![]() va-Q-tec AGWürzburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,der Aufsichtsrat freut sich, Ihnen im vorliegenden Geschäftsbericht über seine Arbeit im ersten vollständigen Geschäftsjahr nach dem Börsengang berichten zu dürfen. Das Jahr war für den va-Q-tec-Konzern wiederum sehr ereignisreich und weiterhin durch starkes Wachstum geprägt. Der Aufsichtsrat hat auch im Berichtsjahr 2017 seine gemäß Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben sorgfältig im Sinne aller Aktionäre unter Berücksichtigung der Ansprüche der weiteren betroffenen Kreise wahrgenommen. Seit dem 30. September 2016 werden die Aktien der va-Q-tec AG an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt. Mit der Börsennotierung im Prime-Standard-Segment unterliegt die Gesellschaft strengen Transparenz- und Publizitätsanforderungen. Diese Zulassungsfolgepflichten wirken sich auch auf die Arbeit im Aufsichtsrat aus. Es gibt neue Regelungen und Vorschriften, die unmittelbar den Aufsichtsrat und seine Zusammenarbeit mit dem Vorstand betreffen. Der Aufsichtsrat stellt in Zusammenarbeit mit dem Vorstand sicher, dass im Unternehmen Prozesse und Strukturen etabliert sind, die den Börsenerfordernissen genügen. Hauptaufgabe des Aufsichtsrates ist die Beratung und Kontrolle des Vorstandes. Schwerpunkte dieser Tätigkeit im Berichtszeitraum lagen insbesondere bei der internationalen Ausrichtung der va-Q-tec für das weitere profitable Wachstum, bei der Unternehmensplanung insgesamt, bei der Unternehmensfinanzierung sowie bei den erheblichen Investitionen in den neuen Hauptsitz des Konzerns in Würzburg, die Erweiterung des Standorts in Kölleda sowie in die Container- und Boxenflotten. Am 19. Juni 2017 fand die erste Hauptversammlung nach dem Börsengang statt. Diese stieß auch bei den Investoren auf ein starkes Interesse, so dass mehr als 70% des Kapitals auf der Hauptversammlung vertreten war. Bei der Umsetzung der sich aus dem IPO ergebenden rechtlichen und organisatorischen Pflichten hat der Aufsichtsrat den Vorstand beraten und unterstützt. Der Aufsichtsrat war in alle für die Gesellschaft zentralen Belange und Entscheidungen des Vorstandes frühzeitig und intensiv eingebunden. Die Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat war stets vertrauensvoll, konstruktiv, sachgerecht, kollegial und effizient. Soweit dies nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnungen geboten war, hat der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung und Beratung Beschlüsse gefasst. Während des Geschäftsjahres 2017 hielt der Aufsichtsrat auch zwischen den regelmäßigen Sitzungen engen Kontakt zum Vorstand. Der Vorsitzende und einzelne Mitglieder des Aufsichtsrates hielten stets auch bilateral den Kontakt zu den Vorständen und berieten dabei zu verschiedenen Geschäftsvorfällen. Der Vorstand ist seinen in Gesetz und Geschäftsordnung festgelegten Pflichten zur Information in vollem Umfang nachgekommen. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Geschäftslage, die Geschäftsentwicklung, die Unternehmensplanung, die Finanz- und Ertragslage, wesentliche Geschäftsvorfälle der Gesellschaft und des Konzerns sowie über die Risikolage und das Risikomanagement informiert. Insgesamt ist die Entwicklung der va-Q-tec, wie im vorliegenden Geschäftsbericht dargestellt, positiv zu bewerten. Die für die Unternehmensentwicklung zentralen Geschäftsvorgänge wurden vom Aufsichtsrat kritisch beleuchtet und entsprechende Anregungen zur Diskussion mit dem Vorstand eingebracht. Die zustimmungspflichtigen Maßnahmen und Geschäftsvorgänge wurden zwischen Vorstand und Aufsichtsrat beraten und sachgerecht entschieden. Personelle Veränderungen in Aufsichtsrat und VorstandIm Aufsichtsrat haben sich im Berichtszeitraum keine personellen Veränderungen ergeben. Aus dem Vorstand ist Herr Dr. Roland Caps, Vorstand Forschung und Entwicklung, zum Ende seiner regulären Bestellung am 30. Juni 2017 ausgeschieden. Er steht dem Unternehmen, das er gemeinsam mit Dr. Joachim Kuhn gegründet hat, aber weiterhin als Leiter des Bereichs Forschung und Entwicklung zur Verfügung. Zum 1. Juli 2017 wurde Herr Stefan Döhmen vom Aufsichtsrat zum neuen Finanzvorstand der va-Q-tec Gruppe bestellt. Herr Döhmen verfügt über langjährige Führungserfahrung in börsennotierten und international tätigen Konzernen. Herr Christopher Hoffmann hat bis zum Ende seiner Bestellung zum Vorstand der va-Q-tec AG (31. Dezember 2017) die Aufgaben des internationalen Business Developments übernommen. Der Aufsichtsrat hat den Herren Dr. Caps und Hoffmann seinen Dank für die engagierte Arbeit sowie die stets vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat ausgesprochen. Herr Dr. Joachim Kuhn bleibt unverändert Vorsitzender des Vorstands. Seine Bestellung zum Vorsitzenden des Vorstandes besteht aktuell bis zum 31. Dezember 2018. Herr Döhmen ist bis zum 31. Dezember 2019 als Vorstand bestellt. Aufgrund der geringen Anzahl der Vorstände hat der Aufsichtsrat die Frauenquote im Vorstand auf 0 % festgelegt. Für sich selbst hat der Aufsichtsrat die Frauenquote ab 30.06.2017 (Erfüllungsfrist) auf 16,66 % festgelegt, das entspricht einem von sechs Mitgliedern. Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner AusschüsseDer Aufsichtsrat hat sich im Rahmen seiner regelmäßigen Beratungen mit der operativen und strategischen Lage der va-Q-tec befasst und sich durch die schriftlichen und mündlichen Berichte des Vorstandes umfassend über die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung informiert. Ein Schwerpunkt der Beratung in 2017 lag in den hohen Investitionen des Konzerns in Sachanlagevermögen, unter anderem in den Kauf und die Sanierung des neuen Hauptsitzes der va-Q-tec AG in Würzburg und die Erweiterung des Standorts Kölleda. Der Aufsichtsrat traf sich satzungsgemäß zu insgesamt sechs Plenarsitzungen sowie zu einer außerordentlichen Sitzung. Alle Sitzungen wurden in Würzburg abgehalten. Vier Mitglieder des Aufsichtsrats waren zu allen Sitzungen anwesend. Zwei Aufsichtsräte fehlten bei der ordentlichen Aufsichtsratssitzung im April 2017 entschuldigt und zwei Aufsichtsräte konnten an der außerordentlichen Sitzung Ende April 2017 nicht teilnehmen. Von den Vorständen konnte Herr Hoffmann an zwei Sitzungen aufgrund von dienstlichen Terminen nicht teilnehmen und Herr Dr. Caps fehlte bei einer Sitzung entschuldigt. In der ersten Sitzung am 15. Februar 2017 berichtete der Vorstand über den Stand der Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses 2016 für AG und Konzern sowie über die Geschäftsentwicklung in den ersten beiden Monaten 2017. Der Aufsichtsrat befasste sich mit dem gründlich überarbeiteten, optimierten und formalisierten Risikomanagementsystem der va-Q-tec Gruppe inklusive dem Prozess zur Risikofrüherkennung. Außerdem wurde die Erklärung zur Unternehmensführung und die Entsprechenserkärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex diskutiert und verabschiedet. Weiterhin wurden nach ausführlicher Erörterung durch den Aufsichtsrat die vom Vorstand beantragten Investitionen für den Neubau eines zentralen Standorts in Würzburg sowie für einen Ausbau des Standorts Kölleda genehmigt. Am 7. April 2017 trat der Aufsichtsrat zu seiner zweiten Sitzung zusammen. Neben dem Bericht des Vorstands und des Prüfungsausschusses über den Stand des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses sowie der aktuellen Geschäftsentwicklung wurde insbesondere die neu entstandene Möglichkeit des Erwerbs einer bestehenden Immobilie in der Nähe des bisherigen Hauptsitzes anstelle des Neubaus am Heuchelhof intensiv diskutiert und aufgrund der deutlichen Größen-, Zeit- und Kostenvorteile einstimmig beschlossen. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat zudem über den Status der ausländischen Tochtergesellschaften, darunter die erfolgte Gründung der Schweizer und der japanischen Konzerngesellschaft zu Beginn des Geschäftsjahres 2017. Gleichzeitig wurden mit dem Aufsichtsrat die Optionen für ein verstärktes Engagement im asiatischen Raum erörtert. Am 24. April 2017 fand eine außerordentliche AR-Sitzung statt. Einziger Tagesordnungspunkt war die Vorstellung, Erörterung und Beschlussfassung über den Geschäftsbericht, Jahresabschluss, Lagebericht und Anhang des Einzel- und des Konzernabschlusses der va-Q-tec AG für das Geschäftsjahr 2016. Nach ausführlicher Diskussion und zahlreichen Fragen beschloss der Aufsichtsrat einstimmig die Billigung und Feststellung des Jahresabschlusses 2016 sowie die Billigung des Konzernabschlusses 2016 unter Einbeziehung der Lageberichte. Im Fokus der dritten ordentlichen Sitzung am 18. Mai 2017 stand die Erörterung der Entwicklung in der britischen Tochtergesellschaft. Zu diesem Zweck waren die beiden Geschäftsführer Dominik Hyde und Sven Larsen eingeladen worden dem Aufsichtsrat Bericht zu erstatten. Ein weiterer Schwerpunkt der AR-Sitzung war die angekündigte DPR-Prüfung. Die ebenfalls als Gäste geladenen Frau Maaß und Herr Rattler von Rödl & Partner informierten den Aufsichtsrat über die Hintergründe, den voraussichtlichen Prüfungsablauf und gaben Hinweise und Empfehlungen zur Vorgehensweise in diesem Projekt. Außerdem wurden dem Aufsichtsrat der Stand der Vorbereitungen auf die bevorstehende erste Hauptversammlung nach dem Börsengang vorgestellt und die vorläufigen Zahlen des ersten Quartals 2017 sowie die aktuelle Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal präsentiert. Im Mittelpunkt der vierten Sitzung am 10. Juli 2017 stand die Erläuterung der aktuellen Geschäfts- und Finanzlage durch den Vorstand, der im Zuge dessen auch die Halbjahreszahlen 2017 für die va-Q-tec AG darstellte. Zusätzlich informierte der Vorstand über die personellen Veränderungen im Führungsteam der britischen Tochtergesellschaft va-Q-tec UK Ltd. sowie über den Stand der DPR-Prüfung und über die Neuordnung und Internationalisierung des Versicherungskonzepts. Außerdem bewilligte der Aufsichtsrat die Unterzeichnung eines Wandeldarlehens mit der Beteiligung "sumteq GmbH" in Höhe von 450 TEUR. In der fünften Sitzung Ende September wurde die Geschäftsentwicklung des Konzerns im ersten Halbjahr und bis einschließlich Ende August intensiv analysiert und diskutiert. Positiv wurde festgehalten, dass Umsätze und Gesamtleistung im Vergleich zum Vorjahr weiterhin sehr stark wuchsen. Allerdings lag die Materialaufwandsquote aufgrund des Umsatzmixes über dem Vorjahresniveau und auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen überproportional zur Gesamtleistung an., Ein weiterer wesentlicher Diskussionspunkt der fünften AR-Sitzung war erneut der Fortschritt des Neubaus in Kölleda und der Sanierungsarbeiten am neuen Standort in Würzburg. Herr Kuhn führte aus, dass man aktuell nahe der Kapazitätsgrenzen arbeite und die Investitionen in Gebäude und Anlagen dringend erforderlich seien, um den erwarteten Bedarf an VIPs für die nächsten Jahre decken zu können. Außerdem berichtete Dr. Kuhn über einen möglichen Co-Investor bei der Beteiligungsgesellschaft SUMTEQ GmbH sowie über mögliche Kooperationen mit asiatischen Unternehmen. Schließlich berichtete Herr Andreas Stein dem Aufsichtsrat über seine Erfahrungen und die Herangehensweise als neuer Compliance-Beauftragter, da er die Aufgabe von dem per 30. Juni 2017 aus dem Vorstand ausgeschiedenen Dr. Caps übernommen hat. Die sechste und letzte ordentliche Sitzung des Aufsichtsratsplenums im Geschäftsjahr 2017 fand am 15. Dezember 2017 statt. Im Mittelpunkt stand die Präsentation und Erläuterung der Planzahlen für 2018 durch den Vorstand. Nach ausführlicher Diskussion billigte der Aufsichtsrat das Konzernbudget einschließlich des Investitionsbudgets für das Geschäftsjahr 2018. Außerdem wurde in der Sitzung ein Beschluss zur Stärkung des Eigenkapitals der britischen Tochtergesellschaft gefasst. Im Berichtsjahr nahmen alle Mitglieder des Aufsichtsrats an mehr als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen teil; sämtliche Aufsichtsratsmitglieder nahmen außerdem an über der Hälfte der Sitzungen von Ausschüssen, denen sie angehörten, teil (Ziffer 5.4.7 DCGK). Der Aufsichtsrat tagte regelmäßig im Beisein des Vorstands, ausgenommen die Gespräche über seine Vergütung (Ziffer 3.6 DCGK). Im Übrigen wird auf den gleichnamigen Bericht zur Corporate Governance, der Bestandteil des vorliegenden Geschäftsberichts ist, verwiesen. AusschussbildungDer Aufsichtsrat hat in Übereinstimmung mit dem DCGK Unterausschüsse gebildet. Im Einzelnen sind dies ein Nominierungs-, ein Prüfungs- und ein Präsidialausschuss. Ein Thema des Präsidialausschusses war im abgelaufenen Geschäftsjahr die Festlegung eines neuen Vergütungssystems für die Vorstände, in dem die Langfristkomponente der Boni verankert werden und dem DCGK noch stärker Rechnung getragen werden soll. Das Vergütungssystem soll für alle Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2018 gelten. Die laufenden Vorstandsverträge sollen entsprechend angepasst werden. Interessenkonflikte im Aufsichtsrat sind im Berichtszeitraum nicht aufgetreten. Jahres- und KonzernabschlussprüfungDer Konzernabschluss der va-Q-tec AG wurde gemäß §315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Den Jahresabschluss der va-Q-tec AG sowie den Konzernabschluss, beide zum 31. Dezember 2017, mit den jeweiligen Lageberichten haben die von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, die Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Jena, unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und am 09. April 2018 jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Abschlussprüfer haben sich ferner vergewissert, dass der Vorstand ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem eingerichtet hat, das in seiner Umsetzung und Konzeption geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen. Die Abschlussunterlagen der va-Q-tec AG und des va-Q-tec-Konzerns, der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Berichte des Abschlussprüfers wurden in der Sitzung des Prüfungsausschusses vom 23. März 2018 sowie in der Sitzung des Aufsichtsrates am 9. April 2018 mit den Abschlussprüfern diskutiert und eingehend durch den Aufsichtsrat geprüft. Die Prüfer nahmen an der Beratung über die Abschlussunterlagen in dieser Aufsichtsratssitzung teil und informierten den Aufsichtsrat über die Prüfungsfeststellungen und ihre Erkenntnisse zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem. Der Aufsichtsrat folgt der Empfehlung des Prüfungsausschusses und billigt den Jahresabschluss und Lagebericht sowie den Konzernabschluss und Konzernlagebericht der va-Q-tec AG für das Geschäftsjahr 2017. Damit ist der Jahresabschluss der va-Q-tec AG festgestellt. Der Aufsichtsrat stimmt darüber hinaus dem Vorschlag des Vorstandes zur Gewinnverwendung zu. Dank und AusblickDer Aufsichtsrat dankt dem Vorstand für die gute Zusammenarbeit im Geschäftsjahr 2017. Der ganz besondere Dank des Aufsichtsrates gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der va-Q-tec. Das Jahr "Eins" nach dem Börsengang war erneut durch viele wichtige Meilensteine und starkes Wachstum geprägt. Diese wäre ohne das Engagement, die positive Einstellung und das Qualitätsbewusstsein aller Mitarbeiter nicht möglich gewesen. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017I. Grundlagen des Unternehmens1. Geschäftsmodell des UnternehmensDie va-Q-tec AG (im Folgenden kurz auch va-Q-tec genannt) betreibt als Hightech-Unternehmen die Entwicklung und Produktion von innovativen und energieeffizienten Vakuumisolationspaneelen ("VIPs"). VIPs sind Hochleistungsdämmplatten, die in den Bereichen Appliances & Food, Healthcare & Logistics, Technics & Industry, Building, Mobility u.a. angewendet werden. Neben VIPs entwickelt, produziert und vertreibt va-Q-tec weitere Produkte wie Thermoverpackungen (u.a. Thermoboxen- und Luftfrachtcontainer) sowie Wärme- und Kältespeicherkomponenten ("PCMs"). Thermoverpackungen werden neben dem direkten Verkauf auch im Rahmen einer Vermietdienstleistung ("Serviced Rental") vermarktet. Ergänzend bietet va-Q-tec Beratungsdienstleistungen rund um die thermische Isolation an. Dies macht va-Q-tec zum Problemlöser im Bereich Kühlkettenlogistik und weiteren thermisch-technischen Bereichen. Die Vermietung von Thermo-Luftfrachtcontainern (Palettengröße) wird durch die englische Tochtergesellschaft va-Q-tec (UK) Ltd. gesteuert. Sie bietet Container-Vermietdienstleistungen global an Pharma-, Biotech- und Logistikunternehmen an. Die Container werden zunächst durch die va-Q-tec AG hergestellt, i.d.R. an eine Leasinggesellschaft verkauft und von dieser durch die englische Tochtergesellschaft zurückgeleast. Die Technologieplattform von va-Q-tec bietet große Wachstumsmöglichkeiten durch die breite Anwendung der Produkte, Systeme und Dienstleistungen va-Q-tec ist stark auf Wachstum ausgerichtet: Prozesse, Aufbauorganisation und Geschäftsmodell des Unternehmens sind auf Skalierbarkeit und die konsequente Nutzung von Wachstumschancen ausgelegt. Mit ihrer zunehmenden internationalen Präsenz, der Stärkung der soliden Finanzierungsbasis sowie dem Fokus auf Geschäftsbeziehungen mit Großkunden befindet sich die Gesellschaft auf einem klar definierten Wachstumskurs. 2. Forschung und Entwicklungva-Q-tec ist einer der führenden Technologieinnovatoren bei der Entwicklung und Herstellung von energieeffizienten und platzsparenden VIPs, Hochleistungs-PCMs sowie Thermoverpackungssystemen. Um die Technologieführerschaft im Bereich der thermischen Isolation zu festigen und weiter auszubauen, ist der Bereich Forschung und Entwicklung von strategischer Bedeutung. Die va-Q-tec Konzernforschung ist unternehmensübergreifend tätig und entwickelt Technologien für zukunftsfähige Produkte und Lösungen der Konzerngesellschaften. va-Q-tec betreibt ein Portfolio von internen und externen FuE-Projekten, die zum einen der Grundlagenforschung an VIPs dienen und zum anderen die fünf von va-Q-tec definierten Zielbranchen betreffen, welche fortschrittliche thermische Wärmedämmung und Energiespeicherung benötigen. Ausgehend von ihrer Gründung aus dem universitätsnahen Zentrum für angewandte Energieforschung Bayern (ZAE Bayern) unterhält va-Q-tec Kooperationen mit internationalen Verbänden, Forschungsinstituten, Universitäten und Hochschulen. Intern wurde eine eigene FuE-Organisation mit umfassenden Kapazitäten zur Grundlagen- und insbesondere zur anwendungsorientierten Forschung etabliert. Aus den erfolgreichen FuE-Aktivitäten der vergangenen Jahre resultiert ein Patentportfolio, das sich in der führenden Technologieplattform widerspiegelt. Durch das patentierte, weltweit einzigartige Qualitäts-Kontrollsystem va-Q-check® kann die Isolation vor Nutzung der VIPs oder der Freigabe von Boxen und Containern durch Messung des Gasinnendrucks kontrolliert werden. va-Q-tec VIPs sind dadurch die einzige Wärmedämmung, deren Leistung und Wirkung am Ort der Anwendung gemessen und kontrolliert werden kann. Dies schafft Vertrauen in die VIP-Technologie und ermöglicht va-Q-tec, die hohen Qualitätsanforderungen des anspruchsvollen Kundenkreises zu erfüllen und beispielsweise die geforderten Thermoschutzanforderungen für Kühlkettentransporte sicher und nachweislich einzuhalten. Das patentierte Vakuumisolationspaneel va-Q-pro ist ein frei formbares, pulvergefülltes Vakuumisolationspaneel und kann produktionsseitig mit Ausschnitten und Löchern versehen und in dreidimensionaler Geometrie gefertigt werden. Durch diese Eigenschaften und flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten kann va-Q-pro in verschiedensten Anwendungsbereichen eingesetzt werden, zum Beispiel für Batterien von E-Fahrzeugen oder in der Dämmung von Flugzeugbereichen, z.B. der Bordküche. Grundlagenforschung betrieb die va-Q-tec 2017 beispielsweise weiterhin bei der Anwendung von VIPs in gänzlich neuen Temperaturbereichen. Während konventionelle VIPs typischerweise im Temperaturbereich von -80°C bis +80°C zum Einsatz kommen, arbeitet va-Q-tec daran, den Einsatzbereich von VIPs über die optimale Kombination verschiedener Hüllmaterialien und Kernstoffe zu erweitern. Von strategischer Bedeutung im Bereich der Grundlagenforschung für VIP-Kernmaterialien ist die maßgebliche Beteiligung an dem Kölner Start-up SUMTEQ. Gemeinsames Ziel von va-Q-tec und SUMTEQ ist die Pilotierung und Markteinführung der submicro-porösen Schäume von SUMTEQ als weiteren Hochleistungsdämmstoff. Die strategische Partnerschaft bietet beiden Unternehmen die Möglichkeit, ihre jeweilige Fachkompetenz in Forschung und Entwicklung einzubringen und somit zusätzlichen Wert für ihre Kunden zu schaffen. Im Berichtsjahr arbeitete va-Q-tec vor allem daran, das bestehende Produktportfolio zu erweitern und zu verbessern: Mit va-Q-shell entwickelte va-Q-tec ein Produkt in Kooperation mit Kunden aus dem Bereich Warmwasserspeicher zur Marktreife weiter: va-Q-shell besteht im Wesentlichen aus zwei PU-Halbschalen mit integrierten VIPs. Durch den Einsatz von va-Q-shell lassen sich gegenüber herkömmlichen Lösungen mit konventionellen Isolierungen 50-60% Energie einsparen. Mit VIPs erreichen Warmwasserboiler das A+ Label nach der seit September 2015 verpflichtenden EU-Norm. Im Bereich der Systeme ergänzt das Entwicklungsprojekt va-Q-pal das Portfolio an passiven thermischen Verpackungssystemen, die ohne Zufuhr von externer Energie konstante Temperaturen über mehrere Tage halten können. Die thermische Verpackung in der Größe einer Palette ist für den temperaturgeführten Transport von wertvollen biologischen Pharmazeutika ausgelegt. Sie besteht aus einer Umverpackung aus Karton, VIPs und PCM-Akkus, die Temperaturschwankungen gegenüber der Außentemperatur puffern. va-Q-pal wird dabei als besonders kosteneffiziente Lösung zur einmaligen Verwendung marktfähig entwickelt und rundet das Angebot von va-Q-tec in diesem Bereich ab. Die "va-Q-box", eines der ersten Systeme der Gesellschaft, wurde im vergangenen Geschäftsjahr einem umfangreichen Redesign unterzogen. Ziele waren dabei unter anderem Verbesserungen im Design und in der Handhabbarkeit sowie die Konformität mit Gastro-Normen, um die va-Q-box einem erweiterten Kundenkreis im Bereich der Gastronomie anzubieten. Die va-Q-box wird unter anderem im firmeneigenen Webshop direkt an Endkunden (B2C) vertrieben und dient so auch als Basis eines erweiterten Portfolios in diesem Sektor. va-Q-tec diversifiziert ihre geschäftlichen Aktivitäten unter Einbeziehung der Tochtergesellschaften mit dem Ausbau der Dienstleistungen ("Serviced Rental" von Containern und Boxen) entlang der vertikalen Wertschöpfungskette. Zu diesem Zweck entwickelt va-Q-tec für seine Kunden Prozesse für die Logistik der Boxen und Container. Gleichzeitig werden die Kunden bei der optimalen Implementierung der Verpackungslösung in bestehende Systeme beraten. Zur Steuerung dieser logistischen Prozessabläufe entwickelt va-Q-tec vermehrt auch fortschrittliche Softwarelösungen. Hierfür wurden im Berichtszeitraum die personellen und materiellen Ressourcen im Bereich der IT stark erhöht, um u.a. die Logistik-Abläufe im "Serviced Rental" IT-gestützt zu steuern. Die Technologieplattform ist durch ca. 170 Schutzrechte und Schutzrechtsanmeldungen gesichert. Sie betreffen vorwiegend effiziente Fertigungsmethoden für pulvergefüllte VIPs sowie das Qualitäts-Kontrollsystem va-Q-check®, einer Sensortechnologie zur Vakuummessung in VIPs. Im Berichtszeitraum wurden 11 Schutzrechte insgesamt erteilt, davon zwei Deutsche und zwei Europäische Patente. Im Berichtsjahr 2017 investierte das Unternehmen erneut stark in den Bereich Forschung und Entwicklung. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich auf 1.938 TEUR und lagen somit deutlich über dem Wert des Vergleichszeitraums im Vorjahr in Höhe von 1.246 TEUR. Insgesamt wurden im Berichtszeitraum 104 TEUR aktiviert (Vj.: 52 TEUR). Die Forschungskostenquote belief sich auf 4% (Vj.: 4%). Ca. 12% der Belegschaft arbeiten im Bereich F&E (Vj.: 11%). II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene RahmenbedingungenDer Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert für das Jahr 2017 ein Wachstum der Weltwirtschaft in Höhe von 3,7%. Für das Jahr 2018 rechnet der IWF mit einer stärkeren globalen Wachstumsdynamik, die sich in einer Wachstumsrate von 3,9% niederschlägt. Die Entwicklungs- und Schwellenländer werden laut der Prognose überproportional zum globalen Wachstum beitragen. Makroökonomische Unsicherheiten sieht der IWF wie im Vorjahr in den wirtschaftlichen Folgen der Entscheidung des Vereinigten Königreiches, die Europäische Union zu verlassen ("BREXIT"). va-Q-tec erwartet von der BREXIT-Entscheidung wie im Vorjahr keine wesentlichen negativen Auswirkungen insbesondere auf die Geschäfte der britischen Tochtergesellschaft, da zwar die operative Steuerung aus dem Vereinigten Königreich erfolgt, die eigentliche Wertschöpfung aber über die global verteilte Container-Flotte erzielt wird. In den Vereinigten Staaten (USA) wurden durch die Federal Reserve weitere Schritte hin zu einer veränderten Zinspolitik ("Zinswende") getätigt. Bei zugleich äußerst niedrigen Zinsen in den übrigen großen Währungsräumen - Yen und Euro - weitet sich das Zinsdelta gegenüber dem US-Dollar aus, was zu einer Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro führen könnte. Damit verteuern sich Exporte für Unternehmen aus den USA. Importe, auch die der Produkte und Dienstleistungen der va-Q-tec AG, verbilligen sich relativ. Die aktuelle US-Regierung lässt in ihrem Regierungshandeln eine Präferenz für Protektionismus ("America first") und eine kritische Betrachtung des Gesundheitswesens (Aufhebung von "Obamacare") erkennen, was die Geschäfte des Konzerns und seiner Kunden in den USA beeinträchtigen könnte. Gleichzeitig plant die Regierung in den USA durch eine Steuerreform und Investitionen in Verteidigung sowie Infrastruktur eine äußerst expansive Fiskalpolitik, die wiederum zu einer Abwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro und einer Verteuerung der Importe in die USA führen könnten. Als global aufgestellter Konzern sieht sich va-Q-tec daher makroökonomisch sowohl Chancen als auch Risiken ausgesetzt. Die va-Q-tec AG konnte in 2017 erneut von der allgemein guten gesamtwirtschaftlichen Lage und dem soliden Wirtschaftswachstum in Europa, Nordamerika und Asien profitieren. Die positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung hat sich allerdings unterschiedlich auf die einzelnen Zielmärkte ausgewirkt. Die Zielbranchen der va-Q-tec AG lassen sich in folgende Bereiche gliedern: Healthcare & Logistics (Thermische Hochleistungsverpackungen), Appliances & Food, Building, Mobility und Technics & Industry. Des Weiteren werden in geringerem Umfang Umsatzerlöse mit öffentlich geförderten Forschungsprojekten erzielt. Sämtliche Märkte sind sowohl von sich ändernden technischen Kundenanforderungen, als auch von gesetzlichen Vorgaben beeinflusst. So hat die Entwicklung gesetzlicher Standards für Energieeffizienz in Gebäuden, Kühlschränken, Warmwasserspeichern und Automobilen starke Auswirkungen auf die Marktentwicklung von VIPs und VIP-Systemen. Zusätzlich schaffen erhöhte Industriestandards in der Kühlkettenlogistik, vor allem für die Distribution von Pharma- und Biotechgütern, größere Märkte für Thermoverpackungen und verwandte Dienstleistungen. Die Marktforschungsagentur IMARC zeigt sich hinsichtlich des Wachstums dieses Marktes für die kommenden Jahre optimistisch: Im Zeitraum von 2015 - 2021 erwartet IMARC eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 9,2%, wobei va-Q-tec davon ausgeht, dass die relevanten Subsegmente des Marktes (Verpackungssysteme mit high performance) stärker wachsen werden. Anspruchsvolle regulatorische Anforderungen an die Kühlkettenlogistik (unter dem Stichwort "Good Distribution Practices") machen für die Kunden in der Pharmaindustrie immer leistungsfähigere Verpackungssysteme erforderlich. Zusätzlich geht IMARC davon aus, dass im Jahr 2020 von den umsatzstärksten 50 Medikamenten weltweit 27 Medikamente Kühlkettenlogistik im Bereich von 2-8°C benötigen werden. va-Q-tec ist davon überzeugt, sowohl mit den qualitativ hochwertigen Systemlösungen im Verkauf als auch mit den neuartigen Mietlösungen ("Serviced Rental" von thermischen Verpackungssystemen) überproportional zum Markt wachsen zu können. Insbesondere mit zukunftsweisenden Mietlösungen beabsichtigt va-Q-tec in Märkte einzutreten, die bislang mit konventionellen thermischen Verpackungssystemen bedient werden. Insgesamt ist der Markt für die Produkte von va-Q-tec von Wachstum und steigender Nachfrage in allen Anwendungen gekennzeichnet. In Deutschland wird der "Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen" zufolge circa 60% der Primärenergie für thermische Zwecke, also Kühlen oder Erwärmen, verwendet. Die Vermarktung der energieeffizienten und leistungsfähigen Produkte, Systeme und Dienstleistungen der va-Q-tec wird durch das allgemein zunehmende Bewusstsein der Kunden für Energieeffizienz und Produktsicherheit gefördert. 2. GeschäftsverlaufIm Mittelpunkt des unternehmerischen Handelns der va-Q-tec AG standen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 die Bewältigung des starken Umsatzwachstums sowie die Schaffung wesentlicher personeller, organisatorischer und baulicher Voraussetzungen für die weitere Geschäftsausweitung. Zugleich wurden auch die Internationalisierung des Geschäfts sowie die Erweiterung der Kapazitäten im Produktionsbereich und bei den Mietcontainern vorangetrieben. Im Berichtszeitraum wurde mit der Zusammenlegung der aktuell fünf Würzburger Standorte zu einer Management-, Technologie und Logistikzentrale begonnen. Dieser Schritt dient der Steigerung der operativen Effizienz, dem Kapazitätsausbau für Produktion und Logistik sowie der Bündelung der technologischen Kompetenzen. Nachdem hierfür zunächst im Februar 2017 am Standort Würzburg-Heuchelhof eine dort bisher gemietete Fläche samt Lagerhalle erworben wurde, die an das bereits 2016 erworbene Grundstück angrenzt, konnte aufgrund einer kurzfristig eingetretenen Marktchance eine bestehende Gewerbeimmobilie in unmittelbarer Nachbarschaft der bisherigen Konzernzentrale erworben werden, die neben dem großen Vorteil der zeitnahen Bezugs- und Nutzungsmöglichkeit auch unter Einbeziehung der erforderlichen Umbau- und Sanierungsmaßnahmen deutlich kostengünstiger ist als der ursprünglich geplante Neubau. Mit den Entwicklungs- und Erschließungsarbeiten wurde unverzüglich begonnen. Diese werden voraussichtlich im Q2 2018 planmäßig beendet sein. Zugleich wurde weiter in Produktionskapazitäten und Personal investiert, um die Fortsetzung des dynamischen Wachstumskurses der va-Q-tec sicherstellen zu können. Hierfür wurden auch die internen Ressourcen deutlich gestärkt, so z.B. die Bereiche IT, Marketing und Vertrieb. Das Jahr 2017 verlief für die va-Q-tec AG insgesamt positiv. Das Unternehmen ist gegenüber dem Vorjahr im Umsatz und in der Betriebsleistung deutlich stärker gewachsen als erwartet, gleichzeitig hat die Profitabilität der Geschäftstätigkeit im Vergleich zum bereinigten Ergebnis 2016 (d.h. bereinigt um die Kosten des Börsengangs abzüglich der Kostenerstattungen durch verkaufende Altaktionäre, insgesamt 4.417 TEUR) weniger stark zugenommen als erwartet bzw. im EBT entgegen der Erwartungen sogar leicht abgenommen. Der Umsatz konnte um 47% auf 43.729 TEUR (ggü. Vj. mit 29.717 TEUR), die Gesamtleistung (Umsatzerlöse, Bestandsveränderung unfertiger und fertiger Erzeugnisse, aktivierte Eigenleistungen) auf 46.276 TEUR (ggü. Vj. mit 32.946 TEUR) gesteigert werden. Die Betriebsleistung (definiert als Gesamtleistung zuzüglich sonstiger betrieblicher Erträge) erhöhte sich um 12.978 TEUR auf 47.215 TEUR (Vj.: 34.237 TEUR). Der für 2017 gesetzte Entwicklungsplan mit weiter starkem Umsatzwachstum wurde damit unter erfolgreicher Einbindung des Verbundbereiches (unmittelbarer Umsatzanteil: 24%, Vj.: 6%) erfüllt. Das Ergebnis der geschäftlichen Tätigkeit vor Ertragsteuern und sonstigen Steuern (EBT) beträgt 1.784 TEUR (Vj.: -2.578 TEUR). Damit sank das Ergebnis um 55 TEUR im Vergleich zu dem um einmalige Aufwendungen aufgrund des Börsenganges im Vorjahr bereinigten EBT in Höhe von 1.839 TEUR. Die Profitabilität des operativen Geschäfts blieb damit trotz der deutlich gestiegenen Betriebsleistung insbesondere aufgrund des überproportionalen Anstiegs des Materialaufwands, der vor allem auf Veränderungen im Produktmix und hohe Aufwendungen für bezogene Leistungen zurückzuführen ist, hinter den ursprünglichen Erwartungen für das Geschäftsjahr zurück. Im Bereich der thermischen Hochleistungsverpackungen werden sowohl kleine Thermoboxen als auch Luftfrachtcontainer vermarktet. Die in 2015 erstmals eingeführte Vermietflotte von kleinen Boxen wurde in 2017 weiter ausgebaut. Dieses Vermietmodell ("Serviced Rental") sowohl der AG als auch der englischen Tochter stärkte die va-Q-tec Gruppe auch in 2017 wieder in ihrer Position als einer der führenden, vollintegrierten Anbieter von Thermoverpackungen und dazugehörigen Dienstleistungen. Die Zielbranche Appliances & Food erzielte in 2017 hohe Wachstumsraten trotz anhaltend hoher Wettbewerbsintensität. Eine wachsende Anzahl von Kühlschrankherstellern setzt VIPs zur Dämmung ihrer Geräte ein, um eine optimale Energieeffizienz zu erreichen. Die hohe Qualität der va-Q-tec-VIPs sowie eine ausgeprägte Lieferzuverlässigkeit werden von den Kunden besonders geschätzt und ermöglichen das aktuelle Wachstum dieses Produktbereichs. In der Zielbranche Building erhöhten sich die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr sehr deutlich. In der Zielbranche Technics & Industry konnte erneut ein erheblicher Umsatzsprung erreicht werden, sowohl mit Bestandskunden als auch durch die Gewinnung einiger neuer Großkunden. Insbesondere das Geschäft mit Warmwasserspeichern hat deutlich zugelegt. Hier ist auch in den nächsten Jahren mit starkem weiterem Wachstum zu rechnen. Unter anderem durch die interne Weiterentwicklung der Produktionsanlagen, durch den weiteren Aufbau einer eigenen Vermiet-Boxenflotte, durch interne FuE-Projekte sowie durch die Baumaßnahmen in Zusammenhang mit den Gebäuden wurden Eigenleistungen in Höhe von 2.102 TEUR (Vj.: 1.869 TEUR) aktiviert. Im Februar 2017 wurde mit der va-Q-tec Switzerland AG eine Tochtergesellschaft in der Schweiz gegründet. Der Konzern stärkt mit der Tochtergesellschaft die lokale Präsenz und Marktstellung in der Schweiz, einem der größten Herstellerländer für Pharmazeutika weltweit. Die im April 2017 gegründete Tochtergesellschaft in Japan verfolgt das Ziel, die Wahrnehmung der va-Q-tec als lokal verwurzelten und verlässlichen Anbieter in der drittgrößten Volkswirtschaft weltweit zu erhöhen. Auch die Beschäftigtenzahl der va-Q-tec ist in 2017 weiter gewachsen. Wie schon in 2016 wurde die Vertriebsmannschaft ausgebaut, sowohl in der va-Q-tec AG selbst als auch weltweit bei den Tochterunternehmen. Damit legt das Unternehmen die personelle Basis für weiteres Umsatzwachstum in den kommenden Jahren. Wie auch im Vorjahr wurden die Mitarbeiter durch verschiedene Maßnahmen für Ihre Tätigkeiten geschult bzw. weiterqualifiziert. Die Anzahl von Festangestellten der AG wuchs in 2017 von durchschnittlich 238 auf 300 Mitarbeiter. Darüber hinaus waren verstärkt Mitarbeiter aus Personalleasing beschäftigt. Für die Liquidität und die Finanzierungssituation besonders bedeutsam war der Mittelzufluss aus dem Börsengang im September 2016, der das Eigenkapital stärkte und Wachstumskapital anzog. Allerdings führten die hohen Investitionen und das starke Wachstum der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr zu deutlichen Mittelabflüssen. Die Gesamtzahl der Aktien der va-Q-tec AG beträgt seit dem Börsengang unverändert 13.089.502 Stück. Die va-Q-tec AG hielt zum Bilanzstichtag 13.566 eigene Aktien (Vj.: 134.466 Stück). Die Reduzierung um 120.900 Aktien ist auf die Ausgabe von eigenen Aktien an drei leitende Mitarbeiter im Rahmen der Bedienung des Aktienoptionsprogramms zurückzuführen. Im Juni 2017 fand die erste öffentliche Hauptversammlung der Gesellschaft seit der Notierungsaufnahme an der Frankfurter Wertpapierbörse statt. Im Rahmen der Hauptversammlung wurden auch personelle Änderungen im Vorstand bekannt gegeben. Dr. Roland Caps schied zum 30.06.2017 planmäßig aus dem Vorstand aus. Christopher Hoffmann wechselte vom Finanz- in das neu geschaffene Ressort für Geschäftsentwicklung und Internationalisierung. Stefan Döhmen übernahm von Herrn Hoffmann den Posten des Finanzvorstands. Zum 31.12.2017 lief der Vertrag von Herrn Hoffmann aus und die Zahl der Vorstände wurde auf Zwei reduziert. Im Zusammenhang mit der größeren öffentlichen Wahrnehmung durch das Börsenlisting wurde der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 einer Prüfung durch die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung unterzogen. Es wurde im Konzernabschluss 2016 keine fehlerhafte Rechnungslegung festgestellt. 3. Lagea. ErtragslageDie Ertragslage ist unter Berücksichtigung der Einmaleffekte des Börsengangs im Vorjahr zu erläutern. Nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick zu den wesentlichen Umsatz- und GuV-Positionen unter Berücksichtigung der einmaligen, in Zusammenhang mit dem Börsengang stehenden Aufwendungen in 2016 ("Bereinigung"). scroll
alle Angaben in TEUR Das Geschäftsjahr 2017 war von hohen Auftragseingängen, die wiederum deutlich über dem Vorjahresniveau lagen, geprägt. Der Umsatz der va-Q-tec AG erhöhte sich analog zu den Auftragseingängen um 14.012 TEUR auf 43.729 TEUR und die Betriebsleistung um 12.978 TEUR auf 47.215 TEUR. Ohne die Entscheidung eines Großkunden, eine Boxenflotte entgegen der ursprünglichen Planung nicht im vierten Quartal 2017, sondern voraussichtlich 2018 zu erwerben, wäre das Wachstum noch stärker ausgefallen. Das starke Umsatzwachstum sowie die in 2017 nicht mehr angefallenen Kosten des Börsengangs, die das Vorjahresergebnis signifikant beeinflusst haben, führten zu einem starken Anstieg des operativen Ergebnisses um 4.362TEUR auf 1.784 TEUR im Vergleich zum Geschäftsjahr 2016 (-2.578 TEUR). Bereinigt um die Kosten des Börsengangs sinkt das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr um 55 TEUR auf 1.784 TEUR (Vj. bereinigt: 1.839 TEUR). Die Betriebsleistung beträgt, bereinigt im Vorjahresvergleich um die anteilige Vergütung der Kosten für den Börsengang durch verkaufende Altaktionäre an die Gesellschaft, 47.215 TEUR (Vj.: 33.767 TEUR). Sie ist damit um 13.448 TEUR gestiegen. In den Umsatzerlösen sind Umsätze mit Verbundunternehmen i. H. v. 10.561 TEUR (Vj.: 1.706 TEUR) enthalten, die vor allem wegen direkter Containerverkäufe an die britische Tochtergesellschaft stark angestiegen sind. Darüber hinaus beinhalten die Umsatzerlöse 572 TEUR (Vj.: 4.085 TEUR) aus dem Containerverkauf an Leasingunternehmen, die diese der englischen Tochtergesellschaft zur Vermietung zur Verfügung stellen. Die aktivierten Eigenleistungen sind in der va-Q-tec AG vor allem aufgrund des Aufbaus der Flotten an Vermiet-Boxen in Dublin und Würzburg um 233 TEUR auf 2.102TEUR (Vj.: 1.869 TEUR) gestiegen. Die Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen haben sich dem Wachstum entsprechend erneut um 445 TEUR (Vj.: 1.360 TEUR) erhöht. Grund hierfür war das wachsende Produktportfolio und der Aufbau von Beständen für das wachsende Geschäftsvolumen. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge von 1.291 TEUR im Vorjahr um 352 TEUR auf 939 TEUR in 2017 ist vor allem auf den einmaligen Ertrag i.H.v. 470 TEUR im Vorjahr aus der Weiterberechnung anteiliger Kosten des Börsengangs an Altaktionäre zurückzuführen. Wesentliche Positionen in den sonstigen betrieblichen Erträgen waren außerdem die Auflösung des Sonderpostens für Zuwendungen mit 289 TEUR (Vj.: 290 TEUR) sowie Erträge aus Vorjahren mit 352 TEUR (Vj.: 30 TEUR). Durch die Geschäftstätigkeit der Verbundunternehmen erfolgten im Geschäftsjahr 2017 entsprechende Weiterberechnungen und Umlagen an diese im Wert von 112 TEUR (Vj.: 297 TEUR). Der Rückgang resultiert daraus, dass in 2016 angefallene Aufwendungen für Personaldienstleistungen an die Tochtergesellschaften weiterberechnet wurden, die in 2017 weggefallen sind. Die Betriebsleistung im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug 47.215 TEUR im Vergleich zu der um die erwähnten Aufwandserstattungen der Altaktionäre bereinigten Betriebsleistung des Vorjahres i.H.v. 33.767 TEUR. Veränderungen im Umsatzmix hin zu einem höheren Anteil materialintensiver Produkte, weitreichender Preisdruck in allen Produktbereichen und wachsendes Handelsgeschäft mit VIPs, die von Zulieferern unter den Spezifikationen der va-Q-tec hergestellt wurden, erhöhten die Materialkostenquote. Zusätzlich wirkte sich das Vermietgeschäft mit kleinen Boxen in Dublin erhöhend auf die Materialkostenquote aus, da den Materialkosten nur die aktivierten Eigenleistungen (ohne Gewinnmarge) entgegenstehen. Trotz Einkaufserfolgen und effizienterer Produktion hat sich die Materialkostenquote gegenüber dem Vorjahresniveau weiter erhöht. Sie lag bei 43% der Betriebsleistung (Vj.: 40%). Der Materialaufwand stieg von 13.538 TEUR auf 20.740 TEUR (+7.202 TEUR). Da das Unternehmen kontinuierlich in neue Wachstumsbereiche investiert und dafür vorab spezialisiertes technisches und kommerzielles Personal aufbaut, haben sich auch in 2017 die Personalkosten weiter erhöht, von 10.014 TEUR auf 13.297 TEUR (+3.283 TEUR). Die Personalkosten des Vorjahres enthielten auch 169 TEUR Aufwand aus der im Geschäftsjahr erfolgten Ausgabe aktienbasierter Aktienoptionen an leitende Mitarbeiter, die auf Grund des Börsengangs bedient werden mussten. Bereinigt um diese einmaligen Aufwendungen stiegen die Personalkosten um 35% von 9.845 TEUR auf 13.297 TEUR. In allen Bereichen des Unternehmens wurden sowohl bestehende Mitarbeiter weiterentwickelt, als auch erfahrene Mitarbeiter von außen rekrutiert. Während die absoluten Ausgaben für Personal in 2017 deutlich stiegen, ist die Personalkostenquote auf 28% der Betriebsleistung gesunken (Vorjahr 29%). Der sonstige betriebliche Aufwand ist stark gesunken, von 9.927 TEUR auf 7.654 TEUR (-2.273 TEUR). Bereinigt um die einmaligen IPO-bezogenen Aufwendungen im Vorjahr ergibt sich ein Anstieg des sonstigen betrieblichen Aufwands um 1.621 TEUR auf 7.654 TEUR (Vj.: 6.033 TEUR). Das entspricht einer Erhöhung um 26% im Vergleich zum (bereinigten) Vorjahreswert. Wesentlich höhere Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr sind im Unternehmen insbesondere in Beratungskosten, Prüf- und Zertifizierungskosten und Transportkosten angefallen. Der Anteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen an der Gesamtleistung sank dennoch auf 17% (Vj. bereinigt: 20%). Die Abschreibungen sind entsprechend des starken Wachstums und der dafür nötigen erhöhten Investitionstätigkeit, beispielsweise in neue Anlagen gewachsen, und erhöhten sich von 2.136 TEUR im Vorjahr um 917 TEUR auf 3.053 TEUR. Dies entspricht unverändert 6% der Betriebsleistung. Größter Treiber für den Anstieg waren die höheren Abschreibungen auf Immobilien infolge des Erwerbs und Nutzung mehrerer Immobilien in Würzburg, der erhöhten Anlageninvestitionen in den letzten beiden Geschäftsjahren sowie der Aufbau der Vermiet-Boxenflotten in Dublin und in Würzburg mit kurzer Abschreibungsdauer. Durch Wechselkursschwankungen wurde das Jahresergebnis im sonstigen betrieblichen Ertrag in Höhe von 20 TEUR (Vj.: 20 TEUR) sowie im sonstigen betrieblichen Aufwand in Höhe von 76 TEUR (Vj.: 21 TEUR) beeinflusst. Wechselkursschwankungen ergeben sich im Wesentlichen aus dem Erhalt und der Faktura von Rechnungen in den Währungen US-Dollar, Koreanischer Won, Britische Pfund, Schweizer Franken und Japanische Yen. In 2017 wurde ein EBITDA (Jahresergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern, sonstigen Steuern und Abschreibung) von 5.524 TEUR (Vj.: 758 TEUR), ein EBIT (Jahresergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und sonstigen Steuern) von 2.471 TEUR (Vj.: -1.377 TEUR), und ein EBT (Jahresergebnis vor Ertragssteuern und sonstigen Steuern) von 1.784 TEUR (Vj.: -2.578 TEUR) erwirtschaftet. Bereinigt um die einmaligen, IPO-bezogenen Aufwendungen lagen die Vorjahreswerte für das EBITDA bei 4.352 TEUR, für das EBIT bei 2.216 TEUR und für das EBT bei 1.839 TEUR. Das Finanzergebnis in Höhe von -687 TEUR enthält einmalige Vorfälligkeitszinsen in Höhe von 495 TEUR im Zusammenhang mit dem Erwerb der Immobilie in Würzburg und der vorzeitigen Tilgung eines Bestandsdarlehens, Im Vorjahr sind einmalige IPO-bezogene Aufwendungen in Höhe von 823 TEUR enthalten. Bereinigt beträgt das Finanzergebnis des Vorjahres -377 TEUR. Unter Berücksichtigung der steuerlichen Verlustvorträge ergibt sich für das Geschäftsjahr 2017 kein Ertragsteueraufwand. In Höhe von 555 TEUR wurden Ertragsteuern unter Inanspruchnahme der im Vorjahr aktivierten latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge bilanziert. Im Vorjahr wurde durch den Ansatz aktiver latenter Steuern ein Steuerertrag in Höhe von 921 TEUR gebucht. Im Geschäftsjahr 2017 wurde mit 1.165 TEUR eine Verbesserung des Jahresergebnisses nach Steuern um 2.841 TEUR im Vergleich zum Vorjahr (-1.676 TEUR) erwirtschaftet, was wiederum im Wesentlichen mit den Einmaleffekten der IPO-bezogenen Aufwendungen im Vorjahr zu begründen ist. Mit diesen Ergebnissen konnte die Gesellschaft ihre für das Jahr 2017 angestrebten Umsatzziele deutlich übertreffen. Die für die EBITDA- und EBIT-Marge gesetzten Ziele konnten trotz einer signifikanten Steigerung des EBITDA um 28% gegenüber dem bereinigten EBITDA des Vorjahres und einer 12-prozentigen Steigerung des EBIT nicht erreicht werden. Die EBITDA-Marge beträgt 11%, die EBIT-Marge 5% im Verhältnis zur Betriebsleistung. b. FinanzlageDie Finanzierungsstrategie der va-Q-tec AG ist auf die Bereitstellung der notwendigen Mittel für starkes organisches und punktuell akquisitorisches Wachstum ausgerichtet. Dabei werden unterschiedliche Finanzierungsinstrumente wie z.B. Eigenkapital, Darlehen, Leasing, Factoring, Kontokorrentlinien und staatliche Förderungen in Anspruch genommen. Bestehende Reserven werden zinseffizient angelegt und Kreditlinien bezüglich ihrer Verzinsung optimiert. Zinsrisiken werden durch entsprechend gegenläufige Geschäfte ausgeglichen ("Zinsswaps") und so vermindert. Die Kapitalausstattung der va-Q-tec war für die in 2017 durchgeführten Maßnahmen ausreichend gegeben und war durch die Bruttoerlöse des Börsengangs in Höhe von 46 Mio. EUR in 2016 sowie durch die Ausweitung der verfügbaren Kreditlinien und der Verschuldungskapazität deutlich gestärkt worden. Der Bestand an liquiden Mitteln hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich stärker als erwartet auf 12.389 TEUR reduziert (Vj.: 34.326 TEUR). Zur Finanzierung der hohen Investitionen und des starken Wachstums der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2017 wurden im Wesentlichen TEUR 21.000 der nach dem IPO zinsneutral mit Laufzeiten von sechs bis zwölf Monaten angelegten Termingelder in 2017 wieder aufgelöst und verwendet. Trotz der gesunkenen Liquidität ergeben die Cash-Bestände und verfügbaren Kontokorrentlinien für 2018 ein solides Liquiditätspolster. Während eine Reihe von Darlehen und sonstigen zinstragenden Verpflichtungen kontinuierlich getilgt wurden, sind auch neue zinstragende Verpflichtungen hinzugekommen. Langfristige Investitionen wurden über Eigenkapital und langfristige Investitionsdarlehen finanziert. Die Kontokorrentlinien über EUR 11,0 Mio. sind in einem Multibanken-Kreditvertrag mit den Hausbanken gebündelt. Dieser ist aktuell bis zum 31.03.2018 befristet und soll zu geänderten Konditionen verlängert werden, mit denen der geänderten Finanzsituation nach dem Börsengang Rechnung getragen wird. Neben dem Wegfall der Ausschüttungssperre ist u.a. vorgesehen, dass die bisher vereinbarten Sicherheiten freigegeben und durch die Einhaltung bestimmter Covenants ersetzt werden. Darüber hinaus sollen die Genehmigungs- und Berichtspflichten deutlich reduziert und die britische Tochtergesellschaft aus der Mithaftung entlassen werden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zuzüglich Anlagen-Leasing machen mit 14.262 TEUR 16% (Vj.: 6.874 TEUR, 9%) der Bilanzsumme aus. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten weisen 2.951 TEUR (Vj.: 4.331 TEUR) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr auf. Im Geschäftsjahr 2017 unterliegen Finanzverbindlichkeiten der Gesellschaft i.H.v. 2.094 TEUR (Vj.: 2.592 TEUR) Covenant-Regelungen in Bezug auf den Einzel- und Konzernabschluss der va-Q-tec AG. Die Covenant-Regelungen schreiben jeweils einen Verschuldungsgrad und eine Eigenkapitalquote vor. Diese Covenants wurden wie im Vorjahr erfüllt. Die Kontokorrentlinien der Gesellschaft unterliegen aktuell keinen Covenant-Regelungen. Die in den Vorjahren erhaltenen Investitionszuschüsse und -zulagen sind im Sonderposten für Zuwendungen abgegrenzt (2.896 TEUR; Vj.: 2.390 TEUR). Die Förderperiode für den zweiten Zuwendungsbescheid der Thüringer Aufbaubank (TAB) ist am 30.06.2015 abgelaufen, alle geförderten Ausbauprojekte in Kölleda wurden bis zu diesem Zeitpunkt abgeschlossen. Sofern die Förderbedingungen eingehalten werden, müssen die erhaltenen Zuschüsse nicht rückgezahlt werden. Davon ist aus heutiger Sicht auszugehen. Im Dezember 2017 hat die va-Q-tec einen dritten Zuwendungsbescheid für die geplanten Erweiterungen in Kölleda mit einem Gesamtvolumen von 18,1 Mio. EUR erhalten. Fördermittel für diese Investition wurden in 2017 noch nicht abgerufen. Die im Berichtszeitraum hinzugekommenen Fördermittel in Höhe von 795 TEUR betreffen einen Zuwendungsbescheid der Regierung von Unterfranken für Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen sowie Investitionen in Maschinen und Ausstattung in der 2017 erworbenen Immobilie in Würzburg. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind bezogen auf die Bilanzsumme deutlich gestiegen und betragen zum Jahresende mit 4.316 TEUR 4% der Bilanzsumme (Vj.: 1.769 TEUR, 2%). Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Geschäftsentwicklung der ausländischen Tochtergesellschaften war in 2017 wiederum von Wachstum geprägt und wird als positiv beurteilt. Die englische Tochter konnte ihre Umsätze im abgelaufenen Jahr um 23% steigern und dabei das erwirtschaftete EBITDA überproportional um 39% erhöhen, so dass auch die EBITDA-Marge im Vergleich zum Vorjahr um 2% anstieg. Die koreanische Tochtergesellschaft ist erneut profitabel gewesen und auch das Vertriebsgeschäft in Nordamerika konnte deutlich ausgebaut werden. Auch die im Geschäftsjahr 2017 neu gegründeten Tochtergesellschaften in der Schweiz und in Japan haben positiv zum Gesamterfolg des Konzerns beigetragen. Mit den Erfolgen der Tochtergesellschaften steigt auch die internationale Präsenz und Sichtbarkeit der va-Q-tec, wodurch sich wieder neue Wachstumschancen ergeben. Das Wachstum der Auslandsaktivitäten der Töchter wurde auch in 2017 durch die AG mitfinanziert. Sowohl die US Gesellschaft als auch die britische Tochtergesellschaft bedurften weiterer Finanzierungen durch die Muttergesellschaft. Zur Stärkung der US-Tochtergesellschaft wurde das Eigenkapital um 194 TEUR erhöht. An die englische Tochter wurden im Berichtszeitraum 5.521 TEUR an langfristigen Krediten und 1.487 TEUR an Eigenkapital ausgereicht. Auch die kurzfristigen Forderungen gegen die englische Tochter sind auf Grund der gestiegenen Containerverkäufe zum Jahresende um 3.240 TEUR angestiegen. Der Zahlungsausgleich erfolgt nach entsprechender Refinanzierung durch Sale-and-Leaseback durch die Tochtergesellschaft. Außerdem haftet die Muttergesellschaft für die Einräumung einer Kontokorrentlinie in Höhe von 1.500 TEUR für diese Tochtergesellschaft. Es wird erwartet, dass in Zukunft anlassbezogen noch weitere Investitionen in die Tochtergesellschaften getätigt werden müssen, um das wirtschaftliche Potenzial der internationalen Expansion der Gruppe auszuschöpfen. Die SUMTEQ GmbH, Köln, hat sich ebenfalls planmäßig auf ihrem Weg zur Pilotierung und Markteinführung submicro-poröser Schäume weiterentwickelt. Die va-Q-tec verspricht sich hieraus die Nutzung der neuen Materialien als weiteren Hochleistungsdämmstoff. Zur weiteren Finanzierung der Aufbauphase bewilligte der Aufsichtsrat die Unterzeichnung eines Wandeldarlehens mit der Beteiligung in Höhe von 450 TEUR. Bestehende Ausleihungen an die Töchter bzw. die an den Töchtern gehaltenen Anteile sind aufgrund der starken Weiterentwicklung in 2017 sowie auch der positiven Aussichten für 2018 und Folgejahre werthaltig. Zukünftige Ausleihungen sollten in dem Maße sinken, wie die Gesellschaften beginnen, sich selbst zu tragen. Die Finanzierung der Tochtergesellschaften ist aus Liquiditätssicht für die va-Q-tec AG tragbar. Der Ausbau der UK Containerflotte wurde auch in 2017 weitgehend über Leasinggesellschaften finanziert. Dabei wurde der Großteil der Container in 2017 durch die va-Q-tec AG an die englische Tochtergesellschaft verkauft, von dieser anschließend an Leasingunternehmen weiterverkauft und unmittelbar von den Leasinggesellschaften zurückgeleast. In 2017 wurden gegenüber Leasinggebern Garantieerklärungen auf Zahlungen in Höhe von 3.649 TEUR für die englische Tochter ausgegeben (Vj.: 4.087 TEUR). Zum Bilanzstichtag unterliegen kumulierte Zahlungsverpflichtungen der Tochtergesellschaft in Höhe von 6.870 TEUR (Vj.: 7.507 TEUR) Garantieerklärungen durch die va-Q-tec AG. Auch nach Bereinigung des Vorjahres um die Liquiditätsabflüsse im Zusammenhang mit dem Börsengang wurden die Erwartungen des Vorstands zum operativen Cashflow mit einer starken Verbesserung von 857 TEUR auf 2.552 TEUR erfüllt. Trotz der deutlich höheren Investitionen im abgelaufenen Geschäftsjahr und der daraus resultierenden, stärker als erwartet gesunkenen Liquidität ist die Finanzlage des Unternehmens durch die Einnahmen aus dem Börsengang 2016 und den zur Verfügung stehenden Kreditrahmen sehr solide und bietet eine starke Basis für die mittelfristig geplanten Wachstumsinvestitionen in Produktentwicklung, Vertrieb und Produktionsinfrastruktur. InvestitionenDer Schwerpunkt der Investitionstätigkeit im Geschäftsjahr 2017 lag im Ausbau der Produktionskapazitäten, Immobilien und Thermo-Boxen sowie in der Finanzierung der britischen Tochtergesellschaft mit weiteren Wachstumsmitteln. Insgesamt wurden in Sachanlagen 24.251 TEUR investiert (Vj.: 4.772 TEUR). Die vorhandenen Produktionskapazitäten in den beiden Werken Würzburg und Kölleda waren aufgrund der gestiegenen Nachfrage in allen Zielbranchen - besonders aufgrund der sehr hohen Nachfrage im Geschäftsbereich Produkte - insbesondere in Stoßzeiten nahezu erschöpft. Deshalb wurde 2017 die Planung und teilweise Realisierung neuer Kapazitäten fortgesetzt. Für den Bau einer integrierten Produktions- und Verwaltungsstätte am Standort Würzburg Heuchelhof wurde im Februar 2017 eine Fläche samt Lagerhalle erworben, die an das bereits 2016 erworbene Grundstück angrenzt. Aufgrund einer kurzfristig eingetretenen Marktchance wurde im April 2017 ein weiteres Grundstück samt bestehender Produktions- und Verwaltungsgebäude in der Alfred-Nobel-Str. 33 in Würzburg erworben und mit umfassenden Umbau- und Sanierungsarbeiten begonnen. Es ist beabsichtigt, diese Bestandsimmobilie als zentralen und einzigen Standort der Gesellschaft in Würzburg zu nutzen. Außerdem wurde mit einem Erweiterungsneubau am Standort Kölleda begonnen. Insofern lagen die Investitionen in Grundstücke und Gebäude mit 13.988 TEUR deutlich über dem Vergleichswert des Vorjahres (1.656 TEUR). Die Investitionen in technische Anlagen stiegen von 263 TEUR auf 1.511 TEUR. Die Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung lagen mit 2.663 TEUR. aufgrund des Aufbaus der Vermietboxen-Flotten deutlich über dem Vorjahr (1.981 TEUR). In immaterielle Vermögensgegenstände wurden 119 TEUR investiert (Vj.: 170 TEUR). c. VermögenslageDas Eigenkapital der Gesellschaft lag zum Bilanzstichtag bei 72% der Bilanzsumme. Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote betrug zum Bilanzstichtag 75% der Bilanzsumme. Zum wirtschaftlichen Eigenkapital zählt die va-Q-tec AG zusätzlich den Sonderposten für Zuwendungen, da dieser bei Einhaltung der Förderbedingungen Eigenkapitalcharakter besitzt. Die Zuordnung des Sonderpostens zum Eigenkapital ist, bereinigt um einen künftigen Ertragsteueranteil, in Höhe von 876 TEUR. Die eigenen Anteile haben sich in 2017 auf Grund der Erfüllung von Aktienoptionen von 134.466 Aktien per 31.12.2016 um 120.900 Aktien auf 13.566 Aktien vermindert. Das Gesamtvermögen der Gesellschaft ist im Geschäftsjahr 2017 von 77.010 TEUR auf 89.807 TEUR gestiegen. Dabei ist die Sachanlagenintensität von 24% im Vorjahr auf 44% gestiegen. Dieser Anstieg ist vor allem auf den Erwerb von Bestandsimmobilien in Würzburg sowie deren Sanierung und den im Bau befindlichen Neubau in Kölleda zurückzuführen. Das Umlaufvermögen ist von 48.060 TEUR auf 32.413 TEUR gesunken. Im Wesentlichen resultiert dies aus der Verwendung der im Zuge des Börsenganges erhaltenen liquiden Mittel zur Zwischenfinanzierung der Investitionen und Reduzierung der Inanspruchnahme der zugesagten Kreditlinien. Die Kapitalbindung im Umlaufvermögen hat sich aufgrund der höheren Bestände des Vorratsvermögens und Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöht, was neben dem starken Umsatzwachstum auch auf erhöhte Sicherheitsbestände und verbesserte Einkaufsbedingungen bei größeren Abnahmemengen zurückzuführen ist. Die Umschlagshäufigkeit der Forderungen ist gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen, die der Vorräte ist konstant geblieben. In der Schweiz und in Japan wurden neue Tochtergesellschaften gegründet. Die Auslandsaktivitäten der Tochtergesellschaften in Großbritannien, Südkorea und USA wurden ausgebaut. Die Tochtergesellschaften dienen der Gewinnung und lokalen Betreuung von internationalen Kunden und Lieferanten in allen Zielbranchen Nachdem das Containerservicegeschäft bereits in 2015 und 2016 einen starken Anstieg des Geschäfts verzeichnen konnte, ist die britische Tochter auch in 2017 weiter gewachsen und hat ihr internationales Service-Netzwerk weiter ausbauen können. Des Weiteren wurden zur Förderung des Geschäfts Rahmenverträge mit zahlreichen Partnern aus der Speditions- und Luftfrachtbranche geschlossen. Die Gesellschaft konnte ihre Umsätze erheblich steigern. Die Containerflotte wuchs um 50 % auf knapp 1.500 Stück, um der wachsenden Nachfrage und dem erwarteten zukünftigen Bedarf gerecht zu werden. Der Flottenausbau wurde wie in den Vorjahren durch Leasingunternehmen finanziert. Aufgrund weiterhin hoher operativer Anlaufkosten für Containerlogistik und Netzwerkbetrieb, Investitionen in die Flotte und des zeitlich verzögerten Umsatzanstiegs wies die Tochtergesellschaft im Geschäftsjahr 2017 Verluste in Höhe von -986 TEUR aus (Vj.: -1.040 TEUR). Die Geschäftsentwicklung bei der südkoreanischen Tochtergesellschaft verlief positiv, da in größerem Maße für die va-Q-tec Gruppe Einkaufs- und Vertriebsaktivitäten in Asien ausgebaut werden konnten. Durch die Kommissionserlöse aus diesen Geschäften erzielte die Gesellschaft erneut einen Gewinn für das Gesamtjahr. In den USA wurden die Vertriebsaktivitäten durch die Eröffnung eines neuen Standorts in Langhorne, Philadelphia, weiter ausgebaut und ebenfalls neue Kunden für die va-Q-tec Gruppe entwickelt. Die Anlaufkosten führten bei der amerikanischen Gesellschaft erwartungsgemäß zu einem geringen Verlust im abgelaufenen Geschäftsjahr. Der US Fokus lag auf der Vermarktung von Thermoverpackungen und Containerdienstleistungen. In geringerem Maße bietet die va-Q-tec Gruppe in Nordamerika bereits auch Produkte für die Bereiche Building, Technics & Industry sowie Appliances & Food an. Die durch den Börsengang in 2016 sehr gute Vermögenslage konnte für die Weiterentwicklung des Geschäfts im Geschäftsjahr 2017 genutzt werden. Alle wesentlichen Vermögenswerte blieben werthaltig. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle LeistungsindikatorenDie va-Q-tec AG verwendet zur Unternehmenssteuerung eine Reihe von regelmäßig erfassten Kennzahlen zur Umsatzentwicklung, Ertragskraft, Cash-Generierung, Liquidität und Vermögenslage. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Steuerungssystem der va-Q-tec AG nicht geändert. Die Steuerungsgrößen der va-Q-tec AG sind wie folgt näher spezifiziert: Neben der Umsatzentwicklung werden auf der Ertragsseite vor allem das EBITDA (Ertrag vor Zinsen, Ertragsteuern, sonstigen Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögensgegenstände) und das EBT (Ertrag vor Ertragsteuern und sonstigen Steuern) verfolgt. Das EBITDA hat sich auch unter Berücksichtigung der einmaligen, IPO-bezogenen Aufwendungen im Vorjahr positiv entwickelt. Das EBT hat sich gegenüber dem Vorjahr nach Bereinigung der einmaligen Aufwendungen aufgrund des Börsenganges leicht rückläufig entwickelt. Beide Kennzahlen blieben damit hinter den Erwartungen des Vorstands, der von höheren Wachstumsraten als beim Umsatz ausgegangen war, zurück. Hinsichtlich der Cash-Generierung wird der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit verfolgt. In 2017 belief sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auf 2.552 TEUR (Vorjahr -3.393 TEUR). Die starke Verbesserung dieser Kennzahl ist vor allem auf den Wegfall der Einmalkosten im Zusammenhang mit dem Börsengang sowie auf die positive Geschäftsentwicklung und auf die Entwicklung des Working Capitals im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen. Damit wurden die Erwartungen des Vorstands hinsichtlich dieser Steuerungsgröße erfüllt. Die Liquidität des Unternehmens wird wöchentlich verfolgt und auf der Basis eines 3-Monatshorizonts regelmäßig geplant. Darüber hinaus gibt es eine Liquiditätsplanung für das Gesamtjahr und die folgenden drei Jahre. Die Berechnung verfügbarer Liquidität erfasst Cash-Bestände und freie Kontokorrentlinien. Der Bestand an liquiden Mitteln ist aufgrund der hohen Investitionen im Geschäftsjahr 2017 und das starke Wachstum der Gesellschaft gegenüber dem Vorjahr deutlich stärker gesunken als erwartet. Dennoch ergeben die Cash-Bestände und verfügbaren Kontokorrentlinien für 2018 ein solides Liquiditätspolster. Die Vermögenslage wird monatlich anhand der Eigenkapitalquote gemessen. Diese Quote stieg zunächst durch den Börsengang 2016 auf 83% an und lag zum Jahresende 2017 mit 72% innerhalb der Erwartungen des Vorstands. Als nicht-finanzieller Leistungsindikator der va-Q-tec AG wird die Mitarbeiteranzahl als Indikator für das Wachstum der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft verwendet. In 2017 wuchs die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl um 62 auf 300 (Vj.: 238). Es wurden erfahrene Spezialisten und junge Berufseinsteiger eingestellt, um das Wachstum personell zu unterstützen. Dabei wurden auch wieder junge Talente aus den Reihen der ehemaligen Werkstudenten der Universität Würzburg verpflichtet. Als Technologieunternehmen mit breiter Abdeckung der Wertschöpfungskette misst va-Q-tec den Mitarbeitern und ihrer Qualifikation besonders große Bedeutung bei. Das Wissen, die Fähigkeiten, die Weiterentwicklung und das Engagement der Mitarbeiter sind essentiell für den weiteren Erfolg der va-Q-tec. III. PrognoseberichtDie nachfolgenden Prognosen für die Entwicklung der Steuerungsgrößen wurden unter der Annahme einer nach wie vor robusten makroökonomischen Wachstumsentwicklung im Jahr 2018 getroffen. Daneben stützen sie sich auf die Erwartung positiver Wachstumsraten im Markt für VIPs und Isolationsmaterialien insgesamt. Auch im Markt für thermische Verpackungen und Dienstleistungen wird eine hohe Wachstumsdynamik erwartet, besonders im Bereich thermischer Hochleistungs-Verpackungen. Diese Annahmen werden durch die Einschätzungen der Marktforschungsinstitute IMARC und Lux Research. va-Q-tec untermauert, die bereits ein Wachstum im unteren zweistelligen Prozentbereich erwarten. Va-Q-tec erwartet, von den Megatrends Energieeffizienz, Regulierung der Kühlketten (Produktsicherheit) und Globalisierung der Wertschöpfungsketten überproportional zu profitieren. Der folgenden Prognose liegt die Erwartung des Vorstands zugrunde, dass die von va-Q-tec angesprochenen Zielmärkte weiter stark wachsen, insbesondere das Subsegment der Hochleistungs-Thermoverpackungen. Zusätzlich wurde diese vor dem Hintergrund eines ausgewogenen Verhältnisses aus den beschriebenen Chancen und Risiken aufgestellt. Für das Geschäftsjahr 2018 erwartet der Vorstand gegenüber 2017 für die va-Q-tec AG erneut deutliches Umsatzwachstum, das sich jedoch nach dem fulminanten Anstieg in 2017 eher im hohen einstelligen bzw. niedrigen zweistelligen Prozentbereich bewegen sollte. Für das Ergebnis vor Steuer, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2018 eine weitere leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr und eine leichte Verbesserung der EBITDA-Marge im Verhältnis zur Betriebsleistung. Für das Ergebnis vor Steuern (EBT) erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2018 trotz höherer Abschreibungen eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Für den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit strebt der Vorstand für die va-Q-tec AG in 2018 erneut eine deutliche Verbesserung gegenüber dem operativen Cashflow des Vorjahres an. Für die Liquidität erwartet der Vorstand dennoch erneut eine Abnahme um ca. 5,0 Mio. EUR aufgrund zahlreicher geplanter Wachstumsinvestitionen. Entsprechend sollte sich die Eigenkapitalquote im Geschäftsjahr 2018 durch die Aufnahme weiterer langfristiger Darlehen für Wachstumsinvestitionen auf 60-65% reduzieren. Für die Anzahl der Mitarbeiter wird in 2018 erneut mit einer Steigerung gerechnet, die sich jedoch deutlich unterhalb der Steigerung in 2017 bewegen soll. Zukunftsgerichtete AussagenDieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der va-Q-tec AG beruhen. Solche Aussagen sind Risiken und Ungewissheiten unterworfen. Diese und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Leistungsfähigkeit der Gesellschaft wesentlich von den hier abgegebenen Einschätzungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an künftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen. IV. Chancen- und RisikoberichtRisikomanagement- und internes KontrollsystemDas Risikomanagement bei va-Q-tec basiert auf drei wesentlichen Punkten:
Verankerung des Risikobewusstseins in der UnternehmenskulturJedes erfolgreiche unternehmerische Handeln ist mit dem bewussten Eingehen von Risiken verbunden. Entscheidend für die Unternehmensführung der va-Q-tec ist es, mit bestehenden und neu hinzukommenden Risiken so umzugehen, dass sie aktiv gesteuert werden und möglichst keine Schäden verursachen. Chancen in unternehmerischer Hinsicht sollen zugleich im Sinn der Steigerung des Unternehmenswertes für alle Stakeholder genutzt werden. va-Q-tec verfügt über ein hohes "Risikobewusstsein", das offen und transparent kommuniziert wird. Aus Sicht des Vorstandes ist ein gelebtes Risikobewusstsein eines der effizientesten Instrumente für den Umgang mit Risiken. Nehmen die Mitarbeiter Risiken bewusst wahr und gehen mit ihnen unternehmerisch um, so verringert sich die Gefahr von Schäden aufgrund tatsächlich eintretender Risiken. In einem solchen Umfeld werden Risiken proaktiv und transparent offengelegt und gesteuert. Zusätzlich dienen die Festlegung und unternehmensweite Kommunikation von Compliance Richtlinien dem stärkeren Bewusstsein zu regelkonformem Verhalten. In 2016 wurde ein Compliance Management-System eingeführt, das wesentliche Verhaltensregeln im internen und externen geschäftlichen Handeln definiert. Der in diesem Zusammenhang nominierte Compliance-Beauftragte erfasst, bearbeitet und berichtet dem Aufsichtsrat bzw. dessen Prüfungssauschuss über alle relevanten Compliance Vorfälle. RisikomanagementsystemRisikomanagement bei va-Q-tec bedeutet die systematische Auseinandersetzung mit Risiken, verstanden als negative Ereignisse, deren Eintritt Schäden und/oder unvorhergesehene Kosten im Unternehmen erzeugen kann. Um diesen Anspruch erfüllen zu können, werden mit dem Risikomanagementsystem interne und externe Risiken für alle Segmente und Tochtergesellschaften systematisch ermittelt, bewertet, gelenkt, gesteuert und an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet. Zu diesem Zweck hat das Management der va-Q-tec in Ergänzung zum bestehenden internen und externen Kontrollwesen im Geschäftsjahr 2016 ein weiterentwickeltes und formalisiertes Risikomanagementsystem (RMS) implementiert. In das neue RMS fließen die Erfahrungen der vergangenen Jahre bei der Identifizierung der Risiken ein. Zusätzlich wurden die im Rahmen der Erstellung des Wertpapierprospektes und der erstmaligen Erstellung der Jahresabschlüsse nach IFRS anlässlich des Börsenganges im Jahr 2016 gewonnenen Erkenntnisse zum Risikoinventar berücksichtigt. Im Laufe des Geschäftsjahres 2017 wurde das RMS darüber hinaus kontinuierlich weiterentwickelt. So wurden ein neues Datenschutzkonzept implementiert sowie ein IT-Sicherheitsbeauftragter bestimmt, welche den Schutz kritischer Unternehmensdaten verbessern. Durch Stärkung der Prozesse im Zentraleinkauf (durchgängiges 4-Augen-Prinzip in der Rechnungsfreigabe), die Neufassung der Unterschriftenregelung konnten die Kostenkontrolle und Freigabeprozesse transparenter und valider gestaltet werden. Zusätzlich wurde die Schaffung einer Position für einen Unternehmensjuristen beschlossen, die zukünftig intern bei der rechtlichen Würdigung unternehmerischer Sachverhalte effizient unterstützen und Risiken in diesem Bereich minimieren soll. Außerdem wurde das RMS in das übergreifende Qualitätsmanagement-System nach ISO integriert und ist nun somit Teil des Auditierungprozesses nach ISO. Ziele des Risikomanagementsystems der va-Q-tec sind grundlegend die Vermeidung, die Verminderung und der Transfer von Risiken, z.B. durch entsprechenden Versicherungsschutz. Neben der Erfüllung der regulatorischen Vorgaben stellt ein systematisches Risikomanagement die nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit sicher. Es soll auch potenziell bestandsgefährdende Risiken frühzeitig identifizieren. Das Risikomanagement bei va-Q-tec ist nicht nur ein Sicherheits-, sondern auch ein Steuerungsinstrument. Erkannte Risiken bieten auch neue Geschäftschancen und Wettbewerbsvorteile. Dem RMS liegen ein Meldeprozess, eine definierte Risikoinventur sowie eine unterjährige Risikobewertung zugrunde. Im Rahmen der Risikoinventur werden alle wesentlichen Risiken durch die relevanten Entscheidungs- und Wissensträger in den Fachbereichen bewertet. Erkannte Risiken werden nach ihrem potenziellen Schaden unter Berücksichtigung von Eintrittswahrscheinlichkeiten quantitativ bewertet. Die im Rahmen der Risikoanalyse identifizierten Risiken werden anhand ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Auswirkung in Risikoklassen eingestuft, indem ihre jeweilige Auswirkung mit der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit multipliziert wird. Die Bandbreite der Eintrittswahrscheinlichkeiten und Auswirkungen beginnt mit "sehr niedrig" und endet mit "sehr hoch". Danach können die Risiken anhand des sich daraus ergebenden Risikoerwartungswertes unterschieden und priorisiert werden. Im Rahmen der unterjährigen Risikobewertung sind die Fachbereiche verpflichtet, neue Risiken zu identifizieren und zu melden. Die so zusammengetragenen Informationen werden in Risikosteckbriefen, die an den Vorstand adressiert sind, zusammengefasst und gemeldet. Alle Risiken - neu hinzukommende als auch bestehende - sind auch kontinuierlich zu beobachten und zu melden. Erforderliche Gegenmaßnahmen werden zeitnah ergriffen und kontrolliert. Neue Risiken und wesentlich veränderte Risiken sind ferner feste Bestandteile in den regelmäßigen Sitzung des Leitungskreises, in jeder Vorstandssitzung und in jeder Sitzung des Aufsichtsrates. Sie werden im Rahmen von Ergebnisdurchsprachen zwischen dem Vorstand des va-Q-tec Konzerns und den Fachbereichsverantwortlichen besprochen. Es wird außerdem überprüft, ob die bereits getroffenen Maßnahmen zur Risikominimierung ausreichend sind oder ob weitere Schritte (beispielsweise hinsichtlich Ad-hoc Kapitalmarktmitteilungen) einzuleiten sind. Das Risikomanagementsystem des Konzerns ermöglicht der Unternehmensleitung, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen. Maßnahmen zur Gegensteuerung einzuleiten und deren Umsetzung zu überwachen. Der Abschlussprüfer prüft ferner das Risikofrüherkennungssystem auf seine Eignung, um Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen. Rechnungslegungsbezogenes Internes Kontrollsystemva-Q-tec verfügt über eine klare Organisations-, Unternehmens- sowie Kontroll- und Überwachungsstruktur. Zur ganzheitlichen Analyse und Steuerung ertragsrelevanter Risikofaktoren und bestandsgefährdender Risiken existieren unternehmensweit abgestimmte Planungs-, Reporting-, Controlling- sowie Frühwarnsysteme und -prozesse. Die Funktionen in sämtlichen Bereichen des Rechnungslegungsprozesses (z. B. Rechnungswesen, Finanzbuchhaltung und Controlling) sind eindeutig zugeordnet. Aufgrund ihrer eher geringen Größe und Komplexität verzichtet die va-Q-tec AG bisher auf eine separate Revisionsabteilung. Im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme wird überwiegend auf Standardsoftware (Navision) zurückgegriffen. Die bestehenden Strukturen müssen dabei ständig an das Wachstum und sich wandelnde Rahmenbedingungen, z.B. Kapitalmarktanforderungen, angepasst werden. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in der Hauptverwaltung in Würzburg erstellt. Die dort vorhandenen Validierungsprozesse und Plausibilitätsprüfungen sichern die Richtigkeit und Vollständigkeit des Jahresabschlusses der va-Q-tec AG ab. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess stellt sicher, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell richtig erfasst, aufbereitet und gewürdigt und so in die externe Rechnungslegung übernommen werden. Der Zahlungsverkehr erfolgt elektronisch mit hinterlegten Kontrollmechanismen (Vier-Augen-Prinzip eines ausgewählten Personenkreises). Die Lohn- und Gehaltsabrechnungen werden von einem externen Dienstleister durchgeführt. Die Organisations-, Unternehmens- sowie Kontroll- und Überwachungsstruktur bestimmen den Rahmen des IKS. Klare gesetzliche und unternehmensinterne Vorgaben und Leitlinien sorgen für einen einheitlichen und ordnungsgemäßen Rechnungslegungsprozess. Überprüfungsmechanismen innerhalb der an der Rechnungslegung selbst beteiligten Bereiche die Überprüfung durch das interne Controlling, die Begleitung durch die Wirtschaftsprüfer und eine frühzeitige Risikoerkennung durch das Risikomanagement sollen eine fehlerfreie Rechnungslegung gewährleisten. Risiken der Geschäftstätigkeitva-Q-tec bewertet Risiken anhand ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer möglichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage sowie die Reputation des Unternehmens. Die Bewertung von Schadenshöhen und Eintrittswahrscheinlichkeit der Risiken führt zu nachfolgenden beispielhaft dargestellten Risikokennziffern. scroll
Der Vorstand bewertet die Ausprägung eines Risikos anhand seiner Risikokennziffer nach dem folgenden Schema: scroll
Insgesamt werden im Folgenden die Risiken nach dem Ergreifen von Gegenmaßnahmen dargestellt. Risiken in der WertschöpfungsketteAls Unternehmen im produzierenden Gewerbe ist va-Q-tec auf Lieferanten für Vorprodukte angewiesen. va-Q-tec bezieht die wesentlichen Rohstoffe, Materialien und Vorprodukte von einer begrenzten Anzahl von Schlüssellieferanten. Für einige Materialien liegen auch aufgrund ihrer spezifischen Eigenschaften nur wenige Bezugsquellen vor. In der Einkaufsstrategie von va-Q-tec ist es daher das Ziel, die Abhängigkeit von einzelnen oder wenigen Lieferanten durch Qualifikation und Auswahl neuer Lieferanten zu reduzieren ("dual" bzw. "multiple sourcing"). Wie in den Vorjahren wurden auch in 2017 wieder Zweit- und Drittlieferanten für Vorprodukte und Materialien neu qualifiziert und ausgewählt. Bei der Auswahl werden bewusst auch internationale Lieferanten eingebunden, um eine regionale Abhängigkeit zu vermeiden. Für die va-Q-tec AG insgesamt liegt durch die begrenzte Anzahl an Lieferanten ein mittleres Risiko vor. Ein weiteres Risiko können Produktionsausfälle und Betriebsunterbrechungen darstellen. Die Gesellschaft ist auf den kontinuierlichen Betrieb der Produktionsanlagen angewiesen, um Liefertreue insbesondere gegenüber den industriellen Großkunden sicherzustellen, deren Wertschöpfungsketten eng mit der von va-Q-tec verwoben sind. va-Q-tec produziert an zwei räumlich voneinander getrennten Standorten in Würzburg und Kölleda. Ein Ausfall an einem Standort hat keine Auswirkungen auf den anderen Standort, an dem weiter produziert werden kann. Zusätzlich sind die einzelnen Produktionsanlagen, soweit wie möglich und ökonomisch sinnvoll, durch technische Maßnahmen voneinander entkoppelt, sodass der Ausfall einer einzelnen Anlage den Betrieb anderer Anlagen nicht einschränkt. Neben dem Ausfall von bestehenden Anlagen kann ein Risiko in der nicht ausreichenden Gesamtkapazität der Produktionsanlagen entstehen. Das starke Wachstum des Unternehmens bedingt neben Produktivitäts- und Effizienzverbesserungen mit den bestehenden Anlagen auch eine frühzeitige und vorausschauende Investition in Kapazitätserweiterungen, da die benötigten Anlagen teilweise lange Lieferzeiten haben. Dennoch kann das Unternehmen von plötzlichen Marktentwicklungen überrascht werden und unter Umständen nicht alle Kundenaufträge zum Wunschtermin der Kunden erfüllen. Durch regelmäßige Ad-hoc-Berichterstattung über die Auftragsentwicklung zwischen den Vertriebsbereichen und dem Vorstand versucht das Unternehmen solche Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und mit geeigneten Maßnahmen gegenzusteuern. Diese können temporär zum Beispiel in erhöhten Sicherheitsbeständen, zusätzlichen Arbeitsschichten oder der Nutzung von weniger geeigneten Anlagen für die Produktion liegen, um die Zeit bis zur Inbetriebnahme zusätzlicher Kapazitäten zu überbrücken. Der Vorstand schätzt das Risiko eines andauernden Produktionsausfalls aus den oben genannten Gründen als gering, das Risiko einer nicht ausreichenden Kapazität als mittel ein. Die Vermietdienstleistungen ("Serviced Rental") sind in besonders hohem Maße von externen Logistikanbietern abhängig, die zum einen für die operativen Abläufe verantwortlich sind, d.h. für die Reinigungs-, Lagerungs- und Kühlungsprozess, zum anderen die vorkonditionierten Boxen zu den Endkunden transportieren. Dies kann in betrieblichen Störungen und Reputationsschäden münden, Auditierung und engmaschige Kontrolle durch eigene Logistikspezialisten dienen dazu, die Qualität des "Serviced Rental" für die Pharmaindustrie sicherzustellen. Dieses Risiko schätzt der Vorstand daher als mittel ein. Personal-RisikenDie Geschäftstätigkeit und der Erfolg sind von qualifizierten Führungs- und Schlüsselmitarbeitern abhängig. Das gut ausgebildete Personal hat in teilweise langjähriger Unternehmenszugehörigkeit spezifisches Wissen, Fähigkeiten und kommerzielle Kontakte entwickelt. Dem Risiko des Verlustes solcher Mitarbeiter wirkt die va-Q-tec einerseits durch Maßnahmen zur Mitarbeiter-Bindung, andererseits durch die Diversifizierung der Wissensbasis über den Mitarbeiterstamm entgegen: Die Entwicklung von Mitarbeitern, die Diversifizierung der Wissensbasis im Unternehmen, sowie die marktgerechte Entlohnung vermeiden bei va-Q-tec die Abwanderung von Schlüsselmitarbeitern. Zusätzlich steigern leistungsabhängige Entlohnungskomponenten, regelmäßige Weiterbildungen und die gute Unternehmenskultur mit der Möglichkeit an disruptiven Geschäftsmodellen mitwirken zu dürfen, die Motivation der Mitarbeiter und erhöhen die Zufriedenheit. Die Risiken, denen va-Q-tec sich aufgrund des Wechsels von Schlüsselmitarbeitern ausgesetzt sieht, werden mit mittlerem Risiko eingeschätzt. Markt- und WettbewerbsrisikenDie Gesellschaft fokussiert sich in seiner Geschäftstätigkeit stark auf große industrielle Kunden. Dies führt anfänglich zu einer erhöhten Kundenkonzentration. Dieses Risiko einer Kundenkonzentration wird durch die steigende Kundenanzahl und Diversifizierung ständig weiter verringert. Ein weiterer Schutz besteht durch hohe Kundenbindungen, speziell in der Healthcare-Industrie. Grundsätzlich ist die Gesellschaft bestrebt, zu allen Partnern, Mitarbeitern und auch Kunden ein enges, vertrauensvolles und nachhaltiges Verhältnis aufzubauen und zu erhalten und schätzt dieses Risiko daher als mittel und weiter reduzierbar ein. va-Q-tec als junges, stark wachsendes Unternehmen könnte möglicherweise nicht in der Lage sein, das Wachstum effektiv voranzutreiben und zu gestalten. Die Gesellschaft befindet sich in einer Phase starker Investitionen in Personal, Vertriebsaktivitäten, Vermietflotten, Infrastruktur und Forschung & Entwicklung. Insofern besteht bei einem geringeren tatsächlichen Wachstum als geplant das Risiko einer negativen Auswirkung auf das betriebliche Ergebnis. Grundsätzlich werden diese Zukunftsinvestitionen durch den Vorstand mit Augenmaß und immer auf der Basis konkreter Erwartungen über die Marktentwicklung entschieden. So werden wenig fundierte und/oder verfrühte Investitionen vermieden. Gleichzeitig entsteht bei einem deutlich höheren tatsächlichen Wachstum als geplant das Risiko einer negativen Auswirkung auf das Kundenverhältnis durch Nichteinhaltung von Lieferterminen, Lieferengpässen etc. und damit ebenfalls auf das betriebliche Ergebnis. Auch hier ist das Augenmaß und das frühzeitige Erkennen von Marktentwicklungen durch die regelmäßige Abstimmung mit den Vertriebsbereichen ein wichtiges Instrument zur Reduzierung des Risikos, damit die Notwendigkeit für Kapazitätserweiterungen rechtzeitig erkannt wird und in den Vorstands- und Aufsichtsratsgremien frühzeitig über die erforderlichen Investitionen in die Produktionsanlagen und -gebäude entschieden wird. Das verbleibende Risiko schätzt der Vorstand als mittel ein. Ein wesentliches Risiko stellt auch die Verschärfung des Wettbewerbsumfeldes dar. Dadurch kann ein erhöhter Druck auf Preise und Margen entstehen. Die Gesellschaft schützt sich vor diesem Risiko durch zwei strategische Hebel, nämlich durch Kostenoptimierungsmaßnahmen und durch innovative Produkte und Dienstleistungen. Zur Kostenoptimierung gehören etwa die zunehmend automatisierte Produktion und der besonders effiziente Einkauf von Vorprodukten mit selektiver Rückwärtsintegration auf vorgelagerte Wertschöpfungsstufen. Zum Thema Innovation gehören die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, die seit Gründung der Gesellschaft stets zu kommerziell erfolgreichen, qualitativ hochwertigen und besonders differenzierten Produkten geführt haben. Das Produkt- und Leistungsspektrum der Gesellschaft unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von dem seiner Wettbewerber: Die einzigartige Möglichkeit, die Qualität der Dämmung "in situ" zu testen oder die Produktion von VIPs mit Ausschnitten und in dreidimensionaler Form seien hier beispielhaft genannt. Insgesamt schätzt die Gesellschaft das Risiko aufgrund neu hinzukommender Wettbewerber bzw. einer aggressiveren Wettbewerbssituation als mittel ein. Konjunkturabhängige ZielmärkteInsbesondere die Zielbranchen Appliance & Food, Technics & Industry und Building sind von der konjunkturellen Lage abhängig. Dieses Risiko schätzt der Vorstand als gering ein, da die zugrunde liegenden Treiber des Geschäfts der va-Q-tec (zunehmende Regulierung und Energieeffizienz) weniger konjunkturell sensibel sind. Finanzielle RisikenDas Liquiditätsrisiko der va-Q-tec wird zentral von der Finanzabteilung mittels revolvierender Liquiditätsplanungen überwacht. Die Zahlungsfähigkeit der Gruppe war jederzeit gegeben. Nach dem Börsengang besteht eine ausgezeichnete Finanzlage. Die aktuelle Liquidität, das verbesserte Rating und die positive Geschäftsentwicklung erlauben weiter verbesserte Kreditaufnahmemöglichkeiten und -konditionen. Die Zinsrisiken, die sich aus bestehenden langfristigen Krediten ergeben, sind über Zins-Sicherungsgeschäfte ("Swaps") gesichert. Bei den kurzfristigen Kontokorrent-Linien ist die Gesellschaft - dem aktuell eher unwahrscheinlichen - Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Die Währungsrisiken sind auch aufgrund der überwiegenden Rechnungsstellung in Euro (funktionale Währung der Gesellschaft) begrenzt. Insgesamt schätzt die Gesellschaft die Risiken im finanziellen Bereich daher als gering ein. In der Gesamtbetrachtung der Risiken ist va-Q-tec überwiegend generellen (leistungs-) wirtschaftlichen Risiken sowie finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Es sind für den Vorstand keine einzelnen oder aggregierten Risiken zu erkennen, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Strategisch und auch finanziell ist das Unternehmen so aufgestellt, dass die sich bietenden Geschäftschancen genutzt werden können. Chancen der künftigen EntwicklungZunehmende RegulierungDurch die zunehmende Regulierung in der Kühlkettenlogistik für pharmazeutische Erzeugnisse steigen die Anforderungen an die Zuverlässigkeit von Thermoverpackungen und dadurch die Nachfrage nach Hochleistungs-Thermoverpackungen. Die passiven Verpackungslösungen der va-Q-tec bieten hinsichtlich ihrer Konformität mit regulatorischen Anforderungen deutliche Vorteile gegenüber konventionellen Lösungen auf Basis von Styropor und Eis. va-Q-tec besitzt ein umfassendes Wissen zur Erfüllung der Vorschriften und Regularien in den relevanten Ländern und Regionen. Die aufwendigen Qualifizierungsmaßnahmen bei den Kunden aus der Healthcare-Industrie, mit entsprechenden Qualitätssicherungs- und Prozessdokumentationen, liefern das notwendige Know-how für die erfolgreiche Implementierung der Verpackungslösungen beim Kunden. Die nötigen Eigenschaften thermischer Verpackungen erfolgreich in einem komplexen, zuverlässigen und gleichzeitig benutzerfreundlichen Angebot zu vereinen, ist derzeit nur wenigen Unternehmen möglich. va-Q-tec kann als eines der wenigen Unternehmen weltweit mit seiner Technologieplattform den hohen Anforderungen gerecht werden. Die zunehmende Komplexität der Regulierung macht es notwendig, sich als Unternehmen stetig weiterzuentwickeln und neue Technologien zu erforschen. In diesem Umfeld sind die hohen Markteintrittsbarrieren im Markt für thermische Verpackungen sehr vorteilhaft für va-Q-tec. Auch in den übrigen Zielbranchen nimmt die Nachfrage nach VIPs durch Regulierungen zu: Die Kunden in der Zielbranche "Technics & Industry" sehen sich aktuell einem Wandel des regulatorischen Umfeldes in wichtigen Kernmärkten gegenüber: Warmwasserspeicher für Heizungen unterliegen seit kurzem - wie viele Haushaltsgeräte - der "Ökodesign-Richtlinie", d.h. ihre Energie-Effizienz wird dem Endverbraucher über ein Labeling-System in Energie-Effizienz-Klassen transparent gemacht. Zusätzlich werden Geräte mit hohem Energieverbrauch und niedriger Energie-Effizienz-Klasse vom europäischen Binnenmarkt ausgeschlossen. Kunden von va-Q-tec nutzen VIPs aktuell vor allem, um Premium-Warmwasserspeicher in die höchsten Effizienzklassen zu positionieren. In Zukunft und mit schärferer Regulierung dürften VIP-isolierte Warmwasserspeicher aus dem Premium-Bereich auch den Massenmarkt durchdringen. Neue MärkteSeit Gründung arbeitet va-Q-tec an der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen, die der Vakuumisolation zusätzliche Märkte und Anwendungsmöglichkeiten eröffnen. Neben Grundlagenforschung und Produkt-Vorentwicklung wie etwa VIPs für gänzlich neue Temperaturbereiche sei hier exemplarisch auf die Lebensmittellogistik und den Bereich Mobility verwiesen. Aktuell kommen die bestehenden und in Entwicklung befindlichen thermischen Verpackungen sowie das "Serviced Rental" von va-Q-tec fast ausschließlich in der Healthcare-Industrie zum Einsatz. In vielen Industrien lässt sich aber ein Trend zu immer temperaturempfindlicheren Gütern und Herstellungsprozessen erkennen. Infolge ergeben sich Wachstumschancen in der Erschließung neuer Anwendungsfelder der Technologie von va-Q-tec. Darunter könnte sich z.B. die Nutzung der Mietcontainer für temperaturempfindliche Güter außerhalb der Pharmaindustrie verbergen (z.B. Produktionsmittel in der optoelektronischen Industrie). Im Bereich E-Commerce werden neue Geschäftsmodelle für die Lieferung online bestellter Lebensmittel unmittelbar an den Endverbraucher durch große internationale Anbieter und durch Start-ups entwickelt. Insbesondere der Transport leicht verderblicher Lebensmittel zum Endkunden dürfte dabei künftig noch stärker reguliert werden. Für solche Transporte sind die Hochleistungs-Thermoverpackungen von va-Q-tec sehr gut geeignet. In der Zielbranche Mobility bieten sich ebenfalls enorme Wachstumschancen für va-Q-tec: Künftig wird das Thermomanagement in Fahrzeugen mit konventionellen wie auch mit elektrischen Antrieben immer größere Bedeutung gewinnen: In konventionellen Fahrzeugen lässt sich über Isolationsmaßnahmen an der Fahrzeugkabine und mit der Speicherung der Wärmeenergie aus dem Kühlkreislauf CO2 einsparen. In Fahrzeugen mit Elektroantrieb ist die Reichweite abhängig von der optimalen Arbeitstemperatur der Fahrzeugbatterie sowie vom Stromverbrauch peripherer Funktionen wie etwa Heizung und Innenraumklimatisierung. Der Einsatz der Vakuumisolation bietet hier für die OEMs aus Sicht von va-Q-tec Möglichkeiten, die Reichweite der Fahrzeuge zu vergrößern. Im Bereich Building ergibt sich die Chance, von der aktuell hervorragenden Baukonjunktur bei zugleich immer strengeren Energieeffizienz-Standards für Neubauten und Renovierungen zu profitieren. Hier könnten VIPs von va-Q-tec zur Steigerung der Energieeffizienz zum Einsatz kommen. Neben den oben erwähnten Marktchancen hinsichtlich Produkten und Dienstleistungen sieht der Vorstand auch in der geographischen Expansion beträchtliche Chancen für die künftige Entwicklung. Die Internationalisierung der Geschäftstätigkeit und der Eintritt in neue globale Märkte eröffnen große Absatzchancen für den Konzern. Gleichermaßen kann die internationale Präsenz zur Erschließung neuer Quellen für Rohstoffe, Materialien und Vorprodukte und zum effizienten Einkauf genutzt werden. Zusammenfassend überwiegen aus Sicht des Vorstands die Chancen der Geschäftsentwicklung im Vergleich zu den beschriebenen Risiken. Risikoberichterstattung hinsichtlich der Verwendung von FinanzinstrumentenDie Gesellschaft ist durch ihre Geschäftstätigkeit verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt. Das Risikomanagement zielt darauf ab, die potenziell negativen Auswirkungen auf die Finanzlage des Konzerns zu minimieren. Bei va-Q-tec werden Finanzinstrumente nur in geringem Umfang in Anspruch genommen. Das Währungsrisiko in der va-Q-tec AG war 2017 gering. In der deutschen Gesellschaft werden annähernd 100% der Verkäufe und ca. 96% der Einkäufe in Euro abgewickelt. Zur Absicherung von Kreditzinsen für langfristige Darlehen auf ein marktübliches Zinsniveau bestehen Zinsabsicherungsinstrumente fort. Auch für ein in 2016 aufgenommenes langfristiges Darlehen wurde ein Zinssicherungsgeschäft vorgenommen. Für die bestehenden variabel verzinsten Kontokorrentlinien wurde keine Zinssicherung vereinbart. Zur Absicherung von Forderungsausfällen werden keine gesonderten Finanzinstrumente gehalten. Aufgrund der hohen Bonität des Kundenstamms sind die Risiken von Forderungsausfällen relativ gering. Außer klassischem Reverse Factoring bei Kunden mit sehr hoher Bonität wird kein Forderungs-Factoring betrieben. Die Termingeldanlagen in Euro mit einer Laufzeit von bis zu zwölf Monaten erfolgten bei inländischen Finanzinstituten, die einem deutschen Einlagensicherungsfonds angeschlossen sind. Über die hier beschriebenen Finanzinstrumente hinaus hält die Gesellschaft keine weiteren Finanzinstrumente, die für die Beurteilung der Lage oder der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft wesentlich sind. Bezüglich weiterer Details verweisen wir auf Abschnitt D.6 des Anhangs. V. Bericht über ZweigniederlassungenDie Gesellschaft unterhält für die Geschäftstätigkeit keine Zweigniederlassung. VI. Angaben nach § 289a Abs. 1 HGB sowie erläuternder Bericht "Übernahmerechtliche Angaben"Die va-Q-tec AG hat als kapitalmarktorientierte Aktiengesellschaft gemäß des § 289a Abs. 1 HGB übernahmerechtliche Angaben zu machen. Das nachfolgende Unterkapitel gibt einen Einblick in die übernahmerechtlichen Verhältnisse zum Bilanzstichtag 31.12.2017 und erläutert diese näher. Zusammensetzung des gezeichneten KapitalsDas Grundkapital der va-Q-tec AG beträgt 13.089.502,00 EUR, eingeteilt in 13.089.502 auf den Namen lautende Stammaktien. Das Grundkapital ist voll erbracht. Die Aktien sind alle mit identischen Rechten und Pflichten ausgestattet. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Ausgenommen davon sind die von der Gesellschaft selbst gehaltenen Aktien (treasury shares), aus denen der va-Q-tec AG keine Rechte wie beispielsweise das Abstimmungsrecht auf der Hauptversammlung erwachsen. Die va-Q-tec AG hielt zum Bilanzstichtag 13.566 eigene Aktien. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffenÜber die im Zuge des Börsengangs vereinbarten, zeitlich begrenzten Lock-up Regelungen für Vorstand, Aufsichtsrat und Altaktionäre hinaus, sind dem Vorstand Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, nicht bekannt. Die Aktien sind frei übertragbar gemäß den gesetzlichen Bestimmungen für auf den Namen lautende Stammaktien. Kapitalbeteiligungen, die 10% der Stimmrechte überschreitenGemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) hat jeder Anleger, der durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise die Stimmrechtsschwellen gemäß § 21 WpHG erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der betreffenden Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mitzuteilen. Insofern sind dem Vorstand der va-Q-tec AG die nachstehenden Personen und Gesellschaften bekannt, deren Beteiligungen 10% der Stimmrechte überschreiten: scroll
Regeln zur Ernennung und Abberufung von VorstandsmitgliedernNach § 84 AktG und nach der Satzung der va-Q-tec AG werden die Mitglieder des Vorstands vom Aufsichtsrat bestellt. Satzungsgemäß besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Die Anzahl der Vorstandsmitglieder bestimmt der Aufsichtsrat. Besteht der Vorstand aus mehreren Mitgliedern, werden Beschlüsse des Vorstands mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst. Hat der Aufsichtsrat einen Vorsitzenden des Vorstands ernannt und besteht der Vorstand aus mindestens drei Mitgliedern, ist bei Stimmengleichheit dessen Stimme ausschlaggebend. Regeln zu Änderungen der SatzungÄnderungen der Satzung bedürfen eines Beschlusses der Hauptversammlung. Die Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen der einfachen Stimmenmehrheit, sofern nicht das Gesetz zwingend eine größere Mehrheit vorschreibt (§ 133 AktG). Vorstandsbefugnisse bezüglich Ausgabe und Rückkauf von AktienDie va-Q-tec AG verfügt über ein genehmigtes und bedingtes Kapital wie folgt: Genehmigtes KapitalDer Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 31.05.2016 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 30.05.2021 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 4.278.187 EUR zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann. Eigene AktienZu den Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG wird gem. § 289 Abs. 2 HGB auf die Angaben im Anhang unter C. 5.1 verwiesen. Bedingtes KapitalGemäß § 6.5 der Satzung ist das Grundkapital um 1.000.000 € durch die Ausgabe von bis zu 1.000.000 neuer, auf den Namen lautender Stammaktien (bedingtes Kapital 2016) bedingt erhöht. Das bedingte Kapital 2016 dient ausschließlich der Gewährung von Aktien bei Ausübung von Wandlungs- und Optionsrechten. Wesentliche Vereinbarungen für den Fall eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots sowie Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines ÜbernahmeangebotsDie Gesellschaft hat keine Vereinbarungen im Sinne des § 289a Abs. 1 Nr. 8 und 9 HGB getroffen. VII. VergütungsberichtGrundzüge des Vergütungssystemsva-Q-tec zielt entsprechend den Corporate Governance Grundsätzen auf eine leistungsorientierte und nachhaltige Vergütung der Vorstands- und Aufsichtsratsarbeit ab. Die Vergütung setzt sich aus festen und variablen Komponenten zusammen. VorstandEntsprechend den Anforderungen des Aktiengesetzes und den Empfehlungen des DCGK besteht die Vergütung der Vorstandsmitglieder aus festen und variablen Bestandteilen. Die variablen Bezüge bestehen aus einer als Jahresbonus gezahlten Barkomponente. Bei einem Vorstandsmitglied bestand eine langfristige aktienbasierte Vergütungskomponente (Optionsprogramm). Mit dem Börsengang der va-Q-tec AG in 2016 sind die Ausübungsbedingungen des Begünstigten im Rahmen des Optionsprogramms vollständig erfüllt worden. Der Begünstigte hat seine Optionen fristgerecht zum 30.09.2017 ausgeübt. Alle Vergütungsbestandteile sind im Einzelnen und in ihrer Gesamtheit angemessen. Der Aufsichtsrat befasst sich intensiv mit der Angemessenheit und Üblichkeit der Vorstandsvergütung und berücksichtigt sämtliche in § 87 des Aktiengesetzes und Ziffer 4.2.2 Sätze 4 und 5 DCGK aufgeführten Kriterien, wie z.B. die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung sowie die wirtschaftliche Lage, den Erfolg und die Zukunftsaussichten der va-Q-tec AG. Externe Vergütungsexperten haben dem Aufsichtsrat im März 2017 die grundsätzliche Angemessenheit der Vorstandsvergütung bestätigt. Die Festvergütung entspricht dem jährlichen Festgehalt; daneben nehmen bis zum 30.06.2017 zwei, ab dem 1.7.2017 alle Vorstände einen Dienstwagen in Anspruch. Für alle Organe der va-Q-tec AG besteht eine D&O-Versicherung. Den 10%-igen Selbstbehalt tragen die Vorstände persönlich. Das jährliche Festgehalt wird für die gesamte Laufzeit eines Anstellungsvertrags festgelegt und jeweils in zwölf Monatsraten ausgezahlt. Es orientiert sich u.a. an den Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, an der aktuellen wirtschaftlichen Lage, dem Erfolg und den Zukunftsaussichten des Konzerns. Der variable Vergütungsanteil in Form der als Jahresbonus gezahlten Barkomponente richtet sich nach der Erreichung der Umsatz- und Ertragsziele des Konzerns; er ist betragsmäßig begrenzt auf das 1,4-fache des bei 100%-iger Zielerreichung zahlbaren Betrags. Die jährlichen Konzernziele zur Bemessung der variablen Barkomponente beschließt der Aufsichtsrat. Dieser stellt auch die Zielerreichung fest. Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder sehen für den Fall der Beendigung des Dienstverhältnisses aufgrund eines Kontrollwechsels keine gesonderten Vergütungen vor. Im Berichtsjahr 2017 betrug die Gesamtvergütung des Vorstands 740 TEUR (Vj.: 638 TEUR). Die festen Bezüge betrugen 593 TEUR (Vj.: 501 TEUR); darin enthalten sind auch die Bezüge für Nebenleistungen (z.B. Dienstwagen). Die variable Barvergütung summierte sich auf insgesamt 126 TEUR (Vj.: 115 TEUR). Seit 2014 bestehen für die Vorstände beitragsorientierte Leistungszusagen. Hierfür wurden im Berichtsjahr 21 TEUR (Vj.: 22 TEUR) in eine externe kongruent rückgedeckte Unterstützungskasse eingezahlt. Bilanzielle Rückstellungen für Altersversorgungen wurden daher nicht gebildet. Danach entfällt auf die Festvergütungen inkl. Nebenleistungen und Beiträge zur Altersversorgung ein Anteil von 83% (Vj.: 82%) an der Gesamtvergütung. Kredite oder Vorschüsse wurden Mitgliedern des Vorstandes nicht gewährt. va-Q-tec legt die Gesamtvergütung des Vorstandes, jedoch ohne individuelle Anteile der einzelnen Mitglieder entsprechend dem Hauptversammlungsbeschluss vom 31.05.2016 offen. Dies ist konform mit den §§ 285 Nr. 9a, 286 Abs. 5 HGB. AufsichtsratDie Vergütung des Aufsichtsrats wird von der Hauptversammlung festgelegt. Die Vergütung des Aufsichtsrats der va-Q-tec AG ist in §14 der Satzung der va-Q-tec AG geregelt. Mit Wirkung ab 1. Juli 2017 wurde die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats durch Beschluss der Hauptversammlung vom 19.6.2017 wie folgt neu geregelt, um sicherzustellen, dass die Vergütung den Empfehlungen des DCGK entspricht: Jedes Mitglied des Aufsichtsrats, das nicht Aufsichtsratsvorsitzender oder stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender ist, erhält eine monatliche Festvergütung in Höhe von 1.200 EUR ("Festvergütung"). Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das 2fache und der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende das 1,5fache der Festvergütung. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erhält, sofern er nicht zugleich Vorsitzender oder stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats ist, das 1,5fache der Festvergütung. Der Vorsitzende eines Aufsichtsratsausschusses, der nicht der Prüfungsausschuss ist, erhält, sofern er nicht zugleich Vorsitzender oder stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats ist, das 1,25fache der Festvergütung. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats, das zugleich 1.500 EUR pro Ausschusssitzung, maximal jedoch für sechs Ausschusssitzungen pro Geschäftsjahr. Wenn ein Mitglied des Aufsichtsrats Vorsitzender von mehreren Ausschüssen des Aufsichtsrats ist, erhält es nur die Vergütung für einen Ausschuss, und zwar den Ausschuss, bei dem sich die höchste Vergütung für das Aufsichtsratsmitglied ergibt. Für das Berichtsjahr 2017 erhielt der Aufsichtsrat eine Vergütung in Höhe von 159 TEUR (Vj.: 125 TEUR). In dieser Summe sind die Erstattungen der jedem Aufsichtsratsmitglied erwachsenden Auslagen sowie die auf seine Bezüge und den Auslagenersatz entfallende Umsatzsteuer enthalten. Die Prämie der für die Mitglieder des Aufsichtsrats D&O-Versicherung wurde im vorangegangenen Geschäftsjahr von der Gesellschaft getragen. Durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 19.06.2017 wurde ein persönlich getragener Selbstbehalt der Aufsichtsratsmitglieder zur D&O-Versicherung in Höhe von 100 TEUR für jedes einzelne Mitglied umgesetzt. Außerdem wurden Beratungsleistungen und sonstige Leistungen i.H.v. 27 TEUR (Vj.: 75 TEUR) vergütet. Diese wurden insbesondere im Rahmen der Immobilienerwerbe und -Sanierungen bzw. im Zusammenhang mit dem Aufbau des internationalen Geschäfts erbracht. VIII. Erklärung zur UnternehmensführungDie Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB einschließlich der Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG hat va-Q-tec auf seiner Internetseite www.va-Q-tec.com im Bereich Investor Relations veröffentlicht unter dem Link: https://ir.va-q-tec.com/websites/vaqtec/German/530/erklaerunaen-und-dokumente.html
Würzburg, 09. April 2018 Dr. Joachim Kuhn Stefan Döhmen Bilanz zum 31. Dezember 2017AKTIVSEITE scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017scroll
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017A. Allgemeine AngabenDie va-Q-tec AG hat ihren Sitz in Würzburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Würzburg unter HRB 7368 eingetragen. 1. Grundsätzliche FeststellungenDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Aktiengesellschaften sowie den Regelungen der Satzung aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2017 die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB i.V.m. § 264d HGB auf. Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Ansatzvorschriften der §§ 246 - 251 HGB sowie unter Berücksichtigung der ergänzenden Ansatz- und Ausweisvorschriften für Kapitalgesellschaften der §§ 264 - 277 HGB und unter Beachtung der Bewertungsvorschriften der §§ 252 - 256a HGB aufgestellt. Notwendige Wertangaben erfolgen im Anhang in der Regel in TEUR. 2. DarstellungsstetigkeitDie angewandten Ansatz- bzw. Bewertungsmethoden gem. § 246 Abs. 3 Satz 1 HGB und § 252 Abs. 1 Nr. 6 HGB haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. B. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEN1. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden1.1 BilanzierungsmethodenFolgende Ansatzwahlrechte wurden ausgeübt: Um die Anpassung an die konzerneinheitliche Bilanzierungsrichtlinie vorzunehmen bzw. ein besseres den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögenlage zu zeigen, wurden im aktuellen Geschäftsjahr Entwicklungskosten als selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aktiviert (§ 248 Abs. 2 HGB). Damit wird der zunehmenden Bedeutung der Entwicklungstätigkeit Rechnung getragen. Aus der Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ergaben sich Vermögenszugänge in Höhe von TEUR 734 (Vj. TEUR 52), die unter Abzug der darauf lastenden passiven latenten Steuern das Jahresergebnis entlastet haben. Diese Erhöhung unterliegt der Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB. Die Investitionszuschüsse werden in Sonderposten eingestellt und über die Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände aufgelöst unter Beachtung der Stellungnahme 1/1984 i. d. F. von 1990 des Hauptfachausschusses des Institutes der Wirtschaftsprüfer e. V. (IDW). Die Investitionszulagen aus früheren Jahren wurden gleichlautend angesetzt. 1.2 BewertungsmethodenNach § 254 HGB wurde das Wahlrecht zur Bilanzierung von Bewertungseinheiten in Anspruch genommen. Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt: ANLAGEVERMÖGENImmaterielle Vermögensgegenständeselbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und WerteDie selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit ihren Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten, die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst war. Gemäß § 255 Abs. 2a HGB wurden nur die Herstellungskosten der Entwicklung angesetzt, welche verlässlich ermittelt und von den Kosten der Forschung unterschieden werden konnten. Gleicher Ansatz gilt für die aktivierten Eigenleistungen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten linear unter Zugrundelegung der folgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern: scroll
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und WertenDie entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten wurden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen und planmäßige Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. geleistete AnzahlungenGeleistete Anzahlungen wurden mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten, die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst war. Gleicher Ansatz gilt für die aktivierten Eigenleistungen. SachanlagenGrundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden GrundstückenDie Grundstücke, grundstücksgleichen Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken wurden mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen und planmäßige Abschreibungen oder mit den Herstellungskosten bewertet. In den Anschaffungsnebenkosten sind aktivierte Eigenleistungen, welche direkt zuordenbar sind, enthalten. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten, die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst war. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten linear unter Zugrundelegung der folgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern: scroll
technische Anlagen und MaschinenDie technischen Anlagen und Maschinen wurden mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen und planmäßige Abschreibungen oder mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten, die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst war. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Gleicher Ansatz gilt für die aktivierten Eigenleistungen. Die Umbuchungen erfolgten zu Buchwerten. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Vermögensgegenstände wurden linear abgeschrieben: scroll
andere Anlagen, Betriebs- und GeschäftsausstattungAndere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen und planmäßige Abschreibungen oder mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst war. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Vermögensgegenstände wurden linear abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 410,00 wurden im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. geleistete Anzahlungen und Anlagen im BauGeleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau wurden mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst war. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Gleicher Ansatz gilt für die aktivierten Eigenleistungen. FinanzanlagenAnteile an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Beteiligungen wurden mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten angesetzt. UMLAUFVERMÖGENVorräteRoh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie HandelswarenRoh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren wurden unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergaben, wurden Wertberichtigungen vorgenommen. unfertige Erzeugnisse, unfertige LeistungenDie unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen wurden unter Beachtung des Niederstwertprinzips entsprechend ihres Fertigungsgrades mit anteiligen Herstellungskosten, gegebenenfalls zur verlustfreien Bewertung mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten, die Sonderkosten der Fertigung, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten, des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst war, sowie anteilige Verwaltungskosten. Die niedrigeren beizulegenden Werte wurden retrograd aus den zu erwartenden Verkaufserlösen abzüglich noch anfallender Kosten ermittelt. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergaben, wurden Wertberichtigungen vorgenommen. fertige ErzeugnisseDie fertigen Erzeugnisse wurden unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Herstellungskosten, teilweise zur verlustfreien Bewertung mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten, die Sonderkosten der Fertigung, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten, des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst war, sowie anteilige Verwaltungskosten. Die niedrigeren beizulegenden Werte wurden retrograd aus den zu erwartenden Verkaufserlösen abzüglich noch anfallender Kosten ermittelt. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergaben, wurden Gängigkeitsabschläge vorgenommen. geleistete AnzahlungenDie geleisteten Anzahlungen wurden mit den Anschaffungskosten bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit ihren Nennwerten angesetzt. Erkennbare und latente Risiken wurden mit Einzelwertberichtigungen erfasst. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung auf die Netto-Forderungen Rechnung getragen. Forderungen gegen verbundene UnternehmenForderungen gegen verbundene Unternehmen wurden mit ihren Nennwerten angesetzt. sonstige VermögensgegenständeDie sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit ihren Nennwerten oder Zahlungsbeträgen angesetzt. Kassenbestand und Guthaben bei KreditinstitutenDer Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zu Nominalwerten bewertet. AKTIVE RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTENDer Rechnungsabgrenzungsposten wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und enthält im Wesentlichen Abgrenzungen für bezahlte Aufwendungen, die in 2018 und Folgejahren ergebniswirksam werden. AKTIVE LATENTE STEUERNBestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Sonderposten für Zuwendungen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, wurden sich daraus ergebende Steuerentlastungen aktiviert. Bei der Ermittlung latenter Steuerentlastungen wurden ggf. bestehende steuerliche Verlustvorträge in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt (§ 274 Abs. 1 HGB). Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden wurden miteinander verrechnet. EIGENKAPITALDas Eigenkapital wurde zu Nennwerten angesetzt. SONDERPOSTEN FÜR ZUWENDUNGENDer Sonderposten für Zuwendungen (Investitionszuschüsse und Investitionszulagen) wurde in entsprechender Auslegung der Stellungnahme des Hauptfachausschusses 1/1984 i. d. F. von 1990 des Institutes der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. eingestellt und anteilig entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Anlagegegenstände ertragswirksam aufgelöst. RÜCKSTELLUNGENSteuerrückstellungenSteuerrückstellungen wurden in Höhe des voraussichtlichen Anfalls auf Grund des zu versteuernden Einkommens bzw. der entsprechenden steuerlichen Bemessungsgrundlage mit den Erfüllungsbeträgen dotiert. sonstige RückstellungenSonstige Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags dotiert und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Alle Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. VERBINDLICHKEITENVerbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstige Verbindlichkeiten wurden mit Erfüllungsbeträgen angesetzt. PASSIVE RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTENAuf der Passivseite wurden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag als Rechnungsabgrenzungsposten gebildet, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem darstellen. 2. Grundlagen der WährungsumrechnungKurzfristige Fremdwährungsposten wurden zum Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtages umgerechnet. C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ1. AnlagevermögenDie Entwicklung der Bilanzposten immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen im Geschäftsjahr wurde im Anlagenspiegel (siehe Anlage 1 zum Anhang) dargestellt. Forschung und EntwicklungIm Geschäftsjahr 2017 betrugen die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten TEUR 1.938 (Vj. TEUR 1.246). Davon entfallen auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens TEUR 104 (Vj. TEUR 52). 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände2.1 Mitzugehörigkeit zu anderen PostenIn den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 5.217 (Vj. TEUR 2.252) waren neben Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4.399 (Vj. TEUR 1.111) auch sonstige Vermögensgegenstände enthalten. 2.2 RestlaufzeitenDie Restlaufzeiten ergeben sich aus der Bilanz. 3. Aktive latente SteuernIm Geschäftsjahr wurden latente Steuern aktiviert. Durch die Saldierung der aktiven latenten Steuern i.H.v. TEUR 441 mit den passiven latenten Steuern i.H.v. TEUR 236 verbleibt ein aktiver Überhang i.H.v. TEUR 205 (Veränderung: TEUR -554). Die aktiven latenten Steuern entstanden aus der Passivierung der Investitionszulage (TEUR 174, Veränderung: TEUR -24), Bewertungsunterschieden bei Rückstellungen (TEUR 5, Veränderung: TEUR +1) und steuerlichen Verlustvorträgen (TEUR 262, Veränderung: TEUR -311). Die passiven latenten Steuern entstanden aus der Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände (TEUR 232, Veränderung: TEUR -216) und der Abschreibungsunterschiede bei Gebäuden (TEUR 4, Veränderung: TEUR -4). Die Bewertung beruht auf einem Steuersatz von 30,248 %. 4. Eigenkapital4.1 GrundkapitalGezeichnetes Kapital: Als gezeichnetes Kapital wird das Grundkapital des Mutterunternehmens va-Q-tec AG ausgewiesen. Das Grundkapital der va-Q-tec AG beträgt TEUR 13.090 eingeteilt in 13.089.502 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Namensaktien. Das Grundkapital ist voll eingezahlt. Die Aktien notieren im Börsensegment "Prime Standard" der Frankfurter Wertpapierbörse. Die Aktien sind alle mit identischen Rechten und Pflichten ausgestattet. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Ausgenommen davon sind die von der Gesellschaft selbst gehaltenen Aktien, aus denen der va-Q-tec AG keine Rechte wie beispielsweise das Abstimmungsrecht auf der Hauptversammlung erwachsen. Die eigenen Anteile haben sich in 2017 von 134.466 Aktien per 31.12.2016 um 120.900 Aktien vermindert, da es im Februar (11.290 Aktien) und Oktober (109.610 Aktien) zur Ausübung von Aktienoptionen durch Mitarbeiter kam, die von der va-Q-tec AG durch die Übertragung von eigenen Aktien beglichen wurden. Somit liegen die eigenen Anteile zum 31.12.2017 bei 13.566 Aktien. Das Grundkapital besteht zum 31. Dezember 2017 aus 13.089.502 Aktien, davon: scroll
Genehmigtes Kapital: Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 31.05.2016 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 30.05.2021 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 4.278.187 EUR zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann. Angabe nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktGscroll
4.2 KapitalrücklageDie Kapitalrücklage zum Stichtag gliedert sich wie folgt: scroll
Die Kapitalrücklage blieb in 2017 unverändert. 4.3 GewinnrücklagenDie Reduzierung der Gewinnrücklagen auf TEUR 154 ergibt sich aus der Ausübung von Aktienoptionen, welche in den Jahren 2013 und 2016 Mitarbeiter gewährt wurden. 4.4 Gesetzliche RücklageDie Bildung einer gesetzlichen Rücklage gemäß § 150 AktG ist aufgrund § 150 Abs. 2 AktG nicht erforderlich. 5. sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
6. Verbindlichkeiten6.1 Mitzugehörigkeit zu anderen PostenDie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen ausschließlich aus sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 309 (Vj. TEUR 125). 6.2 Restlaufzeiten und Angaben zur BesicherungDie Restlaufzeiten und Angaben zur Besicherung der Verbindlichkeiten wurden im Verbindlichkeitenspiegel (siehe Anlage 2 zum Anhang) dargestellt. D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGDie Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. 1. UmsatzerlöseGemäß § 285 Nr. 4 HGB wurden die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2017 nach den Kategorien Tätigkeitsbereiche und geografisch bestimmte Märkte aufgeteilt. Eine Aufteilung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen ergibt nachfolgende Aufteilung: Produkte TEUR 18.092, Systeme TEUR 20.709, Dienstleistungen TEUR 3.642 und Andere TEUR 1.286. Eine Aufteilung der Umsatzerlöse nach Geografie ergibt nachfolgende Aufteilung: Inland TEUR 20.563, EU TEUR 17.087 und Drittland TEUR 6.079. 2. Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 86 (Vj. TEUR 46), Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 1 (Vj. TEUR 0), Erträge aus Eingliederungszuschüssen in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 21), Veränderung der Festwerte bezüglich des Vorratsvermögens TEUR 105 (Vj. TEUR 0) und sonstige periodenfremde Erträge TEUR 160 (Vj. TEUR 30). Diese setzen sich zusammen aus der Auflösung sonst. Verbindlichkeiten, aus der Auflösung einer Verbindlichkeit aus Lieferungen und Leistungen und aus Kompensationszahlungen früherer Jahre. 3. Sonstige betriebliche AufwendungenDie periodenfremden sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten in Höhe von TEUR 44 (Vj. TEUR 20) Aufwendungen aus der Abschreibung und der Einstellung in Wertberichtigungen zu Forderungen, in Höhe von TEUR 232 (Vj. TEUR 137) sonstige periodenfremde Aufwendungen. Diese setzen sich hauptsächlich zusammen aus Jahresabschlusskosten sowie aus der Auszahlung für Boni und Tantiemen für 2016. 4. ZinsaufwendungenDie Zinsaufwendungen enthalten Aufwendungen aus Factoring in Höhe von TEUR 8 (Vj. TEUR 19). Die Factoringkosten entstehen aus dem Verkauf von noch nicht fälligen Forderungen der va-Q-tec. In den Zinsaufwendungen sind Vorfälligkeitszinsen in Höhe von TEUR 495 für die Ablösung des Hypothekendarlehens eines gekauften Gebäudes in Würzburg enthalten. 5. ErtragsteuernIn den Ertragsteuern sind keine periodenfremden Erträge aus der Auflösung von Steuerrückstellungen enthalten (Vj. TEUR 159). Auf die gewöhnliche Geschäftstätigkeit entfallen Ertragsteuern (Aufwand) in Höhe von TEUR 1. Der Aufwand der latenten Steuern beträgt TEUR 554. E. SONSTIGE ANGABEN1. Sonstige finanzielle VerpflichtungenEs bestehen am 31. Dezember 2017 sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 HGB in Höhe von TEUR 10.906 (Vj. TEUR 1.000) aus folgenden Positionen: scroll
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Die zum 31. Dezember 2017 bestehenden unbefristeten und ungekündigten Mietverträge besitzen eine Kündigungsfrist von drei Monaten. Das im Dezember 2017 angekündigte Aktienkaufprogramm für va-Q-tec-Mitarbeiter, das die Erstattung eines Teils des gezahlten Preises für nachweislich erworbene va-Q-tec-Aktien vorsieht, führt ebenfalls in geringem Umfang zu Eventualverbindlichkeiten. Das Programm läuft bis zum 30.06.2018. 2. HaftungsverhältnisseEs bestehen folgende Haftungsverhältnisse: Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber KreditinstitutenIm Rahmen des im September 2016 vereinbarten Multibankenvertrags wurden im Rahmen eines Sicherheitentreuhandvertrages sowohl eine Sicherungsübereignung der Vorräte an den Standorten Würzburg als auch eine Globalzession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit Ausnahme der im Rahmen von abgeschlossenen Factoringverträgen abgetretenen und verkauften Forderungen vereinbart. Zum 31. Dezember 2017 betrugen die Sicherheiten aus der Globalzession TEUR 9.859 und aus der Sicherungsübereignung TEUR 9.375. Des Weiteren übernimmt die va-Q-tec AG mit dem abgeschlossenen Multibankenvertrag eine Haftung über TEUR 1.500 für eine Kontokorrentlinie der britischen Tochtergesellschaft va-Q-tec LIMITED (UK). Darüber hinaus sind Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten i.H.v. TEUR 12.097 durch eingetragene Buchgrundschulden (Nominalvolumen i.H.v. TEUR 15.450) sowie sicherungsübereignete Maschinen besichert. Sicherheiten für fremde VerbindlichkeitenDie abgegebenen Sicherheiten der va-Q-tec gegenüber Verbundunternehmen belaufen sich im Geschäftsjahr 2017 auf einen nominalen Gesamtbetrag in Höhe von TEUR 14.951. Diese Garantieerklärungen verteilen sich auf Deutsche Leasing Limited (Großbritannien) in Höhe von TEUR 12.609 und auf CSA Financial Limited (Großbritannien) in Höhe von TEUR 2.342. Die Garantieerklärungen haben per 31. Dezember 2017 eine offene Restverbindlichkeit in Höhe von TEUR 6.870. Diese Restverbindlichkeit verteilt sich auf Deutsche Leasing Limited (Großbritannien) in Höhe von TEUR 5.647 und auf CSA Financial Limited (Großbritannien) in Höhe von TEUR 1.223. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten i.H.v. TEUR 165 durch eine Sicherungsübereignung einer Maschine besichert (siehe auch Anlage 2 zum Anhang). Es besteht eine Avallinie in Höhe von TEUR 24 mit der Commerzbank AG, für welche die va-Q-tec AG aus der Kreditvergabe gegenüber fremden Dritten haftet. Aufgrund der Geschäftsentwicklung ist derzeit nicht zu erwarten, dass in nächster Zeit mit einer Inanspruchnahme für Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie für Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten zu rechnen ist, da eine positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Prognosezeitraum erwartet wird. 3. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer nach Gruppenscroll
4. Gesellschaftsorgane4.1 VorstandZu Vorstandsmitgliedern der va-Q-tec AG waren bestellt: scroll
4.2 AufsichtsratZu Aufsichtsratsmitgliedern der va-Q-tec AG waren zum Bilanzstichtag bestellt: Herr Dr. Gerald Hommel (Vorsitzender), Geschäftsführer, Mainz; Herr Dipl.-Ing. Uwe H. Lamann (Stellv. Vorsitzender), Kaufmann, Sinzing; Herr Uwe Krämer, Finanzvorstand, Schwarzenberg (Österreich); Herr Winfried Klar, Kaufmann, Dubai (Vereinigte Arabische Emirate); Herr Dr.-Ing. Eberhard Kroth, Geschäftsführer, Obernburg; Frau Dr. Barbara Ooms-Gnauck, Rechtsanwältin, Erfurt. 4.3 Gesamtbezüge der aktiven und früheren OrganmitgliederVergütung des VorstandesDem Vorstand wurde in 2017 eine Gesamtvergütung i.H.v. TEUR 740 gezahlt (Vj. TEUR 638.). Diese Vergütung bestand aus fester Vergütung i.H.v. TEUR 593. EUR (Vj. TEUR 501), erfolgsabhängigen jährlichen Boni i.H.v. TEUR 126. (Vj. TEUR 115) sowie Zuschüssen zur betrieblichen Altersvorsorge. Seit 2014 bestehen für die Vorstände beitragsorientierte Leistungszusagen. Hierfür wurden im Berichtsjahr TEUR 21 (Vj. TEUR 22) in eine externe rückgedeckte Unterstützungskasse eingezahlt. Einem Mitglied des Vorstands wurden am 01.07.2013 94.296 (nach Aktiensplit: 188.592) Aktienoptionen gewährt. Diese waren zum 30.09.2017 durch den Optionsberechtigten ausgeübt worden. Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 31. Mai 2016 unterbleiben die in §§ 285 Nr. 9 lit. a Satz 5 bis 8, | 314 Abs. 1 Nr. 6 lit. a Satz 5 bis 8 des Handelsgesetzbuchs verlangten Angaben für weitere fünf Jahre. Im Berichtsjahr bestanden wie im Vorjahr keine Vorschüsse und Kredite gegenüber Mitgliedern des Vorstands. Zum 31.12.2017 hatte ein Vorstandsmitglied gegenüber der Thüringer Aufbaubank eine persönliche Bürgschaft i.H.v. TEUR 200 (Vj. TEUR 344) ausstehend. Diese Bürgschaft wurde 2011 ohne Gegenleistung der va-Q-tec AG abgegeben. Der Rückgang des Umfangs der von Vorständen gegebenen Bürgschaften in 2017 ist auf das Ausscheiden eines Vorstandsmitglieds zurückzuführen. Zu den Angaben zu Aktienoptionen für Herrn Hoffmann wird auf die Ausführungen unter 9. verwiesen. Vergütung des AufsichtsratsFür das Geschäftsjahr 2017 wurde den Mitgliedern des Aufsichtsrats eine Vergütung i.H.v. TEUR 159 (Vj. TEUR 125) gewährt. Die Vergütung beinhaltet sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr nur einen kurzfristigen Bestandteil und besteht aus der Vergütung der gewöhnlichen Aufsichtsratstätigkeit und Spesen. Außerdem wurden Beratungsleistungen i.H.v. TEUR 27 (Vj. TEUR 75) vergütet, die insbesondere im Rahmen der Immobilienerwerbe und -sanierung bzw. im Zusammenhang mit dem Aufbau des internationalen Geschäfts erbracht wurden. Zum 31. Dezember 2017 bestanden aus dieser Vergütung des Aufsichtsrats Zahlungsverpflichtungen der Gesellschaft i.H.v. TEUR 48 (Vj. TEUR 44). Im Berichtsjahr bestanden wie im Vorjahr keine Vorschüsse und Kredite gegenüber Mitgliedern des Aufsichtsrats. 4.4 Mitgliedschaft in anderen Aufsichtsräten und KontrollgremienZum 31. Dezember 2017 bestanden gem. § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG nachfolgende Nebentätigkeiten der Vorstände bzw. Aufsichtsräte der va-Q-tec: Vorstand: Herr Dr. Joachim Kuhn:
Aufsichtsrat: Herr Dipl.-Ing. Uwe H. Lamann (Stellv. Vorsitzender):
5. Angabe Name und Sitz anderer Unternehmen, an denen die Gesellschaft Anteile besitzt sowie Angabe der Höhe des Kapitalanteils, Eigenkapitals und Ergebnisses des letzten Geschäftsjahres, für das ein Jahresabschluss vorliegt:Am 4. Januar 2011 wurde in Großbritannien die va-Q-tec LIMITED gegründet, die sich vorwiegend mit der Vermietung von Thermotransportcontainern beschäftigt. Die Gesellschaft hält daran 100 %. In Südkorea wurde am 12. Juli 2011 die va-Q-tec Korea, Limited gegründet, die sich vorwiegend mit dem Einkauf in Asien und den regionalen Vertrieb von Verpackungsprodukten und Vakuumpaneelen beschäftigt. Die Gesellschaft hält daran 100 %. In den USA wurde am 31. Juli 2013 die va-Q-tec USA, Inc. gegründet, die sich vorwiegend mit dem Vertrieb von Verpackungsprodukten und Vakuumpaneelen sowie die Vermietung von Thermoboxen beschäftigt. Die Gesellschaft hält daran 100 %. In der Schweiz wurde am 06.02.2017 die va-Q-tec Switzerland AG gegründet, die sich vorwiegend mit dem Vertrieb von Verpackungsprodukten und Vakuumpanelen beschäftigt. Die Gesellschaft hält daran 100%. In Japan wurde am 05.04.2017 die va-Q-tec Japan G.K. gegründet, die sich vorwiegend mit den Vertrieb von Verpackungsprodukten und Vakuumpanelen sowie mit der Vermietung von Thermoboxen beschäftigt. Die Gesellschaft hält daran 100 %. Neben den Anteilen an oben genannten vollkonsolidierten Tochtergesellschaften hält die va-Q-tec AG zum Stichtag einen in 2015 und 2016 erworbenen Anteil in Höhe von 18,5 % an der SUMTEQ GmbH, Köln. scroll
Die Wertansätze der Finanzanlagen der fünf ausländischen Tochtergesellschaften und der SUMTEQ GmbH berücksichtigen die seit ihrer Gründung angefallenen Anschaffungskosten. Nach Einschätzung der gesetzlichen Vertreter wird mit einer positiven Entwicklung der fünf Tochtergesellschaften sowie der SUMTEQ GmbH, Köln, gerechnet. Insbesondere zeitliche Verzögerungen begründeten in der Vergangenheit Planabweichungen, gefährden aber nicht den zukünftigen Unternehmenserfolg. Daher wurden die Buchwerte beibehalten. 6. Bewertungseinheit nach § 254 HGB i.V.m. § 285 Nr. 23 HGBFür Darlehen mit einem ursprünglichen Nominalvolumen in Höhe von TEUR 3.190 hat die Gesellschaft zur Begrenzung der Zinsrisiken, die durch die Anbindung der Zinszahlungen an einen variablen Zinssatz entstehen, eine Bewertungseinheit in Form des Micro-Hedging gebildet. Die Gesellschaft hat dazu Swaps erworben. Die Sicherungsbeziehung wird als wirksam eingestuft, da Nominalbetrag, Laufzeit, Zinsanpassungstermine, die Zeitpunkte von Zins- und Tilgungszahlungen sowie die Bemessungsgrundlage für die Zinsanpassung für Grund- und Sicherungsgeschäft übereinstimmen (critical term match). Aufgrund der festgestellten Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung ergeben sich zum Bilanzstichtag keine weiteren bilanziellen Konsequenzen. Die Bilanzierung erfolgt nach der sog. "Einfrierungsmethode". scroll
7. ErgebnisverwendungDie gesetzlichen Vertreter werden der Hauptversammlung vorschlagen, den zum 31. Dezember 2017 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 1.201 auf neue Rechnung vorzutragen. 8. AusschüttungssperreDie im Geschäftsjahr 2017 zur Ausschüttung gesperrten Beträge belaufen sich auf einen Gesamtbetrag in Höhe von TEUR 971 (Vj. TEUR 811). Dieser setzt sich zusammen aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 766 (Vj. TEUR 52) und aus der Aktivierung latenter Steuern in Höhe von TEUR 205 (Vj. TEUR 759). 9. PrüferhonorareDa die Gesellschaft in einen Konzernabschluss einbezogen wird und die entsprechenden Angaben im Konzernanhang enthalten sind wurde auf die Angabe des Gesamthonorars sowie die Aufschlüsselung gem. § 285 Nr. 17 HGB verzichtet. 10. Aktienbasierte Vergütungva-Q-tec hatte im Jahr 2013 ein virtuelles Optionsprogramm mit einem Gesamtvolumen von bis zu 188.591 (nach Aktiensplit im Jahr 2016: 377.182) virtuellen Optionen aufgesetzt. Das Unternehmen hatte das einseitige Recht des Ausgleichs der virtuellen Optionen entweder durch Eigenkapitalinstrumente oder Barmittel. va-Q-tec bilanzierte das virtuelle Optionsprogramm als anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente. Im Januar 2016 wurden zwei leitenden Angestellten insgesamt 47.148 (nach Aktiensplit: 94.296) virtuelle Optionen mit einem Ausübungspreis i.H.v. EUR 7,73 (nach Aktiensplit: EUR 3,87) aus dem bestehenden Optionsprogramm zugeteilt. Der beizulegende Zeitwert am Tag der Gewährung wurde durch die Anwendung eines üblichen Optionsbewertungsmodells (Black Scholes) ermittelt. Es wurden dabei ein Aktienpreis von EUR 19,66 (nach Aktiensplit: EUR 9,83), eine Laufzeit von vier Jahren, eine Yield Rate von 0 %, eine laufzeitadäquate risikolose Verzinsung von -0,2 % und eine Volatilität von 25 % angenommen. Diese Volatilität wurde aufgrund der historischen Umsatz- und Ertragsentwicklung und des noch frühen Entwicklungsstadiums der va-Q-tec angenommen. Die Berechnung ergab einen beizulegenden Zeitwert von EUR 11,93 (nach Aktiensplit: EUR 5,97) je Option. Von diesen im Januar 2016 zugteilten Optionen waren zum 31.12.2016 14.144 (nach Aktiensplit: 28.288) (Vj.: 0) erdient, für die in der Periode ein Personalaufwand von TEUR 169 erfasst wurde. Bereits in 2013 wurden zunächst nur einem Mitglied des Managements in Schlüsselposition 94.296 (nach Aktiensplit: 188.592) virtuelle Optionen mit einem Ausübungspreis i.H.v. EUR 7,73 (nach Aktiensplit: EUR 3,87R) aus dem Optionsprogramm zugeteilt. Der beizulegende Zeitwert am Tag der Gewährung wurde durch die Anwendung eines üblichen Optionsbewertungsmodells (Black Scholes) vorgenommen. Es wurden dabei ein Aktienpreis von EUR 1,44 (nach Aktiensplit: EUR 0,72), eine Laufzeit von drei Jahren, eine Yield Rate von 5,0 %, eine risikolose Verzinsung von 0,5 % und eine Volatilität von 25 % angenommen. Diese Volatilität wurde aufgrund der historischen Umsatz- und Ertragsentwicklung und des noch frühen Entwicklungsstadiums der va-Q-tec angenommen. Die Berechnung ergab einen beizulegenden Zeitwert von null EUR je Option. Entsprechend wurde über den bisherigen Ansparzeitraum kein Aufwand erfasst. Mit dem Eintritt des Börsengangs im September 2016 war einer der erforderlichen Exit-Events eingetreten, mit dem die Optionen ausübbar wurden und gleichzeitig das Optionsprogramm geschlossen wurde. Im Zuge der im Februar 2017 stattgefundenen ersten Ausübung der Aktienoptionen wurden 18.790 eigene Aktien für alle ausübbaren Optionen der beiden leitenden Angestellten ausgegeben. Zum Ende der Ausübungsfrist zum 30.09.2017 wurden alle weiteren noch ausstehenden Aktienoptionen durch die Begebung von 109.610 eigenen Anteilen bedient, so dass zum 31.12.2017 keine ausstehenden Optionen mehr vorhanden sind. Über die bis zu diesem Exit-Event zugeteilten und erdienten Optionen hinaus wird es unter diesem Programm keine weitere Zuteilung von Optionen geben. Die bisher nicht zugeteilten Optionen bzw. nicht erdienten Optionen sind ersatzlos verfallen. 11. Ereignisse nach dem BilanzstichtagIm Hinblick auf den Wandeldarlehensvertrag, der im Juli 2017 zwischen va-Q-tec AG und SUMTEQ GmbH abgeschlossen wurde, hat SUMTEQ im Januar 2018 die erste Tranche in Höhe von TEUR 300 in Anspruch genommen. Bei Erfüllung weiterer Vertragsbedingungen ist SUMTEQ GmbH berechtigt die zweite Tranche i.H.v. TEUR 150 anzufordern. Die gesamte Darlehenssumme, die für einen Zeitraum von zwölf Monaten zur Verfügung steht, beläuft sich laut Vertrag auf TEUR 450. Das bisherige Vorstandsmitglied Christopher Hoffmann, das zuletzt für die internationale Geschäftsentwicklung der va-Q-tec verantwortlich und zuvor als Finanzvorstand tätig war, ist zum 31.12.2017 ausgeschieden. Mit Wirkung zum 28.03.2018 hat die va-Q-tec AG den seit September 2016 bestehenden Multibankenvertrag über EUR 11,0 Mio. mit ihren Hausbanken zu geänderten Konditionen erneuert, mit denen der geänderten Finanzsituation nach dem Börsengang Rechnung getragen wird. Neben dem Wegfall der Ausschüttungssperre liegt eine der wesentlichen Änderungen im Wegfall jeglicher Besicherung des vereinbarten Kreditrahmens. Stattdessen wurde die Einhaltung bestimmter Covenants durch das Unternehmen vereinbart. Darüber hinaus wurden die Genehmigungs- und Berichtspflichten deutlich reduziert und dem Status eines börsennotierten Unternehmens angepasst und die britische Tochtergesellschaft aus der Mithaftung entlassen. Im 1. Quartal 2018 wurde der va-Q-tec vom Europäischen Patentamt ein wichtiges und sehr weitreichendes Patent erteilt, das passive, Paletten fassende Container mit Vakuumisolationspanelen (VIPs) und Schmelzspeicherelementen (Phase Change Materials "PCMs") betrifft. Bei dem Patent handelt es sich um das Europäische Patent EP 2 876 389 B1, das in wichtigen europäischen Ländern gültig ist. Unter dieses Patent fallen beispielsweise alle Produkte der va-Q-tainer Serie, die den Transport temperatursensibler Güter gemäß internationaler Bestimmungen vor allem für die Pharma- und Biotechindustrie ermöglichen. Die va-Q-tec AG geht davon aus, dass verschiedene Marktteilnehmer mit ihren Containerlösungen gegen das jetzt erteilte Patent verstoßen und prüft die Einleitung juristischer Schritte zum Schutz der technischen Vorzugsstellung der va-Q-tec im Bereich der Passivcontainer. 12. Erklärung zur UnternehmensführungDie Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB einschließlich der Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG hat va-Q-tec auf seiner Internetseite www.va-q-tec.com im Bereich Investor Relations veröffentlicht unter: https://ir.va-q-tec.com/websites/vaqtec/German/530/erklaerungen-und-dokumente.html F. UNTERSCHRIFT GEMÄß § 245 HGBJahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017
Würzburg, 09.04.2018 va-Q-tec AG, Würzburg Dr. Joachim Kuhn Stefan Döhmen Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017scroll
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Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2017scroll
Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2017scroll
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Abschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Würzburg, den 09. April 2018 Dr. Joachim Kuhn, CEO Stefan Döhmen, CFO Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die va-Q-tec AG, WürzburgVermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der va-Q-tec AG, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der va-Q-tec AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Den in der Anlage genannten Bestandteil des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des JahresabschlussesBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Aus unserer Sicht war der im Folgenden dargestellte Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung am bedeutsamsten. Ansatz und Bewertung der erworbenen Betriebsimmobilie am neuen Firmensitz in Würzburg
Die va-Q-tec AG hat gemäß notariellem Kaufvertrag vom 5. April 2017 unweit des damaligen Firmensitzes ein bis dahin noch durch den Verkäufer im Wesentlichen in Benutzung befindliches Betriebsgrundstück inklusive aufstehender Büro- und Produktionsgebäude mit Übergang von Besitz, Nutzen und Lasten spätestens am 1. Mai 2017 erworben. Der nicht in bar zu erbringende Teil des Kaufpreises betraf vertraglich die Übernahme von Darlehen, mit denen die Immobilie bisher finanziert war. Diese Immobilie dient als neuer Firmensitz und war mit Übergabe für die va-Q-tec AG grundsätzlich nutzungsfähig. Zur beabsichtigten Nutzung als Verwaltungszentrale und Produktionsstandort entsprach die Immobilie nicht dem vom Management vorgesehenen Zustand. Dazu waren plangemäß umfassende Sanierungs-, Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen (Baukosten) in Höhe von Mio. EUR 7,7 notwendig, die bauabschnittsweise durchgeführt wurden bzw. noch werden. Je nach Fertigstellung erfolgt ein Umzug der verschiedenen Unternehmensbereiche. Bis zum Bilanzstichtag waren die Baumaßnahmen an zwei Bauabschnitten fertiggestellt. Die vollständige Nutzung der Immobilie ist bis Mitte des Geschäftsjahres 2018 beabsichtigt. Der Ansatz der Immobilie erfolgte im Sachanlagevermögen unter der Position "Grundstücke und Bauten" bzw., soweit die Fertigstellung noch nicht abgeschlossen war, unter den "Anlagen im Bau". Die Bewertung basiert auf den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten unter Berücksichtigung planmäßiger linearer Abschreibungen, die ab Nutzungsfähigkeit unter Berücksichtigung der Nachaktivierungen vorgenommen wurden. Die Anschaffungskosten beinhalten die vertraglich vereinbarte Barkomponente, die zum Nominalwert übernommenen Darlehensverbindlichkeit laut Kaufvertrag sowie die nachträglichen Baukosten inklusive Eigenleistungen. Die Nutzungsdauer sowie die Maßstäbe für die Aufteilung des Kaufpreises auf die einzelnen Vermögensgegenstände sind anhand eines Bewertungsgutachtens abgeleitet worden. Zum Bilanzstichtag wurde die Höhe der unter den "Anlagen im Bau" zu aktivierenden Baukosten für die begonnenen, noch nicht abgerechneten Bauleistungen anhand des Bautenstandes ermittelt. Insgesamt belaufen sich die zum 31. Dezember 2017 aktivierten Buchwerte für die o. g. Immobilie auf Mio. EUR 14,4. Die Bilanzierung der Immobilie ist durch Ermessens- und Schätzspielräume der gesetzlichen Vertreter teilweise mit Unsicherheiten behaftet. Vor diesem Hintergrund und auf Grund der Einmaligkeit und des wertmäßigen Umfangs war der beschriebene Sachverhalt für unsere Prüfung besonders wichtig.
Zur Prüfung des Ansatzes und der Bewertung der erworbenen Betriebsimmobilie haben wir uns das bilanzielle Vorgehen und das diesbezüglich eingerichtete interne Kontrollsystem vom Management ausführlich erläutern lassen und hinsichtlich der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit beurteilt. Darüber hinaus haben wir uns im Rahmen der Vorprüfung, zum Bilanzstichtag und zur Hauptprüfung durch Inaugenscheinnahme vom Vorhandensein der bilanzierten Baumaßnahmen überzeugt. Anhand von vielfältigen Stichproben überprüften wir, ob das beabsichtigte Vorgehen so umgesetzt wurde und die der Bewertung zu Grunde liegenden Kosten belegbar sind. Das verwendete Bewertungsgutachten haben wir kritisch gewürdigt und nachvollzogen, ob dieses als Grundlage für die daraus abgeleiteten Bilanzierungsentscheidungen verwendet werden kann. Die Abgrenzungen zum Bilanzstichtag vollzogen wir durch Abgleich unserer Erkenntnisse aus der jeweiligen Inaugenscheinnahme mit den vorgelegten Aufzeichnungen sowie der Bautenstandsmitteilung nach und prüften diese auf Plausibilität.
Unsere Prüfungshandlungen zum Ansatz und zur Bewertung der erworbenen Betriebsimmobilie am neuen Firmensitz in Würzburg ergaben, dass die Bilanzierung im Jahresabschluss sachgerecht, zutreffend und in Übereinstimmung mit den anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften erfolgte. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche AnforderungenÜbrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVOWir wurden von der Hauptversammlung am 19. Juni 2017 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 26. Oktober 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2011 als Jahresabschlussprüfer der va-Q-tec AG tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Wir haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die Gesellschaft erbracht:
Verantwortlicher WirtschaftsprüferDer für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Kerstin Maaß.
Jena, den 9. April 2018 Rödl & Partner GmbH Rattler, Wirtschaftsprüfer Maaß, Wirtschaftsprüfer Anlage zum Bestätigungsvermerk: Nicht inhaltlich geprüfte Bestandteile des KonzernlageberichtsFolgende Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir nicht inhaltlich geprüft:
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