va-Q-tec AGWürzburgJahresabschluss zum 31. Dezember 2010Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010A. Darstellung des Geschäftsverlaufs, des Geschäftsergebnisses und der Lage des UnternehmensAllgemeines Das Jahr 2010 verlief für die va-Q-tec AG sehr erfolgreich, sowohl in wirtschaftlicher als auch in technologischer Hinsicht. So konnte der Umsatz um rund 90 % gesteigert werden, wobei auch die Profitabilität im operativen Geschäft nach dem Verlust im Jahr 2009 wieder erreicht wurde. Wichtige Meilensteine und Kenngrößen im Berichtszeitraum waren:
Durch die Umstellung auf BilMoG (Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz) entstand ein außerordentlicher Aufwand von 46 t€. Personal Neben den zwei Vorständen waren Ende 2010 noch weitere 106 (Vorjahr 60) Personen bei der va-Q-tec AG beschäftigt. Des Weiteren wurden in der Produktion Zeitarbeiter bedarfsgerecht eingesetzt. Betriebliche Tätigkeiten wie Lohnbuchhaltung, Erstellung von PR-Materialien und Internetbetreuung sind ausgelagert. Praktisch alle Mitarbeiter wurden durch verschiedene Maßnahmen für Ihre Tätigkeiten geschult bzw. weiterqualifiziert. Beteiligungsstruktur Die Aktionärsstruktur der va-Q-tec AG hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Die Gesamtzahl der Aktien beträgt weiterhin 69.417 Stück. Die Technologie Beteiligungsgesellschaft (tbg) / Bonn und die Bayerische Beteiligungsgesellschaft (BayBG)/München halten Stille Beteiligungen. Unternehmensentwicklung 2010 Der Umsatz in 2010 konnte von 4,290 Mio. € um rund 90 % auf 8,145 Mio. € erhöht werden. Die va-Q-tec AG hat ein EBIT in Höhe von 1.207 t€ (Vorjahr 254 t€) und einen Jahresüberschuss von 769 t€ (Vorjahr -65 t€) erwirtschaftet. Die Gesamtlage des Unternehmens und die Perspektiven sind gut. Das operative Geschäft trug positiv zu den dargestellten Kennzahlen bei. Märkte Die Zielmärkte der va-Q-tec AG lassen sich in folgende Bereiche gliedern: Thermische Hochleistungsverpackungen, Bau, Weiße Ware (Kühl- und Gefriergeräte) sowie Fahrzeuge und technische Dämmungen. Der Großteil der Märkte erfuhr In 2010 einen zum Teil sehr lebhaften Aufschwung. Die Marktentwicklung der VIPs in den jeweiligen Märkten lag teilweise sehr deutlich über dem allgemeinen Marktwachstum, was sich speziell in der zweiten Jahreshälfte äußerte. Diese Tatsache ist vorwiegend darauf zurückzuführen, dass des allgemeine Bewusstsein für energetische Effizienz in Politik und Gesellschaft deutlich zunimmt, was sich auch in verschiedenen Regulierungen niederschlägt. Thermische Hochleistungsverpackungen Mit thermischen Hochleistungsverpackungen gelang es im Pharma- und Biotechnologiebereich neue Kunden im mittleren Umsatzbereich hinzuzugewinnen. Bei bereits bestehenden Kunden konnten die Umsätze z. T. deutlich ausgeweitet werden. Bau Im Bereich "Bau" konnten die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr leicht gesteigert werden. Vereinzelt wurden auch Großobjekte durchgeführt. Weiße Ware Im Bereich 'Weiße Ware" wurden weitere neue Projekte und Kunden gewonnen. Zudem wurden stabile Grundlagen für ein weiteres starkes Umsatzwachstum in diesem Bereich gelegt. Die technologische Kompetenz der va-Q-tec in diesem Bereich konnte weiter ausgebaut werden. Neue Kunden wurden gewonnen und mit Großserien beliefert, weitere Serien werden vorbereitet. Sonstige Märkte Bei Technischen Dämmungen und Fahrzeugdämmungen sind langfristig gute Marktaussichten zu verzeichnen. Der Geschäftsbereich Wärmespeicherkomponenten PCM entwickelt sich entsprechend den Erwartungen und ergänzt die übrigen va-Q-tec Bereiche synergetisch. Diese Synergien sollen in Zukunft noch weiter abgeschöpft werden. Die Bereiche „Thermoverpackungen" und „Weiße Ware" tragen am meisten zum Untemehmensumsatz und -ergebnis bei, gefolgt vom Bereich Bauanwendungen. Alle weiteren Bereiche sind noch im Aufbau. Wettbewerb In Europa gibt es neben der va-Q-tec fünf weitere, uns bekannte VIP Anbieter. Im Bereich Verpackungen gibt es in Europa etwa ein Dutzend Systemanbieter, die für ihre Container und Boxen teilweise VIP zukaufen, teilweise damit neue Systeme entwickeln und damit mit den von va-Q-tec angebotenen Transportsystemen direkt im Wettbewerb stehen. In den USA sind nach unserem Kenntnisstand weitere drei bis vier Firmen aktiv. In Asien haben neben Japan und China vor allem in Korea die Wettbewerbsaktivitäten zugenommen, die bisher allerdings nur sehr vereinzelt in Europa wahrgenommen werden. Dies gilt es weiter zu beobachten. Insgesamt beschäftigen sich weltweit ca. 20 Firmen (Vorjahr 15) mit der Herstellung von VIP. Die Zunahme der weltweiten Aktivitäten und Wettbewerber wird als Indiz für einen sich weiter positiv entwickelnden VIP Markt mit guten Perspektiven gesehen. va-Q-tec differenziert sich weiterhin im internationalen Wettbewerb über hohe Qualitätsstandards und zukunftsweisende Produktentwicklungen und wird auch in Zukunft zu den technologisch führenden Unternehmen der Branche gehören. Forschung & Entwicklung / Qualitätsmanagement Im Jahr 2010 wurden mehrere Entwicklungsprojekte auf nationaler und internationaler Ebene mit verschiedenen Partnern begonnen. Grundlagenforschung wird nur in unwesentlichem Umfang innerhalb der va-Q tec betrieben. In den Projekten wird nach verbesserten Materialien und Prozessen zur VIP Herstellung gesucht. Teilweise werden auch Systemaspekte, d.h. die Integration von VIP und Speicherkomponenten in Systeme untersucht. Die va-Q tec AG führt ihren langfristigen Innovationsplan weiter fort mit dem Ziel, eine technologisch führende Rolle im Markt zu festigen. Für beide Werke konnte das Überwachungs - Audit nach ISO 9001:2008 wieder erfolgreich abgeschlossen werden. Für die Entwicklung von Verpackungsprodukten wurden 0 (Vorjahr 0) und für Vakuumpaneele 2 (3) neue Schutzrechte angemeldet. Insgesamt hält bzw. verfolgt die va-Q tec AG nunmehr 42 (39) aktive Schutzrechte, Schutzrechtsanmeldungen oder Gebrauchsmuster, von denen 8 (8) auf internationaler Ebene betrieben werden. Die Gesamtzahl der erteilten Schutzrechte beträgt 14 (12). In 2010 wurden keine weiteren Schutzrechte erworben (1). Die Produktqualität konnte in 2010 weiter gesteigert werden. Es gab nur in sehr geringem Umfang Kunden-Reklamationen, die allesamt schnell geklärt werden konnten. Versicherungstechnisch relevante Produkthaftungsfälle waren nicht zu verzeichnen. B. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und VermögenslageBetriebswirtschaftliche Situation und Finanzierung Der Umsatz der va-Q-tec AG im Jahr 2010 lag bei 8.145 t€ (Vorjahr 4.290 t€). Dies bedeutet eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um rund 90 %. Der Jahresdurchschnitt des Umsatzwachstums (CAGR) in den vergangenen fünf Jahren (31.12.2005 bis 31.12.2010) lag bei 40,7 % p. a. (Vorjahr 30,4 % p. a.). Für 2010 wurde insgesamt ein positiver EBITDA in Höhe von 1.879 t€ (Vorjahr 725 t€) und ein EBIT von 1.207 t€ (Vorjahr 254 t€) erwirtschaftet. Der Jahresabschluss 2010 weist einen Jahresüberschuss von 769 t€ (Vorjahr -65 t€) aus. In Anlagen und Gebäude wurden im Jahr 2010 insgesamt 2.287 t€ (Vorjahr 2.251 t€) investiert. Dem stehen Gesamt-Abschreibungen in Höhe von 672 t€ gegenüber (Vorjahr 472 t€). Finanziert wurde das Investitionsvolumen im Wesentlichen durch Darlehen sowie durch Investitionszuschüsse und -zulagen. Aus dem Geschäftsjahr 2010 resultierte ein positiver Cash Flow (Jahresergebnis plus Afa plus Zuführung Abgeltung stiller Beteiligungen) in Höhe von +1.587 t€ (Vorjahr +524 t€). Die Bilanzsumme 2010 beträgt 10.345 t€ (Vorjahr 7.969 t€). Die für die Covenants relevante Eigenkapitalquote zum Stichtag der va-Q-tec liegt bei 55,9 % (Vorjahr 63,2 %). Die Kapitalausstattung der va-Q-tec war für die in 2010 durchgeführten Operationen ausreichend gegeben. Alle Anlagen bei der va-Q tec liefen in 2010 mit einer guten Auslastung. Zeitweise wurde auch ein 24-Stunden-Betrieb, teilweise an sieben Tagen in der Woche durchgeführt. Die Rohstoffpreise blieben bis auf vereinzelte Ausnahmen in 2010 relativ stabil. Die Versorgung mit Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen war stets ausreichend gegeben. Die Gesamtlage der va-Q-tec AG Ist positiv, insbesondere unter Berücksichtigung der neuen Technologien sowie der Erweiterung durch den Standort Kölleda. va-Q-tec hat gute Zukunftsperspektiven auf den europäischen und den internationalen Märkten. C. NachtragsberichtNach Ablauf des Geschäftsjahres 2010 sind einige weiteren Vorgänge eingetreten, die für die Gesellschaft von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung des Unternehmens führen könnten: Die va-Q tec AG hat am 4. Januar 2011 in England die va-Q-tec Ltd. gegründet, die sich vorwiegend mit der Vermietung von Thermotransportcontainern beschäftigen wird. Es sind weitere Ausbaumaßnahmen insbesondere am Standort Kölleda in Angriff genommen worden. Als neues Finanzierungsinstrument wurde Sale-and-Lease-Back aufgenommen. Mit der Bay BG konnte eine Verlängerung des Altinvestments sowie ein Neuinvestment abgeschlossen werden. Beides sind stille Beteiligungen. Es liegen keine Anhaltspunkte vor, die gegen eine Unternehmensfortführung sprechen. D. RisikoberichtUnternehmensrisiken und -chancen Die va-Q-tec AG ist als Technologieunternehmen in einem Geschäftsfeld tätig, das in besonderer Weise von Umfeldrisiken geprägt ist, Diese Risiken liegen zum einen in der Produktentwicklung, zum anderen in dem Marktumfeld, in das die va-Q-tec AG ihre Produkte liefert. Die Risiken werden vom Vorstand und dem Aufsichtsrat kontinuierlich überwacht. Das Risikomanagement wird regelmäßig an die Erfordernisse der Gesellschaft angepasst, Dazu wurden im Rahmen der ISO 9001:2008 neue Prozessanläufe und -freigaben im Rahmen der Produktentwicklung und der Projektabwicklung festgelegt. Fremdwährungsrisiken werden weitgehend vermieden, da die va-Q tec AG meist in Euro-Währung fakturiert. Finanzierungsinstrumente wurden zur Absicherung von Zins- und Währungsrisiken eingesetzt. va-Q tec hat eine solide Finanzierungsstruktur mit einer für die Covenants relevanten Eigenkapitalquote von 55,9 %. Ein Kreditrisiko ist bei dem Finanzierungskredit für den Standort Kölleda dadurch gegeben, dass dieser an gewisse Unternehmenskennzahlen geknüpft ist. Diese Kennzahlen wurden in 2010 vollständig erfüllt. va-Q-tec wird sich in den kommenden Jahren auch zunehmend mit der Unternehmensliquidität und der Kapitalausstattung befassen. Stark steigendes Geschäftsvolumen sowie Investitionen mit der teilweisen Notwendigkeit zur Zwischenfinanzierung werden zu einem gesteigerten Liquiditätsbedarf beitragen. Die Stille Beteiligungen von BayBG und tbg laufen Mitte bzw. Ende 2011 aus. Die entsprechenden Aufgelder wurden In den Vorjahren bereits bilanziell rückgestellt. Mit der BayBG konnte bereits ein Verlängerungsvertrag mit planmäßiger Rückführung vereinbart werden. Mit der tbg sind derzeit Verhandlungen im Gange. Beide Seiten sind sich bereits grundsätzlich über eine Verlängerung mit Rückführungsplan einig. Neue Projekte und Unternehmensfelder werden nach intensiver Analyse nur akquiriert, wenn das Risiko-Rendite-Verhältnis positiv erscheint. Produktions- und Produktrisiken werden durch sorgfältige Entwicklung sowie durch den Auf- und Ausbau eines Qualitätsmanagementsystems begegnet. Bestandsgefährdende und rechtliche Risiken zeichnen sich stichtagsbezogen und für den Prognose-Zeitraum nicht ab. Die Unternehmenschancen und -perspektiven wurden durch die in 2010 und in den Vorjahren begonnenen Entwicklungen und Marktansätze verbessert. va-Q-tec verfügt über eine langfristige Innovationsplanung. Zudem gelang es in 2010 das Kundenportfolio weiter zu festigen und auch zu verbreitern und durch mehrjährig laufende Projekte nachhaltig zu verbessern. Es wird ein Debitorenmanagement mit verschiedenen Instrumenten durchgeführt, um einem Ausfallrisiko zu begegnen. E. PrognoseberichtIn den Jahren 2011 und 2012 wird das Umsatzniveau nach den gegenwärtigen Planungen und Anzeichen deutlich steigen, was auch eine verbesserte Ertragssituation erwarten lässt. Die va-Q-tec AG bewegt sich verstärkt auf den internationalen Märkten. Der Exportanteil im Jahr 2010 lag bei 49 % vom Umsatz. Für das Jahr 2011 erwarten wir eine weiter positive Umsatzentwicklung. Wir streben eine Erhöhung der Gesamtrentabilität und eine Ausweitung des internationalen Geschäfts an. Dazu wurde zu Beginn des Jahres 2011 auch eine Unternehmung in Großbritannien gegründet, die sich vorwiegend mit dem Vertrieb von va-Q-tec Thermotransportlösungen beschäftigt — die va-Q-tec Ltd. in Rochester/UK. Weitere Auslandsaktivitäten sind in Planung. Ende 2010 waren die ersten beiden Ausbaustufen am Standort Kölleda weitgehend abgeschlossen. Auch hier ist ein weiterer Ausbau in Vorbereitung. Die va-Q-tec stellt sich flexibel auf zunehmend dynamische, internationale Entwicklungen ein, um die sich wandelnden Anforderungen der Kunden bestmöglich erfüllen zu können. Neue, eigenentwickelte Technologien werden dazu ebenso beitragen, wie verstärkte Vertriebsaktivitäten. Die weltweit starken Bestrebungen zu mehr Energieeffizienz sind durch die Energiepreisentwicklungen und CO2 - Diskussionen noch mehr in den Vordergrund gerückt. Dieser große Trend wird nicht nur durch staatliche Maßnahmen und Notwendigkeiten, sondern vor allem durch allgemein zunehmendes Umwelt- und Energiebewusstsein getragen. Die va-Q tec AG ist somit in einem enorm zukunftsweisenden und nachhaltigen Geschäftsfeld tätig und wird hiervon auch In Zukunft deutlich profitieren.
Würzburg, 14. April 2011
Dr. Joachim Kuhn Dr. Roland Caps Bilanz zum 31. Dezember 2010AKTIVA scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2010scroll
ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2010scroll
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Anhang für das Geschäftsjahr 2010I Allgemeine Angaben Die va-Q-tec AG weist zum Abschlussstichtag 31.12.2010 die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 (2) HGB auf. Sie ist deshalb verpflichtet nach § 264 (1) HGB den Jahresabschluss um einen Lagebericht zu erweitern. Der Jahresabschluss wurde erstmals nach den Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) aufgestellt. Die bisherige Form der Darstellung und die bisher angewandten Bewertungsmethoden wurden insoweit angepasst. Eine Durchbrechung der Stetigkeit liegt insoweit nicht vor (Art. 67 (8) 1 EGHGB). Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend Art. 67 (8) 2 EGHGB nicht angepasst. Der Ausweis der stillen Gesellschafter wurde der Position Verbindlichkeiten zugeordnet. Die Vorjahreszahl entsprechend umgegliedert. Durch die Umstellung auf BilMoG entsteht ein außerordentlicher Aufwand von 46 TEUR. II Bilanzierung und Bewertung Die Bilanzierung der Immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellkosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen wurden überwiegend nach der linearen Methode vorgenommen. Die Nutzungsdauer der Anlagen wurde wegen Schichtbetrieb verkürzt. Eigenleistungen werden, soweit erforderlich, aktiviert, wobei die Kosten die Gehaltskostenbestandteile berücksichtigen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis € 150 werden aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 (2a) EStG im Erwerbsjahr voll, solche mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von € 150 bis € 1.000, mit 20% abgeschrieben. Der Anlagespiegel wird entsprechend den Vorschriften des § 268 (2) HGB dargestellt. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Anschaffungs- und Herstellungskosten einbezogen. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu den Anschaffungskosten, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen ist (§ 253 (4) HGB). Für die Ermittlung der Anschaffungskosten wird das Verbrauchsfolgeverfahren nach der Fifo-Methode angewendet (§ 256, 1 HGB). Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten (§ 255 (2) HGB). Unfertige Leistungen, darunter auch Projekte, die in Bearbeitung, aber noch nicht beendet sind, werden gemäß dem Stand der Bearbeitung zum Bilanzstichtag abgegrenzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessen dotierter Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Fremdwährungsfaktura erfolgt zum Devisen-Kassakurs. Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 (1) 2 HGB). Es besteht eine Verpflichtung zur Mietkaution, in Höhe von 7.669,38 EURO (15.000 DM). III Angaben zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel Anlage A) ist nachfolgend dargestellt. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres (§ 268 (2) HGB). Nach § 268 (4) S. 2 HGB besteht eine antizipative Forderung in Höhe von 321 TEUR gegenüber dem Finanzamt aus Investitionszulage. scroll
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten (§ 268 (5) 1 HGB, § 285 Nr. 1 u. Nr. 2 HGB) ergeben sich lt. dem Verbindlichkeitenspiegel in Anlage B. Zum 31.12.2010 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB): scroll
IV Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 (2) HGB) aufgestellt. Die Investitionszuschüsse und -zulagen wurden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Die Steuern vorn Einkommen und Ertrag belasten das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um 20 TEUR. V Sonstige Angaben Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 81 (Vorjahr 54) Arbeitnehmer beschäftigt. Davon waren 29 in der Verwaltung (Vorjahr. 17) und 52 in Produktion und Forschung (Vorjahr: 37) tätig. Zu Vorstandsmitgliedern der va-Q-tec AG sind bestellt:
Zu Aufsichtsratsmitgliedern der va-Q-tec AG sind zum Bilanzstichtag bestellt:
Es bestanden weder Vorschüsse noch Kredite an die Mitglieder dieser Organe. Die Schutzsklausel gem. § 286 (4) HGB wurde in Anspruch genommen. Die Gesellschaft hatte als derivate Finanzinstrumente Zinsswaps im Nominalvolumen in Höhe von 1.642,7 t€ sowie Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen von 339,5 t€. Das Nominalvolumen derivativer Finanzinstrumente bezeichnet die rechnerische Bezugsgröße, aus der sich die Zahlungen ableiten. Das Risiko ergibt sich daher nicht aus dem Nominalvolumen, sondern aus den darauf bezogenen Wechselkurs- und Zinsänderungen. Der beizulegende Wert konnte aufgrund des Fehlens von Marktwerten der Derivate selbst nicht ermittelt werden. Bewertungseinheiten (§ 254 HGB) werden zur Absicherung des Wechselkursrisikos von Zahlungsströmen aus Kundenaufträgen und des Zinsrisikos von Zahlungsströmen aus Darlehen gebildet, Bewertungseinheiten werden auf Ebene einzelner Aufträge und Darlehen gebildet (Micro-hedges). Die Restlaufzeit dieser Bewertungseinheiten beträgt bei Devisentermingeschäften unter einem Jahr und bei den Zinsswaps mit kontinuierlich fallenden Nominalvolumen bis Juli 2016. Neben Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 132,5 t€ sind mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteter Transaktionen in Höhe von 207,2 t€ gegen Wechselrisiken abgesichert. Bei der Fremdwährung handelt es sich um GBP in Höhe von 298,0 tGBP. Durch die Zinsswaps sind variable Zinsen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf Basis des Euribor zu festen Zinsen abgesichert. Aufgrund von Betrags-, Risiko- und Fristengleichheit weisen die Bewertungseinheiten eine hohe Wirksamkeit auf. Von den Erleichterungen des § 288 HGB wurde Gebrauch gemacht. Die va-Q-tec AG hat im Berichtszeitraum keine Anteile an anderen Unternehmen gehalten oder erworben. Die Überleitung gemäß § 158 Abs. 1 AktG erfolgt wahlweise im Anhang: scroll
Die Gesellschaft hält keine Aktien im Sinne des § 160 Abs.1 Nr. 1 oder 2 AktG. Die Kapitalrücklagen zum Stichtag gliedern sich wie folgt: scroll
Das Grundkapital besteht zum 31.12.2010 aus 69.417 nennwertlosen Namensaktien in Form von Stückaktien. Gegenüber dem Vorjahr gab es keine Veränderungen im Grundkapital. Zum 31.12.2010 lag kein genehmigtes Kapital vor. Es bestehen keine wechselseitigen Beteiligungen. Dem Unternehmen liegt keine Meldungen nach § 20 Abs.1 AktG vor (Unternehmensbeteiligung von mehr als 25%). VI. ErgebnisverwendungDer Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen.
Würzburg, 14. April 2011
Dr. Joachim Kuhn Dr. Roland Caps Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der va-Q-tec AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Würzburg, den 18. April 2011 AUDIT GmbH Gehrig - Ehinger Harald Gehrig, Wirtschaftsprüfer Petra Ehinger, Wirtschaftsprüferin Gemäß § 328 Abs.1 Nr.1 HGB wird darauf hingewiesen, dass der Jahresabschluss wegen der Inanspruchnahme von Erleichterungen nur teilweise offengelegt wurde und der Bestätigungsvermerk sich auf den vollständigen Jahresabschluss bezieht. |
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