzielle Verbindlichkeiten bestanden gegenüber Kreditinstituten mit 112,6 (13,3) Mio. EUR und aus Nachrangdarlehen mit 2,0 (2,0) Mio. EUR. Der Anstieg resultiert aus dem Wechsel von einer Eigenkapital- zu einer Bankenfinanzierung von 100,0 Mio. EUR in der konsolidierten ADN-Immo-Direct Core Invest GmbH&Co.Geschl.InvKG. Von den finanziellen Verbindlichkeiten sind 4,4 (6,7) Mio. EUR mittelfristig und 102,5 (2,7) Mio. EUR langfristig. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind von 573,7 Mio. EUR auf 613,1 Mio. EUR gestiegen. Als wesentlicher Posten sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden der Fürst Fugger Privatbank AG enthalten, die sich auf 521,2 (485,9) Mio. EUR deutlich erhöhten. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind kurzfristig. LiquiditätÜber die Liquiditätssituation gibt die nach der indirekten Methode erstellte Kapitalflussrechnung Auskunft. Die einzelnen Kapitalflüsse veränderten sich gegenüber dem Vorjahr wie nachfolgend dargestellt:
Der Kapitalfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird bei der indirekten Methode durch Korrektur des Konzernergebnisses um nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge aus dem operativen Geschäft sowie um Aufwendungen und Erträge, die den Bereichen Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, ermittelt. Die Ein- und Auszahlungen aus dem Kapitalanlagegeschäft der konventionellen Versicherung sind dabei ebenfalls entsprechend den Vorgaben des DRS 21 zur Kapitalflussrechnung berücksichtigt. Beim Kapitalfluss aus der Investitionstätigkeit sind in erster Linie Einzahlungen aus dem Verkauf von Kapitalanlagen in Höhe von 869,8 (939,1) Mio. EUR und Auszahlungen aus dem Erwerb von Kapitalanlagen in Höhe von 1.094,6 (865,6) Mio. EUR jeweils für die fondsgebundene Versicherung maßgebend. Beim Mittelfluss aus Finanzierungstätigkeit stehen den Dividendenauszahlungen von 41,0 (41,0) Einzahlungen aus Finanzierungen von 99,3 Mio. EUR (im Vorjahr Auszahlungen von 3,8 Mio. EUR) gegenüber. Hier macht sich die Aufnahme von Fremdkapital der ADN-Immo-Direct Core Invest GmbH&Co.Geschl.InvKG von 100,0 Mio. EUR bemerkbar. Die liquiden Mittel haben sich im Geschäftsjahr 2024 um 49,9 Mio. EUR auf 487,7 (537,6) Mio. EUR vermindert. Nicht aus der Bilanz ersichtliche finanzielle Verpflichtungen stellen wir im Konzernanhang unter den Punkten „Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen“ sowie „Außerbilanzielle Geschäfte“ im Kapitel „Sonstige Angaben“ dar. Vermögenslage KonzernGrundsätze und Ziele des KapitalanlagenmanagementsWir legen das Kapital nach den Prinzipien des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) unter Berücksichtigung von Sicherheit, Qualität, Liquidität und Rentabilität an. Generelles Ziel ist es, mit den Kapitalanlagen eine ausreichende Wertentwicklung zu erzielen, um die dauernde Erfüllbarkeit der Versicherungsverträge sicherzustellen, den Rechnungszins und eine im Branchenvergleich und für unsere Kundinnen und Kunden angemessene Überschussbeteiligung zu finanzieren, eine Dividende für die Aktionäre zu erwirtschaften sowie die Gewinnrücklagen zu dotieren. Weiterhin werden die Kapitalanlagen so strukturiert, dass sie zu einer guten Risikotragfähigkeit beitragen. Umgesetzt wird dies über eine langfristig ausgerichtete strategische Asset Allocation, die der Operationalisierung der Anlagegrundsätze Sicherheit, Qualität, Liquidität und Rentabilität dient. Zudem gewährleistet sie eine ausreichende Diversifikation des Kapitalanlageportfolios, um Marktschwankungen auszugleichen. Zum Erstellen der strategischen Asset Allocation wird das bestehende Anlageuniversum unserer Versicherungsgesellschaften einer Rendite-/Risiko-Optimierung unterzogen - unter Beachtung der jeweiligen Risikotragfähigkeit. Ein umfangreiches Limitsystem überwacht die vom Gesetzgeber bzw. intern vorgegebenen Grenzen und zeigt Über- oder Unterschreitungen an. Zu diesem Zweck sind Schwellenwerte definiert. Sind diese erreicht, können rechtzeitig Maßnahmen ergriffen werden, um einer möglichen Gefährdung von Unternehmenskennzahlen bzw. -zielen entgegenzuwirken. Insbesondere sichern wir dadurch die Rückstellungen für unsere Kunden auch bei extremen Marktsituationen ausreichend mit Kapitalanlagen ab. Eine mehrjährige Planungsrechnung zeigt ferner die jährlichen Zahlungsströme aus den Kapitalanlagen. Diese werden so feingesteuert, dass die Zahlungsverpflichtungen im Konzern jederzeit erfüllt werden können. KapitalanlagenDie Kapitalanlagen des Konzerns setzten sich wie folgt zusammen:
Die Kapitalanlagen des Konzerns einschließlich des Anlagestocks der fondsgebundenen Versicherung betrugen 35,123 (33,450) Mrd. EUR und sind damit um 5,0 % gestiegen. Die Kapitalanlagen der konventionellen Versicherung nahmen um 290,6 Mio. EUR bzw. 1,2 % zu. Der deutlichen Erhöhung bei den Anteilen an Investmentvermögen um 543,1 Mio. EUR und den anderen Kapitalanlagen von 171,9 Mio. EUR steht insbesondere der Abbau bei den Schuldscheinforderungen und Darlehen von 324,0 Mio. EUR und bei den festverzinslichen Wertpapieren von 75,4 Mio. EUR gegenüber. Der Anlagestock der fondsgebundenen Versicherung hat sich um 14,7 % bzw. 1.381,9 Mio. EUR erheblich erhöht. Wie im Vorjahr ergab sich ein hoher positiver Saldo aus nicht realisierten Gewinnen und Verlusten von 1.160,6 (953,8) Mio. EUR, der zu großen Teilen für den Anstieg verantwortlich ist. Im Geschäftsjahr betrugen die Neuanlagen in Kapitalanlagen ohne Berücksichtigung des Anlagestocks der fondsgebundenen Versicherung 3.284,5 (3.248,3) Mio. EUR. Von den zur Anlage verfügbaren Mitteln wurden insbesondere 1.691,6 (1.364,2) Mio. EUR in Investmentvermögen, 698,6 (550,3) Mio. EUR in Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie 412,2 (722,4) Mio. EUR in Schuldscheinforderungen und Darlehen investiert. Übrige AktivaNeben der Kapitalanlage betreffen unsere Investitionen hauptsächlich immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen unter den sonstigen Vermögensgegenständen. Dabei investieren die Konzerngesellschaften planmäßig in die Optimierung von Geschäftsabläufen und IT-Landschaft. Dazu gehören grundsätzlich auch Investitionen im Zusammenhang mit der Digitalisierung und der Erneuerung der Bestandssysteme. Die immateriellen Vermögensgegenstände verringerten sich insgesamt auf 96,6 (99,3) Mio. EUR. Davon entfielen 0,5 (0,7) Mio. EUR auf Geschäfts- oder Firmenwerte und 95,9 (98,4) Mio. EUR auf Software. Von der Software betrafen 9,8 (9,9) Mio. EUR geleistete Anzahlungen. Daneben sind noch erworbene Versicherungsbestände mit 0,1 (0,2) Mio. EUR erfasst. Die übrigen Positionen auf der Aktivseite entwickelten sich wie folgt: Die Forderungen im Konzern betrugen 481,0 (460,5) Mio. EUR. Von den Forderungen an Versicherungsnehmer von 311,5 (294,7) Mio. EUR entfielen 41,7 (46,8) Mio. EUR auf fällige Ansprüche aus dem Abrechnungsverkehr. Aus noch nicht fälligen Ansprüchen in Form der gezillmerten Abschlusskosten resultierten 269,8 (247,9) Mio. EUR. Die Forderungen an Versicherungsvermittler bewegen sich mit 43,0 (36,8) Mio. EUR deutlich über dem Vorjahr, die Forderungen aus dem Abrechnungsverkehr der aktiven und passiven Rückversicherung verminderten sich auf 17,9 (20,8) Mio. EUR. Die sonstigen Forderungen bewegen sich mit 108,5 (108,2) Mio. EUR auf Vorjahresniveau. Die darin enthaltenen Steuerforderungen haben sich mit 20,3 (40,8) Mio. EUR nahezu halbiert. Die Sachanlagen und Vorräte von 23,9 (27,7) Mio. EUR enthalten die Betriebs- und Geschäftsausstattung, Mietereinbauten sowie Vorratsbestände. Zum Bilanzstichtag betrugen die liquiden Mittel im Konzern 487,7 (537,6) Mio. EUR. Die anderen Vermögensgegenstände lagen mit 95,4 (78,4) Mio. EUR deutlich über dem Vorjahr und enthielten vorausgezahlte Versicherungsleistungen von 51,7 (48,3) Mio. EUR. Die aktive Rechnungsabgrenzung enthielt überwiegend abgegrenzte Zinsen und Mieten und bewegte sich mit 171,2 (160,2) Mio. EUR über dem Vorjahr. Die aktiven latenten Steuern haben sich auf 169,3 (180,7) Mio. EUR reduziert. Die Verminderung resultiert insbesondere aus dem geringeren Ansatz aktiver latenter Steuern für steuerliche Verlustvorträge. Weitere LeistungsfaktorenPersonalKompetente und motivierte MitarbeiterDer entscheidende Leistungsfaktor für die NÜRNBERGER sind ihre Mitarbeiter. Ihre hohe Kompetenz, ihr Engagement, ihre Motivation und ihre Fähigkeit, Änderung als Chance zu begreifen, sichern unsere Wettbewerbsfähigkeit. Dabei sollen für alle Mitarbeiter die Bedürfnisse unserer Kunden, Vermittler und Aktionäre sowie ein wertschätzender Umgang miteinander im Mittelpunkt stehen. Durch eine zukunftsorientierte und nachhaltige Personalpolitik, attraktive Arbeitsbedingungen, ein umfangreiches Angebot an Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten sowie breit gefächerte Aufgaben sollen die Potenziale unserer Beschäftigten genutzt und gefördert werden. Die berufliche Erstausbildung nutzt die NÜRNBERGER ebenfalls für die qualifizierte Besetzung von Arbeitsplätzen. Wir danken allen Mitarbeitern und Führungskräften unserer Konzerngesellschaften für ihren hohen persönlichen Einsatz und ihre Leistungen im Geschäftsjahr 2024. Unser Dank gilt auch den Betriebsräten für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im gesamten NÜRNBERGER Konzern ist gegenüber dem Vorjahr um 3,2 % auf 4.242 (4.383) gesunken. Wir planen aufgrund des Effizienzprogramms „Fit für die Zukunft“ bis 2025 insgesamt mit einem Rückgang von rund 600 Mitarbeitenden. Die Belegschaft setzt sich wie folgt zusammen:
PersonalstrukturDie folgenden Kennzahlen verdeutlichen die Personalstruktur:
1
Die genannten Zahlen beziehen sich auf die Gesellschaften NÜRNBERGER Lebensversicherung
AG, NÜRNBERGER Allgemeine Versicherungs-AG und NÜRNBERGER Beteiligungs-AG. PersonalpolitikAls Arbeitgeber fördern wir eine Performancekultur, in der Mitarbeiter und Führungskräfte leistungsorientiert arbeiten, um die NÜRNBERGER erfolgreich zu machen. Ziel ist es ein attraktives Arbeitsumfeld zu bieten, um Mitarbeiter für uns zu gewinnen und an uns zu binden, die aktiv zum Unternehmenserfolg beitragen. Die NÜRNBERGER hat 2024 erneut an der Zertifizierung zum Top Employer teilgenommen und darf dieses Prädikat nun auch 2025 führen. Sie gehört damit aufgrund ihrer Rahmenbedingungen und Arbeitsmodelle zu den attraktivsten Arbeitgebern Deutschlands. Wir bieten unseren Mitarbeitern inspirierende und moderne Arbeitswelten in Form eines „activity based working“-Konzepts und Mobilem Arbeiten. Dies ermöglicht eine effiziente Flächennutzung und soll die Arbeitgeber-Attraktivität steigern. Die Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie und ein ganzheitliches betriebliches Gesundheitsmanagement ergänzen das Angebot. Die NÜRNBERGER ist seit 2007 dafür durch das „audit berufundfamilie“ zertifiziert. Die strategische Ausrichtung des Gesundheitsmanagements wurde 2024 entsprechend der Konzernstrategie überarbeitet und leistet damit einen Beitrag zu den Erfolgsfaktoren Kulturentwicklung, kompetente und motivierte Mitarbeiter sowie die Ausrichtung auf Prävention. Die Angebote werden im Hinblick auf Arbeitgeber-Attraktivität, Gesunderhaltung und Inklusion als ein wichtiger strategischer Erfolgsfaktor gesehen. Im Gesundheitsmanagement stand 2024 Prävention mit hochwertigen Vorsorgescreenings im Vordergrund sowie die mentale Gesundheit im Rahmen der großen Veränderungen. Mit Gesundheitsbotschaftern wurde zudem ein Schwerpunkt auf die Gesundheit direkt am Arbeitsplatz gelegt. Das Präventionsprojekt „Gesund bleib:N“ wurde aufgrund des großen Erfolgs über zehn Wochen mit Training in den Bereichen Bewegung, Ernährung und Entspannung weitergeführt. Das Entgelt unserer Mitarbeiter ergänzen wir durch vielfältige Sozialleistungen, um attraktive Vergütungsstrukturen anbieten zu können. Dabei stellt die betriebliche Altersversorgung eine wesentliche Sozialleistung unseres Konzerns dar. Digitalisierung und ProzessexzellenzDigitalisierungsinitiativen und eine leistungsfähige IT unterstützten auch im Jahr 2024 die Geschäftsbereiche dabei, Wachstum und Effizienzsteigerungen im Unternehmen zu realisieren. Mit gezielten Projekten und Maßnahmen der Digitalisierung soll eine laufende Optimierung bestehender und die Umsetzung neuer Prozesse für das Produkt- und Leistungsportfolio erreicht werden. Mit der Ausrichtung auf Prozessexzellenz strebt die NÜRNBERGER an, Prozesse noch stärker an den Kunden- und Vermittlerbedürfnissen auszurichten. Auf Basis der neuen Geschäftsstrategie Ende 2023 wurden Ziele und Handlungsfelder der IT-Strategie grundsätzlich überarbeitet und kommuniziert. Wesentliche Themenschwerpunkte sind die langfristige Stabilität und Sicherheit der Systeme, eine schlanke und effiziente IT, die Innovation, Digitalisierung und Zukunftsfähigkeit der IT. Der IT-Bereich fungiert dabei als Dienstleister gegenüber den Fachbereichen, die Projektsteuerung übernimmt die Betriebsorganisation. 2024 lag ein wesentlicher Fokus auf der Standardisierung und Harmonisierung der IT-Prozesse. Die Tochtergesellschaft CodeCamp:N GmbH ist weiterhin ein entscheidender Innovationsträger für die NÜRNBERGER. In einem umfassenden Transformationsprogramm hat sie sich unter neuer Leitung in diesem Jahr neu aufgestellt und positioniert sich nun am Markt als Beratungs- und Umsetzungspartner für Unternehmen der Versicherungs- und Finanzbranche sowie des Mittelstands. Als separat geführte Arbeitgebermarke unterstützt die CodeCamp:N GmbH dabei, in Zeiten des Fachkräftemangels erfahrene und talentierte Mitarbeitende für die Konzerngruppe zu gewinnen. Die Sicherheit der NÜRNBERGER IT wurde 2024 weiter verbessert. Dazu gehört der stetige Ausbau des IT-Sicherheitsmanagements und der IT-Sicherheitsmaßnahmen aufgrund zunehmender Gefahr von Cyber-Angriffen. Außerdem wurden die Anforderungen aus DORA (Digital Operational Resilience Act) projektiert, diese werden sukzessive in die Linie überführt. Mit unseren Großprojekten haben wir 2024 weiter an zeitgemäßen Produkt-, Angebots- und Bestandsführungssystemen gearbeitet. So wird sowohl in der Kompositversicherung als auch in der Lebensparte der eingeschlagene Weg einer Modernisierung der System- und Produktlandschaft konsequent weiterverfolgt. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Dunkelverarbeitung. Durch sie können Anliegen schnell und unkompliziert im Sinne aller Kunden erledigt werden. Außerdem trägt sie zu einer effizienteren Verwaltung und damit zu einer Kostenersparnis bei. Ein Teil der Maßnahmen aus dem konzernweiten Effizienzprogramm „Fit für die Zukunft“ ist außerdem in den Großprojekten eingeplant, womit diese die technische Voraussetzung für eine nachhaltige Einsparung schaffen. In der Schadenbearbeitung wurden 2024 wirksame Maßnahmen zur verbesserten Betrugserkennung umgesetzt. Zudem ist es nun möglich, Rechnungen automatisiert auszulesen. Grundsätzlich arbeiten wir weiter daran, die Automatisierung durch den Ausbau von Self-Services für unsere Kunden und Vermittler voranzutreiben. Unsere Systeme sollen dabei künftig barrierefrei gestaltet werden. Im Projekt LEAN entwickeln wir ein kulturelles Mindset zur eigenverantwortlichen Optimierung von Prozessen und stärken damit Kultur und Prozessexzellenz gleichermaßen. Auch erste Use-Cases mit GenAI unterstützen das. Vermittler im FokusDie Erhöhung der Vermittlerzufriedenheit und eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unseren Vertriebspartnern haben für uns hohe Priorität. Unsere Landesdirektoren, Vertriebsdirektoren, Vertriebsleiter, Maklerbetreuer sowie Fachspezialisten in verschiedenen Versicherungsbereichen stellen eine fachliche und vermittlerorientierte Vertriebsunterstützung sicher. Auch 2024 nutzten wir Digitalisierung, insbesondere auch Anwendungen der Künstlichen Intelligenz, um unsere Vermittler bestmöglich zu unterstützen und unseren Kunden optimalen Service und Beratung zu bieten. Dazu gehört beispielsweise eine KI-gestützte Vertriebsschulung mit Avataren, die realistische Berufssituationen simuliert und gezielt Soft Skills trainiert. Darüber hinaus entwickelten wir unsere hauseigenen Beratungs- und Verkaufssysteme stetig weiter (zum Beispiel BT4all, My Komposit BT). Neben der Sicherstellung einer hohen Vermittler- und Kundenzufriedenheit durch eine exzellente Beratung verfolgen wir mit den digitalen Vertriebsanwendungen auch das Ziel der Dunkelverarbeitung, also der vollautomatisierten Bearbeitung. Unseren hybriden Vertrieb haben wir 2024 durch unser Lead- und Kampagnenmanagement weiter ausgebaut, sodass wir unsere Vermittler noch gezielter bei der Kundengewinnung und -bindung unterstützen können. Qualifizierungsangebote spielen eine zentrale Rolle in der Vermittlerförderung. Durch gezielte Schulungen stärken wir nicht nur die fachliche Kompetenz, sondern stellen auch eine qualitativ hochwertige Beratung sicher. Eine GenAI-gestützte Schulung mit unserem Partner Retorio wurde erfolgreich getestet und 2024 mit dem Innovationspreis der Assekuranz in Gold ausgezeichnet. Ein weiteres Instrument ist die koordinierte Vermittlerkommunikation, die über den Vertriebs-Newsroom zentral gesteuert wird. Hierdurch erhalten Vermittler regelmäßig relevante und zielgruppengerechte Informationen aus allen Bereichen der NÜRNBERGER über die für sie passenden Kommunikationswege. So sind sie bei aktuellen Entwicklungen, Produktneuheiten und sonstigen Themen jederzeit auf dem Laufenden. Die Zufriedenheit unserer Vertriebspartner in den verschiedenen Vertriebswegen wird regelmäßig gemessen. Während die Zufriedenheit laut der Studie „SIRIUS Erfolgsfaktoren Ausschließlichkeit“ leicht von Rang 14 (2023) auf Rang 16 (2024) sank, stieg die Gesamtzufriedenheit unter den Maklern im Bereich Biometrie laut der Studie „Maklerservice AssCompact“ von 84 auf 87 % und somit von Rang 12 auf Rang 3. Gesonderter nichtfinanzieller KonzernberichtIn Abstimmung mit den Tochtergesellschaften NÜRNBERGER Lebensversicherung AG und NÜRNBERGER Allgemeine Versicherungs-AG hat die NÜRNBERGER Beteiligungs-AG einen gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht entsprechend § 315b Abs. 3 HGB und § 341j Abs. 4 HGB erstellt. Dieser ist im Internet unter www.nuernberger.de/berichte veröffentlicht. Der gesonderte nichtfinanzielle Konzernbericht informiert über alle wesentlichen Themen der Nachhaltigkeitsaktivitäten des NÜRNBERGER Konzerns für das Geschäftsjahr 2024. Er beschreibt ausführlich, wie die NÜRNBERGER Versicherung Verantwortung für Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange sowie gute Unternehmensführung übernimmt. Die NÜRNBERGER lehnt sich bei der Berichterstattung erstmals für das Geschäftsjahr 2024 freiwillig an die Vorschriften der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) an, obwohl die CSRD-Richtlinie bisher nicht in nationales Recht überführt wurde. Für die Erstellung des gesonderten nichtfinanziellen Konzernberichts wurden im Wesentlichen die neuen europäischen Nachhaltigkeitsberichtsstandards „European Sustainability Reporting Standards (ESRS)“ beachtet. Über die Anwendung dieser Vorschriften werden den Adressaten umfangreichere Informationen zu den Nachhaltigkeitsaspekten zur Verfügung gestellt. Im Gegensatz zur erforderlichen Integration im Rahmen eines eigenen Abschnitts in diesen Konzernlagebericht haben wir die angegebene separate Veröffentlichung gewählt. RisikoberichtRisiken der künftigen Entwicklung und RisikomanagementUm Chancen wahrnehmen zu können, sind wir im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit auch Risiken ausgesetzt. Aufbauend auf seiner langjährigen Erfahrung besitzt der NÜRNBERGER Konzern ein Risikomanagementsystem zum bewussten und kalkulierten Umgang mit Risiken. Soweit nicht anders angegeben, beziehen sich die nachfolgenden Aussagen zur Risikosituation unseres Konzerns auf einen Zeitraum von einem Jahr - entsprechend den Darstellungen im Chancen- und Prognosebericht. Ziele des RisikomanagementsDie Ziele des konzernweit organisierten Risikomanagements und die daraus abgeleiteten Maßnahmen orientieren sich an der Risikostrategie des NÜRNBERGER Konzerns. Im Vordergrund steht dabei, die Risikotragfähigkeit sicherzustellen. Unter Risikotragfähigkeit wird die Fähigkeit verstanden, die im Fall des Eintritts von Risiken resultierenden Verluste abdecken zu können, ohne dass die strategischen Ziele und damit insbesondere die Existenz des Unternehmens gefährdet sind. In diesem Zusammenhang sollen die bestehenden Risiken auf ein akzeptables Niveau begrenzt werden. Dabei dient der kontrollierte Umgang mit Risiken dazu, potenzielle Gefahren frühzeitig zu erkennen, um geeignete Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Dies beinhaltet Maßnahmen, die dazu dienen, das Einhalten wesentlicher aufsichtsrechtlicher Anforderungen, etwa zur Solvabilität und zum Sicherungsvermögen, auch für die Zukunft sicherzustellen. Darauf aufbauend können Chancen erkannt und wahrgenommen werden. Damit trägt das Risikomanagement dazu bei, dass unsere Unternehmensziele erreicht werden können. Auf die verschiedenen eingesetzten Mittel gehen wir im Folgenden näher ein. RisikomanagementprozessAusgangspunkt für den Risikomanagementprozess ist das Risikotragfähigkeits-Konzept für den Konzern und die Versicherungsgesellschaften. Dort wird den geschäftsstrategischen Zielen der NÜRNBERGER „Ertrag“, „Wachstum“ und „Sicherheit“ mit unterschiedlichen und entsprechend bezeichneten Perspektiven von Risikotragfähigkeit Rechnung getragen. In der Perspektive Sicherheit besonders hervorzuheben ist die ökonomische Bewertung der Risikotragfähigkeit. Hierfür werden bei der NÜRNBERGER unternehmenseigene Risikomodelle herangezogen, die eng an das Solvency-II-Standardmodell angelehnt sind. Risiken identifizieren und bewerten wir mit Unterstützung eines eigenen Risikomanagement-Tools einmal pro Quartal. Ausgehend vom Risikotragfähigkeits-Konzept für den Konzern und die Versicherungsgesellschaften leiten wir zudem geeignete Kennzahlen ab, die wir mit entsprechenden Schwellenwerten versehen. Über dieses sogenannte Limitsystem überwachen und steuern wir die Risiken, denen wir ausgesetzt sind. Unsere Risikosituation unterziehen wir einer unternehmenseigenen Beurteilung (sogenannter ORSA-Prozess - Own Risk and Solvency Assessment). Wesentliche Aufgaben im Risikomanagementprozess des Konzerns und der Versicherungsgesellschaften übernimmt die Unabhängige Risikocontrollingfunktion (URCF). Diese Funktion wird in der NÜRNBERGER von einer über mehrere Organisationseinheiten verteilten Struktur wahrgenommen, die aus dem zentralen Risikomanagement, den dezentralen Risikocontrollern für die einzelnen Risikokategorien, dem verantwortlichen Inhaber der URCF sowie dem URCF-Gremium insgesamt besteht. Die Funktionsträger der URCF sind unabhängig von risikonehmenden Stellen. Hauptaufgabe der URCF ist - neben der quartalsweisen Berichterstattung an den Vorstand - das fachspezifische sowie gesamthafte Einschätzen der Risikolage der Versicherungsgesellschaften und des Konzerns. Dazu beobachtet und analysiert die URCF die Risikopositionen des Gesamtkonzerns sowie der Einzelgesellschaften unter Beachtung der vom Vorstand verabschiedeten Risikostrategie. Die URCF macht darüber hinaus dem Gesamtvorstand Vorschläge zum Risikotragfähigkeits-Konzept sowie für das daraus abzuleitende Limitsystem. Die Interne Revision prüft das Risikomanagement auf Basis eines jährlich fortzuschreibenden Prüfungsplans und berichtet hierüber unmittelbar an die Geschäftsleitung. RechnungslegungsprozessDas rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem soll durch angemessene und funktionsfähige Kontroll- und Sicherungsmaßnahmen weitestgehend gewährleisten, dass potenzielle Risiken in der Rechnungslegung minimiert und ein regelkonformer Konzernabschluss sowie Konzernlagebericht erstellt werden. Dazu gehört auch die Prüfung, ob Erkenntnisse aus dem Risikomanagement in der Rechnungslegung zu berücksichtigen sind. Sämtliche Konzerngesellschaften sind verpflichtet, ein der Komplexität ihres Geschäfts entsprechendes rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem einzurichten. Dieses muss neben der Dokumentation der Bilanzierungsprozesse auch durchzuführende Kontroll- und Sicherungsmaßnahmen sowie personelle Zuständigkeiten detailliert festlegen und beschreiben. Die Jahresabschlüsse der wesentlichen NÜRNBERGER Konzerngesellschaften werden überwiegend vom zentralen Rechnungswesen in der Generaldirektion in Nürnberg erstellt. Hier sind an den Rechnungslegungsprozessen neben dem Bereich Rechnungswesen weitere Fachbereiche beteiligt. Zum vollständigen und zeitnahen Erfassen aller Geschäftsvorfälle besteht eine eindeutige Terminkette über einen Gesamtterminplan mit klaren Verantwortlichkeiten, dessen Status im Abschluss laufend verfolgt wird. Der gesamte Rechnungslegungsprozess ist in einzelne Bilanzierungsprozesse gegliedert. Diese sind bereichsübergreifend hinsichtlich ihrer Bedeutung nach verschiedenen Kriterien (Eintrittswahrscheinlichkeiten, Fehleranfälligkeit/-wahrscheinlichkeit, potenzielle Risiko- bzw. Fehlerauswirkung) eingeteilt. Der Umfang der Kontroll- und Sicherungsmaßnahmen orientiert sich an der durch die Klassifizierung ausgedrückten Wertigkeit der einzelnen Prozesse. Dies gilt auch für jene, die zu Aussagen und Angaben in Konzernanhang und -lagebericht führen. Es besteht eine umfangreiche Beschreibung der Bilanzierungsprozesse vom Entstehen der Daten bis zum buchungstechnischen Erfassen bzw. zu den Aussagen und Angaben in Konzernanhang und -lagebericht. Sie beinhaltet die personellen Zuständigkeiten beim Bearbeiten und die potenziellen Risiken bzw. Fehlerquellen. Ebenfalls enthalten sind die zum Aufdecken bzw. Vermeiden von Fehlern eingerichteten Kontroll- und Sicherungsmaßnahmen („Freigabe und Revision“) sowie deren Dokumentation. Zur Prozessbeschreibung gehören auch Arbeitsanweisungen und Richtlinien (Handbücher). Rechnungslegungsdaten prüfen wir laufend auf Vollständigkeit und Richtigkeit. Soweit erforderlich, führen wir eine Vier-Augen-Prüfung durch. Darüber hinaus nehmen wir systemgestützte Plausibilitätstests vor. Das Einhalten der Vorgaben, insbesondere die Wirksamkeit und die Dokumentation der Kontroll- und Sicherungsmaßnahmen, wird stichprobenweise (prozessunabhängig) von der Internen Revision überprüft. Die für die Bilanzierungsprozesse jeweils Verantwortlichen sehen die Beschreibungen mindestens einmal jährlich vor dem Jahresabschluss auf notwendige Modifikationen und Aktualisierungen durch. Dabei werden einerseits Änderungen und Erweiterungen in den Rechnungslegungsvorschriften (EU-Verordnungen, Gesetze, Rechtsverordnungen, Deutsche Rechnungslegungs Standards etc.) umgesetzt. Andererseits überprüft der Bereich Rechnungswesen mit betroffenen Fachbereichen nach dem Jahresabschluss, ob weitere Verbesserungen der Bilanzierungsprozesse möglich und sinnvoll sind. Diese Verbesserungen gehen ebenfalls in die Dokumentation des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems ein und führen somit zu einer ständigen Optimierung. Außerdem werden Anpassungen vorgenommen, die auf Prüfungsergebnissen der Internen Revision beruhen. Die Interne Revision überwacht die Umsetzung. Jeweils zum Halbjahres- und zum Jahresabschluss wird von den an der Rechnungslegung beteiligten Fachbereichen eine schriftliche Bestätigung eingeholt, dass nach der im rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem hinterlegten Beschreibung vorgegangen wurde und die Grundlagen entsprechend dokumentiert sind. Konzerngesellschaften mit eigenem Rechnungswesen außerhalb der Generaldirektion erhalten Hinweise zu den einzuhaltenden Vorschriften und zur konzerneinheitlichen Ausübung wesentlicher Bilanzierungswahlrechte, die bei Bedarf mindestens einmal jährlich aktualisiert werden. Für die als bedeutend eingestuften Gesellschaften mit eigenem Rechnungswesen haben wir unter Risikogesichtspunkten einen internen Bilanzeid eingeführt. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht werden im Bereich Rechnungswesen unter Einsatz von SAP-Konsolidierungssoftware aufgestellt. Auch die Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden überwiegend mithilfe von SAP-Software erstellt. Die Einzelabschlussdaten der in unserem zentralen SAP-System geführten Tochterunternehmen übertragen wir maschinell durch eine SAP-Standardfunktion in das Konsolidierungssystem, die der weiteren Tochterunternehmen durch Einspielen von Reporting-Packages über eine Standardschnittstelle. In einem Daten- und Konsolidierungsmonitor wird der Fortschritt der Datenübernahme überwacht, ein Terminplan stellt die zeitgerechte Abwicklung sicher. Sämtliche Konsolidierungsmaßnahmen werden innerhalb des Konsolidierungssystems durchgeführt, aus dem sich die wesentlichen Konzernfinanzdaten ergeben. Maschinelle Validierungsprüfungen, die die gesamte Datenübernahme und -verarbeitung begleiten, sichern die formale Richtigkeit. Ein umfassendes Berechtigungskonzept soll unbefugte Schreib- oder Lesezugriffe verhindern. Datenbestände werden regelmäßig gesichert. Risiken aus der VersicherungstechnikDie NÜRNBERGER Versicherung ist in der Lebens-, Kranken- und Schadenversicherung tätig, vorwiegend in Deutschland. Sie richtet sich an private und gewerbliche Kunden. Übergreifend über alle Sparten werden die entsprechenden Risiken mit folgenden Maßnahmen gesteuert: Durch breites Streuen der von uns versicherten Risiken vermindern wir Risikokonzentrationen. Ausgehend von einer soliden Beitragskalkulation begrenzen wir die versicherungstechnischen Risiken durch Annahmerichtlinien und Zeichnungsvollmachten. So wird vor Vertragsabschluss grundsätzlich eine umfangreiche Risikoprüfung durchgeführt, sofern es das versicherte Risiko erfordert. Sehr ungünstige Risiken werden nur mit besonderen Vereinbarungen oder mit Beitragszuschlägen versichert. Bei nicht vertretbaren Risiken sehen wir von einer Zeichnung ab. Um Ergebnisschwankungen zu reduzieren, schließen wir Rückversicherungsverträge ab. Der entsprechende Bedarf wird regelmäßig geprüft und angepasst, wobei sich die Verträge an den spartenspezifischen Besonderheiten und an der Eigenmittelausstattung der einzelnen Gesellschaften orientieren. Wir decken sowohl hohe Einzelrisiken als auch Kumulereignisse ab. Dabei achten wir grundsätzlich auf eine erstklassige Bonität unserer Rückversicherer. Um mögliche Fehlentwicklungen bei den versicherungstechnischen Risiken frühzeitig zu erkennen und gegensteuern zu können, überprüfen wir regelmäßig Art und Umfang der eingetretenen Schäden bzw. Versicherungsleistungen sowie die verwendeten Rechnungsgrundlagen. Dabei setzen wir geeignete Controllingsysteme ein, die wir bei Bedarf weiterentwickeln. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen auch in Prognosen zur möglichen Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung sowie wesentlicher Kennzahlen ein. Eine zeitgerechte Information der Entscheidungsträger über unsere Produkte, Versicherungsbestände, Leistungen und Schäden soll damit sichergestellt werden. Neue Produkte richten wir am Kundenbedarf aus und berücksichtigen dabei die Anregungen unseres Außendienstes. Damit wollen wir weiterhin am Markt erfolgreich agieren und die Kundenbindung festigen. Zudem wird grundsätzlich vor der Einführung eine umfangreiche Risikoanalyse durchgeführt. Außerdem schützen wir die Versicherungsnehmer durch Bilden des gesetzlich definierten Sicherungsvermögens, für das strenge aufsichtsrechtliche Vorgaben gelten. Gleichzeitig beobachten wir systematisch, wie sich die wirtschaftlichen, sozialen und rechtlichen Rahmenbedingungen entwickeln. Insbesondere überwachen wir die Neuerungen im Wettbewerbs-, Verbraucherschutz- und Datenschutzrecht sowie bei den nachhaltigkeitsbezogenen Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor. Neue Anforderungen setzen wir um. Dies umfasst auch die aktuelle Rechtsprechung, so zum Beispiel in der Lebensversicherung zum Rücktrittsrecht und zur Einrechnung von Abschlusskosten sowie in der Krankenversicherung zu den Anforderungen an eine formell wirksame Kundenmitteilung zu Beitragsanpassungen. Aus heutiger Sicht haben wir für die aus den entsprechenden Urteilen des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) und des Bundesgerichtshofs (BGH) resultierenden Belastungen angemessen bilanziell vorgesorgt. Die versicherungstechnischen Risiken unserer Versicherungsgesellschaften bestehen entsprechend unseren Tätigkeitsfeldern in der Lebens-, in der Kranken- sowie in der Schaden- und Unfallversicherung. LebensversicherungIn der Lebensversicherung zählen zu den versicherungstechnischen Risiken das Todesfall-, Berufsunfähigkeits- und Langlebigkeitsrisiko, sowie das Storno- und Kostenrisiko. Die Versicherungsverträge sind für uns grundsätzlich unkündbar. Bei Vertragsabschluss legen wir sowohl die Beiträge als auch die garantierten Versicherungsleistungen für die gesamte Laufzeit fest. Zur Kalkulation von Beiträgen und handelsrechtlicher Deckungsrückstellung werden in der Lebensversicherung für den regulierten Bestand standardmäßig Wahrscheinlichkeitstafeln verwendet, die von der Aufsichtsbehörde genehmigt wurden. Für den deregulierten Bestand wird auf Daten der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) bzw. auf Schadenerfahrungen von Rückversicherern im Rahmen allgemein zugänglicher Statistiken zurückgegriffen. Für das Todesfall- und Berufsunfähigkeitsrisiko werden teilweise auch Rechnungsgrundlagen verwendet, die aus eigenen Beständen nach anerkannten Methoden abgeleitet werden. Bei der Beitragskalkulation berücksichtigen wir grundsätzlich keine Stornowahrscheinlichkeiten. Im Stornofall wird der vertragliche Rückkaufswert ausgezahlt oder der Vertrag beitragsfrei gestellt. Hierbei werden einschlägige höchstrichterliche Urteile berücksichtigt. Die Deckungsrückstellung ist in der Regel so ermittelt, dass sie einzelvertraglich mindestens dem garantierten Rückkaufswert entspricht. Bei genügender Fungibilität und ausreichend hohem Zeitwert der Kapitalanlagen besteht somit kein spezielles Stornorisiko aus der Tarifkalkulation. Die Deckungsrückstellungen sind einzelvertraglich und - außer bei den fondsgebundenen Versicherungen sowie der NÜRNBERGER DAX®-Rente - nach der prospektiven Methode berechnet. Dabei werden künftige Kosten angemessen berücksichtigt. Die bei der Berechnung verwendeten biometrischen Rechnungsgrundlagen entsprechen weitestgehend den Grundlagen der Beitragskalkulation. Die verwendeten Rechnungsgrundlagen können aus aktueller Sicht als ausreichend angesehen werden. Sie enthalten angemessene Sicherheitsspannen. Diese werden wir auch in Zukunft aufmerksam beobachten und gegebenenfalls die Deckungsrückstellung entsprechend anpassen. KrankenversicherungWir bieten Versicherungsschutz vor finanziellen Belastungen im Krankheitsfall und bei Pflegebedürftigkeit. Die Versicherungsverträge sind in der Regel für uns unkündbar, jedoch werden die Beiträge eines Tarifs unter bestimmten Voraussetzungen angepasst. Wir tragen also das Risiko einer ungünstigen Entwicklung von versicherten Schäden, Zins, Sterblichkeit, Storno und übrigen Aufwendungen nur bis zur jeweils nächsten Beitragsanpassung. Bei der Bewertung ist insbesondere zu berücksichtigen, dass wir bei einer Beitragsanpassung sämtliche Rechnungsgrundlagen überprüfen und gegebenenfalls aktualisieren. Die verwendeten Rechnungsgrundlagen, die aus eigenen Beständen bzw. von externen Datenquellen abgeleitet werden, können insgesamt als ausreichend sicher angesehen werden. Für das Geschäft nach Art der Lebensversicherung ist dadurch zudem eine ausreichend hohe Deckungsrückstellung gebildet. Schaden- und UnfallversicherungWir bieten Versicherungsschutz in der Sach-, Transport-, Haftpflicht-, Unfall-, Rechtsschutz- und Kraftfahrtversicherung. Unsere Kunden schützen wir damit vor wirtschaftlichen Schäden aus Beschädigung oder Verlust versicherter Gegenstände, die durch den Eintritt definierter Gefahren verursacht werden. Darüber hinaus versichern wir Vermögensfolgeschäden. In der Haftpflichtversicherung bieten wir Deckung gegenüber Schadenersatzansprüchen geschädigter Dritter. Die Unfallversicherung leistet bei Personenschäden aus Unfallereignissen. Die Rechtsschutzversicherung bietet Kostendeckung bei rechtlichen Auseinandersetzungen. Damit tragen wir insbesondere das Risiko, dass die Beiträge für künftige Schäden und die Rückstellungen für bereits eingetretene Schäden nicht ausreichen, um die anfallenden Versicherungsleistungen zu erbringen. Dieses sogenannte Prämien- und Reserverisiko umfasst dabei nicht zuletzt das Risiko eines erhöhten Schadenaufwands zum Beispiel durch neuartige Haftungsrisiken oder aus der Übernahme nicht erkannter bzw. neuartiger Risiken. Eine Gefahr von Unterdeckungen bei Beiträgen und Rückstellungen ergibt sich auch durch erhöhte Inflation, wenn deren Auswirkung auf künftige Versicherungsleistungen stärker sein sollte als kalkulatorisch von uns berücksichtigt. Dies war im Berichtsjahr der Fall, was zu Belastungen im Folgejahr führen kann. Durch solide Kalkulation auf Basis anerkannter mathematischer Verfahren treten wir grundsätzlich der Gefahr von Untertarifierungen entgegen. So legen wir Wert auf vorsichtig ausgewählte Rechnungsgrundlagen. Dazu werden sowohl Daten externer Datenpools als auch des Gesamtmarkts herangezogen. Dadurch stellen wir sicher, dass die verwendete Datenbasis weniger anfällig gegen zufällige statistische Ausreißer ist. Um unsere Versicherungsportefeuilles zu steuern, geben wir klar definierte Annahmerichtlinien vor und betreiben vor Vertragsabschluss eine umfangreiche Risikoprüfung. Für eingetretene, aber noch nicht abschließend regulierte Versicherungsfälle bilden wir Rückstellungen. Um das Reserverisiko zu mindern, greifen wir sowohl auf Erfahrungswerte als auch auf aktuarielle Methoden zurück. Zusätzlich begrenzen wir das Risiko, indem wir die Abwicklung dieser Rückstellungen ständig verfolgen. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse fließen wieder in die aktuellen Schätzungen ein. Zum Glätten des Schadenverlaufs dient zudem die Schwankungsrückstellung. Neben dem Prämien- und Reserverisiko ist auch das Katastrophenrisiko für unsere Gesellschaften von hoher Bedeutung. Es umfasst den Verlust aus plötzlich eintretenden Schäden aus Naturkatastrophen sowie aus vom Menschen verursachten Katastrophen. Insbesondere durch Naturkatastrophenereignisse wie zum Beispiel Sturm, Überschwemmung oder Hagel kann es zu außergewöhnlichen Belastungen kommen. Diese reduzieren wir über geeigneten Rückversicherungsschutz, dessen Umfang wir regelmäßig prüfen und bei Bedarf anpassen. Für unsere vollkonsolidierten Schadenversicherungs-Gesellschaften entwickelten sich die Schadenquoten und Abwicklungsergebnisse für eigene Rechnung (seit 2018 mit Rechtsschutz) wie folgt:
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In % der Eingangsschadenrückstellung ZinsänderungsrisikoÄnderungen von Zinssätzen können wirtschaftliche oder bilanzielle Chancen und Risiken für Versicherungsunternehmen bergen. Ein wirtschaftliches Zinsänderungsrisiko besteht vor allem in der Lebensversicherung: Wegen der impliziten Zinsgarantien, die wir mit langfristigen Verträgen ohne Möglichkeit zur Beitragsanpassung eingehen, stellen vor allem sinkende bzw. dauerhaft niedrige Marktzinsen ein Risiko dar. Dazu werden regelmäßige Analysen durchgeführt. So lassen sich anhand unseres ökonomischen Risikomodells auch die langfristige Erfüllbarkeit der eingegangenen Verpflichtungen und allgemeiner die Risikotragfähigkeit unseres Unternehmens überprüfen. Im Risikomodell werden zudem sämtliche Pensionsverpflichtungen und damit auch die hieraus resultierenden Zinsänderungsrisiken vollständig erfasst. Es zeigt sich: Die vorhandenen Eigenmittel sind derzeit insgesamt höher als zur Abdeckung der Risiken erforderlich. Auch für den Planungszeitraum gehen wir von einer ausreichenden Bedeckung aus. Zudem wirkt sich risikomindernd aus, dass die Überschussbeteiligung angepasst werden kann, die laufende Durchschnittsverzinsung den durchschnittlichen Rechnungszins übersteigt und die zinsfordernden Passiva durch die Kapitalanlagen deutlich überdeckt werden. Außerdem legen wir seit vielen Jahren einen Produktschwerpunkt auf nicht bzw. wenig zinssensitives Geschäft (fondsgebundene Versicherungen und Berufsunfähigkeitsversicherungen). Insbesondere tragen wir mit entsprechenden Steuerungsmaßnahmen Sorge dafür, dass der Anteil der Verträge gegen Einmalbeitrag am gesamten Geschäft moderat bleibt und kein unerwünschtes Einmalbeitragsgeschäft gezeichnet wird. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihen liegt per 31.12.2024 bei 2,4 %. Dieses Zinsniveau liegt höher als im Vorjahr, übersteigt vor allem die sehr niedrigen Werte vor 2021 deutlich und stärkt somit grundsätzlich die ökonomische Risikotragfähigkeit. Unabhängig von dieser ökonomischen Sicht sind wir bilanziellen Risiken aus Zinsänderungen ausgesetzt. In der Lebensversicherung sind abhängig vom Marktzinsniveau Rechnungszinssätze anzupassen und damit die handelsrechtlich zu bildenden Deckungsrückstellungen entsprechend zu ändern (Bildung bzw. Auflösung von Zinszusatzreserve/Zinsverstärkung). Unter unseren derzeitigen Zinsannahmen ergeben sich im Planungszeitraum durch das gestiegene Marktzinsniveau Entlastungen. In der Krankenversicherung ist nach derzeitiger Rechtslage eine Anpassung der Beiträge allein wegen eines nicht ausreichend dotierten Rechnungszinses nicht möglich. Aufgrund des zwischenzeitlich stattgefundenen Zinsanstiegs ist das daraus resultierende Risiko jedoch deutlich reduziert. Bilanzielle Zinsänderungsrisiken werden in der Lebens- und Krankenversicherung stark gedämpft: Erfolgswirksame Effekte aus Zinsänderungen können durch eine gegenläufige Tendenz bei der Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung kompensiert werden, solange gewisse Grenzen nicht unterschritten werden. Auch aus den bilanzierten Pensionsverpflichtungen können sich erfolgswirksame Effekte durch Zinsänderungen ergeben. Aufgrund handelsrechtlicher Vorgaben wirken sich diese jedoch reduziert bzw. verzögert aus. Ausmaß und Geschwindigkeit des Zinsanstiegs im Jahr 2022 haben zu Belastungen geführt, die noch fortdauern. So bestehen bei den zinssensitiven Kapitalanlagen zum Jahresende weiterhin stille Lasten in größerem Umfang. Das Risiko, dass diese Lasten handelsrechtlich zu realisieren sind, wird allerdings als begrenzt angesehen, da wir von einer dauerhaften Halteabsicht bis zur Endfälligkeit ausgehen und dies durch unsere strategische Kapitalanlagenplanung unterstützen. Vor allem unsere Verträge in der Lebensversicherung enthalten eine Reihe von Optionen, die sich grundsätzlich auf unser Zinsänderungsrisiko auswirken können. Die wichtigsten sind: Recht auf Storno bzw. Beitragsfreistellung, Annahme der Beitragsdynamik und Wahl zwischen Kapitalabfindung und Rentenleistung. Nach unseren bisherigen Erfahrungen spielen Kapitalmarktgegebenheiten für die Ausübung von Optionen nur eine untergeordnete Rolle, da unsere Kunden vor allem den Versicherungscharakter ihrer Verträge im Blick haben. Hier profitieren wir von der Zusammensetzung unserer Bestände, bei denen der Risikoschutz im Vordergrund steht. Sollten dennoch Bestandskunden beispielsweise aufgrund ihrer Belastungen aus erhöhter Inflation oder wegen alternativer Kapitalanlagemöglichkeiten in größerem Umfang Verträge kündigen, müssten stille Lasten realisiert werden. Momentan ist ein moderater Anstieg der Stornoquote nach Rückkauf zu beobachten; zur Vermeidung einer nachteiligen bilanziellen Auswirkung wird die Entwicklung aufmerksam beobachtet und ein entsprechender Liquiditätspuffer vorgehalten. Insgesamt können wir die Risiken aus der zukünftigen Entwicklung der Marktzinsen aus heutiger Sicht tragen. Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem VersicherungsgeschäftForderungen aus dem Versicherungsgeschäft können gegen unsere Versicherungsnehmer, Vermittler und Rückversicherer bestehen. Das theoretisch höchstmögliche Ausfallrisiko liegt in Höhe der Buchwerte. Zum Bilanzstichtag hatten wir gegen Versicherungsnehmer offene Beitragsforderungen, deren Fälligkeit mehr als 90 Tage zurückliegt, in Höhe von 0,41 (0,46) % der Bruttobeiträge. Davon wurde bereits ein angemessener Teil pauschal wertberichtigt. Der Forderungsausfall der letzten drei Jahre betrug durchschnittlich 0,15 (0,16) %, bezogen auf die gebuchten Bruttobeiträge des selbst abgeschlossenen Geschäfts. Fällige Außenstände bei Versicherungsnehmern werden mit unserem maschinellen Inkasso- und Mahnwesen überwacht. Bei unseren Vermittlern achten wir auf gute Bonität und kontrollieren Außenstände regelmäßig; darüber hinaus sind über Vertrauensschadenversicherungen, die Ansammlung von Stornoreserven und sonstige geldwerte Sicherheiten Maßnahmen gegen das Ausfallrisiko getroffen. Das Ausfallrisiko von Forderungen gegen externe Rückversicherer kann als gering eingestuft werden, da die von uns beauftragten Rückversicherer über sehr gute Bonitäten (nach Standard & Poor's) verfügen. Das von den Schadenversicherern in Rückdeckung gegebene Geschäftsvolumen ist zu 98,5 (91,6) % bei Unternehmen platziert, die in Ratings mit mindestens A+ bewertet worden sind. Das abgegebene Rückversicherungsgeschäft der Personenversicherer verteilt sich zu 99,9 (100,0) % auf Unternehmen, die eine Bonität von mindestens A+ aufweisen. In der Schadenversicherung entfällt der wesentliche Teil des Geschäftsvolumens auf fünf Rückversicherungs-Unternehmen, während in der Personenversicherung der wesentliche Teil des Geschäftsvolumens bei vier Rückversicherungs-Unternehmen platziert ist. Risiken aus KapitalanlagenVon Risiken aus Kapitalanlagen sind alle Geschäftsfelder des NÜRNBERGER Konzerns betroffen. Der maßgebliche Teil entfällt dabei auf die konventionellen Kapitalanlagen des NÜRNBERGER Lebensversicherungsgeschäfts. Die im Abschnitt „Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen - Entwicklung des Kapitalmarkts und der Kapitalanlagen im nationalen und internationalen Umfeld“ des Wirtschaftsberichts beschriebenen Entwicklungen des Kapitalmarkts führen dazu, dass die Marktwerte unserer verzinslichen Wertpapierbestände leicht gestiegen sind und die Neuanlage weiter zu attraktiven Renditen möglich ist. Im verzinslichen Bereich wird nach wie vor in Anleihen mit guter bis sehr guter Bonität mit langen Laufzeiten angelegt. Unsere Anlagetätigkeit in alternative Anlageformen wie Private Equity, Infrastructure Equity und Private Debt setzen wir fort. Auf Schwankungen am Aktienmarkt, beispielsweise aufgrund geopolitischer Unsicherheiten, kann kurzfristig mit einer Reduzierung von Aktienbeständen und derivativen Maßnahmen reagiert werden. Der Ausfall von Schuldnern hatte im Berichtsjahr erneut keine wesentliche Bedeutung für die Kapitalanlagen der NÜRNBERGER. Wertberichtigungen sind in ausreichendem Umfang erfolgt; konkrete Hinweise auf weitere Belastungen durch eventuelle Zahlungsausfälle unserer Schuldner bestehen nicht. Verbleibende Marktwertrückgänge bei festverzinslichen Wertpapieren erachten wir als nicht dauerhaft, da wir im Regelfall eine Rückzahlung zum Nominalwert erwarten. Den weitaus überwiegenden Teil der Kapitalanlagen halten und verwalten unsere Versicherungsgesellschaften für eigene Rechnung. Dabei wirkt sich das strikte Einhalten der aufsichtsrechtlichen Vorgaben sowie der zusätzlichen internen Richtlinien risikomindernd aus. Die auch im Aufsichtsrecht verankerten Prinzipien Sicherheit, Qualität, Liquidität und Rentabilität bilden den Rahmen der Kapitalanlage der NÜRNBERGER, wobei die Sicherheit des Kapitals im Vordergrund steht. Die NÜRNBERGER ist sich als langfristig orientierter Investor zusätzlich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst. Daher erfährt das Thema Nachhaltigkeit eine zunehmende Bedeutung und ergänzt die genannten Anlagegrundsätze. Mit den NÜRNBERGER ESG-Prinzipien für die Kapitalanlage integrieren wir den Nachhaltigkeitsgedanken in unseren Anlageprozess. Dabei fokussieren wir uns auf ökologische Ziele (E - „Environment“), berücksichtigen aber auch die Bereiche Soziales (S - „Social“) und gute Unternehmensführung (G - „Governance“). Wir planen und strukturieren unsere Kapitalanlagen systematisch nach Ertrags- und Risikogesichtspunkten. Dabei werden am Anfang des Jahres jeweils Bandbreiten für einzelne Anlageklassen festgelegt. Der Schwerpunkt der von uns gehaltenen Kapitalanlagen liegt im festverzinslichen Bereich (börsennotierte festverzinsliche Wertpapiere, Namensschuldverschreibungen und Darlehen mit sehr guter bis guter Bonität). Mit einem umfangreichen Limitsystem überwachen wir die vom Gesetzgeber bzw. intern vorgegebenen Grenzen und stellen deren Einhaltung sicher. Zu diesem Zweck sind Schwellenwerte definiert, bei deren Erreichen rechtzeitig Maßnahmen ergriffen werden können. So wird auch einer möglichen Verschlechterung der Unternehmenskennzahlen und damit einer Gefährdung der Unternehmensziele entgegengewirkt. Im Rahmen des Asset-Liability-Managements (ALM) wird durch den Einsatz von Analyseinstrumenten die Wirkung von Steuerungs- und externen Einflussgrößen auf zentrale Risikokennzahlen bewertet. Dabei analysieren wir das Risiko aus korrespondierenden Schwankungen des wirtschaftlichen bzw. bilanziellen Werts der Aktiva und Passiva und prüfen die Risikotragfähigkeit der Gesellschaften. Auf Basis dieser Analysen steuern wir auch die Duration des Rentenportfolios. Um Kursrisiken am Aktien- und Rentenmarkt frühzeitig zu identifizieren, überwacht das Kapitalanlagen-Controlling mit speziellen IT-Systemen regelmäßig die Risikopositionen, prognostiziert die Folgen für die Vermögenswerte durch Szenariorechnungen und berichtet umgehend an die Entscheidungsträger. Zur effizienten Steuerung oder zu Absicherungszwecken unseres Portfolios kommen derivative Finanzinstrumente zum Einsatz, im abgelaufenen Geschäftsjahr insbesondere Optionen und Futures auf Aktienindizes sowie Devisentermingeschäfte. Bei den Absicherungen handelt es sich um Sicherungen auf Makroebene. Die vorhandenen Derivatepositionen sowie die zugehörigen Risikopositionen werden wöchentlich berichtet und Anpassungsbedarfe regelmäßig vor dem Hintergrund der aktuellen Kapitalmarktentwicklung mittels Szenariorechnungen untersucht. Im Bereich festverzinslicher Kapitalanlagen besteht grundsätzlich ein Wiederanlagerisiko, das sich aber durch das weiterhin vergleichsweise hohe Zinsniveau nicht wesentlich verändert hat. Es wird im Abschnitt „Zinsänderungsrisiko“ unter Einbeziehung ebenfalls zinssensitiver passivseitiger Verpflichtungen weitergehend beschrieben. Im Geschäftsjahr 2024 befanden sich Vorverkäufe im Direktbestand der NÜRNBERGER Lebensversicherung AG, die der Sicherung von Bewertungsreserven dienen. Für diese Vorverkäufe wurden Bewertungseinheiten mit den Grundgeschäften auf Einzelgeschäftsebene gebildet und bilanziell über die speziellen Vorschriften zur Sicherungsbilanzierung erfasst. Ein Zinsänderungsrisiko ist für diese Positionen aufgrund der Ausgestaltung der Geschäfte nicht gegeben. Für Kapitalanlagen in USD im Bereich Private Equity (einschließlich Infrastruktur und Real Estate) wurden Devisentermingeschäfte abgeschlossen, die der Sicherung des Währungsrisikos aus Investitionen / Desinvestitionen sowie Wertanpassungen aus diesem Bestand dienen. Bilanziell wurde über die Vorschriften der Sicherungsbilanzierung eine Bewertungseinheit auf Ebene aller USD-Anlagen gebildet. Ein Währungsrisiko besteht für den Konzern somit nur für den ineffektiven Teil der Sicherung. Veränderungen am Kapitalmarkt stellen für uns ein Marktpreisrisiko dar, das sich aus Aktienkurs-/ Beteiligungs-, Zinsänderungs-, Spread-, Währungs- und Immobilienrisiken zusammensetzt. Um die Folgen eines Eintritts dieser Risiken zu beleuchten, sind nachfolgend die Auswirkungen hypothetischer Wertveränderungen auf den Zeitwert unserer Kapitalanlagen dargestellt. Die genannten Zahlen beziehen sich dabei auf die von der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG und unseren vollkonsolidierten Versicherungsgesellschaften einschließlich der konsolidierten Investment-Aktiengesellschaften und Investment-Kommanditgesellschaften sowie von den nach den Vorschriften des HGB nicht konsolidierungspflichtigen Spezialfonds gehaltenen Kapitalanlagen, die zusammen den weit überwiegenden Teil der Kapitalanlagen des Konzerns repräsentieren. Falls die Aktienkurse um 20 % zurückgingen, würden sich die Marktwerte der aktienkurssensitiven Kapitalanlagen um 0,425 Mrd. EUR vermindern. Umgekehrt würden sich bei einem Anstieg der Aktienkurse um 20 % die Marktwerte dieser Kapitalanlagen um 0,450 Mrd. EUR erhöhen. Marktwertveränderungen würden sich bei noch stärkeren Aktienkursrückgängen in etwa proportional verhalten, gemildert um die überproportional steigenden Wirkungen der Derivate. Falls die Bewertungen der Kapitalanlagen im Bereich Private Equity (einschließlich Infrastruktur) um 20 % zurückgingen, würden sich die Marktwerte unserer Kapitalanlagen um 0,457 Mrd. EUR vermindern. Umgekehrt würden sich bei einem Anstieg der Bewertungen um 20 % die Marktwerte um 0,457 Mrd. EUR erhöhen. Ein Anstieg der Zinsen um einen Prozentpunkt würde den Marktwert der zinssensitiven Kapitalanlagen einschließlich bestehender Derivate um 1,264 Mrd. EUR vermindern. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass diese Kapitalanlagen nahezu vollständig als Anlagevermögen bilanziert sind und dort entsprechend veränderte Marktwerte in der Regel nicht ergebniswirksam werden. Ein Zinsrückgang um einen Prozentpunkt würde den Marktwert um 1,587 Mrd. EUR erhöhen. Ein Rückgang der Bewertungen unserer Immobilieninvestitionen um 10 % hätte eine Reduzierung der Marktwerte unserer Engagements in diesem Bereich um 0,275 Mrd. EUR zur Folge. Ein Preisanstieg von 10 % würde die Marktwerte um 0,275 Mrd. EUR erhöhen. Der Fremdwährungsbestand beträgt unter Berücksichtigung der Devisentermingeschäfte 4,6 % der gesamten Kapitalanlagen. Dabei entfallen 3,8 % der Kapitalanlagen auf Positionen in USD. Die restlichen Fremdwährungsbestände werden überwiegend in zwei weltweit investierenden Spezialfonds gehalten und sind einzeln von untergeordneter Bedeutung. Bei einem Rückgang aller Fremdwährungen gegenüber dem Euro um 10 % würde sich der Marktwert der Kapitalanlagen um 0,106 Mrd. EUR vermindern. Maßgeblichen Einfluss auf die Bonitätsrisiken in festverzinslichen Wertpapierbeständen hat die Qualität der Emittenten. Sie drückt sich vor allem im Urteil internationaler Ratingagenturen aus. In unserem internen Ratingprozess plausibilisieren wir deren Einschätzung. Der weit überwiegende Teil der festverzinslichen Kapitalanlagen in unserem Bestand sind Emissionen von Ländern, Banken und Unternehmen mit exzellentem bis gutem Rating. Vom Gesamtbestand an festverzinslichen Wertpapieren und Ausleihungen (ohne Hypotheken-, Beamten-, Vertriebs- und sonstige Darlehen) der oben genannten Einheiten weisen 8,180 Mrd. EUR oder 56,2 % ein sehr gutes Rating (AAA bis AA-) auf. Weitere 5,279 Mrd. EUR oder 36,3 % entfallen auf Anlagen mit gutem Rating (bis einschließlich BBB-). Um Bonitätsrisiken zu beurteilen, sind darüber hinaus Anlagevolumen, Besicherung und dem Rating zugeordnete Ausfallwahrscheinlichkeiten der einzelnen Emittenten wichtig. Diese werden durch unsere interne Anlagerichtlinie vorgegeben und danach gesteuert, durch unsere Limitsysteme überwacht und ausführlich an die Geschäftsleitung berichtet. Im Rahmen der gesetzlichen Grenzen haben wir unsere Kapitalanlagen breit und international gestreut. Die fünf größten Schuldner haben in den oben genannten Einheiten des NÜRNBERGER Konzerns folgende Anteile:
Das gesamte Engagement der oben genannten Einheiten im Bankensektor beläuft sich auf 5,705 Mrd. EUR bzw. 24,5 % der Kapitalanlagen. Darin enthalten sind nur 3,4 % nachrangige Anlagen; ein weiterer Teil von 36,9 % ist erstrangig unbesichert. Daneben ist ein Anteil von 19,3 % mit öffentlichen Garantien ausgestattet und 40,4 % in Gestalt von Pfandbriefen durch gesonderte Deckungsmassen (von öffentlichen Schuldnern oder aus Grundbesitz) besichert. Im Geschäftsjahr 2024 war der Immobilienmarkt vor allem von dem gegenüber dem Zeitraum vor 2023 deutlich erhöhten Zinsniveau und von einer allgemeinen Skepsis des Marktes geprägt, welche die Investitions- und Transaktionsbereitschaft gedämpft haben. Der Markt für Wohnimmobilien erweist sich dank stabiler Mieterträge trotzdem als robust. Ebenso zeigt sich auch der Markt für hochwertige Gewerbeimmobilien stabil. Das Risiko der Wertentwicklung unserer Immobilien ist maßgeblich abhängig von der weiteren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und deren Auswirkungen auf die Stabilität der Mieterträge. Durch die breite Diversifizierung der von uns gehaltenen Immobilienbestände haben sich die Marktwerte auf einem stabilen Niveau gehalten. Der Gesamtbestand unserer Immobilieninvestments weist weiterhin eine deutliche stille Reserve aus. Um Risiken zu streuen, investieren wir in national und international anlegende Immobilienfonds und Beteiligungen unterschiedlicher Sektoren in etablierten Märkten. Der Schwerpunkt unserer Immobilieninvestments liegt in Deutschland und fokussiert sich im Wesentlichen auf die Sektoren Büro, Logistik, Industrie, Einzelhandel und Wohnen. Unser Portfolio in der Assetklasse „Private Equity" erwies sich im Jahr 2024 als sehr stabil und profitierte von einem hohen Diversifikationsgrad. Wir investieren global in diversen Ländern und Regionen und unterschiedlichsten Branchen. Das hohe Marktzinsniveau führte im ersten Halbjahr 2024 zu einer Verlangsamung der Investitionstätigkeit. Im zweiten Halbjahr 2024 waren wieder leicht höhere Transaktionsaktivitäten zu verzeichnen. Bei der Selektion von Investitionen sind v. a. Megatrends von Bedeutung, z. B. die digitale Transformation, die Dekarbonisierung der Wirtschaft oder der Aufbau einer modernen Kommunikationsinfrastruktur sowie die Investition in erneuerbare Energien. Im aktuellen Marktumfeld rechnen wir weiterhin mit attraktiven Investitionsopportunitäten. Auch unsere Investments im Bereich „Infrastruktur“ profitierten von unserem hohen Diversifizierungsgrad und erwiesen sich ebenfalls als sehr stabil. Für die Zukunft ist von einer langfristig positiven Entwicklung auszugehen, da weltweit ein hoher Investitionsbedarf besteht. Im Fokus stehen hierbei v. a. Infrastrukturprojekte, die von langfristigen Trends profitieren und eine hohe Resilienz bieten. Im Rahmen der fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen liegt bei unseren Lebensversicherern der Schwerpunkt der Kapitalanlagen auf Investmentfondsanteilen und zu einem geringeren Anteil auf Exchange Traded Funds. Dabei tragen die Versicherungsnehmer die finanziellen Chancen und Risiken aus der Kapitalanlage; das Management wird von der jeweiligen Investmentgesellschaft vorgenommen. Im Fall der Exchange Traded Funds wird der zugrunde liegende Index nachgebildet. Unsere Aufgabe bei fondsgebundenen Versicherungen sehen wir vor allem darin, qualitativ hochwertige Produkte renommierter Investmentgesellschaften bereitzustellen. Darüber hinaus übernehmen wir bei den Vermögensverwalteten Portfolios das aktive Management der Investmentfonds und Exchange Traded Funds für die Versicherungsnehmer. Risiken aus BankdienstleistungenDie Fürst Fugger Privatbank AG (FFPB) bietet sowohl eigene Finanzprodukte als auch Kapitalanlagen anderer Anbieter an. Dem kontrollierten Umgang mit sämtlichen Risiken des Bankgeschäfts tragen wir Rechnung durch ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein und mit einem eigenen integrierten Risikomanagementsystem. Der Vorstand der Bank trägt die Gesamtverantwortung für die Geschäftsaktivitäten und damit auch für das Risikomanagement der Bank. Er legt - in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat der FFPB - die Risikostrategie fest und gibt die „Risikopolitischen Grundsätze“ der Bank vor, die für jeden Mitarbeiter gelten. Das Risikomanagement der FFPB wird in seiner Gesamtheit von der Abteilung Risikocontrolling der Bank betreut. Sie ist zuständig für die laufende Pflege und Weiterentwicklung von Grundsätzen, Methoden und Verfahren zum Risikomanagement sowie die laufende unabhängige Überwachung und Kommunikation der Risiken. Kernelemente aller risikostrategischen Überlegungen sind die dauerhafte Gewährleistung einer ausreichenden Risiko- und Liquiditätstragfähigkeit und die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Eigenmittel- und Liquiditätsanforderungen. Im Rahmen der Risikoinventur identifizieren, quantifizieren, beurteilen und dokumentieren wir Risiken, welche die Vermögenslage (inklusive Kapitalausstattung), Ertragslage oder Liquiditätslage wesentlich beeinträchtigen können sowie die mit diesen Risiken verbundenen Risiko- und Ertragskonzentrationen auf Gesamtinstitutsebene. Darüber hinaus werden ESG-Risiken berücksichtigt. Die Tragfähigkeit zur Abdeckung der wesentlichen Risiken der Bank war zu jeder Zeit durch das verfügbare Risikodeckungskapital gewährleistet. Die Risikotragfähigkeit wird anhand eines wertorientierten Ansatzes monatlich durch das Risikocontrolling überwacht. Darüber hinaus stellt die Bank eine mehrjährige nachhaltige Kapitalplanung auf. Hieraus zeigt sich, dass auch in den kommenden Jahren die Tragfähigkeit gegeben ist. Ergänzt wird die Bestimmung der Risikotragfähigkeit um Stressszenarien, die auch außergewöhnliche, aber aus Sicht der Bank plausible mögliche Entwicklungen und Ereignisse sachgerecht abbilden. Adressausfallrisiken, die sich aus möglichen Wertverlusten bei Krediten oder Wertpapieren ergeben, werden über ein umfangreiches Limitsystem gesteuert. Dabei werden diese Limitregelungen durch gezielte organisatorische Maßnahmen sowie durch umfassende Vorgaben zum Prozessablauf nach den Vorgaben des BaFin-Rundschreibens „Mindestanforderungen an das Risikomanagement - MaRisk“ ergänzt. Die marktunabhängige Überwachung von Kreditrisiken wird im Rahmen der Marktfolgetätigkeiten verantwortet. Als wesentliche Marktpreisrisiken sehen wir das Zinsänderungsrisiko im Bankbuch und das Kurswertrisiko im Depot A, welches als Kreditersatzgeschäft zur Anlage freier Liquidität dient. Die Verantwortung für das Identifizieren und Berechnen von Zinsänderungs- sowie Marktpreisrisiken obliegt der Abteilung Risikocontrolling. Im Rahmen der monatlich stattfindenden Sitzungen des Aktiv-Passiv-Steuerungsgremiums (APS-Gremium) werden Maßnahmen zur Risikobegrenzung diskutiert und beschlossen. Die operative Steuerung wird ebenfalls auf Basis der Beschlüsse des APS-Gremiums durchgeführt. Das Liquiditätsrisiko der Bank wird mithilfe einer Liquiditätsablaufbilanz gemessen. Im Rahmen unserer Geschäftspolitik stellen wir sicher, dass wir unsere Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllen können. Die unterstellten Annahmen werden regelmäßig durch analytische Stressszenarien getestet. Regelmäßig wird die „Liquidity Coverage Ratio“ (LCR) berechnet. Das operationelle Risiko ist als das Risiko eines direkten oder indirekten Verlusts durch Unzulänglichkeiten oder Versäumnisse bei Projekten, Prozessen oder Kontrollen als Folge von technischen, personellen, organisatorischen oder externen Faktoren definiert. Die FFPB führt zum Ermitteln des operationellen Risikos ein Self-Assessment durch. Um die rechtlichen Risiken zu reduzieren, überwacht die Abteilung Compliance unter anderem die Einhaltung der im Wertpapierhandelsgesetz festgelegten Verhaltensregeln. Das Ertragsrisiko beschreibt die Unsicherheit der Entwicklung des Provisionsergebnisses. Im Fokus steht dabei das Geschäft mit Kunden der Bank im wertpapierlastigen Provisionsgeschäft. Das strategische Vertriebsrisiko beschreibt die Unsicherheit, die sich aus Entscheidungen zur geschäftspolitischen Positionierung der Bank ergeben kann. Basis des Geschäftsmodells der FFPB ist das Vertrauen der Kunden. Deshalb wird neben den klassischen Bankrisiken auch das Reputationsrisiko betrachtet. Es ist definiert als das Risiko, das sich aus einer möglichen Beschädigung des Rufs des Instituts ergibt. Reputationsschäden können negative Auswirkungen auf die Ergebnisse wie auch auf die Substanzgrößen der Bank haben. Eine direkte und gegebenenfalls erhebliche Belastung der Ertragslage würde sich ergeben, wenn nicht nur Einzelkunden, sondern größere Teile der Kunden aufgrund einer schlechteren Reputation das Haus verlassen und / oder die Bank für potenzielle Neukunden nicht mehr als Partner infrage kommt. Dem Reputationsrisiko wird vorgebeugt durch die gezielte Förderung einer Unternehmenskultur durch den Vorstand, die die Mitarbeiter im Hinblick auf Reputationsrisiken sensibilisiert, Kontrollhandlungen der Einheit Compliance, die den fairen Umgang der Betreuer und Vermittler mit ihren Kunden sicherstellen, und einen durch die Kontrolleinheiten der zweiten und dritten Verteidigungslinie verantworteten Produktüberwachungsprozess. Wichtige Frühwarnindikatoren für das Reputationsrisiko sind das Beschwerdemanagement und die jährliche Kunden- und Vermittlerbefragung. Die Einhaltung der vorgegebenen Limite wird laufend überwacht und war zu jeder Zeit gewährleistet. Die Interne Revision prüft das Risikomanagement auf Basis eines jährlich fortzuschreibenden Prüfungsplans und berichtet hierüber unmittelbar an den Vorstand der Bank. Operationelle RisikenUnter operationellen Risiken fassen wir mögliche Verluste durch unangemessene Personalausstattung, fehlschlagende Prozesse, Ausfälle technischer Systeme, Verzögerungen in der Umsetzung von Projekten, menschliche Fehler, Compliance-Verstöße, Änderungen rechtlicher Rahmenbedingungen oder externe Ereignisse zusammen. Durch die laufende Optimierung von Arbeitsabläufen und die kontinuierliche Weiterbildung von Mitarbeitern sollen operationelle Risiken verringert werden. Darüber hinaus besitzt die NÜRNBERGER ein internes Kontrollsystem, dessen Angemessenheit und Wirksamkeit sie regelmäßig überprüft. Durch Funktionstrennungen in den Arbeitsabläufen, Abstimmungs- und Plausibilitätsprüfungen sowie abgestufte Vollmachten und Berechtigungen reduzieren wir das Risiko schädigender Handlungen und vermeiden Fehler. Prozessunabhängig prüft zudem die Interne Revision Systeme, Verfahren und Einzelfälle. Personalrisiken, denen auch die NÜRNBERGER ausgesetzt ist, bestehen darin, dass es nicht gelingt, Positionen mit den richtigen Personen bzw. überhaupt zu besetzen und die Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden. Diese Risiken werden aktuell durch Faktoren wie die demografische Entwicklung und den Fachkräftemangel, aber auch durch unser Umbauprogramm „Fit für die Zukunft“ geprägt. Möglichen Risiken im Bereich Datenverarbeitung wenden wir besondere Aufmerksamkeit zu, um die Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität unserer Daten zu gewährleisten. So wird die Eintrittswahrscheinlichkeit für einen gravierenden IT-Notfall infolge Störungen durch Fehler oder höhere Gewalt aufgrund der vorhandenen technischen und organisatorischen Vorkehrungen als sehr gering eingeschätzt. Vorsätzlich herbeigeführte IT-Sicherheitsvorfälle - vor allem Cyber-Angriffe - haben ein besonders hohes Schadenpotenzial. Die in dieser Hinsicht angespannte Bedrohungslage beobachten wir daher aktiv. Die Eintrittswahrscheinlichkeit für einen erfolgreichen Cyber-Angriff mit großer Schadenwirkung wird aufgrund der getroffenen Vorkehrungen als gering eingeschätzt. So hat die NÜRNBERGER ein Informationssicherheits-Management etabliert, in dessen Rahmen mehrstufige Kontrollen und neueste Technologien zum Einsatz kommen. Die Wirksamkeit und Zuverlässigkeit dieser Sicherheitsmaßnahmen werden laufend überprüft. Besonders sicherheitsrelevante Ereignisse werden durch ein externes Security Operation Center (SOC) rund um die Uhr auf Angriffsversuche hin überwacht. Da gezielte Angriffe nicht vollkommen verhindert werden können, wurde zusätzlich eine Cyber-Versicherung abgeschlossen. Grundsätzlich ist die Gesellschaft auch Rechts- und Rechtsänderungsrisiken ausgesetzt, wovon nicht zuletzt das Steuerrecht betroffen ist: Die Steuerpositionen wurden auf der Basis geltenden Rechts ermittelt. Dennoch kann es in der Zukunft zum Beispiel im Zuge steuerlicher Außenprüfungen zur Anwendung abweichender Auffassungen der Finanzverwaltung kommen. Hieraus können sich zusätzliche Steuerverbindlichkeiten bzw. -rückstellungen ergeben. Darüber hinaus können auch aus möglichen Änderungen der Steuergesetzgebung finanzielle Belastungen entstehen. Auch die Beurteilung der Werthaltigkeit von aktiven latenten Steuern im Konzernabschluss beruht auf zukunftsbezogenen Annahmen, die mit Unsicherheiten behaftet sind. Zudem ist die Abbildung der produktspezifischen steuerlichen Regelungen in den Prozessen und Systemen aufgrund der hohen Komplexität und sich ändernder steuerlicher Rahmenbedingungen mit Risiken behaftet. Sonstige RisikenEine mögliche Verschlechterung des Ansehens der NÜRNBERGER bei ihren Kunden, Aktionären und Vermittlern sowie in der Öffentlichkeit insgesamt bezeichnen wir als Reputationsrisiko. Solche Risiken können nicht zuletzt durch negative Darstellungen in der Öffentlichkeit entstehen, ausgelöst beispielsweise durch unzufriedene Kunden oder Anspruchsteller. Auch fehlerhafte Arbeitsabläufe sowie Gerichtsurteile können sich grundsätzlich nachteilig auf unsere Reputation auswirken. Da es sich bei den Reputationsrisiken in der Regel um Folgerisiken handelt, wird ihnen vorbeugend mit Maßnahmen begegnet, die bei den jeweiligen Ursachen ansetzen. Zu nennen sind hierbei insbesondere alle Aktivitäten zur Sicherstellung von Effektivität und Effizienz der Geschäftsprozesse, eine möglichst klare Kommunikation mit den Kunden (ergänzt um ein Beschwerdemanagement), eine entsprechende Öffentlichkeitsarbeit, ein ganzheitlicher Risikoidentifikations-Prozess sowie ein internes Compliance-System zur Vermeidung und frühzeitigen Aufdeckung von Compliance-Verstößen. Um schnell auf eventuelle negative Berichte reagieren zu können, werden laufend Medien und Soziale Netzwerke überwacht. Als strategisch bezeichnen wir das Risiko, dass sich wesentliche Geschäftsentscheidungen im Zeitverlauf als nachteilig erweisen könnten. Dies gilt analog für fehlende Reaktionen auf ein geändertes Unternehmensumfeld und für das mangelhafte Umsetzen von Entscheidungen. Im gegebenen Umfeld aus sich ändernden Kundenerwartungen, unsicheren gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und wachsender Regulatorik besteht eine besondere Herausforderung für die NÜRNBERGER darin, die notwendigen Veränderungsprozesse und Maßnahmen zur Fokussierung des Unternehmens in ihrer Vielzahl geeignet umzusetzen. Dies geht mit entsprechenden strategischen Risiken einher, zu denen auch eine dauerhaft zu hohe Kostenbelastung und eine nicht angemessene vertriebliche Ausrichtung gehören. Wir reduzieren das strategische Risiko, indem wir das Unternehmensumfeld analysieren, die Projekte zur Weiterentwicklung der NÜRNBERGER insgesamt steuern und indem wir Entscheidungsprozesse sowie das Risikomanagement miteinander verzahnen. So werden unter anderem bei wesentlichen Entscheidungen Informationen aus dem Risikomanagementsystem berücksichtigt. Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko eines Verlusts, wenn ein Unternehmen nicht in der Lage ist, Anlagen und andere Vermögenswerte zu realisieren, um seinen finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nachzukommen. In der Gruppe ist dieses Risiko bestimmt über das Liquiditätsrisiko der einzelnen Versicherungsunternehmen und das der Muttergesellschaft NÜRNBERGER Beteiligungs-AG. Zwar ist es höchst unwahrscheinlich, dass die Versicherungsunternehmen nicht in der Lage sein könnten, erforderliche Liquidität zu stellen. Denn Letztere kann aus hohen laufenden Beitragseinnahmen und umfangreichen sehr schnell liquidierbaren Kapitalanlagen gespeist werden, da sich die Liquiditätsprofile der Kapitalanlagen und grundsätzlich auch der Versicherungsverträge gut abschätzen lassen. Nicht ausgeschlossen werden kann jedoch im aktuell gegebenen Umfeld, dass es dabei zu Belastungen in der Perspektive „Ertrag“ kommt. Gesteuert werden die Liquiditätsrisiken mithilfe einer Liquiditätsvorschau, in die alle erwarteten relevanten Ein- und Auszahlungen einbezogen werden. Über Planungen, Lage und Geschäftsentwicklung bei Nicht-Versicherungsunternehmen, an denen wir beteiligt sind, lassen wir uns regelmäßig auf Basis zeitnaher Informationen berichten und erörtern diese in den Aufsichtsgremien. Auch bei Minderheitsbeteiligungen üben wir unsere Informations- und Mitwirkungsrechte aus. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse leiten wir bei Bedarf geeignete Maßnahmen ein. In sämtlichen Segmenten - mit Ausnahme des Geschäftsfelds Krankenversicherungsgeschäft - sind Nicht-Versicherungsunternehmen enthalten. Ökonomische Bewertung der RisikotragfähigkeitUnter ökonomischer Risikotragfähigkeit verstehen wir die Fähigkeit der Gruppe bzw. der einzelnen Versicherungsunternehmen, die ökonomisch quantifizierten Risiken mit Eigenmitteln abzudecken, die auf einer Zeitwertbasis ermittelt werden (ökonomische Eigenmittel). Entsprechende Bewertungen führen wir im Rahmen unseres ORSA-Prozesses durch. In dem dazu verwendeten Risikomodell werden die vorhandenen ökonomischen Eigenmittel den benötigten ökonomischen Eigenmitteln, dem sogenannten Gesamtsolvabilitätsbedarf, gegenübergestellt. Dabei gehen wir für die betroffenen Versicherungsunternehmen unseres Konzerns bzw. für die Gruppe selbst wie folgt vor: Zur Ermittlung der vorhandenen Eigenmittel werden zunächst die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten marktkonsistent bewertet und in einer ökonomischen Bilanz einander gegenübergestellt. Unterschiede im Vergleich zur Bilanzierung nach HGB ergeben sich vor allem durch stille Lasten bzw. Reserven bei der Bewertung der Kapitalanlagen, der versicherungstechnischen Rückstellungen und der Pensionsverpflichtungen. Zusammen mit dem Eigenkapital nach HGB und dem eigenmittelfähigen Teil der Rückstellung für Beitragsrückerstattung (dem sogenannten Überschussfonds) stellen diese Bewertungsreserven - korrigiert um latente Steuern - die vorhandenen ökonomischen Eigenmittel dar. Auf Gruppenebene wird dabei berücksichtigt, dass manche Eigenmittelbestandteile der Einzelunternehmen, wie beispielsweise der Überschussfonds, nur beschränkt transferierbar sind und in der Gruppe gegebenenfalls gekappt werden müssen. Der Gesamtsolvabilitätsbedarf quantifiziert denjenigen Verlust an ökonomischen Eigenmitteln bis zum nächsten Bilanzstichtag, der mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,5 % nicht übertroffen wird. Er wird modular ermittelt: In einem ersten Schritt wird der Solvabilitätsbedarf für die einzelnen Risiken getrennt berechnet, indem der entsprechende Eigenmittelverlust bestimmt wird. Die so quantifizierten Risiken werden dann unter Berücksichtigung von Diversifikationseffekten zunächst zu sogenannten Hauptrisiken (Marktrisiko, versicherungstechnisches Risiko, Ausfallrisiko, operationelles Risiko) und anschließend zum Gesamtsolvabilitätsbedarf aggregiert. In unserem Risikomodell wird auch die Gruppe wie ein Einzelunternehmen bewertet. Dies geschieht auf der Grundlage eines konsolidierten Abschlusses (Konsolidierungsmethode). Konkret werden dabei die NÜRNBERGER Beteiligungs-AG, die NÜRNBERGER Lebensversicherung AG, die NÜRNBERGER Krankenversicherung AG, die NÜRNBERGER Allgemeine Versicherungs-AG, die NÜRNBERGER Beamten Allgemeine Versicherung AG, die GARANTA Versicherungs-AG, die Neue Rechtsschutz-Versicherungsgesellschaft AG, die NÜRNBERGER Verwaltungsgesellschaft mbH sowie die ADN Immo-Direkt GD Invest GmbH & Co. Geschl. InvKG vollkonsolidiert. Außerdem fließen die sonstigen Finanzunternehmen (NÜRNBERGER Pensionskasse AG, NÜRNBERGER Pensionsfonds AG, NÜRNBERGER Asset Management GmbH und Fürst Fugger Privatbank AG) sowie die Versicherungsgesellschaften, auf die maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird (CG Car-Garantie Versicherungs-AG und Bene Assicurazioni S.p.A. Società Benefit), in das Risikomodell der Gruppe ein. Die Risikomodell-Ergebnisse, auf deren Grundlage im Berichtsjahr die ökonomische Risikotragfähigkeit überwacht und gesteuert wurde, zeigen: Das versicherungstechnische Risiko und das Marktrisiko haben die mit Abstand größten Anteile am Gesamtsolvabilitätsbedarf der Gruppe. Erst mit deutlichem Abstand folgen die übrigen Hauptrisiken: die Risiken aus den sonstigen Finanzunternehmen und aus Gesellschaften, auf die maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird, das operationelle Risiko sowie das Gegenparteiausfallrisiko. Dabei dominieren folgende Einzelrisiken: das Risiko, dass die versicherten Personen in der Lebensversicherung ihren Versicherungsvertrag nicht so fortführen wie erwartet (Stornorisiko), das Risiko von Zinsschwankungen (Zinsänderungsrisiko), das Risiko nicht ausreichender Prämien für künftige Schäden und zu geringer Reserven für bereits eingetretene Schäden in der Schadenversicherung (Prämien- und Reserverisiko) sowie das Risiko eines Markteinbruchs bei Aktien und Beteiligungen (Aktienrisiko). Die Ergebnisse der Risikomodell-Berechnungen bestätigen, dass der Gesamtsolvabilitätsbedarf durch die vorhandenen Eigenmittel bedeckt werden kann. Zusammenfassende DarstellungAls Ausgangspunkt der unternehmenseigenen Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung werden die Risiken erfasst, welchen der NÜRNBERGER Konzern im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit grundsätzlich ausgesetzt ist. Dieses sogenannte Risikoprofil besteht aus den folgenden wesentlichen Risiken: Am stärksten exponiert sind wir gegenüber den versicherungstechnischen Risiken, den Risiken, die sich aus Schwankungen der Marktpreise von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten ergeben (Marktrisiko) sowie den strategischen Risiken. Von größerer Bedeutung sind auch die Reputationsrisiken und die operationellen Risiken. Schließlich zählen noch die Risiken aus Ausfällen von Geschäftspartnern, die Liquiditätsrisiken sowie die Risiken aus Bankdienstleistungen zu den wesentlichen Risiken, wobei ihnen jedoch nur geringere Bedeutung beizumessen ist. Die aktuelle Risikosituation des NÜRNBERGER Konzerns ist stark von Ertragsbelastungen im versicherungstechnischen Ergebnis der Schadenversicherung geprägt. Neben zuletzt erneut gehäuften Elementar- und Großschadenereignissen spielt dabei eine immer noch erhöhte Schadeninflation eine große Rolle. Verschlechtern sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen - zum Beispiel aufgrund geopolitischer Entwicklungen -, dürfte sich dies nachteilig auf die künftige Geschäftsentwicklung des NÜRNBERGER Konzerns auswirken. Unter den aktuell dominierenden Einzelrisiken des Konzerns könnten dann insbesondere erhöhtes Storno, Zinsschwankungen und Wertverluste bei Aktien und Beteiligungen konkret davon betroffen sein. Von besonderer Bedeutung sind zudem strategische Risiken, denen die NÜRNBERGER im beschriebenen Umfeld sowie im Hinblick auf sich ändernde Kundenerwartungen, wachsende Regulatorik und die daraus insgesamt resultierenden Änderungsanforderungen ausgesetzt ist. Die Sicherheitslage des NÜRNBERGER Konzerns kann insbesondere anhand der Solvabilität beurteilt werden. Hier sind die aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsanforderungen erfüllt: Sowohl zum 31. Dezember 2024 als auch in den Folgejahren auf Grundlage unserer Planung weisen wir deutlich mehr Eigenmittel aus als gesetzlich erforderlich. Diese Aussage ist unabhängig davon, ob Übergangsmaßnahmen angesetzt werden oder nicht. Schon seit Längerem werden unsere bedeutendsten Tochterunternehmen, die NÜRNBERGER Lebensversicherung AG, die NÜRNBERGER Allgemeine Versicherungs-AG sowie die NÜRNBERGER Krankenversicherung AG, regelmäßig durch das Ratingunternehmen Fitch hinsichtlich ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit und Sicherheit untersucht. Dafür stellen wir unter Beachtung kartellrechtlicher Vorschriften auch vertrauliche und interne Informationen zur Verfügung. Im Dezember 2024 vergab Fitch für die drei genannten Gesellschaften jeweils ein Finanzstärkerating von A (stark). Zusammenfassend ergibt sich für den NÜRNBERGER Konzern aus den aktuellen Erkenntnissen und erläuterten Gegebenheiten keine bestandsgefährdende Beeinträchtigung der Risikotragfähigkeit. Chancen- und PrognoseberichtZukunftsbezogene Aussagen in diesem Geschäftsbericht beruhen in erster Linie auf Erwartungen, Prognosen und Planungen. Aufgrund der darin enthaltenen Annahmen und Ungewissheiten sind abweichende tatsächliche Entwicklungen nicht grundsätzlich auszuschließen. Sie können sich zum Beispiel durch eine von der Annahme abweichende Entwicklung der Planungsparameter, durch Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage, der Wettbewerbssituation, der Entwicklung der Finanzmärkte oder der Wechselkurse sowie aufgrund nationaler oder internationaler Gesetzesänderungen ergeben. Aus solchen Abweichungen können Chancen und Risiken für die zukünftige Entwicklung des NÜRNBERGER Konzerns entstehen. Mögliche Chancen werden in den nachfolgenden Erläuterungen behandelt, während wir zu den Risiken im vorstehenden Risikobericht Stellung nehmen. Dabei können sich aus den dort thematisierten Aspekten spiegelbildlich auch Chancen ergeben. Gesamtwirtschaftliche EntwicklungAufgrund der eher strukturellen Gründe der derzeitigen Konjunkturschwäche ist für 2025 mit keiner Belebung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland zu rechnen. Sofern die neue US-Regierung Teile ihrer protektionistischen Ankündigungen umsetzt, wird dies die Exporte zusätzlich bremsen. Insbesondere vor diesem Hintergrund geht das Institut für Weltwirtschaft in Kiel für das Jahr 2025 von einer Stagnation des Bruttoinlandsprodukts aus.1 Andere Forschungsinstitute bewegen sich in ihren Prognosen in einer Bandbreite von -0,1 % bis 1,1 %. Die einzelnen wesentlichen Konjunkturindikatoren werden vom Institut für Weltwirtschaft in Kiel dabei wie folgt eingeschätzt: Die Inflation wird mit 2,2 % in etwa in der Höhe von 2024 erwartet. Bei den verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte ist von einem Anstieg von 2,0 % auszugehen, bei einer gegenüber dem Vorjahr nahezu konstanten Sparquote von 11,3 %. Die privaten Konsumausgaben sollen nahezu unverändert bleiben (+0,1 %), die Konsumausgaben des Staates um 1,2 % zunehmen. Bei den Bruttoanlageinvestitionen wird noch mit einem leichten Rückgang von 0,3 % gerechnet; mit den sich etwas bessernden Finanzierungsbedingungen soll allmählich die Talsohle durchschritten sein. Bei den Exporten wird ein Rückgang von 0,9 % und bei den Importen eine Zunahme von 0,8 % prognostiziert. Die wirtschaftliche Schwäche hinterlässt mittlerweile sichtbare Spuren am Arbeitsmarkt. Die Erwerbstätigkeit soll abnehmen und die Arbeitslosenquote auf 6,3 % steigen. Hinsichtlich der Zinsentwicklung ist davon auszugehen, dass die Europäische Zentralbank nach den letzten Senkungen im ersten Halbjahr 2025 den Leitzins reduzieren wird. Es wird mit einer Reduzierung bis auf 2,0 % gerechnet, womit die Geldpolitik bezogen auf die Inflation weitgehend neutral ausgerichtet wäre. Die wesentlichen Unsicherheiten in der weiteren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung resultieren zum einen aus den außenwirtschaftlichen Gegebenheiten insbesondere mit dem Blick in die USA. Ein eskalierender Handelskonflikt mit höheren Zöllen würde die deutsche Exportwirtschaft erheblich in Mitleidenschaft ziehen. Die vorgezogenen Neuwahlen verkürzen dagegen auf nationaler Ebene potenziell die Phase wirtschaftspolitischer Unsicherheit. Dennoch steht die neue Bundesregierung vor erheblichen Aufgaben. Die deutsche Versicherungswirtschaft erwartet für das laufende Jahr 2025 ein solides Beitragswachstum. Insgesamt rechnet der GDV mit einem Beitragsanstieg von 5,0 %. In der Lebensversicherung wird ein Wachstum von 1,3 % erwartet. Die Normalisierung der Zinsstrukturkurve, steigende Löhne und eine positive Entwicklung der Inflation bilden die Grundlage. Das Geschäft mit laufenden Beiträgen soll dabei mit 0,3 % leicht sinken, während das Einmalbeitragsgeschäft um 4,8 % zunehmen soll und damit den maßgeblichen Treiber darstellt. Bei den Pensionskassen wird sich der Trend des Rückgangs mit -5,0 % fortsetzen, während bei den Pensionsfonds aufgrund des Einmalbeitragsgeschäfts mit einem gleichbleibenden Niveau gerechnet wird. Die Private Krankenversicherung erwartet einen erheblichen Anstieg der Beiträge um 7,5 %. Aufgrund der Leistungsausweitung wird mit entsprechenden Beitragssteigerungen gerechnet. In der Schadenversicherung werden ebenfalls Beitragszuwächse von 7,5 % prognostiziert. Insbesondere in der Kraftfahrtversicherung, aber auch in anderen Sparten, machen sich die Beitragsanpassungen aufgrund erhöhter Kosten bemerkbar. NÜRNBERGER LebensversicherungIn unserem bedeutendsten Geschäftssegment, der Lebensversicherung, haben wir im Zuge der Anhebung des Höchstrechnungszinses unsere Produkte überarbeitet und bieten seit Jahresbeginn eine neue Tarifgeneration an. Dabei sind nicht nur die Bedingungswerke für Kunden und Vermittler nochmals verbessert, sondern auch die Anzahl unserer Tarife zugunsten von Fokussierung und Effizienzsteigerung signifikant reduziert worden. Die letztgenannten Ziele verfolgen wir auch mit der Veräußerung unserer NÜRNBERGER Pensionsfonds AG (NPF), die wir aller Voraussicht nach rückwirkend zum 1. Januar 2025 vornehmen werden. Den strategischen Schwerpunkt setzen wir weiterhin auf das Geschäftsfeld Einkommensschutz (EKS), wo wir eine führende Marktstellung einnehmen und unseren Produkten von namhaften Rating-Institutionen eine hohe Qualität attestiert wird. Beim Abschluss eines Versicherungsvertrags stellen Sicherheit und Stabilität wesentliche Auswahlkriterien für Kunden und Vermittler dar - auch hier können wir mit vorzüglichen Kennziffern überzeugen. Unsere Planrechnung sieht für 2025 insgesamt einen spürbaren Rückgang der Neubeiträge vor. Dieser ergibt sich zu etwa gleichen Teilen aus einer Reduzierung des Geschäfts mit fondsgebundenen Versicherungen und dem NPF-Verkauf. In unserem Kerngeschäftsfeld EKS rechnen wir mit einem Zuwachs. Die Höhe der gebuchten Beiträge wird voraussichtlich gegenüber 2024 unverändert bleiben. Hier unterstellen wir für das laufende Geschäft eine leicht positive Veränderungsrate und liegen damit oberhalb der GDV-Prognose für den Lebensversicherungsmarkt. Unsere Ertragslage bemisst sich am Gesamtergebnis, für das wir im Jahr 2025 einen spürbaren Rückgang prognostizieren. Dabei unterstellen wir im Vergleich zum Berichtsjahr vor allem ein niedrigeres Kapitalanlageergebnis, das sowohl durch reduzierte Nettokapitalerträge als auch eine geringere Teil-Auflösung von Zinszusatzreserve zustande kommt. Unser Segmentergebnis wird voraussichtlich rund 51 Mio. EUR betragen. NÜRNBERGER KrankenversicherungDie NÜRNBERGER fokussiert sich im Neugeschäft seit geraumer Zeit erfolgreich auf Zusatz- sowie insbesondere betriebliche Krankenversicherungen (bKV) und hat sich hier als kompetenter, äußerst wachstumsstarker Anbieter etabliert. Indessen haben wir mit dem Blick auf die damit verbundene Provisionsbelastung und im Rahmen eines Bündels von Vertriebssteuerungsmaßnahmen die Höhe der bKV-Neubeiträge, die wir künftig pro Jahr vereinnahmen möchten, limitiert, um unsere strategischen Ziele Wachstum und Ertrag auch weiterhin in der Balance zu halten. Deshalb prognostizieren wir für 2025 insgesamt ein Neugeschäftsvolumen, das nach wie vor auf hohem Niveau, aber spürbar unterhalb des im Berichtsjahr verzeichneten Rekordwertes liegt. Bei den gebuchten Beiträgen rechnen wir mit einem spürbaren Zuwachs. Unsere strategische Ausrichtung auf Zusatz- sowie betriebliche Krankenversicherungen werden wir sukzessive um das Zukunftsthema Prävention ergänzen: Im laufenden Geschäftsjahr soll in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern ein neuartiges Produkt, welches die medizinische Prävention in den Mittelpunkt stellt, entwickelt und am Markt platziert werden. Wir erwarten für 2025 ein Gesamtergebnis von 19 Mio. EUR. Hierbei unterstellen wir zuvorderst einen Rückgang des versicherungstechnischen Ergebnisses in der gleichen Größenordnung, wie sich der Ertrag aus dem seit 2024 wirksamen Finanzrückversicherungs-Abkommen verringert. Unser Segmentergebnis wird voraussichtlich bei rund 7 Mio. EUR liegen. NÜRNBERGER Schaden- und UnfallversicherungUm das Geschäft der NÜRNBERGER Schaden- und Unfallversicherung so schnell wie möglich wieder profitabel zu gestalten, wurden im Laufe des Berichtsjahres vertriebliche und bestandseitige Aktivitäten hinsichtlich ihrer Priorität neu ausgerichtet. In deren Mittelpunkt steht zunächst eine klare Fokussierung auf Sanierungsmaßnahmen und Bestandsbereinigungen anstelle von Wachstumsinitiativen. Einhergehend mit Preiserhöhungen und der Trennung von defizitärem Geschäft werden wir unser Portfolio signifikant reduzieren. Daher erwarten wir 2025 einen deutlichen Rückgang des Neugeschäfts und eine erhebliche Verringerung der gebuchten Beiträge. Wir gehen zudem davon aus, dass mit dieser Prämienentwicklung, die nicht zuletzt das Resultat einer stärkeren Ausrichtung von Produktmanagement und Underwriting an Schadeninflation und Klimawandel darstellt, bereits 2025 eine erste, erhebliche Reduzierung der Schaden-Kosten-Quoten verbunden sein wird. Angesichts der momentan für die gesamte Branche herausfordernden Rahmenbedingungen rechnen wir jedoch ebenso damit, dass unsere Combined Ratio (brutto) insgesamt noch oberhalb von 100 % liegen wird. Dementsprechend unterstellen wir nach Berücksichtigung des Aufwands für Rückversicherung und Schwankungsrückstellung auch ein klar negatives versicherungstechnisches Ergebnis. Überwiegend aufgrund dieser voraussichtlichen Entwicklung in der Versicherungstechnik erwarten wir 2025 insgesamt ein zwar gegenüber dem Berichtsjahr erheblich verbessertes, jedoch erneut negatives Segmentergebnis im mittleren zweistelligen Millionen-Bereich. BankdienstleistungenDas Segment Bankdienstleistungen umfasst die Vermittlung von Kapitalanlagen sowie das Bankgeschäft der Fürst Fugger Privatbank AG. Seit vielen Jahren wird unsere Beratungskompetenz regelmäßig von namhaften unabhängigen Testinstituten äußerst positiv bewertet. Vor allem für die hohe Qualität der Anlagestrategien sowie unsere Kundenorientierung erhalten wir immer wieder Auszeichnungen. Auf diese Stärken bauen wir unverändert und erwarten daher für 2025 beim Volumen der von uns verwalteten Kundengelder ein gleichbleibend hohes Niveau. In Bezug auf die Ertragslage gehen wir einerseits von einem deutlichen Anstieg des Zinsergebnisses aus. Andererseits jedoch wird das bedeutendere Provisionsergebnis voraussichtlich spürbar zurückgehen. Hier unterstellen wir, dass sich die im Berichtsjahr sehr positiv verlaufene Entwicklung für uns relevanter Börsenindizes 2025 nicht wiederholen wird. Da sich zudem ein vor allem inflationsbedingter Anstieg der betrieblichen Aufwendungen abzeichnet, erwarten wir insgesamt ein gegenüber dem besonders hoch ausgefallenen Berichtsjahresresultat verringertes Segmentergebnis in Höhe von rund 10 Mio. EUR. Entwicklung der Lage des KonzernsWie bereits unter dem Punkt „Gesamtwirtschaftliche Entwicklung“ dargestellt, rechnet der GDV für die deutsche Versicherungswirtschaft im Jahr 2025 mit einem zunehmenden Beitragsaufkommen. Der voraussichtliche Anstieg um 5 % soll sich überwiegend aus dem Wachstum der Schaden- und Unfallversicherung (7,5 %) sowie der Privaten Krankenversicherung (ebenfalls 7,5 %) ergeben. In der Lebensversicherung wird eine Steigerungsrate von 1,3 % erwartet. Insgesamt gehen wir davon aus, dass die essenzielle volkswirtschaftliche Funktion der Versicherungswirtschaft auch im aktuellen gesamtwirtschaftlichen Umfeld ein hohes Maß an Stabilität bei der Versicherungsnachfrage garantiert. Die Vermögenslage des NÜRNBERGER Konzerns ist hauptsächlich vom Kapitalanlagenbestand geprägt, der sich grundsätzlich entsprechend unseren Verpflichtungen entwickelt. Besonderheiten können sich bei den Kapitalanlagen der fondsgebundenen Versicherung ergeben, die einer starken Abhängigkeit von den Kapitalmärkten unterliegen. Die Finanzlage kann nicht zuletzt anhand des Erfüllungsgrads der auf Gruppenebene geltenden aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsanforderungen beurteilt werden. Die Berechnungen, die wir dazu auf Basis unserer Geschäftsplanung durchgeführt haben, zeigen, dass wir voraussichtlich auch 2025 über deutlich mehr Eigenmittel verfügen werden als erforderlich. Bezüglich der Ertragslage prognostizieren wir insgesamt einen deutlichen Rückgang der Neubeiträge. Im Wesentlichen entfällt dieser zum einen auf das Segment Lebensversicherung durch den NPF-Verkauf und rückläufiges Neugeschäft bei fondsgebundenen Versicherungen sowie zum anderen auf die geänderte Ausrichtung in der Schadenversicherung. Im Zusammenhang mit der Letztgenannten gehen wir daneben von einer spürbaren Minderung der gebuchten Beiträge auf Konzernebene aus. Zudem rechnen wir mit einem erheblichen Anstieg des Konzernergebnisses 2025 auf die Größenordnung von 40 Mio. EUR. Diese Erwartungshaltung ist insbesondere an unsere Planung für die Schaden- und Unfallversicherung geknüpft, wo wir davon ausgehen, dass sich die geänderte Ausrichtung in einer starken Verbesserung des Segmentergebnisses niederschlägt. Unsere Konzern-Planung für 2025 beruht dabei auf folgenden Annahmen: Wir gehen von einer Inflationsrate auf dem Niveau des Berichtsjahres sowie einem etwas höheren Marktzins als zum Jahresschluss 2024 aus. Überdies haben wir eine im Durchschnitt positive Wertentwicklung an den Aktienmärkten und das Ausbleiben nennenswerter Schuldnerausfälle unterstellt. Konzernbilanz zum 31. Dezember 2024 in EURAktivseite
Passivseite
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024 in EUR
Eigenkapitalspiegelin Tsd. EUR
Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024 in Tsd. EUR
Weitere Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung erfolgen im Konzernanhang unter dem Punkt „Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung“. KonzernanhangAngewandte RechtsvorschriftenDen vorliegenden Konzernabschluss und -lagebericht des NÜRNBERGER Konzerns haben wir nach den Vorschriften der §§ 290 bis 315, 341i und 341j HGB sowie der §§ 58 bis 60 der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV) aufgestellt. Folgende Deutsche Rechnungslegungs Standards (DRS) des Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee e. V. (DRSC) wurden bei der Erstellung von Konzernabschluss und -lagebericht beachtet bzw. angewendet:
Von der Möglichkeit, nach § 297 Abs. 1 HGB den Konzernabschluss um eine Segmentberichterstattung zu ergänzen, machen wir nicht Gebrauch. Für die Erläuterung der Geschäftsfelder im Konzernlagebericht nehmen wir jedoch eine Segmentierung nach strategischen Geschäftsfeldern entsprechend der Steuerung durch den Vorstand und der Überwachung durch den Aufsichtsrat vor. Segmentübergreifende Konsolidierungseffekte sind dabei, entgegen der spartenbezogenen Darstellung in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, nicht berücksichtigt. BasisdatenRechtlicher Sitz der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG ist Nürnberg, Bundesrepublik Deutschland. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Nürnberg unter der Nummer HRB 66 im Handelsregister eingetragen. Laut Satzung leitet die Gesellschaft eine Versicherungsgruppe und hält Beteiligungen an Versicherungs- und anderen Unternehmen. Sie ist ferner in den Bereichen Kapitalanlagen, Dienstleistungen aller Art einschließlich Beratung (ausgenommen Rechts- und Steuerberatung) sowie Vermittlung tätig. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die geeignet erscheinen, dem Gegenstand des Unternehmens zu dienen. Sie kann andere Unternehmen gründen, erwerben oder sich an ihnen beteiligen, Unternehmen leiten oder sich auf die Verwaltung der Beteiligung beschränken. Im Rahmen ihres Unternehmensgegenstands ist die Gesellschaft berechtigt, Kredite aufzunehmen und Schuldverschreibungen auszustellen. Geschäftsbereich des Unternehmens ist das In- und Ausland. DarstellungDen Konzernabschluss haben wir in Euro aufgestellt. Konzernbilanz sowie -Gewinn- und Verlustrechnung stellen wir in vollen Euro (EUR), die übrigen Abschlussbestandteile sowie den Konzernlagebericht grundsätzlich in Tausend Euro (Tsd. EUR), Millionen Euro (Mio. EUR) oder Milliarden Euro (Mrd. EUR) dar. Dabei wird im Regelfall jede einzelne Zahl und Summe kaufmännisch gerundet. Deshalb können, insbesondere in Tabellen, Rundungsdifferenzen auftreten. Bei Assekuradeurabrechnungen erfolgte aufgrund einzelfallbezogener Erfassungen eine um sechs Monate zeitversetzte Bilanzierung. Dies betraf Prämien, Courtage und gezahlte Schäden. KonsolidierungKonsolidierungskreisDer Konsolidierungskreis umfasst außer der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG als Mutterunternehmen noch 34 (36) Tochterunternehmen. Darin enthalten sind sieben inländische Versicherungsunternehmen einschließlich einer Pensionskasse, ein Pensionsfonds, ein Kreditinstitut, eine Assetmanagement-Gesellschaft und ein IT-Dienstleistungsunternehmen. Bei den übrigen Tochterunternehmen handelt es sich hauptsächlich um Vermittlungs-, Beteiligungs- und Immobilienverwaltungs- sowie Kapitalanlage-Gesellschaften. Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach § 296 Abs. 2 Satz 1 HGB haben wir auf die Einbeziehung der Versorgungskasse der NÜRNBERGER VERSICHERUNGSGRUPPE e. V. als Zweckgesellschaft nach § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB verzichtet. Die über die Versorgungskasse bestehenden mittelbaren Pensionsverpflichtungen der Trägerunternehmen werden im Konzernabschluss grundsätzlich nicht bilanziert. Durch eine Einbeziehung der Gesellschaft ergäbe sich keine wesentliche Veränderung in der Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. 7 (7) in- und ausländische Gesellschaften, auf die wir einen maßgeblichen Einfluss ausüben, haben wir als assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode bewertet. Die detaillierte Zusammensetzung des Konsolidierungskreises ist aus der Anteilsbesitzaufstellung nach § 313 Abs. 2 HGB ersichtlich. AbgängeDie Anteile an der Getsurance GmbH, Berlin haben wir mit Wirkung zum 1. März 2024 veräußert und die Gesellschaft zu diesem Zeitpunkt entkonsolidiert. Die NÜRNBERGER Beamten Lebensversicherung AG, Nürnberg wurde zum 1. Januar 2024 auf die NÜRNBERGER Lebensversicherung AG verschmolzen. KonsolidierungsgrundsätzeSämtliche einbezogene Tochterunternehmen werden entsprechend § 290 Abs. 2 Nr. 1 und 4 HGB beherrscht. NÜRNBERGER Konzernunternehmen sind derzeit nicht an Gemeinschaftsunternehmen beteiligt. Als assoziierte Unternehmen behandeln wir nach § 311 Abs. 1 HGB im NÜRNBERGER Konzern Unternehmen, bei denen die NÜRNBERGER Beteiligungs-AG unmittelbar oder mittelbar über Konzernunternehmen maßgeblichen Einfluss besitzt, aber keinen beherrschenden Einfluss auf die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen ausübt. Das wird vermutet, wenn wir direkt oder indirekt zwischen 20 % und 50 % der Stimmrechte halten, sofern dies nicht ausschließlich dem Zweck der Kapitalanlage dient. Die Kategorisierung sämtlicher im Berichtsjahr ausgewiesenen assoziierten Unternehmen basiert auf dieser Assoziierungsvermutung. Bilanzstichtag aller einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember. Grundsätzlich beziehen wir die Vermögensgegenstände und Schulden der Tochterunternehmen auf Basis konzerneinheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in den Konzernabschluss ein. Dabei wenden wir nach § 341i Abs. 2 in Verbindung mit § 341j HGB, anders als im Jahresabschluss der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG, auch für Versicherungsunternehmen maßgebliche Vorschriften an. Darüber hinaus behalten wir nach den Vorschriften für Kreditinstitute angesetzte und bewertete Posten der Fürst Fugger Privatbank AG bei. Die Anteile an assoziierten Unternehmen bewerten wir nach der Equity-Methode. In zwei Fällen erfolgte dies auf Basis der nach österreichischen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellten Einzelabschlüsse, in einem weiteren Fall auf Basis eines nach italienischen Bilanzierungsvorschriften erstellten Einzelabschlusses und in allen anderen Fällen auf Grundlage der nach HGB unter Vorgabe der konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellten Einzelabschlüsse. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode laut § 301 HGB. Um das Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs zu ermitteln, setzen wir die Vermögensgegenstände und Schulden des Tochterunternehmens mit ihren beizulegenden Zeitwerten an. Die Anschaffungskosten werden mit dem anteiligen Zeitwert des Eigenkapitals der Tochter zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Ein verbleibender positiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und planmäßig bzw. bei Bedarf außerplanmäßig abgeschrieben. Ergibt sich ein negativer Unterschiedsbetrag, wird dieser nach dem Eigenkapital als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesen und analog zum Anfall der erwarteten Verluste aufgelöst. Aufstockungen von Anteilen an bereits vollkonsolidierten Tochterunternehmen bilden wir nach DRS 23 als Kapitalvorgang ab. Dabei entstehende Unterschiedsbeträge verrechnen wir erfolgsneutral mit den anderen Gewinnrücklagen. Von den Tochterunternehmen nach der Erstkonsolidierung erwirtschaftete Jahresergebnisse sind, soweit diese nicht konzernfremden Gesellschaftern zustehen, in den Gewinnrücklagen des Konzerns oder im Konzernjahresüberschuss enthalten. Die in der Konzernbilanz sowie in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen nicht beherrschenden Anteile entsprechen dem Anteil konzernfremder Gesellschafter am Eigenkapital und an den Jahresergebnissen der betreffenden Tochterunternehmen. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge, die aus konzerninternen Geschäften resultieren, werden eliminiert, sofern sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Das gilt auch für Gewinne und Verluste aus konzerninternen Geschäften. Für Geschäftsvorfälle, die Rechtsansprüche von Versicherungsnehmern begründet haben, nehmen wir auf Grundlage von § 341j Abs. 2 in Verbindung mit § 304 Abs. 1 HGB keine Eliminierung von Zwischenergebnissen vor. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenAktiva Immaterielle VermögensgegenständeDie Position umfasst im Wesentlichen erworbene Software sowie Versicherungsbestände, die entweder entgeltlich erworben oder im Rahmen von Unternehmenserwerben identifiziert wurden. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB haben wir nicht aktiviert. Ferner werden Geschäfts- oder Firmenwerte aus Unternehmens-Zusammenschlüssen ausgewiesen. Die geleisteten Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände umfassen Anzahlungen auf den Kaufpreis vor Eigentumsübergang sowie aktivierungspflichtige Kosten bis zum Eintritt der Betriebsbereitschaft. Immaterielle Vermögensgegenstände werden, abgesehen von den noch nicht planmäßig abzuschreibenden geleisteten Anzahlungen, zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und gegebenenfalls kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Softwareprogramme werden planmäßig linear über eine Nutzungsdauer von in der Regel vier bis fünf Jahren abgeschrieben. In Einzelfällen kommen Nutzungsdauern von bis zu zehn Jahren zur Anwendung. Hierunter fallen insbesondere strategische Großprojekte, für die die Nutzungsdauern individuell festgelegt werden. Versicherungsbestände schreiben wir linear ab, die Nutzungsdauer beträgtfünfzehn Jahre. Geschäfts- oder Firmenwerte ergeben sich, wenn die Anschaffungskosten den anteiligen Zeitwert des Reinvermögens des erworbenen Unternehmens übersteigen. Sie sind grundsätzlich linear und planmäßig auf Basis einer Nutzungsdauerschätzung abzuschreiben. Zwischen dem 1. Januar 2010 und dem 31. Dezember 2016 aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte wurden über fünf Jahre abgeschrieben, seit dem Geschäftsjahr 2017 entstandene Geschäfts- oder Firmenwerte schreiben wir über fünf bzw. zehn Jahre ab. Bei der Bestimmung der Nutzungsdauer haben wir die Geschäftstätigkeit und das Geschäftsumfeld des jeweiligen Unternehmens berücksichtigt. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung nehmen wir eine außerplanmäßige Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts vor. Dazu wird der Zeitwert der Beteiligung dem Nettovermögen des Tochterunternehmens zu Konzernbuchwerten (inklusive Geschäfts- oder Firmenwert) gegenübergestellt. Liegt das Reinvermögen über dem Zeitwert, wird eine außerplanmäßige Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts geprüft. KapitalanlagenGrundbesitz haben wir grundsätzlich mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und die Gebäudewerte nach den steuerlich zulässigen Höchstsätzen linear abgeschrieben. Außerdem wurden - soweit geboten - außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen sind nach der Equity-Methode mit dem anteilig dem Konzern zuzurechnenden Eigenkapital bewertet. Dabei wurden die in den Konzernabschluss übernommenen Wertansätze um die von den Unternehmen im Berichtsjahr erwirtschafteten Ergebnisse und sonstigen Eigenkapitalveränderungen entsprechend unserer Beteiligungsquote erhöht bzw. vermindert und Gewinnausschüttungen sowie Zwischengewinne eliminiert. Der auf den Konzern entfallende Anteil am Jahresergebnis der assoziierten Unternehmen wird in den Erträgen und Aufwendungen aus Kapitalanlagen separat ausgewiesen und umfasst auch die auf Ebene des assoziierten Unternehmens anfallenden Ertragsteuern. Sonstige Beteiligungen sowie die unter den anderen Kapitalanlagen ausgewiesenen Geschäftsanteile haben wir mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert. Bei den Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es sich um Grundschuldforderungen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind, sowie um übrige Ausleihungen, die nach § 341c Abs. 3 HGB zu Anschaffungskosten zuzüglich oder abzüglich der kumulierten Amortisation einer Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt wurden. Zweifelhafte Grundschuldforderungen werden - soweit geboten - wertberichtigt. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sind nach dem strengen Niederstwertprinzip bilanziert. Sofern sie dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, werden sie nach § 341b Abs. 2 HGB sowie nach § 340e Abs. 1 Satz 2 HGB wie Anlagevermögen bewertet. Die Buchwerte schreiben wir bei dauerhaften Wertminderungen ab. Für Wertpapiere derselben Gattung werden für die Anschaffungskosten Durchschnittskurse gebildet. Hypotheken- und Grundschuldforderungen sowie Beamtendarlehen sind zu den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Soweit geboten werden Pauschalwertberichtigungen nach Erfahrungswerten gebildet und aktiv abgesetzt sowie uneinbringliche und zweifelhafte Forderungen abgeschrieben bzw. wertberichtigt. Namensschuldverschreibungen sind grundsätzlich nach § 341c Abs. 1 HGB mit dem Nennwert bilanziert. Agio haben wir aktiv abgegrenzt und über die Laufzeit verteilt. Einbehaltenes Disagio wird passiv abgegrenzt und entsprechend der Laufzeit anteilmäßig vereinnahmt. Schuldscheinforderungen und Darlehen sowie übrige Ausleihungen sind grundsätzlich nach § 341c Abs. 3 HGB zu Anschaffungskosten zuzüglich oder abzüglich der kumulierten Amortisation einer Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt. Die Buchwerte werden bei dauerhafter Wertminderung abgeschrieben. Bis Januar des Berichtsjahres wurden Terminverkäufe (Vorverkäufe) mit zugrunde liegenden Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen des Bestands als Bewertungseinheiten nach § 254 HGB geführt. Die Bilanzierung der Bewertungseinheit erfolgte nach der Einfrierungsmethode. Das bedeutet, dass effektive Wertänderungen auf das abgesicherte Zinsänderungsrisiko sowohl in der Bilanz als auch in der Gewinn- und Verlustrechnung nicht erfasst werden. Die Messung der Effektivität erfolgt mittels der Critical-Terms-Match-Methode. Bei den gebildeten Bewertungseinheiten handelte es sich um Micro-Hedges, also um eine Absicherung auf Einzelgeschäftsebene. Des Weiteren haben wir innerhalb eines konsolidierten Investmentvermögens Devisentermingeschäfte (Forwards) zur Absicherung des USD-Wertänderungsrisikos mit zugrunde liegenden Kapitalanlagen in USD zu einer Bewertungseinheit nach § 254 HGB zusammengefasst. Es handelt sich um eine fortlaufende Absicherung auf Makroebene (Makro-Hedge). Grund- und Sicherungsgeschäfte sind demselben Währungsrisiko ausgesetzt. Die retrospektive Messung der Effektivität erfolgt durch Gegenüberstellung der Wertänderungen beider Geschäfte auf Periodenbasis. Die Beurteilung der prospektiven Wirksamkeit wird mittels Sensitivitäts- bzw. Szenarioanalysen vorgenommen. Die Wertänderungen aus der Währung sind für den effektiven Teil auf Basis der Durchbuchungsmethode, der ineffektive Teil nach dem Imparitätsprinzip erfasst. Die Abbildung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach der Nettomethode. Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine weisen wir in Höhe der Nominalbeträge aus. Soweit Gründe für frühere Abschreibungen weggefallen sind, wurden Wertaufholungen nach § 253 Abs. 5 HGB vorgenommen. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebens- und Unfallversicherungspolicen sind nach § 341d HGB mit dem Zeitwert angesetzt. Dieser wird in Höhe der Rücknahmepreise bzw. in Einzelfällen mit den Börsenkursen zum Stichtag ermittelt. Übrige AktivaFällige Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft haben wir zu Nominalbeträgen bewertet. Um Abschlusskosten zu decken, wenden wir bei den meisten Lebensversicherungsverträgen das sogenannte Zillmerverfahren an: Bis zu 4,0 % der undiskontierten Beitragssumme bzw. bis zu 3,5 % der Versicherungssumme werden als noch nicht fällige Forderung gegen den Versicherungsnehmer ausgewiesen (für das Neugeschäft nach Lebensversicherungsreformgesetz maximal 2,5 % der Beitragssumme). Beitragsteile, die nach Deckung des laufenden Risikos und der Kosten sowie nach Bildung einer aufgrund von vertraglichen Zusagen oder gesetzlichen Vorgaben erhöhten Deckungsrückstellung verbleiben, tilgen die Forderung. Ist sie getilgt, dienen diese Beitragsteile zum Aufbau der Deckungsrückstellung. Die Forderung wird nach den gleichen Rechnungsgrundlagen wie die Deckungsrückstellung des jeweiligen Vertrags, unter Einhaltung des gesetzlichen Rückkaufswerts, weiterentwickelt. Wegen des allgemeinen Kreditrisikos und für voraussichtlich nicht einbringliche Teile der Ansprüche haben wir nach Erfahrungswerten bei den Forderungen an Versicherungsnehmer Pauschalwertberichtigungen gebildet und aktiv abgesetzt. Erforderliche Abschreibungen und Wertberichtigungen wurden bei Forderungen an Versicherungsvermittler in angemessener Höhe vorgenommen bzw. gebildet. Sonstige Forderungen sind mit den Nominalbeträgen abzüglich erforderlicher Abschreibungen bzw. Einzelwertberichtigungen angesetzt. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungs-Verpflichtungen dienen, haben wir nach § 298 Abs. 1 in Verbindung mit § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit diesen Schulden verrechnet. Die in der Position Sachanlagen und Vorräte ausgewiesene Betriebs- und Geschäftsausstattung und technische Anlagen haben wir zu Anschaffungskosten, vermindert um die zulässigen linearen Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauer liegt zwischen 3 und 15 Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Aktive latente Steuern werden nach den §§ 306 und 274 HGB für temporäre Unterschiede zwischen den Wertansätzen in der Konzernbilanz und den Steuerbilanzen sowie für steuerliche Verlustvorträge bilanziert. Das Ansatzwahlrecht nach § 298 Abs. 1 in Verbindung mit § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird im Konzernabschluss einheitlich dahingehend ausgeübt, dass ein Aktivüberhang latenter Steuern in der Konzernbilanz angesetzt wird. Die latenten Steuern werden mit den individuellen Steuersätzen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen bewertet. Der kombinierte Ertragsteuersatz der wesentlichen Konzerngesellschaften beträgt dabei rund 32,2 (32,2) %. Aktive und passive latente Steuern werden in Ausübung des Wahlrechts nach § 306 Satz 2 HGB saldiert ausgewiesen. Die übrigen nicht einzeln erwähnten Ausweispositionen haben wir zu Nominalbeträgen bewertet. PassivaEigenkapitalDie Positionen Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage enthalten die von den Aktionären der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG auf die Aktien eingezahlten Beträge. In den Gewinnrücklagen werden im Wesentlichen die in den Vorjahren erzielten Konzernergebnisse ausgewiesen. Unter den nicht beherrschenden Anteilen sind die nicht direkt oder indirekt der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG gehörenden Anteile am Eigenkapital von Tochterunternehmen erfasst. Versicherungstechnische RückstellungenDie versicherungstechnischen Rückstellungen, unter denen wir auch die pensionsfondstechnischen Rückstellungen erfassen, setzen sich im Konzernabschluss zusammen aus den Beitragsüberträgen, der Deckungsrückstellung, der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle, der Rückstellung für Beitragsrückerstattung, der Schwankungsrückstellung und ähnlichen Rückstellungen sowie den sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen. Die versicherungstechnischen Rückstellungen des selbst abgeschlossenen Geschäfts werden grundsätzlich auf Basis der jeweiligen Bruttowerte ermittelt. Die Anteile für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft sind entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen ermittelt und werden offen abgesetzt. Für das in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft setzen wir die Rückstellungen nach den Angaben der Vorversicherer an. Soweit uns solche Angaben nicht vorliegen, berechnen wir die Rückstellungen aus uns zugänglichen Daten. Im Fall von Mitversicherungen und Pools, bei denen die Führung in den Händen fremder Gesellschaften liegt, setzen wir die Rückstellungen nach den uns zur Verfügung gestellten Angaben an. Soweit uns solche Angaben nicht vorliegen, berechnen wir die Rückstellungen aus uns zugänglichen Daten. BeitragsüberträgeDie Beitragsüberträge entsprechen dem Teil der bereits vereinnahmten, um einen Teil der Kosten reduzierten Beiträge, der auf künftige Perioden entfällt. Sie werden grundsätzlich für jeden Versicherungsvertrag einzeln ermittelt und taggenau abgegrenzt. DeckungsrückstellungDie Deckungsrückstellung ergibt sich grundsätzlich nach aktuariellen Regeln als Barwert der künftigen Leistungen abzüglich des Barwerts der noch zu zahlenden Beiträge (prospektive Methode), wobei die Aufwendungen für künftige Kosten implizit (das heißt in Höhe der rechnungsmäßigen Werte) berücksichtigt sind. In der Lebensversicherung stellt die NÜRNBERGER DAX®-Rente vor Rentenbeginn eine Ausnahme dar; hier erfolgt die Berechnung der Bilanzdeckungsrückstellung retrospektiv und unter Maximierung mit der prospektiv ermittelten Mindestdeckungsrückstellung. In der Schadenversicherung ist die entsprechend gebildete Deckungsrückstellung für Rentenversicherungsfälle in der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle enthalten. Von der prospektiven Methode wird in der Krankenversicherung bei den gebildeten Anwartschaften auf Beitragsermäßigung im Alter und bei den Übertragungswerten (Teile der Alterungsrückstellung, die Versicherungsnehmer bei einem Wechsel zu anderen privaten Krankenversicherungen mitnehmen) abgewichen. Diese Beträge werden in Höhe des aktuellen Anspruchs bilanziert. Nach den gesetzlichen Vorgaben ist die Deckungsrückstellung im Lebensversicherungsgeschäft so ermittelt, dass sie einzelvertraglich mindestens dem garantierten Rückkaufswert entspricht. Bei der Ermittlung der Rückkaufswerte haben wir die Rechtsprechung hinsichtlich der Unwirksamkeit von Klauseln in Lebens- und Rentenversicherungs-Verträgen berücksichtigt. Zusätzlich wurde das Urteil des Bundesgerichtshofs vom 18. September 2024 zu laufenden Abschlusskosten berücksichtigt. Die zur Berechnung der Deckungsrückstellung angesetzten Rechnungsgrundlagen sind nach aufsichts- und handelsrechtlichen Bestimmungen vorsichtig gewählt. Im Krankenversicherungsgeschäft stimmen sie mit den Rechnungsgrundlagen der jeweiligen Beitragskalkulation überein, im Lebensversicherungsgeschäft grundsätzlich ebenfalls. Dort finden sich Ausnahmen: Insbesondere für bestimmte Rentenversicherungs-Verträge, für die Pflegerenten-Zusatzversicherung sowie für Verträge, für die eine sogenannte Zinszusatzreserve bzw. Zinsverstärkung zu stellen ist, bilden wir eine gegenüber der Berechnung mit den Rechnungsgrundlagen der Beitragskalkulation erhöhte Deckungsrückstellung. Im Lebensversicherungsgeschäft verwenden wir als Rechnungszins grundsätzlich den höchsten Wert, der bei Vertragsabschluss nach gesetzlichen Vorgaben zulässig war. Wesentliche Ausnahmen bestehen bei der Investment Berufsunfähigkeitsversicherung während der Anwartschaft, den Tarifen mit spezieller Kapitalanlage sowie generell denjenigen Tarifen, deren Beiträge mit 1,75 % oder höher kalkuliert sind. In der Krankenversicherung wird der Rechnungszins zunächst abhängig vom Tarifeinführungstermin angesetzt. Bei Beitragsanpassungen wird der Rechnungszins neu festgelegt. Für verbandseinheitlich kalkulierte Tarife wird der vorgegebene Rechnungszins übernommen. Bei der Berechnung der Deckungsrückstellung wurden Rechnungszinssätze im Intervall von 1,45 % bis 3,50 % angesetzt, dabei gilt für geschlechtsunabhängig kalkulierte Tarife ein maximaler Rechnungszins von 2,75 %. In der Schaden- und Unfallversicherung verwenden wir grundsätzlich für alle eingetretenen Rentenfälle bzw. Beitragsfreistellungen den höchsten Rechnungszins, der zum Zeitpunkt der Verrentung bzw. bei Vertragsabschluss zulässig war, abweichend davon rechnen wir für die im Jahr 2021 eingetretenen Fälle mit 0,5 %. Höchstens jedoch mit 1,57 % in den folgenden 15 Jahren. Die in der Lebensversicherung benutzten Wahrscheinlichkeitstafeln stützen sich grundsätzlich auf landes- oder branchenweit erhobene Daten. Wesentliche Ausnahmen bestehen bei Verträgen mit Todesfallcharakter, Tarifen mit Unisex-Rechnungsgrundlagen und Berufsunfähigkeitsversicherungen. Bei den Verträgen mit Todesfallcharakter, denen kein aufsichtsrechtlich genehmigter Tarif zugrunde liegt, verwenden wir teilweise aus unternehmenseigenen Erfahrungen abgeleitete Tafeln. Dafür haben wir aus mehrjährigen Beobachtungen unserer Bestände Sterbetafeln entwickelt, bei seit 2010 angebotenen Todesfallrisiko-Lebensversicherungen unter Berücksichtigung von drei Risikogruppen. Bei den seit 21. Dezember 2012 neu eingeführten Tarifen mit Unisex-Rechnungsgrundlagen basieren die entsprechenden Tafeln auf Verbandstafeln unter Berücksichtigung unternehmenseigener Erfahrungen bezüglich des Geschlechtermixes. Die Invalidentafeln bei ab 1998 angebotenen Tarifen der Versicherungsart Berufsunfähigkeitsversicherung haben wir überwiegend aus Ergebnissen unserer eigenen Bestände über jeweils mindestens fünf aufeinanderfolgende Jahre hergeleitet. Dabei konnten wir für unsere nach Berufsgruppen differenzierten Tafeln auf entsprechend aufgeteiltes Datenmaterial zurückgreifen. Alle Tafeln wurden aus den zugehörigen Beobachtungen abgeleitet, indem zufallsbedingte Schwankungen ausgeglichen und Sicherheitszuschläge für das Irrtums-, Änderungs- und Schwankungsrisiko eingerechnet wurden. In der Krankenversicherung finden Annahmen zu Storno und Krankheitskosten Verwendung, die aufgrund eigener Erfahrung und unter Berücksichtigung von branchenweit erhobenen Referenzwerten gebildet worden sind. Im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft stützen sich die Sterbetafeln, die zur Bewertung der Renten-Deckungsrückstellung ermittelt werden, auf branchenweit erhobene Daten. Die Deckungsrückstellung für die Beitragsfreistellung von Unfallversicherungen wird ohne Wahrscheinlichkeitstafeln als Zeitrentenbarwert für die beitragsfreie Zeit berechnet. Die Berechnung der Deckungsrückstellung von Verträgen im Lebensversicherungsgeschäft, bei denen in der Vergangenheit Rechnungszinssätze von 1,75 % oder höher Anwendung fanden, erfolgt mit abgesenkten Zinssätzen. Sofern es sich dabei um Verträge handelt, denen kein aufsichtsrechtlich genehmigter Tarif zugrunde liegt, liegt der Satz entsprechend gesetzlicher Vorgaben bei 1,57 (1,57) % in den folgenden 15 Versicherungsjahren. Bei den übrigen betroffenen Verträgen wurde der Rechnungszins geschäftsplanmäßig auf 1,57 (1,57) % für die gesamte Vertragslaufzeit festgelegt. Eine Ausnahme hiervon stellt die NÜRNBERGER Pensionskasse AG dar, in der bei den regulierten Tarifen der neue Rechnungszins geschäftsplanmäßig auf 1,40 (1,40) % in den folgenden 15 Versicherungsjahren festgelegt wurde. Zur Berechnung der Zinszusatzreserve bzw. der Zinsverstärkung berücksichtigen wir in bestimmten Teilbeständen aus dem Versicherungsbestand abgeleitete Abgangswahrscheinlichkeiten. Die Berechnung erfolgte auf Basis einer in einem Schreiben der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) dargestellten Methodik. Nicht eingetreten ist die bei der bisherigen Bewertung der Deckungsrückstellung bestimmter Rentenversicherungsbestände im Lebensversicherungsgeschäft unterstellte Abschwächung der Sterblichkeitsverringerung. Entsprechend haben wir die Sicherheitsmargen in den Sterbewahrscheinlichkeiten weiter ausgebaut. Die im Vorjahr angesetzten Abgangswahrscheinlichkeiten konnten beibehalten werden. Rückstellung für noch nicht abgewickelte VersicherungsfälleDie Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle („Schadenrückstellung“) umfasst künftige Leistungsverpflichtungen aus Versicherungsfällen, deren Höhe bzw. Zeitpunkt in der Regel noch nicht feststeht (§ 341g HGB). Es wird ein geschätzter Betrag für die Erfüllung dieser Leistungsverpflichtungen bzw. für die Bildung der dazu erforderlichen Deckungsrückstellungen angesetzt. Bei der Schätzung werden auf betrieblichen Erfahrungen aufgebaute Verfahren verwendet. Die in der Schaden- und Unfallversicherung angesetzte Renten-Deckungsrückstellung ist hier enthalten. Hinsichtlich ihrer Bildung haben die Ausführungen zu den Deckungsrückstellungen Gültigkeit. Mit Ausnahme dieser Renten-Deckungsrückstellung werden Schadenrückstellungen nicht abgezinst. Rückstellungen für zum Bestandsschluss bekannte Versicherungsfälle ermitteln wir für jeden Schadenfall individuell. Dabei werden Forderungen aus Regressen, Provenues und Teilungsabkommen berücksichtigt. Aufgrund von zu erwartenden Unterdeckungen in Personenschäden einzelner Anfalljahre sind Zuschläge auf die Reserven in den Sparten Kraftfahrzeug-Haftpflicht, Allgemeine Haftpflicht und sonstige gemischte Versicherung (GARANTA Spezial-Schutz) angesetzt worden. Des Weiteren wurde ein zusätzlicher pauschaler Reservepuffer für in 2024 eingetretene Feuergroßschäden der Sparte sonstige gemischte Versicherung (GARANTA Spezial-Schutz) hinterlegt. Zudem wurden aufgrund von Abwicklungserfahrungen speziell im Beteiligungsgeschäft der Sparte Transport ebenfalls Zuschläge auf die Reserven gebucht. Die Rückstellungen werden um qualifizierte Schätzungen für bis zum Bilanzstichtag eingetretene, aber bis zum Bestandsschluss noch nicht bekannte Ereignisse ergänzt, worunter auch die sogenannten Spätschäden fallen. Dabei beachten wir aktuelle Trends und Erfahrungen der Vergangenheit. Zusätzlich wurde im Lebensversicherungsgeschäft das Urteil des Bundesgerichtshofs vom 18. September 2024 zu laufenden Abschlusskosten berücksichtigt. Die wesentlichen Bestandsschlusstermine lagen im Lebensversicherungsgeschäft am 13. Dezember 2024 und in den anderen Geschäftsfeldern am Bilanzstichtag. Für die direkten Schadenregulierungskosten, wie beispielsweise Anwalts-, Gerichts- und Prozesskosten oder Aufwendungen für externe Gutachter, sowie die indirekten Schadenregulierungskosten (anteilige Aufwendungen im Unternehmen) ist eine Teilrückstellung zu bilden. In diese werden die nach dem Bilanzstichtag voraussichtlich anfallenden Ausgaben für die Regulierung von Versicherungsfällen eingestellt. In der Lebensversicherung erfolgt hierzu ein pauschaler Ansatz. In der Krankenversicherung verwenden wir einen - ausgehend von den gezahlten Regulierungsaufwendungen - modifizierten Kostensatz, der auf die noch offenen Versicherungsfälle angewendet wird. In der Schaden- und Unfallversicherung wird die Teilrückstellung für direkte und indirekte Schadenregulierungs-Aufwendungen für sämtliche nach dem Bilanzstichtag voraussichtlich anfallenden Aufwendungen dieser Art entsprechend dem Erlass des Bundesministers der Finanzen vom 2. Februar 1973 berechnet. Die Angemessenheit der gesamten Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle prüfen wir in der Schaden- und Unfallversicherung mit den hierzu üblichen aktuariellen Schätzmethoden. In der Lebensversicherung nehmen wir für Versicherungsfälle der Berufsunfähigkeitsversicherung eine Verprobung und pauschale Anpassung auf Basis der Abwicklungserfahrung der Gesellschaft vor. Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige BeitragsrückerstattungIm Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft beteiligen wir die Versicherungsnehmer über die Rückstellung für Beitragsrückerstattung an den Überschüssen. Sie umfasst im Konzern neben der Rückstellung für tatsächliche Beitragsrückerstattung auch einen Anteil für latente Beitragsrückerstattung. Über die Zuführung zur Rückstellung für tatsächliche Beitragsrückerstattung entscheiden wir jährlich unter Berücksichtigung gesetzlicher und vertraglicher Mindestanforderungen, die sich auf handelsrechtliche Bewertungen der Einzelgesellschaften beziehen. Im deutschen klassischen Lebensversicherungsgeschäft sind fast alle Verträge überschussberechtigt. Anforderungen an die Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung werden durch die Mindestzuführungsverordnung geregelt. In den meisten Fällen liegt die tatsächliche Zuführung höher als die Mindestanforderung. Den Versicherungsnehmern in der Krankheitskosten- und der freiwilligen Pflegekrankenversicherung sind 90 % des Überzinses (das heißt der Kapitalerträge, die über die rechnungsmäßige Verzinsung hinausgehen) teils als Direktgutschrift, teils als Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung gutzubringen. Diese Regel betrifft rund 81 % der gesamten Deckungsrückstellung. Etwa 81 % der gebuchten Bruttobeiträge entfallen auf die nach Art der Lebensversicherung betriebene Krankenversicherung. Bei diesen Tarifen sind mindestens 80 % des zugehörigen Rohüberschusses für die Überschussbeteiligung zu verwenden, wobei die bereits im Rahmen der Überzinsregelung erfolgte Überschussbeteiligung angerechnet werden darf. Die Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung resultiert aus bestimmten Unterschieden zwischen Ansatz und Bewertung von Bilanzpositionen im Einzelabschluss und im Konzernabschluss. Soweit sich diese Unterschiede zukünftig im Einzelabschluss eines Lebens- bzw. Krankenversicherungs-Unternehmens realisieren, werden die Versicherungsnehmer beteiligt. Diese Beteiligung wird durch die Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung vorweggenommen. Die Bewertung der Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung entspricht einer Beteiligung der Versicherungsnehmer von 90 % (Lebensversicherung) bzw. 75 % (Krankenversicherung) am Rohüberschuss. Wir gehen davon aus, dass die Mindestbeteiligung damit derzeit gewährleistet wäre. Die Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung kann bis zur Höhe des freien Teils der tatsächlichen Rückstellung für Beitragsrückerstattung einen negativen Wert annehmen. Schwankungsrückstellung und ähnliche RückstellungenDie Schwankungsrückstellung sowie die Atomanlagen-, Pharma- und Terrorrisikenrückstellung werden nach § 341h HGB in Verbindung mit den §§ 29 und 30 RechVersV berechnet. Sonstige versicherungstechnische RückstellungenZu den sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen gehören insbesondere die Stornorückstellung, die Rückstellung für unverbrauchte Beiträge aus ruhenden Kraftfahrtversicherungen und die Rückstellung für drohende Verluste. Die Stornorückstellung wird in der Schaden- und Unfallversicherung für Beiträge gebildet, die voraussichtlich wegen Wegfalls oder Verminderung des technischen Risikos zurückzugewähren sind. In der Krankenversicherung bezieht sie sich auf das Ausfallrisiko negativer Deckungsrückstellungen aus überrechnungsmäßigem Storno sowie auf das Risiko, dass im Stornofall der Übertragungswert die bilanzierte Alterungsrückstellung übersteigt. Wir leiten die Stornorückstellung realistisch aus den Erfahrungswerten der Vorjahre ab. Für Kraftfahrtversicherungs-Verträge, deren Versicherungsschutz vorübergehend unterbrochen ist, für die jedoch schon Beiträge geleistet wurden, haben wir eine Rückstellung für unverbrauchte Beiträge aus ruhenden Kraftfahrtversicherungen gebildet. Sie wird grundsätzlich durch Einzelbewertung ermittelt. Eine Rückstellung für drohende Verluste wird gebildet, wenn in einem Versicherungsbestand die künftigen Beiträge und das anteilige Ergebnis aus Kapitalanlagen voraussichtlich nicht ausreichen, die zu erwartenden Leistungen und Kosten zu decken. Die Urteile des Bundesgerichtshofs vom 7. Mai 2014 zum Policenmodell und vom 17. Dezember 2014 zum Antragsmodell haben wir ebenfalls durch eine sonstige versicherungstechnische Rückstellung berücksichtigt. Diese wurde auf Basis der aktuellen Gesetzeslage und Rechtsprechung ermittelt und stellt im Bereich der Lebensversicherung den überwiegenden Teil der sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen dar. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebens- und Unfallversicherung,soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wirdSoweit der Versicherungsnehmer das Kapitalanlagerisiko allein bzw. gemeinsam mit einem externen Garantiegeber trägt, wird die Deckungsrückstellung unter dieser Position erfasst und in Höhe des Zeitwerts der jeweils zuzuordnenden Kapitalanlagen festgesetzt (retrospektive Methode). Übrige PassivaNach § 298 Abs. 1 in Verbindung mit § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB sind für Pensions- und vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen (Abfertigungs-, Jubiläums- und Sonderzahlungen) Rückstellungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Darunter fallen die direkt zugesagten Pensionsverpflichtungen. Zudem bilanzieren wir bei einem kleinen Teil der mittelbaren Pensionsverpflichtungen über die Versorgungskasse der NÜRNBERGER VERSICHERUNGSGRUPPE e. V. die Unterdeckung in voller Höhe. Diese ergibt sich aus dem notwendigen Erfüllungsbetrag nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB abzüglich des anteiligen Zeitwerts der Vermögensgegenstände des Versorgungsträgers. Unter Ausübung des Wahlrechts nach Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB wird jedoch der wesentliche Teil der Unterdeckung der mittelbaren Pensionsverpflichtungen gegenüber dem Kassenvermögen der Versorgungskasse wie in der Mehrzahl der betroffenen Einzelabschlüsse nicht bilanziert. Entsprechend dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB haben wir die Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz auf Basis einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren vorgenommen. Der Erfüllungsbetrag wurde nach dem Anwartschaftsbarwert-Verfahren entsprechend den International Financial Reporting Standards (IAS 19.67 ff.) berechnet. Dieses geht davon aus, dass in jedem Dienstjahr, das zu einer Erhöhung der Leistung aus dem Plan führt, ein zusätzlicher Teil des endgültigen Leistungsanspruchs erworben wird, und bewertet jeden dieser Leistungsbausteine separat, um so die insgesamt zugesagte Verpflichtung aufzubauen. Als Rechnungsgrundlage dienten die RICHTTAFELN 2018 G der Heubeck-Richttafeln-GmbH. Folgende versicherungstechnische Annahmen liegen den Bewertungen zugrunde:
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Zum Zeitpunkt der Bewertung prognostizierter Zins zum 31. Dezember 2023 Pensionsverpflichtungen werden nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem 10-Jahres-Durchschnittszins, Abfertigungs-, Jubiläums- und Sonderzahlungs-Verpflichtungen mit dem 7-Jahres-Durchschnittszins bewertet. Für das Pensionsalter sind wir bei den unmittelbaren Pensionsverpflichtungen von der vertraglichen Altersgrenze ausgegangen, sonst vom frühestmöglichen Termin zum abschlagsfreien Bezug der Altersrente aus der Gesetzlichen Rentenversicherung. Bei Mitarbeitern in Altersteilzeit haben wir jeweils das Ende des Altersteilzeit-Arbeitsverhältnisses zugrunde gelegt. Die Verpflichtungen aus Altersteilzeit haben wir nach der Stellungnahme des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) RS HFA 3 unter Berücksichtigung der RICHTTAFELN 2018 G der Heubeck-Richttafeln-GmbH bewertet. Dabei betrugen die versicherungsmathematischen Annahmen 1,48 (1,05) % für den Rechnungszins und 2,20 (2,20) % für den Gehaltstrend. Verpflichtungen aus Altersteilzeit-Arbeitsverhältnissen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr wurden nicht abgezinst. Die Aufstockungsbeträge haben überwiegend Entlohnungscharakter. Für die Verträge zur Altersteilzeit wurde die gesetzlich vorgesehene Insolvenzsicherung von Altersteilzeitguthaben durch Übertragen eines Sicherungsvermögens auf einen Treuhänder realisiert. Dieses Wertguthaben ist in Investmentanteilen angelegt. Der daraus resultierende Zeitwert wurde nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den sonstigen Rückstellungen aus Altersteilzeit verrechnet. Die Bewertung der Investmentanteile zum beizulegenden Zeitwert haben wir mittels gehandelter Marktpreise vorgenommen. Den Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem NÜRNBERGER Zeitwertkonto stehen Fondsanteile bei einer Fondsgesellschaft gegenüber. Der Erhalt des Nominalwerts der von den Mitarbeitern eingebrachten Beträge wird garantiert. Nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB haben wir die Rückstellungen und das Fondsvermögen saldiert auf der Aktivseite ausgewiesen. Die Fondsanteile wurden mit dem von der Fondsgesellschaft übermittelten beizulegenden Zeitwert bewertet, die Verpflichtungen mit dem Erfüllungsbetrag. Die Rückstellungen für Abfertigungs-, Jubiläums- und Sonderzahlungen sowie Verpflichtungen aus Altersteilzeit, Lebensarbeitszeitkonten und NÜRNBERGER Zeitwertkonten sind in der Position Sonstige Rückstellungen erfasst. Weitere dort ausgewiesene Rückstellungen und die Steuerrückstellungen berücksichtigen die erkennbaren ungewissen Verpflichtungen in angemessener Höhe mit ihrem notwendigen Erfüllungsbetrag. Soweit die Laufzeit dieser weiteren sonstigen Rückstellungen mehr als ein Jahr beträgt, wird nach § 298 Abs. 1 in Verbindung mit § 253 Abs. 2 HGB eine Abzinsung mit dem der Restlaufzeit entsprechenden Zinssatz vorgenommen. Diesen macht die Deutsche Bundesbank auf Grundlage der Rückstellungsabzinsungsverordnung bekannt. Die übrigen nicht einzeln erwähnten Ausweispositionen sind zu Nominalwerten bzw. mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. WährungsumrechnungDie Berichtswährung der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG ist der Euro. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden am Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Es gilt der Grundsatz der Einzelbewertung. Für Fremdwährungstransaktionen haben wir den Devisenkassakurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls zugrunde gelegt. Aus der Fremdwährungsbewertung von Vermögensgegenständen - ausgenommen Kapitalanlagen - und Verbindlichkeiten resultierende Kursgewinne und -verluste innerhalb einer Währung wurden saldiert. Der in Fremdwährung aufgestellte Jahresabschluss einer ausländischen Tochtergesellschaft wird nach dem Konzept der modifizierten Stichtagskursmethode in die Berichtswährung umgerechnet. Dabei kommt für Aktiv- und Passivposten der Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag zur Anwendung; davon ausgenommen ist das Eigenkapital, das zu historischen Kursen umgerechnet wird. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen, die aus der Umrechnung der Bilanzposten sowie aus der Umrechnung des Jahresergebnisses entstehen, werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und in der Position Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung ausgewiesen. Anteilsbesitzaufstellung nach § 313 Abs. 2 HGBFolgende Tochter- und assoziierte Unternehmen, an denen die NÜRNBERGER Beteiligungs-AG unmittelbar oder über Konzernunternehmen mittelbar beteiligt ist, bilden zum 31. Dezember 2024 den Konsolidierungskreis: Tochterunternehmen
Auf die Einbeziehung der nach § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB als Zweckgesellschaft zu qualifizierenden Versorgungskasse der NÜRNBERGER VERSICHERUNGSGRUPPE e. V., Nürnberg, haben wir wegen deren untergeordneter Bedeutung verzichtet. Assoziierte Unternehmen
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Ein Konzernunternehmen ist unbeschränkt haftender Gesellschafter. Mit Ausnahme der Pasinger Hofgärten Fonds GmbH & Co. KG, bei der der Stimmrechtsanteil 32,61 % beträgt, stimmen die Stimmrechtsanteile mit den Kapitalanteilen überein. Andere BeteiligungsunternehmenÜber den Konsolidierungskreis hinaus hält die NÜRNBERGER Beteiligungs-AG unmittelbar oder mittelbar die in der folgenden Tabelle enthaltenen Beteiligungen einschließlich der diesen in der Anteilsbesitzaufstellung zuzurechnenden Anteile an Investmentvermögen. Darin werden auch die Gesellschaften ausgewiesen, bei denen Konzernunternehmen persönlich haftende Gesellschafter ohne Kapitalbeteiligung sind:
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Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 Erläuterungen zur KonzernbilanzAktiva Entwicklung der Aktivposten A, B I bis II im Geschäftsjahr 2024 in Tsd. EUR
Die Zu- bzw. Abschreibungen auf Beteiligungen an assoziierten Unternehmen enthalten auch die Ergebnisanteile aus der Fortschreibung des Equity-Wertansatzes. A.II. Geschäfts- oder FirmenwertAußerplanmäßige Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert waren nicht vorzunehmen. B. Kapitalanlagen - ZeitwerteDie Zeitwerte im Grundbesitz wurden entsprechend den Empfehlungen der BaFin und des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) in der Regel nach dem Ertragswertverfahren ermittelt. Sämtliche Grundstücke wurden im Jahr 2024 bewertet, für eine Vielzahl der Objekte lagen externe Gutachten vor. Die Zeitwerte von Beteiligungen und anderen Kapitalanlagen, die nicht börsennotiert sind, haben wir grundsätzlich auf der Grundlage des Ertragswertverfahrens ermittelt. Sofern ertragsorientierte Verfahren nicht zum Einsatz kommen konnten, wurden substanzorientierte Verfahren angewendet. Zur Ermittlung der Zeitwerte börsennotierter Wertpapiere haben wir die Stichtagskurse zum Jahresende verwendet. Die Zeitwerte der zum Nennwert bzw. zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten verzinslichen und nicht börsennotierten Kapitalanlagen einschließlich der Hypotheken- und Grundschuldforderungen wurden auf Basis der Zero-Euro-Kurve zum Jahresende zuzüglich angemessener Risikozuschläge ermittelt. Die Bewertung der Hypotheken- und Grundschuldforderungen berücksichtigt die verbleibenden Laufzeiten und die Kündigungswahrscheinlichkeiten der Finanzinstrumente. Die Buchwerte der Namensschuldverschreibungen enthalten keine Agien und Disagien. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, unter Position B.II.5. mit einem Buchwert von 6,1 Mio. EUR stand ein beizulegender Zeitwert von 6,0 Mio. EUR gegenüber. Die Wertminderung ist voraussichtlich nicht von Dauer, da das betroffene Darlehen zum Nennwert zurückbezahlt wird. Die Relation Zeitwert zu Buchwert betrug 99,83 %. Verzinslichen Wertpapieren unter Position B.III.2. mit einem Buchwert von 7.370,6 Mio. EUR stand ein beizulegender Zeitwert von 5.756,3 Mio. EUR gegenüber. Die Wertminderung ist voraussichtlich nicht von Dauer, da es sich dabei um Rentenpapiere handelt, die zum Nennwert zurückbezahlt werden. Die Relation Zeitwert zu Buchwert betrug 78,10 %. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenforderungen unter Position B.III.3. mit einem Buchwert von 0,4 Mio. EUR stand ein beizulegender Zeitwert von 0,4 Mio. EUR gegenüber. Die Wertminderung ist voraussichtlich nicht von Dauer, da die betroffenen Darlehen zum Nennwert zurückbezahlt werden. Die Relation Zeitwert zu Buchwert betrug 99,16 %. Sonstigen Ausleihungen unter Position B.III.4. mit einem Buchwert von 5.155,4 Mio. EUR stand ein beizulegender Zeitwert von 4.292,8 Mio. EUR gegenüber. Die Wertminderung ist voraussichtlich nicht von Dauer, da es sich dabei um Rentenpapiere handelt, die zum Nennwert zurückbezahlt werden. Die Relation Zeitwert zu Buchwert betrug 83,27 %. Bei den oben genannten Wertpapieren, die stille Lasten aufweisen, besteht eine dauerhafte Halteabsicht. Es liegen keine Gründe vor, die gegen eine dauerhafte Haltemöglichkeit sprechen. Bei festverzinslichen Wertpapieren mit einem Investmentgrade-Rating gehen wir somit von einer Rückzahlung zum Nennwert aus. Bei Schuldtiteln mit High-Yield-Rating wird auf den Nennwert ein Abschlag gemäß der Ausfallwahrscheinlichkeit vorgenommen. Das Vorliegen von stillen Lasten auf Basis von zinsinduzierten Marktwertveränderungen wird nicht als Indikator für eine dauerhafte Wertminderung angesehen. B.I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden GrundstückenDer Bilanzwert der überwiegend im Rahmen unserer Tätigkeit genutzten eigenen Grundstücke und Bauten betrug zum 31. Dezember 2024 153,5 Mio. EUR. B.II.3. Beteiligungen an assoziierten UnternehmenAus den wesentlichen assoziierten Unternehmen ergibt sich folgende verkürzte Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung:
Negative, nicht passivierte Equity-Werte bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von 5 Tsd. EUR. Im Equity-Buchwert ist kein Geschäfts- oder Firmenwert enthalten. B.III.1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche WertpapiereAngaben zu Investmentvermögen nach § 314 Abs. 1 Nr. 18 HGB:
B.III.6. Andere KapitalanlagenZur Absicherung des Währungsrisikos aus USD-Anlagen eines unter den anderen Kapitalanlagen ausgewiesenen Investmentvermögens im Bereich Private Equity (einschließlich Infrastruktur und Real Estate) wurden Devisentermingeschäfte (Forwards) abgeschlossen. Zum Stichtag stand dem Bestand von 701,6 Mio. USD ein Forward-Volumen von 594,9 Mio. USD gegenüber. Das abgesicherte Risiko entspricht den Währungsänderungen des USD-Bestands. E.III. Andere VermögensgegenständeHier sind überwiegend die vorausgezahlten Versicherungsleistungen von 51,7 Mio. EUR ausgewiesen. F.II. Sonstige RechnungsabgrenzungspostenDie Position enthält unter anderem das Agio auf Namensschuldverschreibungen in Höhe von 28,3 Mio. EUR. G. Aktive latente SteuernLatente Steuern entfallen auf folgende Positionen:
PassivaA. EigenkapitalGezeichnetes Kapital, Kapitalrücklage und gesetzliche Rücklage stimmen mit den Bilanzansätzen bei der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG überein. Deren voll eingezahltes Grundkapital beträgt 40.320.000 EUR und ist eingeteilt in 11.520.000 Stückaktien ohne Nennwert mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 3,50 EUR je Stückaktie. Zum 31. Dezember 2024 ergibt sich eine Einteilung des betragsmäßig unveränderten Grundkapitals in 11.514.672 vinkulierte und 5.328 nichtvinkulierte auf den Namen lautende Stückaktien ohne Nennwert. Die vinkulierten Namensaktien können nur mit Zustimmung der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG übertragen werden. Die nicht beherrschenden Anteile umfassen die konzernfremden Gesellschaftern zustehenden Anteile am Eigenkapital von Tochterunternehmen. Die Veränderung des Eigenkapitals ist dem separaten Abschlussbestandteil „Eigenkapitalspiegel“ zu entnehmen. C.IV. Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige BeitragsrückerstattungDiese umfasst neben der Rückstellung für tatsächliche Beitragsrückerstattung von 1.638,8 (1.596,2) Mio. EUR einen Anteil für latente Beitragsrückerstattung von 454,6 (436,8) Mio. EUR. Die Rückstellung für tatsächliche Beitragsrückerstattung setzt sich wie folgt zusammen:
E.I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenDer Erfüllungsbetrag der gesamten Pensionsverpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen:
Aus dem Erfüllungsbetrag abzüglich des anteiligen Vermögens aus der Versorgungskasse von 7,7 Mio. EUR ergeben sich Pensionsrückstellungen von 179,1 Mio. EUR. Nach § 298 Abs. 1 in Verbindung mit § 253 Abs. 6 HGB ist für Pensionsrückstellungen der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren zu ermitteln. Dieser beträgt zum 31. Dezember 2024 insgesamt - 1,5 Mio. EUR, wobei - 1,2 Mio. EUR auf Verpflichtungen aus Direktzusagen und - 0,3 Mio. EUR auf bilanzierte mittelbare Verpflichtungen entfallen. In Ausübung des Wahlrechts nach Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB wurden im Konzern mittelbare Pensionsverpflichtungen von - nach Abzug des Kassenvermögens der Versorgungskasse - 273,6 Mio. EUR nicht passiviert. E.III. Sonstige RückstellungenIm Wesentlichen wurden Rückstellungen für folgende Verpflichtungen gebildet:
Darüber hinaus weisen wir unter anderem Rückstellungen für Fondsverwaltung, Instandhaltung, Aufsichtsratsvergütung, Abschlussprüfung und Steuerzinsen aus. Den Verpflichtungen aus Altersteilzeit von 2,1 Mio. EUR stehen Investmentanteile im Rahmen eines treuhänderisch verwalteten Sicherungsvermögens mit einem beizulegenden Zeitwert von 1,0 Mio. EUR (bei Anschaffungskosten von 0,9 Mio. EUR) gegenüber. Saldiert ergibt sich eine auszuweisende Rückstellung von 1,1 Mio. EUR. Unter den in Position III.6. der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen sonstigen Aufwendungen sind Aufwendungen von 13 Tsd. EUR enthalten. Den Verpflichtungen aus dem NÜRNBERGER Zeitwertkonto von 30,3 Mio. EUR steht der korrespondierende beizulegende Zeitwert des Fondsvermögens von 28,1 Mio. EUR (bei Anschaffungskosten von 26,2 Mio. EUR) gegenüber. Saldiert ergibt sich eine auszuweisende Rückstellung von 2,2 Mio. EUR. In den in Position III.5. der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten sonstigen Erträgen saldieren sich Aufwendungen für die Rückstellung von 352 Tsd. EUR mit Erträgen aus dem Fondsvermögen von 984 Tsd. EUR. Den Verpflichtungen aus dem Lebensarbeitszeitkonto von 17,7 Mio. EUR haben wir mit dem korrespondierenden Zeitwert aus der Rückdeckungsversicherung von 16,7 Mio. EUR verrechnet. Saldiert ergibt sich eine auszuweisende Rückstellung von 1,0 Mio. EUR. In den in Position III.5. der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten sonstigen Erträgen saldieren sich Aufwendungen für die Rückstellung von 8,6 Mio. EUR mit Erträgen von 17,4 Mio. EUR. G. Andere VerbindlichkeitenDie anderen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren betragen 342,6 Mio. EUR. G.I.1. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber VersicherungsnehmernDie darin enthaltenen verzinslich angesammelten Überschussanteile der Versicherungsnehmer betragen 388,3 Mio. EUR. G.III. Verbindlichkeiten gegenüber KreditinstitutenVerbindlichkeiten von 7,8 Mio. EUR sind durch Abtretung von Forderungen bzw. Sicherheiten gesichert. G.IV. Sonstige VerbindlichkeitenBei der Fürst Fugger Privatbank AG beliefen sich die Kundeneinlagen zum Bilanzstichtag auf 521,2 Mio. EUR. H. RechnungsabgrenzungspostenDas hier enthaltene Disagio beträgt 2,7 Mio. EUR. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungI.1.a) und II.1.a) Gebuchte BruttobeiträgeDie gebuchten Bruttobeiträge verteilen sich wie folgt:
I.2. Technischer Zinsertrag für eigene RechnungHier wird nach § 38 Abs. 1 RechVersV die Zinszuführung zur Brutto-Rentendeckungsrückstellung ausgewiesen. I.4. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene RechnungIm Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft für eigene Rechnung hat sich für unsere Schadenversicherungs-Unternehmen aus der Abwicklung der aus dem Vorjahr übernommenen Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle ein Verlust von 6,6 % (im Vorjahr 3,3 % Gewinn) ergeben. I.7. und II.9. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene RechnungDie Abschlussaufwendungen betreffen mit 161,2 (158,7) Mio. EUR das Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft und mit 325,5 (365,7) Mio. EUR das Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft. Die Verwaltungsaufwendungen verteilen sich mit 175,4 (156,0) Mio. EUR auf das Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft und mit 104,9 (98,7) Mio. EUR auf das Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft. II.10.c) und III.3.c) Abschreibungen auf KapitalanlagenDie Abschreibungen auf Kapitalanlagen enthalten außerplanmäßige Abschreibungen nach § 341b in Verbindung mit § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB von 51,2 (76,8) Mio. EUR. III.5. Sonstige Erträge und III.6. Sonstige AufwendungenIm Berichtsjahr ergaben sich aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen Erträge von 437 (289) Tsd. EUR und Aufwendungen von 2.184 (1.628) Tsd. EUR. Aus der Währungsumrechnung waren Erträge von 1.188 (496) Tsd. EUR sowie Aufwendungen von 2.194 (513) Tsd. EUR auszuweisen. Wesentliche periodenfremde Erträge fielen aus der Auflösung nichtversicherungstechnischer Rückstellungen mit 24.711 (8.259) Tsd. EUR an. III.10. Außerordentliche AufwendungenIm Geschäftsjahr sind außerordentliche Aufwendungen von 37,1 Mio. EUR aus der Zuführung zur Rückstellung für Restrukturierungsmaßnahmen und der Erhöhung der zugehörigen Verbindlichkeiten angefallen. III.12. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDer tatsächliche Ertragsteueraufwand ist 2024 um 68,6 (0,2) Mio. EUR höher als der erwartete Ertragsteueraufwand. Ausgehend vom Ergebnis vor Ertragsteuern ergibt sich folgende Überleitung vom erwarteten zum tatsächlichen Ertragsteueraufwand:
Der erwartete Ertragsteueraufwand ergibt sich durch Multiplikation des Ergebnisses vor Ertragsteuern mit dem Konzernertragsteuersatz. Der Konzernertragsteuersatz von 32,18 (32,18) % setzt sich zusammen aus dem Körperschaftsteuersatz von 15,00 (15,00) %, dem Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer von 5,50 (5,50) % und dem Gewerbesteuersatz der Obergesellschaft von 16,35 (16,35) %. Auswirkungen des MindeststeuergesetzesUnsere Unternehmensgruppe mit der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG als oberste Muttergesellschaft fällt in den Anwendungsbereich des Mindeststeuergesetzes. Der Schwerpunkt unserer Geschäftstätigkeit befindet sich im Inland. Im Ausland sind wir im Wesentlichen mit unseren vollkonsolidierten Investmentfonds tätig. Unsere Unternehmensgruppe gilt nach § 83 MinStG als sogenannte Unternehmensgruppe mit untergeordneter internationaler Tätigkeit und ist aufgrund dessen bis einschließlich 2028 im Inland von der Mindeststeuer befreit. Die Entstehung von Mindeststeuer für unsere Investmentfonds im Ausland wird durch die Anwendung von speziell für solche Vehikel vorgesehenen Wahlrechten und Sondervorschriften vermieden. Im Geschäftsjahr hat sich kein Steueraufwand aufgrund des Mindeststeuergesetzes ergeben. Erläuterungen zur KapitalflussrechnungDen Kapitalfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit haben wir nach der indirekten Methode dargestellt. Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des NÜRNBERGER Konzerns im Lauf des Geschäftsjahres durch Zu- und Abflüsse verändert haben. Dabei werden die Zahlungsströme in laufende Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit dreigeteilt. Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds umfasst die laufenden Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand und entspricht damit der Aktivposition E.II. der Konzernbilanz. In die Position 8. Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge sowie Berichtigungen des Periodenergebnisses sind -1.157,2 (-947,7) Mio. EUR aus nicht realisierten Gewinnen und Verlusten aus fondsgebundenen Versicherungen eingeflossen. Sonstige AngabenAufsichtsrat und VorstandMitglieder des Aufsichtsrats:
* Arbeitnehmervertreter Mitglieder des Vorstands:
Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im NÜRNBERGER Konzern beliefen sich im Berichtsjahr auf 5.399 (5.456) Tsd. EUR. Darin eingeschlossen sind Vergütungen in Höhe von 75 (62) Tsd. EUR, die die Vorstandsmitglieder für Aufsichtsrats-, Beirats- oder sonstige Mandate oder Ämter erhalten haben. Frühere Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen erhielten 5.097 (4.311) Tsd. EUR. Für den betroffenen Personenkreis bestanden zum 31. Dezember 2024 Pensionsrückstellungen von 76.732 (80.248) Tsd. EUR. Für Altersversorgungs-Verpflichtungen von 3.110 (3.379) Tsd. EUR waren nach Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB keine Rückstellungen zu bilden. Für das Jahr 2024 ergaben sich Aufwendungen für die Aufsichtsratsmitglieder der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG aus den Aufsichtsräten im Konzern von 744 (832) Tsd. EUR. Darin enthalten sind auch Bezüge für die Mitgliedschaft in den Ausschüssen der Aufsichtsräte. PersonalUnsere in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen beschäftigten in Deutschland und Österreich im Jahresdurchschnitt 4.114 (4.244) Mitarbeiter.
Der Personalaufwand von 349,9 (325,0) Mio. EUR verteilt sich auf:
Ereignisse nach dem BilanzstichtagNach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge eingetreten, die die Lage des Konzerns wesentlich verändert hätten. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenDie betriebliche Altersversorgung unserer Mitarbeiter wurde im Wesentlichen von der Versorgungskasse der NÜRNBERGER VERSICHERUNGSGRUPPE e. V. getragen. Mitglieder dieser rechtlich selbstständigen Unterstützungskasse sind alle hauptberuflichen, fest angestellten Mitarbeiter von Gesellschaften des NÜRNBERGER Konzerns (Trägerunternehmen) mit Eintrittsdatum bis Ende 2003. Die Kasse wird weiterhin durch Zuweisungen der Trägerunternehmen finanziert. Neue Anwartschaften aus diesem System entstehen nur noch in geringem Umfang, da die Versorgungskasse für Neuzugänge ab 1. Januar 2004 geschlossen und die wesentlichen Komponenten der arbeitgeberfinanzierten betrieblichen Altersversorgung unserer Mitarbeiter auf ein beitragsorientiertes Versorgungssystem umgestellt wurden. Die aus den Leistungszusagen der Kasse nach § 253 HGB errechneten nicht bilanzierten Versorgungsverpflichtungen des Konzerns belaufen sich auf 387,6 Mio. EUR. Das anteilige Kassenvermögen beträgt unter Berücksichtigung stiller Reserven 114,0 Mio. EUR, sodass nicht bilanzierte mittelbare Versorgungsverpflichtungen von 273,6 Mio. EUR bestehen. Die Bildung des Kassenvermögens unterliegt den Vorschriften des § 4d EStG. An 6 (6) Personenhandelsgesellschaften sind Konzernunternehmen als persönlich haftende Gesellschafter beteiligt. Nach den aktuellen Risikoberichten ist nicht mit einer Haftung zu rechnen. Die Verbindlichkeiten aus Bürgschaften betragen 0,8 Mio. EUR. Da erfahrungsgemäß die überwiegende Anzahl von Bürgschaften ohne Inanspruchnahme ausläuft, ist das Risiko als gering einzustufen. Als Aktionärin der Fürst Fugger Privatbank AG hat sich die NÜRNBERGER Beteiligungs-AG nach § 5 Abs. 10 des Statuts des innerhalb des Bundesverbands deutscher Banken e. V. bestehenden Einlagensicherungsfonds verpflichtet, den Bundesverband von allen Verlusten freizustellen, die diesem durch Maßnahmen nach § 2 Abs. 2 des Statuts zugunsten der Fürst Fugger Privatbank AG entstehen. Aufgrund der aktuellen Planung der Fürst Fugger Privatbank AG ist nicht mit einer Inanspruchnahme zu rechnen. Auf der Grundlage bestehender Kooperationsverträge nehmen wir Rechtsdienstleistungen für den Bereich der betrieblichen Altersversorgung in Anspruch. Hierfür bestehen Haftungsfreistellungen zugunsten der Dienstleister durch die NÜRNBERGER Lebensversicherung AG. Das sich daraus ergebende Risiko ist als sehr gering einzustufen, da es sich bei den erbrachten Dienstleistungen um standardisierte Vorgänge handelt. Konzernunternehmen sind nach § 221 Abs. 1 VAG Mitglied des Sicherungsfonds für die Lebensversicherer. Der Sicherungsfonds kann über das bestehende Vermögen hinaus auf Grundlage der Sicherungsfonds-Finanzierungs-Verordnung (Leben) Sonderbeiträge von 1 ‰ der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen erheben; dies entspricht einer Verpflichtung von 17,5 Mio. EUR. Zusätzlich besteht die Verpflichtung, dem Sicherungsfonds oder alternativ der Protektor Lebensversicherungs-AG finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, sofern die Mittel des Sicherungsfonds bei einem Sanierungsfall nicht ausreichen. Sie beträgt 1 % der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen unter Anrechnung der zu diesem Zeitpunkt bereits an den Sicherungsfonds geleisteten Beiträge. Zum Bilanzstichtag ergibt sich eine Verpflichtung von 156,6 Mio. EUR. Weiter resultieren finanzielle Verpflichtungen daraus, dass der Sicherungsfonds für die Krankenversicherer laut § 226 Abs. 6 VAG nach der Übernahme von Versicherungsverträgen zur Erfüllung seiner Aufgaben Sonderbeiträge von bis zu 2 ‰ der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen von den Krankenversicherungs-Unternehmen erheben kann; dies entspricht einer Verpflichtung von 3,7 Mio. EUR. Ein Tochterunternehmen hat sich gegenüber zwei Mitaktionären eines Enkelunternehmens verpflichtet, in jeweils zwei definierten Zeiträumen deren Aktienbestände am Enkelunternehmen zu übernehmen, sofern sie von den Mitaktionären angedient werden. Voraussetzung ist eine unkritische Solvenzquote beim erwerbenden Tochterunternehmen vor und nach dem Kauf bzw. die Zustimmung der BaFin. Der Kaufpreis orientiert sich am jeweils aktuellen Zeitwert der zu übertragenden Aktien. Der erste der beiden Zeiträume ist zwischenzeitlich abgelaufen, ohne dass Aktien angedient wurden. Darüber hinaus bestehen finanzielle Verpflichtungen aus nicht börsennotierten Kapitalanlagen mit Eigenkapitalcharakter von 447,2 Mio. EUR, Infrastrukturinvestments von 396,1 Mio. EUR sowie gegenüber Immobilienfonds von 84,6 Mio. EUR. Weitere finanzielle Verpflichtungen ergeben sich aus zugesagten, noch nicht ausgezahlten Grundschulden und Krediten im Umfang von 11,8 Mio. EUR sowie aus Miet-, Leasing- und Serviceverträgen mit jährlich 15,0 Mio. EUR. Die Landesarbeitsgerichte München und Köln lösten durch unterschiedliche Auffassungen die rechtliche Unsicherheit aus, ob gezillmerte Tarife in der betrieblichen Altersversorgung zulässig sind. Aufgrund dessen wurde ein Teil der Firmenkunden für den Fall, dass später auf Grundlage einer gerichtlichen Entscheidung Ansprüche erhoben werden, von entsprechenden Zahlungsforderungen freigestellt. Diese Haftungsfreistellung gilt für alle Neuabschlüsse in den Jahren 2007 bis 2016. Voraussetzung dafür ist, dass der Firmenkunde und dessen Arbeitnehmer ordnungsgemäß über die Abschlusskosten-Verrechnung aufgeklärt wurden und dass die jeweils gültigen Anträge sowie Vereinbarungen zur Entgeltumwandlung verwendet wurden. Infolge der Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts vom 15. September 2009 ist die Eintrittswahrscheinlichkeit des Haftungsfalls als sehr gering anzusehen. Außerbilanzielle GeschäfteZum Bilanzstichtag ergeben sich finanzielle Verpflichtungen aus sieben Vorkäufen von Schuldscheindarlehen in Höhe von 315,0 Mio. EUR und sechs Vorkäufen von Namensschuldverschreibungen in Höhe von 215,0 Mio. EUR. Zielsetzung der Vorkäufe war bzw. ist, uns frühzeitig einen attraktiven Zinssatz über einen längeren Zeitraum nach Erwerb der Schuldscheindarlehen und der Namensschuldverschreibungen in den Jahren 2025 bis 2028 zu sichern. Emittenten der Schuldscheindarlehen sind die Länder Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg sowie die Stadt Brüssel. Emittenten der Namensschuldverschreibungen sind die Commerzbank AG, Stadtsparkasse Düsseldorf, DZ Hyp AG, die Münchener Hypothekenbank eG sowie die Norddeutsche Landesbank. Der Zeitwert dieser derivativen Finanzinstrumente wurde auf Basis der Zero-Euro-Kurve und angemessener Risikozuschläge ermittelt und beträgt für zwei Schuldscheindarlehen 5,3 Mio. EUR sowie für die restlichen fünf Schuldscheindarlehen -37,8 Mio. EUR und für die Namensschuldverschreibungen -39,4 Mio. EUR. Diese schwebenden Geschäfte dienten bzw. dienen der Absicherung eines angemessenen Wiederanlagezinses. Allerdings ist der Zins bei den in den Vorjahren abgeschlossenen Vorkäufen mittlerweile über den vereinbarten Zinssatz gestiegen. Dies würde bei gleichbleibendem Zinssatz zu bilanziellen Verlusten in Höhe der den Nennwert übersteigenden Anschaffungskosten des Basisinstruments führen, darüber hinaus zu entgangenen höheren Erträgen. Auch für den im Geschäftsjahr abgeschlossenen Vorkauf kann nicht ausgeschlossen werden, dass aufgrund eines Zinsanstiegs über den vereinbarten Zinssatz hinaus ebenfalls diese Situation eintritt. Des Weiteren besteht grundsätzlich die Gefahr eines bonitätsbedingten Ausfalls der Emittenten. AbschlussprüferDas vom Konzernabschlussprüfer (PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar entfällt in Höhe von 2.684 Tsd. EUR auf die Abschlussprüfungen und in Höhe von 502 Tsd. EUR auf andere Bestätigungsleistungen. Steuerberatungsleistungen wurden nicht vergeben. Auf sonstige Leistungen entfällt ein Honorar von 2 Tsd. EUR. Darüber hinaus ergab sich für Abschlussprüfungen durch Netzwerkgesellschaften des Konzernabschlussprüfers ein Honorar von 509 Tsd. EUR; weitere Leistungen wurden nicht vergeben. Die dargestellten Werte beinhalten keine Umsatzsteuer. Gewinnverwendungsvorschlag für das Mutterunternehmen
Sofern die Gesellschaft im Zeitpunkt der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung unmittelbar oder mittelbar eigene Aktien hält, sind diese nach dem Aktiengesetz nicht dividendenberechtigt. Der auf die nicht dividendenberechtigten Stückaktien entfallende Teilbetrag wird bei einer Ausschüttung von 0,14 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie ebenfalls auf neue Rechnung vorgetragen.
Nürnberg, 20. März 2025 Vorstand der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG Harald Rosenberger Katja Briones-Schulz Christine Kaaz Wolfram Politt Andreas Politycki Dr. Thomas Reimer Dr. Jürgen Voß Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die NÜRNBERGER Beteiligungs-AG, Nürnberg PrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG, Nürnberg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2024, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 21. März 2025 PricewaterhouseCoopers GmbH Christine Keller, Wirtschaftsprüferin ppa. Marina Haag, Wirtschaftsprüferin Bericht des AufsichtsratsIm Geschäftsjahr 2024 hat der Aufsichtsrat seine Aufgaben und Pflichten, die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegen, uneingeschränkt wahrgenommen. Die Teilnahmequote der Mitglieder in den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse lag bei 97,2 %. Eine Übersicht zur Präsenz der Aufsichtsratsmitglieder in Aufsichtsrats- und Ausschusssitzungen findet sich am Ende dieses Berichts. Die Sitzungen des Plenums und der Ausschüsse fanden überwiegend in Präsenz statt. Einzelne Sitzungen wurden auch virtuell per Videokonferenz oder als Hybridsitzung abgehalten, das heißt, mit Teilnehmern vor Ort und per Videokonferenz. Der Aufsichtsrat überwachte den Vorstand kontinuierlich bei der Geschäftsführung der Gesellschaft und beriet ihn bei allen für das Unternehmen wichtigen Belangen. Im Rahmen der Überwachungs- und Beratungstätigkeit ließ sich der Aufsichtsrat vom Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Lage der Gesellschaft sowie über ihre wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung berichten. Zusammenwirken von Aufsichtsrat und VorstandDie Zusammenarbeit von Aufsichtsrat und Vorstand basierte auf einem offenen und konstruktiven Dialog. So war der Aufsichtsrat in alle wichtigen Geschäftsvorgänge und Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen rechtzeitig und unmittelbar eingebunden. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig mündlich bzw. schriftlich über alle wichtigen Geschäftsvorgänge. In den Sitzungen wurden die vorgetragenen Informationen und Erläuterungen ausführlich bei Bedarf mit dem Vorstand diskutiert. Soweit dies nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung erforderlich war, hat der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung Beschluss gefasst. Der Vorstand hat damit seine Berichtspflicht gegenüber dem Aufsichtsrat sowohl mündlich als auch schriftlich vollumfänglich erfüllt. Außerhalb der Sitzungen unterrichtete der Vorstand den Aufsichtsrat, wenn erforderlich, zeitnah und umfassend über wichtige Ereignisse im Konzern. Die Vertreter der Aktionäre bzw. der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat konnten sich bei Bedarf vor den Aufsichtsratssitzungen in Gesprächen mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats über aktuelle Themen austauschen. Der Aufsichtsratsvorsitzende wurde darüber hinaus fortlaufend von wesentlichen Entwicklungen und Entscheidungen in Kenntnis gesetzt und stand mit dem Vorsitzenden des Vorstands in ständigem Dialog. Sämtliche Vorstandsberichte zur Geschäftslage und alle Vorträge zu besonderen Themen wurden durch entsprechende Unterlagen begleitet, die jedes Aufsichtsratsmitglied jeweils vor der Sitzung zur Vorbereitung erhielt. Gleiches gilt für den Geschäftsbericht und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sowie für den gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht. Schwerpunkte der Beratungen im PlenumIm Berichtsjahr fanden sechs Aufsichtsratssitzungen statt, hierzu zählten auch zwei außerordentliche Sitzungen. Die Sitzung am 25. Juli 2024 wurde per Videokonferenz, die weiteren Sitzungen in Präsenz abgehalten. Dabei war der Aufsichtsrat stets beschlussfähig. Regelmäßig wurden mit dem Vorstand der Geschäftsverlauf sowie aktuelle Themen erörtert. Dabei ging der Aufsichtsrat wiederum intensiv auf die strategischen Überlegungen des Vorstands zu den einzelnen Geschäftsfeldern ein. Ausführlich und im Berichtszeitraum wiederkehrend hat sich der Aufsichtsrat - basierend auf entsprechenden Berichten des Vorstands - in für die Zukunftsausrichtung des Unternehmens wichtigen Belangen beraten, insbesondere zur schwierigen Lage der NÜRNBERGER Allgemeine Versicherungs-AG und den Auswirkungen auf den Konzern sowie dem Strategieprozess #vomICHzumWIR. Außerdem hat der Aufsichtsrat die Situation am Kapitalmarkt und die Lage in der deutschen Versicherungswirtschaft sowie die daraus resultierenden Risiken, Geschäftschancen und Maßnahmen der NÜRNBERGER beraten. Befasst hat er sich zudem mit der Umsetzung der aufsichtsrechtlichen, regulatorischen und gesetzlichen Anforderungen, insbesondere mit dem Erfüllungsgrad der aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsanforderungen. Die Entwicklung der Kapitalanlagen der NÜRNBERGER sowie das Risikomanagement wurden erneut eingehend besprochen. Über die wesentlichen Inhalte der internen Risikoberichterstattung zum jeweiligen Quartal ließ sich der Aufsichtsrat informieren. Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage im Geschäftsfeld Schadenversicherung hat der Aufsichtsrat im Rahmen der Wahrnehmung seiner Kontrollfunktion die Berichtspflichten des Vorstands intensiviert und Prüfungsmaßnahmen nach § 111 Absatz 2 Satz 2 AktG veranlasst. Darüber hinaus beschäftigte sich der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2024 schwerpunktmäßig mit folgenden konkreten Themen in den einzelnen Sitzungen: Am 21. März 2024 standen die Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2023, die Prüfung des gesonderten nichtfinanziellen Konzernberichts 2023 und die Vorschläge zur Beschlussfassung durch die Hauptversammlung 2024, wozu auch der Vorschlag zur Wahl eines Aufsichtsratsmitglieds gehörte, auf der Tagesordnung. Außerdem berichteten die zuständigen Mitglieder des Vorstands über die Lage der NÜRNBERGER Allgemeine Versicherungs-AG sowie über strategische Themen. Dazu gehörten der Umsetzungsfahrplan zur Strategie, insbesondere das Programm „Fit für die Zukunft“ sowie die IT-Strategie und die Kapitalanlage-Strategie. Auf Vorschlag des Personalausschusses wurden Beschlüsse zur Vergütung der Vorstandsmitglieder und zu Anpassungen in den Vorstands-Anstellungsverträgen gefasst. Nachdem in der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 14. Mai 2024 auch ein Mitglied des Aufsichtsrats gewählt wurde, wurde in einer am selben Tag stattfindenden außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats der Vorsitzende des Aufsichtsrats neu gewählt. Damit verbunden wurden auch für die Ausschüsse des Aufsichtsrats, die laut Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat zu bilden sind, die Mitglieder und, soweit erforderlich, deren Vorsitzende neu gewählt. Am 25. Juni 2024 befasste sich der Aufsichtsrat mit der Lage der Gesellschaft, der Konzernlage und der Prognose für das Jahr 2024. Die zuständigen Mitglieder des Vorstands gaben ein Update zu strategischen Themen aus vorangegangenen Sitzungen des Aufsichtsrats. Hierzu zählten vor allem die Lage der NÜRNBERGER Allgemeine Versicherungs-AG, aber auch die Profitabilität der NÜRNBERGER Lebensversicherung AG, der Ausbau der Ausschließlichkeitsorganisation, das Projekt DORA (Digital Operational Resilience Act) und das Programm „Fit für die Zukunft“. Auf Vorschlag des Personalausschusses wurden Beschlüsse zur vorzeitigen Beendigung einer Vorstandsbestellung und zur Anpassung der Geschäftsverteilung im Vorstand gefasst. In einer außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats am 25. Juli 2024 erfolgte zur Klarstellung eine Änderung der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat verbunden mit der Neuwahl der Mitglieder aller Ausschüsse des Aufsichtsrats. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat erneut mit dem Programm „Fit für die Zukunft“ beschäftigt und über die damit verbundene „Betriebsvereinbarung über den Sozialen Rahmen“ Beschluss gefasst. Am 17. September 2024 ließ sich der Aufsichtsrat erneut über die Lage der Gesellschaft, die Konzernlage und die Prognose für das Jahr 2024 informieren. Ausführlich befasste sich der Aufsichtsrat mit der Lage der NÜRNBERGER Allgemeine Versicherungs-AG und dem vorgeschlagenen Maßnahmenplan sowie der Liquiditätssteuerung der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG. Außerdem berichteten die zuständigen Vorstandsmitglieder über den aktuellen Stand des Projektes DORA, des Ausbaus der Ausschließlichkeitsorganisation, des Programms „Fit für die Zukunft“, der Berichterstattung zur Nachhaltigkeit mit der Umsetzung der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) sowie über die Profitabilität in der Lebensversicherung. Zudem nahm der Aufsichtsrat aufgrund der Beschlussempfehlung des Prüfungsausschusses den Halbjahresfinanzbericht 2024 billigend zur Kenntnis. Auf Vorschlag des Personalausschusses beriet der Aufsichtsrat über spezielle Aspekte zur Vergütung für den Vorstand. Darüber hinaus wurden Beschlüsse zu kurzfristigen Veränderungen im Vorstandsressort Schadenversicherung mit der einvernehmlichen Beendigung der Vorstandsbestellung eines Vorstandsmitglieds und der vorgezogenen Neubestellung eines Vorstandsmitglieds gefasst. Der Vorsitzende des Nominierungsausschusses berichtete in der Sitzung über den Stand und das Verfahren zur Auswahl eines geeigneten Kandidaten für den Aufsichtsrat zur Nachfolge für ein ausscheidendes Mitglied. Nach eingehender Beratung beschloss der Aufsichtsrat - gestützt auf die Empfehlung des Nominierungsausschusses - dem Vorstand für dessen Antrag auf gerichtliche Bestellung eines Mitglieds des Aufsichtsrats die ausgewählte Person vorzuschlagen. Zudem wurde infolge des ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieds die erforderliche Nachwahl in den Personalausschuss und den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats thematisiert. Hierzu wurden im Nachgang zur Sitzung entsprechende Beschlüsse gefasst. Am 4. Dezember 2024 beschäftigte sich der Aufsichtsrat intensiv mit der herausfordernden Lage der NÜRNBERGER Allgemeine Versicherungs-AG und den damit verbundenen Lösungs- und weiterführenden Strategieoptionen für die Gesellschaft und den Konzern. Darüber hinaus befasste er sich mit dem voraussichtlichen Jahresergebnis 2024 der Gesellschaft sowie mit dem voraussichtlichen Konzernergebnis. Ebenso wurde die Konzernplanung für die Jahre 2025 bis 2027 besprochen und beschlossen. Außerdem berichteten die zuständigen Vorstandsmitglieder über den aktuellen Stand des Projektes DORA, des Ausbaus der Ausschließlichkeitsorganisation, des Programms „Fit für die Zukunft“ sowie der Berichterstattung zur Nachhaltigkeit mit der Umsetzung der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD). Weitere Themen in der Sitzung waren die Hauptversammlung 2025 sowie die jährliche Selbstbeurteilung des Aufsichtsrats. Auf Vorschlag des Personalausschusses wurde über die Angemessenheit der Vergütung der Vorstandsmitglieder beraten und beschlossen. Der Vorsitzende des Personalausschusses berichtete zur Verlängerung einer Vorstandsbestellung und zu den Zielvereinbarungen für das Jahr 2025 zur variablen Vergütung der Vorstandsmitglieder. Auf Vorschlag des Personalausschusses wurden im Nachgang zur Sitzung entsprechende Beschlüsse gefasst. Weitere Themen waren die fachliche Eignung und die persönliche Zuverlässigkeit der Aufsichtsratsmitglieder. Entsprechend der Vorgabe der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beurteilten die Aufsichtsratsmitglieder ihre Kenntnisse in den Themenfeldern Kapitalanlage, Versicherungstechnik, Rechnungslegung und Abschlussprüfung im Wege einer Selbsteinschätzung. Diese bildet die Grundlage eines vom Aufsichtsrat im Jahresrhythmus aufzustellenden Entwicklungsplans, in dem der Aufsichtsrat Themenfelder festlegt, in welchen das Gesamtgremium oder einzelne Aufsichtsratsmitglieder die entsprechenden Kenntnisse vertiefen wollen. Im Hinblick auf die Nachhaltigkeitsberichtserstattung und die hiermit im Zusammenhang stehende Selbsteinschätzung zur Unabhängigkeit der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder fasste der Aufsichtsrat Beschluss. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat die überarbeitete Vergütungs-Richtlinie der NÜRNBERGER (Stand Oktober 2024) und die angepasste Richtlinie zur fachlichen Eignung und persönlichen Zuverlässigkeit für Aktionärs- und Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat sowie Mitglieder des Vorstands (Stand Oktober 2024) beschlossen. Arbeit der AusschüsseNach der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat bestehen fünf Ausschüsse. Neben dem vom Mitbestimmungsgesetz vorgeschriebenen Vermittlungsausschuss sind dies der Prüfungsausschuss, der Ausschuss für Vermögensanlagen, der Personalausschuss und der Nominierungsausschuss. Die Ausschüsse bereiten die Beratungen und gegebenenfalls die Beschlüsse im Plenum vor. Darüber hinaus sind ihnen grundsätzlich für festgelegte Geschäftsvorgänge auch eigene Beschlusszuständigkeiten übertragen worden. Über die Arbeit der Ausschüsse erstatteten deren Vorsitzende dem Plenum in den einzelnen Aufsichtsratssitzungen ausführlich Bericht. Die Zusammensetzung der Ausschüsse kann im Geschäftsbericht 2024 der Übersicht unter „Allgemeines/Vorstand und Aufsichtsrat“ entnommen werden. Der Prüfungsausschuss tagte im Berichtszeitraum zweimal, im März und im September, um den Jahresabschluss der Gesellschaft und den Konzernabschluss 2023 ausführlich zu prüfen sowie den Halbjahresfinanzbericht 2024 zu erörtern. An allen Sitzungen nahm der Abschlussprüfer teil. Einen Schwerpunkt bildete dabei die Überprüfung der Qualität der Abschlussprüfung. Ebenso wurde die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers eingehend besprochen. Darüber hinaus gab der Prüfungsausschuss eine Empfehlung an den Aufsichtsrat zum Wahlvorschlag für den Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer sowie den Prüfer für den Nachhaltigkeitsbericht in der Hauptversammlung am 14. Mai 2024. Zudem erfolgte im Dezember eine weitere standardmäßige Berichterstattung des Abschlussprüfers im Rahmen der Vorprüfung zur Jahresabschlussprüfung. Diese wurde den Mitgliedern des Prüfungsausschusses sowie dem Gesamtgremium zur Verfügung gestellt. Außerdem befasste sich der Prüfungsausschuss regelmäßig eingehend mit dem Internen Überwachungssystem der NÜRNBERGER. Hierzu berichteten die verantwortlichen Inhaber der Unabhängigen Risikocontrollingfunktion, der Compliance-Funktion, der Internen Revisionsfunktion und der Versicherungsmathematischen Funktion persönlich und standen für Fragen der Ausschussmitglieder zur Verfügung. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses pflegte auch außerhalb der Sitzungen zu aktuellen Themen Kontakt zu einzelnen Vorstandsmitgliedern, zu verantwortlichen Inhabern der Schlüsselfunktionen und zu Leitern der entsprechenden Zentralbereiche. Zudem hat sich der Prüfungsausschuss mit dem Bericht der Monitoring-Stelle über die Billigung von Nichtprüfungsleistungen, die vom Abschlussprüfer erbracht werden, beschäftigt und hierzu keine Einwände erhoben. Er ließ sich von den zuständigen Vorstandsmitgliedern auch über die Rückversicherungs-Strategie sowie die Themen Nachhaltigkeit und Umsetzung der CSRD informieren. Zudem beauftragte er den Abschlussprüfer, die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, mit der Prüfung des gesonderten nichtfinanziellen Konzernberichts. Darüber hinaus wählte der Prüfungsausschuss aufgrund des Ausscheidens und der Neuwahl eines Ausschussmitglieds aus seiner Mitte einen neuen Vorsitzenden. Vom Ausschuss für Vermögensanlagen wurde die Zustimmung in den Fällen, die der Aufsichtsrat beziehungsweise die Geschäftsordnung für den Vorstand festlegt, im schriftlichen Verfahren eingeholt. Der Personalausschuss bereitete in vier Sitzungen im Wesentlichen die im Bericht zu den Schwerpunkten der Beratungen im Plenum bereits erwähnten Beschlüsse zu Vorstandsangelegenheiten, insbesondere zur Vergütung der Vorstandsmitglieder, zu den Vorstands-Anstellungsverträgen sowie zu Veränderungen im Vorstand, vor. In einer Sitzung im März 2025 beriet der Personalausschuss über die vorzeitige Beendigung der Bestellung eines Vorstandsmitglieds und über die Nachbesetzung. Auf Vorschlag des Personalausschusses fasste der Aufsichtsrat dazu Beschluss. Der Nominierungsausschuss kam im Berichtszeitraum zu vier Sitzungen zusammen. Er beriet vor allem ausführlich anhand eines entsprechenden Kompetenzprofils sowohl über den Wahlvorschlag für die Nachwahl eines Aufsichtsratsmitglieds der Aktionärsvertreter in der Hauptversammlung 2024 als auch über einen Vorschlag zur Unterstützung des durch den Vorstand der Gesellschaft gestellten Antrages auf gerichtliche Bestellung eines Aufsichtsratsmitglieds. In diesem Zusammenhang wurden jeweils entsprechende Beschlüsse gefasst. In einer Sitzung im Februar 2025 beriet der Nominierungsausschuss ausführlich anhand eines Kompetenzprofils über den Wahlvorschlag für die Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern der Aktionärsvertreter in der Hauptversammlung 2025. Auf Vorschlag des Nominierungsausschusses haben die Aktionärsvertreter des Aufsichtsrats über die zu wählenden Kandidaten Beschluss gefasst. Entsprechende Wahlvorschläge werden der Hauptversammlung 2025 vorgelegt. Der Vermittlungsausschuss musste im Berichtsjahr 2024 nicht tätig werden. Jahres- und Konzernabschluss sowie gesonderternichtfinanzieller KonzernberichtNachdem die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft auf Vorschlag des Aufsichtsrats in der Hauptversammlung 2024 zum Abschlussprüfer der Gesellschaft gewählt wurde, erhielt sie vom Vorsitzenden des Aufsichtsrats den Prüfungsauftrag. Sie hat den vom Vorstand der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG erstellten Jahresabschluss und Lagebericht sowie Konzernabschluss und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2024 nach den gesetzlichen Bestimmungen sowie nach den festgelegten Schwerpunkten eingehend geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Nach Vorabprüfung durch den Prüfungsausschuss, ergänzenden Erläuterungen durch den Abschlussprüfer und seiner eigenen Prüfung stimmte der Aufsichtsrat den Ergebnissen dieser Prüfung zu. Nach Vorabprüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts durch den Prüfungsausschuss und dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung dieser Abschlüsse und Berichte erhob der Aufsichtsrat keine Einwendungen. Er billigte den Jahresabschluss und den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2024. Der Jahresabschluss ist damit nach § 172 AktG festgestellt. Unter Berücksichtigung des Interesses der Aktionäre und der Gesellschaft hat der Aufsichtsrat mit dem Vorstand die Verwendung des Bilanzgewinns ausführlich beraten. Demzufolge soll eine Dividende von 0,14 EUR je Stückaktie ausgeschüttet werden. Nachdem die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit der Prüfung des gesonderten nichtfinanziellen Konzernberichts für das Geschäftsjahr 2024 beauftragt wurde, prüfte sie diesen. Darüber hinaus erläuterte der Vorstand dem Aufsichtsrat den Bericht und stand für Fragen zur Verfügung. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des gesonderten nichtfinanziellen Konzernberichts durch den Aufsichtsrat waren keine Einwendungen zu erheben. Um die Ergebnisse der Vorprüfung und der gesamten Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses sowie des gesonderten nichtfinanziellen Konzernberichts zu erläutern und Fragen aus dem Gremium zu besprechen, nahmen Vertreter der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zu einzelnen Tagesordnungspunkten an den Sitzungen des Prüfungsausschusses und an Sitzungen des Aufsichtsrats der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG teil. PersonaliaMit Wirkung zum Ablauf der Aufsichtsratssitzung am 17. September 2024 hat Dr. Wolf-Rüdiger Knocke sein Mandat als Aktionärsvertreter im Aufsichtsrat der Gesellschaft und alle mit diesem Amt verbundenen Mandate niedergelegt. Der Aufsichtsrat dankt ihm für seine langjährige, herausragende Tätigkeit als Mitglied und Vorsitzender des Aufsichtsrats. Auf Antrag des Vorstands, der vom Aufsichtsrat unterstützt wurde, wurde mit Wirkung zum 9. Oktober 2024 Marion Ebentheuer zum neuen Mitglied des Aufsichtsrats gerichtlich bestellt. Ihre Bestellung erfolgte zunächst bis zur ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft in 2025, damit die nächste Hauptversammlung in 2025 selbst eine Nachwahl vornehmen kann. Peter Meier legte sein Vorstandsmandat vorzeitig mit Wirkung zum Ablauf des 17. September 2024 nieder. Der Aufsichtsrat nahm die Amtsniederlegung zustimmend zur Kenntnis und dankte Peter Meier, der dem Vorstand seit 2021 angehörte, für sein Engagement und seine Tätigkeit. Zur Nachfolgerin als Mitglied des Vorstands der Gesellschaft bestellte der Aufsichtsrat Christine Kaaz mit Wirkung zum 18. September 2024. Zum 1. Juli 2024 war sie bereits zur Sprecherin des Vorstands der NÜRNBERGER Allgemeine Versicherungs-AG bestellt worden. Mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2024 legte Stefanie Schulze, Vertreterin der Gewerkschaften im Aufsichtsrat der Gesellschaft, ihr Mandat nieder. Der Aufsichtsrat hat Stefanie Schulze für das große und langjährige Engagement sowie für die immer sehr verlässliche und konstruktive Tätigkeit im Gremium ausdrücklich gedankt. Zum 1. Januar 2025 rückte Katharina Breitenbach aufgrund ihrer Wahl zum Ersatzmitglied für Stefanie Schulze vom 2. Februar 2023 in den Aufsichtsrat der Gesellschaft nach. Zum 9. Januar 2025 legte sie ihr Aufsichtsratsmandat wieder nieder. Mit Wirkung zum 4. März 2025 wurde auf Antrag des Vorstands Jan Duscheck als Vertreter der Gewerkschaften zum neuen Mitglied des Aufsichtsrats gerichtlich bestellt. Seine Bestellung erfolgte bis zur Beendigung der Hauptversammlung, welche über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2027 beschließt. Mit Wirkung zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 14. Mai 2025 hat Prof. Dr. Nadine Gatzert ihr Mandat als Aktionärsvertreterin im Aufsichtsrat der Gesellschaft niedergelegt. Der Aufsichtsrat dankte ihr ausdrücklich für ihr langjähriges und großes Engagement sowie für die immer sehr verlässliche und konstruktive Tätigkeit im Gremium. Ebenfalls mit Wirkung zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 14. Mai 2025 hat Walter Bockshecker, Vorsitzender des Aufsichtsrats der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG, sein Mandat als Aktionärsvertreter im Aufsichtsrat der Gesellschaft und alle mit diesem Amt verbundenen Mandate niedergelegt. Der Aufsichtsrat dankte ihm für sein großes Engagement und seine herausragende Tätigkeit als Mitglied und Vorsitzender des Aufsichtsrats. DankDer Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands sowie allen Mitarbeitern und Vertriebspartnern für ihr Engagement und ihre Leistungen in einem Geschäftsjahr, das erneut von vielen Herausforderungen und tiefgreifenden Veränderungen geprägt war.
Nürnberg, 1. April 2025 Walter Bockshecker, Vorsitzender des Aufsichtsrats Präsenz der Aufsichtsratsmitglieder in Aufsichtsrats- und Ausschusssitzungen der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG im Jahr 2024
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Mitglied des Aufsichtsrats bis 17. September 2024 Der Vermittlungsausschuss musste im Berichtsjahr nicht tätig werden. Der Ausschuss für Vermögensanlagen erteilte bei Bedarf seine Zustimmung im schriftlichen Verfahren. GewinnverwendungsbeschlussDie Hauptversammlung des Mutterunternehmens hat am 14. Mai 2025 dem am Ende des Anhangs zum Konzernabschluss dargestellten Gewinnverwendungsvorschlag zugestimmt. |
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