![]() Bavaria Industriekapital AGMünchenKonzernabschluss zum 31.12.2010Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2010Rahmenbedingungen und Geschäft1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und MarktNach einer wirtschaftlichen Erholungsphase erreichte die Weltwirtschaft im Jahr 2010 wieder das Niveau vor der Finanzkrise. Der Welthandel expandierte im Jahresvergleich mit einer Rate von 5,0% (Quelle: Internationaler Währungsfonds) außerordentlich stark und holte den drastischen Rückgang des vorangegangenen Jahres nahezu wieder auf. Diese deutliche Konjunkturverbesserung wurde maßgeblich durch die in vielen Ländern sehr expansive Geld- und Fiskalpolitik sowie die stabile Nachfrage der Schwellenländer gestützt. Der Beitrag der einzelnen Ländergruppen zu dieser Entwicklung verlief jedoch sehr heterogen. Während die Wirtschaftsleistung in vielen Schwellenländern inzwischen weit über dem Vorkrisenniveau liegt, wurde der Rückgang des Bruttoinlandsprodukts in den meisten Industrieländern noch nicht ganz aufgeholt. Die Erholung der Weltkonjunktur seit der Jahresmitte 2009 stärkte auch die deutsche Exporttätigkeit spürbar und unterstützte die Wirtschaft bei der Überwindung der realwirtschaftlichen Krise. Der wirtschaftliche Aufschwung in Deutschland verlief im Jahr 2010 dabei wesentlich besser als erwartet. Seit dem massiven Rückgang der Wirtschaftsleistung im Winterhalbjahr 2008/2009 wurde die gesamtwirtschaftliche Produktion stetig ausgeweitet, mit dem größten Zuwachs im zweiten Quartal 2010. Die exportorientierte Industrie in Deutschland reagierte zeitnah auf die gestiegene Nachfrage. Dies war möglich, weil in den Unternehmen erstaunlich viele Arbeitskräfte während der Krise trotz Unterauslastung der Kapazitäten gehalten wurden. Im Jahresdurchschnitt ist das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2010 um 3,6% angestiegen; für das Jahr 2011 ist mit einer geringeren Dynamik von etwa 2,2 % beim Bruttoinlandsprodukt zu rechnen (Quelle: Internationaler Währungsfonds). 2. BAVARIA GeschäftsmodellDas Geschäftsmodell der BAVARIA umfasst den Erwerb, die Restrukturierung und die Sanierung sowie die Veräußerung von Beteiligungen. Hierbei arbeiten wir mit einem eigenen Spezialistenteam, das zur Unterstützung des jeweiligen Managements bereitsteht. Wir überprüfen permanent unsere Akquisitionskriterien. Zukünftig wollen wir uns konzentrieren auf:
3. Geschäftsentwicklung der GesellschaftDie BAVARIA Industriekapital AG ist die Muttergesellschaft des BAVARIA Konzerns: sie ist direkt oder indirekt an allen Aktivitäten des BAVARIA Konzerns beteiligt. Im Geschäftsjahr 2010 war die BAVARIA Industriekapital AG - wie bereits im Vorjahr - fast ausschließlich mit Eigenkapital finanziert. Das Eigenkapital der Gesellschaft sank im Berichtsjahr von EUR 26,0 Mio. im Vorjahr auf EUR 21,1 Mio. zum 31. Dezember 2010, dies vorwiegend aufgrund einer Ausschüttung in Höhe von EUR 7,7 Mio. an die Anteilseigner. Zur Messung des Erfolgs unserer Aktivitäten ziehen wir die Veränderung des Finanzmittelbestands der BAVARIA Industriekapital AG heran. Dadurch ergibt sich folgendes Bild: Veränderung Finanzmittelbestand 2010 in EUR Mio.der BAVARIA Industriekapital AG
Ohne Berücksichtigung der Dividendenausschüttung sowie der Auszahlungen für den Rückkauf eigener Aktien hätte sich der Finanzmittelbestand der BAVARIA Industriekapital AG in 2010 um EUR 6,7 Mio. verbessert (Vj. EUR 6,8 Mio.). Entwicklung des BeteiligungsportfoliosIm Juli 2010 wurde das Portfolio durch den erfolgreichen Zukauf einer mit neun Gesellschaften und einem Jahresumsatz von ca. 140 MEUR überdurchschnittlich großen Unternehmensgruppe erweitert. Die in "TriStone Flowtech" umbenannte Gruppe wurde dem Segment "Serienfertiger/ Automotive" zugeordnet. Neben dem Zukauf der restlichen 50 % der R+E im Januar 2010 erweiterten zudem die Gesellschaften SwissTex durch die Übernahme eines Unternehmens in Frankreich im Mai 2010 sowie die Gesellschaft L&E durch die Gründung eines Unternehmens in Kaukauna (Wisconsin)/ USA im März 2010 das Beteiligungsportfolio im Segment "Anlagenbau". . Details zu den Gesellschaften sind im Abschnitt "Beteiligungsportfolio" beschrieben. Dividenden und Aktienrückkäufe der BAVARIA Industriekapital AGAufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 11. Juni 2010 ist für das Geschäftsjahr 2009 eine Dividende von EUR 1,25 pro Aktie ausgeschüttet worden. Die Ausschüttung an alle dividendenberechtigten Aktien belief sich damit in Summe auf 7.716.705,00 EUR. Daneben konnten im vergangenen Geschäftsjahr aufgrund der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 29. Mai 2009 für EUR 0,3 Mio. 27.260 Aktien sowie aufgrund der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 11. Juni 2010 für EUR 0,2 Mio. weitere 16.092 Aktien zurückgekauft werden. Gemeinsam mit den in Vorjahren erworbenen Aktien (193.876 Stück) beläuft sich die Gesamtzahl gehaltener eigener Aktien zum 31. Dezember 2010 auf 237.228 Stück. Beteiligungsportfolio1. Serienfertiger/ AutomotiveUmsatzerlöse 2010![]() Das Segment Serienfertiger/ Automotive erzielte in 2010 mit EUR 345,4 Mio. (Vj. EUR 259,3 Mio.) rund 54 % (Vj. 64 %) der Umsatzerlöse des BAVARIA Konzerns. Im Berichtsjahr wurde das Portfolio um die die TriStone Flowtech Gruppe ergänzt, die im Juli 2010 erstkonsolidiert wurde. Aufgrund des Verkaufs sämtlicher wesentlicher Vermögensgegenstände und Schulden zum 31. Dezember 2009 ist die FDI im Berichtsjahr entfallen. BranchenentwicklungDie Nachfrage nach allen Arten von Motoren ist abhängig von der konjunkturellen Entwicklung in den Hauptabnehmerbranchen, wie beispielsweise der Elektroindustrie, Regel- und Antriebstechnik, Energieerzeugungsanlagen oder Automobil- und Industrietechnik. Die Produktion der Elektroindustrie stieg preisbereinigt laut Branchenverband ZVEI gegenüber Vorjahr in 2010 um 13 %. Diese Steigerung entsprach in etwa unseren Erwartungen. Im zu 2009 vergleichbaren Konsolidierungskreis lag der Auftragseingang in 2010 um 50 % über dem Niveau von 2009. Ausgehend von der Ende 2008 und Anfang 2009 durchschrittenen Talsohle erholten sich sowohl die Automobilindustrie als auch die sonstigen Unternehmen dieses Segments sehr dynamisch. Segmentumsatz und -ergebnisDie Umsatzerlöse von EUR 345,4 Mio. liegen ca. 33 % über dem Vorjahreswert. Bereinigt um die Akquisitionen und Veräußerungen des Geschäfts- bzw. Vorjahres liegen die Umsätze des vergleichbaren Portfolios um etwa 27 % über dem Vorjahreswert und spiegeln so deutlich die Erholung von der Wirtschaftskrise wider. Das EBITDA des Segments liegt mit EUR 24,6 Mio. ebenfalls deutlich über dem Vorjahreswert von EUR -3,1 Mio. Grund für den deutlichen Ergebnisanstieg sind vor allem die gestiegenen Umsätze, die sich bei den im Vorjahr massiv reduzierten Fixkosten überproportional auf das operative Ergebnis auswirken. Für 2011 und Folgejahren gehen wir von weiterhin stabilen positiven Ergebnissen aus. Weitere Kennzahlen zur Segmententwicklung können der Segmentberichterstattung als Bestandteil des Konzernanhangs entnommen werden. Investitionen, Abschreibungen, MitarbeiterentwicklungIm vergangenen Geschäftsjahr haben die Gesellschaften mit rund EUR 11,1 Mio. (Vj. EUR 12,0 Mio.) noch zurückhaltend in Anlagen und Maschinen investiert. Damit lagen die Investitionen unter den Abschreibungen von EUR 16,2 Mio. (Vj. EUR 16,9 Mio.). Investitionen wurden trotz des wieder deutlich gestiegenen Geschäftsvolumens weiterhin sorgfältig beurteilt und kritisch hinterfragt. Der Investitionsschwerpunkt lag einerseits bei Kapazitätserweiterungen (insbesondere K+S Gruppe), aber auch in der Effizienzsteigerung (Faral Gruppe). Ziel war es, durch Erwerbe auf dem Gebrauchtanlagenmarkt und durch die Beschaffung standardisierter Anlagen die Anschaffungs- und Folgekosten möglichst zu begrenzen. Die Mitarbeiteranzahl hat sich im Segment durch die Neuakquisitionen von 2.105 auf 2.746 Beschäftigte erhöht. Die bestehenden Firmen weisen dabei im Jahresschnitt einen nahezu unveränderten Mitarbeiterstand auf. Ausblick für 2011 und FolgejahreDie wesentliche Herausforderung in 2011 wird das erfolgreiche Bewältigen der hohen Kapazitätsauslastung sein, die die verbesserte Nachfragesituation mit sich bringt. In den ersten Monaten des Jahres sich abzeichnende Preissteigerungen am Beschaffungsmarkt sind durch Produktivitätssteigerungen oder andere Maßnahmen zu kompensieren. Punktuell erfolgen erhebliche Kapazitätserweiterungsinvestitionen, im Wesentlichen, um unsere Präsenz in den Zukunftsmärkten, etwa den erneuerbaren Energien und der Elektromobilität, zu stärken. Wegen gezielt getätigter und geplanter Investitionen sehen wir uns gut aufgestellt, um diese Herausforderungen zu unserem Vorteil zu nutzen. PortfoliofirmenZum 31. Dezember 2010 sind folgende fünf Gesellschaften dem Segment Serienfertiger / Automotive zugeordnet: a) Kienle+Spiess Gruppe
Die K+S Gruppe ist europaweit der führende Anbieter von Stanz- und Druckgussteilen für den Bau elektrischer Maschinen und Generatoren. Das Unternehmen steht bereits seit 1935 für das Stanzen und Paketieren von Rotor- und Statorblechen und alle Arten von elektrischen Antrieben. Den Standort des Hauptwerks in Vaihingen und Sachsenheim gibt es seit Anfang der 60er Jahre. Darüber hinaus unterhält K+S auch noch je einen Standort in Großbritannien und Ungarn. b) Faral Gruppe
Die Faral S.p.A. wurde 1966 in Campogalliano (Modena/ Italien) gegründet und war mit dem Produkt Tropical das erste Unternehmen, das Heizkörper aus Aluminium verkaufte. Mit seinen drei Werken, einer Gießerei und zwei Montage- und Lackierwerken, beliefert Faral den europäischen Markt. Seit Oktober 2009 verfügt die Faral Gruppe mit Faral Frankreich außerdem über eine Niederlassung in Frankreich. c) Tech-FORM
Tech-FORM wurde 1917 in Auxi-le-Château 200 km nördlich von Paris gegründet. Mit ihrem Know-how in der Stanzbearbeitung, wie auch im Rollverformen, hat sich Tech-FORM auf die Entwicklung und Herstellung von Stahl- und Aluminiumriemenscheiben, Drehschwingungsdämpfern und Getriebekomponenten für Automobilapplikationen spezialisiert. Dank der Investitionen in Entwicklung, Labor- und Testequipment ist Tech-FORM in der Lage, qualitativ hochwertige Komponenten zu entwickeln, kostengünstig zu produzieren und damit den Anforderungen ihrer Kunden, die vorwiegend im Automotive-Segment tätig sind, zu entsprechen. d) Austria Druckguss
ADG KG ist ein Anbieter von komplexen, druckdichten Druckgussteilen inklusive mechanischer Bearbeitung. Die Bauteile haben ein Gewicht von wenigen Gramm bis zu drei Kilogramm. Es kommen die unterschiedlichsten Aluminiumlegierungen zum Einsatz, bis hin zu solchen, die Dehnungen bis zu 8 % zulassen. Durch die Zusammenarbeit mit Partnern in Niedriglohnländern kann in der nahen Zukunft auf die Bedürfnisse der Kunden besser eingegangen werden. Hohe Guss- und Zerspanungskompetenz gepaart mit ausgezeichnetem Projektmanagement und der Möglichkeit, günstig zu produzieren, sind Vorteile, die ADG KG seinen Kunden anbieten kann. e) TriStone Flowtech Gruppe
TriStone Flowtech entwickelt und projektiert an drei verschiedenen Entwicklungszentren und fertigt an sieben verschiedenen Standorten Flowtech-Lösungen für die Automobilindustrie. Neben dem ausgewiesenen Produkt- und System-Know How sowie einer flexiblen und effizienten Fertigung in der Nähe des Kunden unterstützt TriStone den Kunden durch erfahrene Projektteams und Resident-Ingenieure vor Ort. Das Ergebnis sind Lösungen auf dem neuesten Stand der Technik für die Bereiche Engine Cooling (Motorkühlung), Air Charge (Turbolader) und Air Intake (Luftansaugung) sowie langfristige erfolgreiche Beziehungen zu allen großen Automobilherstellern. Hauptprodukte im Bereich Motorkühlung sind extrudierte Schläuche aus Gummi, entweder aus mehrlagigem, gewebeverstärktem EPDM oder aus einlagigem faserverstärktem TriStone Verbundwerkstoff. In Verbindung mit ein- oder mehrlagigen Kunststoffleitungen und der Palette an TriStone Verbindungselementen können komplexe Zusammenbauten zur Motorkühlung angeboten werden. Die Produktpalette der kompakten oder dualen Kühlwasser-Ausgleichsbehälter, die mehrere Zwecke gleichzeitig erfüllen können, vervollständigt das Angebot im Bereich Motorkühlung. Im Bereich Turbolader zählen zu den Hauptprodukten extrudierte Schläuche aus Silikon oder HT-Vamac, blasgeformte Luftführungen und im Spritzgussverfahren hergestellte Resonatoren. Hochleistungsmaterialien für die EURO6-Norm kombiniert mit intelligent integrierten Lösungen und der Systemerfahrung in den Bereichen Luftführung, Akustik, Struktur, Thermodynamik und Entkoppelung bedeuten, dass die gesamte Systementwicklung und -herstellung aus einer Hand angeboten werden kann. Unter den Hauptprodukten im Bereich Luftansaugung befinden sich kompakte Luftfilterkassetten, Filterelemente, Luftführungen, Schläuche, Leitbleche, Klappen und Entlüftungseinheiten, die die umfassende Systemerfahrung in Sachen Luftführung, Akustik, Filterung und Entkoppelung beinhalten. Zusätzlich zu seinem umfassenden Produkt- und Systemangebot arbeitet TriStone intensiv daran, sich schon heute auf die zukünftigen Bedürfnisse seiner Kunden im automobilen Umfeld mit seinen wechselnden Anforderungen einzustellen. Daher ist TriStone auch bei neuen Motorkonzepten ein gefragter Entwicklungspartner der Automobilhersteller und in neun Ländern mit eigener Niederlassung vertreten. 2. AnlagenbauUmsatzerlöse 2010![]() Das Segment Anlagenbau erzielte in 2010 mit EUR 90,1 Mio. (Vj. EUR 48,1 Mio.) rund 14 % (Vj. 12 %) der Umsatzerlöse des BAVARIA Konzerns. Das Portfolio wurde in 2010 um die R+E ergänzt und besteht aus vier Gesellschaften. BranchenentwicklungGemäß Branchenverband VDMA erlebte die Branche seit Ende 2009 Quartal für Quartal zweistellige Bestellzuwächse. Getrieben wurden die Auftragseingänge zunächst vor allem von China, Südkorea und Indien. Die Länder haben die Krise schnell hinter sich gelassen, sind frühzeitig auf den Wachstumspfad zurückgekehrt und haben damit die rasche Erholung der Branche in Deutschland mit vorangetrieben. Mittlerweile ist die Auslandsnachfrage auf breiter Front angesprungen. In der Folge erfasste der Aufschwung auch die Inlandsnachfrage. Bereits im August 2010 drehte erstmals seit zwei Jahren der Umsatz der Branche wieder ins Plus. Im gesamten Jahresverlauf zeigte die Produktion noch ein kleineres Minus von 3 Prozent im Vergleich zu 2009. Segmentumsatz und -ergebnisDie Umsatzerlöse von EUR 90,1 Mio. liegen um ca. 87 % über dem Vorjahreswert. Die in 2010 erworbene französische Tochtergesellschaft der SwissTex, SwissTex Frankreich, hat hierzu ca. EUR 16,0 Mio. beigetragen; der Beitrag der in 2010 erstkonsolidierten R+E betrug EUR 3,7 Mio. Ohne diese Akquisitionen betrug das organische Wachstum der Anlagenbauer etwa 47%, was sich bereits im vierten Quartal 2009 anhand des im Anlagenbau besonders aussagekräftigen Auftragseingangs angedeutet hat. Das EBITDA des Segments lag mit EUR 4,2 Mio. deutlich über dem Vorjahreswert von EUR 0,4 Mio. Hierbei hat sich vor allem die Marktlage im Textilmaschinenbau ausgewirkt, die sich von ihrem Tiefstand in 2009 erholt und zu einem Boom-Markt gewandelt hat. Der Auftragseingang des Segments Anlagenbau betrug in 2010 EUR 134,5 Mio. nach EUR 59,1 Mio. im Vorjahr. Weitere Kennzahlen zur Segmententwicklung können der Segmentberichterstattung als Bestandteil des Konzernanhangs entnommen werden. Investitionen, Abschreibungen, MitarbeiterentwicklungDer Anlagenbau stellt durch den hohen Materialanteil, bedingt durch die vielen zugekauften Komponenten, eine Fertigung mit geringem Anlagevermögen dar. In 2010 wurden Investitionen in Höhe von EUR 1,9 Mio. (Vj. EUR 0,2 Mio.) getätigt, die Abschreibungen beliefen sich auf EUR 0,9 Mio. (Vj. EUR 0,5 Mio.). Der Schwerpunkt der Investitionen lag dabei u.a. auf einer Entwicklungsanlage im Bereich der Textilanlagen, um die Wettbewerbsposition unserer Portfoliogesellschaften nachhaltig zu verbessern und Marktanteile auszubauen. Der Mitarbeiterstand von 272 Mitarbeitern in 2009 konnte mit 409 Mitarbeitern in 2010 deutlich erhöht werden. Hierzu trug v.a. die deutlich verbesserte Marktlage im Bereich der Textilanlagen bei. Bedingt durch die hohen Auftragseingänge sowie den Erwerb einer französischen Tochtergesellschaft hat die SwissTex die Anzahl ihrer Beschäftigten von 61 auf 173 Mitarbeiter nahezu verdreifacht. Die R+E wurde in 2010 mit 28 Mitarbeitern einbezogen. Ausblick für 2011 und FolgejahreDie deutsche Werkzeugmaschinenindustrie prognostiziert für 2011 ein Produktionswachstum von 30 %. Ein gegenüber 2009 dynamisch angestiegener Auftragseingang führte zu einem Auftragsbestand der Portfoliounternehmen von EUR 74,0 Mio. Die Planung der Portfoliounternehmen geht entsprechend von einer Umsatzverdopplung gegenüber Vorjahr aus. Damit läge die Performance der Portfoliounternehmen über dem Branchendurchschnitt der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie gemäß VDMA Prognose, was durch die Tätigkeitsbereiche (Umweltschutz und innovative Textilien) der Unternehmen gestützt wird. Wir gehen deshalb von einer positiven Entwicklung der Portfoliounternehmen in 2011 und Folgejahren aus. PortfoliofirmenZum 31. Dezember 2010 sind folgende Gesellschaften dem Segment Anlagenbau zugeordnet: a) Langbein & Engelbracht
Die L&E mit Niederlassungen in Bochum, Shanghai/ China und Kaukauna (Wisconsin)/ USA ist eine weltweit tätige Firma mit den Schwerpunkten Papier, Oberflächen- und Verfahrenstechnik. Das traditionsreiche Unternehmen entwickelt, fertigt und installiert kundenangepasste Systeme für namhafte Hersteller aus den Bereichen Automobilindustrie, Chemie, Papier, Kunststoffindustrie, Verpackung, Holzverarbeitung und Müllverbrennung. b) SwissTex Gruppe
Die SwissTex mit Sitz in Winterthur/ Schweiz und Valence/ Frankreich betreibt die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von Textilmaschinen für technische Textilien (Technical and Industrial Yarns, T&I) und Bulk Continuous Filaments (BCF), sowie mittlerweile auch von technischen Spezialgarnen. c) Hering
Die Hering ist ein traditionsreiches Unternehmen im Wärmetauscherbereich und seit vielen Jahren international führend bei Ölreinigungsanlagen. Der Anlagenbauer entwickelt und fertigt Produkte in den Bereichen Wärmetauscher, Luft- und Trockentechnik sowie Vakuumtechnik. Hering ist für namhafte Hersteller aus den Branchen Chemie, Lebensmitteltechnik sowie Umwelt- und Kühltechnik tätig. Die Hering wurde im Geschäftsjahr 2009 konzernintern an die L&E verkauft und wird seitdem vom Management der L&E geführt. d) R+E
Die R+E entwickelt, konstruiert und stellt Montagesysteme für verschiedenste Anwendungen her. Darüber hinaus entwickelt und fertigt R+E Rüttelförderer für die Vereinzelung von Schüttgut und vertreibt Aluminium-Profile für den Aufbau von Montagearbeitsplätzen/- systemen. Mit diesen Montagesystemen werden hochpräzise Produkte für medizinisch-, pharmazeutisch-, elektronisch- und automobiltechnische Anwendungen montiert. 3. Business ServicesUmsatzerlöse 2010![]() Das Segment Business Services erzielte in 2010 mit EUR 202,9 Mio. (Vj. EUR 96,2 Mio.) 32 % (Vj. 24 %) der Umsatzerlöse des BAVARIA Konzerns. Im Geschäftsjahr hat sich das Beteiligungsportfolio im Segment Business Services nicht verändert. Die Umsätze und das Ergebnis der Inasa Gruppe wurden aufgrund der Erstkonsolidierung zum 31. Dezember 2009 jedoch erstmalig einbezogen. BranchenentwicklungEine generelle Aussage zur Branchenentwicklung des Bereichs Business Services ist wegen dessen heterogener Zusammensetzung nur eingeschränkt möglich. Grundsätzlich war die Entwicklung jedoch von erheblichem Kostendruck und der begrenzten Möglichkeit, diesen Druck an den Markt wegen der individuell unterschiedlichen Wettbewerbssituation am Beschaffungs-, Absatz- oder Devisenmarkt der Portfoliounternehmen weiterzugeben, geprägt. Segmentumsatz und -ergebnisDie Umsatzerlöse von EUR 202,9 Mio. EUR liegen um mehr als 100 % über dem Vorjahreswert. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der seit Januar 2010 konsolidierten Gesellschaften Inasa Foil und Inasa Sabiñánigo (Umsatz von EUR 133,2 Mio.), die in 2009 zum 31. Dezember 2009 und damit ohne Umsatz und Ergebnis konsolidiert wurden. Das EBITDA des Segments lag mit EUR -8,7 Mio. deutlich unter dem EBITDA des Vorjahres von EUR -3,1 Mio. Ursache sind im Wesentlichen Restrukturierungsaufwendungen bei der Portfoliogesellschaft Xenterio sowie die durch Währungsschwankungen und gestiegene Rohstoffpreise bedingte negative Entwicklung bei Hunsfos. Die Gesellschaft OSNY wurde in 2010 noch in den Konzernabschluss einbezogen, zum 31. Dezember 2010 jedoch endkonsolidiert. Wir verweisen diesbzgl. auf unsere Erläuterungen im Konzernanhang "II. Konsolidierungskreis" sowie die nachstehende Vorstellung der Gesellschaft OSNY. Weitere Kennzahlen zur Segmententwicklung können der Segmentberichterstattung als Bestandteil des Konzernanhangs entnommen werden. Investitionen, Abschreibungen, MitarbeiterentwicklungBei Abschreibungen in Höhe von EUR 5,6 Mio. (Vj. EUR 4,0 Mio.) wurden Investitionen in Höhe von EUR 5,7 Mio. (Vj. EUR 1,4 Mio.) getätigt. Insbesondere die neuen Segmentgesellschaften Inasa Foil und Inasa Sabiñánigo haben dabei mit EUR 4,1 Mio. umfangreiche Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen im Produktionsbereich realisiert. Die Mitarbeiterzahl hat sich im Jahresdurchschnitt aufgrund der Portfoliogesellschaften Inasa Foil und Inasa Sabiñánigo von 618 auf 748 Beschäftigte erhöht. Ausblick für 2011 und FolgejahreIn 2011 lässt sich die Herausforderung der Portfoliofirmen in zwei Klassen einteilen:
Dafür wurden im ersten Fall im Wesentlichen vertriebliche Maßnahmen und im zweiten Fall Restrukturierungsprojekte definiert, von dessen Umsetzung die weitere Segmententwicklung stark abhängt. PortfoliofirmenZum 31. Dezember 2010 sind folgende fünf Gesellschaften dem Segment Business / Services zugeordnet: a) Xenterio
Die Xenterio hat ihren Ursprung in den 60er Jahren durch die Gründung der damaligen AEG-Telefunken. Als sogenannter "EMS" (Electronic Manufacturing Service) Dienstleister bietet Xenterio viele Ansätze einer möglichen Kooperation im Bereich der elektronischen Fertigung und ist in seinem größten Geschäftsfeld auf die Produktion von Ausrüstung und Systemen für den Kommunikationsnetzwerkmarkt spezialisiert. Die Dienstleistungspalette des Unternehmens erstreckt sich von der Industrialisierung durch Volumenproduktion bis hin zu den After Sales Services. b) Hunsfos
Die Papierfabrik Hunsfos wurde 1886 in Vennesla im Süden von Norwegen gegründet. Heute produziert Hunsfos seine gesamte Produktpalette aus nachhaltigen und umweltverträglichen Zellstoffen. Das entspricht unserem Umweltverständnis und erleichtert es Hunsfos, sich an aktuelle Kunden- und Endnutzerbedürfnisse anzupassen. Die wesentlichen drei Produktbereiche umfassen ungestrichenes Spezialpapier, "High White" Vollpappe-Kaschierungen sowie sogenannte "Transfer Papiere" für die Textilindustrie. Hunsfos verfügt über eine jährliche Produktionskapazität von 58.000 Tonnen, die vollständig für den Export bestimmt sind. Der Hauptabsatzmarkt ist Europa, darüber hinaus beliefert Hunsfos auch Kunden in Asien sowie Nord- und Südamerika. c) OSNY Pharma
Die OSNY Pharma produziert Medikamente für die orale Einnahme sowie Sprays. Als "Contract Research Organisation" (CRO) begleitet OSNY Pharma die Syntheseentwicklung des Wirkstoffs bis zur Zulassung und Herstellung des fertigen Arzneimittels und bietet dadurch eine vertraute und reibungslose Dienstleistung an. Da alles in einer Hand liegt, profitieren die Kunden von OSNY Pharmas Erfahrung aus der Synthese des Wirkstoffs bei jedem weiteren Schritt bis hin zur Zulassung. Daneben bietet OSNY Pharma die Auftragsherstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen im Labor- und Technikumsmaßstab sowie die pharmazeutische Analytik an. Die Gesellschaft OSNY wurde in 2010 noch in den Konzernabschluss einbezogen, zum 31. Dezember 2010 jedoch endkonsolidiert. Für die OSNY wurde zu Beginn des Jahres 2011 das sogenannte "Procédure de Sauvegarde"-Verfahren eröffnet. Der Schritt war notwendig geworden, da die geringe Auslastung des Werkes einen Sozialplan erforderte. Die mit einem Sozialplan in Frankreich verbundenen hohen Kosten werden damit vom französischen Staat vorfinanziert. Gleichzeitig wurde ein Verkauf des Unternehmens eingeleitet. Es ist nicht zu erwarten, dass der Verkauf neben der Ablösung der staatlichen Vorfinanzierung gleichzeitig einen positiven Verkaufserlös für die BAVARIA erbringt. Wir verweisen diesbzgl. außerdem auf unsere Erläuterungen im Konzernanhang "II. Konsolidierungskreis". d) Inasa Sabiñánigo
Das Aluminiumfolienwerk Inasa Sabiñánigo wurde 1927 in Sabiñánigo, Huesca (Spanien), 120 km nördlich von Zaragoza gegründet. Nach einer wechselvollen Vergangenheit produziert der Standort heute hochqualitative Aluminiumfolie für Verpackungslösungen für die Nahrungsmittel-, Kosmetik- und Pharma-Industrie. Eine flexible Produktion und die strikte Service-Orientierung des Werks erlauben es Inasa Sabiñánigo dabei, den sich schnell entwickelnden Kundenanforderungen zu folgen. Inasa Sabiñánigo verfügt über eine Produktionskapazität von ca. 22.500 Tonnen Folie. Die Produkte des Werks werden vor allem in Mitteleuropa und Spanien vermarktet. e) Inasa Foil
Die Aluminiumfolienfabrik Inasa Foil wurde 1957 in Irurtzun bei Pamplona als Kabelwerk gegründet. 1968 hat das Werk die Produktion von Aluminiumfolie aufgenommen, die es seit 1980 im sogenannten "Continuous Casting"-Prozess herstellt. Die Produkte von Inasa Foil werden in anspruchsvollen Anwendungen der Bauindustrie, hochwertigen Verpackungen für die Getränke-, Nahrungs- und Kosmetikindustrie sowie in verschiedenen technischen Gütern verarbeitet, aber auch zu Haushaltsfolie konvertiert. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des KonzernsBilanzrelationenDie Bilanzsumme des BAVARIA Konzerns beläuft sich zum 31. Dezember 2010 auf EUR 448,5 Mio. Dies entspricht einer Steigerung von 31,1%. Die Veränderung der Bilanzsumme ist in erster Linie auf die Erst- und Endkonsolidierungen des Berichtsjahrs zurückzuführen. AktivseiteDas Anlagevermögen entspricht mit EUR 140,5 Mio. (Vj. EUR 111,9 Mio.) etwa 31,3% der Bilanzsumme (Vorjahr 32,7%). Es enthält dabei mit EUR 129,1 Mio. (Vj. EUR 103,2 Mio.) vorwiegend Sachanlagevermögen, was einem Anteil von 91,9% (Vj. 92,2%) entspricht. Die kurzfristigen Vermögenswerte - mit Ausnahme der liquiden Mittel - betragen EUR 252,1 Mio. oder 56,2% der Bilanzsumme (Vj. EUR 159,8 Mio. oder 46,7% der Bilanzsumme). Darin enthalten ist Vorratsvermögen in Höhe von EUR 110,3 Mio. (Vj. EUR 63,2 Mio.), was einem Anstieg zum Vorjahr in Höhe von EUR 47,1 Mio. darstellt. Die Zunahme ist nur in Höhe von EUR 14,5 Mio. bedingt durch Änderungen des Konsolidierungskreises; die verbleibende Erhöhung von rund EUR 32,6 Mio. ist auf die deutlich gestiegene Geschäftsaktivität im Berichtsjahr zurückzuführen. So haben sich beispielsweise allein bei den Gesellschaften des Segments Anlagenbau die Vorratsposten um EUR 25,8 Mio. erhöht. Die liquiden Mittel (ohne Wertpapiere) betragen zum 31. Dezember 2010 EUR 56,0 Mio. (Vj. EUR 70,4 Mio.). Im Berichtsjahr wurde unter Anderem eine Dividendenausschüttung von der BAVARIA Industriekapital AG an Ihre Anteilseigner in Höhe von EUR 7,7 Mio. durchgeführt. PassivseiteDas Eigenkapital einschließlich des Unterschiedsbetrages aus der Kapitalkonsolidierung stieg im Konzern von EUR 114,7 Mio. auf EUR 124,5 Mio.; dies entspricht einer Konzerneigenkapitalquote von 27,7% (Vj. 33,5%). Die passiven Unterschiedsbeträge stellen hierbei zukünftige Erträge dar, die auf defizitäre Tochtergesellschaften entfallen, jedoch aus Vorsichtsgründen noch nicht erfolgswirksam vereinnahmt wurden. Die Rückstellungen erhöhten sich im Jahresvergleich von EUR 118,3 Mio. nur geringfügig auf EUR 120,3 Mio. Die Pensionsrückstellungen betrugen zum 31. Dezember 2010 EUR 70,1 Mio. (Vj. EUR 65,7 Mio.). Der Anstieg ist hier auf die Erstkonsolidierung der TriStone Gruppe zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum Vorjahr von EUR 102,2 Mio. auf EUR 200,1 Mio. fast verdoppelt. Hintergrund sind nicht nur die Erst- bzw. Endkonsolidierungen, die lediglich eine Erhöhung von EUR 45,3 Mio. ausmachen, sondern vorwiegend die durch die deutlich gestiegene Geschäftsaktivität bedingte Erhöhung der Lieferverbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Finanzverbindlichkeiten betrugen EUR 63,1 Mio. (Vj. EUR 19,6 Mio.). Im Berichtsjahr sind durch die Erstkonsolidierung der neuen Portfoliogesellschaften EUR 22,5 Mio. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aufgebaut worden. Negativ wirkten sich außerdem die im Vergleich zum Vorjahr stark erhöhten Investitionen in das Anlagevermögen mit EUR 20,4 Mio. aus (Vj. EUR 13,6 Mio.). Detaillierte Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung sowie zu Mitarbeiterzahlen des BAVARIA Konzerns befinden sich im Anhang. ErtragslageDer Umsatz des BAVARIA Konzerns stieg im Geschäftsjahr 2010 auf EUR 638,4 Mio. nach EUR 403,6 Mio. im Vorjahr. Hauptumsatzträger waren die K+S Gruppe mit EUR 182,0 Mio. sowie die erstmalig konsolidierte Inasa Foil Gruppe mit EUR 133,2 Mio. Maßgeblich für die erstmalige Konsolidierung bzw. Einbeziehung eines Tochterunternehmens in den Konzernabschluss ist der Zeitpunkt des Vollzugs eines Unternehmenskaufs, da hiermit erst die vollständige Kontrolle über das Unternehmen erlangt wird. Die Umsätze und Ergebnisse der unterjährig erworbenen Beteiligungen gehen erst ab dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung in den Konzernabschluss der BAVARIA ein und finden somit nur anteilige Berücksichtigung. Das Ergebnis vor außerordentlichen Aufwendungen, Abschreibungen, Finanzergebnis und Steuern (EBITDA) des Konzerns betrug im Geschäftsjahr 2009 EUR 36,3 Mio.; im Geschäftsjahr 2010 verringerte es sich auf EUR 34,8 Mio. (inklusive der Auflösung von passiven Unterschiedsbeträgen). Das EBITDA der operativen Tochtergesellschaften hingegen hat sich von EUR -1,7 Mio. Mio. auf EUR 20,1 Mio. sprunghaft erhöht. Die starken Auswirkungen von Konsolidierungsbuchungen am EBITDA des Konzerns werden hierdurch verdeutlicht. Der Konzernjahresüberschuss betrug im Konzern EUR -0,8 Mio. in 2010 im Vergleich zu EUR 3,6 Mio. im Vorjahr. Der Konzernjahresüberschuss wurde in beiden Berichtsperioden durch folgende wesentliche Konsolidierungseffekte beeinflusst:
Im Hinblick auf die gesamte Entwicklung der aktiven und passiven Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung verweisen wir auf den Anhang. AbhängigkeitDie BAVARIA Industriekapital AG befindet sich im Mehrheitsbesitz der AS Vermögensverwaltung. Wir haben deshalb den nach § 312 AktG notwendigen Bericht über die Beziehung zu verbundenen Unternehmen erstellt. Dieser schließt mit folgender Feststellung: "Zusammengefasst erklären wir hiermit, dass die BAVARIA Industriekapital AG und ihre Tochtergesellschaften nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielten." Ereignisse nach dem BilanzstichtagIn dem Schiedsgerichtsverfahren im Zusammenhang mit dem Erwerb der ehemaligen Beteiligung Paulmann & Crone GmbH erging am 27. Januar 2011 ein Schiedsspruch, in dem die BAVARIA Industriekapital AG unterlag. Über die bisher gebildeten Rückstellungen hinaus bestehen allerdings keine weiteren Risiken, die sich aus dem Schiedsspruch ergeben könnten. Gegen den Vollzug des Schiedsspruchs wurde Widerspruch eingelegt. Im Zusammenhang mit einem geplanten Unternehmenserwerb wurde im März 2011 eine französische Tochtergesellschaft auf Schadensersatz verklagt. Aktuell geht der Vorstand jedoch davon aus, dass sich aus der Klage keine Risiken ergeben werden. Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, über die zu berichten wäre, haben nicht stattgefunden. Chancen und Risiken der künftigen EntwicklungDie künftige Geschäftsentwicklung des BAVARIA Konzerns ist mit Chancen und Risiken verbunden, die mit dem Geschäftsmodell des BAVARIA Konzerns zusammenhängen. Das Risikomanagement des BAVARIA Konzerns ist darauf fokussiert, Risiken zu minimieren und mögliche Erträge mit dem damit verbundenen Risiko abzuschätzen. Da wir grundsätzlich keine Gewinnabführungsverträge schließen, oder Garantien oder Bürgschaften für Tochterunternehmen geben, führen Verluste oder Abschreibungen in einzelnen Tochtergesellschaften in der Regel nicht zu negativen finanziellen Konsequenzen auf der Holdingebene. Um Krisen in den Beteiligungen der BAVARIA zu erkennen, werden monatlich wesentliche Kennziffern der Beteiligungen abgefragt und beurteilt. Chancen und Risiken des Erwerbs von UnternehmenDurch das spezialisierte Akquisitions-Team der BAVARIA, das über jahrelange Erfahrungen und ausgeprägte Netzwerke beim Erwerb von Unternehmen in Umbruchsituationen verfügt, ergeben sich große unternehmerische Chancen für BAVARIA. Die Attraktivität des Marktsegments "Unternehmen mit Verbesserungspotenzialen" führt zwar zu verstärktem Wettbewerb, der BAVARIA Konzern setzt jedoch auf seine Glaubwürdigkeit als erfahrener und erfolgreicher Sanierungsprofi gegenüber wirtschaftlich und rechtlich häufig weniger erfahrenen Konkurrenten. Chancen und Risiken des AbsatzesDer Verkauf eines Beteiligungsunternehmens kann sich aufgrund von gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen schwierig gestalten. Durch die immer noch nachwirkende Finanzkrise werden Unternehmensverkäufe und auch mögliche Exit-Strategien durch Börsengänge voraussichtlich schwerer und/oder zu niedrigeren Erlösen zu realisieren sein. Negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sind somit nicht auszuschließen. Durch unsere jahrelange Erfahrung und das etablierte Netzwerk der BAVARIA bestehen gleichzeitig große Chancen, einen Verkaufsprozess erfolgreich voranzutreiben. Chancen und Risiken der Sanierung von UnternehmenBAVARIA kann im Einzelfall Beteiligungen erwerben, deren Restrukturierung sich als schwieriger gestaltet als angenommen. Dadurch kann eine Insolvenz aufgrund der schwierigen Ausgangslage und der schnellen Kaufentscheidung im Einzelfall nicht ausgeschlossen werden. Im Falle des Fehlschlagens einer Sanierung besteht das Risiko des Verlustes der eingesetzten Mittel und Leistungen, d. h. insbesondere des gezahlten Kaufpreises und eventuell bestehender Restforderungen. Mengen- und Preisschwankungen auf den Kapital- und Rohstoffmärkten können sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaften des BAVARIA Konzerns auswirken. Diesen Risiken begegnet der BAVARIA Konzern auf individueller Unternehmensbasis durch kontinuierliche Überwachung von Indikatoren, um frühzeitig gegensteuern zu können. Der Vorstand der BAVARIA ist in engem Kontakt mit der Geschäftsführung der einzelnen Portfoliounternehmen, erhält ein monatliches Reporting und ist bei vielen Unternehmen zudem im Aufsichtsrat oder Beirat vertreten. Es besteht dennoch das Risiko, dass das Management-Informationssystem notwendige Informationen nicht, zu spät oder falsch liefert und dadurch Fehlentscheidungen getroffen werden. Obwohl sich die Beteiligungen des BAVARIA Konzerns in verschiedenen Geschäftsfeldern bewegen und somit eine Risikostreuung erreicht wird, können Konjunkturschwächen negative Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BAVARIA Konzerns haben. Ausfallrisiko auf Ebene der BAVARIA Industriekapital AGEin fester Bestandteil der Anlagestrategie der BAVARIA ist es, die Verlustrisiken vertraglich so weit wie möglich zu begrenzen. So werden beispielsweise grundsätzlich keine Ergebnisabführungsverträge im Konzern abgeschlossen. Der Vorstand der BAVARIA wird auch weiterhin nur in Ausnahmefällen und nur in sehr eingeschränktem Umfang Haftungsverhältnisse gegenüber den Beteiligungen eingehen. Das Hauptrisiko der BAVARIA besteht in der Quantifizierung des individuellen Sanierungsaufwands eines Unternehmens und einer daraus resultierenden möglichen Insolvenz einer Beteiligung. Dieses Risiko wird kontinuierlich überwacht. PersonalrisikoDer Erwerb, die Sanierung und der Verkauf von Unternehmen erfordern von den handelnden Personen einen hohen Grad an fachlicher Kompetenz und Managementerfahrung. Die BAVARIA muss im Rahmen ihres Geschäftsmodells sicherstellen, dass ausreichend qualifiziertes Personal zur Verfügung steht. Aufgrund unserer nachgewiesenen Sanierungserfolge erhalten wir in der Regel zahlreiche und hoch qualifizierte Bewerbungen auf ausgeschriebene Stellen. Durch unser Konzept der sorgfältigen Personalauswahl, große Eigenständigkeit der eingesetzten Restrukturierungsmanager und eine leistungsbezogene Vergütung ist der BAVARIA Konzern ein attraktiver Arbeitgeber. Durch den Einsatz kompetenter Manager ergeben sich somit große Chancen des BAVARIA Geschäftsmodells. Auch auf der Ebene der BAVARIA Industriekapital AG ergeben sich Risiken aus der Abhängigkeit von einzelnen Führungskräften. Die BAVARIA Industriekapital AG vergrößert kontinuierlich ihr Management-Team, um diesen Risiken entgegenzuwirken. Finanz-, Zins- und WährungsrisikenDas Management sieht die weitere Entwicklung des BAVARIA Konzerns in nicht unerheblichem Maße abhängig von Währungs-, Zins- sowie Finanzierungsrisiken, die einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BAVARIA Konzerns haben können. Die Gesellschaften des BAVARIA Konzerns sind sowohl Beschaffungs- als auch Absatzseitig immer mehr außerhalb des Euro-Raums tätig. Das Wechselkursrisiko wird deshalb als nicht unerheblich eingeschätzt. Den entstehenden Risiken begegnen die Gesellschaften des BAVARIA Konzerns mit der fallweisen Absicherung durch Devisentermingeschäfte oder geeignete Optionsgeschäfte. Der Konzern beteiligt sich jedoch ausdrücklich nicht an Spekulationsgeschäften. Vor dem Hintergrund der immer noch zurückhaltenden Kreditvergabe durch die Kreditinstitute könnte sich die Refinanzierung für einige Beteiligungsunternehmen schwierig gestalten. Das Risiko einer möglichen Zinssteigerung oder zögerlicheren Kreditvergabe kann somit nicht unerhebliche Auswirkungen auf die Finanzlage der Beteiligungsgesellschaften und damit indirekt auch auf die BAVARIA Industriekapital AG haben. Steigende Zinsen erhöhen die Finanzierungskosten der Beteiligungen, was deren Sanierung, die Ausschüttungsfähigkeit und auch die Veräußerungsmöglichkeiten nachteilig beeinflussen kann. Steuerliche RisikenAus dem Geschäftsmodell der BAVARIA resultieren steuerliche Risiken, die wir permanent überwachen. Aufgrund der grundsätzlichen Freistellung von Beteiligungserträgen aus Kapitalgesellschaften verfügt die BAVARIA über eine niedrige Steuerquote. Wir gehen dabei von der Anwendbarkeit des § 8b KStG auf die BAVARIA aus. RisikomanagementsystemDer Vorstand der BAVARIA hat ein Risikofrüherkennungssystem installiert, damit den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig erkannt werden. Der Risikobericht wird halbjährlich aktualisiert. Tochtergesellschaften sind in das formale Risikomanagement nicht einbezogen. AusblickGesamtwirtschaftAufgrund einer abgeschwächten globalen Konjunktur sowie auslaufenden fiskalischen Stützungsmaßnahmen wird sich das wirtschaftliche Expansionstempo Deutschlands nicht halten lassen. Stützende Nachfrageimpulse werden im nächsten Jahr hingegen aus dem Inland kommen. Der Aufschwung im Jahr 2011 wird mit einer prognostizierten Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts von 2,2 % etwas an Schwung verlieren. Dabei werden die privaten Konsumausgaben und die Ausrüstungsinvestitionen weiter steigen. Das Produktionspotenzial wird nach Schätzungen des Sachverständigenrates im Jahr 2010 um 1,3 % wachsen und daher von der realwirtschaftlichen Krise weniger beeinflusst werden als zuvor vermutet. BAVARIA Industriekapital AGDie zukünftige Entwicklung der BAVARIA Industriekapital AG ist einerseits abhängig von der Entwicklung der bestehenden Portfoliogesellschaften und wird andererseits stark beeinflusst von Akquisitionen und Verkäufen von Unternehmen. Die BAVARIA Industriekapital AG ist mit ihrem bestehenden Beteiligungsportfolio erfolgreich in das Jahr 2011 gestartet. Bezüglich der voraussichtlichen Entwicklung der einzelnen Segmente verweisen wir auf den Abschnitt "Beteiligungsportfolio". In 2011 und darüber hinaus rechnen wir mit einer weiterhin deutlich belebten Nachfrage sowie hohen Kapazitätsauslastung und werden daher den Fokus auf eine effiziente Bewältigung der Aufträge legen. Chancen sehen wir gleichzeitig in der Gewinnung von Marktanteilen. Investitionen werden dennoch intensiv geprüft und in Abhängigkeit ihres absehbaren Nutzens freigegeben. Risiken sehen wir in der steigenden Höhe möglicher Klagerisiken aufgrund unserer Tätigkeit sowie auch der steigenden Volumina. Neuerwerbungen dürften für BAVARIA trotz des zunehmenden Wettbewerbs gerade im deutschsprachigen Raum aufgrund unseres Trackrecords in der Sanierung weiterhin eine wichtige Quelle unseres Wachstums sein. Das bedeutet, dass wir weiterhin für das Jahr 2011 und darüber hinaus drei bis vier Neuerwerbungen pro Jahr anstreben, sofern sich die Unternehmensbewertungen in einem realistischen Rahmen bewegen. Bei Akquisitionen werden wir uns qualitativ sowie größenmäßig nach oben orientieren. Dabei denken wir neben unserem traditionellen Geschäftsfeld der Übernahme von Unternehmen mit Verbesserungspotenzialen (EBIT Marge unter 3 %) auch weiterhin daran, verstärkt durch "add-on" Akquisitionen bei bestehenden Beteiligungen zu wachsen. Westeuropa bleibt für die BAVARIA ein wichtiger und interessanter Wachstumsmarkt. Die Akzeptanz, die wir gerade in schwierigen Fragen des Mitarbeiterabbaus bei den Gewerkschaften und Betriebsräten gefunden haben, trägt neben der Börsennotierung dazu bei, dass wir in der Lage sein werden, von den sich vermehrt bietenden Kaufgelegenheiten zu profitieren. Die BAVARIA sieht sich nach wie vor in der Lage, das bestehende Beteiligungsportfolio mittel- bis langfristig zu halten. Derzeit ist nicht abschätzbar, wann es wieder zu erfolgreichen Veräußerungen aus dem Portfolio kommen wird. Eine konkrete Prognose zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung des BAVARIA Konzerns ist vor diesem Hintergrund nicht möglich. Auf Grund des bestehenden Portfolios und des erfolgreich angelaufenen Geschäftsjahrs 2011 geht der Vorstand für die kommenden Jahre von einer positiven Entwicklung der BAVARIA Industriekapital AG aus. Die Voraussetzungen dafür sind gegeben.
München, den 17. März 2011 Reimar Scholz, Vorstand Harald Ender, Vorstand Konzernbilanz zum 31. Dezember 2010Aktiva
Konzerngewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 1. Januar - 31. Dezember 2010
Konzern-Kapitalflussrechnung
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2010I. BAVARIA Industriekapital AG - KurzprofilDie BAVARIA Industriekapital AG (BAVARIA) wurde am 3. April 2002 gegründet. Sie hat ihren Sitz in München und ist dort beim Amtsgericht im Handelsregister, Abteilung B, seit 8. August 2002 unter der Nummer 143 858 eingetragen. Die Notierungsaufnahme der Aktien der Gesellschaft (ISIN DE0002605557) im Entry Standard (Open Market) der Frankfurter Wertpapierbörse erfolgte am 26. Januar 2006. Die BAVARIA ist eine industrielle Holding, die ertragsschwache und unprofitable Unternehmen übernimmt und saniert. Das Geschäftsmodell umfasst den Erwerb, die Restrukturierung und die Sanierung von Beteiligungen. Die BAVARIA beschränkt sich somit nicht - anders als bei klassischen Beteiligungsgesellschaften - auf das bloße Halten und Verwalten von Beteiligungen. Im Dreiklang strebt die BAVARIA die Senkung der Kosten, die Erschließung neuer Umsatzpotenziale und die weitgehende Erhaltung der Arbeitsplätze an. Sie setzt auf die Initiative der Belegschaft, die Innovationskraft des Unternehmens zu steigern und alle Formen der Verschwendung - z. B. durch Ausschussraten oder unnötige Wartezeiten in der Fertigung - zu vermeiden. Denn nur nachhaltig profitable Unternehmen bieten sichere Arbeitsplätze. Zur Restrukturierung arbeitet die Gesellschaft mit einem eigenen Spezialistenteam, das zur Unterstützung des jeweiligen Managements bereitsteht. II. KonsolidierungskreisDer Konzernabschluss umfasst neben der BAVARIA als Muttergesellschaft die verbundenen Unternehmen, bei denen der BAVARIA direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte zusteht bzw. bei denen in anderer Weise die einheitliche Leitung ausgeübt wird. Die in den Konsolidierungskreis der BAVARIA einbezogenen Unternehmen sind gesondert in der 'Aufstellung des Anteilsbesitzes' im Anhang dargestellt. Insgesamt vier Gesellschaften wurden wegen untergeordneter Bedeutung nicht in die Konsolidierung einbezogen. Die Teksid Deutschland GmbH, Heilbronn, die Elfotec AG, Mönchaltdorf/ Schweiz, und die Elfotec Ltd., Annacotty/ Irland, wurden hiervon gemäß § 296 Abs. 1 Nr. 1. HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da sich die Gesellschaften in Abwicklung bzw. Liquidation befinden. Der Konsolidierungskreis der BAVARIA ist kontinuierlichen Veränderungen unterworfen, so dass ein Vergleich der Konzernabschlüsse im Zeitablauf nur eingeschränkt möglich ist. Aufgrund der unterschiedlichen Geschäftstätigkeit der jeweils einbezogenen Unternehmen sind dabei insbesondere die Relationen der einzelnen Posten der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zueinander von permanenter Veränderung gekennzeichnet. Nachfolgend werden die Veränderungen des Konsolidierungskreises gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 dargestellt:
Den beschriebenen Erst- bzw. Endkonsolidierung lagen folgende Kennzahlen zugrunde:
III. KonzernabschlussstichtagDer Konzernabschluss wird zum Stichtag der Muttergesellschaft BAVARIA (31. Dezember 2010) aufgestellt. Die Geschäftsjahre der operativen Beteiligungen stimmen mit dem Geschäftsjahr der Muttergesellschaft überein. Soweit sich bei den Tochtergesellschaften wertaufhellende Tatsachen bis zur Aufstellung dieses Konzernabschlusses ereignet haben, wurden diese berücksichtigt. IV. KonsolidierungsgrundsätzeRechnungslegungsgrundsätzeDer Jahresabschluss der BAVARIA zum 31. Dezember 2010 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt. Die neuen Bilanzierungsregelungen des Bilanzmodernisierungsgesetzes (BilMoG), die verpflichtend für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2010 anzuwenden sind, wurden von der BAVARIA Industriekapital AG im vorliegenden Konzernabschluss erstmalig angewendet. Die Jahresabschlüsse der Einzelgesellschaften wurden nach den Grundsätzen der §§ 238 ff. HGB, insbesondere nach den Vorschriften für Kapitalgesellschaften gem. §§ 264 ff. HGB und den Vorschriften des Aktiengesetzes erstellt. Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Gesetzlich vorgeschriebene Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind jeweils zum Teil zusammengefasst. Die notwendigen Aufgliederungen und Vermerke sind im Anhang aufgeführt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. KonsolidierungsmethodenMethode der KapitalkonsolidierungFür Erwerbsvorgänge bis zum 31. Dezember 2009: Erwerbe bis zum 31. Dezember 2009 wurden entsprechend dem gesetzlichen Wahlrecht gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F. nach der Buchwertmethode auf der Grundlage der Wertansätze der Anteile an den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen zum Erwerbszeitpunkt in den Konzernabschluss (§ 301 Abs. 2 HGB) einbezogen. Für Erwerbsvorgänge ab dem 1. Januar 2010: Die Kapitalkonsolidierung wird unter Anwendung der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB n.F.) in der Weise vorgenommen, dass die Gegenleistung für einen Unternehmenserwerb (Anschaffungskosten) mit den erworbenen identifizierten Vermögenswerten, übernommenen Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten, jeweils bewertet mit den beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt, verrechnet wird. Wenn sich aktive Aufrechnungsdifferenzen ergaben, wurden diese, soweit sie nicht einzeln zuordenbar waren, in der Konzernbilanz aktiviert und über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Passive Unterschiedsbeträge werden entsprechend § 309 Abs. 2 HGB ergebniswirksam aufgelöst. Die passiven Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden mit Rücksicht auf ihren Charakter in der Konzernbilanz gesondert zwischen dem Eigen- und dem Fremdkapital ausgewiesen. Sonstige KonsolidierungsvorgängeForderungen, Verbindlichkeiten, Umsatzerlöse, sonstige Aufwendungen und sonstige Erträge, Zinserträge und die korrespondierenden Aufwendungen sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises bei den einbezogenen Unternehmen wurden eliminiert. Auf die wesentlichen ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgänge werden Steuerabgrenzungen vorgenommen, soweit sich der abweichende Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleicht. V. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenIm Berichtsjahr wurden die Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der neuen Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (kurz BilMoG) erstmalig angewendet. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend Artikel 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB nicht an die geänderten Bewertungsmethoden angepasst. Eine Anpassung der Vorjahrszahlen an die durch BilMoG geänderte Bilanzgliederung des § 266 HGB wurde zulässigerweise nicht vorgenommen. Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Bewertung erfolgte grundsätzlich unter Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (Going Concern) gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibung bewertet. Die Nutzungsdauer beträgt i. d. R. 3 - 5 Jahre. Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich aus der Gegenüberstellung von Anschaffungskosten und dem Wert der einzelnen Vermögensgegenstände des Unternehmens, abzüglich der Schulden im Zeitpunkt der Übernahme, und wird seit 1.1.2010 grundsätzlich planmäßig innerhalb von fünf Jahren abgeschrieben (zuvor: 10 Jahre). Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend der Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert in Höhe von EUR 150,00 netto werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots erfolgen bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Vorräte sind zu Anschaffungs-/Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt und berücksichtigen angemessene Kosten der allgemeinen Verwaltung. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert abzüglich einer Pauschalabwertung für das allgemeine Kreditrisiko bewertet. Bei zweifelhaften Forderungen werden Einzelabwertungen vorgenommen. Auf Fremdwährung lautende Forderungen wurden werden grundsätzlich zum Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Wertpapiere sind zu Anschaffungskosten bzw. mit ihrem niedrigeren Wert angesetzt. Flüssige Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt. Bestände in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Pensionsrückstellungen werden aufgrund der vertraglichen Versorgungsansprüche gebildet. Die Leistungsverpflichtungen aus Pensionszusagen wurden unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten mit dem anhand des versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit- Methode) ermittelten Erfüllungsbetrag bewertet. Zukünftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen wurden bei der Ermittlung des Barwerts der erdienten Anwartschaft berücksichtigt. Die versicherungsmathematische Bewertung des Erfüllungsbetrags basiert auf einem Abzinsungssatz von 4,50 % - 6,25 %, je nach individueller Restlaufzeit der Verpflichtungen. Sofern keine bestimmte Restlaufzeit angenommen werden konnte, wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichte Zinssatz verwendet. Die Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden mit 2,00 % -7,5 % per annum berücksichtigt. Die Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf den Heubeck'schen Sterbetafeln (2005G) bzw. bei ausländischen Tochtergesellschaften auf den jeweiligen landestypischen Sterbetafeln, die die statistischen Ämter zur Verfügung gestellt haben. Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. In den sonstigen Rückstellungen sind in angemessenem und ausreichendem Umfang individuelle Vorsorgen für alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen gebildet. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Die Ermittlung der Steuerrückstellung erfolgte unter der Annahme der Anwendbarkeit des § 8b KStG auf die BAVARIA. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag passiviert. Auf Fremdwährung lautende Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr werden grundsätzlich zum Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr gilt dies weiterhin nur, falls die Umrechnung bei Verbindlichkeiten einen höheren Betrag ergibt. Auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlust- und Zinsvorträgen wird ein Überhang an Passiven latenten Steuern angesetzt, wenn insgesamt von einer Steuerbelastung in künftigen Geschäftsjahren auszugehen ist. Sofern insgesamt eine künftige Steuerentlastung erwartet wird, erfolgt gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB kein Ansatz von Aktiven latenten Steuern. WährungsumrechnungFinanzanlagen, Forderungen, Sonstige Vermögensgegenstände, Wertpapiere, Flüssige Mittel, Rückstellungen, Finanzschulden und Andere Verbindlichkeiten sowie Haftungsverhältnisse in fremder Währung werden grundsätzlich zum Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Umrechnung von in Fremdwährung erworbenen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens oder der Vorräte erfolgt grundsätzlich zum Devisenmittelkurs des Transaktionszeitpunkts. Die funktionale Währung der BAVARIA als Konzernmutter ist Euro (EUR). Die Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Einzelabschlüsse erfolgt nach der Methode der funktionalen Währung. Dabei wurden alle Bilanzposten der einbezogenen ausländischen Konzernunternehmen mit Ausnahme des Eigenkapitals (gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag), das zu historischen Kursen umgerechnet wurde, mit dem jeweiligen Devisenmittelkurs des Bilanzstichtags in Euro umgerechnet. Die aus der Veränderung der Devisenkurse zum Vorjahr entstehenden Differenzen aus der Umrechnung des Eigenkapitals wurden erfolgsneutral in die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung eingestellt. Aufwendungen und Erträge wurden mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Das Jahresergebnis der umgerechneten Gewinn- und Verlustrechnung wurde in die Bilanz übernommen und die Differenz erfolgsneutral in die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung eingestellt. Im Eigenkapital wurden in 2010 Umrechnungsdifferenzen in Höhe von TEUR 1.528 ergebnisneutral eingestellt. KapitalflussrechnungDer Finanzmittelfonds enthält den Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten sowie kurzfristige Wertpapiere des Umlaufvermögens. Nicht enthalten im Finanzmittelfonds sind Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 162 (Vj. TEUR 662), die mit Pfandrechten Dritter behaftet sind. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens ist nachfolgend dargestellt
Immaterielle VermögenswerteDie Geschäfts- oder Firmenwerte haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
Der Geschäfts- oder Firmenwert zum 31. Dezember 2010 setzt sich im Wesentlichen zusammen aus Gesellschaften der K+S Gruppe (TEUR 4.968), der Hering (TEUR 280) und der TriStone Gruppe (TEUR 2.642). Der verbleibende durchschnittliche Abschreibungszeitraum für die Geschäfts- oder Firmenwerte beträgt rund 5 - 6 Jahre. Die Nutzungsdauer der Geschäfts- oder Firmenwerte beträgt für vor dem 1.1.2010 erworbene Firmenwerte 10 Jahre. Diese die Fünfjahresfrist gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 20 HGB übersteigende Nutzungsdauer für Geschäfts- oder Firmenwerte von 10 Jahren hat sich dabei an der langfristigen Halteabsicht der jeweiligen Gesellschaften orientiert. Für nach dem 1.1.2010 erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte beträgt die voraussichtliche Nutzungsdauer 5 Jahre. Die Nutzungsdauer der Rechte und Lizenzen beträgt 3 bis 5 Jahre. Der Ermittlung der Nutzungsdauern wurde die voraussichtliche tatsächliche Nutzung zugrunde gelegt. Sämtliche immateriellen Vermögenswerte werden linear abgeschrieben. SachanlagenDie Nutzungsdauer für Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt 3 bis 10 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen 8 bis 20 Jahre je nach wirtschaftlicher Nutzung. Die Gebäude werden über eine wirtschaftliche Nutzungsdauer von 25 bis 50 Jahren abgeschrieben. FinanzanlagenDer Posten Anteile an verbundenen Unternehmen enthält die nicht konsolidierten Beteiligungen zum Anschaffungspreis abzgl. notwendiger Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Geographische AufteilungDas Anlagevermögen teilt sich geographisch wie folgt auf:
Umlaufvermögen(ohne Wertpapiere und Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten)
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten TEUR 16.901 Forderungen gegenüber dem Finanzamt. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr enthalten. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind solche mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 438 enthalten. EigenkapitalDas Eigenkapital verringerte sich im Berichtsjahr um TEUR 9.371 auf TEUR 34.149.
Im Konzernbilanzgewinn von TEUR 15.230 ist ein Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von TEUR 16.658 enthalten. 1. Gezeichnetes KapitalDas Grundkapital beträgt EUR 6.394.500,00. Es ist in voller Höhe einbezahlt und in 6.394.500 Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von EUR 1,00 je Stück eingeteilt. Das bedingte Kapital beträgt EUR 49.500,00. Im Zuge der Einführung des BilMoG wurden die im Vorjahr unter den Wertpapieren ausgewiesenen eigenen Anteile seit 1. Januar 2010 mit ihrem rechnerischen Nennwert offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt. Die eigenen Anteile sind aufgrund von Ermächtigungen nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erworben worden. Aus diesen eigenen Anteilen stehen der Gesellschaft keine Rechte zu; sie sind insbesondere nicht dividendenberechtigt. a Eigene AktienMit Hauptversammlungsbeschluss vom 11. Juni 2010 wurde die Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis 10. Juni 2015 eigene Aktien bis zu insgesamt 10% des im Zeitpunkt des Erwerbs eigener Aktien geltenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise, in diesem Fall auch mehrmals, ausgeübt werden. Die von der Hauptversammlung am 29. Mai 2009 beschlossene Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wurde mit dem Wirksamwerden der neuen Ermächtigung aufgehoben.
Zum 31. Dezember 2010 hat die Gesellschaft
Auf die eigenen Aktien entfällt insgesamt ein Anteil des Grundkapitals von EUR 237.228,00 (3,7 %). Aktienrückkäufe in 2010 auf Grundlage der Hauptversammlung vom 29. Mai 2009
Aktienrückkäufe in 2010 auf Grundlage der Hauptversammlung vom 11. Juni 2010
b Genehmigtes KapitalGenehmigtes Kapital 2005/ IAuf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat hat die Hauptversammlung vom 10. November 2005 den Beschluss gefasst, den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats zu ermächtigen, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 09. November 2010 durch ein- oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar-/ oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 1.102.500,00 zu erhöhen. Genehmigtes Kapital 2008/ IDer Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Juni 2008 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 19. Juni 2013 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu EUR 2.094.750,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2008/I). Das Bezugsrecht der Aktionäre kann ausgeschlossen werden,
c Bedingtes KapitalBedingtes Kapital 2005 - Aktienoptionen für MitarbeiterDie Gesellschaft hat auf Vorschlag des Vorstands und Aufsichtsrats mit Hauptversammlungsbeschluss vom 20. Dezember 2005 beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 511.500,00 durch Ausgabe von bis zu 511.500 auf den Inhaber lautende Stückaktien im Rahmen einer bedingten Kapitalerhöhung (bedingtes Kapital 2005) zu erhöhen. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt werden, als Optionsrechte ausgegeben werden und deren Inhaber von ihrem Optionsrecht bis zum 31. Dezember 2009 Gebrauch machen. Das bedingte Kapital I ist zeitlich und sachlich gegenstandslos geworden, da die Frist zur Gewährung von Aktienoptionen gemäß § 4 Nr. 3 der Satzung zum 31. Dezember 2009 abgelaufen ist und keine ausübbaren Aktienoptionen mehr im Umlauf waren. Soweit Aktienoptionen ausgegeben waren, lagen wirksame Verzichtserklärungen sowie in einem Fall ein diesbezüglicher gerichtlicher Vergleich vor. Mit Aufsichtsratsbeschluss vom 14. April 2010 wurde deshalb die ersatzlose Aufhebung des § 4 Nr. 3 der Gesellschaft (bedingtes Kapital I) beschlossen. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 2. Juni 2010. Bedingtes Kapital 2006/I - Wandelschuldverschreibungen für Mitglieder des AufsichtsratsDie Gesellschaft hat auf Vorschlag des Vorstands und Aufsichtsrats mit Hauptversammlungsbeschluss vom 05. September 2006 beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 49.500,00 durch Ausgabe von bis zu 49.500 auf den Inhaber lautende Stückaktien im Rahmen einer bedingten Kapitalerhöhung (bedingtes Kapital 2006/I) zu erhöhen. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als Wandelschuldverschreibungen ausgegeben werden und von dem enthaltenen Optionsrecht der Umwandlung in Stückaktien Gebrauch gemacht wird. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre wurde ausgeschlossen. Die Wandelschuldverschreibungen wurden im Dezember 2006 in Höhe von EUR 49.500,00 an die Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft zum Mindestausgabebetrag von EUR 0,33 pro Schuldverschreibung im rechnerischen Nennbetrag von EUR 1,00 ausgegeben. Die Aufsichtsräte haben ihr Bezugsrecht ausgeübt, alle Wandelschuldverschreibungen gelten gemäß den Umtauschbedingungen als zum 31. Dezember 2006 gewährt. Der Wandlungspreis beträgt gemäß Umtauschbedingungen EUR 21,70. Jede Wandelschuldverschreibung gewährt das Recht zur Wandlung in jeweils eine Stückaktie der Gesellschaft. Die gewährten Wandlungsrechte können erstmals nach Ablauf von zwei Jahren ("Mindestwahrfrist") seit Begebung der Wandelschuldverschreibung ausgeübt werden. Die Mindestwahrfrist ist am 31. Dezember 2008 ausgelaufen. Die Laufzeit der Wandelschuldverschreibungen beginnt mit dem Tag der Gewährung der Wandelschuldverschreibungen und endet nach Ablauf von fünf Jahren, somit am 31. Dezember 2011. 2. KapitalrücklageDie Kapitalrücklage beträgt zum Stichtag EUR 8.605.500,00. 3. Rücklage für eigene AnteileNach der Verabschiedung des BilMoG ist nach dem Erwerb eigener Anteile ein aktivischer Ausweis der erworbenen Anteile mit korrespondierendem Ausweis einer Rücklage für eigene Anteile - unabhängig vom Zweck des Erwerbs - nicht mehr zulässig. Die Rücklage für eigene Anteile wurde somit im Berichtsjahr aufgelöst und der frei werdende Betrag dem Bilanzgewinn zugeführt. Zudem wurde das gezeichnete Kapital um den Nennbetrag reduziert. Der darüber hinausgehende Betrag wurde gegen den Bilanzgewinn verrechnet. Damit einhergehend wurden die eigenen Anteile ausgebucht. Die Rücklage für eigene Anteile gemäß § 272 Abs. 4 HGB hat sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:
4. Rücklage wegen eigener AnteileUm den ausschüttungsfähigen Bilanzgewinn aufgrund der Neuregelung der Bilanzierung der eigenen Anteile nicht zu erhöhen und dem Gläubigerschutz Rechnung zu tragen, wurde im Berichtsjahr eine Rücklage wegen eigener Anteile gebildet. Die Rücklage wegen eigener Anteile hat sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:
Unterschiedsbetrag aus der KapitalkonsolidierungDer zum Stichtag ausgewiesene negative Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung wird entsprechend seiner Verursachung in den Folgejahren ergebniswirksam aufgelöst. Diese Position entwickelte sich in den Geschäftsjahren 2009 und 2010 wie folgt:
Negative Unterschiedsbeträge entstehen bei Akquisitionen, bei denen der Kaufpreis unter dem Buchwert des bilanziellen Eigenkapitals des übernommenen Unternehmens liegt. Die passiven Unterschiedsbeträge werden im Konzernabschluss ergebniswirksam nach dem Sanierungsfortschritt der Beteiligungen aufgelöst, sofern noch mit zukünftigen Aufwendungen oder Verlusten gerechnet wird. Soweit der negative Unterschiedsbetrag nicht durch erwartete künftige Aufwendungen oder Verluste begründet ist, wird er in der folgenden Weise ergebniswirksam aufgelöst: a) Der Anteil, der die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen nicht-monetären Vermögenswerte nicht übersteigt, wird planmäßig über die gewichtete durchschnittliche Restnutzungsdauer der erworbenen abnutzbaren Vermögenswerte vereinnahmt. b) Der Anteil, der die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen nicht-monetären Vermögenswerte übersteigt, wird zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung als Ertrag vereinnahmt. Die Auflösung des passiven Unterschiedsbetrags ist in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im sonstigen betrieblichen Ertrag enthalten. Die Zugänge von passiven Unterschiedsbeträgen resultieren im Wesentlichen aus der Erstkonsolidierung der R+E und der TriStone Gruppe. Die Endkonsolidierung betrifft die OSNY Gruppe. Rückstellungen
PensionsrückstellungenDer Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen beträgt zum Stichtag TEUR 70.101 (Vj. TEUR 65.699). Die Erhöhung zum Vorjahr ist vorwiegend auf die Erstkonsolidierung der TriStone Gruppe zurückzuführen. Aufgrund der Inanspruchnahme des Passivierungswahlrechts für Altzusagen gem. Artikel 28 EGHGB besteht bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen eine Deckungslücke zum 31. Dezember 2010 von TEUR 460 (Vj. TEUR 425). Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich (TEUR 19.428), aus Prozessrisiken (TEUR 10.003), aus ausstehenden Rechnungen (TEUR 5.721), aus Gewährleistungsverpflichtungen (TEUR 2.514), aus Erlösschmälerungen (TEUR 758) sowie aus Umstrukturierungsmaßnahmen (TEUR 2.370). Verbindlichkeiten
Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten können wie folgt zusammengefasst werden:
An dritte Sicherungsnehmer wurden Grundpfandrechte in Höhe von insgesamt TEUR 35.345 gewährt. Diese betreffen vorwiegend die Absicherung von Darlehen und Kreditlinien, die jedoch in hohem Umfang zum Stichtag nicht in Anspruch genommen worden sind.
Passive latente SteuernDie latenten Steuern wurden auf Konzernebene mit einem Steuersatz von 30% berechnet. Die jeweiligen latenten Steuern der Tochtergesellschaften wurden mit dem jeweiligen erwarteten Steuersatz berechnet. Die latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlicher Vorratsbewertung und Rückstellungsbewertung für steuerliche Zwecke. HaftungsverhältnisseUnbefristete Sicherungsübereignung zugunsten Zürich VersicherungZur Sicherung aller bestehenden und künftigen - auch bedingten oder befristeten - Ansprüche, die der Zürich Versicherung gegen die Hering zustehen, tritt die BAVARIA Industriekapital AG ihre Ansprüche auf das Guthaben eines Kontos an die Zürich Versicherung ab. Das Konto verfügt derzeit über ein Guthaben von rund TEUR 163. Unbefristete Bürgschaft zugunsten Banco BilbaoDie BAVARIA Industriekapital AG hat mit Vereinbarungen vom 15. Dezember 2009 gegenüber der Banco Bilbao Vizcaya Agentaria S.A., Huesca / Spanien, eine unbefristete Bürgschaft für die Verpflichtungen der Inasa Sabiñánigo bis zu einem Höchstbetrag von TEUR 174 übernommen. Unbefristete Bürgschaft zugunsten CommerzbankDie BAVARIA Industriekapital AG hat mit Vereinbarung vom 29. Januar 2010 und 1. Januar 2011 gegenüber der Commerzbank (vormals Dresdner Bank) eine unbefristete selbstschuldnerische Bürgschaft für die Verpflichtungen der R+E aus einem Kreditrahmen in Höhe von TEUR 300 übernommen. Befristete Patronatserklärung zugunsten Daimler AGMit Datum vom 20. September 2010 hat sich die BAVARIA Industriekapital AG befristet bis zum 31. März 2011 verpflichtet, alle notwendigen Maßnahmen im kaufmännisch vertretbaren Umfang zu ergreifen, damit die TriStone Flowtech Polen sowie mit ihr verbundene Unternehmen ("Lieferant") jederzeit fristgerecht ihre gegenwärtigen und zukünftigen Verpflichtungen gegenüber der Daimler-Gruppe nachkommen kann. Insbesondere verpflichtet sich die BAVARIA Industriekapital AG, den Lieferant mit ausreichend Kapital und Liquidität auszustatten. Erfüllt der Lieferant seine Verpflichtungen gegenüber der Daimler-Gruppe nicht, treten eigene Forderungen der BAVARIA Industriekapital AG gegenüber den Forderungen der Daimler-Gruppe im Rang zurück. Unbefristete Bürgschaft zugunsten FORTISFür die Gesellschaften TriStone Frankreich, TriStone Türkei, TriStone Spanien, TriStone Italien und TriStone Polen hat die BAVARIA Industriekapital AG mit Vereinbarung vom 30. Juni 2010 zugunsten der Gruppe FORTIS eine Bürgschaft bis zur Höhe von EUR 5,0 Mio übernommen. Die Bürgschaft betrifft Ansprüche mehrerer Factoringgesellschaften der Gruppe FORTIS gegenüber den TriStone Gesellschaften und wurde unbefristet ausgestellt. Befristete Bürgschaft zugunsten SERVFür die Gesellschaft SwissTex Winterthur hat die BAVARIA Industriekapital AG gegenüber der SERV (Schweizerische Exportrisikoversicherung, Zürich) mit Vereinbarung vom 18. Juni 2010 eine Bürgschaft übernommen. Die Bürgschaft zielt dabei auf alle geeigneten Maßnahmen ab, um die Geschäftstätigkeit der SwissTex zu erhalten. Die Bürgschaft ist bis zum 31. Dezember 2011 begrenzt. Die BAVARIA Industriekapital AG geht Haftungsverhältnisse nur nach sorgfältiger Risikoabwägung und grundsätzlich nur in Zusammenhang mit ihrer eigenen oder der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen und Beteiligungen ein. Auf Basis einer kontinuierlichen Evaluierung der Risikosituation der eingegangenen Haftungsverhältnisse und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse geht die BAVARIA Industriekapital AG derzeit davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Die BAVARIA Industriekapital AG schätzt daher bei allen aufgeführten Haftungsverhältnissen das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich ein. Finanzielle VerpflichtungenAus Bestellobligo sowie aus längerfristigen Miet- und Leasingverträgen bestehen für die festen Grundmietzeiten insgesamt finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 13.988 (Vj. TEUR 17.574). Nach Fälligkeiten setzen sich die finanziellen Verpflichtungen wie folgt zusammen:
Es bestehen davon finanzielle Verpflichtungen aus Bestellobligos im Zusammenhang mit Aufträgen im Auftragsbestand der Unternehmen in Höhe von TEUR 7.697 (Vj. TEUR 13.699). Sonstige SicherheitenEs sind insgesamt Gewährleistungs- und Anzahlungsavale in Höhe von TEUR 32.138 ausgelegt worden. Honorar des AbschlussprüfersAn Abschlussprüfer sind im Berichtsjahr folgende Honorare für Prüfungen, Beratung und sonstige Leistungen geflossen: 2010
2009
Nicht in der Bilanz erscheinende GeschäfteFactoringSieben Gesellschaften der BAVARIA Gruppe nutzen Factoring als Finanzierungsinstrument. Der Gesamtrahmen beträgt rund EUR 50 Mio. Es handelt sich bei den meisten Factoring Verträgen um echtes, offenes Factoring, bei dem der Factoringpartner das volle Ausfallrisiko übernimmt. Zweck und Vorteil des Factoring sind die Verbesserung der Liquidität bei gleichzeitiger Verringerung der Risikoposition der Gesellschaften. Nachteilig wirken sich hingegen die mit dem Factoring verbundenen Kosten auf die Ertragslage aus. Ebenfalls nachteilig auswirken könnte sich die mit dem offenen Factoring verbundene Offenlegung des Forderungsverkaufs, da die Kunden Ihre Verbindlichkeiten i.d.R. direkt gegenüber dem Factoring-Unternehmen begleichen. Die Ausnutzung der Factoringlinien und damit entstandenen Verbindlichkeiten gegenüber Factoringunternehmen werden in der Bilanz im Posten "Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten" ausgewiesen. Sale-and-Leaseback GeschäfteDrei Gesellschaften der BAVARIA Gruppe haben in den vergangen Geschäftsjahren das Finanzierungsinstrument "Sale-and-Leaseback" genutzt. In den Jahren 2000 bzw. 2007 wurden insgesamt drei betrieblich genutzte Gebäude veräußert und gleichzeitig langfristige Leasingverträge über diese Gebäude abgeschlossen. Die Mindestmietdauer beträgt 15 Jahre bzw. 10 Jahre, die hieraus resultierende Gesamtverpflichtung ist in den angegebenen sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten, soweit sie nicht bilanziell berücksichtigt wurde. In 2010 wurde eine Maschine im Wert von EUR 0,4 Mio. veräußert und gleichzeitig ein Leasingvertrag über diese Maschine abgeschlossen. Die Mindestmietdauer beträgt 5 Jahre. Zweck und Vorteil der Sale-and-lease-back-Geschäfte sind die Beschaffung liquider Mittel, d.h. Zahlungszuflüsse für die Unternehmen. Risiken ergeben sich hingegen aus den zu zahlenden Leasingraten, zu denen sich die Unternehmen verpflichten. Nicht zum Zeitwert bilanzierte derivative FinanzinstrumenteDie Gesellschaften der BAVARIA Gruppe sind im Rahmen ihrer weltweiten Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit insbesondere Risiken aus Wechselkurs- und Zinssatzänderungen sowie Schwankungen der Commodity-Preise ausgesetzt, die durch den Abschluss derivativer Finanzinstrumente begrenzt bzw. eliminiert werden. Um die Risiken abzusichern, die aus den Schwankungen der in Fremdwährung lautenden Vermögensgegenstände und Schulden sowie schwebenden Geschäften und antizipierten Transaktionen resultieren, setzen die Gesellschaften der BAVARIA Gruppe in begrenztem Umfang derivative Finanzinstrumente ein. Die dabei eingesetzten Finanzinstrumente sind im Wesentlichen Devisentermingeschäfte. Derivative Finanzinstrumente innerhalb der BAVARIA Gruppe dienen in geringerem Umfang auch der Sicherung von Commodity-Preisrisiken aus Beschaffungsgeschäften. Die im Rahmen des Commodity Hedging eingesetzten Instrumente umfassen Termingeschäfte. Die im Bestand befindlichen derivativen Finanzinstrumente dienen ausschließlich Sicherungszwecken. Die nachfolgende Tabelle zeigt die zum 31.12.2010 bestehenden derivativen Finanzinstrumente:
1)
Ermittlung auf Basis der Veränderungen von
Devisenterminkursen Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöseDie Umsatzerlöse der erst- und endkonsolidierten Unternehmen sind jeweils nur anteilsmäßig ab Erst- bzw. bis zum Endkonsolidierungszeitpunkt enthalten. Der Umsatz des BAVARIA Konzerns nach Absatzgebieten gliedert sich wie folgt:
Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
Die Erträge aus der Auflösung von Unterschiedsbeträgen resultieren aus der regulären Auflösung von Unterschiedsbeträgen nach Fortschritt der Sanierungen bei den übrigen Konzerngesellschaften. MaterialaufwandDer Materialaufwand betrug im Geschäftsjahr 2010 TEUR 397.738 (Vj. TEUR 220.275). PersonalaufwandDer Personalaufwand ist im Periodenvergleich angestiegen. Dieser Anstieg ist insbesondere auf die neu erworbene TriStone Gruppe (1.045 Mitarbeiter im Durchschnitt seit Konsolidierung Juli 2010, Personalkosten TEUR 20.840), SwissTex Frankreich (83 Mitarbeiter, Personalkosten TEUR 4.272) und R+E (28 Mitarbeiter, Personalkosten TEUR 1.222) zurückzuführen.
AbschreibungenIn den Abschreibungen des Geschäftsjahres sind keine außerordentlichen Abschreibungen enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 8.360 enthalten auf Ebene der Einzelgesellschaften entstandene betriebliche Aufwendungen. Dies betrifft z.B. Abschluss- und Prüfungskosten, Personalbeschaffungskosten, Aufsichtsrats- und Beiratsvergütungen, etc. Zinsergebnis
Die Zinsaufwendungen 2010 entfallen im Wesentlichen auf die Inasa Foil, Hunsfos sowie die K+S Gruppe. Außerordentliches ErgebnisDie außerordentlichen Erträge in Höhe von 7.858 TEUR resultieren vorwiegend aus der Auflösung von Wertberichtigungen bei OSNY Pharma (5.141 TEUR) sowie der Auflösung von Restrukturierungsrückstellungen bei der K+S Gruppe (1.737 TEUR). Der außerordentliche Aufwand in Höhe von 8.465 TEUR enthält Aufwendungen für die Ausstattung einer Transfergesellschaft der Xenterio in Höhe von 4.270 TEUR sowie außerordentliche Aufwendungen der OSNY Pharma in Höhe von 2.456 TEUR, die im Zusammenhang mit der Auflösung der Wertberichtigungen (siehe Erläuterung zum a.o. Ertrag) stehen. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Aufwendungen für Ertragsteuern beinhalten sowohl die unmittelbar zu entrichtenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag als auch die latenten Steuern. Periodenfremde Aufwendungen und ErträgeIn den sonstigen betrieblichen Erträge sind EUR 6,6 Mio. (Vj. EUR 4,2 Mio.) an periodenfremden Erträgen enthalten. Diese betreffen Rückstellungsauflösungen sowie Veränderungen von Wertberichtigungen. VI. SegmentberichterstattungSerie/ AutomotiveDas Segment "Serie/ Automotive" umfasst Gesellschaften, die Teile in Serie fertigen oder auch zumindest teilweise im Automobilzuliefersegment tätig sind. Dies sind:
AnlagenbauDas Segment "Anlagenbau" umfasst sämtliche im Anlagen- und Maschinenbau tätigen Gesellschaften. Dies sind:
Business ServicesDas Segment "Business Services" umfasst sämtliche operativ tätigen Gesellschaften, die den oben angeführten Segmenten nicht zugeordnet werden können. Dies sind:
Das Segment "Sonstige" umfasst im Wesentlichen die nicht operativen Holdings und Zwischenholdings der BAVARIA Gruppe. Als "Segmentergebnis" wird der Jahresüberschuss nach Steuern ausgewiesen. Zwischen den Segmenten getätigte Umsätze werden zu Preisen getätigt, die dem Fremdvergleich entsprechen. Die Segmentberichterstattung wurde in Anlehnung an die Grundsätze des DRS 3 erstellt:
Überleitungen zur KonzernspalteSegmentergebnis 2010Die Konsolidierungsspalte 2010 enthält im Wesentlichen die Auflösung passiver Unterschiedsbeträge (EUR 18,4 Mio.), Endkonsolidierungsverluste (EUR -3,2 Mio.), die Eliminierung von zwischen Segmenten getätigten Darlehenserlassen (EUR -14,7 Mio.), die Eliminierung von zwischen Segmenten getätigten Ausschüttungen (EUR -5,9 Mio.), sowie Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte, soweit diese nicht den Segmenten zugeordnet sind (EUR -0,4 Mio.). Abschreibungen 2010Die Konsolidierungsspalte 2010 enthält Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte, soweit diese nicht den Segmenten zugeordnet sind (EUR 0,4 Mio.). Andere nicht zahlungswirksame Posten 2010Die Konsolidierungsspalte 2010 enthält vorwiegend die Auflösung passiver Unterschiedsbeträge (EUR 18,4 Mio.), nicht zahlungswirksame Darlehenserlasse (EUR -15,1 Mio.) sowie Endkonsolidierungsverluste (EUR -3,2 Mio.). Des Weiteren sind in den Segmenten unter anderem Zuführungen und Auflösungen von Wertberichtigungen und Rückstellungsauflösungen enthalten, die auf Einzelgesellschaftsebene entstanden sind. Segmentvermögen und Segmentschulden 2010Die Konsolidierungsspalten 2010 enthalten vorwiegend die Eliminierung von Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Segmenten. Das Segmentvermögen 2010 entfällt fast vollständig auf Deutschland und die übrige Europäische Union mit Ausnahme der Hunsfos (Norwegen) und SwissTex (Schweiz). Bezüglich der regionalen Aufteilung des Anlagevermögens verweisen wir auf unsere Erläuterungen zum Anlagevermögen. Segmentergebnis 2009Die Konsolidierungsspalte 2009 enthält im Wesentlichen die Auflösung passiver Unterschiedsbeträge (EUR 48,7 Mio.), Endkonsolidierungsverluste (EUR 0,2 Mio.), die Eliminierung von zwischen Segmenten gebildeten Wertberichtigungen, Firmenverkäufen und getätigten Ausschüttungen (EUR -18,5 Mio.), Steuern (EUR 1,6 Mio.), sowie Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte, soweit diese nicht den Segmenten zugeordnet sind (EUR -0,3 Mio.). Abschreibungen 2009Die Konsolidierungsspalte 2009 enthält Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte, soweit diese nicht den Segmenten zugeordnet sind (EUR 0,3 Mio.). Andere nicht zahlungswirksame Posten 2009Die Konsolidierungsspalte 2009 enthält vorwiegend die Auflösung passiver Unterschiedsbeträge (EUR 48,7 Mio.) sowie Endkonsolidierungsverluste (EUR 0,2 Mio.). Des Weiteren sind in den Segmenten unter anderem Zuführungen und Auflösungen von Wertberichtigungen und Rückstellungsauflösungen enthalten, die auf Einzelgesellschaftsebene entstanden sind. Segmentvermögen und Segmentschulden 2009Die Konsolidierungsspalten 2009 enthalten vorwiegend die Eliminierung von Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Segmenten. Das Segmentvermögen 2009 entfällt fast vollständig auf Deutschland und die übrige Europäische Union. Bezüglich der regionalen Aufteilung des Anlagevermögens verweisen wir auf unsere Erläuterungen zum Anlagevermögen. Sonstige AngabenVorstand und AufsichtsratVorstand
Ist nur ein Vorstandsmitglied bestellt, so vertritt es die Gesellschaft allein. Sind mehrere Vorstandsmitglieder bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Vorstandsmitglieder gemeinsam vertreten. Reimar Scholz ist einzelvertretungsberechtigt. Harald Ender ist vertretungsberechtigt gemeinsam mit einem anderen Vorstandsmitglied oder einem Prokuristen. Die Vorstandsmitglieder sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Aufsichtsrat
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands sowie früherer Mitglieder dieser GremienDie Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder betrugen EUR 40.000,00 (Vj. EUR 40.000,00), davon an ehemalige Aufsichtsratsmitglieder EUR 0,00 (Vj. EUR 0,00). Im Berichtsjahr wurden von der Gesellschaft an die Rechtsanwaltskanzlei Heisse Kursawe Eversheds, in der Dr. Heisse Partner ist, im Rahmen eines gesonderten Beratungsvertrages (nach § 114 AktG) Honorare in Höhe von TEUR 114 (Vj. TEUR 144) gezahlt. Die Gesamtbezüge der Vorstände betrugen im Jahr 2010 TEUR 1.181 (Vj. TEUR 777). MitarbeiterIm Jahresdurchschnitt waren in den Unternehmen, die zum 31. Dezember 2010 in den Konzernabschluss einbezogen wurden, 3.913 Mitarbeiter (Vj. 3.003 Mitarbeiter) beschäftigt. Die Anzahl der Mitarbeiter des BAVARIA Konzerns entwickelte sich wie folgt:
Beziehung zu nahe stehenden PersonenDie BAVARIA unterhält zu verbundenen, nicht konsolidierten Tochtergesellschaften geschäftsübliche Beziehungen. Die Transaktionen mit diesen Gesellschaften sind von geringem Umfang, resultieren aus dem normalen Geschäftsverkehr und wurden zu marktüblichen Bedingungen geschlossen. Darüber hinaus haben Unternehmen der BAVARIA mit Mitgliedern des Vorstands oder des Aufsichtsrats der BAVARIA keine wesentlichen Geschäfte vorgenommen. Dies gilt auch für nahe Familienangehörige dieses Personenkreises. Aufstellung des AnteilsbesitzesAngaben in Tausenden lokaler Währung
(1)
Ungeprüfter Jahresabschluss zum 31.12.2010
nach HGB KonzernverhältnisseDie BAVARIA wird in den Konzernabschluss der AS Beteiligungen und Vermögensverwaltung GmbH (zuvor: AS Vermögensverwaltung GmbH), Gräfelfing, einbezogen. Der Konzernabschluss kann im elektronischen Bundesanzeiger eingesehen werden. Gewinnausschüttung/ DividendenvorschlagIn 2010 wurden von der BAVARIA Dividenden in Höhe von EUR 7.716.705,00 ausgeschüttet. Vorstand und Aufsichtsrat der BAVARIA Industriekapital AG werden den Aktionären auf der Hauptversammlung der Gesellschaft vorschlagen, aus dem Bilanzgewinn von EUR 6.059.380,36 nur die gesetzliche Mindestdividende von EUR 0,04 je Aktie auszuschütten, um der gestiegenen Investitionstätigkeit Rechnung zu tragen, und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
München, den 17. März 2011 Reimar Scholz, Vorstand Harald Ender, Vorstand Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der BAVARIA Industriekapital AG, München, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzerngewinn- und Verlustrechnung, Konzernkapitalflussrechnung, Konzerneigenkapitalspiegel sowie Konzernanhang - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 18. März 2011 RP RICHTER GmbH Stahl, Wirtschaftsprüfer Costa, Wirtschaftsprüfer ImpressumHerausgeberBavaria Industriekapital AG Bavariaring 24 80336 München
info@baikap.de www.baikap.de |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||