![]() va-Q-tec AGWürzburgHalbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 20175 KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT5.1 WIRTSCHAFTSBERICHT5.1.1 Makroökonomisches Umfeld und konzernspezifische RahmenbedingungenDer Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert für das Jahr 2017 ein Wachstum
der Weltwirtschaft in Höhe von 3,5 %. Für das Jahr 2018 rechnet der IWF mit einer
stärkeren globalen Wachstumsdynamik, die sich in einer Wachstumsrate von 3,6 % niederschlägt.
Die Auswirkungen der BREXIT-Entscheidung in Großbritannien sind zum gegenwärtigen
Zeitpunkt schwer einzuschätzen und beeinflussen die Geschäftstätigkeit des Konzerns
nur geringfügig. Wesentliche Umsatztreiber im ersten Halbjahr 2017 sind die beiden Endmärkte Healthcare
& Logistik sowie Kühlgeräte & Lebensmittel, die zusammen einen Umsatzanteil von 90
% am Konzernumsatz ausmachen. Nach externen Schätzungen bleibt der Markt für thermische
Verpackungssysteme weiterhin ein Wachstumsmarkt mit einem weltweiten durchschnittlichen
jährlichen Wachstum von 9 %. va-Q-tec operiert mit dem deutschen und dem UK-Segment
in diesem Markt -insbesondere für die globale Healthcare-Industrie als wichtigstem
Absatzmarkt der va-Q-tec. Die Gesellschaft ist davon überzeugt, sowohl mit den qualitativ
hochwertigen Systemlösungen im Verkauf als auch mit den neuartigen Mietlösungen ("Serviced
Rental" von thermischen Verpackungssystemen) im Umsatz weiterhin überproportional
zum Markt wachsen zu können. Insbesondere mit zukunftsweisenden Mietlösungen beabsichtigt
va-Q-tec in Märkte einzutreten, die bislang nur mit konventionellen thermischen Verpackungssystemen
bedient wurden. Mit dem Produktgeschäft (Verkauf von VIPs) wendet sich der Konzern ebenfalls einem
wachsenden Markt zu: In Deutschland werden der "Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen"
zufolge circa 60 % der Primärenergie für thermische Zwecke, also Kühlen oder Erwärmen,
verwendet. Mit weltweit steigenden Verbraucherpreisen für Primärenergie, erhöhtem
Kundenbewusstsein für Energieeinsparungen und strengeren gesetzlichen Regulierungen
nimmt der ökonomische und politische Anreiz zu, in Energieeffizienz und damit in die
Produkte von va-Q-tec zu investieren. 5.1.2 GeschäftsverlaufIm Mittelpunkt des unternehmerischen Handelns der Gesellschaft standen im ersten Halbjahr
2017 die weitere Umsetzung des Wachstumskurses und die Schaffung wesentlicher organisatorischer
und baulicher Voraussetzungen für die weitere Geschäftsentwicklung. Im Geschäftsbereich Produkte des deutschen Berichtssegments konnten neue Kunden in
den Zielbranchen Kühlgeräte & Lebensmittel und Technik & Industrie akquiriert und
gleichzeitig das Bestandskundengeschäft weiter ausgebaut werden. Dieser Erfolg begründet
sich einerseits durch die hohe Qualität, Leistungsfähigkeit und Lebensdauer der VIPs,
andererseits auch durch die hohe Liefertreue der va-Q-tec in diesen von zuverlässigen
Lieferungen abhängigen Märkten. Insgesamt lag das Wachstum im Produktgeschäft mit
VIPs im ersten Halbjahr dadurch, wie sich schon zum 1. Quartal abzeichnete, über den
Erwartungen. Im Geschäftsbereich Dienstleistungen des deutschen Berichtssegments stieg die Geschäftstätigkeit
aus der europaweiten Vermietung von Thermo-Boxen aus dem Hub in Dublin im ersten Halbjahr
2017 deutlich an. Im Februar 2017 wurde mit der va-Q-tec Switzerland AG eine Tochtergesellschaft in
der Schweiz gegründet. Diese erbringt Dienstleistungen (Temperieren und Reinigen,
"fulfillment services") für die Schweizerische Post im Bereich Kühlkettenlogistik.
Für va-Q-tec bedeutet dieser wichtige Meilenstein den Beginn der strategischen Partnerschaft
mit der Schweizerischen Post in ihrem Heimatmarkt. Die Schweizerische Post greift
für ihre Flotte an Apotheken-Distributionsboxen auf die führende technologische Stellung
und Prozesserfahrung der va-Q-tec im Bereich des temperaturgeführten Transports pharmazeutischer
Produkte zurück. Der Konzern stärkt mit der Tochtergesellschaft die lokale Präsenz
und Marktstellung in der Schweiz, einem der größten Herstellerländer für Pharmazeutika
weltweit. Die va-Q-tec Switzerland AG wird dem Segment "Sonstige" zugeordnet. Auch
die im April gegründete Tochtergesellschaft in Japan verfolgt das Ziel, die Wahrnehmung
der va-Q-tec als lokal verwurzelter und verlässlicher Anbieter in der drittgrößten
Volkswirtschaft weltweit zu erhöhen. Im britischen Berichtssegment (Geschäftsbereich Dienstleistungen) wuchs die Aktivität
mit neuen und bestehenden Kunden aus der Healthcare-Industrie deutlich. Im ersten
Halbjahr 2017 wurden mehr als 30 neue kommerzielle Routen mit temperaturkontrollierter
Luftfracht hinzugefügt. Wichtige neue Kunden haben, teilweise mit zeitlichem Verzug,
ihre Qualifizierungen im Rahmen des "Serviced Rental" mit Test-Sendungen erfolgreich
abgeschlossen, was weiter steigende Volumina erwarten lässt. Die Herausforderung in
diesem Bereich besteht darin, mit Kunden, die bereits erste Qualifizierungen durchgeführt
haben, zügig wachsende Umsätze zu erzielen. Im Dienstleistungs-Geschäft, das auf die Herausforderungen der Kühlkette in der globalen
Pharmaindustrie abzielt, konnten wie beschrieben neue Kunden für das "Serviced Rental"
von Containern und Boxen gewonnen werden. In diesem Kontext wurde auch die Flotte
an Mietcontainern für das globale "Serviced Rental" in H1 2017 weiter ausgebaut, um
ausreichende Kapazität für neue Kunden zu schaffen. Zusätzlich wurde in die Ausrüstung
der Fulfillment Center für die Boxen- und Containervermietung investiert. Mit der im Q4 2016 neu eingeführten Thermo-Box "va-Q-one", einer kosteneffizienten
Einweg-Lösung, konnten im ersten Halbjahr 2017 erste Kunden gewonnen werden. Dieses
Produkt eignet sich insbesondere für Transporte, bei denen eine Rückführung aus wirtschaftlichen
Gründen nicht erfolgt. Die beschriebenen Fortschritte über die Berichtssegmente hinweg haben zu einer positiven
Entwicklung hinsichtlich der übergeordneten strategischen Konzernziele Wachstum, Profitabilität
und Technologieführerschaft beigetragen. Umsatz und EBITDA konnten deutlich gegenüber
dem Vorjahr gesteigert werden. Im ersten Halbjahr wurde außerdem mit der Zusammenlegung der aktuell fünf Würzburger
Standorte zu einer Technologie- und Logistikzentrale begonnen. Dieser Schritt dient
der Steigerung der operativen Effizienz, dem Kapazitätsausbau für Produktion und Logistik
sowie der Bündelung der technologischen Kompetenzen. Hierfür konnte eine bereits bestehende
Gewerbeimmobilie in Würzburg kostengünstig erworben werden. Mit den Entwicklungs-
und Erschließungsarbeiten sowie der Herstellung des vom Management beabsichtigten
betriebsbereiten Zustands am neuen Standort wurde unverzüglich begonnen. Die teils
unbebauten Flächen in Würzburg-Heuchelhof, auf denen ursprünglich ein integrierter
Technologie- und Logistikstandort neu errichtet werden sollte, wird die Gesellschaft
nach dem Umzug des dort derzeit operierenden Fulfillment Centers voraussichtlich im
kommenden Geschäftsjahr sukzessive zu marktüblichen Konditionen veräußern. Im Juni 2017 fand die erste öffentliche Hauptversammlung der Gesellschaft seit der
Notierungsaufnahme an der Frankfurter Wertpapierbörse statt. Im Rahmen der Hauptversammlung
wurden auch personelle Änderungen im Vorstand bekannt gegeben. Dr. Roland Caps schied
zum 30.06.2017 planmäßig aus dem Vorstand aus. Christopher Hoffmann wechselt vom Finanz-
in das neu geschaffene Ressort für Geschäftsentwicklung und Internationalisierung.
Stefan Döhmen übernimmt von Herrn Hoffmann den Posten des Finanzvorstands. Mit dem Börsenlisting wurden verstärkt externe Beratungsleistungen in Anspruch genommen.
Gleichermaßen führten für das weitere Wachstum unerlässliche IT-Beratungsleistungen
zu höheren, vom operativen Geschäft aber unabhängigen, Mehraufwendungen. Insgesamt hat sich die Gesellschaft im ersten Halbjahr 2017 sehr gut weiterentwickelt.
Wichtige Merkmale des Berichtszeitraums waren ein gegenüber der Planung unerwartet
sehr starkes Produktgeschäft und ein starkes Dienstleistungs-Geschäft. Neben den Rechts-
und Beratungsleistungen führte insbesondere der im zweiten Quartal des Geschäftsjahres
gegenüber vielen Währungen deutlich stärkere Euro zu signifikant über den Erwartungen
liegenden Fremdwährungsaufwendungen und damit höherem sonstigen betrieblichen Aufwand. 5.1.3 Erläuterung des Geschäftsergebnisses und Analyse der Ertrags-, Finanz- und VermögenslageErtragslageZum besseren Verständnis der operativen Ertragslage wurden im folgenden Abschnitt
die Zahlen für die Vergleichsperiode H1 2016 um die Kosten des Börsengangs bereinigt. scroll
Die Umsätze haben sich insgesamt sehr positiv entwickelt. va-Q-tec konnte seine Umsatzerlöse
von 15,6 Mio. EUR um 44 % gegenüber der Vorperiode auf 22,5 Mio. EUR im Berichtszeitraum
steigern. Das Umsatzwachstum wurde dabei besonders stark aus dem Geschäftsbereich
Produkte und stark aus dem Geschäftsbereich Dienstleistungen gespeist. Das Geschäft
mit Produkten wuchs von 5,1 Mio. EUR um 3,4 Mio. EUR auf 8,5 Mio. EUR (+67 %). Im
Bereich Systeme stieg der Umsatz von 4,5 Mio. EUR um 0,4 Mio. EUR auf 4,9 Mio. EUR
(+9 %). Mit Dienstleistungen erzielte der Konzern einen Umsatz in Höhe von 8,8 Mio.
EUR gegenüber 5,7 Mio. EUR im Vorjahr (+54 %). Zum 30.06.2017 war der Auftragsbestand
gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht und unterstützt den positiven Ausblick des Unternehmens
auf das Geschäftsjahr 2017. scroll
Die Gesamterträge erhöhten sich aufgrund des Umsatzwachstums im abgelaufenen Geschäftsjahr
um 34 % auf 26,6 Mio. EUR. Aktivierte Eigenleistungen i.H.v. 2,5 Mio. EUR (Vj.: 3,2
Mio. EUR) ergaben sich in H1 2017 wie in den Vorquartalen aus der fortgeführten Expansion
der Container- und Boxenflotten. Sonstige betriebliche Erträge i.H.v. 1,4 Mio. EUR
(Vj.: 1,1 Mio. EUR) resultierten vorrangig aus der Auflösung des Sonderpostens aus
Container-Sale und Lease-back Transaktionen. Der Materialaufwand stieg im Vergleich zu den Gesamterträgen unterproportional von
8,5 Mio. EUR auf 11, 0 Mio. EUR, was einer verbesserten Materialaufwands-Quote von
41 % entspricht (Vj.: 43 %). Diese Verbesserung ist auf eine höhere Effizienz im Einkauf
und optimiertes Flottenmanagement zurückzuführen. Gegenläufige Effekte ergeben sich
aus dem strukturell materialkostenintensiveren, stark wachsenden Verkauf von Vakuumisolationspaneelen. Der Personalaufwand wuchs von 5,5 Mio. EUR (bereinigt) im Vorjahreszeitraum auf 7,1
Mio. EUR im Berichtszeitraum 2017 (+29 %); die Personalaufwands-Quote nahm damit relativ
zu den Gesamterträgen von 28 % auf 27 % ab. Der absolute Anstieg ist im Wesentlichen
auf die Einstellung neuer Mitarbeiter zur Unterstützung des geplanten Wachstums und
der weiteren Optimierung der Geschäftsprozesse sowie auf Lohn- und Gehaltssteigerungen
zurückzuführen. Der sonstige betriebliche Aufwand (SBA) erhöhte sich von 2,8 Mio. EUR (bereinigt)
im Vorjahr auf 4,3 Mio. EUR im Berichtszeitraum. Grund für den Anstieg waren unter
anderem Effekte aus Fremdwährungsgeschäften sowie gestiegene Aufwendungen im Zuge
der Geschäftsausweitung (IT-Beratung) und mit der Börsennotierung erforderlich gewordene
Beratungsleistungen. Gemessen an den Gesamterträgen resultiert hieraus im ersten Halbjahr
eine erhöhte Quote der SBA von 16 % (Vj.: 14 %). Im Zuge des Umsatzwachstums im ersten Halbjahr 2017 stieg das Ergebnis vor Zinsen,
Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 2,9 Mio. EUR (bereinigt) im Vorjahr auf 4,2
Mio. EUR, was einer Steigerung um 45 % gegenüber dem Vorjahr und einer EBITDA-Marge
von 16 % entspricht (Vj.: 15 %). Damit konnte die Profitabilität gegenüber dem Vorjahr
weiter verbessert werden. Die Abschreibungen im Konzern erhöhten sich durch den fortgesetzten Aufbau der Container-
und Boxenflotte deutlich um 35 % auf 3,5 Mio. EUR (Vj.: 2,6 Mio. EUR). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) hat sich von 346 TEUR (bereinigt) auf 716
TEUR mehr als verdoppelt, was einer verbesserten EBIT-Marge von 3 % gemessen an den
Gesamterträgen entspricht (Vj.: 2 %). Das Finanzergebnis verbesserte sich von -620 TEUR im Vorjahr auf -121 TEUR, aufgrund
deutlich verbesserter Konditionen in der Fremdfinanzierung sowie vor allem bedingt
durch einen einmaligen Effekt im Zusammenhang mit dem Grundstücks- und Gebäudeerwerb
des neuen Firmensitzes in Würzburg. Im Zuge des Erwerbs waren als ein Kaufpreisbestandteil
die Verpflichtungen aus bestehenden Hypothekendarlehen mit zu übernehmen. Diese Darlehen
konnten im Anschluss seitens der va-Q-tec AG aufgrund erfolgreicher Verhandlungen
kostengünstig refinanziert werden, woraus sich insgesamt ein Ertrag i.H.v. 359 TEUR
ergab. Für das erste Halbjahr 2017 resultiert ein Vorsteuerergebnis (EBT) von 541 TEUR (Vj.:
-298 TEUR bereinigt). BerichtssegmenteDie Berichtssegmente haben sich vor Konsolidierung im ersten Halbjahr 2017 wie folgt
entwickelt: Deutsches Berichtssegment (va-Q-tec AG)scroll
Das deutsche Berichtssegment (va-Q-tec AG) konnte seinen Umsatz von 13,6 Mio. EUR
im Vorjahr auf 20,7 Mio. EUR im Berichtszeitraum steigern. Das Umsatzwachstum war
vor allem auf zusätzliche Umsätze durch den Verkauf von VIPs an Hersteller von Kühlschränken
und Warmwasserspeichern, aber auch auf den Verkauf und die Vermietung von thermischen
Verpackungen, zurückzuführen. Auch der Verkauf von Containern an Leasinggesellschaften
und die britische Tochtergesellschaft erhöhte den Umsatz. Das EBITDA stieg in H1 2017
um 33 % auf 3,2 Mio. EUR (Vj.: 2,4 Mio. EUR). Die Mitarbeiteranzahl stieg um 62 auf
284 (Vj.: 222). Britisches Berichtssegmentscroll
Das britische Berichtssegment umfasst im Wesentlichen die Vermietung von temperaturgeführten
Containern für die globale Pharma-Industrie. Die Umsatzerlöse in diesem Segment stiegen
im H1 2017 um 28 % von 6,1 Mio. EUR im Vorjahr auf 7,8 Mio. EUR. Die reinen Umsätze
aus der Container-Vermietung stiegen deutlich stärker um 41 %, von 4,9 Mio. EUR auf
6,9 Mio. EUR. Durch strenges Kostenmanagement und die verbesserte Profitabilität des
Container-Vermietgeschäfts konnte das EBITDA in diesem Segment überproportional von
1,2 Mio. EUR im H1 2016 auf 2,7 Mio. EUR im H1 2017 gesteigert werden. Die Mitarbeiteranzahl
stieg um 50 % auf 33 (Vj.: 22). Sonstiges Berichtssegmentscroll
Die Tochtergesellschaften in Korea, Japan, der Schweiz und den USA, welche zusammen
das Sonstige Berichtssegment bilden, haben bis auf die Schweizer Tochtergesellschaft
keine Außenumsätze mit fremden Dritten getätigt, da die von diesen Gesellschaften
akquirierten Geschäfte durch die va-Q-tec AG oder va-Q-tec Ltd. (UK) abgerechnet werden.
Die Tochtergesellschaften im Sonstigen Berichtssegment sind wichtig für die lokale
Präsenz und die Wahrnehmung von va-Q-tec als verlässlicher globaler und regionaler
Partner. Die Tochtergesellschaften im Sonstigen Berichtssegment weisen insgesamt einen
erhöhten Umsatz aus, der sich aus gestiegenen Vertriebs- und Einkaufskommissionen
sowie der erstmaligen Einbeziehung der Schweizer sowie der japanischen Tochtergesellschaften
speist. Das EBITDA lag bei -0,04 Mio. EUR (Vj. 0,04 Mio. EUR). Die Mitarbeiteranzahl
betrug 8 (Vj.: 5). FinanzlageLiquiditätscroll
Der Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit belief sich im ersten Halbjahr 2017
auf 0,9 Mio. EUR und lag damit um 0,6 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert in Höhe von
1,5 Mio. EUR. Bereinigt um die im Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit abgebildeten
Mehraufwendungen in H1 2016 im Zusammenhang mit dem Börsengang in Höhe von 0,6 Mio.
EUR, sank der Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit um 1,2 Mio. EUR. scroll
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit veränderte sich von -3,9 Mio. EUR auf -5,3
Mio. EUR. Dies ist im Wesentlichen auf Auszahlungen für den Erwerb des neuen Gebäudekomplexes
in Würzburg und den Aufbau der Container- und Boxenflotte zurückzuführen. Vermögenslage und Kapitalstrukturscroll
Am Standort Würzburg wurde im Februar 2017 eine an das bereits 2016 erworbene Grundstück
angrenzende Fläche samt Lagerhalle erworben, um dort eine integrierte Produktions-
und Verwaltungsstätte bauen zu können. Aufgrund einer kurzfristig eingetretenen Marktchance
wurde im April 2017 ein weiteres Grundstück samt bestehender Produktions- und Verwaltungsgebäude
erworben. Es ist beabsichtigt, diese Bestandsimmobilie als zentralen und einzigen
Standort der Gesellschaft in Würzburg zu nutzen. Das Investitionsvolumen für beide
Immobilien belief sich in Summe auf 13,2 Mio. EUR. Wie im Vorjahr wurde auch stark
in die Container- und Boxenflotte investiert. Dadurch ist das Sachanlagevermögen um
14,9 Mio. EUR auf 46,3 Mio. EUR gestiegen. Die Summe der langfristigen Vermögenswerte
stieg von 35,4 Mio. EUR auf 50,2 Mio. EUR. Die kurzfristigen sonstigen finanziellen
Vermögenswerte, unter denen auch die zinsneutral angelegten Einnahmen aus dem Börsengang
zusammengefasst werden, nahmen von 30,2 Mio. EUR um 6,0 Mio. EUR auf 24,2 Mio. EUR
ab. Im Wesentlichen lag dies an den vorgenannten Investitionen, für die auch eigene
Mittel verwendet wurden. scroll
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind um 0,2 Mio. EUR
auf 5,2 Mio. EUR gesunken, während die langfristigen Schulden gegenüber Kreditinstituten
um 9,1 Mio. EUR auf 11,3 Mio. EUR gestiegen sind. Der Zugang resultiert hauptsächlich
aus der Finanzierung der neu erworbenen Immobilien. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um 1,9 Mio. EUR auf 4,3
Mio. EUR (Vj.: 2,3 Mio. EUR) angestiegen. Der Anstieg ist auf allgemeine Geschäftsausweitung
sowie die Investitionen in das Anlagevermögen und in die Vorräte zurückzuführen. Gesamtaussage zum GeschäftsverlaufInsgesamt beurteilt die Gesellschaft den operativen Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr
2017 positiv. Alle drei Geschäftsbereiche - Produkte, Systeme und Dienstleistungen
-respektive die zugrundeliegenden Berichtssegmente sind in Folge der Geschäftsausweitung
im ersten Halbjahr 2017 im Umsatz stark gewachsen. Wie sich im 1. Quartal bereits
abzeichnete, wuchsen der Geschäftsbereich Produkte und das Dienstleistungsgeschäft
besonders deutlich, wogegen der Bereich Systeme nur ein leichtes Wachstum verzeichnen
konnte. Das Rohergebnis im Konzern entwickelte sich ebenfalls positiv. Zusätzlich
konnte der Konzern die Effizienz im Einkauf weiter steigern. Erhöhter Sonderaufwand
für IT-Beratung, die weitere Optimierung der Geschäftsprozesse und Wechselkurseffekte
führten bei einer starken Steigerung des EBITDA im Vergleich zum Vorjahr gleichzeitig
zu einem verhalteneren Wachstum der EBITDA-Quote im Verhältnis zu den Gesamterträgen
im H1 2017. 5.2 PROGNOSEBERICHT5.2.1 AusblickDie nachfolgenden Prognosen für die Entwicklung der Steuerungsgrößen wurden unter
der Annahme eines nach wie vor robusten makroökonomischen Wachstums im Jahr 2017 getroffen.
Daneben stützen diese sich auf die erwarteten positiven Wachstumsraten im Markt für
VIPs und Isolationsmaterialien insgesamt. Auch im Markt für thermische Verpackungen
und Dienstleistungen wird eine hohe Wachstumsdynamik erwartet, besonders im Segment
thermischer Hochleistungs-Verpackungen. Diese Annahmen werden durch die Einschätzungen
verschiedener Marktforschungsinstitute untermauert, die bereits ein Wachstum im unteren
zweistelligen Prozentbereich erwarten. Darüber hinaus geht va-Q-tec davon aus, von
den Megatrends Energieeffizienz, Regulierung der Kühlketten (Produktsicherheit) und
Globalisierung der Wertschöpfungsketten überproportional zu profitieren. GesamtaussageFür das Geschäftsjahr 2017 erwartet va-Q-tec im Vergleich zu 2016 ein starkes Umsatzwachstum
in Höhe von 35-40 %. Vor allem in den Geschäftsbereichen Dienstleistungen und insbesondere
im Geschäftsbereich Produkte werden deutliche Umsatzzuwächse erwartet. Zusätzlich
geht der Konzern im Geschäftsbereich Systeme in H2 2017 von weiteren Umsatzzuwächsen
aus. Für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) geht das Unternehmen
für das Geschäftsjahr 2017 von anhaltend starkem Wachstum gegenüber dem Vorjahr aus.
Operative Skaleneffekte sowie ein deutliches Wachstum bei den höhermargigen Dienstleistungen
werden sich dabei positiv auf die EBITDA-Marge auswirken. Trotz des im ersten Halbjahr
überproportional gewachsenen Produkt-Geschäfts, das i.d.R. niedrigere Margen ausweist,
geht der Konzern insgesamt weiterhin von einer spürbar verbesserten EBITDA-Marge gegenüber
dem Vorjahr aus (2016: 15,8 %). Zusammenfassend erwartet der Konzern insgesamt weiterhin einen im Vergleich zu den
Zielmärkten überproportional wachsenden Umsatz bei zugleich substanziell verbesserter
Profitabilität. Die Mitarbeiteranzahl wird sich gemäß der Erwartungen des Konzerns
weiter unterproportional zum Umsatzwachstum erhöhen und die Eigenkapitalquote aufgrund
der Inanspruchnahme von Fremdkapital zum Jahresende auf 50-55 % reduzieren. 5.2.2 Zukunftsgerichtete AussagenDieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen
Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der va-Q-tec AG beruhen. Solche Aussagen
sind Risiken und Ungewissheiten unterworfen. Diese und andere Faktoren können dazu
führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die
Leistungsfähigkeit der Gesellschaft wesentlich von den hier abgegebenen Einschätzungen
abweichen. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten
Aussagen fortzuschreiben und an künftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen. 6 CHANCEN- UND RISIKOBERICHTIm Rahmen des Risikomanagementsystems, das als Risikofrüherkennungssystem etabliert
ist, analysieren und beurteilt va-Q-tec die Risiken des Unternehmens und des dazugehörigen
Geschäftsumfelds. Ferner beinhaltet es ein Internes Kontrollsystem (IKS) sowie ein
Compliance-System, wodurch zusätzlich die Einhaltung zutreffender gesetzlicher und
industriespezifischer Rahmenbedingungen sichergestellt wird. Das Risikomanagement
des Konzerns sieht es als eine der zentralen Aufgaben, den internen Finanzierungsbedarf
zu steuern und zu überwachen sowie die finanzielle Unabhängigkeit des Gesamtunternehmens
sicherzustellen. Finanzielle Risiken werden durch das Reporting überwacht und durch
eine rollierende Finanz- und Liquiditätsplanung gesteuert. Die langfristigen Investitionen wurden über ebenfalls langfristige Darlehen mit festen
Zinssätzen zum aktuell niedrigen Zinsniveau refinanziert. Die aktuell günstigen Konditionen
sollen weiterhin genutzt werden, um die Planungssicherheit durch Festzinsvereinbarungen
für neue Investitionsmittel zu erhöhen. Das Zinsrisiko wird daher momentan als gering
angesehen. Die Internationalisierung des Geschäfts führt zunehmend auch dazu, dass die va-Q-tec
Gruppe Transaktionen in Fremdwährungen durchführen muss und dadurch Fremdwährungsrisiken
entstehen, wie die deutlich gestiegenen Aufwendungen im Q2 2017 zeigen. Das Unternehmen
wird die Absicherung dieser Risiken insbesondere vor dem Hintergrund des zuletzt deutlich
stärkeren EUR gegenüber nahezu allen Währungen prüfen, um dieses Risiko zu minimieren. Das Rental-Geschäft erfordert zunehmend effizientere Software-Lösungen zur Steuerung
der komplexen Logistik-Prozesse. Die Risiken, die mit einer verzögerten Entwicklung
solcher Lösungen verbunden sind, werden in diesem Bereich damit bedeutender, haben
insgesamt aber ein geringes Ausmaß. Mit Ausnahme der zuvor beschriebenen Risiken sieht die Gesellschaft keine Veränderung
gegenüber den im Konzernlagebericht vom 27. April 2017 für das Geschäftsjahr 2016
identifizierten Risiken und Chancen. Zu Einzelheiten bezüglich des Risikomanagementsystems
und des spezifischen Chancen- und Risikoprofils sowie in Bezug auf die Verwendung
von Finanzinstrumenten wird auf den Abschnitt "Chancen- und Risikobericht" im Konzernlagebericht
2016 verwiesen. KONZERNZWISCHENABSCHLUSSDER VA-Q-TEC AG FÜR DAS HALBJAHR I 2017KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGscroll
KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNGscroll
KONZERNBILANZAktivascroll
Passivascroll
KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNGscroll
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KONZERNEIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNGscroll
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scroll
Konzernanhang
1 ALLGEMEINE ANGABEN1.1 UNTERNEHMENSINFORMATIONENDie va-Q-tec AG mit Sitz in Deutschland, 97080 Würzburg, Alfred-Nobel-Str. 33, ist
im Handelsregister Würzburg unter der Nummer HRB 7368 eingetragen. Der Konzernzwischenabschluss
der va-Q-tec AG beinhaltet neben der va-Q-tec AG selbst auch ihre Tochtergesellschaften
(im Folgenden auch "va-Q-tec", "va-Q-tec Konzern" oder "Gesellschaft" genannt). Das
Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt innovative Produkte zur zuverlässigen
und energieeffizienten Temperaturkontrolle bzw. Dämmung - Vakuumisolationspaneele
("VIPs") und Phasenübergangsmaterialien ("PCMs"). Darüber hinaus fertigt va-Q-tec
durch die optimale Kombination von VIPs und PCMs passive thermische Verpackungssysteme
(Container und Boxen). Zur Durchführung von temperatursensiblen Logistikketten bietet
va-Q-tec in einem globalen Partnernetzwerk die Vermietung von Containern und Boxen
an, mit denen anspruchsvolle Thermoschutzstandards erfüllt werden können. Neben Healthcare
& Logistik als Hauptmarkt werden folgende weitere Märkte von va-Q-tec adressiert:
Kühlgeräte & Lebensmittel, Technik & Industrie, Bau und Mobilität. Der vorliegende Konzernzwischenabschluss der va-Q-tec für das erste Halbjahr 2017
wurde am 22. August 2017 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben. 1.2 GRUNDLAGEN DER ABSCHLUSSERSTELLUNGDie va-Q-tec AG ist oberstes Mutterunternehmen der va-Q-tec Gruppe und stellt somit
für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss auf. Die
va-Q-tec AG ist ein börsennotiertes Unternehmen. Hiermit ist sie trotz Unterschreiten
der Größenkriterien nach § 293 HGB aufgrund § 293 Abs. 5 HGB zur Aufstellung eines
Konzernabschlusses verpflichtet. Der Halbjahresfinanzbericht des va-Q-tec Konzerns umfasst nach § 37w Wertpapierhandelsgesetz
(WpHG) einen Konzernzwischenabschluss, einen Konzernzwischenlagebericht sowie eine
Versicherung der gesetzlichen Vertreter. Der Konzernzwischenabschluss wurde unter
Beachtung der International Financial Reporting Standards (IFRS) für Zwischenberichterstattung
und in Übereinstimmung mit den Regelungen des International Accounting Standards (IAS)
34, wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie der Konzernzwischenlagebericht unter
Beachtung der anwendbaren Vorschriften des WpHG, aufgestellt. Alle vom International
Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen und bei der Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses
in der Europaischen Union geltenden IFRS wurden von der va-Q-tec AG angewendet. Der Konzernzwischenabschluss ist in Verbindung mit dem Konzernabschluss der va-Q-tec
AG zum 31. Dezember 2016 zu lesen, da nicht alle für einen Konzernabschluss zum Geschäftsjahresende
geforderten Informationen angegeben sind. Aus Sicht des Vorstands sind alle laufend
vorzunehmenden Anpassungen enthalten, die für eine angemessene Darstellung der Ertrags-,
Finanz- und Vermögenslage des Konzerns erforderlich sind. Im Rahmen der Erstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses zur Zwischenberichterstattung
gemäß IAS 34 muss der Vorstand Beurteilungen und Schätzungen vornehmen sowie Annahmen
treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen im Konzern und den Ausweis
der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen.
Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen. Die bisher im Geschäftsjahr
2017 erzielten Ergebnisse lassen nicht notwendigerweise Vorhersagen über die Entwicklung
des weiteren Geschäftsverlaufs zu. Im Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2017 erfolgen die Angaben in der Konzernbilanz,
der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung,
der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung, in der Segmentberichterstattung sowie
in den Anhangangaben in Euro (EUR). Die Beträge sind jeweils kaufmännisch gerundet.
Bei geringfügigen Abweichungen handelt es sich um Rundungsdifferenzen. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss sowie der Konzernzwischenlagebericht für das
erste Halbjahr 2017 wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht im Sinne
von IDW PS 900 oder ISRE 2400 bzw. 2410 unterzogen. 1.3 VERÄNDERUNG KONSOLIDIERUNGSKREISIm Februar 2017 hat die va-Q-tec eine Tochtergesellschaft in der Schweiz gegründet.
Diese soll zunächst begleitende Dienstleistungen für die Schweizerische Post im Bereich
Kühlkettenlogistik erbringen und den Vertrieb thermischer Verpackungen lokal organisieren.
Zusätzlich stärkt die lokale Präsenz die Marktstellung von va-Q-tec in der Schweiz,
einem der größten Herstellerländer für Pharmazeutika weltweit. Des Weiteren hat die
va-Q-tec im April 2017 eine Tochtergesellschaft in Japan gegründet. Mit dieser Gesellschaft
soll eine stärkere lokale Präsenz zur Unterstützung der kommerziellen Aktivitäten
in Japan hergestellt werden. Mit beiden Gesellschaften wurden bisher keine wesentliche
Umsätze getätigt, signifikante Ergebnisauswirkungen ergeben sich nicht. 1.4 AUSWIRKUNGEN NEUER RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDSIm Konzernzwischenabschluss wurden dieselben Rechnungslegungsmethoden wie bei der
Erstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2016 angewendet. Folgende Standards, die in geltendes EU-Recht übernommen wurden, hat die Gesellschaft
nicht vorzeitig angewandt: Standards, die in geltendes EU-Recht übernommen, aber nicht vorzeitig angewendet wurdenscroll
Folgende Standards wurden noch nicht in geltendes EU-Recht übernommen: Standards, die noch nicht in geltendes EU-Recht übernommen wurdenscroll
2 BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENIm Konzernzwischenbericht der va-Q-tec AG werden grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden angewendet wie im IFRS-Konzernabschluss zum 31.12.2016. Es
erfolgte keine frühzeitige Anwendung der von der EU übernommenen Standards. Die jährlichen
Verbesserungen an den IFRS haben ebenfalls keinen bedeutenden Einfluss auf den Konzernabschluss.
Eine detaillierte Beschreibung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden befindet
sich im Konzernanhang 2016. 3 ERLÄUTERUNGEN3.1 KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG3.1.1 GesamterträgeDie Gesamterträge haben sich im Vergleich zur Vorjahresperiode sehr positiv entwickelt
und sind um rund 34,6 % auf 26.593.053 EUR gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf
die positive Entwicklung der Umsätze zurückzuführen, welche durch den Geschäftsausbau
mit bestehenden, sowie durch die Akquisition von Neukunden, um rund 43,9 % gesteigert
werden konnten. Die aktivierten Eigenleistungen betragen 2.543.550 EUR und liegen
somit deutlich unter dem Vorjahresniveau von 3.204.039 EUR. Die aktivierten Eigenleistungen
setzen sich im Wesentlichen aus dem Ausbau der jeweils selbsterstellten Containerflotte
sowie der Vermietboxen zusammen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind durch Auflösung
des Sonderpostens deutlich angestiegen. 3.1.2 MaterialaufwandDer Materialaufwand ist um 2.511.559 EUR auf 11.024.188 EUR (+29,5 %) gestiegen. Die Materialkosten1 haben sich von 43,1 % auf 41,5 % reduziert mit einer entsprechenden Verbesserung des Rohergebnisses um 38,5 % im Vergleich zum Vorjahr. 3.1.3 PersonalaufwandDer Personalaufwand ist im Vergleich zur Vorjahresperiode um 25,6 % von 5.679.329 EUR auf 7.133.402 EUR gestiegen. Der absolute Anstieg ist im Wesentlichen auf die Einstellung neuer Mitarbeiter zur Unterstützung des geplanten Wachstums und auf Lohn- und Gehaltssteigerungen zurückzuführen. Die Personalaufwandsquote2 ist von 28,8 % auf 26,8 % leicht gesunken. 3.1.4 Sonstiger betrieblicher AufwandDer sonstige betriebliche Aufwand ist um 862.759 EUR auf 4.261.789 EUR gestiegen.
Dieser Anstieg ist hauptsächlich geprägt durch Effekte aus Fremdwährungsforderungen,
Fremdwährungsgeschäften sowie gestiegene Aufwendungen im Zuge der Geschäftsausweitung
und Aufwendungen für Investor Relations im Rahmen der Börsennotierung. 3.1.5 AbschreibungenDie Abschreibungen sind um 867.129 EUR auf 3.457.756 EUR gestiegen. Die gestiegenen Abschreibungen sind auf die Container- und Boxenflotte zurückzuführen. In den letzten zwölf Monaten wurde die Containerflotte stark ausgebaut und die Abschreibung auf diese Position ist um 332.266 EUR im Vergleich zur Vorjahresperiode gestiegen. Die Abschreibungsquote3 hat sich unwesentlich von 13,1 % auf 13,0 % verändert. 1
Materialaufwandsquote in % = Materialaufwand / Gesamterträge x 100 3.1.6 FinanzergebnisDas Finanzergebnis ist im Wesentlichen geprägt durch einen einmaligen Effekt im Zusammenhang
mit dem Grundstücks- und Gebäudeerwerb des neuen Firmensitzes in Deutschland. Die
zunächst vom Verkäufer im Rahmen des Kaufvertrages übernommenen Verpflichtungen, bewertet
zum Fair Value i.H.v. 7.023.789 EUR, konnten im Rahmen der späteren Refinianzierungsverhandlungen
mit den Banken reduziert werden. Hierdurch konnte im zweiten Quartal ein Netto-Ertrag
i.H.v. 359.411 EUR erzielt werden. Des Weiteren wirkt sich positiv aus, dass sich
die Aufwendungen für Zinsen aus Finanzierungsleasing rückläufig entwickeln. Die Containerflotte
wurde bisher vornehmlich durch Sale-andfinance-leaseback-Transaktionen finanziert.
Im aktuellen Jahr erfolgte dies bisher hauptsächlich aus Eigenmitteln. 3.1.7 ErtragsteuernIm ersten Halbjahr 2017 ist die Entwicklung des Aufwands aus Ertragsteuern durch die
Auflösung der aktivierten latenten Steuer auf den Verlustvortrag der va-Q-tec AG geprägt.
Aufgrund der positiven Entwicklung wurde die Forderung aus latenter Steuer um 465.525
EUR reduziert. Der Ertragsteueraufwand ist insgesamt von 69.307 EUR auf 443.368 EUR
gestiegen. 3.1.8 Ergebnis je AktieDie Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie basiert auf dem den Stammaktionären
zurechenbaren Gewinn und einem gewichteten Durchschnitt der im Umlauf gewesenen Stammaktien. Die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie basiert auf dem den Stammaktionären
zurechenbaren Gewinn und einem gewichteten Durchschnitt der im Umlauf befindlichen
Stammaktien nach Bereinigung um alle Verwässerungseffekte potenzieller Stammaktien.
Weitere Erläuterungen hierzu sind unter der Position Eigenkapital dargestellt. Das Ergebnis je Aktie stellt sich wie folgt dar: scroll
3.2 BILANZ3.2.1 Immaterielle VermögenswerteDie immateriellen Vermögenswerte sind im Wesentlichen durch die Aktivierung von selbst
erstellter Software i.H.v. 319.197 EUR um 260.924 EUR auf 701.881 EUR gestiegen. 3.2.2 SachanlagevermögenDas Sachanlagevermögen ist um 14.937.815 EUR auf 46.348.424 EUR gestiegen. Wie im
Vorjahr sind die Investitionen geprägt durch den Aufbau der Containerflotte i.H.v.
2.507.579 EUR (Vj.: 3.095.913 EUR) und Boxenflotte i.H.v. 301.247 EUR (Vj.: 867.206
EUR). Des Weiteren hat die AG für die zukünftige betriebliche Erweiterung eine bestehende
Gewerbeimmobilie in Würzburg erworben. Die Anschaffungskosten des Gundstücks und Gebäudes
inklusive Nebenkosten betragen 10.631.569 EUR und setzen sich zusammen aus Barzahlungen
i.H.v. 3.607.780 EUR und dem Fair Value einer übernommenen Verbindlichkeit aus der
ursprünglichen Finanzierung des Verkäufers i.H.v. 7.023.789 EUR. Zuvor war im Gewerbegebiet
Heuchelhof im Februar 2017 eine an das bereits 2016 erworbene Grundstück angrenzende
Fläche samt Lagerhalle im Wert von 2.609.250 EUR erworben worden, um dort eine integrierte
Produktions- und Verwaltungsstätte zu bauen. Die Abschreibung auf Sachanlagevermögen
beträgt insgesamt 3.345.700 EUR (Vj.: 2.539.934 EUR). Weiterhin bestehen zum Bilanzstichtag Verpflichtungen aus dem Bestellobligo für Sachanlagen
i.H.v. 1.092.589 EUR (Vj.: 0 EUR), hauptsächlich für eine zusätzliche Produktionsanlage
in Kölleda und die Sanierung des neuen Standortes in Würzburg. 3.2.3 VorräteDie Vorräte sind um 1.478.708 EUR auf 7.162.520 EUR gestiegen. Im Wesentlichen ist
dies auf den Aufbau der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zurückzuführen, welche um
1.286.415 EUR angestiegen sind. Getrieben ist dies durch das Wachstum im Produkt-
und Servicegeschäft. 3.2.4 Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDer Forderungsbestand ist zum Bilanzstichtag um 882.162 EUR auf 8.024.130 EUR angestiegen.
Diese Veränderung steht im Zusammenhang mit dem Umsatzanstieg in den vergangenen Monaten. 3.2.5 Sonstige finanzielle VermögenswerteDer Rückgang der sonstigen finanziellen Vermögenswerte um 5.964.515 EUR auf 24.219.076
EUR ist im Wesentlichen auf die zeitweilige Finanzierung der Anlagenzugänge (Immobilien,
Container, Boxen) durch kurzfristig liquidierbare Mittel zurückzuführen. 3.2.6 SteueransprücheDie Steueransprüche sind von 377.839 EUR auf 986.226 EUR angestiegen. Dies resultiert
vornehmlich aus Vorauszahlungen für Gewerbe- und Körperschaftssteuer des Mutterunternehmens. 3.2.7 Sonstige nicht-finanzielle VermögenswerteDie sonstigen nicht-finanziellen Vermögenswerte sind wegen des Anstiegs der Forderungen
aus Umsatzsteuer sowie der Veränderung der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten im Berichtszeitraum
um 43.028 EUR auf 234.384 EUR angestiegen. 3.2.8 Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteDie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind von 4.600.437 EUR um 3.611.617
EUR auf 988.820 EUR zurückgegangen. Die Reduzierung begründet sich durch die im Anlagevermögen
beschriebenen Investitionen. 3.2.9 EigenkapitalDie im Rahmen eines Aktienoptionsprogrammes von zwei leitenden Mitarbeitern ausgeübten
18.790 Aktienoptionen wurden von der va-Q-tec AG aus dem Bestand eigener Aktien in
Höhe von 134.466 bedient. Nach Verrechnung mit der fälligen Lohnsteuer wurden den
Mitarbeitern 11.290 Aktien übertragen. Durch die Ausübung der Optionen verringert
sich die Kapitalrücklage analog zur Reduktion der eigenen Anteile um 65.765 EUR. Die
eigenen Anteile erhöhen sich wiederum um 92.250 EUR durch die Rücknahme von 7.500
Aktien zur Verrechung der Lohnsteuer. Für die noch ausstehenden Optionen wurde die
Ausübungsfrist bis zum 30.09.2017 verlängert. Im ersten Halbjahr 2016 wurde die Gesellschaft durch eine außerordentliche Hauptversammlung
zu einem definierten Aktienrückkauf von 127.233 Stammaktien von einem Aktionär für
einen Gesamtbetrag von 763.398 EUR ermächtigt. Es wurde außerdem beschlossen ein genehmigtes
Kapital von bis zu 150.000 EUR zu schaffen, dieses wurde später auf 300.000 EUR erhöht. In der ordentlichen Hauptversammlung wurde beschlossen das Grundkapital der Gesellschaft
aus Gesellschaftsmitteln auf 9.156.374 EUR zu erhöhen durch Ausgabe von 4.578.187
neuen Aktien (Aktiensplit). Zusätzlich wurde ein weiteres genehmigtes Kapital von
bis zu 4.278.187 EUR gegen Bar- und / oder Sacheinlagen, sowie bedingtes Kapital von
bis zu 1.000.000 EUR für die Gewährung von Aktien bei Ausübung von Wandlungs- oder
Optionsrechten beschlossen. Das erworbene Grundstück am Standort Würzburg-Heuchelhof mit einem Kaufpreis von 1.547.190
EUR wurde mit 60.000 eigenen Aktien der va-Q-tec AG abgegolten. 3.2.10 Langfristige und kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber KreditinstitutenDie kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind um 213.345 EUR
auf 5.196.796 EUR gesunken, wogegen die langfristigen Schulden gegenüber Kreditinstituten
um 9.115.369 EUR auf 11.288.480 EUR gestiegen sind. Der Zugang resultiert hauptsächlich
aus der Finanzierung der neu erworbenen Immobilien. 3.2.11 Sonstige langfristige und kurzfristige finanzielle VerbindlichkeitenInsgesamt sind die sonstigen lang- und kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten
um 1.637.633 EUR auf 8.165.675 EUR gesunken. Der Rückgang ist im Wesentlichen durch
die Veränderung der Leasingverbindlichkeiten um 3.593.072 EUR zu erklären. Diese Mittel
dienten zur Finanzierung des Ausbaus der Containerflotte. Gegenläufig wirkten sich
die Erhöhung der abgegrenzten Schulden für ausstehende Rechnungen um 652.218 EUR aus. 3.2.12 Sonstige langfristige und kurzfristige nicht-finanzielle VerbindlichkeitenDie sonstigen lang- und kurzfristigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten sind um
5,95 % auf 9.570.956 EUR gesunken. Diese Veränderung resultiert im Wesentlichen aus
der Veränderung des passiven Sonderpostens für Gewinne, welche aus den Sale-andfinance-leaseback-Transaktionen
im Rahmen des Ausbaus der Containerflotte angefallen sind. Zudem ist der passive Sonderposten
für erhaltene Zuschüsse um 215.608 EUR auf 3.404.242 EUR zurückgegangen. Insgesamt betragen die Sonderposten für abgegrenzte Zuwendungen und Containergewinne
aus Sale-andfinance-leaseback-Transaktionen 5.048.577 EUR (Vj.: 5.542.483 EUR) und
machen rund 52,5 % (Vj.: 54,2 %) der gesamten Position aus. 3.2.13 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenDie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um 1.934.315 EUR auf 4.281.280
EUR (Vj.: 2.346.965 EUR) angestiegen. Der Anstieg ist auf die Geschäftsausweitung
sowie die Investitionen in das Anlagevermögen und in die Vorräte zurückzuführen. 3.3 FINANZINSTRUMENTEDie nachfolgende Tabelle zeigt die Finanzinstrumente mit den Buchwerten und beizulegenden
Zeitwerten, aufgeteilt nach den Bewertungskategorien gemäß IAS 39 bzw. IAS 17. Die
beizulegenden Zeitwerte sind dabei jeweils den Bewertungsstufen der Fair Value-Hierarchie
zugeordnet. Soweit keine entsprechende Zuordnung erfolgt ist, wird davon ausgegangen,
dass der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Dies betrifft im Wesentlichen
die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und Zahlungmitteläquivalente,
übrige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte, Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen und übrige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten, die jeweils
kurze Restlaufzeiten aufweisen. Eine Definition der Stufen der Fair Value-Hierarchie findet sich in Abschnitt 1.2
"Grundlagen der Abschlusserstellung" des Konzernabschlusses 2016. Die Zuordnungen
zu den Stufen werden jeweils zum Ende der Berichtsperiode überprüft. Umgliederungen
zwischen den Stufen sind im Berichtsjahr sowie im Vorjahr nicht erfolgt. Werte nach Bewertungskategorien 2017scroll
scroll
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39scroll
Werte nach Bewertungskategorien 2016scroll
scroll
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39scroll
Der beizulegende Zeitwert von der Bewertungsstufe 2 zugeordneten festverzinslichen
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
sowie von stillen Beteiligungen ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cashflows.
Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze. Bei variabel
verzinslichen Verbindlichkeiten entsprechen die Buchwerte grundsätzlich den beizulegenden
Zeitwerten. Bei der Stufe 2 zugeordneten Zinsswaps wird der beizulegende Zeitwert durch Abzinsung
der zukünftig zu erwartenden Cashflows ermittelt, wobei die für die Restlaufzeit der
Kontrakte zum jeweiligen Stichtag geltenden Marktzinssätze zugrunde gelegt werden.
Für die Bewertung von Devisenoptionen werden anerkannte Optionspreismodelle verwendet,
in die u.a. die Volatilität des jeweiligen Wechselkurses und die zugrundeliegenden
Basiszinsen einfließen. Die Darstellung hinsichtlich der Bewertungskategorien gemäß
IAS 39 wurde um die Spalte "fortgeführte Anschaffungskosten" im laufenden Jahr zur
besseren Übersichtlichkeit ergänzt. 3.4 NETTOERGEBNIS DER FINANZINSTRUMENTEDas in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Nettoergebnis in Bezug auf
Finanzinstrumente setzt sich wie folgt zusammen: Nettoergebnisse H12017 ausscroll
Nettoergebnisse H1 2016 ausscroll
4 SONSTIGE ANGABEN4.1 SEGMENTINFORMATIONENIm Rahmen der Segmentberichterstattung werden die Aktivitäten des va-Q-tec Konzerns
gemäß den Regeln von IFRS 8 (Geschäftssegmente) nach Geschäftsbereichen abgegrenzt.
Diese Aufgliederung orientiert sich an der internen Steuerung und Berichterstattung
nach legalen Einheiten. Der va-Q-tec Konzern ist in den drei Geschäftsbereichen "va-Q-tec
AG", "va-Q-tec Ltd. (UK)" und "Sonstige" tätig. Die Berichterstattung bei va-Q-tec erfolgt nach den jeweiligen lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen.
Um eine Vergleichbarkeit mit dem vorliegenden IFRS-Konzernabschluss zu erreichen,
erfolgt eine Überleitung der internen Berichterstattung auf IFRS je Geschäftsbereich.
Die Liefer- und Leistungsbeziehungen innerhalb der Geschäftsbereiche sind, sofern
wesentlich, konsolidiert ausgewiesen. Eine detaillierte Beschreibung der einzelnen Segmente befindet sich im Konzernanhang
2016. Der Bereich "Sonstige" umfasst zusätzlich die neugegründeten Tochtergesellschaften
in Japan und in der Schweiz. Mit beiden Gesellschaften wurden allerdings bisher keine
wesentlichen Umsätze getätigt, signifikante Ergebnisauswirkungen ergeben sich nicht. Segmentberichtserstattung H1 2017scroll
Segmentberichtserstattung H1 2017scroll
Segmentberichtserstattung H1 2016scroll
Segmentberichtserstattung H1 2016scroll
Die Umsatzerlöse verteilen sich geographisch wie folgt: scroll
Die Zuordnung von Umsätzen mit externen Kunden zu einer geographischen Region richtet
sich nach dem Standort des Kunden. Die geographische Zuordnung der langfristigen Vermögenswerte
richtet sich nach dem Sitz des Eigentümers der Vermögenswerte und ist entsprechend
aus der oben dargestellten Segmentberichterstattung nach legalrechtlichen Einheiten
ersichtlich. Die Zuordnung der Umsätze auf Produkte, Systeme und Dienstleistungen ergibt sich wie
folgt: Mit Produkten (Vakuumisolationspaneele und isoliert verkauften Wärmespeicherkomponenten)
wurden im 1. Halbjahr 2017 Umsätze i.H.v. 8.547.444 EUR (Vj.: 5.138.200 EUR) erzielt.
Mit Systemen (thermische Verpackungen und deren Komponenten) konnte der Konzern im
1. Halbjahr 2017 Umsätze i.H.v. 4.945.585 EUR (Vj.: 4.492.394 EUR) erzielen. Aus Dienstleistungen
resultierten im 1. Halbjahr 2017 Umsätze i.H.v. 8.771.553 EUR (Vj.: 5.724.578 EUR).
Sonstige Umsatzerlöse betrugen im 1. Halbjahr 304.651 EUR (Vj.: 265.047 EUR). 4.2 AKTIENBASIERTE VERGÜTUNGIm ersten Halbjahr 2016 wurden zwei leitenden Angestellten in Schlüsselpositionen
insgesamt 47.148 (nach Aktiensplit: 94.296) virtuelle Optionen mit einem Ausübungspreis
i.H.v. 7,73 EUR (nach Aktiensplit: 3,87 EUR) aus dem bestehenden Optionsprogramm zugeteilt.
Der beizulegende Zeitwert am Tag der Gewährung wurde durch die Anwendung eines üblichen
Optionsbewertungsmodells (Black Scholes) ermittelt. Es wurden dabei ein Aktienpreis
von 19,66 EUR (nach Aktiensplit: 9,83 EUR), eine Laufzeit von vier Jahren, eine Yield
Rate von 0%, eine laufzeitadäquate risikolose Verzinsung von -0,2% und eine Volatilität
von 25% angenommen. Diese Volatilität wurde aufgrund der historischen Umsatz- und
Ertragsentwicklung und des noch frühen Entwicklungsstadiums der va-Q-tec angenommen.
Die Berechnung ergab einen beizulegenden Zeitwert von 11,93 EUR (nach Aktiensplit:
5,97 EUR) je Option. Von den neu zugeteilten Optionen waren zum 30.06.2016 14.144
(nach Aktiensplit: 28.288) erdient, für die in der Periode ein Personalaufwand von
168.796 EUR erfasst wurde. Insgesamt sind seit dem Aufsetzen des Aktienoptionsprogramms
in 2013 141.444 virtuelle Optionen zugeteilt worden. Davon waren zum Bilanzstichtag
31.12.2016 noch 128.400 ausübbar. Mit dem Eintritt des Börsengangs im September 2016
ist ein Exit-Event eingetreten, mit dem die Optionen ausübbar wurden und das Optionsprogramm
beendet ist. Über die bis zu diesem Exit-Event zugeteilten und erdienten Optionen
hinaus wird es unter diesem Programm keine weitere Zuteilung von Optionen geben. Die
bisher nicht zugeteilten Optionen bzw. nicht erdienten Optionen entfallen ersatzlos.
Im Februar 2017 wurden 18.790 Aktienoptionen ausgeübt, zum 30.06.2017 sind 109.610
Aktienoptionen offen mit einer Ausübungsfrist bis zum 30.09.2017. 4.3 ANGABEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONENIn den ersten sechs Monaten 2017 lagen keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen
oder Personen vor, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage
des Konzerns hatten. 5 EREIGNISSE NACH ENDE DER BERICHTSPERIODEZum 1. Juli 2017 wurde eine neue Aufgabenverteilung auf Vorstandsebene bekanntgegeben.
So wird Christopher Hoffmann, bisheriger Finanzvorstand der va-Q-tec, für die internationale
Geschäftsentwicklung verantwortlich sein. Die Aufgaben des Finanzvorstandes übernimmt
Stefan Döhmen, der zuvor als CFO der Analytik Jena AG tätig war. Dr. Roland Caps,
Mitgründer und bisheriger Entwicklungsvorstand der va-Q-tec, scheidet aus dem Vorstand
aus, um als Leiter der Abteilung Innovation und Qualität die technologische Entwicklung
der va-Q-tec operativ weiterzuführen. Am 7. Juli 2017 erfolgte der Spatenstich zum Neubau einer zusätzlichen Produktionshalle
mit einer Fläche von 5.000 qm in Kölleda. Die Inbetriebnahme des Neubaus ist für das
erste Quartal 2018 geplant. Wie auch bei den vergangenen Investitionen in Kölleda
wird die geplante Standorterweiterung durch Fördergelder der Thüringer Aufbaubank
unterstützt. Am 14. Juli 2017 hat die va-Q-tec AG mit der SUMTEQ GmbH einen Wandeldarlehensvertag
abgeschlossen. Dieser sieht vor, dass die va-Q-tec AG der SUMTEQ GmbH bei Erreichen
bestimmter Meilensteine für einen Zeitraum von zwölf Monaten Darlehen in einer Höhe
von maximal 450.000 EUR zur Verfügung stellt. Die va-Q-tec AG ist berechtigt, unter
bestimmten Umständen die teilweise oder vollständige Wandlung des Darlehens in neue
Anteile an der SUMTEQ GmbH zu erklären. In Übereinstimmung mit dem internen Anlagehorizont von Zouk Capital / Cleantech Europe
II Luxembourg S.a.r.l. hat diese ihren Anteil an der va-Q-tec AG zum 13. Juli 2017
auf unter 10 % des Stammkapitals der va-Q-tec AG gesenkt. Würzburg, den 22. August 2017 va-Q-tec AG Der Vorstand scroll
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind. Würzburg, den 22. August 2017 va-Q-tec AG Der Vorstand scroll
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