VARTA AG

Ellwangen

VARTA Halbjahresfinanzbericht 2020

VISION

Wir definieren die Zukunft der Batterietechnologie, um ein unabhängigeres Leben zu ermöglichen.

MISSION

Durch kontinuierliche Investitionen in Forschung und Entwicklung setzen wir den Maßstab für die Batterietechnologie und die Anpassung an Kundenwünsche, um die Marktführerschaft in unseren Geschäftsfeldern anzustreben.

VARTA AG - AUSGEWÄHLTE KONZERN-KENNZAHLEN

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(IN T€) 01. JAN. BIS 30. JUN. 2020 01. JAN. BIS 30. JUN. 2019
Umsatz 390.678 151.517
EBITDA 81.448 35.850
Bereinigungen:
Aufwand aus aktienbasierter Vergütung 499 1.385
Nicht liquiditätswirksame Effekte aus der Kaufpreisallokation (PPA) 8.661 0
Aufwendungen für M&A - Transaktionen 1.285 0
Restrukturierungskosten VARTA Consumer 10.188 0
Bereinigtes EBITDA 102.081 37.235
Bereinigte EBITDA Marge (%) 26,1% 24,6%
Konzernergebnis 39.890 19.471
Investitionen (CAPEX) 123.658 20.026
Free Cash Flow -125.500 -4.747
Eigenkapitalquote 44,2% 62,0%*
Bilanzsumme 1.021.701 668.830*
Mitarbeiter zum Quartalsende 4.342 2.394

* per 31.12.2019

VARTA AG

Die VARTA AG produziert und vermarktet ein umfassendes Batterie-Portfolio von Mikrobatterien, Haushaltsbatterien, Energiespeichersystemen bis zu kundenspezifischen Batterielösungen für eine Vielzahl von Anwendungen, und setzt als Technologieführer in wichtigen Bereichen die Industriestandards. Als Muttergesellschaft der Gruppe ist sie in den Geschäftssegmenten "Microbatteries & Solutions" und "Household Batteries" tätig. Das Segment "Microbatteries & Solutions" fokussiert sich auf das OEM-Geschäft für Mikrobatterien sowie auf das Lithium-Ionen-Batteriepack-Geschäft. Durch intensive Forschung und Entwicklung setzt VARTA die weltweiten Maßstäbe im Mikrobatterienbereich und ist anerkannter Innovationsführer in den wichtigen Wachstumsmärkten der Lithium-Ionen-Technologie sowie bei primären Hörgerätebatterien. Das Segment "Household Batteries" umfasst das Batteriegeschäft für Endkunden darunter Haushaltsbatterien, Akkus, Ladegeräte, Portable Power (Power Banks) und Leuchten sowie Energiespeicher. Der VARTA AG Konzern beschäftigt derzeit rund 4.000 Mitarbeiter. Mit fünf Produktions- und Fertigungsstätten in Europa und Asien sowie Vertriebszentren in Asien, Europa und den USA sind die operativen Tochtergesellschaften der VARTA AG derzeit in über 75 Ländern weltweit tätig.

MICROBATTERIES & SOLUTIONS

Das Segment "Microbatteries & Solutions" fokussiert sich auf das OEM-Geschäft für Mikrobatterien sowie auf das Lithium-Ionen-Batteriepack-Geschäft. Der Konzern ist international führender Hersteller von Mikrobatterien für Hörgeräte und wiederaufladbaren Mikrobatterien im Entertainment Bereich. Wir zählen die bedeutendsten Unternehmen zu unseren Kunden und produzieren Batterien in zahlreichen wichtigen elektrochemischen Systemen sowie Bauformen und -größen. Die Reihe der Anwendungen reicht von Hörgerätebatterien über schnurlose Headsets bis zu AutomotiveAnwendungen, die mit Mikrobatterien betrieben werden. Die zwei Bereiche Healthcare und Entertainment & Industrial arbeiten synergetisch. Im Bereich Power Pack Solutions verfügt der Konzern über umfangreiche Branchenerfahrung in der Konstruktion leistungsstarker, sicherer und bedarfsgerechter Lithium-Batterie-Packs - für die Medizintechnik, Robotik, Konnektivität oder Telekommunikation. Das Produktportfolio reicht von kundenspezifischen Batterie-Packs bis hin zu fertig konfigurierten Standardbatterien.

HOUSEHOLD BATTERIES

Das Segment "Household Batteries" umfasst das Batteriegeschäft für Endkunden darunter Haushaltsbatterien, Akkus, Ladegeräte, Portable Power (Power Banks) und Leuchten sowie Energiespeicher. Im Bereich der Haushaltsgerätebatterien (Consumer Batteries) ist die VARTA AG europäischer Marktführer mit Produktionsstandort Deutschland. Die innovativen Qualitätsprodukte werden mit modernster Technologie und dem Know-How von international qualifizierten Fachleuten entwickelt und gefertigt. Neben der Innovationskraft machen Sortimentsbreite, Qualität und Design das Angebot einzigartig. Für VARTA ist dabei der intensive Fokus auf den Lebensstil der Konsumenten und die enge Zusammenarbeit mit dem Handel essenziell, um schnell und flexibel auf aktuelle Gerätetrends mit optimalen Energielösungen antworten zu können. Im Bereich der Energiespeicher (Energy Storage) trägt VARTA mit der Entwicklung und Herstellung von Energiespeichern ihren Teil zur Umsetzung der Energiewende bei. Die Energiespeicherlösungen von VARTA im Heim- und Großspeichermarkt reichen von kompakten Einsteigermodellen, wie dem Wandspeicher VARTA pulse neo, bis hin zum Großspeicher VARTA flex storage für gewerbliche Anwendungen. Die AC-gekoppelten Systeme haben einen integrierten Batteriewechselrichter und sind ohne zusätzlichen PV-Wechselrichter mit allen Quellen grüner Energie kombinierbar. Damit sind sie für alle Neuinstallationen und Nachrüstungen geeignet. Das intelligente Energiemanagementsystem sorgt zudem für die optimale Ausnutzung der selbst produzierten Solarenergie und ist darauf ausgelegt, den Eigenverbrauch deutlich zu erhöhen.

Geschäftsverlauf in den ersten sechs Monaten

VARTA AG mit sehr hoher Wachstumsdynamik im ersten Halbjahr 2020 - Prognose für das Geschäftsjahr 2020 wird angehoben

Konzernumsatz wächst im ersten Halbjahr 2020 um knapp 158% auf 390,7 Mio. € (+66,5% ohne Akquisition VARTA Consumer)

Bereinigtes EBITDA steigt sogar um 174% auf 102,1 Mio. € (+124,8% ohne Akquisition VARTA Consumer)

Bereinigte EBITDA-Marge verbessert sich um 1,5 Prozentpunkte auf 26,1%

Segment "Microbatteries & Solutions": H1 Umsatz 239,7 Mio. € (+70%), bereinigtes EBITDA 82,4 Mio. € (+132%), Marge 34,4% (+9,1PP)

Segment "Household Batteries" besser als erwartet: H1 Umsatz 150,8 Mio. €, bereinigtes EBITDA 19,7 Mio. €, Marge 13,0% (-3,1PP)

Erweiterung der Produktionskapazitäten für Lithium-Ionen Batterien auf 300 Mio. Zellen jährlich bis Ende 2021

Prognose für das Geschäftsjahr 2020 erhöht1):
Konzern-Umsatz wird zwischen 810 und 830 Mio. € erwartet (bisher: 780-800 Mio. €); Bereinigtes Konzern-EBITDA soll zwischen 210 und 215 Mio. € liegen (bisher: 175-185 Mio. €) CAPEX für weiteren Kapazitätsausbau zwischen 320 und 360 Mio. € erwartet (bisher: 300-330 Mio. €)

Der VARTA Konzern setzt das hohe Umsatz- und Ergebniswachstum fort: Der Konzernumsatz ist im ersten Halbjahr um 157,8% auf 390,7 Mio. € gestiegen. Das organische Umsatzwachstum betrug 66,5% (ohne erstmalige Konsolidierung der VARTA Consumer). Das bereinigte EBITDA stieg um 174,2% auf 102,1 Mio. € (+124,8% ohne VARTA Consumer). Die bereinigte EBITDA-Marge verbesserte sich um 1,5 Prozentpunkte auf 26,1%. Der Konzerngewinn hat sich mit einem Anstieg um 104,9% auf 39,9 Mio. € mehr als verdoppelt.

Herbert Schein, Vorstandsvorsitzender (CEO) der VARTA AG: "Wir haben den Umsatz mehr als verdoppelt und das operative Ergebnis nahezu verdreifacht. Zu diesem erfreulichen Ergebnis des ersten Halbjahres haben alle Geschäftsbereiche beigetragen, wobei wir die höchsten Zuwachsraten weiterhin bei unseren Lithium-Ionen Zellen verzeichnen. Mit dem Ausbau der Produktionskapazitäten für Lithium-Ionen Zellen auf 300 Millionen Batterien bis Ende 2021 setzen wir unseren Wachstumskurs fort. Es gibt weiter eine hohe Nachfrage nach VARTA-Produkten, weil der Markt nach innovativen und leistungsstarken Batterien verlangt - gerade im Bereich der Premium Headsets."

1) Dieser Ausblick beruht auf der Annahme konstanter Währungskurse. Angesichts des sich weltweit ausbreitenden Coronavirus sind negative Einflüsse auf den VARTA AG Konzern unverändert nicht auszuschließen. Zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung waren diese Risiken nicht abschätzbar und konnten deshalb im Rahmen der Planung nicht berücksichtigt werden.

Finanzvorstand (CFO) Steffen Munz ergänzt: "Wir haben das hohe Umsatz- und Ergebniswachstum der Vergangenheit im ersten Halbjahr weiter gesteigert und die Profitabilität nochmals verbessert. Da wir trotz der makroökonomischen Gegebenheiten weiterhin einen hohen Auftragsbestand verzeichnen, erhöhen wir die Umsatz- und Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2020."

Umsatz & Bereinigtes EBITDA

(IN TEUR, ungeprüft)

UMSATZ

Bereinigtes EBITDA

* Marge: Bereinigtes EBITDA zu Umsatz

Verkürzter Konzernlagebericht für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2020

VARTA Aktiengesellschaft, Ellwangen (Jagst)

1 KONZERNSTRUKTUR

Die VARTA Aktiengesellschaft, Ellwangen, Deutschland (VARTA AG) ist die Muttergesellschaft des Konzerns.

1.1 GESCHÄFTSMODELL

Die VARTA AG ist ein Unternehmen mit Sitz in Ellwangen, Jagst. Das Unternehmen produziert und vermarktet ein umfassendes Batterie-Portfolio von Mikrobatterien, Haushaltsbatterien, Energiespeichersystemen bis zu kundenspezifischen Batterielösungen für eine Vielzahl von Anwendungen. Als Muttergesellschaft der Gruppe ist sie in den Geschäftssegmenten "Microbatteries & Solutions" und "Household Batteries" tätig. Das Segment "Microbatteries & Solutions" fokussiert sich auf das OEM-Geschäft für Mikrobatterien sowie auf das Lithium-Ionen-Batteriepack-Geschäft. Das Segment "Household Batteries" umfasst das Batteriegeschäft für Endkunden darunter Haushaltsbatterien, Akkus, Ladegeräte, Portable Power (Power Banks) und Leuchten sowie Energiespeicher. Mit fünf Produktions- und Fertigungsstätten in Europa und Asien sowie Vertriebszentren in Asien, Europa und den USA sind die operativen Tochtergesellschaften der VARTA AG derzeit in über 75 Ländern weltweit tätig. Als international agierendes Unternehmen kann die VARTA AG auf eine über 130 jährige Unternehmensgeschichte zurückblicken.

Segmente und Organisationsstruktur

MICROBATTERIES & SOLUTIONS

Das Segment "Microbatteries & Solutions" fokussiert sich auf das OEM-Geschäft für Mikrobatterien sowie auf das Lithium-Ionen-Batteriepack-Geschäft. Der Konzern ist international führender Hersteller von Mikrobatterien für Hörgeräte und wiederaufladbaren Mikrobatterien im Entertainment Bereich. Wir zählen die bedeutendsten Unternehmen zu unseren Kunden und produzieren Batterien in zahlreichen wichtigen elektrochemischen Systemen sowie Bauformen und -größen. Die Reihe der Anwendungen reicht von Hörgerätebatterien über schnurlose Headsets bis zu Automotive-Anwendungen, die mit Mikrobatterien betrieben werden. Die zwei Bereiche Healthcare und Entertainment & Industrial arbeiten synergetisch. Im Bereich Power Pack Solutions verfügt der Konzern über umfangreiche Branchenerfahrung in der Konstruktion leistungsstarker, sicherer und bedarfsgerechter Lithium-Batterie-Packs - für die Medizintechnik, Robotik, Konnektivität oder Telekommunikation. Das Produktportfolio reicht von kundenspezifischen Batterie-Packs bis hin zu fertig konfigurierten Standardbatterien.

HOUSEHOLD BATTERIES

Das Segment "Household Batteries" umfasst das Batteriegeschäft für Endkunden darunter Haushaltsbatterien, Akkus, Ladegeräte, Portable Power (Power Banks) und Leuchten sowie Energiespeicher. Im Bereich der Haushaltsgerätebatterien (Consumer Batteries) ist die VARTA AG europäischer Marktführer mit Produktionsstandort Deutschland. Die innovativen Qualitätsprodukte werden mit modernster Technologie und dem Know-How von international qualifizierten Fachleuten entwickelt und gefertigt. Neben der Innovationskraft machen Sortimentsbreite, Qualität und Design das Angebot einzigartig. Für VARTA ist dabei der intensive Fokus auf den Lebensstil der Konsumenten und die enge Zusammenarbeit mit dem Handel essenziell, um schnell und flexibel auf aktuelle Gerätetrends mit optimalen Energielösungen antworten zu können. Im Bereich der Energiespeicher (Energy Storage) trägt VARTA mit der Entwicklung und Herstellung von Energiespeichern ihren Teil zur Umsetzung der Energiewende bei. Die Energiespeicherlösungen von VARTA im Heim- und Großspeichermarkt reichen von kompakten Einsteigermodellen, wie dem Wandspeicher VARTA pulse neo, bis hin zum Großspeicher VARTA flex storage für gewerbliche Anwendungen. Die AC-gekoppelten Systeme haben einen integrierten Batteriewechselrichter und sind ohne zusätzlichen PV-Wechselrichter mit allen Quellen grüner Energie kombinierbar.

Damit sind sie für alle Neuinstallationen und Nachrüstungen geeignet. Das intelligente Energiemanagementsystem sorgt zudem für die optimale Ausnutzung der selbst produzierten Solarenergie und ist darauf ausgelegt, den Eigenverbrauch deutlich zu erhöhen.

1.2 STRATEGIE UND ZIELE

Mit beiden Segmenten ist der Konzern sehr gut positioniert, um von den relevanten Wachstumstrends für die beiden Segmente zu profitieren. Die zentralen Wachstumstrends sind demographischer Wandel, technologischer Fortschritt, vermehrte Konnektivität sowie erneuerbare Energien.

Der VARTA AG Konzern fokussiert sich hier auf die folgenden Wachstumsfelder und Ziele:

Stärkung und Ausbau der globalen Marktposition in Kernprodukten

Ausbau der Innovations- und Technologieführerschaft

Fokus auf profitablem Wachstum anhand eines starken Finanzprofils

1.3 UNTERNEHMENSSTEUERUNG

Der VARTA AG Konzern wird nach Maßgabe intern definierter finanzieller und nicht-finanzieller Kennzahlen im Sinne einer nachhaltigen Wertsteigerung gesteuert. Im Konzernabschluss des letzten Jahres wurden die folgenden zentralen finanziellen Kennzahlen zur wertorientierten Steuerung herangezogen:

Umsatzerlöse

Bereinigtes EBITDA

CAPEX (Auszahlungen aus dem Kauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen)

Net Working Capital

Durch das dynamische Wachstum des Konzerns ist weiterhin die Entwicklung der Anzahl der Mitarbeiter ein wichtiger nichtfinanzieller Leistungsindikator.

1.4 LEITUNG UND KONTROLLE

Der Vorstand der VARTA AG besteht aus zwei Mitgliedern:

Herrn Herbert Schein (Vorsitzender des Vorstands/CEO) und Herrn Steffen Munz (Finanzvorstand/CFO). Die Mitglieder des Vorstandes tragen gemeinsam die Verantwortung für die Geschäftsführung.

Im Aufsichtsrat ergaben sich im ersten Halbjahr 2020 keine Änderungen.

2 WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 MÄRKTE UND EINFLUSSFAKTOREN

Die Märkte und Einflussfaktoren unterscheiden sich im Berichtsjahr nicht wesentlich vom Vorjahr. Der VARTA AG Konzern produziert und verkauft Batterien weltweit und profitiert trotz relativer Unabhängigkeit vom makroökonomischen Umfeld von einem positiven Konsumumfeld.

Die Umsatzverteilung ist geografisch diversifiziert. Der Großteil des weltweiten Absatzes von Produkten wird in Asien, gefolgt von Europa und Nordamerika, realisiert. Somit ist die Abhängigkeit von einzelnen Ländern und deren wirtschaftlicher Entwicklung relativ gering. Der asiatische Markt spielt, bedingt durch die Markt- und Kundenstruktur, die größte Rolle; hier lassen viele große Hersteller von kabellosen Kopfhörern ihre Produkte fertigen. Die wesentlichen Einflussfaktoren werden im Rahmen des folgenden Kapitels ("2.2 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen") behandelt.

2.2 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

Die im Jahr 2020 bestehenden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den für den VARTA AG Konzern relevanten Absatzmärkten entwickeln sich weiterhin positiv.

Durch die steigende Lebenserwartung der Menschen in der Gesellschaft und die zunehmend höhere Akzeptanz von Hörgeräten wird deren Verkauf und damit auch der Absatz von Hörgerätebatterien unterstützt. 2019 waren weltweit 9,1% aller Menschen älter als 65 Jahre und dieser Anteil wird weiter ansteigen, bis 2030 auf 11,7% und bis 2050 auf 15,9%. In Europa und Nordamerika ist dieser Bevölkerungsanteil mit 18% (2030: 22,1%; 2050: 26,1%) deutlich höher. Gleichzeitig steigt die Lebenserwartung kontinuierlich an. Weltweit lag sie im Berichtsjahr bei 72,6 Jahren und für 2050 wird sie bei 77,1 Jahren erwartet (United Nations: World Population Prospects 2019 Highlights). Der Bedarf an Hörgeräten wird deshalb weiter steigen. Die Umsatzentwicklung wird von IDTechEx Research wie folgt prognostiziert: Für das Jahr 2019 wird für Hörgeräte einschließlich OTC Markt (ab 2019) ein weltweiter Umsatz von 7,8 Mrd. USD erwartet (7,4 Mrd. USD in 2018), das entspricht einem Anstieg von 4,8%. Für 2020 liegt die Wachstumsprognose bei 5,3% mit einem positiven Ausblick für die nächsten Jahre. Dabei profitiert der Absatz vom starken Anstieg der frei verfügbaren Hörgeräte (OTC).

Der Bereich Entertainment profitiert von der ungebrochen hohen Kundennachfrage nach Hightech-Consumerprodukten, insbesondere für kabellose Premium-Kopfhörer mit wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Zellen. Für kabellose Kopfhörer erwartet Zhiyan Consulting einen weltweiten Zuwachs von knapp 54% von 2018 auf 2019 und von 50% für 2020 und ist auch für die weitere Entwicklung sehr positiv gestimmt. Durch die Verbesserung der Laufzeit und die Erweiterung der Funktionen werden kabellose Kopfhörer ihren Marktanteil weiter ausbauen. Umso mehr kabellos funktionierende Geräte, insbesondere für Kleinstanwendungen (z.B. Headsets), entwickelt werden, desto stärker stellt sich hier die Position des VARTA AG Konzerns dar.

Im Segment Household Batteries profitiert das Unternehmen von den stabilen Wachstumsraten der Consumer Batteries. Nach einer Studie von Global Industry Analysts beläuft sich das jährliche Wachstum für den Zeitraum von 2015 bis 2022 auf 3,3%. Positive Impulse kommen aus dem Smart Health/Smart Home Bereich aber auch aus der steigenden Lebenserwartung der Menschen. So werden in der Altersgruppe von 55 Jahren und älter überproportional viele Batterien genutzt.

2.3 WICHTIGE EREIGNISSE IM ERSTEN HALBJAHR 2020

Am 2. Januar 2020 hat die Gesellschaft den Erwerb des in Europa angesiedelten VARTA Consumer Batteries Geschäfts ("VARTA Consumer") von der US-amerikanischen Energizer Holdings, Inc. erfolgreich abgeschlossen. Zu VARTA Consumer gehört eine Vielzahl von Ländergesellschaften, Hauptproduktionsstandort ist Dischingen, Deutschland. Die Europäische Kommission hatte den Erwerb bereits am 3. Dezember 2019 genehmigt; in diesem Zusammenhang hat die VARTA AG die Zusage abgegeben, aktuelle und potentielle Kunden, weiterhin für einen gewissen Zeitraum mit Hörgerätebatterien zu beliefern.

Mit der Übernahme der VARTA Consumer schafft die VARTA AG einen weltweit führenden Hersteller von Batterielösungen mit einem umfassenden Produktportfolio. Mit dem Unternehmenskauf werden die weltweiten VARTA-Markenrechte für Geräte- und Mikrobatterien sowie Energiespeichersysteme wieder unter dem Dach der VARTA AG vereint. Dies stärkt den Markenauftritt der VARTA-Produkte in allen Segmenten.

Die VARTA AG hat die VARTA Consumer Batteries zu einem Unternehmenswert von 180 Millionen Euro erworben.

Am 29. Juni 2020 hat die Gesellschaft IPCEI-Fördergelder ("Important Project of Common European Interest"; einem wichtigen Vorhaben von gemeinsamem europäischen Interesse) für die Weiterentwicklung seiner kleinformatigen Zellen basierend auf innovativer Lithium-Ionen Technologie und für die Übertragung dieser Technologie auf größere Formate erhalten.

Diese größeren Batteriezellen könnten in Zukunft in VARTA Energiespeichern, Robotern aber auch in Bereichen der Mobilität eingesetzt werden. Auf einer Pilotlinie sollen diese neuen Batterieformate optimiert und in eine Massenproduktion überführt werden. Zudem investiert VARTA weiterhin in Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für Batteriezellen in Sonderformaten, die zunehmend beispielsweise für IOT-Anwendungen nachgefragt werden. Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) und die Ländern Bayern und Baden-Württemberg unterstützen die Batterieindustrie in Deutschland und Europa im Rahmen eines IPCEI. Für das Vorhaben stellen Bund und Länder der VARTA AG Fördermittel von bis zu 300 Mio. Euro bis Ende 2024 zur Verfügung.

Am 3. August hat die Gesellschaft den Ausbau der Zusammenarbeit mit Samsung Electronics bekannt gegeben. VARTA bleibt in den kommenden Jahren der Hauptlieferant für wiederaufladbare Batterien der Headsets von Samsung. Mit dem Liefervertrag hat das Unternehmen seine Patentstreitigkeiten mit Samsung beigelegt. VARTA hat bereits alle Klagen gegen Samsung und deren Kunden zurückgezogen. In den Headsets waren Batterien gefunden worden, die aus Sicht der VARTA AG Patente im Bereich der Lithium-Ionen-Zellen verletzen. VARTA war gegen Samsung und deren Kunden in Deutschland und den USA vorgegangen. Die jetzt getroffene Einigung sieht vor, dass die VARTA AG ihre Klagen zurückzieht. Im Gegenzug verzichtet auch Samsung seinerseits auf Klagen gegen den Batteriehersteller.

2.4 GESCHÄFTSVERLAUF

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage durch den Vorstand

Der VARTA AG Konzern kann auf ein sehr erfolgreiches erstes Halbjahr 2020 zurückblicken. Das hohe Wachstumstempo hat sich mit dreistelligen Zuwachsraten im Umsatz und Ertrag gegenüber der Vorjahresperiode fortgesetzt. Der Konzern-Umsatz legt weiter deutlich zu und wächst um 157,8%. Das organische Umsatzwachstum, ohne die erstmalig konsolidierte VARTA Consumer, betrug 66,5%.

Das mit Abstand stärkste Umsatzwachstum wurde erneut bei den wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Zellen für Hightech-Consumerprodukte, insbesondere für kabellose Premium-Kopfhörer, erzielt. Die Kundennachfrage ist ungebrochen hoch. Die VARTA AG hat sich als Technologie- und Innovationsführer einzigartige Wettbewerbsvorteile erarbeitet und wächst daher deutlich schneller als der Markt. Es wird weiter massiv in den Ausbau der Produktionskapazitäten für Lithium-Ionen-Zellen investiert. Bei den Hörgeräte-Batterien wurde die weltweit marktführende Position im strukturell wachsenden Markt für Hörgeräte weiter ausgebaut. Das Segment VARTA Consumer hat sich nach einer besser als erwarteten Geschäftsentwicklung im ersten Quartal auch im zweiten Quartal - trotz der Auswirkungen der COVID-19 Pandemie - planmäßig entwickelt.

Das bereinigte Konzern-EBITDA steigt erneut sehr deutlich überproportional um 174,2 % auf 102,1 Mio. €. Die bereinigte EBITDA-Marge verbessert sich um 1,5 Prozentpunkte auf 26,1 %. Ohne VARTA Consumer ist das bereinigte EBITDA um 124,8% angestiegen.

Der Konzerngewinn hat sich mehr als verdoppelt und ist von 19,5 Mio. € auf 39,9 Mio € gestiegen.

3 ENTWICKLUNG DER VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

3.1 ERTRAGSLAGE

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.-30.06.2020 (ungeprüft)

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(IN T€) 01. JAN. BIS 30. JUN. 2020 01. JAN. BIS 30. JUN. 2019
Umsatzerlöse 390.678 151.517
Erhöhung / Verminderung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse 8.287 3.506
Aktivierte Eigenleistungen 2.579 8.330
Sonstige betriebliche Erträge 20.424 3.685
Materialaufwand -158.865 -57.928
Personalaufwand -124.595 -52.520
Sonstige betriebliche Aufwendungen -57.060 -20.740
EBITDA 81.448 35.850
Abschreibungen -22.898 -8.059
Betriebsergebnis (EBIT) 58.550 27.791
Finanzertrag 208 128
Finanzaufwand -1.322 -390
Übriger Finanzertrag 794 40
Übriger Finanzaufwand -1.625 -459
Finanzergebnis -1.945 -681
Gewinn- und Verlustanteile an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden 0 -6
Ergebnis vor Steuern 56.605 27.104
Ertragsteueraufwendungen -16.715 -7.633
Konzernergebnis 39.890 19.471
Zuordnung des Gewinns:
Aktionäre der VARTA AG 39.833 19.149
Nicht beherrschende Anteile 57 322

Umsatz

Der Umsatz des VARTA AG Konzerns ist in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2020 um 157,8 % von 151,5 Mio. € auf 390,7 Mio. € angestiegen. Das organische Umsatzwachstum, ohne die erstmalig konsolidierte VARTA Consumer, betrug 66,5 %. Das mit Abstand stärkste organische Wachstum wurde erneut bei den wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Zellen für Hightech-Consumerprodukte, insbesondere für kabellose Premium-Kopfhörer (Hearables), erzielt. Hintergrund ist die ungebrochen hohe Kundennachfrage in einem stark wachsenden Markt. Bei den Hörgerätebatterien wurde die weltweite Marktposition in einem strukturell wachsenden Markt weiter ausgebaut. Der Konzern profitiert derzeit von seinem sehr robusten Geschäftsmodell bei primären Hörgeräte-Batterien und dem im letzten Geschäftsjahr angelaufenen Neugeschäft mit einer führenden US-amerikanischen Handelskette. Varta Consumer hat im ersten Halbjahr einen Umsatz von 138,4 Mio € erzielt, und ist im Markengeschäft deutlich schneller gewachsen im Vergleich zum Private Label Geschäft.

Aufwendungen und sonstige betriebliche Erträge

Im Berichtsjahr belaufen sich die Materialaufwendungen auf 158,9 Mio. € im Vergleich zu 57,9 Mio. € im Vorjahr. Dies entspricht einer Steigerung von 174,2 %. Ohne VARTA Consumer ist der Materialaufwand mit 29,9 % unterproportional zum Umsatz gestiegen.

Der Personalaufwand ist von 52,5 Mio. € auf 124,6 Mio. € um 137,2 % unterproportional angestiegen. Ohne VARTA Consumer ist der Personalaufwand auf 29,1 % unterproportional zum Umsatz gestiegen: Aufwandserhöhend wirkte vor allem der Mitarbeiteraufbau für das sehr dynamische Wachstum im Bereich der wiederaufladbaren Lithium-Ionen Battererien aus. Der Personalaufwand enthält ausserdem den Aufwand für die aktienbasierte Vergütung in Höhe von 0,5 Mio. € (2019:1,4 Mio. €). Im Personalaufwand von VARTA Consumer sind Restrukturierungskosten in Höhe von 10,2 Mio. € enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in Summe von 20,7 Mio. € um 36,3 Mio. € auf 57,1 Mio. € angestiegen. Ohne VARTA Consumer sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 20,7 Mio. € auf 28,7 Mio. € gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Rechts- und Beratungsaufwendungen im Zusammenhang mit dem Erwerb der VARTA Consumer-Gesellschaften und dem laufenden Patentstreit in Höhe von 3,1 Mio. €. Aufgrund der erweiterten Produktionskapazitäten haben sich die

Instandhaltungsaufwendungen um 1,3 Mio. € und der Energieaufwand um 0,9 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 16,7 Mio. € von 3,7 Mio. € im Vorjahr auf 20,4 Mio. € im ersten Halbjahr 2020 angestiegen. Ohne VARTA Consumer sind die sonstigen betrieblichen Erträge um 5,1 % zurückgegangen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen von VARTA Consumer sind Erträge aus ServiceLeistungen für den Appliances-Bereich (u.a. Haushaltsgeräte und Tierfutter) des früheren Eigentümers Spectrum Brands erbracht worden, die künftig entfallen.

Bereinigtes EBITDA

Das bereinigte EBITDA (betriebliches Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen, Steuern, adjustiert um Sondereffekte) stellt eine nachhaltige Ertragskennzahl des Konzerns dar. Gleichzeitig ist das bereinigte EBITDA für den Vorstand die geeignete Steuerungsgröße zur Beurteilung der operativen Ertragskraft des Konzerns bzw. der beiden Segmente. Als Sondereffekte wurden zum einen der nicht zahlungswirksame Aufwand für die aktienbasierte Vergütung in Höhe von 0,5 Mio. € (2019: 1,4 Mio. €) bereinigt. Im Zusammenhang mit der Akquisition von VARTA Consumer wurden Einmal-Aufwendungen in Höhe von 1,3 Mio. € bereinigt. Weiterhin wurden im Zusammenhang mit der Kaufpreis-Allokation (PPA) von VARTA Consumer nicht-liquiditätwirksame Effekte aus der Kaufpreisallokation (PPA) adjustiert. Im Speziellen wurde der aus den Vorräten resultierende (Teilkosten-)Gewinn nach dem Erwerb über den erwarteten Verbrauchszeitraum in Höhe von 8,7 Mio. € ergebniswirksam eliminiert. Die Auflösung dieser Aufstockungsbeträge stellt einen nicht liquiditätswirksamen Sondereffekt dar. Schließlich wurden Restrukturierungskosten bei VARTA Consumer in Höhe von 10,2 Mio. € bereinigt. Die nachfolgende Tabelle stellt die Überleitung vom EBITDA zum bereinigten EBITDA dar:

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(IN T€) 01. JAN. BIS 30. JUN. 2020 01. JAN. BIS 30. JUN. 2019
EBITDA 81.448 35.850
Aufwendungen aus aktienbasierter Vergütung 499 1.385
Nicht liquiditätswirksame Effekte aus der Kaufpreisallokation (PPA) 8.661 0
Aufwendungen für M&A - Transaktionen 1.285 0
Restrukturierungskosten VARTA Consumer 10.188 0
Bereinigtes EBITDA 102.081 37.235

Das bereinigte EBITDA ist in den ersten sechs Monaten 2020 von 37,2 Mio. € auf 102,1 Mio. € gestiegen. Dies entspricht einem Anstieg von 174,2 % im Vergleich zum Vorjahr. Ohne VARTA Consumer ist das bereinigte EBITDA um 124,8 % angestiegen. Die Steigerung des bereinigten EBITDA lässt sich auf das sehr hohe und profitable Umsatzwachstum bei den Lithium-Ionen-Zellen und bei den Hörgerätebatterien und dem unterproportionalen Kostenanstieg durch die Skalierung des Geschäftsmodells zurückführen.

Betriebsergebnis (EBIT)

Das Betriebsergebnis hat sich von 27,8 Mio. € auf 58,6 Mio. € mehr als verdoppelt und ist um 110,7 % im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Ohne VARTA Consumer hat das EBIT um 138,6 % zugelegt. Der im Vergleich zum Umsatzwachstum überproportionale Anstieg ist in erster Linie auf die sehr erfolgreiche Entwicklung im Segment Microbatteries zurückzuführen.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis hat sich im Berichtsjahr von -0,7 Mio. € in 2019 auf -1,9 Mio. € in 2020 verändert. Ohne VARTA Consumer hätte sich das Finanzergebnis von -0,7 Mio. € auf -1,5 Mio. € verändert. Belastend hat sich der Saldo aus Währungsgewinnen und Währungsverlusten in Höhe von 0,7 Mio. € ausgewirkt.

Steuern

Der Steueraufwand ist vor allem durch die positive Entwicklung des Ergebnisses vor Steuern von 7,6 Mio. € in 2019 auf 16,7 Mio. € in 2020 angestiegen. Daraus resultiert eine effektive Steuerquote von 29,5 % (2019: 28,2 %), bezogen auf das Ergebnis vor Steuern. Ohne VARTA Consumer hätte die Steuerquote bei 29,4 % gelegen.

Konzernergebnis

Das sehr profitable Umsatzwachstum bei den Lithium-Ionen-Zellen und bei den Hörgeräte-Batterien in Verbindung mit der guten Entwicklung von VARTA Consumer und dem unterproportionalen Anstieg der Fixkosten durch die Skalierung des Geschäftsmodells haben sich positiv auf das Konzernergebnis ausgewirkt. Das Konzernergebnis ist von 19,5 Mio. € auf 39,9 Mio. € in 2019 um 104,9% im Vergleich zum Vorjahr angestiegen.

VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Konzern-Bilanz zum 30. Juni 2020 (ungeprüft. vorläufig)

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(IN T€) 30. JUNI 2020 31. DEZEMBER 2019
AKTIVA
Langfristige Vermögenswerte 569.411 288.462
Kurzfristige Vermögenswerte 452.290 380.368
Bilanzsumme 1.021.701 668.830
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(IN T€) 30. JUNI 2020 31. DEZEMBER 2019
PASSIVA
Eigenkapital 452.006 414.802
Langfristige Schulden 209.300 88.779
Kurzfristige Schulden 360.395 165.249
Schulden 569.695 254.028
Bilanzsumme 1.021.701 668.830

Langfristige Vermögenswerte

Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um 280,9 Mio. € von 288,5 Mio. € in 2019 auf 569,4 Mio. € im Berichtsjahr. Dieser deutliche Anstieg resultiert hauptsächlich aus der Erhöhung des Sachanlagevermögens von 247,9 Mio. € zum 30. Juni 2020 auf 444,5 Mio. €. Hierauf entfallen rund 64 Mio. € (vorläufige Werte) auf die VARTA Consumer. Aufgrund der großen Nachfrage bei den wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Zellen für Hightech-Consumerprodukte, insbesondere für kabellose Premium-Kopfhörer (Hearables), wurden die Produktionskapazitäten erhöht.

Die sonstigen Vermögenswerte sind im Wesentlichen unverändert und haben sich von 17,9 Mio. € vom Jahresende 2019 auf 18,8 Mio. € zum Ende des zweiten Quartals 2020 nur unwesentlich erhöht.

Kurzfristige Vermögenswerte

Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich von 380,4 Mio. € zum 31. Dezember 2019 auf 452,3 Mio. € zum 30. Juni 2020 erhöht. Durch das gestiegene Umsatzvolumen und die erstmalige Konsolidierung der VARTA Consumer (vorläufige Werte) sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 73,0 Mio. € angestiegen. Zusätzlich haben sich die Vorräte um 64,8 Mio. € erhöht. Gegenläufig hat sich der Mittelabfluss aus der Zahlung des vorläufigen Kaufpreises für die VARTA Consumer ausgewirkt, der im Wesentlichen zur Reduzierung der Zahlungsmittel um -81,4 Mio. €geführt hat. Durch die Inanspruchnahme der ersten Tranche aus einem Konsortialkredit haben sich die Zahlungsmittel um 40,0 Mio. € erhöht.

Eigenkapital/Eigenkapitalquote

In den ersten sechs Monaten ist das Eigenkapital von 414,8 Mio. € zum 31. Dezember 2019 auf 452,0 Mio. € zum 30. Juni 2020 gestiegen. Die Eigenkapitalquote lag zum Ende des ersten Halbjahres bei 44,2% (31. Dezember 2019: 62,0 %). Maßgeblich für den Rückgang der Eigenkapitalquote war der Erwerb der VARTA Consumer, die im VARTA AG Konzern zu einem überproportionalen Anstieg des Fremdkapitals geführt hat.

Langfristige Schulden

Die langfristigen Schulden sind um 120,5 Mio. € von 88,8 Mio. € am 31. Dezember 2019 auf 209,3 Mio. € zum 31. Juni 2020 angestiegen. Maßgeblich für den Anstieg sind die aus der VARTA Consumer Akquisition (rund 80 Mio. €) übernommenen Pensionsverpflichtungen, Leasingverbindlichkeiten und passiven latenten Steuern. Aus der Inanspruchnahme eines Konsortialkredites haben sich die langfristigen, finanziellen Verbindlichkeiten bei der VARTA AG um 40,0 Mio. € erhöht.

Kurzfristige Schulden

Die kurzfristigen Schulden haben sich von 165,2 Mio. € auf 360,4 Mio. € (vorläufig) erhöht. Hiervon entfallen auf die VARTA Consumer Akquisition rund 137 Mio. € (vorläufig), vor allem für die übernommenen Steuerschulden, Leasingverbindlichkeiten, Vertragsvermögenswerte, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie abgegrenzten Schulden. Im bisherigen VARTA AG Konzern haben Kundenanzahlungen in Höhe von 40,0 Mio. € zu höheren kurzfristigen Schulden geführt.

Net Working Capital

Das Net Working Capital hat sich von 18,0 Mio. € zum Jahresende 2019 auf 73,9 Mio. € zum 30. Juni 2020 erhöht. Dies entspricht einem Anstieg von 55,9 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr. Durch die Akquisition von VARTA Consumer ist das Net Working Capital um rund 57,0 Mio. € (vorläufige Werte) angestiegen. Ohne VARTA Consumer ist das Net Working Capital um 1,1 Mio. € gesunken. Die Net Working Capital Quote liegt bei 18,9 % und ohne VARTA Consumer bei 6,7 % (zum Vergleich 5,0 % zum 31. Dezember 2019). Im Vergleich zum ersten Quartal 2020 ist das Net Working Capital um 34,0 Mio. € gesunken. Maßgeblich hierfür ist eine erhaltene Kundenanzahlung.

Kapitalflussrechnung

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(IN T€) 01. JAN. BIS 30. JUN. 2020 01. JAN. BIS 30. JUN. 2019
Zahlungsmittelbestand zum 01.01.2020 244.781 149.741
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 81.555 22.652
Cashflow aus Investitionstätigkeit -207.055 -27.399
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 31.638 98.275
Nettoveränderung der Zahlungsmittel -93.862 93.528
Auswirkungen von Wechselkursänderungen -120 83
Zahlungsmittelbestand zum 30. Juni 2020 150.799 243.352

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt nach dem ersten Halbjahr 2020 81,6 Mio. € und liegt damit 58,9 Mio. € über dem Vorjahreswert. Dies ist vor allem auf die organische Steigerung des operativen Ergebnisses zurückzuführen.

Der negative Cashflow aus Investitionstätigkeit ist in den ersten sechs Monaten 2020 auf 207,1 Mio. € (Vorjahr: 27,4 Mio. €) stark angestiegen. Der Anstieg stammt zum einen aus dem Erwerb der Anteile an VARTA Consumer Batteries in Höhe von 81,5 Mio €, die sich aus dem engültigen Kaufpreis in Höhe von 110,9 Mio. € abzüglich der erworbenen Kassenbeständen in Höhe von 29,4 Mio. € ergeben. Zum anderen resultiert der Anstieg im Cashflow aus Investitionstätigkeit resultiert aus den Investitionen in das Sachanlagevermögen zur nachfragebedingten Erweiterung der Produktionskapazitäten bei den Lithium-Ionen-Knopfzellen. Die Auszahlungen für Investitionen in immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen (CAPEX) betragen 123,7 Mio. € (Vorjahr 20,0 Mio. €).

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit hat sich in den ersten sechs Monaten von 98,3 Mio. € in 2019 auf 31,6 Mio. € in 2020 verringert. In 2019 wurde eine Kapitalerhöhung durchgeführt die zu einem Mittelzufluss i.H.v. 102,1 Mio. € geführt hat. In 2020 sind durch die Ziehung einer Tranche des bestehenden Konsortialkredits dem Konzern 40,0 Mio. € zugeflossen.

Der Bestand der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente hat sich überwiegend durch die höhere Investitionstätigkeit reduziert. Zum 30. Juni 2020 betrug er 150,8 Mio. € (30. Juni 2019: 243,4 Mio. €).

4 INVESTITIONEN OHNE M&A (CAPEX)

Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden im Konzern als CAPEX bezeichnet. Dies stellt eine wichtige Steuerungsgröße von produzierenden Wachstumsunternehmen dar. 2019 hat die VARTA AG ein umfangreiches Investitionsprogramm begonnen, das im Zeitraum 2019 bis 2021 umgesetzt werden soll. Ziel dieser Investitionen sind umfangreiche Kapazitätserweiterungen im Segment Microbatteries & Solutions.

Die Auszahlungen aus dem Kauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen betragen in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahr 2020 insgesamt 123,7 Mio. € (Vorjahr: 20,0 Mio. €).

Der wesentliche Teil der Investitionen in das Sachanlagevermögen diente der nachfragebedingten Erweiterung der Produktionskapazitäten bei Lithium-Ionen-Knopfzellen. Weiterhin sind in regelmäßigen Abständen Ersatzinvestitionen zur Erneuerung der Produktionsanlagen, zur Entwicklung neuer Produkte sowie für qualitätssichernde Maßnahmen notwendig.

ERTRAGSLAGE SEGMENTE

Seit Jahresbeginn hat das Unternehmen eine Neusegmentierung seines operativen Geschäfts vorgenommen und im Segment Microbatteries & Solutions die Geschäftsbereiche Healthcare, Entertainment und Power Pack Solutions zusammengefasst. Das zweite Segment Household Batteries umfasst das VARTA Consumer Batteries Geschäft und die Energiespeicher-Lösungen. Beide Segmente haben in den ersten sechs Monaten positiv zum Umsatz- und Ergebniswachstum beigetragen. Insbesondere das Segment Microbatteries & Solutions hat das sehr dynamische Wachstum weiter fortgesetzt und die Profitabilität weiter verbessert. Das mit Abstand stärkste Wachstum wurde erneut bei den wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Zellen für Hightech-Consumerprodukte, insbesondere für kabellose Premium-Kopfhörer (Hearables), erzielt. Das Segment Household Batteries hat sich im ersten Halbjahr besser als erwartet entwickelt.

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Microbatteries & Solutions 01. JAN. BIS 30. JUN. 2020 01. JAN. BIS 30. JUN. 2019 YoY
Umsatz (Mio. €) 239.680 140.800 70,2%
Bereinigtes EBITDA (Mio. €) 82.425 35.569 131,7%
Bereinigte EBITDA Marge in % 34,4 25,3 9,1 PP

* Vorjahreszahlen wurden auf die neue Segmentierung angepasst (restrospektive Pro-forma Anpassung)

Der Umsatz im Segment Microbatteries & Solutions ist in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahrs 2020 von 140,8 Mio. € auf 239,7 Mio. € gestiegen. Dies entspricht einem sehr deutlichen Umsatzwachstum von 70,2 % im Vergleich zum Vorjahr. Das mit Abstand stärkste Umsatzwachstum wird weiter bei den wiederaufladbaren LithiumIonen-Zellen für Hightech-Consumerprodukte, insbesondere für kabellose Premium-Kopfhörer (Hearables), erzielt. Hintergrund ist die ungebrochen hohe Kundennachfrage in einem weiter sehr dynamisch wachsenden Markt. Bei den Hörgerätebatterien wurde die weltweite Marktposition in einem strukturell wachsenden Markt weiter ausgebaut. Der Konzern profitiert derzeit von seinem sehr robusten Geschäftsmodell bei primären HörgeräteBatterien und dem im letzten Geschäftsjahr angelaufenen Neugeschäft mit einer führenden US-amerikanischen Handelskette. Im Geschäft mit den Power Pack Solutions setzt sich das hohe Wachstum aufgrund der im letzten Jahr angelaufenen neuen Kundenprojekte fort. Das bereinigte EBITDA ist von 35,6 Mio. € auf 82,4 Mio. € angestiegen, was einer Steigerung um 131,7 % entspricht. Die Ergebnissteigerung ist auf das starke Wachstum der vergleichsweise margenstarken Produktgruppen sowie den unterproportionalen Anstieg der Fixkosten durch die Skalierung des Geschäftsmodells zurückführen. Daraus resultiert eine bereinigte EBITDA-Marge von 34,4 % im Verhältnis zum Umsatz, was einer Verbesserung der bereinigten EBITDA-Marge um 9,1 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

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Household Batteries 01. JAN. BIS 30. JUN. 2020 01. JAN. BIS 30. JUN. 2019 YoY
Umsatz (Mio. €) 150.781 10.346 1.357,4%
Bereinigtes EBITDA (Mio. €) 19.656 1.666 1.079,8%
Bereinigte EBITDA Marge in % 13,0 16,1 -3,1 PP

* Vorjahreszahlen wurden auf die neue Segmentierung angepasst (restrospektive Pro-forma Anpassung)

Das Segment Household Batteries umfasst das Geschäft der Consumer Batteries und die Energiespeicherlösungen. Im Vorjahr ist nur das Geschäft mit den Energiespeichern im Segment-Reporting enthalten. Durch die erstmalige Konsolidierung der VARTA Consumer Batteries sind Umsatz und bereinigtes EBITDA sehr deutlich gestiegen (Umsatz: + 1.357,4 %; bereinigtes EBITDA: +1.079,8 %). VARTA Consumer Batteries hat sich im Berichtszeitraum besser als erwartet entwickelt. Durch die Fokussierung auf das Markengeschäft hat sich die Profitabilität im Vergleich zum Erwerbszeitpunkt bereits verbessert. Das Geschäft mit Energiespeicher-Lösungen ist in den ersten sechs Monaten sehr dynamisch und schneller als der Markt gewachsen.

Die folgende Tabelle verdeutlicht die Überleitung von dem bisherigen zum neuen Segment-Reporting:

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(IN MIO. €) 01. JAN. BIS 30. JUN. 2020 01. JAN. BIS 30. JUN. 2019 YOY in %
Microbatteries
Umsatz 218,6 126,2 73,2%
bereinigtes EBITDA 81,3 35,7 127,7%
bereinigte EBITDA-Marge 37,2% 28,3% 8,9 PP
Power & Energy
Umsatz 33,7 25 34,8%
bereinigtes EBITDA 2,4 1,5 60,0%
bereinigte EBITDA-Marge 7,1% 6,0% 1,1 PP
Summe VARTA ohne Akquisition VARTA Consumer
Umsatz 252,3 151,5 66,5%
bereinigtes EBITDA 83,7 37,2 125,0%
bereinigte EBITDA-Marge 33,2% 24,6% 8,6 PP
Consumer Batteries
Umsatz 138,4
bereinigtes EBITDA 18,4
bereinigte EBITDA-Marge 13,3%
Summe VARTA einschl. Akquisition VARTA Consumer
Umsatz 390,7
bereinigtes EBITDA 102,1
bereinigte EBITDA-Marge 26,1%

MITARBEITER

Die Mitarbeiterzahl ist im Berichtszeitraum um 1.948 bzw. 81,4 % von 2.394 auf 4.342 Mitarbeiter 30. Juni 2020 angestiegen. Durch die abgeschlossene Akquisition von VARTA Consumer Batteries sind 1.139 Mitarbeiter hinzugekommen. Für die Erweiterung der Produktionskapazitäten bei Lithium-Ionen Zellen wurden an den beiden Hauptproduktionsstandorten Nördlingen und Ellwangen 609 zusätzliche Mitarbeiter aufgebaut.

5 PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Der Zwischenlagebericht zum Halbjahr beinhaltet keine umfangreiche und vollständige Angabe zum Prognose-, Chancen- und Risikobericht. Diese Erläuterungen sind deshalb in Verbindung mit dem zum 31. Dezember 2019 veröffentlichten Konzernjahresabschluss zu lesen.

Das Risikomanagementsystem wird gesammelt auf Konzernebene beurteilt und fokussiert auf strategische, operative, finanzielle und sonstige Risiken. Hierbei werden die Risiken anhand des Netto-Schadenserwartungswertes als gering, mittel oder hoch eingeordnet.

Der Finanzvorstand trägt die Verantwortung für das Chancen- und Risikomanagement, welches integraler Bestandteil der Unternehmensführung ist. Nach Einschätzung des Vorstandes sind die Risiken zum Zeitpunkt der Veröffentlichung unverändert als beherrschbar einzuschätzen. Im Einzelnen sind weiterhin keine bestandsgefährdenden Risiken zu erkennen. Zugleich besteht weiter die Überzeugung, dass der VARTA AG Konzern weiterhin strategisch und finanziell gut aufgestellt ist, um sich bietende Chancen zu nutzen.

Es wurde zum 30. Juni 2020 eine umfangreiche Überprüfung der Risikosituation durchgeführt.

Es ergaben sich im Bereich der operativen, strategischen, finanziellen und Ausfall-Risiken keine wesentlichen Veränderungen im Vergleich zum 31. Dezember 2019. Zum Stichtag 30. Juni 2020 wurden turnusgemäß die existenzbedrohenden Chancen und Risiken aktualisiert.

AUSBLICK

Nach der sehr guten Umsatz- und Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr und dem weiterhin hohen Auftragsbestand erhöht die Gesellschaft die Umsatz- und Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2020.

Aufgrund der anhaltend sehr hohen Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batterien (CoinPower) erweitert VARTA die Produktionskapazitäten für Lithium-Ionen Zellen von bisher 200 Mio. Zellen pro Jahr auf jetzt 300 Mio. Zellen jährlich bis Ende 2021. Hierfür plant die Gesellschaft ein zusätzliches Investitionsvolumen von rund 175 Mio. €. Der Ausbau wird hauptsächlich am Produktionsstandort in Nördlingen/Deutschland vorgenommen und durch einen Neubau, der an die bestehende Produktion angrenzt, umgesetzt. Hier wird erstmalig eine neue Generation von Produktionsanlagen installiert, die zu einer höheren Produktionsgeschwindigkeit führt und gleichzeitig niedrigere Investitionskosten erfordert. Damit kann VARTA schnell und flexibel auf die steigende Nachfrage reagieren.

Das strukturelle Wachstum der Kernmärkte, die nach eigener Einschätzung starke Marktposition in diesen Kernmärkten sowie die weiterhin massiven Investitionen in die Erweiterung der Produktionskapazitäten werden zu einer positiven Geschäftsentwicklung in 2020 und in den Folgejahren führen. Dieser Ausblick beruht auf der Annahme konstanter Währungskurse.

Angesichts des sich weltweit ausbreitenden Coronavirus sind negative Einflüsse auf den VARTA AG Konzern unverändert nicht auszuschließen. Dies könnte sowohl die Produktionsmöglichkeiten an unseren Standorten, unsere Transportmöglichkeiten zu unseren Kunden als auch Beeinträchtigungen unserer Lieferanten betreffen. Nicht auszuschließen ist ebenso, dass unsere Kunden durch eigene Produktionsunterbrechungen zeitweise keine Produkte von uns abnehmen können. Zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung waren diese Risiken nicht abschätzbar und konnten deshalb im Rahmen der Planung nicht berücksichtigt werden.

VARTA AG Konzern

Es wird für 2020 ein Konzernumsatz zwischen 810 Mio. € und 830 Mio. € (bisher 780 Mio. € und 800 Mio. €) erwartet. Das entspricht einem Umsatzwachstum zwischen 123 % und 129 % im Vergleich zum Vorjahr (einschließlich VARTA Consumer). Das organische Umsatzwachstum, ohne VARTA Consumer, wird zwischen 47 % und 53 % liegen.

Das bereinigte Konzern-EBITDA wird für 2020 in einem Korridor zwischen 210 Mio. € und 215 Mio. € (bisher 175 Mio. € und 185 Mio. €) liegen, und soll damit um 115% bis 121 % im Vorjahresvergleich zulegen (einschließlich VARTA Consumer) im Vergleich zu 2019 wachsen. Das bereinigte EBITDA wird adjustiert um Sondereffekte: Als Sondereffekte hat der Vorstand (wenn zutreffend) Kosten aus einer Kapitalerhöhung, ergebniswirksame Effekte aus dem Erstattungsanspruch aus Schuldbeitritt bezüglich der Pensionsverpflichtungen, Effekte aus aktienbasierter Vergütung, Veräußerungseffekte aus Sale-and-Lease-back Transaktionen, mögliche Kosten für Restrukturierung sowie Aufwendungen für M & A-Transaktionen sowie nicht-liquiditätswirksame Effekte aus der Kaufpreisallokation (PPA) definiert.

Aufgrund der ungebrochen sehr hohen Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batterien (CoinPower) werden die Produktionskapazitäten weiter massiv ausgebaut. Für die geplante Erweiterung der Produktionskapazitäten von bisher 200 Mio. Zellen pro Jahr auf 300 Mio. Zellen jährlich bis Ende 2021 erhöht die Gesellschaft ihre prognostizierten Auszahlungen aus dem Kauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen (CAPEX) für 2020 von bisher 300 bis 330 Mio. € auf 320 bis 360 Mio. €.

Segment Microbatteries & Solutions

Im Bereich der Hörgerätebatterien soll die nach eigener Einschätzung marktführende Position in einem strukturell wachsenden Markt weiter ausgebaut werden. Aufgrund der starken Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batterien für Wireless Headsets im Bereich Entertainment & Industrial ist eine massive Ausweitung der Produktionskapazitäten geplant. Dies stellt das größte Wachstumspotenzial im Segment Microbatteries & Solutions dar. Im Segment Microbatteries & Solutions wird für das Geschäftsjahr 2020 auf vergleichbarer Basis von einem sehr deutlichen Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich ausgegangen. Durch die weitere Skalierung des Geschäftsmodells wird von einem sehr deutlichen Anstieg des bereinigten EBITDA ausgegangen, das sich im Vergleich zum Umsatz weiter überproportional entwickeln soll.

Segment Household Batteries

Bei den stationären Energiespeichern wird ein sehr deutliches Wachstum erwartet, das mindestens dem Marktwachstum entsprechen soll. Das erworbene VARTA Consumer-Geschäft wird im Geschäftsjahr 2020 einen zusätzlichen Umsatz von rund 300 Mio. € leisten. Es wird eine EBITDA-Marge im niedrigen zweistelligen Bereich für das Geschäftsjahr 2020 erwartet.

In die Prognosen für Chancen und Risiken für die weitere Geschäftsentwicklung fließen die langjährigen Erfahrungen im Batteriegeschäft ein. Dieser Bericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft beziehen. Es wird darauf hingewiesen, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können.

Ellwangen, 13. August 2020

VARTA Aktiengesellschaft

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Vorstandsvorsitzender (CEO) Finanzvorstand (CFO)
- Herbert Schein - - Steffen Munz -

Zwischenabschluss des VARTA AG Konzerns per 30. Juni 2020

Konzern-Bilanz zum 30. Juni 2020 (ungeprüft. vorläufig)

VARTA Aktiengesellschaft. Ellwangen (Jagst)

AKTIVA

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(IN T€) 30. JUNI 2020 31. DEZEMBER 2019
Sachanlagen 444.535 247.896
Immaterielle Vermögenswerte 93.385 20.783
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen und sonstige Beteiligungen 74 55
Andere finanzielle Vermögenswerte 333 548
Latente Steueransprüche 12.323 1.271
Sonstige Vermögenswerte 18.761 17.909
Langfristige Vermögenswerte 569.411 288.462
Vorräte 128.836 63.995
Vertragsvermögenswerte 6.972 2.032
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 124.933 51.966
Andere finanzielle Vermögenswerte 189 0
Steuererstattungsansprüche 1.254 216
Sonstige Vermögenswerte 39.307 17.378
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 150.799 244.781
Kurzfristige Vermögenswerte 452.290 380.368
Bilanzsumme 1.021.701 668.830

PASSIVA

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(IN T€) 30. JUNI 2020 31. DEZEMBER 2019
Gezeichnetes Kapital 40.422 40.422
Kapitalrücklage 251.118 250.619
Gewinnrücklagen 118.444 68.700
Jahresüberschuss 39.833 50.390
Sonstige Rücklagen 1.917 4.456
Eigenkapital des VARTA AG Konzerns 451.734 414.587
Nicht beherrschende Anteile 272 215
Eigenkapital 452.006 414.802
Leasingverbindlichkeiten 45.066 20.476
Andere finanzielle Verbindlichkeiten 46.305 2.832
Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer 69.607 27.241
Erhaltene Anzahlungen 23.541 34.296
Sonstige Verbindlichkeiten 78 95
Passive latente Steuern 18.847 0
Sonstige Rückstellungen 5.391 3.839
Abgegrenzte Schulden 465 0
Langfristige Schulden 209.300 88.779
Steuerschulden 51.900 14.325
Leasingverbindlichkeiten 11.688 4.603
Andere finanzielle Verbindlichkeiten 6.202 4.058
Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer 2.101 1.195
Vertragsverbindlichkeiten 38.964 11.198
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie erhaltene Anzahlungen 147.847 88.807
Sonstige Verbindlichkeiten 34.603 20.025
Sonstige Rückstellungen 24.189 4.407
Abgegrenzte Schulden 42.901 16.631
Kurzfristige Schulden 360.395 165.249
Schulden 569.695 254.028
Bilanzsumme 1.021.701 668.830

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.-30.06.2020 (ungeprüft)

VARTA Aktiengesellschaft. Ellwangen (Jagst)

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(IN T€) 01. JAN. BIS 30. JUN. 2020 01. JAN. BIS 30. JUN. 2019
Umsatzerlöse 390.678 151.517
Erhöhung/ Verminderung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse 8.287 3.506
Aktivierte Eigenleistungen 2.579 8.330
Sonstige betriebliche Erträge 20.424 3.685
Materialaufwand -158.865 -57.928
Personalaufwand -124.595 -52.520
Sonstige betriebliche Aufwendungen -57.060 -20.740
EBITDA 81.448 35.850
Abschreibungen -22.898 -8.059
Betriebsergebnis (EBIT) 58.550 27.791
Finanzertrag 208 128
Finanzaufwand -1.322 -390
Übriger Finanzertrag 794 40
Übriger Finanzaufwand -1.625 -459
Finanzergebnis -1.945 -681
Gewinn- und Verlustanteile an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden 0 -6
Ergebnis vor Steuern 56.605 27.104
Ertragsteueraufwendungen -16.715 -7.633
Konzernergebnis 39.890 19.471
Zuordnung des Gewinns:
Aktionäre der VARTA AG 39.833 19.149
Nicht beherrschende Anteile 57 322
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(IN T€) 01. JAN. BIS 30. JUN. 2020 01. JAN. BIS 30. JUN. 2019
Konzernergebnis 39.890 19.471
Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen -1.774 -2.815
Neubewertung des Erstattungsanspruchs Schuldbeitritt 914 2.195
Steuereffekt 214 177
-646 -443
Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert wurden oder anschließend umgegliedert werden können
Währungsumrechnungsdifferenzen -2.647 151
Ergebnis der Fair Value-Änderungen von Cashflow-Hedges 154 -341
Steuereffekt -46 -1
-2.539 -191
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -3.185 -634
Gesamtergebnis 36.705 18.837
Zuordnung des Gewinns:
Aktionäre der VARTA AG 36.648 18.514
Nicht beherrschende Anteile 57 323
Ergebnis je Aktie (EUR)
2020 2019
Unverwässertes Ergebnis je Aktie 0,99 0,50
Verwässertes Ergebnis je Aktie 0,99 0,50
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(IN T€) 01. JAN. BIS 30. JUN. 2020 01. JAN. BIS 30. JUN. 2019
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
Ergebnis vor Steuern 56.605 27.104
Nettofinanzergebnis abzüglich übriger Finanzaufwand/Finanzertrag 1.114 262
Ergebnisse aus der At-Equity-Bewertung 0 6
Abschreibungen 22.898 8.059
Gewinne und Verluste aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 52 -26
Übrige liquiditätsunwirksame Erträge und Aufwendungen 3.549 -2.929
Veränderungen Working Capital
Vorräte -14.060 -10.411
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie übrige kurzfristige Vermögenswerte 10.817 -8.091
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie übrige kurzfristige und langfristige Verbindlichkeiten -371 11.167
Rückstellungen und Verbindlichkeiten aus Personalvorsorge 13.262 5.053
Bezahlte Ertragsteuern -12.311 -7.542
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 81.555 22.652
Cashflow aus Investitionstätigkeit
Auszahlungen aus dem Kauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen -123.658 -20.026
Aktivierte Eigenleistungen -2.579 -8.330
Einzahlungen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 486 1.029
Ein-/ Auszahlungen aus der Aufnahme von Ausleihungen -151 -238
Investitionen in Finanzanlagen -81.355 0
Einzahlungen aus Ausleihungen 0 40
Erhaltene Zinsen 202 126
Cashflow aus Investitionstätigkeit -207.055 -27.399
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen aus Kapitalmaßnahmen 0 102.120
Aufnahme von finanziellen Verbindlichkeiten 41.342 0
Tilgung von kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten -8.918 -3.798
Bezahlte Zinsen -786 -47
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 31.638 98.275
Nettoveränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -93.862 93.528
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente per 1. Januar 244.781 149.741
Auswirkungen von Wechselkursänderungen -120 83
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente per 30. Juni 150.799 243.352
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SONSTIGE RÜCKLAGEN
(IN T€) GEZEICHNETES KAPITAL KAPITALRÜCKLAGE GEWINNRÜCKLAGEN* WÄHRUNGSDIFFE RENZEN HEDGING RESERVE NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE
Stand am 01. Januar 2019 38.200 149.374 66.887 3.924 -389 1.426
Effekt aus aktienbasierter Vergütung 0 1.184 0 0 0 0
Kapitalerhöhung 2.222 101.531 0 0 0 0
Transaktionskosten aus Kapitalerhöhung 0 -1.157 0 0 0 0
Gesamtergebnis
Jahresergebnis 0 0 19.149 0 0 322
Sonstiges Ergebnis 0 0 -444 150 -342 2
Gesamtergebnis 0 0 18.705 150 -342 324
Stand am 30. Juni 2019 40.422 250.932 85.592 4.074 -731 1.750
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(IN T€) SUMME EIGENKAPITAL
Stand am 01. Januar 2019 259.422
Effekt aus aktienbasierter Vergütung 1.184
Kapitalerhöhung 103.753
Transaktionskosten aus Kapitalerhöhung -1.157
Gesamtergebnis
Jahresergebnis 19.471
Sonstiges Ergebnis -634
Gesamtergebnis 18.837
Stand am 30. Juni 2019 382.039
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SONSTIGE RÜCKLAGEN
(IN T€) GEZEICHNETES KAPITAL KAPITALRÜCKLAGE GEWINNRÜCKLAGEN* WÄHRUNGSDIFFE RENZEN HEDGING RESERVE NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE
Stand am 01. Januar 2020 40.422 250.619 119.090 4.459 -3 215
Effekt aus aktienbasierter Vergütung 0 499 0 0 0 0
Gesamtergebnis
Jahresergebnis 0 0 39.833 0 0 57
Sonstiges Ergebnis 0 0 -646 -2.647 108 0
Gesamtergebnis 0 0 39.187 -2.647 108 57
Stand am 30. Juni 2020 40.422 251.118 158.277 1.812 105 272
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(IN T€) SUMME EIGENKAPITAL
Stand am 01. Januar 2020 414.802
Effekt aus aktienbasierter Vergütung 499
Gesamtergebnis
Jahresergebnis 39.890
Sonstiges Ergebnis -3.185
Gesamtergebnis 36.705
Stand am 30. Juni 2020 452.006

Konzernzwischenabschluss 2020 der VARTA AG

per 30. Juni 2020

6 ALLGEMEINE INFORMATIONEN

Die VARTA Aktiengesellschaft (VARTA AG) ist ein Unternehmen mit Sitz in Ellwangen (Jagst), Deutschland, die im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm, Deutschland, unter HRB 728059 eingetragen ist. Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss des Unternehmens umfasst das Unternehmen und seine Tochtergesellschaften (zusammen als "VARTA AG Konzern" bezeichnet). Der Stichtag für diesen Zwischenabschluss für die VARTA AG, sämtliche Tochtergesellschaften und die Konzernrechnung ist der 30. Juni 2020. Der Zwischenabschluss des Konzerns wird in Euro, der funktionalen Währung des Unternehmens, dargestellt. Alle in Euro dargestellten Finanzinformationen wurden, soweit nicht anders angegeben, auf den nächsten Tausender gerundet. Der Zwischenabschluss wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie in der EU angewendet, erstellt.

Die Geschäftstätigkeiten der VARTA AG, welche sie durch die operativen Tochtergesellschaften betreibt, umfasst die Produktion, Vertrieb, Forschung und Entwicklung in zwei Geschäftssegmenten: "Microbatteries & Solutions" und "Household Batteries". Der VARTA AG Konzern ist ein internationales und global agierendes Unternehmen und kann auf über 130 Jahre Erfahrung zurückblicken.

Die VARTA AG hat ihren Sitz in Ellwangen, VARTA-Platz 1, Deutschland. Die oberste Muttergesellschaft der VARTA AG ist die Montana Tech Components AG, nachfolgend die "MTC", (Reinach, Schweiz).

Die Aktien der VARTA AG werden am regulierten Markt unter der Wertpapierkennnummer (WKN) A0TGJ5, der International Securities Identification Number (ISIN) DE000A0TGJ55 sowie dem Börsenkürzel "VAR1" gehandelt. Seit dem 23. Dezember 2019 ist die VARTA zudem im MDAX und im TecDAX gelistet.

7 VERÄNDERUNGEN IM KONSOLIDIERUNGSKREIS

Im Geschäftsjahr 2020 hat sich der Konsolidierungskreis wie folgt entwickelt:

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2020 2019
VOLLKONSOLIDIERUNG EQUITY-KONSOLIDIERUNG VOLLKONSOLIDIERUNG EQUITY-KONSOLIDIERUNG
Stand 1. Januar 12 1 12 2
Abgang Konsolidierungskreis 0 0 0 -1
Neugründung 1 0 0 0
Akquisition 30 0 0 0
Stand 30. Juni 43 1 12 1

Neugründungen

VARTA Consumer Hungaria Kft.

Die Gesellschaft VARTA Consumer Hungaria Kft. wurde als Tochtergesellschaft der VARTA Consumer Batteries Benelux B.V. am 15. Mai 2020 gegründet. Die Gesellschaft, mit Sitz in Budapest, wurde im Handelsregister unter der Nummer 01-09-358466 eingetragen. Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit

Elektronik und Teilen für Telekommunikation.

Unternehmenszusammenschlüsse

VARTA Consumer Batteries

Am 2. Januar 2020 erwarb der Konzern 100 % der Anteile und Stimmrechte an folgenden Unternehmen:

VARTA Consumer Batteries Benelux B.V. (Niederlande), mit den (direkten und indirekten) Tochterunternehmen (jeweils 100 %)

Spectrum Brands Europe GmbH (Deutschland)

ROV German Limited GmbH (Deutschland)

ROV German General Partner GmbH (Deutschland)

VARTA Consumer Batteries GmbH & Co. KGaA (Deutschland)

Anabasis Handelsgesellschaft GmbH (Deutschland)

VARTA Consumer Batteries Italia S.r.l. (Italien)

VARTA Pilleri Ticaret Ltd. Sirketi (Türkei)

Spectrum Brands Czech spol. s.r.o. (Tschechien)

Spectrum Brands Denmark NS (Dänemark)

Spectrum Brands France S.A.S. (Frankreich)

Spectrum Brands Finland Oy (Finnland)

Spectrum Brands Norway AS (Norwegen)

Spectrum Brands Austria GmbH (Österreich)

Spectrum Brands Hrvatska d.o.o. (Kroatien)

Spectrum Brands Bulgaria EOOD (Bulgarien)

Spectrum Brands Trgovina d.o.o. (Slowenien)

Spectrum Brands Slovakia spol. S.r.o. (Slowakei)

Spectrum Brands Schweiz GmbH (Schweiz)

SPB Sweden AB (Schweden)

EMEA Consumer Batteries (Shenzhen) Co. Ltd. (China)

VARTA Consumer Batteries Poland Sp. z o.o. (Polen)

Limited Liability Company Consumer Batteries Company (Eastern Europe) (Russland)

VARTA Consumer Batteries Iberia. S.L.U. (Spanien)

Varta Consumer Batteries UK Ltd (UK)

Energizer Real Estate Holdings, LLC (USA), mit deren Tochtergesellschaft (100 %)

Paula GmbH & Co. KG (Deutschland)

Mit Genehmigung der Europäischen Kommission unter Auflagen zum Hörgerätebatteriengeschäft vom 3. Dezember 2019 trat der Kaufvertrag über die Anteile an den oben genannten Gesellschaften vom 29. Mai 2019 nach Erfüllung aller Voraussetzungen am 2. Januar 2020 in Kraft. Die Auflagen haben keine wesentlichen materiellen Auswirkungen auf das bestehende Hörgerätebatteriengeschäft der VARTA AG.

Die erworbenen Unternehmen bilden zusammen den Geschäftsbereich "VARTA Consumer Batteries". VARTA Consumer Batteries ist einer der europaweit führenden Hersteller von Consumer Gerätebatterien und konnte sich in zahlreichen europäischen Ländern als Marktführer positionieren. Die Grundlage für die erfolgreiche Geschäftsentwicklung von VARTA Consumer Batteries bildet das ausgeprägte europäische Distributionsnetz mit einer Vielzahl von lokalen Gesellschaften sowie die langjährigen Kundenbeziehungen mit nahezu allen europäischen Key Retailern. Zum Produktportfolio zählen Batterien, Akkus, Ladegeräte, Portable Power (Power Banks) und Leuchten. VARTA Consumer Batteries hat Vertriebsgesellschaften in über 20 Ländern.

Mit der Akquisition von VARTA Consumer Batteries erweitert die VARTA AG ihr Produktportfolio um Gerätebatterien für Endkonsumenten. Der Konzern erhält mit der Akquisition noch besseren Zugang zu den attraktiven, derzeit noch wenig durchdrungenen Vertriebskanälen im Handel ("Retail"). Mit dem Zusammenschluss werden die weltweiten VARTA-Markenrechte für Geräte- und Mikrobatterien sowie Energiespeichersysteme wieder unter dem Dach der VARTA AG vereint. Dies stärkt den Markenauftritt der VARTA-Produkte in allen Segmenten.

Die Gegenleistung sowie die konsolidierte Erwerbsbilanz des erworbenen Geschäftsbetriebs wurden beim Veräußerer und Erwerber einheitlich auf den 1. Januar 2020 festgelegt; zwischen dem 1. Januar und 2. Januar 2020 gab es keine relevanten Geschäftsvorfälle.

a) Übertragene Gegenleistung

Nachstehend ist der zum Erwerbszeitpunkt gültige beizulegende Zeitwert der Gegenleistung dargestellt:

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(IN T€) 01. Januar 2020
Zahlungsmittel (hingegeben zum Closing) 131.122
Zahlungsmittel Erstattung (erwartete Kaufpreisanpassung aus Anpassungsmechanismus gemäß SPA) -20.220
Erfassung Vermögenswert für steuerliche Entschädigung (Idemnification Asset) -5.219
Gesamte übertragene Gegenleistung 105.683

Zum Closing hat die VARTA AG einen vorläufigen Kaufpreis entrichtet, der auf der Basis von Bilanzdaten des Geschäftsbereichs VARTA Consumer Batteries per Oktober 2019 festgelegt wurde. Auf der Grundlage der Erwerbsbilanz sah der Anteilskaufvertrag Anpassungen vor, die zu einer Kaufpreiserstattung führten.

Der Anteilskaufvertrag sieht Gewährleistungsregelungen für den Fall vor, dass die erworbenen Unternehmen Ertragsteuern für Zeiträume bis zum Erwerbsstichtag entrichten müssen. Nach der vertragsgemäßen Festlegung des Kaufpreises hat der Konzern Ertragsteuern für vergangene Perioden in Höhe des aktuell erwarteten Betrags der Inanspruchnahme von T€ 5.218 zurückgestellt und in gleicher Höhe einen entsprechenden Vermögenswert für die steuerliche Entschädigung aus der vertraglichen Gewährleistung eingebucht. Der Vermögenswert wird auf der Grundlage der vertraglichen Vereinbarung und der Bonität des Veräußerers als werthaltig eingeschätzt.

b) Mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten

Im Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2019 waren mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten von T€ 3.731 für Due Diligence, Rechtsanwalts-, Bank- und Notargebühren angefallen. Hiervon waren T€ 3.071 in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und T€ 660 in den Finanzaufwendungen der VorjahresGewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Im Zwischenabschluss des laufenden Geschäftsjahres 2020 sind mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten von T€ 1.147 angefallen. Diese Kosten sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

c) Identifizierbare erworbene Vermögenswerte und übernommene Schulden

Nachstehend sind die für die Hauptgruppen von erworbenen Vermögenswerten und übernommenen Schulden zum Erwerbszeitpunkt erfassten Beträge zusammengefasst:

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(IN T€) 1. JANUAR 2020
Immaterielle Vermögenswerte 70.540
Sachanlagen 64.558
Finanzanlagen 50
Sonstige langfristige Vermögenswerte 18
Latente Steueransprüche 10.544
Vorräte 51.108
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 90.394
Vertragsvermögenswerte (IFRS 15) 1.594
Steuererstattungsansprüche 793
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 20.719
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 29.408
Latente Steuerschulden -23.746
Finanzielle Verbindlichkeiten -32.985
Rückstellungen Leistungen an Arbeitnehmer -41.073
Sonstige Rückstellungen -30.966
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -31.824
Vertragsverbindlichkeiten (IFRS 15) -29.636
Steuerschulden -27.667
Sonstige Verbindlichkeiten -19.502
Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen 102.327

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfassen Bruttobeträge der vertraglichen Forderungen von T€ 93.446, wovon T€ 3.052 zum Erwerbszeitpunkt als voraussichtlich uneinbringlich eingeschätzt wurden.

Im Rahmen der Due Diligence-Untersuchungen zum Erwerb stellte sich heraus, dass bestehende Vereinbarungen über die Erbringung von Dienstleistungen durch den Geschäftsbereich VARTA Consumer Batteries für den Veräußerer in den Bereichen Vertrieb, Marketing und Verwaltung durch Beendigung seitens des Veräußerers nach der Transaktion nicht mehr fortgeführt werden und insoweit wesentliche Gemeinkosten des Geschäftsbereich VARTA Consumer Batteries nicht mehr gedeckt werden können. Im Rahmen von detaillierten Untersuchungen wurden die damit zusammenhängenden Auswirkungen auf das operative Ergebnis ermittelt. Gleichzeitig wurden entsprechende Analysen zur Restrukturierung der betroffenen Funktionen erstellt, um die Auswirkungen auf das operative Ergebnis zu minimieren und zeitlich zu begrenzen. Sowohl die Auswirkungen auf das operative Ergebnis als auch die zu erwartenden Restrukturierungsaufwendungen wurden kaufpreismindernd berücksichtigt.

In diesem Zusammenhang hat die VARTA AG unmittelbar nach dem Erwerbsstichtag einen Restrukturierungsplan beschlossen, der im Jahr 2020 umgesetzt wird. Die für die Umsetzung des Restrukturierungsplans geschätzten Aufwendungen belaufen sich aktuell auf rd. T€ 25.000. Da die Voraussetzungen für eine Restrukturierungsrückstellung erst nach dem Erwerbsstichtag vorlagen, enthält das identifizierbare erworbene Nettovermögen keine Restrukturierungsrückstellung.

Vorläufig bewertete Vermögenswerte:

Die Beträge für die identifizierbaren immateriellen Vermögenswerte von VARTA Consumer Batteries (Marke, patentierte und unpatentierte Technologie, vertragliche und nichtvertragliche Kundenbeziehungen) sind noch vorläufig, da die Arbeiten zur unabhängig durchgeführten Kaufpreisallokation zum Zeitpunkt der Genehmigung des Zwischenabschlusses zur Veröffentlichung noch nicht abgeschlossen waren.

Die Beträge für die Sachanlagen sind noch vorläufig, da die unabhängig durchgeführte Neubewertung von Leasingverhältnissen nach IFRS 16 noch nicht abgeschlossen ist. Darüber hinaus ist die unabhängig durchgeführte Bewertung des eigenen Sachanlagevermögens noch nicht final.

Die Beträge für die Vorräte sind noch vorläufig, da die Abschläge für die noch erforderlichen Kosten für die Fertigstellung bzw. den Verkauf sowie die angemessenen Gewinnaufschläge auf die noch ausstehenden Kosten nicht final ermittelt sind.

Die vorliegende Erwerbsbilanz basiert auf ungeprüften konsolidierten Daten des Geschäftsbereichs VARTA Consumer Batteries, die ursprünglich nach US-GAAP erstellt und nach IFRS konvertiert wurden. Es ist möglich, dass sich im Rahmen der Prüfung einzelner Bilanzposten noch Anpassungen oder Umgliederungen nach IFRS bzw. Prüfungsanpassungen ergeben.

d) Geschäfts- oder Firmenwert

Der vorläufige Geschäfts- oder Firmenwert infolge des Erwerbs wurde wie folgt erfasst:

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(IN T€) 01. JANUAR 2020
Übertragene Gegenleistung 105.683
Beizulegender Zeitwert des identifizierbaren Nettovermögens -102.327
Geschäfts- oder Firmenwert 3.356

Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert vor allem aus Absatzsynergien aus dem Zugang für Produkte der VARTA AG zu den Vertriebskanälen im Handel ("Retail") sowie den Fähigkeiten der Belegschaft. Der Geschäftsoder Firmenwert ist voraussichtlich nicht steuerlich abzugsfähig.

e) Erlös- und Ergebnisbeiträge

Zwischen dem 1. Januar und 30. Juni 2020 trug der erworbene Geschäftsbetrieb Umsatzerlöse von T€ 138.350 und einen Verlust von T€ 5.916 zum Ergebnis des Konzerns bei. Der Verlust ist begründet durch Abschreibungen auf Aufstockungsbeträge im Rahmen der Kaufpreisallokation sowie durch die im Rahmen des Restrukturierungsplans angefallenen Restrukturierungskosten.

Mezzanin Finanzierungs GmbH

Am 2. April 2020 erwarb der Konzern 100 % der Anteile und Stimmrechte an der Mezzanin Finanzierungs GmbH, Wien/Österreich. Die Mezzanin Finanzierungs GmbH wiederum hält 80 % der Anteile und Stimmrechte an der CONNEXIO alternative investment holding GmbH (vormals: CONNEXIO alternative investment holding AG), Wien/Österreich. Der Konzern hielt zum Zeitpunkt des Erwerbs bereits 20 % der Anteile an der CONNEXIO alternative investment holding GmbH. Darüber hinaus hält die Mezzanin Finanzierungs GmbH 100 % der Anteile an der VAMI-SK neunzehn GmbH, Graz/Österreich.

Mit dem Anteilserwerb hat der Konzern die Beherrschung über die Mezzanin Finanzierungs GmbH, die CONNEXIO alternative investment holding GmbH und die VAMI-SK neunzehn GmbH erlangt.

Die erworbenen Gesellschaften stellen isoliert betrachtet keinen Geschäftsbetrieb im Sinne von IFRS 3 dar, da es sich um rechtliche Hüllen ohne Ressourceneinsatz, Verfahren und Leistungen handelt. Insoweit liegt mit diesem Erwerb in eigenständiger Betrachtung kein Unternehmenszusammenschluss, sondern ein Erwerb von Vermögenswerten vor (IFRS 3.3).

Allerdings steht der Erwerb in unmittelbarem Zusammenhang mit dem nach dem Zwischenabschlussstichtag erfolgten Erwerb von 82,26 % Anteile an der VARTA Micro Innovation GmbH, Graz/Österreich (siehe hierzu unten unter dem Abschnitt Ereignisse nach dem Bilanzstichtag). Die Transaktionsschritte und die vorgesehenen Entwurfsverträge zu den verschiedenen Anteilserwerben wurden in einer Rahmenvereinbarung am 30. März 2020 festgelegt. Da es sich um verknüpfte Transaktionen handelt, sind die Erwerbe insgesamt als Unternehmenszusammenschluss zu sehen. Die in der aktuellen Berichtsperiode durchgeführte Transaktion deckt einen Teil des Unternehmenszusammenschlusses ab.

Aufgrund der vorab vertraglich vereinbarten gesellschafts- und schuldrechtlichen Maßnahmen bei der VARTA Micro Innovation GmbH und der daraus resultierenden zeitlichen Abfolge der Einzeltransaktionen fällt der Erwerb der Mezzanin Finanzierungs GmbH, der CONNEXIO alternative investment holding GmbH sowie der VAMI-SK neunzehn GmbH in das zweite Quartal und der Erwerb der VARTA Micro Innovation GmbH in das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2020. Im Hinblick auf den bereits bestehenden Anteil von 20 % an der CONNEXIO alternative investment holding GmbH liegt ein sukzessiver Erwerb vor.

Aus dem im zweiten Quartal erfolgten Teilerwerb resultieren Synergien in Form von steuerlichen Verlustvorträgen, die für die spätere Nutzung durch den Konzern vorgesehen sind.

a) Übertragene Gegenleistung

Nachstehend ist der zum Erwerbszeitpunkt gültige beizulegenden Zeitwert der Gegenleistung dargestellt:

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(IN T€) 01. Januar 2020
Zahlungsmittel (hingegeben zum Closing) 345
Beizulegender Zeitwert des Eigenkapitalanteils von 20 % an der CONNEXIO alternative investment holding GmbH 86
Gesamte übertragene Gegenleistung 431

Der bei der Neubewertung des bestehenden Eigenkapitalanteils von 20 % an der CONNEXIO alternative investment holding GmbH entstehende Gewinn beläuft sich auf T€ 86 und ist im sonstigen betrieblichen Ertrag enthalten.

b) Mit dem Erwerb verbundene Kosten

Im Konzern sind mit dem Erwerb verbundene Kosten von T€ 138 für Rechtsanwalts-, Beratungs- und Notargebühren angefallen, die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst sind.

Die Kosten enthalten auch vorbereitende Kosten für die nachgelagerten Transaktionsschritte, welche noch nicht im vorliegenden Zwischenabschluss abgebildet sind; eine Aufteilung auf den vorliegenden Erwerb und den Erwerb nach dem Zwischenabschlussstichtag wäre aufgrund des Gesamtzusammenhangs nur artifiziell möglich.

c) Identifizierbare erworbene Vermögenswerte und übernommene Schulden

Nachstehend sind die für die Hauptgruppen von erworbenen Vermögenswerten und übernommenen Schulden zum Erwerbszeitpunkt erfassten Beträge zusammengefasst:

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(IN T€) 2. APRIL 2020
Sachanlagen 59
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 1
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 80
Latente Steueransprüche 310
Sonstige Rückstellungen -15
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -2
Sonstige Verbindlichkeiten -2
Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen 431

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte enthalten Forderungen aus Umsatzsteuer zum beizulegenden Zeitwert.

In der vorliegenden Transaktion entstand aufgrund des Erwerbs einzelner Vermögenswerte ohne Vorliegen eines Geschäftsbetriebs kein Geschäfts- oder Firmenwert.

Vorläufig bewertete Vermögenswerte:

Die Beträge für die angesetzten latenten Steueransprüche sind vorläufig und werden im Rahmen der Gesamttransaktion nochmals überprüft.

Die vorliegende Erwerbsbilanz basiert auf ungeprüften konsolidierten Daten der erworbenen Gesellschaften nach österreichischem Handelsrecht. Es ist daher möglich, dass sich im Rahmen der Analyse einzelner Bilanzposten noch Anpassungen oder Umgliederungen nach IFRS bzw. Prüfungsanpassungen ergeben.

d) Erlös- und Ergebnisbeiträge

Zwischen 2. April und 30. Juni 2020 trugen die erworbenen Gesellschaften Umsatzerlöse von T€ 0 und einen Verlust von T€ 52 zu dem Ergebnis der Gruppe bei.

Hätte auch der Erwerb der Mezzanin Finanzierungs GmbH und ihrer Tochterunternehmen bereits am 1. Januar 2020 stattgefunden, wären in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns konsolidierte Umsatzerlöse von T€ 390.678 und ein konsolidierter Gewinn nach Steuern in Höhe von T€ 39.822 entstanden.

Die in den Konsolidierungskreis einbezogenen Gesellschaften sind im Kapitel 39 aufgeführt (vgl. Erläuterungen 39 "Beteiligungsgesellschaften")

8 ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

8.1 ÜBEREINSTIMMUNGSERKLÄRUNG

Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2020 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards, Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34), erstellt. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde auf Basis aller am Stichtag IAS / IFRS, die das International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht hat sowie aller Interpretationen (IFRIC/SIC) des International Financial Reporting Interpretations Committee bzw. des Standing Interpretations Committee erstellt, sofern diese von der Europäischen Union im Endorsement-Verfahren übernommen wurden. Der vorliegende Zwischenbericht umfasst nicht alle Anhangangaben, die üblicherweise in einem Jahresabschluss enthalten sind. Daher ist dieser Bericht in Verbindung mit dem zum 31. Dezember 2019 erstellten Konzernjahresabschluss zu lesen.

Vom Wahlrecht zur Aufstellung eines verkürzten Zwischenabschlusses wird Gebrauch gemacht. Alle zum 30. Juni 2020 verbindlichen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) werden zugrunde gelegt. Ferner steht dieser Zwischenbericht im Einklang mit dem Deutschen Rechnunglegungs Standard Nr. 16 (DRS 16 Zwischenberichterstattung) des Deutschen Rechnungslegungs Standard Committee e.V. (DRSC).

Auf Grund der fehlenden Verpflichtung zur Prüfung des Halbjahresabschlusses, wurde der Zwischenbericht keiner Prüfung oder prüferischen Durchsicht eines Wirtschaftsprüfers unterzogen.

8.2 UNTERNEHMENSFORTFÜHRUNG

Entsprechend IAS 1.25 erfolgte die Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses unter der Annahme der Unternehmensfortführung.

8.3 KONSOLIDIERUNGSMETHODEN

Der Konsolidierungskreis umfasst alle Gesellschaften, welche die VARTA AG direkt oder indirekt beherrscht. Von Beherrschung wird dann gesprochen, wenn die VARTA AG die Mehrheit der Stimmrechte (unter Einbezug potenzieller Stimmrechte) hält bzw. aufgrund einer beherrschenden Stellung die Finanz- und Geschäftspolitik mittelbar oder unmittelbar bestimmen und somit Nutzen aus der Geschäftstätigkeit ziehen kann. Diese Gesellschaften werden voll konsolidiert. Die Erstkonsolidierung von Tochtergesellschaften erfolgt zum Zeitpunkt der Kontrollübernahme. Zu dem Zeitpunkt, an dem die Kontrolle endet, werden die Tochtergesellschaften entkonsolidiert.

Konzerninterne Gewinne und Verluste, Aufwendungen und Erträge sowie die zwischen konsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden eliminiert.

Gemeinschaftsunternehmen, an denen die VARTA AG direkt oder indirekt mit 50 % beteiligt ist, beziehungsweise für welche die Führungsverantwortung paritätisch wahrgenommen wird, werden nach der "Equity- Methode" gemäß IAS 28 bilanziert.

In den Erläuterungen 39 "Beteiligungsgesellschaften" sind die konsolidierten Gesellschaften in einer Tabelle dargestellt.

8.4 BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Für den verkürzten Konzernzwischenabschluss werden dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angesetzt, wie sie bereits im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 verwendet wurden. Eine detaillierte Beschreibung dieser Methoden ist im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 enthalten. Änderungen, die sich aus der Erstanwendung / Änderung von neuen Standards ergeben, werden in den Erläuterungen dargestellt.

8.5 FUNKTIONALE UND DARSTELLUNGSWÄHRUNG

Die Konzernwährung ist der Euro. Soweit nichts anderes vermerkt ist, werden alle Betragsangaben in tausend Euro (T€) angegeben.

Wir weisen darauf hin, dass Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten können.

9 WESENTLICHE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

9.1 WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse mit wesentlichem Einfluss auf die verkürzte Konzernrechnung stellen sich wie folgt dar:

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1 EURO ENTSPRICHT DURCHSCHNITTSKURS STICHTAGSKURS
30. JUNI 2020 30. JUNI 2019 30. JUNI 2020 31. DEZEMBER 2019
US Dollar (USD) 1,1020 1,1298 1,1198 1,1234
polnischer Zloty (PLN) 4,4120 - 4,4560 -
russischer Rubel (RUB) 76,6692 - 79,6300 -
türkische Lira (TRY) 7,1492 - 7,6761 -

Es resultieren weitere Wechselkurseffekte aus chinesischem Yuan (CNY), britischen Pfund (GBP), norwegischen Kronen (NOK), ungarischen Forint (HUF), schweizerischen Franken (CHF), schwedischen Kronen (SEK), kroatischen Kuna (HRK), bulgarischen Lew (BGN), tschechischen Kronen (CZK), dänischen Kronen (DKK) und rumänischem LEU (RON), diese sind jedoch für den VARTA AG Konzern nicht wesentlich.

9.2 ÄNDERUNGEN DER RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE

Im Jahr 2020 erstmals angewandte Rechnungslegungsvorschriften

Nachfolgend werden die Auswirkungen der ab 01. Januar 2020 neu angewendeten Rechnungslegungsmethoden offengelegt. Für den Konzern haben sich keine wesentlichen Auswirkungen ergeben.

Änderungen am Rahmenkonzept zur Rechnungslegung

Im neuen Rahmenkonzept (Framework) sind überarbeitete Definitionen von Vermögenswerten und Schulden sowie neue Leitlinien zu Bewertung und Ausbuchung, Ausweis und Angaben enthalten. Das neue Rahmenkonzept stellt keine grundlegende Überarbeitung des Dokuments dar, wie ursprünglich beabsichtigt war, als das Projekt 2004 aufgenommen wurde. Vielmehr hat sich der IASB auf jene Themengebiete beschränkt, die bis dato ungeregelt waren oder die erkennbare Defizite aufwiesen, die es abzustellen galt. Das überarbeitete Rahmenkonzept ist nicht Gegenstand des Endorsementverfahrens.

Zusammen mit dem überarbeiteten Rahmenkonzept hat der IASB auch Änderungen der Verweise auf das Rahmenkonzept in einigen Standards herausgegeben. Darin finden sich Änderungen an IFRS 2, IFRS 3, IFRS 6, IFRS 14, IAS 1, IAS 8, IAS 34, IAS 37, IAS 38, IFRIC 12, IFRIC 19, IFRIC 20, IFRIC 22 und SIC -32. Die Änderungen an den Standards infolge der Veröffentlichung des neuen Rahmenkonzepts sind Gegenstand des Endorsementverfahrens.

IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse

Die eng umrissenen Änderungen an IFRS 3 zielen darauf ab, die Probleme zu lösen, die aufkommen, wenn ein Unternehmen bestimmt, ob es einen Geschäftsbetrieb oder eine Gruppe von Vermögenswerten erworben hat. Die Probleme resultieren daraus, dass die Bilanzierungsvorschriften für Geschäfts- oder Firmenwerte, Erwerbskosten und latenten Steuern beim Erwerb eines Geschäftsbetriebs anders sind als beim Erwerb einer Gruppe von Vermögenswerten.

Änderungen im Zusammenhang mit der IBOR-Reform

Durch die Änderungen an IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7 sollen Auswirkungen, die sich durch die Reform von Referenzzinssätzen (sog. IBOR-Reform) auf die Finanzberichterstattung ergeben, gemildert werden. Die Änderungen zielen darauf ab, dass bilanzielle Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting) trotz der mit der erwarteten Ablösung verschiedener Referenzzinssätze verbundenen Unsicherheiten fortbestehen bzw. weiterhin designiert werden können.

Änderungen des IAS 1/IAS 8 - Änderungen in Bezug auf die Definition von "wesentlich"

Mit den Änderungen wird in den IFRS ein einheitlicher und genauer umrissener Definitionsbegriff der Wesentlichkeit von Abschlussinformationen geschaffen und durch begleitende Beispiele ergänzt. In diesem Zusammenhang findet eine Harmonisierung der Definitionen aus dem Rahmenkonzept, IAS 1, IAS 8 und dem IFRS Practice Statement 2 Making Materiality Judgements statt.

9.3 NEUE UND GEÄNDERTE IFRS-STANDARDS NACH DEM 30. JUNI 2020

Die folgenden neuen und revidierten Standards und Interpretationen wurden verabschiedet, treten aber erst später in Kraft und wurden in der vorliegenden Konzernrechnung nicht frühzeitig angewendet. Ebenso plant das Unternehmen keine frühzeitige Anwendung. Soweit im Folgenden nicht anders angegeben, werden die Auswirkungen derzeit geprüft.

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Neue oder geänderte Standards und Interpretationen INKRAFTSETZUNG
Noch nicht im EU-Recht übernommen:
Standards:
IFRS 17 Versicherungsverträge 1. Januar 2021
Änderungen:
IAS 1 Änderungen in der Klassifizierung von Verbindlichkeiten in kurz- oder langfristig 1. Januar 2022
IFRS 10/ IAS 28 Verkauf oder Einlage von Vermögenswerten zwischen einem Anleger und einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen unbestimmt

Die folgenden vom IASB veröffentlichten Neuerungen und Änderungen sind noch nicht verpflichtend anzuwenden und werden von VARTA AG bislang auch noch nicht angewendet. Der Konzern geht derzeit davon aus, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben werden.

IFRS 17 - Versicherungsverträge

Der Standard regelt die Bilanzierung von Versicherungsverträgen. IFRS 17 ersetzt den bisher gültigen Übergangsstandard IFRS 4. In den Anwendungsbereich fallen Versicherungsverträge,

Rückversicherungsverträge sowie Kapitalanlageverträge mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung. Nach

IFRS 17 werden Versicherungsverträge grundsätzlich nach dem allgemeinen Modell bewertet. Darunter werden für eine Gruppe von Versicherungsverträgen bei erstmaligem Ansatz der Erfüllungswert und die vertragliche Servicemarge ermittelt. In Abhängigkeit davon, worauf sich Änderungen der zugrundeliegenden Parameter beziehen, wird im Rahmen der Folgebewertung entweder das versicherungstechnische Ergebnis oder die versicherungstechnischen Finanzerträge/-aufwendungen berührt bzw. es kann zunächst zu einer Anpassung der vertraglichen Servicemarge kommen, die erst in späteren Perioden die Gewinn- und Verlustrechnung berührt.

Änderungen des IAS 1 - Änderungen in Bezug auf die Klassifizierung von Verbindlichkeiten in kurzoder langfristig

Mit den Änderungen wird in den IFRS ein allgemeingültigerer Ansatz für die Klassifizierung von Verbindlichkeiten eingeführt, der auf den vertraglichen Vereinbarungen aufbaut, welche zum Berichtsstichtag vorliegen. Die Änderungen betreffen nur den Ausweis der Verbindlichkeiten in der Darstellung der finanziellen Lage - nicht den Betrag oder den Zeitpunkt der Erfassung von Vermögenswerten, Schulden, Erträgen oder Aufwendungen oder die Angaben, die Unternehmen zu diesen Posten leisten.

IFRS 10/IAS 28 - Verkauf oder Einlage von Vermögenswerten zwischen einem Anleger und einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen

Die Änderungen reagieren auf einen Konflikt in den bestehenden Leitlinien und die daraus resultierende Vielfalt in der Praxis. Wenn eine Muttergesellschaft bei einer Transaktion mit einem assoziierten Unternehmen oder einem Joint Venture (JV) die Kontrolle über eine Tochtergesellschaft verliert, besteht ein Konflikt zwischen den bestehenden Richtlinien zur Konsolidierung und zur Bilanzierung nach der Equity-Methode. Nach dem Konsolidierungsstandard erfasst die Muttergesellschaft den vollen Gewinn aus dem Verlust der Kontrolle. Nach dem Standard für assoziierte Unternehmen und JVs erfasst die Muttergesellschaft den Gewinn jedoch nur im Umfang der Anteile nicht verbundener Investoren an dem assoziierten Unternehmen oder JV. Als Reaktion auf diesen Konflikt und die daraus resultierende unterschiedliche Praxis veröffentlichte das IASB am 11. September 2014 den Verkauf oder die Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und seinem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture (Änderungen an IFRS 10 und IAS 28). Der Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Änderungen wurde nun bis zum Abschluss einer umfassenderen Überprüfung verschoben.

10 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die Segmentberichterstattung liegen die im vorliegenden Konzernabschluss verwendeten IFRS zugrunde. Der Vorstand steuert nach dem bereinigten EBITDA, um trotz der steigenden Investitionen in das Sachanlagevermögen und der daraus resultierenden Abschreibungen die operative Performance beurteilen zu können. Ergebnisanteile von nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, sind in der Segmentberichterstattung nicht enthalten, da diese nicht Bestandteil des berichteten EBIT und bereinigten EBITDA sind und auch sonst nicht regelmäßig an den Vorstand berichtet werden.

Die Eliminierungen konzerninterner Verflechtungen zwischen den Segmenten werden in der Überleitungsspalte zusammengefasst angegeben. Darüber hinaus beinhaltet die Überleitungsspalte Sachverhalte, die keinem Segment direkt zugeordnet werden können, bspw. die Effekte aus der aktienbasierten Vergütung.

Im Folgenden werden die Steuerungsgrößen, die zur Beurteilung der Leistungen der operativen Segmente herangezogen werden, dargestellt:

Informationen nach berichtspflichtigen Segmenten:

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MICROBATTERIES & SOLUTIONS HOUSEHOLD BATTERIES I SUMME
(IN T€) 01. JAN. BIS 30. JUN. 2020 01. JAN. BIS 30. JUN. 2019 01. JAN. BIS 30. JUN. 2020 01. JAN. BIS 30. JUN. 2019 01. JAN. BIS 30. JUN. 2020 01. JAN. BIS 30. JUN. 2019
Segmentumsatzerlöse 247.085 140.800 150.871 10.346 397.956 151.146
Umsatzerlöse zwischen den Segmenten 7.406 0 0 0 7.406 0
Umsatzerlöse mit Dritten 239.679 140.800 150.871 10.346 390.550 151.146
davon Zeitpunktbezogen 232.905 132.739 132.581 10.346 365.486 143.085
davon Zeitraumbezogen 6.774 8.061 18.290 0 25.064 8.061
Abschreibungen -15.023 -6.926 -7.875 -1.133 -22.898 -8.059
Wesentliche Effekte in Erträgen und Aufwendungen 0 0 -19.236 0 -19.236 0
EBITDA 82.425 35.569 420 1.666 82.845 37.235
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ÜBERLEITUNG KONZERNABSCHLUSS
(IN T€) 01. JAN. BIS 30. JUN. 2020 01. JAN. BIS 30. JUN. 2019 01. JAN. BIS 30. JUN. 2020 01. JAN. BIS 30. JUN. 2019
Segmentumsatzerlöse 128 371 398.084 151.517
Umsatzerlöse zwischen den Segmenten 0 0 7.406 0
Umsatzerlöse mit Dritten 128 371 390.678 151.517
davon Zeitpunktbezogen 128 371 365.614 143.456
davon Zeitraumbezogen 0 0 25.064 8.061
Abschreibungen 0 0 -22.898 -8.059
Wesentliche Effekte in Erträgen und Aufwendungen -1.397 -1.385 -20.633 -1.385
EBITDA -1.397 -1.385 81.448 35.850

In der Überleitung zum EBITDA des Konzerns sind folgende Sachverhalte enthalten:

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01. JAN. BIS 30. JUN. 2020 01. JAN. BIS 30. JUN. 2019
(IN T€) NICHT DEM KERNGESCHÄFT ZUORDENBAR SONDEREFFEKTE I SUMME NICHT DEM KERNGESCHÄFT ZUORDENBAR SONDEREFFEKTE I SUMME
Umsatzerlöse 128 0 128 371 0 371
Effekte in Erträgen und Aufwendungen 0 -20.633 -20.633 0 -1.385 -1.385
EBITDA 0 -20.633 -20.633 0 -1.385 -1.385

In den Positionen "Nicht dem Kerngeschäft zuordenbar" werden Positionen dargestellt, welche keinem Segment zugeordnet werden. In den Umsatzerlösen sind im Wesentlichen die Umsatzerlöse aus IT-Dienstleistung in Höhe von T€ 128 (2019: T€ 372) enthalten. Die Effekte in Erträgen und Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Sondereffekten zusammen, welche keinem Segment direkt und den Effekten im Rahmen der Restrukturierung/ Integration, welche dem Segment Household Batteries zugeordnet werden können.

In der Spalte "Sondereffekte" werden Sachverhalte dargestellt, die in der Bereinigung des EBITDA berücksichtigt sind. Im Geschäftsjahr 2020 existieren solche Sachverhalte bei der VARTA AG und bei den VARTA Consumer Gesellschaften. Die "Sondereffekte" aus den M&A Transaktionen in Höhe von T€ 898 sowie Effekte aus der aktienbasierten Vergütung in Höhe von T€ 499 (2019: T€ 1.385) werden der VARTA AG als Mutterunternehmen zugerechnet. Im Bereich "Household Batteries" werden "Sondereffekte" der Integration und Restrukturierung im Zuge der Akquisition des VARTA Consumer-Geschäftes im Geschäftsjahr 2020 dargestellt. Die Effekte aus der Restrukturierung belaufen sich auf T€ 10.188 und die Integrationskosten liegen bei T€ 387. Zusätzlich kommen T€ 8.661 aus der Vorratsbewertung im Zuge der PPA.

In der folgenden Tabelle wird die Überleitung des EBITDAs der Segmente auf das Ergebnis vor Steuern dargestellt:

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(IN T€) 01. JAN. BIS 30. JUN. 2020 01. JAN. BIS 30. JUN. 2019
EBITDA 81.448 35.850
Abschreibungen und Amortisationen -22.898 -8.059
EBIT 58.550 27.791
Finanzergebnis -1.945 -681
Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen 0 -6
Ergebnis vor Steuern 56.605 27.104

Geographische Segmentinformationen

Die nachfolgende Darstellung zeigt die Umsatzerlöse des Konzerns aufgeteilt nach bestimmten geographischen Standorten. Bei der Darstellung dieser Informationen auf geografischer Grundlage basieren die Umsatzerlöse eines Segments auf den geografischen Standorten der Kunden und die Vermögenswerte eines Segments auf den geografischen Standorten der Vermögenswerte.

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01. JAN. BIS 30. JUN. 2020 30. JUNI 2020 01. JAN. BIS 30. JUN. 2019 30. DEZEMBER 2019
(IN T€) UMSATZERLÖSE* LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE** UMSATZERLÖSE* LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE**
Europa 199.708 526.138 65.174 262.295
Davon in Deutschland 82.236 511.741 30.913 251.737
Amerika 30.144 6.562 28.489 748
Asien 152.349 5.220 55.769 5.636
Sonstige 8.477 0 2.085 0
Summe Konzern 390.678 537.920 151.517 268.679

* Die Umsatzerlöse richten sich nach dem Sitz des Kunden.
** Langfristige Vermögenswerte beinhalten zu diesem Zweck, Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.

Die Umsätze der Regionen Asien und Amerika sind im Wesentlichen dem Segment "Microbatteries" zuzuordnen.

Produkte und Dienstleistungen

Die Umsatzerlöse und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Vertragsvermögenswerte des Konzerns teilen sich folgendermaßen auf Produkte und Dienstleistungen auf:

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01. JAN. BIS 30. JUN. 2020 30. JUNI 2020 01. JAN. BIS 30. JUN. 2019 31. DEZEMBER 2019
(IN T€) UMSATZERLÖSE FORDERUNGEN LIEFERUNGEN & LEISTUNGEN UMSATZERLÖSE FORDERUNGEN LIEFERUNGEN & LEISTUNGEN
davon aus Produktverkauf 389.206 130.676 149.045 53.132
davon aus Verkauf von Dienstleistungen 1.472 1.229 2.472 866
Summe Konzern 390.678 131.905 151.517 53.998

Bedeutende Kunden

In 2020 betrug der Umsatz mit einem bestimmten Kunden T€ 103.917, dies entspricht einem Umsatzanteil von mehr als 10% vom Konzernumsatz. Der Umsatz ist dem Segment ,Microbatteries & Solutions' zuzuordnen.

11 SACHANLAGEVERMÖGEN

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(IN T€) GRUNDSTÜCKE GEBÄUDE NUTZUNGSRE CHTE GEBÄUDE TECHNISCHE ANLAGEN UND MASCHINEN NUTZUNGSRECHTE TECHNISCHE ANLAGEN UND MASCHINEN ANDERE ANLAGEN
Anschaffungswerte
Stand 01. Jan 2019 0 258 0 76.388 0 29.804
Währungsdifferenzen 0 2 4 4 0 34
Erstanwendung IFRS 16 0 0 21.322 0 42 0
Zugänge 0 351 4.719 60.258 0 4.702
Abgänge 0 -251 -442 -2.117 0 -1.081
Umbuchungen 0 0 0 0 0 2.863
Stand 31. Dez 2019 0 360 25.603 134.533 42 36.322
Währungsdifferenzen 0 -4 -38 -68 -1 -12
Zugänge 0 6 11.138 28.416 60 2.083
Zugänge Konsolidierungskreis 3.165 11.687 11.425 11.870 12.750 6.302
Abgänge 0 -31 -1.035 -661 0 -301
Umbuchungen 0 0 0 22.854 0 2.270
Stand 30. Juni 2020 3.165 12.018 47.093 196.944 12.851 46.664
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(IN T€) NUTZUNGSRECHTE ANDERE ANLAGEN ANLAGEN IM BAU UND GELEISTETE ANZAHLUNGEN SACHANLAGEVERMÖGEN
Anschaffungswerte
Stand 01. Jan 2019 0 60.336 166.786
Währungsdifferenzen 5 -8 41
Erstanwendung IFRS 16 2.593 0 23.957
Zugänge 692 54.045 124.767
Abgänge 0 5.412 1.521
Umbuchungen 0 -2.863 0
Stand 31. Dez 2019 3.290 116.922 317.072
Währungsdifferenzen -21 -10 -154
Zugänge 823 110.956 153.482
Zugänge Konsolidierungskreis 3.063 4.333 64.595
Abgänge -196 0 -2.224
Umbuchungen 0 -25.218 -94
Stand 30. Juni 2020 6.959 206.983 532.677

Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen

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(IN T€) GRUNDSTÜCKE GEBÄUDE NUTZUNGSRECHTE GEBÄUDE TECHNISCHE ANLAGEN UND MASCHINEN NUTZUNGSRECHTE TECHNISCHE ANLAGEN UND MASCHINEN ANDERE ANLAGEN
Stand 01. Jan 2019 0 122 0 37.090 0 16.771
Währungsdifferenzen 0 2 -5 33 0 32
Zugänge 0 39 3.325 11.103 33 3.255
Abgänge 0 -148 -38 -2.086 0 -1.044
Umbuchungen 0 0 -145 0 0 0
Stand 31. Dez 2019 0 15 3.137 46.140 33 19.014
Währungsdifferenzen 0 1 -10 -5 -1 6
Zugänge 0 327 3.278 11.179 1.335 2.680
Abgänge 0 0 -273 -164 0 -292
Stand 30. Juni 2020 0 343 6.132 57.150 1.367 21.408
Buchwerte am 01. Jan 2019 0 136 0 39.298 0 13.033
Buchwerte am 31. Dez 2019 0 345 22.496 88.393 2.453 17.308
Buchwerte am 30. Juni 2020 3.165 11.675 40.960 139.794 11.484 25.255
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(IN T€) NUTZUNGSRECHTE ANDERE ANLAGEN ANLAGEN IM BAU UND GELEISTETE ANZAHLUNGEN SACHANLAGEVERMÖGEN
Stand 01. Jan 2019 0 0 53.983
Währungsdifferenzen 0 0 62
Zugänge 692 0 18.447
Abgänge 0 0 -3.316
Umbuchungen 145 0 0
Stand 31. Dez 2019 837 0 69.176
Währungsdifferenzen -1 0 -10
Zugänge 1.087 0 19.886
Abgänge -181 0 -910
Stand 30. Juni 2020 1.742 0 88.142
Buchwerte am 01. Jan 2019 0 60.336 112.803
Buchwerte am 31. Dez 2019 0 116.922 247.896
Buchwerte am 30. Juni 2020 5.217 206.985 444.535

Der wesentliche Teil der Investitionen in das Sachanlagevermögen diente der nachfragebedingten Erweiterung der Produktionskapazitäten bei den Lithium-Ionen-Knopfzellen. Die Abschreibungen haben sich von T€ 18.447 in 2019 auf T€ 19.886 zum Halbjahr 2020 erhöht. Damit liegen die Abschreibungen bereits jetzt über dem Vorjahresniveau. Dies ist insbesondere auf die nachfragebedingten Investitionen in das Sachanlagevermögen aufgrund der Erweiterung der Produktionskapazitäten sowie eine Verkürzung der Nutzungsdauern im Bereich der CoinPower-Zellenfertigung durch Ausweitung des Schichtmodells zurückzuführen.

Ein weiterer Grund für die Erhöhung des Sachanlagevermögens stammt aus dem Erwerb des VARTA Consumer-Geschäfts. Diese steuerte dem Konzern ein Sachanlagevermögen i.H.v. T€ 64.595 bei (vorläufiger Wert).

Weiterhin sind in regelmäßigen Abständen Ersatzinvestitionen zur Erneuerung der Produktionsanlagen, zur Entwicklung neuer Produkte sowie für qualitätssichernde Maßnahmen notwendig.

Für das Sachanlagevermögen bestanden keine Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen während der Geschäftsjahre 2019 und 2020. Das Bestellobligo aus dem Kauf von Sachanlagevermögen beträgt T€ 186.706 (31.12.2019: T€ 153.516).

12 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

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(IN T€) GESCHÄFTSUND FIRMENWERT MARKENRECHT UND SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE GEWERBLICHE SCHUTZRECHTE ENTWICKLUNGSKOSTEN GESAMT
Anschaffungswerte
Stand 01. Jan 2019 500 11.947 958 17.165 30.570
Währungsdifferenzen 0 1 0 0 1
Zugänge 0 678 0 1.340 2.018
Abgänge 0 -49 0 0 -49
Stand 31. Dez 2019 500 12.577 958 18.505 32.540
Zugänge 0 341 0 1.283 1.624
Zugänge Konsolidierungskreis 3.356 68.730 1.810 0 73.896
Abgänge 0 -77 0 0 -77
Umbuchungen 0 94 0 0 94
Stand 30. Juni 2020 3.856 81.665 2.768 19.788 108.077
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(IN T€) GESCHÄFTSUND FIRMENWERT MARKENRECHT UND SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE GEWERBLICHE SCHUTZRECHTE ENTWICKLUNGSKOSTEN GESAMT
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01. Jan 2019 0 2.513 431 6.452 9.396
Währungsdifferenzen 0 -8 0 0 -8
Zugänge 0 304 132 1.972 2.408
Abgänge 0 -39 0 0 -39
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Stand 31. Dez 2019 0 2.770 563 8.424 11.757
Zugänge 0 1.946 62 1.005 3.013
Abgänge 0 -78 0 0 -78
Stand 30. Juni 2020 0 4.638 625 9.429 14.692
Buchwerte
Buchwerte am 01. Jan 2019 500 9.434 527 10.713 21.174
Buchwerte am 31. Dez 2019 500 9.807 395 10.081 20.783
Buchwerte am 30. Juni 2020 3.856 77.027 2.143 10.359 93.385

Durch die erstmaligen Akquisition des VARTA Consumer-Geschäfts gingen dem Konzern T€ 73.896 immaterielle Vermögenswerte zu (vorläufige Werte). Der größte Anteil beinhaltet hierbei das Markenrecht i.H.v. T€ 68.730 (vorläufiger Wert).

Von den aktivierten Eigenleistungen in Höhe von T€ 2.579 (2019: T€ 8.330) wurden im Jahr 2020 selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, welche noch nicht zur Nutzung bereit sind, in Höhe von T€ 1.283 (2019: T€ 1.340) erfasst.

Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen wurden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe von T€ 8.501 erfasst (2019: T€ 15.505).

Für immaterielle Vermögenswerte bestanden keine Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen während der Geschäftsjahre 2019 und 2020.

13 LEASING

Der Konzern mietet verschiedene Büro-, Lagergebäude sowie Anlagen und Fahrzeuge. Mietverträge werden in der Regel für feste Zeiträume von 2 bis 10 Jahren abgeschlossen, können jedoch Verlängerungsoptionen beinhalten oder in Einzelfällen auch unbefristet sein. Die Entwicklung des geleasten Anlagevermögens ist in den Erläuterungen 11 "Sachanlagevermögen" dargestellt.

Die Summe der künftigen Leasingzahlungen aufgrund unkündbarer Leasingverträge beträgt:

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(IN T€) 30. JUNI 2020 31. DEZEMBER 2019
Leasingverpflichtungen - kurzfristig 11.688 4.603
Leasingverpflichtungen - langfristig 45.066 20.476
Summe 56.754 25.079
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(IN T€) 01. JAN. BIS 30. JUN. 2020 01. JAN. BIS 30. JUN. 2019
In der Gewinn und Verlustrechnung erfasste Werte
Zinsaufwand Leasingverbindlichkeiten 329 307
Erträge aus der Untervermietung von geleasten Vermögenswerten -72 0
Aufwendungen aus kurzfristigen Leasingverhältnissen 1.573 510
Aufwendungen aus Leasingverhältnissen über geringwertige Vermögensgegenstände, exkl. Kurzfristiger Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögensgegenstände 340 387
Summe 2.170 1.204

Mit der WertInvest Ellwangen Immobilien GmbH besteht ein Sale & Lease Back Vertrag seit 2015. Der Vertrag besteht seitdem unverändert fort.

Seit dem erworbenen VARTA Consumer-Geschäft bestehen im Konzern Untermietverhältnisse mit dem früheren Eigentümer Spectrum Brands. Im Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS 16 wurden die Nutzungsrechte aus dem Hauptleasingverhältnis in den als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien ausgewiesen und mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der Konzern hat die Einstufung der Untermietverträge auf Grundlage des Nutzungsrechtes vorgenommen und ist zu dem Schluss gekommen, dass es sich nach IFRS 16 um ein Operating-Leasingverhältnisse handelt.

Variable Leasingzahlungen, Restwertgarantien sowie Verlängerungs- und Kündigungsoptionen kommen momentan nicht zum Tragen.

14 ANDERE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

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(IN T€) 30. JUNI 2020 31. DEZEMBER 2019
Ausleihungen 333 548
davon langfristig 333 548

Im Vorjahr wurden unter den Ausleihungen langfristige Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen in Höhe von T€ 548 ausgewiesen. Zum 30. Juni 2020 haben sich die Ausleihungen aufgrund von Konsolidierungseffekten aus dem VARTA Consumer-Geschäft auf T€ 333 reduziert (vorläufiger Wert).

15 VORRÄTE

Die Vorräte können in folgende Positionen aufgeteilt werden:

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(IN T€) 30. JUNI 2020 31. DEZEMBER 2019
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 47.321 27.037
Unfertige Erzeugnisse 24.053 15.665
Fertige Erzeugnisse und Handelswaren 56.912 20.515
Geleistete Anzahlungen 550 778
Vorräte 128.836 63.995
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasster Wertminderungsertrag (+) / -aufwand (-) -195 -1.223

Die Vorräte sind im Geschäftsjahr 2020 aufgrund des gestiegenen Umsatzvolumens und der erstmaligen konsolidierten VARTA Consumer (vorläufige Werte) angestiegen. Der Betrag von Wertminderungen von Vorräten der in der Berichtsperiode als Aufwand erfasst wurde beträgt T€ 593 (2019: T€ 1.304). Der Betrag von vorgenommenen Wertaufholungen, der als Verminderung des Materialaufwands in der Berichtsperiode erfasst wurde beträgt T€ 398 (2019: T€ 81). Der Buchwert der wertgeminderten Vorräte beträgt T€ 13.074 (2019: T€ 7.829).

16 FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND VERTRAGSVERMÖGENSWERTE

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(IN T€) 30. JUNI 2020 31. DEZEMBER 2019
Forderungen gegen Dritte (Brutto) 127.953 52.012
Forderungen gegen nahestehende Personen und Gesellschaften 8 126
Forderungen gegen Gemeinschaftsunternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0
Vertragsvermögenswerte 6.972 2.032
Brutto Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte 134.933 54.170
Abzüglich Wertberichtigungen -3.028 -172
Netto Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte 131.905 53.998

Die bestehenden Nettoforderungen sind durch den Rahmenvertrag zum Forderungsverkauf, per 30. Juni 2020, um T€ 8.095 (2019: T€ 7.911) gemindert.

Die Forderungen gegen Dritte (Brutto) sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 75.941 gestiegen. Dieser Anstieg ist zum einem auf das gestiegene operative Geschäft und zum anderen auf dem Erwerb des VARTA Consumer-Geschäfts zurückzuführen (vorläufige Werte).

Die Vertragsvermögenswerte betreffen im Wesentlichen Ansprüche des Konzerns auf Gegenleistung aus Produkten, welche in Konsignationslagern liegen und somit zum Bilanzstichtag noch nicht abgerechnet waren. Außerdem sind in den Vertragsvermögenswerten kundenspezifische Produkte ausgewiesen, welche ebenfalls auf Lager liegen. Die Vertragsvermögenswerte werden in die Forderungen umgegliedert, wenn der Konzern eine Rechnung an den Kunden ausstellt. Der Anstieg ist vor allem auf den Erwerb des VARTA Consumer-Geschäfts zurückzuführen (vorläufige Werte).

17 SONSTIGE VERMÖGENSWERTE

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(IN T€) 30. JUNI 2020 31. DEZEMBER 2019
Sonstige Vermögenswerte 58.068 35.287
davon kurzfristig 39.307 17.378
davon langfristig 18.761 17.909

Unter den langfristigen sonstigen Vermögenswerten wird der Erstattungsanspruch aus dem im Juni 2017 getätigten Schuldbeitritt in Höhe von T€ 18.761 (2019: T€ 17.907) ausgewiesen.

Die kurzfristigen sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

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(IN T€) 30. JUNI 2020 31. DEZEMBER 2019
Forderungen aus Förderprojekten 13.499 9.343
Sonstige Steuerforderungen 8.643 3.654
Sonstige Forderungen 11.687 3.658
Übrige sonstige Vermögenswerte 5.478 723
Sonstige Vermögenswerte 39.307 17.378

Die Forderungen aus Förderprojekten in Höhe von T€ 13.499 bestehen im Wesentlichen gegen die Europäische Kommission und betreffen staatliche Zuschüsse für zwei Projekte, in dem der Konzern als Koordinator fungiert und die Zuschüsse treuhänderisch vom Fördergeber erhält und verwaltet. Die zum 30. Juni 2020 bestehenden weitergeleiteten Vorschusszahlungen an die beteiligten Kooperationspartner betragen T€ 10.951 (2019: T€ 7.085). Die Erhöhung der Forderungen aus Förderprojekten von T€ 4.156 resultiert aus weiteren, neuen Förderprojekten.

Bei den sonstigen Steuerforderungen handelt es sich im Wesentlichen um Umsatzsteuerforderungen. Diese erhöhten sich um T€ 4.989 von T€ 3.658 in 2019 auf T€ 8.643 in 2020 und sind auf den Erwerb des VARTA Consumer-Geschäfts zurückzuführen (vorläufige Werte).

Der Anstieg der sonstigen Forderungen (vorläufiger Wert) ist im Wesentlichen auf den Erwerb des VARTA Consumer-Geschäfts zurückzuführen. Im Kaufvertrag mit Energizer Holdings Inc. wurde zusätzlich ein Steuererstattungsanspruch vereinbart, der den Ausgleich von Steuern aus den Zeiträumen vor dem Erwerb des VARTA Consumer-Geschäfts regelt. Zum 30. Juni 2020 ergibt sich dadurch eine vorläufige Forderung i.H.v. T€ 5.219.

18 ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente können wie folgt aufgegliedert werden:

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(IN T€) 30. JUNI 2020 31. DEZEMBER 2019
Zahlungsmitteläquivalente 23.772 42.117
Kasse 19 13
Guthaben bei Kreditinstituten 127.008 202.651
Summe 150.799 244.781

In der Position "Guthaben bei Kreditinstituten" sind Festgelder mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten in Höhe von T€ 60 (2019: T€ 19.494) enthalten. In 2019 wurde eine Kapitalerhöhung durchgeführt die zu einem Anstieg des Guthabens bei Kreditinstituten geführt hat.

Es wurde eine kurzfristige Anlage von freier Liquidität in Höhe von T€ 23.772 (2019: T€ 42.117) an ein nahestehendes Unternehmen zu fremdvergleichsüblichen Konditionen getätigt (vgl. Erläuterungen 38 "Nahestehende Personen Und Gesellschaften"). Es handelt sich um kurzfristige hochliquide Finanzinvestitionen, die jederzeit in festgelegte Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken unterliegen (Zahlungsmitteläquivalente).

19 LATENTE STEUERN

Durch die erstmalig konsolidierte VARTA Consumer Gesellschaft sind die latenten Steuern um T€ 10.155 angestiegen (vorläufiger Wert).

20 EIGENKAPITAL

Das Eigenkapital des VARTA AG Konzerns hat sich 2020 wie folgt entwickelt:

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SONSTIGE RÜCKLAGEN
(IN T€) GEZEICHNETE S KAPITAL KAPITALRÜCKLAGE GEWINNRÜCKLAGEN* WÄHRUNGSDI FFERENZEN HEDGING RESERVE NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE
Stand am 01. Januar 2020 40.422 250.619 119.090 4.459 -3 215
Effekt aus aktienbasierter Vergütung 0 499 0 0 0
Gesamtergebnis
Jahresergebnis 0 0 39.833 0 0 57
Sonstiges Ergebnis 0 0 -646 -2.647 108 0
Gesamtergebnis 0 0 39.187 -2.647 108 57
Stand am 30. Juni 2020 40.422 251.118 158.277 1.812 105 272
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(IN T€) SUMME EIGENKAPITAL
Stand am 01. Januar 2020 414.802
Effekt aus aktienbasierter Vergütung 499
Gesamtergebnis
Jahresergebnis 39.890
Sonstiges Ergebnis -3.185
Gesamtergebnis 36.705
Stand am 30. Juni 2020 452.006

* Gewinnrücklagen inklusive Jahresergebnis

21 ERGEBNIS JE AKTIE

Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie* basiert auf dem den Aktionären zurechenbaren Gewinn und einem gewichteten Durchschnitt der im Umlauf gewesenen Aktien. Da weder im Berichtszeitraum noch im Vorjahreszeitraum Sachverhalte vorlagen, aus denen Verwässerungseffekte resultieren, entspricht das verwässerte Ergebnis je Aktie dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.

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(IN T€) 30. JUNI 2020 31. DEZEMBER 2019
Ergebnis, den Aktionären zurechenbar in T€ 39.833 19.149
Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf gewesenen Stammaktien (TStk) 40.422 38.421
Unverwässertes Ergebnis je Aktie in EUR 0,99 0,55
Verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR 0,99 0,55

* Das Ergebnis je Aktie stellt die Aktien der VARTA AG dar

22 ANDERE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN

Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

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(IN T€) 30. JUNI 2020 31. DEZEMBER 2019
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 52.507 6.890
davon kurzfristig 6.202 4.058
davon langfristig 46.305 2.832
Zusammensetzung der sonstigen Finanzverbindlichkeiten
Summe 52.504 6.890
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 43.221 137
Derivative Finanzverbindlichkeiten 1.586 1.278
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 7.697 5.475

Im Geschäftsjahr 2019 wurde ein Konsortialkreditvertrag in Höhe von T€ 120.000 abgeschlossen. Die finanziellen Mittel dienen einerseits zur Finanzierung der Akquisition des VARTA Consumer-Geschäftes und anderseits zur Finanzierung zusätzlicher Investitionen in die Kapazitätserweiterung. Im April 2020 wurde das Darlehen für die Akquisition in Höhe von T€ 40.000 in Anspruch genommen. Diese Inanspruchnahme ist vollumfänglich langfristig ausgewiesen.

Des Weiteren besteht durch die Akquisition des VARTA Consumer-Geschäftes ein weiteres Darlehen gegenüber Finanzinstituten in Höhe von T€ 3.094 zur Gebäudefinanzierung. Davon werden T€ 2.531 langfristig und T€ 563 kurzfristig ausgewiesen (vorläufige Werte).

23 RÜCKSTELLUNGEN FÜR LEISTUNGEN AN ARBEITNEHMER

23.1 ZUSAMMENSETZUNG DER RÜCKSTELLUNGEN FÜR LEISTUNGEN AN ARBEITNEHMER

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(IN T€) 30. JUNI 2020 31. DEZEMBER 2019
Summe 71.708 28.436
davon kurzfristig 2.101 1.195
davon langfristig 69.607 27.241
Zusammensetzung der Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer
Summe 71.708 28.436
Pensionen 58.324 19.930
Abfindungen 8.097 6.591
Jubiläumsgelder 1.710 630
Altersteilzeit 3.577 1.285

Durch die Akquisition des VARTA Consumer-Geschäfts haben sich die Pensionen um T€ 37.134 und durch umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen haben sich die Rückstellungen für Abfindungen entsprechend um T€ 1.506 erhöht (vorläufige Werte).

Des Weiteren erhöhten sich die Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer aufgrund von veränderten Bewertungsparametern sowie der Erhöhung des Personals.

24 STEUERSCHULDEN

Die Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern in Höhe von T€ 51.900 haben sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 37.575 erhöht. Dies resultiert mit T€ 22.070 im Wesentlichen aus der Akquisition des VARTA Consumer-Geschäftes (vorläufiger Wert).

25 VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN. VERTRAGSVERBINDLICHKEITEN SOWIE ERHALTENE ANZAHLUNGEN

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsverbindlichkeiten sowie erhaltene Anzahlungen setzen sich wie folgt zusammen:

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(IN T€) 30. JUNI 2020 31. DEZEMBER 2019
Erhaltene Anzahlungen 23.541 34.296
Langfristige Verbindlichkeiten 23.541 34.296
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten 62.510 36.781
Vertragsverbindlichkeiten 38.964 11.198
Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 36.074 19.227
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Gesellschaften 0 128
Erhaltene Anzahlungen 49.263 32.671
Kurzfristige Verbindlichkeiten 186.811 100.005
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie erhaltene Anzahlungen gesamt 210.352 134.301

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen einschließlich der erhaltenen Anzahlungen sind in Summe um T€ 76.051 gestiegen. Dies ist auf das erhöhte Geschäftsvolumen und unter anderem auch durch die Akquisition des VARTA Consumer-Geschäftes sowie das erhöhte Investitionsvolumen zurückzuführen.

Der Anstieg der Vertragsverbindlichkeiten per 30. Juni 2020 auf T€ 38.964 (31. Dezember 2019: T€ 11.198) ist im Wesentlichen auf die Akquisition des VARTA Consumer-Geschäftes zurückzuführen. Des Weiteren führen die höheren Umsätze und die damit zusammenhängenden erhöhten Boni- und Rücknahmeverpflichtungen zu einem Anstieg. Bei den Vertragsverbindlichkeiten handelt es sich in erster Linie um Verbindlichkeiten für Naturalrabatte, Kundenboni und Rücknahmeverpflichtungen.

26 SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

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(IN T€) 30. JUNI 2020 31. DEZEMBER 2019
Langfristige sonstige Verbindlichkeiten 78 95
Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten 34.603 20.025
Sonstige Verbindlichkeiten 34.681 20.120

Die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich von T€ 20.025 auf T€ 34.603. Dies resultiert im Wesentlichen mit T€ 15.725 aus der Akquisition des VARTA Consumer-Geschäftes. Darin sind unter anderem T€ 5.764 sonstige Steuerverbindlichkeiten und hauptsächlich Abgrenzungen für Personal enthalten (vorläufige Werte).

Die langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten sind passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von T€ 78 (31. Dezember 2019 T€ 95).

27 SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die sonstigen Rückstellungen der Geschäftsjahre 2020 und 2019 setzen sich wie folgt zusammen:

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(IN T€) RESTRUKTURIERUNG GEWÄHRLEISTUNGEN, GARANTIEN ENTSORGUNGS-, WIEDERHERSTELLUNGS-& ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN ÜBRIGE RÜCKSTELLUNGEN GESAMT 2020
Fälligkeit
Kurzfristig 11.614 3.870 299 8.406 24.189
Langfristig 0 1.415 0 3.976 5.391
Summe Rückstellungen 11.614 5.285 299 12.382 29.580
Entwicklung der sonstigen Rückstellungen in 2020
Stand 01. Jan 2020 0 4.228 0 4.018 8.246
Veränderung Konsolidierungskreis 2.896 295 818 8.570 12.579
Umgliederung -67 0 0 0 -67
Zuführung 10.018 1.609 30 2.401 14.058
Verbrauch -1.233 -847 -547 -2.278 -4.905
Auflösung 0 0 0 -332 -332
Währungsdifferenzen 0 0 -2 3 1
Stand 30. Juni 2020 11.614 5.285 299 12.382 29.580
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(IN T€) RESTRUKTURIERUNG GEWÄHRLEISTUNGEN, GARANTIEN ENTSORGUNGS-, WIEDERHERSTELLUNGS-& ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN ÜBRIGE RÜCKSTELLUNGEN GESAMT 2019
Fälligkeit
Kurzfristig 0 2.813 0 1.594 4.407
Langfristig 0 1.415 0 2.424 3.839
Summe Rückstellungen 0 4.228 0 4.018 8.246
Entwicklung der sonstigen Rückstellungen in 2019
Stand 01. Jan 2019 0 2.749 12 1.786 4.547
Zuführung 0 2.526 0 2.499 5.025
Verbrauch 0 -692 -12 -286 -990
Auflösung 0 -360 0 0 -360
Währungsdifferenzen 0 5 0 19 24
Stand 31. Dez 2019 0 4.228 0 4.018 8.246

Gewährleistungen, Garantien und übrige Rückstellungen

Die Rückstellungen für Gewährleistungen und Garantien sowie die übrigen Rückstellungen sind insbesondere durch das gestiegene Geschäftsvolumen erhöht.

Restrukturierung

Aufgrund der Akquisition des VARTA Consumer-Geschäftes sind Restrukturierungen innerhalb des VARTA-Konzerns in bestimmten Bereichen unumgänglich. Um keine sozialverträglichen Restrukturierungen vornehmen zu müssen, wurde vom Management der VARTA ein "Garden Leave" Programm entwickelt. Dieses Programm beinhaltet, dass Mitarbeiter eine freiwillige Auflösungsvereinbarung unterzeichnen und im Gegenzug eine monatliche Lohnfortzahlung sowie bei Ausscheiden aus dem Unternehmen eine Abfindung erhalten. Bei Unterzeichnung der Auflösungsvereinbarung wird die Rückstellung entsprechend gebildet.

28 ABGEGRENZTE SCHULDEN

Die abgegrenzten Schulden umfassen folgende wesentliche Positionen:

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(IN T€) 30. JUNI 2020 31. DEZEMBER 2019
Urlaubsansprüche, Überstunden und Zeitausgleich 13.781 6.262
Prämien an Mitarbeiter 10.090 4.768
Ausstehende Rechnungen 4.186 2.106
Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung und Rechtsberatung 1.472 1.391
Sonstige abgegrenzte Schulden für Personal 2.704 1.300
Übrige abgegrenzte Schulden 11.133 804
Abgegrenzte Schulden 43.366 16.631

Die abgegrenzten Schulden sind in Summe um T€ 26.735 gestiegen. Dies ist mit T€ 18.729 im Wesentlichen auf die Akquisition des VARTA Consumer-Geschäfts zurückzuführen (vorläufiger Wert). Des Weiteren kommt der Anstieg aus dem erhöhten Geschäftsvolumen in den ausstehenden Rechnungen und dem Anstieg im Personal und den daraus resultierenden erhöhten Abgrenzungen.

29 UMSATZERLÖSE

Durch den Verkauf von Produkten und der Erbringung von Dienstleistungen konnten folgende Umsätze erzielt werden:

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(IN T€) 01. JAN. BIS 30. JUN. 2020 01. JAN. BIS 30. JUN. 2019
Umsatzerlöse 390.678 151.517
davon aus Produktverkauf 389.206 149.045
davon aus dem Verkauf von Dienstleistungen 1.472 2.472

Der stärkste Anstieg resultiert aus dem Bereich "Entertainment" und durch die Umsatzerlöse von VARTA Consumer.

30 VERMINDERUNG / ERHÖHUNG DER FERTIGEN UND UNFERTIGEN ERZEUGNISSE

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(IN T€) 01. JAN. BIS 30. JUN. 2020 01. JAN. BIS 30. JUN. 2019
Veränderung der unfertigen Erzeugnisse 1.431 4.706
Veränderung der fertigen Erzeugnisse 6.856 -1.200
Erhöhung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse 8.287 3.506

Die Veränderungen in den fertigen und unfertigen Erzeugnissen lassen sich nicht direkt mit den aus der KonzernBilanz ersichtlichen Änderungen abstimmen. Dies kommt aus bestehenden Währungsdifferenzen, welche diese Positionen beeinflussen.

31 MATERIALAUFWAND

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(IN T€) 01. JAN. BIS 30. JUN. 2020 01. JAN. BIS 30. JUN. 2019
Aufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Ware 140.494 45.634
Sonstige Materialaufwendungen und bezogene Leistungen 12.056 9.746
Materialbearbeitung und -veredelung durch Dritte 4.956 2.070
Sonstiges 1.359 478
Materialkosten 158.865 57.928

Die Position "Sonstiges" enthält Verbrauchsmaterial, das direkt für Fertigungs- bzw. Kundenaufträge beschafft und ohne Lagerung verbraucht wird. Aufgrund des massiven Ausbaus der Kapazitätserweiterung, und des damit verbundenen Personalbedarfs, sind die Kosten für Zeitarbeitskräfte gestiegen. Die Zeitarbeitskräfte werden ausgewiesen unter der Position "sonstige Materialaufwendungen und bezogene Leistungen". Darüber hinaus sind unter "Sonstiges" Aufwendungen für Verpackung, Abfallentsorgung und Verpackungsmaterial enthalten.

32 PERSONALAUFWAND

Personalaufwendungen beinhalten die folgenden Positionen:

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(IN T€) 01. JAN. BIS 30. JUN. 2020 01. JAN. BIS 30. JUN. 2019
Löhne und Gehälter 95.805 43.511
Aufwand für Abfindungen 10.508 1.004
Aufwand für gesetzliche Sozialabgaben 11.976 4.178
Pensionsaufwand 4.885 2.923
Sonstiger Personalaufwand 1.421 904
Summe 124.595 52.520

Der Personalaufwand ist im ersten Halbjahr 2020 von T€ 52.520 auf T€ 124.595 angestiegen. Die Personalkostensteigerung resultiert aus dem Erwerb der VARTA Consumer sowie dem Mitarbeiteraufbau aufgrund der Produktionserweiterung. Die Mitarbeiterzahl ist um 77,1 % von 2.394 Mitarbeiter auf 4.342 Mitarbeiter zum 30. Juni 2020 gestiegen. Der Personalaufwand enthält den nichtzahlungswirksamen Aufwand für die aktienbasierte Vergütung in Höhe von T€ 499 (Vorjahr: T€ 1.385).

33 ABSCHREIBUNGEN

Die Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen:

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(IN T€) 01. JAN. BIS 30. JUN. 2020 01. JAN. BIS 30. JUN. 2019
Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen (ohne Nutzungsrechte) 14.184 5.038
Planmäßige Abschreibungen auf Nutzungsrechte 5.703 1.871
Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 3.011 1.150
Summe Abschreibungen 22.898 8.059

Durch die Inbetriebnahme der neuen Maschinen und Anlagen haben sich die Abschreibungen im Vergleich zum letzten Jahr fast verdoppelt. Zudem hat der Erwerb der VARTA Consumer Gesellschaften einen weiteren Effekt von rund T€ 6.900 auf die Abschreibungen.

34 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Sonstige betriebliche Erträge beinhalten die folgenden Positionen:

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(IN T€) 01. JAN. BIS 30. JUN. 2020 01. JAN. BIS 30. JUN. 2019
Subventionen und öffentliche Zuwendungen 2.027 1.854
Erträge aus Verrechnung von Mietzins und Serviceleistungen ggü. Gemeinschaftsunternehmen 0 15
Auflösung Rückstellungen & abgegrenzte Schulden 426 142
Erträge aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen 118 47
Sonstiges 17.853 1.627
Sonstige betriebliche Erträge 20.424 3.685

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge ist auf den Erwerb der VARTA Consumer Gesellschaften zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Erträge stammen aus Service-Leistungen für den Appliances-Bereich (u.a. Haushaltsgeräte und Tierfutter) des früheren Eigentümers Spectrum Brands, die spätestens Ende 2020 entfallen.

35 SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Sonstige betriebliche Aufwendungen beinhalten die folgenden Positionen:

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(IN T€) 01. JAN. BIS 30. JUN. 2020 01. JAN. BIS 30. JUN. 2019
Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwand 7.943 2.952
Ausgangsfrachten und Zölle 6.199 1.433
Instandhaltung 6.129 2.323
Sonstige Vertriebskosten 4.698 236
Energieaufwand 4.267 2.149
Marketing, Werbung und Repräsentationen 3.770 1.249
Provision 2.449 1.848
Telefon, Porto & EDV 2.189 1.063
Miete, Leasing und Pacht 1.913 897
Gewährleistungen 1.658 873
Versicherungen 1.604 724
Lizenzen & Patentgebühren 961 704
Reisekosten 856 855
Beiträge und Gebühren 794 178
Wertminderungsaufwendungen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 673 0
Reinigung 442 242
Bankgebühren / Spesen des Geldverkehrs 425 215
Ausbildung und Fortbildungskosten 265 185
Kundenkreditversicherung 138 90
Ingenieurs- und Honorarleistungen 131 245
Aufwendungen mit nahestehenden Unternehmen 110 406
Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 9.446 1.873
Sonstige betriebliche Aufwendungen 57.060 20.740

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in Summe von T€ 20.740 um T€ 36.320 auf T€ 57.060 angestiegen. Der Anstieg in der Position "übrige sonstige betriebliche Aufwendungen" resultiert aus dem VARTA Geschäft und gegenläufig anfallenden Aufwendungen im Rahmen der Service-Leistungen für den Appliances-Bereich des früheren Eigentümers Spectrum Brands, die spätestens Ende 2020 entfallen. Die anderen höheren Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus dem Anstieg der Rechts- und Beratungsaufwendungen im Zusammenhang mit dem Erwerb der VARTA Consumer Gesellschaften und des laufenden Patentrechtsstreits in Höhe von T€ 3.100 angestiegen. Aufgrund der erweiterten Produktionskapazitäten und des Erwerbs der VARTA Consumer haben sich die Instandhaltungskosten um T€ 3.806, die Aufwendungen für Ausgangsfrachten und Zölle um T€ 4.766 sowie der Energieaufwand um T€ 2.118 im Vergleich zum Vorjahr erhöht.

36 NETTOFINANZERGEBNIS

Die übrigen Finanzerträge und übrigen Finanzaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

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(IN T€) 01. JAN. BIS 30. JUN. 2020 01. JAN. BIS 30. JUN. 2019
Wechselkursgewinne 794 40
Übriger Finanzertrag 794 40
Wechselkursverluste -1.492 -309
Sonstiger Finanzaufwand mit Dritten -133 -150
Übriger Finanzaufwand -1.625 -459

37 ERTRAGSTEUERAUFWENDUNGEN

Der Ertragsteueraufwand wird auf Grundlage der Schätzung des gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragsteuersatzes für das volle Geschäftsjahr erfasst. Der geschätzte Steuersatz für die Zwischenberichtperiode bis 30. Juni 2020 beläuft sich hiernach auf 29,5% (30. Juni 2019: 28,2%). Der Anstieg resultiert aus der Ergebnisentwicklung der Einzelgesellschaften.

37.1 FINANZRISIKOMANAGEMENT

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(IN T€) 30. JUNI 2020 STUFE 1 STUFE 2 STUFE 3
Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente
Forderungsverkauf -1.905 0 -1.905 0
Besserungsschein -2.818 0 0 -2.818
Derivative Finanzinstrumente - Aktiva 237 0 237 0
Derivative Finanzinstrumente - Passiva -1.586 0 1.586 0
Summe -6.072 0 -82 -2.818
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(IN T€) 31. DEZEMBER 2019 STUFE 1 STUFE 2 STUFE 3
Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente
Forderungsverkauf -2.089 0 -2.089 0
Besserungsschein -2.818 0 0 -2.818
Derivative Finanzinstrumente - Aktiva 0 0 0 0
Derivative Finanzinstrumente - Passiva -1.278 0 -1.278 0
Summe -6.185 0 -3.367 -2.818
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(IN T€) 30. JUNI 2020 31. DEZEMBER 2019
Derivative Finanzinstrumente 237 0
Derivative Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert bewertet 237 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 150.799 244.781
Ausleihungen 333 548
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 124.933 51.966
Sonstige Vermögenswerte* 43.976 30.921
Ausleihungen und Forderungen 169.242 83.435
Summe finanzielle Vermögenswerte 320.278 328.216
Derivative Finanzverbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert bewertet 1.586 1.278
Derivative Finanzverbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert bewertet 1.586 1.278
Sonstige Finanzverbindlichkeiten** 50.921 5.626
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen*** 98.584 56.136
Abgegrenzte Schulden**** 40.791 4.301
Sonstige Verbindlichkeiten***** 35.504 4.090
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 225.800 70.153
Summe finanzielle Verbindlichkeiten 227.386 71.431

* Ohne sonstige Steuerforderungen T€ 8.643 (2019: T€ 3.654) und aktive Rechnungsabgrenzungsposten T€ 5.449 (2019: T€ 712)
** Ohne derivative Finanzinstrumente T€ 1.586 (2019: T€ 1.278); inklusive einem Forderungsverzicht in Höhe von T€ 2.818 mit einer erwarteten Laufzeit von mehr als 5 Jahren, welcher aufgrund von bestimmten Umständen früher zurückbezahlt werden kann. (vgl. Erläuterungen 22 "Andere finanzielle Verbindlichkeiten")
*** Ohne erhaltene Anzahlungen T€ 49.263 (2019 T€ 32.671), ohne Vertragsverbindlichkeiten T€ 38.964 (2019: T€ 11.198)
**** Ohne abgegrenzte Schulden für Leistungen an Mitarbeiter T€ 2.575 (2019: T€ 12.330)
***** Ohne passive Rechnungsabgrenzungen T€ 78 (2019 T€ 95), Verbindlichkeiten aus Förderprojekten T€ 13.169 (2019: T€ 12.394), Zollverbindlichkeiten T€ 2.759 (2019: T€ 1.557), sonstigen Verbindlichkeiten aus Steuern T€ 1.543 (2019: T€ 1.978) und im Rahmen der sozialen Sicherheit T€ 397 (2019 T€ 6)

38 NAHESTEHENDE PERSONEN UND GESELLSCHAFTEN

Die im Geschäftsbericht 2019 erläuterten vertraglichen Beziehungen zu nahestehenden Personen und Gesellschaften bestehen in nahezu unverändertem Umfang fort.

Im März 2020 wurde eine Rahmenvereinbarung zum Erwerb der Gesellschaften Mezzanin Finanzierungs GmbH, Connexio alternative investment GmbH, VAMI-SK neunzehn GmbH und VMI Micro Innovation GmbH abgeschlossen. Die bislang abgeschlossenen Transaktionen Mezzanin Finanzierungs GmbH, Connexio alternative investment GmbH und VAMI-SK neunzehn GmbH sind im Kapitel 7 VERÄNDERUNGEN IM KONSOLIDIERUNGSKREIS beschrieben. Die noch ausstehende Transaktion der VMI Micro Innovation GmbH wird unter Kapitel 40 EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG 30. Juni 2020 beschrieben.

39 BETEILIGUNGSGESELLSCHAFTEN

Für die im Konzernabschluss dargestellten Perioden wurden folgende Gesellschaften einbezogen, Angabe nach § 315e Abs. 1 iVm § 313 Abs. 2 Nr. 1 - 6 HGB):

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SEIT/BIS NAME DER GESELLSCHAFT SITZ LAND WÄHRUNG BETEILIGUNGSQUOTE
seit 2012/09 VARTA Aktiengesellschaft Ellwangen Deutschland EUR 100,00 %
seit 2007/12 VARTA Microbattery GmbH Ellwangen Deutschland EUR 100,00 %
seit 2012/04 VARTA Storage GmbH Nördlingen Deutschland EUR 100,00 %
seit 2018/04 VARTA Micro Production GmbH Nördlingen Deutschland EUR 100,00 %
seit 2007/12 VARTA Microbattery Pte Ltd Singapur Singapur USD 100,00 %
seit 2007/12 VARTA Microbattery Ltd Shanghai* Shanghai China CNY 100,00 %
seit 2007/12 PT VARTA Microbattery Indonesia Batam Indonesien USD 100,00 %
seit 2014/10 VARTA Microbattery Japan K.K. Tokio Japan USD 100,00 %
seit 2014/01 VARTA Microbattery S.R.L. Brasov Rumänien RON 100,00 %
seit 2007/12 VARTA Microbattery Inc. Rye, NY Vereinigte Staaten von Amerika USD 100,00 %
seit 2009/09 VW-VM Verwaltungsgesellschaft mbH i.L.** Ellwangen Deutschland EUR 50,00 %
seit 2017/06 Auditas GmbH Nördlingen Deutschland EUR 25,10 %
seit 2017/06 Auditas Inc. Ridgefield Vereinigte Staaten von Amerika USD 25,10 %
seit 2017/09 Connexio alternative investment & holding GmbH*** Wien Österreich EUR 100,00 %
seit 2009/08 VARTA Micro Innovation GmbH Graz Österreich EUR 17,74 %
seit 2020/01 VARTA Consumer Batteries GmbH & Co. KGaA Ellwangen Deutschland EUR 100,00 %
seit 2020/01 VARTA Consumer Batteries Benelux B.V. Utrecht Niederlande EUR 100,00 %
seit 2020/01 VARTA Consumer Batteries UK Ltd. Oldham Vereinigtes Königreich GBP 100,00 %
seit 2020/01 VARTA Consumer Batteries Iberia S.L.U. Madrid Spanien EUR 100,00 %
seit 2020/01 VARTA Consumer Batteries Poland Sp.z.o.o. Warschau Polen PLN 100,00 %
seit 2020/01 LLC Consumer Batteries Company (Eastern Europe) Moskau Russland RUB 100,00 %
seit 2020/01 VHB Real Estate Holdings LLC**** Delaware Vereinigte Staaten von Amerika EUR 100,00 %
seit 2020/01 Paula Grundstücksverwaltungs GmbH & Co. Verm. KG Pullach i. Isartal Deutschland EUR 100,00 %
seit 2020/01 Spectrum Brands Finland Oy Vantaa Finnland EUR 100,00 %
seit 2020/01 Spectrum Brands Norway AS Oslo Norwegen NOK 100,00 %
seit 2020/01 Spectrum Brands Schweiz GmbH Dietlikon Schweiz CHF 100,00 %
seit 2020/01 SPB Sweden AB Bromma Schweden SEK 100,00 %
seit 2020/01 Spectrum Brands Austria GmbH Brunn am Gebirge Österreich EUR 100,00 %
seit 2020/01 Spectrum Brands Slovakia spol. s. r.o. Prievidza Slowakei EUR 100,00 %
seit 2020/01 Spectrum Brands Hrvatska d.o.o. Zagreb Kroatien HRK 100,00 %
seit 2020/01 Spectrum Brands Trgovina d.o.o. Ljubljana Slowenien EUR 100,00 %
seit 2020/01 Spectrum Brands Bulgaria EOOD Sofia Bulgarien BGN 100,00 %
seit 2020/01 VARTA Consumer Europe GmbH***** Ellwangen Deutschland EUR 100,00 %
seit 2020/01 VARTA Consumer Kommandit GmbH****** Ellwangen Deutschland EUR 100,00 %
seit 2020/01 VARTA Consumer Batteries Italia s.r.l. Basiglio Italien EUR 100,00 %
seit 2020/01 Spectrum Brands Czech spol. s.r.o. Ceska Llpa Tschechische Republik CZK 100,00 %
seit 2020/01 Varta Pilleri Ticaret Limited Sirketi Istanbul Türkei TRY 100,00 %
seit 2020/01 Spectrum Brands Denmark A/S Albertslund Dänemark DKK 100,00 %
seit 2020/01 VARTA Consumer General Partner GmbH******* Ellwangen Deutschland EUR 100,00 %
seit 2020/01 Spectrum Brands France S.A.S. Courbevoie Frankreich EUR 100,00 %
seit 2020/01 Anabasis Handelsgesellschaft mbH Dischingen Deutschland EUR 100,00 %
seit 2020/01 EMEA Consumer Batteries (Shenzhen) Co. Ltd. Shenzhen China CNY 100,00 %
seit 2020/04 Mezzanin Finanzierungs GmbH Wien Österreich EUR 100,00 %
seit 2020/04 VAMI-SK neunzehn GmbH Graz Österreich EUR 100,00 %
seit 2020/05 VARTA Consumer Hungaria Kft. Budapest Ungarn HUF 100,00 %

* seit 01.01.2020 in Liquidation
** At Equity Bilanzierung, seit 01.07.2020 in Liquidation
*** Erwerb der restlichen Anteile am 21.04.2020, Umfirmierung in GmbH am 06.05.2020
**** vormals VHB Real Estate Holdings LLC
***** vormals Spectrum Brands Europe GmbH
****** vormals ROV German Limited GmbH
******* vormals ROV German General Partner GmbH

40 EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG 30. JUNI 2020

Beilegung von Rechtsstreitigkeiten

Die VARTA AG baut ihre Zusammenarbeit mit Samsung Electronics weiter aus. Das Unternehmen bleibt in den kommenden Jahren der Hauptlieferant für wiederaufladbare Batterien der Headsets von Samsung. Mit dem Liefervertrag hat das Unternehmen seine Patentstreitigkeiten mit Samsung beigelegt.

VARTA hat bereits alle Klagen gegen Samsung und deren Kunden zurückgezogen. In den Headsets waren Batterien gefunden worden, die aus Sicht der VARTA AG Patente im Bereich der Lithium-Ionen-Zellen verletzen. VARTA war gegen Samsung und deren Kunden in Deutschland und den USA vorgegangen. Die jetzt getroffene Einigung sieht vor, dass die VARTA AG ihre Klagen zurückzieht. Im Gegenzug verzichtet auch Samsung seinerseits auf Klagen gegen den Batteriehersteller.

Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Personen

Am 30. Juni 2020 unterzeichnete die WertInvest Ellwangen Immobilien GmbH als Vermieterin und die VARTA Microbattery GmbH als Mieterin einen langfristigen Mietvertrag über Gewerbeimmobilien. Der Mietvertrag wurde auf unbestimmte Zeit ab Übergabe der Gebäude geschlossen und kann erstmals nach 10 Jahren von VARTA und nach 15 Jahren von WertInvest gekündigt werden. Der monatliche Mietzins beträgt EUR 118.334 netto. Der Wert des Mietvertrags beträgt bis zur ersten Kündigungsmöglichkeit von VARTA, gerechnet ab einem angenommenen Beginn der Nutzung der Gebäude ab 01. Juli 2020, T€ 14.200.

Die Vermieterin WertInvest wird indirekt mehrheitlich von der indirekten Hauptaktionärin der VARTA AG, der Montana Tech Components AG, gehalten und ist damit ein der VARTA AG im Sinne des § 111a AktG nahestehendes Unternehmen.

Gegenstand des Mietvertrages sind zwei nach Vorgaben der VARTA neu errichtete Produktionsgebäude sowie eine umfassende sanierte Kantine am Standort Ellwangen mit einer Gesamtgröße von insgesamt ca. 7.000 m2. WertInvest ist seit 2015 Eigentümer sämtlicher Immobilien am Standort des VARTA-Konzerns in Ellwangen und vermietet die Flächen bereits derzeit als Freiflächen und Teil des Betriebsareals an VARTA.

VARTA Micro Innovation GmbH

Wie im Abschnitt Unternehmenszusammenschlüsse dargestellt, hat die VARTA AG am 30. März 2020 eine Rahmenvereinbarung zum Erwerb der Mezzanin Finanzierungs GmbH, Wien/Österreich, der CONNEXIO alternative investment holding GmbH, Wien/Österreich, der VAMI-SK neunzehn GmbH, Graz Österreich, sowie der restlichen Anteile an der VARTA Micro Innovation GmbH, Graz/Österreich, abgeschlossen. Neben den Erwerben wurde in der Rahmenvereinbarung eine vor dem Anteilserwerb durch die Veräußerer durchzuführende schuldrechtliche und gesellschaftsrechtliche Reorganisation der VARTA Micro Innovation GmbH vereinbart.

Die Reorganisation der VARTA Micro Innovation GmbH beinhaltet die Auflösung einer bestehenden stillen Gesellschaft sowie den Forderungsverzicht von Darlehensgebern. Zum Erwerbszeitpunkt wird die VARTA Micro Innovation GmbH schuldenfrei, d.h. frei von verzinslichem Fremdkapital sein und ein positives Eigenkapital ausweisen. Auf der Basis einer Pro-Forma-Analyse zum 31. März 2020 liegt das Eigenkapital der VARTA Micro Innovation GmbH zu Buchwerten nach Reorganisation in der Größenordnung von T€ 650.

Die VARTA Micro Innovation GmbH ist führend in den Gebieten der Materialforschung bzw. Qualifizierung für elektrochemische Energiespeicher und führt verschiedene geförderte Forschungsprojekte durch. Darüber hinaus bietet sie ihre Expertise auch in Form von Auftragsforschung für ihre Kunden an.

Aktuell hält der Konzern 17,74 % der Anteile an der VARTA Micro Innovation GmbH. Mit dem Erwerb der übrigen 82,26 % der Anteile wird der Konzern die Beherrschung über die Gesellschaft erlangen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Zwischenabschlusses wurde der Anteilserwerb noch nicht vollzogen.

Aufgrund der bestehenden Anteile handelt es sich um einen sukzessiven Unternehmenszusammenschluss, bei der der bestehende Anteil an der VARTA Micro Innovation GmbH (Buchwert im Zwischenabschluss: T€ 13) zum Zeitwert angesetzt wird. Auf der Basis des vorläufigen Kaufpreises liegt der Zeitwert der bestehenden Anteile bei geschätzt T€ 86.

Im Zusammenhang mit dem Erwerb wird die VGG GmbH im Rahmen der Auflösung der stillen Gesellschaft rd. 1.309 Aktien an die bisherigen stillen Gesellschafter ausgeben.

Die Transaktion wurde im Zwischenbericht noch nicht bilanziell abgebildet. Der beizulegende Zeitwert des Nettovermögens der VARTA Micro Innovation GmbH wird zum Erwerbsstichtag ermittelt. Die operativen Ergebnisse sowie die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Unternehmens werden ab dem Erwerbszeitpunkt, voraussichtlich im dritten Quartal 2020, erfasst.

Ellwangen, 13. August 2020

VARTA Aktiengesellschaft

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Vorstandsvorsitzender (CEO) Finanzvorstand (CFO)
- Herbert Schein - - Steffen Munz -

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Ellwangen, 13. August 2020

VARTA Aktiengesellschaft

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Vorstandsvorsitzender (CEO) Finanzvorstand (CFO)
- Herbert Schein - - Steffen Munz -

Erläuternde Angaben zur Halbjahresbericht

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde auf Basis aller am Stichtag gültigen IAS / IFRS, die das International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht hat, sowie aller Interpretationen (IFRIC / SIC) des International Financial Reporting Interpretations Committee bzw. des Standing Interpretations Committee erstellt, sofern diese von der Europäischen Union im Endorsement-Verfahren übernommen wurden. Dieser verkürzte Konzernzwischenabschluss sollte in Verbindung mit dem zum 31. Dezember 2019 erstellten Konzernjahresabschluss gelesen werden.

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2020 und der Konzernzwischenlagebericht wurden weder nach §317 HGB geprüft, noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Finanzterminplan

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Halbjahresbericht 2020 14.08.2020
Zwischenmitteilung zum 3. Quartal 2020 12.11.2020

Impressum

Halbjahresfinanzbericht 2020: https://www.varta-ag.com/publications/

Investor Relations

VARTA AG

Bernhard Wolf

T: +49 79 61 921 2969

E-Mail: bernhard.wolf@varta-ag.com

Corporate Communications

VARTA AG

Nicole Selle

T: +49 79 61 921 2221

E-Mail: nicole.selle@varta-ag.com