![]() va-Q-tec AGWürzburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,das abgelaufene Geschäftsjahr war für va-Q-tec von dynamischem Wachstum geprägt. Der Aufsichtsrat hielt im Geschäftsjahr 2019 sechs Sitzungen ab. Hauptaufgabe des Aufsichtsrates ist die Beratung und Kontrolle des Vorstandes. Gegenstand unserer regelmäßigen Beratungen im Plenum waren unter anderem die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Organisationsstruktur von va-Q-tec. Weitere Schwerpunkte unserer Tätigkeit im Berichtszeitraum lagen insbesondere in der kritischen Bewertung der internationalen Ausrichtung der va-Q-tec, der Unternehmensplanung und der Unternehmensfinanzierung und -liquidität. Darüber hinaus befassten wir uns intensiv mit den Chancen und Risiken des Unternehmens. Am 29. Mai 2019 fand die dritte Hauptversammlung nach dem Börsengang statt. Erstmals konnte sich das Unternehmen dabei mehr als 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmern am neuen Standort in Würzburg präsentieren. Wie im Vorjahr begrüßte va-Q-tec erneut zahlreiche Aktionärinnen und Aktionäre aus Würzburg und Umgebung. Mit 66 % des Grundkapitals zeigte sich auch in 2019 eine sehr hohe Präsenz vor Ort. Alle Tagesordnungspunkte wurden von den anwesenden Aktionärinnen und Aktionären mit großer Zustimmung angenommen. Ihr langfristiges Engagement für die va-Q-tec hatten die beiden Gründer und Hauptaktionäre, Dr. Joachim Kuhn (CEO) und Dr. Roland Caps (Leiter Innovation und Qualität) und ihre Familien vor der Hauptversammlung 2019 mit einer Pooling-Vereinbarung für einen Großteil ihrer Aktien unterstrichen. Mit der Vereinbarung bündeln die Partner über 25 % der Aktien der va-Q-tec AG. Der Aufsichtsrat der va-Q-tec AG hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung übertragenen Aufgaben pflichtgemäß wahrgenommen. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und dessen Tätigkeit überwacht. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen unmittelbar und frühzeitig eingebunden. Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig, zeitnah und umfassend, sowohl schriftlich als auch mündlich, über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die strategische Weiterentwicklung sowie die aktuelle Lage des Unternehmens. Auf der Grundlage der Berichterstattung des Vorstandes hat der Aufsichtsrat die Geschäftsentwicklung sowie für das Unternehmen wichtige Entscheidungen und Vorgänge ausführlich erörtert. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen wurden uns im Einzelnen erläutert und im Aufsichtsrat intensiv behandelt. Wir bzw. die jeweils zuständigen Aufsichtsratsausschüsse haben die Beschlussvorschläge des Vorstandes gründlich geprüft und beraten. Der Aufsichtsrat stand darüber hinaus mit dem Vorstand in regelmäßigem Kontakt und wurde über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle unmittelbar informiert. Insgesamt hat va-Q-tec, wie im vorliegenden Geschäftsbericht dargestellt, mit den umgesetzten Investitionen eine starke Basis für die weitere Unternehmensentwicklung geschaffen. Die für die Unternehmensentwicklung zentralen Geschäftsvorgänge wurden vom Aufsichtsrat kritisch beleuchtet und entsprechende Anregungen zur Diskussion mit dem Vorstand eingebracht. Die zustimmungspflichtigen Maßnahmen und Geschäftsvorgänge wurden zwischen Vorstand und Aufsichtsrat beraten und sachgerecht entschieden. Personelle Veränderungen in Aufsichtsrat und VorstandIm Aufsichtsrat haben sich im Berichtszeitraum keine personellen Veränderungen ergeben. Herr Dr. Joachim Kuhn bleibt unverändert Vorsitzender des Vorstandes. Der Aufsichtsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die Bestellung von Herrn Stefan Döhmen zum Finanzvorstand (CFO) der Gesellschaft für weitere drei Jahre bis Ende 2022 verlängert. Mit der Vertragsverlängerung würdigt der Aufsichtsrat die bedeutenden Beiträge von Herrn Döhmen in seinem Ressort zur erfolgreichen Entwicklung der va-Q-tec AG nach dem Börsengang. Aufgrund der geringen Anzahl der Vorstände hat der Aufsichtsrat die Frauenquote im Vorstand auf 0 % festgelegt. Die Frauenquote in der zweiten Führungsebene beträgt 16,66 %. Für sich selbst hat der Aufsichtsrat die Frauenquote ab 30. Juni 2017 (Erfüllungsfrist) auf 16,66 % festgelegt, das entspricht einem von sechs Mitgliedern. Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner AusschüsseDer Aufsichtsrat hat sich im Rahmen seiner regelmäßigen Beratungen mit der operativen und strategischen Lage der va-Q-tec befasst und sich durch die schriftlichen und mündlichen Berichte des Vorstandes umfassend über die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung informiert. Das Geschäftsjahr 2019 war für va-Q-tec von der Rückkehr zu einem dynamischen Umsatzwachstum sowie einer starken EBITDA-Entwicklung geprägt. Der Aufsichtsrat traf sich satzungsgemäß zu insgesamt sechs Plenarsitzungen. Alle Sitzungen wurden in Würzburg abgehalten. Der zentrale Teil der ersten Sitzung am 25. März 2019 war die Vorstellung, Erörterung und Beschlussfassung über Jahresabschluss, Lagebericht und Anhang des Einzel- und des Konzernabschlusses der va-Q-tec AG für das Geschäftsjahr 2018. Im Rahmen der Sitzung berichteten die Abschlussprüfer zusammenfassend über das Ergebnis der Prüfung. Nach ausführlicher Diskussion beschloss der Aufsichtsrat einstimmig die Billigung und Feststellung des Jahresabschlusses 2018 sowie die Billigung des Konzernabschlusses 2018 unter Einbeziehung der Lageberichte. Daneben berichtete der Vorstand über die erfreulich dynamische Geschäftsentwicklung in den ersten beiden Monaten 2019 sowie den aktuellen Stand des "Power 20+"-Programms, welches der Aufsichtsrat eng begleitet. Außerdem wurde die Erklärung zur Unternehmensführung und die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex diskutiert und verabschiedet. Die Finanzierungsund Liquiditätsentwicklung zum Jahresauftakt vor dem Hintergrund der deutlich reduzierten Investitionstätigkeit sowie das Risikomanagement (u.a. Brexit-Risiken) wurden ebenfalls thematisiert. Im Fokus der zweiten Sitzung am 30. April 2019 stand die Erörterung der aktuellen Geschäftsentwicklung sowie der Liquidität des Konzerns anhand der Zahlen des ersten Quartals 2019. Die sehr gute Entwicklung der britischen Tochtergesellschaft führte demnach zu einem starken Jahresauftakt. Neben dem aktuellen Fortschritt beim "Power 20+"-Programm verglich der Vorstand in seinen Ausführungen auch die ursprüngliche Planung und die aktuelle Entwicklung der seit dem IPO neu gegründeten Tochtergesellschaften. Insgesamt entwickeln sich die Gesellschaften gut und tragen zum Ausbau des internationalen Geschäfts der va-Q-tec bei, so dass Vorstand und Aufsichtsrat die Gründung auch aus heutiger Sicht weiterhin als richtige Entscheidung ansehen. Neben Investor Relations und dem deutlichen Auftrieb, den die Aktie entwickelte, berichtete der Leiter der IT in der Sitzung auch zur IT-Strategie und stellte Maßnahmen zum Datenschutz und zur IT-Sicherheit vor. Auch die Finanzierung und Liquidität thematisierte der Aufsichtsrat erneut. Daneben diskutierte das Gremium Vorschläge für angepasste Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat. Außerdem wurden dem Aufsichtsrat die Vorbereitungen auf die bevorstehende Hauptversammlung der va-Q-tec vorgestellt. Im Fokus der dritten Sitzung am 12. Juli 2019 stand die Erörterung der aktuellen Geschäftsentwicklung der Gruppe anhand der Zahlen der ersten fünf Monate 2019. Demnach war die Geschäftsentwicklung weiterhin sehr gut, was vor allem auf die sehr gute Entwicklung des Container-Rental-Geschäfts in der va-Q-tec Ltd. (UK) und die "Power 20+"-Maßnahmen zurückzuführen ist. Zusätzlich ging der Vorstand auf die aktuelle Markt- und Wettbewerbsentwicklung im Bereich Kühlgeräte und Lebensmittel ein. Ein weiterer Schwerpunkt der AR-Sitzung war das Thema Global Business Development. Dazu berichtete die Leitung dieses Bereichs ausführlich über die Aufgaben und Aufstellung des Global Business Developments bei va-Q-tec sowie die Abgrenzung von anderen Funktionsbereichen. Hauptaufgaben des Global Business Developments bestehen darin, die Business Units beim Markteintritt zu unterstützen, global einheitliche Standards und Prozesse für die Tochtergesellschaften festzulegen, diese operativ zu unterstützen und Marktpotentiale zu eruieren. Der Vorstand erläuterte darüber hinaus den anstehenden Wechsel der SUMTEQ-Beteiligung in der IFRS-Bewertung von "at equity" auf "fair value", aufgrund des Wegfalls des maßgeblichen Einflusses auf das Unternehmen. Darüber hinaus informierte der Vorstand über seine aktuellen Initiativen mit Finanzierungspartnern betreffend die lang- und kurzfristigen Fremdfinanzierungen. In der vierten Sitzung am 19. September 2019 wurde die Geschäftsentwicklung des Konzerns bis einschließlich Ende August intensiv analysiert und diskutiert. Zusätzlich stellte der Vorstand die Entwicklung wesentlicher Kennzahlen pro Quartal seit Q1 2016 dar. Anhand der Darstellung lässt sich erkennen, dass sich die starke Investitionstätigkeit 2017 und 2018 in einem deutlichen Rückgang der EBITDA-Marge und der übrigen Ergebniskennzahlen niederschlug. Mit dem Abschluss der Investitionsphase und stark überproportional steigender Umsätze im margenträchtigen Servicegeschäft seit Beginn des Geschäftsjahres 2019 entwickeln sich die Kennzahlen wieder deutlich positiv. Der Vorstand stellte auch in dieser Sitzung wieder den aktuellen Stand des "Power 20+"-Programmes dar. Die mit dem Programm verbundenen Einspar- und Effizienzziele konnten Stand Ende August laut dieser Ausführungen in Summe erfüllt werden. Neben aktuellen Liquiditäts- und Finanzierungsthemen berichtete der Vorstand auch zum neu implementierten Factoring. Der Leiter des Bereichs Technik und Industrie präsentierte anhand zahlreicher Beispiele Produktentwicklungen in dieser Business Unit. Unter anderem sind dies Projekte, die das VIP-Geschäft mit Anwendungen im Bereich Automotive, Luftfahrt oder Rohrleitungsbau ausbauen sollen. Zusätzlich thematisierte der Aufsichtsrat die neuen Anforderungen des DCGK und des ARUG II sowie deren aktuelle und zukünftige Umsetzung. In der fünften Sitzung am 12. November 2019 wurde die aktuelle globale Aufstellung der Vertriebsorganisation thematisiert. Insbesondere wurden die Marketing- und Vertriebsaktivitäten in den USA, dem Sitz vieler Marktbegleiter im Bereich thermischer Verpackungen, diskutiert. Der Global Head of Sales der va-Q-tec erläuterte dem Aufsichtsrat hierzu die personelle und operative Situation der Gesellschaft in den USA. Daneben diskutierte der Aufsichtsrat die Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten. Demnach lag der Gesamtumsatz nach neun Monaten weiterhin deutlich über dem Vorjahresumsatz und den Erwartungen für dieses Geschäftsjahr. Auch die Profitabilität entwickelte sich sehr zufriedenstellend. Das "Power 20+"-Programm hatte an der verbesserten Profitabilität einen signifikanten Anteil. Durch das Business Development wurde dem Aufsichtsrat über die Marktchancen und mögliche Optionen für va-Q-tec im indischen Markt berichtet. Daneben erläuterte ein externer Versicherungsexperte aktuelle Entwicklungen am Versicherungsmarkt. Vor dem Hintergrund möglicher neuer Risiken (z.B. Cyber-Crime) sowie der wachsenden Internationalität diskutierte das Gremium intensiv die aktuelle Versicherungsstruktur für den Konzern. Die sechste und letzte Sitzung des Aufsichtsratsplenums im Geschäftsjahr 2019 fand am 13. Dezember 2019 statt. Zentrales Thema war die Präsentation und Erläuterung der Planzahlen für 2020 durch den Vorstand und die Geschäftsleitung der va-Q-tec UK. Insgesamt soll die Gesellschaft die sehr positive Entwicklung in 2019 auch in 2020 und darüber hinaus fortsetzen und dabei nachhaltig positive Ergebnisse und Cashflows erzielen. Nach ausführlicher Diskussion genehmigte der Aufsichtsrat das Konzernbudget, einschließlich des Investitionsbudgets für das Geschäftsjahr 2020 sowie die mittelfristige Planung. Auch über die geplanten Liquiditäts- und Finanzierungsmaßnahmen wurde durch den Vorstand informiert. Der Stand der Investitionen 2019 sowie die voraussichtliche Entwicklung bis zum Ende des Geschäftsjahres waren bereits im Rahmen der Budget-Diskussion diskutiert worden. Ein Thema der Sitzung war auch die sehr erfreuliche Aktienkursentwicklung in 2019, die sich ganz erheblich auf die positive operative Entwicklung, aber auch auf die zahlreichen und intensiven IR-Aktivitäten, zurückführen lässt. Im Berichtsjahr nahmen alle Mitglieder des Aufsichtsrats an mehr als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen teil; sämtliche Aufsichtsratsmitglieder nahmen außerdem an über der Hälfte der Sitzungen von Ausschüssen, denen sie angehörten, teil (Ziffer 5.4.7 DCGK). Der Aufsichtsrat tagte regelmäßig im Beisein des Vorstands, ausgenommen die Gespräche über seine Vergütung (Ziffer 3.6 DCGK). Die nachfolgende Tabelle zeigt die individualisierte Teilnahme der einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrates: scroll
Für die Vorstandsmitglieder zeigt die nachfolgende Tabelle die individualisierte Sitzungsteilnahme: scroll
Im Übrigen wird auf den gleichnamigen Bericht zur Corporate Governance, der Bestandteil des vorliegenden Geschäftsberichts ist, verwiesen. AusschussbildungDer Aufsichtsrat hat in Übereinstimmung mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) Unterausschüsse gebildet. Im Einzelnen sind dies ein Nominierungs-, ein Prüfungs- und ein Präsidialausschuss. Interessenkonflikte im Aufsichtsrat sind im Berichtszeitraum nicht aufgetreten. Jahres- und KonzernabschlussprüfungDer Konzernabschluss der va-Q-tec AG wurde gemäß §315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Den Jahresabschluss der va-Q-tec AG sowie den Konzernabschluss, beide zum 31. Dezember 2019, mit den jeweiligen Lageberichten haben die von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, die Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg, unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und am 19. März 2020 jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Abschlussprüfer haben sich ferner vergewissert, dass der Vorstand ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem eingerichtet hat, das in seiner Umsetzung und Konzeption geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen. Die Abschlussunterlagen der va-Q-tec AG und des va-Q-tec-Konzerns, der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Berichte des Abschlussprüfers wurden in der Sitzung des Prüfungsausschusses und der Sitzung des Aufsichtsrates am 20. März 2020 mit den Abschlussprüfern diskutiert und eingehend durch den Aufsichtsrat geprüft. Die Prüfer nahmen an der Beratung über die Abschlussunterlagen in dieser Aufsichtsratssitzung teil und informierten den Aufsichtsrat über die Prüfungsfeststellungen und ihre Erkenntnisse zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem. Der Aufsichtsrat folgt der Empfehlung des Prüfungsausschusses und billigt den Jahresabschluss und Lagebericht sowie den Konzernabschluss und Konzernlagebericht der va-Q-tec AG für das Geschäftsjahr 2019. Damit ist der Jahresabschluss der va-Q-tec AG festgestellt. Der Aufsichtsrat stimmt darüber hinaus dem Vorschlag des Vorstandes zur Gewinnverwendung zu. Dank und AusblickDer Aufsichtsrat ist von dem herausragenden Erfolgspotenzial von va-Q-tec weiterhin überzeugt und schätzt die vertrauensvolle und offene Zusammenarbeit mit dem Vorstand. Der ganz besondere Dank des Aufsichtsrates gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der va-Q-tec. 2019 war durch ein sehr dynamisches Wachstum im Service-Geschäft und eine hervorragende operative Entwicklung gekennzeichnet. Ohne den Einsatz und die positive Einstellung aller Mitarbeiter wäre dies nicht möglich.
Vorsitzender des Aufsichtsrats der va-Q-tec AG Dr. Gerald Hommel Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019I. Grundlagen des Unternehmens1. Geschäftsmodell des UnternehmensDie va-Q-tec AG (im Folgenden kurz auch va-Q-tec genannt) ist ein weltweit technologisch führender Anbieter hocheffizienter Produkte und Gesamtlösungen im Bereich der thermischen Isolation. Kunden unterschiedlichster Branchen bietet va-Q-tec leistungsstarke Isolationslösungen, durch die sie ihre Energieeffizienz signifikant steigern können. Die Angebote der va-Q-tec in den Geschäftsbereichen Produkte, Systeme und Dienstleistungen des Konzerns finden Anwendung in der Thermologistik, der Kühlschrank- und Lebensmittelindustrie, in technischen Anwendungen wie Warmwasserspeichern, der Bauindustrie und im Mobilitätsbereich. Im Geschäftsbereich Produkte (Vakuumisolationspaneele & Phase Change Materials) entwickelt, produziert und vertreibt das Unternehmen innovative Vakuumisolationspaneele ("VIPs") und Phasenwechselmaterialien (Phase Change Materials "PCMs"). VIPs sind zwischen 5mm und 50mm dicke Hochleistungsdämmplatten, die für eine besonders raumsparende und energieeffiziente thermische Dämmung geeignet sind. PCMs sind Wärme- und Kältespeichermaterialien, die thermische Energie absorbieren und freigeben. Durch den Einsatz unterschiedlicher Speichermaterialien wie Paraffinen oder Salzlösungen können verschiedenste Temperaturbereiche gespeichert werden. va-Q-tec fertigt im Geschäftsbereich Systeme (Thermische Verpackungen) durch die Kombination von VIPs und PCMs passive thermische Verpackungen, Container und Boxen, die ohne Zufuhr von externer Energie für bis zu 200 Stunden konstant einen definierten Temperaturkorridor halten können. Im Geschäftsbereich Dienstleistungen (Serviced Rental) betreibt va-Q-tec ein Mietgeschäft für eigenproduzierte Thermo-Transportboxen, mit denen temperatursensible Transporte kosteneffizient und sicher durchgeführt werden können. Darüber hinaus übernimmt va-Q-tec für namhafte Kunden wie die Schweizerische Post begleitende Dienstleistungen im Bereich der Vorkonditionierung, der Aufbereitung und der Versandvorbereitung thermischer Verpackungssysteme. Solche integrierten Transportlösungen aus einer Hand werden von der Healthcare-Industrie verstärkt nachgefragt. Ergänzend bietet va-Q-tec Beratungsdienstleistungen rund um die thermische Isolation an, beispielsweise um technische Geräte in höhere Energieeffizienzklassen zu bringen. Mit diesem umfassenden Portfolio bedient va-Q-tec Kunden aus den folgenden Zielbranchen:
Alle Lösungen unterliegen in den Zielbranchen bei meist sehr beschränktem Bauraum hohen Anforderungen an die Leistungsfähigkeit und Lebensdauer der thermischen Isolierung. Wachstumspotenziale im Zielmarkt Healthcare & Logistik ergeben sich durch eine zunehmende Globalisierung der klinischen Forschung und Pharmaproduktion. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach temperatursensiblen Biotech-Medikamenten ständig. Die Anforderungen an die Produktsicherheit ("Good Distribution Practice of medicinal products for human use" - GDP) werden zunehmend strenger. Wachstumstreiber der Geschäfte des Konzerns in den Zielmärkten Kühlgeräte und Lebensmittel, Technik und Industrie, Bau und Mobilität sind insbesondere die zunehmende Energieeffizienz, Regulierungen sowie die Urbanisierung. 2. Forschung und Entwicklungva-Q-tec ist einer der führenden Technologieinnovatoren bei der Entwicklung und Herstellung von energieeffizienten und platzsparenden VIPs, Hochleistungs-PCMs sowie Thermoverpackungssystemen. Um die Technologieführerschaft im Bereich der thermischen Isolation zu festigen und weiter auszubauen, ist der Bereich Forschung und Entwicklung von strategischer Bedeutung. Die va-Q-tec-Forschung ist unternehmensübergreifend tätig und entwickelt Technologien für zukunftsfähige Produkte und Lösungen der Konzerngesellschaften. va-Q-tec betreibt ein Portfolio von internen und externen FuE-Projekten, die zum einen der Grundlagenforschung an VIPs dienen und zum anderen die fünf von va-Q-tec definierten Zielbranchen betreffen, welche fortschrittliche thermische Wärmedämmung und Energiespeicherung benötigen. Ausgehend von ihrer Gründung aus dem universitätsnahen Zentrum für angewandte Energieforschung Bayern (ZAE Bayern) unterhält va-Q-tec Kooperationen mit internationalen Verbänden, Forschungsinstituten, Universitäten und Hochschulen. Intern wurde eine eigene FuE-Organisation mit umfassenden Kapazitäten zur Grundlagen- und insbesondere zur anwendungsorientierten Forschung etabliert. Aus den erfolgreichen FuE-Aktivitäten der vergangenen Jahre resultiert ein Patentportfolio, das sich in der führenden Technologieplattform widerspiegelt. Durch das patentierte, weltweit einzigartige Qualitäts-Kontrollsystem va-Q-check® kann die Isolation vor Nutzung der VIPs oder der Freigabe von Boxen und Containern durch Messung des Gasinnendrucks kontrolliert werden. va-Q-tec VIPs sind dadurch die einzige Wärmedämmung, deren Leistung und Wirkung am Ort der Anwendung gemessen und kontrolliert werden kann. Dies schafft Vertrauen in die VIP-Technologie und ermöglicht va-Q-tec, die hohen Qualitätsanforderungen des anspruchsvollen Kundenkreises zu erfüllen und beispielsweise die geforderten Thermoschutzanforderungen für Kühlkettentransporte sicher und nachweislich einzuhalten. Das patentierte va-Q-pro ist ein frei formbares, pulvergefülltes Vakuumisolationspaneel und kann produktionsseitig mit Ausschnitten und Löchern versehen und in dreidimensionaler Geometrie gefertigt werden. Durch diese Eigenschaften und flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten kann va-Q-pro in verschiedensten Anwendungsbereichen eingesetzt werden, zum Beispiel für Batterien von E-Fahrzeugen oder in der Dämmung von Flugzeugbereichen, z.B. der Bordküche. Grundlagenforschung betrieb die va-Q-tec 2019 beispielsweise weiterhin bei der Anwendung von VIPs in gänzlich neuen Temperaturbereichen. Während konventionelle VIPs typischerweise im Temperaturbereich von -80°C bis +80°C zum Einsatz kommen, arbeitet va-Q-tec daran, den Einsatzbereich von VIPs über die optimale Kombination verschiedener Füllmaterialien und Kernstoffe zu erweitern, z.B. in Temperaturklassen von 80 - 180°C oder auch >400°C. Von strategischer Bedeutung im Bereich der Grundlagenforschung für VIP-Kernmaterialien ist die maßgebliche Beteiligung an dem Kölner Start-up SUMTEQ. Gemeinsames Ziel von va-Q-tec und SUMTEQ ist die Pilotierung und Markteinführung der submicro-porösen Schäume von SUMTEQ als weiterer Hochleistungsdämmstoff. Die strategische Partnerschaft bietet beiden Unternehmen die Möglichkeit, ihre jeweilige Fachkompetenz in Forschung und Entwicklung einzubringen und somit zusätzlichen Wert für ihre Kunden zu schaffen. Im Berichtszeitraum konnte SUMTEQ begleitet durch die Expertise von va-Q-tec die Kleinserienproduktion aufnehmen und damit einen wesentlichen Meilenstein zur großtechnischen Produktion und der Vermarktung erreichen. Im Berichtsjahr arbeitete va-Q-tec vor allem daran, das bestehende Produktportfolio zu erweitern und zu verbessern: Im Bereich der Produkte (Vakuumisolationspaneele) wurde an der Weiterentwicklung des bestehenden Portfolios sowie der Neuentwicklung einer Paneelklasse für mittelhohe und hohe Temperaturen gearbeitet. Solche Paneele können überall dort zum Einsatz kommen, wo einerseits Temperaturen bis ca. 400°C vorherrschen, und andererseits sehr gut gedämmt werden muss, z.B. bei Öfen für Industrie und Lebensmittel. Mit dem stapelbaren "va-Q-tray", einem thermischen Verpackungssystem, lassen sich Lebensmittel so transportieren, dass sie stunden- oder teilweise tagelang warm, kalt oder gefroren bleiben. Die Temperaturhaltedauer kann optional durch PCM-Akkus verlängert werden. Mit dem va-Q-tray lassen sich beispielsweise Bäckereifilialen effizient mit frischer Ware beliefern: Im Gegensatz zu existierenden Systemen aus Styropor genügt va-Q-tray höchsten Hygiene- und Temperaturketten-Anforderungen, ist universell einsetzbar, z.B. auch als portabler Kühlschrank, und lässt sich als kombinierbares System mit nicht isolierten Standard-Behältern nutzen. Neben den hygienischen Vorteilen ergibt sich daraus auch eine Kostenersparnis, weil auf zusätzliche gekühlte Fahrzeuge verzichtet werden kann. "va-Q-med" wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr mit externen Logistikpartnern deutlich weiterentwickelt. Sie gewährleistet eine sichere Last-Mile-Logistik ohne Temperaturabweichungen direkt bis zum Empfänger. Anders als herkömmliche, ineffiziente Einwegverpackungen oder CO2-intensive Extra-Transporte mit Kühlfahrzeugen in überlasteten Innenstädten ermöglichen die va-Q-med Boxen eine umweltfreundliche, verkehrsvermeidende und gleichzeitig sichere Transportlogistik. Das Transportsystem besteht zu einem großen Teil aus Vakuumisolationspaneelen. Thermische Energiespeicherkomponenten (Phase Change Materials - "PCMs") von va-Q-tec ergänzen die starke Dämmleistung der VIPs. Sie sorgen für eine zuverlässige und energieeffiziente Temperaturkontrolle im benötigten Bereich. va-Q-tec diversifiziert ihre geschäftlichen Aktivitäten unter Einbeziehung der Tochtergesellschaften mit dem Ausbau der Dienstleistungen ("Serviced Rental" von Containern und Boxen) entlang der vertikalen Wertschöpfungskette. Zu diesem Zweck entwickelt va-Q-tec für seine Kunden Prozesse für die Logistik der Boxen und Container. Gleichzeitig werden die Kunden bei der optimalen Implementierung der Verpackungslösung in bestehende Systeme beraten. Zur Steuerung dieser logistischen Prozessabläufe entwickelt va-Q-tec unter dem Stichwort "TempChain 4.0" vermehrt auch fortschrittliche Software- und Simulationslösungen. Diese ermöglichen es in Kombination mit den va-Q-tec Thermoverpackungen, TempChains smart zu steuern. Hierfür wurden im Berichtszeitraum die Ressourcen im Bereich der IT deutlich gestärkt. Die Technologieplattform ist durch ca. 170 Schutzrechte und Schutzrechtsanmeldungen gesichert. Sie betreffen vorwiegend effiziente Fertigungsmethoden für pulvergefüllte VIPs sowie das Qualitäts-Kontrollsystem va-Q-check®, einer Sensortechnologie zur Vakuummessung in VIPs. Im Berichtszeitraum wurden 8 Schutzrechte insgesamt angemeldet, davon 4 Patentanmeldungen und 4 Gebrauchsmusteranmeldungen. Im Berichtsjahr 2019 investierte das Unternehmen erneut stark in den Bereich Forschung und Entwicklung. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich auf 2.417 TEUR und lagen somit im Bereich des Wertes des Vorjahrs (2.451 TEUR). Insgesamt wurden im Berichtszeitraum Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von 300 TEUR (Vj.: 144 TEUR) aktiviert. Die Forschungskostenquote belief sich auf 5% (Vj.: 5%). Ca. 12% der Belegschaft arbeiten im Bereich F&E (Vj.: 12%). II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene RahmenbedingungenIn vielen Regionen der Welt hat die allgemeine Verunsicherung im abgelaufenen Geschäftsjahr das Wachstum gedämpft. Viele Unternehmen haben Investitionen zurückgestellt. In manchen Ländern haben zudem die privaten Haushalte ihre Sparquote erhöht. Gerade für das besonders ausfuhrabhängige Deutschland mussten die Prognosen für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in 2019 deutlich zurückgenommen werden. Vor allem Handelsspannungen und Unsicherheiten, beispielsweise bezüglich des BREXIT, lasteten auf der Stimmung der Unternehmen. Das Land schied am 31. Januar 2020 aus der EU aus. Mit dem Vollzug des politischen Austritts sind allerdings noch keinerlei künftige Wirtschaftsfragen geregelt. va-Q-tec beobachtet mögliche Brexit-Auswirkungen über ein dezidiertes vorstandsnahes Team engmaschig. Insgesamt erwartet va-Q-tec unter der Annahme einer konstruktiven Lösung keine wesentlichen negativen Auswirkungen, insbesondere auf die Geschäfte im britischen Berichtssegment. Zwar erfolgt die operative Steuerung aus dem Vereinigten Königreich, die eigentliche Wertschöpfung wird jedoch über die global verteilte Container-Flotte erzielt. Für weitere Ausführungen zu Chancen und Risiken, die sich aus dem BREXIT ergeben, verweisen wir auf den Chancen- und Risikobericht. Aus dem Ausbruch des Coronavirus können sich gesamtwirtschaftliche Risiken ergeben, die zu signifikanten Rückgängen in den betroffenen Regionen bzw. der Weltwirtschaft führen können. Für weitere Ausführungen zum Coronavirus im Zusammenhang mit va-Q-tec, verweisen wir auf den Chancen- und Risikobericht. Der Internationale Währungsfonds (IWF) schätzt für das Jahr 2019 ein Wachstum der Weltwirtschaft in Höhe von 2,9%. Sofern die politischen Risiken 2020 etwas nachlassen und die US-Fiskalpolitik weiterhin unterstützend wirkt, könnte sich die konjunkturelle Entwicklung in 2020 wieder beschleunigen. Der IWF erwartet daher für 2020 ein Wachstum von 3,3%. Die Entwicklungs- und Schwellenländer werden laut der Prognose überproportional zum globalen Wachstum beitragen. Als weltweit agierender Konzern sieht sich va-Q-tec daher makroökonomisch sowohl Chancen als auch Risiken ausgesetzt. Wesentliche Umsatztreiber für die va-Q-tec AG sind die beiden Endmärkte Healthcare & Logistik sowie Kühlgeräte & Lebensmittel, die zusammen einen Umsatzanteil von 82% (Vj.: 80%) ausmachen. va-Q-tec agiert im Markt für thermische Verpackungssysteme - besonders für die globale Healthcare-Industrie als wichtigstem Absatzmarkt der va-Q-tec. Die Marktforschungsagentur MarketsandMarkets zeigt sich hinsichtlich des Wachstums dieses Marktes für die kommenden Jahre optimistisch: Im Zeitraum von 2016 - 2021 erwartet MarketsandMarkets eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 9,1%, wobei va-Q-tec davon ausgeht, dass die relevanten Subsegmente des Marktes (Verpackungssysteme mit high performance) stärker wachsen werden. Strengere regulatorische Anforderungen an die Kühlketten-Logistik (unter dem Stichwort "Good Distribution Practices") erfordern für die Kunden in der Pharmaindustrie immer leistungsfähigere und sicherere Verpackungssysteme. Die Marktforschungsagentur IMARC geht zusätzlich davon aus, dass im Jahr 2020 von den umsatzstärksten 50 Medikamenten weltweit 27 Medikamente Kühlketten-Logistik im Bereich von 2-8°C benötigen werden. va-Q-tec ist davon überzeugt, sowohl mit den qualitativ hochwertigen Systemlösungen im Verkauf als auch mit den Mietlösungen ("Serviced Rental" von thermischen Verpackungssystemen) überproportional im Vergleich zum Markt wachsen zu können. Insbesondere mit zukunftsweisenden Mietlösungen beabsichtigt va-Q-tec in Märkte einzutreten, die bislang mit konventionellen thermischen Verpackungssystemen bedient wurden. Alleine in Deutschland gibt es knapp 20.000 Apotheken, die immer stärker Regularien für Transport- und Temperaturlogistik unter dem Stichwort "Good Distribution Practices" unterliegen. va-Q-tec Transportlösungen, z.B. auf Basis der va-Q-med-Technologie, gewährleisten eine sichere Last-Mile-Logistik ohne Temperaturabweichungen direkt bis zum Empfänger. Mit der va-Q-med-Box hat va-Q-tec insofern die Möglichkeit, die Zukunft der Apotheken- beziehungsweise Last-Mile-Logistik maßgeblich mitzugestalten. Zweitwichtigste Abnehmer nach der Healthcare-Industrie sind die Hersteller von Kühl- und Gefriergeräten. Nach einer Einschätzung von ResearchAndMarkets wächst der Markt für Vakuumisolationspaneele im Zeitraum von 2019 - 2026 um jährlich 20%. Insgesamt wendet sich va-Q-tec mit seinem Produktgeschäft mit VIPs wachsenden Märkten zu. In Deutschland wird der "Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen" zufolge ca. 60% der Primärenergie für thermische Zwecke, also Kühlen oder Erwärmen, verwendet. Mit weltweit steigenden Verbraucherpreisen für Primärenergie, erhöhtem Kundenbewusstsein für Energieeinsparungen und strengeren gesetzlichen Regulierungen nimmt der ökonomische und politische Anreiz zu, in Energieeffizienz zu investieren. Daraus ergeben sich sehr interessante Geschäftschancen für die Produkte von va-Q-tec. 2. GeschäftsverlaufIm Mittelpunkt des unternehmerischen Handelns des Konzerns standen im Geschäftsjahr 2019 die Fortsetzung und der Abschluss des Investitionsprogramms als Grundlage für weiteres Wachstum. So wurden wesentliche personelle, organisatorische und bauliche Voraussetzungen für die weitere Geschäftsausweitung geschaffen. Zugleich wurden auch die Internationalisierung des Geschäfts sowie die Erweiterung der Kapazitäten im Produktionsbereich vorangetrieben. Geschäftsbereich Produkte (Verkauf von VIPs)Im Produktgeschäft (Verkauf von Vakuumisolationspaneelen und Phase Change Materials) profitierte va-Q-tec in den letzten Jahren von steigenden Energieeffizienz-Anforderungen, z.B. bei Kühlschränken oder Warmwasserspeichern. Neue Kunden aus vielversprechenden Industrien und Endanwendungen, wie z.B. der Luftfahrtbranche, konnten gewonnen werden. Dies unterstrich va-Q-tec in Q1 2019 unter anderem durch die gemeinsame Bewerbung mit der Airbus Operations GmbH um den "Crystal Cabin Award". Der internationale Innovationspreis zeichnet herausragende Konzepte im Bereich der Flugzeugkabinenausstattung aus. Der Umsatz im Produktgeschäft hat sich seit 2016 nahezu verdoppelt und bei Betrachtung der letzten drei Jahre spiegeln sich in diesem Geschäftsbereich auch die für die dynamischen Wachstumsmärkte von va-Q-tec typischen mittelfristigen Zyklen wider, im Bereich Kühl- und Gefriergeräte verspüren die Endmärkte jedoch einen zunehmenden Wettbewerbsdruck aus Asien und Osteuropa. Geschäftsbereich Systeme (Verkauf von thermischen Verpackungssystemen)Der Geschäftsbereich Systeme wird häufig in einzelnen Quartalen von großen Projekten beeinflusst. Besonders bedeutsam war für va-Q-tec in 2019 ein Projektauftrag des Arzneimittel-Reimporteurs kohlpharma. In Zukunft gewährleisten Transportsysteme mit va-Q-med®-Technologie verlässlich konstante Temperaturen beim Transport, so dass die Kunden der kohlpharma die Arzneimittel auch im besonders kritischen Bereich von 2-8°C in Spitzenqualität erhalten. Bereits 2017 lieferte va-Q-tec die ersten Hochleistungs-Thermoboxen für den Transport von pharmazeutischen Produkten für Apotheken an die Schweizer Post und verfügt über entsprechend viel Erfahrung bei der Abwicklung großer Transportvolumina. An kohlpharma lieferte va-Q-tec in 2019 eine Flotte mehrfach verwendbarer Transportsysteme. Darüber hinaus wird die Gesellschaft kohlpharma beim Entwurf eines Requalifizierungskonzeptes unterstützen. Geschäftsbereich Dienstleistungen (Vermietung und Vorkühlung von thermischen Verpackungssystemen)Der Geschäftsbereich Dienstleistungen setzte in 2019 seine positive Entwicklung fort. In diesem Bereich konnte das Geschäft mit Bestandskunden für das "Serviced Rental" von Boxen weiter ausgebaut werden. Allerdings wird ein erheblicher Teil des Service-Umsatzes von den Tochtergesellschaften in den jeweiligen Ländern direkt erzielt, so dass in der deutschen Gesellschaft eher Systemumsatz durch den Intercompany-Verkauf der Boxen entsteht. va-Q-tec hat in 2019 weitere strategische Fortschritte beim Ausbau der Technologieführerschaft erzielt. Die WirtschaftsWoche führt va-Q-tec in der Liste "Deutschlands innovativste Mittelständler 2019" auf Platz zwei. Die innovativen Dämmlösungen von va-Q-tec finden nicht nur in den angestammten Regionen sowie den Endmärkten Kühlgeräte und Lebensmittel (Kühlschränke und gewerbliche Kühlung) und Technik und Industrie (Warmwasserspeicher) Anwendungsmöglichkeiten. Durch die Attraktivität für andere Bereiche, wie z.B. für Mobilitäts-Anwendungen und im Bau-Sektor, eröffnen sich neben zusätzlichen Wachstumsperspektiven auch Potenziale zur technologischen Differenzierung. Daneben hat die Gesellschaft auch den Internationalisierungskurs fortgeführt. Die Tochtergesellschaften in den USA und der Schweiz haben sich erfreulich entwickelt und auch die beiden erst im vergangenen Jahr neu gegründeten Tochtergesellschaften in Uruguay und Singapur vertreiben in ihren Regionen erfolgreich die Produkte der va-Q-tec AG und erhöhen damit das Umsatz- und Marktpotential des Unternehmens. Insgesamt hat va-Q-tec das internationale Netzwerk auf mittlerweile sieben Tochtergesellschaften erweitert und sich so global in den wichtigsten Märkten stark positioniert. In China hat va-Q-tec in Q4 2019 eine Basis für den Markteintritt geschaffen und zusammen mit dem Partner Worldwide Logistics ein neues TempChain Service Center (TSC) in Shanghai eröffnet. Der chinesische Pharmamarkt ist nach dem US-amerikanischen der zweitgrößte weltweit. Schätzungen zufolge wächst sein Volumen bis 2022 auf 200 Milliarden US-Dollar an. Die jährlichen Wachstumsraten für temperaturkontrollierte Transporte und Lagerung sind die höchsten weltweit. Dank der strategischen Partnerschaft mit Worldwide Logistics ist va-Q-tec in der Lage, chinesischen Kunden optimale Verfügbarkeit und Zugriff auf seine Boxen- und Container-Mietflotte zu bieten. Zudem sind Kunden weltweit in der Lage, Warenströme nach China über das TSC in Shanghai zu organisieren. Nach der Gründung der Tochtergesellschaften in Japan, Südkorea und Singapur unterstreicht die Eröffnung des TSC die Wachstumsambitionen der Gesellschaft in Asien. Insgesamt verzeichnet va-Q-tec AG knapp 50% der Umsätze außerhalb Deutschlands. Der Umsatz blieb im Geschäftsjahr mit 45.127 TEUR im Vergleich zum Vorjahr mit 45.190 TEUR nahezu unverändert, die Gesamtleistung (Umsatzerlöse, Bestandsveränderung unfertiger und fertiger Erzeugnisse, aktivierte Eigenleistungen) war mit 46.779 TEUR aufgrund der geplanten Reduzierung des Vorratsvermögens leicht rückläufig (Vj. 48.060 TEUR). Ein Teil des Rückgangs konnte durch höhere Intercompany-Erlöse im Rahmen der zunehmenden konzerninternen Geschäftsbeziehungen in der Betriebsleistung (definiert als Gesamtleistung zuzüglich sonstiger betrieblicher Erträge) wieder ausgeglichen werden, so dass sich diese nur leicht um 646 TEUR auf 48.570 TEUR reduzierte (Vj.: 49.216 TEUR). Das Ergebnis der geschäftlichen Tätigkeit vor Ertragsteuern und sonstigen Steuern (EBT) verschlechterte sich um 860 TEUR im Vergleich zum Vorjahr und beträgt -4.000 TEUR (Vj. -3.141 TEUR). Die Profitabilität des operativen Geschäfts blieb damit trotz einer deutlichen Reduzierung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und des Materialaufwands insbesondere aufgrund des weiteren Anstiegs des Personalaufwands und der geringeren Umsätze im Container-Verkauf hinter dem Vorjahresergebnis zurück. Im Bereich der thermischen Hochleistungsverpackungen werden sowohl kleine Thermoboxen als auch Luftfrachtcontainer vermarktet. Die in 2015 erstmals eingeführte Vermietflotte von kleinen Boxen wurde in 2019 weiter ausgebaut. Das Vermietmodell ("Serviced Rental") sowohl der AG als auch der englischen Tochter, das die von der va-Q-tec AG hergestellten Luftfrachtcontainer vermietet, stärkte die va-Q-tec Gruppe auch in 2019 wieder in ihrer Position als einer der führenden, vollintegrierten Anbieter von Thermoverpackungen und dazugehörigen Dienstleistungen. Die Zielbranche Kühlgeräte & Lebensmittel hielt sich 2019 trotz anhaltend hoher Wettbewerbsintensität und dem sehr hohen Umsatzanstieg im Vorjahr auf dem Vorjahresniveau. Eine wachsende Anzahl von Kühlschrankherstellern setzt VIPs zur Dämmung ihrer Geräte ein, um eine optimale Energieeffizienz zu erreichen. Die hohe Qualität der va-Q-tec-VIPs sowie eine ausgeprägte Lieferzuverlässigkeit werden von den Kunden besonders geschätzt. In der Zielbranche Bau erhöhten sich die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr deutlich. In der Zielbranche Technik & Industrie konnte das Umsatzniveau des Vorjahrs, das zum Teil noch vom Lageraufbau einiger Großkunden geprägt war, nicht gehalten werden. Unter anderem durch die interne Weiterentwicklung der Produktionsanlagen, durch den weiteren Aufbau der eigenen Vermiet-Boxenflotte, durch interne FuE-Projekte sowie durch die Baumaßnahmen in Zusammenhang mit den Gebäuden wurden Eigenleistungen in Höhe von 1.788 TEUR (Vj.: 1.751 TEUR) aktiviert. Die Beschäftigtenzahl der va-Q-tec ist in 2019 nur unwesentlich gewachsen, nachdem der starke Personalaufbau zur Bewältigung des Umsatzwachstums und der gestiegenen Anforderungen nach dem Börsengang im Wesentlichen zum Ende des Vorjahres abgeschlossen werden konnte. Die Anzahl von Festangestellten der AG wuchs in 2019 von durchschnittlich 372 auf 379 Mitarbeiter. Wie auch im Vorjahr wurden die Mitarbeiter durch verschiedene Maßnahmen für Ihre Tätigkeiten geschult bzw. weiterqualifiziert. Die Anzahl der Mitarbeiter aus Personalleasing wurde nach Wegfall der Umzugs- und Doppelarbeiten im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich reduziert. Nach dem signifikanten Mittelzufluss aus den langfristigen Finanzierungen der Grundstücke und Immobilien in der zweiten Jahreshälfte 2018 gab es nur geringfügige Finanzierungsaktivitäten in 2019. Auch das wesentlich niedrigere Investitionsniveau in 2019 trug dazu bei, dass diese auch nicht erforderlich waren. Positiv auf die Liquidität und Bilanzstruktur wirkte sich die Ausweitung des Factoring-Programms über das seit Jahren bestehende Reverse Factoring hinaus aus. Die Gesamtzahl der Aktien der va-Q-tec AG beträgt seit dem Börsengang unverändert 13.089.502 Stück. Die va-Q-tec AG hielt zum Bilanzstichtag unverändert 13.566 eigene Aktien (Vj.: 13.566 Stück). Das Performanceprogramm "Power 20+" wurde in 2019 vorangetriebenDer Vorstand hatte im Q4 2018 das "Power 20+" Programm initiiert. Diese Initiative umfasst zwei klare strategische Prioritäten: Zum einen den Fokus auf profitables Umsatzwachstum, z.B. durch Optimierung der vertrieblichen Prozesse im Servicegeschäft, und zum anderen den Fokus auf kontinuierliche Kosteneffizienz in der Produktion, im Einkauf, in der Logistik sowie in den unterstützenden Bereichen, z.B. der IT. Für die beiden strategischen Prioritäten gab es in 2019 über 60 konkrete Projekte und Maßnahmen, die regelmäßig hinsichtlich ihrer Wirksamkeit gemessen, kontrolliert und adaptiert wurden. Viele der Maßnahmen tragen auch über 2019 hinaus zur Effizienzsteigerung bei, daher wird das Programm auch in 2020 fortgesetzt und als stetiger Ideenwettbewerb nach Verbesserungen und Kosteneinsparungen weiterentwickelt. Als Technologieunternehmen mit umfänglicher Abdeckung der Wertschöpfungskette misst va-Q-tec den Mitarbeitern und ihrer Qualifikation besonders große Bedeutung bei. Das Wissen, die Fähigkeiten, die Weiterentwicklung und das Engagement der Mitarbeiter sind essentiell für den weiteren Erfolg der va-Q-tec. Die Mitarbeiter wurden im Berichtsjahr durch inner- und außerbetriebliche Bildungsmaßnahmen geschult. Schwerpunktthema war neben den entsprechenden funktionalen Schulungen der Mitarbeiter das übergreifende Thema Projektmanagement. Die va-Q-tec beschäftigt eine hohe Anzahl an Studenten, besonders in der Forschung und Entwicklung. Im Berichtsjahr waren im Durchschnitt 14 Werkstudenten bei der va-Q-tec beschäftigt (Vj.: 18). Verlängerung der Vorstandsbestellung für Stefan Döhmen (CFO)Der Aufsichtsrat der va-Q-tec AG hat in seiner letzten Sitzung Herrn Stefan Döhmen, Finanzvorstand (CFO) der Gesellschaft, für weitere drei Jahre bis Ende 2022 zum Vorstand bestellt. Mit der Vertragsverlängerung würdigt der Aufsichtsrat die bedeutenden Beiträge von Herrn Döhmen in seinem Ressort zur erfolgreichen Entwicklung der va-Q-tec AG nach dem Börsengang. Herr Döhmen hat sein Ressort insgesamt weiter professionalisiert und effizient strukturiert und ergänzt Herrn Dr. Kuhn in dessen Rolle als CEO sehr gut. 3. Lagea. ErtragslageNachfolgende Tabelle gibt einen Überblick zu den wesentlichen Ertragskennzahlen: scroll
alle Angaben in TEUR Die Auftragseingänge lagen im Geschäftsjahr 2019 insgesamt in etwa auf dem Vorjahresniveau. Der Umsatz der va-Q-tec AG lag mit 45.127 TEUR nahezu exakt auf Vorjahresniveau (Vj. 45.190 TEUR) und die Betriebsleistung um 1% bzw. 646 TEUR niedriger als im Jahr zuvor bei 48.570 TEUR. Der etwas geringeren Betriebsleistung und dem um 9% gestiegenen Personalaufwand stehen ein geringerer Materialaufwand und ein geringerer sonstiger betrieblicher Aufwand gegenüber, so dass sich das operative Ergebnis vor Zinsen und Abschreibungen geringfügig um 34 TEUR auf 679 TEUR im Vergleich zum Geschäftsjahr 2018 (646 TEUR) verbessert. Das Ergebnis vor Steuern weist einen Verlust in Höhe von -4.000 TEUR (Vj. -3.141 TEUR) aus. In den Umsatzerlösen sind Umsätze mit Verbundunternehmen i. H. v. 9.586 TEUR (Vj.: 10.915 TEUR) enthalten, die vor allem wegen der geringeren Containerverkäufe an die britische Tochtergesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht rückläufig waren. Die aktivierten Eigenleistungen in der va-Q-tec AG haben sich im Geschäftsjahr 2019 unwesentlich um 37 TEUR auf 1.788 TEUR (Vj.: 1.751 TEUR) erhöht. Der durch das wachsende Produktportfolio und höhere Sicherheitsbestände bedingte starke Aufbau der Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen im Vorjahr (Vj.: 1.119 TEUR) konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr durch Effizienzmaßnahmen und ein verbessertes Lagermanagement gestoppt und in eine leichte Bestandsverminderung (136 TEUR) gedreht werden. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge von 1.156 TEUR im Vorjahr um 635 TEUR auf 1.791 TEUR in 2019 ist vor allem auf höhere Weiterberechnungen und Umlagen an Verbundunternehmen (863 TEUR, Vj. 400 TEUR) zurückzuführen. Wesentliche Positionen in den sonstigen betrieblichen Erträgen waren außerdem die Auflösung des Sonderpostens für Zuwendungen mit 339 TEUR (Vj.: 302 TEUR) sowie Erträge aus Vorjahren mit 69 TEUR (Vj.: 18 TEUR). Die Betriebsleistung im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug 48.570 TEUR im Vergleich zu der Betriebsleistung des Vorjahres i.H.v. 49.216 TEUR. Dank Einkaufserfolgen und effizienterer Produktion hat sich die Materialkostenquote gegenüber dem Vorjahresniveau noch einmal verringert und lag bei 40% der Betriebsleistung (Vj.: 42%). Der Materialaufwand fiel mit 19.600 TEUR gegenüber dem Vorjahr (20.690 TEUR) deutlich niedriger aus. Da das Unternehmen kontinuierlich in neue Wachstumsbereiche investiert und dafür vorab spezialisiertes technisches und kommerzielles Personal aufbaut, haben sich auch in 2019 die Personalkosten weiter erhöht, von 17.263 TEUR auf 18.772 TEUR (+1.509 TEUR). Damit stiegen die Personalkosten um insgesamt knapp 9% gegenüber dem Vorjahr. In allen Bereichen des Unternehmens wurden sowohl bestehende Mitarbeiter weiterentwickelt, als auch erfahrene Mitarbeiter von außen rekrutiert. Parallel zur absoluten Steigerung der Ausgaben für Personal in 2019 und der gleichzeitig gesunkenen Betriebsleistung ist die Personalkostenquote von 35% in Vorjahr auf 39% angestiegen. Der sonstige betriebliche Aufwand ist um 1.098 TEUR bzw. 10% niedriger ausgefallen als im Vorjahr und betrug 9.519 TEUR (Vj.: 10.617 TEUR). Wesentlich geringere Aufwendungen als im Vorjahr sind im Unternehmen insbesondere in Beratungskosten und Abrechnungen von Konzerngesellschaften angefallen, wohingegen Transportkosten, Marketingkosten und Reparatur- und Instandhaltungskosten deutlich zugenommen haben. Der Anteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen an der Gesamtleistung ist von 22% im Vorjahr auf 20% im Geschäftsjahr 2019 gesunken. Die Abschreibungen sind entsprechend des starken Wachstums und der dafür nötigen erhöhten Investitionstätigkeit, beispielsweise in neue Anlagen, weiter gewachsen und erhöhten sich von 3.544 TEUR im Vorjahr um 693 TEUR auf 4.237 TEUR. Dies entspricht 9% der Betriebsleistung (Vj.: 7%). Größter Treiber für den Anstieg waren die höheren Abschreibungen auf Immobilien infolge des Erwerbs und Nutzung mehrerer Immobilien in Würzburg, der erhöhten Anlageninvestitionen in den letzten beiden Geschäftsjahren sowie der Aufbau der Vermiet-Boxenflotten mit kurzer Abschreibungsdauer. Durch Wechselkursschwankungen wurde das Jahresergebnis im sonstigen betrieblichen Ertrag in Höhe von 96 TEUR (Vj.: 81 TEUR) sowie im sonstigen betrieblichen Aufwand in Höhe von 55 TEUR (Vj.: 67 TEUR) beeinflusst. Wechselkursschwankungen ergeben sich im Wesentlichen aus dem Erhalt und der Faktura von Rechnungen in den Währungen US-Dollar, Koreanischer Won, Britische Pfund, Schweizer Franken und Japanische Yen. In 2019 wurde ein EBITDA (Jahresergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern, sonstigen Steuern und Abschreibung) von 679 TEUR (Vj.: 646 TEUR), ein EBIT (Jahresergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und sonstigen Steuern) von -3.558 TEUR (Vj.: -2.898 TEUR), und ein EBT (Jahresergebnis vor Ertragssteuern und sonstigen Steuern) von -4.000 TEUR (Vj.: -3.141 TEUR) erwirtschaftet. Das Finanzergebnis in Höhe von -443 TEUR ist deutlich höher ausgefallen als der Vorjahreswert (-243 TEUR). In dem Anstieg der Zinsaufwendungen spiegelt sich die Finanzierung der neuen Immobilien in Würzburg und Kölleda durch zusätzliche Darlehen in der zweiten Jahreshälfte 2018 wider, die sich in 2019 voll ausgewirkt haben. Aufgrund eines steuerlichen Verlusts im Geschäftsjahr 2018 ergibt sich kein Ertragsteueraufwand. Alle Verlustvorträge wurden auf das Folgejahr fortgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2019 verzeichnete das Unternehmen mit -4.294 TEUR eine Verschlechterung des Jahresergebnisses nach Steuern um 718 TEUR im Vergleich zum Vorjahr (-3.576 TEUR), was im Wesentlichen auf die beschriebenen Effekte in der Betriebsleistung und den höheren Personalaufwand zurückzuführen ist. Mit diesen Ergebnissen hat die Gesellschaft die Gewinnschwelle für das Jahr 2019 deutlich verfehlt. Die EBITDA-Marge beträgt 1%, die EBIT-Marge -7% im Verhältnis zur Betriebsleistung. Aufgrund der hohen Eigenkapitalquote von 57% und der Erwartung, dass sich die Vorlaufkosten in Sachanlagen, Personal und alle anderen Unternehmensbereiche in zukünftigen Ergebnisverbesserungen ausdrücken werden, ist das aktuelle Ergebnis jedoch aus Sicht des Unternehmens vertretbar. b. FinanzlageDie Finanzierungsstrategie der va-Q-tec ist auf die Bereitstellung der notwendigen Mittel für starkes Wachstum ausgerichtet. Dabei werden unterschiedliche Finanzierungsinstrumente wie z.B. Darlehen, Leasing, Factoring, Kontokorrentlinien und staatliche Förderungen in Anspruch genommen. Bestehende Finanzierungsinstrumente werden fortlaufend bezüglich ihrer Struktur und Verzinsung optimiert. Zinsrisiken werden teilweise mit entsprechenden Swaps gesichert. Bereits in 2018 konnten die wichtigsten Investitionen und Initiativen für das weitere Wachstum schneller als ursprünglich geplant zum größten Teil abgeschlossen werden. Vor diesem Hintergrund und als Resultat umfassender Finanzierungsmaßnahmen verfügt die va-Q-tec AG zum 31. Dezember 2019 mit Bankguthaben zuzüglich offener Kreditlinien von insgesamt 6,5 Mio. EUR über eine für die Bedürfnisse eines schnell wachsenden Unternehmens angemessene Liquidität. Der Bestand an liquiden Mitteln hat sich gegenüber dem Vorjahr auf 2.690 TEUR reduziert (Vj.: 9.759 TEUR). Trotz der gesunkenen Liquidität ergeben die Cash-Bestände, verfügbare Kontokorrentlinien und weitere Finanzierungsoptionen für 2020 ein solides Liquiditätspolster. Während eine Reihe von Darlehen und sonstigen zinstragenden Verpflichtungen kontinuierlich getilgt werden, sind in 2019 kaum neue zinstragende Verpflichtungen hinzugekommen. Langfristige Investitionen wurden über Eigenkapital und langfristige Investitionsdarlehen finanziert. Darüber hinaus besteht seit September 2016 mit den Hausbanken der va-Q-tec AG ein Multibankenvertrag, der die bestehenden Kontokorrentlinien bündelt und einen einheitlichen und skalierbaren Rahmen für die kurzfristige Finanzierung des Umlaufvermögens schafft. Dieser Finanzierungsrahmen beläuft sich auf 11.000 TEUR und deckt Kontokorrentlinien sowohl der Muttergesellschaft als auch der britischen Tochtergesellschaft ab. Der Vertrag wurde zuletzt im August 2019 unter veränderten Konditionen verlängert und ist aktuell bis zum 31.12.2020 befristet. Im Zusammenhang mit dem Auslaufen des Multibank-Rahmenkreditvertrags zum 31.12.2020 führt das Unternehmen mit Banken und Finanzinstitutionen darüber hinaus Gespräche über kurz- und mittelfristige Fremdfinanzierungsinstrumente. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zuzüglich Anlagen-Leasing machen mit 32.677 TEUR 33% (Vj.: 33.754 TEUR, 32%) der Bilanzsumme aus. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten weisen 3.206 TEUR (Vj.: 3.041 TEUR) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr auf. Im Geschäftsjahr 2019 unterliegen Finanzverbindlichkeiten der Gesellschaft i.H.v. 1.096 TEUR (Vj.: 1.595 TEUR) Covenant-Regelungen in Bezug auf den Einzel- und Konzernabschluss der va-Q-tec AG. Die Verträge wurden im Geschäftsjahr hinsichtlich ihrer Covenant-Regelungen an die aktuelle Unternehmenssituation angepasst und schreiben neben Grundschulden und anderen Sicherheiten jeweils eine Mindesteigenkapitalquote von 30% vor. Diese Kennzahl wurde wie im Vorjahr eingehalten. Die erhaltenen Investitionszuschüsse und -zulagen sind im Sonderposten für Zuwendungen abgegrenzt (3.222 TEUR; Vj.: 3.561 TEUR). Die Förderperiode für den zweiten Zuwendungsbescheid der Thüringer Aufbaubank (TAB) ist am 30.06.2015 abgelaufen, alle geförderten Ausbauprojekte in Kölleda wurden bis zu diesem Zeitpunkt abgeschlossen. Sofern die Förderbedingungen eingehalten werden, müssen die erhaltenen Zuschüsse nicht rückgezahlt werden. Davon ist aus heutiger Sicht auszugehen. Im Dezember 2017 hat die va-Q-tec einen dritten Zuwendungsbescheid für die geplanten Erweiterungen in Kölleda mit einem Gesamtvolumen von 18,1 Mio. EUR erhalten. Außerdem hat die va-Q-tec AG einen Zuwendungsbescheid der Regierung von Unterfranken für Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen sowie Investitionen in Maschinen und Ausstattung in der 2017 erworbenen Immobilie in Würzburg erhalten. Die erhaltenen Fördermittel für noch nicht getätigte Investitionen in Höhe von 696 TEUR sind in den Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 665 TEUR auf 3.023 TEUR reduziert (Vj.: 3.688 TEUR). Das entspricht 3% der Bilanzsumme (Vj.: 3%). Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Geschäftsentwicklung der ausländischen Tochtergesellschaften wird insgesamt als positiv beurteilt, insbesondere das Wachstum in den britischen und schweizerischen Tochtergesellschaften hat die ohnehin hohen Erwartungen in 2019 deutlich übertroffen. Mit den Erfolgen der Tochtergesellschaften steigt auch die internationale Präsenz und Sichtbarkeit der va-Q-tec, wodurch sich wieder neue Wachstumschancen ergeben. Das Wachstum der Auslandsaktivitäten der Töchter wurde auch in 2019 durch die AG mitfinanziert. Hierfür stellt die va-Q-tec AG den Tochtergesellschaften bei Bedarf finanzielle Mittel in Form von Eigenkapital oder Darlehen zur Verfügung. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind im Geschäftsjahr 2019 um 1.151 TEUR auf 7.357 TEUR gesunken (Vj.: 8.508 TEUR). Gleichzeitig stiegen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 6.049 TEUR auf 7.773 TEUR an. Außerdem haftet die Muttergesellschaft für die Einräumung einer Kontokorrentlinie in Höhe von 1.500 TEUR für die britische Tochtergesellschaft. Es wird erwartet, dass in Zukunft anlassbezogen noch weitere Investitionen in die Tochtergesellschaften getätigt werden müssen, um das wirtschaftliche Potenzial der internationalen Expansion der Gruppe auszuschöpfen. Die SUMTEQ GmbH, Köln, hat sich ebenfalls planmäßig auf ihrem Weg zur Pilotierung und Markteinführung submicro-poröser Schäume weiterentwickelt. Die va-Q-tec verspricht sich hieraus die Nutzung der neuen Materialien als weiteren Hochleistungsdämmstoff. An einer weiteren Kapitalerhöhung im Juni 2019 hat sich die va-Q-tec AG nicht beteiligt, so dass sich durch die Verwässerung die Beteiligung von 18,5% auf 15,2% reduziert hat. Bestehende Ausleihungen an die Töchter bzw. die an den Töchtern gehaltenen Anteile sind aufgrund der Entwicklung in 2019 sowie auch der positiven Aussichten für 2020 und Folgejahre werthaltig. Zukünftige Ausleihungen sollten in dem Maße sinken, wie die Gesellschaften beginnen, sich selbst zu tragen. Die Finanzierung der Tochtergesellschaften ist aus Liquiditätssicht für die va-Q-tec AG tragbar. Der weitere Ausbau der UK Containerflotte wurde auch in 2019 weitgehend über Leasinggesellschaften finanziert. Dabei wurden die Container in 2019 durch die va-Q-tec AG an die englische Tochtergesellschaft verkauft, von dieser anschließend an Leasingunternehmen weiterverkauft und als Mietkauf von diesen zurückgemietet. In 2019 wurden gegenüber Leasinggebern Garantieerklärungen auf Zahlungen in Höhe von 1.973 TEUR für die englische Tochter ausgegeben (Vj.: 5.816 TEUR). Zum Bilanzstichtag unterliegen kumulierte Zahlungsverpflichtungen der Tochtergesellschaft in Höhe von 5.951TEUR (Vj.: 6.805 TEUR) Garantieerklärungen durch die va-Q-tec AG. In Anbetracht des im Vergleich zu den Jahren 2017 und 2018 deutlich reduzierten Investitionsbedarfs im abgelaufenen Geschäftsjahr ist die Finanzlage des Unternehmens durch die Einnahmen aus dem Börsengang 2016 und die zur Verfügung stehenden Kreditrahmen komfortabel und bietet eine ausreichende Basis für die mittelfristig geplanten Wachstumsinvestitionen in Produktentwicklung, Vertrieb, Produktionsinfrastruktur und Internationalisierung. InvestitionenDer Schwerpunkt der Investitionstätigkeit im Geschäftsjahr 2019 lag weiterhin im Ausbau der Produktionskapazitäten, Immobilien und der Flotte von Thermo-Boxen sowie im Aufbau des internationalen Geschäfts, jedoch auf deutlich niedrigerem Niveau, nachdem die wesentlichen Investitionen für die weitere Expansion bereits Ende 2018 zum größten Teil abgeschlossen wurden. Insgesamt wurden in Sachanlagen 5.131 TEUR investiert (Vj.: 16.087 TEUR). Die Investitionen in Grundstücke und Gebäude lagen mit 1.901 TEUR sehr deutlich unter dem wegen des Neubaus in Kölleda und des Umbaus der Immobilie in Würzburg sehr hohen Vergleichswert des Vorjahres (10.855 TEUR). Die Investitionen in technische Anlagen reduzierten sich ebenfalls deutlich von 2.121 TEUR 2018 auf 841 TEUR im Geschäftsjahr 2019. Die Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung lagen mit 1.201 TEUR dagegen nur leicht unter dem Vorjahreswert (1.411 TEUR). In entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden 158 TEUR investiert (Vj.: 86 TEUR). Gleichzeitig sank der Wert der Investitionen in Entwicklungs- und IT-Projekte in der Position der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände deutlich gegenüber dem Vorjahr auf 361 TEUR (Vj.: 1.093 TEUR). c. VermögenslageDas Eigenkapital der Gesellschaft lag zum Bilanzstichtag weiterhin bei 57% der Bilanzsumme (Vj.: 57%). Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote betrug zum Bilanzstichtag erneut 60% (Vj.: 60%) der Bilanzsumme. Zum wirtschaftlichen Eigenkapital zählt die va-Q-tec AG zusätzlich den Sonderposten für Zuwendungen, da dieser bei Einhaltung der Förderbedingungen Eigenkapitalcharakter besitzt. Die Zuordnung des Sonderpostens zum Eigenkapital ist bereinigt um einen künftigen Ertragsteueranteil in Höhe von 133 TEUR. Die eigenen Anteile betragen zum 31.12.2019 unverändert gegenüber dem Vorjahresstichtag 13.566 Aktien. Das Gesamtvermögen der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2019 von 106.474 TEUR auf 100.150 TEUR verringert. Dabei ist die Sachanlagenintensität von 49% im Vorjahr weiter auf 53% gestiegen. Dieser Anstieg ist vor allem auf die Immobilien in Würzburg und Kölleda sowie auf die geringere Bilanzsumme zurückzuführen. Das Umlaufvermögen ist um 23% von 30.201 TEUR im Vorjahr auf 23.299 TEUR gesunken, was im Wesentlichen auf die mit 2.690 TEUR (Vj: 9.759 TEUR) deutlich geringeren Cash-Bestände zum Stichtag zurückzuführen ist. Die Kapitalbindung im Umlaufvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr nur unwesentlich verändert. Während die Bestände des Vorratsvermögens um 613 TEUR leicht gesunken sind, haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch die Ausweitung des Factoring um 1.159 TEUR bzw. 43% auf 1.438 TEUR deutlich reduziert (Vj.: 2.597 TEUR). Durch den Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 1.724 TEUR wird die Reduzierung des Vorratsvermögens und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nahezu ausgeglichen. Im Geschäftsjahr 2019 wurden keine neuen Tochtergesellschaften gegründet. Die Auslandsaktivitäten der Tochtergesellschaften in Großbritannien, USA, der Schweiz, Südkorea, Japan, Uruguay und Singapur wurden weiter ausgebaut. Die Tochtergesellschaften dienen der Gewinnung und lokalen Betreuung von internationalen Kunden und Lieferanten in allen Zielbranchen. Nachdem das Containerservicegeschäft und die britische Tochtergesellschaft 2018 mit einem einstelligen Wachstum deutlich hinter den ursprünglichen Erwartungen zurückgeblieben war, hat sie diese in 2019 ebenso eindrucksvoll übertroffen und Umsätze und Betriebsleistung um 64% gegenüber dem Vorjahr auf 26.255 TEUR bzw. 26.790 TEUR gesteigert. Dank dieser enormen Steigerung und rotz weiterhin hoher operativer Anlaufkosten für Containerlogistik, Netzwerkbetrieb und Investitionen in die Flotte wies die Tochtergesellschaft im Geschäftsjahr 2019 ein positives Jahresergebnis in Höhe von 359 TEUR (Vj.: -3.149 TEUR) aus. Die Containerflotte wuchs auf knapp 2.200 Stück, um der wachsenden Nachfrage und dem erwarteten zukünftigen Bedarf gerecht zu werden. Der Flottenausbau wurde wie in den Vorjahren aus eigenen Mitteln und durch Leasingunternehmen finanziert. Die Umsatzentwicklung bei der südkoreanischen Tochtergesellschaft verlief ebenfalls positiv. Durch den Aufbau des Eigengeschäfts und die damit verbundenen Kosten erzielte die Gesellschaft jedoch einen geringen Verlust für das Gesamtjahr. In den USA wurden die Vertriebsaktivitäten über den Standort in Langhorne, Philadelphia, weiter ausgebaut und der wichtige US-Markt für die va-Q-tec Gruppe weiter entwickelt. Die Anlaufkosten führten bei der amerikanischen Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr erwartungsgemäß erneut zu einem Verlust. Der US Fokus liegt auf der Vermarktung von Thermoverpackungen und Container- und Boxendienstleistungen. In geringerem Maße bietet die va-Q-tec Gruppe in Nordamerika bereits auch Produkte für die Bereiche Bau, Technik & Industrie sowie Kühlgeräte & Lebensmittel an. Die Tochtergesellschaft in der Schweiz entwickelte sich durch die Ausweitung des Serviceangebots für einen großen Pharmakunden umsatzseitig äußerst positiv und auch das Periodenergebnis entwickelte sich deutlich positiv. Auch in der japanischen Gesellschaft wurde das Eigengeschäft dynamisch ausgebaut, was zu einer Vervierfachung der Umsatzerlöse, einem positiven EBITDA und nahezu zu einem Break-Even-Periodenergebnis führte. Die erst 2018 gegründeten und noch im Aufbau befindlichen Tochtergesellschaften va-Q-tec Uruguay S.A. und va-Q-tec SG PTE Ltd., Singapur, schlossen das Geschäftsjahr 2019 demgegenüber erwartungsgemäß mit leichten Verlusten ab. Von einer positiven Entwicklung der einzelnen Tochtergesellschaften wird derzeit ausgegangen. Alle wesentlichen Vermögenswerte blieben werthaltig. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle LeistungsindikatorenDie va-Q-tec AG verwendet zur Unternehmenssteuerung eine Reihe von regelmäßig erfassten Kennzahlen zur Umsatzentwicklung, Ertragskraft, Cash-Generierung, Liquidität und Vermögenslage. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Steuerungssystem der va-Q-tec AG nicht geändert. Die Steuerungsgrößen der va-Q-tec AG sind wie folgt näher spezifiziert: Neben der Umsatzentwicklung werden auf der Ertragsseite vor allem das EBITDA (Ertrag vor Zinsen, Ertragsteuern, sonstigen Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögensgegenstände) und das EBT (Ertrag vor Ertragsteuern und sonstigen Steuern) verfolgt. Das EBITDA ist gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Dadurch bleibt das EBT im Geschäftsjahr 2019 deutlich negativ. Beide Kennzahlen fielen damit etwas schlechter aus als vom Vorstand erwartet. Hinsichtlich der Cash-Generierung wird der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit verfolgt. In 2019 belief sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auf -49 TEUR (Vj.: -557 TEUR). Der negative Wert ist die Folge des etwas schlechter als erwartet ausgefallenen Periodenergebnisses. Damit wurden die Erwartungen des Vorstands von einem leicht positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ebenfalls nicht ganz erfüllt. Die Liquidität des Unternehmens wird wöchentlich verfolgt und auf der Basis eines 3-Monatshorizonts regelmäßig geplant. Darüber hinaus gibt es eine Liquiditätsplanung für das Gesamtjahr und die folgenden drei Jahre. Die Berechnung verfügbarer Liquidität erfasst Cash-Bestände und freie Kontokorrentlinien. Der Bestand an liquiden Mitteln ist im Geschäftsjahr 2019 gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunken. Da die sehr starke Investitionsphase nach dem Börsengang jedoch im Wesentlichen in 2018 abgeschlossen wurde, ergeben die Cash-Bestände und verfügbaren Kontokorrentlinien für 2020 dennoch eine ausreichende Liquidität. Die Vermögenslage wird monatlich anhand der Eigenkapitalquote gemessen. Diese Quote stieg zunächst durch den Börsengang 2016 auf 83% an und lag zum Jahresende 2019 mit 57% auf einem sehr hohen Niveau etwas unter den Erwartungen des Vorstands für 2019. Als nicht-finanzieller Leistungsindikator der va-Q-tec AG wird die Mitarbeiteranzahl als Indikator für das Wachstum der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft verwendet. Als Technologieunternehmen mit breiter Abdeckung der Wertschöpfungskette misst va-Q-tec den Mitarbeitern und ihrer Qualifikation besonders große Bedeutung bei. Das Wissen, die Fähigkeiten, die Weiterentwicklung und das Engagement der Mitarbeiter sind essentiell für den weiteren Erfolg der va-Q-tec. Nach dem starken Personalaufbau in den Jahren 2017 und 2018 wuchs die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter in 2019 nur um 7 auf 379 (Vj.: 372). III. PrognoseberichtDie nachfolgenden Prognosen für die Entwicklung der Steuerungsgrößen wurden unter Annahme der in Ziffer II.1 beschriebenen makroökonomischen Entwicklungen im Jahr 2020 getroffen. Daneben stützen sie sich auf die erwarteten positiven Wachstumsraten im Markt für VIPs und Isolationsmaterialien insgesamt. Im Markt für thermische Verpackungen und Dienstleistungen wird eine hohe Wachstumsdynamik erwartet, besonders im Bereich thermischer Hochleistungs-Verpackungen. Diese Annahmen werden durch die Einschätzungen der Marktforschungsinstitute IMARC und ResearchAndMarkets untermauert, die bereits ein Wachstum im unteren zweistelligen Prozentbereich erwarten (siehe II.1 Makroökonomisches Umfeld und konzernspezifische Rahmenbedingungen). va-Q-tec erwartet, von den Megatrends Energieeffizienz, Regulierung der Kühlketten (Produktsicherheit) und Globalisierung der Wertschöpfungsketten überproportional zu profitieren. Auch unter Berücksichtigung der unter IV. beschriebenen Chancen und Risiken der Geschäftstätigkeit sieht die Gesellschaft Wachstumshebel in der Erschließung neuer Märkte und Anwendungsfelder (z.B. last mile to the pharmacy, Nutzung der Mietcontainer für temperaturempfindliche Güter außerhalb der Pharmaindustrie, TempChain 4.0 Anwendungen) und in geographischer Hinsicht (neue und weiterentwickelte Ländermärkte wie z.B. Nordamerika und Indien). Aktuell trifft die Ausbreitung des Coronavirus die Weltwirtschaft erheblich. Es ist ungewiss, mit welcher Schwere und Dauer dies auch va-Q-tec beeinflussen wird. Eine verlässliche Prognose ist derzeit nahezu unmöglich. Nachdem der Umsatz in den vergangenen fünf Jahren durchschnittlich mit 17% pro Jahr sehr stark gewachsen ist, in 2019 jedoch nur das Vorjahresniveau erreicht hat, würde va-Q-tec unter normalisierten konjunkturellen Umständen für das Geschäftsjahr 2020 in den drei Geschäftsbereichen gegenüber 2019 insgesamt wieder ein mittelstarkes bis starkes Umsatzwachstum erwarten. Vor allem in den Geschäftsbereichen Dienstleistungen und Systeme würden deutliche Umsatzzuwächse erwartet. In Anbetracht der aktuellen wirtschaftlichen Unwägbarkeiten durch die Coronavirus-Pandemie gehen wir aus heutiger Sicht jedoch vorsichtshalber nur noch von einem moderaten bis mittelstarken Wachstum aus. va-Q-tec erwirtschaftet ca. 70% ihres Umsatzes im Healthcare-Bereich, der weltweit eher zu den am wenigsten betroffenen Wirtschaftszweigen gehören dürfte, da die medizinische Versorgung der Bevölkerung wohl Priorität haben wird. In Produkten von va-Q-tec werden jährlich lebenswichtige Medikamente und Medikamentenrohstoffe im Marktwert von mehreren Milliarden EUR transportiert. Für das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) erwartet das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2020 unter normalisierten konjunkturellen Umständen eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Positiv gegenüber 2019 sollte sich vor allem das durch Umsatzwachstum und Margenverbesserung deutlich höhere Rohergebnis bei gleichzeitig nur moderatem Anstieg der Personalkosten und sonstigen betrieblichen Aufwendungen bemerkbar machen. Aufgrund von möglichen Zusatzkosten und potentiellen Umsatzeinbußen durch die Coronavirus-Pandemie erwartet das Unternehmen vorsichtshalber derzeit keine Margenverbesserung gegenüber 2019. Da die Abschreibungen in 2020 im Vergleich zum Vorjahr kaum noch steigen sollten, würde der Vorstand unter normalisierten konjunkturellen Umständen für das Geschäftsjahr 2020 im Ergebnis vor Steuern (EBT) ebenfalls eine deutliche Verbesserung gegenüber 2019 erwarten. Durch den möglichen Einfluss der Coronavirus-Pandemie auf das EBITDA erwartet das Unternehmen aber vorsichtshalber derzeit auch keine wesentliche Verbesserung des EBT gegenüber 2019. Für den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit würde der Vorstand für die va-Q-tec AG unter normalisierten konjunkturellen Umständen in 2020 ebenfalls eine deutliche Verbesserung gegenüber dem operativen Cashflow des Vorjahres anstreben, aber auch hier geht das Unternehmen in Anbetracht der möglichen temporären Beeinträchtigungen der Geschäftsentwicklung durch die Coronavirus-Pandemie derzeit vorsichtshalber nicht von einer Verbesserung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit gegenüber 2019 aus. Für die Liquidität würde der Vorstand unter normalisierten konjunkturellen Umständen insgesamt eine positive Entwicklung durch die Steigerung des operativen Cashflows und Finanzierungsmaßnahmen bei gleichzeitig moderaten Investitionen erwarten. In Anbetracht der Coronavirus-Pandemie wird das Unternehmen die Liquiditätsentwicklung sehr eng beobachten und Investitionen nur in Abhängigkeit von Finanzierungsmöglichkeiten und dem operativen Cashflow tätigen. Die Eigenkapitalquote wird im Geschäftsjahr 2020 voraussichtlich etwas sinken, aber unter normalisierten konjunkturellen Umständen auf sehr hohem Niveau bleiben. Auch bei negativen Auswirkungen durch die Coronavirus-Pandemie sollte die Eigenkapitalquote der va-Q-tec ein hohes Niveau halten. Die Mitarbeiteranzahl wird im Jahr 2020 unterproportional zur Umsatzentwicklung nur leicht anwachsen bzw. in Abhängigkeit von den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die kurzfristige Geschäftsentwicklung leicht sinken. Der Vorstand der va-Q-tec AG würde somit unter normalisierten konjunkturellen Umständen insgesamt einen im Vergleich zu den Zielmärkten überproportional wachsenden Umsatz bei einer Rückkehr zu gegenüber 2019 deutlich verbesserter EBITDA-Profitabilität erwarten. In Anbetracht der aktuellen wirtschaftlichen Unwägbarkeiten durch die Coronavirus-Pandemie gehen wir aus heutiger Sicht jedoch vorsichtshalber nur noch von einem moderaten bis mittelstarken Umsatzwachstum und einer konstanten EBITDA-Marge aus. Zukunftsgerichtete AussagenDieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der va-Q-tec AG beruhen. Solche Aussagen sind Risiken und Ungewissheiten unterworfen. Diese und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Leistungsfähigkeit der Gesellschaft wesentlich von den hier abgegebenen Einschätzungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an künftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in diesem Lagebericht überwiegend die männliche Form verwendet. Die Information bezieht sich dennoch auf Personen jeglichen Geschlechts. IV. Chancen- und RisikoberichtRisikomanagement und internes KontrollsystemDas Risikomanagement bei va-Q-tec basiert auf drei wesentlichen Punkten:
Verankerung des Risikobewusstseins in der UnternehmenskulturJedes erfolgreiche unternehmerische Handeln ist mit dem bewussten Eingehen von Risiken verbunden. Entscheidend für die Unternehmensführung der va-Q-tec ist es, mit bestehenden und neu hinzukommenden Risiken so umzugehen, dass sie aktiv gesteuert werden und möglichst keine Schäden verursachen. Chancen in unternehmerischer Hinsicht sollen zugleich im Sinn der Steigerung des Unternehmenswertes für alle Stakeholder genutzt werden. va-Q-tec verfügt über ein hohes "Risikobewusstsein", das offen und transparent kommuniziert wird. Aus Sicht des Vorstandes ist ein gelebtes Risikobewusstsein eines der effizientesten Instrumente für den Umgang mit Risiken. Nehmen die Mitarbeiter Risiken bewusst wahr und gehen mit ihnen unternehmerisch um, so verringert sich die Gefahr von Schäden aufgrund tatsächlich eintretender Risiken. In einem solchen Umfeld werden Risiken proaktiv und transparent offengelegt und gesteuert. Zusätzlich dienen die Festlegung und unternehmensweite Kommunikation von Compliance Richtlinien dem stärkeren Bewusstsein zu regelkonformem Verhalten. Es existiert ein Compliance Management-System, das wesentliche Verhaltensregeln im internen und externen geschäftlichen Handeln definiert. Der in diesem Zusammenhang nominierte Compliance-Beauftragte erfasst, bearbeitet und berichtet dem Aufsichtsrat bzw. dessen Prüfungssauschuss über alle relevanten Compliance-Vorfälle. RisikomanagementsystemRisikomanagement bei va-Q-tec bedeutet die systematische Auseinandersetzung mit Risiken, verstanden als negative Ereignisse, deren Eintritt Schäden und/oder unvorhergesehene Kosten im Unternehmen erzeugen kann. Um diesen Anspruch erfüllen zu können, werden mit dem Risikomanagementsystem interne und externe Risiken für alle Segmente und Tochtergesellschaften systematisch ermittelt, bewertet, gelenkt, gesteuert und an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet. Zu diesem Zweck hat das Konzern-Management der va-Q-tec in Ergänzung zum bestehenden internen und externen Kontrollwesen im Geschäftsjahr 2016 ein weiterentwickeltes und formalisiertes Risikomanagementsystem (RMS) implementiert. In das RMS fließen die Erfahrungen der vergangenen Jahre bei der Identifizierung der Risiken ein, z.B. die bei der Erstellung der Risikoinventuren seit 2017 gewonnenen Erkenntnisse zum Risikoinventar. Im Rahmen der Sitzungen des Vorstandes, des Prüfungsausschusses und des Aufsichtsrates sind die Entwicklungen/Veränderungen bestehender Risiken sowie das Auftreten neuer Risiken regelmäßig Thema der Konsultationen. Im Geschäftsjahr 2019 wurde die Risikosituation wie im Vorjahr durch zwei Risikoinventuren stichtagsbezogen evaluiert. Auch dazwischen fand zwischen den Risikoverantwortlichen, den Risikomanagement-Verantwortlichen, Vorstand und Aufsichtsrat ein regelmäßiger Austausch über die Risikosituation statt. Im Laufe des Geschäftsjahres 2019 wurde das RMS darüber hinaus kontinuierlich weiterentwickelt. Ziele des Risikomanagementsystems der va-Q-tec sind grundlegend die Vermeidung, die Verminderung und der Transfer von Risiken, z.B. durch entsprechenden Versicherungsschutz. Neben der Erfüllung der regulatorischen Vorgaben stellt ein systematisches Risikomanagement die nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit sicher. Es soll auch potenziell bestandsgefährdende Risiken frühzeitig identifizieren. Das Risikomanagement bei va-Q-tec ist nicht nur ein Sicherheits-, sondern auch ein Steuerungsinstrument. Erkannte Risiken bieten auch neue Geschäftschancen und Wettbewerbsvorteile. Dem RMS liegen ein Meldeprozess, eine definierte Risikoinventur sowie eine unterjährige Risikobewertung zugrunde. Im Rahmen der Risikoinventur werden alle wesentlichen Risiken durch die relevanten Entscheidungs- und Wissensträger in den Fachbereichen bewertet. Erkannte Risiken werden nach ihrem potenziellen Schaden unter Berücksichtigung von Eintrittswahrscheinlichkeiten quantitativ bewertet. Die im Rahmen der Risikoanalyse identifizierten Risiken werden anhand ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Auswirkung in Risikoklassen eingestuft, indem ihre jeweilige Auswirkung mit der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit multipliziert wird. Die Bandbreite der Eintrittswahrscheinlichkeiten und Auswirkungen beginnt mit "sehr niedrig" und endet mit "sehr hoch". Danach können die Risiken anhand des sich daraus ergebenden Risikoerwartungswertes unterschieden und priorisiert werden. Im Rahmen der unterjährigen Risikobewertung sind die Fachbereiche verpflichtet, neue Risiken zu identifizieren und zu melden. Die so zusammengetragenen Informationen werden in Risikosteckbriefen, die an den Vorstand adressiert sind, zusammengefasst und gemeldet. Alle Risiken - neu hinzukommende als auch bestehende - sind auch kontinuierlich zu beobachten und zu melden. Erforderliche Gegenmaßnahmen werden zeitnah ergriffen und kontrolliert. Neue Risiken und wesentlich veränderte Risiken sind ferner feste Bestandteile in den regelmäßigen Sitzungen des Leitungskreises, in jeder Vorstandssitzung und in jeder Sitzung des Aufsichtsrates. Sie werden im Rahmen von Ergebnisdurchsprachen zwischen dem Vorstand des va-Q-tec Konzerns und den Fachbereichsverantwortlichen besprochen. Es wird außerdem überprüft, ob die bereits getroffenen Maßnahmen zur Risikominimierung ausreichend sind oder ob weitere Schritte (beispielsweise hinsichtlich Ad-hoc Kapitalmarktmitteilungen) einzuleiten sind. Das Risikomanagementsystem des Konzerns ermöglicht der Unternehmensleitung, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen. Maßnahmen zur Gegensteuerung einzuleiten und deren Umsetzung zu überwachen. Der Abschlussprüfer prüft ferner das Risikofrüherkennungssystem auf seine Eignung, um Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen. Rechnungslegungsbezogenes Internes Kontrollsystemva-Q-tec verfügt über eine klare Organisations-, Unternehmens- sowie Kontroll- und Überwachungsstruktur. Zur ganzheitlichen Analyse und Steuerung ertragsrelevanter Risikofaktoren und bestandsgefährdender Risiken existieren unternehmensweit abgestimmte Planungs-, Reporting-, Controlling- sowie Frühwarnsysteme und -prozesse. Die Funktionen in sämtlichen Bereichen des Rechnungslegungsprozesses (z. B. Rechnungswesen, Finanzbuchhaltung und Controlling) sind eindeutig zugeordnet. Aufgrund ihrer eher geringen Größe und Komplexität verzichtet die va-Q-tec AG bisher auf eine separate Revisionsabteilung. Im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme wird überwiegend auf Standardsoftware (Navision) zurückgegriffen. Die bestehenden Strukturen müssen dabei ständig an das Wachstum und sich wandelnde Rahmenbedingungen, z.B. Kapitalmarktanforderungen, angepasst werden. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in der Hauptverwaltung in Würzburg erstellt. Die dort vorhandenen Validierungsprozesse und Plausibilitätsprüfungen sichern die Richtigkeit und Vollständigkeit des Jahresabschlusses der va-Q-tec AG. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess stellt sicher, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell richtig erfasst, aufbereitet und gewürdigt und so in die externe Rechnungslegung übernommen werden. Der Zahlungsverkehr erfolgt elektronisch mit hinterlegten Kontrollmechanismen (Vier-Augen-Prinzip eines ausgewählten Personenkreises). Die Lohn- und Gehaltsabrechnungen werden von externen Dienstleistern durchgeführt. Die Organisations-, Unternehmens- sowie Kontroll- und Überwachungsstruktur bestimmen den Rahmen des IKS. Klare gesetzliche und unternehmensinterne Vorgaben und Leitlinien sorgen für einen einheitlichen und ordnungsgemäßen Rechnungslegungsprozess. Überprüfungsmechanismen innerhalb der an der Rechnungslegung selbst beteiligten Bereiche, die Überprüfung durch das interne Controlling, die Begleitung durch die Wirtschaftsprüfer und eine frühzeitige Risikoerkennung durch das Risikomanagement sollen eine fehlerfreie Rechnungslegung gewährleisten. Risiken der Geschäftstätigkeitva-Q-tec bewertet Risiken anhand ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer möglichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage sowie die Reputation des Unternehmens. Die Bewertung von Schadenshöhen und Eintrittswahrscheinlichkeit der Risiken führt zu nachfolgenden beispielhaft dargestellten Risikokennziffern. scroll
Der Vorstand bewertet die Ausprägung eines Risikos anhand seiner Risikokennziffer nach dem folgenden Schema: scroll
Insgesamt werden im Folgenden die Risiken nach dem Ergreifen von Gegenmaßnahmen dargestellt. Risiken in der WertschöpfungsketteAls Unternehmen im produzierenden Gewerbe ist va-Q-tec auf Lieferanten für Vorprodukte angewiesen. va-Q-tec bezieht die wesentlichen Rohstoffe, Materialien und Vorprodukte von einer begrenzten Anzahl von Schlüssellieferanten. Für einige Materialien liegen auch aufgrund ihrer spezifischen Eigenschaften nur wenige Bezugsquellen vor. In der Einkaufsstrategie von va-Q-tec ist es daher das Ziel, die Abhängigkeit von einzelnen oder wenigen Lieferanten durch Qualifikation und Auswahl neuer Lieferanten zu reduzieren ("dual" bzw. "multiple sourcing"). Wie in den Vorjahren wurden auch in 2019 wieder Zweit- und Drittlieferanten für Vorprodukte und Materialien neu qualifiziert und ausgewählt. Bei der Auswahl werden bewusst auch internationale Lieferanten eingebunden, um eine regionale Abhängigkeit zu vermeiden. Für die va-Q-tec AG insgesamt liegt durch die begrenzte Anzahl an Lieferanten ein mittleres Risiko vor. Ein weiteres Risiko können Produktionsausfälle und Betriebsunterbrechungen darstellen. Die Gesellschaft ist auf den kontinuierlichen Betrieb der Produktionsanlagen angewiesen, um Liefertreue insbesondere gegenüber den industriellen Großkunden sicherzustellen, deren Wertschöpfungsketten eng mit der von va-Q-tec verwoben sind. va-Q-tec produziert an zwei räumlich voneinander getrennten Standorten in Würzburg und Kölleda. Ein Ausfall an einem Standort hat keine Auswirkungen auf den anderen Standort, an dem weiter produziert werden kann. Zusätzlich sind die einzelnen Produktionsanlagen, soweit wie möglich und ökonomisch sinnvoll, durch technische Maßnahmen voneinander entkoppelt, so dass der Ausfall einer einzelnen Anlage den Betrieb anderer Anlagen nicht einschränkt. Neben dem Ausfall von bestehenden Anlagen kann ein Risiko in der nicht ausreichenden Gesamtkapazität der Produktionsanlagen entstehen. Das starke Wachstum des Unternehmens bedingt neben Produktivitäts- und Effizienzverbesserungen mit den bestehenden Anlagen auch eine frühzeitige und vorausschauende Investition in Kapazitätserweiterungen, da die benötigten Anlagen teilweise lange Lieferzeiten haben. Dennoch kann das Unternehmen von plötzlichen Marktentwicklungen überrascht werden und unter Umständen nicht alle Kundenaufträge zum Wunschtermin der Kunden erfüllen. Durch regelmäßige Ad-hoc-Berichterstattung über die Auftragsentwicklung zwischen den Vertriebsbereichen und dem Vorstand versucht das Unternehmen solche Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und mit geeigneten Maßnahmen gegenzusteuern. Diese können temporär zum Beispiel in erhöhten Sicherheitsbeständen, zusätzlichen Arbeitsschichten oder der Nutzung von weniger geeigneten Anlagen für die Produktion liegen, um die Zeit bis zur Inbetriebnahme zusätzlicher Kapazitäten zu überbrücken. Der Vorstand schätzt das Risiko eines andauernden Produktionsausfalls aus den oben genannten Gründen als gering, das Risiko einer nicht ausreichenden Kapazität nach den nahezu abgeschlossenen Wachstumsinvestitionen ebenfalls als gering ein. Die Vermiet-Dienstleistungen ("Serviced Rental") sind in besonders hohem Maße von externen Logistikanbietern abhängig, die zum einen für die operativen Abläufe in den Netzwerkstationen verantwortlich sind, d.h. für die Reinigungs-Lagerungs- und Kühlungsprozesse, zum anderen die vorkonditionierten Boxen zu den Endkunden transportieren. Dies kann in betrieblichen Störungen, Schadensersatzforderungen und Reputationsschäden münden. Auditierung und engmaschige Kontrolle durch eigene Logistikspezialisten dienen dazu, die Qualität des "Serviced Rental" für die Pharmaindustrie global sicherzustellen. Dieses Risiko schätzt der Vorstand daher als mittel ein. Personal-RisikenDie Geschäftstätigkeit und der Erfolg sind von qualifizierten Führungs- und Schlüsselmitarbeitern abhängig. Das gut ausgebildete Personal hat in teilweise langjähriger Unternehmenszugehörigkeit spezifisches Wissen, Fähigkeiten und kommerzielle Kontakte entwickelt. Dem Risiko des Verlustes solcher Mitarbeiter wirkt die va-Q-tec einerseits durch Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung, andererseits durch die Diversifizierung der Wissensbasis über den Mitarbeiterstamm entgegen: Die Entwicklung von Mitarbeitern, die Diversifizierung der Wissensbasis im Unternehmen sowie die marktgerechte Entlohnung vermeiden bei va-Q-tec die Abwanderung von Schlüsselmitarbeitern. Zusätzlich steigern leistungsabhängige Entlohnungskomponenten, regelmäßige Weiterbildungen und die gute Unternehmenskultur mit der Möglichkeit, an disruptiven Geschäftsmodellen mitwirken zu dürfen, die Motivation der Mitarbeiter und erhöhen die Zufriedenheit. Die Risiken, denen va-Q-tec sich aufgrund des Wechsels von Schlüsselmitarbeitern ausgesetzt sieht, werden mit mittlerem Risiko eingeschätzt. Markt- und WettbewerbsrisikenDie Gesellschaft fokussiert sich in seiner Geschäftstätigkeit stark auf große industrielle Kunden. Dies führt anfänglich zu einer erhöhten Kundenkonzentration. Das daraus entstehende Risiko wird durch die steigende Kundenanzahl und Diversifizierung ständig verringert. Ein weiterer Schutz besteht durch hohe Kundenbindungen, speziell in der Healthcare-Industrie. Grundsätzlich ist die Gesellschaft bestrebt, zu allen Partnern, Mitarbeitern und auch Kunden ein enges, vertrauensvolles und nachhaltiges Verhältnis aufzubauen und zu erhalten und schätzt dieses Risiko daher als mittel und weiter reduzierbar ein. va-Q-tec als junges, stark wachsendes Unternehmen könnte möglicherweise nicht in der Lage sein, das Wachstum effektiv voranzutreiben und zu gestalten. Die Gesellschaft hat eine Phase starker Investitionen in Personal, Vertriebsaktivitäten, Vermietflotten, Infrastruktur und Forschung & Entwicklung nahezu abgeschlossen. Insofern besteht bei einem geringeren tatsächlichen Wachstum als geplant das Risiko einer negativen Auswirkung auf das betriebliche Ergebnis. Grundsätzlich werden diese Zukunftsinvestitionen durch den Vorstand mit Augenmaß und immer auf der Basis konkreter Erwartungen über die Marktentwicklung entschieden. So werden wenig fundierte und/oder verfrühte Investitionen vermieden. Gleichzeitig entsteht bei einem deutlich höheren tatsächlichen Wachstum als geplant das Risiko einer negativen Auswirkung auf das Kundenverhältnis durch Nichteinhaltung von Lieferterminen, Lieferengpässen etc. und damit ebenfalls auf das betriebliche Ergebnis. Auch hier ist das Augenmaß und das frühzeitige Erkennen von Marktentwicklungen durch die regelmäßige Abstimmung mit den Vertriebsbereichen ein wichtiges Instrument zur Reduzierung des Risikos, damit die Notwendigkeit für Kapazitätserweiterungen rechtzeitig erkannt wird und in den Vorstands- und Aufsichtsratsgremien frühzeitig über die erforderlichen Investitionen in die Produktionsanlagen und -gebäude entschieden wird. Das verbleibende Risiko schätzt der Vorstand als mittel ein. Ein wesentliches Risiko stellt auch die Verschärfung des Wettbewerbsumfeldes dar. Dadurch kann ein erhöhter Druck auf Preise und Margen entstehen. Die Gesellschaft schützt sich vor diesem Risiko durch zwei strategische Hebel, nämlich durch Kostenoptimierungsmaßnahmen und durch innovative Produkte und Dienstleistungen. Zur Kostenoptimierung gehören etwa die zunehmend automatisierte Produktion und der besonders effiziente Einkauf von Vorprodukten mit selektiver Rückwärtsintegration auf vorgelagerte Wertschöpfungsstufen. Zum Thema Innovation gehören die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, die seit Gründung der Gesellschaft stets zu kommerziell erfolgreichen, qualitativ hochwertigen und besonders differenzierten Produkten geführt haben. Das Produkt- und Leistungsspektrum der Gesellschaft unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von dem seiner Wettbewerber: Die einzigartige Möglichkeit, die Qualität der Dämmung "in situ" zu testen oder die Produktion von VIPs mit Ausschnitten und in dreidimensionaler Form seien hier beispielhaft genannt. Insgesamt schätzt die Gesellschaft das Risiko aufgrund neu hinzukommender Wettbewerber bzw. einer aggressiveren Wettbewerbssituation als mittel ein. BrexitUm die va-Q-tec stetig und ständig auf den Austritt Großbritanniens aus der EU vorzubereiten und unverzüglich reagieren zu können, wurde ein bereichs- und länderübergreifendes Brexit-Team gebildet. Gemeinsam mit operativen Einheiten in der va-Q-tec UK, den übrigen Konzerngesellschaften, Kunden und Logistikpartnern wurden und werden die BREXIT-Risiken eruiert und Maßnahmen zur Vermeidung von Störungen in der Lieferkette abgeleitet. Dies beinhaltet zum Beispiel technische Erweiterungen in unseren ERP-Systemen, um auf erweiterte Zollanforderungen auch systemseitig reagieren zu können. Aus dem "Brexit" ergeben sich Risiken für unser Geschäft beispielsweise durch eine mögliche Abschwächung der Konjunktur. Gegebenenfalls verlagern sich auch Lieferketten und Medikamente bzw. ihre Vorprodukte werden nicht mehr nach UK sondern nach Frankreich, Deutschland und die Niederlande transportiert. Sofern die Medikamente oder Vorprodukte ihren Ursprung in den USA haben, müssen diese aber immer noch über den Atlantik transportiert werden. va-Q-tec verfügt mit TempChain Servicecentern auf dem europäischen Festland über Möglichkeiten, mit derartig veränderten Logistikketten umzugehen. Grundsätzlich werden weniger Umsätze in Britischem Pfund berechnet, als Kosten in Britischem Pfund anfallen. Bei einer Abwertung des Pfunds gegenüber dem Euro ergeben sich daher auch Chancen für va-Q-tec. Auch aus möglichen steuerlichen Vergünstigungen könnten für va-Q-tec Chancen entstehen. Insgesamt schätzt va-Q-tec das Brexit-Risiko folglich als gering ein. Corona (COVID-19)Die Supply Chain von va-Q-tec ist im Gegensatz zu anderen Branchen weniger auf Just-in-Time-Prozesse ausgelegt. Kurzfristige Störungen der Lieferkette können so teilweise ausgeglichen werden. Aktuelle Entwicklungen weltweit wie beispielsweise Fabrikschließungen, Einschränkungen des öffentlichen Lebens als Reaktion auf die Ausbreitung des Corona-Virus stellen inzwischen ein konkretes Risiko dar, da sie zu signifikanten Rückgängen des Wirtschaftswachstums bzw. des privaten Konsums weltweit führen können. Aufgrund des pandemischen Ausbruchs des Virus könnte es zu Schließungen von Fabriken oder Netzwerkstationen des Konzerns kommen, sofern die eigenen Mitarbeiter oder Partnerunternehmen in der Supply Chain von Quarantäne-Maßnahmen betroffen sind. Auch Veranstaltungen und Messen, an denen va-Q-tec regelmäßig teilnimmt, sind bereits von diesen Auswirkungen betroffen. Nach vorläufiger Einschätzung der Konsequenzen betrachtet der Vorstand dieses Risiko differenziert und bewertet es unter Berücksichtigung bisher identifizierten Risiken insgesamt als großes Risiko. Durch zunehmende Medikamentenlieferungen aufgrund des Corona-Ausbruchs ergibt sich für va-Q-tec möglicherweise eine Chance auf steigende Nachfrage im Bereich Healthcare und Logistik. Somit verbleibt in der Gesamtschau ein mittleres Risiko aufgrund des Corona-Virus (COVID-19). Die aktuelle Entwicklung und Restriktionen werden gemeinsam mit unseren Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und Partnern weiter genau beobachtet. Konjunkturabhängige ZielmärkteInsbesondere die Zielbranchen Kühlgeräte & Lebensmittel, Technik & Industrie und Bau sind von der konjunkturellen Lage abhängig. Dieses Risiko schätzt der Vorstand als gering ein, da die zugrunde liegenden Treiber des Geschäfts der va-Q-tec (zunehmende Regulierung und Energieeffizienz) weniger konjunkturell sensibel sind. Finanzielle RisikenDas Liquiditätsrisiko der va-Q-tec wird zentral von der Finanzabteilung mittels revolvierender Liquiditätsplanungen überwacht. Die Zahlungsfähigkeit der va-Q-tec war jederzeit gegeben. Die Zinsrisiken, die sich aus bestehenden langfristigen Krediten ergeben, sind zum Teil über Zins-Sicherungsgeschäfte ("Swaps") gesichert. Bei den kurzfristigen Kontokorrent-Linien ist die Gesellschaft - dem aktuell eher unwahrscheinlichen - Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Die Währungsrisiken sind auch aufgrund der überwiegenden Rechnungsstellung in Euro (funktionale Währung der Gesellschaft) auch im Zuge der Internationalisierung begrenzt. Insgesamt schätzt die Gesellschaft die Risiken im finanziellen Bereich daher als gering ein. Die Gesellschaft hat seit dem Börsengang direkt und indirekt (durch Finanzierung der Tochtergesellschaften) über 80 Mio. EUR in den Geschäftsaufbau investiert. Die zwischenzeitlich erfolgte Verlangsamung des Investitionstempos hat jedoch nach Einschätzung des Vorstandes nur unwesentlichen Einfluss auf das angestrebte Wachstum, da seit dem Börsengang bereits der Großteil der geplanten Investitionen im Rahmen der Geschäftsexpansion getätigt wurde und abgeschlossen ist. Die Liquidität war im Geschäftsjahr 2019 jederzeit gesichert und für die Bedürfnisse eines schnell wachsenden Unternehmens angemessen. Insgesamt schätzt der Vorstand das aktuelle Liquiditätsrisiko daher als gering ein. In der Gesamtbetrachtung der Risiken ist va-Q-tec überwiegend generellen (leistungs-)wirtschaftlichen Risiken sowie finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Es sind für den Vorstand keine einzelnen oder aggregierten Risiken zu erkennen, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Strategisch und auch finanziell ist das Unternehmen so aufgestellt, dass die sich bietenden Geschäftschancen genutzt werden können. Chancen der künftigen Entwicklung
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| Name | Land | Anzahl der Aktien | Anteil am Grundkapital |
| Aktienpool Familien Dr. Joachim Kuhn und Dr. Roland Caps | DE | 3.275.000 | 25,02% |
| Summe | 3.275.000 | 25,02% |
Nach § 84 AktG und nach der Satzung der va-Q-tec AG werden die Mitglieder des Vorstands vom Aufsichtsrat bestellt. Satzungsgemäß besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Die Anzahl der Vorstandsmitglieder bestimmt der Aufsichtsrat. Besteht der Vorstand aus mehreren Mitgliedern, werden Beschlüsse des Vorstands mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst. Hat der Aufsichtsrat einen Vorsitzenden des Vorstands ernannt und besteht der Vorstand aus mindestens drei Mitgliedern, ist bei Stimmengleichheit dessen Stimme ausschlaggebend.
Änderungen der Satzung bedürfen eines Beschlusses der Hauptversammlung. Die Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen der einfachen Stimmenmehrheit, sofern nicht das Gesetz zwingend eine größere Mehrheit vorschreibt (§ 133 AktG).
Die va-Q-tec AG verfügt über genehmigtes und bedingtes Kapital wie folgt:
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 31.05.2016 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 30.05.2021 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 4.278.187 EUR zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann.
Gemäß § 6.5 der Satzung ist das Grundkapital um 1.000.000 EUR durch die Ausgabe von bis zu 1.000.000 neuer, auf den Namen lautender Stückaktien (bedingtes Kapital 2016) bedingt erhöht. Das bedingte Kapital 2016 dient ausschließlich der Gewährung von Aktien zur Ausübung von Wandlungs- und Optionsrechten.
Zu den Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG wird gem. § 289 Abs. 2 HGB auf die Angaben im Anhang unter C.5.1 verwiesen.
Die Gesellschaft hat keine Vereinbarungen im Sinne des § 289a Abs. 1 Nr. 8 und 9 HGB getroffen.
va-Q-tec zielt entsprechend den Corporate Governance Grundsätzen auf eine leistungsorientierte und nachhaltige Vergütung der Vorstands- und Aufsichtsratsarbeit ab. Die Vergütung setzt sich aus festen und variablen Komponenten zusammen.
Entsprechend den Anforderungen des Aktiengesetzes und den Empfehlungen des DCGK besteht die Vergütung der Vorstandsmitglieder aus festen und variablen Bestandteilen. Die variablen Bezüge bestehen aus einer als Jahresbonus gezahlten Barkomponente. Alle Vergütungsbestandteile sind im Einzelnen und in ihrer Gesamtheit angemessen. Der Aufsichtsrat befasst sich intensiv mit der Angemessenheit und Üblichkeit der Vorstandsvergütung und berücksichtigt sämtliche in § 87 des Aktiengesetzes und Ziffer 4.2.2 Sätze 4 und 5 DCGK aufgeführten Kriterien, wie z.B. die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung sowie die wirtschaftliche Lage, den Erfolg und die Zukunftsaussichten der va-Q-tec AG.
Externe Vergütungsexperten haben dem Aufsichtsrat im März 2017 und erneut im Dezember 2019 die grundsätzliche Angemessenheit der Vorstandsvergütung bestätigt. Die Festvergütung entspricht dem jährlichen Festgehalt; daneben nehmen beide Vorstände einen Dienstwagen in Anspruch. Für alle Organe der va-Q-tec AG besteht eine D&O-Versicherung. Den Selbstbehalt in Höhe von 10% tragen die Vorstände persönlich.
Im Geschäftsjahr 2018 wurde ein neues Vergütungssystems für die Mitglieder des Vorstands festgelegt, in dem die Langfristkomponente der Boni verankert und damit dem Deutschen Corporate Governance Kodex noch stärker Rechnung getragen werden soll. Das Vergütungssystem gilt für alle Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2018. Die laufenden Vorstandsverträge sind zum Geschäftsjahr 2018 entsprechend angepasst worden. Auch das neue Vergütungssystem wurde durch externe Gutachter betrachtet, dieses entspricht demnach den Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Codex. Bei der Entwicklung des neuen Systems ist der Aufsichtsrat von den Grundzügen des nach wie vor für sinnvoll erachteten bisherigen Vergütungssystems ausgegangen und hat dieses noch stärker auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. So teilt sich die jährliche variable Vergütung nunmehr auf in eine kurzfristige und eine langfristige variable Vergütungskomponente. Für beide wird ein Bonuszielbetrag bei einer Zielerreichung von 100% festgelegt. Beide Komponenten sind einerseits nach oben begrenzt, können andererseits aber auch auf null sinken. Für die kurzfristige variable Vergütung sind drei Kennzahlen maßgeblich, die jeweils zu 1/3 gewichtet werden, nämlich Umsatz, das EBITDA der Gruppe und der Return on Capital Employed. Für jeden dieser Parameter legt der Aufsichtsrat Zielgrößen fest, wobei die Eintrittshürde, um überhaupt eine kurzfristige variable Vergütung zu erhalten, bei 80% der jeweiligen Zielwerte liegt. Im Bereich der Zielerreichung zwischen 80% und 115% werden bestimmte Faktoren für die Berechnung des Bonus ermittelt, wobei der maximale Faktor grundsätzlich 1,3 beträgt und der jeweilige Vergütungsbestandteil hierdurch gedeckelt wird. Ausnahme ist der EBITDA-Anteil der kurzfristigen variablen Vergütung, bei dem sich unter bestimmten Voraussetzungen der Faktor bis auf 1,5 erhöhen kann. Bei der langfristigen variablen Vergütung wird auf die Entwicklung des Börsenkurses der Gesellschaft zwischen zwei Vergleichszeiträumen abgestellt. Auch hier gibt es eine Eintrittshürde dergestalt, dass mindestens eine positive Kursentwicklung von 5% erfolgt sein muss. Ferner gibt es einen Cap bei einer Kursentwicklung von über 15%. Von der etwaigen als langfristige variable Vergütung erhaltenen Bruttovergütung muss das Vorstandsmitglied mindestens 50% in Aktien der Gesellschaft investieren, die einer vierjährigen Veräußerungssperre unterliegen. Vergütungsbeträge oberhalb des Caps werden nicht ausgezahlt, sondern - wiederum bis zu einem bestimmten Höchstbetrag - auf einem virtuellen Nachhaltigkeitsbonus-Konto des Vorstandsmitglieds gutgeschrieben und können in bestimmten Grenzen verwendet werden, um Börsenkurssteigerungen in relevanten Vergleichszeiträumen, die unter 10%, aber über 5% liegen, auszugleichen. Aus einem derartigen Ausgleich resultierende Teile der langfristigen variablen Vergütung sind ausschließlich in Aktien der Gesellschaft zu investieren, die der vorgenannten Sperrfrist unterliegen.
Die jährlichen Konzernziele zur Bemessung der variablen Barkomponente beschließt der Aufsichtsrat. Dieser stellt auch die Zielerreichung fest.
Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder sehen für den Fall der Beendigung des Dienstverhältnisses aufgrund eines Kontrollwechsels keine gesonderten Vergütungen vor.
Im Berichtsjahr 2019 betrug die Gesamtvergütung des Vorstands 659 TEUR (Vj.: 568 TEUR). Die festen Bezüge betrugen 416 TEUR (Vj.: 441 TEUR); darin enthalten sind auch die Bezüge für Nebenleistungen (z.B. Dienstwagen). Die variable Barvergütung summierte sich auf insgesamt 228 TEUR (Vj.: 112 TEUR).
Seit 2014 bestehen für die Vorstände beitragsorientierte Leistungszusagen. Hierfür wurden im Berichtsjahr 15 TEUR (Vj.: 15 TEUR) in eine externe, kongruent rückgedeckte Unterstützungskasse eingezahlt. Bilanzielle Rückstellungen für Altersversorgungen wurden daher nicht gebildet. Danach entfällt auf die Festvergütungen inkl. Nebenleistungen und Beiträgen zur Altersversorgung ein Anteil von 65% (Vj.: 80%) an der Gesamtvergütung..
Kredite oder Vorschüsse wurden Mitgliedern des Vorstands nicht gewährt.
| in TEUR | Vorstandsvergütung 2019 | Vorstandsvergütung 2018 |
| Feste Bezüge | 382 | 407 |
| Nebenleistungen | 34 | 34 |
| Einjährige variable Vergütung | 47 | 112 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 181 | - |
| Beitragsorientierte Leistungszusagen | 15 | 15 |
| Gesamtvergütung | 659 | 568 |
va-Q-tec legt die Gesamtvergütung des Vorstandes, jedoch ohne individuelle Anteile der einzelnen Mitglieder, entsprechend dem Hauptversammlungsbeschluss vom 31.05.2016, offen. Dies ist konform mit den §§ 285 Nr. 9a, 286 Abs. 5 HGB.
Die Vergütung des Aufsichtsrats wird von der Hauptversammlung festgelegt. Die Vergütung des Aufsichtsrats der va-Q-tec AG ist in §14 der Satzung der va-Q-tec AG geregelt.
Mit Wirkung ab 1. Juli 2017 wurde die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats durch Beschluss der Hauptversammlung vom 19.6.2017 wie folgt neu geregelt, um sicherzustellen, dass die Vergütung den Empfehlungen des DCGK entspricht: Jedes Mitglied des Aufsichtsrats, das nicht Aufsichtsratsvorsitzender oder stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender ist, erhält eine monatliche Festvergütung in Höhe von 1.200 EUR ("Festvergütung"). Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält den doppelten und der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende den 1,5-fachen Wert der Festvergütung. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erhält, sofern er nicht zugleich Vorsitzender oder stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats ist, den 1,5-fachen Betrag der Festvergütung. Der Vorsitzende eines Aufsichtsratsausschusses, der nicht der Prüfungsausschuss ist, erhält, sofern er nicht zugleich Vorsitzender oder stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats ist, den 1,25-fachen Betrag der Festvergütung. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats, das zugleich Mitglied eines Ausschusses oder mehrerer Ausschüsse des Aufsichtsrats ist, erhält ein Sitzungsgeld in Höhe von 1.500 EUR pro Ausschusssitzung, maximal jedoch für sechs Ausschusssitzungen pro Geschäftsjahr. Wenn ein Mitglied des Aufsichtsrats Vorsitzender von mehreren Ausschüssen des Aufsichtsrats ist, erhält es nur die Vergütung für einen Ausschuss, und zwar den Ausschuss, bei dem sich die höchste Vergütung für das Aufsichtsratsmitglied ergibt.
Für das Berichtsjahr 2018 erhielt der Aufsichtsrat eine Vergütung in Höhe von 155 TEUR (Vj.: 157 TEUR). In dieser Summe sind die Erstattungen der jedem Aufsichtsratsmitglied erwachsenden Auslagen sowie die auf seine Bezüge und den Auslagenersatz entfallende Umsatzsteuer enthalten. Die Prämie der für die Mitglieder des Aufsichtsrats bestehenden D&O-Versicherung wurde im Geschäftsjahr 2019 von der Gesellschaft getragen. Durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 19.06.2017 wurde ein persönlich getragener Selbstbehalt der Aufsichtsratsmitglieder zur D&O-Versicherung in Höhe von 100 TEUR für jedes einzelne Mitglied umgesetzt. Den 10%-igen Selbstbehalt tragen die Aufsichtsräte persönlich. Außerdem wurden Beratungsleistungen und sonstige Leistungen i.H.v. 40 TEUR (Vj.: 31 TEUR) vergütet. Diese wurden zur Begleitung des Power20+ Programmes sowie der Finanzierung der va-Q-tec AG beauftragt und erbracht.
| Vergütung | Spesen | Beratung | |
| Dr. Gerald Hommel | 36 | 2 | - |
| Winfried Klar | 29 | 5 | 15 |
| Uwe Andreas Krämer | 15 | - | - |
| Dr. Eberhard Kroth | 17 | 1 | 25 |
| Uwe Lamann | 26 | 3 | - |
| Dr. Barbara Ooms-Gnauck | 19 | 2 | - |
| Summe | 142 | 13 | 40 |
| Vergütung | Spesen | Beratung | |
| Dr. Gerald Hommel | 36 | 4 | - |
| Winfried Klar | 31 | 4 | 24 |
| Uwe Andreas Krämer | 14 | - | - |
| Dr. Eberhard Kroth | 20 | 2 | 7 |
| Uwe Lamann | 26 | 2 | - |
| Dr. Barbara Ooms-Gnauck | 16 | 2 | - |
| Summe | 143 | 14 | 31 |
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 f HGB und § 315 d des Handelsgesetzbuchs umfasst u.a. die Entsprechenserklärung gemäß § 161 des Aktiengesetzes ("Entsprechenserklärung"), relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken sowie eine Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat.
Der Corporate Governance Bericht steht auch im Internet unter www.va-Q-tec.com im Bereich Investor Relations unter dem Link: https://ir.va-q-tec.com/websites/vaqtec/German/530/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung.html zur Verfügung.
Würzburg, 18. März 2020
Dr. Joachim Kuhn
Stefan Döhmen
Aktivseite
| 31.12.2019 | Vorjahr | ||
| EUR | EUR | EUR | |
| A. ANLAGEVERMÖGEN | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 1.389.442,50 | 1.523.924,37 | |
| 2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 344.503,25 | 273.196,36 | |
| 3. geleistete Anzahlungen | 812.590,76 | 367.575,69 | |
| 2.546.536,51 | 2.164.696,42 | ||
| II. Sachanlagen | |||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 34.809.480,44 | 33.707.818,62 | |
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 11.166.749,66 | 11.201.595,92 | |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.740.557,72 | 3.870.366,75 | |
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 3.583.528,78 | 3.339.797,59 | |
| 53.300.316,60 | 52.119.578,88 | ||
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 12.413.248,82 | 12.257.577,63 | |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 7.357.101,11 | 8.507.846,87 | |
| 3. Beteiligungen | 832.996,32 | 832.996,32 | |
| 20.603.346,25 | 21.598.420,82 | ||
| 76.450.199,36 | 75.882.696,12 | ||
| B. UMLAUFVERMÖGEN | |||
| I. Vorräte | |||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 4.628.034,01 | 5.103.529,80 | |
| 2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 231.301,72 | 121.880,52 | |
| 3. fertige Erzeugnisse und Waren | 5.422.206,68 | 5.667.731,15 | |
| 4. geleistete Anzahlungen | 39.993,31 | 41.593,25 | |
| 10.321.535,72 | 10.934.734,72 | ||
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.438.155,91 | 2.597.421,19 | |
| - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (Vj.: EUR 0,00) | |||
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 7.773.207,72 | 6.049.125,80 | |
| - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (Vj.: EUR 0,00) | |||
| 3. sonstige Vermögensgegenstände | 1.075.773,32 | 861.601,70 | |
| - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (Vj.: EUR 0,00) | |||
| 10.287.136,95 | 9.508.148,69 | ||
| III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 2.690.487,72 | 9.758.550,47 | |
| 23.299.160,39 | 30.201.433,88 | ||
| C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 400.457,40 | 389.742,36 | |
| 100.149.817,15 | 106.473.872,36 | ||
|
PASSIVSEITE |
|||
| 31.12.2019 | Vorjahr | ||
| EUR | EUR | EUR | |
| A. EIGENKAPITAL | |||
| I. Ausgegebenes Kapital | |||
| - Bedingtes Kapital: EUR 1.000.000,00 (Vj.: EUR 1.000.000,00) | |||
| 1. Gezeichnetes Kapital | 13.089.502,00 | 13.089.502,00 | |
| 2. Nennbetrag eigener Aktien | (13.566,00) | (13.566,00) | |
| 13.075.936,00 | 13.075.936,00 | ||
| II. Kapitalrücklage | |||
| 1. Agio bei Ausgabe von Anteilen | 50.108.598,21 | 50.108.598,21 | |
| 2. Agio bei Ausgabe von Schuldverschreibungen für Wandlungsrechte und Optionsrechte zum Erwerb von Anteilen | 168.796,00 | 168.796,00 | |
| 50.277.394,21 | 50.277.394,21 | ||
| III. Gewinnrücklagen | |||
| andere Gewinnrücklagen | 154.083,00 | 154.083,00 | |
| IV. Bilanzverlust | (6.669.591,21) | (2.375.707,10) | |
| 56.837.822,00 | 61.131.706,11 | ||
| B. SONDERPOSTEN FÜR ZUWENDUNGEN | 3.221.630,98 | 3.561.093,95 | |
| C. RÜCKSTELLUNGEN | |||
| 1. Steuerrückstellungen | 14.078,65 | 31.350,13 | |
| 2. sonstige Rückstellungen | 1.992.363,17 | 2.166.149,89 | |
| 2.006.441,82 | 2.197.500,02 | ||
| D. VERBINDLICHKEITEN | |||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 31.765.999,54 | 32.654.076,60 | |
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 9.731.893,24 (Vj.: EUR 7.914.363,78) | |||
| - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 22.034.106,30 (Vj.: EUR 24.739.712,82) | |||
| 2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 510.259,62 | 291.617,20 | |
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 510.259,62 (Vj.: EUR 291.617,20) | |||
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.023.205,43 | 3.688.023,18 | |
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 3.023.205,43 (Vj.: EUR 3.688.023,18) | |||
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 232.450,35 | 442.865,01 | |
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 232.450,35 (Vj.: EUR 442.865,01) | |||
| 5. sonstige Verbindlichkeiten | 2.259.143,21 | 2.371.257,82 | |
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.539.438,93 (Vj.: EUR 763.696,78) | |||
| - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 719.704,28 (Vj.: EUR 1.607.561,04) | |||
| - davon aus Steuern: EUR 416.035,01 (Vj.: EUR 370.504,86) | |||
| - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 39.389,68 (Vj.: EUR 24.697,89) | |||
| 37.791.058,15 | 39.447.839,81 | ||
| E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 1.111,20 | 28.499,47 | |
| F. PASSIVE LATENTE STEUERN | 291.753,00 | 107.233,00 | |
| 100.149.817,15 | 106.473.872,36 | ||
| 2019 | Vorjahr | |||
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| 1. Umsatzerlöse | 45.127.226,37 | 45.190.039,25 | ||
| 2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | (136.103,27) | 1.118.867,12 | ||
| 3. andere aktivierte Eigenleistungen | 1.787.874,19 | 1.750.873,05 | ||
| 46.778.997,29 | 48.059.779,42 | |||
| 4. sonstige betriebliche Erträge | 1.791.125,56 | 1.155.901,79 | ||
| - davon aus Währungsumrechnung: EUR 24.677,53 (Vj.: EUR 19.634,40) | ||||
| 48.570.122,85 | 49.215.681,21 | |||
| 5. Materialaufwand | ||||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | (17.078.796,65) | (17.702.619,63) | ||
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | (2.521.237,77) | (2.987.184,83) | ||
| (19.600.034,42) | (20.689.804,46) | |||
| 6. Personalaufwand | ||||
| a) Löhne und Gehälter | (15.766.041,59) | (14.432.020,72) | ||
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | (3.006.000,63) | (2.830.996,93) | ||
| - davon für Altersversorgung: EUR 119.230,12 (Vj.: EUR 97.568,16) | ||||
| (18.772.042,22) | (17.263.017,65) | |||
| 7. Abschreibungen | ||||
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | (4.237.072,91) | (3.543.908,10) | ||
| 8. sonstige betriebliche Aufwendungen | (9.518.562,67) | (10.616.920,06) | ||
| - davon aus Währungsumrechnung: EUR 17.628,24 (Vj.: EUR 7.702,28) | ||||
| (52.127.712,22) | (52.113.650,27) | |||
| (3.557.589,37) | (2.897.969,06) | |||
| 9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 266.449,43 | 248.742,73 | ||
| - davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 266.449,43 (Vj.: EUR 235.657,73) | ||||
| - davon aus Abzinsung: EUR 0,00 (Vj.: EUR 0,00) | ||||
| 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | (709.353,70) | (491.743,55) | ||
| - davon an verbundene Unternehmen: EUR 0,00 (Vj.: EUR 0,00) | ||||
| - davon aus Aufzinsung: EUR 0,00 (Vj.: EUR 0,00) | ||||
| (442.904,27) | (243.000,82) | |||
| (4.000.493,64) | (3.140.969,88) | |||
| 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (184.231,19) | (342.479,39) | ||
| - davon aus latenten Steuern: EUR 184.520,00 (Vj.: EUR 312.299,00) | ||||
| 12. Ergebnis nach Steuern | (4.184.724,83) | (3.483.449,27) | ||
| 13. sonstige Steuern | (109.159,28) | (92.904,06) | ||
| 14. Jahresfehlbetrag | (4.293.884,11) | (3.576.353,33) | ||
| 15. Verlust-/Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | (2.375.707,10) | 1.200.646,23 | ||
| 16. Bilanzverlust | (6.669.591,21) | (2.375.707,10) | ||
Die va-Q-tec AG hat ihren Sitz in Würzburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Würzburg unter HRB 7368 eingetragen.
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Aktiengesellschaften sowie den Regelungen der Satzung aufgestellt.
Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2019 die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB i.V.m. § 264d HGB auf.
Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Ansatzvorschriften der §§ 246 - 251 HGB sowie unter Berücksichtigung der ergänzenden Ansatz- und Ausweisvorschriften für Kapitalgesellschaften der §§ 264 - 277 HGB und unter Beachtung der Bewertungsvorschriften der §§ 252 - 256a HGB aufgestellt.
Notwendige Wertangaben erfolgen im Anhang in der Regel in TEUR.
Die angewandten Ansatz- bzw. Bewertungsmethoden gem. § 246 Abs. 3 Satz 1 HGB und § 252 Abs. 1 Nr. 6 HGB haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.
Folgende Ansatzwahlrechte wurden ausgeübt:
Um die Anpassung an die konzerneinheitliche Bilanzierungsrichtlinie vorzunehmen bzw. ein besseres den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögenslage zu zeigen, wurden im aktuellen Geschäftsjahr Entwicklungskosten als selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aktiviert (§ 248 Abs. 2 HGB). Damit wird der zunehmenden Bedeutung der Entwicklungstätigkeit Rechnung getragen. Aus der Aktivierung und Fortführung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ergaben sich Vermögensminderungen in Höhe von TEUR 135 (Vj.: Vermögenszugänge TEUR 1.173), die unter Abzug der darauf lastenden passiven latenten Steuern das Jahresergebnis entlastet haben. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um selbst erstellte Software für vertriebliche Zwecke und Produktionsprozessoptimierungen. Der Gesamtbetrag unterliegt der Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB.
Die Investitionszuschüsse werden in Sonderposten eingestellt und über die Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände aufgelöst unter Beachtung der Stellungnahme 1/1984 i. d. F. von 1990 des Hauptfachausschusses des Institutes der Wirtschaftsprüfer e. V. (IDW). Die Investitionszulagen aus früheren Jahren wurden gleichlautend angesetzt. Noch nicht investierte Zuschüsse werden in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Nach § 254 HGB wurde das Wahlrecht zur Bilanzierung von Bewertungseinheiten in Anspruch genommen.
Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt:
Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit ihren Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten, die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst war. Gemäß § 255 Abs. 2a HGB wurden nur die Herstellungskosten der Entwicklung angesetzt, welche verlässlich ermittelt und von den Kosten der Forschung unterschieden werden konnten. Gleicher Ansatz gilt für die aktivierten Eigenleistungen.
Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten linear unter Zugrundelegung der folgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern:
| Software | 3 - 5 Jahre |
| Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | 6 Jahre |
Die entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten wurden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen und planmäßige Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.
Geleistete Anzahlungen wurden mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten, die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst war. Gleicher Ansatz gilt für die aktivierten Eigenleistungen.
Die Grundstücke, grundstücksgleichen Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken wurden mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen und planmäßige Abschreibungen oder mit den Herstellungskosten bewertet. In den Anschaffungsnebenkosten sind aktivierte Eigenleistungen, welche direkt zuordenbar sind, enthalten. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten, die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst war. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.
Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten linear unter Zugrundelegung der folgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern:
| Gebäude, Außenanlagen und Gebäudeeinrichtungen | |
| Gebäude | 33 - 40 Jahre |
| Außenanlagen und Gebäudeeinrichtungen | 5 - 20 Jahre |
Die technischen Anlagen und Maschinen wurden mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen und planmäßige Abschreibungen oder mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten, die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst war. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Gleicher Ansatz gilt für die aktivierten Eigenleistungen.
Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Vermögensgegenstände wurden linear abgeschrieben:
| Technische Anlagen und Maschinen | |
| Produktionsanlagen | 8 - 21 Jahre |
| Sonstige technische Anlagen und Maschinen | 3 - 25 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 - 15 Jahre |
| Boxenflotte | 2 - 5 Jahre |
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen und planmäßige Abschreibungen oder mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst war. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.
Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Vermögensgegenstände wurden linear abgeschrieben.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau wurden mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst war. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Gleicher Ansatz gilt für die aktivierten Eigenleistungen.
Anteile an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Beteiligungen wurden mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Im Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren wurden unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergaben, wurden Wertberichtigungen vorgenommen.
Die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen wurden unter Beachtung des Niederstwertprinzips entsprechend ihres Fertigungsgrades mit anteiligen Herstellungskosten, gegebenenfalls zur verlustfreien Bewertung mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten, die Sonderkosten der Fertigung, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten, des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst war, sowie anteilige Verwaltungskosten. Die niedrigeren beizulegenden Werte wurden retrograd aus den zu erwartenden Verkaufserlösen abzüglich noch anfallender Kosten ermittelt. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergaben, wurden Wertberichtigungen vorgenommen.
Die fertigen Erzeugnisse wurden unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Herstellungskosten, teilweise zur verlustfreien Bewertung mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten, die Sonderkosten der Fertigung, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten, des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst war, sowie anteilige Verwaltungskosten. Die niedrigeren beizulegenden Werte wurden retrograd aus den zu erwartenden Verkaufserlösen abzüglich noch anfallender Kosten ermittelt. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergaben, wurden Gängigkeitsabschläge vorgenommen.
Die geleisteten Anzahlungen wurden mit den Anschaffungskosten bilanziert.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit ihren Nennwerten angesetzt. Erkennbare und latente Risiken wurden mit Einzelwertberichtigungen erfasst. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0% auf die Netto-Forderungen Rechnung getragen.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen wurden mit ihren Nennwerten angesetzt.
Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit ihren Nennwerten oder Zahlungsbeträgen angesetzt.
Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zu Nominalwerten bewertet.
Der Rechnungsabgrenzungsposten wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und enthält im Wesentlichen Abgrenzungen für bezahlte Aufwendungen, die in 2020 und Folgejahren ergebniswirksam werden.
Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Sonderposten für Zuwendungen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, wurden sich daraus ergebende Steuerentlastungen aktiviert sowie Steuerbelastungen passiviert. Bei der Ermittlung latenter Steuerentlastungen wurden ggf. bestehende steuerliche Verlustvorträge in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt (§ 274 Abs. 1 HGB). Bei passiven Überhängen besteht eine Aktivierungspflicht und bei aktiven Überhängen wurde das Wahlrecht ausgeübt. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden wurden miteinander verrechnet.
Das Eigenkapital wurde zu Nennwerten angesetzt.
Der Sonderposten für Zuwendungen (Investitionszuschüsse und Investitionszulagen) wurde in entsprechender Auslegung der Stellungnahme des Hauptfachausschusses 1/1984 i. d. F. von 1990 des Institutes der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. eingestellt und anteilig entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Anlagegegenstände ertragswirksam aufgelöst.
Sonstige Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags dotiert und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Alle Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstige Verbindlichkeiten wurden mit Erfüllungsbeträgen angesetzt.
Auf der Passivseite wurden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag als Rechnungsabgrenzungsposten gebildet, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem darstellen.
Kurzfristige Fremdwährungsposten wurden zum Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtages umgerechnet.
Die Entwicklung der Bilanzposten immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen im Geschäftsjahr wurde im Anlagenspiegel (siehe Anlage 1 zum Anhang) dargestellt.
Im Geschäftsjahr 2019 betrugen die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten TEUR 2.417 (Vj.: TEUR 2.451). Hierbei handelt es sich vor allem um Personalkosten, Patentgebühren und Abschreibungen auf Prototypen bzw. Entwicklungsprojekte. Davon entfallen auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens TEUR 300 (Vj.: TEUR 144).
In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 7.773 (Vj.: TEUR 6.049) waren neben Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 7.674 (Vj.: TEUR 5.473) auch sonstige Vermögensgegenstände enthalten.
Die Restlaufzeiten ergeben sich aus der Bilanz.
Im Geschäftsjahr wurden latente Steuern passiviert. Durch die Saldierung der aktiven latenten Steuern i.H.v. TEUR 427 mit den passiven latenten Steuern i.H.v. TEUR 719 verbleibt ein passiver Überhang i.H.v. TEUR 292 (Veränderung: TEUR -185). Die aktiven latenten Steuern entstanden aus der Passivierung der Investitionszulage (TEUR 133, Veränderung: TEUR -21), Bewertungsunterschieden bei Rückstellungen (TEUR 9, Veränderung: TEUR +2) und steuerlichen Verlustvorträgen (TEUR 262, Veränderung: TEUR 24). Die passiven latenten Steuern entstanden aus der Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände (TEUR 641, Veränderung: TEUR 107) und der Abschreibungsunterschiede bei Gebäuden (TEUR 78, Veränderung: TEUR 83). Die Bewertung beruht auf einem Steuersatz von 30,3 %.
Gezeichnetes Kapital: Als gezeichnetes Kapital wird das Grundkapital des Mutterunternehmens va-Q-tec AG ausgewiesen. Das Grundkapital der va-Q-tec AG beträgt TEUR 13.090, eingeteilt in 13.089.502 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Namensaktien. Das Grundkapital ist voll eingezahlt. Die Aktien notieren im Börsensegment "Prime Standard" der Frankfurter Wertpapierbörse. Die Aktien sind alle mit identischen Rechten und Pflichten ausgestattet. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Ausgenommen davon sind die von der Gesellschaft selbst gehaltenen Aktien, aus denen der va-Q-tec AG keine Rechte wie beispielsweise das Abstimmungsrecht auf der Hauptversammlung erwachsen.
Die Anzahl der eigenen Anteile liegt zum 31.12.2019 unverändert bei 13.566 Aktien.
Das Grundkapital besteht zum 31. Dezember 2019 aus 13.089.502 Aktien, davon:
| Aktiengattung | Zahl je Gattung in Stück | Nennbetrag je Gattung in EUR |
Gesamtbetrag je Aktiengattung am Grundkapital in TEUR |
| Stückaktien (Namensaktien) | 13.089.502 | 1,00 | 13.090 |
Genehmigtes Kapital: Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 31.05.2016 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 30.05.2021 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 4.278.187 EUR zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann.
| Aktionär | Land | Anteile in % |
Anzahl Aktien |
| Aktienpool Familien Dr. Joachim Kuhn und Dr. Roland Caps | DEU | 25,02% | 3.275.000 |
| Zouk Capital (Cleantech Europe II Luxembourg S.à r.l.) | LUX | 9,26% | 1.212.563 |
| CCFJ Vermögensverwaltung GmbH | DEU | 5,01% | 656.080 |
| Universal-Investment-Gesellschaft mit beschränkter Haftung | DEU | 3,48% | 456.070 |
| LLB Swiss Investment AG | CHE | 3,32% | 435.032 |
| Summe | 46,10% | 6.034.745 |
Die Kapitalrücklage zum Stichtag gliedert sich wie folgt:
| Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB | TEUR | 50.109 |
| Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 2 HGB | TEUR | 169 |
Die Kapitalrücklage blieb im Geschäftsjahr 2019 unverändert.
Die Gewinnrücklagen blieben im Geschäftsjahr 2019 ebenfalls unverändert.
Die Bildung einer gesetzlichen Rücklage gemäß § 150 AktG ist aufgrund § 150 Abs. 2 AktG nicht erforderlich.
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
| TEUR | |
| Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten | 1.964 |
| Ausstehende Rechnungen | 821 |
| Personalkosten | 853 |
| Interne und externe Prüfungskosten | 194 |
| Sonstige | 96 |
| Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften | 28 |
| Summe | 1.992 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen ausschließlich aus sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 232 (Vj.: TEUR 443).
Die Restlaufzeiten und Angaben zur Besicherung der Verbindlichkeiten wurden im Verbindlichkeitenspiegel (siehe Anlage 2 zum Anhang) dargestellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.
Gemäß § 285 Nr. 4 HGB wurden die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2019 nach den Kategorien Tätigkeitsbereiche und geografisch bestimmte Märkte aufgeteilt.
Eine Aufteilung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen ergibt nachfolgende Aufteilung: Produkte TEUR 19.186, Systeme TEUR 19.102, Dienstleistungen TEUR 3.796 und Andere TEUR 3.043.
Eine Aufteilung der Umsatzerlöse nach Geografie ergibt nachfolgende Aufteilung: Inland TEUR 23.237, EU TEUR 14.324 und Drittland TEUR 7.566.
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 152 (Vj.: TEUR 96), Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 31 (Vj.: TEUR 24), Erträge aus Eingliederungszuschüssen in Höhe von TEUR 3 (Vj.: TEUR 17) und sonstige periodenfremde Erträge TEUR 69 (Vj.: TEUR 18). Diese setzen sich hauptsächlich zusammen aus der Erstattung von Energiekosten früherer Jahre.
Die periodenfremden sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten in Höhe von TEUR 11 (Vj.: TEUR 25) Aufwendungen aus der Abschreibung und der Einstellung in Wertberichtigungen zu Forderungen, in Höhe von TEUR 296 (Vj.: TEUR 196) sonstige periodenfremde Aufwendungen. Diese setzen sich hauptsächlich zusammen aus Fremdleistungen, Kosten für bezogene Waren sowie aus Beratungsleistungen für 2018.
Die Zinsaufwendungen enthalten Aufwendungen aus Factoring in Höhe von TEUR 25 (Vj.: TEUR 16). Die Factoringkosten entstehen aus dem Verkauf von Forderungen der va-Q-tec AG.
In den Ertragsteuern sind periodenfremde Aufwendungen aus der Bildung von Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 0 enthalten (Vj.: TEUR 30). Auf die gewöhnliche Geschäftstätigkeit entfallen Ertragsteuern (Aufwand) in Höhe von TEUR 0 (Vj.: TEUR 0). Der Aufwand der latenten Steuern beträgt TEUR 185 (Vj.: TEUR 312).
Es bestehen am 31. Dezember 2019 sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 HGB in Höhe von TEUR 2.793 (Vj.: TEUR 2.608) aus folgenden Positionen:
| 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | |
| Bestellobligo | 801 | 395 | 141 | 0 | 0 | 0 |
| Leasing | 392 | 284 | 192 | 139 | 42 | 11 |
| Investitionen Gebäude | 225 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Beratung | 126 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstiges | 45 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 1.589 | 679 | 333 | 139 | 42 | 11 |
| Gesamt | |
| Bestellobligo | 1.336 |
| Leasing | 1.050 |
| Investitionen Gebäude | 225 |
| Beratung | 126 |
| Sonstiges | 45 |
| Summe | 2.793 |
Das im Dezember 2017 angekündigte Aktienkaufprogramm für va-Q-tec-Mitarbeiter, das die Erstattung eines Teils des gezahlten Preises für nachweislich erworbene va-Q-tec-Aktien vorsieht, führte 2019 zu Auszahlungen in Höhe von TEUR 8. Das zunächst bis zum 31.12.2019 befristete Programm wurde bis zum 31.12.2020 verlängert, was auch in 2020 in geringem Umfang zu Eventualverbindlichkeiten führt.
Es bestehen folgende Haftungsverhältnisse:
Von den zum Stichtag bilanzierten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten i.H.v. TEUR 31.766 sind TEUR 25.049 durch eingetragene Buchgrundschulden (Nominalvolumen i.H.v. TEUR 25.252), sicherungsübereignete Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung besichert. Darüber hinaus wurde im September 2016 mit den Hausbanken der va-Q-tec AG ein Multibankenvertrag geschlossen, der die bestehenden Kontokorrentlinien bündelt und erweitert und einen einheitlichen und skalierbaren Rahmen für die kurzfristige Finanzierung des Umlaufvermögens schafft. Dieser Finanzierungsrahmen beläuft sich auf 11.000 TEUR und deckt Kontokorrentlinien sowohl der Muttergesellschaft als auch der britischen Tochtergesellschaft ab. Der Vertrag wurde zuletzt im August 2019 unter veränderten Konditionen, wonach die va-Q-tec zukünftig den Konsortialbanken das Vorratsvermögen als Sicherheit für die Kreditlinien zur Verfügung stellt und sich zur Einhaltung einer Mindest-Eigenkapitalquote von 30% verpflichtet, verlängert und ist aktuell bis zum 31.12.2020 befristet. Im Zusammenhang mit dem Auslaufen des Multibank-Rahmenkreditvertrags zum 31.12.2020 führt das Unternehmen mit Banken und Finanzinstitutionen darüber hinaus Gespräche über kurz- und mittelfristige Fremdfinanzierungsinstrumente.
Die abgegebenen Sicherheiten der va-Q-tec zugunsten von Verbundunternehmen belaufen sich im Geschäftsjahr 2019 auf einen nominalen Gesamtbetrag in Höhe von TEUR 14.129. Diese Garantieerklärungen verteilen sich auf Deutsche Leasing Limited (Großbritannien) in Höhe von TEUR 13.183 und auf CSA Financial Limited (Großbritannien) in Höhe von TEUR 946.
Die Garantieerklärungen haben per 31. Dezember 2019 eine offene Restverbindlichkeit in Höhe von TEUR 5.951. Diese Restverbindlichkeit verteilt sich auf Deutsche Leasing Limited (Großbritannien) in Höhe von TEUR 5.693 und auf CSA Financial Limited (Großbritannien) in Höhe von TEUR 258.
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten i.H.v. TEUR 927 durch eine Sicherungsübereignung einer Maschine besichert (siehe auch Anlage 2 zum Anhang).
Es besteht eine Avallinie in Höhe von TEUR 24 mit der Commerzbank AG, für welche die va-Q-tec AG aus der Kreditvergabe gegenüber fremden Dritten haftet.
Außerdem hat die va-Q-tec AG eine Bestätigung zur finanziellen Unterstützung der britischen Tochtergesellschaft im Bedarfsfall (Support letter) abgegeben.
Aufgrund der Geschäftsentwicklung ist derzeit nicht zu erwarten, dass in nächster Zeit mit einer Inanspruchnahme für Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie für Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten zu rechnen ist, da eine positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Prognosezeitraum erwartet wird.
| 2019 | Vorjahr | |
| Arbeiter | 207 | 203 |
| Angestellte | 172 | 169 |
| 379 | 372 |
Zu Vorstandsmitgliedern der va-Q-tec AG sind zum 31.12.2019 bestellt:
| Herr Dr. Joachim Kuhn Vorstandsvorsitzender, Würzburg; | seit 01.04.2001 |
| Herr Stefan Döhmen, Finanzvorstand, Weimar | seit 01.07.2017 |
Zu Aufsichtsratsmitgliedern der va-Q-tec AG waren zum Bilanzstichtag bestellt:
Herr Dr. Gerald Hommel (Vorsitzender), Geschäftsführer, Mainz;
Herr Dipl.-Ing. Uwe H. Lamann (Stellv. Vorsitzender), Kaufmann, Sinzing;
Herr Uwe Krämer, Finanzvorstand, Schwarzenberg (Österreich);
Herr Winfried Klar, Kaufmann, Dubai (Vereinigte Arabische Emirate);
Herr Dr.-Ing. Eberhard Kroth, Geschäftsführer, Obernburg;
Frau Dr. Barbara Ooms-Gnauck, Rechtsanwältin, Erfurt.
Dem Vorstand wurde in 2019 eine Gesamtvergütung i.H.v. TEUR 659 gezahlt (Vj.: TEUR 568). Diese Vergütung bestand aus fester Vergütung i.H.v. TEUR 416 (Vj.: TEUR 441), erfolgsabhängiger einjähriger variabler Vergütung i.H.v. TEUR 47 (Vj.: TEUR 112) und mehrjähriger variabler Vergütung i.H.v. TEUR 181 (Vj.: TEUR 0) sowie Zuschüssen zur betrieblichen Altersvorsorge. Seit 2014 bestehen für die Vorstände beitragsorientierte Leistungszusagen. Hierfür wurden im Berichtsjahr TEUR 15 (Vj.: TEUR 15) in eine externe rückgedeckte Unterstützungskasse eingezahlt.
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 31. Mai 2016 unterbleiben die in §§ 285 Nr. 9 lit. a Satz 5 bis 8, 314 Abs. 1 Nr. 6 lit. a Satz 5 bis 8 des Handelsgesetzbuchs verlangten Angaben für weitere fünf Jahre.
Im Berichtsjahr bestanden wie im Vorjahr keine Vorschüsse und Kredite gegenüber Mitgliedern des Vorstands. Zum 31.12.2019 hatte ein Vorstandsmitglied gegenüber der Thüringer Aufbaubank eine persönliche Bürgschaft i.H.v. TEUR 200 (Vj.: TEUR 200) ausstehend. Diese Bürgschaft wurde 2011 ohne Gegenleistung der va-Q-tec AG abgegeben.
Für das Geschäftsjahr 2019 wurde den Mitgliedern des Aufsichtsrats eine Vergütung i.H.v. TEUR 155 (Vj.: TEUR 157) gewährt. Die Vergütung beinhaltet sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr nur einen kurzfristigen Bestandteil und besteht aus der Vergütung der gewöhnlichen Aufsichtsratstätigkeit und Spesen. Außerdem wurden Beratungsleistungen i.H.v. TEUR 40 (Vj.: TEUR 31) vergütet, die insbesondere im Rahmen des Power 20+-Programms bzw. im Zusammenhang mit der Finanzierungsstrategie der va-Q-tec AG erbracht wurden.
Zum 31. Dezember 2019 bestanden aus dieser Vergütung des Aufsichtsrats Zahlungsverpflichtungen der Gesellschaft i.H.v. TEUR 36 (Vj.: TEUR 28).
Im Berichtsjahr bestanden wie im Vorjahr keine Vorschüsse und Kredite gegenüber Mitgliedern des Aufsichtsrats.
Zum 31. Dezember 2019 bestanden gem. § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG nachfolgende Nebentätigkeiten der Vorstände bzw. Aufsichtsräte der va-Q-tec:
Vorstand:
Herr Dr. Joachim Kuhn:
| ― |
Beirat der SUMTEQ GmbH (Deutschland) |
| ― |
Kuratoriumsvorsitzender des Zentrums für Angewandte Energieforschung (ZAE) Bayern |
Aufsichtsrat:
Herr Dipl.-Ing. Uwe H. Lamann (Stellv. Vorsitzender):
| ― |
Mitglied des Beirates der Baumüller GmbH (Deutschland) |
Am 4. Januar 2011 wurde in Großbritannien die va-Q-tec LIMITED gegründet, die sich vorwiegend mit der Vermietung von Thermotransportcontainern beschäftigt. Die Gesellschaft hält daran 100 %.
In Südkorea wurde am 12. Juli 2011 die va-Q-tec Korea, Limited gegründet, die sich vorwiegend mit dem Einkauf in Asien und den regionalen Vertrieb von Verpackungsprodukten und Vakuumpaneelen beschäftigt. Die Gesellschaft hält daran 100 %.
In den USA wurde am 31. Juli 2013 die va-Q-tec USA, Inc. gegründet, die sich vorwiegend mit dem Vertrieb von Verpackungsprodukten und Vakuumpaneelen sowie die Vermietung von Thermoboxen beschäftigt. Die Gesellschaft hält daran 100 %.
In der Schweiz wurde am 06.02.2017 die va-Q-tec Switzerland AG gegründet, die sich vorwiegend mit dem Vertrieb von Verpackungsprodukten und Vakuumpanelen beschäftigt. Die Gesellschaft hält daran 100%.
In Japan wurde am 05.04.2017 die va-Q-tec Japan G.K. gegründet, die sich vorwiegend mit den Vertrieb von Verpackungsprodukten und Vakuumpanelen sowie mit der Vermietung von Thermoboxen beschäftigt. Die Gesellschaft hält daran 100 %.
In Uruguay wurde am 28.12.2018 die va-Q-tec Uruguay S.A. gegründet, die sich vorwiegend mit den Vertrieb von Verpackungsprodukten und Vakuumpanelen sowie mit der Vermietung von Thermoboxen und -Containern beschäftigt. Die Gesellschaft hält daran 100 %.
In Singapur wurde am 18.09.2019 die va-Q-tec SG PTE Ltd. gegründet, die sich vorwiegend mit den Vertrieb von Verpackungsprodukten und Vakuumpanelen sowie mit der Vermietung von Thermoboxen und -containern beschäftigt. Die Gesellschaft hält daran 100 %.
Neben den Anteilen an oben genannten vollkonsolidierten Tochtergesellschaften hält die va-Q-tec AG zum Stichtag einen in 2015, 2016 und 2018 erworbenen Anteil in Höhe von 15,2 % an der SUMTEQ GmbH, Köln. Durch die Kapitalerhöhung der SUMTEQ GmbH, an der die va-Q-tec AG nicht teilgenommen hat, hat sich der Wert von 18,5 % auf 15,2 % reduziert.
| Name und Sitz | Anteil % |
Eigenkapital TEUR |
Jahresergebnis TEUR |
| va-Q-tec LIMITED, Rochester/UK | 100,0 | 4.031 | 359 |
| va-Q-tec Korea, Limited, Incheon/Südkorea | 100,0 | 191 | (32) |
| va-Q-tec USA, Inc., East Rutherford/USA | 100,0 | (126) | (426) |
| va-Q-tec Switzerland AG, Zürich/Schweiz | 100,0 | 154 | 77 |
| va-Q-tec Japan G.K., Tokyo/Japan | 100,0 | (49) | (1) |
| va-Q-tec Uruguay S.A., Uruguay | 100,0 | 88 | (315) |
| va-Q-tec SG PTE Ltd., Singapur | 100,0 | (9) | (63) |
| SUMTEQ GmbH, Köln | 15,2 | (16) | (706) |
Die Wertansätze der Finanzanlagen der sieben ausländischen Tochtergesellschaften und der SUMTEQ GmbH berücksichtigen die seit ihrer Gründung angefallenen Anschaffungskosten. Nach Einschätzung der gesetzlichen Vertreter wird mit einer positiven Entwicklung der sieben Tochtergesellschaften sowie der SUMTEQ GmbH, Köln, gerechnet. Insbesondere zeitliche Verzögerungen begründeten in der Vergangenheit Planabweichungen, gefährden aber nicht den zukünftigen Unternehmenserfolg. Daher wurden die Buchwerte beibehalten.
Für Darlehen mit einem ursprünglichen Nominalvolumen in Höhe von TEUR 3.190 hat die Gesellschaft zur Begrenzung der Zinsrisiken, die durch die Anbindung der Zinszahlungen an einen variablen Zinssatz entstehen, eine Bewertungseinheit in Form des Micro-Hedging gebildet. Die Gesellschaft hat dazu Swaps erworben. Die Sicherungsbeziehung wird als wirksam eingestuft, da Nominalbetrag, Laufzeit, Zinsanpassungstermine, die Zeitpunkte von Zins- und Tilgungszahlungen sowie die Bemessungsgrundlage für die Zinsanpassung für Grund- und Sicherungsgeschäft übereinstimmen (critical term match). Aufgrund der festgestellten Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung ergeben sich zum Bilanzstichtag keine weiteren bilanziellen Konsequenzen. Die Bilanzierung erfolgt nach der sog. "Einfrierungsmethode".
| Swap | Fälligkeit | Ursprüngliches Nominalvolumen TEUR |
Nominalvolumen 31.12.2019 TEUR |
Marktwerte 31.12.2019 TEUR |
| 6145777UK | 30.06.2022 | 2.260 | 807 | - 17 |
| 6160834UK | 30.06.2022 | 180 | 64 | - 1 |
| 6891036UK | 30.06.2021 | 750 | 225 | - 1 |
| Gesamt | 3.190 | 1.096 | - 19 |
Die gesetzlichen Vertreter werden der Hauptversammlung vorschlagen, den zum 31. Dezember 2019 ausgewiesenen Bilanzverlust in Höhe von TEUR 6.670 auf neue Rechnung vorzutragen. In dem Bilanzverlust ist ein Verlustvortrag in Höhe von 2.376 TEUR enthalten.
Die im Geschäftsjahr 2019 zur Ausschüttung gesperrten Beträge belaufen sich auf einen Gesamtbetrag in Höhe von TEUR 1.477 (Vj.: TEUR 1.232). Dieser ist vollumfänglich aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 2.118 (Vj.: TEUR 1.767) zurückzuführen.
Da die Gesellschaft in einen Konzernabschluss einbezogen wird und die entsprechenden Angaben im Konzernanhang enthalten sind wurde auf die Angabe des Gesamthonorars sowie die Aufschlüsselung gem. § 285 Nr. 17 HGB verzichtet.
va-Q-tec hat aktuell keine Vereinbarungen über anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente an Arbeitnehmer.
Ende Dezember 2019 wurde in der Stadt Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei erstmals der Ausbruch der neuen Atemwegserkrankung "Covid-19", allgemein als Corona-Virus bezeichnet, auffällig. Ende Januar 2020 rief die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die internationale Gesundheitsnotlage aus. Aktuell hat sich das Virus auf über 100 Länder verbreitet, ca. 4.000 Menschen sind an den Folgen der Virus-Infektion verstorben. China und die übrigen stärker betroffenen Länder (Italien, Korea, Iran) versuchen teilweise mit drastischen Mitteln die Ausbreitung des Virus so weit wie möglich einzuschränken bzw. zu verzögern. Hierzu gehören die Abriegelung von betroffenen Gebieten bzw. Regionen, Einstellung von Flugverbindungen, Reisebeschränkungen und Einreiseverbote, Verbote und Absagen von Messen, Seminaren, Sportveranstaltungen und anderen Versammlungen, die temporäre Schließung von öffentlichen Einrichtungen, Universitäten, Schulen, Kindergärten und Unternehmen.
Die wirtschaftlichen Auswirkungen für va-Q-tec AG sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abzuschätzen. Insgesamt erwirtschaftet die Gruppe ca. 70% ihres Umsatzes im Healthcare-Bereich, der weltweit eher zu den am wenigsten betroffenen Wirtschaftszweigen gehören dürfte, da die medizinische Versorgung der Bevölkerung wohl Priorität haben wird. Auch durch die in der Vergangenheit sehr geringen Umsätze in China sind die Umsatzauswirkungen für die va-Q-tec auf den ersten Blick minimal. Das erst im Oktober 2019 eröffnete und Ende Januar temporär geschlossene TempChain-Service-Center in Shanghai hat zwischenzeitlich seinen Betrieb wieder aufgenommen. Auch in der Supply Chain erscheinen die Auswirkungen zum jetzigen Zeitpunkt mit geringfügigen Lieferverzögerungen für relativ unkritische Materialien überschaubar. Aus diesem Grund ist die va-Q-tec hinsichtlich ihrer Geschäftsentwicklung trotz des Corona-Virus weiterhin verhalten optimistisch. Da es sich jedoch abzeichnet, dass die globalen gesamtwirtschaftlichen Folgen für die Weltwirtschaft enorme Ausmaße annehmen können, ist nicht auszuschließen, dass sich auch die va-Q-tec AG den direkten und indirekten Auswirkungen dieser Effekte nicht vollständig entziehen kann. Gegenüber seinem Jahreshoch hat der DAX seit dem Ausbruch des Coronavirus ca. 35% seines Wertes eingebüßt. Allein in der letzten Februar-Woche wurde an den Börsen weltweit ein Wert von fünf Billionen USD vernichtet und die Abwärtsbewegung hat sich im März fortgesetzt. Auch diese Zahlen spiegeln die erhebliche Verunsicherung über die möglichen kurz-, mittel- und langfristigen Auswirkungen des Virus auf die Weltwirtschaft wider.
Der Vorstand und der Aufsichtsrat der va-Q-tec AG haben am 30. Januar 2020 die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben. Die Erklärung ist dauerhaft auf der Internetseite www.va-q-tec.com im Bereich Investor Relations abrufbar unter:
https://ir.va-q-tec.com/websites/vaqtec/German/530/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung.html
Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019
Würzburg, 18. März 2020
Dr. Joachim Kuhn
Stefan Döhmen
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | Abschreibungen | |||||
| Stand am 1.1.2019 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
Umbuchungen EUR |
Stand am 31.12.2019 EUR |
Stand am 1.1.2019 EUR |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 1.884.818,29 | 360.733,67 | 0,00 | 100.837,27 | 2.346.389,23 | 360.893,92 |
| 2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 917.895,31 | 158.101,98 | 0,00 | 83.781,86 | 1.159.779,15 | 644.698,95 |
| 3. geleistete Anzahlungen | 367.575,69 | 637.677,94 | (8.043,74) | (184.619,13) | 812.590,76 | 0,00 |
| 3.170.289,29 | 1.156.513,59 | (8.043,74) | 0,00 | 4.318.759,14 | 1.005.592,87 | |
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 35.461.702,01 | 1.900.881,26 | 0,00 | 17.675,41 | 37.380.258,68 | 1.753.883,39 |
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 19.159.214,87 | 840.665,90 | (71.795,32) | 667.953,70 | 20.596.039,15 | 7.957.618,95 |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 7.932.694,73 | 1.201.150,23 | (1.004.376,38) | 123.832,01 | 8.253.300,59 | 4.062.327,98 |
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 3.339.797,59 | 1.188.408,60 | (135.216,29) | (809.461,12) | 3.583.528,78 | 0,00 |
| 65.893.409,20 | 5.131.105,99 | (1.211.387,99) | 0,00 | 69.813.127,20 | 13.773.830,32 | |
| III. Finanzanlagen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 12.257.577,63 | 164.196,87 | (8.525,68) | 0,00 | 12.413.248,82 | 0,00 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 8.507.846,87 | (1.150.745,76) | 0,00 | 0,00 | 7.357.101,11 | 0,00 |
| 3. Beteiligungen | 832.996,32 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 832.996,32 | 0,00 |
| 21.598.420,82 | (986.548,89) | (8.525,68) | 0,00 | 20.603.346,25 | 0,00 | |
| 90.662.119,31 | 5.301.070,69 | (1.227.957,41) | 0,00 | 94.735.232,59 | 14.779.423,19 | |
| Abschreibungen | Buchwerte | ||||
| Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
Stand am 31.12.2019 EUR |
Stand am 31.12.2019 EUR |
Stand am 31.12.2018 EUR |
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| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 596.052,81 | 0,00 | 956.946,73 | 1.389.442,50 | 1.523.924,37 |
| 2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 170.576,95 | 0,00 | 815.275,90 | 344.503,25 | 273.196,36 |
| 3. geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 812.590,76 | 367.575,69 |
| 766.629,76 | 0,00 | 1.772.222,63 | 2.546.536,51 | 2.164.696,42 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 816.894,85 | 0,00 | 2.570.778,24 | 34.809.480,44 | 33.707.818,62 |
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 1.536.154,90 | (64.484,36) | 9.429.289,49 | 11.166.749,66 | 11.201.595,92 |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.117.393,40 | (666.978,51) | 4.512.742,87 | 3.740.557,72 | 3.870.366,75 |
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 3.583.528,78 | 3.339.797,59 |
| 3.470.443,15 | (731.462,87) | 16.512.810,60 | 53.300.316,60 | 52.119.578,88 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 12.413.248,82 | 12.257.577,63 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 7.357.101,11 | 8.507.846,87 |
| 3. Beteiligungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 832.996,32 | 832.996,32 |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 20.603.346,25 | 21.598.420,82 | |
| 4.237.072,91 | (731.462,87) | 18.285.033,23 | 76.450.199,36 | 75.882.696,12 | |
| VERBINDLICHKEITEN 31.12.2019 | Restlaufzeit bis zu einem Jahr | Restlaufzeit von einem bis zu fünf Jahren |
Restlaufzeit über fünf Jahre | gesamt |
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 9.731.893,24 | 7.857.660,21 | 14.176.446,09 | 31.765.999,54 |
| 2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 510.259,62 | 0,00 | 0,00 | 510.259,62 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.023.205,43 | 0,00 | 0,00 | 3.023.205,43 |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 232.450,35 | 0,00 | 0,00 | 232.450,35 |
| 5. sonstige Verbindlichkeiten | 1.539.438,93 | 719.704,28 | 0,00 | 2.259.143,21 |
| 15.037.247,57 | 8.577.364,49 | 14.176.446,09 | 37.791.058,15 |
| VERBINDLICHKEITEN 31.12.2019 | Sicherung durch Pfand- und ähnliche Rechte | |
| EUR | Art | |
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 36.766.170,38 | Buchgrundschuld, Sicherungsübereignung Maschinen |
| 2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | ||
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | ||
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | ||
| 5. sonstige Verbindlichkeiten | 927.155,80 | Sicherungsübereignung Maschinen |
| 37.693.326,18 | ||
| VERBINDLICHKEITEN VORJAHR | Restlaufzeit bis zu einem Jahr | Restlaufzeit von einem bis zu fünf Jahren |
Restlaufzeit über fünf Jahre | gesamt |
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 7.914.363,78 | 9.418.098,75 | 15.321.614,07 | 32.654.076,60 |
| 2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 291.617,20 | 0,00 | 0,00 | 291.617,20 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.688.023,18 | 0,00 | 0,00 | 3.688.023,18 |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 442.865,01 | 0,00 | 0,00 | 442.865,01 |
| 5. sonstige Verbindlichkeiten | 763.696,78 | 1.474.450,88 | 133.110,16 | 2.371.257,82 |
| 13.100.565,95 | 10.892.549,63 | 15.454.724,23 | 39.447.839,81 |
| VERBINDLICHKEITEN VORJAHR | Sicherung durch Pfand- und ähnliche Rechte | |
| EUR | Art | |
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 35.856.591,30 | Buchgrundschuld, Sicherungsübereignung Maschinen |
| 2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | ||
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | ||
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | ||
| 5. sonstige Verbindlichkeiten | 1.037.483,85 | Sicherungsübereignung Maschinen |
| 36.894.075,15 | ||
An die va-Q-tec AG, Würzburg:
Wir haben den Jahresabschluss der va-Q-tec AG, Würzburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der va-Q-tec AG, Würzburg, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019 geprüft. Den Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung" im Lagebericht, mit dem Verweis auf den Corporate Governance-Bericht, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
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entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019 und |
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vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf die oben genannten nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
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Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt |
Im Geschäftsjahr hat die va-Q-tec AG Umsatzerlöse in Höhe von 45.127 TEUR realisiert (i. Vj. 45.190). Die Umsätze der va-Q-tec AG sind heterogen und umfassen den Verkauf von Transportbehältern, Vakuumisolationspaneelen und Phasenwechselmaterialien sowie die kurzfristige Vermietung von auftragsspezifisch vortemperierten Transportbehältern. Hinzu kommen Beratungs- und Serviceleistungen, die auch Bestandteil des Verkaufs- und Vermietungsgeschäfts sind. Die va-Q-tec AG hat darüber hinaus nach dem vollzogenen Umzug am Standort Würzburg und dem Abschluss des Erweiterungsbaus am Produktionsstandort Kölleda ihre Prozesse weiter überarbeitet, ablauforganisatorische Änderungen vollendet und setzt seit dem Geschäftsjahr 2019 vollständig ein elektronisches Lagerverwaltungssystem ein, um Warenbewegungen und Warenausgänge zu steuern.
Aus unserer Sicht ist dieser Prüfungssachverhalt von besonderer Bedeutung, da die va-Q-tec AG im Geschäftsjahr 2019 im Bereich der Umsatzrealisierung partiell auf angepasste und überarbeitete Prozesse zurückgreift.
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Unsere Vorgehensweise in der Prüfung |
Wir haben die implementierten prozessualen Abläufen des Verkaufs- und Vermietungsgeschäfts im Zusammenhang mit dem nun vollständig eingeführten Warenwirtschaftssystem analysiert. Dabei haben wir die Kontrollmechanismen im Verkaufsprozess zur periodengerechten Erfassung der Umsatzerlöse identifiziert, risikoorientiert deren Angemessenheit und Zweckmäßigkeit beurteilt und Funktionsprüfungen durchgeführt. Ergänzend haben wir die ordnungsgemäße Abbildung ausgewählte Verträge mit Neukunden sowie vorgenommene Vertragsanpassungen mit Bestandskunden untersucht. Neben analytischen Prüfungshandlungen haben wir eine bewusste Auswahl an Umsatztransaktionen kurz vor und nach dem Bilanzstichtag im Hinblick auf die korrekte Periodenabgrenzung untersucht. Zum Nachweis des Vorhandenseins der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und damit der Realisierung der Umsatzerlöse haben wir für eine Auswahl von Kunden Saldenbestätigungen eingeholt bzw. korrespondierende Zahlungseingänge oder weiterführende Dokumente gewürdigt. Unsere Auswahl bestimmten wir risikoorientiert anhand von qualitativen und quantitativen Merkmalen.
Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:
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die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB, auf die im Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung" im Lagebericht verwiesen wird, |
| ― |
den Corporate Governance-Bericht nach Nr. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex, auf den im Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung" im Lagebericht verwiesen wird, |
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die Versicherung nach § 264 Abs. 2 Satz 3 HGB zum Jahresabschluss und die Versicherung nach § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB zum Lagebericht. |
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
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wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
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anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
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gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| ― |
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
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ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
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beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
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beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
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führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Wir wurden von der Hauptversammlung am 24. Mai 2019 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 12. Dezember 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2011 als Abschlussprüfer der va-Q-tec AG, Würzburg, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Felix Fehlauer.
Nürnberg, den 19. März 2020
Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Rattler, Wirtschaftsprüfer
Fehlauer, Wirtschaftsprüfer