BAVARIA Industriekapital AGMünchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012Inhaltsverzeichnis Rahmenbedingungen und Geschäft
Beteiligungsportfolio
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns Abhängigkeit Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Sonstige Angaben Ausblick Rahmenbedingungen und Geschäft1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Markt Das industrielle Wachstum im Euroraum war in 2012 mit -0,4% negativ. Das Wachstum in Deutschland verlangsamte sich. Es lag laut IWF im Jahresdurchschnitt bei 0,9% in 2012 gegenüber 3,1% im Vorjahr. 2. BAVARIA Geschäftsmodell Das Geschäftsmodell der BAVARIA umfasst den Erwerb, die Restrukturierung und die Sanierung sowie das Halten von Beteiligungen. Hierbei arbeiten wir mit eigenen Mitarbeitern in der Holding und Zeitkräften, die zur Unterstützung des jeweiligen Managements bereitstehen. Wir überprüfen regelmäßig unsere Akquisitionskriterien. Wir konzentrieren uns derzeit auf:
3. Geschäftsentwicklung der Gesellschaft Die BAVARIA Industriekapital AG ist die Muttergesellschaft des BAVARIA Konzerns: sie ist direkt oder indirekt an allen Aktivitäten des BAVARIA Konzerns beteiligt. Im Geschäftsjahr 2012 war die BAVARIA Industriekapital AG - wie bereits im Vorjahr ausschließlich mit Eigenkapital finanziert. Das Eigenkapital der Gesellschaft stieg im Berichtsjahr von EUR 25,4 Mio. im Vorjahr auf EUR 34,5 Mio. zum 31. Dezember 2012. Zur Messung des Erfolgs unserer Aktivitäten können wir die Veränderung des Finanzmittelbestands der BAVARIA Industriekapital AG heranziehen. Dadurch ergibt sich folgendes Bild: Veränderung Finanzmittelbestand der BAVARIA Industriekapital AG 2012 in EUR Mio.
Der Finanzmittelbestand umfasst die liquiden Mittel sowie kurzfristig veräußerbare Wertpapiere des Umlaufvermögens mit Ausnahme der eigenen Anteile. Im Jahr 2012 flossen der Holding EUR 1,3 Mio. zu. Durch Rückführung von Ausleihungen an verbundene Unternehmen flossen der Holding EUR 2,1 Mio. zu, für Aktienrückkäufe wurden EUR 1,9 Mio. ausgezahlt sodass sich die Liquidität im Saldo um EUR 1,5 Mio. erhöhte. Entwicklung des Beteiligungsportfolios Im Jahr 2012 wurden insgesamt 5 Gesellschaften neu erworben und drei endkonsolidiert. Dividenden und Aktienrückkäufe der BAVARIA Industriekapital AG Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 ist für das Geschäftsjahr 2011 keine Dividenden ausgeschüttet worden. Die Gesamtzahl gehaltener eigener Aktien beläuft sich zum 31. Dezember 2012 auf 153.214 Stück. Es wurden 143.214 Aktien zu einem durchschnittlichen Kurs von EUR 11,91 erworben. Der Jahresendkurs lag bei EUR 12,40. BeteiligungsportfolioHauptergebnisträger in 2012 war wie in dem Vorjahr der Bereich Serie/Automotive mit einem Nettoergebnis von EUR 38,0 Mio.; korrigiert um den passiven Unterschiedsbetrag von EUR 26,4 Mio. betrug das operative Nettoergebnis EUR 11,6 Mio. 1. Serie/Automotive Das Segment Serie/Automotive erzielte 2012 mit EUR 467,6 Mio. (Vj. EUR 480,6 Mio.) rund 68 % (Vj. 64 %) der Umsatzerlöse des BAVARIA Konzerns. Das Nettoergebnis erhöhte sich im gleichen Zeitraum von EUR 2,4 Mio. auf EUR 11,6 Mio. Branchenentwicklung Die Marktentwicklung fiel besonders im ersten Quartal 2012 sehr positiv aus, trübte sich allerdings im weiteren Verlauf des Jahres deutlich ein und stabilisierte sich seitdem auf deutlich niedrigem Niveau ab dem vierten Quartal. Segmentumsatz und -ergebnis Im Geschäftsjahr kamen zwei neue Beteiligungen hinzu: CARBODY S.A.S., Witry-les-Reims (29.02.2012) und vosla GmbH, Plauen (03.09.2012). Diese beiden Gesellschaften trugen in 2012 in Summe EUR 53,1 Mio. zum Umsatz und EUR -0,7 Mio. zum operativen Nettoergebnis bei. Ohne den Beitrag dieser beiden Gesellschaften betrug das operative Nettoergebnis EUR 12,3 Mio. in 2012 - ein Zuwachs von 413,1 % zum Vorjahr. Die beiden größten Beteiligungen K + S Gruppe und TriStone Gruppe trugen dabei in 2012 EUR 368,1 Mio. zum Umsatz und EUR 16,1 Mio. zum operativen Nettoergebnis bei. Insgesamt wiesen diese beiden Gesellschaften zusammen eine Nettoliquidität von EUR -1,9 Mio. auf - d.h. waren im Saldo annähernd frei von Finanzverbindlichkeiten. Weitere Kennzahlen zur Segmententwicklung und Details zu den Endkonsolidierungen können dem Konzernanhang entnommen werden. Investitionen, Abschreibungen, Mitarbeiterentwicklung Im vergangenen Geschäftsjahr haben die Gesellschaften rund EUR 22,3 Mio. (Vj. EUR 20,0 Mio.) investiert. Damit lagen die Investitionen wiederum deutlich über den Abschreibungen von EUR 16,6 Mio. (Vj. EUR 17,5 Mio.). Investitionen wurden sorgfältig beurteilt und kritisch hinterfragt. TriStone konnte durch die Eröffnung eines zusätzlichen Produktionsstandortes in China weiterhin zulegen. Der im Vorjahr neu eröffnete Produktionsstandort in Mexico hat sich sehr zu unserer Zufriedenheit entwickelt. Das Timing der Geschäftsleitung war glücklich, da wir überdurchschnittlich von der Markterholung in den USA profitieren konnten. Die Mitarbeiterzahl im Segment lag zum Bilanzstichtag bei 4.313 (Vj 3.744), der Anstieg beruhte im Wesentlichen auf der neu erfolgten Konsolidierung der CARBODY Gruppe und der vosla GmbH. Ausblick für 2013 und Folgejahre Im laufenden Jahr wählten wir den Schritt der Veräußerung der K + S Gruppe um unser Klumpenrisiko zu reduzieren. Im Vergleich zur TriStone Gruppe wäre eine Expansion hier auch mit einem deutlich höheren Mittelaufwand verbunden. Die Nachfragesituation im Bereich Automotive in Europa sehen wir weiterhin als sehr kritisch an. Wachstumsimpulse kommen nur durch verstärkte Exporte nach Übersee, sowie Marktanteilsgewinne durch verstärkte Vertriebstätigkeit zustande. Bezogen auf 2012 haben sich unsere Erwartungen weitgehend erfüllt. Portfoliofirmen Zum 31. Dezember 2012 sind folgende sechs Beteiligungen dem Segment Serie/Automotive zugeordnet:
2. Anlagenbau Das Segment Anlagenbau erzielte 2012 mit EUR 44,8 Mio. (Vj. EUR 124,3 Mio.) rund 7 % (Vj. 17 %) der Umsatzerlöse des BAVARIA Konzerns. Das Nettoergebnis betrug in 2012 0,5 Mio. (Vorjahr -25,9 Mio.). Im Geschäftsjahr 2012 gab es keine Zu- oder Abgänge. Branchenentwicklung Der Maschinen- und Anlagenbau legte in 2012 nicht mehr im gleichen Umfang zu wie im Vorjahr. Segmentumsatz und -ergebnis Das Nettoergebnis der deutschen Beteiligungen L & E GmbH, Hering Wärmetauscher AG und R+E Automationstechnik fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von EUR 1,0 Mio. auf EUR 0,5 Mio. Entsprechende Konsequenzen im Management wurden bereits ergriffen. Investitionen, Abschreibungen, Mitarbeiterentwicklung Der Anlagenbau ist typischerweise nicht sehr investitionsintensiv. Bilanziell spielt der Aufbau von unfertigen Leistungen eine wesentlich größere Rolle, als Investitionen in das niedrige Anlagevermögen. Die Investitionen in diesem Segment lagen demnach bei lediglich EUR 0,5 Mio. Die Abschreibungen lagen bei EUR 0,4 Mio. Die Mitarbeiterzahl betrug nahezu unverändert 252 (Vorjahr 251). Ausblick für 2013 und Folgejahre Anfang 2013 verkauften wir die R + E Automationstechnik an einen chinesischen Hersteller. Bezogen auf 2012 haben sich unsere Erwartungen weitgehend erfüllt. Portfoliofirmen Zum 31. Dezember 2012 sind folgende Gesellschaften dem Segment Anlagenbau zugeordnet:
3. Business Services Das Segment Business Services erzielte 2012 mit EUR 174,0 Mio. (Vj. EUR 145,0 Mio.) 25 % (Vj. 19 %) der Umsatzerlöse des BAVARIA Konzerns. Der Nettoverlust reduzierte sich von EUR -17,1 Mio. auf EUR -7,0 Mio. Neu hinzugekommen sind mit der Griset S.A.S. (Februar 2012), Technology Luminaires S.A.S. (März 2012) und Portalex Aluminio SA (September 2012) drei Gesellschaften. Ohne diese Neuzugänge hätte der Umsatz EUR 62,1 Mio. und das Nettoergebnis EUR -28,5 Mio. betragen. Branchenentwicklung Eine generelle Aussage zur Branchenentwicklung des Bereichs Business Services ist wegen seiner heterogenen Zusammensetzung nur eingeschränkt möglich. Grundsätzlich war die Entwicklung jedoch von erheblichem Kostendruck und der begrenzten Möglichkeit der Portfoliounternehmen geprägt, diesen Druck wegen der individuell unterschiedlichen Wettbewerbssituation am Beschaffungs- und Absatzmarkt weiterzugeben. Segmentumsatz und -ergebnis In 2012 wurden die Gesellschaften der Inasa-Gruppe endkonsolidiert. Der Umsatz- und Ergebnisanteil (einschließlich Endkonsolidierungserlösen) innerhalb des Segments beträgt in 2012 noch 36% bzw. 14%. Investitionen, Abschreibungen, Mitarbeiterentwicklung Die Investitionen betrugen in 2012 EUR 6,2 Mio. (Vorjahr EUR 5,2 Mio.). Die Mitarbeiterzahl hat sich im Jahresdurchschnitt primär aufgrund der Erstkonsolidierungen von 292 auf 532 Beschäftigte erhöht. Ausblick für 2013 und Folgejahre Die wesentliche Herausforderung für den Bereich Business Services besteht in der Neugewinnung von Kunden. Da diese Unternehmen naturgemäß einen hohen Anteil fixer Kosten haben, steht und fällt die Profitabilität mit der Auslastung der Werke. Generell ist die Auslastung aufgrund der vorhandenen Überkapazitäten in diesen Branchen ungenügend. Bezogen auf 2012 haben sich unsere Erwartungen in dem Segment nicht erfüllt. Portfoliofirmen Zum 31. Dezember 2012 waren folgende drei Gesellschaften dem Segment Business Services zugeordnet. a) GRISET S.A.S.
GRISET S.A.S. mit Niederlassungen in Frankreich und Malaysia zählt zu den führenden europäischen Herstellern von gehämmerten und gefrästen Stufenbändern aus Kupfer-, Kupferlegierungen, Bronze, Messing und Aluminium. Eingesetzt werden diese qualitativ hochwertigen Stufenbänder beispielsweise bei der Fertigung von Leistungstransistoren und anderen elektronischen Bauelementen. Pro Jahr produziert GRISET rund 16.000 Tonnen Walzprodukte. b) Technology Luminaires S.A.S.
Technology Luminaires, früher ein Leuchten-Produktionsstandort von Philips, wurde 1963 in Nevers, in Zentralfrankreich, 250 km südlich von Paris, gegründet. Diese Hochleistungs-Produktionseinrichtung, die nach ISO 9001, 14001 und OHSAS zertifiziert ist, stellt Leuchten in Leuchtstoff- und LED-Technik für den professionellen Innenbeleuchtungs-Markt her. c) Portalex Aluminio S.A.
Portalex Aluminio S.A. ist ein portugiesisches Aluminium-Strangguss-Unternehmen in Cacém, nahe Lissabon. Das Unternehmen besteht seit 1971 und ist seit den letzten 40 Jahren mit umfangreichen technischen Möglichkeiten in den Bereichen Aluminium-Strangguss und Oberflächenbehandlung von Aluminiumprofilen der Marktführer im lokalen Marktsegment der Strangguss-Aluminiumprofilen. Die gefertigten Produkte sind nach ISO 9001, 14001, 18001, Qualicoat und Qualanod zertifiziert. Inasa SA wurde in 2012 endkonsolidiert und befindet sich gegenwärtig in der Liquidation. Noch ist unklar, ob mit positiven Veräußerungsgewinnen gerechnet werden kann. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des KonzernsBilanzrelationen Die Bilanzsumme des BAVARIA Konzerns beläuft sich zum 31. Dezember 2012 auf EUR 357,3 Mio. Dies entspricht einer Zunahme von 10,5 %. Die Veränderung der Bilanzsumme ist in erster Linie auf die Endkonsolidierungen des Berichtsjahrs zurückzuführen. Aktivseite Das Anlagevermögen entspricht mit EUR 115,1 Mio. (Vj. EUR 106,0 Mio.) etwa 32,2 % der Bilanzsumme (Vorjahr 32,8 %). Davon beträgt das Sachanlagevermögen 92,8 % (EUR 106,8 Mio.), im Vorjahr waren es 90,3 % (EUR 95,7 Mio.). Die kurzfristigen Vermögenswerte - mit Ausnahme der liquiden Mittel - betragen EUR 196,6 Mio. oder 55,0 % der Bilanzsumme (Vj. EUR 170,6 Mio. bzw. 52,8% der Bilanzsumme). Darin enthalten ist ein Vorratsvermögen in Höhe von EUR 86,9 Mio. (Vj. EUR 69,9 Mio.). Die Zunahme ist primär bedingt durch Änderungen des Konsolidierungskreises. Die liquiden Mittel (ohne Wertpapiere) betragen zum 31. Dezember 2012 EUR 44,0 Mio. (Vj. EUR 45,6 Mio.). Passivseite Das Eigenkapital einschließlich des Unterschiedsbetrages aus der Kapitalkonsolidierung stieg im Konzern von EUR 91,2 Mio. auf EUR 116,0 Mio.; damit erhöhte sich die wirtschaftliche Konzerneigenkapitalquote leicht auf 32,5 % (Vj. 28,2%). Die passiven Unterschiedsbeträge stellen hierbei zukünftige Erträge dar, die auf defizitäre Tochtergesellschaften entfallen, jedoch aus Vorsichtsgründen noch nicht erfolgswirksam vereinnahmt wurden. Die Rückstellungen stiegen im Jahresvergleich von EUR 98,4 Mio. auf EUR 100,3 Mio. Davon betrugen die Pensionsrückstellungen zum 31. Dezember 2012 EUR 59,8 Mio. (Vj. EUR 56,1 Mio.). Die Verbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum Vorjahr von EUR 131,5 Mio. auf EUR 138,3 Mio. gesteigert, was hauptsächlich auf die erfolgten Erstkonsolidierungen zurückzuführen ist. Die Finanzierung erfolgt in erster Linie extern sowie konzerninterner Darlehensvergabe. Detaillierte Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung sowie zu Mitarbeiterzahlen des BAVARIA Konzerns befinden sich im Anhang. Ertragslage Der Umsatz des BAVARIA Konzerns fiel im Geschäftsjahr 2012 auf EUR 686,4 Mio. nach EUR 749,9 Mio. im Vorjahr. Hauptumsatzträger waren die K + S Gruppe mit EUR 199,4 Mio. und die TriStone Gruppe mit EUR 168,7 Mio. Auf die endkonsolidierten Beteiligungen entfällt bis zum Zeitpunkt ihres Ausscheidens ein Umsatz von EUR 62,1 Mio. Maßgeblich für den Zeitpunkt der Endkonsolidierung ist der Kontrollverlust, der mit dem Verkauf oder der Insolvenz der Beteiligung einhergeht. Die Umsätze und Ergebnisse der Beteiligungen gehen bis zum Zeitpunkt der Endkonsolidierung in den Konzernabschluss der BAVARIA ein und finden somit nur anteilige Berücksichtigung. Der Jahresüberschuss betrug 2012 im Konzern EUR 55,7 Mio. im Vergleich zu EUR 2,4 Mio. im Vorjahr. Der Konzernjahresüberschuss wurde in beiden Berichtsperioden durch folgende wesentliche Konsolidierungseffekte beeinflusst:
Im Hinblick auf die gesamte Entwicklung der aktiven und passiven Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung und der Endkonsolidierungserlöse verweisen wir auf den Anhang. AbhängigkeitDie BAVARIA Industriekapital AG befindet sich im Mehrheitsbesitz der AS Beteiligung und Vermögensverwaltung. Wir haben deshalb den nach § 312 AktG notwendigen Bericht über die Beziehung zu verbundenen Unternehmen erstellt. Dieser schließt mit folgender Feststellung: „Zusammengefasst erklären wir hiermit, dass die BAVARIA Industriekapital AG und ihre Tochtergesellschaften nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielten." Ereignisse nach dem BilanzstichtagAnfang 2013 verkaufte die BAVARIA Industriekapital AG ihre Beteiligung an der R+E Automatisierungstechnik GmbH. Mit Vertragsunterzeichnung am 15.02.2013 verkaufte die BAVARIA Industriekapital AG die Kienle und Spiess Gruppe. Die BAVARIA Industriekapital AG übernahm zum 05.03.2013 den französischen Hersteller von Feuerlöschfahrzeugen SIDES mit Sitz in Saint-Nazaire. Chancen und Risiken der künftigen EntwicklungDie künftige Geschäftsentwicklung des BAVARIA Konzerns ist mit Chancen und Risiken verbunden, die mit dem Geschäftsmodell des BAVARIA Konzerns zusammenhängen. Das Risikomanagement des BAVARIA Konzerns ist darauf fokussiert, Risiken zu minimieren und mögliche Erträge mit dem damit verbundenen Risiko abzuschätzen. Da wir grundsätzlich keine Gewinnabführungsverträge schließen und nur in geringem Umfang Garantien oder Bürgschaften für Tochterunternehmen geben, führen Verluste oder Abschreibungen in einzelnen Tochtergesellschaften in der Regel nicht zu negativen finanziellen Konsequenzen auf der Holdingebene. Um Krisen in den Beteiligungen der BAVARIA zu erkennen, werden monatlich wesentliche Kennziffern der Beteiligungen abgefragt und beurteilt. Chancen und Risiken des Erwerbs von Unternehmen Durch das spezialisierte Akquisitions-Team der BAVARIA, das über jahrelange Erfahrungen und ausgeprägte Netzwerke beim Erwerb von Unternehmen in Umbruchsituationen verfügt, ergeben sich große unternehmerische Chancen für BAVARIA. Die Attraktivität des Marktsegments "Unternehmen mit Verbesserungspotenzialen" führt zwar zu verstärktem Wettbewerb, der BAVARIA Konzern setzt jedoch auf seine Glaubwürdigkeit als erfahrener und erfolgreicher Sanierungsprofi gegenüber wirtschaftlich und rechtlich häufig weniger erfahrenen Konkurrenten. Im Zusammenhang mit einem gescheiterten Unternehmenserwerb wurde im März 2011 eine französische Tochtergesellschaft auf Schadensersatz verklagt. Aktuell geht der Vorstand jedoch davon aus, dass sich aus der Klage keine wesentlichen Risiken ergeben werden. Chancen und Risiken der Sanierung von Unternehmen BAVARIA kann im Einzelfall Beteiligungen erwerben, deren Restrukturierung sich als schwieriger gestaltet als angenommen. Dadurch kann eine Insolvenz aufgrund der schwierigen Ausgangslage und der schnellen Kaufentscheidung im Einzelfall nicht ausgeschlossen werden. Im Falle des Fehlschlagens einer Sanierung besteht das Risiko des Verlustes der eingesetzten Mittel und Leistungen, d. h. insbesondere des gezahlten Kaufpreises und eventuell bestehender Restforderungen. Mengen- und Preisschwankungen auf den Kapital- und Rohstoffmärkten können sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaften des BAVARIA Konzerns auswirken. Diesen Risiken begegnet der BAVARIA Konzern auf individueller Unternehmensbasis durch kontinuierliche Überwachung von Indikatoren, um frühzeitig gegensteuern zu können. Der Vorstand der BAVARIA ist in engem Kontakt mit der Geschäftsführung der einzelnen Portfoliounternehmen, erhält eine monatliche Berichterstattung und ist bei vielen Unternehmen zudem im Aufsichtsrat oder Beirat vertreten. Es besteht dennoch das Risiko, dass das Management-Informationssystem notwendige Informationen nicht, zu spät oder falsch liefert und dadurch Fehlentscheidungen getroffen werden. Obwohl sich die Beteiligungen des BAVARIA Konzerns in verschiedenen Geschäftsfeldern bewegen und somit eine Risikostreuung erreicht wird, können Konjunkturschwächen negative Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BAVARIA Konzerns haben. Ausfallrisiko auf Ebene der BAVARIA Industriekapital AG Ein fester Bestandteil der Anlagestrategie der BAVARIA ist es, die Verlustrisiken vertraglich so weit wie möglich zu begrenzen. So werden beispielsweise grundsätzlich keine Ergebnisabführungsverträge im Konzern abgeschlossen. Der Vorstand der BAVARIA wird auch weiterhin nur in Ausnahmefällen und nur in sehr eingeschränktem Umfang Haftungsverhältnisse gegenüber den Beteiligungen eingehen. Das Hauptrisiko der BAVARIA besteht in der Quantifizierung des individuellen Sanierungsaufwands eines Unternehmens und einer daraus resultierenden möglichen Insolvenz einer Beteiligung. Dieses Risiko wird kontinuierlich überwacht. Personalrisiko Der Erwerb, die Sanierung und der Verkauf von Unternehmen erfordern von den handelnden Personen einen hohen Grad an fachlicher Kompetenz und Managementerfahrung. Die BAVARIA muss im Rahmen ihres Geschäftsmodells sicherstellen, dass ausreichend qualifiziertes Personal zur Verfügung steht. Aufgrund unserer nachgewiesenen Sanierungserfolge erhalten wir in der Regel zahlreiche und hoch qualifizierte Bewerbungen auf ausgeschriebene Stellen. Durch unser Konzept der sorgfältigen Personalauswahl, große Eigenständigkeit der eingesetzten Restrukturierungsmanager und eine leistungsbezogene Vergütung ist der BAVARIA Konzern ein attraktiver Arbeitgeber. Durch den Einsatz kompetenter Manager ergeben sich somit große Chancen des BAVARIA Geschäftsmodells. Auch auf der Ebene der BAVARIA Industriekapital AG ergeben sich Risiken aus der Abhängigkeit von einzelnen Führungskräften. Die BAVARIA Industriekapital AG vergrößert kontinuierlich ihr Management-Team, um diesen Risiken entgegenzuwirken. Finanz-, Zins- und Währungsrisiken Das Management sieht die weitere Entwicklung des BAVARIA Konzerns in nicht geringem Maße abhängig von Währungs-, Zins- sowie Finanzierungsrisiken, die einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BAVARIA Konzerns haben können. Die Gesellschaften des BAVARIA Konzerns sind sowohl beschaffungs- als auch absatzseitig immer mehr außerhalb des Euro-Raums tätig. Das Wechselkursrisiko wird deshalb als nicht unerheblich eingeschätzt. Den entstehenden Risiken begegnen die Gesellschaften des BAVARIA Konzerns mit der fallweisen Absicherung durch Devisentermingeschäfte oder geeignete Optionsgeschäfte. Der Konzern beteiligt sich jedoch ausdrücklich nicht an Spekulationsgeschäften. Vor dem Hintergrund der immer noch zurückhaltenden Kreditvergabe durch die Kreditinstitute könnte sich die Refinanzierung für einige Beteiligungsunternehmen schwierig gestalten. Das Risiko einer möglichen Zinssteigerung oder zögerlichen Kreditvergabe kann somit nicht unerhebliche Auswirkungen auf die Finanzlage der Beteiligungsgesellschaften und damit indirekt auch auf die BAVARIA Industriekapital AG haben. Steigende Zinsen erhöhen die Finanzierungskosten der Beteiligungen, was deren Sanierung, die Ausschüttungsfähigkeit und auch die Veräußerungsmöglichkeiten nachteilig beeinflussen können. Steuerliche Risiken Aus dem Geschäftsmodell der BAVARIA resultieren steuerliche Risiken, die wir permanent überwachen. Wegen der grundsätzlichen Freistellung von Beteiligungserträgen aus Kapitalgesellschaften verfügt die BAVARIA über eine niedrige Steuerquote. Wir gehen dabei von der Anwendbarkeit des § 8b KStG auf die BAVARIA aus. Risikomanagementsystem Der Vorstand der BAVARIA hat ein Risikofrüherkennungssystem installiert, damit den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig erkannt werden. Der Risikobericht wird halbjährlich aktualisiert. Tochtergesellschaften sind in das formale Risikomanagement nicht einbezogen. Sonstige AngabenDie BAVARIA Industriekapital AG klagt gegen einen amtierenden und einen ehemaligen Vorstand auf Schadensersatz. AusblickGesamtwirtschaft Der IWF geht in seiner Prognose für die deutsche Wirtschaft von 0,6 Prozent Wachstum in 2013 aus. Der Weltkonjunktur sagt der IWF 2013 ein Plus von 2,9 Prozent voraus. Für kommendes Jahr rechnet der Fonds mit einem globalen Wachstum von 3,5 Prozent. In der Euro Zone soll die Wirtschaft 2013 um 0,-0,2 Prozent schrumpfen - womit die Depression des Jahres 2012 noch nicht vollständig überwunden wäre - für 2014 wird ein Plus von 1,0 Prozent erwartet. BAVARIA Industriekapital AG Die zukünftige Entwicklung der BAVARIA Industriekapital AG ist einerseits abhängig von der Entwicklung der bestehenden Portfoliogesellschaften und wird andererseits stark beeinflusst von Akquisitionen und Verkäufen von Unternehmen. Die BAVARIA Industriekapital AG ist mit ihrem bestehenden Beteiligungsportfolio erfolgreich in das Jahr 2013 gestartet. Bezüglich der voraussichtlichen Entwicklung der einzelnen Segmente verweisen wir auf den Abschnitt „Beteiligungsportfolio". Im Jahr 2013 rechnen wir - getrieben von einem allmählichen Überwinden der Euro Schuldenkriese - mit einer leichten Nachfragebelebung gegenüber Vorjahr. Wir werden daher den Fokus weiterhin auf eine effiziente Bewältigung der Aufträge legen. Chancen sehen wir gleichzeitig in der Gewinnung von Marktanteilen, beispielsweise durch Erschließen neuer Kundensegmente. Investitionen werden intensiv geprüft und nur in Abhängigkeit zu ihrem absehbaren Nutzen freigegeben werden. Höhere Prozessrisiken können wir nicht ausschließen. Neuerwerbungen dürften für die BAVARIA trotz des zunehmenden Wettbewerbs gerade im deutschsprachigen Raum aufgrund unseres Rufs und der Erfolge bei der Sanierung weiterhin eine wichtige Quelle unseres Wachstums sein. Das bedeutet, dass wir weiterhin für das Jahr 2012 und darüber hinaus drei bis vier Neuerwerbungen pro Jahr anstreben, sofern sich die Unternehmensbewertungen in einem realistischen Rahmen bewegen. Bei Akquisitionen werden wir uns qualitativ sowie größenmäßig nach oben orientieren. Dabei denken wir neben unserem traditionellen Geschäftsfeld der Übernahme von Unternehmen mit Verbesserungspotenzialen (EBIT Marge unter 3 %) auch weiterhin daran, verstärkt durch ergänzende Akquisitionen bei bestehenden Beteiligungen zu wachsen. Westeuropa bleibt für die BAVARIA ein wichtiger und interessanter Wachstumsmarkt. Die Akzeptanz, die wir gerade in schwierigen Fragen des Mitarbeiterabbaus bei den Gewerkschaften und Betriebsräten gefunden haben, trägt neben der Börsennotierung dazu bei, dass wir in der Lage sein werden, von den sich vermehrt bietenden Kaufgelegenheiten zu profitieren. Die BAVARIA sieht sich nach wie vor in der Lage, das bestehende Beteiligungsportfolio mittel- bis langfristig zu halten. Derzeit ist nicht abschätzbar, wann es zu weiteren erfolgreichen Veräußerungen aus dem Portfolio kommen wird. Eine konkrete Prognose zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist vor diesem Hintergrund nicht möglich. Auf Grund des bestehenden Portfolios geht der Vorstand für dieses Jahr und die kommenden Jahre von einer positiven Entwicklung bezüglich Ergebnis und Eigenkapital der BAVARIA Industriekapital AG aus. Die Voraussetzungen dafür sind gegeben.
München, den 15. April 2013 Reimar Scholz, Vorstand Harald Ender, Vorstand Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2012AKTIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012
Konzern-Anhang für das Geschäftsjahr 2012I. BAVARIA Industriekapital AG - KurzprofilDie BAVARIA Industriekapital AG (BAVARIA) wurde am 3. April 2002 gegründet. Sie hat ihren Sitz in München und ist dort beim Amtsgericht im Handelsregister, Abteilung B, seit 8. August 2002 unter der Nummer 143 858 eingetragen. Die Notierungsaufnahme der Aktien der Gesellschaft (ISIN DE0002605557) im Entry Standard (Open Market) der Frankfurter Wertpapierbörse erfolgte am 26. Januar 2006. Die BAVARIA ist eine industrielle Holding, die Unternehmen übernimmt und das Ergebnis durch aktives Management steigert. Das Geschäftsmodell umfasst den Erwerb und die Ertragsverbesserung von Beteiligungen. Die BAVARIA beschränkt sich somit nicht - anders als bei klassischen Beteiligungsgesellschaften - auf das bloße Halten und Verwalten von Beteiligungen. Im Dreiklang strebt die BAVARIA die Senkung der Kosten, die Erschließung neuer Umsatzpotenziale und die weitgehende Erhaltung der Arbeitsplätze an. Sie setzt auf die Initiative der Belegschaft, die Innovationskraft des Unternehmens zu steigern und alle Formen der Verschwendung - z. B. durch Ausschussraten oder unnötige Wartezeiten in der Fertigung - zu vermeiden. Denn nur nachhaltig profitable Unternehmen bieten sichere Arbeitsplätze. Zur Ergebnissteigerung arbeitet die Gesellschaft mit einem eigenen Spezialistenteam, das zur Unterstützung des jeweiligen Managements bereitsteht. II. KonsolidierungskreisDer Konzernabschluss umfasst neben der BAVARIA als Muttergesellschaft die verbundenen Unternehmen, bei denen der BAVARIA direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte zusteht bzw. bei denen in anderer Weise die einheitliche Leitung ausgeübt wird, sofern nicht besondere Ausschlussgründe vorliegen. Die in den Konsolidierungskreis der BAVARIA einbezogenen Unternehmen sind gesondert in der 'Aufstellung des Anteilsbesitzes' im Anhang dargestellt. Insgesamt siebzehn Gesellschaften wurden durch Inanspruchnahme des Wahlrechts nach § 296 Abs. 1, 2 HGB nicht in die Konsolidierung einbezogen. Die folgenden Gesellschaften wurden wegen Ihrer untergeordneten Bedeutung gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen: CARBODY Otomotiv Izolasyon Sistemleri Ticaret Limited Sirketi, Istanbul, Türkei CARBODY Deutschland GmbH, München Weiterhin wurden folgende Gesellschaften gemäß § 296 Abs. 1 Nr. 1 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, weil die Gesellschaften einen Insolvenzeröffnungsantrag gestellt haben oder über deren Vermögen das Insolvenzverfahren bereits eröffnet wurde: SwissTex Winterthur AG, Winterthur, Schweiz Elfotec AG, Mönchaltdorf, Schweiz (in Abwicklung) Elfotec Ltd., Annacotty, Irland (in Abwicklung) Fonderie Aluminium de Cléon SAS, Cléon, Frankreich Xenterio GmbH, Offenburg FARAL S.p.A., Modena, Italien FARAL France SAS, Carmaux, Frankreich Hunsfos Fabrikker AS, Vennesla, Norwegen OSNY Pharma SAS, Osny, Frankreich OSNY Pharma Holding SAS, Osny, Frankreich SwissTex France SAS, Valence, Frankreich Inasa Foil Sabiñánigo S.L. INASA Foil S.A., Irurtzun bei Pamplona, Spanien Seit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der INASA Foil S.A. ist auch die Ausübung der Rechte der BAVARIA in Bezug auf das Vermögen der Inasa Foil GmbH (ehemals baikap Holding 080309 GmbH), München, nachhaltig beeinträchtigt. Deshalb wurde die Gesellschaft gemäß dem Wahlrecht nach § 296 Abs. 1 Nr. 1 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Die CARBODY Czech Republic s.r.o., Mlada Boleslav, Tschechische Republik wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 296 Abs. 1 Nr. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, weil die für die Aufstellung des Konzernabschlusses erforderlichen Angaben nicht ohne Verzögerungen zu erhalten gewesen wären. Die Gesellschaften Bavaria Luminaires Holding SAS, Nanterre, Frankreich Technology Luminaires SAS, Nevers Cedex, Frankreich CARBODY SAS, Witry-les-Reims, Frankreich vosla GmbH, Plauen Portalex Aluminio SA, Cacém, Portugal wurden im Berichtsjahr zum ersten Mal konsolidiert. Die Einbeziehung im Wege der Vollkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung. Der Konsolidierungskreis der BAVARIA ist kontinuierlichen Veränderungen unterworfen, so dass ein Vergleich der Konzernabschlüsse im Zeitablauf nur eingeschränkt möglich ist. Aufgrund der unterschiedlichen Geschäftstätigkeit der jeweils einbezogenen Unternehmen sind dabei insbesondere die Relationen der einzelnen Posten der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zueinander von permanenter Veränderung gekennzeichnet. Nachfolgend werden die Veränderungen des Konsolidierungskreises gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 dargestellt:
Den beschriebenen Erst- und Endkonsolidierungen lagen folgende Kennzahlen zugrunde:
III. KonzernabschlussstichtagDer Konzernabschluss wird zum Stichtag der Muttergesellschaft BAVARIA (31. Dezember 2012) aufgestellt. Die Geschäftsjahre der operativen Beteiligungen stimmen mit dem Geschäftsjahr der Muttergesellschaft überein. Soweit sich bei den Tochtergesellschaften wertaufhellende Tatsachen bis zur Aufstellung dieses Konzernabschlusses ereignet haben, wurden diese berücksichtigt. IV. KonsolidierungsgrundsätzeRechnungslegungsgrundsätze Der Jahresabschluss der BAVARIA zum 31. Dezember 2012 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt. Die Jahresabschlüsse der Einzelgesellschaften wurden nach den Grundsätzen der §§ 238 ff. HGB, insbesondere nach den Vorschriften für Kapitalgesellschaften gem. §§ 264 ff. HGB und den Vorschriften des Aktiengesetzes erstellt. Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Gesetzlich vorgeschriebene Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind jeweils zum Teil zusammengefasst. Die notwendigen Aufgliederungen und Vermerke sind im Anhang aufgeführt. Die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen ist Aufgrund der Änderung innerhalb des Konsolidierungskreises nur bedingt gegeben. Die Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Konsolidierungsmethoden Methode der Kapitalkonsolidierung Für Erwerbsvorgänge bis zum 31. Dezember 2009: Erwerbe bis zum 31. Dezember 2009 wurden entsprechend dem gesetzlichen Wahlrecht gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F. nach der Buchwertmethode auf der Grundlage der Wertansätze der Anteile an den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen zum Erwerbszeitpunkt in den Konzernabschluss (§ 301 Abs. 2 HGB) einbezogen. Für Erwerbsvorgänge ab dem 1. Januar 2010: Die Kapitalkonsolidierung wird unter Anwendung der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB) in der Weise vorgenommen, dass die Gegenleistung für einen Unternehmenserwerb (Anschaffungskosten) mit den erworbenen identifizierten Vermögenswerten, übernommenen Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten, jeweils bewertet mit den beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt, verrechnet wird. Wenn sich aktive Aufrechnungsdifferenzen ergaben, wurden diese, soweit sie nicht einzeln zuordenbar waren, in der Konzernbilanz aktiviert und über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Passive Unterschiedsbeträge werden entsprechend § 309 Abs. 2 HGB passiviert und gegebenenfalls ergebniswirksam aufgelöst. Die passiven Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden mit Rücksicht auf ihren Charakter in der Konzernbilanz gesondert zwischen dem Eigen- und dem Fremdkapital ausgewiesen. Sonstige Konsolidierungsvorgänge Forderungen, Verbindlichkeiten, Umsatzerlöse, sonstige Aufwendungen und sonstige Erträge, Zinserträge und die korrespondierenden Aufwendungen sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises bei den einbezogenen Unternehmen wurden eliminiert. Auf die wesentlichen ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgänge werden Steuerabgrenzungen vorgenommen, soweit sich der abweichende Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleicht. V. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenIm Berichtsjahr sowie im Vorjahr wurden die Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der neuen Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (kurz BilMoG) angewendet. Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren unverändert zum Vorjahr die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Bewertung erfolgte grundsätzlich unter Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (Going Concern) gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB. Bei den Bewertungen der Inasa Foil S.A. wurde von den Zerschlagungswerten ausgegangen. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibung bewertet. Die Nutzungsdauer beträgt i. d. R. 3 - 5 Jahre. Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich aus der Gegenüberstellung von Anschaffungskosten und dem Wert der einzelnen Vermögensgegenstände des Unternehmens, abzüglich der Schulden im Zeitpunkt der Übernahme und wird seit 1.1.2010 grundsätzlich planmäßig innerhalb von fünf Jahren abgeschrieben (zuvor: 10 Jahre). Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend der Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert in Höhe von EUR 150,00 netto werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots erfolgen bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Vorräte sind zu Anschaffungs-/Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt und berücksichtigen angemessene Kosten der allgemeinen Verwaltung. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert abzüglich einer Pauschalabwertung für das allgemeine Kreditrisiko bewertet. Bei zweifelhaften Forderungen werden Einzelabwertungen vorgenommen. Auf Fremdwährung lautende Forderungen werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet, sofern die Restlaufzeit weniger als 12 Monate beträgt. Bei Restlaufzeiten über 12 Monaten erfolgt die Bewertung mit den Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen. Wertpapiere sind zu Anschaffungskosten bzw. mit ihrem niedrigeren Wert angesetzt. Flüssige Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt. Bestände in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Pensionsrückstellungen wurden aufgrund der vertraglichen Versorgungsansprüche gebildet. Die Leistungsverpflichtungen aus Pensionszusagen wurden unter Zugrundelegung von Wahrscheinlichkeiten mit dem anhand des versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelten Erfüllungsbetrag bewertet. Zukünftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen wurden bei der Ermittlung des Barwerts der erdienten Anwartschaft berücksichtigt. Die versicherungsmathematische Bewertung des Erfüllungsbetrags basiert auf einem Abzinsungssatz von 5,00% - 5,06%, je nach individueller Restlaufzeit der Verpflichtungen. Sofern keine bestimmte Restlaufzeit angenommen werden konnte, wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichte Zinssatz verwendet. Die Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden mit 1,5 - 2,5 % per annum berücksichtigt. Die Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf den Heubeck'schen Sterbetafeln (2005G) bzw. bei ausländischen Tochtergesellschaften auf den jeweiligen landestypischen Sterbetafeln, die die statistischen Ämter zur Verfügung gestellt haben. Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. In den sonstigen Rückstellungen sind in angemessenem und ausreichendem Umfang individuelle Vorsorgen für alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen gebildet. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Die Ermittlung der Steuerrückstellung erfolgte unter der Annahme der Anwendbarkeit des § 8b KStG auf die BAVARIA. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag passiviert. Auf Fremdwährung lautende Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr gilt dies weiterhin nur, falls die Umrechnung bei Verbindlichkeiten einen höheren Betrag ergibt. Auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlust- und Zinsvorträgen wird ein Überhang an passiven latenten Steuern angesetzt, wenn insgesamt von einer Steuerbelastung in künftigen Geschäftsjahren auszugehen ist. Sofern insgesamt eine künftige Steuerentlastung erwartet wird, erfolgt gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB kein Ansatz von aktiven latenten Steuern. Währungsumrechnung Finanzanlagen, Forderungen, Sonstige Vermögensgegenstände, Wertpapiere, Flüssige Mittel, Rückstellungen, Finanzschulden und andere Verbindlichkeiten sowie Haftungsverhältnisse in fremder Währung werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Umrechnung von in Fremdwährung erworbenen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens oder der Vorräte erfolgt grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs des Transaktionszeitpunkts. Die funktionale Währung der BAVARIA als Konzernmutter ist Euro (EUR). Die Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Einzelabschlüsse erfolgt nach der Methode der funktionalen Währung. Dabei wurden alle Bilanzposten der einbezogenen ausländischen Konzernunternehmen mit Ausnahme des Eigenkapitals (Gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag), das zu historischen Kursen umgerechnet wurde, mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags in Euro umgerechnet. Die aus der Veränderung der Devisenkurse zum Vorjahr entstehenden Differenzen aus der Umrechnung des Eigenkapitals wurden erfolgsneutral in die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung eingestellt. Aufwendungen und Erträge wurden mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Das Jahresergebnis der umgerechneten Gewinn- und Verlustrechnung wurde in die Bilanz übernommen und die Differenz erfolgsneutral in die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung eingestellt. Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds enthält den Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten sowie kurzfristige Wertpapiere des Umlaufvermögens. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist nachfolgend dargestellt
Immaterielle Vermögenswerte Die Geschäfts- oder Firmenwerte haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
Der Geschäfts- oder Firmenwert zum 31. Dezember 2012 setzt sich im Wesentlichen zusammen aus Gesellschaften der K+S (TEUR 3.385), und der TriStone Gruppe (TEUR 1.763). Der verbleibende durchschnittliche Abschreibungszeitraum für die Geschäfts- oder Firmenwerte beträgt rund 5 Jahre. Die Nutzungsdauer der Geschäfts- oder Firmenwerte beträgt für vor dem 1.1.2010 erworbene Firmenwerte 10 Jahre. Diese, die Fünfjahresfrist gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 20 HGB übersteigende Nutzungsdauer für Geschäfts- oder Firmenwerte von 10 Jahren, hat sich dabei an der langfristigen Halteabsicht der jeweiligen Gesellschaften orientiert. Für nach dem 1.1.2010 erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte beträgt die Nutzungsdauer 5 Jahre. Die Nutzungsdauer der Rechte und Lizenzen beträgt 3 bis 5 Jahre. Der Ermittlung der Nutzungsdauern wurde die voraussichtliche tatsächliche Nutzung zugrunde gelegt. Sämtliche immaterielle Vermögenswerte werden linear abgeschrieben. Sachanlagen Die Nutzungsdauer für Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt 3 bis 10 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen 8 bis 20 Jahre je nach wirtschaftlicher Nutzung. Die Gebäude werden über eine wirtschaftliche Nutzungsdauer von 25 bis 50 Jahren abgeschrieben. Finanzanlagen Der Posten Anteile an verbundenen Unternehmen enthält die nicht konsolidierten Beteiligungen zum Anschaffungspreis abzgl. notwendiger Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Geographische Aufteilung Das Anlagevermögen teilt sich geographisch wie folgt auf:
Umlaufvermögen (ohne Wertpapiere und Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten)
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten TEUR 13.343 Forderungen gegenüber dem Finanzamt. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen von TEUR 934 mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr enthalten. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind solche mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 1.213 enthalten. Eigenkapital Das Eigenkapital erhöht sich im Berichtsjahr um TEUR 55.777 auf TEUR 84.419.
Im Konzernbilanzgewinn von TEUR 68.662 ist ein Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von TEUR 15.024 enthalten. 1. Gezeichnetes Kapital Das Grundkapital beträgt EUR 5.962.563,00. Es ist in voller Höhe einbezahlt und in 5.962.563 Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von EUR 1,00 je Stück eingeteilt. Das bedingte Kapital beträgt EUR 49.500,00. Die eigenen Anteile werden mit ihrem rechnerischen Nennwert offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt. Die eigenen Anteile sind aufgrund von Ermächtigungen nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erworben worden. Aus diesen eigenen Anteilen stehen der Gesellschaft keine Rechte zu; sie sind insbesondere nicht dividendenberechtigt. a Eigene Aktien Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 11. Juni 2010 wurde die Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis 10. Juni 2015 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des im Zeitpunkt des Erwerbs eigener Aktien geltenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise, in diesem Fall auch mehrmals, ausgeübt werden. Die von der Hauptversammlung am 29. Mai 2009 beschlossene Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wurde mit dem Wirksamwerden der neuen Ermächtigung aufgehoben. Da die von der Hauptversammlung vom 11. Juni 2010 beschlossene Ermächtigung (nahezu) vollständig ausgeschöpft und von den 441.937 zurückerworbenen Aktien 431.937 zwischenzeitlich eingezogen wurden, wurde mit Hauptversammlungsbeschluss vom 25.05.2012 die Gesellschaft gemäß § 71 Absatz 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 24. Mai 2017 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise, in diesem Fall auch mehrmals, für einen oder mehrere Zwecke ausgeübt werden. Die von der Hauptversammlung am 11. Juni 2010 beschlossene Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wird mit dem Wirksamwerden dieser neuen Ermächtigung aufgehoben. Dabei gilt, dass auf die durch diese Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat oder noch besitzt, oder die ihr gemäß §§ 71d und 71e AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals der Gesellschaft entfallen dürfen. Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Gesellschaft, die aufgrund der vorstehenden Ermächtigung erworben werden, zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken zu verwenden, insbesondere zu folgenden:
Zum 31. Dezember 2012 hat die Gesellschaft
Auf die eigenen Aktien entfällt insgesamt ein Anteil des Grundkapitals von EUR 153.214 (2,6%). Aktienrückkäufe in 2012 auf Grundlage der Hauptversammlung vom 11. Juni 2010
Aktienrückkäufe in 2012 auf Grundlage der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012
b Genehmigtes Kapital Genehmigtes Kapital 2008/I Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Juni 2008 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 19. Juni 2013 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu EUR 2.094.750,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2008/I). Das Bezugsrecht der Aktionäre kann ausgeschlossen werden,
Genehmigtes Kapital 2012/I Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 886.531 durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von bis zu 886.531 neuen auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen, einmalig oder mehrmalig bis zum 24. Mai 2017 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2012). Das Bezugsrecht der Aktionäre kann ausgeschlossen werden,
c Bedingtes Kapital Bedingtes Kapital 2006/I - Wandelschuldverschreibungen für Mitglieder des Aufsichtsrats Die Gesellschaft hat auf Vorschlag des Vorstands und Aufsichtsrats mit Hauptversammlungsbeschluss vom 05. September 2006 beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 49.500,00 durch Ausgabe von bis zu 49.500 auf den Inhaber lautende Stückaktien im Rahmen einer bedingten Kapitalerhöhung (bedingtes Kapital 2006/1) zu erhöhen. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als Wandelschuldverschreibungen ausgegeben werden und von dem enthaltenen Optionsrecht der Umwandlung in Stückaktien Gebrauch gemacht wird. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre wurde ausgeschlossen. Die Wandelschuldverschreibungen wurden im Dezember 2006 in Höhe von EUR 49.500,00 an die Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft zum Mindestausgabebetrag von EUR 0,33 pro Schuldverschreibung im rechnerischen Nennbetrag von EUR 1,00 ausgegeben. Die Aufsichtsräte haben ihr Bezugsrecht ausgeübt, alle Wandelschuldverschreibungen gelten gemäß den Umtauschbedingungen als zum 31. Dezember 2006 gewährt. Der Wandlungspreis beträgt gemäß Umtauschbedingungen EUR 21,70. Jede Wandelschuldverschreibung gewährt das Recht zur Wandlung in jeweils eine Stückaktie der Gesellschaft. Die Laufzeit der Wandelschuldverschreibungen endete nach Ablauf von fünf Jahren am 31. Dezember 2011. Es hat keiner der Aufsichtsräte von seinem Wandlungsrecht Gebrauch gemacht. Die Löschung des bedingten Kapitals 2006/1 wurde im Handelsregister noch nicht eingetragen. 2. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage beträgt zum Stichtag EUR 9.037.437,00. Die Kapitalrücklage wurde im Berichtsjahr um EUR 431.937,00 nach § 237 Abs. 5 AktG erhöht. 3. Rücklage wegen eigener Anteile Um den ausschüttungsfähigen Bilanzgewinn bezüglich der eigenen Anteile nicht zu erhöhen und dem Gläubigerschutz Rechnung zu tragen, wurde im Berichtsjahr eine Rücklage wegen eigener Anteile gebildet. Die Rücklage wegen eigener Anteile hat sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:
Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung Der zum Stichtag ausgewiesene negative Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung wird entsprechend seiner Verursachung in den Folgejahren ergebniswirksam aufgelöst. Diese Position entwickelte sich in den Geschäftsjahren 2011 und 2012 wie folgt:
Passive Unterschiedsbeträge entstehen bei Akquisitionen, bei denen der Kaufpreis unter dem Buchwert des bilanziellen Eigenkapitals des übernommenen Unternehmens liegt. Die passiven Unterschiedsbeträge werden im Konzernabschluss ergebniswirksam nach dem Sanierungsfortschritt der Beteiligungen aufgelöst, sofern noch mit zukünftigen Aufwendungen oder Verlusten gerechnet wird. Soweit der negative Unterschiedsbetrag nicht durch erwartete künftige Aufwendungen oder Verluste begründet ist, wird er in der folgenden Weise ergebniswirksam aufgelöst:
Die Auflösung des passiven Unterschiedsbetrags ist in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im sonstigen betrieblichen Ertrag enthalten. Die Zugänge von passiven Unterschiedsbeträgen resultieren im Wesentlichen aus Erstkonsolidierungen. Rückstellungen
Pensionsrückstellungen Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen beträgt zum Stichtag TEUR 59.788 (Vj. TEUR 56.143). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich (TEUR 22.381), aus Prozessrisiken (TEUR 1.701), aus ausstehenden Rechnungen (TEUR 4.530), aus Gewährleistungsverpflichtungen (TEUR 1.623), für unterlassene Instandhaltung (TEUR 80) sowie aus Umstrukturierungsmaßnahmen (TEUR 320). Verbindlichkeiten
Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten können wie folgt zusammengefasst werden:
An dritte Sicherungsnehmer wurden Grundpfandrechte in Höhe von insgesamt EUR 5,0 Mio. gewährt. Diese betreffen vorwiegend die Absicherung von Darlehen und Kreditlinien, die jedoch zum Stichtag nicht in Anspruch genommen worden sind.
Passive latente Steuern Die latenten Steuern wurden auf Konzernebene mit einem Steuersatz von 30% berechnet. Die jeweiligen latenten Steuern der Tochtergesellschaften wurden mit dem jeweiligen erwarteten Steuersatz berechnet. Die latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlicher Vorratsbewertung und Wertansätzen des Sachanlagevermögens für steuerliche Zwecke. Differenzen ergeben sich dabei im Wesentlichen bei Griset und innerhalb der Tristone Gruppe. HaftungsverhältnisseUnbefristete Bürgschaft zugunsten Banco Bilbao Die BAVARIA Industriekapital AG hat mit Vereinbarungen vom 15. Dezember 2009 gegenüber der Banco Bilbao Vizcaya Agentaria S.A., Huesca, Spanien, eine unbefristete Bürgschaft für die Verpflichtungen der Inasa Foil Sabiñánigo S.L., Sabiñánigo, Huesca, Spanien, bis zu einem Höchstbetrag von TEUR 174 übernommen. Unbefristete Bürgschaft zugunsten Commerzbank Die BAVARIA Industriekapital AG hat mit Vereinbarung vom 1. Januar 2011 gegenüber der Commerzbank (vormals Dresdner Bank) eine unbefristete selbstschuldnerische Bürgschaft für die Verpflichtungen der R+E Automationstechnik GmbH aus einem Kreditrahmen in Höhe von TEUR 300 übernommen. Unbefristete Bürgschaft zugunsten CIC (Credit Industriel et Commercial) Zur Sicherung der Verpflichtungen der Tech-Form SAS aus einem Kreditvertrag mit der CIC, hat die BAVARIA Industriekapital AG mit Vereinbarung vom 07. Juli 2011 der Credit Industriel et Commercial SA, Paris, Frankreich, ein Konto mit einem Guthabenbetrag über TEUR 350 verpfändet. Unbefristete Bürgschaft zugunsten CA (Credit Agricole Nord de France) Um die Finanzierung eines Projektes der Tech-Form SAS abzuschließen, wurde noch ein weiteres Konto der BAVARIA Industriekapital AG mit einem Guthabenbetrag über TEUR 150 an Credit Agricole Nord de France, Cedex, Frankreich, mit Vereinbarung vom 07. Juli 2011 verpfändet, um jegliche Verpflichtungen aus dem geschlossenen Kreditvertrag zwischen Tech-Form SAS und der CA zu besichern. Unbefristete Bürgschaft zugunsten CIC Lyonnaise de Banque Die BAVARIA Industriekapital AG hat mit Vereinbarungen vom 14. Juni 2011 gegenüber der CIC Lyonnaise de Banque, Valence/Frankreich, eine unbefristete Bürgschaft für die Verpflichtungen der Swisstex France SAS, Valence, bis zu einem Höchstbetrag von TEUR 2.500 übernommen. Hieraus wurde die BAVARIA Industriekapital AG in Höhe von TEUR 1.442 in 2012 in Anspruch genommen. Durch die Zahlung des in Anspruch genommenen Betrages ist der verbleibende Garantieanspruch in 2012 erloschen. Unbefristete Bürgschaft zugunsten BNPParibas Arc Alpin Entreprises Die BAVARIA Industriekapital AG hat mit Vereinbarungen vom 14. Juni 2011 gegenüber der BNP Paribas Arc Alpin Entreprises, Montbonnot/Frankreich, eine weitere unbefristete Bürgschaft für die Verpflichtungen der Swisstex France SAS, Valence, bis zu einem Höchstbetrag von TEUR 2.500 übernommen. Per Gerichtsurteil wurde eine Zahlung in 2012 von TEUR 716 hieraus verfügt. Durch die Zahlung des in Anspruch genommenen Betrages ist der verbleibende Garantieanspruch in 2012 erloschen. Beschränkte befristete Bürgschaft zugunsten RLB Oberösterreich AG Zur Sicherung der Finanzierungsline aus geschlossenem Factoringvertrag zwischen der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG und der Austria Druckguss GmbH & Co. KG gab die BAVARIA Industriekapital AG eine bis zum 30.04.2013 befristete Bürgschaft in Höhe von TEUR 300 ab. Die Bürgschaft ist insoweit beschränkt, da die BAVARIA Industriekapital AG nur für den Ausfall der abgetretenen Forderungen gegenüber zweier Kunden bürgt. Haftungsverhältnisse der Beteiligungsgesellschaften Neben oben genannten Haftungsverhältnissen der BAVARIA Industriekapital AG bestehen auch Haftungsverhältnisse auf Ebene der Gruppengesellschaften. Die Tristone Gruppe gab zum 31.12.2012 Garantien über TEUR 31,2 für die Energieversorgung. Patronatserklärung der Kienle und Spiess GmbH gegenüber den Tochtergesellschaften Die Kienle und Spiess GmbH gab am 31.12.2012 Patronatserklärungen gegenüber ihren Tochtergesellschaften. Die BAVARIA Industriekapital AG geht Haftungsverhältnisse nur nach sorgfältiger Risikoabwägung und grundsätzlich nur in Zusammenhang mit ihrer eigenen oder der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen und Beteiligungen ein. Auf Basis einer kontinuierlichen Evaluierung der Risikosituation der eingegangenen Haftungsverhältnisse und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse geht die BAVARIA Industriekapital AG derzeit davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Die BAVARIA Industriekapital AG schätzt daher bei allen aufgeführten Haftungsverhältnissen das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich ein. Finanzielle Verpflichtungen Aus Bestellobligo sowie aus längerfristigen Miet- und Leasingverträgen bestehen für die festen Grundmietzeiten insgesamt finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 17.942. (Vj. TEUR 17.102). Nach Fälligkeiten setzen sich die finanziellen Verpflichtungen wie folgt zusammen:
Es bestehen davon finanzielle Verpflichtungen aus Bestellobligos im Zusammenhang mit Aufträgen im Auftragsbestand der Unternehmen in Höhe von TEUR 11.816 (Vj. TEUR 13.658). Aus Kaufpreisklauseln in Unternehmenskaufverträgen können in Abhängigkeit des Erreichens bestimmter finanzieller Kennzahlen in den kommenden 5 Jahren Zahlungsverpflichtungen von maximal TEUR 10.000 entstehen. Sonstige Sicherheiten Es sind insgesamt Gewährleistungs- und Anzahlungsavale in Höhe von 9.657 TEUR (Vj. TEUR 30.926) ausgelegt worden. Honorar des Abschlussprüfers An Abschlussprüfer sind im Berichtsjahr folgende Honorare für Prüfungen, Beratung und sonstige Leistungen geflossen: 2012
2011
Nicht in der Bilanz erscheinende GeschäfteFactoring Sieben Gesellschaften der BAVARIA Gruppe nutzen Factoring als Finanzierungsinstrument. Der Gesamtrahmen beträgt um EUR 85 Mio. Es handelt sich teilweise um echtes, offenes Factoring, bei dem der Factoringpartner das volle Ausfallrisiko übernimmt dabei allerdings bestimmte Kunden ausschließt, kumulierte Risiken mit Quoten vermeidet und nur anteilig Forderungen übernimmt, teilweise um unechtes Factoring, bei dem das Forderungsausfallrisiko beim Kunden verbleibt. Da es sich bei den Gesellschaften, die das Factoring nutzen, überwiegend um unsere Automotive Beteiligungen handelt, ist das Forderungsausfallrisiko jedoch begrenzt. Zweck und Vorteil des Factoring sind die Verbesserung der Liquidität bei gleichzeitiger Verringerung der Risikoposition der Gesellschaften. Nachteilig wirken sich hingegen die mit dem Factoring verbundenen Kosten auf die Ertragslage aus. Ebenfalls nachteilig auswirken könnte sich die mit dem offenen Factoring verbundene Offenlegung des Forderungsverkaufs, da die Kunden Ihre Verbindlichkeiten i.d.R. direkt gegenüber dem Factoring-Unternehmen begleichen. Sale-and-Leaseback Geschäfte Drei Gesellschaften der BAVARIA Gruppe nutzen das Finanzierungsinstrument „Sale-andLeasback". Es bestehen langfristige Mietverträge für ein Gebäude, IT-Anlagen, Software sowie Produktionseinrichtungen. Die hieraus resultierende Gesamtverpflichtung ist in den angegebenen sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten, soweit sie nicht bilanziell berücksichtigt wurde. Zweck und Vorteil der Sale-and-lease-back-Geschäfte sind die Beschaffung liquider Mittel, d.h. Zahlungszuflüsse für die Unternehmen. Risiken ergeben sich hingegen aus den zu zahlenden Leasingraten, zu denen sich die Unternehmen verpflichten. Nicht zum Zeitwert bilanzierte derivative Finanzinstrumente Die Gesellschaften der BAVARIA Gruppe sind im Rahmen ihrer weltweiten Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit insbesondere Risiken aus Wechselkurs- und Zinssatzänderungen sowie Schwankungen der Commodity-Preise ausgesetzt, die durch den Abschluss derivativer Finanzinstrumente begrenzt bzw. eliminiert werden. Um die Risiken abzusichern, die aus den Schwankungen der in Fremdwährung lautenden Vermögensgegenstände und Schulden sowie schwebenden Geschäften und antizipierten Transaktionen resultieren, setzen die Gesellschaften der BAVARIA Gruppe in begrenztem Umfang derivative Finanzinstrumente ein. Die dabei eingesetzten Finanzinstrumente sind im Wesentlichen Termingeschäfte. Die im Bestand befindlichen derivativen Finanzinstrumente dienen ausschließlich Sicherungszwecken. Am 31.12.2012 hielt ein Gruppenunternehmen Devisentermingeschäfte im Umfang von EUR 1,8 Mio. sowie Devisenoptionen im Nominalwert von TEUR 11,0 und Fälligkeit in 2014. Der Marktwert der Termingeschäfte war auf Basis der Veränderung von den Devisenterminkursen mit TEUR 46,8 positiv. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse der erst- und endkonsolidierten Unternehmen sind jeweils nur anteilsmäßig ab Erst- bzw. bis zum Endkonsolidierungszeitpunkt enthalten. Der Umsatz des BAVARIA Konzerns nach Absatzgebieten gliedert sich wie folgt:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
Die Erträge aus der Auflösung von Unterschiedsbeträgen resultieren aus der TriStone Gruppe, da mit einem zukünftigen Verlust nicht mehr gerechnet wird, sowie aus der regulären Auflösung von Unterschiedsbeträgen nach Fortschritt der Sanierungen bei den übrigen Konzerngesellschaften. Materialaufwand Der Materialaufwand betrug im Geschäftsjahr 2012 TEUR 388.374 (Vj. TEUR 482.293). Personalaufwand Der Personalaufwand ist im Periodenvergleich:
Abschreibungen In den Abschreibungen des Geschäftsjahres sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 9.409 enthalten auf Ebene der Einzelgesellschaften entstandene betriebliche Aufwendungen. Dies betrifft z.B. Abschluss- und Prüfungskosten, Personalbeschaffungskosten, Aufsichtsrats- und Beiratsvergütungen, etc. Zinsergebnis
Die Zinsaufwendungen 2012 entfallen im Wesentlichen auf die TriStone Gruppe und auf die Griset Gruppe. Außerordentliches Ergebnis Die außerordentlichen Erträge in Höhe von TEUR 2.982 resultieren vorwiegend aus der Differenz zwischen dem Kaufpreis der Forderungen, die im Rahmen von Übernahmen erworben wurden und den Zahlungseingängen. Die außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 7.273 enthalten im Wesentlichen auf Aufwendungen für Abfindungen bei I nass. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Aufwendungen für Ertragsteuern beinhalten sowohl die unmittelbar zu entrichtenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag als auch die latenten Steuern. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind EUR 3,9 Mio. (Vj. EUR 9,5 Mio.) an periodenfremden Erträgen enthalten. Diese betreffen Rückstellungsauflösungen sowie Veränderungen von Wertberichtigungen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind EUR 4,7 Mio. (Vj. EUR 1,8 Mio.) an periodenfremden Aufwendungen enthalten. Diese betreffen Wertberichtigungen, hauptsächlich bei Inasa. VI. SegmentberichterstattungSerie/Automotive Das Segment „Serie/Automotive" umfasst Gesellschaften, die Teile in Serie fertigen oder auch zumindest teilweise im Automobilzuliefersegment tätig sind. Dies sind:
Anlagenbau Das Segment „Anlagenbau" umfasst sämtliche im Anlagen- und Maschinenbau tätigen Gesellschaften. Dies sind:
Business Services Das Segment „Business Services" umfasst sämtliche operativ tätigen Gesellschaften, die den oben angeführten Segmenten nicht zugeordnet werden können. Dies sind:
Das Segment „Sonstige" umfasst im Wesentlichen die nicht operativen Holdings und Zwischenholdings der BAVARIA Gruppe. Als „Segmentergebnis" wird der Jahresüberschuss nach Steuern ausgewiesen. Zwischen den Segmenten getätigte Umsätze werden zu Preisen getätigt, die dem Fremdvergleich entsprechen. Die Segmentberichterstattung wurde in Anlehnung an die Grundsätze des DRS 3 erstellt:
Die ausgewiesenen Mitarbeiter entsprechen dem Stand zum 31.12.2012 beziehungsweise dem Stand zum 31.12.2011. Überleitungen zur KonzernspalteSegmentergebnis 2012 Endkonsolidierungsgewinne (EUR 10,1 Mio.) und die Auflösung passiver Unterschiedsbeträge (EUR 50,9 Mio.) wurden vollständig der Konsolidierungsspalte zugeordnet. Andere nicht zahlungswirksame Posten 2012 Bei den nicht zahlungswirksamen Posten handelt es sich im Wesentlichen um die oben genannten Endkonsolidierungsgewinne und die Auflösung passiver Unterschiedsbeträge. Weiterhin wurden EUR 7,3 Mio. diesem Segment zugeordnet, die im Wesentlichen aus Aufwendungen für Abfindungen bei Inasa resultieren. Segmentvermögen und Segmentschulden 2012 Forderungen und Verbindlichkeiten und die entsprechenden Konsolidierungsbuchungen wurden den Segmenten soweit möglich zugeordnet. Das Segmentvermögen 2012 entfällt fast vollständig auf Deutschland und die übrige Europäische Union. Bezüglich der regionalen Aufteilung des Anlagevermögens verweisen wir auf unsere Erläuterungen zum Anlagevermögen. Segmentergebnis 2011 Die Konsolidierungsspalte 2011 enthält im Wesentlichen Endkonsolidierungsgewinne (EUR 33,1 Mio.), die Auflösung passiver Unterschiedsbeträge (EUR 15,6 Mio.), die Eliminierung von zwischen Segmenten getätigten Wertberichtigungen (EUR 7,8 Mio.), die Eliminierung von zwischen Segmenten getätigten Ausschüttungen (EUR -13,6 Mio.), sowie Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte, soweit diese nicht den Segmenten zugeordnet sind (EUR -0,9 Mio.). Abschreibungen 2011 Die Konsolidierungsspalte 2011 enthält die Eliminierung von Abschreibungen auf Finanzanlagen (EUR -4,1 Mio.). Andere nicht zahlungswirksame Posten 2011 Die Konsolidierungsspalte 2011 enthält vorwiegend die Auflösung passiver Unterschiedsbeträge (EUR 15,6 Mio.), Endkonsolidierungsgewinne (EUR 33,1 Mio.) sowie die Eliminierung von Wertberichtigungen und Abschreibungen auf Finanzanlagen (EUR 7,9 Mio.). Des Weiteren sind in den Segmenten unter anderem Zuführungen und Auflösungen von Wertberichtigungen und Rückstellungsauflösungen enthalten, die auf Einzelgesellschaftsebene entstanden sind. Segmentvermögen und Segmentschulden 2011 Die Konsolidierungsspalte 2011 enthält vorwiegend die Eliminierung von Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Segmenten. Das Segmentvermögen 2011 entfällt fast vollständig auf Deutschland und die übrige Europäische Union. Bezüglich der regionalen Aufteilung des Anlagevermögens verweisen wir auf unsere Erläuterungen zum Anlagevermögen. Sonstige AngabenVorstand und Aufsichtsrat Vorstand
Ist nur ein Vorstandsmitglied bestellt, so vertritt es die Gesellschaft allein. Sind mehrere Vorstandsmitglieder bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Vorstandsmitglieder gemeinsam vertreten. Reimar Scholz ist einzelvertretungsberechtigt. Harald Ender ist vertretungsberechtigt gemeinsam mit einem anderen Vorstandsmitglied oder einem Prokuristen. Die Vorstandsmitglieder sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Aufsichtsrat Aufsichtsrat bis 25.05.2012:
Mit Hauptversammlung vom 25.05.2012 wurde folgender neuer Aufsichtsrat bestellt:
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands sowie früherer Mitglieder dieser Gremien Die Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder betrugen TEUR 41 (Vj. TEUR 40), davon an ehemalige Aufsichtsratsmitglieder TEUR 15 (Vj. TEUR 0). Im Berichtsjahr wurden von der Gesellschaft an die Rechtsanwaltskanzlei ljh Lindlbauer Rechtsanwälte, in der Lindlbauer Partner ist, im Rahmen eines gesonderten Beratungsvertrages (nach § 114 AktG) Honorare in Höhe von TEUR 9 (Vj. TEUR 0) gezahlt. Im Berichtsjahr wurden von der Gesellschaft an die Rechtsanwaltskanzlei Heisse Kursawe Eversheds, in der Dr. Heisse Partner ist, im Rahmen eines gesonderten Beratungsvertrages (nach § 114 AktG) Honorare in Höhe von TEUR 33 (Vj. TEUR 64) gezahlt. Die Gesamtbezüge der Vorstände betrugen im Jahr 2012 TEUR 812 (Vj. TEUR 1.144). Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt waren in den Unternehmen, die zum 31. Dezember 2012 in den Konzernabschluss einbezogen wurden, 5.106 Mitarbeiter (Vj. 4.297 Mitarbeiter) beschäftigt. Die Anzahl der Mitarbeiter des BAVARIA Konzerns entwickelte sich wie folgt:
Beziehung zu nahe stehenden Personen Die BAVARIA unterhält zu verbundenen, nicht konsolidierten Tochtergesellschaften geschäftsübliche Beziehungen. Die Transaktionen mit diesen Gesellschaften sind von geringem Umfang, resultieren aus dem normalen Geschäftsverkehr und wurden zu marktüblichen Bedingungen geschlossen. Darüber hinaus haben Unternehmen der BAVARIA mit Mitgliedern des Vorstands oder des Aufsichtsrats der BAVARIA keine wesentlichen Geschäfte vorgenommen. Dies gilt auch für nahe Familienangehörige dieses Personenkreises. Aufstellung des AnteilsbesitzesAngaben in Tausenden lokaler Währung Anteilsbesitzliste zum 31.12.2012
(1) Ungeprüfter Jahresabschluss zum 31.12.2012 nach HGB (2) Geprüfter Jahresabschluss nach lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen zum 31.12.2011 (3) Geprüfter Jahresabschluss nach lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen zum 31.12.2010 (4) Geprüfter Jahresabschluss zum 31.12.2008 nach HGB (5) nicht konsolidiert § 296 HGB (6) Gesellschaft befindet sich in Abwicklung (7) Gesellschaft wurde in 2012 endkonsolidiert (8) Ungeprüfter Jahresabschluss nach lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen zum 31.12.2011 (9) Neugründung in 2012; es liegen noch keine Jahresabschlüsse vor (10) Ungeprüfter Jahresabschluss nach US-GAAP zum 31.12.2011 (11) Gesellschaft wurde in 2012 verschmolzen (12) Gesellschaft befindet sich in schweizerischer Nachlassstundung (13) Gesellschaft befindet sich in Insolvenz
(1) Ungeprüfter Jahresabschluss zum 31.12.2012 nach HGB (2) Geprüfter Jahresabschluss nach lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen zum 31.12.2011 (3) Erstkonsolidierung in 2012 (4) Geprüfter Jahresabschluss zum 31.12.2008 nach HGB (5) nicht konsolidiert § 296 HGB (6) Gesellschaft befindet sich in Abwicklung (7) Gesellschaft wurde in 2012 endkonsolidiert (8) Ungeprüfter Jahresabschluss nach lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen zum 31.12.2011 (9) Neugründung in 2012 (10) Ungeprüfter Jahresabschluss nach US-GAAP zum 31.12.2011 (11) Gesellschaft wurde in 2012 verschmolzen Konzernverhältnisse Die BAVARIA wird in den Konzernabschluss der AS Beteiligungen und Vermögensverwaltung GmbH (zuvor: AS Vermögensverwaltung GmbH), Gräfelfing, einbezogen. Der Konzernabschluss kann im elektronischen Bundesanzeiger eingesehen werden. Gewinnausschüttung/Dividendenvorschlag In 2012 wurde von der Hauptversammlung beschlossen, dass die BAVARIA Industriekapital AG keine Dividende ausschüttet. Vorstand und Aufsichtsrat der BAVARIA Industriekapital AG werden den Aktionären auf der Hauptversammlung der Gesellschaft vorschlagen, den Bilanzgewinn von EUR 19.475.796,43 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen, um der gestiegenen Investitionstätigkeit Rechnung zu tragen.
München, den 15. April 2013
Reimar Scholz, Vorstand Harald Ender, Vorstand Konzern-Kapitalflussrechnung
Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2012
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der BAVARIA Industriekapital AG, München, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzern-Bilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Anhang, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzern-Eigenkapitalspiegel - und den Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnene Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar." Für Veröffentlichung oder die Weitergabe des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in einer von der testierten Fassung abweichenden Form sowie für den Fall der Übersetzung in andere Sprachen bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, falls dabei der von uns erteilte Bestätigungsvermerk zitiert wird oder ein Hinweis auf unsere Konzernabschlussprüfung erfolgt; wir weisen hierzu auf die Bestimmungen des § 328 HGB hin.
München, den 16. April 2013 RP RICHTER GmbH Frank Stahl, Wirtschaftsprüfer Martin Costa, Wirtschaftsprüfer |
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