![]() va-Q-tec AGWürzburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.20191.2 BERICHT DES AUFSICHTSRATSDr. Gerald Hommel, Aufsichtsratsvorsitzender Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,das abgelaufene Geschäftsjahr war für va-Q-tec von dynamischem Wachstum geprägt. Der Aufsichtsrat hielt im Geschäftsjahr 2019 sechs Sitzungen ab. Hauptaufgabe des Aufsichtsrates ist die Beratung und Kontrolle des Vorstandes. Gegenstand unserer regelmäßigen Beratungen im Plenum waren unter anderem die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Organisationsstruktur von va-Q-tec. Weitere Schwerpunkte unserer Tätigkeit im Berichtszeitraum lagen insbesondere in der kritischen Bewertung der internationalen Ausrichtung der va-Q-tec, der Unternehmensplanung und der Unternehmensfinanzierung und -liquidität. Darüber hinaus befassten wir uns intensiv mit den Chancen und Risiken des Unternehmens. Am 29. Mai 2019 fand die dritte Hauptversammlung nach dem Börsengang statt. Erstmals konnte sich das Unternehmen dabei mehr als 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmern am neuen Standort in Würzburg präsentieren. Wie im Vorjahr begrüßte va-Q-tec erneut zahlreiche Aktionärinnen und Aktionäre aus Würzburg und Umgebung. Mit 66 % des Grundkapitals zeigte sich auch in 2019 eine sehr hohe Präsenz vor Ort. Alle Tagesordnungspunkte wurden von den anwesenden Aktionärinnen und Aktionären mit großer Zustimmung angenommen. Ihr langfristiges Engagement für die va-Q-tec hatten die beiden Gründer und Hauptaktionäre, Dr. Joachim Kuhn (CEO) und Dr. Roland Caps (Leiter Innovation und Qualität) und ihre Familien vor der Hauptversammlung 2019 mit einer Pooling-Vereinbarung für einen Großteil ihrer Aktien unterstrichen. Mit der Vereinbarung bündeln die Partner über 25 % der Aktien der va-Q-tec AG. Der Aufsichtsrat der va-Q-tec AG hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung übertragenen Aufgaben pflichtgemäß wahrgenommen. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und dessen Tätigkeit überwacht. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen unmittelbar und frühzeitig eingebunden. Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig, zeitnah und umfassend, sowohl schriftlich als auch mündlich, über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die strategische Weiterentwicklung sowie die aktuelle Lage des Unternehmens. Auf der Grundlage der Berichterstattung des Vorstandes hat der Aufsichtsrat die Geschäftsentwicklung sowie für das Unternehmen wichtige Entscheidungen und Vorgänge ausführlich erörtert. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen wurden uns im Einzelnen erläutert und im Aufsichtsrat intensiv behandelt. Wir bzw. die jeweils zuständigen Aufsichtsratsausschüsse haben die Beschlussvorschläge des Vorstandes gründlich geprüft und beraten. Der Aufsichtsrat stand darüber hinaus mit dem Vorstand in regelmäßigem Kontakt und wurde über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle unmittelbar informiert. Insgesamt hat va-Q-tec, wie im vorliegenden Geschäftsbericht dargestellt, mit den umgesetzten Investitionen eine starke Basis für die weitere Unternehmensentwicklung geschaffen. Die für die Unternehmensentwicklung zentralen Geschäftsvorgänge wurden vom Aufsichtsrat kritisch beleuchtet und entsprechende Anregungen zur Diskussion mit dem Vorstand eingebracht. Die zustimmungspflichtigen Maßnahmen und Geschäftsvorgänge wurden zwischen Vorstand und Aufsichtsrat beraten und sachgerecht entschieden. Personelle Veränderungen in Aufsichtsrat und VorstandIm Aufsichtsrat haben sich im Berichtszeitraum keine personellen Veränderungen ergeben. Herr Dr. Joachim Kuhn bleibt unverändert Vorsitzender des Vorstandes. Der Aufsichtsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die Bestellung von Herrn Stefan Döhmen zum Finanzvorstand (CFO) der Gesellschaft für weitere drei Jahre bis Ende 2022 verlängert. Mit der Vertragsverlängerung würdigt der Aufsichtsrat die bedeutenden Beiträge von Herrn Döhmen in seinem Ressort zur erfolgreichen Entwicklung der va-Q-tec AG nach dem Börsengang. Aufgrund der geringen Anzahl der Vorstände hat der Aufsichtsrat die Frauenquote im Vorstand auf 0 % festgelegt. Die Frauenquote in der zweiten Führungsebene beträgt 16,66 %%. Für sich selbst hat der Aufsichtsrat die Frauenquote ab 30. Juni 2017 (Erfüllungsfrist) auf 16,66 % festgelegt, das entspricht einem von sechs Mitgliedern. Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner AusschüsseDer Aufsichtsrat hat sich im Rahmen seiner regelmäßigen Beratungen mit der operativen und strategischen Lage der va-Q-tec befasst und sich durch die schriftlichen und mündlichen Berichte des Vorstandes umfassend über die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung informiert. Das Geschäftsjahr 2019 war für va-Q-tec von der Rückkehr zu einem dynamischen Umsatzwachstum sowie einer starken EBITDA-Entwicklung geprägt. Der Aufsichtsrat traf sich satzungsgemäß zu insgesamt sechs Plenarsitzungen. Alle Sitzungen wurden in Würzburg abgehalten. Der zentrale Teil der ersten Sitzung am 25. März 2019 war die Vorstellung, Erörterung und Beschlussfassung über Jahresabschluss, Lagebericht und Anhang des Einzel- und des Konzernabschlusses der va-Q-tec AG für das Geschäftsjahr 2018. Im Rahmen der Sitzung berichteten die Abschlussprüfer zusammenfassend über das Ergebnis der Prüfung. Nach ausführlicher Diskussion beschloss der Aufsichtsrat einstimmig die Billigung und Feststellung des Jahresabschlusses 2018 sowie die Billigung des Konzernabschlusses 2018 unter Einbeziehung der Lageberichte. Daneben berichtete der Vorstand über die erfreulich dynamische Geschäftsentwicklung in den ersten beiden Monaten 2019 sowie den aktuellen Stand des "Power 20+"-Programms, welches der Aufsichtsrat eng begleitet. Außerdem wurde die Erklärung zur Unternehmensführung und die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex diskutiert und verabschiedet. Die Finanzierungsund Liquiditätsentwicklung zum Jahresauftakt vor dem Hintergrund der deutlich reduzierten Investitionstätigkeit sowie das Risikomanagement (u.a. Brexit-Risiken) wurden ebenfalls thematisiert. Im Fokus der zweiten Sitzung am 30. April 2019 stand die Erörterung der aktuellen Geschäftsentwicklung sowie der Liquidität des Konzerns anhand der Zahlen des ersten Quartals 2019. Die sehr gute Entwicklung der britischen Tochtergesellschaft führte demnach zu einem starken Jahresauftakt. Neben dem aktuellen Fortschritt beim "Power 20+"-Programm verglich der Vorstand in seinen Ausführungen auch die ursprüngliche Planung und die aktuelle Entwicklung der seit dem IPO neu gegründeten Tochtergesellschaften. Insgesamt entwickeln sich die Gesellschaften gut und tragen zum Ausbau des internationalen Geschäfts der va-Q-tec bei, so dass Vorstand und Aufsichtsrat die Gründung auch aus heutiger Sicht weiterhin als richtige Entscheidung ansehen. Neben Investor Relations und dem deutlichen Auftrieb, den die Aktie entwickelte, berichtete der Leiter der IT in der Sitzung auch zur IT-Strategie und stellte Maßnahmen zum Datenschutz und zur IT-Sicherheit vor. Auch die Finanzierung und Liquidität thematisierte der Aufsichtsrat erneut. Daneben diskutierte das Gremium Vorschläge für angepasste Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat. Außerdem wurden dem Aufsichtsrat die Vorbereitungen auf die bevorstehende Hauptversammlung der va-Q-tec vorgestellt. Im Fokus der dritten Sitzung am 12. Juli 2019 stand die Erörterung der aktuellen Geschäftsentwicklung der Gruppe anhand der Zahlen der ersten fünf Monate 2019. Demnach war die Geschäftsentwicklung weiterhin sehr gut, was vor allem auf die sehr gute Entwicklung des Container-Rental-Geschäfts in der va-Q-tec Ltd. (UK) und die "Power 20+"-Maßnahmen zurückzuführen ist. Zusätzlich ging der Vorstand auf die aktuelle Markt- und Wettbewerbsentwicklung im Bereich Kühlgeräte und Lebensmittel ein. Ein weiterer Schwerpunkt der AR-Sitzung war das Thema Global Business Development. Dazu berichtete die Leitung dieses Bereichs ausführlich über die Aufgaben und Aufstellung des Global Business Developments bei va-Q-tec sowie die Abgrenzung von anderen Funktionsbereichen. Hauptaufgaben des Global Business Developments bestehen darin, die Business Units beim Markteintritt zu unterstützen, global einheitliche Standards und Prozesse für die Tochtergesellschaften festzulegen, diese operativ zu unterstützen und Marktpotentiale zu eruieren. Der Vorstand erläuterte darüber hinaus den anstehenden Wechsel der SUMTEQ-Beteiligung in der IFRS-Bewertung von "at equity" auf "fair value", aufgrund des Wegfalls des maßgeblichen Einflusses auf das Unternehmen. Darüber hinaus informierte der Vorstand über seine aktuellen Initiativen mit Finanzierungspartnern betreffend die lang- und kurzfristigen Fremdfinanzierungen. In der vierten Sitzung am 19. September 2019 wurde die Geschäftsentwicklung des Konzerns bis einschließlich Ende August intensiv analysiert und diskutiert. Zusätzlich stellte der Vorstand die Entwicklung wesentlicher Kennzahlen pro Quartal seit Q1 2016 dar. Anhand der Darstellung lässt sich erkennen, dass sich die starke Investitionstätigkeit 2017 und 2018 in einem deutlichen Rückgang der EBITDA-Marge und der übrigen Ergebniskennzahlen niederschlug. Mit dem Abschluss der Investitionsphase und stark überproportional steigender Umsätze im margenträchtigen Servicegeschäft seit Beginn des Geschäftsjahres 2019 entwickeln sich die Kennzahlen wieder deutlich positiv. Der Vorstand stellte auch in dieser Sitzung wieder den aktuellen Stand des "Power 20+"-Programmes dar. Die mit dem Programm verbundenen Einspar- und Effizienzziele konnten Stand Ende August laut dieser Ausführungen in Summe erfüllt werden. Neben aktuellen Liquiditäts- und Finanzierungsthemen berichtete der Vorstand auch zum neu implementierten Factoring. Der Leiter des Bereichs Technik und Industrie präsentierte anhand zahlreicher Beispiele Produktentwicklungen in dieser Business Unit. Unter anderem sind dies Projekte, die das VIP-Geschäft mit Anwendungen im Bereich Automotive, Luftfahrt oder Rohrleitungsbau ausbauen sollen. Zusätzlich thematisierte der Aufsichtsrat die neuen Anforderungen des DCGK und des ARUG II sowie deren aktuelle und zukünftige Umsetzung. In der fünften Sitzung am 12. November 2019 wurde die aktuelle globale Aufstellung der Vertriebsorganisation thematisiert. Insbesondere wurden die Marketing- und Vertriebsaktivitäten in den USA, dem Sitz vieler Marktbegleiter im Bereich thermischer Verpackungen, diskutiert. Der Global Head of Sales der va-Q-tec erläuterte dem Aufsichtsrat hierzu die personelle und operative Situation der Gesellschaft in den USA. Daneben diskutierte der Aufsichtsrat die Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten. Demnach lag der Gesamtumsatz nach neun Monaten weiterhin deutlich über dem Vorjahresumsatz und den Erwartungen für dieses Geschäftsjahr. Auch die Profitabilität entwickelte sich sehr zufriedenstellend. Das "Power 20+"-Programm hatte an der verbesserten Profitabilität einen signifikanten Anteil. Durch das Business Development wurde dem Aufsichtsrat über die Marktchancen und mögliche Optionen für va-Q-tec im indischen Markt berichtet. Daneben erläuterte ein externer Versicherungsexperte aktuelle Entwicklungen am Versicherungsmarkt. Vor dem Hintergrund möglicher neuer Risiken (z.B. Cyber-Crime) sowie der wachsenden Internationalität diskutierte das Gremium intensiv die aktuelle Versicherungsstruktur für den Konzern. Die sechste und letzte Sitzung des Aufsichtsratsplenums im Geschäftsjahr 2019 fand am 13. Dezember 2019 statt. Zentrales Thema war die Präsentation und Erläuterung der Planzahlen für 2020 durch den Vorstand und die Geschäftsleitung der va-Q-tec UK. Insgesamt soll die Gesellschaft die sehr positive Entwicklung in 2019 auch in 2020 und darüber hinaus fortsetzen und dabei nachhaltig positive Ergebnisse und Cashflows erzielen. Nach ausführlicher Diskussion genehmigte der Aufsichtsrat das Konzernbudget, einschließlich des Investitionsbudgets für das Geschäftsjahr 2020 sowie die mittelfristige Planung. Auch über die geplanten Liquiditäts- und Finanzierungsmaßnahmen wurde durch den Vorstand informiert. Der Stand der Investitionen 2019 sowie die voraussichtliche Entwicklung bis zum Ende des Geschäftsjahres waren bereits im Rahmen der Budget-Diskussion diskutiert worden. Ein Thema der Sitzung war auch die sehr erfreuliche Aktienkursentwicklung in 2019, die sich ganz erheblich auf die positive operative Entwicklung, aber auch auf die zahlreichen und intensiven IR-Aktivitäten, zurückführen lässt. Im Berichtsjahr nahmen alle Mitglieder des Aufsichtsrats an mehr als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen teil; sämtliche Aufsichtsratsmitglieder nahmen außerdem an über der Hälfte der Sitzungen von Ausschüssen, denen sie angehörten, teil (Ziffer 5.4.7 DCGK). Der Aufsichtsrat tagte regelmäßig im Beisein des Vorstands, ausgenommen die Gespräche über seine Vergütung (Ziffer 3.6 DCGK). Die nachfolgende Tabelle zeigt die individualisierte Teilnahme der einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrates: scroll
Für die Vorstandsmitglieder zeigt die nachfolgende Tabelle die individualisierte Sitzungsteilnahme: scroll
Im Übrigen wird auf den gleichnamigen Bericht zur Corporate Governance, der Bestandteil des vorliegenden Geschäftsberichts ist, verwiesen. AusschussbildungDer Aufsichtsrat hat in Übereinstimmung mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) Unterausschüsse gebildet. Im Einzelnen sind dies ein Nominierungs-, ein Prüfungs- und ein Präsidialausschuss. Interessenkonflikte im Aufsichtsrat sind im Berichtszeitraum nicht aufgetreten. Jahres- und KonzernabschlussprüfungDer Konzernabschluss der va-Q-tec AG wurde gemäß §315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Den Jahresabschluss der va-Q-tec AG sowie den Konzernabschluss, beide zum 31. Dezember 2019, mit den jeweiligen Lageberichten haben die von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, die Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg, unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und am 19. März 2020 jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Abschlussprüfer haben sich ferner vergewissert, dass der Vorstand ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem eingerichtet hat, das in seiner Umsetzung und Konzeption geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen. Die Abschlussunterlagen der va-Q-tec AG und des va-Q-tec-Konzerns, der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Berichte des Abschlussprüfers wurden in der Sitzung des Prüfungsausschusses und der Sitzung des Aufsichtsrates am 20. März 2020 mit den Abschlussprüfern diskutiert und eingehend durch den Aufsichtsrat geprüft. Die Prüfer nahmen an der Beratung über die Abschlussunterlagen in dieser Aufsichtsratssitzung teil und informierten den Aufsichtsrat über die Prüfungsfeststellungen und ihre Erkenntnisse zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem. Der Aufsichtsrat folgt der Empfehlung des Prüfungsausschusses und billigt den Jahresabschluss und Lagebericht sowie den Konzernabschluss und Konzernlagebericht der va-Q-tec AG für das Geschäftsjahr 2019. Damit ist der Jahresabschluss der va-Q-tec AG festgestellt. Der Aufsichtsrat stimmt darüber hinaus dem Vorschlag des Vorstandes zur Gewinnverwendung zu. Dank und AusblickDer Aufsichtsrat ist von dem herausragenden Erfolgspotenzial von va-Q-tec weiterhin überzeugt und schätzt die vertrauensvolle und offene Zusammenarbeit mit dem Vorstand. Der ganz besondere Dank des Aufsichtsrates gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der va-Q-tec. 2019 war durch ein sehr dynamisches Wachstum im Service-Geschäft und eine hervorragende operative Entwicklung gekennzeichnet. Ohne den Einsatz und die positive Einstellung aller Mitarbeiter wäre dies nicht möglich.
Dr. Gerald Hommel, Vorsitzender des Aufsichtsrats der va-Q-tec AG 2 KONZERNLAGEBERICHT2.1 GRUNDLAGEN DES VA-Q-TEC KONZERNS2.1.1 Geschäftsmodell, Markt und strategische Ausrichtung2.1.1.1 Geschäftsmodell und Marktva-Q-tec ist ein weltweit technologisch führender Anbieter hocheffizienter Produkte und Gesamtlösungen im Bereich der thermischen Isolation. Kunden unterschiedlichster Branchen bietet va-Q-tec leistungsstarke Isolationslösungen, durch die sie ihre Energieeffizienz signifikant steigern können. Die Angebote der va-Q-tec in den Geschäftsbereichen Produkte, Systeme und Dienstleistungen des Konzerns finden Anwendung in der Thermologistik, der Kühlschrank- und Lebensmittelindustrie, in technischen Anwendungen wie Warmwasserspeichern, der Bauindustrie und im Mobilitätsbereich. Im Geschäftsbereich Produkte (Vakuumisolationspaneele & Phase Change Materials) entwickelt, produziert und vertreibt das Unternehmen innovative Vakuumisolationspaneele ("VIPs") und Phasenwechselmaterialien (Phase Change Materials "PCMs"). VIPs sind zwischen 5 mm und 50 mm dicke Hochleistungsdämmplatten, die für eine besonders raumsparende und energieeffiziente thermische Dämmung geeignet sind. PCMs sind Wärme- und Kältespeichermaterialien, die thermische Energie absorbieren und freigeben. Durch den Einsatz unterschiedlicher Speichermaterialien wie Paraffinen oder Salzlösungen können verschiedenste Temperaturbereiche gespeichert werden. va-Q-tec fertigt im Geschäftsbereich Systeme (Thermische Verpackungen) durch die Kombination von VIPs und PCMs passive thermische Verpackungen, Container und Boxen, die ohne Zufuhr von externer Energie für bis zu 200 Stunden konstant einen definierten Temperaturkorridor halten können. Im Geschäftsbereich Dienstleistungen (Serviced Rental) betreibt va-Q-tec über die Tochtergesellschaft in Großbritannien seit 2011 eine Flotte von eigenproduzierten Mietcontainern, mit denen temperatursensible Transporte im Vergleich zu aktiv gekühlten Containern kosteneffizienter und sicher durchgeführt werden können. Hierzu hat va-Q-tec ein umfassendes globales Partnernetzwerk aufgebaut, bestehend aus Airlines, Spediteuren und Servicepartnern, wie z.B. Lufthansa, IAG, Qatar Airways oder Cathay Pacific. Seit 2015 betreibt die va-Q-tec AG zusätzlich ein Mietgeschäft für eigenproduzierte Thermo-Trans-portboxen. Darüber hinaus übernimmt va-Q-tec für namhafte Kunden wie die Schweizerische Post begleitende Dienstleistungen im Bereich der Vorkonditionierung, der Aufbereitung und der Versandvorbereitung thermischer Verpackungssysteme. Solche integrierten Transportlösungen aus einer Hand werden von der Healthcare-Industrie verstärkt nachgefragt. Ergänzend bietet va-Q-tec Beratungsdienstleistungen rund um die thermische Isolation an, beispielsweise um technische Geräte in höhere Energieeffizienzklassen zu bringen. Mit diesem Portfolio bedient va-Q-tec Kunden aus den folgenden Zielbranchen:
Alle Lösungen unterliegen in den Zielbranchen hohen Anforderungen an die Leistungsfähigkeit und Lebensdauer der thermischen Isolierung- und meist bei sehr beschränktem Bauraum. Wachstumspotenziale im Zielmarkt Healthcare und Logistik ergeben sich durch eine zunehmende Globalisierung der klinischen Forschung und Pharmaproduktion. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach temperatursensiblen Biotech-Medikamenten ständig. Die Anforderungen an die Produktsicherheit ("Good Distribution Practice of medicinal products for human use" - GDP) werden zunehmend strenger. Wachstumstreiber der Geschäfte des Konzerns in den Zielmärkten Kühlgeräte und Lebensmittel, Technik und Industrie, Bau und Mobilität sind insbesondere die zunehmende Energieeffizienz, Regulierungen sowie die Urbanisierung. 2.1.1.2 Strategische Ausrichtungva-Q-tec bewegt sich in einem sehr dynamischen, innovationsgetriebenen und globalen Marktumfeld. In diesem Marktumfeld verfolgt va-Q-tec das Ziel, seine Position als einer der weltweit führenden Anbieter hocheffizienter Produkte und Lösungen im Bereich der thermischen Isolation auszubauen und die temperaturgeführte Logistik nachhaltig mitzugestalten. Um dieses Ziel zu erreichen, verfolgt va-Q-tec insbesondere folgende drei strategische Ansätze: I. Technologieführerschaftva-Q-tec konzentriert sich darauf, seine Innovations- und Technologieführerschaft im Bereich der thermischen Isolation zu festigen und weiter auszubauen. va-Q-tec steht für das Leistungsversprechen "Always the Right Temperature" in der Temperaturkette der Healthcare-Industrie und bei vielen anderen Endanwendungen. Das Unternehmen arbeitet fortlaufend an innovativen Technologien, Prozessinnovationen und neuen Geschäftsmodellen, die in Zukunft nicht nur die Temperaturketten-Logistik, sondern die thermische Isolation in vielen Industrien, wie z.B. im Bereich Mobilität und bei technischen Anwendungen, verändern können. va-Q-tec zielt darauf ab, die eigene Innovationskraft stetig zu steigern. Fortschrittliche VIP-Typen z.B. für höhere Temperaturen, neue thermische Verpackungen und neuartige Materialien stehen im Mittelpunkt dieses Ansatzes. Zusätzlich ist va-Q-tec bestrebt, durch "intelligente" Boxen und Container und begleitende Software- und Simulationstools die Thermologistik unter dem Stichwort "TempChain 4.0" weiter zu verbessern. Entsprechend dieser Zielsetzung investiert der Konzern in hochqualifiziertes Personal, die Produktentwicklung und die Grundlagenforschung. Teil der Strategie sind auch ausgewählte Beteiligungen, wie z.B. das Investment in das Kölner Material-Start-up SUMTEQ GmbH, um Zugang zu neuen Technologien zu erhalten. Darüber hinaus verfolgt va-Q-tec auch die Zusammenarbeit mit Technologiepartnern in extern geförderten FuE-Projekten. Mittelfristig bleibt es das Ziel, die führende Technologieposition zu verteidigen und weiter auszubauen. II. WachstumDie Endmärkte von va-Q-tec bieten große Wachstumsmöglichkeiten durch die breit gefächerten Anwendungsmöglichkeiten der Technologieplattform, bestehend aus Produkten, Systemen und Dienstleistungen. va-Q-tec ist stark auf Wachstum ausgerichtet: Prozesse, Aufbauorganisation und Geschäftsmodell des Unternehmens sind auf Skalierbarkeit und die konsequente Nutzung von Wachstumschancen ausgelegt. Mit ihrer zunehmenden internationalen Präsenz, dem Erhalt einer soliden Finanzierungsbasis sowie dem Fokus auf Geschäftsbeziehungen mit Großkunden befindet sich die Gesellschaft auf einem klar definierten Wachstumskurs. va-Q-tec richtet sich an wachstumsstarken Märkten aus, die dem Unternehmen gleichzeitig attraktive Zielmargen bieten, aber gleichzeitig auch hohe Vorlaufkosten haben. Die Pharma- und Biotech-Kunden sind für va-Q-tec von großer Bedeutung: Im Zielmarkt Healthcare und Logistik als wichtigstem Standbein erzielte va-Q-tec in 2019 69 % des Umsatzes (Vj.: 59 %o). Die globale Healthcare-Industrie setzt im Bereich der temperaturgeführten Logistik zunehmend auf die qualitativ hochwertigen passiven Lösungen von va-Q-tec. Häufig nutzen die potenziellen Healthcare-Kunden gegenwärtig noch Verpackungslösungen, die auf konventionellen Dämmstoffen und einfachen Wasser-Eis-Gemischen beruhen. Mit wachsenden Qualitätsanforderungen an die Temperaturkette ("Good Distribution Practices") ersetzen Kunden diese einfachen Lösungen durch Hochleistungs-Thermo-Verpackungen. Gleichzeitig zielt va-Q-tec mit den Vermietmodellen ("Serviced Rental") auf Kunden ab, für die ein Kauf wirtschaftlich nicht rentabel ist. Auch ihnen bietet va-Q-tec mit passgenauen Mietlösungen für Hochleistungs-Thermo-Verpackungen ein Produkt mit attraktivem Preis-Leistungs-Verhältnis. Daher erwartet va-Q-tec in den kommenden Jahren im Zielmarkt Healthcare und Logistik weiter global zu wachsen und dabei das Wachstum der zugrundeliegenden Märkte für (Healthcare-)Kühlketten-Logistik übertreffen zu können. Ziel ist es, in diesem Markt der weltweit führende Anbieter für Dienstleistungen und Verpackungslösungen zu werden. Auch in den übrigen Zielbranchen strebt das Unternehmen an, von den Wachstumschancen, wie dem Trend zur Energieeffizienz, überproportional zu profitieren. Die über die vergangenen Jahre gewachsene Technologieplattform der Gesellschaft soll in den definierten Zielmärkten etabliert werden. Mittelfristig erwartet va-Q-tec weiteres Wachstum im Bereich Kühlgeräte und Lebensmittel. Mit höheren regulatorischen Anforderungen an die Energieeffizienzklassen der Kühlschränke werden diese verstärkt mit VIPs zur Isolation ausgestattet. Die VIPs von va-Q-tec mit ihrer im Herstellungsprozess des Original Equipment Manufacturers (OEM) überprüfbaren Dämmleistung, werden besonders von dieser Entwicklung profitieren. Im Bereich E-Commerce werden aktuell neue Geschäftsmodelle für die Lieferung online bestellter Lebensmittel unmittelbar an den Endverbraucher durch große internationale Anbieter und durch Start-ups umgesetzt. Insbesondere der Transport gefrorener und leicht verderblicher Lebensmittel zum Endkunden dürfte künftig noch stärker reguliert werden. Für solche Transporte sind die Hochleistungs-Thermoverpackungen von va-Q-tec besonders geeignet. Zusätzliches Wachstum im Produktverkauf von VIPs ist auch im Zielmarkt Technik und Industrie zu erwarten, bspw. durch die erfolgte Einführung von Energieeffizienzklassen bei Warmwasserspeichern oder Rohrleitungsisolierungen. Auch hier rüsten Hersteller ihre Premium-Produkte mit va-Q-tec-VIPs aus, um die beste Energieeffizienzklasse zu erreichen. Bei Betrachtung der letzten drei Jahre spiegeln sich hier die für die dynamischen Wachstumsmärkte von va-Q-tec typischen mittelfristigen Schübe wider: So verdoppelte sich der Umsatz im Bereich Produkte (der Großteil davon in den Bereichen Technik und Industrie sowie Kühlgeräte und Lebensmittel) seit 2016 nahezu und hat sich aktuell auf hohem Niveau eingependelt. Die Endmärkte Mobilität und Bau bieten mittel- und langfristig zusätzliche Wachstumsfelder. Den strategisch wichtigen Ausbau der Technologieführerschaft im Bereich Mobilität unterstrich va-Q-tec in Q1 2019 unter anderem durch die gemeinsame Bewerbung mit der Airbus Operations GmbH um den "Crystal Cabin Award". Der internationale Innovationspreis zeichnet herausragende Konzepte im Bereich der Flugzeugkabinenausstattung aus. Vakuumisolationspaneele von va-Q-tec sorgen auch hier für eine deutlich verbesserte Energieeffizienz. In Summe wird unter normalisierten konjunkturellen Umständen in den nächsten drei Jahren ein anhaltendes Wachstum des Umsatzes im mittelstarken bis starken Prozentbereich gegenüber dem jeweiligen Vorjahr erwartet, wobei das Wachstum hauptsächlich aus dem Service-und dem Systemgeschäft herrühren wird. III. ProfitabilitätZur Sicherung des langfristigen Unternehmenserfolges und der Wettbewerbsfähigkeit ist Profitabilität unabdingbar. EBITDA-Profitabilität bildet den dritten Pfeiler der Unternehmensstrategie und eine wesentliche Größe der Unternehmenssteuerung. Angesichts sehr hoher Entwicklungs-, Aufbau- und sonstiger Vorlaufkosten ist dieses Ziel von besonderer Bedeutung. Um profitables Wachstum zu ermöglichen, werden fortlaufend verschiedene Maßnahmen im Bereich Operational Excellence vorangetrieben. Die Initiativen des Vorstandes auf der Kostenseite wurden im Geschäftsjahr 2018 unter dem Performance Programm "Power 20+" gebündelt und betreffen in erster Linie Maßnahmen, um die Qualität, die vertrieblichen Abläufe, die Organisation, die Ressourcen-verbräuche und -beschaffung sowie die IT-Systeme konzernweit fortlaufend zu optimieren und zu harmonisieren. Skaleneffekte gehen mit der Ausweitung der Geschäftsaktivitäten des Konzerns und entsprechendem Umsatzwachstum einher: Die Einkaufskonditionen, zu denen der Konzern Vorprodukte und Leistungen Dritter beziehen kann, verbessern sich mit zunehmendem Umsatz und damit steigendem Einkaufsvolumen deutlich. Die Kosten für unterstützende Konzernfunktionen wie Personalwesen, Marketing, Rechnungswesen und Controlling wachsen relativ zum Umsatz unterproportional. Allerdings erfordert die Börsennotierung höchste Qualität mit entsprechenden Aufwendungen. Zur Verbesserung der Profitabilität tragen unterschiedliche Aspekte der vertikalen Integration in nachgelagerte Stufen der Wertschöpfungskette bei. Hierzu gehören Dienstleistungen und Geschäftsmodelle wie die Vermietung von Boxen und Containern ("Serviced Rental"). Diese Vorwärts-Integration und Kontrolle vorgelagerter Wertschöpfungsstufen für eine Verbesserung der Profitabilität ist zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. In der bisherigen Phase der Unternehmensentwicklung dominierte noch der Fokus auf das Umsatzwachstum. Durch die beschriebenen operativen und strategischen Maßnahmen soll unter normalisierten konjunkturellen Umständen eine mittel-bis langfristige Verbesserung der EBITDA-Marge auf über 20 % erreicht werden. Konzernstruktur, Mitarbeiter, Beteiligungen und SteuerungWährend des Berichtszeitraums wurden keine neuen Tochtergesellschaften gegründet. Damit gehörten dem va-Q-tec Konzern zum Ende des Berichtszeitraums insgesamt acht Unternehmen an, bestehend aus der deutschen Muttergesellschaft und sieben ausländischen Tochtergesellschaften. Aus diesen acht Unternehmen leiten sich die drei Berichtssegmente des Konzerns ab - das deutsche Segment (va-Q-tec AG), das UK-Segment (va-Q-tec Ltd. (UK)) und das sonstige Segment (va-Q-tec Ltd. (Korea), va-Q-tec Inc. (USA), va-Q-tec Switzerland AG (Schweiz), va-Q-tec Japan G.K. (Japan), va-Q-tec Uruguay S.A. (Uruguay) und va-Q-tec SG Pte. Ltd. (Singapore)). Die Muttergesellschaft va-Q-tec AG hielt zum 31. Dezember 2019 an allen sieben ausländischen Tochtergesellschaften jeweils 100 %o. Im deutschen Segment werden durch die va-Q-tec AG alle drei Geschäftsbereiche (Produkte, Systeme und Dienstleistungen) abgedeckt. Im Geschäftsbereich "Dienstleistungen" wird seit 2015 das Geschäft mit Vermietboxen abgebildet. Das UK-Segment mit der va-Q-tec Ltd. (UK) umfasst in erster Linie den Geschäftsbereich "Dienstleistungen" mit Fokus auf das Vermietgeschäft von Containern. Das Segment "Sonstige" umfasst die hauptsächlich den Geschäftsbereichen Systeme und Dienstleistungen zuzuordnenden Geschäftsaktivitäten der übrigen Tochtergesellschaften. Die südkoreanische Tochtergesellschaft ist sowohl für die Beschaffung von Roh- und Einsatzstoffen für den Konzern als auch den Vertrieb der va-Q-tec-Produkte im eigenen Land zuständig. Die Tochtergesellschaft in den USA betreibt neben vertrieblichen Aktivitäten vor allem das Business Development in Nordamerika. In der US-Tochtergesellschaft wurde auch 2019 deutlich in Personal und in die Geschäftsentwicklung investiert. Mit dem Ziel, eine lokale Produktion von thermischen Verpackungssystemen, eine Reparaturstation für Mietcontainer sowie ein lokales Zentrum für die Vermietung kleiner Boxen zu etablieren, wurden an der US Ostküste Lager- und Büroflächen angemietet und ein lokales Management-Team aufgebaut. Die va-Q-tec Switzerland AG erbringt Dienstleistungen (Temperieren und Reinigen von Miet-Boxen, "fulfillment services") für die Schweizerische Post und weitere Kunden im Bereich Kühlketten-Logistik. Die Schweizerische Post greift für ihre Flotte an Thermo-Boxen auf die Technologie- und Prozesserfahrung der va-Q-tec zurück. Die Tochtergesellschaft in Japan verfolgt als Vertriebsgesellschaft das Ziel, die Wahrnehmung der va-Q-tec als lokal verwurzelter Anbieter in der drittgrößten Volkswirtschaft weltweit zu erhöhen und die va-Q-tec Produkte und Dienstleistungen der va-Q-tec dort zu vertreiben. Mit den Tochtergesellschaften in Uruguay und Singapur wird das Ziel verfolgt, die vertriebliche Präsenz in Lateinamerika und Singapur bzw. Südostasien weiter zu intensivieren. Zur Steuerung der drei Berichtssegmente werden diese vom Management individuell und aus übergreifender Konzernsicht anhand detaillierter und regelmäßiger Berichte überwacht. Auf Basis dieser Informationen steuert das Management die Ressourcenverteilung und ergreift bei nicht zielkonformer Entwicklung Gegenmaßnahmen. Aufgrund der schlanken Konzernstruktur ist eine gute Kontrolle und Abstimmung des Konzern-Managements bei wesentlichen Geschäftsentscheidungen der Tochtergesellschaften gewährleistet. Zentrale Größen des va-Q-tec Konzerns, die der Unternehmenssteuerung durch das Management dienen, sind die Kennzahlen Umsatz, Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) sowie die Eigenkapitalquote. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Steuerungssystem der va-Q-tec AG nicht geändert. Die konzernspezifischen Steuerungsgrößen sind wie folgt näher spezifiziert: Grundlegender Indikator der wirtschaftlichen Entwicklung und der Attraktivität der Produkte, Systeme und Dienstleistungen des Konzerns, ist das Umsatzwachstum. Auf Ebene der Berichtssegmente und der geografischen Verteilung betrachtet, dient der Umsatz auch als Indikator für den Erfolg der Geschäftsmodelle des Konzerns. Als Ergebniskennzahl dient das EBITDA. Ergänzend wird nachgeordnet die EBITDA-Marge gemessen an den Gesamterträgen als Maßstab für die operative Leistung und Profitabilität des Konzerns herangezogen. Als stark wachsendes Technologieunternehmen investiert va-Q-tec große Teile der Finanzmittel in Maschinen, Anlagen und die Flotte von Containern und Boxen für Mietdienstleistungen. Zusätzlich wurde im Berichtszeitraum 2018 die Zusammenlegung der Würzburger Standorte zu einer Management-, Technologie- und Logistikzentrale abgeschlossen. Hohe Abschreibungen in der gegenwärtigen Phase des Aufbaus von Infrastruktur und Flotten verzerren das tatsächliche Bild der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Das EBITDA als Ergebniskennzahl vor Abschreibungen ist daher eine aussagekräftige Größe für die Leistungsfähigkeit des Unternehmens. Die Eigenkapitalquote informiert über die Bilanzstärke, die Widerstandsfähigkeit gegen Krisen, die Kreditwürdigkeit und das Gläubigerrisiko des va-Q-tec Konzerns. Mittelfristig betrachtet die Gesellschaft für die Eigenkapitalquote einen Zielwert in einem Korridor zwischen 35 % und 40 % als ausgewogenes Verhältnis zwischen Fremd- und Eigenkapital und somit zwischen dem Risiko der Eigenkapitalgeber und der Gläubiger. Im Bereich der nicht-finanziellen Leistungsindikatoren dient die Mitarbeiteranzahl als Indikator und zentrale Steuerungsgröße für das Wachstum der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Die nachfolgende Übersicht zeigt das Wachstum in den relevanten Steuerungsgrößen. Eine ausführliche Diskussion der Kennzahlen findet sich unter dem Abschnitt 2.2.4 "Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage". scroll
2.1.2 Forschung und Entwicklungva-Q-tec ist einer der führenden Technologieinnovatoren bei der Entwicklung und Herstellung von energieeffizienten und platzsparenden VIPs, Hochleistungs-PCMs sowie Thermoverpackungssystemen. Um die Technologieführerschaft im Bereich der thermischen Isolation zu festigen und weiter auszubauen, ist der Bereich Forschung und Entwicklung von strategischer Bedeutung. Die va-Q-tec Konzernforschung ist unternehmensübergreifend tätig und entwickelt Technologien für zukunftsfähige Produkte und Lösungen der Konzerngesellschaften. va-Q-tec betreibt ein Portfolio von internen und externen FuE-Projekten, die zum einen der Grundlagenforschung an VIPs dienen und zum anderen die fünf von va-Q-tec definierten Zielbranchen betreffen, welche fortschrittliche thermische Wärmedämmung und Energiespeicherung benötigen. Ausgehend von ihrer Gründung aus dem universitätsnahen Zentrum für angewandte Energieforschung Bayern (ZAE Bayern) unterhält va-Q-tec Kooperationen mit internationalen Verbänden, Forschungsinstituten, Universitäten und Hochschulen. Intern wurde eine eigene FuE-Organisation mit umfassenden Kapazitäten zur Grundlagen- und insbesondere zur anwendungsorientierten Forschung etabliert. Aus den erfolgreichen FuE-Aktivitäten der vergangenen Jahre resultiert ein Patentportfolio, das sich in der führenden Technologieplattform widerspiegelt. Durch das patentierte, weltweit einzigartige Qualitäts-Kontrollsystem va-Q-check(r) kann die Isolation vor Nutzung der VIPs oder der Freigabe von Boxen und Containern durch Messung des Gasinnendrucks kontrolliert werden. va-Q-tec VIPs sind dadurch die einzige Wärmedämmung, deren Leistung und Wirkung am Ort der Anwendung gemessen und kontrolliert werden kann. Dies schafft Vertrauen in die VIP-Technologie und ermöglicht va-Q-tec, die hohen Qualitätsanforderungen des anspruchsvollen Kundenkreises zu erfüllen und beispielsweise die geforderten Thermoschutzanforderungen für Kühlkettentransporte sicher und nachweislich einzuhalten. Das patentierte va-Q-pro ist ein weitgehend frei formbares, pulvergefülltes Vakuumisolationspaneel und kann produktionsseitig mit Ausschnitten und Löchern versehen und in dreidimensionaler Geometrie gefertigt werden. Durch diese Eigenschaften und flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten kann va-Q-pro in verschiedensten Anwendungsbereichen eingesetzt werden, zum Beispiel für Batterien von E-Fahrzeugen oder in der Dämmung von Flugzeugbereichen, z.B. der Bordküche. Grundlagenforschung betrieb die va-Q-tec 2019 beispielsweise weiterhin bei der Anwendung von VIPs in gänzlich neuen Temperaturbereichen. Während konventionelle VIPs typischerweise im Temperaturbereich von -80 bis +80°C zum Einsatz kommen, arbeitet va-Q-tec daran, den Einsatzbereich von VIPs über die optimale Kombination verschiedener Hüllmaterialien und Kernstoffe zu erweitern, z.B. in Temperaturklassen von 80°C bis 180°C oder auch über 400°C. Von strategischer Bedeutung im Bereich der Grundlagenforschung für VIP-Kernmaterialien ist die Beteiligung an dem Kölner Start-up SUMTEQ. Gemeinsames Ziel von va-Q-tec und SUMTEQ bleibt die Pilotierung und Markteinführung der submicroporösen Schäume von SUMTEQ als weiterer Hochleistungsdämmstoff. Die strategische Partnerschaft bietet beiden Unternehmen die Möglichkeit, ihre jeweilige Fachkompetenz in Forschung und Entwicklung einzubringen und somit zusätzlichen Wert für die Kunden zu schaffen. Im Berichtszeitraum konnte SUMTEQ begleitet durch die Expertise von va-Q-tec die Kleinserienproduktion aufnehmen und damit einen wesentlichen Meilenstein zur großtechnischen Produktion und der Vermarktung erreichen. Im Berichtsjahr arbeitete va-Q-tec vor allem daran, das bestehende Produktportfolio zu erweitern und zu verbessern. Im Bereich der Produkte (Vakuumisolationspaneele) wurde an der Weiterentwicklung des bestehenden Portfolios sowie der Neuentwicklung einer Paneelklasse für mittelhohe und hohe Temperaturen gearbeitet. Solche Paneele können überall dort zum Einsatz kommen, wo einerseits Temperaturen bis ca. 400°C vorherrschen, und andererseits sehr gut gedämmt werden muss, z.B. bei Öfen für Industrie und Lebensmittel. Mit dem stapelbaren "va-Q-tray", einem thermischen Verpackungssystem, lassen sich Lebensmittel so transportieren, dass sie stunden- oder teilweise tagelang warm, kalt oder gefroren bleiben. Die Temperaturhaltedauer kann optional durch PCM-Akkus verlängert werden. Mit dem va-Q-tray lassen sich beispielsweise Bäckereifilialen effizient mit frischer Ware beliefern: Im Gegensatz zu existierenden Systemen aus Styropor genügt va-Q-tray höchsten Hygiene- und Temperaturketten-Anforderungen, ist universell einsetzbar z.B. auch als portabler Kühlschrank, und lässt sich als kombinierbares System mit nicht isolierten Standard-Behältern nutzen. Neben den hygienischen Vorteilen ergibt sich daraus auch eine Kostenersparnis, weil auf zusätzliche gekühlte Fahrzeuge verzichtet werden kann. "va-Q-med" wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr mit externen Logistikpartnern deutlich weiterentwickelt. Sie gewährleistet eine sichere Last-Mile-Logistik ohne Temperaturabweichungen direkt bis zum Empfänger. Anders als herkömmliche, ineffiziente Einwegverpackungen oder CO2-intensive Extra-Transporte mit Kühlfahrzeugen in überlasteten Innenstädten, ermöglichen die va-Q-med Boxen eine umweltfreundliche, verkehrsvermeidende und gleichzeitig sichere Transportlogistik. Das Transportsystem besteht zu einem großen Teil aus Vakuumisolationspaneelen. Thermische Energiespeicherkomponenten (Phase Change Materials - "PCMs") von va-Q-tec ergänzen die starke Dämmleistung der VIPs. Sie sorgen für eine zuverlässige und energieeffiziente Temperaturkontrolle im benötigten Bereich. Zur Steuerung dieser logistischen Prozessabläufe entwickelt va-Q-tec unter dem Stichwort "TempChain 4.0" vermehrt auch fortschrittliche Software- und Simulationslösungen. Diese ermöglichen es in Kombination mit den va-Q-tec Thermoverpackungen, TempChain smart zu steuern. Hierfür wurden im Berichtszeitraum die Ressourcen im Bereich der IT weiter gestärkt. Die Technologieplattform ist durch ca. 170 Schutzrechte und Schutzrechtsanmeldungen gesichert. Sie betreffen vorwiegend effiziente Fertigungsmethoden für pulvergefüllte VIPs sowie das Qualitäts-Kontrollsystem va-Q-check(r), einer Sensortechnologie zur Vakuummessung in VIPs. Im Berichtszeitraum wurden acht Schutzrechte insgesamt angemeldet, davon vier Patentanmeldungen und vier Gebrauchsmusteranmeldungen. Im Berichtsjahr investierte das Unternehmen erneut in den Bereich Forschung und Entwicklung. Der Aufwand für diesen Bereich belief sich auf 2.417 TEUR und lag somit im Bereich des Wertes des Vorjahrs (2.451 TEUR). Insgesamt wurden im Berichtszeitraum Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von 300 TEUR (Vj.: 144 TEUR) aktiviert. 2.2 WIRTSCHAFTSBERICHT2.2.1 Makroökonomisches Umfeld und konzernspezifische RahmenbedingungenIn vielen Regionen der Welt hat die allgemeine Verunsicherung im abgelaufenen Geschäftsjahr das Wachstum gedämpft. Viele Unternehmen haben Investitionen zurückgestellt. In manchen Ländern haben zudem die privaten Haushalte ihre Sparquote erhöht. Gerade für das besonders ausfuhrabhängige Deutschland mussten die Prognosen für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in 2019 deutlich zurückgenommen werden. Vor allem Handelsspannungen und Unsicherheiten, beispielsweise bezüglich des Brexit, lasteten auf der Stimmung der Unternehmen. Das Land schied am 31. Januar 2020 aus der EU aus. Mit dem Vollzug des politischen Austritts sind allerdings noch keinerlei künftige Wirtschaftsfragen geregelt. va-Q-tec beobachtet mögliche Brexit-Auswirkungen über ein dezidiertes vorstandsnahes Team engmaschig. Insgesamt erwartet va-Q-tec unter der Annahme einer konstruktiven Lösung keine wesentlichen negativen Auswirkungen, insbesondere auf die Geschäfte im britischen Berichtssegment. Zwar erfolgt die operative Steuerung aus dem Vereinigten Königreich, die eigentliche Wertschöpfung wird jedoch über die global verteilte Container-Flotte erzielt. Für weitere Ausführungen zu Chancen und Risiken, die sich aus dem Brexit ergeben, verweisen wir auf den Chancen- und Risikobericht. Aus dem Ausbruch des Coronavirus können sich gesamtwirtschaftliche Risiken ergeben, die zu signifikanten Rückgängen in den betroffenen Regionen bzw. der Weltwirtschaft führen können. Für weitere Ausführungen zum Coronavirus im Zusammenhang mit va-Q-tec, verweisen wir auf den Chancen- und Risikobericht. Der Internationale Währungsfonds (IWF) schätzt für das Jahr 2019 ein Wachstum der Weltwirtschaft in Höhe von 2,9 %. Sofern die politischen Risiken 2020 etwas nachlassen und die US-Fiskalpolitik weiterhin unterstützend wirkt könnte sich die konjunkturelle Entwicklung in 2020 wieder beschleunigen. Der IWF erwartet daher für 2020 ein Wachstum von 3,3 %. Die Entwicklungs- und Schwellenländer werden laut der Prognose überproportional zum globalen Wachstum beitragen. Als weltweit agierender Konzern sieht sich va-Q-tec daher makroökonomisch sowohl Chancen als auch Risiken ausgesetzt. Wesentliche Umsatztreiber für den va-Q-tec Konzern sind die beiden Endmärkte Healthcare und Logistik sowie Kühlgeräte und Lebensmittel, die zusammen einen Umsatzanteil von 88 % am Konzernumsatz ausmachen. va-Q-tec agiert mit dem deutschen und dem UK-Segment im Markt für thermische Verpackungssysteme - besonders für die globale Healthcare-Industrie als wichtigstem Absatzmarkt der va-Q-tec. Die Marktforschungsagentur MarketsandMarkets zeigt sich hinsichtlich des Wachstums dieses Marktes für die kommenden Jahre optimistisch: Im Zeitraum von 2016 bis 2021 erwartet Marketsand-Markets eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 9,1 %o, wobei va-Q-tec davon ausgeht, dass die relevanten Subsegmente des Marktes (Verpackungssysteme mit high performance) stärker wachsen werden. Strengere regulatorische Anforderungen an die Kühlketten-Logistik (unter dem Stichwort "Good Distribution Practices") erfordern für die Kunden in der Pharmaindustrie immer leistungsfähigere und sicherere Verpackungssysteme. Die Marktforschungsagentur IMARC geht zusätzlich davon aus, dass im Jahr 2020 von den umsatzstärksten 50 Medikamenten weltweit 27 Medikamente Kühlketten-Logistik im Bereich von 2 bis 8°C benötigen werden. va-Q-tec ist davon überzeugt, sowohl mit den qualitativ hochwertigen Systemlösungen im Verkauf als auch mit den Mietlösungen ("Serviced Rental" von thermischen Verpackungssystemen) überproportional im Vergleich zum Markt wachsen zu können. Insbesondere mit zukunftsweisenden Mietlösungen beabsichtigt va-Q-tec in Märkte einzutreten, die bislang mit konventionellen thermischen Verpackungssystemen bedient wurden. Alleine in Deutschland gibt es knapp 20.000 Apotheken, die immer stärker Regularien für Transport- und Temperaturlogistik unter dem Stichwort "Good Distribution Practices" unterliegen. va-Q-tec Transportlösungen, z.B. auf Basis der va-Q-med-Technologie, gewährleisten eine sichere Last-Mile-Logistik ohne Temperaturabweichungen direkt bis zum Empfänger. Mit der va-Q-med-Box hat va-Q-tec insofern die Möglichkeit, die Zukunft der Apotheken- beziehungsweise Last-Mile-Logistik maßgeblich mitzugestalten. Zweitwichtigste Abnehmer nach der Healthcare-Industrie sind die Hersteller von Kühl- und Gefriergeräten. Nach einer Einschätzung von ResearchAndMarkets wächst der Markt für Vakuumisolationspaneele im Zeitraum von 2019 bis 2026 um jährlich 20 %. Insgesamt wendet sich va-Q-tec mit seinem Produktgeschäft mit VIPs wachsenden Märkten zu. In Deutschland wird der "Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen" zufolge ca. 60 % der Primärenergie für thermische Zwecke, also Kühlen oder Erwärmen, verwendet. Mit weltweit steigenden Verbraucherpreisen für Primärenergie, erhöhtem Kundenbewusstsein für Energieeinsparungen und strengeren gesetzlichen Regulierungen nimmt der ökonomische und politische Anreiz zu, in Energieeffizienz zu investieren. Daraus ergeben sich sehr interessante Geschäftschancen für die die Produkte von va-Q-tec. 2.2.2 GeschäftsverlaufNach einer starken ersten Jahreshälfte setzte sich die dynamische Entwicklung des Konzerns in der zweiten Jahreshälfte fort, so dass im Geschäftsjahr 2019 ein Umsatzplus von 28 %, von 50.708 TEUR auf 64.667 TEUR (+13.959 TEUR) erzielt werden konnte. Dabei profitierte das Unternehmen insbesondere von einer deutlichen Verbreiterung der Kundenbasis im strategisch wichtigen Servicegeschäft. Im Rahmen des weiter unten näher erläuterten "Power 20+"-Programms konnten im Geschäftsjahr 2019 deutliche Erfolge erzielt und die Kosteneffizienz z.B. in Einkauf, Netzwerkmanagement und der Produktion verbessert werden. Neben dem beschleunigten Wachstum im margenstarken Servicegeschäft trug dies zur signifikanten Ergebnisverbesserung bei. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wurde bei einer deutlichen Margensteigerung von 5 % auf 13 % mit 9.673 TEUR gegenüber 3.027 TEUR im Vorjahreszeitraum mehr als verdreifacht. Damit wurden die im Laufe des Geschäftsjahres bereits angehobenen Prognosen in Bezug auf den Umsatz noch übertroffen und in Bezug auf das EBITDA im oberen Bereich erreicht. Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung hatte der Vorstand mit Veröffentlichung der 9M-Zahlen beschlossen, die mit der Ergebnisveröffentlichung zum 1. Halbjahr im oberen Bereich konkretisierte Umsatz- und EBITDA-Prognose anzuheben. Bis zu diesem Zeitpunkt war der Vorstand für das Geschäftsjahr 2019 von einem Umsatzwachstum von rund 20 % gegenüber dem Vorjahr ausgegangen. Nun wurde das erwartete Umsatzwachstum für das Geschäftsjahr 2019 auf 23 % bis 26 % gegenüber dem Vorjahr angehoben. Daneben erwartete va-Q-tec weiterhin eine EBITDA-Marge für das Geschäftsjahr 2019 in einer Bandbreite von 11 % bis 14 % nach 5 % EBITDA-Marge im Geschäftsjahr 2018. Geschäftsbereich Produkte (Verkauf von Vakuumisolationspaneelen und Phase Change Materials)Im Produktgeschäft (Verkauf von Vakuumisolationspaneelen und Phase Change Materials) profitierte va-Q-tec in den letzten Jahren von steigenden Energieeffizienz-Anforderungen, z.B. bei Kühlschränken oder Warmwasserspeichern. Neue Kunden aus vielversprechenden Industrien und Endanwendungen, wie z.B. der Luftfahrtbranche, konnten gewonnen werden. Dies unterstrich va-Q-tec in Q1 2019 unter anderem durch die gemeinsame Bewerbung mit der Airbus Operations GmbH um den "Crystal Cabin Award". Der internationale Innovationspreis zeichnet herausragende Konzepte im Bereich der Flugzeugkabinenausstattung aus. Der Umsatz im Produktgeschäft entwickelte sich mit 18.440 TEUR gegenüber der starken Vorjahresbasis leicht rückläufig (Vj.: 20.122 TEUR). Zwar hat sich der Umsatz in diesem Bereich seit 2016 nahezu verdoppelt und bei Betrachtung der letzten drei Jahre spiegeln sich in diesem Geschäftsbereich auch die für die dynamischen Wachstumsmärkte von va-Q-tec typischen mittelfristigen Zyklen wider, im Bereich Kühl- und Gefriergeräte verspüren die Endmärkte jedoch auch einen zunehmenden Wettbewerbsdruck aus Asien und Osteuropa. Geschäftsbereich Systeme (Verkauf von thermischen Verpackungssystemen)Im Geschäftsbereich Systeme, welcher häufig in einzelnen Quartalen von großen Projekten beeinflusst wird, stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 11.307 TEUR um 33 % auf 15.054 TEUR (+3.747 TEUR). Besonders bedeutsam war für va-Q-tec in 2019 ein Projektauftrag des Arzneimittel-Reimporteurs kohlpharma. In Zukunft gewährleisten Transportsysteme mit va-Q-med(r)-Technologie verlässlich konstante Temperaturen beim Transport, so dass die Kunden der kohlpharma die Arzneimittel auch im besonders kritischen Bereich von 2 bis 8°C in Spitzenqualität erhalten. Bereits 2017 lieferte va-Q-tec die ersten Hochleistungs-Thermoboxen für den Transport von pharmazeutischen Produkten für Apotheken an die Schweizer Post und verfügt über entsprechend viel Erfahrung bei der Abwicklung großer Transportvolumina. An kohlpharma lieferte va-Q-tec in 2019 eine Flotte mehrfach verwendbarer Transportsysteme. Darüber hinaus wird die Gesellschaft kohlpharma beim Entwurf eines Requalifizierungskonzeptes unterstützen. Geschäftsbereich Dienstleistungen ("Serviced Rental" von thermischen Verpackungssystemen)Der Geschäftsbereich Dienstleistungen setzte in 2019 die in Q4 2018 begonnene, sehr positive Entwicklung fort: Im Berichtszeitraum erwirtschaftete va-Q-tec 29.811 TEUR Umsatz, was einem Plus von 62 % oder 11.425 TEUR gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das Dienstleistungs-Geschäft war im abgelaufenen Geschäftsjahr damit der bedeutendste Wachstumsbereich und trug 46 % zu den Konzernumsätzen bei. Das attraktive Mietgeschäft löste so in 2019 das Produkt-Geschäft als umsatzstärksten Geschäftsbereich ab. Der Umsatz mit bereits bestehenden großen Kunden für das "Serviced Rental" von Containern entwickelte sich weiter positiv und mit kontinuierlich wachsenden Volumina. Zusätzlich konnte die Vermietung von Containern an Kunden mit ehemals kleinem Umsatzbeitrag teils sehr deutlich ausgebaut werden. Im Zuge der starken Ausweitung des Geschäfts wuchs auch der Bedarf an Re-Positionierungen leerer Container per Luftfracht, so dass die Rohertragsmarge trotz des deutlichen Umsatzanstiegs prozentual nicht verbessert werden konnte. Bei der Vermietung kleiner Thermo-Transportboxen konnte das Geschäft mit einem großen Kunden aus der Pharma-branche in den USA weiter ausgebaut werden. Insgesamt profitierte das Unternehmen von einer deutlichen Verbreiterung der Kundenbasis. Nationale und internationale Geschäftsentwicklungva-Q-tec hat in 2019 weitere strategische Fortschritte beim Ausbau der Technologieführerschaft erzielt. Die WirtschaftsWoche führt va-Q-tec in der Liste "Deutschlands innovativste Mittelständler 2019" auf Platz zwei. Die innovativen Dämmlösungen von va-Q-tec finden nicht nur in den angestammten Regionen sowie den Endmärkten Kühlgeräte und Lebensmittel (Kühlschränke und gewerbliche Kühlung) und Technik und Industrie (Warmwasserspeicher) Anwendungsmöglichkeiten. Durch die Attraktivität für andere Bereiche, wie z.B. für Mobilitätsanwendungen und im Bau-Sektor, eröffnen sich neben zusätzlichen Wachstumsperspektiven auch Potenziale zur technologischen Differenzierung. Daneben hat die Gesellschaft auch den Internationalisierungskurs fortgeführt. Die Tochtergesellschaften in den USA und der Schweiz haben sich erfreulich entwickelt und liefern substanzielle Umsatzbeiträge. Auch die beiden erst im vergangenen Jahr neu gegründeten Tochtergesellschaften in Uruguay und Singapur tragen bereits jetzt zu den Konzernumsätzen bei. Insgesamt hat va-Q-tec das internationale Netzwerk auf mittlerweile sieben Tochtergesellschaften erweitert und sich so global in den wichtigsten Märkten stark positioniert. Insgesamt verzeichnet va-Q-tec außerhalb Deutschlands 68 % der Umsätze (Vj.: 65 %). In China hat va-Q-tec in Q4 2019 eine Basis für den Markteintritt geschaffen und zusammen mit dem Partner Worldwide Logistics ein neues TempChain Service Center (TSC) in Shanghai eröffnet. Der chinesische Pharmamarkt ist nach dem US-amerikanischen der zweitgrößte weltweit. Schätzungen zufolge wächst sein Volumen bis 2022 auf 200 Milliarden US-Dollar an. Die jährlichen Wachstumsraten für temperaturkontrollierte Transporte und Lagerung sind die höchsten weltweit. Dank der strategischen Partnerschaft mit Worldwide Logistics ist va-Q-tec in der Lage, chinesischen Kunden optimale Verfügbarkeit und Zugriff auf seine Boxen- und Container-Mietflotte zu bieten. Zudem sind Kunden weltweit in der Lage, Warenströme nach China über das TSC in Shanghai zu organisieren. Nach Gründung neuer Tochtergesellschaften in Japan, Südkorea und Singapur, unterstreicht die Eröffnung des TSC die Wachstumsambitionen der Gesellschaft in Asien. Das Performanceprogramm "Power 20+" wurde in 2019 vorangetriebenDer Vorstand hatte im Q4 2018 das "Power 20+"-Programm initiiert. Diese Initiative umfasst zwei klare strategische Prioritäten: Zum einen den Fokus auf profitables Umsatzwachstum, z.B. durch Optimierung der vertrieblichen Prozesse im Servicegeschäft, und zum anderen den Fokus auf kontinuierliche Kosteneffizienz in der Produktion, im Einkauf, in der Logistik sowie in den unterstützenden Bereichen, z.B. der IT. Für die beiden strategischen Prioritäten gab es in 2019 über 60 konkrete Projekte und Maßnahmen, die regelmäßig hinsichtlich ihrer Wirksamkeit gemessen, kontrolliert und adaptiert wurden. In Summe aller Maßnahmen und Initiativen trug das Programm über 3 Mio. EUR zur Ergebnisverbesserung in 2019 bei. Viele der Maßnahmen tragen auch über 2019 hinaus zur Effizienzsteigerung bei, daher wird das Programm auch in 2020 fortgesetzt und als stetiger Ideenwettbewerb nach Verbesserungen und Kosteneinsparungen weiterentwickelt. Verlängerung der Vorstandsbestellung für Stefan Döhmen (CFO)Der Aufsichtsrat der va-Q-tec AG hat in seiner letzten Sitzung Herrn Stefan Döhmen, Finanzvorstand (CFO) der Gesellschaft, für weitere drei Jahre bis Ende 2022 zum Vorstand bestellt. Mit der Vertragsverlängerung würdigt der Aufsichtsrat die bedeutenden Beiträge von Herrn Döhmen in seinem Ressort zur erfolgreichen Entwicklung der va-Q-tec AG nach dem Börsengang. Herr Döhmen hat sein Ressort insgesamt weiter professionalisiert und effizient strukturiert und ergänzt Herrn Dr. Kuhn in dessen Rolle als CEO sehr gut. 2.2.3 Nichtfinanzielle LeistungsindikatorenMitarbeiter der va-Q-tecAls Technologieunternehmen mit umfänglicher Abdeckung der Wertschöpfungskette misst va-Q-tec den Mitarbeitern und ihrer Qualifikation besonders große Bedeutung bei. Das Wissen, die Fähigkeiten, die Weiterentwicklung und das Engagement der Mitarbeiter sind essentiell für den weiteren Erfolg der va-Q-tec. Die Mitarbeiter wurden im Berichtsjahr durch inner- und außerbetriebliche Bildungsmaßnahmen geschult. Schwerpunktthema war neben den entsprechenden funktionalen Schulungen der Mitarbeiter das übergreifende Thema Projektmanagement. Die va-Q-tec beschäftigt eine hohe Anzahl an Studenten, besonders in der Forschung und Entwicklung. Im Berichtsjahr waren im Durchschnitt 14 Werkstudenten bei der va-Q-tec beschäftigt (Vj.: 18). Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (außer Vorstand und Auszubildende) stieg im Geschäftsjahr 2019 von 444 im Vorjahr um 20 auf 464. 2.2.4 Erläuterung des Geschäftsergebnisses und Analyse der Ertrags-, Finanz- und VermögenslageErtragslagescroll
Die Auftragseingänge lagen im Geschäftsjahr 2019 insgesamt deutlich über dem Vorjahresniveau. Zum 31. Dezember 2019 war die Auftragslage gegenüber dem Vorjahr ebenfalls weiter erhöht, was den positiven Ausblick des Unternehmens unterstützte. Vor diesem Hintergrund konnte va-Q-tec im abgelaufenen Geschäftsjahr ihre Umsatzerlöse um 28 % sehr stark gegenüber der Vorperiode auf 64.667 TEUR steigern. Das Umsatzwachstum wurde dabei besonders stark durch den Geschäftsbereich Dienstleistungen ("Serviced Rental" von thermischen Verpackungssystemen) gespeist, der ein Umsatzplus um 11.425 TEUR von 18.386 TEUR auf 29.811 TEUR (+62 %) verzeichnen konnte. Im Geschäftsbereich Systeme (Thermische Verpackungssysteme) stieg der Umsatz von 11.307 TEUR um 3.747 TEUR (+33 %) auf 15.054 TEUR. Das Geschäft mit Produkten nahm gegenüber einer starken Vergleichsbasis von 20.122 TEUR im Jahr 2018 um 1.682 TEUR (-8 %) auf 18.440 TEUR ab. Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung hatte der Vorstand mit Veröffentlichung der 9M-Zahlen beschlossen, die zu Jahresbeginn abgegebene und mit den Halbjahreszahlen im oberen Bereich konkretisierte Umsatz-und EBITDA-Prognose anzuheben. Bis dahin war der Vorstand für das Geschäftsjahr 2019 von einem Umsatzwachstum von rund 20 % gegenüber dem Vorjahr ausgegangen. Nun wurde das erwartete Umsatzwachstum für das Geschäftsjahr 2019 auf 23 % bis 26 % gegenüber dem Vorjahr angehoben. Daneben erwartete va-Q-tec weiterhin eine EBITDA-Marge für das Geschäftsjahr 2019 in einer Bandbreite von 11 % bis 14 %. Diese angepasste Prognose wurde mit den endgültigen Zahlen in Bezug auf den Umsatz mit einem Wachstum von 28 % noch übertroffen und in Bezug auf das EBITDA mit einer Marge von 13 % im oberen Bereich erreicht. Das deutsche Segment (va-Q-tec AG) trug 34.442 TEUR (Vj.: 33.650 TEUR), das UK-Segment (va-Q-tec UK) trug 24.917 TEUR (Vj.: 14.737 TEUR) und das sonstige Segment trug 5.308 TEUR (Vj.: 2.321 TEUR) zu den konsolidierten Umsatzerlösen bei. Die Gesamterträge wuchsen im Jahr 2019 schwächer als der Umsatz um 19 % auf 72.817 TEUR. Hierin enthaltene Aktivierte Eigenleistungen i.H.v. 3.947 TEUR (Vj.: 5.620 TEUR) ergaben sich im Berichtszeitraum vor allem aus der fortgeführten Expansion der selbst hergestellten Container- und Boxenflotten. Sonstige betriebliche Erträge i.H.v. 4.498 TEUR (Vj.: 3.748 TEUR) resultierten zum größten Teil aus der Auflösung des Sonderpostens aus Container-Sale-and-Lease-back Transaktionen. Dieser passivische Sonderposten entstand bis Ende 2018 beim Verkauf der selbst hergestellten Container durch die Muttergesellschaft va-Q-tec AG oder die va-Q-tec UK Ltd. an Leasinggesellschaften und anschließendem Finance-leaseback durch die britische Tochtergesellschaft. Er bildet den Unterschiedsbetrag zwischen dem Marktpreis des Containers und den Herstellungskosten ab und wird über eine fünfjährige Abschreibungsperiode aufgelöst und den sonstigen betrieblichen Erträgen zugeführt (für weitere Erläuterungen verweisen wir auf Kapitel 3.2.1 "Sale-and-finance-leaseback Transaktionen" im Konzernanhang). Durch die Einführung der neuen IFRS 16-Bilanzierung von Leasing-Transaktionen werden keine neuen passivischen Sonderposten mehr gebildet, sondern die Container auf Konzernebene nur noch zu Herstellkosten aktiviert. Der Aufwand für Material und bezogene Leistungen stieg im Vergleich zu den Gesamterträgen unterproportional um 13 % von 25.722 TEUR auf 28.993 TEUR, was einer Materialaufwands-Quote von 40 % entspricht (Vj.: 42 %). Gleichzeitig stieg der Aufwand für bezogene Leistungen als Teil des Materialaufwands um 4.196 TEUR auf 12.642 TEUR (Vj.: 8.446 TEUR), was überwiegend auf die notwendigen Repositionierungen leerer Luftfrachtcontainer und die übrigen Kosten des Container-Rental-Geschäfts im Zuge der starken Geschäftsausweitung in diesem Bereich zurückzuführen ist. Der Personalaufwand wuchs von 20.403 TEUR im Vorjahr auf 22.389 TEUR im Geschäftsjahr 2019 (+10 %) und nahm damit relativ zu den Gesamterträgen deutlich auf 31 % ab (Vj.: 33 %). Der absolute Anstieg ist vor allem auf Neueinstellungen in den ausländischen Tochtergesellschaften, höhere Boni und Tantiemen auf Basis der im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbesserten Ergebnisse sowie Gehaltsannualisierungen von Personaleinstellungen aus 2018 zurückzuführen. Der sonstige betriebliche Aufwand (SBA) sank von 12.212 TEUR im Vorjahr auf 11.762 TEUR im Berichtszeitraum (-4 %). Gemessen an den Gesamterträgen resultiert hieraus eine verminderte Quote der SBA von 16 % (Vj.: 20 %). Grund für die Abnahme war die engmaschige Kostenkontrolle im Rahmen des "Power 20+"-Programms. Zudem entfielen 2019 die im Vorjahr angefallenen Doppel- und Umzugskosten im Zusammenhang mit dem Bezug der neuen Konzernzentrale in Würzburg und der neuen Fertigungshalle in Kölleda. Der Effekt aus der Einführung der Leasingnehmerbilanzierung nach IFRS 16 und dem damit verbundenen erstmaligen Ansatz von Leasingverbindlichkeiten auf den SBA betrug 1.018 TEUR. Im Ergebnis der dargestellten Entwicklungen verbesserte sich das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) sehr stark von 3.027 TEUR im Vorjahr auf 9.673 TEUR. Dies entspricht einer deutlich verbesserten EBITDA-Marge von 13 % (Vj.: 5 %), gemessen an den Gesamterträgen. Die im Rahmen der 9M-Veröffentlichung angepasste Konzernprognose einer EBITDA-Marge an den Gesamterträgen zwischen 11 % bis 14 % konnte damit im oberen Bereich erreicht werden. Am Umsatz entspricht dies einer Quote von 15 % nach 6 % im Vorjahr. Die Abschreibungen erhöhten sich, bedingt durch die erheblichen Investitionen in den Vorjahren und die deutlich erhöhten Abschreibungen aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 16, um 24 % auf 12.232 TEUR (Vj.: 9.864 TEUR). Der Effekt aus der Einführung der Leasingnehmerbilanzierung nach IFRS 16 und dem damit verbundenen erstmaligen Ansatz von Nutzungsrechten auf die Abschreibungen betrug 976 TEUR. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich von -6.837 TEUR im Vorjahr um 4.278 TEUR auf -2.559 TEUR. Die Attraktivität der Investition in die SUMTEQ GmbH wird deutlich anhand des Wechsels von der at-Equity-Bilanzierung zur Fair-Value-Bilanzierung: Hier ergibt sich in 2019 ein einmaliger Ertrag in Höhe von 1.771 TEUR. Der Wechsel war erforderlich, weil für die va-Q-tec AG nach dem Einstieg neuer Gesellschafter mit teilweise höheren Beteiligungsquoten, Änderungen in der Satzung der SUMTEQ GmbH sowie der Aufgabe des Beiratsvorsitzes bei der SUMTEQ GmbH ein maßgeblicher Einfluss auf die Beteiligungsgesellschaft nicht mehr gegeben ist. Das Finanzergebnis beläuft sich auf -1.063 TEUR nach -828 TEUR im Vorjahr, was auf die Annualisierung der Kosten der in Anspruch genommenen Fremdfinanzierungen zurückzuführen ist. Für den Berichtszeitraum 2019 resultiert hieraus, getrieben durch die deutlich verbesserten EBITDA- und EBIT-Größen sowie zusätzlich aufgrund des oben beschriebenen Einmaleffekts im Zusammenhang mit der Bilanzierung der SUMTEQ-Beteiligung, ein deutlich reduzierter Vorsteuerverlust (EBT) von -1.919 TEUR gegenüber einem Verlust in Höhe von -7.775 TEUR im Vorjahreszeitraum. Deutsches Berichtssegment (va-Q-tec AG)scroll
Im deutschen Berichtssegment (va-Q-tec AG) ging der Umsatz von 44.565 TEUR im Vorjahr leicht um 537 TEUR (-1 %) auf 44.028 TEUR in 2019 zurück. Der Umsatzrückgang war vor allem auf den zu Jahresbeginn stark reduzierten Verkauf von Containern an Leasinggesellschaften und die britische Tochtergesellschaft und leichte Umsatzrückgänge im Produkt-Bereich zurückzuführen. Zwar hat sich der Umsatz in diesem Bereich seit 2016 nahezu verdoppelt und bei Betrachtung der letzten drei Jahre spiegeln sich in diesem Geschäftsbereich auch die für die dynamischen Wachstumsmärkte von va-Q-tec typischen mittelfristigen Zyklen wider, im Bereich Kühl- und Gefriergeräte verspüren die Endmärkte jedoch auch einen zunehmenden Wettbewerbsdruck aus Asien und Osteuropa. Das EBITDA betrug 1.009 TEUR (Vj.: 580 TEUR). Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl stieg um 8 auf 398 (Vj.: 390). Britisches Berichtssegment (va-Q-tec UK Ltd.)scroll
Die Umsatzerlöse in diesem Segment nahmen in 2019 um 64 % von 16.044 TEUR im Vorjahr auf 26.255 TEUR zu. Zusätzlich festigten sich die Serviceumsätze mit einem Pharma-Großkunden wieder, bei dem in 2018 noch Umsatzrückgänge verzeichnet worden waren. Der Umsatz mit bereits bestehenden großen Kunden für das "Serviced Rental" von Containern entwickelte sich weiter positiv und mit kontinuierlich wachsenden Volumina. Zusätzlich konnte die Vermietung von Containern an Kunden mit ehemals kleinem Umsatzbeitrag teils sehr deutlich ausgebaut werden. Im Zuge der starken Ausweitung des Geschäfts wuchs auch der Bedarf an Re-Positionierungen leerer Container per Luftfracht, so dass die Rohertragsmarge trotz des deutlichen Umsatzanstiegs prozentual nicht verbessert werden konnte. Das EBITDA nahm um 4.331 TEUR von 4.334 TEUR im Vorjahr auf 8.665 TEUR in 2019 zu. Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl erhöhte sich von 37 auf 41 Mitarbeiter. Sonstiges Berichtssegmentscroll
Die Tochtergesellschaften in Uruguay, Korea, Japan, der Schweiz, Singapur und den USA, welche zusammen das Sonstige Berichtssegment bilden, weisen insgesamt einen deutlich erhöhten Umsatz aus. Dieser speist sich aus gestiegenen Vertriebs- und Einkaufsprovisionen sowie im Wesentlichen aus deutlich wachsenden Eigenumsätzen in den Regionen. Die Tochtergesellschaften in den USA und der Schweiz haben sich besonders erfreulich entwickelt und liefern nun substanzielle Umsatzbeiträge. Auch die beiden erst im vergangenen Jahr neu gegründeten Tochtergesellschaften in Uruguay und Singapur tragen bereits jetzt stärker als erwartet zu den Konzernumsätzen bei. Alle Tochtergesellschaften im Sonstigen Berichtssegment sind besonders wichtig für die lokale Präsenz, den Ausbau der regionalen Geschäftstätigkeit und die Wahrnehmung von va-Q-tec als globaler und regionaler Partner. Das EBITDA nahm infolge von Anlaufkosten der jungen Auslandsgesellschaften auf -186 TEUR nach 53 TEUR im Vorjahr ab. Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl betrug 25 (Vj.: 17). FinanzlageGrundsätze und Ziele des FinanzmanagementsDie Finanzierungsstrategie der va-Q-tec ist auf die Bereitstellung der notwendigen Mittel für starkes Wachstum ausgerichtet. Dabei werden unterschiedliche Finanzierungsinstrumente wie z.B. Darlehen, Leasing, Factoring, Kontokorrentlinien und staatliche Förderungen in Anspruch genommen. Bestehende Finanzierungsinstrumente werden fortlaufend bezüglich ihrer Struktur und Verzinsung optimiert. Insgesamt verfügt va-Q-tec zum 31. Dezember 2019 mit Bankguthaben zuzüglich offener Kreditlinien von mehr als 10 Mio. EUR über eine für die Bedürfnisse eines schnell wachsenden Unternehmens angemessene Liquidität. Zusammen mit weiteren, in Verhandlungen befindlichen Finanzierungen von bis zu 5 Mio. EUR läge der finanzielle Spielraum bei über 15 Mio. EUR. Im Zusammenhang mit dem Auslaufen des Multibank-Rahmenkreditvertrags zum 31. Dezember 2020 führt das Unternehmen mit Banken und Finanzinstitutionen darüber hinaus Gespräche über kurz- und mittelfristige Fremdfinanzierungsinstrumente. Liquiditätscroll
Der Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit einschließlich der Änderungen im Working Capital belief sich in 2019 auf 7.188 TEUR und lag damit um 10.841 TEUR über dem Wert des Vorjahreszeitraums in Höhe von -3.653 TEUR. Vor Änderungen im Working Capital erzielt va-Q-tec zum Stichtag einen positiven Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe von 5.808 TEUR gegenüber -419 TEUR in 2018. Die Verbesserung des Cashflows durch Änderungen im Working Capital ist unter anderem auf die Minderung des Vorratsvermögens um 333 TEUR in 2019 zurückzuführen, welches im Vorjahr insbesondere zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit während des umzugsbedingten Stillstands der Produktionslinien und teilweise zur Erhöhung der Sicherheitsbestände an produktionsnotwendigem Material und der Erstausstattung der Tochtergesellschaften im Ausland noch stark erhöht wurde (2.384 TEUR). Der Cashflow aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen war im Berichtszeitraum ebenfalls leicht positiv (+127 TEUR; Vj.: -1.277 TEUR) . Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nahmen trotz der deutlichen Umsatzsteigerung im Zuge einer Ausweitung des Factorings zum Stichtag erheblich ab, so dass auch hier ein positiver Cashflow in Höhe von 920 TEUR entstand (Vj.: 427 TEUR). Der Effekt aus der Ausweitung des Factorings auf den Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit betrug in 2019 498 TEUR. Darüber hinaus resultiert aus der Erstanwendung von IFRS 16 ein positiver Effekt auf den Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe von 965 TEUR. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit entwickelte sich entsprechend gegenläufig. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit veränderte sich von -11.965 TEUR im Vorjahreszeitraum auf -8.942 TEUR in 2019. Dabei war der Vorjahreswert der tatsächlichen Investitionen noch durch die gegenläufige Verwendung bzw. Auflösung von kurzfristigen Termingeldern (+9.000 TEUR) geprägt. Aus dem Erwerb von Sachanlagen resultiert ein Cashflow von -8.746 TEUR gegenüber -19.789 TEUR im Vorjahreszeitraum. Grund für die Abnahme ist der geplante Rückgang an Investitionen, nachdem bereits in 2018 die wichtigsten Investitionen und Initiativen für das weitere Wachstum in Richtung 100 Mio. EUR Umsatz schneller als ursprünglich geplant zum größten Teil abgeschlossen werden konnten. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von -2.972 TEUR (Vj.: 22.624 TEUR) resultiert aus der planmäßigen Netto-Tilgung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Leasinggesellschaften gegenüber der deutlich höheren Neuaufnahme von Finanzmitteln zur Finanzierung der langfristigen Investitionen und des Working Capital-Bedarfs im Vorjahr. Die Erstanwendung von IFRS 16 hat keinen Einfluss auf die Kapitalflussrechnung gehabt, da sowohl die Aktivierung der Nutzungsrechte an Leasingobjekten sowie die Bilanzierung der korrespondierenden Leasingverbindlichkeiten keinen Zahlungsmittelzufluss bzw. -abfluss zur Folge haben. Die tatsächliche Zahlung der Leasingverpflichtungen wirkt sich als Folge der Anwendung des IFRS 16 als Zahlungsmittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit und nicht mehr wie im Vorjahr als Zahlungsmittelabfluss aus operativer Tätigkeit aus. Im Geschäftsjahr 2019 betrug diese Auswirkung der Zahlungen von Leasingverpflichtungen der va-Q-tec 965 TEUR. Vermögenslage und KapitalstrukturAktivascroll
Das Sachanlagevermögen ist zum 31. Dezember 2019 gegenüber dem 31. Dezember 2018 insgesamt um 511 TEUR auf 68.879 TEUR leicht gesunken. Die Summe der langfristigen Vermögenswerte stieg zum 31. Dezember 2019 um 807 TEUR auf 78.777 TEUR. Dies ist vor allem auf den erforderlichen Wechsel der Bilanzierung der SUMTEQ-Beteiligung von "at-Equity" zur "Fair-value"-Methode zurückzuführen, da ein maßgeblicher Einfluss auf die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen der Beteiligung nach den Änderungen in den gesellschaftsrechtlichen Vereinbarungen und dem Einstieg neuer Gesellschafter im Rahmen einer Kapitalerhöhung nicht mehr eindeutig nachgewiesen werden kann. Die Beteiligung wird ab dem 7. Juni 2019 stattdessen zum Fair-Value in den Finanziellen Vermögenswerten bilanziert. Die Fair-Value-Bewertung führt zu einer Bilanzierung der Beteiligung in Höhe von 2.283 TEUR gegenüber einer at-Equity-Bewertung zum 31. Dezember 2018 in Höhe von 580 TEUR, wodurch die Attraktivität der Investition in die SUMTEQ GmbH deutlich wird. Das Vorratsvermögen nahm trotz des Umsatzwachstums um 248 TEUR auf 10.676 TEUR (Vj.: 10.924 TEUR) ab, was auch auf die Normalisierung der im Vorjahr erhöhten Sicherheitsbestände und der Vorproduktion für die umzugsbedingte Produktionsunterbrechung in Würzburg zurückzuführen ist. Auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gingen trotz des Umsatzwachstums mit einer Reduzierung um 891 TEUR auf 6.666 TEUR zum 31. Dezember 2019 gegenüber dem 31. Dezember 2018 deutlich zurück (Vj.: 7.557 TEUR). Neben einer Verbesserung des Zahlungsverhaltens von Kunden in UK ist diese auch auf eine Ausweitung des Factorings im Geschäftsjahr 2019 über das in den Vorjahren ausschließlich selektiv praktizierte Reverse-Factoring mit einzelnen Kunden hinaus zurückzuführen. Die kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte nahmen aufgrund von Forderungen gegenüber der Factoring-Gesellschaft, z.B. für Sicherheitseinbehalte, von 334 TEUR um 252 TEUR auf 586 TEUR zum 31. Dezember 2019 zu. Die Summe der kurzfristigen Vermögenswerte reduzierte sich von 32.177 TEUR zum 31. Dezember 2018 auf 27.012 TEUR zum 31.12.2019. Die Bilanzsumme nahm im gleichen Zeitraum von 110.147 TEUR auf 105.789 TEUR zum 31. Dezember 2019 ab. InvestitionenDer Schwerpunkt der in 2019 gegenüber den Jahren 2018 und 2017 deutlich reduzierten Investitionstätigkeit lag in den fortgeführten Investitionen in die Immobilien in Würzburg und Kölleda, dem gebremsten Ausbau der Containerflotte für das globale Container-Vermietgeschäft und im Flottenaufbau der Thermo-Boxen sowie in größeren IT-Projekten. Insgesamt wurden in Sachanlagen brutto 11.312 TEUR investiert, davon 2.405 TEUR in die Containerflotte (Vj.: 10.517 TEUR und 525 TEUR in Immaterielle Vermögenswerte (Vj.: 1.623 TEUR). Darüber hinaus resultiert aus der Erstanwendung von IFRS 16 zum 31. Dezember 2019 ein bilanzieller Effekt aus der Aktivierung von Nutzungsrechten in Höhe von 2.183 TEUR. Das Sachanlagevermögen ist netto nach Abschreibungen und anderen Bewegungen von 69.390 TEUR auf 68.879 TEUR leicht gesunken. Vor allem die bereits in den Jahren 2017 und 2018 getätigten Investitionen bilden die Basis für den weiteren Ausbau des Unternehmens in Richtung einer Umsatzgröße von 100 Mio. EUR. Passivascroll
Das Eigenkapital des Konzerns hat sich infolge des Konzerngesamtverlusts um 2.553 TEUR auf 42.707 TEUR reduziert, was aber aufgrund der ebenfalls signifikant geringeren Bilanzsumme weiterhin einer sehr soliden Eigenkapitalquote von 40 % zum 31. Dezember 2019 entspricht (31. Dezember 2018: 41 %). Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen vorwiegend aus Immobiliendarlehen, die mit 15- bis 20-jährigen Laufzeiten und fixen Zinskonditionen zum aktuell niedrigen Niveau abgeschlossen wurden. Die Verbindlichkeiten verringerten sich aufgrund der planmäßigen Tilgung der Darlehen von 24.732 TEUR auf 22.840 TEUR. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nahmen aufgrund der erhöhten Inanspruchnahme von Kontokorrent-Linien von 9.400 TEUR auf 11.404 TEUR zu. Die langfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten nahmen von 6.814 TEUR auf 5.333 TEUR ab. Innerhalb dieser Position verringerten sich vor allem die Sale-and-finance-lease-back-Finanzierungen für die Containerflotte deutlich von 5.942 TEUR auf 3.956 TEUR. Durch die erstmalige Bilanzierung gemäß IFRS 16 in Höhe von 1.298 TEUR reduzierte sich der Gesamtwert der langfristigen Leasingverbindlichkeiten dennoch nur um 688 TEUR auf 5.254 TEUR. Die langfristigen sonstigen nicht-finanziellen Verbindlichkeiten nahmen vor allem aufgrund der sinkenden Sonderposten für Containergewinne von 9.310 TEUR um 2.763 TEUR auf 6.547 TEUR deutlich ab. Von Förderbanken wurden im Berichtszeitraum keine Gelder in Höhe von 25 TEUR für Investitionen an die va-Q-tec gezahlt (Vj.: 1.664 TEUR). Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten stiegen vor allem durch die erstmalige Bilanzierung der Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 (896 TEUR) und der Erhöhung der Schulden für ausstehende Rechnungen um 477 TEUR insgesamt von 4.873 TEUR auf 6.867 TEUR. Die sonstigen kurzfristigen nicht-finanziellen Verbindlichkeiten veränderten sich per Saldo nur um 128 TEUR. Innerhalb dieser Position reduzierte sich vor allem der Sonderposten für abgegrenzte Containergewinne um 469 TEUR, wohingegen sich die Verbindlichkeiten für Mitarbeiterboni und -tantiemen infolge der deutlich verbesserten Ergebnisse um 572 TEUR erhöhten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zuzüglich Anlagen-Leasing (einschließlich der Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 2.194 TEUR aus der erstmaligen Bilanzierung nach IFRS) machten mit TEUR 42.382 somit 40 % der Bilanzsumme aus (Vj.: 42.186 TEUR, 38 %). Auf Ebene des britischen Berichtssegments wurden weitere Finanzierungstransaktionen im Rahmen der Containerflotten-Erweiterung abgeschlossen, die jedoch aufgrund vertraglicher Änderungen den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zugeordnet wurden. Das Volumen des Finance Leasings sank deshalb insgesamt von 8.054 TEUR im Geschäftsjahr 2018 um 2.111 TEUR auf 5.943 TEUR im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen betrugen im Geschäftsjahr 28.289 TEUR, entsprechend 27 % der Bilanzsumme (Vj.: 23.952 TEUR, 22 %). Langfristige Verbindlichkeiten des Konzerns betrugen zum 31. Dezember 2019 34.793 TEUR und machten 33 % der Bilanzsumme aus (Vj.: 40.935 TEUR, 37 %). Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken leicht auf 4.485 TEU R gegenüber 4.594 TEUR im Vorjahr. Gesamtaussage zum Geschäftsverlaufva-Q-tec kehrt mit dem umsatzstärksten Geschäftsjahr der Unternehmenshistorie auf den Wachstumskurs mit dynamischer EBITDA- und Ergebnisentwicklung zurück. Der Konzernumsatz ist in 2019 sehr stark im Vergleich zum Vorjahr gewachsen. Der Geschäftsbereich Dienstleistungen ("Serviced Rental" von thermischen Verpackungssystemen) treibt dabei das Wachstum besonders. Der Geschäftsbereich Produkte (Verkauf von Vakuumisolationspaneelen und Phase Change Materials) konnte das hohe Niveau des Vorjahrs annähernd halten und im Bereich Systeme (Thermische Verpackungen) konnte weiteres, auch projektbasiertes Wachstum, realisiert werden. Das EBITDA konnte durch die wachsenden Service-Umsätze mit hoher EBITDA-Marge sowie disziplinierter Kostenkontrolle mithilfe des "Power 20+"-Programms im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdreifacht werden. Besonders hervorzuheben ist, dass der operative Cashflow deutlich positiv ist und va-Q-tec weiterhin über eine sehr gute Eigenkapitalquote verfügt. 2.3 PROGNOSEBERICHT2.3.1 AusblickDie nachfolgenden Prognosen für die Entwicklung der Steuerungsgrößen wurden unter Annahme der in Ziffer 2.2.1 beschriebenen makroökonomischen Rahmenbedingungen im Jahr 2020 getroffen. Daneben stützen sie sich auf die erwarteten positiven Wachstumsraten im Markt für VIPs und Isolationsmaterialien insgesamt. Im Markt für thermische Verpackungen und Dienstleistungen wird eine hohe Wachstumsdynamik erwartet, besonders im Segment thermischer Hochleistungs-Verpackungen. Diese Annahmen werden durch die Einschätzungen der Marktforschungsinstitute IMARC und ResearchAndMarkets untermauert, die bereits ein Wachstum im (unteren) zweistelligen Prozentbereich erwarten (siehe 2.2.1 Makroökonomisches Umfeld und konzernspezifische Rahmenbedingungen). va-Q-tec erwartet, von den Megatrends Energieeffizienz, Regulierung der Kühlketten (Produktsicherheit) und Globalisierung der Wertschöpfungsketten darüber hinaus überproportional zu profitieren. Auch unter Berücksichtigung der unter 2.4.2. beschriebenen Chancen und Risiken der Geschäftstätigkeit sieht die Gesellschaft Wachstumshebel in der Erschließung neuer Märkte und Anwendungsfelder (z.B. last mile to the pharmacy, Nutzung der Mietcontainer für temperaturempfindliche Güter außerhalb der Pharmaindustrie, TempChain 4.0 Anwendungen) und in geografischer Hinsicht (neue und weiterentwickelte Ländermärkte wie z.B. Nordamerika, Indien). GesamtaussageAktuell trifft die Ausbreitung des Coronavirus die Weltwirtschaft erheblich. Es ist ungewiss, mit welcher Schwere und Dauer dies auch va-Q-tec beeinflussen wird. Eine verlässliche Prognose ist derzeit nahezu unmöglich. Nachdem der Umsatz in den vergangenen fünf Jahren durchschnittlich mit 25 % pro Jahr sehr stark und in 2019 mit 28 % erneut sehr stark gewachsen ist, würde va-Q-tec unter normalisierten konjunkturellen Umständen für das Geschäftsjahr 2020 in den drei Berichtssegmenten und den zugrundeliegenden Geschäftsbereichen gegenüber 2019 insgesamt ein mittelstarkes bis starkes Umsatzwachstum erwarten. Vor allem im Geschäftsbereich Dienstleistungen würden starke bis sehr starke Umsatzzuwächse erwartet. In Anbetracht der aktuellen wirtschaftlichen Unwägbarkeiten durch die Coronavirus-Pandemie gehen wir aus heutiger Sicht jedoch vorsichtshalber nur noch von einem moderaten bis mittelstarken Wachstum aus. Die Gruppe erwirtschaftet ca. 70 0 % ihres Umsatzes im Healthcare-Bereich, der weltweit eher zu den am wenigsten betroffenen Wirtschaftszweigen gehören dürfte, da die medizinische Versorgung der Bevölkerung wohl Priorität haben wird. In Produkten von va-Q-tec werden jährlich lebenswichtige Medikamente und Medikamentenrohstoffe im Marktwert von mehreren Milliarden EUR transportiert. Für das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) erwartet das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2020 unter normalisierten konjunkturellen Umständen ein gegenüber dem Vorjahr starkes Wachstum aufgrund operativer Skaleneffekte und eines veränderten Produktmixes mit einem wachsenden Anteil höhermargiger Dienstleistungen. Aufgrund von möglichen Zusatzkosten und potentiellen Umsatzeinbußen durch die Coronavirus-Pandemie erwartet das Unternehmen vorsichtshalber keine Margenverbesserung gegenüber 2019. Die Eigenkapitalquote wird im Geschäftsjahr 2020 nach Erwartung des Unternehmens leicht sinken, jedoch im Zielkorridor von 35 bis 40 % bleiben. Die Mitarbeiteranzahl wird in 2020 im Zuge der internationalen Geschäftsausweitung unter normalisierten konjunkturellen Umständen leicht steigen bzw. im Zuge der Coronavirus-Pandemie konstant bleiben Der Vorstand der va-Q-tec AG erwartet somit insgesamt unter normalisierten konjunkturellen Umständen einen im Vergleich zu den Zielmärkten überproportional wachsenden Umsatz bei einer gegenüber 2019 weiter verbesserten EBITDA-Profitabilität. In Anbetracht der aktuellen Entwicklung geht der Vorstand derzeit vorsichtshalber von negativen Auswirkungen durch die Coronavirus-Pandemie aus, das bedeutet ein Umsatzwachstum im moderaten bis mittelstarken Bereich bei konstanter EBITDA-Profitabilität. 2.3.2 Risiken der GeschäftstätigkeitDieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der va-Q-tec AG beruhen. Solche Aussagen sind Risiken und Ungewissheiten unterworfen. Diese und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Leistungsfähigkeit der Gesellschaft wesentlich von den hier abgegebenen Einschätzungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an künftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen. Dieses Dokument liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor; bei Abweichungen ist die deutsche Fassung maßgeblich und geht der englischen Übersetzung des Dokuments vor. Aus technischen Gründen kann es zu Abweichungen in der Formatierung zwischen den in diesem Dokument enthaltenen und den aufgrund gesetzlicher Vorgaben veröffentlichten Rechnungslegungsunterlagen kommen. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in diesem Geschäftsbericht überwiegend die männliche Form verwendet. Die Information bezieht sich dennoch auf Personen jeglichen Geschlechts. 2.4 CHANCEN UND RISIKOBERICHT2.4.2 Risikomanagement- und internes KontrollsystemDas Risikomanagement bei va-Q-tec basiert auf drei wesentlichen Punkten:
Verankerung des Risikobewusstseins in der UnternehmenskulturJedes erfolgreiche unternehmerische Handeln ist mit dem bewussten Eingehen von Risiken verbunden. Entscheidend für die Unternehmensführung der va-Q-tec ist es, mit bestehenden und neu hinzukommenden Risiken so umzugehen, dass sie aktiv gesteuert werden und möglichst keine Schäden verursachen. Chancen in unternehmerischer Hinsicht sollen zugleich im Sinn der Steigerung des Unternehmenswertes für alle Stakeholder genutzt werden. va-Q-tec verfügt über ein hohes "Risiko-bewusstsein", das offen und transparent kommuniziert wird. Aus Sicht des Vorstandes ist ein gelebtes Risikobewusstsein eines der effizientesten Instrumente für den Umgang mit Risiken. Nehmen die Mitarbeiter Risiken bewusst wahr und gehen mit ihnen unternehmerisch um, so verringert sich die Gefahr von Schäden aufgrund tatsächlich eintretender Risiken. In einem solchen Umfeld werden Risiken proaktiv und transparent offengelegt und gesteuert. Zusätzlich dienen die Festlegung und unternehmensweite Kommunikation von Compliance Richtlinien dem stärkeren Bewusstsein zu regelkonformem Verhalten. Es existiert ein Compliance Management-System, das wesentliche Verhaltensregeln im internen und externen geschäftlichen Handeln definiert. Der in diesem Zusammenhang nominierte Compliance-Beauftragte erfasst, bearbeitet und berichtet dem Aufsichtsrat bzw. dessen Prüfungsauschuss über alle relevanten Compliance-Vorfälle. RisikomanagementsystemRisikomanagement bei va-Q-tec bedeutet die systematische Auseinandersetzung mit Risiken, verstanden als negative Ereignisse, deren Eintritt Schäden und / oder unvorhergesehene Kosten im Unternehmen erzeugen kann. Um diesen Anspruch erfüllen zu können, werden mit dem Risikomanagementsystem interne und externe Risiken für alle Segmente und Tochtergesellschaften systematisch ermittelt, bewertet, gelenkt, gesteuert und an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet. Zu diesem Zweck hat das Konzern-Management der va-Q-tec in Ergänzung zum bestehenden internen und externen Kontrollwesen bereits im Geschäftsjahr 2016 ein weiterentwickeltes und formalisiertes Risikomanagementsystem (RMS) implementiert. In das RMS fließen die Erfahrungen der vergangenen Jahre bei der Identifizierung der Risiken ein, z.B. die bei der Erstellung der Risikoinventuren seit 2017 gewonnenen Erkenntnisse zum Risikoinventar. Im Rahmen der Sitzungen des Vorstandes, des Prüfungsausschusses und des Aufsichtsrates sind die Entwicklungen / Veränderungen bestehender Risiken sowie das Auftreten neuer Risiken regelmäßig Thema der Konsultationen. Im Geschäftsjahr 2019 wurde die Risikosituation wie im Vorjahr durch zwei Risikoinventuren stichtagsbezogen evaluiert. Auch dazwischen fand zwischen den Risikoverantwortlichen, den Risikomanagement-Verantwortlichen, Vorstand und Aufsichtsrat ein regelmäßiger Austausch über die Risikosituation statt. Im Laufe des Geschäftsjahres 2019 wurde das RMS darüber hinaus kontinuierlich weiterentwickelt. Ziele des Risikomanagementsystems der va-Q-tec sind grundlegend die Vermeidung, die Verminderung und der Transfer von Risiken, z.B. durch entsprechenden Versicherungsschutz. Neben der Erfüllung der regulatorischen Vorgaben stellt ein systematisches Risikomanagement die nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit sicher. Es soll auch potenziell bestandsgefährdende Risiken frühzeitig identifizieren. Das Risikomanagement bei va-Q-tec ist nicht nur ein Sicherheits-, sondern auch ein Steuerungsinstrument. Erkannte Risiken bieten auch neue Geschäftschancen und Wettbewerbsvorteile. Dem RMS liegen ein Meldeprozess, eine definierte Risikoinventur sowie eine unterjährige Risikobewertung zugrunde. Im Rahmen der Risikoinventur werden alle wesentlichen Risiken durch die relevanten Entscheidungs- und Wissensträger in den Fachbereichen bewertet. Erkannte Risiken werden im va-Q-tec Konzern nach ihrem potenziellen Schaden unter Berücksichtigung von Eintrittswahrscheinlichkeiten quantitativ bewertet. Die im Rahmen der Risikoanalyse identifizierten Risiken werden anhand ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Auswirkung in Risikoklassen eingestuft, indem ihre jeweilige Auswirkung mit der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit multipliziert wird. Die Bandbreite der Eintrittswahrscheinlichkeiten und Auswirkungen beginnt mit "sehr niedrig" und endet mit "sehr hoch". Danach können die Risiken anhand des sich daraus ergebenden Risikoerwartungswertes unterschieden und priorisiert werden. Im Rahmen der unterjährigen Risikobewertung sind die Fachbereiche verpflichtet, neue Risiken zu identifizieren und zu melden. Die so zusammengetragenen Informationen werden in Risikosteckbriefen, die an den Vorstand des va-Q-tec Konzerns adressiert sind, zusammengefasst und gemeldet. Alle Risiken - neu hinzukommende als auch bestehende - sind auch kontinuierlich zu beobachten und zu melden. Erforderliche Gegenmaßnahmen werden zeitnah ergriffen und kontrolliert. Neue Risiken und wesentlich veränderte Risiken sind ferner feste Bestandteile in den regelmäßigen Sitzungen des Leitungskreises, in jeder Vorstandssitzung und in jeder Sitzung des Aufsichtsrates. Sie werden im Rahmen von Ergebnisdurchsprachen zwischen dem Vorstand des va-Q-tec Konzerns und den Fachbereichsverantwortlichen besprochen. Es wird außerdem überprüft, ob die bereits getroffenen Maßnahmen zur Risikominimierung ausreichend sind, oder ob weitere Schritte (beispielsweise hinsichtlich Ad-hoc Kapitalmarktmitteilungen) einzuleiten sind. Das Risikomanagementsystem des Konzerns ermöglicht der Unternehmensleitung, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen. Maßnahmen zur Gegensteuerung einzuleiten und deren Umsetzung zu überwachen. Der Abschlussprüfer prüft ferner das Risikofrüherkennungssystem auf seine Eignung, um Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen. Rechnungslegungsbezogenes Internes Kontrollsystemva-Q-tec verfügt über eine klare Organisations-, Unternehmens- sowie Kontroll- und Überwachungsstruktur. Zur ganzheitlichen Analyse und Steuerung ertragsrelevanter Risikofaktoren und bestandsgefährdender Risiken existieren unternehmensweit abgestimmte Planungs-, Reporting-, Controlling- sowie Frühwarnsysteme und -prozesse. Die Funktionen in sämtlichen Bereichen des (Konzern-) Rechnungslegungsprozesses (z. B. Rechnungswesen, Finanzbuchhaltung und Controlling) sind eindeutig zugeordnet. Aufgrund ihrer eher geringen Größe und Komplexität verzichtet die va-Q-tec AG bisher auf eine separate Revisionsabteilung. Im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme wird überwiegend auf Standardsoftware (Navision) zurückgegriffen. Zur Erstellung der Einzel- und Konzernabschlüsse wird Standard-Konsolidierungssoftware genutzt. Die bestehenden Strukturen müssen dabei ständig an das Wachstum und sich wandelnde Rahmenbedingungen, z.B. Kapitalmarktanforderungen, angepasst werden. Der IFRS-Konzernabschluss wird auf Grundlage eines einheitlichen Berichtsformats, das von sämtlichen Konzerngesellschaften erstellt wird, in der Hauptverwaltung in Würzburg erstellt. Die dort vorhandenen Validierungsprozesse und zusätzlichen Plausibilitätsprüfungen sichern die Richtigkeit und Vollständigkeit der Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften und der va-Q-tec AG. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess stellt sicher, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell richtig erfasst, aufbereitet und gewürdigt und so in die externe Rechnungslegung übernommen werden. Der Zahlungsverkehr erfolgt elektronisch mit hinterlegten Kontrollmechanismen (Vier-Augen-Prinzip eines ausgewählten Personenkreises). Die Lohn- und Gehaltsabrechnungen werden von externen Dienstleistern durchgeführt. Die Organisations-, Unternehmens- sowie Kontroll- und Überwachungsstruktur bestimmen den Rahmen des IKS. Klare gesetzliche und unternehmensinterne Vorgaben und Leitlinien sorgen für einen einheitlichen und ordnungsgemäßen Rechnungslegungsprozess. Überprüfungsmechanismen innerhalb der an der Rechnungslegung selbst beteiligten Bereiche, die Überprüfung durch das interne Controlling, die Begleitung durch die Wirtschaftsprüfer und eine frühzeitige Risikoerkennung durch das Risikomanagement sollen eine fehlerfreie (Konzern-) Rechnungslegung gewährleisten. 2.4.2 Risiken der Geschäftstätigkeitva-Q-tec bewertet Risiken anhand ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer möglichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage sowie die Reputation des Unternehmens. Die Bewertung von Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit der Risiken führt zu nachfolgenden beispielhaft dargestellten Risikokennziffern. scroll
Der Vorstand bewertet die Ausprägung eines Risikos anhand seiner Risikokennziffer nach dem folgenden Schema: scroll
Insgesamt werden im Folgenden die Risiken nach dem Ergreifen von Gegenmaßnahmen dargestellt. Risiken in der WertschöpfungsketteAls Unternehmen im produzierenden Gewerbe ist va-Q-tec auf Lieferanten für Vorprodukte angewiesen. va-Q-tec bezieht die wesentlichen Rohstoffe, Materialien und Vorprodukte von einer begrenzten Anzahl von Schlüssellieferanten. Für einige Materialien liegen auch aufgrund ihrer spezifischen Eigenschaften nur wenige Bezugsquellen vor. In der Einkaufsstrategie von va-Q-tec ist es daher das Ziel, die Abhängigkeit von einzelnen oder wenigen Lieferanten durch Qualifikation und Auswahl neuer Lieferanten zu reduzieren ("dual" bzw. "multiple sourcing"). Wie in den Vorjahren wurden auch in 2019 wieder Zweit-und Drittlieferanten für Vorprodukte und Materialien neu qualifiziert und ausgewählt. Bei der Auswahl werden bewusst auch internationale Lieferanten eingebunden, um eine regionale Abhängigkeit zu vermeiden. Für die va-Q-tec AG insgesamt liegt durch die begrenzte Anzahl an Lieferanten ein mittleres Risiko vor. Ein weiteres Risiko können Produktionsausfälle und Betriebsunterbrechungen darstellen. Der Konzern ist auf den kontinuierlichen Betrieb der Produktionsanlagen angewiesen, um Liefertreue insbesondere gegenüber den industriellen Großkunden sicherzustellen, deren Wertschöpfungsketten eng mit der von va-Q-tec verwoben sind. va-Q-tec produziert an zwei räumlich voneinander getrennten Standorten in Würzburg und Kölleda. Ein Ausfall an einem Standort hat keine signifikanten Auswirkungen auf den anderen Standort, an dem weiter produziert werden kann. Zusätzlich sind die einzelnen Produktionsanlagen, soweit wie möglich und ökonomisch sinnvoll, durch technische Maßnahmen voneinander entkoppelt, sodass der Ausfall einer einzelnen Anlage den Betrieb anderer Anlagen nicht einschränkt. Neben dem Ausfall von bestehenden Anlagen kann ein Risiko in der nicht ausreichenden Gesamtkapazität der Produktionsanlagen entstehen. Das starke Wachstum des Unternehmens bedingt neben Produktivitäts- und Effizienzverbesserungen mit den bestehenden Anlagen auch eine frühzeitige und vorausschauende Investition in Kapazitätserweiterungen, da die benötigten Anlagen teilweise lange Lieferzeiten haben. Dennoch kann das Unternehmen von plötzlichen Marktentwicklungen überrascht werden und unter Umständen nicht alle Kundenaufträge zum Wunschtermin der Kunden erfüllen. Durch regelmäßige Ad-hoc-Berichterstattung über die Auftragsentwicklung zwischen den Vertriebsbereichen und dem Vorstand versucht das Unternehmen solche Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und mit geeigneten Maßnahmen gegenzusteuern. Diese können temporär zum Beispiel in erhöhten Sicherheitsbeständen, zusätzlichen Arbeitsschichten oder der Nutzung von weniger geeigneten Anlagen für die Produktion liegen, um die Zeit bis zur Inbetriebnahme zusätzlicher Kapazitäten zu überbrücken. Der Vorstand schätzt das Risiko eines andauernden Produktionsausfalls aus den oben genannten Gründen als gering, das Risiko einer nicht ausreichenden Kapazität nach den nahezu abgeschlossenen Wachstumsinvestitionen ebenfalls als gering ein. Die Vermiet-Dienstleistungen ("Serviced Rental") sind in besonders hohem Maße von externen Logistikanbietern abhängig, die zum einen für die operativen Abläufe in den Netzwerkstationen verantwortlich sind, d.h. für die Reinigungs-, Lagerungs- und Kühlungsprozesse, zum anderen die vorkonditionierten Container und Boxen zu den Endkunden transportieren. Dies kann in betrieblichen Störungen, Schadensersatzforderungen und Reputationsschäden münden. Auditierung und engmaschige Kontrolle durch eigene Logistikspezialisten dienen dazu, die Qualität des "Serviced Rental" für die Pharmaindustrie global sicherzustellen. Dieses Risiko schätzt der Vorstand daher als mittel ein. Personal-RisikenDie Geschäftstätigkeit und der Erfolg sind von qualifizierten Führungs- und Schlüsselmitarbeitern abhängig. Das gut ausgebildete Personal hat in teilweise langjähriger Unternehmenszugehörigkeit spezifisches Wissen, Fähigkeiten und kommerzielle Kontakte entwickelt. Dem Risiko des Verlustes solcher Mitarbeiter wirkt die va-Q-tec einerseits durch Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung, andererseits durch die Diversifizierung der Wissensbasis über den Mitarbeiterstamm entgegen: Die Entwicklung von Mitarbeitern, die Diversifizierung der Wissensbasis im Unternehmen, sowie die marktgerechte Entlohnung vermeiden bei va-Q-tec die Abwanderung von Schlüsselmitarbeitern. Zusätzlich steigern leistungsabhängige Entlohnungskomponenten, regelmäßige Weiterbildungen und die gute Unternehmenskultur mit der Möglichkeit an disruptiven Geschäftsmodellen mitwirken zu dürfen, die Motivation der Mitarbeiter und erhöhen die Zufriedenheit. Die Risiken, denen va-Q-tec sich aufgrund des Wechsels von Schlüsselmitarbeitern ausgesetzt sieht, werden mit mittlerem Risiko eingeschätzt. Markt- und WettbewerbsrisikenDer Konzern fokussiert sich in seiner Geschäftstätigkeit stark auf große industrielle Kunden. Dies führt anfänglich zu einer erhöhten Kundenkonzentration. Das daraus entstehende Risiko wird durch die steigende Kundenanzahl und Diversifizierung ständig verringert. Ein weiterer Schutz besteht durch hohe Kundenbindungen, speziell in der Healthcare-Industrie. Grundsätzlich ist der Konzern bestrebt, zu allen Partnern, Mitarbeitern und auch Kunden ein enges, vertrauensvolles und nachhaltiges Verhältnis aufzubauen und zu erhalten und schätzt dieses Risiko daher als mittel und weiter reduzierbar ein. va-Q-tec als stark wachsendes Unternehmen könnte möglicherweise nicht in der Lage sein, das Wachstum effektiv voranzutreiben und zu gestalten. Der Konzern hat eine Phase starker Investitionen in Personal, Vertriebsaktivitäten, Vermietflotten, Infrastruktur und Forschung und Entwicklung nahezu abgeschlossen. Insofern besteht bei einem geringeren tatsächlichen Wachstum als geplant das Risiko einer negativen Auswirkung auf das betriebliche Ergebnis. Grundsätzlich werden diese Zukunftsinvestitionen durch den Vorstand mit Augenmaß und immer auf der Basis konkreter Erwartungen über die Marktentwicklung und unter Berücksichtigung ihrer Finanzierbarkeit entschieden. So werden wenig fundierte und / oder verfrühte Investitionen vermieden. Gleichzeitig entsteht bei einem deutlich höheren tatsächlichen Wachstum als geplant das Risiko einer negativen Auswirkung auf das Kundenverhältnis durch Nichteinhaltung von Lieferterminen, Lieferengpässen etc. und damit ebenfalls auf das betriebliche Ergebnis. Auch hier ist das Augenmaß und das frühzeitige Erkennen von Marktentwicklungen durch die regelmäßige Abstimmung mit den Vertriebsbereichen ein wichtiges Instrument zur Reduzierung des Risikos, damit die Notwendigkeit für Kapazitätserweiterungen rechtzeitig erkannt wird und in den Vorstands- und Aufsichtsratsgremien frühzeitig über die erforderlichen Investitionen in die Produktionsanlagen und -gebäude entschieden wird. Das verbleibende Risiko schätzt der Vorstand als mittel ein. Ein wesentliches Risiko stellt auch die Verschärfung des Wettbewerbsumfeldes dar. Dadurch kann ein erhöhter Druck auf Preise und Margen entstehen. Die Gesellschaft schützt sich vor diesem Risiko durch zwei strategische Hebel, nämlich durch Kostenoptimierungsmaßnahmen und durch innovative Produkte und Dienstleistungen. Zur Kostenoptimierung gehören etwa die zunehmend automatisierte Produktion und der besonders effiziente Einkauf von Vorprodukten mit selektiver Rückwärtsintegration auf vorgelagerte Wertschöpfungsstufen. Zum Thema Innovation gehören die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, die seit Gründung der Gesellschaft stets zu kommerziell erfolgreichen, qualitativ hochwertigen und besonders differenzierten Produkten geführt haben. Das Produkt- und Leistungsspektrum der Gesellschaft unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von dem seiner Wettbewerber: Die Möglichkeit, die Qualität der Dämmung "in situ", also am Einbauort, zu testen oder die Produktion von VIPs mit Ausschnitten und in dreidimensionaler Form seien hier beispielhaft genannt. Insgesamt schätzt der Konzern das Risiko aufgrund neu hinzukommender Wettbewerber bzw. einer aggressiveren Wettbewerbssituation als mittel ein. BrexitUm die va-Q-tec stetig und ständig auf den Austritt Großbritanniens aus der EU vorzubereiten und unverzüglich reagieren zu können, wurde ein bereichs- und länderübergreifendes Brexit-Team gebildet. Gemeinsam mit operativen Einheiten in der va-Q-tec UK, den übrigen Konzerngesellschaften, Kunden und Logistikpartnern wurden und werden die Brexit-Risiken eruiert und Maßnahmen zur Vermeidung von Störungen in der Lieferkette abgeleitet. Dies beinhaltet zum Beispiel technische Erweiterungen in unseren ERP-Systemen, um auf erweiterte Zollanforderungen auch systemseitig reagieren zu können. Aus dem "Brexit" ergeben sich Risiken für unser Geschäft beispielsweise durch eine mögliche Abschwächung der Konjunktur. Gegebenenfalls verlagern sich auch Lieferketten und Medikamente bzw. ihre Vorprodukte werden nicht mehr nach UK, sondern nach Frankreich, Deutschland und die Niederlande transportiert. Sofern die Medikamente oder Vorprodukte ihren Ursprung in den USA haben, müssen diese aber immer noch über den Atlantik transportiert werden. va-Q-tec verfügt mit TempChain Servicecentern auf dem europäischen Festland über Möglichkeiten, mit derartig veränderten Logistikketten umzugehen. Grundsätzlich werden weniger Umsätze in Britischem Pfund berechnet, als Kosten in Britischem Pfund anfallen. Bei einer Abwertung des Pfunds gegenüber dem Euro ergeben sich daher auch Chancen für va-Q-tec. Auch aus möglichen steuerlichen Vergünstigungen könnten für va-Q-tec Chancen entstehen. Insgesamt schätzt va-Q-tec das Brexit-Risiko folglich als gering ein. Corona (COVID-19)Die Supply Chain von va-Q-tec ist im Gegensatz zu anderen Branchen weniger auf Just-in-Time-Prozesse ausgelegt. Kurzfristige Störungen der Lieferkette können so teilweise ausgeglichen werden. Aktuelle Entwicklungen weltweit wie beispielsweise Fabrikschließungen, Einschränkungen des öffentlichen Lebens als Reaktion auf die Ausbreitung des Corona-Virus stellen inzwischen ein konkretes Risiko dar, da sie zu signifikanten Rückgängen des Wirtschaftswachstums bzw. des privaten Konsums weltweit führen können. Aufgrund des pandemischen Ausbruchs des Virus könnte es zu Schließungen von Fabriken oder Netzwerkstationen des Konzerns kommen, sofern die eigenen Mitarbeiter oder Partnerunternehmen in der Supply Chain von Quarantäne-Maßnahmen betroffen sind. Auch Veranstaltungen und Messen, an denen va-Q-tec regelmäßig teilnimmt, sind bereits von diesen Auswirkungen betroffen. Nach vorläufiger Einschätzung der Konsequenzen betrachtet der Vorstand dieses Risiko differenziert und bewertet es unter Berücksichtigung bisher identifizierten Risiken insgesamt als großes Risiko. Durch zunehmende Medikamentenlieferungen aufgrund des Corona-Ausbruchs ergibt sich für va-Q-tec möglicherweise eine Chance auf steigende Nachfrage im Bereich Healthcare und Logistik. Somit verbleibt in der Gesamtschau ein mittleres Risiko aufgrund Corona (COVID-19). Die aktuelle Entwicklung und Restriktionen werden gemeinsam mit unseren Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und Partnern weiter genau beobachtet Konjunkturabhängige ZielmärkteInsbesondere die Zielbranchen Kühlgeräte und Lebensmittel, Technik und Industrie und Bau sind von der konjunkturellen Lage abhängig. Dieses Risiko schätzt der Vorstand als gering ein, da die zugrunde liegenden Treiber des Geschäfts der va-Q-tec (zunehmende Regulierung und Energieeffizienz) weniger konjunkturell sensibel sind. Finanzielle RisikenDas Liquiditätsrisiko der va-Q-tec wird zentral von der Finanzabteilung mittels revolvierender Liquiditätsplanungen überwacht. Die Zahlungsfähigkeit der Gruppe war jederzeit gegeben. Die Zinsrisiken, die sich aus bestehenden langfristigen Krediten ergeben, sind über Zins-Sicherungsgeschäfte ("Swaps") teilweise gesichert. Bei den kurzfristigen Kontokorrent-Linien ist der Konzern - dem aktuell eher unwahrscheinlichen - Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Die Währungsrisiken sind auch aufgrund der überwiegenden Rechnungsstellung in Euro (funktionale Währung der Gesellschaft) auch im Zuge der Internationalisierung begrenzt. Insgesamt schätzt der Konzern die Risiken im finanziellen Bereich daher als gering ein. va-Q-tec hat seit dem Börsengang über 80 Mio. EUR in den Geschäftsaufbau investiert. Die zwischenzeitlich erfolgte Verlangsamung des Investitionstempos hat jedoch nach Einschätzung des Vorstandes nur unwesentlichen Einfluss auf das angestrebte Wachstum, da seit dem Börsengang bereits der Großteil der geplanten Investitionen im Rahmen der Geschäftsexpansion getätigt wurde und abgeschlossen ist. Die Liquidität war im Geschäftsjahr 2019 jederzeit gesichert und für die Bedürfnisse eines schnell wachsenden Unternehmens angemessen. Insgesamt schätzt der Vorstand das aktuelle Liquiditätsrisiko daher als gering ein. In der Gesamtbetrachtung der Risiken ist va-Q-tec überwiegend generellen (leistungs-) wirtschaftlichen Risiken sowie finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Es sind für den Vorstand keine einzelnen oder aggregierten Risiken zu erkennen, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Strategisch und auch finanziell ist das Unternehmen so aufgestellt, dass die sich bietenden Geschäftschancen genutzt werden können. 2.4.3 Chancen der künftigen EntwicklungZunehmende RegulierungDurch die zunehmende Regulierung in der Kühlketten-Logistik für pharmazeutische Erzeugnisse steigen die Anforderungen an die Zuverlässigkeit von Thermoverpackungen und dadurch die Nachfrage nach Hoch-leistungs-Thermoverpackungen. Die passiven Verpackungslösungen der va-Q-tec bieten hinsichtlich ihrer Konformität mit regulatorischen Anforderungen deutliche Vorteile gegenüber konventionellen Lösungen auf Basis von Styropor und Eis. va-Q-tec besitzt ein umfassendes Wissen zur Erfüllung der Vorschriften und Regularien in den relevanten Ländern und Regionen. Die aufwendigen Qualifizierungsmaßnahmen bei den Kunden aus der Healthcare-Industrie, mit entsprechenden Qualitätssicherungs- und Prozessdokumentationen, liefern das notwendige Know-how für die erfolgreiche Implementierung der Verpackungslösungen beim Kunden. Die nötigen Eigenschaften thermischer Verpackungen erfolgreich in einem komplexen, zuverlässigen und gleichzeitig benutzerfreundlichen Angebot zu vereinen, ist derzeit nur wenigen Unternehmen möglich. va-Q-tec kann als eines der wenigen Unternehmen weltweit mit seiner Technologieplattform den hohen Anforderungen gerecht werden. Die zunehmende Komplexität der Regulierung macht es notwendig, sich als Unternehmen stetig weiterzuentwickeln und neue Technologien zu erforschen. In diesem Umfeld sind die hohen Markteintrittsbarrieren im Markt für thermische Verpackungen vorteilhaft für va-Q-tec. Auch in den übrigen Zielbranchen nimmt die Nachfrage nach VIPs durch Regulierungen zu: Die Kunden in der Zielbranche "Technik und Industrie" sehen sich aktuell einem Wandel des regulatorischen Umfeldes in wichtigen Kernmärkten gegenüber: Warmwasserspeicher für Heizungen unterliegen seit Kurzem - wie viele Haushaltsgeräte - der "Ökodesign-Richtlinie", d.h. ihre Energie-Effizienz wird dem Endverbraucher über ein Labeling-System in Energie-Effizienz-Klassen transparent gemacht. Zusätzlich werden Geräte mit hohem Energieverbrauch und niedriger Energie-Effizienz-Klasse vom europäischen Binnenmarkt ausgeschlossen. Kunden von va-Q-tec nutzen VIPs aktuell vor allem, um Premium-Warmwasserspeicher in die höchsten Effizienzklassen zu positionieren. In Zukunft und mit schärferer Regulierung dürften VIP-isolierte Warmwasserspeicher aus dem Premium-Bereich auch im Massenmarkt Nachfrage finden. Neue MärkteSeit Gründung arbeitet va-Q-tec an der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen, die der Vakuumisolation zusätzliche Märkte und Anwendungsmöglichkeiten eröffnen. Neben Grundlagenforschung und Produkt-Vorentwicklung wie etwa VIPs für gänzlich neue Temperaturbereiche, sei hier exemplarisch auf die Lebensmittellogistik und den Bereich Mobilität verwiesen. Mit va-Q-med-Thermoboxen kann va-Q-tec eine sichere Logistik ohne Temperaturabweichungen direkt bis zu den Apotheken gewährleisten. Alleine in Deutschland gibt es knapp 20.000 Apotheken, die mit Transport- und Temperaturlogistik unter dem Stichwort "Good Distribution Practices" versorgt werden müssen. Mit der va-Q-med-Box hat va-Q-tec die Möglichkeit, die Zukunft der Apotheken- beziehungsweise Last-Mile-Logistik maßgeblich mitzugestalten. Hier bieten sich auch Chancen im Bereich der Logistik für Online-Apotheken. Bis dato kommen die bestehenden und in Entwicklung befindlichen thermischen Verpackungen sowie das "Serviced Rental" von va-Q-tec fast ausschließlich in der Healthcare-Industrie zum Einsatz. Aktuell lässt sich aber in vielen Industrien ein Trend zu immer temperaturempfindlicheren Gütern und Herstellungsprozessen erkennen. Infolge ergeben sich Wachstumschancen aus der Erschließung neuer Anwendungsfelder mit va-Q-tec Technologien, wie beispielsweise Lebensmitteltransporte und in der optoelektronischen Industrie. Im Bereich E-Commerce werden aktuell neue Geschäftsmodelle für die Lieferung online bestellter Lebensmittel unmittelbar an den Endverbraucher durch große internationale Anbieter und durch Start-ups umgesetzt. Insbesondere der Transport leicht verderblicher Lebensmittel zum Endkunden dürfte künftig noch stärker reguliert werden. Für solche Transporte sind die Hochleistungs-Thermoverpackungen von va-Q-tec sehr gut geeignet. In der Zielbranche Mobilität bieten sich ebenfalls starke Wachstumschancen für va-Q-tec: Künftig wird das Thermomanagement in Fahrzeugen mit konventionellen wie auch mit elektrischen Antrieben immer größere Bedeutung gewinnen. In konventionellen Fahrzeugen lässt sich über Isolationsmaßnahmen an der Fahrzeugkabine und mit der Speicherung der Wärmeenergie aus dem Kühlkreislauf CO2 einsparen. In Fahrzeugen mit Elektroantrieb ist die Reichweite abhängig von der optimalen Arbeitstemperatur der Fahrzeugbatterie sowie vom Stromverbrauch peripherer Funktionen wie etwa Heizung und Innenraumklimatisierung. Der Einsatz der Vakuumisolation bietet hier für die Original Equipment Manufacturers (OEM) aus Sicht von va-Q-tec Möglichkeiten, die Reichweite der Fahrzeuge zu vergrößern. Im Bereich Bau ergibt sich die Chance, von der aktuell hervorragenden Baukonjunktur bei zugleich immer strengeren Energieeffizienz-Standards für Neubauten und Renovierungen zu profitieren. Hier könnten VIPs von va-Q-tec zur Steigerung der Energieeffizienz zum Einsatz kommen. Neben den oben erwähnten Marktchancen hinsichtlich Produkten und Dienstleistungen sieht der Vorstand auch in der geografischen Expansion beträchtliche Chancen für die künftige Entwicklung. Die Internationalisierung der Geschäftstätigkeit und der Eintritt in neue globale Märkte eröffnen große Absatzchancen für den Konzern. Gleichermaßen kann die internationale Präsenz zur Erschließung neuer Quellen für Rohstoffe, Materialien und Vorprodukte und zum effizienten Einkauf genutzt werden. Neuartige Leistungen und AngeboteIm Bereich der Produkte (Vakuumisolationspaneele) wurde an der Weiterentwicklung des bestehenden Portfolios sowie der Neuentwicklung einer Paneelklasse für mittelhohe und hohe Temperaturen gearbeitet. Neuartige Hochtemperatur-Paneele können überall dort zum Einsatz kommen, wo einerseits Temperaturen bis ca. 400°C vorherrschen und andererseits sehr gut gedämmt werden muss, z.B. bei Öfen für Industrie und Lebensmittel. Mit solchen VIPs kann va-Q-tec den Markt für Hochtemperatur-Dämmung revolutionieren. Mit dem stapelbaren "va-Q-tray", einem thermischen Verpackungssystem, lassen sich Lebensmittel so transportieren, dass sie stunden- oder teilweise tagelang warm, kalt oder gefroren bleiben. Die Temperaturhaltedauer kann optional durch PCM-Akkus verlängert werden. Mit dem va-Q-tray lassen sich beispielsweise Bäckereifilialen effizient mit frischer Ware beliefern: Im Gegensatz zu existierenden Systemen aus Styropor genügt va-Q-tray höchsten Hygiene- und Temperaturketten-Anforderungen, ist universell einsetzbar z.B. auch als portabler Kühlschrank, und lässt sich als kombinierbares System mit nicht isolierten Standard-Behältern nutzen. Neben den hygienischen Vorteilen ergibt sich daraus auch eine Kostenersparnis, weil auf zusätzliche gekühlte Fahrzeuge verzichtet werden kann. Zukünftig wird die innovative Kombination aus Hardware und IT-Lösungen - Stichwort TempChain 4.0 - immer wichtiger werden. Solche neuen Leistungen und Angebote, bestehend aus intelligenten Boxen, Flottendaten-Management, Live Tracking von Temperaturdaten und Predictive Analysis im Bereich temperaturkontrollierter Transporte, können gegenüber Kunden mit einem Premium angeboten werden. Zusammenfassend überwiegen aus Sicht des Vorstands die Chancen der Geschäftsentwicklung im Vergleich zu den beschriebenen Risiken. 2.4.4 Risikoberichterstattung hinsichtlich der Verwendung von FinanzinstrumentenDer Konzern ist durch seine Geschäftstätigkeit verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt. Das Risikomanagement des Konzerns zielt darauf ab, die potenziell negativen Auswirkungen auf die Finanzlage des Konzerns zu minimieren. Bei va-Q-tec werden Finanzinstrumente nur in geringem Umfang in Anspruch genommen. Im deutschen Berichtssegment wurden annähernd 90 % der Verkäufe und ca. 95 % der Einkäufe in Euro abgewickelt. Im britischen Berichtssegment wurde ein Teil der Umsätze in USD erzielt. Die diesen Umsätzen zuzuordnenden Kosten fallen zu einem großen Teil ebenfalls in USD an. Infolgedessen besteht bezüglich des USD ein risikominderndes "natural hedging". Das verbleibende Währungsrisiko bezüglich des USD schätzt der Vorstand als mittel ein. Zur Absicherung von Kreditzinsen für langfristige Darlehen auf ein marktübliches Zinsniveau bestehen Zinsabsicherungsinstrumente fort. Keine dieser Sicherheitsbeziehungen wird als bilanzielle Sicherheitsbeziehung i.S.d. IFRS 9 abgebildet. Die in 2018 aufgenommenen Immobilien-Darlehen wurden größtenteils mit über die Laufzeit fixen Zinssätzen auf Basis des aktuellen, niedrigen Zinsniveaus langfristig finanziert. Für die bestehenden variabel verzinsten Kontokorrentlinien wurde keine Zinssicherung vereinbart. Zur Absicherung von Forderungsausfällen werden keine gesonderten Finanzinstrumente gehalten. Aufgrund der hohen Bonität des Kundenstamms sind die Risiken von Forderungsausfällen relativ gering. Zur weiteren Erhöhung der Liquidität wurde 2019 in der va-Q-tec AG Factoring implementiert. Reverse Factoring wird derzeit bei nur wenigen Kunden mit marktüblich langen Forderungslaufzeiten (z.B. in Italien) betrieben. Über die hier beschriebenen Finanzinstrumente hinaus hält der Konzern keine weiteren Finanzinstrumente, die für die Beurteilung der Lage oder der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns wesentlich sind. Bezüglich weiterer Details verweisen wir auf die Abschnitte "Finanzinstrumente" und "Risikomanagement" in den Kapiteln 4.4 und 4.6 des Konzernanhangs. 2.5 VERGÜTUNGSBERICHTva-Q-tec zielt entsprechend den Corporate Governance Grundsätzen auf eine leistungsorientierte und nachhaltige Vergütung der Vorstands- und Aufsichtsratsarbeit ab. Die Vergütung setzt sich aus festen und variablen Komponenten zusammen. VorstandEntsprechend den Anforderungen des Aktiengesetzes und den Empfehlungen des DCGK besteht die Vergütung der Vorstandsmitglieder aus festen und variablen Bestandteilen. Die variablen Bezüge bestehen aus einer als Jahresbonus gezahlten Barkomponente. Alle Vergütungsbestandteile sind im Einzelnen und in ihrer Gesamtheit angemessen. Der Aufsichtsrat befasst sich intensiv mit der Angemessenheit und Üblichkeit der Vorstandsvergütung und berücksichtigt sämtliche in § 87 des Aktiengesetzes und Ziffer 4.2.2 Sätze 4 und 5 DCGK aufgeführten Kriterien, wie z.B. die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung sowie die wirtschaftliche Lage, den Erfolg und die Zukunftsaussichten der va-Q-tec AG. Externe Vergütungsexperten haben dem Aufsichtsrat im März 2017 und erneut im Dezember 2019 die grundsätzliche Angemessenheit der Vorstandsvergütung bestätigt. Die Festvergütung entspricht dem jährlichen Festgehalt; daneben nahmen beide Vorstände einen Dienstwagen in Anspruch. Für alle Organe der va-Q-tec Gruppe besteht eine D&O-Versicherung. Den 10 %-igen Selbstbehalt tragen die Vorstände persönlich. Im Geschäftsjahr 2018 wurde ein Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands festgelegt, in dem die Langfristkomponente der Boni verankert und damit dem Deutschen Corporate Governance Kodex noch stärker Rechnung getragen werden soll. Das Vergütungssystem gilt für alle Geschäftsjahre ab dem 01. Januar 2018. Die laufenden Vorstandsverträge sind zum Geschäftsjahr 2018 entsprechend angepasst worden. Auch das neue Vergütungssystem wurde durch externe Gutachter betrachtet, dieses entspricht demnach den Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Bei der Entwicklung des neuen Systems ist der Aufsichtsrat von den Grundzügen des nach wie vor für sinnvoll erachteten bisherigen Vergütungssystems ausgegangen und hat dieses noch stärker auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. So teilt sich die jährliche variable Vergütung nunmehr auf in eine kurzfristige und eine langfristige variable Vergütungskomponente. Für beide wird ein Bonuszielbetrag bei 100 %-iger Zielerreichung festgelegt. Beide Komponenten sind einerseits nach oben begrenzt, können andererseits aber auch auf Null sinken. Für die kurzfristige variable Vergütung sind drei Kennzahlen maßgeblich, die jeweils zu 1/ 3 gewichtet werden, nämlich Umsatz, das EBITDA der Gruppe und der Return on Capital Employed (ROCE). Für jeden dieser Parameter legt der Aufsichtsrat Zielgrößen fest, wobei die Eintrittshürde, um überhaupt eine kurzfristige variable Vergütung zu erhalten, bei 80 % der jeweiligen Zielwerte liegt. Im Bereich der Zielerreichung zwischen 80 % und 115 % werden bestimmte Faktoren für die Berechnung des Bonus ermittelt, wobei der maximale Faktor grundsätzlich 1,3 beträgt und der jeweilige Vergütungsbestandteil hierdurch gedeckelt wird. Ausnahme ist der EBITDA-Anteil der kurzfristigen variablen Vergütung, bei dem sich unter bestimmten Voraussetzungen der Faktor bis auf 1,5 erhöhen kann. Bei der langfristigen variablen Vergütung wird auf die Entwicklung des Börsenkurses der Gesellschaft zwischen zwei Vergleichszeiträumen abgestellt. Auch hier gibt es eine Eintrittshürde dergestalt, dass mindestens eine positive Kursentwicklung von 5 % erfolgt sein muss. Ferner gibt es einen Cap bei einer Kursentwicklung von über 15 %. Von der etwaigen als langfristige variable Vergütung erhaltenen Bruttovergütung muss das Vorstandsmitglied mindestens 50 % in Aktien der Gesellschaft investieren, die einer vierjährigen Veräußerungssperre unterliegen. Vergütungsbeträge oberhalb des Caps werden nicht ausgezahlt, sondern -wiederum bis zu einem bestimmten Höchstbetrag -auf einem virtuellen Nachhaltigkeitsbonus-Konto des Vorstandsmitglieds gutgeschrieben und können in bestimmten Grenzen verwendet werden, um Börsenkurssteigerungen in relevanten Vergleichszeiträumen, die unter 10 %, aber über 5 % liegen, auszugleichen. Aus einem derartigen Ausgleich resultierende Teile der langfristigen variablen Vergütung sind ausschließlich in Aktien der Gesellschaft zu investieren, die der vorgenannten Sperrfrist unterliegen. Die jährlichen Konzernziele zur Bemessung der variablen Barkomponente beschließt der Aufsichtsrat. Dieser stellt auch die Zielerreichung fest. Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder sehen für den Fall der Beendigung des Dienstverhältnisses aufgrund eines Kontrollwechsels keine gesonderten Vergütungen vor. Im Berichtsjahr 2019 betrug die Gesamtvergütung des Vorstands 659 TEUR (Vj.: 568 TEUR). Die festen Bezüge betrugen 416 TEUR (Vj.: 440 TEUR); darin enthalten sind auch die Bezüge für Nebenleistungen (z.B. Dienstwagen). Die variable Barvergütung summierte sich auf insgesamt 228 TEUR (Vj.: 112 TEUR). Seit 2014 bestehen für die Vorstände beitragsorientierte Leistungszusagen. Hierfür wurden im Berichtsjahr 15 TEUR (Vj.: 15 TEUR) in eine externe, kongruent rückgedeckte Unterstützungskasse eingezahlt. Bilanzielle Rückstellungen für Altersversorgungen wurden daher nicht gebildet. Danach entfällt auf die Festvergütungen inkl. Nebenleistungen und Beiträgen zur Altersversorgung ein Anteil von 65 % (Vj.: 80 %) an der Gesamtvergütung. Kredite oder Vorschüsse wurden Mitgliedern des Vorstandes nicht gewährt. scroll
va-Q-tec legt die Gesamtvergütung des Vorstandes, jedoch ohne individuelle Anteile der einzelnen Mitglieder, entsprechend dem Hauptversammlungsbeschluss vom 31. Mai 2016, offen. Dies ist konform mit den §§ 314 Abs. 1 Nr. 6, 286 Abs. 5 HGB. AufsichtsratDie Vergütung des Aufsichtsrats wird von der Hauptversammlung festgelegt. Die Vergütung des Aufsichtsrats der va-Q-tec AG ist in §14 der Satzung der va-Q-tec AG geregelt. Mit Wirkung ab 01. Juli 2017 wurde die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats durch Beschluss der Hauptversammlung vom 19. Juni 2017 wie folgt neu geregelt, um sicherzustellen, dass die Vergütung den Empfehlungen des DCGK entspricht: Jedes Mitglied des Aufsichtsrats, das nicht Aufsichtsratsvorsitzender oder stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender ist, erhält eine monatliche Festvergütung in Höhe von 1.200 EUR ("Festvergütung"). Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das doppelte und der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende das 1,5-fache der Festvergütung. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erhält, sofern er nicht zugleich Vorsitzender oder stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats ist, das 1,5-fache der Festvergütung. Der Vorsitzende eines Aufsichtsratsausschusses, der nicht der Prüfungsausschuss ist, erhält, sofern er nicht zugleich Vorsitzender oder stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats ist, das 1,25-fache der Festvergütung. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats, das zugleich Mitglied eines Ausschusses oder mehrerer Ausschüsse des Aufsichtsrats ist, erhält ein Sitzungsgeld in Höhe von 1.500 EUR pro Ausschusssitzung, maximal jedoch für sechs Ausschusssitzungen pro Geschäftsjahr. Wenn ein Mitglied des Aufsichtsrats Vorsitzender von mehreren Ausschüssen des Aufsichtsrats ist, erhält es nur die Vergütung für einen Ausschuss, und zwar den Ausschuss, bei dem sich die höchste Vergütung für das Aufsichtsratsmitglied ergibt. Für das Berichtsjahr 2019 erhielt der Aufsichtsrat eine Vergütung in Höhe von 155 TEUR (Vj.: 157 TEUR). In dieser Summe sind die Erstattungen der jedem Aufsichtsratsmitglied erwachsenden Auslagen sowie die auf seine Bezüge und den Auslagenersatz entfallende Umsatzsteuer enthalten. Die Prämie der für die Mitglieder des Aufsichtsrats bestehenden D&O-Versicherung wurde im Geschäftsjahr 2019 von der Gesellschaft getragen. Durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 19. Juni 2017 wurde ein persönlich getragener Selbstbehalt der Aufsichtsratsmitglieder zur D&O-Versicherung in Höhe von 100 TEUR für jedes einzelne Mitglied umgesetzt. Den 10 %-igen Selbstbehalt tragen die Aufsichtsräte persönlich. Außerdem wurden Beratungsleistungen und sonstige Leistungen i.H.v. 40 TEUR (Vj.: 31 TEUR) vergütet. Diese wurden zur Begleitung des "Power 20+"-Programmes sowie der Finanzierung beauftragt und erbracht. Geschäftsjahr 2019scroll
Geschäftsjahr 2018scroll
2.6 ÜBERNAHMERECHTLICHE ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN GEMÄSS § 315A HGBIm Folgenden sind die nach Art. 9 Abs. 1 lit. c) (ii) SE-VO, § 22 Abs. 6 SEAG i.V.m. § 289a, § 315a Abs. 1 HGB geforderten Angaben zum 31. Dezember 2019 dargestellt. Tatbestände der § 289a Abs. 1, § 315a Abs. 1 HGB, die bei der va-Q-tec AG nicht erfüllt sind, werden nicht erwähnt. Das nachfolgende Unterkapitel gibt einen Einblick in die übernahmerechtlichen Verhältnisse zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 und erläutert diese näher. 2.6.1 Zusammensetzung des gezeichneten KapitalsDas Grundkapital der va-Q-tec AG beträgt 13.089.502,00 EUR eingeteilt in 13.089.502 auf den Namen lautende Stammaktien. Das Grundkapital ist voll erbracht. Die Aktien sind mit identischen Rechten und Pflichten ausgestattet. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Ausgenommen davon sind die von der Gesellschaft selbst gehaltenen Aktien (treasury shares), aus denen der va-Q-tec AG keine Rechte wie beispielsweise das Abstimmungsrecht auf der Hauptversammlung erwachsen. Die va-Q-tec AG hielt zum Bilanzstichtag 13.566 eigene Aktien (Vj.: 13.566). Für die Entwicklung der eigenen Anteile wird auch auf den Konzernanhang des vorliegenden Geschäftsberichts verwiesen. 2.6.2 Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffenDem Vorstand sind aktuell gültige Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, nicht bekannt. 2.6.3 Kapitalbeteiligungen, die 10 % der Stimmrechte überschreitenGemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) hat jeder Anleger, der durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise die Stimmrechtsschwellen gemäß § 21 WpHG erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der betreffenden Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mitzuteilen. Demzufolge sind dem Vorstand der va-Q-tec AG die nachstehenden Personen bekannt, deren Beteiligungen 10 % der Stimmrechte überschreiten: scroll
Regeln zur Ernennung und Abberufung von VorstandsmitgliedernNach § 84 AktG und nach der Satzung der va-Q-tec AG werden die Mitglieder des Vorstands vom Aufsichtsrat bestellt. Satzungsgemäß besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Die Anzahl der Vorstandsmitglieder bestimmt der Aufsichtsrat. Besteht der Vorstand aus mehreren Mitgliedern, werden Beschlüsse des Vorstands mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst. Hat der Aufsichtsrat einen Vorsitzenden des Vorstands ernannt und besteht der Vorstand aus mindestens drei Mitgliedern, ist bei Stimmengleichheit dessen Stimme ausschlaggebend. Regeln zu Änderungen der SatzungÄnderungen der Satzung bedürfen eines Beschlusses der Hauptversammlung. Die Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen der einfachen Stimmenmehrheit, sofern nicht das Gesetz zwingend eine größere Mehrheit vorschreibt. Vorstandsbefugnisse bezüglich Ausgabe und Rückkauf von AktienDie va-Q-tec AG verfügt über genehmigtes und bedingtes Kapital wie folgt: Genehmigtes KapitalDer Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 31. Mai 2016 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 30. Mai 2021 gegen Bar- und / oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 4.278.187 EUR zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann. Bedingtes KapitalGemäß § 6.5 der Satzung ist das Grundkapital um 1.000.000 EUR durch die Ausgabe von bis zu 1.000.000 neuer, auf den Namen lautender Stückaktien (bedingtes Kapital 2016) bedingt erhöht. Das bedingte Kapital 2016 dient ausschließlich der Gewährung von Aktien zur Ausübung von Wandlungs- und Optionsrechten. Wesentliche Vereinbarungen für den Fall eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots sowie Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines ÜbernahmeangebotsEs bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. 2.7 ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNGDie Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 f HGB und § 315 d des Handelsgesetzbuchs umfasst u.a. die Entsprechenserklärung gemäß § 161 des Aktiengesetzes ("Entsprechenserklärung"), relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken sowie eine Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat. Der Corporate-Governance-Bericht als Teil des Geschäftsberichts enthält die Erklärung zur Unternehmensführung. Der Corporate-Governance-Bericht steht auch im Internet unter www.va-Q-tec.com im Bereich Investor Relations unter dem Link https://ir.va-q-tec.com/websites/vaqtec/ German/530/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung.html zur Verfügung. 3 KONZERNABSCHLUSS DER VA-Q-TEC AG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2019KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGscroll
KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNGscroll
KONZERNBILANZAktiva scroll
KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNGscroll
KONZERNEIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNGscroll
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1 ALLGEMEINE ANGABEN1.1 UNTERNEHMENSINFORMATIONENDie va-Q-tec AG mit Sitz in Deutschland, 97080 Würzburg, Alfred-Nobel-Str. 33, ist im Handelsregister Würzburg unter der Nummer HRB 7368 eingetragen. Der Konzernabschluss der va-Q-tec AG beinhaltet neben der va-Q-tec AG selbst auch ihre Tochtergesellschaften (im Folgenden auch "va-Q-tec", "va-Q-tec Konzern" oder "Gesellschaft" genannt). va-Q-tec ist ein technologisch führender Anbieter hocheffizienter Produkte und Lösungen im Bereich der thermischen Isolation. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt innovative Produkte zur zuverlässigen und energieeffizienten Temperaturkontrolle bzw. Dämmung - Vakuumisolationspaneele ("VIPs") und Phasenübergangsmaterialien ("PCMs"). Darüber hinaus fertigt va-Q-tec durch die optimale Kombination von VIPs und PCMs passive thermische Verpackungssysteme (Container und Boxen). Zur Durchführung von temperatursensiblen Logistikketten bietet va-Q-tec in einem globalen Partnernetzwerk die Vermietung von Containern und Boxen an, mit denen anspruchsvolle Thermoschutzstandards erfüllt werden können. Neben Healthcare & Logistik als Hauptmarkt werden folgende weitere Märkte von va-Q-tec adressiert: Kühlgeräte & Lebensmittel, Technik & Industrie, Bau und Mobilität. Der vorliegende Konzernabschluss der va-Q-tec für das Geschäftsjahr vom 01.01. - 31.12.2019 wurde am 18.03.2020 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben. 1.2 GRUNDLAGEN DER ABSCHLUSSERSTELLUNGDie va-Q-tec AG ist oberstes Mutterunternehmen der va-Q-tec Gruppe und stellt somit für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss auf. Seit dem 30.09.2016 ist die va-Q-tec AG börsennotiert und daher ab diesem Zeitpunkt kapitalmarktorientiert. Hiermit ist sie trotz Unterschreiten der Größenkriterien nach § 293 HGB aufgrund § 293 Abs. 5 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. va-Q-tec erstellt den Konzernabschluss zum 31.12.2019 nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Begriff IFRS umfasst auch alle noch gültigen International Accounting Standards (IAS) sowie sämtliche Interpretationen und Änderungen des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC) - vormals International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) - und des ehemaligen Standing Interpretations Committee (SIC). Der Konzernabschluss wurde auf Grundlage der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten aufgestellt. Davon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente und Beteiligungen, die zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag angesetzt wurden. Eine entsprechende Erläuterung erfolgt im Rahmen der jeweiligen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Historische Anschaffungs- oder Herstellungskosten basieren im Allgemeinen auf dem beizulegenden Zeitwert, der die im Austausch für den Vermögenswert entrichtete Gegenleistung darstellt. Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt werden würde. Dies gilt unabhängig davon, ob der Preis direkt beobachtbar oder unter Anwendung einer Bewertungsmethode geschätzt werden muss. Der beizulegende Zeitwert, welcher für bestimmte Angaben und Rechnungsmethoden zu bestimmen ist, ist nicht immer als Marktpreis verfügbar. Häufig muss er auf Basis verschiedener Bewertungsparameter ermittelt werden. In Abhängigkeit von der Verfügbarkeit beobachtbarer Parameter und der Bedeutung dieser Parameter für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts im Ganzen, wird der beizulegende Zeitwert den Stufen 1, 2 oder 3 zugeordnet (Fair-Value-Hierarchie). Die Unterteilung erfolgt nach folgender Maßgabe:
In der Regel klassifiziert der Konzern Vermögenswerte und Schulden als kurzfristig, wenn diese voraussichtlich innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert oder ausgeglichen werden. Soweit Vermögenswerte und Schulden sowohl einen kurzfristigen als auch einen langfristigen Anteil aufweisen, werden diese in ihre Fristigkeitskomponenten aufgeteilt und entsprechend dem Bilanzgliederungsschema als kurzfristige und langfristige Vermögenswerte bzw. Schulden ausgewiesen. Die Konzerngewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Konzernabschluss wird in Tausend Euro (TEUR), der funktionalen sowie Darstellungswährung von va-Q-tec, aufgestellt. Bei Abweichungen von bis zu einer Einheit (TEUR, %) handelt es sich um rechentechnisch begründete Rundungsdifferenzen. 1.3 AUSWIRKUNGEN NEUER RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDSDer va-Q-tec Konzern hat für sämtliche in seinem IFRS-Konzernabschluss dargestellten Perioden einheitliche Rechnungslegungsmethoden angewandt. Diese entsprechen den IFRS, wie sie verpflichtend in der EU im Geschäftsjahr 2019 anzuwenden waren. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Folgende neue Standards und Interpretationen bzw. Änderungen von bestehenden Standards und Interpretationen sind für Geschäftsjahre, die ab dem 01.01.2019 beginnen, verpflichtend geltend, und wurden von der Gesellschaft erstmalig angewandt. scroll
Aus der Erstanwendung von IFRS 16 resultieren Auswirkungen auf den Konzernabschluss, die nachfolgend detailliert dargestellt werden. Alle anderen, in der Tabelle dargestellten, neu anzuwendenden Rechnungslegungsmethoden hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Auswirkung IFRS 16Im Januar 2016 hat das IASB IFRS 16 "Leasingverhältnisse" veröffentlicht. IFRS 16 ersetzt für Geschäftsjahre die am oder nach dem 01.01.2019 beginnen verpflichtend IAS 17 "Leasingverhältnisse", IFRIC 4 "Beurteilung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält", SIC 15 "Mietleasingverhältnisse - Anreizvereinbarungen" sowie SIC 27 "Beurteilung des wirtschaftlichen Gehalts von Transaktionen in der rechtlichen Form von Leasingverhältnissen". Die EU hat den Standard zur Leasingbilanzierung am 31.10. 2017 in europäisches Recht übernommen. IFRS 16 ist der neue Standard zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen, den die va-Q-tec AG modifiziert retrospektiv ohne Änderung der Vorjahreszahlen zum 01.01.2019 erstmals angewendet hat. Seit dem 01.01.2019 werden Zahlungsverpflichtungen aus bisher als Operating Leasingverhältnisse qualifizierten Verträgen mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz abgezinst, als Leasingverbindlichkeit passiviert und entsprechend der Effektivzinsmethode fortgeführt. Der zur Diskontierung der Leasingverbindlichkeiten herangezogene durchschnittliche Grenzfremdkapitalzinssatz im Übergangszeitpunkt betrug 2,0 %. Das Nutzungsrecht am Leasinggegenstand wurde korrespondierend zur Leasingverbindlichkeit aktiviert. Im Erstanwendungszeitpunkt entspricht der Wert des Nutzungsrechts dem Barwert der entsprechenden Leasingverbindlichkeit und wird über die Dauer der Laufzeit des Leasingvertrages linear abgeschrieben. Der Konzern hat von den Erleichterungsmöglichkeiten des IFRS 16 für Short Term Leases (Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit unter 12 Monaten) sowie für Low-Value Vermögenswerte Gebrauch gemacht. Für die Low-Value Vermögenswerte wird ein Richtwert von 5 TEUR herangezogen. Zahlungen aus Leasingverpflichtungen mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als zwölf Monaten zum 31.12.2018 wurden dem Wahlrecht entsprechend im Zahlungszeitpunkt aufwandswirksam erfasst. va-Q-tec hat außerdem entsprechend dem Wahlrecht des Standards die Leasing- und Servicekomponenten nicht separat voneinander dargestellt. Im Rahmen der Umstellung auf IFRS 16 wurden im Erstanwendungszeitpunkt zum 01.01.2019 Vermögenswerte für Nutzungsrechte an den Leasinggegenständen von 2,9 Mio. EUR und Leasingverbindlichkeiten in gleicher Höhe bilanziert. Ausgehend von den operativen Leasingverpflichtungen zum 31.12.2018 ergab sich folgende Überleitung auf den Eröffnungsbilanzwert der Leasingverbindlichkeiten zum 01.01.2019: Überleitung Leasingverbindlichkeitscroll
Die Verpflichtungen aus Operating Leasingverhältnissen zum Übergangszeitpunkt weichen aufgrund einer neuen Informationsgrundlage zum Zeitpunkt der Geschäftsberichterstellung von der Einschätzungen zum Halbjahr ab. Der Ausweis des Nutzungsrechts am jeweiligen Leasinggegenstand erfolgt unter demselben Posten im Sachanlagevermögen, unter dem der zugrunde liegende Vermögenswert im Falle eines Erwerbs ausgewiesen worden wäre. Die angesetzten Nutzungsrechte beziehen sich auf folgende Arten von Vermögenswerten: Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeitenscroll
Die nachfolgenden Standards und Interpretationen bzw. Änderungen von bestehenden Standards und Interpretationen wurden sowohl vom IASB verabschiedet, als auch von der EU mit Inkrafttreten für nach dem 01.01.2020 beginnende Geschäftsjahre übernommen. Die Gesellschaft hat die Regelungen nicht vorzeitig angewandt. scroll
Alle aufgeführten Standards werden von der va-Q-tec erst ab dem Zeitpunkt der verpflichtenden Erstanwendung angewendet. Für das Geschäftsjahr 2020 werden sich gemäß den durchgeführten Analysen keine wesentlichen Auswirkungen auf Bilanzierung und Bewertung ergeben. Folgende in den kommenden Jahren in Kraft tretende Standards wurden noch nicht in geltendes EU-Recht übernommen: scroll
Mögliche Auswirkungen der noch nicht in geltendes EU-Recht übernommenen Standards oder Änderungen an Standards auf den Konzernabschluss der va-Q-tec werden derzeit geprüft. 1.4 WESENTLICHE ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN BEI SCHÄTZUNGEN UND BEURTEILUNGENBei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden hat die Konzernleitung Ermessensentscheidungen, die sich auf ausgewiesene Beträge im Konzernabschluss auswirken, getroffen. Danach sind bei der Aufstellung des Konzernabschlusses zu einem gewissen Grad Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, die einen Effekt auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualschulden der Berichtsperiode haben. Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand fußen. Insbesondere wurden hinsichtlich der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vorliegenden Umstände ebenso, wie die als realistisch unterstellte künftige Entwicklung des Umfelds zugrunde gelegt. Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen. Die verwendeten Schätzungen und Annahmen sind in den Erläuterungen der einzelnen Bilanz- und GuV-Positionen in Abschnitt 3 "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" dargestellt. Die wesentlichen betragsmäßigen Auswirkungen ergeben sich in den nachfolgend genannten Bereichen:
2 KONSOLIDIERUNG2.1 KONSOLIDIERUNGSKREISDer Konsolidierungskreis leitet sich aus der Anwendung von IFRS 10 (Konzernabschlüsse) ab. Im Konzernabschluss der va-Q-tec AG zum 31.12.2019 wurden die folgenden Tochtergesellschaften vollkonsolidiert: scroll
Die va-Q-tec AG und ihre Tochtergesellschaften bilden zusammen den va-Q-tec Konzern. Im Hinblick auf wesentliche Finanzinformationen der Tochterunternehmen wird auf die Segmentberichterstattung verwiesen. 2.2 VERÄNDERUNGEN DES KONSOLIDIERUNGSKREISES UND SONSTIGE ERWERBE UND VERÄUSSERUNGENIm Geschäftsjahr 2019 ergaben sich keine Veränderungen bei den vollkonsolidierten Tochtergesellschaften der va-Q-tec. Zum Stichtag 31.12.2019 wird die Beteiligung an der SUMTEQ GmbH, Köln i.H.v. 15,22 % (Vj.: 18,50 %) nicht mehr als assoziiertes Unternehmen klassifiziert und entsprechend nicht mehr nach der at-Equity Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Ein maßgeblicher Einfluss auf die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen der Beteiligung kann nach den Änderungen in den gesellschaftsrechtlichen Vereinbarungen und dem Einstieg neuer Gesellschafter im Rahmen einer Kapitalerhöhung nicht mehr gegeben ist. Die Beteiligung wird seit dem 07.06.2019 stattdessen zum Fair Value in den Finanziellen Vermögenswerten bilanziert. 2.3 KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZEDem Konzernabschluss liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zugrunde. Soweit erforderlich, werden die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen angepasst, um sie an die im Konzern angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden anzugleichen. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind jeweils auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Tochterunternehmen sind diejenigen Gesellschaften, bei denen der Konzern über bestehende Rechte verfügt, die ihm die gegenwärtige Fähigkeit verleihen, die maßgeblichen Tätigkeiten der Gesellschaften zu lenken. Die maßgeblichen Tätigkeiten sind die Tätigkeiten, die die Profitabilität der Gesellschaften wesentlich beeinflussen. Beherrschung ist daher gegeben, wenn der Konzern variablen Rückflüssen aus der Beziehung zu einer Gesellschaft ausgesetzt ist und mithilfe seiner Verfügungsgewalt über die maßgeblichen Tätigkeiten die Möglichkeit hat, diese Rückflüsse zu beeinflussen. Im va-Q-tec Konzern beruht die Beherrschungsmöglichkeit jeweils auf einer unmittelbaren Stimmrechtsmehrheit der va-Q-tec AG. Die Einbeziehung von Unternehmen in den Konzernabschluss der va-Q-tec AG beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn diese nicht mehr besteht. Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung werden die Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen Eigenkapital des Tochterunternehmens verrechnet. Da es sich bei sämtlichen Tochterunternehmen um selbst gegründete Gesellschaften handelt, haben sich aus der Erstkonsolidierung jeweils keine Unterschiedsbeträge ergeben. Konzerninterne Geschäftsvorfälle werden vollständig bereinigt. Dabei werden maßgebliche Forderungen, Verbindlichkeiten und Rückstellungen zwischen den konsolidierten Gesellschaften gegeneinander aufgerechnet sowie Zwischengewinne und -verluste eliminiert. Konzerninterne Erträge werden mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet. Auf etwaige temporäre Unterschiede aus der Konsolidierung werden die nach IAS 12 erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen. Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, bei dem va-Q-tec über maßgeblichen Einfluss verfügt. Maßgeblicher Einfluss ist dabei definiert als die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen des Beteiligungsunternehmens mitzuwirken, ohne zu beherrschen oder gemeinschaftlich zu führen. Wenn die va-Q-tec AG direkt oder indirekt zwischen 20 % und 50 % der Stimmrechte an einem Beteiligungsunternehmen hält, besteht die Vermutung, dass ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann. Bei einem direkt oder indirekt gehaltenen Stimmrechtsanteil von weniger als 20 % wird kein maßgeblicher Einfluss vermutet, außer er kann eindeutig nachgewiesen werden. Anteile an at-Equity-bilanzierten Beteiligungen werden zunächst mit den Anschaffungskosten und in den Folgeperioden mit dem fortgeschriebenen anteiligen Nettovermögen bilanziert. Dabei werden die Buchwerte jährlich um die anteiligen Ergebnisse, Ausschüttungen und alle weiteren Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Unrealisierte Gewinne auf der Basis von Transaktionen mit assoziierten Unternehmen werden nach Maßgabe des Anteils der va-Q-tec gegen den Beteiligungsbuchwert eliminiert. Unrealisierte Verluste werden in gleicher Weise eliminiert, jedoch nur in dem Maße, in dem kein Anzeichen auf eine Wertminderung vorliegt. Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht gesondert ausgewiesen, sondern sind im Wertansatz der Beteiligung enthalten. Eine planmäßige Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte findet nicht statt. Aufgedeckte stille Reserven werden planmäßig abgeschrieben. Nach der at-Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen werden außerplanmäßig abgeschrieben, wenn der erzielbare Betrag den Buchwert unterschreitet. 2.4 FREMDWÄHRUNGSUMRECHNUNGDer Konzernabschluss ist unter Beachtung des Konzepts der funktionalen Währung aufgestellt worden. Die funktionale Währung der va-Q-tec AG ist die primäre Währung des Wirtschaftsumfeldes, in dem der va-Q-tec Konzern tätig ist. Sie entspricht dem Euro, welcher zugleich der Darstellungswährung des Konzernabschlusses entspricht. Funktionale Währung der Tochtergesellschaften in den USA, Südkorea, Schweiz, Japan und Singapur ist jeweils die Landeswährung, da diese Tochtergesellschaften ihre Geschäfte in den jeweiligen Märkten selbstständig betreiben. Die funktionale Währung der britischen Tochtergesellschaft entspricht dem Euro. Die funktionale Währung der Tochtergesellschaft in Uruguay entspricht dem US-Dollar. In den Abschlüssen jedes einzelnen Konzernunternehmens werden Geschäftsvorfälle in Fremdwährung mit den am Tag der Transaktion gültigen Kursen in die funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung werden an jedem Abschlussstichtag mit dem gültigen Stichtagskurs umgerechnet. Zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertete nicht-monetäre Vermögenswerte und Schulden werden mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt der erstmaligen bilanziellen Erfassung umgerechnet. Die aus diesen Umrechnungen entstandenen Fremdwährungsgewinne und -verluste werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Zur Aufstellung des Konzernabschlusses werden die Vermögenswerte und Schulden der ausländischen Tochtergesellschaften des Konzerns, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, in Euro umgerechnet, wobei die am Abschlussstichtag gültigen Wechselkurse herangezogen werden. Erträge und Aufwendungen werden zum Durchschnittskurs der Periode umgerechnet, es sei denn, die Umrechnungskurse während der Periode würden starken Schwankungen unterliegen. In diesem Fall würden die Umrechnungskurse zum Zeitpunkt der Transaktion Anwendung finden. Umrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe in Konzernwährung werden im sonstigen Konzernergebnis erfasst und im Eigenkapital angesammelt. Die für die Umrechnung in Euro verwendeten Wechselkurse der wesentlichen Währungen im Konzern ergeben sich aus folgender Tabelle: scroll
3 BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN3.1 KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGUmsatzerlöseUmsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern werden ausgewiesen, wenn ein Vermögenswert übertragen wird und der Kunde die Verfügungsgewalt über diesen Vermögenswert erlangt, ein Transaktionspreis vereinbart wurde oder ermittelt werden kann und wenn die Zahlung wahrscheinlich ist. Umsätze aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistung erbracht wurde und die Höhe der Erlöse verlässlich bestimmt werden kann. Zahlungen für nicht zurückgelieferte Thermoboxen im Zusammenhang mit erbrachten Vermietdienstleistungen werden als Umsatzerlöse ausgewiesen. Von den Umsatzerlösen werden Rabatte, Boni, Umsatzsteuern und andere im Zusammenhang mit der Leistung stehende Steuern abgesetzt. Alle ausgewiesenen Umsatzerlöse stellen Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden dar. Umsatzerlöse werden zum Transaktionspreis der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung erfasst und stellen die Beträge dar, die für Güter und Dienstleistungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zu erhalten sind. Die mit den Kunden branchenüblichen Zahlungsziele enthalten keine wesentlichen Finanzierungskomponenten. Gewährleistungsverpflichtungen aus Verträgen der Gesellschaft mit ihren Kunden stellen keine separaten Leistungsverpflichtungen dar und werden als Rückstellung erfasst. Hinsichtlich der Eröffnungs- und Schlusssalden sowie Wertminderungen auf Forderungen aus Verträgen mit Kunden verweisen wir auf die Erläuterungen zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Für die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Unternehmensbereichen wird auf die Erläuterungen zu den Umsatzerlösen und für die Aufteilung nach Regionen auf die Segmentberichterstattung verwiesen. FinanzergebnisIn der Position Finanzergebnis ausgewiesene Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht unter Berücksichtigung der ausstehenden Darlehenssumme und des anzuwendenden Zinssatzes abgegrenzt. Dabei findet die Effektivzinsmethode Anwendung. ErtragsteuernDer Aufwand aus Ertragsteuern stellt die Summe des laufenden Steueraufwands und der latenten Steuern dar. Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das Jahr ermittelt. Der zu versteuernde Gewinn unterscheidet sich von dem in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Gewinn vor Steuern, da Ertrags- und Aufwandsposten, die in anderen Jahren zu versteuern oder abzugsfähig sind, sowie Posten, auf die grundsätzlich keine Steuern anfallen oder die grundsätzlich nicht abzugsfähig sind, hierin nicht enthalten sind. Latente Steuern werden in Übereinstimmung mit der in IAS 12 (Ertragsteuern) dargelegten bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode erfasst. Danach werden Steuerabgrenzungsposten für temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen Wertansätzen und den Wertansätzen in der Konzernbilanz sowie für steuerliche Verlustvorträge gebildet. Aktive latente Steuern werden nur dann berücksichtigt, wenn es wahrscheinlich ist, dass die entsprechenden Steuervorteile auch realisiert werden. Die Verlustvorträge, auf die aktive latente Steuern gebildet wurden, werden erwartungsgemäß innerhalb des Planungszeitraums von fünf Jahren genutzt. Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird jedes Jahr am Abschlussstichtag geprüft und im Wert gemindert, falls es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass genügend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung steht, um den Anspruch vollständig oder teilweise zu realisieren. Für zu versteuernde temporäre Differenzen, die aus Anteilen an Tochterunternehmen entstehen, werden latente Steuerschulden gebildet, es sei denn, dass der Konzern die Umkehrung der temporären Differenzen steuern kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporäre Differenz in absehbarer Zeit nicht umkehren wird. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, soweit sie denselben Steuerpflichtigen betreffen und gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen. Zur Bewertung latenter Steuern werden die Steuersätze zukünftiger Jahre herangezogen, soweit sie bereits gesetzlich festgeschrieben sind bzw. der Gesetzgebungsprozess im Wesentlichen abgeschlossen ist. Latente Steuern werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst. Sofern die den Steuerlatenzen zugrunde liegenden Be- oder Entlastungen ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst werden, erfolgt die Bildung bzw. Auflösung der latenten Steuern ebenfalls ergebnisneutral. Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie (Basic Earnings per Share) wird nach IAS 33 (Ergebnis je Aktie) ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ermittelt sich aus der Division des Ergebnisanteils nach Steuern der Gesellschafter des Mutterunternehmens durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahrs in Umlauf befindlichen Aktien. Zum Ende des Geschäftsjahres waren wie im Vorjahr nur Stammaktien ausgegeben, sodass das Konzernergebnis nicht auf verschiedenen Aktiengattungen aufzuteilen ist. Ein verwässertes Ergebnis je Aktie wird nicht gesondert ausgewiesen, da zum 31.12.2019 wie im Vorjahr keine potentiell verwässernden Instrumente ausstehend waren. 3.2 KONZERNBILANZ3.2.1 AktivaImmaterielle VermögenswerteImmaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 aktiviert, wenn ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen aus der Nutzung des Vermögenswerts zu erwarten ist und die Kosten des Vermögenswerts verlässlich ermittelt werden können. Einzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten, selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte zu Herstellungskosten angesetzt. In den Folgeperioden werden die immateriellen Vermögenswerte zu ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und gegebenenfalls kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Forschungskosten werden erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Immaterielle Vermögenswerte mit einer begrenzten Nutzungsdauer werden linear über die Nutzungsdauer abgeschrieben und, sobald es Anhaltspunkte für eine Wertminderung des immateriellen Vermögenswerts gibt, auf möglichen Wertminderungsbedarf geprüft. Die geschätzte Nutzungsdauer und die Abschreibungsmethode werden am Ende der jährlichen Berichtsperiode überprüft und eventuelle Änderungen der Schätzung werden bei der Folgebewertung berücksichtigt. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde: scroll
Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung immaterieller Vermögenswerte werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und in der Periode, in der der Vermögenswert ausgebucht wird, erfolgswirksam im sonstigen betrieblichen Ertrag bzw. den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Ein aus interner Entwicklung (oder der Entwicklungsphase eines internen Projekts) entstehender immaterieller Vermögenswert wird angesetzt, sofern die entsprechenden Voraussetzungen des IAS 38.57 nachgewiesen werden können. Die aktivierten Herstellungskosten selbst erstellter immaterieller Vermögenswerte umfassen die dem Entwicklungsprozess direkt zurechenbaren Kosten sowie entwicklungsbezogene Gemeinkosten. SachanlagenSachanlagen werden für Geschäftszwecke genutzt und zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der kumulierten planmäßigen Abschreibungen und kumulierten Wertminderungsaufwendungen bewertet. Die Anschaffungskosten einer Sachanlage umfassen sämtliche direkt dem Erwerb des Vermögenswertes zurechenbaren Kosten. Reparaturen und Wartungen werden in dem Geschäftsjahr aufwandswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in dem sie angefallen sind. Selbst erstellte Vermögenswerte werden erstmalig mit den direkt zurechenbaren Herstellungskosten sowie produktionsbezogenen Gemeinkosten bewertet. Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, Bau oder der Herstellung eines sogenannten qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, sind nach IFRS als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten zu aktivieren. Sachanlagen werden gemäß der Nutzungsart und Nutzungsdauer der Vermögenswerte linear abgeschrieben. Die Abschreibung beginnt zu dem Zeitpunkt, an dem die Vermögenswerte für die beabsichtigte Nutzung zur Verfügung stehen. Die Restwerte, Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern werden jährlich überprüft und gegebenenfalls angepasst. Den planmäßigen Abschreibungen werden überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt: scroll
Sofern Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, werden die Sachanlagen auf einen möglichen Wertminderungsbedarf geprüft. Gewinne oder Verluste, die durch Veräußerung oder Ausbuchung eines Sachanlagenpostens entstehen, werden als Differenz zwischen dem Verkaufserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen erfasst. Als Finanzinvestition gehaltene ImmobilienAls Finanzinvestition gehaltene Immobilien umfassen Grundstücke und Gebäude, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten und nicht für die eigene Produktion, für die Lieferung von Gütern oder die Erbringung von Dienstleistungen, für Verwaltungszwecke oder für den Verkauf im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit genutzt werden. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen bewertet. Sofern Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, werden als Finanzinvestition gehaltene Immobilien auf einen möglichen Wertminderungsbedarf geprüft. VertragsvermögenswerteDie abgegrenzten Vertragsvermögenswerte beinhalten Entwicklungskosten, die nicht bereits die Voraussetzungen für eine Aktivierung nach anderen Standards erfüllen. Dabei handelt es sich vorwiegend um kundenspezifische Entwicklungen, die in der Zeit der Vertragsanbahnung erbracht werden, unmittelbar mit einem erwarteten Vertrag zusammenhängen und für die eine Wiederlangung der dabei entstehenden Kosten erwartet wird. Zum einen fallen solche Kosten bei der Modifikation oder Qualifizierung von Produkten aus dem bestehenden Sortiment der Gesellschaft nach kundenspezifischen Anforderungen und zum anderen bei Implementierungen von Produkten oder Leistungen der va-Q-tec in die Prozesse der Kunden an. Zudem schaffen diese Kosten neue bzw. verbessern bestehende Ressourcen der Gesellschaft, die für die künftige Erfüllung von Leistungsverpflichtungen genutzt werden. Zusätzliche Kosten für kundenspezifische Entwicklungen in der Zeit der Vertragsanbahnung, für die der Abschreibungszeitraum nicht mehr als ein Jahr betragen würden, werden sofort als Aufwand erfasst. Die aktivierten Vertragsvermögenswerte werden gleichlaufend mit der Übertragung der Güter bzw. Dienstleistungen abgeschrieben, auf die sich die Vertragsvermögenswerte beziehen. WerthaltigkeitstestImmaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer sowie noch nicht nutzungsbereite immaterielle Vermögenswerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich auf Wertminderungen geprüft. Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden auf Wertminderungen geprüft, wenn irgendein Anhaltspunkt dafür vorliegt, dass der Buchwert des Vermögenswerts nicht mehr erzielt werden kann. Ein Wertminderungsverlust wird in Höhe des Betrags erfasst, um den der Buchwert des Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag des Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert. Der Nutzungswert wird dabei auf Basis der geschätzten künftigen Cashflows aus der Nutzung und dem Abgang des Vermögenswerts mit Hilfe des Discounted-Cashflow-Verfahrens ermittelt. Als Diskontierungssatz wird ein den Marktbedingungen entsprechender Zinssatz vor Steuern verwendet. Sofern kein erzielbarer Betrag für einen einzelnen Vermögenswert ermittelt werden kann, wird der erzielbare Betrag für die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten (Cash Generating Unit) bestimmt, der der betreffende Vermögenswert zugeordnet werden kann. Entfallen zu einem späteren Zeitpunkt die Gründe für die vorgenommene Wertminderung, so erfolgt grundsätzlich eine Zuschreibung auf den neuen erzielbaren Betrag. Die Wertaufholung ist begrenzt auf den fortgeführten Buchwert, der sich ohne die Wertberichtigung in der Vergangenheit ergeben hätte. Es wurden keine Indikatoren für eine mögliche Wertminderung identifiziert. Außerplanmäßige Wertminderungen oder Zuschreibungen gemäß IAS 36 wurden im Berichtszeitraum sowie im Vorjahr entsprechend nicht vorgenommen. LeasingverhältnisseLeasingAls Leasingverhältnisse gelten alle Verträge, die das Recht zur Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts für einen festgelegten Zeitraum gegen Entgelt übertragen. Dies gilt auch für Verträge, bei denen die Übertragung eines solchen Rechts nicht ausdrücklich beschrieben ist. Die va-Q-tec nutzt als Leasingnehmer insbesondere Immobilien und Fahrzeuge. Konzern als LeasingnehmerAnhand der Chancen und Risiken an einem Leasinggegenstand wurde bis zum 31.12.2018 beurteilt, ob dem Leasingnehmer (sogenannte Finance Leases) oder dem Leasinggeber (sogenannte Operating Leases) das wirtschaftliche Eigentum am Leasinggegenstand gemäß IAS 17 zuzurechnen war. Im Falle eines Operating Leasings wurden die Leasingraten bzw. Mietzahlungen linear aufwandswirksam in der Gewinn-und Verlustrechnung erfasst. Vermögenswerte, die im Rahmen eines Finanzierungsleasings bilanziert wurden, wurden zu Beginn des Leasingvertrages mit dem niedrigeren Wert aus dem Barwert der Leasingzahlungen und dem Zeitwert des Leasinggegenstands und in den Folgeperioden abzüglich kumulierter Abschreibungen und sonstiger kumulierter Wertminderungen berücksichtigt. Die Abschreibung erfolgte linear unter entsprechender Berücksichtigung eines Restwertes des Vermögenswertes. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen wurden diskontiert unter den Finanzierungsverbindlichkeiten passiviert. Seit dem 01.01.2019 bilanziert der Konzern als Leasingnehmer grundsätzlich für alle Leasingverhältnisse in der Bilanz Nutzungsrechte an den Leasinggegenständen im Sachanlagevermögen und Verbindlichkeiten für die eingegangenen Zahlungsverpflichtungen zu Barwerten unter den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten. Die Leasingverbindlichkeiten beinhalten folgende Leasingzahlungen:
Die Leasingzahlungen werden mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz diskontiert. Der Zinssatz wird auf Basis des risikofreien Referenzzinssatzes unter Berücksichtigung der Laufzeit der Leasingverträge in der relevanten Konzernwährung (TEUR) zuzüglich eines dem Rating der va-Q-tec entsprechenden Risikoaufschlages ermittelt. Falls notwendig, erfolgen länder- und währungsspezifische Anpassungen des Basiszinssatzes. Der Risikoaufschlag ist konzernweit einheitlich ausgestaltet, da sich innerhalb des Konzernverbundes keine wesentlichen Unterschiede in Bezug auf das Kreditrisiko ergeben. Leasingspezifische Adjustierungen waren im Geschäftsjahr nicht erforderlich, da beispielsweise vorliegende Besicherungen keinen materiellen Einfluss auf den Zinssatz haben. Änderungen der Leasingverhältnisse und Neubewertungen der Leasingverbindlichkeiten werden grundsätzlich erfolgsneutral gegen das Nutzungsrecht erfasst. Eine erfolgswirksame Erfassung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt, wenn der Buchwert des Nutzungsrechts bereits auf Null reduziert ist oder diese aufgrund einer teilweisen bzw. vorzeitigen Beendigung des Leasingverhältnisses resultiert. Das Nutzungsrecht am Leasinggegenstand wird korrespondierend zur Leasingverbindlichkeit aktiviert. Zu Beginn des Leasingverhältnisses entspricht der Wert des Nutzungsrechts dem Barwert der entsprechenden Leasingverbindlichkeit. In den Folgeperioden wird das Nutzungsrecht zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der Konzern führt bei Vorliegen entsprechender Indikatoren zudem Werthaltigkeitsprüfungen durch. Der Konzern macht von den Erleichterungsmöglichkeiten des IFRS 16 für Short Term Leases (Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit von unter 12 Monaten) sowie für Low-Value Vermögenswerte Gebrauch. Für die Low-Value Vermögenswerte wird ein Richtwert von 5 TEUR herangezogen. Zahlungen aus Leasingverpflichtungen mit einer Laufzeit von nicht mehr als zwölf Monaten werden dem Wahlrecht entsprechend im Zahlungszeitpunkt aufwandswirksam erfasst. va-Q-tec stellt außerdem entsprechend dem Wahlrecht des Standards die Leasing- und Servicekomponenten grundsätzlich nicht separat voneinander dar. Sale-and-finance-leaseback-TransaktionenIm Rahmen von Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen hat der Konzern bis zum 31.12.2018 Container an Leasinggesellschaften verkauft und diese anschließend wieder zurück geleast. Durch die Rückmietung übernahm der Konzern wieder alle wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken und klassifizierte das Leasingverhältnis als Finanzierungsleasing. Die Umsatzerlöse aus diesen Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen wurden vollständig eliminiert. Da sämtliche Container in der gleichen Periode hergestellt und im Wege von Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen zurückgeleast wurden, sind die diesbezüglichen Zugänge aus den aktivierten Eigenleistungen mit den betragsmäßig gleichen Abgängen saldiert in der Entwicklung der Anschaffungs- und Herstellungskosten der Containerflotte im Sachanlagevermögen ausgewiesen worden. Die erstmalige Bewertung des Vermögenswerts aus Finanzierungsleasing erfolgte nach den allgemeinen Regeln des IAS 17 und führte zur Aktivierung des Leasinggegenstands und der korrespondierenden Verbindlichkeit. Der Überschuss aus den va-Q-tec zufließenden finanziellen Mitteln (Verkaufspreis) und dem Buchwert bzw. den aktivierten Eigenleistungen der Container aus dem Verkauf durfte bei Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen nicht sofort erfolgswirksam erfasst werden, sondern wurde als passiver Sonderposten unter den nicht-finanziellen Verbindlichkeiten abgegrenzt. Der Sonderposten wird über die Laufzeit des Leasingverhältnisses von 5 Jahren erfolgswirksam aufgelöst und in den sonstigen betrieblichen Erträgen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Die Auflösung des bestehenden Sonderpostens erfolgt bis zum 31.08.2023. Seit dem 01.01.2019 ist im Rahmen einer Sale-and-Leaseback-Transaktion zunächst anhand der Kriterien aus IFRS 15 zu prüfen, ob die Übertragung eines Vermögenswerts einen Verkauf darstellt. Wenn die Übertragung eines Vermögenswerts die in IFRS 15 festgelegten Anforderungen für die Bilanzierung als Verkauf nicht erfüllt, wird der Vermögenswert weiterhin bilanziert und die erhaltenen Erlöse als finanzielle Verbindlichkeit gemäß IFRS 9 erfasst. Wenn die Übertragung des Vermögenswerts einen Verkauf darstellt, werden die zurückgemieteten Vermögenswerte im Konzernabschluss nach den oben dargestellten Grundsätzen der Leasingnehmerbilanzierung abgebildet. Konzern als LeasinggeberDer Konzern tritt als Leasinggeber im Rahmen von Operating-Leasingverträgen auf. Dies betrifft die kurzfristige Vermietung von Containern an Dritte. Die Leasingverhältnisse sind in der Regel von kurzer Dauer und es erfolgt keine Übertragung der mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer. Die vermieteten Container sind im Anlagevermögen ausgewiesen und die Erlöse aus der Vermietung werden innerhalb der Umsatzerlöse dargestellt. VorräteVorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Bei der Ermittlung der Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten zugerechnet und Anschaffungspreisminderungen abgezogen. Die Herstellungskosten enthalten die direkten Material- und Fertigungskosten sowie den produktionsbezogenen Anteil der fixen und variablen Gemeinkosten. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem geschätzten, im normalen Geschäftsbetrieb erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der notwendigen Vertriebskosten. Zur verlustfreien Bewertung werden u.a. Bewertungsabschläge aufgrund von Gängigkeiten vorgenommen. Finanzinstrumente und finanzielle VermögenswerteDie finanziellen Vermögenswerte setzen sich insbesondere aus Forderungen und Zahlungsmitteln zusammen. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt nach IFRS 9. Finanzielle Vermögenswerte werden bilanziert, wenn dem Konzern ein vertragliches Recht zusteht, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte von Dritten zu erhalten. Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden grundsätzlich zum Erfüllungstag bilanziert. Der erstmalige Ansatz eines finanziellen Vermögenswertes erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, gegebenenfalls zuzüglich der Transaktionskosten. Transaktionskosten von finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind, werden aufwandswirksam erfasst. Die Folgebewertung erfolgt gemäß der Zuordnung der finanziellen Vermögenswerte zu den Kategorien nach IFRS 9. Die Klassifizierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte basieren zum einen auf der sogenannten Zahlungsstrombedingung (ausschließlich Zahlungsströme aus Zinsen und Kapitalrückzahlung) entsprechend der konkreten Ausgestaltung der vertraglich vereinbarten Zahlungsströme eines einzelnen finanziellen Vermögenswerts. Zum anderen hängen sie auch vom Geschäftsmodell ab, nach dem Portfolios finanzieller Vermögenswerte gesteuert werden. Das Geschäftsmodell von va-Q-tec zur Steuerung von Portfolien der finanziellen Vermögenswerte spiegelt wieder, wie das Unternehmen seine finanziellen Vermögenswerte steuert, um seine Zahlungsströme zu generieren. In Abhängigkeit des Geschäftsmodells entstehen die Zahlungsströme durch die Vereinnahmung vertraglicher Zahlungsströme, den Verkauf der finanziellen Vermögenswerte oder durch beides. Auf Basis dieser Kriterien finden bei va-Q-tec für finanzielle Vermögenswerte folgende Bewertungskategorien Anwendung: Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte umfassen sämtliche Vermögenswerte, deren vertragliche Bestimmungen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen führen, die ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag im Einklang mit der Zahlungsstrombedingung des IFRS 9 darstellen, sofern diese Vermögenswerte mit der Absicht gehalten werden, die über ihre jeweilige Laufzeit erwarteten vertraglichen Zahlungsströme zu vereinnahmen. Dieser Bewertungskategorie werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten enthaltenen Forderungen sowie die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zugeordnet. Die Zugangsbewertung dieser Vermögenswerte erfolgt grundsätzlich zum Fair Value. Dieser entspricht regelmäßig dem Transaktionspreis zum Zugangszeitpunkt. Die erfolgswirksame Folgebewertung erfolgt anhand der Effektivzinsmethode. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte umfassen sämtliche finanziellen Vermögenswerte, deren Zahlungsströme durch Verkauf vereinnahmt werden oder nicht ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen in Übereinstimmung mit der in IFRS 9 etablierten Zahlungsstrombedingung darstellen. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts finanzieller Vermögenswerte dieser Kategorie einschließlich derivativer Finanzinstrumente werden erfolgswirksam erfasst. Der aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten resultierende Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam im Finanzergebnis erfasst, es sei denn, das Derivat wird als Sicherungsinstrument im Rahmen einer Sicherungsbeziehung einbezogen (Hedge Accounting) und ist als solches wirksam. Im Berichtsjahr sowie im Vorjahr wurde jeweils kein Hedge Accounting angewendet. Einzelne finanzielle Vermögenswerte werden nach IFRS 9 zu jedem Abschlussstichtag auf mögliche Wertminderungen untersucht. Liegen objektive Hinweise für eine Wertminderung vor, wird eine aufwandswirksame Wertberichtigung in Höhe der Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows vorgenommen und auf einem separaten Wertberichtigungskonto erfasst. Verringert sich die Höhe der Wertberichtigung in Folgeperioden aufgrund von Ereignissen, die objektiv nach dem Zeitpunkt der Erfassung der Wertberichtigung eingetreten sind, wird die Wertminderung in entsprechendem Umfang erfolgswirksam zurückgenommen. Wertgeminderte Forderungen werden ausgebucht, wenn sie als uneinbringlich bewertet werden. Zudem wird entsprechend IFRS 9 der vereinfachte Ansatz für die Bestimmung der erwarteten Kreditverluste bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen angewendet und erwartete Kreditverluste über die jeweilige Gesamtlaufzeit der Forderungen als Wertminderung berücksichtigt. Der Konzern wendet den vereinfachten Ansatz auch für Vertragsvermögenswerte an. Der Konzern bucht einen finanziellen Vermögenswert aus, wenn die vertraglichen Rechte hinsichtlich der Cashflows aus einem Vermögenswert auslaufen oder er die Rechte zum Erhalt der Cashflows in einer Transaktion überträgt, in der auch alle wesentlichen mit dem Eigentum des finanziellen Vermögenswertes verbundenen Risiken und Chancen übertragen werden. Ein Anteil an solchen übertragenen finanziellen Vermögenswerten, die im Konzern entstehen oder verbleiben, wird als separater Vermögenswert oder separate Verbindlichkeit bilanziert. 3.2.2 PassivaEigenkapitalAls Eigenkapital werden Geld- und Sacheinlagen definiert, die einen Residualanspruch an den Vermögenswerten eines Unternehmens nach Abzug aller dazugehörigen Schulden begründen. Eigenkapitalinstrumente werden zum erhaltenen Ausgabeerlös abzüglich direkt zurechenbarer Transaktionskosten erfasst. Transaktionskosten sind Kosten, welche ohne die Ausgabe des Eigenkapitalinstruments nicht angefallen wären. Diese werden unter Berücksichtigung sämtlicher Steuereffekte von der Kapitalrücklage in Abzug gebracht. Die Entwicklung des Eigenkapitals des va-Q-tec-Konzerns ist für die Geschäftsjahre 2019 und 2018 in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Eigene Anteileva-Q-tec bilanziert die in 2016 erstmals erworbenen eigenen Anteile nach der sogenannten cost method, wonach die Anschaffungskosten der eigenen Anteile in einem separaten Posten innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen werden. Anteilsbasierte VergütungenDas Unternehmen hat aktuell keine Vereinbarungen über anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente an Arbeitnehmer. Weitere Informationen zu anteilsbasierten Vergütungen im va-Q-tec Konzern sind im Abschnitt "Sonstige Angaben" dargestellt. Zuwendungen der öffentlichen HandZuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit darüber besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen auch gewährt werden. Sie werden ertragswirksam in den Perioden erfasst, in denen der Konzern die entsprechenden Aufwendungen trägt, welche durch die Zuwendungen kompensiert werden sollen. Zuwendungen der öffentlichen Hand, deren wichtigste Bedingung der Kauf, der Bau oder die sonstige Anschaffung langfristiger Vermögenswerte ist, werden als nicht-finanzielle Verbindlichkeit in der Bilanz erfasst. Die Auflösung erfolgt erfolgswirksam im sonstigen betrieblichen Ertrag auf Grundlage der Nutzungsdauer des entsprechenden Vermögenswertes. In 2019 hat die va-Q-tec AG keine Zuwendungen der öffentlichen Hand zur Anschaffung langfristiger Vermögenswerte (Vj.: 1.664 TEUR) erhalten. RückstellungenRückstellungen werden ausgewiesen, wenn dem Konzern aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung entstanden ist, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen führt und die Höhe dieser Verpflichtung verlässlich geschätzt werden kann. Der als Rückstellung erfasste Betrag entspricht der bestmöglichen Schätzung des für die Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung notwendigen Gegenwerts zum Bilanzstichtag, wobei die Risiken und Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Verpflichtung berücksichtigt werden. In die Bewertung der Rückstellungen fließen sämtliche maßgeblichen Kostenfaktoren ein. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden, sofern der Zinseffekt wesentlich ist, zum Bilanzstichtag mit ihrem abgezinsten Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Wenn zu erwarten ist, dass der zur Erfüllung einer zurückgestellten Verpflichtung erforderliche wirtschaftliche Nutzen ganz oder teilweise von Dritten erstattet wird, so wird die Forderung als Vermögenswert erfasst, wenn es so gut wie sicher ist, dass die Erstattung erfolgt und die Höhe der Forderung verlässlich bewertet werden kann. Rückstellungen für Gewährleistungen werden zum Zeitpunkt des Verkaufs der betreffenden Waren oder der Erbringung der entsprechenden Dienstleistungen gebildet. Die Höhe der Rückstellung basiert auf der historischen Entwicklung sowie einer Schätzung der zukünftigen Gewährleistungsfälle. Finanzielle VerbindlichkeitenFinanzielle Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Sie werden bei der erstmaligen Erfassung mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt und in der Folge - mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden - gemäß der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten, gegebenenfalls abzüglich direkt zurechenbarer Transaktionskosten, bewertet. 4 ERLÄUTERUNGEN4.1 KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG4.1.1 UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf: scroll
Das Produktgeschäft umfasst die Produktion und den Vertrieb von Vakuumisolationspaneelen und Wärmespeicherkomponenten. Diese Produkte werden in folgende Branchen verkauft: Healthcare & Logistik, Kühlgeräte & Lebensmittel, Technik & Industrie, Bau und Mobilität. Zwar hat sich der Umsatz in diesem Bereich seit 2016 nahezu verdoppelt und bei Betrachtung der letzten drei Jahre spiegeln sich in diesem Geschäftsbereich auch die für die dynamischen Wachstumsmärkte von va-Q-tec typischen mittelfristigen Zyklen wider, im Bereich Kühl- und Gefriergeräte verspüren die Endmärkte jedoch auch einen zunehmenden Wettbewerbsdruck aus Asien und Osteuropa. Vor diesem Hintergrund entwickelte sich der Umsatz im Produktgeschäft rückläufig. Das Systemgeschäft umfasst den Vertrieb von thermischen Verpackungen, die an Unternehmen aus der Healthcare & Logistik-Branche verkauft werden. Der Anstieg des Umsatzes im Bereich Systeme von 33 % wurde im Geschäftsjahr neben der Gewinnung neuer Kunden insbesondere durch Großprojektgeschäfte beinflusst. Das Geschäft mit Dienstleistungen umfasst das Container- und Boxen-Vermietungsgeschäft für den Transport von temperatursensiblen Gütern, mehrheitlich für Produkte aus der Pharma- und Biotech-Branche. Gegenüber dem Vorjahr konnte die positive Umsatzentwicklung, die sich bereits im 4. Quartal 2018 abzeichnete, erfolgreich fortgeführt werden. Der Ausbau des Container- und Boxenvermietungsgeschäfts mit einstmals kleinen bzw. neuen Kunden sowie die grundsätzliche Verbreiterung der Kundenbasis führte zu einem Umsatzsprung von 62 %. Sonstige Umsatzerlöse werden durch thermische Beratung und staatlich geförderte Forschungsprojekte erzielt. Gegenüber dem Vorjahr konnte das Geschäft in den drei wesentlichen Bereichen Produkte, Systeme und Dienstleistungen zusammen ein Umsatzwachstum von 27 % erzielen. In den Umsatzerlösen des Bereichs Dienstleistungen sind auch Kompensationszahlungen durch Kunden für im Vermietnetzwerk nicht zurückgelieferte Thermo-Boxen im Umfang von 784 TEUR (Vj.: 629 TEUR) enthalten. Für weitere Informationen verweisen wir auf die Segmentberichterstattung. 4.1.2 Aktivierte EigenleistungenDie nachfolgende Tabelle illustriert die Entwicklung der aktivierten Eigenleistungen in den Geschäftsjahren 2018 und 2019. Aufgrund der, in der Vergangenheit getätigten, hohen Investitionen in die Container- und der Boxenflotte, konnte in 2019 das Investitionsvolumen in diesem Bereich gedrosselt werden. scroll
Von den im Jahr 2019 insgesamt angefallenen Forschungs- und Entwicklungskosten i.H.v. 2.417 TEUR (Vj.: 2.451 TEUR) erfüllen 300 TEUR (Vj.: 144 TEUR) die Aktivierungskriterien nach IFRS. Die übrigen Forschungs- und Entwicklungskosten wurden in den entsprechenden Positionen der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung, überwiegend im Personalaufwand, erfasst. 4.1.3 Sonstige betriebliche Erträgescroll
Sonstige betriebliche Erträge i.H.v. 4.498 TEUR (Vj.: 3.748 TEUR) resultierten vorrangig sowohl aus planmäßigen und kontinuierlichen Auflösungen des Sonderpostens aus Sale-and-finance-leaseback Transaktionen und Zuwendungen der öffentlichen Hand sowie aus Fremdwährungsgeschäften, Gewinnen aus Anlagenverkäufen und aperiodischen Erträgen. 4.1.4 Materialaufwandscroll
Der Materialaufwand stieg im Vergleich zu den Gesamterträgen leicht unterproportional von 25.722 TEUR auf 28.993 TEUR (+13 %), was zu einer Reduzierung der Materialaufwands-Quote um 2 % auf 40 % führt (Vj.: 42 %). Die Materialkosten beinhalten neben Kosten für Rohmaterialien und für bezogene Leistungen insbesondere Logistikdienstleistungen im Container-Rental-Geschäft. In den Aufwendungen für bezogene Leistungen sind Aufwendungen aus kurzfristigen Leasingvereinbarungen von 16 TEUR ausgewiesen. 4.1.5 PersonalaufwandDie nachfolgende Tabelle zeigt die Personalaufwendungen in den Geschäftsjahren 2019 und 2018: scroll
Der Personalaufwand veränderte sich von 20.403 TEUR im Vorjahr auf 22.389 TEUR im Berichtszeitraum 2019 (+10 %); die Personalaufwandsquote ist von 33 % auf 31 % gesunken. Der absolute Anstieg ist vor allem auf Neueinstellungen in den ausländischen Tochtergesellschaften, höhere Boni und Tantiemen auf Basis der im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbesserten Ergebnisse sowie Gehaltsannualisierungen von Personaleinstellungen aus 2018 zurückzuführen. Die sozialen Abgaben enthalten im Wesentlichen die Arbeitgeberanteile zur gesetzlichen Sozialversicherung. Für Mitarbeiter in Deutschland besteht ein beitragsorientierter Pensionsplan im Rahmen der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung, in die der va-Q-tec-Konzern in Höhe eines im Berichtszeitraum gültigen Beitragssatzes von 9,3 % (Vj.: 9,3 %) (Arbeitgeberanteil) der rentenpflichtigen Vergütung einzuzahlen hat. Die geleisteten Beiträge betrugen im Berichtsjahr 1.269 TEUR (Vj.: 1.196 TEUR). Zusätzlich leistet die va-Q-tec AG im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge für ihre Mitarbeiter Zuschüsse zu Direktversicherungen i.H.v. 119 TEUR (Vj.: 83 TEUR). Darüber hinaus besteht ein beitragsorientierter Pensionsplan in den Tochtergesellschaften UK, Korea, Japan und Singapur. In der englischen Gesellschaft wurden Beiträge in Höhe von 69 TEUR (Vj.: 60 TEUR), in der koreanischen Gesellschaft 17 TEUR (Vj.: 20 TEUR), in der japanischen Gesellschaft 15 TEUR (Vj.: 9 TEUR) und in der singapurischen Gesellschaft 22 TEUR (Vj.: 0 TEUR) aufwandswirksam erfasst. Für die Vorstandsmitglieder bestehen darüber hinaus seit 2014 beitragsorientierte Leistungszusagen, für die im Berichtsjahr 15 TEUR (Vj.: 15 TEUR) in eine externe kongruent rückgedeckte Unterstützungskasse eingezahlt wurden. Insgesamt wurden somit Aufwendungen zu beitragsorientierten Pensionsplänen i.H.v. 1.526 TEUR (Vj.: 1.386 TEUR) erfasst. Die Löhne und Gehälter enthalten für das Geschäftsjahr 2019 erneut keine Kosten aus der Gewährung von Optionen an Mitarbeiter (Vj.: 0 TEUR). Für weitere Erläuterungen zu anteilsbasierter Vergütung verweisen wir auf Kapitel 5.3. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter in den Geschäftsjahren 2018 und 2019 stellt sich wie folgt dar: scroll
4.1.6 Sonstiger betrieblicher Aufwandscroll
Der sonstige betriebliche Aufwand verzeichnet im Berichtszeitraum 2019 eine Minderung um 4 % auf 11.762 TEUR (Vj.: 12.212 TEUR). Grund hierfür waren insbesonders Einsparungen bei den Rechts-, Patent- und Beratungskosten sowie die Umstellung des Ausweises von Miet- und Leasingzahlungen für operative Leases, die nach Erstanwendung des IFRS 16 als Abschreibung auf aktivierte Nutzungsrechte und als Zinsaufwand aus der Aufzinsung der korrespondierenden Leasingverbindlichkeiten ausgewiesen werden. Weiterhin in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden Aufwendungen aus Leasingverträgen mit einer Laufzeit von unter 12 Monaten i.H.v. 43 TEUR sowie für Low-Value Vermögenswerte i.H.v. 3 TEUR ausgewiesen. Gegenläufig wirkten sich im Wesentlichen die vom Umsatzanstieg getriebenen, höheren Kosten für Frachten und die höheren Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltungen aus. Bedingt durch das Unternehmenswachstum und das wachsende Vermietgeschäft mit Boxen weisen zudem sowohl die Versicherungen und Beiträge als auch Aufwendungen für Anlagenabgänge einen Anstieg aus. 4.1.7 AbschreibungenIm Geschäftsjahr 2019 wurden planmäßige Abschreibungen i.H.v. 12.232 TEUR (Vj.: 9.864 TEUR) vorgenommen. Es gab in beiden Geschäftsjahren keine außerplanmäßigen Wertminderungen oder Zuschreibungen. Die Steigerung um 24 % ist vor allem auf die wachstumsbedingten Investitionen in die Container- und Boxenflotten sowie die Anwendung von IFRS 16 und der damit verbundenen Abschreibung auf Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen zurückzuführen. Die zusätzlichen Abschreibungen auf Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen betrug im Geschäftsjahr 976 TEUR. 4.1.8 Ergebnis aus at-equity bilanzierten BeteiligungenAus der zu Beginn des Jahres noch als at-Equity bilanzierten Beteiligung an der SUMTEQ GmbH resultierte im Geschäftsjahr ein anteiliges negatives Ergebnis i.H.v. 68 TEUR (Vj.: 110 TEUR). Seit dem 07.06.2019 wird die Beteiligung aufgrund des nicht mehr gegebenen maßgeblichen Einflusses zum Fair Value bilanziert (s. Kapitel 4.1.9). 4.1.9 Ergebnis aus der Fair-Value-Bewertung von BeteiligungenAufgrund des Verlusts des maßgeblichen Einflusses auf die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen der SUMTEQ GmbH wendet die va-Q-tec AG die at-Equity Methode nicht mehr an, sondern bewertet die Beteiligung als finanziellen Vermögenswert erstmalig zum beizulegenden Zeitwert. Der Gewinn, der als Differenz zwischen dem Buchwert des Anteils im Zeitpunkt der Beendigung der Anwendung der at-Equity Methode und der Erstbewertung zum beizulegenden Zeitwert entstanden ist, beträgt 1.771 TEUR und wurde gemäß IAS 28 erfolgswirksam erfasst. 4.1.10 Finanzergebnisscroll
Die Erhöhung der Zinsaufwendungen ist insbesondere auf die im 2. Halbjahr 2018 zusätzlich aufgenommenen Darlehen zurückzuführen. 4.1.11 Ertragsteuernscroll
Latente Steuern werden anhand der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Die steuerliche Überleitungsrechnung erläutert den Zusammenhang zwischen dem erwarteten Steueraufwand und dem tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand, der sich aus dem IFRS-Konzernergebnis (vor Ertragsteuern) durch Anwendung eines Ertragsteuersatzes von 30,3 % (Vj.: 30,3 %) ergibt. Der verwendete Ertragsteuersatz entspricht jeweils dem durchschnittlichen inländischen Steuersatz der va-Q-tec AG, der sich aus der Körperschaftsteuer (zzgl. Solidaritätszuschlag) und der Gewerbesteuer zusammensetzt. scroll
Die nachfolgende Übersicht gibt an, welchen Bilanzpositionen die aktiven und passiven latenten Steuern zuzuordnen sind: scroll
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Aktive latente Steuern werden nur dann angesetzt, wenn die Realisierbarkeit dieser Steuervorteile wahrscheinlich ist. Dabei werden alle zurzeit bekannten positiven und negativen Einflussfaktoren auf die zukünftigen steuerlichen Ergebnisse berücksichtigt. Von den aktiven latenten Steuern entfallen 618 TEUR (Vj.: 1.058 TEUR) auf Einzelgesellschaften, die in der laufenden Periode oder in der Vorperiode steuerliche Verluste erlitten haben. Insbesondere in der Produktionsgesellschaft (va-Q-tec AG) als auch im Container-Service Geschäft (va-Q-tec Ltd. (UK)) wurden in den Jahren 2012 bis 2019 umfangreiche Investitionen in Personal, Technologie und Kapazität getätigt, die die notwendige Basis für Wachstum bieten. Mittelfristig wird von einer dauerhaften Profitabilität ausgegangen, bei der die latenten Steueransprüche genutzt werden können. Zum 31.12.2019 erhöhten sich die steuerlichen Verlustvorträge, auf die keine latenten Steuern aktiviert wurden, auf 13.394 TEUR (Vorjahr: 4.583 TEUR) aufgrund eines konservativen Ansatzes und vorgenommener Risikoabschläge im Konzern. Diese steuerlichen Verlustvorträge resultieren aus den Tochtergesellschaften in UK und USA sowie der deutschen Muttergesellschaft. In 2019 wurden in der Tochtergesellschaft in UK aufgrund der Erwartung zukünftiger Gewinne aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge nach Saldierung mit den passiven latenten Steuern in Höhe von 58 TEUR gebildet. Die steuerlichen Verlustvorträge in sämtlichen Gesellschaften sind unbegrenzt nutzbar. 4.1.12 Ergebnis je AktieDie Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie basiert auf dem den Stammaktionären zurechenbaren Gewinn und einem gewichteten Durchschnitt der im Umlauf gewesenen Stammaktien. Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie wird im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht ausgewiesen, da die Aktienoptionen bereits in 2017 in vollem Umfang ausgeübt wurden und seitdem keine neuen Aktienoptionen ausgegeben wurden. Das Ergebnis je Aktie stellt sich wie folgt dar: scroll
Gewichteter Durchschnitt der Aktienscroll
Zur Zusammensetzung des Grundkapitals verweisen wir auf die Erläuterungen zum Eigenkapital unter 4.2.2.1. 4.2 BILANZ4.2.1 Aktiva4.2.1.1 Immaterielle VermögenswerteAnlagespiegelscroll
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Die Zugänge der Position Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte enthalten aktivierte Eigenleistungen aus Produkt- und Softwareentwicklungen. Es wurden keine Indikatoren für eine mögliche Wertminderung identifiziert. Außerplanmäßige Wertminderungen oder Zuschreibungen gemäß IAS 36 wurden im Berichtszeitraum sowie im Vorjahr entsprechend nicht vorgenommen. 4.2.1.2 SachanlagevermögenAnlagenspiegelscroll
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Die Zugänge des Sachanlagevermögens resultieren in erster Linie aus der Erstanwendung des IFRS 16 sowie aus der Investition in die Containerflotte. Die Zusammensetzung der Nutzungsrechte, wie sie ab dem 01.01.2019 zu bilanzieren sind, sowie die Entwicklung der Nutzungsrechte im Berichtszeitraum können der folgenden Tabelle entnommen werden: Anlagespiegel - Nutzungsrechtescroll
Anlagespiegel - Nutzungsrechtescroll
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In den Nutzungsrechten sind Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing ausgewiesen, die zum 31. 12.2018 in den Sachanlagen ausgewiesen waren. Diese entfallen zum 31.12.2019 mit einem Nettobuchwert i.H.v. 10.200 TEUR (Vj.: 15.996 TEUR) auf die Containerflotte. In den technischen Anlagen und Maschinen sind weitere Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing-Vereinbarungen mit einem Nettobuchwert zum 31.12.2019 von 1.038 TEUR (Vj.: 1.991 TEUR) enthalten. Zum Bilanzstichtag haben sich die Anlagen im Bau auf 3.656 TEUR (Vj.: 3.340 TEUR) erhöht. Folgende Sachanlagen dienen zur Besicherung von Finanzschulden:
Es wurden keine Indikatoren für eine mögliche Wertminderung identifiziert. Außerplanmäßige Wertminderungen oder Zuschreibungen gemäß IAS 36 wurden im Berichtszeitraum sowie im Vorjahr entsprechend nicht vorgenommen. 4.2.1.3 Als Finanzinvestition gehaltene ImmobilienAnlagespiegelscroll
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Anlagespiegelscroll
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Am Standort Würzburg wurde im Februar 2017 eine an das bereits 2016 erworbene Grundstück angrenzende Fläche samt Lagerhalle erworben, um dort eine integrierte Produktions- und Verwaltungsstätte bauen zu können. Aufgrund einer kurzfristig eingetretenen Marktchance wurde im April 2017 ein weiteres größeres Grundstück samt bestehender Produktions- und Verwaltungsgebäude in der Alfred-Nobel-Str. 33 in Würzburg erworben, um diese für die Zusammenlegung der Würzburger Standorte zu einer Management-, Technologie- und Logistikzentrale zu nutzen. Die Zusammenlegung der Würzburger Standorte wurde in 2018 abgeschlossen. Die in 2016 erworbenen, unbebauten Grundstücke werden zum 31.12. entgegen der ursprünglichen Planung zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten, da zur Zeit geprüft wird, welcher künftigen Nutzung die Grundstücke zugeführt werden. Aus diesem Grund werden diese Grundstücke zum Stichtag in die "als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" mit ihrem Buchwert von 1.614 TEUR ausgewiesen. Aufgrund der derzeit am Markt erzielbaren Preise für Grundstücke dieser Art entspricht der Fair Value der Grundstücke dem ausgewiesen Buchwert. Der Fair Value der als Finanzinsvestionen gehaltenen Immobilien bemisst sich nach der Hierarchiestufe 2 im Sinne des IFRS 13. Es wurden keine Indikatoren für eine mögliche Wertminderung identifiziert. Außerplanmäßige Wertminderungen gemäß IAS 36 wurden im Berichtszeitraum entsprechend nicht vorgenommen. 4.2.1.4 At-equity bilanzierte BeteiligungenIm Juni 2019 minderte sich der Anteil der va-Q-tec AG an der SUMTEQ GmbH auf 15,22 % aufgrund des Einstiegs neuer Gesellschafter mit teilweise höheren Beteiligungsquoten im Rahmen einer weiteren Kapitalerhöhung der SUMTEQ GmbH, an der sich die va-Q-tec AG nicht beteiligt hat. Aus diesem Grund sowie aufgrund von Änderungen in der Satzung der SUMTEQ GmbH und der Aufgabe des Beiratsvorsitzes bei der SUMTEQ GmbH ist ein maßgeblicher Einflusss der va-Q-tec AG auf die Beteiligungsgesellschaft nicht mehr gegeben. Seit diesem Zeitpunkt wird die Beteiligung an der SUMTEQ GmbH deshalb nicht mehr at-Equity, sondern zum Fair Value bilanziert. Die nachstehende Tabelle fasst die Finanzinformationen von SUMTEQ, berichtigt um Anpassungen an den beizulegenden Zeitwert zum jeweiligen Erwerbszeitpunkt und unter entsprechender Fortentwicklung der Effekte auf den Bilanzstichtag, zusammen. Die Tabelle zeigt auch eine Überleitung der zusammengefassten Finanzinformationen auf den ausgewiesenen Buchwert des Anteils der va-Q-tec an SUMTEQ. Die Informationen in der dargestellten Tabelle beinhalten die Ergebnisse von SUMTEQ bis zum Zeitpunkt der Anteilsminderung der va-Q-tec AG für das Geschäftsjahr 2019 vor der Bewertung zum Fair Value sowie für das Jahr 2018. Finanzinformationen SUMTEQ GmbHscroll
Finanzinformationen SUMTEQ GmbHscroll
4.2.1.5 Sonstige langfristige und kurzfristige finanzielle VermögenswerteSonstige finanzielle Vermögenswertescroll
Sonstige finanzielle Vermögenswertescroll
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte enthalten zum 31.12.2019 erstmalig die zum Fair Value bilanzierte Beteiligung an der SUMTEQ GmbH in Höhe von 2.283 TEUR (Vj.: 0 TEUR), die bis zum Verlust des maßgeblichen Einflusses im Geschäftsjahr at-Equity bilanziert wurde. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte sind weder überfällig noch wertgemindert. 4.2.1.6 Sonstige langfristige und kurzfristige nicht-finanzielle VermögenswerteSonstige nicht-finanzielle Vermögenswertescroll
Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswertescroll
Die sonstigen nicht-finanziellen Vermögenswerte beinhalten neben geleisteten Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte im Wesentlichen Ansprüche auf Rückerstattung der Energiesteuer sowie Ansprüche aus Kundenbeziehungen. 4.2.1.7 VorräteTrotz der deutlich gestiegenen Geschäftstätigkeit der va-Q-tec konnte das Unternehmen den Einkauf von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen optimieren und damit im Vergleich zum Vorjahr eine Reduzierung der Vorräte um 248 TEUR erreichen (Vj.: Anstieg um 1.982 TEUR). Vorrätescroll
In den Vorräten sind zum 31.12.2019 Wertminderungen i.H.v. 679 TEUR (Vj.: 765 TEUR) berücksichtigt. Die Veränderungen der Wertberichtigungen wurden jeweils erfolgswirksam in den Bestandsveränderungen erfasst. Wertaufholungen sind im Berichtszeitraum sowie im Vorjahr nicht erfolgt. Der Buchwert der zum Nettoveräußerungswert angesetzten Vorräte beträgt zum 31.12.2019 1.051 TEUR (Vj.: 1.925 TEUR). 4.2.1.8 Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Rahmen der Ausweitung des Factoring-Programms der va-Q-tec AG trotz der deutlich gestiegenen Umsätze um 891 TEUR von 7.557 TEUR auf 6.666 TEUR gesunken. Falls ein Ausfallrisiko eines Kunden besteht, werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Die Beurteilung der Höhe des Risikos erfolgt durch den jeweiligen Geschäftsbereichsleiter auf Basis einer Einzelfallanalyse. Zudem werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen unter Anwendung des vereinfachten Modells der erwarteten Kreditverluste für Forderungen gemäß des IFRS 9 wertberichtigt. Entwicklung der Wertberichtigung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungenscroll
105 TEUR (Vj.: 106) der dargestellten Wertminderungen sind Wertminderungen auf Forderungen, die auf Einzelsachverhalte zurückzuführen sind. Erwartete Kreditverluste über die Gesamtlaufzeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Bilanzstichtag 66 TEUR (Vj.: 29 TEUR). Die va-Q-tec AG hat zudem Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem Buchwert von 632 TEUR (Vj.: 0 TEUR) an Dritte auf Basis von Factoring-Vereinbarungen veräußert, wofür keine wesentlichen Chancen und Risiken für die Gruppe verbleiben. Somit wurden diese Forderungen gemäß IFRS 9.3.2.6 (a) ausgebucht. Vorübergehende Sicherungseinbehalte werden als sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte zum 31.12.2019 in Höhe von 154 TEUR (Vj.: 0 TEUR) ausgewiesen. Aufgrund der Kurzfristigkeit der verkauften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht der beizulegende Zeitwert näherungsweise dem Buchwert. Für weitere Informationen zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verweisen wir auf die Erläuterungen zu Finanzinstrumenten (Kapitel 4.4) und zum Risikomanagement (Kapitel 4.6). 4.2.1.9 VertragsvermögenswerteIm Geschäftsjahr hat die Gesellschaft Vertragsvermögenswerte neben den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen für Vertragskosten (Vertragserfüllungskosten) wie folgt bilanziert: Vertragsvermögenswertescroll
Es ergaben sich keine signifikanten Änderungen bei den Salden der Vertragsvermögenswerte. Die Abschreibungen auf Vertragsvermögenswerte betrug im Berichtszeitraum 2019 70 TEUR (Vj.: 42 TEUR). Anzeichen für eine Wertminderung der aktivierten Vermögenswerte lagen am Bilanzstichtag nicht vor. Aufgrund der geringen einzelfallbezogenen Sachverhalte ist keine Wertberichtigung aufgrund wesentlicher erwarteter Kreditverluste zu bilden gewesen. 4.2.1.10 Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteDie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände sowie Geldkonten und kurzfristige Geldanlagen bei Kreditinstituten, die beim Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten haben. scroll
4.2.2 Passiva4.2.2.1 EigenkapitalDie Entwicklung des Eigenkapitals und des Gesamtergebnisses sind in der "Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung" gesondert dargestellt. Die Bestandteile des Gesamtergebnisses sind in der Gesamtergebnisrechnung aggregiert dargestellt. Gezeichnetes KapitalAls gezeichnetes Kapital wird das Grundkapital des Mutterunternehmens va-Q-tec AG ausgewiesen. Das Grundkapital der va-Q-tec AG beträgt 13.090 TEUR eingeteilt in 13.089.502 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Namensaktien. Das Grundkapital ist voll eingezahlt. Die Aktien notieren im Börsensegment "Prime Standard" der Frankfurter Wertpapierbörse. Die Aktien sind alle mit identischen Rechten und Pflichten ausgestattet. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Ausgenommen davon sind die von der Gesellschaft selbst gehaltenen Aktien, aus denen der va-Q-tec AG keine Rechte wie beispielsweise das Abstimmungsrecht auf der Hauptversammlung erwachsen. Die va-Q-tec AG hielt zum Bilanzstichtag 13.566 eigene Aktien. Das ausgegebene Kapital beträgt zum Bilanzstichtag daher 13.075.936 Aktien. scroll
Genehmigtes KapitalDer Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 31.05.2016 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 30.05.2021 gegen Bar- und / oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 4.278 TEUR zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann. Bedingtes KapitalDas bedingte Kapital dient der Gewährung von Aktien bei Ausübung von Wandlungs- und Optionsrechten bzw. bei Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten an die Inhaber bzw. Gläubiger der aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 31. Mai 2016 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und / oder Gewinnschuldverschreibungen bzw. Kombinationen dieser Instrumente. Eine Erhöhung des Grundkapitals aus dem bedingten Kapital wurde 2019 nicht durchgeführt. Eigene AnteileDie eigenen Anteile haben sich in 2019 nicht verändert und die Anzahl liegt weiterhin bei 13.566 Aktien. KapitalrücklageDie Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen die Einzahlungen und Sacheinlagen von Aktionären. Zum Bilanzstichtag beträgt die Kapitalrücklage 46.158 TEUR (Vj.: 46.158 TEUR). Kumuliertes sonstiges KonzernergebnisDas kumulierte sonstige Konzernergebnis enthält die Rücklage aus der Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen. GewinnrücklagenDie Gewinnrücklagen beinhalten im Wesentlichen die kumulierten Ergebnisvorträge, die Unterschiedsbeträge aus der erstmaligen Anwendung von IFRS sowie den Anteil an dem Konzernergebnis der Periode, welcher den Eigentümern der va-Q-tec AG zuzurechnen ist. 4.2.2.2 Langfristige und kurzfristige RückstellungenRückstellungenscroll
Rückstellungenscroll
Die Prozesskostenrückstellungen beinhalten die erwarteten Kosten aus laufenden und drohenden Rechtsstreitigkeiten. Die sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für drohende Verluste aus nicht kostendeckenden Produktverkäufen an Kunden und Rückstelllungen für offene Dienstleistungen von Lieferanten. Auf die Abzinsung langfristiger Rückstellungen wurde unter Wesentlichkeitsaspekten verzichtet. 4.2.2.3 Langfristige und kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber KreditinstitutenDie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen aus langfristigen Investitionsdarlehen zur Finanzierung von Grundstücken, Gebäuden und Anlagen sowie aus kurzfristigen Kontokorrentlinien zur Finanzierung des Umlaufvermögens. Die langfristigen Investitionsdarlehen sind besichert durch Grundschulden und Sicherungsübereignungen von Maschinen und Einrichtungsgegenständen. Die langfristigen Darlehen haben überwiegend Laufzeiten zwischen 15 und 20 Jahren mit fixer Verzinsung. Das Risiko aus variablen Verzinsungen von Darlehen wurde zum Teil durch Zinsswaps abgesichert. Hedge Accounting nach IFRS 9 wird dabei nicht angewandt. Im September 2016 wurde mit den Hausbanken der va-Q-tec AG ein Multibankenvertrag geschlossen, der die bestehenden Kontokorrentlinien bündelt und erweitert und einen einheitlichen und skalierbaren Rahmen für die kurzfristige Finanzierung des Umlaufvermögens schafft. Dieser Finanzierungsrahmen beläuft sich auf 11.000 TEUR und deckt Kontokorrentlinien sowohl der Muttergesellschaft als auch der britischen Tochtergesellschaft ab. Der Vertrag wurde zuletzt im August 2019 unter veränderten Konditionen verlängert und ist aktuell bis zum 31.12.2020 befristet. Im Zusammenhang mit dem Auslaufen des Multibank-Rahmenkreditvertrags zum 31.12.2020 führt das Unternehmen mit Banken und Finanzinstitutionen darüber hinaus Gespräche über kurz- und mittelfristige Fremdfinanzierungsinstrumente. Das Vorratsvermögen der va-Q-tec AG dient als Sicherheit für die Kreditlinien. Außerdem hat sich das Unternehmen zur Einhaltung einer Mindest-Eigenkapitalquote von 30 % verpflichtet. 4.2.2.4 Finanzielle langfristige und kurzfristige VerbindlichkeitenFinanzielle Verbindlichkeitenscroll
Finanzielle Verbindlichkeitenscroll
Die Leasingverbindlichkeiten resultieren vor allem aus Leasingvereinbarungen zur Finanzierung der Containerflotte der englischen Tochtergesellschaft, welche bisher im Wesentlichen über Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen finanziert wurden, sowie zur Finanzierung von Produktionsanlagen an den Standorten Kölleda und Würzburg. Weiterhin enthalten sind Verbindlichkeiten aus Leasingvereinbarungen über Büro- und Lagerräumlichkeiten sowie über Firmen- und Dienstfahrzeuge. Die geleasten Vermögenswerte werden im Anlagevermögen als Nutzungsrechte ausgewiesen. Die in der Zukunft fälligen Leasingzahlungen mit ihren Barwerten ergeben sich im Vorjahr aus der unten stehenden Tabelle: scroll
Die Position derivative Finanzinstrumente beinhaltet die negativen Marktwerte aus Zinsswaps zur Absicherung variabel verzinster langfristiger Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten i.H.v. 19 TEUR (Vj.: 35 TEUR). 4.2.2.5 Sonstige langfristige und kurzfristige nicht-finanzielle VerbindlichkeitenNicht-finanzielle Verbindlichkeitenscroll
Nicht-finanzielle Verbindlichkeitenscroll
Sonderposten für Zuwendungen der öffentlichen HandDie Gesellschaft erhielt in 2017 und 2018 von der Regierung von Unterfranken Inverstitionszuschüsse für die Investitionen am neuen Standort in Würzburg. Die Investitionszuschüsse dienten den baulichen Investitionen, Maschinen und Einrichtungen sowie der Gesamtinvestition für das Gebäude in Würzburg. Weiterhin hat die Gesellschaft von der Thüringischen Aufbaubank zwischen 2008 und 2018 Investitionszuschüsse für die verschiedenen Bauabschnitte, Maschinen und Einrichtungen am Standort Kölleda erhalten. Sofern die Förderungsbedingungen, wie erwartet, eingehalten werden, sind diese Zuwendungen nicht zurück zu erstatten. Sonderposten für Zuwendungenscroll
Sonderposten für abgegrenzte Gewinne aus Sale-and-finance-leaseback-TransaktionenBis zum 31.12.2018 wurden Container, welche im Rahmen der Containerflotte eingesetzt werden, im Wege von Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen veräußert. Die beim Containerverkauf über die Herstellungskosten hinaus entstandenen Gewinne wurden als passivischer Sonderposten abgegrenzt. Dieser Sonderposten wird bis Ende 2023 über die jeweilige fünfjährige Nutzungsdauer der Container im sonstigen betrieblichen Ertrag aufgelöst. Mit Anwendung des neuen Standards zu Bilanzierung von Leasingverhältnissen IFRS 16 entstehen ab dem 01.01.2019 keine Gewinne, die entsprechend als passiver Sonderposten abgegrenzt werden dürfen. 4.2.2.6 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenDie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Ihre Bilanzwerte entsprechen im Wesentlichen den Marktwerten. Sie sind innerhalb eines Jahres fällig. 4.2.2.7 VertragsverbindlichkeitenIm Geschäftsjahr hat die Gesellschaft Verpflichtungen aus Verträgen mit Kunden wie folgt bilanziert: Vertragsverbindlichkeitenscroll
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Die Vertragsverbindlichkeiten enthalten insbesondere Verpflichtungen aus erhaltenen Anzahlungen sowie Rückstellungen für Kundenboni. 4.3 KAPITALFLUSSRECHNUNGDie Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel der va-Q-tec im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und Mittelabflüsse verändert haben. Entsprechend IAS 7 (Kapitalflussrechnung) werden Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit, Investitionstätigkeit sowie Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die auf Änderungen der Wechselkurse beruhende Veränderung der flüssigen Mittel ist gesondert ausgewiesen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Kapitalflussrechnung umfassen alle in der Bilanz ausgewiesenen Kassenbestände sowie Geldkonten und kurzfristige Geldanlagen bei Kreditinstituten, die beim Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten haben, nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen und nicht verfügungsbeschränkt sind. Die Zahlungsmittelzuflüsse und -abflüsse aus der lnvestitions- und Finanzierungstätigkeit werden nach der direkten Methode dargestellt. Die Mittelzu- und Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit umfassen Zugänge bei den immateriellen Vermögenswerten sowie Abgänge bzw. Zugänge im Sachanlagevermögen. In der Finanzierungstätigkeit sind die Zahlungsmittelzuflüsse aus der Immobilien- und Anlagenfinanzierung, die Zahlungsmittelabflüsse aus der Tilgung von finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie die Ein- und Auszahlungen aufgrund von Finanzierungsleasing ausgewiesen. In separaten Positionen innerhalb des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit werden im Vorjahr die Zahlungsmittelzuflüsse aus Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen sowie aus erhaltenen Investitionszulagen und -zuschüssen gezeigt. Demgegenüber wird ausgehend vom Konzernergebnis der Mittelzufluss und -abfluss aus betrieblicher Tätigkeit indirekt abgeleitet. Dazu wird das Konzernergebnis um die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträge, das sind im Wesentlichen Abschreibungen, latente Steuern, die Auflösung der Sonderposten, die Bewertung von Finanzinstrumenten und Veränderungen der Rückstellungen, korrigiert. Zudem werden die Veränderungen der übrigen Vermögenswerte und Schulden sowie des Working Capitals ergänzt. Investitions- und Finanzierungsvorgänge, welche nicht zu einer Veränderung von Zahlungsmitteln oder Zahlungsmitteläquivalenten geführt haben, sind nicht Bestandteil der Kapitalflussrechnung. Überleitung von Schulden aus Finanzierungstätigkeit nach IAS 7scroll
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Überleitung von Schulden aus Finanzierungstätigkeit nach IAS 7 scroll
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Die trotz der erheblichen Tilgungsleistungen für die Sale-and-finance-leaseback-Finanzierungen nahezu unveränderte Höhe der Leasingverbindlichkeiten ist auf die gegenläufige Erstanwendung von IFRS 16 zurückzuführen. Die Erstanwendung von IFRS 16 hat keinen Einfluss auf die Kapitalflussrechnung gehabt, da sowohl die Aktivierung der Nutzungsrechte an Leasingobjekten sowie die Bilanzierung der korrespondierenden Leasingverbindlichkeiten keinen Zahlungsmittelzufluss bzw. -abfluss zur Folge haben. Die tatsächliche Zahlung der Leasingverpflichtungen wirkt sich als Folge der Anwendung des IFRS 16 als Zahlungsmittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit und nicht mehr wie im Vorjahr als Zahlungsmittelabfluss aus operativer Tätigkeit aus. Im Geschäftsjahr 2019 betrug diese Auswirkung der Zahlungen von Leasingverpflichtungen der va-Q-tec 965 TEUR. 4.4 FINANZINSTRUMENTEDie nachfolgende Tabelle zeigt die Finanzinstrumente mit den Buchwerten und beizulegenden Zeitwerten, aufgeteilt nach den Bewertungskategorien gemäß IFRS 9. Die beizulegenden Zeitwerte sind dabei jeweils den Bewertungsstufen der Fair-Value-Hierarchie zugeordnet. Soweit keine entsprechende Zuordnung erfolgt ist, wird davon ausgegangen, dass der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Dies betrifft im Wesentlichen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und Zahlungmitteläquivalente, übrige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten, die jeweils kurze Restlaufzeiten aufweisen. Eine Definition der Stufen der Fair-Value-Hierarchie findet sich in Abschnitt 1.2 "Grundlagen der Abschlusserstellung". Die Zuordnungen zu den Stufen werden jeweils zum Ende der Berichtsperiode überprüft. Umgliederungen zwischen den Stufen sind im Berichtsjahr sowie im Vorjahr nicht erfolgt. Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden, einschließlich ihrer Stufen in der Fair-Value-Hierarchie. Werte nach Bewertungskategorien zum 31.12.2019scroll
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Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9scroll
Werte nach Bewertungskategorien zum 31.12.2018scroll
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Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9scroll
Der beizulegende Zeitwert von der Bewertungsstufe 2 zugeordneten festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie im Vorjahr Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cashflows. Die Abzinsung erfolgt zu marktüblichen Zinsen am Bilanzstichtag. Bei variabel verzinslichen Verbindlichkeiten entsprechen die Buchwerte grundsätzlich den beizulegenden Zeitwerten. Die Bewertung zum beizulegendem Zeitwert der Beteiligung SUMTEQ GmbH erfolgte zum Zeitpunkt des Verustes des maßgeblichen Einflusses als auch zum 31.12.2019 auf Basis der naheliegenden Transaktion der mit neuen Investoren durchgeführten Kapitalerhöhung und somit auf Basis beobachtbarer Marktpreisen (Bewertungsstufe 2). Bei den der Stufe 2 zugeordneten Zinsswaps wird der beizulegende Zeitwert durch Abzinsung der zukünftig zu erwartenden Cashflows ermittelt, wobei die für die Restlaufzeit der Kontrakte zum jeweiligen Stichtag geltenden Marktzinssätze zugrunde gelegt werden. 4.5 NETTOERGEBNIS DER FINANZINSTRUMENTEDas in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Nettoergebnis in Bezug auf Finanzinstrumente setzt sich wie folgt zusammen: Nettoergebnisse 2019 ausscroll
Nettoergebnisse 2018 ausscroll
4.6 RISIKOMANAGEMENTva-Q-tec ist als international tätiges Unternehmen bei seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Kredit-, Liquiditäts- und Marktrisiken ausgesetzt. Marktrisiken resultieren insbesondere aus Änderungen von Währungskursen und Zinssätzen. Aufgabe des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Marktrisiken durch die laufenden operativen und finanziellen Aktivitäten zu steuern und zu begrenzen. Je nach Risikoeinschätzung werden derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt, wobei grundsätzlich nur Cashflow-Risiken gesichert werden. Derivative Finanzinstrumente kommen ausschließlich zu betriebswirtschaftlichen Sicherungszwecken zum Einsatz und werden somit nicht als Handels- oder Spekulationsposition gehalten. Hedge Accounting nach IFRS 9 wird dabei nicht angewandt. Zur Reduzierung des Ausfallrisikos werden Sicherungsgeschäfte ausschließlich mit Finanzinstituten mit einwandfreier Bonität abgeschlossen. Die Grundzüge der Finanzpolitik werden regelmäßig im Vorstand abgestimmt und vom Aufsichtsrat überwacht. KreditrisikenKreditrisiko ist das Risiko, dass Geschäftspartner ihrer vertraglichen Verpflichtung nicht nachkommen können und dem va-Q-tec Konzern somit ein finanzieller Verlust entsteht. Der Konzern ist im Rahmen seiner operativen Geschäftstätigkeit Ausfallrisiken, insbesondere bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sowie Risiken im Rahmen der Finanzierungstätigkeit, u.a. bei derivativen Finanzinstrumenten, ausgesetzt. Das Kreditausfallrisiko aus Forderungen gegen Kunden wird auf Gesellschaftsebene (lokal) gesteuert und fortlaufend überwacht. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst. Das maximale Kreditrisiko der finanziellen Vermögenswerte entspricht dem in der Bilanz angesetzten Buchwert. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 beträgt das maximale Kreditrisiko 7.443 TEUR (Vj.: 8.075 TEUR). Nach IFRS 9 werden Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste ("Expected-loss-Modell") für sämtliche zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte sowie für erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Schuldinstrumente erfasst. Grundsätzlich sieht IFRS 9 hierfür ein dreistufiges Verfahren vor. Eine Risikovorsorge wird entweder auf Basis der erwarteten 12-Monats-Kreditverluste gebildet (Stufe 1) oder auf Basis der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste, falls sich das Kreditrisiko seit dem erstmaligen Ansatz signifikant erhöht hat (Stufe 2) oder falls eine beeinträchtigte Bonität festgestellt wird (Stufe 3). Für den Großteil der finanziellen Vermögenswerte, einschließlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die keine wesentliche Finanzierungskomponente beinhalten, wird das vereinfachte Verfahren angewandt. Hierbei werden die erwarteten Kreditverluste immer über die gesamte Laufzeit der Finanzinstrumente ermittelt. Aufgrund der Anwendung des vereinfachten Verfahrens ergeben sich folgendende Ausfallrisikoklassifizierungen für die finanziellen Vermögenswerte: Ausfallrisiko für finanzielle Vermögenswerte 2019scroll
Ausfallrisiko für finanzielle Vermögenswerte 2018scroll
Bei Vorliegen entsprechender einzelfallbezogener Umstände und Risikoindikationen werden individuelle Wertberichtigungen gebildet. Es werden sowohl vergangenheitsbezogene Daten, zum Beispiel historische Ausfallquoten, als auch zukunftsbezogene Informationen, zum Beispiel individuelle und makroökonomische Gegebenheiten, in die Bestimmung der Höhe der Wertberichtigungen einbezogen. Für die initiale Bestimmung der Ausfallquoten wurden Daten sowohl von externen Anbietern genutzt als auch auf der Basis der tatsächlichen Ausfälle bestimmt. Zukünftig werden diese Informationen alleine auf Basis der erwarteten Ausfälle bestimmt. Der Ausfall eines Kontrahenten führt zur Wertberichtigung sämtlicher offenen Positionen mit dem Kontrahenten. Hierbei wird der Ausfall auf Basis individueller Beurteilung bestimmt, zum Beispiel bei auffälligen Veränderungen des Zahlungsverhaltens oder Insolvenzanmeldung. Ein Finanzinstrument wird ausgebucht, wenn nach angemessener Einschätzung nicht davon auszugehen ist, dass ein finanzieller Vermögenswert ganz oder teilweise realisierbar ist, zum Beispiel nach Beendigung des Insolvenzverfahrens oder in Abhängigkeit anderer lokalrechtlicher Gegebenheiten. Für die nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Wertberichtigungen bemessen nach IFRS 9 in Höhe der erwarteten Kreditverluste von 66 TEUR (Vj.: 29 TEUR) gebildet. Die Werthaltigkeit der nicht überfälligen Forderungen wird als sehr hoch angesehen. Diese Einschätzung wird dabei vor allem auf die langjährige Geschäftsbeziehung zu den meisten Abnehmern und die Bonität der Kunden zurückgeführt. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte sind weder überfällig noch wertgemindert. Aufgrund der verhältnismäßig hohen Konzentration der Umsatzerlöse auf einige Großkunden liegt ein starker Fokus des Vertriebs auf Neukundengewinnung in allen durch die va-Q-tec adressierten Marktbereichen. LiquiditätsrisikenDie Liquiditätsrisiken, d. h. das Risiko, dass va-Q-tec seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann, werden sowohl durch Schaffung der notwendigen finanziellen Flexibilität als auch durch ein effektives Cash-Management begrenzt. Zur Steuerung der zukünftigen Liquiditätssituation setzt va-Q-tec entsprechende Liquiditätsplanungsinstrumente ein. Zum Bilanzstichtag waren keine Liquiditätsengpässe erkennbar. Es bestanden in ausreichendem Maß nicht genutzte Kontokorrentlinien. Spezifische Liquiditätsrisiken des Konzerns ergeben sich aus dem verhältnismäßig hohen Anteil einzelner Großkunden, mit denen keine Langzeitverträge bestehen und den damit zusammenhängenden theoretischen Ausfall- oder Abwanderungsrisiken dieser Kunden, sowie aus möglichen Rückzahlungsverpflichtungen gegenüber Kreditinstituten bei eventueller Nichteinhaltung von Covenants und gegenüber Förderinstituten bei eventueller Nichteinhaltung von Förderbedingungen. Diese potenziellen Liquiditätsrisiken werden durch gezielte kommerzielle, finanzielle und organisatorische Maßnahmen durch das Management gesteuert. Die nachfolgenden Aufstellungen zeigen die vertraglich vereinbarten undiskontierten Zins- und Tilgungszahlungen für die unter IFRS 7 fallenden originären und derivativen finanziellen Verbindlichkeiten. Ist der Fälligkeitstermin nicht fixiert, wird die Verbindlichkeit auf den frühesten Fälligkeitstermin bezogen. Zinszahlungen mit variabler Verzinsung werden entsprechend den Konditionen zum Stichtag berücksichtigt. Im Wesentlichen wird davon ausgegangen, dass die Zahlungsmittelabflüsse nicht früher als dargestellt eintreten werden. Die nachfolgende Tabelle enthält die Rückzahlungsbeträge (einschließlich angenommener, zukünftig zu leistender Zinsen) zur jeweils angegebenen Fälligkeit: 2019 | Rückzahlungsbeträge zur jeweiligen Fälligkeitscroll
2018 | Rückzahlungsbeträge zur jeweiligen Fälligkeitscroll
Für die zum Bilanzstichtag in Anspruch genommenen Kredite der va-Q-tec gegenüber Kreditinstituten bestehen Sicherheiten in Form von Grundschulden auf die Grundstücke und Gebäude am Standort Kölleda und am neuen Hauptquartier in Würzburg, Sicherungsübereignungen von Maschinen und Einrichtungsgegenständen, sowie Sicherheiten für Finanzierungsleasing in Form von Produktionsanlagen. Darüberhinaus sind Container der englischen Tochtergesellschaft, welche im Rahmen der Containerflotte vermietet werden, als Sicherheiten für Finanzierungsleasing bestellt. Die im Rahmen des Multibankenvertrags in Anspruch genommenen Kontokorrentlinien sind zum Bilanzstichtag durch das Vorratsvermögen besichert. Die va-Q-tec AG hat sich darüber hinaus zur Einhaltung einer Mindesteigenkapitalquote verpflichtet. WährungsrisikenWährungsrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Wechselkurse schwanken. Die va-Q-tec ist diesem Risiko vor allem aus ihrer Geschäftstätigkeit (wenn Umsatzerlöse und / oder Aufwendungen auf eine von der funktionalen Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft abweichende Währung lauten) ausgesetzt. Sofern wirtschaftlich sinnvoll, sichert die va-Q-tec ausgewählte Wechselkursrisiken mit Devisentermingeschäften ab. Bei der Absicherung von Wertschwankungen künftiger Cashflows aus erwarteten Transaktionen handelt es sich um geplante Kosten in Fremdwährung. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche mögliche Auswirkungen aus Veränderungen relevanter Risikovariablen (z. B. Wechselkurse, Zinssätze) auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Um die periodischen Auswirkungen zu ermitteln, wird eine mögliche Änderung der Risikovariablen auf den Bestand an Finanzinstrumenten zum Abschlussstichtag vorgenommen. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Jahresultimo repräsentativ für das Geschäftsjahr ist. Die folgende Sensitivitätsanalyse legt den USD, das GBP, den CHF und den KRW als wesentliche Fremdwährung für den va-Q-tec Konzern zugrunde. Die Analyse bezieht sich jeweils auf den Stand der zum 31.12.2019 bestehenden Forderungen, liquiden Mittel und Verbindlichkeiten in USD, GBP, CHF und KRW. Es wurden die Effekte auf Konzernergebnis und Eigenkapital berechnet, die sich aus dem simulierten USD-Kurs, GBP-Kurs, CHF-Kurs und KRW-Kurs zum Stichtag ergeben. Es ergeben sich folgende Währungsszenarien: Wenn der USD gegenüber dem EUR zum Bilanzstichtag um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 287 TEUR (Vj.: 269 TEUR) höher und das Konzerneigenkapital um 287 TEUR (Vj.: 269 TEUR) höher ausgefallen. Wenn der USD gegenüber dem EUR zum Bilanzstichtag um 10 % abgewertet gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 287 TEUR (Vj.: 269 TEUR) niedriger und das Konzerneigenkapital um 287 TEUR (Vj.: 269 TEUR) niedriger ausgefallen. Wenn das GBP gegenüber dem EUR zum Bilanzstichtag um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 30 TEUR (Vj.: 78 TEUR) höher und das Konzerneigenkapital um 30 TEUR (Vj.: 78 TEUR) höher ausgefallen. Wenn das GBP gegenüber dem EUR zum Bilanzstichtag um 10 % abgewertet gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 30 TEUR (Vj.: 78 TEUR) niedriger und das Konzerneigenkapital um 30 TEUR (Vj.: 78 TEUR) niedriger ausgefallen. Wenn der CHF gegenüber dem EUR zum Bilanzstichtag um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 99 TEUR (Vj.: 76 TEUR) höher und das Konzerneigenkapital um 99 TEUR (Vj.: 76 TEUR) höher ausgefallen. Wenn der CHF gegenüber dem EUR zum Bilanzstichtag um 10 % abgewertet gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 99 TEUR (Vj.: 76 TEUR) niedriger und das Konzerneigenkapital um 99 TEUR (Vj.: 76 TEUR) niedriger ausgefallen. Wenn der KRW gegenüber dem EUR zum Bilanzstichtag um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 19 TEUR niedriger (Vj.: 15 TEUR höher) und das Konzerneigenkapital um 19 TEUR niedriger (Vj.: 15 TEUR höher) ausgefallen. Wenn der KRW gegenüber dem EUR zum Bilanzstichtag um 10 % abgewertet gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 19 TEUR höher (Vj.: 15 TEUR niedriger) und das Konzerneigenkapital um 19 TEUR höher (Vj.: 15 TEUR niedriger) ausgefallen. ZinsrisikenZinsrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktzinssätze schwanken. Das Risiko von Schwankungen der Marktzinssätze, dem der Konzern ausgesetzt ist, resultiert überwiegend aus den variabel verzinslichen Darlehen und Kontokorrentlinien. Der Konzern steuert in geringem Umfang sein Zinsrisiko bei den Finanzschulden durch den Einsatz von Zinsderivaten in Form von Zinsswaps auf langfristige Darlehen, wobei kein Hedge Accounting angewendet wird. Zinsrisiken im Sinne von IFRS 7 werden mittels Sensitivitätsanalyse ermittelt. Die folgende Sensitivitätsanalyse bezieht sowohl Auswirkungen auf das Zinsergebnis aufgrund der zum jeweiligen Bilanzstichtag bestehenden variabel verzinslichen Finanzinstrumente als auch Wertänderungen der abgeschlossenen Zinsswaps ein. Es wurden die Effekte der risikovariablen Marktzinssätze auf Konzernergebnis und Eigenkapital berechnet. Wenn das Marktzinsniveau zum Bilanzstichtag um 100 Basispunkte höher gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 46 TEUR niedriger (Vj.: 13 TEUR niedriger) und das Konzerneigenkapital um 46 TEUR niedriger (Vj.: 13 TEUR niedriger) gewesen. Wenn das Marktzinsniveau zum Bilanzstichtag um 100 Basispunkte niedriger gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 41 TEUR höher (Vj.: 13 TEUR höher) und das Konzerneigenkapital um 41 TEUR höher (Vj.: 13 TEUR höher) gewesen. KapitalmanagementVorrangiges Ziel des Kapitalmanagements der va-Q-tec ist eine kontinuierliche und langfristige Steigerung des Unternehmenswertes und die Sicherung der Liquidität. Ein hohes Bonitätsrating und eine gute Eigenkapitalquote sind hierzu wichtige Bausteine. Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur und nimmt Anpassungen unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor. Die va-Q-tec überwacht ihr Kapital regelmäßig auf der Basis verschiedener Kennzahlen. Die Eigenkapitalquote ist hierbei eine wichtige Kennzahl. Der Vorstand hat als mittelfristiges Ziel einen Korridor für die Eigenkapitalquote zwischen 35 und 40 % definiert. Die Eigenkapitalquote betrug zum Bilanzstichtag 40 % (Vj.: 41 %) und erfüllte damit im Geschäftsjahr 2019 das vom Vorstand gesetzte Ziel. Nach aktuellen Plänen ist davon auszugehen, dass die Eigenkapitalquote des Unternehmens in den kommenden Jahren leicht unter 40 % sinken, aber im beschriebenen Korridor von 35 bis 40 % bleiben wird. Mit dem Börsengang, den langfristigen Finanzierungen für die gekauften Immobilien und Anlagen und den verfügbaren Kontokorrentlinien im Rahmen des im September 2016 abgeschlossenen Multibankenvertrags hat die va-Q-tec AG eine solide Liquiditätsbasis für die Geschäftsplanung der nächsten Jahre geschaffen. Zum 31.12.2019 unterlagen Finanzverbindlichkeiten der Muttergesellschaft va-Q-tec AG i.H.v. 1.096 TEUR (Vj.: 1.595 TEUR) Covenant-Regelungen in Bezug auf den Einzel- und Konzernabschluss der va-Q-tec AG. Die entsprechenden Darlehensverträge wurden im Geschäftsjahr hinsichtlich ihrer Covenant-Regelungen an die aktuelle Unternehmenssituation angepasst und schreiben neben Grundschulden und anderen Sicherheiten jeweils eine Mindesteigenkapitalquote von 30 % vor. Diese Kennzahl wurde eingehalten. Im Rahmen einer Anpassung des Multibankenvertrages sind neue Konditionen verhandelt worden, wonach die va-Q-tec den Konsortialbanken das Vorratsvermögen als Sicherheit für die Kreditlinien zur Verfügung stellt und sich zur Einhaltung einer Mindest-Eigenkapitalquote von 30% verpflichtet. Finanzverbindlichkeiten der va-Q-tec Ltd. (UK) aus Finanzierungsleasing und Darlehen i.H.v. 6.019 TEUR per 31.12.2019 (Vj.: 6.404 TEUR) unterliegen einer Covenant-Regelung in Bezug auf den Einzelabschluss der va-Q-tec Ltd. (UK). Diese Covenant-Regelung schreibt ein bilanzielles Eigenkapital von mindestens 2.500 TEUR zum Bilanzstichtag vor. Wie im Vorjahr wurde dieser Covenant zum Bilanzstichtag erfüllt. 5 SONSTIGE ANGABEN5.1 SEGMENTINFORMATIONENIm Rahmen der Segmentberichterstattung werden die Aktivitäten des va-Q-tec Konzerns gemäß den Regeln von IFRS 8 (Geschäftssegmente) nach Geschäftsbereichen abgegrenzt. Diese Aufgliederung orientiert sich an der internen Steuerung und Berichterstattung nach legalrechtlichen Einheiten. Der va-Q-tec Konzern ist in den drei Berichtssegmenten "va-Q-tec AG", "va-Q-tec Ltd. (UK)" und "Sonstige" tätig. Die Aktivitäten des deutschen und britischen Berichtssegments sind unverändert zum Vorjahr. In der Schweiz wird ein Fulfillment Center (Temperieren und Reinigen von Mietboxen) betrieben. Die koreanische Tochtergesellschaft erbringt neben Einkaufs- und Verkaufsdienstleistungen auch selbstständige Dritt-Umsätze für den Konzern. Die Tochtergesellschaften in den USA, Uruguay, Singapur und Japan erbringen neben Verkaufsdienstleistungen selbstständige Dritt-Umsätze. Die Berichterstattung und -steuerung der einzelnen Segmente bei der va-Q-tec erfolgt unmittelbar nach IFRS. Die Liefer- und Leistungsbeziehungen innerhalb der Berichtssegmente sind, sofern wesentlich, konsolidiert ausgewiesen. Ausgehend von der Gesamtsumme der Berichtssegmente werden in der Spalte "Konsolidierung" die konzerninternen Geschäftsvorfälle eliminiert sowie insbesondere die Auswirkungen aus Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen berücksichtigt. Segmentberichtserstattung für das Geschäftsjahr 2019scroll
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Die Anzahl der Mitarbeiter beinhaltet Vorstände und Auszubildende (2019: 17, Vj:
16) Segmentberichtserstattung für das Geschäftsjahr 2018scroll
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Die Anzahl der Mitarbeiter beinhaltet Vorstände und Auszubildende (2018: 16; Vj.:
17) Im Geschäftsjahr 2019 gab es bei der va-Q-tec AG einen Kunden, dessen Umsatzanteil über 10 % am Gesamt-Konzern-umsatz lag. Mit diesem Kunden wurden Umsätze i.H.v. 8.425 TEUR (Vj.: 6.356 TEUR) getätigt. Die Umsatzerlöse verteilen sich geographisch wie folgt: scroll
Die Zuordnung von Umsätzen mit externen Kunden zu einer geographischen Region richtet sich nach dem Standort des Kunden. Die geographische Zuordnung der langfristigen Vermögenswerte richtet sich nach dem Sitz des Eigentümers der Vermögenswerte und ist entsprechend aus der oben dargestellten Segmentberichterstattung nach legalrechtlichen Einheiten ersichtlich. Die Zuordnung der Umsätze auf Produkte, Systeme und Dienstleistungen ergibt sich wie folgt: Mit Produkten (Vakuumisolationspaneele und isoliert verkaufte Wärmespeicherkomponenten) wurden im Geschäftsjahr Umsätze i.H.v. 18.440 TEUR (Vj.: 20.122 TEUR) erzielt. Mit Systemen (thermische Verpackungen und deren Komponenten) konnte der Konzern im Geschäftsjahr Umsätze i.H.v. 15.054 TEUR (Vj.: 11.307 TEUR) erzielen. Aus Dienstleistungen resultierten im Geschäftsjahr Umsätze i.H.v. 29.811 TEUR (Vj.: 18.386 TEUR). Sonstige Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 1.362 TEUR (Vj.: 893 TEUR). 5.2 EVENTUALVERPFLICHTUNGEN UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGENEs bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen, die im Wesentlichen aus Abnahmeverpflichtungen und Marketingkosten resultieren. Im Vorjahr waren auch insbesondere Operating-Leasingverhältnissen für IT-Ausstattung und Firmenwagen sowie aus Mietverpflichtungen für Gebäude enthalten. Die Fälligkeiten der sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar: Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (Eventualverpflichtungen)scroll
Außerdem besteht eine Avallinie in Höhe von 24 TEUR (Vj.: 24 TEUR) mit der Commerzbank AG, für welche die va-Q-tec AG aus der Kreditvergabe gegenüber fremden Dritten haftet. Das im Dezember 2017 eingeführte Aktienkaufprogramm für va-Q-tec-Mitarbeiter, das die Erstattung eines Teils des gezahlten Preises für nachweislich erworbene va-Q-tec-Aktien vorsieht, führte 2019 zu Auszahlungen in Höhe von 8 TEUR (Vj.: 18 TEUR). Das Programm wurde bis zum 31.12.2020 verlängert, was auch in 2020 in geringem Umfang zu Eventualverbindlichkeiten führt. Das Aktienkauf-Programm "va-Q-share" der va-Q-Tec AG ist Bestandteil der auf eine nachhaltig positive Unternehmensentwicklung ausgerichteten Zusatzleistungen für Mitarbeiter der Gesellschaft mit einzelvertraglichen Zielvereinbarungen. Das Programm va-Q-share Plus 2020 schafft einen langfristig angelegten Anreiz für die Teilnehmer, sich für den Erfolg der Gesellschaft einzusetzen. Zu diesem Zweck wird den Teilnehmern dieses Programms ein monetärer Zuschuss zum selbständigen Erwerb von Aktien der Gesellschaft am Markt gewährt. Aus dem Programm resultieren keine wesentlichen Auswirkungen bzw. Zahlungsverpflichtungen. 5.3 AKTIENBASIERTE VERGÜTUNGva-Q-tec hat aktuell keine Vereinbarungen über anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente an Arbeitnehmer. 5.4 NAHESTEHENDE PERSONEN UND UNTERNEHMENGemäß IAS 24 sind die Existenz von, Geschäftsvorfälle mit, sowie ausstehende Salden gegenüber nahestehenden Unternehmen, soweit sie nicht bereits als konsolidierte Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen wurden, sowie nahestehenden Personen anzugeben. Die va-Q-tec AG ist oberstes Konzernunternehmen. Als nahestehende Personen in der va-Q-tec Gruppe gelten grundsätzlich Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen einschließlich deren nahe Familienangehörige. Die Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen setzen sich zusammen aus den Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern der va-Q-tec AG sowie den Geschäftsführern der ausländischen Tochtergesellschaften in Korea und UK. Als nahestehende Unternehmen in der va-Q-tec Gruppe gelten solche Unternehmen, auf die die va-Q-tec AG, die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder und deren nahe Familienangehörige zumindest einen maßgeblichen Einfluss ausüben können, oder die ihrerseits auf va-Q-tec einen maßgeblichen Einfluss ausüben können. Zum Stichtag 31.12.2019 wird die Beteiligung an der SUMTEQ GmbH, Köln i.H.v. 15,22 % (Vj.: 18,50 %) nicht mehr als assoziiertes Unternehmen klassifiziert und entsprechend nicht mehr nach der at-Equity Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Ein maßgeblicher Einfluss auf die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen der Beteiligung kann nach den Änderungen in den gesellschaftsrechtlichen Vereinbarungen und dem Einstieg neuer Gesellschafter im Rahmen einer Kapitalerhöhung nicht mehr eindeutig nachgewiesen werden. Hinsichtlich der Beteiligung an der SUMTEQ GmbH verweisen wir auf die Angaben zu den at-Equity-Beteiligungen unter 4.2.1.4 der Anhangangaben. Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen der va-Q-tec GruppeVorstandscroll
Aufsichtsratscroll
Geschäftsführer der Tochtergesellschaften in UK, Korea und Japanscroll
Gesamtvergütung der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen der va-Q-tec Gruppescroll
Vergütung des Vorstandsscroll
Der Vorstand wurde in 2019 mit einem Gesamtwert i.H.v. 659 TEUR vergütet (Vj.: 568 TEUR). Diese Vergütung bestand aus fester Vergütung i.H.v. 416 TEUR (Vj.: 440 TEUR), erfolgsabhängiger einjähriger variabler Vergütung i.H.v. 47 TEUR (Vj.: 112 TEUR), mehrjähriger variabler Vergütung i.H.v. 181 TEUR (Vj.: 0 TEUR) sowie Zuschüssen zur betrieblichen Altersvorsorge. Seit 2014 bestehen für die Vorstände beitragsorientierte Leistungszusagen. Hierfür wurden im Berichtsjahr 15 TEUR (Vj.: 15 TEUR) in eine externe rückgedeckte Unterstützungskasse eingezahlt. Im Berichtsjahr bestanden wie im Vorjahr keine Vorschüsse und Kredite gegenüber Mitgliedern des Vorstands. Zum 31.12.2019 hatte ein Vorstandsmitglied gegenüber der Thüringer Aufbaubank eine persönliche Bürgschaft i.H.v. 200 TEUR (Vj.: 200 TEUR) ausstehen. Diese Bürgschaft wurde 2011 ohne Gegenleistung der va-Q-tec AG abgegeben. va-Q-tec legt die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder nicht unter Nennung der Namen offen, da die §§ 314 Abs. 3 S. 1, 286 Abs. 5 HGB dies ausdrücklich unter den Vorbehalt eines abweichenden Beschlusses der Hauptversammlung mit qualifizierter Mehrheit des bei Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals stellen. Einen entsprechenden Beschluss hat die Hauptversammlung der va-Q-tec AG am 31.05.2016 mit der erforderlichen Mehrheit gefasst. Vergütung des AufsichtsratsVergütung des Aufsichtsrats 2019scroll
Vergütung des Aufsichtsrats 2018scroll
Für das Geschäftsjahr 2019 wurde den Mitgliedern des Aufsichtsrats eine Vergütung von 155 TEUR (Vj.: 157 TEUR) gewährt. Die Vergütung beinhaltet sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr nur einen kurzfristigen Bestandteil und besteht aus der Vergütung der gewöhnlichen Aufsichtsratstätigkeit und Spesen. Zusätzlich wurden Beratungsleistungen i.H.v. 40 TEUR (Vj.: 31 TEUR) vergütet, die insbesondere im Rahmen des Power 20+-Programms bzw. im Zusammenhang mit der Finanzierungsstrategie der va-Q-tec AG erbracht wurden. Zum 31.12.2019 bestanden aus dieser Vergütung des Aufsichtsrats Zahlungsverpflichtungen der Gesellschaft i.H.v. 36 TEUR (zum 31.12.2018: 28 TEUR). Im Berichtsjahr bestanden wie im Vorjahr keine Vorschüsse und Kredite gegenüber Mitgliedern des Aufsichtsrats. Übrige Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und PersonenIm Geschäftsjahr 2019 wurden keine Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt. 5.5 EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAGEnde Dezember 2019 wurde in der Stadt Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei erstmals der Ausbruch der neuen Atemwegserkrankung "Covid-19", allgemein als Corona-Virus bezeichnet, auffällig. Ende Januar 2020 rief die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die internationale Gesundheitsnotlage aus. Aktuell hat sich das Virus auf über 100 Länder verbreitet, ca. 4.000 Menschen sind an den Folgen der Virus-Infektion verstorben. China und die übrigen stärker betroffenen Länder (Italien, Korea, Iran) versuchen teilweise mit drastischen Mitteln die Ausbreitung des Virus so weit wie möglich einzuschränken bzw. zu verzögern. Hierzu gehören die Abriegelung von betroffenen Gebieten bzw. Regionen, Einstellung von Flugverbindungen, Reisebeschränkungen und Einreiseverbote, Verbote und Absagen von Messen, Seminaren, Sportveranstaltungen und anderen Versammlungen, die temporäre Schließung von öffentlichen Einrichtungen, Universitäten, Schulen, Kindergärten und Unternehmen. Die wirtschaftlichen Auswirkungen für va-Q-tec AG sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abzuschätzen. Insgesamt erwirtschaftet die Gruppe ca. 70 % ihres Umsatzes im Healthcare-Bereich, der weltweit eher zu den am wenigsten betroffenen Wirtschaftszweigen gehören dürfte, da die medizinische Versorgung der Bevölkerung wohl Priorität haben wird. Auch durch die in der Vergangenheit sehr geringen Umsätze in China sind die Umsatzauswirkungen für die va-Q-tec auf den ersten Blick minimal. Das erst im Oktober 2019 eröffnete und Ende Januar temporär geschlossene TempChain-Service-Center in Shanghai hat zwischenzeitlich seinen Betrieb wieder aufgenommen. Auch in der Supply Chain erscheinen die Auswirkungen zum jetzigen Zeitpunkt mit geringfügigen Lieferverzögerungen für relativ unkritische Materialien überschaubar. Aus diesem Grund ist die va-Q-tec hinsichtlich ihrer Geschäftsentwicklung trotz des Corona-Virus weiterhin verhalten optimistisch. Da es sich jedoch abzeichnet, dass die globalen gesamtwirtschaftlichen Folgen für die Weltwirtschaft enorme Ausmaße annehmen können, ist nicht auszuschließen, dass sich auch die va-Q-tec AG den direkten und indirekten Auswirkungen dieser Effekte nicht vollständig entziehen kann. Gegenüber seinem Jahreshoch hat der DAX seit dem Ausbruch des Coronavirus ca. 35 % seines Wertes eingebüßt. Allein in der letzten Februar-Woche wurde an den Börsen weltweit ein Wert von fünf Billionen USD vernichtet und die Abwärtsbewegung hat sich im März fortgesetzt. Auch diese Zahlen spiegeln die erhebliche Verunsicherung über die möglichen kurz-, mittel- und langfristigen Auswirkungen des Virus auf die Weltwirtschaft wider. 5.6 ANGABEN ZU ABSCHLUSSPRÜFERHONORARENDie Honorare des Abschlussprüfers Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg, für Dienstleistungen i.H.v. 168 TEUR (Vj.: 180 TEUR) setzten sich wie folgt zusammen: scroll
5.7 ENTSPRECHENSERKLÄRUNG ZUM CORPORATE-GOVERNANCE-KODEX / ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNGDer Vorstand und der Aufsichtsrat der va-Q-tec AG haben am 30. Januar 2020 die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben. Die Erklärung ist dauerhaft der Internetseite www.va-Q-tec.com im Bereich Investor Relations abrufbar unter: https://ir.va-q-tec.com/websites/vaqtec/German/530/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung.html
Würzburg, den 18.03.2020 va-Q-tec AG Der Vorstand Dr. Joachim Kuhn Stefan Döhmen VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzern-abschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Würzburg, den 18.03.2020 Dr. Joachim Kuhn, Vorsitzender des Vorstands Stefan Döhmen, Finanzvorstand BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die va-Q-tec AG, Würzburg Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsPrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der va-Q-tec AG, Würzburg und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der va-Q-tec AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Den Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung" im Konzernlagebericht, mit dem Verweis auf den Corporate Governance-Bericht als Bestandteil des Geschäftsberichts, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des KonzernabschlussesBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Aus unserer Sicht waren die im Folgenden dargestellten Sachverhalte im Rahmen unserer Prüfung am bedeutsamsten. Auswirkungen aus der Erstanwendung von IFRS 16 (Bilanzierung von Leasingverhältnissen)
Im Konzernabschluss der va-Q-tec AG ergaben sich aufgrund der Erstanwendung des neuen Rechnungslegungsstandards zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen (IFRS 16) Auswirkungen auf die Eröffnungsbilanzwerte und die Bilanzierung im Geschäftsjahr. In diesem Kontext war in Vorbereitung der veränderten Bilanzierung von Leasingverhältnissen eine vollständige Erfassung der relevanten Verträge sowie eine Würdigung der vertraglichen Grundlagen in Hinblick auf die neuen Bilanzierungsvorgaben erforderlich, welche mit Ermessensentscheidungen einhergingen. Bei der sich anschließenden Ermittlung der Erstanwendungseffekte waren darüber hinaus auch Annahmen und Schätzungen seitens der Gesellschaft erforderlich. Im Ergebnis führte dies zum 1. Januar 2019 zum Ansatz von neuen Nutzungsrechten und Leasingverbindlichkeiten in einem Umfang von 2.884 TEUR. Daneben bestanden zum Übergangszeitpunkt wesentliche Container Sale-and-finance-leaseback Transaktionen, die in die neue IFRS 16 Bilanzierung überführt wurden. Der va-Q-tec Konzern hat IFRS 16 zum 1. Januar 2019 modifiziert retrospektiv, das heißt ohne rückwirkende Anpassung der Vergleichsperiode, angewandt. Aus unserer Sicht ist dieser Prüfungssachverhalt von besonderer Bedeutung, da die erstmalige Anwendung von IFRS 16 im Geschäftsjahr 2019 aufgrund der notwendigen konzernweiten Würdigung von vertraglichen Grundlagen im Hinblick auf die neuen bilanzierungsrelevanten Kriterien sowie die vorzunehmenden Ermessensentscheidungen und Schätzungen eine besondere Komplexität aufweist.
Im Rahmen unserer Konzernabschlussprüfung haben wir uns mit den unternehmensintern festgelegten Methoden, Verfahren und Kontrollmechanismen zur Beurteilung von Leasingverhältnissen sowie dem Vorgehen der va-Q-tec AG im Zusammenhang mit der Erstanwendung des IFRS 16 befasst. Wir haben die vollständige Erfassung der Leasingverträge zum Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS 16 durch Abgleich des Vertragsbestands mit den vormals als Operating Leasing klassifizierten Verträgen vorgenommen. Im Hinblick auf die zum Übergangszeitpunkt bestehenden Container Sale-and-finance-leaseback Transaktionen wurde die bilanzielle Würdigung der Abbildung nach IFRS 16 nachvollzogen. Unsere Prüfungshandlungen beinhalteten weiterhin den Abgleich der für die Bewertung der Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten verwendeten Daten mit den zugrunde liegenden Vertragsdaten. Unsere Auswahl bestimmten wir risikoorientiert anhand von qualitativen und quantitativen Merkmalen. Die Vorgehensweise des seitens va-Q-tec verwendeten Tools zur wertmäßigen Ermittlung der Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten haben wir nachvollzogen. Die sich daraus ergebende Verbuchung haben wir mit eigenen Berechnungen verprobt, bzw. die verwendeten Diskontierungszinssätze anhand eines Vergleichs mit Marktdaten plausibilisiert. Daneben haben wir uns von der angemessenen Dokumentation der getroffenen Annahmen überzeugt. Zudem haben wir gewürdigt, ob die va-Q-tec AG die Erstanwendung von IFRS 16 einschließlich der wesentlichen Ermessensentscheidungen sowie Schätzungen im Anhang angemessen dargestellt hat.
Zu den Angaben zur Erstanwendung verweisen wir auf die Abschnitte "Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", "Wesentliche Ermessensentscheidungen bei Schätzungen und Beurteilungen" sowie im Hinblick auf die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen auf die Erläuterungen im Abschnitt "Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Konzernanhang. Die Angaben zu den Nutzungsrechten und Leasingverbindlichkeiten finden sich in den Abschnitten "Sachanlagevermögen" und "Finanzielle langfristige und kurzfristige Verbindlichkeiten" des Konzernanhangs. Periodengerechte Umsatzrealisierung aus Verträgen mit Kunden
Im Geschäftsjahr hat der va-Q-tec Konzern Umsatzerlöse in Höhe von 64.667 TEUR (Vj. 50.708 TEUR) realisiert. Dies entspricht einem Anstieg der Umsätze auf Konzernebene von 28%, wozu der Bereich Dienstleistungen (Vermietung von Containern und Boxen) mit einem Umsatzplus von 62% auf 29,8 Mio. EUR überproportional beitrug. Die Umsätze des va-Q-tec Konzerns sind heterogen und umfassen den Verkauf von Transportbehältern, Vakuumisolationspaneelen und Phasenwechselmaterialien, sowie die kurzfristige Vermietung von auftragsspezifisch vortemperierten Transportbehältern. Hinzu kommen Beratungs- und Serviceleistungen, die auch Bestandteil des Verkaufs- und Vermietungsgeschäfts sind. Die va-Q-tec AG hat darüber hinaus nach dem vollzogenen Umzug am Standort Würzburg und dem Abschluss des Erweiterungsbaus am Produktionsstandort Kölleda ihre Prozesse weiter überarbeitet, ablauforganisatorische Änderungen vollendet und setzt seit dem Geschäftsjahr 2019 vollständig ein elektronisches Lagerverwaltungssystem ein, um Warenbewegungen und Warenausgänge zu steuern. Aus unserer Sicht ist dieser Prüfungssachverhalt von besonderer Bedeutung, da der va-Q-tec Konzern auch im Geschäftsjahr 2019 bei einem fortgesetztem und dynamischen Gesamtwachstum im Bereich der Umsatzrealisierung partiell auf angepasste und überarbeitete Prozesse zurückgreift.
Wir haben die implementierten prozessualen Abläufe für das Verkaufs- und Vermietungsgeschäft inkl. dem bei der Muttergesellschaft nun vollständig eingeführten Warenwirtschaftssystems konzernweit analysiert. Dabei haben wir gruppenweite Kontrollmechanismen im Verkaufsprozess zur periodengerechten Erfassung der Umsatzerlöse identifiziert, risikoorientiert deren Angemessenheit und Zweckmäßigkeit beurteilt und Funktionsprüfungen durchgeführt. Ergänzend haben wir die IFRS-konforme Bilanzierung ausgewählter Verträge mit Neukunden sowie vorgenommene Vertragsanpassungen mit Bestandskunden untersucht. Neben analytischen Prüfungshandlungen haben wir eine Auswahl an Umsatztransaktionen kurz vor und nach dem Bilanzstichtag im Hinblick auf die korrekte Periodenabgrenzung untersucht. Zum Nachweis des Vorhandenseins der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und damit der Realisierung der Umsatzerlöse haben wir für eine Auswahl von Kunden Saldenbestätigungen eingeholt bzw. korrespondierende Zahlungseingange oder weiterführende Dokumente gewürdigt. Unsere Auswahl bestimmten wir risikoorientiert anhand von qualitativen und quantitativen Merkmalen. Zusätzlich haben wir die Einhaltung der Berichterstattungserfordernisse nach IFRS 15 im Konzernanhang nachvollzogen.
Zu den Angaben verweisen wir auf den Abschnitt "Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Anhang des Konzernabschlusses. Die Angaben zu den Umsatzerlösen und Forderungen finden sich in den Abschnitten "Umsatzerlöse" und "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" des Konzernanhangs. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche AnforderungenÜbrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVOWir wurden von der Hauptversammlung am 24. Mai 2019 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 12. Dezember 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2011 als Abschlussprüfer des Jahresabschlusses und seit dem Geschäftsjahr 2014 als Konzernabschlussprüfer der va-Q-tec AG tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Verantwortlicher WirtschaftsprüferDer für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Thomas Rattler.
Nürnberg, den 19. März 2020 Rödl & Partner GmbH gez. Fehlauer, Wirtschaftsprüfer gez. Rattler, Wirtschaftsprüfer |
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