BAVARIA Industriekapital AG

München

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012

Inhaltsverzeichnis

Rahmenbedingungen und Geschäft

1.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Markt

2.

BAVARIA Geschäftsmodell

3.

Geschäftsentwicklung der Gesellschaft

Beteiligungsportfolio

1.

Serie/Automotive

2.

Anlagenbau

3.

Business Services

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns

Abhängigkeit

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Sonstige Angaben

Ausblick

Rahmenbedingungen und Geschäft

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Markt

Das industrielle Wachstum im Euroraum war in 2012 mit -0,4% negativ.

Das Wachstum in Deutschland verlangsamte sich. Es lag laut IWF im Jahresdurchschnitt bei 0,9% in 2012 gegenüber 3,1% im Vorjahr.

2. BAVARIA Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell der BAVARIA umfasst den Erwerb, die Restrukturierung und die Sanierung sowie das Halten von Beteiligungen. Hierbei arbeiten wir mit eigenen Mitarbeitern in der Holding und Zeitkräften, die zur Unterstützung des jeweiligen Managements bereitstehen.

Wir überprüfen regelmäßig unsere Akquisitionskriterien. Wir konzentrieren uns derzeit auf:

Branchen der verarbeitenden Industrie oder industrieller Dienstleistung,

Umsatz ab EUR 50 Mio.,

Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung, möglichst zu 100 %,

Erkennbare Verbesserungspotenziale.

3. Geschäftsentwicklung der Gesellschaft

Die BAVARIA Industriekapital AG ist die Muttergesellschaft des BAVARIA Konzerns: sie ist direkt oder indirekt an allen Aktivitäten des BAVARIA Konzerns beteiligt. Im Geschäftsjahr 2012 war die BAVARIA Industriekapital AG - wie bereits im Vorjahr ­ausschließlich mit Eigenkapital finanziert. Das Eigenkapital der Gesellschaft stieg im Berichtsjahr von EUR 25,4 Mio. im Vorjahr auf EUR 34,5 Mio. zum 31. Dezember 2012.

Zur Messung des Erfolgs unserer Aktivitäten können wir die Veränderung des Finanzmittelbestands der BAVARIA Industriekapital AG heranziehen. Dadurch ergibt sich folgendes Bild:

Veränderung Finanzmittelbestand der BAVARIA Industriekapital AG 2012 in EUR Mio.

2012 2011
Jahresüberschuss 11,0 6,9
+ Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,1 0,3
+/- Zu-/Abnahme der Rückstellungen 0,0 -6,6
+/- Zu-/Abnahme der Forderungen im Verbundbereich, der sonstigen Vermögensgegenstände sowie Rechnungsabgrenzungsposten, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -0,6 3,9
+ Aufbau von Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen -9,1  
+/- Zu-/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen ist 0,1 0,2
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 1,3 4,7
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenstände des Finanzanlagevermögens 2,1 0,1
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -0,1 -2,9
- Umgliederung von Forderungen im Umlaufvermögen zu Ausleihungen im Finanzanlagevermögen 0 -6,2
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit 2,1 -9,0
- Dividendenzahlungen 0 0
- Auszahlungen an Anteilseigner bei Rückkauf eigener Aktien -1,9 -2,5
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1,9 -2,5
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 1,5 -6,8
+ Finanzmittelfonds am Anfang des Geschäftsjahres 2,5 9,3
= Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahrs 4,0 2,5

Der Finanzmittelbestand umfasst die liquiden Mittel sowie kurzfristig veräußerbare Wertpapiere des Umlaufvermögens mit Ausnahme der eigenen Anteile.

Im Jahr 2012 flossen der Holding EUR 1,3 Mio. zu. Durch Rückführung von Ausleihungen an verbundene Unternehmen flossen der Holding EUR 2,1 Mio. zu, für Aktienrückkäufe wurden EUR 1,9 Mio. ausgezahlt sodass sich die Liquidität im Saldo um EUR 1,5 Mio. erhöhte.

Entwicklung des Beteiligungsportfolios

Im Jahr 2012 wurden insgesamt 5 Gesellschaften neu erworben und drei endkonsolidiert.

Dividenden und Aktienrückkäufe der BAVARIA Industriekapital AG

Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 ist für das Geschäftsjahr 2011 keine Dividenden ausgeschüttet worden. Die Gesamtzahl gehaltener eigener Aktien beläuft sich zum 31. Dezember 2012 auf 153.214 Stück. Es wurden 143.214 Aktien zu einem durchschnittlichen Kurs von EUR 11,91 erworben. Der Jahresendkurs lag bei EUR 12,40.

Beteiligungsportfolio

Hauptergebnisträger in 2012 war wie in dem Vorjahr der Bereich Serie/Automotive mit einem Nettoergebnis von EUR 38,0 Mio.; korrigiert um den passiven Unterschiedsbetrag von EUR 26,4 Mio. betrug das operative Nettoergebnis EUR 11,6 Mio.

1. Serie/Automotive

Das Segment Serie/Automotive erzielte 2012 mit EUR 467,6 Mio.

(Vj. EUR 480,6 Mio.) rund 68 % (Vj. 64 %) der Umsatzerlöse des BAVARIA Konzerns. Das Nettoergebnis erhöhte sich im gleichen Zeitraum von EUR 2,4 Mio. auf EUR 11,6 Mio.

Branchenentwicklung

Die Marktentwicklung fiel besonders im ersten Quartal 2012 sehr positiv aus, trübte sich allerdings im weiteren Verlauf des Jahres deutlich ein und stabilisierte sich seitdem auf deutlich niedrigem Niveau ab dem vierten Quartal.

Segmentumsatz und -ergebnis

Im Geschäftsjahr kamen zwei neue Beteiligungen hinzu: CARBODY S.A.S., Witry-les-Reims (29.02.2012) und vosla GmbH, Plauen (03.09.2012). Diese beiden Gesellschaften trugen in 2012 in Summe EUR 53,1 Mio. zum Umsatz und EUR -0,7 Mio. zum operativen Nettoergebnis bei. Ohne den Beitrag dieser beiden Gesellschaften betrug das operative Nettoergebnis EUR 12,3 Mio. in 2012 - ein Zuwachs von 413,1 % zum Vorjahr.

Die beiden größten Beteiligungen K + S Gruppe und TriStone Gruppe trugen dabei in 2012 EUR 368,1 Mio. zum Umsatz und EUR 16,1 Mio. zum operativen Nettoergebnis bei. Insgesamt wiesen diese beiden Gesellschaften zusammen eine Nettoliquidität von EUR -1,9 Mio. auf - d.h. waren im Saldo annähernd frei von Finanzverbindlichkeiten.

Weitere Kennzahlen zur Segmententwicklung und Details zu den Endkonsolidierungen können dem Konzernanhang entnommen werden.

Investitionen, Abschreibungen, Mitarbeiterentwicklung

Im vergangenen Geschäftsjahr haben die Gesellschaften rund EUR 22,3 Mio. (Vj. EUR 20,0 Mio.) investiert. Damit lagen die Investitionen wiederum deutlich über den Abschreibungen von EUR 16,6 Mio. (Vj. EUR 17,5 Mio.). Investitionen wurden sorgfältig beurteilt und kritisch hinterfragt. TriStone konnte durch die Eröffnung eines zusätzlichen Produktionsstandortes in China weiterhin zulegen. Der im Vorjahr neu eröffnete Produktionsstandort in Mexico hat sich sehr zu unserer Zufriedenheit entwickelt. Das Timing der Geschäftsleitung war glücklich, da wir überdurchschnittlich von der Markterholung in den USA profitieren konnten.

Die Mitarbeiterzahl im Segment lag zum Bilanzstichtag bei 4.313 (Vj 3.744), der Anstieg beruhte im Wesentlichen auf der neu erfolgten Konsolidierung der CARBODY Gruppe und der vosla GmbH.

Ausblick für 2013 und Folgejahre

Im laufenden Jahr wählten wir den Schritt der Veräußerung der K + S Gruppe um unser Klumpenrisiko zu reduzieren. Im Vergleich zur TriStone Gruppe wäre eine Expansion hier auch mit einem deutlich höheren Mittelaufwand verbunden. Die Nachfragesituation im Bereich Automotive in Europa sehen wir weiterhin als sehr kritisch an. Wachstumsimpulse kommen nur durch verstärkte Exporte nach Übersee, sowie Marktanteilsgewinne durch verstärkte Vertriebstätigkeit zustande.

Bezogen auf 2012 haben sich unsere Erwartungen weitgehend erfüllt.

Portfoliofirmen

Zum 31. Dezember 2012 sind folgende sechs Beteiligungen dem Segment Serie/Automotive zugeordnet:

Name Produkte Kunden Umsatz
In Mio. EUR
Standorte Mitarbeiter
K+S Gruppe Stator- und Rotorpackete für Antriebe und Energieerzeugung Industrie 199,4 4 1.146
TriStone Lösungen zur Motorkühlung, Turboladung und Luftansaugung Automobil 168,7 10 2.006
CARBODY Dichtungs- und Sicherheitslösungen Automobil 38,1 4 439
tech-FORM Riemenscheiben, Drehschwingungsdämpfer und Komponenten Automobil 17,9 1 180
Austria Druckguss Druckgussteile Automobil 28,4 1 199
Vosla Lichtquellen Automobil, Transport 15,1 1 343
Summe     467,6 21 4.313

2. Anlagenbau

Das Segment Anlagenbau erzielte 2012 mit EUR 44,8 Mio. (Vj. EUR 124,3 Mio.) rund 7 % (Vj. 17 %) der Umsatzerlöse des BAVARIA Konzerns. Das Nettoergebnis betrug in 2012 0,5 Mio. (Vorjahr -25,9 Mio.). Im Geschäftsjahr 2012 gab es keine Zu- oder Abgänge.

Branchenentwicklung

Der Maschinen- und Anlagenbau legte in 2012 nicht mehr im gleichen Umfang zu wie im Vorjahr.

Segmentumsatz und -ergebnis

Das Nettoergebnis der deutschen Beteiligungen L & E GmbH, Hering Wärmetauscher AG und R+E Automationstechnik fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von EUR 1,0 Mio. auf EUR 0,5 Mio. Entsprechende Konsequenzen im Management wurden bereits ergriffen.

Investitionen, Abschreibungen, Mitarbeiterentwicklung

Der Anlagenbau ist typischerweise nicht sehr investitionsintensiv. Bilanziell spielt der Aufbau von unfertigen Leistungen eine wesentlich größere Rolle, als Investitionen in das niedrige Anlagevermögen. Die Investitionen in diesem Segment lagen demnach bei lediglich EUR 0,5 Mio. Die Abschreibungen lagen bei EUR 0,4 Mio.

Die Mitarbeiterzahl betrug nahezu unverändert 252 (Vorjahr 251).

Ausblick für 2013 und Folgejahre

Anfang 2013 verkauften wir die R + E Automationstechnik an einen chinesischen Hersteller.

Bezogen auf 2012 haben sich unsere Erwartungen weitgehend erfüllt.

Portfoliofirmen

Zum 31. Dezember 2012 sind folgende Gesellschaften dem Segment Anlagenbau zugeordnet:

Name Produkte Kunden Umsatz
in Mio. EUR
Standort Mitarbeiter
Hering Rohrbündelwärmetauscher Industrie 8,6 Gunzenhausen (D) 84
Langbein und Engelbracht Anlagen für die Bereiche Automatisierungs-, Oberflächen- und Papiertechnik Industrie und Automobil 33,0 Bochum (D) Kaukauna (US) 137
        Shanghei (CN)  
R+E Montageanlagen und Peripherie Industrie 3,2 Fellbach- Schmieden (D) 31
Summe     44,8   252

3. Business Services

Das Segment Business Services erzielte 2012 mit EUR 174,0 Mio. (Vj. EUR 145,0 Mio.) 25 % (Vj. 19 %) der Umsatzerlöse des BAVARIA Konzerns. Der Nettoverlust reduzierte sich von EUR -17,1 Mio. auf EUR -7,0 Mio. Neu hinzugekommen sind mit der Griset S.A.S. (Februar 2012), Technology Luminaires S.A.S. (März 2012) und Portalex Aluminio SA (September 2012) drei Gesellschaften. Ohne diese Neuzugänge hätte der Umsatz EUR 62,1 Mio. und das Nettoergebnis EUR -28,5 Mio. betragen.

Branchenentwicklung

Eine generelle Aussage zur Branchenentwicklung des Bereichs Business Services ist wegen seiner heterogenen Zusammensetzung nur eingeschränkt möglich. Grundsätzlich war die Entwicklung jedoch von erheblichem Kostendruck und der begrenzten Möglichkeit der Portfoliounternehmen geprägt, diesen Druck wegen der individuell unterschiedlichen Wettbewerbssituation am Beschaffungs- und Absatzmarkt weiterzugeben.

Segmentumsatz und -ergebnis

In 2012 wurden die Gesellschaften der Inasa-Gruppe endkonsolidiert. Der Umsatz- und Ergebnisanteil (einschließlich Endkonsolidierungserlösen) innerhalb des Segments beträgt in 2012 noch 36% bzw. 14%.

Investitionen, Abschreibungen, Mitarbeiterentwicklung

Die Investitionen betrugen in 2012 EUR 6,2 Mio. (Vorjahr EUR 5,2 Mio.).

Die Mitarbeiterzahl hat sich im Jahresdurchschnitt primär aufgrund der Erstkonsolidierungen von 292 auf 532 Beschäftigte erhöht.

Ausblick für 2013 und Folgejahre

Die wesentliche Herausforderung für den Bereich Business Services besteht in der Neugewinnung von Kunden. Da diese Unternehmen naturgemäß einen hohen Anteil fixer Kosten haben, steht und fällt die Profitabilität mit der Auslastung der Werke. Generell ist die Auslastung aufgrund der vorhandenen Überkapazitäten in diesen Branchen ungenügend.

Bezogen auf 2012 haben sich unsere Erwartungen in dem Segment nicht erfüllt.

Portfoliofirmen

Zum 31. Dezember 2012 waren folgende drei Gesellschaften dem Segment Business Services zugeordnet.

a) GRISET S.A.S.

Erwerb Februar 2012
Geschäftsführung Jean-Pierre Valade
Sitz Villers Saint-Paul/FR, Maleka/MAL

GRISET S.A.S. mit Niederlassungen in Frankreich und Malaysia zählt zu den führenden europäischen Herstellern von gehämmerten und gefrästen Stufenbändern aus Kupfer-, Kupferlegierungen, Bronze, Messing und Aluminium. Eingesetzt werden diese qualitativ hochwertigen Stufenbänder beispielsweise bei der Fertigung von Leistungstransistoren und anderen elektronischen Bauelementen. Pro Jahr produziert GRISET rund 16.000 Tonnen Walzprodukte.

b) Technology Luminaires S.A.S.

Erwerb März 2012
Geschäftsführung Frédéric Saizy
Sitz Nevers Cedex/FR

Technology Luminaires, früher ein Leuchten-Produktionsstandort von Philips, wurde 1963 in Nevers, in Zentralfrankreich, 250 km südlich von Paris, gegründet.

Diese Hochleistungs-Produktionseinrichtung, die nach ISO 9001, 14001 und OHSAS zertifiziert ist, stellt Leuchten in Leuchtstoff- und LED-Technik für den professionellen Innenbeleuchtungs-Markt her.

c) Portalex Aluminio S.A.

Erwerb August 2012
Geschäftsführung Andrew Smith
Sitz Cacém/PT

Portalex Aluminio S.A. ist ein portugiesisches Aluminium-Strangguss-Unternehmen in Cacém, nahe Lissabon.

Das Unternehmen besteht seit 1971 und ist seit den letzten 40 Jahren mit umfangreichen technischen Möglichkeiten in den Bereichen Aluminium-Strangguss und Oberflächenbehandlung von Aluminiumprofilen der Marktführer im lokalen Marktsegment der Strangguss-Aluminiumprofilen. Die gefertigten Produkte sind nach ISO 9001, 14001, 18001, Qualicoat und Qualanod zertifiziert.

Inasa SA wurde in 2012 endkonsolidiert und befindet sich gegenwärtig in der Liquidation. Noch ist unklar, ob mit positiven Veräußerungsgewinnen gerechnet werden kann.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns

Bilanzrelationen

Die Bilanzsumme des BAVARIA Konzerns beläuft sich zum 31. Dezember 2012 auf EUR 357,3 Mio. Dies entspricht einer Zunahme von 10,5 %. Die Veränderung der Bilanzsumme ist in erster Linie auf die Endkonsolidierungen des Berichtsjahrs zurückzuführen.

Aktivseite

Das Anlagevermögen entspricht mit EUR 115,1 Mio. (Vj. EUR 106,0 Mio.) etwa 32,2 % der Bilanzsumme (Vorjahr 32,8 %). Davon beträgt das Sachanlagevermögen 92,8 % (EUR 106,8 Mio.), im Vorjahr waren es 90,3 % (EUR 95,7 Mio.).

Die kurzfristigen Vermögenswerte - mit Ausnahme der liquiden Mittel - betragen EUR 196,6 Mio. oder 55,0 % der Bilanzsumme (Vj. EUR 170,6 Mio. bzw. 52,8% der Bilanzsumme). Darin enthalten ist ein Vorratsvermögen in Höhe von EUR 86,9 Mio. (Vj. EUR 69,9 Mio.).

Die Zunahme ist primär bedingt durch Änderungen des Konsolidierungskreises.

Die liquiden Mittel (ohne Wertpapiere) betragen zum 31. Dezember 2012 EUR 44,0 Mio. (Vj. EUR 45,6 Mio.).

Passivseite

Das Eigenkapital einschließlich des Unterschiedsbetrages aus der Kapitalkonsolidierung stieg im Konzern von EUR 91,2 Mio. auf EUR 116,0 Mio.; damit erhöhte sich die wirtschaftliche Konzerneigenkapitalquote leicht auf 32,5 % (Vj. 28,2%). Die passiven Unterschiedsbeträge stellen hierbei zukünftige Erträge dar, die auf defizitäre Tochtergesellschaften entfallen, jedoch aus Vorsichtsgründen noch nicht erfolgswirksam vereinnahmt wurden.

Die Rückstellungen stiegen im Jahresvergleich von EUR 98,4 Mio. auf EUR 100,3 Mio. Davon betrugen die Pensionsrückstellungen zum 31. Dezember 2012 EUR 59,8 Mio. (Vj. EUR 56,1 Mio.).

Die Verbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum Vorjahr von EUR 131,5 Mio. auf EUR 138,3 Mio. gesteigert, was hauptsächlich auf die erfolgten Erstkonsolidierungen zurückzuführen ist.

Die Finanzierung erfolgt in erster Linie extern sowie konzerninterner Darlehensvergabe.

Detaillierte Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung sowie zu Mitarbeiterzahlen des BAVARIA Konzerns befinden sich im Anhang.

Ertragslage

Der Umsatz des BAVARIA Konzerns fiel im Geschäftsjahr 2012 auf EUR 686,4 Mio. nach EUR 749,9 Mio. im Vorjahr. Hauptumsatzträger waren die K + S Gruppe mit EUR 199,4 Mio. und die TriStone Gruppe mit EUR 168,7 Mio. Auf die endkonsolidierten Beteiligungen entfällt bis zum Zeitpunkt ihres Ausscheidens ein Umsatz von EUR 62,1 Mio.

Maßgeblich für den Zeitpunkt der Endkonsolidierung ist der Kontrollverlust, der mit dem Verkauf oder der Insolvenz der Beteiligung einhergeht. Die Umsätze und Ergebnisse der Beteiligungen gehen bis zum Zeitpunkt der Endkonsolidierung in den Konzernabschluss der BAVARIA ein und finden somit nur anteilige Berücksichtigung.

Der Jahresüberschuss betrug 2012 im Konzern EUR 55,7 Mio. im Vergleich zu EUR 2,4 Mio. im Vorjahr. Der Konzernjahresüberschuss wurde in beiden Berichtsperioden durch folgende wesentliche Konsolidierungseffekte beeinflusst:

2012 2011
Auflösung neg. Unterschiedsbeträge 50,9 17,0
Endkonsolidierungsgewinne 10,1 33,5
Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte -1,5 -1,7
Verluste und Erträge aus der Schuldenkonsolidierung 0,3 0
  59,8 48,8

Im Hinblick auf die gesamte Entwicklung der aktiven und passiven Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung und der Endkonsolidierungserlöse verweisen wir auf den Anhang.

Abhängigkeit

Die BAVARIA Industriekapital AG befindet sich im Mehrheitsbesitz der AS Beteiligung und Vermögensverwaltung. Wir haben deshalb den nach § 312 AktG notwendigen Bericht über die Beziehung zu verbundenen Unternehmen erstellt. Dieser schließt mit folgender Feststellung: „Zusammengefasst erklären wir hiermit, dass die BAVARIA Industriekapital AG und ihre Tochtergesellschaften nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielten."

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Anfang 2013 verkaufte die BAVARIA Industriekapital AG ihre Beteiligung an der R+E Automatisierungstechnik GmbH.

Mit Vertragsunterzeichnung am 15.02.2013 verkaufte die BAVARIA Industriekapital AG die Kienle und Spiess Gruppe.

Die BAVARIA Industriekapital AG übernahm zum 05.03.2013 den französischen Hersteller von Feuerlöschfahrzeugen SIDES mit Sitz in Saint-Nazaire.

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die künftige Geschäftsentwicklung des BAVARIA Konzerns ist mit Chancen und Risiken verbunden, die mit dem Geschäftsmodell des BAVARIA Konzerns zusammenhängen. Das Risikomanagement des BAVARIA Konzerns ist darauf fokussiert, Risiken zu minimieren und mögliche Erträge mit dem damit verbundenen Risiko abzuschätzen. Da wir grundsätzlich keine Gewinnabführungsverträge schließen und nur in geringem Umfang Garantien oder Bürgschaften für Tochterunternehmen geben, führen Verluste oder Abschreibungen in einzelnen Tochtergesellschaften in der Regel nicht zu negativen finanziellen Konsequenzen auf der Holdingebene. Um Krisen in den Beteiligungen der BAVARIA zu erkennen, werden monatlich wesentliche Kennziffern der Beteiligungen abgefragt und beurteilt.

Chancen und Risiken des Erwerbs von Unternehmen

Durch das spezialisierte Akquisitions-Team der BAVARIA, das über jahrelange Erfahrungen und ausgeprägte Netzwerke beim Erwerb von Unternehmen in Umbruchsituationen verfügt, ergeben sich große unternehmerische Chancen für BAVARIA. Die Attraktivität des Marktsegments "Unternehmen mit Verbesserungspotenzialen" führt zwar zu verstärktem Wettbewerb, der BAVARIA Konzern setzt jedoch auf seine Glaubwürdigkeit als erfahrener und erfolgreicher Sanierungsprofi gegenüber wirtschaftlich und rechtlich häufig weniger erfahrenen Konkurrenten.

Im Zusammenhang mit einem gescheiterten Unternehmenserwerb wurde im März 2011 eine französische Tochtergesellschaft auf Schadensersatz verklagt. Aktuell geht der Vorstand jedoch davon aus, dass sich aus der Klage keine wesentlichen Risiken ergeben werden.

Chancen und Risiken der Sanierung von Unternehmen

BAVARIA kann im Einzelfall Beteiligungen erwerben, deren Restrukturierung sich als schwieriger gestaltet als angenommen. Dadurch kann eine Insolvenz aufgrund der schwierigen Ausgangslage und der schnellen Kaufentscheidung im Einzelfall nicht ausgeschlossen werden. Im Falle des Fehlschlagens einer Sanierung besteht das Risiko des Verlustes der eingesetzten Mittel und Leistungen, d. h. insbesondere des gezahlten Kaufpreises und eventuell bestehender Restforderungen.

Mengen- und Preisschwankungen auf den Kapital- und Rohstoffmärkten können sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaften des BAVARIA Konzerns auswirken. Diesen Risiken begegnet der BAVARIA Konzern auf individueller Unternehmensbasis durch kontinuierliche Überwachung von Indikatoren, um frühzeitig gegensteuern zu können. Der Vorstand der BAVARIA ist in engem Kontakt mit der Geschäftsführung der einzelnen Portfoliounternehmen, erhält eine monatliche Berichterstattung und ist bei vielen Unternehmen zudem im Aufsichtsrat oder Beirat vertreten. Es besteht dennoch das Risiko, dass das Management-Informationssystem notwendige Informationen nicht, zu spät oder falsch liefert und dadurch Fehlentscheidungen getroffen werden.

Obwohl sich die Beteiligungen des BAVARIA Konzerns in verschiedenen Geschäftsfeldern bewegen und somit eine Risikostreuung erreicht wird, können Konjunkturschwächen negative Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BAVARIA Konzerns haben.

Ausfallrisiko auf Ebene der BAVARIA Industriekapital AG

Ein fester Bestandteil der Anlagestrategie der BAVARIA ist es, die Verlustrisiken vertraglich so weit wie möglich zu begrenzen. So werden beispielsweise grundsätzlich keine Ergebnisabführungsverträge im Konzern abgeschlossen. Der Vorstand der BAVARIA wird auch weiterhin nur in Ausnahmefällen und nur in sehr eingeschränktem Umfang Haftungsverhältnisse gegenüber den Beteiligungen eingehen. Das Hauptrisiko der BAVARIA besteht in der Quantifizierung des individuellen Sanierungsaufwands eines Unternehmens und einer daraus resultierenden möglichen Insolvenz einer Beteiligung. Dieses Risiko wird kontinuierlich überwacht.

Personalrisiko

Der Erwerb, die Sanierung und der Verkauf von Unternehmen erfordern von den handelnden Personen einen hohen Grad an fachlicher Kompetenz und Managementerfahrung. Die BAVARIA muss im Rahmen ihres Geschäftsmodells sicherstellen, dass ausreichend qualifiziertes Personal zur Verfügung steht. Aufgrund unserer nachgewiesenen Sanierungserfolge erhalten wir in der Regel zahlreiche und hoch qualifizierte Bewerbungen auf ausgeschriebene Stellen. Durch unser Konzept der sorgfältigen Personalauswahl, große Eigenständigkeit der eingesetzten Restrukturierungsmanager und eine leistungsbezogene Vergütung ist der BAVARIA Konzern ein attraktiver Arbeitgeber. Durch den Einsatz kompetenter Manager ergeben sich somit große Chancen des BAVARIA Geschäftsmodells.

Auch auf der Ebene der BAVARIA Industriekapital AG ergeben sich Risiken aus der Abhängigkeit von einzelnen Führungskräften. Die BAVARIA Industriekapital AG vergrößert kontinuierlich ihr Management-Team, um diesen Risiken entgegenzuwirken.

Finanz-, Zins- und Währungsrisiken

Das Management sieht die weitere Entwicklung des BAVARIA Konzerns in nicht geringem Maße abhängig von Währungs-, Zins- sowie Finanzierungsrisiken, die einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BAVARIA Konzerns haben können.

Die Gesellschaften des BAVARIA Konzerns sind sowohl beschaffungs- als auch absatzseitig immer mehr außerhalb des Euro-Raums tätig. Das Wechselkursrisiko wird deshalb als nicht unerheblich eingeschätzt. Den entstehenden Risiken begegnen die Gesellschaften des BAVARIA Konzerns mit der fallweisen Absicherung durch Devisentermingeschäfte oder geeignete Optionsgeschäfte. Der Konzern beteiligt sich jedoch ausdrücklich nicht an Spekulationsgeschäften.

Vor dem Hintergrund der immer noch zurückhaltenden Kreditvergabe durch die Kreditinstitute könnte sich die Refinanzierung für einige Beteiligungsunternehmen schwierig gestalten. Das Risiko einer möglichen Zinssteigerung oder zögerlichen Kreditvergabe kann somit nicht unerhebliche Auswirkungen auf die Finanzlage der Beteiligungsgesellschaften und damit indirekt auch auf die BAVARIA Industriekapital AG haben. Steigende Zinsen erhöhen die Finanzierungskosten der Beteiligungen, was deren Sanierung, die Ausschüttungsfähigkeit und auch die Veräußerungsmöglichkeiten nachteilig beeinflussen können.

Steuerliche Risiken

Aus dem Geschäftsmodell der BAVARIA resultieren steuerliche Risiken, die wir permanent überwachen. Wegen der grundsätzlichen Freistellung von Beteiligungserträgen aus Kapitalgesellschaften verfügt die BAVARIA über eine niedrige Steuerquote. Wir gehen dabei von der Anwendbarkeit des § 8b KStG auf die BAVARIA aus.

Risikomanagementsystem

Der Vorstand der BAVARIA hat ein Risikofrüherkennungssystem installiert, damit den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig erkannt werden. Der Risikobericht wird halbjährlich aktualisiert. Tochtergesellschaften sind in das formale Risikomanagement nicht einbezogen.

Sonstige Angaben

Die BAVARIA Industriekapital AG klagt gegen einen amtierenden und einen ehemaligen Vorstand auf Schadensersatz.

Ausblick

Gesamtwirtschaft

Der IWF geht in seiner Prognose für die deutsche Wirtschaft von 0,6 Prozent Wachstum in 2013 aus.

Der Weltkonjunktur sagt der IWF 2013 ein Plus von 2,9 Prozent voraus. Für kommendes Jahr rechnet der Fonds mit einem globalen Wachstum von 3,5 Prozent. In der Euro Zone soll die Wirtschaft 2013 um 0,-0,2 Prozent schrumpfen - womit die Depression des Jahres 2012 noch nicht vollständig überwunden wäre - für 2014 wird ein Plus von 1,0 Prozent erwartet.

BAVARIA Industriekapital AG

Die zukünftige Entwicklung der BAVARIA Industriekapital AG ist einerseits abhängig von der Entwicklung der bestehenden Portfoliogesellschaften und wird andererseits stark beeinflusst von Akquisitionen und Verkäufen von Unternehmen. Die BAVARIA Industriekapital AG ist mit ihrem bestehenden Beteiligungsportfolio erfolgreich in das Jahr 2013 gestartet. Bezüglich der voraussichtlichen Entwicklung der einzelnen Segmente verweisen wir auf den Abschnitt „Beteiligungsportfolio".

Im Jahr 2013 rechnen wir - getrieben von einem allmählichen Überwinden der Euro Schuldenkriese - mit einer leichten Nachfragebelebung gegenüber Vorjahr. Wir werden daher den Fokus weiterhin auf eine effiziente Bewältigung der Aufträge legen. Chancen sehen wir gleichzeitig in der Gewinnung von Marktanteilen, beispielsweise durch Erschließen neuer Kundensegmente. Investitionen werden intensiv geprüft und nur in Abhängigkeit zu ihrem absehbaren Nutzen freigegeben werden. Höhere Prozessrisiken können wir nicht ausschließen.

Neuerwerbungen dürften für die BAVARIA trotz des zunehmenden Wettbewerbs gerade im deutschsprachigen Raum aufgrund unseres Rufs und der Erfolge bei der Sanierung weiterhin eine wichtige Quelle unseres Wachstums sein. Das bedeutet, dass wir weiterhin für das Jahr 2012 und darüber hinaus drei bis vier Neuerwerbungen pro Jahr anstreben, sofern sich die Unternehmensbewertungen in einem realistischen Rahmen bewegen. Bei Akquisitionen werden wir uns qualitativ sowie größenmäßig nach oben orientieren. Dabei denken wir neben unserem traditionellen Geschäftsfeld der Übernahme von Unternehmen mit Verbesserungspotenzialen (EBIT Marge unter 3 %) auch weiterhin daran, verstärkt durch ergänzende Akquisitionen bei bestehenden Beteiligungen zu wachsen. Westeuropa bleibt für die BAVARIA ein wichtiger und interessanter Wachstumsmarkt.

Die Akzeptanz, die wir gerade in schwierigen Fragen des Mitarbeiterabbaus bei den Gewerkschaften und Betriebsräten gefunden haben, trägt neben der Börsennotierung dazu bei, dass wir in der Lage sein werden, von den sich vermehrt bietenden Kaufgelegenheiten zu profitieren.

Die BAVARIA sieht sich nach wie vor in der Lage, das bestehende Beteiligungsportfolio mittel- bis langfristig zu halten. Derzeit ist nicht abschätzbar, wann es zu weiteren erfolgreichen Veräußerungen aus dem Portfolio kommen wird.

Eine konkrete Prognose zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist vor diesem Hintergrund nicht möglich. Auf Grund des bestehenden Portfolios geht der Vorstand für dieses Jahr und die kommenden Jahre von einer positiven Entwicklung bezüglich Ergebnis und Eigenkapital der BAVARIA Industriekapital AG aus. Die Voraussetzungen dafür sind gegeben.

 

München, den 15. April 2013

Reimar Scholz, Vorstand

Harald Ender, Vorstand

Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2012

AKTIVA

EUR
31.12.2012
TEUR
31.12.2011
A. ANLAGEVERMÖGEN      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.117.724,13   1.334
2. Geschäfts- oder Firmenwert 5.508.068,57   7.026
3. Geleistete Anzahlungen 351.412,16   28
    7.977.204,86 8.388
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 50.381.768,79   40.335
2. Technische Anlagen und Maschinen 47.726.022,88   43.794
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.881.149,47   4.668
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.764.085,09   6.869
    106.753.026,23 95.666
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9,00   0
2. Beteiligungen 92.172,66   1.993
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.229,74   0
4. Sonstige Ausleihungen 264.000,00   0
    357.411,40 1.993
B. UMLAUFVERMÖGEN      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 28.903.226,57   22.428
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 31.882.563,30   28.196
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 23.025.145,55   17.830
4. Geleistete Anzahlungen 3.077.902,27   1.475
    86.888.837,69 69.929
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 80.705.613,74   75.163
2. Sonstige Vermögensgegenstände 25.685.870,89   24.851
    106.391.484,63 100.014
III. Wertpapiere      
Sonstige Wertpapiere 3.367.035,78   661
    3.367.035,78 661
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks   44.007.019,69 45.569
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   1.542.024,41 1.118
    357.284.044,69 323.338

PASSIVA

     
  EUR
31.12.2012
TEUR
31.12.2011
A. EIGENKAPITAL      
I. Ausgegebenes Kapital   5.809.349,00 5.969
II. Kapitalrücklage   9.037.437,00 8.606
III. Gewinnrücklagen   158.714,00 431
IV. Bilanzgewinn   68.662.122,87 15.024
V. Ausgleichsposten für Fremdanteile   1.881.831,95 1.073
VI. Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung   -1.130.252,84 -2.461
    84.419.201,98 28.642
B. PASSIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER KAPITALKONSOLIDIERUNG   31.606.670,69 62.579
C. RÜCKSTELLUNGEN      
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 59.788.201,46   56.143
2. Steuerrückstellungen 5.102.939,65   6.829
3. Sonstige Rückstellungen 35.372.029,55   35.476
    100.263.170,66 98.448
D. VERBINDLICHKEITEN      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 30.909.372,06   42.485
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 12.744.143,36   8.910
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 71.172.360,49   61.130
4. Sonstige Verbindlichkeiten 23.486.654,98   18.928
    138.312.530,89 131.453
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   1.335.561,60 1.487
F. PASSIVE LATENTE STEUERN   1.346.908,87 729
    357.284.044,69 323.338

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012

2012
EUR
2011
TEUR
1. Umsatzerlöse   686.374.953,27 749.935
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   -3.725.200,18 -539
3. Andere aktivierte Eigenleistungen   918.212,91 1.342
4. Sonstige betriebliche Erträge   73.136.208,47 73.924
5. Gesamtleistung   756.704.174,47 824.662
6. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfsund Betriebsstoffe und für bezogene Waren -342.498.922,21   -437.039
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -45.875.372,96   -45.254
    -388.374.295,17 -482.293
7. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter -137.105.896,93   -144.506
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -35.687.749,15   -35.449
    -172.793.646,08 -179.955
8. Abschreibungen   -26.851.399,69 -22.646
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -88.828.171,82 -115.340
10. Betriebsergebnis   79.856.661,71 24.428
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   423.250,67 361
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens   -508.095,70 -6
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -8.196.110,31 -8.280
14. Finanzergebnis   -8.280.955,34 -7.925
15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   71.575.706,37 16.503
16. Außerordentliche Erträge   2.981.678,46 688
17. Außerordentliche Aufwendungen   -7.272.555,69 -7.959
18. Außerordentliches Ergebnis   -4.290.877,23 -7.271
19. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -9.118.722,13 -5.503
20. Sonstige Steuern   -2.509.710,15 -1.294
21. Jahresüberschuss   55.656.396,86 2.435
22. Gewinnvortrag/Verlustvortrag   15.024.361,11 15.230
23. Ertrag aus offener Absetzung des Nennbetrags eigener Anteile   143.214,00 0
24. Aufwand aus Wegfall der offenen Absetzung des Nennbetrags eigener Anteile   -431.937,00 188
25. Einstellung in die Rücklage wegen eigener Anteile   -143.214,00 -188
26. Auflösung der Rücklage wegen eigener Anteile   431.937,00 0
27. Einstellung in Kapitalrücklage nach § 237 Abs. 5 AktG   -431.937,00 0
28. Ertrag aus Kapitalherabsetzung   431.937,00 0
29. Erwerb eigener Anteile   -1.915.817,62 -2.518
30. Anderen Gesellschaftern zustehender Gewinn   -102.817,48 -123
31. Bilanzgewinn   68.662.122,87 15.024

Konzern-Anhang für das Geschäftsjahr 2012

I. BAVARIA Industriekapital AG - Kurzprofil

Die BAVARIA Industriekapital AG (BAVARIA) wurde am 3. April 2002 gegründet. Sie hat ihren Sitz in München und ist dort beim Amtsgericht im Handelsregister, Abteilung B, seit 8. August 2002 unter der Nummer 143 858 eingetragen. Die Notierungsaufnahme der Aktien der Gesellschaft (ISIN DE0002605557) im Entry Standard (Open Market) der Frankfurter Wertpapierbörse erfolgte am 26. Januar 2006.

Die BAVARIA ist eine industrielle Holding, die Unternehmen übernimmt und das Ergebnis durch aktives Management steigert. Das Geschäftsmodell umfasst den Erwerb und die Ertragsverbesserung von Beteiligungen. Die BAVARIA beschränkt sich somit nicht - anders als bei klassischen Beteiligungsgesellschaften - auf das bloße Halten und Verwalten von Beteiligungen. Im Dreiklang strebt die BAVARIA die Senkung der Kosten, die Erschließung neuer Umsatzpotenziale und die weitgehende Erhaltung der Arbeitsplätze an. Sie setzt auf die Initiative der Belegschaft, die Innovationskraft des Unternehmens zu steigern und alle Formen der Verschwendung - z. B. durch Ausschussraten oder unnötige Wartezeiten in der Fertigung - zu vermeiden. Denn nur nachhaltig profitable Unternehmen bieten sichere Arbeitsplätze. Zur Ergebnissteigerung arbeitet die Gesellschaft mit einem eigenen Spezialistenteam, das zur Unterstützung des jeweiligen Managements bereitsteht.

II. Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst neben der BAVARIA als Muttergesellschaft die verbundenen Unternehmen, bei denen der BAVARIA direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte zusteht bzw. bei denen in anderer Weise die einheitliche Leitung ausgeübt wird, sofern nicht besondere Ausschlussgründe vorliegen.

Die in den Konsolidierungskreis der BAVARIA einbezogenen Unternehmen sind gesondert in der 'Aufstellung des Anteilsbesitzes' im Anhang dargestellt.

Insgesamt siebzehn Gesellschaften wurden durch Inanspruchnahme des Wahlrechts nach § 296 Abs. 1, 2 HGB nicht in die Konsolidierung einbezogen.

Die folgenden Gesellschaften wurden wegen Ihrer untergeordneten Bedeutung gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen:

CARBODY Otomotiv Izolasyon Sistemleri Ticaret Limited Sirketi, Istanbul, Türkei

CARBODY Deutschland GmbH, München

Weiterhin wurden folgende Gesellschaften gemäß § 296 Abs. 1 Nr. 1 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, weil die Gesellschaften einen Insolvenzeröffnungsantrag gestellt haben oder über deren Vermögen das Insolvenzverfahren bereits eröffnet wurde:

SwissTex Winterthur AG, Winterthur, Schweiz

Elfotec AG, Mönchaltdorf, Schweiz (in Abwicklung)

Elfotec Ltd., Annacotty, Irland (in Abwicklung)

Fonderie Aluminium de Cléon SAS, Cléon, Frankreich

Xenterio GmbH, Offenburg

FARAL S.p.A., Modena, Italien

FARAL France SAS, Carmaux, Frankreich

Hunsfos Fabrikker AS, Vennesla, Norwegen

OSNY Pharma SAS, Osny, Frankreich

OSNY Pharma Holding SAS, Osny, Frankreich

SwissTex France SAS, Valence, Frankreich

Inasa Foil Sabiñánigo S.L.
(ehemals: Laminados Sabiñánigo S.L.), Sabiñánigo, Huesca, Spanien

INASA Foil S.A., Irurtzun bei Pamplona, Spanien

Seit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der INASA Foil S.A. ist auch die Ausübung der Rechte der BAVARIA in Bezug auf das Vermögen der Inasa Foil GmbH (ehemals baikap Holding 080309 GmbH), München, nachhaltig beeinträchtigt. Deshalb wurde die Gesellschaft gemäß dem Wahlrecht nach § 296 Abs. 1 Nr. 1 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

Die CARBODY Czech Republic s.r.o., Mlada Boleslav, Tschechische Republik wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 296 Abs. 1 Nr. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, weil die für die Aufstellung des Konzernabschlusses erforderlichen Angaben nicht ohne Verzögerungen zu erhalten gewesen wären.

Die Gesellschaften

Bavaria Luminaires Holding SAS, Nanterre, Frankreich

Technology Luminaires SAS, Nevers Cedex, Frankreich

CARBODY SAS, Witry-les-Reims, Frankreich

vosla GmbH, Plauen

Portalex Aluminio SA, Cacém, Portugal

wurden im Berichtsjahr zum ersten Mal konsolidiert.

Die Einbeziehung im Wege der Vollkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung.

Der Konsolidierungskreis der BAVARIA ist kontinuierlichen Veränderungen unterworfen, so dass ein Vergleich der Konzernabschlüsse im Zeitablauf nur eingeschränkt möglich ist. Aufgrund der unterschiedlichen Geschäftstätigkeit der jeweils einbezogenen Unternehmen sind dabei insbesondere die Relationen der einzelnen Posten der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zueinander von permanenter Veränderung gekennzeichnet.

Nachfolgend werden die Veränderungen des Konsolidierungskreises gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 dargestellt:

Die Inasa Foil S.A., die Inasa Foil Sabiñaningo S.L. und die Inasa Foil GmbH wurden zum 31.12.2012 endkonsolidiert, da während des Jahresverlauf deutlich wurde, dass ein Rückerlangen der Kontrolle über die Gesellschaften unwahrscheinlich erscheint.

Mit Wirkung zum 01. Februar 2012 wurden der Geschäftsbetrieb der Griset S.A.S sowie 100% der Anteile der Griset Malaysia SDN.BHD übernommen.

Am 05.03.2012 erfolgte die Erstkonsolidierung der neu erworbenen Technology Luminaires S.A.S.

Zum 29.02.2012 wurde mit Carbody S.A.S. eine weitere Neuerwerbung erstkonsolidiert.

Zum 03.09.2012 wurden zwei neu erworbene Gesellschaften erstkonsolidiert, die vosla GmbH sowie die Portalex Aluminio S.A.

Den beschriebenen Erst- und Endkonsolidierungen lagen folgende Kennzahlen zugrunde:

Inasa Foil GmbH
TEUR
Inasa Sei S.L.
TEUR
Inasa Foil SA.
TEUR
TechLum S.A.S.
TEUR
Anlagevermögen 0 1.006 9.184 643
Umlaufvermögen 60 11.085 8.342 5.857
- davon liquide Mittel 25 1.436 3.120 0
  60 12.091 17.526 6.500
Eigenkapital 21 -3.659 -6.416 123
Rückstellungen 2 1.244 8.818 3.241
Verbindlichkeiten 37 14.506 15.124 3.136
- davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 1.467 10.113 0
  60 12.091 17.526 6.500
Umsatz 2012 228 37.946 26.087 26.058
Jahresergebnis 2012 7 -532 -6.102 412
Griset S.A.S.
TEUR
Carbody SAS.
TEUR
Vosla GmbH
TEUR
Portalex S.A.
TEUR
Anlagevermögen 707 11.333 3.799 7.372
Umlaufvermögen 3.116 16.949 6.475 16.977
- davon liquide Mittel 106 -28 25 3.821
  3.823 28.282 10.274 24.349
Eigenkapital 100 12.266 5.025 16.609
Rückstellungen 1.839 6.347 2.471 2.395
Verbindlichkeiten 1.884 9.669 2.778 5.345
- davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 254 0 0 0
  3.823 28.282 10.274 24.349
Umsatz 2012 78.481 38.148 15.055 7.312
Jahresergebnis 2012 14.107 -1.710 295 -1.343

III. Konzernabschlussstichtag

Der Konzernabschluss wird zum Stichtag der Muttergesellschaft BAVARIA (31. Dezember 2012) aufgestellt.

Die Geschäftsjahre der operativen Beteiligungen stimmen mit dem Geschäftsjahr der Muttergesellschaft überein. Soweit sich bei den Tochtergesellschaften wertaufhellende Tatsachen bis zur Aufstellung dieses Konzernabschlusses ereignet haben, wurden diese berücksichtigt.

IV. Konsolidierungsgrundsätze

Rechnungslegungsgrundsätze

Der Jahresabschluss der BAVARIA zum 31. Dezember 2012 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt.

Die Jahresabschlüsse der Einzelgesellschaften wurden nach den Grundsätzen der §§ 238 ff. HGB, insbesondere nach den Vorschriften für Kapitalgesellschaften gem. §§ 264 ff. HGB und den Vorschriften des Aktiengesetzes erstellt.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt.

Gesetzlich vorgeschriebene Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind jeweils zum Teil zusammengefasst. Die notwendigen Aufgliederungen und Vermerke sind im Anhang aufgeführt.

Die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen ist Aufgrund der Änderung innerhalb des Konsolidierungskreises nur bedingt gegeben.

Die Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Konsolidierungsmethoden

Methode der Kapitalkonsolidierung

Für Erwerbsvorgänge bis zum 31. Dezember 2009:

Erwerbe bis zum 31. Dezember 2009 wurden entsprechend dem gesetzlichen Wahlrecht gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F. nach der Buchwertmethode auf der Grundlage der Wertansätze der Anteile an den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen zum Erwerbszeitpunkt in den Konzernabschluss (§ 301 Abs. 2 HGB) einbezogen.

Für Erwerbsvorgänge ab dem 1. Januar 2010:

Die Kapitalkonsolidierung wird unter Anwendung der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB) in der Weise vorgenommen, dass die Gegenleistung für einen Unternehmenserwerb (Anschaffungskosten) mit den erworbenen identifizierten Vermögenswerten, übernommenen Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten, jeweils bewertet mit den beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt, verrechnet wird.

Wenn sich aktive Aufrechnungsdifferenzen ergaben, wurden diese, soweit sie nicht einzeln zuordenbar waren, in der Konzernbilanz aktiviert und über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Passive Unterschiedsbeträge werden entsprechend § 309 Abs. 2 HGB passiviert und gegebenenfalls ergebniswirksam aufgelöst.

Die passiven Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden mit Rücksicht auf ihren Charakter in der Konzernbilanz gesondert zwischen dem Eigen- und dem Fremdkapital ausgewiesen.

Sonstige Konsolidierungsvorgänge

Forderungen, Verbindlichkeiten, Umsatzerlöse, sonstige Aufwendungen und sonstige Erträge, Zinserträge und die korrespondierenden Aufwendungen sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises bei den einbezogenen Unternehmen wurden eliminiert.

Auf die wesentlichen ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgänge werden Steuerabgrenzungen vorgenommen, soweit sich der abweichende Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleicht.

V. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Berichtsjahr sowie im Vorjahr wurden die Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der neuen Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (kurz BilMoG) angewendet.

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren unverändert zum Vorjahr die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Bewertung erfolgte grundsätzlich unter Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (Going Concern) gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB. Bei den Bewertungen der Inasa Foil S.A. wurde von den Zerschlagungswerten ausgegangen.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibung bewertet. Die Nutzungsdauer beträgt i. d. R. 3 - 5 Jahre. Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich aus der Gegenüberstellung von Anschaffungskosten und dem Wert der einzelnen Vermögensgegenstände des Unternehmens, abzüglich der Schulden im Zeitpunkt der Übernahme und wird seit 1.1.2010 grundsätzlich planmäßig innerhalb von fünf Jahren abgeschrieben (zuvor: 10 Jahre).

Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend der Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert in Höhe von EUR 150,00 netto werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots erfolgen bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs-/Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt und berücksichtigen angemessene Kosten der allgemeinen Verwaltung.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert abzüglich einer Pauschalabwertung für das allgemeine Kreditrisiko bewertet. Bei zweifelhaften Forderungen werden Einzelabwertungen vorgenommen. Auf Fremdwährung lautende Forderungen werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet, sofern die Restlaufzeit weniger als 12 Monate beträgt.

Bei Restlaufzeiten über 12 Monaten erfolgt die Bewertung mit den Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen.

Wertpapiere sind zu Anschaffungskosten bzw. mit ihrem niedrigeren Wert angesetzt.

Flüssige Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt. Bestände in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Die Pensionsrückstellungen wurden aufgrund der vertraglichen Versorgungsansprüche gebildet. Die Leistungsverpflichtungen aus Pensionszusagen wurden unter Zugrundelegung von Wahrscheinlichkeiten mit dem anhand des versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelten Erfüllungsbetrag bewertet. Zukünftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen wurden bei der Ermittlung des Barwerts der erdienten Anwartschaft berücksichtigt.

Die versicherungsmathematische Bewertung des Erfüllungsbetrags basiert auf einem Abzinsungssatz von 5,00% - 5,06%, je nach individueller Restlaufzeit der Verpflichtungen. Sofern keine bestimmte Restlaufzeit angenommen werden konnte, wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichte Zinssatz verwendet. Die Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden mit 1,5 - 2,5 % per annum berücksichtigt. Die Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf den Heubeck'schen Sterbetafeln (2005G) bzw. bei ausländischen Tochtergesellschaften auf den jeweiligen landestypischen Sterbetafeln, die die statistischen Ämter zur Verfügung gestellt haben.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. In den sonstigen Rückstellungen sind in angemessenem und ausreichendem Umfang individuelle Vorsorgen für alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen gebildet. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Die Ermittlung der Steuerrückstellung erfolgte unter der Annahme der Anwendbarkeit des § 8b KStG auf die BAVARIA.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag passiviert. Auf Fremdwährung lautende Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr gilt dies weiterhin nur, falls die Umrechnung bei Verbindlichkeiten einen höheren Betrag ergibt.

Auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlust- und Zinsvorträgen wird ein Überhang an passiven latenten Steuern angesetzt, wenn insgesamt von einer Steuerbelastung in künftigen Geschäftsjahren auszugehen ist. Sofern insgesamt eine künftige Steuerentlastung erwartet wird, erfolgt gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB kein Ansatz von aktiven latenten Steuern.

Währungsumrechnung

Finanzanlagen, Forderungen, Sonstige Vermögensgegenstände, Wertpapiere, Flüssige Mittel, Rückstellungen, Finanzschulden und andere Verbindlichkeiten sowie Haftungsverhältnisse in fremder Währung werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Umrechnung von in Fremdwährung erworbenen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens oder der Vorräte erfolgt grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs des Transaktionszeitpunkts.

Die funktionale Währung der BAVARIA als Konzernmutter ist Euro (EUR).

Die Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Einzelabschlüsse erfolgt nach der Methode der funktionalen Währung.

Dabei wurden alle Bilanzposten der einbezogenen ausländischen Konzernunternehmen mit Ausnahme des Eigenkapitals (Gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag), das zu historischen Kursen umgerechnet wurde, mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags in Euro umgerechnet. Die aus der Veränderung der Devisenkurse zum Vorjahr entstehenden Differenzen aus der Umrechnung des Eigenkapitals wurden erfolgsneutral in die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung eingestellt.

Aufwendungen und Erträge wurden mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Das Jahresergebnis der umgerechneten Gewinn- und Verlustrechnung wurde in die Bilanz übernommen und die Differenz erfolgsneutral in die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung eingestellt.

Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds enthält den Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten sowie kurzfristige Wertpapiere des Umlaufvermögens.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist nachfolgend dargestellt

Anschaffungs- und Herstellungskosten
(A) 01.01.2012
T€
Zugänge
T€
Abgänge
T€
Umbuchungen
T€
Währungs-
änderungen
T€
Veränd.
Kons.
Kreis
T€
(C) 31.12.2012
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände              
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.349 1.987 575 1 80 -284 5578
2. Geschäfts- oder Firmenwert 18.954 9 18 0 0 0 18.947
3. Geleistete Anzahlungen 28 324 0 0 0 0 351
  23.331 2.320 590 7 80 -264 24.877
IL Sachanlagen              
1. Grundstücke und Gebäude 54.058 4.026 172 181 1305 6.386 65.784
2. Technische Anlagen und Maschinen 82.038 16.675 3.305 1.241 2.328 -5.895 93.082
3. Andere Anlagen, Betriebs- Geschäftsausstattungen 11.123 2.547 1.549 69 118 -1.578 10.731
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.883 1.755 3.239 -1.492 86 -576 3.418
  154.102 25.003 8.264 -1 3.837 -1.663 173.014
III. Finanzanlagen              
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0 0 0
2. Beteiligungen 1.993 83 0 0 0 -1.984 92
3. Wertpapiere den Anlagevermögens 0 1 0 0 0 0 1
4. Sonstige Ausleihungen 0 264 0 0 0 0 264
  1.993 348 0 0 0 -1984 357
  179.426 27.670 8.854 0 3917 -3.910 198.247
Abschreibungen
(B) 01.01.2012
T€
Zugänge
T€
Abgänge
T€
Umbuchungen
T€
Währungs-
änderungen
T€
Veränd.
Kons.
Kreis
T€
(D) 31.12.2012
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände              
1 Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.014 898 495 0 43 0 3.460
2. Geschäfts- oder Firmenwert 11.928 1.517 6 0 0 0 13.439
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0 0 0
  14.942 2.415 501 0 43 0 16.899
IL Sachanlagen              
1 Grundstücke und Gebäude 13.723 3240 0 0 194 -1.755 15.402
2. Technische Anlagen und Maschinen 38.244 19.452 3.010 0 1.519 -10.849 45.356
3. Andere Anlagen, Betriebs-Geschäftsausstattungen 6.455 1.745 1.507 0 3 -847 5949
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 14 0 360 0 0 0 -346
  58.436 24.437 4.877 0 1.716 -13.451 66.262
III. Finanzanlagen              
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0 0 0
2. Beteiligungen 0 0 0 0 0 0 0
3. Wertpapiere den Anlagevermögens 0 0 0 0 0 0 0
4. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0 0 0
  0 0 0 0 0 0 0
  73.378 26.852 5.377 0 1.759 -13.451 83.161
Buchwerte
(C)-(D)
31.12.2012
T€
(A)-(B)
31.12.2011
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1 Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.118 1.334
2. Geschäfts- oder Firmenwert 5.508 7.026
3. Geleistete Anzahlungen 351 28
  7.977 8.388
IL Sachanlagen    
1 Grundstücke und Gebäude 50.382 40.335
2. Technische Anlagen und Maschinen 47.726 43.794
3. Andere Anlagen, Betriebs-Geschäftsausstattungen 4981 4.668
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.764 6.869
  106.754 95.666
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0
2. Beteiligungen 92 1.993
3. Wertpapiere den Anlagevermögens 1 0
4. Sonstige Ausleihungen 264 0
  357 1.993
  115088 106.047

Immaterielle Vermögenswerte

Die Geschäfts- oder Firmenwerte haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

2012
Zugang Abgang Veränd.Kons. Abschreibung Buchwert
  0 0 0 1.517 5.509
2011
Zugang Abgang Veränd. Kons. Abschreibung Buchwert
  891 688 0 1.693 7.026

Der Geschäfts- oder Firmenwert zum 31. Dezember 2012 setzt sich im Wesentlichen zusammen aus Gesellschaften der K+S (TEUR 3.385), und der TriStone Gruppe (TEUR 1.763). Der verbleibende durchschnittliche Abschreibungszeitraum für die Geschäfts- oder Firmenwerte beträgt rund 5 Jahre.

Die Nutzungsdauer der Geschäfts- oder Firmenwerte beträgt für vor dem 1.1.2010 erworbene Firmenwerte 10 Jahre. Diese, die Fünfjahresfrist gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 20 HGB übersteigende Nutzungsdauer für Geschäfts- oder Firmenwerte von 10 Jahren, hat sich dabei an der langfristigen Halteabsicht der jeweiligen Gesellschaften orientiert.

Für nach dem 1.1.2010 erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte beträgt die Nutzungsdauer 5 Jahre.

Die Nutzungsdauer der Rechte und Lizenzen beträgt 3 bis 5 Jahre. Der Ermittlung der Nutzungsdauern wurde die voraussichtliche tatsächliche Nutzung zugrunde gelegt. Sämtliche immaterielle Vermögenswerte werden linear abgeschrieben.

Sachanlagen

Die Nutzungsdauer für Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt 3 bis 10 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen 8 bis 20 Jahre je nach wirtschaftlicher Nutzung. Die Gebäude werden über eine wirtschaftliche Nutzungsdauer von 25 bis 50 Jahren abgeschrieben.

Finanzanlagen

Der Posten Anteile an verbundenen Unternehmen enthält die nicht konsolidierten Beteiligungen zum Anschaffungspreis abzgl. notwendiger Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Geographische Aufteilung

Das Anlagevermögen teilt sich geographisch wie folgt auf:

31.12.2012 Deutschland
TEUR
Europäische Union
TEUR
Europa übrige
TEUR
Asien
TEUR
Gesamt
TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 2.196 5.728 0 53 7.977
Sachanlagen 24.394 82.347 0 12 106.753
Finanzanlagen 9 348 0 0 357
Summe Anlagevermögen 26.599 88.423 0 65 115.087

31.12.2011 Deutschland
TEUR
Europäische Union
TEUR
Europa übrige
TEUR
Asien
TEUR
Gesamt
TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 2.118 6.196 0 75 98.389
Sachanlagen 18.747 76.899 0 20 5.666
Finanzanlagen 9 1.984 0 0 1.993
Summe Anlagevermögen 20.874 85.078 0 95 106.048

Umlaufvermögen

(ohne Wertpapiere und Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten)

31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 28.903 22.428
Unfertige Erzeugnisse 31.883 28.196
Fertige Erzeugnisse und Waren 23.025 17.829
Geleistete Anzahlungen 3.078 1.475
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 80.706 75.163
Sonstige Vermögensgegenstände 25.686 24.851
  193.281 169.942

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten TEUR 13.343 Forderungen gegenüber dem Finanzamt.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen von TEUR 934 mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr enthalten. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind solche mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 1.213 enthalten.

Eigenkapital

Das Eigenkapital erhöht sich im Berichtsjahr um TEUR 55.777 auf TEUR 84.419.

31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Gezeichnetes Kapital 5.809 5.969
Kapitalrücklage 9.037 8.605
Gewinnrücklagen 159 431
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung -1.130 -2.461
Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter 1.882 1.073
Konzernbilanzgewinn 68.662 15.025
Eigenkapital 84.419 28.642

Im Konzernbilanzgewinn von TEUR 68.662 ist ein Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von TEUR 15.024 enthalten.

1. Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital beträgt EUR 5.962.563,00. Es ist in voller Höhe einbezahlt und in 5.962.563 Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von EUR 1,00 je Stück eingeteilt.

Das bedingte Kapital beträgt EUR 49.500,00.

Die eigenen Anteile werden mit ihrem rechnerischen Nennwert offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt. Die eigenen Anteile sind aufgrund von Ermächtigungen nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erworben worden. Aus diesen eigenen Anteilen stehen der Gesellschaft keine Rechte zu; sie sind insbesondere nicht dividendenberechtigt.

a Eigene Aktien

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 11. Juni 2010 wurde die Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis 10. Juni 2015 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des im Zeitpunkt des Erwerbs eigener Aktien geltenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise, in diesem Fall auch mehrmals, ausgeübt werden. Die von der Hauptversammlung am 29. Mai 2009 beschlossene Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wurde mit dem Wirksamwerden der neuen Ermächtigung aufgehoben.

Da die von der Hauptversammlung vom 11. Juni 2010 beschlossene Ermächtigung (nahezu) vollständig ausgeschöpft und von den 441.937 zurückerworbenen Aktien 431.937 zwischenzeitlich eingezogen wurden, wurde mit Hauptversammlungsbeschluss vom 25.05.2012 die Gesellschaft gemäß § 71 Absatz 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 24. Mai 2017 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise, in diesem Fall auch mehrmals, für einen oder mehrere Zwecke ausgeübt werden. Die von der Hauptversammlung am 11. Juni 2010 beschlossene Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wird mit dem Wirksamwerden dieser neuen Ermächtigung aufgehoben.

Dabei gilt, dass auf die durch diese Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat oder noch besitzt, oder die ihr gemäß §§ 71d und 71e AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals der Gesellschaft entfallen dürfen.

Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Gesellschaft, die aufgrund der vorstehenden Ermächtigung erworben werden, zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken zu verwenden, insbesondere zu folgenden:

Sie können zur Einführung von Aktien der Gesellschaft an ausländischen Börsen verwendet werden, an denen sie bisher nicht zum Handel zugelassen sind.

Die Aktien können gegen Sachleistungen veräußert werden, insbesondere Dritten im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen daran, einschließlich der Erhöhung bestehenden Anteilsbesitzes, angeboten oder gewährt werden.

Sie können Personen, die in einem Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder der mit der Gesellschaft im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen stehen oder standen, zum Erwerb angeboten oder mit einer Sperrfrist von nicht weniger als einem Jahr zugesagt bzw. übertragen werden. Soweit Personen die Aktien im Rahmen eines Aktienoptionsprogramms angeboten werden, gilt eine Sperrfrist von vier Jahren.

Sie können eingezogen werden, ohne dass die Durchführung der Einziehung eines weiteren Beschlusses der Hauptversammlung bedarf. Sie können auch im vereinfachten Verfahren ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen rechnerischen Betrages der übrigen Stückaktien am Grundkapital der Gesellschaft eingezogen werden. Die Einziehung kann auf einen Teil der erworbenen Aktien beschränkt werden. Von der Ermächtigung zur Einziehung kann mehrfach Gebrauch gemacht werden.

Sie können auch - unter Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes (§ 53a AktG) ­wieder über die Börse, eine börsenähnliche Einrichtung oder Handelsplattform, mittels eines an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichteten öffentlichen Kaufangebots bzw. mittels einer an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichtete öffentliche Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten verkauft werden.

Zum 31. Dezember 2012 hat die Gesellschaft

auf Grundlage der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 20. Juni 2008 insgesamt 150.986 eigene Aktien (davon 139.458 Stück in 2008) erworben,

auf Grundlage der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 29. Mai 2009 insgesamt 70.150 eigene Aktien (davon im Rahmen eines öffentlichen Rückkaufangebots auf Grundlage der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 29. Mai 2009 27.260) erworben,

auf Grundlage der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 11. Juni 2010 insgesamt 220.801 eigene Aktien (davon 16.092 Stück in 2010 und 188.139 Stück in 2011) erworben,

von den insgesamt 441.937 eigenen Aktien wurden im Zuge der beschlossenen Kapitalherabsetzung im April 2012 431.937 Stück eingezogen,

auf Grundlage der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 insgesamt 143.214 eigene Aktien erworben.

Auf die eigenen Aktien entfällt insgesamt ein Anteil des Grundkapitals von EUR 153.214 (2,6%).

Aktienrückkäufe in 2012 auf Grundlage der Hauptversammlung vom 11. Juni 2010

Datum Zurückgekaufte Aktien (Stück) Anteil am Grundkapital
(in %)
Durchschnittspreis Kurswert gesamt
(in €)
Kumul. Anzahl Aktien Kumul. Anteil am Grundkapital
Jan 12 0 0,00% 0,00 0,00 0 0,00%
Feb 12 13.570 0,21% 12,87 174.587,05 13.570 0,21%
März 12 3.000 0,05% 13,00 39.000,00 16.570 0,26%

Aktienrückkäufe in 2012 auf Grundlage der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012

Datum Zurückgekaufte Aktien (Stück) Anteil am Grundkapital
(in %)*
Durchschnittspreis Kurswert gesamt
(in €)
Kumul. Anzahl Aktien Kumul. Anteil am Grundkapital
Jun 12 26.365 0,44% 12,33 324.993,45 26.365 0,44%
Jul 12 24.867 0,42% 11,31 281.146,30 51.232 0,86%
Aug 12 37.100 0,62% 11,32 419.955,86 88.332 1,48%
Okt 12 9.750 0,16% 12,27 119.669,55 98.082 1,64%
Dez 12 45.132 0,76% 12,33 556.465,41 143.214 2,40%

b Genehmigtes Kapital

Genehmigtes Kapital 2008/I

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Juni 2008 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 19. Juni 2013 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu EUR 2.094.750,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2008/I).

Das Bezugsrecht der Aktionäre kann ausgeschlossen werden,

wenn der Ausgabepreis nicht wesentlich unter dem zugleich festgestellten Börsenkurs der Aktien liegt und die Erhöhung des Grundkapitals durch Bareinlagen 10% des Grundkapitals nicht übersteigt,

wenn das Grundkapital durch Sacheinlage zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen erhöht wird,

soweit dadurch Wandelschuldverschreibungen, Wandelgenussrechte oder Optionsscheine bedient werden,

soweit es zum Ausgleich von Spitzenbeträgen erforderlich ist.

Genehmigtes Kapital 2012/I

Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 886.531 durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von bis zu 886.531 neuen auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen, einmalig oder mehrmalig bis zum 24. Mai 2017 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2012).

Das Bezugsrecht der Aktionäre kann ausgeschlossen werden,

wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrages nicht wesentlich unterschreitet und die Erhöhung des Grundkapitals durch Bareinlagen insgesamt einen Betrag von 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Zahl sind Aktien anzurechnen, die zur Bedienung von Options- oder Wandelschuldverschreibungen ausgegeben wurden oder auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen in entsprechender Anwendung des § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben wurden. Auf die Begrenzung auf 10 % des Grundkapitals ist ferner die Veräußerung eigener Aktien anzurechnen, wenn die Veräußerung auf Grund einer im Zeitpunkt des Wirksamwerdens des genehmigten Kapitals gültigen Ermächtigung zur Veräußerung eigener Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts erfolgt;

wenn er das Grundkapital im Rahmen einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen gegen Überlassung von Aktien der Gesellschaft erhöht, soweit dies im wohlverstandenen Interesse der Gesellschaft liegt;

soweit es erforderlich ist, um den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen und Wandelgenussrechten bzw. Optionsscheinen der Gesellschaft zum Zwecke des Verwässerungsschutzes ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Umtauschrechts bzw. Optionsrechts zustehen würden; oder

soweit es zum Ausgleich von Spitzenbeträgen erforderlich ist.

c Bedingtes Kapital

Bedingtes Kapital 2006/I - Wandelschuldverschreibungen für Mitglieder des Aufsichtsrats

Die Gesellschaft hat auf Vorschlag des Vorstands und Aufsichtsrats mit Hauptversammlungsbeschluss vom 05. September 2006 beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 49.500,00 durch Ausgabe von bis zu 49.500 auf den Inhaber lautende Stückaktien im Rahmen einer bedingten Kapitalerhöhung (bedingtes Kapital 2006/1) zu erhöhen. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als Wandelschuldverschreibungen ausgegeben werden und von dem enthaltenen Optionsrecht der Umwandlung in Stückaktien Gebrauch gemacht wird. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre wurde ausgeschlossen.

Die Wandelschuldverschreibungen wurden im Dezember 2006 in Höhe von EUR 49.500,00 an die Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft zum Mindestausgabebetrag von EUR 0,33 pro Schuldverschreibung im rechnerischen Nennbetrag von EUR 1,00 ausgegeben. Die Aufsichtsräte haben ihr Bezugsrecht ausgeübt, alle Wandelschuldverschreibungen gelten gemäß den Umtauschbedingungen als zum 31. Dezember 2006 gewährt. Der Wandlungspreis beträgt gemäß Umtauschbedingungen EUR 21,70.

Jede Wandelschuldverschreibung gewährt das Recht zur Wandlung in jeweils eine Stückaktie der Gesellschaft. Die Laufzeit der Wandelschuldverschreibungen endete nach Ablauf von fünf Jahren am 31. Dezember 2011. Es hat keiner der Aufsichtsräte von seinem Wandlungsrecht Gebrauch gemacht. Die Löschung des bedingten Kapitals 2006/1 wurde im Handelsregister noch nicht eingetragen.

2. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt zum Stichtag EUR 9.037.437,00. Die Kapitalrücklage wurde im Berichtsjahr um EUR 431.937,00 nach § 237 Abs. 5 AktG erhöht.

3. Rücklage wegen eigener Anteile

Um den ausschüttungsfähigen Bilanzgewinn bezüglich der eigenen Anteile nicht zu erhöhen und dem Gläubigerschutz Rechnung zu tragen, wurde im Berichtsjahr eine Rücklage wegen eigener Anteile gebildet.

Die Rücklage wegen eigener Anteile hat sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

TEUR
Rücklage wegen eigener Anteile 31.12.2011 425
Bildung einer Rücklage wegen eigener Anteile für im laufenden Geschäftsjahr erworbene eigene Anteile (in Höhe des Nennwerts) 143
Auflösung gebildeter Rücklage aufgrund des Einzugs eigener Aktien -415
Rücklage wegen eigener Anteile 31.12.2012 153

Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung

Der zum Stichtag ausgewiesene negative Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung wird entsprechend seiner Verursachung in den Folgejahren ergebniswirksam aufgelöst.

Diese Position entwickelte sich in den Geschäftsjahren 2011 und 2012 wie folgt:

2012 2011
Zugang Auflösung Endkonsolidierung Buchwert Zugang Auflösung Endkonsolidierung Buchwert
  19.894 50.866 0 31.607 0 17.319 10.403 62.579

Passive Unterschiedsbeträge entstehen bei Akquisitionen, bei denen der Kaufpreis unter dem Buchwert des bilanziellen Eigenkapitals des übernommenen Unternehmens liegt. Die passiven Unterschiedsbeträge werden im Konzernabschluss ergebniswirksam nach dem Sanierungsfortschritt der Beteiligungen aufgelöst, sofern noch mit zukünftigen Aufwendungen oder Verlusten gerechnet wird.

Soweit der negative Unterschiedsbetrag nicht durch erwartete künftige Aufwendungen oder Verluste begründet ist, wird er in der folgenden Weise ergebniswirksam aufgelöst:

a)

Der Anteil, der die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen nicht-monetären Vermögenswerte nicht übersteigt, wird planmäßig über die gewichtete durchschnittliche Restnutzungsdauer der erworbenen abnutzbaren Vermögenswerte vereinnahmt.

b)

Der Anteil, der die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen nicht-monetären Vermögenswerte übersteigt, wird zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung als Ertrag vereinnahmt.

Die Auflösung des passiven Unterschiedsbetrags ist in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im sonstigen betrieblichen Ertrag enthalten.

Die Zugänge von passiven Unterschiedsbeträgen resultieren im Wesentlichen aus Erstkonsolidierungen.

Rückstellungen

31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Rückstellungen für Pensionen 59.788 56.143
Steuerrückstellungen 5.103 6.829
Sonstige Rückstellungen 35.372 35.476
  100.263 98.448

Pensionsrückstellungen

Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen beträgt zum Stichtag TEUR 59.788 (Vj. TEUR 56.143).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich (TEUR 22.381), aus Prozessrisiken (TEUR 1.701), aus ausstehenden Rechnungen (TEUR 4.530), aus Gewährleistungsverpflichtungen (TEUR 1.623), für unterlassene Instandhaltung (TEUR 80) sowie aus Umstrukturierungsmaßnahmen (TEUR 320).

Verbindlichkeiten

31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 30.909 42.485
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 12.744 8.910
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 71.172 61.130
Sonstige Verbindlichkeiten 23.487 18.928
  138.312 131.453

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten können wie folgt zusammengefasst werden:

31.12.2012 < 1 Jahr
TEUR
1-5 Jahre
TEUR
> 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 26.987 1.801 2.121 30.909
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 12.061 683 0 12.744
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 66.210 4.962 0 71.172
Sonstige Verbindlichkeiten 19.203 4.010 274 23.487
  124.461 11.456 2.395 138.312

An dritte Sicherungsnehmer wurden Grundpfandrechte in Höhe von insgesamt EUR 5,0 Mio. gewährt. Diese betreffen vorwiegend die Absicherung von Darlehen und Kreditlinien, die jedoch zum Stichtag nicht in Anspruch genommen worden sind.

31.12.2011 < 1 Jahre
TEUR
1-5 Jahre
TEUR
> 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 34.962 5.268 2.255 42.485
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 8.910 0 0 8.910
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 61.128 2 0 61.130
Sonstige Verbindlichkeiten 18.477 27 424 18.928
  123.477 5.297 2.679 131.453

Passive latente Steuern

Die latenten Steuern wurden auf Konzernebene mit einem Steuersatz von 30% berechnet. Die jeweiligen latenten Steuern der Tochtergesellschaften wurden mit dem jeweiligen erwarteten Steuersatz berechnet. Die latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlicher Vorratsbewertung und Wertansätzen des Sachanlagevermögens für steuerliche Zwecke.

Differenzen ergeben sich dabei im Wesentlichen bei Griset und innerhalb der Tristone Gruppe.

Haftungsverhältnisse

Unbefristete Bürgschaft zugunsten Banco Bilbao

Die BAVARIA Industriekapital AG hat mit Vereinbarungen vom 15. Dezember 2009 gegenüber der Banco Bilbao Vizcaya Agentaria S.A., Huesca, Spanien, eine unbefristete Bürgschaft für die Verpflichtungen der Inasa Foil Sabiñánigo S.L., Sabiñánigo, Huesca, Spanien, bis zu einem Höchstbetrag von TEUR 174 übernommen.

Unbefristete Bürgschaft zugunsten Commerzbank

Die BAVARIA Industriekapital AG hat mit Vereinbarung vom 1. Januar 2011 gegenüber der Commerzbank (vormals Dresdner Bank) eine unbefristete selbstschuldnerische Bürgschaft für die Verpflichtungen der R+E Automationstechnik GmbH aus einem Kreditrahmen in Höhe von TEUR 300 übernommen.

Unbefristete Bürgschaft zugunsten CIC (Credit Industriel et Commercial)

Zur Sicherung der Verpflichtungen der Tech-Form SAS aus einem Kreditvertrag mit der CIC, hat die BAVARIA Industriekapital AG mit Vereinbarung vom 07. Juli 2011 der Credit Industriel et Commercial SA, Paris, Frankreich, ein Konto mit einem Guthabenbetrag über TEUR 350 verpfändet.

Unbefristete Bürgschaft zugunsten CA (Credit Agricole Nord de France)

Um die Finanzierung eines Projektes der Tech-Form SAS abzuschließen, wurde noch ein weiteres Konto der BAVARIA Industriekapital AG mit einem Guthabenbetrag über TEUR 150 an Credit Agricole Nord de France, Cedex, Frankreich, mit Vereinbarung vom 07. Juli 2011 verpfändet, um jegliche Verpflichtungen aus dem geschlossenen Kreditvertrag zwischen Tech-Form SAS und der CA zu besichern.

Unbefristete Bürgschaft zugunsten CIC Lyonnaise de Banque

Die BAVARIA Industriekapital AG hat mit Vereinbarungen vom 14. Juni 2011 gegenüber der CIC Lyonnaise de Banque, Valence/Frankreich, eine unbefristete Bürgschaft für die Verpflichtungen der Swisstex France SAS, Valence, bis zu einem Höchstbetrag von TEUR 2.500 übernommen. Hieraus wurde die BAVARIA Industriekapital AG in Höhe von TEUR 1.442 in 2012 in Anspruch genommen. Durch die Zahlung des in Anspruch genommenen Betrages ist der verbleibende Garantieanspruch in 2012 erloschen.

Unbefristete Bürgschaft zugunsten BNPParibas Arc Alpin Entreprises

Die BAVARIA Industriekapital AG hat mit Vereinbarungen vom 14. Juni 2011 gegenüber der BNP Paribas Arc Alpin Entreprises, Montbonnot/Frankreich, eine weitere unbefristete Bürgschaft für die Verpflichtungen der Swisstex France SAS, Valence, bis zu einem Höchstbetrag von TEUR 2.500 übernommen. Per Gerichtsurteil wurde eine Zahlung in 2012 von TEUR 716 hieraus verfügt. Durch die Zahlung des in Anspruch genommenen Betrages ist der verbleibende Garantieanspruch in 2012 erloschen.

Beschränkte befristete Bürgschaft zugunsten RLB Oberösterreich AG

Zur Sicherung der Finanzierungsline aus geschlossenem Factoringvertrag zwischen der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG und der Austria Druckguss GmbH & Co. KG gab die BAVARIA Industriekapital AG eine bis zum 30.04.2013 befristete Bürgschaft in Höhe von TEUR 300 ab. Die Bürgschaft ist insoweit beschränkt, da die BAVARIA Industriekapital AG nur für den Ausfall der abgetretenen Forderungen gegenüber zweier Kunden bürgt.

Haftungsverhältnisse der Beteiligungsgesellschaften

Neben oben genannten Haftungsverhältnissen der BAVARIA Industriekapital AG bestehen auch Haftungsverhältnisse auf Ebene der Gruppengesellschaften.

Die Tristone Gruppe gab zum 31.12.2012 Garantien über TEUR 31,2 für die Energieversorgung.

Patronatserklärung der Kienle und Spiess GmbH gegenüber den Tochtergesellschaften

Die Kienle und Spiess GmbH gab am 31.12.2012 Patronatserklärungen gegenüber ihren Tochtergesellschaften.

Die BAVARIA Industriekapital AG geht Haftungsverhältnisse nur nach sorgfältiger Risikoabwägung und grundsätzlich nur in Zusammenhang mit ihrer eigenen oder der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen und Beteiligungen ein. Auf Basis einer kontinuierlichen Evaluierung der Risikosituation der eingegangenen Haftungsverhältnisse und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse geht die BAVARIA Industriekapital AG derzeit davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Die BAVARIA Industriekapital AG schätzt daher bei allen aufgeführten Haftungsverhältnissen das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich ein.

Finanzielle Verpflichtungen

Aus Bestellobligo sowie aus längerfristigen Miet- und Leasingverträgen bestehen für die festen Grundmietzeiten insgesamt finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 17.942. (Vj. TEUR 17.102).

Nach Fälligkeiten setzen sich die finanziellen Verpflichtungen wie folgt zusammen:

Laufzeit 31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
< 1 Jahr 13.108 14.062
1 - 5 Jahre 4.097 2.159
> 5 Jahre 737 881
Summe 17.942 17.102

Es bestehen davon finanzielle Verpflichtungen aus Bestellobligos im Zusammenhang mit Aufträgen im Auftragsbestand der Unternehmen in Höhe von TEUR 11.816 (Vj. TEUR 13.658).

Aus Kaufpreisklauseln in Unternehmenskaufverträgen können in Abhängigkeit des Erreichens bestimmter finanzieller Kennzahlen in den kommenden 5 Jahren Zahlungsverpflichtungen von maximal TEUR 10.000 entstehen.

Sonstige Sicherheiten

Es sind insgesamt Gewährleistungs- und Anzahlungsavale in Höhe von 9.657 TEUR (Vj. TEUR 30.926) ausgelegt worden.

Honorar des Abschlussprüfers

An Abschlussprüfer sind im Berichtsjahr folgende Honorare für Prüfungen, Beratung und sonstige Leistungen geflossen:

2012

Gesamt Inland
TEUR
davon Konzernprüfer
TEUR
Honorar für Abschlussprüfung 2012 842 129
Honorar für sonstige Prüfungen 2012 107 15
Honorar für Steuerberatung 2012 174 0
Honorar für sonstige Leistungen 2012 676 0
Gesamt 1.799 144

2011

Gesamt Inland
TEUR
davon Konzernprüfer
TEUR
Honorar für Abschlussprüfung 2011 162 126
Honorar für sonstige Prüfungen 2011 0 13
Honorar für Steuerberatung 2011 92 0
Honorar für sonstige Leistungen 2011 7 0
Gesamt 261 139

Nicht in der Bilanz erscheinende Geschäfte

Factoring

Sieben Gesellschaften der BAVARIA Gruppe nutzen Factoring als Finanzierungsinstrument. Der Gesamtrahmen beträgt um EUR 85 Mio. Es handelt sich teilweise um echtes, offenes Factoring, bei dem der Factoringpartner das volle Ausfallrisiko übernimmt dabei allerdings bestimmte Kunden ausschließt, kumulierte Risiken mit Quoten vermeidet und nur anteilig Forderungen übernimmt, teilweise um unechtes Factoring, bei dem das Forderungsausfallrisiko beim Kunden verbleibt. Da es sich bei den Gesellschaften, die das Factoring nutzen, überwiegend um unsere Automotive Beteiligungen handelt, ist das Forderungsausfallrisiko jedoch begrenzt.

Zweck und Vorteil des Factoring sind die Verbesserung der Liquidität bei gleichzeitiger Verringerung der Risikoposition der Gesellschaften. Nachteilig wirken sich hingegen die mit dem Factoring verbundenen Kosten auf die Ertragslage aus. Ebenfalls nachteilig auswirken könnte sich die mit dem offenen Factoring verbundene Offenlegung des Forderungsverkaufs, da die Kunden Ihre Verbindlichkeiten i.d.R. direkt gegenüber dem Factoring-Unternehmen begleichen.

Sale-and-Leaseback Geschäfte

Drei Gesellschaften der BAVARIA Gruppe nutzen das Finanzierungsinstrument „Sale-and­Leasback".

Es bestehen langfristige Mietverträge für ein Gebäude, IT-Anlagen, Software sowie Produktionseinrichtungen. Die hieraus resultierende Gesamtverpflichtung ist in den angegebenen sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten, soweit sie nicht bilanziell berücksichtigt wurde.

Zweck und Vorteil der Sale-and-lease-back-Geschäfte sind die Beschaffung liquider Mittel, d.h. Zahlungszuflüsse für die Unternehmen. Risiken ergeben sich hingegen aus den zu zahlenden Leasingraten, zu denen sich die Unternehmen verpflichten.

Nicht zum Zeitwert bilanzierte derivative Finanzinstrumente

Die Gesellschaften der BAVARIA Gruppe sind im Rahmen ihrer weltweiten Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit insbesondere Risiken aus Wechselkurs- und Zinssatzänderungen sowie Schwankungen der Commodity-Preise ausgesetzt, die durch den Abschluss derivativer Finanzinstrumente begrenzt bzw. eliminiert werden.

Um die Risiken abzusichern, die aus den Schwankungen der in Fremdwährung lautenden Vermögensgegenstände und Schulden sowie schwebenden Geschäften und antizipierten Transaktionen resultieren, setzen die Gesellschaften der BAVARIA Gruppe in begrenztem Umfang derivative Finanzinstrumente ein. Die dabei eingesetzten Finanzinstrumente sind im Wesentlichen Termingeschäfte.

Die im Bestand befindlichen derivativen Finanzinstrumente dienen ausschließlich Sicherungszwecken. Am 31.12.2012 hielt ein Gruppenunternehmen Devisentermingeschäfte im Umfang von EUR 1,8 Mio. sowie Devisenoptionen im Nominalwert von TEUR 11,0 und Fälligkeit in 2014. Der Marktwert der Termingeschäfte war auf Basis der Veränderung von den Devisenterminkursen mit TEUR 46,8 positiv.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse der erst- und endkonsolidierten Unternehmen sind jeweils nur anteilsmäßig ab Erst- bzw. bis zum Endkonsolidierungszeitpunkt enthalten.

Der Umsatz des BAVARIA Konzerns nach Absatzgebieten gliedert sich wie folgt:

2012
TEUR
2011
TEUR
Europäische Union (ohne Deutschland) 371.373 359.777
Deutschland 234.491 260.180
Europa übrige 18.484 23.344
Amerika 19.757 12.931
Asien 38.676 7.352
Afrika 1.387 2.400
Übrige 2.207 83.951
  686.375 749.935

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

2012
TEUR
2011
TEUR
Erträge aus der Auflösung von Unterschiedsbeträgen 50.866 16.997
Erträge aus Wechselkursgewinnen 4.202 10.283
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 3.638 8.296
Erträge aus der Veränderung von Wertberichtigungen 240 1.246
Erträge aus dem Erlass von Verbindlichkeiten 26 -89
Erträge aus Zuschüssen 439 551
Erträge aus Versicherungserstattungen 87 156
Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen 95 -78
Erträge aus Mieten und Pachten 157 142
Ertrag aus der Schuldenkonsolidierung 195 -22
Erträge aus der Endkonsolidierung von Anteilen an verbundenen Unternehmen 10.055 33.536
Sonstige 3.136 2.905
  73.136 73.924

Die Erträge aus der Auflösung von Unterschiedsbeträgen resultieren aus der TriStone Gruppe, da mit einem zukünftigen Verlust nicht mehr gerechnet wird, sowie aus der regulären Auflösung von Unterschiedsbeträgen nach Fortschritt der Sanierungen bei den übrigen Konzerngesellschaften.

Materialaufwand

Der Materialaufwand betrug im Geschäftsjahr 2012 TEUR 388.374 (Vj. TEUR 482.293).

Personalaufwand

Der Personalaufwand ist im Periodenvergleich:

2012
TEUR
2011
TEUR
Löhne und Gehälter 137.106 144.506
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung    
davon für Altersversorgung TEUR 1.342 (Vj.TEUR 1.627) 35.688 35.449
  172.794 179.955

Abschreibungen

In den Abschreibungen des Geschäftsjahres sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

2012
TEUR
2011
TEUR
Verpackung und Fracht 14.842 17.909
Reparaturen und Instandhaltung 13.159 13.986
Fremdleistungen, Versicherungen und Beiträge 7.534 13.048
Wechselkursverluste 4.033 11.738
Miete und Leasing 5.135 6.975
IT Kosten 5.438 5.101
Reise und Bewirtung 3.441 5.244
Verwaltungskosten 4.039 3.760
Aufwand für Leiharbeiter 4.908 3.698
Verluste aus Endkonsolidierung 0 1.944
Provisionen 617 4.004
Rechtsanwälte, Notare, Gerichtskosten 3.017 3.111
Sonstige Personalkosten 3.148 2.119
Management Beratungskosten 3.603 1.388
Zuführung zu Rückstellungen für Prozessrisiken 929 3.007
Gewährleistungen und Garantie 598 3.264
Werbung 635 1.065
Zuführung Wertberichtigungen 4.699 1.825
Forderungsausfälle 561 638
Verluste aus der Schuldenkonsolidierung 13 35
Sonstige 9.409 11.482
  88.828 115.340

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 9.409 enthalten auf Ebene der Einzelgesellschaften entstandene betriebliche Aufwendungen. Dies betrifft z.B. Abschluss- und Prüfungskosten, Personalbeschaffungskosten, Aufsichtsrats- und Beiratsvergütungen, etc.

Zinsergebnis

2012
TEUR
2011
TEUR
Zinsen und ähnliche Erträge    
davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 0 (Vj. TEUR 13) 423 361
Zinsen und ähnliche Aufwendungen    
davon an verbundene Unternehmen TEUR 0 (Vj. TEUR 0) -8.196 -8.280
  -7.773 -7.919

Die Zinsaufwendungen 2012 entfallen im Wesentlichen auf die TriStone Gruppe und auf die Griset Gruppe.

Außerordentliches Ergebnis

Die außerordentlichen Erträge in Höhe von TEUR 2.982 resultieren vorwiegend aus der Differenz zwischen dem Kaufpreis der Forderungen, die im Rahmen von Übernahmen erworben wurden und den Zahlungseingängen. Die außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 7.273 enthalten im Wesentlichen auf Aufwendungen für Abfindungen bei I nass.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Aufwendungen für Ertragsteuern beinhalten sowohl die unmittelbar zu entrichtenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag als auch die latenten Steuern.

Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind EUR 3,9 Mio. (Vj. EUR 9,5 Mio.) an periodenfremden Erträgen enthalten. Diese betreffen Rückstellungsauflösungen sowie Veränderungen von Wertberichtigungen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind EUR 4,7 Mio. (Vj. EUR 1,8 Mio.) an periodenfremden Aufwendungen enthalten. Diese betreffen Wertberichtigungen, hauptsächlich bei Inasa.

VI. Segmentberichterstattung

Serie/Automotive

Das Segment „Serie/Automotive" umfasst Gesellschaften, die Teile in Serie fertigen oder auch zumindest teilweise im Automobilzuliefersegment tätig sind. Dies sind:

In 2012 die K+S Gruppe, tech-FORM, die ADG KG, die TriStone Gruppe, Carbody und vosla.

In 2011 die K+S Gruppe, tech-FORM, die ADG KG sowie die TriStone Gruppe, Faral Gruppe (endkonsolidiert zum 30.9.2011 und 31.12.2011).

Anlagenbau

Das Segment „Anlagenbau" umfasst sämtliche im Anlagen- und Maschinenbau tätigen Gesellschaften. Dies sind:

In 2012 Hering, L&E Gruppe und R+E.

In 2011 Hering, L&E Gruppe, SwissTex Gruppe (endkonsolidiert zum 31.12.2011) und R+E.

Business Services

Das Segment „Business Services" umfasst sämtliche operativ tätigen Gesellschaften, die den oben angeführten Segmenten nicht zugeordnet werden können. Dies sind:

In 2012 Griset, Technology Luminairs, Portalex Aluminio, Inasa Sabiñánigo (endkonsolidiert im vierten Quartal) sowie Inasa Foil (endkonsolidiert im vierten Quartal).

In 2011 Xenterio (endkonsolidiert im dritten Quartal), Hunsfos (endkonsolidiert im dritten Quartal), Inasa Sabiñánigo sowie Inasa Foil.

Das Segment „Sonstige" umfasst im Wesentlichen die nicht operativen Holdings und Zwischenholdings der BAVARIA Gruppe.

Als „Segmentergebnis" wird der Jahresüberschuss nach Steuern ausgewiesen. Zwischen den Segmenten getätigte Umsätze werden zu Preisen getätigt, die dem Fremdvergleich entsprechen.

Die Segmentberichterstattung wurde in Anlehnung an die Grundsätze des DRS 3 erstellt:

31.12.2012
in TEUR
Serie/Automotive Anlagenbau Business Services Sonstige Konsolidierung Konzern
Umsatzerlöse            
- mit externen Dritten 467,577 44,784 173,991 4,109 -4,086 686,375
- mit Gruppengesellschaften 0 0 0 -4,086 4,086 0
Gewinn- und Verlustrechnung            
- Segmentergebnis 11,552 463 -6,995 -10,284 60,921 55,656
- darin enthaltenes Finanzergebnis 4,908 125 2,185 1,490 -427 8,281
- darin enthaltener Steueraufwand 8,261 226 1,375 1,766 0 11,628
- darin enthaltene a.o. Erträge und Aufwendungen 646 6 3,629 10 0 4,291
EBIT 25,367 820 194 -7,018 60,494 79,857
- darin enthaltene Abschreibungen 16,635 435 9,681 101 0 26,851
EBITDA 42,002 1,255 10,619 -6,917 60,494 106,708
- andere nicht zahlungswirksame Posten (inkl. a.o.) -2,545 -81 -5,407 413 -60,921 -68,541
- Ergebnis aus Beteiligungen an konsolid. Unternehmen 0 0 0 0 0 0
Bilanz            
- Vermögen 243,432 22,386 71,196 40,874 -20,603 357,284
- Investitionen in das langfristige Vermögen 22,290 462 6,189 2,761 0 31,701
- Verbindlichkeiten und Rückstellungen 175,575 16,472 32,306 31,281 -14,376 241,258
- Liquide Kittel (ohne Wertpapiere des Umlaufvermögens) 22,693 2,797 12,249 6,269 0 44,007
- Finanzverbindlichkeiten gegenüber dritten 20,490 1,979 8,440 0 0 30,909
- Netto Liquidität 2,203 818 3,808 6,269 0 13,098
Mitarbeiter 4,313 252 532 9 0 5,106

31.12.2011
in TEUR
Automotive Services Sonstige Iidierung Konzern
Umsatzerlöse            
- mit externen Dritten 480.628 124.300 145.007 0 0 749.935
- mit Gruppengesellschaften 0 23 0 3.925 -3.948 0
Gewinn- und Verlustrechnung            
- Segmentergebnis 2.381 -25.886 -17.052 -576 43.568 2.435
- darin enthaltenes Finanzergebnis 5.747 756 1.930 -514 0 7.919
- darin enthaltener Steueraufwand 6.167 824 302 -492 -5 6.797
- darin enthaltene a.o. Erträge und Aufwendungen 349 3.874 3.046 3 0 7.271
EBIT 14.644 -20.431 -11.774 -1.579 43.563 24.422
- darin enthaltene Abschreibungen 17.542 832 3.902 4.454 -4.084 22.646
EBITDA 32.186 -19.599 -7.872 2.875 39.479 47.068
- andere nicht zahlungswirksame Posten (inkl. a.o.) -1.761 3.369 -3.752 8.525 -54.521 -48.140
- Ergebnis aus Beteiligungen an konsolid. Unternehmen 0 0 0 13.559 -13.559 0
Bilanz            
- Vermögen 225.649 31.128 57.891 23.834 -15.164 323.338
- Investitionen in das langfristige Vermögen 19.966 1.104 5.211 296 108 26.685
- Verbindlichkeiten und Rückstellungen 181.472 17.405 39.218 5.833 -11.810 232.118
- Liquide Kittel (ohne Wertpapiere des Umlaufvermögens) 21.784 3.482 12.168 8.832 0 46.266
- Finanzverbindlichkeiten 28.483 727 13.257 18 0 42.485
- Netto Liquidität -6.699 2.755 -1.089 8.814 0 3.781
Mitarbeiter 3.744 251 292 10 0 4.297

Die ausgewiesenen Mitarbeiter entsprechen dem Stand zum 31.12.2012 beziehungsweise dem Stand zum 31.12.2011.

Überleitungen zur Konzernspalte

Segmentergebnis 2012

Endkonsolidierungsgewinne (EUR 10,1 Mio.) und die Auflösung passiver Unterschiedsbeträge (EUR 50,9 Mio.) wurden vollständig der Konsolidierungsspalte zugeordnet.

Andere nicht zahlungswirksame Posten 2012

Bei den nicht zahlungswirksamen Posten handelt es sich im Wesentlichen um die oben genannten Endkonsolidierungsgewinne und die Auflösung passiver Unterschiedsbeträge. Weiterhin wurden EUR 7,3 Mio. diesem Segment zugeordnet, die im Wesentlichen aus Aufwendungen für Abfindungen bei Inasa resultieren.

Segmentvermögen und Segmentschulden 2012

Forderungen und Verbindlichkeiten und die entsprechenden Konsolidierungsbuchungen wurden den Segmenten soweit möglich zugeordnet. Das Segmentvermögen 2012 entfällt fast vollständig auf Deutschland und die übrige Europäische Union. Bezüglich der regionalen Aufteilung des Anlagevermögens verweisen wir auf unsere Erläuterungen zum Anlagevermögen.

Segmentergebnis 2011

Die Konsolidierungsspalte 2011 enthält im Wesentlichen Endkonsolidierungsgewinne (EUR 33,1 Mio.), die Auflösung passiver Unterschiedsbeträge (EUR 15,6 Mio.), die Eliminierung von zwischen Segmenten getätigten Wertberichtigungen (EUR 7,8 Mio.), die Eliminierung von zwischen Segmenten getätigten Ausschüttungen (EUR -13,6 Mio.), sowie Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte, soweit diese nicht den Segmenten zugeordnet sind (EUR -0,9 Mio.).

Abschreibungen 2011

Die Konsolidierungsspalte 2011 enthält die Eliminierung von Abschreibungen auf Finanzanlagen (EUR -4,1 Mio.).

Andere nicht zahlungswirksame Posten 2011

Die Konsolidierungsspalte 2011 enthält vorwiegend die Auflösung passiver Unterschiedsbeträge (EUR 15,6 Mio.), Endkonsolidierungsgewinne (EUR 33,1 Mio.) sowie die Eliminierung von Wertberichtigungen und Abschreibungen auf Finanzanlagen (EUR 7,9 Mio.). Des Weiteren sind in den Segmenten unter anderem Zuführungen und Auflösungen von Wertberichtigungen und Rückstellungsauflösungen enthalten, die auf Einzelgesellschaftsebene entstanden sind.

Segmentvermögen und Segmentschulden 2011

Die Konsolidierungsspalte 2011 enthält vorwiegend die Eliminierung von Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Segmenten. Das Segmentvermögen 2011 entfällt fast vollständig auf Deutschland und die übrige Europäische Union. Bezüglich der regionalen Aufteilung des Anlagevermögens verweisen wir auf unsere Erläuterungen zum Anlagevermögen.

Sonstige Angaben

Vorstand und Aufsichtsrat

Vorstand

Reimar Scholz, Dipl. Kaufmann, Gauting,

Ressort Akquisitionen (Vorstandssprecher)

Harald Ender, Dipl.-Ingenieur, Dipl. Kaufmann, Landsberg,

Ressort Operations (Vorstand)

Ist nur ein Vorstandsmitglied bestellt, so vertritt es die Gesellschaft allein. Sind mehrere Vorstandsmitglieder bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Vorstandsmitglieder gemeinsam vertreten.

Reimar Scholz ist einzelvertretungsberechtigt.

Harald Ender ist vertretungsberechtigt gemeinsam mit einem anderen Vorstandsmitglied oder einem Prokuristen.

Die Vorstandsmitglieder sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Aufsichtsrat

Aufsichtsrat bis 25.05.2012:

Dr. Matthias Heisse, Rechtsanwalt, München (Vorsitzender)

Dr. Gernot Eisinger, Kaufmann, München (stellv. Vorsitzender)

Dr. Harald Linné, Kaufmann, München.

Mit Hauptversammlung vom 25.05.2012 wurde folgender neuer Aufsichtsrat bestellt:

Herr Oliver Schmidt, Kaufmann, Düsseldorf (Vorsitzender)

Herr Hans-Peter Lindlbauer, Rechtsanwalt, München (stellv. Vorsitzender)

Frau Wanching Ang, Kauffrau, Gauting

Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands sowie früherer Mitglieder dieser Gremien

Die Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder betrugen TEUR 41 (Vj. TEUR 40), davon an ehemalige Aufsichtsratsmitglieder TEUR 15 (Vj. TEUR 0).

Im Berichtsjahr wurden von der Gesellschaft an die Rechtsanwaltskanzlei ljh Lindlbauer Rechtsanwälte, in der Lindlbauer Partner ist, im Rahmen eines gesonderten Beratungsvertrages (nach § 114 AktG) Honorare in Höhe von TEUR 9 (Vj. TEUR 0) gezahlt.

Im Berichtsjahr wurden von der Gesellschaft an die Rechtsanwaltskanzlei Heisse Kursawe Eversheds, in der Dr. Heisse Partner ist, im Rahmen eines gesonderten Beratungsvertrages (nach § 114 AktG) Honorare in Höhe von TEUR 33 (Vj. TEUR 64) gezahlt.

Die Gesamtbezüge der Vorstände betrugen im Jahr 2012 TEUR 812 (Vj. TEUR 1.144).

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren in den Unternehmen, die zum 31. Dezember 2012 in den Konzernabschluss einbezogen wurden, 5.106 Mitarbeiter (Vj. 4.297 Mitarbeiter) beschäftigt. Die Anzahl der Mitarbeiter des BAVARIA Konzerns entwickelte sich wie folgt:

2012 2011
Gewerbliche Mitarbeiter 2.856 2.899
Angestellte 2.116 1.313
Auszubildende 134 85
  5.106 4.297

Beziehung zu nahe stehenden Personen

Die BAVARIA unterhält zu verbundenen, nicht konsolidierten Tochtergesellschaften geschäftsübliche Beziehungen. Die Transaktionen mit diesen Gesellschaften sind von geringem Umfang, resultieren aus dem normalen Geschäftsverkehr und wurden zu marktüblichen Bedingungen geschlossen.

Darüber hinaus haben Unternehmen der BAVARIA mit Mitgliedern des Vorstands oder des Aufsichtsrats der BAVARIA keine wesentlichen Geschäfte vorgenommen. Dies gilt auch für nahe Familienangehörige dieses Personenkreises.

Aufstellung des Anteilsbesitzes

Angaben in Tausenden lokaler Währung

Anteilsbesitzliste zum 31.12.2012

Anteil am Kapital
in %
Eigenkapital Jahresergebnis Währungskure
Währung direkt indirekt
Konzern-Muttergesellschaft              
BAVARIA Industriekapital AG, München         34.481 10.968  
Konsolidierungskreis              
Executive Consulting AG, München (1) EUR 100,00   38 0  
Hering Wärmetauscher Holding AG, München (1) EUR 75,00   46 -1  
Hering AG, Gunzenhausen (2) EUR   71,06 2.130 961  
Nevira Vermögensverwaltung AG, München (in Abwicklung) (4), (6) EUR 78,00   -316 -75  
BAVARIA Maschinenbau Holding II AG, München (1) EUR 98,75   1.020 947  
Langbein & Engelbracht GmbH, Bochum (2) EUR   92,83 6.633 1.033  
Langbein & Engelbracht Industrial Eng.&. Co., Shanghai, China (2) CNY   92,83 -6.030 -677 0,11978
Verwaltungsgesellschaft 0906 GmbH, München (1) EUR 100,00   43 7  
Blitz 05-316 GmbH & Co. KG, München (1) EUR 100,00   55 14.291  
R+E Automationstechnik GmbH, Fellbach-Schmiden (2) EUR 100,00   56 122  
Kienle + Spiess GmbH, Sachsenheim (2) EUR   99,74 19.480 12.807  
Kienle + Spiess Hungary Kft, Tokod, Ungarn (2) HUF   99,74 2.119 203 0,00343
Wardstorm Ltd., Ellesmere Port, UK (2) GBP   99,74 6.522 -592 1,22196
Sankey Laminations Ltd., Ellesmere Port, UK (2) GBP   99,74 7.520 1.541 1,22196
G.L. Scott & Co. Ltd., Ellesmere Port, UK (2) GBP   99,74 0 0 1,22196
Bavariaring 0906 GmbH, München (1) EUR 100,00   87 82  
SwissTex Winterthur AG, Winterthur, Schweiz (5), (12) CHF   100,00 2.262 231 0,82799
Bavaria Chemicals GmbH, München (1) EUR 75,00   20 -1  
Elfotec AG, Mönchaltdorf, Schweiz (in Abwicklung) (5), (6) CHF   75,00   - 0,82799
Elfotec Ltd., Annacotty, Irland (in Abwicklung) (5), (6) EUR   75,00 -    
baikap Holding 010607 GmbH, München (1) EUR 100,00   -876 -8  
baikap Holding 020607 GmbH, Gräfelfing (1) EUR 100,00   -8 -3  
EMS Holding Bavaria GmbH, Gräfelfing (1) EUR 100,00   -256 -5  
Pharma Holding Bavaria GmbH, München (1) EUR 100,00   9 -2  
Bavaria France Holding SAS , Neuilly sur Seine, Frankreich (ehemals Fonderies Aluminium de France SAS) (2) EUR   100,00 2.811 1.019  
Fonderie Aluminium de Cléon SAS, Cléon, Frankreich (5), (6) EUR   100,00 - -  
Fonderie d'Ingrandes, Neuilly sur Seine, Frankreich (ehemals Fonderie du Poitou Aluminium SAS) (2) EUR   100,00 833 -317  
Xenterio GmbH, Offenburg (5), (13) EUR   100,00   -  
FARAL S.p.A., Modena, Italien (5), (6) EUR   100,00 - -  
K+S Holding GmbH & Co. KG, München (1) EUR   94,80 1 664  
Kienle + Spiess Logisztikai, Tokod, Ungarn (2), (11) HUF   99,74 -135 -77 0,00343
FARAL France SAS, Carmaux, Frankreich (5), (6) EUR   100,00 - -  
Hunsfos Fabrikker AS, Vennesla, Norwegen (5), (13) NOK   100,00 - -  
Die-Cast Holding Bavaria GmbH, München (1) EUR 100,00   33 8  
baikap Holding 061108 GmbH, München (1) EUR   100,00 21 -1  
baikap Holding 070309 GmbH, München (1) EUR 100,00   -37 -48  
Inasa Foil GmbH (ehemals baikap Holding 080309 GmbH), München (7), (8) EUR   100,00 13 -9  
OSNY Pharma SAS, Osny, Frankreich (5), (6) EUR   100,00 -    
OSNY Pharma Holding SAS, Osny, Frankreich (5), (6) EUR   100,00 - -  
Tech-FORM SAS, Auxi-Le-Château, Frankreich (2) EUR   100,00 1.593 -86  
Austria Druckguss GmbH & Co KG, Gleisdorf, Österreich (2) EUR   100,00 -504 -2.182  
Austria Druckguss GmbH, Gleisdorf, Österreich (7) EUR   100,00 20 1  

(1) Ungeprüfter Jahresabschluss zum 31.12.2012 nach HGB

(2) Geprüfter Jahresabschluss nach lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen zum 31.12.2011

(3) Geprüfter Jahresabschluss nach lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen zum 31.12.2010

(4) Geprüfter Jahresabschluss zum 31.12.2008 nach HGB

(5) nicht konsolidiert § 296 HGB

(6) Gesellschaft befindet sich in Abwicklung

(7) Gesellschaft wurde in 2012 endkonsolidiert

(8) Ungeprüfter Jahresabschluss nach lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen zum 31.12.2011

(9) Neugründung in 2012; es liegen noch keine Jahresabschlüsse vor

(10) Ungeprüfter Jahresabschluss nach US-GAAP zum 31.12.2011

(11) Gesellschaft wurde in 2012 verschmolzen

(12) Gesellschaft befindet sich in schweizerischer Nachlassstundung

(13) Gesellschaft befindet sich in Insolvenz

Währung Anteil am Kapital
in %
Eigenkapital Jahresergebnis Währungskure
direkt indirekt
baikap Holding 090709 GmbH, München (1) EUR 100,00   48 -1  
Bavaria Purchasing Group GmbH (ehemals baikap Holding 100709 GmbH), München (1) EUR 100,00   21 1  
Inasa Foil Sabiñánigo S.L. (ehemals: Laminados Sabiñánigo S.L.), Sabiñánigo, Huesca, Spanien (2), (7) EUR   100,00 -2.765 -8.523  
INASA Foil S.A., Irurtzun bei Pamplona, Spanien (2), (7) EUR   100,00 23 -3  
L&E America Environmental Technologies LLC, Kaukauna, Wisconsin, USA (10) USD   74,26 -113 -79 0,75654
baikap Holding 110510 GmbH, München (1) EUR 100,00   -2.270 -46  
baikap Holding 120510 GmbH, München (1) EUR 100,00   -1.525 -555  
SwissTex France SAS, Valence, Frankreich (5), (6) EUR   100,00 -    
TriStone Flowtech Holding SAS, Carquefou, Frankreich (2) EUR   100,00 -2.154 -600  
TriStone Flowtech Slovakia spol Sro, Nová Bana, Slowakei (2) EUR   100,00 4.429 -1.464  
TriStone Flowtech Poland Sp zoo, Walbrzych, Polen (2) PLN   100,00 61.109 15.487 0,24517
TriStone Flowtech France SAS,Carquefou, Frankreich (2) EUR   100,00 -4.976 -3.623  
TriStone Flowtech Czech Republic s.r.o, Hrádek nad Nisou, Tschechische Republik (2) CZK   100,00 232 26 0,03978
TriStone Flowtech Istanbul Otomotive SVTLS, Cerkezköy, Türkei (2) TRY   100,00 10.076 4.378 0,42225
TriStone Flowtech Italy SpA, Cirié, Italien (2) EUR   100,00 10.339 900  
TriStone Flowtech Germany GmbH, Frankfurt am Main (2) EUR   100,00 283 177  
TriStone Flowtech Spain SAU, Tarazona, Spanien (2) EUR   100,00 -477 -1.467  
TriStone Flowtech Solutions SNC, Carquefou, Frankreich (2) EUR   100,00 -1.024 -264  
TriStone Flowtech Mexico S. de R.L. de C.V. (2) USD   100,00 -13.525 -13.528 0,75654
TriStone Flowtech China Ltd. (9) CNY   100,00 -    
baikap Holding 130810 GmbH, München (1) EUR 100,00   11 -12  
baikap Holding 140810 GmbH, München (1) EUR 100,00   32 9  
baikap Holding 150911 GmbH, München (1) EUR 100,00   60 -1  
baikap Holding 160911 GmbH, München (1) EUR 100,00   23 -1  
Griset S.A.S. (ehemals: Bavaria France Metals SAS), Villers Saint-Paul, Frankreich (8) EUR   100,00 -50 -90  
Bavaria Luminaires Holding S.A.S., Nanterre, Frankreich (3) EUR   100,00      
Technology Luminaires S.A.S., Nevers Cedex, Frankreich (3) EUR   100,00 - -  
CARBODY SAS., Witry-les-Reims, Frankreich (3) EUR   100,00 - -  
CARBODY Czech Republic s.r.o., Mlada Boleslav, Tschechische Republik (5), (9) CZK   100,00 - -  
CARBODY Otomotiv Izolasyon Sistemleri Ticaret Limited Sirketi, Istanbul, Türkei (5), (9) TRY   100,00 - -  
CARBODY Deutschland GmbH, München (5), (9) EUR   100,00 - -  
vosla GmbH, Plauen (3) EUR   100,00 - -  
Portalex Aluminio S.A., Cacém, Portugal (3) EUR   100,00 - -  
Portalex France SAS., Neuilly-sur-Seine, Frankreich (9) EUR   100,00 - -  
baikap Holding 170812 GmbH, München (1) EUR 100,00   23,00 -2,00  
baikap Holding 180812 GmbH, München (1) EUR 100,00   23,00 -2,00  

(1) Ungeprüfter Jahresabschluss zum 31.12.2012 nach HGB

(2) Geprüfter Jahresabschluss nach lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen zum 31.12.2011

(3) Erstkonsolidierung in 2012

(4) Geprüfter Jahresabschluss zum 31.12.2008 nach HGB

(5) nicht konsolidiert § 296 HGB

(6) Gesellschaft befindet sich in Abwicklung

(7) Gesellschaft wurde in 2012 endkonsolidiert

(8) Ungeprüfter Jahresabschluss nach lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen zum 31.12.2011

(9) Neugründung in 2012

(10) Ungeprüfter Jahresabschluss nach US-GAAP zum 31.12.2011

(11) Gesellschaft wurde in 2012 verschmolzen

Konzernverhältnisse

Die BAVARIA wird in den Konzernabschluss der AS Beteiligungen und Vermögensverwaltung GmbH (zuvor: AS Vermögensverwaltung GmbH), Gräfelfing, einbezogen. Der Konzernabschluss kann im elektronischen Bundesanzeiger eingesehen werden.

Gewinnausschüttung/Dividendenvorschlag

In 2012 wurde von der Hauptversammlung beschlossen, dass die BAVARIA Industriekapital AG keine Dividende ausschüttet.

Vorstand und Aufsichtsrat der BAVARIA Industriekapital AG werden den Aktionären auf der Hauptversammlung der Gesellschaft vorschlagen, den Bilanzgewinn von EUR 19.475.796,43 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen, um der gestiegenen Investitionstätigkeit Rechnung zu tragen.

 

München, den 15. April 2013

Reimar Scholz, Vorstand

Harald Ender, Vorstand

Konzern-Kapitalflussrechnung

2012
TEUR
2011
TEUR
Konzernergebnis vor außerordentlichen Posten 59.947 9.705
Ergebnisanteile von Minderheitsgesellschaftern ohne auszahlungswirksame Anteile 809 -292
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 26.852 22.633
Gewinne und Verluste aus Verkäufen von Gegenständen des Anlagevermögens -29 252
Veränderung der Rückstellungen -6.213 -10.930
Auflösungen von Unterschiedsbeträgen aus der Kapitalkonsolidierung -50.866 -17.759
Gewinne und Verluste aus Endkonsolidierung -10.055 -31.592
Sonstige zahlungsunwirksame Veränderungen 712 -63
Brutto Cashflow 21.157 -28.046
Veränderung der Vorräte -3.236 15.036
Veränderung der Forderungen,    
sonstigen Vermögensgegenstände und übrigen Aktiva 9.613 14.474
Veränderung der Verbindlichkeiten und übrige Passiva 13.584 14.149
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 41.118 15.613
Auszahlungen für Investitionen in die immateriellen    
Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen -27.323 -24.700
Währungsdifferenzen im Sachanlagevermögen 2.275 2.323
Einzahlungen aus dem Abgang von Gegenständen des Sachanlagevermögens 3.506 6.648
Auszahlungen für den Erwerb konsolidierter Unternehmen -12.890 0
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -348 -1.985
Cashflow aus Investitionstätigkeit -34.780 -17.714
Auszahlungen für den Erwerb eigener Aktien -1.916 -2.518
Verpfändung von Finanzmitteln 0 -3.900
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten 4 2.796
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -1.912 -3.622
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands 4.426 -5.723
Zahlungsmittelzugang aus Konsolidierungskreisänderungen -713 -5.033
Währungsdifferenzen 1.331 -2.788
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 42.330 55.874
Finanzmittelbestand zum 31. Dezember 47.374 42.330
Zusammensetzung des Finanzmittelbestands 31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 44.007 45.569
abzgl. mit Pfandrechten Dritter behaftete Guthaben 0 -3.900
kurzfristige Wertpapiere des Umlaufvermögens ohne eigene Anteile 3.367 661
  47.374 42.330

Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2012

TEUR Aktienzahl im Umlauf
Ausgegebenes
Kapital
Kapitalrücklage Gewinnrücklage
31. Dezember 2010 6.394.500 6.157 8.605 243
Jahresüberschuss 31.12.2011        
Einstellung in die Rücklage wegen eigener Anteile       188
Erwerb eigener Anteile   -188    
Fremdwährungsdifferenzen        
Anteile andere Gesellschafter        
31. Dezember 2011 6.394.500 5.969 8.605 431
Jahresüberschuss 31.12.2012        
Ertrag aus offener Absetzung des Nennbetrags eigener Anteile        
Aufwand aus Wegfall der offenen Absetzung des Nennbetrags eigener Anteile -431.937      
Einstellung in die Rücklage wegen eigener Anteile       160
Auflösung der Rücklage wegen eigener Anteile       -432
Einstellung in die Kapitalrücklage nach § 237 Abs. 5 AktG     432  
Ertrag aus Kapitalherabsetzung        
Erwerb eigener Anteile   -160    
Fremdwährungsdifferenzen        
Anteile andere Gesellschafter        
31. Dezember 2012 5.962.563 5.809 9.037 159
TEUR Unterschiedsbetrag
aus der
Währungs-
umrechnung
Ausgleichsposten
für Anteile anderer Ges.
Bilanzgewinn Konzerneigenkapital
31. Dezember 2010 2.549 1.365 15.230 34.149
Jahresüberschuss 31.12.2011     2.435 2.435
Einstellung in die Rücklage wegen eigener Anteile       0 188
Erwerb eigener Anteile     -2.518 -2.706
Fremdwährungsdifferenzen -5.010     -5.010
Anteile andere Gesellschafter   -292 -123 -415
31. Dezember 2011 -2.461 1.073 15.024 28.641
Jahresüberschuss 31.12.2012     55.656 55.656
Ertrag aus offener Absetzung des Nennbetrags eigener Anteile     143 143
Aufwand aus Wegfall der offenen Absetzung des Nennbetrags eigener Anteile     -432 -432
Einstellung in die Rücklage wegen eigener Anteile     -143 17
Auflösung der Rücklage wegen eigener Anteile     432 0
Einstellung in die Kapitalrücklage nach § 237 Abs. 5 AktG     -432 0
Ertrag aus Kapitalherabsetzung     432 432
Erwerb eigener Anteile     -1.916 -2.076
Fremdwährungsdifferenzen 1.331     1.331
Anteile andere Gesellschafter   809 -102 707
31. Dezember 2012 -1.130 1.882 68.662 84.419

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der BAVARIA Industriekapital AG, München, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzern-Bilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Anhang, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzern-Eigenkapitalspiegel - und den Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012 geprüft.

Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnene Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens­, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar."

Für Veröffentlichung oder die Weitergabe des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in einer von der testierten Fassung abweichenden Form sowie für den Fall der Übersetzung in andere Sprachen bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, falls dabei der von uns erteilte Bestätigungsvermerk zitiert wird oder ein Hinweis auf unsere Konzernabschlussprüfung erfolgt; wir weisen hierzu auf die Bestimmungen des § 328 HGB hin.

 

München, den 16. April 2013

RP RICHTER GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Frank Stahl, Wirtschaftsprüfer

Martin Costa, Wirtschaftsprüfer