![]() va-Q-tec AGWürzburgHalbjahresfinanzbericht 20195 KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT5.1 WIRTSCHAFTSBERICHT5.1.1 Makroökonomisches Umfeld und konzernspezifische RahmenbedingungenFür das Jahr 2019 rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) mit einer Wachstumsrate
der Weltwirtschaft von 3,5 %. Die Entwicklungs- und Schwellenländer werden laut der
Prognose überproportional zum globalen Wachstum beitragen. Makroökonomische Unsicherheiten
sieht der IWF wie im Vorjahr in den wirtschaftlichen Folgen der Entscheidung des Vereinigten
Königreiches, die Europäische Union zu verlassen ("BREXIT"). va-Q-tec erwartet von
der BREXIT-Entscheidung weiterhin keine wesentlichen negativen Auswirkungen. Das gilt
insbesondere auch für die Geschäfte im britischen Berichtssegment, da zwar die operative
Steuerung aus dem Vereinigten Königreich erfolgt, die eigentliche Wertschöpfung aber
über die global verteilte Container-Flotte erzielt wird. Als weltweit agierender Konzern
sieht sich va-Q-tec daher makroökonomisch sowohl Chancen als auch Risiken ausgesetzt. Wesentliche Umsatztreiber im ersten Halbjahr 2019 sind die Endmärkte Healthcare &
Logistik sowie Kühlgeräte & Lebensmittel, die zusammen einen Umsatzanteil von 84 %
am Konzernumsatz ausmachen. Nach externen Schätzungen bleibt der Markt für thermische Verpackungssysteme weiterhin
ein Wachstumsmarkt mit einem weltweiten durchschnittlichen jährlichen Wachstum von
9 %, wobei va-Q-tec davon ausgeht, dass das für die Gesellschaft relevante Subsegment
des Marktes (high performance-Verpackungssysteme) stärker wachsen wird. Strengere
regulatorische Anforderungen an die Kühlketten-Logistik (unter dem Stichwort "Good
Distribution Practices") erfordern für die Kunden in der Pharmaindustrie immer leistungsfähigere
und sicherere Verpackungssysteme. Die Marktforschungsagentur IMARC geht zusätzlich
davon aus, dass im Jahr 2020 von den umsatzstärksten 50 Medikamenten weltweit 27 Medikamente
Kühlketten-Logistik im Bereich von 2 - 8°C benötigen werden. va-Q-tec ist davon überzeugt,
sowohl mit den qualitativ hochwertigen Systemlösungen im Verkauf als auch mit den
Mietlösungen ("Serviced Rental" von thermischen Verpackungssystemen) überproportional
im Vergleich zum Markt wachsen zu können. Insbesondere mit zeitgemäßen Mietlösungen
beabsichtigt va-Q-tec in Märkte einzutreten, die bislang mit konventionellen thermischen
Verpackungssystemen, z.B. mit Styropor-Boxen, bedient wurden. Zweitwichtigste Abnehmer nach der Healthcare-Industrie sind die Hersteller von Kühl-
und Gefriergeräten. Nach einer Einschätzung von LUX Research wuchs bzw. wächst der
Markt für Vakuumisolationspaneele in Kühl- und Gefriergeräten im Zeitraum von 2014
- 2019 um jährlich fast 21 %. Aufgrund der besonders langlebigen und qualitativ hochwertigen
Produkte erwartet va-Q-tec eine sehr gute Marktpräsenz. Der Ausblick in diesem Bereich
trübt sich allerdings derzeit durch die konjunkturelle Lage und rückläufige Nachfrage
im Bereich langlebiger Konsumgüter wie Kühlschränke ein. Insgesamt wendet sich va-Q-tec mit seinem Produktgeschäft mit VIPs wachsenden Märkten
zu. In Deutschland werden der "Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen" zufolge circa
60 % der Primärenergie für thermische Zwecke, also Kühlen oder Erwärmen, verwendet.
Mit weltweit steigenden Verbraucherpreisen für Primärenergie, erhöhtem Kundenbewusstsein
für Energieeinsparungen und strengeren gesetzlichen Regulierungen nimmt der ökonomische
und politische Anreiz zu, in Energieeffizienz zu investieren. Daraus ergeben sich
sehr interessante neue Geschäftspotentiale für die Produkte von va-Q-tec. 5.1.2 GeschäftsverlaufNach einem starken Jahresauftakt setzte sich das dynamische Wachstum des Konzerns
im zweiten Quartal unvermindert fort, sodass für das gesamte erste Halbjahr 2019 ein
Umsatzplus von insgesamt 26 % (+6,4 Mio. EUR) erzielt werden konnte. Dabei profitierte
das Unternehmen insbesondere von einer deutlichen Verbreiterung der Kundenbasis im
strategisch wichtigen Servicegeschäft. Im Rahmen des "Power 20+" Programms konnten im ersten Halbjahr einige Erfolge erzielt
und die Kosteneffizienz z.B. in Einkauf, Netzwerkmanagement und der Produktion verbessert
werden. Neben dem beschleunigten Wachstum im margenstarken Servicegeschäft, trug dies
zur signifikanten Ergebnisverbesserung in H1 2019 bei. Zudem entfielen im Berichtszeitraum
gegenüber dem Vorjahr die mit den hohen Investitionen und Umzügen verbundenen Einmalkosten.
Das EBITDA erhöhte sich bei einer deutlichen Margensteigerung von 5 % auf 13 % gegenüber
dem Vorjahreszeitraum von 1,4 Mio. EUR auf 4,4 Mio. EUR. Geschäftsbereich Produkte (Verkauf von Vakuumisolationspaneelen und Phase Change Materials)Im Produktgeschäft (Verkauf von Vakuumisolationspaneelen und Phase Change Materials)
profitierte va-Q-tec von steigenden Energieeffizienz-Anforderungen, z.B. bei Kühlschränken
oder Warmwasserspeichern. Das Bestandskundengeschäft konnte weiter ausgebaut und Kunden
aus neuen Industrien wie z.B. der Luftfahrtbranche gewonnen werden. Der Umsatz erhöhte
sich gegenüber der starken Vorjahresbasis leicht um 2 % auf 10,8 Mio. EUR. Geschäftsbereich Systeme (Verkauf von thermischen Verpackungssystemen)Im Systemgeschäft (thermische Verpackungen), welches häufig in einzelnen Quartalen
von großen Projekten beeinflusst wird, stieg der Umsatz auf 5,9 Mio. EUR. Größere,
auch strategisch bedeutsame Projektaufträge werden sich bereits absehbar im zweiten
Halbjahr materialisieren. Geschäftsbereich Dienstleistungen ("Serviced Rental" von thermischen Verpackungssystemen)Der Geschäftsbereich Dienstleistungen zeigte im Berichtszeitraum ein sehr erfreuliches
Bild: va-Q-tec verzeichnete in H1 2019 13,9 Mio. EUR Umsatz, was einem Plus von 69
% gegenüber H1 2018 entspricht. In diesem Bereich konnte das Geschäft mit einstmals
kleinen bzw. neuen Kunden für das "Serviced Rental" von Containern und Boxen stark
ausgebaut werden. Dabei profitierte das Unternehmen insbesondere von einer deutlichen
Verbreiterung der Kundenbasis. Nach Beginn und Hochlauf in Q4 2018 konnte bei der
Vermietung kleiner Thermo-Transportboxen an einen Neukunden an der US-Ostküste zudem
in Q1 2019 die geplante Run Rate erreicht werden. Entsprechend trug dieser Kunde in
Q2 2019 erstmals in vollem Umfang zu Umsatz und Ergebnis bei. Nationale und internationale Geschäftsentwicklungva-Q-tec hat in H1 2019 weitere strategische Fortschritte beim Ausbau der Technologieführerschaft
erzielt. Die innovativen Dämmlösungen von va-Q-tec stoßen nicht nur in den angestammten
Regionen und Endmärkten Kühlgeräte & Lebensmittel (Kühlschränke und gewerbliche Kühlung)
sowie Technik & Industrie (Warmwasserspeicher) auf wachsendes Interesse. Durch die
Attraktivität für andere Bereiche, wie z.B. für Mobilitäts-Anwendungen und im Bau-Sektor,
eröffnen sich neben zusätzlichen Wachstumsperspektiven auch Potenziale zur technologischen
Differenzierung. Diese Entwicklung wurde in H1 2019 z.B. durch die gemeinsame Bewerbung
mit der Airbus Operations GmbH um den "Crystal Cabin Award", einen internationalen
Innovationspreis für herausragende Konzepte im Bereich der Flugzeugkabinenausstattung,
unterstrichen. Auch hier sorgen die Vakuumisolationspaneele von va-Q-tec für innovative
Lösungen und eine deutlich verbesserte Energieeffizienz. Daneben hat die Gesellschaft auch den Internationalisierungskurs im ersten Halbjahr
2019 weiter fortgeführt. Die Tochtergesellschaften in den USA und der Schweiz haben
sich besonders erfreulich entwickelt und liefern substanzielle Umsatz- und Ergebnisbeiträge.
Auch die beiden erst im vergangenen Jahr neu gegründeten Tochtergesellschaften in
Uruguay und Singapur tragen bereits jetzt stärker als erwartet zu den Konzernumsätzen
bei. Insgesamt hat va-Q-tec das internationale Netzwerk auf mittlerweile sieben Tochtergesellschaften
ausgebaut und sich so global in wichtigen Märkten stark positioniert. Im Mai 2019 fand die ordentliche Hauptversammlung erstmal auf dem Firmengelände in
Würzburg statt. va-Q-tec konnte sich in diesem Rahmen den mehr als 350 Teilnehmerinnen
und Teilnehmern am neuen Standort in Würzburg präsentierten. Mit 66 % des Grundkapitals
zeigte sich auch in diesem Jahr eine sehr hohe Präsenz vor Ort. Alle Tagesordnungspunkte
wurden von den anwesenden Aktionärinnen und Aktionären mit großer Zustimmung angenommen. Der Konzern hat seine Mitarbeiteranzahl von durchschnittlich 413 im ersten Halbjahr
2018 um 44 auf durchschnittlich 457 im ersten Halbjahr 2019 erhöht. Es wurden erfahrene
Spezialisten und junge Berufseinsteiger weltweit eingestellt, um das aktuelle und
geplante Wachstum personell zu unterstützen. 5.1.3 Erläuterung des Geschäftsergebnisses und Analyse der Ertrags-, Finanz- und VermögenslageErtragslagescroll
Die Umsatzerlöse sind insgesamt im ersten Halbjahr 2019 sehr stark um 26 % gegenüber
dem Vorjahreszeitraum auf 31.263 TEUR gewachsen. Das Umsatzwachstum wurde dabei besonders
stark durch den Geschäftsbereich Dienstleistungen ("Serviced Rental") von thermischen
Verpackungssystemen) gespeist. Im Geschäftsbereich Systeme (Thermische Verpackungssysteme)
stieg der Umsatz von 5.621 TEUR um 285 TEUR (+5 %) auf 5.907 TEUR. Das Geschäft mit
Produkten wuchs gegenüber einer starken Vergleichsbasis von 10.639 TEUR im ersten
Halbjahr 2018 um 163 TEUR (+2 %) auf 10.802 TEUR. Das deutsche Segment (va-Q-tec AG) trug 17.158 TEUR (Vj.: 17.810 TEUR), das UK-Segment
(va-Q-tec UK) 11.547 TEUR (Vj.: 6.468 TEUR) und das sonstige Segment 2.558 TEUR (Vj.:
582 TEUR) zu den konsolidierten Umsatzerlösen bei. Die Gesamterträge wuchsen im ersten Halbjahr 2019 schwächer als der Umsatz um 11 %
auf 34.498 TEUR. Hierin enthaltene Aktivierte Eigenleistungen i.H.v. 1.517 TEUR (Vj.:
3.326 TEUR) ergaben sich im ersten Halbjahr 2019 vor allem aus der fortgeführten Expansion
der selbsthergestellten Boxenflotten. Sonstige betriebliche Erträge i.H.v. 2.255 TEUR
(Vj.: 1.787 TEUR) resultierten vor allem aus der Auflösung des Sonderpostens aus Container-Sale-and-Lease-back
Transaktionen. Dieser passivische Sonderposten entstand in der Vergangenheit beim
Verkauf der selbst hergestellten Container durch die Muttergesellschaft va-Q-tec AG
oder die va-Q-tec UK Ltd. an Leasinggesellschaften und anschließendem Finance-lease-back
durch die britische Tochtergesellschaft. Er bildet den Unterschiedsbetrag zwischen
dem Marktpreis des Containers und den Herstellungskosten ab und wird über eine fünfjährige
Abschreibungsperiode aufgelöst und den sonstigen betrieblichen Erträgen zugeführt.
(Für weitere Erläuterungen verweisen wir auf Kapitel 3.2.1 "Sale-and-finance-leaseback
Transaktionen" im Konzernanhang.) Der Materialaufwand sank im Vergleich zu den Gesamterträgen von 14.192 TEUR auf 13.839
TEUR, was einer Materialaufwands-Quote von 40 % entspricht (Vj.: 46 %). Grund für
den Rückgang des Materialaufwands und die verbesserte Materialaufwands-Quote war der
deutlich verbesserte Produktmix zugunsten des strukturell mit geringerem Materialaufwand
betriebenen "Serviced Rental"-Geschäfts. Gleichzeitig stieg der Aufwand für bezogene
Leistungen als Teil des Materialaufwands um 1.664 TEUR auf 6.120 TEUR (Vj.: 4.456
TEUR), was überwiegend auf die notwendigen Repositionierungen leerer Luftfrachtcontainer
im Zuge der starken Geschäftsausweitung in diesem Bereich zurückzuführen ist. Der Personalaufwand wuchs von 9.843 TEUR im Vorjahr auf 10.872 TEUR im ersten Halbjahr
2019 (+1.029 TEUR) und blieb damit relativ zu den Gesamterträgen stabil bei 31 % (Vj.:
32 %). Der absolute Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist auf die Einstellung neuer Mitarbeiter
zur Realisierung des aktuellen und des geplanten Wachstums im In- und Ausland sowie
die Rekrutierung von hochqualifiziertem Fachpersonal zur weiteren Optimierung der
Geschäftsprozesse zurückzuführen. Der sonstige betriebliche Aufwand (SBA) sank von 5.537 TEUR im Vorjahr auf 5.419 TEUR
im Berichtszeitraum (-118 TEUR). Gemessen an den Gesamterträgen resultiert eine verminderte
Quote der SBA von 16 % (Vj.: 18 %). Grund für die Abnahme war zum einen die optimierte
Kostenkontrolle im Rahmen des "Power 20+" Programms. Zudem entfielen 2019 die im Vorjahr
angefallenen Doppel- und Umzugskosten im Zusammenhang mit dem Bezug der neuen Konzernzentrale
in Würzburg und der neuen Fertigungshalle in Kölleda. Infolge der dargestellten Entwicklungen im ersten Halbjahr 2019 stieg das Ergebnis
vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) sehr deutlich von 1.387 TEUR im Vorjahr
um 2.981 TEUR auf 4.368 TEUR, was zu einer ebenfalls stark verbesserten EBITDA-Marge
von 13 % führt (Vj.: 5 %). Die Abschreibungen erhöhten sich aufgrund der erheblichen Investitionen in den Vorjahren
deutlich um 29 % auf -5.938 TEUR (Vj.: -4.589 TEUR). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich in der Folge von -3.202
TEUR um 1.632 TEUR auf -1.570 TEUR. Die Attraktivität der Investition in die SUMTEQ GmbH wird deutlich anhand des Wechsels
von der at-Equity-Bilanzierung zur Fair-Value-Bilanzierung: Hier ergibt sich in H1
2019 einmaliger Ertrag in Höhe von 1.771 TEUR. Der Wechsel war erforderlich, weil
für die va-Q-tec AG, nach dem Einstieg neuer Gesellschafter mit teilweise höheren
Beteiligungsquoten, Änderungen in der Satzung der SUMTEQ GmbH sowie der Aufgabe des
Beiratsvorsitzes bei der SUMTEQ GmbH ein maßgeblicher Einfluss auf die Beteiligungsgesellschaft
nicht mehr gegeben ist. Das Finanzergebnis belief sich nach -364 TEUR im Vorjahr auf -530 TEUR, was auf verstärkt
in Anspruch genommene Fremdfinanzierungen zurückzuführen ist. Für das erste Halbjahr 2019 verbleibt auch aufgrund des oben beschriebenen Einmaleffekts
im Zusammenhang mit der Bilanzierung der SUMTEQ-Beteiligung ein deutlich reduzierter
Vorsteuerverlust (EBT) von -397 TEUR gegenüber -3.617 TEUR im Vorjahreszeitraum. Die Berichtssegmente haben sich im ersten Halbjahr 2019 wie folgt entwickelt: Deutsches Berichtssegment (va-Q-tec AG)scroll
Im deutschen Berichtssegment (va-Q-tec AG) ging der Umsatz von 24.019 TEUR im Vorjahr
um 3.238 TEUR (-13 %) auf 20.781 TEUR im ersten Halbjahr 2019 zurück. Der Umsatzrückgang
war vor allem auf den zu Jahresbeginn stark reduzierten Verkauf von Containern an
Leasinggesellschaften und die britische Tochtergesellschaft zurückzuführen. Das EBITDA
betrug -7 TEUR (Vj.: 1.848 TEUR). Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl stieg um
27 auf 387 (Vj.: 360). Britisches Berichtssegment (va-Q-tec AG)scroll
Die Umsatzerlöse in diesem Segment nahmen im ersten Halbjahr 2019 um 71% von 7.148
TEUR im Vorjahr auf 12.217 TEUR zu. Das britische Berichtssegment profitierte dabei
von einer deutlichen Verbreiterung der Kundenbasis und einem Ausbau der Geschäftsaktivitäten
bei einer Vielzahl kleinerer Bestandskunden. Zusätzlich festigten sich die Serviceumsätze
mit einem Pharma-Großkunden wieder, bei dem in 2018 noch Umsatzrückgänge verzeichnet
worden waren. Das EBITDA nahm um 2.490 TEUR von 1.243 TEUR im Vorjahr auf 3.733 TEUR
in H1 2019 zu. Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl erhöhte sich von 40 auf 43
Mitarbeiter. Sonstiges Berichtssegmentscroll
Die Tochtergesellschaften in Uruguay, Korea, Japan, der Schweiz, Singapur und den
USA, welche zusammen das Sonstige Berichtssegment bilden, weisen insgesamt einen deutlich
erhöhten Umsatz aus. Dieser speist sich aus gestiegenen Vertriebs- und Einkaufsprovisionen
sowie im Wesentlichen aus deutlich wachsenden Eigenumsätzen in den Regionen. So konnte
bei der US-Tochtergesellschaft nach Beginn und Hochlauf in Q4 2018 bei der Vermietung
kleiner Thermo-Transportboxen an einen Neukunden an der US-Ostküste in Q1 2019 die
geplante Run Rate erreicht werden. Die Tochtergesellschaften in den USA und der Schweiz
haben sich besonders erfreulich entwickelt und liefern nun wachsende Umsatz- und Ergebnisbeiträge.
Auch die beiden erst im vergangenen Jahr neu gegründeten Tochtergesellschaften in
Uruguay und Singapur tragen bereits jetzt stärker als erwartet zu den Konzernumsätzen
bei. Alle Tochtergesellschaften im Sonstigen Berichtssegment sind besonders wichtig
für die lokale Präsenz, den Ausbau der regionalen Geschäftstätigkeit und die Wahrnehmung
von va-Q-tec als verlässlicher globaler und regionaler Partner. Das EBITDA nahm auf
-63 TEUR im ersten Halbjahr 2019 nach -30 TEUR im Vorjahr ab. Die durchschnittliche
Mitarbeiteranzahl betrug 27 (Vj.: 13). FinanzlageGrundsätze und Ziele des FinanzmanagementsDie Finanzierungsstrategie der va-Q-tec ist auf die Bereitstellung der notwendigen
Mittel für starkes Wachstum ausgerichtet. Dabei werden unterschiedliche Finanzierungsinstrumente
wie z.B. Darlehen, Leasing, Factoring, Kontokorrentlinien und staatliche Förderungen
in Anspruch genommen. Bestehende Kreditlinien werden fortlaufend bezüglich ihrer Verzinsung
optimiert. Insgesamt verfügt va-Q-tec zum 30.06.2019 mit Bankguthaben zuzüglich offener
Kreditlinien von insgesamt 10,7 Mio. EUR über eine komfortable Liquidität. Zusammen
mit weiteren, in Endverhandlungen befindlichen Finanzierungen von bis zu 6 Mio. EUR
läge der finanzielle Spielraum bei knapp 17 Mio. EUR. Liquiditätscroll
Vor Änderungen im Working Capital erzielt va-Q-tec zum Stichtag einen positiven Cashflow
aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe von 1.411 TEUR gegenüber -290 TEUR in H1 2018.
Der Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit einschließlich der Änderungen im Working
Capital belief sich in H1 2019 auf 328 TEUR und lag damit um 4.218 TEUR über dem Wert
des Vorjahres in Höhe von -3.890 TEUR. Die Veränderung des Working Capitals ist vor
allem auf den Abbau des Vorratsvermögen zurückzuführen, welches im Vorjahr insbesondere
zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit während des umzugsbedingten Stillstands der
Produktionslinien und teilweise zur Erhöhung der Sicherheitsbestände an produktionsnotwendigem
Material und der Erstausstattung der Tochtergesellschaften im Ausland aufgebaut wurde.
Während die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Berichtszeitraum parallel
zum Vorratsvermögen um 590 TEUR deutlich abnahmen, erhöhten sich die Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen im Zuge der Zunahme des Umsatzes zum Stichtag stark (+908
TEUR). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit veränderte sich von -4.370 TEUR im Vorjahreszeitraum
auf -3.677 TEUR im ersten Halbjahr 2019. Dabei war der Vorjahreswert durch die Auflösung
von kurzfristigen Termingeldern (+9.000 TEUR) beeinflusst. Aus dem Erwerb von Sachanlagen
resultieren -3.505 TEUR gegenüber -13.389 TEUR im Vorjahreszeitraum. Grund für die
Abnahme ist der Rückgang an Investitionen, nachdem bereits in 2018 die wichtigsten
Investitionen und Initiativen für das weitere Wachstum in Richtung 100 Mio. EUR Umsatz
schneller als ursprünglich geplant zum größten Teil abgeschlossen werden konnten.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von -1.085 TEUR (Vj.: 8.411 TEUR)
resultiert aus der planmäßig stärkeren Tilgung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
und Leasinggesellschaften als der Neuaufnahme für die Finanzierung der langfristigen
Investitionen und des Working Capital-Bedarfs. Vermögenslage und Kapitalstrukturscroll
Das Sachanlagevermögen ist zum 30.06.2019 gegenüber dem 31.12.2018 insgesamt um 409
TEUR auf 69.799 TEUR gestiegen. Die Summe der langfristigen Vermögenswerte stieg zum
30.06.2019 um 1.877 TEUR auf 79.847 TEUR. Dies ist vor allem auf den erforderlichen
Wechsel der Bilanzierung der SUMTEQ-Beteiligung von "at-Equity" zur "Fair-value"-Methode
zurückzuführen, da ein maßgeblicher Einfluss auf die finanz- und geschäftspolitischen
Entscheidungen der Beteiligung nach den Änderungen in den gesellschaftsrechtlichen
Vereinbarungen und dem Einstieg neuer Gesellschafter im Rahmen einer Kapitalerhöhung
nicht mehr eindeutig nachgewiesen werden kann. Die Beteiligung wird ab dem 07.06.2019
stattdessen zum Fair-Value in den Finanziellen Vermögenswerten bilanziert. Die Fair-Value-Bewertung
führt zu einer Bilanzierung der Beteiligung in Höhe von 2.283 TEUR gegenüber einer
at-Equity-Bewertung zum 31.12.2018 in Höhe von 580 TEUR, wodurch die Attraktivität
der Investition in die SUMTEQ GmbH deutlich wird. Das Vorratsvermögen nahm von 10.924 TEUR zum Halbjahr 2019 um -254 TEUR auf 10.670
TEUR ab, was auf die Normalisierung der im Vorjahr umzugsbedingt höheren Lagerbestände
im Vorfeld der Produktionsunterbrechung in Würzburg sowie die Erstausstattung der
Auslandsgesellschaften mit Lagerbeständen zurückzuführen ist. Die Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen stiegen zum 30.06.2019 gegenüber dem 31.12.2018 mit 8.475
TEUR im Zuge der Geschäftsausweitung an (Vj.: 7.557 TEUR). Die kurzfristigen sonstigen
finanziellen Vermögenswerte nahmen von 334 TEUR zum 31.12.2018 um 354 TEUR auf 688
TEUR zum 30.06.2019 zu. Die Summe der kurzfristigen Vermögenswerte reduzierte sich
von 32.177 TEUR zum 31.12.2018 auf 28.787 TEUR zum Stichtag 2019. Die Bilanzsumme
nahm im gleichen Zeitraum trotz der erstmaligen Aktivierung von Nutzungsrechten gemäß
IFRS 16 in Höhe von 2.139 TEUR von 110.147 TEUR auf 108.634 TEUR ab. InvestitionenNach den starken Investitionen der Vorjahre gingen die Investitionen im ersten Halbjahr
plangemäß deutlich zurück. Ein Schwerpunkt der Investitionstätigkeit im ersten Halbjahr
2019 lag in den fortgeführten Investitionen in die Zentrale in Würzburg sowie im Flottenausbau
der Thermo-Boxen und -Container. Insgesamt wurden in Sachanlagen brutto 3.505 TEUR
investiert. Das Sachanlagevermögen nahm nach Abschreibungen und anderen Bewegungen
netto von 69.390 TEUR auf 69.799 TEUR zu. In immaterielle Vermögensgegenstände wurden
519 TEUR investiert (Vj.: 206 TEUR). scroll
Das Eigenkapital des Konzerns beträgt zum 30.06.2019 44.479 TEUR, was einer weiterhin
hohen Eigenkapitalquote von 40,9 % der Bilanzsumme entspricht (31.12.2018: 45.260
TEUR bzw. 41,1 %). Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nahmen aufgrund planmäßiger
Tilgung um 1.317 TEUR von 24.732 TEUR auf 23.415 TEUR ab. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten nahmen aufgrund der höheren Inanspruchnahme bestehender
Kontokorrentlinien von 9.400 TEUR auf 11.088 TEUR zu. Die langfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten nahmen von 6.814 TEUR auf
6.370 TEUR ab. Die langfristigen sonstigen nicht-finanziellen Verbindlichkeiten nahmen
von 9.310 TEUR um -762 TEUR auf 8.548 TEUR ab. Die kurzfristigen sonstigen nicht-finanziellen
Verbindlichkeiten nahmen von 4.925 TEUR auf 4.981 TEUR leicht zu. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zuzüglich Anlagen-Leasing machten
mit 43.637 TEUR 40 % der Bilanzsumme aus (31.12.2018: 42.193 TEUR, 38 %). Das Gesamtvolumen
von Finance Leasing unter Berücksichtigung der Erstanwendungseffekts des IFRS 16 auch
auf operative Leasingverträge stieg von 8.054 TEUR zum 31.12.2018 um 1.069 TEUR auf
9.123 TEUR im ersten Halbjahr 2019. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen
betrugen im ersten Halbjahr 2019 25.695 TEUR, was 24 % der Bilanzsumme entspricht.
(Vj.: 23.952 TEUR, 22 %). Langfristige Verbindlichkeiten des Konzerns betragen 38.460
TEUR, entsprechend 35 % der Bilanzsumme (Vj.: 40.935 TEUR, 37 %). Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen summierten sich auf 3.962 TEUR gegenüber 4.594 TEUR
zum Stichtag 2018. Gesamtaussage zum Geschäftsverlaufva-Q-tec setzt den Wachstumskurs in einem sehr erfolgreichen ersten Halbjahr fort.
Der Konzernumsatz ist sehr stark im Vergleich zum Vorjahr gewachsen. Der Geschäftsbereich
Dienstleistungen ("Serviced Rental" von thermischen Verpackungssystemen) treibt dabei
das Wachstum sehr deutlich. Der Geschäftsbereich Produkte konnte das hohe Niveau des
Vorjahrs halten und im Bereich Systeme wird weiteres, auch durch Projekte beeinflusstes,
Wachstum erwartet. Das EBITDA konnte durch die wachsenden Service-Umsätze mit hoher EBITDA-Marge sowie
diszipliniertem Kostenmanagement mithilfe des "Power 20+" Programms sehr deutlich
im Vergleich zum Vorjahr verbessert werden. Besonders hervorzuheben ist, dass der
operative Cashflow deutlich positiv ist. 5.2 PROGNOSEBERICHT5.2.1 AusblickDie nachfolgenden Prognosen für die Entwicklung der Steuerungsgrößen wurden unter
der Annahme einer nach wie vor robusten makroökonomischen Entwicklung im Jahr 2019
getroffen. Daneben stützen sie sich auf die erwarteten positiven Wachstumsraten im
Markt für VIPs und Isolationsmaterialien insgesamt. Auch im Markt für thermische Verpackungen
und Dienstleistungen wird eine hohe Wachstumsdynamik erwartet. va-Q-tec geht weiterhin
davon aus, von den Megatrends Energieeffizienz, Regulierung der Kühlketten (Produktsicherheit)
und Globalisierung der Wertschöpfungsketten überproportional zu profitieren. GesamtaussageNach dem sehr stark verbesserten ersten Halbjahr 2019, verbunden mit einem gesunden
Ausblick insbesondere im Bereich Dienstleistungen (Serviced Rental), werden wir unsere
Wachstumsdynamik im restlichen Jahr beibehalten und konkretisieren daher die Prognose
für das Geschäftsjahr 2019 im oberen Bereich der bisherigen Prognose eines mittelstarken
bis starken Umsatzwachstum. Wir gehen nun von einem starken Umsatzwachstum von rund
20 % gegenüber dem Vorjahr aus. Daneben erwartet va-Q-tec aufgrund der sehr positiven
Entwicklung im ersten Halbjahr eine EBITDA-Marge für das Geschäftsjahr 2019 in einer
Bandbreite von 11 % - 14 % nach 5 % EBITDA-Marge im Geschäftsjahr 2018 und damit ebenfalls
am oberen Ende der bisherigen Erwartungen. 5.2.2 Zukunftsgerichtete AussagenDieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen
Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der va-Q-tec AG beruhen. Solche Aussagen
sind Risiken und Ungewissheiten unterworfen. Diese und andere Faktoren können dazu
führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die
Leistungsfähigkeit der Gesellschaft wesentlich von den hier abgegebenen Einschätzungen
abweichen. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten
Aussagen fortzuschreiben und an künftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen. 6 CHANCEN- UND RISIKOBERICHTIm Rahmen des Risikomanagementsystems, das als Risikofrüherkennungssystem etabliert
ist, analysiert und beurteilt va-Q-tec die Risiken des Unternehmens und des dazugehörigen
Geschäftsumfelds. Ferner beinhaltet es ein Internes Kontrollsystem (IKS) sowie ein
Compliance-System, wodurch zusätzlich die Einhaltung zutreffender gesetzlicher und
industriespezifischer Rahmenbedingungen sichergestellt wird. Das Risikomanagement
des Konzerns sieht es als eine der zentralen Aufgaben, den internen Finanzierungsbedarf
zu steuern und zu überwachen sowie die finanzielle Unabhängigkeit des Gesamtunternehmens
sicherzustellen. Finanzielle Risiken werden durch das Reporting überwacht und durch
eine rollierende Finanz- und Liquiditätsplanung gesteuert. Der Zwischenlagebericht zum Halbjahr beinhaltet keine umfangreiche und vollständige
Angabe zum Prognose-, Chancen- und Risikobericht. Es wurde zum 30.06.2019 eine umfangreiche
Überprüfung der Risikosituation durchgeführt. Es ergaben sich im Bereich der operativen,
strategischen, finanziellen und Ausfall-Risiken keine wesentlichen Veränderungen im
Vergleich zum 31.12.2018. Zu Einzelheiten bezüglich des Risikomanagementsystems und des spezifischen Chancen-
und Risikoprofils sowie in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten wird auf
den Abschnitt "Chancen- und Risikobericht" im Konzernlagebericht 2018 verwiesen. KONZERNZWISCHENABSCHLUSS DER VA-Q-TEC AG FÜR DAS HALBJAHR I 2019KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGscroll
KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNGscroll
KONZERNBILANZAktivascroll
Passivascroll
KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNGscroll
KONZERNEIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNGscroll
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Konzernanhang1 ALLGEMEINE ANGABEN1.1 UNTERNEHMENSINFORMATIONENDie va-Q-tec AG mit Sitz in Deutschland, 97080 Würzburg, Alfred-Nobel-Str. 33, ist
im Handelsregister Würzburg unter der Nummer HRB 7368 eingetragen. Der Konzernzwischenabschluss
der va-Q-tec AG beinhaltet neben der va-Q-tec AG selbst auch ihre Tochtergesellschaften
(im Folgenden auch "va-Q-tec", "va-Q-tec Konzern" oder "Gesellschaft" genannt). va-Q-tec
ist ein technologisch führender Anbieter hocheffizienter Produkte und Lösungen im
Bereich der thermischen Isolation. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt
innovative Produkte zur zuverlässigen und energieeffizienten Temperaturkontrolle bzw.
Dämmung - Vakuumisolationspaneele ("VIPs") und Phasenübergangsmaterialien ("PCMs").
Darüber hinaus fertigt va-Q-tec durch die optimale Kombination von VIPs und PCMs passive
thermische Verpackungssysteme (Container und Boxen). Zur Durchführung von temperatursensiblen
Logistikketten bietet va-Q-tec in einem globalen Partnernetzwerk die Vermietung von
Containern und Boxen an, mit denen anspruchsvolle Thermoschutzstandards erfüllt werden
können. Neben Healthcare & Logistik als Hauptmarkt werden folgende weitere Märkte
von va-Q-tec adressiert: Kühlgeräte & Lebensmittel, Technik & Industrie, Bau und Mobilität. Der vorliegende Konzernzwischenabschluss der va-Q-tec für das erste Halbjahr 2019
wurde am 14.08.2019 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben. 1.2 GRUNDLAGEN DER ABSCHLUSSERSTELLUNGDie va-Q-tec AG ist oberstes Mutterunternehmen der va-Q-tec Gruppe und stellt somit
für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss auf. Die
va-Q-tec AG ist ein börsennotiertes Unternehmen. Hiermit ist sie trotz Unterschreiten
der Größenkriterien nach § 293 HGB aufgrund § 293 Abs. 5 HGB zur Aufstellung eines
Konzernabschlusses verpflichtet. Der Halbjahresfinanzbericht des va-Q-tec Konzerns umfasst nach § 37w Wertpapierhandelsgesetz
(WpHG) einen Konzernzwischenabschluss, einen Konzernzwischenlagebericht sowie eine
Versicherung der gesetzlichen Vertreter. Der Konzernzwischenabschluss wurde unter
Beachtung der International Financial Reporting Standards (IFRS) für Zwischenberichterstattung
und in Übereinstimmung mit den Regelungen des International Accounting Standards (IAS)
34, wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie der Konzernzwischenlagebericht unter
Beachtung der anwendbaren Vorschriften des WpHG, aufgestellt. Alle vom International
Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen und bei der Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses
in der Europäischen Union geltenden IFRS wurden von der va-Q-tec AG angewendet. Der Konzernzwischenabschluss ist in Verbindung mit dem Konzernabschluss der va-Q-tec
AG zum 31.12.2018 zu lesen, da nicht alle für einen Konzernabschluss zum Geschäftsjahresende
geforderten Informationen angegeben sind. Aus Sicht des Vorstands sind alle laufend
vorzunehmenden Anpassungen enthalten, die für eine angemessene Darstellung der Ertrags-,
Finanz- und Vermögenslage des Konzerns erforderlich sind. Im Rahmen der Erstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses zur Zwischenberichterstattung
gemäß IAS 34 muss der Vorstand Beurteilungen und Schätzungen vornehmen sowie Annahmen
treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen im Konzern und den Ausweis
der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen.
Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen. Die bisher im Geschäftsjahr
2019 erzielten Ergebnisse lassen nicht notwendigerweise Vorhersagen über die Entwicklung
des weiteren Geschäftsverlaufs zu. Im Konzernzwischenabschluss zum 30.06.2019 erfolgen die Angaben in Konzernbilanz,
der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung,
der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung, in der Segmentberichterstattung sowie
in den Anhangangaben in Tausend Euro (TEUR). Die Beträge sind jeweils kaufmännisch
gerundet. Bei geringfügigen Abweichungen handelt es sich um Rundungsdifferenzen. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss sowie der Konzernzwischenlagebericht für das
erste Halbjahr 2019 wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht im Sinne
von IDW PS 900 oder ISRE 2400 bzw. 2410 unterzogen. 1.3 VERÄNDERUNG KONSOLIDIERUNGSKREISIm ersten Halbjahr 2019 ergaben sich keine Veränderungen bei den vollkonsolidierten
Tochtergesellschaften der va-Q-tec. Zum Stichtag 30.06.2019 wird die Beteiligung an
der SUMTEQ GmbH nicht mehr als assoziiertes Unternehmen klassifiziert und entsprechend
der at-equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Ein maßgeblicher Einfluss
auf die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen der Beteiligung kann nach
den Änderungen in den gesellschaftsrechtlichen Vereinbarungen und dem Einstieg neuer
Gesellschafter im Rahmen einer Kapitalerhöhung nicht mehr eindeutig nachgewiesen werden.
Die Beteiligung wird ab dem 07.06.2019 stattdessen zum Fair-Value in den Finanziellen
Vermögenswerten bilanziert. 1.4 AUSWIRKUNGEN NEUER RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDSIm Konzernzwischenabschluss wurden - mit Ausnahme der im laufenden Geschäftsjahr erstmals
angewendeten Rechnungslegungsvorschriften - dieselben Rechnungslegungsmethoden wie
bei der Erstellung des Konzernabschlusses zum 31.12.2018 angewendet. Zum 01.01.2019 wurde IFRS 16 (Leasingverhältnisse) erstmals angewendet. Im Folgenden
werden die Effekte angegeben, wie sie aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 resultieren. IFRS 16 ist der neue Standard zu Bilanzierung von Leasingverhältnissen, den die va-Q-tec
AG retrospektiv ohne Änderung der Vorjahreszahlen zum 01.01.2019 erstmals angewendet
hat. Seit dem 01.01.2019 werden Zahlungsverpflichtungen aus bisher als Operating Leasingverhältnisse
qualifizierten Verträgen mit der zum 31.12.2018 gewichteten durchschnittlichen incremental
borrowing rate (IBR) von 2 % abgezinst, als Leasingverbindlichkeit passiviert und
entsprechend der Effektivzinsmethode fortgeführt. Der Zinssatz wird auf Basis des
durchschnittlichen, risikofreien Referenzzinssatzes für die in Betracht kommenden
Laufzeitbänder der Leasingverträge in der relevanten Konzernwährung (TEUR) zuzüglich
eines dem Rating der va-Q-tec entsprechenden Risikoaufschlages ermittelt. Leasingspezifische
Anpassungen waren nicht erfoderlich, da beispielsweise vorliegende Besicherungen keinen
materiellen Einfluss auf den Zinssatz haben. Das Nutzungsrecht am Leasinggegenstand wird korrespondierend zur Leasingverbindlichkeit
aktiviert. Im Erstanwendungszeitpunkt entspricht der Wert des Nutzungsrechts dem Barwert
der entsprechenden Leasingverbindlichkeit und wird über die Dauer der Laufzeit des
Leasingvertrages linear abgeschrieben. Der Konzern hat von den Erleichterungsmöglichkeiten des IFRS 16 für Short Term Leases
(Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit unter 12 Monaten) sowie für Low-Value Vermögenswerte
Gebrauch gemacht. Für die Low-Value Vermögenswerte wird ein Richtwert von 5 TEUR herangezogen.
Zahlungen aus Leasingverpflichtungen mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als zwölf
Monaten zum 31.12.2018 wurden dem Wahlrecht entsprechend im Zahlungszeitpunkt aufwandswirksam
erfasst. va-Q-tec hat außerdem entsprechend dem Wahlrecht des Standards die Leasing-
und Servicekomponenten nicht separat voneinander dargestellt. Im Rahmen der Umstellung auf IFRS 16 wurden im Erstanwendungszeitpunkt zum 01.01.2019
Vermögenswerte für Nutzungsrechte an den Leasinggegenständen von 2,5 Mio. EUR und
Leasingverbindlichkeiten in gleicher Höhe bilanziert. Ausgehend von den operativen
Leasingverpflichtungen zum 31.12.2018 ergab sich folgende Überleitung auf den Eröffnungsbilanzwert
der Leasingverbindlichkeiten zum 01.01.2019: Überleitung Leasingverbindlichkeitscroll
Der Ausweis des Nutzungsrechts am jeweiligen Leasinggegenstand erfolgt unter demselben
Posten im Sachanlagevermögen, unter dem der zugrunde liegende Vermögenswert im Falle
eines Erwerbs ausgewiesen worden wäre. Die angesetzten Nutzungsrechte beziehen sich
auf folgende Arten von Vermögenswerten: Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeitenscroll
scroll
Nachfolgende Standards und Standardänderungen sind neben IFRS 16 in Kraft getreten
und haben keinen Einfluss auf den Halbjahresbericht 2019 der Gesellschaft: scroll
2 BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENIm Konzernzwischenabschluss der va-Q-tec AG werden mit Ausnahme von der Erstanwendung
des IFRS 16 grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet
wie im IFRS-Konzernabschluss zum 31.12.2018. Es erfolgte keine frühzeitige Anwendung
der von der EU übernommenen Standards. Eine detaillierte Beschreibung der Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden befindet sich im Konzernanhang 2018. 3 ERLÄUTERUNGEN3.1 KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG3.1.1 GesamterträgeDie Gesamterträge haben sich im Vergleich zur Vorjahresperiode positiv entwickelt
und sind um rund 11,4 % auf 34.498 TEUR gestiegen. Die hierin enthaltenen Umsatzerlöse
sind insgesamt im ersten Halbjahr sehr stark um 25,8% gegenüber dem Vorjahreszeitraum
auf 31.263 TEUR gewachsen. Die im Vergleich zum Vorjahr deutlich niedrigeren Aktivierten
Eigenleistungen i.H.v. 1.517 TEUR (Vj.: 3.326 TEUR) ergaben sich im ersten Halbjahr
2019 vor allem aus der fortgeführten Expansion der selbsthergestellten Boxenflotten,
wohingegen die Eigenleistungen für selbsthergestellte Container deutlich hinter dem
Vorjahreswert zurückblieben. Ebenfalls deutlich unter dem Vorjahreswert blieben die
Bestandsveränderungen mit einem Rückgang um -537 TEUR im Vergleich zu einem Anstieg
um 986 TEUR im Vorjahreszeitraum. Sonstige betriebliche Erträge i.H.v. 2.255 TEUR
(Vj.: 1.787 TEUR) resultierten vorallem aus der Auflösung des Sonderpostens aus Container-Sale-and-Lease-back
Transaktionen. Dieser passivische Sonderposten entstand in der Vergangenheit beim
Verkauf der selbst hergestellten Container durch die Muttergesellschaft va-Q-tec AG
oder der va-Q-tec UK Ltd. an Leasinggesellschaften und anschließendem Finance-lease-back
durch die britische Tochtergesellschaft. 3.1.2 MaterialaufwandDer Materialaufwand ist um 353 TEUR auf 13.839 TEUR (-2,5 %) gesunken. Die Materialaufwandsquote1 hat sich von 45,8 % auf 40,1 % reduziert, wodurch das Rohergebnis unter Berücksichtigung des Wachstums der Gesamterträge um 23,2 % gesteigert werden konnte. 3.1.3 PersonalaufwandDer Personalaufwand ist im Vergleich zur Vorjahresperiode um 10,5 % von 9.843 TEUR auf 10.872 TEUR gestiegen. Der absolute Anstieg ist im Wesentlichen auf die Einstellung neuer Mitarbeiter in der zweiten Jahreshälfte 2018 zur Unterstützung des geplanten Wachstums und auf Lohn- und Gehaltssteigerungen zurückzuführen. Die Personal-aufwandsquote2 ist von 31,8 % auf 31,5 % leicht gesunken. 1
Materialaufwandsquote in % = Materialaufwand / Gesamterträge x 100 3.1.4 Sonstiger betrieblicher AufwandDer sonstige betriebliche Aufwand ist um 118 TEUR auf 5.419 TEUR gesunken. Der Rückgang
trotz deutlich gestiegener Umsätze ist auf die Kosteneinsparungen durch das "Power
20+" Programm sowie den Wegfall der Einmalkosten im Zusammenhang mit dem Umzug in
die neue Konzernzentrale in Würzburg und dem Bezug der neuen Fertigungshalle in Kölleda
zurückzuführen. 3.1.5 AbschreibungenDie Abschreibungen sind um 1.349 TEUR auf 5.938 TEUR gestiegen. Die gestiegenen Abschreibungen sind zum einen auf die Investitionen in die Container- und Boxenflotten zurückzuführen, die in den letzten 24 Monaten deutlich ausgebaut wurden, so dass die Abschreibungen auf diese Positionen um 404 TEUR im Vergleich zur Vorjahresperiode gestiegen sind. Zum anderen hat die Fertigstellung des Umbaus der Zentrale in Würzburg sowie des Neubaus in Kölleda in der zweiten Jahreshälfte in 2018 zur Erhöhung der Abschreibungen in der Position Grundstücke und Bauten um 457 TEUR im Vergleich zur Vorjahresperiode geführt. Die Abschreibungsquote3 hat sich insgesamt von 14,8 % auf 17,2 % erhöht. 3.1.6 Ergebnis aus der Fair Value Bewertung von BeteiligungenDer Ertrag aus der Bewertung der Beteiligung an der Sumteq GmbH von insgesamt 1.771
TEUR resultiert aus der Zuschreibung im Rahmen im Rahmen des Wechsels von der at Equity
Bewertung gemäß IAS 28 zur Bewertung zum Fair Value nach IFRS 9 aufgrund des Verlusts
des maßgeblichen Einflusses der va-Q-tec auf die finanz- und geschäftspolitischen
Entscheidungen der Beteiligung. 3.1.7 FinanzergebnisDas Finanzergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 166 TEUR gemindert, da insbesondere
im zweiten Halbjahr 2018 die Refinanzierung der in den Vorjahren mit Eigenmitteln
aus dem Börsengang getätigten Investitionen vorangetrieben wurde. Die Zinsaufwendungen
stiegen um 163 TEUR auf 538 TEUR im Vergleich zum Vorjahr (Vj.: 375 TEUR). 3.1.8 ErtragsteuernAufgrund des Verlustvortrags aus den Vorjahren wurden im ersten Halbjahr 2019 keine
latenten Steuern aktiviert. Dadurch weist die va-Q-tec zum Halbjahr trotz eines Verlusts
vor Steuern in Höhe von -397 TEUR (Vj.: -3.617 TEUR) einen Steueraufwand in Höhe von
-383 TEUR (Vj.: Steuerertrag i.H.v. 290 TEUR) auf. 3.1.9 Ergebnis je AktieDie Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie basiert auf dem den Stammaktionären
zurechenbaren Gewinn und einem gewichteten Durchschnitt der im Umlauf gewesenen Stammaktien.
Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie wird nicht ausgewiesen, da zur Zeit keine
Sachverhalte mit Verwässerungseffekten bestehen. 3
Abschreibungsquote in % = Abschreibungsaufwand / Gesamterträge x 100 Das Ergebnis je Aktie stellt sich wie folgt dar: scroll
3.2 BILANZ3.2.1 Immaterielle VermögenswerteDie immateriellen Vermögenswerte sind gegenüber dem Stichtag 31.12.2018 um 94 TEUR
auf 2.531 TEUR gestiegen. Der Betrag resultiert im Wesentlichen aus erworbenen immateriellen
Vermögenswerten. 3.2.2 SachanlagevermögenDas Sachanlagevermögen ist um 409 TEUR auf 69.799 TEUR gestiegen. Der im Vergleich
zum Vorjahr moderate Anstieg ist hauptsächlich geprägt durch die Fertigstellung des
Umbaus der Zentrale in Würzburg sowie des Neubaus in Kölleda in der zweiten Jahreshälfte
in 2018, womit auch fast die vollständige Realisierung der nach dem Börsengang begonnenen
Kapazitätserweiterung abgeschlossen worden ist. 3.2.3 VorräteDie Vorräte sind um 254 TEUR auf 10.670 TEUR gesunken. Im Wesentlichen ist dies auf
die Normalisierung der im Vorjahr umzugsbedingt höheren Lagerbestände im Vorfeld der
Produktionsunterbrechung in Würzburg sowie die Erstausstattung der Auslandsgesellschaften
mit Lagerbeständen zurückzuführen. 3.2.4 Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDer Forderungsbestand ist zum Bilanzstichtag aufgrund der höheren Umsätze um 918 TEUR
auf 8.475 TEUR gestiegen. 3.2.5 Sonstige finanzielle VermögenswerteDer Anstieg der langfristigen finanziellen Vermögenswerte von 184 TEUR um 2.287 TEUR
auf 2.471 TEUR resultiert aus dem Wechsel von der at-equity Bewertung der Sumteq GmbH
zur Fair-Value Bewertung aufgrund des Verlusts des wesentlichen Einflusses der va-Q-tec
AG auf die Sumteq GmbH. Hieraus resultiert eine Umgliederung von 512 TEUR von der
Position At-Equity bilanzierte Beteiligungen zu Finanzielle Vermögenswerte sowie eine
Zuschreibung von insgesamt 1.771 TEUR. Die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte sind um 354 TEUR auf 688 TEUR gestiegen.
Dies ist insbesondere geprägt durch Ansprüche auf Fördergelder. 3.2.6 SteueransprücheDie Steueransprüche sind um 68 TEUR auf 67 TEUR gesunken und resultieren vornehmlich
aus Vorauszahlungen für Gewerbe- und Körperschaftssteuer des Mutterunternehmens. 3.2.7 Sonstige nicht-finanzielle VermögenswerteDie sonstigen kurz- und langfristigen nicht-finanziellen Vermögenswerte sind aufgrund
der Erhöhung der Forderungen aus Umsatzsteuer um 69 TEUR auf 1.789 TEUR gestiegen. 3.2.8 Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteDie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente haben sich von 12.154 TEUR um 4.437
TEUR auf 7.717 TEUR vermindert. 3.2.9 EigenkapitalDas Eigenkapital hat sich im Vergleich zum 31.12.2018 um 781 TEUR auf 44.479 TEUR
verringert. Aufgrund der ebenfalls gesunkenen Bilanzsumme bleibt die Eigenkapitalquote
mit 40,9 % nahezu unverändert (31.12.2018: 41,1 %). 3.2.10 Langfristige und kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber KreditinstitutenDie kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind um 1.688 TEUR
auf 11.088 TEUR angestiegen. Die langfristigen Schulden gegenüber Kreditinstituten
sind dagegen um 1.317 TEUR auf 23.415 TEUR gesunken. 3.2.11 Sonstige langfristige und kurzfristige finanzielle VerbindlichkeitenInsgesamt sind die sonstigen lang- und kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten
um 174 TEUR auf 11.861 TEUR angestiegen. Die Bilanzierung der Verbindlichkeiten aus
operativen Leasingverhältnissen von 2.488 TEUR aufgrund der Erstanwendung von IFRS
16 wirkte sich gegenläufig zu planmäßigen Leasingzahlungen von 1.418 TEUR aus. Zusätzlich
wirkte sich die Realisierung einer Investition positiv auf die finanziellen Verbindlichkeiten
aus, für die eine Investitionszulage von 697 TEUR bereits im Vorjahr eingegangen war.
Diese Investitionszulage wird seit der Realisierung der Investition nicht mehr als
finanzielle Verbindlichkeit sondern als nicht-finanzielle Verbindlichkeit unter dem
Sonderposten für Zuwendungen bilanziert. 3.2.12 Sonstige langfristige und kurzfristige nicht-finanzielle VerbindlichkeitenDie sonstigen lang- und kurzfristigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten sind um
5,0 % auf 13.529 TEUR gesunken. Diese Veränderung resultiert im Wesentlichen aus der
Veränderung des passiven Sonderpostens für Gewinne, welcher aus den Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen
im Rahmen des Ausbaus der Containerflotte in den Vorjahren angefallen ist. Dagegen
ist der passive Sonderposten für erhaltene Zuschüsse um 479 TEUR auf 5.014 TEUR gestiegen. Insgesamt betragen die Sonderposten für abgegrenzte Zuwendungen und Containergewinne
aus Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen 11.624 TEUR (Vj.: 12.612 TEUR) und machen
rund 85,9 % (Vj.: 88,6 %) der gesamten Position aus. 3.2.13 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenDie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um 632 TEUR auf 3.962 TEUR
(Vj.: 4.594 TEUR) gesunken. 3.3 FINANZINSTRUMENTEDie nachfolgende Tabelle zeigt die Finanzinstrumente mit den Buchwerten und beizulegenden
Zeitwerten, aufgeteilt nach den Bewertungskategorien gemäß IFRS 9. Die beizulegenden
Zeitwerte sind dabei jeweils den Bewertungsstufen der Fair Value-Hierarchie zugeordnet.
Soweit keine entsprechende Zuordnung erfolgt ist, wird davon ausgegangen, dass der
Buchwert dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Dies betrifft im Wesentlichen die
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und Zahlungmitteläquivalente,
übrige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte, Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen und übrige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten, die jeweils
kurze Restlaufzeiten aufweisen. Eine Definition der Stufen der Fair Value-Hierarchie findet sich in Abschnitt 1.2
"Grundlagen der Abschlusserstellung" des Konzernabschlusses 2018. Die Zuordnungen
zu den Stufen werden jeweils zum Ende der Berichtsperiode überprüft. Umgliederungen
zwischen den Stufen sind im Berichtszeitraum sowie im Vorjahr nicht erfolgt. Werte nach Bewertungskategorien zum 30.06.2019*scroll
scroll
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9scroll
Die Beteiligung an der SUMTEQ GmbH wurde bedingt durch den Statuswechsel im Zugangszeitpunkt
zum Fair Value bewertet. Da für die Bewertung auf beobachtbare Marktdaten zurückgegriffen
werden konnte, wurde die Beteiligung in Level 2 eingestuft. Für die Bewertung wurde
auf einen Geschäftsvorfall zwischen unabhängigen Geschäftspartnern abgestellt, der
unmittelbar vor dem Stichtag stattgefunden hat. Der beizulegende Zeitwert von der Bewertungsstufe 2 zugeordneten festverzinslichen
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cashflows. Die Abzinsung erfolgt
auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze. Bei variabel verzinslichen Verbindlichkeiten
entsprechen die Buchwerte grundsätzlich den beizulegenden Zeitwerten. Bei der Stufe 2 zugeordneten Zinsswaps wird der beizulegende Zeitwert durch Abzinsung
der zukünftig zu erwartenden Cashflows ermittelt, wobei die für die Restlaufzeit der
Kontrakte zum jeweiligen Stichtag geltenden Marktzinssätze zugrunde gelegt werden. 3.4 NETTOERGEBNIS DER FINANZINSTRUMENTEDas in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Nettoergebnis in Bezug auf
Finanzinstrumente setzt sich wie folgt zusammen: Nettoergebnisse H1 2019 ausscroll
Nettoergebnisse H1 2018 ausscroll
4 SONSTIGE ANGABEN4.1 SEGMENTINFORMATIONENIm Rahmen der Segmentberichterstattung werden die Aktivitäten des va-Q-tec Konzerns
gemäß den Regeln von IFRS 8 (Geschäftssegmente) nach Geschäftsbereichen abgegrenzt.
Diese Aufgliederung orientiert sich an der internen Steuerung und Berichterstattung
nach legalen Einheiten. Der va-Q-tec Konzern ist in den drei Geschäftsbereichen "va-Q-tec
AG", "va-Q-tec Ltd. (UK)" und "Sonstige" tätig. Die Berichterstattung und -Steuerung der einzelnen Segmente bei der va-Q-tec erfolgt
unmittelbar nach IFRS. Die Liefer- und Leistungsbeziehungen innerhalb der Berichtssegmente
sind, sofern wesentlich, konsolidiert ausgewiesen. Die Vergleichbarkeit der Segmentberichterstattung mit der Vorperiode wird durch die
Einbindung der neuen Tochtergesellschaft va-Q-tec SG PTE Ltd. nicht beeinträchtigt,
da diese bisher keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
der Gesellschaft hat. Eine detaillierte Beschreibung der einzelnen Segmente befindet
sich im Konzernanhang 2018. Segmentberichtserstattung H1 2019scroll
Segmentberichtserstattung H1 2018scroll
Die Umsätze der Gesellschaft unterteilen sich hinsichtlich ihrer Realisierung zu einem
Zeitpunkt bzw. über einen Zeitraum wie folgt: Umsatzrealisierungscroll
Die Umsatzerlöse verteilen sich geographisch wie folgt: scroll
Die Zuordnung von Umsätzen mit externen Kunden zu einer geographischen Region richtet
sich nach dem Standort des Kunden. Die geographische Zuordnung der langfristigen Vermögenswerte
richtet sich nach dem Sitz des Eigentümers der Vermögenswerte und ist entsprechend
aus der oben dargestellten Segmentberichterstattung nach legalrechtlichen Einheiten
ersichtlich. Die Zuordnung der Umsätze auf Produkte, Systeme und Dienstleistungen ergibt sich wie
folgt: Mit Produkten (Vakuumisolationspaneele und Wärmespeicherkomponenten) wurden
im ersten Halbjahr 2019 Umsätze i.H.v. 10.802 TEUR (Vj.: 10.639 TEUR) erzielt. Mit
Systemen (thermische Verpackungen und deren Komponenten) konnte der Konzern im ersten
Halbjahr 2019 Umsätze i.H.v. 5.907 TEUR (Vj.: 5.621 TEUR) erzielen. Aus Dienstleistungen,
welche das Container- und Boxen-Vermietungsgeschäft umfassen, resultierten im ersten
Halbjahr 2019 Umsätze i.H.v. 13.852 TEUR (Vj.: 8.198 TEUR). Sonstige Umsatzerlöse
betrugen im ersten Halbjahr 2019 702 TEUR (Vj.: 402 TEUR). 4.2 ANGABEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONENIn den ersten sechs Monaten 2019 lagen keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen
oder Personen vor, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage
des Konzerns hatten. 5 EREIGNISSE NACH ENDE DER BERICHTSPERIODEEs gab keine Ereignisse nach dem Ende der Berichtsperiode, die einen erheblichen Einfluss
auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der va-Q-tec haben könnten. Würzburg, den 14. August 2019 va-Q-tec AG Der Vorstand scroll
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind. Würzburg, den 14. August 2019 va-Q-tec AG Der Vorstand scroll
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