![]() Bastei Lübbe AGKölnKonzernabschluss und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015/16KonzernlageberichtBastei LübbeDer auf den 13. Juni 2016 aufgestellte und mit gleichem Datum testierte Konzernabschluss der Bastei Lübbe AG wurde mit Datum vom 14. Oktober 2016 geändert. Die Änderungen sind in diesem Lagebericht dargestellt und betreffen Änderungen in den Ausführungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie angepasste Aussagen in den Gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen sowie im Prognosebericht. Bastei Lübbe ist ein Medienunternehmen in Form eines Publikumsverlages. Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit gibt Bastei Lübbe Bücher, Hörbücher, eBooks, Games und weitere digitale Produkte mit belletristischem und populärwissenschaftlichem Inhalt sowie periodisch erscheinende Zeitschriften in Form von Romanheften und Rätselmagazinen heraus. Weiterhin gehört zur Geschäftstätigkeit von Bastei Lübbe die Lizenzierung von Rechten und die Entwicklung, Produktion und der Vertrieb von Geschenk- und Dekoartikeln sowie das Betreiben von digitalen Plattformen. Im Gegensatz zu einem traditionellen Verlag bildet Bastei Lübbe die gesamte Wertschöpfungskette ab. Dies bedeutet, dass Inhalte und Rechte nicht nur eingekauft, sondern im Haus selbst in Zusammenarbeit mit mehreren Autoren entwickelt werden. Ein Vorteil ist, dass Bastei Lübbe über alle Sprach- und Territorialrechte dieser Inhalte verfügt. Auf Vertriebsseite kooperiert Bastei Lübbe - wie alle traditionellen Verlage - mit Handelspartnern und diversen Plattformen. Rechte, die nicht selbst verwertet werden, werden über Lizenzverkäufe z. B. ins Ausland verkauft. Zusätzlich strebt Bastei Lübbe den Verkauf von Inhalten über eine eigene Plattform an. Der Kernmarkt von Bastei Lübbe ist DACH - Deutschland, Österreich, Schweiz. Seit einigen Jahren baut Bastei Lübbe seine internationale Geschäftstätigkeit aus. Dies bedeutet, dass nicht nur deutsche Titel entwickelt und eingekauft werden, sondern auch Titel in Englisch und Mandarin. Je nach Rechtelage werden die Titel dann in deutschsprachigen Ländern und weltweit vertrieben. Die wesentlichen Standorte von Bastei Lübbe sind Köln, München, Hamburg und Bochum. Bastei Lübbe unterteilt seine Geschäftstätigkeit in die vier Segmente "Buch", "Romanhefte und Rätselmagazine", "Digital" sowie "Non-Book". Das Segment "Buch" beinhaltet sämtliche Druckerzeugnisse der Bastei Lübbe AG., die unter diversen Labels, u. a. als Hardcover, Paperback und Taschenbuch, vertrieben werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist im Hardcover-Bereich insbesondere der Thriller "Das Joshua-Profil" von Sebastian Fitzek, der historische Roman "Der Palast der Meere" von Rebecca Gable sowie der zehnte Band von "Gregs Tagebuch" von Jeff Kinney zu erwähnen. Sehr erfreulich hat sich auch die Beteiligung an der BookRix GmbH & Co. KG entwickelt. In 2017 wird die vielversprechende Selfpublishing-Autorin Poppy J. Anderson den "Sprung" ins Taschenbuchprogramm schaffen. B.C. Schiller ist dies bereits im Berichtsjahr gelungen. BookRix ist einer der führenden digitalen Distributoren für Selfpublishing-Titel in Deutschland mit ca. 12.000 eBooks im Verkauf und betreibt zudem die größte unabhängige Online-Plattform für Selfpublishing im deutschsprachigen Internet. Das Unternehmen vertreibt die eBooks seiner Autoren in einem Netzwerk von über 60 Shops. Der Vorteil für den Autor besteht darin, dass er mit nur einem zentralen Partner für den Vertrieb und die Abrechnung zusammenarbeiten muss. Eine besondere Stärke von BookRix sind verkaufsfördernde Marketingmaßnahmen, die speziell auf eBooks und Selfpublishing zugeschnitten sind. Das Segment "Romanhefte und Rätselmagazine" beinhaltet die physischen Romanhefte und Rätselmagazine. Die seit 60 Jahren ungebrochene Tradition des Unternehmens im Bereich Romanhefte fand auch im Geschäftsjahr 2015/16 eine erfolgreiche Fortsetzung. So wurde mit jetzt insgesamt 37 regelmäßig erscheinenden Serien die Produktpalette gegenüber dem Geschäftsjahr 2014/15 noch einmal vergrößert. Das umfangreiche Angebot von verschiedenen Serien wie "Der Bergdoktor", "Doktor Stefan Frank", "Hedwig Courths-Mahler", "Jerry Cotton", "Geisterjäger John Sinclair" und die Western des Starautors G.F. Unger, die jährliche Auflagen in Millionenhöhe erzielen, wurde beständig ausgeweitet und mit neuen Serien sowie einer Reihe von Sondereditionen ergänzt. Gerade der Einsatz von Sondereditionen bietet in einem relativ klar strukturierten Markt auf längere Sicht Möglichkeiten, neue Lesergruppen zu erreichen und Umsätze zu generieren. Auch das Geschäftsjahr 2015/16 war geprägt von relativ konstanten Verkäufen und gezielter Ausweitung der Palette des Angebots mit neuen Serien, die zu leichten Umsatzzuwächsen in einem generell als etabliert geltenden Markt geführt haben. Diese erfolgreiche Strategie ist richtungsweisend für die Zukunft und wird mit einer Reihe von neuen Romanserien auch im Geschäftsjahr 2016/17 weitergeführt werden. Die Rätselmagazine erscheinen unter dem Label "PMV". Im Geschäftsjahr 2015/2016 verlegte PMV in der Bastei Lübbe AG 34 Rätselmagazine mit insgesamt 202 Ausgaben (+10,4% gegenüber Vorjahr). Vertrieb und Verbreitung der Rätselmagazine erfolgte über das nationale Grosso und den Bahnhofsbuchhandel im deutschsprachigen Ausland sowie saisonal in den europäischen Urlaubsgebieten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden neun neue Objekte gelauncht, die kontinuierlich inhaltlich optimiert und auf die aktuellen Marktgegebenheiten neu ausgerichtet werden. Zu Beginn des Geschäftsjahres 2015/2016 erfolgte eine umfängliche Cover-Neugestaltung für das gesamte Portfolio. Die Quantität und Qualität des Portfolios und seiner verkauften Auflagen sichern PMV seit Jahren einen Platz unter den Top Five der unterhaltende Rätselmagazine verlegenden Verlage im deutschsprachigen Raum. Mit dem Ziel, diese Marktposition zu sichern und auszubauen, konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr eine umfangreiche und langfristige Lizenzvereinbarung mit der Heinrich Bauer Verlag KG getroffen werden. Diese beinhaltet insbesondere die Nutzung erfolgreicher Marken aus den Segmenten "Frauen" und "Programm" für Rätselmagazine. Bislang wurden mit "Neue Post Rätsel" und "TV Hören und Sehen Rätsel" zwei Rätselmagazine unter der verlegerischen Betreuung von PMV gelauncht. Weitere Titel sind bereits in Vorbereitung. Zu den erfolgreichsten Magazinen zählen "Kreuzwort Nr. 1", "Kreuzwort Krone", "Mein großer Rätselspaß", "100 Rätsel" und "Kreuzwort Riesen". Ferner wurde die im Geschäftsjahr 2014/2015 begonnene Zusammenarbeit mit dem Rätselmacher und Sudoku-Experten Stefan Heine intensiviert und das Portfolio der kleinformatigen Sudoku-Hefte behutsam ausgeweitet. Die Auflagenentwicklung der Publikumszeitschriften im ersten Quartal 2016 spiegelt im Vergleich zum Vorjahr ein überwiegend negatives Bild wieder (Quelle: IVW 1/2016). Bis auf wenige Ausnahmen mussten alle führenden Titel rückläufige Auflagenzahlen vermelden. Im Segment der überregionalen Zeitungen haben sich die Rückgänge der Verkaufsauflagen in Einzelverkauf und Abonnement überwiegend fortgesetzt, insbesondere die Sonntagszeitungen verzeichnen starke Rückgänge. Gemessen an der rückläufigen Entwicklung des gesamten Pressemarktes darf der Romanheft- und Rätselmarkt als relativ stabil bezeichnet werden. Nach wie vor steht das gesamte RCR-Sortiment für gut 10 % des Zeitschriften-Erlöses im Einzelhandel. Im Vergleich 2015/Q4 zu 2014/Q4 konnten der Rätselumsatz branchenweit um 4,8 % und der Romanheft-Umsatz um 5,1 % gesteigert werden (Quelle: Pressegrosso DataWarehouse, Umsatz in € VKP). Dies basierte allerdings zum einen auf einer deutlichen Ausweitung der Folgen (Rätsel +9,8 %, Romanhefte +16,7 %), diese resultierend aus einem erhöhten Titelausstoß oder einer Verkürzung des Erscheinungsintervalls, sowie - insbesondere im Romanheft-Segment - einer Erhöhung der Copypreise. Nach wie vor drängen im gesamten RCR-Segment immer wieder neue Marktteilnehmer in die ohnehin überfüllten Presseregale, sodass sich der Umsatz auf eine kontinuierlich steigende Anzahl von Titeln verteilt. Das Segment "Non-Book" umfasst - nach dem Verkauf der Anteile an der Präsenta Promotion International GmbH - Geschenk- und Dekoartikel, die unter dem Label Räder vertrieben werden. Räder zeigte als einer der wenigen Anbieter im Segment der höherwertigen Wohn- und Tischaccessoires im abgelaufenen Geschäftsjahr eine antizyklisch positive Umsatzentwicklung. Maßgebliche Erfolgstreiber sind sowohl die neu ausgerichteten, stärker auf eine weibliche Käuferklientel fokussierten Frühjahrs- und Herbstkollektionen als auch der Ausbau nationaler und zunehmend internationaler Vertriebskanäle. Im Export konnte Räder im Berichtsjahr seinen Umsatz ausbauen. So ist Räder heute mit Teilen seiner Kollektion bei Harrods, Printemps, John Lewis oder Loft vertreten. Auch die drei großen Buchhandelsfilialisten (Thalia, Mayersche, Hugendubel) entwickeln sich nach zwischenzeitlichen Umsatzrückgängen wieder deutlich positiv. Das Segment "Digital" umfasst die digitalen Umsätze der Bastei Lübbe AG (eBooks und Audios) sowie die der vollkonsolidierten Gesellschaften Daedalic Entertainment GmbH, oolipo AG, BookRix GmbH & Co. KG sowie BEAM Shop GmbH. Bastei Lübbe hat frühzeitig in den digitalen Markt investiert. Dies gilt nicht nur für eBooks, sondern auch für den Bereich Audio. Schließlich hat man im Geschäftsjahr 2014/2015 eine Beteiligung an der Daedalic Entertainment GmbH und an der BookRix GmbH & Co. KG erworben. Die in Hamburg und Düsseldorf ansässige Daedalic Entertainment GmbH gilt als eine der besten Spieleentwickler und Publisher in Europa im Bereich der narrativen Adventuregames und ist auf dem Weltmarkt unter den Top 3 der Branche. Die Daedalic Entertainment GmbH entwickelt und vermarktet weltweit qualitativ hochwertige, plattformübergreifende Computer- und Videospiele in dem Bereich der Adventure-Games. Die Erstellung von herausragender Unterhaltungssoftware mit stark narrativem Charakter steht dabei im Fokus. Das Unternehmen beschäftigt ca. 125 Mitarbeiter und verfügt mit dem Daedalic Writers' Room über ein weltweit in der Gamesbranche einzigartiges Autorenteam. In den letzten Jahren konnte die Daedalic Entertainment GmbH insgesamt 21 Mal den deutschen Entwicklerpreis (unter anderem "Studio of the Year") gewinnen und wurde sechs Mal mit dem deutschen Computerspielpreis ausgezeichnet. Die Daedalic Entertainment GmbH entwickelt u. a. Spiele, die auf Bestsellern von Bastei Lübbe basieren. Prominentes Beispiel ist die Umsetzung von Ken Folletts "Die Säulen der Erde" als Computerspiel. Darüber hinaus werden eigene Spiele, die von eigenen Autoren geschrieben werden, selbst entwickelt. Die oolipo AG (ursprünglich BEAM GmbH) wird derzeit zu einer weltweit tätigen Plattform zum Streamen digitaler Serieninhalte zum Lesen und Hören aufgebaut. Im August 2016 erfolgte der Launch der Betaversion im App Store von Apple. Die BookRix GmbH & Co. KG hat sich wirtschaftlich sehr erfreulich entwickelt. So hat sich der Umsatz fast verdoppelt. Zudem erwirtschaftet die BookRix GmbH & Co. KG inzwischen Jahresüberschüsse. Erfreulich ist auch, dass mit Poppy Anderson eine digital sehr erfolgreiche Selfpublisherin vertraglich auch für physische Produkte an das Haus gebunden werden konnte. Die BEAM Shop GmbH ist ein Onlineshop für eBooks mit Inhalten von Bastei Lübbe und anderen Verlagen und 100%ige Tochter der Bastei Lübbe AG. Das Onlineshop-Geschäft der BEAM AG (jetzt oolipo AG) wurde vollständig auf die BEAM Shop GmbH übertragen. Ein umfangreicher Relaunch und die Erweiterung um populären, deutschen Mainstream-Content ist für Ende 2016 geplant. Vielversprechend ist neben attraktiven zielgruppengerechten Abomodellen mit prominenten Platzierungs- und Promotionsmöglichkeiten auch der direkte Zugriff auf verlagsübergreifende Marktdaten. Tochtergesellschaften, die in den vier Segmenten "At-Equity" konsolidiert werdenDie Beteiligung an der Präsenta Promotion International GmbH wurde mit Kaufvertrag vom 7. September 2015 veräußert. Insofern findet ab diesem Zeitpunkt keine At-Equity-Betrachtung mehr statt. Bis zu diesem Zeitpunkt handelte es sich bei der Präsenta Promotion International GmbH um ein Gemeinschaftsunternehmen, das dem Segment "Non-Book" zugeordnet wurde und in der Konzernbilanz entsprechend der "Equity-Methode" ("At-Equity") bewertet wurde. Tochtergesellschaften, die nicht konsolidiert werdenZu Bastei Lübbe gehören außerdem die im Berichtszeitraum nicht konsolidierten Gesellschaften Moravská Bastei MOBA, s.r.o., Brünn (Tschechien) (90%ige Beteiligung), die Bastei Media GmbH, Erfurt (100 %ige Beteiligung), eine 100 %ige Beteiligung an der Bastei International Limited in Hongkong, eine 25 %ige Beteiligung an der HPR Bild & Ton GmbH, Köln, eine 100 %ige Beteiligung an der Siebter Himmel Bastei Lübbe GmbH (Buchladen in Köln), die 100 %ige Beteiligung der BookRix GmbH & Co. KG an der BookRix Verwaltungs GmbH, München, der Komplementärin der BookRix GmbH & Co. KG, sowie über die Daedalic Entertainment GmbH eine 75 %ige Beteiligung an der Daedalic Entertainment Studio West GmbH und die 50 %ige Beteiligung an der Bastei LLC, Santa Monica, Kalifornien / USA, registriert im Register des zuständigen Gerichtes in Delaware. Diese Gesellschaften sind weder einzeln noch in Summe wesentlich für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Bastei Lübbe. Des Weiteren hält die Bastei Lübbe AG kleinere Beteiligungen an diversen Buch- und Pressevertriebsgesellschaften, die jedoch alle weniger als 5 % betragen. Ziele und StrategienBastei Lübbe ist auf dem Weg von einem deutschsprachigen Publikumsverlag zu einem internationalen Medienunternehmen. Die Verwertungskette von Inhalten, sei es zum Lesen, zum Hören oder zum Spielen sieht wie folgt aus: Content -> Verlag -> Distribution Die Strategie von Bastei Lübbe sieht vor, in die Verwertungstiefe, das heißt in die Bereiche "Content" und "Distribution" zu investieren. Im Bereich Content ist dies durch den Ausbau der Abteilung Own IP, den Kauf der BookRix GmbH & Co. KG, der Gründung der Bastei Inc. und der Daedalic Entertainment GmbH geschehen. In den Bereich Distribution wurde durch den Aufbau der BEAM Shop GmbH, den Aufbau der Plattform oolipo und nach Ablauf des Geschäftsjahres auch durch den Mehrheitserwerb an der BuchPartner GmbH investiert. Insofern setzt Bastei Lübbe weiterhin auf die Schaffung und Verwertung von Inhalten sowie auf die physische und insbesondere digitale Distribution. Dabei soll die Schaffung der Inhalte und die Distribution nicht nur national, sondern im digitalen Bereich auch international stattfinden. Entwicklung eigener InhalteAbweichend von anderen Verlagshäusern konzentriert sich Bastei Lübbe bereits seit Jahrzehnten im Bereich der Romanhefte auf die Entwicklung eigener Inhalte. Dieser Schwerpunkt wurde in den letzten Jahren auch auf den Buchbereich übertragen. Einer der Schwerpunkte von Bastei Lübbe besteht darin, national und international Serieninhalte zu entwickeln. Zu diesem Zweck wurde das Joint Venture Bastei LLC mit der Firma Imperative in den USA gegründet. Die Beteiligung an der BookRix GmbH & Co. KG und der Daedalic Entertainment GmbH erfolgte ebenfalls zur Gewinnung von Autoren und neuen Inhalten. Aufbau einer eigenen Verkaufs-/Streaming PlattformNeben dem Bereich der eigenen Inhalte hat Bastei Lübbe sich entschieden, auch im Bereich der Verwertung der Inhalte eigene und neue Wege zu bestreiten. Deswegen erfolgte im Oktober 2014 der Erwerb der Onlineshop-Plattform beam-ebooks.de. BEAM ist eine in Deutschland ansässige Plattform, die digitale Inhalte veräußert. Zudem ist die oolipo AG gegründet worden. oolipo entwickelt Software und soll sich zur weltweit führenden digitalen Streaming-Plattform für Serieninhalte zum Lesen und Hören entwickeln. Auf oolipo sollen eigene Serieninhalte, die national und international entwickelt werden, und Serieninhalte anderer Verlage weltweit vertrieben werden. Des Weiteren soll oolipo eigene Inhalte, die von inländischen und ausländischen Autoren geschaffen werden, vertreiben. Der Start von oolipo soll in 2016 in deutscher und englischer Sprache in den entsprechenden Ländern erfolgen. Durch den Erwerb der Onlineshop-Plattform beam-ebooks.de im September 2014, den Aufbau von oolipo und die mehrheitliche Beteiligung an der Selfpublishing-Plattform BookRix GmbH & Co. KG im Mai 2014 hat sich Bastei Lübbe gut positioniert, um an der steigenden Nachfrage der Leser nach eBooks zu partizipieren und auf neue Trends schnell reagieren zu können. InternationalisierungDas Ziel der Internationalisierung bezieht sich auf die gesamte Wertschöpfungskette des Konzerns. Neben der Eigenproduktion internationaler Inhalte ist ein weiterer Schwerpunkt der nationale wie internationale Erwerb umfassender Rechte - wenn möglich Weltrechte - insbesondere für die internationale digitale Verwertung. Schon heute werden bei Bastei Lübbe nicht nur deutsche Inhalte, sondern auch Inhalte auf Englisch und Mandarin entwickelt. Als weitere Sprachen sollen Portugiesisch und Spanisch dazukommen. Die englisch- und mandarinsprachigen Produkte werden durch Kooperationen mit Partnern in den USA und in China ausgebaut. Diesem Ziel ist Bastei Lübbe bereits im letzten Geschäftsjahr einen Schritt nähergekommen. Im September 2014 gründeten Bastei Lübbe und Imperative Entertainment, ein in den USA beheimatetes Multi-Plattform Entertainment Studio, ein gemeinsames Joint Venture, die "Bastei LLC". Ziel des Joint Ventures ist es, die verlegerische Expertise von Bastei Lübbe insbesondere im Print- und Digitalbereich sowie die starke Innovationskraft des Hauses im Bereich der Neuen Medien mit der Erfahrung von Imperative Entertainment im internationalen Film- und Unterhaltungsgeschäft zu kombinieren und vielversprechende Stoffe zukünftig gemeinsam bestmöglich zu entwickeln und in englischer und anderen Sprachen international zu vermarkten. Mit potentiellen chinesischen Partnern werden ebenfalls vertiefende Gespräche geführt. Bastei Lübbe plant, im Bereich Content Development sowie im digitalen und physischen Vertrieb und Marketing mit chinesischen Verlagen zusammenzuarbeiten. In diesem Zusammenhang ist nach Abschluss des Geschäftsjahres mit dem chinesischen Verlag Jing Dian Bo Wei ein Kooperationsvertrag abgeschlossen worden. Die Inhalte von Bastei Lübbe werden über verschiedene Wege weltweit vertrieben. Den nationalen Vertrieb macht Bastei Lübbe selbst, der internationale Vertrieb läuft ebenfalls direkt oder über Partner. Eine weitere Verwertungsmöglichkeit besteht in der internationalen Lizenzveräußerung. Insofern besteht für die nächsten Jahre weiterhin die klare Strategie von Bastei Lübbe darin, noch mehr digitale internationale Inhalte weltweit zu verwerten. Erweiterung des Produktportfolios von DaedalicDie Entwicklung des Spielemarktes zeigt stetig nach oben. Der Markt für Videospiele ist nach wie vor in extremer Bewegung. Dabei zeigt sich bei den großen Spieleentwicklern, dass ein klarer Trend zu weniger, aber größeren Titeln besteht, die dann besser vermarktet werden können. Diesen Weg will Daedalic in Zukunft auch gehen. Technisch ist Daedalic seit Jahren so wie die großen weltweit bedeutenden Wettbewerber aufgestellt. Sowohl auf Personal- als auch auf Technikseite ist es Daedalic möglich, ein Spiel mit einem Kostenrahmen von 1 Mio. Euro, aber auch mit einem Kostenrahmen von 5 bis 8 Mio. Euro zu entwickeln. Gemeinsam mit Bastei Lübbe haben hier erste Termine insbesondere mit Filmproduktionsgesellschaften in den USA stattgefunden, die über Lizenzen an weltweit zu vermarktenden Serienbrands verfügen. Neben der klassischen Entwicklung der Spiele will Daedalic zukünftig verstärkt Toplizenzen erwerben, die dann als Spiel entwickelt und vertrieben werden. Wenn möglich, wird Bastei Lübbe gleichzeitig auf Basis dieser Marken entsprechende eBook-Serien entwickeln und vertreiben. Allein bei Daedalic versprechen wir uns hierdurch eine Vervielfachung des Umsatzes in den nächsten Jahren. UnternehmenssteuerungOrganeAls Aktiengesellschaft nach deutschem Recht verfügt die Bastei Lübbe AG über eine duale Führungs- und Aufsichtsstruktur bestehend aus Aufsichtsrat und Vorstand. Im August 2015 hat sich die Bastei Lübbe AG von dem Vorstandsmitglied Jörg Plathner getrennt. Zum 31. Dezember 2015 hat zudem der Vorstand Felix Rudloff sein Amt niedergelegt. Der Vorstand besteht somit aus den zwei Mitgliedern Thomas Schierack (Vorstandsvorsitzender) und Klaus Kluge (Vorstand). Der Vorstand berichtet regelmäßig an den Aufsichtsrat. Die Berichte haben im Wesentlichen die Geschäftspolitik und Strategien, die laufende Geschäftstätigkeit und potentielle Akquisitionen zum Inhalt. Der Aufsichtsrat wird über alle Vorkommnisse, die einen erheblichen Einfluss auf die Zukunft der Bastei Lübbe AG haben könnten, unterrichtet. Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstandes und überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Gesellschaft. Die drei Mitglieder des Aufsichtsrates repräsentieren die Aktionäre. Die Aktionärsvertreter werden im Rahmen der Hauptversammlung gewählt. Am 26. und 29. Juli haben die drei Aufsichtsratsmitglieder Dr. Friedrich Wehrle (Vorsitzender des Aufsichtsrats), Prof. Dr. Michael Nelles (Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats) und Prof. Dr. Gordian Hasselblatt die Niederlegung ihrer Ämter mit Ablauf der kommenden ordentlichen Hauptversammlung erklärt. Auf Vorschlag des Aufsichtsrats sollen die frei werdenden Sitze im Aufsichtsrat Herr Robert Stein, Herr Prof. Dr. Friedrich L. Ekey sowie Herr Dr. Mirko Alexander Caspar übernehmen. Es ist vorgesehen, dass Herr Stein den Aufsichtsratsvorsitz übernimmt. Unternehmensinternes SteuerungssystemDas übergeordnete Ziel von Bastei Lübbe besteht in der kontinuierlichen Steigerung des Unternehmenswerts durch Wachstum und Konzentration auf Geschäftsfelder, die die besten Entwicklungschancen und eine Verbesserung der Ertragskraft bieten. Zur Unternehmenssteuerung bedienen sich der Vorstand und der Aufsichtsrat diverser Maßnahmen. Grundlage der strategischen Unternehmensplanung ist eine jährlich aktualisierte Dreijahresplanung mit Gewinn- und Verlustrechnung, Investitionen und Liquidität. Für das direkt folgende Geschäftsjahr wird neben der Top-Down Zieldefinition die Umsatzplanung sehr detailliert und produktbezogen hochgerechnet (Bottom-Up). Auf Basis der finalen Planung wird die Budgetplanung für das folgende Geschäftsjahr abgeleitet. Durch eine monatliche Soll-Ist-Abweichungsanalyse bezogen auf Gesamtumsätze, Segmentumsätze und Ergebnisse wird das Unternehmen gesteuert. Bei Bastei Lübbe stehen folgende finanzielle Kennzahlen für die Unternehmenssteuerung im Vordergrund (jeweils im Vergleich von Ist, Soll (Plan) und Vorjahr):
Weitere nichtfinanzielle Leistungsindikatoren wie Mitarbeiterzahl oder gesellschaftliches Engagement werden nicht zur Steuerung von Bastei Lübbe verwendet, da keine quantifizierbaren Aussagen zu Wirkungszusammenhängen getroffen werden können. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenGesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenNach wiederholt reduzierten Wachstumsprognosen für die globale Wirtschaft im Jahr 2014 ist die Weltwirtschaft auch 2015 mit 3,1 % langsamer gewachsen, als der Internationale Währungsfonds (IWF) zu Jahresbeginn mit 3,5 % erwartet hatte. Während sich die moderate Erholung in den Industrienationen fortsetzte, verzeichneten die Schwellen- und Entwicklungsländer im fünften Jahr in Folge einen Rückgang der Wachstumsraten. In den entwickelten Volkswirtschaften der Eurozone stabilisierten sich die Zuwachsraten, und in den USA zeigte sich eine robuste Erholung. Die wirtschaftliche Entwicklung in China hingegen bremste stärker ab als im Vorfeld angenommen. Die Verunsicherung über das zukünftige Wachstum der chinesischen Volkswirtschaft beeinflusste durch einen schwächeren Handel, niedrigere Rohstoffpreise und die gestiegene Volatilität an den Finanzmärkten auch international die konjunkturellen Entwicklungen. Die ohnehin volatilen Kapitalmärkte waren zudem von den Verhandlungen um den Schuldenstand Griechenlands und vom starken Rückgang an den chinesischen Börsen geprägt.1 2 3 Das Wachstumstempo in den einzelnen Regionen bleibt weiterhin unterschiedlich. Laut dem Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung verschlechterte sich das Wirtschaftsklima in allen Regionen, außer in Ozeanien, Asien und Lateinamerika, nachdem die Erwartungen im Vorjahr noch gestiegen waren. Der starke Rückgang der Ölpreise scheint im Durchschnitt keinen positiven konjunkturellen Effekt zu haben. Aufgrund der eingetrübten Konjunkturerwartungen sank der ifo-Index für die Weltwirtschaft im ersten Quartal 2016 von 89,6 auf 87,8 Punkte. Zwar hellten sich die Lagebeurteilungen geringfügig auf, die Erwartungen sind hingegen weniger positiv als im Vorquartal. Das Wachstum der Weltwirtschaft lässt somit weiterhin an Dynamik vermissen.4 Die Situation in den Schwellen- und Entwicklungsländern ist sehr heterogen und in vielen Fällen von wirtschaftlichen Herausforderungen geprägt. Mit einem Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von nur noch 6,9 % nach 7,3 % im Vorjahr ist China 2015 erneut langsamer gewachsen als angenommen. Grund ist der staatlich verordnete Wandel der Volkswirtschaft zu einem ausgewogeneren Wachstum von Industrieproduktion und Dienstleistungsangebot.5 Der IWF senkte auch für 2016 und 2017 seine Prognosen der wirtschaftlichen Entwicklung im Reich der Mitte auf 6,3 % und 6,0 %. Nach dem schwächsten Wachstum der Entwicklungs- und Schwellenländer seit der Finanzkrise 2008 mit 4,0 % im vergangenen Jahr rechnet der Internationale Währungsfonds für die kommenden beiden Jahre mit robusten Zuwachsraten von 4,3 % und 4,6 %.6 Die moderaten Zuwachsraten im Euroraum stabilisierten sich ebenfalls weiter. Für die Eurozone errechneten die Ökonomen des IWF einen Zuwachs von 1,5 % im vergangenen Jahr. Die systemischen Risiken reduzierten sich aufgrund eines Finanzierungsprogramms für Griechenland weiter, der Einfluss auf die Volatilität an den Finanzmärkten blieb somit begrenzt. Obwohl die Arbeitslosenquote in Ländern wie Spanien auf hohem Niveau verharrte, ging die Zahl der Menschen ohne Beschäftigung in der Eurozone im Gesamtjahr 2015 weiter zurück, was die positive konjunkturelle Entwicklung belegt.7 Deutschland verzeichnete laut IWF im Jahr 2015 ein Plus der Wirtschaftsleistung von 1,7 %.8 Der private Konsum und staatliche Ausgaben haben die deutsche Wirtschaft angetrieben, unterstützt durch die Situation auf dem Arbeitsmarkt, die Entlastung durch die gesunkenen Energiepreise und die niedrigen Zinsen. Die Arbeitsmarktsituation war 2015 mit einem Rückgang der Arbeitslosenquote auf durchschnittlich 6,4 % weiterhin stabil. Damit setzte sich der seit über 10 Jahren anhaltende Anstieg der Erwerbstätigkeit fort.9 Die Inflationsrate verringerte sich 2015 auf nur noch 0,3 % gegenüber dem Vorjahr.10 Die deutsche Wirtschaft ist kraftvoll in das neue Jahr gestartet. Laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal 2016 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,7 % gegenüber dem vierten Quartal 2015.11 Auch die USA verzeichneten im Jahr 2015 eine anhaltend positive Wirtschaftsleistung. Laut IWF legte das Bruttoinlandsprodukt der weltweit führenden Volkswirtschaft um rund 2,5 % zu. Die Inflationsrate bewegte sich mit 0,1 % hingegen deutlich unter Vorjahresniveau.12 Die Konjunktur in den Vereinigten Staaten ist unverändert in robuster Verfassung, gestützt durch weiterhin vorteilhafte Finanzierungsbedingungen und sich erholende Arbeits- und Wohnungsmärkte. Die Dollar-Stärke hingegen belastet das produzierende Gewerbe, zudem beeinträchtigt der niedrige Ölpreis die Ausrüstungsinvestitionen vor allem im Bergbausektor. Aufgrund möglicher Anhebungen des Leitzinssatzes erwarten die Experten des IWF für 2016 eine Entwicklung der Wirtschaftsleistung auf Vorjahresniveau.13
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http://www.imf.org/external/pubs/ft/weo/2015/update/01/ Branchenumfeld in den Segmenten der Geschäftstätigkeit von Bastei LübbeDer Buchmarkt in Deutschland präsentierte sich 2015 trotz einer seit zehn Jahren bestehenden massiven Medienkonkurrenz mit stabilen Marktzahlen. Insgesamt verzeichnete die Branche - stationärer Buchhandel, Bahnhofsbuchhandel, E-Commerce und Kauf-/Warenhäuser - einen Umsatzrückgang von 1,4 % auf 9,2 Milliarden Euro. Das Online-Geschäft des stationären Buchhandels wuchs deutlich mit 6 %, konnte den Umsatzrückgang der Buchhandlungen vor Ort aber nicht kompensieren. Zudem ist der Durchschnittsladenpreis der verkauften Titel seit zwei Jahren rückläufig.14 In Österreich entwickelte sich der Umsatz mit minus 1,1 % weniger defizitär als im Vorjahr. Der Rückgang in der Schweiz fiel dagegen mit 5,7 % noch deutlicher als 2014 aus.15 Wie auch im Vorjahr war die geringe Anzahl an starken Bestsellern ursächlich für die rückläufige Entwicklung.16 Die deutschen Verlage sehen laut dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels einen stetigen Innovationsbedarf. Dabei erstreckt sich die Definition von Innovation vom Ziel, inhaltlich neue und interessante Bücher zu machen, über das Bestreben, verstärkt Online-Dienste anzubieten, bis hin dazu, bessere Wege zu potenziellen Neukunden zu finden oder Arbeitsprozesse zu optimieren, ohne die Produktqualität zu gefährden.17 Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels beschreibt den Buchmarkt in Deutschland als vorbildlich in seiner Struktur. So haben Verlage und Buchhandlungen gezeigt, dass sie Umbruchsituationen für sich nutzen, neue Wege finden und klug investieren. Mit der Multi-Channel-Strategie der Buchhandlungen und einer aktiven Innovationskultur bei den Verlagen hat sich die Branche zukunftsfähig aufgestellt.18 Die Entwicklung im Buchmarkt wird auch weiterhin von der fortschreitenden Digitalisierung geprägt. Dementsprechend ordnet die Bastei Lübbe AG die Bereiche eBooks, Audio sowie den Games-Bereich seit dem Geschäftsjahr 2015/2016 dem neuen Segment Digital zu. Die Etablierung von eBooks sorgt für eine Verschiebung der Marktanteile zugunsten elektronischer Bücher - wenn auch noch auf niedrigem Niveau. Das eBook-Geschäft in Deutschland hat in den letzten fünf Jahren große Umsatzsprünge gemacht. Die Early Adopter sind inzwischen vom gedruckten zum digitalen Buch migriert. Nun verlangsamt sich bei den übrigen Lesern der Wechsel von Print zu digital - der Markt erreicht eine temporäre Sättigung. Dennoch ergeben sich im eBook-Segment weiterhin große Entwicklungschancen durch technische Möglichkeiten. So erlaubt eine Tracking-Software in eBooks Aufschluss über das Leseverhalten.19 Laut dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels ist die Nachfrage nach eBooks im vergangenen Jahr um rund 9 % gestiegen. Da der durchschnittlich bezahlte eBook-Preis gesunken ist, stieg der Umsatz nur um 4,7 % nach 7,6 % im Jahr 2014. Das elektronische Buch ist als Bestandteil des Buchmarkts fest etabliert: im vergangenen Jahr blieb die Zahl der eBook-Käufer mit 3,9 Mio. stabil auf Vorjahresniveau. Die durchschnittliche Zahl der erworbenen Titel pro Käufer stieg dabei 2015 auf rund 7 eBooks pro Jahr gegenüber 2014 mit 6,4 eBooks. Weiter ansteigend ist der Anteil der Belletristik am eBook-Umsatz von rund 84 % in 2014 auf etwa 86 % in 2015. Eine Vorliebe für eBooks entwickeln vor allem Frauen: 2015 waren gut 63 % der eBook-Käufer weiblich, 2011 waren es nur 48 Prozent. Damit liegt der Anteil der Käuferinnen von eBooks mittlerweile höher als im Buchmarkt gesamt (59 Prozent).20 21 Auf die Belletristik (Romane und Krimis) entfielen rund 86,0 % der eBook-Umsätze. Ratgeber sowie Kinder- und Jugendbücher steuerten jeweils knapp 4,0 % bei. Bei Sachbüchern/Lexika waren es etwa 5,0 %.22 Laut Börsenverein des Deutschen Buchhandels stieg der Umsatzanteil von eBooks am deutschen Publikumsmarkt im Jahr 2015 um 4,7 %. 2014 lag die Steigerungsrate noch bei 7,6 %.23 Der skizzierte Wandel der Branche hat wesentliche Auswirkungen auch auf das Geschäftsvolumen und die wichtigsten Erlösquellen von Bastei Lübbe. Das Segment "Digital" erwirtschaftete 2015/2016 rund 26 % des gesamten Konzernumsatzes der Bastei Lübbe AG. Daher wird Bastei Lübbe den digitalen Bereich kontinuierlich weiter ausbauen. Bastei Lübbe setzt u. a. mit seinem auf attraktive multimediale Leseinhalte fokussierten Streaming-Portal "oolipo" sowie seinem eBook-Shop "beam-ebooks.de" darauf, am erwarteten Wachstum im digitalen Bereich zu partizipieren.24 Die für Bastei Lübbe ebenfalls relevante Games-Branche legte im Berichtsjahr weiter zu. Der Gesamtmarkt für Computer- und Video spiele nahm 2015 um 4,5 % auf 2,81 Mrd. Euro zu. Laut dem Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) sind Computer- und Video spiele seit Jahren der dynamischste Kultur- und Medienmarkt in Deutschland, auch 2015 ist der Markt unbeirrt weiter gewachsen. Auch der Umsatz mit Abonnements im Computer- und Spielesegment ist in Deutschland 2015 erneut gestiegen. Während im Jahr 2014 mit Abonnements 139 Mio. Euro umgesetzt wurden, waren es 2015 schon 145 Mio. Euro. Das entspricht im Jahresvergleich einer Steigerung von 5 %. Besonders stark gestiegen ist der Umsatz mit virtuellen Gütern und Zusatzinhalten. So wuchs das Marktsegment im Vergleich zu 2014 um 18 % auf 562 Mio. Euro. Damit wurde in Deutschland erstmals die Umsatzgrenze von einer halben Milliarde Euro durchbrochen. Bei Computer- und Konsolenspielen hat sich in Deutschland der Kauf per Download als beliebte Alternative zum Kauf auf Datenträgern etabliert. Rund 33 % der Titel für PC und Konsole wurden 2015 als kostenpflichtiger Download bezogen, ein Jahr zuvor waren es 32 %. Auch beim Umsatz ist mit einer Steigerung von 2 % ein leichtes Plus zu verzeichnen. Die digitale Distribution birgt große Chancen für weiteres Wachstum. So lassen sich etwa neue Zielgruppen erschließen und auch kleine Entwicklerstudios erhalten durch die leichtere Eigenvermarktung die Chance, eine große, weltweite Fangemeinde zu gewinnen.25 Computer- und Video spiele fanden wie im Vorjahr auch auf der Frankfurter Buchmesse 2015 Anklang. So stellte Bastei Lübbe auf der Frankfurter Buchmesse das erste offizielle Videospiel vor, das auf einem Roman des britischen Weltbestsellerautors Ken Follett basiert: Das Game zu "Die Säulen der Erde" soll 2017 in den Verkauf kommen. Entwickelt wird es von Daedalic Entertainment, einer Beteiligung der Bastei Lübbe AG. Ken Follett war zu Gast auf der Frankfurter Buchmesse und sprach über diese Adaption seines Bestsellers. Der 1989 veröffentlichte historische Roman ist mit 25 Millionen Exemplaren eines der meistverkauften Bücher weltweit und wurde bereits als Film, TV-Serie, Hörbuch und Gesellschaftsspiel verwertet. Wie 2014 besuchte auch im abgelaufenen Jahr eine Delegation der Games-Branche die Frankfurter Buchmesse. Die Delegationsreise bot den Akteuren der Computer- und Videospielindustrie die Möglichkeit, persönliche Kontakte zu internationalen Entscheiden der Branche zu knüpfen und sich über mögliche gemeinsame Projekte, potenzielle Kunden und neue Absatzmärkte auszutauschen. Im August 2015 hatte eine Delegation von Verlegern das weltgrößte Event für Computer- und Video spiele, die gamescom in Köln, deren fachlicher und konzeptioneller Träger der BIU ist, für einen Informationsbesuch genutzt. Dies ist einmal mehr ein Beleg dafür, dass Bastei Lübbe mit der Strategie, nachhaltig in diesem Bereich zu investieren, auf dem richtigen Weg ist.26 Nach einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) nutzten im ersten Halbjahr 2015 etwa 1,4 Mio. Deutsche Bezahl-Abos und Streamingdienste für Bücher. Der Umsatz belief sich auf rund 30 Mio . Euro. Die Konsumenten zahlen in diesem noch jungen Markt für digitale Lese-Flatrates rund ein Drittel des Preises eines einzelnen eBooks. Bücher wie auch Filme und Musik stehen laut GfK im Streaming hoch in der Gunst der Nutzer. Die Nutzer dieser Modelle sind stark auf das Ausleihen fokussiert. Mehr als die Hälfte der Abonnenten kaufte in diesem Zeitraum keine gedruckten oder elektronischen Bücher mehr, sondern nutzten ausschließlich Bezahl-Abonnements. Diesem Konsumentenverhalten tragen Angebote wie oolipo besonders durch die Ausrichtung auf kurzformatige Inhalte Rechnung.27 Das Branchensegment des Buch-Streamings selbst erhält durch kurzformatige, multimediale und attraktive Leseinhalte wie exklusive Inhalte, Serien und Comics einen Wachstumsschub. Dabei werden die Inhalte auf Tablets und Smartphones dargestellt und nicht wie bei einem klassischen eBook auf einem Reader.28 Laut einer Studie des US-amerikanischen Marktforschungsunternehmens Codex und der Fachzeitschrift Buchbranche besitzen 78 % der befragten Buchkäufer ein Smartphone, aber nur 14 % lesen damit aktuell Bücher. Dieser Anteil soll in den kommenden Jahren stark steigen, da die 18- bis 24-Jährigen schon heute zu 30 % das Smartphone zum Lesen nutzen.29 Die Formate von Streaming-Portalen für kurzformatige Inhalte eignen sich zudem für den Konsum im Reiseverkehr. Dabei testen die Reise- und Verkehrsunternehmen das Bücher-Streaming aktuell in Bahn, Flugzeug und Bus.30 Der Trend zu kurzformatigen Inhalten zeigt sich auch im Bereich des klassischen Audio-Streamings.31 Der Romanhefte- und Rätselmarkt darf gemessen an der rückläufigen Entwicklung des gesamten Pressemarktes als relativ stabil bezeichnet werden. Nach wie vor steht das gesamte RCR-Sortiment für gut 10% des Zeitschriften-Erlöses im Einzelhandel. Im Vergleich 2015/Q4 zu 2014/Q4 konnten der Rätselumsatz branchenweit um 4,8% und der Romanheft-Umsatz um 5,1% gesteigert werden (Quelle: Pressegrosso DataWarehouse, Umsatz in € VKP). Dies allerdings basierte zum einen auf einer deutlichen Ausweitung der Folgen (Rätsel +9,8%, Romanhefte +16,7%), resultierend aus einem erhöhten Titelausstoß oder einer Verkürzung des Erscheinungsintervalls, sowie - insbesondere im Romanheft-Segment - einer Erhöhung der Copypreise. Nach wie vor drängen im gesamten RCR-Segment immer wieder neue Marktteilnehmer in die ohnehin überfüllten Presseregale, sodass sich der Umsatz auf immer mehr Titel verteilt. Das Segment "Non-Book" umfasst Geschenkartikel und Wohnaccessoires, die unter der Marke Räder vertrieben werden. Räder zeigte als einer der wenigen Anbieter im Segment der Wohn- und Tischaccessoires sowie hochwertigen Geschenkartikel im abgelaufenen Geschäftsjahr eine positive Umsatzentwicklung. Überproportionales Wachstum konnte sowohl durch die Neuerstellung einer Frühlings-/Osterkollektion als auch ein boomendes Weihnachtsgeschäft erzielt werden. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist der stetige Ausbau der Export Aktivitäten; allein dort erzielte Räder im zurückliegenden Geschäftsjahr ein Umsatzplus von 44%, wobei die größten Steigerungen in Frankreich und Belgien generiert wurden. Auch die drei großen Buchhandelsfilialisten (Thalia, Mayersche und Hugendubel) entwickeln sich nach zwischenzeitlichen Umsatzrückgängen wieder deutlich positiv. Der größte Umsatzzuwachs lag dabei deutlich bei Thalia mit einer Steigerung von 54% zum Vorjahr. Ebenfalls erfreulich: Räder konnte Douglas als neuen Großkunden gewinnen.
13
http://www.imf.org/external/pubs/ft/weo /2016/update/01/pdf/0116.pdf Ertrags-, Vermögens- und FinanzlageGesamtaussage des VorstandesDurch den Wegfall von Gewinnen aus Übergangskonsolidierung und Neubewertung im Zuge der rückwirkenden Änderung des Konsolidierungskreises und Konzernabschlusses hat sich das Konzernergebnis von Bastei Lübbe in den Geschäftsjahren 2014/2015 und 2015/2016 um insgesamt 7,2 bzw. 7,9 Millionen Euro - also 15,1 Millionen Euro insgesamt - verschlechtert. Das Geschäftsjahr 2015/2016 verlief für Bastei Lübbe insgesamt dennoch zufriedenstellend, war aber auch geprägt durch außerplanmäßige Aufwendungen. Sowohl Umsatz als auch EBITDA waren im Vergleich zum Vorjahr rückläufig und bewegten sich - jenseits von Korrekturen der Beteiligungsbewertung - unterhalb des geplanten Niveaus. Bastei Lübbe ordnet seit dem Geschäftsjahr 2015/2016 die Bereiche eBooks, Audio sowie den Games-Bereich erstmalig dem neuen Segment Digital zu. Aufgrund der veränderten Segmentstruktur wurden die Vorjahreswerte der Segmentberichterstattung angepasst. Darüber hinaus sind aufgrund der rückwirkenden Konsolidierungskreisänderung nunmehr auch die Vermögenswerte und Schulden der oolipo AG in den Bilanzwerten des Vorjahres enthalten. ErtragslageDie Umsatzerlöse sanken im Geschäftsjahr von 110,2 Mio. Euro im Vorjahr auf 104,9 Mio. Euro. Zum Konzernumsatz haben die Bastei Lübbe AG 94,7 Mio. Euro (im Vorjahr 102,8 Mio. Euro) sowie deren Tochtergesellschaften Daedalic Entertainment GmbH 7,8 Mio. Euro (nach 6,0 Mio. Euro im Vorjahr), oolipo AG 0,3 Mio. Euro (im Vorjahr 0,2 Mio. Euro), BookRix GmbH & Co. KG 2,4 Mio. Euro (im Vorjahr 1,2 Mio. Euro) und die im September 2015 gegründete BEAM Shop GmbH 0,1 Mio. Euro beigetragen. Auf Segmentebene haben sich die Umsätze wie folgt entwickelt: "Buch" unter Plan: 48,3 Mio. Euro (Vorjahr: 56,5 Mio. Euro); "Digital" leicht über Plan: 29,7 Mio. Euro (Vorjahr: 28,8 Mio. Euro), "Non-Book" über Plan: 17,0 Mio. Euro (Vorjahr: 14,5 Mio. Euro), "Romanhefte und Rätselmagazine" leicht unter Plan: 9,8 Mio. Euro (Vorjahr: 10,5 Mio. Euro). Der Umsatzrückgang im Segment "Buch" erklärt sich vor allem aus einem allgemeinen Rückgang der physischen Umsätze bundesweit, aber auch der Tatsache geschuldet, dass im Geschäftsjahr 2014/2015 insbesondere im HC-Bereich im Weihnachtsgeschäft höhere Umsätze erwirtschaftet wurden, als im Geschäftsjahr 2015/2016. Die Umsatzsteigerung im Segment "Non-Book" resultiert vor allem aus der positiven Entwicklung im Bereich Räder. Die Umsätze im Segment "Romanhefte und Rätselmagazine" bewegen sich in etwa auf Vorjahresniveau. Der Materialaufwand ist von 53,1 Mio. Euro im Vorjahr auf 46,9 Mio. Euro gesunken. Dies bezieht sich insbesondere auf die Aufwendungen für bezogene Leistungen, die von 28,9 Mio. Euro im Vorjahr auf 26,6 Mio. Euro gesunken sind und die Aufwendungen für Honorare und Abschreibungen auf Autorenhonorare, die von 23,8 Mio. Euro auf 19,8 Mio. Euro gesunken sind. Grund für die niedrigeren Honorarkosten sind der umsatzbedingte Rückgang sowie die im Vorjahr vorgenommen Sonderabschreibungen auf Autorenhonorare. Der Personalaufwand ist von 21,8 Mio. Euro im Vorjahr auf 24,0 Mio. Euro gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von 27,0 Mio. Euro im Vorjahr auf 29,0 Mio. Euro gestiegen. Der Anstieg resultiert insbesondere aus dem Entkonsolidierungsverlust aus dem Verkauf der Anteile an der Präsenta Promotion International GmbH. Das EBITDA hat sich - jenseits von Korrekturen der Beteiligungsbewertung - unter Plan entwickelt und liegt nach Bewertungskorrektur im Konzern bei 6,7 Mio. Euro nach 10,4 Mio. Euro im Vorjahr. Hierzu hat das Segment "Buch" 2,2 Mio. Euro beigetragen (Vorjahr: 1,1 Mio. Euro), das Segment "Digital" 1,4 Mio. Euro (Vorjahr: 5,5 Mio. Euro), das Segment "Non-Book" 1,4 Mio. Euro (Vorjahr: 1,9 Mio. Euro) und das Segment "Romanhefte und Rätselmagazine" 1,7 Mio. Euro (Vorjahr: 1,9 Mio. Euro). Das EBITDA des Segmentes "Buch" hat sich erfreulich entwickelt. Das EBITDA der Segmente "Romanhefte und Rätselmagazine" und "Non-Book" ist leicht rückläufig. Der Rückgang im Segment "Non Book" ist dabei auf den Verlust aus dem Verkauf der Präsenta Promotion International GmbH zurückzuführen. Der Rückgang im Segment "Digital" ist im Wesentlichen auf einen Umsatzrückgang im Bereich Audio und Bastei Entertainment, Abfindungen für Vorstände sowie erhöhte Mehrwertsteuern aufgrund der Änderung der gesetzlichen Vorgaben zurückzuführen. So unterliegen die aus Luxemburg erzielten Umsätze (u.a. Amazon, Apple) seit dem 1. Januar 2015 einem Mehrwertsteuersatz von 19 % statt 3 %. Alle Ergebniskennzahlen des Bastei Lübbe-Konzerns sind - jenseits von Korrekturen der Beteiligungsbewertung -durch außerplanmäßige Aufwendungen beeinflusst. Hierzu zählt u.a. der Entkonsolidierungsverlust aus der Präsenta Promotion International GmbH und Aufwendungen für Abfindung etc. der ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder mit insgesamt rd. 2,7 Mio. Euro. Insgesamt liegt das Periodenergebnis nach Bewertungskorrektur bei -0,3 Mio. Euro nach 3,0 Mio. Euro im Vorjahr. VermögenslageDie Bilanzsumme der Bastei Lübbe AG ist im Vergleich zum 31. März 2015 um 5,4 Mio. Euro von 117,2 Mio. Euro auf 111,8 Mio. Euro gesunken. Die langfristigen Vermögenswerte betragen 66,7 Mio. Euro nach 60,6 Mio. Euro zum 31. März 2015. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf Investitionen in selbst erstellte Computerspiele und in die Streamingplattform oolipo sowie auf gestiegene Autorenhonorare zurückzuführen. Die kurzfristigen Vermögenswerte betragen zum 31. März 2016 45,1 Mio. Euro nach 56,5 Mio. Euro zum 31. März 2015. Die Vorräte sind mit 20,3 Mio. Euro nach 19,7 Mio. Euro um 0,6 Mio. Euro gestiegen, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 1,4 Mio. Euro auf 18,3 Mio. Euro (nach 16,9 Mio. Euro zum 31. März 2015) und die finanziellen Vermögenswerte liegen mit 4,6 Mio. Euro zum 31. März 2016 um 0,7 Mio. Euro unter denen zum 31. März 2015 (5,3 Mio. Euro). Außerdem sind die Zahlungsmittel von 13,7 Mio. Euro zum 31. März 2015 um 13,1 Mio. Euro auf 0,6 Mio. Euro gesunken. Das Eigenkapital beträgt inkl. der Eigenkapitalanteile nicht-beherrschender Gesellschafter 49,7 Mio. Euro nach 53,4 Mio. Euro zum 31. März 2015. Der Rückgang ist auf die Dividenden-Ausschüttung von insgesamt rd. 4 Mio. Euro zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote liegt damit bei 44,4 % nach 45,6 % im Vorjahr. Die Schulden haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Mio. Euro von 63,8 Mio. Euro auf 62,1 Mio. Euro reduziert. Darüber hinaus war die Anleihe in Höhe von 30,0 Mio. Euro zum 31. März 2016 aufgrund des Rückzahlungstermins (26. Oktober 2016) in die kurzfristigen Schulden umzugliedern, so dass die verbliebenen langfristigen Schulden mit 4,8 Mio. Euro zum 31. März 2016 um 30,2 Mio. Euro unter denen zum 31. März 2015 (35,0 Mio. Euro) liegen. Durch die oben genannte Umgliederung der Anleihe liegen die kurzfristigen Schulden mit 57,3 Mio. Euro zum 31. März 2016 deutlich über denen zum 31. März 2015 (28,7 Mio. Euro). Finanzlage/Liquidität/FinanzierungBedingt durch eine hohe Mittelbindung im working capital, weiterhin hohe Investitionen, insbesondere in immaterielle Vermögenswerte, und die Dividenden-Auszahlung an die Aktionäre ist der Finanzmittelbestand im Geschäftsjahr 2015/2016 deutlich zurückgegangen. Er beträgt zum 31. März 2016 0,6 Mio. Euro (Vorjahr: 13,7 Mio. Euro) und umfasst Kassenbestände sowie kurzfristige Bankguthaben. Bastei Lübbe finanziert sich neben dem Eigenkapital bislang vor allem über eine Anleihe von nominal 30 Mio. Euro, die noch bis Oktober 2016 läuft. Bereits im Oktober 2015 hat Bastei Lübbe mit einem namhaften Bankenkonsortium einen Konsortialkreditvertrag im Gesamtvolumen von 33 Mio. Euro abgeschlossen, der inzwischen bedingt durch die Übernahme der BuchPartner GmbH und LYX sowie zur Vorfinanzierung von Buchtiteln namhafter Autoren auf 53 Mio. Euro aufgestockt wurde. Der Konsortialkredit hat eine Laufzeit von sechs Jahren und soll unter anderem dazu verwendet werden, die Anleihe zurückzuzahlen und weiterhin die Liquidität von Bastei Lübbe sicherzustellen. Der Bastei Lübbe-Konzern verfügt somit nach wie vor über eine stabile Finanz- und Liquiditätsstruktur und ist jederzeit in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. MitarbeiterZum Ende des Geschäftsjahres beschäftigte Bastei Lübbe 413 Mitarbeiter (ohne Auszubildende, Volontäre) gegenüber 420 Mitarbeitern im Geschäftsjahr 2014/2015. Hierin sind die Mitarbeiter der Tochtergesellschaften Daedalic, oolipo, BEAM Shop und BookRix berücksichtigt. Mitarbeiterbefragung2015 wurde für den Verlagsbereich eine neue Mitarbeiterbefragung durchgeführt, um die Zufriedenheit der Mitarbeiter zu eruieren und Verbesserungspotenziale zu identifizieren. 93,6 % der Mitarbeiter haben bei der Befragung mitgemacht, was die Beteiligung der letzten Befragung 2012 noch übertroffen hat. In fast allen abgefragten Kategorien von Zufriedenheit über Identifikation und Motivation sowie Führung wurden Verbesserungen erreicht. Die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung wurden verlagsweit veröffentlicht. Die Ergebnisse einzelner Teams wurden nur in den jeweiligen Teams offengelegt und diskutiert, um so effektive Verbesserungsmaßnahmen benennen zu können. WeiterbildungDie Mitarbeiter von Bastei Lübbe bilden das Fundament für den Erfolg. Wir bieten unseren Mitarbeitern verschiedene Möglichkeiten zur Aus- und Weiterbildung an. In Jahresgesprächen zwischen Mitarbeiter und Führungskraft und in Absprache mit den Fachabteilungen wird der jeweils individuelle Bedarf an fachlicher Weiterbildung ermittelt, Wünsche und Anforderungen werden gesammelt und unser Weiterbildungsangebot wird daraus abgeleitet. Dieses reicht von Inhouseschulungen zum Auffrischen alltäglicher IT-Kenntnisse oder übergreifender Themen wie Projektmanagement bis hin zu spezifischer individueller Weiterbildung für einzelne Mitarbeiter in auswärtigen Schulungen. Berufsbegleitendes und berufsbezogenes Studium wird ebenfalls unterstützt. Darüber hinaus arbeiten wir auf Führungskräfteebene mit abteilungsübergreifenden Programmen zum Führungskräftetraining, um hier die Kompetenzen und Selbstreflexion weiter auszubauen, das Miteinander zu stärken und bereichsübergreifendes Verständnis zu fördern. Gesundheitsmanagement / BetriebssportFür die tägliche Arbeit sind gesunde, motivierte und leistungsfähige Mitarbeiter eine wesentliche Voraussetzung. Ergänzend zum Arbeitsumfeld und den Weiterbildungsmöglichkeiten bauen wir das Angebot der Gesundheitsvorsorge für die Mitarbeiter weiter aus. Von Massagen und einem Gesundheitstag bis zur Unterstützung von regelmäßigen sportlichen Aktivitäten im Mitarbeiterkreis, wie z.B. eine Fußball- und Yogagruppe, fördern wir die gesundheitliche Prävention. FamilienfreundlichkeitDer Wunsch nach Vereinbarung persönlicher und beruflicher Lebensplanung nimmt einen immer größeren Stellenwert ein. Bereits im dritten Jahr unterstützen wir unsere Mitarbeiter im Rahmen einer familienfreundlichen Personalpolitik mit kostenfreien Beratungs- und Vermittlungsleistungen in den Bereichen Kinderbetreuung und der Pflege von Angehörigen. Neu hinzugekommen im Bereich der betrieblich unterstützten Kinderbetreuung ist nun auch ein Krippenbelegplatzangebot, das den beruflichen Wiedereinstieg sowohl für uns als auch für die Eltern frühzeitiger und besser planbar machen soll. Außerdem werden bei uns selbstverständlich auch flexible Teilzeit-oder Homeoffice-Lösungen ermöglicht. Gesellschaftliches EngagementAls Medienunternehmen sind wir uns auch unserer hohen gesellschaftlichen Verantwortung bewusst. Mit unseren Romanheften und Rätselmagazinen, Büchern und eBooks erreichen wir jährlich viele Millionen Leser. Die von uns verbreiteten Inhalte wirken sich somit auf die Meinungsbildung der Leser aus. Bei der Auswahl unseres Programmes, das heißt auch bei den einzelnen Titeln, sind wir uns unserer Verantwortung bewusst. Insbesondere mit unserem Sachbuch-Programm versuchen wir, gesellschaftliche und politische Diskussionen zu begleiten. Mit Spenden an gemeinnützige Organisationen, insbesondere im Kinderbereich, versuchen wir ebenfalls, diesem Anforderungsprofil und unserer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden. Die der Familie Lübbe zuzuordnende Ursula Lübbe Stiftung unterstützt dies, insbesondere durch Projekte im Bereich Kinderliteratur etc. Verantwortung entlang der WertschöpfungsketteNachhaltigkeitNachhaltigkeit bedeutet für uns die sinnvolle Verknüpfung von Ökologisch verträglichem und sozial ausgewogenem Handeln mit Ökonomischem Erfolg. Wir sind uns unserer Verantwortung für die nächsten Generationen bewusst. Integraler Bestandteil unserer Unternehmensstrategie ist auch das schonende Nutzen der Ressourcen. Sowohl bei der Beschaffung von Papier als auch beim Druck legen wir höchsten Wert darauf, dass das Thema Nachhaltigkeitsstrategie auch Berücksichtigung findet. BeschaffungEine der wichtigsten Voraussetzungen für den wirtschaftlichen Erfolg von Bastei Lübbe sind langjährige Lieferantenbeziehungen. Dies gilt für die meisten ausgelagerten Dienstleistungsbereiche, wie Auslieferung, Druck, Papierbeschaffung etc. Im Bereich Druck arbeitet Bastei Lübbe im Wesentlichen mit zwei Großdruckereien in Deutschland zusammen. Mit beiden sind Rahmenverträge über mehrere Jahre abgeschlossen. Dies gilt auch für die Auslieferung. Im Bereich der Geschenkartikel bestehen zahlreiche Verträge mit Lieferanten und Herstellern im asiatischen Raum. Hier informieren sich die Mitarbeiter von Bastei Lübbe mindestens einmal jährlich über die Arbeitsbedingungen vor Ort und haben Beauftragte in Asien, die auch unterjährig die Arbeitsumstände überprüfen. Corporate GovernanceDie Gesellschaft hat sich auch im Geschäftsjahr 2015/16 erneut mit den Inhalten des Deutschen Corporate Governance-Kodex befasst. Bis auf wenige Ausnahmen befolgt Bastei Lübbe die Empfehlungen und Anregungen des Corporate Governance-Kodexes. Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen am 9. Juni 2016 eine eingeschränkte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abzugeben, wonach die Gesellschaft mit Ausnahme der Ziffern 4.2.3 und 5.1.2 den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance-Kodexes in der Fassung vom 5. Mai 2015, veröffentlicht im Bundesanzeiger am 12. Juni 2015, entspricht. Die aktuelle Entsprechenserklärung sowie alle früheren Entsprechenserklärungen wurden den Aktionären auf der Unternehmenswebsite dauerhaft zugänglich gemacht (siehe https://www.luebbe.com/de/investor-relations/corporate-governance/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung). Weitergehende Erläuterungen zur Corporate Governance können sie dem "Corporate Governance-Bericht" entnehmen. NachtragsberichtEs sind folgende Ereignisse nach dem Bilanzstichtag eingetreten, die von wesentlicher Bedeutung für Bastei Lübbe sind: 1.) Mit notariellem Kaufvertrag vom 21. März 2016 hat die Bastei Lübbe AG eine 51 %ige Beteiligung an der BuchPartner GmbH mit Sitz in Darmstadt von der Familie Gellert erworben. Der Kaufpreis für die 51 % betrug 10.200.000,00 Euro. Der Kaufvertrag ist am 11. April 2016 wirksam geworden. Im Rahmen einer vorläufigen Kaufpreisallokation ist ein Teil des Kaufpreises als Step Up auf die Vorräte übertragen worden. Der Rest des Kaufpreises wird als Goodwill aktiviert. Klaus Kluge wurde zum Geschäftsführer der BuchPartner GmbH neben Herrn Kai Gellert bestellt. Die Beteiligung wird ab April 2016 vollkonsolidiert. Der Kaufpreis wird über die Hausbanken, die den Konsortialkredit über 33 Mio. Euro gewährt haben, finanziert. Zu diesem Zweck ist der Konsortialkredit um einen Betrag in Höhe von 10 Mio. Euro auf 43 Mio. Euro aufgestockt worden. Die Vollkonsolidierung der Beteiligung führt dazu, dass sich der Umsatz im ersten Geschäftsjahr um ca. 43 Mio. Euro erhöhen wird und auch das EBITDA im Rahmen der Konsolidierung ansteigen wird. Die Bilanzsumme wird sich durch die Konsolidierung ebenfalls erhöhen. 2.) Mit Kaufvertrag vom 4. Mai 2016 hat die Bastei Lübbe AG die Marken "LYX" und "INK" von der Egmont Verlagsgesellschaft mbH übernommen. Vereinbart wurde auch, dass die Lektoratsmitarbeiter (7) ein Übernahmeangebot erhalten. Der vorläufige Kaufpreis für den Asset Deal beträgt 5,4 Mio. Euro zzgl. Mehrwertsteuer. Damit verpflichtet sich Egmont an Bastei Lübbe die zum 31. Mai 2016 bei der VVA in Gütersloh und an anderen Stellen befindlichen Bücher auf Bastei Lübbe zu übertragen, die Autorenverträge - soweit rechtlich möglich - abzutreten sowie die noch offenen Garantieansprüche gegenüber den Autoren an Bastei Lübbe abzutreten. Im Kaufpreis inbegriffen ist ein vorläufiger Betrag für die geleisteten Anzahlungen an Autoren und die externen Kosten für die Herstellung der Bücher, die nach dem 31. Mai 2016 erscheinen. Wirtschaftlich geht das Geschäft zum 1. Juni 2016 auf die Bastei Lübbe AG über. Zum Zwecke der Finanzierung des Kaufpreises LYX sowie der Vorfinanzierung diverser Bücher ist der Konsortialkredit von 43 Mio. Euro (siehe Ziffer 1.) um weitere 10 Mio. Euro auf jetzt 53 Mio. Euro erhöht worden. Der mit LYX geplante Umsatz liegt zwischen 7,0 und 8,0 Mio. Euro mit einem EBITDA-Anteil von mindestens 15 %. 3.) Am 26. und 29. Juli haben die drei Aufsichtsratsmitglieder Dr. Friedrich Wehrle, Prof. Dr. Michael Nelles und Prof. Dr. Gordian Hasselblatt die Niederlegung ihrer Ämter mit Ablauf der kommenden ordentlichen Hauptversammlung erklärt. Auf Vorschlag des Aufsichtsrats sollen die frei werdenden Sitze im Aufsichtsrat Herr Robert Stein, Herr Prof. Dr. Friedrich L. Ekey sowie Herr Dr. Mirko Alexander Caspar übernehmen. Es ist vorgesehen, dass Herr Stein den Aufsichtsratsvorsitz übernimmt. 4.) Am 23. August 2016 beschlossen Aufsichtsrat und Vorstand, den veröffentlichten Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015/16 zu ändern. Dieser Schritt wurde aufgrund einer Neueinschätzung der Beziehung zum britischen Investor Blue Sky Tech Ventures Ltd., London, notwendig. Aufgrund der Bilanzstruktur von Blue Sky und vertraglichen Beziehungen mit der Bastei Lübbe AG beherrscht die Bastei Lübbe AG Blue Sky im Sinne von IFRS 10. Blue Sky ist daher mit Wirkung des Anteilskaufvertrags oolipo zum 31. März 2015 zu konsolidieren. Dies hat weitere wesentliche bilanzielle Auswirkungen auf den Konzernabschluss, da als Folge sowohl die oolipo AG wie auch die Daedalic Entertainment GmbH durchgängig in den Jahren 2014/15 und 2015/16 vollzukonsolidieren sind. Darüber hinaus entfallen Zwischengewinne aus Geschäften mit Bastei2B Ltd., einer 100%igen Tochtergesellschaft von Blue Sky. Zu weiteren Einzelheiten verweisen wir auf unsere Ausführungen im Konzernanhang. 5.) Vier Jahre nach Erscheinen des letzten Buches von Bestsellerautor Dan Brown veröffentlicht Bastei Lübbe in Deutschland am 26. September 2017 die lang ersehnte Fortsetzung der Bestseller-Reihe um den Harvard-Professor Robert Langdon. 6.) Aufgrund der Änderung des Konzernabschlusses der Gesellschaft auf den 31. März 2016 und der sich daraus ergebenden bilanziellen Änderungen haben sich außerordentliche Kündigungsrechte der kreditgebenden Banken ergeben. Die Banken haben mit Schreiben vom 14. Oktober 2016 auf die Ausübung der außerordentlichen Kündigungsrechte verzichtet. In diesem Zusammenhang wurden die zu erreichenden künftigen Finanzkennzahlen den aktuellen Erfordernissen angepasst. Folgende Mitteilungen nach § 20 Abs. 6 AktG und nach § 26 Abs. 1 WpHG veröffentlichte Mitteilungen (§ 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG) wurden nach dem Bilanzstichtag veröffentlicht: Am 19.07.2016 wurde eine Stimmrechtsmitteilung veröffentlicht: Stimmrechtsmitteilung vom 19.07.20161. Angaben zum EmittentenBastei Lübbe AG Schanzenstraße 6 - 20 51063 Köln Deutschland 2. Grund der Mitteilung
3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen
4. Namen der Aktionäremit 3% oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3. Allianz Lebensversicherung-AG 5. Datum der Schwellenberührung02.07.2016 6 Gesamtstimmrechtsanteile
7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständena. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG)
b.1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG
b.2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG
8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen
9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)
Am 20.07.2016 wurde eine Stimmrechtsmitteilung veröffentlicht: Korrektur einer am 19.07.2016 veröffentlichten Stimmrechtsmitteilung1. Angaben zum EmittentenBastei Lübbe AG Schanzenstraße 6 - 20 51063 Köln Deutschland 2. Grund der Mitteilung
3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen
4. Namen der Aktionäremit 3% oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3. Allianz Lebensversicherung-AG 5. Datum der Schwellenberührung02.07.2016 6. Gesamtstimmrechtsanteile
7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständena. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG)
b.1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG
b.2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG
8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen
9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)
Am 28.07.2016 wurde eine Stimmrechtsmitteilung veröffentlicht: Stimmrechtsmitteilung vom 28.07.20161. Angaben zum EmittentenBastei Lübbe AG Schanzenstraße 6 - 20 51063 Köln Deutschland 2. Grund der Mitteilung
3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen
4. Namen der Aktionäremit 3% oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3. 5. Datum der Schwellenberührung21.07.2016 6. Gesamtstimmrechtsanteile
7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständena. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG)
b.1 Instrumente i S d § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG
b.2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG
8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen
9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)
Am 14.09.2016 wurde eine Stimmrechtsmitteilung veröffentlicht: Stimmrechtsmitteilung vom 14.09.20161. Angaben zum EmittentenBastei Lübbe AG Schanzenstraße 6 - 20 51063 Köln Deutschland 2. Grund der Mitteilung
3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen
4. Namen der Aktionäremit 3% oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3. 5. Datum der Schwellenberührung08.09.2016 6. Gesamtstimmrechtsanteile
7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG)
b.1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG
b.2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG
8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen
9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)
Weitere Ereignisse sind nicht eingetreten, die für Bastei Lübbe von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung des Konzerns führen könnten. Risiko- und ChancenberichtRisikomanagementsystemPrimäres Ziel von Bastei Lübbe ist die Umsatzausweitung und insbesondere die Ausweitung des EBITDAs sowie die Erreichung eines nachhaltigen positiven Ergebnisses zur Steigerung des Unternehmenswertes. Als international agierendes Unternehmen ergeben sich eine Vielfalt von unternehmerischen Chancen, aber auch Risiken. Bastei Lübbe strebt ein ausgewogenes Chancen-/Risikenverhältnis an und erfasst und analysiert dazu die sich aus der Geschäftstätigkeit ergebenden Chancen und Risiken regelmäßig, überwacht diese und trifft geeignete Maßnahmen, sofern dies notwendig ist. Im Geschäftsjahr 2014/2015 hatte der Vorstand eine vollständige Risikoinventur vorgenommen. Es ist ein neues allgemeines Risikomanagementsystem eingeführt worden. Ziel des Risikomanagementsystems ist es, Risiken für den Konzern rechtzeitig zu identifizieren, um Gegenmaßnahmen ergreifen und Kontrollen durchführen zu können. Überschaubare und angemessene sowie beherrschbare Risiken werden bewusst eingegangen, wenn damit ein angemessener Ertrag erwartet wird. Soweit möglich, werden Risiken versichert. Für alle anderen Risiken werden geeignete Gegensteuerungsmaßnahmen festgelegt und die Einhaltung der Maßnahmen regelmäßig überwacht. Die Steuerungsmaßnahmen sowie die Risikosituationen werden bei Bedarf, mindestens aber jährlich überarbeitet und aktualisiert. Das Risikomanagementsystem regelt insbesondere die Erkennung und Überprüfung von Risiken in folgenden Bereichen:
Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement trägt der Vorstand. Er gibt die Risikopolitik vor und entscheidet über die zu tragenden Risiken sowie die Steuerungsmaßnahmen. Treten Risiken auf, die einen wesentlichen Einfluss auf die Risikolage der Gesellschaft haben, wird der Vorstand umgehend informiert. Der Vorstand berichtet regelmäßig dem Aufsichtsrat über das Risikomanagement. Trotz dieser Bemühungen kann das Chancen- und Risikomanagementsystem keine vollständige Sicherheit bezüglich des Erreichens der damit verbundenen Ziele geben. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Einrichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein. Kontrollen können aus Fehlern oder Irrtümern heraus in Einzelfällen nicht funktionsfähig sein oder Veränderungen von Umgebungsvariablen können trotz entsprechender Überwachung verspätet erkannt werden. Gleiches gilt für vorsätzliche Schädigungshandlungen durch Personen. Rechnungslegungsbezogenes Risikomanagementsystem und Internes KontrollsystemDie Ziele des rechnungslegungsbezogenen RMS und des IKS sind die Verlässlichkeit der externen und internen Rechnungslegung und eine zeitnahe Bereitstellung von Informationen. Außerdem soll die Berichterstattung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Bastei Lübbe vermitteln. Eine Kernfunktion der Rechnungslegungs- und Finanzberichterstattungsprozesse ist die Steuerung der Bastei Lübbe AG und ihrer operativen Einheiten. Basis sind die vom Vorstand entwickelten Zielvorgaben. Auf Basis der Dreijahresplanung und den monatlichen Forecast-Planungen wird eine rollierende mittelfristige Planung erarbeitet. Grundsätzlich besteht ein 4-Augen-Prinzip beim Berichtswesen sowie im Rahmen der Abschlussprozesse. Außerdem bestehen organisatorische Maßnahmen in Verbindung mit Zugriffsberechtigung auf Rechnungslegungs- und Finanzsysteme. Der Rechnungslegungsprozess von Bastei Lübbe ist entsprechend der Größe des Konzerns ausgestaltet. Die rechnungslegungsbezogenen Geschäftsdaten der einbezogenen Konzernunternehmen werden in der Konzernzentrale zusammengeführt. Die Konzernzentrale überwacht neben der Einhaltung der Bilanzierungsvorschriften auch die inhaltliche Einhaltung der Arbeitsabläufe. Wesentliche, für die Rechnungslegung der einbezogenen Konzernunternehmen relevante Informationen und Sachverhalte werden vor deren Erfassung mit den einzelnen Fachbereichen erörtert und durch das Rechnungswesen kritisch auf ihre Konformität mit geltenden Rechnungslegungsvorschriften gewürdigt. Die Abschlussinhalte der einbezogenen Konzernunternehmen werden regelmäßig analysiert und unter Einbezug weiterer Fachbereiche auf Richtigkeit überprüft. Bei Bedarf wird bei der Erstellung des Konzernabschlusses Bastei Lübbe extern fachlich unterstützt. Neben Risiken aus der Nichteinhaltung von Bilanzierungsregeln können Risiken aus der Missachtung formaler Termine und Fristen entstehen. Zur Vermeidung derartiger Risiken wie auch zur Dokumentation der im Rahmen der Konzernabschlusserstellung durchzuführenden Arbeitsabläufe hat Bastei Lübbe einen Abschlusskalender erstellt. Er gibt Auskunft über die zeitliche Abfolge und die Verantwortlichkeiten. Mit Hilfe dieses Kalenders überwacht Bastei Lübbe sowohl die Einhaltung der vorgegebenen Arbeitsabläufe wie auch die Einhaltung vorgegebener Termine. Dies ermöglicht eine Statusverfolgung, um Risiken rechtzeitig zu erkennen und zu beseitigen. Wesentliche RisikenDie Risikobewertung setzt sich aus den Komponenten Eintrittswahrscheinlichkeit und Grad der Auswirkung auf das EBITDA zusammen. Bei der Identifizierung von wesentlichen Risiken werden alle Sachverhalte im Hinblick auf ihre finanzielle Wesentlichkeit beurteilt, wobei die Beurteilung brutto erfolgt, d.h. ohne Berücksichtigung eventueller risikomindernder Maßnahmen. Darüber hinaus wird für jedes Risiko die Eintrittswahrscheinlichkeit bestimmt. 3ei der Einordnung der Wesentlichkeit gelten folgende Kriterien:
In der Kombination der Komponenten unterscheiden wir zwischen hohem Risiko (hoher Handlungsbedarf), mittlerem Risiko (gegebenenfalls Handlungsbedarf) und geringem Risiko (kein akuter Handlungsbedarf). Im Folgenden werden alle identifizierten Brutto-Risiken (Risiken, denen Bastei Lübbe ausgesetzt ist und welche durch angestoßene Maßnahmen vermieden oder reduziert werden können) in einer Übersicht aufgeführt. Im Anschluss werden nur die Risiken, die in der letzten Risiko inventur als mittlere und hohe Risikenidentifiziert worden sind, näher erläutert.
Fehlende erfolgversprechende Titel im ProgrammEs ist denkbar, dass zu Beginn eines Geschäftsjahres oder zeitlich zuvor nicht ausreichend Titel, insbesondere Spitzentitel, eingekauft wurden, um die notwendigen Umsätze und Gewinne für ein Geschäftsjahr zu generieren. Zu geringe Umsätze führen bei den nicht so schnell abbaubaren Fixkosten zu Verlusten. Bastei Lübbe plant die Inhalte mit einem zeitlichen Vorlauf von 18 bis 24 Monaten. Dies gilt hinsichtlich des Segments "Buch" und zwar sowohl für den physischen, wie auch den digitalen Bereich. Es existiert für den digitalen und den physischen Bereich eine Auflistung der Inhalte, gestaffelt nach Genre, Inhalten und Erscheinungszeitpunkt. Aufgrund dieser Aufteilung ist frühzeitig sichtbar, falls in einem Geschäftsjahr in einem Genre ein oder mehrere Titel fehlen sollten. Die Listen werden monatlich geführt und der Verlagsleitung und dem Vorstand zur Verfügung gestellt. Geringe Ergebnisse der BeteiligungsunternehmenDer wirtschaftliche Erfolg von Bastei Lübbe hängt zukünftig auch von den Ergebnissen der Beteiligungsunternehmen ab. Dabei besteht bei neuen Beteiligungen auch das Risiko, dass die erwünschte Integration nicht gelingt. Dies könnte nachteilige Auswirkungen auf die Ertragskraft von Bastei Lübbe haben. Die Beteiligungen werden ergebnisbezogen von Bastei Lübbe gesteuert. Es werden zum Teil monatliche, mindestens jedoch quartalsweise, betriebswirtschaftliche Auswertungen von den Beteiligungsunternehmen zur Verfügung gestellt. Diese werden mit den Planzahlen abgeglichen. Abweichungen werden analysiert. Einmal im Quartal (nach Vorliegen des jeweiligen Konzernabschlusses) treffen sich die Geschäftsführer der Beteiligungsunternehmen in Köln, um sich mit dem Vorstand der Bastei Lübbe AG auszutauschen. Dabei werden alle wesentlichen Ereignisse des abgelaufenen Quartals besprochen und auch wichtige neue Projekte vorgestellt. Risiken im Bereich der ITBastei Lübbe verfügt über eine eigene IT-Abteilung. Wesentliche Aufgaben sind ausgelagert, sodass das Unternehmen ohne interne IT-Strukturen zumindest eine gewisse Zeit teilweise handlungsfähig bleiben kann. Dadurch wird das direkte wirtschaftliche Risiko erheblich reduziert. Hier sind vor allem die zentrale Auslieferung mit Debitorenmanagement, das über traditionellem Weg erreichbare Bankwesen für den Zahlungseingang und -ausgang, als auch die ausgelagerten Dienste der Gehalts- und Lohnbuchhaltung zu benennen. Vermögensverlust aus Risiken der BeteiligungsgesellschaftenMögliche Verluste aus Tochtergesellschaften können zu Verlusten bei der Bastei Lübbe AG führen. Zudem kann es sein, dass aktivierte Beteiligungswerte bei nachhaltiger Erfolglosigkeit von Tochterunternehmen abzuschreiben sind. Mittels eines standardisierten monatlichen Reportings werden die GuV-Daten sowie ausgewählte bilanzielle Kennzahlen überprüft. Abweichungen gegenüber der Jahresbudgetplanung werden dem Vorstand im Rahmen des Reportings gemeldet. Mehrmals jährlich wird für alle Einzelgesellschaften sowie konsolidiert auf Konzernebene eine Prognoserechnung bzw. ein Forecast für das Gesamtjahr erstellt und dem Jahresbudget gegenübergestellt. Schlüsselpersonen-RisikoDie Schlüsselpersonen beinhalten alle wichtigen Entscheidungsträger und "Motoren" eines Unternehmens. Ziel ist es, die Folgen eines potenziellen Ausfalls von Schlüsselpersonen für das Unternehmen zu kompensieren oder zu begrenzen. Daher wurden alle Konzerngesellschaften aufgefordert, die jeweiligen Schlüsselpersonen zu benennen und darzustellen, welche kurz- und langfristigen/dauerhaften Vertretungs-, Ersatz- und Nachfolgelösungen bestehen. ChancenberichtZum Risikomanagement von Bastei Lübbe gehört nicht nur die Reduzierung und Vermeidung von Risiken, sondern die langfristige Sicherung des Unternehmens durch Ausbalancieren von Chancen und Risiken. Daher werden regelmäßig Chancen identifiziert, analysiert und bewertet, wie der Konzern die Chancen gezielt ausschöpfen kann. Analog zu den wesentlichen Risiken ergeben sich Chancen in folgenden Bereichen:
Die identifizierten wesentlichen Chancen werden im folgenden Abschnitt beschrieben. Strategische ChancenStrategische Chancen ergeben sich aus veränderten Marktbedingungen. Bastei Lübbe hat insbesondere die Mega-Trends Digitalisierung und Internationalisierung sowie das veränderte Leseverhalten der Kunden als besonders relevante Trends, die das Geschäft in der Zukunft beeinflussen werden, identifiziert. Chancen durch DigitalisierungDurch die zunehmende Digitalisierung kann Bastei Lübbe neue Geschäftsfelder erschließen. In den letzten Jahren sind vermehrt spezielle elektronische Lesegeräte, die eBook Reader wie Kindle oder Tolino, welche für ein komfortables, digitales Leseerlebnis entwickelt wurden, zum Einsatz gekommen. Bücher werden zunehmend auch über Smartphones und Tablets gelesen. In der Film- und Musikbranche gibt es, zum Beispiel, immer mehr Dienstleister, die ihre digitalen Contentangebote über das Internet anbieten. Bastei Lübbe hat im Vergleich zu anderen Verlagen früh damit begonnen, digitale Inhalte zu entwickeln und zu vertreiben. Dadurch haben wir eine Vorreiterrolle im digitalen Mediengeschäft eingenommen, die in Zukunft noch weiter ausgebaut werden soll. Neben der starken Zunahme des Digitalgeschäfts ging zuletzt der Trend deutlich weg vom Einzelverkauf von Inhalten hin zu Abo-Modellen bzw. Flatrates für digitale Inhalte via Streaming-Technologien. Die Buchbranche hat sich bis dato bei weitem nicht so schnell wie die Film- oder Musikindustrie "digitalisiert", birgt aber deutlich größere Entwicklungspotenziale (die Buchbranche ist auf globaler Ebene etwa dreimal so groß). Bastei Lübbe hat das enorme Marktpotential des Abo- bzw. Streamingmarktes für Leseinhalte erkannt und strebt an, über die oolipo AG eine weltweit agierende Plattform für kurzformatige Leseinhalte aufzubauen. Das Produkt soll dabei stringent nach dem "Mobile-First-Ansatz" entwickelt werden. Chancen durch InternationalisierungDer Schwerpunkt unseres Umsatzes liegt weiterhin in Deutschland. Unsere Internationalisierungsstrategie unterstellt, dass die international generierten Umsätze weiter wachsen werden. Um diese Ziele zu erreichen, setzt Bastei Lübbe- neben der bereits beschriebenen internationalen Streaming-Plattform - auf die Entwicklung eigener Inhalte (Own IPs/Intellectual Properties). Vorteil ist, dass Bastei Lübbe nicht nur die deutschen Sprach- und Territorialreche hält, sondern die Inhalte in allen Sprachen und weltweit vertreiben kann. Nutzt Bastei Lübbe nicht alle Rechte selbst, können diese als Lizenzen verkauft werden. Bastei Lübbe stellt schon heute viele Titel nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Englisch und teils auf Mandarin her. Im Geschäftsjahr 2014/15 wurde ein Joint Venture zusammen mit Imperative Entertainment, ein in den USA beheimatetes Multi-Plattform Entertainment Studio, gegründet, um internationale Inhalte entwickeln zu können. In China sollen ebenfalls Kooperationen für die Content-Entwicklung ausgebaut werden. Hier ist nach Abschluss des Geschäftsjahres Mitte April 2016 mit dem chinesischen Verlag Jing Dian Bo Wei ein Kooperationsabkommen abgeschlossen worden. Über verschiedene Vertriebswege werden die Titel nicht nur im deutschsprachigen Raum, sondern weltweit vertrieben. Die Internationalisierung soll in den kommenden Jahren weiter forciert werden. Denkbar ist neben dem direkten Verkauf von Inhalten auch die Kooperation mit Vertriebspartnern und der Ausbau des internationalen Lizenzgeschäftes. Chancen durch veränderte LesegewohnheitenDie Lesegewohnheiten der Menschen verändern sich. Einige Menschen wünschen sich die Inhalte, die sie früher in analoger Form gelesen hätten, als digitale Ausgabe. Andere, insbesondere jüngere Menschen, lesen viel weniger, greifen häufig überhaupt nicht mehr zum Buch, da sie immer mehr Zeit für ihr Handy aufbringen.32 Verlage müssen auf diese veränderten Lesegewohnheiten reagieren und zum Beispiel die junge Buchkäuferschicht mit passenden Angeboten direkt ansprechen. Falls es Bastei Lübbe gelingen sollte, diese junge Generation von Menschen mit veränderten Lesegewohnheiten anzusprechen, birgt dies ein großes Potenzial für die Zukunft. Sonstige ChancenFerner versucht Bastei Lübbe, weitere Chancen, die sich bieten, zu nutzen. Zum Beispiel durch die Akquisition eines erfolgsversprechenden Titels zu günstigen Bedingungen, oder durch effiziente Prozesse das Ergebnis bei gleichbleibendem oder niedrigerem Aufwand zu erhöhen (operative Chancen). Außerdem versuchen wir von besonders qualifizierten und kompetenten Führungskräften und Mitarbeitern zu profitieren (Personalchancen). Weitere Chancen können durch Änderungen der rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen entstehen. GesamtbetrachtungUnter Berücksichtigung möglicher Schadensausmaße und Eintrittswahrscheinlichkeiten dieser und weiterer potentieller Risiken sind derzeit keine Risiken erkennbar, die im laufenden Geschäftsjahr zu einer dauerhaften, wesentlichen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen könnte. Organisatorisch wurden alle sinnvollen und vertretbaren Voraussetzungen geschaffen, um mögliche Risikosituationen frühzeitig erkennen und entsprechend handeln zu können. Dennoch können die künftigen Ergebnisse von Bastei Lübbe aufgrund dieser oder anderer Risiken sowie fehlerhafter Annahmen erheblich von den Erwartungen des Unternehmens und seines Managements abweichen. PrognoseberichtWirtschaftliche RahmenbedingungenDie Weltbank hat ihre Einschätzungen für die globale Ökonomie im Jahr 2016 nach unten angepasst. Sie erwartet nun nur noch ein Wachstum von 2,4 %. Ursächlich dafür sind im Wesentlichen die geringeren Wachstumsaussichten in den Schwellenländern aufgrund der niedrigen Rohstoffpreise. In China macht sich der Umbau der Wirtschaft bemerkbar. Auch wenn sich die Entwicklung im Dienstleistungsbereich robust zeigt, ist die Unterstützung der Politik nötig, um die Verlangsamung der industriellen Aktivität zu abzufedern. In der Vergangenheit trug das Reich der Mitte mit Steigerungsraten von 10,0 % bis zu einem Viertel zum globalen Wachstum bei; im Jahr 2016 wird die chinesische Wirtschaft allerdings voraussichtlich nur noch um 6,7 % wachsen.33 Die allgemeine Schwäche der Schwellenländer und der starke Rückgang der Rohstoffpreise haben bedeutende Auswirkungen auf das globale Wirtschaftswachstum. Die Schwellenländer werden nach Meinung der Experten des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) nur langsam wieder an Dynamik gewinnen, auch wenn sich die Aussichten durch leicht gestiegene Ölpreise aufgehellt haben. Die tiefgreifenden strukturellen Probleme verhindern jedoch eine rasche Erholung.34 Die chinesische Wirtschaft dürfte zwar auch dank wirtschaftspolitischer Impulse zunächst etwas an Fahrt aufnehmen, auf längere Sicht sollte sich die Tendenz zu niedrigeren Wachstumsraten allerdings fortsetzen. Darüber hinaus bleibt die Weltwirtschaft nach Ansicht der Experten anfällig für Störungen. Risiken gehen dabei insbesondere von den Finanzmärkten aus, auf denen es im Zuge des Auseinanderdriftens der Geldpolitik in den großen Währungsräumen zu Turbulenzen kommen könnte.35 In den USA rechnet der IWF für 2016 beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit einem Plus von 2,2 %. Das BIP der USA war im Jahr 2015 um 2,4 % gewachsen. Positiv bewertet der IWF die generelle Preisentwicklung, die zunehmende Verbesserung am Arbeitsmarkt sowie die steigenden Konsumausgaben. Die Arbeitslosenquote sank entsprechend Anfang 2016 auf 4,9 %.36 Die US-Zentralbank Federal Reserve (Fed) hat im Dezember 2015 erstmals seit neun Jahren die Leitzinsen wieder angehoben. Angesichts der Unsicherheiten über die Entwicklung der US-Wirtschaft ist offen, welche weiteren Zinsschritte die Fed vornehmen wird.37 In Europa gewinnt die Wirtschaft laut IfW allmählich an Fahrt und expandiert in den kommenden beiden Jahren um 1,7 bzw. 1,9 %.38 39 40 Der Aufschwung in Deutschland setzt sich fort. Für 2016 geht das IfW von einer Zuwachsrate von plus 1,9 % aus. Der IWF ist etwas kritischer und erwartet ein Wachstum von 1,6 %. Die treibenden Kräfte hinter dem Aufschwung sind nach wie vor der starke private Konsum und eine anziehende Investitionstätigkeit. Hohe Einkommenszuwächse aufgrund der günstigen Arbeitsmarktentwicklung sorgen hier für die stärkste Zunahme seit 15 Jahren, dazu kommen temporäre Faktoren, die die Kaufkraft erhöhen, wie niedrige Ölpreise, Rentenerhöhungen und Steuersenkungen. Für das Verbraucherpreisniveau gehen die Ökonomen im laufenden Jahr aufgrund des Auslaufens des preisdämpfenden Ölpreiseffekts von einem Anstieg von 0,5 % und im Jahr 2017 von 1,6 % aus. Die deutsche Wirtschaft sieht sich derzeit vielfältigen Herausforderungen ausgesetzt, sei es der immense Zustrom an Migranten, die Energiewende in Deutschland oder die schwächere Konjunktur in den Schwellenländern. Die Unsicherheit darüber, wie sich diese veränderten Rahmenbedingungen auf die Gesamtwirtschaft auswirken, hat deutlich zugenommen.39 40
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http://www.worldbank.org/en/news/press-release/2016/06/07/world-bank-cuts-2016-global-growth-forecast Künftige BranchensituationMit Blick auf die Entscheidung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, aufgrund der Vertragsverhandlungen von Marktforschungs- und Buchhandelsunternehmen keine Daten zur monatlichen Buchmarktentwicklung zu veröffentlichen, bilden die folgenden Ausführungen die Entwicklung im Buchmarkt nur eingeschränkt ab. So führt der Wettbewerb in der Buchmarktforschung durch Abschlüsse von Exklusivverträgen zu einem Qualitätsverlust, wenn Umsatzzahlen nicht über alle Bezahl- und Vertriebsarten erfasst werden.41 42 43 44 Laut dem Marktforschungsunternehmen Media Control entwickelte sich das erste Halbjahr 2016 im deutschen Buchhandel mit einem leichten Umsatzplus von 0,2 % stabil, nach dem negativen Trend des vergangenen Jahres. Der Grund für das Umsatzplus trotz der Umsatzrückgänge im Mai 2016 mit Minus 3,4 % und im Juni 2016 mit Minus 4,2 % ist das gute erste Quartal 2016 mit einem Plus von 2,4 % durch ein lebhaftes Ostergeschäft.45 46 ECommerce-Daten werden dabei von Media Control nicht erfasst, da Amazon als größter Online-Buchhändler dem Unternehmen keine Daten zur Verfügung stellt. Die Zahlen des Media Control Sortiments-Buch-Monitors bilden den Buchhandel nur zum Teil ab. Außerdem verarbeitet Media Control nach eigenen Angaben nur die Umsätze aus dem Bargeschäft; Rechnungskunden werden nicht erfasst. Insgesamt blickt die Buchbranche positiv auf das Gesamtjahr 2016. Eine wichtige Rolle könnte dabei spielen, dass der Buchhandel seine erfolgreiche Multi-Channel-Strategie ausbaut: Diese Kombination aus professionellem Online-Service und Einkauf vor Ort betrachten die Buchhandlungen als Investition in die Zukunft.41 42 43 44 45 46 47 Der Trendbericht Kinder- und Jugendbuch 2016 zeigt zudem, dass die Buchkultur in Deutschland bei der Integration von Zuwanderern eine große Rolle spielt. Daneben ist die Darstellung der vielschichtigen Situationen von Zuwanderern in der gesellschaftlichen Auseinandersetzung von Bedeutung. Der Buchhandel kann im laufenden Jahr von der Funktion der Bücher als Integrationsbeschleuniger und dem Interesse der Bevölkerung an der Zuwanderung profitieren.48 Die Bedeutung der Buchbranche in einer demokratischen und pluralistischen Gesellschaft sowie der Erfolg der digitalen Entwicklungen in die Multi-Channel-Strategien zeigen sich im Zehn-Jahresvergleich, in dem der Buchhandel trotz zunehmender Konkurrenz im Medienangebot das Umsatzniveau halten kann.49 Die Entscheidung der Bundesregierung, die Preisbindung für eBooks gesetzlich zu verankern, wird die Entwicklungen der Buchbranche auch in digitalen Geschäftsmodellen unterstützen.50 Das Segment der Romanhefte verzeichnete in den letzten Monaten insgesamt eine rückläufige Umsatzentwicklung gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die von einem Wettbewerber gestartete Veröffentlichungsinitiative konnte abgesehen von einem zwischenzeitlichen Umsatzzuwachs keinen nennenswerten Effekt erzielen. Im Gegensatz zum Markt mit Rätselmagazinen gibt es im klassischen Romanheftbereich neben Bastei Lübbe laut einer Media Control Studie jedoch nur einen weiteren großen Marktteilnehmer. Bei Männerromanen ist Bastei Lübbe deutschlandweit nach wie vor Marktführer. Neben starker Kundenbindung legt Bastei Lübbe großen Wert auch auf eine breitere Distribution. Zu den Kernmärkten der Gesellschaft gehört auch Österreich. In der Urlaubs- und Saisonzeit werden Sonderposten und speziell zusammengestellte Sortimente in die wichtigsten - von Deutschen besuchten - europäischen Urlaubsgebiete geliefert. Wesentliche Bedeutung kommt bei den Romanheften den Stammlesern und der Leser-Blatt-Bindung zu. Dies wird erreicht und befördert durch den Fortsetzungs- und Seriencharakter der Produkte. Positives Image und starke Kundenbindung sind angesichts der Marktbesonderheiten in diesem Bereich unverzichtbar. Der Rätselmarkt verzeichnete im Jahr 2015 einen leichten Umsatzzuwachs im Vergleich zum Vorjahr. Während vor allem die Preisrätsel eine weiterhin rückläufige Entwicklung nahmen, stieg der Umsatz in den von Bastei Lübbe bedienten Untergruppen "Rätsel allgemein Großformat" und "Rätsel mit Mutterobjekt allgemein". Aufgrund des intensiven Wettbewerbs und der Austauschbarkeit vieler Rätselhefte wiegt die Bedeutung bekannter Marken zunehmend schwerer. So zählten zu den erfolgreichsten Einführungen der letzten Monate u.a. "Bild der Frau Rätsel" und - aus dem Hause Bastei Lübbe - "Neue Post Rätsel". Der Rätselmarkt zeichnet sich durch einen heterogenen Adressatenkreis mit einer besonders treuen und leidenschaftlichen Leserschaft aus. Neben der zunehmenden Attraktivität von Online-Rätseln bleibt das Lösen von Kreuzworträtseln mit Stift und Papiermagazin weiter beliebt. Dank Formaten wie Sudoku wird die Rätsel-Fangemeinde in Deutschland immer größer und jünger. Das Rätselraten wird dabei sowohl als Technik zur Kreativitätssteigerung in Unternehmen als auch zur Erhaltung der geistigen Leistungsfähigkeit im Alter genutzt. Experten zufolge kann sich heute kaum ein Medium leisten, das Kreuzworträtsel zu streichen, gerade da auch die jüngeren Zielgruppen wieder dem Charme des Kreuzworträtsels erliegen und als Alternative zu Online-Aktivitäten nutzen. Die Kunden greifen beim Erwerb von Rätselzeitschriften überwiegend auf Koppelkäufe zurück und erwerben zwei und mehr Zeitschriften gleichzeitig.51 Insgesamt wird sich daher die Zahl der Rätselfreunde in Deutschland in den kommenden Jahren positiv entwickeln können. Das Segment Non-Book umfasst Geschenkartikel, Merchandising und ähnliche Artikel, die unter dem Label Räder vertrieben werden. Der Geschenkemarkt zeigte 2015 eine nachlassende Dynamik. Laut einer Umfrage zu den geplanten durchschnittlichen Ausgaben für Weihnachtsgeschenke in Deutschland wollten 2015 Konsumenten in Deutschland durchschnittlich je 274 Euro für Weihnachtsgeschenke ausgeben - rund 4,0 % weniger als im Jahr zuvor.52 Laut einer GfK-Umfrage konnte der Handel daraus mit einem Umsatzvolumen für Geschenke von rund 14,3 Milliarden Euro im Weihnachtsgeschäft rechnen. Das bedeutet ein Minus von knapp 5,0 %. Hintergrund ist die gestiegene Spendenbereitschaft: Bis einschließlich September 2015 stieg das Spendenvolumen um fast 14,0 %.53 Die Bastei Lübbe AG ordnet seit dem Geschäftsjahr 2015/2016 die Bereiche eBooks, Audio sowie den Games-Bereich erstmalig dem neuen Segment Digital zu. Die Etablierung von eBooks sorgt für eine Verschiebung der Marktanteile zugunsten der elektronischen Bücher -wenn auch auf niedrigem Niveau. Bis 2019 wird ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 0,6 % erwartet, das sich im Wesentlichen aus den Zuwächsen beim Verkauf von eBooks im Segment Belletristik speist. Insgesamt sollen die Umsätze mit Belletristik in den kommenden Jahren um durchschnittlich 1,2 % pro Jahr wachsen und 2019 ein Volumen von rund 4,7 Milliarden Euro erreichen. Der Umsatzanteil von eBooks soll 2019 rund 16,4 % betragen. Insgesamt rechnet PwC in diesem Markt mit einem durchschnittlichen jährlichen Umsatzanstieg von 1,3 % auf rund 3,1 Milliarden Euro im Jahr 2019. Dabei werden eBooks die gedruckten Bücher nicht nur teilweise substituieren, sondern auch die Umsatzrückgänge im Printbereich überkompensieren.54 Optimistisch blickt auch die Spielebranche auf die kommenden Jahre. Die Experten von PwC erwarten, dass der Markt für Computer- und Videospiele ein dynamischer Wachstumsmarkt bleibt, und rechnen mit jährlichen Zuwachsraten von durchschnittlich 3,8 %. Die deutlichste Entwicklung der deutschen Videospielindustrie verzeichnet der Bereich der Social/Casual Games, der die Umsätze aus Spielen für Smartphones und Tablets berücksichtigt und dabei auch die Einnahmen aus Mikrotransaktionen - etwa durch den Erwerb virtueller Güter -erfasst. Neben dem fortschreitenden Wachstum im Bereich der Social/Casual Games werden sich auch die Erlöse im Bereich der klassischen Spiele für PC und Konsole mittelfristig wieder stabilisieren. Der klassische physische Verkauf wird zwar weiterhin ein zentraler Vertriebsweg bleiben, der Anteil im Vergleich zu den digitalen Verkäufen wird hier aber sowohl für PC als auch für Konsolen weiter sinken. Grundsätzlich beflügeln die ständig verbesserte technische Leistungsfähigkeit und die steigende Verbreitung von Smartphones und Tablets die Umsätze. Mitverantwortlich hierfür ist auch die steigende Qualität und Komplexität der Spiele, wodurch neben einer Erweiterung der allgemeinen Nutzerbasis auch eine höhere Zahlungsbereitschaft der Spieler erreicht wurde. Waren die Spiele in diesem Segment bis vor wenigen Jahren noch hauptsächlich auf leichten Zugang und kurzweilige Unterhaltung hin konzipiert, so finden sich auf den mobilen Endgeräten mittlerweile zahlreiche Spiele der bekannten Genres für PC und Konsolen wieder. Immer mehr Anbieter von Videospielen starten ihr Angebot nun in der Cloud. Der deutsche Markt ist im internationalen Vergleich bislang zwar kaum entwickelt, mittlerweile bieten aber verschiedene Akteure verbesserte Angebote an und vereinbaren neue Kooperationen. So erhält das Cloud Gaming bessere Möglichkeiten, sein Potenzial im Videospielmarkt zu entfalten, sich dort zu etablieren und wachsende Umsätze zu generieren.
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http://www.boersenverein.de/de/portal/Presse/158382?presse_id=1080886 AusblickAuch das Geschäftsjahr 2016/2017 wird ganz im Zeichen des Übergangs zu einem internationalen Medienhaus stehen. Der digitale Umsatz wird durch die wesentliche Ausweitung des Geschäftsfelds der Daedalic Entertainment GmbH sowie den Launch der Streaming-Plattform oolipo AG steigen. Beides sind für den digitalen Bereich wichtige Schritte in die Zukunft. Ab dem 1. April 2016 wird die Mehrheitsbeteiligung an der BuchPartner GmbH vollkonsolidiert. Bastei Lübbe erwartet für das Geschäftsjahr 2016/2017 unter Berücksichtigung der Neuerwerbe und der Vollkonsolidierung der Beteiligungen an der BuchPartner GmbH, der BookRix GmbH & Co. KG, der Daedalic Entertainment GmbH, der oolipo AG und der BEAM Shop GmbH einen Konzernumsatz von 150 bis 160 Mio. Euro. Die wesentlichen Beiträge hierzu kommen mit rd. 103 Mio. Euro von der Bastei Lübbe AG, mit rd. 13 Mio. Euro von der Daedalic Entertainment GmbH und mit 40 Mio. Euro von der BuchPartner GmbH. In den nächsten beiden Geschäftsjahren soll der Umsatz dann auf rd. 190 bis 200 Mio. Euro ansteigen. Dies resultiert dann aus höheren digitalen Umsätzen der Daedalic Entertainment GmbH, aber auch stark steigenden Umsätzen der Bastei Lübbe AG aufgrund der Veröffentlichung diverser Blockbuster im Geschäftsjahr 2017/2018. Der Umsatz in den Segmenten "Buch" und "Digital" wird voraussichtlich ansteigen. Das Segment "Non-Book" wird umsatzmäßig voraussichtlich stabil bleiben. Der Umsatz im Segment "Romanhefte und Rätselmagazine" wird im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich leicht rückläufig sein. Des Weiteren wird es erstmalig ein fünftes Segment mit der Bezeichnung "Retail" geben, in dem die Umsätze der BuchPartner GmbH abgebildet werden. Das EBITDA wird sich im Geschäftsjahr 2016/2017 voraussichtlich deutlich oberhalb des EBITDA des abgelaufenen Geschäftsjahres bewegen und - bereits ohne mögliche positive Effekte aus einer möglichen Entkonsolidierung von Blue Sky und einer damit verbundenen Bewertung zum fair value - zwischen 13 und 15 Millionen Euro liegen. Dies ist insbesondere auf den Erwerb der BuchPartner GmbH und des Labels LYX sowie Wachstum im Segment "Buch" zurückzuführen. BuchPartner und Daedalic werden dabei voraussichtlich ein EBITDA in Höhe von 2 bzw. 4 Mio. Euro beitragen. Aufgrund von Anlaufverlusten ist bei oolipo ein EBITDA von ca. -1,0 Mio. Euro zu erwarten. Der prognostizierte Umsatzanstieg geht einher mit einem erwarteten Anstieg des EBITDA um mehr als 100 % im Geschäftsjahr 2017/2018 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2016/2017. Dies ist insbesondere auf Blockbuster im Segment "Buch" sowie auf das steigende EBITDA der Beteiligungen zurückzuführen. Das EBITDA des Segmentes "Buch" soll im nächsten Jahr wachsen. Das EBITDA des Bereiches "Digital" wird sich voraussichtlich sogar verdoppeln. Das EBITDA in den Segmenten "Non-Book" und "Romanhefte und Rätselmagazine" wird analog der erwarteten Umsatzentwicklung voraussichtlich stabil sein. Darüber hinaus wird erstmalig das Segment "Retail" einen wesentlichen Beitrag zum EBITDA auf Konzernebene leisten. Hinsichtlich der Vermögens- und Finanzlage ist anzumerken, dass sich die Bilanzsumme im nächsten Geschäftsjahr durch die neu erworbenen Beteiligungen erheblich erhöhen wird. Absolut betrachtet wird das Eigenkapital steigen, prozentual allerdings sinken. Das Geschäftsjahr 2016/2017 steht ganz im Zeichen der Integration der zugekauften Firmen BuchPartner GmbH und LYX, des Launches der Plattform oolipo AG sowie des Ausbaus der Geschäftsfelder der Daedalic Entertainment GmbH. Die Entwicklung der Serienplattform oolipo zum Streaming von Inhalten entwickelt sich plangemäß. Die erste Beta-Version wurde Anfang August 2016 veröffentlicht. Der Launch wird - wie geplant - in 2016 stattfinden. Gespräche mit ausländischen Verlagen, die Interesse an einer Übernahme der Geschäftsidee oolipo außerhalb der Bereiche DACH, UK und USA in Betracht ziehen, laufen bereits. Die Daedalic Entertainment GmbH steht kurz davor, neben den Weltrechten von Ken Folletts "Die Säulen der Erde" weitere bekannte Marken zum Entwickeln von Adventure-Spielen insbesondere in Amerika einzukaufen. Zudem ist die Daedalic Entertainment GmbH jetzt so aufgestellt, dass sämtliche selbstentwickelten Spiele nicht nur für den PC, sondern auch für alle gängigen Konsolen und digital verfügbar sind. Auch dies wird in den nächsten Geschäftsjahren zu erheblichen Umsatz- und EBITDA-Steigerungen führen. Gemeinsam mit der BuchPartner GmbH will Bastei Lübbe die Verwertung von Taschenbüchern verbessern und neue Kunden ansprechen. Im nächsten Geschäftsjahr müssen somit noch einige Investitionen vorgenommen werden, deren Früchte sich dann insbesondere in den Geschäftsjahren 2017/2018 ff. zeigen werden. Bedingt durch die Übernahme der BuchPartner GmbH und LYX wurde das der Bastei Lübbe AG zur Verfügung stehende Kreditvolumen im Rahmen eines Konsortialkredits mit einer Laufzeit von sechs Jahren auf 53 Mio. Euro aufgestockt. Der Bastei Lübbe-Konzern verfügt somit nach wie vor über eine stabile Finanz- und Liquiditätsstruktur und ist jederzeit in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Insgesamt geht der Vorstand von einer positiven Entwicklung für das laufende und insbesondere für die folgenden Geschäftsjahre aus. VergütungsberichtIn der Hauptversammlung vom 17. September 2014 wurde beschlossen, dass die Bastei Lübbe AG gemäß dem Deutschen Corporate Governance Codex die individualisierte Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat veröffentlicht. VorstandsbezügeFür die Festlegung der individuellen Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat zuständig. Die Vergütung des Vorstandes ist darauf ausgerichtet, eine nachhaltige Unternehmensentwicklung zu fördern. Daher enthält die Vergütung fixe und variable Bestandteile. Die Bezüge des Vorstandes setzen sich wie folgt zusammen:
Die Festvergütung ist eine fixe, auf das gesamte Geschäftsjahr bezogene Vergütung, die in gleichen Raten ausgezahlt wird. Sie wird regelmäßig vom Aufsichtsrat überprüft. Im Geschäftsjahr 2013/14 wurde die variable Vergütung auf Basis von EBIT nach IFRS berechnet. ln der Aufsichtsratssitzung vom 26. März 2015 wurde beschlossen, dass ab dem Geschäftsjahr 2014/15 die Berechnungsgrundlage für die Tantieme das Konzern EBITDA nach IFRS ist. Die variable Vergütung setzt sich aus einem sofort wirksamen und einem mit langfristiger Anreizwirkung ausgestalteten Teil zusammen. Die kurzfristige Tantieme, die 70 % der gesamten variablen Vergütung umfasst, wird nach Feststellung der Zielerreichung für das abgelaufene Geschäftsjahr ausgezahlt. Der längerfristig angelegte Teil, welcher 30 % der gesamten variablen Vergütung ausmacht, bleibt für zwei weitere Jahre in der Gesellschaft. Je 15 % werden in den beiden Folgejahren nur ausbezahlt, wenn in diesen Geschäftsjahren eine EBITDA-Marge von mind. 5 % erwirtschaftet wird. Entgegen der Empfehlung in Ziffer 4.2.3 des DCGK weist die Vergütung für die Mitglieder des Vorstandes insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßig keine Höchstgrenzen auf. Im Rahmen der Vertragsverhandlungen mit den Vorstandsmitgliedern war eine betragsmäßige Höchstgrenze der variablen Vergütung nicht zu erzielen. Bei Abschluss zukünftiger Vorstandsanstellungsverträge beabsichtigt die Bastei Lübbe AG, betragsmäßige Höchstgrenzen der variablen Vergütung zu vereinbaren. Zu den Nebenleistungen zählt im Wesentlichen die Dienstwagennutzung, die Vergütung von Herrn Plathner (bis August 2015) enthält außerdem einen Betrag für die doppelte Haushaltsführung. Im Geschäftsjahr 2014/15 erhielten die Vorstandsmitglieder keine Pensionszusagen, erhalten aber ab dem 1. April 2015 eine Altersversorgung in Höhe von 20.000 Euro jährlich. Die Gesamtbezüge des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2015/16 sowie ihre Aufteilung in fixe und variable Vergütung sind den folgenden, vom Deutschen Corporate-Governance-Codex empfohlenen, Tabellen zu entnehmen. Die Vergütung von Herrn Plathner stellt eine anteilige Vergütung für die Monate September 2014 bis März 2015 dar, zudem enthalten die Vergütungen der Herren Plathner und Rudloff mit dem Ausscheiden zusammenhängende Einmalzahlungen. Vergütung des Vorstandes - Zuwendungsbetrachtung
Vergütung des Vorstandes - Zuflussbetrachtung
Entgegen der Empfehlung in Ziffer 4.2.3 des DCGK ist es nicht vorgesehen, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit einschließlich Nebenleistungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten dürfen (Abfindungs-Cap). Die Gründe liegen darin, dass im Rahmen der Verhandlungen, insbesondere auf Grund der vorherigen Geschäftsführertätigkeit bei der Komplementärin der Bastei Lübbe GmbH & Co. KG, die Vereinbarung eines Abfindungs-Caps nicht erzielbar war. AufsichtsratsbezügeSatzungsgemäß umfasst die Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrates ausschließlich fixe Bestandteile. Es fallen keine gesonderten Vergütungen für die Arbeit von Ausschüssen an, da deren Einrichtung bei drei Aufsichtsratsmitgliedern keinen Sinn macht. Die Vergütung wird nach Ablauf des Geschäftsjahres gezahlt. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates sowie ihre Aufteilung für das Geschäftsjahr 2015/16 sind in der folgenden Tabelle abgebildet:
Sonstige Angaben nach § 314 Abs. 4 HGBZusammensetzung des gezeichneten KapitalsDas Grundkapital beträgt 13.300.000 Euro und ist eingeteilt in insgesamt 13.300.000 Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 1,00 Euro. Jede Aktie gewährt gemäß § 22 Abs. 1 der Satzung der Bastei Lübbe AG eine Stimme. Nach den vorliegenden Stimmrechtsmitteilungen hält zum Bilanzstichtag nur Birgit Lübbe, Köln, mehr als 10% der Stimmrechte. Vergleiche hierzu die Angaben zu den nach § 20 Abs. 6 AktG und § 26 Abs. 1 WpHG veröffentlichten Mitteilungen (§ 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG) im Anhang. Ernennung und Abberufung der Mitglieder des VorstandesDie Festlegung der Zahl der Mitglieder des Vorstandes, deren Bestellung und Abberufung sowie der Abschluss, die Änderung und Beendigung von Anstellungsverträgen mit Vorstandsmitgliedern erfolgen durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat kann ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden oder zum Sprecher des Vorstandes sowie ein weiteres Vorstandsmitglied zum stellvertretenden Vorsitzenden oder Sprecher des Vorstandes ernennen. Ferner kann der Aufsichtsrat einem oder allen Vorstandsmitgliedern Einzelvertretungsbefugnis erteilen. Der Aufsichtsrat kann einem oder allen Vorstandsmitgliedern gestatten, Rechtsgeschäfte mit sich als Vertreter eines Dritten abzuschließen (Befreiung von der Beschränkung des § 181 2. Alt. BGB). Änderung der SatzungFür die Änderung der Satzung ist die Hauptversammlung zuständig (§ 179 Abs. 1 Satz 1 AktG). Gemäß § 8 der Satzung der Bastei Lübbe AG ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Satzungsänderungen, die nur die Fassung betreffen, zu beschließen. Befugnisse des Vorstandes, Aktien auszugeben oder zurückzukaufenln der Hauptversammlung vom 10.09.2013 wurde folgender Beschluss gefasst: 1. Die Gesellschaft wird gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 01. September 2018 außer zum Zweck des Handels in eigenen Aktien eigene Aktien in einem Umfang von bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Der Gegenwert für den Erwerb dieser Aktien darf den Durchschnitt des Eröffnungs- und Schlusskurses der Aktien der Gesellschaft im XETRA-Handel (oder einem an dessen Stelle tretenden funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) während der jeweils vorangegangenen zehn Börsenhandelstage um nicht mehr als 5 % über- bzw. unterschreiten. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals ausgenutzt werden. Die hiermit erteilte Ermächtigung endet, ohne dass es einer ausdrücklichen Aufhebung bedarf, mit Wirksamkeit einer neuen Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG. Unabhängig davon endet die hier erteilte Ermächtigung spätestens mit Ablauf des 01. September 2018. 2. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die eigenen Aktien mit Ausnahme des Handels in eigenen Aktien zu allen zulässigen Zwecken zu verwenden, insbesondere für eine Veräußerung der erworbenen eigenen Aktien ganz oder über die Börse oder in anderer Weise als ganz oder teilweise über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre vorzunehmen, wenn die erworbenen eigenen Aktien zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht um mehr als 5 % unterschreitet. Diese Ermächtigung beschränkt sich auf insgesamt höchstens 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft. Als maßgeblicher Börsenpreis im Sinne der vorstehenden Regelung gilt der Durchschnitt des Eröffnungs- und Schlusskurses der Aktien der Gesellschaft im XETRA-Handel (oder einem an dessen Stelle tretenden funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) während der jeweils vorangegangenen zehn Börsenhandelstage vor der Veräußerung der Aktie. 3. Der Vorstand wird weiter ermächtigt, die eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrates ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss ganz oder teilweise einzuziehen. 4. Der Vorstand wird ferner ermächtigt, die eigenen Aktien, mit Zustimmung des Aufsichtsrates als (Teil-) Gegenleistung im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder zum Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen zu verwenden. Der Wert (Preis), zu dem Aktien der Gesellschaft gemäß der Ermächtigung in diesem Buchstaben verwendet werden, darf den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht um mehr als 5 % unterschreiten. Als maßgeblicher Börsenpreis im Sinne der vorstehenden Regelung gilt der Durchschnitt des Eröffnungs- und Schlusskurses der Aktien der Gesellschaft im XETRA-Handel (oder einem an dessen Stelle tretenden funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) während der jeweils vorangegangenen zehn Börsenhandelstage vor der Verwendung der Aktie. 5. Das Bezugsrecht der Aktionäre wird im Vollzug der Maßnahmen außerhalb der Börse zu vorstehend 2. und 4. ausgeschlossen. Die unter Ziffern 2. bis 4. genannten Ermächtigungen können ganz oder in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels für den Fall eines Übernahmeangebots stehenDiesbezügliche Richtlinien existieren nur für die ausgegebene Anleihe. Im Falle eines Kontrollwechsels ist jeder Anleihegläubiger berechtigt, von der Bastei Lübbe AG die Rückzahlung oder, nach Wahl der Bastei Lübbe AG, den Ankauf seiner Inhaber- Teilschuldverschreibungen durch Bastei Lübbe (oder auf ihre Veranlassung durch einen Dritten) zum Vorzeitigen Rückzahlungsbetrag (Put) (wie nachstehend definiert) insgesamt oder teilweise zu verlangen (die "Put-Option"). Eine solche Ausübung der Put-Option wird jedoch nur dann wirksam, wenn innerhalb des Rückzahlungszeitraums (wie nachstehend definiert) Anleihegläubiger von Inhaber-Teilschuldverschreibungen im Nennbetrag von mindestens 50 % des Gesamtnennbetrages der zu diesem Zeitpunkt noch insgesamt ausstehenden Inhaber-Teilschuldverschreibungen von der Put-Option Gebrauch gemacht haben. Ein "Kontrollwechsel" im Sinne der Anleihebedingungen liegt vor, wenn eines der folgenden Ereignisse eintritt: a) die Bastei Lübbe AG erlangt Kenntnis davon, dass eine Person, die derzeit nicht zum unmittelbaren oder mittelbaren Gesellschafterkreis gehört, oder gemeinsam handelnde Personen im Sinne von § 2 Abs. 5 Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG) (jeweils ein "Erwerber") mittelbar oder unmittelbar der rechtliche oder wirtschaftliche Eigentümer von mehr als 50 % der Stimmrechte der Bastei Lübbe AG geworden ist, wobei als Erwerber nicht gilt, wer die Stimmrechte mittelbar oder unmittelbar als Angehöriger im Sinne von § 15 Abgabenordnung oder aufgrund letztwilliger Verfügung erworben hat; oder b) die Verschmelzung der Bastei Lübbe AG mit einer dritten Person (jede Person außer einer Tochtergesellschaft der Bastei Lübbe AG, wobei als Dritter nicht gilt, wer die Stimmrechte mittelbar oder unmittelbar als Angehöriger im Sinne von § 15 Abgabenordnung oder aufgrund letztwilliger Verfügungen erworben hat) von der auf eine Dritte Person (wie nachfolgend definiert) oder die Verschmelzung einer dritten Person mit oder auf die Bastei Lübbe AG, oder der Verkauf aller oder im Wesentlichen aller Vermögensgegenstände (konsolidiert betrachtet) der Bastei Lübbe AG an eine Dritte Person. Dies gilt nicht für Verschmelzungen oder Verkäufe im Zusammenhang mit Rechtsgeschäften, in deren Folge (i) im Falle einer Verschmelzung die (bisherigen) Inhaber von 100 % der Stimmrechte der Bastei Lübbe AG zukünftig wenigstens die Mehrheit der Stimmrechte an dem übernehmenden Rechtsträger unmittelbar oder mittelbar nach einer solchen Verschmelzung halten und (ii) im Fall des Verkaufs von allen oder im Wesentlichen allen Vermögensgegenständen der erwerbende Rechtsträger eine Tochtergesellschaft der Bastei Lübbe AG ist oder wird.
Köln, 14. Oktober 2016 Bastei Lübbe AG Der Vorstand Thomas Schierack, Vorstandsvorsitzender Klaus Kluge, Vorstand Programm, Vertrieb und Marketing Bericht des AufsichtsratesSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,das Geschäftsjahr 2015/2016 war geprägt von der weiteren Entwicklung und dem Ausbau der Bastei Lübbe AG zu einem internationalen digitalen Medienkonzern. An diesem Prozess hat der Aufsichtsrat aktiv durch Beratungen und Diskussionen mit dem Vorstand teilgenommen. Im stark wachsenden Markt der digitalen Medien ist Bastei Lübbe mit ihren Beteiligungen bereits gut positioniert. Hinsichtlich der bilanziellen Würdigung unserer Beteiligungen kam es jüngst jedoch zu Unklarheiten, die auf eine veränderte Einschätzung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG hinsichtlich der Verbindung zwischen Bastei Lübbe und dem britischen Investor Blue Sky Tech Ventures Limited mit Sitz in London zurückzuführen ist. KPMG ist völlig überraschend zu dem Schluss gekommen, dass Bastei Lübbe die Verfügungsgewalt über Blue Sky Tech Ventures im Sinne von IFRS 10 hält - und dies trotz der Tatsache, dass Bastei Lübbe keine Anteile an Blue Sky hält. Die Argumentation von KPMG fußt auf Weisungsrechten und Zustimmungsvorbehalten, die sich Bastei Lübbe gegenüber Blue Sky im Rahmen der Verkäufe von oolipo- und Daedalic-Anteilen eingeräumt hat. Um die Handlungsfähigkeit des Hauses zu gewährleisten, haben wir gemeinsam beschlossen, uns der Sichtweise der KPMG anzuschließen und den Konsolidierungskreis und den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015/2016 rückwirkend zu ändern. Dies zeitigt zwei bilanzwirksame Effekte. Einerseits sind die Beteiligungen oolipo und Daedalic nun vollständig zu konsolidieren. Andererseits fehlt aufgrund des neu entstandenen Konsolidierungskreises die Grundlage für eine Bewertung von oolipo und Daedalic zum "Fair Value". Fortan werden die Beteiligungen daher zum "Anschaffungskostenprinzip" bewertet. Durch den Wegfall von Gewinnen aus Übergangskonsolidierung und Neubewertung verschlechtert sich das Konzernergebnis von Bastei Lübbe in den Geschäftsjahren 2014/2015 und 2015/2016 um insgesamt 7,2 bzw. 7,9 Millionen Euro. Im folgenden Bericht informiert der Aufsichtsrat über seine Tätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr und das Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses 2015/2016. Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr sämtliche ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben in vollem Umfang wahrgenommen. Ferner hat der Aufsichtsrat die Arbeit des Vorstandes eng begleitet, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung auf der Grundlage von schriftlichen und mündlichen Vorstandsberichten und gemeinsamen Sitzungen sorgfältig überwacht. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit sowie der Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Unternehmensführung überzeugt. Von der Möglichkeit, die Bücher und Schriften der Gesellschaft einzusehen (§ 111 Abs. 2 AktG), machten wir im Berichtsjahr keinen Gebrauch. Aufgrund der regelmäßigen, intensiven und zufriedenstellenden Berichterstattung durch den Vorstand, der Prüfung durch und die Gespräche mit den Wirtschaftsprüfern sowie der nachfolgend beschriebenen ergänzenden Überwachungsmaßnahmen bestand hierzu keine Veranlassung. In alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren oder in welche der Aufsichtsrat kraft Gesetzes oder Satzung einzubeziehen war, wurden wir stets rechtzeitig und angemessen eingebunden. Eine Vielzahl von Sachthemen wurden im Geschäftsjahr 2015/2016 eingehend diskutiert. Grundlage hierfür waren schriftliche und mündliche Berichte des Vorstandes an den Aufsichtsrat. So unterrichtete der Vorstand uns regelmäßig, zeitnah und umfassend über den Geschäftsverlauf, die Ertrags- und Finanzlage, die Beschäftigungssituation sowie die Planungen und die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens. Abweichungen von den Planungen wurden dem Aufsichtsrat ausführlich erläutert. Die Risikosituation und das Risikomanagement wurden dabei stets sorgfältig berücksichtigt. Zur Vorbereitung erhielt der Aufsichtsrat regelmäßig Unterlagen vom Vorstand. Auch außerhalb der turnusgemäß festgelegten Sitzungen stand der Vorsitzende des Aufsichtsrates in stetigem Kontakt mit dem Vorstand und besprach mit ihm wesentliche Vorgänge und anstehende Entscheidungen. Zu Geschäftsvorgängen, die für das Unternehmen von wesentlicher Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat durch den Vorstand auch zwischen den turnusmäßigen Sitzungen unverzüglich und umfassend schriftlich informiert. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand gewissenhaft kontrolliert und bestätigt, dass dieser in jeder Hinsicht rechtmäßig, ordnungsgemäß und wirtschaftlich gehandelt hat. Aufsichtsratssitzungen und Schwerpunkte der Beratungen im AufsichtsratIm Geschäftsjahr 2015/2016 hielt das Aufsichtsgremium - unter Beachtung von § 110 Abs. 1 Satz 1 AktG -insgesamt vier ordentliche Sitzungen und zwei außerordentliche Sitzungen ab. Die ordentlichen Sitzungen fanden am 15. Juni 2015, 15. September 2015, 09. November 2015 und 11. Februar 2016 jeweils in Köln statt. Die zwei außerordentlichen Aufsichtsratssitzungen fanden am 28. Juli 2015 und 18. August 2015 in Köln statt. Alle Aufsichtsratsmitglieder haben sowohl an den ordentlichen als auch an den außerordentlichen Sitzungen teilgenommen. Sofern erforderlich, hat der Aufsichtsrat Beschlüsse im schriftlichen Verfahren gefasst. Zu den wichtigsten Beratungsthemen im abgelaufenen Geschäftsjahr zählten:
Des Weiteren erörterten wir im Geschäftsjahr 2015/2016 in den einzelnen Sitzungen folgende Themen: Ordentliche Sitzung vom 15. Juni 2015In der Sitzung vom 15. Juni 2015 hat der Vorstand dem Aufsichtsrat über den Jahresabschluss 2014/2015 berichtet. Der Aufsichtsrat hat den Bericht eingehend erörtert. Die Geschäftslage und der Ausblick für das Geschäftsjahr 2015/2016 wurden ebenfalls erörtert. Zu diesem Tagesordnungspunkt nahm der Abschlussprüfer an der Sitzung teil. Zudem war hierzu der komplette Vorstand des Unternehmens anwesend, der ergänzende und erklärende Informationen erteilte. Der Abschlussprüfer berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der Bastei Lübbe AG zum 31. März 2015 sowie des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts zum 31. März 2015. In der Sitzung vom 15. Juni 2015 billigte der Aufsichtsrat nach eingehender Prüfung den Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. März 2015. Des Weiteren beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der Tagesordnung für die ordentliche Hauptversammlung 2015 inklusive den Beschlussvorschlägen der Verwaltung. Darüber hinaus wurde das Risikomanagementsystem erörtert sowie eine Compliance- und Kapitalmarktrichtlinie verabschiedet. Außerordentliche Sitzung vom 28. Juli 2015In der außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrates vom 28. Juli 2015 wurde die zukünftige Entwicklung des klassischen und digitalen Contents sowie der digitale Vertrieb ausführlich mit den jeweils zuständigen Vorständen diskutiert. Zudem wurden in dieser Sitzung der aktuelle Stand und weitere Aktivitäten der Streaming-Plattform BEAM detailliert erörtert. Außerordentliche Sitzung vom 18. August 2015In der außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrates vom 18. August 2015 informierte der Aufsichtsrat die Vorstände darüber, dass Herr Jörg Plathner mit sofortiger Wirkung abberufen wurde. Es wurde eine neue Organisationsstruktur, die das Ausscheiden von Herrn Plathner berücksichtigt, vorgestellt und eingehend erörtert. Zudem stand die Berichterstattung des Vorstandes zum ersten Quartal 2015/2016 im Mittelpunkt der Sitzung. Darüber hinaus wurde der aktuelle Stand zu BEAM und Daedalic ausführlich diskutiert. Der Aufsichtsrat genehmigte einen Beschluss über die Gründung einer neuen Tochtergesellschaft und stimmte grundsätzlich der Idee der Gründung einer Zwischenholding zu, mit dem Ziel, eine einfachere Finanzierungsstruktur für die digitalen Gesellschaften zu erreichen. Ordentliche Sitzung vom 15. September 2015Neben einem Bericht des Vorstandes zur aktuellen Geschäftsentwicklung wurde in der Sitzung vom 15. September 2015 die Finanzierung der Bastei Lübbe AG unter Berücksichtigung der Rückzahlung der Anleihe 2016 thematisiert. Der Vorstand berichtete zudem ausführlich über die Entwicklung der BEAM AG. Zudem wurde beschlossen, den Namen "oolipo" in Deutschland eintragen zu lassen. Des Weiteren berichtete der Vorstand ausführlich über den Business Plan der Daedalic Entertainment GmbH und die laufenden Finanzierungsgespräche. Zudem genehmigte der Aufsichtsrat den Verkauf einer Beteiligung in Höhe von 3 % an der Daedalic Entertainment GmbH inklusive einer Option auf weitere 5 %. Auf der Agenda der Sitzung standen ebenfalls die Diskussion und Abstimmung über die angedachte veränderte Struktur der Beteiligungen der Bastei Lübbe AG. Ordentliche Sitzung vom 9. November 2015Im Mittelpunkt der Sitzung vom 9. November 2015 stand die Berichterstattung des Vorstandes über den Halbjahresabschluss zum 30. September 2015. Der Vorstand präsentierte zudem das Business Case-Modell oolipo sowie die Inhalte. Darüber hinaus wurde vom Aufsichtsrat der Beschluss gefasst, eine Zwischenholding mit dem Namen "Bastei Venture" zu gründen, um der Entwicklung des Unternehmens von einem klassischen Buchverlag hin zu einem international aufgestellten Medienunternehmen Rechnung zu tragen. Der Vorstand berichtete zudem ausführlich über die Toptitel 2016 bis Frühjahr 2018. Des Weiteren standen potenzielle Unternehmensakquisitionen auf der Tagesordnung. Ordentliche Sitzung vom 11. Februar 2016Am 11. Februar 2016 hielt der Aufsichtsrat seine vierte ordentliche Sitzung des Geschäftsjahres 2015/2016 ab. In dieser präsentierte der Vorstand detailliert die Zahlen zum dritten Quartal 2015/2016. Zudem gab der Vorstand einen umfassenden Überblick über die Strategie sowie einen Ausblick auf die Umsatzerwartung für das Geschäftsjahr 2016/2017. Darüber hinaus präsentierte der Vorstand die Bastei Ventures GmbH sowie die Tochtergesellschaften sowie potenzielle Akquisitionen. In dieser Sitzung wurden zudem die Vorstandsverträge diskutiert. EffizienzprüfungDer Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2015/2016, wie vom Corporate Governance Kodex empfohlen, eine Effizienzprüfung durchgeführt. Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die Bastei Lübbe AG über hinreichende Organisationsstrukturen und -systeme verfügt, um dem Aufsichtsrat die Erfüllung seiner gesetzlichen und satzungsmäßigen Pflichten in angemessener Weise zu ermöglichen. Die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat und die geregelten Verfahrensabläufe, die Festlegung zustimmungspflichtiger Geschäfte sowie die rechtzeitige und inhaltlich ausreichende Informationsversorgung der Aufsichtsratsmitglieder sind entscheidende Faktoren dafür, dass der Aufsichtsrat seine Überwachungsaufgaben in gebotener Weise erfüllen kann. Die Aufsichtsratsmitglieder verfügen nach ihren Qualifikationen und jeweiligen beruflichen Erfahrungen über die für ein Aufsichtsratsmitglied der Bastei Lübbe AG erforderlichen Kenntnisse, um ihre Aufgaben effizient zu erfüllen. Besetzung des AufsichtsratesSatzungsgemäß besteht der Aufsichtsrat der Bastei Lübbe AG aus drei Mitgliedern. Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr 2015/2016 aus folgenden Mitgliedern zusammen:
Im Geschäftsjahr 2015/2016 wurden keine Ausschüsse gebildet. Veränderungen im VorstandMit Wirkung zum 18. August 2015 schied Herr Jörg Plathner als Vorstand der Bastei Lübbe AG aus. Jörg Plathner übernahm mit Wirkung zum 1. September 2014 als neuer Vorstand den Geschäftsbereich Digitale Medien. Unterschiedliche Ansichten im Vorstand über die strategische Weiterentwicklung des digitalen Bereiches haben zu der Trennung geführt. Die Verantwortung des Segments Digital wurde vom Vorstandsvorsitzenden Thomas Schierack übernommen, der diesen Bereich auch schon bis zum 30. August 2014 entwickelt und geführt hatte. Herr Felix Rudloff legte zum Jahreswechsel seine Tätigkeit als Vorstand der Bastei Lübbe AG aus persönlichen Gründen nieder. Felix Rudloff war in der Bastei Lübbe AG als Vorstand zuständig für Programm und Presse. Dieser Bereich wurde von Klaus Kluge übernommen. Herr Rudloff wird dem Unternehmen erhalten bleiben und die Programmsparte als Agent und Berater mit seiner Expertise und seinem Netzwerk unterstützen. Ein entsprechender Dienstleistungsvertrag zwischen Felix Rudloff und der Bastei Lübbe AG wurde unterzeichnet. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Plathner und Herrn Rudloff für ihre Dienste für das Unternehmen. Deutscher Corporate Governance KodexDer Aufsichtsrat hat sich auch im Geschäftsjahr 2015/2016 erneut mit den Inhalten des Deutschen Corporate Governance Kodex befasst. Bis auf wenige Ausnahmen befolgt die Bastei Lübbe AG die Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen am 9. Juni 2016 eine eingeschränkte Entsprechenserklärung gemäß §161 AktG abzugeben, wonach die Gesellschaft mit Ausnahme der Ziffern 4.2.3 und 5.1.2 den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 24. Juni 2014, veröffentlicht im Bundesanzeiger am 30. September 2014, entspricht. Die aktuelle Entsprechenserklärung sowie alle früheren Entsprechenserklärungen wurden den Aktionären auf der Unternehmenswebsite dauerhaft zugänglich gemacht. (Weitergehende Erläuterungen zur Corporate Governance können Sie dem "Corporate-Governance-Bericht" entnehmen). Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses 2015/2016Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, hat den vom Vorstand nach den Regelungen des IFRS aufgestellten Jahresabschluss nebst Lagebericht sowie den Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2015/2016 geprüft.. Die genannten Unterlagen, der Vorschlag des Vorstandes über die Verwendung des Bilanzgewinns sowie der Prüfungsbericht der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, sind den Mitgliedern des Aufsichtsrates rechtzeitig übermittelt worden. Sie wurden in der Aufsichtsratssitzung vom 05. Oktober 2016, in welcher der Vorstand den Jahresabschluss und den Lagebericht sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht und den Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns erläuterte und der Abschlussprüfer der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, ausführlich über das Ergebnis der Prüfung berichtete, umfassend behandelt. In der Sitzung wurden alle Fragen vom Vorstand und dem Abschlussprüfer erschöpfend beantwortet. Der Aufsichtsrat hatte nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichtes, des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes sowie des Vorschlags des Vorstandes zur Ergebnisverwendung keinen Anlass, Einwendungen gegen den Jahresabschluss, den Lagebericht, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht zu erheben. Er stimmte in seiner Einschätzung der Lage der Gesellschaft mit dem Vorstand überein. Die vom Vorstand vorgeschlagene Gewinnverwendung wurde ebenfalls im Hinblick auf die derzeitige und künftig zu erwartende finanzielle Situation der Gesellschaft hin überprüft. Der Aufsichtsrat schloss sich nach Diskussion dem Vorschlag des Vorstandes über die Verwendung des Bilanzgewinns an. Der Abschlussprüfer erläuterte in der Aufsichtsratssitzung die wesentlichen Prüfungsergebnisse und stand außerdem für Fragen der Aufsichtsratsmitglieder zur Verfügung. Nach einer sorgfältigen eigenen Prüfung des Abhängigkeitsberichts auf Vollständigkeit und Richtigkeit, ist der Aufsichtsrat zu dem Ergebnis gekommen, dass keine Einwendungen gegen die vom Vorstand am Schluss des Berichts abgegebene Erklärung über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen zu erheben sind. Der Aufsichtsrat hat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt. Ein uneingeschränktes Testat für den nach den Regelungen des IFRS aufgestellten Jahresabschluss nebst Lagebericht sowie den Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015/2016 lag am 05. Oktober 2016 aufgrund des fehlenden Verzichts der Konsortialbanken auf Sonderkündigungsrechte im Zusammenhang mit der Änderung des Konzernabschlusses noch nicht vor. Am 14. Oktober 2016 haben die kreditgebenden Banken den Verzicht auf außerordentliche Kündigungsrechte erklärt. Mit gleichem Datum erfolgte die Aufstellung des endgültigen Jahresabschlusses nebst Lagebericht und des Konzernabschlusses nebst Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015/2016 durch den Vorstand sowie die Erteilung des uneingeschränkten Testats durch die Wirtschaftsprüfer. Die Billigung und Feststellung des nach den Regelungen des IFRS aufgestellten Jahresabschlusses nebst Lagebericht und des Konzernabschlusses nebst Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015/2016 durch den Aufsichtsrat erfolgte anschließend im Umlaufverfahren. Dank des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat bedankt sich bei dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens sowie den Arbeitnehmervertretungen für ihr hohes Engagement und ihren tatkräftigen Einsatz im Geschäftsjahr 2015/2016. Den Aktionären der Bastei Lübbe AG dankt der Aufsichtsrat für das in ihn und in das gesamte Unternehmen gesetzte Interesse und Vertrauen.
Köln, im Oktober 2016 Für den Aufsichtsrat Dr. Friedrich Wehrle, Vorsitzender des Aufsichtsrates Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der Bastei Lübbe AG. Kölnfür den Zeitraum vom 1. April 2015 bis zum 31. März 2016
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s. Konzernanhang, Angabe 1 & 4 Konzern-Gesamtergebnisrechnung der Bastei Lübbe AG, Kölnfür den Zeitraum vom 1. April 2015 bis zum 31. März 2016
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s. Konzernanhang, Angabe 1 & 4 Konzernbilanz der Bastei Lübbe AG, Kölnzum 31. März 2016
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s. Konzernanhang, Angabe 1 & 4 Konzern-Kapitalflussrechnung der Bastei Lübbe AG, Köln für den Konzernabschluss zum 31. März 2016*
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s. Konzernanhang, Angabe 33 Zusatzangaben: Ertrgesteuerzahlungen: TEUR 3.273 (i. Vj.: TEUR 72) Zinszahlungen TEUR 1.989 (i. Vj.: TEUR 2.009) Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung der Bastei Lübbe AG, Kölnfür den Konzernabschluss zum 31. März 2016*
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s. Konzernanhang, Angabe 15 Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2015/16der Bastei Lübbe AG, Köln1. Allgemeine AngabenDie Bastei Lübbe AG (nachfolgend auch "Muttergesellschaft") hat ihren Sitz in der Schanzenstraße 6 - 20, 51063 Köln, Deutschland. Die Bastei Lübbe AG ist ein Medienunternehmen in Form eines Publikumsverlages. Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit gibt Bastei Lübbe Bücher, Hörbücher, eBooks und weitere digitale Produkte mit belletristischem und populärwissenschaftlichem Inhalt sowie periodisch erscheinende Zeitschriften in Form von Romanen und Rätselheften heraus. Weiterhin gehört zur Geschäftstätigkeit von Bastei Lübbe die Lizenzierung von Rechten und die Entwicklung, Produktion und der Vertrieb von Geschenk-, Deko- und Merchandisingartikeln sowie Computerspielen. Die wesentlichen Tätigkeitsfelder des Bastei Lübbe-Konzerns (nachfolgend auch "Bastei Lübbe") sind in den Erläuterungen zur Segmentberichterstattung (Angabe 35) beschrieben. Als börsennotierte Aktiengesellschaft ist die Bastei Lübbe AG nach Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards (ABI. EG Nr. L 243 S. 1) dazu verpflichtet, einen Konzernabschluss nach den von der Europäischen Union (EU) übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS) aufzustellen. Im Rahmen der Börseneinführung wurde bereits für das Geschäftsjahr 2012/2013 ein IFRS-Jahresabschluss erstellt. Um für die Gesamtergebnisrechnung IFRS-basierte Vorjahres-Vergleichszahlen ermitteln zu können, wurde die IFRS-Eröffnungsbilanz auf den 1. April 2011 aufgestellt (Tag des Übergangs auf IFRS gemäß IFRS 1, Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards). Nach dem Erwerb von Mehrheitsbeteiligungen an zwei Gesellschaften zu Beginn des Geschäftsjahres 2014/2015 ist die Gesellschaft verpflichtet, einen Konzernabschluss nach IFRS und damit auch entsprechende Quartalsberichterstattungen zu erstellen. Der oben genannte Tag des Übergangs auf IFRS (1. April 2011) gilt auch für die Konzernabschlüsse und Quartalsberichterstattungen nach IFRS. Der Vorstand der Bastei Lübbe AG hat in seiner Sitzung vom 23. August 2016 beschlossen, den am 29. Juni 2016 veröffentlichten Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015/2016 zu ändern. Dieser Schritt wurde aufgrund einer Neueinschätzung der Beziehung zum britischen Investor Blue Sky Tech Ventures Ltd., London (nachfolgend auch "Blue Sky"), notwendig. Die daraus resultierenden Änderungen in den Konzernbilanzen, -Gewinn- und Verlustrechnungen, -Eigenkapitalveränderungsrechnungen und -Kapitalflussrechnungen für die Geschäftsjahre 2014/2015 und 2015/2016 sind in Angabe 4 im Einzelnen dargestellt. Die folgenden Anhangangaben beziehen sich auf den geänderten Konzernabschluss zum 31. März 2016. 2. Grundlagen der Bilanzierung(a) Zugrunde liegende RechnungslegungsvorschriftenDer Konzernabschluss zum 31. März 2016 ist nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen Rechnungslegungsregeln gemäß den von der Europäischen Union (EU) anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) und des Standing Interpretations Committee (SIC) des International Accounting Standards Board (IASB), London, aufgestellt. Darüber hinaus werden die nach dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB) aufzunehmenden Angaben beachtet. Die Berichtswährung ist der Euro; sofern nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Summen und Prozentangaben wurden auf Basis der nicht gerundeten Euro-Beträge berechnet und können von einer Berechnung auf Basis der berichteten Tausend-Euro-Beträge abweichen. Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. April 2015 bis zum 31. März 2016 wurde vom Vorstand am 13. Juni 2016 aufgestellt und mit gleichem Datum testiert. Der geänderte Konzernabschluss wurde am 14. Oktober 2016 aufgestellt, zur Veröffentlichung genehmigt und dem Aufsichtsrat anschließend zwecks Billigung vorgelegt. Bezüglich Vorgängen nach dem Stichtag, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der Zahlungsströme wesentlich sein könnten, die bis zum 14. Oktober 2016 eingetreten sind, wird auf Angabe 45 verwiesen. (b) Bewertung von Vermögenswerten und SchuldenDer Konzernabschluss wird auf der Basis des Anschaffungs- und Herstellungskostenprinzips aufgestellt, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente. Diese sind zum Zeitwert (Fair Value) bewertet. (c) WährungsumrechnungTransaktionen in Fremdwährungen werden mit dem jeweils geltenden Tageskurs, Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Devisen-Mittelkurs am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Die aus diesen Umrechnungen entstehenden Währungsgewinne und -verluste werden ergebniswirksam erfasst. (d) Verwendung von Annahmen und Schätzungen sowie ErmessensentscheidungenDie Aufstellung des Konzernabschlusses erfordert Annahmen und Schätzungen, die Einfluss auf den Ausweis von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag sowie den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen haben. Mit Unsicherheit behaftete Annahmen, Schätzungen betreffen insbesondere abgezinste zukünftige Cashflows im Rahmen von Impairment-Tests, Festlegung von Nutzungsdauern sowie außerplanmäßigen Wertminderungen, insbesondere zum Bestand vorausgezahlter Autorenhonorare, erwartete Rücklaufquoten verkaufter Waren (Remissionsquoten) zur Ermittlung entsprechender Rückstellungen sowie Abzinsungssätze zur Bewertung von Altersteilzeitverpflichtungen. Zu weiteren Angaben, die unter Verwendung von Schätzungen ermittelt wurden, verweisen wir auf die entsprechenden Erläuterungen. Die wesentlichen Ermessensentscheidungen betreffen insbesondere die Abschreibungsmethode für den Bestand an vorausgezahlten Autorenhonoraren. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses geht der Vorstand nicht von einer wesentlichen Änderung der zugrunde gelegten Annahmen, Schätzungen und Ermessensentscheidungen aus. Anpassungen früherer Annahmen wurden nicht vorgenommen. 3. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenZur Verbesserung der Klarheit sind in der Gesamtergebnisrechnung sowie in der Bilanz einzelne Posten zusammengefasst, die im Anhang erläutert werden. Als kurzfristig werden Vermögenswerte und Schulden angesehen, die innerhalb eines Jahres realisiert werden, beziehungsweise abfließen, alle anderen sind als langfristig klassifiziert. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses 2015/2016 erfolgten im Vergleich zum IFRS-Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2014/2015 keine Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Selbiges gilt auch für die Grundlagen und Methoden der im Rahmen des Konzernabschlusses erforderlichen Annahmen und Schätzungen. Auf Angabe 4 wird hingewiesen. (a) Konsolidierungsgrundsätze und -stichtagDie Kapitalkonsolidierung aller vollkonsolidierten Gesellschaften erfolgte nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt der Begründung der Beherrschung (Erwerbszeitpunkt). Dies gilt entsprechend auch für die At-Equity bewerteten Gesellschaften. Vermögenswerte und Schulden der einbezogenen Gesellschaften wurden mit den beizulegenden Zeitwerten bewertet, soweit die entsprechenden Kaufpreisallokationen bereits abgeschlossen sind. Eigenkapitalanteile nichtbeherrschender Gesellschafter werden gesondert im Eigenkapital ausgewiesen. Darüber hinaus werden bei Unternehmenserwerben auch die auf Anteile nicht beherrschender Gesellschafter entfallenden stillen Reserven und stillen Lasten aufgedeckt und im Eigenkapital im Posten "Eigenkapitalanteile nicht-beherrschender Gesellschafter" gezeigt. Von dem Wahlrecht, die auf die Anteile nichtbeherrschender Gesellschafter entfallenden Geschäfts- oder Firmenwerte zu bilanzieren, wird kein Gebrauch gemacht. At-Equity bewertete Beteiligungen werden gemäß IAS 28 zunächst mit den Anschaffungskosten angesetzt, wozu auch Transaktionskosten zählen. Nach dem erstmaligen Ansatz enthält die Konzern-GuV den Anteil des Konzerns am Gesamtergebnis der nach der At-Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen. Nach der At-Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen werden gemäß den für die Vollkonsolidierung geltenden Grundsätzen behandelt, wobei ggf. aufgedeckte stille Reserven und ein vorhandener Geschäfts- oder Firmenwert im Beteiligungsansatz enthalten ist und darauf anfallende Wertminderungen im Ergebnis aus assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen innerhalb des Finanzergebnisses gezeigt werden. Der Beteiligungsansatz wird entsprechend fortgeschrieben, bis zu dem Zeitpunkt, an dem der maßgebliche Einfluss oder die gemeinschaftliche Führung endet. Gesellschaften, die durch den teilweisen Verkauf von Anteilen aus dem Kreis der vollkonsolidierten Tochtergesellschaften ausscheiden und aufgrund des weiterhin bestehenden maßgeblichen Einflusses dann als At-Equity bewertete Beteiligung zu bilanzieren sind, werden zum Zeitpunkt des Übergangs mit dem Fair Value angesetzt. Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie zwischen den Konzerngesellschaften bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten werden gegeneinander aufgerechnet und eliminiert. Zwischengewinne aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen sowie aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen zwischen einbezogenen Konzerngesellschaften, inkl. der assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, werden eliminiert, sofern der Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht von untergeordneter Bedeutung ist. Bisher sind keine zu eliminierende Zwischengewinne angefallen. Im Rahmen der Konsolidierungsbuchungen werden die ertragsteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und gegebenenfalls latente Steuern in Ansatz gebracht. Nur die Muttergesellschaft hat ein vom Kalenderjahr abweichendes Geschäftsjahr. Alle übrigen einbezogenen Unternehmen schließen ihr Geschäftsjahr zum 31. Dezember ab. Für Zwecke des Konzernabschlusses werden von diesen Gesellschaften Zwischenabschlüsse zu den entsprechenden Stichtagen aufgestellt. (b) Immaterielle VermögenswerteErworbene immaterielle Vermögenswerte (mit Ausnahme der unter (c) dargestellten vorausgezahlten Autorenhonorare) sind, soweit ihre Nutzungsdauern als begrenzt eingestuft wurden, zu Anschaffungskosten abzüglich auf ihre jeweiligen Nutzungsdauern verteilten planmäßigen linearen Abschreibungen bewertet. Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte werden zu Herstellkosten aktiviert und über die erwartete Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die folgenden Nutzungsdauern und Abschreibungssätze zugrunde:
Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte (z.B. Markenrechte) mit zeitlich unbestimmbarer Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben. Außerplanmäßige Wertminderungen werden berücksichtigt, wenn dies im Rahmen von durchgeführten Impairment-Tests geboten ist. Für Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte, für die eine Nutzungsdauer nicht bestimmbar ist, werden diese Tests mindestens jährlich durchgeführt; für immaterielle Vermögenswerte, die planmäßig abgeschrieben werden, immer dann, wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Bei Fortfall der Gründe für die Wertminderung werden, mit Ausnahme von Firmenwerten, entsprechende Zuschreibungen vorgenommen, die die fortgeführten Buchwerte nicht übersteigen dürfen. Entsprechend dem in IFRS 1.15 und Appendix B kodifizierten Wahlrecht werden die Firmenwerte aus Akquisitionen vor dem 1. April 2011 gemäß der Behandlung nach bisherigem Recht fortgeführt. Das heißt, die in früheren Perioden vorgenommenen plan- und außerplanmäßigen Wertminderungen bleiben bestehen und erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnete Firmenwerte werden nicht nachträglich aktiviert. (c) Bestand vorausgezahlter AutorenhonorareDie vorausgezahlten Autorenhonorare betreffen Manuskripte, bei denen Bastei Lübbe die volle Verfügungsgewalt über das Manuskript und seine Verwertungsmöglichkeiten erworben hat, sowie hierauf geleistete Anzahlungen und werden zu Anschaffungskosten bewertet. Bis zum Geschäftsjahr 2012/2013 (einschließlich) wurden die vorausgezahlten Autorenhonorare nach der Einschätzung der erwarteten Buchverkäufe in einen Anteil für Hardcover und einen Anteil für Taschenbuch - in der Regel "50/50" - aufgeteilt. Bei Erscheinen des Titels wurde der entsprechende Anteil des Garantiehonorars als Abschreibungen auf Autorenhonorare im Materialaufwand erfasst. Dabei umfasste das anteilige Garantiehonorar für Hardcover auch Honoraranteile für Veröffentlichungen in Form von Hörbüchern und eBooks. Sofern nur ein Taschenbuchrecht eingekauft wurde, wurde bei Erscheinen die gesamte Honorarvorauszahlung als Abschreibungen auf Autorenhonorare im Materialaufwand gebucht. Ausgehend von der Tatsache, dass die digitalen Produkte und somit auch die Backlist-Umsätze an erheblicher Bedeutung gewinnen, wurde die Abschreibungsmethodik für die vorausgezahlten Autorenhonorare ab dem Geschäftsjahr 2013/2014 angepasst, weil deren Verwertung sich über einen immer größer werdenden Zeitraum erstreckt und nicht mehr nur auf die Hardcover- und Taschenbuch-Verwertung beschränkt ist. Somit können die pauschalen Honorarabschreibungen bei Erscheinen dieser Verwertungsstufen nicht mehr fortgeführt werden. Stattdessen werden die aktivierten Autorenhonorare so lange um die tatsächlichen Absatzhonorare wertberichtigt, bis das Garantiehonorar aufgebraucht ist. Der Bestand vorausgezahlter Autorenhonorare und die geleisteten Honoraranzahlungen werden darüber hinaus mindestens einmal jährlich (im Regelfall zum Bilanzstichtag) auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Dabei wird auf der Grundlage einer Schätzung der künftigen Absatzmengen der erwartete Nettoertrag vor Honoraraufwand dem Garantiehonorar gegenübergestellt. In den Fällen, in denen das Garantiehonorar den erwarteten Nettoertrag vor Honoraraufwand übersteigt, werden entsprechende Abschreibungen vorgenommen und darüber hinaus - sofern notwendig - Rückstellungen für Drohverluste gebildet. Die hieraus resultierenden Aufwendungen werden im Materialaufwand erfasst. Die Erfassung aller Aufwendungen im Zusammenhang mit den vorausgezahlten Autorenhonoraren erfolgt in einem separaten Posten innerhalb des Materialaufwandes, weil diese Aufwendungen unmittelbar mit den daraus alimentierten Umsatzerlösen verbunden und somit zwecks wirtschaftlich sachgerechter Zuordnung im Rohertrag zu berücksichtigen sind. (d) SachanlagenDie Sachanlagen sind gemäß IAS 16 (Sachanlagen) zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der bisher aufgelaufenen und im Geschäftsjahr planmäßig fortgeführten nutzungsbedingten Abschreibungen und Wertminderungen bewertet. Die Anschaffungskosten beinhalten den Kaufpreis, Kosten der Inbetriebnahme sowie Anschaffungsnebenkosten. Fremdkapitalzinsen im Sinne von IAS 23 (Fremdkapitalkosten) waren nicht zu aktivieren. Kosten für die Reparatur von Sachanlagen werden erfolgswirksam verrechnet. Eine Aktivierung erfolgt nur dann, wenn die Kosten zu einer Erweiterung oder wesentlichen Verbesserung des jeweiligen Vermögenswertes führen. Das unbewegliche Sachanlagevermögen (Gebäude und Bauten) wird nach Maßgabe der erwarteten wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Dies gilt auch für das bewegliche Sachanlagevermögen. Bei der Bemessung der Abschreibungsbeträge werden nach Ablauf der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer verbleibende Restwerte berücksichtigt. Bei Verkauf oder Stilllegung von Sachanlagen wird der Gewinn oder Verlust aus der Differenz zwischen dem Verkaufserlös und dem Restbuchwert unter den sonstigen betrieblichen Erträgen beziehungsweise Aufwendungen erfasst. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die folgenden Nutzungsdauern und Abschreibungssätze zugrunde:
Gegebenenfalls werden im Rahmen von Impairment-Tests außerplanmäßige Wertminderungen berücksichtigt, wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Bei Fortfall der Gründe für Wertminderungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. (e) Impairment-TestsDie Überprüfung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten erfolgt bei Bastei Lübbe mindestens einmal jährlich am Jahresende oder unterjährig bei Erkennen von besonderen Anlässen und erfolgt - sofern und soweit eine eigenständige Bewertung der betroffenen Vermögenswerte nicht möglich ist - auf der nächst höheren Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) im Sinne von IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten). (i) Definition der ZGEBei Bastei Lübbe werden die im Rahmen von Unternehmens- und Geschäftserwerben erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte und immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer denjenigen ZGE zugeordnet, die erwartungsgemäß von den Synergien der Unternehmens- und Geschäftserwerbe profitieren. Diese ZGE repräsentieren die unterste Ebene, auf der diese Vermögenswerte für Zwecke der Unternehmenssteuerung überwacht werden. Diese entsprechen in der Regel einzelnen Sparten bzw. Verlagen. (ii) Durchführung der Impairment-TestsIm Rahmen der Impairment-Tests werden die Restbuchwerte der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit ihrem jeweiligen erzielbaren Betrag als dem höheren Wert aus Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert verglichen. Bei der Ermittlung des bei Bastei Lübbe regelmäßig verwendeten Nutzungswertes wird der im Rahmen eines Discounted-Cash-Flow-Verfahrens ermittelte Barwert der künftigen Zahlungen, die im Rahmen der aktuellen, nach Gesellschaften bzw. Sparten individuellen, vor allem auf Erfahrungen aus der Vergangenheit basierenden Planungen des Bastei Lübbe Konzerns für die nächsten drei Jahre prognostiziert werden, zugrunde gelegt. Die Prüfung der Werthaltigkeit erfolgt durch Ermittlung des Nutzungswerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten anhand geschätzter zukünftiger Cashflows, die aus der Ergebnisplanung abgeleitet werden. Der Planungshorizont beträgt grundsätzlich drei Jahre. Befindet sich eine ZGE nicht im "eingeschwungenen" Zustand, verlängert sich der Detailplanungszeitraum auf fünf Jahre. Der Berechnung des Nutzungswertes liegen die folgenden wesentlichen Annahmen zugrunde:
Zur Ermittlung des Barwerts wird der Diskontierungssatz auf Basis gewichteter Kapitalkosten ermittelt; er basiert auf einem Basiszinssatz gem. IDW-Standard S1 zur Unternehmensbewertung (zum Bilanzstichtag 1,25 %) sowie einer Marktrisikoprämie in Höhe von 6,75 % (oberer Randbereich der vom IDW dafür empfohlenen Bandbreite). Zum 31. März 2016 wurden die folgenden gewichteten Kapitalkosten ermittelt:
Die Zahlungsströme nach dem Detailplanungszeitraum werden anhand der folgenden nachhaltigen Wachstumsraten extrapoliert:
Die Ergebnisplanung der ZGE Räder und PMV weist analog zum Vorjahr konstante EBITDA für die nächsten drei Geschäftsjahre aus. Bei den Wachstumsunternehmen BEAM Shop und Daedalic wurde wie im Vorjahr dynamisches Ergebniswachstum geplant. Die durchschnittliche EBITDA-Wachstumsrate pro Jahr liegt bei Daedalic im Detailplanungszeitraum im hohen zweistelligen Prozentbereich. Die Wachstumsraten gründen bei Daedalic vor allem in der geplanten Entwicklung und Vermarktung von auf Bestsellern basierenden Adventure-Spielen. Zuschreibungen werden vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag den Buchwert des Vermögenswerts aufgrund von Änderungen in den der Bewertung zugrunde liegenden Schätzungen übersteigt. Die Zuschreibung erfolgt dabei höchstens auf den Betrag, der sich ohne die Vornahme vorheriger außerplanmäßiger Wertminderungen ergeben hätte. Eine Zuschreibung auf einen außerplanmäßig wertgeminderten Geschäfts- oder Firmenwert erfolgt nicht. (f) LeasingverhältnisseDie Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung zum Zeitpunkt des Abschlusses der Vereinbarung getroffen. Das wirtschaftliche Eigentum an beweglichen und unbeweglichen Leasinggegenständen wird demjenigen Vertragspartner in einem Leasingverhältnis zugerechnet, der die wesentlichen Chancen und Risiken trägt, die mit dem Leasinggegenstand verbunden sind. Trägt der Leasinggeber die wesentlichen Chancen und Risiken (Operating Lease), wird der Leasinggegenstand vom Leasinggeber in der Bilanz angesetzt. Trägt der Leasingnehmer die wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am Leasinggegenstand verbunden sind (Finanzierungsleasing), so hat der Leasingnehmer den Leasinggegenstand in der Bilanz anzusetzen. Gemietete, geleaste oder gepachtete Sachanlagen, die gemäß den Vorgaben des IAS 17 (Leasingverhältnisse) als wirtschaftliches Eigentum mit langfristiger Finanzierung anzusehen sind (Finanzierungsleasing), werden zum Zeitpunkt des Vertragsbeginns mit den Barwerten der Mindestleasingzahlungen unter Berücksichtigung von Einmalzahlungen oder zu den niedrigeren Marktwerten bilanziert. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig über die betriebsgewöhnliche wirtschaftliche Nutzungsdauer. Ist ein späterer rechtlicher Eigentumsübergang des Leasinggegenstandes unsicher, wird die Laufzeit des Leasingvertrages zugrunde gelegt, sofern diese kürzer ist. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen sind unter den finanziellen Verbindlichkeiten passiviert. Finanzierungsleasingzahlungen werden derart in Finanzierungsaufwendungen und den Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt, dass sich über die Laufzeit des Leasingverhältnisses ein konstanter Zinssatz auf die verbliebene Leasingverbindlichkeit ergibt. Finanzierungskosten werden in den Finanzaufwendungen erfolgswirksam erfasst. (g) Finanzinstrumente(i) Finanzielle VermögenswerteFinanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden entweder als finanzielle Vermögenswerte, die zu Handelszwecken gehalten werden, als Kredite und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Vermögenswerte oder als zur Veräußerung verfügbare Finanzinvestitionen klassifiziert. Die finanziellen Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von anderen Finanzinvestitionen als solchen, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert sind, werden darüber hinaus Transaktionskosten berücksichtigt, die direkt dem Erwerb des Vermögenswerts zuzurechnen sind. Die Designation der finanziellen Vermögenswerte in die Bewertungskategorien erfolgt bei ihrem erstmaligen Ansatz. Umwidmungen werden, sofern diese zulässig und erforderlich sind, zum Anfang des Geschäftsjahres vorgenommen. Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Handelstag, d.h. am Tag, an dem das Unternehmen die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswerts eingegangen ist, bilanziell erfasst. Marktübliche Käufe und Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben. (ii) Wertminderung von finanziellen VermögenswertenDie Gesellschaft ermittelt an jedem Berichtsstichtag, ob objektive Hinweise bestehen, dass eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegt. Ein finanzieller Vermögenswert oder eine Gruppe von finanziellen Vermögenswerten gilt nur dann als wertgemindert, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswerts eintraten, objektive Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen, wie z.B. wiederholte und/oder erhebliche Zahlungsrückstände oder die Beantragung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen des Schuldners, und dieser Schadensfall eine Auswirkung auf die erwarteten künftigen Cashflows des finanziellen Vermögenswerts oder der Gruppe der finanziellen Vermögenswerte hat, die sich verlässlich schätzen lässt. Im Rahmen von Wertminderungen werden finanzielle Vermögenswerte, für welche ein potenzieller Abwertungsbedarf besteht, anhand gleichartiger Ausfallrisikoeigenschaften gruppiert und gemeinsam auf Wertminderungen untersucht sowie ggf. wertberichtigt. Bei der dazu notwendigen Ermittlung der erwarteten zukünftigen Cashflows der Portfolios werden neben den vertraglich vorgesehenen Zahlungsströmen auch historische Ausfallerfahrungen berücksichtigt. Die Cashflows werden auf der Basis des gewichteten Durchschnitts der ursprünglichen Effektivzinssätze der im jeweiligen Portfolio enthaltenen finanziellen Vermögenswerte abgezinst. Bei finanziellen Vermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, ergibt sich die Höhe des Wertminderungsverlusts als Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows. Erhöht oder verringert sich die Höhe eines geschätzten Wertminderungsaufwands in einer folgenden Berichtsperiode aufgrund eines Ereignisses, das nach der Erfassung der Wertminderung eintrat, wird der früher erfasste Wertminderungsaufwand durch Anpassung des Wertberichtigungskontos erfolgswirksam erhöht oder verringert. (iii) Ausbuchung finanzieller VermögenswerteEin finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn eine der nachfolgenden Voraussetzungen erfüllt ist:
(iv) ZahlungsmittelZahlungsmittel in der Bilanz umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben sowie kurzfristige Einlagen mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten. Liquide Mittel sind in dem Zeitpunkt anzusetzen, in dem die Vereinnahmung erfolgt. Danach sind Schecks im Zeitpunkt der Besitzerlangung und Zahlungseingänge mit Gutschrift auf dem Bankkonto zu erfassen. Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Bestände in ausländischer Währung sind zum Kassakurs des Bilanzstichtags umzurechnen. Währungsänderungen zum Einbuchungskurs sind ergebniswirksam zu erfassen. (v) Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle VermögenswerteFinanzielle Vermögenswerte werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden. Sie beinhalten im Wesentlichen Kapitalanlagen und werden zu dem Zeitpunkt ein- und ausgebucht, an dem der Erwerb oder Verkauf der Kapitalanlage vertraglich vereinbart ist. Der erstmalige Bilanzansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Kapitalanlagen, die als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert wurden, werden in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Wertänderungen werden erfolgswirksam erfasst. Vermögenswerte dieser Kategorie kommen bei der Gesellschaft nicht vor. (vi) Kredite und ForderungenForderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Forderungen und Ausleihungen werden - ggf. unter Anwendung der Effektivzinsmethode - zu fortgeführten Anschaffungskosten unter der Berücksichtigung eventuell erforderlicher Wertminderungen bewertet. Die Wertminderungen, welche in Form von Einzelwertberichtigungen vorgenommen werden, tragen den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung; konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden teilweise unter Verwendung von Wertberichtigungskonten vorgenommen. Die Entscheidung, ob ein Ausfallrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos oder über eine direkte Minderung der Forderung berücksichtigt wird, hängt vom Grad der Verlässlichkeit der Beurteilung der Risikosituation ab. (vii) Zur Veräußerung verfügbare FinanzinstrumenteZur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte, die entweder dieser Kategorie zuzuordnen sind oder keiner der anderen dargestellten Kategorien zugeordnet wurden. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, da der Fair Value nicht hinreichend sicher bestimmt werden kann. Im Falle einer außerplanmäßigen Wertminderung erfolgt eine erfolgswirksame Erfassung. In dieser Kategorie werden die Beteiligungen ausgewiesen. (viii) Finanzielle VerbindlichkeitenDie Gesellschaft legt die Klassifizierung ihrer finanziellen Verbindlichkeiten mit dem erstmaligen Ansatz fest. Zum Bilanzstichtag bestanden nur Verbindlichkeiten der Kategorie "Darlehensverbindlichkeiten und übrige Verbindlichkeiten" (FLAC). Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, kommen nicht vor. Die finanziellen Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit ihrem beizulegenden Zeitwert, im Fall von Darlehen zuzüglich der direkt zurechenbaren Transaktionskosten, angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Verbindlichkeiten ausgebucht werden sowie im Rahmen der Amortisation mittels der Effektivzinsmethode. Fortgeführte Anschaffungskosten werden unter Berücksichtigung von Gebühren oder Kosten berechnet, die einen integralen Bestandteil des Effektivzinssatzes darstellen. Die Amortisation mittels der Effektivzinsmethode ist in der Gewinn- und Verlustrechnung als Teil der Finanzaufwendungen enthalten. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, erloschen oder aufgehoben ist. (h) FinanzanlagenDie unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen sowie assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren "Fair Value" nach IAS 36 angesetzt. (i) VorräteDie unter den Vorräten gemäß IAS 2 (Vorräte) ausgewiesenen Bestände werden zum jeweils niedrigeren Betrag von Anschaffungs- oder Herstellungskosten und realisierbarem Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt auf der Grundlage eines gewichteten Durchschnittswerts. Die Herstellungskosten umfassen alle der Leistungserstellung zurechenbaren Einzelkosten für Material und Druckkosten sowie Honoraraufwendungen und darüber hinaus produktionsbezogene Gemeinkosten. Der Nettoveräußerungswert stellt den voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten dar. Der Nettoveräußerungswert von unfertigen Erzeugnissen wird retrograd aus dem Nettoveräußerungswert der fertigen Erzeugnisse unter Berücksichtigung der noch bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten ermittelt. Bei Wegfall der Gründe, die zu einer Wertminderung der Vorräte geführt haben, wird eine entsprechende Wertaufholung vorgenommen. (j) Leistungen an Arbeitnehmer aus Altersteilzeit-VereinbarungenDie versicherungsmathematische Bewertung der Altersteilzeit-Vereinbarungen erfolgt nach IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer). Im Rahmen der Barwertermittlung werden sowohl die am Bilanzstichtag bekannten Gehälter als auch die künftig zu erwartenden Gehaltssteigerungen berücksichtigt. Der Berechnung liegen die Richttafeln von Dr. Klaus Heubeck 2005 G zugrunde. Der Zinsanteil der Rückstellungszuführung wird als Zinsaufwand innerhalb des Finanzergebnisses gezeigt. Das Planvermögen besteht ausschließlich in Form von Rückdeckungsversicherungen, welche an die Arbeitnehmer verpfändet wurden und somit dem Zugriff der Gläubiger entzogen sind. Die Bewertung des Planvermögens erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert. (k) Sonstige RückstellungenGemäß den Kriterien in IAS 37 (Rückstellungen, Eventualforderungen und Eventualverbindlichkeiten) werden für ungewisse Verpflichtungen Rückstellungen gebildet, wenn es jeweils als wahrscheinlich angesehen wird, dass sich aus der Erfüllung einer gegenwärtigen Verpflichtung ein direkter Abfluss von Ressourcen ergibt, die künftigen wirtschaftlichen Nutzen enthalten, und der Wert dieser Verpflichtung zuverlässig, auch in Form von Schätzungen, ermittelt werden kann. Dabei sind alle bekannt gewordenen ungewissen Verbindlichkeiten und Risiken, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen, mit dem Erfüllungsbetrag mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit berücksichtigt. Resultiert aus einer geänderten Einschätzung eine Reduzierung des erwarteten Verpflichtungsumfangs, wird die Rückstellung anteilig aufgelöst und der Ertrag in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Bei langfristigen Rückstellungen wird der Anteil, der erst nach mehr als einem Jahr abfließen wird und für den eine verlässliche Abschätzung der Auszahlungsbeträge beziehungsweise -zeitpunkte möglich ist, mit dem durch Abzinsung unter Verwendung eines markt- und fristadäquaten Zinssatzes ermittelten Barwert angesetzt. (l) Ertrags- und AufwandsrealisierungBastei Lübbe erzielt überwiegend Vertriebs- und Lizenzerlöse. Umsatzerlöse gelten - unter Berücksichtigung von in Abzug zu bringenden Steuern und Erlösschmälerungen - als realisiert, wenn die wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Risiken auf den Erwerber übergegangen sind, der Betrag des Erlöses zuverlässig bestimmt werden kann und der resultierende Zufluss eines wirtschaftlichen Nutzens hinreichend wahrscheinlich ist. Vertriebserlöse umfassen in erster Linie den Verkauf von Romanheften und Rätselmagazinen, Büchern, Hörbüchern, Geschenkartikeln und eBooks an den Handel. Für Erzeugnisse, bei denen eine Rücklieferung aufgrund von Erfahrungswerten erwartet wird, werden vorsorglich Umsatzkorrekturen vorgenommen. Lizenzerlöse werden aus dem Weiterverkauf von eingekauften und bereits verwerteten Rechten an Lizenznehmer aus dem In- und Ausland erzielt. Der Umsatz wird in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des zugrunde liegenden Vertrages erfasst. Übrige Erträge werden erfasst, wenn der wirtschaftliche Nutzen aus der Transaktion verlässlich bestimmbar und während der Berichtsperiode zugeflossen ist. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam. Finanzerträge beinhalten im Wesentlichen Zinserträge und Zinsaufwendungen. Zinserträge und Zinsaufwendungen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst. Zinsaufwendungen beinhalten neben Zinsaufwendungen für Kredite auch die Aufzinsung langfristiger Schulden. Im Beteiligungsergebnis werden Dividenden und Wertminderungen auf Finanzanlagen ausgewiesen. Die erfolgswirksame Erfassung von Dividenden erfolgt mit Entstehung des Rechtsanspruches auf Zahlung. Dies geschieht jeweils zu dem Zeitpunkt, an dem es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen aus dem Geschäft dem Unternehmen zufließt und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. (m) ErtragsteuernAls Steueraufwendungen sind die laufend gezahlten beziehungsweise geschuldeten Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die Ermittlung der laufenden Ertragsteuern, inklusive Erstattungsansprüchen und Schulden, basiert auf den aktuell gültigen Gesetzen und Verordnungen. Latente Steuern werden auf temporäre Unterschiede zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden in IFRS- und Steuerbilanz ermittelt. Der Berechnung liegen die zum Realisierungszeitpunkt erwarteten unternehmensindividuellen Steuersätze zugrunde, die auf den am Bilanzstichtag gültigen beziehungsweise verabschiedeten gesetzlichen Regelungen beruhen. Latente Steueransprüche werden nur insoweit berücksichtigt, als es hinreichend sicher erscheint, dass sich die temporären Differenzen tatsächlich steuerwirksam umkehren. Sofern sich latente Steuern auf Vorgänge beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst sind, werden auch die latenten Steuern direkt im Eigenkapital erfasst. Ansonsten erfolgt die Erfassung stets erfolgswirksam. (n) Im Geschäftsjahr erstmals angewendete NeuregelungenIm vorliegenden Konzernabschluss kamen erstmals diejenigen vom IASB überarbeiteten, ergänzten sowie neu herausgegebenen Bilanzierungsstandards und Interpretationen zur Anwendung, die von der EU übernommen wurden und somit im Geschäftsjahr 2015/2016 für die Bastei Lübbe AG verpflichtend anzuwenden waren. Sofern im Folgenden nicht näher erläutert, hatte keiner der neuen oder geänderten Standards und Interpretationen wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Bastei Lübbe AG. Eine detaillierte Aufstellung der Standards und Interpretationen, die zum 31. März 2016 erstmals anzuwenden sind, enthält die folgende Tabelle:
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Inkrafttreten bezieht sich auf Geschäftsjahre,
die an diesem Datum oder später beginnen EU Endorsement ist bis zum 31. März 2015 erfolgtIFRIC 21 - LeviesIFRIC 21 ist eine Interpretation zu IAS 37. Geklärt wird vor allem die Frage, wann eine gegenwärtige Verpflichtung bei durch die öffentliche Hand erhobenen Abgaben entsteht und eine Rückstellung oder Verbindlichkeit anzusetzen ist. Nicht in den Anwendungsbereich der Interpretation fallen insbesondere Strafzahlungen und Abgaben, die aus öffentlich-rechtlichen Verträgen resultieren oder in den Regelungsbereich eines anderen IFRS fallen, zum Beispiel IAS 12. Nach IFRIC 21 ist ein Schuldposten für Abgaben anzusetzen, wenn das die Abgabepflicht auslösende Ereignis eintritt. Dieses auslösende Ereignis, das die Verpflichtung begründet, ergibt sich wiederum aus dem Wortlaut der zugrundeliegenden Norm. Deren Formulierung ist insofern ausschlaggebend für die Bilanzierung. Amendments to IAS 19 - Defined Benefit Plans: Employee ContributionsMit den Änderungen werden die Vorschriften klargestellt, die sich mit der Zuordnung von Arbeitnehmerbeiträgen bzw. Beiträgen von dritten Parteien zu den Dienstleistungsperioden beschäftigen, wenn die Beiträge mit der Dienstzeit verknüpft sind. Darüber hinaus werden Erleichterungen geschaffen, wenn die Beiträge von der Anzahl der geleisteten Dienstjahre unabhängig sind. Improvements to IFRS 2010 - 2012Im Rahmen des annual improvement project wurden Änderungen an sieben Standards vorgenommen. Mit der Anpassung von Formulierungen in einzelnen IFRS soll eine Klarstellung der bestehenden Regelungen erreicht werden. Daneben gibt es Änderungen mit Auswirkungen auf Anhangangaben. Betroffen sind die Standards IFRS 2, IFRS 3, IFRS 8, IFRS 13, IAS 16, IAS 24 und IAS 38. Improvements to IFRS 2011 - 2013Im Rahmen des annual improvement project wurden Änderungen an vier Standards vorgenommen. Mit der Anpassung von Formulierungen in einzelnen IFRS soll eine Klarstellung der bestehenden Regelungen erreicht werden. Betroffen sind die Standards IFRS 1, IFRS 3, IFRS 13 und IAS 40. (o) Im Geschäftsjahr noch nicht angewendete NeuregelungenVom IASB wurde eine Reihe Bilanzierungsstandards und Interpretationen neu verabschiedet bzw. überarbeitet, die von der Bastei Lübbe AG frühestens ab dem 1. April 2016 verpflichtend angewendet werden müssen, sofern sie von der Europäischen Kommission zur Anwendung genehmigt wurden und für die Bastei Lübbe AG einschlägig sind. Diese werden grundsätzlich und wurden auch für den vorliegenden Konzernabschluss freiwillig noch nicht angewandt.
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Inkrafttreten bezieht sich auf Geschäftsjahre,
die an diesem Datum oder später beginnen. Im Folgenden werden die wichtigsten Neuerungen näher erläutert und deren erwartete Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Bastei Lübbe AG dargestellt. Soweit nicht anders angegeben, werden die Auswirkungen derzeit noch geprüft. EU Endorsement ist bis zum 17. Mai 2016 erfolgtAmendments to IFRS 11 - Accounting for Acquisitions of Interests in Joint OperationsIFRS 11 enthält Regelungen zur bilanziellen und erfolgsrechnerischen Erfassung von Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) und gemeinschaftlichen Tätigkeiten (Joint Operations). Während Gemeinschaftsunternehmen nach der At-Equity Methode bilanziert werden, ist die in IFRS 11 vorgesehene Abbildung gemeinschaftlicher Tätigkeiten mit der Quotenkonsolidierung vergleichbar. Mit der Änderung des IFRS 11 regelt das IASB die Bilanzierung eines Erwerbs von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit, die einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse darstellt. In solchen Fällen soll der Erwerber die Grundsätze für die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen nach IFRS 3 anwenden. Zudem greifen auch in diesen Fällen die Angabepflichten des IFRS 3. Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Amendments to IAS 1 - Disclosure InitiativeDie Änderungen betreffen verschiedene Ausweisfragen. Es wird klargestellt, dass Anhangangaben nur dann notwendig sind, wenn ihr Inhalt nicht unwesentlich ist. Dies gilt explizit auch dann, wenn ein IFRS eine Liste von Minimum-Angaben fordert. Zudem werden Erläuterungen zur Aggregation und Disaggregation von Posten in der Bilanz und der Gesamtergebnisrechnung aufgenommen. Des Weiteren wird klargestellt, wie Anteile am Sonstigen Ergebnis At-Equity bewerteter Unternehmen in der Gesamtergebnisrechnung darzustellen sind. Schließlich erfolgt die Streichung einer Musterstruktur des Anhangs hin zur Berücksichtigung unternehmensindividueller Relevanz. Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Amendments to IAS 16 and IAS 38 - Clarification of Acceptable Methods of Depreciation and AmortisationMit diesen Änderungen stellt das IASB weitere Leitlinien zur Festlegung einer akzeptablen Abschreibungsmethode zur Verfügung. Umsatzbasierte Abschreibungsmethoden sind demnach für Sachanlagen nicht und für immaterielle Vermögenswerte lediglich in bestimmten Ausnahmefällen (widerlegbare Vermutung der Unangemessenheit) zulässig. Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Amendments to IAS 27 - Equity Method in Separate Financial StatementsMit der Änderung wird die At-Equity Methode als Bilanzierungsoption für Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen in separaten Abschlüssen eines Investors wieder zugelassen. Die bestehenden Optionen zur Bewertung zu Anschaffungskosten oder nach IAS 39/IFRS 9 bleiben erhalten. Seit 2005 war die Anwendung der At-Equity Methode für Anteile im separaten Abschluss (des Mutterunternehmens) nach IAS 27 nicht mehr zulässig. Aufgrund von Klagen der Anwender unter anderem über den hohen Aufwand einer Fair Value Bewertung zu jedem Abschlussstichtag, insbesondere bei nicht börsennotierten assoziierten Unternehmen, hat das IASB die Änderung an IAS 27 vorgenommen. Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Improvements to IFRS 2012 - 2014Im Rahmen des annual improvement project wurden Änderungen an vier Standards vorgenommen. Mit der Anpassung von Formulierungen in einzelnen IFRS/IAS soll eine Klarstellung der bestehenden Regelungen erreicht werden. Betroffen sind die Standards IFRS 5, IFRS 7, IAS 19 und IAS 34. Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. EU Endorsement steht noch ausIFRS 9 - Financial InstrumentsDer im Juli 2014 herausgegebene IFRS 9 ersetzt die bestehenden Leitlinien in IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung. IFRS 9 enthält überarbeitete Leitlinien zur Einstufung und Bewertung von Finanzinstrumenten, darunter ein neues Modell der erwarteten Kreditausfälle zur Berechnung der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten, sowie die neuen allgemeinen Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsgeschäfte. Er übernimmt auch die Leitlinien zur Erfassung und Ausbuchung von Finanzinstrumenten aus IAS 39. IFRS 9 ist - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. IFRS 15 - Revenue from Contracts with CustomersIFRS 15 legt einen umfassenden Rahmen zur Bestimmung fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden. Er ersetzt bestehende Leitlinien zur Erfassung von Umsatzerlösen, darunter IAS 18 Umsatzerlöse, IAS 11 Fertigungsaufträge und IFRIC 13 Kundenbindungsprogramme. IFRS 15 ist - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine frühzeitige Anwendung ist zulässig. IFRS 16 - LeasesKerngedanke des neuen Standards ist es, beim Leasingnehmer generell alle Leasingverhältnisse und die damit verbundenen vertraglichen Rechte und Verpflichtungen in der Bilanz zu erfassen. Die bisher unter IAS 17 erforderliche Unterscheidung zwischen Finanzierungs- und Operating-Leasingverträgen entfällt damit künftig für den Leasingnehmer. Für alle Leasingverhältnisse erfasst der Leasingnehmer in seiner Bilanz eine Leasingverbindlichkeit für die Verpflichtung, künftig Leasingzahlungen vorzunehmen. Gleichzeitig aktiviert der Leasingnehmer ein Nutzungsrecht am zugrundeliegenden Vermögenswert, welches grundsätzlich dem Barwert der künftigen Leasingzahlungen zuzüglich direkt zurechenbarer Kosten entspricht. Beim Leasinggeber sind die Regelungen des neuen Standards dagegen ähnlich zu den bisherigen Vorschriften des IAS 17. Die Leasingverträge werden weiterhin entweder als Finanzierungs- oder Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert. Für die Klassifizierung nach IFRS 16 wurden die Kriterien des IAS 17 übernommen. IFRS 16 enthält darüber hinaus eine Reihe von weiteren Regelungen zum Ausweis und zu den Anhangangaben sowie zu Sale-and-Leaseback-Transaktionen und ist verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach 1. Januar 2019 beginnen, anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig, sofern IFRS 15 ebenfalls angewendet wird. Amendments to IFRS 10 and IAS 28 - Sale or Contribution of Assets between an Investor and its Associate or Joint VentureDie Änderungen adressieren eine bekannte Inkonsistenz zwischen den Vorschriften des IFRS 10 und des IAS 28 (2011) für den Fall der Veräußerung von Vermögenswerten an ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen bzw. der Einlage von Vermögenswerten in ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen. Nach IFRS 10 hat ein Mutterunternehmen den Gewinn oder Verlust aus der Veräußerung eines Tochterunternehmens bei Verlust der Beherrschungsmöglichkeit in voller Höhe in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Demgegenüber verlangt der aktuell anzuwendende IAS 28.28, dass der Veräußerungserfolg bei Veräußerungstransaktionen zwischen einem Investor und einer At-Equity bewerteten Beteiligung - sei es ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen - lediglich in der Höhe des Anteils der anderen an diesem Unternehmen zu erfassen ist. Künftig soll der gesamte Gewinn oder Verlust aus einer Transaktion nur dann erfasst werden, wenn die veräußerten oder eingebrachten Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 darstellen. Dies gilt unabhängig davon, ob die Transaktion als share oder asset deal ausgestaltet ist. Bilden die Vermögenswerte dagegen keinen Geschäftsbetrieb, ist lediglich eine anteilige Erfolgserfassung zulässig. Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Amendments to IFRS 10, IFRS 12 and IAS 28 - Investment Entities: Applying the Consolidation ExceptionDie Änderungen dienen zur Klärung von verschiedenen Fragestellungen in Bezug auf die Anwendung der Ausnahme von der Konsolidierungspflicht nach IFRS 10, wenn das Mutterunternehmen die Definition einer "Investmentgesellschaft" erfüllt. Demnach sind Mutterunternehmen auch dann von der Konzernabschlusserstellungspflicht befreit, wenn das übergeordnete Mutterunternehmen seine Tochterunternehmen nicht konsolidiert, sondern zum beizulegenden Zeitwert nach IFRS 10 bilanziert. Schließlich wird klargestellt, dass ein Investor, der nicht die Definition einer Investmentgesellschaft erfüllt und die At-Equity Methode auf ein assoziiertes Unternehmen oder ein Joint Venture anwendet, die Bewertung zum beizulegenden Zeitpunkt beibehalten kann, die das Beteiligungsunternehmen auf seine Beteiligungen an Tochterunternehmen anwendet. Zudem sehen die Änderungen vor, dass eine Investmentgesellschaft, die alle ihre Tochterunternehmen zum beizulegenden Zeitwert bewertet, die nach IFRS 12 vorgeschriebenen Angaben zu Investmentgesellschaften zu leisten hat. Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Amendments to IAS 12 - Recognition of Deferred Tax Assets for Unrealised LossesMit der Änderung an IAS 12 stellt das IASB klar, dass Abwertungen auf einen niedrigeren Marktwert von Schuldinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert (fair value) bewertet werden, welche aus einer Veränderung des Marktzinsniveaus resultieren, zu abzugsfähigen temporären Differenzen führen. Das IASB bekräftigt, dass eine temporäre Differenz in diesen Fällen entsteht. Das IASB bezieht sich ausdrücklich auf den Fall, dass der Verlust nicht realisiert wird und sich in Zukunft, bei Halten bis zur Endfälligkeit, umkehren wird, da das Schuldinstrument zum Nominalwert getilgt wird. Dies ist unabhängig davon, ob der Halter erwartet, das Schuldinstrument bis zur Endfälligkeit zu halten und somit den Nominalwert in voller Höhe zu erzielen. Das IASB stellt außerdem klar, dass grundsätzlich für alle abziehbaren temporären Differenzen zusammen zu beurteilen ist, ob voraussichtlich künftig ausreichendes zu versteuerndes Einkommen erzielt wird, um diese nutzen und damit ansetzen zu können. Nur sofern und soweit das Steuerrecht zwischen verschiedenen Arten von steuerbaren Gewinnen unterscheidet, ist eine eigenständige Beurteilung vorzunehmen. Außerdem wird IAS 12 um Regeln und Beispiele ergänzt, die klarstellen, wie das künftige zu versteuernde Einkommen für die Bilanzierung aktiver latenter Steuern zu ermitteln ist. Die Änderungen sind retrospektiv für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach 1. Januar 2017 beginnen. Amendments to IAS 7 - Disclosure InitiativeDie Änderungen zielen darauf ab, IAS 7 (Kapitalflussrechnungen) klarzustellen und die Informationen zu verbessern, die Abschlussadressaten in Bezug auf die Finanzierungstätigkeiten eines Unternehmens zur Verfügung gestellt werden und dadurch insbesondere die Adressaten von Abschlüssen in die Lage zu versetzen, Veränderungen in den Finanzschulden zu beurteilen. Nach den Änderungen hat ein Unternehmen Angaben über die Änderungen solcher Finanzverbindlichkeiten zu machen, deren Einzahlungen und Auszahlungen in der Kapitalflussrechnung im Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit gezeigt werden. Dazugehörige finanzielle Vermögenswerte sind ebenfalls in die Angaben einzubeziehen (z.B. Vermögenswerte aus Absicherungsgeschäften). Die Änderungen treten für Berichtsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen; eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Clarifications to IFRS 15 - Revenue from Contracts with CustomersIFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden (s.o.) tritt für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen. Um Probleme, die sich beim Übergang auf IFRS 15 ergeben können, rasch identifizieren und klären zu können, haben IASB und FASB eine gemeinsame Beratungsgruppe zum Übergang in Bezug auf Erlöserfassung eingerichtet. Die Erörterungen der Beratungsgruppe haben mögliche Abweichungen beim Verständnis der Anwender in Bezug auf ei%ige Sachverhalte in IFRS 15 ergeben. Diese Sachverhalte wurden zwecks weiterer Beratung an IASB und FASB übergeben, und die beiden Boards haben sich jeweils entschlossen, ei%ige Verbesserungen vorzuschlagen, um die Leitlinien in ihren Erlöserfassungsstandards klarzustellen. Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderungen ist - wie für den Standard selbst - der 1. Januar 2018. 4. Änderungen von Angaben im Vergleich zu dem am 29.Juni 2016 veröffentlichten Konzernabschluss 2015/2016, inklusive VorjahresangabenDer Vorstand der Bastei Lübbe AG hat in seiner Sitzung vom 23. August 2016 beschlossen, den am 29. Juni 2016 veröffentlichten Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015/2016 zu ändern. Dieser Schritt wurde aufgrund einer Neueinschätzung der Beziehung zum britischen Investor Blue Sky Tech Ventures Ltd., London, notwendig. Aufgrund der Bilanzstruktur der Blue Sky und der vertraglichen Beziehungen mit der Bastei Lübbe AG, verfügt die Bastei Lübbe AG über Beherrschung im Sinne von IFRS 10 über die Blue Sky. Die Blue Sky ist somit voll zu konsolidieren. Dies hat folgende Auswirkungen auf den Konzernabschluss:
Die nachstehenden Tabellen fassen die Auswirkungen auf den Konzernabschluss zusammen. a) Änderung von Konzernbilanz und -GuV für das Geschäftsjahr 2014/2015
Im Konzerngeschäftsjahr 2014/2015 wurde der Ertrag aus der Veräußerung der oolipo AG und der Übergangskonsolidierung zur At-Equity Methode, sowie Ertragsteuern - vor allem in diesem Zusammenhang - korrigiert. Die Änderungen in der Konzernbilanz beruhen auf den nunmehr enthaltenen Vermögenswerten und Schulden der oolipo AG. b) Änderung von Konzernbilanz und -GuV für das Geschäftsjahr 2015/2016
Im Konzerngeschäftsjahr 2015/2016 wurden der Ertrag aus der Veräußerung der Daedalic und der Übergangskonsolidierung zur At-Equity-Methode korrigiert sowie der Ertrag aus dem Verkauf von Lizenzen an die Bastei2B Ltd. storniert, weil die Chancen und Risiken nicht übergegangen waren. Die übrigen Änderungen in der Konzern-GuV sowie der Konzernbilanz zum 31. März 2016 beruhen im Wesentlichen auf den nunmehr enthaltenen Erträgen und Aufwendungen sowie Vermögenswerten und Schulden von oolipo und Daedalic, die beide vollkonsolidiert werden. c) Änderung der Konzern-Kapitalflussrechnungen für die Geschäftsjahre 2014/2015 und 2015/2016
Die Anpassungen betreffen ausnahmslos die oolipo AG, die im angepassten Konzernabschluss auch am Bilanzstichtag (31. März 2015) vollkonsolidiert wird.
Die Anpassungen resultieren im Wesentlichen aus der Vollkonsolidierung der Daedalic Entertainment GmbH und der oolipo AG im gesamten Geschäftsjahr 2015/2016. d) Änderung der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnungen für die Geschäftsjahre 2014/2015 und 2015/2016
Die wesentlichen Änderungen betreffen die Periodenergebnisse für die beiden Geschäftsjahre. Darüber hinaus sind die Anteile nicht-beherrschender Gesellschafter an der Daedalic im Geschäftsjahr 2015/2016 nicht abgegangen. Die Anpassung aus dem Verkauf nicht-beherrschender Anteile an der oolipo AG (2,776 % oolipo im Geschäftsjahr 2015/2016) wurde ergebnisneutral innerhalb des Eigenkapitals erfasst. 5. Konsolidierungskreis und AnteilsbesitzNachstehend ist eine Übersicht über die wesentlichen Tochterunternehmen des Konzerns und die Veränderungen im Konsolidierungskreis während des Geschäftsjahres 2015/2016 aufgeführt:
Vollkonsolidierte UnternehmenBlue Sky Tech Ventures Ltd.Der Konzern hält keine Eigentumsanteile an dem strukturierten Unternehmen Blue Sky Tech Venture Ltd. Blue Sky ist ein in London ansässiges Unternehmen, dessen Gegenstand der Geschäftstätigkeit das Halten und Weiterentwickeln von Beteiligungen insbesondere an Gesellschaften, die im digitalen Bereich tätig sind, ist. Daneben strukturiert Blue Sky auch die gehaltenen Beteiligungen und unterstützt deren Finanzierung. Basierend auf den Bedingungen der vertraglichen Vereinbarungen und der Bilanzstruktur der Blue Sky, hat der Konzern die Möglichkeit, die maßgeblichen Tätigkeiten dieses Unternehmens zu steuern sowie dessen wesentliche Erträge zu beeinflussen. Zum 31. März 2015 hat die Bastei Lübbe AG 55 % der Anteile an der damals noch als BEAM AG firmierenden Gesellschaft (heute oolipo AG, nachfolgend auch "oolipo") an die Blue Sky Tech Ventures Ltd., London, veräußert. Der vereinbarte Kaufpreis (TEUR 3.850) wurde bis zum 31. Dezember 2015 gestundet. Die Stundung des noch nicht gezahlten Restkaufpreises wurde inzwischen bis zum 30. November 2016 verlängert. Blue Sky hat sich im Rahmen des Kaufvertrages verpflichtet, bis zu 50 % der Beteiligung auf weitere Investoren zu übertragen. Hierbei wurde u.a. eine Mehrerlösklausel zugunsten Bastei Lübbe vereinbart, die zum Stichtag nicht aktiviert wurde, da derzeit ein Zeitwert nicht verlässlich bestimmbar ist. Eine Weiterübertragungspflicht besteht aber nur für den Fall, dass ein Verkauf an konzernfremde Unternehmen erfolgt, also Unternehmen, an denen Bastei Lübbe weder direkt noch indirekt beteiligt ist. Die Bastei Lübbe AG hat mit Kaufvertrag vom 17. September 2015 3 % der Anteile an der Daedalic Entertainment GmbH ("Daedalic") an Blue Sky verkauft. Damit hält die Bastei Lübbe AG an Daedalic direkt noch 48 % der Anteile. Der vereinbarte Kaufpreis (TEUR 750) wurde inzwischen ebenfalls bis zum 30. November 2016 gestundet. oolipo AGIm Januar 2016 wurden (für einen Verkaufspreis von TEUR 500) 2,776 % der Anteile an der oolipo AG durch Blue Sky an fremde Dritte weiter veräußert. Da die von Blue Sky gehaltenen Anteile weiterhin Bastei Lübbe zugerechnet werden, beträgt somit der Konzernanteil an oolipo 97,224 %. Daedalic Entertainment GmbHWie weiter oben bereits dargelegt, werden die von Blue Sky gehaltenen Anteile bis zur Kaufpreiszahlung weiterhin der Bastei Lübbe AG zugerechnet. Der dem Konzern zuzurechnenden Anteil beträgt somit 51 %. Zudem sind für die Bestimmung der Beherrschung der Daedalic die Stimmrechte nicht der dominierende Faktor. Bastei Lübbe beherrscht die maßgeblichen Tätigkeiten der Daedalic über andere substanzielle Rechte. Daedalic wird somit vollkonsolidiert. Am 7. Juni 2016 hat die Bastei Lübbe AG einen Rangrücktritt bezüglich einer Darlehensforderung über TEUR 1.400 gegen Daedalic zugunsten der Commerzbank AG erklärt, um die erweiterte Finanzierung der Daedalic zu besichern. BEAM Shop GmbHDie Bastei Lübbe AG hat im September 2015 die BEAM Shop GmbH ("BEAM Shop") mit Sitz in Köln und einem Stammkapital von TEUR 25 gegründet. Die BEAM Shop GmbH hat mit Wirkung zum 1. Januar 2016 die Online-Shop-Plattform beam-ebooks.de von der oolipo AG im Rahmen eines asset deals erworben. Die Auswirkungen dieses Geschäftes zwischen den beiden vollkonsolidierten Gesellschaften wurden (inkl. Zwischenergebnis) im Konzernabschluss konsolidiert. Durch einen kurzfristigen Relaunch des Shops (geplant für Q3 2016) soll der Shop auf Wachstumskurs gebracht werden. BEAM Shop soll sich in Zukunft als DER Genre-Shop (u.a. für Science-Fiction, Erotik etc.) im deutschsprachigen Raum positionieren und soll sich bewusst von den Mainstream/Bestseller getriebenen eBook-Shops (wie amazon.de, thalia.de, etc.) abgrenzen. Ergänzend sollen Alleinstellungsmerkmale durch den Fokus auf Serieninhalte, innovative Abo-Modelle sowie den Vertrieb von Hörbüchern geschaffen werden. Aus Bastei Lübbe Sicht bietet der Shop den Zugang zu Big Data und ist ein Vertriebsschaufenster für die Bastei Lübbe Serien und Eigenentwicklungen. Nicht-beherrschende AnteileAn den nachstehenden Tochterunternehmen bestehen wesentliche nicht-beherrschende Anteile.
Die folgende Tabelle zeigt zusammengefasste Finanzinformationen zu den genannten Tochterunternehmen (ggf. vor konzerninternen Eliminierungen):
Daedalic erzielte im Geschäftsjahr 2015/2016 einen positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von TEUR 2.250. Die Cashflows aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit betrugen TEUR - 5.232 bzw. TEUR 1.449. Sämtliche nicht-beherrschende Anteile sind dem Segment "Digital" zuzuordnen. In den beiden abgelaufenen Geschäftsjahren hat es keine Dividendenzahlungen vonseiten der genannten Tochterunternehmen gegeben. At-Equity bewertete BeteiligungenMit Kaufvertrag vom 7. September 2015 hat die Bastei Lübbe AG im Zuge der zunehmenden Fokussierung auf digitale Inhalte ihre 50%ige Beteiligung an der PRÄSENTA PROMOTION INTERNATIONAL GmbH ("Präsenta") an den Mitgesellschafter Herrn Thomas Herriger verkauft. Im Rahmen dieser Transaktion wurde eine Vereinbarung zwischen den Parteien geschlossen, wonach Präsenta weiterhin Produkte der Bastei Lübbe AG über das vorhandene Netzwerk vertreiben wird. Aus dem Beteiligungsverkauf resultiert im laufenden Geschäftsjahr für den Konzern im Segment "Non-Book" ein Verlust in Höhe von TEUR 1.375, der in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen ist. Nach der Veräußerung der Präsenta ist zum 31 März 2016 keine At-Equity bewertete Beteiligung mehr im Konzernabschluss der Bastei Lübbe AG enthalten. Zusammengefasste Finanzinformationen für das am (Vorjahres-)Bilanzstichtag At-Equity bewertete Unternehmen können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden (jeweils bezogen auf den Fair Value der Vermögenswerte und Schulden - soweit im Rahmen des Konzernabschlusses berücksichtigt - und auf 100% der Anteile):
Die Beträge zum aktuellen Geschäftsjahr für Präsenta sind in dieser und der folgenden Tabelle nicht angegeben, weil die Gesellschaft zum Bilanzstichtag nicht mehr At-Equity bewertet in den Konzernabschluss einbezogen wurde. Präsenta hat im abgelaufenen Konzerngeschäftsjahr keine Gewinnausschüttung vorgenommen. Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung des dargestellten Reinvermögens zum Buchwert der am Bilanzstichtag At-Equity bewerteten Beteiligung:
Nicht wesentliche Tochterunternehmen, assoziierte Unternehmen und GemeinschaftsunternehmenAlle übrigen Tochterunternehmen und Beteiligungen werden nicht in den Konzernabschluss einbezogen, weil sie für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns - sowohl einzeln als auch in ihrer Gesamtheit - von untergeordneter Bedeutung sind. Die Beteiligungsquoten an diesen Gesellschaften sind gegenüber dem Vorjahr jeweils unverändert. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen (Beteiligungsquote größer 50 %) stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
*
Tochtergesellschaft der BookRix GmbH &
Co. KG Beteiligung an nicht konsolidierten assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen (Beteiligungsquote 20% bis 50%)
Die sonstigen unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an sonstigen Beteiligungen (Beteiligungsquote kleiner 20%) bestehen zu beiden Bilanzstichtagen aus der Beteiligung an der "Das Kind" Filmproduktion GmbH & Co. KG, Berlin, sowie Beteiligungen (jeweils < 5%) an mehreren "GROSSO" Pressevertriebsgesellschaften, vorwiegend in Ostdeutschland. 6. Immaterielle Vermögenswerte
Zum Bilanzstichtag verteilen sich die Buchwerte der Firmenwerte wie folgt auf die entsprechenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten und Segmente:
In den sonstigen immateriellen Vermögenswerten ist unter anderem die im Rahmen der Kaufpreisverteilung in Vorjahren identifizierte Marke "Räder" mit TEUR 4.864 enthalten (Segment Non-Book), für die eine Nutzungsdauer nicht bestimmbar ist, da sie bereits seit Jahrzehnten genutzt wird und auch eine Abnutzung der Marke in Zukunft nicht erwartet wird und die deshalb nicht planmäßig abgeschrieben, sondern - wie die Firmenwerte - mindestens einmal jährlich einem Impairment-Test unterzogen wird. Darüber hinaus werden vor allem Titel- und Markenrechte, die auf eine Nutzungsdauer von acht bis 15 Jahren abgeschrieben werden, zum Bilanzstichtag mit insgesamt TEUR 2.497 (i. Vj.: TEUR 2.865) sowie Computerspiele, die linear über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben wurden, mit TEUR 6.999 (i. Vj.: TEUR 5.199) ausgewiesen. Die wesentlichen Einzelposten der Titel- und Markenrechte haben eine Restnutzungsdauer von vier (Buchwert 31.03.2016: TEUR 813) bzw. 12 bis 13 Jahren (Buchwert 31.03.2016: TEUR 1.647). Außerdem sind in den geleisteten Anzahlungen Ausgaben für die Entwicklung der Streaming-Plattform oolipo in Höhe von TEUR 2.422 (i. Vj.: TEUR 22) enthalten, auf die noch keine regelmäßigen Abschreibungen vorgenommen werden, da sich das Produkt noch in der Entwicklungsphase befindet. Die übrigen Beträge betreffen im Wesentlichen Software und Lizenzen, die über drei bis fünf Jahre abgeschrieben werden. Im Vorjahr wurde eine außerplanmäßige Wertminderung auf selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte im Segment Non-Book in Höhe des Restbuchwertes des betroffenen Vermögenswertes von TEUR 240 vorgenommen, die in der Gesamtergebnisrechnung des Vorjahres im Posten "Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen" ausgewiesen ist. Die Abschreibung war erforderlich, weil absehbar wurde, dass ein selbsterstelltes Computerspiel seine Herstellungskosten nicht einspielen wird. Darüber hinaus waren in beiden Geschäftsjahren keine außerplanmäßigen Wertminderungen auf Firmenwerte oder sonstige immaterielle Vermögenswerte vorzunehmen. Immaterielle Vermögenswerte dienen - wie im Vorjahr - nicht als Sicherheiten. 7. Bestand vorausgezahlter Autorenhonorare
Sämtliche Aufwendungen im Zusammenhang mit vorausgezahlten Autorenhonoraren und geleisteten Anzahlungen darauf - inkl. Abschreibungen - werden innerhalb des Materialaufwandes unter "Aufwendungen für Honorare und Abschreibungen auf Autorenhonorare" erfasst; Zuschreibungen bzw. Wertaufholungen unter den sonstigen betrieblichen Erträgen. Im Bestand vorausgezahlter Autorenhonorare ist ein Manuskript für ein veröffentlichtes (i. Vj.: ein noch zu veröffentlichendes) Buch eines namhaften Autors mit einem Buchwert von rd. TEUR 1.500 (i. Vj.: TEUR 1.800) enthalten. Dessen voraussichtlicher Amortisationszeitraum beträgt zwischen ein und zwei Jahren. Vor allem bedingt durch die strategische Neuausrichtung, im Bereich Kinder-/Jugend-Buch weniger Taschenbücher als geplant zu veröffentlichen, sind in den Vorjahres-Abschreibungen auf Autorenhonorare außerplanmäßige Wertminderungen in Höhe von TEUR 1.287 enthalten, durch die diese vollständig wertgemindert wurden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren keine außerplanmäßigen Wertminderungen erforderlich. 8. Sachanlagen
In den Sachanlagen sind Vermögenswerte in Höhe von TEUR 590 (i. Vj.: TEUR 758) enthalten, deren zugrunde liegende Miet-, Pacht- oder Leasingverträge aufgrund der angewandten IFRS-Kriterien als Finanzierungsleasingverträge zu charakterisieren und deshalb beim wirtschaftlichen Eigentümer zu bilanzieren sind. Bei diesen Vermögenswerten handelt es sich um Betriebs- und Geschäftsausstattung (Büroausstattung und Server). Zu den entsprechenden Verbindlichkeiten wird auf Angabe 19 verwiesen. Auf die geleasten und aktivierten Vermögenswerte des Sachanlagevermögens entfallen im Berichtsjahr - jeweils wie im Vorjahr - keine Zugänge sowie Abschreibungen in Höhe von TEUR 168. Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren keine außerplanmäßigen Wertminderungen vorzunehmen. Sämtliche Abschreibungen auf Sachanlagen sind in der Gesamtergebnisrechnung in der Position "Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und auf Sachanlagen" enthalten. Sachanlagen dienen - wie im Vorjahr - nicht als Sicherheiten für eigene Verbindlichkeiten. 9. Finanzielle Vermögenswerte
Die gesamten Forderungen aus dem Buchbereich wurden an die Vereinigte Verlagsauslieferung arvato media GmbH (VVA), Gütersloh, im Rahmen einer Factoring-Vereinbarung veräußert. Da es sich um "unechtes" Factoring handelt (das Ausfallrisiko ist nicht auf den Factor übergegangen), werden die noch nicht bezahlten Forderungen gegen die Kunden weiter unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. In den finanziellen Vermögenswerten werden diejenigen Forderungen gezeigt, die von den Kunden bereits bezahlt, aber vom Factor noch nicht an Bastei Lübbe weiter geleitet wurden. In den Forderungen gegen assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen sind insbesondere verzinsliche Darlehen gegenüber der HPR Bild & Ton GmbH, Köln, mit TEUR 250 (i. Vj.: TEUR 0) enthalten. Im Vorjahr war hierunter darüber hinaus das nunmehr mit TEUR 500 in den "übrigen" enthaltene verzinsliche Darlehen gegen die PRÄSENTA PROMOTION INTERNATIONAL GmbH, Solingen, mit TEUR 700 ausgewiesen. Die Forderung Eichborn AG betrifft die von Bastei Lübbe vorfinanzierten Sozialplanaufwendungen der unter Insolvenzverwaltung stehenden Gesellschaft. Bastei Lübbe hat die Vorfinanzierung übernommen, damit das zwischen dem Insolvenzverwalter und dem Betriebsrat der Eichborn AG ausgehandelte Gesamtvolumen des Sozialplans nicht unter die relative Beschränkung des § 123 Abs. 2 InsO fällt und die Arbeitnehmer unmittelbar nach Beendigung ihres Arbeitsverhältnisses die ihnen zustehende Abfindung erhalten. Im Gegenzug hat sich die Bastei Lübbe KG die Ansprüche der Arbeitnehmer gegen den Insolvenzverwalter auf die Sozialplanforderungen abtreten lassen. Die finanziellen Vermögenswerte waren an den Abschlussstichtagen weder überfällig noch wertgemindert. Es bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass ein Ausfall von finanziellen Vermögenswerten droht. Die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte sind innerhalb eines Jahres zur Zahlung fällig. 10. Ertragsteueransprüche und -schuldenIn der Bilanz sind die folgenden Ertragsteueransprüche beziehungsweise -schulden separat ausgewiesen:
Die laufenden Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden betreffen - wie im Vorjahr -im Wesentlichen inländische Gewerbe- und Körperschaftsteuer. Die bilanzierten latenten Steuern können gemäß ihrer Verursachung den einzelnen Bilanzposten wie folgt zugeordnet werden:
Latente Steueransprüche auf Verlustvorträge betreffen die Daedalic Entertainment GmbH, und die erstmalig konsolidierte BEAM Shop GmbH. Aus der oolipo AG und der BookRix GmbH & Co. KG waren latente Steueransprüche auf Verlustvorträge in Höhe von insgesamt TEUR 1.132 (i. Vj. TEUR 129) nicht zu bilden, da deren Realisierung nach den von IAS 12 geforderten Wahrscheinlichkeiten als nicht hinreichend sicher angesehen wird. Bei der Muttergesellschaft bestehen keine steuerlichen Verlustvorträge. Latente Steuerverbindlichkeiten sind insoweit mit entsprechenden -ansprüchen saldiert, wie sie dasselbe Steuersubjekt und dieselbe Steuerbehörde betreffen. Die Veränderung der latenten Steuern lässt sich wie folgt auf die latenten Steuern der Gewinn- und Verlustrechnung überleiten:
Darüber hinaus verweisen wir auf die Erläuterungen zu den Ertragsteueraufwendungen in Angabe 31. 11. Vorräte
Von den am Bilanzstichtag ausgewiesenen Vorräten sind TEUR 1.031 (i. Vj.: TEUR 931) zum Nettoveräußerungswert bilanziert. Die Zuführungen zu den Wertberichtigungen auf Vorräte betrugen im Geschäftsjahr TEUR 3.084 (i. Vj.: TEUR 3.751), die Wertaufholungen im selben Zeitraum betrugen TEUR 673 (i. Vj.: TEUR 779). 12. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die langfristigen Forderungen gegen einen Kunden in Höhe von TEUR 1.134 (i. Vj.: TEUR 1.333) sind, da keine Verzinsung vereinbart wurde, auf den Barwert von TEUR 1.069 (i. Vj.: TEUR 1.220) abgezinst. Alle übrigen ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig und werden im kurzfristigen Bereich ausgewiesen. Auf Forderungen in Höhe von TEUR 155 (i. Vj.: TEUR 148) wurden Wertberichtigungen vorgenommen. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:
Zum 31. März 2016 war ein Forderungsbestand in Höhe von TEUR 16.734 (i. Vj.: TEUR 16.742) weder wertgemindert noch überfällig. Hier gibt es zum Abschlussstichtag keine Anzeichen, dass die Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Die am Bilanzstichtag in Zahlungsverzug befindlichen, aber nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren in folgenden Zeitspannen überfällig:
Zum Vorjahresstichtag hatte Bastei Lübbe noch sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als eine von mehreren Sicherheiten für von drei Kreditinstituten gewährte Kontokorrentkredite (Sicherheitenpoolvertrag) in Form einer Globalzession an die Kreditinstitute zediert. Diese Vereinbarung wurde im Rahmen des im Oktober 2015 abgeschlossenen Konsortialkreditvertrages (s. auch Angabe 19) aufgehoben. Somit dienen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen am Abschlussstichtag nicht als Sicherheiten für eigene Verbindlichkeiten. Von den ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden TEUR 8.448 (i. Vj.: TEUR 8.583) im Rahmen eines Factoringvertrags mit der Vereinigte Verlagsauslieferung arvato media GmbH (VVA), Gütersloh, veräußert. Da nur das vertragliche Recht auf die Cashflows übertragen wurde, aber nicht das Risiko des Ausfalls der Forderungen, erfolgte keine Ausbuchung der Forderungen. Zahlungen von Kunden an die VVA, die vom Factor vertragsgemäß noch nicht an Lübbe weitergeleitet wurden, werden in Höhe von TEUR 3.226 (i. Vj.: TEUR 4.252) unter den finanziellen Vermögenswerten gezeigt. Aufgrund der Kurzfristigkeit der Vermögenswerte und Schulden entsprechen die Buchwerte den beizulegenden Zeitwerten. Die Buchwerte der Vermögenswerte vor der Übertragung sind unverändert gegenüber den Buchwerten nach der Übertragung. 13. Sonstige Forderungen und Vermögenswerte
Alle Beträge sind innerhalb eines Jahres realisierbar. 14. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Dieser Posten unterliegt keinerlei Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen. 15. EigenkapitalSeit der Börseneinführung im Oktober 2013 besteht das Grundkapital der Muttergesellschaft aus 13.300.000 Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1,00, also insgesamt EUR 13.300.000,00. Im Zuge der Börseneinführung und im Oktober 2014 hat die Muttergesellschaft eigene Aktien erworben, basierend auf der durch die Hauptversammlung vom 10. September 2013 erteilten Ermächtigung. Nachdem im Juli 2015 100 Stück der bis dahin gehaltenen 100.000 Stück eigener Aktien an einen Autoren unentgeltlich übertragen wurden, um dessen Bindung zu Bastei Lübbe zu stärken, beträgt die Anzahl der eigenen Aktien somit zum Bilanzstichtag noch 99.900 Stück. Die erworbenen Aktien können zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken verwendet werden. Demzufolge befinden sich am Bilanzstichtag 13.200.100 Stück ausgegebene und voll eingezahlte, nennwertlose Aktien der Bastei Lübbe AG im Umlauf. Die Entwicklung der Anzahl im Umlauf befindlicher Aktien im angelaufenen Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar:
Im Zuge der Teilveräußerungen oolipo und Daedalic - jeweils ohne Änderung des Status als vollkonsolidierte Gesellschaften - sind die Veräußerungen der betroffenen Anteile gemäß IFRS 10 als reine Eigenkapitaltransaktionen darzustellen. Dabei sind die Differenzen zwischen dem jeweiligen anteiligen Eigenkapital und der jeweiligen erhaltenen Gegenleistung gegen die auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Konzernrücklagen zu verrechnen. Dazu steht im Konzernabschluss der Bastei Lübbe AG nur die Kapitalrücklage zur Verfügung. Die Entwicklung der Kapitalrücklage, inkl. der Verrechnung der genannten Differenzen, kann der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung entnommen werden. Der Bilanzgewinn setzt sich aus dem Jahresüberschuss und dem Ergebnisvortrag zusammen. Der Ergebnisvortrag beinhaltet - wie im Vorjahr - Beträge in Höhe von TEUR 1.920 aus den im Rahmen der Erstellung der IFRS-Eröffnungsbilanz zum 1. April 2011 erfolgten Neu- bzw. Umbewertungen sowie die vom handelsrechtlichen Ergebnis abweichenden erfolgswirksam erfassten Erträge und Aufwendungen der Vorjahre. Gemäß Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung am 16. September 2015 wurde für das Geschäftsjahr 2014/2015 aus dem Bilanzgewinn der Bastei Lübbe AG eine Dividende von EUR 0,30 je dividendenberechtigte Stückaktie (ausschließlich Stammaktien) an die Aktionäre ausgeschüttet (insgesamt TEUR 3.960). Die zum Zeitpunkt der Beschlussfassung von der Gesellschaft gehaltenen eigenen Aktien sind gemäß § 71b AktG nicht dividendenberechtigt. Darüber hinaus wurde beschlossen, den verbliebenen Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 6.820 auf neue Rechnung vorzutragen. Die Eigenkapitalanteile nicht-beherrschender Gesellschafter betreffen diejenigen Eigenkapitalanteile, die auf die Minderheitsgesellschafter von Daedalic, oolipo, Blue Sky und BookRix entfallen und haben sich im abgelaufenen Konzerngeschäftsjahr wie folgt entwickelt:
16. Ergebnis je AktieBei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie (EUR - 0,04/Aktie, i. Vj.: EUR 0,25Aktie) wurden das auf die Aktionäre der Muttergesellschaft entfallende Periodenergebnis und die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien (13.200.096 Stück, i. Vj.: 13.226.987 Stück) als gewichteter Durchschnitt unter Verrechnung der von der Gesellschaft gehaltenen eigenen Aktien angesetzt. Ein Verwässerungseffekt ist weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr zu berücksichtigen. 17. AltersteilzeitverpflichtungenBastei Lübbe hat mit verschiedenen Mitarbeitern eine Altersteilzeit (ATZ) gemäß Tarifvertrag (Blockmodell) vereinbart. Danach wird die während der Gesamtdauer des ATZ-Arbeitsverhältnisses anfallende Arbeitszeit so verteilt, dass sie in der ersten Hälfte des ATZ-Arbeitsverhältnisses voll erbracht wird. In der zweiten Hälfte sind die Mitarbeiter bei Weiterzahlung des ATZ-Entgeltes (Arbeitsentgelt für die Altersteilzeit zuzüglich Aufstockung) von der Arbeit freigestellt. Die Nettoverbindlichkeit entwickelte sich wie folgt:
Der Barwert der ATZ-Verpflichtung hat sich wie folgt verändert:
Die voraussichtlich im folgenden Geschäftsjahr fälligen Zahlungen betragen TEUR 117 (i. Vj.: TEUR 191). Der Zinsaufwand wird - verrechnet mit dem saldierten Ertrag aus dem Planvermögen - im Finanzergebnis ausgewiesen, die übrigen Aufwendungen sind im Personalaufwand enthalten. Die zurückgestellten Verpflichtungen sind durch eine Rückdeckungsversicherung, die an die Arbeitnehmer verpfändet ist, abgesichert. Das Kapital der Rückdeckungsversicherung ist entsprechend als Plan asset im Sinne des IAS 19 einzustufen. Der Zeitwert des Planvermögens hat sich wie folgt entwickelt:
Das Planvermögen besteht aus Rückdeckungsversicherungen bei einem Lebensversicherungsunternehmen. Die Einzahlungen werden in der aktiven Phase der ATZ geleistet. In der passiven Phase der ATZ werden die Auszahlungen getätigt. Die Anlage der Vermögenswerte erfolgt im allgemeinen Deckungsstock des Lebensversicherungsunternehmens. Es gelten die Restriktionen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Bei den Zeitwertkonten handelt es sich um klassische Versicherungen ohne Fondsanlagen. Der Ertrag aus diesen Rückdeckungsversicherungen ergibt sich aus dem festen Garantiezins (1,25 %, i. Vj.: 2,25 %) sowie aus der variablen, jährlich fest zu setzenden Überschussbeteiligung der Versicherer, die aus Risiko- oder Kostengewinnen sowie aus dem Ertrag der den Versicherungsverträgen zu Grunde liegenden Kapitalanlage resultiert. Die von dem Lebensversicherungsunternehmen geltend gemachten Kostenbeiträge sind dabei saldiert. 18. Sonstige RückstellungenDie neben den in der vorhergehenden Angabe erläuterten Altersteilzeitverpflichtungen bilanzierten Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:
Die Rückstellungen für Remissionen betreffen erwartete Rücklieferungen von Verlagserzeugnissen. Den Kunden werden dafür Gutschriften in Höhe des vollen Rechnungsbetrages erteilt. Bei Romanheften, die nach dem Verfahren der körperlosen Remission vertrieben werden, erfolgt keine Rücksendung der Waren. Es wird lediglich die entsprechende Gutschrift erteilt. Bei der Ermittlung der Remissionsrückstellung wird die Remissionsquote des abgelaufenen Geschäftsjahres zu Grunde gelegt. Dabei erfolgt eine getrennte Ermittlung für verschiedene Bereiche. Der zeitliche Remissionsverlauf wird statistisch seit mehreren Jahren vom Unternehmen erfasst und verhält sich im Zeitablauf stabil. Die Schätzung der Rückstellung für Remissionen ist daher zuverlässig möglich. Die Abwicklung der Verpflichtung erfolgt zum überwiegenden Teil innerhalb der ersten acht Monate nach dem Bilanzstichtag. Erfahrungsgemäß sind die Remissionen innerhalb von 18 Monaten abgeschlossen. Rückstellungen für laufende Prozesse sind gebildet, sofern deren Risiken angemessen abgeschätzt werden können. Diese Rückstellungen werden aufgrund von Mitteilungen und Kostenschätzungen der mit der Vertretung betrauten Anwälte ermittelt und decken alle von diesen geschätzten Gebühren und Rechtskosten sowie eventuelle Vergleichskosten ab. Die Rückstellungen für Einzelrisiken Forderungen aus Factoring betreffen Forderungen gegen Kunden, die sich im Inkasso- oder Insolvenzverfahren befinden, soweit der Factor schon an Bastei Lübbe gezahlt hat. Da es sich um unechtes Factoring handelt, besteht insoweit die Gefahr, dass die gezahlten Beträge wieder an den Factor zurückerstattet werden müssen. 19. Finanzielle Verbindlichkeiten
Die Muttergesellschaft hat am 26. Oktober 2011 eine Anleihe im Gesamtnennbetrag von EUR 30 Mio. begeben. Die Anleihe besteht aus 30.000 Inhaberschuldverschreibungen im Nennbetrag von je EUR 1.000,00. Die Inhaberschuldverschreibungen werden ab dem 26. Oktober 2011 bis zum 25. Oktober 2016 jährlich nachträglich mit nominal 6,75 % verzinst. Die Anleihe wird im Freiverkehr an der Börse Düsseldorf und der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt. Die Schuldverschreibungen werden am 26. Oktober 2016 zum Nennbetrag zurückgezahlt. Bereits am 5. Oktober 2015 hat die Muttergesellschaft mit einem namhaften Bankenkonsortium einen Konsortialkreditvertrag im Gesamtvolumen von EUR 33 Mio. abgeschlossen und sich zugleich eine Option auf weitere EUR 10 Mio. für mögliche Unternehmenserwerbe und sonstige strategische Investments gesichert. Der Konsortialkredit hat eine Laufzeit von sechs Jahren. Die Gesellschaft wird das Darlehen u. a. dazu verwenden, die oben genannte Anleihe zurückzuzahlen. Zu diesem Konsortialvertrag wurde am 15. April 2016 ein Änderungsvertrag abgeschlossen. Dazu verweisen wir auf Angabe 45. Des Weiteren hat das Bankenkonsortium einer weiteren Änderung des Vertrages am 30. Mai 2016 zugestimmt. Auch hierzu verweisen wir auf Angabe 45. Die 2011 gezahlten Bearbeitungsgebühren in Höhe von insgesamt TEUR 1.340 werden im Rahmen der fortgeführten Anschaffungskosten für die begebene Anleihe saldiert und erfolgswirksam über die Laufzeit der Anleihe (bis zum 26. Oktober 2016) verteilt. Die Zinsabgrenzung Anleihe betrifft die Stückzinsen, die auf die Anleihe zu zahlen sind, für den Zeitraum seit dem letzten Zahltermin (26. Oktober) bis zum Bilanzstichtag. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden passiviert, wenn die geleasten Vermögenswerte als wirtschaftliches Eigentum der Gesellschaft unter den Sachanlagen bilanziert sind (Finanzierungsleasing). Sie sind mit ihren Barwerten angesetzt. Nach Fälligkeit gliedern sich die ausgewiesenen Leasingverbindlichkeiten wie folgt:
Finanzierungsleasingverhältnisse werden in der Regel über eine Grundmietzeit zwischen vier und sechs Jahren abgeschlossen. Sofern ein Vertrag nach Ablauf der Grundmietzeit Verlängerungs- und/oder Kaufoptionen vorsieht und diese Optionen als günstig einzustufen sind, fließen die entsprechenden Beträge in die Berechnung der Barwerte ein. Zu den Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitnehmern gehören vor allem Tantiemen, Urlaubs- und Überstundenguthaben. 20. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenDie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 11.968; i.Vj.: 12.320) betreffen im Wesentlichen Honorarverbindlichkeiten gegenüber Autoren und Agenturen, Verbindlichkeiten gegenüber Druckereien, Verbindlichkeiten aus Beratungsleistungen und Mietverhältnissen. 21. Sonstige Verbindlichkeiten
Diese Verbindlichkeiten werden, sofern nicht anders angegeben, zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die erhaltenen Anzahlungen wurden von Auftraggebern als Vorfinanzierung für die Entwicklung von Computerspielen gezahlt. Bei Fertigstellung der betreffenden Computerspiele werden die dafür erhaltenen Anzahlungen umqualifiziert und als Rechnungsabgrenzungsposten über einen Zeitraum von in der Regel fünf Jahren aufgelöst. Die Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern umfassen neben den Beträgen, für die die Gesellschaft Steuerschuldner ist, auch solche Steuern, die für Rechnung Dritter abgeführt werden (insb. Lohn- und Kirchensteuer). Von den ausgewiesenen Beträge haben die folgenden Restlaufzeiten von über einem Jahr:
Erläuterungen zur GesamtergebnisrechnungDie Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach Aufwandsarten (Gesamtkostenverfahren). Die Zahlen des Geschäftsjahres sind mit denen des Vor-Geschäftsjahres nur bedingt vergleichbar, da sich der Konsolidierungskreis, insbesondere durch die im Laufe des Konzerngeschäftsjahres 2014/2015 erfolgten Erstkonsolidierungen der Gesellschaften Daedalic, BookRix und oolipo (damals noch BEAM) nicht unerheblich verändert hat. 22. UmsatzerlöseIm Geschäftsjahr verteilen sich die Netto-Umsatzerlöse - nach Berücksichtigung von Erlösschmälerungen - auf die folgenden Geschäftsbereiche:
Die Entwicklung der Umsatzerlöse nach Regionen ist im Rahmen der Segmentberichterstattung dargestellt. 23. Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen
24. Sonstige betriebliche Erträge
25. Materialaufwand
Zu den Abschreibungen auf Autorenhonorare verweisen wir auf Angabe 7. 26. Personalaufwand
27. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die in den neutralen Aufwendungen enthaltenen Wertberichtigungen auf Forderungen enthalten neben Einzelwertberichtigungen (insbesondere auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) auch Ausbuchungen von Forderungen. 28. BeteiligungsergebnisDas Beteiligungsergebnis resultiert aus den folgenden Gesellschaften:
29. Abschreibungen
Im Vorjahr wurde eine außerplanmäßige Wertminderung auf selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 240 vorgenommen, weil absehbar war, dass ein selbsterstelltes Computerspiel seine Herstellungskosten nicht einspielen wird. Darüber hinaus waren außerplanmäßige Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen - sei es im Rahmen von Impairment-Tests oder aus anderen Gründen - weder im aktuellen Geschäftsjahr noch im Vorjahr erforderlich. 30. Finanzergebnis
31. Ertragsteueraufwendungen
Zu den bilanziellen Veränderungen aus Ertragsteuern wird darüber hinaus auf Angabe 10 verwiesen. Der tatsächliche Ertragsteueraufwand lässt sich aus dem erwarteten Steueraufwand für das abgelaufene Geschäftsjahr wie folgt ableiten:
32. Anteile am Periodenergebnis, das auf Eigenkapitalanteile nichtbeherrschender Gesellschafter entfälltBei den auf die nicht-beherrschenden Anteile von Daedalic, oolipo, Blue Sky und BookRix entfallenden Ergebnisanteilen von TEUR 192 (i. Vj. Summe Verlustanteile Daedalic und BookRix: TEUR - 362) handelt es sich um anteilige Verluste oolipo und Blue Sky (in Summe TEUR 162) sowie die Anteile am Jahresüberschuss der beiden übrigen Gesellschaften (in Summe TEUR 354). Zu weiteren Finanzinformationen bezüglich der nicht-beherrschenden Anteile verweisen wir auf Angabe 5. Sonstige Angaben33. Erläuterungen zur KapitalflussrechnungDie nach der indirekten Methode erstellte Kapitalflussrechnung zeigt gemäß IAS 7 (Cashflow Statements), wie sich die Zahlungsmittel im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Die Kapitalflussrechnung unterscheidet zwischen Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Der Zahlungsmittelbestand umfasst Schecks und Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von weniger als drei Monaten. Sie entsprechen der Bilanzposition "Zahlungsmittel und -äquivalente". Der Gesamtbetrag (Saldo) der im abgelaufenen Geschäftsjahr geleisteten Ertragsteuerzahlungen beträgt TEUR 3.273 (i. Vj.: TEUR 72). Die Zinszahlungen betragen TEUR 1.989 (i. Vj.: TEUR 2.009). Das Periodenergebnis (TEUR - 281, i. Vj.: TEUR 2.990) hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.271 verringert. Nach Hinzurechnung der aufgrund hoher Investitionen - vor allem im digitalen Bereich - gestiegenen Abschreibungen (TEUR 3.868 nach TEUR 3.160 im Vorjahr) liegt der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit bei TEUR - 2.209 (i. Vj.: TEUR 6.123) und ist damit um TEUR 8.332 gesunken. Dazu beigetragen hat - neben den bereits genannten Ertragsteuerzahlungen - insbesondere die hohe Mittelbindung in den Vorräten (inkl. Bestand vorausgezahlter Autorenhonorare) in Höhe von TEUR 3.406 und in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.262. Aus dem Bereich der Investitionstätigkeit resultiert im Berichtsjahr aufgrund der weiterhin hohen Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (TEUR 8.264, davon TEUR 5.194 bei der Tochtergesellschaft Daedalic) und der Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und (TEUR 801) ein Mittelabfluss in Höhe von TEUR 8.632 (i. Vj.: TEUR 10.265). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit weist im Berichtsjahr einen Mittelabfluss von insgesamt TEUR 2.223 (i. Vj.: TEUR 4.364) aus und betrifft - wie im Vorjahr - im Wesentlichen die Dividendenauszahlung an die Aktionäre (TEUR 3.960, i. Vj.: TEUR 3.710). Im Geschäftsjahr ergab sich damit insgesamt eine zahlungswirksame Minderung des Zahlungsmittelbestandes von TEUR 13.064 (i. Vj.: TEUR 8.506). 34. SegmentberichterstattungDie Segmentberichterstattung folgt den internen Management- und Berichterstattungsstrukturen. Zum Zwecke der Unternehmenssteuerung ist der Bastei Lübbe Konzern nach Produkten in Geschäftseinheiten unterteilt. Im Geschäftsjahr 2015/2016 wurde aufgrund der wachsenden Bedeutung des digitalen Geschäftsbereiches, insbesondere infolge der während des vergangenen Geschäftsjahres getätigten Akquisitionen (Daedalic Entertainment GmbH, BookRix GmbH & Co. KG und oolipo AG - ehem. BEAM AG), ein eigenständiges viertes Segment "Digital" in die konzerninterne Berichterstattung und demzufolge auch in die Segmentberichterstattung gemäß IAS 34 aufgenommen. Aus dem Segment Buch wurden die Teilbereiche Audio und eBook der Bastei Lübbe AG sowie die Tochtergesellschaften BookRix GmbH & Co. KG und oolipo AG dem neuen Segment Digital zugeordnet; außerdem die bisher im Segment Non-Book dargestellte Tochtergesellschaft Daedalic Entertainment GmbH. Im Übrigen blieb die Segmentstruktur im Vergleich zum 31. März 2015 unverändert. Die Vorjahres-Vergleichszahlen wurden entsprechend angepasst. Folgende Segmente werden unterschieden:
BuchDas Segment "Buch" beinhaltet sämtliche Druckerzeugnisse von Büchern.. Die Produkte werden unter diversen Labels, unter anderem als Hardcover, Paperback und Taschenbuch vertrieben. DigitalZum Segment "Digital" gehören die digitalen eBook- und Audio-Erzeugnisse der Bastei Lübbe AG sowie die Tochtergesellschaften Daedalic Entertainment GmbH (Gameentwickler und Publisher), oolipo AG (Streaming-Plattform) und BookRix GmbH & Co. KG (Selfpublishing-Plattform). Non-BookDas Segment "Non-Book" umfasst insbesondere Geschenkartikel, die unter dem Label Räder vertrieben werden, sowie Merchandising und ähnliche Artikel. Außerdem gehörten die Aktivitäten der in diesem Geschäftsjahr veräußerten Beteiligung an der Präsenta (At-Equity bewertet) diesem Segment an. Romanhefte und RätselmagazineDas Segment "Romanhefte und Rätselmagazine" beinhaltet die physischen Romanhefte - hierunter finden sich die sogenannten Frauenromane sowie die Spannungsromane wieder - und Rätselmagazine. Die Segmente stellen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt dar:
*
Im EBITDA enthalten sind die Abschreibungen
auf Altorerhororare (vgl. Angaben 7 und 25). Die folgende Tabelle gibt die geografisch abgegrenzten Umsatzerlöse für die Segmente wieder:
Die Umsatzerlöse sind nach Sitz des Kunden den Regionen zugeordnet. Die Auslandsumsätze entfallen im Wesentlichen auf Österreich, Luxemburg und die Schweiz. Bastei Lübbe erzielt mit seinen beiden größten Kunden annähernd bzw. über 10 % seiner Umsatzerlöse. Die Summe der mit diesen Kunden erzielten Erlöse verteilt sich wie folgt auf die Segmente (alles in TEUR):
Eine Segmentierung von Vermögen, Verbindlichkeiten und Investitionen auf Basis der operativen Geschäftsfelder wird nicht vorgenommen, da diese Kennzahlen nicht als Steuerungsgrößen auf Segmentebene verwendet werden. Bastei Lübbe unterhält ausschließlich Betriebsstätten in Deutschland. Daher erübrigt sich eine Aufgliederung von Segmentvermögen und -schulden nach geografischen Aspekten. 35. KapitalmanagementDas Eigenkapital umfasst das Grundkapital unter Abzug der erworbenen eigenen Aktien, die Kapitalrücklage, den Bilanzgewinn und das kumulierte sonstige Ergebnis. Im Rahmen des Kapitalmanagements ist der Vorstand bestrebt, eine starke Eigenkapitalbasis sicherzustellen, um damit das Vertrauen von Investoren, potenziellen Anlegern und Vertragspartnern in Bezug auf die Nachhaltigkeit der Geschäftstätigkeit von Bastei Lübbe zu stärken und die zukünftige Weiterentwicklung des Geschäftes zu garantieren. Zur Stärkung der Eigenkapitalbasis wird insbesondere beabsichtigt, nachhaltig einen größeren Anteil des Periodenergebnisses zu thesaurieren. Die Beteiligung von Arbeitnehmern am Unternehmen in Form von Aktienprogrammen für Arbeitnehmer ist bisher nicht vorgesehen. Primäres Ziel der Bastei Lübbe AG ist die Umsatzausweitung und insbesondere die Ausweitung des EBITDA sowie die Erreichung eines nachhaltigen positiven Ergebnisses zur Steigerung des Unternehmenswertes. Dementsprechend stellt das von der Geschäftsleitung eingesetzte Steuerungssystem im Wesentlichen auf Erfolgsgrößen ab. Hierbei gilt insbesondere die Notwendigkeit, sämtliche Projekte (im Wesentlichen Buchprojekte) vorzukalkulieren. Hier stehen entsprechende Tools zur Verfügung. Projekte im Segment Buch dürfen nur dann angegangen werden, wenn eine Mindestrendite von 8 % erreicht wird. Nach deren Abschluss werden sämtliche Projekte nachkalkuliert und mit den maßgeblichen Mitarbeitern besprochen. 36. FinanzinstrumenteIm Konzernabschluss sind die folgenden Finanzinstrumente - nach den gemäß IAS 39 festgelegten Kategorien - ausgewiesen:
Die zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte angewandten Methoden und Annahmen stellen sich wie folgt dar:
Bastei Lübbe verwendet folgende Hierarchie zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte:
Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes sämtlicher in der Bilanz erfassten und in diesem Anhang erläuterten Finanzinstrumente beruht entweder auf notierten Preisen der Stufe 1 (ausschließlich die begebene Anleihe) oder auf Informations- und Inputfaktoren der oben umschriebenen Stufe 2. Durch die Verwendung beobachtbarer Marktparameter weicht die Bewertung nicht von allgemeinen Marktannahmen ab. Finanzinstrumente der Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie liegen nicht vor. Nachfolgend werden die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Nettogewinne und -verluste nach den Gruppen von Finanzinstrumenten und Kategorien dargestellt.
Die übrigen Nettogewinne bzw. -verluste der Kategorien "Kredite und Forderungen" betrafen insbesondere Wertberichtigungen, teilweise kompensiert durch Kursgewinne aus Währungsdifferenzen. Das übrige Nettoergebnis der Kategorie "Verbindlichkeiten" betraf neben Ausbuchungen die Ergebnisse aus der Währungsumrechnung. Sämtliche übrigen Gewinne und Verluste wurden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst. Bei den langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden aus der Folgebewertung Zinserträge nach Maßgabe der Effektivzinsmethode in Höhe von TEUR 48 (i. Vj.: TEUR 45) im Zinsergebnis erfasst. Betreffend weitere Details zu den Zinsen und Gebühren verweisen wir auf Angabe 30 (Finanzergebnis). 37. Finanzielles RisikomanagementBastei Lübbe unterliegt hinsichtlich seiner Finanzinstrumente Bonitäts-, Liquiditäts-, Währungs- und Zinsrisiken. Die Aufgabe des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Risiken durch gezielte Aktivitäten zu begrenzen. BonitätsrisikoKreditrisiken im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden bei Bastei Lübbe teilweise in Form von Warenkreditversicherungen abgesichert. Forderungen größer TEUR 50 aus dem Buchbereich sind über eine Warenkreditversicherung versichert. Die Einhaltung des jeweiligen Warenkreditlimits wird in monatlichen Abständen überwacht. Im Romanheft- und Rätselmagazinbereich gibt es im Wesentlichen einen Hauptkunden. Die Forderungen sind nicht von der Warenkreditversicherung abgedeckt. Diese Forderungen werden regelmäßig auf die Einhaltung der vereinbarten Zahlungsbedingungen überprüft. Hinzu kommt, dass ein Großteil der verkauften Bücher, Merchandisingartikel etc. über die VVA (Bertelsmann-Tochter in Gütersloh) ausgeliefert wird. Aufgrund eines unechten Factorings liquidiert die VVA die Forderung auch gegenüber den Kunden, meistens Buchhändlern. Diese Dienstleistung erbringt die VVA für eine Vielzahl von Verlagen, unter anderem auch die Random House-Gruppe. Die VVA hat ein eigenes Risikomanagementsystem, das die Bonität der einzelnen Schuldner auf Grundlage der Gesamtzahlungen überprüft. Die VVA spricht hier gegenüber ihren Vertragspartnern, mithin auch Bastei Lübbe, regelmäßig und rechtzeitig Warnungen aus, sofern sich das Zahlungsverhalten einzelner Kunden ändert und verschlechtert. In Abstimmung mit Bastei Lübbe werden diese Kunden dann für weitere Belieferungen gesperrt. Das maximale Ausfallrisiko finanzieller Vermögenswerte beträgt TEUR 20.101 (i. Vj.: TEUR 34.628 und ermittelt sich wie folgt:
LiquiditätsrisikoDie bei Bastei Lübbe benötigte Liquidität wird - neben den im Zuge der Börseneinführung vereinnahmten liquiden Mitteln - durch die im Oktober 2011 begebene Anleihe sichergestellt. Zudem verfügt Bastei Lübbe bei den drei Hausbanken über eine Kontokorrentkreditlinie, die allerdings zurzeit nicht in Anspruch genommen wird. Eine auf Tagesbasis beruhende Ein- und Ausgangsplanung gewährleistet einen permanenten täglichen Überblick über den Liquiditätsbedarf. Zusätzlich wird der Ist-Liquiditätsbedarf mit der Planung abgeglichen und eventuelle Unterschiede analysiert. Zur Beurteilung des Liquiditätsrisikos kann die folgende Analyse der vereinbarten Fälligkeitstermine für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie finanzielle Verbindlichkeiten herangezogen werden:
In den Bruttozu-/-abflüssen sind neben den Buchwerten der Verbindlichkeiten insbesondere künftige Zinszahlungsverpflichtungen enthalten. Die mit den Anschaffungskosten der Anleihe verrechneten Bearbeitungsgebühren sind hier nicht berücksichtigt, da der Mittelabfluss daraus bereits erfolgt ist. Es bestehen zum Bilanzstichtag keine finanziellen Verbindlichkeiten mit Fälligkeiten über den Rückzahlungstermin der Anleihe (26. Oktober 2016) hinaus. WährungsrisikoDie aus Verträgen resultierenden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden durch Devisentermingeschäfte mit bonitätsmäßig einwandfreien Banken abgesichert. Auf der Forderungsseite wurden in den letzten Jahren keine Absicherungen benötigt, da fast alle Geschäfte in Euro abgeschlossen wurden oder die Forderungen in fremder Währung von untergeordneter Bedeutung waren. Auf der Seite der Verbindlichkeiten wurden Devisentermingeschäfte mit Laufzeitoption für Einkäufe in US-Dollar geschlossen. Zum Stichtag bestehen Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen von TUSD 2.800 (entspr. TEUR 2.566) und einem unwesentlichen negativen Marktwert. Die Devisentermingeschäfte sichern die erwarteten Wareneinkäufe in US-Dollar für die nächsten sechs Monate ab, um eine sichere Kalkulationsgrundlage der Verkaufspreise zu gewährleisten. Die eingegangenen Devisensicherungsgeschäfte hatten ausnahmslos eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Eine Veränderung des US-Dollar-Kurses in erwartbaren Schwankungsbreiten hätte keine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. ZinsrisikoZinsänderungsrisiken wird gegebenenfalls mit jeweils geeigneten Instrumenten des Derivatemarktes (z.B. Tausch feste gegen variable Zinsen) begegnet. Zum Bilanzstichtag waren keine Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Bastei Lübbe hat ausschließlich fest oder niedrigverzinsliche finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden. Eine Änderung der Zinssätze hätte somit keinen wesentlichen Einfluss auf das Konzernergebnis. 38. Haftungsverhältnisse, Operate Leasing und sonstige finanzielle Verpflichtungen(a) Eventualverbindlichkeit aus gesamtschuldnerischer Haftung für Avale und Barvorschüsse, BestellobligoIm Vorjahr bestanden Verbindlichkeiten aus einer selbstschuldnerischen Bürgschaft und einem Schuldbeitritt zugunsten der Präsenta gegenüber zwei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 1.500. Zum Bilanzstichtag bestehen keine Eventualverbindlichkeiten, über die an dieser Stelle zu berichten wäre. Das Bestellobligo für Autorenhonorare am Bilanzstichtag beträgt TEUR 22.718. Die Zahlungstermine sind abhängig vom Eintritt im jeweiligen Vertrag geregelter Ereignisse, z. B. der Einreichung des Manuskriptes für ein eingekauftes Werk. (b) Operate LeasingNeben den als finanzielle Verbindlichkeiten bereits erläuterten Finanzierungsleasingverhältnissen (vgl. Angabe 19) bestehen Miet- bzw. Leasingverhältnisse (Grundstücke, Büroräume und -gebäude sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung, wie zum Beispiel Fahrzeuge und Büromaschinen), die nach ihrem wirtschaftlichen Gehalt als Operate-Leasingverhältnisse zu qualifizieren sind. In den zugrunde liegenden Verträgen sind die branchenüblichen Verlängerungs- und Kaufoptionen vereinbart. Die Büroimmobilien sind für bis zu sieben Jahren fest gemietet. Bei einem Mietobjekt erfolgt eine Verlängerung um zwei Jahre, falls nicht eine der Parteien spätestens neun Monate vor Ende des Mietverhältnisses dieser Verlängerung widerspricht. Weiterhin besteht bei einem Mietobjekt eine Verlängerungsoption um zweimal fünf Jahre nach der Festmietzeit. Im abgelaufenen Jahr wurden im Rahmen dieser Verträge laufende Miet- und Leasingzahlungen in Höhe von TEUR 2.006 (i. Vj.: TEUR 1.942) geleistet. Die unkündbaren Mindestleasingzahlungen aus den zum Bilanzstichtag bestehenden Operate-Leasingverhältnissen werden in den Folgejahren wie folgt fällig:
(c) Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie Fälligkeiten der übrigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen, insbesondere Wartungsverträge, stellen sich wie folgt dar:
39. Angaben zu nahestehenden Unternehmen und PersonenMehrheitsaktionär der Bastei Lübbe AG war bis zu seinem Tod am 13. Oktober 2014 Herr Stefan Lübbe und zwar unmittelbar durch die von ihm selbst gehaltenen Anteilen zuzüglich mittelbar durch die ihm zuzurechnenden Anteile, die durch die Lübbe Beteiligungs GmbH, Köln, gehalten wurden. Seither hat seine Ehefrau, Frau Birgit Lübbe, diese Position inne. Am 26. November 2014 wurde mit Birgit Lübbe ein Vertrag zur Wahrnehmung von Repräsentationsaufgaben geschlossen. Im Geschäftsjahr 2015/2016 sind daraus TEUR 129 Honorare und Spesen angefallen. Weitere Geschäfte mit den Mehrheitsaktionären der Bastei Lübbe AG wurden nicht getätigt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Rechtsgeschäfte mit sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen durchgeführt. Diese sind wie folgt in die Konzern-Erfolgsrechnung der Bastei Lübbe AG eingeflossen:
Zum Stichtag sind die folgenden Forderungen und Verbindlichkeiten mit nahestehenden Unternehmen und Personen in der Konzernbilanz enthalten:
40. Entsprechenserklärung nach § 161 AktGDie Entsprechenserklärung ist auf der Internetseite der Bastei Lübbe AG unter www.luebbe.de/Investor-Relations/_investor_entsprechenserklaerung_de dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht. 41. OrganeMitglieder des Aufsichtsrates sind:
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates (ausschließlich Fixum) sowie ihre Aufteilung für das Geschäftsjahr 2015/2016 sind in der folgenden Tabelle abgebildet:
Zu Vorstandsmitgliedern der Bastei Lübbe AG sind bestellt:
Die Gesamtbezüge des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2015/2016 ergeben sich aus der folgenden Tabelle:
42. BeschäftigteIm Geschäftsjahr wurden im Konzern durchschnittlich 398 (i. Vj.: 401) Angestellte beschäftigt. Am 31. März 2016 betrug die Zahl der Angestellten konzernweit 413 (i. Vj.: 420). 43. Honorar für Leistungen des KonzernabschlussprüfersDas im Geschäftsjahr vom Konzernabschlussprüfer im Sinne des § 319 Abs. 1 Satz 1, 2 HGB berechnete Honorar gliedert sich wie folgt:
In den Abschlussprüfungsleistungen ist das Honorar für die erneute Prüfung des geänderten Konzernabschlusses zum 31. März 2016 in Höhe von TEUR 40 nicht enthalten. 44. KonzernverhältnisseDie Bastei Lübbe AG, Köln, ist Mutterunternehmen, das als börsennotiertes Unternehmen gemäß § 315a Abs. 1 HGB einen Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufstellt. Dieser wird im Bundesanzeiger und im Unternehmensregister (Amtsgericht Köln, HRB 79249) veröffentlicht. 45. Ereignisse nach dem AbschlussstichtagMit notariellem Kaufvertrag vom 21. März 2016 hat die Bastei Lübbe AG an der in Darmstadt ansässigen BuchPartner GmbH ("BuchPartner") eine Beteiligung in Höhe von 51 % erworben. Demzufolge ist diese ab dem Geschäftsjahr 2016/2017 als vollkonsolidierte Gesellschaft in den Konzernabschluss einzubeziehen. Dies wird in dem dafür neugeschaffenen Segment "Retail" erfolgen. Der Kaufvertrag ist am 11. April 2016 wirksam geworden. Verkäufer waren die bisherigen Gesellschafter, die mit insgesamt 49 % am Unternehmen beteiligt bleiben. Der Mehrheitsbeteiligung an der BuchPartner GmbH liegt der Gedanke der nachhaltigen und deutlichen Verbesserung der Wettbewerbsposition im Bereich Distribution zugrunde. Buchpartner ist Marktführer im Bereich Vertrieb über Lebensmitteleinzelhandel und betreut aktuell rund 4.000 Märkte und beliefert über 2.500 Kunden im Aktionsbereich. Zum Kundenkreis von BuchPartner gehören nahezu sämtliche Top-Handelskonzerne, darunter die Edeka-Gruppe (Edeka und Marktkauf), die REWE-Gruppe (REWE und Penny), Kaufland, Famila, HIT, Saturn, Media Markt sowie Metro und Real. Die Fachmärkte stellen aus Sicht der Konzernführung einen großen Wachstumsbereich der Branche dar, an dem Bastei Lübbe durch das Engagement bei BuchPartner zukünftig partizipiert. Der Kaufpreis betrug TEUR 10.200. Die bisher angefallenen Anschaffungsnebenkosten wurden ergebniswirksam erfasst. Entsprechend der bislang erst vorläufig durchgeführten Kaufpreisverteilung (purchase price allocation / PPA) ermitteln sich die zum Erwerbszeitpunkt beizulegenden Zeitwerte (fair values) der Vermögenswerte und Schulden der Buch-Partner GmbH wie folgt:
Der Kaufpreis wird über die Hausbanken, die auch den Konsortialkredit über 33 Mio. Euro gewähren, finanziert. Mit Datum vom 15. April 2016 wurde zu diesem Zweck ein Änderungsvertrag zum Konsortialdarlehensvertrag abgeschlossen, der eine Aufstockung des bestehenden Volumens um 10 Mio. Euro auf 43 Mio. Euro beinhaltet. Zum 1. Juni hat die Bastei Lübbe AG zudem das Belletristik-Label LYX vom Verlag EGMONT Publishing International im Rahmen eines asset deals übernommen. Mit dem Spezialisten für romantische Unterhaltung ergänzt Bastei Lübbe sein Angebot um eine weitere Erfolgsmarke. LYX gehört in diesem Bereich zu den absoluten Top-Imprints auf dem deutschen Buchmarkt. Damit engagiert sich Bastei Lübbe nach der Investition in Buchpartner erneut im klassischen Buchgeschäft. Im Zusammenhang mit LYX hat Bastei Lübbe mit INK ein weiteres Belletristik-Label von demselben Verkäufer erworben und übernimmt zudem die Lektorate der beiden Label. Bastei Lübbe plant, alle Bücher von LYX und INK in seinem Verlagsprogramm zu übernehmen und die erfolgreiche Zusammenarbeit mit allen Autoren und Lizenzgebern weiterzuführen. Der Gesamt-Kaufpreis beträgt vorläufig TEUR 5.437, ist aber noch abhängig vom Bestand vorausgezahlter Autorenhonorare, der im Rahmen der Bilanzerstellung zum 31. Mai 2016 noch zu ermitteln ist. Die bisher angefallenen Anschaffungsnebenkosten wurden ergebniswirksam erfasst. Da die im Rahmen des asset deals übernommenen Vermögenswerte (Schulden wurden nicht übernommen) noch nicht endgültig zwischen den Vertragsparteien abgestimmt sind, kann noch keine abschließende Kaufpreisverteilung durchgeführt werden Eine qualitative und quantitative Übersicht über die erworbenen Vermögenswerte und deren Zeitwerte kann aber die folgende Tabelle liefern, in der die zum 30. April 2016 (also einen Monat vor der tatsächlichen Übernahme) bilanzierten Vermögenswerte dargestellt sind:
Auch dieser Kaufpreis wird über die Hausbanken finanziert. Das Bankenkonsortium hat mit Schreiben vom 30. Mai 2016 der geplanten Übernahme der Label zugestimmt und dafür zusätzlich 6 Mio. Euro Darlehen zur Verfügung gestellt. Weitere 4 Mio. Euro wurden für den Zeitraum vom 1. September bis zum 15. Dezember 2016 zur Verfügung gestellt, um neu eingekaufte Titel von prominenten Autoren vorzufinanzieren. Mit Datum vom 1. April 2016 hat sich die Bastei Lübbe AG die Stimmrechte für die im September 2015 veräußerten Anteile (3 % des Stammkapitals) an der Daedalic Entertainment GmbH, Hamburg, auf unbestimmte Zeit durch einen mit dem Erwerber der Anteile abgeschlossenen Stimmbindungsvertrag gesichert und verfügt damit ab diesem Zeitpunkt wieder über die Mehrheit (51 %) der Stimmrechte an der Gesellschaft. Der Vorstand der Bastei Lübbe AG hat in seiner Sitzung vom 23. August 2016 beschlossen, den am 29. Juni 2016 veröffentlichten Konzernabschluss 2015/2016 zu ändern. Dieser Schritt ist aufgrund einer Neueinschätzung der Beziehung zum britischen Investor Blue Sky Tech Ventures Ltd. notwendig geworden.. Aufgrund der Bilanzstruktur der Blue Sky und der vertraglichen Beziehungen mit der Bastei Lübbe AG, verfügt Bastei Lübbe über Beherrschung im Sinne von IFRS 10 über Blue Sky und zwar schon ab dem Zeitpunkt der Anteilsveräußerung oolipo, also seit dem 31. März 2015. Daraufhin hat die Bastei Lübbe AG den Konsolidierungskreis ihres Konzernabschlusses geändert und Blue Sky sowie die von Blue Sky gehaltenen Beteiligungen rückwirkend vollkonsolidiert. Aufgrund der Änderung des Bilanzansatzes im Konzernabschluss 2015/2016 wurde die für den 15. September 2016 angesetzte Hauptversammlung auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Am 26. Juli 2016 hat das Aufsichtsratmitglied Prof. Dr. Gordian Hasselblatt erklärt, sein Amt als Aufsichtsrat mit Ablauf der Hauptversammlung am 15. September 2016 niederzulegen. Mit Erklärung vom 29. Juli 2016 haben der Aufsichtsratvorsitzende Dr. Friedrich Wehrle sowie der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrates Prof. Dr. Michael Nelles erklärt, dass sie ihr Amt mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 15. September 2016 niederlegen. Durch die Verschiebung der Hauptversammlung vom 15. September 2016 auf den 30. November 2016 erfolgt die Niederlegung nunmehr mit Wirkung des Ablaufs der Hauptversammlung am 30. November 2016. Die durch das Ausscheiden freiwerdenden Sitze im Aufsichtsrat sollen auf Vorschlag des Aufsichtsrates Herr Robert Stein, Herr Rechtsanwalt Prof. Dr. Friedrich L. Ekey sowie Herr Dr. Mirko Alexander Caspar übernehmen. Die Bastei Lübbe AG muss die von ihr ausgegebene Anleihe über 30 Mio. Euro am 26. Oktober 2016 zurückzahlen. Zur Sicherung einer ausreichenden Liquidität wurde der bereits erwähnte Konsortialkredit über insgesamt 53 Mio. Euro abgeschlossen. Ausgelöst durch die nachträgliche Änderung des Konzernabschlusses steht den Konsortialbanken das Recht zu, den Konsortialkreditvertrag außerordentlich zu kündigen. Die Banken haben mit Schreiben vom 14. Oktober 2016 auf die Ausübung dieses Rechts verzichtet. In diesem Zusammenhang wurden zudem die zu erreichenden künftigen Finanzkennzahlen den aktuellen Erfordernissen angepasst. Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag keine Ereignisse eingetreten, die für den Bastei Lübbe Konzern von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung des Konzerns führen könnten.
Köln, 14. Oktober 2016 Bastei Lübbe AG Der Vorstand Thomas Schierack Klaus Kluge BilanzeidVersicherung des Vorstandes gemäß § 37 v Abs. 2 Nr. 3 WpHG i.V.m. §§ 264 Abs. 2 Satz 3 und § 289 Abs.1 Satz 5 HGB Wir versichern nach bestem Gewissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss der Bastei Lübbe AG, Köln, zum 31. März 2016 ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Köln, 14. Oktober 2016 Bastei Lübbe AG Der Vorstand Thomas Schierack Klaus Kluge Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der Bastei Lübbe AG aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Konzern-Kapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom1. April 2015 bis 31. März 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mithinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen übermögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt einzutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Diese Bestätigung erteilen wir aufgrund unserer pflichtgemäßen, am 13. Juni 2016 abgeschlossenen Abschlussprüfung und unserer Nachtragsprüfung, die sich aus einer Neueinschätzung der Vermögensverhältnisse der Blue Sky Tec Tech Ventures Ventures Limited, London, und der Bastei 2B Limited, London, sowie der vertraglichen Beziehungen mit Bastei Lübbe AG ergeben. Auf die Begründung der Änderungen durch die Gesellschaft in Abschnitt 4 des geänderten Konzernanhangs wird verwiesen. Die Nachtragsprüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Köln, 14. Oktober 2016 KPMG AG Nicole Stollenwerk, Wirtschaftsprüferin Martin Schwegmann, Wirtschaftsprüfer |
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