va-Q-tec AG

Würzburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

1.2 Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

das abgelaufene Geschäftsjahr war für den va-Q-tec-Konzern sehr ereignisreich und herausfordernd. Der Aufsichtsrat hat auch im Berichtsjahr 2018 seine gemäß Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben sorgfältig im Sinne aller Aktionäre unter Berücksichtigung der Ansprüche der weiteren betroffenen Kreise wahrgenommen.

Hauptaufgabe des Aufsichtsrats ist die Beratung und Kontrolle des Vorstands. Schwerpunkte dieser Tätigkeit im Berichtszeitraum lagen insbesondere bei der internationalen Ausrichtung der va-Q-tec für das weitere profitable Wachstum, bei der Unternehmensplanung insgesamt, bei der Unternehmensfinanzierung sowie bei den erheblichen Investitionen in den neuen Hauptsitz des Konzerns in Würzburg, in die Erweiterung des Standorts in Kölleda sowie in die Container- und Boxenflotten. Am 28. Juni 2018 fand die zweite Hauptversammlung nach dem Börsengang statt. Im Congress Center Würzburg fanden sich mehr als 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein, um vom Vorstand ausführlich über die Entwicklung im Geschäftsjahr 2017 und den weiteren Ausblick informiert zu werden. Mit 73 % des Grundkapitals zeigte sich auch in diesem Jahr eine sehr hohe Präsenz vor Ort. Alle Tagesordnungspunkte wurden mit Zustimmungsraten zwischen 94 % und 99 % verabschiedet. Insbesondere wurden alle Aufsichtsratsmitglieder für eine weitere Amtsperiode wiedergewählt. Die Wahl wurde entsprechend der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex als Einzelwahl durchgeführt. Herr Dr. Gerald Hommel wird weiterhin das Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden wahrnehmen.

Der Aufsichtsrat war in alle für die Gesellschaft zentralen Belange und Entscheidungen des Vorstands frühzeitig und intensiv eingebunden. Die Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat war stets vertrauensvoll, konstruktiv, sachgerecht, kollegial und effizient. Soweit dies nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnungen geboten war, hat der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung und Beratung die erforderlichen Beschlüsse gefasst.

Während des Geschäftsjahres 2018 hielt der Aufsichtsrat auch zwischen den regelmäßigen Sitzungen engen Kontakt zum Vorstand und beriet dabei zu verschiedenen Geschäftsvorfällen. Dabei ist der Vorstand seinen aus dem Gesetz und der Geschäftsordnung ergebenden Informationspflichten nachgekommen und unterrichtete den Aufsichtsrat regelmäßig, ausführlich und zeitnah in schriftlicher und mündlicher Form über alle für das Unternehmen relevanten Maßnahmen und Ereignisse. Hierbei ging der Vorstand auch auf Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen unter Angabe von Gründen ein. Der Aufsichtsrat wurde somit stets über die Geschäftslage und -entwicklung, die beabsichtigte Geschäftspolitik, die kurz-, mittel- und langfristige Unternehmensplanung einschließlich der Investitions-, Finanz- und Personalplanung sowie die Rentabilität der Gesellschaft, organisatorische Maßnahmen und die Konzernlage insgesamt informiert. Darüber hinaus fand ein regelmäßiger Informationsfluss über die Risikolage und das Risikomanagement sowie zu den Themen Compliance und Corporate Governance statt.

Insgesamt hat va-Q-tec, wie im vorliegenden Geschäftsbericht dargestellt, mit den umgesetzten Investitionen eine starke Basis für die weitere Unternehmensentwicklung geschaffen. Die für die Unternehmensentwicklung zentralen Geschäftsvorgänge wurden vom Aufsichtsrat kritisch beleuchtet und entsprechende Anregungen zur Diskussion mit dem Vorstand eingebracht. Die zustimmungspflichtigen Maßnahmen und Geschäftsvorgänge wurden zwischen Vorstand und Aufsichtsrat beraten und sachgerecht entschieden.

Personelle Veränderungen in Aufsichtsrat und Vorstand

Im Aufsichtsrat haben sich im Berichtszeitraum keine personellen Veränderungen ergeben. Herr Dr. Joachim Kuhn bleibt unverändert Vorsitzender des Vorstands. Seine Bestellung zum Vorsitzenden des Vorstands wurde im laufenden Geschäftsjahr bis zum 31. Dezember 2023 verlängert. Herr Stefan Döhmen ist bis zum 31. Dezember 2019 als Vorstand bestellt.

Aufgrund der geringen Anzahl der Vorstände hat der Aufsichtsrat die Frauenquote im Vorstand auf 0 % festgelegt. Für sich selbst hat der Aufsichtsrat die Frauenquote ab 30. Juni 2017 (Erfüllungsfrist) auf 16,66 % festgelegt, das entspricht einem von sechs Mitgliedern.

Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse

Der Aufsichtsrat hat sich im Rahmen seiner regelmäßigen Beratungen mit der operativen und strategischen Lage der va-Q-tec befasst und sich durch die schriftlichen und mündlichen Berichte des Vorstands umfassend über die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung informiert. Der Beginn des Geschäftsjahres 2018 war für va-Q-tec von unerwarteten Umsatzrückgängen im Container-Rental Bereich geprägt, die das Unternehmen vor besondere Herausforderungen stellten. Deren Auswirkungen und die in der Folge eingeleiteten Maßnahmen des Vorstands standen daher regelmäßig im Mittelpunkt der Berichterstattung des Vorstands sowie der aus diesem Anlass besonders intensiven Kontrolle und beratenden Begleitung durch den Aufsichtsrat. Weitere Schwerpunkte der Beratungen in 2018 lagen in der Finanzierungs- und Liquiditätssituation und der mittelfristigen Strategie.

Der Aufsichtsrat traf sich satzungsgemäß zu insgesamt sechs Plenarsitzungen sowie zu einer außerordentlichen Sitzung. Alle Sitzungen wurden in Würzburg abgehalten. Die nachfolgende Tabelle zeigt die individualisierte Teilnahme der einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats:

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Name 1. Sitzung 2. Sitzung 3. Sitzung 4. Sitzung 5. Sitzung 6. Sitzung
Dr. Gerald Hommel
Uwe Lamann
Winfried Klar
Uwe Andreas Kraemer
Dr. Barbara Ooms-Gnauck
Dr. Eberhard Kroth
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Name Ao. Sitzung
Dr. Gerald Hommel
Uwe Lamann
Winfried Klar
Uwe Andreas Kraemer
Dr. Barbara Ooms-Gnauck
Dr. Eberhard Kroth

Für die Vorstandsmitglieder zeigt die nachfolgende Tabelle die individualisierte Sitzungsteilnahme:

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Name 1. Sitzung 2. Sitzung 3. Sitzung 4. Sitzung 5. Sitzung 6. Sitzung
Dr. Joachim Kuhn
Stefan Döhmen
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Name Ao. Sitzung
Dr. Joachim Kuhn
Stefan Döhmen

In der ersten Sitzung am 2. und 3. März 2018 berichtete der Vorstand über den Stand der Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses 2017 für AG und Konzern sowie über die Geschäftsentwicklung in den ersten beiden Monaten 2018. Außerdem wurde die Erklärung zur Unternehmensführung und die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex diskutiert und verabschiedet. Weiterhin wurden nach ausführlicher Diskussion durch den Aufsichtsrat der vom Vorstand beantragten Gründung einer Tochtergesellschaft in Uruguay zugestimmt und eine Patentverletzung durch einen Wettbewerber thematisiert. Zusätzlich wurde die Risikoinventur 2017 erörtert.

Ein eigener, ausführlicher Teil war auch Strategieüberlegungen sowie neuen Geschäftsfeldern der va-Q-tec gewidmet. Darunter fallen Zukunftsmärkte und neue Anwendungsfelder wie Flugzeug- oder Fahrzeugdämmung, die Belieferung von Apotheken oder die TempChain 4.0-Initiative. Sie sollen das Wachstum mittel- und langfristig vorantreiben. Zusätzlich diskutierte der Aufsichtsrat die Finanzstrategie, welche die zwischenzeitlich nahezu abgeschlossenen, insgesamt hohen Investitionspläne der va-Q-tec unterstützen und ermöglichen soll.

Am 9. April 2018 trat der Aufsichtsrat zu seiner zweiten Sitzung zusammen. Neben dem Bericht des Abschlussprüfers war die Vorstellung, Erörterung und Vorbereitung der Beschlussfassung über den Geschäftsbericht, Jahresabschluss, Lagebericht und Anhang des Einzel- und des Konzernabschlusses der va-Q-tec AG für das Geschäftsjahr 2017 das Thema der Sitzung. Nach ausführlicher Diskussion und zahlreichen Fragen beschloss der Aufsichtsrat einstimmig die Billigung und Feststellung des Jahresabschlusses 2017 sowie die Billigung des Konzernabschlusses 2017 unter Einbeziehung der Lageberichte. Schließlich wurden mit dem Aufsichtsrat die Optionen für ein verstärktes Engagement im asiatischen Raum erörtert. Außerdem wurden auf Basis der Empfehlung des Nominierungsausschusses die notwendigen Beschlüsse zur künftigen Besetzung des Aufsichtsrats anlässlich der in der Hauptversammlung anstehenden Neuwahlen aller Aufsichtsräte gefasst.

Im Fokus der dritten ordentlichen Sitzung am 5. Juni 2018 stand nach der Erörterung der aktuellen Geschäftsentwicklung der Gruppe mit den Zahlen der ersten vier Monate 2018, die Entwicklung der britischen Tochtergesellschaft. Zu diesem Zweck waren die beiden Geschäftsführer Roland Rappl und Sven Larsen eingeladen worden, dem Aufsichtsrat Bericht zu erstatten. Das Management erläuterte die Gründe für den Umsatzrückgang im ersten Quartal 2018 und ging dabei auch auf den Vergleich zum Wettbewerb (Marktanteile, Technologie), die aktuelle Entwicklung der einzelnen Kunden und operativ begleitende Maßnahmen ein. Mit dem Ziel Kernkunden in ihrem Ramp-up noch besser zu begleiten, wurden Maßnahmen erörtert und festgelegt. Ein weiterer Schwerpunkt der AR-Sitzung war die Finanzierungsstrategie sowie der Stand der Investitionen in 2018. Vor dem Hintergrund des anhaltend hohen Investitionstempos in 2018 bestand Einigkeit darüber, dass jetzt sukzessiv die Umfinanzierung, der zunächst aus Eigenmitteln finanzierten langfristigen Sachanlagen, stattfinden soll. Außerdem wurden dem Aufsichtsrat die Vorbereitungen auf die bevorstehende Hauptversammlung präsentiert.

Hauptzweck der außerordentlichen Sitzung am 28. Juni 2018 im Nachgang der Hauptversammlung waren die Wahlen des Aufsichtsratsvorsitzenden, des stellvertretenden Vorsitzenden und die Bildung des Präsidial-, des Prüfungs-, und des Nominierungsausschusses. Zusätzlich erläuterte der Vorstand die aktuelle Geschäfts- und Finanzlage und stellte die Zahlen für die ersten fünf Monate 2018 für die va-Q-tec Gruppe dar. Neben dem hohen Umsatzanteil des margenschwächeren Produktgeschäfts wirkten sich die Vorlaufinvestitionen in zusätzliches Personal und Internationalisierung sowie Umzugs- und Doppelkosten im Zusammenhang mit der Erweiterung der Standorte negativ auf das EBITDA aus. Darüber hinaus informierte der Vorstand über seine aktuellen Initiativen mit den Finanzierungspartnern betreffend der lang- und kurzfristigen Finanzierungen. Zusätzlich erläuterte der Vorstand die Idee der Gründung einer Tochtergesellschaft in Singapur.

In der vierten Sitzung am 20. September wurde die Geschäftsentwicklung des Konzerns bis einschließlich Ende Juli intensiv analysiert und diskutiert. Kritisiert wurde, dass die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr insbesondere im UK-Segment (Dienstleistungen) deutlich hinter den Erwartungen zurück blieben. Die Materialaufwandsquote lag aufgrund des Umsatzmixes über dem Vorjahresniveau und auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen überproportional zur Gesamtleistung an. Ein weiterer wesentlicher Diskussionspunkt der vierten AR-Sitzung war erneut der Fortschritt der Renovierungsarbeiten am neuen Standort in Würzburg. Die Umzüge und Doppelkosten wirkten sich vor allem im ersten Halbjahr belastend auf das EBITDA aus, wobei die Umzüge auch zum Teil den vorsorglichen Aufbau des Vorratsvermögens verursachten. Ein wichtiges Thema der Sitzung war erneut der Stand der geplanten Finanzierungsmaßnahmen. Außerdem diskutierte der Aufsichtsrat die aktuelle Aktienkursentwicklung. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass nach Anpassung der Prognose viele Investoren enttäuscht sind und abwarten. Herr Dr. Kuhn berichtete schließlich zur Markt- und Wettbewerbsentwicklung anlässlich des Verkaufsprozesses eines großen schwedischen Wettbewerbers. Außerdem wurde in der Sitzung ein Beschluss zur Stärkung des Eigenkapitals der britischen Tochtergesellschaft gefasst.

In der fünften Sitzung Ende Oktober wurden die bisherigen Aktivitäten im Rahmen eines Projektes zur Optimierung der (Vertriebs-)Struktur und der Internationalisierung der Organisation thematisiert. Ziel ist es, die Verantwortlichkeiten und Schnittstellen in der zunehmend internationalen Organisation eindeutig festzulegen und zu schärfen. Daneben diskutierte der Aufsichtsrat die Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten. Demnach lag der Gesamtumsatz nach neun Monaten über dem Vorjahresumsatz, aber deutlich unter den Erwartungen für dieses Geschäftsjahr. Auch die Profitabilität entwickelte sich nicht zufriedenstellend. In der va-Q-tec AG wirkten insbesondere einmalige Aufwendungen aufgrund von Umzügen und Doppelkosten (z. B. Zeitarbeitnehmer) aus dem ersten Halbjahr nach. Herr Dr. Kuhn erläuterte anhand der Sitzungsunterlage noch einmal die Situation im Container-Rental-Geschäft. Während die Serviceumsätze mit einem Pharma-Großkunden aufgrund dessen eigener rückläufiger Geschäftsentwicklung um knapp die Hälfte gegenüber dem Vorjahr zurückgingen, wuchs der Umsatzbeitrag der übrigen Kunden insgesamt deutlich. Die Rückgänge beim Großkunden, welcher vor drei Jahren noch ca. 50 % des gesamten Umsatzes in diesem Bereich ausgemacht hatte, konnten zwar kompensiert werden, gingen aber zulasten des Wachstums. Der Vorstand berichtete außerdem darüber, dass die geplanten langfristigen Darlehen zur Umfinanzierung der Immobilien in Würzburg abgeschlossen werden konnten und sich weitere Finanzierungsmaßnahmen, besonders für den Standort Kölleda, in abschließenden Verhandlungen befinden. Die Möglichkeiten zu Finanzierungsmaßnahmen aus dem Working Capital besprochen. Herr Kuhn informierte den Aufsichtsrat darüber, dass die Gründung der va-Q-tec Singapur vollzogen wurde und die Gesellschaft ab Q4 erstmals operativ agieren werde.

Die sechste und letzte ordentliche Sitzung des Aufsichtsratsplenums im Geschäftsjahr 2018 fand am 14. Dezember 2018 statt. Im Mittelpunkt stand die Präsentation und Erläuterung der Planzahlen für 2019 durch den Vorstand und die Geschäftsleitung der va-Q-tec UK. Insbesondere vor dem Hintergrund der deutlichen Abweichung von den Umsatz- und Ergebnis-Zielen für 2018 und der Enttäuschung der Investoren stellten Vorstand und Management der britischen Tochtergesellschaft in der Ursachenanalyse dar, dass der geringere Umsatz in existierendem Geschäft mit Schlüsselkunden für den enttäuschenden Verlauf des Container-Rental-Geschäfts verantwortlich war und einige der ursprünglich für das angestrebte Wachstum geplanten Neukunden so größtenteils fehlendes "Altgeschäft" kompensieren mussten. Sodann erläutern die Geschäftsführer der va-Q-tec UK und der Vorstand die Maßnahmen, die in den vergangenen Monaten beschlossen, umgesetzt bzw. initiiert wurden, um in 2019 wieder deutliche Umsatzzuwächse zu erzielen. Ebenfalls im Rahmen der Sitzung erläuterte der Vorstand die Initiativen, die zur Verbesserung der Ergebnisse seit dem 4. Quartal 2018 im Rahmen des Power 20+ Programms geplant und in die Wege geleitet worden sind. Nach ausführlicher Diskussion genehmigte der Aufsichtsrat das Konzernbudget, einschließlich des Investitionsbudgets für das Geschäftsjahr 2019, sowie die mittelfristige Planung.

Auch über die in Q4 2018 erfolgreich abgeschlossenen Finanzierungsmaßnahmen wurde der AR durch den Vorstand informiert. Der Stand der Investitionen 2018 sowie die voraussichtliche Entwicklung bis zum Ende des Geschäftsjahres waren bereits im Rahmen der Budget-Diskussion diskutiert worden.

Im Berichtsjahr 2018 nahmen alle Mitglieder des Aufsichtsrats an mehr als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen teil; sämtliche Aufsichtsratsmitglieder nahmen außerdem an über der Hälfte der Sitzungen von Ausschüssen, denen sie angehörten, teil (Ziffer 5.4.7 DCGK). Der Aufsichtsrat tagte regelmäßig im Beisein des Vorstands, ausgenommen die Gespräche über seine Vergütung (Ziffer 3.6 DCGK). Im Übrigen wird auf den gleichnamigen Bericht zur Corporate Governance, der Bestandteil des vorliegenden Geschäftsberichts ist, verwiesen.

Ausschussbildung

Der Aufsichtsrat hat in Übereinstimmung mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) Unterausschüsse gebildet. Im Einzelnen sind dies ein Nominierungs-, ein Prüfungs- und ein Präsidialausschuss.

Ein Thema des Nominierungsausschusses war im abgelaufenen Geschäftsjahr die zukünftige Besetzung des Aufsichtsrats. Gerade in Zeiten der dynamischen Unternehmensentwicklung ist eine kontinuierliche Beratung und Aufsicht der Gesellschaft wichtig. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats stellen sich für eine weitere Wahlperiode zur Verfügung. Der Aufsichtsrat fasste in seiner Sitzung vom 9 . April 2018 einen entsprechenden Beschluss.

Interessenkonflikte im Aufsichtsrat sind im Berichtszeitraum nicht aufgetreten.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Der Konzernabschluss der va-Q-tec AG wurde gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Den Jahresabschluss der va-Q-tec AG sowie den Konzernabschluss, beide zum 31. Dezember 2018, mit den jeweiligen Lageberichten haben die von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, die Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Jena, unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und am 25. März 2019 jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Abschlussprüfer haben sich ferner vergewissert, dass der Vorstand ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem eingerichtet hat, das in seiner Umsetzung und Konzeption geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen.

Die Abschlussunterlagen der va-Q-tec AG und des va-Q-tec-Konzerns, sowie die Berichte des Abschlussprüfers wurden in der Sitzung des Prüfungsausschusses vom 21. März 2019 sowie in der Sitzung des Aufsichtsrats am 25. März 2019 mit den Abschlussprüfern diskutiert und eingehend durch den Aufsichtsrat geprüft. Die Prüfer nahmen an der Beratung über die Abschlussunterlagen in dieser Aufsichtsratssitzung teil und informierten den Aufsichtsrat über die Prüfungsfeststellungen und ihre Erkenntnisse zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem.

Der Aufsichtsrat folgt der Empfehlung des Prüfungsausschusses und billigt den Jahresabschluss und Lagebericht sowie den Konzernabschluss und Konzernlagebericht der va-Q-tec AG für das Geschäftsjahr 2018. Damit ist der Jahresabschluss der va-Q-tec AG festgestellt.

Dank und Ausblick

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand für die gute Zusammenarbeit im Geschäftsjahr 2018. Der ganz besondere Dank des Aufsichtsrats gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der va-Q-tec. Das Jahr 2018 war durch eine starke Auf- und Ausbauleistung geprägt. Solche Leistungen sind ohne den Einsatz und die positive Einstellung aller Mitarbeiter nicht möglich.

 

Dr. Gerald Hommel, Vorsitzender des Aufsichtsrats der va-Q-tec AG

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die va-Q-tec AG (im Folgenden kurz auch va-Q-tec genannt) ist ein weltweit technologisch führender Anbieter hocheffizienter Produkte und Gesamtlösungen im Bereich der thermischen Isolation. Die Angebote der va-Q-tec in den Geschäftsbereichen Produkte, Systeme und Dienstleistungen des Konzerns finden Anwendung in der Thermologistik, der Kühlschrank- und Lebensmittelindustrie, in technischen Anwendungen wie Warmwasserspeichern, der Bauindustrie und im Mobilitätsbereich.

Im Geschäftsbereich Produkte (Vakuumisolationspaneele & Phase Change Materials) entwickelt, produziert und vertreibt das Unternehmen innovative Vakuumisolationspaneele ("VIPs") und Phasenwechselmaterialien (Phase Change Materials "PCMs"). VIPs sind zwischen 5mm und 50mm dicke Hochleistungsdämmplatten, die für eine besonders raumsparende und energieeffiziente thermische Dämmung geeignet sind. PCMs sind Wärme- und Kältespeichermaterialien, die thermische Energie absorbieren und freigeben. Durch den Einsatz unterschiedlicher Speichermaterialien wie Paraffinen oder Salzlösungen können verschiedenste Temperaturbereiche gespeichert werden.

va-Q-tec fertigt im Geschäftsbereich Systeme (Thermische Verpackungen) durch die Kombination von VIPs und PCMs passive thermische Verpackungen, Container und Boxen, die ohne Zufuhr von externer Energie für bis zu 200 Stunden konstant einen definierten Temperaturkorridor halten können.

Im Geschäftsbereich Dienstleistungen (Serviced Rental) betreibt va-Q-tec ein Mietgeschäft für eigenproduzierte Thermo-Transportboxen. Darüber hinaus übernimmt va-Q-tec für namhafte Kunden wie die Schweizerische Post begleitende Dienstleistungen im Bereich der Vorkonditionierung, der Aufbereitung und der Versandvorbereitung thermischer Verpackungssysteme. Solche integrierten Transportlösungen aus einer Hand werden von der Healthcare-Industrie verstärkt nachgefragt.

Ergänzend bietet va-Q-tec Beratungsdienstleistungen rund um die thermische Isolation an, beispielsweise um technische Geräte in höhere Energieeffizienzklassen zu bringen.

Mit diesem umfassenden Portfolio bedient va-Q-tec Kunden aus den folgenden Zielbranchen:

Healthcare & Logistik; z.B. Container und Transportboxen für temperatursensible Transporte plus Vermietungs-Service

Kühlgeräte und Lebensmittel, z.B. Isolierung von Kühl-/Gefriergeräten oder Lebensmittelcontainern

Technik & Industrie, z.B. Isolierung von Warmwasserspeichern, Pipelines, Laborgeräten und Ultratieftemperatur-Kühlschränken

Bau, z.B. Gebäudedämmung (Fassade, Dach, Boden)

Mobilität, z.B. Isolierung in Kühl-LKWs, Automobilen, Zügen und Flugzeugen

Alle Lösungen unterliegen in den Zielbranchen hohen Anforderungen an die Leistungsfähigkeit und Lebensdauer der thermischen Isolierung und meist bei sehr beschränktem Bauraum.

Wachstumspotenziale im Zielmarkt Healthcare & Logistik ergeben sich durch eine zunehmende Globalisierung der klinischen Forschung und Pharmaproduktion. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach temperatursensiblen Biotech-Medikamenten ständig. Die Anforderungen an die Produktsicherheit ("Good Distribution Practice of medicinal products for human use" - GDP) werden zunehmend strenger. Wachstumstreiber der Geschäfte des Konzerns in den Zielmärkten Kühlgeräte und Lebensmittel, Technik und Industrie, Bau und Mobilität sind insbesondere die zunehmende Energieeffizienz, Regulierungen sowie die Urbanisierung.

2. Forschung und Entwicklung

va-Q-tec ist einer der führenden Technologieinnovatoren bei der Entwicklung und Herstellung von energieeffizienten und platzsparenden VIPs, Hochleistungs-PCMs sowie Thermoverpackungssystemen. Um die Technologieführerschaft im Bereich der thermischen Isolation zu festigen und weiter auszubauen, ist der Bereich Forschung und Entwicklung von strategischer Bedeutung. Die va-Q-tec-Forschung ist unternehmensübergreifend tätig und entwickelt Technologien für zukunftsfähige Produkte und Lösungen der Konzerngesellschaften.

va-Q-tec betreibt ein Portfolio von internen und externen FuE-Projekten, die zum einen der Grundlagenforschung an VIPs dienen und zum anderen die fünf von va-Q-tec definierten Zielbranchen betreffen, welche fortschrittliche thermische Wärmedämmung und Energiespeicherung benötigen.

Ausgehend von ihrer Gründung aus dem universitätsnahen Zentrum für angewandte Energieforschung Bayern (ZAE Bayern) unterhält va-Q-tec Kooperationen mit internationalen Verbänden, Forschungsinstituten, Universitäten und Hochschulen. Intern wurde eine eigene FuE-Organisation mit umfassenden Kapazitäten zur Grundlagen- und insbesondere zur anwendungsorientierten Forschung etabliert.

Aus den erfolgreichen FuE-Aktivitäten der vergangenen Jahre resultiert ein Patentportfolio, das sich in der führenden Technologieplattform widerspiegelt.

Durch das patentierte, weltweit einzigartige Qualitäts-Kontrollsystem va-Q-check® kann die Isolation vor Nutzung der VIPs oder der Freigabe von Boxen und Containern durch Messung des Gasinnendrucks kontrolliert werden. va-Q-tec VIPs sind dadurch die einzige Wärmedämmung, deren Leistung und Wirkung am Ort der Anwendung gemessen und kontrolliert werden kann. Dies schafft Vertrauen in die VIP-Technologie und ermöglicht va-Q-tec, die hohen Qualitätsanforderungen des anspruchsvollen Kundenkreises zu erfüllen und beispielsweise die geforderten Thermoschutzanforderungen für Kühlkettentransporte sicher und nachweislich einzuhalten. Das patentierte va-Q-pro ist ein frei formbares, pulvergefülltes Vakuumisolationspaneel und kann produktionsseitig mit Ausschnitten und Löchern versehen und in dreidimensionaler Geometrie gefertigt werden. Durch diese Eigenschaften und flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten kann va-Q-pro in verschiedensten Anwendungsbereichen eingesetzt werden, zum Beispiel für Batterien von E-Fahrzeugen oder in der Dämmung von Flugzeugbereichen, z.B. der Bordküche.

Grundlagenforschung betrieb die va-Q-tec 2018 beispielsweise weiterhin bei der Anwendung von VIPs in gänzlich neuen Temperaturbereichen. Während konventionelle VIPs typischerweise im Temperaturbereich von -80°C bis +80°C zum Einsatz kommen, arbeitet va-Q-tec daran, den Einsatzbereich von VIPs über die optimale Kombination verschiedener Füllmaterialien und Kernstoffe zu erweitern, z.B. in Temperaturklassen von 80 - 180°C oder auch >400°C. Von strategischer Bedeutung im Bereich der Grundlagenforschung für VIP-Kernmaterialien ist die maßgebliche Beteiligung an dem Kölner Start-up SUMTEQ. Gemeinsames Ziel von va-Q-tec und SUMTEQ ist die Pilotierung und Markteinführung der submicro-porösen Schäume von SUMTEQ als weiteren Hochleistungsdämmstoff. Die strategische Partnerschaft bietet beiden Unternehmen die Möglichkeit, ihre jeweilige Fachkompetenz in Forschung und Entwicklung einzubringen und somit zusätzlichen Wert für ihre Kunden zu schaffen.

Im Berichtsjahr arbeitete va-Q-tec vor allem daran, das bestehende Produktportfolio zu erweitern und zu verbessern: Beim va-Q-shell optimierte va-Q-tec ein Produkt in Kooperation mit Kunden aus dem Bereich Warmwasserspeicher: va-Q-shell besteht im Wesentlichen aus zwei PU-Halbschalen mit integrierten VIPs. Durch den Einsatz von va-Q-shell lassen sich gegenüber herkömmlichen Lösungen mit konventionellen Isolierungen 50-60% Energie einsparen. Mit VIPs erreichen Warmwasserboiler das A+ Label nach der seit September 2015 verpflichtenden EU-Norm.

Mit dem stapelbaren "va-Q-tray", einem thermischen Verpackungssystem, lassen sich Lebensmittel so transportieren, dass sie stunden- oder teilweise tagelang warm, kalt oder gefroren bleiben. Die Temperaturhaltedauer kann optional durch PCM-Akkus verlängert werden. Mit dem va-Q-tray lassen sich beispielsweise Bäckereifilialen effizient mit frischer Ware beliefern: Im Gegensatz zu existierenden Systemen aus Styropor genügt va-Q-tray höchsten Hygiene- und Temperaturketten-Anforderungen, ist universell einsetzbar z.B. auch als portabler Kühlschrank, und lässt sich als kombinierbares System mit nicht isolierten Standard-Behältern nutzen. Neben den hygienischen Vorteilen ergibt sich daraus auch eine Kostenersparnis, weil auf zusätzliche gekühlte Fahrzeuge verzichtet werden kann.

Ebenfalls im Bereich der Systeme wurde "va-Q-pal" als thermische Verpackung in der Größe einer Palette für den temperaturgeführten Transport von wertvollen biologischen Pharmazeutika weiterentwickelt. Sie besteht aus einer Umverpackung aus Karton, VIPs und PCM-Akkus, die Temperaturschwankungen gegenüber der Außentemperatur puffern. va-Q-pal wird dabei als besonders kosteneffiziente Lösung zur einmaligen Verwendung marktfähig entwickelt und rundet das Angebot von va-Q-tec in diesem Bereich ab.

"va-Q-med" wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr mit externen Logistikpartnern deutlich weiterentwickelt. Sie gewährleistet eine sichere Last-Mile-Logistik ohne Temperaturabweichungen direkt bis zum Empfänger. Anders als herkömmliche, ineffiziente Einwegverpackungen oder CO2-intensive Extra-Transporte mit Kühlfahrzeugen in überlasteten Innenstädten ermöglichen die va-Q-med Boxen eine umweltfreundliche, verkehrsvermeidende und gleichzeitig sichere Transportlogistik. Das Transportsystem besteht zu einem großen Teil aus Vakuumisolationspaneelen. Thermische Energiespeicherkomponenten (Phase Change Materials - "PCMs") von va-Q-tec ergänzen die starke Dämmleistung der VIPs. Sie sorgen für eine zuverlässige und energieeffiziente Temperaturkontrolle im benötigten Bereich.

Die "va-Q-box", eines der ersten Systeme der Gesellschaft, wurde nach dem Redesign im vergangenen Geschäftsjahr kontinuierlich weiterentwickelt. Ziele waren dabei unter anderem Verbesserungen im Design und in der Handhabbarkeit sowie die Anpassung auf marktübliche Größen, um die va-Q-box einem erweiterten Kundenkreis im Bereich der Gastronomie anzubieten. Die va-Q-box wird unter anderem in einem firmeneigenen Webshop direkt an Endkunden (B2C) vertrieben und dient so auch als Basis eines erweiterten Portfolios in diesem Sektor.

va-Q-tec diversifiziert ihre geschäftlichen Aktivitäten unter Einbeziehung der Tochtergesellschaften mit dem Ausbau der Dienstleistungen ("Serviced Rental" von Containern und Boxen) entlang der vertikalen Wertschöpfungskette. Zu diesem Zweck entwickelt va-Q-tec für seine Kunden Prozesse für die Logistik der Boxen und Container. Gleichzeitig werden die Kunden bei der optimalen Implementierung der Verpackungslösung in bestehende Systeme beraten.

Zur Steuerung dieser logistischen Prozessabläufe entwickelt va-Q-tec unter dem Stichwort "TempChain 4.0" vermehrt auch fortschrittliche Software- und Simulationslösungen. Diese ermöglichen es in Kombination mit den va-Q-tec Thermoverpackungen, TempChains smart zu steuern. Hierfür wurden im Berichtszeitraum die Ressourcen im Bereich der IT deutlich gestärkt.

Die Technologieplattform ist durch ca. 170 Schutzrechte und Schutzrechtsanmeldungen gesichert. Sie betreffen vorwiegend effiziente Fertigungsmethoden für pulvergefüllte VIPs sowie das Qualitäts-Kontrollsystem va-Q-check® , einer Sensortechnologie zur Vakuummessung in VIPs. Im Berichtszeitraum wurden insgesamt 7 Schutzrechte angemeldet, davon 5 Patentanmeldungen und 2 Gebrauchsmusteranmeldungen.

Im Berichtsjahr 2018 investierte das Unternehmen erneut stark in den Bereich Forschung und Entwicklung. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich auf 2.451 TEUR und lagen somit deutlich über dem Wert des Vergleichszeitraums im Vorjahr in Höhe von 1.938 TEUR. Insgesamt wurden im Berichtszeitraum 144 TEUR aktiviert (Vj.: 104 TEUR). Die Forschungskostenquote belief sich auf 5% (Vj.: 4%). Ca. 12% der Belegschaft arbeiten im Bereich F&E (Vj.: 12%).

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahrs hat eine Serie von politischen Krisen und externen Schocks die Konjunktur in wichtigen Volkswirtschaften negativ beeinflusst. Vor allem Handelsspannungen lasteten auf der Stimmung der Unternehmen. Die exportorientierte deutsche Volkswirtschaft ist besonders abhängig von einem ungehinderten und florierenden Welthandel. Stärker als andere hat sie somit auf die Handelsspannungen, die etwas weniger dynamisch wachsende chinesische Volkswirtschaft und wirtschaftliche Probleme in Schwellenländern reagiert. Auch der Zuwachs der inländischen Nachfrage hat sich ab Mitte 2018 abgeschwächt. Den Verbrauchern hat der hohe Ölpreis zu schaffen gemacht. Die Konsumausgaben sind zuletzt deutlich zurückgegangen. Auch angebotsseitige Schwierigkeiten haben die Wirtschaft beeinflusst. Seit Oktober trüben zudem die zunehmende Unsicherheit über den Brexit-Prozess sowie die Rücknahme von Wirtschaftsreformen in Italien das Geschäftsklima in Europa. Insgesamt hat sich das Wachstum in der Eurozone und Japan im Laufe des Jahres 2018 erheblich abgeschwächt. In den USA überwiegen positive fiskalische Impulse (umfangreiche steuerliche Entlastungen Anfang 2018) sowie die bis zum November höheren Einnahmen für Ölproduzenten derzeit noch die Kosten der Handelskriege und anderer Schocks. Mit dem Fiskalstimulus hatten sich die USA 2018 vom Rest der Welt abgekoppelt. Großbritannien muss sich entscheiden, welche Beziehungen es künftig mit der EU unterhalten möchte. Zum Zeitpunkt der Endredaktion an vorliegendem Jahresabschluss ist noch unklar, für welche der Möglichkeiten sich das Land entscheiden wird. "Harter Brexit" (Kein Freihandelsabkommen, Handel wird nach den Regeln der Welthandelsorganisation betrieben), "Mays halbweicher Brexit", "Weicher Brexit" (Großbritannien bleibt Teil des Binnenmarkts und der Zollunion - d.h. "Norwegen plus") oder "Kein Brexit" (UK widerruft den Austritt aus der EU) sind nur einige der möglichen Schattierungen und Grenzfälle der aktuellen Diskussion. Va.-Q-tec hat zur Evaluierung der Brexit-Folgen auf die Wertschöpfungskette des Konzerns ein dezidiertes vorstandsnahes Team gebildet. Insgesamt erwartet va-Q-tec unter der Annahme einer konstruktiven Lösung keine wesentlichen negativen Auswirkungen, insbesondere auf die Geschäfte im britischen Berichtssegment. Zwar erfolgt die operative Steuerung aus dem Vereinigten Königreich, die eigentliche Wertschöpfung wird jedoch über die global verteilte Container-Flotte erzielt. Für weitere Ausführungen zu Chancen und Risiken, die sich aus dem BREXIT ergeben, verweisen wir auf das Kapitel IV. des vorliegenden Lageberichts. Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert für das Jahr 2018 ein Wachstum der Weltwirtschaft in Höhe von 3,7%. Während die USA nur langsam an Dynamik verlieren und weiterhin etwas gedämpfte Daten aus China kommen könnten, hält die Wachstumsschwäche in Europa und Japan vorerst an. Sofern die politischen Risiken 2019 etwas nachlassen und die Fed ihre Geldpolitik nicht übermäßig strafft, könnte sich die konjunkturelle Entwicklung in der zweiten Hälfte 2019 wieder beschleunigen. Für das Jahr 2019 rechnet der IWF mit einer Wachstumsrate von 3,5%. Die Entwicklungs- und Schwellenländer werden laut der Prognose überproportional zum globalen Wachstum beitragen.

Als global aufgestellter Konzern sieht sich va-Q-tec daher makroökonomisch sowohl Chancen als auch Risiken ausgesetzt.

Wesentliche Umsatztreiber für die va-Q-tec AG sind die beiden Endmärkte Healthcare & Logistik sowie Kühlgeräte & Lebensmittel, die zusammen einen Umsatzanteil von 80% (Vj.: 82%) ausmachen.

va-Q-tec agiert im Markt für thermische Verpackungssysteme - besonders für die globale Healthcare-Industrie als wichtigstem Absatzmarkt der va-Q-tec. Die Marktforschungsagentur MarketsandMarkets zeigt sich hinsichtlich des Wachstums dieses Marktes für die kommenden Jahre optimistisch: Im Zeitraum von 2016 - 2021 erwartet MarketsandMarkets eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 9,1%, wobei va-Q-tec davon ausgeht, dass die relevanten Subsegmente des Marktes (Verpackungssysteme mit high performance) stärker wachsen werden. Strengere regulatorische Anforderungen an die Kühlketten-Logistik (unter dem Stichwort "Good Distribution Practices") erfordern für die Kunden in der Pharmaindustrie immer leistungsfähigere und sicherere Verpackungssysteme. Die Marktforschungsagentur IMARC geht zusätzlich davon aus, dass im Jahr 2020 von den umsatzstärksten 50 Medikamenten weltweit 27 Medikamente Kühlketten-Logistik im Bereich von 2-8°C benötigen werden. va-Q-tec ist davon überzeugt, sowohl mit den qualitativ hochwertigen Systemlösungen im Verkauf als auch mit den Mietlösungen (" Serviced Rental" von thermischen Verpackungssystemen) überproportional im Vergleich zum Markt wachsen zu können. Insbesondere mit zukunftsweisenden Mietlösungen beabsichtigt va-Q-tec in Märkte einzutreten, die bislang mit konventionellen thermischen Verpackungssystemen bedient wurden.

Zweitwichtigste Abnehmer nach der Healthcare-Industrie sind die Hersteller von Kühl- und Gefriergeräten. Nach einer Einschätzung von LUX Research wächst der Markt für Vakuumisolationspaneele in Kühl- und Gefriergeräten im Zeitraum von 2014 - 2019 um jährlich fast 21%. Aufgrund der besonders langlebigen und qualitativ hochwertigen Produkte erwartet va-Q-tec tendenziell noch höhere Wachstumsraten in diesem Zielmarkt.

Insgesamt wendet sich va-Q-tec mit seinem Produktgeschäft mit VIPs wachsenden Märkten zu. In Deutschland wird der "Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen" zufolge circa 60% der Primärenergie für thermische Zwecke, also Kühlen oder Erwärmen, verwendet. Mit weltweit steigenden Verbraucherpreisen für Primärenergie, erhöhtem Kundenbewusstsein für Energieeinsparungen und strengeren gesetzlichen Regulierungen nimmt der ökonomische und politische Anreiz zu, in Energieeffizienz zu investieren. Daraus ergeben sich sehr interessante Geschäftschancen für die Produkte von va-Q-tec.

2. Geschäftsverlauf

Im Mittelpunkt des unternehmerischen Handelns des Konzerns standen im Geschäftsjahr 2018 die Fortsetzung und der Abschluss des Investitionsprogramms als Grundlage für weiteres Wachstum. So wurden wesentliche personelle, organisatorische und bauliche Voraussetzungen für die weitere Geschäftsausweitung geschaffen. Zugleich wurden auch die Internationalisierung des Geschäfts sowie die Erweiterung der Kapazitäten im Produktionsbereich vorangetrieben.

Geschäftsbereich Produkte (Verkauf von VIPs)

Im Geschäftsbereich Produkte konnten neue Kunden insbesondere im Zielmarkt Technik und Industrie akquiriert und das Bestandskundengeschäft weiter ausgebaut werden. Dieser Erfolg begründet sich einerseits durch die hohe Qualität, Leistungsfähigkeit und Lebensdauer der VIPs. Andererseits wirkten sich regulatorische Veränderungen günstig auf das Geschäft aus. Seit September 2017 sind Warmwasserspeicher in Heizungsanlagen (Volumen bis 2.000 l) Gegenstand des europaweiten Energieeffizienz-Labelings, wie es bei Kühlschränken bereits seit Jahren Standard ist. Die aktuell höchste Energieeffizienzklasse A+ ist dabei technisch sinnvoll nur mit VIPs erreichbar. Warmwasserspeicher mit einer Energieeffizienzklasse unter der Kategorie "C" dürfen nicht mehr produziert werden. Die Blue-Chip-Kunden von va-Q-tec nutzen VIPs, um ihre Produkte durch bessere Isolierung in die höchsten Energieeffizienzklassen zu bringen. So hat zum Jahresbeginn 2018 ein führender deutscher Haustechnik-Anbieter sein Produktsortiment im Bereich Warmwasserspeicher für Heizungsanlagen bereits vollständig auf VIP-Superisolation von va-Q-tec umgestellt.

Geschäftsbereich Systeme (Verkauf von thermischen Verpackungssystemen)

Mit der Thermo-Box "va-Q-one", einer kosteneffizienten Einweg-Lösung für einen sicheren temperatursensitiven Gütertransport, konnten 2018 neue Kunden gewonnen werden. Dieses Produkt eignet sich insbesondere für Transporte, bei denen eine Rückführung der Thermobox aus wirtschaftlichen Gründen nicht erfolgt. Zugleich entwickelte sich das Geschäft mit bestehenden großen Kunden stabil.

Geschäftsbereich Dienstleistungen (Vermietung und Vorkühlung von thermischen Verpackungssystemen)

Insgesamt zeigt der Geschäftsbereich Dienstleistungen im Berichtszeitraum ein gemischtes Bild:

Erfolgreich hat va-Q-tec im Februar 2018 im Bereich temperaturkontrollierter Luftfrachttransporte ein Projekt mit einem führenden Anbieter von Anlagen für die Halbleiterindustrie, gestartet. Dadurch konnte ein Referenzkunde mit großer Strahlkraft auf die gesamte Industrie gewonnen werden. Dessen überaus komplexe Produktionsmaschinen spielen eine wichtige Rolle bei der Herstellung von Mikrochips. Der Kunde nutzt die Dienstleistung von va-Q-tec, um temperaturempfindliche Komponenten der optischen und mechanischen Systeme sicherer und wesentlich kosteneffizienter als bisher zwischen Produktionsstätten in Europa und Asien zu transportieren. Die Technologie von va-Q-tec gewährleistet dabei die Stabilität dieser temperaturempfindlichen Lieferketten auch unter extremen Temperaturbedingungen.

In 2018 wurde die Zusammenlegung der verbliebenen drei Würzburger Teilstandorte zu einer Technologie- und Logistikzentrale abgeschlossen. Dieser Schritt dient der Steigerung der operativen Effizienz, dem Kapazitätsausbau für Produktion und Logistik sowie der Bündelung der technologischen Kompetenzen. Zukünftig entfallen dadurch auch erhebliche Miet- und Transportkosten. Im zweiten Quartal wurden sämtliche Produktionslinien in der ehemaligen Zentrale der va-Q-tec AG abgebaut, in die neue Produktionsstätte transportiert und dort wieder in Betrieb genommen. In diesem Zusammenhang sind signifikante Kosten angefallen, die sich merklich auf das EBITDA der va-Q-tec AG ausgewirkt haben. Dennoch wurde auch weiter in den Aufbau von Produktionskapazitäten und Personal investiert, um bei der geplanten Fortsetzung des Wachstumskurses der va-Q-tec die nötigen Kapazitäten sicherstellen zu können. Hierfür wurden auch die internen Ressourcen deutlich gestärkt, so z.B. die Bereiche IT, Marketing und Vertrieb.

Der Umsatz konnte im Geschäftsjahr um 3% auf 45.190 TEUR (ggü. Vj. mit 43.729 TEUR), die Gesamtleistung (Umsatzerlöse, Bestandsveränderung unfertiger und fertiger Erzeugnisse, aktivierte Eigenleistungen) auf 48.060 TEUR (ggü. Vj. mit 46.276 TEUR) gesteigert werden. Die Betriebsleistung (definiert als Gesamtleistung zuzüglich sonstiger betrieblicher Erträge) erhöhte sich um 2.001 TEUR auf 49.216 TEUR (Vj.: 47.215 TEUR). Das Ergebnis der geschäftlichen Tätigkeit vor Ertragsteuern und sonstigen Steuern (EBT) sank um 4.925 TEUR im Vergleich zum Vorjahr und beträgt -3. 141TEUR (Vj.: 1.784 TEUR). Die Profitabilität des operativen Geschäfts blieb damit trotz der gestiegenen Betriebsleistung insbesondere aufgrund des überproportionalen Anstiegs des Personalaufwands und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen, der vor allem auf Vorlaufinvestitionen für das weitere geplante Wachstum und Einmal- bzw. Doppelkosten im Rahmen der Standortveränderungen zurückzuführen ist, hinter den ursprünglichen Erwartungen für das Geschäftsjahr zurück.

Im Bereich der thermischen Hochleistungsverpackungen werden sowohl kleine Thermoboxen als auch Luftfrachtcontainer vermarktet. Die in 2015 erstmals eingeführte Vermietflotte von kleinen Boxen wurde in 2018 weiter ausgebaut. Dieses Vermietmodell ("Serviced Rental") sowohl der AG als auch der englischen Tochter stärkte die va-Q-tec Gruppe auch in 2018 wieder in ihrer Position als einer der führenden, vollintegrierten Anbieter von Thermoverpackungen und dazugehörigen Dienstleistungen.

Die Zielbranche Kühlgeräte & Lebensmittel hielt sich 2018 trotz anhaltend hoher Wettbewerbsintensität und dem sehr hohen Umsatzanstieg im Vorjahr leicht unter dem Vorjahresniveau. Eine wachsende Anzahl von Kühlschrankherstellern setzt VIPs zur Dämmung ihrer Geräte ein, um eine optimale Energieeffizienz zu erreichen. Die hohe Qualität der va-Q-tec-VIPs sowie eine ausgeprägte Lieferzuverlässigkeit werden von den Kunden besonders geschätzt und ermöglichen das aktuelle Wachstum dieses Produktbereichs.

In der Zielbranche Bau erhöhten sich die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr sehr deutlich.

In der Zielbranche Technik & Industrie konnte ebenfalls erneut ein sehr deutlicher Umsatzsprung erreicht werden, sowohl mit Bestandskunden als auch durch die Gewinnung einiger neuer Großkunden. Insbesondere das Geschäft mit Warmwasserspeichern hat weiter zugelegt.

Unter anderem durch die interne Weiterentwicklung der Produktionsanlagen, durch den weiteren Aufbau einer eigenen Vermiet-Boxenflotte, durch interne FuE-Projekte sowie durch die Baumaßnahmen in Zusammenhang mit den Gebäuden wurden Eigenleistungen in Höhe von 1.751 TEUR (Vj.: 2.102 TEUR) aktiviert.

Die Beschäftigtenzahl der va-Q-tec ist in 2018 erneut deutlich gewachsen. Damit legt das Unternehmen die personelle Basis für weiteres Umsatzwachstum in den kommenden Jahren. Wie auch im Vorjahr wurden die Mitarbeiter durch verschiedene Maßnahmen für Ihre Tätigkeiten geschult bzw. weiterqualifiziert. Die Anzahl von Festangestellten der AG wuchs in 2018 von durchschnittlich 300 auf 372 Mitarbeiter. Darüber hinaus waren verstärkt Mitarbeiter aus Personalleasing beschäftigt.

Für die Liquidität und die Finanzierungssituation besonders bedeutsam war der Mittelzufluss aus den langfristigen Finanzierungen der Grundstücke und Immobilien in der zweiten Jahreshälfte. Allerdings führten die hohen Investitionen und das starke Wachstum der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr zu deutlichen Mittelabflüssen.

Die Gesamtzahl der Aktien der va-Q-tec AG beträgt seit dem Börsengang unverändert 13.089.502 Stück. Die va-Q-tec AG hielt zum Bilanzstichtag unverändert 13.566 eigene Aktien (Vj.: 13.566 Stück).

Das Performanceprogramm "Power 20+" wurde in 2018 entworfen und begonnen

Seit dem Börsengang vor zwei Jahren wurde der Großteil der mit den eingeworbenen Mitteln beabsichtigten Investitionen und Maßnahmen im Rahmen der Geschäftsexpansion und Internationalisierung getätigt. Damit sind die wesentlichen Voraussetzungen für die nächsten Wachstumsschritte geschaffen. In Anbetracht der hinter den Erwartungen liegenden Umsatz- und Ergebnisentwicklung in den ersten drei Quartalen, hat der Vorstand der va-Q-tec AG ein Maßnahmenpakt zur Umsatz- und Effizienzsteigerung beschlossen und mit der Umsetzung der für das Geschäftsjahr 2018 und das laufende Geschäftsjahr 2019 enthaltenen Maßnahmen begonnen. Der Fokus des Managements liegt nun auf der nächsten Wachstums- und Effizienzphase in der Entwicklung der va-Q-tec AG.

Ziel der Maßnahmen ist es, das Umsatzwachstum besonders im attraktiven Dienstleistungsgeschäft wieder deutlich zu beschleunigen sowie die Transparenz auf die vertrieblichen Prozesse in diesem Segment weiter zu verbessern. Gleichzeitig sollen Kosten besser kontrolliert und möglichst reduziert werden. Konkret zielen die Schritte auf ein dynamischeres Umsatzwachstum bei einer nachhaltigen Verbesserung der EBITDA-Marge im laufenden und dem darauf folgenden Geschäftsjahr ab. Wichtige Maßnahmen zur Verbesserung der Umsatzdynamik im Einzelnen:

Zur Steigerung der Vertriebsperformance und Prognosegüte im Dienstleistungsgeschäft haben Vorstand sowie Führungsverantwortliche der va-Q-tec AG damit begonnen, den Vertrieb insgesamt und im Besonderen im Segment Dienstleistungen noch klarer auf Kernkunden hin auszurichten ..

Als mittelfristige Stellhebel umfasst das Maßnahmenpaket einen angepassten Go-to-market Approach: Darunter fällt ein angepasstes Pricing-Modell, das stärker auf die Vorteile der passiven High-Performance-Container ausgerichtet werden soll. Zusätzlich sollen die bereits vielfach vorhandenen Partnerschaften ausgebaut und verstärkt werden. Externe Logistik-Partner sollen ihre (Pharma-)Kunden vermehrt mit Miet-Lösungen von va-Q-tec bedienen.

Durch die beschriebenen Initiativen wird gleichzeitig eine noch engere Anbindung der UK-Tochtergesellschaft an die va-Q-tec AG erreicht, wodurch sich auch verbesserte Cross-selling-Möglichkeiten zwischen Container Rental und "kleinen" Thermoboxen ergeben.

Seit dem IPO bzw. dem Geschäftsjahr 2016 sind in der va-Q-tec AG ca. 134 Mitarbeiter in allen Qualifikationsstufen neu eingestellt worden. Dieser Mitarbeiteraufbau hat zu einer deutlichen Steigerung der Personalkostenquote von 28% in 2017 auf 35% in 2018 geführt. Ziel ist es, mit dem aktuell vorhandenen Personalkostenblock mittelfristig Skaleneffekte zu realisieren und so die Personalkostenquote wieder deutlich zu reduzieren. Zusätzlich wurde die temporär stark angestiegene Anzahl der Zeitarbeitnehmer nach Abschluss der Umzugsarbeiten und der Normalisierung der Kapazitätsauslastung in der va-Q-tec AG in Q3 2018 erheblich reduziert. Im Rahmen des Maßnahmenpakets wurden alle bestehenden Beraterverträge auf ihre Notwendigkeit für die nächste Wachstumsphase hin überprüft. Weitere Optimierungen betreffen vor allem die Kosten für IT und Marketing. Hier wird sich z.B. durch den Aufbau interner Kompetenzen der Bedarf an externen Ressourcen verringern. Insgesamt hatte das Programm im Geschäftsjahr 2018 ergebnisseitig noch keine signifikanten Auswirkungen. Ein merklicher Einfluss wird erstmalig in H1 2019 erwartet.

Auch in Bezug auf Liquidität und Finanzierung wurden besonders im dritten und vierten Quartal konkrete Maßnahmen zur Optimierung durchgeführt. So wurden unter anderem wesentliche Wachstumsinvestitionen, insbesondere in Immobilien, Anlagen und Maschinen, die zunächst aus Eigenmitteln finanziert wurden, im Verlauf des dritten Quartals zu einem erheblichen Teil durch langfristige Bankdarlehen und öffentliche Zuschüsse für Würzburg und Kölleda refinanziert. Weitere Refinanzierungen erfolgten im vierten Quartal. Dadurch wurde Fristenkongruenz für die langfristigen Investitionen erreicht und finanzielle Spielraum für die weitere Geschäftsentwicklung geschaffen.

3. Lage

a. Ertragslage

Nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick zu den wesentlichen Umsatz- und GuV-Positionen..

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2018 2017 Δ 17/18
Umsatz 45.190 43.729 3%
Betriebsleistung 49.216 47.215 4%
Personalaufwand 17.263 13.297 30%
Sonstiger betr. Aufwand 10.617 7.654 39%
EBITDA 646 5.524 -88%
EBIT -2.898 2.471  
Finanzergebnis -243 -687 -65%
EBT -3.141 1.784  

alle Angaben in TEUR

Die Auftragseingänge lagen im Geschäftsjahr 2018 insgesamt leicht über dem Vorjahresniveau.

Der Umsatz der va-Q-tec AG erhöhte sich analog zu den Auftragseingängen um 1.461 TEUR auf 45.190 TEUR und die Betriebsleistung um 2.001 TEUR auf 49.216 TEUR. Der deutlich gestiegene Personalaufwand und der ebenfalls erhöhte sonstige betriebliche Aufwand führten zu einem signifikanten Rückgang des operativen Ergebnisses vor Zinsen und Abschreibungen um 4.848 TEUR auf 646 TEUR im Vergleich zum Geschäftsjahr 2017 (5.524 TEUR). Das Ergebnis vor Steuern weist nach einem Gewinn im Vorjahr in Höhe von 1.784 TEUR in 2018 einen Verlust in Höhe von -3.141 TEUR aus.

In den Umsatzerlösen sind Umsätze mit Verbundunternehmen i. H. v. 10.915 TEUR (Vj.: 10.561 TEUR) enthalten, die vor allem wegen der Containerverkäufe an die britische Tochtergesellschaft in den letzten beiden Jahren stark angestiegen sind.

Die aktivierten Eigenleistungen in der va-Q-tec AG haben sich im Geschäftsjahr 2018 um 351 TEUR auf 1.751 TEUR (Vj.: 2.102 TEUR) reduziert.

Die Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen haben sich dem Wachstum entsprechend erneut um 1.119 TEUR (Vj.: 445 TEUR) erhöht. Grund hierfür war das wachsende Produktportfolio und der Aufbau von Beständen für das wachsende Geschäftsvolumen.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge von 939 TEUR im Vorjahr um 217 TEUR auf 1.156 TEUR in 2018 ist vor allem auf höhere Weiterberechnungen und Umlagen an Verbundunternehmen (400 TEUR) zurückzuführen. Wesentliche Positionen in den sonstigen betrieblichen Erträgen waren außerdem die Auflösung des Sonderpostens für Zuwendungen mit 302 TEUR (Vj.: 289 TEUR) sowie Erträge aus Vorjahren mit 18 TEUR (Vj.: 352 TEUR). Die Betriebsleistung im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug 49.216 TEUR im Vergleich zu der Betriebsleistung des Vorjahres i.H.v. 47.215 TEUR.

Dank Einkaufserfolgen und effizienterer Produktion hat sich die Materialkostenquote gegenüber dem Vorjahresniveau leicht verringert. Sie lag bei 42% der Betriebsleistung (Vj.: 43%). Der Materialaufwand blieb mit 20.690 TEUR gegenüber dem Vorjahr (20.740 TEUR) nahezu unverändert).

Da das Unternehmen kontinuierlich in neue Wachstumsbereiche investiert und dafür vorab spezialisiertes technisches und kommerzielles Personal aufbaut, haben sich auch in 2018 die Personalkosten weiter deutlich erhöht, von 13.297 TEUR auf 17.263 TEUR (+3.966 TEUR). Die Personalkosten des Vorjahres enthielten auch 169 TEUR Aufwand aus der im Geschäftsjahr erfolgten Ausgabe aktienbasierter Aktienoptionen an leitende Mitarbeiter, die auf Grund des Börsengangs bedient werden mussten. Bereinigt um diese einmaligen Aufwendungen stiegen die Personalkosten um 35% von 9.845 TEUR auf 13.297 TEUR. In allen Bereichen des Unternehmens wurden sowohl bestehende Mitarbeiter weiterentwickelt, als auch erfahrene Mitarbeiter von außen rekrutiert. Parallel zu den Steigerungen der absoluten Ausgaben für Personal in 2018 ist auch die Personalkostenquote auf 35% der Betriebsleistung signifikant angestiegen (Vorjahr 28%).

Der sonstige betriebliche Aufwand ist ebenfalls stark gestiegen, von 7.654 TEUR auf 10.617 TEUR (+2.963 TEUR). Wesentlich höhere Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr sind im Unternehmen insbesondere in Beratungskosten, Prüf- und Zertifizierungskosten und Transportkosten angefallen. Der Anteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen an der Gesamtleistung stieg auf 22% (Vj.: 16%).

Die Abschreibungen sind entsprechend des starken Wachstums und der dafür nötigen erhöhten Investitionstätigkeit, beispielsweise in neue Anlagen, gewachsen und erhöhten sich von 3.053 TEUR im Vorjahr um 491 TEUR auf 3.544 TEUR. Dies entspricht 7% der Betriebsleistung (Vj.: 6%). Größter Treiber für den Anstieg waren die höheren Abschreibungen auf Immobilien infolge des Erwerbs und Nutzung mehrerer Immobilien in Würzburg, der erhöhten Anlageninvestitionen in den letzten beiden Geschäftsjahren sowie der Aufbau der Vermiet-Boxenflotten in Dublin und in Würzburg mit kurzer Abschreibungsdauer.

Durch Wechselkursschwankungen wurde das Jahresergebnis im sonstigen betrieblichen Ertrag in Höhe von 81 TEUR (Vj.: 20 TEUR) sowie im sonstigen betrieblichen Aufwand in Höhe von 67 TEUR (Vj.: 76 TEUR) beeinflusst. Wechselkursschwankungen ergeben sich im Wesentlichen aus dem Erhalt und der Faktura von Rechnungen in den Währungen US-Dollar, Koreanischer Won, Britische Pfund, Schweizer Franken und Japanische Yen.

In 2018 wurde ein EBITDA (Jahresergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern, sonstigen Steuern und Abschreibung) von 646 TEUR (Vj.: 5.524 TEUR) erwirtschaftet, ein EBIT (Jahresergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und sonstigen Steuern) von -2.898 TEUR (Vj.: 2.471 TEUR), und ein EBT (Jahresergebnis vor Ertragssteuern und sonstigen Steuern) von -3.141TEUR (Vj.: 1.784 TEUR) erwirtschaftet.

Das Finanzergebnis in Höhe von -243 TEUR ist deutlich niedriger ausgefallen als der Vorjahreswert (-687 TEUR), der einmalige Vorfälligkeitszinsen in Höhe von 495 TEUR im Zusammenhang mit dem Erwerb der Immobilie in Würzburg und der vorzeitigen Tilgung eines Bestandsdarlehens enthielt. Aufgrund eines steuerlichen Verlusts im Geschäftsjahr 2018 ergibt sich kein Ertragsteueraufwand. Alle Verlustvorträge wurden auf das Folgejahr fortgeschrieben.

Im Geschäftsjahr 2018 verzeichnete das Unternehmen mit -3.576 TEUR eine deutliche Verschlechterung des Jahresergebnisses nach Steuern um 4.741 TEUR im Vergleich zum Vorjahr (1.165 TEUR), was im Wesentlichen auf die beschriebenen Effekte im Personalaufwand und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zurückzuführen ist.

Mit diesen Ergebnissen hat die Gesellschaft ihre für das Jahr 2018 angestrebten Ziele deutlich verfehlt. Die für die EBITDA- und EBIT-Marge gesetzten Ziele konnten nicht erreicht werden. Die EBITDA-Marge beträgt 1%, die EBIT-Marge -6% im Verhältnis zur Betriebsleistung.

b. Finanzlage

Die Finanzierungsstrategie der va-Q-tec ist auf die Bereitstellung der notwendigen Mittel für starkes Wachstum ausgerichtet. Dabei werden unterschiedliche Finanzierungsinstrumente wie z.B. Darlehen, Leasing, Factoring, Kontokorrentlinien und staatliche Förderungen in Anspruch genommen. Bestehende Kreditlinien werden fortlaufend bezüglich ihrer Verzinsung optimiert. Zinsrisiken werden teilweise mit entsprechenden Swaps gesichert.

Bereits in 2018 konnten die wichtigsten Investitionen und Initiativen für das weitere Wachstum schneller als ursprünglich geplant zum größten Teil abgeschlossen werden. Vor diesem Hintergrund und als Resultat umfassender Finanzierungsmaßnahmen verfügt die va-Q-tec AG zum 31. Dezember 2018 mit Bankguthaben zuzüglich offener Kreditlinien von insgesamt 14,3 Mio. EUR über komfortable Liquidität. Zusammen mit weiteren, in fortgeschrittenen Verhandlungen befindlichen, Finanzierungen von bis zu 5,0 Mio. EUR läge der finanzielle Spielraum der Gesellschaft bei ca. 20,0 Mio. EUR. Weitere Verbesserungen werden aus der Normalisierung des Working Capital nach den abgeschlossenen Umzügen in den neuen Hauptsitz erwartet. Damit betragen die verfügbare Liquidität zuzüglich der weiteren Finanzierungen trotz der Investitionen und der hohen Belastungen aus dem Unternehmensaufbau (Internationalisierung, Flottenausbau, Produktionskapazitäten, Produktentwicklungen, Personalaufbau, aufwendigen Qualifizierungen bei Neukunden), erheblichen Umzugskosten, reger Forschungstätigkeiten sowie Belastungen aus den Börsenanforderungen noch fast die Hälfte der 2016 im Börsengang von den Investoren bereitgestellten Mittel.

Der Bestand an liquiden Mitteln hat sich gegenüber dem Vorjahr auf 9.759 TEUR reduziert (Vj.: 12.389 TEUR). Zur Finanzierung der hohen Investitionen im Geschäftsjahr 2018 wurden die verbliebenen TEUR 9.000 der nach dem IPO zinsneutral mit Laufzeiten von sechs bis zwölf Monaten angelegten Termingelder in 2018 wieder aufgelöst und verwendet. Trotz der gesunkenen Liquidität ergeben die Cash-Bestände und verfügbaren Kontokorrentlinien für 2019 ein solides Liquiditätspolster.

Während eine Reihe von Darlehen und sonstigen zinstragenden Verpflichtungen kontinuierlich getilgt wurden, sind auch neue zinstragende Verpflichtungen hinzugekommen. Langfristige Investitionen wurden über Eigenkapital und langfristige Investitionsdarlehen finanziert. Darüber hinaus wurde im September 2016 mit den Hausbanken der va-Q-tec AG ein Multibankenvertrag geschlossen, der die bestehenden Kontokorrentlinien bündelt und erweitert und einen einheitlichen und skalierbaren Rahmen für die kurzfristige Finanzierung des Umlaufvermögens schafft. Dieser Finanzierungsrahmen beläuft sich auf 11.000 TEUR und deckt Kontokorrentlinien sowohl der Muttergesellschaft als auch der britischen Tochtergesellschaft ab. Der Vertrag wurde im März 2018 unter veränderten Konditionen verlängert und ist aktuell bis zum 31.12.2020 befristet.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zuzüglich Anlagen-Leasing machen mit 33.754 TEUR 32% (Vj.: 14.262 TEUR, 16%) der Bilanzsumme aus. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten weisen 3.041 TEUR (Vj.: 2.951 TEUR) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr auf. Im Geschäftsjahr 2018 unterliegen Finanzverbindlichkeiten der Gesellschaft i.H.v. 1.595 TEUR (Vj.: 2.094 TEUR) Covenant-Regelungen in Bezug auf den Einzel- und Konzernabschluss der va-Q-tec AG. Die Verträge wurden im Geschäftsjahr hinsichtlich ihrer Covenant-Regelungen an die aktuelle Unternehmenssituation angepasst und schreiben neben Grundschulden und anderen Sicherheiten jeweils eine Mindesteigenkapitalquote von 40% vor. Diese Kennzahl wurde wie im Vorjahr eingehalten. Die erhaltenen Investitionszuschüsse und -zulagen sind im Sonderposten für Zuwendungen abgegrenzt (3.561 TEUR; Vj.: 2.896 TEUR). Die Förderperiode für den zweiten Zuwendungsbescheid der Thüringer Aufbaubank (TAB) ist am 30.06.2015 abgelaufen, alle geförderten Ausbauprojekte in Kölleda wurden bis zu diesem Zeitpunkt abgeschlossen. Sofern die Förderbedingungen eingehalten werden, müssen die erhaltenen Zuschüsse nicht rückgezahlt werden. Davon ist aus heutiger Sicht auszugehen. Im Dezember 2017 hat die va-Q-tec einen dritten Zuwendungsbescheid für die geplanten Erweiterungen in Kölleda mit einem Gesamtvolumen von 18,1 Mio. EUR erhalten. Außerdem hat die va-Q-tec AG einen Zuwendungsbescheid der Regierung von Unterfranken für Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen sowie Investitionen in Maschinen und Ausstattung in der 2017 erworbenen Immobilie in Würzburg erhalten. Die erhaltenen Fördermittel für noch nicht getätigte Investitionen in Höhe von 696 TEUR sind in den Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 618 TEUR auf 3.698 TEUR bzw. 3% der Bilanzsumme reduziert (Vj.: 4.316 TEUR, 4%). Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Geschäftsentwicklung der ausländischen Tochtergesellschaften wird insgesamt als positiv beurteilt, auch wenn das Wachstum insbesondere in der britischen Tochtergesellschaft hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Bis auf die japanische und die erst in der zweiten Jahreshälfte 2018 gegründete Gesellschaft in Singapur haben alle Tochtergesellschaften im Geschäftsjahr 2018 ein positives EBITDA-Ergebnis erzielt. Mit den Erfolgen der Tochtergesellschaften steigt auch die internationale Präsenz und Sichtbarkeit der va-Q-tec, wodurch sich wieder neue Wachstumschancen ergeben. Das Wachstum der Auslandsaktivitäten der Töchter wurde auch in 2018 durch die AG mitfinanziert. Hierfür stellt die va-Q-tec AG den Tochtergesellschaften bei Bedarf finanzielle Mittel in Form von Eigenkapital oder Darlehen zur Verfügung. Zur Stärkung der britischen Tochtergesellschaft wurde das Eigenkapital 2018 um 3.486 TEUR erhöht. Außerdem wurden im Berichtszeitraum 7.900 TEUR an langfristigen Krediten an die britische Gesellschaft ausgereicht. Demgegenüber sind die kurzfristigen Forderungen gegen die englische Tochter aufgrund der niedrigeren Containerverkäufe zum Jahresende um 285 TEUR gesunken. Der Zahlungsausgleich erfolgt nach entsprechender Refinanzierung durch Sale-and-Leaseback durch die Tochtergesellschaft. Außerdem haftet die Muttergesellschaft für die Einräumung einer Kontokorrentlinie in Höhe von 1.500 TEUR für diese Tochtergesellschaft. Es wird erwartet, dass in Zukunft anlassbezogen noch weitere Investitionen in die Tochtergesellschaften getätigt werden müssen, um das wirtschaftliche Potenzial der internationalen Expansion der Gruppe auszuschöpfen. Die SUMTEQ GmbH, Köln, hat sich ebenfalls planmäßig auf ihrem Weg zur Pilotierung und Markteinführung submicro-poröser Schäume weiterentwickelt. Die va-Q-tec verspricht sich hieraus die Nutzung der neuen Materialien als weiteren Hochleistungsdämmstoff. Zur weiteren Finanzierung der Aufbauphase bewilligte der Aufsichtsrat 2017 die Unterzeichnung eines Wandeldarlehens mit der Beteiligung in Höhe von 450 TEUR. Hiervon wurden im Januar 2018 300 TEUR durch die Gesellschaft in Anspruch genommen. Im weiteren Jahresverlauf hat va-Q-tec AG dieses Darlehen im Rahmen einer Kapitalerhöhung der SUMTEQ GmbH abzüglich eines Discounts in zusätzliche Anteile an der Gesellschaft umgewandelt und damit die Beteiligung (18,5%) mit einer geringen Zuzahlung konstant gehalten. Bestehende Ausleihungen an die Töchter bzw. die an den Töchtern gehaltenen Anteile sind aufgrund der Entwicklung in 2018 sowie auch der positiven Aussichten für 2019 und Folgejahre werthaltig. Zukünftige Ausleihungen sollten in dem Maße sinken, wie die Gesellschaften beginnen, sich selbst zu tragen. Die Finanzierung der Tochtergesellschaften ist aus Liquiditätssicht für die va-Q-tec AG tragbar.

Der weitere Ausbau der UK Containerflotte wurde auch in 2018 weitgehend über Leasinggesellschaften finanziert. Dabei wurden die Container in 2018 durch die va-Q-tec AG an die englische Tochtergesellschaft verkauft, von dieser anschließend an Leasingunternehmen weiterverkauft und unmittelbar von den Leasinggesellschaften zurückgeleast. In 2018 wurden gegenüber Leasinggebern Garantieerklärungen auf Zahlungen in Höhe von 5.816 TEUR für die englische Tochter ausgegeben (Vj.: 3.649 TEUR). Zum Bilanzstichtag unterliegen kumulierte Zahlungsverpflichtungen der Tochtergesellschaft in Höhe von 6.805 TEUR (Vj.: 6.870 TEUR) Garantieerklärungen durch die va-Q-tec AG.

Trotz der erneut hohen Investitionen im abgelaufenen Geschäftsjahr ist die Finanzlage des Unternehmens durch die Einnahmen aus dem Börsengang 2016 und die zur Verfügung stehenden Kreditrahmen komfortabel und bietet eine ausreichende Basis für die mittelfristig geplanten Wachstumsinvestitionen in Produktentwicklung, Vertrieb und Produktionsinfrastruktur.

Investitionen

Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit im Geschäftsjahr 2018 lag weiterhin im Ausbau der Produktionskapazitäten, Immobilien und Thermo-Boxen sowie in der Finanzierung der britischen Tochtergesellschaft mit weiteren Wachstumsmitteln und im Aufbau des internationalen Geschäfts. Insgesamt wurden in Sachanlagen 16.087 TEUR investiert (Vj.: 24.251 TEUR). Damit wurde die Planung und Realisierung neuer Kapazitäten im Berichtszeitraum 2018 nahezu abgeschlossen. Die Investitionen in Grundstücke und Gebäude lagen mit 10.855 TEUR unter dem Vergleichswert des Vorjahres (13.988 TEUR), aber wegen des Neubaus in Kölleda und des Umbaus der Immobilie in Würzburg immer noch auf einem sehr hohen Niveau. Die Investitionen in technische Anlagen stiegen ebenfalls noch einmal von 1.511 TEUR 2017 auf 2.121 TEUR im Geschäftsjahr 2018. Die Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung lagen mit 1.411 TEUR. deutlich unter dem Vorjahr (2.663 TEUR). In entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden 86 TEUR investiert (Vj.: 119 TEUR). Gleichzeitig stieg der Wert der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände durch die hohen Investitionen in Entwicklungs- und IT-Projekte gegenüber dem Vorjahr auf 1.093 TEUR deutlich an (Vj.: 320 TEUR).

c. Vermögenslage

Das Eigenkapital der Gesellschaft lag zum Bilanzstichtag bei 57% der Bilanzsumme (Vj.: 72%). Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote betrug zum Bilanzstichtag 60% (Vj.: 75%) der Bilanzsumme. Zum wirtschaftlichen Eigenkapital zählt die va-Q-tec AG zusätzlich den Sonderposten für Zuwendungen, da dieser bei Einhaltung der Förderbedingungen Eigenkapitalcharakter besitzt. Die Zuordnung des Sonderpostens zum Eigenkapital ist bereinigt um einen künftigen Ertragsteueranteil in Höhe von 1.077 TEUR.

Die eigenen Anteile betragen zum 31.12.2018 unverändert gegenüber dem Vorjahresstichtag 13.566 Aktien.

Das Gesamtvermögen der Gesellschaft ist im Geschäftsjahr 2018 von 89.807 TEUR auf 106.474 TEUR gestiegen. Dabei ist die Sachanlagenintensität von 44% im Vorjahr weiter auf 49% gestiegen. Dieser Anstieg ist vor allem auf die Umbaumaßnahmen der Immobilien in Würzburg, den Neubau einer Produktionshalle in Kölleda sowie die Anschaffung von Produktionsanlagen zur Kapazitätsausweitung zurückzuführen.

Das Umlaufvermögen ist leicht um 7% von 32.413 TEUR im Vorjahr auf 30.201 TEUR gesunken Die Kapitalbindung im Umlaufvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr nur unwesentlich verändert. Während die Bestände des Vorratsvermögens weiter gestiegen sind, was neben dem Umsatzwachstum auch auf erhöhte Sicherheitsbestände und verbesserte Einkaufsbedingungen bei größeren Abnahmemengen zurückzuführen ist, haben sich im Gegenzug vor allem die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen innerhalb der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände deutlich verringert, wodurch auch die Umschlagshäufigkeit der Forderungen gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen ist.

Im Geschäftsjahr 2018 wurden in Uruguay und Singapur neue Tochtergesellschaften gegründet. Die Auslandsaktivitäten der Tochtergesellschaften in Großbritannien, USA, der Schweiz, Südkorea und Japan wurden weiter ausgebaut. Die Tochtergesellschaften dienen der Gewinnung und lokalen Betreuung von internationalen Kunden und Lieferanten in allen Zielbranchen.

Nachdem das Containerservicegeschäft in den letzten Jahren einen starken Anstieg des Geschäfts verzeichnen konnte, ist die britische Tochter in 2018 mit einem einstelligen Wachstum gegenüber dem Vorjahr hinter den ursprünglichen Erwartungen zurückgeblieben, Die Containerflotte wuchs noch einmal um über 400 Einheiten auf knapp 2.000 Stück, um der wachsenden Nachfrage und dem erwarteten zukünftigen Bedarf gerecht zu werden. Der Flottenausbau wurde wie in den Vorjahren hauptsächlich durch Leasingunternehmen finanziert. Aufgrund weiterhin hoher operativer Anlaufkosten für Containerlogistik, Netzwerkbetrieb, Investitionen in die Flotte und des zeitlich verzögerten Umsatzanstiegs wies die Tochtergesellschaft im Geschäftsjahr 2018 Verluste in Höhe von -3.149 TEUR aus (Vj.: -986 TEUR).

Die Geschäftsentwicklung bei der südkoreanischen Tochtergesellschaft verlief positiv, da die Einkaufs- und Vertriebsaktivitäten für die va-Q-tec Gruppe in Asien weiter ausgebaut werden konnten. Durch die Kommissionserlöse aus diesen Geschäften und erste Eigengeschäfte erzielte die Gesellschaft erneut einen Gewinn für das Gesamtjahr.

In den USA wurden die Vertriebsaktivitäten über den Standort in Langhorne, Philadelphia, weiter ausgebaut und der wichtige US-Markt für die va-Q-tec Gruppe weiter entwickelt. Die Anlaufkosten führten bei der amerikanischen Gesellschaft erwartungsgemäß erneut zu einem geringen Verlust im abgelaufenen Geschäftsjahr. Der US Fokus lag auf der Vermarktung von Thermoverpackungen und Container- und Boxendienstleistungen. In geringerem Maße bietet die va-Q-tec Gruppe in Nordamerika bereits auch Produkte für die Bereiche Bau, Technik & Industrie sowie Kühlgeräte & Lebensmittel an.

Die 2017 gegründete Tochtergesellschaft in der Schweiz und die erst 2018 gegründete va-Q-tec Uruguay S.A. entwickelten sich sehr positiv und konnten das abgelaufene Geschäftsjahr mit leicht positiven Jahresergebnissen abschließen.

Die ebenfalls in 2017 gegründete va-Q-tec Japan G.K. und die im zweiten Halbjahr 2018 gegründete va-Q-tec SG PTE Ltd., Singapur, schlossen das Geschäftsjahr 2018 demgegenüber erwartungsgemäß mit leichten Verlusten ab.

Von einer positiven Entwicklung der einzelnen Tochtergesellschaften wird derzeit ausgegangen. Alle wesentlichen Vermögenswerte blieben werthaltig.

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die va-Q-tec AG verwendet zur Unternehmenssteuerung eine Reihe von regelmäßig erfassten Kennzahlen zur Umsatzentwicklung, Ertragskraft, Cash-Generierung, Liquidität und Vermögenslage.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Steuerungssystem der va-Q-tec AG nicht geändert. Die Steuerungsgrößen der va-Q-tec AG sind wie folgt näher spezifiziert:

Neben der Umsatzentwicklung werden auf der Ertragsseite vor allem das EBITDA (Ertrag vor Zinsen, Ertragsteuern, sonstigen Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögensgegenstände) und das EBT (Ertrag vor Ertragsteuern und sonstigen Steuern) verfolgt. Das EBITDA hat sich aufgrund der im Rahmen der Wachstumsinitiativen und Vorlaufkosten erheblich gestiegenen Personalaufwendungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr deutlich verschlechtert. Dadurch wird das EBT im Geschäftsjahr 2018 negativ. Beide Kennzahlen blieben damit auch deutlich hinter den Erwartungen des Vorstands zurück.

Hinsichtlich der Cash-Generierung wird der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit verfolgt. In 2018 belief sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auf -557 TEUR (Vorjahr 2.552 TEUR). Der Rückgang ist die Folge des schlechter als erwartet ausgefallenen Periodenergebnisses. Damit wurden die Erwartungen des Vorstands hinsichtlich dieser Steuerungsgröße nicht erfüllt.

Die Liquidität des Unternehmens wird wöchentlich verfolgt und auf der Basis eines 3-Monatshorizonts regelmäßig geplant. Darüber hinaus gibt es eine Liquiditätsplanung für das Gesamtjahr und die folgenden drei Jahre. Die Berechnung verfügbarer Liquidität erfasst Cash-Bestände und freie Kontokorrentlinien. Der Bestand an liquiden Mitteln ist aufgrund der hohen Investitionen, die größtenteils durch langfristige Darlehen finanziert wurden, im Geschäftsjahr 2018 gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Da die sehr starke Investitionsphase nach dem Börsengang jedoch im Wesentlichen abgeschlossen ist, ergeben die Cash-Bestände und verfügbaren Kontokorrentlinien für 2019 dennoch ein komfortables Liquiditätspolster.

Die Vermögenslage wird monatlich anhand der Eigenkapitalquote gemessen. Diese Quote stieg zunächst durch den Börsengang 2016 auf 83% an und lag zum Jahresende 2018 aufgrund der deutlich gestiegenen Bilanzsumme mit 57% auf einem sehr hohen Niveau etwas unter den Erwartungen des Vorstands.

Als nicht-finanzieller Leistungsindikator der va-Q-tec AG wird die Mitarbeiteranzahl als Indikator für das Wachstum der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft verwendet. Als Technologieunternehmen mit breiter Abdeckung der Wertschöpfungskette misst va-Q-tec den Mitarbeitern und ihrer Qualifikation besonders große Bedeutung bei. Das Wissen, die Fähigkeiten, die Weiterentwicklung und das Engagement der Mitarbeiter sind essentiell für den weiteren Erfolg der va-Q-tec. In 2018 wuchs die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl um 72 auf 372 (Vj.: 300). Dabei wurden vor allem in der ersten Jahreshälfte erfahrene Spezialisten und junge Berufseinsteiger eingestellt, um das erwartete Wachstum personell zu unterstützen. Dabei wurden auch wieder junge Talente aus den Reihen der ehemaligen Werkstudenten der Universität Würzburg verpflichtet. Im zweiten Halbjahr wurde die Zahl der Neueinstellungen deutlich verringert.

III. Prognosebericht

Die nachfolgenden Prognosen für die Entwicklung der Steuerungsgrößen wurden unter den unter Ziffer II. 1 beschriebenen makroökonomischen Entwicklungen im Jahr 2019 getroffen. Daneben stützen sie sich auf die erwarteten positiven Wachstumsraten im Markt für VIPs und Isolationsmaterialien insgesamt. Im Markt für thermische Verpackungen und Dienstleistungen wird eine hohe Wachstumsdynamik erwartet, besonders im Bereich thermischer Hochleistungs-Verpackungen. Diese Annahmen werden durch die Einschätzungen der Marktforschungsinstitute IMARC und Lux Research untermauert, die bereits ein Wachstum im unteren zweistelligen Prozentbereich erwarten (siehe II. 1 Makroökonomisches Umfeld und konzernspezifische Rahmenbedingungen). va-Q-tec erwartet, von den Megatrends Energieeffizienz, Regulierung der Kühlketten (Produktsicherheit) und Globalisierung der Wertschöpfungsketten überproportional zu profitieren. Auch unter Berücksichtigung der unter IV. beschriebenen Chancen und Risiken der Geschäftstätigkeit sieht die Gesellschaft Wachstumshebel in der Erschließung neuer Märkte und Anwendungsfelder (z.B. last mile to the pharmacy, Nutzung der Mietcontainer temperaturempfindliche Güter außerhalb der Pharmaindustrie, TempChain 4.0 Anwendungen) und in geographischer Hinsicht (neue und weiterentwickelte Ländermärkte wie z.B. Nordamerika).

Nachdem der Umsatz in den vergangenen fünf Jahren durchschnittlich mit 22% pro Jahr sehr stark und in 2018 mit 3% leicht gewachsen war, erwartet va-Q-tec für das Geschäftsjahr 2019 gegenüber 2018 in den drei Berichtssegmenten und den zugrundeliegenden Geschäftsbereichen insgesamt ein mittelstarkes bis starkes Umsatzwachstum. Vor allem im Geschäftsbereich Dienstleistungen werden deutliche Umsatzzuwächse erwartet.

Für das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) erwartet das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2019 eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Positiv gegenüber 2018 sollte sich vor allem der Wegfall umzugsbedingter und anderer temporärer Belastungen bemerkbar machen. Aufgrund der noch hohen Personalkosten und sonstigen betrieblichen Aufwendungen erwartet der Vorstand in 2019 in absoluten Werten jedoch nur eine moderate Erhöhung der Kennzahl.

Für das Ergebnis vor Steuern (EBT) erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2019 aufgrund höherer Abschreibungen und weiterhin hohen Kosten keine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr.

Für den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit strebt der Vorstand für die va-Q-tec AG in 2019 wieder einen positiven operativen Cashflow und damit eine deutliche Verbesserung gegenüber dem operativen Cashflow des Vorjahres an.

Für die Liquidität erwartet der Vorstand aufgrund der deutlich sinkenden Investitionstätigkeit eine relativ ausgeglichene Entwicklung.

Die Eigenkapitalquote wird im Geschäftsjahr 2019 voraussichtlich relativ konstant und auf hohem Niveau bleiben.

Die Mitarbeiteranzahl wird im Jahr 2019 annähernd konstant bleiben.

Der Vorstand der va-Q-tec AG erwartet somit insgesamt einen im Vergleich zu den Zielmärkten überproportional wachsenden Umsatz bei einer Rückkehr zu gegenüber 2018 deutlich verbesserter EBITDA-Profitabilität.

Zukunftsgerichtete Aussagen

Dieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der va-Q-tec AG beruhen. Solche Aussagen sind Risiken und Ungewissheiten unterworfen. Diese und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Leistungsfähigkeit der Gesellschaft wesentlich von den hier abgegebenen Einschätzungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an künftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

IV. Chancen- und Risikobericht

Risikomanagement- und internes Kontrollsystem

Das Risikomanagement bei va-Q-tec basiert auf drei wesentlichen Punkten:

Risikobewusste Unternehmenskultur

Formalisiertes Risikomanagement-System

Internes Kontrollsystem

Verankerung des Risikobewusstseins in der Unternehmenskultur

Jedes erfolgreiche unternehmerische Handeln ist mit dem bewussten Eingehen von Risiken verbunden. Entscheidend für die Unternehmensführung der va-Q-tec ist es, mit bestehenden und neu hinzukommenden Risiken so umzugehen, dass sie aktiv gesteuert werden und möglichst keine Schäden verursachen. Chancen in unternehmerischer Hinsicht sollen zugleich im Sinn der Steigerung des Unternehmenswertes für alle Stakeholder genutzt werden. va-Q-tec verfügt über ein hohes "Risikobewusstsein", das offen und transparent kommuniziert wird. Aus Sicht des Vorstandes ist ein gelebtes Risikobewusstsein eines der effizientesten Instrumente für den Umgang mit Risiken. Nehmen die Mitarbeiter Risiken bewusst wahr und gehen mit ihnen unternehmerisch um, so verringert sich die Gefahr von Schäden aufgrund tatsächlich eintretender Risiken. In einem solchen Umfeld werden Risiken proaktiv und transparent offengelegt und gesteuert. Zusätzlich dienen die Festlegung und unternehmensweite Kommunikation von Compliance Richtlinien dem stärkeren Bewusstsein zu regelkonformem Verhalten. Es existiert ein Compliance Management-System, das wesentliche Verhaltensregeln im internen und externen geschäftlichen Handeln definiert. Der in diesem Zusammenhang nominierte Compliance-Beauftragte erfasst, bearbeitet und berichtet dem Aufsichtsrat bzw. dessen Prüfungssauschuss über alle relevanten Compliance Vorfälle.

Risikomanagementsystem

Risikomanagement bei va-Q-tec bedeutet die systematische Auseinandersetzung mit Risiken, verstanden als negative Ereignisse, deren Eintritt Schäden und/oder unvorhergesehene Kosten im Unternehmen erzeugen kann. Um diesen Anspruch erfüllen zu können, werden mit dem Risikomanagementsystem interne und externe Risiken für alle Segmente und Tochtergesellschaften systematisch ermittelt, bewertet, gelenkt, gesteuert und an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet.

Zu diesem Zweck hat das Konzern-Management der va-Q-tec in Ergänzung zum bestehenden internen und externen Kontrollwesen im Geschäftsjahr 2016 ein weiterentwickeltes und formalisiertes Risikomanagementsystem (RMS) implementiert. In das RMS fließen die Erfahrungen der vergangenen Jahre bei der Identifizierung der Risiken ein, z.B. diejenigen Risiken, die im Wertpapierprospekt zum Börsengang 2016 beschrieben wurden. Zusätzlich werden die bei der Erstellung der Risikoinventuren seit 2017 gewonnenen Erkenntnisse zum Risikoinventar berücksichtigt. Im Rahmen der Sitzungen des Vorstandes, des Prüfungsausschusses und des Aufsichtsrates ist die Entwicklungen/Veränderungen bestehender Risiken sowie das Auftreten neuer Risiken regelmäßig Thema der Konsultationen. Im Geschäftsjahr 2018 wurde die Risikosituation wie im Vor-jahr durch zwei Risikoinventuren stichtagsbezogen evaluiert. Auch dazwischen fand zwischen den Risikoverantwortlichen, den Risikomanagement-Verantwortlichen, Vorstand und Aufsichtsrat ein regelmäßiger Austausch über die Risikosituation statt. Im Laufe des Geschäftsjahres 2018 wurde das RMS darüber hinaus kontinuierlich weiterentwickelt.

So wurden ein neues Datenschutzkonzept implementiert sowie ein IT-Sicherheitsbeauftragter bestimmt, welche den Schutz kritischer Unternehmensdaten verbessern. Zusätzlich wurde beim Vorstand eine Rechtsabteilung geschaffen, die intern bei der rechtlichen Würdigung unternehmerischer Sachverhalte effizient unterstützt. Außerdem wurde das RMS in das übergreifende Qualitätsmanagement-System nach ISO integriert und ist nun somit Teil des Auditierungprozesses nach ISO.

Ziele des Risikomanagementsystems der va-Q-tec sind grundlegend die Vermeidung, die Verminderung und der Transfer von Risiken, z.B. durch entsprechenden Versicherungsschutz. Neben der Erfüllung der regulatorischen Vorgaben stellt ein systematisches Risikomanagement die nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit sicher. Es soll auch potenziell bestandsgefährdende Risiken frühzeitig identifizieren. Das Risikomanagement bei va-Q-tec ist nicht nur ein Sicherheits-, sondern auch ein Steuerungsinstrument. Erkannte Risiken bieten auch neue Geschäftschancen und Wettbewerbsvorteile.

Dem RMS liegen ein Meldeprozess, eine definierte Risikoinventur sowie eine unterjährige Risikobewertung zugrunde. Im Rahmen der Risikoinventur werden alle wesentlichen Risiken durch die relevanten Entscheidungs- und Wissensträger in den Fachbereichen bewertet. Erkannte Risiken werden nach ihrem potenziellen Schaden unter Berücksichtigung von Eintrittswahrscheinlichkeiten quantitativ bewertet. Die im Rahmen der Risikoanalyse identifizierten Risiken werden anhand ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Auswirkung in Risikoklassen eingestuft, indem ihre jeweilige Auswirkung mit der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit multipliziert wird. Die Bandbreite der Eintrittswahrscheinlichkeiten und Auswirkungen beginnt mit "sehr niedrig" und endet mit "sehr hoch". Danach können die Risiken anhand des sich daraus ergebenden Risikoerwartungswertes unterschieden und priorisiert werden. Im Rahmen der unterjährigen Risikobewertung sind die Fachbereiche verpflichtet, neue Risiken zu identifizieren und zu melden. Die so zusammengetragenen Informationen werden in Risikosteckbriefen, die an den Vorstand adressiert sind, zusammengefasst und gemeldet. Alle Risiken - neu hinzukommende als auch bestehende - sind auch kontinuierlich zu beobachten und zu melden. Erforderliche Gegenmaßnahmen werden zeitnah ergriffen und kontrolliert.

Neue Risiken und wesentlich veränderte Risiken sind ferner feste Bestandteile in den regelmäßigen Sitzung des Leitungskreises, in jeder Vorstandssitzung und in jeder Sitzung des Aufsichtsrates. Sie werden im Rahmen von Ergebnisdurchsprachen zwischen dem Vorstand des va-Q-tec Konzerns und den Fachbereichsverantwortlichen besprochen. Es wird außerdem überprüft, ob die bereits getroffenen Maßnahmen zur Risikominimierung ausreichend sind oder ob weitere Schritte (beispielsweise hinsichtlich Ad-hoc Kapitalmarktmitteilungen) einzuleiten sind. Das Risikomanagementsystem des Konzerns ermöglicht der Unternehmensleitung, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen. Maßnahmen zur Gegensteuerung einzuleiten und deren Umsetzung zu überwachen. Der Abschlussprüfer prüft ferner das Risikofrüherkennungssystem auf seine Eignung, um Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen.

Rechnungslegungsbezogenes Internes Kontrollsystem

va-Q-tec verfügt über eine klare Organisations-, Unternehmens- sowie Kontroll- und Überwachungsstruktur. Zur ganzheitlichen Analyse und Steuerung ertragsrelevanter Risikofaktoren und bestandsgefährdender Risiken existieren unternehmensweit abgestimmte Planungs-, Reporting-, Controlling- sowie Frühwarnsysteme und -prozesse. Die Funktionen in sämtlichen Bereichen des Rechnungslegungsprozesses (z. B. Rechnungswesen, Finanzbuchhaltung und Controlling) sind eindeutig zugeordnet. Aufgrund ihrer eher geringen Größe und Komplexität verzichtet die va-Q-tec AG bisher auf eine separate Revisionsabteilung.

Im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme wird überwiegend auf Standardsoftware (Navision) zurückgegriffen. Die bestehenden Strukturen müssen dabei ständig an das Wachstum und sich wandelnde Rahmenbedingungen, z.B. Kapitalmarktanforderungen, angepasst werden.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in der Hauptverwaltung in Würzburg erstellt. Die dort vorhandenen Validierungsprozesse und Plausibilitätsprüfungen sichern die Richtigkeit und Vollständigkeit des Jahresabschlusses der va-Q-tec AG ab.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess stellt sicher, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell richtig erfasst, aufbereitet und gewürdigt und so in die externe Rechnungslegung übernommen werden.

Der Zahlungsverkehr erfolgt elektronisch mit hinterlegten Kontrollmechanismen (Vier-Augen-Prinzip eines ausgewählten Personenkreises). Die Lohn- und Gehaltsabrechnungen werden von einem externen Dienstleister durchgeführt.

Die Organisations-, Unternehmens- sowie Kontroll- und Überwachungsstruktur bestimmen den Rahmen des IKS. Klare gesetzliche und unternehmensinterne Vorgaben und Leitlinien sorgen für einen einheitlichen und ordnungsgemäßen Rechnungslegungsprozess. Überprüfungsmechanismen innerhalb der an der Rechnungslegung selbst beteiligten Bereiche, die Überprüfung durch das interne Controlling, die Begleitung durch die Wirtschaftsprüfer und eine frühzeitige Risikoerkennung durch das Risikomanagement sollen eine fehlerfreie Rechnungslegung gewährleisten.

Risiken der Geschäftstätigkeit

va-Q-tec bewertet Risiken anhand ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer möglichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage sowie die Reputation des Unternehmens. Die Bewertung von Schadenshöhen und Eintrittswahrscheinlichkeit der Risiken führt zu nachfolgenden beispielhaft dargestellten Risikokennziffern.

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Eintrittswahrscheinlichkeit Schadenshöhe
in EUR
Risikokennziffer
sehr gering 0 - 50.000 1
gering 50.000 - 500.000 4
mittel 500.000 - 1.000.000 9
hoch 1.000.000 - 5.000.000 16
sehr hoch > 5.000.000 25

Der Vorstand bewertet die Ausprägung eines Risikos anhand seiner Risikokennziffer nach dem folgenden Schema:

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Risikokennziffern Ausprägung des Risikos
0 - 5 Gering
5 - 15 Mittel
> 15 Hoch

Insgesamt werden im Folgenden die Risiken nach dem Ergreifen von Gegenmaßnahmen dargestellt.

Risiken in der Wertschöpfungskette

Als Unternehmen im produzierenden Gewerbe ist va-Q-tec auf Lieferanten für Vorprodukte angewiesen. va-Q-tec bezieht die wesentlichen Rohstoffe, Materialien und Vorprodukte von einer begrenzten Anzahl von Schlüssellieferanten. Für einige Materialien liegen auch aufgrund ihrer spezifischen Eigenschaften nur wenige Bezugsquellen vor. In der Einkaufsstrategie von va-Q-tec ist es daher das Ziel, die Abhängigkeit von einzelnen oder wenigen Lieferanten durch Qualifikation und Auswahl neuer Lieferanten zu reduzieren ("dual" bzw. "multiple sourcing"). Wie in den Vorjahren wurden auch in 2017 wieder Zweit- und Drittlieferanten für Vorprodukte und Materialien neu qualifiziert und ausgewählt. Bei der Auswahl werden bewusst auch internationale Lieferanten eingebunden, um eine regionale Abhängigkeit zu vermeiden. Für die va-Q-tec AG insgesamt liegt durch die begrenzte Anzahl an Lieferanten ein mittleres Risiko vor.

Ein weiteres Risiko können Produktionsausfälle und Betriebsunterbrechungen darstellen. Die Gesellschaft ist auf den kontinuierlichen Betrieb der Produktionsanlagen angewiesen, um Liefertreue insbesondere gegenüber den industriellen Großkunden sicherzustellen, deren Wertschöpfungsketten eng mit der von va-Q-tec verwoben sind. va-Q-tec produziert an zwei räumlich voneinander getrennten Standorten in Würzburg und Kölleda. Ein Ausfall an einem Standort hat keine Auswirkungen auf den anderen Standort, an dem weiter produziert werden kann. Zusätzlich sind die einzelnen Produktionsanlagen, soweit wie möglich und ökonomisch sinnvoll, durch technische Maßnahmen voneinander entkoppelt, sodass der Ausfall einer einzelnen Anlage den Betrieb anderer Anlagen nicht einschränkt.

Neben dem Ausfall von bestehenden Anlagen kann ein Risiko in der nicht ausreichenden Gesamtkapazität der Produktionsanlagen entstehen. Das starke Wachstum des Unternehmens bedingt neben Produktivitäts- und Effizienzverbesserungen mit den bestehenden Anlagen auch eine frühzeitige und vorausschauende Investition in Kapazitätserweiterungen, da die benötigten Anlagen teilweise lange Lieferzeiten haben. Dennoch kann das Unternehmen von plötzlichen Marktentwicklungen überrascht werden und unter Umständen nicht alle Kundenaufträge zum Wunschtermin der Kunden erfüllen. Durch regelmäßige Ad-hoc-Berichterstattung über die Auftragsentwicklung zwischen den Vertriebsbereichen und dem Vorstand versucht das Unternehmen solche Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und mit geeigneten Maßnahmen gegenzusteuern. Diese können temporär zum Beispiel in erhöhten Sicherheitsbeständen, zusätzlichen Arbeitsschichten oder der Nutzung von weniger geeigneten Anlagen für die Produktion liegen, um die Zeit bis zur Inbetriebnahme zusätzlicher Kapazitäten zu überbrücken. Der Vorstand schätzt das Risiko eines andauernden Produktionsausfalls aus den oben genannten Gründen als gering, das Risiko einer nicht ausreichenden Kapazität nach den nahezu abgeschlossenen Wachstumsinvestitionen ebenfalls als gering ein.

Die Vermietdienstleistungen ("Serviced Rental") sind in besonders hohem Maße von externen Logistikanbietern abhängig, die zum einen für die operativen Abläufe in den Netzwerkstationen verantwortlich sind, d.h. für die Reinigungs-, Lagerungs- und Kühlungsprozesse, zum anderen die vorkonditionierten Boxen zu den Endkunden transportieren. Dies kann in betrieblichen Störungen, Schadensersatzforderungen und Reputationsschäden münden. Auditierung und engmaschige Kontrolle durch eigene Logistikspezialisten dienen dazu, die Qualität des "Serviced Rental" für die Pharmaindustrie global sicherzustellen. Dieses Risiko schätzt der Vorstand daher als mittel ein.

Personal-Risiken

Die Geschäftstätigkeit und der Erfolg sind von qualifizierten Führungs- und Schlüsselmitarbeitern abhängig. Das gut ausgebildete Personal hat in teilweise langjähriger Unternehmenszugehörigkeit spezifisches Wissen, Fähigkeiten und kommerzielle Kontakte entwickelt. Dem Risiko des Verlustes solcher Mitarbeiter wirkt die va-Q-tec einerseits durch Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung, andererseits durch die Diversifizierung der Wissensbasis über den Mitarbeiterstamm entgegen: Die Entwicklung von Mitarbeitern, die Diversifizierung der Wissensbasis im Unternehmen sowie die marktgerechte Entlohnung vermeiden bei va-Q-tec die Abwanderung von Schlüsselmitarbeitern. Zusätzlich steigern leistungsabhängige Entlohnungskomponenten, regelmäßige Weiterbildungen und die gute Unternehmenskultur mit der Möglichkeit, an disruptiven Geschäftsmodellen mitwirken zu dürfen, die Motivation der Mitarbeiter und erhöhen die Zufriedenheit. Die Risiken, denen va-Q-tec sich aufgrund des Wechsels von Schlüsselmitarbeitern ausgesetzt sieht, werden mit mittlerem Risiko eingeschätzt.

Markt- und Wettbewerbsrisiken

Die Gesellschaft fokussiert sich in seiner Geschäftstätigkeit stark auf große industrielle Kunden. Dies führt anfänglich zu einer erhöhten Kundenkonzentration. Das daraus entstehende Risiko wird durch die steigende Kundenanzahl und Diversifizierung ständig verringert. Ein weiterer Schutz besteht durch hohe Kundenbindungen, speziell in der Healthcare-Industrie. Grundsätzlich ist die Gesellschaft bestrebt, zu allen Partnern, Mitarbeitern und auch Kunden ein enges, vertrauensvolles und nachhaltiges Verhältnis aufzubauen und zu erhalten und schätzt dieses Risiko daher als mittel und weiter reduzierbar ein.

va-Q-tec als junges, stark wachsendes Unternehmen könnte möglicherweise nicht in der Lage sein, das Wachstum effektiv voranzutreiben und zu gestalten. Die Gesellschaft hat eine Phase starker Investitionen in Personal, Vertriebsaktivitäten, Vermietflotten, Infrastruktur und Forschung & Entwicklung nahezu abgeschlossen. Insofern besteht bei einem geringeren tatsächlichen Wachstum als geplant das Risiko einer negativen Auswirkung auf das betriebliche Ergebnis. Grundsätzlich werden diese Zukunftsinvestitionen durch den Vorstand mit Augenmaß und immer auf der Basis konkreter Erwartungen über die Marktentwicklung entschieden. So werden wenig fundierte und/oder verfrühte Investitionen vermieden. Gleichzeitig entsteht bei einem deutlich höheren tatsächlichen Wachstum als geplant das Risiko einer negativen Auswirkung auf das Kundenverhältnis durch Nichteinhaltung von Lieferterminen, Lieferengpässen etc. und damit ebenfalls auf das betriebliche Ergebnis. Auch hier ist das Augenmaß und das frühzeitige Erkennen von Marktentwicklungen durch die regelmäßige Abstimmung mit den Vertriebsbereichen ein wichtiges Instrument zur Reduzierung des Risikos, damit die Notwendigkeit für Kapazitätserweiterungen rechtzeitig erkannt wird und in den Vorstands- und Aufsichtsratsgremien frühzeitig über die erforderlichen Investitionen in die Produktionsanlagen und -gebäude entschieden wird. Das verbleibende Risiko schätzt der Vorstand als mittel ein.

Ein wesentliches Risiko stellt auch die Verschärfung des Wettbewerbsumfeldes dar. Dadurch kann ein erhöhter Druck auf Preise und Margen entstehen. Die Gesellschaft schützt sich vor diesem Risiko durch zwei strategische Hebel, nämlich durch Kostenoptimierungsmaßnahmen und durch innovative Produkte und Dienstleistungen. Zur Kostenoptimierung gehören etwa die zunehmend automatisierte Produktion und der besonders effiziente Einkauf von Vorprodukten mit selektiver Rückwärtsintegration auf vorgelagerte Wertschöpfungsstufen. Zum Thema Innovation gehören die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, die seit Gründung der Gesellschaft stets zu kommerziell erfolgreichen, qualitativ hochwertigen und besonders differenzierten Produkten geführt haben. Das Produkt- und Leistungsspektrum der Gesellschaft unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von dem seiner Wettbewerber: Die einzigartige Möglichkeit, die Qualität der Dämmung "in situ" zu testen oder die Produktion von VIPs mit Ausschnitten und in dreidimensionaler Form seien hier beispielhaft genannt. Insgesamt schätzt die Gesellschaft das Risiko aufgrund neu hinzukommender Wettbewerber bzw. einer aggressiveren Wettbewerbssituation als mittel ein.

Brexit

Um die va-Q-tec auf verschiedene Austrittsszenarien vorzubereiten und auf politische Entscheidungen unverzüglich reagieren zu können, wurde ein bereichs- und länderübergreifendes Brexit-Team gebildet. Gemeinsam mit operativen Einheiten in der va-Q-tec UK, den übrigen Konzerngesellschaften, Kunden und Logistikpartnern wurden Risiken insbesondere für den Fall eines harten Brexits ohne Austrittsvereinbarung und Übergangsphase eruiert und Maßnahmen zur Vermeidung von Störungen in der Lieferkette abgeleitet. Dies beinhaltet zum Beispiel technische Erweiterungen in unseren ERP-Systemen, um auf erweiterte Zollanforderungen auch systemseitig reagieren zu können. Aus dem bevorstehenden "Brexit" ergeben sich Risiken für unser Geschäft beispielsweise durch eine mögliche Abschwächung der Konjunktur. Gegebenenfalls verlagern sich auch Lieferketten und Medikamente bzw. ihre Vorprodukte werden nicht mehr nach UK sondern nach Frankreich, Deutschland und die Niederlande transportiert. Sofern die Medikamente oder Vorprodukte ihren Ursprung in den USA haben, müssen diese aber immer noch über den Atlantik transportiert werden. va-Q-tec verfügt mit TempChain Servicecentern auf dem europäischen Festland über Möglichkeiten, mit derartig veränderten Logistikketten umzugehen. Grundsätzlich werden weniger Umsätze in Britischem Pfund berechnet, als Kosten in Britischem Pfund anfallen. Bei einer Abwertung des Pfunds gegenüber dem Euro ergeben sich daher auch Chancen für va-Q-tec. Auch aus möglichen steuerlichen Vergünstigungen könnten für va-Q-tec Chancen entstehen. Insgesamt schätzt va-Q-tec das Brexit-Risiko folglich als gering ein.

Konjunkturabhängige Zielmärkte

Insbesondere die Zielbranchen Kühlgeräte & Lebensmittel, Technik & Industrie und Bau sind von der konjunkturellen Lage abhängig. Dieses Risiko schätzt der Vorstand als gering ein, da die zugrunde liegenden Treiber des Geschäfts der va-Q-tec (zunehmende Regulierung und Energieeffizienz) weniger konjunkturell sensibel sind.

Finanzielle Risiken

Das Liquiditätsrisiko der va-Q-tec wird zentral von der Finanzabteilung mittels revolvierender Liquiditätsplanungen überwacht. Die Zahlungsfähigkeit der va-Q-tec war jederzeit gegeben. Nach dem Börsengang besteht eine ausgezeichnete Finanzlage. Die Zinsrisiken, die sich aus bestehenden langfristigen Krediten ergeben, sind zum Teil über Zins-Sicherungsgeschäfte ("Swaps") gesichert. Bei den kurzfristigen Kontokorrent-Linien ist die Gesellschaft - dem aktuell eher unwahrscheinlichen - Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Die Währungsrisiken sind auch aufgrund der überwiegenden Rechnungsstellung in Euro (funktionale Währung der Gesellschaft) auch im Zuge der Internationalisierung begrenzt. Insgesamt schätzt die Gesellschaft die Risiken im finanziellen Bereich daher als gering ein.

Die Gesellschaft hat seit dem Börsengang direkt und indirekt (durch Finanzierung der Tochtergesellschaften) über 70 Mio. EUR in die Mietflotten für Container und Boxen, die weitere Produktentwicklung, Immobilien und Maschinen und Anlagen zur Kapazitätsausweitung, die Internationalisierung des Geschäfts und die allgemeine Geschäftsentwicklung investiert.

Wesentliche Wachstumsinvestitionen insbesondere in Immobilien, Anlagen und Maschinen, sind zunächst zinssparend aus Eigenmitteln finanziert worden und wurden bis zum Jahresende 2018 mittels langfristiger Bankdarlehen und den öffentlichen Zuschüssen für Würzburg und Kölleda finanziert, um die Kapitalbindung zu senken und die freiwerdenden Mittel für den weiteren Unternehmensaufbau verwenden zu können. Insofern wurden die langfristigen Fremdkapital-Finanzierungen nachgelagert durchgeführt. Die nun geplante Verlangsamung des Investitionstempos hat jedoch nach Einschätzung des Vorstandes nur unwesentlichen Einfluss auf das angestrebte Wachstum, da seit dem Börsengang bereits der Großteil der geplanten Investitionen im Rahmen der Geschäftsexpansion getätigt wurden und abgeschlossen sind.

Die mit dem Konsortium des Multibankenvertrages zum Halbjahr mit dem Ziel aufgenommenen Gespräche, die Konditionen bzw. Kennzahlen an die Erfordernisse eines Unternehmen in einer starken Investitionsphase und mit vorlaufenden Wachstumsinitiativen wie der va-Q-tec anzupassen, sind nach dem Bilanzstichtag zwischenzeitlich erfolgreich durchgeführt worden. Im Ergebnis sind neue Konditionen verhandelt worden, wonach die va-Q-tec zukünftig den Konsortialbanken das Vorratsvermögen als Sicherheit für die Kreditlinien zur Verfügung stellt und sich zur Einhaltung einer Mindest-Eigenkapitalquote von 30% verpflichtet.

Die aktuelle Liquidität war im Geschäftsjahr 2018 jederzeit und am Jahresende mit über 14,3 Mio. EUR gesichert und komfortabel. Ferner wird mit dem begonnenen Abbau der hohen Vorräte und weiteren, mittlerweile weitgediehenen Finanzierungsmaßnahmen zusätzliche Liquidität von ca. bis zu 5,0 Mio. EUR generiert. Insgesamt schätzt der Vorstand das Liquiditätsrisiko daher als gering ein.

In der Gesamtbetrachtung der Risiken ist va-Q-tec überwiegend generellen (leistungs-)wirtschaftlichen Risiken sowie finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Es sind für den Vorstand keine einzelnen oder aggregierten Risiken zu erkennen, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Strategisch und auch finanziell ist das Unternehmen so aufgestellt, dass die sich bietenden Geschäftschancen genutzt werden können.

Chancen der künftigen Entwicklung

Zunehmende Regulierung

Durch die zunehmende Regulierung in der Kühlkettenlogistik für pharmazeutische Erzeugnisse steigen die Anforderungen an die Zuverlässigkeit von Thermoverpackungen und dadurch die Nachfrage nach Hochleistungs-Thermoverpackungen. Die passiven Verpackungslösungen der va-Q-tec bieten hinsichtlich ihrer Konformität mit regulatorischen Anforderungen deutliche Vorteile gegenüber konventionellen Lösungen auf Basis von Styropor und Eis. va-Q-tec besitzt ein umfassendes Wissen zur Erfüllung der Vorschriften und Regularien in den relevanten Ländern und Regionen. Die aufwendigen Qualifizierungsmaßnahmen bei den Kunden aus der Healthcare-Industrie, mit entsprechenden Qualitätssicherungs- und Prozessdokumentationen, liefern das notwendige Know-how für die erfolgreiche Implementierung der Verpackungslösungen beim Kunden. Die nötigen Eigenschaften thermischer Verpackungen erfolgreich in einem komplexen, zuverlässigen und gleichzeitig benutzerfreundlichen Angebot zu vereinen, ist derzeit nur wenigen Unternehmen möglich. va-Q-tec kann als eines der wenigen Unternehmen weltweit mit seiner Technologieplattform den hohen Anforderungen gerecht werden. Die zunehmende Komplexität der Regulierung macht es notwendig, sich als Unternehmen stetig weiterzuentwickeln und neue Technologien zu erforschen. In diesem Umfeld sind die hohen Markteintrittsbarrieren im Markt für thermische Verpackungen sehr vorteilhaft für va-Q-tec.

Auch in den übrigen Zielbranchen nimmt die Nachfrage nach VIPs durch Regulierungen zu: Die Kunden in der Zielbranche "Technics & Industry" sehen sich aktuell einem Wandel des regulatorischen Umfeldes in wichtigen Kernmärkten gegenüber: Warmwasserspeicher für Heizungen unterliegen seit kurzem - wie viele Haushaltsgeräte - der "Ökodesign-Richtlinie", d.h. ihre Energie-Effizienz wird dem Endverbraucher über ein Labeling-System in Energie-Effizienz-Klassen transparent gemacht. Zusätzlich werden Geräte mit hohem Energieverbrauch und niedriger Energie-Effizienz-Klasse vom europäischen Binnenmarkt ausgeschlossen. Kunden von va-Q-tec nutzen VIPs aktuell vor allem, um Premium-Warmwasserspeicher in die höchsten Effizienzklassen zu positionieren. In Zukunft und mit schärferer Regulierung dürften VIP-isolierte Warmwasserspeicher aus dem Premium-Bereich auch den Massenmarkt durchdringen.

Neue Märkte

Seit Gründung arbeitet va-Q-tec an der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen, die der Vakuumisolation zusätzliche Märkte und Anwendungsmöglichkeiten eröffnen. Neben Grundlagenforschung und Produkt-Vorentwicklung wie etwa VIPs für gänzlich neue Temperaturbereiche sei hier exemplarisch auf die Lebensmittellogistik und den Bereich Mobility verwiesen.

Aktuell kommen die bestehenden und in Entwicklung befindlichen thermischen Verpackungen sowie das "Serviced Rental" von va-Q-tec fast ausschließlich in der Healthcare-Industrie zum Einsatz. Aktuell lässt sich aber in vielen Industrien ein Trend zu immer temperaturempfindlicheren Gütern und Herstellungsprozessen erkennen. Infolge ergeben sich Wachstumschancen in der Erschließung neuer Anwendungsfelder von va-Q-tec-Technologien , wie beispielsweise bei Lebensmitteltransporten und in der opto-elektronischen Industrie.

Im Bereich E-Commerce werden aktuell neue Geschäftsmodelle für die Lieferung online bestellter Lebensmittel unmittelbar an den Endverbraucher durch große internationale Anbieter und durch Start-ups umgesetzt. Insbesondere der Transport leicht verderblicher Lebensmittel zum Endkunden dürfte dabei künftig noch stärker reguliert werden. Für solche Transporte sind die Hochleistungs-Thermoverpackungen von va-Q-tec sehr gut geeignet.

In der Zielbranche Mobilität bieten sich ebenfalls enorme Wachstumschancen für va-Q-tec: Künftig wird das Thermomanagement in Fahrzeugen mit konventionellen wie auch mit elektrischen Antrieben immer größere Bedeutung gewinnen: In konventionellen Fahrzeugen lässt sich über Isolationsmaßnahmen an der Fahrzeugkabine und mit der Speicherung der Wärmeenergie aus dem Kühlkreislauf CO2 einsparen. In Fahrzeugen mit Elektroantrieb ist die Reichweite abhängig von der optimalen Arbeitstemperatur der Fahrzeugbatterie sowie vom Stromverbrauch peripherer Funktionen wie etwa Heizung und Innenraumklimatisierung. Der Einsatz der Vakuumisolation bietet hier für die OEMs aus Sicht von va-Q-tec Möglichkeiten, die Reichweite der Fahrzeuge zu vergrößern.

Im Bereich Bau ergibt sich die Chance, von der aktuell hervorragenden Baukonjunktur bei zugleich immer strengeren Energieeffizienz-Standards für Neubauten und Renovierungen zu profitieren. Hier könnten VIPs von va-Q-tec zur Steigerung der Energieeffizienz zum Einsatz kommen.

Neben den oben erwähnten Marktchancen hinsichtlich Produkten und Dienstleistungen sieht der Vorstand auch in der geographischen Expansion beträchtliche Chancen für die künftige Entwicklung. Die Internationalisierung der Geschäftstätigkeit und der Eintritt in neue globale Märkte eröffnen große Absatzchancen für den Konzern. Gleichermaßen kann die internationale Präsenz zur Erschließung neuer Quellen für Rohstoffe, Materialien und Vorprodukte und zum effizienten Einkauf genutzt werden.

Neuartige Leistungen und Angebote

Zukünftig wird die innovative Kombination aus Hardware und IT-Lösungen - Stichwort TempChain 4.0 - immer wichtiger werden. Solche neuen Leistungen und Angebote, bestehend aus intelligenten Boxen, Flottendaten-Management und Predictive Analysis im Bereich temperaturkontrollierter Transporte können gegenüber Kunden mit einem Premium angeboten werden.

Zusammenfassend überwiegen aus Sicht des Vorstands die Chancen der Geschäftsentwicklung im Vergleich zu den beschriebenen Risiken.

Risikoberichterstattung hinsichtlich der Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Gesellschaft ist durch ihre Geschäftstätigkeit verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt. Das Risikomanagement zielt darauf ab, die potenziell negativen Auswirkungen auf die Finanzlage des Konzerns zu minimieren. Bei va-Q-tec werden Finanzinstrumente nur in geringem Umfang in Anspruch genommen.

Das Währungsrisiko in der va-Q-tec AG war 2018 gering. In der deutschen Gesellschaft werden annähernd 100% der Verkäufe und ca. 96% der Einkäufe in Euro abgewickelt.

Zur Absicherung von Kreditzinsen für langfristige Darlehen auf ein marktübliches Zinsniveau bestehen Zinsabsicherungsinstrumente fort. Die in 2018 aufgenommenen Immobilien-Darlehen wurden größtenteils mit über die Laufzeit fixen Zinssätzen auf Basis des aktuellen, niedrigen Zinsniveaus langfristig finanziert. Für die bestehenden variabel verzinsten Kontokorrentlinien wurde keine Zinssicherung vereinbart.

Zur Absicherung von Forderungsausfällen werden keine gesonderten Finanzinstrumente gehalten. Aufgrund der hohen Bonität des Kundenstamms sind die Risiken von Forderungsausfällen relativ gering. Reverse Factoring wird derzeit bei nur wenigen Kunden mit marktüblich langen Forderungslaufzeiten (z.B. in Italien) betrieben.

Die Termingeldanlagen in Euro mit einer Laufzeit von bis zu zwölf Monaten erfolgten bei inländischen Finanzinstituten, die einem deutschen Einlagensicherungsfonds angeschlossen sind.

Über die hier beschriebenen Finanzinstrumente hinaus hält die Gesellschaft keine weiteren Finanzinstrumente, die für die Beurteilung der Lage oder der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft wesentlich sind. Bezüglich weiterer Details verweisen wir auf Abschnitt D.6 des Anhangs.

V. Bericht über Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft unterhält für die Geschäftstätigkeit keine Zweigniederlassung.

VI. Angaben nach § 289a Abs. 1 HGB sowie erläuternder Bericht "Übernahmerechtliche Angaben"

Die va-Q-tec AG hat als kapitalmarktorientierte Aktiengesellschaft gemäß des § 289a Abs. 1 HGB übernahmerechtliche Angaben zu machen. Das nachfolgende Unterkapitel gibt einen Einblick in die übernahmerechtlichen Verhältnisse zum Bilanzstichtag 31.12.2018 und erläutert diese näher.

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das Grundkapital der va-Q-tec AG beträgt 13.089.502,00 EUR, eingeteilt in 13.089.502 auf den Namen lautende Stammaktien. Das Grundkapital ist voll erbracht. Die Aktien sind alle mit identischen Rechten und Pflichten ausgestattet. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Ausgenommen davon sind die von der Gesellschaft selbst gehaltenen Aktien (treasury shares), aus denen der va-Q-tec AG keine Rechte wie beispielsweise das Abstimmungsrecht auf der Hauptversammlung erwachsen. Die va-Q-tec AG hielt zum Bilanzstichtag 13.566 eigene Aktien (Vj.: 13.566).

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen

Über die im Zuge des Börsengangs vereinbarten, im abgelaufenen Geschäftsjahr zwischenzeitlich ausgelaufenen Lock-up Regelungen für den Vorstand hinaus, sind dem Vorstand Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, nicht bekannt. Die Aktien sind frei übertragbar gemäß den gesetzlichen Bestimmungen für auf den Namen lautende Stammaktien.

Kapitalbeteiligungen, die 10% der Stimmrechte überschreiten

Gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) hat jeder Anleger, der durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise die Stimmrechtsschwellen gemäß § 21 WpHG erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der betreffenden Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mitzuteilen.

Demzufolge sind dem Vorstand der va-Q-tec AG die nachstehenden Personen bekannt, deren Beteiligungen 10% der Stimmrechte überschreiten:

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Name Land Anzahl der Aktien Anteil am Grundkapital
Dr. Joachim Kuhn DE 1.978.667 15,12%
Dr. Roland Caps DE 1.581.433 12,08%
Summe   3.560.100 27,20%

Regeln zur Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern

Nach § 84 AktG und nach der Satzung der va-Q-tec AG werden die Mitglieder des Vorstands vom Aufsichtsrat bestellt. Satzungsgemäß besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Die Anzahl der Vorstandsmitglieder bestimmt der Aufsichtsrat. Besteht der Vorstand aus mehreren Mitgliedern, werden Beschlüsse des Vorstands mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst. Hat der Aufsichtsrat einen Vorsitzenden des Vorstands ernannt und besteht der Vorstand aus mindestens drei Mitgliedern, ist bei Stimmengleichheit dessen Stimme ausschlaggebend.

Regeln zu Änderungen der Satzung

Änderungen der Satzung bedürfen eines Beschlusses der Hauptversammlung. Die Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen der einfachen Stimmenmehrheit, sofern nicht das Gesetz zwingend eine größere Mehrheit vorschreibt (§ 133 AktG).

Vorstandsbefugnisse bezüglich Ausgabe und Rückkauf von Aktien

Die va-Q-tec AG verfügt über ein genehmigtes und bedingtes Kapital wie folgt:

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 31.05.2016 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 30.05.2021 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 4.278.187 EUR zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann.

Eigene Aktien

Zu den Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG wird gem. § 289 Abs. 2 HGB auf die Angaben im Anhang unter C.5.1 verwiesen.

Bedingtes Kapital

Gemäß § 6.5 der Satzung ist das Grundkapital um 1.000.000 EUR durch die Ausgabe von bis zu 1.000.000 neuer, auf den Namen lautender Stückaktien (bedingtes Kapital 2016) bedingt erhöht. Das bedingte Kapital 2016 dient ausschließlich der Gewährung von Aktien zur Ausübung von Wandlungs- und Optionsrechten.

Wesentliche Vereinbarungen für den Fall eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots sowie Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots

Die Gesellschaft hat keine Vereinbarungen im Sinne des § 289a Abs. 1 Nr. 8 und 9 HGB getroffen.

VII. Vergütungsbericht

Grundzüge des Vergütungssystems

va-Q-tec zielt entsprechend den Corporate Governance Grundsätzen auf eine leistungsorientierte und nachhaltige Vergütung der Vorstands- und Aufsichtsratsarbeit ab. Die Vergütung setzt sich aus festen und variablen Komponenten zusammen.

Vorstand

Entsprechend den Anforderungen des Aktiengesetzes und den Empfehlungen des DCGK besteht die Vergütung der Vorstandsmitglieder aus festen und variablen Bestandteilen. Die variablen Bezüge bestehen aus einer als Jahresbonus gezahlten Barkomponente.

Alle Vergütungsbestandteile sind im Einzelnen und in ihrer Gesamtheit angemessen. Der Aufsichtsrat befasst sich intensiv mit der Angemessenheit und Üblichkeit der Vorstandsvergütung und berücksichtigt sämtliche in § 87 des Aktiengesetzes und Ziffer 4.2.2 Sätze 4 und 5 DCGK aufgeführten Kriterien, wie z.B. die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung sowie die wirtschaftliche Lage, den Erfolg und die Zukunftsaussichten der va-Q-tec AG.

Externe Vergütungsexperten haben dem Aufsichtsrat im März 2017 die grundsätzliche Angemessenheit der Vorstandsvergütung bestätigt. Die Festvergütung entspricht dem jährlichen Festgehalt; daneben nehmen beide Vorstände einen Dienstwagen in Anspruch. Für alle Organe der va-Q-tec AG besteht eine D&O-Versicherung. Den 10%-igen Selbstbehalt tragen die Vorstände persönlich.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 wurde ein neues Vergütungssystems für die Mitglieder des Vorstands festgelegt, in dem die Langfristkomponente der Boni verankert und damit dem Deutschen Corporate Governance Kodex noch stärker Rechnung getragen werden soll. Das Vergütungssystem gilt für alle Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2018. Die laufenden Vorstandsverträge sind zum Geschäftsjahr 2018 entsprechend angepasst worden. Der Aufsichtsrat beabsichtigt, die Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand der diesjährigen ordentlichen Hauptversammlung zur Abstimmung vorzulegen. Bei der Entwicklung des neuen Systems ist der Aufsichtsrat von den Grundzügen des nach wie vor für sinnvoll erachteten bisherigen Vergütungssystems ausgegangen und hat dieses noch stärker auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. So teilt sich die jährliche variable Vergütung nunmehr auf in eine kurzfristige und eine langfristige variable Vergütungskomponente. Für beide wird ein Bonuszielbetrag bei 100%iger Zielerreichung festgelegt. Beide Komponenten sind einerseits nach oben begrenzt, können andererseits aber auch auf Null sinken. Für die kurzfristige variable Vergütung sind drei Kennzahlen maßgeblich, die jeweils zu 1/3 gewichtet werden, nämlich Umsatz, das EBITDA der Gruppe und der Return on Capital Employed. Für jeden dieser Parameter legt der Aufsichtsrat Zielgrößen fest, wobei die Eintrittshürde, um überhaupt eine kurzfristige variable Vergütung zu erhalten, bei 80 % der jeweiligen Zielwerte liegt. Im Bereich der Zielerreichung zwischen 80 % und 115 % werden bestimmte Faktoren für die Berechnung des Bonus ermittelt, wobei der maximale Faktor grundsätzlich 1,3 beträgt und der jeweilige Vergütungsbestandteil hierdurch gedeckelt wird. Ausnahme ist der EBITDA-Anteil der kurzfristigen variablen Vergütung, bei dem sich unter bestimmten Voraussetzungen der Faktor bis auf 1,5 erhöhen kann. Bei der langfristigen variablen Vergütung wird auf die Entwicklung des Börsenkurses der Gesellschaft zwischen zwei Vergleichszeiträumen abgestellt. Auch hier gibt es eine Eintrittshürde dergestalt, dass mindestens eine positive Kursentwicklung von 5 % erfolgt sein muss. Ferner gibt es einen Cap bei einer Kursentwicklung von über 15 %. Von der etwaigen als langfristige variable Vergütung erhaltenen Bruttovergütung muss das Vorstandsmitglied mindestens 50 % in Aktien der Gesellschaft investieren, die einer vierjährigen Veräußerungssperre unterliegen. Vergütungsbeträge oberhalb des Caps werden nicht ausgezahlt, sondern - wiederum bis zu einem bestimmten Höchstbetrag - auf einem virtuellen Nachhaltigkeitsbonus-Konto des Vorstandsmitglieds gutgeschrieben und können in bestimmten Grenzen verwendet werden, um Börsenkurssteigerungen in relevanten Vergleichszeiträumen, die unter 10 %, aber über 5 % liegen, auszugleichen. Aus einem derartigen Ausgleich resultierende Teile der langfristigen variablen Vergütung sind ausschließlich in Aktien der Gesellschaft zu investieren, die der vorgenannten Sperrfrist unterliegen.

Die jährlichen Konzernziele zur Bemessung der variablen Barkomponente beschließt der Aufsichtsrat. Dieser stellt auch die Zielerreichung fest.

Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder sehen für den Fall der Beendigung des Dienstverhältnisses aufgrund eines Kontrollwechsels keine gesonderten Vergütungen vor.

Im Berichtsjahr 2018 betrug die Gesamtvergütung des Vorstands 568 TEUR (Vj.: 740 TEUR). Die festen Bezüge betrugen 441 TEUR (Vj.: 593 TEUR); darin enthalten sind auch die Bezüge für Nebenleistungen (z.B. Dienstwagen). Die variable Barvergütung summierte sich auf insgesamt 112 TEUR (Vj.: 126 TEUR).

Seit 2014 bestehen für die Vorstände beitragsorientierte Leistungszusagen. Hierfür wurden im Berichtsjahr 15 TEUR (Vj.: 21 TEUR) in eine externe, kongruent rückgedeckte Unterstützungskasse eingezahlt. Bilanzielle Rückstellungen für Altersversorgungen wurden daher nicht gebildet. Danach entfällt auf die Festvergütungen inkl. Nebenleistungen und Beiträge zur Altersversorgung ein Anteil von 80% (Vj.: 83%) an der Gesamtvergütung..

Kredite oder Vorschüsse wurden Mitgliedern des Vorstands nicht gewährt.

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in TEUR Vorstandsvergütung 2018 Vorstandsvergütung 2017
Feste Bezüge 407 550
Nebenleistungen 34 43
kurzfristig variable Vergütung 112 126
Beitragsorientierte Leistungszusagen 15 21
Gesamtvergütung 568 740

va-Q-tec legt die Gesamtvergütung des Vorstandes, jedoch ohne individuelle Anteile der einzelnen Mitglieder, entsprechend dem Hauptversammlungsbeschluss vom 31.05.2016, offen. Dies ist konform mit den §§ 285 Nr. 9a, 286 Abs. 5 HGB.

Aufsichtsrat

Die Vergütung des Aufsichtsrats wird von der Hauptversammlung festgelegt. Die Vergütung des Aufsichtsrats der va-Q-tec AG ist in §14 der Satzung der va-Q-tec AG geregelt.

Mit Wirkung ab 1. Juli 2017 wurde die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats durch Beschluss der Hauptversammlung vom 19.6.2017 wie folgt neu geregelt, um sicherzustellen, dass die Vergütung den Empfehlungen des DCGK entspricht: Jedes Mitglied des Aufsichtsrats, das nicht Aufsichtsratsvorsitzender oder stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender ist, erhält eine monatliche Festvergütung in Höhe von 1.200 EUR ("Festvergütung"). Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das 2fache und der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende das 1,5fache der Festvergütung. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erhält, sofern er nicht zugleich Vorsitzender oder stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats ist, das 1,5fache der Festvergütung. Der Vorsitzende eines Aufsichtsratsausschusses, der nicht der Prüfungsausschuss ist, erhält, sofern er nicht zugleich Vorsitzender oder stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats ist, das 1,25fache der Festvergütung. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats, das zugleich Mitglied eines Ausschusses oder mehrerer Ausschüsse des Aufsichtsrats ist, erhält ein Sitzungsgeld in Höhe von 1.500 EUR pro Ausschusssitzung, maximal jedoch für sechs Ausschusssitzungen pro Geschäftsjahr. Wenn ein Mitglied des Aufsichtsrats Vorsitzender von mehreren Ausschüssen des Aufsichtsrats ist, erhält es nur die Vergütung für einen Ausschuss, und zwar den Ausschuss, bei dem sich die höchste Vergütung für das Aufsichtsratsmitglied ergibt.

Für das Berichtsjahr 2018 erhielt der Aufsichtsrat eine Vergütung in Höhe von 157 TEUR (Vj.: 159 TEUR). In dieser Summe sind die Erstattungen der jedem Aufsichtsratsmitglied erwachsenden Auslagen sowie die auf seine Bezüge und den Auslagenersatz entfallende Umsatzsteuer enthalten. Die Prämie der für die Mitglieder des Aufsichtsrats bestehenden D&O-Versicherung wurde im Geschäftsjahr 2018 von der Gesellschaft getragen. Durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 19.06.2017 wurde ein persönlich getragener Selbstbehalt der Aufsichtsratsmitglieder zur D&O-Versicherung in Höhe von 100 TEUR für jedes einzelne Mitglied umgesetzt. Den 10%-igen Selbstbehalt tragen die Aufsichtsräte persönlich. Außerdem wurden Beratungsleistungen und sonstige Leistungen i.H.v. 31 TEUR (Vj.: 27 TEUR) vergütet. Diese wurden insbesondere im Rahmen der Immobilienerwerbe und -sanierungen bzw. im Zusammenhang mit den Finanzierungsmaßnahmen der va-Q-tec AG erbracht.

Geschäftsjahr 2018 (in TEUR)

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Vergütung Spesen Beratung
Dr. Gerald Hommel 36 4 -
Winfried Klar 31 4 24
Uwe Andreas Krämer 14 - -
Dr. Eberhard Kroth 20 2 7
Uwe Lamann 26 2 -
Dr. Barbara Ooms-Gnauck 16 2 -
Summe 143 14 31

Geschäftsjahr 2017 (in TEUR)

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Vergütung Spesen Beratung
Dr. Gerald Hommel 33 3 -
Winfried Klar 27 9 14
Uwe Andreas Krämer 14 - -
Dr. Eberhard Kroth 20 1 13
Uwe Lamann 21 2 -
Dr. Barbara Ooms-Gnauck 22 3 -
Summe 137 16 27

VIII. Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB einschließlich der Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG hat va-Q-tec auf seiner Internetseite www.va-Q-tec.com im Bereich Investor Relations veröffentlicht unter dem Link:

https://ir.va-q-tec.com/websites/vaqtec/German/530/erklaerungen-und-dokumente.html

 

Würzburg, 25. März 2019

Dr. Joachim Kuhn

Stefan Döhmen

Bilanz zum 31. Dezember 2018

AKTIVSEITE

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31.12.2018 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.523.924,37   351.374,16
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 273.196,36   304.386,80
3. geleistete Anzahlungen 367.575,69   458.287,30
    2.164.696,42 1.114.048,26
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 33.707.818,62   19.299.426,57
2. technische Anlagen und Maschinen 11.201.595,92   8.203.379,76
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.870.366,75   3.809.145,36
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.339.797,59   8.082.050,19
    52.119.578,88 39.394.001,88
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.257.577,63   8.679.988,98
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 8.507.846,87   7.053.498,84
3. Beteiligungen 832.996,32   613.455,80
    21.598.420,82 16.346.943,62
    75.882.696,12 56.854.993,76
B. UMLAUFVERMÖGEN      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.103.529,80   4.833.714,28
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 121.880,52   521.196,18
3. fertige Erzeugnisse und Waren 5.667.731,15   3.829.946,37
4. geleistete Anzahlungen 41.593,25   11.761,50
    10.934.734,72 9.196.618,33
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.597.421,19   4.643.778,84
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (Vj.: EUR 0,00)      
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.049.125,80   5.216.834,09
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (Vj.: EUR 0,00)      
3. sonstige Vermögensgegenstände 861.601,70   966.897,76
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (Vj.: EUR 0,00)      
    9.508.148,69 10.827.510,69
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   9.758.550,47 12.388.506,01
    30.201.433,88 32.412.635,03
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   389.742,36 334.757,69
D. AKTIVE LATENTE STEUERN   0,00 205.066,00
    106.473.872,36 89.807.452,48

PASSIVSEITE

     
  31.12.2018 Vorjahr
  EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL      
I. Ausgegebenes Kapital      
- Bedingtes Kapital: EUR 1.000.000,00 (Vj.: EUR 1.000.000,00)      
1. Gezeichnetes Kapital 13.089.502,00   13.089.502,00
2. Nennbetrag eigener Aktien (13.566,00)   (13.566,00)
    13.075.936,00 13.075.936,00
II. Kapitalrücklage      
1. Agio bei Ausgabe von Anteilen 50.108.598,21   50.108.598,21
2. Agio bei Ausgabe von Schuldverschreibungen für Wandlungsrechte und Optionsrechte zum Erwerb von Anteilen 168.796,00   168.796,00
    50.277.394,21 50.277.394,21
III. Gewinnrücklagen      
andere Gewinnrücklagen   154.083,00 154.083,00
IV. Bilanzverlust/-gewinn   (2.375.707,10) 1.200.646,23
    61.131.706,11 64.708.059,44
B. SONDERPOSTEN FÜR ZUWENDUNGEN   3.561.093,95 2.896.012,29
C. RÜCKSTELLUNGEN      
1. Steuerrückstellungen 31.350,13   1.169,74
2. sonstige Rückstellungen 2.166.149,89   2.389.873,82
    2.197.500,02 2.391.043,56
D. VERBINDLICHKEITEN      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 32.654.076,60   14.097.429,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 7.914.363,78 (Vj.: EUR 2.951.435,98)      
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 24.739.712,82 (Vj.: EUR 11.145.993,02)      
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 291.617,20   536.361,09
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 291.617,20 (Vj.: EUR 536.361,09)      
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.688.023,18   4.315.542,47
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 3.688.023,18 (Vj.: EUR 4.315.542,47)      
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 442.865,01   309.150,41
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 442.865,01 (Vj.: EUR 309.150,41)      
5. sonstige Verbindlichkeiten 2.371.257,82   552.076,30
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 763.696,78 (Vj.: EUR 552.076,30)      
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 1.607.561,04 (Vj.: EUR 0,00)      
- davon aus Steuern: EUR 370.504,86 (Vj.: EUR 220.252,73)      
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 24.697,89 (Vj.: EUR 44.563,15)      
    39.447.839,81 19.810.559,27
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   28.499,47 1.777,92
F. PASSIVE LATENTE STEUERN   107.233,00 0,00
    106.473.872,36 89.807.452,48

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

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2018 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 45.190.039,25   43.728.839,97
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.118.867,12   444.620,71
3. andere aktivierte Eigenleistungen 1.750.873,05   2.102.005,46
4. sonstige betriebliche Erträge 1.155.901,79   939.101,88
- davon aus Währungsumrechnung (§ 256a HGB): EUR 19.634,40 (Vj.: EUR 1.019,69)      
    49.215.681,21 47.214.568,02
5. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren (17.702.619,63)   (17.078.539,18)
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen (2.987.184,83)   (3.661.104,09)
    (20.689.804,46) (20.739.643,27)
6. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter (14.432.020,72)   (11.199.819,18)
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (2.830.996,93)   (2.097.226,67)
- davon für Altersversorgung: EUR 97.568,16 (Vj.: EUR 85.772,30)      
    (17.263.017,65) (13.297.045,85)
7. Abschreibungen      
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   (3.543.908,10) (3.053.023,15)
8. sonstige betriebliche Aufwendungen   (10.616.920,06) (7.654.012,80)
- davon aus Währungsumrechnung (§ 256a HGB): EUR 7.702,28 (Vj.: EUR 11.842,64)      
    (2.897.969,06) 2.470.842,95
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 248.742,73   162.027,91
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 235.657,73 (Vj.: EUR 161.212,35)      
- davon aus Abzinsung: EUR 0,00 (Vj.: EUR 0,00)      
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (491.743,55)   (848.642,43)
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 0,00 (Vj.: EUR 0,00)      
- davon aus Aufzinsung: EUR 0,00 (Vj.: EUR 0,00)      
    (243.000,82) (686.614,52)
    (3.140.969,88) 1.784.228,43
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   (342.479,39) (554.700,74)
- davon aus latenten Steuern: EUR -312.299,00 (Vj.: EUR -553.531,00)      
12. Ergebnis nach Steuern   (3.483.449,27) 1.229.527,69
13. sonstige Steuern   (92.904,06) (64.240,09)
14. Jahresfehlbetrag/-überschuss   (3.576.353,33) 1.165.287,60
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr   1.200.646,23 35.358,63
16. Bilanzverlust/-gewinn   (2.375.707,10) 1.200.646,23

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018

A. Allgemeine Angaben

Die va-Q-tec AG hat ihren Sitz in Würzburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Würzburg unter HRB 7368 eingetragen.

1. Grundsätzliche Feststellungen

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Aktiengesellschaften sowie den Regelungen der Satzung aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2018 die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB i.V.m. § 264d HGB auf.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Ansatzvorschriften der §§ 246 - 251 HGB sowie unter Berücksichtigung der ergänzenden Ansatz- und Ausweisvorschriften für Kapitalgesellschaften der §§ 264 - 277 HGB und unter Beachtung der Bewertungsvorschriften der §§ 252 - 256a HGB aufgestellt.

Notwendige Wertangaben erfolgen im Anhang in der Regel in TEUR.

2. Darstellungsstetigkeit

Die angewandten Ansatz- bzw. Bewertungsmethoden gem. § 246 Abs. 3 Satz 1 HGB und § 252 Abs. 1 Nr. 6 HGB haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.

B. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEN

1. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1.1 Bilanzierungsmethoden

Folgende Ansatzwahlrechte wurden ausgeübt:

Um die Anpassung an die konzerneinheitliche Bilanzierungsrichtlinie vorzunehmen bzw. ein besseres den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögenlage zu zeigen, wurden im aktuellen Geschäftsjahr Entwicklungskosten als selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aktiviert (§ 248 Abs. 2 HGB). Damit wird der zunehmenden Bedeutung der Entwicklungstätigkeit Rechnung getragen. Aus der Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ergaben sich Vermögenszugänge in Höhe von TEUR 1.173 (Vj.: TEUR 734), die unter Abzug der darauf lastenden passiven latenten Steuern das Jahresergebnis entlastet haben. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um selbst erstellte Software für vertriebliche Zwecke und Produktionsprozessoptimierungen. Der Gesamtbetrag unterliegt der Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB.

Die Investitionszuschüsse werden in Sonderposten eingestellt und über die Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände aufgelöst unter Beachtung der Stellungnahme 1/1984 i. d. F. von 1990 des Hauptfachausschusses des Institutes der Wirtschaftsprüfer e. V. (IDW). Die Investitionszulagen aus früheren Jahren wurden gleichlautend angesetzt. Noch nicht investierte Zuschüsse werden in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

1.2 Bewertungsmethoden

Nach § 254 HGB wurde das Wahlrecht zur Bilanzierung von Bewertungseinheiten in Anspruch genommen. Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt:

ANLAGEVERMÖGEN

Immaterielle Vermögensgegenstände

selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte

Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit ihren Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten, die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst war. Gemäß § 255 Abs. 2a HGB wurden nur die Herstellungskosten der Entwicklung angesetzt, welche verlässlich ermittelt und von den Kosten der Forschung unterschieden werden konnten. Gleicher Ansatz gilt für die aktivierten Eigenleistungen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten linear unter Zugrundelegung der folgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern:

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Software 3 - 5 Jahre
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 6 Jahre

entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

Die entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten wurden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen und planmäßige Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

geleistete Anzahlungen

Geleistete Anzahlungen wurden mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten, die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst war. Gleicher Ansatz gilt für die aktivierten Eigenleistungen.

Sachanlagen

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

Die Grundstücke, grundstücksgleichen Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken wurden mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen und planmäßige Abschreibungen oder mit den Herstellungskosten bewertet. In den Anschaffungsnebenkosten sind aktivierte Eigenleistungen, welche direkt zuordenbar sind, enthalten. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten, die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst war. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten linear unter Zugrundelegung der folgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern:

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Gebäude, Außenanlagen und Gebäudeeinrichtungen
Gebäude 33 - 40 Jahre
Außenanlagen und Gebäudeeinrichtungen 5 - 20 Jahre

technische Anlagen und Maschinen

Die technischen Anlagen und Maschinen wurden mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen und planmäßige Abschreibungen oder mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten, die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst war. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Gleicher Ansatz gilt für die aktivierten Eigenleistungen.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Vermögensgegenstände wurden linear abgeschrieben:

scroll
Technische Anlagen und Maschinen
Produktionsanlagen 8 - 21 Jahre
Sonstige technische Anlagen und Maschinen 3 - 25 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 15 Jahre
Boxenflotte 2 - 5 Jahre

andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen und planmäßige Abschreibungen oder mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst war. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Vermögensgegenstände wurden linear abgeschrieben.

geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau wurden mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst war. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Gleicher Ansatz gilt für die aktivierten Eigenleistungen.

Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Beteiligungen wurden mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten angesetzt.

UMLAUFVERMÖGEN

Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren wurden unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergaben, wurden Wertberichtigungen vorgenommen.

unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen

Die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen wurden unter Beachtung des Niederstwertprinzips entsprechend ihres Fertigungsgrades mit anteiligen Herstellungskosten, gegebenenfalls zur verlustfreien Bewertung mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten, die Sonderkosten der Fertigung, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten, des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst war, sowie anteilige Verwaltungskosten. Die niedrigeren beizulegenden Werte wurden retrograd aus den zu erwartenden Verkaufserlösen abzüglich noch anfallender Kosten ermittelt. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergaben, wurden Wertberichtigungen vorgenommen.

fertige Erzeugnisse

Die fertigen Erzeugnisse wurden unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Herstellungskosten, teilweise zur verlustfreien Bewertung mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten, die Sonderkosten der Fertigung, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten, des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst war, sowie anteilige Verwaltungskosten. Die niedrigeren beizulegenden Werte wurden retrograd aus den zu erwartenden Verkaufserlösen abzüglich noch anfallender Kosten ermittelt. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergaben, wurden Gängigkeitsabschläge vorgenommen.

geleistete Anzahlungen

Die geleisteten Anzahlungen wurden mit den Anschaffungskosten bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit ihren Nennwerten angesetzt. Erkennbare und latente Risiken wurden mit Einzelwertberichtigungen erfasst. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung auf die Netto-Forderungen Rechnung getragen.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Forderungen gegen verbundene Unternehmen wurden mit ihren Nennwerten angesetzt.

sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit ihren Nennwerten oder Zahlungsbeträgen angesetzt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zu Nominalwerten bewertet.

AKTIVE RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

Der Rechnungsabgrenzungsposten wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und enthält im Wesentlichen Abgrenzungen für bezahlte Aufwendungen, die in 2019 und Folgejahren ergebniswirksam werden.

AKTIVE LATENTE STEUERN

Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Sonderposten für Zuwendungen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, wurden sich daraus ergebende Steuerentlastungen aktiviert. Bei der Ermittlung latenter Steuerentlastungen wurden ggf. bestehende steuerliche Verlustvorträge in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt (§ 274 Abs. 1 HGB). Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden wurden miteinander verrechnet.

EIGENKAPITAL

Das Eigenkapital wurde zu Nennwerten angesetzt.

SONDERPOSTEN FÜR ZUWENDUNGEN

Der Sonderposten für Zuwendungen (Investitionszuschüsse und Investitionszulagen) wurde in entsprechender Auslegung der Stellungnahme des Hauptfachausschusses 1/1984 i. d. F. von 1990 des Institutes der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. eingestellt und anteilig entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Anlagegegenstände ertragswirksam aufgelöst.

RÜCKSTELLUNGEN

Steuerrückstellungen

Steuerrückstellungen wurden in Höhe des voraussichtlichen Anfalls auf Grund des zu versteuernden Einkommens bzw. der entsprechenden steuerlichen Bemessungsgrundlage mit den Erfüllungsbeträgen dotiert.

sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags dotiert und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Alle Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

VERBINDLICHKEITEN

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstige Verbindlichkeiten wurden mit Erfüllungsbeträgen angesetzt.

PASSIVE RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

Auf der Passivseite wurden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag als Rechnungsabgrenzungsposten gebildet, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem darstellen.

2. Grundlagen der Währungsumrechnung

Kurzfristige Fremdwährungsposten wurden zum Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtages umgerechnet.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der Bilanzposten immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen im Geschäftsjahr wurde im Anlagenspiegel (siehe Anlage 1 zum Anhang) dargestellt.

Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2018 betrugen die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten TEUR 2.451 (Vj. TEUR 1.938). Hierbei handelt es sich vor allem um Personalkosten, Patentgebühren und Abschreibungen auf Prototypen bzw. Entwicklungsprojekte. Davon entfallen auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens TEUR 144 (Vj. TEUR 104).

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

2.1 Mitzugehörigkeit zu anderen Posten

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 6.049 (Vj. TEUR 5.217) waren neben Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 5:473 (Vj. TEUR 4.399) auch sonstige Vermögensgegenstände enthalten.

2.2 Restlaufzeiten

Die Restlaufzeiten ergeben sich aus der Bilanz.

3. Passive latente Steuern

Im Geschäftsjahr wurden latente Steuern passiviert. Durch die Saldierung der aktiven latenten Steuern i.H.v. TEUR 427 mit den passiven latenten Steuern i.H.v. TEUR 534 verbleibt ein passiver Überhang i.H.v. TEUR 107 (Veränderung: TEUR -312). Die aktiven latenten Steuern entstanden aus der Passivierung der Investitionszulage (TEUR 153, Veränderung: TEUR -21), Bewertungsunterschieden bei Rückstellungen (TEUR 7, Veränderung: TEUR +3), der Abschreibungsunterschiede bei Gebäuden (TEUR 5, Veränderung: TEUR +9) und steuerlichen Verlustvorträgen (TEUR 262, Veränderung: TEUR 0). Die passiven latenten Steuern entstanden aus der Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände (TEUR 535, Veränderung: TEUR 260). Die Bewertung beruht auf einem Steuersatz von 30,256 %.

4. Eigenkapital

4.1 Grundkapital

Gezeichnetes Kapital: Als gezeichnetes Kapital wird das Grundkapital des Mutterunternehmens va-Q-tec AG ausgewiesen. Das Grundkapital der va-Q-tec AG beträgt TEUR 13.090 eingeteilt in 13.089.502 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Namensaktien. Das Grundkapital ist voll eingezahlt. Die Aktien notieren im Börsensegment "Prime Standard" der Frankfurter Wertpapierbörse. Die Aktien sind alle mit identischen Rechten und Pflichten ausgestattet. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Ausgenommen davon sind die von der Gesellschaft selbst gehaltenen Aktien, aus denen der va-Q-tec AG keine Rechte wie beispielsweise das Abstimmungsrecht auf der Hauptversammlung erwachsen.

Die Anzahl der eigenen Anteile liegt zum 31.12.2018 unverändert bei 13.566 Aktien.

Das Grundkapital besteht zum 31. Dezember 2018 aus 13.089.502 Aktien, davon:

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Aktiengattung Zahl je Gattung in Stück Nennbetrag je Gattung
in EUR
Gesamtbetrag je Aktiengattung am Grundkapital
in TEUR
Stückaktien (Namensaktien) 13.089.502 1,00 13.090

Genehmigtes Kapital: Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 31.05.2016 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 30.05.2021 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 4.278.187 EUR zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann.

Angabe nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

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Aktionär Land Anteile
in %
Anzahl Aktien
Dr. Joachim Kuhn DEU 15,12 % 1.978.667
Dr. Roland Caps DEU 12,08 % 1.581.433
Zouk Capital (Cleantech Europe II Luxembourg S.à r.l.) LUX 9,26 % 1.212.563
The Capital Group Companies, Inc. USA 5,52 % 723.000
Old Mutual Plc GBR 5,26 % 688.800
LLB Swiss Investment AG CHE 3,32 % 435.032
Credit Suisse CHE 3,07 % 401.713
Summe   53,64 % 7.021.208

4.2 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage zum Stichtag gliedert sich wie folgt:

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Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB TEUR 50.109
Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 2 HGB TEUR 169

Die Kapitalrücklage blieb im Geschäftsjahr 2018 unverändert.

4.3 Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen blieben im Geschäftsjahr 2018 ebenfalls unverändert.

4.4 Gesetzliche Rücklage

Die Bildung einer gesetzlichen Rücklage gemäß § 150 AktG ist aufgrund § 150 Abs. 2 AktG nicht erforderlich.

5. sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

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TEUR
Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten 2.166
Ausstehende Rechnungen 1.182
Personalkosten 583
Interne und Externe Prüfungskosten 289
Sonstige 88
Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 23
Summe 2.166

6. Verbindlichkeiten

6.1 Mitzugehörigkeit zu anderen Posten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen ausschließlich aus sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 443 (Vj. TEUR 309).

6.2 Restlaufzeiten und Angaben zur Besicherung

Die Restlaufzeiten und Angaben zur Besicherung der Verbindlichkeiten wurden im Verbindlichkeitenspiegel (siehe Anlage 2 zum Anhang) dargestellt.

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

1. Umsatzerlöse

Gemäß § 285 Nr. 4 HGB wurden die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2018 nach den Kategorien Tätigkeitsbereiche und geografisch bestimmte Märkte aufgeteilt.

Eine Aufteilung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen ergibt nachfolgende Aufteilung: Produkte TEUR 20.104, Systeme TEUR 19.705, Dienstleistungen TEUR 3.592 und Andere TEUR 1.789.

Eine Aufteilung der Umsatzerlöse nach Geografie ergibt nachfolgende Aufteilung: Inland TEUR 25.377, EU TEUR 12.168 und Drittland TEUR 7.645.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 92 (Vj. TEUR 86), Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 24 (Vj. TEUR 1), Erträge aus Eingliederungszuschüssen in Höhe von TEUR 17 (Vj. TEUR 0), Veränderung der Festwerte bezüglich des Vorratsvermögens TEUR 0 (Vj. TEUR 105) und sonstige periodenfremde Erträge TEUR 18 (Vj. TEUR 160). Diese setzen sich zusammen aus der Auflösung sonst. Verbindlichkeiten, aus der Auflösung einer Verbindlichkeit aus Lieferungen und Leistungen und aus Kompensationszahlungen früherer Jahre.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die periodenfremden sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten in Höhe von TEUR 25 (Vj. TEUR 44) Aufwendungen aus der Abschreibung und der Einstellung in Wertberichtigungen zu Forderungen, in Höhe von TEUR 196 (Vj. TEUR 232) sonstige periodenfremde Aufwendungen. Diese setzen sich hauptsächlich zusammen aus Jahresabschlusskosten sowie aus der Auszahlung für Boni und Tantiemen für 2017.

4. Zinsaufwendungen

Die Zinsaufwendungen enthalten Aufwendungen aus Factoring in Höhe von TEUR 16 (Vj. TEUR 8). Die Factoringkosten entstehen aus dem Verkauf von noch nicht fälligen Forderungen der va-Q-tec.

5. Ertragsteuern

In den Ertragsteuern sind periodenfremden Aufwendungen aus der Bildung von Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 30 enthalten (Vj. TEUR 0). Auf die gewöhnliche Geschäftstätigkeit entfallen Ertragsteuern (Aufwand) in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 1). Der Aufwand der latenten Steuern beträgt TEUR 312.

E. SONSTIGE ANGABEN

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen am 31. Dezember 2018 sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 HGB in Höhe von TEUR 2.608 (Vj.: TEUR 10.906) aus folgenden Positionen:

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2019 2020 2021 2022 2023 2024
Bestellobligo 973 341 0 0 0 0
Leasing 358 317 220 146 105 11
Beratung 82 0 0 0 0 0
Miete 18 0 0 0 0 0
Sonstiges 35 0 0 0 0 0
Summe 1.466 658 220 146 105 11
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Gesamt
Bestellobligo 1.314
Leasing 1.158
Beratung 82
Miete 18
Sonstiges 35
Summe 2.608

Die zum 31. Dezember 2018 bestehenden finanziellen Verpflichtungen aus gekündigten Mietverträgen besitzen eine Kündigungsfrist von drei Monaten.

Das im Dezember 2017 angekündigte Aktienkaufprogramm für va-Q-tec-Mitarbeiter, das die Erstattung eines Teils des gezahlten Preises für nachweislich erworbene va-Q-tec-Aktien vorsieht, führte 2018 zu Auszahlungen in Höhe von TEUR 18. Das zunächst bis zum 30.06.2018 befristete Programm wurde bis zum 31.12.2019 verlängert, was auch in 2019 in geringem Umfang zu Eventualverbindlichkeiten führt.

2. Haftungsverhältnisse

Es bestehen folgende Haftungsverhältnisse:

Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Von den zum Stichtag bilanzierten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten i.H.v. TEUR 32.654 sind TEUR 35.857 durch eingetragene Buchgrundschulden (Nominalvolumen i.H.v. TEUR 25.252), sicherungsübereignete Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung besichert. Darüber hinaus wurde im September 2016 mit den Hausbanken der va-Q-tec AG ein Multibankenvertrag geschlossen, der die bestehenden Kontokorrentlinien bündelt und erweitert und einen einheitlichen und skalierbaren Rahmen für die kurzfristige Finanzierung des Umlaufvermögens schafft. Dieser Finanzierungsrahmen beläuft sich auf 11.000 TEUR und deckt Kontokorrentlinien sowohl der Muttergesellschaft als auch der britischen Tochtergesellschaft ab. Der Vertrag wurde im März 2018 unter veränderten Konditionen verlängert und ist aktuell bis zum 31.12.2020 befristet. Dabei sind die im ursprünglichen Vertrag vorgesehenen Sicherheiten weggefallen. Die va-Q-tec AG hat sich jedoch zur Einhaltung einer Mindesteigenkapitalquote verpflichtet. Die mit dem Konsortium des Multibankenvertrages zum Halbjahr mit dem Ziel aufgenommenen Gespräche, die Konditionen bzw. Kennzahlen an die Erfordernisse eines Unternehmen in einer starken Investitionsphase und mit vorlaufenden Wachstumsinitiativen wie der va-Q-tec anzupassen, sind nach dem Bilanzstichtag zwischenzeitlich erfolgreich durchgeführt worden. Im Ergebnis sind neue Konditionen verhandelt worden, wonach die va-Q-tec zukünftig den Konsortialbanken das Vorratsvermögen als Sicherheit für die Kreditlinien zur Verfügung stellt und sich zur Einhaltung einer Mindest-Eigenkapitalquote von 30% verpflichtet.

Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten

Die abgegebenen Sicherheiten der va-Q-tec zugunsten von Verbundunternehmen belaufen sich im Geschäftsjahr 2018 auf einen nominalen Gesamtbetrag in Höhe von TEUR 13.552. Diese Garantieerklärungen verteilen sich auf Deutsche Leasing Limited (Großbritannien) in Höhe von TEUR 11.210 und auf CSA Financial Limited (Großbritannien) in Höhe von TEUR 2.342.

Die Garantieerklärungen haben per 31. Dezember 2018 eine offene Restverbindlichkeit in Höhe von TEUR 6.805. Diese Restverbindlichkeit verteilt sich auf Deutsche Leasing Limited (Großbritannien) in Höhe von TEUR 6.255 und auf CSA Financial Limited (Großbritannien) in Höhe von TEUR 550.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten i.H.v. TEUR 1.100 durch eine Sicherungsübereignung einer Maschine besichert (siehe auch Anlage 2 zum Anhang).

Es besteht eine Avallinie in Höhe von TEUR 24 mit der Commerzbank AG, für welche die va-Q-tec AG aus der Kreditvergabe gegenüber fremden Dritten haftet.

Außerdem hat die va-Q-tec AG eine Bestätigung zur finanziellen Unterstützung der britischen Tochtergesellschaft im Bedarfsfall (Support letter) abgegeben.

Aufgrund der Geschäftsentwicklung ist derzeit nicht zu erwarten, dass in nächster Zeit mit einer Inanspruchnahme für Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie für Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten zu rechnen ist, da eine positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Prognosezeitraum erwartet wird.

3. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer nach Gruppen

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2018 Vorjahr
Arbeiter 203 161
Angestellte 169 139
  372 300

4. Gesellschaftsorgane

4.1 Vorstand

Zu Vorstandsmitgliedern der va-Q-tec AG sind zum 31.12.2018 bestellt:

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Herr Dr. Joachim Kuhn Vorstandsvorsitzender, Würzburg; seit 01.04.2001
Herr Stefan Döhmen, Finanzvorstand, Weimar seit 01.07.2017

4.2 Aufsichtsrat

Zu Aufsichtsratsmitgliedern der va-Q-tec AG waren zum Bilanzstichtag bestellt:

Herr Dr. Gerald Hommel (Vorsitzender), Geschäftsführer, Mainz;

Herr Dipl.-Ing. Uwe H. Lamann (Stellv. Vorsitzender), Kaufmann, Sinzing;

Herr Uwe Krämer, Finanzvorstand, Schwarzenberg (Österreich);

Herr Winfried Klar, Kaufmann, Dubai (Vereinigte Arabische Emirate);

Herr Dr.-Ing. Eberhard Kroth, Geschäftsführer, Obernburg;

Frau Dr. Barbara Ooms-Gnauck, Rechtsanwältin, Erfurt.

4.3 Gesamtbezüge der aktiven und früheren Organmitglieder

Vergütung des Vorstandes

Dem Vorstand wurde in 2018 eine Gesamtvergütung i.H.v. TEUR 568 gezahlt (Vj. TEUR 740.). Diese Vergütung bestand aus fester Vergütung i.H.v. TEUR 441 EUR (Vj. TEUR 593), erfolgsabhängigen jährlichen Boni i.H.v. TEUR 112 (Vj. TEUR 126) sowie Zuschüssen zur betrieblichen Altersvorsorge. Seit 2014 bestehen für die Vorstände beitragsorientierte Leistungszusagen. Hierfür wurden im Berichtsjahr TEUR 15 (Vj. TEUR 21) in eine externe rückgedeckte Unterstützungskasse eingezahlt.

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 31. Mai 2016 unterbleiben die in §§ 285 Nr. 9 lit. a Satz 5 bis 8, 314 Abs. 1 Nr. 6 lit. a Satz 5 bis 8 des Handelsgesetzbuchs verlangten Angaben für weitere fünf Jahre.

Im Berichtsjahr bestanden wie im Vorjahr keine Vorschüsse und Kredite gegenüber Mitgliedern des Vorstands. Zum 31.12.2018 hatte ein Vorstandsmitglied gegenüber der Thüringer Aufbaubank eine persönliche Bürgschaft i.H.v. TEUR 200 (Vj. TEUR 200) ausstehend. Diese Bürgschaft wurde 2011 ohne Gegenleistung der va-Q-tec AG abgegeben.

Vergütung des Aufsichtsrats

Für das Geschäftsjahr 2018 wurde den Mitgliedern des Aufsichtsrats eine Vergütung i.H.v. TEUR 157 (Vj. TEUR 159) gewährt. Die Vergütung beinhaltet sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr nur einen kurzfristigen Bestandteil und besteht aus der Vergütung der gewöhnlichen Aufsichtsratstätigkeit und Spesen. Außerdem wurden Beratungsleistungen i.H.v. TEUR 31 (Vj. TEUR 27) vergütet, die insbesondere im Rahmen der Immobilienerwerbe und -sanierung bzw. im Zusammenhang mit der Finanzierungsstrategie der va-Q-tec AG erbracht wurden.

Zum 31. Dezember 2018 bestanden aus dieser Vergütung des Aufsichtsrats Zahlungsverpflichtungen der Gesellschaft i.H.v. TEUR 28 (Vj. TEUR 48).

Im Berichtsjahr bestanden wie im Vorjahr keine Vorschüsse und Kredite gegenüber Mitgliedern des Aufsichtsrats.

4.4 Mitgliedschaft in anderen Aufsichtsräten und Kontrollgremien

Zum 31. Dezember 2018 bestanden gem. § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG nachfolgende Nebentätigkeiten der Vorstände bzw. Aufsichtsräte der va-Q-tec:

Vorstand:

Herr Dr. Joachim Kuhn:

Beirat der SUMTEQ GmbH (Deutschland)

Aufsichtsrat:

Herr Dipl.-Ing. Uwe H. Lamann (Stellv. Vorsitzender):

Mitglied des Beirates der Baumüller GmbH (Deutschland)

Mitglied des Aufsichtsrates der Nedschroef Holding B.V (Niederlande)

5. Angabe Name und Sitz anderer Unternehmen, an denen die Gesellschaft Anteile besitzt sowie Angabe der Höhe des Kapitalanteils, Eigenkapitals und Ergebnisses des letzten Geschäftsjahres, für das ein Jahresabschluss vorliegt:

Am 4. Januar 2011 wurde in Großbritannien die va-Q-tec LIMITED gegründet, die sich vorwiegend mit der Vermietung von Thermotransportcontainern beschäftigt. Die Gesellschaft hält daran 100 %.

In Südkorea wurde am 12. Juli 2011 die va-Q-tec Korea, Limited gegründet, die sich vorwiegend mit dem Einkauf in Asien und den regionalen Vertrieb von Verpackungsprodukten und Vakuumpaneelen beschäftigt. Die Gesellschaft hält daran 100 %.

In den USA wurde am 31. Juli 2013 die va-Q-tec USA, Inc. gegründet, die sich vorwiegend mit dem Vertrieb von Verpackungsprodukten und Vakuumpaneelen sowie die Vermietung von Thermoboxen beschäftigt. Die Gesellschaft hält daran 100 %.

In der Schweiz wurde am 06.02.2017 die va-Q-tec Switzerland AG gegründet, die sich vorwiegend mit dem Vertrieb von Verpackungsprodukten und Vakuumpanelen beschäftigt. Die Gesellschaft hält daran 100%.

In Japan wurde am 05.04.2017 die va-Q-tec Japan G.K. gegründet, die sich vorwiegend mit den Vertrieb von Verpackungsprodukten und Vakuumpanelen sowie mit der Vermietung von Thermoboxen beschäftigt. Die Gesellschaft hält daran 100 %.

In Uruguay wurde am 28.12.2018 die va-Q-tec Uruguay S.A. gegründet, die sich vorwiegend mit den Vertrieb von Verpackungsprodukten und Vakuumpanelen sowie mit der Vermietung von Thermoboxen und -containern beschäftigt. Die Gesellschaft hält daran 100 %.

In Singapur wurde am 18.09.2019 die va-Q-tec SG PTE Ltd. gegründet, die sich vorwiegend mit den Vertrieb von Verpackungsprodukten und Vakuumpanelen sowie mit der Vermietung von Thermoboxen und -containern beschäftigt. Die Gesellschaft hält daran 100 %.

Neben den Anteilen an oben genannten vollkonsolidierten Tochtergesellschaften hält die va-Q-tec AG zum Stichtag einen in 2015, 2016 und 2018 erworbenen Anteil in Höhe von 18,5 % an der SUMTEQ GmbH, Köln.

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Name und Sitz Anteil
%
Eigenkapital
TEUR
Jahresergebnis
TEUR
va-Q-tec LIMITED, Rochester/UK 100,0 4.031 (3.149)
va-Q-tec Korea, Limited, Incheon/Südkorea 100,0 191 2
va-Q-tec USA, Inc., East Rutherford/USA 100,0 (126) (18)
va-Q-tec Switzerland AG, Zürich/Schweiz 100,0 154 52
va-Q-tec Japan G.K., Tokyo/Japan 100,0 (49) (85)
va-Q-tec Uruguay S.A., Uruguay 100,0 88 46
va-Q-tec SG PTE Ltd., Singapur 100,0 (9) (44)
SUMTEQ GmbH, Köln 18,5 (16) (370)

Die Wertansätze der Finanzanlagen der sieben ausländischen Tochtergesellschaften und der SUMTEQ GmbH berücksichtigen die seit ihrer Gründung angefallenen Anschaffungskosten. Nach Einschätzung der gesetzlichen Vertreter wird mit einer positiven Entwicklung der sieben Tochtergesellschaften sowie der SUMTEQ GmbH, Köln, gerechnet. Insbesondere zeitliche Verzögerungen begründeten in der Vergangenheit Planabweichungen, gefährden aber nicht den zukünftigen Unternehmenserfolg. Daher wurden die Buchwerte beibehalten.

6. Bewertungseinheit nach § 254 HGB i.V.m. § 285 Nr. 23 HGB

Für Darlehen mit einem ursprünglichen Nominalvolumen in Höhe von TEUR 3.190 hat die Gesellschaft zur Begrenzung der Zinsrisiken, die durch die Anbindung der Zinszahlungen an einen variablen Zinssatz entstehen, eine Bewertungseinheit in Form des Micro-Hedging gebildet. Die Gesellschaft hat dazu Swaps erworben. Die Sicherungsbeziehung wird als wirksam eingestuft, da Nominalbetrag, Laufzeit, Zinsanpassungstermine, die Zeitpunkte von Zins- und Tilgungszahlungen sowie die Bemessungsgrundlage für die Zinsanpassung für Grund- und Sicherungsgeschäft übereinstimmen (critical term match). Aufgrund der festgestellten Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung ergeben sich zum Bilanzstichtag keine weiteren bilanziellen Konsequenzen. Die Bilanzierung erfolgt nach der sog. "Einfrierungsmethode".

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Swap Fälligkeit Ursprüngliches Nominalvolumen
TEUR
Nominalvolumen 31.12.2018
TEUR
Marktwerte 31.12.2018
TEUR
6145777UK 30.06.2022 2.260 1.130 - 30
6160834UK 30.06.2022 180 90 - 2
6891036UK 30.06.2021 750 375 - 3
Gesamt   3.190 1.595 - 35

7. Ergebnisverwendung

Die gesetzlichen Vertreter werden der Hauptversammlung vorschlagen, den zum 31. Dezember 2018 ausgewiesenen Bilanzverlust in Höhe von TEUR 2.376 auf neue Rechnung vorzutragen. In dem Bilanzverlust ist ein Gewinnvortrag in Höhe von 1.201 TEUR enthalten

8. Ausschüttungssperre

Die im Geschäftsjahr 2018 zur Ausschüttung gesperrten Beträge belaufen sich auf einen Gesamtbetrag in Höhe von TEUR 1.232 (Vj. TEUR 971). Dieser ist vollumfänglich auf der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände (Vj. TEUR 766) zurückzuführen.

9. Prüferhonorare

Da die Gesellschaft in einen Konzernabschluss einbezogen wird und die entsprechenden Angaben im Konzernanhang enthalten sind wurde auf die Angabe des Gesamthonorars sowie die Aufschlüsselung gem. § 285 Nr. 17 HGB verzichtet.

10. Aktienbasierte Vergütung

va-Q-tec hat aktuell keine Vereinbarungen über anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente an Arbeitnehmer.

11. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die mit dem Konsortium des Multibankenvertrages zum Halbjahr mit dem Ziel aufgenommenen Gespräche, die Konditionen bzw. Kennzahlen an die Erfordernisse eines Unternehmen in einer starken Investitionsphase und mit vorlaufenden Wachstumsinitiativen wie der va-Q-tec anzupassen, sind nach dem Bilanzstichtag zwischenzeitlich erfolgreich durchgeführt worden. Im Ergebnis sind neue Konditionen verhandelt worden, wonach die va-Q-tec zukünftig den Konsortialbanken das Vorratsvermögen als Sicherheit für die Kreditlinien zur Verfügung stellt und sich zur Einhaltung einer Mindest-Eigenkapitalquote von 30% verpflichtet.

12. Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB einschließlich der Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG hat va-Q-tec auf seiner Internetseite www.va-q-tec.com im Bereich Investor Relations veröffentlicht unter:

https://ir.va-q-tec.com/websites/vaqtec/German/530/erklaerungen-und-dokumente.html

F. UNTERSCHRIFT GEMÄß § 245 HGB

va-Q-tec AG, Würzburg

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018

 

Würzburg, 25.03.2019

Dr. Joachim Kuhn

Stefan Döhmen

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

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Anschaffungs- und Herstellungskosten Abschreibungen
Stand am 1.1.2018
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand am 31.12.2018
EUR
Stand am 1.1.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 371.347,14 1.093.182,68 0,00 420.288,47 1.884.818,29 19.972,98
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 826.229,53 86.476,59 0,00 5.189,19 917.895,31 521.842,73
3. geleistete Anzahlungen 458.287,30 334.766,05 0,00 (425.477,66) 367.575,69 0,00
  1.655.863,97 1.514.425,32 0,00 0,00 3.170.289,29 541.815,71
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20.596.719,69 10.854.831,03 (24.415,25) 4.034.566,54 35.461.702,01 1.297.293,12
2. technische Anlagen und Maschinen 14.756.493,68 2.121.298,17 0,00 2.281.423,02 19.159.214,87 6.553.113,92
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.068.380,04 1.410.592,55 (672.908,43) 126.630,57 7.932.694,73 3.259.234,68
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.082.050,19 1.700.367,53 0,00 (6.442.620,13) 3.339.797,59 0,00
  50.503.643,60 16.087.089,28 (697.323,68) 0,00 65.893.409,20 11.109.641,72
III. Finanzanlagen            
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 8.679.988,98 90.938,65 0,00 3.486.650,00 12.257.577,63 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 7.053.498,84 4.940.998,03 0,00 (3.486.650,00) 8.507.846,87 0,00
3. Beteiligungen 613.455,80 333.919,82 (114.379,30) 0,00 832.996,32 0,00
  16.346.943,62 5.365.856,50 (114.379,30) 0,00 21.598.420,82 0,00
  68.506.451,19 22.967.371,10 (811.702,98) 0,00 90.662.119,31 11.651.457,43
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Abschreibungen Buchwerte
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2018
EUR
Stand am 31.12.2018
EUR
Stand am 31.12.2017
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 340.920,94 0,00 360.893,92 1.523.924,37 351.374,16
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 122.856,22 0,00 644.698,95 273.196,36 304.386,80
3. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 367.575,69 458.287,30
  463.777,16 0,00 1.005.592,87 2.164.696,42 1.114.048,26
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 465.573,58 (8.983,31) 1.753.883,39 33.707.818,62 19.299.426,57
2. technische Anlagen und Maschinen 1.404.505,03 0,00 7.957.618,95 11.201.595,92 8.203.379,76
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.210.052,33 (406.959,03) 4.062.327,98 3.870.366,75 3.809.145,36
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 3.339.797,59 8.082.050,19
  3.080.130,94 (415.942,34) 13.773.830,32 52.119.578,88 39.394.001,88
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 12.257.577,63 8.679.988,98
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 8.507.846,87 7.053.498,84
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 832.996,32 613.455,80
  0,00 0,00 0,00 21.598.420,82 16.346.943,62
  3.543.908,10 (415.942,34) 14.779.423,19 75.882.696,12 56.854.993,76

Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2018

VERBINDLICHKEITEN

31.12.2018

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Restlaufzeit bis zu einem Jahr
EUR
Restlaufzeit von einem bis zu fünf Jahren
EUR
Restlaufzeit über fünf Jahre
EUR
gesamt
EUR
Sicherung durch Pfand- und ähnliche Rechte
EUR
Art
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.914.363,78 9.418.098,75 15.321.614,07 32.654.076,60 35.856.591,30 Buchgrundschuld, Sicherungsübereignung Maschinen
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 291.617,20 0,00 0,00 291.617,20    
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.688.023,18 0,00 0,00 3.688.023,18    
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 442.865,01 0,00 0,00 442.865,01    
5. sonstige Verbindlichkeiten 763.696,78 1.474.450,88 133.110,16 2.371.257,82 1.037.483,85 Sicherungsübereignung Maschine
  13.100.565,95 10.892.549,63 15.454.724,23 39.447.839,81 36.894.075,15  

VERBINDLICHKEITEN

VORJAHR

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Restlaufzeit bis zu einem Jahr
EUR
Restlaufzeit von einem bis zu fünf Jahren
EUR
Restlaufzeit über fünf Jahre
EUR
gesamt
EUR
Sicherung durch Pfand- und ähnliche Rechte
EUR
Art
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.951.435,98 3.866.005,23 7.279.987,79 14.097.429,00 12.097.429,00 Buchgrundschuld, Sicherungsübereignung Maschinen
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 536.361,09 0,00 0,00 536.361,09    
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.315.542,47 0,00 0,00 4.315.542,47    
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 309.150,41 0,00 0,00 309.150,41    
5. sonstige Verbindlichkeiten 552.076,30 0,00 0,00 552.076,30 164.355,64 Sicherungsübereignung
  8.664.566,25 3.866.005,23 7.279.987,79 19.810.559,27 12.261.784,64  

Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die va-Q-tec AG, Würzburg

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der va-Q-tec AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der va-Q-tec AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 geprüft. Den in der Anlage genannten Bestandteil des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt des in der Anlage genannten Bestandteils des Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht war der im Folgenden dargestellte Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung am bedeutsamsten.

Ansatz und Bewertung der Erweiterungs- und Neuinvestitionen im Anlagevermögen am Firmensitz Würzburg und dem Produktionsstandort Kölleda

Bedeutung für den Jahresabschluss

Die va-Q-tec AG hat im Jahr 2017 ein Betriebsgrundstück inklusive aufstehender Büro- und Produktionsgebäude am Standort Würzburg erworben. Diese Immobilie dient als neuer Firmensitz und war mit Übergabe für die va-Q-tec AG grundsätzlich nutzungsfähig. Zur beabsichtigten Nutzung als Verwaltungszentrale und Produktionsstandort entsprach die Immobilie nicht dem vom Management vorgesehenen Zustand. Dazu wurden plangemäß umfassende Sanierungs-, Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen (Baukosten) notwendig, die bauabschnittsweise durchgeführt wurden bzw. in geringem Umfang in dem Folgejahr noch durchgeführt werden. Der vollständige Umzug in und die Nutzung der Immobilie erfolgte im Geschäftsjahr 2018. Der Ansatz der Immobilie erfolgte im Sachanlagevermögen unter der Position "Grundstücke und Bauten" bzw., soweit die Fertigstellung noch nicht abgeschlossen war, unter den "Anlagen im Bau". Mit dem Umzug und der vollständigen Nutzung der Immobilie erfolgte die Umbuchung zwischen den genannten Positionen. Die Bewertung basiert auf den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten unter Berücksichtigung planmäßiger linearer Abschreibungen, die ab Nutzungsfähigkeit unter Berücksichtigung der Nachaktivierungen vorgenommen wurden. Darüber hinaus wurde im Jahr 2018 das sog. "Werk 2" am Standort Kölleda als Neuinvestition zur Unterbringung der Erweiterung der Produktions- und Lagerkapazitäten in Betrieb genommen. Insgesamt belaufen sich die zum 31. Dezember 2018 aktivierten Buchwerte für die beiden o. g. Immobilienobjekte auf EUR 25,8 Mio.. Die Bilanzierung der Immobilie und des Neubaus ist durch Ermessens- und Schätzspielräume der gesetzlichen Vertreter teilweise mit Unsicherheiten behaftet. Vor diesem Hintergrund und auf Grund der Einmaligkeit und des wertmäßigen Umfangs war der beschriebene Sachverhalt für unsere Prüfung besonders wichtig.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Zur Prüfung des Ansatzes und der Bewertung der weiteren Baumaßnahmen an der erworbenen Betriebsimmobilie in Würzburg sowie des Neubaus in Kölleda haben wir uns die bilanzielle Abbildung und das diesbezüglich eingerichtete interne Kontrollsystem vom Management ausführlich erläutern lassen. Wir haben die bilanzielle Abbildung hinsichtlich der Ordnungsmäßigkeit und das Kontrollsystem hinsichtlich der Verlässlichkeit beurteilt. Darüber hinaus haben wir uns im Rahmen der Vorprüfung, zum Bilanzstichtag und zur Hauptprüfung durch Inaugenscheinnahme vom Vorhandensein der bilanzierten Baumaßnahmen überzeugt. Mittels einer, anhand von qualitativen und quantitativen Merkmalen bestimmten, risikoorientierten und bewussten Auswahl von Einzelsachverhalten haben wir überprüft, ob das beabsichtigte Vorgehen so umgesetzt wurde und die der Bewertung zu Grunde liegenden Kosten belegbar sind.

Unsere Schlussfolgerungen

Auf Basis unseres Prüfungsvorgehens konnten wir uns von einer sachgerechten Bilanzierung der Investitionsmaßnahmen überzeugen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

den in der Anlage zum Bestätigungsvermerk genannten, nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts,

die übrigen Teile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks,

den Corporate Governance Bericht nach Nr. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex und

die Versicherung nach § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB zum Lagebericht.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 28.06.2018 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 29.10.2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2011 als Jahresabschlussprüfer der va-Q-tec AG tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Wir haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die Gesellschaft erbracht:

Steuerberatungsleistungen (Steuerdeklaration, Begleitung Betriebsprüfung)

Sonstige (allgemeine Beratung)

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Felix Fehlauer.

 

Nürnberg, den 25. März 2019

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Rattler, Wirtschaftsprüfer

Fehlauer, Wirtschaftsprüfer