BAVARIA Industriekapital AG

München

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2011

Inhaltsverzeichnis

 
Rahmenbedingungen und Geschäft
1.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Markt

2.

BAVARIA Geschäftsmodell

3.

Geschäftsentwicklung der Gesellschaft

 
Beteiligungsportfolio
1.

Serienfertiger/ Automotive

2.

Anlagenbau

3.

Business Services

 

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns

 

Abhängigkeit

 

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

 

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

 

Ausblick

Rahmenbedingungen und Geschäft

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Markt

Der 2010 eingeschlagene Wachstumspfad der Weltwirtschaft setzte sich im Verlauf des Jahres 2011 mit einer erwarteten Expansion des Welthandels um 4,0% (Quelle: Internationaler Währungsfonds) nur leicht gebremst fort. Der Welthandel übertraf damit das Vorkrisenniveau 2009.

Das Wachstum wurde weiterhin durch die expansive Geldpolitik der Notenbanken getrieben. Es war gekennzeichnet von hohen Wachstumsraten der Schwellenländer bei geringen Steigerungsraten der Industrieländer.

Das Wachstum der EURO Zone lag, im Wesentlichen wegen der erheblichen Unsicherheiten der Euro Krise, mit 1,6% im unteren Bereich.

Das Wachstum in Deutschland verlangsamte sich. Es lag laut IWF im Jahresdurchschnitt bei 2,7% gegenüber 3,6% im Vorjahr.

2. BAVARIA Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell der BAVARIA umfasst den Erwerb, die Restrukturierung und die Sanierung sowie die Veräußerung von Beteiligungen. Hierbei arbeiten wir mit eigenen Mitarbeitern in der Holding und Zeitkräften, die zur Unterstützung des jeweiligen Managements bereitstehen.

Wir überprüfen regelmäßig unsere Akquisitionskriterien. Wir konzentrieren uns derzeit auf:

Branchen der verarbeitenden Industrie oder industrieller Dienstleistung,

Umsatz ab EUR 50 Mio.,

Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung, möglichst zu 100 %,

Erkennbare Verbesserungspotenziale.

3. Geschäftsentwicklung der Gesellschaft

Die BAVARIA Industriekapital AG ist die Muttergesellschaft des BAVARIA Konzerns: sie ist direkt oder indirekt an allen Aktivitäten des BAVARIA Konzerns beteiligt. Im Geschäftsjahr 2011 war die BAVARIA Industriekapital AG - wie bereits im Vorjahr - fast ausschließlich mit Eigenkapital finanziert. Das Eigenkapital der Gesellschaft stieg im Berichtsjahr von EUR 21,1 Mio. im Vorjahr auf EUR 25,4 Mio. zum 31. Dezember 2011.

Zur Messung des Erfolgs unserer Aktivitäten ziehen wir die Veränderung des Finanzmittelbestands der BAVARIA Industriekapital AG heran. Dadurch ergibt sich folgendes Bild:

Veränderung Finanzmittelbestand der BAVARIA Industriekapital AG 2011 in EUR Mio.

    2011 2010
  Jahresüberschuss 6,9 5,1
+ Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,3 0
+/- Zu-/Abnahme der Rückstellungen -6,6 1,2
+ Abnahme der Forderungen im Verbundbereich, der sonstigen Vermögensgegenstände sowie Rechnungsabgrenzungsposten, die nicht der Investitions- 3,9 0,3
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen ist 0,2 -0,1
= Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 4,7 6,5
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenstände des Finanzanlagevermögens 0,1 0,4
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -2,9 -0,2
- Umgliederung von Forderungen im Umlaufvermögen zu Ausleihungen im Finanzanlagevermögen -6,2 0
= Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -9,0 0,2
- Dividendenzahlungen 0 -7,7
- Auszahlungen an Anteilseigner bei Rückkauf eigener Aktien -2,5 -0,5
= Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit -2,5 -8,2
  Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -6,8 -1,5
+ Finanzmittelfonds am Anfang des Geschäftsjahres 9,3 10,8
= Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahrs 2,5 9,3

1) Der Finanzmittelbestand umfasst die liquiden Mittel sowie kurzfristig veräußerbare Wertpapiere des Umlaufvermögens mit Ausnahme der eigenen Anteile.

Die negative Veränderung des Zahlungsmittelbestands resultiert aus Auszahlungen für ein durch Rückstellungen gedecktes, verlorenes Schiedsgerichtsverfahren, gegen das die Gesellschaft derzeit vor dem BGH klagt. Die Finanzmittel inklusive der nichtoperativen Tochtergesellschaften betrugen zum 31.12.2011 EUR 9,2 Mio. (Vorjahr EUR 10,9 Mio.).

Entwicklung des Beteiligungsportfolios

Details zu den Gesellschaften sind im Abschnitt „Beteiligungsportfolio" beschrieben.

Dividenden und Aktienrückkäufe der BAVARIA Industriekapital AG

Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 01. Juni 2011 ist für das Geschäftsjahr 2010 keine Dividenden ausgeschüttet worden. Gemeinsam mit den in Vorjahren erworbenen Aktien, beläuft sich die Gesamtzahl gehaltener eigener Aktien zum 31. Dezember 2011 auf 425.367 Stack.

Beteiligungsportfolio

1. Serienfertiger/ Automotive

Das Segment Serienfertiger/ Automotive erzielte 2011 mit EUR 480,6 Mio. (Vj. EUR 345,4 Mio.) rund 64 % (Vj. 54 %) der Umsatzerlöse des BAVARIA Konzerns. In der zweiten Jahreshälfte erfolgte die Endkonsolidierung der Faral Gruppe.

Branchenentwicklung

Die verbleibenden Unternehmen des Segments lassen sich in die Branchen Automobil (tech-FORM, ADG und TriStone) und Elektroindustrie (Kienle + Spiess Gruppe) aufteilen.

Die Nachfrage nach allen Arten von Motoren ist dabei wiederum abhängig von der konjunkturellen Entwicklung in den Hauptabnehmerbranchen, wie beispielsweise der Elektroindustrie, Regel- und Antriebstechnik, Energieerzeugungsanlagen oder Automobil- und Industrietechnik.

Laut ZVEI hat die deutsche Elektroindustrie ihre um Preiseffekte bereinigte Produktion noch einmal um 13 % gesteigert. Im Vorjahr 2010 hatte sie bereits um 14 % zugelegt. Damit sind die 2009er Verluste inzwischen mehr als aufgeholt.

Da unsere Automotive Beteiligungen mit einer Vielzahl in- und ausländischer Automobilhersteller und Lieferanten in Geschäftsbeziehung stehen, sind entsprechende Branchenbetrachtungen nur schwer möglich. Beispielhaft zeigte sich laut VDA der deutsche Pkw-Markt 2011 stabiler als von vielen erwartet. So stieg hier die Zahl der Neuzulassungen um 9 % gegenüber 2010 und es wurden gegenüber dem Vorjahr 7% mehr Fahrzeuge exportiert.

Segmentumsatz und -ergebnis

Die Umsatzerlöse von EUR 480,6 Mio. liegen ca. 39% über dem Vorjahreswert. Das EBITDA des Segments liegt mit EUR 32,2 Mio. ebenfalls deutlich über dem Vorjahreswert von EUR 24,6 Mio. Der Umsatz- und Ergebnisanstieg resultiert in erster Linie aus der vollständig erfolgten Konsolidierung der TriStone Gruppe (Vorjahr lediglich 6 Monate) und einer besseren Performance der KOS Gruppe.

Die Ergebnisrechnung der Endkonsolidierten Beteiligungen der Faral Gruppe ist bis zum Endkonsolidierungszeitpunkt im Segmentergebnis enthalten.

Weitere Kennzahlen zur Segmententwicklung und Details zu den Endkonsolidierungen können dem Konzernanhang entnommen werden.

Investitionen, Abschreibungen, Mitarbeiterentwicklung

Im vergangenen Geschäftsjahr haben die Gesellschaften rund EUR 20 Mio. (Vj. EUR 11,1 Mio.) investiert. Damit lagen die Investitionen über den Abschreibungen von EUR 17,5 Mio. (Vj. EUR 16,2 Mio.). Investitionen wurden weiterhin sorgfältig beurteilt und kritisch hinterfragt. TriStone konnte durch Kauf der Assets eines Wettbewerbers in Mexico den ersten Produktionsstandort in Nordamerika eröffnen.

Die Mitarbeiterzahl im Segment lag zum Bilanzstichtag bei 3.744 (Vj. 2.746), der Anstieg beruhte im Wesentlichen auf der vollständigen Konsolidierung der TriStone Gruppe.

Ausblick für 2012 und Folgejahre

Aus unserer Sicht zeichnet sich eine Stabilisierung der Nachfragesituation ab, die jedoch weiterhin großen Risiken unterworfen bleibt. Für 2012 und die Folgejahre gehen wir von weiterhin steigenden Ergebnissen aus. Die Folgen einer etwaigen erneuten Verschärfung der EURO-Schuldenkrise sind für unsere Portfoliounternehmen nur schwer einschätzbar. Um unsere Beteiligungen auf konjunkturelle Risiken einzustellen, haben wir die Erstellung sogenannter Stresstests veranlasst.

Neben dieser Absicherung im Falle einer Konjunkturkrise investieren unsere Beteiligungen im betrachteten Segment nachhaltig in die Erschließung neuer Wachstumspotenziale durch Neuprodukt- und Standortinvestitionen.

Portfoliofirmen

Zum 31. Dezember 2011 sind folgende vier Beteiligungen dem Segment Serienfertiger/ Automotive zugeordnet:

a) Kienle + Spiess Gruppe

Erwerb Juni 2006
Geschäftsführung Wolfgang Werheid
Sitz Sachsenheim/D, Bilston/UK, Tokod/H

Die K+S Gruppe ist europaweit der führende Anbieter von Stanz- und Druckgussteilen für den Bau elektrischer Maschinen und Generatoren. Das Unternehmen steht bereits seit 1935 für das Stanzen und Paketieren von Rotor- und Statorblechen sowie alle Arten von elektrischen Antrieben. Den Standort des Hauptwerks in Vaihingen und Sachsenheim gibt es seit Anfang der 60er Jahre. Darüber hinaus unterhält K+S auch noch je einen Standort in Großbritannien und Ungarn.

b) tech-FORM

Erwerb Juni 2009
Geschäftsführung Jérôme Della Siega
Sitz Auxi-le-Château/F

tech-FORM wurde 1917 in Auxi-le-Château, 200 km nördlich von Paris gegründet. Mit ihrem Know-how in der Stanzbearbeitung und im Rollverformen hat sich tech-FORM auf die Entwicklung und Herstellung von Stahl- und Aluminiumriemenscheiben, Drehschwingungsdämpfern und Getriebekomponenten für Automobilapplikationen spezialisiert. Dank der Investitionen in Entwicklung, Labor- und Testequipment ist tech-FORM in der Lage, qualitativ hochwertige Komponenten zu entwickeln, kostengünstig zu produzieren und damit den Anforderungen ihrer Kunden, die vorwiegend im Automotive-Segment tätig sind, zu entsprechen.

c) Austria Druckguss

Erwerb Mai 2009
Geschäftsführung Alexander Schröfl
Sitz Gleisdorf/A

ADG KG ist ein Anbieter von komplexen druckdichten Druckgussteilen inklusive mechanischer Bearbeitung. Die Bauteile haben ein Gewicht von wenigen Gramm bis zu drei Kilogramm. Es kommen die unterschiedlichsten Aluminiumlegierungen zum Einsatz bis hin zu solchen, die Dehnungen bis zu 8 % zulassen.

Durch die Zusammenarbeit mit Partnern in Niedriglohnländern kann in der nahen Zukunft auf die Bedürfnisse der Kunden besser eingegangen werden. Hohe Guss- und Zerspanungskompetenz gepaart mit ausgezeichnetem Projektmanagement und der Möglichkeit, günstig zu produzieren, sind Vorteile, die die ADG KG seinen Kunden anbieten kann.

d) TriStone Flowtech Gruppe

Erwerb Juli 2010
Geschäftsführung Günter Frölich
Sitz Frankfurt am Main/D, Carquefou/F, Cirié/l, Walbrzych/PL, Nová Baňa/SK, Tarazona/E, Hrádek nad Nisou/CZ, Çerkezköy/TR, São Paulo/BR, Delicias/MEX

TriStone Flowtech entwickelt und projektiert an drei verschiedenen Entwicklungszentren und fertigt an sieben verschiedenen Standorten Flowtech-Lösungen für die Automobilindustrie. Neben dem ausgewiesenen Produkt- und System-Know how sowie einer flexiblen und effizienten Fertigung in der Nähe des Kunden, unterstützt TriStone den Kunden durch erfahrene Projektteams und Resident-Ingenieure vor Ort.

Das Ergebnis sind Lösungen auf dem neuesten Stand der Technik für die Bereiche Engine Cooling (Motorkühlung), Air Charge (Turbolader) und Air Intake (Luftansaugung) sowie langfristige erfolgreiche Beziehungen zu allen großen Automobilherstellern.

Hauptprodukte im Bereich Motorkühlung sind extrudierte Schläuche aus Gummi, entweder aus mehrlagigem, gewebeverstärktem EPDM oder aus einlagigem faserverstärktem TriStone Verbundwerkstoff. In Verbindung mit ein- oder mehrlagigen Kunststoffleitungen und der Palette an TriStone Verbindungselementen können komplexe Zusammenbauten zur Motorkühlung angeboten werden. Die Produktpalette der kompakten oder dualen Kühlwasser-Ausgleichsbehälter, die mehrere Zwecke gleichzeitig erfüllen können, vervollständigt das Angebot im Bereich Motorkühlung.

Im Bereich Turbolader zählen zu den Hauptprodukten extrudierte Schläuche aus Silikon oder HT-Vamac, blasgeformte Luftführungen und im Spritzgussverfahren hergestellte Resonatoren. Hochleistungsmaterialien für die EURO 6-Norm kombiniert mit intelligent integrierten Lösungen und der Systemerfahrung in den Bereichen Luftführung, Akustik, Struktur, Thermodynamik und Entkoppelung bedeuten, dass die gesamte Systementwicklung und -herstellung aus einer Hand angeboten werden können.

Unter den Hauptprodukten im Bereich Luftansaugung befinden sich kompakte Luftfilterkassetten, Filterelemente, Luftführungen, Schläuche, Leitbleche, Klappen und Entlüftungseinheiten, die die umfassende Systemerfahrung in Sachen Luftführung, Akustik, Filterung und Entkoppelung beinhalten.

Zusätzlich zu seinem umfassenden Produkt- und Systemangebot arbeitet TriStone intensiv daran, sich schon heute auf die zukünftigen Bedürfnisse seiner Kunden im automobilen Umfeld mit seinen wechselnden Anforderungen einzustellen. Daher ist TriStone auch bei neuen Motorkonzepten ein gefragter Entwicklungspartner der Automobilhersteller. Von großem Nutzen sind dabei eigene Niederlassungen in zehn Ländern.

2. Anlagenbau

Das Segment Anlagenbau erzielte 2011 mit EUR 124,3 Mio. (Vj. EUR 90,1 Mio.) rund 17 % (Vj. 14 %) der Umsatzerlöse des BAVARIA Konzerns. Zum 31.12.2011 erfolgte die Endkonsolidierung der SwissTex Gruppe.

Branchenentwicklung

Nach Aussagen des Branchenverbandes VDMA war das Jahr 2011 ein erfolgreiches Jahr für den Maschinen und Anlagenbau. Sowohl im Inland als auch im Ausland konnten der Maschinen- und Anlagenbau wachsen. Das Wachstum war jedoch stark abhängig vom jeweiligen Segment. Die Verfahrens- und Automatisierungstechnik konnten zulegen, während sich die Textilmaschinenhersteller wegen rückläufiger Investitionstätigkeit in China zunehmend mit einer Abschwächung der Nachfrage konfrontiert sahen.

Segmentumsatz und -ergebnis

Die Umsatzerlöse von EUR 124,3 Mio. lagen um ca. 38 % über dem Vorjahreswert. Der Umsatz der fortgeführten Aktivitäten lag bei EUR 45 Mio. (Vj. EUR 34,5 Mio.), was einem Wachstum von rund 30% entspricht. Das EBITDA des Segments lag mit EUR -19,6 Mio. deutlich unter dem Vorjahreswert von EUR 4,2 Mio. Ohne die zum 31. Dezember 2011 endkonsolidierte SwissTex Gruppe lag das Segment EBITDA bei EUR 2,6 Mio.

Die Ergebnisrechnung der Endkonsolidierten Beteiligungen der SwissTex Gruppe ist bis zum Endkonsolidierungszeitpunkt im Segmentergebnis enthalten.

Weitere Kennzahlen zur Segmententwicklung und Details zu den Endkonsolidierungen können dem Konzernanhang entnommen werden.

Investitionen, Abschreibungen, Mitarbeiterentwicklung

Der Anlagenbau ist typischerweise nicht sehr investitionsintensiv. Bilanziell spielt der Aufbau von unfertigen Leistungen eine wesentlich größere Rolle, als Investitionen in das niedrige Anlagevermögen. Die Investitionen in diesem Segment lagen demnach bei lediglich EUR 1,1 Mio. Die Abschreibungen lagen bei EUR 0,8 Mio.

Die Mitarbeiterzahl reduzierte sich in erster Linie wegen der Endkonsolidierung der SwissTex Gruppe auf 251 (Vj. 409).

Ausblick für 2012 und Folgejahre

Für die verbleibenden Portfoliounternehmen gehen wir von einer stabilen Umsatz und Ergebnisentwicklung in den Folgejahren aus.

Portfoliofirmen

Zum 31. Dezember 2011 sind folgende Gesellschaften dem Segment Anlagenbau zugeordnet:

a) Langbein & Engelbracht

Erwerb Mai 2004
Geschäftsführung Franz-Josef Schanze
Sitz Bochum/D, Shanghai/RC, Kaukauna/USA

Die L&E mit Niederlassungen in Bochum, Shanghai/ China und Kaukauna (Wisconsin)/ USA ist eine weltweit tätige Firma mit den Schwerpunkten Papier-, Oberflächen- und Verfahrenstechnik. Das traditionsreiche Unternehmen entwickelt, fertigt und installiert kundenangepasste Systeme für namhafte Hersteller aus den Bereichen Automobilindustrie, Chemie, Papier, Kunststoffindustrie, Verpackung, Holzverarbeitung und Müllverbrennung.

b) Hering

Erwerb Januar 2004
Geschäftsführung Stefan Schröder
Sitz Gunzenhausen/D

Die Hering ist ein traditionsreiches Unternehmen im Wärmetauscherbereich: sie ist seit vielen Jahren international führend bei Ölreinigungsanlagen. Der Anlagenbauer entwickelt und fertigt Produkte in den Bereichen Wärmetauscher, Luft- und Trockentechnik sowie Vakuumtechnik. Hering ist für namhafte Hersteller aus den Branchen Chemie, Lebensmitteltechnik sowie Umwelt- und Kühltechnik tätig.

c) R+E

Erwerb Januar 2006 und Januar 2010 (jeweils 50%)
Geschäftsführung Michael Becher
Sitz Fellbach-Schmiden/D

Die R+E entwickelt, konstruiert und stellt Montagesysteme für verschiedenste Anwendungen her. Darüber hinaus entwickelt und fertigt R+E Rüttelförderer für die Vereinzelung von Schüttgut und vertreibt Aluminium-Profile für den Aufbau von Montagearbeitsplätzen und/systemen. Mit diesen Montagesystemen werden hochpräzise Produkte für medizinische-, pharmazeutische-, elektronische- und automobiltechnische Anwendungen geschaffen.

3. Business Services

Das Segment Business Services erzielte 2011 mit EUR 145,0 Mio. (Vj. EUR 202,9 Mio.) 19 % (Vj. 32 %) der Umsatzerlöse des BAVARIA Konzerns. Zum 30.09.2011 erfolgte die Endkonsolidierung der Xenterio und Hunsfos.

Branchenentwicklung

Eine generelle Aussage zur Branchenentwicklung des Bereichs Business Services ist wegen seiner heterogenen Zusammensetzung nur eingeschränkt möglich. Grundsätzlich war die Entwicklung jedoch von erheblichem Kostendruck und der begrenzten Möglichkeit der Portfoliounternehmen geprägt, diesen Druck wegen der individuell unterschiedlichen Wettbewerbssituation am Beschaffungs-, Absatz- oder Devisenmarkt weiterzugeben.

Segmentumsatz und -ergebnis

Ohne die beiden endkonsolidierten Gesellschaften Xenterio und Hunsfos betrug der Umsatz 107,1 Mio. und der EBITDA -3,3 Mio.

Die Ergebnisrechnung der Endkonsolidierten Beteiligungen der Xenterio und der Hunsfos ist bis zum Endkonsolidierungszeitpunkt im Segmentergebnis enthalten.

Weitere Kennzahlen zur Segmententwicklung und Details zu den Endkonsolidierungen können dem Konzernanhang entnommen werden.

Investitionen, Abschreibungen, Mitarbeiterentwicklung

Bei Abschreibungen in Höhe von EUR 3,9 Mio. (Vj. EUR 5,6 Mio.) wurden Investitionen in Höhe von EUR 5,2 Mio. (Vj. EUR 5,7 Mio.) getätigt. Bereinigt um eine bilanzielle Umgliederung innerhalb der Inasa Gruppe, lagen die Investitionen vergleichbar zum Vorjahr bei etwa EUR 3,3 Mio.

Die Mitarbeiterzahl hat sich im Jahresdurchschnitt primär aufgrund der Endkonsolidierungen von 748 auf 292 Beschäftigte reduziert.

Ausblick für 2012 und Folgejahre

Die wesentliche Herausforderung für die verbleibende Portfolio-Firma, die Inasa Gruppe, besteht insbesondere in der Steigerung der Auslastung der beiden Werke in Irurtzun und Sabiñánigo.

Portfoliofirmen

Zum 31. Dezember 2011 waren folgende zwei Gesellschaften dem Segment Business Services zugeordnet:

a) Inasa Sabiñánigo

Erwerb Dezember 2009
Geschäftsführung Santiago Gonzalez
Sitz Sabiñánigo/E

Das Aluminiumfolienwerk Inasa Sabiñánigo wurde 1927 in Sabiñánigo, Huesca (Spanien), 120 km nördlich von Zaragoza gegründet. Die Firma produziert hochqualitative Aluminiumfolien für Verpackungslösungen für die Nahrungsmittel-, Kosmetik- und Pharma-Industrie. Inasa Sabiñánigo verfügt über eine Produktionskapazität von ca. 22.500 Tonnen Folie. Die Produkte des Werks werden vor allem in Mitteleuropa und Spanien vermarktet.

Das Management und die Gesellschafter beschlossen Ende Juli 2011 zur Reduzierung der Lohn- und Gehaltskosten eine gerichtlich überwachte Umstrukturierung der Inasa Foil Sabiñánigo einzuleiten. Ende September 2011 wurde diesem Antrag vom zuständigen Gericht stattgegeben.

b) Inasa Foil

Erwerb Dezember 2009
Geschäftsführung Santiago Gonzalez
Sitz Irurtzun/E

Die Aluminiumfolienfabrik Inasa Foil wurde 1957 in Irurtzun bei Pamplona gegründet. Seit 1968 produziert das Werk Aluminiumfolien, seit 1980 im sogenannten „Continuous Casting"-Prozess. Die Produkte von Inasa Foil werden für hochwertige Verpackungen für die Getränke-, Nahrungs- und Kosmetikindustrie genutzt sowie in verschiedenen technischen Gütern verarbeitet, ferner auch zu Haushaltsfolie.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns

Bilanzrelationen

Die Bilanzsumme des BAVARIA Konzerns beläuft sich zum 31. Dezember 2011 auf EUR 323,3 Mio. Dies entspricht einer Abnahme von 28%. Die Veränderung der Bilanzsumme ist in erster Linie auf die Endkonsolidierungen des Berichtsjahrs zurückzuführen.

Aktivseite

Das Anlagevermögen entspricht mit EUR 106,0 Mio. (Vj. EUR 140,5 Mio.) etwa 32,8 % der Bilanzsumme (Vorjahr 31,3 %). Davon beträgt das Sachanlagevermögen 90,2 % (EUR 95,7 Mio.), im Vorjahr waren es 91,9 % (EUR 129,1 Mio.).

Die kurzfristigen Vermögenswerte mit Ausnahme der liquiden Mittel betragen EUR 170,6 Mio. oder 52,8% der Bilanzsumme (Vj. EUR 252,1 Mio. bzw. 56,2 % der Bilanzsumme). Darin enthalten ist ein Vorratsvermögen in Höhe von EUR 69,9 Mio. (Vj. EUR 110,3 Mio.).

Die Abnahme ist primär bedingt durch Änderungen des Konsolidierungskreises. Die operativen Beteiligungen hatten gegenüber dem Vorjahr einen annähernd unveränderten Bestand an kurzfristigen Vermögenswerten.

Die liquiden Mittel (ohne Wertpapiere) betragen zum 31. Dezember 2011 EUR 45,6 Mio. (Vj. EUR 56,0 Mio.).

Passivseite

Das Eigenkapital einschließlich des Unterschiedsbetrages aus der Kapitalkonsolidierung sank im Konzern von EUR 124,5 Mio. auf EUR 91,2 Mio.; damit erhöhte sich die wirtschaftliche Konzerneigenkapitalquote leicht auf 28,2% (Vj. 27,7%). Die passiven Unterschiedsbeträge stellen hierbei zukünftige Erträge dar, die auf defizitäre Tochtergesellschaften entfallen, jedoch aus Vorsichtsgründen noch nicht erfolgswirksam vereinnahmt wurden.

Die Rückstellungen reduzierten sich im Jahresvergleich von EUR 120,3 Mio. auf EUR 98,4 Mio. Davon betrugen die Pensionsrückstellungen zum 31. Dezember 2011 EUR 56,1 Mio. (Vj. EUR 70,1 Mio.).

Die Verbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum Vorjahr von EUR 200,1 Mio. auf EUR 131,5 Mio. deutlich reduziert, was hauptsächlich auf die erfolgten Endkonsolidierungen zurückzuführen ist.

Detaillierte Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung sowie zu Mitarbeiterzahlen des BAVARIA Konzerns befinden sich im Anhang.

Ertragslage

Der Umsatz des BAVARIA Konzerns stieg im Geschäftsjahr 2011 auf EUR 749,9 Mio. nach EUR 638,4 Mio. im Vorjahr. Hauptumsatzträger waren die K+S Gruppe mit EUR 231 Mio. und die TriStone Gruppe mit EUR 179,8 Mio. Die TriStone Gruppe wurde in 2011 erstmals ein volles Jahr in den Konzernabschluss einbezogen. Auf die endkonsolidierten Beteiligungen entfällt bis zum Zeitpunkt ihres Ausscheidens ein Umsatz von EUR 136,9 Mio.

Maßgeblich für den Zeitpunkt der Endkonsolidierung ist der Kontrollverlust, der mit dem Verkauf oder der Insolvenz der Beteiligung einhergeht. Die Umsätze und Ergebnisse der Beteiligungen gehen bis zum Zeitpunkt der Endkonsolidierung in den Konzernabschluss der BAVARIA ein und finden somit nur anteilige Berücksichtigung.

Das Ergebnis vor außerordentlichen Aufwendungen, Abschreibungen, Finanzergebnis und Steuern (EBITDA) des Konzerns betrug im Geschäftsjahr 2011 EUR 47,1 Mio. (inklusive der Auflösung von passiven Unterschiedsbeträgen und Endkonsolidierungserlösen), ein Anstieg von 12,3 Mio. im Vergleich zu dem Vorjahreswert von EUR 34,8 Mio.

Der Jahresüberschuss betrug 2011 im Konzern EUR 2,4 Mio. im Vergleich zu EUR -0,8 Mio. im Vorjahr. Der Konzernjahresüberschuss wurde in beiden Berichtsperioden durch folgende wesentliche Konsolidierungseffekte beeinflusst:

  2011 2010
Auflösung neg. Unterschiedsbeträge 17,0 18,4
Endkonsolidierungsgewinne 33,5 -3,2
Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte -1,7 -1,3
Verluste und Erträge aus der Schuldenkonsolidierung 0 0,1
  48,8 14,0

Im Hinblick auf die gesamte Entwicklung der aktiven und passiven Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung und der Endkonsolidierungserlöse verweisen wir auf den Anhang.

Abhängigkeit

Die BAVARIA Industriekapital AG befindet sich im Mehrheitsbesitz der AS Vermögensverwaltung. Wir haben deshalb den nach § 312 AktG notwendigen Bericht über die Beziehung zu verbundenen Unternehmen erstellt. Dieser schließt mit folgender Feststellung: „Zusammengefasst erklären wir hiermit, dass die BAVARIA Industriekapital AG und ihre Tochtergesellschaften nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielten."

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 1.2.2012 übernahm die BAVARIA Industriekapital AG den Geschäftsbetrieb der Griset S.A.S.. Griset gehört zu den führenden europäischen Herstellern von gehämmerten und gefrästen Stufenbändern aus Kupfer- und Kupferlegierungen sowie Aluminium. Pro Jahr produziert Griset rund 16'000 Tonnen Walzprodukte und erreichte 2011 mit seinen 185 Mitarbeitern einen Umsatz von rund EUR 130 Mio.

Die zweite Akquisition aus der Trelleborg Gruppe gelang durch den Erwerb des Geschäftsbereichs „CARBODY" am 1.3.2012. Die CARBODY Gruppe hat etwa 550 Beschäftigte und verfügt über Betriebsstätten in Frankreich und in der Tschechischen Republik. CARBODY stellt Komponenten für die Automobilbranche her; beispielsweise Pedalsysteme, Dämmungsmaterialien und Luftkontrollsysteme.

Die dritte Akquisition wurde am 6.3.2012 erfolgreich abgeschlossen. Gekauft wurde ein Leuchtenhersteller von Philips, Technology Luminaires S.A.S., mit 165 Mitarbeitern in Nevers, Frankreich.

Der Insolvenzantrag über das Vermögen der SwissTex France wurde am 25. Februar 2012 gestellt. Die Eröffnung des Verfahrens (Redressement judiciaire) erfolgte am 29. Februar 2012. Wir erwarten die Einforderung der gewährten Bürgschaften durch die finanzierenden Kreditinstitute. Ein Betrag von EUR 2,3 Mio. wurde hierfür zurückgestellt.

Die SwissTex Winterthur hat während des Erstellungszeitraums das schweizerische Nachlassstundungsgesuch eingereicht, in dessen Rahmen der Verkauf der Anteile erfolgt, so dass eine wesentliche Beeinträchtigung der Ausübung der Rechte gegeben ist.

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die künftige Geschäftsentwicklung des BAVARIA Konzerns ist mit Chancen und Risiken verbunden, die mit dem Geschäftsmodell des BAVARIA Konzerns zusammenhängen. Das Risikomanagement des BAVARIA Konzerns ist darauf fokussiert, Risiken zu minimieren und mögliche Erträge mit dem damit verbundenen Risiko abzuschätzen. Da wir grundsätzlich keine Gewinnabführungsverträge schließen oder Garantien oder Bürgschaften für Tochterunternehmen geben, führen Verluste oder Abschreibungen in einzelnen Tochtergesellschaften in der Regel nicht zu negativen finanziellen Konsequenzen auf der Holdingebene. Um Krisen in den Beteiligungen der BAVARIA zu erkennen, werden monatlich wesentliche Kennziffern der Beteiligungen abgefragt und beurteilt.

Chancen und Risiken des Erwerbs von Unternehmen

Durch das spezialisierte Akquisitions-Team der BAVARIA, das über jahrelange Erfahrungen und ausgeprägte Netzwerke beim Erwerb von Unternehmen in Umbruchsituationen verfügt, ergeben sich große unternehmerische Chancen für BAVARIA. Die Attraktivität des Marktsegments "Unternehmen mit Verbesserungspotenzialen" führt zwar zu verstärktem Wettbewerb, der BAVARIA Konzern setzt jedoch auf seine Glaubwürdigkeit als erfahrener und erfolgreicher Sanierungsprofi gegenüber wirtschaftlich und rechtlich häufig weniger erfahrenen Konkurrenten.

Im Zusammenhang mit einem geplanten Unternehmenserwerb wurde im März 2011 eine französische Tochtergesellschaft auf Schadensersatz verklagt. Aktuell geht der Vorstand jedoch davon aus, dass sich aus der Klage keine wesentlichen Risiken ergeben werden.

Chancen und Risiken des Absatzes

Der Verkauf eines Beteiligungsunternehmens kann sich aufgrund von gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen schwierig gestalten. Durch die immer noch nachwirkende Finanzkrise werden Unternehmensverkäufe und auch mögliche Exit-Strategien durch Börsengänge voraussichtlich schwerer und/oder zu niedrigeren Erlösen zu realisieren sein.

Negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sind somit nicht auszuschließen. Durch unsere jahrelange Erfahrung und das etablierte Netzwerk der BAVARIA bestehen gleichzeitig große Chancen, einen Verkaufsprozess erfolgreich voranzutreiben.

Chancen und Risiken der Sanierung von Unternehmen

BAVARIA kann im Einzelfall Beteiligungen erwerben, deren Restrukturierung sich als schwieriger gestaltet als angenommen. Dadurch kann eine Insolvenz aufgrund der schwierigen Ausgangslage und der schnellen Kaufentscheidung im Einzelfall nicht ausgeschlossen werden. Im Falle des Fehlschlagens einer Sanierung besteht das Risiko des Verlustes der eingesetzten Mittel und Leistungen, d. h. insbesondere des gezahlten Kaufpreises und eventuell bestehender Restforderungen.

Mengen- und Preisschwankungen auf den Kapital- und Rohstoffmärkten können sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaften des BAVARIA Konzerns auswirken. Diesen Risiken begegnet der BAVARIA Konzern auf individueller Unternehmensbasis durch kontinuierliche Überwachung von Indikatoren, um frühzeitig gegensteuern zu können. Der Vorstand der BAVARIA ist in engem Kontakt mit der Geschäftsführung der einzelnen Portfoliounternehmen, erhält eine monatliches Berichterstattung und ist bei vielen Unternehmen zudem im Aufsichtsrat oder Beirat vertreten. Es besteht dennoch das Risiko, dass das Management-Informationssystem notwendige Informationen nicht, zu spät oder falsch liefert und dadurch Fehlentscheidungen getroffen werden.

Obwohl sich die Beteiligungen des BAVARIA Konzerns in verschiedenen Geschäftsfeldern bewegen und somit eine Risikostreuung erreicht wird, können Konjunkturschwächen negative Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BAVARIA Konzerns haben.

Ausfallrisiko auf Ebene der BAVARIA Industriekapital AG

Ein fester Bestandteil der Anlagestrategie der BAVARIA ist es, die Verlustrisiken vertraglich so weit wie möglich zu begrenzen. So werden beispielsweise grundsätzlich keine Ergebnisabführungsverträge im Konzern abgeschlossen. Der Vorstand der BAVARIA wird auch weiterhin nur in Ausnahmefällen und nur in sehr eingeschränktem Umfang Haftungsverhältnisse gegenüber den Beteiligungen eingehen. Das Hauptrisiko der BAVARIA besteht in der Quantifizierung des individuellen Sanierungsaufwands eines Unternehmens und einer daraus resultierenden möglichen Insolvenz einer Beteiligung. Dieses Risiko wird kontinuierlich überwacht.

Personalrisiko

Der Erwerb, die Sanierung und der Verkauf von Unternehmen erfordern von den handelnden Personen einen hohen Grad an fachlicher Kompetenz und Managementerfahrung. Die BAVARIA muss im Rahmen ihres Geschäftsmodells sicherstellen, dass ausreichend qualifiziertes Personal zur Verfügung steht. Aufgrund unserer nachgewiesenen Sanierungserfolge erhalten wir in der Regel zahlreiche und hoch qualifizierte Bewerbungen auf ausgeschriebene Stellen. Durch unser Konzept der sorgfältigen Personalauswahl, große Eigenständigkeit der eingesetzten Restrukturierungsmanager und eine leistungsbezogene Vergütung ist der BAVARIA Konzern ein attraktiver Arbeitgeber. Durch den Einsatz kompetenter Manager ergeben sich somit große Chancen des BAVARIA Geschäftsmodells.

Auch auf der Ebene der BAVARIA Industriekapital AG ergeben sich Risiken aus der Abhängigkeit von einzelnen Führungskräften. Die BAVARIA Industriekapital AG vergrößert kontinuierlich ihr Management-Team, um diesen Risiken entgegenzuwirken.

Finanz-, Zins- und Währungsrisiken

Das Management sieht die weitere Entwicklung des BAVARIA Konzerns in nicht geringem Maße abhängig von Währungs-, Zins- sowie Finanzierungsrisiken, die einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BAVARIA Konzerns haben können.

Die Gesellschaften des BAVARIA Konzerns sind sowohl beschaffungs- als auch absatzseitig immer mehr außerhalb des Euro-Raums tätig. Das Wechselkursrisiko wird deshalb als nicht unerheblich eingeschätzt. Den entstehenden Risiken begegnen die Gesellschaften des BAVARIA Konzerns mit der fallweisen Absicherung durch Devisentermingeschäfte oder geeignete Optionsgeschäfte. Der Konzern beteiligt sich jedoch ausdrücklich nicht an Spekulationsgeschäften.

Vor dem Hintergrund der immer noch zurückhaltenden Kreditvergabe durch die Kreditinstitute könnte sich die Refinanzierung für einige Beteiligungsunternehmen schwierig gestalten. Das Risiko einer möglichen Zinssteigerung oder zögerlichen Kreditvergabe kann somit nicht unerhebliche Auswirkungen auf die Finanzlage der Beteiligungsgesellschaften und damit indirekt auch auf die BAVARIA Industriekapital AG haben. Steigende Zinsen erhöhen die Finanzierungskosten der Beteiligungen, was deren Sanierung, die Ausschüttungsfähigkeit und auch die Veräußerungsmöglichkeiten nachteilig beeinflussen können.

Steuerliche Risiken

Aus dem Geschäftsmodell der BAVARIA resultieren steuerliche Risiken, die wir permanent überwachen. Wegen der grundsätzlichen Freistellung von Beteiligungserträgen aus Kapitalgesellschaften verfügt die BAVARIA über eine niedrige Steuerquote. Wir gehen dabei von der Anwendbarkeit des § 8b KStG auf die BAVARIA aus.

Risikomanagementsystem

Der Vorstand der BAVARIA hat ein Risikofrüherkennungssystem installiert, damit den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig erkannt werden. Der Risikobericht wird halbjährlich aktualisiert. Tochtergesellschaften sind in das formale Risikomanagement nicht einbezogen.

Ausblick

Gesamtwirtschaft

Angesichts der Euro-Krise geht der Internationale Währungsfonds (IWF) von schlechteren Konjunkturentwicklungen aus. Der Fonds nimmt in seiner Prognose für die deutsche Wirtschaft nur noch 0,3 Prozent Wachstum an. Diese Erwartung begründet der IWF mit der Verschärfung der Euro-Krise im dritten Quartal 2011. Damit gehört die IWF-Prognose allerdings derzeit zu den pessimistischeren. Der Sachverständigenrat ging in seinem Herbstgutachten von einer Wachstumsrate von 0,9% aus.

Der Weltkonjunktur sagt der IWF 2012 ein Plus von 3,3 Prozent voraus. Für kommendes Jahr rechnet der Fonds mit einem globalen Wachstum von 3,9 Prozent. Hingegen sind die Aussichten für die Euro-Zone schlechter: Dort soll die Wirtschaft 2012 um 0,5 Prozent schrumpfen und für 2013 wird ein geringes Plus von 0,8 Prozent erwartet.

BAVARIA Industriekapital AG

Die zukünftige Entwicklung der BAVARIA Industriekapital AG ist einerseits abhängig von der Entwicklung der bestehenden Portfoliogesellschaften und wird andererseits stark beeinflusst von Akquisitionen und Verkäufen von Unternehmen. Die BAVARIA Industriekapital AG ist mit ihrem bestehenden Beteiligungsportfolio erfolgreich in das Jahr 2012 gestartet. Bezüglich der voraussichtlichen Entwicklung der einzelnen Segmente verweisen wir auf den Abschnitt „Beteiligungsportfolio".

Für das 2012 und darüber hinaus rechnen wir mit einer weitgehend stabilen Nachfrage auf Vorkrisenniveau sowie hoher Kapazitätsauslastung. Wir werden daher den Fokus weiterhin auf eine effiziente Bewältigung der Aufträge legen. Chancen sehen wir gleichzeitig in der Gewinnung von Marktanteilen. Investitionen werden intensiv geprüft und nur in Abhängigkeit zu ihrem absehbaren Nutzen freigegeben werden. Höhere Prozessrisiken können wir nicht ausschließen.

Neuerwerbungen dürften für die BAVARIA trotz des zunehmenden Wettbewerbs gerade im deutschsprachigen Raum aufgrund unseres Rufs und der Erfolge bei der Sanierung weiterhin eine wichtige Quelle unseres Wachstums sein. Das bedeutet, dass wir weiterhin für das Jahr 2012 und darüber hinaus drei bis vier Neuerwerbungen pro Jahr anstreben, sofern sich die Unternehmensbewertungen in einem realistischen Rahmen bewegen. Bei Akquisitionen werden wir uns qualitativ sowie größenmäßig nach oben orientieren. Dabei denken wir neben unserem traditionellen Geschäftsfeld der Übernahme von Unternehmen mit Verbesserungspotenzialen (EBIT Marge unter 3 %) auch weiterhin daran, verstärkt durch ergänzende Akquisitionen bei bestehenden Beteiligungen zu wachsen. Westeuropa bleibt für die BAVARIA ein wichtiger und interessanter Wachstumsmarkt.

Die Akzeptanz, die wir gerade in schwierigen Fragen des Mitarbeiterabbaus bei den Gewerkschaften und Betriebsräten gefunden haben, trägt neben der Börsennotierung dazu bei, dass wir in der Lage sein werden, von den sich vermehrt bietenden Kaufgelegenheiten zu profitieren.

Die BAVARIA sieht sich nach wie vor in der Lage, das bestehende Beteiligungsportfolio mittel- bis langfristig zu halten. Derzeit ist nicht abschätzbar, wann es wieder zu erfolgreichen Veräußerungen aus dem Portfolio kommen wird.

Eine konkrete Prognose zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist vor diesem Hintergrund nicht möglich. Auf Grund des bestehenden Portfolios geht der Vorstand für dieses Jahr und die kommenden Jahre von einer positiven Entwicklung bezüglich Ergebnis und Eigenkapital der BAVARIA Industriekapital AG aus. Die Voraussetzungen dafür sind gegeben.

 

München, den 26. März 2012

Reimar Scholz, Vorstand

Harald Ender, Vorstand

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2011

Aktiva

    31.12.2011 31.12.2010
    EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.334.316,25   2.674.707,27
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 7.025.959,67   8.516.721,27
3. Geleistete Anzahlungen 27.671,00   0,00
    8.387.946,92 11.191.428,54
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 40.334.783,76   49.456.380,74
2. Technische Anlagen und Maschinen 43.794.107,12   68.394.638,78
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.668.149,72   4.154.784,41
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.869.347,65   7.065.056,17
    95.666.388,25 129.070.860,10
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9,00   4,00
2. Beteiligungen 1.993.037,61   17.813,24
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 229,74   231.920,35
4. Sonstige Ausleihungen 0,00   1,00
    1.993.276,35 249.738,59
    106.047.611,52 140.512.027,23
B. UMLAUFVERMÖGEN      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 22.427.782,21   35.435.151,79
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 28.196.216,87   42.479.113,73
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 17.829.460,11   31.183.396,02
4. Geleistete Anzahlungen 1.474.700,34   1.249.899,32
    69.928.159,53 110.347.560,86
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 75.163.016,72   105.240.416,04
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00   1.960,37
3. Sonstige Vermögensgegenstände 24.850.858,51   30.761.115,85
    100.013.875,23 136.003.492,26
III. Wertpapiere      
Sonstige Wertpapiere 661.409,36   70.374,02
    661.409,36 70.374,02
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks   45.568.830,11 55.966.140,68
    216.172.274,23 302,387.567,82
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   1.117.883,74 5.642.460,26
    323.337.769,49 448.542.055,31

Passiva

     
    31.12.2011 31.12.2010
    EUR EUR
A. EIGENKAPITAL      
I. Ausgegebenes Kapital      
1. Gezeichnetes Kapital 6.394.500,00   6.394.500,00
2. Nennbeträge eigener Anteile -425.367,00   -237.228,00
    5.969.133,00 6.157.272,00
II. Kapitalrücklage   8.605.500,00 8.605.500,00
III. Gewinnrücklagen      
1. Gesetzliche Rücklage 5.500,00   5.500,00
2. Rücklage wegen eigener Anteile 425.367,00   237.228,00
    430.867,00 242.728,00
[V. Bilanzgewinn   15.024.361,11 15.230.225,85
V. Ausgleichsposten für Fremdanteile   1.073.161,73 1.364.665,98
VI. Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung   -2.461.329,00 2.548.750,63
    28.641.693,84 34.149.142,46
B. PASSIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER KAPITALKONSOLIDIERUNG   62.578.603,49 90.301.081,64
C. RÜCKSTELLUNGEN      
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 56.142.858,42   70.100.646,21
2. Steuerrückstellungen 6.829.310,88   3.097.063,61
3. Sonstige Rückstellungen 35.475.736,15   47.060.379,48
    98.447.905,45 170.258.089,30
D. VERBINDLICHKEITEN      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 42.485.056,03   63.103.308,15
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 8.909.791,90   8.953.657,05
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 61.130.389,95   108.819.103,35
4. Sonstige Verbindlichkeiten 18.928.418,29   19.214.024,79
    131.453.656,17 200.090.093,34
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   1.487.246,01 2.450.196,38
F. PASSIVE LATENTE STEUERN   728.664,53 1.293.452,19
    323.337.769,49 448.542.055,31

Konzerngewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2011

    2011 2010
    EUR EUR
1. Umsatzerlöse   749.934.533,54 638.378.724,96
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   -538.809,15 13.610.099,76
3. Andere aktivierte Eigenleistungen   1.341.745,01 754.334,67
4. Sonstige betriebliche Erträge   73.923.740,69 38.580.517,75
5. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -437.039.041,66   -355.600.163,57
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -45.254.064,41   -42.137.547,93
    -482.293.106,07 -397.737.711,50
6. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter -144.506.406,69   -127.739.657,72
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -35.448.741,21   -33.734.273,01
    -179.955.147,90 -161.473.930,73
7. Abschreibungen      
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -20.953.205,66   -21.717.553,45
b) Abschreibungen auf Konzernebene -1.693.135,92   -1.303.753,41
    -22.646.341,58 -23.021.306,86
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -115.339.719,93 -97.327.361,87
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   360.807,08 693.965,30
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens   -5.820,47 0,00
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -8.279.874,71 -6.895.668,38
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   16.502.006,51 5.561.663,10
13. Außerordentliche Erträge   688.338,81 7.857.872,82
14. Außerordentliche Aufwendungen   -7.959.136,89 -8.465.412,38
15. Außerordentliches Ergebnis   -7.270.798,08 -607.539,56
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -5.503.045,16 -4.167.176,06
17. Sonstige Steuern   -1.293.598,35 -1.580.138,54
18. Summe Steuern   -6.796.643,51 -5.747.314,60
19. Jahresüberschuss (Vj. Jahresfehlbetrag)   2.434.564,92 -793.191,06
20. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr   15.230.225,85 16.658.432,48
21. Auflösung der Rücklage für eigene Anteile zum 31.12.2009   0,00 1.826.238,69
22. Verrechnung der eigenen Anteile zum 31.12.2009   0,00 -1.632.362,69
23. Einstellung in die Rücklage wegen eigener Anteile   -188.139,00 -237.228,00
24. Ertrag aus offener Absetzung des Nennbetrags eigener Anteile   188.139,00 0,00
25. Erwerb eigener Anteile   -2.517.530,33 -459.969,73
26. Anderen Gesellschaftern zustehender Gewinn   -122.899,33 -131.693,84
27. Bilanzgewinn   15.024.361,11 15.230.225,85

Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2011

I. BAVARIA Industriekapital AG - Kurzprofil

Die BAVARIA Industriekapital AG (BAVARIA) wurde am 3. April 2002 gegründet. Sie hat ihren Sitz in München und ist dort beim Amtsgericht im Handelsregister, Abteilung B, seit B. August 2002 unter der Nummer 143 858 eingetragen. Die Notierungsaufnahme der Aktien der Gesellschaft (ISIN DE0002605557) im Entry Standard (Open Market) der Frankfurter Wertpapierbörse erfolgte am 26. Januar 2006.

Die BAVARIA ist eine industrielle Holding, die Unternehmen übernimmt und das Ergebnis durch aktives Management steigert. Das Geschäftsmodell umfasst den Erwerb und die Ertragsverbesserung von Beteiligungen. Die BAVARIA beschränkt sich somit nicht anders als bei klassischen Beteiligungsgesellschaften auf das bloße Halten und Verwalten von Beteiligungen. Im Dreiklang strebt die BAVARIA die Senkung der Kosten, die Erschließung neuer Umsatzpotenziale und die weitgehende Erhaltung der Arbeitsplätze an. Sie setzt auf die Initiative der Belegschaft, die Innovationskraft des Unternehmens zu steigern und alle Formen der Verschwendung - z. B. durch Ausschussraten oder unnötige Wartezeiten in der Fertigung - zu vermeiden. Denn nur nachhaltig profitable Unternehmen bieten sichere Arbeitsplätze. Zur Ergebnissteigerung arbeitet die Gesellschaft mit einem eigenen Spezialistenteam, das zur Unterstützung des jeweiligen Managements bereitsteht.

II. Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst neben der BAVARIA als Muttergesellschaft die verbundenen Unternehmen, bei denen der BAVARIA direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte zusteht bzw. bei denen in anderer Weise die einheitliche Leitung ausgeübt wird.

Die in den Konsolidierungskreis der BAVARIA einbezogenen Unternehmen sind gesondert in der Aufstellung des Anteilsbesitzes' im Anhang dargestellt. Insgesamt zwölf Gesellschaften wurden nicht in die Konsolidierung einbezogen.

Die OSNY Pharma SAS, Osny, Frankreich, die OSNY Pharma Holding SAS, Osny, Frankreich, die Fonderie Aluminium de Cléon SAS, Cléon, Frankreich, die Teksid Deutschland GmbH, Heilbronn, die Elfotec AG, Mönchaltdorf, Schweiz, die Elfotec Ltd., Annacotty, Irland, die Hunsfos Fabrikker AS, Vennesia, Norwegen sowie die FARAL S.p.A., Modena, Italien, wurden gemäß § 296 Abs. 1 Nr. 1 HGB nicht in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 einbezogen, da sich die Gesellschaften in Abwicklung bzw. Liquidation befinden. Über das Vermögen der Gesellschaften Xenterio GmbH, Offenburg, FALRAL France SAS, Carmaux, Frankreich sowie SwissTex France SAS, Valence, Frankreich, wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Bei der SwissTex Winterthur AG, Winterthur, Schweiz, wurde während des Erstellungszeitraums das schweizerische Nachlassstundungsgesuch eingereicht.

Der Konsolidierungskreis der BAVARIA ist kontinuierlichen Veränderungen unterworfen, so dass ein Vergleich der Konzernabschlüsse im Zeitablauf nur eingeschränkt möglich ist. Aufgrund der unterschiedlichen Geschäftstätigkeit der jeweils einbezogenen Unternehmen sind dabei insbesondere die Relationen der einzelnen Posten der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zueinander von permanenter Veränderung gekennzeichnet.

Nachfolgend werden die Veränderungen des Konsolidierungskreises gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 dargestellt:

Die SwissTex AG wurde zum 31.12.2011 endkonsolidiert. Die massive Aufwertung des Schweizer Franken und Projektverzögerungen führten zu hohen Verlusten. Während des Erstellungszeitraums wurde das schweizerische Nachlassstundungsgesuch eingereicht, in dessen Rahmen der Verkauf der Anteile erfolgt, so dass eine wesentliche Beeinträchtigung der Ausübung der Rechte gegeben ist.

SwissTex France SAS wurde ebenfalls zum 31.12.2011 endkonsolidiert, nachdem Projektverzögerungen zu einem Finanzierungsengpass führten, woraufhin die Gesellschaft zum 29.02.2012 in das sogenannte „redressement" Verfahren eintreten musste, das entweder zu einer Weiterführung unter neuer Eigentümerschaft oder zur Liquidation führt.

Im dritten Quartal (zum 30. September 2011) wurde die Faral SpA und - damit in Zusammenhang stehend - zum 31.12.2012 die Faral SAS endkonsolidiert. Die Faral SpA trat in ein Vergleichsverfahren ein, das in einem Verkauf an einen Dritten endete. Die Faral SAS trat in das „redressement" Verfahren nach französischem Recht ein - beides hatte den Kontrollverlust für BAVARIA zur Folge.

Ebenfalls im dritten Quartal (zum 30. September 2011) wurde die Xenterio GmbH endkonsolidiert. Die Verlagerung der Elektronikfertigung für die Telekommunikationsindustrie nach Asien führte dazu, dass trotz aller Sanierungsbemühungen eine Weiterführung des Unternehmens aufgrund der weggefallenen Umsätze nicht mehr möglich war und die Gesellschaft Insolvenz anmelden musste.

Ursache für die Endkonsolidierung zum 30. September 2011 der Hunsfos Fabrikker AS war ebenfalls der Eintritt in ein Insolvenzverfahren. Die Gesellschaft konnte aus einer Vielzahl von Einzelursachen nicht wirtschaftlich weitergeführt werden. Im Wesentlichen waren dies die unvorteilhafte Entwicklung der Norwegischen Krone, hohe Rohmaterialeinstandspreise, die nicht in ausreichendem Maße an den Markt weitergegeben werden konnten, sowie die im Wettbewerbsvergleich begrenzte Wertschöpfungstiefe.

Den beschriebenen Endkonsolidierungen lagen folgende Kennzahlen zugrunde:

  Swisstex Winterthur SwissTex Frankreich Hunsfos AS Xenterio GmbH Faral SAS Faral SpA Summe
  TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Anlagevermögen 1.479 893 7.574 826 125 18.893 29.790
Umlaufvermögen 16.482 10.441 14.713 2.345 1.224 12.221 57.426
- davon liquide Mittel 1.126 82 3.025 452 246 1 4.932
  17.961 11.334 22.287 3.171 1.349 31.114 67.216
Eigenkapital -15.542 -5.612 3.244 -9.900 467 8.186 -19.157
Rückstellungen 1.328 22 3.216 12.026 34 3.202 19.828
Verbindlichkeiten 32.175 16.924 15.827 1.045 848 19.726 86.545
- davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.052 2.305 5.366 0 0 3.690 23.414
  17.961 11.334 22.287 3.171 1.349 31.114 67.216
Umsatz 2011 (bis Endkonsolidierung) 62.523 16.810 33.268 4.670 1.620 19.192 138.283
Jahresfehlbetrag 2011 -21.167 -6.212 -2.883 -4.111 -257 -6.342 -40.972

III. Konzernabschlussstichtag

Der Konzernabschluss wird zum Stichtag der Muttergesellschaft BAVARIA (31. Dezember 2011) aufgestellt.

Die Geschäftsjahre der operativen Beteiligungen stimmen mit dem Geschäftsjahr der Muttergesellschaft überein. Soweit sich bei den Tochtergesellschaften wertaufhellende Tatsachen bis zur Aufstellung dieses Konzernabschlusses ereignet haben, wurden diese berücksichtigt.

IV. Konsolidierungsgrundsätze

Rechnungslegungsgrundsätze

Der Jahresabschluss der BAVARIA zum 31. Dezember 2011 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt. Die neuen Bilanzierungsregelungen des Bilanzmodernisierungsgesetzes (BilMoG), die verpflichtend für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2010 anzuwenden sind, wurden von der BAVARIA Industriekapital AG im vorliegenden Konzernabschluss angewendet.

Die Jahresabschlüsse der Einzelgesellschaften wurden nach den Grundsätzen der §§ 238 ff. HGB, insbesondere nach den Vorschriften für Kapitalgesellschaften gem. §§ 264 ff. HGB und den Vorschriften des Aktiengesetzes erstellt.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt.

Gesetzlich vorgeschriebene Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind jeweils zum Teil zusammengefasst. Die notwendigen Aufgliederungen und Vermerke sind im Anhang aufgeführt.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Konsolidierungsmethoden

Methode der Kapitalkonsolidierung

Für Erwerbsvorgänge bis zum 31. Dezember 2009:

Erwerbe bis zum 31. Dezember 2009 wurden entsprechend dem gesetzlichen Wahlrecht gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F. nach der Buchwertmethode auf der Grundlage der Wertansätze der Anteile an den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen zum Erwerbszeitpunkt in den Konzernabschluss (§ 301 Abs. 2 HGB) einbezogen.

Für Erwerbsvorgänge ab dem 1. Januar 2010:

Die Kapitalkonsolidierung wird unter Anwendung der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB n.F.) in der Weise vorgenommen, dass die Gegenleistung für einen Unternehmenserwerb (Anschaffungskosten) mit den erworbenen identifizierten Vermögenswerten, übernommenen Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten, jeweils bewertet mit den beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt, verrechnet wird.

Wenn sich aktive Aufrechnungsdifferenzen ergaben, wurden diese, soweit sie nicht einzeln zuordenbar waren, in der Konzernbilanz aktiviert und über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Passive Unterschiedsbeträge werden entsprechend § 309 Abs. 2 HGB passiviert und gegebenenfalls ergebniswirksam aufgelöst.

Die passiven Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden mit Rücksicht auf ihren Charakter in der Konzernbilanz gesondert zwischen dem Eigen- und dem Fremdkapital ausgewiesen.

Sonstige Konsolidierungsvorgänge

Forderungen, Verbindlichkeiten, Umsatzerlöse, sonstige Aufwendungen und sonstige Erträge, Zinserträge und die korrespondierenden Aufwendungen sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises bei den einbezogenen Unternehmen wurden eliminiert. Auf die wesentlichen ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgänge werden Steuerabgrenzungen vorgenommen, soweit sich der abweichende Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleicht.

V. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Berichtsjahr sowie im Vorjahr wurden die Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der neuen Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (kurz BilMoG) angewendet.

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Bewertung erfolgte grundsätzlich unter Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (Going Concern) gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibung bewertet. Die Nutzungsdauer beträgt i. d. R. 3 - 5 Jahre. Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich aus der Gegenüberstellung von Anschaffungskosten und dem Wert der einzelnen Vermögensgegenstände des Unternehmens, abzüglich der Schulden im Zeitpunkt der Übernahme, und wird seit 1.1.2010 grundsätzlich planmäßig innerhalb von fünf Jahren abgeschrieben (zuvor: 10 Jahre).

Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend der Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert in Höhe von EUR 150,00 netto werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt.

Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots erfolgen bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs-/Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt und berücksichtigen angemessene Kosten der allgemeinen Verwaltung.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert abzüglich einer Pauschalabwertung für das allgemeine Kreditrisiko bewertet. Bei zweifelhaften Forderungen werden Einzelabwertungen vorgenommen. Auf Fremdwährung lautende Forderungen werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet, sofern die Restlaufzeit weniger als 12 Monate beträgt. Bei Restlaufzeiten über 12 Monaten erfolgt die Bewertung mit den Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen.

Wertpapiere sind zu Anschaffungskosten bzw. mit ihrem niedrigeren Wert angesetzt.

Flüssige Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt. Bestände in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Die Pensionsrückstellungen werden aufgrund der vertraglichen Versorgungsansprüche gebildet. Die Leistungsverpflichtungen aus Pensionszusagen wurden unter Zugrundelegung von Wahrscheinlichkeiten mit dem anhand des versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelten Erfüllungsbetrag bewertet. Zukünftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen wurden bei der Ermittlung des Barwerts der erdienten Anwartschaft berücksichtigt.

Die versicherungsmathematische Bewertung des Erfüllungsbetrags basiert auf einem Abzinsungssatz von 4,50 % - 6,25 %, je nach individueller Restlaufzeit der Verpflichtungen. Sofern keine bestimmte Restlaufzeit angenommen werden konnte, wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichte Zinssatz verwendet. Die Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden mit 2,00 % - 7,5 % per annum berücksichtigt. Die Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf den Heubeck'schen Sterbetafeln (2005G) bzw. bei ausländischen Tochtergesellschaften auf den jeweiligen landestypischen Sterbetafeln, die die statistischen Ämter zur Verfügung gestellt haben.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. In den sonstigen Rückstellungen sind in angemessenem und ausreichendem Umfang individuelle Vorsorgen für alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen gebildet. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Die Ermittlung der Steuerrückstellung erfolgte unter der Annahme der Anwendbarkeit des § 8b KStG auf die BAVARIA.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag passiviert. Auf Fremdwährung lautende Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr gilt dies weiterhin nur, falls die Umrechnung bei Verbindlichkeiten einen höheren Betrag ergibt.

Auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlust- und Zinsvorträgen wird ein Überhang an passiven latenten Steuern angesetzt, wenn insgesamt von einer Steuerbelastung in künftigen Geschäftsjahren auszugehen ist.

Sofern insgesamt eine künftige Steuerentlastung erwartet wird, erfolgt gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB kein Ansatz von aktiven latenten Steuern.

Währungsumrechnung

Finanzanlagen, Forderungen, Sonstige Vermögensgegenstände, Wertpapiere, Flüssige Mittel, Rückstellungen, Finanzschulden und andere Verbindlichkeiten sowie Haftungsverhältnisse in fremder Währung werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Umrechnung von in Fremdwährung erworbenen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens oder der Vorräte erfolgt grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs des Transaktionszeitpunkts.

Die funktionale Währung der BAVARIA als Konzernmutter ist Euro (EUR).

Die Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Einzelabschlüsse erfolgt nach der Methode der funktionalen Währung.

Dabei wurden alle Bilanzposten der einbezogenen ausländischen Konzernunternehmen mit Ausnahme des Eigenkapitals (Gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag), das zu historischen Kursen umgerechnet wurde, mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags in Euro umgerechnet. Die aus der Veränderung der Devisenkurse zum Vorjahr entstehenden Differenzen aus der Umrechnung des Eigenkapitals wurden erfolgsneutral in die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung eingestellt.

Aufwendungen und Erträge wurden mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Das Jahresergebnis der umgerechneten Gewinn- und Verlustrechnung wurde in die Bilanz übernommen und die Differenz erfolgsneutral in die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung eingestellt.

Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds enthält den Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten sowie kurzfristige Wertpapiere des Umlaufvermögens.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist nachfolgend dargestellt:

  Anschaffungs- und-Herstellungskosten    
  (A) 01.01.2011 Zugänge Zuschreibungen Abgänge Umbuchungen Währungs- änderungen Veränd. Kons. Kreis (C) 31.12.2011
  T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände                
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.611 701 0 145 6 -88 -1.736 4.349
2. Geschäfte- oder Firmenwert 18.751 891 0 688 0 0 0 18.954
3. Geleistete Anzahlungen 0 28 0 0 0 0 0 28
  24.362 1.620 0 833 6 -88 -1.736 23.331
II. Sachanlagen                
1. Grundstücke und Gebäude 63.776 900 0 546 483 -1.555 -9.090 54.058
2. Technische Anlagen und Maschinen 108.061 12.293 0 4.332 2.677 -2.868 -33.793 82.038
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 11.419 3.148 0 571 28 -71 -2.830 11.123
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.079 6.739 0 3.322 -3.193 -132 -288 6.883
  190.335 23.080 0 8.771 -5 -4.626 -45.911 154.102
III. Finanzanlagen                
3. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0 0 0 0
2. Beteiligungen 18 1.981 0 0 0 0 -6 1.993
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 232 4 0 0 0 6 -242 0
4. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0 0 0 0
  250 1.985 0 0 0 6 -246 1.993
  214.947 26.685 0 9.604 1 4.706 -47.895 179.426

  Abschreibungen
  (B) 01.01.2011 Zugänge Zuschreibungen Abgänge Umbuchungen Währungs- änderungen Veränd. Kons.Kreis (D) 31.12.2011
  T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände                
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.936 1.026 0 143 0 -57 -748 3.014
2. Geschäfts- oder Firmenwert 10.235 1.693 0 0 0 0 0 11.928
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0 0 0 0
  13.171 2.719 0 143 0 -57 -748 14.942
II. Sachanlagen                
1. Grundstücke und Gebäude 14.319 2.498 0 292 0 -207 -2.595 13.723
2. Technische Anlagen und Maschinen 39.667 15.478 13 2.067 0 -2.124 -12.723 38.244
3. Andere Anlagen, Betriebs- Geschäftsausstattungen 7.264 1.951 0 456 0 -37 -2.267 6.455
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 14 0 0 0 0 0 0 14
  61.264 19.927 13 2.815 0 -2.368 -17.585 58.436
III. Finanzanlagen                
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0 0 0 0
2. Beteiligungen 0 0 0 0 0 0 0 0
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0 0 0 0 0
4 Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0 0 0 0
  0 0 0 0 0 0 0 0
  74.435 22.646 13 2.958 0 -2.425 -16.333 73.378
  Buchwerte
  (C)-(D) 31.12.2011 (A)-(B) 31.122010
  T€ T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.335 2.675
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.026 8.516
3. Geleistete Anzahlungen 28 0
  8.389 11.191
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Gebäude 40.335 49.457
2. Technische Anlagen und Maschinen 43.794 68.395
3. Andere Anlagen, Betriebs- Geschäftsausstattungen 4.668 4.154
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.869 7.065
  96.666 129.071
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0
2. Beteiligungen 1.993 18
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 232
4 Sonstige Ausleihungen 0 0
  1.993 250
  106.048 140.512

Immaterielle Vermögenswerte

Die Geschäfts- oder Firmenwerte haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

2011 2010
Zugang Abgang Veränd. Kons. Abschreibung Buchwert Zugang Abgang Abschreibung Buchwert
891 688 0 1.693 7.026 3.562 0 1.304 8.516

Der Geschäfts- oder Firmenwert zum 31. Dezember 2011 setzt sich im Wesentlichen zusammen aus Gesellschaften der K+S (TEUR 4.181), und der TriStone Gruppe (TEUR 2.461). Der verbleibende durchschnittliche Abschreibungszeitraum für die Geschäfts- oder Firmenwerte beträgt rund 5 Jahre.

Die Nutzungsdauer der Geschäfts- oder Firmenwerte beträgt für vor dem 1.1.2010 erworbene Firmenwerte 10 Jahre. Diese, die Fünfjahresfrist gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 20 HGB übersteigende Nutzungsdauer für Geschäfts- oder Firmenwerte von 10 Jahren, hat sich dabei an der langfristigen Halteabsicht der jeweiligen Gesellschaften orientiert.

Für nach dem 1.1.2010 erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte beträgt die Nutzungsdauer 5 Jahre.

Die Nutzungsdauer der Rechte und Lizenzen beträgt 3 bis 5 Jahre. Der Ermittlung der Nutzungsdauern wurde die voraussichtliche tatsächliche Nutzung zugrunde gelegt. Sämtliche immaterielle Vermögenswerte werden linear abgeschrieben.

Sachanlagen

Die Nutzungsdauer für Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt 3 bis 10 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen 8 bis 20 Jahre je nach wirtschaftlicher Nutzung. Die Gebäude werden über eine wirtschaftliche Nutzungsdauer von 25 bis 50 Jahren abgeschrieben.

Finanzanlagen

Der Posten Anteile an verbundenen Unternehmen enthält die nicht konsolidierten Beteiligungen zum Anschaffungspreis abzgl. notwendiger Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Geographische Aufteilung

Das Anlagevermögen teilt sich geographisch wie folgt auf:

31.12.2011 Deutschland Europäische Union Europa übrige Asien Gesamt
  TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 2.118 6.196 0 75 8.389
Sachanlagen 18.747 76.899 0 20 95.666
Finanzanlagen 9 1.984 0 0 1.993
Summe Anlagevermögen 20.874 85.078 0 95 106.048
           
31.12.2010 Deutschland Europäische Union Europa übrige Asien Gesamt
  TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 2.504 7.244 1.353 90 11.191
Sachanlagen 18.571 101.470 9.005 25 129.071
Finanzanlagen 9 9 232 0 250
Summe Anlagevermögen 21.084 108.723 10.590 115 140.512

Umlaufvermögen

(ohne Wertpapiere und Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten)

  31.12.2011 31.12.2010
  TEUR TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 22.428 35.435
Unfertige Erzeugnisse 28.196 42.479
Fertige Erzeugnisse und Waren 17.829 31.183
Geleistete Anzahlungen 1.475 1.250
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 75.163 105.240
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0 2
Sonstige Vermögensgegenstände 24.851 30.762
  169.942 246.351

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten TEUR 10.876 Forderungen gegenüber dem Finanzamt.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr enthalten. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind solche mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 591 enthalten.

Eigenkapital

Das Eigenkapital verringerte sich im Berichtsjahr um TEUR 5.507 auf TEUR 28.642.

  31.12.2011 31.12.2010
  TEUR TEUR
Gezeichnetes Kapital 5.969 6.157
Kapitalrücklage 8.605 8.605
Gewinnrücklagen 431 243
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung -2.461 2.549
Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter 1.073 1.365
Konzernbilanzgewinn 15.025 15.230
Eigenkapital 28.642 34.149

Im Konzernbilanzgewinn von TEUR 15.025 ist ein Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von TEUR 15.230 enthalten.

1. Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital beträgt EUR 6.394.500,00. Es ist in voller Höhe einbezahlt und in 6.394.500 Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von EUR 1,00 je Stück eingeteilt.

Das bedingte Kapital beträgt EUR 49.500,00.

Die eigenen Anteile werden mit ihrem rechnerischen Nennwert offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt. Die eigenen Anteile sind aufgrund von Ermächtigungen nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erworben worden. Aus diesen eigenen Anteilen stehen der Gesellschaft keine Rechte zu; sie sind insbesondere nicht dividendenberechtigt.

a Eigene Aktien

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 11. Juni 2010 wurde die Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis 10. Juni 2015 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des im Zeitpunkt des Erwerbs eigener Aktien geltenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise, in diesem Fall auch mehrmals, ausgeübt werden. Die von der Hauptversammlung am 29. Mai 2009 beschlossene Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wurde mit dem Wirksamwerden der neuen Ermächtigung aufgehoben.

Die Ermächtigung darf von der Gesellschaft nicht zum Handel in eigenen Aktien genutzt werden.

Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Gesellschaft, die aufgrund dieser Ermächtigung erworben werden, zur Einführung von Aktien der Gesellschaft an ausländischen Börsen zu verwenden, an denen sie bisher nicht zum Handel zugelassen sind.

Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Gesellschaft, die aufgrund dieser Ermächtigung erworben werden, Dritten im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen und Beteiligungen daran anzubieten.

Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Gesellschaft Personen, die in einem Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder der mit der Gesellschaft im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen stehen oder standen, zum Erwerb anzubieten oder mit einer Sperrfrist von nicht weniger als einem Jahr zuzusagen bzw. zu übertragen.

Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Gesellschaft, die aufgrund dieser Ermächtigung erworben wurden, einzuziehen, ohne dass die Durchführung der Einziehung eines weiteren Beschlusses der Hauptversammlung bedarf. Sie können auch im vereinfachten Verfahren ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen rechnerischen Betrages der übrigen Stückaktien am Grundkapital der Gesellschaft eingezogen werden. Die Einziehung kann auf einen Teil der erworbenen Aktien beschränkt werden. Von der Ermächtigung zur Einziehung kann mehrfach Gebrauch gemacht werden.

Zum 31. Dezember 2011 hat die Gesellschaft

auf Grundlage der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 20. Juni 2008 insgesamt 150.986 eigene Aktien (davon 139.458 Stück in 2008) erworben,

auf Grundlage der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 29. Mai 2009 insgesamt 70.150 eigene Aktien (davon im Rahmen eines öffentlichen Rückkaufangebots auf Grundlage der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 29. Mai 2009 27.260) erworben,

auf Grundlage der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 11. Juni 2010 insgesamt 204.231 eigene Aktien (davon 16.092 Stück in 2010) erworben.

Auf die eigenen Aktien entfällt insgesamt ein Anteil des Grundkapitals von EUR 425.367 (6,7%).

Aktienrückkäufe in 2011 auf Grundlage der Hauptversammlung vom 11. Juni 2010

Datum Zurückgekaufte Aktien (Stück) Anteil am Grundkapital
(in %)
Durchschnittspreis Kurswert gesamt
(in EUR)
Kumul. Anzahl Aktien Kumul. Anteil am Grundkapital
Mrz 11 272 0,00% 16,50 4.486,64 272 0,01%
Apr 11 3.927 0,06% 13,90 54.577,95 4.199 0,06%
Mai 11 26.057 0,41% 14,04 365.752,62 30.256 0,47%
Jun 11 10.150 0,16% 14,32 145.379,47 40.406 0,63%
Jul 11 14.325 0,22% 14,69 210.436,96 54.731 0,85%
Aug 11 51.923 0,81% 13,75 713.923,37 106.654 1,66%
Sep 11 11.305 0,18% 12,82 144.970,67 117.959 1,84%
Okt 11 24.400 0,38% 12,60 307.393,64 142.359 2,22%
Nov 11 30.712 0,48% 12,55 385.348,66 173.071 2,70%
Dez 11 15.068 0,24% 12,29 185.260,35 188.139 2,94%

b Genehmigtes Kapital

Genehmigtes Kapital 20051 I

Auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat hat die Hauptversammlung vom 10. November 2005 den Beschluss gefasst, den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats zu ermächtigen, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 09. November 2010 durch ein-oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar-/ oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 1.102.500,00 zu erhöhen.

Genehmigtes Kapital 2008/I

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Juni 2008 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 19. Juni 2013 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu EUR 2.094.750,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2008!1). Das Bezugsrecht der Aktionäre kann ausgeschlossen werden,

wenn der Ausgabepreis nicht wesentlich unter dem zugleich festgestellten Börsenkurs der Aktien liegt und die Erhöhung des Grundkapitals durch Bareinlagen 10% des Grundkapitals nicht übersteigt,

wenn das Grundkapital durch Sacheinlage zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen erhöht wird,

soweit dadurch Wandelschuldverschreibungen, Wandelgenussrechte oder Optionsscheine bedient werden,

soweit es zum Ausgleich von Spitzenbeträgen erforderlich ist.

c Bedingtes Kapital

Bedingtes Kapital 2005 - Aktienoptionen für Mitarbeiter

Die Gesellschaft hat auf Vorschlag des Vorstands und Aufsichtsrats mit Hauptversammlungsbeschluss vom 20. Dezember 2005 beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 511.500,00 durch Ausgabe von bis zu 511.500 auf den Inhaber lautende Stückaktien im Rahmen einer bedingten Kapitalerhöhung (bedingtes Kapital 2005) zu erhöhen. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt werden, als Optionsrechte ausgegeben werden und deren Inhaber von ihrem Optionsrecht bis zum 31. Dezember 2009 Gebrauch machen.

Das bedingte Kapital 1 ist zeitlich und sachlich gegenstandslos geworden, da die Frist zur Gewährung von Aktienoptionen gemäß § 4 Nr. 3 der Satzung zum 31. Dezember 2009 abgelaufen ist und keine ausübbaren Aktienoptionen mehr im Umlauf waren. Soweit Aktienoptionen ausgegeben waren, lagen wirksame Verzichtserklärungen sowie in einem Fall ein diesbezüglicher gerichtlicher Vergleich vor.

Mit Aufsichtsratsbeschluss vom 14. April 2010 wurde deshalb die ersatzlose Aufhebung des § 4 Nr. 3 der Gesellschaft (bedingtes Kapital I) beschlossen. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 2. Juni 2010.

Bedingtes Kapital 2006/1- Wandelschuldverschreibungen für Mitglieder des Aufsichtsrats

Die Gesellschaft hat auf Vorschlag des Vorstands und Aufsichtsrats mit Hauptversammlungsbeschluss vom 05. September 2006 beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 49.500,00 durch Ausgabe von bis zu 49.500 auf den Inhaber lautende Stückaktien im Rahmen einer bedingten Kapitalerhöhung (bedingtes Kapital 200611) zu erhöhen. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als Wandelschuldverschreibungen ausgegeben werden und von dem enthaltenen Optionsrecht der Umwandlung in Stückaktien Gebrauch gemacht wird. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre wurde ausgeschlossen.

Die Wandelschuldverschreibungen wurden im Dezember 2006 in Höhe von EUR 49.500,00 an die Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft zum Mindestausgabebetrag von EUR 0,33 pro Schuldverschreibung im rechnerischen Nennbetrag von EUR 1,00 ausgegeben. Die Aufsichtsräte haben ihr Bezugsrecht ausgeübt, alle Wandelschuldverschreibungen gelten gemäß den Umtauschbedingungen als zum 31. Dezember 2006 gewährt. Der Wandlungspreis beträgt gemäß Umtauschbedingungen EUR 21,70.

Jede Wandelschuldverschreibung gewährt das Recht zur Wandlung in jeweils eine Stückaktie der Gesellschaft. Die Laufzeit der Wandelschuldverschreibungen endete nach Ablauf von fünf Jahren am 31. Dezember 2011. Es hat keiner der Aufsichtsräte von seinem Wandlungsrecht Gebrauch gemacht.

2. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt zum Stichtag EUR 8.605.500,00.

3. Rücklage wegen eigener Anteile

Um den ausschüttungsfähigen Bilanzgewinn bezüglich der eigenen Anteile nicht zu erhöhen und dem Gläubigerschutz Rechnung zu tragen, wurde im Berichtsjahr eine Rücklage wegen eigener Anteile gebildet.

Die Rücklage wegen eigener Anteile hat sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

  TEUR
Rücklage wegen eigener Anteile 31.12.2010 237
Bildung einer Rücklage wegen eigener Anteile für im laufenden Geschäftsjahr erworbene eigene Anteile (in Höhe des Nennwerts) 188
Rücklage wegen eigener Anteile 31.12.2011 425

Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung

Der zum Stichtag ausgewiesene negative Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung wird entsprechend seiner Verursachung in den Folgejahren ergebniswirksam aufgelöst.

Diese Position entwickelte sich in den Geschäftsjahren 2010 und 2011 wie folgt:

2011 2010
Zugang Auflösung Endkonsolidierung Buchwert Zugang Auflösung Endkonsolidierung Buchwert
0 17.319 10.403 62.579 40.874 18.418 3.368 90.301

Passive Unterschiedsbeträge entstehen bei Akquisitionen, bei denen der Kaufpreis unter dem Buchwert des bilanziellen Eigenkapitals des übernommenen Unternehmens liegt. Die passiven Unterschiedsbeträge werden im Konzernabschluss ergebniswirksam nach dem Sanierungsfortschritt der Beteiligungen aufgelöst, sofern noch mit zukünftigen Aufwendungen oder Verlusten gerechnet wird.

Soweit der negative Unterschiedsbetrag nicht durch erwartete künftige Aufwendungen oder Verluste begründet ist, wird er in der folgenden Weise ergebniswirksam aufgelöst:

a)

Der Anteil, der die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen nicht-monetären Vermögenswerte nicht übersteigt, wird planmäßig über die gewichtete durchschnittliche Restnutzungsdauer der erworbenen abnutzbaren Vermögenswerte vereinnahmt.

b)

Der Anteil, der die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen nicht-monetären Vermögenswerte übersteigt, wird zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung als Ertrag vereinnahmt.

Die Auflösung des passiven Unterschiedsbetrags ist in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im sonstigen betrieblichen Ertrag enthalten.

Die Zugänge von passiven Unterschiedsbeträgen resultieren im Wesentlichen aus Erstkonsolidierungen. Endkonsolidiert wurde in 2011 die Faral Gruppe.

Rückstellungen

  31.12.2011 31.12.2010
  TEUR TEUR
Rückstellungen für Pensionen 56.143 70.101
Steuerrückstellungen 6.829 3.097
Sonstige Rückstellungen 35.476 47.060
  98.448 120.258

Pensionsrückstellungen

Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen beträgt zum Stichtag TEUR 56.143 (Vj. TEUR 70.101).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich (TEUR 17.107), aus Prozessrisiken (TEUR 3.353), aus ausstehenden Rechnungen (TEUR 5.558), aus Gewährleistungsverpflichtungen (TEUR 2.470), für unterlassene Instandhaltung (TEUR 480) sowie aus Umstrukturierungsmaßnahmen (TEUR 808).

Verbindlichkeiten

  31.12.2011 31.12.2010
  TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 42.485 63.103
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 8.910 8.954
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 61.130 108.819
Sonstige Verbindlichkeiten 18.928 19.214
  131.453 200.090

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten können wie folgt zusammengefasst werden:

31.12.2011 < 1 Jahre 1-5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
  TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 34.962 5.268 2.255 42.485
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 8.910 0 0 8.910
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 61.128 2 0 61.130
Sonstige Verbindlichkeiten 18.477 27 424 18.928
  123.477 5.297 2.679 131.453

An dritte Sicherungsnehmer wurden Grundpfandrechte in Höhe von insgesamt TEUR 3.900 gewährt. Diese betreffen vorwiegend die Absicherung von Darlehen und Kreditlinien, die jedoch zum Stichtag nicht in Anspruch genommen worden sind.

31.12.2010 < 1 Jahre 1-5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
  TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 54.171 5.956 2.976 63.103
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 8.954 0 0 8.954
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 108.816 3 0 108.819
Sonstige Verbindlichkeiten 15.047 3.788 379 19.214
  186.988 9.747 3.355 200.090

Passive latente Steuern

Die latenten Steuern wurden auf Konzernebene mit einem Steuersatz von 30% berechnet. Die jeweiligen latenten Steuern der Tochtergesellschaften wurden mit dem jeweiligen erwarteten Steuersatz berechnet. Die latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlicher Vorratsbewertung und Rückstellungsbewertung fair steuerliche Zwecke.

Haftungsverhältnisse

Unbefristete Bürgschaft zugunsten Banco Bilbao

Die BAVARIA Industriekapital AG hat mit Vereinbarungen vom 15. Dezember 2009 gegenüber der Banco Bilbao Vizcaya Agentaria S.A., Huesca, Spanien, eine unbefristete Bürgschaft für die Verpflichtungen der Inasa Foil Sabiñánigo S.L., Sabiñánigo, Huesca, Spanien, bis zu einem Höchstbetrag von TEUR 174 übernommen.

Unbefristete Bürgschaft zugunsten Commerzbank

Die BAVARIA Industriekapital AG hat mit Vereinbarung vom 1. Januar 2011 gegenüber der Commerzbank (vormals Dresdner Bank) eine unbefristete selbstschuldnerische Bürgschaft für die Verpflichtungen der R+E Automationstechnik GmbH aus einem Kreditrahmen in Höhe von TEUR 300 übernommen.

Unbefristete Bürgschaft zugunsten CIC (Credit Industriel et Commercial)

Zur Sicherung der Verpflichtungen der Tech-Form SAS aus einem Kreditvertrag mit der CIC, hat die BAVARIA Industriekapital AG mit Vereinbarung vom 07. Juli 2011 der Credit Industriel et Commercial SA, Paris, Frankreich, ein Konto mit einem Guthabenbetrag über TEUR 350 verpfändet.

Unbefristete Bürgschaft zugunsten CA (Credit Agricole Nord de France)

Um die Finanzierung eines Projektes der Tech-Form SAS abzuschließen, wurde noch ein weiteres Konto der BAVARIA Industriekapital AG mit einem Guthabenbetrag über TEUR 150 an Credit Agricole Nord de France, Cedex, Frankreich, mit Vereinbarung vom 07. Juli 2011 verpfändet, um jegliche Verpflichtungen aus dem geschlossenen Kreditvertrag zwischen Tech-Form SAS und der CA zu besichern.

Unbefristete Bürgschaft zugunsten CIC Lyonnaise de Banque

Die BAVARIA Industriekapital AG hat mit Vereinbarungen vom 14. Juni 2011 gegenüber der CIC Lyonnaise de Banque, Valence, Frankreich, eine unbefristete Bürgschaft für die Verpflichtungen der SwissTex France SAS, Valence, bis zu einem Höchstbetrag von TEUR 2.500 übernommen.

Zum 31. Dezember 2011 wurde wegen der Inanspruchnahme der Bürgschaft eine Rückstellung in Höhe von TEUR 1.414 gebildet. Das verbleibende Haftungsverhältnis beträgt demnach TEUR 1.086.

Unbefristete Bürgschaft zugunsten BNPParibas Arc Alpin Entreprises

Die BAVARIA Industriekapital AG hat mit Vereinbarungen vom 14. Juni 2011 gegenüber der BNP Paribas Arc Alpin Entreprises, Montbonnot, Frankreich, eine weitere unbefristete Bürgschaft für die Verpflichtungen der SwissTex France SAS, Valence, bis zu einem Höchstbetrag von TEUR 2.500 übernommen.

Zum 31. Dezember 2011 wurde wegen der Inanspruchnahme der Bürgschaft eine Rückstellung in Höhe von TEUR 674 gebildet. Das verbleibende Haftungsverhältnis beträgt demnach TEUR 1.826.

Die BAVARIA Industriekapital AG geht Haftungsverhältnisse nur nach sorgfältiger Risikoabwägung und grundsätzlich nur in Zusammenhang mit ihrer eigenen oder der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen und Beteiligungen ein. Auf Basis einer kontinuierlichen Evaluierung der Risikosituation der eingegangenen Haftungsverhältnisse und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse geht die BAVARIA Industriekapital AG derzeit davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Die BAVARIA Industriekapital AG schätzt daher bei allen aufgeführten Haftungsverhältnissen das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich ein.

Unbefristete Bürgschaft der TriStone Holding

Zur Sicherung der Verpflichtungen der Tochtergesellschaft CER (Türkei) aus einem Kreditvertrag, hat die TriStone Holding ein Konto mit einem Guthabenbetrag über TEUR 3.400 verpfändet.

Finanzielle Verpflichtungen

Aus Bestellobligo sowie aus längerfristigen Miet- und Leasingverträgen bestehen für die festen Grundmietzeiten insgesamt finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 17.102 (Vj. TEUR 13.988).

Nach Fälligkeiten setzen sich die finanziellen Verpflichtungen wie folgt zusammen:

  31.12.2011 31.12.2010
Laufzeit TEUR TEUR
< 1 Jahr 14.062 8.766
1 - 5 Jahre 2.159 4.452
> 5 Jahre 881 770
Summe 17.102 13.988

Es bestehen davon finanzielle Verpflichtungen aus Bestellobligos im Zusammenhang mit Aufträgen im Auftragsbestand der Unternehmen in Höhe von TEUR 13.658 (Vj. TEUR 7.697).

Sonstige Sicherheiten

Es sind insgesamt Gewährleistungs- und Anzahlungsavale in Höhe von TEUR 30.926 (Vj. TEUR 32.138) ausgelegt worden.

Honorar des Abschlussprüfers

An Abschlussprüfer sind im Berichtsjahr folgende Honorare für Prüfungen, Beratung und sonstige Leistungen geflossen:

2011

  Gesamt Inland davon Konzernprüfer
  TEUR TEUR
Honorar für Abschlussprüfung 2011 162 75
Honorar für sonstige Prüfungen 2011 0 0
Honorar für Steuerberatung 2011 92 9
Honorar für sonstige Leistungen 2011 7 0
Gesamt 261 84

2010

  Gesamt Inland davon Konzernprüfer
  TEUR TEUR
Honorar für Abschlussprüfung 2010 206 129
Honorar für sonstige Prüfungen 2010 25 0
Honorar für Steuerberatung 2010 130 15
Honorar für sonstige Leistungen 2010 71 126
Gesamt 432 270

Nicht in der Bilanz erscheinende Geschäfte

Factoring

Sieben Gesellschaften der BAVARIA Gruppe nutzen Factoring als Finanzierungsinstrument. Der Gesamtrahmen beträgt annähernd EUR 60 Mio. Es handelt sich teilweise um echtes, offenes Factoring, bei dem der Factoringpartner das volle Ausfallrisiko übernimmt dabei allerdings bestimmte Kunden ausschließt, kumulierte Risiken mit Quoten vermeidet und nur anteilig Forderungen übernimmt, teilweise um unechtes Factoring, bei dem das Forderungsausfallrisiko beim Kunden verbleibt. Da es sich bei den Gesellschaften, die das Factoring nutzen, überwiegend um unsere Automotive Beteiligungen handelt, ist das Forderungsausfallrisiko jedoch begrenzt.

Zweck und Vorteil des Factoring sind die Verbesserung der Liquidität bei gleichzeitiger Verringerung der Risikoposition der Gesellschaften. Nachteilig wirken sich hingegen die mit dem Factoring verbundenen Kosten auf die Ertragslage aus. Ebenfalls nachteilig auswirken könnte sich die mit dem offenen Factoring verbundene Offenlegung des Forderungsverkaufs, da die Kunden Ihre Verbindlichkeiten i.d.R. direkt gegenüber dem Factoring-Unternehmen begleichen.

Die Ausnutzung der Factoringlinien und damit entstandenen Verbindlichkeiten gegenüber Factoringunternehmen werden in der Bilanz im Posten „Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten" ausgewiesen.

Sale-and-Leaseback Geschäfte

Drei Gesellschaften der BAVARIA Gruppe haben in den vergangen Geschäftsjahren das Finanzierungsinstrument „Sale-and-Leaseback” genutzt. In den Jahren 2000 bzw. 2007 wurden insgesamt drei betrieblich genutzte Gebäude veräußert und gleichzeitig langfristige Leasingverträge über diese Gebäude abgeschlossen. Die Mindestmietdauer beträgt 15 Jahre bzw. 10 Jahre, die hieraus resultierende Gesamtverpflichtung ist in den angegebenen sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten, soweit sie nicht bilanziell berücksichtigt wurde.

In 2010 wurde eine Maschine im Wert von EUR 0,4 Mio. veräußert und gleichzeitig ein Leasingvertrag über diese Maschine abgeschlossen. Die Mindestmietdauer beträgt 5 Jahre.

Zweck und Vorteil der Sale-and-lease-back-Geschäfte sind die Beschaffung liquider Mittel, d.h. Zahlungszuflüsse für die Unternehmen. Risiken ergeben sich hingegen aus den zu zahlenden Leasingraten, zu denen sich die Unternehmen verpflichten.

Im Oktober 2011 wurde eine Sale-and-Leaseback Vereinbarung über TEUR 450 zur Finanzierung von Projektinvestitionen für ein Wachstumsprojekt abgeschlossen.

Nicht zum Zeitwert bilanzierte derivative Finanzinstrumente

Die Gesellschaften der BAVARIA Gruppe sind im Rahmen ihrer weltweiten Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit insbesondere Risiken aus Wechselkurs- und Zinssatzänderungen sowie Schwankungen der Commodity-Preise ausgesetzt, die durch den Abschluss derivativer Finanzinstrumente begrenzt bzw. eliminiert werden.

Um die Risiken abzusichern, die aus den Schwankungen der in Fremdwährung lautenden Vermögensgegenstände und Schulden sowie schwebenden Geschäften und antizipierten Transaktionen resultieren, setzen die Gesellschaften der BAVARIA Gruppe in begrenztem Umfang derivative Finanzinstrumente ein. Die dabei eingesetzten Finanzinstrumente sind im Wesentlichen Devisentermingeschäfte.

Derivative Finanzinstrumente innerhalb der BAVARIA Gruppe dienen in geringerem Umfang auch der Sicherung von Commodity-Preisrisiken aus Beschaffungsgeschäften. Die im Rahmen des Commodity Hedging eingesetzten Instrumente umfassen Termingeschäfte.

Die im Bestand befindlichen derivativen Finanzinstrumente dienen ausschließlich Sicherungszwecken. Die nachfolgende Tabelle zeigt die zum 31.12.2011 bestehenden derivativen Finanzinstrumente:

  Nominalvolumen Marktwert
31.12.2011 TEUR TEUR
Währungssicherungskontrakte 9.398 -1.322 1)
Commodity-Sicherungskontrakte 906 19 2)
  10.304 -1.303

1) Ermittlung auf Basis der Veränderungen von Devisenterminkursen
2) Ermittlung auf Basis der Veränderungen von Commodity-Terminkursen

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse der erst- und endkonsolidierten Unternehmen sind jeweils nur anteilsmäßig ab Erst- bzw. bis zum Endkonsolidierungszeitpunkt enthalten.

Der Umsatz des BAVARIA Konzerns nach Absatzgebieten gliedert sich wie folgt:

  2011 2010
  TEUR TEUR
Europäische Union (ohne Deutschland) 359.777 321.351
Deutschland 260.180 216.160
Europa übrige 23.344 22.227
Amerika 12.931 13.664
Asien 7.352 5.081
Afrika 2.400 2.263
Übrige 83.951 57.633
  749.935 638.379

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

  2011 2010
  TEUR TEUR
Erträge aus der Auflösung von Unterschiedsbeträgen 16.997 18.419
Erträge aus Wechselkursgewinnen 10.283 7.620
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 8.296 4.708
Erträge aus der Veränderung von Wertberichtigungen 1.246 1.908
Erträge aus dem Erlass von Verbindlichkeiten -89 1.133
Erträge aus Zuschüssen 551 949
Erträge aus Versicherungserstattungen 156 0
Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen -78 696
Erträge aus Mieten und Pachten 142 234
Ertrag aus der Schuldenkonsolidierung -22 116
Erträge aus der Endkonsolidierung von Anteilen an verbundenen Unternehmen 33.536 0
Erträge aus Zuschreibung Anlagevermögen 0 929
Sonstige 2.905 1.869
  73.924 38.581

Die Erträge aus der Auflösung von Unterschiedsbeträgen resultieren aus der regulären Auflösung von Unterschiedsbeträgen nach Fortschritt der Sanierungen bei den übrigen Konzerngesellschaften.

Materialaufwand

Der Materialaufwand betrug im Geschäftsjahr 2011 TEUR 482.293 (Vj. TEUR 397.738).

Personalaufwand

Der Personalaufwand ist im Periodenvergleich.

  2011 2010
  TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 144.506 127.740
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung    
davon für Altersversorgung TEUR 1.627 (Vj. TEUR 2.735) 35.449 33.734
  179.955 161.474

Abschreibungen

In den Abschreibungen des Geschäftsjahres sind keine außerordentlichen Abschreibungen enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

  2011 2010
  TEUR TEUR
Verpackung und Fracht 17.909 16.201
Reparaturen und Instandhaltung 13.986 14.320
Fremdleistungen, Versicherungen und Beiträge 13.048 12.368
Wechselkursverluste 11.738 8-247
Miete und Leasing 6.975 5.807
IT Kosten 5.101 4.519
Reise und Bewirtung 5.244 4.198
Verwaltungskosten 3.760 3.750
Aufwand für Leiharbeiter 3.698 3.700
Verluste aus Endkonsolidierung 1.944 3.219
Provisionen 4.004 3.047
Rechtsanwälte, Notare, Gerichtskosten 3.111 2.088
Sonstige Personalkosten 2.119 1.863
Management Beratungskosten 1-388 1.600
Zuführung zu Rückstellungen für Prozessrisiken 3.007 1.529
Gewährleistungen und Garantie 3.264 0
Werbung 1.065 1.237
Zuführung Wertberichtigungen 1.825 1.233
Forderungsausfälle 638 36
Verluste aus der Schuldenkonsolidierung 35 5
Sonstige 11.482 8.360
  115.340 97.327

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 11.482 enthalten auf Ebene der Einzelgesellschaften entstandene betriebliche Aufwendungen. Dies betrifft z.B. Abschluss- und Prüfungskosten, Personalbeschaffungskosten, Aufsichtsrats- und Beiratsvergütungen, etc.

Zinsergebnis

  2011 2010
  TEUR TEUR
Zinsen und ähnliche Erträge    
davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 13 (Vj. TEUR 17) 361 694
Zinsen und ähnliche Aufwendungen    
davon an verbundene Unternehmen TEUR 0 (Vj. TEUR 0) -8.280 -6.896
  -7.919 -6.202

Die Zinsaufwendungen 2011 entfallen im Wesentlichen auf die Tristone und (nass Foil Gruppe.

Außerordentliches Ergebnis

Die außerordentlichen Erträge in Höhe von TEUR 688 TEUR resultieren vorwiegend aus der Auflösung von Rückstellungen bei der Fonderie d'Ingrandes (TEUR 653). Der außerordentliche Aufwand in Höhe von TEUR 7.959 enthält im Wesentlichen Aufwendungen für die Wertminderung der unfertigen Erzeugnisse der SwissTex Winterthur (TEUR 3.828) sowie für die Abfindungen im Rahmen von Restrukturierungsmaßnahmen bei der Inasa (TEUR 2.534).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Aufwendungen für Ertragsteuern beinhalten sowohl die unmittelbar zu entrichtenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag als auch die latenten Steuern.

Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind EUR 9,5 Mio. (Vj. EUR 6,6 Mio.) an periodenfremden Erträgen enthalten. Diese betreffen Rückstellungsauflösungen sowie Veränderungen von Wertberichtigungen.

VI. Segmentberichterstattung

Serie/ Automotive

Das Segment „Serie) Automotive" umfasst Gesellschaften, die Teile in Serie fertigen oder auch zumindest teilweise im Automobilzuliefersegment tätig sind. Dies sind:

In 2011 die K+S Gruppe, tech-FORM, die ADG KG sowie die TriStone Gruppe, Faral Gruppe (endkonsolidiert zum 30.9.2011 und 31.12.2011).

In 2010 die K+S Gruppe, Faral Gruppe, tech-FORM, die ADG KG sowie die TriStone Gruppe.

Anlagenbau

Das Segment „Anlagenbau" umfasst sämtliche im Anlagen- und Maschinenbau tätigen Gesellschaften. Dies sind:

In 2011 Hering, L&E Gruppe, SwissTex Gruppe (endkonsolidiert zum 31.12.2011) und R+E.

In 2010 Hering, L&E Gruppe, SwissTex Gruppe und R+E.

Business Services

Das Segment „Business Services" umfasst sämtliche operativ tätigen Gesellschaften, die den oben angeführten Segmenten nicht zugeordnet werden können. Dies sind:

In 2011 Xenterio (endkonsolidiert im dritten Quartal), Hunsfos (endkonsolidiert im dritten Quartal), Inasa Sabiñánigo sowie Inasa Foil.

in 2010 Xenterio, Hunsfos, OSNY Pharma (endkonsolidiert zum 31.12.2010), Inasa Sabiñánigo sowie Inasa Foil.

Das Segment „Sonstige" umfasst im Wesentlichen die nicht operativen Holdings und Zwischenholdings der BAVARIA Gruppe.

Als „Segmentergebnis" wird der Jahresüberschuss nach Steuern ausgewiesen. Zwischen den Segmenten getätigte Umsätze werden zu Preisen getätigt, die dem Fremdvergleich entsprechen.

Die Segmentberichterstattung wurde in Anlehnung an die Grundsätze des DRS 3 erstellt:

31.12.2011
in TEUR
Serie/ Automotive Anlagenbau Business Services Sonstige Konsolidierung Konzern
Umsatzerlöse            
- mit externen Dritten 480.628 124.300 145.007 0 0 749.935
- mit Gruppengesellschaften 0 23 0 3.925 -3.948 0
Gewinn- und Verlustrechnung            
- Segmentergebnis 2.381 -25.886 -17.052 -576 43.568 2.435
- darin enthaltene Abschreibungen 17.542 832 3.902 4.454 -4.084 22.646
- darin enthaltene Zinserträge und -aufwendungen 5.747 756 1.930 -514 0 7.919
- darin enthaltener Steueraufwand 6.167 824 302 -492 -5 6.797
- darin enthaltene a.o. Erträge und Aufwendungen 349 3.874 3.046 3 0 7.271
EBITDA 32.186 -19.599 -7.872 2.875 39.479 47.068
- andere nicht zahlungswirksame Posten (inkl. a.o.) -1.761 3.369 -3.752 8.525 -54.521 -48.140
- Ergebnis aus Beteiligungen an konsolid. Unternehmen 0 0 0 13.559 -13.559 0
Bilanz            
- Vermögen 225.649 31.128 57.891 23.834 -15.164 323.338
- Investitionen in das langfristige Vermögen 19.966 1.104 5.211 296 108 26.685
- Verbindlichkeiten und Rückstellungen 181.472 17.405 39.218 5.833 -11.810 232.118
Mitarbeiter 3.744 251 292 10 0 4.297
             
31.12.2010
in TEUR
Serie/ Automotive Anlagenbau Business Services Sonstige Konsolidierung Konzern
Umsatzerlöse            
- mit externen Dritten 345.387 90.082 202.910 0 0 638.379
- mit Gruppengesellschaften 0 0 0 4.879 -4.879 0
Gewinn- und Verlustrechnung            
- Segmentergebnis 1.069 1.852 -3.049 5.088 -5.753 -793
- darin enthaltene Abschreibungen 16.163 860 5.562 18 418 23.021
- darin enthaltene Zinserträge und -aufwendungen 4.565 445 1.966 -774 0 6.202
- darin enthaltener Steueraufwand 3.374 1.005 820 548 0 5.747
- darin enthaltene a.o. Erträge und Aufwendungen -594 68 -13.987 0 15.120 607
EBITDA 24.577 4.230 -8.688 4.880 9.785 34.784
- andere nicht zahlungswirksame Posten (inkl. a.o.) 5.673 254 20.769 -210 -554 25.932
- Ergebnis aus Beteiligungen an konsolid. Unternehmen 0 0 0 5.940 -5.940 0
Bilanz            
- Vermögen 257.071 65.310 111.363 33.366 -18.568 448.542
- Investitionen in das langfristige Vermögen 11.088 1.910 5.708 17 1.684 20.407
- Verbindlichkeiten und Rückstellungen 198.420 54.692 82.324 11.507 -22.852 324.091
Mitarbeiter 2.746 409 748 10 0 3.913

Die ausgewiesenen Mitarbeiter entsprechen dem Stand zum 31.12.2010 beziehungsweise 31.12.2011.

Überleitungen zur Konzernspalte

Segmentergebnis 2011

Die Konsolidierungsspalte 2011 enthält im Wesentlichen Endkonsolidierungsgewinne (EUR 33,1 Mio.), die Auflösung passiver Unterschiedsbeträge (EUR 15,6 Mio.), die Eliminierung von zwischen Segmenten getätigten Wertberichtigungen (EUR 7,8 Mio.), die Eliminierung von zwischen Segmenten getätigten Ausschüttungen (EUR -13,6 Mio.), sowie Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte, soweit diese nicht den Segmenten zugeordnet sind (EUR -0,9 Mio.).

Abschreibungen 2011

Die Konsolidierungsspalte 2011 enthält die Eliminierung von Abschreibungen auf Finanzanlagen (EUR -4,1 Mio.).

Andere nicht zahlungswirksame Posten 2011

Die Konsolidierungsspalte 2011 enthält vorwiegend die Auflösung passiver Unterschiedsbeträge (EUR 15,6 Mio.), Endkonsolidierungsgewinne (EUR 33,1 Mio.) sowie die Eliminierung von Wertberichtigungen und Abschreibungen auf Finanzanlagen (EUR 7,9 Mio.). Des Weiteren sind in den Segmenten unter anderem Zuführungen und Auflösungen von Wertberichtigungen und Rückstellungsauflösungen enthalten, die auf Einzelgesellschaftsebene entstanden sind.

Segmentvermögen und Segmentschulden 2011

Die Konsolidierungsspalte 2011 enthält vorwiegend die Eliminierung von Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Segmenten. Das Segmentvermögen 2011 entfällt fast vollständig auf Deutschland und die übrige Europäische Union. Bezüglich der regionalen Aufteilung des Anlagevermögens verweisen wir auf unsere Erläuterungen zum Anlagevermögen

Segmentergebnis 2010

Die Konsolidierungsspalte 2010 enthält im Wesentlichen die Auflösung passiver Unterschiedsbeträge (EUR 18,4 Mio.), Endkonsolidierungsverluste (EUR -3,2 Mio.), die Eliminierung von zwischen Segmenten getätigten Darlehenserlassen (EUR -14,7 Mio.), die Eliminierung von zwischen Segmenten getätigten Ausschüttungen (EUR -5,9 Mio.), sowie Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte, soweit diese nicht den Segmenten zugeordnet sind (EUR -0,4 Mio.).

Abschreibungen 2010

Die Konsolidierungsspalte 2010 enthält Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte, soweit diese nicht den Segmenten zugeordnet sind (EUR 0,4 Mio.).

Andere nicht zahlungswirksame Posten 2010

Die Konsolidierungsspalte 2010 enthält vorwiegend die Auflösung passiver Unterschiedsbeträge (EUR 18,4 Mio.), nicht zahlungswirksame Darlehenserlasse (EUR -15,1 Mio.) sowie Endkonsolidierungsverluste (EUR -3,2 Mio.). Des Weiteren sind in den Segmenten unter anderem Zuführungen und Auflösungen von Wertberichtigungen und Rückstellungsauflösungen enthalten, die auf Einzelgesellschaftsebene entstanden sind.

Segmentvermögen und Segmentschulden 2010

Die Konsolidierungsspalten 2010 enthalten vorwiegend die Eliminierung von Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Segmenten. Das Segmentvermögen 2010 entfällt fast vollständig auf Deutschland und die übrige Europäische Union mit Ausnahme der Hunsfos (Norwegen) und SwissTex (Schweiz). Bezüglich der regionalen Aufteilung des Anlagevermögens verweisen wir auf unsere Erläuterungen zum Anlagevermögen.

Sonstige Angaben

Vorstand und Aufsichtsrat

Vorstand

Reimar Scholz, Dipl. Kaufmann, Gauting, Ressort Akquisitionen (Vorstandssprecher)

Harald Ender, Dipl.-Ingenieur, Dipl. Kaufmann, Landsberg, Ressort Operations (Vorstand)

Ist nur ein Vorstandsmitglied bestellt, so vertritt es die Gesellschaft allein. Sind mehrere Vorstandsmitglieder bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Vorstandsmitglieder gemeinsam vertreten.

Reimar Scholz ist einzelvertretungsberechtigt.

Harald Ender ist vertretungsberechtigt gemeinsam mit einem anderen Vorstandsmitglied oder einem Prokuristen.

Die Vorstandsmitglieder sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Aufsichtsrat

Dr. Matthias Heisse, Rechtsanwalt, München (Vorsitzender)

Dr. Gernot Eisinger, Kaufmann, München (stellv. Vorsitzender)

Dr. Harald Linne, Kaufmann, München

Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands sowie früherer Mitglieder dieser Gremien

Die Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder betrugen EUR 40.000,00 (Vj. EUR 40.000,00), davon an ehemalige Aufsichtsratsmitglieder EUR 0,00 (Vj. EUR 0,00).

Im Berichtsjahr wurden von der Gesellschaft an die Rechtsanwaltskanzlei Heisse Kursawe Eversheds, in der Dr. Heisse Partner ist, im Rahmen eines gesonderten Beratungsvertrages (nach § 114 AktG) Honorare in Höhe von TEUR 64 (Vj. TEUR 114) gezahlt.

Die Gesamtbezüge der Vorstände betrugen im Jahr 2011 TEUR 1.144 (Vj. TEUR 1.181).

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren in den Unternehmen, die zum 31. Dezember 2011 in den Konzernabschluss einbezogen wurden, 4.297 Mitarbeiter (Vj. 3.913 Mitarbeiter) beschäftigt. Die Anzahl der Mitarbeiter des BAVARIA Konzerns entwickelte sich wie folgt:

  2011 2010
Gewerbliche Mitarbeiter 2.899 1.875
Angestellte 1.313 1.967
Auszubildende 85 71
  4.297 3.913

Beziehung zu nahe stehenden Personen

Die BAVARIA unterhält zu verbundenen, nicht konsolidierten Tochtergesellschaften geschäftsübliche Beziehungen. Die Transaktionen mit diesen Gesellschaften sind von geringem Umfang, resultieren aus dem normalen Geschäftsverkehr und wurden zu marktüblichen Bedingungen geschlossen.

Darüber hinaus haben Unternehmen der BAVARIA mit Mitgliedern des Vorstands oder des Aufsichtsrats der BAVARIA keine wesentlichen Geschäfte vorgenommen. Dies gilt auch für nahe Familienangehörige dieses Personenkreises.

Aufstellung des Anteilsbesitzes

Angaben in Tausenden lokaler Währung

Konzern-Muttergesellschaft Währung Anteil am Kapital
in %
Eigenkapital Jahresergebnis Währungskurs
direkt indirekt
BAVARIA Industriekapital AG, München       25.429 6.882  
Konsolidierungskreis            
Executive Consulting AG, München (1) EUR 100,00   38 0  
Hering Wärmetauscher Holding AG, München (1) EUR 75,00   47 -1  
Hering AG, Gunzenhausen (2) EUR   71,06 1.169 137  
Nevira Vermögensverwaltung AG, München (in Abwicklung) (3), (5) EUR 78,00   -316 -75  
BAVARIA Maschinenbau Holding II AG, München (1) EUR 98,75   73 18  
Langbein & Engelbracht GmbH, Bochum (2) EUR   92,83 6.738 1.224  
Langbein & Engelbracht Industrial Eng. &. Co., Shanghai/ China (2) CNY   92,83 -5.353 -1.026 0,12133
Verwaltungsgesellschaft 0906 GmbH, München (1) EUR 100,00   36 12  
Blitz 05-316 GmbH & Co. KG, München (1) EUR 100,00   55 12.799  
R+E Automationstechnik GmbH, Fellbach-Schmiden (2) EUR 100,00   -66 147  
Kienle + Spiess GmbH, Sachsenheim (2) EUR   99,74 19.673 8.730  
Kienle + Spiess Hungary Kft, Tokod/ Ungarn (2) HUF   99,74 2.441.071 414.027 0,00320
Wardstorm Ltd., Ellesmere Port/ UK (2) GBP   99,74 7.114 0 1,19333
Sankey Laminations Ltd., Ellesmere Port/ UK (2) GBP   99,74 5.979 550 1,19333
G. L. Scott & Co. Ltd., Ellesmere Port/ UK (2) GBP   99,74 0 0 1,19333
Bavariaring 0906 GmbH, München (1) EUR 100,00   5 -14  
SwissTex Winterthur AG, Winterthur/ Schweiz (2), (6) CHF   100,00 2.262 231 0,82163
Bavaria Chemicals GmbH, München (1) EUR 75,00   21 -2  
Elfotec AG, Mönchalldorf/ Schweiz (in Abwicklung) (4)(5) CHF   75,00 - - 0,82163
Elfotec Ltd., Annacotty/ Irland (in Abwicklung) (4), (5) EUR   75,00 -    
baikap Holding 010607 GmbH, München (1) EUR 100,00   -868 -959  
baikap Holding 020607 GmbH, Gräfelfing (1) EUR 100,00   -4 -29  
EMS Holding Bavaria GmbH, Grafelfing (1) EUR 100,00   -252 -10  
Pharma Holding Bavaria GmbH, München (1) EUR 100,00   11 -14  
Bavaria France Holding SAS , Neuilly sur Seine/ Frankreich (ehem. Fonderies Aluminium de France SAS) (2) EUR   100,00 1.777 569  
Fonderie Aluminium de Cléon SAS, Cléon/ Frankreich (4), (5) EUR   100,00 - -  
Fonderie d'Ingrandes, Neuilly sur Seine/ Frankreich (ehem. Fonderie du Poitou Aluminium SAS) (2) EUR   100,00 329 505  
Teksid Deutschland GmbH, Heilbronn (in Abwicklung) (4), (5) EUR   100,00 - -  
Xenterio GmbH, Offenburg (2), (6) EUR   100,00 -5.789 -3.017  
FARAL S.p.A., Modena/ Italien (2), (6) EUR   100,00 9.582 -3.984  
K+S Holding GmbH & Co. KG, München (1) EUR   94,80 1 582  
Kienle + Spiess Logisztikai, Tokod/ Ungarn (2) HUF   99,74 -58.396 -82.184 0,00320
FARAL France SAS, Carmaux/ Frankreich (2), (6) EUR   100,00 727 1.796  
Hunsfos Fabrikker AS, Vennesia/ Norwegen (2), (6) NOK   100,00 46.369 -38.674 0,12872
Die-Cast Holding Bavaria GmbH, München (1) EUR 100,00   91 66  
balkap Holding 061108 GmbH, München (1) EUR   100,00 22 -2  
baikap Holding 070309 GmbH, München (1) EUR 100,00   12 -1  
Inasa Foil GmbH (ehem. baikap Holding 080309 GmbH), München (1) EUR   100,00 22 -2  
OSNY Phama SAS, Osny/ Frankreich (4), (5) EUR   100,00 -    
OSNY Pharma Holding SAS, Osny/ Frankreich (4), (5) EUR   100,00 - -  
Tech-FORM SAS, Auxi-Le-Chàteau/ Frankreich (2) EUR   100,00 1.680 -197  
Austria Druckguss GmbH & Co KG, Gleisdorf/ Österreich (2) EUR   100,00 1.678 -1.345  
Austria Druckguss GmbH, Gleisdorf/ Österreich (7) EUR   100,00 19 3  

(1) Ungeprüfter Jahresabschluss zum 31.12.2011 nach HGB
(2) Geprüfter Jahresabschluss nach lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen zum 31.12.2010
(3) Geprüfter Jahresabschluss zum 31.12.2008 nach HGB
(4) nicht konsolidiert § 296 HGB
(5) Gesellschaft befindet sich in Abwicklung
(6) Gesellschaft wurde in 2011 endkonsolidiert
(7) Ungeprüfter Jahresabschluss nach lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen zum 31.12.2010
(8) Neugründung in 2011; es liegen noch keine Jahresabschlüsse vor
(9) Urgeprüfter Jahresabschluss nach US-GAAP zum 31.12.2010

Währung Anteil am Kapital
in %
Eigenkapital Jahresergebnis Währungskurs
direkt indirekt
baikap Holding 090709 GmbH, München (1) EUR 100,00   22 -2  
Bavaria Purchasing Group GmbH (ehem. baikap Holding 100709 GmbH), München (1) EUR 100,00   47 6  
Inasa Foil Sabiñánigo S.L- (ehemals. Laminados Sabiñánigo S.L.), Sabiñánigo, Huesca/ Spanien (2) EUR   100,00 3.756 -942  
INASA Foil S.A., Irurtzun bei Pamplona/ Spanien (2) EUR   100 00 26.474 -1.840  
L&E America Environmental Technologies LLC, Kaukauna, Wisconsin/ USA (9) USD   74,26 -14 -84 0,77220
baikap Holding 110510 GmbH, München (1) EUR 100,00   -2.224 -2.248  
baikap Holding 120510 GmbH, München (1) EUR 100,00   -970 -994  
SwissTex France SAS, Valence/ Frankreich (2), (6) EUR   100,00 600 -400  
TriStone Flowtech Holding SAS, Carquefou/ Frankreich (2) EUR   100,00 -1.553 -1.603  
TriStone Flowtech Slovakia spol Sro, Nova Bana/ Slowakei (2) EUR   100,00 5.893 689  
TriStone Flowtech Poland Sp zoo, Walbrzych/ Polen (2) EUR   100,00 11.474 4.306  
TriStone Flowtech France SAS, Carquefou/ Frankreich (2) EUR   100,00 -1.352 -1.389  
TriStone Flowtech Czech Republic s.r.o, Hradek nad Nisou/ Tschechische Republik (2) EUR   100,00 7.252 4.802  
TriStone Flowtech Istanbul Otomotive SVTLS, Çerkezkoy/ Türkei (2) EUR   100,00 1.253 1.204  
TriStone Flowtech Italy SpA, Chef Italien (2) EUR   100,00 9.439 796  
TriStone Flowtech Germany GmbH, Frankfurt am Main (2) EUR   100,00 105 221  
TriStone Flowtech Spain SAU, Tarazona/ Spanien (2) EUR   100,00 1.758 -1.002  
TriStone Flowtech Soltutions SNC, Carquefou/ Frankreich (2) EUR   100,00 -1.032 53  
TriStone Flowtech Mexico S. de R.L. de C.V. (8) EUR   100,00 - -  
baikap Holding 130810 GmbH, München (1) EUR 100,00   23 -2  
baikap Holding 140810 GmbH, München (1) EUR 100,00   23 -2  
baikap Holding 150911 GmbH, München (1) EUR 100,00   24 -1  
baikap Holding 160911 GmbH, München (1) PUR 100,00   24 -1  

(1) Ungeprüfter Jahresabschluss zum 31.12.2011 nach HGB
(2) Geprüfter Jahresabschluss nach lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen zum 31.12.2010
(3) Geprüfter Jahresabschluss zum 31.12.2008 nach HGB
(4) nicht konsolidiert § 296 HGB
(5) Gesellschaft befindet sich in Abwicklung
(6) Gesellschaft wurde in 2011 endkonsolidiert
(7) Ungeprüfter Jahresabschluss nach lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen zum 31.12.2010
(8) Neugründung in 2011; es liegen noch keine Jahresabschlüsse vor
(9) Ungeprüfter Jahresabschluss nach US-GAAP zum 31.12.2010

Konzernverhältnisse

Die BAVARIA wird in den Konzernabschluss der AS Beteiligungen und Vermögensverwaltung GmbH (zuvor: AS Vermögensverwaltung GmbH), Gräfelfing, einbezogen. Der Konzernabschluss kann im elektronischen Bundesanzeiger eingesehen werden.

Gewinnausschüttung/ Dividendenvorschlag

In 2011 wurde von der Hauptversammlung beschlossen, dass die BAVARIA Industriekapital AG keine Dividende ausschüttet.

Vorstand und Aufsichtsrat der BAVARIA Industriekapital AG werden den Aktionären auf der Hauptversammlung der Gesellschaft vorschlagen, aus dem Bilanzgewinn von EUR 15.024.361,11 nur die gesetzliche Mindestdividende von EUR 0,04 je Aktie auszuschütten, um der gestiegenen Investitionstätigkeit Rechnung zu tragen, und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

 

München, den 26. März 2012

Reimar Scholz, Vorstand

Harald Ender, Vorstand

Konzernkapitalflussrechnung Für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2011

  2011 2010
  TEUR TEUR
Konzernergebnis vor außerordentlichen Posten 9.705 -186
Nicht zahlungswirksame außerordentliche Posten 0 -4.639
Ergebnisanteile von Minderheitsgesellschaftern ohne auszahlungswirksame Anteile -292 0
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 22.633 23.021
Gewinne und Verluste aus Verkäufen von Gegenständen des Anlagevermögens 252 -215
Zuschreibungen auf das Sachanlagevermögen 0 -929
Veränderung der Rückstellungen -10.930 -6.702
Auflösungen von Unterschiedsbeträgen aus der Kapitalkonsolidierung -17.759 -18.419
Gewinne und Verluste aus Endkonsolidierung -31.592 3.220
Sonstige zahlungsunwirksame Veränderungen -63 0
Brutto Cashflow -28.046 -4.849
Veränderung der Vorräte 15.036 -33.673
Veränderung der Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und übrigen Aktiva 14.474 -15.591
Veränderung der Verbindlichkeiten und übrige Passiva 14.149 27.689
Aus-/ Einzahlung aus außerordentlichen Posten 0 0
Einzahlungen aus außerordentliche Posten 0 4.032
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 15.613 -22.392
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -24.700 -18.491
Währungsdifferenzen im Sachanlagevermögen 2.323 -717
Einzahlungen aus dem Abgang von Gegenständen des Sachanlagevermögens 6.648 825
Einzahlungen aus dem Abgang von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 0 0
Auszahlungen für den Erwerb konsolidierter Unternehmen 0 -15.306
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -1.985 -232
Cashflow aus Investitionstätigkeit -17.714 -33.921
Auszahlungen für den Erwerb eigener Aktien -2.518 -503
Ausschüttungen an Anteilseigner 0 -7.717
Ausschüttungen an Minderheitsgesellschafter 0 -60
Verpfändung von Finanzmitteln -3.900 500
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 0 43.138
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten 2.796 0
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -3.622 35.358
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands -5.723 -20.955
Zahlungsmitteländerungen aus Konsolidierungskreisänderungen -5.033 -258
Währungsdifferenzen -2.788 1-544
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 55.874 75.543
Finanzmittelbestand zum 31. Dezember 42.330 55.874
     
Zusammensetzung des Finanzmittelbestands 31.12.2010 31.12.2010
  TEUR TEUR
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 45.569 55.966
abzgl. mit Pfandrechten Dritter behaftete Guthaben -3.900 -162
kurzfristige Wertpapiere des Umlaufvermögens ohne eigene Anteile 661 70
  42.330 55.874

Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2011

TEUR Aktienzahl im Umlauf Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage
31. Dezember 2009 6.394.500 6.395 8.605 1.832
Jahresfehlbetrag 31.12.2010        
Dividendenausschüttungen        
Verrechnung der in Vorjahren erworbenen eigene Anteile   -194   -1.632
Einstellung in die Rücklage wegen eigener Anteile        
Erwerb eigener Anteile   -44   43
Fremdwährungsdifferenzen        
Anteile andere Gesellschafter        
31. Dezember 2010 6.394.500 6.157 8.605 243
Jahresüberschuss 31.12.2011        
Einsteilung in die Rücklage wegen eigener Anteile       188
Erwerb eigener Anteile   -188    
Fremdwährungsdifferenzen        
Anteile andere Gesellschafter        
31. Dezember 2011 6.394.500 5.969 8.605 431
TEUR Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung Ausgleichsposten für Anteile anderer Ges. Konzern gewinn Konzerneigenkapital
31. Dezember 2009 1.020 1.293 24.375 43.520
Jahresfehlbetrag 31.12.2010     -793 -793
Dividendenausschüttungen     -7.717 -7.717
Verrechnung der in Vorjahren erworbenen eigene Anteile     194 -1.632
Einstellung in die Rücklage wegen eigener Anteile     -237 -237
Erwerb eigener Anteile     -460 -461
Fremdwährungsdifferenzen 1.529     1.529
Anteile andere Gesellschafter   72 -132 -60
31. Dezember 2010 2.549 1.365 15.230 34.149
Jahresüberschuss 31.12.2011     2.435 2.435
Einsteilung in die Rücklage wegen eigener Anteile       188
Erwerb eigener Anteile     -7518 -2.706
Fremdwährungsdifferenzen -5.010     -5.010
Anteile andere Gesellschafter   -292 -123 -415
31. Dezember 2011 -2.461 1.073 15.024 28.641

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der BAVARIA Industriekapital AG, München, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzerngewinn- und Verlustrechnung, Konzernkapitalflussrechnung, Konzerneigenkapitalspiegel sowie Konzernanhang - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 27. März 2012

RP RICHTER GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stahl, Wirtschaftsprüfer

Costa, Wirtschaftsprüfer