![]() VARTA AKTIENGESELLSCHAFTEllwangen JagstJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Bilanz zum 31. Dezember 2017VARTA Aktiengesellschaft Ellwangen (Jagst)Aktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017VARTA Aktiengesellschaft, Ellwangenscroll
Anhang für das Geschäftsjahr 2017der VARTA Aktiengesellschaft(1) AllgemeinesDer Jahresabschluss der VARTA Aktiengesellschaft, Ellwangen, (VARTA AG) ist nach den Vorschriften des HGB und des Aktiengesetzes (AktG) in Tausend Euro aufgestellt. Die VARTA AG ist im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm (HRB 728059) eingetragen. Bei der Bewertung der im Jahresabschluss ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden wurden die auf den vorhergegangenen Jahresabschluss angewandten Bewertungsmethoden grundsätzlich beibehalten. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft ist das Kalenderjahr. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung sind in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Mit dem Spaltungs- und Übernahmevertrag zwischen der VARTA AG und der VRT Pensionen GmbH, Dillingen/Saar, vom 30. Juni 2016 und dessen Eintragung im Handelsregister am 17. November 2016 wurden sämtliche Pensionsverpflichtungen und das dazugehörende Pensionsvermögen per 1. Januar 2016 aus der VARTA AG ergebniswirksam abgespalten. Durch den erfolgreichen Börsengang agiert die VARTA AG seit 19. Oktober 2017 im Prime Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse. Durch die Kapitalmarktorientierung der VARTA AG gilt diese nach §267 Abs. 3 und §264d HGB als große Kapitalgesellschaft. Auf die Auswirkungen der genannten Ereignisse wird im Anhang in den einzelnen Abschlusspositionen detailliert eingegangen. (2) Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeImmaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Es wird die voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zugrunde gelegt, welche aufgrund fortgeführter Nutzungsdauern zwischen 5 und 7 Jahren beträgt. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen. Bei Zugängen von beweglichen Anlagegegenständen wird im Jahr der Anschaffung die Jahres-Abschreibung zeitanteilig ab dem Monat der Inbetriebnahme verrechnet. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu 150 € werden sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand erfasst. Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Wertpapiere des Anlagevermögens werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet. Verzinsliche Ausleihungen werden zu Nennwerten bilanziert, unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Ausleihungen werden auf den Barwert abgezinst. Soweit den nach diesen Grundsätzen bewerteten Gegenständen des Anlagevermögens am Bilanzstichtag ein voraussichtlich dauerhaft niedrigerer Wert beizulegen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert abzüglich Wertabschlägen für erkennbare Einzelrisiken bewertet. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend § 274 HGB auf temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen und handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände und Schulden gebildet. Die aktiven latenten Steuern berücksichtigen grundsätzlich auch Steuerminderungsansprüche aus bestehenden Verlustvorträgen und nicht genutzten Steuergutschriften, sofern innerhalb der nächsten 5 Jahre positive steuerliche Ergebnisse wahrscheinlich sind. Gemäß des § 253 Abs. 2 HGB werden Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr abgezinst. Für die Bewertung der Rückstellungen wird ein einheitlicher, laufzeitentsprechender Abzinsungszinssatz angewendet, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird. Die übrigen Rückstellungen werden so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen angemessen und ausreichend Rechnung tragen. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die VARTA AG ist Organträgerin. Es besteht seit dem 1. Juli 2016 mit folgenden Gesellschaften eine umsatzsteuerliche, gewerbesteuerliche und körperschaftsteuerliche Organschaft:
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag umfassen sowohl laufende als auch latente Steuern. Unter den laufenden Steuern werden die erwarteten Steuern für das Berichtsjahr, auf der Grundlage der in dem betreffenden Jahr geltenden Steuersätze, sowie Anpassungen von Steuern für Vorjahre ausgewiesen. Die Wertansätze der Eventualverbindlichkeiten entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang. (3) WährungsumrechnungFremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zu den Mittelkursen zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls bewertet. Buchverluste aus Kursänderungen am Bilanzstichtag werden berücksichtigt. Bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger erfolgt die Bewertung gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. Erläuterungen der Bilanz(4) Anlagevermögenscroll
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Im Vorjahr wurden von einem verbundenen Unternehmen aktivierte Entwicklungskosten erworben und unter den Immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Seit dem laufenden Geschäftsjahr wurden entsprechende Lizenzvergütungen für die Nutzung verrechnet. Es wird eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zwischen 5 und 7 Jahren angewendet. Im Geschäftsjahr 2017 wurden Anteile an der Auditas GmbH -25,1%- (Nördlingen, Deutschland) in Höhe von 11 T€ und der CONNEXIO alternative investment holding AG -20%- (Wien, Österreich) für 30 T€ erworben. Die Auditas GmbH wird aufgrund ihrer bestehenden gesellschaftsvertraglichen Regelungen als verbundenes Unternehmen gezeigt. Im Berichtszeitraum wechselte mit dem Börsengang die Finanzierungsfunktion für den VARTA-Konzern von der MTC-Gruppe auf die VARTA AG. Die VARTA AG gewährt nun Darlehen an ihre Tochtergesellschaften oder veranlagt freie liquide Mittel für diese. Die daraus resultierenden Aufwendungen und Erträge werden angemessen wechselseitig abgerechnet. Zum 31. Dezember 2017 bestehen Ausleihungen gegenüber VARTA Storage GmbH in Höhe von 21.055 T€ (2016: 0 T€) mit einem Zinssatz von 4% und gegenüber der VARTA Microbattery SRL in Höhe von 2.913 T€ (2016: 0 T€) mit einem Zinssatz von 4%. (5) Forderungen und Sonstige Vermögensgegenständescroll
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen Forderungen in Höhe von 28.583 T€ (2016: 13.171 T€) aus dem abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrag mit der VARTA Microbattery GmbH. Im Vorjahr bestand zum Geschäftsjahresende eine kurzfristige Ausleihung an die Montana Tech Components GmbH in Höhe von 2.815 T€. Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Steuererstattungsansprüchen. Diese sind zum einen in Höhe von 4.696 T€ (2016: 1.533 T€) in einer umsatzsteuerlichen Organschaft begründet. Zum anderen resultieren diese im Wesentlichen aus einer Steuerforderung in Höhe von 88 T€ auf Grund der ertragsteuerlichen Organschaft. Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. (6) Aktive latente Steuernscroll
Auf Grund der gebildeten ertragsteuerlichen Organschaft bestehen bei der VARTA AG aktive latente Steuern in Höhe von 1.331 T€. Diese basieren auf temporären Differenzen aufgrund der Bewertungsunterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen im Wesentlichen bei Rückstellungen. Es wurde ein Steuersatz von 29,04% zu Grunde gelegt. (7) Gezeichnetes KapitalMit dem erfolgreichen Börsengang am 19. Oktober 2017 konnten 8.600.000 neue Aktien zum Handel zugelassen werden, wodurch sich ein gezeichnetes Kapital in Höhe von 38.200 T€ ergibt. Bis zum Zeitpunkt des Börsengangs betrug das gezeichnete Kapital 29.600 T€. Das gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 38.200.000 Stückaktien. Es handelt sich hierbei um Nennbetragsaktien, welche einen anteiligen Betrag des Grundkapitals von EUR 1 repräsentieren. (8) Kapitalrücklagescroll
In die Kapitalrücklage wurde aus dem beim Börsengang erzielten Emissionserlös 141.900 T€ eingestellt. (9) Gewinnrücklagenscroll
(10) Bilanzgewinnscroll
(11) Rückstellungenscroll
Die Sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen für Personalaufwendungen in Höhe von 737 T€ (2016: 212 T€) und andere Risiken im Zusammenhang mit dem laufenden Geschäft. Des Weiteren werden Rückstellungen im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 497 T€ für Risiken aus den in 2016 abgespaltenen Pensionen gebildet. Es gibt keine sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit über einem Jahr. (12) Verbindlichkeitenscroll
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus einem kurzfristiges Darlehen der VARTA Microbattery GmbH in Höhe von 2.110 T€ (2016: 0 T€) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der VARTA Microbattery GmbH in Höhe von 43 T€ (2016: 113 T€) sowie gegenüber der Montana Tech Components AG in Höhe von 71 T€ (2016: 0 T€). Im Vorjahr bestanden weitere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der VARTA Storage GmbH in Höhe von 6.745 T€ und gegenüber der ETV Beteiligungsgesellschaft mbH in Höhe von 68 T€. Weiterhin bestehen sonstige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus dem Abschluss des Ergebnisabführungsvertrags mit der VARTA Storage GmbH, in Höhe von 4.882 T€ (2016: 2.375 T€). In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber der Herbert Quandt Stiftung enthalten. scroll
Es handelt sich hierbei um ein verzinsliches Darlehen mit einem Zinssatz von 3%. Das Darlehen hat eine unbegrenzte Laufzeit, wonach die Restlaufzeit mehr als 5 Jahre beträgt. Durch die Verzinsung des Darlehens wird der Zweck der Stiftung: Förderung von Wissenschaft und Forschung und Ausbildung und Weiterbildung des wissenschaftlichen, technischen und kaufmännischen Nachwuchses, gewährleistet. Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert. Es sind keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren vorhanden. (13) Passive latente Steuernscroll
Auf Grund der gebildeten ertragsteuerlichen Organschaft bestehen bei der VARTA AG passive latente Steuern in Höhe von 3.127 T€. Diese basieren auf temporären Differenzen aufgrund der Bewertungsunterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen im Wesentlichen bei immateriellen Vermögensgegenständen, Sachanlagen, Finanzanlagen sowie aus einer in der Steuerbilanz gebildeten Rücklage nach § 6b EStG bei den Organgesellschaften. Es wurde ein Steuersatz von 29,04% zu Grunde gelegt. Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung(14) UmsatzerlöseIm Geschäftsjahr 2017 wurden Umsatzerlöse in Höhe von 850 T€ (2016: 25 T€) erwirtschaftet. Diese entfallen im Wesentlichen auf Weiterbelastungen gegenüber verbundenen Unternehmen, insbesondere den Lizenzvergütungen an die VARTA Storage GmbH in Höhe von 726 T€. (15) Personalaufwandscroll
Im Geschäftsjahr 2017 sind neben dem Vorstand noch drei Mitarbeiter bei der VARTA AG beschäftigt. Im Vorjahr waren erst ab der zweiten Jahreshälfte Mitarbeiter bei der VARTA AG beschäftigt. Beim Personalaufwand in 2016 handelt es sich also nur um Kosten der zweiten Jahreshälfte. (16) sonstige betriebliche Aufwendungenscroll
In den übrigen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 502 T€ enthalten. Diese resultieren im Wesentlichen aus der Zuführung zu sonstigen Rückstellungen. (17) Zinsergebnisscroll
(18) Ergebnis aus Ergebnisabführungsverträgenscroll
(19) Steuern vom Einkommen und vom Ertragscroll
Sonstige Angaben(20) HaftungsverhältnisseDie ehemaligen Grundstücke der VARTA AG bzw. ihrer ehemaligen Tochtergesellschaften dienten überwiegend als Produktionsstätten für die Batterieherstellung und weisen nahezu sämtlich branchentypische Altlasten auf. Eine Käuferin aller ausländischen sowie einer inländischen Beteiligung hat diese Risiken und mögliche in der Zukunft auftretende Risiken übernommen und die VARTA AG von diesen Risiken freigestellt; im Außenverhältnis besteht die Haftung der VARTA AG jedoch weiterhin fort. Ein mit der Käuferin verbundenes Unternehmen hat diese Freistellung mit einer abgegebenen Garantie in Höhe von 20 Mio. € mit einer Laufzeit bis 2031 zusätzlich abgesichert. Diese Risiken hat die VARTA AG bewertet und geht unter Berücksichtigung der vertraglichen Erstattungsansprüche davon aus, dass mit einer Inanspruchnahme aus der Haftung nicht zu rechnen ist. Erst wenn die oben beschriebenen Risiken das Deckungspotential der Käuferin und der Garantiegeberin übersteigen oder diese ihre vertraglichen Verpflichtungen nicht erfüllen können, wird die VARTA AG entsprechend belastet. Am 30. Januar 2014 beschloss die Hauptversammlung der VARTA AG die Übertragung der Aktien der damaligen Minderheitsaktionäre auf die Mehrheitsaktionärin, die Gopla Beteiligungsgesellschaft mbH (Gopla) gegen Barabfindung in Höhe von EUR 4,51 pro Aktie. Die Abfindungshöhe basierte auf einem externen Bewertungsgutachten. Der Squeeze-Out wurde mit Eintragung in das Handelsregister am 12. März 2014 wirksam. Auf Gopla wurden damit 210.379 weitere Aktien übertragen. Der Gesamtabfindungsbetrag betrug EUR 948.809,29. Nach dem Squeeze-Out leiteten ehemalige Minderheitsaktionäre ein Spruchverfahren gegen Gopla - nach Verschmelzung auf die VARTA AG gegen diese - vor dem Landgericht Stuttgart ein. Mit Beschluss vom 15. Mai 2017 hat das Landgericht Stuttgart sämtliche Anträge zurückgewiesen. Gegen diesen Beschluss wurde von einigen Antragstellern und deren gemeinsame Vertreter Beschwerde eingelegt. Das Landgericht Stuttgart half den Beschwerden mit Beschluss vom 21. Dezember 2017 nicht ab. Das Verfahren liegt nun beim Oberlandesgericht Stuttgart zur Entscheidung vor. Eine Indikation über den Ausgang und die Dauer des Verfahrens in zweiter Instanz ist derzeit nicht möglich, da das Oberlandesgericht bislang weder zum weiteren Gang des Verfahrens noch inhaltlich Stellung bezogen hat. Auf Basis der bisherigen gerichtlichen Entscheidungen ist mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen. (21) Sonstige finanzielle Verpflichtungenscroll
(22) MuttergesellschaftDas gezeichnete Kapital der VARTA AG nach dem erfolgreichen Börsengang wird von der ETV Montana Tech Holding GmbH mit 1,55% und von der VGG GmbH, Wien, mit 63,04% gehalten. Die restlichen 35,41% befinden sich im Streubesitz. Oberstes Mutterunternehmen der beiden Hauptgesellschafterinnen ist die Montana Tech Components AG in Reinach, Schweiz. Der Konzernabschluss der Montana Tech Components AG kann auf der Website www.montanatechcomponents.com abgerufen werden. (23) MitarbeiterWährend des Geschäftsjahres waren wie im des Vorjahres 3 Mitarbeiter (Angestellte) bei der VARTA AG beschäftigt. (24) Gesamtbezüge des Vorstandes und des AufsichtsratesDie Gesamtbezüge des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 1.612 T€. An die Mitglieder des Aufsichtsrates wurden Aufwandsentschädigungen für das Geschäftsjahr 2017 von insgesamt 178 T€ gezahlt. Nach dem Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 06. Oktober 2017 wird auf die nach § 285 S. 1 Nr. 9 Buchstabe a) Satz 5ff HGB und §314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a) Satz 5 ff. HGB geforderte individualisierte Angabe der Bezüge der Vorstandsmitglieder verzichtet. Angaben über die Aufsichtsratvergütungen im Jahr 2017 sind im Vergütungsbericht im zusammengefassten Lagebericht der VARTA AG dargestellt. (25) Angaben nach § 285 Nr. 11 HGBscroll
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Die Jahresergebnisse werden aufgrund des bestehenden
Ergebnisabführungsvertrages abgeführt bzw. sind zu übernehmen (26) Honorare des Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGBscroll
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davon betreffen Vorjahre 53 T€ Die Abschlussprüfungsleistungen umfassen auch Leistungen im Zusammenhang mit der prüferischen Durchsicht von Zwischenabschlüssen zum 30. Juni 2017. Die anderen Bestätigungsleistungen umfassen nahezu ausschließlich Leistungen im Zusammenhang mit der Erteilung eines Comfort Letters. Die Steuerberatungsleistungen betreffen die Erstellung betrieblicher Steuerklärungen, Beratungsleistungen im Zusammenhang mit den gesetzlichen Dokumentationspflichten von Verrechnungspreisen sowie die steuerliche Würdigung zu Einzelsachverhalten aus der Geschäftstätigkeit des Unternehmens. (27) OrganeAufsichtsrat und Vorstand setzen sich wie folgt zusammen: Mitglieder des AufsichtsratsDDr. Michael Tojner (Vorsitzender) CEO Montana Tech Components GmbH Weitere Mandate:
Dr. Harald Sommerer (stellvertretender Vorsitzender) CEO H.F.R.C. Private Trust Weitere Mandate:
Frank-Dieter Maier Pensionär Weitere Mandate:
Sven Quandt Geschäftsführer der S. Qu. Vermögensberatung GmbH & Co. KG Keine weitere Mandate: Dr. Franz Guggenberger Rechtsanwalt und Partner der Sozietät Hasch & Partner Weitere Mandate:
Dr. Georg Blumauer Rechtsanwalt Inh. B-legal Weitere Mandate:
Mitglieder des VorstandsHerbert Schein (seit 14. April 2016) Vorsitzender des Vorstandes / CEO Weitere Mandate:
Dr. Michael Pistauer (seit 14. April 2016) CFO (bis 31. Januar 2018) Vorstand für M&A und Investor Relations (seit 1. Februar 2018) Weitere Mandate:
Steffen Munz (seit 1. Februar 2018) Finanzvorstand / CFO (seit 1. Februar 2018) Keine weiteren Mandate (28) Ereignisse nach dem Stichtag.Im Januar 2018 wurde von der Muttergesellschaft VGG (Wien) ein Aktienoptionsprogramm für Mitarbeiter (MSOP) aufgelegt, wonach die begünstigten Mitarbeiter der VARTA Gruppe, inklusive des Vorstands, zum Bezug von Stammaktien der VARTA AG berechtigt sind. Die zugrunde gelegte Erdienungsperiode beträgt 4 Jahre und die Voraussetzung zur Ausübung ist, dass die Begünstigten im Zeitpunkt der Optionsausübung in einem ungekündigten Dienstverhältnis mit der VARTA AG bzw. einem mit ihr verbundenen Unternehmen sind. (29) Vorschlag für ErgebnisverwendungDie Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2017 einen Jahresüberschuss in Höhe von 6.940 T€ erzielt. Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags von 1.242 T€ und des Jahresüberschusses von 6.940 T€ ergibt sich zum 31.12.2017 ein Bilanzgewinn von 9.026 T€. (30) Erklärung gem. §161 AktG zum Corporate Governance CodexDer Vorstand und Aufsichtsrat der VARTA AG haben am 21. Dezember 2017 die jährliche Entsprechenserklärung zum Deutschen Corproate Governance Kodex gem. § 161 AktG abgegeben und auf der Webseite www.varta-ag.com dauerhaft zugängig gemacht.
Ellwangen, den 9. April 2018 VARTA Aktiengesellschaft Der Vorstand Herber Schein Steffen Munz Dr. Michael Pistauer Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017VARTA Aktiengesellschaft, Ellwangen (Jagst)Der vorliegende Bericht fasst die Lageberichte der VARTA Aktiengesellschaft (VARTA AG) und des VARTA AG Konzerns zusammen. 1. Konzernstruktur1.1 GeschäftsmodellDie VARTA Aktiengesellschaft, Ellwangen, Deutschland (VARTA AG) ist die Muttergesellschaft des Konzerns. Seit Oktober 2017 ist die VARTA AG an der Frankfurter Börse im Prime Standard notiert. Die unten aufgeführte Darstellung gibt (in vereinfachter Form) einen Überblick über den Konzern zum Bilanzstichtag. Die VARTA AG ist ein Unternehmen mit Sitz in Ellwangen, Jagst. Die Geschäftstätigkeiten der VARTA AG umfassen die Entwicklung, Produktion, Vertrieb, Forschung und Entwicklung von Mikrobatterien und Energiespeicherlösungen. Die Geschäftstätigkeit des VARTA AG Konzerns ist in zwei Geschäftssegmente unterteilt: Microbatteries über VARTA Microbattery GmbH und Power & Energy über VARTA Storage GmbH. Der Konzern entwickelt, produziert und vertreibt Mikrobatterien sowie intelligente Energiespeicherlösungen (smart battery solutions) für eine Vielzahl von Anwendungen und Endkundenmärkte. Umfassende Kompetenzen in der Materialforschung und Entwicklung verschiedener elektrochemischer Batteriesysteme, gepaart mit Knowhow für Prozessentwicklung und Massenproduktion, sind die Grundlage des Konzerns für neue, innovative Produkte. Der Konzern betreibt fünf Produktions- und Batterie-Fertigungsstätten in Deutschland, Rumänien, Indonesien und China sowie Vertriebszentren in den Vereinigten Staaten, Europa und Asien, die über Direktvertrieb an Kunden in über 75 Ländern weltweit verkaufen. Als international agierendes Unternehmen kann VARTA AG auf 130 Jahre Unternehmensgeschichte zurückblicken. Batterielösungen des Konzerns sind strategische Komponenten für die Produkte der Endkunden, bei denen eine hohe Qualität, Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit gefordert wird. Dabei liegt der Fokus auf Batteriesystemen mit hohen Energiedichten für Primärbatterien oder auch wiederaufladbaren Batterien mit Lithium-Ionen-Technologie. Im Falle von semi-kundenspezifischen oder kundenspezifischen Batterielösungen berät und plant VARTA AG umfangreich hinsichtlich der richtigen Wahl der Komponenten für die effizienteste Energieversorgung der Anwendung. Die Ländergesellschaften können anhand des nachfolgenden Organigramms abgelesen werden. Seit dem Geschäftsjahr 2017 wird die Auditas GmbH einschließlich ihrer US-amerikanischen Tochtergesellschaft vollkonsolidiert. Segmente und OrganisationsstrukturMicrobatteriesDas Segment Microbatteries wird über die Gesellschaft VARTA Microbattery GmbH gesteuert und fokussiert sich auf die Herstellung von Mikrobatterien und dabei in erster Linie auf Anwendungen in den Bereichen Healthcare und Entertainment. Hierbei setzt die Gesellschaft innovativste Technologien gezielt ein, um höchste Energiedichte auf kleinstem Raum zu produzieren. Je nach Produkt und Anwendung fokussiert sich die Gesellschaft hierbei auf die modernsten Technologien wie z.B. auf Zink Luft, Lithium Ionen, Silber Oxide und Nickelmetallhydrid für wiederaufladbare und nicht-wiederaufladbare Batterielösungen. Für Anwendungen im Bereich Healthcare werden hauptsächlich Zink-Luft-Batterien für Hörgeräte hergestellt. Diese werden unter den Marken "powerone", "ecopack" sowie Eigenmarken der Kunden vermarktet. Der Erfolg im Bereich Hörgerätebatterien beruht auf der Innovationsstärke, Zuverlässigkeit, der langen Lebensdauer und der Konsistenz der Qualität. Die Marktposition wird durch die eigenen Produktionsautomatisierungsprozesse und die Fähigkeit, Kunden mit Dienstleistungen vom Produkt bis zum POS zu versorgen, gesichert. Für Entertainment werden vor allem High-End Lithium-Ionen-Batterielösungen für kabellose Premium-Kopfhörer (Hearables) sowie für andere, sogenannte "Weareable"-Anwendungsbereiche hergestellt. Darunter fallen u.a. auch Anwendungen in wachsenden Endverbrauchermärkten für Elektrogeräte wie Bluetooth-Headsets, medizinische Geräte für die Messung von Bluthochdruck, Blutzucker und anderer Körperfunktionen. In der Produktgruppe Industrial werden hauptsächlich wiederaufladbare Batterielösungen für Industrie- und Erstausrüster (original equipment manufacturers, OEMs) produziert. Darunter fallen u.a. Anwendungen wie Server, Anwendungen in Autoschlüsseln, Alarmsysteme oder Smart Metering-Zähler. Power& EnergyIm Segment Power & Energy, welches von der Gesellschaft VARTA Storage GmbH gesteuert wird, werden mobile und stationäre Energiespeicherlösungen entwickelt, produziert und vertrieben. Das Segment konzentriert sich hier auf die Entwicklung, die Systemintegration und die Assemblierung von Batteriespeichern (power pack solutions) für OEM Kunden in diversen Märkten. Hierfür werden hauptsächlich Batterien, die auf Lithium Ionen Technologie basieren, verwendet. Es werden wiederaufladbare, standardisierte aber auch kundenspezifische Batterie-Packs hergestellt. Diese können in diverse industrielle und kabellose Anwendungen nahtlos integriert werden. Unabhängig von der jeweiligen Technologie oder der Komplexität der Aufgaben bietet die Gesellschaft Komplettservices vom Design bis zur Produktion für OEM-Kunden an. Der Bereich konzentriert sich hier auf Lösungen für portable industrielle Anwendungen, Kommunikationsgeräte, Elektrowerkzeuge, Home & Garden- und Medizingeräte. In diesem Segment werden auch Energiespeicher für Privathaushalte und kommerzielle Anwendungen entwickelt und produziert. Die Energiespeicher zeichnen sich durch Qualität und Zuverlässigkeit aus. Das Produktportfolio ist modular gestaltet, so dass jeder Endverbraucher den richtigen Energiespeicher für seine Anforderungen finden kann, vom kompakten, handlichen Einsteigerkomplettsystem bis zu Großspeicherlösungen für industrielle Einrichtungen. 1.2 Strategie und ZieleDer VARTA AG Konzern bearbeitet im Rahmen seiner jährlichen Budgetplanung seine Ziele und Strategien. Mit beiden Segmenten ist der Konzern ideal aufgestellt, um von den relevanten Wachstumstrends für die beiden Geschäftsbereiche wie z.B. demographischer Wandel, technologischer Fortschritt, vermehrte Konnektivität (Internet of Things) und erneuerbare Energien (zunehmendes Bewusstsein für die Wiederverwertbarkeit von Stoffen) zu profitieren. Demographischer WandelWachsende Lebenserwartung, aber auch die Erhöhung der Kundenakzeptanz durch die Weiterentwicklung der Hörgerätetechnologie, führen zu einer steigenden Nachfrage nach Hörgerätebatterien. VARTA Microbattery bedient diesen Markt mit Zink- Luft und wiederaufladbaren Zellen. Technologischer FortschrittDer ungebrochene Trend nach schnurlosen Geräten in allen Bereichen erhöht den Bedarf an zuverlässigen, meist wiederaufladbaren Energielösungen in hoher Qualität. Gleichzeitig gibt es einen Trend zu kleineren Geräten mit höherer Funktionalität, was zu einem Bedarf an Batterien mit höheren Energiedichten führt. KonnektivitätDie Fortschritte in der Konnektivität und Konvergenz durch das Internet der Dinge, die Weiterentwicklung der Telekommunikation und die Verbreitung von intelligenten Lösungen treiben die Nachfrage nach Batterien in unterschiedlichsten Branchen wie etwa IT, Telekommunikation und dem Gesundheitswesen an. Erneuerbare EnergienDie zunehmende Bedeutung von erneuerbarer Energie, Energieeffizienz, Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen sowie die EU-Klimaziele führen zu nachhaltigen Wachstumsraten im Energiezwischenspeicherbereich. Der VARTA AG Konzern fokussiert hier auf folgende Wachstumsfelder und Ziele: Stärkung und Ausbau der globalen Marktposition in KernproduktenDer Konzern fokussiert grundsätzlich auf Geschäftsfelder, in denen langfristig marktführende Positionen angestrebt werden. Im Bereich Healthcare soll die marktführende Position durch weitere Innovationen gefestigt und ausgebaut werden. Ähnlich wie im Healthcare Bereich möchten der Konzern auch insbesondere bei den True Wireless Headsets eine marktführende Position einnehmen und überproportional vom starken Marktwachstum profitieren. Der Fokus bei mobilen Energielösungen im Bereich Power & Energy liegt auf starkem Wachstum durch Neukundengewinnung. Hierbei fokussiert sich der Konzern auf weltweit agierende Top Kunden. Der Marktanteil insbesondere in Europa soll gestärkt werden und unter europäischen Herstellern soll eine führende Position eingenommen werden. Die Batteriespeicher für Energiezwischenspeicherung profitieren von Trends der Nachhaltigkeit, steigendem Umweltbewusstsein sowie der steigenden Nachfrage nach Energie-Autarkie. Ein überproportionales Wachstum in den adressierten Märkten sowie stetige Ausdehnung der bearbeiteten Regionen sind hier die definierten Ziele. Ausbau der Innovations- und TechnologieführerschaftDer Konzern arbeitet insbesondere im Segment Microbatteries an neuen, innovativen Produkten, die an vollautomatischen Hochgeschwindigkeits-Produktionslinien am Standort Deutschland gefertigt werden. Damit liefert VARTA Microbattery Lösungen, die eine der besten Kombinationen aus Qualität, Innovation, Technologie und Kosten bieten. Die Gesellschaft deckt im Segment Microbatteries die gesamte Wertschöpfungskette ab, von der Materialforschung bis zum fertigen Produkt inklusive kundenfreundlicher Verpackungskonzepte. Weiterhin hat der Konzern im vergangenen Geschäftsjahr aufgrund der steigenden Nachfrage seine Produktionskapazitäten in Rumänien ausgebaut. Die Kombination der starken Marktstellung, internen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten und langfristigen Kundenbeziehungen gibt dem Konzern einen klaren Wettbewerbsvorsprung, um von anhaltenden Wachstumstrends in den Märkten für Mikrobatterien im Gesundheits-, Unterhaltungs- und Industriesektor zu profitieren. Der Konzern zielt darauf ab, seine Kunden mit hochqualitativen Batterien und Batterielösungen zu versorgen und wird weiter daran arbeiten, neue, leistungssteigernde Knopfzellentechnologien und individuelle intelligente Batterielösungen (smart battery solutions) zu entwickeln. Fokus auf profitablem Wachstum anhand eines starken FinanzprofilsDer Konzern beabsichtigt, weitere Wachstumschancen durch interne Investitionen in die Erweiterung der Produktionskapazitäten und in selektive Akquisitionen zu nutzen. Der Konzern geht davon aus, dass seine starke finanzielle Basis, zusammen mit seinem niedrigen Verschuldungsgrad, dem Management seiner Betriebsmittel und seiner Fokussierung bei der Vornahme von Wachstumsinvestitionen die Cash Flow Fähigkeit des Konzerns weiterhin steigern kann. 1.3 UnternehmenssteuerungDer VARTA AG Konzern wird nach Maßgabe intern definierter finanzieller und nicht-finanzieller Kennzahlen im Sinne einer nachhaltigen Wertsteigerung gesteuert. Der Vorstand hat im Berichtsjahr seine internen Steuerungsinstrumente geprüft und aktualisiert und im Rahmen des Börsenganges für die externe Berichterstattung überarbeitet. Im Konzernabschluss des letzten Jahres wurden die folgenden Kennzahlen zur Steuerung herangezogen und prognostiziert: Umsatz, EBIT und Net Working Capital. Durch das beschleunigte Wachstum des VARTA AG-Konzerns steuert der Vorstand jetzt nach dem bereinigten EBITDA statt nach dem EBIT um trotz der steigenden Investitionen in das Sachanlagevermögen und den daraus resultierenden Abschreibungen die operative Performance beurteilen zu können. Das interne Steuerungssystem des VARTA AG Konzerns wird laufend optimiert und zeitnah an geänderte Anforderungen angepasst. Im Zusammenhang mit der Erweiterung des Vorstands und vor dem Hintergrund der zunehmenden Unternehmensgröße wurde das Managementsteuerungssystem angepasst. Das Managementsteuerungssystem ist auch Grundlage der externen Berichterstattung der VARTA AG und wird durch den Aufsichtsrat im Rahmen seiner Kontrollfunktion überwacht. Bedeutsame finanzielle und nicht finanzielle IndikatorenDie Entwicklung der Umsatzerlöse (in konstanter Währung) ist einer der wichtigsten Indikatoren, an denen sich das Wachstum des VARTA AG Konzerns ablesen lässt. Sie ist zudem die wesentliche Größe zur Steuerung des Konzerns. So werden die Umsätze im Rahmen der Budgetierung auf die einzelnen Segmente, Bereiche und Produktgruppen bzw. Kunden heruntergebrochen und laufend überwacht. Das bereinigte EBITDA (betriebliches Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen, Steuern adjustiert um Sondereffekte) stellt eine nachhaltige Ertragsentwicklung des Konzerns dar. Gleichzeitig ist das bereinigte EBITDA für den Vorstand die geeignete Steuerungsgröße zur Beurteilung der operativen Ertragskraft des Konzerns bzw. der beiden Segmente. Sondereffekte lassen sich im Geschäftsjahr 2017 hauptsächlich auf die Kosten aus dem zuletzt getätigten Börsengang (Kosten aus Börsengang), dem ertragswirksamen Erstattungsanspruch aus dem Schuldbeitritt bezüglich der Pensionsverpflichtungen sowie einer aktienbasierten Vergütung, ausgelöst durch den Börsengang, zurückführen.. Bei den Sondereffekten handelt es sich grundsätzlich (wenn zutreffend) um Veräußerungseffekte aus Sale and Lease-back Transaktionen, Kosten aus Börsengang, mögliche Kosten für Restrukturierungen, Aufwendungen für M&A-Transaktionen sowie aktienbasierte Vergütungselemente. Die durch die große Nachfrage nach den Produkten des Konzerns notwendigen Investitionen überblickt der Vorstand anhand des CAPEX. Darunter werden die Auszahlungen aus dem Kauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen verstanden. In diesem Zusammenhang überprüft der Vorstand die effektive Kapitalallokation auf Basis der Rendite aus dem investierten Kapital. Das CAPEX wird nur auf VARTA AG Konzern-Ebene als Steuerungsgröße verwendet. Dies umfasst Investitionen ohne M&A Transaktionen. Auch das Net Working Capital (Vorräte zuzüglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen)) wird als zentrale Steuerungsgröße herangezogen. Das Net Working Capital wird nur auf VARTA AG Konzern-Ebene als Steuerungsgröße verwendet. Durch die steigende Unternehmensgröße des Konzerns ist auch die Entwicklung der Anzahl der Mitarbeiter auf Konzernebene ein wesentlicher nicht finanzieller Leistungsindikator. Gesonderter nichtfinanzieller KonzernberichtWeitere Informationen zu den nicht-finanziellen Indikatoren, Corporate Social Responsibility bzw. zu der nicht-finanziellen Konzernerklärung können auf der Webseite unter https://www.varta-ag.com/corporate-social-responsibility spätestens vier Monate nach dem Abschlussstichtag des Konzernabschluss eingesehen werden. 1.4 Leitung und KontrolleZum 31. Dezember 2017 bestand der Vorstand der VARTA AG, Ellwangen (Jagst) aus zwei Mitgliedern: Herbert Schein (CEO) und Herrn Dr. Michael Pistauer (CFO). Um der steigenden Unternehmensgröße gerecht zu werden, wurde der Vorstand zum 1. Februar um Herrn Steffen Munz erweitert. Seit 1. Februar 2018 besteht der Vorstand der VARTA AG, Ellwangen (Jagst) nun aus drei Mitgliedern: Herrn Herbert Schein (Vorsitzender des Vorstandes / CEO), Herrn Steffen Munz (Finanzvorstand / CFO) und Herrn Dr. Michael Pistauer (Vorstand für M&A und Investor Relations). Die Mitglieder des Vorstandes tragen gemeinsam die Verantwortung für die Geschäftsführung. Der Aufsichtsrat zum 31. Dezember 2017 besteht aus den folgenden Mitgliedern: Herrn DDr. Michael Tojner (Vorsitz), Herr Dr. Harald Sommerer (stv. Vorsitz), Herr Frank Dieter Maier, Herr Sven Quandt, Herr Dr. Georg Blumauer und Herr Dr. Franz Guggenberger. Erklärung zur UnternehmensführungNähere Ausführungen zum Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat und zu weiteren Standards von Unternehmensführung und Kontrolle finden sich in der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB, welche auch die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) enthält. Daneben geben der Vorstand der VARTA AG und der Aufsichtsrat der VARTA AG gemäß Ziffer 3.10 DCGK jährlich einen gemeinsamen Corporate Governance Bericht heraus. Alle Dokumente werden auf der Homepage der VARTA AG (www.varta-ag-com/investor-relations) veröffentlicht. 2 Wirtschaftsbericht2.1 Märkte und EinflussfaktorenDer VARTA AG Konzern produziert und verkauft Batterien weltweit und profitiert trotz relativer Unabhängigkeit vom makroökomischen Umfeld von einem positiven Konsumumfeld. Eine negative Entwicklung des makroökomischen Umfeldes wirkt sich dabei nicht direkt negativ auf das Geschäftsmodell aus, da der Großteil der Produkte vom Konjunkturzyklus unabhängig ist. Diese werden z.B. im medizinischen Umfeld genutzt. Die Umsatzverteilung ist geographisch diversifiziert. Der Großteil des weltweiten Absatzes von Produkten findet in Europa statt (siehe regionale Umsatzverteilung Abschnitt 2.3). Außerhalb von Europa sind die weiteren wesentlichen Absatzmärkte Asien und Nordamerika. Somit ist die Abhängigkeit von einzelnen Ländern in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung relativ gering. Der Euroraum spielt bedingt durch die Markt- und Kundenstruktur die größte Rolle. Die in 2017 bestehenden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den für den VARTA AG Konzern relevanten Ländern kann als positiv stabil beurteilt werden. Wesentlich für den Absatz der Batterien für Healthcare-Anwendungen ist die demographische Entwicklung, bei den Batterien für Entertainment-Anwendungen die Trends der Unterhaltungselektronik und bei den Produkten im Segment Power & Energy der Trend zu kabellosen Produkten bzw. der Trend zu erneuerbaren Energien. 2.2 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDurch die steigende Lebenserwartung der Menschen in der Gesellschaft sowie die zunehmend höhere Akzeptanz von Hörgeräten wird der Verkauf von Hörgerätebatterien unterstützt. In den relevanten Märkten Europa, Asien und Nordamerika geht man weiterhin von einer stärkeren Gewichtung älterer Generationen in der Bevölkerung aus. Laut den neuesten Studien des US Census Büro sind 8,5% der Weltbevölkerung oder 616 Millionen Menschen älter als 65 Jahre alt. In Europa zirka 17,4%, in Nordamerika zirka 15,1 % und in Asien zirka 7,9%. In 2050 wird erwartet, dass 1,6 Mrd. der Weltbevölkerung oder 16,7% der Weltbevölkerung über 65 Jahre alt sein werden. Die regionale Bevölkerung älter als 65 Jahre wird sich entsprechend auf 27,6% in Europa, 22,5% in Nordamerika und 18,9% in Asien verteilen. Im Bereich Entertainment ist das Absatzwachstum durch neue Anwendungen im Bereich Konsumelektronik geprägt. Je mehr kabellos funktionierende Geräte, insbesondere für Kleinstanwendungen (zum Beispiel Headsets) entwickelt werden, desto stärker stellt sich hier die Position des VARTA AG Konzerns dar. Ein Trend, der sich auch positiv auf das Segment Power & Energy auswirkt. Sogenannte Hearables sollen laut WiFore Consulting (2015) sogar mit einer Wachstumsrate von größer als 40% bis 2020 wachsen. Unterstützend wirkt hier der Trend zu Interkonnektivität. Laut WiFore Consulting wird sich neben Smart Watches, Fashion, Medical insbesondere der Hearables Markt stark vergrößern. Im Segment Power & Energy wächst das Marktsegment für Lithium-Ionen-Batteriepacks gemäß Avivenne Energy Report 2018 von 120 GWh in 2017 auf 490 GWh in 2025. Dies entspricht einem CAGR in Höhe von +19%. Dabei wächst der Teil-Segment für Medical Devices, Power Tools und Gardening Tools, welche Zielmärkte von Power & Energy darstellen, von ca. 14 GWh in 2017 auf ca. 44 GWh. Dies stellt eine Wachstumsrate von ca. 16% pro Jahr dar. Das Marktsegment für stationäre Energiespeichersysteme wächst um 22% pro Jahr im Zeitraum von 2017 bis 2025. 2.3 GeschäftsverlaufGesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage durch den VorstandDer VARTA AG kann auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2017 zurückblicken. Die wesentlichen Ereignisse des Jahres 2017 sind die hohe Nachfrage nach Zink-Luft-Batterien für Hörgeräte und Lithium-Ionen-Batterien für kabellose Lifestyle-Produkte, die nachfragebedingte Erweiterung der Produktionskapazitäten im Bereich Microbatterien, die sehr erfolgreiche Entwicklung der stationären Energiespeicher sowie ein erfolgreicher IPO im Herbst 2017. Insgesamt verlief das Geschäftsjahr 2017 entsprechend den Erwartungen des Managements. Vergleich der Geschäftsentwicklung mit der zuletzt abgegeben PrognoseIm Konzernabschluss des letzten Jahres wurde die Prognose für 2017 anhand der unten aufgelisteten Kennzahlen dargestellt. Insgesamt wurde im letzten Jahr mit einer Fortsetzung der positiven Geschäftsentwicklung für 2017 gerechnet. Diese Erwartungen hat der VARTA AG Konzern überaus erfüllt. scroll
Die neue Ergebnissteuerungsgröße "Bereinigtes EBITDA" ist ebenfalls sehr deutlich gestiegen. KonzernentwicklungDas Jahr 2017 war insbesondere geprägt durch die große Nachfrage nach Hörgeräte-Batterien und Lithium-Ionen-Knopfzellen. Insbesondere das Geschäft in Deutschland und Asien entwickelte sich vorteilhaft. Hierbei machte sich vor allem der Ausbau der marktführenden Position in Deutschland sowie die positive Entwicklung der Kunden mit Produktion in Asien bemerkbar. Weitere Ausführungen zur geographischen Aufteilung der Segmente finden sich im Konzernanhang Abschnitt 6 "Segmentberichterstattung". scroll
Der US-Dollar (USD) ist die wesentlichste Fremdwährung des VARTA AG Konzerns. Die Entwicklung des US-Dollar-Wechselkurses ist relevant für die Fakturierung von Umsatzerlösen und für den Einkauf von Rohstoffen und Komponenten. Grundsätzlich ist eine Aufwertung des USD im Verhältnis zum Euro für das Ergebnis negativ, da der negative Ergebnisbeitrag aus der Umsatzrealisierung in USD höher ist als der positive Ergebnisbeitrag aus dem Einkauf in USD. Durch die Aufwertung des US-Dollars im Vergleich zum Euro im Jahr 2017 resultiert in Summe ein negativer Effekt auf das Ergebnis im Vorjahresvergleich. 3 Entwicklung der Vermögens- Finanz- und Ertragslage3.1 ErtragslageKonzern-Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.-31.12.2017scroll
UmsatzDer Umsatz des VARTA AG Konzerns ist im Geschäftsjahr 2017 um 13,3% von 213,8 Mio. € auf 242,2 Mio. € angestiegen. Beide Segmente Microbatteries und Power & Energy sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich gewachsen. Das Segment Microbatteries stieg von 177,4 Mio. € um 14,8 auf 203,6 Mio. € an. Der Umsatzanstieg resultiert insbesondere aus dem gestiegenen Absatz der Zink-Luft-Microbatterien für Hörgeräte. Im strukturell wachsenden Markt für Hörgeräte-Batterien wurde die marktführende Position weiter ausgebaut. Zudem hat im Segment Microbatteries die hohe Nachfrage nach kabellosen Entertainment-Produkten wie Headsets oder anderen Wearables zu einer deutlichen Umsatzsteigerung der wieder-aufladbaren Lithium-Ionen-Batterien geführt. Der Umsatz im Segment Power & Energy ist von 34,6 Mio. € auf 37,7 Mio. € und somit um 8,8 angestiegen. Das mengenbedingte Umsatzwachstum ist insbesondere auf die sehr erfolgreiche Entwicklung der stationären Energiespeichersysteme zurückzuführen. Diese resultiert vor allem aus der Steigerung des Marktanteils in der DACH-Region, dem Markteintritt in Italien sowie der Einführung des Wandspeichers "VARTA pulse" für Privathaushalte. Aufwendungen und sonstige betriebliche ErträgeIm Berichtsjahr belaufen sich die Materialaufwendungen auf 99,9 Mio. € im Vergleich zu 78,5 Mio. € im Vorjahr. Dies entspricht einer Steigerung von 27,3%. Der überproportionale Anstieg im Vergleich zum Umsatz ist in erster Linie auf steigende Preise der metallischen Rohstoffe sowie der zugekauften Komponenten zurückzuführen und betrifft beide Segmente. Der Personalaufwand ist von 76,7 Mio. € auf 86,0 Mio. € um 12,2 angestiegen, wobei die Mitarbeiteranzahl (FTE) unterproportional zum Umsatzwachstum von 2.036 auf 2.112 angestiegen ist. Dies ist hauptsächlich auf die Skalierung des Geschäftsmodells sowie auf eine Steigerung der Mitarbeiterproduktivität im Segment Microbatteries zurückzuführen. Neben den tariflich bedingten Personalkostensteigerungen wurde selektiv in die Wachstumsbereiche Lithium-Ionen-Batterien, das Segment Power & Energy sowie den Produktionsstandort in Brasov/Rumänien investiert, um die große Marktnachfrage zukünftig bedienen zu können. Im Personalaufwand ist als Sondereffekt die aktienbasierte Vergütung gegen Kapitalrücklage, ausgelöst durch den Börsengang, in Höhe von 3,6 Mio. € erfasst. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von 34,9 Mio. € auf 44,2 Mio. € angestiegen. Dies ist insbesondere auf wachstumsbedingt höhere Ausgangsfrachten und Zölle, Provisionen sowie die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen zurückzuführen. Des Weiteren sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen die Kosten für den getätigten Börsengang (IPO-Kosten) in Höhe von 6,1 Mio. € enthalten, die als Sondereffekt klassifiziert werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von 8,0 Mio. € in 2016 auf 14,5 Mio. € in 2017 angestiegen. Der Anstieg ist hauptsächlich auf den ertragswirksamen Erstattungsanspruch aus dem Schuldbeitritt bezüglich der Pensionsverpflichtungen zurückzuführen, der als Sondereffekt eingestuft wird (zu weiteren Details wird auf den Anhang des Konzernabschluss im Kapital "Pensionen" verwiesen). Bereinigtes EBITDADas bereinigte EBITDA ist im Geschäftsjahr 2017 von 26,1 Mio. € auf 39,1 Mio. € gestiegen. Dies entspricht einem Wachstum von 49,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Steigerung des bereinigten EBITDA lässt sich insbesondere auf das profitable Umsatzwachstum bei den Hörgeräte-Batterien und Lithium-Ionen-Zellen bei gleichzeitig unterproportionalem Anstieg der Kosten durch die Skalierung des Geschäftsmodells zurückführen. Als Sondereffekte wurden die Kosten aus dem Börsengang (IPO-Kosten) von 6,1 Mio. €, der ertragswirksame Erstattungsanspruch aus dem Schuldbeitritt bezüglich der Pensionsverpflichtungen in Höhe von 3,6 Mio. € sowie der Personalaufwand aus der aktienbasierten Vergütung, ausgelöst durch den Börsengang, mit 3,6 Mio. € ausgewiesen. Der Effekt aus dem Schuldbeitritt ist dem Segment Microbatteries zuzurechnen. Die anderen Effekte der VARTA AG als Holding. Betriebsergebnis (EBIT)Das Betriebsergebnis hat sich von 14,8 Mio. € auf 23,6 Mio. € verbessert, was einer Steigerung von 59,3 % im Vorjahresvergleich entspricht. Neben der Steigerung des EBITDA führte der unterproportionale Anstieg der Abschreibungen zu einer sehr deutlichen Verbesserung des Betriebsergebnisses. Die Abschreibungen haben sich von 8,9 Mio. € in 2016 auf 9,4 Mio. € in 2017 erhöht, was insbesondere auf die nachfragebedingte Investitionen in das Sachanlagevermögen aufgrund der Erweiterung der Produktionskapazitäten zurückzuführen ist. FinanzergebnisDas Finanzergebnis hat sich im Berichtsjahr von -1,2 Mio. € in 2016 auf -0,9 Mio. € in 2017 verbessert. Dies resultiert aus der deutlichen Reduzierung des Zinsaufwandes von 1,8 Mio. € in 2016 auf 0,8 Mio. € durch die Neuordnung der Finanzierung im VARTA AG Konzern sowie aus der Rückführung der Finanzierung im Zuge des Börsengangs (weitere Details werden im Kapital zur Vermögens- und Finanzlage erläutert). SteuernIn 2016 wurde die Steuerstruktur der VARTA AG optimiert und eine ertragsteuerliche Organschaft gebildet. Hierbei konnten im Jahr 2016 durch Steuergruppenbildung Verluste aus anderen Bereichen und Perioden gegenverrechnet werden. Die effektive Steuerquote betrug 22,1% in 2016. In 2017 ist der Steueraufwand durch den Anstieg des Ergebnisses vor Steuern von 2,7 Mio. € in 2016 auf 7,5 Mio. € in 2017 angestiegen. Dies entspricht einer effektiven Steuerquote von 35,6%. KonzernergebnisDas deutliche Umsatzwachstum in beiden Segmenten in Verbindung mit dem unterproportionalen Anstieg der Kosten durch die Skalierung des Geschäftsmodells wirkte sich trotz der Sondereffekte auch positiv auf das Konzernergebnis aus. Das Jahresergebnis ist von 9,4 Mio. € in 2016 auf 13,5 Mio. € in 2017 trotz der Sondereffekte aus dem erfolgten Börsengang um 43,6% im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. 3.2 Vermögens- und FinanzlageKonzern-Bilanz zum 31. Dezember 2017AKTIVAscroll
PASSIVAscroll
Der VARTA AG Konzern hat die Kapitalstruktur im Jahr 2017 durch den getätigten Börsengang deutlich verbessert. Dadurch hat sich die Eigenkapitalquote signifikant erhöht. Damit sind für den Konzern die finanziellen Voraussetzungen gegeben, um die notwendige Erweiterung der Produktionskapazitäten aufgrund der großen Produktnachfrage aus eigenen Mitteln zu finanzieren. Langfristige VermögenswerteDie langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um 23,6 Mio. € von 81,6 Mio. € in 2016 auf 105,3 Mio. € zum 31. Dezember 2017. Dieser Anstieg resultiert zum einen aus der Erhöhung des Sachanlagevermögens von 52,0 Mio. € auf 63,4 Mio. € zum 31. Dezember 2017. Die Produktionskapazitäten wurden aufgrund der großen Nachfrage insbesondere bei den Lithium-Ionen-Knopfzellen sowie bei den Zink-Luft-Batterien erweitert. Zum anderen sind die sonstigen Vermögenswerte auf 15,8 Mio. € angestiegen. Dieser Anstieg ist auf den Schuldbeitritt bezüglich der Pensionsverpflichtungen zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2017 wurde mit einem Schuldbeitretenden ein Vertrag abgeschlossen, in dem sich dieser gegen Zahlung verpflichtet hat, Pensionsverpflichtungen im Rahmen eines Schuldbeitritts mit Erfüllungsübernahme zu übernehmen. In den Sonstigen Vermögenswerten ist der verbleibende Erstattungsanspruch mit gutachterlicher Bewertung zum 31.Dezember 2017 erfasst. Zu weiteren Details zum Schuldbeitritt wird auf den Anhang des Konzernabschlusses im Kapitel "Pensionen" verwiesen. Kurzfristige VermögenswerteDie kurzfristigen Vermögenswerte haben sich um 142,9 Mio. € von 83,3 Mio. € in 2016 auf 226,2 Mio. € zum 31. Dezember 2017 erhöht. Dies ist in erster Linie auf den Anstieg der Zahlungsmittel und Zahlungsäquivalente von 12,3 Mio. € in 2016 auf 138,5 Mio. € zurückzuführen. Aus dem getätigten Börsengang ist eine Netto-Liquidität von 146,7 Mio. € zugeflossen. FinanzierungsstrukturDie VARTA AG hat im Berichtsjahr ihre Kapitalstruktur deutlich verbessert. Dies ist insbesondere auf den im letzten Geschäftsjahr getätigten Börsengang zurückzuführen. Eigenkapital/EigenkapitalquoteDas Eigenkapital ist von 65,3 Mio. € in 2016 auf 230,5 Mio. € zum 31. Dezember. 2017 angestiegen. Durch den im Geschäftsjahr getätigten Börsengang erhöhte sich die Kapitalrücklage von 2,7 Mio. € auf 146,7 Mio. €. Die Eigenkapitalquote ist von 39,6% auf 69,5% angestiegen. Auch das Ergebnis aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr trägt positiv zu dieser Kennzahl bei, gegenläufig wirkt sich die Verrechnung der Kosten des Börsengangs in Höhe von 1,4 Mio. € aus. Langfristige SchuldenDie langfristigen Schulden sind von 44,6 Mio. € in 2016 auf 29,4 Mio. € gesunken. Der Rückgang resultiert hauptsächlich aus der Neuordnung der Finanzierung im VARTA AG Konzern. Im Frühjahr 2017 hat die VARTA AG die Finanzierungsfunktion für den VARTA AG Konzern übernommen. In diesem Zusammenhang wurden bestehende Finanzierungen der operativen Tochtergesellschaften zurückgeführt. Anschließend hat die VARTA AG Ausleihungen an verschiedene Tochtergesellschaften ausgereicht. Im Zuge des Börsengangs erfolgte eine Rückführung der damit verbundenen Finanzierung durch die Montana Tech Components Gruppe (zu weiteren Details wird auf den Anhang des Konzernabschlusses im Kapital "Sonstige Finanzverbindlichkeiten" verwiesen). Kurzfristige SchuldenDie kurzfristigen Schulden haben sich insbesondere aufgrund der Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen einhergehend mit dem steigendem Geschäftsvolumen von 55,1 Mio. € auf 71,6 Mio. € erhöht. Net Working CapitalDas Net Working Capital ist um 5,2 Mio. € von 36,2 Mio. € in 2016 auf 41,4 Mio. € in 2017 angestiegen. Dies entspricht einem Anstieg von 14,3% im Vergleich zum Vorjahr. Der Anstieg ist auf mengenbedingt höhere Forderungen und Bestände bei unterproportional gestiegenen Verbindlichkeiten zurückzuführen. Das Net Working Capital hat sich proportional zum Umsatz entwickelt. Daraus resultiert eine Net Working Capital Quote von 17,1% im Verhältnis zum Umsatz. Weitere Details zur Finanzlage können im Anhang des Konzernabschluss eingesehen werden. Kapitalflussrechnungscroll
Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt im Berichtsjahr 18,5 Mio. € und liegt damit 5,7 Mio. € unter dem Wert des Vorjahres. Die Reduktion ergibt sich im Wesentlichen bei nahezu gleichbleibendem Cash-Zufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit aus den zahlungsunwirksamen Veränderungen des Erstattungsanspruchs aus dem Schuldbeitritt, den nicht zahlungswirksamen Effekten aus der aktienbasierten Vergütung und der Erhöhung der bezahlten Ertragsteuern. Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit ist von 21,6 Mio. € in 2016 auf 13,4 Mio. € in 2017 zurückgegangen. Dies resultiert in erster Linie aus einem Rückgang der Auszahlungen aus dem Kauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen in Höhe von 5,5 Mio. €. Im Vorjahr gab es eine außerordentliche Zahlung von 10,9 Mio. € zur Klärung bestimmter IP Rechte. Bereinigt um diese außerordentliche Zahlungen sind die Auszahlungen aus dem Kauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen aufgrund der nachfragebedingten Erweiterung der Produktionskapazitäten um 5,4 Mio. € angestiegen. Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit betrug im Berichtsjahr 121,6 Mio. € im Vergleich zu -1,2 Mio. € des Vorjahres. Wesentlicher Effekt sind hierbei die Erlöse aus dem in 2017 getätigten Börsengang in Höhe von 150,5 Mio. € Und den verrechneten Kosten aus dem Börsengang in Höhe von 1,5 Mio. €. Des Weiteren sind die Zahlungen aus dem Schuldbeitritt bezüglich der Pensionsverpflichtungen in Höhe von 11,2 Mio. € enthalten. Hieraus ergibt sich ein Stand der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. Dezember 2017 von 138,5 Mio. € im Vergleich zu 12,3 Mio. € zum 31. Dezember 2016. 4 Forschung und EntwicklungFür den VARTA AG Konzern ergab sich für das Geschäftsjahr 2016 ein Forschungs- und Entwicklungsaufwand in Höhe von 12,3 Mio. € (im Vorjahr 10,8 Mio. €). Daraus resultiert eine F&E-Aufwandsquote von 5,1% im Verhältnis zum Umsatz im Vergleich zu 5,4% im Vorjahr. Segment MicrobatteriesDie Ausrichtung auf Technologieführerschaft war durch die schwerpunktmäßige Weiterentwicklung des Knowhows im Bereich der Zink-Luft-Batterien für Hörgeräte (Produktgruppe "Healthcare") und wiederaufladbare Lithium-Ionen Knopfzellen, sogenannte Coin Power Batterien in der Produktgruppe "Entertainment and Industrial", gekennzeichnet. Dabei standen vor allem die weitere Steigerung der Kapazitätswerte, die Evaluierung und Qualifizierung neuer Materialien für die Coin Power Batterien, die Weiterentwicklung der quecksilberfreien Zink-Luft-Batterien, der Einsatz von günstigen Rohstoffen und die Entwicklung von effizienteren Fertigungsverfahren im Vordergrund. Für wiederaufladbare Hörgeräte wurde die Entwicklung einer neuen Version der Lithium-Ionen-Zellen mit erneut gesteigerter Kapazität gestartet. Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand betrug für das Segment Microbatteries von Januar bis Dezember 2017 insgesamt 9,6 Mio. € (im Vorjahr 8,4 Mio. €). Damit ergab sich eine F&E-Aufwandsquote von 4,7% zum Umsatz (im Vorjahr 4,7%). Die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten belaufen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 auf 0,6 Mio. €. Die Aktivierungsquote beträgt 8,3% (i.Vj. 15,5%).Im Bereich Microbatteries handelte es sich vor allem um die Entwicklung von kleineren und leistungsfähigeren Knopfzellen. Segment Power & EnergyDer Ausbau der Position im Markt für Lithium-Ionen-Heimspeicher war durch die Weiterentwicklung des Produktportfolios gekennzeichnet. Dabei stand die Markteinführung der Produktreihe VARTA Pulse in der DACH-Region im Fokus. Parallel zu dieser Entwicklung wurde die Element-Reihe um eine Version mit 13 kWh ergänzt. Des Weiteren ist für alle Produktreihen (VARTA One, VARTA element, VARTA pulse) nun möglich, bis zu fünf Systeme zu einem Gesamtsystem zu koppeln und dadurch die Energie und Leistung zu vervielfachen. Um die Produktreihe VARTA Pulse für die Auslandsmärkte Italien und Australien vorzubereiten, wurden in der Berichtsphase die entsprechenden länderspezifischen Netzanschlußrichtlinien sowie ein externes Netz-Interface implementiert. Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand im Segment Power & Energy lag im Geschäftsjahr 2017 mit 2,7 Mio. € leicht über dem Vorjahr (im Vorjahr 2,4 Mio. €). Damit ergab sich eine F&E-Aufwandsquote von 7,1% zum Umsatz (im Vorjahr 6,9%). Die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten belaufen sich in 2017 auf 0,2 Mio. € (im Vorjahr 0,5 Mio. €). Die Aktivierungsquote beträgt 51,9 % (i.Vj. 70,8%). Hierbei handelte es sich primär um Produkt- & Produktionsprozessentwicklung für Großspeicher flex storage sowie Entwicklung von verschiedenen Speichersystemen im Bereich Residential. 5 Investitionen ohne M&A (CAPEX)Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden im Konzern als CAPEX bezeichnet. Dies stellt eine wichtige Steuerungsgröße von produzierenden Wachstumsunternehmen dar. Die Investitionen betragen insgesamt 17,0 Mio. € im Vergleich zu 22,5 Mio. € im Vorjahr. Davon betragen Investitionen in das Sachanlagevermögen 19,2 Mio. € (im Vorjahr: 12,5 Mio. €) und Investitionen in immaterielle Vermögenswerte 2,2 Mio. € (im Vorjahr: 2,4 Mio. €). In den Investitionen sind 3,5 Mio. € aus selbsterstellen Entwicklungskosten enthalten. Des Weiteren wurden im laufenden Geschäftsjahr 0,8 Mio. € der Verbindlichkeiten aus Anlagevermögen bezahlt. Bei den Auszahlungen aus dem entgeltlichen Erwerb von immateriellen Vermögenswerten handelt es sich im Wesentlichen um den Erwerb eines Markenrechtes im Vorjahr. Der wesentliche Teil der Investitionen in das Sachanlagevermögen diente der nachfragebedingten Erweiterung der Produktionskapazitäten bei Lithium-Ionen-Knopfzellen sowie bei Zink-Luft-Batterien. Weiterhin sind in regelmäßigen Abständen Ersatzinvestitionen zur Erneuerung der Produktionsanlagen, zur Entwicklung neuer Produkte sowie für qualitätssichernde Maßnahmen notwendig. 6 Ertragslage SegmenteDie Segmentinformationen des VARTA AG Konzerns werden auf Basis der Feststellungen des Managements für die Segmente Microbatteries und Power & Energy veröffentlicht. scroll
Der Umsatz im Segment Microbatteries ist im Geschäftsjahr 2017 von 177,4 Mio. € auf 203,6 Mio. € gestiegen. Dies entspricht einem Umsatzwachstum von 14,8 % im Vergleich zum Vorjahr. Das Umsatzwachstum resultiert insbesondere aus dem Wachstum der Zink-Luft-Batterien für den Markt der Hörgeräte. Im strukturell wachsenden Markt für Hörgeräte-Batterien wurde die marktführende Position weiter ausgebaut. Zudem hat die hohe Nachfrage nach kabellosen Entertainment-Produkten wie Headsets oder anderen Wearables zu einer deutlichen Umsatzsteigerung der wieder-aufladbaren Lithium-Ionen-Batterien geführt. Das EBITDA ist von 33,7 Mio. € auf 43,7 Mio. € angestiegen, was einer Steigerung um 29,7 entspricht. Die Ergebnissteigerung ist auf das profitable Umsatzwachstum sowie den unterproportionalen Anstieg der Kosten durch die Skalierung unseres Geschäftsmodells zurückführen. Daraus resultiert eine EBITDA Marge von 21,5% im Verhältnis zum Umsatz im Vergleich zu 19,0 % in 2016. scroll
Im Segment Power & Energy ist der Umsatz von 34,6 Mio. € auf 37,7 Mio. € angestiegen. Dies entspricht einem Umsatzwachstum von 9,0%. Die Umsatzsteigerung ist vor allem auf die sehr erfolgreiche Entwicklung der stationären Energiespeicher für Privathaushalte zurückzuführen. Das EBITDA hat sich von -3,9 Mio. € in 2016 auf -4,4 Mio. € in 2017 um 12,8 % negativ entwickelt. Das Jahr 2017 war vor allem durch Vorlaufkosten für kundenspezifische Projekte geprägt. Das EBITDA ist insbesondere von der Umsetzung kundenspezifischer Projekte für Batteriepacks abhängig. Für viele Projekte ist die Entwicklungsphase mit den Kunden abgeschlossen, woraus Umsatzerlöse in den Folgejahren erwartet werden. Weiterhin beeinflusst der fortlaufende Aufbau der Produktionskapazitäten im Wesentlichen für Batteriepacks das EBITDA. Hieraus ergibt sich eine EBITDA Marge von -11,7% im Vergleich zu -11,3% im Vorjahr. Weitere Details zur Segmentberichterstattung finden sich im Konzernanhang im Kapitel 6. 7 Angaben zur VARTA AGDer Lagebericht der VARTA AG und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2017 sind nach §315 Abs. 3 HGB in Verbindung mit §298 Abs. 3 HGB zusammengefasst. Der Jahresabschluss und der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns werden zeitgleich im Bundesanzeiger offengelegt. Beschreibung der GesellschaftDie VARTA AG ist eine Holdinggesellschaft, die ausschließlich Aufgaben zur Steuerung des Konzerns sowie der beiden operativen Tochtergesellschaften wahrnimmt. Die nachfolgenden Zahlen und Erläuterungen beziehen sich auf den nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetztes aufgestellten Jahresabschluss der VARTA AG. ErtragslageIm Geschäftsjahr 2017 wurden Umsatzerlöse in Höhe von 850 T€ (2016: 25 T€) erwirtschaftet. Diese resultieren im Wesentlichen aus Weiterbelastungen gegenüber verbundenen Unternehmen und umfassen vor allem erbrachte Servicedienstleistungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 10.895 T€ in 2017 (2016: 4.003 T€) und umfassen größtenteils die Aufwendungen für den Börsengang in Höhe von 8.116 T€. Bei den Kosten für den Börsengang handelt es sich vor allem um Aufwendungen für die Durchführung der offiziellen Platzierung der VARTA AG Aktie im Prime Standard der Frankfurter Börse, wie z.B. Rechts- und Beratungskosten, Bankgebühren und Aufwendungen für Investor Relations. Im Geschäftsjahr 2017 waren neben dem Vorstand drei Mitarbeiter bei der VARTA AG beschäftigt. Im Vorjahr sind Aufwendungen nur in der zweiten Jahreshälfte angefallen. Aus diesem Grunde ist der Personalaufwand von 542 T€ in 2016 auf 1.917 T€ in 2017 angestiegen. Die Abschreibungen haben sich von 378 T€ auf 935 T€ erhöht, da der Erwerb der immateriellen Vermögensgegenstände im Vorjahr unterjährig erfolgte. Der Rückgang des Zinsergebnisses von 478 T€ auf 405 T€ ist auf Verschiebungen innerhalb des Zinsergebnisses aufgrund der Umstellung der Finanzierungsstruktur innerhalb des VARTA AG Konzerns zurückzuführen. Aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der VARTA Microbattery GmbH resultieren Erträge in Höhe von 28.583 T€. Gegenläufig werden Aufwendungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der VARTA Storage in Höhe von 4.882 T€ verrechnet. Hieraus ergibt sich ein Anstieg der Erträge aus der Ergebnisabführung von 10.796 T€ in 2016 auf 23.701 T€ in 2017. Insgesamt ergibt sich ein Bilanzgewinn von 8.182 T€ im Vergleich zu 1.242 T€ im Vorjahr. Die Veränderung resultiert hauptsächlich aus den Erträgen aus der Ergebnisabführung. Gewinn- und Verlustrechnung der VARTA AG für das Geschäftsjahr 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017scroll
Vermögens- und FinanzlageDas Anlagevermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 23.049 T€ von 36.143 T€ in 2016 auf 59.192 T€ zum 31. Dezember 2017 erhöht, was hauptsächlich auf den Anstieg der Finanzanlagen von 30.614 T€ auf 54.542 T€ zurückzuführen ist. Dieser Anstieg resultiert aus der Ausgabe von Ausleihungen an Tochtergesellschaften. Im Frühjahr 2017 hat die VARTA AG die Finanzierungsfunktion für den VARTA AG Konzern übernommen. In diesem Zusammenhang wurden bestehende Finanzierungen der operativen Tochtergesellschaften zurückgeführt. Anschließend hat die VARTA AG Ausleihungen in Höhe von 23.968 T€ an verschiedene Tochtergesellschaften ausgereicht. Die im Vorjahr von einem verbundenen Unternehmen erworbenen aktivierten Entwicklungskosten werden als Immaterielle Vermögensgegenstände ausgewiesen. Das Umlaufvermögen ist um 138.260 T€ von 19.592 T€ in 2016 auf 157.852 T€ zum 31. Dezember 2017 angestiegen. Dieser Anstieg resultiert insbesondere aus Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten, welche durch die Erlöse aus dem Börsengang um 122.113 T€ von 1.136 T€ in 2016 auf 123.249 T€ zum 31. Dezember 2017 zugenommen haben. Des Weiteren haben sich die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 16.146 T€ von 18.457 T€ in 2016 auf 34.603 T€ zum 31. Dezember 2017 erhöht, was insbesondere aus den Forderungen gegen verbundene Unternehmen aufgrund der Ergebnisabführung resultiert. Das Eigenkapital hat sich insgesamt um 157.441 T€ von 38.342 T€ in 2016 auf 195.783 T€ zum 31. Dezember 2017 erhöht. Die Kapitalrücklage ist aufgrund der beim Börsengang erzielten Emissionserlöse um 141.901 T€ angestiegen. Des Weiteren konnten beim Börsengang am 19. Oktober 2017 8.600.000 neue Aktien zum Handel zugelassen werden. Hierdurch erhöhte sich das Gezeichnete Kapital um 8.600 T€ von 29.600 T€ in 2016 auf 38.200 T€ zum 31. Dezember 2017. Die Rückstellungen sind um 2.254 T€ von 2.206 T€ in 2016 auf 4.460 T€ zum 31. Dezember 2017 angestiegen. Der Anstieg ist insbesondere auf höhere Steuerrückstellungen und Sonstige Rückstellungen aus Verpflichtungen für Personalaufwendungen zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten haben sich um 1.482 T€ von 13.000 T€ in 2016 auf 14.482 T€ zum 31. Dezember 2017 erhöht, was hauptsächlich auf den Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen ist. Bilanz der VARTA AG zum 31. Dezember 2017scroll
Risiken und ChancenDie Geschäftsentwicklung der VARTA AG hängt maßgeblich von den Risiken und Chancen des VARTA AG Konzerns ab, die bereits im zusammengefassten Lagebericht des VARTA AG Konzerns beschrieben werden. Es besteht das Risiko, dass die Beteiligungen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen in ihrer Werthaltigkeit beeinträchtigt sind. Dies wird mindestens einmal jährlich überprüft. Ein Wertminderungsbedarf wurde im Geschäftsjahr 2017 nicht identifiziert. Darüber hinaus ist auf die Risiken aus Altlasten hinzuweisen, die bei der VARTA AG bestehen. Die ehemaligen Grundstücke der VARTA AG bzw. ihrer ehemaligen Tochtergesellschaften dienten überwiegend als Produktionsstätten für die Batterieherstellung und weisen branchentypische Altlasten auf. Eine Käuferin aller ausländischen sowie einer inländischen Beteiligung, hat diese Risiken und mögliche in der Zukunft auftretende Risiken übernommen und die VARTA AG von diesen Risiken freigestellt; im Außenverhältnis besteht die Haftung der VARTA AG jedoch weiterhin fort. Ein mit der Käuferin verbundenes Unternehmen hat diese Freistellung mit einer abgegebenen Garantie in Höhe von 20 Mio. € mit einer Laufzeit bis 2031 zusätzlich abgesichert. Diese Risiken hat die VARTA AG bewertet und geht unter Berücksichtigung der vertraglichen Erstattungsansprüche davon aus, dass mit einer Inanspruchnahme aus der Haftung nicht zu rechnen ist. Erst wenn die oben beschriebenen Risiken das Deckungspotential der Käuferin und der Garantiegeberin übersteigen oder diese ihre vertraglichen Verpflichtungen nicht erfüllen können, wird die VARTA AG entsprechend belastet. AusblickDie Erwartungen für die VARTA AG hinsichtlich ihrer finanziellen und nicht finanziellen Indikatoren sowie dem Risikoprofil entsprechen im Wesentlichen (aufgrund Ihrer Bedeutung im Konzern und den Verflechtungen der Konzerngesellschaften) den Prognosen des VARTA AG Konzerns, die ausführlich im Prognose-, Risiko- und Chancenbericht des zusammengefassten Lageberichts beschrieben werden. Die wirtschaftliche Entwicklung des Ergebnisses der VARTA AG hängt maßgeblich von den Ergebnisbeiträgen ihrer operativen Tochtergesellschaften ab, die der VARTA AG über die bestehenden Ergebnisabführungsverträge zufließen. Die prognostizierte Entwicklung der operativen Tochtergesellschaften impliziert, auch im Einklang mit den Erwartungen auf VARTA AG Konzernebene, unter Berücksichtigung des Sondereffektes in 2017 (Aufwendungen des Börsengangs) eine sehr deutliche Ergebnissteigerung. 8 MitarbeiterDie erfolgreiche Entwicklung der Gruppe basiert auf der Kompetenz und den Fähigkeiten der Mitarbeiter sowie der Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen und stellt für die VARTA AG einen bedeutsamen nicht finanziellen Indikator da. Neben der Ausbildung junger Mitarbeiter sorgen Fortbildungen und Schulungen für ein hohes Kompetenzniveau. Der Konzern ist an engagierten und motivierten Mitarbeitern interessiert, die in einem starken Team die Innovation des Unternehmens vorantreiben möchten. Die Mitarbeiter zeichnen sich durch eine sehr hohe Leistungsbereitschaft sowie Loyalität aus. Der Konzern legt großen Wert auf nachhaltige Personalpolitik um damit Effizienz und Zufriedenheit zu steigern. Aus diesem Grunde haben wurde im letzten Jahr ein neues Arbeitszeitmodell als Reaktion auf die erhöhte Nachfrage in der Produktion entwickelt. Es soll sichergestellt werden, dass sich Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen binden und sich anhand gemeinsamer Unternehmensziele mit diesem identifizieren. Durch langjährige durchschnittliche Betriebszugehörigkeit innerhalb des Unternehmens bringen die Mitarbeiter exzellente Fachkenntnisse ihres Aufgabengebietes mit. Weiterhin sichert eine ausgeglichene Altersstruktur einen gesunden Knowledge Transfer zwischen den Generationen ab. Insgesamt wird auf die Ausgewogenheit der Belegschaft geachtet. In einer Kultur der Wertschätzung sollen Frauen wie Männer ihre beruflichen Ziele verwirklichen können. Hierzu gehört auch ein angemessener Frauenanteil. Die Gesellschaft hat deshalb mit Beschluss vom 14. November 2016 eine Zielgröße von 30% für die ersten beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstandes festgelegt. Dieser Beschluss ist nur für die VARTA AG gültig. Derzeit liegt die Frauenquote der VARTA AG bei 66%. Für den Vorstand und Aufsichtsrat ist die Zielgröße null Prozent. Als verantwortungsbewusster Arbeitgeber stellen Arbeitssicherheit und Gesundheit wichtige Säulen für die Beschäftigung dar. Weiterhin zeichnet sich die Unternehmenskultur im Konzern durch Offenheit und gegenseitige Wertschätzung aus. ArbeitgeberattraktivitätDurch gezielte Maßnahmen wird versucht, die Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden. Durch den erfolgten Börsengang gibt es zukünftig die Möglichkeit, für Führungskräfte und High Potentials, an einem Aktienoptionsprogramm teilzunehmen. Die Führungskräfte des Konzerns treffen sich außerdem jährlich in einer Führungskräftetagung. Weiterhin werden gezielte Initiativen für die Weiterentwicklung der Auszubildenden innerhalb des Unternehmens gefördert. Die Anzahl der Mitarbeiter der gesamten Gruppe erhöhte sich von 2.047 (in 2016) auf 2.171 zum 31. Dezember 2017. In Summe verteilten sich die Mitarbeiter zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 wie folgt: scroll
9. VergütungsberichtDer Vergütungsbericht richtet sich nach den Erfordernissen des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB), der deutschen Rechnungslegungsstandards sowie der International Financial Reporting Standards (IFRS) und nach Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK), soweit der Aufsichtsrat in seiner Entsprechenserklärung keine Abweichung erklärt hat. Der Bericht erläutert sowohl die Höhe als auch die Struktur der Vorstandseinkommen. Darüber hinaus werden die Grundsätze und die Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben. Nach dem Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 06. Oktober 2017 wird auf die nach § 285 S. 1 Nr. 9 Buchstabe a) Satz 5ff. HGB und § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a) Satz 5ff. HGB geforderte individualisierte Angabe der Bezüge der Vorstandsmitglieder verzichtet. VorstandDie Festlegung und regelmäßige Überprüfung der Vorstandsvergütung ist eine Aufgabe des Aufsichtsratsplenums. Nach den Empfehlungen des DCGK besteht die Vergütung der Vorstandsmitglieder aus festen und variablen Bestandteilen. Daneben besteht eine aktienbasierte Vergütungskomponente, welche von der Muttergesellschaft VGG GmbH (Wien) ausgegeben wird. Die Gewährung von Barausgleichszahlungen oder Optionen zum Erwerb von VARTA Stammaktien erfolgt hier grundsätzlich über die VGG GmbH (Wien) und war in der Erdienungsperiode an bestimmte Bedingungen im Zusammenhang mit dem Börsengang der VARTA AG geknüpft. Im Berichtsjahr wurden in diesem Zusammenhang insgesamt 3,6 Mio. € im Konzernabschluss der VARTA AG als Personalaufwand gegen Kapitalrücklage erfasst. Alle Vergütungsbestandteile sind im Einzelnen und in ihrer Gesamtheit angemessen. Die Vorstandsvergütung enthält variable Komponenten, die auf einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage basieren. Der Aufsichtsrat befasst sich mit der Angemessenheit und Üblichkeit der Vorstandsvergütung und berücksichtigt sämtliche in § 87 AktG und Ziffer 4.2.2 Sätze 4 und 5 DCGK aufgeführte Kriterien, wie z. B. die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung sowie die wirtschaftliche Lage, den Erfolg und die Zukunftsaussichten der VARTA AG. Feste BezügeDie festen Bezüge setzen sich aus einer Grundvergütung, die monatlich in zwölf Raten als Gehalt ausgezahlt wird sowie sonstigen Bezügen zusammen. Die sonstigen Bezüge bestehen im Wesentlichen aus der Nutzung eines Dienstfahrzeuges und Versicherungsleistungen. Des Weiteren übernimmt die VARTA AG die Prämien für eine D&O-Versicherung. Den Selbstbehalt von 10% des Schadens bis zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung tragen die Vorstände persönlich. Variable BezügeDie variablen Bezüge des Vorstands bestehen aus variablen Barbezügen. Die variablen Barbezüge richten sich maßgeblich an der Zielerreichung der Ergebnisgrößen EBIT/EBITDA. Die jährlichen Konzernziele zur Bemessung der variablen Barkomponente beschließt der Aufsichtsrat. Dieser stellt auch die Zielerreichung fest. Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2017 insgesamtDie Bezüge für die im Geschäftsjahr 2017 benannten Vorstandsmitglieder der VARTA AG betragen insgesamt 1.612 T€ (2016: 946 T€). Davon entfallen auf feste Bestandteile einschließlich der sonstigen Bezüge 610 T€ (2016: 186 T€). Auf die variablen Bestandteile entfallen 1.002 T€ (2016: 760 T€). Die Dienstverträge der Vorstandmitglieder sehen für den Fall der Beendigung des Dienstverhältnisses aufgrund eines Kontrollwechsels keine festen sonstigen Vergütungen vor. Bei vorzeitiger Beendigung des Dienstvertrages durch die Gesellschaft ohne wichtigen Grund kann jedoch eine freiwillige Vergütung vereinbart werden. Diese wurde jedoch durch einen Abfindungs-Cap in Höhe von zwei Jahresvergütungen gedeckelt. AufsichtsratDie Vergütung des Aufsichtsrats wurde von der Hauptversammlung beschlossen und ist in § 15 der Satzung der VARTA AG niedergelegt. Satzungsgemäß erhält jedes Aufsichtsratsmitglied der VARTA AG neben dem Ersatz seiner angemessenen Auslagen eine feste zahlbare Vergütung. Damit entspricht die Vergütungsstruktur für den Aufsichtsrat der VARTA AG der Empfehlung in Ziffer 5.4.6 des DCGK zur Aufsichtsratsvergütung in der Fassung vom 7. Februar 2018. Der DCGK empfiehlt in Ziffer 5.4.6 außerdem, den Vorsitz und stellvertretenden Vorsitz im Aufsichtsrat sowie den Vorsitz und die Mitgliedschaft in den Ausschüssen bei der Vergütung zu berücksichtigen. Dementsprechend sieht die Satzung der VARTA AG, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats und der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats neben dem Ersatz ihrer Auslagen jeweils eine feste jährliche Vergütung erhalten. Damit ist auch die Übernahme von Mitgliedschaften in Ausschüssen und Vorsitzen in Ausschüssen abgegolten. Die Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nicht während eines vollen Geschäftsjahres angehört haben, erhalten die sich ergebende Vergütung zeitanteilig in Höhe eines Zwölftes für jeden angefangen Monat ihrer Tätigkeit. Aufsichtsratsvergütung für das Geschäftsjahr 2017 (2016) insgesamtFür das Berichtsjahr 2017 erhielt der Aufsichtsrat eine Vergütung in Höhe von 165 T€ (2016: 89 T€). In dieser Summe sind die Erstattungen der jedem Aufsichtsratsmitglied erwachsenden Auslagen sowie die auf seine Bezüge und den Auslagenersatz entfallene Umsatzsteuer enthalten. Die Prämie der für die Mitglieder des Aufsichtsrats abgeschlossenen D&O-Versicherung wird in von der Gesellschaft getragen. Außerdem wurden Beratungsleistungen und sonstige Leistungen in Höhe von 122 T€ (2016: 0 T€), insbesondere bezüglich der Unterstützung des Börsenganges, vergütet. Aufsichtsratsvergütung für das Geschäftsjahr 2017 (2016) individualisiertscroll
SonstigesEinem Vorstandsmitglied wurde ein Reisekostenvorschuss in Höhe von 5 T€ gewährt. Abgesehen vom bestehenden Fahrzeugleasingvertrag zu üblichen Konditionen wurden keinen Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats der VARTA AG oder von Tochtergesellschaften weitere Kredite und Vorschüsse gewährt, noch wurden zu ihren Gunsten Haftungsverhältnisse eingegangen. 10. UmweltschutzDas Umweltmanagementsystem der Gesellschaft wird durch den TÜV im Rahmen des Audits nach ISO 14001 überwacht. Seit 2006 wird eine konsequente Trennung und Verwertung von Abfällen statt deren Beseitigung durchgeführt. Die gesetzlichen Auflagen zum Emissionsschutz wurden erfüllt. Das am Standort Ellwangen eingerichtete Grundwasser-Monitoring wurde im Berichtsjahr fortgeführt. 11 Prognose-, Chancen und Risikobericht11.1 Chancen- und RisikomanagementsystemZur frühzeitigen Erkennung und Bewertung von Risiken sowie zum Umgang mit bestehenden Risiken hat die Gesellschaft Steuerungs- und Kontrollmaßnahmen eingerichtet, die in einem Risikofrüherkennungs-, internen Kontroll- sowie Risikomanagementsystem verankert sind. Das Risikomanagementsystem wird gesammelt auf Konzernebene beurteilt und fokussiert auf operative, finanzielle, strategische und sonstige Risiken. Hierbei werden die Risiken anhand einer intern vorhandenen Risikomatrix als gering, mittel oder hoch eingeordnet (siehe Matrix unten aufgeführt). Es wird keine Risikoquantifizierung zur Einschätzung von rechtlichen und Compliance-Risiken vorgenommen, gleichwohl werden diese Risiken angemessen berücksichtigt. Als produzierendes Unternehmen wird auf externe Faktoren wie z.B. Rohstoffpreise geachtet, die das Ergebnis negativ beeinflussen könnten. Ebenso müssen interne Prozesse aufgrund der wachsenden Unternehmensgröße laufend optimiert werden. Chancen werden im technologischen Fortschritt kabelloser Geräte gesehen. Insgesamt wird die Risiko-Situation als beherrschbar eingeschätzt. Wesentlicher Baustein des Systems ist ein strategisch ausgerichtetes Planungssystem, eine jährliche Budgetplanung, die mehrfach innerhalb des laufenden Jahres überarbeitet und an die aktuellen Erkenntnisse angepasst wird, monatliche Plan-Ist-Berichte sowie die frühzeitige und regelmäßige Kommunikation von Risiken und Chancen. Unterstützt wird dieses Risiko-Management durch regelmäßige Sitzungen des Managements, in denen ausführlich Chancen und Risiken der Geschäftsentwicklung analysiert und erörtert werden. 11.2 Gesamtbeurteilung der Chancen- und Risikolage durch den VorstandDer Finanzvorstand trägt die Verantwortung für das Chancen- und Risikomanagement, das integraler Bestandteil der Unternehmensführung ist. Nach der Einschätzung des Vorstandes sind die im Folgenden beschriebenen Risiken zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beherrschbar. Im Einzelnen sind keine bestandsgefährdenden Risiken zu erkennen. Zugleich besteht die Überzeugung, dass der Konzern strategisch und finanziell gut aufgestellt ist, um sich bietende Chancen zu nutzen. Daneben betreibt der Konzern ein konzernweites Risikomanagement, das im Einklang mit den gesetzlichen Anforderungen gemäß §91 Abs. 2 AktG steht. Der Chancen- und Risikobericht beinhaltet die Identifikation, Bewertung, Steuerung und Überwachung von Kernrisiken. Zu diesen Risiken zählen alle Sachverhalte, die eine signifikante Bedrohung der Erfolgsfaktoren darstellen und eine materielle Auswirkung auf die Ergebnis- oder Liquiditätssituation haben können. Sie lassen sich anhand ihres Schadenserwartungswertes einzelner Risikoklassen zuordnen (groß, mittel, gering). Der Schadenserwartungswert wird im Rahmen eines Regelprozesses gruppenweit einheitlich gemessen und setzt sich aus der Kombination von Eintrittswahrscheinlichkeit und dem zu erwartenden Effekt des Schadenausmaßes auf das Konzernergebnis zusammen. Für jeden Geschäftsbereich gibt es einen Risikoverantwortlichen, der die Risikosituation seines Bereiches dezentral steuert und an das Group Risk Management berichtet. Innerhalb einzelner Geschäftsbereiche gibt es Verantwortliche (Risk Owner) für die verschiedenen Risikobereiche, die an den jeweiligen Risikoverantwortlichen des Geschäftsbereiches berichten. Um eine enge Verzahnung mit operativen und finanzwirtschaftlichen Fragestellungen sicherzustellen, ist das Risikomanagement im Zentralbereich "Corporate Controlling" angesiedelt. Das Risikomanagement wird in regelmäßigen Abständen auf Effektivität geprüft und möglicherweise verbessert. 11.3 Internes KontrollsystemEin wichtiger Teil des Risikomanagements stellt das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikosystem des VARTA AG Konzerns dar. Demnach werden unter dem internen Kontrollsystem die vom Management eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die auf die organisatorische Umsetzung von Führungsentscheidungen zur Sicherung von Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit zur Ordnungsmäßigkeit bzw. Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie zu Einhaltung der für die VARTA AG-Gruppe maßgeblichen Vorschriften gerichtet sind. In den einzelnen Konzerngesellschaften ist ein den jeweiligen Verhältnissen angemessenes internes Kontrollsystem implementiert, das kontinuierlich weiterentwickelt wird. Im Rechnungswesen besteht das Prinzip der Funktionstrennung. Es gibt konzernweit einheitliche Bilanzierungsrichtlinien. Weiterhin ist das Rechnungswesen weitestgehend am Standort in Ellwangen zentralisiert. Der Finanzvorstand trägt die Verantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess. 11.4 RisikosituationAus der Gesamtheit der identifizierten Chancen und Risiken werden nachfolgend jene Bereiche dargestellt, die aus heutiger Sicht die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Prognosezeitraum in wesentlichem Umfang positiv oder negativ beeinflussen können. Gemäß der oben erwähnten Bewertung nach erwarteter Schadenshöhe in Bezug auf das Konzernergebnis wird für die folgenden Risiken die entsprechende Klassifizierung des Schadenerwartungswerts des Risikos angegeben, der nach Ergreifen von Gegenmaßnahmen verbleibt (z.B. Schadenserwartung: mittel). Die Risikosituation stellt sich für den VARTA AG Konzern wie folgt dar: scroll
11.5 Operative RisikenProduktions- und Logistikrisiken wie auch Gefährdungen der Arbeitssicherheit und des Umweltschutzes werden durch umfassende Verfahrens- und Kontrollvorgaben begrenzt. Zusätzlich besteht ein risikoadäquater Versicherungsschutz. Beschaffungsrisiken, vor allem bei wichtigen Rohstoffen und Komponenten, werden durch permanente Marktbeobachtungen, durch eine langfristig angelegte und auf Qualität setzende Zusammenarbeit mit Lieferanten sowie durch den Bezug strategischer Komponenten von mehreren Lieferanten minimiert. Zusätzlich werden auf Basis des Budgets des jeweiligen Geschäftsjahres Sicherungsgeschäfte für den Bezug von Nickel als einem der wertmäßig wichtigsten Rohstoffe abgeschlossen. Dem anhaltenden Preisdruck insbesondere der asiatischen Wettbewerber begegnet die Gesellschaft durch technologisch führende und innovative Produkte, die in hoher Qualität zu wettbewerbsfähigen Kosten hergestellt werden. Einzigartig ist die Umsetzung von neuen Batterie-Technologien in eine Massenproduktion. Die zentrale IT des Konzerns ist weltweit für alle Informationssysteme und Berechtigungen der Anwender zuständig. Die IT-Landschaft ist global sehr einheitlich und wenig fragmentiert. Hierbei wird mit wachsender Unternehmensgröße der nahtlose Zugriff auf relevante Daten, Systeme und technische Möglichkeiten für die Mitarbeiter gewährt. Die IT überwacht kontinuierlich den Systembetrieb, überprüft regelmäßig die bestehende Berechtigungen der einzelnen Anwender, und passt gegebenenfalls die Zugriffsrechte auf die einzelnen Systeme an. Aus diesem Grunde schätzen wir das Risiko im IT-Bereich auch als beherrschbar ein. 11.6 Strategische Risiken und MarktrisikenDas Produkt-Portfolio trägt zu einer erfolgreichen Positionierung gegenüber den Wettbewerbern bei. Die VARTA AG-Gruppe steht für hohe Qualität, Zuverlässigkeit und Sicherheit. Insbesondere die Technologie- und Innovationsführerschaft ist eine unserer wesentlichen Stärken. Durch unseren Fokus auf Forschung und Entwicklung sowie durch ein großes Netzwerk an Forschungspartnern ist der Konzern exzellent aufgestellt, um den technologischen Fortschritt des relevanten Industriebereiches mitzugestalten. Die Einschränkung durch mögliche Ersatztechnologien wird sehr genau beobachtet. Mittelfristig werden keine wesentlichen Auswirkungen von möglichen Ersatztechnologien auf das Kerngeschäft des Konzerns gesehen. Es besteht eher die Chance, die technologische Entwicklung in den Geschäftssegmenten mitgestalten zu können. Dennoch müssen in einem stark wachsenden und innovativen Umfeld natürlich zu jedem Zeitpunkt die richtigen Entscheidungen für das Unternehmen getroffen werden, um entsprechend langfristig und erfolgreich am Markt bestehen zu können. Trotz der externen Natur der meisten Risiken müssen strategische Risiken rechtzeitig erkannt und entsprechend darauf reagiert werden. Zur frühzeitigen Erkennung der Risiken wird das Markt- und Wettbewerbsumfeld permanent beobachtet. Das mögliche Ausmaß der Risiken bemisst sich maßgeblich an der Größe des Absatzvolumens. Je nach Ausprägung werden produktspezifische und gegebenenfalls regional unterschiedliche Maßnahmen ergriffen. Das Geschäft ist bezüglich der geographischen Verteilung der Absatzmärkte, Geschäftsfelder und Endmärkte stark diversifiziert. Kein Kunde trägt mehr als 15 Prozent zum Konzernumsatz bei. 11.7 Finanzielle und Ausfall RisikenDurch das internationale Vertriebsgebiet und den weltweiten Einkauf von Rohstoffen und Komponenten entstehen Fremdwährungsrisiken für den Konzern. Diese Risiken wurden im Berichtsjahr eingehend analysiert und bewertet. Die sich innerhalb der Gruppe aus dem Budget 2017 ergebenden Exposures der "Hauptwährungen" USD und SGD wurden durch Devisentermingeschäfte überwiegend abgesichert und dem Risiko dadurch adäquat begegnet. Den Termingeschäften stehen geplante operative Zahlungsströme in zumindest vergleichbarer Höhe gegenüber. Die Effektivitätsmessungen erfolgen quartalsweise für die in Zukunft fällig werdenden Sicherungsinstrumente. Die Sicherungsgeschäfte werden sowohl prospektiv als auch retrospektiv auf ihre Wirksamkeit untersucht. Im Übrigen verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Anhang. Geldanlagen und derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich mit Geldinstituten von guter Bonität abgeschlossen. Für Kreditbeziehungen aus Lieferungen und Leistungen werden weitestgehend Kreditversicherungen zur Minimierung des Ausfallrisikos abgeschlossen. Ferner werden zur Bonitätsbeurteilung von Kunden und zur Vermeidung von Zahlungsausfällen Kreditauskünfte eingeholt und historische Daten aus der bisherigen Geschäftsbeziehung, insbesondere zum Zahlungsverhalten, berücksichtigt. Dafür ist ein umfassendes Debitorenmanagement eingerichtet. Soweit bei den einzelnen finanziellen Vermögenswerten Ausfallsrisiken erkennbar sind, werden diese entsprechend wertberichtigt. Weitere Risiken, die sich aus dem geschäftsüblichen Zahlungsverkehr oder durch mögliche Steuernachzahlungen ergeben, werden als gering eingeschätzt. Die Werthaltigkeit der immateriellen Vermögenswerte, insbesondere die Entwicklungsleistungen in den Geschäftssegmenten wird regelmäßig überprüft. Die Werthaltigkeit der immateriellen Vermögenswerte basiert auf der Langfristplanung der jeweiligen Geschäftssegmente zum gegenwärtigen Zeitpunkt. Verbleibende Restrisiken sind als unwesentlich anzusehen. 11.8 Chancen der künftigen EntwicklungBezüglich der weiteren Entwicklung der VARTA AG Konzern ist neben den insgesamt positiven gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen die Entwicklung der für den Konzern relevanten Märkte für Batterieanwendungen von entscheidender Bedeutung. Ein Erfolgsfaktor ist die zentralisierte und EDV-gestützte Planung und Steuerung der weltweiten Warenströme. Dadurch ist der Konzern in der Lage, gesellschafts- und länderübergreifend die Warenströme zu optimieren. Mit dem weiteren Ausbau eines Fertigungsstandortes in Osteuropa besteht eine weitere Möglichkeit, die Flexibilität durch kürzere Lieferwege bei gleichzeitiger Kostenreduzierung weiter zu verbessern. Chancen werden in der hohen Qualität der Produkte, unterstützt durch Innovationsfähigkeit und eigene Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, gesehen. Mit ständigen Investitionen zur Kapazitätserweiterung und der damit verbundenen flexibleren Lieferbereitschaft ist der Konzern gut positioniert, um von den wachsenden Märkten für Batterieanwendungen zu profitieren, die von der alternden Weltbevölkerung, einer wachsenden technologischen Vernetzung und einer voranschreitenden Miniaturisierung angetrieben werden. Kunden schätzen neben der Qualität der Produkte auch die Zuverlässigkeit des Konzerns. Mit vielen Kunden bestehen langfristige Liefer- und Leistungsbeziehungen. 11.9 Gesamtbild der Risikolage des KonzernsRisiken aus ungünstigen Entwicklungen bei Währungskursen und Rohstoffpreisen wurde durch Absicherung der Hauptwährungen und Rohstoffe entgegen gewirkt. Das Risiko steigender Transportkosten soll durch Aufbau eines Fertigungsstandortes in Osteuropa und der damit einhergehenden Verkürzung der Transportwege begegnet werden. Risiken durch Lohnkostennachteile gegenüber überwiegend Wettbewerbern aus dem asiatischen Raum wird durch die weitere Automatisierung der Fertigungsprozesse in Deutschland sowie die optimale Nutzung des Produktionsnetzwerks in Asien und Osteuropa begegnet. Auf weitere finanzielle Risiken und deren Auswirkungen wird im Konzern-Anhang detailliert eingegangen. Aufgrund der dargestellten Chancen und Risiken werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die strategischen Ziele des Konzerns erwartet. 12. AusblickAufgrund der positiven Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds und der starken Marktposition in den Kernmärkten wird mit einer weiterhin positiven Geschäftsentwicklung für das Folgejahr gerechnet. Gesamtaussage VARTA AG KonzernFür den Umsatz des Konzerns wird für das Folgejahr weiterhin von einem deutlichen Umsatzwachstum (bei konstanter Währung) im Vergleich zum Vorjahr ausgegangen. Für das bereinigte EBITDA wird aufgrund von Skaleneffekten mit einer sehr deutlichen Steigerung im Vergleich zum Vorjahr gerechnet. Das CAPEX, also die Auszahlungen aus dem Kauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen verstanden, sollten im nächsten Jahr aufgrund der nachfragebedingten Erweiterung der Produktionskapazitäten sehr deutlich ansteigen. Segment MicrobatteriesIm Bereich der Hörgeräte-Batterien soll die marktführende Position in einem strukturell wachsenden Markt weiter ausgebaut werden. Aufgrund der starken Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batterien für wireless Headsets im Bereich Entertainment & Industrial ist eine massive Ausweitung der Produktionskapazitäten geplant. Dies stellt das größte Wachstumspotential im Segment Microbatteries dar. Im Segment Microbatteries wird für das Geschäftsjahr 2018 von einem deutlichen Umsatzwachstum (in konstanter Währung) und aufgrund der weiteren Skalierung unseres Geschäftsmodell von einem sehr deutlichen Anstieg des EBITDA im Verhältnis zum Umsatz ausgegangen. Segment Power & EnergyIm Segment Power & Energy wird bei mobilen Energiespeichern durch den gestiegenen Auftragsbestand im Vergleich zum Vorjahr ein starkes Wachstum erwartet. Bei den stationären Energiezwischenspeichern soll das Wachstum durch die eingeführten neuen Produkte und den Eintritt in neue Märkte fortgesetzt werden. Im Segment Power & Energy wird für das Gesamtjahr 2018 eine deutliche Steigerung des EBITDA bei sehr deutlicher Steigerung der Umsatzerlöse angestrebt. In die Prognosen für Chancen und Risiken für die weitere Geschäftsentwicklung fließen die langjährigen Erfahrungen im Batteriegeschäft ein. Dieser Bericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft beziehen. Es wird darauf hingewiesen, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können. 13. NachtragsberichtEs wird auf die im Konzernanhang gemachten Angaben über die Ereignisse nach dem Bilanzstichtag verwiesen. 14. Schlusserklärung zum AbhängigkeitsberichtDer Vorstand erklärt gemäß § 312 Abs. 3 HGB, dass die VARTA AG, Ellwangen bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die zu dem Zeitpunkt bekannt waren, zu dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt. Berichtspflichtige Maßnahmen nach § 312 AktG sind weder getroffen noch unterlassen worden. 15. Übernahmerechtliche AngabenMit dem erfolgreichen Börsengang am 19. Oktober 2017 konnten 8.600.000 neue Aktien zum Handel zugelassen werden. Das Gezeichnete Kapital der VARTA AG beträgt zum 31. Dezember 2017 38.200 T€ (i.Vj. 29.600 T€). Das gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 38.200.000 Stückaktien. Es handelt sich hierbei um auf den Inhaber lautende Nennbetragsaktien, welche einen anteiligen Betrag des Grundkapitals von EUR 1 repräsentieren. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffenEs bestehen keine Beschränkungen der Stimmrechte. Alle Aktien der Gesellschaft sind mit dem gleichen Stimmrecht ausgestattet. Es bestehen bis auf die nachfolgend genannten Lock-up Vereinbarungen keine Einschränkungen hinsichtlich der Übertragbarkeit der Aktien der Gesellschaft. Die Gesellschaft hat sich gegenüber den Konsortialbanken verpflichtet, dass sie innerhalb eines Zeitraums von sechs Monaten beginnend mit dem Tag, an dem die Aktien der Gesellschaft zum ersten Mal an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt werden, und danach innerhalb eines Zeitraums von sechs weiteren Monaten ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Konsortialführers (die nicht unangemessen verweigert oder verzögert werden darf) nicht:
Davon ausgenommen sind die Ausgabe oder der Verkauf, soweit anwendbar, von Aktien oder anderen Wertpapieren im Rahmen von Management- oder Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen oder Aktienoptionsplänen für Mitglieder des Managements oder Mitarbeiter der Gesellschaft oder ihrer verbundenen Unternehmen, sowie die Ausgabe von Aktien gegen Sacheinlagen in Verbindung mit Akquisitionen, Kapitalbeteiligungen oder Joint-Ventures unmittelbar an die Vertragspartner einer solchen Akquisition, Kapitalbeteiligung oder eines solchen Joint-Ventures. Die Aktionäre VGG GmbH und ETV Beteiligungs GmbH sowie der Vorstandsvorsitzende haben sich ebenfalls zu Lock-up Vereinbarungen innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten beginnend mit dem Tag, an dem die Aktien der Gesellschaft zum ersten Mal an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt werden, und danach innerhalb eines Zeitraums von weiteren zwölf Monaten, verpflichtet. Das Vorstandsmitglied Dr. Michael Pistauer hat sich zu einer Lock-up Vereinbarung innerhalb eines Zeitraums von sechs Monaten beginnend mit dem Tag, an dem die Aktien der Gesellschaft zum ersten Mal an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt werden, und danach innerhalb eines Zeitraums von weiteren sechs Monaten, verpflichtet. Beteiligungen am Kapital, die 10 Prozent der Stimmrechte überschreitenHerr DDr. Michael Tojner ist als Aufsichtsratsvorsitzender der VARTA AG und Hauptaktionär der Montana Tech Components AG, Reinach (Schweiz) über deren Tochtergesellschaften VGG GmbH, Wien (Österreich) mit 63,0% und der ETV Montana Tech Holding AG, Wien (Österreich) mit 1,6%, mit insgesamt 64,6% an der VARTA AG beteiligt. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihenAktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.
Ellwangen, 9. April 2018 V ARTA Aktiengesellschaft Herbert Schein Steffen Munz Dr. Michael Pistauer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die VARTA Aktiengesellschaft, Ellwangen (Jagst), Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten LageberichtsPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der VARTA AG, Ellwangen (Jagst) - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht (im Folgenden Lagebericht) der VARTA AG, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des JahresabschlussesBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Werthaltigkeit der FinanzanlagenZu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verweisen wir auf den Anhang unter Punkt 2. Angaben zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen und zu den Ausleihungen an verbundene Unternehmen finden sich unter den Punkten 25 (Beteiligungsliste) und 4 im Anhang. DAS RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSSIm Jahresabschluss der VARTA Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2017 werden unter den Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 30.100 und Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 23.968 ausgewiesen. Der Anteil dieser Finanzanlagen an der Bilanzsumme beläuft sich auf insgesamt 24,8 % und hat somit einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögenslage der Gesellschaft. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Den beizulegenden Wert ermittelt die Gesellschaft für Anteile an verbundenen Unternehmen mit Hilfe des Discounted-Cash-Flow-Verfahrens. Für Ausleihungen wird in Abhängigkeit von der verbleibenden Laufzeit zur Ermittlung des beizulegenden Wertes ebenfalls das Discounted-Cash-Flow-Verfahren verwendet. Die Beurteilung der Werthaltigkeit der Finanzanlagen ist komplex und beruht auf einer Reihe von ermessensbehafteten Faktoren. In die Bewertung auf Basis des Discounted-Cash-Flow-Verfahrens fließen Annahmen der Gesellschaft ein, die mit Schätzungen und Ermessensspielräumen verbunden sind. Die bedeutsamsten Annahmen zur Beurteilung der Werthaltigkeit der Finanzanlagen stellen dabei die erwarteten künftigen Zahlungsströme, das erwartete langfristige Wachstum sowie die verwendeten Diskontierungszinssätze dar. Es besteht das Risiko für den Abschluss, dass die Finanzanlagen nicht werthaltig sind. UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNGZunächst haben wir anhand der im Rahmen unserer Prüfung gewonnenen Informationen beurteilt, bei welchen Anteilen Anhaltspunkte für einen Abschreibungsbedarf bestehen. Dazu haben wir in Gesprächen mit den gesetzlichen Vertretern ein Verständnis über den Planungsprozess erlangt und die Ausgestaltung und Implementierung der Kontrollen für den Prozess der Planungserstellung beurteilt. Anschließend haben wir durch einen retrospektiven Vergleich der Planwerte für die Umsatzerlöse und für das Ergebnis vor Steuern aus den vergangenen Jahren mit den tatsächlich eingetretenen Ist-Werten die Planungssicherheit der Gesellschaft beurteilt. Basierend auf den Ergebnissen dieser Prüfungshandlung haben wir zusätzliche Nachweise für die Planung der zukünftigen Geschäftsjahre angefordert. Daraufhin haben wir unter Einbezug unserer Bewertungsspezialisten die Angemessenheit der wesentlichen Annahmen sowie des Bewertungsmodells der Gesellschaft für ausgewählte wesentliche Anteile und Ausleihungen beurteilt. Dazu haben wir die erwarteten Zahlungsströme sowie die unterstellten langfristigen Wachstumsraten mit den Planungsverantwortlichen erörtert und mit zugehörigen Nachweisen abgestimmt. Außerdem haben wir Abstimmungen mit der von den gesetzlichen Vertretern erstellten und vom Aufsichtsrat genehmigten Planung vorgenommen. Die dem Diskontierungszinssatz zugrunde liegenden Annahmen und Parameter, haben wir gewürdigt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Zur Sicherstellung der rechnerischen Richtigkeit des verwendeten Bewertungsmodells haben wir die Berechnungen der Gesellschaft auf Basis risikoorientiert ausgewählter Elemente nachvollzogen. UNSERE SCHLUSSFOLGERUNGENDie der Beurteilung der Werthaltigkeit der Finanzanlagen zu Grunde liegenden bedeutsamsten Annahmen sind insgesamt angemessen. Die angewandte Bewertungsmethode ist sachgerecht. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grund-sätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche AnforderungenÜbrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVOWir wurden von der Hauptversammlung am 12. Mai 2017 als Jahresabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 30. November 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind seit dem Geschäftsjahr 2017 als Abschlussprüfer der VARTA AG als kapitalmarktorientiertes Unternehmen tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Verantwortliche WirtschaftsprüferinDie für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Petra Mayran.
Stuttgart, den 9. April 2018 KPMG AG Mayran, Wirtschaftsprüferin Hundshagen, Wirtschaftsprüfer |
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