BAVARIA Industries Group AGMünchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019(vormals: BAVARIA Industriekapital AG), MünchenKonzernabschluss zum 31. Dezember 2019Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersKonzernbilanz zum 31. Dezember 2019Aktiva (EUR)
Konzerngewinn- und Verlustrechnung für 2019
Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2019
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2019
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2019I. BAVARIA Industries Group AG (BAVARIA) - KurzprofilDie BAVARIA Industriekapital AG (BAVARIA) wurde am 03. April 2002 gegründet. Sie hat ihren Sitz in München und ist dort beim Amtsgericht im Handelsregister, Abteilung B, seit dem 08. August 2002 unter der Nummer 143858 eingetragen. Die Notierungsaufnahme der Aktien der Gesellschaft (ISIN DE0002605557) im Entry Standard (Open Market) der Frankfurter Wertpapierbörse erfolgte am 26. Januar 2006. Die BAVARIA Industriekapital AG wurde per Beschluss der Hauptversammlung vom 07. Juni 2013 in die BAVARIA Industries Group AG umfirmiert. Die Eintragung der Namensänderung im Handelsregister München erfolgte am 13. Juni 2013 unter HRB 143858. Die BAVARIA ist eine industrielle Holding, die Unternehmen übernimmt und das Ergebnis durch aktives Management steigert. Das Geschäftsmodell umfasst den Erwerb und die Ertragsverbesserung von Beteiligungen. Die BAVARIA beschränkt sich somit nicht - anders als bei klassischen Beteiligungsgesellschaften - auf das bloße Halten und Verwalten von Beteiligungen. Im Dreiklang strebt die BAVARIA die Senkung der Kosten, die Erschließung neuer Umsatzpotenziale und die weitgehende Erhaltung der Arbeitsplätze an. Sie setzt auf die Initiative der Belegschaft, die Innovationskraft des Unternehmens zu steigern und alle Formen der Verschwendung - z. B. durch Ausschussraten oder unnötige Wartezeiten in der Fertigung - zu vermeiden. Denn nur nachhaltig profitable Unternehmen bieten sichere Arbeitsplätze. Zur Ergebnissteigerung arbeitet die Gesellschaft mit einem eigenen Spezialistenteam, das zur Unterstützung des jeweiligen Managements bereitsteht. II. KonsolidierungskreisDer Konzernabschluss umfasst neben der BAVARIA als Muttergesellschaft die verbundenen Unternehmen, bei denen der BAVARIA direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte zusteht bzw. bei denen in anderer Weise ein beherrschender Einfluss ausgeübt wird, sofern nicht besondere Ausschlussgründe vorliegen. Die in den Konsolidierungskreis der BAVARIA einbezogenen Unternehmen sind gesondert in der "Aufstellung des Anteilsbesitzes" im Anhang dargestellt. Die folgenden Gesellschaften wurden gemäß § 296 Absatz 1 Nr. 1 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, weil erhebliche und andauernde Beschränkungen die Ausübung der Rechte des Mutterunternehmens in Bezug auf das Vermögen oder die Geschäftsführung dieses Unternehmens nachhaltig beeinträchtigen, z.B. weil die Gesellschaften einen Insolvenzeröffnungsantrag gestellt haben oder über ihr Vermögen das Insolvenzverfahren bereits eröffnet wurde:
Die Einbeziehung im Wege der Vollkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung. Der Konsolidierungskreis der BAVARIA ist kontinuierlichen Veränderungen unterworfen, so dass ein Vergleich der Konzernabschlüsse im Zeitablauf nur eingeschränkt möglich ist. Aufgrund der unterschiedlichen Geschäftstätigkeit der jeweils einbezogenen Unternehmen sind dabei insbesondere die Relationen der einzelnen Posten der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zueinander von permanenter Veränderung gekennzeichnet. Nachfolgend werden die Veränderungen des Konsolidierungskreises gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 dargestellt:
Den beschriebenen Erstkonsolidierungen lagen folgende nicht konsolidierte Kennzahlen zugrunde:
Die Bilanzzahlen sind auf den Stichtag der Erstkonsolidierung bezogen. III. KonzernabschlussstichtagDer Konzernabschluss wird zum Stichtag der Muttergesellschaft BAVARIA (31. Dezember 2019) aufgestellt. Die Geschäftsjahre der operativen Beteiligungen stimmen mit dem Geschäftsjahr der Muttergesellschaft überein. Soweit sich bei den Tochtergesellschaften wertaufhellende Tatsachen bis zur Aufstellung dieses Konzernabschlusses ereignet haben, wurden diese berücksichtigt. IV. KonsolidierungsgrundsätzeRechnungslegungsgrundsätzeDer Jahresabschluss der BAVARIA zum 31. Dezember 2019 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt. Die Jahresabschlüsse der Einzelgesellschaften wurden nach den Grundsätzen der §§ 238 ff. HGB, insbesondere nach den Vorschriften für Kapitalgesellschaften gem. §§ 264 ff. HGB und den Vorschriften des Aktiengesetzes erstellt. Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Gesetzlich vorgeschriebene Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind jeweils zum Teil zusammengefasst. Die notwendigen Aufgliederungen und Vermerke sind im Anhang aufgeführt. Die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen ist aufgrund der Änderungen innerhalb des Konsolidierungskreises nur bedingt gegeben. Die Konzerngewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Konsolidierungsmethoden
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| 2019 | |||||
| Zugang | Abgang | Veränd. Kons. | Abschreibung | Buchwert | |
| 0 | 0 | 1.741 | 406 | 1.335 |
| 2018 | |||||
| Zugang | Abgang | Veränd. Kons. | Abschreibung | Buchwert | |
| 0 | 0 | -250 | 0 | 0 |
Der Geschäfts- oder Firmenwert zum 31. Dezember 2019 ergibt sich aus der Einzelbilanz einer Azolver-Gesellschaft. Der verbleibende Abschreibungszeitraum beträgt rund drei Jahre.
Die Nutzungsdauer der Rechte und Lizenzen beträgt drei bis fünf Jahre. Der Ermittlung der Nutzungsdauern wurde die voraussichtliche tatsächliche Nutzung zugrunde gelegt. Sämtliche immaterielle Vermögenswerte werden linear abgeschrieben.
Die Nutzungsdauer für Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt drei bis zehn Jahre, für technische Anlagen und Maschinen acht bis 20 Jahre je nach wirtschaftlicher Nutzung. Die Gebäude werden über eine wirtschaftliche Nutzungsdauer von 25 bis 50 Jahren abgeschrieben.
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
Der Posten Anteile an verbundenen Unternehmen enthält die nicht konsolidierten Beteiligungen zum Anschaffungspreis abzgl. notwendiger Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert.
2. Wertpapiere des Anlagevermögens
Abschreibungen werden nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Wert, der sich aus einem Börsen- oder Marktpreis am Abschlussstichtag ergab, wurden auf Grund von voraussichtlich dauernder Wertminderung in Höhe von TEUR 1.930 (Vj. TEUR 263) vorgenommen.
Zum Abschlussstichtag werden keine Finanzanlagen über ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet.
(ohne Wertpapiere, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten)
| (TEUR) | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 5.972 | 5.586 |
| Unfertige Erzeugnisse | 2.283 | 1.669 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 5.360 | 4.537 |
| Geleistete Anzahlungen | 1.087 | 1.682 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 10.103 | 10.780 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 13.933 | 55.938 |
| 38.739 | 80.194 |
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten TEUR 9.796 Forderungen gegen das Finanzamt (Vj. TEUR 52.080).
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr enthalten. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind solche mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 2.979 (Vj. TEUR 2.466) enthalten.
Das Grundkapital beträgt zum 31.12.2019 EUR 5.060.548,00 (Vorjahr EUR 5.060.548,00). Es ist in voller Höhe einbezahlt und in 5.060.548 Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von EUR 1,00 je Stück eingeteilt.
Das bedingte Kapital beträgt EUR 49.500,00.
Die eigenen Anteile werden mit ihrem rechnerischen Nennwert offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt. Die eigenen Anteile sind aufgrund von Ermächtigungen nach § 71 Absatz 1 Nr. 8 AktG erworben worden. Aus diesen eigenen Anteilen stehen der Gesellschaft keine Rechte zu; sie sind insbesondere nicht dividendenberechtigt.
Mit Hauptversammlungsbeschluss am 28. Mai 2014 wurde die Gesellschaft gemäß § 71 Absatz 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 27. Mai 2019 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben.
Dabei gilt, dass auf die durch diese Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat oder noch besitzt, oder die ihr gemäß §§ 71d und 71e AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals der Gesellschaft entfallen dürfen.
Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Gesellschaft, die aufgrund der vorstehenden Ermächtigungen erworben werden, zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken zu verwenden, insbesondere zu folgenden:
| ― |
Sie können zur Einführung von Aktien der Gesellschaft an ausländischen Börsen verwendet werden, an denen sie bisher nicht zum Handel zugelassen sind. |
| ― |
Die Aktien können gegen Sachleistungen veräußert werden, insbesondere Dritten im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen daran, einschließlich der Erhöhung bestehenden Anteilsbesitzes, angeboten oder gewährt werden. |
| ― |
Sie können Personen, die in einem Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder der mit der Gesellschaft im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen stehen oder standen, zum Erwerb angeboten oder mit einer Sperrfrist von nicht weniger als einem Jahr zugesagt bzw. übertragen werden. Soweit Personen die Aktien im Rahmen eines Aktienoptionsprogramms angeboten werden, gilt eine Sperrfrist von vier Jahren. |
| ― |
Sie können eingezogen werden, ohne dass die Durchführung der Einziehung eines weiteren Beschlusses der Hauptversammlung bedarf. Sie können auch im vereinfachten Verfahren ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen rechnerischen Betrages der übrigen Stückaktien am Grundkapital der Gesellschaft eingezogen werden. Die Einziehung kann auf einen Teil der erworbenen Aktien beschränkt werden. Von der Ermächtigung zur Einziehung kann mehrfach Gebrauch gemacht werden. |
| ― |
Sie können auch - unter Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes (§ 53a AktG) -wieder über die Börse, eine börsenähnliche Einrichtung oder Handelsplattform, mittels eines an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichteten öffentlichen Kaufangebots bzw. mittels einer an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichtete öffentliche Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten verkauft werden. |
Zum 31. Dezember 2019 hat die Gesellschaft
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auf Grundlage der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 20. Juni 2008 insgesamt 150.986 eigene Aktien (davon 139.458 Stück in 2008) erworben, |
| ― |
auf Grundlage der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 29. Mai 2009 insgesamt 70.150 eigene Aktien (davon im Rahmen eines öffentlichen Rückkaufangebots auf Grundlage der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 29. Mai 2009 27.260 Stück) erworben, |
| ― |
auf Grundlage der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 11. Juni 2010 insgesamt 220.801 eigene Aktien (davon 16.092 Stück in 2010 und 188.139 Stück in 2011) erworben, |
| ― |
von den insgesamt 441.937 eigenen Aktien wurden im Zuge der beschlossenen Kapitalherabsetzung im April 2012 431.937 Stück eingezogen, die verbleibenden 10.000 eigenen Aktien konnten nicht eingezogen werden, da diese bis Oktober 2017 bei unserem designated Sponsor als Wertpapierleihe hinterlegt waren, |
| ― |
auf Grundlage der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 insgesamt 350.049 eigene Aktien (davon 143.214 Stück in 2012, 181.364 Stück in 2013 und 25.471 Stück in 2014) erworben, |
| ― |
von den insgesamt 360.049 eigenen Aktien wurden im Zuge der beschlossenen Kapitalherabsetzung im April 2014 350.049 Stück eingezogen, die verbleibenden 10.000 eigenen Aktien waren bis Oktober 2017 bei unserem designated Sponsor als Wertpapierleihe hinterlegt, |
| ― |
auf Grundlage der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 28. Mai 2014 insgesamt 261.220 eigene Aktien (davon 78.766 Stück in 2014, 166.369 in 2015 und 16.085 in 2016) erworben, |
| ― |
von den insgesamt 271.220 eigenen Aktien wurden im Zuge der beschlossenen Kapitalherabsetzung im November 2016 261.220 Stück eingezogen, die verbleibenden 10.000 eigenen Aktien waren bis Oktober 2017 bei unserem designated Sponsor als Wertpapierleihe hinterlegt, |
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auf Grundlage der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 28. Mai 2014 im Geschäftsjahr 2017 insgesamt 281.547 eigene Aktien erworben, |
| ― |
von den insgesamt 291.547 Stück wurden im Zuge der beschlossenen Kapitalherabsetzung im November 2017 290.746 Stück eingezogen, |
| ― |
auf Grundlage der Ermächtigung durch die Hauptversammlung am 22. Juni 2018 wurden insgesamt 169.602 eigene Aktien (davon 126.587 Stück in 2018 und 43.015 Stück in 2019) erworben. |
Auf die eigenen Aktien entfällt insgesamt ein Anteil des Grundkapitals in Höhe von EUR 170.403 (3,37%).
| Monat | Zurückgekaufte Aktien (Stück) |
Anteil am Grundkapital (in %) |
Durchschnittspreis | Kurswert gesamt (in Euro) |
Kumul. Anzahl Aktien | Kumul. Anteil am Grundkapital |
| Jan 19 | 0 | 0,00% | 0,00 EUR | 0,00 | 127.388 | 2,52% |
| Feb 19 | 349 | 0,01% | 52,53 EUR | 18.332,58 | 127.737 | 2,52% |
| Mrz 19 | 111 | 0,00% | 52,55 EUR | 5.833,50 | 127.848 | 2,53% |
| Apr 19 | 2.667 | 0,05% | 53,36 EUR | 142.322,21 | 130.515 | 2,58% |
| Mai 19 | 3.411 | 0,07% | 54,40 EUR | 185.566,14 | 133.926 | 2,65% |
| Jun 19 | 184 | 0,00% | 54,34 EUR | 9.999,45 | 134.110 | 2,65% |
| Jul 19 | 1.174 | 0,02% | 53,93 EUR | 63.311,43 | 135.284 | 2,67% |
| Aug 19 | 4.692 | 0,09% | 53,89 EUR | 252.863,93 | 139.976 | 2,76% |
| Sep 19 | 3.877 | 0,08% | 55,31 EUR | 214.441,37 | 143.853 | 2,84% |
| Okt 19 | 25.219 | 0,50% | 55,66 EUR | 1.403.689,50 | 169.072 | 3,34% |
| Nov 19 | 31 | 0,00% | 55,00 EUR | 1.705,00 | 169.103 | 3,34% |
| Dez 19 | 1.300 | 0,30% | 56,77 EUR | 73.800,00 | 170.403 | 3,37% |
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Juni 2008 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 19. Juni 2013 gegen Bar- und / oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu EUR 2.094.750,00 zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2008/I). Von der Erhöhung des Grundkapitals innerhalb der gewährten Frist wurde kein Gebrauch gemacht. Die Löschung des genehmigten Kapitals 2008/I wurde im Handelsregister noch nicht eingetragen.
Das Bezugsrecht der Aktionäre konnte ausgeschlossen werden,
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wenn der Ausgabepreis nicht wesentlich unter dem zugleich festgestellten Börsenkurs der Aktien liegt und die Erhöhung des Grundkapitals durch Bareinlagen 10% des Grundkapitals nicht übersteigt, |
| ― |
wenn das Grundkapital durch Sacheinlage zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen erhöht wird, |
| ― |
soweit dadurch Wandelschuldverschreibungen, Wandelgenussrechte oder Optionsscheine bedient werden, |
| ― |
soweit es zum Ausgleich von Spitzenbeträgen erforderlich ist. |
Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Mai 2012 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 886.531 durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von bis zu 886.531 neuen auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen, einmalig oder mehrmalig bis zum 24. Mai 2017 zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2012). Die Löschung des genehmigten Kapitals 2012/I wurde im Handelsregister noch nicht eingetragen.
Das Bezugsrecht der Aktionäre konnte ausgeschlossen werden,
| ― |
wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrages nicht wesentlich unterschreitet und die Erhöhung des Grundkapitals durch Bareinlagen insgesamt einen Betrag von 10% des Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Zahl sind Aktien anzurechnen, die zur Bedienung von Options- oder Wandelschuldverschreibungen ausgegeben wurden oder auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen in entsprechender Anwendung des § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben wurden. Auf die Begrenzung auf 10% des Grundkapitals ist ferner die Veräußerung eigener Aktien anzurechnen, wenn die Veräußerung auf Grund einer im Zeitpunkt des Wirksamwerdens des genehmigten Kapitals gültigen Ermächtigung zur Veräußerung eigener Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts erfolgt; |
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wenn er das Grundkapital im Rahmen einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen gegen Überlassung von Aktien der Gesellschaft erhöht, soweit dies im wohlverstandenen Interesse der Gesellschaft liegt; |
| ― |
soweit es erforderlich ist, um den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen und Wandelgenussrechten bzw. Optionsscheinen der Gesellschaft zum Zwecke des Verwässerungsschutzes ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Umtauschrechts bzw. Optionsrechts zustehen würden; oder |
| ― |
soweit es zum Ausgleich von Spitzenbeträgen erforderlich ist. |
Die Gesellschaft hat auf Vorschlag des Vorstands und Aufsichtsrats mit Hauptversammlungsbeschluss vom 05. September 2006 beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 49.500,00 durch Ausgabe von bis zu 49.500 auf den Inhaber lautende Stückaktien im Rahmen einer bedingten Kapitalerhöhung (bedingtes Kapital 2006/I) zu erhöhen. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als Wandelschuldverschreibungen ausgegeben werden und von dem enthaltenen Optionsrecht der Umwandlung in Stückaktien Gebrauch gemacht wird. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre wurde ausgeschlossen.
Die Wandelschuldverschreibungen wurden im Dezember 2006 in Höhe von EUR 49.500,00 an die Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft zum Mindestausgabebetrag von EUR 0,33 pro Schuldverschreibung im rechnerischen Nennbetrag von EUR 1,00 ausgegeben. Die Aufsichtsräte haben ihr Bezugsrecht ausgeübt, alle Wandelschuldverschreibungen gelten gemäß den Umtauschbedingungen als zum 31. Dezember 2006 gewährt. Der Wandlungspreis beträgt gemäß Umtauschbedingungen EUR 21,70.
Jede Wandelschuldverschreibung gewährt das Recht zur Wandlung in jeweils eine Stückaktie der Gesellschaft. Die Laufzeit der Wandelschuldverschreibungen endete nach Ablauf von fünf Jahren am 31. Dezember 2011. Es hat keiner der Aufsichtsräte von seinem Wandlungsrecht Gebrauch gemacht. Die Löschung des bedingten Kapitals 2006/I wurde im Handelsregister noch nicht eingetragen.
Die Kapitalrücklage beträgt zum Stichtag EUR 9.939.452,00.
| 2019 in TEUR |
2018 in TEUR |
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| Kapitalrücklage zum 01.01 | 9.939 | 9.939 |
| Einlagen | 0 | 0 |
| Kapitalrücklage zum 31.12 | 9.939 | 9.939 |
Die Gewinnrücklagen betragen zum Stichtag EUR 175.903,00.
| 2019 in TEUR |
2018 in TEUR |
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| Gewinnrücklage zum 01.01 | 133 | 6 |
| Entnahmen | 0 | 0 |
| Einlagen | 43 | 127 |
| Gewinnrücklage zum 31.12 | 176 | 133 |
Die Rücklage wegen eigener Anteile hat sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:
| TEUR | |
| Rücklage wegen eigener Anteile 31.12.2018 | 127 |
| Bildung einer Rücklage wegen eigener Anteile für im laufenden Geschäftsjahr erworbene eigene Anteile (in Höhe des Nennwerts) | 43 |
| Rücklage wegen eigener Anteile 31.12.2019 | 170 |
Der zum Stichtag ausgewiesene negative Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung wird entsprechend seiner Verursachung in den Folgejahren ergebniswirksam aufgelöst.
Diese Position entwickelte sich in den Geschäftsjahren 2018 und 2019 wie folgt:
in TEUR
| 2019 | |||||
| Zugang | Auflösung | Erfolgsneutrale Anpassung | Endkonsolidierung | Buchwert | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 6.848 |
| 2018 | |||||
| Zugang | Auflösung | Erfolgsneutrale Anpassung | Endkonsolidierung | Buchwert | |
| 0 | -834 | 0 | -5.403 | 6.848 |
Passive Unterschiedsbeträge entstehen bei Akquisitionen, bei denen der Kaufpreis unter dem Buchwert des bilanziellen Eigenkapitals des übernommenen Unternehmens liegt. Die passiven Unterschiedsbeträge werden im Konzernabschluss ergebniswirksam nach dem Sanierungsfortschritt der Beteiligungen aufgelöst, sofern noch mit zukünftigen Aufwendungen oder Verlusten gerechnet wird.
Soweit der negative Unterschiedsbetrag nicht durch erwartete künftige Aufwendungen oder Verluste begründet ist, wird er in der folgenden Weise ergebniswirksam aufgelöst:
a) Der Anteil, der die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen nicht-monetären Vermögenswerte nicht übersteigt, wird planmäßig über die gewichtete durchschnittliche Restnutzungsdauer der erworbenen abnutzbaren Vermögenswerte vereinnahmt.
b) Der Anteil, der die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen nicht-monetären Vermögenswerte übersteigt, wird zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung als Ertrag vereinnahmt.
Die Auflösung des passiven Unterschiedsbetrags ist in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung im sonstigen betrieblichen Ertrag enthalten.
| (in TEUR) | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Rückstellungen für Pensionen | 4.711 | 4.457 |
| Steuerrückstellungen | 3.652 | 1.728 |
| Sonstige Rückstellungen | 11.493 | 5.903 |
| 19.856 | 12.088 |
Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen beträgt zum Stichtag TEUR 4.711 (Vj. TEUR 4.457).
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich (TEUR 4.197; Vj. TEUR 2.079), aus Prozessrisiken (TEUR 4.357; Vj TEUR 2.768) und aus Erlösschmälerungen (TEUR 722; Vj TEUR 432).
| (in TEUR) | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 10.069 | 14.201 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 2.082 | 1.569 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 14.343 | 13.565 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 19.861 | 3.160 |
| 46.354 | 32.496 |
Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten können wie folgt zusammengefasst werden:
| 31.12.2019 (in TEUR) | < 1 Jahr | 1-5 Jahre | >5 Jahre | Gesamt |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 2.394 | 4.444 | 3.231 | 10.069 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 2.082 | 0 | 0 | 2.082 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 14.343 | 0 | 0 | 14.343 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 5.532 | 14.328 | 0 | 19.861 |
| 24.351 | 18.772 | 3.231 | 46.354 |
| 31.12.2018 (in TEUR) | < 1 Jahr | 1-5 Jahre | >5 Jahre | Gesamt |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 6.385 | 4.557 | 3.259 | 14.201 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 1.569 | 0 | 0 | 1.569 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 13.565 | 0 | 0 | 13.565 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 3.137 | 23 | 0 | 3.160 |
| 24.656 | 4.580 | 3.259 | 32.496 |
Die latenten Steuern wurden auf Konzernebene mit einem Steuersatz von 30% berechnet. Die jeweiligen latenten Steuern der Tochtergesellschaften wurden mit dem jeweiligen erwarteten Steuersatz berechnet. Die latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen Wertansätzen des Sachanlagevermögens, unterschiedlicher Bewertung von Leasingforderungen sowie unterschiedlicher Bewertung von Wertberichtigungen auf Forderungen für steuerliche Zwecke.
Differenzen ergeben sich dabei im Wesentlichen aus Azolver Denmark ApS, Azolver Svenska AB, Carbody S.A.S. sowie Bavaria Reals Estate Ciriè Holding S.r.l.
Die BAVARIA Industries Group AG geht Haftungsverhältnisse nur nach sorgfältiger Risikoabwägung und grundsätzlich nur in Zusammenhang mit ihrer eigenen oder der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen und Beteiligungen ein.
Aus längerfristigen Miet- und Leasingverträgen bestehen für die festen Grundmietzeiten insgesamt finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 7.736 (Vj. TEUR 7.955).
Nach Fälligkeiten setzen sich die finanziellen Verpflichtungen wie folgt zusammen:
| (TEUR) Laufzeit | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| < 1 Jahr | 1.647 | 600 |
| 1-5 Jahre | 3.128 | 2.360 |
| > 5 Jahre | 2.961 | 4.995 |
| Summe | 7.736 | 7.955 |
An den Prüfer des Konzernabschlusses sind im Berichtsjahr folgende Honorare für Prüfungen, Beratung und sonstige Leistungen geflossen:
| 2019 (TEUR) |
Gesamt Konzernprüfer |
| Honorar für Abschlussprüfung | 40 |
| Gesamt | 40 |
| 2018 (TEUR) |
Gesamt Konzernprüfer |
| Honorar für Abschlussprüfung | 40 |
| Gesamt | 40 |
Drei Gesellschaften der BAVARIA Gruppe nutzen Factoring als Finanzierungsinstrument. Der Gesamtrahmen beträgt EUR 14,2 Mio., davon wurden zum 31. Dezember 2019 EUR 12,1 Mio. in Anspruch genommen. Es handelt sich teilweise um echtes, offenes Factoring, bei dem der Factoringpartner das volle Ausfallrisiko übernimmt, dabei allerdings bestimmte Kunden ausschließt, kumulierte Risiken mit Quoten vermeidet und nur anteilig Forderungen übernimmt, teilweise um unechtes Factoring, bei dem das Forderungsausfallrisiko beim Kunden verbleibt. Da es sich bei den Gesellschaften, die das Factoring nutzen, überwiegend um unsere Automotive Beteiligungen handelt, ist das Forderungsausfallrisiko jedoch begrenzt.
Zweck und Vorteil des Factorings sind die Verbesserung der Liquidität bei gleichzeitiger Verringerung der Risikoposition der Gesellschaften. Nachteilig wirken sich hingegen die mit dem Factoring verbundenen Kosten auf die Ertragslage aus. Ebenfalls nachteilig auswirken könnte sich die mit dem offenen Factoring verbundene Offenlegung des Forderungsverkaufs, da die Kunden ihre Verbindlichkeiten i.d.R. direkt gegenüber dem Factoring-Unternehmen begleichen.
Eine Gesellschaft der BAVARIA Gruppe nutzt das Finanzierungsinstrument "Sale-and-Leaseback".
Es bestehen langfristige Mietverträge für ein Gebäude, IT-Anlagen, Software sowie Produktionseinrichtungen. Die hieraus resultierende Gesamtverpflichtung ist in den angegebenen sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten, soweit sie nicht bilanziell berücksichtigt wurde.
Zweck und Vorteil der Sale-and-Leaseback-Geschäfte sind die Beschaffung liquider Mittel, d. h. Zahlungszuflüsse für die Unternehmen. Risiken ergeben sich hingegen aus den zu zahlenden Leasingraten, zu denen sich die Unternehmen verpflichten.
Am 31. Dezember 2019 hat die BAVARIA Industries Group AG keine Differenzkontrakte (Contract for Difference / CFD) abgeschlossen und ist keine Short-Positionen auf Wertpapiere eingegangen.
Die Umsatzerlöse der endkonsolidierten Unternehmen sind jeweils nur anteilsmäßig bis zum Endkonsolidierungszeitpunkt enthalten.
Der Umsatz des BAVARIA Konzerns nach Absatzgebieten gliedert sich wie folgt:
| (TEUR) | 2019 | 2018 |
| Europäische Union (ohne Deutschland) | 108.645 | 96.881 |
| Europa übrige | 12.809 | 1.808 |
| Deutschland | 12.750 | 13.002 |
| Asien | 4.728 | 3.820 |
| Amerika | 14 | 58 |
| Übrige | 6.220 | 6.477 |
| 145.166 | 122.046 |
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
| (TEUR) | 2019 | 2018 |
| Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen | 9.266 | 2.552 |
| Erträge aus Wertpapieren und Finanzmarkttransaktionen | 8.759 | 8.412 |
| Erträge aus Wechselkursgewinnen | 745 | 579 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 474 | 386 |
| Erträge aus der Endkonsolidierung von Anteilen an verbundenen Unternehmen | 0 | 9.535 |
| Erträge aus der Auflösung von Unterschiedsbeträgen | 0 | 834 |
| Sonstige | 2.652 | 2.714 |
| 21.896 | 25.012 |
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten unter anderem Veräußerungsgewinne aus Wertpapieren und Finanzmarkttransaktionen in Höhe von TEUR 8.759 (Vj. TEUR 8.412). Dem stehen sonstige betriebliche Aufwendungen aus Wertpapierverkäufen und Finanzmarkttransaktionen in Höhe von TEUR 2.509 (Vj. TEUR 8.268) gegenüber.
Der Materialaufwand betrug im Geschäftsjahr 2019 TEUR 72.390 (Vj. TEUR 62.359).
Der Personalaufwand ist im Periodenvergleich gestiegen:
| (TEUR) | 2019 | 2018 |
| Löhne und Gehälter | 33.747 | 27.255 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung davon für Altersversorgung TEUR 214 (Vj. TEUR 287) | 10.762 | 9.197 |
| 44.509 | 36.452 |
In den Abschreibungen des Geschäftsjahres sind außerplanmäßige Abschreibungen auf die Finanzanlagen in Höhe von TEUR 1.930 (Vj. TEUR 263) enthalten.
| (TEUR) | 2019 | 2018 |
| Fremdleistungen, Versicherungen und Beiträge | 4.951 | 2.934 |
| Verpackung und Fracht | 3.700 | 3.575 |
| Rechtsanwälte, Notare, Gerichtskosten | 3.075 | 1.114 |
| Miete und Leasing | 2.959 | 1.991 |
| Aufwand für Leiharbeiter | 2.909 | 1.872 |
| Aufwand aus dem Verkauf von Wertpapieren und Finanzmarkttransaktionen | 2.509 | 8.309 |
| IT Kosten | 1.906 | 1.303 |
| Forderungsausfälle | 1.436 | 0 |
| Reparaturen und Instandhaltung | 1.395 | 2.713 |
| Verwaltungskosten | 1.086 | 225 |
| Zuführung Wertberichtigungen | 968 | 364 |
| Wechselkursverluste | 970 | 338 |
| Reise und Bewirtung | 847 | 454 |
| Management Beratungskosten | 510 | 540 |
| Sonstige Personalkosten | 372 | 255 |
| Werbung | 284 | 45 |
| Provisionen | 271 | 215 |
| Gewährleistungen und Garantie | 4 | 0 |
| Verlust aus Endkonsolidierung | 0 | 105 |
| Sonstige | 5.145 | 5.392 |
| 35.297 | 31.744 |
| (in TEUR) | 2019 | 2018 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 1.479 | 246 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 1.394 | 794 |
| 85 | -547 |
Die Zinsaufwendungen 2019 entfallen im Wesentlichen auf CARBODY S.A.S., Bavaria Industries Group AG und BAVARIA Real Estate Holding Ciriè S.r.l.
In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung in Höhe von TEUR 615 (Vj.: TEUR 100) enthalten.
Die Aufwendungen für Ertragsteuern beinhalten sowohl die unmittelbar zu entrichtenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag als auch die latenten Steuern i.H.v. TEUR 30 (Vj. TEUR 139).
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 2.746 (Vj. TEUR 986) an periodenfremden Erträgen enthalten. Diese betreffen Erträge aus Rückstellungsauflösungen und Erträge aus der Anpassung der Zwischengewinneliminierung.
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind TEUR 0 (Vj. TEUR 2.000) an periodenfremden Aufwendungen enthalten.
| ― |
Reimar Scholz, Diplom Kaufmann, Gauting, Ressorts Akquisitionen und Kapitalanlagen (Vorstandssprecher). |
Ist nur ein Vorstandsmitglied bestellt, so vertritt es die Gesellschaft allein. Sind mehrere Vorstandsmitglieder bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Vorstandsmitglieder gemeinsam vertreten.
Reimar Scholz ist einzelvertretungsberechtigt.
Der Vorstand ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.
| ― |
Herr Hans-Peter Lindlbauer, Rechtsanwalt, München (Vorsitzender), |
| ― |
Herr Dr. Philip Martinius, Rechtsanwalt, München (stellv. Vorsitzender), |
| ― |
Frau Wanching Ang, Kauffrau, Gauting. |
Im Geschäftsjahr wurden Bezüge an die Aufsichtsratsmitglieder in Höhe von TEUR 34 (Vorjahr TEUR 52) berücksichtigt.
Im Berichtsjahr wurden von der Gesellschaft an die Rechtsanwaltskanzlei ljh Lindlbauer Rechtsanwälte, in der Herr Lindlbauer Partner ist, im Rahmen eines gesonderten Beratungsvertrages (nach § 114 AktG) Honorare in Höhe von TEUR 3 (Vj. TEUR 4) gezahlt.
Die Gesamtbezüge der Vorstände betrugen im Jahr 2019 TEUR 480 (Vorjahr TEUR 480).
Im Jahresdurchschnitt waren in den Unternehmen, die zum 31. Dezember 2019 in den Konzernabschluss einbezogen wurden, 831 Mitarbeiter (Vj. 669 Mitarbeiter) beschäftigt.
Die Anzahl der Mitarbeiter des BAVARIA Konzerns entwickelte sich wie folgt:
| 2019 | 2018 | |
| Gewerbliche Mitarbeiter | 613 | 589 |
| Angestellte | 201 | 65 |
| Auszubildende | 17 | 15 |
| 831 | 669 |
Die BAVARIA unterhält zu verbundenen, nicht konsolidierten Tochtergesellschaften geschäftsübliche Beziehungen. Die Transaktionen mit diesen Gesellschaften sind von geringem Umfang, resultieren aus dem normalen Geschäftsverkehr und wurden zu marktüblichen Bedingungen geschlossen.
Darüber hinaus haben Unternehmen der BAVARIA mit Mitgliedern des Vorstands oder des Aufsichtsrats der BAVARIA keine wesentlichen Geschäfte vorgenommen. Dies gilt auch für nahe Familienangehörige dieses Personenkreises.
Im März 2020 ist die COVID-19 Pandemie in Deutschland angekommen. Aufgrund von immer stärker steigenden Fallzahlen auch in Deutschland sahen sich die Bundes- und Länderregierungen in Deutschland genötigt, weitreichende Beschränkungen des öffentlichen Lebens, wie z.B. Ausgangsbeschränkungen, zu erlassen. Ähnliche oder noch weitreichendere Beschränkungen wurden auch in einer Vielzahl anderer europäischer und außereuropäischer Länder verhängt. Diese Beschränkungen haben massive ökonomische Konsequenzen, die zum derzeitigen Zeitpunkt vollumfänglich sehr schwer abschätzbar sind. Aufgrund ihres Geschäftsmodels sollte die BAVARIA Industries AG weniger stark als der Gesamtmarkt von den Auswirkungen der Pandemie betroffen sein. Durch die wirtschaftlichen Konsequenzen der Pandemie besteht aber ein erhöhtes Risiko für einen Umsatzrückgang, Forderungsausfall oder Insolvenz von Beteiligungen. Daneben besteht ein erhöhtes Risiko für einen nachhaltigen Rückgang der Aktienkurse und einem damit verbundenen Wertberichtigungsaufwand bei den Wertpapieren des Anlage- und Umlaufvermögens. Auf der anderen Seite bietet die mit der Pandemie verbundene Rezession die Möglichkeit, günstig Beteiligungen oder Aktien zu erwerben. Die BAVARIA Industries AG verfügt zum Stichtag über einen hohen Bestand an liquiden Mitteln. Es wird zum derzeitigen Zeitpunkt keine ernsthafte Gefährdung der Unternehmensfortführung gesehen.
Im April 2020 wurde beim Amtsgericht München für die Die-cast Holding Bavaria GmbH ein Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens von einem externen Dritten gestellt. Die Die-cast Holding Bavaria GmbH ist eine Zwischenholding im BAVARIA Konzern, die die zum 1. Januar 2019 erstkonsolidierten Unternehmen der Azolver Gruppe hält. Die Die-cast Holding Bavaria GmbH bereitet derzeit den Widerspruch gegen den Insolvenzantrag vor.
| Anteil am Kapital in % |
Eigenkapital | Jahresergebnis | ||||
| Konzern-Muttergesellschaft | Währung | direkt | indirekt | |||
| BAVARIA Industries Group AG (ehemals BAVARIA Industriekapital AG), München | 303.365 | 171.522 | ||||
| Konsolidierungskreis | ||||||
| BAVARIA Industriekapital AG (ehemals BAVARIA Industriekapital II AG), München | (1) | EUR | 100,00 | 30 | -3 | |
| HERING Wärmetauscher Holding AG, München | (1) | EUR | 75,00 | 1.313 | 525 | |
| Hering AG, Gunzenhausen | (2) | EUR | 71,06 | 4.295 | 607 | |
| BAVARIA Maschinenbau Holding II AG, München | (1) | EUR | 97,50 | 65 | -6 | |
| Verwaltungsgesellschaft 0906 mbH, München | (1) | EUR | 100,00 | 97 | 8 | |
| Blitz 05-316 GmbH & Co. KG, München | (1) | EUR | 100,00 | -1.793 | -1.996 | |
| baikap Holding 010607 GmbH, München | (1) | EUR | 100,00 | -466 | -7 | |
| baikap Holding 020607 GmbH, Gräfelfing | (1) | EUR | 100,00 | -22 | -1 | |
| EMS Holding Bavaria GmbH, Gräfelfing | (1) | EUR | 100,00 | -320 | -6 | |
| Bavaria France Holding S.A.S., Paris, Frankreich (ehemals Fonderies Aluminium de France S.A.S.) | (2) | EUR | 100,00 | 186.624 | 468 | |
| Fonderie d'Ingrandes, Paris, Frankreich (ehemals Fonderie du Poitou Aluminium S.A.S.) | (2) | EUR | 100,00 | 170 | 203 | |
| Baikap Trust Holding GmbH & Co.KG (ehemals K+S Holding GmbH & Co. KG), München | -1 | EUR | 94,80 | -134 | -135 | |
| Die-Cast Holding Bavaria GmbH, München | -1 | EUR | 100,00 | 181 | -36 | |
| baikap Holding 061108 GmbH, München | (1) | EUR | 100,00 | 16 | -1 | |
| baikap Holding 070309 GmbH, München | (1) | EUR | 100,00 | -52 | -2 | |
| baikap Holding 090709 GmbH, München | (1) | EUR | 100,00 | 22 | -1 | |
| Deller Liegenschaft GmbH (ehemals BAVARIA Purchasing Group GmbH), München | (1) | EUR | 100,00 | 190 | 70 | |
| Inasa Foil Sabiñánigo S.L. (ehemals Laminados Sabiñánigo S.L.), Sabiñánigo, Huesca, Spanien | (4) | EUR | 100,00 | - | - | |
| INASA Foil S.A., Irurtzun bei Pamplona, Spanien | (4) | EUR | 100,00 | - | - | |
| baikap Holding 110510 GmbH, München | (1) | EUR | 100,00 | -2.593 | -45 | |
| baikap Holding 120510 GmbH, München | (1) | EUR | 100,00 | -1.750 | -31 | |
| baikap Holding 130810 GmbH, München | (1) | EUR | 100,00 | -1.755 | -31 | |
| baikap Holding 150911 GmbH, München | (1) | EUR | 100,00 | 123 | 0 | |
| baikap Holding 160911 GmbH, München | (1) | EUR | 100,00 | 6 | -3 | |
| Bavaria Luminaires Holding S.A.S., Nanterre, Frankreich | (4) | EUR | 100,00 | - | - | |
| CARBODY S.A.S., Witry-les-Reims, Frankreich | (2) | EUR | 100,00 | 11.776 | 1.452 | |
| CARBODY Czech Republic s.r.o., Mlada Boleslav, Tschechische Republik | (2) | CZK | 100,00 | 45.744 | 9.770 | |
| CARBODY Otomotiv Izolasyon Sistemleri Ticaret Limited Sirketi, Istanbul, Türkei | (3) | TRY | 100,00 | 3.913 | 1.342 | |
| Carbody Deutschland GmbH, München | (2) | EUR | 100,00 | 38 | 6 | |
| Carbody Automotive System Co. Ltd., Suzhou, China | (2) | CNY | 100,00 | 729 | 873 | |
| baikap Holding 190913 GmbH, München | (1) | EUR | 100,00 | 101 | -4 | |
| baikap Holding 200913 GmbH, München | (1) | EUR | 100,00 | 63 | -1 | |
| baikap Holding 210814 GmbH, München | (1) | EUR | 100,00 | 19 | -1 | |
| Deller GmbH (ehemals baikap Holding 220814 GmbH), München | (1) | EUR | 100,00 | -236 | 148 | |
| Cobelplast N.V., Lokeren, Belgien | (2) | EUR | 100,00 | 5.463 | -834 | |
| Bavaria Arti Grafiche Holding S.r.l. in liquidazione., Bergamo, Italien | (4) | EUR | 100,00 | - | - | |
| Arti Grafiche Johnson S.r.l. in liquidazione, Seriate (Bg), Italien | (4) | EUR | 100,00 | - | - | |
| Arti Kalendar & Promotion Services GmbH, Gütersloh | (4) | EUR | 100,00 | - | - | |
| Zanica 92 s.r.l. in liquidazione (ehemals TAVECCHI S.r.l.), Seriate (Bg), Italien | (4) | EUR | 100,00 | - | - | |
| Calendars & Diaries International B.V., Breda, Niederlande | (4) | EUR | 100,00 | - | - | |
| baikap Saphire GmbH (ehemals ASTERION Germany GmbH) | (1) | EUR | 100,00 | 2.761 | -10 | |
| Deroma S.r.l.,Mailand, Italien | (4) | 100,00 | - | - | ||
| Bavaria Real Estate Ciriè Holding S.r.l., Ciriè, Italien | (1) | EUR | 100,00 | 1.475 | -176 | |
| Azolver Soumi OY, Helsinki, Finnland | (2) (5) | EUR | 100,00 | 701 | -197 | |
| Azolver Sverige AB, Sollentuba, Schweden | (2) (5) | SEK | 100,00 | 37.313 | 34.223 | |
| Azolver Denmark APS, Harlev, Dänemark | (2) (5) | DKK | 100,00 | 15.764 | 2.549 | |
| Azolver Norge A/S, Oslo, Norwegen | (2) (5) | NOK | 100,00 | 65.981 | 9.154 | |
| Azolver Italia srl, Agrate Brianza, Italien | (2) (5) | EUR | 100,00 | 2.382 | 917 | |
| Azolver Switzerland AG, Winterthur, Schweiz | (2) (5) | CHF | 100,00 | 10.945 | -637 | |
| Azolver Eesti OÜ, Tallinn, Estland | (3) (6) | EUR | 100,00 | 92 | 90 | |
| Azolver Belgium BV, Brüssel, Belgien | (3) (6) | EUR | 100,00 | 32 | 32 | |
| Währungskurs | |
| Konzern-Muttergesellschaft | |
| BAVARIA Industries Group AG (ehemals BAVARIA Industriekapital AG), München | |
| Konsolidierungskreis | |
| BAVARIA Industriekapital AG (ehemals BAVARIA Industriekapital II AG), München | |
| HERING Wärmetauscher Holding AG, München | |
| Hering AG, Gunzenhausen | |
| BAVARIA Maschinenbau Holding II AG, München | |
| Verwaltungsgesellschaft 0906 mbH, München | |
| Blitz 05-316 GmbH & Co. KG, München | |
| baikap Holding 010607 GmbH, München | |
| baikap Holding 020607 GmbH, Gräfelfing | |
| EMS Holding Bavaria GmbH, Gräfelfing | |
| Bavaria France Holding S.A.S., Paris, Frankreich (ehemals Fonderies Aluminium de France S.A.S.) | |
| Fonderie d'Ingrandes, Paris, Frankreich (ehemals Fonderie du Poitou Aluminium S.A.S.) | |
| Baikap Trust Holding GmbH & Co.KG (ehemals K+S Holding GmbH & Co. KG), München | |
| Die-Cast Holding Bavaria GmbH, München | |
| baikap Holding 061108 GmbH, München | |
| baikap Holding 070309 GmbH, München | |
| baikap Holding 090709 GmbH, München | |
| Deller Liegenschaft GmbH (ehemals BAVARIA Purchasing Group GmbH), München | |
| Inasa Foil Sabiñánigo S.L. (ehemals Laminados Sabiñánigo S.L.), Sabiñánigo, Huesca, Spanien | |
| INASA Foil S.A., Irurtzun bei Pamplona, Spanien | |
| baikap Holding 110510 GmbH, München | |
| baikap Holding 120510 GmbH, München | |
| baikap Holding 130810 GmbH, München | |
| baikap Holding 150911 GmbH, München | |
| baikap Holding 160911 GmbH, München | |
| Bavaria Luminaires Holding S.A.S., Nanterre, Frankreich | |
| CARBODY S.A.S., Witry-les-Reims, Frankreich | |
| CARBODY Czech Republic s.r.o., Mlada Boleslav, Tschechische Republik | 0,03930 |
| CARBODY Otomotiv Izolasyon Sistemleri Ticaret Limited Sirketi, Istanbul, Türkei | 0,15006 |
| Carbody Deutschland GmbH, München | |
| Carbody Automotive System Co. Ltd., Suzhou, China | 0,12777 |
| baikap Holding 190913 GmbH, München | |
| baikap Holding 200913 GmbH, München | |
| baikap Holding 210814 GmbH, München | |
| Deller GmbH (ehemals baikap Holding 220814 GmbH), München | |
| Cobelplast N.V., Lokeren, Belgien | |
| Bavaria Arti Grafiche Holding S.r.l. in liquidazione., Bergamo, Italien | |
| Arti Grafiche Johnson S.r.l. in liquidazione, Seriate (Bg), Italien | |
| Arti Kalendar & Promotion Services GmbH, Gütersloh | |
| Zanica 92 s.r.l. in liquidazione (ehemals TAVECCHI S.r.l.), Seriate (Bg), Italien | |
| Calendars & Diaries International B.V., Breda, Niederlande | |
| baikap Saphire GmbH (ehemals ASTERION Germany GmbH) | |
| Deroma S.r.l.,Mailand, Italien | |
| Bavaria Real Estate Ciriè Holding S.r.l., Ciriè, Italien | |
| Azolver Soumi OY, Helsinki, Finnland | |
| Azolver Sverige AB, Sollentuba, Schweden | 0,09569 |
| Azolver Denmark APS, Harlev, Dänemark | 0,13385 |
| Azolver Norge A/S, Oslo, Norwegen | 1,10139 |
| Azolver Italia srl, Agrate Brianza, Italien | |
| Azolver Switzerland AG, Winterthur, Schweiz | 0,91941 |
| Azolver Eesti OÜ, Tallinn, Estland | |
| Azolver Belgium BV, Brüssel, Belgien |
(1)
Ungeprüfter Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 nach HGB
(2)
Geprüfter Jahresabschluss nach lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen zum 31. Dezember
2018
(3)
Ungeprüfter Jahresabschluss nach lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen zum 31. Dezember
2018
(4)
Nicht konsolidiert § 296 HGB
(5)
Erstkonsolidiert zum 1. Januar 2019
(6)
Neugründung in 2019
Die BAVARIA wird in den Konzernabschluss der AS Beteiligungen und Vermögensverwaltungs GmbH, Gräfelfing, einbezogen. Der Konzernabschluss ist im Bundesanzeiger offenzulegen.
Für den Zeitraum vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2019 ergibt sich im Einzelabschluss der BAVARIA Industries Group AG ein Jahresüberschuss in Höhe von EUR 171.522.416,58 (Vj. EUR 27.102.234,33).
Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr von EUR 119.209.098,16 sowie der Aufwendungen für den Erwerb eigener Anteile im Berichtsjahr in Höhe von EUR 2.371.838,11 ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von EUR 288.359.676,63 zum 31.12.2019.
Vorstand und Aufsichtsrat der BAVARIA Industries Group AG werden den Aktionären auf der Hauptversammlung der Gesellschaft vorschlagen, den Bilanzgewinn von EUR 288.359.676,63 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.
München, 29. April 2020
Reimar Scholz, Vorstand
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||||
| (in TEUR) | (A) 01.01.2019 | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Veränd. Kons. Kreis | (C) 31.12.2019 |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 3.964 | 50 | 0 | 100 | 178 | 4.292 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 4.876 | 0 | 0 | 0 | 21.117 | 25.993 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 8.840 | 50 | 0 | 100 | 21.295 | 30.285 | |
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke und Gebäude | 22.454 | 345 | 0 | 0 | 832 | 23.631 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 53.875 | 1.841 | 23.976 | 900 | 31.534 | 64.174 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs Geschäftsausstattungen | 8.919 | 273 | 125 | 40 | 1.626 | 10.733 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 1.580 | 840 | 102 | -1.040 | 0 | 1.278 |
| 86.827 | 3.299 | 24.203 | -100 | 33.992 | 99.815 | |
| III. Finanzanlagen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2. Beteiligungen | 9 | 0 | 0 | 0 | 0 | 9 |
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | 53.145 | 76.420 | 11.490 | 0 | 0 | 118.075 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 156 | 0 | 0 | 0 | 0 | 156 |
| 53.309 | 76.420 | 11.490 | 0 | 0 | 118.239 | |
| 148.977 | 79.769 | 35.693 | 0 | 55.287 | 248.340 | |
| Abschreibungen | ||||||
| (in TEUR) | (B) 01.01.2019 | Zugänge | Zuschreibungen | Abgänge | Währungsänderungen | Veränd. Kons. Kreis |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 3.572 | 159 | 0 | 0 | 0 | 128 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 4.875 | 406 | 0 | 0 | 0 | 19.376 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 8.447 | 565 | 0 | 0 | 0 | 19.504 | |
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke und Gebäude | 9.196 | 692 | 0 | 0 | 0 | 551 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 44.742 | 3.203 | 0 | 13.090 | 8 | 17.772 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs Geschäftsausstattungen | 7.384 | 657 | 0 | 98 | 1 | 1.104 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 61.322 | 4.552 | 0 | 13.188 | 9 | 19.427 | |
| III. Finanzanlagen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2. Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | 342 | 1.930 | -262 | 0 | 0 | 0 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 342 | 1.930 | -262 | 0 | 0 | 0 | |
| 70.110 | 7.047 | -262 | 13.188 | 9 | 38.931 | |
| Abschreibungen | Buchwerte | ||
| (in TEUR) | (D) 31.12.2019 | (C)-(D) 31.12.2019 | (A)-(B) 31.12.2018 |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 3.859 | 433 | 392 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 24.657 | 1.335 | 1 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 |
| 28.516 | 1.768 | 392 | |
| II. Sachanlagen | |||
| 1. Grundstücke und Gebäude | 10.439 | 13.192 | 13.258 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 52.635 | 11.538 | 9.132 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs Geschäftsausstattungen | 9.048 | 1.685 | 1.535 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 1.278 | 1.580 |
| 72.122 | 27.693 | 25.505 | |
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 0 | 0 |
| 2. Beteiligungen | 0 | 9 | 9 |
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | 2.010 | 116.065 | 52.802 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 0 | 155 | 155 |
| 2.010 | 116.229 | 52.966 | |
| 102.647 | 145.690 | 78.863 | |
In Deutschland stieg das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2019 preisbereinigt um 0,6 % (Vj. 1,4%). Die deutsche Wirtschaft ist damit zehn Jahre in Folge gewachsen. Die Ausweitung der wirtschaftlichen Aktivität hat jedoch verglichen mit dem Durchschnittswert der vergangenen zehn Jahre von +1,3 % an Schwung verloren.
Die Entwicklung in Frankreich mit einer Wachstumsrate von 1,3 % (Vj. 1,5%) bzw. im gesamten Euroraum mit einer Wachstumsrate von 1,1 % (Vj. 1,9%) ist vergleichbar mit der Entwicklung in Deutschland und von einer rückläufigen Dynamik in der zweiten Jahreshälfte 2019 gekennzeichnet.
Der BAVARIA Konzern ist in den Branchen Serie / Automotive, Anlagenbau und Business Services tätig. Die wirtschaftliche Entwicklung in diesen Branchen folgt der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, es waren keine konjunkturellen Sondereffekte in diesen Branchen in 2019 zu verzeichnen.
Das Geschäftsmodell der BAVARIA umfasst den Erwerb, die Restrukturierung und das Halten von börsennotierten und nicht börsennotierten Beteiligungen. Hierbei arbeiten wir mit Mitarbeitern in der Holding und externen Managern zusammen, die uns bei der Arbeit vor Ort unterstützen.
Wir überprüfen regelmäßig unsere Akquisitionskriterien. Wir konzentrieren uns derzeit auf:
| ― |
Branchen der verarbeitenden Industrie oder industrieller Dienstleistung inklusive Konsumgüter und Einzelhandel, aber ohne Immobilien und Finanzinstitute, |
| ― |
Umsatz mehr als EUR 50 Mio., |
| ― |
Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung bei vorhandenen Verbesserungspotentialen ansonsten auch Minderheitsbeteiligungen. |
Die BAVARIA Industries Group AG ist die Muttergesellschaft des BAVARIA Konzerns: Sie ist direkt oder indirekt an allen Aktivitäten des BAVARIA Konzerns beteiligt. Neben dem Verwalten eigener Beteiligungen investiert die BAVARIA Industries Group AG auch in Wertpapiere und börsengehandelte Unternehmen.
Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss von EUR 171,5 Mio. (Vj. EUR 27,1 Mio.) erwirtschaftet.
Im Geschäftsjahr 2019 war die BAVARIA Industries Group AG - wie bereits in den Vorjahren -ausschließlich mit Eigenkapital finanziert. Das Eigenkapital der Gesellschaft stieg im Berichtsjahr von 134,2 EUR Mio. auf EUR 303,4 Mio. zum 31. Dezember 2019.
Die Gesellschaft verfügte zum 31. Dezember 2019 über liquide Mittel (ohne Wertpapiere) von EUR 85,9 Mio. (Vj. EUR 17,2 Mio.).
Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 22. Juni 2018 wurden für das Geschäftsjahr 2018 keine Dividenden ausgeschüttet. Für Aktienrückkäufe wurden EUR 2,4 Mio. aufgewendet. Dabei wurden 43.015 Aktien zu einem durchschnittlichen Kurs von EUR 55,14 erworben. Die Gesamtzahl gehaltener eigener Aktien beläuft sich zum 31. Dezember 2019 auf 170.403 Stück. Der Jahresendkurs lag bei EUR 55,50.
Der Umfang des Beteiligungsportfolios als nicht finanzieller Leistungsindikator beinhaltet zum 31. Dezember 2019 insgesamt neun operative Unternehmen aus den Bereichen Serie / Automotive, Anlagenbau und Business Services.
Im Geschäftsjahr 2019 wurden sechs operative Gesellschaften von Pitney Bowes erworben und zum 1. Januar 2019 erstkonsolidiert. Diese sechs Gesellschaften werden im Folgenden als Azolver Group zusammengefasst.
Eine Aufteilung von Kennzahlen nach Segmenten erfolgt nicht.
| Name | Produkte | Segment | Umsatz in EUR Mio. |
Mitarbeiter |
| Cobelplast NV | Verpackungen | Business Services | 36,9 | 100 |
| CARBODY | Dichtungs- und Sicherheitslösungen | Serie / Automotive | 58,7 | 457 |
| Hering | Rohrbündelwärmetauscher | Anlagenbau | 11,5 | 82 |
| Azolver Group | Frankiermaschinen | Business Services | 36,0 | 152 |
| Summe | 791 |
Im vergangenen Geschäftsjahr haben die operativen Gesellschaften EUR 3,4 Mio. (Vj. EUR 6,6 Mio.) investiert. Damit lagen die Investitionen über den Abschreibungen von EUR 3,2 Mio. (Vj. EUR 2,7 Mio.). Investitionen wurden sorgfältig beurteilt und kritisch hinterfragt.
Für die operativen Gesellschaften sind für das Jahr 2020 Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen in Höhe von rund EUR 3,4 Mio. geplant.
Im Jahresdurchschnitt waren in den operativen Unternehmen, die zum 31. Dezember 2019 in den Konzernabschluss einbezogen wurden, 826 Mitarbeiter (Vj. 664 Mitarbeiter) beschäftigt und erhöhte sich deutlich um 162 Mitarbeiter im Vergleich zu 664 per Ende 2018. Grund hierfür ist im Wesentlichen der Zugang der Azolver Group.
Die Bilanzsumme des BAVARIA Konzerns erhöhte sich per Ende 2019 auf EUR 389,2 Mio. (Vj. EUR 364,7 Mio.). Der Anstieg der Konzernsumme resultiert im Wesentlichen aus der Erstkonsolidierung der erworbenen Azolver Gruppe zum 1. Januar 2019.
Das Anlagevermögen entspricht mit EUR 145,7 Mio. (Vj. EUR 78,9 Mio.) 37,4% der Bilanzsumme (Vj. 21,6%). Davon betragen das Sachanlagevermögen 19,0% (EUR 27,7 Mio.), im Vorjahr waren es 32,3% (EUR 25,5 Mio.) und die Finanzanlagen EUR 116,2 Mio. (Vj. EUR 53,0 Mio.).
Das Umlaufvermögen - mit Ausnahme der liquiden Mittel - betrug EUR 123,0 Mio. oder 31,6% der Bilanzsumme (Vj. EUR 143,6 Mio. bzw. 39,4% der Bilanzsumme). Darin enthalten ist ein Vorratsvermögen in Höhe von EUR 14,7 Mio. (Vj. EUR 13,5 Mio.).
Die liquiden Mittel (ohne Wertpapiere) betragen zum 31. Dezember 2019 EUR 118,4 Mio. (Vj. EUR 141,9 Mio.).
Das Eigenkapital einschließlich des Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung sank im Konzern leicht von EUR 320,0 Mio. auf EUR 319,7 Mio.; die wirtschaftliche Konzerneigenkapitalquote sank auf 82,1% (Vj. 87,7%). Im Bezug auf die Angaben zu eigenen Aktien wird auf den Konzernanhang verwiesen.
Die passiven Unterschiedsbeträge stellen künftige Erträge dar, die auf defizitäre Tochtergesellschaften entfallen.
Die Rückstellungen erhöhten sich im Jahresvergleich von EUR 12,1 Mio. auf 19,9 EUR Mio. Davon betrugen die Pensionsrückstellungen zum 31. Dezember 2019 EUR 4,7 Mio. (Vj. EUR 4,5 Mio.).
Die Verbindlichkeiten sind im Vergleich zum Vorjahr von EUR 32,5 Mio. auf EUR 46,4 Mio. gestiegen.
Der Konzernumsatz und das Konzernergebnis sind die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren im BAVARIA Konzern.
Der Umsatz des BAVARIA Konzerns stieg im Geschäftsjahr 2019 auf EUR 145,2 Mio. im Vergleich zu EUR 122,0 Mio. im Vorjahr. Hauptumsatzträger war Carbody mit EUR 58,7 Mio. Auf die erstkonsolidierten Beteiligungen entfällt ein Umsatz von EUR 36,0 Mio.
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von EUR 25,0 Mio. auf EUR 21,9 Mio. im Geschäftsjahr 2019 zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahr sind keine Erträge aus der Endkonsolidierung von verbundenen Unternehmen (Vj. EUR 9,5 Mio) und keine Erträge aus der Auflösung von Unterschiedsbeträgen (Vj. EUR 834 Mio.) angefallen. Die Erträge aus dem Verkauf von Wertpapieren sind um EUR 1,0 Mio. auf EUR 7,4 Mio. zurückgegangen. Die Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen sind um EUR 6,6 Mio. auf EUR 9,3 Mio. im Wesentlichen aufgrund von Einmaleffekten gestiegen.
Der Materialaufwand betrug im Geschäftsjahr 2019 TEUR 72.390 (Vj. TEUR 62.359). Die Materialeinsatzquote im Vergleich zu den Umsatzerlösen ist von 51,1% auf 49,9% im Geschäftsjahr 2019 gesunken.
Der Personalaufwand ist im Geschäftsjahr 2019 von EUR 36,5 Mio. auf EUR 44,5 Mio. im Wesentlichen aufgrund des Anstiegs der Mitarbeiter durch den Einbezug der Azolver Gruppe in den Konzern gestiegen.
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind im Geschäftsjahr von EUR 3,0 Mio. auf EUR 5,1 Mio. gestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus höheren Abschreibungen für technische Anlagen und Maschinen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von EUR 31,7 Mio. auf EUR 35,3 Mio. im Geschäftsjahr 2019 gestiegen. Dem Anstieg der Kosten für unter anderem Fremdleistungen, Versicherungen und Beiträge (EUR 5,0 Mio.; Vj. EUR 2,9 Mio.), Rechtsanwaltskosten (EUR 3,1 Mio.; Vj. EUR 1,1 Mio.) Miete und Leasing (EUR 3,0 Mio.; Vj. EUR 2,0 Mio.), Leiharbeiter (EUR 2,9 Mio.; Vj. EUR 1,9 Mio.) und Forderungsausfälle (EUR 1,4 Mio.; Vj. EUR 0 Mio.) steht ein deutlicher Rückgang der Aufwendungen aus dem Verkauf von Wertpapieren gegenüber (EUR 2,5 Mio.; Vj. EUR 8,3 Mio.).
Das Finanzergebnis bestehend aus Erträgen aus anderen Wertpapieren, sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen, Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sowie Abschreibungen auf Finanzanlagen beträgt EUR -0,6 Mio. (Vj. EUR 0 Mio.).
Der Jahresüberschuss betrug 2019 im Konzern EUR 2,1 Mio. im Vergleich zu EUR 11,0 Mio. im Vorjahr. Der Konzernjahresüberschuss wurde in beiden Berichtsperioden durch folgende wesentliche Konsolidierungseffekte beeinflusst:
| (in EUR Mio.) | 2019 | 2018 |
| Auflösung negativer Unterschiedsbeträge | 0,0 | 0,8 |
| Endkonsolidierungsgewinne | 0,0 | 9,5 |
| Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte | 0,0 | 0,0 |
| Zwischenergebniseliminierung | -1,6 | -4,3 |
| -1,6 | 6,0 |
Im Hinblick auf die gesamte Entwicklung der aktiven und passiven Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung und der Endkonsolidierungserlöse verweisen wir auf den Anhang.
Währungseinflüsse auf die Ertragslage werden regelmäßig analysiert und etwaiger Sicherungsbedarf abgeleitet. Inflationäre Einflüsse auf die Ertragslage sind vernachlässigbar.
Der Vorstand beurteilt den Geschäftsverlauf 2019 als zufriedenstellend. Der Umsatz liegt über Vorjahr und das Ergebnis ist rückläufig, aber positiv. Insoweit entspricht die Entwicklung des aktuellen Geschäftsjahrs der Prognose des Vorjahres.
Die Finanzierung des Konzerns erfolgt weitgehend durch Eigenkapital (EUR 312,8 Mio.; Vj. EUR 313,1 Mio.). Daneben bestehen langfristige Bankverbindlichkeiten von EUR 10,1 Mio. (Vj. EUR 9,1 Mio.). Der Konzern verfügt zum 31. Dezember 2019 über liquide Mittel von EUR 118,4 Mio. (Vj. EUR 141,9 Mio.).
Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2019 Zahlungsmittel aus der operativen Tätigkeit in Höhe von EUR 16,8 Mio. (Vj. EUR -44,0 Mio.) erwirtschaftet. Für die Investitionstätigkeit wurden EUR -52,3 Mio. ausgegeben (Vj. Zufluss von EUR 15,7 Mio.). Für die Finanzierungstätigkeit wurden EUR 2,8 (Vj. EUR 7,6 Mio.) ausgegeben.
Die Finanzierung der operativen Beteiligungen erfolgt auch durch vermögensbesicherte Finanzierungsinstrumente wie Factoring oder Leasing.
Detaillierte Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung und Finanzlagen des BAVARIA Konzerns befinden sich im Konzernanhang.
Die BAVARIA Industries Group AG befindet sich im Mehrheitsbesitz der AS Beteiligungen und Vermögensverwaltungs GmbH. Wir haben deshalb den nach § 312 AktG notwendigen Bericht über die Beziehung zu verbundenen Unternehmen erstellt. Dieser schließt mit folgender Feststellung: "Zusammengefasst erklären wir hiermit, dass die BAVARIA Industries Group AG und ihre Tochtergesellschaften nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielten."
Die künftige Geschäftsentwicklung des BAVARIA Konzerns ist mit Chancen und Risiken verbunden, die mit dem Geschäftsmodell des BAVARIA Konzerns zusammenhängen. Das Risikomanagement des BAVARIA Konzerns ist darauf fokussiert, Risiken zu minimieren und mögliche Erträge mit dem damit verbundenen Risiko abzuschätzen. Da wir grundsätzlich keine Gewinnabführungsverträge schließen und nur in geringem Umfang Garantien oder Bürgschaften für Tochterunternehmen geben, führen Verluste oder Abschreibungen in einzelnen Tochtergesellschaften in der Regel nicht zu negativen finanziellen Konsequenzen auf der Holdingebene. Um Krisen in den Beteiligungen der BAVARIA zu erkennen, werden monatlich wesentliche Kennziffern der Beteiligungen abgefragt und beurteilt.
Aufgrund der COVID-19 Pandemie wurden in Deutschland und Europa weitreichende Beschränkungen des öffentlichen Lebens, wie z.B. Ausgangsbeschränkungen, erlassen. Diese Beschränkungen haben massive ökonomische Konsequenzen, die zum derzeitigen Zeitpunkt vollumfänglich sehr schwer abschätzbar sind. Der BAVARIA Konzern sollte weniger stark als der Gesamtmarkt von den Auswirkungen der Pandemie betroffen sein, es besteht aber ein erhöhtes Risiko für einen Umsatzrückgang, Forderungsausfall oder Insolvenz von Beteiligungen. Durch die steigende Volatilität an den Aktienmärkten besteht ein erhöhtes Risiko für einen Rückgang der Aktienkurse und einem damit verbundenen Wertberichtigungsaufwand bei den Wertpapieren des Anlage- und Umlaufvermögens. Auf der anderen Seite bietet die mit der Pandemie verbundene Rezession die Möglichkeit, günstig Beteiligungen oder Aktien zu erwerben. Der BAVARIA Konzern verfügt zum Stichtag über einen hohen Bestand an liquiden Mitteln. Es wird zum derzeitigen Zeitpunkt keine ernsthafte Gefährdung der Unternehmensfortführung gesehen.
Durch das spezialisierte Akquisitions-Team der BAVARIA, das über jahrelange Erfahrungen und ausgeprägte Netzwerke beim Erwerb von Unternehmen in Umbruchsituationen verfügt, ergeben sich, insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung, große unternehmerische Chancen für die BAVARIA. Die Attraktivität des Marktsegments "Unternehmen mit Verbesserungspotenzialen" führt zwar zu verstärktem Wettbewerb, der BAVARIA Konzern setzt jedoch auf seine Glaubwürdigkeit als erfahrener und erfolgreicher Sanierungsprofi gegenüber wirtschaftlich und rechtlich häufig weniger erfahrenen Konkurrenten.
BAVARIA kann im Einzelfall Beteiligungen erwerben, deren Restrukturierung sich als schwieriger gestaltet als angenommen. Dadurch kann eine Insolvenz aufgrund der schwierigen Ausgangslage und der schnellen Kaufentscheidung im Einzelfall nicht ausgeschlossen werden. Im Falle des Fehlschlagens einer Sanierung besteht das Risiko des Verlusts der eingesetzten Mittel und Leistungen, das heißt insbesondere des gezahlten Kaufpreises und eventuell bestehender Restforderungen.
Mengen- und Preisschwankungen auf den Kapital- und Rohstoffmärkten können sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaften des BAVARIA Konzerns auswirken. Diesen Risiken begegnet der BAVARIA Konzern auf individueller Unternehmensbasis durch kontinuierliche Überwachung von Indikatoren, um frühzeitig gegensteuern zu können. Der Vorstand der BAVARIA ist in engem Kontakt mit der Geschäftsführung der einzelnen Portfoliounternehmen, erhält eine monatliche Berichterstattung und ist bei vielen Unternehmen zudem im Aufsichtsrat oder Beirat vertreten. Es besteht dennoch das Risiko, dass das Management-Informationssystem notwendige Informationen nicht, zu spät oder falsch liefert und dadurch Fehlentscheidungen getroffen werden.
Obwohl sich die Beteiligungen des BAVARIA Konzerns in verschiedenen Geschäftsfeldern bewegen und somit eine Risikostreuung erreicht wird, können Konjunkturschwächen negative Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BAVARIA Konzerns haben.
Ein fester Bestandteil der Anlagestrategie der BAVARIA ist es, die Verlustrisiken vertraglich so weit wie möglich zu begrenzen. So werden beispielsweise grundsätzlich keine Ergebnisabführungsverträge im Konzern abgeschlossen. Der Vorstand der BAVARIA wird auch weiterhin nur in Ausnahmefällen und nur in sehr eingeschränktem Umfang Haftungsverhältnisse gegenüber den Beteiligungen eingehen. Das Hauptrisiko der BAVARIA besteht in der Quantifizierung des individuellen Sanierungsaufwands eines Unternehmens und einer daraus resultierenden möglichen Insolvenz einer Beteiligung. Dieses Risiko wird kontinuierlich überwacht.
Der Erwerb und die Sanierung von Unternehmen erfordern von den handelnden Personen einen hohen Grad an fachlicher Kompetenz und Managementerfahrung. Die BAVARIA muss im Rahmen ihres Geschäftsmodells sicherstellen, dass ausreichend qualifiziertes Personal zur Verfügung steht. Aufgrund unserer nachgewiesenen Sanierungserfolge erhalten wir in der Regel zahlreiche und hoch qualifizierte Bewerbungen auf ausgeschriebene Stellen. Durch unser Konzept der sorgfältigen Personalauswahl, große Eigenständigkeit der eingesetzten Manager und eine leistungsbezogene Vergütung ist der BAVARIA Konzern ein attraktiver Arbeitgeber. Durch den Einsatz kompetenter Manager ergeben sich somit große Chancen des BAVARIA Geschäftsmodells.
Auch auf der Ebene der BAVARIA Industries Group AG ergeben sich Risiken aus der Abhängigkeit von einzelnen Führungskräften.
Das Management sieht die weitere Entwicklung des BAVARIA Konzerns in nicht geringem Maße abhängig von Währungs-, Zins- sowie Finanzierungsrisiken, die einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BAVARIA Konzerns haben können.
Die Gesellschaften des BAVARIA Konzerns sind sowohl beschaffungs- als auch absatzseitig außerhalb des Euroraums tätig. Das Wechselkursrisiko wird deshalb als nicht unerheblich eingeschätzt. Den entstehenden Risiken begegnen die Gesellschaften des BAVARIA Konzerns mit der fallweisen Absicherung durch Devisentermingeschäfte oder geeignete Optionsgeschäfte.
Vor dem Hintergrund der immer noch zurückhaltenden Kreditvergabe durch die Kreditinstitute könnte sich die Refinanzierung für einige Beteiligungsunternehmen schwierig gestalten. Das Risiko einer möglichen Zinssteigerung oder zögerlichen Kreditvergabe kann somit nicht unerhebliche Auswirkungen auf die Finanzlage der Beteiligungsgesellschaften und damit indirekt auch auf die BAVARIA Industries Group AG haben. Steigende Zinsen erhöhen die Finanzierungskosten der Beteiligungen, was deren Sanierung, die Ausschüttungsfähigkeit und auch die Veräußerungsmöglichkeiten nachteilig beeinflussen können.
Aus dem Geschäftsmodell der BAVARIA resultieren steuerliche Risiken, die wir permanent überwachen. Wegen der grundsätzlichen Freistellung von Beteiligungserträgen aus Kapitalgesellschaften verfügt die BAVARIA über eine niedrige Steuerquote. Wir gehen dabei von der Anwendbarkeit des § 8b KStG auf die BAVARIA aus. Aufgrund einer Vielzahl von konzerninternen und konzernexternen sowie nationalen und internationalen Geschäftsvorfällen können steuerliche Risiken entstehen, sollte die Finanzverwaltung in einzelnen Punkten eine andere Auffassung vertreten als die BAVARIA Gruppe.
Durch die Beteiligung an börsennotierten Unternehmen ist die Gesellschaft den aktuellen Kapitalmarktrisiken ausgesetzt. Der Marktwert und die Bewertung von börsennotierten Unternehmen können sehr volatil sein und durch eine Vielzahl von Einflussfaktoren schwanken, die nicht der Kontrolle der Gesellschaft unterliegen. Eine Rezession oder ein wirtschaftlicher Abschwung können den Wert der Beteiligung der Gesellschaft negativ beeinflussen. Vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung aufgrund der COVID-19 Pandemie ist das Risiko eines nachhaltigen Rückgangs der Börsenkurse deutlich gestiegen.
Der Vorstand der BAVARIA hat ein Risikofrüherkennungssystem installiert, damit den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig erkannt werden. Der Risikobericht wird halbjährlich aktualisiert. Tochtergesellschaften berichten über Risiken im Rahmen des Monatsreportings.
Aufgrund der COVID-19 Pandemie wurden die Prognosen über wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland, Europa und weltweit für 2020 und 2021 deutlich nach unten angepasst. Der IWF geht in seiner Prognose für die deutsche Wirtschaft von einem Rückgang von 7% in 2020 aus. Frankreich rechnet mit einem Rückgang von 7,2% der Wirtschaftsleistung und in der Eurozone soll die Wirtschaft um 7,5% zurückgehen. Für die Weltkonjunktur prognostiziert der IWF für das Jahr 2020 ein Minus von 3%. In 2021 wird mit einem Wirtschaftsaufschwung von 4,7% gerechnet.
Die aktuellen Prognosen über die wirtschaftliche Entwicklung sind mit einem hohen Maß an Unsicherheit behaftet.
Die Entwicklung der BAVARIA Industries Group AG ist abhängig vom Geschäftserfolg unserer Direktbeteiligungen, dem Erfolg beim Erwerb neuer Beteiligungen und der Wertentwicklung unserer Finanzanlagen.
Das Jahr 2020 wird aufgrund der COVID-19 Krise wirtschaftlich sehr schwierig werden. Operativ werden unsere Firmen voraussichtlich trotz aller staatlichen Unterstützungsleistungen mit Verlust abschneiden. Aufgrund der Profitabilität der Vorjahre und entsprechender Rücklagen sollte jedoch die Fortführung der Unternehmenstätigkeit gesichert sein. Wir haben die Hoffnung, dass die Krise Chancen auf interessante Neuerwerbe bietet.
Neuerwerbungen dürften für die BAVARIA trotz des zunehmenden Wettbewerbs gerade im deutschsprachigen Raum aufgrund unseres Rufs und der Erfolge bei der Sanierung weiterhin eine wichtige Quelle unseres Wachstums sein. Das bedeutet, dass wir weiterhin für das Jahr 2020 und darüber hinaus Neuerwerbungen anstreben, sofern sich die Kaufpreise in einem realistischen Rahmen bewegen. Bei Akquisitionen werden wir uns qualitativ sowie größenmäßig nach oben orientieren. Westeuropa bleibt für die BAVARIA ein wichtiger und interessanter Wachstumsmarkt.
Die Akzeptanz, die wir gerade in schwierigen Fragen des Mitarbeiterabbaus bei den Gewerkschaften und Betriebsräten gefunden haben, trägt neben der Börsennotiz dazu bei, dass wir ein guter Ansprechpartner für Verkäufer sind.
Eine konkrete Prognose zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist vor diesem Hintergrund nicht möglich. Der Vorstand geht für dieses Jahr und die kommenden Jahre von einer positiven Entwicklung bezüglich Ergebnis und Eigenkapital der BAVARIA Industries Group AG aus. Die Voraussetzungen dafür sind gegeben.
München, 29. April 2020
Reimar Scholz, Vorstand
Den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt:
Wir haben den Konzernabschluss der BAVARIA Industries Group AG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der BAVARIA Industries Group AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2019 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und |
| ― |
vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:
| ― |
Brief des Vorstands |
| ― |
Brief des Aufsichtsrats |
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir hierzu weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen:
| ― |
wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― |
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― |
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. |
| ― |
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― |
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
| ― |
holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. |
| ― |
beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
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führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts der BAVARIA Industries Group AG, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 in einer von der als Anlage zu diesem Bericht beigefügten, bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird hingewiesen.
München, 27. Mai 2020
Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Christian Schönhofer, Wirtschaftsprüfer
Maria Link, Wirtschaftsprüfer
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2019 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben ordnungsgemäß wahrgenommen und den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens fortlaufend überwacht und beratend begleitet.
Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich, zeitnah und umfassend über die Unternehmensplanung, die Strategie und den Gang der Geschäfte, die Lage des Konzerns einschließlich der Risikolage, das Risikomanagement und die Compliance berichtet. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats besprach die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und wesentliche Geschäftsvorfälle auch außerhalb von Aufsichtsratssitzungen regelmäßig mit dem Vorstand.
Zustimmungspflichtige Geschäftsvorfälle sind im Einklang mit der Geschäftsordnung für den Vorstand im Aufsichtsrat vorgestellt, von diesem erörtert und durch diesen freigegeben worden.
Die Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Vorstand war geprägt von konstruktivem Dialog und von gegenseitigem Vertrauen.
Insgesamt fanden im Berichtszeitraum drei Sitzungen des Aufsichtsrats statt, davon zwei Präsenzsitzungen, am 02. Mai 2019 (Bilanzsitzung) und am 27. Mai 2019, sowie eine Sitzung in Form einer Telefonkonferenz, am 18. Dezember 2019.
Sofern erforderlich, hat der Aufsichtsrat Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst. Genehmigungen von Beschlussvorlagen des Vorstands erfolgten nach Prüfung umfangreicher Unterlagen sowie intensiver Erörterung mit dem Vorstand. Ausschüsse des Aufsichtsrats bestanden im Berichtszeitraum nicht. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats haben an sämtlichen Sitzungen teilgenommen.
Schwerpunkte der Beratungen waren die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Konzerngesellschaften, die finanzielle Lage der Gesellschaft und ihrer Beteiligungsgesellschaften, strategische Projekte wie Akquisitionsvorhaben und geplante Beteiligungsveräußerungen sowie die Anlagepolitik liquider Mittel, die Unternehmensplanung , das Risikomanagement und die Risikolage sowie die personelle Ausstattung der Holding und der Geschäftsführungen ihrer Beteiligungen.
Der von der Hauptversammlung am 19. Juni 2019 gewählte und vom Aufsichtsrat beauftragte Abschlussprüfer Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, München, hat den vom Vorstand vorgelegten und nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellten Jahresabschluss der BAVARIA Industries Group AG für das Geschäftsjahr 2019, den Konzernabschluss der BAVARIA Gruppe und den Konzernlagebericht der BAVARIA Gruppe unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und jeweils mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Der Abschlussprüfer hat in Bezug auf den vom Vorstand vorgelegten Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen nach § 312 AktG (Abhängigkeitsbericht) bestätigt, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und dass bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.
Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der BAVARIA Industries Group AG, den Konzernabschluss der BAVARIA Gruppe sowie den Lagebericht der BAVARIA Gruppe mit dem Bericht des Abschlussprüfers für die BAVARIA Industries Group AG und die BAVARIA Gruppe, den Abhängigkeitsbericht sowie den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns der BAVARIA Industries Group AG rechtzeitig erhalten und erörtert. Die Jahresabschlüsse, der Lagebericht, der Abhängigkeitsbericht und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegen. In seiner Bilanzsitzung für den Einzelabschluss und den Konzernabschluss am 27. Mai 2020 führte der Aufsichtsrat eingehende Diskussionen zu den anstehenden Fragen. An der Sitzung nahmen die Abschlussprüfer teil, berichteten über wesentliche Ergebnisse der Prüfung und standen dem Aufsichtsrat für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Dem Bericht der Abschlussprüfer zufolge lagen keine wesentlichen Schwächen des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess vor. Umstände, die auf eine Befangenheit des Abschlussprüfers schließen lassen könnten, lagen ebenfalls nicht vor. Der Aufsichtsrat hat die Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers eingeholt und die Einhaltung der Regelungen zur Rotation gern. § 319a Absatz 1 Nr. 4 HGB überprüft.
Der Aufsichtsrat hat nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung keine Einwände gegen die geprüften Jahresabschlussunterlagen und den Abhängigkeitsbericht einschließlich der Schlusserklärung des Vorstands erhoben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der BAVARIA Industries Group AG, den Konzernabschluss der BAVARIA Gruppe sowie den Lagebericht der BAVARIA Gruppe und den Abhängigkeitsbericht gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands an die Hauptversammlung für die Verwendung des Bilanzgewinns der BAVARIA Industries Group AG hat sich der Aufsichtsrat nach eigener Prüfung angeschlossen.
Der Aufsichtsrat hat als Gremium, welches aus drei Personen besteht, keine Ausschüsse gebildet. Er hat die Effizienz seiner Arbeit laufend geprüft und während des Geschäftsjahrs Maßnahmen zur Verbesserung seiner Arbeit umgesetzt.
Etwaige Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind oder über welche die Hauptversammlung zu informieren ist, sind im Berichtsjahr nicht aufgetreten. Die Beratungstätigkeit der Kanzlei von Hans-Peter Lindlbauer war jeweils vorab vom Aufsichtsrat unter Stimmenthaltung des betroffenen Aufsichtsrats genehmigt worden.
Vorstand und Aufsichtsrat waren im Berichtsjahr unverändert besetzt. Reimar Scholz führt ab dem 01. Januar 2017 die Gesellschaft als Alleinvorstand.
Der Aufsichtsrat spricht den Vorstandsmitgliedern, den Mitarbeitern der BAVARIA Industries Group AG und den Geschäftsführungen der Beteiligungen und ihren Mitarbeitern für ihren tatkräftigen und erfolgreichen Einsatz und ihre Leistungen im Geschäftsjahr 2019 große Anerkennung und Dank aus.
München, 27. Mai 2020
Hans-Peter Lindlbauer, Vorsitzender des Aufsichtsrats