Bastei Lübbe AG

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2014 bis zum 31.03.2015

Bastei Lübbe JA_HGB_Offenlegung

Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014/15

Bilanz zum 31. März 2015

der Bastei Lübbe AG

AKTIVA

  Stand 31.03.2015
EUR
Stand 31.03.2014
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.951.275,00 7.976.004,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.534.761,00 1.659.238,00
3. Geleistete Anzahlungen 650.448,30 490.073,18
  10.136.484,30 10.125.315,18
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.000.677,00 1.105.019,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 25.882,00 32.806,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.571.509,51 1.634.898,51
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.700,00 3.549,50
  2.602.768,51 2.776.273,01
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 8.897.331,20 547.331,20
2. Beteiligungen 3.048.931,76 2.719.194,92
3. Sonstige Ausleihungen 800.000,00 800.000,00
  12.746.262,96 4.066.526,12
  25.485.515,77 16.968.114,31
B. Bestand vorausgezahlter Autorenhonorare    
I. Bestand Autorenhonorare 20.511.033,35 22.469.021,55
II. Geleistete Anzahlungen 2.935.433,85 2.982.426,39
  23.446.467,20 25.451.447,94
C. UMLAUFVERMÖGEN    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 319.799,47 277.267,13
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 696.000,00 621.184,00
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 18.179.000,00 17.779.763,00
4. Geleistete Anzahlungen 440.644,32 205.942,61
  19.635.443,79 18.884.156,74
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.023.161,61 14.526.576,66
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.136.510,54 388.125,99
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 928.790,97 1.321.857,38
4. Sonstige Vermögensgegenstände 7.635.902,39 3.812.756,17
  25.724.365,51 20.049.316,20
III. Wertpapiere    
Sonstige Wertpapiere 0,00 10.000.000,00
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 11.819.485,15 12.163.291,92
  57.179.294,45 61.096.764,86
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 558.937,63 374.415,98
  106.670.215,05 103.890.743,09

Passiva

   
  Stand 31.03.2015
EUR
Stand 31.03.2014
EUR
A. EIGENKAPITAL    
I. Ausgegebenes Kapital    
1. Gezeichnetes Kapital 13.300.000,00 13.300.000,00
2. abzgl. Nennbetrag eigener Anteile -100.000,00 -50.300,00
  13.200.000,00 13.249.700,00
II. Kapitalrücklage 26.658.420,71 27.007.500,71
III. Rücklage wegen eigener Anteile 100.000,00 50.300,00
IV. Bilanzgewinn 10.779.894,73 7.560.764,39
  50.738.315,44 47.868.265,10
B. RÜCKSTELLUNGEN    
1. Steuerrückstellungen 4.218.635,89 2.539.728,07
2. Sonstige Rückstellungen 12.122.170,06 12.064.427,84
  16.340.805,95 14.604.155,91
C. VERBINDLICHKEITEN    
1. Anleihen 30.000.000,00 30.000.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.758.424,36 9.971.567,94
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7,07 0,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 11.405,44 0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.499.636,79 1.446.754,14
- davon aus Steuern EUR 338.161,93 (i. Vj.: EUR 288.139,48)    
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 683,40 (i. Vj.: EUR 0,00)    
  39.269.473,66 41.418.322,08
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 321.620,00 0,00
  106.670.215,05 103.890.743,09

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2014 bis zum 31. März 2015

der Bastei Lübbe AG

  2014/2015
EUR
2013/2014
EUR
1. Umsatzerlöse 102.797.738,72 107.533.977,03
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 474.053,00 1.066.463,45
3. Sonstige betriebliche Erträge 4.667.883,38 1.135.648,51
4. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 287.595,66 813.134,08
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 49.719.455,26 48.251.145,53
  50.007.050,92 49.064.279,61
5. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 16.563.593,43 16.523.568,78
b) Soziale Abgaben 2.635.901,04 2.831.919,03
  19.199.494,47 19.355.487,81
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.007.172,51 1.998.880,78
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 26.214.037,15 24.706.243,28
8. Erträge aus Beteiligungen 277.628,79 400.140,52
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 259.656,48 (i. Vj.: EUR 365.449,67)    
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 116.735,09 69.324,38
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 16.753,75 (i. Vj.: EUR 29.102,42)    
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.083.396,39 2.144.347,66
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 8.822.887,54 12.936.314,75
12. Außerordentliche Aufwendungen = Außerordentliches Ergebnis 0,00 2.109.766,78
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.890.961,47 3.286.648,87
14. Sonstige Steuern 2.823,73 -20.865,29
15. Jahresüberschuss 6.929.102,34 7.560.764,39
16. Gewinnvortrag 7.560.764,39 0,00
17. Gewinnausschüttung / Dividende 3.709.972,00 0,00
Bilanzgewinn 10.779.894,73 7.560.764,39

Anhang für das Geschäftsjahr 2014/15

der Bastei Lübbe AG, Köln

Allgemeine Hinweise

Die Bastei Lübbe AG hat ihren Sitz in der Schanzenstraße 6-20, 51063 Köln, Deutschland. Die Bastei Lübbe AG ist ein Medienunternehmen in Form eines Publikumsverlages. Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit gibt Bastei Lübbe Bücher, Hörbücher, eBooks und weitere digitale Produkte mit belletristischem und populärwissenschaftlichem Inhalt sowie periodisch erscheinende Zeitschriften in Form von Romanheften und Rätselmagazinen heraus. Weiterhin gehört zur Geschäftstätigkeit von Bastei Lübbe die Lizenzierung von Rechten und die Entwicklung, Produktion und der Vertrieb von Geschenk-, Deko- und Merchandisingartikeln.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des §267 Absatz 3 Satz 2 HGB.

Bei der Bilanzierung und Bewertung sind die einschlägigen Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie des Aktiengesetzes angewandt worden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Abschreibungsmethoden berücksichtigen alle erkennbaren Risiken; sie sind im Einzelnen bei der Erläuterung der Bilanzposten dargestellt.

Die Bilanzierung und die Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr beibehalten worden.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten sowie der Abschreibungen aller Positionen des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2014/15 ist aus dem Anlagespiegel ersichtlich.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bilanziert. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünfzehn Jahren vorgenommen. Die Geschäfts- und Firmenwerte resultieren im Wesentlichen aus der Anwachsung bzw. Verschmelzung der Hartmut Räder Wohnzubehör GmbH & Co. KG (kurz: Räder KG) und der PMV Partner Medien Verlagsgesellschaft mbH (kurz: PMV GmbH) auf die Bastei Lübbe AG und werden aufgrund der Stabilität und Nachhaltigkeit der Geschäftsmodelle der Räder KG bzw. der PMV GmbH über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben. Es liegen keine Anhaltspunkte über eine Verkürzung der ursprünglich angenommenen Nutzungsdauern vor.

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, kumulierte, nutzungsbedingte Abschreibungen bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist. Im Geschäftsjahr 2014/15 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

Technische Anlagen und Maschinen werden in längstens zehn Jahren, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung überwiegend in fünf Jahren nach der linearen Methode abgeschrieben. Im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung zeitanteilig.

Die geringwertigen Wirtschaftsgüter bis EUR 410,00 werden am Ende des Jahres voll abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu EUR 150,00 werden unmittelbar als Aufwand erfasst.

Finanzanlagen

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich etwaig notwendiger Abschreibungen bilanziert. Im Geschäftsjahr 2014/15 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

Am 31.03.2015 stellt sich der Beteiligungsbesitz der Gesellschaft wie folgt dar:

Anteile an verbundenen Unternehmen

  Eigenkapital Kapitalanteil
in %
Jahresergebnis
Moravská Bastei MOBA s.r.o., Brünn/ Tschechien1) TCZK 32.133 89,7 TCZK 8.890
Siebter Himmel Bastei Lübbe GmbH, Köln2) TEUR 50 100 - TEUR 103
Bastei Media GmbH, Erfurt3) -TEUR 1711) 100 TEUR 20
Bastei Lübbe International Ltd., Hongkong4) - 100  
Daedalic Entertainment GmbH5) TEUR 3.725 51 - TEUR 927
BookRix GmbH & Co. KG6) -TEUR 15511) 51 - TEUR 412

Beteiligungen

  Eigenkapital Kapitalanteil
in %
Jahresergebnis
PRÄSENTA PROMOTION INTERNATIONAL GmbH, Solingen7) TEUR 1.993 50 TEUR 202
HPR Bild & Ton GmbH, Köln8) TEUR 269 25  
Bastei LLC, Santa Monica/USA9)   50  
BEAM AG, Köln10) TEUR 456 45 - TEUR 69

1) Angaben lt. Jahresabschluss zum 31.12.2014
2) Angaben lt. Jahresabschluss zum 31.03.2014 / Abschluss zum 31.03.2015 liegt noch nicht vor
3) Angaben lt. Jahresabschluss zum 31.12.2013 / Abschluss Geschäftsjahr 2014 liegt nicht vor
4) Gründung der Gesellschaft im August 2013. Der Geschäftsbetrieb wurde noch nicht aufgenommen
5) Angaben lt. vorl. Jahresabschluss zum 31.12.2014
6) Angaben lt. vorl. Jahresabschluss zum 31.12.2014
7) Angaben lt. Vorl. Jahresabschluss zum 31.12.2014
8) Gründung der Gesellschaft im Dezember 2013/ Abschluss liegt uns nicht vor
9) Gründung der Gesellschaft im September 2014 / Abschluss liegt uns nicht vor
10) Gründung der Gesellschaft im August 2014 als GmbH/ Im März 2015 Umwandlung in AG
11) Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

Sonstige Ausleihungen

Die sonstigen Ausleihungen sind zum Nennwert bilanziert und betreffen ein langfristiges Darlehen.

Bestand vorausgezahlter Autorenhonorare

Autorenhonorare werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Aufgrund der Verwertungserwartungen werden angemessene Abschreibungen vorgenommen. Die auf die Autorenhonorare geleisteten Anzahlungen sind zum Nominalbetrag bilanziert.

Die aktivierten Autorenhonorare werden im Rahmen einer verwertungsabhängigen Abschreibung so lange um die tatsächlichen Absatzhonorare wertberichtigt bis das Garantiehonorar aufgebraucht ist. Über die planmäßigen Abschreibungen hinaus werden sowohl bei den Autorenhonoraren als auch bei den geleisteten Anzahlungen zusätzliche Abschreibungen vorgenommen, sofern zukünftig kein ausreichender Absatz mehr erwartet wird.

Umlaufvermögen

Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit Anschaffungskosten gem. § 255 Absatz 1 HGB bilanziert. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, wurden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen.

Der Bestand an unfertigen und fertigen Erzeugnissen der Sparte "Buch" ist zu Herstellungskosten gem. § 255 Absatz 2 HGB bilanziert. Diese enthalten die Einzelkosten für Material und Druckkosten. Die Gemeinkosten (z. B. Redaktionskosten) sind durch entsprechende Zuschläge auf die Einzelkosten erfasst.

Der Bestand an unfertigen und fertigen Erzeugnissen der Sparte "Non-Book" ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten gem. § 255 Absatz 1 bzw. 2 HGB bilanziert.

Mit Hilfe einer Reichweitenanalyse wurden Überbestände identifiziert und darauf entsprechende Abschläge vorgenommen.

Die sonstigen Anzahlungen sind zum Nominalbetrag bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Nominalwerten angesetzt, wobei auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen neben notwendigen Einzelwertberichtigungen eine Pauschalwertberichtigung vorgenommen wurde. Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenkassamittelkurs zum Stichtag umgerechnet.

Es wurden Devisentermingeschäfte mit Laufzeitoption für Einkäufe in US-Dollar geschlossen. Zum Stichtag bestehen Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen von TUSD 1.800 (im Vj. TUSD 700) und einem positiven Marktwert. Die eingegangenen Devisensicherungsgeschäfte hatten ausnahmslos eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Als weiteres Derivat besteht noch ein Zinscap zu einem Nominalbetrag von TEUR 1.125 (im Vj. TEUR 2.750) mit einem Marktwert von 0 EUR (im Vj. EUR 0).

Die gesamten Forderungen aus dem Buchbereich wurden im Rahmen einer Factoring-Vereinbarung an die Vereinigte Verlagsauslieferung arvato media GmbH (VVA), Gütersloh, veräußert.

Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.333 (im Vj. TEUR 1.415).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 1.017 (im Vj. TEUR 200). In den Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht sind Darlehen in Höhe von TEUR 800 (im Vj. TEUR 1.300) enthalten.

Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital beträgt wie im Vorjahr EUR 13.300.000 und ist eingeteilt in insgesamt 13.300,000 Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1,00.

Eigene Anteile

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 10.09.2013 wurde der Vorstand gemäß § 78 Absatz 1 Nr. 8 Aktiengesetz ermächtigt, bis zum 1. September 2018 außer zum Zweck des Handels in eigenen Aktien eigene Aktien in einem Umfang von bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben und diese zu allen zulässigen Zwecken zu verwenden. Zu weiteren Einzelheiten vergleiche die Erläuterungen im Lagebericht zu den Angaben nach § 289 Absatz 4 HGB.

Zum 01.04.2014 waren 50.300 eigene Aktien im Bestand. Im Geschäftsjahr 2014/15 wurden davon 300 Aktien (entspricht EUR 300 bzw. 0,002 % am Grundkapital) an Autoren des Verlages unentgeltlich übertragen. Im Oktober 2014 wurden 50.000 eigene Aktien zum Preis von EUR 7,0266 zu den aus der Hauptversammlung vorgesehenen Zwecken erworben.

Zum Stichtag 31.03.2015 sind somit 100.000 (im Vj. 50.300) eigene Aktien im Eigentum der Gesellschaft (entspricht EUR 100.000 bzw. 0,75 % am Grundkapital). In Höhe des Nennbetrages der eigenen Anteile wurde eine Rücklage wegen eigene Anteile gebildet.

Kapitalrücklage

Im Geschäftsjahr reduzierte sich die Kapitalrücklage von EUR 27.007.500,71 auf EUR 26.658.420,71. Die Rücklage reduzierte sich um EUR 351.330,00 durch den Ankauf von 50.000 eigenen Aktien und erhöhte sich durch die Übertragung von 300 eigenen Aktien an Autoren um EUR 2.250.

Verwendung Gewinn 2013/14

Vom ausschüttungsfähigen Gewinn aus dem Geschäftsjahr 2013/14 in Höhe von EUR 7.560,764,39 wurden EUR 3.709.972,00 an die Aktionäre ausgeschüttet und EUR 3.850.792,39 als Gewinnvortrag eingestellt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Remissionsrückstellungen TEUR 5.050 (im Vj. TEUR 5.105) für ausgelieferte, aber voraussichtlich zurückgesandte Waren. Die Gesellschaft erteilt den Kunden Gutschriften in Höhe des vollen Rechnungsbetrages. Der Wert der Rückstellung wird unter Zuhilfenahme von durchschnittlichen historischen Rücklieferungsmengen der insgesamt ausgelieferten Waren ermittelt.

Bei Romanheften, die nach dem Verfahren der körperlosen Remission vertrieben werden, erfolgt keine Rücksendung der Waren. Es wird lediglich die entsprechende Gutschrift erteilt.

Die Bilanzposition "sonstige Rückstellungen" macht in Summe TEUR 12.122 (im Vj. TEUR 12.064) aus, wovon TEUR 5.050 (im Vj. TEUR 5.105) auf die Remissionen entfallen. Des Weiteren beinhaltet diese Position noch Rückstellungen für Honorare TEUR 1.688 (im Vj. TEUR 1.593) und Personal TEUR 2.651 (im Vj. TEUR 2.665). Sie decken alle bis zur Bilanzaufstellung bekannt gewordenen ungewissen, Schulden, Verluste und Risiken, soweit sie das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen.

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind sowie ausschließlich zur Erfüllung von Altersteilzeitverpflichtungen dienen (Aktivwert der Zeitkontenrückdeckung als Deckungsvermögen) wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet.

Angaben zur Verrechnung mit Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

  31.3.2015
TEUR
31.3.2014
TEUR
Altersteilzeitverpflichtungen 381 648
Deckungsvermögen (beizulegender Zeitwert) 274 418
Altersteilzeitrückstellung 107 230
Deckungsvermögen (Anschaffungskosten) 274 418
Zinsaufwand aus Altersteilzeitverpflichtung 17 25
Ertrag aus Deckungsvermögen 10 14
Zinsaufwand 7 11

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert.

Fremdwährungsverbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und die bestellten Sicherheiten ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel.

Latente Steuern

Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Geschäfts- und Firmenwerten, Sachanlagen (Mietereinbauten) und sonstigen Rückstellungen (Altersteilzeitverpflichtungen) ermittelt. Steuerliche Verlustvorträge sind nicht vorhanden. Der für die Bewertung grundsätzlich zugrunde zu legende Steuersatz beträgt 32,5 %. Vom Wahlrecht zur Aktivierung der sich ergebenden latenten Steuern nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde kein Gebrauch gemacht.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse verteilen sich auf die Segmente Buch, Non-Book und Romanhefte/Rätselmagazine wie folgt:

GJ 2014/15

  Buch
TEUR
Non-Book
TEUR
Romanhefte/Rätselmagazine
TEUR
Gesamt
TEUR
Nettoerlöse 80.276 15.046 10.451 105.773
Erlösschmälerungen -2.390 -585   -2.975
  77.886 14.461 10.451 102.798

Von den gesamten Umsatzerlösen im Geschäftsjahr 2014/15 entfallen TEUR 16.227 auf das Ausland (im Vj. TEUR 18.122)

GJ 2013/14

  Buch
TEUR
Non-Book
TEUR
Romanhefte/Rätselmagazine
TEUR
Gesamt
TEUR
Nettoerlöse 88.197 12.363 10.249 110.809
Erlösschmälerungen -2.407 -868   -3.275
  85.790 11.495 10.249 107.534

Sonstige betriebliche Erträge

Diese beinhalten u.a.

Erträge aus dem Verkauf von Aktien der BEAM AG TEUR 3.548 (im Vj. EUR 0)

Erträge aus Versicherungsfällen TEUR 341 (im Vj. TEUR 19)

Erträge aus Kursgewinnen TEUR 158 (im Vj. TEUR 65)

Erträge aus Auflösung von Wertberichtigungen TEUR 58 (im Vj. TEUR 434)

Materialaufwand

Der Materialaufwand enthält neben den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren auch Aufwendungen für bezogene Leistungen in Form von Honoraraufwendungen sowie Aufwendungen für drucktechnische Leistungen.

Personalaufwand

Der Personalaufwand betrifft im Wesentlichen Gehälter, Versorgungs- und Sachbezüge sowie Abfindungen für ausgeschiedene Mitarbeiter.

Die sozialen Abgaben enthalten die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung sowie Berufsgenossenschaftsbeiträge.

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Hinsichtlich der auf die einzelnen Positionen der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen entfallenden Abschreibungsbeträge wird auf den Anlagespiegel verwiesen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Verwaltung, Vertrieb und Distribution, Werbung, Instandhaltung und Mieten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Kursverluste aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 125 (im Vj. TEUR 23).

Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge betreffen im Geschäftsjahr 2014/15 ausgeschüttete Gewinne von Beteiligungsunternehmen.

Zinsaufwand

Im Zinsaufwand sind TEUR 17 (im Vj. TEUR 25) Zinsaufwand aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen enthalten.

V. Angaben zu Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse

Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und aus Schuldbeitritt

Es bestehen Verbindlichkeiten aus einer selbstschuldnerischen Bürgschaft und einem Schuldbeitritt zugunsten eines Beteiligungsunternehmens gegenüber zwei Kreditinstituten in Höhe von EUR 1.500.000. Das Risiko der Inanspruchnahme aus den Bürgschaften wird als gering eingestuft, da derzeit keinerlei Anlass dafür besteht, dass das Beteiligungsunternehmen den Verpflichtungen gegenüber den Kreditinstituten nicht nachkommen könnte.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich zum 31.03.2015 wie folgt zusammen:

  2014/15
TEUR
2013/14
TEUR
Diverse Mietverträge (bis 2021) 10.570 12.459
Diverse Leasingverträge (bis 2016) 950 1.323
Diverse Wartungsverträge (bis 2017) 609 737

V. Sonstige Angaben

Entsprechenserklärung nach § 161 AktG

Die Entsprechenserklärung ist auf der Internetseite der Bastei Lübbe AG unter https://www.luebbe.com/de/investor-relations/corporate-governance/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.

Beschäftigte

Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl betrug:

  2014/15 2013/14
Angestellte 323 288
  323 288

Wie im Geschäftsjahr 2013/14 waren auch im Geschäftsjahr 2014/15 von den durchschnittlich 323 Angestellten 32 % männlich und 68 % weiblich.

Abschlussprüferhonorare

Die Angaben zu den Abschlussprüferhonoraren sind im Konzernabschluss der Bastei Lübbe AG enthalten.

Organe

Mitglieder des Aufsichtsrates sind:

Dr. Friedrich Wehrle, Stuttgart (Vorsitzender), Diplom-Kaufmann

Herr Dr. Wehrle ist Gesellschafter der Outstore GmbH, Gesellschafter der FST Marketing GmbH und geschäftsführender Gesellschafter der FamilyLoft GmbH

Prof. Dr. Michael Nelles, Essen (stellvertretender Vorsitzender), Ökonom

Herr Prof. Dr. Nelles ist Vorstand der Conpair AG, Geschäftsführer der Conpair Corporate Finance GmbH

Geschäftsführer der Conpair Portfolio Management GmbH

stellvertretender Beiratsvorsitzender am Mittelstandsmarkt der Börse Düsseldorf

Verwaltungsbeirat der Bilfinger Berger Power Service GmbH

Prof. Dr. Gordian Hasselblatt, Köln, Rechtsanwalt

Herr Prof. Dr. Hasselblatt ist Partner der CMS Hasche Sigle Partnerschaft von Rechtsanwälten und Steuerberatern

Die ausschließlich fixen Bezüge des Aufsichtsrats sowie ihre Aufteilung für das GJ 2014/15 lauten wie folgt:

• Dr. Friedrich Wehrle (Aufsichtsratsvorsitzender) 60 TEUR,
• Prof. Dr. Michael Nelles (stellvertretender Vorsitzender) 45 TEUR,
• Prof. Dr. Gordian Hasselblatt 30 TEUR

Zu Vorstandsmitgliedern der Bastei Lübbe AG wurden bestellt:

Thomas Schierack, Köln, Vorstandsvorsitzender, CEO/CFO

Klaus Kluge, Köln, Vorstand Marketing und Vertrieb

Felix Rudloff, Köln, Vorstand Programm

Jörg Plathner, Vorstand Digital (seit 1. September 2014)

Die Gesamtbezüge des Vorstandes sind in den folgenden Tabellen abgebildet:

in TEUR Festvergütung Nebenvergütung Tantieme Gesamt
Thomas Schierack 400 12 221 633
Klaus Kluge 260 7 133 400
Felix Rudloff 200 9 133 342
Jörg Plathner 146 12 77 235

Konzernverhältnisse:

Die Bastei Lübbe AG, Köln, ist Mutterunternehmen, das als börsennotiertes Unternehmen gemäß § 315a Abs. 1 HGB einen Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufstellt. Dieser wird im Bundesanzeiger und im Unternehmensregister (Amtsgericht Köln, HRB 79249) veröffentlicht.

Nach § 20 Abs. 6 AktG und § 26 Abs. 1 WpHG veröffentlichte Mitteilungen (§ 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG )

Am 02.06.2014 wurden zwei Stimmrechtsmitteilungen veröffentlicht:

"Bastei Lübbe AG: Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung

Die Lübbe Beteiligungs-GmbH, 51063 Köln, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 02.06.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bastei Lübbe AG, Köln, Deutschland am 02.06.2014 die Schwelle von 15% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 12,78% (das entspricht 1700000 Stimmrechten) betragen hat."

"Bastei Lübbe AG: Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung

Die Lübbe Beteiligungs-GmbH, 51063 Köln, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 30.05.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bastei Lübbe AG, Köln, Deutschland am 27.05.2014 die Schwelle von 20% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 18,80% (das entspricht 2500000 Stimmrechten) betragen hat."

Am 21.10.2014 wurde folgende Stimmrechtsmitteilung veröffentlicht:

"Bastei Lübbe AG: Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung

Frau Birgit Lübbe, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 17.10.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bastei Lübbe AG, Köln, Deutschland am 13.10.2014 die Schwelle von 50% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 48,87% (das entspricht 6.500.000 Stimmrechten) betragen hat.

12,78% der Stimmrechte (das entspricht 1.700.000 Stimmrechten) sind Frau Lübbe gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Dabei werden zugerechnete Stimmrechte über das folgende von Birgit Lübbe kontrollierte Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der Bastei Lübbe AG 3% oder mehr beträgt, gehalten: Lübbe Beteiligungs-GmbH."

Am 24.10.2014 wurden drei Stimmrechtsmitteilungen veröffentlicht:

"Bastei Lübbe AG: Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung

Frau Diana Roggen, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 24.10.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bastei Lübbe AG, Köln, Deutschland am 13.10.2014 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,01% (das entspricht 400000 Stimmrechten) betragen hat."

"Bastei Lübbe AG: Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung

Frau Eva Meinecke, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 24.10.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bastei Lübbe AG, Köln, Deutschland am 13.10.2014 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,01% (das entspricht 400000 Stimmrechten)betragen hat."

"Bastei Lübbe AG: Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung

Herr Andreas Roggen, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 24.10.2014 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Bastei Lübbe AG, Köln, Deutschland am 13.10.2014 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,01% (das entspricht 400000 Stimmrechten) betragen hat."

 

Köln, 11. Juni 2015

Bastei Lübbe AG

Der Vorstand

Thomas Schierack

Klaus Kluge

Felix Rudloff

Jörg Plathner

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2014/15

der Bastei Lübbe AG

  Anschaffungs- oder Herstellungskosten
  Stand am 1.4.2014
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand am 31.3.2015
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.604.891,49 310.391,28 0,00 728.549,68 13.643.832,45
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.455.012,56 0,00 0,00 0,00 2.455.012,56
3. Geleistete Anzahlungen 490.073,18 888.924,80 0,00 -728.549,68 650.448,30
  15.549.977,23 1.199.316,08 0,00 0,00 16.749.293,31
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Reche und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.378.251,43 48.962,61 0,00 3.549,50 1.430.763,54
2. Technische Anlagen und Maschinen 61.461,87 0,00 0,00 0,00 61.461,87
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.112.426,30 626.543,44 338.095,32 0,00 5.400.874,42
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.549,50 4.700,00 0,00 -3.549,50 4.700,00
  6.555.689,10 680.206,05 338.095,32 0,00 6.897.799,83
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 547.331,20 8.350.000,00 0,00 0,00 8.897.331,20
2. Beteiligungen 2.819.194,92 329.736,84 100.000,00 0,00 3.048.931,76
3. Sonstige Ausleihungen 800.000,00 0,00 0,00 0,00 800.000,00
  4.166.526,12 8.679.736,84 100.000,00 0,00 12.746.262,96
  26.272.192,45 10.559.258,97 438.095,32 0,00 36.393.356,10
  Kumulierte Abschreibungen
  Stand am 1.4.2014
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Stand am 31.3.2015
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.628.887,49 1.063.669,96 0,00 5.692.557,45
2. Geschäfts- oder Firmenwert 795.774,56 124.477,00 0,00 920.251,56
3. Geleistete Anzahlungen 0,00   0,00 0,00
  5.424.662,05 1.188.146,96 0,00 6.612.809,01
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Reche und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 273.232,43 156.854,11 0,00 430.086,54
2. Technische Anlagen und Maschinen 28.655,87 6.924,00 0,00 35.579,87
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.477.527,79 655.247,44 303.410,32 3.829.364,91
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  3.779.416,09 819.025,55 303.410,32 4.295.031,32
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 100.000,00 0,00 100.000,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  100.000,00 0,00 100.000,00 0,00
  9.304.078,14 2.007.172,51 403.410,32 10.907.840,33
  Buchwerte
  Stand am 31.3.2015
EUR
Stand am 31.3.2014
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.951.275,00 7.976.004,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.534.761,00 1.659.238,00
3. Geleistete Anzahlungen 650.448,30 490.073,18
  10.136.484,30 10.125.315,18
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Reche und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.000.677,00 1.105.019,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 25.882,00 32.806,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.571.509,51 1.634.898,51
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.700,00 3.549,50
  2.602.768,51 2.776.273,01
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 8.897.331,20 547.331,20
2. Beteiligungen 3.048.931,76 2.719.194,92
3. Sonstige Ausleihungen 800.000,00 800.000,00
  12.746.262,96 4.066.526,12
  25.485.515,77 16.968.114,31

Verbindlichkeitsspiegel zum 31. März 2015

der Bastei Lübbe AG, Köln

    Erwartete Restlaufzeiten
  Gesamtbetrag
EUR
bis 1 Jahr
EUR
1-5 Jahre
EUR
über 5 Jahre
EUR
Anleihen 30.000.000,00 0,00 30.000.000,00 0,00
(im Vorjahr) (30.000.000,00) (0,00) (30.000.000,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.758.424,36 7.758.424,36 0,00 0,00
(im Vorjahr) (9.971.567,94) (9.971.567,94) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7,07 7,07 0,00 0,00
(im Vorjahr) (0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 11.405,44 11.405,44 0,00 0,00
(im Vorjahr) (0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.499.636,79 1.499.636,79 0,00 0,00
(im Vorjahr) (1.446.754,14) (1.446.754,14) (0,00) (0,00)
  39.269.473,66 9.269.473,66 30.000.000,00 0,00
  (41.418.322,08) (11.418.322,08) (30.000.000,00) (0,00)

Lagebericht

Bastei Lübbe AG

Die Bastei Lübbe AG ist ein Medienunternehmen in Form eines Publikumsverlages. Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit gibt Bastei Lübbe Bücher, Hörbücher, eBooks und weitere digitale Produkte mit belletristischem und populärwissenschaftlichem Inhalt sowie periodisch erscheinende Zeitschriften in Form von Romanheften und Rätselmagazinen heraus. Weiterhin gehört zur Geschäftstätigkeit von Bastei Lübbe die Lizenzierung von Rechten und die Entwicklung, Produktion und der Vertrieb von Geschenk-, Deko- und Merchandisingartikeln.

Im Gegensatz zu einem traditionellen Verlag bildet die Bastei Lübbe AG die gesamte Wertschöpfungskette ab. Dies bedeutet, dass Inhalte und Rechte nicht nur eingekauft werden, sondern im Haus selbst entwickelt werden, in Zusammenarbeit mit mehreren Autoren. Vorteil ist, dass Bastei Lübbe über alle Sprach- und Territorialrechte dieser Inhalte verfügt. Auf Vertriebsseite kooperiert Bastei Lübbe - wie alle traditionellen Verlage - mit Handelspartnern und diversen Plattformen. Rechte, die nicht selbst verwertet werden, werden über Lizenzverkäufe z.B. ins Ausland verkauft.

Der Kernmarkt der Bastei Lübbe AG ist DACH - Deutschland, Österreich, Schweiz. Seit einigen Jahren baut Bastei Lübbe die internationale Geschäftstätigkeit aus. Dies bedeutet, dass nicht nur deutsche Titel entwickelt und eingekauft werden, sondern auch Titel in Englisch und Mandarin. Je nach Rechtelage werden die Titel dann in deutschsprachigen Ländern und weltweit vertrieben.

Die wesentlichen Standorte der Bastei Lübbe AG sind Köln und Bochum.

Bastei Lübbe unterteilt ihre Geschäftstätigkeit in die drei Segmente "Buch", "Romanhefte und Rätselmagazine" sowie "Non-Book". Ab dem Geschäftsjahr 2015/16 soll es ein viertes Segment, den Geschäftsbereich "Digital" geben. Der Abverkauf von digitalen Inhalten spielt bei Bastei Lübbe eine zunehmend größere Rolle. Daher sollen die generierten Umsätze und Kosten digitaler Inhalte in einem eigenen Segment abgebildet werden.

Das Segment "Buch" beinhaltet sämtliche Druck-, Audio- und eBook-Erzeugnisse, die dem Bereich Buch zuzuordnen sind. Dazu gehören auch digitale Serien. In dem Segment "Buch" werden die Produkte unter diversen Labels, unter anderem als Hardcover, Paperback, Taschenbuch, Audio (digital und physisch) und eBook vertrieben.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist im Hardcover-Bereich insbesondere der dritte Band der Trilogie von Ken Follett "Kinder der Freiheit" hervorzuheben. In den letzten Wochen des Geschäftsjahres sind die Titel "Endlich frei" von Mahtob Mahmoody und "Tante Poldi und die sizilianischen Löwen" von Mario Giordano gut im Markt platziert worden. Im Taschenbuch-Bereich ist "Er ist wieder da" von Timur Vermies eines der herausragenden Taschenbücher. Im Laufe des Jahres sind hier aber auch "Inferno" von Dan Brown und "Winter der Welt" von Ken Follett erfolgreich gelaufen. Im Kinder- und Jugendbuch-Bereich war das Highlight wieder einmal der neunte Band von Jeff Kinney "Gregs Tagebuch - Böse Falle".

Das Segment "Romanhefte und Rätselmagazine" beinhaltet die physischen Romanhefte und Rätselmagazine.

Die seit 60 Jahren ungebrochene Tradition des Unternehmens im Bereich Romanhefte fand auch im Geschäftsjahr 2014/15 eine erfolgreiche Fortsetzung. Als einer der wichtigsten und größten Player auf dem Romanheftsektor hat der Verlag insgesamt 33 Serien auf dem Markt etabliert.

Neben der schon fast seit Gründung des Verlages publizierten Serie Jerry Cotton, die mit Erscheinen des Bandes 3000 im Dezember 2014 einen einmaligen Rekord aufgestellt hat, gibt es eine Anzahl ebenfalls über Jahrzehnte beständig erfolgreicher Serien wie Der Bergdoktor, Doktor Stefan Frank, Geisterjäger John Sinclair und die Western des Starautors G.F. Unger, die jährliche Auflagen in Millionenhöhe erzielen.

Da die Romanhefte als Presseprodukt klassifiziert sind, wird der Vertrieb der Hefte im Wesentlichen durch das Pressegrosso abgewickelt. Eine weitere sehr wichtige Vertriebsschiene ist der Bahnhofsbuchhandel, der schon als klassischer Anbieter von Romanheften gelten kann. Dort ist der Point of Sale nahezu ideal für den Kunden, der sich mit Unterhaltungslektüre versorgen will und die kurze, spannende Lektüre dem umfangreicheren Buch vorzieht.

Das Geschäftsjahr 2014/15 war geprägt von konstanten Verkäufen und gezielter Ausweitung der Palette des Angebots mit neuen Serien, die zu leichten Umsatzzuwächsen in einem generell als etabliert geltenden Markt geführt haben. Diese erfolgreiche Strategie ist richtungsweisend für die Zukunft und wird mit einer Reihe von neuen Romanserien auch im Geschäftsjahr 2015/16 weitergeführt werden.

Die Rätselmagazine erscheinen unter dem Label "PMV". Im Geschäftsjahr 2014/2015 verlegte PMV in der Bastei Lübbe AG 31 Rätselmagazine mit insgesamt 183 Ausgaben. Deren Vertrieb und Verbreitung erfolgt über das nationale Grosso und den Bahnhofsbuchhandel, im deutschsprachigen Ausland sowie, saisonal, in den europäischen Urlaubsgebieten.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden zehn neue Objekte gelauncht, kontinuierlich werden die Objekte inhaltlich optimiert und auf die aktuellen Marktgegebenheiten hin neu ausgerichtet. Zum Ende des Geschäftsjahres2014/15 wurde ein umfängliches Cover-Redesign des gesamten Portfolios initiiert. Die Quantität und Qualität des Portfolios und seiner verkauften Auflagen sichern PMV seit Jahren einen Platz unter den Top Five der unterhaltende Rätselmagazine verlegenden Verlage im deutschsprachigen Raum.

Zu den erfolgreichsten Magazinen zählen "Mein großer Rätselspaß", "Kreuzwort Nr. 1", "Rätsel Sterne" und "Kreuzwort Riesen".

Das Geschäftsjahr 2014/15 war geprägt von den im März 2014 seitens des Pressegroßhandels eingeführten Neuerungen im Sortimentsmanagement. Ziel der neuen Branchenregelungen ist die kundenfreundliche Präsentation standortspezifisch arrangierter, nachfragegerechter Pressesortimente. Hierzu zählt u.a. eine stärkere Berücksichtigung der kundenindividuellen Regalauslastung bei der Festlegung der Sortimente, Liefermengen und Angebotszeiten auf der Basis valider Vertriebsdaten.

Gemessen an der rückläufigen Entwicklung des gesamten Pressemarktes darf das Segment Rätsel jedoch als relativ stabil bezeichnet werden. Auffällig war und ist weiterhin, dass immer wieder neue Marktteilnehmer in das ohnehin dicht gedrängte Rätselregal stoßen, sodass sich der Umsatz auf immer mehr Titel verteilt. Hauptsächlich handelt es sich hierbei um Nachahmer-Produkte, gleichwohl konnten aber auch einige Markteinführungen von Rätseln mit einer bekannten Dachmarke beobachtet werden.

Das Segment "Non-Book" umfasst insbesondere Geschenkartikel, die unter dem Label Räder vertrieben werden, sowie Merchandising und ähnliche Artikel und die Beteiligung an der Daedalic Entertainment GmbH.

Räder zeigte als einer der wenigen Anbieter im Segment der höherwertigen Wohn- & Tischaccessoires im abgelaufenen Geschäftsjahr eine antizyklisch positive Umsatzentwicklung. Maßgebliche Erfolgstreiber sind sowohl die neu ausgerichteten, stärker auf eine weibliche Käuferklientel fokussierten Frühjahrs- und Herbstkollektionen als auch der Ausbau der Vertriebskanäle national und zunehmend international. Allein im Export konnte Räder in den zurückliegenden neun Monaten seinen Umsatz mehr als verdoppeln. So ist Räder heute mit Teilen seiner Kollektion bei Harrods, Printemps, John Lewis oder Loft vertreten. Auch die drei großen Key-Accounts im Buchhandel (Thalia, Mayersche, Hugendubel) entwickeln sich nach zwischenzeitlichen Umsatzrückgängen wieder deutlich positiv.

Zu Bastei Lübbe gehören im Berichtszeitraum folgende Gesellschaften:

Bastei Lübbe International Ltd. Hongkong (100 %)

Bastei Media GmbH (100 %)

Siebter Himmel Bastei Lübbe GmbH (100 %)

Moravaská Bastei MOBA s.r.o. (89,7 %)

BookRix GmbH & Co. KG (51 %)

Daedalic Entertainment GmbH (51 %)

Bastei LLC, Santa Monica, USA (50 %)

Präsenta Promotion International GmbH (50 %)

BEAM AG (45 % - bis 31.03.2015 BEAM GmbH, 100 %)

HPR Bild & Ton GmbH (25 %)

Des Weiteren hält die Bastei Lübbe AG kleinere Beteiligungen an diversen Buch- und Pressevertriebsgesellschaften, die jedoch alle weniger als 5 % des jeweils gezeichneten Kapitals ausmachen.

Ziele und Strategien

Bastei Lübbe ist auf dem Weg von einem deutschsprachigen Publikumsverlag zu einem internationalen Medienunternehmen.

Der strategische Schwerpunkt für die nächsten Jahre liegt somit weiterhin in dem Segment "Buch" und hier insbesondere im digitalen Bereich. Der Umsatzanteil dieses Bereiches liegt bei knapp 76 % des Gesamtumsatzes von Bastei Lübbe.

Das Wachstum im digitalen Bereich war in Deutschland im vergangenen Jahr 2014 nicht ganz so hoch wie in den Vorjahren. Während es 2013 um 60,5 Prozent nach oben ging, betrug die Steigerung am Publikumsmarkt im Vorjahr nur noch 7,6 Prozent. Die Anzahl der eBook-Käufer am Publikumsmarkt hat allerdings deutlich zugenommen (von 3,4 Millionen auf 3,9 Millionen Personen)1 . Die erhöhte Anzahl an Self-Publishing-Titeln, welche zu einem deutlich geringeren Preis angeboten werden als Verlagstitel, ist aus Sicht des Vorstands ein Grund für das langsamere Umsatzwachstum im eBook-Markt.

1 http://www.boersenverein.de/ebook-markt

Trotz des geringeren Wachstums in 2014 geht die Branche davon aus, dass der eBook-Anteil weiterhin wachsen wird. Auch der Bastei Lübbe-Vorstand erwartet langfristig und insbesondere im digitalen internationalen Bereich in den nächsten Jahren ein nachhaltiges Wachstum.

Der Anteil der digitalen Produkte am Gesamtumsatz hat sich in den letzten Jahren nahezu jährlich verdoppelt. Die digitalen Umsätze 2014/15 setzen sich zusammen aus den Umsätzen der Abteilung Bastei Entertainment und den Audio digital Umsätzen.

Um die Ziele erreichen zu können, wurden folgende strategische Stoßrichtungen formuliert:

Entwicklung von eigenen Inhalten

Internationalisierung

Entwicklung eigener Inhalte

Abweichend von anderen Verlagshäusern konzentriert sich Bastei Lübbe bereits seit Jahrzehnten im Bereich der Romanhefte auf die Entwicklung eigener Inhalte. Dieser Schwerpunkt wurde in den letzten Jahren auch auf den Buchbereich übertragen. Einer der Schwerpunkte von Bastei Lübbe ist es somit, national wie international insbesondere Serieninhalte zu entwickeln. Zu diesem Zweck wurde das Joint Venture Bastei LLC mit der Firma Imperative in USA gegründet. Die Beteiligung an der BookRix GmbH & Co. KG erfolgte ebenfalls zur Gewinnung von Autoren und somit von neuen Inhalten.

Internationalisierung

Das Ziel der Internationalisierung bezieht sich auf die gesamte Wertschöpfungskette des Hauses. Neben der Eigenproduktion internationaler Inhalte ist ein weiterer Schwerpunkt der nationale, wie internationale Erwerb umfassender Rechte, wenn möglich Weltrechte, insbesondere für die digitale internationale Verwertung.

Es werden bei der Bastei Lübbe AG heute schon nicht nur deutsche Inhalte entwickelt, sondern auch auf Englisch und Mandarin. Als weitere Sprachen sollen Portugiesisch und Spanisch dazukommen. Die englisch- und mandarinsprachigen Produkte sollen durch Kooperationen mit Partnern in den USA und in China ausgebaut werden.

Die Bastei Lübbe AG ist diesem Ziel im Geschäftsjahr 2014/15 einen Schritt näher gekommen. Im September 2014 gründeten die Bastei Lübbe AG und Imperative Entertainment, ein in den USA beheimatetes Multi-Plattform Entertainment Studio, ein gemeinsames Joint Venture, die "Bastei LLC". Ziel des Joint Ventures ist es, die verlegerische Expertise von Bastei Lübbe insbesondere im Print- und Digitalbereich sowie die starke Innovationskraft des Hauses im Bereich der Neuen Medien mit der Erfahrung von Imperative Entertainment im internationalen Film- und Unterhaltungsgeschäft zu kombinieren und gute, viel versprechende Stoffe zukünftig gemeinsam bestmöglich zu entwickeln und in Englisch und anderen Sprachen international zu vermarkten.

Mit potentiellen chinesischen Partnern werden ebenfalls vertiefende Gespräche geführt. Bastei Lübbe plant im Bereich Content Development sowie im digitalen und physischen Vertrieb und Marketing mit chinesischen Verlagen zusammenzuarbeiten.

Die Inhalte der Bastei Lübbe AG werden über verschiedene Wege weltweit vertrieben. Den nationalen Vertrieb macht Bastei Lübbe selbst, der internationale Vertrieb läuft ebenfalls direkt oder über Partner. Eine weitere Verwertungsmöglichkeit besteht in der internationalen Lizenzveräußerung.

Insofern ist die weiterhin klare Strategie für die nächsten Jahre, noch mehr digitale internationale Inhalte weltweit zu verwerten.

Unternehmenssteuerung

Organe

Als Aktiengesellschaft nach deutschem Recht verfügt die Bastei Lübbe AG über eine duale Führungs- und Aufsichtsstruktur. Im September 2014 hat die Bastei Lübbe AG ihren Vorstand mit der Bestellung von Jörg Plathner auf vier Mitglieder vergrößert. Der Vorstand besteht nun aus folgenden Mitgliedern: Thomas Schierack( Vorstandsvorsitzender), Klaus Kluge (Vorstand Marketing und Vertrieb), Felix Rudloff (Vorstand Programm) und Jörg Plathner (Vorstand Digital). Der Vorstand berichtet regelmäßig an den Aufsichtsrat. Die Berichte haben im Wesentlichen die Geschäftspolitik und Strategien, die laufende Geschäftstätigkeit und potentielle Akquisitionen zum Inhalt. Der Aufsichtsrat wird über alle Vorkommnisse, die einen erheblichen Einfluss auf die Zukunft der Bastei Lübbe AG haben könnten, unterrichtet.

Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands und überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Gesellschaft. Die drei Mitglieder des Aufsichtsrats repräsentieren die Aktionäre. Die Aktionärsvertreter werden im Rahmen der Hauptversammlung gewählt. Der Aufsichtsrat besteht aus den drei Mitgliedern: Dr. Friedrich Wehrle (Vorsitzender des Aufsichtsrats), Prof. Dr. Michael Nelles (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats) und Prof. Dr. Gordian Hasselblatt.

Unternehmensinternes Steuerungssystem

Das übergeordnete Ziel der Bastei Lübbe AG ist, den Unternehmenswert kontinuierlich zu steigern - durch Wachstum und Konzentration auf Geschäftsfelder, die die besten Entwicklungschancen bieten, und eine Verbesserung der Ertragskraft.

Zur Unternehmenssteuerung bedienen sich der Vorstand und der Aufsichtsrat diverser Maßnahmen. Grundlage der strategischen Unternehmensplanung ist eine jährlich aktualisierte Dreijahresplanung mit Gewinn- und Verlustrechnung, Investitionen und Liquidität. Für das direkt folgende Geschäftsjahr wird neben der Top-Down Zieldefinition, die Umsatzplanung sehr detailliert und produktbezogen hochgerechnet (Bottom-Up). Auf Basis der finalen Planung wird die Budgetplanung für das folgende Geschäftsjahr abgeleitet. Durch eine monatliche Soll-Ist-Abweichungsanalyse bezogen auf Gesamtumsätze, Segmentumsätze und Ergebnisse wird das Unternehmen gesteuert.

Bei der Bastei Lübbe AG stehen folgende finanzielle Kennzahlen für die Unternehmenssteuerung im Vordergrund (jeweils im Vergleich von Ist, Soll (Plan) und Vorjahr):

Entwicklung Umsatz

Entwicklung EBITDA/EBIT auf Konzern-Ebene

Umsatz und EBITDA/EBIT der Segmente

Im Geschäftsjahr 2013/14 hat die Bastei Lübbe AG vorrangig über die Entwicklung des EBIT berichtet. Angesichts der Wachstumsstrategie der Bastei Lübbe AG und der damit verbundenen Ausweitung der Investitionstätigkeit wird seit dem Geschäftsjahr 2014/15 das EBITDA als Vergleichszahl dargestellt.

Weitere nichtfinanzielle Leistungsindikatoren wie Mitarbeiterzahl oder gesellschaftliches Engagement werden nicht zur Steuerung der Bastei Lübbe AG verwendet, da keine quantifizierbaren Aussagen zu Wirkungszusammenhängen getroffen werden können.

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Nach der leicht positiven Entwicklung im Jahr 2013 verlangsamte sich die Erholung der globalen Wirtschaft 2014. Der Konflikt in der Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen trugen wesentlich zur Verunsicherung der Finanzmärkte bei. Auch die Neuwahlen in Griechenland und die anhaltenden Diskussionen über die Zahlungsfähigkeit des Landes sorgten für Turbulenzen. Negativ auf die Weltwirtschaft wirkte sich zudem die Lage in Russland aus. Sowohl die Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF) als auch die der Weltbank korrigierten ihre Wachstumsprognosen für das Jahr 2014 mehr als einmal nach unten. Laut dem IWF legte die globale Wirtschaft 2014 um 3,3 % zu. In seinen früheren Prognosen hatte der Fonds noch mit einem Wachstum von 3,7 % gerechnet.2

Das Wachstumstempo in den einzelnen Regionen bleibt weiterhin unterschiedlich. Laut dem Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung sind die Erwartungen der Unternehmen über alle Länder hinweg Anfang 2015 jedoch wieder leicht gestiegen. Ursächlich sei unter anderem der drastische Fall des Ölpreises. Auch der ifo-Index für die Weltwirtschaft hat sich im ersten Quartal 2015 aufgrund besserer Konjunkturerwartungen von 95,0 leicht auf 95,9 Punkte erhöht. Insgesamt zeigte die Weltkonjunktur Anfang 2015 jedoch wenig Dynamik.3

Wichtige Impulse kamen im Berichtszeitraum erneut von den Schwellenländern. Mit einem Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 7,4 % nach 7,6 % im Vorjahr war China 2014 erneut Motor des weltweiten Wirtschaftswachstums. Der Arbeitsmarkt der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt bleibt stabil und die Mittelschicht wächst weiter.4 Ende 2014 hat sich die Konjunktur jedoch auch in China weiter abgeschwächt.5

2 http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/iwf-warnt-vor-weltwirtschaftskrise-a-995868.html (Stand: 15.02.2015)
3 http://www.cesifo-group.de/de/ifoHome/facts/Survey-Results/World-Economic-Survey/World-Economic-Climate/Archive/2015/World-Economic-Climate-20150212.html (Stand: 07.04.2015)
4 http://blog.zeit.de/china/2015/01/20/chinas-wirtschaftsdaten-enttaeuschen/ (Stand: 07.04.15)
5 http://www.iwh-halle.de/c/start/prognose/prog.asp?Lang=d (Stand: 07.04.2015).

Zudem senkte der IWF auch für 2015 seine Prognose für das Reich der Mitte von 7,1 % auf 6,8 %.6 Mit anderen Worten steigt der Unsicherheitsfaktor von China als langjährige Konjunkturlokomotive.

Die Wirtschaftsdynamik im Euroraum blieb im Jahr 2014 vergleichsweise labil. Für die Eurozone rechnet der IWF mit einem BIP-Wachstum im genannten Zeitraum um insgesamt 0,8 %.7 Die Konjunkturschwäche setzte sich auch Anfang 2015 fort. Die Risiken bezüglich der Zahlungsfähigkeit Griechenlands und die angespannte Lage in der Ukraine haben maßgeblich zu dieser Entwicklung beigetragen.8 Positiv entwickelt sich hingegen die Zahl der Arbeitslosen in Spanien: Obwohl die Arbeitslosenquote mit mehr als 20 % auf einem weiterhin sehr hohen Niveau bleibt, ging die Zahl der Menschen ohne Beschäftigung im März 2015 deutlich zurück.9

Deutschland verzeichnete laut IWF im Jahr 2014 ein Plus der Wirtschaftsleistung von 1,4 %.10 Eine positive Entwicklung zeigte die hiesige Arbeitslosenquote, die leicht zurückging und durchschnittlich 6,7 % betrug.11

Die Inflationsrate blieb mit einem Plus von 0,9 % gegenüber dem Vorjahr vergleichsweise gering. Dieser Trend setzte sich auch Anfang 2015 fort.12 Für das erste Quartal 2015 zeigt der IWH-Flash-Indikator eine weitere Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 0,5 %.13

Auch die USA verzeichneten im Jahr 2014 eine positive Wirtschaftsleistung. Laut IWF legte das Bruttoinlandsprodukt der führenden Volkswirtschaft 2014 um rund 2,2 % zu. Die Inflationsrate bewegte sich hingegen auf Vorjahresniveau.14 Nach der Verlangsamung des BIP-Wachstums Ende 2014 deuten die Frühindikatoren auf eine weitere Abschwächung im ersten Quartal 2015 hin.15 Aufgrund der robusten Binnennachfrage erwarten die Experten des IWF jedoch eine positive Entwicklung für das Gesamtjahr 2015.16

Branchenumfeld in den Segmenten der Geschäftstätigkeit der Bastei Lübbe AG

In Deutschland wurden im vergangenen Jahr weniger gedruckte Bücher verkauft. Der hiesige stationäre Buchhandel verzeichnete 2014 ein Absatzminus von 2,1 %. In Österreich und der Schweiz fiel der Rückgang mit minus 3,4 % und minus 4,9 % noch deutlicher aus. 2014 wurden in Deutschland insgesamt rund 10 Mrd. Euro für Bücher ausgegeben. Vor allem die im Vergleich zum Vorjahr geringere Anzahl an starken Bestsellern war laut Experten ursächlich für die rückläufige Entwicklung.17 Im Januar 2015 bewegten sich die Umsätze in den Vertriebswegen stationäres Sortiment, Bahnhofsbuchhandel, Warenhaus und E-Commerce insgesamt um 1,2 % unter dem Niveau des Vorjahresmonats.18 Der leicht negative Trend setzte sich auch im Februar 2015 fort.19 Dennoch gefragt waren Taschenbücher und belletristische Titel. Auch für die derzeit erfolgreichste Warengruppe Sachbücher war der Februar 2015 mit einem Umsatzplus von 3,4 % gegenüber der vergleichbaren Vorjahresperiode wieder ein starker Monat. Moderate Zuwächse von 0,8 % verzeichnete zudem die Warengruppe des Kinder- und Jugendbuches. Alle anderen Segmente haben im Februar 2015 im Vergleich zum Vorjahresmonat Umsatzeinbußen verzeichnet.20

6 http://blog.zeit.de/china/2015/01/20/chinas-wirtschaftsdaten-enttaeuschen/ (Stand: 07.04.15)
7 http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/iwf-wamt-vor-weltwirtschaftskrise-a-995868.html (Stand: 15.02.15)
8 http://www.iwh-halle.de/c/start/prognose/prog.asp?Lang=d (Stand: 07.04.2015).
9 http://www.faz.net/agenturmeldungen/unternehmensnachrichten/arbeitslosenzahl-in-spanien-sinkt-weiter-13523812.html (Stand: 07.04.2015)
10 http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/iwf-warnt-vor-weltwirtschaftskrise-a-995868.html (Stand: 15.02.15)
11 http://de.statista.com/statistik/daten/studie/1224/umfrage/arbeitslosenquote-in-deutschland-seit-1995/ (Stand: 03.03.15)
12 https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesamtwirtschaftUmwelt/Preise/Verbraucherpreisindizes/Verbraucherpreisindizes.html (Stand: 07.04.2015)
13 http://www.iwh-halle.de/c/start/prognose/prog.asp?Lang=d (Stand: 07.04.2015)
14 http://de.statista.com/statistik/daten/studie/165718/umfrage/inflationsrate-in-den-usa/ (Stand: 15.02.15)
15 http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2015-03/33271904-usa-nimmt-beim-bip-wachstum-voruebergehend-das-tempo-raus-452.htm (Stand: 07.04.2015).
16 http://www.tagesschau.de/wirtschaft/weltwirtschaft-waehrungsfonds-prognose-101.html (Stand: 15.02.15)
17 Vgl. Neunmonatsbericht Bastei Lübbe AG
18 http://www.buchmarkt.de/content/61421 -branchen-monitor-buch-meldet-sachbuch-weiter-vorn.htm (Stand: 06.04.2015)
19 http://www.buecher.at/show_content.php?sid=94&detail_id=8274 (Stand: 06.04.2015)
20 http://www.buecher.at/show_content.php?sid=94&detail_id=8274 (Stand: 06.04.2015)

Die Entwicklung im Buchmarkt wird zunehmend von der fortschreitenden Digitalisierung geprägt. Hierbei gewinnt das Internet als Vertriebskanal weiter an Bedeutung; unter anderem eBooks, Lese-Flatrates und Self-Publishing-Plattformen für Autoren verändern das Leseverhalten der Menschen und zugleich die Spielregeln in der gesamten Branche. Insbesondere eBooks erfreuen sich immer größerer Beliebtheit in Deutschland und etablieren sich zunehmend auf dem heimischen Buchmarkt. Laut Branchenverband Bitkom las 2014 bereits etwa ein Viertel aller Deutschen digitale Bücher. Das ist ein Plus von 3 % im Vergleich zum Vorjahr. Das kontinuierliche Wachstum in diesem Bereich zeigt auch der New Index Elektronisches Publizieren. Er erhöhte sich 2014 auf 13,4 Zähler nach 13,1 Zählern im Jahr 2013. Wesentlicher Wachstumstreiber hierbei ist die positive Entwicklung im Bereich der Fachmedien. Es gelingt zudem immer besser, Analoges und Digitales zu verbinden, insbesondere auch im stationären Buchhandel.21

Das elektronische Buch ist Experten zufolge mittlerweile ein fester Bestandteil des Buchmarkts. Im vergangenen Jahr haben insgesamt 5,7 % der Bevölkerung ab 10 Jahren - das sind 3,9 Mio. Menschen - eBooks gekauft. Auf die Belletristik (Romane und Krimis) entfielen 84 % der eBook-Umsätze. Ratgeber sowie Kinder- und Jugendbücher steuerten jeweils rund fünf Prozent bei. Bei Sachbüchern/Lexika waren es sechs Prozent.22

eBooks sind dabei über alle Altersgruppen hinweg beliebt. So lesen bereits 31 % der 14- bis 29-Jährigen Digital-Bücher, bei den 30- bis 49-Jährigen ist die Quote mit 30 % kaum geringer und auch 27 % der 50- bis 64-Jährigen greifen inzwischen regelmäßig zum eBook.23

Auf dem deutschen Publikumsbuchmarkt hatten eBooks im Jahr 2014 einen Umsatzanteil von 4,3 % nach 3,9 % in 2013.24 Das Marktpotenzial in diesem Segment ist weiterhin groß. Ursächlich dafür sind unter anderem der technologische Fortschritt, die immer längeren Akkulaufzeiten, größere Speicherkapazität, leserfreundliche Bildschirmtechnologien sowie neue Synchronisationsfunktionen auf verschiedenen Lesegeräten. Dass das Lesen der digitalen Inhalte nicht exklusiv auf eBook-Reader beschränkt ist, zeigen auch folgende Zahlen: Mehr als die Hälfte (57 %) der eBook-Nutzer in Deutschland liest diese auf dem heimischen Laptop oder Notebook. Rund 44 % nutzen dafür ihr Smartphone, 30 % lesen auf einem Tablet und 27 % auf einem eBook-Reader.25

Der skizzierte Umbau der Branche hat wesentliche Auswirkungen auch auf das Geschäftsvolumen und die wichtigsten Erlösquellen der Bastei Lübbe AG. Der Vorstand der Gesellschaft rechnet damit, dass der gesamte digitale Bereich in drei bis vier Jahren mehr als 50 % des gesamten Konzernumsatzes ausmachen wird. Daher wird die Bastei Lübbe AG den digitalen Bereich kontinuierlich weiter ausbauen.

Gemessen an der rückläufigen Entwicklung des gesamten Pressemarktes darf der Romanheft- und Rätselmarkt als relativ stabil bezeichnet werden. Auffällig war und ist weiterhin, dass im Rätselmarkt immer wieder neue Marktteilnehmer in das ohnehin dicht gedrängte Rätselregal stoßen, sodass sich der Umsatz auf immer mehr Titel verteilt. Hauptsächlich handelt es sich hierbei um Nachahmer-Produkte, gleichwohl konnten aber auch einige Markteinführungen von Rätseln mit einer bekannten Dachmarke beobachtet werden.

21 http://www.boersenverein.de/de/portal/Presse/158382?presse_id=948400 (Stand: 06.04.2015)
22 http://www.heise.de/newsticker/meldung/E-Book-Markt-waechst-in-Deutschland-nur-noch-einstellig-2565570.html (Stand: 06.04.2015)
23 Vgl. Neunmonatsbericht Bastei Lübbe AG
24 https://www.test.de/E-Books-Markt-waechst-weniger-stark-als-erwartet-4830722-0/, (Stand: 07.04.2015.)
25 Vgl. Neunmonatsbericht Bastei Lübbe AG

Das Segment Non-Book umfasst insbesondere den Bereich Geschenkartikel. Der Geschenkemarkt ist zyklisch und erreicht sein Hoch traditionell im Weihnachtsgeschäft in den Monaten November und Dezember. 2014 soll in Deutschland im gesamten Weihnachtsgeschäft ein Umsatz von 15 Mrd. Euro angefallen sein. Laut einer Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) gaben die Deutschen 2014 im Durchschnitt jeweils 285 Euro für Geschenke aus. Dies entspricht einem Minus von drei Euro gegenüber dem Vorjahr, deutet jedoch auf eine robuste und stabile Entwicklung des Geschenkemarktes hin.26 Als einer der wenigen Anbieter im Segment der höherwertigen Wohn- & Tischaccessoires (mit einem Marktanteil von ca. 33 % eines der Hauptsegmente in diesem Bereich) konnte Räder mit einem Plus von knapp 28 % gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr seine antizyklisch positive Umsatzentwicklung fortschreiben.

Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Gesamtaussage des Vorstandes

Das Geschäftsjahr 2014/15 verlief für Bastei Lübbe erfreulich. Es war allerdings geprägt durch außerplanmäßige Aufwendungen und Erträge. Erwartungsgemäß lag der Umsatz leicht unter Vorjahr. EBITDA und EBIT liegen unter Vorjahr und leicht unter Plan.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse reduzierten sich im Geschäftsjahr von 107,5 Mio. Euro auf 102,8 Mio. Euro. Im Segment "Buch" reduzierten sich die Umsätze von 85,8 Mio. Euro im Vorjahr auf 77,9 Mio. Euro im Geschäftsjahr. Diese Umsätze liegen auch unter Plan. Im Segment "Non-Book" erhöhten sich die Umsätze von 11,5 Mio. Euro auf 14,5 Mio. Euro. Die Erhöhung liegt deutlich über Plan. Im Segment "Romanhefte und Rätselmagazine" betrug der Umsatz im Vorjahr 10,2 Mio. Euro und in diesem Jahr 10,5 Mio. Euro. Auch hier liegen die Umsätze über Plan.

Der Umsatzrückgang im Segment "Buch" ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass im Vorjahr ein neuer Dan Brown erschienen ist. Der in diesem Jahr erschienene Blockbuster Ken Follett konnte an die Erfolgszahlen des Dan Browns nicht heranreichen.

Das EBITDA liegt bei 12,8 Mio. Euro nach 14,9 Mio. Euro im Vorjahr und damit leicht unter Plan. Im Bereich "Buch" liegt das EBITDA deutlich hinter Plan, in den Segmenten "Non-Book" und "Romanhefte und Rätselmagazine" leicht über Plan. Ebenso verhält es sich mit dem EBIT. Dies beträgt im Geschäftsjahr 10,8 Mio. Euro nach 12,9 Mio. Euro im Vorjahr. Auch hier resultieren die rückläufigen Ergebnisse aus dem Buchbereich (Dan Brown-Effekt, s.o.).

Der Verkauf der 55%igen Beteiligung an BEAM hat zu einem Ertrag von 3,5 Mio. Euro geführt. Dies wird teilweise kompensiert durch signifikante außerplanmäßige Aufwendungen, wie Ingangsetzungskosten der Integration der Beteiligungen, außerplanmäßige Abschreibungen, Aufwendungen zur Künstlersozialkasse etc.

Der Jahresüberschuss beträgt 6,9 Mio. Euro nach 7,6 Mio. Euro im Vorjahr.

26 http://www.wiwo.de/unternehmen/handel/geschenke-zum-fest-wofuer-wir-zu-weihnachten-681-euro-ausgeben/11013132.html (Stand: 17.04.2015)

Trotz der rückläufigen Umsätze hat sich die Position "Materialaufwand" von 49,1 Mio. Euro auf 50,0 Mio. Euro leicht erhöht. Dies beruht unter anderem auf rd. 1,3 Mio. Euro höheren Aufwendungen für "Honorare und Abschreibungen auf Autorenhonorare", bedingt durch außerplanmäßige Abschreibungen auf Autorenhonorare. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) liegt bereinigt um diesen Abschreibungseffekt über dem Vorjahr aber noch unter Plan.

Der Personalaufwand liegt zwar mit 19,2 Mio. Euro knapp unter Vorjahr (19,4 Mio. Euro). Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass die Personalkosten im Bereich Non-Book um 0,5 Mio. Euro niedriger, im Buchbereich jedoch um 0,3 Mio. Euro höher ausfielen. In diesem Jahr sind im Buchbereich für die Entwicklung des eigenen Contents zahlreiche Personen eingestellt worden. Den gestiegenen Personalaufwendungen im Content-Development-Bereich stehen in diesem Jahr noch nicht die entsprechenden Umsätze gegenüber.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt zum Stichtag 106,7 Mio. Euro nach 103,9 Mio. Euro im Vorjahr.

Auf der Aktivseite ist die Position "immaterielle Vermögensgegenstände" mit 10,1 Mio. Euro gleich hoch wie im Vorjahr.

Dies gilt in etwa auch für die "Sachanlagen", die mit 2,6 Mio. Euro bewertet sind, nach 2,8 Mio. Euro im Vorjahr. Angestiegen ist die Position "Finanzanlagen" mit 12,7 Mio. Euro nach 4,1 Mio. Euro im Vorjahr. Der Anstieg beruht vor allem auf einer Erhöhung der Positionen "Anteile an verbundenen Unternehmen" mit jetzt 8,9 Mio. Euro nach 0,5 Mio. Euro im Vorjahr, wegen des Kaufes der Beteiligungen Daedalic und BookRix.

Die "vorausgezahlten Autorenhonorare" liegen mit 23,4 Mio. Euro knapp unter Vorjahr (25,5 Mio. Euro).

Die Vorräte haben sich mit 19,6 Mio. Euro leicht erhöht (Vorjahr 18,9 Mio. Euro). Die "Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände" haben sich deutlich erhöht mit 25,7 Mio. Euro nach 20,0 Mio. Euro im Vorjahr. Der Posten "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten" liegt mit 11,8 Mio. Euro auf Vorjahresniveau (12,2 Mio. Euro).

Auf der Passivseite beträgt das Eigenkapital 50,7 Mio. Euro nach 47,9 Mio. Euro im Vorjahr. Die Rückstellungen haben sich mit 16,3 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr (14,6 Mio. Euro) leicht erhöht.

Die Verbindlichkeiten sind leicht zurückgegangen. Sie betragen 39,3 Mio. Euro nach 41,4 Mio. Euro im Vorjahr.

Finanzlage/Liquidität/Finanzierung

Der Finanzmittelbestand von Bastei Lübbe umfasst den Kassenbestand und Bankguthaben.

Die Gesellschaft finanziert sich neben dem Eigenkapital über eine Anleihe von nominal 30 Mio. Euro, die noch bis Oktober 2016 läuft. Zudem hat Bastei Lübbe eine Kontokorrentlinie bei den drei Hausbanken in Höhe von insgesamt 3,0 Mio. Euro, die allerdings nicht in Anspruch genommen wird. Die Guthaben bei den Kreditinstituten betragen 11,8 Mio. Euro nach 12,2 Mio. Euro im Vorjahr.

Bastei Lübbe verfügt nach wie vor über eine stabile Finanz- und Liquiditätsstruktur und ist jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Es laufen derzeit bereits Verhandlungen mit den Hausbanken über eine Refinanzierung der Anleihe durch einen entsprechenden Konsortialkredit. Die Gesellschaft geht davon aus, dass entsprechende Verträge in den nächsten vier Monaten unterschrieben werden, die wahrscheinlich zu einer erheblichen jährlichen Entlastung im Bereich der Zinszahlungen von ca. 1,3 bis 1,5 Mio. Euro führen werden.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2014/15 beschäftigte Bastei Lübbe durchschnittlich 323 Mitarbeiter gegenüber 288 Mitarbeitern im Geschäftsjahr 2013/14.

Zwölf junge Menschen absolvierten im Geschäftsjahr eine Berufsausbildung, acht ein Volontariat.

Circa 2/3 der Mitarbeiter sind weiblich, 1/3 männlich. Hinsichtlich der Altersstruktur sind knapp 21 % der Mitarbeiter bis 30 Jahre alt, 28 % zwischen 30 und 39, 23 % zwischen 40 und 49 und 21 % zwischen 50 und 59 Jahre alt.

Unsere Mitarbeiter bilden das Fundament für den Erfolg der Bastei Lübbe AG. Die Weiterentwicklung der partnerschaftlichen Unternehmenskultur ist eines der übergeordneten Ziele der Personalstrategie. Daher wird im Geschäftsjahr 2015/16 nach drei Jahren wieder eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt, um die Zufriedenheit der Mitarbeiter zu messen und Verbesserungspotenziale zu identifizieren.

Bei unseren Fortbildungsmaßnahmen verfolgen wir einen individuellen Ansatz, der die Stärken der Mitarbeiter fördert und sie unterstützt. So erhalten unsere Mitarbeiter im Rahmen von jährlich stattfindenden Gesprächen Gelegenheit, persönliche Entwicklungsperspektiven und Weiterbildungsmaßnahmen individuell festzulegen. Die Mehrzahl der Mitarbeiter verfügt über langjährige Branchenerfahrung. Maßgebliche Mitarbeiter sind über Boni-Systeme am Geschäftserfolg beteiligt.

Gesellschaftliches Engagement

Als Medienunternehmen sind wir uns auch unserer hohen gesellschaftlichen Verantwortung bewusst. Mit unseren Romanheften und Rätselmagazinen, Büchern und eBooks erreichen wir jährlich viele Millionen Leser. Die von uns verbreiteten Inhalte wirken sich somit auf die Meinungsbildung der Leser aus. Auch bei der Auswahl unseres Programmes, das heißt auch bei den einzelnen Titeln, sind wir uns unserer Verantwortung bewusst. Insbesondere mit unserem Sachbuch-Programm versuchen wir, gesellschaftliche und politische Diskussionen zu begleiten.

Mit Spenden an gemeinnützige Organisationen, insbesondere im Kinderbereich, versuchen wir ebenfalls, diesem Anforderungsprofil gerecht zu werden. Die der Familie Lübbe zuzuordnende Ursula Lübbe Stiftung unterstützt dies, insbesondere durch Projekte im Bereich Kinderliteratur etc.

Verantwortung entlang der Wertschöpfungskette

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit bedeutet für uns die sinnvolle Verknüpfung von ökologisch verträglichem und sozial ausgewogenem Handeln mit ökonomischem Erfolg. Wir sind uns unserer Verantwortung für die nächsten Generationen bewusst.

Integraler Bestandteil unserer Unternehmensstrategie ist auch das schonende Nutzen der Ressourcen. Sowohl bei der Beschaffung von Papier als auch beim Druck legen wir höchsten Wert darauf, dass das Thema Nachhaltigkeitsstrategie auch Berücksichtigung findet.

Beschaffung

Eine der wichtigsten Voraussetzungen für den wirtschaftlichen Erfolg von Bastei Lübbe sind langjährige Lieferantenbeziehungen. Dies gilt für die meisten ausgelagerten Dienstleistungsbereiche, wie Auslieferung, Druck, Papierbeschaffung etc. Im Bereich Druck arbeitet Bastei Lübbe im Wesentlichen mit zwei Großdruckereien in Deutschland zusammen. Mit beiden sind Rahmenverträge über mehrere Jahre abgeschlossen. Dies gilt auch für die Auslieferung.

Im Bereich der Geschenkartikel bestehen zahlreiche Verträge mit Lieferanten und Herstellern im asiatischen Raum. Hier informieren sich die Mitarbeiter von Bastei Lübbe mindestens einmal jährlich über die Arbeitsbedingungen vor Ort und haben auch Beauftragte in Asien, die auch unterjährig die Arbeitsumstände überprüfen.

Corporate Governance

Die Gesellschaft hat sich auch im Geschäftsjahr 2014/15 erneut mit den Inhalten des Deutschen Corporate Governance-Kodex (DCGK) befasst. Bis auf wenige Ausnahmen befolgt die Bastei Lübbe AG die Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance-Kodexes. Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen am 28.05.2015 eine eingeschränkte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abzugeben, wonach die Gesellschaft mit Ausnahme der Ziffern 4.2.3 und 5.1.2 den Empfehlungen des Deutschen Coporate Governance-Kodexes in der Fassung vom 24.06.2014, veröffentlicht im Bundesanzeiger am 30.09.2014, entspricht. Die aktuelle Entsprechenserklärung sowie alle früheren Entsprechenserklärungen wurden den Aktionären auf der Unternehmenswebsite dauerhaft zugänglich gemacht (siehe https://www.luebbe.com/de/investor-relations/corporate-governance/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung). Weitergehende Erläuterungen zur Corporate Governance können sie dem "Corporate Govemance-Bericht" entnehmen.

Nachtragsbericht

Es sind folgende Mitteilungen nach § 20 Abs. 6 AktG und § 26 Abs. 1 WpHG veröffentlichte Mitteilungen (§ 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG) nach dem Bilanzstichtag eingetreten.

Am 09.04.2015 wurde eine Stimmrechtsmitteilung veröffentlicht:

"Bastei Lübbe AG: Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung

Die Lübbe Beteiligungs-GmbH, Köln, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 09.04.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bastei Lübbe AG, Köln, Deutschland am 02.04.2015 die Schwelle von 10% und 5% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 3,008% (das entspricht 400.000 Stimmrechten) betragen hat."

Am 13.04.2015 wurden zwei Stimmrechtsmitteilungen veröffentlicht:

"Bastei Lübbe AG: Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung

Die Allianz SE, München, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 10.04.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bastei Lübbe AG, Köln, Deutschland am 08.04.2015 die Schwelle von 3% und 5% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 9,77% (das entspricht 1.300.000 Stimmrechten) betrug.

Die Stimmrechte werden der Allianz SE gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zugerechnet.

Die der Allianz SE gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte wurden über folgende von der Allianz SE kontrollierten Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Bastei Lübbe AG jeweils 3% oder mehr betrug, zugerechnet:

Allianz Deutschland AG

Allianz Lebensversicherungs-AG

Zugleich wurden der Allianz SE diese Stimmrechte von einem Aktionär dessen Stimmrechtsanteil an der Bastei Lübbe AG 3% oder mehr betrug auch nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG, zugerechnet:

Allianz Lebensversicherungs-AG

Zugleich hat uns die Allianz SE, München, Deutschland gemäß § 21 Abs. 1 WpHG i.V.m. § 24 WpHG am 10.04.2015 mitgeteilt:

1. Der Stimmrechtsanteil der Allianz Deutschland AG, München, Deutschland, an der Bastei Lübbe AG, Köln, Deutschland, hat am 08.04.2015, die Schwelle von 3% und 5% überschritten und betrug 9,77% (das entspricht 1.300.000 Stimmrechten). Diese Stimmrechte wurden der Allianz Deutschland AG gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet.

Die der Allianz Deutschland AG zugerechneten Stimmrechte wurden dabei über folgende von ihr kontrollierten Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Bastei Lübbe AG jeweils 3% oder mehr betrug, gehalten:

Allianz Lebensversicherungs-AG

2. Der Stimmrechtsanteil der Allianz Lebensversicherungs-AG, Stuttgart, Deutschland, an der Bastei Lübbe AG, Köln, Deutschland, hat am 08.04.2015 die Schwelle von 3% und 5% überschritten und betrug 9,77% (das entspricht 1.300.000 Stimmrechten).

3. Der Stimmrechtsanteil der Allianz Asset Management AG, München, Deutschland, an der Bastei Lübbe AG, Köln, Deutschland, hat am 08.04.2015 die Schwelle von 3% und 5% überschritten und betrug 9,77% (das entspricht 1.300.000 Stimmrechten). Diese Stimmrechte wurden gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zugerechnet.

Die Stimmrechte wurden von einem Aktionär dessen Stimmrechtsanteil 3% oder mehr betrug nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG, zugerechnet:

Allianz Lebensversicherungs-AG

4. Der Stimmrechtsanteil der Allianz Global Investors GmbH, München, Deutschland, an der Bastei Lübbe AG, Köln, Deutschland, hat am 08.04.2015 die Schwelle von 3% und 5% überschritten und betrug 9,77% (das entspricht 1.300.000 Stimmrechten). Diese Stimmrechte wurden gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet.

Die Stimmrechte wurden von einem Aktionär dessen Stimmrechtsanteil 3% oder mehr betrug nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG, zugerechnet:

Allianz Lebensversicherungs-AG"

"Korrektur der Veröffentlichung vom 09.04.2015, 11:19 Uhr MEZ - Bastei Lübbe AG: Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung

Die Lübbe Beteiligungs-GmbH, Köln, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 13.04.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bastei Lübbe AG, Köln, Deutschland am 08.04.2015 die Schwelle von 10% und 5% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 3,008% (das entspricht 400.000 Stimmrechten) betragen hat."

Am 20.04.2015 wurde eine Stimmrechtsmitteilung veröffentlicht:

"Bastei Lübbe AG: Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung

Die Lübbe Beteiligungs-GmbH, Köln, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 20.04.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bastei Lübbe AG, Köln, Deutschland am 16.04.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0% (das entspricht 0 Stimmrechten) betragen hat."

Weitere Ereignisse sind nicht eingetreten, die für die Bastei Lübbe AG von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung des Unternehmens führen könnten.

Risiko- und Chancenbericht

Risikomanagementsystem

Primäres Ziel der Bastei Lübbe AG ist die Umsatzausweitung und insbesondere die Ausweitung des EBITDAs sowie die Erreichung eines nachhaltigen positiven Ergebnisses zur Steigerung des Unternehmenswertes. Als international agierendes Unternehmen ergeben sich eine Vielfalt von unternehmerischen Chancen, aber auch Risiken. Die Bastei Lübbe AG strebt ein ausgewogenes Chancen-/Risikenverhältnis an und erfasst und analysiert dazu die sich aus der Geschäftstätigkeit ergebenden Chancen und Risiken regelmäßig, überwacht diese und trifft geeignete Maßnahmen, sofern dies notwendig ist.

Im Geschäftsjahr 2014/15 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats entschieden, über das aktiengesetzlich erforderliche Risikofrüherkennungssystem hinaus, eine vollständige Risikoinventur vorzunehmen und geeignete Maßnahmen eines allgemeinen Risikomanagementsystems einzuführen.

Ziel des Risikomanagementsystems ist es, Risiken für den Konzern rechtzeitig zu identifizieren, um Gegenmaßnahmen ergreifen und Kontrollen durchführen zu können. Überschaubare und angemessene sowie beherrschbare Risiken werden bewusst eingegangen, wenn damit ein angemessener Ertrag erwartet wird. Soweit möglich, werden Risiken versichert. Für alle anderen Risiken werden geeignete Gegensteuerungsmaßnahmen festgelegt und die Einhaltung der Maßnahmen regelmäßig überwacht. Die Steuerungsmaßnahmen sowie die Risikosituationen werden bei Bedarf, mindestens aber jährlich überarbeitet und aktualisiert.

Das Risikomanagementsystem regelt insbesondere die Erkennung und Überprüfung von Risiken in folgenden Bereichen:

Strategische Risiken

Operative Risiken

Finanzielle Risiken

Personalrisiken

Regulatorische/rechtliche Risiken

Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement trägt der Vorstand. Er gibt die Risikopolitik vor und entscheidet über die zu tragenden Risiken sowie die Steuerungsmaßnahmen. Treten Risiken auf, die einen wesentlichen Einfluss auf die Risikolage der Gesellschaft haben, wird der Vorstand umgehend informiert. Der Vorstand berichtet regelmäßig dem Aufsichtsrat über das Risikomanagement.

Trotz dieser Bemühungen kann das Chancen- und Risikomanagementsystem keine vollständige Sicherheit bezüglich des Erreichens der damit verbundenen Ziele geben. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Einrichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein. Kontrollen können aus Fehlern oder Irrtümern heraus in Einzelfällen nicht funktionsfähig sein oder Veränderungen von Umgebungsvariablen können trotz entsprechender Überwachung verspätet erkannt werden. Gleiches gilt für vorsätzliche Schädigungshandlungen durch Personen.

Rechnungslegungsbezogenes Risikomanagementsystem und Internes Kontrollsystem

Die Ziele des rechnungslegungsbezogenen RMS und des IKS sind die Verlässlichkeit der externen und internen Rechnungslegung und eine zeitnahe Bereitstellung von Informationen. Außerdem soll die Berichterstattung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Bastei Lübbe vermitteln.

Eine Kernfunktion der Rechnungslegungs- und Finanzberichterstattungsprozesse ist die Steuerung der Bastei Lübbe AG und ihrer operativer Einheiten. Basis sind die vom Vorstand entwickelten Zielvorgaben. Auf Basis der Dreijahresplanung und den monatlichen Forecast-Planungen wird eine rollierende mittelfristige Planung erarbeitet.

Grundsätzlich besteht ein Vier-Augen-Prinzip beim Berichtswesen sowie im Rahmen der Abschlussprozesse. Außerdem bestehen organisatorische Maßnahmen in Verbindung mit Zugriffsberechtigung auf Rechnungslegungs- und Finanzsysteme.

Der Rechnungslegungsprozess der Bastei Lübbe AG ist entsprechend der Größe des Unternehmens ausgestaltet.

Wesentliche, für die Rechnungslegung relevante Informationen und Sachverhalte werden vor deren Erfassung mit den einzelnen Fachbereichen erörtert und durch das Rechnungswesen kritisch auf ihre Konformität mit geltenden Rechnungslegungsvorschriften gewürdigt.

Neben Risiken aus der Nichteinhaltung von Bilanzierungsregeln können Risiken aus der Missachtung formaler Termine und Fristen entstehen. Zur Vermeidung derartiger Risiken wie auch zur Dokumentation der im Rahmen der Abschlusserstellung durchzuführenden Arbeitsabläufe hat Bastei Lübbe einen Abschlusskalender erstellt. Er gibt Auskunft über die zeitliche Abfolge und die Verantwortlichkeiten. Mit Hilfe dieses Kalenders überwacht Bastei Lübbe sowohl die Einhaltung der vorgegebenen Arbeitsabläufe wie auch die Einhaltung vorgegebener Termine. Dies ermöglicht eine Statusverfolgung, um Risiken rechtzeitig zu erkennen und zu beseitigen.

Wesentliche Risiken

Die Risikobewertung setzt sich aus den Komponenten Eintrittswahrscheinlichkeit und Grad der Auswirkung auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage und den Cash-Flow zusammen. Bei der Identifizierung von wesentlichen Risiken werden alle Sachverhalte im Hinblick auf ihre finanzielle Wesentlichkeit beurteilt, wobei die Beurteilung brutto erfolgt, d.h. ohne Berücksichtigung eventueller risikomindernder Maßnahmen. Darüber hinaus wird für jedes Risiko die Eintrittswahrscheinlichkeit bestimmt.

Bei der Einordnung der Wesentlichkeit gelten folgende Kriterien:

    < 40
%
40-60
%
> 60
%
Gering Unwesentlich G G M
Mittel moderat G M M
Hoch erheblich M H H
Unwesentlich: Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage < 1 Mio. Euro
Moderat: Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 1-5 Mio. Euro
Erheblich: Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage> 5 Mio. Euro

In der Kombination der Komponenten unterscheiden wir zwischen hohem Risiko (hoher Handlungsbedarf), mittlerem Risiko (gegebenenfalls Handlungsbedarf) und geringem Risiko (kein akuter Handlungsbedarf). Im Folgenden werden alle identifizierten Brutto-Risiken (Risiken, denen Bastei Lübbe ausgesetzt ist und welche durch angestoßene Maßnahmen vermieden oder reduziert werden können in einer Übersicht aufgeführt. Im Anschluss werden nur die Risiken, die in der letzten Risikoinventur als mittlere und hohe Risiken identifiziert worden sind, näher erläutert.

Rang Risikoart Beschreibung Risikoklassifizierung
1 Strategische Risiken Fehlende erfolgversprechende Titel im Programm mittel
2 Strategische Risiken Geringe Ergebnisse der Beteiligungsunternehmen mittel
3 Operative Risiken Risiken im Bereich der IT mittel
4 Finanzielle Risiken Vermögensverlust aus Risiken der Beteiligungsgesellschaften mittel
5 Personalrisiken Schlüsselpersonen-Risiko mittel
6 Governance Mögliche Governance Risiken (z.B. unzureichende Wirksamkeit des Aufsichtsrats oder schlechte Kooperation der Geschäftsleitung) gering
7 Organisationsstruktur Unzureichende oder unangemessene Organisationsstrukturen gering
8 Strategische Risiken Mangelnde Anpassungsfähigkeit an veränderte Wettbewerbsbedingungen gering
9 Strategische Risiken Nicht den gewünschten Erfolg bringende Investitionen gering
10 Strategische Risiken Fehlende Kenntnis/Transparenz in Bezug auf Marktveränderungen im Bereich der Unterhaltung, wie Film-, Fernseh- und Musikunterhaltung gering
11 Operative Risiken Fehlende Lieferfähigkeit von Titeln, insbesondere Spitzentiteln gering
12 Operative Risiken Verluste durch zu gering geplante Umsätze bei nicht so schnell abzubauenden Fixkosten gering
13 Operative Risiken Wirtschaftliche Fehlentwicklung aufgrund zu hoher geleisteter Garantiezahlungen gering
14 Operative Risiken Größerer Defekt an der IT Hardware oder Schäden, die durch Fehler der eingesetzten Software, entstehen gering
15 Finanzielle Risiken Bonitätsrisiken gering
16 Finanzielle Risiken Liquiditätsrisiken gering
17 Finanzielle Risiken Forderungsausfälle gering
18 Finanzielle Risiken Budgetüberschreitungen gering
19 Finanzielle Risiken Währungsrisiken gering
20 Finanzielle Risiken Zinsrisiko gering
21 Personalrisiken Qualifikation der Mitarbeiter gering
22 Personalrisiken Fehlende Integrität der Mitarbeiter gering
23 Regulatorische / Rechtliche Risiken Missachtung der Urheberrechte/ Persönlichkeitsrechtsverletzungen gering
24 Regulatorische / Rechtliche Risiken Änderung rechtlicher Rahmenbedingungen: Preisbindung, Mehrwertsteuer gering
25 Regulatorische / Rechtliche Risiken Geheimnisschutz / Produktpiraterie gering
26 Regulatorische / Rechtliche Risiken Verletzung des Datenschutzes gering
27 Regulatorische / Rechtliche Risiken Ungenau formulierte Rechte/Verträge gering
28 Regulatorische / Rechtliche Risiken Kapitalmarktrechtliche Risiken gering
29 Regulatorische / Rechtliche Risiken Steuerrechtliche Risiken gering

Fehlende erfolgversprechende Titel im Programm

Es ist denkbar, dass zu Beginn eines Geschäftsjahres oder zeitlich zuvor nicht ausreichend Titel, insbesondere Spitzentitel, eingekauft wurden, um die notwendigen Umsätze und Gewinne für ein Geschäftsjahr zu generieren. Zu geringe Umsätze führen bei den nicht so schnell abbaubaren Fixkosten zu Verlusten.

Bastei Lübbe plant die Inhalte mit einem zeitlichen Vorlauf von 18 bis 24 Monaten. Dies gilt hinsichtlich des Segments "Buch" und zwar sowohl für den physischen, wie auch den digitalen Bereich. Es existiert für den digitalen und den physischen Bereich eine Auflistung der Inhalte, gestaffelt nach Genre, Inhalten und Erscheinungszeitpunkt. Aufgrund dieser Aufteilung ist sehr schnell erkennbar und frühzeitig sichtbar, falls in einem Geschäftsjahr in einem Genre ein oder mehrere Titel fehlen sollten. Die Listen werden monatlich geführt und der Verlagsleitung und dem Vorstand zur Verfügung gestellt.

Geringe Ergebnisse der Beteiligungsunternehmen

Der wirtschaftliche Erfolg von Bastei Lübbe hängt zukünftig auch von den Ergebnissen der Beteiligungsunternehmen ab. Dabei besteht bei neuen Beteiligungen auch das Risiko, dass die erwünschte Integration nicht gelingt. Dies könnte nachteilige Auswirkungen auf die Ertragskraft von Bastei Lübbe haben.

Die Beteiligungen werden ergebnisbezogen von Bastei Lübbe gesteuert. Es werden zum Teil monatliche, mindestens jedoch quartalsweise, betriebswirtschaftliche Auswertungen von den Beteiligungsunternehmen zur Verfügung gestellt. Diese werden mit den Planzahlen abgeglichen. Abweichungen werden analysiert.

Einmal im Quartal (nach Vorliegen des jeweiligen Konzernabschlusses) treffen sich die Geschäftsführer der Beteiligungsunternehmen in Köln um sich mit dem Vorstand der Bastei Lübbe AG auszutauschen. Dabei werden alle wesentlichen Ereignisse des abgelaufenen Quartals besprochen und auch wichtige neue Projekte vorgestellt.

Risiken im Bereich der IT

Bastei Lübbe verfügt über eine eigene IT-Abteilung. Wesentliche Aufgaben sind ausgelagert, sodass das Unternehmen ohne interne IT-Strukturen zumindest eine gewisse Zeit teilweise handlungsfähig bleiben kann. Dadurch wird das direkte wirtschaftliche Risiko erheblich reduziert. Hier sind vor allem die zentrale Auslieferung mit Debitorenmanagement, das über traditionellem Weg erreichbare Bankwesen für den Zahlungseingang und -ausgang, als auch die ausgelagerten Dienste der Gehalts- und Lohnbuchhaltung zu benennen.

Vermögensverlust aus Risiken der Beteiligungsgesellschaften

Mögliche Verluste aus Tochtergesellschaften können zu Verlusten bei der Bastei Lübbe AG führen. Zudem kann es sein, dass aktivierte Beteiligungswerte bei nachhaltiger Erfolglosigkeit von Tochterunternehmen abzuschreiben sind.

Mittels eines standardisierten monatlichen Reportings werden die GuV-Daten sowie ausgewählte bilanzielle Kennzahlen überprüft. Abweichungen gegenüber der Jahresbudgetplanung werden dem Vorstand im Rahmen des Reportings gemeldet. Mehrmals jährlich wird für alle Einzelgesellschaften sowie konsolidiert auf Konzernebene eine Prognoserechnung bzw. ein Forecast für das Gesamtjahr erstellt und dem Jahresbudget gegenübergestellt.

Schlüsselpersonen-Risiko

Die Schlüsselpersonen beinhalten alle wichtigen Entscheidungsträger und "Motoren" eines Unternehmens. Ziel ist es, die Folgen eines potenziellen Ausfalls von Schlüsselpersonen für das Unternehmen zu kompensieren oder zu begrenzen. Daher wurden alle Konzerngesellschaften aufgefordert, die jeweiligen Schlüsselpersonen zu benennen und darzustellen, welche kurz- und langfristigen/dauerhaften Vertretungs-, Ersatz- und Nachfolgelösungen bestehen.

Chancenbericht

Zum Risikomanagement der Bastei Lübbe AG gehört nicht nur die Reduzierung und Vermeidung von Risiken, sondern die langfristige Sicherung des Unternehmens durch Ausbalancieren von Chancen und Risiken. Daher werden regelmäßig Chancen identifiziert, analysiert und bewertet, wie das Unternehmen die Chancen gezielt ausschöpfen kann. Analog zu den wesentlichen Risiken ergeben sich Chancen in folgenden Bereichen:

Strategische Chancen, wie z.B. Marktchancen, Veränderung im Wettbewerb, Entwicklung bei Kunden und Lieferanten

Operative Chancen

Finanzielle Chancen

Personalchancen

Regulatorische/rechtliche Chance

Die identifizierten wesentlichen Chancen werden im folgenden Abschnitt beschrieben.

Wesentliche Chancen

Strategische Chancen

Strategische Chancen ergeben sich aus veränderten Marktbedingungen. Bastei Lübbe hat insbesondere die Mega-Trends Digitalisierung und Internationalisierung sowie das veränderte Leseverhalten der Kunden als besonders relevante Trends, die das Geschäft in der Zukunft beeinflussen werden, identifiziert.

Chancen durch Digitalisierung

Durch die zunehmende Digitalisierung kann Bastei Lübbe neue Geschäftsfelder erschließen. In den letzten Jahren sind vermehrt spezielle elektronische Lesegeräte, die eBook-Reader wie Kindle oder Tolino, welche für ein komfortables, digitales Leseerlebnis entwickelt wurden, zum Einsatz gekommen. Bücher werden zunehmend auch über Smartphones und Tablets gelesen. In der Film- und Musikbranche gibt es, zum Beispiel, immer mehr Dienstleister, die ihre digitalen Contentangebote über das Internet anbieten.

Bastei Lübbe hat im Vergleich zu anderen Verlagen früh damit begonnen, digitale Inhalte zu entwickeln und zu vertreiben. Dadurch haben wir bereits eine Vorreiterrolle im digitalen Mediengeschäft eingenommen, die in Zukunft noch weiter ausgebaut werden soll.

Chancen durch Internationalisierung

Der Schwerpunkt unseres Umsatzes liegt weiterhin in Deutschland. Unsere Internationalisierungsstrategie unterstellt, dass die international generierten Umsätze weiter wachsen werden. Um diese Ziele zu erreichen, setzt Bastei Lübbe - neben der bereits beschriebenen internationalen Streaming-Plattform - auf die Entwicklung eigener Inhalte (Own IPs/Intellectual Properties). Vorteil ist, dass Bastei Lübbe nicht nur die deutschen Sprach- und Territorialreche hält, sondern die Inhalte in allen Sprachen und weltweit vertreiben kann. Nutzt Bastei Lübbe nicht alle Rechte selbst, können diese als Lizenzen verkauft werden.

Bastei Lübbe stellt schon heute viele Titel nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Englisch und teils auf Mandarin her.

Im GJ 2014/15 wurde ein Joint Venture zusammen mit Imperative Entertainment, ein in den USA beheimatetes Multi-Plattform Entertainment Studio, gegründet, um internationale Inhalte entwickeln zu können. In China sollen ebenfalls Kooperationen für die Content-Entwicklung ausgebaut werden.

Über verschiedene Vertriebswege werden die Titel nicht nur im deutschsprachigen Raum, sondern weltweit vertrieben. Die Internationalisierung soll in den kommenden Jahren weiter forciert werden. Denkbar ist, neben dem direkten Verkauf von Inhalten, auch die Kooperation mit Vertriebspartnern und der Ausbau des internationalen Lizenzgeschäftes.

Chancen durch veränderte Lesegewohnheiten

Die Lesegewohnheiten der Menschen verändern sich. Einige Menschen wünschen sich die Inhalte, die sie früher sonst in analoger Form gelesen hätten, als digitale Ausgabe. Andere, insbesondere jüngere Menschen, lesen viel weniger, greifen häufig überhaupt nicht mehr zum Buch, da sie immer mehr Zeit für ihr Handy aufbringen.27

27 http://www.buchreport.de/nachrichten/verlage/verlage_nachricht/datum/2015/04/22/warum-bedroht-candy-crushden-buchmarkt-herr-markowetz.htm

Verlage müssen auf diese veränderten Lesegewohnheiten reagieren und zum Beispiel die junge Buchkäuferschicht mit passenden Angeboten direkt ansprechen. Falls es Bastei Lübbe gelingen sollte, diese junge Generation von Menschen mit veränderten Lesegewohnheiten anzusprechen, birgt dies ein großes Potenzial für die Zukunft.

Sonstige Chancen

Ferner versucht Bastei Lübbe, weitere Chancen zu nutzen. Zum Beispiel durch die Akquisition eines erfolgversprechenden Titels zu günstigen Bedingungen oder durch effiziente Prozesse das Ergebnis bei gleichbleibendem oder niedrigerem Aufwand zu erhöhen (operative Chancen). Wir versuchen auch, sofern möglich, von einer vorteilhaften Entwicklung der Zinsen und Wechselkurse (finanzwirtschaftliche Chancen) oder von besonders qualifizierten und kompetenten Führungskräften und Mitarbeitern zu profitieren (Personalchancen). Weitere Chancen können durch Änderungen der rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen entstehen.

Prognosebericht

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die labile geopolitische Lage kann auch in diesem Jahr die Finanzmärkte maßgeblich beeinflussen. Weitere Turbulenzen an den Märkten sind angesichts der Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten nicht auszuschließen. Mehrere Experten haben ihre Prognosen für das globale BIP-Wachstum 2015 nach unten revidiert. Der IWF geht nun von einem Zuwachs der globalen Wirtschaftsleistung im laufenden Jahr von 3,5 % nach ursprünglich prognostizierten 3,8 % aus.28 Grund für die pessimistischeren Prognosen sind laut IWF die schwächeren Aussichten in China, Russland, Japan und der Eurozone. Auch schwächere Investitionen können das weltweite BIP-Wachstum bremsen.29 Die Analysten der Deutschen Bank rechnen mit einem Plus der Weltwirtschaft im Jahr 2015 von 3,6 %.30 Ob sich die Weltwirtschaft auf dem prognostizierten Niveau bewegt, hängt unter anderem von der Zinspolitik der USA und der EU, der Entwicklung der Ölpreise, der Ukraine-Krise, der Entwicklung im Nahen Osten, dem Euro-Dollar-Kurs und der Finanzpolitik Griechenlands ab.31 All dies sind zum jetzigen Zeitpunkt kaum prognostizierbare Einflussfaktoren.

Die Erholung der weltgrößten Volkswirtschaft USA soll sich im laufenden Jahr fortsetzen und dadurch die globale Wirtschaftsentwicklung positiv beeinflussen. Der IWF geht von einem BIP-Plus von 3,6 % aus. Ursächlich für diese positive Entwicklung sind unter anderem die bessere Situation am Arbeitsmarkt sowie eine starke Binnennachfrage aufgrund der fallenden Energiepreise.

In Europa soll sich die labile Entwicklung hingegen vorerst fortsetzen. Der IWF senkte seine frühere Prognose und erwartet für 2015 nun ein BIP-Wachstum in der Eurozone von 1,2 %. Auf diesem Niveau soll sich das Plus der Wirtschaftsleistung im Euroraum auch im Jahr 2016 bewegen.32 Trotz der positiven Tendenzen am Arbeitsmarkt in einzelnen EU-Ländern sorgen mehrere Risikofaktoren weiterhin für Unsicherheit und Investitionszurückhaltung der Unternehmen. Die niedrigeren Ölpreise können diese Entwicklung nur bedingt wettmachen.

28 https://www.tagesschau.de/wirtschaft/weltwirtschaft-waehrungsfonds-prognose-101.html (Stand: 07.04.2015)
29 https://www.tagesschau.de/wirtschaft/weltwirtschaft-waehrungsfonds-prognose-101.html (Stand: 08.04.2015)
30 http://www.fr-online.de/arbeit---soziales/prognosen-die-wirtschaftsaussichten-fuer-2015,1473632,29459748.html (Stand: 08.04.2015)
31 http://www.fr-online.de/arbeit---soziales/prognosen-die-wirtschaftsaussichten-fuer-2015,1473632,29459748.html (Stand: 08.04.2015)
32 https://www.tagesschau.de/wirtschaft/weltwirtschaft-waehrungsfonds-prognose-101.html (Stand: 08.04.2015)

Für Deutschland sind die Erwartungen hingegen optimistischer. Die deutsche Wirtschaft korrigierte ihre BIP-Prognose für 2015 deutlich nach oben. Die Wirtschaftsleistung soll nun um 1,3 % statt der im Herbst erwarteten 0,8 % zulegen.33 Ursächlich sind unter anderem der schwache Euro und der niedrige Ölpreis. Auch die stabile Lage am Arbeitsmarkt wirkt sich positiv auf die Konsumausgaben aus und trägt zum erwarteten Plus bei.34 Der IWF geht für Deutschland ebenfalls von einem Wachstum in Höhe von 1,3 % in diesem Jahr aus. 2016 erwarten die Experten sogar ein Plus von 1,5 %.35 Die weiterhin bestehende Gefahr einer Deflation bleibt auch im kommenden Jahr ein Risikofaktor.36

In China soll sich die Verlangsamung der Konjunktur vorerst fortsetzen. Laut Prognosen des IWF wird das Wachstum in diesem Jahr weiter auf 6,8 % fallen und damit weniger als die zuletzt erwarteten 7,1 % betragen. Ein überhitzter Immobilienmarkt und eine hohe Verschuldung sind laut Experten wesentliche Risikofaktoren.37

Künftige Branchensituation

Buchbranche

Laut dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels ging der Umsatz im Buchhandel 2014 um 2,1 % zurück.38 Der negative Trend setzte sich auch zum Jahresauftakt 2015 fort. Die Umsätze des Buchhandels über die Vertriebswege Sortiment, E-Commerce, Warenhäuser und Bahnhofsbuchhandel gingen im Februar 2015 um 0,7 % gegenüber der Vorjahresperiode zurück. Bei den Editionsformen verzeichneten sowohl die Hard- und Softcover als auch die physischen Hörbücher rückläufige Umsätze. Eine positive Entwicklung verbuchten hingegen die Taschenbücher - sie konnten ein Plus von 3,6 % vorweisen. Starke Titel wie Guilia Enders' "Darm mit Charme" oder Hape Kerkelings "Der Junge muss an die frische Luft" kurbelten die Umsätze der Sachbücher mit einem Plus von 3,4 % deutlich an. Auch die Belletristik sowie die Kinder- und Jugendbücher konnten neue Wertschöpfung generieren.39

Trotz des leicht negativen Trends bei der Umsatzentwicklung geht die Buchbranche laut dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels mit Selbstbewusstsein in das Jahr 2015. Vor allem der Buchhandel vor Ort soll mit persönlicher Kundenberatung und innovativen Konzepten eine robuste Entwicklung verzeichnen.40 Auch die Symbiose von Gedrucktem und Elektronischem gibt der Buchbranche Raum für innovative Ideen. Kampagnen wie "Vorsicht Buch!" und Lese-Reisen können das Interesse der Leser weiter intensivieren. Zudem wird Ende April 2015 das 20-jährige Jubiläum des UNESCO-Welttags des Buches weltweit gefeiert. Gemeinsame Projekte des Börsenvereins und der Stiftung Lesen können die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf dieses Thema lenken.

33 http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/nachrichten/bip-wachstum-dihk-hebt-prognose-fuer-2015-kraeftig-an/11356700.html (Stand: 08.04.2015)
34 (Stand: 08.04.2015)
35 https://www.tagesschau.de/wirtschaft/weltwirtschaft-waehrungsfonds-prognose-101.html (Stand: 08.04.2015)
36 http://www.fr-online.de/arbeit---soziales/prognosen-die-wirtschaftsaussichten-fuer-2015,1473632,29459748.html (Stand: 08.04.2015)
37 http://www.fr-online.de/arbeit---soziales/prognosen-die-wirtschaftsaussichten-fuer-2015,1473632,29459748.html (Stand: 08.04.2015)
38 https://tredition.de/buchmarkt-2015/ (Stand: 09.04.2015)
39 http://www.boersenblatt.net/artikel-branchen-monitor_buch_februar_2015.951779.html (Stand: 09.04.2015)
40 https://tredition.de/buchmarkt-2015/ (Stand: 09.04.2015)

Die Experten von PwC rechnen damit, dass die Umsätze mit Belletristik weiter steigen und 2015 bei über fünf Mrd. Euro liegen werden. Die Umsätze mit Sach- und Fachbüchern sollen sich in den kommenden Monaten hingegen auf Vorjahresniveau bewegen.41 Die steigende Zahl der neuen Titel im Self-Publishing und die der Hybridautoren, welche Self-Publishing und klassische verlegerische Dienstleistungen kombinieren, werden Marktbeobachtern zufolge die Buchbranche in den kommenden Monaten wesentlich beeinflussen.42

Der Erfolgskurs der eBooks setzt sich weiterhin fort. Deren Umsatz-Anteil belief sich 2014 auf 4,3 % gegenüber 3,9 % im Vorjahr. Experten zufolge sei die Nachfrage nach eBooks auch im online gut aufgestellten Buchhandel vor Ort zunehmend spürbar.43 Im vergangenen Jahr betrug die Zahl der lieferbaren digitalen Bücher in Deutschland rund 300.000. Experten gehen von einer weiter steigenden Tendenz aus. Neue Self-Publishing- und Backlist-Titel bedingt auch durch neue Drucktechnologien können die Wettbewerbsintensität weiter erhöhen.44 Angesichts der noch vergleichsweise geringen Marktdurchdringung von eBooks und des Trends, Analoges und Digitales zu verbinden, ist jedoch mit stabilen Wachstumsraten im eBook-Sektor zu rechnen.

Romanhefte und Rätselmarkt

Mit Ausnahme der Untergruppen "Heimat/Berg" und "Arzt" hat das Segment der Romanhefte in den letzten Monaten insgesamt eine rückläufige Umsatzentwicklung gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnet.45 Im Gegensatz zum Markt mit Rätselmagazinen gibt es im klassischen Romanheftbereich neben Bastei Lübbe laut einer Media Control Studie jedoch nur einen weiteren großen Marktteilnehmer. Bei Männerromanen ist Bastei Lübbe deutschlandweit nach wie vor der Marktführer. Neben starker Kundenbindung legt Bastei Lübbe großen Wert auch auf eine breitere Distribution. Zu den Kernmärkten der Gesellschaft gehören auch Österreich und die Schweiz. Darüber hinaus werden zu den Ferien- und Saisonzeiten andere europäische Länder mit Romanheften beliefert. Ein wichtiges Merkmal im Segment der Romanhefte ist die Stammleserschaft. Die Kernzielgruppe in den Bereichen Romanhefte und Rätselmagazine sind überwiegend Leser im Alter von über 50 Jahren, was in den kommenden Jahren weiteres Potenzial bieten kann. Es finden zudem regelmäßig Mehrfachkäufe statt. Positives Image und starke Kundenbindung sind angesichts der Marktbesonderheiten in diesem Bereich unverzichtbar. Bastei Lübbe kann hier auf jahrelange Erfahrung zurückgreifen.

Der Rätselmarkt hat sich in den letzten Monaten negativ entwickelt und ein Umsatzminus von 6,2 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnet. Anders sieht es allerdings in der Untergruppe aus, in der Bastei Lübbe hauptsächlich aktiv ist. Der Rätselmarkt zeichnet sich zudem durch einen heterogenen Adressatenkreis aus.46 Dank neuer Formate wie Sudoku wird die Rätsel-Fangemeinde in Deutschland immer größer und auch jünger.47 Eine besonders treue und leidenschaftliche Leserschaft ist ein weiteres Merkmal dieses mehr als 100 Jahre alten Segments. Experten zufolge kann sich heute kaum ein Medium leisten, das Kreuzworträtsel zu streichen.48 Zudem greifen die meisten Kunden wöchentlich auf zwei bis drei Zeitschriftentitel zurück.49 Trotz des intensiven Wettbewerbs bezeichnen Experten den Rätselmarkt als stabil.50 Zu den Herausforderungen gehören neben dem Etablieren neuer Formate auch die Veränderungen des digitalen Zeitalters.51 All dies kann die Zahl der Rätselfreunde in Deutschland in den kommenden Jahren positiv beeinflussen.

41 http://de.statista.com/statistik/daten/studie/164550/umfrage/prognostizierter-umsatz-auf-dem-buchmarkt-in-deutschland-seit-2005/ (Stand: 09.04.2015)
42 https://tredition.de/buchmarkt-2015/ (Stand: 09.04.2015)
43 http://www.boersenverein.de/de/portal/Pressemitteilungen/158417?presse_id=896804 (Stand: 09.04.2015)
44 https://tredition.de/buchmarkt-2015/ (Stand: 09.04.2015)
45 Siehe Quartalsbericht Bastei.
46 http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.raetsel-boom-munteres-kaestchendenken.73305f66-33b7-4bd4-a476-9c01306e47bf.html (Stand: 09.04.2015)
47 http://www.ksta.de/ausgehen/raetsel-loesen-macht-gluecklich,15957022,16924094.html (Stand: 09.04.2015)
48 http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.raetsel-boom-munteres-kaestchendenken.73305f66-33b7-4bd4-a476-9c01306e47bf.html (Stand: 09.04.2015)
49 http://www.vdz.de/branchen-portraits-rcr/ (Stand: 09.04.2015)
50 http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.raetsel-boom-munteres-kaestchendenken.73305f66-33b7-4bd4-a476-9c01306e47bf.html (Stand: 09.04.2015)
51 http://www.vdz.de/branchen-portraits-rcr/ (Stand: 09.04.2015)

Geschenkemarkt

Auch der Geschenkemarkt zeigt eine robuste Entwicklung.52 Dies bestätigt eine Umfrage zu den geplanten durchschnittlichen Ausgaben für Weihnachtsgeschenke in Deutschland. Im Jahr 2014 wollten Konsumenten in Deutschland durchschnittlich je 285 Euro für Weihnachtsgeschenke ausgeben - etwa ein Prozent weniger als im Jahr zuvor und rund 40 Euro mehr als in 2010.53 Die Deutschen geben Marktbeobachtern zufolge insgesamt rund 27 Mrd. Euro im Jahr für Geschenke aus.54

Ausblick

Das laufende Geschäftsjahr wird noch ein Übergangsgeschäftsjahr sein. Auch dieses Jahr wird Bastei Lübbe sowohl personell als auch finanziell weiter in den digitalen Ausbau und die digitale Internationalisierung investieren müssen. Dies gilt insbesondere für den Aufbau der Plattform der Beteiligungsgesellschaft BEAM AG, aber auch für den Ausbau und die Internationalisierung des Spieleherstellers Daedalic Entertainment GmbH.

Bastei Lübbe erwartet im Geschäftsjahr 2015/16 einen leichten Anstieg des Umsatzes auf 107 Mio. Euro. In den nächsten beiden Geschäftsjahren wird der Umsatz dann jeweils zu mehr als 10 % ansteigen. Dies resultiert unter anderem aus den höheren digitalen Umsätzen.

Das EBITDA wird sich im Geschäftsjahr 2015/16 leicht unterhalb des EBITDA des Vorjahres bewegen. Grund hierfür sind weiterhin notwendige Investments in Beteiligungsgesellschaften und in den eigenen digitalen Bereich. Diese werden sich umsatz- und EBITDA-mäßig erst in den Geschäftsjahren 2016/17 ff. auswirken. Für die Geschäftsjahre 2016/17 ff. sind auf EBITDA-Seite erhebliche Steigerungen zu erwarten, bedingt durch den Anstieg insbesondere der digitalen Umsätze. Das EBITDA dürfte in diesem Zeitraum deutlich zweistellige Wachstumsraten haben.

Hinsichtlich der Vermögens- und Finanzlage ist anzumerken, dass diese sich im Bereich des Vorjahres entwickeln wird.

Insgesamt geht der Vorstand von einer positiven Entwicklung für das laufende und auch für die folgenden Geschäftsjahre aus.

52 http://de.fashionmag.com/news/Studie-Markt-fur-Geschenkartikel-wachst-weiter,264321.html.VSVzLWY9w7A (Stand: 09.04.2015)
53 http://de.statista.com/statistik/daten/studie/208623/umfrage/durchschnittliche-ausgaben-fuer-weihnachtsgeschenke-in-deutschland/ (Stand: 09.04.2015)
54 http://de.statista.com/statistik/daten/studie/208623/umfrage/durchschnittliche-ausgaben-fuer-weihnachtsgeschenke-in-deutschland/ (Stand: 09.04.2015)

Vergütungsbericht

In der Hauptversammlung vom 17. September 2014 wurde beschlossen, dass die Bastei Lübbe AG gemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex (DCKG) die individualisierte Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat veröffentlicht.

Vorstandsbezüge

Für die Festlegung der individuellen Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat zuständig. Die Vergütung des Vorstands ist darauf ausgerichtet, eine nachhaltige Unternehmensentwicklung zu fördern. Daher enthält die Vergütung fixe und variable Bestandteile.

Die Bezüge des Vorstands setzen sich wie folgt zusammen:

Festvergütung

Nebenleistungen wie Sachbezüge und sonstige Vergütungen

Variable Vergütung

Die Festvergütung ist eine fixe, auf das gesamte Geschäftsjahr bezogene Vergütung, die in gleichen Raten ausgezahlt wird. Sie wird regelmäßig vom Aufsichtsrat überprüft.

Im Geschäftsjahr 2013/14 wurde die variable Vergütung auf Basis von EBIT nach IFRS berechnet. In der Aufsichtsratssitzung vom 26. März 2015 wurde beschlossen, dass ab dem Geschäftsjahr 2014/15 die Berechnungsgrundlage für die Tantieme das Konzern-EBITDA nach IFRS ist. Die variable Vergütung setzt sich aus einem sofort wirksamen und einem mit langfristiger Anreizwirkung ausgestalteten Teil zusammen. Die kurzfristige Tantieme, die 70 % der gesamten variablen Vergütung umfasst, wird nach Feststellung der Zielerreichung für das abgelaufene Geschäftsjahr ausgezahlt. Der längerfristig angelegte Teil, welcher 30 % der gesamten variablen Vergütung ausmacht, bleibt für zwei weitere Jahre in der Gesellschaft. Je 15 % werden in den beiden Folgejahren nur ausbezahlt, wenn in diesen Geschäftsjahren eine EBITDA-Marge von mind. 5 % erwirtschaftet wird.

Entgegen der Empfehlung in Ziffer 4.2.3 des DCGK weist die Vergütung für die Mitglieder des Vorstandes insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßig keine Höchstgrenzen auf. Im Rahmen der Vertragsverhandlungen mit den Vorstandsmitgliedern war eine betragsmäßige Höchstgrenze der variablen Vergütung nicht zu erzielen. Bei Abschluss zukünftiger Vorstandsanstellungsverträge beabsichtigt die Bastei Lübbe AG, betragsmäßige Höchstgrenzen der variablen Vergütung zu vereinbaren.

Zu den Nebenleistungen zählt im Wesentlichen die Dienstwagennutzung, die Vergütung von Herrn Plathner enthält außerdem einen Betrag für die doppelte Haushaltsführung.

Im Geschäftsjahr 2014/15 erhielten die Vorstandsmitglieder keine Pensionszusagen. In der Aufsichtsratssitzung vom 26. März 2015 wurde beschlossen, dass die Vorstandsmitglieder ab dem 1. April 2015 eine Altersversorgung in Höhe von 20.000 Euro jährlich erhalten.

Die Gesamtbezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2014/15 sowie ihre Aufteilung in fixe und variable Vergütung sind den folgenden, vom DCGK empfohlenen, Tabellen zu entnehmen. Da die Vorstandsbezüge in diesem Jahr das erste Mal offen gelegt werden, werden die Zuwendungsbetrachtung und die Zuflussbetrachtung nur für das Geschäftsjahr 2014/15 dargestellt. Die Vergütung von Herrn Plathner stellt eine anteilige Vergütung für die Monate September 2014 bis März 2015 dar.

Vergütung des Vorstands (Zuwendungsbetrachtung)

in TEUR Thomas Schierack Vorstandsvorsitzender seit 09. Juli 2013 Klaus Kluge Vorstand Marketing & Vertrieb seit 09. Juli 2013
  2014/15 Ausgangswert 2014/15 min 2014/15 max 2014/15 Ausgangswert 2014/15 min 2014/15 max
Festvergütung 400 400 400 260 260 260
Nebenleistungen 12 12 12 7 7 7
Summe Festvergütung 412 412 412 267 267 267
Einjährige variable Vergütung            
Tantieme 155 0 unbegrenzt 93 0 unbegrenzt
Mehrjährige variable Vergütung            
Tantieme 2014/15 - 2016/17 66 0 unbegrenzt 40 0 unbegrenzt
Tantieme 2013/14 - 2015/16   0 unbegrenzt   0 unbegrenzt
Summe variable Vergütung 221 0   133 0  
Versorgungsaufwand - - - - - -
Gesamtvergütung 633 412 unbegrenzt 400 267 unbegrenzt
in TEUR Felix Rudloff Vorstand Programm seit 09. Juli 2013 Jörg Plathner Vorstand Digital seit 1. Sep. 2014
  2014/15 Ausgangswert 2014/15 min 2014/15 max 2014/15 Ausgangswert 2014/15 min 2014/15 max
Festvergütung 200 200 200 146 146 146
Nebenleistungen 9 9 9 12 12 12
Summe Festvergütung 209 209 209 158 158 158
Einjährige variable Vergütung            
Tantieme 93 0 unbegrenzt 54 0 unbegrenzt
Mehrjährige variable Vergütung            
Tantieme 2014/15 - 2016/17 40 0 unbegrenzt 23 0 unbegrenzt
Tantieme 2013/14 - 2015/16   0 unbegrenzt   0 unbegrenzt
Summe variable Vergütung 133 0   77 0  
Versorgungsaufwand - - - - - -
Gesamtvergütung 342 209 unbegrenzt 235 158 unbegrenzt

Vergütung des Vorstands (Zuflussbetrachtung)

in TEUR Thomas Schierack Vorstandsvorsitzender seit 9. Juli 2013 2014/15 Klaus Kluge Vorstand Marketing & Vertrieb seit 9. Juli 2013 2014/15 Felix Rudloff Vorstand Programm seit 9. Juli 2013 2014/15 Jörg Plathner Vorstand Digital seit 1. Sep. 2014 2014/15
Festvergütung 400 260 200 146
Nebenleistungen 12 7 9 12
Summe Festvergütung 412 267 209 158
Einjährige variable Vergütung        
Tantieme GJ 2013/14 131 78 78 -
Mehrjährige variable Vergütung        
Tantieme GJ 2012/13 - - - -
Tantieme GJ 2011/12 - - - -
Summe variable Vergütung 131 78 78 0
Versorgungsaufwand - - - -
Gesamtvergütung 543 345 287 158

Entgegen der Empfehlung in Ziffer 4.2.3 des DCGK ist es nicht vorgesehen, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit einschließlich Nebenleistungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten dürfen (Abfindungs-Cap). Die Gründe liegen darin, dass im Rahmen der Verhandlungen, insbesondere auf Grund der vorherigen Geschäftsführertätigkeit bei der Komplementärin der Bastei Lübbe GmbH & Co. KG, die Vereinbarung eines Abfindungs-Caps nicht erzielbar war.

Aufsichtsratsbezüge

Satzungsgemäß umfasst die Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats ausschließlich fixe Bestandteile. Es fallen keine gesonderten Vergütungen für die Arbeit von Ausschüssen an, da deren Einrichtung bei drei Aufsichtsratsmitgliedern keinen Sinn macht.

Die Vergütung wird nach Ablauf des Geschäftsjahres gezahlt.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats sowie ihre Aufteilung für das Geschäftsjahr 2014/15 sind in der folgenden Tabelle abgebildet:

in TEUR Fixum
Dr. Friedrich Wehrle, Aufsichtsratsvorsitzender 60
Prof. Dr. Michael Nelles, stellvertretender Vorsitzender 45
Prof. Dr. Gordian Hasselblatt 30
Gesamtbezüge GJ 2014/15 135

Sonstige Angaben nach § 289 Abs. 4 HGB

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das Grundkapital beträgt 13.300.000 Euro und ist eingeteilt in insgesamt 13.300.000 Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 1,00 Euro. Jede Aktie gewährt gemäß § 22 Abs. 1 der Satzung der Bastei Lübbe AG eine Stimme.

Nach den vorliegenden Stimmrechtsmitteilungen hält zum Bilanzstichtag nur Birgit Lübbe, Köln, mehr als 10% der Stimmrechte. Vergleiche hierzu die Angaben zu den nach § 20 Abs. 6 AktG und § 26 Abs. 1 WpHG veröffentlichten Mitteilungen (§ 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG) im Anhang.

Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes

Die Festlegung der Zahl der Mitglieder des Vorstandes, deren Bestellung und Abberufung sowie der Abschluss, die Änderung und Beendigung von Anstellungsverträgen mit Vorstandsmitgliedern erfolgen durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat kann ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden oder zum Sprecher des Vorstandes sowie ein weiteres Vorstandsmitglied zum stellvertretenden Vorsitzenden oder Sprecher des Vorstandes ernennen. Ferner kann der Aufsichtsrat einem oder allen Vorstandsmitgliedern Einzelvertretungsbefugnis erteilen. Der Aufsichtsrat kann einem oder allen Vorstandsmitgliedern gestatten, Rechtsgeschäfte mit sich als Vertreter eines Dritten abzuschließen (Befreiung von der Beschränkung des § 181 2. Alt. BGB).

Änderung der Satzung

Für die Änderung der Satzung ist die Hauptversammlung zuständig (§ 179 Abs. 1 Satz 1 AktG). Gemäß § 8 der Satzung der Bastei Lübbe AG ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Satzungsänderungen, die nur die Fassung betreffen, zu beschließen.

Befugnisse des Vorstandes, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

In der Hauptversammlung vom 10. September 2013 wurde folgender Beschluss gefasst:

1. Die Gesellschaft wird gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 01. September 2018 außer zum Zweck des Handels in eigenen Aktien eigene Aktien in einem Umfang von bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Der Gegenwert für den Erwerb dieser Aktien darf den Durchschnitt des Eröffnungs- und Schlusskurses der Aktien der Gesellschaft im XETRA-Handel (oder einem an dessen Stelle tretenden funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) während der jeweils vorangegangenen zehn Börsenhandelstage um nicht mehr als 5 % über- bzw. unterschreiten. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals ausgenutzt werden.

Die hiermit erteilte Ermächtigung endet, ohne dass es einer ausdrücklichen Aufhebung bedarf, mit Wirksamkeit einer neuen Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG. Unabhängig davon endet die hier erteilte Ermächtigung spätestens mit Ablauf des 01. September 2018.

2. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die eigenen Aktien mit Ausnahme des Handels in eigenen Aktien zu allen zulässigen Zwecken zu verwenden, insbesondere für eine Veräußerung der erworbenen eigenen Aktien ganz oder über die Börse oder in anderer Weise als ganz oder teilweise über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre vorzunehmen, wenn die erworbenen eigenen Aktien zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht um mehr als 5 % unterschreitet. Diese Ermächtigung beschränkt sich auf insgesamt höchstens 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft. Als maßgeblicher Börsenpreis im Sinne der vorstehenden Regelung gilt der Durchschnitt des Eröffnungs- und Schlusskurses der Aktien der Gesellschaft im XETRA-Handel (oder einem an dessen Stelle tretenden funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) während der jeweils vorangegangenen zehn Börsenhandelstage vor der Veräußerung der Aktie.

3. Der Vorstand wird weiter ermächtigt, die eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss ganz oder teilweise einzuziehen.

4. Der Vorstand wird ferner ermächtigt, die eigenen Aktien, mit Zustimmung des Aufsichtsrats als (Teil-) Gegenleistung im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder zum Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen zu verwenden. Der Wert (Preis), zu dem Aktien der Gesellschaft gemäß der Ermächtigung in diesem Buchstaben verwendet werden, darf den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht um mehr als 5 % unterschreiten. Als maßgeblicher Börsenpreis im Sinne der vorstehenden Regelung gilt der Durchschnitt des Eröffnungs- und Schlusskurses der Aktien der Gesellschaft im XETRA-Handel (oder einem an dessen Stelle tretenden funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) während der jeweils vorangegangenen zehn Börsenhandelstage vor der Verwendung der Aktie.

5. Das Bezugsrecht der Aktionäre wird im Vollzug der Maßnahmen außerhalb der Börse zu vorstehend 2.und 4. ausgeschlossen. Die unter den Ziffern 2. bis 4. genannten Ermächtigungen können ganz oder in Teilbeträgen ausgenutzt werden.

Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels für den Fall eines Übernahmeangebots stehen

Diesbezügliche Richtlinien existieren nur für die ausgegebene Anleihe. Im Falle eines Kontrollwechsels ist jeder Anleihegläubiger berechtigt, von der Bastei Lübbe AG die Rückzahlung oder, nach Wahl der Bastei Lübbe AG, den Ankauf seiner Inhaber- Teilschuldverschreibungen durch Bastei Lübbe (oder auf ihre Veranlassung durch einen Dritten) zum Vorzeitigen Rückzahlungsbetrag (Put) (wie nachstehend definiert) insgesamt oder teilweise zu verlangen (die "Put-Option"). Eine solche Ausübung der Put-Option wird jedoch nur dann wirksam, wenn innerhalb des Rückzahlungszeitraums (wie nachstehend definiert) Anleihegläubiger von Inhaber-Teilschuldverschreibungen im Nennbetrag von mindestens 50 % des Gesamtnennbetrages der zu diesem Zeitpunkt noch insgesamt ausstehenden Inhaber-Teilschuldverschreibungen von der Put-Option Gebrauch gemacht haben.

Ein "Kontrollwechsel" im Sinne der Anleihebedingungen liegt vor, wenn eines der folgenden Ereignisse eintritt:

a) die Bastei Lübbe AG erlangt Kenntnis davon, dass eine Person, die derzeit nicht zum unmittelbaren oder mittelbaren Gesellschafterkreis gehört, oder gemeinsam handelnde Personen im Sinne von § 2 Abs. 5 Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG) (jeweils ein "Erwerber") mittelbar oder unmittelbar der rechtliche oder wirtschaftliche Eigentümer von mehr als 50 % der Stimmrechte der Bastei Lübbe AG geworden ist, wobei als Erwerber nicht gilt, wer die Stimmrechte mittelbar oder unmittelbar als Angehöriger im Sinne von § 15 Abgabenordnung oder aufgrund letztwilliger Verfügung erworben hat;

oder

b) die Verschmelzung der Bastei Lübbe AG mit einer Dritten Person (jede Person außer einer Tochtergesellschaft der Bastei Lübbe AG, wobei als Dritter nicht gilt, wer die Stimmrechte mittelbar oder unmittelbar als Angehöriger im Sinne von § 15 Abgabenordnung oder aufgrund letztwilliger Verfügungen erworben hat) von der auf eine Dritte Person (wie nachfolgend definiert) oder die Verschmelzung einer Dritten Person mit oder auf die Bastei Lübbe AG, oder der Verkauf aller oder im Wesentlichen aller Vermögensgegenstände (konsolidiert betrachtet) der Bastei Lübbe AG an eine Dritte Person. Dies gilt nicht für Verschmelzungen oder Verkäufe im Zusammenhang mit Rechtsgeschäften, in deren Folge (i) im Falle einer Verschmelzung die (bisherigen) Inhaber von 100 % der Stimmrechte der Bastei Lübbe AG zukünftig wenigstens die Mehrheit der Stimmrechte an dem übernehmenden Rechtsträger unmittelbar oder mittelbar nach einer solchen Verschmelzung halten und (ii) im Fall des Verkaufs von allen oder im Wesentlichen allen Vermögensgegenständen der erwerbende Rechtsträger eine Tochtergesellschaft der Bastei Lübbe AG ist oder wird.

Schlussbemerkung des Abhängigkeitsberichts

Der Vorstand hat einen Abhängigkeitsbericht insbesondere in Bezug auf die Geschäftsbeziehung mit dem Hauptaktionär aufgestellt. Gemäß § 312 Abs. 3 AktG erklären wir als Vorstand der Bastei Lübbe AG, dass die Gesellschaft bei den im Abhängigkeitsbericht aufgeführten Rechtsgeschäften seit Bestehen der Abhängigkeit nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt. Es wurden keinerlei andere Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse der Bastei Lübbe AG oder eines mit dem Unternehmen verbundenen Unternehmen getroffen oder unterlassen.

 

Köln, 11. Juni 2015

Bastei Lübbe AG

Der Vorstand

Thomas Schierack

Klaus Kluge

Felix Rudloff

Jörg Plathner

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Bastei Lübbe AG, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2014 bis 31. März 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Köln, den 15. Juni 2015

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stollenwerk Wirtschaftsprüferin

Schwegmann, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

das Geschäftsjahr 2014/15 war entscheidend geprägt durch Investitionen in die digitale Wachstumsstrategie der Bastei Lübbe AG und den damit verbundenen Akquisitionen der Selfpublishing-Plattform BookRix, des Spieleentwicklers Deadalic Entertainment GmbH und der Shop-Plattform beam-ebooks.de. An diesem Prozess hat der Aufsichtsrat aktiv durch Beratungen und Diskussionen mit dem Vorstand teilgenommen.

Im folgenden Bericht informiert der Aufsichtsrat über seine Tätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr und das Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses 2014/15. Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr sämtliche ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben in vollem Umfang wahrgenommen. Ferner hat der Aufsichtsrat die Arbeit des Vorstandes eng begleitet, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung auf der Grundlage von schriftlichen und mündlichen Vorstandsberichten und gemeinsamen Sitzungen sorgfältig überwacht. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit sowie der Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Unternehmensführung überzeugt. Von der Möglichkeit, die Bücher und Schriften der Gesellschaft einzusehen (§ 111 Abs. 2 AktG), machten wir im Berichtsjahr keinen Gebrauch. Aufgrund der regelmäßigen, intensiven und zufriedenstellenden Berichterstattung durch den Vorstand, der Prüfung durch und die Gespräche mit den Wirtschaftsprüfern sowie der nachfolgend beschriebenen ergänzenden Überwachungsmaßnahmen bestand hierzu keine Veranlassung. In alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren oder in welche der Aufsichtsrat kraft Gesetzes oder Satzung einzubeziehen war, wurden wir stets rechtzeitig und angemessen eingebunden.

Eine Vielzahl von Sachthemen wurden im Geschäftsjahr 2014/15 eingehend diskutiert. Grundlage hierfür waren schriftliche und mündliche Berichte des Vorstandes an den Aufsichtsrat. So unterrichtete der Vorstand uns regelmäßig, zeitnah und umfassend über den Geschäftsverlauf, die Ertrags- und Finanzlage, die Beschäftigungssituation sowie die Planungen und die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens. Abweichungen von den Planungen wurden dem Aufsichtsrat ausführlich erläutert. Die Risikosituation und das Risikomanagement wurden dabei stets sorgfältig berücksichtigt.

Zur Vorbereitung erhielt der Aufsichtsrat regelmäßig Unterlagen vom Vorstand. Auch außerhalb der turnusgemäß festgelegten Sitzungen stand der Vorsitzende des Aufsichtsrates in stetigem Kontakt mit dem Vorstand und besprach mit ihm wesentliche Vorgänge und anstehende Entscheidungen.

Zu Geschäftsvorgängen, die für das Unternehmen von wesentlicher Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat durch den Vorstand auch zwischen den turnusmäßigen Sitzungen unverzüglich und umfassend schriftlich informiert. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand gewissenhaft kontrolliert und bestätigt, dass dieser in jeder Hinsicht rechtmäßig, ordnungsgemäß und wirtschaftlich gehandelt hat.

Aufsichtsratssitzungen und Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat

Im Geschäftsjahr 2014/15 hielt das Aufsichtsgremium - unter Beachtung von § 110 Abs. 1 Satz 1 AktG -insgesamt vier ordentliche Sitzungen und zwei außerordentliche Sitzungen ab. Mit Ausnahme der ordentlichen Sitzung vom 16. Juni 2014, in der Herr Dr. Wehrle telefonisch teilgenommen hat, sind alle Aufsichtsratsmitglieder zu den ordentlichen Sitzungen zusammengetreten. Die ordentlichen Sitzungen fanden am 16. Juni 2014, 11. September 2014, 10. November 2014 und 09. Februar 2015 jeweils in Köln statt. Mit Ausnahme der außerordentlichen Sitzung vom 02. März 2015, an der Herr Prof. Dr. Nelles entschuldigt abwesend war, haben alle Aufsichtsratsmitglieder an den außerordentlichen Sitzungen teilgenommen. Die zwei außerordentlichen Aufsichtsratssitzungen fanden am 02. März und 26. März 2015 in Köln statt. Sofern erforderlich, hat der Aufsichtsrat Beschlüsse im schriftlichen Verfahren gefasst.

Zu den wichtigsten Beratungsthemen im abgelaufenen Geschäftsjahr zählten:

die laufende Geschäftsentwicklung im Jahr 2014/15,

die Darstellung der Liquidität der Gesellschaft,

die Investitionsplanung,

die Planung und das Budget für 2015/2016,

die Terminplanung für das Jahr 2015/2016 sowie die Planung der ordentlichen Hauptversammlung,

die künftige Entwicklung und Strategie der Gesellschaft und ihrer Bereiche,

die Personalplanung,

die Internationalisierung hinsichtlich USA sowie China,

Akquisitionen,

die Entwicklung der Streaming-Plattform BEAM,

das Herbstprogramm 2015/2016 sowie

Aktivitäten am Kapitalmarkt.

Des Weiteren erörterten wir im Geschäftsjahr 2014/15 in den einzelnen Sitzungen folgende Themen:

Ordentliche Sitzung vom 16. Juni 2014

In der Sitzung vom 16. Juni 2014 hat der Vorstand dem Aufsichtsrat über den Jahresabschluss 2013/2014 berichtet. Der Aufsichtsrat hat den Bericht eingehend erörtert. Die Geschäftslage und der Ausblick auf das laufende Jahr wurden ebenfalls erörtert. Zu diesem Tagesordnungspunkt nahm der Abschlussprüfer an der Sitzung teil. Außerdem war hierzu der komplette Vorstand des Unternehmens anwesend, der ergänzende und erklärende Informationen erteilte. In der Sitzung vom 16. Juni 2014 billigte der Aufsichtsrat nach eingehender Prüfung den Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. März 2014. Des Weiteren beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der Tagesordnung für die ordentliche Hauptversammlung 2014 inklusive den Beschlussvorschlägen der Verwaltung.

Ordentliche Sitzung vom 11. September 2014

Im Mittelpunkt der Sitzung vom 11. September 2014 stand die Berichterstattung des Vorstandes zum ersten Quartal sowie der aktuellen Geschäftsentwicklung der Monate Juli und August 2014. Der Vorstand berichtete zudem ausführlich zu den Joint Venture Verhandlungen in den USA und China. Des Weiteren standen potenzielle Unternehmensakquisitionen auf der Tagesordnung. Zudem gab der Vorstand einen umfassenden Überblick über die Strategie sowie einen Ausblick auf die Umsatzerwartung für das Geschäftsjahr 2017/2018.

Ordentliche Sitzung vom 10. November 2014

Neben einem Bericht des Vorstandes zur aktuellen Geschäftsentwicklung wurde auf der Sitzung vom 10. November 2014 die Finanzierung der Bastei Lübbe AG unter Berücksichtigung der Rückzahlung der Anleihe 2016 thematisiert. Zudem wurde der Ausbau und die Weiterentwicklung der Plattform BEAM ausführlich erörtert. Des Weiteren berichtete der Vorstand über die Beteiligungen und das Joint Venture in den USA.

Ordentliche Sitzung vom 09. Februar 2015

Am 09. Februar 2015 hielt der Aufsichtsrat seine vierte ordentliche Sitzung des Geschäftsjahres 2014/15 ab. In dieser präsentierte der Vorstand detailliert die Zahlen zum dritten Quartal. Zudem wurde die Planung für das Geschäftsjahr 2015/2016 und die Folgejahre ausführlich erörtert. Darüber hinaus berichtete der Vorstand über den Business Plan sowie die Investorenpräsentation zu BEAM.

Außerordentliche Sitzung vom 02. März 2015

In der außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrates vom 02. März 2015 wurde das Thema BEAM und die weitere Vorgehensweise zu BEAM ausführlich diskutiert. Zudem wurde in dieser Sitzung einstimmig der Beschluss getroffen, die BEAM GmbH in die BEAM AG umzuwandeln.

Außerordentliche Sitzung vom 26. März 2015

In der außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrates vom 26. März 2015 wurde der mögliche Verkauf einer 55%igen Beteiligung an der BEAM GmbH an einen britischen Investor beschlossen. Zudem wurden die Vorstandsverträge und die Finanzierung der Rückzahlung der Anleihe thematisiert.

Effizienzprüfung

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2014/15 erstmals eine Effizienzprüfung durchgeführt und wird eine solche, wie vom Corporate Governance Kodex empfohlen, zukünftig jährlich vornehmen. Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die Bastei Lübbe AG über hinreichende Organisationsstrukturen und -systeme verfügt, um dem Aufsichtsrat die Erfüllung seiner gesetzlichen und satzungsmäßigen Pflichten in angemessener Weise zu ermöglichen. Die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat und die geregelten Verfahrensabläufe, die Festlegung zustimmungspflichtiger Geschäfte sowie die rechtzeitige und inhaltlich ausreichende Informationsversorgung der Aufsichtsratsmitglieder sind entscheidende Faktoren dafür, dass der Aufsichtsrat seine Überwachungsaufgaben in gebotener Weise erfüllen kann. Die Aufsichtsratsmitglieder verfügen nach ihren Qualifikationen und jeweiligen beruflichen Erfahrungen über die für ein Aufsichtsratsmitglied der Bastei Lübbe AG erforderlichen Kenntnisse, um ihre Aufgaben effizient zu erfüllen.

Besetzung des Aufsichtsrates

Satzungsgemäß besteht der Aufsichtsrat der Bastei Lübbe AG aus drei Mitgliedern. Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr 2014/15 aus folgenden Mitgliedern zusammen:

Dr. Friedrich Wehrle, Vorsitzender

Prof. Dr. Michael Nelles, stellvertretender Vorsitzender

Prof. Dr. Gordian Hasselblatt

Im Geschäftsjahr 2014/15 wurden keine Ausschüsse gebildet.

Veränderungen im Vorstand

Mit Wirkung zum 1. September 2014 wurde Herr Jörg Plathner vom Aufsichtsrat als neuer Vorstand der Bastei Lübbe AG bestellt. Jörg Plathner verantwortet den Geschäftsbereich Digitale Medien und ergänzt damit den bisher dreiköpfigen Vorstand als viertes Vorstandsmitglied.

Deutscher Corporate Governance Kodex

Der Aufsichtsrat hat sich auch im Geschäftsjahr 2014/15 erneut mit den Inhalten des Deutschen Corporate Governance Kodex befasst. Bis auf wenige Ausnahmen befolgt die Bastei Lübbe AG die Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen am 28. Mai 2015 eine eingeschränkte Entsprechenserklärung gemäß §161 AktG abzugeben, wonach die Gesellschaft mit Ausnahme der Ziffern 4.2.3 und 5.1.2 den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 24. Juni 2014, veröffentlicht im Bundesanzeiger am 30. September 2014, entspricht. Die aktuelle Entsprechenserklärung sowie alle früheren Entsprechenserklärungen wurden den Aktionären auf der Unternehmenswebsite dauerhaft zugänglich gemacht. (Weitergehende Erläuterungen zur Corporate Governance können Sie dem "Corporate-Govemance-Bericht" entnehmen).

Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses 2014/15

Die Hauptversammlung der Bastei Lübbe AG hat am 17. September 2014 die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, zur Abschlussprüferin für das Geschäftsjahr 2014/15 gewählt. Der Auftrag zur Abschlussprüfung wurde vom Aufsichtsrat erteilt, nachdem die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, dem Aufsichtsrat die gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex geforderte Unabhängigkeitserklärung vorgelegt hatte. Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, hat den vom Vorstand nach den Regelungen des IFRS aufgestellten Jahresabschluss nebst Lagebericht sowie den Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2014/15 geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die genannten Unterlagen, der Vorschlag des Vorstandes über die Verwendung des Bilanzgewinns sowie der Prüfungsbericht der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, sind den Mitgliedern des Aufsichtsrates rechtzeitig übermittelt worden. Sie wurden in der Bilanzaufsichtsratssitzung vom 15. Juni 2015, in welcher der Vorstand den Jahresabschluss und den Lagebericht sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht und den Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns erläuterte und der Abschlussprüfer der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, ausführlich über das Ergebnis der Prüfung berichtete, umfassend behandelt. In der Sitzung wurden alle Fragen vom Vorstand und dem Abschlussprüfer erschöpfend beantwortet. Der Aufsichtsrat hatte nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichtes, des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes sowie des Vorschlags des Vorstandes zur Ergebnisverwendung keinen Anlass, Einwendungen gegen den Jahresabschluss, den Lagebericht, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht zu erheben. Er stimmte in seiner Einschätzung der Lage der Gesellschaft mit dem Vorstand überein und billigte den Jahresabschluss und den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2014/15, der damit festgestellt ist. Die vom Vorstand vorgeschlagene Gewinnverwendung wurde ebenfalls im Hinblick auf die derzeitige und künftig zu erwartende finanzielle Situation der Gesellschaft hin überprüft. Der Aufsichtsrat schloss sich nach Diskussion dem Vorschlag des Vorstandes über die Verwendung des Bilanzgewinns an.

Der Abhängigkeitsbericht gem. § 312 AktG für das Geschäftsjahr 2014/15 ist den Mitgliedern des Aufsichtsrates ebenfalls zusammen mit dem Prüfungsbericht rechtzeitig vor der Aufsichtsratssitzung zugeleitet worden. Der Abhängigkeitsbericht wurde durch den Wirtschaftsprüfer geprüft und mit Datum vom 15. Juni 2015 mit dem folgenden Testat gem. § 313 Abs. 3 AktG versehen:

Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die im Zeitpunkt ihrer Vornahme bekannt waren, die Leistungen der Gesellschaften nicht unangemessen hoch waren.

Der Abschlussprüfer erläuterte in der Bilanzsitzung die wesentlichen Prüfungsergebnisse und stand außerdem für Fragen der Aufsichtsratsmitglieder zur Verfügung. Nach einer sorgfältigen eigenen Prüfung des Abhängigkeitsberichts auf Vollständigkeit und Richtigkeit, ist der Aufsichtsrat zu dem Ergebnis gekommen, dass keine Einwendungen gegen die vom Vorstand am Schluss des Berichts abgegebene Erklärung über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen zu erheben sind. Der Aufsichtsrat hat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt.

Überschattet wurde das Geschäftsjahr 2014/2015 vom plötzlichen Tod von Stefan Lübbe, Verleger und Mehrheitsaktionär der Bastei Lübbe AG, im Oktober 2014. Stefan Lübbe hat seit Anfang des Jahrtausends die Entwicklung der Bastei-Lübbe-Gruppe maßgeblich geprägt und nicht nur beim Aufbau einer führenden Stellung im digitalen Bereich entscheidende Impulse gesetzt. Die operative Führung der Geschäfte hatte Stefan Lübbe bereits im Jahr 2013 dem Vorstand übergeben. Wir bleiben dem Verstorbenen in Dankbarkeit verbunden und werden ihm stets ein ehrendes Gedenken bewahren.

Dank des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat bedankt sich bei dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens sowie den Arbeitnehmervertretungen für ihr hohes Engagement und ihren tatkräftigen Einsatz im Geschäftsjahr 2014/15. Den Aktionären der Bastei Lübbe AG dankt der Aufsichtsrat für das in ihn und in das gesamte Unternehmen gesetzte Interesse und Vertrauen.

 

Köln, den 15. Juni 2015

Für den Aufsichtsrat

Dr. Friedrich Wehrle, Vorsitzender des Aufsichtsrates