![]() va-Q-tec AGWürzburgH1-Bericht 20185 KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT5.1 WIRTSCHAFTSBERICHT5.1.1 Makroökonomisches Umfeld und konzernspezifische RahmenbedingungenDer Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert für das Jahr 2018 ein Wachstum
der Weltwirtschaft in Höhe von 3,9 %. Makroökonomische Unsicherheiten sieht der IWF
wie im Vorjahr in den wirtschaftlichen Folgen der Entscheidung des Vereinigten Königreiches,
die Europäische Union zu verlassen ("BREXIT"). va-Q-tec erwartet von der BREXIT-Entscheidung
weiterhin keine wesentlichen negativen Auswirkungen. Das gilt insbesondere auch für
die Geschäfte im britischen Berichtssegment, da zwar die operative Steuerung aus dem
Vereinigten Königreich erfolgt, die eigentliche Wertschöpfung aber über die global
verteilte Container-Flotte erzielt wird. Wesentliche Umsatztreiber im ersten Halbjahr 2018 sind die Endmärkte Healthcare &
Logistik sowie Kühlgeräte & Lebensmittel, die zusammen einen Umsatzanteil von 82 %
am Konzernumsatz ausmachen. Nach externen Schätzungen bleibt der Markt für thermische Verpackungssysteme weiterhin
ein Wachstumsmarkt mit einem weltweiten durchschnittlichen jährlichen Wachstum von
9 %. va-Q-tec operiert mit dem deutschen und dem UK-Segment in diesem Markt - insbesondere
für die stark regulierte und kontrollierte globale Healthcare-Industrie und ihre hohen
Anforderungen an temperaturstabile Logistiklösungen. Die Gesellschaft ist davon überzeugt,
sowohl mit den qualitativ hochwertigen Systemlösungen im Verkauf als auch mit den
neuartigen Mietlösungen ("Serviced Rental" von thermischen Verpackungssystemen) weiterhin
überproportional zum Markt wachsen zu können. Insbesondere mit zukunftsweisenden Mietlösungen
beabsichtigt va-Q-tec in Märkte einzutreten, die bislang nur mit konventionellen thermischen
Verpackungssystemen bedient wurden. Mit dem Produktgeschäft (Verkauf von VIPs) befindet sich der Konzern ebenfalls in
einem wachsenden Markt: In Deutschland werden der "Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen"
zufolge circa 60 % der Primärenergie für thermische Zwecke, also Kühlen oder Erwärmen,
verwendet. Mit weltweit steigenden Verbraucherpreisen für Primärenergie, erhöhtem
Kundenbewusstsein für Energieeinsparungen und strengeren gesetzlichen Regulierungen
nimmt der ökonomische und politische Anreiz zu, in Energieeffizienz und damit in die
Produkte von va-Q-tec zu investieren. 5.1.2 GeschäftsverlaufIm Mittelpunkt stand im ersten Halbjahr weiter die Schaffung wesentlicher personeller,
organisatorischer und baulicher Voraussetzungen für die bisherige und weiterhin zu
erwartende Geschäftsausweitung. Zugleich wurden auch die Internationalisierung des Geschäfts sowie die Erweiterung
der Produktionskapazitäten und der Containerflotte auf über 1.750 Mietcontainer vorangetrieben. Im ersten Halbjahr 2018 setzt sich das Umsatzwachstum der Gesellschaft im leicht zweistelligen
Prozentsatz fort. In Hinblick auf die Kundenbasis hat va-Q-tec auch im ersten Halbjahr
2018 weitere Fortschritte erzielt, die Beziehungen zu Bestandskunden ausgebaut und
neue Kunden gewonnen. Die innovativen Dämmlösungen von va-Q-tec stoßen auf wachsendes
Interesse in den Bereichen Appliances & Food (Kühlschränke und gewerbliche Kühlung)
sowie Technics & Industry (Warmwasserspeicher) und versprechen weiteres Wachstum für
das Jahr 2018. Im Dienstleistungsgeschäft, das auf die Herausforderungen der Kühlkettenlogistik
in der globalen Healthcare-Industrie abzielt, konnten auch neue Kunden für das "Serviced
Rental" von Containern und Boxen gewonnen werden. Aufgrund der anhaltend starken Nachfrage im materialkostenintensiven Produktgeschäft,
höheren Aufwendungen bei der Repositionierung im Container-Netzwerk, den Vorlaufkosten
beim Aufbau des internationalen Geschäfts und den vom erwarteten zukünftigen Wachstum
getriebenen Personalaufbau ging das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
(EBITDA) gegenüber dem starken Vorjahreszeitraum von 4.174 TEUR auf 1.387 TEUR zurück.
Gleichzeitig gestaltete sich der Hochlauf mehrerer Projekte im margenstarken Dienstleistungsgeschäft
länger als ursprünglich erwartet. Geschäftsbereich Produkte (Verkauf von VIPs)Im Geschäftsbereich Produkte konnten weiter neue Kunden in den Endmärkten Appliances
& Food sowie Technics & Industry akquiriert und das Bestandskundengeschäft weiter
ausgebaut werden. Dieser Erfolg begründet sich einerseits durch die hohe Qualität,
Leistungsfähigkeit und Lebensdauer der VIPs, andererseits wirkten sich regulatorische
Veränderungen günstig auf das Geschäft aus. Seit September 2017 sind Warmwasserspeicher
in Heizungsanlagen (Volumen bis 2.000 l) Gegenstand des europaweiten Energieeffizienz-Labelings,
wie es bei Kühlschränken bereits seit Jahren Standard ist. Die aktuell höchste Energieeffizienzklasse
A+ ist dabei technisch sinnvoll nur mit VIPs erreichbar. Warmwasserspeicher mit einer
Energieeffizienzklasse unter der Kategorie "C" dürfen nicht mehr produziert werden. Geschäftsbereich Systeme (Verkauf von thermischen Verpackungssystemen)Mit der Thermo-Box "va-Q-one", einer kosteneffizienten Einweg-Lösung für einen sicheren
temperatursensitiven Gütertransport, konnten im ersten Halbjahr 2018 neue Kunden gewonnen
werden. Dieses Produkt eignet sich insbesondere für Transporte, bei denen eine Rückführung
aus wirtschaftlichen oder logistischen Gründen nicht erfolgt. Zugleich entwickelte
sich das Geschäft mit bestehenden großen Kunden stabil und mit gutem Wachstum. Geschäftsbereich Dienstleistungen (Vermietung und Vorkühlung von thermischen Verpackungssystemen)Insgesamt zeigt der Geschäftsbereich Dienstleistungen im Berichtszeitraum ein gemischtes
Bild: Erfolgreich hat va-Q-tec im Januar 2018 im Bereich temperaturkontrollierter Luftfrachttransporte
ein Projekt mit einem führenden Anbieter von Anlagen für die Halbleiterindustrie gestartet.
Dadurch konnte ein Referenzkunde mit großer Strahlkraft auf die gesamte Industrie
gewonnen werden. Die überaus komplexen Produktionsmaschinen spielen eine wichtige
Rolle bei der Herstellung von Mikrochips. Der Kunde nutzt die Dienstleistung von va-Q-tec,
um temperaturempfindliche Komponenten der optischen und mechanischen Systeme sicherer
und kosteneffizienter als bisher zwischen Produktionsstätten in Europa und Asien zu
transportieren. Die Technologie von va-Q-tec gewährleistet dabei die Stabilität dieser
temperaturempfindlichen Lieferketten auch unter extremen Temperaturbedingungen. Im Bereich temperaturkontrollierter Luftfrachtcontainer ging der Umsatz insgesamt
leicht zurück. Zur langfristigen Sicherung der Kundenbindung hat va-Q-tec mit einem
Großkunden sehr erfolgreich ein Logistik-Optimierungsprogramm durchgeführt. Das Programm
führte zur schnelleren Abwicklung der Container und dadurch zu verringerten Mietdauern.
Wechselkurseffekte sowie temporäre Umsatzausfälle mit einem Großkunden in Puerto Rico
konnten im 1. Halbjahr 2018 nicht vollständig durch Neugeschäft kompensiert werden. Nationale und internationale GeschäftsentwicklungIm ersten Halbjahr wurde die Zusammenlegung der verbliebenen drei Würzburger Teilstandorte
zu einer Technologie- und Logistikzentrale weiter vorangetrieben. Dieser Schritt dient
der Steigerung der operativen Effizienz, dem Kapazitätsausbau für Produktion und Logistik
sowie der Bündelung der technologischen Kompetenzen. Zukünftig entfallen dadurch auch
erhebliche Miet- und Transportkosten. Im zweiten Quartal wurden sämtliche Produktionslinien
in der ehemaligen Zentrale der va-Q-tec AG abgebaut, in die neue Produktionsstätte
transportiert und dort wieder in Betrieb genommen. Auch das Lager wurde komplett in
den neuen Standort transferiert. Insgesamt wurden beispielsweise ca. 500 LKW-Ladungen
Material vom alten zum neuen Produktionsstandort bewegt. Dabei haben die Mitarbeiter
der va-Q-tec (und unsere Partner) eine hervorragende organisatorische, technische
und logistische Arbeit geleistet. Mit erheblichem persönlichem Einsatz wurde trotz
ohnehin hoher Kapazitätsauslastung die unterbrechungsfreie Belieferung unserer Kunden
ermöglicht. In diesem Zusammenhang sind natürlich auch signifikante Kosten angefallen,
die sich auf die Profitabilität der va-Q-tec AG im ersten Halbjahr ausgewirkt haben.
Dennoch wurde auch weiterhin in den Aufbau von Produktionskapazitäten und Personal
investiert, um die Fortsetzung des dynamischen Wachstumskurses der va-Q-tec sicherstellen
zu können. Hierfür wurden auch die internen Ressourcen deutlich gestärkt, so z.B.
die Bereiche IT, Marketing und Vertrieb. Mit der Eröffnung einer neuen Niederlassung in den USA im Januar 2018 hat va-Q-tec
einen wichtigen Meilenstein für die Internationalisierung insgesamt und den Ausbau
des Geschäfts in Nordamerika im Speziellen erreicht. Insbesondere die Produktion kleiner
Thermoboxen und deren Vertrieb werden künftig aus den USA lokal erfolgen. Das neue
Fulfillment Center in Langhorne, Pennsylvania, ist zentraler Bestandteil der Wachstumsstrategie
der va-Q-tec, da die Nähe zu Philadelphia, New York und Boston und deren renommierten
Biotechnologie-, Healthcare- und Pharmazentren, ideale Infrastrukturen bietet. Diese
räumliche Nähe erlaubt es, den Kunden einen noch schnelleren und zuverlässigeren Service
anzubieten. Die Gesellschaft sieht großen Bedarf für Hochleistungs-Thermo-Transportboxen
in den USA und wird mit dem neuen Fulfillment Center zum Full Service-Anbieter im
Bereich temperaturkontrollierter Transporte hochwertiger Erzeugnisse in Nordamerika.
Zusätzlich umfasst das neue Head Office in den USA auch eine Netzwerkstation für das
Container Rental, die als Basis für die Belieferung von Kunden mit vortemperierten
Containern dienen wird. Auf Basis dieser Potentiale soll das Nordamerika-Geschäft
weiter gesteigert werden. va-Q-tec hat im zweiten Quartal mit dem Aufbau einer neuen lateinamerikanischen Ländergesellschaft
mit Zentrale und Netzwerkstation in Uruguay seine internationale Präsenz weiter ausgebaut.
Der neue Standort in Montevideo wird künftig als zentrale Drehscheibe für das Mietgeschäft
der va-Q-tec in Lateinamerika und als Fulfillment-Station fungieren. In den kommenden
Jahren investiert va-Q-tec weiter in seine Markterweiterung in Lateinamerika. Der Konzern hat seine Mitarbeiteranzahl von 358 im ersten Halbjahr 2017 um 55 auf
413 im ersten Halbjahr 2018 deutlich aufgestockt. Daraus resultieren um 2.710 TEUR
(38 %) höhere Personalaufwendungen gegenüber dem 1. Halbjahr 2017. Es wurden erfahrene
Spezialisten und junge Berufseinsteiger weltweit eingestellt, um das Wachstum personell
zu unterstützen. Dabei konnten auch wieder junge Talente aus den Reihen der ehemaligen
Werkstudenten der Universität Würzburg gewonnen werden. 5.1.3 Erläuterung des Geschäftsergebnisses und Analyse der Ertrags-, Finanz- und VermögenslageErtragslagescroll
Die Umsatzerlöse sind insgesamt im ersten Halbjahr um 11 % leicht zweistellig gegenüber
dem Vorjahreszeitraum auf 24.860 TEUR gewachsen. Dabei ist va-Q-tec in Teilbereichen
hinter den ursprünglichen Erwartungen zurückgeblieben. Das Umsatzwachstum wurde im
Geschäftsbereich Produkte (Verkauf von VIPs) und im Geschäftsbereich Systeme (Thermische
Verpackungssysteme) erzielt. Das Geschäft mit Produkten wuchs von 8.457 TEUR um 2.182
TEUR (+26 %) auf 10.639 TEUR. Im Bereich Systeme stieg der Umsatz von 4.946 TEUR um
675 TEUR (+14 %) auf 5.621 TEUR. Mit Dienstleistungen erzielte der Konzern einen Umsatz
von 8.196 TEUR gegenüber 8.772 TEUR im Vorjahr (-574 TEUR, -7 %). Damit verbessert
sich der Dienstleistungs-Bereich im zweiten Quartal um 776 TEUR gegenüber dem ersten
Quartal, bleibt jedoch insgesamt noch hinter den Vorjahreswerten zurück. Negative
Sondereffekte (darunter Währungseffekte, Naturkatastrophe, Optimierungsprogramm) in
der Größenordnung von ca. 30,0 % konnten durch Neugeschäft nicht vollständig kompensiert
werden. Das deutsche Segment (va-Q-tec AG) trug 17.810 TEUR (Vj.: 15.873 TEUR) und das UK-Segment
(va-Q-tec Ltd. UK) 6.468 TEUR (Vj.: 7.029 TEUR) zu den konsolidierten Umsatzerlösen
bei. Die Gesamterträge wuchsen im ersten Halbjahr 2018 etwas stärker als der Umsatz
um 16 % auf 30.959 TEUR. Hierin enthaltene Aktivierte Eigenleistungen i.H.v. 3.326
TEUR (Vj. 2.544 TEUR) ergaben sich im ersten Halbjahr 2018 vor allem aus der fortgeführten
Expansion der selbsthergestellten Container- und Boxenflotten. Sonstige betriebliche
Erträge i.H.v. 1.787 TEUR (Vj. 1.446 TEUR) resultierten aus der Auflösung des Sonderpostens
aus Container-Sale-and-Lease-back Transaktionen. Dieser passivische Sonderposten entsteht
beim Verkauf der selbst hergestellten Container durch die Muttergesellschaft va-Q-tec
AG oder der va-Q-tec UK Ltd. an Leasinggesellschaften und anschließendem Finance-lease-back
durch die britische Tochtergesellschaft. Er bildet den Unterschiedsbetrag zwischen
dem Marktpreis des Containers und den Herstellungskosten ab und wird über eine fünfjährige
Abschreibungsperiode aufgelöst und den sonstigen betrieblichen Erträgen zugeführt
(für weitere Erläuterungen verweisen wir auf Kapitel 3.2.1 "Sale-and-finance-leaseback
Transaktionen" im Konzernanhang). Der Aufwand für Material und Dienstleistungen, kurz "Materialaufwand" stieg im Vergleich
zu den Gesamterträgen überproportional von 11.024 TEUR auf 14.192 TEUR, was einer
Materialaufwands-Quote von 46 % entspricht (Vj.: 41 %). Bestandteil des Materialaufwandes
ist auch der Aufwand für bezogene Leistungen, welcher sich um 1.170 TEUR auf 4.456
TEUR (Vj.: 3.286 TEUR) erhöhte. Grund hierfür waren neben der deutlich verstärkten
Inanspruchnahme von Lager-, Logistik- und Fulfillment-Dienstleistungen bei Partner-Unternehmen
im Rahmen des "Serviced Rental" auch höhere Repositionierungskosten (Luftfrachtraten)
für leere Thermocontainer. Während der Mietdauer anfallende Kosten für Luftfracht
werden von unseren Kunden selbst getragen, die Kosten für Repositionierungen im Netzwerk
trägt die Gesellschaft. Trotz einer erhöhten Effizienz im Einkauf wird die Kostenquote
durch den temporär veränderten Produktmix belastet. Aufgrund des weiter starken Wachstums
des Geschäftsbereichs Produkte überwog der Effekt aus der materialkostenintensiveren
Herstellung von VIPs. Der Personalaufwand wuchs von 7.133 TEUR im Vorjahr auf 9.843 TEUR im ersten Halbjahr
2018 (+38 %) und stieg damit relativ zu den Gesamterträgen auf 32 % (Vj.: 27 %). Der
absolute Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist auf die Einstellung neuer Mitarbeiter zur
Realisierung des geplanten Wachstums sowie die Rekrutierung von hochqualifiziertem
Fachpersonal zur weiteren Optimierung der Geschäftsprozesse zurückzuführen. Der weitaus
größte Schritt der Personalentwicklung ist in dieser Unternehmensphase damit vollzogen. Der sonstige betriebliche Aufwand (SBA) erhöhte sich von 4.262 TEUR im Vorjahr auf
5.537 TEUR im Berichtszeitraum (+30 %). Grund für den Anstieg waren neben der wachstumsbedingten
Erhöhung gestiegene Aufwendungen im Zuge der Geschäftsausweitung (IT-Projekte) sowie
aufgrund des Bezugs der neuen Konzernzentrale zeitweilig bzw. einmalig angefallene
Doppel- und Umzugskosten und Kosten im Rahmen der Rückgabe des ehemaligen Standorts.
Gleichzeitig wurde übergangsweise auch verstärkt Zeitarbeit in Anspruch genommen,
um Nachfragespitzen sowie den Umzug bewältigen zu können. Gemessen an den Gesamterträgen
resultiert hieraus für das erste Halbjahr 2018 eine leicht erhöhte Quote der SBA von
18 % (Vj.: 17 %). In der Folge der dargestellten Entwicklungen im ersten Halbjahr 2018 sank das Ergebnis
vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) von 4.174 TEUR im Vorjahr auf 1.387
TEUR, was einer EBITDA-Marge von 4 % entspricht (Vj.: 16 %). Die Abschreibungen erhöhten sich deutlich um 33 % auf -4.589 TEUR (Vj.: -3.458 TEUR),
bedingt durch die weiter starken Investitionen in Container und Boxen mit jeweils
kurzen bilanziellen Nutzungsdauern. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank von 716 TEUR auf -3.202 TEUR. Zurückzuführen
ist dies ebenso auf die im Zuge der Geschäftsexpansion entstandenen gestiegenen Abschreibungen
und die höheren Materialaufwendungen sowie die erhöhten sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Das Finanzergebnis belief sich nach -121 TEUR im Vorjahr auf -364 TEUR. Im Vorjahr
war im zweiten Quartal ein einmaliger Finanzertrag im Rahmen des Erwerbs und der Refinanzierung
übernommener Darlehen für den neuen Standorts in Würzburg in Höhe von 359 TEUR entstanden,
der den Finanzaufwand im Vorjahr entsprechend minderte. Bereinigt um diesen Effekt
wäre das Finanzergebnis im Vorjahreszeitraum entsprechend bei -480 TEUR gelegen. Für das erste Halbjahr 2018 verbleibt ein Vorsteuerverlust (EBT) von -3.617 TEUR gegenüber
einem Gewinn in Höhe von 541 TEUR im Vorjahreszeitraum. Die Berichtssegmente haben sich im ersten Halbjahr 2018 wie folgt entwickelt: Deutsches Berichtssegment (va-Q-tec AG)scroll
Das deutsche Berichtssegment (va-Q-tec AG) konnte seinen Umsatz von 20.652 TEUR im
Vorjahr um 3.367 TEUR (+16 %) auf 24.019 TEUR im ersten Halbjahr 2018 steigern. Das
Umsatzwachstum war vor allem auf zusätzliche Umsätze durch den Verkauf von VIPs an
Hersteller von Kühlschränken, Warmwasserspeichern, Boilern und weiteren Geräten, aber
auch auf den Verkauf und die Vermietung von thermischen Verpackungen, zurückzuführen.
Auch der Verkauf von Containern an Leasinggesellschaften und die britische Tochtergesellschaft
erhöhte den Umsatz. Der Aufbau von Boxen-Flotten schlug sich in deutlich erhöhten
Aktivierten Eigenleistungen nieder. Das EBITDA sank um 43 % auf 1.848 TEUR (Vj.: 3.223
TEUR). Hierzu trugen unter anderem Renovierungs-, Umzugs- und Umstrukturierungskosten
in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro bei. Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl
stieg um 76 auf 360 (Vj.: 284) Personen. Britisches Berichtssegment (va-Q-tec UK Ltd.)scroll
Die Umsatzerlöse in diesem Segment sanken im ersten Halbjahr 2018 um 8 % von 7.757
TEUR im Vorjahr auf 7.148 TEUR. Die reinen Umsätze aus der Container-Vermietung reduzierten
sich um 7 %, von 6.924 TEUR auf 6.432 TEUR. Dabei stieg zwar die absolute Anzahl an
Vermietungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum weiter an. Wie bereits zum ersten Quartal
sichtbar, verkürzte sich jedoch die Mietdauer teilweise, z.B. aufgrund schnellerer
Verzollung der weltweit immer bekannteren va-Q-tainer. Darüber hinaus wurde mit einem
Großkunden ein Optimierungsprogramm zur langfristigen Kundenbindung durchgeführt.
Auch Wechselkurseffekte sowie der temporäre Ausfall eines Großkunden aus der Netzwerkstation
in Puerto Rico belasteten Umsatz und Ergebnis. Zusätzlich gestalteten sich einige
Prozesse zur Gewinnung von Strecken im Mietnetzwerk für va-Q-tainer im 1. Halbjahr
2018 kundenseitig anhaltend zeitintensiver als ursprünglich erwartet. Dies betrifft
sowohl Projekte mit Neukunden als auch mit Bestandskunden. Das EBITDA nahm um 55 %,
von 2.732 TEUR im Vorjahr auf 1.243 TEUR ab. Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl
erhöhte sich von 33 auf 40 Mitarbeiter. Aufgrund der gegenwärtigen Geschäftssituation,
gekennzeichnet durch den stetigen Ausbau der Containerflotte und des operativen Geschäfts,
wird hinsichtlich der Kapitalausstattung der britischen Tochtergesellschaft noch für
weitere zwei Jahre eine Unterstützung durch die Muttergesellschaft erwartet. Sonstiges Berichtssegmentscroll
Die Tochtergesellschaften in Uruguay, Korea, Japan, der Schweiz und den USA bilden
zusammen das Sonstige Berichtssegment. Die Gesellschaften in der Schweiz und Korea
tätigen Außenumsätze mit fremden Dritten, hingegen werden die Geschäfte in Japan und
der USA bisher fast ausschließlich durch die va-Q-tec AG oder die va-Q-tec Ltd. (UK)
abgerechnet. Die Tochtergesellschaften im Sonstigen Berichtssegment sind wichtig für
die lokale Präsenz, den Ausbau der regionalen Geschäftstätigkeit und die Wahrnehmung
von va-Q-tec als verlässlicher globaler und regionaler Partner. Das Sonstige Berichtssegment
weist insgesamt einen erhöhten Umsatz aus, der sich aus Service-Umsätzen (Schweizer
Tochtergesellschaft) sowie gestiegenen Vertriebs- und Einkaufskommissionen speist.
Das EBITDA stieg auf - 30 TEUR im ersten Halbjahr 2018 (Vj.: - 37 TEUR) an. Das negative
EBITDA ist vor allem auf Personalaufwendungen und den Aufbau der Ländergesellschaften
zurückzuführen. Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl betrug 13 (Vj.: 8). FinanzlageGrundsätze und Ziele des FinanzmanagementsDie Finanzierungsstrategie der va-Q-tec ist auf die Bereitstellung der notwendigen
Mittel für starkes Wachstum ausgerichtet. Dabei werden unterschiedliche Finanzierungsinstrumente
wie z.B. Darlehen, Leasing, Factoring, Kontokorrentlinien und staatliche Förderungen
in Anspruch genommen. Bestehende Kreditlinien werden fortlaufend bezüglich ihrer Verzinsung
optimiert. va-Q-tec ist dabei aufgrund nicht ausgenutzter Kreditlinien in Höhe von
6.649 TEUR ausreichend liquide. Zusätzlich werden noch Geldeingänge aus zugesagten
Darlehen und öffentlichen Zuschüssen für bereits getätigte Investitionen erwartet.
Ferner wird sich das umzugsbedingt sehr hohe Working Capital aus vorzuhaltenden Vorräten
voraussichtlich im Verlauf des 2. Halbjahres einzahlungswirksam normalisieren. Zinsrisiken
und teilweise Währungsrisiken werden mit entsprechenden Swaps gesichert. Liquiditätscroll
Der Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit vor Veränderungen im Working Capital
belief sich im Berichtszeitraum auf -290 TEUR. Im Vorjahreszeitraum lag der Wert um
1.692 TEUR höher bei 1.402 TEUR. Unter Berücksichtigung der Veränderungen des Working
Capitals sank der Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit insgesamt auf -3.890
TEUR (Vj.: 874 TEUR). Der Anstieg des Working Capitals ist vor allem auf das zum Stichtag
um 2.124 TEUR gestiegene Vorratsvermögen zurückzuführen, das insbesondere zur Sicherstellung
der Lieferfähigkeit während des umzugsbedingten Stillstands der Produktionslinien
und teilweise zur Erhöhung der Sicherheitsbestände an produktionsnotwendigem Material
und der Erstausstattung der Tochtergesellschaften im Ausland aufgebaut wurde. Während
sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Berichtszeitraum praktisch
nicht verändert haben, wurden gleichzeitig die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen zum Stichtag deutlich (-1.225 TEUR) reduziert. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit veränderte sich von -5.327 TEUR im Vorjahreszeitraum
auf -4.370 TEUR im ersten Halbjahr 2018. Darin sind Einzahlungen aus der Auflösung
von kurzfristigen Termingeldern in Höhe von 9.000 TEUR enthalten (Vj.: 6.000 TEUR).
Aus dem Erwerb von Sachanlagen resultieren davon -13.389 TEUR gegenüber -10.946 TEUR
im Vorjahreszeitraum. Dies ist insbesondere auf Auszahlungen für die neuen Gebäudekomplexe
in Würzburg und Kölleda und den Aufbau der Container- und Boxenflotte zurückzuführen.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 8.411 TEUR (Vj.: 842 TEUR) resultiert
aus der planmäßigen Nettozunahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
zur Finanzierung der langfristigen Investitionen in Gebäude sowie Anlagen und Maschinen. Vermögenslage und Kapitalstrukturscroll
Für den Bau einer integrierten Produktions- und Verwaltungsstätte am Standort Würzburg
Heuchelhof wurde im Februar 2017 eine Fläche samt Lagerhalle erworben, die an das
bereits 2016 erworbene Grundstück angrenzt. Aufgrund einer kurzfristig eingetretenen
Marktchance wurde in 2017 ein weiteres Grundstück samt bestehender Produktions- und
Verwaltungsgebäude in der Alfred-Nobel-Str. 33 in Würzburg erworben. Diese Bestandsimmobilie
wurde im Berichtszeitraum weiter als zentraler und einziger Standort der Gesellschaft
in Würzburg renoviert, Produktionsmaschinen installiert und zum Ende des Berichtszeitraums
fast voll bezogen. Zusätzlich wurde am Haupt-Produktionsstandort in Kölleda (Thüringen)
in ein zweites Werk investiert. Die Einweihung fand im Mai 2018 statt. Das Investitionsvolumen
für beide Immobilien belief sich alleine im ersten Halbjahr 2018 in Summe auf 7.538
TEUR. Zum anderen wuchsen die Containerflotte des britischen Berichtssegmentes und
die Boxenflotten des deutschen Berichtssegments auch im abgelaufenen Geschäftsjahr
deutlich, um der wachsenden Nachfrage und dem erwarteten zukünftigen Bedarf gerecht
zu werden. Dadurch ist das Sachanlagevermögen gegenüber dem 31.12.2017 insgesamt um
10.657 TEUR zum 30.06.2018 auf 66.059 TEUR gestiegen. Die Summe der langfristigen
Vermögenswerte stieg von 62.055 TEUR zum 30.06.2018 um 11.238 TEUR auf 73.338 TEUR. Das Vorratsvermögen nahm von 8.942 TEUR zum Halbjahr 2018 um 2.124 TEUR auf 11.066
TEUR deutlich zu, was neben dem starken Umsatzwachstum auch auf erhöhte Sicherheitsbestände
und die Vorproduktion für die geplante, umzugsbedingte Produktionsunterbrechung in
Würzburg sowie die Erstausstattung der Auslandsgesellschaften mit Lagerbeständen zurückzuführen
ist. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen blieben zum 30.06.2018 gegenüber
dem 31.12.2017 mit 8.002 TEUR konstant (Vj.: 8.005 TEUR). Die kurzfristigen sonstigen
finanziellen Vermögenswerte, unter denen bisher auch die zinsneutral angelegten Einnahmen
aus dem Börsengang zusammengefasst wurden, nahmen von 9.117 TEUR zum 31.12.2017 um
-8.548 TEUR auf 569 TEUR zum ersten Halbjahr 2018 ab. Dies ist vor allem auf die vorgenannten
Investitionen, für die temporär überwiegend eigene Mittel verwendet wurden, zurückzuführen.
Die Summe der kurzfristigen Vermögenswerte reduzierte sich von 33.436 TEUR zum 31.12.2017
auf 26.922 TEUR zum ersten Halbjahr 2018. Die Bilanzsumme nahm im gleichen Zeitraum
von 95.491 TEUR auf 100.260 TEUR zu. Der Mittelzufluss aus dem Börsengang im Geschäftsjahr 2016 führte zunächst zu einer
deutlichen Erhöhung der liquiden Mittel, die zinsneutral als Termingelder mit Laufzeiten
von sechs bis zwölf Monaten angelegt waren. Diese wurden sukzessive in Übereinstimmung
mit den Plänen zum Börsengang investiert. Insgesamt verbesserte sich die Liquiditätssituation
des Konzerns aufgrund der verbesserten Refinanzierungsbedingungen durch den Börsengang.
Allerdings führten die hohen Wachstumsinvestitionen der Gesellschaft im Berichtszeitraum
ebenfalls zu erheblichen Mittelabflüssen. Die hohen Wachstumsinvestitionen der Gesellschaft führten im Berichtszeitraum zu erheblichen
Mittelabflüssen, die durch noch auszuzahlende Investitionsdarlehen und öffentliche
Zuschüsse in Würzburg und Kölleda noch teilweise kompensiert werden. Weitere liquiditätsverbessernde
Effekte werden aus der Normalisierung des Working Capital erwartet. InvestitionenDer Schwerpunkt der Investitionstätigkeit im ersten Halbjahr 2018 lag in den fortgeführten
Investitionen in die Zentrale in Würzburg und den Hauptproduktionsstandort in Kölleda
sowie im Ausbau der Containerflotte für das globale Containervermietgeschäft und im
Flottenaufbau der Thermo-Boxen. Insgesamt wurden in Sachanlagen brutto 17.180 TEUR
investiert, wodurch das Sachanlagevermögen netto nach Abschreibungen und anderen Bewegungen
von 55.402 TEUR auf 66.059 TEUR angestiegen ist. Die vorhandenen Produktionskapazitäten
in den beiden Werken Würzburg und Kölleda waren aufgrund der gestiegenen Nachfrage
in allen Zielbranchen - besonders aufgrund der sehr hohen Nachfrage im Geschäftsbereich
Produkte - insbesondere in Stoßzeiten nahezu erschöpft. Deshalb wurde bereits 2017
die Planung und teilweise Realisierung neuer Kapazitäten angestoßen und im Berichtszeitraum
2018 weiter fortgeführt. Insofern ist der Anstieg des Sachanlagevermögens hauptsächlich
geprägt durch die Zunahme der Anlagen im Bau, welche im Berichtszeitraum um 9.499
TEUR anstiegen. Der nahezu fertiggestellte Neubau in Kölleda sowie die weit fortgeschrittene
Sanierung und Zusammenführung der Würzburger Standorte zu einem zentralen Standort
in Würzburg waren die wesentlichen Treiber. In die Containerflotte wurden 6.207 TEUR
investiert (Vj.: 2.507 TEUR). In selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände
wurden 207 TEUR investiert (Vj.: 499 TEUR). scroll
Das Eigenkapital des Konzerns beträgt zum 30.06.2018 49.717 TEUR, was einer weiterhin
hohen Eigenkapitalquote von 50 % der Bilanzsumme entspricht. (31.12.2017: 52.992 TEUR,
55 %). Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich durch
neue Darlehen zur Finanzierung von Maschinen und Anlagen in der neuen Immobilie in
Würzburg von 11.146 TEUR auf 15.299 TEUR. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten nahmen aufgrund der höheren Inanspruchnahme bestehender Kontokorrentlinien
von 2.958 TEUR auf 6.361 TEUR zu. Die langfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten erhöhten sich von 3.949
TEUR auf 5.422 TEUR. Die langfristigen sonstigen nicht-finanziellen Verbindlichkeiten
nahmen von 8.438 TEUR um 181 TEUR auf 8.619 TEUR zu. Die kurzfristigen sonstigen nicht-finanziellen
Verbindlichkeiten stiegen durch den weiteren Aufbau des Sonderpostens für Containergewinne
von 4.165 TEUR auf 4.922 TEUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zuzüglich Anlagen-Leasing machten
mit 28.712 TEUR 29 % der Bilanzsumme aus (31.12.2017: 21.220 TEUR, 22 %). Auf Ebene
des britischen Berichtssegments wurden weitere Container-Sale-and-Lease-back Transaktionen
im Rahmen der Containerflotten-Erweiterungen abgeschlossen. Das Gesamtvolumen von
Finance Leasing sank dennoch insgesamt von 7.117 TEUR zum 31.12.2017 um 66 TEUR auf
7.051 TEUR im abgelaufenen ersten Halbjahr 2018. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten
und Rückstellungen betrugen im ersten Halbjahr 2018 21.161 TEUR, was 21 % der Bilanzsumme
entspricht. (Vj.: 18.927 TEUR, 20 %). Langfristige Verbindlichkeiten des Konzerns
betragen 29.382 TEUR, entsprechend 29 % der Bilanzsumme (Vj.: 23.572 TEUR, 25 %).
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen summierten sich auf 4.019 TEUR gegenüber
5.244 TEUR im Vorjahr. Infolge der gestärkten Eigenkapitalausstattung konnten die
Kreditbedingungen für neu aufgenommene Fremdfinanzierungen, insbesondere im Finanzierungsleasing,
deutlich verbessert werden. Der bereits vor dem Börsengang bestehende und bis zum 31.12. 2017 laufende Multibankenvertrag
zur allgemeinen Geschäftsfinanzierung über insgesamt 11.000 TEUR ist 2018 mit verbesserten
Konditionen bis zum 31. Dezember 2020 verlängert worden. Die Verträge berücksichtigen
mittlerweile auch eine Anpassung an die verhaltenere Geschäftsentwicklung im 1. Halbjahr
2018. Der Kreditrahmen ist zum 30.6.2018 mit 4.351 TEUR in Anspruch genommen. Gesamtaussage zum GeschäftsverlaufInsgesamt wurden aus Sicht des Vorstands im ersten Halbjahr 2018 viele Fortschritte
erzielt, auch wenn in Teilbereichen die Erwartungen noch nicht oder verzögert erfüllt
wurden. Die massiven Zukunftsinvestitionen in den letzten 18 Monaten und die damit
verbundenen Mehraufwendungen und Vorlaufkosten haben sich im aktuellen Geschäftsjahr
deutlich auf die Profitabilität ausgewirkt. Verstärkt in Anspruch genommene externe
Beratungsleistungen, für das weitere Wachstum unerlässliche IT-Beratungsleistungen
sowie Aufwendungen im Zuge der internationalen Geschäftsausweitung führten zu höheren,
vom operativen Geschäft teilweise unabhängigen, Mehraufwendungen für die zukünftige
Geschäftsentwicklung. Die starke Nachfrage im Produkt-Geschäft sowie die Vorproduktion
von Aufträgen im Vorfeld des Umzugs der Produktionslinien und die damit verbundene
Kapazitätsauslastung (Spitzenlast) verursachten zusätzlich höhere Aufwendungen etwa
im Bereich Zeitarbeit. Der starke Anstieg der Mitarbeiteranzahl - unerlässlich für
die zukünftige Wachstumsentwicklung - führte darüber hinaus zu höheren Personalaufwendungen.
Da der Großteil der geplanten Investitionen und die damit verbundenen Mehraufwendungen
sowie der Personalaufbau und die Internationalisierung jedoch zwischenzeitlich das
anvisierte Niveau erreicht haben, ist mit weiter steigenden Umsätzen auch wieder eine
Verbesserung der Ergebnisse zu erwarten. Die sehr starke Nachfrage im Geschäftsbereich
Produkte (Verkauf von VIPs) und das deutliche Wachstum im System-Geschäft trugen zum
Umsatzwachstum insgesamt bei. Im Service-Geschäft bearbeitet die Gesellschaft einen
stark wachsenden Markt. Die Flottenkapazitäten wurden weiter ausgebaut und die Internationalisierung
vorangetrieben. Allerdings führten operative Themen zu einem temporären Rückgang im
Umsatz. Bei einigen Großkunden haben Routen ihr volles Umsatzvolumen noch nicht erreicht.
Weitere Kunden befinden sich mit ihren Routen in unterschiedlichen Phasen des anspruchsvollen
Qualifizierungsprozesses, bergen aber das Wachstumspotential für die Folgejahre. Das
Rohergebnis entwickelte sich vor dem Hintergrund des aktuellen Produktmix mit margenschwächeren
Produkt-Umsätzen, umzugsbedingten Einmal- und Doppelkosten und der temporär erhöhten
Kostensituation im Service-Geschäft nicht zufriedenstellend. Insgesamt wertet der
Vorstand jedoch die Zielmärkte der va-Q-tec unverändert als hoch attraktiv und sieht
das Unternehmen angesichts der bereits abgeschlossenen Investitionen in Personal und
Infrastruktur gut positioniert, um die sich bietenden Wachstumschancen nutzen zu können. 5.2 PROGNOSEBERICHT5.2.1 AusblickDie nachfolgenden Prognosen für die Entwicklung der Steuerungsgrößen wurden unter
der Annahme eines nach wie vor robusten makroökonomischen Wachstums im Jahr 2018 getroffen.
Daneben stützen sie sich auf die erwarteten positiven Wachstumsraten im Markt für
VIPs und Isolationsmaterialien insgesamt. Auch im Markt für thermische Verpackungen
und Dienstleistungen wird eine hohe Wachstumsdynamik erwartet, besonders im Segment
thermischer Hochleistungs-Verpackungen. Diese Annahmen werden durch die Einschätzungen
verschiedener Marktforschungsinstitute untermauert, die bereits ein Wachstum im unteren
zweistelligen Prozentbereich erwarten. va-Q-tec geht weiterhin davon aus, von den
Megatrends Energieeffizienz, Regulierung der Kühlketten (Produktsicherheit) und Globalisierung
der Wertschöpfungsketten überproportional zu profitieren. GesamtaussageFür das Geschäftsjahr 2018 hatte der Vorstand ursprünglich gegenüber 2017 weiteres
starkes Umsatzwachstum in einer Bandbreite des Konzern-Umsatzes in Höhe von 56 bis
63 Mio. EUR erwartet, vor allem getrieben durch deutliche Umsatzzuwächse in den Geschäftsbereichen
Dienstleistungen und Produkte. Für das Ergebnis vor Steuer, Zinsen und Abschreibungen
(EBITDA) hatte der Vorstand für das Geschäftsjahr 2018 ein gegenüber dem Vorjahr starkes
Wachstum aufgrund operativer Skaleneffekte und eines veränderten Produktmix mit einem
erhöhten Anteil höhermargiger Dienstleistungen erwartet. Angesichts der Entwicklung im ersten Halbjahr 2018 - Projekte im margenstarken Servicegeschäft
laufen aufgrund komplexer Entscheidungsprozesse bei Großkunden nicht so zügig an wie
erwartet bei gleichzeitig erheblichen strategischen Investitionsausgaben für die angestrebte
Geschäftsexpansion in den kommenden Jahren - prognostiziert der Vorstand für das Geschäftsjahr
2018 nun einen Konzern-Umsatz in Höhe von 51 bis 56 Mio. EUR, was einem Wachstum im
zweistelligen Bereich entspricht. Für das EBITDA 2018 erwartet va-Q-tec einen deutlichen
Rückgang gegenüber dem Vorjahr, relativ betrachtet gegenüber dem Niveau des ersten
Halbjahrs 2018 eine leicht verbesserte EBITDA-Marge. 5.2.2 Zukunftsgerichtete AussagenDieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen
Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der va-Q-tec AG beruhen. Solche Aussagen
sind Risiken und Ungewissheiten unterworfen. Diese und andere Faktoren können dazu
führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die
Leistungsfähigkeit der Gesellschaft wesentlich von den hier abgegebenen Einschätzungen
abweichen. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten
Aussagen fortzuschreiben und an künftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen. 6 CHANCEN- UND RISIKOBERICHTIm Rahmen des Risikomanagementsystems, das als Risikofrüherkennungssystem etabliert
ist, analysiert und beurteilt va-Q-tec die Risiken des Unternehmens und des dazugehörigen
Geschäftsumfelds. Ferner beinhaltet es ein Internes Kontrollsystem (IKS) sowie ein
Compliance-System, wodurch zusätzlich die Einhaltung zutreffender gesetzlicher und
industriespezifischer Rahmenbedingungen sichergestellt wird. Das Risikomanagement
des Konzerns sieht es als eine der zentralen Aufgaben, den internen Finanzierungsbedarf
zu steuern und zu überwachen sowie die finanzielle Unabhängigkeit des Gesamtunternehmens
sicherzustellen. Finanzielle Risiken werden durch das Reporting überwacht und durch
eine rollierende Finanz- und Liquiditätsplanung gesteuert. Im außenwirtschaftlichen Bereich erfordern neu hinzugekommene Ländergesellschaften
und die weitere Internationalisierung der Geschäftstätigkeit Optimierungen der Geschäftsprozesse.
Die Risiken werden in diesem Bereich bedeutender, haben insgesamt aber ein geringes
Ausmaß. Aufgrund der neuen datenschutzrechtlichen Regeln sieht sich va-Q-tec einem neuen Risiko
der sicheren Speicherung und Weiterverarbeitung kundenbezogener Daten im IT-Bereich
ausgesetzt. Der Konzern hat Daten- und IT-Sicherheitsbeauftragte bestellt und schätzt
das Risiko insgesamt als gering ein. Die Gesellschaft hat seit dem Börsengang über 65 Mio. EUR in die Mietflotten für Container
und Boxen, die weitere Produktentwicklung, Immobilien und Maschinen und Anlagen zur
Kapazitätsausweitung, die Internationalisierung des Geschäfts und die allgemeine Geschäftsentwicklung
investiert. Zu ganz wesentlichen Teilen hat das Unternehmen hierfür wie vorgesehen
die im Rahmen des Börsengangs zugeflossenen Eigenmittel verwendet. Wesentliche Wachstumsinvestitionen insbesondere in Immobilien, Anlagen und Maschinen,
sind zunächst zinssparend aus Eigenmitteln finanziert worden, werden aber mittels
noch nicht ausgezahlter, aber zugesagten bzw. in abschließenden Verhandlungen befindlichen
langfristigen Bankdarlehen und den öffentlichen Zuschüssen für Würzburg und Kölleda
finanziert, um die Kapitalbindung zu senken und die freiwerdenden Mittel für den weiteren
Unternehmensaufbau verwenden zu können. Sollten wider Erwarten diese langfristigen
Fremdkapital-Finanzierungen nicht im vorgesehenen Umfang und Zeitrahmen ausgezahlt
werden, müsste das derzeitige Investitionstempo aus Vorsichtsgründen gedrosselt werden,
um stets ausreichend liquide zu bleiben. Nach aktueller Einschätzung des Vorstands
hätte eine Verlangsamung des Investitionstempos jedoch nur unwesentlichen Einfluss
auf das angestrebte Wachstum, da seit dem Börsengang bereits rund 80 % der geplanten
Investitionen im Rahmen der Geschäftsexpansion getätigt wurden und abgeschlossen sind. Im Rahmen des Multibankenvertrages sind Gespräche aufgenommen worden, erforderlichenfalls
die Konditionen bzw. Kennzahlen an die verhaltenere Geschäftsentwicklung anzupassen. Die aktuelle Liquidität ist mit über 6.000 TEUR ausreichend. Da ferner mit erheblichen
Geldeingängen aus Investitionsdarlehen und -zuschüssen sowie aus dem beschriebenen
Abbau der hohen Vorräte gerechnet wird, schätzt der Vorstand das Liquiditätsrisiko
derzeit als gering ein. Mit Ausnahme der zuvor beschriebenen Risiken sowie der unter dem Kapitel "Prognosebericht"
beschriebenen Faktoren, sieht die Gesellschaft keine Veränderung gegenüber den im
Konzernlagebericht vom 9. April 2018 für das Geschäftsjahr 2017 identifizierten Risiken
und Chancen. Zu Einzelheiten bezüglich des Risikomanagementsystems und des spezifischen
Chancen- und Risikoprofils sowie in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten
wird auf den Abschnitt "Chancen- und Risikobericht" im Konzernlagebericht 2017 verwiesen. KONZERNZWISCHENABSCHLUSS
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| in TEUR | H1 2018 | H1 2017 |
| Umsatzerlöse | 24.860 | 22.479 |
| Bestandsveränderungen | 986 | 124 |
| Aktivierte Eigenleistungen | 3.326 | 2.544 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1.787 | 1.446 |
| Gesamterträge | 30.959 | 26.593 |
| Materialaufwand | -14.192 | -11.024 |
| Rohergebnis | 16.767 | 15.569 |
| Personalaufwand | -9.843 | -7.133 |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand | -5.537 | -4.262 |
| EBITDA | 1.387 | 4.174 |
| Abschreibungen | -4.589 | -3.458 |
| Operatives Ergenis (EBIT) | -3.202 | 716 |
| Ergebnisbeiträge aus der nach Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen | -51 | -53 |
| Finanzerträge | 11 | 376 |
| Finanzaufwendungen | -375 | -497 |
| Finanzergebnis | -364 | -121 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | -3.617 | 541 |
| Ertragsteuern | 290 | -443 |
| Konzernergebnis | -3.327 | 98 |
| Konzernergebnis je Aktie - unverwässert | -0,25 | 0,01 |
| Konzernergebnis je Aktie - verwässert | - | - |
| in TEUR | H1 2018 | H1 2017 | |
| Konzernergebnis | -3.327 | 98 | |
| Sonstiges Konzernergebnis | - | - | |
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | - | 6 | |
| Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Aufwendungen und Erträge mit künftiger ergebniswirksamer Umgliederung | - | 6 | |
| Konzerngesamtergebnis | -3.327 | 104 | |
| Konzerngesamtergebnis, das den Eigentümern der va-Q-tec AG zuzurechnen ist | -3.327 | 104 | |
| Konzerngesamtergebnis, das den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen ist | - | - | |
| in TEUR | 30.06.2018 | 31.12.2017 | |
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 971 | 885 | |
| Sachanlagen | 66.059 | 55.402 | |
| Als Finanzlagen gehaltene Immobilien | 1.614 | 1.614 | |
| Aktivierte Vertragskosten | 150 | - | |
| At-Equity bilanzierte Beteiligungen | 306 | 357 | |
| Finanzielle Vermögenswerte | 286 | 283 | |
| Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte | 801 | 634 | |
| Latente Steueransprüche | 3.151 | 2.880 | |
| Summe langfristige Vermögenswerte | 73.338 | 62.055 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | 11.066 | 8.942 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 8.002 | 8.005 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | |||
| - davon Termingelder (6 - 12 Monate): 0 TEUR (VJ:9.000 TEUR) | 569 | 9.117 | |
| Steueransprüche | 101 | 67 | |
| Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte | 1.785 | 2.104 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 5.399 | 5.201 | |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | 26.922 | 33.436 | |
| Bilanzsumme | 100.260 | 95.491 | |
| in TEUR | 30.06.2018 | 31.12.2017 | |
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | 13.090 | 13.090 | |
| Eigene Anteile | -54 | -54 | |
| Kapitalrücklage | 46.158 | 46.158 | |
| Kumuliertes sonstiges Ergebnis | -28 | -28 | |
| Gewinnrücklage | -9.449 | -6.174 | |
| Summe Eigenkapital | 49.717 | 52.992 | |
| Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | |||
| Rückstellungen | 42 | 39 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 15.299 | 11.146 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 5.422 | 3.949 | |
| Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten | 8.619 | 8.438 | |
| Summe langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 29.382 | 23.572 | |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | |||
| Rückstellungen | 7 | 38 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 6.361 | 2.958 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 5.736 | 6.507 | |
| Vertragsverbindlichkeiten | 88 | - | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 4.019 | 5.244 | |
| Steuerverbindlichkeiten | 28 | 15 | |
| Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten | 4.922 | 4.165 | |
| Summe kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 21.161 | 18.927 | |
| Bilanzsumme | 100.260 | 95.491 | |
| in TEUR | H1 2018 | H1 2017 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | ||
| Konzernergebnis | -3.327 | 98 |
| Erfolgswirksam erfasste tatsächliche Ertragsteuern | -1 | -2 |
| Erfolgswirksam erfasstes Finanzergebnis | 364 | 121 |
| Erhaltene Zinsen | 2 | - |
| Gezahlte Zinsen | -364 | -977 |
| Abschreibungen auf aktivierte Vertragskosten | 30 | - |
| Nicht zahlungswirksame Verluste aus at-equity bilanzierten Beteiligungen | 51 | 53 |
| Abschreibungen | 4.589 | 3.457 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen | -52 | 9 |
| Minderung (Erhöhung) übrige Vermögenswerte | -182 | -1.247 |
| Erhöhung (Minderung) übrige Schulden | 384 | 290 |
| Erhöhung (Minderung) Rückstellungen | -28 | 87 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Posten | -1.756 | -487 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit vor Änderungen im Working Capital | -290 | 1.402 |
| Minderung (Erhöhung) von Vorräten | -2.377 | -1.580 |
| Minderung (Erhöhung) von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2 | -822 |
| Erhöhung (Minderung) von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -1.225 | 1.934 |
| Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | -3.890 | 874 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | ||
| Auszahlungen aus dem Erwerb von von immateriellen Vermögenswerten | -206 | -372 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen | 225 | -9 |
| Auszahlungen aus dem Erwerb von Sachanlagen | -13.389 | -10.946 |
| Einzahlungen aus der Auflösung von kurzfristigen Termingeldern | 9.000 | 6.000 |
| Netto-Cashflow aus Investitionstätigkeit | -4.370 | -5.327 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | ||
| Auszahlungen aus Erwerb eigenen Anteile | - | -92 |
| Einzahlungen aus Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 9.243 | 6.302 |
| Tilgung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | -1.689 | -3.569 |
| Einzahlungen aus Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen | 2.786 | 572 |
| Auszahlung für Schulden aus Finanzierungsleasing | -1.929 | -2.371 |
| Netto-Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 8.411 | 842 |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente vor Wechselkursen | 151 | -3.611 |
| Wechselkursbedingte Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 47 | - |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 198 | -3.611 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Berichtsperiode | 5.201 | 4.600 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Berichtsperiode | 5.399 | 989 |
| in TEUR | Gezeichnetes Kapital | Eigene Anteile | Kapital- rücklage |
Gewinnrücklagen | kumuliertes sonstiges Konzernergebnis | Eigenkapital, das den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen ist |
| Rücklage für Währungsumrechnung | ||||||
| 01.01.2018 vor Anwendung neuer Rechnungslegungsvorschriften | 13.090 | -54 | 46.158 | -6.174 | -28 | 52.992 |
| Übertrag aufgrund von Änderungen der Rechnungslegungsvorschrift | - | - | - | 52 | - | 52 |
| 01.01.2018 nach Anwendung neuer Rechnungslegungsvorschriften | 13.090 | -54 | 46.158 | -6.122 | -28 | 53.044 |
| Konzernergebnis | - | - | - | -3.327 | - | -3.327 |
| Summe Konzernergebnis | - | - | - | -3.327 | - | -3.327 |
| 30.06.2018 | 13.090 | -54 | 46.158 | -9.449 | -28 | 49.717 |
| in TEUR | nicht beherrschende Anteile | Summe Eigenkapital |
| 01.01.2018 vor Anwendung neuer Rechnungslegungsvorschriften | - | 52.992 |
| Übertrag aufgrund von Änderungen der Rechnungslegungsvorschrift | - | 52 |
| 01.01.2018 nach Anwendung neuer Rechnungslegungsvorschriften | - | 53.044 |
| Konzernergebnis | - | -3.327 |
| Summe Konzernergebnis | - | -3.327 |
| 30.06.2018 | - | 49.717 |
| in TEUR | Gezeichnetes Kapital | Eigene Anteile | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | kumuliertes sonstiges Konzernergebnis | Eigenkapital, das den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen ist |
| Rücklage für Währungsumrechnung | ||||||
| 01.01.2017 | 13.090 | -471 | 46.666 | -5.316 | -33 | 53.936 |
| Konzernergebnis | - | - | - | 98 | - | 98 |
| Sonstiges Konzernergebnis | - | - | - | - |
6 | 6 |
| Summe Konzerngesamtergebnis | - | - | - | 98 | 6 | 104 |
| Erwerb eigener Anteile | - | -92 | - | - | - | -92 |
| Verwendung / Ausgabe eigener Aktien | - | 66 | -66 | - | - | - |
| 30.06.2017 | 13.090 | -497 | 46.600 | -5.218 | -27 | 53.948 |
| in TEUR | nicht beherrschende Anteile | Summe Eigenkapital |
| 01.01.2017 | - | 53.936 |
| Konzernergebnis | - | 98 |
| Sonstiges Konzernergebnis | - | 6 |
| Summe Konzerngesamtergebnis | - | 104 |
| Erwerb eigener Anteile | - | -92 |
| Verwendung / Ausgabe eigener Aktien | - | - |
| 30.06.2017 | - | 53.948 |
Die va-Q-tec AG mit Sitz in Deutschland, 97080 Würzburg, Alfred-Nobel-Str. 33, ist
im Handelsregister Würzburg unter der Nummer HRB 7368 eingetragen. Der Konzernzwischenabschluss
der va-Q-tec AG beinhaltet neben der va-Q-tec AG selbst auch ihre Tochtergesellschaften
(im Folgenden auch "va-Q-tec", "va-Q-tec Konzern" oder "Gesellschaft" genannt). Das
Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt innovative Produkte zur zuverlässigen
und energieeffizienten Temperaturkontrolle bzw. Dämmung - Vakuumisolationspaneele
("VIPs") und Phasenübergangsmaterialien ("PCMs"). Darüber hinaus fertigt va-Q-tec
durch die optimale Kombination von VIPs und PCMs passive thermische Verpackungssysteme
(Container und Boxen). Zur Durchführung von temperatursensiblen Logistikketten bietet
va-Q-tec in einem globalen Partnernetzwerk die Vermietung von Containern und Boxen
an, mit denen anspruchsvolle Thermoschutzstandards erfüllt werden können. Neben Healthcare
& Logistik als Hauptmarkt werden folgende weitere Märkte von va-Q-tec adressiert:
Kühlgeräte & Lebensmittel, Technik & Industrie, Bau und Mobilität.
Der vorliegende Konzernzwischenabschluss der va-Q-tec für das erste Halbjahr 2018
wurde am 22. August 2018 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.
Die va-Q-tec AG ist oberstes Mutterunternehmen der va-Q-tec Gruppe und stellt somit
für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss auf. Die
va-Q-tec AG ist ein börsennotiertes Unternehmen. Hiermit ist sie trotz Unterschreiten
der Größenkriterien nach § 293 HGB aufgrund § 293 Abs. 5 HGB zur Aufstellung eines
Konzernabschlusses verpflichtet.
Der Halbjahresfinanzbericht des va-Q-tec Konzerns umfasst nach § 37w Wertpapierhandelsgesetz
(WpHG) einen Konzernzwischenabschluss, einen Konzernzwischenlagebericht sowie eine
Versicherung der gesetzlichen Vertreter. Der Konzernzwischenabschluss wurde unter
Beachtung der International Financial Reporting Standards (IFRS) für Zwischenberichterstattung
und in Übereinstimmung mit den Regelungen des International Accounting Standards (IAS)
34, wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie der Konzernzwischenlagebericht unter
Beachtung der anwendbaren Vorschriften des WpHG, aufgestellt. Alle vom International
Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen und bei der Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses
in der Europäischen Union geltenden IFRS wurden von der va-Q-tec AG angewendet.
Der Konzernzwischenabschluss ist in Verbindung mit dem Konzernabschluss der va-Q-tec
AG zum 31. Dezember 2017 zu lesen, da nicht alle für einen Konzernabschluss zum Geschäftsjahresende
geforderten Informationen angegeben sind. Aus Sicht des Vorstands sind alle laufend
vorzunehmenden Anpassungen enthalten, die für eine angemessene Darstellung der Ertrags-,
Finanz- und Vermögenslage des Konzerns erforderlich sind.
Im Rahmen der Erstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses zur Zwischenberichterstattung
gemäß IAS 34 muss der Vorstand Beurteilungen und Schätzungen vornehmen sowie Annahmen
treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen im Konzern und den Ausweis
der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen.
Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen. Die bisher im Geschäftsjahr
2018 erzielten Ergebnisse lassen nicht notwendigerweise Vorhersagen über die Entwicklung
des weiteren Geschäftsverlaufs zu.
Im Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2018 erfolgen die Angaben in Konzernbilanz,
der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung,
der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung, in der Segmentberichterstattung sowie
in den Anhangangaben in Tausend Euro (TEUR). Die Beträge sind jeweils kaufmännisch
gerundet. Bei geringfügigen Abweichungen handelt es sich um Rundungsdifferenzen.
Der verkürzte Konzernzwischenabschluss sowie der Konzernzwischenlagebericht für das
erste Halbjahr 2018 wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht im Sinne
von IDW PS 900 oder ISRE 2400 bzw. 2410 unterzogen.
Im ersten Halbjahr 2018 hat die va-Q-tec eine Gesellschaft in der Freihandelszone
Montevideo, Uruguay, gegründet. Mit der va-Q-tec Uruguay S.A. soll eine stärkere lokale
Präsenz zur Unterstützung der kommerziellen Aktivitäten in Südamerika hergestellt
werden.
Es wurden bisher keine wesentliche Umsätze mit dieser Gesellschaft getätigt, signifikante
Ergebnisauswirkungen ergeben sich nicht.
Im Konzernzwischenabschluss wurden - mit Ausnahme der im laufenden Geschäftsjahr erstmals
angewendeten Rechnungslegungsvorschriften - dieselben Rechnungslegungsmethoden wie
bei der Erstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2017 angewendet.
Zum 1. Januar 2018 wurden die neuen Standards IFRS 9 (Finanzinstrumente) und IFRS
15 (Erlöse aus Verträgen mit Kunden) erstmals angewendet. Im Folgenden werden die
Effekte angegeben, wie sie aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 und IFRS 15 resultieren.
IFRS 9 ist der neue Standard zu Bilanzierung von Finanzinstrumenten, den die va-Q-tec
AG retrospektiv ohne Änderung der Vorjahreszahlen zum 1. Januar 2018 erstmals angewendet
hat. Umstellungseffekte bei der Klassifizierung und der Bewertung von Finanzinstrumenten
ergaben sich zum Erstanwendungszeitpunkt für die va-Q-tec AG nicht.
Der IASB veröffentlichte im Mai 2014 IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" und
legte im April 2016 weitere Klarstellungen des Standards vor. Der neue Standard ersetzt
vollständig die bisherigen Vorschriften zur Umsatzrealisierung, bestehend aus den
Standards IAS 18 und IAS 11 sowie diversen Standardinterpretationen und ist ab dem
1. Januar 2018 anzuwenden. Er legt einheitliche Grundprinzipien fest, die für alle
Branchen und für alle Kategorien von Umsatztransaktionen anzuwenden sind. In welcher
Höhe und zu welchem Zeitpunkt bzw. über welchen Zeitraum hinweg der Umsatz zu realisieren
ist, wird künftig anhand eines Fünfstufenmodells beurteilt. Nach IFRS 15 sind diejenigen
Beträge als Umsatzerlöse zu erfassen, die ein Unternehmen als Gegenleistung für die
Übertragung von Waren oder die Erbringung von Dienstleistungen an einen Kunden zu
erwarten hat. Erlöse werden erfasst, wenn oder sobald das Unternehmen die Verfügugnsgewalt
über Waren oder Dienstleistungen entweder über einen Zeitraum oder zu einem Zeitpunkt
an einen Kunden überträgt. Darüber hinaus konkretisiert IFRS 15 die Zuordnung von
einzelnen Sachverhalten zu neuen Bilanzpositionen, einzelnen Funktionskosten in der
Gewinn- und Verlustrechnung und deren Brutto- versus Nettodarstellung.
Die va-Q-tec AG hat IFRS 15 auf Basis der modifizierten retrospektiven Methode eingeführt,
sodass sämtliche Umstellungseffekte zum 1. Januar 2018 kumulativ in den Gewinnrücklagen
erfasst wurden und die Vergleichsperiode in Einklang mit bisherigen Regelungen dargestellt
werden. Die va-Q-tec AG hat entschieden, den Standard rückwirkend ausschließlich auf
Verträge anzuwenden, die zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung keine erfüllten Verträge
sind, und zudem die Auswirkung aller Vertragsänderungen, die vor dem Stichtag der
erstmaligen Anwendung erfolgt sind, in aggregierter Form wiederzugeben.
Die Anwendung von IFRS 15 hat zu folgenden Effekten geführt:
Wie im Anhang des Geschäftsberichts 2017 ausgeführt ergeben sich keine wesentlichen
Auswirkungen aus der Erstanwendung des IFRS 15. Zum Erstanwendungszeitpunkt erhöhen
sich die Bilanzsumme sowie das Eigenkapital aufgrund der Aktivierung von Vertragskosten
(Vertragserfüllungskosten) bei noch nicht vollständig erfüllten Verträgen. Vertragskosten,
deren Abschreibungszeitraum nicht mehr als ein Jahr betragen würde, werden grundsätzlich
sofort als Aufwand erfasst. Unter Berücksichtigung der latenten Steuer von 23 TEUR
ergibt sich aus der Umstellung zum 1. Januar 2018 ein zu erfassender, erhöhender kumulierter
Effekt von insgesamt 52 TEUR.
Die Erstanwendung des IFRS 15 führt auch zu einer Ausweisänderung von Verbindlichkeiten
wie Rückstellungen für Kundenboni oder erhaltene Anzahlungen von Kunden, die bisher
unter den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten bilanziert wurden. Im Rahmen der
Umstellung zum 1. Januar 2018 ergibt sich ein geänderter Ausweis dieser Verbindlichkeiten
unter den Vertragsverbindlichkeiten von insgesamt 340 TEUR.
| Aktiva in TEUR | 31.12.2017 | IFRS 15 Effekte |
01.01.2018 inkl. IFRS 15 Effekte |
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 885 | 885 | |
| Sachanlagen | 55.402 | 55.402 | |
| Als Finanzlagen gehaltene Immobilien | 1.614 | 1.614 | |
| Aktivierte Vertragskosten | - | 75 | 75 |
| At-Equity bilanzierte Beteiligungen | 357 | 357 | |
| Finanzielle Vermögenswerte | 283 | 283 | |
| Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte | 634 | 634 | |
| Latente Steueransprüche | 2.880 | (23) | 2.857 |
| Summe langfristige Vermögenswerte | 62.055 | 52 | 62.107 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | 8.942 | 8.942 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 8.005 | 8.005 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | |||
| - davon Termingelder (6 - 12 Monate): 0 (VJ:9.000) | 9.117 | 9.117 | |
| Steueransprüche | 67 | 67 | |
| Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte | 2.104 | 2.104 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 5.201 | 5.201 | |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | 33.436 | 33.436 | |
| Bilanzsumme | 95.491 | 52 | 95.543 |
| Passiva in TEUR | 31.12.2017 | IFRS 15 Effekte | 01.01.2018 inkl. IFRS 15 Effekte |
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | 13.090 | 13.090 | |
| Eigene Anteile | -54 | -54 | |
| Kapitalrücklage | 46.158 | 46.158 | |
| Kumuliertes sonstiges Ergebnis | -28 | -28 | |
| Gewinnrücklage | -6.174 | 52 | -6.122 |
| Summe Eigenkapital | 52.992 | 52 | 53.044 |
| Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | |||
| Rückstellungen | 39 | 39 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 11.146 | 11.146 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 3.949 | 3.949 | |
| Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten | 8.438 | 8.438 | |
| Summe langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 23.572 | 23.572 | |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | |||
| Rückstellungen | 38 | 38 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 2.958 | 2.958 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 6.507 | (340) | 6.167 |
| Vertragsverbindlichkeiten | - | 340 | 340 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5.244 | 5.244 | |
| Steuerverbindlichkeiten | 15 | 15 | |
| Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten | 4.165 | 4.165 | |
| Summe kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 18.927 | 18.927 | |
| Bilanzsumme | 95.491 | 52 | 95.543 |
Nachfolgende Standards und Standardänderungen sind in Kraft getreten und haben keinen
Einfluss auf den Halbjahresbericht 2018 der Gesellschaft:
| Standard | Titel | Verpflichtende Anwendung für Geschäftsjahre beginnend ab |
| Improvements to IFRS (2014-2016) | Jährliche Verbesserungen der IFRS, Zyklus 2014-2016 | 01.01.2018 |
| Änderungen an IFRS 4 | Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente gemeinsam mit IFRS 4 Versicherungsverträge | 01.01.2018 |
| Änderungen an IFRS 2 | Klassifizierung und Bewertung von Geschäftsvorfällen mit anteilsbasierter Vergütung | 01.01.2018 |
| IFRIC 22 | Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen | 01.01.2018 |
Folgende Standards, die in geltendes EU-Recht übernommen wurden, hat die Gesellschaft
nicht vorzeitig angewandt:
| Standard | Titel | Verpflichtende Anwendung für Geschäftsjahre beginnend ab |
| Änderungen an IFRS 9 | Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung | 01.01.2019 |
| IFRS 16 | Leasingverhältnisse | 01.01.2019 |
Am 13. Januar 2016 hat das IASB den IFRS 16 Leases veröffentlicht, dieser wurde durch
die EU übernommen und am 09. November 2017 ebenfalls veröffentlicht. Der Standard
ist erstmals verpflichtend für am oder nach dem 01. Januar 2019 beginnende Geschäftsjahre
anzuwenden. Der Konzern nutzt das Übergangswahlrecht und wendet den IFRS 16 auch erst
ab diesem Zeitpunkt an.
Dieser neue Standard hebt die Unterscheidung zwischen Finanzierungsleasing und Operating
Leasingverträgen auf und führt zu einem einheitlichen Leasingbilanzierungsmodell für
alle Leasingnehmer. Demnach müssen alle Leasingverträge mit einer Laufzeit über 12
Monaten und Leasingverhältnisse über geringwertigem Vermögenswert beim Leasingnehmer
bilanziert werden.
Mit der Einführung von IFRS 16 erwartet der Konzern wesentliche Auswirkungen auf die
Bestandteile des Konzernabschlusses und die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage:
| ― |
Konzernbilanz: Durch die Erstanwendung wird es zu einem wesentlichen Anstieg sowohl des Anlagevermögens als auch der Finanzschulden kommen. Infolge dieser Bilanzverlängerung wird die Eigenkapitalquote des Konzerns sinken und die Nettofinanzverschuldung entsprechend steigen. |
| ― |
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung: Im Gegensatz zu dem bisherigen Ausweis werden zukünftig Abschreibungen auf Nutzungsrechte sowie Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Leasingverbindlichkeiten erfasst. Dies führt zu einer EBIT-Verbesserung. Der Zinsaufwand der Leasingzahlung wirkt sich zunächst auf das Ergebnis vor Steuern aus. Unter der Annahme von konstanten Zinsen ist das Ergebnis vor Steuern in den ersten Jahren im Vergleich zu einem linear verteilten Aufwand gemäß IAS 17 (Operating Lease) geringer. |
| ― |
Konzernkapitalflussrechnung: Aus dem geänderten Ausweis der Leasingaufwendungen ergeben sich Verbesserungen des Cashflows aus der operativen Geschäftstätigkeit und eine Verschlechterung des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit. |
| ― |
Konzernanhang: Erweiterte Angaben (Leasingaufwand geringwertige Vermögensgegenstände, Leasingaufwand kurzfristige Vermögensgegenstände, Zinsen auf die Leasingverbindlichkeit). Zusätzlich ist eine Fälligkeitsanalyse der Leasingverbindlichkeiten getrennt von sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten durchzuführen. |
| ― |
IFRS 16 unterscheidet sich bei der Leasinggeberbilanzierung nicht wesentlich zu dem vorherigen IAS 17. Für Leasinggeber ist weiterhin zwischen Finanzierungsleasing und Operating Leasing zu differenzieren. |
Die Gesellschaft bereitet zur Zeit die Erstanwendung des Standards IFRS 16 vor und
analysiert die genauen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertraglage. Bis
zum Abschluss der Vorbereitungen und Analysen, der im dritten Quartal 2018 erfolgen
wird, können keine genaueren Angaben gemacht werden.
Im Konzernzwischenbericht der va-Q-tec AG werden mit Ausnahme von der Erstanwendung
des IFRS 9 und des IFRS 15 grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
angewendet wie im IFRS-Konzernabschluss zum 31.12.2017. Es erfolgte keine frühzeitige
Anwendung der von der EU übernommenen Standards. Die jährlichen Verbesserungen an
den IFRS haben ebenfalls keinen bedeutenden Einfluss auf den Konzernabschluss. Eine
detaillierte Beschreibung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden befindet sich
im Konzernanhang 2017.
Die Gesamterträge haben sich im Vergleich zur Vorjahresperiode positiv entwickelt
und sind um rund 16,4 % auf 30.959 TEUR gestiegen. Dies ist einerseits auf die positive
Entwicklung der Umsätze zurückzuführen, welche durch den Geschäftsausbau mit bestehenden,
sowie durch die Akquisition von Neukunden, um rund 10,6 % gesteigert werden konnten.
Andererseits konnten die aktivierten Eigenleistungen um 30,7 % gesteigert werden und
betragen zum Berichtszeitpunkt 3.326 TEUR. Die aktivierten Eigenleistungen setzen
sich im Wesentlichen aus dem Ausbau der jeweils selbsterstellten Containerflotte sowie
der Vermietboxen zusammen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind durch Auflösung
des Sonderpostens deutlich angestiegen.
Der Materialaufwand ist um 3.168 TEUR auf 14.192 TEUR (+28,7 %) gestiegen. Die Materialkosten1 haben sich von 41,5 % auf 45,8 % erhöht, wodurch das Rohergebnis unter Berücksichtigung des Wachstums der Gesamterträge um 7,7 % gesteigert werden konnte.
Der Personalaufwand ist im Vergleich zur Vorjahresperiode um 38,0 % von 7.133 TEUR auf 9.843 TEUR gestiegen. Der absolute Anstieg ist im Wesentlichen auf die Einstellung neuer Mitarbeiter zur Unterstützung des geplanten Wachstums und auf Lohn- und Gehaltssteigerungen zurückzuführen. Die Personalaufwandsquote2 ist von 26,8 % auf 31,8 % angestiegen.
Der sonstige betriebliche Aufwand ist um 1.275 TEUR auf 5.537 TEUR angewachsen. Dieser
Anstieg ist hauptsächlich geprägt durch Effekte aus dem Umzug in die neue Unternehmenszentrale
und den damit verbundenen Logistik- und IT-Aufwendungen.
Die Abschreibungen sind um 1.131 TEUR auf 4.589 TEUR gestiegen. Die gestiegenen Abschreibungen sind auf die Container- und Boxenflotte zurückzuführen. In den letzten zwölf Monaten wurde die Containerflotte stark ausgebaut und die Abschreibung auf diese Position ist um 853 TEUR im Vergleich zur Vorjahresperiode gestiegen. Die Abschreibungsquote3 hat sich von 13,0 % auf 14,8 % erhöht.
1
Materialaufwandsquote in % = Materialaufwand / Gesamterträge x 100
2
Personalaufwandsquote in % = Personalaufwand / Gesamterträge x 100
3
Abschreibungsquote in % = Abschreibungsaufwand / Gesamterträge x 100
Das Finanzergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 243 TEUR reduziert, da sich
im Vergleichszeitraum ein Einmaleffekt in Zusammenhang mit der Finanzierung des Grundstücks-
und Gebäudeerwerbs in Würzburg positiv ausgewirkt hat. Der Zinsaufwand jedoch hat
sich aufgrund der planmäßigen Tilgungen der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
sowie aufgrund der Finanzierung von Investitionen aus Eigenmitteln im Vorjahr weiter
gemindert. Der Aufwand beträgt zum Halbjahresende 375 TEUR (Vorjahr: 497 TEUR).
Aufgrund des Verlustes vor Steuer im ersten Halbjahr 2018 wird ein Ertrag aus Steuern
von 290 TEUR ausgewiesen. Die Forderung aus latenter Steuer hat sich entsprechend
der momentanen Ergebnissituation der va-Q-tec AG um 765 TEUR erhöht.
Die Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie basiert auf dem den Stammaktionären
zurechenbaren Gewinn und einem gewichteten Durchschnitt der im Umlauf gewesenen Stammaktien.
Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie wird nicht ausgewiesen, da zur Zeit keine
Aktienoptionen bestehen.
Das Ergebnis je Aktie stellt sich wie folgt dar:
| H1 2018 | H1 2017 | |
| Konzernergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen (in TEUR) | -3.327 | 98 |
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien | 13.075.936 | 13.078.029 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | -0,25 | 0,01 |
| Gewichtete durchschnitteliche Anzahl der Aktien - verwässert | - | 13.078.029 |
| Ergebnis je Aktie - verwässert (in EUR) | - | 0,01 |
Die immateriellen Vermögenswerte sind um 86 TEUR auf 971 TEUR gestiegen. Der Betrag
resultiert im Wesentlichen aus selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten im
Bau.
Das Sachanlagevermögen ist um 10.657 TEUR auf 66.059 TEUR gestiegen. Der Anstieg ist
hauptsächlich geprägt durch die Anlagen im Bau. Hier erfolgte eine Steigerung von
9.499 TEUR. Dies beinhaltet den nahezu abgeschlossenen Neubau in Kölleda sowie die
fortschreitende Sanierung des in 2017 erworbenen Gebäudes in Würzburg und die damit
verbundene Zusammenführung der Würzburger Standorte.
Die Vorräte sind um 2.124 TEUR auf 11.066 TEUR gestiegen. Im Wesentlichen ist dies
zum einen auf den Aufbau der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zurückzuführen, welche
um 1.112 TEUR angestiegen sind. Getrieben ist dies durch das Wachstum im Produkt-
und Systemgeschäft. Des Weiteren sind fertige Erzeugnisse und Waren um 1.032 TEUR
angestiegen, da im Vorfeld des Umzugs der Produktionsanlagen in Würzburg der Bestand
aufgebaut wurde, um Umsatz- und Lieferengpässe zu vermeiden.
Der Forderungsbestand ist zum Bilanzstichtag um 3 TEUR auf 8.002 TEUR leicht gesenkt
worden.
Der Rückgang der kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte um 8.548 TEUR
auf 569 TEUR ist im Wesentlichen auf die zeitweilige Finanzierung der Anlagenzugänge
(Immobilien, Container, Boxen) durch kurzfristig liquidierbare Mittel zurückzuführen.
Gegenläufig hat sich die Inanspruchnahme des Wandeldarlehens des assoziierten Unternehmens
SUMTEQ mit 300 TEUR ausgewirkt.
Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte sind hingegen fast unverändert um 3
TEUR auf 286 TEUR angestiegen.
Die Steueransprüche sind von 67 TEUR auf 101 TEUR angestiegen. Dies resultiert vornehmlich
aus Vorauszahlungen für Gewerbe- und Körperschaftssteuer des Mutterunternehmens.
Die sonstigen nicht-finanziellen Vermögenswerte sind aufgrund der Minderung der Forderungen
aus Umsatzsteuer um 319 TEUR auf 1.785 TEUR gesunken.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind von 5.201 TEUR um 198 TEUR auf
5.399 TEUR angestiegen.
Bezüglich der Veränderung durch den neuen IFRS 15 siehe Erläuterungen unter Position
1.4 "Auswirkungen neuer Rechnungslegungsstandards".
Im Zuge der im Februar 2017 stattgefundenen ersten Ausübung von Aktienoptionen wurden
18.790 eigene Aktien für alle ausübbaren Optionen zweier leitender Angestellten ausgegeben.
Zum Ende der Ausübungsfrist zum 30.09.2017 wurden alle weiteren noch ausstehenden
Aktionoptionen durch die Begebung von 109.610 eigenen Anteilen bedient, so dass zum
31.12.2017 keine ausstehenden Optionen mehr vorhanden sind. Über die bis zu diesem
Exit-Event zugeteilten und erdienten Optionen hinaus wird es unter diesem Programm
keine weitere Zuteilung von Optionen geben. Die bisher nicht zugeteilten bzw. erdienten
Optionen sind ersatzloss verfallen.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind um 3.403 TEUR
auf 6.361 TEUR angestiegen. Die langfristigen Schulden gegenüber Kreditinstituten
sind ebenfalls angestiegen, um 4.153 TEUR auf 15.299 TEUR. Die Erhöhung resultiert
hauptsächlich aus der Finanzierung von Neubau und Sanierungsarbeiten sowie dem Anstieg
des Working Capitals.
Insgesamt sind die sonstigen lang- und kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten
um 702 TEUR auf 11.158 TEUR angestiegen. Der Zugang ist im Wesentlichen durch die
Erhöhung des Selbsteinbehaltes für Bauleistungen um 669 TEUR zu erklären.
Die sonstigen lang- und kurzfristigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten sind um
7,4 % auf 13.541 TEUR (Vj.: 12.604 TEUR) angestiegen. Diese Veränderung resultiert
im Wesentlichen aus der Veränderung des passiven Sonderpostens für Gewinne, welche
aus den Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen im Rahmen des Ausbaus der Containerflotte
angefallen sind. Dagegen ist der passive Sonderposten für erhaltene Zuschüsse um 198
TEUR auf 3.786 TEUR zurückgegangen.
Insgesamt betragen die Sonderposten für abgegrenzte Zuwendungen und Containergewinne
aus Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen 11.642 TEUR (Vj.: 11.133 TEUR) und machen
rund 86,0 % (Vj.: 88,3 %) der gesamten Position aus.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um 1.225 TEUR auf 4.019
TEUR (Vj.: 5.244 TEUR) gesunken.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Finanzinstrumente mit den Buchwerten und beizulegenden
Zeitwerten, aufgeteilt nach den Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 bzw. IAS 17 (Vorjahr:
gemäß IAS 39 bzw. IAS 17). Die beizulegenden Zeitwerte sind dabei jeweils den Bewertungsstufen
der Fair Value-Hierarchie zugeordnet. Soweit keine entsprechende Zuordnung erfolgt
ist, wird davon ausgegangen, dass der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert entspricht.
Dies betrifft im Wesentlichen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel
und Zahlungmitteläquivalente, übrige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte, Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen und übrige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten,
die jeweils kurze Restlaufzeiten aufweisen.
Eine Definition der Stufen der Fair Value-Hierarchie findet sich in Abschnitt 1.2
"Grundlagen der Abschlusserstellung" des Konzernabschlusses 2017. Die Zuordnungen
zu den Stufen werden jeweils zum Ende der Berichtsperiode überprüft. Umgliederungen
zwischen den Stufen sind im Berichtszeitraum sowie im Vorjahr nicht erfolgt.
| Bewertungskategorie nach IFRS 9 / IAS 17 | Buchwert | Beizulegender Zeitwert | Beizulegender Zeitwert nach Bewertungsstufen | |||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | Beizulegender Zeitwert | |||||
| in TEUR | 30.06.2018 | 30.06.2018 | 30.06.2018 | Stufe 1 | Stufe 2 | |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AC | 8.002 | 8.002 | |||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| davon bis zur Endfälligkeit zu halten | AC | 114 | 114 | |||
| davon übrige finanzielle Vermögenswerte | AC | 441 | 441 | |||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | AC | 5.399 | 5.399 | |||
| Summe | 13.956 | 13.956 | ||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | AC | 21.660 | 21.905 | 21.905 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | AC | 4.019 | 4.019 | |||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| davon Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | IAS 17 | 7.051 | 7.130 | 7.130 | ||
| davon derivative Finanzinstrumente ohne Hedging Beziehung | FVtPL | 44 | 44 | 44 | ||
| davon übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | AC | 4.151 | 4.246 | 4.246 | ||
| Summe | 36.881 | 44 | 37.344 | |||
| Beizulegender Zeitwert nach Bewertungsstufen | |
| in TEUR | Stufe 3 |
| Finanzielle Vermögenswerte | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | |
| davon bis zur Endfälligkeit zu halten | |
| davon übrige finanzielle Vermögenswerte | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | |
| Summe | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | |
| davon Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | |
| davon derivative Finanzinstrumente ohne Hedging Beziehung | |
| davon übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | |
| Summe |
| in TEUR | Buchwert | Beizulegender Zeitwert | |
| Amortised Cost (asset) | AC | 13.956 | 13.956 |
| At fair value through P&L (asset) | FVtPL | - | - |
| Amortised Cost (liability) | AC | 29.830 | 30.170 |
| At fair value through P&L (liability) | FVtPL | 44 | 44 |
| Bewertungskategorie nach IAS 39 / IAS 17 | Buchwert | Beizulegender Zeitwert | Beizulegender Zeitwert nach Bewertungsstufen | |||
| fortgeführte Anschaffungskosten | Beizulegender Zeitwert | |||||
| in TEUR | 31.12.2017 | 31.12.2017 | 31.12.2017 | Stufe 1 | Stufe 2 | |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 8.005 | 8.005 | |||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| davon bis zur Endfälligkeit zu halten | HtM | 9.115 | 9.115 | |||
| davon übrige finanzielle Vermögenswerte | LaR | 286 | 286 | |||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | LaR | 5.201 | 5.201 | |||
| Summe | 22.607 | 22.607 | ||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | FLAC | 14.104 | 14.320 | 14.320 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 5.244 | 5.244 | |||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| davon Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | IAS 17 | 7.117 | 7.338 | 7.338 | ||
| davon derivative Finanzinstrumente ohne Hedging Beziehung | FVtPL | 52 | 52 | 52 | ||
| davon übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 3.287 | 3.260 | 3.260 | ||
| Summe | 29.752 | 52 | 30.214 | |||
| Beizulegender Zeitwert nach Bewertungsstufen | |
| in TEUR | Stufe 3 |
| Finanzielle Vermögenswerte | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | |
| davon bis zur Endfälligkeit zu halten | |
| davon übrige finanzielle Vermögenswerte | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | |
| Summe | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | |
| davon Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | |
| davon derivative Finanzinstrumente ohne Hedging Beziehung | |
| davon übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | |
| Summe |
| in TEUR | Buchwert | Beizulegender Zeitwert | |
| Loans and Receivables | LaR | 13.492 | 13.492 |
| Held to Maturity | HtM | 9.115 | 9.115 |
| Financial liabilities measured at amortised cost | FLAC | 22.635 | 22.824 |
| At fair value through P&L (liability) | FVtPL | 52 | 52 |
Der beizulegende Zeitwert von der Bewertungsstufe 2 zugeordneten festverzinslichen
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cashflows. Die Abzinsung erfolgt
auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze. Bei variabel verzinslichen Verbindlichkeiten
entsprechen die Buchwerte grundsätzlich den beizulegenden Zeitwerten.
Bei der Stufe 2 zugeordneten Zinsswaps wird der beizulegende Zeitwert durch Abzinsung
der zukünftig zu erwartenden Cashflows ermittelt, wobei die für die Restlaufzeit der
Kontrakte zum jeweiligen Stichtag geltenden Marktzinssätze zugrunde gelegt werden.
Für die Bewertung von Devisenoptionen werden anerkannte Optionspreismodelle verwendet,
in die u. a. die Volatilität des jeweiligen Wechselkurses und die zugrundeliegenden
Basiszinsen einfließen.
Das in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Nettoergebnis in Bezug auf
Finanzinstrumente setzt sich wie folgt zusammen:
| Kategorie nach IFRS 9 / IAS 17 in TEUR | Zinsertrag | Zinsaufwand | Wertberichtigungen | Wertaufholungen | Folgebewertung zum Fair Value | Währungsumrechnung |
| Amortised Cost (asset) | 69 | |||||
| FVtPL | 9 | |||||
| Amortised Cost (iabilities) | 2 | -193 | -26 | |||
| IAS 17 | -182 | |||||
| Sonstiges | -1 | |||||
| Summe | 2 | -375 | 9 | 42 |
| Kategorie nach IAS 39 / IAS 17 in TEUR | Zinsertrag | Zinsaufwand | Wertberichtigungen | Wertaufholungen | Folgebewertung zum Fair Value | Währungsumrechnung |
| LaR | -244 | |||||
| FVtPL | 16 | |||||
| FLAC | 360 | -203 | -28 | |||
| IAS 17 | -294 | |||||
| Sonstige | -3 | |||||
| Summe | 376 | -497 | -275 |
Im Rahmen der Segmentberichterstattung werden die Aktivitäten des va-Q-tec Konzerns
gemäß den Regeln von IFRS 8 (Geschäftssegmente) nach Geschäftsbereichen abgegrenzt.
Diese Aufgliederung orientiert sich an der internen Steuerung und Berichterstattung
nach legalen Einheiten. Der va-Q-tec Konzern ist in den drei Geschäftsbereichen "va-Q-tec
AG", "va-Q-tec Ltd. (UK)" und "Sonstige" tätig.
Die Berichterstattung bei va-Q-tec erfolgt nach IFRS und nicht wie in der Vergangenheit
nach den jeweiligen lokalen Rechnungslegunsgrundsätzen. Dadurch ist eine Überleitung
der internen Berichterstattung, um eine Vergleichbarkeit mit dem vorliegenden IFRS-Konzernabschluss
zu erreichen, nicht mehr erforderlich. Die Liefer- und Leistungsbeziehungen innerhalb
der Geschäftsbereiche sind, sofern wesentlich, konsolidiert ausgewiesen.
Die Vergleichbarkeit der Segmentberichterstattung mit der Vorperiode wird durch die
Einbindung der neuen Tochtergesellschaft va-Q-tec Uruguay S.A. nicht beeinträchtigt,
da diese bisher keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
der Gesellschaft hat.
Eine detaillierte Beschreibung der einzelnen Segmente befindet sich im Konzernanhang
2017.
| va-Q-tec AG | va-Q-tec Ltd. (UK) | Sonstige | Gesamtsumme Geschäftsbereiche | Konsolidierung | Konzern | |
| in TEUR | IFRS | IFRS | IFRS | |||
| Außenumsatz | 17.810 | 6.468 | 582 | 24.860 | - | 24.860 |
| Innenumsatz | 6.209 | 680 | 759 | 7.648 | -7.648 | - |
| Gesamtumsatz | 24.019 | 7.148 | 1.341 | 32.508 | -7.648 | 24.860 |
| Gesamterträge | 26.699 | 7.371 | 1.349 | 35.419 | -4.460 | 30.959 |
| Materialaufwand | -11.587 | -3.774 | -457 | -15.818 | 1.626 | -14.192 |
| Personalaufwand | -8.401 | -1.150 | -384 | -9.935 | 92 | -9.843 |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand | -4.863 | -1.204 | -538 | -6.605 | 1.068 | -5.537 |
| EBITDA | 1.848 | 1.243 | -30 | 3.061 | -1.674 | 1.387 |
| Abschreibungen | -1.643 | -3.217 | -26 | -4.886 | 297 | -4.589 |
| EBIT | 205 | -1.974 | -56 | -1.825 | -1.377 | -3.202 |
| Ergebnis aus at equity bilanzierten Beteiligungen | - | - | - | - | -51 | -51 |
| Finanzerträge | 79 | - | - | 79 | -68 | 11 |
| Finanzaufwendungen | -189 | -244 | -10 | -443 | 68 | -375 |
| EBT | 95 | -2.218 | -66 | -2.189 | -1.428 | -3.617 |
| Investitionen per 30.06.2018 | 10.678 | 9.528 | 55 | 20.261 | -2.874 | 17.387 |
| Vermögen 30.06.2018 | 96.344 | 26.373 | 1.740 | 124.457 | -24.197 | 100.260 |
| Langfristige Vermögenswerte 30.06.2018 | 48.158 | 20.768 | 260 | 69.186 | -2.156 | 67.030 |
| At-equity bilanzierte Beteiligungen 30.06.2018 | - | - | - | - | 306 | 306 |
| Schulden 30.06.2018 | 31.754 | 23.411 | 1.587 | 56.752 | -6.208 | 50.544 |
| Mitarbeiter | 360 | 40 | 13 | 413 | - | 413 |
| va-Q-tec AG | va-Q-tec Ltd. (UK) | Sonstige | Gesamtsumme Geschäftsbereiche | Konsolidierung | Konzern | |
| in TEUR | IFRS | IFRS | IFRS | |||
| Außenumsatz | 15.873 | 7.029 | 150 | 23.052 | -572 | 22.479 |
| Innenumsatz | 4.779 | 728 | 440 | 5.947 | -5.947 | - |
| Gesamtumsatz | 20.652 | 7.757 | 590 | 28.999 | -6.520 | 22.479 |
| Gesamterträge | 21.621 | 8.032 | 589 | 30.243 | -3.650 | 26.593 |
| Materialaufwand | -9.259 | -2.899 | -37 | -12.195 | 1.170 | -11.025 |
| Personalaufwand | -6.046 | -983 | -146 | -7.175 | 42 | -7.133 |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand | -3.093 | -1.418 | -443 | -4.955 | 694 | -4.261 |
| EBITDA | 3.223 | 2.732 | -37 | 5.918 | -1.744 | 4.174 |
| Abschreibungen | -1.356 | -2.227 | -4 | -3.587 | 130 | -3.457 |
| EBIT | 1.867 | 505 | -41 | 2.331 | -1.615 | 716 |
| Ergebnis aus at equity bilanzierten Beteiligungen | - | - | - | - | -53 | -53 |
| Finanzerträge | 434 | - | - | 434 | -58 | 376 |
| Finanzaufwendungen | -184 | -362 | -10 | -556 | 58 | -498 |
| EBT | 2.117 | 143 | -51 | 2.209 | -1.668 | 541 |
| Investitionen per 31.12.2017 | 25.400 | 16.467 | 216 | 42.083 | -4.934 | 37.149 |
| Vermögen 31.12.2017 | 90.718 | 24.742 | 934 | 116.394 | -20.902 | 95.493 |
| Langfristige Vermögenswerte 31.12.2017 | 39.202 | 18.359 | 225 | 57.786 | -1.499 | 56.287 |
| At-equity bilanzierte Beteiligungen 31.12.2017 | - | - | - | - | 357 | 357 |
| Schulden 31.12.2017 | 26.239 | 21.049 | 714 | 48.002 | -5.503 | 42.501 |
| Mitarbeiter | 317 | 32 | 9 | 358 | - | 358 |
Die Umsätze der Gesellschaft unterteilen sich hinsichtlich ihrer Realisierung zu einem
Zeitpunkt bzw. über einen Zeitraum wie folgt:
| in TEUR | H1 2018 | H1 2017 |
| Zeitpunktbezogene Realisierung | 16.663 | 13.708 |
| Zeitraumbezogene Realisierung | 8.197 | 8.771 |
| Gesamt Konzern | 24.860 | 22.479 |
Die Umsatzerlöse verteilen sich geographisch wie folgt:
| in TEUR | H1 2018 | H1 2017 |
| Deutschland | 9.126 | 6.509 |
| Übrige Europäische Union | 6.798 | 7.741 |
| Andere | 8.936 | 8.229 |
| Gesamt Konzern | 24.860 | 22.479 |
Die Zuordnung von Umsätzen mit externen Kunden zu einer geographischen Region richtet
sich nach dem Standort des Kunden. Die geographische Zuordnung der langfristigen Vermögenswerte
richtet sich nach dem Sitz des Eigentümers der Vermögenswerte und ist entsprechend
aus der oben dargestellten Segmentberichterstattung nach legalrechtlichen Einheiten
ersichtlich.
Die Zuordnung der Umsätze auf Produkte, Systeme und Dienstleistungen ergibt sich wie
folgt: Mit Produkten (Vakuumisolationspaneele und Wärmespeicherkomponenten) wurden
im 1. Halbjahr 2018 Umsätze i.H.v. 10.639 TEUR (Vj.: 8.457 TEUR) erzielt. Mit Systemen
(thermische Verpackungen und deren Komponenten) konnte der Konzern im 1. Halbjahr
2018 Umsätze i.H.v. 5.621 TEUR (Vj.: 4.946 TEUR) erzielen. Aus Dienstleistungen, welche
das Container- und Boxen-Vermietungsgeschäft umfassen, resultierten im 1. Halbjahr
2018 Umsätze i.H.v. 8.198 TEUR (Vj.: 8.772 TEUR). Sonstige Umsatzerlöse betrugen im
1. Halbjahr 2018 403 TEUR (Vj.: 304 TEUR).
In den ersten sechs Monaten 2018 lagen keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen
oder Personen vor, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage
des Konzerns hatten.
Am 14. Juli 2017 hat die va-Q-tec AG mit der SUMTEQ GmbH einen Wandeldarlehensvertag
abgeschlossen. Dieser sieht vor, dass die va-Q-tec AG der SUMTEQ GmbH bei Erreichen
bestimmter Meilensteine für einen Zeitraum von zwölf Monaten Darlehen in einer Höhe
von maximal 450 TEUR zur Verfügung stellt. Die va-Q-tec AG ist berechtigt, unter bestimmten
Umständen die teilweise oder vollständige Wandlung des Darlehens in neue Anteile an
der SUMTEQ GmbH zu erklären. Im Januar 2018 hat die va-Q-tec AG einen Teil des Darlehens
in Höhe von 300 TEUR zur Verfügung gestellt.
Im Juli 2018 hat die va-Q-tec AG die Darlehensrückzahlungsansprüche aus dem Wandeldarlehen
mit der SUMTEQ GmbH vom 14. Juli 2017, welches im Januar 2018 in Höhe von 300 TEUR
zu Verfügung gestellt wurde, zuzüglich der angefallenen Zinsen sowie einer zusätzlichen
Einzahlung in Höhe von 22 TEUR im Rahmen einer Kapitalerhöhung der SUMTEQ GmbH in
neue Anteile umgewandelt. Die Wandlung erfolgte im Rahmen der Serie B Finanzierungsrunde
der SUMTEQ GmbH, in deren Zusammenhang auch zwei neue, langfristig orientierte Investoren,
Anteile an der Gesellschaft erwarben.
Am 20. August 2018 gab die va-Q-tec AG bekannt, dass CEO Dr. Joachim Kuhn und der
Aufsichtsrat vereinbart haben, das zum 31. Dezember 2018 auslaufende Vorstandsmandat
von Dr. Kuhn um 5 Jahre zu verlängern.
Am 21. August 2018 passte die va-Q-tec AG ihre Umsatz- und Gewinnprognose für das
Gesamtjahr 2018 an. Während bisher ein Konzern-Umsatz von 56 bis 63 Mio. EUR und ein
starkes Wachstum im EBITDA gegenüber dem Vorjahr erwartet wurde, prognostiziert der
Vorstand für das Geschäftsjahr 2018 nun einen Konzern-Umsatz in Höhe von 51 bis 56
Mio. EUR, was einem Wachstum im zweistelligen Bereich entspricht. Für das EBITDA 2018
erwartet er einen deutlichen Rückgang gegenüber dem Vorjahr, relativ betrachtet gegenüber
dem Niveau des ersten Halbjahrs 2018 eine leicht verbesserte EBITDA-Marge.
Würzburg, den 22. August 2018
va-Q-tec AG
Der Vorstand
| Dr. Joachim Kuhn | Stefan Döhmen |
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind.
Würzburg, den 22. August 2018
va-Q-tec AG
Der Vorstand
| Dr. Joachim Kuhn | Stefan Döhmen |