![]() va-Q-tec AGWürzburgHalbjahresfinanzbericht 20195 KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT5.1 WIRTSCHAFTSBERICHT5.1.1 Makroökonomisches Umfeld und konzernspezifische Rahmenbedingungen Weltweit führte der Ausbruch des CoVid-19-Virus in Verbindung mit restriktiven Maßnahmen
zur Eindämmung der Pandemie zu einem beispiellosen Einbruch der Konjunktur. Nachdem
im März und April die Konjunkturprognosen weltweit schneller und stärker als je zuvor
nach unten korrigiert werden mussten, hat sich der Ausblick aktuell weitgehend stabilisiert.
Seit dem Beginn der Pandemie haben die Notenbanken zahlreiche Maßnahmen umgesetzt,
um zu verhindern, dass die Rezession zusätzlich eine Finanzkrise auslöst. Darüber
hinaus wurden weltweit umfangreiche Fiskalprogramme gegen die Krise beschlossen. Die
Lockerung der harten Einschränkungen des Alltags- und Wirtschaftslebens in vielen
Ländern hat zusätzlich bereits etwas eher eingesetzt, als es beispielsweise Ende März
erwartet wurde. Die weiterhin steigende Zahl der Infektionen, das Risiko einer "zweiten
Welle" sowie die weiterhin sehr angespannte Situation in manchen Ländern, etwa in
den USA und Brasilien, belasten dennoch weiterhin die konjunkturellen Aussichten. Für das Jahr 2020 rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) mit einem Rückgang
der Weltwirtschaft von -4,9 %. Als weltweit agierender Konzern sieht sich va-Q-tec
daher auch makroökonomischen Risiken ausgesetzt. Wesentlicher Umsatztreiber im ersten Halbjahr 2020 ist die temperaturgeführte Logistik
im Endmarkt Healthcare & Logistik. Den zweitgrößten Umsatzanteil hält der Bereich
Kühlgeräte & Lebensmittel. Beide zusammen machen einen Anteil von 90 % am Konzernumsatz
aus. va-Q-tec bearbeitet mit seinen Lösungen den Markt für thermische Verpackungssysteme
für die globale Healthcare-Industrie als wichtigste Abnehmerbranche. Die Marktforschungsagentur
MarketsandMarkets zeigt sich hinsichtlich des Wachstums dieses Marktes für die kommenden
Jahre optimistisch: Im Zeitraum von 2016 bis 2021 erwartet MarketsandMarkets eine
durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 9,1 %, wobei va-Q-tec davon ausgeht,
dass die relevanten Subsegmente des Marktes (Verpackungssysteme mit high performance)
stärker wachsen werden. Strengere regulatorische Anforderungen an die Kühlketten-Logistik
(unter dem Stichwort "Good Distribution Practices") erfordern für die Kunden in der
Pharmaindustrie immer leistungsfähigere und sicherere Verpackungssysteme. Marktuntersuchungen
zeigen, dass aktuell von den weltweit umsatzstärksten 100 Medikamenten 70 Medikamente
Temperaturketten-Logistik benötigen. va-Q-tec ist davon überzeugt, sowohl mit den
qualitativ hochwertigen Systemlösungen im Verkauf als auch mit den Mietlösungen ("Serviced
Rental" von thermischen Verpackungssystemen) überproportional im Vergleich zum Markt
für thermische Verpackungssysteme für die globale Healthcare-Industrie wachsen zu
können. Mit zukunftsweisenden Mietlösungen beabsichtigt va-Q-tec insbesondere in Märkte
einzutreten, die bislang mit konventionellen thermischen Verpackungssystemen bedient
wurden. Alleine in Deutschland gibt es knapp 20.000 Apotheken, die immer strengeren Regularien
für Transport- und Temperaturlogistik unterliegen. va-Q-tec Transportlösungen gewährleisten
z.B. auf Basis der va-Q-med-Technologie eine sichere Last-Mile-Logistik ohne Temperaturabweichungen
direkt bis zum Empfänger. Mit der va-Q-med-Box hat va-Q-tec insofern die Möglichkeit,
die Zukunft der Apotheken- bzw. Last-Mile-Logistik maßgeblich mitzugestalten. Zweitwichtigste Abnehmer nach der Healthcare-Industrie sind die Hersteller von Kühl-
und Gefriergeräten. Nach einer Einschätzung von ResearchAndMarkets wächst der Markt
für Vakuumisolationspaneele im Zeitraum von 2019 - 2026 um jährlich 20 %. Insgesamt wendet sich va-Q-tec mit seinem Produktgeschäft mit VIPs interessanten
Märkten zu. In Deutschland wird der "Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen" zufolge
ca. 60 % der Primärenergie für thermische Zwecke, also Kühlen oder Erwärmen, verwendet.
Mit weltweit steigenden Verbraucherpreisen für Primärenergie, erhöhtem Kundenbewusstsein
für Energieeinsparungen und strengeren gesetzlichen Regulierungen nimmt der ökonomische
und politische Anreiz zu, in Energieeffizienz zu investieren. Auch die Konjunkturprogramme
in Folge der Corona-Krise sind stark auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz ausgerichtet,
was fiskalische Anreize für Investitionen in diesen beiden Bereichen schaffen soll.
Daraus ergeben sich sehr interessante Geschäftschancen für die Produkte von va-Q-tec. 5.1.2 Geschäftsverlauf Bereits im ersten Quartal hatten die globale Ausbreitung des CoVid-19-Virus und die
notwendigen Gegenmaßnahmen die wirtschaftlichen Aktivitäten weltweit erheblich eingeschränkt.
Diese Entwicklung hat sich im zweiten Quartal zunächst weiter verschärft. va-Q-tec
unterstützt mit seinen Hightech-Isolationsboxen und -containern die globalen Anstrengungen
zur Bekämpfung des CoVid-19-Virus und bietet zuverlässige Transportlösungen für temperaturempfindliche
Test-Kits sowie für dringend benötigte (CoVid-19)-Arzneimittel an. Dabei stellt das
Unternehmen sowohl Hightech-Boxen und -Container für internationale Langstreckentransporte
als auch Lösungen für den Kurzstreckentransport auf der letzten Meile zum Endkunden
zur Verfügung. Der Bedarf an diesen Lösungen zum temperaturkontrollierten Versand
von Pharma- und Biotechprodukten steigt auch in Zeiten der Corona-Krise signifikant
an. Mithilfe von va-Q-tec-Lösungen wurden bereits mehrere Millionen CoVid-19-Testkits
weltweit per Luftfracht versendet, z.B. von Südkorea über Frankfurt nach Brasilien,
oder von Singapur in die Mongolei oder nach Sri Lanka. Um erkrankte Personen schnellstmöglich
zielgerichtet zu behandeln, sind schnelle und zuverlässige Tests in großer Anzahl
notwendig - und das weltweit. Nicht überall sind Testkits in ausreichender Anzahl
vorhanden. Schnelle und sichere Transporte per Luftfracht, die wiederum selbst stark
beeinträchtigt ist, sind also notwendig, um Tests dorthin zu bringen, wo sie dringend
benötigt werden. Die CoVid-19-Krise führt die Bedeutung stabiler und sicherer Lieferketten eindrucksvoll
vor Augen. Dies gilt im besonderen Maße für die Pharmaindustrie - setzt doch der verlässliche
Transport zahlreicher Medikamente verlässliche Transportlösungen mit stabilen Temperaturen
voraus. va-Q-tec hat im ersten Halbjahr 2020 77 % des Umsatzes im Healthcare-Bereich
erzielt (Vorjahr: 63 %). Dort liegt auch in den kommenden Jahren ein besonders großes
Potenzial. TempChain-Logistik beinhaltet nicht nur das Kühlen, sondern die gesamte
Bandbreite sicherer Transportlösungen für temperaturempfindliche Produkte, z.B. Medikamente,
in unterschiedlichsten Temperaturbereichen. Mit dem umfangreichen Produktportfolio
kann va-Q-tec Anforderungen an die Temperaturstabilität genau einhalten und trägt
so wesentlich zu Produktsicherheit und -qualität bei. Insgesamt entwickelte sich das Geschäft im ersten Halbjahr 2020 auch dank des in
Krisenzeiten gefragten Portfolios erfreulich. Mit einem Umsatzplus von 14 % setzte
sich die dynamische Umsatzentwicklung fort. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
(EBITDA) erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 44 % von 4.368 TEUR auf 6.291
TEUR. Damit stieg die Marge von 13 % auf 15 % in Bezug auf die Gesamterträge bzw.
von 14 % auf 18 % relativ zu den Umsätzen. Obwohl die tatsächlichen gesamtwirtschaftlichen Folgen aufgrund CoVid-19 noch ungewiss
sind, befindet sich va-Q-tec in 2020 weiter auf einem guten Weg: Trotz CoVid-19-Effekten
konkretisiert der Vorstand daher die bisherige qualitative Prognose eines moderaten
bis mittelstarken Umsatzwachstum auf eine Bandbreite von 10 - 15 % und geht nun von
einer leichten Verbesserung der EBITDA-Marge aus, sofern die Coronasituation im zweiten
Halbjahr 2020 nicht global wieder an Dynamik gewinnt ("zweite Welle"). Chancen können
sich ergeben, indem va-Q-tec von möglichen CoVid-19-Impfstofftransporten profitieren
kann. Geschäftsbereich Systeme (Verkauf von thermischen Verpackungssystemen) Im Geschäftsbereich Systeme (Thermische Verpackungen) stieg der Umsatz gegenüber
dem Vorjahr von 5.908 TEUR um 77 % auf 10.463 TEUR. Besonders bedeutsam waren für
va-Q-tec im H1 2020 Großaufträge über mehrere Tausend Thermoboxen auf Basis der va-Q-med®-Technologie
aus Skandinavien. Die Boxen wurden für den speziellen Anwendungsfall zusätzlich an
die Kundenbedürfnisse angepasst: Um die Thermoverpackung in die lokalen Betriebsabläufe
zu integrieren und in den strengen skandinavischen Wintern problemlos einsetzen zu
können, wurden auf Wunsch des Kunden Änderungen am thermischen Design sowie am Format
der Boxen vorgenommen. Die va-Q-med®-Technologie gewährleistet verlässlich konstante
Temperaturen bei der Medikamentendistribution, so dass die Kunden in Finnland und
Schweden die temperatursensiblen Arzneimittel in bester Qualität erhalten. Die Aufträge reihen sich in weitere Last-Mile-Projekte in Deutschland (kohlpharma),
der Schweiz (Schweizerische Post), Singapur und vielen anderen Ländern ein und unterstreichen
die wachsende internationale Anerkennung für das thermische Knowhow und die kundenspezifischen
Lösungen der va-Q-tec. Die "Last Mile", die letzte Meile vom Großhändler zur Apotheke
oder von der (Online)-Apotheke direkt zum Patienten, stellt die Lieferanten weltweit
vor große Herausforderungen. Die bei der Arzneilogistik erforderliche TempChain muss
strikt eingehalten und dokumentiert werden, um die Wirksamkeit der Medikamente sicherzustellen. Auch in der Logistik für CoVid-19-Diagnostik-Kits muss die absolute Temperaturstabilität
entlang der TempChain während der mehrtägigen Transporte auch in unvorhergesehenen
Situationen und in teils entlegene und besonders heiße oder kalte Regionen der Welt
gewährleistet sein. Nur so ist die Funktionalität der Tests sichergestellt. Um diese
schwierig zu erreichenden Gegenden ebenfalls mit Medikamenten und Diagnostik Kits
versorgen zu können, hat va-Q-tec innerhalb kürzester Zeit im Geschäftsbereich Systeme
eigens eine spezielle Transportlösung entwickelt: den va-Q-pal SI. Diese Lösung in
Palettengröße ist kurzfristig verfügbar und weist eine sehr gute Temperaturhaltedauer
auf: So kann die Lösung z.B. den bei CoVid-19-Diagnostik-Kits häufig erforderlichen
Temperaturbereich von -20 °C über 124 Stunden lang auch bei harten Außenbedingungen
halten, ohne von externer Energiezufuhr und Trockeneis abhängig zu sein. Aufgrund
des weltweit akuten Bedarfs sowie reduzierter Luftfracht-Kapazitäten infolge des eingeschränkten
oder gar unterbrochenen Betriebs von Fluggesellschaften in der Corona-Krise ist die
Logistik herausfordernd und gleichzeitig zeitkritisch. Geschäftsbereich Dienstleistungen ("Serviced Rental" von thermischen Verpackungssystemen) Das Servicegeschäft von va-Q-tec umfasst das Container- und Boxen-Vermietungsgeschäft
für den Transport temperatursensibler Güter, die mehrheitlich aus dem Pharma- und
Biotech-Bereich kommen. In H1 2020 verzeichnete dieser Bereich mit 16.779 TEUR ein
Plus von 21 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum (H1 2019: 13.852 TEUR). Insgesamt verbreiterte
sich die Kundenbasis weiter. Auch in Zukunft wird der Ausbau des Servicesegments vorangetrieben
und als entscheidender Wachstumsfaktor für va-Q-tec angesehen. Zusätzlich profitierte
der Bereich Dienstleistungen von einer Vielzahl internationaler Transporte von Diagnostik-Kits. Geschäftsbereich Produkte (Verkauf von Vakuumisolationspaneelen und Phase Change Materials) Im Produktgeschäft (Verkauf von Vakuumisolationspaneelen und Phase Change Materials)
entwickelte sich der Umsatz mit 7.774 TEUR gegenüber der Vorjahresbasis rückläufig
(Vj.: 10.802 TEUR). Einerseits wirkten sich bereits zum Ende des ersten Quartals CoVid-19-bedingte
Schließungen von Produktionswerken der Kunden im Kühlschrank-Bereich negativ auf das
Geschäft von va-Q-tec aus. Diese Unterbrechungen im Betriebsablauf dauerten zum Teil
bis Ende Mai an. Gleichzeitig verspüren die europäischen Kunden der va-Q-tec in den
Konsumentenmärkten für Kühl- und Gefriergeräte bereits seit 2019 einen steigenden
Wettbewerbsdruck aus Asien und Osteuropa. Dementsprechend verringerte sich der Umsatz
in diesem Geschäftsbereich stärker als zu Jahresanfang geplant. Zum Ende des Q2 zeigten
sich beim Verkauf von Vakuumisolationspaneelen zwar Aufholeffekte, die auch im dritten
Quartal 2020 anhalten werden. Es ist aber keine Rückkehr zum Niveau des Vorjahres
zu erwarten. Strategisch und kommerziell bedeutende Projekte, z.B. in den Bereichen
Technics & Industry (z.B. Isolierung von Leitungsrohren) und Mobility (z.B. Projekte
in der Luftfahrtindustrie) sind in Sichtweite. Diese speziellen Entwicklungen stellen
auch eine bessere Marge in Aussicht. 5.1.3 Erläuterung des Geschäftsergebnisses und Analyse der Ertrags-, Finanz- und VermögenslageErtragslagescroll
Die Umsatzerlöse sind insgesamt im ersten Halbjahr 2020 stark um 14 % gegenüber dem
Vorjahreszeitraum auf 35.651 TEUR gewachsen. Das Umsatzwachstum wurde dabei besonders
durch die Geschäftsbereiche "Systeme" und "Dienstleistungen" gespeist. Im Geschäftsbereich
Systeme (Verkauf Thermischer Verpackungssysteme) stieg der Umsatz von 5.908 TEUR um
4.555 TEUR auf 10.463 TEUR (+77 %). Der Bereich "Dienstleistungen" (Serviced Rental
von Thermocontainern und -boxen) verzeichnete in H1 2020 mit 16.779 TEUR ein Plus
von 21 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum (H1 2019: 13.852 TEUR). Im Geschäft mit Vakuumisolationspaneelen
(Geschäftsbereich Produkte) erzielte va-Q-tec im ersten Halbjahr 2020 Umsätze in Höhe
von 7.774 TEUR (Vj.: 10.802 TEUR). Das deutsche Segment (va-Q-tec AG) trug 16.844 TEUR (Vj.: 17.158 TEUR), das UK-Segment
(va-Q-tec UK) 14.796 TEUR (Vj.: 11.547 TEUR) und das sonstige Segment 4.011 TEUR (Vj.:
2.558 TEUR) zu den konsolidierten Umsatzerlösen bei. Die Gesamterträge wuchsen im ersten Halbjahr 2020 stärker als der Umsatz um 20 %
auf 41.385 TEUR. Die Steigerung resultiert im Wesentlichen aus höheren aktivierten
Eigenleistungen, unter anderem gespeist aus einer fortgeführten Expansion der selbsthergestellten
Container- und Boxenflotten. Der Aufwand für Material und bezogene Leistungen stieg von 13.839 TEUR im Vorjahr
um 20 % auf 16.573 TEUR und damit im Einklang mit dem Wachstum der Gesamterträge.
Trotz CoVid-19-bedingt stark erhöhter Kosten für Luftfracht konnte die Quote für Materialaufwand-
und bezogene Leistungen bei 40 % stabil gehalten werden. Analog dazu blieb die Rohertragsquote
in H1 2020 stabil bei 60 % im Verhältnis zu den Gesamterträgen. Der Personalaufwand wuchs von 10.872 TEUR im Vorjahr auf 12.607 TEUR im ersten Halbjahr
2020 (+1.735 TEUR) und nahm damit relativ zu den Gesamterträgen auf 31 % leicht ab
(Vj.: 32 %). Die Zunahme ist neben üblichen Lohn- und Gehaltssteigerungen im Wesentlichen
auf die im Durchschnitt zum Vorjahreszeitrum um 41 Personen gestiegene Mitarbeiteranzahl
zurückzuführen. Der sonstige betriebliche Aufwand (SBA) erhöhte sich unterproportional zu den Gesamterträgen
von 5.419 TEUR im Vorjahr um 9 % auf 5.914 TEUR im Berichtszeitraum (+495 TEUR). Gemessen
an den Gesamterträgen resultiert eine deutlich verminderte Quote der SBA von 14 %
(Vj.: 16 %). Infolge der dargestellten Entwicklungen im ersten Halbjahr 2020 stieg das Ergebnis
vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) sehr deutlich von 4.368 TEUR im Vorjahr
um 44 % bzw. 1.923 TEUR auf 6.291 TEUR, was zu einer verbesserten EBITDA-Marge von
15 %, bezogen auf die Gesamterträge, führt (Vj.: 13 %). Bezogen auf die Umsätze entspricht
dies einer Verbesserung von 14 % in H1 2019 auf 18 % in H1 2020. Die Abschreibungen erhöhten sich leicht um 3 % auf 6.089 TEUR (Vj.: 5.938 TEUR). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich in der Folge von -1.570
TEUR sehr deutlich auf 202 TEUR (+1.772 TEUR) und liegt nun im positiven Bereich. Das Finanzergebnis belief sich auf -552 TEUR nach -530 TEUR im Vorjahr und war damit
nur unwesentlich niedriger als im Vorjahr. Für das erste Halbjahr 2020 verbleibt ein reduzierter Vorsteuerverlust (EBT) von
-350 TEUR gegenüber -397 TEUR im Vorjahreszeitraum. Der Vorjahreswert war jedoch durch
den einmaligen Ertrag in Höhe von 1.771 TEUR aufgrund des Wechsels von der at-Equity-
zur Fair-Value-Bilanzierung bei der Beteiligung an der SUMTEQ GmbH geprägt. Die Berichtssegmente haben sich im ersten Halbjahr 2020 wie folgt entwickelt: Deutsches Berichtssegment (va-Q-tec AG)scroll
Im deutschen Berichtssegment (va-Q-tec AG) stieg der Umsatz von 20.781 TEUR im Vorjahr
um 2.940 TEUR (+14 %) auf 23.721 TEUR im H1 2020. Der Umsatzanstieg war vor allem
auf die höheren Verkäufe von eigenproduzierten Containern an die Tochtergesellschaft
in UK sowie das wachsende Geschäft mit Systemen (integrierte Thermoverpackungen) zurückzuführen.
Das EBITDA wuchs deutlich auf 1.448 TEUR (Vj.: -7 TEUR). Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl
stieg um 38 auf 425 (Vj.: 387). Britisches Berichtssegment (va-Q-tec AG)scroll
Das britische Berichtssegment umfasst im Wesentlichen die Vermietung von temperaturkontrollierten
Containern für die globale Pharma-Industrie. Die Umsatzerlöse in diesem Segment nahmen
im ersten Halbjahr 2020 um 26 % von 12.217 TEUR im Vorjahr auf 15.398 TEUR zu. Das
Geschäft profitierte dabei von einer deutlichen Verbreiterung der Kundenbasis und
einem Ausbau der Geschäftsaktivitäten bei einer Vielzahl kleinerer Bestandskunden.
Das EBITDA nahm sehr deutlich um 1.741 TEUR (+47 %) von 3.733 TEUR im Vorjahr auf
5.474 TEUR in H1 2020 zu. Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl erhöhte sich von
43 auf 46 Mitarbeiter. Sonstiges Berichtssegmentscroll
Die Tochtergesellschaften in Singapur, Korea, der Schweiz, Japan, Uruguay und den
USA, welche zusammen das Sonstige Berichtssegment bilden, trugen ebenfalls zur Umsatzsteigerung
im Konzern bei. Dieser speiste sich im Wesentlichen aus deutlich wachsenden Eigenumsätzen
in den Regionen. Die Tochtergesellschaften in Korea und Uruguay haben sich besonders
erfreulich entwickelt und liefern substanzielle Umsatzbeiträge. Alle Tochtergesellschaften
im Sonstigen Berichtssegment sind besonders wichtig für die lokale Präsenz, den Ausbau
der regionalen Geschäftstätigkeit und die Wahrnehmung von va-Q-tec als verlässlicher
globaler und regionaler Partner. Der Umsatz stieg um 1.552 TEUR von 3.131 TEUR im
Vorjahr auf 4.683 TEUR in H1 2020 (+50 %). Das EBITDA betrug 21 TEUR im ersten Halbjahr
2020 nach -63 TEUR im Vorjahr. Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl betrug 27 (Vj.:
27). Finanzlage
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| in TEUR | H1 2020 | H1 2019 |
| Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 2.290 | 328 |
| Netto-Cashflow aus Investitionstätigkeit | -4.519 | -3.677 |
| Netto-Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 5.061 | -1.085 |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 2.782 | -4.437 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 10.272 | 7.717 |
Der Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit einschließlich der Änderungen im Working
Capital belief sich in H1 2020 auf 2.290 TEUR und lag damit um 1.962 TEUR über dem
Wert des Vorjahreszeitraums in Höhe von 328 TEUR.
Vor Änderungen im Working Capital erzielt va-Q-tec zum Stichtag einen positiven Cashflow
aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe von 4.572 TEUR gegenüber 1.411 TEUR in H1 2019.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit veränderte sich von -3.677 TEUR im Vorjahreszeitraum
auf -4.519 TEUR im ersten Halbjahr 2020. Aus dem Erwerb von Sachanlagen resultieren
-3.956 TEUR gegenüber -3.505 TEUR im Vorjahreszeitraum. Zwar bilden vor allem die
bereits in den Vorjahren (im Wesentlichen in 2017 und 2018) getätigten Investitionen
die Basis für den weiteren Ausbau des Unternehmens in Richtung einer Umsatzgröße von
100 Mio. EUR. Aufgrund der erhöhten globalen Nachfrage nach Transporten von Healthcare-Produkten
in Containern von va-Q-tec im Zuge der CoVid-19-Pandemie investierte va-Q-tec jedoch
kurzfristig zusätzlich in selbstproduzierte Container für die globale Flotte.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 5.061 TEUR (Vj.: -1.085 TEUR)
resultiert aus der planmäßigen Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
und Leasinggesellschaften.
| Aktiva in TEUR | 30.06.2020 | 31.12.2019 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 1.776 | 2.233 |
| Sachanlagen | 67.412 | 68.879 |
| Als Finanzanlagen gehaltene Immobilien | 1.614 | 1.614 |
| Vertragsvermögenswerte | 187 | 158 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 2.475 | 2.474 |
| Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte | 1.744 | 1.100 |
| Latente Steueransprüche | 2.320 | 2.319 |
| Summe langfristige Vermögenswerte | 77.528 | 78.777 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorräte | 12.182 | 10.676 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 8.823 | 6.666 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 875 | 586 |
| Steueransprüche | 237 | 230 |
| Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte | 1.750 | 1.364 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 10.272 | 7.490 |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | 34.139 | 27.012 |
| Bilanzsumme | 111.667 | 105.789 |
Das Sachanlagevermögen ist zum 30.06.2020 gegenüber dem 31.12.2019 insgesamt um 1.467
TEUR auf 67.412 TEUR leicht gesunken. Die Summe der langfristigen Vermögenswerte reduziert
sich zum 30.06.2020 um 1.249 TEUR auf 77.528 TEUR.
Das Vorratsvermögen nahm im Zuge der allgemeinen Geschäftsausweitung sowie der Erstausstattung
der Auslandsgesellschaften mit Lagerbeständen von 10.676 TEUR zum 31.12. um 1.506
TEUR auf 12.182 TEUR zu. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nahmen zum
30.06.2020 gegenüber dem 31.12.2019 um 2.157 TEUR auf 8.823 TEUR zu. Die kurzfristigen
sonstigen finanziellen Vermögenswerte nahmen von 586 TEUR zum 31.12.2019 um 289 TEUR
auf 875 TEUR zum ersten Halbjahr 2020 zu. Die Summe der kurzfristigen Vermögenswerte
erhöhte sich von 27.012 TEUR zum 31.12.2019 auf 34.139 TEUR zum ersten Halbjahr 2020.
Die Bilanzsumme nahm im gleichen Zeitraum von 105.789 TEUR auf 111.667 TEUR zu
| Passiva in TEUR | 30.06.2020 | 31.12.2019 |
| Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 13.090 | 13.090 |
| Eigene Anteile | -54 | -54 |
| Kapitalrücklage | 46.158 | 46.158 |
| Kumuliertes sonstiges Ergebnis | -13 | -26 |
| Gewinnrücklage | -16.811 | -16.461 |
| Summe Eigenkapital | 42.370 | 42.707 |
| Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | ||
| Rückstellungen | 76 | 73 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 27.251 | 22.840 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 4.500 | 5.333 |
| Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten | 5.551 | 6.547 |
| Summe langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 37.378 | 34.793 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | ||
| Rückstellungen | 217 | 130 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 13.527 | 11.404 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 6.977 | 6.867 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 44 | 308 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 6.075 | 4.485 |
| Steuerverbindlichkeiten | 31 | 42 |
| Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten | 5.048 | 5.053 |
| Summe kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 31.919 | 28.289 |
| Bilanzsumme | 111.667 | 105.789 |
Das Eigenkapital des Konzerns beträgt zum 30.06.2020 42.370 TEUR, was einer weiterhin
hohen Eigenkapitalquote von 38 % der Bilanzsumme entspricht. (31.12.2019: 42.707 TEUR
bzw. 40 %).
Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nahmen aufgrund planmäßiger
Finanzierungsmaßnahmen um 4.411 TEUR von 22.840 TEUR auf 27.251 TEUR zu. Die kurzfristigen
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nahmen aufgrund der höheren Inanspruchnahme
bestehender Kontokorrentlinien von 11.404 TEUR auf 13.527 TEUR zu.
Die langfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten nahmen von 5.333 TEUR
auf 4.500 TEUR ab. Die langfristigen sonstigen nicht-finanziellen Verbindlichkeiten
nahmen von 6.547 TEUR um 996 TEUR auf 5.551 TEUR ab. Die kurzfristigen sonstigen nicht-finanziellen
Verbindlichkeiten blieben mit 5.048 TEUR (Vj.: 5.053 TEUR) annähernd konstant.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zuzüglich Anlagen-Leasing machten
mit 45.703 TEUR 41 % der Bilanzsumme aus (31.12.2019: 40.195 TEUR, 38 %). Die kurzfristigen
Verbindlichkeiten und Rückstellungen betrugen im ersten Halbjahr 2020 31.919 TEUR,
was 29 % der Bilanzsumme entspricht. (Vj.: 28.289 TEUR, 27 %). Langfristige Verbindlichkeiten
des Konzerns betragen 37.378 TEUR, entsprechend 33 % der Bilanzsumme (Vj.: 34.793
TEUR, 33 %). Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen summierten sich auf
6.075 TEUR gegenüber 4.485 TEUR im Vorjahr.
va-Q-tec kann trotz CoVid-19 auf ein sehr erfolgreiches erstes Halbjahr 2020 zurückblicken.
Das Unternehmen hat zum Schutz der Mitarbeiter und Partner zu Beginn der Pandemie
vielfältige Maßnahmen beschlossen und umgesetzt, z.B. Hygiene-Konzepte oder die Möglichkeit,
von Zuhause aus zu arbeiten. Kurzarbeit oder Einschränkungen im operativen Betrieb
des global agierenden Konzerns gab es nicht. So wurde unter anderem eine Rekordanzahl
an Shipments im globalen Container-Mietgeschäft vom Logistik-Team der va-Q-tec Ltd
vollständig aus den Home Offices heraus gesteuert. Dabei ist es auch gelungen, trotz
der Verwerfungen bei den Luftfrachtkapazitäten alle Kundenaufträge zu bedienen und
gleichzeitig die Kosten im Griff zu behalten. Das hohe Wachstumstempo beim Umsatz
und Ergebnis konnte insgesamt beibehalten und die Profitabilität weiter deutlich verbessert
werden. Der Konzern-Umsatz wächst weiter deutlich zweistellig um 14 % auf 35.651 TEUR.
Das mit Abstand stärkste Umsatzwachstum wurde erneut bei Thermoverpackungen, insbesondere
für Life-Science-Anwendungen (Geschäftsbereich Systeme) und im "Serviced Rental" von
Thermocontainern und -boxen erzielt. Insgesamt beträgt der Umsatzanteil dieser beiden
Bereiche, die sich hauptsächlich an Healthcare-Kunden wenden, 77 % und konnte gegenüber
dem Vorjahreszeitraum (63 % Umsatzanteil) deutlich gesteigert werden. Die CoVid-19-Krise
führt die Bedeutung stabiler und sicherer Lieferketten, besonders in der Pharmaindustrie,
vor Augen. va-Q-tec leistet mit Thermotransporten, beispielsweise für Medikamente
und Testkits, seinen Beitrag im Kampf gegen CoVid-19. Das hat auch die öffentliche
Wahrnehmung von va-Q-tec als verlässlicher Partner für die Life-Science-Industrie
noch einmal deutlich erhöht. Die Kundennachfrage ist ungebrochen hoch, in einem Markt,
der jährlich um gut 10 % wächst. va-Q-tec profitiert als Technologie- und Innovationsführer
davon überproportional. Der Konzern setzt den Trend hin zu passiven, energieeffizienten
und CO2-sparenden Thermotransport-Lösungen. Im Produktgeschäft (Verkauf von VIPs und PCMs)
hatte sich die Coronakrise am deutlichsten bemerkbar gemacht. Diesen Effekt konnte
va-Q-tec jedoch mit den anderen Geschäftsbereichen, dem Service- (Vermietung thermischer
Container und Boxen) und dem Systemgeschäft (Verkauf integrierter thermischer Verpackungen),
trotz stark eingeschränkter Reise- und Messetätigkeit, mehr als ausgleichen.
Das EBITDA steigt trotz CoVid-19-bedingter Mehraufwendungen erneut sehr deutlich
überproportional um 44 % auf 6.291 TEUR. Die EBITDA-Marge im Verhältnis zu den Gesamterträgen
verbessert sich um zwei Prozentpunkte auf 15 %. Das EBIT fiel mit 202 TEUR positiv
aus. Damit wurde die Profitabilität insgesamt trotz CoVid-19 deutlich verbessert.
Der Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit verbesserte sich erneut sehr deutlich
auf 2.290 TEUR.
Die nachfolgenden Prognosen für die Entwicklung der Steuerungsgrößen wurden unter
Annahme der beschriebenen, relativ unsicheren, makroökonomischen Rahmenbedingungen
im Jahr 2020 getroffen. Daneben stützen sie sich auf die erwarteten mittelfristigen
positiven Wachstumsaussichten im Markt für VIPs und Isolationsmaterialien insgesamt.
Im Markt für thermische Verpackungen und Dienstleistungen wird eine hohe Wachstumsdynamik
erwartet, besonders im Segment thermischer Hochleistungs-Verpackungen. Diese Annahmen
werden durch die Einschätzungen der Marktforschungsinstitute IMARC und ResearchAndMarkets
untermauert, die bereits ein Wachstum im (unteren) zweistelligen Prozentbereich erwarten
(siehe 5.1.1 Makroökonomisches Umfeld und konzernspezifische Rahmenbedingungen). va-Q-tec
erwartet, von den Megatrends Energieeffizienz, Regulierung der Kühlketten (Produktsicherheit)
und Globalisierung der Wertschöpfungsketten auch im Kontext von CoVid-19 überproportional
zu profitieren.
Nach dem starken ersten Halbjahr 2020, verbunden mit einem guten Ausblick insbesondere
im TempChain-Logistik-Bereich überwiegend für Pharma- und Healthcare-Kunden, werden
wir unsere Wachstumsdynamik im restlichen Jahr beibehalten. Wir konkretisieren daher
die bisherige qualitative Prognose eines moderaten bis mittelstarken Umsatzwachstum
auf eine Bandbreite von 10 - 15 %. Dieser Wert kann übertroffen werden, wenn va-Q-tec
von möglichen CoVid-19-Impfstofftransporten profitieren kann. Aufgrund der möglichen
Zusatzkosten und potentiellen Umsatzeinbußen durch die CoVid-19-Pandemie hatte das
Unternehmen bisher keine Margenverbesserung gegenüber 2019 (13 % EBITDA-Marge im Gesamtjahr)
erwartet. Nun geht der Vorstand aufgrund der sehr positiven Entwicklung im ersten
Halbjahr von einer leichten Verbesserung der EBITDA-Marge im Gesamtjahr aus, sofern
die Coronasituation im zweiten Halbjahr 2020 nicht global wieder an Dynamik gewinnt
("zweite Welle").
Dieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen
Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der va-Q-tec AG beruhen. Solche Aussagen
sind Risiken und Ungewissheiten unterworfen. Diese und andere Faktoren können dazu
führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die
Leistungsfähigkeit der Gesellschaft wesentlich von den hier abgegebenen Einschätzungen
abweichen. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten
Aussagen fortzuschreiben und an künftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.
Dieses Dokument liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor; bei Abweichungen ist
die deutsche Fassung maßgeblich und geht der englischen Übersetzung des Dokuments
vor.
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in diesem Geschäftsbericht überwiegend die
männliche Form verwendet. Die Information bezieht sich dennoch auf Personen jeglichen
Geschlechts.
Im Rahmen des Risikomanagementsystems, das als Risikofrüherkennungssystem etabliert
ist, analysiert und beurteilt va-Q-tec die Risiken des Unternehmens und des dazugehörigen
Geschäftsumfelds. Ferner beinhaltet es ein Internes Kontrollsystem (IKS) sowie ein
Compliance-System, wodurch zusätzlich die Einhaltung zutreffender gesetzlicher und
industriespezifischer Rahmenbedingungen sichergestellt wird. Das Risikomanagement
des Konzerns sieht es als eine der zentralen Aufgaben, den internen Finanzierungsbedarf
zu steuern und zu überwachen sowie die finanzielle Unabhängigkeit des Gesamtunternehmens
sicherzustellen. Finanzielle Risiken werden durch das Reporting überwacht und durch
eine rollierende Finanz- und Liquiditätsplanung gesteuert.
Die Supply Chain von va-Q-tec ist im Gegensatz zu anderen Branchen weniger auf Just-in-Time-Prozesse
ausgelegt. Kurzfristige Störungen der Lieferkette können und konnten so ausgeglichen
werden. Entwicklungen wie beispielsweise Fabrikschließungen, Einschränkungen des öffentlichen
Lebens als Reaktion auf die Ausbreitung des Corona-Virus stellen ein konkretes Risiko
dar, das sich im Bereich "Produkte" bereits zum Teil materialisiert hat. Aufgrund
des pandemischen Ausbruchs des Virus könnte es zu Schließungen von Fabriken oder Netzwerkstationen
des Konzerns kommen, sofern die eigenen Mitarbeiter oder Partnerunternehmen in der
Supply Chain von Quarantäne-Maßnahmen betroffen sind. Als Anbieter von Lösungen für
die Healthcare- und Life-Science-Industrie arbeitet va-Q-tec für zahlreiche Kunden,
die als systemrelevant gelten und deren Produkte weltweit benötigt werden. Entsprechend
war dieser wachsende Kundenkreis auch nicht von Werksschließungen betroffen und die
anhaltend hohe Nachfrage aus der Healthcare-Branche hat dafür gesorgt, dass va-Q-tec
wirtschaftlich bislang insgesamt sehr gut durch die CoVid-19-Pandemie gekommen ist.
Nach Einschätzung der Konsequenzen betrachtet der Vorstand dieses Risiko differenziert
und bewertet es unter Berücksichtigung bisher identifizierten Risiken insgesamt weiterhin
als großes Risiko. Durch zunehmende Lieferungen von Diagnostikkits, Medikamenten und
Impfstoffen aufgrund des Corona-Ausbruchs ergibt sich für va-Q-tec eine große Chance
auf steigende Nachfrage im Bereich Healthcare und Logistik. Somit verbleibt in der
Gesamtschau ein mittleres Risiko aufgrund Corona (CoVid-19). Die aktuelle Entwicklung
und Restriktionen werden gemeinsam mit unseren Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und
Partnern weiter genau beobachtet.
Die aktuellen Entwicklungen und Verhandlungen und mögliche Konsequenzen auf va-Q-tec
werden von einem bereichs- und länderübergreifenden Brexit-Team weiter engmaschig
beobachtet. Insgesamt schätzt va-Q-tec das Brexit-Risiko weiter als gering ein.
Der Zwischenlagebericht zum Halbjahr beinhaltet darüber hinaus keine umfangreiche
und vollständige Angabe zum Prognose-, Chancen- und Risikobericht. Es wurde zum 30.06.2020
eine umfangreiche Überprüfung der Risikosituation durchgeführt.
Zu Einzelheiten bezüglich des Risikomanagementsystems und des spezifischen Chancen-
und Risikoprofils sowie in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten wird auf
den Abschnitt "Chancen- und Risikobericht" im Konzernlagebericht 2019 verwiesen.
| in TEUR | H1 2020 | H1 2019 |
| Umsatzerlöse | 35.651 | 31.263 |
| Bestandsveränderungen | 680 | -537 |
| Aktivierte Eigenleistungen | 2.903 | 1.517 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2.151 | 2.255 |
| Gesamterträge | 41.385 | 34.498 |
| Materialaufwand | -16.573 | -13.839 |
| Rohergebnis | 24.812 | 20.659 |
| Personalaufwand | -12.607 | -10.872 |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand | -5.914 | -5.419 |
| EBITDA | 6.291 | 4.368 |
| Abschreibungen | -6.089 | -5.938 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 202 | -1.570 |
| Ergebnis aus Bewertung von Beteiligungen nach at-Equity-Methoden | - | -68 |
| Ergebnisbeträge aus der Fair Value Bewertung von Beteiligungen | - | 1.771 |
| Finanzerträge | 7 | 8 |
| Finanzaufwendungen | -559 | -538 |
| Finanzergebnis | -552 | -530 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | -350 | -397 |
| Ertragsteuern | - | -383 |
| Konzernergebnis | -350 | -780 |
| Konzernergebnis, das den Eigentümern der va-Q-tec AG zuzurechnen ist | -350 | -780 |
| Konzernergebnis je Aktie - unverwässert / verwässert | -0,03 | -0,06 |
| in TEUR | H1 2020 | H1 2019 |
| Konzernergebnis | -350 | -780 |
| Sonstiges Konzernergebnis | ||
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | 13 | -1 |
| Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Aufwendungen und Erträge mit künftiger ergebniswirksamer Umgliederung | 13 | -1 |
| Konzerngesamtergebnis | -337 | -781 |
| Konzerngesamtergebnis, das den Eigentümern der va-Q-tec AG zuzurechnen ist | -337 | -781 |
| in TEUR | 30.06.2020 | 31.12.2019 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 1.776 | 2.233 |
| Sachanlagen | 67.412 | 68.879 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 1.614 | 1.614 |
| Vertragsvermögenswerte | 187 | 158 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 2.475 | 2.474 |
| Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte | 1.744 | 1.100 |
| Latente Steueransprüche | 2.320 | 2.319 |
| Summe langfristige Vermögenswerte | 77.528 | 78.777 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorräte | 12.182 | 10.676 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 8.823 | 6.666 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 875 | 586 |
| Steueransprüche | 237 | 230 |
| Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte | 1.750 | 1.364 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 10.272 | 7.490 |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | 34.139 | 27.012 |
| Bilanzsumme | 111.667 | 105.789 |
| in TEUR | 30.06.2020 | 31.12.2019 |
| Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 13.090 | 13.090 |
| Eigene Anteile | -54 | -54 |
| Kapitalrücklage | 46.158 | 46.158 |
| Kumuliertes sonstiges Ergebnis | -13 | -26 |
| Gewinnrücklage | -16.811 | -16.461 |
| Summe Eigenkapital | 42.370 | 42.707 |
| Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | ||
| Rückstellungen | 76 | 73 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 27.251 | 22.840 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 4.500 | 5.333 |
| Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten | 5.551 | 6.547 |
| Summe langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 37.378 | 34.793 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | ||
| Rückstellungen | 217 | 130 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 13.527 | 11.404 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 6.977 | 6.867 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 44 | 308 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 6.075 | 4.485 |
| Steuerverbindlichkeiten | 31 | 42 |
| Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten | 5.048 | 5.053 |
| Summe kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 31.919 | 28.289 |
| Bilanzsumme | 111.667 | 105.789 |
| in TEUR | H1 2020 | H1 2019 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | ||
| Konzernergebnis | -350 | -780 |
| Erfolgswirksam erfasste tatsächliche Ertragsteuern | 3 | 66 |
| Gezahlte Ertragsteuern | - | -65 |
| Erfolgswirksam erfasstes Finanzergebnis | 552 | 530 |
| Gezahlte Zinsen | -522 | -508 |
| Abschreibung auf aktivierte Vertragskosten | 9 | 9 |
| Nicht zahlungswirksame Verluste aus at-equity bilanzierten Beteiligungen | - | 68 |
| Nicht zahlungswirksame Erträge aus Fair Value Bewertung von Beteiligungen | - | -1.771 |
| Abschreibungen | 6.039 | 5.938 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen | -32 | -254 |
| Minderung (Erhöhung) übrige Vermögenswerte | -468 | -672 |
| Erhöhung (Minderung) übrige Schulden | 932 | 67 |
| Erhöhung (Minderung) Rückstellungen | 90 | 66 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Posten | -1.681 | -1.284 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit vor Änderungen im Working Capital | 4.572 | 1.411 |
| Minderung (Erhöhung) von Vorräten | -1.453 | 415 |
| Minderung (Erhöhung) von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -2.157 | -908 |
| Erhöhung (Minderung) von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.328 | -590 |
| Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 2.290 | 328 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | ||
| Auszahlungen aus dem Erwerb von immateriellen Vermögenswerten | -710 | -519 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen | 184 | 366 |
| Auszahlungen aus dem Erwerb von Sachanlagen | -3.956 | -3.505 |
| Auszahlungen aus der Zunahme von Contract Assets | -37 | -19 |
| Netto-Cashflow aus Investitionstätigkeit | -4.519 | -3.677 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | ||
| Einzahlungen aus Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 12.037 | 5.655 |
| Tilgung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | -5.506 | -5.287 |
| Einzahlungen aus Investionszulagen und -zuschüssen | 57 | - |
| Auszahlung für Schulden aus Leasingverträgen | -1.527 | -1.453 |
| Netto-Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 5.061 | -1.085 |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente vor Wechselkursen | 2.832 | -4.434 |
| Wechselkursbedingte Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -50 | -3 |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 2.782 | -4.437 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn des Geschäftsjahres | 7.490 | 12.154 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn des Geschäftsjahres | 10.272 | 7.717 |
| in TEUR | Gezeichnetes Kapital | Eigene Anteile | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | kumuliertes sonstiges Konzernergebnis | Eigenkapital, das den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen ist |
| Rücklage für Währungsumrechnung | ||||||
| 01.01.2019 | 13.090 | -54 | 46.158 | -13.895 | -39 | 45.260 |
| Konzernergebnis | - | - | - | -780 | - | -780 |
| Sonstiges Konzernergebnis | - | - | - | - | -1 | -1 |
| Summe Konzerngesamtergebnis | - | - | - | -780 | -1 | -781 |
| Erwerb eigener Anteile | - | - | - | - | - | - |
| Verwendung / Ausgabe eigene Aktien | - | - | - | - | - | - |
| 30.06.2019 | 13.090 | -54 | 46.158 | -14.675 | -40 | 44.479 |
| 01.01.2020 | 13.090 | -54 | 46.158 | -16.461 | -26 | 42.707 |
| Konzernergebnis | - | - | - | -350 | - | -350 |
| Sonstiges Konzernergebnis | - | - | - | - | 13 | 13 |
| Summe Konzerngesamtergebnis | - | - | - | -350 | 13 | -337 |
| Erwerb eigener Anteile | - | - | - | - | - | - |
| Verwendung / Ausgabe eigene Aktien | - | - | - | - | - | - |
| 30.06.2020 | 13.090 | -54 | 46.158 | -16.811 | -13 | 42.370 |
| in TEUR | Summe Eigenkapital |
| 01.01.2019 | 45.260 |
| Konzernergebnis | -780 |
| Sonstiges Konzernergebnis | -1 |
| Summe Konzerngesamtergebnis | -781 |
| Erwerb eigener Anteile | - |
| Verwendung / Ausgabe eigene Aktien | - |
| 30.06.2019 | 44.479 |
| 01.01.2020 | 42.707 |
| Konzernergebnis | -350 |
| Sonstiges Konzernergebnis | 13 |
| Summe Konzerngesamtergebnis | -337 |
| Erwerb eigener Anteile | - |
| Verwendung / Ausgabe eigene Aktien | - |
| 30.06.2020 | 42.370 |
Die va-Q-tec AG mit Sitz in Deutschland, 97080 Würzburg, Alfred-Nobel-Str. 33, ist
im Handelsregister Würzburg unter der Nummer HRB 7368 eingetragen. Der Konzernzwischenabschluss
der va-Q-tec AG beinhaltet neben der va-Q-tec AG selbst auch ihre Tochtergesellschaften
(im Folgenden auch "va-Q-tec", "va-Q-tec Konzern" oder "Gesellschaft" genannt). va-Q-tec
ist ein technologisch führender Anbieter hocheffizienter Produkte und Lösungen im
Bereich der thermischen Isolation. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt
innovative Produkte zur zuverlässigen und energieeffizienten Temperaturkontrolle bzw.
Dämmung - Vakuumisolationspaneele ("VIPs") und Phasenübergangsmaterialien ("PCMs").
Darüber hinaus fertigt va-Q-tec durch die optimale Kombination von VIPs und PCMs passive
thermische Verpackungssysteme (Container und Boxen). Zur Durchführung von temperatursensiblen
Logistikketten bietet va-Q-tec in einem globalen Partnernetzwerk die Vermietung von
Containern und Boxen an, mit denen anspruchsvolle Thermoschutzstandards erfüllt werden
können. Neben Healthcare & Logistik als Hauptmarkt werden folgende weitere Märkte
von va-Q-tec adressiert: Kühlgeräte & Lebensmittel, Technik & Industrie, Bau und Mobilität.
Der vorliegende Konzernzwischenabschluss der va-Q-tec für das erste Halbjahr 2020
wurde am 12. August 2020 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.
Die va-Q-tec AG ist oberstes Mutterunternehmen der va-Q-tec Gruppe und stellt somit
für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss auf. Die
va-Q-tec AG ist ein börsennotiertes Unternehmen. Hiermit ist sie trotz Unterschreiten
der Größenkriterien nach § 293 HGB aufgrund § 293 Abs. 5 HGB zur Aufstellung eines
Konzernabschlusses verpflichtet.
Der Halbjahresfinanzbericht des va-Q-tec Konzerns umfasst nach § 37w Wertpapierhandelsgesetz
(WpHG) einen Konzernzwischenabschluss, einen Konzernzwischenlagebericht sowie eine
Versicherung der gesetzlichen Vertreter. Der Konzernzwischenabschluss wurde unter
Beachtung der International Financial Reporting Standards (IFRS) für Zwischenberichterstattung
und in Übereinstimmung mit den Regelungen des International Accounting Standards (IAS)
34, wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie der Konzernzwischenlagebericht unter
Beachtung der anwendbaren Vorschriften des WpHG, aufgestellt. Alle vom International
Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen und bei der Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses
in der Europäischen Union geltenden IFRS wurden von der va-Q-tec AG angewendet.
Der Konzernzwischenabschluss ist in Verbindung mit dem Konzernabschluss der va-Q-tec
AG zum 31. Dezember 2019 zu lesen, da nicht alle für einen Konzernabschluss zum Geschäftsjahresende
geforderten Informationen angegeben sind. Aus Sicht des Vorstands sind alle laufend
vorzunehmenden Anpassungen enthalten, die für eine angemessene Darstellung der Ertrags-,
Finanz- und Vermögenslage des Konzerns erforderlich sind.
Im Rahmen der Erstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses zur Zwischenberichterstattung
gemäß IAS 34 muss der Vorstand Beurteilungen und Schätzungen vornehmen sowie Annahmen
treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen im Konzern und den Ausweis
der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen.
Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen. Die bisher im Geschäftsjahr
2020 erzielten Ergebnisse lassen nicht notwendigerweise Vorhersagen über die Entwicklung
des weiteren Geschäftsverlaufs zu.
Im Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2020 erfolgen die Angaben in Konzernbilanz,
der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung,
der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung, in der Segmentberichterstattung sowie
in den Anhangangaben in Tausend Euro (TEUR). Die Beträge sind jeweils kaufmännisch
gerundet. Bei geringfügigen Abweichungen handelt es sich um Rundungsdifferenzen.
Der verkürzte Konzernzwischenabschluss sowie der Konzernzwischenlagebericht für das
erste Halbjahr 2020 wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht im Sinne
von IDW PS 900 oder ISRE 2400 bzw. 2410 unterzogen.
Im ersten Halbjahr 2020 ergaben sich keine Veränderungen bei den vollkonsolidierten
Tochtergesellschaften der va-Q-tec.
Im Konzernzwischenabschluss wurden - mit Ausnahme der im laufenden Geschäftsjahr
erstmals angewendeten Rechnungslegungsvorschriften - dieselben Rechnungslegungsmethoden
wie bei der Erstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2019 angewendet.
Nachfolgende Standards und Standardänderungen sind zum 1. Januar 2020 in Kraft getreten
und haben keinen Einfluss auf den Halbjahresbericht 2020 der Gesellschaft:
| Standard | Titel | Verpflichtende Anwendung für Geschäftsjahre beginnend ab |
| Jährliche Verbesserungen an den IFRS | Zyklus 2016 - 2018 | 1. Januar 2020 |
| Änderungen an IFRS 3 | Definition eines Geschäftsbetriebs | 1. Januar 2020 |
| IFRS 17 | Versicherungsverträge | 1. Januar 2020 |
| Änderungen an IAS 1 | Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig | 1. Januar 2020 |
Im Konzernzwischenabschluss der va-Q-tec AG werden grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden angewendet wie im IFRS-Konzernabschluss zum 31.12.2019. Es
erfolgte keine frühzeitige Anwendung der von der EU übernommenen Standards. Eine detaillierte
Beschreibung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden befindet sich im Konzernanhang
2019.
Die Gesamterträge haben sich im Vergleich zur Vorjahresperiode sehr positiv entwickelt
und sind um rund 20,0 % auf 41.385 TEUR gestiegen. Die hierin enthaltenen Umsatzerlöse
sind insgesamt im ersten Halbjahr um 14,0 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 35.651
TEUR gewachsen. Die im Vergleich zum Vorjahr deutlich höheren aktivierten Eigenleistungen
i.H.v. 2.903 TEUR (Vj. 1.517 TEUR) ergaben sich im ersten Halbjahr 2020 vor allem
aus der Herstellung weiterer Container für die eigene Containerflotte aufgrund des
stark wachsenden Containervermietgeschäfts. Eine deutliche Zunahme wurde in den Bestandsveränderungen
von 680 TEUR im Vergleich zu einem Rückgang um -537 TEUR im Vorjahreszeitraum verzeichnet.
Sonstige betriebliche Erträge i.H.v. 2.151 TEUR (Vj. 2.255 TEUR) resultierten vor
allem aus der fortlaufenden Auflösung des Sonderpostens aus Container-Sale-and-Lease-back
Transaktionen. Dieser passivische Sonderposten entstand in der Vergangenheit (bis
Ende 2018) beim Verkauf der selbst hergestellten Container durch die Muttergesellschaft
va-Q-tec AG oder der va-Q-tec UK Ltd. an Leasinggesellschaften und anschließendem
Finance-lease-back durch die britische Tochtergesellschaft.
Der Materialaufwand einschließlich der Aufwendungen für bezogene Leistungen ist entsprechend
dem Wachstum der Gesamterträge um 2.734 TEUR auf 16.573 TEUR (19,8 %) gestiegen. Die
Materialaufwandsquote1 blieb damit mit einer geringen Reduzierung von 40,1 % auf 40,0 % nahezu konstant,
wodurch das Rohergebnis mit 60,0 % ebenfalls auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr
lag.
Der Personalaufwand ist im Vergleich zur Vorjahresperiode um 16,0 % von 10.872 TEUR
auf 12.607 TEUR gestiegen. Der absolute Anstieg ist im Wesentlichen auf die Einstellung
neuer Mitarbeiter zur Unterstützung des geplanten Wachstums und auf Lohn- und Gehaltssteigerungen
zurückzuführen. Die Personalaufwandsquote2 ist von 31,6 % auf 30,5 % leicht gesunken.
1
Materialaufwandsquote in % = Materialaufwand / Gesamterträge x 100
2
Personalaufwandsquote in % = Personalaufwand / Gesamterträge x 100
Der sonstige betriebliche Aufwand ist um 495 TEUR bzw. 9,1 % auf 5.914 TEUR gestiegen.
Die Zunahme ist im Wesentlichen auf deutlich gestiegene Frachtkosten sowie Patent-
und Lizenzgebühren zurückzuführen. Die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen3 ist aber trotz des absoluten Anstiegs nicht zuletzt aufgrund der Kosteneinsparungen
im Rahmen des "Power 20+" Programms von 15,7 % auf 14,3 % gesunken.
Die Abschreibungen sind leicht um 151 TEUR auf 6.089 TEUR gestiegen. Nachdem in den
Jahren 2017 und 2018 die für die zukünftige Ausrichtung der va-Q-tec getätigten Investitionen
im Wesentlichen abgeschlossen sind, resultiert der geringfügige Anstieg der Abschreibungen
aus der Erweiterung der Containerflotte sowie Vertragszugängen und -änderungen im
Bestand der Leasingverträge. Die geringen Abweichungen zum Vorjahr sind auch auf die
Aufschiebung von Investitionen im Zuge der CoVid-19-Pandemie zurückzuführen. Die Abschreibungs-quote4 hat sich insgesamt von 17,2 % auf 14,7 % reduziert.
Das Finanzergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr geringfügig um 22 TEUR gemindert,
da im ersten Halbjahr 2020 die Finanzierung für geplante Investitionen erhöht wurde.
Die Zinsaufwendungen stiegen entsprechend um 21 TEUR auf 559 TEUR im Vergleich zum
Vorjahr (Vj.: 538 TEUR).
Aufgrund der nachhaltigen Gewinne in der va-Q-tec UK Ltd. im ersten Halbjahr 2020
wurden latenten Steuern auf Verlustvorträge dieser Tochtergesellschaft in Höhe von
230 TEUR aktiviert. Dadurch weist die va-Q-tec zum Halbjahr aufgrund eines Verlusts
vor Steuern (EBT) in Höhe von -350 TEUR (Vj.: -397 TEUR) keinen Steueraufwand (Vj.:
Steueraufwand i.H.v. -383 TEUR) aus.
Die Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie basiert auf dem den Stammaktionären
zurechenbaren Gewinn und einem gewichteten Durchschnitt der im Umlauf gewesenen Stammaktien.
Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie wird nicht ausgewiesen, da zur Zeit keine
Sachverhalte mit Verwässerungseffekten bestehen.
Das Ergebnis je Aktie stellt sich wie folgt dar:
| H1 2020 | H1 2019 | |
| Konzernergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen (in TEUR) | -350 | -780 |
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien | 13.075.936 | 13.075.936 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | -0,03 | -0,06 |
3
Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen in % = sonstiger betrieblicher Aufwand
/ Gesamterträge x 100
4
Abschreibungsquote in % = Abschreibungsaufwand / Gesamterträge x 100
Die immateriellen Vermögenswerte sind gegenüber dem Stichtag 31.12.2019 um 457 TEUR
auf 1.776 TEUR gesunken. Der Betrag resultiert im Wesentlichen aus der Abschreibung
der immateriellen Vermögenswerte.
Das Sachanlagevermögen ist um 1.467 TEUR auf 67.412 TEUR gesunken. Die Minderung
des Sachanlagevermögens im Vergleich zum Vorjahr resultiert neben den regulären Abschreibungen
insbesonders aus der zurückhaltenden Investitionstätigkeit aufgrund des weltweit anhaltenden
Ausnahmezustands in Verbindung mit der Ausbreitung des Virus CoVid-19.
Die Vorräte sind aufgrund der allgemeinen Geschäftsausweitung und der CoVid-19-bedingten
Erhöhung der Sicherheitsbestände um 1.506 TEUR auf 12.182 TEUR gestiegen.
Der Forderungsbestand ist zum Bilanzstichtag aufgrund der höheren Umsätze um 2.157
TEUR auf 8.823 TEUR gestiegen.
Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte sind mit 2.475 TEUR nahezu konstant
geblieben (Vj. 2.474 TEUR). Diese enthalten die zum Fair Value bilanzierte Beteiligung
an der SUMTEQ GmbH in Höhe von 2.283 TEUR.
Die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte sind um 289 TEUR auf 875 TEUR gestiegen.
Dies ist insbesondere geprägt durch Ansprüche auf Fördergelder und auf geleistete
Vorauszahlungen.
Die Steueransprüche sind um 7 TEUR auf 237 TEUR gestiegen und resultieren vornehmlich
aus Vorauszahlungen für Gewerbe- und Körperschaftssteuer des Mutterunternehmens.
Die sonstigen kurz- und langfristigen nicht-finanziellen Vermögenswerte sind im Wesentlichen
aufgrund von geleisteten Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände sowie der
Erhöhung der Forderungen aus Umsatzsteuer um 1.030 TEUR auf 3.494 TEUR gestiegen.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente haben sich von 7.717 TEUR um 2.782
TEUR auf 10.272 TEUR erhöht.
Das Eigenkapital hat sich im Vergleich zum 31.12.2019 um 337 TEUR auf 42.370 TEUR
verringert. Aufgrund der gleichzeitig gestiegenen Bilanzsumme ist die Eigenkapitalquote
mit 38 % um zwei Prozentpunkte gesunken (31.12.2019: 40 %).
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind um 2.123 TEUR
auf 13.527 TEUR angestiegen. Die langfristigen Schulden gegenüber Kreditinstituten
sind ebenfalls um 4.411 TEUR auf 27.251 TEUR gestiegen.
Insgesamt sind die sonstigen lang- und kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten
um 723 TEUR auf 11.477 TEUR gesunken. Nach der Bilanzierung der Verbindlichkeiten
aus operativen Leasingverhältnissen im Vorjahr aufgrund der Erstanwendung von IFRS
16 wirkten sich im laufenden Geschäftsjahr die planmäßigen Leasingzahlungen von 1.527
TEUR wesentlich aus. Gegenläufig wirkten sich insbesonders die Kaution im Zusammenhang
mit der Vermietung der Blauen Halle an das Stadttheaters Würzburg von 200 TEUR sowie
die Erhöhung der Abgrenzung für ausstehende Rechnungen von 400 TEUR aus.
Die sonstigen lang- und kurzfristigen nicht-finanziellen Verbindlichkeiten sind um
8,6 % auf 10.599 TEUR gesunken. Diese Veränderung resultiert im Wesentlichen aus der
Veränderung des passiven Sonderpostens für abgegrenzte Containergewinne, welche aus
den Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen im Rahmen des Ausbaus der Containerflotte
in den Vorjahren angefallen sind. Außerdem ist der passive Sonderposten für erhaltene
Zuschüsse um 117 TEUR auf 3.976 TEUR gesunken.
Insgesamt betragen die Sonderposten für Zuwendungen und abgegrenzte Containergewinne
aus Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen 7.907 TEUR (Vj.: 9.304 TEUR) und machen
rund 74,6 % (Vj.: 80,2 %) der gesamten Position aus.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um 1.590 TEUR auf 6.075
TEUR (Vj.: 4.485 TEUR) gestiegen.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Finanzinstrumente mit den Buchwerten und beizulegenden
Zeitwerten, aufgeteilt nach den Bewertungskategorien gemäß IFRS 9. Die beizulegenden
Zeitwerte sind dabei jeweils den Bewertungsstufen der Fair Value-Hierarchie zugeordnet.
Soweit keine entsprechende Zuordnung erfolgt ist, wird davon ausgegangen, dass der
Buchwert dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Dies betrifft im Wesentlichen die
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und Zahlungmitteläquivalente,
übrige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte, Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen und übrige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten, die jeweils
kurze Restlaufzeiten aufweisen.
Eine Definition der Stufen der Fair Value-Hierarchie findet sich in Abschnitt 1.2
"Grundlagen der Abschlusserstellung" des Konzernabschlusses 2019. Die Zuordnungen
zu den Stufen werden jeweils zum Ende der Berichtsperiode überprüft. Umgliederungen
zwischen den Stufen sind im Berichtszeitraum sowie im Vorjahr nicht erfolgt.
| Bewertungskategorie nach IFRS 9 | Buchwert | Beizulegender Zeitwert | Beizulegender Zeitwert nach Bewertungsstufen | |||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | Beizulegender Zeitwert | |||||
| in TEUR | 30.06.2020 | 30.06.2020 | 30.06.2020 | Stufe 1 | Stufe 2 | |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Beteiligungen | FVtPL | - | 2.283 | 2.283 | - | 2.283 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AC | 7.510 | - | 7.510 | - | - |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | FVtPL | - | 1.314 | 1.314 | - | 1.314 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | AC | 1.066 | - | 1.061 | - | - |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | AC | 10.272 | - | 10.272 | - | - |
| Summe | 18.848 | 3.597 | 22.440 | |||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | AC | 40.778 | - | 41.519 | - | 41.519 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | AC | 6.075 | - | 6.075 | - | - |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | - | - | - | - | - | - |
| davon derivative Finanzinstrumente ohne Hedging Beziehung | FVtPL | - | 12 | 12 | - | 12 |
| davon übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | AC | 4.620 | - | 4.615 | - | 4.615 |
| Summe | 51.473 | 12 | 52.221 | |||
| Beizulegender Zeitwert nach Bewertungsstufen | |
| in TEUR | Stufe 3 |
| Finanzielle Vermögenswerte | |
| Beteiligungen | - |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | - |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | - |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | - |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | - |
| Summe | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | - |
| davon derivative Finanzinstrumente ohne Hedging Beziehung | - |
| davon übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | - |
| Summe |
| in TEUR | Buchwert | Beizulegender Zeitwert | |
| Amortised Cost (asset) | AC | 18.848 | 18.843 |
| At fair value through P&L (asset) | FVtPL | 3.597 | 3.597 |
| Amortised Cost (liability) | AC | 51.473 | 52.209 |
| At fair value through P&L (liability) | FVtPL | 12 | 12 |
| Bewertungskategorie nach IFRS 9 | Buchwert | Beizulegender Zeitwert | Beizulegender Zeitwert nach Bewertungsstufen | |||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | Beizulegender Zeitwert | |||||
| in TEUR | 31.12.2019 | 31.12.2019 | 31.12.2019 | Stufe 1 | Stufe 2 | |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Beteiligungen | FVtPL | - | 2.283 | 2.283 | - | 2.283 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AC | 5.228 | - | 5.228 | - | - |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | FVtPL | - | 1.438 | 1.438 | - | 1.438 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | AC | 777 | - | 772 | - | - |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | AC | 7.490 | - | 7.490 | - | - |
| Summe | 13.495 | 3.721 | 17.211 | |||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | AC | 34.244 | - | 35.008 | - | 35.008 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | AC | 4.485 | - | 4.485 | - | - |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | - | - | - | - | - | - |
| davon derivative Finanzinstrumente ohne Hedging Beziehung | FVtPL | - | 19 | 19 | - | 19 |
| davon übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | AC | 4.352 | - | 4.340 | - | 4.340 |
| Summe | 43.082 | 19 | 43.852 | |||
| Beizulegender Zeitwert nach Bewertungsstufen | |
| in TEUR | Stufe 3 |
| Finanzielle Vermögenswerte | |
| Beteiligungen | - |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | - |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | - |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | - |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | - |
| Summe | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | - |
| davon derivative Finanzinstrumente ohne Hedging Beziehung | - |
| davon übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | - |
| Summe |
| in TEUR | Buchwert | Beizulegender Zeitwert | |
| Amortised Cost (asset) | AC | 13.495 | 13.490 |
| At fair value through P&L (asset) | FVtPL | 3.721 | 3.721 |
| Amortised Cost (liability) | AC | 43.082 | 43.833 |
| At fair value through P&L (liability) | FVtPL | 19 | 19 |
Die Beteiligung an der SUMTEQ GmbH wurde im Zugangszeitpunkt zum Fair Value bewertet.
Da für die Bewertung auf beobachtbare Marktdaten zurückgegriffen werden konnte, wurde
die Beteiligung in Level 2 eingestuft. Für die Bewertung wurde auf einen Geschäftsvorfall
zwischen unabhängigen Geschäftspartnern abgestellt, der unmittelbar vor dem Stichtag
stattgefunden hat.
Der beizulegende Zeitwert von der Bewertungsstufe 2 zugeordneten festverzinslichen
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cashflows. Die Abzinsung erfolgt
auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze. Bei variabel verzinslichen Verbindlichkeiten
entsprechen die Buchwerte grundsätzlich den beizulegenden Zeitwerten.
Bei der Stufe 2 zugeordneten Zinsswaps wird der beizulegende Zeitwert durch Abzinsung
der zukünftig zu erwartenden Cashflows ermittelt, wobei die für die Restlaufzeit der
Kontrakte zum jeweiligen Stichtag geltenden Marktzinssätze zugrunde gelegt werden.
Das in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Nettoergebnis in Bezug auf
Finanzinstrumente setzt sich wie folgt zusammen:
| Kategorie nach IFRS 9 / IFRS 16 in TEUR | Zinsertrag | Zinsaufwand | Wertberichtigungen | Bewertung zum Fair Value | Währungsumrechnung |
| Amortised Cost (asset) | - | - | - | - | -46 |
| At fair value through P&L (assets) | - | - | - | - | - |
| Amortised Cost (liability) | - | -377 | - | - | 1 |
| At fair value through P&L (liability) | - | - | - | 7 | - |
| IFRS 16 | - | -182 | - | - | - |
| Sonstiges | - | - | - | - | -42 |
| Summe | - | -559 | - | 7 | -87 |
| Kategorie nach IFRS 9 / IFRS 16 in TEUR | Zinsertrag | Zinsaufwand | Wertberichtigungen | Folgebewertung zum Fair Value | Währungsumrechnung |
| Amortised Cost (asset) | - | - | - | - | 32 |
| At fair value through P&L (assets) | - | - | - | 1.779 | - |
| Amortised Cost (liability) | - | -344 | - | - | - |
| At fair value through P&L (liability) | - | - | - | - | - |
| IFRS 16 | - | - | - | - | - |
| Sonstiges | - | -31 | - | - | - |
| Summe | - | -375 | - | 1.779 | 32 |
Im Rahmen der Segmentberichterstattung werden die Aktivitäten des va-Q-tec Konzerns
gemäß den Regeln von IFRS 8 (Geschäftssegmente) nach Geschäftsbereichen abgegrenzt.
Diese Aufgliederung orientiert sich an der internen Steuerung und Berichterstattung
nach legalen Einheiten. Der va-Q-tec Konzern ist in den drei Geschäftsbereichen "va-Q-tec
AG", "va-Q-tec Ltd. (UK)" und "Sonstige" tätig.
Die Berichterstattung und -steuerung der einzelnen Segmente bei der va-Q-tec erfolgt
unmittelbar nach IFRS. Die Liefer- und Leistungsbeziehungen innerhalb der Berichtssegmente
sind, sofern wesentlich, konsolidiert ausgewiesen.
| va-Q-tec AG | va-Q-tec Ltd. (UK) | Sonstige | Gesamtsumme Geschäftsbereiche | Konsolidierung | Konzern | |
| in TEUR | IFRS | IFRS | IFRS | |||
| Außenumsatz | 16.844 | 14.796 | 4.011 | 35.651 | - | 35.651 |
| Innenumsatz | 6.877 | 602 | 672 | 8.151 | -8.151 | - |
| Gesamtumsatz | 23.721 | 15.398 | 4.683 | 43.802 | -8.151 | 35.651 |
| Zeitpunktbezogen | 22.384 | - | 3.329 | 25.713 | -6.842 | 18.871 |
| Zeitraumbezogen | 1.337 | 15.398 | 1.354 | 18.089 | -1.309 | 16.780 |
| Gesamterträge | 27.143 | 15.706 | 4.717 | 47.566 | -6.181 | 41.385 |
| Materialaufwand | -10.712 | -6.815 | -2.861 | -20.388 | 3.815 | -16.573 |
| Personalaufwand | -10.503 | -1.521 | -1.065 | -13.089 | 482 | -12.607 |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand | -4.480 | -1.896 | -770 | -7.146 | 1.232 | -5.914 |
| EBITDA | 1.448 | 5.474 | 21 | 6.943 | -652 | 6.291 |
| Abschreibungen | -2.326 | -4.056 | -302 | -6.684 | 595 | -6.089 |
| EBIT | -878 | 1.418 | -281 | 259 | -57 | 202 |
| Ergebnis aus at equity bilanzierten Beteiligungen | - | - | - | - | - | - |
| Ergebnis aus fair value Bewertung von Beteiligungen | - | - | - | - | - | - |
| Finanzerträge | 141 | - | - | 141 | -134 | 7 |
| Finanzaufwendungen | -386 | -279 | -28 | -693 | 134 | -559 |
| EBT | -1.123 | 1.139 | -309 | -293 | -57 | -350 |
| Investitionen per 30.06.2020 | 2.539 | 3.970 | 356 | 6.865 | -1.928 | 4.937 |
| Vermögen 30.06.2020 | 105.614 | 30.945 | 5.866 | 142.425 | -30.758 | 111.667 |
| Langfristige Vermögenswerte 30.06.2020 | 54.410 | 18.596 | 1.339 | 74.345 | -5.157 | 69.188 |
| Schulden 30.06.2020 | 50.037 | 25.186 | 6.510 | 81.733 | -12.436 | 69.297 |
| Mitarbeiter | 425 | 46 | 27 | 498 | - | 498 |
| va-Q-tec Ltd. | Gesamtsumme Geschäftsbereiche | Konsolidierung | Konzern | |||
| va-Q-tec AG | (UK) | Sonstige | ||||
| in TEUR | IFRS | IFRS | IFRS | |||
| Außenumsatz | 17.158 | 11.547 | 2.558 | 31.263 | - | 31.263 |
| Innenumsatz | 3.623 | 670 | 573 | 4.866 | -4.866 | - |
| Gesamtumsatz | 20.781 | 12.217 | 3.131 | 36.129 | -4.866 | 31.263 |
| Zeitpunktbezogen | 18.895 | - | 2.037 | 20.932 | -3.521 | 17.411 |
| Zeitraumbezogen | 1.886 | 12.217 | 1.094 | 15.197 | -1.345 | 13.852 |
| Gesamterträge | 22.626 | 12.417 | 3.157 | 38.200 | -3.702 | 34.498 |
| Materialaufwand | -9.291 | -5.935 | -1.834 | -17.060 | 3.221 | -13.839 |
| Personalaufwand | -9.134 | -1.222 | -772 | -11.128 | 256 | -10.872 |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand | -4.208 | -1.527 | -614 | -6.349 | 930 | -5.419 |
| EBITDA | -7 | 3.733 | -63 | 3.663 | 705 | 4.368 |
| Abschreibungen | -2.212 | -3.808 | -190 | -6.210 | 272 | -5.938 |
| EBIT | -2.219 | -75 | -253 | -2.547 | 977 | -1.570 |
| Ergebnis aus at equity bilanzierten Beteiligungen | - | - | - | - | -68 | -68 |
| Ergebnis aus fair value Bewertung von Beteiligungen | - | - | - | - | 1.771 | 1.771 |
| Finanzerträge | 146 | - | - | 146 | -138 | 8 |
| Finanzaufwendungen | -360 | -295 | -22 | -677 | 139 | -538 |
| EBT | -2.433 | -370 | -275 | -3.078 | 2.681 | -397 |
| Investitionen per 30.06.2019 | 3.780 | 1.897 | 1.113 | 6.790 | -646 | 6.144 |
| Vermögen 30.06.2019 | 103.967 | 26.694 | 3.960 | 134.621 | -25.987 | 108.634 |
| Langfristige Vermögenswerte 30.06.2019 | 54.833 | 18.752 | 1.242 | 74.827 | -2.496 | 72.330 |
| Schulden 30.06.2019 | 45.407 | 23.032 | 3.990 | 72.429 | -8.273 | 64.156 |
| Mitarbeiter | 387 | 43 | 27 | 457 | - | 457 |
Die Umsatzerlöse verteilen sich geographisch wie folgt:
| in TEUR | H1 2020 | H1 2019 |
| Deutschland | 10.415 | 9.362 |
| Übrige Europäische Union | 9.849 | 9.928 |
| Andere | 15.387 | 11.973 |
| Gesamt Konzern | 35.651 | 31.263 |
Die Zuordnung von Umsätzen mit externen Kunden zu einer geographischen Region richtet
sich nach dem Standort des Kunden. Die geographische Zuordnung der langfristigen Vermögenswerte
richtet sich nach dem Sitz des Eigentümers der Vermögenswerte und ist entsprechend
aus der oben dargestellten Segmentberichterstattung nach legalrechtlichen Einheiten
ersichtlich.
Die Zuordnung der Umsätze auf Produkte, Systeme und Dienstleistungen ergibt sich
wie folgt: Mit Produkten (Vakuumisolationspaneele und Wärmespeicherkomponenten) wurden
im 1. Halbjahr 2020 Umsätze i.H.v. 7.774 TEUR (Vj.: 10.802 TEUR) erzielt. Mit Systemen
(thermische Verpackungen und deren Komponenten) konnte der Konzern im 1. Halbjahr
2020 Umsätze i.H.v. 10.463 TEUR (Vj.: 5.906 TEUR) erzielen. Aus Dienstleistungen,
welche das Container-und Boxen-Vermietungsgeschäft umfassen, resultierten im 1. Halbjahr
2020 Umsätze i.H.v. 16.779 TEUR (Vj.: 13.852 TEUR). Sonstige Umsatzerlöse betrugen
im 1. Halbjahr 2020 635 TEUR (Vj.: 702 TEUR).
In den ersten sechs Monaten 2020 lagen keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen
oder Personen vor, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage
des Konzerns hatten.
Es gab keine Ereignisse nach dem Ende der Berichtsperiode, die einen erheblichen
Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der va-Q-tec haben könnten.
Würzburg, den 12. August 2020
va-Q-tec AG
Der Vorstand
| Dr. Joachim Kuhn | Stefan Döhmen |
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind.
Würzburg, den 12. August 2020
va-Q-tec AG
Der Vorstand
| Dr. Joachim Kuhn | Stefan Döhmen |