![]() va-Q-tec AGWürzburgKonzernzwischenabschluss der va-Q-tec AG für das Halbjahr I 2016Würzburg, den 16.08.2016Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungscroll
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1 Allgemeine Angaben1.1 UnternehmensinformationenDie va-Q-tec AG mit Sitz in Deutschland, 97080 Würzburg, Karl-Ferdinand-Braun Str.
7, ist im Handelsregister Würzburg unter der Nummer HRB 7368 eingetragen. Der Konzernzwischenabschluss
der va-Q-tec AG beinhaltet neben der va-Q-tec AG selbst auch ihre Tochtergesellschaften
(im Folgenden auch "va-Q-tec", "va-Q-tec Konzern" oder "Gesellschaft" genannt). Das
Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt innovative Produkte zur zuverlässigen
und energieeffizienten Temperaturkontrolle bzw. Dämmung -Vakuumisolationspaneele ("VIPs")
und Phasenübergangsmaterialien ("PCMs"). Darüber hinaus fertigt va-Q-tec durch die
optimale Kombination von VIPs und PCMs passive thermische Verpackungssysteme (Container
und Boxen). Zur Durchführung von temperatursensiblen Logistikketten bietet va-Q-tec
in einem globalen Partnernetzwerk die Vermietung von Containern und Boxen an, mit
denen anspruchsvolle Thermoschutzstandards erfüllt werden können. Neben Healthcare
& Logistik als Hauptmarkt werden folgende weitere Märkte von va-Q-tec adressiert:
Kühlgeräte & Lebensmittel, Technik & Industrie, Bau und Mobilität. Der vorliegende Konzernzwischenabschluss der va-Q-tec für das erste Halbjahr 2016
wurde am 16. August 2016 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben. 1.2 Grundlagen der AbschlusserstellungDie va-Q-tec AG unterschreitet die Größenkriterien nach § 293 HGB und ist daher nicht
zur Aufstellung eines Konzernabschlusses sowie eines Konzernlageberichts gem. § 290
HGB verpflichtet. Die Gesellschaft hat zum 31.12.2015 freiwillig einen IFRS-Konzernabschluss
nach § 315a Abs. 3 i.V.m. § 315a Abs. 1 HGB aufgestellt. Der vorliegende verkürzte IFRS-Konzernzwischenabschluss der va-Q-tec AG zum 30. Juni
2016 wurde freiwillig aufgestellt und nach den Grundsätzen der International Financial
Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind,
sowie in Übereinstimmung mit dem IFRS-Standard IAS 34 "Zwischenberichterstattung"
erstellt. Der Zwischenabschluss bezieht sich nur auf den Konzern und enthält sämtliche
Informationen und Anhangangaben, die gemäß IAS 34 für einen Zwischenabschluss erforderlich
sind. Der verkürzte Konzernzwischenbericht enthält nicht alle gem. IFRS erforderten Angaben
für Konzernabschlüsse und ist daher in Verbindung mit dem freiwilligen Konzernabschluss
des Jahres 2015 zu lesen. Im Rahmen der Erstellung des verkürzten, freiwilligen Konzernzwischenabschlusses
zur Zwischenberichterstattung gemäß IAS 34 muss der Vorstand Beurteilungen und Schätzungen
vornehmen sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen
im Konzern und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge
und Aufwendungen beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen
abweichen. Wesentliche Änderungen der Annahmen und Schätzungen im Vergleich zum 31.12.2015
werden in den Konzernanhangangaben erläutert. Die bisher im Geschäftsjahr 2016 erzielten
Ergebnisse lassen nicht notwendigerweise Vorhersagen über die Entwicklung des weiteren
Geschäftsverlaufs zu. Im Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2016 erfolgen die Angaben in Bilanz, der
Gewinn- und Verlustrechnung, der Gesamtergebnisrechnung, der Kapitalflussrechnung,
der Eigenkapitalveränderungsrechnung, im Segmentbericht sowie in den Anhangangaben
in Euro (EUR). Die Beträge sind jeweils kaufmännisch gerundet. Bei geringfügigen Abweichungen
handelt es sich um Rundungsdifferenzen. Der verkürzte, freiwillige Konzernzwischenbericht für das erste Halbjahr 2016 wurde
weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen. 1.3 Auswirkungen neuer RechnungslegungsstandardsDie seit dem Geschäftsjahr 2016 erstmals verpflichtend anzuwendenden neuen bzw. überarbeiteten
internationalen Rechnungslegungsvorschriften nach IFRS wurden im Konzernzwischenabschluss
zum 30. Juni 2016 berücksichtigt. In EU-Recht übernommene Änderungen der IFRS für Geschäftsjahre, die nach dem 01.01.2015 beginnenscroll
Folgende in den kommenden Jahren in Kraft tretende Standards wurden noch nicht in
geltendes EU-Recht übernommen: Standards, die noch nicht in geltendes EU-Recht übernommen wurdenscroll
2 Bilanzierungs- und BewertungsmethodenIm Konzernzwischenbericht der va-Q-tec AG werden grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden angewendet wie im IFRS-Konzernabschluss zum 31.12.2015. Änderungen
durch Standards und Interpretationen, die durch die EU übernommen und ab dem 01.01.2016
verpflichtend anzuwenden sind, wurden berücksichtigt und haben keinen wesentlichen
Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Die jährlichen
Verbesserungen an den IFRS haben ebenfalls keinen bedeutenden Einfluss auf den Konzernabschluss.
Eine detaillierte Beschreibung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden befindet
sich im Konzernanhang 2015. Im ersten Halbjahr 2016 wurden erstmalig eigene Anteile seitens der va-Q-tec AG erworben.
Im Rahmen dieses Erwerbs wurde von der modifizierten Par-Value-Methode Gebrauch gemacht.
Bei der modifizierten Par-Value-Methode wird zunächst das gezeichnete Kapital i.H.d.
Nennwerts der erworbenen Anteile gemindert. Die danach zu den Anschaffungskosten der
Anteile verbleibende Differenz kann ohne bestimmte Verwendungsreihenfolge mit den
übrigen Eigenkapitalkomponenten verrechnet werden. 3 Erläuterungen3.1 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung3.1.1 GesamterträgeDie Gesamterträge haben sich im Vergleich zur Vorjahresperiode sehr positiv entwickelt
und sind um rund 59,6% auf 19.752.347 EUR gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf
die positive Entwicklung der Umsätze zurückzuführen, welche durch den Geschäftsausbau
mit bestehenden, sowie durch die Akquise von Neukunden, um rund 60,3% gesteigert werden
konnten. Des Weiteren sind die aktivierten Eigenleistungen um 1.475.615 EUR auf 3.204.039
EUR gestiegen, was im Wesentlichen auf den Ausbau der selbsterstellten Containerflotte
sowie der selbsterstellten Mietboxen zurückzuführen ist. 3.1.2 MaterialaufwandDer Materialaufwand ist um 3.135.527 EUR auf 8.512.629 EUR gestiegen, was einem Anstieg von 58,3% entspricht. Die Materialaufwandsquote1 beträgt 43,1% (Vorjahresperiode 43,4%). Diese Entwicklung des Materialaufwands trägt zu der positiven Entwicklung des Rohergebnisses bei, welches im Vergleich zur Vorjahresperiode um 65,2% gesteigert werden konnte. 3.1.3 PersonalaufwandDer Personalaufwand ist im Vergleich zur Vorjahresperiode um 35,2% von 4.200.054 EUR auf 5.679.329 EUR gestiegen. Die Zunahme resultiert aus Investitionen in qualifiziertes Personal zur Unterstützung des Geschäftsausbaus sowie aus einem Einmaleffekt aus der Zuteilung von Aktienoptionen an zwei weitere leitende Angestellte im Januar 2016. Für diese Zuteilung wurde ein Aufwand in Höhe von 168.796 EUR verbucht. Die Personalaufwandsquote2 ist von 33,9% auf 28,8% gesunken. 1
Materialaufwandsquote in % = Materialaufwand / Gesamterträge x 100 3.1.4 Sonstiger betrieblicher AufwandDer sonstige betriebliche Aufwand hat sich im Vergleich zur Vorjahresperiode fast
verdoppelt und ist um 1.561.261 EUR auf 3.399.030 EUR gestiegen. Diese Entwicklung
ist im Wesentlichen geprägt durch einmalige Aufwendungen, welche in Zusammenhang mit
dem geplanten Börsengang der Gesellschaft stehen und nicht als Kapitalbeschaffungskosten
im Eigenkapital erfolgsneutral verrechnet werden (606.087 EUR) (Vj.: 0 EUR). 3.1.5 AbschreibungenDie Abschreibungen sind um 1.199.434 EUR auf 2.590.627 EUR gestiegen, was im Wesentlichen auf der Entwicklung der Abschreibung in Zusammenhang mit der Containerflotte basiert. Die Containerflotte wurde in den vergangenen Monaten stark ausgebaut und die Abschreibung auf diese Position ist um 811.535 EUR im Vergleich zur Vorjahresperiode gestiegen. Die Abschreibungsquote3 hat sich von 11,2% auf 13,1% verändert. 3
Abschreibungsquote in % = Abschreibungsaufwand / Gesamterträge x 100 3.1.6 FinanzaufwendungenDer Ausbau der Containerflotte wird durch Sale-and-leaseback-Transaktionen finanziert.
Die Steigerung des Zinsaufwandes ist im Wesentlichen hierauf zurückzuführen. Die Finanzaufwendungen
haben sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um 24,7% auf 619.869 EUR erhöht. 3.1.7 ErtragsteuernDer Ertragsteueraufwand hat sich von 119.953 EUR (Ertrag) auf -69.307 EUR (Aufwand)
verändert. Im ersten Halbjahr 2015 war der Ertragsteueraufwand durch einen Sondereffekt
in Zusammenhang mit der latenten Steuer auf die Ertragsabgrenzung in Zusammenhang
mit den Sonderposten aus Containergewinnen in Höhe von 377.313 EUR geprägt. 3.1.8 Ergebnis je AktieDer va-Q-tec Konzern ist gemäß IAS 33 nicht verpflichtet ein Ergebnis je Aktie zu
berechnen und anzugeben. Die Angaben erfolgen freiwillig und entsprechen vollumfänglich
den Anforderungen des IAS 33. Das Ergebnis je Aktie stellt sich wie folgt dar: scroll
Zur Zusammensetzung des Grundkapitals verweisen wir auf die Erläuterungen zum Eigenkapital. Die Vorzugsaktien und die Stammaktien der va-Q-tec AG waren im Hinblick auf das Anrecht
auf den Bezug von Dividenden gleich ausgestaltet. Ein jeweils getrennter Ausweis des
Ergebnisses je Aktie bezogen auf Stammaktien und Vorzugsaktien war daher nicht notwendig.
Mit Beschluss der Hauptversammlung im Mai 2016 und der Eintragung im Handelsregister
am 25. Juli 2016 wurden die Vorzugsaktien in Stammaktien umgewandelt. Die gewichtete durchschnittliche Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Aktien hat
sich seit dem 31. Dezember 2015 durch den Rückkauf von 127.233 Stammaktien im April
vermindert. Im Mai sind 60.000 Stammaktien im Zuge eines Grundstückskaufes wieder
veräußert worden. Zusätzlich wurde der im Mai 2016 beschlossene und zum 25. Juli 2016
im Handelsregister eingetragene Aktiensplitt retrospektiv, auch unter Anpassung der
Vorperiode, bei der Ermittlung der ausstehenden Aktien berücksichtigt. Weitere Erläuterungen
hierzu sind unter der Position 3.2.2 dargestellt. Das existierende Aktienoptionsprogramm wird als anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich
durch Eigenkapitalinstrumente bilanziert. Die Ausübungsbedingen wie Exit-Events (IPO
oder Unternehmensverkauf) sind zum Stichtag nicht erfüllt. Aus diesem Grund wurde
für diese bedingte Aktienausgabe kein Verwässerungseffekt angenommen. Des Weiteren existiert in Zusammenhang mit dem Erwerb eines Grundstückes eine Kaufpreissicherungsklausel,
die bedingt zur Gewährung eigener Anteile führen kann. Zum Stichtag sind die Bedingungen
hierzu nicht erfüllt und es ist keine Verwässerung in diesem Zusammenhang unterstellt
worden. 3.2 Bilanz3.2.1 SachanlagevermögenDas Sachanlagevermögen ist um 4.382.235 EUR auf 32.425.851 EUR gestiegen. Wie im Vorjahr
sind die Investitionen geprägt durch den Aufbau der Containerflotte i.H.v. 3.095.913
EUR (Vj.: 2.009.316 EUR) und Boxenflotte i.H.v. 867.206 EUR (Vj.: 0 EUR). Des Weiteren
hat die AG für die zukünftige betriebliche Erweiterung ein Grundstück am Standort
Würzburg-Heuchelhof von der Stadt Würzburg erworben. Die Anschaffungskosten des Grundstücks
betragen 1.603.878 EUR. Die Abschreibung auf Sachanlagevermögen beträgt insgesamt
2.539.934 EUR (Vj.: 1.368.769 EUR). 3.2.2 EigenkapitalIm April 2016 wurde die Gesellschaft durch eine außerordentliche Hauptversammlung
zu einem definierten Aktienrückkauf ermächtigt. Unmittelbar nach der Ermächtigung
hat die va-Q-tec AG diesen Aktienrückkauf durch den Erwerb von 127.233 Stammaktien
von einem Aktionär für einen Gesamtbetrag von 763.398 EUR realisiert. In der außerordentlichen
Hauptversammlung wurde außerdem beschlossen, ein genehmigtes Kapital von bis zu 150.000
EUR zu schaffen. Im Mai 2016 wurde in einer ordentlichen Hauptversammlung beschlossen, die bestehenden
Vorzugsaktien der Serie A1 und der Serie A2 in Stammaktien mit Stimmrecht umzuwandeln.
Des Weiteren wurde beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft aus Gesellschaftsmitteln
auf 9.156.374 EUR zu erhöhen durch Ausgabe von 4.578.187 neuen Aktien (Aktiensplit).
Darüber hinaus wurde beschlossen, das durch die außerordentliche Hauptversammlung
im April 2016 geschaffene genehmigte Kapital von bis zu 150.000 EUR auf bis zu 300.000
EUR zu erhöhen. Zusätzlich wurde ein weiteres genehmigtes Kapital von bis zu 4.278.187
EUR gegen Bar- und/oder Sacheinlagen, sowie bedingtes Kapital von bis zu 1.000.000
EUR für die Gewährung von Aktien bei Ausübung von Wandlungs- oder Optionsrechten beschlossen. Die Eintragung dieser Beschlüsse im Handelsregister erfolgte am 25.07.2016. Das im Mai 2016 von der Stadt Würzburg erworbene Grundstück am Standort Würzburg-Heuchelhof
mit einem Kaufpreis von 1.547.190 EUR wurde mit 60.000 eigenen Aktien der va-Q-tec
AG abgegolten. Die Aktien wurden unmittelbar danach von der Stadt Würzburg an die
Würzburger Versorgungs- und Verkehrs GmbH (WVV) weiterveräußert. Mit dieser Transaktion
ist die WVV Aktionär der va-Q-tec AG geworden. Der Grundstückskaufvertrag enthält
eine Kaufpreissicherungsklausel, die der WVV einen Kaufpreisausgleich (Gewährung weiterer
eigener Anteile) gewährt, falls bis zum Ende des Jahres 2016 die Aktie der Gesellschaft
niedriger bewertet wird als im Kaufvertrag vereinbart. 3.2.3 Langfristige und kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber KreditinstitutenIm April 2016 wurde mit einer Hausbank ein Term-Sheet für eine strukturierte Finanzierung
zur Erweiterung und zum Pooling der bestehenden Kreditengagements mit weiteren Hausbanken
vereinbart. Der Gesamtrahmen kurz- und mittelfristiger Finanzierung soll damit um
ca. 4.250.000 EUR auf 11.000.000 EUR erweitert werden. Diese Finanzierung soll die
Liquidität im Zuge des geplanten Wachstums der Gesellschaft stärken. Der finale Kreditvertrag
befand sich zum Zeitpunkt der Freigabe dieses Abschlusses noch in Verhandlung. Die
kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind um 2.508.777 EUR auf
9.402.552 EUR gestiegen wohingegen die langfristigen Schulden gegenüber Kreditinstituten
um 184.231 EUR auf 1.832.343 zurückgegangen sind. 3.2.4 Sonstige langfristige und kurzfristige finanzielle VerbindlichkeitenInsgesamt sind die sonstigen lang- und kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten
um 1.611.716 EUR auf 12.504.900 EUR gestiegen. Die Zunahme ist im Wesentlichen durch
die Veränderung der Leasingverbindlichkeiten um 790.524 EUR zu erklären. Diese Mittel
dienen zur Finanzierung des Ausbaus der Containerflotte. Des Weiteren sind die abgegrenzten
Schulden für ausstehende Rechnungen um 702.239 EUR gestiegen. 3.2.5 Sonstige langfristige und kurzfristige nicht finanzielle VerbindlichkeitenDie sonstigen lang- und kurzfristigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten sind um
4,4% auf 10.287.811 EUR gestiegen. Diese Veränderung resultiert im Wesentlichen aus
dem Anstieg des passiven Sonderpostens für Gewinne, welche aus den Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen
im Rahmen des Ausbaus der Containerflotte angefallen sind. Die Position ist um 776.103
EUR auf 5.794.082 EUR gestiegen. Dieser Posten wird periodengerecht über die Laufzeit
der Leasingverträge aufgelöst. Gegenläufig wirkt sich die Veränderung der erhaltenen
Anzahlungen auf Bestellungen, welche um 225.863 EUR auf 2.577 EUR zurückgegangen sind
sowie die Abnahme des passiven Sonderpostens für erhaltene Zuschüsse um 216.293 EUR
auf 3.837.699 EUR aus. Die Auflösung des passiven Sonderpostens für Zuschüsse wird
im sonstigen betrieblichen Ertrag dargestellt. Insgesamt betragen die Sonderposten für abgegrenzte Zuwendungen und Containergewinne
aus Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen 9.631.781 EUR (Vj.: 9.071.970 EUR) und
machen rund 93,6% (Vj.: 92,1%) der gesamten Position aus. 3.3 FinanzinstrumenteDie nachfolgende Tabelle zeigt die Finanzinstrumente mit den Buchwerten und beizulegenden
Zeitwerten, aufgeteilt nach den Bewertungskategorien gemäß IAS 39 bzw. IAS 17. Die
beizulegenden Zeitwerte sind dabei jeweils den Bewertungsstufen der Fair Value-Hierarchie
zugeordnet. Soweit keine entsprechende Zuordnung erfolgt ist, wird davon ausgegangen,
dass der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Dies betrifft im Wesentlichen
die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und Zahlungmitteläquivalente,
übrige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte, Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen und übrige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten, die jeweils
kurze Restlaufzeiten aufweisen. Eine Definition der Stufen der Fair Value-Hierarchie findet sich in Abschnitt 1.2
"Grundlagen der Abschlusserstellung" des Konzernabschlusses 2015. Die Zuordnungen
zu den Stufen werden jeweils zum Ende der Berichtsperiode überprüft. Umgliederungen
zwischen den Stufen sind im Berichtsjahr sowie im Vorjahr nicht erfolgt. scroll
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Der beizulegende Zeitwert von der Bewertungsstufe 2 zugeordneten festverzinslichen
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
sowie von stillen Beteiligungen ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cashflows.
Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze. Bei variabel
verzinslichen Verbindlichkeiten entsprechen die Buchwerte grundsätzlich den beizulegenden
Zeitwerten. Bei der Stufe 2 zugeordneten Zinsswaps wird der beizulegende Zeitwert durch Abzinsung
der zukünftig zu erwartenden Cashflows ermittelt, wobei die für die Restlaufzeit der
Kontrakte zum jeweiligen Stichtag geltenden Marktzinssätze zugrunde gelegt werden.
Für die Bewertung von Devisenoptionen werden anerkannte Optionspreismodelle verwendet,
in die u.a. die Volatilität des jeweiligen Wechselkurses und die zugrundeliegenden
Basiszinsen einfließen. Bei dem derivativen Finanzinstrument der Stufe 3 handelt es sich um ein in eine stille
Beteiligung eingebettetes Sonderkündigungsrecht seitens der Beteiligungsgesellschaft.
Das Sonderkündigungsrecht, welches sofern es ausgeübt wird zu einer zusätzlichen Zahlungsverpflichtung
führen könnte, besteht im Falle eines etwaigen Börsengangs der va-Q-tec AG. Die Ermittlung
des beizulegenden Zeitwerts dieser Option erfolgt jeweils zum Bilanzstichtag auf Basis
eines Bewertungsmodells. Wesentliche Bewertungsparameter sind Einschätzungen zur Eintrittswahrscheinlichkeit
eines Börsengangs, die Laufzeit der stillen Beteiligung bis zu einem etwaigen Börsengang
sowie die auf einen Maximalbetrag gedeckelte erwartete Marktkapitalisierung der va-Q-tec
AG zu einem solchen Zeitpunkt, die das Management jeweils auf Basis der zum Bilanzstichtag
vorliegenden Informationen trifft. Die Wahrscheinlichkeit eines Börsengangs wurde
zum 30.06.2016 mit 50% (Vj.: 50%), der Börsenwert des Unternehmens mit 100.000.000
EUR (Vj.: 65.000.000 EUR) angenommen. Als Stichtag für einen möglichen Börsengang
wurde der 30.09.2016 angenommen. Das Sonderkündigungsrecht könnte bei einem etwaigen
Börsengang zu einer finanziellen Verpflichtung von 500.000 - 870.000 EUR führen. Nachfolgende Überleitungsrechnung zeigt die Entwicklung des beizulegenden Zeitwerts
dieses Finanzinstruments. scroll
Die erfolgswirksamen Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts der Option werden in
der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in der Position "Finanzaufwendungen" ausgewiesen. 3.4 Nettoergebnis der FinanzinstrumenteDas in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Nettoergebnis in Bezug auf
Finanzinstrumente setzt sich wie folgt zusammen: scroll
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4 Sonstige Angaben4.1 SegmentinformationenDer va-Q-tec Konzern ist gemäß IFRS 8 nicht verpflichtet eine Segmentberichterstattung
offenzulegen. Die Angaben erfolgen freiwillig und entsprechen vollumfänglich den Anforderungen
des IFRS 8. Im Rahmen der Segmentberichterstattung werden die Aktivitäten des va-Q-tec Konzerns
gemäß den Regeln von IFRS 8 (Geschäftssegmente) nach Geschäftsbereichen abgegrenzt.
Diese Aufgliederung orientiert sich an der internen Steuerung und Berichterstattung
nach legalrechtlichen Einheiten. Der va-Q-tec Konzern ist in den drei Geschäftsbereichen
"va-Q-tec AG", "va-Q-tec Ltd. (UK)" und "Sonstige" tätig. Die Berichterstattung bei va-Q-tec erfolgt nach den jeweiligen lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen.
Um eine Vergleichbarkeit mit dem vorliegenden IFRS-Konzernabschluss zu erreichen,
erfolgt eine Überleitung der internen Berichterstattung auf IFRS je Geschäftsbereich.
Die Liefer- und Leistungsbeziehungen innerhalb der Geschäftsbereiche sind, sofern
wesentlich, konsolidiert ausgewiesen. Eine detaillierte Beschreibung der einzelnen Segmente befindet sich im Konzernanhang
2015. Segmentberichterstattung H1 2016
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| va-Q-tec AG | va-Q-tec Ltd. (UK) | |||||
| Local GAAP | Überleitung | IFRS | Local GAAP | Überleitung | IFRS | |
| Außenumsatz | 12.973.066 | - | 12.973.066 | 5.730.046 | - | 5.730.046 |
| Innenumsatz | 630.648 | - | 630.648 | 331.237 | - | 331.237 |
| Gesamtumsatz | 13.603.714 | - | 13.603.714 | 6.061.283 | - | 6.061.283 |
| Gesamterträge | 15.974.462 | - 20.433 | 15.954.029 | 6.061.283 | - | 6.061.283 |
| Materialaufwand | - 6.606.879 | - 29.216 | - 6.636.095 | - 3.024.917 | - | - 3.024.917 |
| Personalaufwand | - 4.857.118 | - | - 4.857.118 | - 777.602 | - | - 777.602 |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand | - 3.337.378 | 481.985 | - 2.855.393 | - 1.059.104 | 10.015 | - 1.049.089 |
| EBITDA | 1.173.087 | 432.337 | 1.605.424 | 1.199.660 | 10.015 | 1.209.675 |
| Abschreibungen | - 957.119 | - 8.707 | - 965.826 | - 1.675.284 | - | - 1.675.284 |
| EBIT | 215.968 | 423.630 | 639.598 | - 475.624 | 10.015 | - 465.609 |
| Ergebnis aus at-equity bilanzierten Beteiligungen |
- | - | - | - | - | - |
| Finanzerträge | 33.991 | - | 33.991 | - | - | - |
| Finanzaufwendungen | - 249.948 | - 5.603 | - 255.551 | - 350.204 | - 35.937 | - 386.141 |
| EBT | 11 | 418.027 | 418.038 | - 825.828 | - 25.922 | - 851.750 |
| Investitionen 1. HJ. 2016 | 3.359.586 | - | 3.359.586 | 3.132.794 | - | 3.132.794 |
| Vermögen 30.06.2016 | 35.171.610 | 253.890 | 35.425.500 | 16.099.352 | 52.588 | 16.151.940 |
| Langfristige Vermögenswerte 30.06.2016 | 19.016.144 | 50.504 | 19.066.648 | 13.573.752 | - 43.759 | 13.529.993 |
| At-equity bilanzierte Beteiligungen | - | - | - | - | - | - |
| Schulden 30.06.2016 | 18.294.149 | 1.794.015 | 20.088.164 | 13.705.318 | 109.392 | 13.814.710 |
| Mitarbeiter 1. HJ 2016 | 222 | - | 222 | 22 | - | 22 |
| va-Q-tec AG | va-Q-tec Ltd. (UK) | |||||
| Local GAAP | Überleitung | IFRS | Local GAAP | Überleitung | IFRS | |
| Außenumsatz | 6.832.875 | - | 6.832.875 | 3.649.374 | - | 3.649.374 |
| Innenumsatz | 2.696.767 | - | 2.696.767 | - | - | - |
| Gesamtumsatz | 9.529.642 | - | 9.529.642 | 3.649.374 | - | 3.649.374 |
| Gesamterträge | 10.549.754 | 95.951 | 10.645.705 | 3.649.374 | - | 3.649.374 |
| Materialaufwand | - 3.949.223 | - 32.793 | - 3.982.016 | - 1.471.593 | - 89.093 | - 1.560.686 |
| Personalaufwand | - 3.726.763 | - | - 3.726.763 | - 370.992 | - | - 370.992 |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand | - 1.575.465 | 15.682 | - 1.559.783 | - 509.599 | - 28.484 | - 538.083 |
| EBITDA | 1.298.303 | 78.841 | 1.377.144 | 1.297.190 | - 117.577 | 1.179.613 |
| Abschreibungen | - 671.542 | - 4.115 | - 675.657 | - 858.274 | 60.932 | - 797.342 |
| EBIT | 626.761 | 74.726 | 701.487 | 438.916 | - 56.645 | 382.271 |
| Finanzerträge | 8.885 | 903 | 9.788 | - | - | - |
| Finanzaufwendungen | - 191.058 | - 119.488 | - 310.546 | - 165.968 | - 20.145 | - 186.113 |
| EBT | 444.588 | - 43.859 | 400.729 | 272.948 | - 76.790 | 196.158 |
| Investitionen 1. HJ 2015 | 916.842 | - | 916.842 | 3.398.698 | - | 3.398.698 |
| Vermögen 30.06.2015 | 31.268.822 | 26.318 | 31.295.140 | 11.896.647 | - 1.038.293 | 10.858.354 |
| Langfristige Vermögenswerte | 16.328.896 | 47.162 | 16.376.058 | 9.564.199 | - 1.155.539 | 8.408.660 |
| Schulden 30.06.2015 | 16.317.679 | 1.591.033 | 17.908.712 | 9.117.462 | - 1.024.653 | 8.092.809 |
| Mitarbeiter 1. HJ 2015 | 188 | - | 188 | 12 | - | 12 |
| Sonstige | Gesamtsumme der Segmente |
Konsolidierung | Konzern | |||
| Local GAAP | Überleitung | IFRS | ||||
| Außenumsatz | 13.020 | - | 13.020 | 18.716.132 | - 3.095.913 | 15.620.219 |
| Innenumsatz | 252.564 | - | 252.564 | 1.214.449 | - 1.214.449 | - |
| Gesamtumsatz | 265.584 | - | 265.584 | 19.930.581 | - 4.310.362 | 15.620.219 |
| Gesamterträge | 270.185 | - 4.109 | 266.076 | 22.281.388 | - 2.529.041 | 19.752.347 |
| Materialaufwand | - | - | - | - 9.661.012 | 1.148.383 | - 8.512.629 |
| Personalaufwand | - 87.902 | - | - 87.902 | - 5.722.622 | 43.293 | - 5.679.329 |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand | - 135.949 | - 971 | - 136.920 | - 4.041.402 | 642.372 | - 3.399.030 |
| EBITDA | 46.334 | - 5.080 | 41.254 | 2.856.353 | - 694.994 | 2.161.359 |
| Abschreibungen | - 3.137 | - | - 3.137 | - 2.644.247 | 53.620 | - 2.590.627 |
| EBIT | 43.197 | - 5.080 | 38.117 | 212.106 | - 641.374 | - 429.268 |
| Ergebnis aus at-equity bilanzierten Beteiligungen |
- | - | - | - | - 23.834 | - 23.834 |
| Finanzerträge | 35 | - | 35 | 34.026 | - 33.991 | 35 |
| Finanzaufwendungen | - 14.619 | 1.890 | - 12.729 | - 654.421 | 34.552 | - 619.869 |
| EBT | 28.613 | - 3.190 | 25.423 | - 408.289 | - 664.647 | - 1.072.936 |
| Investitionen 1. HJ. 2016 | 1.148 | - | 1.148 | 6.493.528 | 505.554 | 6.999.082 |
| Vermögen 30.06.2016 | 217.790 | - 1.551 | 216.239 | 51.793.679 | - 4.952.894 | 46.840.785 |
| Langfristige Vermögenswerte 30.06.2016 |
30.912 | - 5.211 | 25.701 | 32.622.342 | 311.838 | 32.934.180 |
| At-equity bilanzierte Beteiligungen |
- | - | - | - | 346.263 | 346.263 |
| Schulden 30.06.2016 | 480.700 | - 6.171 | 474.529 | 34.377.403 | 2.984.906 | 37.362.309 |
| Mitarbeiter 1. HJ 2016 | 5 | - | 5 | 249 | - | 249 |
| Sonstige | Gesamtsumme der Segmente |
Konsolidierung | Konzern | |||
| Local GAAP | Überleitung | IFRS | ||||
| Außenumsatz | 8.324 | - | 8.324 | 10.490.573 | - 748.043 | 9.742.530 |
| Innenumsatz | 120.674 | - 6.541 | 114.133 | 2.810.900 | - 2.810.900 | - |
| Gesamtumsatz | 128.998 | - 6.541 | 122.457 | 13.301.473 | - 3.558.943 | 9.742.530 |
| Gesamterträge | 128.998 | 2.941 | 131.939 | 14.427.018 | - 2.047.084 | 12.379.934 |
| Materialaufwand | - 3.899 | - | - 3.899 | - 5.546.601 | 169.499 | - 5.377.102 |
| Personalaufwand | - 102.299 | - | - 102.299 | - 4.200.054 | - | - 4.200.054 |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand |
- 202.047 | - 668 | - 202.715 | - 2.300.581 | 462.812 | - 1.837.769 |
| EBITDA | - 179.247 | 2.272 | - 176.975 | 2.379.782 | - 1.414.772 | 965.009 |
| Abschreibungen | - 873 | - | - 873 | - 1.473.872 | 82.679 | - 1.391.193 |
| EBIT | - 180.120 | 2.272 | - 177.848 | 905.910 | - 1.332.094 | - 426.184 |
| Finanzerträge | - | - | - | 9.788 | - 9.210 | 578 |
| Finanzaufwendungen | - 6.211 | - 2.713 | - 8.924 | - 505.583 | 8.395 | - 497.188 |
| EBT | - 186.331 | - 441 | - 186.772 | 410.115 | - 1.332.909 | - 922.794 |
| Investitionen 1. HJ 2015 | - | - | - | 4.315.540 | - 1.317.596 | 2.997.944 |
| Vermögen 30.06.2015 | 164.074 | - | 164.074 | 42.317.568 | - 8.010.831 | 34.306.737 |
| Langfristige Vermögenswerte | 3.950 | - 192 | 3.758 | 24.788.476 | - 1.383.050 | 23.405.426 |
| Schulden 30.06.2015 | 455.006 | - 4.956 | 450.050 | 26.451.571 | - 1.694.790 | 24.756.781 |
| Mitarbeiter 1. HJ 2015 | 4 | - | 4 | 204 | - | 204 |
Die Umsatzerlöse verteilen sich geographisch wie folgt:
| 30.06.2016 | 30.06.2015 | |
| Deutschland | 5.321.993 | 2.716.943 |
| Übrige Europäische Union | 4.940.743 | 3.296.493 |
| Andere | 5.357.484 | 3.729.094 |
| Gesamt Konzern | 15.620.219 | 9.742.530 |
Die Zuordnung von Umsätzen mit externen Kunden zu einer geographischen Region richtet
sich nach dem Standort des Kunden. Die geographische Zuordnung der langfristigen Vermögenswerte
richtet sich nach dem Sitz des Eigentümers der Vermögenswerte und ist entsprechend
aus der oben dargestellten Segmentberichterstattung nach legalrechtlichen Einheiten
ersichtlich.
Die Zuordnung der Umsätze auf Produkte, Systeme und Dienstleistungen ergibt sich wie
folgt: Mit Produkten (Vakuumisolationspaneele und isoliert verkauften Wärmespeicherkomponenten)
wurden im 1. Halbjahr 2016 Umsätze i.H.v. 5.138.200 EUR (Vj.: 3.530.931 EUR) erzielt.
Mit Systemen (thermische Verpackungen und deren Komponenten) konnte der Konzern im
1. Halbjahr 2016 Umsätze i.H.v. 4.492.394 EUR (Vj.: 2.191.771 EUR) erzielen. Aus Dienstleistungen
resultierten im 1. Halbjahr 2016 Umsätze i.H.v. 5.724.578 EUR (Vj.: 3.750.429 EUR).
Sonstige Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 265.047 EUR (Vj.: 269.400 EUR).
Im Januar 2016 wurden zwei leitenden Angestellten in Schlüsselpositionen insgesamt
47.148 virtuelle Optionen mit einem Ausübungspreis i.H.v. 7,73 EUR aus dem bestehenden
Optionsprogramm zugeteilt. Der beizulegende Zeitwert am Tag der Gewährung wurde durch
die Anwendung eines üblichen Optionsbewertungsmodells (Black Scholes) ermittelt. Es
wurden dabei ein Aktienpreis von 19,66 EUR, eine Laufzeit von vier Jahren, eine Yield
Rate von 0%, eine laufzeitadäquate risikolose Verzinsung von -0,2% und eine Volatilität
von 25% angenommen. Diese Volatilität wurde aufgrund der historischen Umsatz- und
Ertragsentwicklung und des noch frühen Entwicklungsstadiums der va-Q-tec angenommen.
Die Berechnung ergab einen beizulegenden Zeitwert von 11,93 EUR je Option. Von den
neu zugeteilten Optionen waren zum 30.06.2016 14.144 (Vj.: 0) erdient, für die in
der Periode ein Personalaufwand von 168.796 EUR erfasst wurde. Insgesamt sind seit
dem Aufsetzen des Aktienoptionsprogramms in 2013 141.444 virtuelle Optionen zugeteilt
worden. Davon waren zum Bilanzstichtag 84.866 (31.12.2015: 58.934) ohne Berücksichtigung
des Aktiensplitts erdient.
Zur Unterstützung des Vorstands bei der Vorbereitung des geplanten Börsengangs hat
der Aufsichtsrat der Gesellschaft im Dezember 2015 das Aufsichtsratsmitglied Winfried
Klar mit der beratenden Begleitung des Vorstands beauftragt. Im ersten Halbjahr 2016
sind Herrn Klar in diesem Zusammenhang Beratungsleistungen in Höhe von 58.094 EUR
vergütet worden.
Am 23. Juni 2016 wurde in einem Referendum der Austritt des Vereinigten Königreichs
aus der EU beschlossen. Im Anschluss an diese Entscheidung ist der Wert des britischen
Pfunds stark gesunken, und es wurden negative konjunkturelle Auswirkungen in Großbritannien
und in der restlichen EU befürchtet. Die Gesellschaft erwartet keine nachhaltigen
negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der Brexit-Entscheidung oder eines möglichen
Brexit, da ihre Umsätze nur zu einem sehr geringen Teil in Großbritannien oder in
britischen Pfund erwirtschaftet werden. Der kurzfristige Wertverfall des britischen
Pfund hat zunächst positive Auswirkungen auf die Kostenbasis der UK Tochtergesellschaft
gehabt. Dauerhafte Verwerfungen sind in diesem Kontext nicht zu erwarten.
Am 25. Juli 2016 sind die von der ordentlichen Hauptversammlung im Mai 2016 getroffenen
Beschlüsse im Handelsregister eingetragen worden. Dazu gehören die Wandlung aller
Vorzugsaktien in Stammaktien, die Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln um 4.578.187,
die Erhöhung des genehmigtes Kapitals auf bis zu 300.000 EUR, die Schaffung eines
neuen genehmigten Kapitals von bis zu 4.278.187 EUR, sowie die Schaffung eines bedingten
Kapitals von bis zu 1.000.000 EUR.
Die beiden Anteilseigner Dr. Kuhn und Dr. Caps haben im Rahmen der Vorbereitung auf
den Börsengang einen Stimmbindungsvertrag vereinbart, in welchem festgelegt wird,
dass sie ihre Stimmrechte in der Hauptversammlung einheitlich ausüben.
Würzburg, der 16. August 2016
va-Q-tec AG
Der Vorstand
| Dr. Joachim Kuhn | Dr. Roland Caps | Christopher Hoffmann |