![]() VARTA AGEllwangenVARTA Halbjahresfinanzbericht 2020VISION Wir definieren die Zukunft der Batterietechnologie, um ein unabhängigeres Leben zu
ermöglichen. MISSION Durch kontinuierliche Investitionen in Forschung und Entwicklung setzen wir den Maßstab
für die Batterietechnologie und die Anpassung an Kundenwünsche, um die Marktführerschaft
in unseren Geschäftsfeldern anzustreben. VARTA AG - AUSGEWÄHLTE KONZERN-KENNZAHLENscroll
VARTA AG Die VARTA AG produziert und vermarktet ein umfassendes Batterie-Portfolio von Mikrobatterien,
Haushaltsbatterien, Energiespeichersystemen bis zu kundenspezifischen Batterielösungen
für eine Vielzahl von Anwendungen, und setzt als Technologieführer in wichtigen Bereichen
die Industriestandards. Als Muttergesellschaft der Gruppe ist sie in den Geschäftssegmenten
"Microbatteries & Solutions" und "Household Batteries" tätig. Das Segment "Microbatteries
& Solutions" fokussiert sich auf das OEM-Geschäft für Mikrobatterien sowie auf das
Lithium-Ionen-Batteriepack-Geschäft. Durch intensive Forschung und Entwicklung setzt
VARTA die weltweiten Maßstäbe im Mikrobatterienbereich und ist anerkannter Innovationsführer
in den wichtigen Wachstumsmärkten der Lithium-Ionen-Technologie sowie bei primären
Hörgerätebatterien. Das Segment "Household Batteries" umfasst das Batteriegeschäft
für Endkunden darunter Haushaltsbatterien, Akkus, Ladegeräte, Portable Power (Power
Banks) und Leuchten sowie Energiespeicher. Der VARTA AG Konzern beschäftigt derzeit
rund 4.000 Mitarbeiter. Mit fünf Produktions- und Fertigungsstätten in Europa und
Asien sowie Vertriebszentren in Asien, Europa und den USA sind die operativen Tochtergesellschaften
der VARTA AG derzeit in über 75 Ländern weltweit tätig. MICROBATTERIES & SOLUTIONS Das Segment "Microbatteries & Solutions" fokussiert sich auf das OEM-Geschäft für
Mikrobatterien sowie auf das Lithium-Ionen-Batteriepack-Geschäft. Der Konzern ist
international führender Hersteller von Mikrobatterien für Hörgeräte und wiederaufladbaren
Mikrobatterien im Entertainment Bereich. Wir zählen die bedeutendsten Unternehmen
zu unseren Kunden und produzieren Batterien in zahlreichen wichtigen elektrochemischen
Systemen sowie Bauformen und -größen. Die Reihe der Anwendungen reicht von Hörgerätebatterien
über schnurlose Headsets bis zu AutomotiveAnwendungen, die mit Mikrobatterien betrieben
werden. Die zwei Bereiche Healthcare und Entertainment & Industrial arbeiten synergetisch.
Im Bereich Power Pack Solutions verfügt der Konzern über umfangreiche Branchenerfahrung
in der Konstruktion leistungsstarker, sicherer und bedarfsgerechter Lithium-Batterie-Packs
- für die Medizintechnik, Robotik, Konnektivität oder Telekommunikation. Das Produktportfolio
reicht von kundenspezifischen Batterie-Packs bis hin zu fertig konfigurierten Standardbatterien. HOUSEHOLD BATTERIES Das Segment "Household Batteries" umfasst das Batteriegeschäft für Endkunden darunter
Haushaltsbatterien, Akkus, Ladegeräte, Portable Power (Power Banks) und Leuchten sowie
Energiespeicher. Im Bereich der Haushaltsgerätebatterien (Consumer Batteries) ist
die VARTA AG europäischer Marktführer mit Produktionsstandort Deutschland. Die innovativen
Qualitätsprodukte werden mit modernster Technologie und dem Know-How von international
qualifizierten Fachleuten entwickelt und gefertigt. Neben der Innovationskraft machen
Sortimentsbreite, Qualität und Design das Angebot einzigartig. Für VARTA ist dabei
der intensive Fokus auf den Lebensstil der Konsumenten und die enge Zusammenarbeit
mit dem Handel essenziell, um schnell und flexibel auf aktuelle Gerätetrends mit optimalen
Energielösungen antworten zu können. Im Bereich der Energiespeicher (Energy Storage)
trägt VARTA mit der Entwicklung und Herstellung von Energiespeichern ihren Teil zur
Umsetzung der Energiewende bei. Die Energiespeicherlösungen von VARTA im Heim- und
Großspeichermarkt reichen von kompakten Einsteigermodellen, wie dem Wandspeicher VARTA
pulse neo, bis hin zum Großspeicher VARTA flex storage für gewerbliche Anwendungen.
Die AC-gekoppelten Systeme haben einen integrierten Batteriewechselrichter und sind
ohne zusätzlichen PV-Wechselrichter mit allen Quellen grüner Energie kombinierbar.
Damit sind sie für alle Neuinstallationen und Nachrüstungen geeignet. Das intelligente
Energiemanagementsystem sorgt zudem für die optimale Ausnutzung der selbst produzierten
Solarenergie und ist darauf ausgelegt, den Eigenverbrauch deutlich zu erhöhen. Geschäftsverlauf in den ersten sechs MonatenVARTA AG mit sehr hoher Wachstumsdynamik im ersten Halbjahr 2020 - Prognose für das Geschäftsjahr 2020 wird angehoben
Der VARTA Konzern setzt das hohe Umsatz- und Ergebniswachstum fort: Der Konzernumsatz
ist im ersten Halbjahr um 157,8% auf 390,7 Mio. € gestiegen. Das organische Umsatzwachstum
betrug 66,5% (ohne erstmalige Konsolidierung der VARTA Consumer). Das bereinigte EBITDA
stieg um 174,2% auf 102,1 Mio. € (+124,8% ohne VARTA Consumer). Die bereinigte EBITDA-Marge
verbesserte sich um 1,5 Prozentpunkte auf 26,1%. Der Konzerngewinn hat sich mit einem
Anstieg um 104,9% auf 39,9 Mio. € mehr als verdoppelt. Herbert Schein, Vorstandsvorsitzender (CEO) der VARTA AG: "Wir haben den Umsatz mehr
als verdoppelt und das operative Ergebnis nahezu verdreifacht. Zu diesem erfreulichen
Ergebnis des ersten Halbjahres haben alle Geschäftsbereiche beigetragen, wobei wir
die höchsten Zuwachsraten weiterhin bei unseren Lithium-Ionen Zellen verzeichnen.
Mit dem Ausbau der Produktionskapazitäten für Lithium-Ionen Zellen auf 300 Millionen
Batterien bis Ende 2021 setzen wir unseren Wachstumskurs fort. Es gibt weiter eine
hohe Nachfrage nach VARTA-Produkten, weil der Markt nach innovativen und leistungsstarken
Batterien verlangt - gerade im Bereich der Premium Headsets." Finanzvorstand (CFO) Steffen Munz ergänzt: "Wir haben das hohe Umsatz- und Ergebniswachstum
der Vergangenheit im ersten Halbjahr weiter gesteigert und die Profitabilität nochmals
verbessert. Da wir trotz der makroökonomischen Gegebenheiten weiterhin einen hohen
Auftragsbestand verzeichnen, erhöhen wir die Umsatz- und Ergebnisprognose für das
Geschäftsjahr 2020." Umsatz & Bereinigtes EBITDA (IN TEUR, ungeprüft) UMSATZ![]() Bereinigtes EBITDA![]()
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Marge: Bereinigtes EBITDA zu Umsatz Verkürzter Konzernlagebericht für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2020VARTA Aktiengesellschaft, Ellwangen (Jagst)1 KONZERNSTRUKTUR Die VARTA Aktiengesellschaft, Ellwangen, Deutschland (VARTA AG) ist die Muttergesellschaft
des Konzerns. 1.1 GESCHÄFTSMODELL Die VARTA AG ist ein Unternehmen mit Sitz in Ellwangen, Jagst. Das Unternehmen produziert
und vermarktet ein umfassendes Batterie-Portfolio von Mikrobatterien, Haushaltsbatterien,
Energiespeichersystemen bis zu kundenspezifischen Batterielösungen für eine Vielzahl
von Anwendungen. Als Muttergesellschaft der Gruppe ist sie in den Geschäftssegmenten
"Microbatteries & Solutions" und "Household Batteries" tätig. Das Segment "Microbatteries
& Solutions" fokussiert sich auf das OEM-Geschäft für Mikrobatterien sowie auf das
Lithium-Ionen-Batteriepack-Geschäft. Das Segment "Household Batteries" umfasst das
Batteriegeschäft für Endkunden darunter Haushaltsbatterien, Akkus, Ladegeräte, Portable
Power (Power Banks) und Leuchten sowie Energiespeicher. Mit fünf Produktions- und
Fertigungsstätten in Europa und Asien sowie Vertriebszentren in Asien, Europa und
den USA sind die operativen Tochtergesellschaften der VARTA AG derzeit in über 75
Ländern weltweit tätig. Als international agierendes Unternehmen kann die VARTA AG
auf eine über 130 jährige Unternehmensgeschichte zurückblicken. Segmente und OrganisationsstrukturMICROBATTERIES & SOLUTIONS Das Segment "Microbatteries & Solutions" fokussiert sich auf das OEM-Geschäft für
Mikrobatterien sowie auf das Lithium-Ionen-Batteriepack-Geschäft. Der Konzern ist
international führender Hersteller von Mikrobatterien für Hörgeräte und wiederaufladbaren
Mikrobatterien im Entertainment Bereich. Wir zählen die bedeutendsten Unternehmen
zu unseren Kunden und produzieren Batterien in zahlreichen wichtigen elektrochemischen
Systemen sowie Bauformen und -größen. Die Reihe der Anwendungen reicht von Hörgerätebatterien
über schnurlose Headsets bis zu Automotive-Anwendungen, die mit Mikrobatterien betrieben
werden. Die zwei Bereiche Healthcare und Entertainment & Industrial arbeiten synergetisch.
Im Bereich Power Pack Solutions verfügt der Konzern über umfangreiche Branchenerfahrung
in der Konstruktion leistungsstarker, sicherer und bedarfsgerechter Lithium-Batterie-Packs
- für die Medizintechnik, Robotik, Konnektivität oder Telekommunikation. Das Produktportfolio
reicht von kundenspezifischen Batterie-Packs bis hin zu fertig konfigurierten Standardbatterien. HOUSEHOLD BATTERIES Das Segment "Household Batteries" umfasst das Batteriegeschäft für Endkunden darunter
Haushaltsbatterien, Akkus, Ladegeräte, Portable Power (Power Banks) und Leuchten sowie
Energiespeicher. Im Bereich der Haushaltsgerätebatterien (Consumer Batteries) ist
die VARTA AG europäischer Marktführer mit Produktionsstandort Deutschland. Die innovativen
Qualitätsprodukte werden mit modernster Technologie und dem Know-How von international
qualifizierten Fachleuten entwickelt und gefertigt. Neben der Innovationskraft machen
Sortimentsbreite, Qualität und Design das Angebot einzigartig. Für VARTA ist dabei
der intensive Fokus auf den Lebensstil der Konsumenten und die enge Zusammenarbeit
mit dem Handel essenziell, um schnell und flexibel auf aktuelle Gerätetrends mit optimalen
Energielösungen antworten zu können. Im Bereich der Energiespeicher (Energy Storage)
trägt VARTA mit der Entwicklung und Herstellung von Energiespeichern ihren Teil zur
Umsetzung der Energiewende bei. Die Energiespeicherlösungen von VARTA im Heim- und
Großspeichermarkt reichen von kompakten Einsteigermodellen, wie dem Wandspeicher VARTA
pulse neo, bis hin zum Großspeicher VARTA flex storage für gewerbliche Anwendungen.
Die AC-gekoppelten Systeme haben einen integrierten Batteriewechselrichter und sind
ohne zusätzlichen PV-Wechselrichter mit allen Quellen grüner Energie kombinierbar. Damit sind sie für alle Neuinstallationen und Nachrüstungen geeignet. Das intelligente
Energiemanagementsystem sorgt zudem für die optimale Ausnutzung der selbst produzierten
Solarenergie und ist darauf ausgelegt, den Eigenverbrauch deutlich zu erhöhen. 1.2 STRATEGIE UND ZIELE Mit beiden Segmenten ist der Konzern sehr gut positioniert, um von den relevanten
Wachstumstrends für die beiden Segmente zu profitieren. Die zentralen Wachstumstrends
sind demographischer Wandel, technologischer Fortschritt, vermehrte Konnektivität
sowie erneuerbare Energien. Der VARTA AG Konzern fokussiert sich hier auf die folgenden Wachstumsfelder und Ziele:
1.3 UNTERNEHMENSSTEUERUNG Der VARTA AG Konzern wird nach Maßgabe intern definierter finanzieller und nicht-finanzieller
Kennzahlen im Sinne einer nachhaltigen Wertsteigerung gesteuert. Im Konzernabschluss
des letzten Jahres wurden die folgenden zentralen finanziellen Kennzahlen zur wertorientierten
Steuerung herangezogen:
Durch das dynamische Wachstum des Konzerns ist weiterhin die Entwicklung der Anzahl
der Mitarbeiter ein wichtiger nichtfinanzieller Leistungsindikator. 1.4 LEITUNG UND KONTROLLE Der Vorstand der VARTA AG besteht aus zwei Mitgliedern: Herrn Herbert Schein (Vorsitzender des Vorstands/CEO) und Herrn Steffen Munz (Finanzvorstand/CFO).
Die Mitglieder des Vorstandes tragen gemeinsam die Verantwortung für die Geschäftsführung. Im Aufsichtsrat ergaben sich im ersten Halbjahr 2020 keine Änderungen. 2 WIRTSCHAFTSBERICHT2.1 MÄRKTE UND EINFLUSSFAKTOREN Die Märkte und Einflussfaktoren unterscheiden sich im Berichtsjahr nicht wesentlich
vom Vorjahr. Der VARTA AG Konzern produziert und verkauft Batterien weltweit und profitiert
trotz relativer Unabhängigkeit vom makroökonomischen Umfeld von einem positiven Konsumumfeld. Die Umsatzverteilung ist geografisch diversifiziert. Der Großteil des weltweiten
Absatzes von Produkten wird in Asien, gefolgt von Europa und Nordamerika, realisiert.
Somit ist die Abhängigkeit von einzelnen Ländern und deren wirtschaftlicher Entwicklung
relativ gering. Der asiatische Markt spielt, bedingt durch die Markt- und Kundenstruktur,
die größte Rolle; hier lassen viele große Hersteller von kabellosen Kopfhörern ihre
Produkte fertigen. Die wesentlichen Einflussfaktoren werden im Rahmen des folgenden
Kapitels ("2.2 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen") behandelt. 2.2 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN Die im Jahr 2020 bestehenden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den für
den VARTA AG Konzern relevanten Absatzmärkten entwickeln sich weiterhin positiv. Durch die steigende Lebenserwartung der Menschen in der Gesellschaft und die zunehmend
höhere Akzeptanz von Hörgeräten wird deren Verkauf und damit auch der Absatz von Hörgerätebatterien
unterstützt. 2019 waren weltweit 9,1% aller Menschen älter als 65 Jahre und dieser
Anteil wird weiter ansteigen, bis 2030 auf 11,7% und bis 2050 auf 15,9%. In Europa
und Nordamerika ist dieser Bevölkerungsanteil mit 18% (2030: 22,1%; 2050: 26,1%) deutlich
höher. Gleichzeitig steigt die Lebenserwartung kontinuierlich an. Weltweit lag sie
im Berichtsjahr bei 72,6 Jahren und für 2050 wird sie bei 77,1 Jahren erwartet (United
Nations: World Population Prospects 2019 Highlights). Der Bedarf an Hörgeräten wird
deshalb weiter steigen. Die Umsatzentwicklung wird von IDTechEx Research wie folgt
prognostiziert: Für das Jahr 2019 wird für Hörgeräte einschließlich OTC Markt (ab
2019) ein weltweiter Umsatz von 7,8 Mrd. USD erwartet (7,4 Mrd. USD in 2018), das
entspricht einem Anstieg von 4,8%. Für 2020 liegt die Wachstumsprognose bei 5,3% mit
einem positiven Ausblick für die nächsten Jahre. Dabei profitiert der Absatz vom starken
Anstieg der frei verfügbaren Hörgeräte (OTC). Der Bereich Entertainment profitiert von der ungebrochen hohen Kundennachfrage nach
Hightech-Consumerprodukten, insbesondere für kabellose Premium-Kopfhörer mit wiederaufladbaren
Lithium-Ionen-Zellen. Für kabellose Kopfhörer erwartet Zhiyan Consulting einen weltweiten
Zuwachs von knapp 54% von 2018 auf 2019 und von 50% für 2020 und ist auch für die
weitere Entwicklung sehr positiv gestimmt. Durch die Verbesserung der Laufzeit und
die Erweiterung der Funktionen werden kabellose Kopfhörer ihren Marktanteil weiter
ausbauen. Umso mehr kabellos funktionierende Geräte, insbesondere für Kleinstanwendungen
(z.B. Headsets), entwickelt werden, desto stärker stellt sich hier die Position des
VARTA AG Konzerns dar. Im Segment Household Batteries profitiert das Unternehmen von den stabilen Wachstumsraten
der Consumer Batteries. Nach einer Studie von Global Industry Analysts beläuft sich
das jährliche Wachstum für den Zeitraum von 2015 bis 2022 auf 3,3%. Positive Impulse
kommen aus dem Smart Health/Smart Home Bereich aber auch aus der steigenden Lebenserwartung
der Menschen. So werden in der Altersgruppe von 55 Jahren und älter überproportional
viele Batterien genutzt. 2.3 WICHTIGE EREIGNISSE IM ERSTEN HALBJAHR 2020 Am 2. Januar 2020 hat die Gesellschaft den Erwerb des in Europa angesiedelten VARTA
Consumer Batteries Geschäfts ("VARTA Consumer") von der US-amerikanischen Energizer
Holdings, Inc. erfolgreich abgeschlossen. Zu VARTA Consumer gehört eine Vielzahl von
Ländergesellschaften, Hauptproduktionsstandort ist Dischingen, Deutschland. Die Europäische
Kommission hatte den Erwerb bereits am 3. Dezember 2019 genehmigt; in diesem Zusammenhang
hat die VARTA AG die Zusage abgegeben, aktuelle und potentielle Kunden, weiterhin
für einen gewissen Zeitraum mit Hörgerätebatterien zu beliefern. Mit der Übernahme der VARTA Consumer schafft die VARTA AG einen weltweit führenden
Hersteller von Batterielösungen mit einem umfassenden Produktportfolio. Mit dem Unternehmenskauf
werden die weltweiten VARTA-Markenrechte für Geräte- und Mikrobatterien sowie Energiespeichersysteme
wieder unter dem Dach der VARTA AG vereint. Dies stärkt den Markenauftritt der VARTA-Produkte
in allen Segmenten. Die VARTA AG hat die VARTA Consumer Batteries zu einem Unternehmenswert von 180 Millionen
Euro erworben. Am 29. Juni 2020 hat die Gesellschaft IPCEI-Fördergelder ("Important Project of Common
European Interest"; einem wichtigen Vorhaben von gemeinsamem europäischen Interesse)
für die Weiterentwicklung seiner kleinformatigen Zellen basierend auf innovativer
Lithium-Ionen Technologie und für die Übertragung dieser Technologie auf größere Formate
erhalten. Diese größeren Batteriezellen könnten in Zukunft in VARTA Energiespeichern, Robotern
aber auch in Bereichen der Mobilität eingesetzt werden. Auf einer Pilotlinie sollen
diese neuen Batterieformate optimiert und in eine Massenproduktion überführt werden.
Zudem investiert VARTA weiterhin in Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für Batteriezellen
in Sonderformaten, die zunehmend beispielsweise für IOT-Anwendungen nachgefragt werden.
Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) und die Ländern Bayern und Baden-Württemberg
unterstützen die Batterieindustrie in Deutschland und Europa im Rahmen eines IPCEI.
Für das Vorhaben stellen Bund und Länder der VARTA AG Fördermittel von bis zu 300
Mio. Euro bis Ende 2024 zur Verfügung. Am 3. August hat die Gesellschaft den Ausbau der Zusammenarbeit mit Samsung Electronics
bekannt gegeben. VARTA bleibt in den kommenden Jahren der Hauptlieferant für wiederaufladbare
Batterien der Headsets von Samsung. Mit dem Liefervertrag hat das Unternehmen seine
Patentstreitigkeiten mit Samsung beigelegt. VARTA hat bereits alle Klagen gegen Samsung
und deren Kunden zurückgezogen. In den Headsets waren Batterien gefunden worden, die
aus Sicht der VARTA AG Patente im Bereich der Lithium-Ionen-Zellen verletzen. VARTA
war gegen Samsung und deren Kunden in Deutschland und den USA vorgegangen. Die jetzt
getroffene Einigung sieht vor, dass die VARTA AG ihre Klagen zurückzieht. Im Gegenzug
verzichtet auch Samsung seinerseits auf Klagen gegen den Batteriehersteller. 2.4 GESCHÄFTSVERLAUFGesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage durch den Vorstand Der VARTA AG Konzern kann auf ein sehr erfolgreiches erstes Halbjahr 2020 zurückblicken.
Das hohe Wachstumstempo hat sich mit dreistelligen Zuwachsraten im Umsatz und Ertrag
gegenüber der Vorjahresperiode fortgesetzt. Der Konzern-Umsatz legt weiter deutlich
zu und wächst um 157,8%. Das organische Umsatzwachstum, ohne die erstmalig konsolidierte
VARTA Consumer, betrug 66,5%. Das mit Abstand stärkste Umsatzwachstum wurde erneut bei den wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Zellen
für Hightech-Consumerprodukte, insbesondere für kabellose Premium-Kopfhörer, erzielt.
Die Kundennachfrage ist ungebrochen hoch. Die VARTA AG hat sich als Technologie- und
Innovationsführer einzigartige Wettbewerbsvorteile erarbeitet und wächst daher deutlich
schneller als der Markt. Es wird weiter massiv in den Ausbau der Produktionskapazitäten
für Lithium-Ionen-Zellen investiert. Bei den Hörgeräte-Batterien wurde die weltweit
marktführende Position im strukturell wachsenden Markt für Hörgeräte weiter ausgebaut.
Das Segment VARTA Consumer hat sich nach einer besser als erwarteten Geschäftsentwicklung
im ersten Quartal auch im zweiten Quartal - trotz der Auswirkungen der COVID-19 Pandemie
- planmäßig entwickelt. Das bereinigte Konzern-EBITDA steigt erneut sehr deutlich überproportional um 174,2
% auf 102,1 Mio. €. Die bereinigte EBITDA-Marge verbessert sich um 1,5 Prozentpunkte
auf 26,1 %. Ohne VARTA Consumer ist das bereinigte EBITDA um 124,8% angestiegen. Der Konzerngewinn hat sich mehr als verdoppelt und ist von 19,5 Mio. € auf 39,9 Mio
€ gestiegen. 3 ENTWICKLUNG DER VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE3.1 ERTRAGSLAGEKonzern-Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.-30.06.2020 (ungeprüft)scroll
Umsatz Der Umsatz des VARTA AG Konzerns ist in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres
2020 um 157,8 % von 151,5 Mio. € auf 390,7 Mio. € angestiegen. Das organische Umsatzwachstum,
ohne die erstmalig konsolidierte VARTA Consumer, betrug 66,5 %. Das mit Abstand stärkste
organische Wachstum wurde erneut bei den wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Zellen für
Hightech-Consumerprodukte, insbesondere für kabellose Premium-Kopfhörer (Hearables),
erzielt. Hintergrund ist die ungebrochen hohe Kundennachfrage in einem stark wachsenden
Markt. Bei den Hörgerätebatterien wurde die weltweite Marktposition in einem strukturell
wachsenden Markt weiter ausgebaut. Der Konzern profitiert derzeit von seinem sehr
robusten Geschäftsmodell bei primären Hörgeräte-Batterien und dem im letzten Geschäftsjahr
angelaufenen Neugeschäft mit einer führenden US-amerikanischen Handelskette. Varta
Consumer hat im ersten Halbjahr einen Umsatz von 138,4 Mio € erzielt, und ist im Markengeschäft
deutlich schneller gewachsen im Vergleich zum Private Label Geschäft. Aufwendungen und sonstige betriebliche Erträge Im Berichtsjahr belaufen sich die Materialaufwendungen auf 158,9 Mio. € im Vergleich
zu 57,9 Mio. € im Vorjahr. Dies entspricht einer Steigerung von 174,2 %. Ohne VARTA
Consumer ist der Materialaufwand mit 29,9 % unterproportional zum Umsatz gestiegen. Der Personalaufwand ist von 52,5 Mio. € auf 124,6 Mio. € um 137,2 % unterproportional
angestiegen. Ohne VARTA Consumer ist der Personalaufwand auf 29,1 % unterproportional
zum Umsatz gestiegen: Aufwandserhöhend wirkte vor allem der Mitarbeiteraufbau für
das sehr dynamische Wachstum im Bereich der wiederaufladbaren Lithium-Ionen Battererien
aus. Der Personalaufwand enthält ausserdem den Aufwand für die aktienbasierte Vergütung
in Höhe von 0,5 Mio. € (2019:1,4 Mio. €). Im Personalaufwand von VARTA Consumer sind
Restrukturierungskosten in Höhe von 10,2 Mio. € enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in Summe von 20,7 Mio. € um 36,3 Mio.
€ auf 57,1 Mio. € angestiegen. Ohne VARTA Consumer sind die sonstigen betrieblichen
Aufwendungen von 20,7 Mio. € auf 28,7 Mio. € gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen
aus dem Anstieg der Rechts- und Beratungsaufwendungen im Zusammenhang mit dem Erwerb
der VARTA Consumer-Gesellschaften und dem laufenden Patentstreit in Höhe von 3,1 Mio.
€. Aufgrund der erweiterten Produktionskapazitäten haben sich die Instandhaltungsaufwendungen um 1,3 Mio. € und der Energieaufwand um 0,9 Mio. € im
Vergleich zum Vorjahr erhöht. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 16,7 Mio. € von 3,7 Mio. € im Vorjahr
auf 20,4 Mio. € im ersten Halbjahr 2020 angestiegen. Ohne VARTA Consumer sind die
sonstigen betrieblichen Erträge um 5,1 % zurückgegangen. In den sonstigen betrieblichen
Erträgen von VARTA Consumer sind Erträge aus ServiceLeistungen für den Appliances-Bereich
(u.a. Haushaltsgeräte und Tierfutter) des früheren Eigentümers Spectrum Brands erbracht
worden, die künftig entfallen. Bereinigtes EBITDA Das bereinigte EBITDA (betriebliches Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen, Steuern,
adjustiert um Sondereffekte) stellt eine nachhaltige Ertragskennzahl des Konzerns
dar. Gleichzeitig ist das bereinigte EBITDA für den Vorstand die geeignete Steuerungsgröße
zur Beurteilung der operativen Ertragskraft des Konzerns bzw. der beiden Segmente.
Als Sondereffekte wurden zum einen der nicht zahlungswirksame Aufwand für die aktienbasierte
Vergütung in Höhe von 0,5 Mio. € (2019: 1,4 Mio. €) bereinigt. Im Zusammenhang mit
der Akquisition von VARTA Consumer wurden Einmal-Aufwendungen in Höhe von 1,3 Mio.
€ bereinigt. Weiterhin wurden im Zusammenhang mit der Kaufpreis-Allokation (PPA) von
VARTA Consumer nicht-liquiditätwirksame Effekte aus der Kaufpreisallokation (PPA)
adjustiert. Im Speziellen wurde der aus den Vorräten resultierende (Teilkosten-)Gewinn
nach dem Erwerb über den erwarteten Verbrauchszeitraum in Höhe von 8,7 Mio. € ergebniswirksam
eliminiert. Die Auflösung dieser Aufstockungsbeträge stellt einen nicht liquiditätswirksamen
Sondereffekt dar. Schließlich wurden Restrukturierungskosten bei VARTA Consumer in
Höhe von 10,2 Mio. € bereinigt. Die nachfolgende Tabelle stellt die Überleitung vom
EBITDA zum bereinigten EBITDA dar: scroll
Das bereinigte EBITDA ist in den ersten sechs Monaten 2020 von 37,2 Mio. € auf 102,1
Mio. € gestiegen. Dies entspricht einem Anstieg von 174,2 % im Vergleich zum Vorjahr.
Ohne VARTA Consumer ist das bereinigte EBITDA um 124,8 % angestiegen. Die Steigerung
des bereinigten EBITDA lässt sich auf das sehr hohe und profitable Umsatzwachstum
bei den Lithium-Ionen-Zellen und bei den Hörgerätebatterien und dem unterproportionalen
Kostenanstieg durch die Skalierung des Geschäftsmodells zurückführen. Betriebsergebnis (EBIT) Das Betriebsergebnis hat sich von 27,8 Mio. € auf 58,6 Mio. € mehr als verdoppelt
und ist um 110,7 % im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Ohne VARTA Consumer hat das
EBIT um 138,6 % zugelegt. Der im Vergleich zum Umsatzwachstum überproportionale Anstieg
ist in erster Linie auf die sehr erfolgreiche Entwicklung im Segment Microbatteries
zurückzuführen. Finanzergebnis Das Finanzergebnis hat sich im Berichtsjahr von -0,7 Mio. € in 2019 auf -1,9 Mio.
€ in 2020 verändert. Ohne VARTA Consumer hätte sich das Finanzergebnis von -0,7 Mio.
€ auf -1,5 Mio. € verändert. Belastend hat sich der Saldo aus Währungsgewinnen und
Währungsverlusten in Höhe von 0,7 Mio. € ausgewirkt. Steuern Der Steueraufwand ist vor allem durch die positive Entwicklung des Ergebnisses vor
Steuern von 7,6 Mio. € in 2019 auf 16,7 Mio. € in 2020 angestiegen. Daraus resultiert
eine effektive Steuerquote von 29,5 % (2019: 28,2 %), bezogen auf das Ergebnis vor
Steuern. Ohne VARTA Consumer hätte die Steuerquote bei 29,4 % gelegen. Konzernergebnis Das sehr profitable Umsatzwachstum bei den Lithium-Ionen-Zellen und bei den Hörgeräte-Batterien
in Verbindung mit der guten Entwicklung von VARTA Consumer und dem unterproportionalen
Anstieg der Fixkosten durch die Skalierung des Geschäftsmodells haben sich positiv
auf das Konzernergebnis ausgewirkt. Das Konzernergebnis ist von 19,5 Mio. € auf 39,9
Mio. € in 2019 um 104,9% im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. VERMÖGENS- UND FINANZLAGEKonzern-Bilanz zum 30. Juni 2020 (ungeprüft. vorläufig)scroll
scroll
Langfristige Vermögenswerte Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um 280,9 Mio. € von 288,5 Mio. € in
2019 auf 569,4 Mio. € im Berichtsjahr. Dieser deutliche Anstieg resultiert hauptsächlich
aus der Erhöhung des Sachanlagevermögens von 247,9 Mio. € zum 30. Juni 2020 auf 444,5
Mio. €. Hierauf entfallen rund 64 Mio. € (vorläufige Werte) auf die VARTA Consumer.
Aufgrund der großen Nachfrage bei den wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Zellen für Hightech-Consumerprodukte,
insbesondere für kabellose Premium-Kopfhörer (Hearables), wurden die Produktionskapazitäten
erhöht. Die sonstigen Vermögenswerte sind im Wesentlichen unverändert und haben sich von
17,9 Mio. € vom Jahresende 2019 auf 18,8 Mio. € zum Ende des zweiten Quartals 2020
nur unwesentlich erhöht. Kurzfristige Vermögenswerte Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich von 380,4 Mio. € zum 31. Dezember 2019
auf 452,3 Mio. € zum 30. Juni 2020 erhöht. Durch das gestiegene Umsatzvolumen und
die erstmalige Konsolidierung der VARTA Consumer (vorläufige Werte) sind die Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen um 73,0 Mio. € angestiegen. Zusätzlich haben sich die
Vorräte um 64,8 Mio. € erhöht. Gegenläufig hat sich der Mittelabfluss aus der Zahlung
des vorläufigen Kaufpreises für die VARTA Consumer ausgewirkt, der im Wesentlichen
zur Reduzierung der Zahlungsmittel um -81,4 Mio. €geführt hat. Durch die Inanspruchnahme
der ersten Tranche aus einem Konsortialkredit haben sich die Zahlungsmittel um 40,0
Mio. € erhöht. Eigenkapital/Eigenkapitalquote In den ersten sechs Monaten ist das Eigenkapital von 414,8 Mio. € zum 31. Dezember
2019 auf 452,0 Mio. € zum 30. Juni 2020 gestiegen. Die Eigenkapitalquote lag zum Ende
des ersten Halbjahres bei 44,2% (31. Dezember 2019: 62,0 %). Maßgeblich für den Rückgang
der Eigenkapitalquote war der Erwerb der VARTA Consumer, die im VARTA AG Konzern zu
einem überproportionalen Anstieg des Fremdkapitals geführt hat. Langfristige Schulden Die langfristigen Schulden sind um 120,5 Mio. € von 88,8 Mio. € am 31. Dezember 2019
auf 209,3 Mio. € zum 31. Juni 2020 angestiegen. Maßgeblich für den Anstieg sind die
aus der VARTA Consumer Akquisition (rund 80 Mio. €) übernommenen Pensionsverpflichtungen,
Leasingverbindlichkeiten und passiven latenten Steuern. Aus der Inanspruchnahme eines
Konsortialkredites haben sich die langfristigen, finanziellen Verbindlichkeiten bei
der VARTA AG um 40,0 Mio. € erhöht. Kurzfristige Schulden Die kurzfristigen Schulden haben sich von 165,2 Mio. € auf 360,4 Mio. € (vorläufig)
erhöht. Hiervon entfallen auf die VARTA Consumer Akquisition rund 137 Mio. € (vorläufig),
vor allem für die übernommenen Steuerschulden, Leasingverbindlichkeiten, Vertragsvermögenswerte,
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie abgegrenzten Schulden. Im bisherigen
VARTA AG Konzern haben Kundenanzahlungen in Höhe von 40,0 Mio. € zu höheren kurzfristigen
Schulden geführt. Net Working Capital Das Net Working Capital hat sich von 18,0 Mio. € zum Jahresende 2019 auf 73,9 Mio.
€ zum 30. Juni 2020 erhöht. Dies entspricht einem Anstieg von 55,9 Mio. € im Vergleich
zum Vorjahr. Durch die Akquisition von VARTA Consumer ist das Net Working Capital
um rund 57,0 Mio. € (vorläufige Werte) angestiegen. Ohne VARTA Consumer ist das Net
Working Capital um 1,1 Mio. € gesunken. Die Net Working Capital Quote liegt bei 18,9
% und ohne VARTA Consumer bei 6,7 % (zum Vergleich 5,0 % zum 31. Dezember 2019). Im
Vergleich zum ersten Quartal 2020 ist das Net Working Capital um 34,0 Mio. € gesunken.
Maßgeblich hierfür ist eine erhaltene Kundenanzahlung. Kapitalflussrechnungscroll
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt nach dem ersten Halbjahr
2020 81,6 Mio. € und liegt damit 58,9 Mio. € über dem Vorjahreswert. Dies ist vor
allem auf die organische Steigerung des operativen Ergebnisses zurückzuführen. Der negative Cashflow aus Investitionstätigkeit ist in den ersten sechs Monaten 2020
auf 207,1 Mio. € (Vorjahr: 27,4 Mio. €) stark angestiegen. Der Anstieg stammt zum
einen aus dem Erwerb der Anteile an VARTA Consumer Batteries in Höhe von 81,5 Mio
€, die sich aus dem engültigen Kaufpreis in Höhe von 110,9 Mio. € abzüglich der erworbenen
Kassenbeständen in Höhe von 29,4 Mio. € ergeben. Zum anderen resultiert der Anstieg
im Cashflow aus Investitionstätigkeit resultiert aus den Investitionen in das Sachanlagevermögen
zur nachfragebedingten Erweiterung der Produktionskapazitäten bei den Lithium-Ionen-Knopfzellen.
Die Auszahlungen für Investitionen in immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen
(CAPEX) betragen 123,7 Mio. € (Vorjahr 20,0 Mio. €). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit hat sich in den ersten sechs Monaten von
98,3 Mio. € in 2019 auf 31,6 Mio. € in 2020 verringert. In 2019 wurde eine Kapitalerhöhung
durchgeführt die zu einem Mittelzufluss i.H.v. 102,1 Mio. € geführt hat. In 2020 sind
durch die Ziehung einer Tranche des bestehenden Konsortialkredits dem Konzern 40,0
Mio. € zugeflossen. Der Bestand der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente hat sich überwiegend
durch die höhere Investitionstätigkeit reduziert. Zum 30. Juni 2020 betrug er 150,8
Mio. € (30. Juni 2019: 243,4 Mio. €). 4 INVESTITIONEN OHNE M&A (CAPEX) Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden im Konzern
als CAPEX bezeichnet. Dies stellt eine wichtige Steuerungsgröße von produzierenden
Wachstumsunternehmen dar. 2019 hat die VARTA AG ein umfangreiches Investitionsprogramm
begonnen, das im Zeitraum 2019 bis 2021 umgesetzt werden soll. Ziel dieser Investitionen
sind umfangreiche Kapazitätserweiterungen im Segment Microbatteries & Solutions. Die Auszahlungen aus dem Kauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen betragen
in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahr 2020 insgesamt 123,7 Mio. € (Vorjahr:
20,0 Mio. €). Der wesentliche Teil der Investitionen in das Sachanlagevermögen diente der nachfragebedingten
Erweiterung der Produktionskapazitäten bei Lithium-Ionen-Knopfzellen. Weiterhin sind
in regelmäßigen Abständen Ersatzinvestitionen zur Erneuerung der Produktionsanlagen,
zur Entwicklung neuer Produkte sowie für qualitätssichernde Maßnahmen notwendig. ERTRAGSLAGE SEGMENTE Seit Jahresbeginn hat das Unternehmen eine Neusegmentierung seines operativen Geschäfts
vorgenommen und im Segment Microbatteries & Solutions die Geschäftsbereiche Healthcare,
Entertainment und Power Pack Solutions zusammengefasst. Das zweite Segment Household
Batteries umfasst das VARTA Consumer Batteries Geschäft und die Energiespeicher-Lösungen.
Beide Segmente haben in den ersten sechs Monaten positiv zum Umsatz- und Ergebniswachstum
beigetragen. Insbesondere das Segment Microbatteries & Solutions hat das sehr dynamische
Wachstum weiter fortgesetzt und die Profitabilität weiter verbessert. Das mit Abstand
stärkste Wachstum wurde erneut bei den wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Zellen für
Hightech-Consumerprodukte, insbesondere für kabellose Premium-Kopfhörer (Hearables),
erzielt. Das Segment Household Batteries hat sich im ersten Halbjahr besser als erwartet
entwickelt. scroll
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Vorjahreszahlen wurden auf die neue Segmentierung angepasst (restrospektive Pro-forma
Anpassung) Der Umsatz im Segment Microbatteries & Solutions ist in den ersten sechs Monaten
des Geschäftsjahrs 2020 von 140,8 Mio. € auf 239,7 Mio. € gestiegen. Dies entspricht
einem sehr deutlichen Umsatzwachstum von 70,2 % im Vergleich zum Vorjahr. Das mit
Abstand stärkste Umsatzwachstum wird weiter bei den wiederaufladbaren LithiumIonen-Zellen
für Hightech-Consumerprodukte, insbesondere für kabellose Premium-Kopfhörer (Hearables),
erzielt. Hintergrund ist die ungebrochen hohe Kundennachfrage in einem weiter sehr
dynamisch wachsenden Markt. Bei den Hörgerätebatterien wurde die weltweite Marktposition
in einem strukturell wachsenden Markt weiter ausgebaut. Der Konzern profitiert derzeit
von seinem sehr robusten Geschäftsmodell bei primären HörgeräteBatterien und dem im
letzten Geschäftsjahr angelaufenen Neugeschäft mit einer führenden US-amerikanischen
Handelskette. Im Geschäft mit den Power Pack Solutions setzt sich das hohe Wachstum
aufgrund der im letzten Jahr angelaufenen neuen Kundenprojekte fort. Das bereinigte
EBITDA ist von 35,6 Mio. € auf 82,4 Mio. € angestiegen, was einer Steigerung um 131,7
% entspricht. Die Ergebnissteigerung ist auf das starke Wachstum der vergleichsweise
margenstarken Produktgruppen sowie den unterproportionalen Anstieg der Fixkosten durch
die Skalierung des Geschäftsmodells zurückführen. Daraus resultiert eine bereinigte
EBITDA-Marge von 34,4 % im Verhältnis zum Umsatz, was einer Verbesserung der bereinigten
EBITDA-Marge um 9,1 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr entspricht. scroll
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Vorjahreszahlen wurden auf die neue Segmentierung angepasst (restrospektive Pro-forma
Anpassung) Das Segment Household Batteries umfasst das Geschäft der Consumer Batteries und die
Energiespeicherlösungen. Im Vorjahr ist nur das Geschäft mit den Energiespeichern
im Segment-Reporting enthalten. Durch die erstmalige Konsolidierung der VARTA Consumer
Batteries sind Umsatz und bereinigtes EBITDA sehr deutlich gestiegen (Umsatz: + 1.357,4
%; bereinigtes EBITDA: +1.079,8 %). VARTA Consumer Batteries hat sich im Berichtszeitraum
besser als erwartet entwickelt. Durch die Fokussierung auf das Markengeschäft hat
sich die Profitabilität im Vergleich zum Erwerbszeitpunkt bereits verbessert. Das
Geschäft mit Energiespeicher-Lösungen ist in den ersten sechs Monaten sehr dynamisch
und schneller als der Markt gewachsen. Die folgende Tabelle verdeutlicht die Überleitung von dem bisherigen zum neuen Segment-Reporting: scroll
MITARBEITER Die Mitarbeiterzahl ist im Berichtszeitraum um 1.948 bzw. 81,4 % von 2.394 auf 4.342
Mitarbeiter 30. Juni 2020 angestiegen. Durch die abgeschlossene Akquisition von VARTA
Consumer Batteries sind 1.139 Mitarbeiter hinzugekommen. Für die Erweiterung der Produktionskapazitäten
bei Lithium-Ionen Zellen wurden an den beiden Hauptproduktionsstandorten Nördlingen
und Ellwangen 609 zusätzliche Mitarbeiter aufgebaut. 5 PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT Der Zwischenlagebericht zum Halbjahr beinhaltet keine umfangreiche und vollständige
Angabe zum Prognose-, Chancen- und Risikobericht. Diese Erläuterungen sind deshalb
in Verbindung mit dem zum 31. Dezember 2019 veröffentlichten Konzernjahresabschluss
zu lesen. Das Risikomanagementsystem wird gesammelt auf Konzernebene beurteilt und fokussiert
auf strategische, operative, finanzielle und sonstige Risiken. Hierbei werden die
Risiken anhand des Netto-Schadenserwartungswertes als gering, mittel oder hoch eingeordnet. Der Finanzvorstand trägt die Verantwortung für das Chancen- und Risikomanagement,
welches integraler Bestandteil der Unternehmensführung ist. Nach Einschätzung des
Vorstandes sind die Risiken zum Zeitpunkt der Veröffentlichung unverändert als beherrschbar
einzuschätzen. Im Einzelnen sind weiterhin keine bestandsgefährdenden Risiken zu erkennen.
Zugleich besteht weiter die Überzeugung, dass der VARTA AG Konzern weiterhin strategisch
und finanziell gut aufgestellt ist, um sich bietende Chancen zu nutzen. Es wurde zum 30. Juni 2020 eine umfangreiche Überprüfung der Risikosituation durchgeführt. Es ergaben sich im Bereich der operativen, strategischen, finanziellen und Ausfall-Risiken
keine wesentlichen Veränderungen im Vergleich zum 31. Dezember 2019. Zum Stichtag
30. Juni 2020 wurden turnusgemäß die existenzbedrohenden Chancen und Risiken aktualisiert. AUSBLICK Nach der sehr guten Umsatz- und Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr und dem weiterhin
hohen Auftragsbestand erhöht die Gesellschaft die Umsatz- und Ergebnisprognose für
das Geschäftsjahr 2020. Aufgrund der anhaltend sehr hohen Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batterien (CoinPower)
erweitert VARTA die Produktionskapazitäten für Lithium-Ionen Zellen von bisher 200
Mio. Zellen pro Jahr auf jetzt 300 Mio. Zellen jährlich bis Ende 2021. Hierfür plant
die Gesellschaft ein zusätzliches Investitionsvolumen von rund 175 Mio. €. Der Ausbau
wird hauptsächlich am Produktionsstandort in Nördlingen/Deutschland vorgenommen und
durch einen Neubau, der an die bestehende Produktion angrenzt, umgesetzt. Hier wird
erstmalig eine neue Generation von Produktionsanlagen installiert, die zu einer höheren
Produktionsgeschwindigkeit führt und gleichzeitig niedrigere Investitionskosten erfordert.
Damit kann VARTA schnell und flexibel auf die steigende Nachfrage reagieren. Das strukturelle Wachstum der Kernmärkte, die nach eigener Einschätzung starke Marktposition
in diesen Kernmärkten sowie die weiterhin massiven Investitionen in die Erweiterung
der Produktionskapazitäten werden zu einer positiven Geschäftsentwicklung in 2020
und in den Folgejahren führen. Dieser Ausblick beruht auf der Annahme konstanter Währungskurse. Angesichts des sich weltweit ausbreitenden Coronavirus sind negative Einflüsse auf
den VARTA AG Konzern unverändert nicht auszuschließen. Dies könnte sowohl die Produktionsmöglichkeiten
an unseren Standorten, unsere Transportmöglichkeiten zu unseren Kunden als auch Beeinträchtigungen
unserer Lieferanten betreffen. Nicht auszuschließen ist ebenso, dass unsere Kunden
durch eigene Produktionsunterbrechungen zeitweise keine Produkte von uns abnehmen
können. Zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung waren diese Risiken nicht abschätzbar
und konnten deshalb im Rahmen der Planung nicht berücksichtigt werden. VARTA AG Konzern Es wird für 2020 ein Konzernumsatz zwischen 810 Mio. € und 830 Mio. € (bisher 780
Mio. € und 800 Mio. €) erwartet. Das entspricht einem Umsatzwachstum zwischen 123
% und 129 % im Vergleich zum Vorjahr (einschließlich VARTA Consumer). Das organische
Umsatzwachstum, ohne VARTA Consumer, wird zwischen 47 % und 53 % liegen. Das bereinigte Konzern-EBITDA wird für 2020 in einem Korridor zwischen 210 Mio. €
und 215 Mio. € (bisher 175 Mio. € und 185 Mio. €) liegen, und soll damit um 115% bis
121 % im Vorjahresvergleich zulegen (einschließlich VARTA Consumer) im Vergleich zu
2019 wachsen. Das bereinigte EBITDA wird adjustiert um Sondereffekte: Als Sondereffekte
hat der Vorstand (wenn zutreffend) Kosten aus einer Kapitalerhöhung, ergebniswirksame
Effekte aus dem Erstattungsanspruch aus Schuldbeitritt bezüglich der Pensionsverpflichtungen,
Effekte aus aktienbasierter Vergütung, Veräußerungseffekte aus Sale-and-Lease-back
Transaktionen, mögliche Kosten für Restrukturierung sowie Aufwendungen für M & A-Transaktionen
sowie nicht-liquiditätswirksame Effekte aus der Kaufpreisallokation (PPA) definiert. Aufgrund der ungebrochen sehr hohen Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batterien (CoinPower)
werden die Produktionskapazitäten weiter massiv ausgebaut. Für die geplante Erweiterung
der Produktionskapazitäten von bisher 200 Mio. Zellen pro Jahr auf 300 Mio. Zellen
jährlich bis Ende 2021 erhöht die Gesellschaft ihre prognostizierten Auszahlungen
aus dem Kauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen (CAPEX) für 2020 von
bisher 300 bis 330 Mio. € auf 320 bis 360 Mio. €. Segment Microbatteries & Solutions Im Bereich der Hörgerätebatterien soll die nach eigener Einschätzung marktführende
Position in einem strukturell wachsenden Markt weiter ausgebaut werden. Aufgrund der
starken Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batterien für Wireless Headsets im Bereich Entertainment
& Industrial ist eine massive Ausweitung der Produktionskapazitäten geplant. Dies
stellt das größte Wachstumspotenzial im Segment Microbatteries & Solutions dar. Im
Segment Microbatteries & Solutions wird für das Geschäftsjahr 2020 auf vergleichbarer
Basis von einem sehr deutlichen Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich ausgegangen.
Durch die weitere Skalierung des Geschäftsmodells wird von einem sehr deutlichen Anstieg
des bereinigten EBITDA ausgegangen, das sich im Vergleich zum Umsatz weiter überproportional
entwickeln soll. Segment Household Batteries Bei den stationären Energiespeichern wird ein sehr deutliches Wachstum erwartet,
das mindestens dem Marktwachstum entsprechen soll. Das erworbene VARTA Consumer-Geschäft
wird im Geschäftsjahr 2020 einen zusätzlichen Umsatz von rund 300 Mio. € leisten.
Es wird eine EBITDA-Marge im niedrigen zweistelligen Bereich für das Geschäftsjahr
2020 erwartet. In die Prognosen für Chancen und Risiken für die weitere Geschäftsentwicklung fließen
die langjährigen Erfahrungen im Batteriegeschäft ein. Dieser Bericht enthält Angaben
und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft beziehen.
Es wird darauf hingewiesen, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen
über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können. Ellwangen, 13. August 2020 VARTA Aktiengesellschaft scroll
Zwischenabschluss des VARTA AG Konzerns per 30. Juni 2020Konzern-Bilanz zum 30. Juni 2020 (ungeprüft. vorläufig)VARTA Aktiengesellschaft. Ellwangen (Jagst)AKTIVAscroll
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Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.-30.06.2020 (ungeprüft)VARTA Aktiengesellschaft. Ellwangen (Jagst)scroll
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Konzernzwischenabschluss 2020 der VARTA AG per 30. Juni 2020 6 ALLGEMEINE INFORMATIONEN Die VARTA Aktiengesellschaft (VARTA AG) ist ein Unternehmen mit Sitz in Ellwangen
(Jagst), Deutschland, die im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm, Deutschland, unter
HRB 728059 eingetragen ist. Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss des
Unternehmens umfasst das Unternehmen und seine Tochtergesellschaften (zusammen als
"VARTA AG Konzern" bezeichnet). Der Stichtag für diesen Zwischenabschluss für die
VARTA AG, sämtliche Tochtergesellschaften und die Konzernrechnung ist der 30. Juni
2020. Der Zwischenabschluss des Konzerns wird in Euro, der funktionalen Währung des
Unternehmens, dargestellt. Alle in Euro dargestellten Finanzinformationen wurden,
soweit nicht anders angegeben, auf den nächsten Tausender gerundet. Der Zwischenabschluss
wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS),
wie in der EU angewendet, erstellt. Die Geschäftstätigkeiten der VARTA AG, welche sie durch die operativen Tochtergesellschaften
betreibt, umfasst die Produktion, Vertrieb, Forschung und Entwicklung in zwei Geschäftssegmenten:
"Microbatteries & Solutions" und "Household Batteries". Der VARTA AG Konzern ist ein
internationales und global agierendes Unternehmen und kann auf über 130 Jahre Erfahrung
zurückblicken. Die VARTA AG hat ihren Sitz in Ellwangen, VARTA-Platz 1, Deutschland. Die oberste
Muttergesellschaft der VARTA AG ist die Montana Tech Components AG, nachfolgend die
"MTC", (Reinach, Schweiz). Die Aktien der VARTA AG werden am regulierten Markt unter der Wertpapierkennnummer
(WKN) A0TGJ5, der International Securities Identification Number (ISIN) DE000A0TGJ55
sowie dem Börsenkürzel "VAR1" gehandelt. Seit dem 23. Dezember 2019 ist die VARTA
zudem im MDAX und im TecDAX gelistet. 7 VERÄNDERUNGEN IM KONSOLIDIERUNGSKREIS Im Geschäftsjahr 2020 hat sich der Konsolidierungskreis wie folgt entwickelt: scroll
NeugründungenVARTA Consumer Hungaria Kft. Die Gesellschaft VARTA Consumer Hungaria Kft. wurde als Tochtergesellschaft der VARTA
Consumer Batteries Benelux B.V. am 15. Mai 2020 gegründet. Die Gesellschaft, mit Sitz
in Budapest, wurde im Handelsregister unter der Nummer 01-09-358466 eingetragen. Gegenstand
des Unternehmens ist der Handel mit Elektronik und Teilen für Telekommunikation. UnternehmenszusammenschlüsseVARTA Consumer Batteries Am 2. Januar 2020 erwarb der Konzern 100 % der Anteile und Stimmrechte an folgenden
Unternehmen:
Mit Genehmigung der Europäischen Kommission unter Auflagen zum Hörgerätebatteriengeschäft
vom 3. Dezember 2019 trat der Kaufvertrag über die Anteile an den oben genannten Gesellschaften
vom 29. Mai 2019 nach Erfüllung aller Voraussetzungen am 2. Januar 2020 in Kraft.
Die Auflagen haben keine wesentlichen materiellen Auswirkungen auf das bestehende
Hörgerätebatteriengeschäft der VARTA AG. Die erworbenen Unternehmen bilden zusammen den Geschäftsbereich "VARTA Consumer Batteries".
VARTA Consumer Batteries ist einer der europaweit führenden Hersteller von Consumer
Gerätebatterien und konnte sich in zahlreichen europäischen Ländern als Marktführer
positionieren. Die Grundlage für die erfolgreiche Geschäftsentwicklung von VARTA Consumer
Batteries bildet das ausgeprägte europäische Distributionsnetz mit einer Vielzahl
von lokalen Gesellschaften sowie die langjährigen Kundenbeziehungen mit nahezu allen
europäischen Key Retailern. Zum Produktportfolio zählen Batterien, Akkus, Ladegeräte,
Portable Power (Power Banks) und Leuchten. VARTA Consumer Batteries hat Vertriebsgesellschaften
in über 20 Ländern. Mit der Akquisition von VARTA Consumer Batteries erweitert die VARTA AG ihr Produktportfolio
um Gerätebatterien für Endkonsumenten. Der Konzern erhält mit der Akquisition noch
besseren Zugang zu den attraktiven, derzeit noch wenig durchdrungenen Vertriebskanälen
im Handel ("Retail"). Mit dem Zusammenschluss werden die weltweiten VARTA-Markenrechte
für Geräte- und Mikrobatterien sowie Energiespeichersysteme wieder unter dem Dach
der VARTA AG vereint. Dies stärkt den Markenauftritt der VARTA-Produkte in allen Segmenten. Die Gegenleistung sowie die konsolidierte Erwerbsbilanz des erworbenen Geschäftsbetriebs
wurden beim Veräußerer und Erwerber einheitlich auf den 1. Januar 2020 festgelegt;
zwischen dem 1. Januar und 2. Januar 2020 gab es keine relevanten Geschäftsvorfälle. a) Übertragene Gegenleistung Nachstehend ist der zum Erwerbszeitpunkt gültige beizulegende Zeitwert der Gegenleistung
dargestellt: scroll
Zum Closing hat die VARTA AG einen vorläufigen Kaufpreis entrichtet, der auf der
Basis von Bilanzdaten des Geschäftsbereichs VARTA Consumer Batteries per Oktober 2019
festgelegt wurde. Auf der Grundlage der Erwerbsbilanz sah der Anteilskaufvertrag Anpassungen
vor, die zu einer Kaufpreiserstattung führten. Der Anteilskaufvertrag sieht Gewährleistungsregelungen für den Fall vor, dass die
erworbenen Unternehmen Ertragsteuern für Zeiträume bis zum Erwerbsstichtag entrichten
müssen. Nach der vertragsgemäßen Festlegung des Kaufpreises hat der Konzern Ertragsteuern
für vergangene Perioden in Höhe des aktuell erwarteten Betrags der Inanspruchnahme
von T€ 5.218 zurückgestellt und in gleicher Höhe einen entsprechenden Vermögenswert
für die steuerliche Entschädigung aus der vertraglichen Gewährleistung eingebucht.
Der Vermögenswert wird auf der Grundlage der vertraglichen Vereinbarung und der Bonität
des Veräußerers als werthaltig eingeschätzt. b) Mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten Im Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2019 waren mit dem Unternehmenszusammenschluss
verbundene Kosten von T€ 3.731 für Due Diligence, Rechtsanwalts-, Bank- und Notargebühren
angefallen. Hiervon waren T€ 3.071 in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und
T€ 660 in den Finanzaufwendungen der VorjahresGewinn- und Verlustrechnung erfasst. Im Zwischenabschluss des laufenden Geschäftsjahres 2020 sind mit dem Unternehmenszusammenschluss
verbundene Kosten von T€ 1.147 angefallen. Diese Kosten sind in den sonstigen betrieblichen
Aufwendungen erfasst. c) Identifizierbare erworbene Vermögenswerte und übernommene Schulden Nachstehend sind die für die Hauptgruppen von erworbenen Vermögenswerten und übernommenen
Schulden zum Erwerbszeitpunkt erfassten Beträge zusammengefasst: scroll
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfassen Bruttobeträge der vertraglichen
Forderungen von T€ 93.446, wovon T€ 3.052 zum Erwerbszeitpunkt als voraussichtlich
uneinbringlich eingeschätzt wurden. Im Rahmen der Due Diligence-Untersuchungen zum Erwerb stellte sich heraus, dass bestehende
Vereinbarungen über die Erbringung von Dienstleistungen durch den Geschäftsbereich
VARTA Consumer Batteries für den Veräußerer in den Bereichen Vertrieb, Marketing und
Verwaltung durch Beendigung seitens des Veräußerers nach der Transaktion nicht mehr
fortgeführt werden und insoweit wesentliche Gemeinkosten des Geschäftsbereich VARTA
Consumer Batteries nicht mehr gedeckt werden können. Im Rahmen von detaillierten Untersuchungen
wurden die damit zusammenhängenden Auswirkungen auf das operative Ergebnis ermittelt.
Gleichzeitig wurden entsprechende Analysen zur Restrukturierung der betroffenen Funktionen
erstellt, um die Auswirkungen auf das operative Ergebnis zu minimieren und zeitlich
zu begrenzen. Sowohl die Auswirkungen auf das operative Ergebnis als auch die zu erwartenden
Restrukturierungsaufwendungen wurden kaufpreismindernd berücksichtigt. In diesem Zusammenhang hat die VARTA AG unmittelbar nach dem Erwerbsstichtag einen
Restrukturierungsplan beschlossen, der im Jahr 2020 umgesetzt wird. Die für die Umsetzung
des Restrukturierungsplans geschätzten Aufwendungen belaufen sich aktuell auf rd.
T€ 25.000. Da die Voraussetzungen für eine Restrukturierungsrückstellung erst nach
dem Erwerbsstichtag vorlagen, enthält das identifizierbare erworbene Nettovermögen
keine Restrukturierungsrückstellung. Vorläufig bewertete Vermögenswerte: Die Beträge für die identifizierbaren immateriellen Vermögenswerte von VARTA Consumer
Batteries (Marke, patentierte und unpatentierte Technologie, vertragliche und nichtvertragliche
Kundenbeziehungen) sind noch vorläufig, da die Arbeiten zur unabhängig durchgeführten
Kaufpreisallokation zum Zeitpunkt der Genehmigung des Zwischenabschlusses zur Veröffentlichung
noch nicht abgeschlossen waren. Die Beträge für die Sachanlagen sind noch vorläufig, da die unabhängig durchgeführte
Neubewertung von Leasingverhältnissen nach IFRS 16 noch nicht abgeschlossen ist. Darüber
hinaus ist die unabhängig durchgeführte Bewertung des eigenen Sachanlagevermögens
noch nicht final. Die Beträge für die Vorräte sind noch vorläufig, da die Abschläge für die noch erforderlichen
Kosten für die Fertigstellung bzw. den Verkauf sowie die angemessenen Gewinnaufschläge
auf die noch ausstehenden Kosten nicht final ermittelt sind. Die vorliegende Erwerbsbilanz basiert auf ungeprüften konsolidierten Daten des Geschäftsbereichs
VARTA Consumer Batteries, die ursprünglich nach US-GAAP erstellt und nach IFRS konvertiert
wurden. Es ist möglich, dass sich im Rahmen der Prüfung einzelner Bilanzposten noch
Anpassungen oder Umgliederungen nach IFRS bzw. Prüfungsanpassungen ergeben. d) Geschäfts- oder Firmenwert Der vorläufige Geschäfts- oder Firmenwert infolge des Erwerbs wurde wie folgt erfasst: scroll
Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert vor allem aus Absatzsynergien aus dem Zugang
für Produkte der VARTA AG zu den Vertriebskanälen im Handel ("Retail") sowie den Fähigkeiten
der Belegschaft. Der Geschäftsoder Firmenwert ist voraussichtlich nicht steuerlich
abzugsfähig. e) Erlös- und Ergebnisbeiträge Zwischen dem 1. Januar und 30. Juni 2020 trug der erworbene Geschäftsbetrieb Umsatzerlöse
von T€ 138.350 und einen Verlust von T€ 5.916 zum Ergebnis des Konzerns bei. Der Verlust
ist begründet durch Abschreibungen auf Aufstockungsbeträge im Rahmen der Kaufpreisallokation
sowie durch die im Rahmen des Restrukturierungsplans angefallenen Restrukturierungskosten. Mezzanin Finanzierungs GmbH Am 2. April 2020 erwarb der Konzern 100 % der Anteile und Stimmrechte an der Mezzanin
Finanzierungs GmbH, Wien/Österreich. Die Mezzanin Finanzierungs GmbH wiederum hält
80 % der Anteile und Stimmrechte an der CONNEXIO alternative investment holding GmbH
(vormals: CONNEXIO alternative investment holding AG), Wien/Österreich. Der Konzern
hielt zum Zeitpunkt des Erwerbs bereits 20 % der Anteile an der CONNEXIO alternative
investment holding GmbH. Darüber hinaus hält die Mezzanin Finanzierungs GmbH 100 %
der Anteile an der VAMI-SK neunzehn GmbH, Graz/Österreich. Mit dem Anteilserwerb hat der Konzern die Beherrschung über die Mezzanin Finanzierungs
GmbH, die CONNEXIO alternative investment holding GmbH und die VAMI-SK neunzehn GmbH
erlangt. Die erworbenen Gesellschaften stellen isoliert betrachtet keinen Geschäftsbetrieb
im Sinne von IFRS 3 dar, da es sich um rechtliche Hüllen ohne Ressourceneinsatz, Verfahren
und Leistungen handelt. Insoweit liegt mit diesem Erwerb in eigenständiger Betrachtung
kein Unternehmenszusammenschluss, sondern ein Erwerb von Vermögenswerten vor (IFRS
3.3). Allerdings steht der Erwerb in unmittelbarem Zusammenhang mit dem nach dem Zwischenabschlussstichtag
erfolgten Erwerb von 82,26 % Anteile an der VARTA Micro Innovation GmbH, Graz/Österreich
(siehe hierzu unten unter dem Abschnitt Ereignisse nach dem Bilanzstichtag). Die Transaktionsschritte
und die vorgesehenen Entwurfsverträge zu den verschiedenen Anteilserwerben wurden
in einer Rahmenvereinbarung am 30. März 2020 festgelegt. Da es sich um verknüpfte
Transaktionen handelt, sind die Erwerbe insgesamt als Unternehmenszusammenschluss
zu sehen. Die in der aktuellen Berichtsperiode durchgeführte Transaktion deckt einen
Teil des Unternehmenszusammenschlusses ab. Aufgrund der vorab vertraglich vereinbarten gesellschafts- und schuldrechtlichen
Maßnahmen bei der VARTA Micro Innovation GmbH und der daraus resultierenden zeitlichen
Abfolge der Einzeltransaktionen fällt der Erwerb der Mezzanin Finanzierungs GmbH,
der CONNEXIO alternative investment holding GmbH sowie der VAMI-SK neunzehn GmbH in
das zweite Quartal und der Erwerb der VARTA Micro Innovation GmbH in das dritte Quartal
des Geschäftsjahres 2020. Im Hinblick auf den bereits bestehenden Anteil von 20 %
an der CONNEXIO alternative investment holding GmbH liegt ein sukzessiver Erwerb vor. Aus dem im zweiten Quartal erfolgten Teilerwerb resultieren Synergien in Form von
steuerlichen Verlustvorträgen, die für die spätere Nutzung durch den Konzern vorgesehen
sind. a) Übertragene Gegenleistung Nachstehend ist der zum Erwerbszeitpunkt gültige beizulegenden Zeitwert der Gegenleistung
dargestellt: scroll
Der bei der Neubewertung des bestehenden Eigenkapitalanteils von 20 % an der CONNEXIO
alternative investment holding GmbH entstehende Gewinn beläuft sich auf T€ 86 und
ist im sonstigen betrieblichen Ertrag enthalten. b) Mit dem Erwerb verbundene Kosten Im Konzern sind mit dem Erwerb verbundene Kosten von T€ 138 für Rechtsanwalts-, Beratungs-
und Notargebühren angefallen, die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst
sind. Die Kosten enthalten auch vorbereitende Kosten für die nachgelagerten Transaktionsschritte,
welche noch nicht im vorliegenden Zwischenabschluss abgebildet sind; eine Aufteilung
auf den vorliegenden Erwerb und den Erwerb nach dem Zwischenabschlussstichtag wäre
aufgrund des Gesamtzusammenhangs nur artifiziell möglich. c) Identifizierbare erworbene Vermögenswerte und übernommene Schulden Nachstehend sind die für die Hauptgruppen von erworbenen Vermögenswerten und übernommenen
Schulden zum Erwerbszeitpunkt erfassten Beträge zusammengefasst: scroll
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte enthalten Forderungen aus Umsatzsteuer
zum beizulegenden Zeitwert. In der vorliegenden Transaktion entstand aufgrund des Erwerbs einzelner Vermögenswerte
ohne Vorliegen eines Geschäftsbetriebs kein Geschäfts- oder Firmenwert. Vorläufig bewertete Vermögenswerte:
d) Erlös- und Ergebnisbeiträge Zwischen 2. April und 30. Juni 2020 trugen die erworbenen Gesellschaften Umsatzerlöse
von T€ 0 und einen Verlust von T€ 52 zu dem Ergebnis der Gruppe bei. Hätte auch der Erwerb der Mezzanin Finanzierungs GmbH und ihrer Tochterunternehmen
bereits am 1. Januar 2020 stattgefunden, wären in der Gewinn- und Verlustrechnung
des Konzerns konsolidierte Umsatzerlöse von T€ 390.678 und ein konsolidierter Gewinn
nach Steuern in Höhe von T€ 39.822 entstanden. Die in den Konsolidierungskreis einbezogenen Gesellschaften sind im Kapitel 39 aufgeführt
(vgl. Erläuterungen 39 "Beteiligungsgesellschaften") 8 ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNRECHNUNGSLEGUNG8.1 ÜBEREINSTIMMUNGSERKLÄRUNG Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2020 wurde nach den Grundsätzen der International
Financial Reporting Standards, Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34), erstellt.
Der verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde auf Basis aller am Stichtag IAS / IFRS,
die das International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht hat sowie aller
Interpretationen (IFRIC/SIC) des International Financial Reporting Interpretations
Committee bzw. des Standing Interpretations Committee erstellt, sofern diese von der
Europäischen Union im Endorsement-Verfahren übernommen wurden. Der vorliegende Zwischenbericht
umfasst nicht alle Anhangangaben, die üblicherweise in einem Jahresabschluss enthalten
sind. Daher ist dieser Bericht in Verbindung mit dem zum 31. Dezember 2019 erstellten
Konzernjahresabschluss zu lesen. Vom Wahlrecht zur Aufstellung eines verkürzten Zwischenabschlusses wird Gebrauch
gemacht. Alle zum 30. Juni 2020 verbindlichen Interpretationen des International Financial
Reporting Interpretations Committee (IFRIC) werden zugrunde gelegt. Ferner steht dieser
Zwischenbericht im Einklang mit dem Deutschen Rechnunglegungs Standard Nr. 16 (DRS
16 Zwischenberichterstattung) des Deutschen Rechnungslegungs Standard Committee e.V.
(DRSC). Auf Grund der fehlenden Verpflichtung zur Prüfung des Halbjahresabschlusses, wurde
der Zwischenbericht keiner Prüfung oder prüferischen Durchsicht eines Wirtschaftsprüfers
unterzogen. 8.2 UNTERNEHMENSFORTFÜHRUNG Entsprechend IAS 1.25 erfolgte die Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses unter
der Annahme der Unternehmensfortführung. 8.3 KONSOLIDIERUNGSMETHODEN Der Konsolidierungskreis umfasst alle Gesellschaften, welche die VARTA AG direkt
oder indirekt beherrscht. Von Beherrschung wird dann gesprochen, wenn die VARTA AG
die Mehrheit der Stimmrechte (unter Einbezug potenzieller Stimmrechte) hält bzw. aufgrund
einer beherrschenden Stellung die Finanz- und Geschäftspolitik mittelbar oder unmittelbar
bestimmen und somit Nutzen aus der Geschäftstätigkeit ziehen kann. Diese Gesellschaften
werden voll konsolidiert. Die Erstkonsolidierung von Tochtergesellschaften erfolgt
zum Zeitpunkt der Kontrollübernahme. Zu dem Zeitpunkt, an dem die Kontrolle endet,
werden die Tochtergesellschaften entkonsolidiert. Konzerninterne Gewinne und Verluste, Aufwendungen und Erträge sowie die zwischen
konsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden
eliminiert. Gemeinschaftsunternehmen, an denen die VARTA AG direkt oder indirekt mit 50 % beteiligt
ist, beziehungsweise für welche die Führungsverantwortung paritätisch wahrgenommen
wird, werden nach der "Equity- Methode" gemäß IAS 28 bilanziert. In den Erläuterungen 39 "Beteiligungsgesellschaften" sind die konsolidierten Gesellschaften
in einer Tabelle dargestellt. 8.4 BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE Für den verkürzten Konzernzwischenabschluss werden dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
angesetzt, wie sie bereits im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 verwendet wurden.
Eine detaillierte Beschreibung dieser Methoden ist im Konzernabschluss zum 31. Dezember
2019 enthalten. Änderungen, die sich aus der Erstanwendung / Änderung von neuen Standards
ergeben, werden in den Erläuterungen dargestellt. 8.5 FUNKTIONALE UND DARSTELLUNGSWÄHRUNG Die Konzernwährung ist der Euro. Soweit nichts anderes vermerkt ist, werden alle
Betragsangaben in tausend Euro (T€) angegeben. Wir weisen darauf hin, dass Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden
Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten können. 9 WESENTLICHE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE9.1 WÄHRUNGSUMRECHNUNG Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse mit wesentlichem Einfluss
auf die verkürzte Konzernrechnung stellen sich wie folgt dar: scroll
Es resultieren weitere Wechselkurseffekte aus chinesischem Yuan (CNY), britischen
Pfund (GBP), norwegischen Kronen (NOK), ungarischen Forint (HUF), schweizerischen
Franken (CHF), schwedischen Kronen (SEK), kroatischen Kuna (HRK), bulgarischen Lew
(BGN), tschechischen Kronen (CZK), dänischen Kronen (DKK) und rumänischem LEU (RON),
diese sind jedoch für den VARTA AG Konzern nicht wesentlich. 9.2 ÄNDERUNGEN DER RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZEIm Jahr 2020 erstmals angewandte Rechnungslegungsvorschriften Nachfolgend werden die Auswirkungen der ab 01. Januar 2020 neu angewendeten Rechnungslegungsmethoden
offengelegt. Für den Konzern haben sich keine wesentlichen Auswirkungen ergeben. Änderungen am Rahmenkonzept zur Rechnungslegung Im neuen Rahmenkonzept (Framework) sind überarbeitete Definitionen von Vermögenswerten
und Schulden sowie neue Leitlinien zu Bewertung und Ausbuchung, Ausweis und Angaben
enthalten. Das neue Rahmenkonzept stellt keine grundlegende Überarbeitung des Dokuments
dar, wie ursprünglich beabsichtigt war, als das Projekt 2004 aufgenommen wurde. Vielmehr
hat sich der IASB auf jene Themengebiete beschränkt, die bis dato ungeregelt waren
oder die erkennbare Defizite aufwiesen, die es abzustellen galt. Das überarbeitete
Rahmenkonzept ist nicht Gegenstand des Endorsementverfahrens. Zusammen mit dem überarbeiteten Rahmenkonzept hat der IASB auch Änderungen der Verweise
auf das Rahmenkonzept in einigen Standards herausgegeben. Darin finden sich Änderungen
an IFRS 2, IFRS 3, IFRS 6, IFRS 14, IAS 1, IAS 8, IAS 34, IAS 37, IAS 38, IFRIC 12,
IFRIC 19, IFRIC 20, IFRIC 22 und SIC -32. Die Änderungen an den Standards infolge
der Veröffentlichung des neuen Rahmenkonzepts sind Gegenstand des Endorsementverfahrens. IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse Die eng umrissenen Änderungen an IFRS 3 zielen darauf ab, die Probleme zu lösen,
die aufkommen, wenn ein Unternehmen bestimmt, ob es einen Geschäftsbetrieb oder eine
Gruppe von Vermögenswerten erworben hat. Die Probleme resultieren daraus, dass die
Bilanzierungsvorschriften für Geschäfts- oder Firmenwerte, Erwerbskosten und latenten
Steuern beim Erwerb eines Geschäftsbetriebs anders sind als beim Erwerb einer Gruppe
von Vermögenswerten. Änderungen im Zusammenhang mit der IBOR-Reform Durch die Änderungen an IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7 sollen Auswirkungen, die sich durch
die Reform von Referenzzinssätzen (sog. IBOR-Reform) auf die Finanzberichterstattung
ergeben, gemildert werden. Die Änderungen zielen darauf ab, dass bilanzielle Sicherungsbeziehungen
(Hedge Accounting) trotz der mit der erwarteten Ablösung verschiedener Referenzzinssätze
verbundenen Unsicherheiten fortbestehen bzw. weiterhin designiert werden können. Änderungen des IAS 1/IAS 8 - Änderungen in Bezug auf die Definition von "wesentlich" Mit den Änderungen wird in den IFRS ein einheitlicher und genauer umrissener Definitionsbegriff
der Wesentlichkeit von Abschlussinformationen geschaffen und durch begleitende Beispiele
ergänzt. In diesem Zusammenhang findet eine Harmonisierung der Definitionen aus dem
Rahmenkonzept, IAS 1, IAS 8 und dem IFRS Practice Statement 2 Making Materiality Judgements
statt. 9.3 NEUE UND GEÄNDERTE IFRS-STANDARDS NACH DEM 30. JUNI 2020 Die folgenden neuen und revidierten Standards und Interpretationen wurden verabschiedet,
treten aber erst später in Kraft und wurden in der vorliegenden Konzernrechnung nicht
frühzeitig angewendet. Ebenso plant das Unternehmen keine frühzeitige Anwendung. Soweit
im Folgenden nicht anders angegeben, werden die Auswirkungen derzeit geprüft. scroll
Die folgenden vom IASB veröffentlichten Neuerungen und Änderungen sind noch nicht
verpflichtend anzuwenden und werden von VARTA AG bislang auch noch nicht angewendet.
Der Konzern geht derzeit davon aus, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen auf
den Konzernabschluss ergeben werden. IFRS 17 - Versicherungsverträge Der Standard regelt die Bilanzierung von Versicherungsverträgen. IFRS 17 ersetzt
den bisher gültigen Übergangsstandard IFRS 4. In den Anwendungsbereich fallen Versicherungsverträge, Rückversicherungsverträge sowie Kapitalanlageverträge mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung.
Nach IFRS 17 werden Versicherungsverträge grundsätzlich nach dem allgemeinen Modell bewertet.
Darunter werden für eine Gruppe von Versicherungsverträgen bei erstmaligem Ansatz
der Erfüllungswert und die vertragliche Servicemarge ermittelt. In Abhängigkeit davon,
worauf sich Änderungen der zugrundeliegenden Parameter beziehen, wird im Rahmen der
Folgebewertung entweder das versicherungstechnische Ergebnis oder die versicherungstechnischen
Finanzerträge/-aufwendungen berührt bzw. es kann zunächst zu einer Anpassung der vertraglichen
Servicemarge kommen, die erst in späteren Perioden die Gewinn- und Verlustrechnung
berührt. Änderungen des IAS 1 - Änderungen in Bezug auf die Klassifizierung von Verbindlichkeiten in kurzoder langfristig Mit den Änderungen wird in den IFRS ein allgemeingültigerer Ansatz für die Klassifizierung
von Verbindlichkeiten eingeführt, der auf den vertraglichen Vereinbarungen aufbaut,
welche zum Berichtsstichtag vorliegen. Die Änderungen betreffen nur den Ausweis der
Verbindlichkeiten in der Darstellung der finanziellen Lage - nicht den Betrag oder
den Zeitpunkt der Erfassung von Vermögenswerten, Schulden, Erträgen oder Aufwendungen
oder die Angaben, die Unternehmen zu diesen Posten leisten. IFRS 10/IAS 28 - Verkauf oder Einlage von Vermögenswerten zwischen einem Anleger und einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen Die Änderungen reagieren auf einen Konflikt in den bestehenden Leitlinien und die
daraus resultierende Vielfalt in der Praxis. Wenn eine Muttergesellschaft bei einer
Transaktion mit einem assoziierten Unternehmen oder einem Joint Venture (JV) die Kontrolle
über eine Tochtergesellschaft verliert, besteht ein Konflikt zwischen den bestehenden
Richtlinien zur Konsolidierung und zur Bilanzierung nach der Equity-Methode. Nach
dem Konsolidierungsstandard erfasst die Muttergesellschaft den vollen Gewinn aus dem
Verlust der Kontrolle. Nach dem Standard für assoziierte Unternehmen und JVs erfasst
die Muttergesellschaft den Gewinn jedoch nur im Umfang der Anteile nicht verbundener
Investoren an dem assoziierten Unternehmen oder JV. Als Reaktion auf diesen Konflikt
und die daraus resultierende unterschiedliche Praxis veröffentlichte das IASB am 11.
September 2014 den Verkauf oder die Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem
Investor und seinem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture (Änderungen an IFRS
10 und IAS 28). Der Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Änderungen wurde nun bis zum
Abschluss einer umfassenderen Überprüfung verschoben. 10 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG Den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die Segmentberichterstattung liegen
die im vorliegenden Konzernabschluss verwendeten IFRS zugrunde. Der Vorstand steuert
nach dem bereinigten EBITDA, um trotz der steigenden Investitionen in das Sachanlagevermögen
und der daraus resultierenden Abschreibungen die operative Performance beurteilen
zu können. Ergebnisanteile von nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogenen
Unternehmen, sind in der Segmentberichterstattung nicht enthalten, da diese nicht
Bestandteil des berichteten EBIT und bereinigten EBITDA sind und auch sonst nicht
regelmäßig an den Vorstand berichtet werden. Die Eliminierungen konzerninterner Verflechtungen zwischen den Segmenten werden in
der Überleitungsspalte zusammengefasst angegeben. Darüber hinaus beinhaltet die Überleitungsspalte
Sachverhalte, die keinem Segment direkt zugeordnet werden können, bspw. die Effekte
aus der aktienbasierten Vergütung. Im Folgenden werden die Steuerungsgrößen, die zur Beurteilung der Leistungen der
operativen Segmente herangezogen werden, dargestellt: Informationen nach berichtspflichtigen Segmenten:scroll
scroll
In der Überleitung zum EBITDA des Konzerns sind folgende Sachverhalte enthalten: scroll
In den Positionen "Nicht dem Kerngeschäft zuordenbar" werden Positionen dargestellt,
welche keinem Segment zugeordnet werden. In den Umsatzerlösen sind im Wesentlichen
die Umsatzerlöse aus IT-Dienstleistung in Höhe von T€ 128 (2019: T€ 372) enthalten.
Die Effekte in Erträgen und Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Sondereffekten
zusammen, welche keinem Segment direkt und den Effekten im Rahmen der Restrukturierung/
Integration, welche dem Segment Household Batteries zugeordnet werden können. In der Spalte "Sondereffekte" werden Sachverhalte dargestellt, die in der Bereinigung
des EBITDA berücksichtigt sind. Im Geschäftsjahr 2020 existieren solche Sachverhalte
bei der VARTA AG und bei den VARTA Consumer Gesellschaften. Die "Sondereffekte" aus
den M&A Transaktionen in Höhe von T€ 898 sowie Effekte aus der aktienbasierten Vergütung
in Höhe von T€ 499 (2019: T€ 1.385) werden der VARTA AG als Mutterunternehmen zugerechnet.
Im Bereich "Household Batteries" werden "Sondereffekte" der Integration und Restrukturierung
im Zuge der Akquisition des VARTA Consumer-Geschäftes im Geschäftsjahr 2020 dargestellt.
Die Effekte aus der Restrukturierung belaufen sich auf T€ 10.188 und die Integrationskosten
liegen bei T€ 387. Zusätzlich kommen T€ 8.661 aus der Vorratsbewertung im Zuge der
PPA. In der folgenden Tabelle wird die Überleitung des EBITDAs der Segmente auf das Ergebnis
vor Steuern dargestellt: scroll
Geographische Segmentinformationen Die nachfolgende Darstellung zeigt die Umsatzerlöse des Konzerns aufgeteilt nach
bestimmten geographischen Standorten. Bei der Darstellung dieser Informationen auf
geografischer Grundlage basieren die Umsatzerlöse eines Segments auf den geografischen
Standorten der Kunden und die Vermögenswerte eines Segments auf den geografischen
Standorten der Vermögenswerte. scroll
*
Die Umsatzerlöse richten sich nach dem Sitz des Kunden. Die Umsätze der Regionen Asien und Amerika sind im Wesentlichen dem Segment "Microbatteries"
zuzuordnen. Produkte und Dienstleistungen Die Umsatzerlöse und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Vertragsvermögenswerte
des Konzerns teilen sich folgendermaßen auf Produkte und Dienstleistungen auf: scroll
Bedeutende Kunden In 2020 betrug der Umsatz mit einem bestimmten Kunden T€ 103.917, dies entspricht
einem Umsatzanteil von mehr als 10% vom Konzernumsatz. Der Umsatz ist dem Segment
,Microbatteries & Solutions' zuzuordnen. 11 SACHANLAGEVERMÖGENscroll
scroll
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungenscroll
scroll
Der wesentliche Teil der Investitionen in das Sachanlagevermögen diente der nachfragebedingten
Erweiterung der Produktionskapazitäten bei den Lithium-Ionen-Knopfzellen. Die Abschreibungen
haben sich von T€ 18.447 in 2019 auf T€ 19.886 zum Halbjahr 2020 erhöht. Damit liegen
die Abschreibungen bereits jetzt über dem Vorjahresniveau. Dies ist insbesondere auf
die nachfragebedingten Investitionen in das Sachanlagevermögen aufgrund der Erweiterung
der Produktionskapazitäten sowie eine Verkürzung der Nutzungsdauern im Bereich der
CoinPower-Zellenfertigung durch Ausweitung des Schichtmodells zurückzuführen. Ein weiterer Grund für die Erhöhung des Sachanlagevermögens stammt aus dem Erwerb
des VARTA Consumer-Geschäfts. Diese steuerte dem Konzern ein Sachanlagevermögen i.H.v.
T€ 64.595 bei (vorläufiger Wert). Weiterhin sind in regelmäßigen Abständen Ersatzinvestitionen zur Erneuerung der Produktionsanlagen,
zur Entwicklung neuer Produkte sowie für qualitätssichernde Maßnahmen notwendig. Für das Sachanlagevermögen bestanden keine Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen
während der Geschäftsjahre 2019 und 2020. Das Bestellobligo aus dem Kauf von Sachanlagevermögen
beträgt T€ 186.706 (31.12.2019: T€ 153.516). 12 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTEscroll
scroll
Durch die erstmaligen Akquisition des VARTA Consumer-Geschäfts gingen dem Konzern
T€ 73.896 immaterielle Vermögenswerte zu (vorläufige Werte). Der größte Anteil beinhaltet
hierbei das Markenrecht i.H.v. T€ 68.730 (vorläufiger Wert). Von den aktivierten Eigenleistungen in Höhe von T€ 2.579 (2019: T€ 8.330) wurden
im Jahr 2020 selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, welche noch nicht zur Nutzung
bereit sind, in Höhe von T€ 1.283 (2019: T€ 1.340) erfasst. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen wurden erfolgswirksam in der Gewinn- und
Verlustrechnung in Höhe von T€ 8.501 erfasst (2019: T€ 15.505). Für immaterielle Vermögenswerte bestanden keine Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen
während der Geschäftsjahre 2019 und 2020. 13 LEASING Der Konzern mietet verschiedene Büro-, Lagergebäude sowie Anlagen und Fahrzeuge.
Mietverträge werden in der Regel für feste Zeiträume von 2 bis 10 Jahren abgeschlossen,
können jedoch Verlängerungsoptionen beinhalten oder in Einzelfällen auch unbefristet
sein. Die Entwicklung des geleasten Anlagevermögens ist in den Erläuterungen 11 "Sachanlagevermögen"
dargestellt. Die Summe der künftigen Leasingzahlungen aufgrund unkündbarer Leasingverträge beträgt: scroll
scroll
Mit der WertInvest Ellwangen Immobilien GmbH besteht ein Sale & Lease Back Vertrag
seit 2015. Der Vertrag besteht seitdem unverändert fort. Seit dem erworbenen VARTA Consumer-Geschäft bestehen im Konzern Untermietverhältnisse
mit dem früheren Eigentümer Spectrum Brands. Im Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS 16
wurden die Nutzungsrechte aus dem Hauptleasingverhältnis in den als Finanzinvestitionen
gehaltenen Immobilien ausgewiesen und mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der
Konzern hat die Einstufung der Untermietverträge auf Grundlage des Nutzungsrechtes
vorgenommen und ist zu dem Schluss gekommen, dass es sich nach IFRS 16 um ein Operating-Leasingverhältnisse
handelt. Variable Leasingzahlungen, Restwertgarantien sowie Verlängerungs- und Kündigungsoptionen
kommen momentan nicht zum Tragen. 14 ANDERE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTEscroll
Im Vorjahr wurden unter den Ausleihungen langfristige Forderungen gegenüber nahestehenden
Unternehmen in Höhe von T€ 548 ausgewiesen. Zum 30. Juni 2020 haben sich die Ausleihungen
aufgrund von Konsolidierungseffekten aus dem VARTA Consumer-Geschäft auf T€ 333 reduziert
(vorläufiger Wert). 15 VORRÄTE Die Vorräte können in folgende Positionen aufgeteilt werden: scroll
Die Vorräte sind im Geschäftsjahr 2020 aufgrund des gestiegenen Umsatzvolumens und
der erstmaligen konsolidierten VARTA Consumer (vorläufige Werte) angestiegen. Der
Betrag von Wertminderungen von Vorräten der in der Berichtsperiode als Aufwand erfasst
wurde beträgt T€ 593 (2019: T€ 1.304). Der Betrag von vorgenommenen Wertaufholungen,
der als Verminderung des Materialaufwands in der Berichtsperiode erfasst wurde beträgt
T€ 398 (2019: T€ 81). Der Buchwert der wertgeminderten Vorräte beträgt T€ 13.074 (2019:
T€ 7.829). 16 FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND VERTRAGSVERMÖGENSWERTEscroll
Die bestehenden Nettoforderungen sind durch den Rahmenvertrag zum Forderungsverkauf,
per 30. Juni 2020, um T€ 8.095 (2019: T€ 7.911) gemindert. Die Forderungen gegen Dritte (Brutto) sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 75.941
gestiegen. Dieser Anstieg ist zum einem auf das gestiegene operative Geschäft und
zum anderen auf dem Erwerb des VARTA Consumer-Geschäfts zurückzuführen (vorläufige
Werte). Die Vertragsvermögenswerte betreffen im Wesentlichen Ansprüche des Konzerns auf Gegenleistung
aus Produkten, welche in Konsignationslagern liegen und somit zum Bilanzstichtag noch
nicht abgerechnet waren. Außerdem sind in den Vertragsvermögenswerten kundenspezifische
Produkte ausgewiesen, welche ebenfalls auf Lager liegen. Die Vertragsvermögenswerte
werden in die Forderungen umgegliedert, wenn der Konzern eine Rechnung an den Kunden
ausstellt. Der Anstieg ist vor allem auf den Erwerb des VARTA Consumer-Geschäfts zurückzuführen
(vorläufige Werte). 17 SONSTIGE VERMÖGENSWERTEscroll
Unter den langfristigen sonstigen Vermögenswerten wird der Erstattungsanspruch aus
dem im Juni 2017 getätigten Schuldbeitritt in Höhe von T€ 18.761 (2019: T€ 17.907)
ausgewiesen. Die kurzfristigen sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Forderungen aus Förderprojekten in Höhe von T€ 13.499 bestehen im Wesentlichen
gegen die Europäische Kommission und betreffen staatliche Zuschüsse für zwei Projekte,
in dem der Konzern als Koordinator fungiert und die Zuschüsse treuhänderisch vom Fördergeber
erhält und verwaltet. Die zum 30. Juni 2020 bestehenden weitergeleiteten Vorschusszahlungen
an die beteiligten Kooperationspartner betragen T€ 10.951 (2019: T€ 7.085). Die Erhöhung
der Forderungen aus Förderprojekten von T€ 4.156 resultiert aus weiteren, neuen Förderprojekten. Bei den sonstigen Steuerforderungen handelt es sich im Wesentlichen um Umsatzsteuerforderungen.
Diese erhöhten sich um T€ 4.989 von T€ 3.658 in 2019 auf T€ 8.643 in 2020 und sind
auf den Erwerb des VARTA Consumer-Geschäfts zurückzuführen (vorläufige Werte). Der Anstieg der sonstigen Forderungen (vorläufiger Wert) ist im Wesentlichen auf
den Erwerb des VARTA Consumer-Geschäfts zurückzuführen. Im Kaufvertrag mit Energizer
Holdings Inc. wurde zusätzlich ein Steuererstattungsanspruch vereinbart, der den Ausgleich
von Steuern aus den Zeiträumen vor dem Erwerb des VARTA Consumer-Geschäfts regelt.
Zum 30. Juni 2020 ergibt sich dadurch eine vorläufige Forderung i.H.v. T€ 5.219. 18 ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente können wie folgt aufgegliedert werden: scroll
In der Position "Guthaben bei Kreditinstituten" sind Festgelder mit einer Laufzeit
von bis zu drei Monaten in Höhe von T€ 60 (2019: T€ 19.494) enthalten. In 2019 wurde
eine Kapitalerhöhung durchgeführt die zu einem Anstieg des Guthabens bei Kreditinstituten
geführt hat. Es wurde eine kurzfristige Anlage von freier Liquidität in Höhe von T€ 23.772 (2019:
T€ 42.117) an ein nahestehendes Unternehmen zu fremdvergleichsüblichen Konditionen
getätigt (vgl. Erläuterungen 38 "Nahestehende Personen Und Gesellschaften"). Es handelt
sich um kurzfristige hochliquide Finanzinvestitionen, die jederzeit in festgelegte
Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken
unterliegen (Zahlungsmitteläquivalente). 19 LATENTE STEUERN Durch die erstmalig konsolidierte VARTA Consumer Gesellschaft sind die latenten Steuern
um T€ 10.155 angestiegen (vorläufiger Wert). 20 EIGENKAPITAL Das Eigenkapital des VARTA AG Konzerns hat sich 2020 wie folgt entwickelt: scroll
scroll
*
Gewinnrücklagen inklusive Jahresergebnis 21 ERGEBNIS JE AKTIE Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie* basiert auf dem den Aktionären zurechenbaren
Gewinn und einem gewichteten Durchschnitt der im Umlauf gewesenen Aktien. Da weder
im Berichtszeitraum noch im Vorjahreszeitraum Sachverhalte vorlagen, aus denen Verwässerungseffekte
resultieren, entspricht das verwässerte Ergebnis je Aktie dem unverwässerten Ergebnis
je Aktie. scroll
*
Das Ergebnis je Aktie stellt die Aktien der VARTA AG dar 22 ANDERE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Im Geschäftsjahr 2019 wurde ein Konsortialkreditvertrag in Höhe von T€ 120.000 abgeschlossen.
Die finanziellen Mittel dienen einerseits zur Finanzierung der Akquisition des VARTA
Consumer-Geschäftes und anderseits zur Finanzierung zusätzlicher Investitionen in
die Kapazitätserweiterung. Im April 2020 wurde das Darlehen für die Akquisition in
Höhe von T€ 40.000 in Anspruch genommen. Diese Inanspruchnahme ist vollumfänglich
langfristig ausgewiesen. Des Weiteren besteht durch die Akquisition des VARTA Consumer-Geschäftes ein weiteres
Darlehen gegenüber Finanzinstituten in Höhe von T€ 3.094 zur Gebäudefinanzierung.
Davon werden T€ 2.531 langfristig und T€ 563 kurzfristig ausgewiesen (vorläufige Werte). 23 RÜCKSTELLUNGEN FÜR LEISTUNGEN AN ARBEITNEHMER23.1 ZUSAMMENSETZUNG DER RÜCKSTELLUNGEN FÜR LEISTUNGEN AN ARBEITNEHMERscroll
Durch die Akquisition des VARTA Consumer-Geschäfts haben sich die Pensionen um T€
37.134 und durch umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen haben sich die Rückstellungen
für Abfindungen entsprechend um T€ 1.506 erhöht (vorläufige Werte). Des Weiteren erhöhten sich die Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer aufgrund
von veränderten Bewertungsparametern sowie der Erhöhung des Personals. 24 STEUERSCHULDEN Die Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern in Höhe von T€ 51.900 haben sich im Vergleich
zum Vorjahr um T€ 37.575 erhöht. Dies resultiert mit T€ 22.070 im Wesentlichen aus
der Akquisition des VARTA Consumer-Geschäftes (vorläufiger Wert). 25 VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN. VERTRAGSVERBINDLICHKEITEN SOWIE ERHALTENE ANZAHLUNGEN Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsverbindlichkeiten sowie
erhaltene Anzahlungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen einschließlich der erhaltenen
Anzahlungen sind in Summe um T€ 76.051 gestiegen. Dies ist auf das erhöhte Geschäftsvolumen
und unter anderem auch durch die Akquisition des VARTA Consumer-Geschäftes sowie das
erhöhte Investitionsvolumen zurückzuführen. Der Anstieg der Vertragsverbindlichkeiten per 30. Juni 2020 auf T€ 38.964 (31. Dezember
2019: T€ 11.198) ist im Wesentlichen auf die Akquisition des VARTA Consumer-Geschäftes
zurückzuführen. Des Weiteren führen die höheren Umsätze und die damit zusammenhängenden
erhöhten Boni- und Rücknahmeverpflichtungen zu einem Anstieg. Bei den Vertragsverbindlichkeiten
handelt es sich in erster Linie um Verbindlichkeiten für Naturalrabatte, Kundenboni
und Rücknahmeverpflichtungen. 26 SONSTIGE VERBINDLICHKEITENscroll
Die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich von T€ 20.025 auf T€
34.603. Dies resultiert im Wesentlichen mit T€ 15.725 aus der Akquisition des VARTA
Consumer-Geschäftes. Darin sind unter anderem T€ 5.764 sonstige Steuerverbindlichkeiten
und hauptsächlich Abgrenzungen für Personal enthalten (vorläufige Werte). Die langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten sind passive Rechnungsabgrenzungsposten
in Höhe von T€ 78 (31. Dezember 2019 T€ 95). 27 SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN Die sonstigen Rückstellungen der Geschäftsjahre 2020 und 2019 setzen sich wie folgt
zusammen: scroll
scroll
Gewährleistungen, Garantien und übrige Rückstellungen Die Rückstellungen für Gewährleistungen und Garantien sowie die übrigen Rückstellungen
sind insbesondere durch das gestiegene Geschäftsvolumen erhöht. Restrukturierung Aufgrund der Akquisition des VARTA Consumer-Geschäftes sind Restrukturierungen innerhalb
des VARTA-Konzerns in bestimmten Bereichen unumgänglich. Um keine sozialverträglichen
Restrukturierungen vornehmen zu müssen, wurde vom Management der VARTA ein "Garden
Leave" Programm entwickelt. Dieses Programm beinhaltet, dass Mitarbeiter eine freiwillige
Auflösungsvereinbarung unterzeichnen und im Gegenzug eine monatliche Lohnfortzahlung
sowie bei Ausscheiden aus dem Unternehmen eine Abfindung erhalten. Bei Unterzeichnung
der Auflösungsvereinbarung wird die Rückstellung entsprechend gebildet. 28 ABGEGRENZTE SCHULDEN Die abgegrenzten Schulden umfassen folgende wesentliche Positionen: scroll
Die abgegrenzten Schulden sind in Summe um T€ 26.735 gestiegen. Dies ist mit T€ 18.729
im Wesentlichen auf die Akquisition des VARTA Consumer-Geschäfts zurückzuführen (vorläufiger
Wert). Des Weiteren kommt der Anstieg aus dem erhöhten Geschäftsvolumen in den ausstehenden
Rechnungen und dem Anstieg im Personal und den daraus resultierenden erhöhten Abgrenzungen. 29 UMSATZERLÖSE Durch den Verkauf von Produkten und der Erbringung von Dienstleistungen konnten folgende
Umsätze erzielt werden: scroll
Der stärkste Anstieg resultiert aus dem Bereich "Entertainment" und durch die Umsatzerlöse
von VARTA Consumer. 30 VERMINDERUNG / ERHÖHUNG DER FERTIGEN UND UNFERTIGEN ERZEUGNISSEscroll
Die Veränderungen in den fertigen und unfertigen Erzeugnissen lassen sich nicht direkt
mit den aus der KonzernBilanz ersichtlichen Änderungen abstimmen. Dies kommt aus bestehenden
Währungsdifferenzen, welche diese Positionen beeinflussen. 31 MATERIALAUFWANDscroll
Die Position "Sonstiges" enthält Verbrauchsmaterial, das direkt für Fertigungs- bzw.
Kundenaufträge beschafft und ohne Lagerung verbraucht wird. Aufgrund des massiven
Ausbaus der Kapazitätserweiterung, und des damit verbundenen Personalbedarfs, sind
die Kosten für Zeitarbeitskräfte gestiegen. Die Zeitarbeitskräfte werden ausgewiesen
unter der Position "sonstige Materialaufwendungen und bezogene Leistungen". Darüber
hinaus sind unter "Sonstiges" Aufwendungen für Verpackung, Abfallentsorgung und Verpackungsmaterial
enthalten. 32 PERSONALAUFWAND Personalaufwendungen beinhalten die folgenden Positionen: scroll
Der Personalaufwand ist im ersten Halbjahr 2020 von T€ 52.520 auf T€ 124.595 angestiegen.
Die Personalkostensteigerung resultiert aus dem Erwerb der VARTA Consumer sowie dem
Mitarbeiteraufbau aufgrund der Produktionserweiterung. Die Mitarbeiterzahl ist um
77,1 % von 2.394 Mitarbeiter auf 4.342 Mitarbeiter zum 30. Juni 2020 gestiegen. Der
Personalaufwand enthält den nichtzahlungswirksamen Aufwand für die aktienbasierte
Vergütung in Höhe von T€ 499 (Vorjahr: T€ 1.385). 33 ABSCHREIBUNGEN Die Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Durch die Inbetriebnahme der neuen Maschinen und Anlagen haben sich die Abschreibungen
im Vergleich zum letzten Jahr fast verdoppelt. Zudem hat der Erwerb der VARTA Consumer
Gesellschaften einen weiteren Effekt von rund T€ 6.900 auf die Abschreibungen. 34 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE Sonstige betriebliche Erträge beinhalten die folgenden Positionen: scroll
Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge ist auf den Erwerb der VARTA Consumer
Gesellschaften zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Erträge stammen aus Service-Leistungen
für den Appliances-Bereich (u.a. Haushaltsgeräte und Tierfutter) des früheren Eigentümers
Spectrum Brands, die spätestens Ende 2020 entfallen. 35 SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN Sonstige betriebliche Aufwendungen beinhalten die folgenden Positionen: scroll
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in Summe von T€ 20.740 um T€ 36.320
auf T€ 57.060 angestiegen. Der Anstieg in der Position "übrige sonstige betriebliche
Aufwendungen" resultiert aus dem VARTA Geschäft und gegenläufig anfallenden Aufwendungen
im Rahmen der Service-Leistungen für den Appliances-Bereich des früheren Eigentümers
Spectrum Brands, die spätestens Ende 2020 entfallen. Die anderen höheren Aufwendungen
resultieren im Wesentlichen aus dem Anstieg der Rechts- und Beratungsaufwendungen
im Zusammenhang mit dem Erwerb der VARTA Consumer Gesellschaften und des laufenden
Patentrechtsstreits in Höhe von T€ 3.100 angestiegen. Aufgrund der erweiterten Produktionskapazitäten
und des Erwerbs der VARTA Consumer haben sich die Instandhaltungskosten um T€ 3.806,
die Aufwendungen für Ausgangsfrachten und Zölle um T€ 4.766 sowie der Energieaufwand
um T€ 2.118 im Vergleich zum Vorjahr erhöht. 36 NETTOFINANZERGEBNIS Die übrigen Finanzerträge und übrigen Finanzaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
37 ERTRAGSTEUERAUFWENDUNGEN Der Ertragsteueraufwand wird auf Grundlage der Schätzung des gewichteten durchschnittlichen
jährlichen Ertragsteuersatzes für das volle Geschäftsjahr erfasst. Der geschätzte
Steuersatz für die Zwischenberichtperiode bis 30. Juni 2020 beläuft sich hiernach
auf 29,5% (30. Juni 2019: 28,2%). Der Anstieg resultiert aus der Ergebnisentwicklung
der Einzelgesellschaften. 37.1 FINANZRISIKOMANAGEMENTscroll
scroll
scroll
*
Ohne sonstige Steuerforderungen T€ 8.643 (2019: T€ 3.654) und aktive Rechnungsabgrenzungsposten
T€ 5.449 (2019: T€ 712) 38 NAHESTEHENDE PERSONEN UND GESELLSCHAFTEN Die im Geschäftsbericht 2019 erläuterten vertraglichen Beziehungen zu nahestehenden
Personen und Gesellschaften bestehen in nahezu unverändertem Umfang fort. Im März 2020 wurde eine Rahmenvereinbarung zum Erwerb der Gesellschaften Mezzanin
Finanzierungs GmbH, Connexio alternative investment GmbH, VAMI-SK neunzehn GmbH und
VMI Micro Innovation GmbH abgeschlossen. Die bislang abgeschlossenen Transaktionen
Mezzanin Finanzierungs GmbH, Connexio alternative investment GmbH und VAMI-SK neunzehn
GmbH sind im Kapitel 7 VERÄNDERUNGEN IM KONSOLIDIERUNGSKREIS beschrieben. Die noch
ausstehende Transaktion der VMI Micro Innovation GmbH wird unter Kapitel 40 EREIGNISSE
NACH DEM BILANZSTICHTAG 30. Juni 2020 beschrieben. 39 BETEILIGUNGSGESELLSCHAFTEN Für die im Konzernabschluss dargestellten Perioden wurden folgende Gesellschaften
einbezogen, Angabe nach § 315e Abs. 1 iVm § 313 Abs. 2 Nr. 1 - 6 HGB): scroll
*
seit 01.01.2020 in Liquidation 40 EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG 30. JUNI 2020Beilegung von Rechtsstreitigkeiten Die VARTA AG baut ihre Zusammenarbeit mit Samsung Electronics weiter aus. Das Unternehmen
bleibt in den kommenden Jahren der Hauptlieferant für wiederaufladbare Batterien der
Headsets von Samsung. Mit dem Liefervertrag hat das Unternehmen seine Patentstreitigkeiten
mit Samsung beigelegt. VARTA hat bereits alle Klagen gegen Samsung und deren Kunden zurückgezogen. In den
Headsets waren Batterien gefunden worden, die aus Sicht der VARTA AG Patente im Bereich
der Lithium-Ionen-Zellen verletzen. VARTA war gegen Samsung und deren Kunden in Deutschland
und den USA vorgegangen. Die jetzt getroffene Einigung sieht vor, dass die VARTA AG
ihre Klagen zurückzieht. Im Gegenzug verzichtet auch Samsung seinerseits auf Klagen
gegen den Batteriehersteller. Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Personen Am 30. Juni 2020 unterzeichnete die WertInvest Ellwangen Immobilien GmbH als Vermieterin
und die VARTA Microbattery GmbH als Mieterin einen langfristigen Mietvertrag über
Gewerbeimmobilien. Der Mietvertrag wurde auf unbestimmte Zeit ab Übergabe der Gebäude
geschlossen und kann erstmals nach 10 Jahren von VARTA und nach 15 Jahren von WertInvest
gekündigt werden. Der monatliche Mietzins beträgt EUR 118.334 netto. Der Wert des
Mietvertrags beträgt bis zur ersten Kündigungsmöglichkeit von VARTA, gerechnet ab
einem angenommenen Beginn der Nutzung der Gebäude ab 01. Juli 2020, T€ 14.200. Die Vermieterin WertInvest wird indirekt mehrheitlich von der indirekten Hauptaktionärin
der VARTA AG, der Montana Tech Components AG, gehalten und ist damit ein der VARTA
AG im Sinne des § 111a AktG nahestehendes Unternehmen. Gegenstand des Mietvertrages sind zwei nach Vorgaben der VARTA neu errichtete Produktionsgebäude
sowie eine umfassende sanierte Kantine am Standort Ellwangen mit einer Gesamtgröße
von insgesamt ca. 7.000 m2. WertInvest ist seit 2015 Eigentümer sämtlicher Immobilien am Standort des VARTA-Konzerns
in Ellwangen und vermietet die Flächen bereits derzeit als Freiflächen und Teil des
Betriebsareals an VARTA. VARTA Micro Innovation GmbH Wie im Abschnitt Unternehmenszusammenschlüsse dargestellt, hat die VARTA AG am 30.
März 2020 eine Rahmenvereinbarung zum Erwerb der Mezzanin Finanzierungs GmbH, Wien/Österreich,
der CONNEXIO alternative investment holding GmbH, Wien/Österreich, der VAMI-SK neunzehn
GmbH, Graz Österreich, sowie der restlichen Anteile an der VARTA Micro Innovation
GmbH, Graz/Österreich, abgeschlossen. Neben den Erwerben wurde in der Rahmenvereinbarung
eine vor dem Anteilserwerb durch die Veräußerer durchzuführende schuldrechtliche und
gesellschaftsrechtliche Reorganisation der VARTA Micro Innovation GmbH vereinbart. Die Reorganisation der VARTA Micro Innovation GmbH beinhaltet die Auflösung einer
bestehenden stillen Gesellschaft sowie den Forderungsverzicht von Darlehensgebern.
Zum Erwerbszeitpunkt wird die VARTA Micro Innovation GmbH schuldenfrei, d.h. frei
von verzinslichem Fremdkapital sein und ein positives Eigenkapital ausweisen. Auf
der Basis einer Pro-Forma-Analyse zum 31. März 2020 liegt das Eigenkapital der VARTA
Micro Innovation GmbH zu Buchwerten nach Reorganisation in der Größenordnung von T€
650. Die VARTA Micro Innovation GmbH ist führend in den Gebieten der Materialforschung
bzw. Qualifizierung für elektrochemische Energiespeicher und führt verschiedene geförderte
Forschungsprojekte durch. Darüber hinaus bietet sie ihre Expertise auch in Form von
Auftragsforschung für ihre Kunden an. Aktuell hält der Konzern 17,74 % der Anteile an der VARTA Micro Innovation GmbH.
Mit dem Erwerb der übrigen 82,26 % der Anteile wird der Konzern die Beherrschung über
die Gesellschaft erlangen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Zwischenabschlusses
wurde der Anteilserwerb noch nicht vollzogen. Aufgrund der bestehenden Anteile handelt es sich um einen sukzessiven Unternehmenszusammenschluss,
bei der der bestehende Anteil an der VARTA Micro Innovation GmbH (Buchwert im Zwischenabschluss:
T€ 13) zum Zeitwert angesetzt wird. Auf der Basis des vorläufigen Kaufpreises liegt
der Zeitwert der bestehenden Anteile bei geschätzt T€ 86. Im Zusammenhang mit dem Erwerb wird die VGG GmbH im Rahmen der Auflösung der stillen
Gesellschaft rd. 1.309 Aktien an die bisherigen stillen Gesellschafter ausgeben. Die Transaktion wurde im Zwischenbericht noch nicht bilanziell abgebildet. Der beizulegende
Zeitwert des Nettovermögens der VARTA Micro Innovation GmbH wird zum Erwerbsstichtag
ermittelt. Die operativen Ergebnisse sowie die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
des Unternehmens werden ab dem Erwerbszeitpunkt, voraussichtlich im dritten Quartal
2020, erfasst. Ellwangen, 13. August 2020 VARTA Aktiengesellschaft scroll
Versicherung der gesetzlichen Vertreter Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht, der Geschäftsverlauf einschließlich
des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen
Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden
Geschäftsjahr beschrieben sind. Ellwangen, 13. August 2020 VARTA Aktiengesellschaft scroll
Erläuternde Angaben zur Halbjahresbericht Der verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde auf Basis aller am Stichtag gültigen
IAS / IFRS, die das International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht
hat, sowie aller Interpretationen (IFRIC / SIC) des International Financial Reporting
Interpretations Committee bzw. des Standing Interpretations Committee erstellt, sofern
diese von der Europäischen Union im Endorsement-Verfahren übernommen wurden. Dieser
verkürzte Konzernzwischenabschluss sollte in Verbindung mit dem zum 31. Dezember 2019
erstellten Konzernjahresabschluss gelesen werden. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2020 und der Konzernzwischenlagebericht
wurden weder nach §317 HGB geprüft, noch einer prüferischen Durchsicht durch einen
Abschlussprüfer unterzogen. Finanzterminplanscroll
Impressum Halbjahresfinanzbericht 2020: https://www.varta-ag.com/publications/ Investor RelationsVARTA AG Bernhard Wolf T: +49 79 61 921 2969 E-Mail: bernhard.wolf@varta-ag.com Corporate CommunicationsVARTA AG Nicole Selle T: +49 79 61 921 2221 E-Mail: nicole.selle@varta-ag.com |
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