va-Q-tec AG

Würzburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Umsatz 2013 - 2016

Mio. EUR

EBITDA 2013 - 2016

Mio. EUR

1 bereingt um IPO-Anfwendungen

Umsatz nach Geschäftsbereichen 2016

Umsatz nach Geschäftsbereichen 2015

Umsatz nach Regionen 2016

Umsatz nach Regionen 2015

EBITDA nach Berichtssegmenten

EINE TECHNOLOGIEPLATTFORM, ZAHLREICHE ENDMÄRKTE

DIENSTLEISTUNGEN 37%

Healthcare & Logistik (69 %)

Boxen & Container als thermische Transportsysteme für Pharma und Biotech

SYSTEME 29%

PRODUKTE 32%

Kühlgeräte & Lebensmittel (23 %)

Kühl- / Gefriergeräte, Lebensmittelcontainer

Technik & Industrie (5 %)

Warmwasserspeicher, Pipelines, Laborgeräte und Ultratieftemperatur-Kühlschränke

Bau (2 %)

Böden, Fassaden, Terassen, Dächer

Mobilität (0,2 %)

Kühl-Lkws, Lieferwagen, Flugzeuge, Pkws

ALWAYS THE RIGHT TEMPERATURE

Wie sorgt man dafür, dass etwas kalt oder warm bleibt - und das auf engstem Raum? Die va-Q-tec AG ist eine junge, mittelständische Hightech-Firma und entwickelt seit 2001 als Pionier in der Isolationsbranche innovative Dämmlösungen auf Basis von energieeffizienten, platzsparenden und zugleich umweltfreundlichen Vakuumisolationspaneelen (VIPs).

Neben VIPs entwickelt und vertreibt va-Q-tec weitere Produkte wie Thermo-Hochleistungsverpackungen (Container und Boxen) sowie thermische Energiespeicherkomponenten (PCMs).

va-Q-tecs Produkte sparen durch ihre effiziente Technologie teure Energie in Bereichen ein, die wir täglich nutzen: beim Transport von Pharmaprodukten, in Kühl- und Gefriergeräten, in Gebäuden, in Technik & Industrie sowie in Automobilen und Flugzeugen.

Seit dem 30. September 2016 sind die va-Q-tec Aktien im regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Als börsennotiertes Unternehmen unterliegt va-Q-tec verschiedenen börslichen und kapitalmarktrechtlichen Veröffentlichungs- und Transparenzpflichten. Auch über die Pflichtveröffentlichungen hinaus möchte va-Q-tec die Anleger kontinuierlich und umfassend informieren.

KONZERNKENNZAHLEN

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in Mio. EUR falls nicht anders angegeben 2016 2015 Veränderung
Umsatz 35,5 22,5 58 %
EBITDA (IFRS) 5,2 3,6 44 %
EBITDA-Marge (IFRS) 12 % 12 % -2 %
Bereinigung 1,7 0,1  
EBITDA (bereinigt)* 7,0 3,7 90 %
EBITDA-Marge (bereinigt)* 16 % 12 %  
Eigenkapitalquote 64 % 24 %  
Mitarbeiteranzahl im Jahresdurchschnitt 267 212 26 %

* Bereinigt um einmalige Aufwendungen für den Börsengang. Für weitere Erläuterungen siehe Kapitel 2.2.4 zur Ertragslage.

1 AN DIE AKTIONÄRE

1.1 BRIEF DES VORSTANDES

Sehr geehrte Damen und Herren,

als Vorstand freuen wir uns, Ihnen im vorliegenden Geschäftsbericht das abgelaufene Geschäftsjahr 2016 darstellen zu können, das wohl das bisher spannendste und ereignisreichste der Firmenhistorie war. Mit dem 15-jährigen Unternehmensjubiläum und dem erfolgreichen Börsengang wurden 2016 zwei ganz besondere Meilensteine für das Unternehmen erreicht.

va-Q-tec ist einer der Innovationsführer im Bereich der thermischen Isolation und der Kühlkettenlogistik. Entscheidend ist bei allen Anwendungsfeldern für unsere Produkte, Systeme und Dienstleistungen, dass die richtige Temperatur über viele Stunden und Tage oder sogar über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes punktgenau konstant gehalten wird. In Laufe der Firmengeschichte ist es uns gelungen, diese Spitzentechnologie der va-Q-tec in unterschiedlichsten Branchen und Sektoren zu etablieren.

Um diesen Weg auch zukünftig weiter fortsetzen zu können, war der erfolgreiche Börsengang ein entscheidender Schritt. Der Börsengang der va-Q-tec war nicht nur der erste aus dem neu geschaffenen Venture Network der Deutschen Börse, sondern auch einer der wenigen High-Tech Börsengänge der vergangenen Jahre in Deutschland. Er hat uns das nötige Kapital für die weitere Umsetzung unserer erfolgreichen Wachstumsstrategie geliefert. Mit dem großen Interesse an unserem Börsengang konnten wir außerdem eine breite Investorenbasis schaffen und unsere Technologieplattform international sichtbarer zu machen.

Operativ war das abgelaufene Geschäftsjahr 2016 das bisher erfolgreichste unserer Firmengeschichte. Überzeugt haben wir unsere Kunden mit technologischen Neuerungen und neuen Vermarktungsmodellen, die sich positiv auf unsere Umsatz- und Ergebnisperformance auswirkten. So wurde europaweit ein Vermietmodell für thermische Verpackungen eingeführt, mit dem Großauftrag der Schweizerischen Post haben wir unsere Lösungen im Markt für Apotheken-Distribution etabliert, unsere globale Container-Flotte für den Transport temperatursensibler Pharmazeutika wurde erfolgreich ausgebaut und mit va-Q-shell haben wir eine neuartige Isolierlösung für Wärmespeicher auf den Markt gebracht.

Unsere Kundenbasis konnten wir im vergangenen Jahr um einige Großkunden erweitern. Ehemals kleine Unternehmensbereiche wie bspw. Technics & Industry sind 2016 gereift und Märkte, die bisher noch geringfügig zu Umsatz und Ergebnis beitrugen, wurden mit verstärkten Vertriebsmaßnahmen weiter erschlossen. Zum Ende des Jahres hatte das Unternehmen über 300 Mitarbeiter an sechs Standorten weltweit. Gemeinsam mit den zahlreichen Logistik-Standorten des bereits globalen Vermietgeschäfts, bildet dies eine zunehmend internationale Vertriebspräsenz. Entsprechend dieser operativen Entwicklung sind Umsatz und Ergebnis des Konzerns 2016 stark gewachsen:

Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Umsatz um 58% von 22,5 Mio. EUR auf 35,5 Mio. EUR. Das EBITDA, bereinigt um Sondereinflüsse aus dem Börsengang, erhöhte sich sogar um 90% auf 7,0 Mio. EUR. Zudem wurde die Kundenbasis um einige Großkunden erweitert.

In den vergangenen 15 Jahren haben wir schon Vieles erfolgreich auf den Weg gebracht: Neue Produkte und technologische Highlights wie der "va-Q-check", mit dem die Leistungsfähigkeit einer Isolation am Einbauort oder während der Nutzung geprüft werden kann. Physikalisch ist die Vakuumisolation die bestmögliche Isolation und der Isolierwirkung konventioneller Dämmmaterialien weit überlegen. Durch die fortwährende, zielgerichtete Einführung neuer Industrieanwendungen und Geschäftsmodelle ist va-Q-tec in dieser Zeit nachhaltig gewachsen. So sind wir meist Vorreiter bei der Markteinführung der VIP-Technologie (Vakuumisolationspaneele) in neue Märkte. Zuletzt konnten wir mit dem "Serviced Rental" von Hochleistungs-Thermo-Behältern signifikante Verbesserungen in der Pharma-Kühlkettenlogistik erreichen.

Als Technologiepionier und Global Player mit Produkt-, System- und Dienstleistungsgeschäft entwickelt und operiert va-Q-tec heute an der Schnittstelle dreier Megatrends, die das Wachstum treiben:

Energieeffizienz,

Produkt- und Patientensicherheit,

sowie die zunehmende Globalisierung von Lieferketten für temperatursensible Güter.

Diese Megatrends sind unseres Erachtens unumkehrbar. va-Q-tec ist hervorragend positioniert, mit seinen Technologien und Dienstleistungen effektive Lösungen zu bieten und somit von diesen Trends profitieren zu können.

Der besondere Dank des Vorstandes gilt den bisherigen Wegbegleitern: Unseren treuen Mitarbeitern, unseren Investoren sowie unseren Geschäftspartnern und Kunden. Ohne ihre Mitarbeit, ihr Engagement, die stets konstruktive Zusammenarbeit und ihre Potentiale wären die Leistungen, die va-Q-tec tagtäglich liefert, nie möglich.

Dank gebührt auch den Beteiligten an dem sehr erfolgreichen Börsengang. Nur mit der wertvollen Unterstützung des Transaktionsteams aus Banken, Anwälten, Wirtschaftsprüfern, Kommunikationsexperten und dem internen Team konnte der Börsengang so überzeugend umgesetzt werden. Das Jahr 2016 war mit dem BREXIT und anderen makroökonomischen Großereignissen vergleichsweise stürmisch für einen Börsengang. Dennoch wurde dieses Projekt hervorragend gemeistert.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist enorm viel Energie in den erfolgreichen Börsengang und das fortgeführte Wachstum geflossen. Wir setzen alles daran, dass uns diese Energie für den Weg in die Zukunft und das weitere Wachstum erhalten bleibt und sich va-Q-tec weiter erfolgreich entfaltet. Der Vorstand freut sich darauf, diesen Weg gestärkt und gemeinsam mit Ihnen zu gehen!

 

24. April 2017

Dr. Joachim Kuhn Christopher HoffmannDr. Roland Caps

(Vorsitzender des Vorstands) (Finanzvorstand) (Vorstand FuE)

1.2 BERICHT DES AUFSICHTSRATES

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

der Aufsichtsrat freut sich, Ihnen im vorliegenden Geschäftsbericht über seine Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr berichten zu dürfen. Das Jahr war für den va-Q-tec-Konzern besonders erfolgreich und bedeutsam. Der Aufsichtsrat hat auch im Berichtsjahr 2016 seine gemäß Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben sorgfältig im Sinne aller Aktionäre unter Berücksichtigung der Ansprüche der weiteren betroffenen Kreise wahrgenommen.

Seit dem 30. September 2016 werden die Aktien der va-Q-tec AG im Prime-Standard-Segment an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt. Mit dem Netto-Mittelzufluss von über 42 Millionen Euro hat die Gesellschaft den Grundstein für die nächste Wachstumsphase gelegt. Mit der Börsennotierung unterliegt die Gesellschaft besonders strengen Transparenz- und Publizitätsanforderungen. Diese Zulassungsfolgepflichten wirken sich auch auf die Arbeit im Aufsichtsrat aus. Es gibt neue Regelungen und Vorschriften, die unmittelbar den Aufsichtsrat und seine Zusammenarbeit mit dem Vorstand betreffen. Der Aufsichtsrat stellt in Zusammenarbeit mit dem Vorstand auch sicher, dass im Unternehmen Prozesse und Strukturen etabliert sind, die den Börsenerfordernissen genügen.

Hauptaufgabe des Aufsichtsrates ist die Beratung und Kontrolle des Vorstandes. Schwerpunkte dieser Tätigkeit im Berichtszeitraum lagen insbesondere bei der strategischen Ausrichtung der va-Q-tec für das weitere profitable Wachstum, bei der Unternehmensplanung insgesamt und bei der Unternehmensfinanzierung. Von großer Bedeutung für die va-Q-tec und die Arbeit des Aufsichtsrates war der erfolgreiche Börsengang. Bei den Vorbereitungsarbeiten sowie bei der Umsetzung der sich aus dem IPO ergebenden rechtlichen und organisatorischen Pflichten hat der Aufsichtsrat den Vorstand beraten und unterstützt. Der Aufsichtsrat war in alle für die Gesellschaft zentralen Belange und Entscheidungen des Vorstandes sehr gut eingebunden. Die Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat war stets vertrauensvoll, konstruktiv, sachgerecht, kollegial und effizient.

Während des Geschäftsjahres 2016 hielt der Aufsichtsrat auch zwischen den regelmäßigen Sitzungen engen Kontakt zum Vorstand. Der Vorsitzende und einzelne Mitglieder des Aufsichtsrates hielten stets bilateral den Kontakt zu den Vorständen und berieten dabei zu verschiedenen Geschäftsvorfällen. Der Vorstand ist seinen in Gesetz und Geschäftsordnung festgelegten Pflichten zur Information in vollem Umfang nachgekommen. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat zu jeder Zeit über die Geschäftslage, die Geschäftsentwicklung, die Unternehmensplanung, die Finanz- und Ertragslage informiert.

Insgesamt ist die Entwicklung der va-Q-tec, wie in vorliegendem Geschäftsbericht dargestellt, sehr positiv zu bewerten. Die für die Unternehmensentwicklung zentralen Geschäftsvorgänge wurden vom Aufsichtsrat kritisch beleuchtet und entsprechende Anregungen zur Diskussion mit dem Vorstand eingebracht. Zu den organisatorischen und rechtlichen Maßnahmen hinsichtlich des Börsenganges war der Informationsfluss vom Vorstand zum Aufsichtsrat stets zuverlässig und regelmäßig. Die zustimmungspflichtigen Maßnahmen und Geschäftsvorgänge wurden zwischen Vorstand und Aufsichtsrat beraten und sachgerecht entschieden.

Der Vorstand besteht unverändert aus Herrn Dr. Joachim Kuhn, Vorsitzender des Vorstandes, Herrn Christopher Hoffmann, Finanzvorstand, und Herrn Dr. Roland Caps, Vorstand Forschung und Entwicklung. Die Bestellung von Herrn Dr. Kuhn zum Vorsitzenden des Vorstandes besteht derzeit bis zum 31. Dezember 2018, Herr Hoffmann und Herr Dr. Caps sind bis zum 31. Dezember 2017 beziehungsweise zum 30. Juni 2017 als Vorstände bestellt.

Aufgrund der Laufzeiten der bestehenden Vorstandsverträge hat der Aufsichtsrat die Frauenquote im Vorstand bis zum 30. Juni 2017 auf 0 % festgelegt. Für sich selbst hat der Aufsichtsrat die Frauenquote ab 30. Juni 2017 (Erfüllungsfrist) auf 16,66 % festgelegt, das entspricht einem von sechs Mitgliedern.

Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse

Der Aufsichtsrat hat sich im Rahmen seiner regelmäßigen Beratungen mit der operativen und strategischen Lage der va-Q-tec befasst und sich durch die schriftlichen und mündlichen Berichte des Vorstandes umfassend über die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung informiert. Ein Schwerpunkt der Beratung in 2016 lag in der Vorbereitung des Börsenganges. Der Aufsichtsrat traf sich satzungsgemäß zu insgesamt sechs Plenarsitzungen, sowie einer zusätzlichen konstituierenden Sitzung.

In der ersten Sitzung am 26. Februar 2016 befasste sich der Aufsichtsrat mit den Aufgaben des Aufsichtsrates bei Vorbereitung und Durchführung des Börsenganges. Zusätzlich berichtete der Vorstand über den Fortschritt der Vorbereitung des Börsenganges, insbesondere der rechtlichen Due Diligence sowie der Prospekterstellung und über die Erarbeitung der Kommunikationsmaßnahmen. Der Vorstand erläuterte anstehende operative Maßnahmen des Vorstandes, wie beispielsweise die Planungen zur Entwicklung eines neuen optimierten Standortes in Würzburg. Ferner ließ sich der Aufsichtsrat Bericht zum internen Kontrollsystem (IKS) in den beiden wesentlichen Konzerngesellschaften va-Q-tec AG und va-Q-tec UK erstatten.

Am 8. April 2016 trat der Aufsichtsrat im Rahmen der außerordentlichen Hauptversammlung zu einer zweiten Sitzung zusammen. Der Aufsichtsrat beschloss den Erwerb eigener Aktien durch die Gesellschaft, die unter anderem für den Erwerb von Grundstücken und zur Bedienung des Optionsprogrammes genutzt werden konnten. In der Sitzung legten der Vorstand und die Wirtschaftsprüfer den Jahresabschluss sowie den Lagebericht für das Jahr 2015 vor. Durch ein nachfolgendes Umlaufverfahren billigte der Aufsichtsrat auf Empfehlung des Prüfungsausschusses den Jahresabschluss 2015 der va-Q-tec AG. Zusätzlich wurden die Entwürfe der Konzernabschlüsse 2013, 2014 und 2015 nach IFRS besprochen. Der Vorstand berichtete weiterhin über den Status der IPO-Vorbereitungen, insbesondere über den Zeitplan und die Ergebnisse der ersten Vermarktungstätigkeit. In Vorbereitung auf den Börsengang traf der Aufsichtsrat eine Reihe wesentlicher Beschlüsse, etwa zum kodifizierten Compliance System. Ferner wurden die Gründung, Besetzung und der Vorsitz eines Präsidial-, eines Nominierungs-, und eines Prüfungsausschusses beschlossen. CEO und CFO erörterten gemeinsam mit dem Aufsichtsrat abschließend die Geschäfts- und Finanzentwicklung im 1. Quartal 2016.

Im Fokus der dritten Sitzung vom 30. Mai 2016 stand die Erörterung der Konzernabschlüsse 2013, 2014 und 2015 nach IFRS. Der CFO erläuterte die wesentlichen Kennzahlen sowie die Effekte der Umstellung auf IFRS, des Weiteren die Auswirkungen der erstmaligen Konsolidierung auf das Konzernergebnis. Es wurden neue Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat verabschiedet. Zusätzlich gab der Vorstand einen weiteren Überblick über den Status der IPO-Vorbereitungen sowie über die bislang aufgelaufenen Vorbereitungskosten für den IPO. Der Aufsichtsrat beschloss die Wiederbestellung der Herren Dr. Caps und Hoffmann als Vorstände der va-Q-tec AG.

Gegenstand der zusätzlichen Sitzung vom 31. Mai 2016 war die Neukonstituierung des Aufsichtsrates nach den Aufsichtsratsneuwahlen im Zuge der ordentlichen Hauptversammlung vom selben Tag. Der Aufsichtsrat wählte Herrn Dr. Hommel erneut als Vorsitzenden und beschloss, die bestehenden Ausschüsse in der bisherigen Form und Besetzung zu bestätigen.

Im Mittelpunkt der vierten Sitzung am 28. Juli 2016 stand die Erläuterung der aktuellen Geschäfts- und Finanzlage durch den Vorstand, der im Zuge dessen auch die Halbjahreszahlen 2016 für die va-Q-tec AG und die va-Q-tec UK darstellte. Zusätzlich informierte der Vorstand über die aktuelle Liquiditätssituation und die Verhandlungen für einen Multibanken-Kreditvertrag ("Multibankenkredit"). Ausführlich wurden auch die weiteren IPO-Vermarktungsaktivitäten erläutert sowie die Details des bis zum Börsengang umzusetzenden Zeitplans. Der Aufsichtsrat informierte sich auch über die Präsentation gegenüber den Finanzanalysten, die die Grundlage der drei pre-IPO Research-Berichte darstellte.

Zwischen der vierten und der fünften Sitzung Anfang November fand der Börsengang der Gesellschaft statt. Im Zuge dessen traf der Aufsichtsrat beziehungsweise ein temporär geschaffener IPO-Unterausschuss Beschlüsse im Umlaufverfahren und war eng in die Umsetzung des Projektes eingebunden: So billigte der Aufsichtsrat im Umlaufverfahren die Konzernabschlüsse 2013, 2014 und 2015. Zu den vom IPO-Ausschuss getätigten Beschlüssen zählten die Festsetzung der Preisspanne der Aktien oder die Veröffentlichung des Wertpapierprospektes sowie die Zulassung der Aktien zum Handel im Prime Standard als Teilbereich des regulierten Marktes der Frankfurter Wertpapierbörse.

Der Schwerpunkt der Beratungen bei der fünften Sitzung am 8. November 2016 lag auf dem IPO und seinen Folgen: Der CFO informierte den Aufsichtsrat über die Eckpunkte des IPOs und gab einen Überblick über die neuen internationalen institutionellen Investoren und die neue Aktionärsstruktur. Außerdem wurde der Aufsichtsrat über die mit dem Börsengang neu hinzugekommenen kapitalmarktrechtlichen Compliance-Pflichten und über Art und Umfang der insgesamt aufgelaufenen IPO-Kosten informiert. Weiterhin berichtete der Vorstand über die Liquiditätssituation nach dem Börsengang. Abschließend gab der Vorstand einen Ausblick für die im Jahr 2017 geplanten Bauvorhaben.

Die sechste und letzte Sitzung des Aufsichtsratsplenums im Geschäftsjahr 2016 fand am 11. Dezember 2016 statt. Hier standen Planungen im Mittelpunkt. Der Aufsichtsrat billigte das Konzernbudget für das Geschäftsjahr 2017. In dieser Sitzung wurden auch Beschlüsse zur Gründung von neuen regionalen Tochtergesellschaften in Japan und der Schweiz gefasst. Ziel ist eine Stärkung der regionalen Präsenz in zwei großen Pharmamärkten. Zusätzlich fasste der Aufsichtsrat den Beschluss, das Board of Directors der va-Q-tec UK personell zu erweitern.

Im Berichtsjahr nahmen alle Mitglieder des Aufsichtsrats an mehr als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen teil; sämtliche Aufsichtsratsmitglieder nahmen an über der Hälfte der Sitzungen von Ausschüssen, denen sie angehörten, teil (Ziffer 5.4.7 DCGK). Der Aufsichtsrat tagte regelmäßig im Beisein des Vorstands, ausgenommen die Gespräche über seine Vergütung (Ziffer 3.6 DCGK). Im Übrigen wird auf den gleichnamigen Bericht zur Corporate Governance, der Bestandteil des vorliegenden Geschäftsberichts ist, verwiesen.

Ausschussbildung

Der Aufsichtsrat hat in Übereinstimmung mit dem DCGK Unterausschüsse gebildet. Im Einzelnen sind dies ein Nominierungs-, ein Prüfungs- und ein Präsidialausschuss. Zusätzlich hat der Aufsichtsrat, wie oben erwähnt, einen zeitweiligen Ausschuss zur Vorbereitung des Börsenganges gebildet.

Interessenkonflikte im Aufsichtsrat sind im Berichtszeitraum nicht aufgetreten.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Der Konzernabschluss der va-Q-tec AG wurde gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Den Jahresabschluss der va-Q-tec AG sowie den Konzernabschluss, beide zum 31. Dezember 2016, mit den jeweiligen Lageberichten haben die von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, die Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Jena, unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und am 24. April 2017 jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Abschlussprüfer haben sich ferner vergewissert, dass der Vorstand ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem eingerichtet hat, das in seiner Umsetzung und Konzeption geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen.

Die Abschlussunterlagen der va-Q-tec AG und des va-Q-tec-Konzerns, der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Berichte des Abschlussprüfers wurden in der Sitzung des Prüfungsausschusses vom 06. April 2017 sowie in der Sitzung des Aufsichtsrates am 24. April 2017 mit den Abschlussprüfern diskutiert und eingehend durch den Aufsichtsrat geprüft. Die Prüfer nahmen an der Beratung über die Abschlussunterlagen in dieser Aufsichtsratssitzung teil und informierten den Aufsichtsrat über die Prüfungsfeststellungen und ihre Erkenntnisse zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem.

Der Aufsichtsrat folgt der Empfehlung des Prüfungsausschusses und billigt den Jahresabschluss und Lagebericht sowie den Konzernabschluss und Konzernlagebericht der va-Q-tec AG für das Geschäftsjahr 2016. Damit ist der Jahresabschluss der va-Q-tec AG festgestellt. Der Aufsichtsrat stimmt darüber hinaus dem Vorschlag des Vorstandes zur Gewinnverwendung zu.

Dank und Ausblick

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand für die gute Zusammenarbeit im Geschäftsjahr 2016. Der ganz besondere Dank des Aufsichtsrates gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der va-Q-tec. Das Geschäftsjahr 2016 war durch viele wichtige Meilensteine und starkes Wachstum geprägt. Diese wäre ohne das Engagement, die positive Einstellung und das Qualitäts-bewusstsein aller Mitarbeiter nicht möglich gewesen.

 

24. April 2017

Dr. Gerald Hommel, Vorsitzender des Aufsichtsrats der va-Q-tec AG

1.3 DIE VA-Q-TEC AKTIE

Kursentwicklung

Kapitalmarktumfeld

Das Kapitalmarktumfeld 2016 war geprägt von politischen Großereignissen wie der BREXIT-Entscheidung und der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten. Die konjunkturelle Lage war bei stabilen Wachstumsaussichten in Verbindung mit der Null- bzw. Negativzins-Politik der Notenbanken in den großen Währungsräumen gut.

Seit dem 30. September 2016 sind die Aktien der va-Q-tec an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet. Bei vergleichsweise geringer Liquidität der Aktie bewegte sich der Kurs seither immer über dem Emissionspreis und schloss das Jahr 2016 bei 13,80 EUR. Dies entspricht einer Marktkapitalisierung von ca. 181 Mio. EUR. Zum 24. April 2017 lag der Kurs bei 16,97 EUR.

1.4 DER BÖRSENGANG IM SEPTEMBER 2016

Mit dem Börsengang beginnt ein neues Kapitel für die va-Q-tec. Im Gegensatz zu vielen mittelständischen Wachstumsunternehmen hat sich das Unternehmen für den Schritt an den öffentlichen Kapitalmarkt entschieden. Wir erkennen darin erhebliche Vorteile für va-Q-tec.

Frisches Wachstumskapital

An erster Stelle stand für die va-Q-tec der Zugang zu frischem Wachstumskapital: die Bruttoerlöse von 46,1 Mio. EUR haben zu einer deutlich gestärkten Kapitalausstattung geführt. Das Unternehmen kann vor diesem Hintergrund die gebotenen Chancen auf nachhaltiges und unabhängiges Wachstum vollständig realisieren und von den beschriebenen Megatrends thermische Energieeffizienz, Produktsicherheit und Globalisierung von Wertschöpfungsketten profitieren.

Breite, internationale Investorenbasis

Der Zugang zu einer breiten, internationalen Investorenbasis unterstreicht zusätzlich die Qualität der Technologie und der Geschäftsmodelle. va-Q-tec erhält damit Zugang zu Investoren aus Ländern mit besonders weiten Kapitalmärkten und einem Fokus auf Small- und Mid-Caps mit teilweise langfristigem Investitionshorizont.

Visibilität der va-Q-tec und ihrer Technologieplattform

Die Technologieplattform bestehend aus Hochleistungsdämmung, erstklassigen Thermoverpackungen und Thermologistikdienstleistungen erfährt seit dem Börsengang zusätzliche öffentliche Wahrnehmung.

va-Q-tec ist Vorreiter bei der Markteinführung der VIP-Technologie und der Revolutionierung von Kühlketten. Nach Einschätzung des Unternehmens ist diese VIP-Technologie dem Wettbewerb um mehrere Jahre voraus, sowohl was die Lebensdauer, als auch die thermische Leistung, Qualitätskontrolle und Systemintegration angeht. Mit der Kapitalmarktpräsenz werden neue Kunden und Akteure auf va-Q-tec aufmerksam, die bisher mit dieser Technologie und deren Leistungsfähigkeit nicht vertraut waren. Für va-Q-tec als junges Technologieunternehmen sind neben Kapital auch hochqualifizierte Arbeitskräfte besonders wichtig. Mit der höheren öffentlichen Bekanntheit steigt auch die Wahrnehmung va-Q-tec als Arbeitgeber in Deutschland und weltweit.

Angesichts der Tatsache, dass viele unserer Kunden selbst börsennotiert sind, stärkt ein Börsenlisting, die damit einhergehende Transparenz und deutlich verbesserte Kapitalaustattung das Vertrauen in va-Q-tec.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Akteuren am Kapitalmarkt, insbesondere mit den Investoren, und setzen alles daran, das in uns gesetzte Vertrauen weiter zu stärken.

Eckpunkte des Börsengangs am 30. September 2016

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Platzierungsvolumen (Stück) 3.750.000 Aktien aus Kapitalerhöhung / 2.109.702 Aktien aus Altbesitz
Greenshoe 878.954 Aktien aus Altbesitz
ISIN / WKN DE0006636681 /663668
Zeichnungsfrist 20.09.2016 - 29.09.2016
Bookbuilding-Spanne 11,20 - 13,40 EUR
Erster Handelstag 30.09.2016
Emissionspreis pro Aktie 12,30 EUR
Platzierungsvolumen (EUR) 82.885.469 EUR
Sole Global Coordinator Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG
Joint Bookrunners Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG MainFirst Bank Aktiengesellschaft
Co-Lead Manager equinet Bank Aktiengesellschaft

1.5 CORPORATE GOVERNANCE-BERICHT

1.5.1 Erklärung zur Unternehmensführung nebst Entsprechenserklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats

Vorstand und Aufsichtsrat der va-Q-tec AG sind sich der Bedeutung von nationalen und internationalen Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung stets bewusst und fühlen sich diesen verpflichtet. Gute Unternehmensführungspraktiken schaffen und stärken das Vertrauen der internationalen und nationalen Stakeholder in die Führung und Kontrolle des Konzerns. Sie unterstreichen das Ziel von Vorstand und Aufsichtsrat, im Einklang mit den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft "shared values" für alle Anspruchsgruppen des Konzerns zu schaffen. Nicht zuletzt um auch gegenüber dem Kapitalmarkt besonders transparent aufzutreten, erfolgte der Börsengang im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse - dem Segment mit den höchsten Transparenzerfordernissen.

Die folgenden Unterkapitel betreffen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB. Im Einzelnen umfasst die Erklärung zur Unternehmensführung die Entsprechenserklärung gem. § 161 AktG und zusätzlich relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken, eine Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Zusammensetzung ihrer Ausschüsse.

1.5.1.1 Entsprechenserklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats

Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat der va-Q-tec AG zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" gemäß § 161 AktG

"Die va-Q-tec AG entspricht mit Ausnahme der nachfolgend erklärten Abweichungen den vom Bundesministerium der Justiz und Verbraucherschutz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 5. Mai 2015 und wird ihnen auch künftig entsprechen:

Ziffer 3.8 Abs. 2 und 3: "Schließt die Gesellschaft für den Vorstand eine D&O-Versicherung ab, ist ein Selbstbehalt von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds zu vereinbaren. In einer D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat soll ein entsprechender Selbstbehalt vereinbart werden."

Abweichung und Begründung: Bei der D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat wurde kein Selbstbehalt vereinbart. va-Q-tec wird einen Ziffer 3.8 entsprechenden Selbstbehalt für Aufsichtsratsmitglieder zeitnah in die D&O Versicherung aufnehmen.

Ziffer 4.2.5 Abs. 3 und 4: "Ferner sollen im Vergütungsbericht für die Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2013 beginnen, für jedes Vorstandsmitglied dargestellt werden:

die für das Berichtsjahr gewährten Zuwendungen einschließlich der Nebenleistungen, bei variablen Vergütungsteilen ergänzt um die erreichbare Maximal- und Minimalvergütung,

der Zufluss für das Berichtsjahr aus Fixvergütung, kurzfristiger variabler Vergütung und langfristiger variabler Vergütung mit Differenzierung nach den jeweiligen Bezugsjahren,

bei der Altersversorgung und sonstigen Versorgungsleistungen der Versorgungsaufwand im bzw. für das Berichtsjahr.

Für diese Informationen sollen die als Anlage beigefügten Mustertabellen verwandt werden."

Abweichung und Begründung: Die Offenlegung der Vorstandsvergütung erfolgt nach den gesetzlichen Vorschriften unter Berücksichtigung des Beschlusses der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 31. Mai 2016. Danach unterbleibt in Übereinstimmung mit § 286 Abs. 5 Satz 1 HGB die Angabe der individualisierten Vorstandsvergütung in den Jahres- und Konzernabschlüssen der Gesellschaft, die für die Geschäftsjahre 2016 - 2020 (einschließlich) aufzustellen sind. Die Gesellschaft veröffentlicht nach Maßgabe von § 315 Abs. 2 Nummer 4 HGB einen Vergütungsbericht im Konzernlagebericht des Geschäftsberichts.

Ziffer 5.4.6 Abs. 1: "Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder wird durch Beschluss der Hauptversammlung oder in der Satzung festgelegt. Dabei sollen der Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat sowie der Vorsitz und die Mitgliedschaft in den Ausschüssen berücksichtigt werden."

Abweichung und Begründung: Bei der Vergütung des Aufsichtsrats sollen sowohl der Vorsitz und der stellvertretene Vorsitz als auch der Vorsitz und die Mitgliedschaft in den Ausschüssen berücksichtigt werden. Stellvertretender Vorsitz des Aufsichtsrates und Vorsitz der Ausschüsse werden bisher bei der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder nicht gesondert berücksichtigt.

Eine angepasste und kodex-konforme Vergütung dieser Aufgaben ist in Vorbereitung und soll in der nächsten Hauptversammlung Mitte 2017 vorgestellt und beschlossen werden.

Ziffer 7.1.2 S. 4: "Der Konzernabschluss soll binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende, die Zwischenberichte sollen binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums, öffentlich zugänglich sein."

Abweichung und Begründung: Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass der Konzernabschluss binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende, die Zwischenberichte binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums, öffentlich zugänglich sein sollen. Die oben genannten Fristen zur Veröffentlichung des Konzernabschlusses und der Zwischenberichte wurden und werden teilweise nicht eingehalten, allerdings erfüllt die Gesellschaft die gesetzlichen sowie in der Börsenordnung für die Frankfurter Wertpapierbörse im Teilbereich des regulierten Marktes mit weiteren Zulassungsfolgepflichten (Prime Standard) geltenden Veröffentlichungsfristen von vier Monaten für den Jahresfinanzbericht, von drei Monaten für den Halbjahresfinanzbericht und von zwei Monaten für die Quartalsmitteilungen."

1.5.1.2 Relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

Vorstand und Aufsichtsrat legen großen Wert auf eine offene Unternehmens- und Führungskultur. Ein positives Miteinander im Unternehmen - ein "gutes Betriebsklima" - ist sehr wichtig für den wirtschaftlichen Unternehmenserfolg und zufriedene Kunden, Mitarbeiter, Partner und Aktionäre. Ein solches Klima des Miteinanders und der offenen internen Kommunikation fördert das Bewusstsein für die Einhaltung von Gesetzen, ethischen Standards und wirtschaftlichen sowie sozialen Vorgaben.

va-Q-tec hat in einer konzernweiten Corporate Compliance Policy die zur Sicherstellung des ethischen Handelns nötigen Standards zusätzlich festgelegt. Kernelemente sind zum einen die darin kodifizierten Grundwerte wie z. B. persönliche Integrität, Beachtung der Vielfalt und Rechtstreue im Geschäftsleben. Zusätzlich legt die Corporate Compliance Policy in konzernweit gültigen Richtlinien Anweisungen für das Geschäftsgebaren für den eventuellen Fall ethisch zweifelhafter Situationen fest. Das Compliance-Programm wird in Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat aktiv gelebt und weiterentwickelt.

Mit den in der Entsprechenserklärung genannten, begründeten Ausnahmen beachtet die va-Q-tec AG alle gesetzlichen Anforderungen an die gute Unternehmensführung sowie die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Vorstand und Aufsichtsrat haben die Mitarbeiter im Zuge des Börsengangs zu den relevanten Fragen des Kapitalmarktrechtes informiert und hierüber Informationsunterlagen erstellt.

1.5.1.3 Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse des Aufsichtsrats

Arbeitsweise des Vorstandes

Die va-Q-tec AG als deutsche Aktiengesellschaft besitzt entsprechend der deutschen aktienrechtlichen Vorgaben ein dualistisches Führungssystem. Es setzt sich aus dem Vorstand und dem Aufsichtsrat zusammen.

Der Vorstand der va-Q-tec AG leitet die Geschäfte der Gesellschaft in eigener Verantwortung. Er ist dabei an das Unternehmensinteresse gebunden und der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswerts verpflichtet. Er entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt sie mit dem Aufsichtsrat der Gesellschaft ab und sorgt für ihre Umsetzung. Der Vorstand erörtert den aktuellen Stand der Strategieumsetzung in regelmäßigen Abständen mit dem Aufsichtsrat. Zudem sorgt er für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen. Die Vorstandsmitglieder üben ihre Tätigkeit nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen, der Satzung der Gesellschaft, der Beschlüsse der Hauptversammlung und des Aufsichtsrats, ihrer jeweiligen Dienstverträge sowie der Geschäftsordnung des Vorstandes aus und wirken auf deren Beachtung durch die Gesellschaft und die Tochtergesellschaften hin.

Der Vorstand arbeitet mit dem Aufsichtsrat zum Wohle des Unternehmens vertrauensvoll und eng zusammen. Gemeinsames Ziel von Vorstand und Aufsichtsrat ist die Umsetzung der Wachstumsstrategie und die Nutzung der vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten, die sich für die Technologie des Konzerns bieten. Der Aufsichtsrat bestellt die Vorstandsmitglieder, beruft diese ab und bestimmt die Verteilung ihrer Verantwortlichkeiten. Er kann außerdem einen Vorstandsvorsitzenden (CEO) bestellen.

Zum 31. Dezember 2016 umfasst der Vorstand der va-Q-tec AG drei Mitglieder:

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Name Funktion Mitglied des Vorstandes seit Vertragsende
Dr. Joachim Kuhn Vorstandsvorsitzender (CEO) 2001 31.12.2018
Christopher Hoffmann Finanzvorstand (CFO) 2013 31.12.2017
Dr. Roland Caps Entwicklungsvorstand (CRO) 2001 30.06.2017

Der Vorstand führt die Geschäfte der Gesellschaft gesamtverantwortlich zum Wohl des Konzerns. Jedes Vorstandsmitglied handelt in dem ihm zugewiesenen Ressort eigenverantwortlich. Der Geschäftsverteilungsplan weist die Aufgaben der einzelnen Vorstandsmitglieder zum 31. Dezember 2016 wie folgt aus:

Dr. Joachim Kuhn: Vorstandsvorsitzender (CEO):

Technik

Produktion

Vertrieb

Personal

Christopher Hoffmann: Finanzvorstand (CFO):

Finanzen

Finanzkommunikation (IR)

Einkauf

IT

Recht

Dr. Roland Caps: Entwicklungsvorstand (CRO):

Forschung und Entwicklung

Corporate Compliance

Herr Dr. Kuhn ist neben seiner Tätigkeit im Vorstand der va-Q-tec Vorsitzender des Beirates der SUMTEQ GmbH, an der die va-Q-tec AG eine Minderheitsbeteiligung hält. Herr Dr. Caps war im Berichtszeitraum Präsident der Vacuum Insulation Panel Association (VIPA). Anderen Nebentätigkeiten gehen die Vorstandsmitglieder nicht nach.

Die Geschäftsordnung des Vorstandes wurde zuletzt am 31.05.2016 vom Aufsichtsrat aktualisiert und beschlossen. Sie enthält insbesondere Regelungen zur Arbeitsweise des Vorstands und zur Verteilung der Verantwortlichkeiten zwischen den Vorstandsmitgliedern sowie zur Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat. Sie legt einen Katalog durch den Aufsichtsrat zustimmungspflichtiger Geschäfte fest. Alle Beschlüsse des Vorstands werden mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst, soweit nicht zwingendes Gesetz eine andere Mehrheit vorschreibt. Vorstandssitzungen finden regelmäßig mehrmals monatlich statt. Darüber hinaus hatte der Vorstand auch zwischen den regelmäßigen Sitzungen ständig einen engen Kontakt.

Arbeitsweise des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat der va-Q-tec AG berät und überwacht den Vorstand regelmäßig bei der Leitung des Unternehmens. Der Aufsichtsrat übt seine Tätigkeit nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen, der Satzung der Gesellschaft und seiner Geschäftsordnung aus. Die den Aufsichtsrat betreffenden Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex werden beachtet, soweit sich aus der auf der Webseite der Gesellschaft veröffentlichten Entsprechungserklärung des Vorstands und Aufsichtsrats nach § 161 AktG nichts Abweichendes ergibt. Er arbeitet bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben vertrauensvoll und eng mit dem Vorstand zum Wohle des Unternehmens zusammen und bestellt und entlässt die Mitglieder des Vorstands. Zusätzlich achtet er bei der Zusammensetzung des Vorstands auch auf Vielfalt (Diversity) und strebt dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen an. Er sorgt gemeinsam mit dem Vorstand für eine langfristige Nachfolgeplanung.

Die Aufsichtsratsbeschlüsse werden in der Regel in Sitzungen gefasst. Sie können auch ohne Einberufung einer Sitzung gefasst werden und die Abstimmung kann auch mündlich, schriftlich, fernmündlich, fernschriftlich (Telefax) oder per E-Mail erfolgen, wenn der Aufsichtsratsvorsitzende dies anordnet und kein Mitglied des Aufsichtsrats diesem Verfahren unverzüglich widerspricht. Beschlüsse des Aufsichtsrats werden, soweit nicht gesetzlich oder nach dieser Satzung etwas anderes vorgeschrieben ist, mit einfacher Mehrheit gefasst.

Jedes Mitglied des Aufsichtsrats ist dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Es darf bei seinen Entscheidungen weder persönliche Interessen verfolgen noch Geschäftschancen des Unternehmens für sich, für eine ihm nahestehende natürliche oder juristische Person oder für eine sonstige Institution oder Vereinigung, in der bzw. für die es tätig ist, nutzen. Jedes Aufsichtsratsmitglied legt Interessenkonflikte, insbesondere solche, die aufgrund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Dritten entstehen können, dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offen.

Die Mitglieder sollen gemäß § 2 Abs. 1 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrates in ihrer Gesamtheit über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Mindestens ein Mitglied soll zusätzlich über profunde Kenntnisse in Rechnungswesen und Finanzierung verfügen. Der Aufsichtsrat benennt unter Berücksichtigung der Empfehlungen des Deutsche Corporate Governance Kodex konkrete Ziele für seine Zusammensetzung.

Der Aufsichtsrat besteht derzeit aus den folgenden sechs Personen:

Dr. Gerald Hommel, Vorsitzender des Aufsichtsrats (ernannt bis 2018)

Studium der Wirtschaftswissenschaften an den Universitäten Mainz und Würzburg, Diplom-Kaufmann (1985)

Seit 1999 selbständiger Pharmaunternehmer

Promotion im Fach Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Frankfurt am Main (2014)

Seit 2014 Vorsitzender des Aufsichtsrats

Uwe Lamann, Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats (ernannt bis 2018)

Studium der Nachrichtentechnik in Köln, Diplom-Ingenieur (1976)

1999 - 2012 Vorstand der Leoni AG, Nürnberg und Leitung der Zentralen F&E

Seit 2007 Mitglied des Aufsichtsrats der Nedschroef Holding B.V.

Seit 2013 Mitglied des Beirats der Baumüller Nürnberg GmbH

Seit 2014 Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats

Uwe Andreas Krämer (ernannt bis 2018)

Diplom Wirtschaftsinformatiker, Technische Universität Darmstadt (2006)

2006-2008: Investment Banking Division, Goldman Sachs, Frankfurt

2008-2014: Venture & Growth Capital-Investor mit Fokus auf Software- & Internet-Technologie, ViewPoint Capital, Frankfurt / Zürich

2014 - 2016 Investment Manager mit Fokus auf Cleantech, Zouk Capital LLP

Seit 2015 Mitglied des Aufsichtsrats

Seit 2016: CFO der Fision AG, Zürich

Winfried Klar (ernannt bis 2018)

Diplom Kaufmann , Universität Münster (1979)

Wirtschaftsprüfer und Steuerberater (1980-1990)

1991-2003 Geschäftsführer, Vorstand, CFO in verschiedenen Unternehmen

2004 - 2009: Geschäftsführer und CFO der VESTOLIT GmbH & Co KG, Marl 2009 - 2013: Geschäftsführer und CFO der MAUSER Holding GmbH, Brühl

Seit 2013 Management-Beratung im Mittleren Osten

Seit 2013 Mitglied des Aufsichtsrats

Seit 2016 Vorsitzender des Prüfungsausschusses

Dr. Eberhard Kroth (ernannt bis 2018)

Studium und Promotion TU Darmstadt (1985)

2010-2016 Geschäftsführer der Reis Group Holding GmbH

Seit 2013 Mitglied des Aufsichtsrats

2014-2016 Geschäftsführer & Technischer Direktor der KUKA Industries GmbH

Dr. Barbara Ooms-Gnauck (ernannt bis 2018)

Studium der Chemie und Ökotrophologie an der Universität Bonn, Abschluss Dipl. oec. troph. (1983)

Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Göttingen, 1. Staatsexamen (2001)

Referendariat am Landgericht Kassel, 2. Staatsexamen (2004)

Promotion an der Universität Konstanz (2012)

Seit 2010 Gesellschafter der Gnauck Rechtsanwälte GbR

Seit 2014 Mitglied des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der va-Q-tec AG hat gegenwärtig drei Ausschüsse eingerichtet: Einen Prüfungsausschuss, einen Nominierungsausschuss sowie einen Präsidialausschuss.

Der Prüfungsausschuss besteht bis zum Ablauf der jeweiligen Amtsperiode aus folgenden Mitgliedern:

Winfried Klar: Vorsitzender

Dr. Gerald Hommel: stellvertretender Vorsitzender

Dr. Eberhard Kroth: Mitglied

Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit Fragen der Rechnungslegung und Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems, der Compliance und des internen Revisionssystems, sowie der Abschlussprüfung, hier insbesondere der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, den vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen, der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung.

Der Nominierungsausschuss besteht bis zum Ablauf der jeweiligen Amtsperiode aus folgenden Mitgliedern:

Dr. Gerald Hommel: Vorsitzender

Uwe Lamann: stellvertretender Vorsitzender

Dr. Barbara Ooms-Gnauck

Uwe Andreas Kraemer

Der Nominierungsausschuss schlägt dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vor.

Der Präsidialausschuss besteht bis zum Ablauf der jeweiligen Amtsperiode aus folgenden Mitgliedern

Dr. Gerald Hommel: Vorsitzender

Uwe Lamann: stellvertretender Vorsitzender

Dr. Barbara Oooms-Gnauck

Den Vorsitz des Präsidialausschusses führt der Aufsichtsratsvorsitzende. Der Präsidialausschuss berät über Schlüsselthemen der Corporate Governance und bereitet Beschlüsse des Aufsichtsrats vor. Neben der langfristigen Nachfolgeplanung für den Vorstandbereitet der Präsidialausschuss die Beschlüsse des Aufsichtsrats Insbesondere über folgende Angelegenheiten vor:

Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sowie Ernennung eines Vorstandsvorsitzenden

Abschluss, Änderung und Beendigung der Anstellungsverträge mit den Mitgliedern des Vorstands

Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand einschließlich der wesentlichen Vertragselemente und der Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder.

Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates hielten zum Ende des Geschäftsjahres 2016 folgende direkte Beteiligungen am Grundkapital der va-Q-tec AG:

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Aktionär Aktien
Vorstand 3.652.600
Aufsichtsrat 81.667

2 KONZERNLAGEBERICHT

2.1 GRUNDLAGEN DES VA-Q-TEC KONZERNS

2.1.1 Geschäftsmodell, Markt und strategische Ausrichtung

2.1.1.1 Geschäftsmodell und Markt

va-Q-tec ist ein technologisch führender Anbieter hocheffizienter Produkte und Gesamtlösungen im Bereich der thermischen Isolation. Die Angebote der va-Q-tec in den Geschäftsbereichen Produkte, Systeme und Dienstleistungen des Konzerns finden Anwendung in der Thermologistik, der Kühlschrankindustrie, in industriellen und technischen Anwendungen wie Warmwasserspeichern, der Bauindustrie und im Mobilitätsbereich.

Im Geschäftsbereich Produkte entwickelt, produziert und vertreibt das Unternehmen innovative Vakuumisolationspaneele ("VIPs") und Phasenwechselmaterialien (Phase Change Materials "PCMs"). VIPs sind zwischen 5mm und 50mm dicke Hochleistungsdämmplatten, die zur besonders raumsparenden und energieeffizienten Temperaturkontrolle geeignet sind. PCMs sind Wärme- und Kältespeichermaterialien, die thermische Energie während des Schmelzens und des Gefrierens absorbieren und freigeben. Durch den Einsatz verschiedener Speichermaterialien wie Paraffine oder Salzlösungen können verschiedenste Temperaturbereiche abgebildet werden. Darüber hinaus fertigt va-Q-tec im Geschäftsbereich Systeme durch die Kombination von VIPs und PCMs passive thermische Verpackungssysteme, Container und Boxen, die ohne Zufuhr von externer Energie für bis zu 200 Stunden konstant eine Temperatur halten können.

Im Geschäftsbereich Dienstleistungen betreibt va-Q-tec über ihre Tochtergesellschaft in Großbritannien seit 2011 eine Flotte von eigenproduzierten Mietcontainern, mit denen temperatursensible Transporte kosteneffizient und sicher durchgeführt werden können. Hierzu hat va-Q-tec ein umfassendes globales Partnernetzwerk bestehend aus Airlines, Spediteuren und Servicepartnern etabliert. Seit 2015 betreibt die va-Q-tec AG zusätzlich ein Mietgeschäft für eigenproduzierte Hochleistungs-Thermo-Transportboxen. Diese Transportlösungen werden insbesondere von der Healthcare-Industrie verstärkt nachgefragt.

Ergänzend bietet va-Q-tec Beratungsdienstleistungen rund um die thermische Isolation an. Dies macht va-Q-tec zum Problemlöser im Bereich Kühlkettenlogistik und weiteren thermisch-technischen Bereichen.

Mit diesem umfassenden Portfolio bedient va-Q-tec Kunden aus den folgenden Zielbranchen:

Healthcare & Logistik; z. B. Container und Transportboxen für temperatursensible Transporte plus Vermietungs-Service

Kühlgeräte & Lebensmittel, z. B. Isolierung von Kühl- / Gefriergeräten oder Lebensmittelcontainer

Technik & Industrie, z. B. Isolierung von Warmwasserspeichern, Pipelines, Laborgeräten und Ultratieftemperatur-Kühlschränken

Bau, z. B. Gebäudedämmung (Fassade, Dach, Boden)

Mobilität, z. B. Isolierung in Kühl-LKWs, Automobilen, Zügen und Flugzeugen

Dabei unterliegen alle Anwendungen in den jeweiligen Zielbranchen hohen Anforderungen an die Leistungsfähigkeit und Lebensdauer der thermischen Isolierung. Zusätzlich liegen meist räumliche Beschränkungen beim Einbau vor.

Für den Zielmarkt Healthcare & Logistik spielen die folgenden Markttrends eine wesentliche Rolle. Klinische Forschung und Pharmaproduktion sind von einer zunehmenden Globalisierung geprägt. Die Nachfrage nach immer komplexeren, oft temperatursensiblen Biotech-Medikamenten steigt stetig, die Anforderungen an die Produktsicherheit ("Good Distribution Practice of medicinal products for human use" - GDP) werden zunehmend strenger und die Ausgaben im Gesundheitssystem steigen kontinuierlich. Die Geschäfte des Konzerns in den Endmärkten Kühlgeräte und Lebensmittel, Technik & Industrie, Bau und Mobilität werden insbesondere durch zunehmende Energieeffizienz und Urbanisierung als Wachstumstreiber beeinflusst.

2.1.1.2 Strategische Ausrichtung

va-Q-tec bewegt sich in einem sehr dynamischen, innovationsgetriebenen und globalen Marktumfeld, das sich kontinuierlich entsprechend der beschriebenen Megatrends weiterentwickelt.

3-Säulen-Strategie

In diesem Marktumfeld verfolgt va-Q-tec das Ziel, seine Position als einer der weltweit führenden Anbieter hocheffizienter Produkte und Lösungen im Bereich der thermischen Isolation auszubauen und die Kühlketten-Logistik nachhaltig zu beeinflussen. Um dieses Ziel zu erreichen, verfolgt va-Q-tec drei strategische Ansätze:

I. Technologieführerschaft

Um von den globalen Trends zu profitieren, konzentriert sich der Konzern darauf, seine führende Innovations- und Technologieposition im Bereich der thermischen Isolation mit VIPs und PCM zu festigen und weiter auszubauen. va-Q-tec steht für das Leistungsversprechen "Always the Right Temperature" in der Kühlkette der Healthcare-Industrie und vielen anderen Endanwendungen. Das Unternehmen arbeitet fortlaufend an innovativen Technologien, Prozessinnovationen und neuen Geschäftsmodellen, die in Zukunft nicht nur die Kühlkettenlogistik, sondern die thermische Isolation in vielen Industrien verändern können. va-Q-tec zielt darauf ab, die eigene Innovationskraft stetig zu steigern. Fortschrittliche VIP-Typen z. B. für höhere Temperaturen, neue thermische Verpackungen und neuartige Materialien stehen im Mittelpunkt dieser Bemühungen. Entsprechend dieser Zielsetzung investiert der Konzern in hochqualifiziertes Personal, die Produktentwicklung und die Grundlagenforschung. Teil der Strategie sind auch selektive M&A-Aktivitäten, wie z. B. die Beteiligung an dem Kölner Material-Start-up SUMTEQ, um Zugang zu neuen Technologien zu erhalten. Darüber hinaus verfolgt va-Q-tec auch die Zusammenarbeit mit Technologiepartnern in extern geförderten FuE-Projekten. Mittelfristig strebt das Unternehmen an, in allen Zielmärkten unter den Top drei Technologieanbietern zu stehen.

II. Wachstum

Die Technologieplattform von va-Q-tec bietet große Wachstumsmöglichkeiten durch die breite Anwendung der Produkte, Systeme und Dienstleistungen in den beschriebenen Zielbranchen. va-Q-tec ist stark auf Wachstum ausgerichtet: Prozesse, Aufbauorganisation und Geschäftsmodell des Unternehmens sind auf Skalierbarkeit und die konsequente Nutzung von Wachstumschancen ausgelegt. Mit ihrer zunehmenden internationalen Präsenz, der Stärkung der soliden Finanzierungsbasis sowie dem Fokus auf Geschäftsbeziehungen mit Großkunden befindet sich die Gesellschaft auf einem klar definierten Wachstumskurs.

va-Q-tec richtet sich an wachstumsstarken Märkten aus, die dem Unternehmen gleichzeitig attraktive Zielmargen bieten. Die Pharma- und Biotech-Kunden sind für va-Q-tec seit jeher von großer Bedeutung: Im Endmarkt Healthcare & Logistics als wichtigstem Standbein erzielt va-Q-tec 69 % des Umsatzes. Die globale Healthcare-Industrie setzt im Bereich der temperaturgeführten Logistik zunehmend auf die qualitativ hochwertigen Lösungen wie sie va-Q-tec anbietet.

Häufig nutzen die Healthcare-Kunden gegenwärtig noch Verpackungslösungen, die auf konventionellen Dämmstoffen und einfachen Wasser-Eis-Gemischen beruhen. Mit wachsenden Qualitätsanforderungen an die Kühlkette (Stichwort "Good Distribution Practices") substituieren Kunden solche einfachen Lösungen durch Hochleistungs-Thermo-Verpackungen. Gleichzeitig zielt va-Q-tec mit den Vermietmodellen ("Serviced Rental") auf anspruchsvolle Kunden ab, die auch kostensensitiv bei Thermoverpackungen sind. Sie erhalten eine passgenaue Mietlösung, die zu einem günstigen Preis eine sehr hohe Leistungsfähigkeit der Hochleistungs-Thermo-Verpackungen bietet. Daher erwartet va-Q-tec auch in den kommenden Jahren im Endmarkt Healthcare & Logistics weiter global zu wachsen und dabei das Wachstum der zugrundeliegenden Märkte für (Healthcare)-Kühlkettenlogistik übertreffen zu können. Ziel ist es in diesem Markt der global führende Anbieter an Dienstleistungen und Verpackungslösungen zu werden.

Auch in den übrigen Zielbranchen strebt das Unternehmen an, von den zugrundeliegenden Wachstumschancen wie dem Trend zur Energieeffizienz überproportional zu profitieren. Die über die vergangenen Jahre gewachsene Technologieplattform soll in den definierten Endmärkten etabliert werden: kurz- und mittelfristig erwartet va-Q-tec deutliches Wachstum im Bereich Kühlgeräte und Lebensmittel an. In zunehmenden Maß und mit höheren regulatorischen Anforderungen an die Energieeffizienz-Klassen der Kühlschränke müssen diese verstärkt mit VIPs zur Isolation ausgestattet werden. Die qualitativ hochwertigen VIPs von va-Q-tec mit ihrer im Herstellungsprozess des OEMs überprüfbaren Dämmleistung werden besonders von dieser Entwicklung profitieren. Wachstum im Produktverkauf von VIPs ist auch im Endmarkt Technik & Industrie durch bspw. die Einführung von Energieeffizienzklassen bei Warmwasserspeichern zu erwarten. Zunehmend rüsten Hersteller ihre Premium-Produkte mit va-Q-tec-VIPs aus, um die beste Energieeffizienzklasse zu erreichen. Auch hier erwartet das Unternehmen, dass sich besser isolierte Produkte zunehmend im Massenmarkt etablieren. Mittel- und langfristig dienen die Endmärkte Mobilität und Bau als zusätzliche Wachstumsfelder für den Konzern.

In Summe wird in den nächsten drei Jahren ein anhaltendes Wachstum im unteren bis mittleren zweistelligen Prozentbereich erwartet.

III. Profitabilität

Zur Absicherung des Unternehmens und der Wettbewerbsfähigkeit ist Profitabilität unabdingbar. Profitabilität bildet den dritten Pfeiler der Unternehmensstrategie und damit eine wesentliche Größe der Unternehmenssteuerung.

Um profitables Wachstum zu ermöglichen, werden fortlaufend verschiedene Maßnahmen im Bereich Operational Excellence vorangetrieben. Diese Initiativen des Vorstandes betreffen in erster Linie Maßnahmen um die Qualität, die Abläufe, die Organisation, die Ressourcenverbräuche sowie die IT-Systeme konzernweit zu optimieren und zu harmonisieren. Skaleneffekte gehen mit den stark ausgeweiteten Geschäftsaktivitäten des Konzerns und entsprechendem Umsatzwachstum einher: Die Einkaufskonditionen, zu denen der Konzern Vorprodukte und Leistungen Dritter beziehen kann, verbessern sich mit zunehmender Geschäfts- und Umsatzausweitung und damit steigendem Einkaufsvolumen deutlich. Die Kosten für unterstützende Konzernfunktionen wie Personalwesen, Marketing, Rechnungswesen und Controlling wachsen relativ zum Umsatz unterproportional.

Zur Verbesserung der Profitabilität dient ferner die vertikale Integration in nachgelagerte Stufen der Wertschöpfungskette bis hin zu Dienstleistungen und neuen Geschäftsmodellen wie unter dem Stichwort "Serviced Rental" die Vermietung von Boxen und Containern. Diese Vorwärts-Integration und Kontrolle vorgelagerter Wertschöpfungsstufen für eine Verbesserung der Profitabilität ist zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. Durch die beschriebenen operativen und strategischen Maßnahmen strebt das Unternehmen eine Verbesserung der EBIT-DA-Marge auf über 25 % in den nächsten Jahren an.

Konzernstruktur, Mitarbeiter, Beteiligungen und Steuerung

Der va-Q-tec Konzern bestand im Berichtszeitraum aus insgesamt vier Unternehmen. Aus diesen vier Unternehmen leiten sich die drei Berichtssegmente des Konzerns ab - das deutsche Segment (va-Q-tec AG), das UK-Segment (va-Q-tec Ltd. UK) und das sonstige Segment (va-Q-tec Ltd. Korea und va-Q-tec USA Inc.).

Nach dem Erwerb aller noch ausstehenden Minderheitenanteile an der britischen Tochtergesellschaft im September 2016 hielt die Muttergesellschaft va-Q-tec AG (Deutsches Segment) zum 31. Dezember 2016 an allen drei ausländischen Tochtergesellschaften jeweils 100 %.

Die va-Q-tec AG deckt alle drei Geschäftsbereiche (Produkte, Systeme und Dienstleistungen) ab, wobei sie im Geschäftsbereich "Dienstleistungen" seit 2015 das Geschäft mit Vermiet-Boxen durchführt. Das UK-Segment mit der va-Q-tec Ltd. (UK) umfasst in erster Linie den Geschäftsbereich "Dienstleistungen" mit Fokus auf das Vermietgeschäft - von (Mehrweg) Containern. Das Segment "Sonstige" umfasst die Geschäftsaktivitäten der Tochtergesellschaften va-Q-tec Ltd (Südkorea) und va-Q-tec USA Inc. (USA). Die südkoreanische Tochtergesellschaft ist für die Beschaffung und das Business Development aller drei Geschäftsbereiche des Konzerns in Asien zuständig. Die Tochtergesellschaft in den USA operiert als Vertriebsgesellschaft des Konzerns in Nordamerika. Zum Zweck der Unternehmensführung und des Controllings spiegeln sich die Geschäftsbereiche in den drei Berichtssegmenten wieder, wobei die va-Q-tec (Korea) und die va-Q-tec (USA) zu einem Berichtssegment (Sonstige) zusammengefasst werden.

Struktur der va-Q-tec Gruppe, Stand zum 31.12.2016

Zur Steuerung der drei Berichtssegmente werden diese vom Management individuell und aus übergreifender Konzernsicht anhand detaillierter und regelmäßiger Berichte überwacht. Auf Basis dieser Informationen steuert das Management die Ressourcenverteilung und ergreift bei nicht zielkonformer Entwicklung Gegenmaßnahmen. Aufgrund der schlanken Konzernstruktur ist eine effiziente Durchgriffsmöglichkeit des Konzern-Managements auf die wesentlichen Geschäftsentscheidungen der Tochtergesellschaften gewährleistet.

Zentrale Größen des va-Q-tec Konzerns, die der Unternehmenssteuerung durch das Management dienen, sind die Kennzahlen Umsatz, Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) sowie die Eigenkapitalquote. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Steuerungssystem der va-Q-tec AG nicht geändert. Die konzernspezifischen Steuerungsgrößen sind wie folgt näher spezifiziert:

Grundlegender Indikator der wirtschaftlichen Entwicklung und der Attraktivität der Produkte, Systeme und Dienstleistungen des Konzerns, ist das Umsatzwachstum. Diese Größe spiegelt wider, inwieweit es dem Unternehmen gelingt, das Potenzial der einzigartigen, sehr differenzierten Technologieplattform und des zugrundeliegenden Marktwachstums auszuschöpfen. Auf Ebene der Berichtssegmente und der geographischen Verteilung betrachtet, dient der Umsatz auch als Indikator für den Erfolg der Geschäftsmodelle des Konzerns.

Als Ergebniskennzahl dient das EBITDA. Ergänzend wird nachgeordnet die EBITDA-Marge gemessen an den Gesamterträgen als Maßstab für die operative Leistung und Profitabilität des Konzerns herangezogen. Aufgrund der Sondersituation im abgelaufenen Geschäftsjahr wird für die Erläuterung der Berichtsperiode 2016 zusätzlich das bereinigte EBITDA bzw. die bereinigte EBITDA-Marge herangezogen. Die Bereinigungen beziehen sich ausschließlich auf die einmaligen Sondereffekte aufgrund des Börsenganges. Diese sind näher erläutert im Kapitel 1.2.4 zur Ertragslage. Als stark wachsendes Technologieunternehmen investiert die va-Q-tec AG große Teile der Finanzmittel in Maschinen, Anlagen und die Flotte an Containern und Boxen für Mietdienstleistungen. Hohe Abschreibungen in der gegenwärtigen Phase des Aufbaus von Infrastruktur und Flotten verzerren das tatsächliche Bild der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Eine Ergebniskennzahl vor Abschreibungen gibt daher ein präziseres Bild der Leistungsfähigkeit des Unternehmens.

Die Eigenkapitalquote informiert das Management und externe Stakeholder über die Bilanzstärke, die Widerstandsfähigkeit gegen Krisen, die Kreditwürdigkeit und das Gläubigerrisiko des va-Q-tec Konzerns. Mittelfristig sehen wir für die Eigenkapitalquote einen Zielwert von 40 - 50 %o als ausgewogenes Verhältnis zwischen Fremd- und Eigenkapital und somit aus Risiko der Eigenkapitalgeber und der Gläubiger an.

Im Bereich der nicht-finanziellen Leistungsindikatoren dient die Mitarbeiteranzahl als Indikator und zentrale Steuerungsgröße für das Wachstum der Geschäftstätigkeit des Konzerns.

Die nachfolgende Übersicht zeigt das Wachstum in den relevanten Steuerungsgrößen.

Eine ausführliche Diskussion der Kennzahlen findet sich unter dem Abschnitt 1.2.4 "Ertrags-, Finanz-, und Vermögenslage".

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in Mio. EUR falls nicht anders angegeben 2016 2015 Veränderung
Umsatz 35,53 22,54 58 %
EBITDA (IFRS) 5,22 3,60 44 %
EBITDA-Marge (IFRS) 12 % 12 %  
Bereinigung 1,74 0,06  
EBITDA (bereinigt)* 6,95 3,66 90 %
EBITDA-Marge (bereinigt)* 16 % 12 %  
Eigenkapitalquote 64 % 24 %  
Mitarbeiteranzahl im Jahresdurchschnitt 267 212 26 %

* Bereinigt um einmalige Aufwendungen für den Börsengang. Für weitere Erläuterungen siehe Kapitel 1.2.4 zur Ertragslage.

2.1.2 Forschung und Entwicklung

va-Q-tec ist einer der führenden Technologieinnovatoren bei der Entwicklung und Herstellung von energieeffizienten und platzsparenden VIPs, Hochleistungs-PCMs sowie Thermoverpackungssystemen. Um die Position als einer der Technologieführer im Bereich der thermischen Isolation zu festigen und weiter auszubauen, ist der Bereich Forschung und Entwicklung von strategischer Bedeutung. Die va-Q-tec Konzernforschung ist unternehmensübergreifend tätig und entwickelt Technologien für zukunftsfähige Produkte und Lösungen der Konzerngesellschaften.

va-Q-tec betreibt ein Portfolio von internen und externen FuE-Projekten, die zum einen der Grundlagenforschung an VIPs dienen und zum anderen die fünf von va-Q-tec definierten Zielbranchen betreffen, welche fortschrittliche thermische Wärmedämmung und Energiespeicherung benötigen.

Ausgehend von ihrer Gründung aus dem universitätsnahen Zentrum für angewandte Energieforschung Bayern (ZAE Bayern) unterhält va-Q-tec Kooperationen mit internationalen Verbänden, Forschungsinstituten, Universitäten und Hochschulen. Intern wurde eine eigene FuE-Organisation mit umfassenden Kapazitäten zur Grundlagen- und insbesondere zur anwendungsorientierten Forschung etabliert.

Aus den erfolgreichen FuE-Aktivitäten der vergangenen Jahre resultiert ein Patentportfolio, das sich in der führenden Technologieplattform manifestiert.

Durch das patentierte, weltweit einzigartige Qualitäts-Kontrollsystem va-Q-check® kann die Isolation vor Nutzung der VIPs oder der Freigabe von Boxen und Containern durch Messung des Gasinnendrucks kontrolliert werden. va-Q-tec VIPs sind dadurch die einzige Wärmedämmung, deren Leistung und Wirkung am Ort der Anwendung, gemessen und kontrolliert werden kann. Dies schafft Vertrauen in die VIP Technologie und ermöglicht va-Q-tec, das hohe Qualitätsversprechen an den anspruchsvollen Kundenkreis zu erfüllen und beispielsweise die geforderten Thermoschutzanforderungen für Kühlkettentransporte sicher und nachweislich einzuhalten. Das patentierte Vakuumisolationspaneel va-Q-pro ist ein frei formbares, pulvergefülltes Vakuumisolationspaneel und kann produktionsseitig mit Ausschnitten und Löchern versehen und in dreidimensionaler Geometrie gefertigt werden. Durch diese Eigenschaften und flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten kann va-Q-pro in verschiedensten Anwendungsbereichen eingesetzt werden, zum Beispiel für Batterien von E-Fahrzeugen oder in der Dämmung von Flugzeugbereichen, z. B.: Bordküche.

Grundlagenforschung betrieb die va-Q-tec 2016 beispielsweise bei der Anwendung von VIPs in gänzlich neuen Temperaturbereichen. Während konventionelle VIPs typischerweise im Temperaturbereich von -80 bis +80°C zum Einsatz kommen, arbeitet va-Q-tec daran, den Einsatzbereich von VIPs über die optimale Kombination verschiedener Hüllmaterialien und Kernstoffe zu erweitern. Von strategischer Bedeutung im Bereich der Grundlagenforschung für VIP-Kern-materialien ist die maßgebliche Beteiligung an dem Kölner Start-up SUMTEQ. Gemeinsames Ziel von va-Q-tec und SUMTEQ ist die Pilotierung und Markteinführung der submicroporösen Schäume von SUMTEQ als weiteren Hochleistungsdämmstoff. Die strategische Partnerschaft bietet beiden Unternehmen die Möglichkeit, ihre jeweilige Fachkompetenz in Forschung und Entwicklung einzubringen und somit zusätzlichen Wert für ihre Kunden zu schaffen.

Im Berichtsjahr arbeitete va-Q-tec vor allem daran, das bestehende Produktportfolio zu erweitern und zu verbessern: Die weiterentwickelte und 2016 in den Markt eingeführte Dämmlösung va-Q-safe ist mit einer dünnen und robusten PU-Schicht bedeckt, welche die eigentliche Vakuum-Isolierplatte als Schutz umhüllt. Sie erleichtert die Installation und Handhabung, da Monteure die unempfindliche PU-Ober-fläche des Paneels kleben und dübeln können. Dies sorgt für kürzere Montagezeiten und einen effizienteren Einsatz von Arbeitskraft. Mit va-Q-shell entwickelte va-Q-tec ein Produkt in Kooperation mit Kunden aus dem Bereich Warmwasserspeicher zur Marktreife weiter: va-Q-shell besteht im Wesentlichen aus zwei PU-Halbschalen mit integrierten VIPs. Durch den Einsatz von va-Q-shell lassen sich gegenüber herkömmlichen Lösungen mit konventionellen Isolierungen 50-60 % Energie einsparen. Mit VIPs erreichen Warmwasserboiler das A+ Label nach der neuen, seit September 2015 verpflichtenden EU-Norm.

Im Bereich der Systeme ergänzt die Neuentwicklung va-Q-one das Portfolio an passiven thermischen Verpackungssystemen, die ohne Zufuhr von externer Energie konstante Temperaturen über mehrere Tage halten können. Die Box ist für den temperaturgeführten Transport von wertvollen biologischen Proben speziell für die Nutzung in klinischen Studien ausgelegt. Sie besteht aus einer Umverpackung aus Karton, VIPs und PCM-Akkus, die Temperaturschwankungen gegenüber der Außentemperatur puffern. Im Rahmen des Entwicklungsprojektes sind verschiedene Größen und Temperaturklassen für Pharmakunden entwickelt worden. va-Q-one wurde dabei als besonders kosteneffiziente Lösung zur einmaligen Verwendung auf den Markt gebracht und rundet das Angebot von va-Q-tec in diesem Bereich ab.

va-Q-tec diversifiziert seine geschäftlichen Aktivitäten mit dem Ausbau der Dienstleistungen (Serviced Rental von Containern und Boxen) entlang der vertikalen Wertschöpfungskette. Zu diesem Zweck definiert der Konzern für seine Kunden Prozesse für die Logistik der Boxen und Container. Gleichzeitig werden die Kunden bei der optimalen Implementierung der Verpackungslösung in bestehende Systeme beraten. Zur Steuerung dieser logistischen Prozessabläufe entwickelt va-Q-tec vermehrt auch fortgeschrittene Softwarelösungen. Hierfür wurden im Berichtszeitraum die Ressourcen im Bereich der IT stark erhöht, um beispielsweise die Logistik-Abläufe im "Serviced Rental" IT-gestützt zu steuern.

Die Technologieplattform ist durch ca. 80 Patente und Patentanmeldungen gesichert. Sie betreffen vorwiegend effiziente Fertigungsmethoden für pulvergefüllte VIPs sowie das Qualitäts-Kontrollsystem va-Q-check®, einer Sensortechnologie zur Vakuummessung in VIPs. Im Berichtszeitraum wurden ein nationales und zwei internationale Patente neu angemeldet sowie zwei internationale und ein nationales Patent erteilt.

Im Berichtsjahr investierte das Unternehmen erneut in den Bereich Forschung und Entwicklung. Der Aufwand für diesen Bereich belief sich auf 1,2 Mio. EUR und lag somit über dem Wert des Vorjahrs (1,0 Mio. EUR). Insgesamt wurden im Berichtszeitraum Forschungs- und Entwicklungskosten von 52 TEUR aktiviert. Die Abschreibungen auf in den Vorjahren aktivierte Entwicklungskosten betrugen 9 TEUR.

2.2 WIRTSCHAFTSBERICHT

2.2.1 Makroökonomisches Umfeld und konzernspezifische Rahmenbedingungen

Der Internationale Währungsfond (IWF) prognostiziert für das Jahr 2016 ein Wachstum der Weltwirtschaft in Höhe von 3,1 %. Für das Jahr 2017 rechnet der IWF mit einer stärkeren globalen Wachstumsdynamik, die sich in einer Wachstumsrate von 3,4 % niederschlägt. Die Entwicklungs- und Schwellenländer werden laut der Prognose überproportional zum globalen Wachstum beitragen. Makroökonomische Unsicherheiten sieht der IWF etwa in den wirtschaftlichen Folgen der Entscheidung des Vereinigten Königreiches, die Europäische Union zu verlassen ("BRE-XIT"). va-Q-tec erwartet von der BREXIT-Entscheidung keine wesentlichen negativen Auswirkungen insbesondere auf die Geschäfte im britischen Berichtssegment, da zwar die operative Steuerung aus dem Vereinigten Königreich erfolgt, die eigentliche Wertschöpfung aber über die global verteilte Container-Flotte erzielt wird.

In den Vereinigten Staaten (USA) wurden durch die Federal Reserve erste Schritte hin zu einer veränderten Zinspolitik ("Zinswende") getätigt. Bei zugleich äußerst niedrigen Zinsen in den übrigen großen Währungsräumen - Yen und Euro - weitet sich das Zinsdelta gegenüber dem US-Dollar aus, was zu einer Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro führen könnte. Damit verteuern sich Exporte für Unternehmen aus den USA. Importe, auch die der Produkte und Dienstleistungen des va-Q-tec Konzerns, verbilligen sich relativ. Die neu gewählte US-Regierung ließ in ihrer Kampagne eine Präferenz für Protektionismus ("America first") und eine kritische Betrachtung des Gesundheitswesen ( "Obamacare") erkennen, was die Geschäfte des Konzerns und seiner Kunden in den USA beeinträchtigen könnte. Als global aufgestellter Konzern sieht sich va-Q-tec daher makroökonomisch sowohl vor Chancen als auch vor Risiken gestellt.

Wesentliche Umsatztreiber für den va-Q-tec Konzern sind die beiden Endmärkte Healthcare & Logistik sowie Kühlgeräte & Lebensmittel, die zusammen einen Umsatzanteil von 92 % am Konzernumsatz ausmachen.

va-Q-tec operiert mit dem deutschen und dem UK-Segment im Markt für thermische Verpackungssysteme - besonders für die globale Healthcare-Industrie als wichtigstem Absatzmarkt der va-Q-tec. Die Marktforschungsagentur IMARC zeigt sich hinsichtlich des Wachstums dieses Marktes für die kommenden Jahre optimistisch: Im Zeitraum von 2015 - 2021 erwartet IMARC eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 9,2 %, wobei va-Q-tec davon ausgeht, dass die relevanten Subsegmente des Marktes (Verpackungssysteme mit high performance) stärker wachsen werden. Anspruchsvolle regulatorische Anforderungen an die Kühlkettenlogistik (unter dem Stichwort "Good Distribution Practices") machen für die Kunden in der Pharmaindustrie immer leistungsfähigere Verpackungssysteme erforderlich. Zusätzlich geht IMARC davon aus, dass im Jahr 2020 von den umsatzstärksten 50 Medikamenten weltweit 27 Medikamente Kühlkettenlogistik im Bereich von 2-8°C benötigen werden. va-Q-tec ist davon überzeugt, sowohl mit den qualitativ hochwertigen Systemlösungen im Verkauf als auch mit den neuartigen Mietlösungen ("Serviced Rental" von thermischen Verpackungssystemen) überproportional zum Markt wachsen zu können. Insbesondere mit zukunftsweisenden Mietlösungen beabsichtigte va-Q-tec in Märkte einzutreten, die bislang mit konventionellen thermischen Verpackungssystemen bedient wurden.

Nach der Healthcare-Industrie zweitwichtigste Abnehmer sind die Hersteller von Kühl- und Gefriergeräten. Nach einer Einschätzung von LUX Research aus dem Jahr 2015 wächst der Markt für Vakuumisolationspaneele in Kühl- und Gefriergeräten im Zeitraum von 2014 - 2019 um jährlich fast 21%. Aufgrund der besonders langlebigen und qualitativ hochwertigen Produkte erwartet va-Q-tec tendenziell noch höhere Wachstumsraten in diesem Endmarkt.

Insgesamt wendet sich va-Q-tec mit seinem Produktgeschäft mit VIPs einen wachsenden Markt zu: In Deutschland werden der "Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen" zufolge circa 60 % der Primärenergie für thermische Zwecke, also Kühlen oder Erwärmen, verwendet. Mit weltweit steigenden Verbraucherpreisen für Primärenergie, erhöhtem Kundenbewusstsein für Energieeinsparungen und strengeren gesetzlichen Regulierungen nimmt der ökonomische und politische Anreiz zu, in Energieeffizienz und damit in die Produkte von va-Q-tec zu investieren.

2.2.2 Geschäftsverlauf

Im Mittelpunkt des unternehmerischen Handelns des va-Q-tec Konzerns standen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 die Umsetzung des Wachstumskurses, der Börsengang und die Stärkung der Profitabilität.

Im Geschäftsbereich Produkte des deutschen Berichtssegments konnten neue Kunden in den Zielbranchen Kühlgeräte & Lebensmittel und Technics & Industry akquiriert werden und gleichzeitig das Bestandskundengeschäft weiter ausgebaut werden. Dieser Erfolg begründet sich einerseits durch die hohe Qualität, Leistungsfähigkeit und Lebensdauer unserer VIPs, andererseits auch durch die hohe Liefertreue der va-Q-tec in diesen von zuverlässigen Lieferungen abhängigen Märkten.

Im deutschen Berichtssegment konnten im Geschäftsbereich Systeme (thermische Verpackungen) in Q3 und Q4 zusätzliche Großaufträge mit neuen Kunden akquiriert und bereits 2016 teilweise realisiert werden. Hier ist insbesondere ein Großauftrag der Schweizerischen Post hervorzuheben, die einen neuen Bereich von Inlands-Thermotransporten vom Pharma-Großhändler zur lokalen Apotheke entwickelt. Mit ihm sind aber auch begleitende Dienstleistungen für die Schweizerische Post wie z. B. das Aufbereiten und Vortemperieren der Box für die "letzten Meile" vom Großhändler zur Apotheke durch va-Q-tec verbunden. Auch das Geschäft mit Bestandskunden, z. B. einem großen Schweizer Pharmahersteller entwickelte sich im Bereich thermischer Verpackungen sehr erfreulich.

Im Geschäftsbereich Dienstleistungen des deutschen Berichtssegments stieg die Geschäftstätigkeit aus der europaweiten Vermietung von Thermo-Boxen aus dem Hub in Dublin im Geschäftsjahr 2016 stark an. Ein wichtiger Meilenstein im Berichtszeitraum war die Eröffnung eines weiteren Fulfillment Center für das "Serviced Rental" Mietgeschäft am Unternehmenssitz in Würzburg. Hier werden verschiedene Hochleistungs-Verpackungssysteme von der Thermo-Transport-Box bis zum Thermo-Luftfracht-Container auf die gewünschte Transportleistung vorbereitet, um sie dem Kunden einsatzbereit übergeben zu können. Im neuen Würzburger Fulfillment Center für Zentraleuropa können monatlich bis zu 10.000 Verpackungssysteme mit 11 bis 74 Litern Innenvolumen sowie 400 Container mit Ladekapazität von bis zu zwei US / Euro-Paletten für temperaturgeführte Transporte an unsere Kunden zur Verfügung gestellt werden.

Im britischen Berichtssegment (Geschäftsbereich Dienstleistungen) wuchs die Aktivität mit neuen und bestehenden Kunden aus der Healthcare-Industrie deutlich. Im zweiten Halbjahr 2016 wurden mehr als 50 neue kommerzielle Routen mit temperaturkontrollierter Luftfracht hinzugefügt. Die Anzahl der bestehenden Netzwerkstationen wurde um 2 auf 24 erweitert. Im Laufe des Geschäftsjahres 2016 haben zahlreiche neue Kunden, teilweise mit Verzug, ihre Qualifizierungen im Rahmen des "Serviced Rental" mit Test-Sendungen erfolgreich abgeschlossen, was weiter steigende Volumina erwarten lässt. Die Herausforderung in diesem Bereich besteht darin, die Abhängigkeit von einzelnen Großkunden zu verringern, etwa indem mit Kunden, die bereits Qualifizierungen durchgeführt haben, zügig nennenswerte Umsätze erzielt werden. So erhöht sich auch die Planungs- und Prognosequalität in diesem Berichtssegment.

Die beschriebenen Fortschritte über alle Berichtssegmente und Geschäftsbereiche haben zu einer erfreulichen Entwicklung hinsichtlich der strategischen Konzernziele beigetragen: Umsatz und EBITDA konnten deutlich gegenüber dem Vorjahr zulegen.

Auch in 2016 konnte der Konzerneinkauf Vorteile durch den "smart sourcing"-Ansatz und die selektive Entwicklung in vorgelagerte Wertschöpfungsstufen erzielen. Besonders bedeutsam war die günstige Beschaffung von Vorprodukten in Asien über die koreanische Tochtergesellschaft und höhere Einkaufsvolumina mit entsprechend günstigeren Einkaufsbedingungen. Die stärkere Einbindung von Zweit- und Drittlieferanten führte zu Diversifizierungseffekten. Erste Tests zur Nutzung der Materialien von SUMTEQ als Rohmaterial für VIPs waren im abgelaufenen Geschäftsjahr ebenfalls erfolgreich.

va-Q-tec hat im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder vermehrt in Maschinen, Anlagen und Personal zur Unterstützung der wachsenden Geschäftstätigkeit investiert. Unter Verwendung eigener Aktien wurden Erweiterungsflächen in attraktiver Lage in Würzburg angekauft. Zusätzlich wurde in die Ausrüstung der Fulfillment Center für die Boxen- und Containervermietung investiert. Kern des "Serviced Rental" sind die Container- und Boxenflotten des va-Q-tec Konzerns. Besonders stark wurden in 2016 die Boxen-Flotten erweitert. Ebenso wurden Container zum globalen Mietnetzwerk hinzugefügt, um bestehende Kunden bedienen zu können und ausreichende Kapazität für neue Kunden zu schaffen.

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten wurden 2016 wieder erfolgreich vorangetrieben, um den technologischen Führungsanspruch der va-Q-tec zu untermauern. Im Mittelpunkt standen die Entwicklung kosteneffizienter thermischer Verpackungen, z. B. va-Q-one und montagefreundlicher VIP-Module für die Bereiche Bau und Technik & Industrie. Mit diesen und anderen Produktinnovationen konnte die technologische Differenzierung von va-Q-tec weiter ausgebaut werden.

Der Konzern hat seine Mitarbeiteranzahl deutlich aufgestockt. Es wurden erfahrene Spezialisten und junge Berufseinsteiger eingestellt, um das Wachstum personell zu unterstützen. Dabei wurden auch wieder junge Talente aus den Reihen der ehemaligen Werkstudenten der Universität Würzburg verpflichtet.

Für die Liquidität und die Finanzierungssituation besonders bedeutsam war der Mittelzufluss aus dem Börsengang, der das Eigenkapital stärkte und Wachstumskapital anzog. Die gestärkte Eigenkapitalquote in Höhe von 64 % verbesserte darüber hinaus auch die Refinanzierungsbedingungen des Konzerns im Geschäftsjahr 2016 deutlich.

2.2.3 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeiter der va-Q-tec

Als Technologieunternehmen mit breiter Abdeckung der Wertschöpfungskette misst va-Q-tec den Mitarbeitern und ihrer Qualifikation besonders große Bedeutung bei. Das Wissen, die Fähigkeiten, die Weiterentwicklung und das Engagement der Mitarbeiter sind essentiell für den weiteren Erfolg der va-Q-tec. Die Mitarbeiter wurden im Berichtsjahr wieder durch inner- und außerbetriebliche Bildungsmaßnahmen geschult. Schwerpunktthema war neben den entsprechenden funktionalen Schulungen der Mitarbeiter das übergreifende Thema Projektmanagement. Die va-Q-tec beschäftigt eine hohe Anzahl an Studenten, besonders in der Forschung und Entwicklung. Im Berichtsjahr waren im Durchschnitt 18 Werkstudenten bei der va-Q-tec beschäftigt (Vorjahr 16). Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (außer Vorstand und Auszubildende) wuchs im Geschäftsjahr 2016 von 212 auf 267.

Mitarbeiteranzahl va-Q-tec Gruppe im Jahresdurchschnitt

2.2.4 Erläuterung des Geschäftsergebnisses und Analyse der Ertrags,- Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

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in Mio. EUR falls nicht anders angegeben 2016 (IFRS) Bereinigung 2016 bereinigt* 2015 (IFRS) Bereinigung 2015 bereinigt
Umsatzerlöse 35,53 - 35,53 22,54 - 22,54
Gesamterträge 42,88 - 42,88 29,56 - 29,56
Materialaufwand -17,32 - -17,32 -12,35 - -12,35
Rohergebnis 25,55 - 25,55 17,20 - 17,20
Personalaufwand -11,81 0,17 -11,65 -8,85 - -8,85
Sonstiger betrieblicher Aufwand -8,52 1,57 -6,95 -4,75 0,06 -4,69
EBITDA 5,22 1,74 6,95 3,60 0,06 3,66
EBITDA-Marge 12 %   16 % 12 %   12 %
Abschreibungen -5,64 - -5,64 -3,17   -3,17
EBIT -0,42 1,74 1,31 0,43 0,06 0,49
Finanzergebnis -1,62 0,40 -1,22 -1,06 0,17 -0,88
EBT -2,10 2,14 0,04 -0,63 0,24 -0,40
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in Mio. EUR falls nicht anders angegeben Δ 16/15 bereinigt
Umsatzerlöse 58 %
Gesamterträge 45 %
Materialaufwand 40 %
Rohergebnis 49 %
Personalaufwand 32 %
Sonstiger betrieblicher Aufwand 48 %
EBITDA 90 %
EBITDA-Marge  
Abschreibungen 78 %
EBIT 167 %
Finanzergebnis 38 %
EBT  

* Bereinigt um einmalige Aufwendungen für den Börsengang

Die Umsätze haben sich insgesamt sehr positiv entwickelt. So wurden im Geschäftsjahr 2016 hohe Auftragseingänge, die deutlich über dem Vorjahresniveau lagen, verzeichnet. Zum 31.12.2016 war die Auftragslage gegenüber dem Vorjahr abermals erhöht und unterstützt den positiven Ausblick des Unternehmens. Vor diesem Hintergrund konnte va-Q-tec im abgelaufenen Geschäftsjahr seine Umsatzerlöse um 58 % gegenüber der Vorperiode auf 35,5 Mio. EUR steigern und somit die zum Q3 2016 gegebene Konzernprognose i.H.v. 33 - 34 Mio. EUR übertreffen. Das Umsatzwachstum wurde dabei gleichermaßen aus den drei Geschäftsbereichen Produkte, Systeme (thermische Verpackungen) und Dienstleistungen gespeist. Das Geschäft mit Produkten wuchs von 7,4 Mio. EUR um 3,9 Mio. EUR auf 11,3 Mio. EUR (+53 %). Im Bereich Systeme stieg der Umsatz von 5,3 Mio. EUR um 5,1 Mio. EUR auf 10,4 Mio. EUR (+96 %). Mit Dienstleistungen erzielte der Konzern einen Umsatz in Höhe von 13,2 Mio. EUR gegenüber 9,4 Mio. EUR im Vorjahr (+40 %, + 3,8 Mio. EUR).

Das deutsche Segment (va-Q-tec AG) trug 23,9 Mio. EUR (Vj.:13,8 Mio. EUR) und das UK-Segment (va-Q-tec UK) 11,6 Mio. EUR (Vj.: 8,7 Mio. EUR) zu den konsolidierten Umsatzerlösen bei. Der wesentliche Teil der Umsatzerlöse wird mit 69 % international erwirtschaftet. Dies unterstreicht die internationalen Ausrichtung und weltweit erfolgreichen Vertriebsaktivitäten des Konzerns.

Die Gesamterträge wuchsen aufgrund des Umsatzwachstums im abgelaufenen Geschäftsjahr um 45 % auf 42,9 Mio. EUR. Aktivierte Eigenleistungen i.H.v. 4,5 Mio. EUR (Vj.: 4,9 Mio. EUR) ergaben sich in 2016 vor allem aus der fortgeführten Expansion der Container- und Boxenflotten. Sonstige betriebliche Erträge i.H.v. 1,4 Mio. EUR (Vj.: 680 TEUR) resultierten aus der Auflösung des Sonderpostens aus Container-Sale und Lease-back Transaktionen.

Dieser passivische Sonderposten entsteht beim Verkauf der selbst hergestellten Container durch die Muttergesellschaft va-Q-tec AG an Leasinggesellschaften und anschließendem Lease-back durch die britische Tochtergesellschaft. Er bildet den Unterschiedsbetrag zwischen dem Marktpreis des Containers und den Herstellungskosten ab und wird über eine fünfjährige Abschreibungsperiode aufgelöst und den sonstigen betrieblichen Erträgen zugeführt (für weitere Erläuterungen verweisen wir auf Kapitel 3.2.1"Sale-and-finance-leaseback Transaktionen" im Konzernanhang).

Der Materialaufwand stieg im Vergleich zu den Gesamterträgen unterproportional von 12,4 Mio. EUR auf 17,3 Mio. EUR, was einer verbesserten Materialaufwands-Quote von 40 % entspricht (Vj.: 42 %). Diese Verbesserung ist auf eine höhere Effizienz im Einkauf und den zunehmenden Umsatzanteil des hochmargigen Geschäftes mit Systemen und Dienstleistungen zurückzuführen. Negative Effekte auf die Materialaufwandsquote ergeben sich aus den aktivierten Eigenleistungen im Zusammenhang mit dem Ausbau der selbsterstellten Container- und Boxenflotten sowie dem Preisdruck im Produktgeschäft. Bestandteil des Materialaufwandes ist auch der Aufwand für bezogene Leistungen, welcher sich um 54 % auf 4,0 Mio. EUR (Vj.: 2,6 Mio. EUR) erhöhte. Grund hierfür war die verstärkte Inanspruchnahme von Lager-, Logistik- und Fulfillment-Dienstleistungen bei Partner-Unternehmen im Rahmen des "Serviced Rental".

Zur besseren Vergleichbarkeit der operativen Leistungsfähigkeit der va-Q-tec im Zeitverlauf werden im nachfolgenden Abschnitt für Aufwendungen aus den Geschäftsjahren 2015 und 2016 Bereinigungen vorgenommen. Diese Bereinigungen umfassen ausschließlich ergebniswirksame Personal-, Rechts- und Beratungskosten sowie Finanzaufwand in Zusammenhang mit dem Börsengang. Diese Aufwendungen fielen nur in der va-Q-tec AG (Deutsches Berichtssegment) an (siehe Tabelle oben für nähere Erläuterungen zur Bereinigung).

Der Personalaufwand wuchs von 8,9 Mio. EUR im Vorjahr auf 11,8 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2016 (+33 %) und nahm damit relativ zu den Gesamterträgen von 30 % auf 28 % ab. Der absolute Anstieg ist im Wesentlichen auf die Einstellung neuer Mitarbeiter zur Unterstützung des geplanten Wachstums, auf Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie auf die erhöhten Personalaufwendungen im Zuge des Börsenganges zurückzuführen. Bereinigt beträgt der Personalaufwand 11,7 Mio. EUR bzw. 27 % der Gesamterträge.

Der sonstige betriebliche Aufwand (SBA) erhöhte sich deutlich von 4,8 Mio. EUR im Vorjahr auf 8,5 Mio. EUR im Berichtszeitraum. Hierin sind einmalige in Zusammenhang mit dem Börsengang stehende Mehraufwendungen in Höhe von 1,6 Mio. EUR beinhaltet. Der bereinigte SBA betrug im Geschäftsjahr 2016 7,0 Mio. EUR nach 4,7 Mio. EUR im Vorjahr (+49 %). Grund für den um Einmaleffekte bereinigten Anstieg waren unter anderem gestiegene Mietaufwendungen durch zusätzlich Verwaltungs- und Produktionsgebäude, sowie auch erhöhte Marketing- und Vertriebsaufwendungen im Zuge der Geschäftsausweitung. Gemessen an den Gesamterträgen resultiert hieraus ein stabile Quote der bereinigten SBA von 16 % (Vj.: 16 %).

Im Zuge des Umsatzwachstums 2016 stieg das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) von 3,6 Mio. EUR im Vorjahr auf 5,2 Mio. EUR. Bereinigt um die einmaligen Aufwendungen aus dem Börsengang erhöhte sich das EBITDA noch deutlicher von 3,7 auf 7,0 Mio. EUR, was einer bereinigten EBITDA-Marge von 16 % entspricht (Vj.: 13 %). Somit konnte die zum Q3 2016 gegebene Konzernprognose i.H.v. 5,7 - 6,0 Mio. EUR bezüglich des bereinigten EBITDA übertroffen werden.

Die Abschreibungen erhöhten sich deutlich um 75 % auf 5,6 Mio. EUR (Vj.: 3,2 Mio. EUR), bedingt durch die hohen Investitionen in Container und Boxen mit jeweils kurzen Abschreibungsdauern.

Sowohl die beschriebenen Kosten des Börsengangs als auch die stark angestiegenen Abschreibungen wirkten sich negativ auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) aus. Dieses sank deutlich von 429 TEUR auf -423 TEUR. Bereinigt stieg das EBIT jedoch um 164 % von 492 TEUR auf 1,3 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2016 an, was einer verbesserten EBIT-Marge von 3 % gemessen an den Gesamterträgen entspricht (Vj.: 2 %).

Das Finanzergebnis verschlechterte sich von -1,1 Mio. EUR im Vorjahr auf -1,6 Mio. EUR, vor allem bedingt durch erhöhten Zinsaufwand für die Leasingfinanzierung der wachsenden Containerflotte. Im Finanzergebnis sind einmalige, im Zusammenhang mit dem Börsengang stehende Mehraufwendungen in Höhe von 400 TEUR enthalten. Das bereinigte Finanzergebnis betrug -1,2 Mio. EUR (Vj.: -0,9 Mio. EUR).

Für das Geschäftsjahr 2016 resultiert ein negatives Vorsteuerergebnis (EBT) von -2,1 Mio. EUR (Vj.: -635 TEUR). Bereinigt lag das EBT 2016 im positiven Bereich bei 36 TEUR, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von -398 TEUR verzeichnet wurde.

Die Berichtssegmente haben sich im Geschäftsjahr 2016 wie folgt entwickelt:

Deutsches Berichtssegment (va-Q-tec AG)

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in Mio. EUR falls nicht anders angegeben 2016 (IFRS) Bereinigung 2016 bereinigt* 2015 (IFRS) Bereinigung 2015 bereinigt
Umsatzerlöse 29,22 - 29,22 22,30 - 22,30
EBITDA 2,51 1,74 4,25 3,96 0,06 4,02
Eigenkapitalquote 81 % - n / a 45 % - n / a
Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl 238 - n / a 195 - n / a
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in Mio. EUR falls nicht anders angegeben Δ 16/15 bereinigt
Umsatzerlöse 31 %
EBITDA 6 %
Eigenkapitalquote  
Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl  

Das deutsche Berichtssegment (va-Q-tec AG) konnte seinen Umsatz von 22,3 Mio. EUR im Vorjahr auf 29,2 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2016 steigern. Das Umsatzwachstum war vor allem auf den Verkauf und die Vermietung von thermischen Verpackungen, aber auch auf zusätzliche Umsätze durch den Verkauf von VIPs an Hersteller von Kühlschränken und Warmwasserspeichern zurückzuführen. In den Umsatzerlösen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr auch Zahlungen durch Kunden für im Vermietnetzwerk nicht zurückgelieferte Thermo-Boxen im Umfang von 528 TEUR (Vj.: 21 TEUR) enthalten. Der Aufbau von Boxen-Flotten schlug sich in deutlich erhöhten Aktivierten Eigenleistungen nieder. Der SBA und der Personalaufwand erhöhten sich vor dem Hintergrund des Börsengangs deutlich. Das EBITDA sank 2016 infolge um 38 % auf 2,5 Mio. EUR (Vj.: 4,0 Mio. EUR) und das EBIT um 84 % auf 413 TEUR (Vj.: 2,5 Mio. EUR). Bereinigt um die Einmaleffekte in Zusammenhang mit dem Börsengang wuchs das EBITDA um 6 % auf 4,3 Mio. EUR (Vj.: 4,0 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote betrug 81 % zum 31.12.2016 (Vj.: 45 %). Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl stieg um 43 auf 238 (Vj.: 195).

Britisches Berichtssegment (va-Q-tec UK Ltd.)

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in Mio. EUR falls nicht anders angegeben 2016 (IFRS) 2015 (IFRS) Δ
Umsatzerlöse 12,56 8,74 44 %
EBITDA 3,36 2,99 12 %
Eigenkapitalquote 19 % 21 %  
Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl 25 14 79 %

Das britische Berichtssegment umfasst im Wesentlichen die Vermietung von temperaturgeführten Containern für die globale Pharma-Industrie. Die Umsatzerlöse in diesem Segment stiegen 2016 um 45 % von 8,7 Mio. EUR im Vorjahr auf 12,6 Mio. EUR. Überproportional zum Umsatz stiegen 2016 die Material- und Personalkosten. Gründe hierfür sind höhere Aufwendungen für bezogene Leistungen durch den Ausbau des globalen Vermietnetzwerkes sowie der Containerflotten und eine deutliche Verstärkung im kaufmännischen und vertrieblichen Bereich. Das EBITDA wuchs in diesem Segment deshalb unterproportional von 3,0 Mio. EUR im Vorjahr auf 3,4 Mio. EUR. Die verringerte Profitabilität in diesem Berichtssegment ist unter anderem auf den verzögerten Geschäftsanlauf bei neuen Kunden zurückzuführen. Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl stieg um 11 auf 25 (Vj.: 14). Im britischen Berichtssegment wurde im November 2016 durch die Muttergesellschaft das Eigenkapital um 1,0 Mio. EUR erhöht. Dies diente der fortgeführten Finanzierung der Containerflottenexpansion sowie der Einhaltung von Kreditvergabekonditionen externer Finanzierungspartner. Die Eigenkapitalquote betrug 19 % in 2016 nach 21 % in 2015. Darüber hinaus wurden 2016 durch die Muttergesellschaft Darlehen in Höhe von 300 TEUR ausgereicht. Aufgrund der gegenwärtigen Geschäftssituation, gekennzeichnet durch den stetigen Ausbau der Containerflotte und des operativen Geschäfts, wird hinsichtlich der Kapitalausstattung der britischen Tochtergesellschaft noch für weitere zwei Jahre eine Unterstützung durch die Muttergesellschaft erwartet.

Sonstiges Berichtssegment

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in Mio. EUR falls nicht anders angegeben 2016 (IFRS) 2015 (IFRS) Δ
Umsatzerlöse 0,72 0,36 106 %
EBITDA 0,11 -0,16  
Eigenkapitalquote -12 % -134 %  
Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl 4 3 33 %

Die beiden Tochtergesellschaften in Korea und den USA, welche zusammen das Sonstige Berichtssegment bilden, haben keine Außenumsätze mit fremden Dritten getätigt, da die von diesen Gesellschaften akquirierten Geschäfte durch die va-Q-tec AG oder va-Q-tec Ltd. (UK) abgerechnet werden. Sie sind entscheidend für die lokale Präsenz der va-Q-tec in den USA (global größter Pharma-Markt) und Asien (Einkaufsvorteile).

Aufgrund von Einkaufs- und Vertriebs-Aktivitäten der Gruppe in diesen Regionen erlösten die Tochtergesellschaften in den USA und Korea höhere Einkaufs- und Vertriebskommissionen. Die Tochtergesellschaft in Korea arbeitete operativ profitabel und konnte ein von der Muttergesellschaft gewährtes Darlehen teilweise zurückführen. Die Vertriebsgesellschaft in den USA arbeitete im abgelaufenen Geschäftsjahr operativ noch mit Verlusten, da hier im abgelaufenen Geschäftsjahr erhöhte Vorleistungen für die zukünftige Markterschließung getätigt wurden. Das Sonstige Berichtssegment weist insgesamt ein EBITDA in Höhe von 109 TEUR (Vj.: -158 TEUR aus. Die Mitarbeiteranzahl betrug 4 (Vj.: 3) und die Eigenkapitalquote -12 % (Vj.: -134 %)

Finanzlage

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements Die Finanzierungsstrategie der va-Q-tec ist auf die Bereitstellung der notwendigen Mittel für starkes Wachstum ausgerichtet. Dabei werden unterschiedliche Finanzierungsinstrumente wie z. B. Darlehen, Leasing, Factoring, Kontokorrentlinien und staatliche Förderungen in Anspruch genommen. Grundsätzlich ist die Finanzpolitik auf eine permanente Bereitstellung der erforderlichen Liquidität ausgerichtet. Bestehende Reserven werden zinsneutral angelegt und Kreditlinien bezüglich ihrer Verzinsung optimiert. Zinsrisiken und teilweise Währungsrisiken werden mit entsprechenden Swaps gesichert.

Liquidität

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in Mio. EUR falls nicht anders angegeben 2016 2015
Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit -1,10 0,16
Netto-Cashflow aus Investitionstätigkeit -35,33 -7,19
Netto-Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 39,85 6,97
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3,41 -0,06

Der Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2016 auf -1,1 Mio. EUR und lag damit um 0,9 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert in Höhe von 0,2 Mio. EUR. Der Rückgang ist auf den hohen Aufwand des Börsenganges, das dadurch verschlechterte Konzernergebnis sowie auf erhöhte Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Bereinigt um die im Net-to-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit abgebildeten Mehraufwendungen im Zusammenhang mit dem Börsengang in Höhe von 1,57 Mio. EUR (Vj.: 0,06 Mio. EUR, bilanziell erfasst im sonstigen betrieblichen Aufwand) war der bereinigte Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit, mit ca. 0,5 Mio. EUR positiv.

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in Mio. EUR falls nicht anders angegeben 2016 2015
Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit (IFRS) -1,10 0,16
Bereinigung 1,57 0,06
Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit (bereinigt) 0,47 0,22

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit veränderte sich von -7,2 Mio. EUR auf -35,3 Mio. EUR. Dies ist im Wesentlichen auf Auszahlungen durch den Erwerb von kurzfristigen Termingeldern zurückzuführen, bei denen die Einnahmen aus dem Börsengang zinsneutral angelegt werden konnten. Diese Termingelder haben Laufzeiten von sechs bis zwölf Monaten. Der Anstieg des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit um 32,9 Mio. EUR von 7,0 Mio. EUR auf 39,9 Mio. EUR ist im Wesentlichen auf den Mittelzufluss aus dem Börsengang zurückzuführen.

Vermögenslage und Kapitalstruktur

Aktiva

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in EUR 31.12.2016 31.12.2015
Langfristige Vermögenswerte    
Immaterielle Vermögenswerte 440.957 364.961
Sachanlagen 31.410.609 28.043.616
At-Equity bilanzierte Beteiligungen 435.918 370.097
Finanzielle Vermögenswerte 66.770 46.214
Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte 234.384 54.450
Latente Steueransprüche 2.839.618 2.146.935
Summe langfristige Vermögenswerte 35.428.256 31.026.273
Kurzfristige Vermögenswerte    
Vorräte 5.683.812 4.577.210
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.141.968 4.415.527
Sonstige finanzielle Vermögenswerte    
- davon Termingelder (6-12 Monate): 30.000.000 30.183.591 16.107
Steueransprüche 377.839 25
Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte 748.475 704.435
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4.600.437 1.186.045
Summe kurzfristige Vermögenswerte 48.736.122 10.899.349
Bilanzsumme 84.164.378 41.925.622

Das Sachanlagevermögen wuchs in 2016 aufgrund positiver Nettoinvestitionen um 12 % von 28,0 Mio. EUR auf 31,4 Mio. EUR. Wesentliche Gründe für den Anstieg waren zum einen der Erwerb einer Erweiterungsfläche in Würzburg. Zum anderen wuchsen die Containerflotte des britischen Berichtssegments und die Boxenflotten des deutschen Berichtssegments auch im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich, um der wachsenden Nachfrage und dem erwarteten zukünftigen Bedarf gerecht zu werden. Die gemäß der at-equity Methode bilanzierte Beteiligung an SUMTEQ wurde im Berichtszeitraum auf 18,5 % aufgestockt.

Der Mittelzufluss aus dem Börsengang führte zu einer deutlichen Erhöhung der liquiden Mittel, die zinsneutral als Termingelder mit Laufzeiten von sechs bis zwölf Monaten angelegt werden konnten und nun sukzessive in Übereinstimmung der Pläne zum Börsengang investiert werden. Insgesamt verbesserte sich die Liquiditätssituation des Konzerns gegenüber 2015 deutlich:

Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte und der Kassenbestand, in denen die Mittelzuflüsse aus dem Börsengang abgebildet sind, stiegen von 1,2 Mio. EUR auf 34,8 Mio. EUR.

Investitionen

Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit im Geschäftsjahr 2016 lag im Ausbau der Produktionskapazitäten und der Flotten an Luftfrachtcontainern und Thermo-Boxen. Insgesamt wurden in Sachanlagen 9,3 Mio. EUR investiert (Vj.: 10,0 Mio. EUR).

Die vorhandenen Produktionskapazitäten in den beiden Werken Würzburg und Kölleda sind zum Ende des Geschäftsjahres aufgrund der gestiegenen Nachfrage in allen Zielbranchen insbesondere in Stoßzeiten nahezu erschöpft. Deshalb wurde in 2016 mit den Planungen und der teilweisen Realisierung zur Schaffung neuer Kapazitäten begonnen. So wurden in Würzburg mehrere Hallen gemietet und

Passiva

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in EUR 31.12.2016 31.12.2015
Eigenkapital    
Gezeichnetes Kapital 13.089.502 4.578.187
Eigene Anteile -470.631 -
Kapitalrücklage 46.666.302 9.030.470
Kumuliertes sonstiges Ergebnis -32.969 -21.376
Gewinnrücklage -5.315.915 -3.588.984
Eigenkapital, das den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen ist 53.936.289 9.998.297
Nicht beherrschende Anteile - -6.588
Summe Eigenkapital 53.936.289 9.991.709
Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen    
Rückstellungen 17.400 46.400
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.173.111 2.016.575
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 4.012.249 5.108.042
Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 7.150.616 7.450.749
Latente Steuerverbindlichkeiten - -
Summe langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 13.353.377 14.621.766
Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen    
Rückstellungen 37.329 77.000
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.410.141 6.893.775
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 5.791.059 5.785.142
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.346.965 1.633.172
Steuerverbindlichkeiten 215.015 518.996
Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 3.074.202 2.404.062
Summe kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 16.874.712 17.312.147
Bilanzsumme 84.164.378 41.925.622

ein Grundstück gekauft. Insofern lagen die Investitionen in Grundstücke und Gebäude mit 1,7 Mio. EUR deutlich über dem Vergleichswert des Vorjahres (28 TEUR). Die Investitionen in technische Anlagen gingen von 1,1 Mio. EUR auf 303 TEUR zurück. In die Containerflotte wurden 4,6 Mio. EUR investiert (Vj.: 7,8 Mio. EUR). Die Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung lagen mit 1,8 Mio. EUR aufgrund des Aufbaus der Vermietboxen-Flotten des deutschen Berichtssegmentes deutlich über dem Vorjahr (190 TEUR). In selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände wurden 52 TEUR investiert (Vj.: 32 TEUR). Die Beteiligung an der SUMTEQ GmbH wurde erhöht, um weiter an der Entwicklung des Kölner Technologieunternehmens partizipieren zu können und den Einsatz des neuartigen Schaumstoffes der SUMTEQ in VIPs voranzutreiben.

Insgesamt hat sich die Bilanzsumme im Zuge des Börsenganges und der Mittelzuflüsse mehr als verdoppelt.

Wesentliche Veränderungen der Kapitalstruktur ergaben sich aus dem Emissionserlös bzw. den vorbereitenden Kapitalmaßnahmen für den Börsengang im September 2016. Die Gesellschaft hat im April 2016 nach Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung einen Aktienrückkauf in Höhe von 127.233 Stammaktien realisiert. Im Mai 2016 wurde in der ordentlichen Hauptversammlung festgelegt, die im Vorjahr bestehenden Vorzugsaktien der Serie A1 und der Serie A2 in Stammaktien mit Stimmrecht umzuwandeln. Des Weiteren wurde beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft aus Gesellschaftsmitteln durch Ausgabe von 4.578.187 neuen Aktien auf 9.156.374 EUR zu erhöhen (Aktiensplit im Verhältnis 1:2). Das im Mai 2016 von der Stadt Würzburg erworbene Grundstück wurde mit 60.000 eigenen Aktien (vor Aktiensplit) abgegolten. Im September 2016 erhöhte sich das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe von 183.128 Aktien der va-Q-tec AG im Tausch gegen 10 % der Anteile an der Tochtergesellschaft va-Q-tec Ltd. (UK) an den Geschäftsführer der va-Q-tec Ltd (UK) unter teilweiser Ausnutzung des genehmigten Kapitals 2016 / 1 um 183.128 EUR auf 9.339.502 EUR. Im Zusammenhang mit dem Börsengang der va-Q-tec AG erhöhte sich das Grundkapital unter teilweiser Ausnutzung des genehmigten Kapitals am 27. September 2016 (Datum der Handelsregistereintragung) um 3.750.000 EUR auf 13.098.502 EUR.

Das Eigenkapital des Konzerns ist in 2016 durch den Börsengang massiv gestiegen; es lag zum Bilanzstichtag bei 64 % der Bilanzsumme (Vj.: 24 %). Zum Anstieg trugen auch der Erwerb eines Grundstücks in Würzburg gegen eigene Aktien sowie die Sacheinlage des Minderheitsgesellschafters der britischen Tochtergesellschaft im Tausch gegen eigene Aktien der va-Q-tec AG bei. Die nicht beherrschenden Anteile reduzierten sich durch die erwähnte Sacheinlage auf 0 EUR (Vj.: 6.588 EUR).

Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich durch ein neues Darlehen einer der Hausbanken leicht von 2,0 Mio. EUR auf 2,2 Mio. EUR. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nahmen aufgrund der geringeren Inanspruchnahme von Kontokorrent-Linien von 6,9 Mio. EUR auf 5,4 Mio. EUR ab. Die bestehenden Kontokorrent-Kreditlinien sowie ergänzende neue Linien konnten im Rahmen eines Multibanken-Kreditvertrages mit den Hausbanken im September 2016 gebündelt werden. Auf diese Weise wurden die Rahmenbedingungen der Kredite mit vier Hausbanken vereinheitlicht und zusätzlich eine für die Zukunft ausbaubare Plattform für Fremdfinanzierung geschaffen. Der dadurch verfügbare Kontokorrentrahmen liegt bei 11,0 Mio. EUR.

Der Kreditvertrag hat zunächst eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2017, mit einer Verlängerung und Ausweitung des Rahmens wird bis Mitte 2017 gerechnet.

Die langfristen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sanken durch den Abbau von Finanzierungsleasing und die Rückzahlung einer Stillen Beteiligung von 5,1 Mio. EUR auf 4,0 Mio. EUR. Die langfristigen sonstigen nicht-finanziellen Verbindlichkeiten nahmen durch den planmäßigen Abbau des Sonderpostens für Zuwendungen von 7,5 Mio. EUR auf 7,2 Mio. EUR ab. Von Förderbanken wurden im Berichtszeitraum keine weiteren Zuschüsse für Investitionen in Anspruch genommen. Die kurzfristigen sonstigen nicht-finanziellen Verbindlichkeiten stiegen durch den weiteren Aufbau des Sonderpostens für Containergewinne von 2,4 Mio. EUR auf 3,1 Mio. EUR.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zuzüglich Anlagen-Leasing machten mit 15,5 Mio. EUR 18 % der Bilanzsumme aus (Vj.: 17,8 Mio. EUR 42 %). Auf Ebene des britischen Berichtssegments wurden weitere Sale-and-lease-back Transaktionen im Rahmen der Containerflotten-Erweiterungen abgeschlossen. Das Volumen von Finance Leasing sank von 8,9 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2015 um 1 Mio. EUR auf 7,9 Mio. EUR im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen betrugen im Geschäftsjahr 16,9 Mio. EUR, was 20 % der Bilanzsumme entspricht. (Vj.: 17,3 Mio. EUR, 41 %). Langfristige Verbindlichkeiten des Konzerns betragen 13,4 Mio. EUR, entsprechend 16 % der Bilanzsumme beträgt (Vj.: 14,6 Mio. EUR 35 %). Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen summierten sich auf 2,3 Mio. EUR gegenüber 1,6 Mio. EUR im Vorjahr. Im 4. Quartal konnten infolge der gestärkten Eigenkapitalausstattung die Kreditbedingungen für neu aufgenommene Fremdverbindlichkeiten, insbesondere im Finanzierungsleasing, deutlich verbessert werden.

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Insgesamt beurteilt der Vorstand den Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2016 sehr positiv. Alle drei Geschäftsbereiche - Produkte, Systeme und Dienstleistungen - respektive der zugrundeliegenden Berichtssegmente sind in Folge der guten kommerziellen Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr im Umsatz stark gewachsen. Das Rohergebnis entwickelte sich ebenfalls positiv, vor allem bedingt durch Verschiebung des Produktmix hin zu den margenstärkeren Bereichen "Systeme" und "Dienstleistungen". Zusätzlich konnte der Konzern die Effizienz im Einkauf weiter steigern. Allerdings hat sich die Profitabilität des Konzerns vor allem aufgrund hoher einmaliger Kosten des Börsengangs deutlich verringert. So wirkten sich erhöhter Rechts- und Beratungsaufwand, Personalaufwand und Finanzierungsaufwand negativ auf die EBITDA-Quote aus, das Konzernergebnis war deutlich negativ. Bereinigt um diese einmaligen Kosten zeigt sich ein leistungsstärkeres Bild des Konzerns: die Profitabilität gemessen am EBITDA und an der EBITDA-Marge nahm im Vergleich zum Vorjahr erheblich zu, das Konzernergebnis war im Gegensatz zum Vorjahr leicht positiv. Der Konzern konnte seine Finanzlage aufgrund der Einnahmen aus dem Börsengang deutlich stärken. Im Einklang mit den erwarteten Umsatzchancen hat der Konzern seine Kapazitäten für VIP-Produktion sowie Boxen- und Containervermietung erheblich ausgeweitet. Nach Auffassung des Managements ist va-Q-tec damit sehr gut positioniert, um die Wachstumschancen der Endmärkte über dem Marktwachstum nachhaltig zu nutzen und ihre Technologieposition auszubauen.

2.3 PROGNOSEBERICHT

2.3.1 Ausblick

Die nachfolgenden Prognosen für die Entwicklung der Steuerungsgrößen wurden unter der Annahme eines nach wie vor robusten makroökonomischen Wachstums im Jahr 2017 getroffen. Daneben stützt sie sich auf die erwarteten positiven Wachstumsraten im Markt für VIPs und Isolationsmaterialien insgesamt. Auch im Markt für thermische Verpackungen und Dienstleistungen wird eine hohe Wachstumsdynamik erwartet, besonders im Segment thermischer Hochleistungs-Verpackungen. Diese Annahmen werden durch die Einschätzungen der Marktforschungsinstitute IMARC und Lux Research untermauert, die bereits ein Wachstum im unteren zweistelligen Prozentbereich erwarten (siehe 1.2.1 Makroökonomisches Umfeld und konzernspezifische Rahmenbedingungen). va-Q-tec erwartet, von den Megatrends Energieeffizienz, Regulierung der Kühlketten (Produktsicherheit) und Globalisierung der Wertschöpfungsketten darüber hinaus überproportional zu profitieren. Auch unter Berücksichtigung der unter 2.4.2. beschriebenen Chancen und Risiken der Geschäftstätigkeit sieht die Gesellschaft Wachstumshebel in der Erschließung neuer Märkte in sachlicher (z. B. last mile to the pharmacy oder Lebensmitteltransporte) und geographischer Hinsicht (neue Ländermärkte).

Gesamtaussage

Für das Geschäftsjahr 2017 erwartet der Vorstand gegenüber 2016 in allen drei Geschäftsbereichen weiteres starkes Umsatzwachstum in Höhe von 30 - 40 %. Vor allem in den Geschäftsbereichen Dienstleistungen und Produkte werden deutliche Umsatzzuwächse erwartet, da mit wachsendem Umweltbewusstsein und zunehmender Regulierung die Nachfrage nach energieeffizienten Hochleistungsprodukten und zuverlässigen Transportlösungen weiter zunehmen dürfte.

Für das Ergebnis vor Steuer, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) erwartet das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2017 anhaltend starkes Wachstum aufgrund operativer Skaleneffekte und eines veränderten Produktmix mit einem erhöhten Anteil hochmargiger Dienstleistungen.

Die Eigenkapitalquote wird sich nach der Stärkung durch den Börsengang in 2016 im Geschäftsjahr 2017 aufgrund der beabsichtigten Inanspruchnahme zinsgünstigen Fremdkapitals für Investitionen auf voraussichtlich 50 - 55 % reduzieren.

Um das erwartete Wachstum zu ermöglichen wird sich die Mitarbeiteranzahl weiter deutlich erhöhen, allerdings unterproportional zum erwarteten Umsatzwachstum.

Der Vorstand der va-Q-tec AG erwartet somit insgesamt einen im Vergleich zu den Zielmärkten überproportional wachsenden Umsatz bei zunehmender Profitabilität.

2.3.2 Zukunftsgerichtete Aussagen

Dieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der va-Q-tec AG beruhen. Solche Aussagen sind Risiken und Ungewissheiten unterworfen. Diese und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Leistungsfähigkeit der Gesellschaft wesentlich von den hier abgegebenen Einschätzungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an künftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

2.4 CHANCEN UND RISIKOBERICHT

2.4.1 Risikomanagement- und internes Kontrollsystem

Das Risikomanagement bei va-Q-tec basiert auf drei wesentlichen Punkten:

Risikobewusste Unternehmenskultur

Formalisiertes Risikomanagement-System

Internes Kontrollsystem

Verankerung des Risikobewusstseins in der Unternehmenskultur

Jedes erfolgreiche unternehmerische Handeln ist mit dem bewussten Eingehen von Risiken verbunden. Entscheidend für die Unternehmensführung der va-Q-tec ist es, mit bestehenden und neu hinzukommenden Risiken so umzugehen, dass sie aktiv gesteuert werden und möglichst keine Schäden verursachen. Chancen in unternehmerischer Hinsicht sollen zugleich im Sinn der Steigerung des Unternehmenswertes für alle Stakeholder genutzt werden. va-Q-tec verfügt über ein hohes "Risikobewusstsein", das offen und transparent kommuniziert wird. Aus Sicht des Vorstandes ist ein gelebtes Risikobewusstsein eines der effizientesten Instrumente für den Umgang mit Risiken. Nehmen die Mitarbeiter Risiken bewusst wahr und gehen mit ihnen unternehmerisch um, so verringert sich die Gefahr von Schäden aufgrund tatsächlich eintretender Risiken. In einem solchen Umfeld werden Risiken proaktiv und transparent offengelegt und gesteuert. Zusätzlich dienen die Festlegung und unternehmensweite Kommunikation von Compliance Richtlinien dem stärkeren Bewusstsein zu regelkonformem Verhalten. In 2016 wurde ein Compliance Management-System eingeführt, das wesentliche Verhaltensregeln im internen und externen geschäftlichen Handeln definiert. Der in diesem Zusammenhang nominierte Compliance-Beauftragte erfasst, bearbeitet und berichtet dem Aufsichtsrat bzw. dessen Prüfungssauschuss über alle relevanten Compliance Vorfälle.

Risikomanagementsystem

Risikomanagement bei va-Q-tec bedeutet die systematische Auseinandersetzung mit Risiken, verstanden als negative Ereignisse, deren Eintritt Schäden und / oder unvorhergesehene Kosten im Unternehmen erzeugen kann. Um diesen Anspruch erfüllen zu können, werden mit dem Risikomanagementsystem interne und externe Risiken für alle Segmente und Tochtergesellschaften systematisch ermittelt, bewertet, gelenkt, gesteuert und an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet.

Zu diesem Zweck hat das Konzern-Management der va-Q-tec in Ergänzung zum bestehenden internen und externen Kontrollwesen im Geschäftsjahr 2016 ein weiterentwickeltes und formalisiertes Risikomanagementsystem (RMS) implementiert. In das neue RMS fließen die Erfahrungen der vergangenen Jahre bei der Identifizierung der Risiken ein. Zusätzlich wurden die im Rahmen der Erstellung des Wertpapierprospektes und der erstmaligen Erstellung der Jahresabschlüsse nach IFRS anlässlich des IPOs 2016 gewonnenen Erkenntnisse zum Risikoinventar berücksichtigt.

Ziele des Risikomanagementsystems der va-Q-tec sind grundlegend die Vermeidung, die Verminderung und der Transfer von Risiken, z. B. durch entsprechenden Versicherungsschutz. Neben der Erfüllung der regulatorischen Vorgaben stellt ein systematisches Risikomanagement die nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit sicher. Es soll auch potenziell bestandsgefährdende Risiken frühzeitig identifizieren. Das Risikomanagement bei va-Q-tec ist nicht nur ein Sicherheits-, sondern auch ein Steuerungsinstrument. Erkannte Risiken bieten auch neue Geschäftschancen und Wettbewerbsvorteile.

Dem RMS liegen ein Meldeprozess, eine definierte Risikoinventur sowie eine unterjährige Risikobewertung zugrunde. Im Rahmen der Risikoinventur werden alle wesentlichen Risiken durch die relevanten Entscheidungs- und Wissensträger in den Fachbereichen bewertet. Erkannte Risiken werden im va-Q-tec Konzern nach ihrem potenziellen Schaden unter Berücksichtigung von Eintrittswahrscheinlichkeiten quantitativ bewertet. Die im Rahmen der Risikoanalyse identifizierten Risiken werden anhand ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Auswirkung in Risikoklassen eingestuft, indem ihre jeweilige Auswirkung mit der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit multipliziert wird. Die Bandbreite der Eintrittswahrscheinlichkeiten und Auswirkungen beginnt mit "sehr niedrig" und endet mit "sehr hoch". Danach können die Risiken anhand des sich daraus ergebenden Risikoerwartungswertes unterschieden und priorisiert werden. Im Rahmen der unterjährigen Risikobewertung sind die Fachbereiche verpflichtet, neue Risiken zu identifizieren und zu melden. Die so zusammengetragenen Informationen werden in Risikosteckbriefen, die an den Vorstand des va-Q-tec Konzerns adressiert sind, zusammengefasst und gemeldet. Alle Risiken - neu hinzukommende als auch bestehende - sind auch kontinuierlich zu beobachten und zu melden. Erforderliche Gegenmaßnahmen werden zeitnah ergriffen und kontrolliert.

Neue Risiken und wesentlich veränderte Risiken sind ferner feste Bestandteile in den regelmäßigen Sitzung des Leitungskreises, in jeder Vorstandssitzung und in jeder Sitzung des Aufsichtsrates. Sie werden im Rahmen von Ergebnisdurchsprachen zwischen dem Vorstand des va-Q-tec Konzerns und den Fachbereichsverantwortlichen besprochen. Es wird außerdem überprüft, ob die bereits getroffenen Maßnahmen zur Risikominimierung ausreichend sind, oder ob weitere Schritte einzuleiten sind.

Das Risikomanagementsystem des Konzerns ermöglicht der Unternehmensleitung, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen. Maßnahmen zur Gegensteuerung einzuleiten und deren Umsetzung zu überwachen. Der Abschlussprüfer prüft ferner das Risikofrüherkennungssystem auf seine Eignung, um Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen.

Rechnungslegungsbezogenes Internes Kontrollsystem

va-Q-tec verfügt über eine klare Organisations-, Unternehmens- sowie Kontroll- und Überwachungsstruktur. Zur ganzheitlichen Analyse und Steuerung ertragsrelevanter Risikofaktoren und bestandsgefährdender Risiken existieren unternehmensweit abgestimmte Planungs-, Re-porting-, Controlling- sowie Frühwarnsysteme und -prozesse. Die Funktionen in sämtlichen Bereichen des (Konzern-) Rechnungslegungsprozesses (z. B. Rechnungswesen, Finanzbuchhaltung und Controlling) sind eindeutig zugeordnet. Aufgrund ihrer eher geringen Größe und Komplexität verzichtet die va-Q-tec AG bisher auf eine separate Revisionsabteilung.

Im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme wird überwiegend auf Standardsoftware (Navision) zurückgegriffen. Die bestehenden Strukturen müssen dabei ständig an das Wachstum und sich wandelnde Rahmenbedingungen, z.B Kapitalmarktanforderungen, angepasst werden.

Der IFRS-Konzernabschluss wird auf Grundlage eines einheitlichen Berichtsformats, das von sämtlichen Konzerngesellschaften erstellt wird, in der Hauptverwaltung in Würzburg erstellt. Die dort vorhandenen Validierungsprozesse und zusätzlichen Plausibilitätsprüfungen sichern die Richtigkeit und Vollständigkeit der Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften und der va-Q-tec AG.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess stellt sicher, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell richtig erfasst, aufbereitet und gewürdigt und so in die externe Rechnungslegung übernommen werden.

Der Zahlungsverkehr erfolgt elektronisch mit hinterlegten Kontrollmechanismen (Vier-Augen-Prinzip eines ausgewählten Personenkreises). Die Lohn- und Gehaltsabrechnungen werden von externen Dienstleistern durchgeführt.

Die Organisations-, Unternehmens- sowie Kontroll- und Überwachungsstruktur bestimmen den Rahmen des IKS. Klare gesetzliche und unternehmensinterne Vorgaben und Leitlinien sorgen für einen einheitlichen und ordnungsgemäßen Rechnungslegungsprozess. Überprüfungsmechanismen innerhalb der an der Rechnungslegung selbst beteiligten Bereiche die Überprüfung durch das interne Controlling, die Begleitung durch die Wirtschaftsprüfer und eine frühzeitige Risikoerkennung durch das Risikomanagement sollen eine fehlerfreie (Konzern) Rechnungslegung gewährleisten.

2.4.2 Risiken der Geschäftstätigkeit

va-Q-tec bewertet Risiken anhand ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer möglichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage sowie die Reputation des Unternehmens. Die Bewertung von Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit der Risiken führt zu nachfolgenden beispielhaft dargestellten Risikokennziffern.

scroll
Eintrittswahrscheinlichkeit Schadenshöhe
in EUR
Risikokennziffer
sehr gering 0 - 50.000 1
gering 50.000 - 500.000 4
mittel 500.000 - 1.000.000 9
hoch 1.000.000 - 5.000.000 16
sehr hoch 5.000.000 25

Der Vorstand bewertet die Ausprägung eines Risikos anhand seiner Risikokennziffer nach dem folgenden Schema:

scroll
Risikokennziffern Ausprägung des Risikos
0 - 5 Gering
5 - 15 Mittel
> 15 Hoch

Insgesamt werden im Folgenden die Risiken nach dem Ergreifen von Gegenmaßnahmen dargestellt.

Risiken in der Wertschöpfungskette

Als Unternehmen im produzierenden Gewerbe ist va-Q-tec auf Lieferanten für Vorprodukte angewiesen. va-Q-tec bezieht die wesentlichen Rohstoffe, Materialien und Vorprodukte von einer begrenzten Anzahl von Schlüssellieferanten. Für einige Materialien liegen auch aufgrund ihrer spezifischen Eigenschaften nur wenige Bezugsquellen vor. In der Einkaufsstrategie von va-Q-tec ist es daher das Ziel, die Abhängigkeit von einzelnen oder wenigen Lieferanten durch Qualifikation und Auswahl neuer Lieferanten zu reduzieren ("dual" bzw. "multiple sourcing"). Wie in den Vorjahren wurden auch in 2016 wieder Zweit- und Drittlieferanten für Vorprodukte und Materialien neu qualifiziert und ausgewählt. Bei der Auswahl werden bewusst auch internationale Lieferanten eingebunden, um eine regionale Abhängigkeit zu vermeiden. Für die va-Q-tec AG insgesamt liegt durch die begrenzte Anzahl an Lieferanten ein mittleres Risiko vor.

Ein weiteres Risiko können Produktionsausfälle und Betriebsunterbrechungen darstellen. Der Konzern ist auf den kontinuierlichen Betrieb der Produktionsanlagen angewiesen, um Liefertreue insbesondere gegenüber den industriellen Großkunden sicherzustellen, deren Wertschöpfungsketten eng mit der von va-Q-tec verwoben sind. va-Q-tec produziert an zwei räumlich voneinander getrennten Standorten in Würzburg und Kölleda. Ein Ausfall an einem Standort hat keine Auswirkungen auf den anderen Standort, an dem weiter produziert werden kann. Zusätzlich sind die einzelnen Produktionsanlagen, soweit wie möglich und ökonomisch sinnvoll, durch technische Maßnahmen voneinander entkoppelt, sodass der Ausfall einer einzelnen Anlage den Betrieb anderer Anlagen nicht einschränkt. Schließlich sind von den einzelnen Anlagentypen jeweils auch mehrere Anlagen vorhanden, sodass i.d.R. ausreichend Ausweichkapazität vorhanden ist. Der Vorstand schätzt das Risiko eines andauernden Produktionsausfalles insofern als gering ein.

Die Vermiet-Dienstleistungen ("Serviced Rental") sind in besonders hohem Maße von externen Logistikanbietern abhängig, die zum einen für die operativen Abläufe in den Netzwerkstationen verantwortlich sind, d.h. für die Reinigungs- Lagerungs- und Kühlungsprozess, zum anderen die vorkonditionierten Container und Boxen zu den Endkunden transportieren. Dies kann in betrieblichen Störungen und Reputationsschäden münden. Auditierung und engmaschige Kontrolle durch eigene Logistikspezialisten dienen dazu, die Qualität des "Serviced Rental" für die Pharmaindustrie global sicherzustellen. Dieses Risiko schätzt der Vorstand daher als gering ein.

Personalrisiken

Die Geschäftstätigkeit und der Erfolg sind von qualifizierten Führungs- und Schlüsselmitarbeitern abhängig. Das gut ausgebildete Personal hat in teilweise langjähriger Unternehmenszugehörigkeit spezifisches Wissen, Fähigkeiten und kommerzielle Kontakte entwickelt. Dem Risiko des Verlustes solcher Mitarbeiter wirkt die va-Q-tec einerseits durch Maßnahmen zur Mitarbeiter-Bindung, andererseits durch die Diversifizierung der Wissensbasis über den Mitarbeiterstamm entgegen: Die Entwicklung von Mitarbeitern, die Diversifizierung der Wissensbasis im Unternehmen, sowie die marktgerechte Entlohnung vermeiden bei va-Q-tec die Abwanderung von Mitarbeitern. Zusätzlich steigern leistungsabhängige Entlohnungskomponenten, regelmäßige Weiterbildungen und die gute Unternehmenskultur mit der Möglichkeit an disruptiven Geschäftsmodellen mitwirken zu dürfen, die Motivation der Mitarbeiter und erhöhen die Zufriedenheit. Die Risiken, denen va-Q-tec sich aufgrund des Wechsels von Schlüsselmitarbeitern ausgesetzt sieht, werden mit mittlerem Risiko eingeschätzt.

Markt- und Wettbewerbsrisiken

Der Konzern fokussiert sich in seiner Geschäftstätigkeit stark auf große industrielle Kunden. Dies führt anfänglich zu einer erhöhten Kundenkonzentration. Dieses Risiko einer Kundenkonzentration wird durch die steigende Kundenanzahl und Diversifizierung ständig weiter verringert. Ein weiterer Schutz besteht durch hohe Kundenbindungen, speziell in der Healthcare-Industrie. Grundsätzlich ist der Konzern bestrebt, zu allen Partnern, Mitarbeitern und auch Kunden ein enges, vertrauensvolles und nachhaltiges Verhältnis aufzubauen und zu erhalten und schätzt dieses Risiko daher als mittel und weiter reduzierbar ein.

va-Q-tec als junges, stark wachsendes Unternehmen könnte möglicherweise nicht in der Lage sein, das Wachstum effektiv voranzutreiben und zu gestalten. Der Konzern befindet sich in einer Phase starker Investitionen in Personal, Vertriebsaktivitäten, Vermietflotten, Infrastruktur und Forschung & Entwicklung. Insofern besteht bei einem geringeren tatsächlichen Wachstum als geplant das Risiko einer negativen Auswirkung auf das betriebliche Ergebnis. Grundsätzlich werden diese Zukunftsinvestitionen durch den Vorstand mit Augenmaß und immer auf der Basis konkreter Erwartungen über die Marktentwicklung entschieden. So werden weniger fundierte und / oder verfrühte Investitionen vermieden. Das verbleibende Risiko schätzt der Vorstand als mittel ein.

Ein wesentliches Risiko stellt auch die Verschärfung des Wettbewerbsumfeldes dar. Dadurch kann ein erhöhter Druck auf Preise und Margen entstehen.

Die Gesellschaft schützt sich vor diesem Risiko durch zwei strategische Hebel, nämlich durch Kostenoptimierungsmaßnahmen und durch innovative Produkte und Dienstleistungen. Zur Kostenoptimierung gehören etwa die zunehmend automatisierte Produktion und der besonders effiziente Einkauf von Vorprodukten mit selektiver Rückwärtsintegration auf vorgelagerte Wertschöpfungsstufen. Zum Thema Innovation gehören die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, die seit Gründung der Gesellschaft stets zu kommerziell erfolgreichen, qualitativ hochwertigen und besonders differenzierten Produkten geführt haben. Das Produkt- und Leistungsspektrum der Gesellschaft unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von dem seiner Wettbewerber: Die einzigartige Möglichkeit, die Qualität der Dämmung "in situ" zu testen oder die Produktion von VIPs mit Ausschnitten und in dreidimensionaler Form seien hier beispielhaft genannt. Insgesamt schätzt der Konzern das Risiko aufgrund neu hinzukommender Wettbewerber bzw. einer aggressiveren Wettbewerbssituation als mittel ein.

Konjunkturabhängige Zielmärkte

Insbesondere die Zielbranchen Kühlgeräte & Lebensmittel, Technik & Industrie und Bau sind von der konjunkturellen Lage abhängig. Dieses Risiko schätzt der Vorstand als gering ein, da die zugrunde liegenden Treiber des Geschäfts der va-Q-tec (zunehmende Regulierung und Energieeffizienz) weniger konjunkturell sensibel sind.

Finanzielle Risiken

Das Liquiditätsrisiko der va-Q-tec wird zentral von der Finanzabteilung mittels revolvierender Liquiditätsplanungen überwacht. Die Zahlungsfähigkeit der Gruppe war jederzeit gegeben. Nach dem Börsengang besteht eine ausgezeichnete Finanzlage. Die aktuelle Liquidität, das verbesserte Rating und die positive Geschäftsentwicklung erlauben weiter verbesserte Kreditaufnahmemöglichkeiten und -konditionen. Die Zinsrisiken, die sich aus bestehenden langfristigen Krediten ergeben, sind über Zins-Sicherungsgeschäfte ("Swaps") gesichert. Bei den kurzfristigen Kontokorrent-Linien ist der Konzern - dem aktuell eher unwahrscheinlichen - Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Die Währungsrisiken sind auch aufgrund der überwiegenden Rechnungsstellung in Euro (funktionale Währung der Gesellschaft) begrenzt. Insgesamt schätzt der Konzern die Risiken im finanziellen Bereich daher als gering ein.

In der Gesamtbetrachtung der Risiken ist va-Q-tec überwiegend generellen (leistungs-) wirtschaftlichen Risiken sowie finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Es sind für den Vorstand keine einzelnen oder aggregierten Risiken zu erkennen, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Strategisch und auch finanziell ist das Unternehmen so aufgestellt, dass die sich bietenden Geschäftschancen genutzt werden können.

2.4.3 Chancen der künftigen Entwicklung

Zunehmende Regulierung

Durch die zunehmende Regulierung in der Kühlkettenlogistik für pharmazeutische Erzeugnisse steigen die Anforderungen an die Zuverlässigkeit von Thermoverpackungen und dadurch die Nachfrage nach Hochleistungs-Thermo-verpackungen. Die passiven Verpackungslösungen der va-Q-tec bieten hinsichtlich ihrer Konformität mit regulatorischen Anforderungen deutliche Vorteile gegenüber konventionellen Lösungen auf Basis von Styropor und Eis. va-Q-tec besitzt ein umfassendes Wissen zur Erfüllung der Vorschriften und Regularien in den relevanten Ländern und Regionen. Die aufwändigen Qualifizierungsmaßnahmen bei den Kunden aus der Healthcare-Industrie, mit entsprechenden Qualitätssicherungs- und Prozessdokumentationen, liefern das notwendige Know-how für die erfolgreiche Implementierung der Verpackungslösungen beim Kunden. Die nötigen Eigenschaften thermischer Verpackungen erfolgreich in einem komplexen, zuverlässigen und gleichzeitig benutzerfreundlichen Angebot zu vereinen, ist derzeit nur wenigen Unternehmen möglich. va-Q-tec kann als eines der wenigen Unternehmen weltweit mit seiner Technologieplattform den hohen Anforderungen gerecht werden. Die zunehmende Komplexität der Regulierung macht es notwendig, sich als Unternehmen stetig weiterzuentwickeln und neue Technologien zu erforschen. In diesem Umfeld sind die hohen Markteintrittsbarrieren im Markt für thermische Verpackungen vorteilhaft für va-Q-tec.

Auch in den übrigen Zielbranchen nimmt die Nachfrage nach VIPs durch Regulierungen zu: Die Kunden in der Zielbranche "Technik & Industrie" sehen sich aktuell einem Wandel des regulatorischen Umfeldes in wichtigen Kernmärkten gegenüber: Warmwasserspeicher für Heizungen unterliegen seit kurzem - wie viele Haushaltsgeräte - der "Ökodesign-Richtlinie", d.h. ihre Energie-Effizienz wird dem Endverbraucher über ein Labeling-System in Energie-Effizienz-Klassen transparent gemacht. Zusätzlich werden Geräte mit hohem Energieverbrauch und niedriger Energie-Effizienz-Klasse vom europäischen Binnenmarkt ausgeschlossen. Kunden von va-Q-tec nutzen VIPs aktuell vor allem, um Premium-Warmwasserspeicher in die höchsten Effizienzklassen zu positionieren. In Zukunft und mit schärferer Regulierung dürften VIP-isolierte Warmwasserspeicher aus dem Premium-Bereich auch den Massenmarkt durchdringen.

Neue Märkte

Seit Gründung arbeitet va-Q-tec an der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen, die der Vakuumisolation zusätzliche Märkte und Anwendungsmöglichkeiten eröffnen. Neben Grundlagenforschung und Produkt-Vorentwicklung wie etwa VIPs für gänzlich neue Temperaturbereiche sei hier exemplarisch auf die Lebensmittellogistik und den Bereich Mobilität verwiesen.

Aktuell kommen die bestehenden und in Entwicklung befindlichen thermischen Verpackungen sowie das "Serviced Rental" von va-Q-tec fast ausschließlich in der Healthcare-Industrie zum Einsatz. Im Bereich E-Commerce werden aktuell neue Geschäftsmodelle für die Lieferung online bestellter Lebensmittel unmittelbar an den Endverbraucher durch große internationale Anbieter und durch Start-ups umgesetzt. Insbesondere der Transport leicht verderblicher Lebensmittel zum Endkunden dürfte künftig noch stärker reguliert werden. Für solche Transporte sind die Hochleistungs-Thermoverpackungen von va-Q-tec sehr gut geeignet.

In der Zielbranche Mobilität bieten sich ebenfalls enorme Wachstumschancen für va-Q-tec: Künftig wird das Thermomanagement in Fahrzeugen mit konventionellen wie auch mit elektrischen Antrieben immer größere Bedeutung gewinnen: In konventionellen Fahrzeugen lässt sich über Isolationsmaßnahmen an der Fahrzeugkabine und mit der Speicherung der Wärmeenergie aus dem Kühlkreislauf CO2 einsparen. In Fahrzeugen mit Elektroantrieb ist die Reichweite abhängig von der optimalen Arbeitstemperatur der Fahrzeugbatterie sowie vom Stromverbrauch peripherer Funktionen wie etwa Heizung und Innenraumklimatisierung. Der Einsatz der Vakuumisolation bietet hier für die OEMs aus Sicht von va-Q-tec Möglichkeiten, die Reichweite der Fahrzeuge zu vergrößern. Im Bereich Bau ergibt sich die Chance, von der aktuell hervorragenden Baukonjunktur bei zugleich immer strengeren Energieeffizienz-Standards für Neubauten und Renovierungen zu profitieren. Hier könnten VIPs von va-Q-tec zur Steigerung der Energieeffizienz zum Einsatz kommen.

Neben den oben erwähnten Marktchancen hinsichtlich Produkten und Dienstleistungen sieht der Vorstand auch in der geographischen Expansion beträchtliche Chancen für die künftige Entwicklung. Die Internationalisierung der Geschäftstätigkeit und der Eintritt in neue globale Märkte eröffnen große Absatzchancen für den Konzern. Gleichermaßen kann die internationale Präsenz zur Erschließung neuer Quellen für Rohstoffe, Materialien und Vorprodukte und zum effizienten Einkauf genutzt werden.

Zusammenfassend überwiegen aus Sicht des Vorstands die Chancen der Geschäftsentwicklung im Vergleich zu den beschriebenen Risiken.

2.4.4 Risikoberichterstattung hinsichtlich der Verwendung von Finanzinstrumenten

Der Konzern ist durch seine Geschäftstätigkeit verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt. Das Risikomanagement des Konzerns zielt darauf ab, die potenziell negativen Auswirkungen auf die Finanzlage des Konzerns zu minimieren. Bei va-Q-tec werden Finanzinstrumente nur in geringem Umfang in Anspruch genommen.

Das Währungsrisiko im Konzern war 2016 gering. Im deutschen Berichtssegment wurden annähernd 100 % der Verkäufe und ca. 97 % der Einkäufe in Euro abgewickelt. Im britischen Berichtssegment wurden ein Teil der Umsätze in USD erzielt. Die diesen Umsätzen zuzuordnenden Kosten fallen zum größten Teil ebenfalls in USD an. Infolgedessen besteht bezüglich des USD ein risikominderndes "natural hedging". Das verbleibende Währungsrisiko bezüglich des USD schätzt der Vorstand als gering ein.

Zur Absicherung von Kreditzinsen für langfristige Darlehen auf ein marktübliches Zinsniveau bestehen Zinsabsicherungsinstrumente fort. Auch für ein neues, in 2016 aufgenommenes langfristiges Darlehen wurde ein Zinssicherungsgeschäft vorgenommen. Für die bestehenden variabel verzinsten Kontokorrentlinien wurde keine Zinssicherung vereinbart. Keine dieser Sicherheitsbeziehungen wird als bilanzielle Sicherheitsbeziehung i.S.d. IAS 39 abgebildet.

Zur Absicherung von Forderungsausfällen werden keine gesonderten Finanzinstrumente gehalten. Aufgrund der hohen Bonität des Kundenstamms sind die Risiken von Forderungsausfällen relativ gering. Außer klassischem Reverse Factoring bei Kunden mit sehr hoher Bonität wird kein Forderungs-Factoring betrieben. 2016 wurde für einen weiteren Großkunden Reverse Factoring über eine europäische Großbank aufgenommen.

Die im Konzernabschluss unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen Finanzanlagen beinhalten ausschließlich Termingeldanlagen in Euro mit einer Laufzeit von bis zu zwölf Monaten bei inländischen Finanzinstituten, die einem deutschen Einlagensicherungsfonds angeschlossen sind.

Über die hier beschriebenen Finanzinstrumente hinaus hält der Konzern keine weiteren Finanzinstrumente, die für die Beurteilung der Lage oder der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns wesentlich sind. Bezüglich weiterer Details verweisen wir auf die Abschnitte "Finanzinstrumente" und "Risikomanagement" des Konzernanhangs.

2.5 VERGÜTUNGSBERICHT

va-Q-tec zielt entsprechend den Corporate Governance Grundsätzen auf eine leistungsorientierte und nachhaltige Vergütung der Vorstands- und Aufsichtsratsarbeit ab. Die Vergütung setzt sich aus festen und variablen Komponenten zusammen.

Vorstand

Entsprechend den Anforderungen des Aktiengesetzes und den Empfehlungen des DCGK besteht die Vergütung der Vorstandsmitglieder aus festen und variablen Bestandteilen. Die variablen Bezüge bestehen aus einer als Jahresbonus gezahlten Barkomponente. Bei einem Vorstandsmitglied besteht eine langfristige aktienbasierte Vergütungskomponente (Optionsprogramm). Mit dem Börsengang der va-Q-tec AG sind die Ausübungsbedingungen des Begünstigten im Rahmen des Optionsprogramms vollständig erfüllt worden. Der Begünstigte hat seine Optionen zum Bilanzstichtag noch nicht ausgeübt.

Alle Vergütungsbestandteile sind im Einzelnen und in ihrer Gesamtheit angemessen. Der Aufsichtsrat befasst sich intensiv mit der Angemessenheit und Üblichkeit der Vorstandsvergütung und berücksichtigt sämtliche in § 87 des Aktiengesetzes und Ziffer 4.2.2 Sätze 4 und 5 DCGK aufgeführten Kriterien, wie z. B. die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung sowie die wirtschaftliche Lage, den Erfolg und die Zukunftsaussichten der va-Q-tec AG.

Externe Vergütungsexperten haben dem Aufsichtsrat im März 2017 die grundsätzliche Angemessenheit der Vorstandsvergütung bestätigt. Die Festvergütung entspricht dem jährlichen Festgehalt; daneben nehmen zwei Vorstände einen Dienstwagen in Anspruch. Für alle Vorstände übernimmt der Konzern die Prämien für eine D&O-Versicherung. Den 10 %-igen Selbstbehalt tragen die Vorstände persönlich. Das jährliche Festgehalt wird für die gesamte Laufzeit eines Anstellungsvertrags festgelegt und jeweils in zwölf Monatsraten ausgezahlt. Es orientiert sich u. a. an den Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, an der aktuellen wirtschaftlichen Lage, dem Erfolg und den Zukunftsaussichten des Konzerns. Der variable Vergütungsanteil in Form der als Jahresbonus gezahlten Barkomponente richtet sich nach der Erreichung der Umsatz- und Ertragsziele des Konzerns; er ist betragsmäßig begrenzt auf das 1,4-fache des bei 100 %-iger Zielerreichung zahlbaren Betrags.

Die jährlichen Konzernziele zur Bemessung der variablen Barkomponente beschließt der Aufsichtsrat. Dieser stellt auch die Zielerreichung fest.

Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder sehen für den Fall der Beendigung des Dienstverhältnisses aufgrund eines Kontrollwechsels keine sonstigen Vergütungen vor.

Im Berichtsjahr 2016 betrug die Gesamtvergütung des Vorstands 637.912 EUR (Vj.: 564.531 EUR). Die festen Bezüge betrugen 500.759 EUR (Vj.: 473.663 EUR); darin enthalten sind auch die Bezüge für Nebenleistungen (z. B. Dienstwagen). Die variable Barvergütung summierte sich auf insgesamt 114.780 EUR. (Vj.: 69.000 EUR).

Seit 2014 bestehen für die Vorstände beitragsorientierte Leistungszusagen. Hierfür wurden im Berichtsjahr 22.373 EUR (Vj.: 21.868 EUR) in eine externe kongruent rückgedeckte Unterstützungskasse eingezahlt. Bilanzielle Rückstellungen für Altersversorgungen wurden daher nicht gebildet.

Danach entfällt auf die Festvergütungen inkl. Nebenleistungen und Beiträge zur Altersversorgung ein Anteil von 82 % (Vj.: 88 % ) an der Gesamtvergütung.

Kredite oder Vorschüsse wurden Mitgliedern des Vorstandes nicht gewährt.

va-Q-tec legt die Gesamtvergütung des Vorstandes, jedoch ohne individuelle Anteile der einzelnen Mitglieder entsprechende dem Hauptversammlungsbeschluss vom 31.05.2016 offen. Dies ist konform mit den §§ 314 Abs. 2, 286 Abs. 5 HGB.

Aufsichtsrat

Die Vergütung des Aufsichtsrats wird von der Hauptversammlung festgelegt. Die Vergütung des Aufsichtsrats der va-Q-tec AG ist in § 14 der Satzung der va-Q-tec AG geregelt.

Für das Berichtsjahr 2016 erhielt der Aufsichtsrat eine Vergütung in Höhe von 124.930 EUR (Vj.: 100.901 EUR). In dieser Summe sind die Erstattungen der jedem Aufsichtsratsmitglied erwachsenden Auslagen sowie die auf seine Bezüge und den Auslagenersatz entfallende Umsatzsteuer enthalten. Die Prämie der für die Mitglieder des Aufsichtsrats abgeschlossenen D&O-Versicherung wird von der Gesellschaft getragen. Ab 2017 soll ein persönlich getragener Selbstbehalt umgesetzt werden. Außerdem wurden Beratungsleistungen und sonstige Leistungen i.H.v. 74.939 EUR (Vj.: 20.486 EUR), insbesondere bezüglich der Unterstützung des Börsenganges, vergütet.

2.6 ANGABEN NACH § 289 ABS. 4 UND § 315 ABS. 4 HGB SOWIE ERLÄUTERNDER BERICHT "ÜBERNAHMERECHTLICHE ANGABEN"

Die va-Q-tec AG hat als kapitalmarktorientierte Aktiengesellschaft gemäß der §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGB übernahmerechtliche Angaben zu machen. Das nachfolgende Unterkapitel gibt einen Einblick in die übernahmerechtlichen Verhältnisse zum Bilanzstichtag 31.12.2016 und erläutert diese näher.

2.6.1 Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das Grundkapital der va-Q-tec AG beträgt 13.089.502,00 EUR eingeteilt in 13.089.502 auf den Namen lautende Stammaktien. Das Grundkapital ist voll erbracht. Die Aktien sind mit identischen Rechten und Pflichten ausgestattet. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Ausgenommen davon sind die von der Gesellschaft selbst gehaltenen Aktien (treasury shares), aus denen der va-Q-tec AG keine Rechte wie beispielsweise das Abstimmungsrecht auf der Hauptversammlung erwachsen. Die va-Q-tec AG hielt zum Bilanzstichtag 134.466 eigene Aktien.

2.6.2 Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen

Über die im Zuge des Börsengangs vereinbarten, zeitlich begrenzen Lock-up-Regelungen für Vorstand, Aufsichtsrat und Altaktionäre hinaus, sind dem Vorstand Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, nicht bekannt.

2.6.3 Kapitalbeteiligungen, die 10 % der Stimmrechte überschreiten

Gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) hat jeder Anleger, der durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise die Stimmrechtsschwellen gemäß § 21 WpHG erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der betreffenden Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mitzuteilen. Insofern sind dem Vorstand der va-Q-tec AG die nachstehenden Personen und Gesellschaften bekannt, deren Beteiligungen 10 % der Stimmrechte überschreiten:

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Name Land Anzahl der Aktien Anteil am Grundkapital
Dr. Joachim Kuhn DE 1.978.667 15,12 %
Dr. Roland Caps DE 1.606.433 12,27 %
Zouk Capital / Cleantech Europe II Luxembourg S.a.r.l. LUX 2.137.563 16,33 %
TOTAL   5.722.663 43,72 %

Regeln zur Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern

Nach § 84 AktG und nach der Satzung der va-Q-tec AG werden die Mitglieder des Vorstands vom Aufsichtsrat bestellt. Satzungsgemäß besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Die Anzahl der Vorstandsmitglieder bestimmt der Aufsichtsrat. Besteht der Vorstand aus mehreren Mitgliedern, werden Beschlüsse des Vorstands mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst. Hat der Aufsichtsrat einen Vorsitzenden des Vorstands ernannt und besteht der Vorstand aus mindestens drei Mitgliedern, ist bei Stimmengleichheit dessen Stimme ausschlaggebend.

Regeln zu Änderungen der Satzung

Änderungen der Satzung bedürfen eines Beschlusses der Hauptversammlung. Die Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen der einfachen Stimmenmehrheit, sofern nicht das Gesetz zwingend eine größere Mehrheit vorschreibt.

Vorstandsbefugnisse bezüglich Ausgabe und Rückkauf von Aktien

Die va-Q-tec AG verfügt über genehmigtes und bedingtes Kapital wie folgt:

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 31.05.2016 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 30.05.2021 gegen Bar- und / oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 4.278.187 EUR zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann.

Bedingtes Kapital

Gemäß § 6.5 der Satzung ist das Grundkapital um 1.000.000 EUR durch die Ausgabe von bis zu 1.000.000 neuer, auf den Namen lautender Stückaktien (bedingtes Kapital 2016) bedingt erhöht. Das bedingte Kapital 2016 dient ausschließlich der Gewährung von Aktien zur Ausübung von Wandlungs- und Optionsrechten.

Wesentliche Vereinbarungen für den Fall eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots sowie Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots

Die Gesellschaft hat keine Vereinbarungen im Sinne des § 315 Abs. 4 Nr. 8 und 9 HGB getroffen.

2.7 ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB einschließlich der Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG hat der Konzern auf seiner Internetseite www.va-Q-tec.com im Bereich Investor Relations unter dem Link https://ir.va-q-tec.com/websites/vaqtec/German/530/erklaerungen-und-dokumente.html veröffentlicht.

3 KONZERNABSCHLUSS DER VA-Q-TEC AG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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in EUR Konzernanhang 2016 2015
Umsatzerlöse 4.1.1 35.528.827 22.543.223
Bestandsveränderungen   742.531 724.219
Aktivierte Eigenleistungen 4.1.2 4.506.645 4.870.963
Sonstige betriebliche Erträge 4.1.3 2.099.574 1.419.330
Gesamterträge   42.877.577 29.557.735
Materialaufwand 4.1.4 -17.324.430 -12.354.411
Rohergebnis   25.553.147 17.203.324
Personalaufwand 4.1.5 -11.814.732 -8.853.712
Sonstiger betrieblicher Aufwand 4.1.7 -8.521.618 -4.751.021
EBITDA   5.216.797 3.598.591
Abschreibungen 4.1.6 -5.639.459 -3.169.484
Operatives Ergenis (EBIT)   -422.662 429.107
Ergebnisbeiträge aus der nach Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 4.1.8 -59.179 -4.903
Finanzerträge   4.114 590
Finanzaufwendungen   -1.623.045 -1.059.421
Finanzergebnis 4.1.9 -1.618.931 -1.058.831
Ergebnis vor Steuern (EBT)   -2.100.772 -634.627
Ertragsteuern 4.1.10 312.718 305.443
Konzernergebnis   -1.788.054 -329.184
Konzernergebnis, das den Eigentümern der va-Q-tec AG zuzurechnen ist   -1.726.932 -357.971
Konzernergebnis, das den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen ist   -61.123 28.787
Konzernergebnis je Aktie - unverwässert 4.1.11 -0,17 -0,04
Konzernergebnis je Aktie - verwässert 4.1.11 -0,17 n / a

KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG

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in EUR Konzernanhang 2016 2015
Konzernergebnis   -1.788.054 -329.183
Sonstiges Konzernergebnis      
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung 4.2.2.1 -11.592 -12.912
Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Aufwendungen und Erträge mit künftiger ergebniswirksamer Umgliederung   -11.592 -12.912
Konzerngesamtergebnis   -1.799.647 -342.095
Konzerngesamtergebnis, das den Eigentümern der va-Q-tec AG zuzurechnen ist   -1.738.524 -370.883
Konzerngesamtergebnis, das den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen ist   -61.123 28.787

Konzernbilanz

Aktiva

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in EUR Konzernanhang 31.12.2016 31.12.2015
Langfristige Vermögenswerte      
Immaterielle Vermögenswerte 4.2.1.1 440.957 364.961
Sachanlagen 4.2.1.2 31.410.609 28.043.616
At-Equity bilanzierte Beteiligungen 4.2.1.3 435.918 370.097
Finanzielle Vermögenswerte 4.2.1.4 66.770 46.214
Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte 4.2.1.5 234.384 54.450
Latente Steueransprüche 4.1.10 2.839.618 2.146.935
Summe langfristige Vermögenswerte   35.428.256 31.026.273
Kurzfristige Vermögenswerte      
Vorräte 4.2.1.6 5.683.812 4.577.210
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.2.1.7 7.141.968 4.415.527
Sonstige finanzielle Vermögenswerte      
- davon Termingelder (6 - 12 Monate): 30.000.000 4.2.1.4 30.183.591 16.107
Steueransprüche   377.839 25
Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte 4.2.1.5 748.475 704.435
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4.2.1.8 4.600.437 1.186.045
Summe kurzfristige Vermögenswerte   48.736.122 10.899.349
Bilanzsumme   84.164.378 41.925.622

Passiva

     
in EUR Konzernanhang 31.12.2016 31.12.2015
Eigenkapital 4.2.2.1    
Gezeichnetes Kapital   13.089.502 4.578.187
Eigene Anteile   -470.631 -
Kapitalrücklage   46.666.302 9.030.470
Kumuliertes sonstiges Ergebnis   -32.969 -21.376
Gewinnrücklage   -5.315.915 -3.588.984
Eigenkapital, das den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen ist   53.936.289 9.998.297
Nicht beherrschende Anteile 2.2 - -6.588
Summe Eigenkapital   53.936.289 9.991.709
Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen      
Rückstellungen 4.2.2.2 17.400 46.400
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.2.2.3 2.173.111 2.016.575
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 4.2.2.4 4.012.249 5.108.042
Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 4.2.2.5 7.150.616 7.450.749
Summe langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen   13.353.377 14.621.766
Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen      
Rückstellungen 4.2.2.2 37.329 77.000
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.2.2.3 5.410.141 6.893.775
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 4.2.2.4 5.791.059 5.785.142
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.2.2.6 2.346.965 1.633.172
Steuerverbindlichkeiten   215.015 518.996
Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 4.2.2.5 3.074.202 2.404.062
Summe kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen   16.874.712 17.312.147
Bilanzsumme   84.164.378 41.925.622

KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG

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in EUR 2016 2015
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit    
Konzernergebnis -1.788.054 -329.184
Erfolgswirksam erfasste tatsächliche Ertragsteuern -162.597 528.989
Gezahlte Ertragsteuern 3.818 -32.341
Erfolgswirksam erfasstes Finanzergebnis 1.618.931 1.058.831
Erhaltene Zinsen 59 590
Gezahlte Zinsen -1.200.046 -815.726
Nicht zahlungswirksame Verluste aus at-equity bilanzierten Beteiligungen 59.179 4.903
Abschreibungen 5.639.459 3.169.484
Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen -385.983 -6.979
Minderung (Erhöhung) übrige Vermögenswerte -789.827 533.828
Erhöhung (Minderung) übrige Schulden 789.811 551.103
Erhöhung (Minderung) Rückstellungen -68.671 26.915
Sonstige zahlungsunwirksame Posten -1.610.789 -2.518.589
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit vor Änderungen im Working Capital 2.105.290 2.171.824
Minderung (Erhöhung) von Vorräten -1.196.699 -403.220
Minderung (Erhöhung) von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -2.726.441 -1.021.600
Erhöhung (Minderung) von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 713.793 -586.212
Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit -1.104.057 160.792
Cashflow aus Investitionstätigkeit    
Auszahlungen aus dem Erwerb von von immateriellen Vermögenswerten -181.393 -308.083
Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen 385.983 15.594
Auszahlungen aus dem Erwerb von Sachanlagen -5.412.275 -6.525.261
Auszahlungen aus dem Erwerb von kurzfristigen Termingeldern -30.000.000 -
Auszahlungen aus dem Erwerb von Anteilen an assoziierten Unternehmen -125.000 -375.000
Netto-Cashflow aus Investitionstätigkeit -35.332.685 -7.192.750
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit    
Einzahlungen aus Eigenkapitalerhöhungen 46.125.000 -
Einzahlung aus Erstattung Gesellschafter für Eigenkapitaltransaktion 469.612 -
Auszahlungen aus Erwerb eigenen Anteile -763.398 -
Auszahlungen für Eigenkapitaltransaktionskosten -2.326.577 -35.218
Einzahlungen aus Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.366.655 4.290.732
Tilgung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -2.693.752 -640.764
Tilgung von sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten -1.323.102 -
Einzahlungen aus Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen 4.086.972 7.214.881
Einzahlungen aus Investitionszulagen und -zuschüssen - 637.761
Netto-Einzahlung (Auszahlung) aus Factoring - 155.933
Auszahlung für Schulden aus Finanzierungsleasing -5.090.892 -4.648.670
Netto-Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 39.850.518 6.974.655
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente vor Wechselkursen 3.413.776 -57.303
Wechselkursbedingte Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 615 -360
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.414.391 -57.663
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn des Geschäftsjahres 1.186.045 1.243.708
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende des Geschäftsjahres 4.600.437 1.186.045

Zu weiteren Erläuterungen verweisen wir auf 4.3 des Konzernanhangs.

KONZERNEIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

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in EUR Gezeichnetes Kapital Eigene Anteile Kapitalrücklage Gewinnrücklagen kumuliertes sonstiges Konzernergebnis
Rücklage für Währungsumrechnung
01.01.2015 4.578.187 - 9.055.249 -3.242.828 -8.464
Konzernergebnis - - - -357.971 -
Sonstiges Konzernergebnis - - - - -12.912
Summe Konzerngesamtergebnis - - - -357.971 -12.912
Eigenkapitaltransaktionskosten - - -24.779 - -
Veränderung von nicht beherrschenden Anteilen - - - 11.815 -
31.12.2015 4.578.187 - 9.030.470 -3.588.984 -21.376
01.01.2016 4.578.187 - 9.030.470 -3.588.984 -21.376
Konzernergebnis - - - -1.726.932 -
Sonstiges Konzernergebnis - - - - -11.592
Summe Konzerngesamtergebnis - - - -1.726.932 -11.592
Ausgabe von Aktienoptionen - - 168.796 - -
Erwerb eigener Anteile - -763.398 - - -
Veräußerung eigener Anteile - 360.000 1.187.190 - -
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln (Aktiensplitt) 4.578.187 -67.233 -4.510.954 - -
Sachkapitalerhöhung / Erwerb Minderheiten 183.128 - -294.822 - -
Kapitalerhöhung durch Emissionserlös 3.750.000 - 42.375.000 - -
Einstellung in die Rücklagen - - - - -
Veränderung von nicht beherrschenden Anteilen - - - - -
Ausschüttungen - - - - -
Eigenkapitaltransaktionskosten - - -1.615.451 - -
Anteilige Erstattung von Eigenkapitaltransaktionskosten - - 326.074 - -
31.12.2016 13.089.502 -470.631 46.666.302 -5.315.915 -32.969
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in EUR Eigenkapital, das den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen ist
01.01.2015 10.382.144
Konzernergebnis -357.971
Sonstiges Konzernergebnis -12.912
Summe Konzerngesamtergebnis -370.883
Eigenkapitaltransaktionskosten -24.779
Veränderung von nicht beherrschenden Anteilen 11.815
31.12.2015 9.998.297
01.01.2016 9.998.297
Konzernergebnis -1.726.932
Sonstiges Konzernergebnis -11.592
Summe Konzerngesamtergebnis -1.738.524
Ausgabe von Aktienoptionen 168.796
Erwerb eigener Anteile -763.398
Veräußerung eigener Anteile 1.547.190
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln (Aktiensplitt) -
Sachkapitalerhöhung / Erwerb Minderheiten -111.694
Kapitalerhöhung durch Emissionserlös 46.125.000
Einstellung in die Rücklagen -
Veränderung von nicht beherrschenden Anteilen -
Ausschüttungen -
Eigenkapitaltransaktionskosten -1.615.451
Anteilige Erstattung von Eigenkapitaltransaktionskosten 326.074
31.12.2016 53.936.289
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in EUR nicht beherrschende Anteile Summe Eigenkapital
01.01.2015 -23.584 10.358.560
Konzernergebnis 28.787 -329.184
Sonstiges Konzernergebnis - -12.912
Summe Konzerngesamtergebnis 28.787 -342.096
Eigenkapitaltransaktionskosten - -24.779
Veränderung von nicht beherrschenden Anteilen -11.791 24
31.12.2015 -6.588 9.991.709
01.01.2016 -6.588 9.991.709
Konzernergebnis -61.123 -1.788.054
Sonstiges Konzernergebnis - -11.592
Summe Konzerngesamtergebnis -61.123 -1.799.647
Ausgabe von Aktienoptionen - 168.796
Erwerb eigener Anteile - -763.398
Veräußerung eigener Anteile - 1.547.190
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln (Aktiensplitt) - -
Sachkapitalerhöhung / Erwerb Minderheiten 67.711 -43.983
Kapitalerhöhung durch Emissionserlös - 46.125.000
Einstellung in die Rücklagen - -
Veränderung von nicht beherrschenden Anteilen - -
Ausschüttungen - -
Eigenkapitaltransaktionskosten - -1.615.451
Anteilige Erstattung von Eigenkapitaltransaktionskosten - 326.074
31.12.2016 - 53.936.289

Zu weiteren Erläuterungen verweisen wir auf 4.3 des Konzernanhangs.

1 ALLGEMEINE ANGABEN

1.1 UNTERNEHMENSINFORMATIONEN

Die va-Q-tec AG mit Sitz in Deutschland, 97080 Würzburg, Karl-Ferdinand-Braun Str. 7, ist im Handelsregister Würzburg unter der Nummer HRB 7368 eingetragen. Der Konzernabschluss der va-Q-tec AG beinhaltet neben der va-Q-tec AG selbst auch ihre Tochtergesellschaften (im Folgenden auch "va-Q-tec", "va-Q-tec Konzern" oder "Gesellschaft" genannt). va-Q-tec ist ein technologisch führender Anbieter hocheffizienter Produkte und Lösungen im Bereich der thermischen Isolation. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt innovative Produkte zur zuverlässigen und energieeffizienten Temperaturkontrolle bzw. Dämmung - Vakuumisolationspaneele ("VIPs") und Phasenübergangsmaterialien ("PCMs"). Darüber hinaus fertigt va-Q-tec durch die optimale Kombination von VIPs und PCMs passive thermische Verpackungssysteme (Container und Boxen). Zur Durchführung von temperatursensiblen Logistikketten bietet va-Q-tec in einem globalen Partnernetzwerk die Vermietung von Containern und Boxen an, mit denen anspruchsvolle Thermoschutzstandards erfüllt werden können. Neben Healthcare & Logistik als Hauptmarkt werden folgende weitere Märkte von va-Q-tec adressiert: Kühlgeräte und Lebensmittel, Technik & Industrie , Mobilität und Bau.

Der vorliegende Konzernabschluss der va-Q-tec für das Geschäftsjahr zum 31.12.2016 wurde am 14.04.2017 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

1.2 GRUNDLAGEN DER ABSCHLUSSERSTELLUNG

Die va-Q-tec AG ist oberstes Mutterunternehmen der va-Q-tec Gruppe und stellt somit für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss auf. Seit dem 30. September 2016 ist die va-Q-tec AG börsennotiert und daher ab diesem Zeitpunkt kapitalmarktorientiert. Hiermit ist sie trotz Unterschreiten der Größenkriterien nach § 293 HGB aufgrund § 293 Abs. 5 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. va-Q-tec erstellt den Konzernabschlusses zum 31.12.2016 nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Begriff IFRS umfasst auch alle noch gültigen International Accounting Standards (IAS) sowie sämtliche Interpretationen und Änderungen des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC) - vormals International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) - und des ehemaligen Standing Interpretations Committee (SIC).

Der Konzernabschluss wurde auf Grundlage der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten aufgestellt. Davon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag angesetzt wurden. Eine entsprechende Erläuterung erfolgt im Rahmen der jeweiligen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Historische Anschaffungs- oder Herstellungskosten basieren im Allgemeinen auf dem beizulegenden Zeitwert, der die im Austausch für den Vermögenswert entrichtete Gegenleistung darstellt.

Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt werden würde. Dies gilt unabhängig davon, ob der Preis direkt beobachtbar oder unter Anwendung einer Bewertungsmethode geschätzt werden muss.

Der beizulegende Zeitwert, welcher für bestimmte Angaben und Rechnungsmethoden zu bestimmen ist, ist nicht immer als Marktpreis verfügbar. Häufig muss er auf Basis verschiedener Bewertungsparameter ermittelt werden. In Abhängigkeit von der Verfügbarkeit beobachtbarer Parameter und der Bedeutung dieser Parameter für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts im Ganzen wird der beizulegende Zeitwert den Stufen 1, 2 oder 3 zugeordnet (Fair Value-Hierarchie). Die Unterteilung erfolgt nach folgender Maßgabe:

Inputfaktoren der Stufe 1 sind notierte Preise (unbereinigt) auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden, auf die va-Q-tec am Bewertungsstichtag zugreifen kann.

Inputfaktoren der Stufe 2 sind andere Eingangsparameter als die auf Stufe 1 enthaltenen notierten Preise, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt beobachtbar sind oder indirekt aus anderen Preisen abgeleitet werden können.

Inputfaktoren der Stufe 3 sind für den Vermögenswert oder die Schuld nicht beobachtbare Parameter.

In der Regel klassifiziert der Konzern Vermögenswerte und Schulden als kurzfristig, wenn diese voraussichtlich innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert oder ausgeglichen werden. Soweit Vermögenswerte und Schulden sowohl einen kurzfristigen als auch einen langfristigen Anteil aufweisen, werden diese in ihre Fristigkeitskomponenten aufgeteilt und entsprechend dem Bilanzgliederungsschema als kurzfristige und langfristige Vermögenswerte bzw. Schulden ausgewiesen.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Konzernabschluss wird in Euro (EUR), der funktionalen sowie Darstellungswährung von va-Q-tec, aufgestellt. Bei Abweichungen von bis zu einer Einheit (EUR, %) handelt es sich um rechentechnisch begründete Rundungsdifferenzen.

1.3 AUSWIRKUNGEN NEUER RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS

Der va-Q-tec Konzern hat für sämtliche in seinem IFRS-Konzernabschluss dargestellten Perioden einheitliche Rechnungslegungsmethoden angewandt. Diese entsprechen den IFRS, wie sie verpflichtend in der EU im Geschäftsjahr 2016 anzuwenden waren.

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden.

Folgende neuen Standards und Interpretationen bzw. Änderungen von bestehenden Standards und Interpretationen sind für Geschäftsjahre, die ab dem 01.01.2016 beginnen, verpflichtend geltend, und wurden von der Gesellschaft erstmalig angewandt.

Im EU-Recht übernommene Änderungen der IFRS für Geschäftsjahre, die nach dem 01.01.2016 beginnen

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Standard Titel Verpflichtende Anwendung für Geschäftsjahre beginnend ab
Änderung an IFRS 11 Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit 01.01.2016
Änderungen an IAS 1 Anhangangaben 01.01.2016
Änderungen an IAS 16 / IAS 38 Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden 01.01.2016
Änderungen an IAS 27 Anwendung der Equity-Methode im Einzelabschluss 01.01.2016
Änderungen an IAS 10, 12, IAS 28 Investmentgesellschaften: Anwendung der Ausnahmevorschrift zur Konsolidierung 01.01.2016
Improvements to IFRS (2012-2014) Annual Improvements 2012-2014 01.01.2016

Die neu anzuwendenden Rechnungslegungsstandards hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Die nachfolgenden Standards und Interpretationen bzw. Änderungen von bestehenden Standards und Interpretationen wurden sowohl vom IASB verabschiedet, als auch von der EU mit Inkrafttreten für nach dem 01.01.2016 beginnenden Geschäftsjahren übernommen. Die Gesellschaft hat die Regelungen nicht vorzeitig angewandt.

Standards, die in geltendes EU-Recht übernommen, aber nicht vorzeitig angewendet wurden

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Standard Titel Verpflichtende Anwendung für Geschäftsjahre beginnend ab
IFRS 9 Finanzinstrumente 01.01.2018
IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden 01.01.2018

Für das Geschäftsjahr 2017 ergeben sich hieraus keine Auswirkungen auf Bilanzierung und Bewertung.

Der neue Standard IFRS 9 schreibt Regelungen für die Bilanzierung von Finanzinstrumenten vor und ersetzt IAS 39 Financial Instruments: Recognition and Measurement. IFRS 9 schreibt insbesondere neue Klassifizierungsmethoden für Finanzinstrumente vor, was eine wahrscheinliche Auswirkung auf die Klassifizierung und nachfolgende Darstellung von finanziellen Vermögenswerten des Unternehmens haben wird. Des Weiteren führt der neue Standard das Modell der erwarteten Verluste für Vermögenswerte ein, was unternehmensweite Anpassungen der Rechnungslegungsgrundsätze für Wertberichtigungen in Bezug auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfordern wird.

Trotz der Änderung der Rechnungslegungsgrundsätze für Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird eine wesentliche quantitative Auswirkung auf den Konzernabschluss aufgrund der kurzfristigen Natur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der bisherigen Bilanzierungsmethodik des Unternehmens für Wertberichtigungen auf Lieferungen und Leistungen nicht erwartet.

IFRS 9 wird weder eine wesentliche Auswirkung auf finanzielle Verbindlichkeiten des Unternehmens noch auf die Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten haben, da die neuen Leitlinien zum großen Teil aus IAS 39 übernommen wurden. Die tatsächlichen Auswirkungen der Anwendung des IFRS 9 auf den Konzernabschluss im Jahr 2018 hängen größtenteils von den Finanzinstrumenten, die va-Q-tec zu diesem Zeitpunkt halten wird, und den zu diesem Zeitpunkt vorliegenden wirtschaftlichen Bedingungen ab.

Die neuen Regelungen und Definitionen zur Umsatzrealisierung im IFRS 15 ersetzen sowohl die Inhalte des IAS 18 - Umsatzerlöse, als auch des IAS 11 - Fertigungsaufträge sowie zugehöriger Interpretationen. Gemäß IFRS 15 sind Umsatzerlöse zu erfassen, wenn der Kunde die Verfügungsgewalt über die vereinbarten Güter und Dienstleistungen erlangt und Nutzen aus ihnen ziehen kann. Die Umsatzerlöse sind mit dem Betrag der Gegenleistung zu bewerten, die das Unternehmen erwartet zu halten.

Der neue IFRS 15 beinhaltet auch zahlreiche Angabepflichten zu Art, Höhe, Anfall und Unsicherheiten von Umsatzerlösen sowie aus Kundenverträgen resultierenden Zahlungsströmen.

Die va-Q-tec AG plant keine retrospektive Anwendung des IFRS 15. Mögliche Auswirkungen des neuen Standards werden derzeit analysiert und lassen keine verlässlichen Aussagen zu den voraussichtlichen Auswirkungen zu.

Folgende in den kommenden Jahren in Kraft tretende Standards wurden noch nicht in geltendes EU-Recht übernommen:

Standards, die noch nicht in geltendes EU-Recht übernommen wurden

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Standard Titel Verpflichtende Anwendung für Geschäftsjahre beginnend ab
IFRS 16 Leasingverhältnisse 01.01.2019
Änderungen an IAS 12 Ansatz aktiver latenter Steuern auf unrealisierte Verluste 01.01.2017
Änderungen an IAS 7 Kapitalflussrechnung 01.01.2017
Änderungen an IFRS 2 Klarstellungen zur Klassifizierung und Bewertung anteilsbasierter Vergütungstransaktionen 01.01.2018
Änderungen an IFRS 4 Unterschiedliche Erstanwendungszeitpunkte des IFRS 9 und des künftigen Standards zur Bilanzierung von Versicherungsverträgen IFRS 4 01.01.2018
Änderungen an IFRS 15 Klarstellungen zu IFRS 15 01.01.2018
Änderungen an IAS 40 Übertragungen in den oder aus dem Bestand der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 01.01.2018
IFRIC 22 Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen 01.01.2018
Improvements to IFRS (2014-2016) Annual Improvements 2014-2014 01.01.2018
Improvements to IFRS (2014-2016) Annual Improvements 2010-2012 01.01.2017

Mögliche Auswirkungen der noch nicht in geltendes EU-Recht übernommen Standards oder Änderungen an Standards auf den Konzernabschluss der va-Q-tec werden derzeit analysiert.

1.4 WESENTLICHE ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN BEI SCHÄTZUNGEN UND BEURTEILUNGEN

Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden hat die Konzernleitung Ermessensentscheidungen, die sich auf ausgewiesene Beträge im Konzernabschluss auswirken, getroffen. Danach sind bei der Aufstellung des Konzernabschlusses zu einem gewissen Grad Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, die einen Effekt auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualschulden der Berichtsperiode haben.

Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand fußen. Insbesondere wurden hinsichtlich der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vorliegenden Umstände ebenso, wie die als realistisch unterstellte künftige Entwicklung des Umfelds zugrunde gelegt. Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen.

Die verwendeten Schätzungen und Annahmen sind in den Erläuterungen der einzelnen Bilanz- und GuV-Positionen in Abschnitt 3 "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" dargestellt. Die wesentlichen betragsmäßigen Auswirkungen ergeben sich in den nachfolgend genannten Bereichen:

Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern für immaterielle Vermögenwerte und Sachanlagen inklusive der im Wege eines Finanzierungsleasings gemieteten Vermögenswerte

Klassifizierung von Leasingverträgen als Operating- oder Finanzierungsleasing

Beurteilung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten auf Grundlage der Einschätzung erkennbarer Risiken

Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge

Beurteilung der Ausbuchungskriterien von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen von Factoring-Vereinbarungen

Schätzung marktgerechter Zinsstrukturkurven im Rahmen der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten

Bestmögliche Schätzung des wahrscheinlichsten Erfüllungsbetrags im Rahmen der Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen

Klassifizierung von anteilsbasierten Vergütungen, bei denen va-Q-tec ein vertragliches Wahlrecht zur Erfüllung in bar oder durch die Ausgabe von Eigenkapitalinstrumenten eingeräumt wird

Bewertung der gewährten Eigenkapitalinstrumente zum beizulegenden Zeitwert am Tag der Gewährung bei anteilsbasierten Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente

Beurteilung der etwaigen Trennungspflicht und die Bewertung von eingebetteten Derivaten

2 KONSOLIDIERUNG

2.1 KONSOLIDIERUNGSKREIS

Der Konsolidierungskreis leitet sich aus der Anwendung von IFRS 10 (Konzernabschlüsse) ab. Im Konzernabschluss der va-Q-tec AG zum 31.12.2016 wurden die folgenden Tochtergesellschaften vollkonsolidiert:

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Name Sitz Kapitalanteil 31.12.2016 Kapitalanteil 31.12.2015
va-Q-tec Ltd. (UK) Rochester , UK 100 % 94 %
va-Q-tec Inc. (USA) East Rutherford, NJ, USA 100 % 100 %
va-Q-tec Ltd. (Korea) Joong-gu, Incheon, Republik Korea 100 % 100 %

Die Minderheitenanteile der britischen Tochtergesellschaft wurden im Zuge einer Sachkapitalerhöhung durch den Minderheitsgesellschafter in die va-Q-tec AG eingebracht. Im Vorjahr hielt die va-Q-tec AG abweichend vom wirtschaftlichen Kapitalanteil an der va-Q-tec Ltd. (UK) rechtlich 90 % der Anteile und damit Stimmrechte. Im Hinblick auf wesentliche Finanzinformationen der Tochterunternehmen wird auf die Segmentberichterstattung verwiesen.

Die va-Q-tec AG und ihre Tochtergesellschaften bilden zusammen den va-Q-tec Konzern.

Neben den Anteilen an oben genannten vollkonsolidierten Tochtergesellschaften hält die va-Q-tec AG zum Stichtag einen Anteil an der SUMTEQ GmbH, Köln i.H.v. 18,5 %. Die Beteiligung ist aufgrund gesellschaftsrechtlicher Vereinbarungen, die va-Q-tec einen maßgeblichen Einfluss auf die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen ermöglichen, als assoziiertes Unternehmen zu klassifizieren und wird entsprechend der at-equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

2.2 VERÄNDERUNGEN DES KONSOLIDIERUNGSKREISES UND SONSTIGE ERWERBE UND VERÄUSSERUNGEN

Ein Mitgesellschafter der va-Q-tec Ltd. (UK) war seit Gründung in 2011 rechtlich i.H.v. 10 % an der Gesellschaft beteiligt und in dieser Höhe stimmberechtigt. Aufgrund wirtschaftlicher Beschränkungen wurden die Anteile bis zum 01.01.2013 dem Mehrheitsgesellschafter zugerechnet und somit keine nicht beherrschenden Anteile im Konzernabschluss ausgewiesen. In 2013, 2014 und 2015 sind die wirtschaftlichen Beschränkungen für jeweils 2 % der Kapitalanteile entfallen. Die Transaktion wurde in allen drei Fällen als mehrheitswahrende Abstockung erfolgsneutral im Eigenkapital abgebildet und führte zum Ausweis von nicht beherrschenden Anteilen. Im September 2016 erwarb die va-Q-tec AG durch Sacheinlage des Minderheitsgesellschafters in die va-Q-tec AG dessen Anteile an der britischen Tochtergesellschaft. Die va-Q-tec AG hält somit zum 31.12.2016 wirtschaftlich und rechtlich 100 % der Anteile. Aus Konzernsicht wurde die Transaktion als mehrheitswahrende Aufstockung erfolgsneutral im Eigenkapital abgebildet.

In 2015 hat die va-Q-tec AG für 375.000 EUR einen Minderheitenanteil von 14,6 % an der SUMTEQ GmbH, Köln erworben und diesen durch eine Kapitalerhöhung i.H.v. 125.000 EUR im November 2016 auf 18,5 % erhöht. SUMTEQ ist ein junges Technologieunternehmen, das innovative Schäume entwickelt, die zukünftig als leistungsfähige Kernmaterialien für VIPs eingesetzt werden können. Es handelt sich insofern um eine strategische Investition.

2.3 KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Dem Konzernabschluss liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zugrunde. Soweit erforderlich, werden die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen angepasst, um sie an die im Konzern angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden anzugleichen. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind jeweils auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

Tochterunternehmen sind diejenigen Gesellschaften, bei denen der Konzern über bestehende Rechte verfügt, die ihm die gegenwärtige Fähigkeit verleihen, die maßgeblichen Tätigkeiten der Gesellschaften zu lenken. Die maßgeblichen Tätigkeiten sind die Tätigkeiten, die die Profitabilität der Gesellschaft wesentlich beeinflussen. Beherrschung ist daher gegeben, wenn der Konzern variablen Rückflüssen aus der Beziehung zu einer Gesellschaft ausgesetzt ist und mithilfe seiner Verfügungsgewalt über die maßgeblichen Tätigkeiten die Möglichkeit hat, diese Rückflüsse zu beeinflussen. Im va-Q-tec Konzern beruht die Beherrschungsmöglichkeit jeweils auf einer unmittelbaren Stimmrechtsmehrheit der va-Q-tec AG. Die Einbeziehung von Unternehmen in den Konzernabschluss der va-Q-tec AG beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn diese nicht mehr besteht.

Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung werden die Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen Eigenkapital des Tochterunternehmens verrechnet. Da es sich bei sämtlichen Tochterunternehmen um selbst gegründete Gesellschaften handelt, haben sich aus der Erstkonsolidierung jeweils keine Unterschiedsbeträge ergeben. Anteile anderer Gesellschafter (Nicht beherrschende Anteile) werden entsprechend dem ihnen zustehenden Anteil am Nettovermögen der jeweiligen Gesellschaft ausgewiesen.

Konzerninterne Geschäftsvorfälle werden vollständig bereinigt. Dabei werden maßgebliche Forderungen, Verbindlichkeiten und Rückstellungen zwischen den konsolidierten Gesellschaften gegeneinander aufgerechnet sowie Zwischengewinne und -verluste eliminiert. Konzerninterne Erträge werden mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet. Auf etwaige temporäre Unterschiede aus der Konsolidierung werden die nach IAS 12 erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.

Änderungen der Beteiligungsquoten des Konzerns an Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden als Eigenkapitaltransaktionen erfasst.

Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, bei dem va-Q-tec über maßgeblichen Einfluss verfügt. Maßgeblicher Einfluss ist dabei definiert als die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen des Beteiligungsunternehmens mitzuwirken, ohne zu beherrschen oder gemeinschaftlich zu führen. Wenn die va-Q-tec AG direkt oder indirekt zwischen 20 % und 50 % der Stimmrechte an einem Beteiligungsunternehmen hält, besteht die Vermutung, dass ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann. Bei einem direkt oder indirekt gehaltenen Stimmrechtsanteil von weniger als 20 % wird kein maßgeblicher Einfluss vermutet, außer er kann eindeutig nachgewiesen werden.

Anteile an at-equity-bilanzierten Beteiligungen werden zunächst mit den Anschaffungskosten und in den Folgeperioden mit dem fortgeschriebenen anteiligen Nettovermögen bilanziert. Dabei werden die Buchwerte jährlich um die anteiligen Ergebnisse, die Ausschüttungen und alle weiteren Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Unrealisierte Gewinne auf der Basis von Transaktionen mit assoziierten Unternehmen werden nach Maßgabe des Anteils der va-Q-tec gegen den Beteiligungsbuchwert eliminiert. Unrealisierte Verluste werden in gleicher Weise eliminiert, jedoch nur in dem Maße, in dem kein Anzeichen auf eine Wertminderung vorliegt. Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht gesondert ausgewiesen, sondern sind im Wertansatz der Beteiligung enthalten. Eine planmäßige Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte findet nicht statt. Aufgedeckte stille Reserven werden planmäßig abgeschrieben. Nach der at-equity-Methode bilanzierte Beteiligungen werden außerplanmäßig abgeschrieben, wenn der erzielbare Betrag den Buchwert unterschreitet.

Eine statuswahrende Erhöhung der Beteiligungsquote führt wie analog der erstmaligen Einbeziehung für den hinzuerworbenen Teil zu einer Ermittlung und Aufdeckung der anteiligen stillen Reserven und eines möglichen Goodwills.

2.4 FREMDWÄHRUNGSUMRECHNUNG

Der Konzernabschluss ist unter Beachtung des Konzepts der funktionalen Währung aufgestellt worden. Die funktionale Währung der va-Q-tec AG ist die primäre Währung des Wirtschaftsumfeldes, in dem der va-Q-tec Konzern tätig ist. Sie entspricht dem Euro, welcher zugleich der Darstellungswährung des Konzernabschlusses entspricht. Funktionale Währung der Tochtergesellschaften in den USA und Südkorea ist jeweils die Landeswährung, da diese Tochtergesellschaften ihre Geschäfte in den jeweiligen Märkten selbstständig betreiben. Die funktionale Währung der britischen Tochtergesellschaft entspricht dem Euro.

In den Abschlüssen jedes einzelnen Konzernunternehmens werden Geschäftsvorfälle in Fremdwährung mit den am Tag der Transaktion gültigen Kursen in die funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung werden an jedem Abschlussstichtag mit dem gültigen Stichtagskurs umgerechnet. Zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertete nicht-monetäre Vermögenswerte und Schulden werden mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt der erstmaligen bilanziellen Erfassung umgerechnet. Die aus diesen Umrechnungen entstandenen Fremdwährungsgewinne und -verluste werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Zur Aufstellung des Konzernabschlusses werden die Vermögenswerte und Schulden der ausländischen Tochtergesellschaften des Konzerns, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, in Euro umgerechnet, wobei die am Abschlussstichtag gültigen Wechselkurse herangezogen werden. Erträge und Aufwendungen werden zum Durchschnittskurs der Periode umgerechnet, es sei denn, die Umrechnungskurse während der Periode würden starken Schwankungen unterliegen. In diesem Fall würden die Umrechnungskurse zum Zeitpunkt der Transaktion Anwendung finden. Umrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe in Konzernwährung werden im sonstigen Konzernergebnis erfasst und im Eigenkapital angesammelt.

Die für die Umrechnung in Euro verwendeten Wechselkurse der wesentlichen Währungen im Konzern ergeben sich aus folgender Tabelle:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
31.12.2016 31.12.2015 2016 2015
Britisches Pfund 0,8562 0,7739 0,8444 0,7258
US-Dollar 1,0541 1,0887 1,0543 1,1095
Südkoreanischer Won 1.269,36 1.280,78 1.248,48 1.256,54

3 BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

3.1 KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Umsatzerlöse

Umsatzerlöse werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung bewertet und stellen die Beträge dar, die für Güter und Dienstleistungen im normalen Geschäftsablauf zu erhalten sind.

Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern werden ausgewiesen, wenn die wesentlichen Chancen und Risiken aus dem Eigentum an den Gütern auf den Kunden übergegangen sind, ein Preis vereinbart wurde oder ermittelt werden kann und wenn die Zahlung wahrscheinlich ist. Umsätze aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistung erbracht wurde und die Höhe der Erlöse verlässlich bestimmt werden kann. Zahlungen für nicht zurück gelieferte Thermoboxen im Zusammenhang mit erbrachten Vermietdienstleistungen werden als Umsatzerlöse ausgewiesen. Von den Umsatzerlösen werden Rabatte, Boni, Umsatzsteuern und andere im Zusammenhang mit der Leistung stehende Steuern abgesetzt.

Finanzergebnis

In der Position Finanzergebnis ausgewiesene Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht unter Berücksichtigung der ausstehenden Darlehenssumme und des anzuwendenden Zinssatzes abgegrenzt. Dabei findet die Effektivzinsmethode Anwendung.

Ertragsteuern

Der Aufwand aus Ertragsteuern stellt die Summe des laufenden Steueraufwands und der latenten Steuern dar. Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das Jahr ermittelt. Der zu versteuernde Gewinn unterscheidet sich von dem in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Gewinn vor Steuern, da Ertrags- und Aufwandsposten, die in anderen Jahren zu versteuern oder abzugsfähig sind, sowie Posten, auf die grundsätzlich keine Steuern anfallen oder die grundsätzlich nicht abzugsfähig sind, hierin nicht enthalten sind.

Latente Steuern werden in Übereinstimmung mit der in IAS 12 (Ertragsteuern) dargelegten bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode erfasst. Danach werden Steuerabgrenzungsposten für temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen Wertansätzen und den Wertansätzen in der Konzernbilanz sowie für steuerliche Verlustvorträge gebildet. Aktive latente Steuern werden nur dann berücksichtigt, wenn es wahrscheinlich ist, dass die entsprechenden Steuervorteile auch realisiert werden. Die Verlustvorträge, auf die aktive latente Steuern gebildet wurden, werden erwartungsgemäß innerhalb des Planungszeitraums von fünf Jahren genutzt. Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird jedes Jahr am Abschlussstichtag geprüft und im Wert gemindert, falls es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass genügend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung steht, um den Anspruch vollständig oder teilweise zu realisieren.

Für zu versteuernde temporäre Differenzen, die aus Anteilen an Tochterunternehmen entstehen, werden latente Steuerschulden gebildet, es sei denn, dass der Konzern die Umkehrung der temporären Differenzen steuern kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporäre Differenz in absehbarer Zeit nicht umkehren wird.

Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, soweit sie denselben Steuerpflichtigen betreffen und gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen.

Zur Bewertung latenter Steuern werden die Steuersätze zukünftiger Jahre herangezogen, soweit sie bereits gesetzlich festgeschrieben sind bzw. der Gesetzgebungsprozess im Wesentlichen abgeschlossen ist. Latente Steuern werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst. Sofern die den Steuerlatenzen zugrunde liegenden Be- oder Entlastungen ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst werden, erfolgt die Bildung bzw. Auflösung der latenten Steuern ebenfalls ergebnisneutral.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie (Basic Earnings per Share) wird nach IAS 33 (Ergebnis je Aktie) ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ermittelt sich aus der Division des Ergebnisanteils nach Steuern der Gesellschafter des Mutterunternehmens durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahrs in Umlauf befindlichen Aktien. Das Konzernergebnis war dabei in den Vorjahren nicht auf die verschiedenen Aktiengattungen aufzuteilen, da Stammaktien und Vorzugsaktien im Hinblick auf das Anrecht auf den Bezug von Dividenden gleich ausgestaltet waren. Die Vorzugsaktien wurden in 2016 vollständig in Stammaktien umgewandelt (für nähere Erläuterungen verweisen wir auf Kapitel 4.2.2.1). Ein verwässertes Ergebnis je Aktie wird gesondert ausgewiesen. Das verwässerte Ergebnis je Aktie wird unter der Annahme berechnet, dass alle potenziell verwässernden Instrumente und aktienbasierten Vergütungspläne umgewandelt beziehungsweise ausgeübt werden.

3.2 KONZERNBILANZ

3.2.1 Aktiva

Aktiva

Aktiva

Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 aktiviert, wenn ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen aus der Nutzung des Vermögenswerts zu erwarten ist und die Kosten des Vermögenswerts verlässlich ermittelt werden können.

Einzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten, selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte zu Herstellungskosten angesetzt. In den Folgeperioden werden die immateriellen Vermögenswerte zu ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und gegebenenfalls kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Forschungskosten werden erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen.

Immaterielle Vermögenswerte mit einer begrenzten Nutzungsdauer werden linear über die Nutzungsdauer abgeschrieben und, sobald es Anhaltspunkte für eine Wertminderung des immateriellen Vermögenswerts gibt, auf möglichen Wertminderungsbedarf geprüft. Die geschätzte Nutzungsdauer und die Abschreibungsmethode werden am Ende der jährlichen Berichtsperiode überprüft und eventuelle Änderungen der Schätzung werden bei der Folgebewertung berücksichtigt. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

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Software 3 - 5 Jahre
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 6 Jahre

Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung immaterieller Vermögenswerte werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und in der Periode, in der der Vermögenswert ausgebucht wird, erfolgswirksam im sonstigen betrieblichen Ertrag bzw. den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Ein aus interner Entwicklung (oder der Entwicklungsphase eines internen Projekts) entstehender immaterieller Vermögenswert wird angesetzt, sofern die entsprechenden Voraussetzungen des IAS 38.57 nachgewiesen werden können. Die aktivierten Herstellungskosten selbst erstellter immaterieller Vermögenswerte umfassen die dem Entwicklungsprozess direkt zurechenbaren Kosten sowie entwicklungsbezogene Gemeinkosten.

Sachanlagen

Sachanlagen werden für Geschäftszwecke genutzt und zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der kumulierten planmäßigen Abschreibungen und kumulierten Wertminderungsaufwendungen bewertet.

Die Anschaffungskosten einer Sachanlage umfassen sämtliche direkt dem Erwerb des Vermögenswertes zurechenbaren Kosten. Reparaturen und Wartungen werden in dem Geschäftsjahr aufwandswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in dem sie angefallen sind. Selbst erstellte Vermögenswerte werden erstmalig mit den direkt zurechenbaren Herstellungskosten sowie produktionsbezogenen Gemeinkosten bewertet.

Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, Bau oder der Herstellung eines sogenannten qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, sind nach IFRS als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten zu aktivieren. Im Berichtszeitraum sowie in der Vergleichsperiode wurden keine qualifizierten Vermögenswerte angeschafft oder hergestellt, für die eine Aktivierung von Fremdkapitalkosten geboten wäre.

Sachanlagen werden gemäß der Nutzungsart und Nutzungsdauer der Vermögenswerte linear abgeschrieben. Die Abschreibung beginnt zu dem Zeitpunkt, an dem die Vermögenswerte für die beabsichtigte Nutzung zur Verfügung stehen. Die Restwerte, Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern werden jährlich überprüft und gegebenenfalls angepasst. Den planmäßigen Abschreibungen werden überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

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Gebäude, Außenanlagen und Gebäudeeinrichtungen  
Gebäude 33 Jahre
Außenanlagen und Gebäudeeinrichtungen 8 - 14 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen  
Produktionsanlagen 8 - 12 Jahre
Sonstige technische Anlagen und Maschinen 3 - 10 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 15 Jahre
Containerflotte 5 Jahre
Boxenflotte 2 - 5 Jahre

Sofern Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, werden die Sachanlagen auf einen möglichen Wertminderungsbedarf geprüft.

Gewinne oder Verluste, die durch Veräußerung oder Ausbuchung eines Sachanlagenpostens entstehen, werden als Differenz zwischen dem Verkaufserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen erfasst.

Werthaltigkeitstest

Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer sowie noch nicht nutzungsbereite immaterielle Vermögenswerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich auf Wertminderungen geprüft. Zum Bilanzstichtag 31.12.2016 lagen solche Vermögenswerte nicht vor. Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden auf Wertminderungen geprüft, wenn irgendein Anhaltspunkt dafür vorliegt, dass der Buchwert des Vermögenswerts nicht mehr erzielt werden kann. Ein Wertminderungsverlust wird in Höhe des Betrags erfasst, um den der Buchwert des Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag des Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert. Der Nutzungswert wird dabei auf Basis der geschätzten künftigen Cashflows aus der Nutzung und dem Abgang des Vermögenswerts mit Hilfe des Discounted-Cashflow-Verfahrens ermittelt. Als Diskontierungssatz wird ein den Marktbedingungen entsprechender Zinssatz vor Steuern verwendet. Sofern kein erzielbarer Betrag für einen einzelnen Vermögenswert ermittelt werden kann, wird der erzielbare Betrag für die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten (Cash Generating Unit) bestimmt, der der betreffende Vermögenswert zugeordnet werden kann.

Entfallen zu einem späteren Zeitpunkt die Gründe für die vorgenommene Wertminderung, so erfolgt grundsätzlich eine Zuschreibung auf den neuen erzielbaren Betrag. Die Wertaufholung ist begrenzt auf den fortgeführten Buchwert, der sich ohne die Wertberichtigung in der Vergangenheit ergeben hätte.

Es wurden keine Indikatoren für eine mögliche Wertminderung identifiziert. Außerplanmäßige Wertminderungen oder Zuschreibungen gemäß IAS 36 wurden im Berichtszeitraum sowie im Vorjahr entsprechend nicht vorgenommen.

Leasingverhältnisse

Konzern als Leasingnehmer

Der Konzern least oder schließt Mietkaufverträge über bestimmte immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagevermögen ab. Zu Beginn des jeweiligen Leasingverhältnisses erfolgt die Einstufung als Operating- oder Finanzierungsleasing. Gemäß IAS 17 werden Leasingverhältnisse als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn durch die Leasingvereinbarung im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer übertragen werden. Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing werden im Zugangszeitpunkt zum niedrigeren Wert aus Barwert der Mindestleasingzahlungen und dem beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstands bilanziert. Zeitgleich erfolgt in gleicher Höhe die Passivierung der Leasingverbindlichkeit unter den sonstigen kurz- und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten. Im Rahmen der Folgebewertung wird der Vermögenswert aus Finanzierungsleasing linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer oder kürzere Laufzeit des Leasingverhältnisses abgeschrieben. Sollten Indikatoren für eine Wertminderung vorliegen, werden außerplanmäßige Wertberichtigungen auf den Leasingvermögenswert vorgenommen. Die Mindestleasingzahlungen werden in Zins- und Tilgungsanteil aufgeteilt. Der Zinsanteil wird dabei erfolgswirksam in der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis erfasst. Der Tilgungsanteil reduziert die Leasingverbindlichkeit.

Leasingverhältnisse, bei denen der wesentliche Teil der Chancen und Risiken beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operating-Leasing klassifiziert. Die damit verbundenen Leasingaufwendungen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen

Im Rahmen von Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen verkauft der Konzern Container an Leasinggesellschaften und least diese anschließend wieder zurück. Durch die Rückmietung übernimmt der Konzern wieder alle wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken und klassifiziert das Leasingverhältnis als Finanzierungsleasing. Die Umsatzerlöse aus diesen Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen werden vollständig eliminiert. Da sämtliche Container in der gleichen Periode hergestellt und im Wege von Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen zurück geleast werden, sind die diesbezüglichen Zugänge aus den aktivierten Eigenleistungen mit den betragsmäßig gleichen Abgängen saldiert in der Entwicklung der Anschaffungs- und Herstellungskosten der Containerflotte im Sachanlagevermögen ausgewiesen. Die erstmalige Bewertung des Vermögenswerts aus Finanzierungsleasing erfolgt nach den allgemeinen Regeln des IAS 17 und führt zur Aktivierung des Leasinggegenstands und der korrespondierenden Verbindlichkeit.

Der Überschuss aus den va-Q-tec zufließenden finanziellen Mitteln (Verkaufspreis) und dem Buchwert bzw. den aktivierten Eigenleistungen der Container aus dem Verkauf darf bei Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen nicht sofort erfolgswirksam erfasst werden, sondern wird als passiver Sonderposten unter den nicht-finanziellen Verbindlichkeiten abgegrenzt. Der Sonderposten wird über die Laufzeit des Leasingverhältnisses von 5 Jahren erfolgswirksam aufgelöst und in den sonstigen betrieblichen Erträgen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Konzern als Leasinggeber

Der Konzern tritt als Leasinggeber im Rahmen von Operating-Leasingverträgen auf. Dies betrifft die kurzfristige Vermietung von Containern an Dritte. Die Leasingverhältnisse sind in der Regel von kurzer Dauer und es erfolgt keine Übertragung der mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer. Die vermieteten Container sind im Anlagevermögen ausgewiesen und die Erlöse aus der Vermietung werden innerhalb der Umsatzerlöse dargestellt.

Vorräte

Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Bei der Ermittlung der Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten zugerechnet und Anschaffungspreisminderungen abgezogen. Die Herstellungskosten enthalten die direkten Material- und Fertigungskosten sowie den produktionsbezogenen Anteil der fixen und variablen Gemeinkosten. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem geschätzten, im normalen Geschäftsbetrieb erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der notwendigen Vertriebskosten. Zur verlustfreien Bewertung werden u. a. Bewertungsabschläge aufgrund von Gängigkeiten vorgenommen.

Finanzinstrumente und finanzielle Vermögenswerte

Die finanziellen Vermögenswerte setzen sich insbesondere aus Forderungen, derivativen Finanzinstrumenten mit positivem Marktwert und Zahlungsmitteln zusammen. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt nach IAS 39. Finanzielle Vermögenswerte werden bilanziert, wenn dem Konzern ein vertragliches Recht zusteht Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte von Dritten zu erhalten. Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden grundsätzlich zum Erfüllungstag bilanziert. Der erstmalige Ansatz eines finanziellen Vermögenswertes erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, gegebenenfalls zuzüglich der Transaktionskosten. Transaktionskosten von finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind, werden aufwandswirksam erfasst. Die Folgebewertung erfolgt gemäß der Zuordnung der finanziellen Vermögenswerte zu den Kategorien nach IAS 39.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte umfassen die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte einschließlich derivativer Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrument designiert wurden. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts finanzieller Vermögenswerte dieser Kategorie werden erfolgswirksam erfasst. Der aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten resultierende Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam im Finanzergebnis erfasst, es sei denn, das Derivat wird als Sicherungsinstrument im Rahmen einer Sicherungsbeziehung einbezogen (Hedge Accounting) und ist als solches wirksam. Im Berichtsjahr sowie im Vorjahr wurde jeweils kein Hedge Accounting angewendet.

Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Sie werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten sowie unter Berücksichtigung möglicher Wertminderungen bewertet. Dieser Bewertungskategorie werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten enthaltenen Forderungen sowie die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zugeordnet.

Im Berichtsjahr wurden entgegen dem Vorjahr finanzielle Vermögenswerte als bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen in Form von kurzfristigen Termingeldern gehalten. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte lagen wie im Vorjahr nicht vor.

Finanzielle Vermögenswerte werden zu jedem Abschlussstichtag auf mögliche Wertminderungen untersucht. Liegen objektive Hinweise für eine Wertminderung vor, wird eine aufwandswirksame Wertberichtigung in Höhe der Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows vorgenommen und auf einem separaten Wertberichtigungskonto erfasst. Verringert sich die Höhe der Wertberichtigung in Folgeperioden aufgrund von Ereignissen, die objektiv nach dem Zeitpunkt der Erfassung der Wertberichtigung eingetreten sind, wird die Wertminderung in entsprechendem Umfang erfolgswirksam zurückgenommen. Wertgeminderte Forderungen werden ausgebucht, wenn sie als uneinbringlich bewertet werden.

Der Konzern bucht einen finanziellen Vermögenswert aus, wenn die vertraglichen Rechte hinsichtlich der Cashflows aus einem Vermögenswert auslaufen oder er die Rechte zum Erhalt der Cashflows in einer Transaktion überträgt, in der auch alle wesentlichen mit dem Eigentum des finanziellen Vermögenswertes verbundenen Risiken und Chancen übertragen werden. Ein Anteil an solchen übertragenen finanziellen Vermögenswerten, die im Konzern entstehen oder verbleiben, wird als separater Vermögenswert oder separate Verbindlichkeit bilanziert.

3.2.2 Passiva

Eigenkapital

Als Eigenkapital werden Geld- und Sacheinlagen definiert, die einen Residualanspruch an den Vermögenswerten eines Unternehmens nach Abzug aller dazugehörigen Schulden begründen. Eigenkapitalinstrumente werden zum erhaltenen Ausgabeerlös abzüglich direkt zurechenbarer Transaktionskosten erfasst. Transaktionskosten sind Kosten, welche ohne die Ausgabe des Eigenkapitalinstruments nicht angefallen wären. Diese werden unter Berücksichtigung sämtlicher Steuereffekt von der Kapitalrücklage in Abzug gebracht.

Eigene Anteile

va-Q-tec bilanziert die in 2016 erstmals erworbenen eigenen Anteile nach der sogenannten cost method wonach die Anschaffungskosten der eigenen Anteile in einem separaten Posten innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen werden. Abweichend davon wurden die eigenen Anteile im Halbjahresfinanzbericht noch nach der modifizierten par value Methode in Höhe des Nominalwertes mit dem gezeichneten Kapital verrechnet. Der Teil der Anschaffungskosten, der diesen Betrag überstieg, wurde mit der Kapitalrücklage verrechnet. Der Vorstand geht davon aus, dass dieser detaillierte Ausweis innerhalb des Eigenkapitals den Umfang der Transaktionen mit eigenen Anteilen nachvollziehbarer darstellt und die Änderung der Bilanzierungsmethode somit gerechtfertigt ist.

Anteilsbasierte Vergütungen

Anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente an Arbeitnehmer werden zu dem beizulegenden Zeitwert des Eigenkapitalinstruments am Tag der Gewährung bewertet. Die Bewertung des gegenwärtigen Programms mit Zuteilungen in 2013 bzw. 2016 führte zu einem beizulegenden Zeitwert von null EUR bzw. 11,93 EUR je Option (vor Aktiensplit). Unter Berücksichtigung des Aktiensplit ergibt sich ein beizulegender Zeitwert i.H.v. 5,97 EUR je Option für die Zuteilungen in 2016. Der ermittelte beizulegende Zeitwert wird grundsätzlich linear über den Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit als Aufwand mit korrespondierender Erhöhung des Eigenkapitals (Kapitalrücklage) gebucht und beruht auf den Erwartungen des Konzerns hinsichtlich der Eigenkapitalinstrumente, die voraussichtlich unverfallbar werden. Für die in 2013 zugeteilten Optionen mit einem beizulegenden Zeitwert von Null wurde kein Aufwand erfasst. Zu jedem Abschlussstichtag prüft der Konzern seine Schätzungen bezüglich der Anzahl der Eigenkapitalinstrumente, die unverfallbar werden. Das Optionsprogramm ist mit dem Börsengang der va-Q-tec AG ausgelaufen.

Weitere Informationen zu anteilsbasierten Vergütungen im va-Q-tec Konzern sind im Abschnitt "Sonstige Angaben" dargestellt.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit darüber besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen auch gewährt werden. Sie werden ertragswirksam in den Perioden erfasst, in denen der Konzern die entsprechenden Aufwendungen trägt, welche durch die Zuwendungen kompensiert werden sollen. Zuwendungen der öffentlichen Hand, deren wichtigste Bedingung der Kauf, der Bau oder die sonstige Anschaffung langfristiger Vermögenswerte ist, werden als nicht-finanzielle Verbindlichkeit in der Bilanz erfasst. Die Auflösung erfolgt erfolgswirksam im sonstigen betrieblichen Ertrag auf Grundlage der Nutzungsdauer des entsprechenden Vermögenswertes. Im Gegensatz zum Vorjahr erhielt die va-Q-tec AG in 2016 keine weiteren Zuwendungen der öffentlichen Hand zur Anschaffung langfristiger Vermögenswerte.

Rückstellungen

Rückstellungen werden ausgewiesen, wenn dem Konzern aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung entstanden ist, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen führt und die Höhe dieser Verpflichtung verlässlich geschätzt werden kann.

Der als Rückstellung erfasste Betrag entspricht der bestmöglichen Schätzung des für die Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung notwendigen Gegenwerts zum Bilanzstichtag, wobei die Risiken und Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Verpflichtung berücksichtigt werden. In die Bewertung der Rückstellungen fließen sämtliche maßgeblichen Kostenfaktoren ein. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden, sofern der Zinseffekt wesentlich ist, zum Bilanzstichtag mit ihrem abgezinsten Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Wenn zu erwarten ist, dass der zur Erfüllung einer zurückgestellten Verpflichtung erforderliche wirtschaftliche Nutzen ganz oder teilweise von Dritten erstattet wird, so wird die Forderung als Vermögenswert erfasst, wenn es so gut wie sicher ist, dass die Erstattung erfolgt und die Höhe der Forderung verlässlich bewertet werden kann.

Rückstellungen für Gewährleistungen werden zum Zeitpunkt des Verkaufs der betreffenden Waren oder der Erbringung der entsprechenden Dienstleistungen gebildet. Die Höhe der Rückstellung basiert auf der historischen Entwicklung sowie einer Schätzung der zukünftigen Gewährleistungsfälle.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Sie werden bei der erstmaligen Erfassung mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt und in der Folge - mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden - gemäß der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten, gegebenenfalls abzüglich direkt zurechenbarer Transaktionskosten, bewertet.

4 ERLÄUTERUNGEN

4.1 KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

4.1.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:

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in EUR 2016 2015
Produkte 11.287.129 7.411.292
Systeme 10.426.393 5.253.947
Dienstleistungen 13.189.428 9.395.006
Sonstige 625.877 482.978
Gesamt Konzern 35.528.827 22.543.223

Das Produktgeschäft umfasst die Produktion und den Vertrieb von Vakuumisolationspaneelen und Wärmespeicherkomponenten. Diese Produkte werden in folgende Branchen verkauft: Healthcare & Logistik, Kühlgeräte & Lebensmittel, Technik & Industrie, Mobilität und Bau. Das Systemgeschäft umfasst den Vertrieb von thermischen Verpackungen, die an Unternehmen aus der Healthcare & Logistik Branche verkauft werden. Das Geschäft mit Dienstleistungen umfasst das Container- und Boxen-Vermietungsgeschäft für den Transport von temperatursensiblen Gütern, mehrheitlich für Produkte aus der Pharma- und Biotechbranche. Insbesondere Umsätze aus der Vermietung von Hochleistungs-Boxen erhöhten sich in 2016 deutlich. Sonstige Umsatzerlöse werden durch thermische Beratung und staatlich geförderte Forschungsprojekte erzielt.

Gegenüber dem Vorjahr konnte das Geschäft in den drei wesentlichen Bereichen Produkte, Systeme und Dienstleistungen zusammen ein Umsatzwachstum von 58 % erzielen. In den Umsatzerlösen des Bereichs Dienstleistungen sind auch Kompensationszahlungen durch Kunden für im Vermietnetzwerk nicht zurückgelieferte Thermo-Boxen im Umfang von 527.528 EUR (Vj.: 21.101 EUR) enthalten. Diese Umsätze wurdem im Zwischenbericht des Konzerns zum 30.06.2016 noch als sonstige betriebliche Erträge erfasst.

Für weitere Informationen verweisen wir auf die Segmentberichterstattung.

4.1.2 Aktivierte Eigenleistungen

Die nachfolgende Tabelle illustriert die Entwicklung der aktivierten Eigenleistungen in den Geschäftsjahren 2015 und 2016. Die aktivierten Eigenleistungen aus der Containerflotte und der Boxenflotte erhöhten sich in 2016 aufgrund des starken Wachstums der Geschäftstätigkeit in diesem Bereich deutlich.

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in EUR 2016 2015
Aktivierte Eigenleistungen aus Container Sale-and-finance-leaseback Transaktionen 2.144.764 3.756.594
Aktivierte Eigenleistungen aus Aufbau Mietboxentflotte 1.286.665 316.626
sonstige aktivierte Eigenleistungen 1.075.216 797.744
Gesamt Konzern 4.506.645 4.870.963

Von den im Jahr 2016 insgesamt angefallenen Forschungs- und Entwicklungskosten i.H.v. 1.246.192 EUR (Vj.: 1.043.815 EUR) erfüllen 51.508 EUR (Vj.: 32.328 EUR) die Aktivierungskriterien nach IFRS. Die übrigen Forschungs- und Entwicklungskosten wurden in den entsprechenden Positionen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, überwiegend im Personalaufwand, erfasst.

4.1.3 Sonstige betriebliche Erträge

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in EUR 2016 2015
Auflösung Sonderposten aus Container Sale-and-Leaseback Transaktionen 1.417.704 678.851
Auflösung Sonderposten aus Zuwendungen der öffentlichen Hand 434.141 395.017
Aperiodische Erträge 78.859 104.310
Kursgewinne 33.200 88.482
Einspeisevergütungen von Photovoltaikanlagen 20.500 21.852
Gewinne aus Anlagenverkäufen - 14.954
Erträge aus Versicherungserstattungen 3.947 100
Sonstige Erträge 111.222 115.764
Gesamt Konzern 2.099.574 1.419.330

Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens aus Container Sale-and-Leaseback Transaktionen stiegen in 2016 stark an, nachdem sich der entsprechende Sonderposten in den Jahren 2015 und 2016 aufgrund der Erweiterung der Containerflotte deutlich erhöht hatte.

4.1.4 Materialaufwand

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in EUR 2016 2015
Aufwand für Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe 13.362.692 9.776.948
Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.961.738 2.577.463
Gesamt Konzern 17.324.430 12.354.411

Die deutliche Zunahme der Aufwendungen für bezogene Leistungen ist bedingt durch das starke Wachstum im Bereich Dienstleistungen. Im Rahmen der Vermietung von Containern und Boxen werden in erheblichem Maße Lager-, Logistik- und Fulfillment-Dienste von internationalen Logistikdienstleistern in Anspruch genommen. Insbesondere in der Aufbauphase des internationalen Container-Netzwerks, in der sich die britische Tochtergesellschaft befindet, entstehen auch hohe Kosten für die Expansion der Netzwerkstationen und die Repositionierung von Containern im Netzwerk.

4.1.5 Personalaufwand

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Personalaufwendungen in den Geschäftsjahren 2015 und 2016:

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in EUR 2016 2015
Löhne und Gehälter 10.228.266 7.592.957
Sontige Abgaben 1.586.466 1.260.755
Gesamt Konzern 11.814.732 8.853.712

Die sozialen Abgaben enthalten im Wesentlichen die Arbeitgeberanteile zur gesetzlichen Sozialversicherung. Für Mitarbeiter in Deutschland besteht ein beitragsorientierter Pensionsplan im Rahmen der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung, in die der va-Q-tec-Konzern in Höhe eines im Berichtszeitraum gültigen Beitragssatzes von 9,35 % (Vj.: 9,35 %) (Arbeitgeberanteil) der rentenpflichtigen Vergütung einzuzahlen hat. Die geleisteten Beiträge betrugen im Berichtsjahr 657.101 EUR (Vj.: 524.463 EUR). Zusätzlich leistet die va-Q-tec AG im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge für ihre Mitarbeiter Zuschüsse zu Direktversicherungen i.H.v. 74.209 EUR (Vj.: 66.024 EUR). Darüberhinaus besteht ein beitragsorientierter Pensionsplan in der Tochtergesellschaft in UK. Für diesen wurden Beiträge in Höhe von 40.050 EUR (Vj.: 0 EUR) aufwandswirksam erfasst. Für die Vorstandsmitglieder bestehen darüber hinaus seit 2014 beitragsorientierte Leistungszusagen, für die im Berichtsjahr 22.373 EUR (Vj.: 21.868 EUR) in eine externe kongruent rückgedeckte Unterstützungskasse eingezahlt wurden. Insgesamt wurden somit Aufwendungen zu beitragsorientierten Pensionsplänen i.H.v. 793.733 EUR (Vj.: 612.355 EUR) erfasst.

Die Löhne und Gehälter enthalten Kosten aus der Gewährung von Optionen an Mitarbeiter in Höhe von 168.796 EUR (Vj.: 0 EUR). Für weitere Erläuterungen zu anteilsbasierter Vergütung verweisen wir auf Kapitel 5.3.

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter in den Geschäftsjahren 2015 und 2016 stellt sich wie folgt dar:

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2016 2015
Männliche Beschäftigte 193 165
Weibliche Beschäftigte 74 47
Gesamt Konzern 267 212

4.1.6 Abschreibungen

Im Geschäftsjahr 2016 wurden planmäßige Abschreibungen i.H.v. 5.639.459 EUR (Vj.: 3.169.484 EUR) vorgenommen. Es gab in beiden Geschäftsjahren keine außerplanmäßigen Wertminderungen oder Zuschreibungen.

4.1.7 Sonstiger betrieblicher Aufwand

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in EUR 2016 2015
Aufwendungen in Zusammenhang mit dem Börsengang 1.568.081 62.986
Marketing und Vertrieb 1.388.993 1.088.995
Rechts-, Patent-, und Beratungskosten 1.356.076 811.408
Mieten und Leasing 958.372 574.542
Reparatur und Instandhaltung 639.072 562.100
Frachten 509.368 375.256
IT und sonstige Bürokosten 376.943 218.471
Aufwendungen für Anlagenabgang (Boxen) 326.794 -
Sonstiger Personalaufwand 317.959 203.087
Versicherungen und Beiträge 191.117 231.048
Aperiodische Aufwendungen 137.527 83.599
Vergütung des Aufsichtsrats 124.930 100.901
Kursverluste 83.848 51.162
Sonstiges 542.538 387.466
Gesamt Konzern 8.521.618 4.751.021

Die Position Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Börsengang umfasst 1.259.601 EUR (Vj.: 62.986 EUR) für Rechts- und Beratungskosten, 223.975 EUR (Vj.: 0 EUR) für Bankgebühren und 84.504 EUR (Vj.: 0 EUR) für sonstige Aufwendungen in Zusammenhang mit dem Börsengang. Die Position Rechts-, Patent- und Beratungskosten ist aufgrund erhöhter Patentaktivität und kaufmännsicher Beratung angestiegen. Mietaufwendungen sind aufgrund der Anmietung zusätzlich benötigter Produktions- und Logistikflächen am Standort Würzburg deutlich angestiegen. Die Position "Sonstiges" umfasst im Wesentlichen die Nebenkosten des Geldverkehrs, Aufwendungen für sonstige Steuern und andere betriebsnotwendige Hilfsmittel und Dienstleistungen wie etwa Laborbedarf und ausgelagerte kaufmännische Tätigkeiten.

4.1.8 Ergebnis aus at-equity bilanzierten Beteiligungen

Aus einer at-equity bilanzierten Beteiligung resultierte im Geschäftsjahr ein anteiliges negatives Ergebnis i.H.v. 59.179 EUR (Vj.: 4.903 EUR).

4.1.9 Finanzergebnis

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in EUR 2016 2015
Zinserträge 59 590
Erträge aus derivativen Finanzinstrumenten 4.055 -
Finanzerträge 4.114 590
Zinsaufwendungen -462.450 -354.617
Aufwendungen aus derivativen Finanzinstrumenten -388.102 -170.026
Zinsen aus Finanzierungsleasing -772.493 -534.778
Finanzaufwendungen -1.623.045 -1.059.421
Finanzergebnis -1.618.931 -1.058.831

Die Aufwendungen aus derivativen Finanzinstrumenten beinhalten den in 2016 entstandenen Aufwand aus der erfolgswirksamen Veränderung des beizulegenden Zeitwerts eines Sonderkündigungsrechts, das in eine stille Beteiligung eingebettet war. Im Zuge des Börsengangs wurde das Sonderkündigungsrecht durch die Beteiligungsgesellschaft ausgeübt, welches zu einer Auszahlung in Höhe von 823.102 EUR führte (für weitere Informationen verweisen wir auf das Kapitel 4.2.2.4).

4.1.10 Ertragsteuern

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in EUR 2016 2015
Tatsächlicher Steueraufwand (Steuerertrag)    
laufende Periode -158.779 529.060
Vorperiode -3.818 -71
Latenter Steueraufwand (Steuerertrag) -150.121 -834.432
Gesamt Konzern -312.718 -305.443

Latente Steuern werden anhand der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden.

Die steuerliche Überleitungsrechnung erläutert den Zusammenhang zwischen dem erwarteten Steueraufwand und dem tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand, der sich aus dem IFRS-Konzernergebnis (vor Ertragsteuern) durch Anwendung eines Ertragsteuersatzes von 30,6 % (Vj.: 29,6 %) ergibt. Der verwendete Ertragsteuersatz entspricht jeweils dem durchschnittlichen inländischen Steuersatz der va-Q-tec AG, der sich aus der Körperschaftsteuer (zzgl. Solidaritätszuschlag) und der Gewerbesteuer zusammensetzt. Dieser hat sich in 2016 aufgrund eines höheren anzusetzenden Gewerbesteuersatzes der va-Q-tec AG erhöht.

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in EUR 2016 2015
Konzernergebnis vor Steuern -2.100.772 -634.627
Ertragssteuersatz 30,6 % 29,6 %
Erwarteter Ertragssteueraufwand (Steuerertrag) -642.206 -188.122
Steuerfreie Erträge -2.248 -39.370
Steuerlich nicht abzugsfähige Betriebsausgaben 50.814 33.942
Wertberichtigung und Nichtansatz aktive latente Steuern auf temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge 505.550 67.911
Effekte Steuersatzänderung -58.250 0
Verwendung von nicht aktivierten Verlustvorträgen -149.046 -3.664
Periodenfremde Ertragssteuern 3.818 -71
Abweichende ausländische Steuerersätze -23.718 -143.933
Sonstige Effekte 2.568 -32.135
Ausgewiesener Steueraufwand (Steuerertrag) -312.718 -305.443

Der Betrag der direkt im Eigenkapital erfassten latenten Steuern setzt sich wie folgt zusammen:

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2016 2015
in EUR vor Steuern latente Steuer nach Steuern vor Steuern latente Steuer nach Steuern
In der Kapitalrücklage verrechnete Eigenkapitaltransaktionskosten -2.326.577 711.126 -1.615.451 -35.218 10.440 -24.778
Anteilige Erstattungen von Eigenkapitaltransaktionskosten durch Altaktionäre 469.612 -143.538 326.074 0 0 0
Effekt auf die Kapitalrücklage -1.856.965 567.587 -1.289.378 -35.218 10.440 -24.778

Die nachfolgende Übersicht gibt an, welchen Bilanzpositionen die aktiven und passiven latenten Steuern zuzuordnen sind:

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31.12.2016
in EUR
Aktive latente Steuer 31.12.2016 Passive latente Steuer 31.12.2016
AKTIVA    
Immaterielle Vermögenswerte - 29.777
Sachanlagen 165.607 182.319
Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen - -
Langfristige finanzielle Vermögenswerte - 23.088
Vorräte 87.201 -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 66 12.226
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte - -
Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte - -
PASSIVA    
Langfristige Rückstellungen 464 -
Langfristige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 24.361 -
Sonstige langfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte 1.887.164 -
Kurzfristige Rückstellungen 3.554 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - -
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten - -
Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten - -
Verlustvorträge 1.010.031 -
Summe latente Steuern vor Wertberichtigung 3.178.448 247.410
Wertberichtigung -91.420 -
Summe latente Steuern vor Saldierung 3.087.028 247.410
Saldierung -247.410  
Bilanzausweis 2.839.618  
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31.12.2015 Aktive latente Steuer Passive latente Steuer
in EUR 31.12.2015 31.12.2015
AKTIVA    
Immaterielle Vermögenswerte - 17.552
Sachanlagen 191.540 190.483
Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen - -
Langfrisitige finanzielle Vermögenswerte - 19.170
Vorräte 46.598 -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - 138.200
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte - -
Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte - -
PASSIVA    
Langfristige Rückstellungen - -
Langfristige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 36.373 -
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 1.321.656 -
Kurzfristige Rückstellungen - -
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 262.505 -
Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 395.042 -
Verlustvorträge 258.626 -
Summe 2.512.340 365.405
Saldierung -365.405 -
Bilanzausweis 2.146.935 -

Aktive latente Steuern werden nur dann angesetzt, wenn die Realisierbarkeit dieser Steuervorteile wahrscheinlich ist. Dabei werden alle zurzeit bekannten positiven und negativen Einflussfaktoren auf die zukünftigen steuerlichen Ergebnisse berücksichtigt. Von den aktiven latenten Steuern entfallen 1.012.674 EUR (Vj.: 274.796 EUR) auf Einzelgesellschaften, die in der laufenden Periode oder in der Vorperiode steuerliche Verluste erlitten haben. Der Konzern geht aufgrund der weitgehend positiven Geschäftsentwicklung (bereinigt um die Sondereffekte des Börsengangs) grundsätzlich von einer Nutzbarkeit der aktivierten latenten Steueransprüche aus. Insbesondere in der Produktionsgesellschaft (va-Q-tec AG) als auch im Container-Service Geschäft (va-Q-tec Ltd. (UK)) wurden in den Jahren 2012 bis 2016 umfangreiche Investitionen in Personal, Technologie und Kapazität getätigt, die die notwendige Basis für Wachstum bieten. Mittelfristig wird von einer dauerhaften Profitabilität ausgegangen, bei der die latenten Steueransprüche genutzt werden können.

Zum 31.12.2016 bestehen steuerliche Verlustvorträge i.H.v. 1.305.496 EUR (31.12.2015: 637.072 EUR) für die keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden. Diese steuerlichen Verlustvorträge resultieren aus der Tochtergesellschaft in UK. In 2016 wurden die aktiven latenten Steuern auf die steuerlichen Verlustvorträge aufgrund der diesjerigen Verlustsituation der Gesellschaft auf die Höhe der vorhandenen passiven latenten Steuern begrenzt. Dies hatte eine Wertminderung der aktiven latenten Steuern i.H.v. 91.420 EUR (Vj.: 0 EUR) zur Folge. Die steuerlichen Verlustvorträge in UK sind unbegrenzt nutzbar.

Die vorhandenen und bis 31.12.2015 nicht aktivierten latenten Steuern auf die steuerlichen Verlustvorträge der Tochtergesellschaften in Korea und den USA wurden in der Berichtsperiode erstmal in einem Umfang von 163.984 EUR aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung der Gesellschaften sowie der geplanten Nutzbarkeit der steuerlichen Verlustvorträge aktiviert. Im Vorjahr bestanden für diese Gesellschaften steuerliche Verlustvorträge für die keine latente Steuer angesetzt wurde i.H.v. 637.072 EUR. Die steuerlichen Verlustvorträge in den USA sind bis zu 20 und in Korea bis zu 10 Jahren nutzbar.

4.1.11 Ergebnis je Aktie

Die Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie basiert auf dem den Stammaktionären zurechenbaren Gewinn und einem gewichteten Durchschnitt der im Umlauf gewesenen Stammaktien.

Die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie basiert auf dem den Stammaktionären zurechenbaren Gewinn und einem gewichteten Durchschnitt der im Umlauf gewesenen Stammaktien nach Bereinigung um alle Verwässerungseffekte potenzieller Stammaktien.

Das Ergebnis je Aktie stellt sich wie folgt dar:

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2016 2015
Konzernergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen (in EUR) -1.726.932 -357.971
Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien 10.089.773 9.156.374
Ergebnis je Aktie (im Vorjahr inkl. Vorzugsaktien) (in EUR) -0,17 -0,04
Gewichtete durchschnitteliche Anzahl der Aktien - verwässert 10.186.068 n / a
Ergebnis je Aktie - verwässert (in EUR) -0,17 n / a

Die bis Mitte 2016 bestehenden Vorzugsaktien und die Stammaktien der va-Q-tec AG waren im Hinblick auf das Anrecht auf den Bezug von Dividenden gleich ausgestaltet. Ein jeweils getrennter Ausweis des Ergebnisses je Aktie bezogen auf Stammaktien und Vorzugsaktien war daher in der Vorperiode nicht notwendig. Das für 2015 ausgewiesene Ergebnis je Aktie wurde im Vergleich zum Vorjahr um die in 2016 durchgeführte Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln im Verhältnis 1:2 (Aktiensplit) angepasst. Ein verwässertes Ergebnis je Aktie wird nur für das Jahr 2016 ausgewiesen, da erst durch den Börsengang in diesem Jahr ein Verwässerungseffekt durch Aktienoptionen eingetreten ist.

Gewichteter Durchschnitt der Aktien

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in Tausend Aktien 2016 2015
Ausgegebene Aktien zum 1. Januar 4.578.187 4.578.187
Retrospektive Auswirkung der Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln (Aktiensplit) 4.578.187 4.578.187
Auswirkung aus Erwerb eigener Anteile -186.144  
Auswirkung aus Ausgabe eigener Anteile gegen Sacheinlage Grundstück 76.274  
Auswirkung der Sacheinlage Minderheitenanteil va-Q-tec Ltd. (UK) 55.691  
Auswirkung der Kapitalerhöhung zum Börsengang 955.479  
Auswirkung der erdienten Aktienoptionen -zeitanteilig 30.09.2016 - 31.12.2016 32.098  
Gewichteter Durchschnitt der Stammaktien (unverwässert) zum 31. Dezember 10.089.773 9.156.374
Auswirkung der erdienten Aktienoptionen - für 01.01.2016 - 30.09.2016 96.295  
Gewichteter Durchschnitt der Stammaktien (verwässert) zum 31. Dezember 10.186.068 9.156.374

Zur Zusammensetzung des Grundkapitals verweisen wir auf die Erläuterungen zum Eigenkapital unter 4.2.2.1.

4.2 BILANZ

4.2.1 Aktiva

Aktiva

Aktiva

4.2.1.1 Immaterielle Vermögenswerte

Anlagespiegel

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
in EUR Stand am 01.01.2016 Kursdifferenzen Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2016
1. Software und sonstige erworbene immaterielle Vermögenswerte 657.764 - 129.885 - 28.805 758.844
2. Selbst erstellte immaterielle Vermögenwerte - - 51.508 55.096 - 106.604
3. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte im Bau 55.096 - - -55.096 - -
Summe immaterielle Vermögenswerte 712.860 - 181.393 - 28.805 865.448

Anlagespiegel

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Abschreibung
in EUR Stand am 01.01.2016 Kursdifferenzen Abschreibungen im Geschäftsjahr Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2016
1. Software und sonstige erworbene immaterielle Vermögenswerte 347.899 - 96.213 - 28.805 415.307
2. Selbst erstellte immaterielle Vermögenwerte - - 9.183 - - 9.183
3. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte im Bau - - - - - -
Summe immaterielle Vermögenswerte 347.899 - 105.396 - 28.805 424.490
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Buchwerte
in EUR Stand am 31.12.2016 Stand am 31.12.2015
1. Software und sonstige erworbene immaterielle Vermögenswerte 343.537 309.865
2. Selbst erstellte immaterielle Vermögenwerte 97.421 -
3. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte im Bau - 55.096
Summe immaterielle Vermögenswerte 440.958 364.961

Anlagespiegel

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
in EUR Stand am 01.01.2015 Kursdifferenzen Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2015
1. Software und sonstige erworbene immaterielle Vermögenswerte 382.009 - 275.755 - - 657.764
2. Selbst erstellte immaterielle Vermögenwerte - -   - - -
3. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte im Bau 22.768 - 32.328 - - 55.096
Summe immaterielle Vermögenswerte 404.777 - 308.083 - - 712.860

Anlagespiegel

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Abschreibung Buchwerte
in EUR Stand am 01.01.2015 Kursdifferenzen Abschreibungen im Geschäftsjahr Abgänge Stand am 31.12.2015 Stand am 31.12.2015
1. Software und sonstige erworbene immaterielle Vermögenswerte 298.743 - 49.156 - 347.899 309.865
2. Selbst erstellte immaterielle Vermögenwerte - - - - - -
3. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte im Bau - - - - - 55.096
Summe immaterielle Vermögenswerte 298.743 - 49.156 - 347.899 364.961
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Buchwerte
in EUR Stand am 31.12.2014
1. Software und sonstige erworbene immaterielle Vermögenswerte 82.266
2. Selbst erstellte immaterielle Vermögenwerte -
3. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte im Bau 22.768
Summe immaterielle Vermögenswerte 106.034

In der Position Software und sonstige erworbene immaterielle Vermögenswerte i.H.v. 343.536 EUR (Vj.: 309.865 EUR) waren immaterielle Vermögenswerte aus einem Finanzierungsleasing enthalten, das in 2016 planmäßig ausgelaufen ist. Der Nettobuchwert der betreffenden Vermögenswerte betrug im Vorjahr 4.115 EUR.

Es wurden keine Indikatoren für eine mögliche Wertminderung identifiziert. Außerplanmäßige Wertminderungen oder Zuschreibungen gemäß IAS 36 wurden im Berichtszeitraum sowie im Vorjahr entsprechend nicht vorgenommen.

4.2.1.2 Sachanlagevermögen

Anlagenspiegel

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
in EUR Stand am 01.01.2016 Kursdifferenzen Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2016
1. Grundstücke und Gebäude 4.980.116 - 1.656.070 - - 6.636.186
2. technische Anlagen und Maschinen 11.555.227 - 302.640 37.095 4.044 11.890.918
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.891.695 929 1.823.529 1.196.449 638.307 5.274.295
4. Containerflotte 14.086.487 - 4.565.265 -31.644 85.954 18.534.155
5. Anlagen im Bau 4.185.252 - 926.574 -1.201.901 - 3.909.925
Summe Sachanlagen 37.698.777 929 9.274.077 - 728.305 46.245.478

Anlagenspiegel

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Abschreibung
in EUR Stand am 01.01.2016 Kursdifferenzen Abschreibungen im Geschäftsjahr Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2016
1. Grundstücke und Gebäude 815.949 - 164.249 - - 980.198
2. technische Anlagen und Maschinen 4.077.753 - 1.189.235 122.142 2.737 5.386.393
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.102.470 312 748.736 0 324.565 2.526.953
4. Containerflotte 2.658.988 - 3.431.843 -122.142 27.364 5.941.325
5. Anlagen im Bau - - -   - -
Summe Sachanlagen 9.655.160 312 5.534.063 - 354.667 14.834.868
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Buchwerte
in EUR Stand am 31.12.2016 Stand am 31.12.2015
1. Grundstücke und Gebäude 5.655.988 4.164.167
2. technische Anlagen und Maschinen 6.504.525 7.477.473
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.747.342 789.225
4. Containerflotte 12.592.830 11.427.499
5. Anlagen im Bau 3.909.925 4.185.252
Summe Sachanlagen 31.410.610 28.043.616

Anlagenspiegel

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
in EUR Stand am 01.01.2015 Kursdifferenzen Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2015
1. Grundstücke und Gebäude 4.951.735 - 28.381 - - 4.980.116
2. technische Anlagen und Maschinen 10.047.898 - 1.135.492 372.288 451 11.555.227
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.752.753 812 189.648 20.233 71.751 2.891.695
4. Containerflotte 6.277.267 - 7.809.220 - - 14.086.487
5. Anlagen im Bau 3.756.966 - 820.807 392.521 - 4.185.252
Summe Sachanlagen 27.786.619 812 9.983.548 - 72.202 37.698.777

Anlagenspiegel

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Abschreibung Buchwerte
in EUR Stand am 01.01.2015 Kursdifferenzen Abschreibungen im Geschäftsjahr Abgänge Stand am 31.12.2015 Stand am 31.12.2015
1. Grundstücke und Gebäude 653.626 - 162.323 - 815.949 4.164.167
2. technische Anlagen und Maschinen 3.243.522 - 834.232 - 4.077.754 7.477.473
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.842.748 453 322.856 63.587 2.102.470 789.225
4. Containerflotte 858.071 - 1.800.917 - 2.658.988 11.427.499
5. Anlagen im Bau - - - - - 4.185.252
Summe Sachanlagen 6.597.967 453 3.120.328 63.587 9.655.161 28.043.616
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Buchwerte
in EUR Stand am 31.12.2014
1. Grundstücke und Gebäude 4.298.109
2. technische Anlagen und Maschinen 6.804.376
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 910.005
4. Containerflotte 5.419.196
5. Anlagen im Bau 3.756.966
Summe Sachanlagen 21.188.652

In den Sachanlagen werden Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing ausgewiesen. Diese entfallen zum 31.12.2016 mit einem Nettobuchwert i.H.v. 12.253.601 EUR (Vj.: 11.048.653 EUR) auf die Containerflotte. In den technischen Anlagen und Maschinen sind weitere Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing Vereinbarungen mit einem Nettobuchwert zum 31.12.2016 von 843.867 EUR (Vj.: 3.582.651 EUR) enthalten.

Folgende Sachanlagen dienen zur Besicherung von Finanzschulden:

Sämtliche Gebäude und Grundstücke in Kölleda dienen als Sicherheiten für langfristige Bankdarlehen.

Sämtliche Anlagen und Maschinen aus Finanzierungsleasing am Standort Kölleda (im Vorjahr zusätzlich Standort Würzburg) dienen als Sicherheiten für die Finanzierungen der Leasinggesellschaft. Von den übrigen technischen Anlagen und Maschinen dient ein Anteil mit einem Buchwert von 4.730.679 EUR (Vj.: 1.752.210 EUR) als Sicherheit für langfristige Bankdarlehen.

Aus der Kategorie "Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung" dienen Vermögenswerte i.H.v. 949.558 EUR (Vj.: 1.408.940 EUR) am Standort Kölleda als Sicherheiten für langfristige Bankdarlehen.

Fertige aber noch nicht in Betrieb genommene Container im Anlagevermögen der Muttergesellschaft i.H.v. 382.303 EUR dienen als Besicherung eines in 2016 abgeschlossenen Multibankenkredits.

Die Containerflotte aus Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen dient der Leasinggesellschaft als Sicherheit für die von ihr gewährten Finanzierungen.

Es wurden keine Indikatoren für eine mögliche Wertminderung identifiziert. Außerplanmäßige Wertminderungen oder Zuschreibungen gemäß IAS 36 wurden im Berichtszeitraum sowie im Vorjahr entsprechend nicht vorgenommen.

4.2.1.3 At-equity bilanzierte Beteiligungen

Im September 2015 hat die va-Q-tec AG für 375.000 EUR einen Minderheitenanteil an der Sumteq GmbH, Köln erworben und diesen im November 2016 für weitere 125.000 EUR erhöht. SUMTEQ ist ein junges, derzeit noch forschungsorientiertes Technologieunternehmen, das innovative Schäume entwickelt, die zukünftig als leistungsfähige Kernmaterialien für VIPs eingesetzt werden können. Die Beteiligung wurde in 2016 erhöht nach dem ein wesentlicher Entwicklungsmeilenstein durch die SUMTEQ GmbH erreicht wurde.

Die nachstehende Tabelle fasst die Finanzinformationen von SUMTEQ, berichtigt um Anpassungen an den beizulegenden Zeitwert zum jeweiligen Erwerbszeitpunkt und unter entsprechender Fortentwicklung der Effekte auf den Bilanzstichtag, zusammen. Die Tabelle zeigt auch eine Überleitung der zusammengefassten Finanzinformationen auf den ausgewiesenen Buchwert des Anteils der va-Q-tec an SUMTEQ. Die Informationen in der dargestellten Tabelle beinhalten die Ergebnisse von SUMTEQ für das Geschäftsjahr 2016 sowie für die Vergleichsperiode vom 01.09.2015 bis zum 31.12.2015.

Finanzinformationen SUMTEQ GmbH

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in EUR 31.12.2016 31.12.2015
Langfristige Vermögenswerte 1.496.846 1.470.588
Kurzfristige Vermögenswerte 382.308 493.034
Langfristige Schulden -448.574 -477.206
Kurzfristige Schulden -145.932 -6.881
Nettovermögen (100 %) 1.284.648 1.479.535
Anteil des Konzerns am Nettovermögens (18,5 %; Vj.: 14,6 %) 237.660 215.272
Geschäfts- oder Firmenwert 198.258 154.825
Buchwert der at-Equity bilanzierten Beteiligungen 435.918 370.097

Finanzinformationen SUMTEQ GmbH

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2016 2015
in EUR 01.01.-31.12.2016 01.09.-31.12.2015
Umsatzerlöse 63.750 -
Periodenergebnis -319.887 -33.698
Sonstiges Ergebnis - -
Gesamtergebnis (100 %) -319.887 -33.698
Anteil des Konzerns am Gesamtergebnis (18,5 %; Vj.: 14,6 %) -59.179 -4.903

4.2.1.4 Sonstige langfristige und kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

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in EUR langfristig kurzfristig Stand am 31.12.2016
Kurzfristige Termingelder (6-12 Monate) - 30.000.000 30.000.000
Debitorische Kreditoren - 79.796 79.796
Kautionen 64.250 596 64.846
Übrige 2.520 103.199 105.719
Gesamt Konzern 66.770 30.183.591 30.250.361

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

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in EUR langfristig kurzfristig Stand am 31.12.2015
Debitorische Kreditoren - 14.530 14.530
Kautionen 46.214 577 46.791
Übrige - 1.000 1.000
Gesamt Konzern 46.214 16.107 62.321

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte sind weder überfällig noch wertgemindert. Bei den Termingeldern handelt es sich um kurzfristige strafzinsschonende Geldanlagen mit einer Laufzeit von sechs bis zwölf Monaten.

4.2.1.5 Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte

Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte

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in EUR langfristig kurzfristig Stand am 31.12.2016
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte 40.811 - 40.811
Geleistete Anzahlungen auf Vorräte - 1.467 1.467
Forderungen aus Umsatzsteuer - 545.139 545.139
Aktive Rechnungsabgrenzung 193.573 171.083 364.656
Übrige - 30.786 30.786
Gesamt Konzern 234.384 748.475 982.858

Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte

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in EUR langfristig kurzfristig Stand am 31.12.2015
Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen 54.450 - 54.450
Forderungen aus Umsatzsteuer - 434.914 434.914
Geleistete Anzahlungen auf Vorräte - 22.590 22.590
Aktive Rechnungsabgrenzung - 144.559 144.559
Übrige - 102.372 102.372
Gesamt Konzern 54.450 704.435 758.885

Der Anstieg des aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist bedingt durch die Abgrenzung einer im Jahr 2016 abgeschlossenen IPO-Versicherung mit langfristiger Haftungsdeckung. Die übrigen nicht-finanziellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Ansprüche auf Rückerstattung der Energiesteuer.

4.2.1.6 Vorräte

Der Bestand der Vorräte hat sich insgesamt um 1.106.602 EUR (Vj.: 506.442 EUR) erhöht, welches auf die gestiegene Geschäftstätigkeit der va-Q-tec zurückzuführen ist.

Vorräte

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in EUR 31.12.2016 31.12.2015
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.603.538 2.377.428
Unfertige Erzeignisse 232.734 266.523
Fertige Erzeugnisse und Waren 2.847.540 1.933.259
Gesamt Konzern 5.683.812 4.577.210

In den Vorräten sind zum 31.12.2016 Wertminderungen i.H.v. 291.749 EUR (Vj.: 225.832 EUR) berücksichtigt. Die Veränderungen der Wertberichtigungen wurden jeweils erfolgswirksam in den Bestandsveränderungen erfasst. Wertaufholungen sind im Berichtszeitraum sowie im Vorjahr nicht erfolgt. Der Buchwert der zum Nettoveräußerungswert angesetzten Vorräte beträgt zum 31.12.2016 585.975 EUR (Vj.: 552.621 EUR).

Vorräte der Muttergesellschaft in Höhe von 5.621.319 EUR (Vj.: 0 EUR) dienten durch Sicherungsübereignung der Besicherung eines in 2016 abgeschlossenen Multibankenkredits. Für weitere Informationen zum Multibankenkredit verweisen wir auf die Erläuterungen zu Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Kapitel 4.2.2.3).

4.2.1.7 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Entwicklung der Wertberichtigung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

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in EUR 2016 2015
Stand 01.01. 40.329 25.865
Verbrauch - -
Auflösung 9.042 -
Zuführung - 14.464
Stand 31.12. 31.286 40.329

Falls ein Ausfallrisiko eines Kunden besteht, werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Die Beurteilung der Höhe des Risikos erfolgt durch den jeweiligen Geschäftsbereichsleiter auf Basis einer Einzelfallanalyse.

In den Vorjahren bestanden Factoring-Vereinbarungen, bei denen sich die Risikoposition der va-Q-tec durch die Übertragung nicht wesentlich verändert und die daher nicht zu einer Ausbuchung der betreffenden Forderungen führte. Die erhaltenen Barmittel wurden als Finanzierung dargestellt und unter den kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Da diese Factoring-Vereinbarungen in 2016 durch echtes Factoring ersetzt wurden, sind die betreffenden Forderungen nun vollständig ausgebucht.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 4.272.798 EUR (Vj.: 0 EUR) dienten durch Globalzession ebenfalls der Besicherung eines in 2016 abgeschlossenen Multibankenkredits. Für weitere Informationen zum Multibankenkredit verweisen wir auf die Erläuterungen zu Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Kapitel 4.2.2.3).

Für weitere Informationen zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verweisen wir auf die Erläuterungen zu Finanzinstrumenten (Kapitel 4.4) und zum Risikomanagement (Kapitel 4.6).

4.2.1.8 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände sowie Geldkonten und kurzfristige Geldanlagen bei Kreditinstituten, die beim Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten haben.

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in EUR 31.12.2016 31.12.2015
Giroguthaben 2.599.491 1.179.512
Sparguthaben 1.999.999 4.073
Kassenstand 947 2.460
Gesamt Konzern 4.600.437 1.186.045

4.2.2 Passiva

4.2.2.1 Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals und des Gesamtergebnisses sind in der "Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung" gesondert dargestellt. Die Bestandteile des Gesamtergebnisses sind in der Gesamtergebnisrechnung aggregiert dargestellt. Entscheidend für die Entwicklung des Eigenkapitals in 2016 war der am 30.09.2016 erfolgte Börsengang der Gesellschaft.

Gezeichnetes Kapital

Als gezeichnetes Kapital wird das Grundkapital des Mutterunternehmens va-Q-tec AG ausgewiesen. Das Grundkapital der va-Q-tec AG beträgt 13.089.502 EUR eingeteilt in 13.089.502 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Namensaktien. Das Grundkapital ist voll eingezahlt. Die Aktien notieren im Börsensegment "Prime Standard" der Frankfurter Wertpapierbörse. Die Aktien sind alle mit identischen Rechten und Pflichten ausgestattet. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Ausgenommen davon sind die von der Gesellschaft selbst gehaltenen Aktien, aus denen der va-Q-tec AG keine Rechte wie beispielsweise das Abstimmungsrecht auf der Hauptversammlung erwachsen. Die va-Q-tec AG hielt zum Bilanzstichtag 134.466 eigene Aktien. Das ausgegebene Kapital beträgt zum Bilanzstichtag daher 12.955.036 Aktien.

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Anzahl der Aktien Nominalwert
in EUR
Stammaktien 13.089.502 13.089.502
Stand 31.12.2016 13.089.502 13.089.502
Stammaktien 3.470.850 3.470.850
Vorzugsaktien Serie A1 408.500 408.500
Vorzugsaktien Serie A2 698.837 698.837
Stand 31.12.2015 4.578.187 4.578.187

Am 31.05.2016 wurde in einer ordentlichen Hauptversammlung beschlossen, die bis zu diesem Datum bestehenden Vorzugsaktien der Serie A1 und der Serie A2 in Stammaktien mit Stimmrecht umzuwandeln. Den Inhabern der Vorzugsaktien Serie A1 und Serie A2 stand vormals gegenüber den Inhabern der Stammaktien kein Dividendenvorzug zu. Dies galt jedoch nicht bei Entstehung eines Liquidationserlöses im Fall, dass (i) alle Aktien der Gesellschaft oder Aktien von allen Aktionären entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligung an der Gesellschaft in einem engen zeitlichen Zusammenhang von einem Erwerber und / oder Erwerberkonsortium gekauft, getauscht oder übernommen werden, (ii) die Gesellschaft aufgelöst wird, (iii) die Gesellschaft aufgrund des Verkaufs wesentlicher Vermögenswerte, oder aufgrund der Ausschüttung vorhandener Rücklagen bzw. sonstiger Ausschüttungen Zahlungen an die Aktionäre vornimmt, oder (iv) eine Barabfindung anlässlich der Verschmelzung gezahlt wird. Bei der Verteilung eines Liquidationserlöses gingen die Vorzugsaktien Serie A2 den Vorzugsaktien Serie A1 in der Auszahlungsrangfolge vor.

Des Weiteren wurde in der Hauptversammlung vom 31.05.2016 beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft aus Gesellschaftsmitteln auf 9.156.374 EUR zu erhöhen durch Ausgabe von 4.578.187 neuen Aktien (Aktiensplit). Die Eintragung dieser Beschlüsse im Handelsregister erfolgte am 25.06.2016.

Am 12. September 2016 (Datum der Handelsregistereintragung) erhöhte sich das Grundkapital der Gesellschaft durch teilweise Ausnutzung des genehmigten Kapitals 2016 / I (siehe nähere Erläuterung unter Genehmigtes Kapital) im Rahmen einer Sacheinlage des Minderheitenanteils an der va-Q-tec Ltd. (UK) durch den Minderheitsgesellschafter, welcher nunmehr an der va-Q-tec AG beteiligt ist. Durch die Ausgabe von 183.128 Aktien im Tausch gegen den Minderheitenanteil erhöhte sich das Grundkapital um 183.128 EUR auf 9.339.502 EUR.

Im Zusammenhang mit dem Börsengang der va-Q-tec AG war der Vorstand gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung ermächtigt, mit der Zustimmung des Aufsichtsrats in der Zeit bis zum 31. Dezember 2016 das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrmals, höchstens jedoch um bis zu nominal 4.500.000 EUR durch die Ausgabe von bis zu 4.500.000 neuer, auf den Namen lautender Namensaktien gegen Bareinlagen und / oder Sacheinlagen zu erhöhen und hierzu mit der Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in den in § 6 Abs. 1 der Satzung genannten Fällen ganz oder teilweise auszuschließen. Dieses Kapital wurde am 15. September 2016 in Höhe von 4.500.000 EUR in das Handelsregister eingetragen und gemäß der Beschlussfassung des Vorstands vom 26. September 2016 mit der Zustimmung des Aufsichtsrats vom selben Tag in Höhe von 3.750.000 EUR unter Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre zur Durchführung des Börsengangs der va-Q-tec AG teilweise ausgenutzt. Die Barkapitalerhöhung wurde am 27. September 2016 im Handelsregister eingetragen. Das Grundkapital erhöhte sich damit um 3.750.000 EUR auf 13.089.502 EUR. Der nicht genutzte Teil des Kapitals in Höhe von 750.000 EUR ist zum 31.12.2016 verfallen.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 31.05.2016 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 30.05.2021 gegen Bar- und / oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 4.278.187 EUR zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann.

In der außerordentlichen Hauptversammlung vom 08.04.2016 wurde beschlossen, ein genehmigtes Kapital von bis zu 150.000 EUR zu schaffen (genehmigtes Kapital 2016 / I). In der Hauptversammlung vom 31.05.2016 wurde beschlossen, dieses genehmigte Kapital 2016 / I im Zusammenhang mit dem Aktiensplit von bis zu 150.000 EUR um bis zu 150.000 EUR auf bis zu 300.000 EUR zu erhöhen. Das genehmigte Kapital 2016 / I wurde am 12.09.2016 (Datum der Handelsregistereintragung) in Höhe von 183.128 EUR im Rahmen der oben beschriebenen Sacheinlage des Minderheitenanteils an der britischen Tochtergesellschaft va-Q-tec Ltd. (UK) teilweise ausgenutzt. Der nicht genutzte Teil des genehmigten Kapitals 2016 / I in Höhe von 116.872 EUR ist zum 31.12.2016 verfallen.

In der Hauptversammlung vom 31. Mai 2016 wurde außerdem beschlossen, ein weiteres genehmigtes Kapital von bis zu 4.278.187 EUR gegen Bar- und / oder Sacheinlagen durch ein- oder mehrmalige Erhöhung zu schaffen (genehmigtes Kapital 2016 / I I). Eine Erhöhung des Grundkapitals aus dem genehmigten Kapital 2016 / I I war zum Abschlussstichtag am 31.12.2016 nicht durchgeführt. Somit bestand am Abschlussstichtag 31. 12. 2016 ein genehmigtes Kapital von 4.278.187 EUR.

Bedingtes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 31.05.2016 um 1.000.000 EUR bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2016). Dieses Kapital dient der Gewährung von Aktien bei Ausübung von Wandlungs- und Optionsrechten bzw. bei Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten an die Inhaber bzw. Gläubiger der aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 31.05.2016 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und / oder Gewinnschuldverschreibungen bzw. Kombinationen dieser Instrumente. Eine Erhöhung des Grundkapitals aus dem bedingten Kapital 2016 war zum Abschlussstichtag am 31.12.2016 nicht durchgeführt.

Eigene Anteile

Im April 2016 wurde die Gesellschaft durch eine außerordentliche Hauptversammlung zu einem Aktienrückkauf ermächtigt. Die Aktien sind zur Eigenverwendung durch die Gesellschaft bestimmt, z. B. zum Erwerb von Sachanlagevermögen und Unternehmensbeteiligungen oder zur Erfüllung von Zahlungsansprüchen aus dem virtuellen Optionsprogramm der Gesellschaft. Am selben Tag hat die va-Q-tec AG 127.233 Stammaktien (vor Aktiensplit) von einem Aktionär für einen Gesamtbetrag von 763.398 EUR erworben. Um diesen Betrag erhöhten sich der Abzugsposten Eigene Anteile.

Das im Mai 2016 von der Stadt Würzburg erworbene Grundstück am Standort Würzburg-Heuchelhof mit einem Kaufpreis von 1.547.190 EUR wurde mit 60.000 eigenen Aktien der va-Q-tec AG abgegolten. Durch diese Transaktion verringerte sich der Abzugsposten Eigene Anteile um 360.000 EUR.

Im Juli 2016 erhöhte sich der Abzugsposten Eigene Anteile um 67.233 EUR durch eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln (Aktiensplit) gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 31.05.2016.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen die Einzahlungen und Sacheinlagen von Aktionären nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB. Die Kapitalrücklage erhöhte sich in 2016 insgesamt um 37.635.832 EUR auf 46.666.302 EUR (Vj.: 9.030.470 EUR). Die Veränderung setzt sich wie folgt zusammen:

Im Januar 2016 erhöhte sich die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 2 HGB um 168.796 EUR durch die Gewährung von Aktienoptionen an Mitarbeiter.

Im Mai 2016 erhöhte sich die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB um 1.187.190 EUR durch eine Sacheinlage in Form eines Grundstücks.

Im Juli 2016 verringerte sich die Kapitalrücklage unter Berücksichtigung der eigenen Anteile um 4.510.954 EUR durch eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln (Aktiensplit) gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 31.05.2016.

Im September 2016 verringerte sich die die Kapitalrücklage um 294.822 EUR im Zuge des Erwerbs der ausstehenden Minderheiten an der va-Q-tec Ltd (UK) im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung.

Im Zuge des Börsengangs im September 2016 erhöhte sich die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB durch Barkapitalerhöhung um 42.375.000 EUR gemäß Beschlussfassung des Vorstands vom 26.09.2016 mit der Zustimmung des Aufsichtsrats vom selben Tag. Im Zusammenhang mit dem Börsengang der Gesellschaft verringerte sich die Kapitalrücklage nach IAS 32.35 um die direkt zurechenbaren Transaktionskosten unter Berücksichtigung der latenten Steuern um 1.615.451 EUR (Vj.: 24.779 EUR). Gleichzeitig erhöhte sich die Kapitalrücklage durch anteilige Kostenerstattung der Altaktionäre unter Berücksichtigung der latenten Steuern um 326.074 EUR (Vj.: 0 EUR) für die Umplatzierung der jeweiligen Altanteile.

Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis

Das kumulierte sonstige Konzernergebnis enthält die Rücklage aus der Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen beinhalten im Wesentlichen die kumulierten Ergebnisvorträge, die Unterschiedsbeträge aus der erstmaligen Anwendung von IFRS sowie den Anteil an dem Konzernergebnis der Periode, welcher den Eigentümern der va-Q-tec AG zuzurechnen ist.

4.2.2.2 Langfristige und kurzfristige Rückstellungen

Rückstellungen

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in EUR Gewährleistungen Archivierung Prozesskosten Sonstiges Gesamt
Stand 01.01.2016 25.000 17.400 17.000 64.000 123.400
Zuführung - - 23.200 11.629 34.829
Inanspruchname - - 6.890 - 6.890
Auflösung 25.000 4.000 7.610 60.000 96.610
Stand 31.12.2016 - 13.400 25.700 15.629 54.729
langfristig - 13.400 - 4.000 17.400
kurzfristig - - 25.700 11.629 37.329

Die Gewährleistungsrückstellungen wurden unter Zugrundelegung des Reklamationsvolumens des Vorjahres unter Berücksichtigung der laufenden Geschäftsentwicklung ermittelt. Rückstellungen für Archivierungen basieren auf pauschalen Archivierungskosten. Die Prozesskostenrückstellungen beinhalten die erwarteten Kosten aus laufenden und drohenden Rechtsstreitigkeiten. Die sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für drohende Verluste aus nicht kostendeckenden Produktverkäufen an Kunden und Rückstelllungen für offene Dienstleistungen von Lieferanten.

Auf die Abzinsung langfristiger Rückstellungen wurde unter Wesentlichkeitsaspekten verzichtet.

4.2.2.3 Langfristige und kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen aus langfristigen Investitionsdarlehen zur Finanzierung von Grundstücken, Gebäuden und Anlagen sowie aus kurzfristigen Kontokorrentlinien zur Finanzierung des Umlaufvermögens.

Die langfristigen Investitionsdarlehen unterliegen Covenants hinsichtlich Verschuldungsgrad und Eigenkapitalquote der va-Q-tec AG sowie des Konzerns. Sie sind besichert durch Grundschulden und Sicherungsübereignungen von Maschinen und Einrichtungsgegenständen, jeweils am Standort Kölleda. Die langfristigen Darlehen haben verbleibende Laufzeiten von bis zu sechs Jahren. Das Risiko aus der variablen Verzinsung der neuen Darlehen wurde wie in der Vergangenheit durch Zinsswaps abgesichert. Hedge Accounting nach IAS 39 wird dabei nicht angewandt.

Im September 2016 wurde mit den bestehenden Hausbanken ein Multibankenvertrag geschlossen, der die bestehenden Kontokorrentlinien bündelt und erweitert und einen einheitlichen und skalierbaren Rahmen für die kurzfristige Finanzierung des Umlaufvermögens schafft. Dieser Finanzierungsrahmen beläuft sich auf 11.000.000 EUR und deckt Kontokorrentlinien sowohl der Muttergesellschaft als auch der britischen Tochtergesellschaft ab. Der Vertrag läuft zunächst bis zum 31.12.2017, eine Neuverhandlung unter Berücksichtigung der veränderten Kapitalbasis nach dem Börsengang wird für Mitte 2017 erwartet. Der Multibankenvertrag beinhaltet auch einen Sicherheitentreuhandvertrag, in dem sowohl eine Sicherungsübereignung der Vorräte der va-Q-tec AG als auch eine Globalzession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an das Bankenkonsortium vereinbart sind. Von der Globalzession ausgenommen sind die von Factoring betroffenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber spezifischen Großkunden.

4.2.2.4 Finanzielle langfristige und kurzfristige Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten

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in EUR langfristig kurzfristig Stand am 31.12.2016
Finanzierungsleasing 3.926.413 3.950.669 7.877.082
Derivative Finanzinstrumente 79.700 - 79.700
Abgegrenzte Schulden für ausstehende Rechnungen - 1.578.500 1.578.500
Abgegrenzte externe Jahresabschlusskosten - 186.335 186.335
Kreditorische Debitoren - 42.736 42.736
Übrige 6.136 32.820 38.956
Gesamt Konzern 4.012.249 5.791.059 9.803.309

Finanzielle Verbindlichkeiten

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in EUR langfristig kurzfristig Stand am 31.12.2015
Finanzierungsleasing 5.024.287 3.856.715 8.881.002
Stille Beteiligung - 487.999 487.999
Derivative Finanzinstrumente 83.755 435.000 518.755
Factoring - 446.216 446.216
Abgegrenzte Schulden für ausstehende Rechnungen - 467.173 467.173
Übrige - 92.039 92.039
Gesamt Konzern 5.108.042 5.785.142 10.893.184

Die Leasingverbindlichkeiten resultieren aus den im Wege von Finanzierungsleasing Vereinbarungen aktivierten Sachanlagen. Es handelt sich dabei vor allem um Leasingverträge zur Finanzierung von Produktionsanlagen an den Standorten Kölleda und Würzburg sowie Vermögenswerten der Containerflotte der englischen Tochtergesellschaft, welche im Wesentlichen über Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen finanziert wird. Die geleasten Vermögenswerte werden im Anlagevermögen ausgewiesen. Die im Vorjahr bestehenden Factoring-Vereinbarungen, bei denen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund der spezifischen Vertragsbedingungen nicht ausgebucht wurden, sind in 2016 durch echtes Factoring ersetzt worden. Daher ist der Ausweis von Factoring Verbindlichkeiten zum 31.12.2016 entfallen.

Die in der Zukunft fälligen Leasingzahlungen mit ihren Barwerten ergeben sich aus der unten stehenden Tabelle:

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31.12.2016
in EUR
Künftige Mindestleasingzahlungen Zinsen Barwert (Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing)
bis zu einem Jahr 4.443.310 492.641 3.950.669
länger als 1 Jahr und bis zu 5 Jahren 4.222.689 296.276 3.926.414
über 5 Jahre - - -
Summe Mindestleasingzahlungen 8.665.999 788.917 7.877.083
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31.12.2015
in EUR
Künftige Mindest-leasingzahlungen Zinsen Barwert (Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing)
bis zu einem Jahr 4.456.985 600.269 3.856.716
länger als 1 Jahr und bis zu 5 Jahren 5.407.528 383.242 5.024.286
über 5 Jahre - - -
Summe Mindestleasingzahlungen 9.864.513 983.511 8.881.002

Die Position derivative Finanzinstrumente beinhaltet die negativen Marktwerte aus Zinsswaps zur Absicherung variabel verzinster langfristiger Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten i.H.v. 79.700 EUR (31.12.2015: 83.755 EUR) sowie in 2015 den negativen Marktwert i.H.v. 435.000 EUR eines in eine stille Beteiligung eingebetteten trennungspflichtigen Sonderkündigungsrechts seitens der Beteiligungsgesellschaft. Die stille Beteiligung mit einem Nominalvolumen i.H.v. 500.000 EUR, die im Zuge des Börsengangs der va-Q-tec AG gekündigt und zurückgeführt wurde, hatte ursprünglich eine Laufzeit bis zum 31.03.2018 . Die Ausübung des Sonderkündigungsrechts führte zu einer Zahlung von ingesamt 823.102 EUR an die Beteiligungsgesellschaft.

4.2.2.5 Sonstige langfristige und kurzfristige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten

Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten

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in EUR langfristig kurzfristig Stand am 31.12.2016
Sonderposten für Zuwendungen 3.163.875 455.975 3.619.850
Sonderposten für abgegrenzte Containergewinne 3.986.741 1.555.742 5.542.483
Boni und Tantiemen Mitarbeiter - 345.387 345.387
Verbindlichkeit aus sonstigen Steuern - 264.488 264.488
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen - 146.142 146.142
Abgegrenzte Schulden für nicht genommenen Urlaub - 75.696 75.696
Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer - 1.223 1.223
Andere sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten - 229.549 229.549
Sonstige Personalverbindlichkeiten - 166.654 166.654
Verbindlichkeit aus Sozialversicherung - 14.016 14.016
Übrige - 48.879 48.879
Gesamt Konzern 7.150.616 3.074.202 10.224.818

Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten

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in EUR langfristig kurzfristig Stand am 31.12.2015
Sonderposten für Zuwendungen 3.621.991 432.001 4.053.992
Sonderposten für abgegrenzte Containergewinne 3.828.758 1.189.220 5.017.978
Boni und Tantiemen an Mitarbeiter - 179.595 179.595
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern - 141.738 141.738
Abgegrenzte Schulden für nicht genommenen Urlaub - 51.940 51.940
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen - 228.440 228.440
Andere sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten - 181.128 181.128
Sonstige Personalverbindlichkeiten - 83.098 83.098
Übrige - 98.030 98.030
Gesamt Konzern 7.450.749 2.404.062 9.854.811

Sonderposten für Zuwendungen der öffentlichen Hand

Entgegen den Vorjahren, in denen der Gesellschaft im Zuge des fortgeführten Ausbaus des Produktionsstandortes in Kölleda in Thüringen Investitionszuschüsse des Landes Thüringen und der Europäischen Union sowie Investitionszulagen gewährt wurden, erhielt die Gesellschaft in 2016 keine weiteren Zuwendungen. Die Investitionszuschüsse und -zulagen aus den vorangegangenen Jahren dienten vor allem dem Neubau weiterer Produktionshallen sowie der Erweiterung der VIP-Produktionsanlagen am Standort. Sofern die Förderbedingungen wie derzeit erwartet eingehalten werden, sind diese Zuwendungen nicht rückzahlbar. In der ersten Förderperiode von 2008 bis 2011 wurden die Zuschüsse für den Aufbau des Standortes gewährt. In der Berichtsperiode erhielt die Gesellschaft keine weiteren Zuwendungen.

Sonderposten für Zuwendungen

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in EUR 2016 2015
Stand 01.01. 4.053.992 4.329.626
Zuführung - 170.852
Auflösung 434.142 395.017
neutrale Auflösung - 51.469
Stand 31.12. 3.619.850 4.053.992
-davon langfristig 3.163.875 3.621.991
-davon kurzfristig 455.975 432.001

Sonderposten für abgegrenzte Gewinne aus Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen

In 2016 wurden Container, welche im Rahmen der Containerflotte eingesetzt werden, im Wert von 4.086.972 EUR (Vj.: 7.214.881 EUR) im Wege von Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen veräußert. Der Rückgang der Leasingfinanzierung ist dem leicht verlangsamten Wachstum des Container-Service Geschäfts in 2016 und der zwischenzeitlich ausreichenden Flottenkapazität geschuldet. Die beim Containerverkauf über die Herstellungskosten hinaus entstandenen Gewinne werden als passivischer Sonderposten abgegrenzt. Dieser Sonderposten wird über die jeweilige fünfjährige Nutzungsdauer der Container im sonstigen betrieblichen Ertrag aufgelöst.

4.2.2.6 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Ihre Bilanzwerte entsprechen im Wesentlichen den Marktwerten; sie sind innerhalb eines Jahres fällig.

4.3 KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel der va-Q-tec im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und Mittelabflüsse verändert haben. Entsprechend IAS 7 (Kapitalflussrechnung) werden Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit, Investitionstätigkeit sowie Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die auf Änderungen der Wechselkurse beruhende Veränderung der flüssigen Mittel ist gesondert ausgewiesen.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Kapitalflussrechnung umfassen alle in der Bilanz ausgewiesenen Kassenbestände sowie Geldkonten und kurzfristige Geldanlagen bei Kreditinstituten, die beim Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten haben, nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen und nicht verfügungsbeschränkt sind.

Die Zahlungsmittelzuflüsse und -abflüsse aus der lnvestitions- und Finanzierungstätigkeit werden nach der direkten Methode dargestellt. Die Mittelzu- und Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit des laufenden Geschäfts umfassen neben Zugängen bei den immateriellen Vermögenswerten, Abgängen bzw. Zugängen im Sachanlagevermögen auch die straf-zinsschonende Anlage der Erlöse aus dem Börsengang in Termingelder mit einer Laufzeit von sechs bis zwölf Monaten. In der Finanzierungstätigkeit sind die Zahlungsmittelzuflüsse aus der Eigenkapitalerhöhung im Rahmen des Börsengangs sowie Zahlungsmittelabflüsse für Transaktionskosten desselben enthalten. Des Weiteren sind Zahlungsmittelabflüsse aus dem Erwerb eigener Anteile, aus der Tilgung von finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Beteiligungsgesellschaften sowie Auszahlungen aufgrund von Finanzierungsleasing ausgewiesen. In separaten Positionen innerhalb des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit werden darüber hinaus die Zahlungsmittelzuflüsse aus Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen sowie aus erhaltenen Investitionszulagen und -zuschüssen gezeigt.

Demgegenüber wird ausgehend vom Konzernergebnis der Mittelzufluss und -abfluss aus betrieblicher Tätigkeit indirekt abgeleitet. Dazu wird das Konzernergebnis um die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträge, das sind im Wesentlichen Abschreibungen, latente Steuern, der Erwerb eines Grundstücks gegen eigene Aktien, die Auflösung der Sonderposten, die Bewertung von Finanzinstrumenten und Veränderungen der Rückstellungen korrigiert. Zudem werden die Veränderung der übrigen Vermögenswerte und Schulden sowie des Working Capitals ergänzt.

Investitions- und Finanzierungsvorgänge, welche nicht zu einer Veränderung von Zahlungsmitteln oder Zahlungsmitteläquivalenten geführt haben, sind nicht Bestandteil der Kapitalflussrechnung.

4.4 FINANZINSTRUMENTE

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Finanzinstrumente mit den Buchwerten und beizulegenden Zeitwerten, aufgeteilt nach den Bewertungskategorien gemäß IAS 39. Die beizulegenden Zeitwerte sind dabei jeweils den Bewertungsstufen der Fair Value-Hierarchie zugeordnet. Soweit keine entsprechende Zuordnung erfolgt ist, wird davon ausgegangen, dass der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Dies betrifft im Wesentlichen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und Zahlungmitteläquivalente, übrige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten, die jeweils kurze Restlaufzeiten aufweisen.

Eine Definition der Stufen der Fair Value-Hierarchie findet sich in Abschnitt 1.2 "Grundlagen der Abschlusserstellung". Die Zuordnungen zu den Stufen werden jeweils zum Ende der Berichtsperiode überprüft. Umgliederungen zwischen den Stufen sind im Berichtsjahr sowie im Vorjahr nicht erfolgt.

Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden, einschließlich ihrer Stufen in der Fair Value-Hierarchie.

Werte nach Bewertungskategorien 2016

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Bewertungskategorie nach IAS 39 / IAS 17 Buchwert Beizulegender Zeitwert davon Fair Value
in EUR 31.12.2016 31.12.2016 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Finanzielle Vermögenswerte            
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 7.141.968 7.141.968      
Sonstige finanzielle Vermögenswerte            
davon bis zur Endfälligkeit zu halten HtM 30.000.000 30.000.000      
davon übrige finanzielle Vermögenswerte LaR 250.361 250.361      
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 4.600.437 4.600.437      
Summe   41.992.766 41.992.766      
Finanzielle Verbindlichkeiten            
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 7.583.253 7.583.253   7.583.253  
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 2.346.965 2.346.965      
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten            
davon Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing IAS 17 7.877.082 8.360.901   8.360.901  
davon derivative Finanzinstrumente ohne Hedge Beziehung FVtPL 79.700 79.700   79.700  
davon stille Beteiligung FLAC          
davon übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 1.846.527 1.846.527   1.846.527  
Summe   19.733.527 20.217.328      

Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39

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in EUR Buchwert Beizulegender Zeitwert
Loans and Receivables LaR 11.992.767 11.992.767
Held to Maturity HtM 30.000.000 30.000.000
Financial liabilities measured at amortised cost FLAC 11.776.745 11.776.745
At fair value through P&L (liability) FVtPL 79.700 79.700

Werte nach Bewertungskategorien 2015

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Bewertungskategorie nach IAS 39 / IAS 17 Buchwert Beizulegender Zeitwert davon Fair Value
in EUR 31.12.2015 31.12.2015 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Finanzielle Vermögenswerte            
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 4.415.527 4.415.527      
Sonstige finanzielle Vermögenswerte            
davon derivative Finanzinstrumente FVtPL - -      
davon übrige finanzielle Vermögenswerte LaR 62.321 62.321      
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 1.186.045 1.186.045      
Summe   5.663.893 5.663.893      
Finanzielle Verbindlichkeiten            
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 8.910.349 8.921.232   8.921.232  
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 1.633.172 1.633.172      
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten            
davon Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing IAS 17 8.881.002 8.918.767   8.918.767  
davon derivative Finanzinstrumente ohne Hedge Beziehung FVtPL 518.755 518.755   83.755 435.000
davon stille Beteiligung FLAC 487.999 499.769   499.769  
davon übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 1.005.428 1.005.428      
Summe   21.436.705 21.497.123      

Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39

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in EUR Buchwert Beizulegender Zeitwert
Loans and Receivables LaR 5.663.893 5.663.893
At fair value through P&L (aktiv) FVtPL - -
Financial liabilities measured at amortised cost FLAC 12.036.948 12.059.601
At fair value through P&L (passiv) FVtPL 518.755 518.755

Der beizulegende Zeitwert von der Bewertungsstufe 2 zugeordneten festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie von stillen Beteiligungen ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cashflows. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze. Bei variabel verzinslichen Verbindlichkeiten entsprechen die Buchwerte grundsätzlich den beizulegenden Zeitwerten.

Bei der Stufe 2 zugeordneten Zinsswaps wird der beizulegende Zeitwert durch Abzinsung der zukünftig zu erwartenden Cashflows ermittelt, wobei die für die Restlaufzeit der Kontrakte zum jeweiligen Stichtag geltenden Marktzinssätze zugrunde gelegt werden.

Bei dem derivativen Finanzinstrument der Stufe 3, das in 2015 noch bestand, handelt es sich um ein in eine stille Beteiligung eingebettetes Sonderkündigungsrecht seitens der Beteiligungsgesellschaft. Das Sonderkündigungsrecht, welches nach Ausübung zu einer zusätzlichen Zahlungsverpflichtung führen konnte, bestand im Falle eines etwaigen Börsengangs der va-Q-tec AG. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts dieser Option erfolgte jeweils zum Bilanzstichtag auf Basis eines Bewertungsmodells. Wesentliche Bewertungsparameter waren Einschätzungen zur Eintrittswahrscheinlichkeit eines Börsengangs, die Laufzeit der stillen Beteiligung bis zu einem etwaigen Börsengang sowie die auf einen Maximalbetrag gedeckelte erwartete Marktkapitalisierung der va-Q-tec AG zu einem solchen Zeitpunkt, die das Management jeweils auf Basis der zum Bilanzstichtag vorliegenden Informationen traf. Die Wahrscheinlichkeit eines Börsengangs wurde zum 31.12.2015 mit 50 % (Vj.: 50 %), der Börsenwert des Unternehmens mit 100.000.000 EUR (Vj.: 65.000.000 EUR) angenommen. Als Stichtag für einen möglichen Börsengang wurde zum 31.12.2015 der 30.06.2016 angenommen. Mit dem Eintritt des Börsengangs im September 2016 hat die Beteiligungsgesellschaft ihr Sonderkündigungsrecht ausgeübt und daraus eine Zahlung in Höhe von 823.102 EUR erhalten. Das derivate Finanzinstrument ist somit zum Ende der Berichtsperiode entfallen.

Nachfolgende Überleitungsrechnung zeigt die Entwicklung des beizulegenden Zeitwerts dieses Finanzinstruments.

Überleitungsrechnung Finanzinstrumente Stufe 3

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in EUR
Stand 01.01.2015 -282.750
erfolgswirksame Veränderung -152.250
Stand 31.12.2015 -435.000
erfolgswirksame Veränderung -388.102
Rückführung 823.102
Stand 31.12.2016 0

Die erfolgswirksamen Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts der Option werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in der Position "Finanzaufwendungen" ausgewiesen.

4.5 NETTOERGEBNIS DER FINANZINSTRUMENTE

Das in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Nettoergebnis in Bezug auf Finanzinstrumente setzt sich wie folgt zusammen:

Nettoergebnisse 2016 aus

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Kategorie nach IAS 39 / IAS 17 Zinsertrag Zinsaufwand Wertberichtigungen Wertaufholungen Folgebewertung zum Fair Value Währungsumrechnung
LaR - - - - 4.055 -49.368
FVtPL - - - - - -
FLAC - -462.450 - - -388.102 -1.280
IAS 17 - -772.493 - - - -
sonstiges 59 - - - - -
Summe 59 -1.234.943 - - -384.047 -50.648

Nettoergebnisse 2015 aus

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Kategorie nach IAS 39 / IAS 17 Zinsertrag Zinsaufwand Wertberichtigungen Wertaufholungen Folgebewertung zum Fair Value Währungsumrechnung
LaR 590 - -14.464 - - 22.820
FVtPL - - - - -170.026 -
FLAC - -354.618 - - - 14.500
IAS 17 - -534.778 - - - -
Summe 590 -889.396 -14.464 - -170.026 37.320

4.6 RISIKOMANAGEMENT

va-Q-tec ist als international tätiges Unternehmen bei seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Kredit-, Liquiditäts- und Marktrisiken ausgesetzt. Marktrisiken resultieren insbesondere aus Änderungen von Währungskursen und Zinssätzen. Aufgabe des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Marktrisiken durch die laufenden operativen und finanziellen Aktivitäten zu steuern und zu begrenzen. Je nach Risikoeinschätzung werden derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt, wobei grundsätzlich nur Cashflow-Risiken gesichert werden. Derivative Finanzinstrumente kommen ausschließlich zu betriebswirtschaftlichen Sicherungszwecken zum Einsatz und werden somit nicht als Handels- oder Spekulationsposition gehalten. Hedge Accounting nach IAS 39 wird dabei nicht angewandt. Zur Reduzierung des Ausfallrisikos werden Sicherungsgeschäfte ausschließlich mit Finanzinstituten mit einwandfreier Bonität abgeschlossen.

Die Grundzüge der Finanzpolitik werden regelmäßig im Vorstand abgestimmt und vom Aufsichtsrat überwacht.

Kreditrisiken

Kreditrisiko ist das Risiko, dass Geschäftspartner ihrer vertraglichen Verpflichtung nicht nachkommen können und dem va-Q-tec Konzern somit ein finanzieller Verlust entsteht. Der Konzern ist im Rahmen seiner operativen Geschäftstätigkeit Ausfallrisiken, insbesondere bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sowie Risiken im Rahmen der Finanzierungstätigkeit, u. a. bei derivativen Finanzinstrumenten, ausgesetzt.

Das Kreditrisiko aus Forderungen gegen Kunden wird auf Gesellschaftsebene (lokal) gesteuert und fortlaufend überwacht. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst.

Das maximale Kreditrisiko der finanziellen Vermögenswerte (einschließlich Derivate mit positivem Marktwert) entspricht dem in der Bilanz angesetzten Buchwert. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 beträgt das maximale Kreditrisiko 37.392.329 EUR (31.12.2015: 4.477.848 EUR). Die starke Zunahme des ausgewiesenen Kreditrisikos ist auf den Erwerb von kurzfristigen Termingeldern i.H.v. 30.000.000 EUR bei einer deutschen Großbank zurückzuführen.

Die Altersstruktur der nicht einzelwertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ergibt sich aus folgender Tabelle:

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

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in EUR 31.12.2016 31.12.2015
Nicht überfällig 5.307.089 3.717.029
Weniger als 30 Tage 1.104.364 403.289
30-90 Tage 558.468 155.712
91-360 Tage 92.060 114.915
Mehr als 360 Tage 75.072 19.667
Nicht wertberichtigte Forderungen 7.137.053 4.410.612
Buchwert der wertberichtigten Forderungen 4.915 4.915
Gesamt 7.141.968 4.415.527

Für die nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen keine Anzeichen eines Wertberichtigungsbedarfs vor. Die Werthaltigkeit der weder überfälligen noch wertgeminderten Forderungen wird als sehr hoch angesehen. Diese Einschätzung wird dabei vor allem auf die langjährige Geschäftsbeziehung zu den meisten Abnehmern und die Bonität der Kunden zurückgeführt. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte sind weder überfällig noch wertgemindert.

Aufgrund der verhältnismäßig hohen Konzentration der Umsatzerlöse auf einige Großkunden liegt ein starker Fokus des Vertriebs auf Neukundengewinnung in allen durch die va-Q-tec adressierten Marktbereichen.

Liquiditätsrisiken

Die Liquiditätsrisiken, d. h. das Risiko, dass va-Q-tec seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann, werden sowohl durch Schaffung der notwendigen finanziellen Flexibilität als auch durch ein effektives Cash-Management begrenzt. Zur Steuerung der zukünftigen Liquiditätssituation setzt va-Q-tec entsprechende Liquiditätsplanungsinstrumente ein. Zum Bilanzstichtag waren keine Liquiditätsengpässe erkennbar. Es bestanden in ausreichendem Maß nicht genutzte Kontokorrentlinien.

Spezifische Liquiditätsrisiken des Konzerns ergeben sich aus dem verhältnismäßig hohen Anteil einzelner Großkunden mit denen keine Langzeitverträge bestehen und den damit zusammenhängenden theoretischen Ausfall- oder Abwanderungsrisiken dieser Kunden, sowie aus möglichen Rückzahlungsverpflichtungen gegenüber Kreditinstituten bei eventueller Nichteinhaltung von Covenants und gegenüber Förderinstituten bei eventueller Nichteinhaltung von Förderbedingungen. Diese potenziellen Liquiditätsrisiken werden durch gezielte kommerzielle, finanzielle und organisatorische Maßnahmen durch das Management gesteuert.

Die nachfolgenden Aufstellungen zeigen die vertraglich vereinbarten undiskontierten Zins- und Tilgungszahlungen für die unter IFRS 7 fallenden originären und derivativen finanziellen Verbindlichkeiten. Ist der Fälligkeitstermin nicht fixiert, wird die Verbindlichkeit auf den frühesten Fälligkeitstermin bezogen. Zinszahlungen mit variabler Verzinsung werden entsprechend den Konditionen zum Stichtag berücksichtigt. Im Wesentlichen wird davon ausgegangen, dass die Zahlungsmittelabflüsse nicht früher als dargestellt eintreten werden.

Die nachfolgende Tabelle enthält die Rückzahlungsbeträge (einschließlich angenommener, zukünftig zu leistender Zinsen) zur jeweils angegebenen Fälligkeit:

2016 | Rückzahlungsbeträge zur jeweiligen Fälligkeit

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Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
in EUR Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing Derivative Finanzinstrumente Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung Gesamt
2017 5.533.045 4.443.309 28.606 1.846.620 2.346.965 14.198.546
2018 566.909 2.885.112 22.720 6.136 - 3.480.878
2019 553.636 702.683 16.833 - - 1.273.152
2020 540.363 489.157 10.947 - - 1.040.467
2021 490.696 145.738 5.267 - - 641.701
2022 und später 138.823 - 1.265 - - 140.088
Summe 31.12.2016 7.823.474 8.665.998 85.638 1.852.756 2.346.965 20.774.832

2015 | Rückzahlungsbeträge zur jeweiligen Fälligkeit

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Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
in EUR Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing Derivative Finanzinstrumente Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung Gesamt
2016 7.082.717 4.456.985 485.601 1.525.178 1.633.173 15.183.653
2017 430.986 3.402.981 36.820 - - 3.870.786
2018 414.846 1.844.783 27.372 - - 2.287.001
2019 399.309 105.764 18.114 - - 523.187
2020 386.679 54.001 10.586 - - 451.266
2021 und später 553.413 - 6.326 - - 559.739
Summe 31.12.2015 9.267.949 9.864.513 584.820 1.525.178 1.633.173 22.875.633

Für die zum Bilanzstichtag in Anspruch genommenen Kredite der va-Q-tec gegenüber Kreditinstituten bestehen Sicherheiten in Form von Grundschulden auf die Grundstücke und Gebäude am Standort Kölleda, eine Sicherungsübereignung von Maschinen und Einrichtungsgegenständen, sowie Sicherheiten für Finanzierungsleasing in Form von Produktionsanlagen. Darüberhinaus sind Container der englischen Tochtergesellschaft, welche im Rahmen der Containerflotte vermietet werden, als Sicherheiten für Finanzierungsleasing bestellt. Die zum Bilanzstichtag in Anspruch genommenen Kontokorrentlinien sind durch eine Globalzession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (ausgenommen den durch Factoring abgedeckten Forderungen) sowie eine Sicherungsübereignung der Vorräte am Standort Würzburg besichert.

Währungsrisiken

Währungsrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Wechselkurse schwanken. Die va-Q-tec ist diesem Risiko vor allem aus ihrer Geschäftstätigkeit (wenn Umsatzerlöse und / oder Aufwendungen auf eine von der funktionalen Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft abweichende Währung lauten) ausgesetzt. Sofern wirtschaftlich sinnvoll, sichert die va-Q-tec ausgewählte Wechselkursrisiken mit Devisentermingeschäften ab. Bei der Absicherung von Wertschwankungen künftiger Cashflows aus erwarteten Transaktionen handelt es sich um geplante Kosten in Fremdwährung. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt.

Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche mögliche Auswirkungen aus Veränderungen relevanter Risikovariablen (z. B. Wechselkurse, Zinssätze) auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Um die periodischen Auswirkungen zu ermitteln, wird eine mögliche Änderung der Risikovariablen auf den Bestand an Finanzinstrumenten zum Abschlussstichtag vorgenommen. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Jahresultimo repräsentativ für das Geschäftsjahr ist.

Die folgende Sensitivitätsanalyse legt den USD, das GBP und den KRW (erstmalig in 2016) als wesentliche Fremdwährung für den va-Q-tec Konzern zugrunde. Die Analyse bezieht sich jeweils auf den Stand der zum 31.12.2016 bestehenden Forderungen, Liquiden Mittel und Verbindlichkeiten in USD, GBP und KRW. Es wurden die Effekte auf Konzernergebnis und Eigenkapital berechnet, die sich aus dem simulierten USD-Kurs, GBP-Kurs und KRW-Kurs zum Stichtag ergeben.

Es ergeben sich folgende Währungsszenarien: Wenn der USD gegenüber dem EUR zum Bilanzstichtag um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 148.728 EUR (Vj.: 58.092 EUR) höher und das Konzerneigenkapital um 148.728 EUR (Vj.: 58.092 EUR) höher ausgefallen. Wenn der USD gegenüber dem EUR zum Bilanzstichtag um 10 % abgewertet gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 148.728 EUR (Vj.: 58.092 EUR) niedriger und das Konzerneigenkapital um 148.728 EUR (Vj.: 58.092 EUR) niedriger ausgefallen. Wenn das GBP gegenüber dem EUR zum Bilanzstichtag um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 6.845 EUR (Vj.: 42.302 EUR) höher und das Konzerneigenkapital um 6.845 EUR (Vj.: 42.302 EUR) höher ausgefallen. Wenn das GBP gegenüber dem EUR zum Bilanzstichtag um 10 % abgewertet gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 6.845 EUR (Vj.: 42.302 EUR) niedriger und das Konzerneigenkapital um 6.845 EUR (Vj.: 42.302 EUR) niedriger ausgefallen. Wenn der KRW gegenüber dem EUR zum Bilanzstichtag um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 12.335 EUR höher und das Konzerneigenkapital um 12.335 EUR höher ausgefallen. Wenn der KRW gegenüber dem EUR zum Bilanzstichtag um 10 % abgewertet gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 12.335 EUR niedriger und das Konzerneigenkapital um 12.335 EUR niedriger ausgefallen.

Zinsrisiken

Zinsrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktzinssätze schwanken. Das Risiko von Schwankungen der Marktzinssätze, dem der Konzern ausgesetzt ist, resultiert überwiegend aus den variabel verzinslichen Darlehen und Kontokorrentlinien. Der Konzern steuert sein Zinsrisiko bei den Finanzschulden durch den Einsatz von Zinsderivaten in Form von Zinsswaps auf langfristige Darlehen, wobei kein Hedge Accounting angewendet wird.

Zinsrisiken im Sinne von IFRS 7 werden mittels Sensitivitätsanalyse ermittelt. Die folgende Sensitivitätsanalyse bezieht sowohl Auswirkungen auf das Zinsergebnis aufgrund der zum jeweiligen Bilanzstichtag bestehenden variabel verzinslichen Finanzinstrumente als auch Wertänderungen der abgeschlossenen Zinsswaps ein. Es wurden die Effekte der risikovariablen Marktzinssätze auf Konzernergebnis und Eigenkapital berechnet.

Wenn das Marktzinsniveau zum Bilanzstichtag um 100 Basispunkte höher gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 27.693 EUR niedriger (Vj.: 23.274 EUR niedriger) und das Konzerneigenkapital um 27.693 EUR niedriger (Vj.: 23.274 EUR niedriger) gewesen. Wenn das Marktzinsniveau zum Bilanzstichtag um 100 Basispunkte niedriger gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 39.997 EUR höher (Vj.: 37.901 EUR höher) und das Konzerneigenkapital um 39.997 EUR höher (Vj.: 37.901 EUR höher) gewesen.

Kapitalmanagement

Vorrangiges Ziel des Kapitalmanagements der va-Q-tec ist eine kontinuierliche und langfristige Steigerung des Unternehmenswertes und die Sicherung der Liquidität. Ein hohes Bonitätsrating und eine gute Eigenkapitalquote sind hierzu wichtige Bausteine. Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur und nimmt Anpassungen vor unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Die va-Q-tec überwacht ihr Kapital regelmäßig auf der Basis verschiedener Kennzahlen. Die Eigenkapitalquote ist hierbei eine wichtige Kennzahl. Der Vorstand hat als mittelfristiges Ziel eine Mindesteigenkapitalquote von 50 % definiert.

Der Börsengang im September 2016 hat zu einer deutlichen Stärkung der Eigenkapitalquote des Konzerns auf 64 % geführt (Vj.: 24 %). Diese Kennzahl liegt damit signifikant oberhalb des vom Vorstand gesetzten Ziels.

Mit dem Börsengang und dem Genehmigung erweiterter Kontokorrentlinien im Rahmen des im September 2016 abgeschlossenen Multibankenvertrags hat sich auch die Liquiditätssituation der va-Q-tec AG deutlich verbessert. Für die Geschäftsplanung der nächsten Jahre ist somit ausreichend Liquidität geschaffen.

Im Geschäftsjahr 2016 unterliegen Finanzverbindlichkeiten der Muttergesellschaft va-Q-tec AG i.H.v. 2.592.143 EUR (Vj.: 8.081.216 EUR) Covenant-Regelungen in Bezug auf den Einzel- und Konzernabschluss der va-Q-tec AG. Die Covenant-Regelungen schreiben jeweils einen Verschuldungsgrad von weniger als 3,0x bankseitig definiertes EBITDA (Vj.: 3,0x EBITDA) und eine Eigenkapitalquote von mindestens 40 % vor. Diese Covenants wurden wie im Vorjahr zum Bilanzstichtag erfüllt. Die Kontokorrentlinien der Muttergesellschaft unterliegen entgegen dem Vorjahr keinen Covenant-Regelungen mehr. Finanzverbindlichkeiten der va-Q-tec Ltd. (UK) aus Finanzierungsleasing i.H.v. 5.669.318 EUR per 31.12.2016 (Vj.: 7.908.471 EUR) unterliegen einer Covenant-Regelung in Bezug auf den Einzelabschluss der va-Q-tec Ltd. (UK). Diese Covenant-Regelung schreibt ein bilanzielles Eigenkapital von mindestens 2.500.000 EUR zum Bilanzstichtag vor. Wie im Vorjahr wurde dieser Covenant zum Bilanzstichtag erfüllt, in 2016 unterstützt durch eine Kapitalmaßnahme der Muttergesellschaft.

5 SONSTIGE ANGABEN

5.1 SEGMENTINFORMATIONEN

Im Rahmen der Segmentberichterstattung werden die Aktivitäten des va-Q-tec Konzerns gemäß den Regeln von IFRS 8 (Segmentberichterstattung) nach Berichtssegmenten abgegrenzt. Diese Aufgliederung orientiert sich an der internen Steuerung und Berichterstattung nach legalrechtlichen Einheiten. Der va-Q-tec Konzern ist in den drei Berichtssegmenten "va-Q-tec AG", "va-Q-tec Ltd. (UK)" und "Sonstige" tätig.

Die va-Q-tec AG betreibt die Entwicklung und Produktion von innovativen und energieeffizienten Vakuumisolationspaneelen (VIPs). Neben VIPs entwickelt und vertreibt die va-Q-tec AG Luftfracht-Container, Thermoverpackungen sowie Wärme- und Kältespeicherkomponenten (PCM) und bietet fundierte thermische Beratung an. Zusätzlich wird die Entwicklung maßgeschneiderter Lösungen im thermisch-technischen Bereich angeboten. Erstmals substanzielle Umsätze wurden im Berichtsjahr mit der Vermietung von Thermo-Boxen für den Transport temperatursensibler Güter, insbesondere Pharmazeutika, erzielt.

Die Aktivitäten der va-Q-tec Ltd. (UK) umfassen die Vermietung von Luftfrachtcontainern. Hierfür unterhält die va-Q-tec Ltd. (UK) eine wachsende Flotte von Vermietcontainern, für global agierende Pharma- und Logistikunternehmen. Diese Luftfrachtcontainer werden durch die va-Q-tec AG hergestellt. Zusätzlich verkauft die va-Q-tec Ltd. (UK) fallweise thermische Verpackungen an einen großen Kunden in Großbritannien.

Der Bereich "Sonstige" umfasst die Aktivitäten der Tochtergesellschaften va-Q-tec Ltd. (Korea) und va-Q-tec Inc. (USA). Die Tochtergesellschaften erbringen im Falle der Tochter in Korea Einkaufsdienstleistungen, im Falle der Tochter in den USA Verkaufsdienstleistungen für den Konzern.

Die Aktivitäten der drei Berichtssegmente sind unverändert zum Vorjahr.

Die Berichterstattung bei va-Q-tec erfolgt nach den jeweiligen lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen. Um eine Vergleichbarkeit mit dem vorliegenden IFRS-Konzernabschluss zu erreichen, erfolgt eine Überleitung der internen Berichterstattung auf IFRS je Berichtssegment. Die Liefer- und Leistungsbeziehungen innerhalb der Berichtssegmente sind, sofern wesentlich, konsolidiert ausgewiesen.

Segmentberichtserstattung für das Geschäftsjahr 2016

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va-Q-tec AG va-Q-tec Ltd. (UK)
in EUR Local GAAP Überleitung IFRS Local GAAP Überleitung IFRS
Außenumsatz 27.990.742 - 27.990.742 11.612.756 - 11.612.756
Innenumsatz 1.726.215 -493.511 1.232.704 946.480 - 946.480
Gesamtumsatz 29.716.957 -493.511 29.223.446 12.559.236 - 12.559.236
Gesamterträge 34.237.256 -658.906 33.578.350 12.559.236 - 12.559.236
Materialaufwand -13.537.552 -128.650 -13.666.203 -5.591.419 - -5.591.41 9
Personalaufwand -10.01 4.008 - -10.014.008 -1.656.867 - -1.656.867
Sonstiger betrieblicher Aufwand -9.927.240 2.535.076 -7.392.1 64 -1.949.570 - -1.949.570
EBITDA 758.456 1.747.520 2.505.975 3.361.380 - 3.361.380
Abschreibungen -2.135.708 42.769 -2.092.939 -3.529.1 86 - -3.529.186
EBIT -1.377.252 1.790.289 413.037 -167.806 - -167.806
Ergebnis aus at equity bilanzierten Beteiligungen - - - - - -
Finanzerträge 72.233 4.055 76.288 - - -
Finanzaufwendungen -1.272.626 422.745 -849.881 -872.071 50.807 -821.264
EBT -2.577.645 2.217.089 -360.556 -1.039.877 50.807 -989.070
Investitionen per 31.12.2016 4.955.489 -175.567 4.779.922 4.448.668   4.448.668
Vermögen 31.12.2016 77.010.059 -106.536 76.903.523 15.634.834 1.099.284 16.734.118
Langfristige Vermögenswerte 31.12.2016 18.951.025 -59.671 18.891.354 13.192.898 -43.759 13.149.139
At-equity bilanzierte Beteiligungen            
Schulden 31.12.2016 13.375.037 1.310.034 14.685.070 12.441.225 1.079.358 13.520.583
Mitarbeiter 238 - 238 25 - 25
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Sonstige Gesamtsumme Geschäftsbereiche Konsolidierung Konzern
in EUR Local GAAP Überleitung IFRS
Außenumsatz 12.301 - 12.301 39.615.799 -4.086.972 35.528.827
Innenumsatz 711.469 - 711.469 2.890.652 -2.890.652 -
Gesamtumsatz 723.770 - 723.770 42.506.452 -6.977.624 35.528.827
Gesamterträge 729.746 -3.255 726.491 46.864.077 -3.986.500 42.877.577
Materialaufwand -8.398 - -8.398 -19.266.019 1.941.589 -17.324.430
Personalaufwand -266.452 - -266.452 -11.937.327 122.596 -11.814.732
Sonstiger betrieblicher Aufwand -342.613 394 -342.219 -9.683.953 1.162.334 -8.521.618
EBITDA 112.284 -2.861 109.423 5.976.778 -759.981 5.216.797
Abschreibungen -6.241 - -6.241 -5.628.366 -11.093 -5.639.459
EBIT 106.043 -2.861 103.182 348.412 -771.074 -422.662
Ergebnis aus at equity bilanzierten Beteiligungen - - - - -59.179 -59.179
Finanzerträge 59 - 59 76.347 -72.233 4.114
Finanzaufwendungen -25.464 1.890 -23.573 -1.694.718 71.674 -1.623.045
EBT 80.638 -971 79.667 -1.269.959 -830.813 -2.100.772
Investitionen per 31.12.2016 5.369   5.369 9.233.959 221.512 9.455.470
Vermögen 31.12.2016 309.745 152.435 462.180 94.099.821 -9.935.442 84.164.378
Langfristige Vermögenswerte 31.12.2016 28.012 - 28.012 32.068.505 -216.938 31.851.566
At-equity bilanzierte Beteiligungen         435.918 435.918
Schulden 31.12.2016 526.240 -6.809 519.430 28.725.084 1.503.005 30.228.089
Mitarbeiter 4   4 267 - 267

Ausgehend von der Gesamtsumme der Berichtssegmente werden in der Spalte "Konsolidierung" die konzerninternen Geschäftsvorfälle eliminiert sowie insbesondere die Auswirkungen aus Sale-and finance-leaseback-Transaktionen berücksichtigt.

Segmentberichtserstattung für das Geschäftsjahr 2015

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va-Q-tec AG va-Q-tec Ltd. (UK)
in EUR Local GAAP Überleitung IFRS Local GAAP Überleitung IFRS
Außenumsatz 21.063.045 - 21.063.045 8.694.870 - 8.694.870
Innenumsatz 1.232.522 - 1.232.522 49.697 - 49.697
Gesamtumsatz 22.295.567 - 22.295.567 8.744.567 - 8.744.567
Gesamterträge 24.747.653 222.888 24.970.542 8.744.566 - 8.744.566
Materialaufwand -9.41 6.731 -43.479 -9.460.211 -3.250.809 45.750 -3.205.059
Personalaufwand -7.788.213 - -7.788.213 -920.453 - -920.453
Sonstiger betrieblicher Aufwand -3.842.897 78.919 -3.763.978 -1.628.054 -46 -1.628.100
EBITDA 3.699.812 258.328 3.958.1 40 2.945.250 45.704 2.990.954
Abschreibungen -1.41 5.925 -8.230 -1.424.1 55 -1.837.701 -8.71 2 -1.846.41 3
EBIT 2.283.887 250.098 2.533.985 1.107.549 36.992 1.144.541
Ergebnis aus at equity bilanzierten Beteiligungen - - - - - -
Finanzerträge 36.739 1.403 38.142 - - -
Finanzaufwendungen -402.607 -212.855 -615.462 -393.924 -62.759 -456.683
EBT 1.918.019 38.646 1.956.665 713.625 -25.767 687.858
Investitionen per 31.12.2015 2.318.168 - 2.318.168 8.327.841 - 8.327.841
Vermögen 31.12.2015 31.706.190 809.343 32.515.533 14.799.492 39.498 14.838.989
Langfristige Vermögenswerte 31.12.2015 16.512.488 59.211 16.571.699 12.334.176 -43.759 12.290.417
At-equity bilanzierte Beteiligungen - - - - - -
Schulden 31.12.2015 15.724.967 2.322.839 18.047.806 11.579.630 75.564 11.655.194
Mitarbeiter 195   195 14   14
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Sonstige Gesamtsumme Geschäftsbereiche Konsolidierung Konzern
in EUR Local GAAP Überleitung IFRS
Außenumsatz 189 - 189 29.758.104 -7.214.881 22.543.223
Innenumsatz 355.347 - 355.347 1.637.566 -1 .637.566 -
Gesamtumsatz 355.536 - 355.536 31.395.670 -8.852.447 22.543.223
Gesamterträge 362.990 3.078 366.067 34.081.175 -4.523.440 29.557.735
Materialaufwand -3.057 - -3.058 -1 2.668.327 313.916 -12.354.411
Personalaufwand -161.468 - -161.468 -8.870.133 16.422 -8.853.712
Sonstiger betrieblicher Aufwand -359.106 -664 -359.770 -5.751.848 1.000.827 -4.751.021
EBITDA -160.641 2.41 4 -158.227 6.790.867 -3.192.276 3.598.591
Abschreibungen -1.71 5 - -1.71 5 -3.272.283 102.799 -3.169.484
EBIT -162.356 2.41 4 -159.942 3.518.584 -3.089.477 429.107
Ergebnis aus at equity bilanzierten Beteiligungen - - - - -4.903 -4.903
Finanzerträge 177 - 177 38.319 -37.729 590
Finanzaufwendungen -22.472 -843 -23.31 5 -1.095.461 36.039 -1 .059.421
EBT -184.653 1.571 -183.082 2.461.441 -3.096.068 -634.627
Investitionen per 31.12.2015 25.511 - 25.511 10.671.520 -379.888 10.291.631
Vermögen 31.12.2015 214.247 618 214.864 47.569.387 -5.643.765 41.925.622
Langfristige Vermögenswerte 31.12.2015 28.454 -187 28.267 28.890.383 -427.357 28.463.027
At-equity bilanzierte Beteiligungen - - - - 370.097 370.097
Schulden 31.12.2015 510.674 -6.230 504.443 30.207.444 1.726.469 31.933.913
Mitarbeiter 3   3 212   212

Im Geschäftsjahr 2016 gab es bei der va-Q-tec AG und bei der va-Q-tec UK Ltd. je einen Kunden, dessen Umsatzanteil über 10 % am Gesamt-Konzernumsatz lag. Mit diesen Kunden wurden Umsätze i.H.v. 5.697.220 EUR und 5.264.266 EUR getätigt. Im Geschäftsjahr 2015 existierten drei Kunden der va-Q-tec AG und der va-Q-tec UK Ltd., deren Umsatzanteil am Konzernumsatz mehr als 10 % betrug. Die entsprechenden Umsätze beliefen sich auf 4.237.958 EUR, 3.466.942 EUR und 2.642.322 EUR.

Die Umsatzerlöse verteilen sich geographisch wie folgt:

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in EUR 2016 2015
Deutschland 11.182.680 7.566.624
Übrige Europäische Union 13.438.707 6.962.560
Andere 10.907.440 8.014.039
Gesamt Konzern 35.528.827 22.543.223

Die Zuordnung von Umsätzen mit externen Kunden zu einer geographischen Region richtet sich nach dem Standort des Kunden. Die geographische Zuordnung der langfristigen Vermögenswerte richtet sich nach dem Sitz des Eigentümers der Vermögenswerte und ist entsprechend aus der oben dargestellten Segmentberichterstattung nach legalrechtlichen Einheiten ersichtlich.

Die Zuordnung der Umsätze auf Produkte, Systeme und Dienstleistungen ergibt sich wie folgt: Mit Produkten (Vakuumisolationspaneele und einzeln verkaufte Wärmespeicherkomponenten) wurden im Geschäftsjahr Umsätze i.H.v. 11.287.129 EUR (Vj.: 7.411.292 EUR) erzielt. Mit Systemen (thermische Verpackungen und deren Komponenten) konnte der Konzern im Geschäftsjahr Umsätze i.H.v. 10.426.393 EUR (Vj.: 5.253.947 EUR) erzielen. Aus Dienstleistungen resultierten im Geschäftsjahr Umsätze i.H.v. 13.189.428 EUR (Vj.: 9.395.006 EUR). Sonstige Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 625.877 EUR (Vj.: 482.978 EUR).

5.2 EVENTUALVERPFLICHTUNGEN UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Am Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften oder ähnlichen Verpflichtungen. Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen, die im Wesentlichen aus Operating-Leasingverhältnissen für IT-Ausstattung und Firmenwagen, sowie aus Mietverpflichtungen für Gebäude resultieren.

Die Fälligkeiten der Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen und Mietverträgen stellen sich wie folgt dar:

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (Eventualverpflichtungen)

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in EUR 31.12.2016 31.12.2015
Gesamt Konzern 1.398.218 967.263
fällig innerhalb eines Jahres 844.224 442.812
fällig zwischen einem und fünf Jahren 553.994 503.877
fällig später als fünf Jahre - 20.574

5.3 AKTIENBASIERTE VERGÜTUNG

va-Q-tec hat im Jahr 2013 ein virtuelles Optionsprogramm mit einem Gesamtvolumen von bis zu 188.591 (nach Aktiensplit: 377.182) virtuellen Optionen aufgesetzt. Diese Optionen haben einen regulären Ansparzeitraum von vier Jahren. Die Anspardauer deckt sich mit dem zeitlichen Verbleib des Begünstigten in der Gesellschaft. Entfällt der zugrundeliegende Arbeitsvertrag kann die Gesellschaft die angesparten virtuellen Optionen zurückerwerben. Im Falle eines Exit-Events (IPO oder Unternehmensverkauf) werden die Optionen je nach Zuteilungstranche beschleunigt und vollständig oder nur anteilig angespart, sofern das Exit-Event mindestens ein Jahr nach der Optionszuteilung eintritt. Der Ausübungspreis wird zum jeweiligen Zuteilungszeitpunkt festgelegt.

Ein Ausgleich der virtuellen Optionen durch Eigenkapitalinstrumente oder Barmittel findet nur statt, wenn die Exiterlöse pro Aktie über dem Basispreis (Ausübungspreis) der Optionen liegen. Das Unternehmen hat das einseitige Recht des Ausgleichs der virtuellen Optionen entweder durch Eigenkapitalinstrumente oder Barmittel. va-Q-tec bilanziert das virtuelle Optionsprogramm als anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente, da eine gegenwärtige Verpflichtung zum Barausgleich nach Ansicht des Vorstands nicht vorliegt.

Am 01.07.2013 wurden zunächst nur einem Mitglied des Managements in Schlüsselposition 94.296 (nach Aktiensplit: 188.592) virtuelle Optionen mit einem Ausübungspreis i.H.v. 7,73 EUR (nach Aktiensplit: 3,87 EUR) aus dem Optionsprogramm zugeteilt. Der beizulegende Zeitwert am Tag der Gewährung wurde durch die Anwendung eines üblichen Optionsbewertungsmodells (Black Scholes) vorgenommen. Es wurden dabei ein Aktienpreis von 1,44 EUR (nach Aktiensplit: 0,72 EUR), eine Laufzeit von drei Jahren, eine Yield Rate von 5,0 %, eine risikolose Verzinsung von 0,5 % und eine Volatilität von 25 % angenommen. Diese Volatilität wurde aufgrund der historischen Umsatz- und Ertragsentwicklung und des noch frühen Entwicklungsstadiums der va-Q-tec angenommen. Die Berechnung ergab einen beizulegenden Zeitwert von null EUR je Option. Entsprechend wurde über den bisherigen Ansparzeitraum kein Aufwand erfasst. Sämtliche 94.296 (nach Aktiensplit: 188.592) Optionen, die diesem Mitglied des Managements zugeteilt wurden, sind durch den im September 2016 erfolgten Börsengang erdient worden. Zum 31.12.2016 waren sie noch nicht ausgeübt.

Im Januar 2016 wurden zwei leitenden Angestellten insgesamt 47.148 (nach Aktiensplit: 94.296) virtuelle Optionen mit einem Ausübungspreis i.H.v. 7,73 EUR (nach Aktiensplit: 3,87 EUR) aus dem bestehenden Optionsprogramm zugeteilt. Der beizulegende Zeitwert am Tag der Gewährung wurde durch die Anwendung eines üblichen Optionsbewertungsmodells (Black Scholes) ermittelt. Es wurden dabei ein Aktienpreis von 19,66 EUR (nach Aktiensplit: 9,83 EUR), eine Laufzeit von vier Jahren, eine Yield Rate von 0 %, eine laufzeitadäquate risikolose Verzinsung von -0,2 % und eine Volatilität von 25 % angenommen. Diese Volatilität wurde aufgrund der historischen Umsatz- und Ertragsentwicklung und des noch frühen Entwicklungsstadiums der va-Q-tec angenommen. Die Berechnung ergab einen beizulegenden Zeitwert von 11,93 EUR (nach Aktiensplit: 5,97 EUR) je Option. Von diesen im Januar 2016 zugteilten Optionen waren zum 31.12.2016 14.144 (nach Aktiensplit: 28.288) (Vj.: 0) erdient, für die in der Periode ein Personalaufwand von 168.796 EUR erfasst wurde.

Insgesamt sind seit dem Aufsetzen des Aktienoptionsprogramms in 2013 141.444 (nach Aktiensplit: 282.888) virtuelle Optionen zugeteilt worden. Davon waren zum Bilanzstichtag 108.440 (nach Aktiensplit: 216.880) (Vj.: 58.934) erdient.

Mit dem Eintritt des Börsengangs im September 2016 ist ein Exit-Event eingetreten, mit dem die Optionen ausübbar wurden und das Optionsprogramm beendet ist. Über die bis zu diesem Exit-Event zugeteilten und erdienten Optionen hinaus wird es unter diesem Programm keine weitere Zuteilung von Optionen geben. Die bisher nicht zugeteilten 94.294 Optionen bzw. nicht erdienten 66.008 Optionen entfallen ersatzlos.

5.4 NAHESTEHENDE PERSONEN UND UNTERNEHMEN

Gemäß IAS 24 sind die Existenz von, Geschäftsvorfälle mit, sowie ausstehende Salden gegenüber nahestehenden Unternehmen, soweit sie nicht bereits als konsolidierte Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen wurden, sowie nahestehenden Personen anzugeben. Die va-Q-tec AG ist oberstes Konzernunternehmen.

Als nahestehende Personen in der va-Q-tec Gruppe gelten grundsätzlich Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen einschließlich deren nahe Familienangehörige. Die Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen setzen sich zusammen aus den Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern der va-Q-tec AG sowie den Geschäftsführern der ausländischen Tochtergesellschaften in Korea und UK. Die beiden Vorstände Dr. Kuhn und Dr. Caps stehen dem Konzern entgegen dem Vorjahr aufgrund der veränderten Kapitalstruktur nach dem Börsengang nicht mehr in ihrer Eigenschaft als maßgeblich beteiligte Aktionäre der va-Q-tec AG nahe.

Als nahestehende Unternehmen in der va-Q-tec Gruppe gelten solche Unternehmen, auf die die va-Q-tec AG, die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder und deren nahe Familienangehörige zumindest einen maßgeblichen Einfluss ausüben können, oder die ihrerseits auf va-Q-tec einen maßgeblichen Einfluss ausüben können. Als Aktionär mit einem Anteil von 16,33 % (Vj.: 33,4 %) ist Cleantech Europe II S.a.r.L., Luxemburg nahestehendes Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss. Als assoziiertes Unternehmen der va-Q-tec ist die SUMTEQ GmbH, Köln ebenfalls ein nahestehendes Unternehmen. Es bestanden zum Bilanzstichtag keine offenen Forderungen oder Zahlungsverpflichtungen mit nahestehenden Unternehmen. In der Berichtsperiode wurde eine weitere Eigenkapitalinvestition in Höhe von 125.000 EUR (Vj.: 375.000 EUR) in die SUMTEQ GmbH getätigt.

Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen der va-Q-tec Gruppe

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Vorstand
Dr. Joachim Kuhn seit 01.04.2001
Dr. Roland Caps seit 01.04.2001
Christopher Hoffmann seit 01.07.2013
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Aufsichtsrat
Dr. Gerald Hommel Vorsitzender seit 27.06.2014
Uwe Lamann Stellv. Vorsitzender seit 27.06.2014
Dr. Barbara Ooms-Gnauck seit 27.06.2014
Winfried Klar seit 20.03.2013
Uwe Krämer seit 01.10.2015
Dr. Eberhard Kroth seit 20.03.2013
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Geschäftsführer der Tochtergesellschaften
Insook Yoo - va-Q-tec Ltd. (Korea) seit 07.07.2011
Dominic Hyde - va-Q-tec Ltd. (UK) seit 04.01.2011

Gesamtvergütung der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen der va-Q-tec Gruppe

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in EUR 2016 2015
Kurzfristig fällige Leistungen 1.068.220 919.990
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 29.115 22.228
Gesamtvergütung der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen der va-Q-tec Gruppe 1.097.335 942.218

Vergütung des Vorstands

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in EUR 2016 2015
Kurzfristig fällige Leistungen 615.539 542.663
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 22.373 21.868
Gesamtvergütung des Vorstands 637.912 564.531

Dem Vorstand wurde in 2016 eine Gesamtvergütung i.H.v. 637.912 EUR gezahlt (Vj.: 564.531 EUR). Diese Vergütung bestand aus fester Vergütung i.H.v. 500.759 EUR (Vj.: 473.663 EUR), erfolgsabhängigen jährlichen Boni i.H.v. 114.780 EUR (Vj.: 69.000 EUR) sowie Zuschüssen zur betrieblichen Altersvorsorge. Seit 2014 bestehen für die Vorstände beitragsorientierte Leistungszusagen. Hierfür wurden im Berichtsjahr 22.373 EUR (Vj.: 21.868 EUR) in eine externe rückgedeckte Unterstützungskasse eingezahlt. Einem Mitglied des Vorstands wurden am 01.07.2013 94.296 (nach Aktiensplit: 188.592) Aktienoptionen gewährt. Diese waren zum 30.09.2016 zwar vollständig erdient, aber durch den Optionsberechtigten bis zum Stichtag noch nicht ausgeübt.

Im Berichtsjahr bestanden wie im Vorjahr keine Vorschüsse und Kredite gegenüber Mitgliedern des Vorstands.

Zum 31.12.2016 hatten zwei Mitglieder des Vorstands gegenüber der Thüringer Aufbaubank persönliche Bürgschaften i.H.v. 344.921 EUR (Vj.: 612.786 EUR) ausstehen. Diese Bürgschaften wurden 2011 ohne Gegenleistung der va-Q-tec AG abgegeben. Der Rückgang des Umfangs der Bürgschaften in 2016 ist auf das Auslaufen der im Jahr 2008 abgegebenen Bürgschaften zurückzuführen.

va-Q-tec legt die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder nicht unter Nennung der Namen offen, da die §§ 314 Abs. 3 S.1, 286 Abs. 5 HGB dies ausdrücklich unter den Vorbehalt eines abweichenden Beschlusses der Hauptversammlung mit qualifizierter Mehrheit des bei Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals stellen. Einen entsprechenden Beschluss hat die Hauptversammlung der va-Q-tec AG am 31.05.2016 mit der erforderlichen Mehrheit gefasst.

Vergütung des Aufsichtsrats

Für das Geschäftsjahr 2016 wird den Mitgliedern des Aufsichtsrats eine Vergütung von 124.930 EUR (Vj.: 100.901 EUR) gewährt. Die Vergütung beinhaltet sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr nur einen kurzfristigen Bestandteil und besteht aus der Vergütung der gewöhnlichen Aufsichtsratstätigkeit und Spesen. Zusätzlich wurden Beratungsleistungen i.H.v. 74.939 EUR (Vj.: 20.486 EUR) vergütet, die insbesondere im Rahmen der IPO Vorbereitung erbracht wurden.

Zum 31.12.2016 bestanden aus dieser Vergütung des Aufsichtsrats Zahlungsverpflichtungen der Gesellschaft i.H.v. 43.963 EUR (Vj.: 52.093 EUR).

Im Berichtsjahr bestanden wie im Vorjahr keine Vorschüsse und Kredite gegenüber Mitgliedern des Aufsichtsrats.

Übrige Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Zuge des IPO's erfolgten durch Mitglieder des Managements in Schlüsselposition (79.440. EUR) sowie ein maßgeblich beteiligtes Unternehmen (101.622 EUR) anteilige Kostenerstattungen (vor latenten Steuern) für die Umplatzierung ihrer Altanteile.

Ein Mitglied des Managements in Schlüsselpositionen hat in 2016 im Rahmen einer Sacheinlage seinen Minderheitenanteil an der britischen Tochtergesellschaft in die va-Q-tec AG eingebracht im Tausch gegen 183.128 Aktien der va-Q-tec AG.

5.5 EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Im Februar 2017 hat die va-Q-tec eine Tochtergesellschaft in der Schweiz gegründet. Diese soll zunächst begleitende Dienstleistungen für die Schweizerische Post im Bereich Kühlkettenlogistik erbringen und den Vertrieb thermischer Verpackungen lokal organisieren. Zusätzlich stärkt die lokale Präsenz die Marktstellung von va-Q-tec in der Schweiz, einem der größten Hersteller-Länder für Pharmazeutika weltweit.

Am Standort Würzburg wurde im Februar 2017 eine an das bereits 2016 erworbene Grundstück angrenzende Fläche samt Lagerhalle erworben, um dort den Bau einer integrierten Produktions- und Verwaltungsstätte vornehmen zu können. Aufgrund einer kurzfristig eingetretenen Marktchance wurde im April 2017 ein weiteres Grundstück samt bestehender Produktions- und Verwaltungsgebäude erworben. Es ist beabsichtigt, diese Bestandsimmobilie als zentralen und einzigen Standort der Gesellschaft in Würzburg zu nutzen. Das Investitionsvolumen für beide Immobilien belief sich in Summe auf 12,6 Mio. EUR.

Im Februar 2017 wurden aus dem Bestand eigener Aktien in Höhe von 134.466 im Rahmen der Bedienung des Aktienoptionsprogrammes insgesamt 18.790 Aktien von zwei leitenden Mitarbeitern ausgeübt. Nach Verrechnung mit der fälligen Lohnsteuer wurden den Mitarbeitern 11.290 Aktien übertragen. Die Gewährung der Aktien folgt auf die Ausübung der Optionen durch die betreffenden Mitarbeiter und steht in direktem Zusammenhang mit dem durchgeführten Börsengang. Für die noch ausstehenden Optionen wurde die Ausübungsfrist bis zum 30.09.2017 verlängert.

Im Februar 2017 wurde auf Vorschlag des Vorstandes der Beschluss zum Ausbau des Produktionsstandorts Kölleda samt erweiterter Produktionskapazität mit einem Investitionsvolumen von bis zu 4,15 Mio. EUR über zwei Jahre durch den Aufsichtsrat gefasst. Für den Ausbau ist, wie auch bei den vorherigen Investitionen am Standort Kölleda, eine Förderung durch die Thüringer Aufbaubank beantragt worden.

Im April 2017 hat die va-Q-tec eine Tochtergesellschaft in Japan gegründet. Mit dieser Gesellschaft soll eine stärkere lokale Präsenz zur Unterstützung der kommerziellen Aktivitäten in Japan hergestellt werden.

5.6 ANGABEN ZU ABSCHLUSSPRÜFERHONORAREN

Die Honorare des Abschlussprüfers Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Jena für Dienstleistungen i.H.v. 782.599 EUR (Vj.: 115.382 EUR) setzten sich wie folgt zusammen:

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in EUR 2016 2015
Abschlussprüfung (davon Vorjahre: 179.616) 354.616 47.580
Sonstige Bestätigungsleistungen 375.085 7.696
Steuerberatungsleistungen (davon Vorjahre: 689) 24.519 22.406
Sonstige Leistungen (davon Vorjahre: 2.000) 28.379 37.700
Gesamt Konzern 782.599 115.382

Die erhöhten Prüfungsausgaben und sonstigen Bestätigungsleistungen resultieren im Wesentlichen aus neuen und gestiegenen Anforderungen an den Konzernabschluss bzw. die Berichterstattung anlässlich des Börsengangs.

5.7 ENTSPRECHENSERKLÄRUNG ZUM CORPORATE-GOVERNANCE-KODEX / ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB einschließlich der Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG hat va-Q-tec AG auf seiner Internetseite www.va-Q-tec.com im Bereich Investor Relations veröffentlicht.

https://ir.va-q-tec.com/websites/vaqtec/German/530/erklaerungen-und-dokumente.html

 

Würzburg, den 24. April 2017

va-Q-tec AG

Der Vorstand

Dr. Joachim Kuhn Christopher HoffmannDr. Roland Caps

(Vorsitzender des Vorstands) (Finanzvorstand) (Vorstand FuE)

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER GEMÄSS § 37Y NR. 1 WPHG I. V. M. §§ 297 ABS. 2 SATZ 4
UND 315 ABS. 1 SATZ 6 HGB

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Würzburg, den 24. April 2017

Dr. Joachim Kuhn Christopher HoffmannDr. Roland Caps

(Vorsitzender des Vorstands) (Finanzvorstand) (Vorstand FuE)

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der va-Q-tec AG, Würzburg aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens- Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Jena, den 24. April 2017

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Maaß, Wirtschaftsprüfer

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23.05.2017 Veröffentlichung Quartalsfinanzbericht (Stichtag Q1)
19.06.2017 Hauptversammlung

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