Saint-Gobain Oberland AG

Bad Wurzach

Konzernabschluss und Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010

Geschäftsbericht 2010

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Das Jahr 2010 hat wiederum gezeigt, dass die Saint-Gobain Oberland AG flexibel auf schwankende Marktgegebenheiten reagieren und auch unerwartete Situationen erfolgreich bewältigen kann.

Der Aufsichtsrat hat das Management im Laufe der letzten 12 Monate als kritischer Partner unterstützt und offen über die strategische Ausrichtung des Unternehmens diskutiert. Nun geht es darum, den Anschluss an die positive Entwicklung der Jahre 2007 bis 2009 wiederherzustellen.

Im Berichtsjahr hat der Aufsichtsrat alle Aufgaben wahrgenommen, die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung zukommen, und den Vorstand umfassend beraten. Bei allen wesentlichen Entscheidungen wurden die Chancen und Risiken im Vorfeld sorgfältig abgewogen. Der Aufsichtsrat hat sich vom Vorstand regelmäßig, zeitnah und ausführlich über die beabsichtigte Geschäftspolitik, grundsätzliche Fragen der künftigen Geschäftsführung sowie die aktuelle Lage und Entwicklung des Unternehmens einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements der Gesellschaft schriftlich und mündlich unterrichten lassen, mit dem Vorstand darüber beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. Der Vorstand stimmte auch die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat ab. Die für das Kontrollgremium relevanten Informationen wurden den Mitgliedern stets rechtzeitig zur Verfügung gestellt und es wurde ihnen damit ermöglicht, fundierte Entscheidungen zu treffen und den Überwachungspflichten nachzukommen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr trat das Aufsichtsratsgremium jeweils quartalsweise zu vier ordentlichen Sitzungen zusammen. Beschlüsse im Umlaufverfahren wurden nicht gefasst.

Der Bericht des Vorstands zur jeweiligen aktuellen Situation der Saint-Gobain Oberland-Gruppe - einschließlich des in der Gesellschaft mit hoher Priorität bearbeiteten Themas Arbeitssicherheit - zur Markt- und Absatzlage, zur Geschäftsentwicklung der Tochtergesellschaften in Russland und der Ukraine sowie zur GPS Glasproduktions-Service GmbH in Essen wurden in allen Aufsichtsratssitzungen im Berichtszeitraum als feststehende, regelmäßig wiederkehrende Themenschwerpunkte behandelt. Abweichungen von zuvor berichteten Zielen wurden vom Vorstand unter Angabe von Gründen erläutert.

Der Aufsichtsrat hat sich mit der bilanziellen Bewertung der osteuropäischen Tochtergesellschaften eingehend befasst und Art und Methode der Werthaltigkeitsermittlung der Bilanzansätze erörtert sowie die Abwertung des Bilanzansatzes für die Private JSC 'CONSUMERS-SKLO-ZORYA' in der Ukraine im Einzelabschluss der Saint-Gobain Oberland AG von 14 Mio. Euro geprüft und gebilligt. Auch im Hinblick auf die einschneidenden Auswirkungen für den Jahresüberschuss der Saint-Gobain Oberland AG und die Dividende war diese Abwertung unvermeidlich.

Den Schwerpunkt der ersten Sitzung am 17. März 2010 bildete die Durchsprache des Jahresabschlusses 2009 unter Vorlage und Prüfung der Jahresabschlüsse sowie der Prüfungsberichte der Abschlussprüfer inklusive deren Feststellung und Billigung. Ebenfalls darin eingeschlossen war die Verabschiedung der Berichte des Aufsichtsrats und zur Corporate Governance. Darüber hinaus standen der Beschluss zur Vertragsverlängerung von Herrn Wolfgang Brauck als Vorstand Vertrieb und Marketing um fünf Jahre sowie die Anpassung der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats auf der Tagesordnung.

Die Angemessenheit der Vorstandsvergütung wurde vom Aufsichtsrat geprüft, erörtert und bejaht. Die Grundzüge des Vergütungssystems für Vorstand und Aufsichtsrat wurden in der Hauptversammlung vorgetragen und sind in den Notes des Konzernabschlusses in diesem Geschäftsbericht auf Seite 138, sowie in der Erklärung zur Unternehmensführung auf der Internetseite der Gesellschaft dargestellt.

In der Sitzung am 18. Mai 2010 wurden der Vorsitzende und der stellvertretende Vorsitzende in ihren Ämtern bestätigt. Insgesamt bleibt sowohl die strukturelle als auch personelle Zusammensetzung des Aufsichtsratsgremiums im Berichtsjahr trotz der turnusmäßigen Neuwahlen - der Vertreter der Anteilseigner durch die Hauptversammlung sowie der Arbeitnehmervertreter durch die Belegschaft - unverändert.

In der Sitzung vom 15. September 2010 befasste sich das Gremium mit den Änderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 26. Mai 2010 und deren Konsequenzen für die Aktionäre bzw. die Hauptversammlung sowie den Aufsichtsrat und Vorstand.

Die letzte Sitzung des Berichtsjahres am 09. Dezember 2010 stand unter anderem im Zeichen der zukünftigen Geschäftsentwicklung. Der Aufsichtsrat genehmigte die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2011 und nahm die Planung für die folgenden Jahre zur Kenntnis. Ferner wurde die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex eingehend erörtert und verabschiedet. Die im Kodex enthaltenen Vorschläge wurden, soweit sie für die gute Unternehmensführung für wichtig erachtet wurden, umgesetzt. Abweichungen von den Vorgaben wurden erläutert und die Entsprechenserklärung 2010 wurde verabschiedet. Sie ist sowohl auf der Internetseite der Saint-Gobain Oberland AG als auch in diesem Bericht ab Seite 15 veröffentlicht.

Der Aufsichtsrat beschloss die Bestellung von Herrn Klaus J. Rudolph zum neuen Vorstandsmitglied für das Ressort Finanzen, Controlling, IT und Einkauf mit Wirkung vom 01. Januar 2011. Darüber hinaus wurde das Mandat von Herrn Roland Unfried als Vorstand Technik und Produktion um weitere fünf Jahre verlängert.

Der Aufsichtsrat wurde am 09. Dezember auch über die Verschmelzung der SAR Süddeutsche Altglas-Rohstoff GmbH, der Westerwald GmbH und der RGM auf die Saint-Gobain Oberland AG im Geschäftsjahr 2010 informiert. Ergänzend dazu wurde über die Beteiligungsumgliederung der Black Sea Glass Packaging an Kavminsteklo berichtet. Ein weiteres wichtiges Thema war die Ankündigung des Börsengangs von verallia, der Verpackungssparte des Saint-Gobain Konzerns.

Aus Sicht des Gremiums sind alle wesentlichen Themen im Aufsichtsrat behandelt worden.

Bis auf eine Ausnahme in der Dezember-Sitzung, an der Herr Jean-Dominique Grégoire aus wichtigem Grund nicht teilnehmen konnte, bei der er jedoch rechtzeitig im Vorfeld der Sitzung seine Stimmbotschaft übermittelte, waren bei allen Sitzungen sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrats anwesend.

Zwischen den Aufsichtsratssitzungen stand der Vorsitzende des Aufsichtsrats mit dem Vorstand der Gesellschaft laufend in Kontakt, um Ereignisse von besonderer Bedeutung für das Unternehmen zu erörtern.

Nach wie vor gibt es innerhalb des Aufsichtsrats lediglich einen Ausschuss, den Personalausschuss. Dieser beriet sich im Berichtsjahr einmal, da die Nachfolgeregelung für die Position des Finanzvorstands getroffen werden musste.

Vor dem Hintergrund der vom Gesetzgeber weiter konkretisierten Überwachungsaufgaben des Aufsichtsrats (vgl. § 107 Abs. 3 AktG) wurde besonderes Augenmerk auf die Finanzberichterstattung, die Abschlussprüfung und die unternehmerischen Kontrollsysteme gelegt. Insbesondere die Überwachung der Wirksamkeit des Risikomanagement- und des internen Revisionssystems und die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers waren Gegenstand von Erörterungen im Aufsichtsratsplenum.

Der Jahresabschluss der Saint-Gobain Oberland AG wurde analog zu den Vorjahren nach den Vorschriften des Deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB), der Konzernabschluss der Saint-Gobain Oberland AG nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, die von der Hauptversammlung erneut zum Abschlussprüfer gewählt wurde, hat den Jahresabschluss der Saint-Gobain Oberland AG und den Konzernabschluss ebenso wie den zusammengefassten Lagebericht der Saint-Gobain Oberland AG und des Konzerns geprüft und hierzu jeweils den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Abschlussprüfer hat bestätigt, dass der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften entspricht. Der Jahres- und Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der die Bilanz feststellenden Sitzung am 16. März 2011 vorgelegen. Die entsprechenden Unterlagen wurden in der Bilanzsitzung mit den dort anwesenden verantwortlichen Wirtschaftsprüfern ausführlich besprochen. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu.

Der Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Saint-Gobain Oberland AG sowie den Konzernabschluss der Saint-Gobain Oberland AG. Damit ist der Jahresabschluss der Saint-Gobain Oberland AG entsprechend § 172 Abs. 1 Satz 1 AktG festgestellt. Dem Lagebericht sowie den Ausführungen zur weiteren Entwicklung des Unternehmens schließen wir uns an. Der Vorstand hat im Lagebericht auf Seite 53 die Angaben gemäß § 289 HGB und § 315 HGB gemacht. Diese Erläuterungen wurden von uns geprüft.

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung eine Dividende von 12,00 Euro pro Aktie vorschlagen.

Unverändert hält die Compagnie de Saint-Gobain in Paris auch im Berichtsjahr die Mehrheit der Saint-Gobain Oberland-Aktien. Aus diesem Grund hat der Vorstand gemäß § 312 AktG für das Geschäftsjahr 2010 den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen vorgelegt. Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat hierzu nach § 313 AktG einen Prüfungsbericht erstellt. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk im Prüfungsbericht lautet wie folgt:

'Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war,
3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.'

Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und den entsprechenden Prüfungsbericht gemäß § 314 AktG ebenfalls geprüft und erhebt nach dem abschließenden Ergebnis hierzu keine Einwände.

Das Jahr 2010 war für die Saint-Gobain Oberland AG nach den positiven Entwicklungen der Vorjahre nicht ganz einfach. Sowohl die Unternehmensleitung als auch alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren in vielfältiger Weise stark gefordert. Der Aufsichtsrat erkennt die bemerkenswerten Leistungen aller an und bedankt sich bei der gesamten Belegschaft, dem Vorstand sowie den Arbeitnehmervertretungen für ihr gezeigtes Engagement und die geleistete Arbeit zum Nutzen des Unternehmens und seiner Kunden.

Bad Wurzach, im März 2011

Der Aufsichtsrat
Paul Neeteson
(Vorsitzender)


BERICHT ZUR CORPORATE GOVERNANCE

Gute Corporate Governance bildet einen wesentlichen Baustein für langfristigen Unternehmenserfolg und ist daher fester Bestandteil unserer Unternehmenskultur. Sie wird von der Saint-Gobain Oberland AG im Sinne einer verantwortungsvollen und wertorientierten Unternehmensführung mit angemessenem Risikomanagement verstanden. Darüber hinaus sichert sie die Transparenz der Unternehmensinformationen und bekräftigt dadurch das Vertrauen der Anteilseigner sowie der Arbeitnehmer, Kunden, Lieferanten und anderer Geschäftspartner in das Unternehmen. Die Saint-Gobain Oberland AG ist daher bestrebt, die Corporate Governance fortlaufend weiterzuentwickeln.

Der Deutsche Corporate Governance Kodex dient als Richtlinie zur Umsetzung allgemein anerkannter Standards guter und nachhaltiger Unternehmensführung. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich daher auch im Berichtsjahr wieder intensiv mit den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 befasst und nach gründlicher, an den Interessen des Unternehmens ausgerichteter Abwägung jeweils entschieden, inwieweit den Empfehlungen des Kodex entsprochen wird. Wie schon in den Vorjahren wird ein großer Teil der Empfehlungen umgesetzt. Aufgrund der unternehmensspezifischen Gegebenheiten, insbesondere wegen der Einbindung der Gesellschaft in den mit knapp 97 % des Kapitals beteiligten Saint-Gobain-Konzern, der geringen Anzahl außenstehender Aktionäre und der dadurch bedingten geringeren finanzmarktlichen Orientierung des Unternehmens wird jedoch in einigen begründeten Ausnahmefällen von den Empfehlungen abgewichen.

Unternehmensleitung

Wie alle Aktiengesellschaften nach deutschem Recht wird die Saint-Gobain Oberland AG durch das duale Führungssystem aus Vorstand und Aufsichtsrat geleitet. Die Aufgabenteilung zwischen den beiden Organen richtet sich nach dem Aktiengesetz und der Satzung. Für beide Gremien wurden die Verantwortlichkeiten jeweils in eigenen Geschäftsordnungen festgelegt.

Dem Vorstand der Saint-Gobain Oberland AG gehören neben dem Vorsitzenden fünf weitere Mitglieder an. Die Zuständigkeiten und Verantwortungsbereiche sind nach funktionalen Kriterien verteilt und in einem Geschäftsverteilungsplan geregelt. Jedes einzelne Mitglied sowie der Vorstand als Gesamtorgan sind dem Unternehmensinteresse und der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswerts verpflichtet.

Der Aufsichtsrat überwacht die Tätigkeit des Vorstands und berät ihn, um die strategische Ausrichtung des Konzerns zu bestimmen und somit den langfristigen Unternehmenserfolg zu sichern. Das Gremium setzt sich nach dem Drittelbeteiligungsgesetz zusammen und besteht aus neun Mitgliedern. Drei Mitglieder sind als Vertreter der Arbeitnehmer bestellt. Diese wurden bei der letzten Hauptversammlung im Jahr 2010 ebenso wiedergewählt wie die sechs Mitglieder der Anteilseigner.

Von Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden keine Beratungsleistungen gegen Honorar erbracht.

Dem Aufsichtsrat gehört eine ausreichende Zahl an unabhängigen Mitgliedern an. Interessenkonflikte sind auch im Geschäftsjahr 2010 nicht aufgetreten.

Vielfalt

Die Saint-Gobain Oberland AG setzt die im Rahmen der Kodex-Änderungen eingeführten Bestimmungen zur Berücksichtigung von Frauen bei der Zusammensetzung des Vorstandes und bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen um.

Vergütung

Sowohl die Vergütung der Vorstands- wie auch die der Aufsichtsratsmitglieder wird im Einzelnen entsprechend der gesetzlichen Vorgaben im Konzernanhang ausgewiesen. Sie sind in diesem Geschäftsbericht auf Seite 138 zu finden. Die Hauptversammlung hat im Jahr 2006 beschlossen, die Vorstandsvergütung nicht individualisiert auszuweisen.

Die Saint-Gobain Oberland AG hat keine Aktienoptionspläne oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme aufgelegt, weder für Vorstandsmitglieder oder andere leitende Mitarbeiter noch für den Aufsichtsrat.

Hauptversammlung

Jede Aktie der Saint-Gobain Oberland AG besitzt eine Stimme. Zur Teilnahme an der Hauptversammlung sind diejenigen Aktionäre berechtigt, die den Besitz ihrer Aktien am so genannten 'Record Day', dem gesetzlichen Stichtag, nachweisen können und sich nach den aus der Satzung des Unternehmens ergebenden Konditionen zur Teilnahme angemeldet haben.

Die Hauptversammlung der Saint-Gobain Oberland AG fand am 18. Mai 2010 in Bad Wurzach statt. Wiederum haben mehr als 250 Aktionäre und Aktionärsvertreter teilgenommen und ihr Stimmrecht ausgeübt. Die rechnerische Präsenz des Aktienkapitals lag bei 97,06 %. Alle zur Abstimmung gestellten Tagesordnungspunkte wurden einstimmig ohne Gegenstimmen und Enthaltungen beschlossen. Der 19. Mai 2011 ist als Termin für die nächste Hauptversammlung festgesetzt, die ebenfalls wieder in Bad Wurzach sein wird.

Transparenz und Information

Die Saint-Gobain Oberland AG legt Wert auf eine offene und transparente Kommunikation. Daher werden auf der Internetseite des Unternehmens (unter www.saint-gobain-oberland.de > Information) ebenso alle Presse- und Ad-hoc-Mitteilungen, regelmäßig erscheinenden Finanzberichte und Zwischenmitteilungen sowie sämtliche für die Hauptversammlung relevanten Unterlagen veröffentlicht.

Rechnungslegung und Abschlussprüfer

Der Konzernabschluss der Saint-Gobain Oberland AG zum 31. Dezember 2010 wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, der Jahresabschluss der Saint-Gobain Oberland AG für das Geschäftsjahr 2010 nach den Rechnungslegungsvorschriften des Deutschen Handelsgesetzbuches (HGB).

Für den Jahresabschluss waren 2010 erstmals die Regelungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) vollumfänglich anzuwenden.

Die Hauptversammlung 2010 ist dem Vorschlag des Aufsichtsrats gefolgt und hat die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2010 gewählt. Der Prüfungsauftrag wurde durch den Aufsichtsrat erteilt.

Compliance

Die Saint-Gobain Oberland AG übernimmt vollständig das Compliance-Programm, das für den Saint-Gobain Konzern erarbeitet und eingeführt wurde. Nähere Informationen hierzu finden Sie auch auf der Internetseite unter www.saint-gobain-oberland.de > Information > Investor Relations > Erklärung zur Unternehmensführung.

Entsprechenserklärung

Entsprechend § 161 Aktiengesetz sind Vorstand und Aufsichtsrat einer börsennotierten Aktiengesellschaft verpflichtet, einmal jährlich eine Erklärung abzugeben, dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen wurde bzw. wird oder welche Empfehlungen gegebenenfalls nicht angewendet wurden oder werden; diese sind zu begründen.

In der Aufsichtsratssitzung im Dezember 2010 haben Vorstand und Aufsichtsrat der Saint-Gobain Oberland AG eine gemeinsame Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG in der bis zum 26. Mai 2010 und in der ab diesem Zeitpunkt geltenden Fassung verabschiedet. Sie ist im Originalwortlaut hier anschließend abgedruckt. Diese Erklärung und die Einhaltung der Empfehlungen wurden durch den Abschlussprüfer geprüft.

ENTSPRECHENSERKLÄRUNG
der Saint-Gobain Oberland AG

Vorstand und Aufsichtsrat haben mit Beschluss vom 09. Dezember 2010 folgende Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz für das Geschäftsjahr 2010 abgegeben:

'Die Saint-Gobain Oberland AG hat den Empfehlungen der 'Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex' für das Geschäftsjahr 2010 in ihrer Fassung vom 18. Juni 2009 unter Maßgabe der Entsprechenserklärung vom 09. Dezember 2009 (sowie dann in der Fassung vom 17. März 2010) entsprochen und wird ihnen in der Fassung vom 26. Mai 2010 mit den nachfolgend aufgeführten Ausnahmen entsprechen* :

2.3.2 Die Einberufung der Hauptversammlung mitsamt den Einberufungsunterlagen wurde nicht auf elektronischem Wege übermittelt. In Zukunft wird dies auf Anfrage erfolgen.

2.3.3 Ein Vertreter für die weisungsgebundene Ausübung des Stimmrechts der Aktionäre wurde und wird vor der Hauptversammlung nicht bestellt.

4.2.2 Ein Beschluss über das Vergütungssystem des Vorstands und eine regelmäßige Überprüfung erfolgten im Jahr 2010 nicht.

4.2.3 Als variable Vergütungskomponenten wurden und werden keine Aktien der Saint-Gobain Oberland AG ausgegeben. Eine nachträgliche Änderung von Erfolgszielen bei der variablen Vergütung von Vorstandsmitgliedern ist insoweit nicht ausgeschlossen, als unterjährig veränderten Umständen Rechnung getragen werden kann.

4.2.4 Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wurde und wird nicht individualisiert offengelegt.

4.2.5 Ein individualisierter Vergütungsbericht wurde und wird nicht erstellt.

5.3 Im Aufsichtsrat sind und werden außer dem Personalausschuss keine weiteren

fachlichen Ausschüsse gebildet; ein Prüfungsausschuss bestand und besteht nicht.

5.4.1 Der Aufsichtsrat hat für seine Zusammensetzung keine konkreten Ziele benannt, die potenzielle Interessenkonflikte und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen.

* Nummerierung gemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex.


5.4.6 Vorsitz und Mitgliedschaft in Ausschüssen wurden und werden bei der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder nicht berücksichtigt. Eine erfolgsorientierte Vergütung erhielten und erhalten die Aufsichtsratsmitglieder nicht. Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder wird derzeit im Corporate-Governance-Bericht nicht individualisiert ausgewiesen. Hieran wird festgehalten.

7.1.2 Der Zwischenbericht zum 30. Juni 2010 wurde vom Aufsichtsrat vor Veröffentlichung nicht mit dem Vorstand erörtert.

7.1.3 Der Corporate-Governance-Bericht enthält keine Angaben zu Aktienoptionsprogrammen oder ähnlichen Anreizsystemen der Gesellschaft.'

Die wesentlichen Gründe für die Nichtentsprechens-Tatbestände liegen in der geringen Anzahl außen stehender Aktionäre, der Einbindung der Gesellschaft in den Saint-Gobain-Konzern und der dadurch bedingten geringen finanzmarktlichen Orientierung des Unternehmens.

Im Einzelnen führen folgende Gründe zur Nichtanwendung der vorgenannten Empfehlungen:

2.3.2 Es lagen keine Anfragen vor, die die Übermittlung der Einberufung der Hauptversammlung mitsamt den entsprechenden Unterlagen auf elektronischem Wege veranlasst hätten.

2.3.3 Die Bestellung eines Vertreters zur Stimmabgabe vor der Hauptversammlung ist angesichts der geringen Anzahl von Aktionären und des damit verbundenen Aufwands nicht sinnvoll.

4.2.2 Das System zur Vergütung der Vorstände entspricht den konzerninternen Regelungen und Richtlinien der Compagnie de Saint-Gobain und wurde im Aufsichtsrat erörtert. Der Aufsichtsrat verzichtet daher auf eine zusätzliche Beschlussfassung und regelmäßige Überprüfung.

4.2.3 Die Möglichkeit der Änderung von Erfolgszielen soll angesichts der schnellen Veränderungen in den Märkten nicht von vornherein ausgeschlossen werden. Neben der fixen und der variablen Vergütung können die Mitglieder des Vorstandes am Aktiensparprogramm des Hauptaktionärs teilnehmen. Damit besteht ein Anreizsystem für langfristig orientiertes Handeln.

4.2.4 + 4.2.5 Die Hauptversammlung der Saint-Gobain Oberland AG hat am 31. Mai 2006 beschlossen, die Vergütung der Vorstandsmitglieder nicht individualisiert offenzulegen. Daher wurde und wird auch kein individualisierter Vergütungsbericht erstellt.

5.3 Die Bildung von weiteren Ausschüssen erscheint angesichts des überschaubaren Umfangs des Unternehmens und der Größe des Aufsichtsrats nicht erforderlich.

5.4.1 Der Aufsichtsrat hat eine Altersgrenze beschlossen und die Themen Interessenkonflikte und Vielfalt (Diversity) generell behandelt. Eine gesonderte konkrete Zielvereinbarung wurde hierzu nicht vorgesehen.

5.4.6 Eine gesonderte Vergütung der Ausschusstätigkeit sowie eine variable Vergütung sind satzungsmäßig nicht vorgesehen.

7.1.2 Eine Erörterung des Zwischenberichtes zwischen Aufsichtsrat und Vorstand würde im Rahmen einer ordentlichen Aufsichtsratssitzung vorgenommen, sofern diese zeitlich vor der Veröffentlichung stattfinden würde. Eine rechtzeitige Vorabinformation war sichergestellt.

7.1.3 Aktienoptionsprogramme oder ähnliche Anreizsysteme der Gesellschaft bestehen nicht.

Im Rahmen des Geschäftsberichts soll auch über die Corporate Governance der Gesellschaft berichtet werden.

Bad Wurzach, den 09. Dezember 2010

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Für den Vorstand:
Stefan Jaenecke
Für den Aufsichtsrat:
Paul Neeteson


ORGANE DER GESELLSCHAFT

VORSTAND

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Stefan Jaenecke Vorstandsvorsitzender, Bad Waldsee
Thomas Beyer Personal, Bad Waldsee
Wolfgang Brauck Vertrieb, Bad Wurzach
Klaus J. Rudolph Finanzen (ab 01.01.2011), Bad Waldsee
Marcus B. Teschner Finanzen (bis 31.03.2010), Ravensburg
Jorma Turpeinen Osteuropa, Moskau
Roland Unfried Technik, Bad Waldsee


AUFSICHTSRAT

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Paul Neeteson
(Vorsitzender)
Generaldelegierter für Mittel- und Nordeuropa der Compagnie de Saint-Gobain, Aachen
Dieter Müller
(Stellvertretender Vorsitzender)
Betriebsrat, Essen
Dr. Hans-Peter Binder Direktor der Deutschen Bank AG i. R., München
Bernhard Dausend Betriebsrat, Neuburg an der Donau
Jérôme Fessard Präsident des Verwaltungsrats der Saint-Gobain Emballage S.A., Paris
Dr. Werner Futter Rechtsanwalt, Stuttgart
Udo Glinka Betriebsrat, Bad Wurzach
Jean-Dominique Grégoire Finanzdirektor der Compagnie de Saint-Gobain, Zweigniederlassung Deutschland, Aachen
Matthias Zenner Chefsyndikus der Compagnie de Saint-Gobain, Zweigniederlassung Deutschland, Aachen


MITGLIEDSCHAFTEN IN WEITEREN GESETZLICH ZU BILDENDEN AUFSICHTSRÄTEN SOWIE IN VERGLEICHBAREN IN- UND AUSLÄNDISCHEN KONTROLLGREMIEN

Aufsichtsrat

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Paul Neeteson Vorsitzender des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN AUTOGLAS GmbH, Aachen

Vorsitzender des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN Building Distribution Deutschland GmbH, Frankfurt am Main

Vorsitzender des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN GLASS Deutschland GmbH, Aachen

Vorsitzender des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN ISOVER G+H Aktiengesellschaft, Ludwigshafen

Vorsitzender des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN RIGIPS GmbH, Düsseldorf

Vorsitzender des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN Weber GmbH, Ludwigshafen
Dr. Hans-Peter Binder Vorsitzender des Aufsichtsrats DIERIG HOLDING AG, Augsburg

Mitglied des Aufsichtsrats KNORR-BREMSE AG, München

Mitglied des Aufsichtsrats KNORR-BREMSE SYSTEME FÜR NUTZFAHRZEUGE GmbH, München

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats FABER-CASTELL AG, Stein

Mitglied des Verwaltungsrats A.W. FABER-CASTELL UNTERNEHMENSVERWALTUNG GmbH & Co., Stein
Jérôme Fessard Vorsitzender des Verwaltungsrats SAINT-GOBAIN EMBALLAGE S.A., Frankreich

Mitglied des Verwaltungsrats SAINT-GOBAIN VICASA S.A., Spanien

Mitglied des Verwaltungsrats SAINT-GOBAIN MONDEGO S.A., Portugal
Jean-Dominique Grégoire Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN AUTOGLAS GmbH, Aachen

Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN Building Distribution Deutschland GmbH, Frankfurt am Main

Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN GLASS Deutschland GmbH, Aachen

Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN ISOVER G+H Aktiengesellschaft, Ludwigshafen

Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN Weber GmbH, Ludwigshafen
Matthias Zenner Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN AUTOGLAS GmbH, Aachen

Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN Building Distribution Deutschland GmbH, Frankfurt am Main

Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN ISOVER G+H Aktiengesellschaft, Ludwigshafen


LAGEBERICHT UND KONZERNLAGEBERICHT
der Saint-Gobain Oberland AG 2010

Die Saint-Gobain Oberland AG prägt maßgeblich den Geschäftsverlauf des Saint-Gobain Oberland Konzerns. Der Lagebericht für Konzern (Oberland) und AG wird deshalb zusammengefasst. Der Konzernabschluss der Saint-Gobain Oberland AG wurde für das Geschäftsjahr 2010 nach den Vorschriften der IFRS erstellt. Der Einzelabschluss der Saint-Gobain Oberland AG wurde nach dem HGB aufgestellt.

WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

Unternehmensstruktur

Seit 1998 ist die Saint-Gobain Oberland AG zu 96,7 % im Besitz der Compagnie de Saint-Gobain, Paris. Hauptsitz des Saint-Gobain Oberland Konzerns ist Bad Wurzach.

Organisationsstruktur

Die Aktionärsstruktur der Saint-Gobain Oberland AG blieb im Berichtsjahr unverändert. Die Saint-Gobain Emballage S.A., Paris, hält nach wie vor 96,7 % der Anteile am Grundkapital in Höhe von 26,0 Mio. Euro. Die übrigen 3,3 % sind weiterhin im Streubesitz von Privatanlegern. Die Saint-Gobain Oberland AG ist im General Standard gelistet und wird im Regulierten Markt in Frankfurt, Stuttgart und München gehandelt.

Die deutschen Produktionsstätten befinden sich in Bad Wurzach, Neuburg an der Donau, Essen und Wirges im Westerwald. Weitere Standorte sind die Werke Kavminsteklo in Mineralnye Vody und Kamyshin bei Wolgograd in Russland sowie das Werk Zorya in Rivne, Ukraine. Die Beteiligung an der russischen Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO wurde im Jahresverlauf von 94,3 % auf 94,9 % weiter aufgestockt. Für einen Teil der verbleibenden Anteile der Minderheitsaktionäre besteht eine Verkaufsoption an Oberland bis zum 01. Juli 2012, danach besteht eine Kaufoption seitens Oberland noch bis 2014.

Nach Prüfung durch den Verwaltungsrat hat die Compagnie de Saint-Gobain mit der Vorbereitung einer möglichen rechtlichen Umstrukturierung der Hauptsparte Verpackung begonnen, deren Ziel die Börseneinführung ist.

Pierre-André de Chalendar, Präsident und Generaldirektor von Saint-Gobain, erklärte am 13. Oktober 2010 in einem Brief an die Mitarbeiter dazu: 'Schon 2007 habe ich klar gesagt, dass sich die Verpackungssparte nicht mehr in die Wachstumsstrategie der Saint-Gobain-Gruppe einfügt, die künftig auf die Märkte des Wohnens und Arbeitens konzentriert ist. Nach drei schwierigen Jahren könnten die Marktbedingungen 2011 so sein, dass eine Aktivität, die in der Krise ihre industrielle und finanzielle Tragfähigkeit unter Beweis gestellt hat, zu einem ihr angemessenen Preis bewertet wird. Wir werden daher heute Schritte zu einer eventuellen Börseneinführung einleiten, die es den Investoren ermöglicht, am Wachstum dieser attraktiven Sparte teilzuhaben.'

Verallia

Die Verpackungssparte der Saint-Gobain-Gruppe hat Mitte April 2010 mit verallia eine neue internationale Marke eingeführt, die die gesamten industriellen Aktivitäten des Bereichs Glasverpackungen - Flaschen und Konservengläser - umfasst.

Die Einführung dieser Marke soll dazu dienen, die Transparenz der Verpackungsglassparte von Saint-Gobain gegenüber ihren Märkten, ihren Kunden, ihrem Produktionsnetzwerk und dem regionalen wirtschaftlichen Umfeld zu steigern.

Die Marke verallia wurde außerdem konzipiert, um die Werte und das einzigartige Geschäftsmodell widerzuspiegeln, das auf der Kombination von Stärke und Kundennähe beruht: die Stärke eines weltweiten Produktions- und Vertriebsnetzwerks, die Kundennähe durch Produktions- und Vertriebsstandorte vor Ort bei Kunden und Geschäftspartnern.

Mit verallia möchte Saint-Gobain seine Kompetenz vermitteln, sein Innovationsvermögen demonstrieren und sein Ansehen als Referenz in den Bereichen der Glasverpackung und der nachhaltigen Entwicklung behaupten.

Die Marke verallia hat den Anspruch, immer umweltfreundlichere und unendlich oft recycelbare Glasverpackungen anzubieten, die den Inhalt aufwerten, die Qualität der Lebensmittel schützen und damit zum Wohlbefinden der Verbraucher beitragen.

Die Firmenbezeichnungen der Gesellschaften der Verpackungssparte bleiben durch die Einführung der Marke unverändert.

Kernmärkte

Deutschland

Die Saint-Gobain Oberland AG gehört zu den führenden Herstellern für Behälterglas in Deutschland. Produziert werden Flaschen und Konservengläser, mit denen die Hersteller der Getränke- und Nahrungsmittelindustrie im Inland sowie im angrenzenden Ausland beliefert werden. Oberland möchte nachhaltig als der bevorzugte Verpackungspartner für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie agieren. Voraussetzung dafür sind herausragende Leistungen in Qualität, Kundenservice und innovativen Entwicklungen. Diese sollen auf Basis vorbildlicher Arbeitssicherheit, moderner Menschenführung und nachhaltiger Nutzung aller Ressourcen erreicht werden.

Oberland ist in allen Marktsegmenten gut aufgestellt und dadurch ausgesprochen markt- und wettbewerbsfähig. Der strategische Fokus liegt auf speziellen Segmenten wie Wein, Sekt, Bier, Babynahrung und anderen Lebensmitteln, in denen Glasverpackungen ganz besonders als Verpackungsart geeignet sind.

Russland und Ukraine

Das strategische Ziel der Werke in Russland und der Ukraine ist, die bestehenden Marktpositionen in den Märkten zu sichern und auszubauen. Weiterhin besteht das Bestreben, die Standorte hinsichtlich Organisation, Prozessabläufen sowie Produktivität an die anspruchsvollen Saint-Gobain Standards heranzuführen, um so auch in diesen Ländern die Qualitätsanforderungen der internationalen Kunden erfüllen zu können. Dabei sind die Produktportfolios der Werke in Russland und der Ukraine auf bestimmte Märkte und Segmente spezialisiert. Das ukrainische Werk produziert ausschließlich Weißglas für Konservengläser und Spirituosenflaschen. In dem Werk in Kamyshin wird ebenfalls Weißglas produziert und damit vorrangig die Lebensmittelindustrie in Südrussland beliefert. In dem im Nordkaukasus gelegenen Werk werden überwiegend Grünglasflaschen für Mineralwasser, Wein und Sekt gefertigt.

Unternehmenssteuerung und Unternehmensstrategie

Nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes

Oberland setzt alles daran, bei Qualität, Produktivität, Arbeitssicherheit und Umweltschutz stetig voranzuschreiten. Das Unternehmen nutzt ein strategisches Qualitätsmanagement, um entsprechende Verbesserungen wirtschaftlich sinnvoll umsetzen zu können. Hierzu werden Kennziffern definiert und mit mittel- und langfristigen Maßnahmen verbunden, die zu kontinuierlichen Fortschritten bei der Produktbeschaffenheit führen. Darüber hinaus wird angestrebt, alle Geschäftsprozesse möglichst profitabel zu gestalten. Dies wird durch ein entsprechendes Zusammenspiel von effektivem Kostenmanagement und einem optimierten Produkt-Mix erreicht. Eine schlanke Organisation sowie die ständige Effizienzsteigerung der Produktionsabläufe sind ebenfalls unverzichtbar.

Rahmenbedingungen

Global

Die Erholung der Weltwirtschaft hat sich innerhalb des Berichtsjahrs verlangsamt, nach einem zunächst kräftigen Aufschwung des Welthandels verringerte sich das Tempo im zweiten Halbjahr. Die weltweiten Folgen der Finanzkrise sind noch nicht vollständig überwunden. Unsicherheiten über die weltwirtschaftliche Entwicklung bestehen weiterhin.

Die Rohstoffpreise stiegen 2010 insbesondere durch die Entwicklung der Nahrungsmittelpreise. Die Preise für Nahrungsmittel wiederum erhöhten sich infolge schlechter Ernten und Naturkatastrophen. Bei anderen Rohstoffen wie Öl ist ebenfalls ein Preisanstieg zu verzeichnen. Nach einer vorübergehenden Abschwächung im Jahresverlauf 2010 zog der Ölpreis gegen Jahresende wieder spürbar an.

Deutschland

Die deutsche Konjunktur erholte sich 2010 schneller als erwartet, wobei sich das Tempo des Aufschwungs gegen Jahresende verringerte. Der konjunkturelle Aufschwung hatte positive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosigkeit unterschritt erstmals wieder seit Herbst 2008 die 3-Millionen-Grenze. Investitionen sowie Staatsverbrauch stiegen aufgrund der Konjunkturprogramme. Auch der private Konsum trug zum Wirtschaftswachstum bei.

In der Gesamtbetrachtung stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) für 2010 um ca. 3,6 %. Zu dieser positiven Entwicklung haben zahlreiche Sonderfaktoren, wie zum Beispiel Konjunkturprogramme, beigetragen. Das vor der Finanzkrise bestehende wirtschaftliche Niveau wurde jedoch noch nicht wieder erreicht.

Der Konjunkturanstieg im Jahr 2010 macht sich auch im Bereich der Glasverpackungen bemerkbar. Der Inlandsmarkt für Glasbehälter wuchs stärker als der Export.

Der Weinkonsum in Deutschland ist weiter stabil. Bei der Weinernte ergaben sich im Vorjahresvergleich allerdings mengenmäßige Einbußen von bis zu 30 %. Der Absatz an Weinflaschen stieg verglichen mit dem Vorjahr sowohl im Inland wie auch im Export an.

Der sinkende Bierkonsum ist unter anderem durch den kühlen und regnerischen Sommer 2010 begründet. Darüber hinaus leidet das gesamte Biersegment unter dem allgemeinen Konsumrückgang. Diese Faktoren wirkten sich entsprechend auf den Absatz von Bierflaschen aus. Zusätzlich waren 2010 die Investitionen in Mehrwegflaschen von Brauereien verhalten.

Im Bereich Gläser kam es wetterbedingt zu verminderten Ernteerträgen, dadurch wurde insbesondere der Absatz von Konservengläsern beeinflusst.

Russland

Nach dem deutlichen Rückgang von ca. 7,9 % der Wirtschaftsleistung im Vorjahr nahm das BIP 2010 wieder um ca. 3,4 % zu, gestützt durch steigende Rohstofferlöse, ein Konjunkturpaket und gesunkene Zinsen. Durch das Konjunkturpaket wurde insbesondere der private Konsum stimuliert, wodurch auch die Situation auf dem Arbeitsmarkt verbessert wurde. Ausgehend von einem niedrigen Niveau stiegen die Investitionen, trotz zurückhaltender Kreditvergabe im Jahr 2010, wieder an. Außerdem erhöhten sich durch die schlechte Ernte die Nahrungsmittelpreise. Dennoch lag die Inflationsrate bei ca. 6,8 % und damit deutlich unter dem Vorjahreswert von ca. 11,7 %.

Der Wechselkurs im Jahr 2010 bewegte sich im Vergleich zum Vorjahr auf geringerem Niveau und erreichte zum 31. Dezember 2010 einen Schlusswert von 40,82 Rubel/Euro. Der Jahresverlauf lässt sich der folgenden Tabelle entnehmen:

Wechselkurs Rubel/Euro

Die von der Regierung eingeführte Anti-Alkohol-Kampagne hatte 2010 wesentlichen Einfluss auf die Situation am Alkoholmarkt. Die im Rahmen dieser Kampagne verordneten Mindestpreise bei Spirituosen verursachten einen deutlichen Nachfragerückgang.

Der sehr heiße Sommer in Russland wirkte sich positiv auf den Absatz von Bier und Softgetränken aus. Gleichzeitig hatte das heiße Wetter Folgen für die Gemüseernte. Die schlechte Ernte äußerte sich für die Behälterglasindustrie in einer sinkenden Nachfrage. Zusätzlich stiegen 2010 die Produktionskapazitäten im Segment Gläser durch die Produktionsaufnahme in sieben Glaswerken, die sich bislang auf die Flaschenherstellung konzentrierten. Diese beiden Entwicklungen auf dem Gläsermarkt hatten eine angespannte Preissituation zur Folge. Davon unberührt blieb der Markt für Flaschen durch zusätzlich aufgebaute Kapazitäten weiterhin stabil.

Ukraine

Nach dem Rückgang des BIP im Vorjahr um mehr als 15 % wurde 2010 ein Anstieg von ca. 4,0 % verzeichnet. Getragen wurde das Wirtschaftswachstum in erster Linie von der Konjunkturbelebung der Industrie. Weitere Wachstumsimpulse waren die anziehende Binnennachfrage nach Waren und Dienstleistungen sowie die Erhöhung des Einzelhandelsumsatzes. Auch der private Konsum konnte nach schwachem Beginn mit steigendem Umfang zum wirtschaftlichen Erholungsprozess beitragen. Der Konsum im Jahr 2010 wird durch den Anstieg des Reallohns gestützt.

Positiven Einfluss auf die wirtschaftliche Gesamtsituation in der Ukraine hatten unter anderem die Gewährung von Finanzhilfen durch die Europäische Union (EU) sowie die Wiederaufnahme der Zusammenarbeit der ukrainischen Regierung mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF). Außerdem hatten die Wahlen im Januar stabilisierende Auswirkungen auf die makroökonomische und politische Situation.

Nach dem saisonbedingten starken Anstieg der Preise für bestimmte Grundnahrungsmittel war der Preisanstieg im Konsumgütersektor im weiteren Jahresverlauf moderat. Anders ist die Preissituation im Bereich Energie- und Kommunalwirtschaft, insbesondere durch die Anhebung der Erdgastarife um 50 % Anfang August. So verbleibt die Gesamtbetrachtung der Inflationsrate im Jahr 2010 auf hohem Niveau und liegt bei ca. 9,4 %.

Der Wechselkurs Griwna/Euro blieb 2010 relativ konstant. Im Folgenden der Kurs im Jahresverlauf 2010:

Wechselkurs Griwna/Euro

In der Ukraine war 2010 ein ereignisreiches Jahr für den Getränkemarkt, insbesondere für die Spirituosenindustrie. Im September des Berichtsjahrs wurden die Verbrauchssteuern für alkoholhaltige Getränke weiter angehoben. Zeitgleich wurde der Preis für reinen Alkohol, der von allen Spirituosenherstellern von einem staatlichen Monopol gekauft werden muss, um 43 % erhöht. Trotz dieser höheren Belastungen sank die Spirituosenproduktion und damit der Absatz von Spirituosenflaschen nur in moderatem Umfang.

Geschäftsverlauf

Absatz

Die Absatz- und Umsatzziele konnten 2010 nicht in vollem Umfang erreicht werden, allerdings konnten die Margen in Deutschland relativ stabil gehalten werden. Eine Wannenreparatur in Bad Wurzach wurde zu Jahresbeginn zur Steuerung des Lagerbestandes genutzt. Bei Private JSC 'CONSUMERS-SKLO-ZORYA' wurde im späteren Jahresverlauf eine bereits stillgelegte Wanne komplett abgebaut. Durch diese beiden Maßnahmen verringerte sich die Produktion um 8,5 % gegenüber dem Vorjahr.

In Osteuropa konnten die Ziele bei Absatz und Umsatz ebenfalls nicht vollständig realisiert werden. Jedoch konnte durch die Durchsetzung von Preiserhöhungen in der Ukraine innerhalb der letzten 6 Monate eine Verbesserung im Jahresverlauf erreicht werden.

Der Glasmarkt ist angesichts der immer noch nicht ganz überwundenen Finanzkrise derzeit noch von einem Überangebot an Glas bestimmt. Auch wenn in diesen Zeiten Forderungen von Kunden nach niedrigen Preisen laut werden, so zeigt sich nach wie vor die Notwendigkeit einer verlässlichen Qualität und Lieferfähigkeit. Da die Kunden ihre eigenen Vorräte auf das Mindestmaß reduziert haben, helfen unsere stabilen Prozesse, Engpässe zu vermeiden und uns somit gegenüber Wettbewerbern als bevorzugter Partner unserer Kunden zu beweisen.

Die Preise für Energie und Rohstoffe entspannten sich zu Beginn des Jahres zwar noch, sind jedoch längst wieder auf einem - im langjährigen Vergleich - durchschnittlichen Niveau. Die Verfügbarkeit von Recyclingglas, das in der Glasindustrie als Rohstoff bei der Produktion eingesetzt wird, verbesserte sich im Berichtsjahr weiter. Nach wie vor erweist sich die vom Kartellamt bewirkte Auflösung der Gesellschaft für Glasrecycling und Abfallvermeidung mbH (GGA) Ende 2007 als Erschwernis für die Recyclingglasversorgung. Trotz der daraus resultierenden reduzierten Qualität von Recyclingglas konnte die Einsatzquote im Geschäftsjahr wieder leicht erhöht werden. Tendenziell führte dies aber unverändert sowohl zu verminderten Recyclingglaseinsatzquoten bei der Glasherstellung als auch zu höherem Transportaufwand aufgrund der durch die neuen Ausschreibungsregeln verursachten Ströme im Recyclingglaskreislauf. Beide Effekte führten zu einem Anstieg der CO2 -Emissionen ohne zusätzliche Wertschöpfung.

Zusammenfassend ist die Geschäftsentwicklung im Jahr 2010 weniger günstig zu beurteilen als in den Vorjahren, jedoch sind angesichts der Erfolge im Umgang mit dieser Situation die Perspektiven für Saint-Gobain Oberland positiv einzuschätzen.

ERGÄNZENDE ANGABEN NACH DEM ÜBERNAHMERICHTLINIEN-UMSETZUNGSGESETZ (§§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB)

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Ziffer Thema Angaben bzw. Verweis
1 Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals Das Grundkapital der Saint-Gobain Oberland AG beträgt zum 31.12.2010 unverändert 26,0 Mio. Euro, eingeteilt in 1.000.000 Stückaktien.
2 Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen Für Aktien der Saint-Gobain Oberland AG gibt es keine Übertragungs- oder Stimmrechtsbeschränkungen. Alle 1.000.000 Stückaktien der Saint-Gobain Oberland AG garantieren auf der Hauptversammlung je eine Stimme.
3 Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital Die Compagnie de Saint-Gobain hat der Gesellschaft gemäß § 20 Abs. 4 AktG angezeigt, dass ihr 96,7 % der Stimmrechte an der Saint-Gobain Oberland AG zuzurechnen sind, die direkt durch die Saint-Gobain Emballage S.A. gehalten werden.
4 Inhaber von Aktien mit Sonderrechten Für Inhaber von Aktien gelten keinerlei Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen.
5 Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben. Arbeitnehmer sind am Kapital der Saint-Gobain Oberland AG nicht beteiligt.
6 Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über Satzungsänderungen Der Aufsichtsrat bestellt die Vorstandsmitglieder und bestimmt ihre Zahl. Er kann stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellen. Der Aufsichtsrat kann ein Mitglied zum Vorsitzenden oder zum Sprecher des Vorstands ernennen. Im Geschäftsjahr wurden diesbezüglich keine Satzungsänderungen vorgenommen.
7 Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien Derzeit besteht kein Ermächtigungsbeschluss zur Ausgabe und zum Rückkauf eigener Aktien.
8 Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen Für die Saint-Gobain Oberland AG liegen derzeit keinerlei Vereinbarungen vor.
9 Entschädigungsvereinbarungen mit dem Vorstand und Arbeitnehmern im Fall eines Übernahmeangebotes Mit Mitgliedern des Vorstands und Führungskräften bestehen keine Vereinbarungen hinsichtlich geldwerter Entschädigungen bei einem 'Change of Control' oder einer Übernahme der Gesellschaft.


ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG (§ 289a HGB)

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB ist auf unserer Homepage www.saint-gobain-oberland.de veröffentlicht.

KAPITALMARKT

Die Saint-Gobain Oberland Aktie

Saint-Gobain Oberland ist im General Standard gelistet und wird im Regulierten Markt in Frankfurt, Stuttgart und München gehandelt.

Kennzahlen zur Saint-Gobain Oberland Aktie (Kurs Frankfurt)

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in EUR 2010 2009 2008 2007
Ergebnis je Aktie 26,96 44,47 51,56 35,45
Dividende je Aktie 12,00* 24,00 26,00 22,00
Börsenkurs am 31.12. 420,01 400,00 386,39 418,05
Höchstkurs 464,00 428,50 480,00 480,30
Tiefstkurs 395,00 357,04 357,79 403,00


* Vorschlag des Aufsichtsrats und des Vorstands an die Hauptversammlung am 19. Mai 2011.


Im folgenden Diagramm wird der Kursverlauf abgebildet, allerdings wurde insgesamt im Jahr 2010 in Frankfurt nur ein Volumen von 1.197 Stück (Vorjahr: 1.718 Stück) gehandelt. Dieses niedrige Handelsvolumen begründet sich durch den geringen Minderheitenanteil von nur 3,3 % bzw. rund 33 .000 Aktien, der sich im Streubesitz befindet. Die geringe Anzahl von gehandelten Aktien deutet darauf hin, dass Anleger die Saint-Gobain Oberland Aktie als langfristige Anlage betrachten.

Kurshistorie Saint-Gobain Oberland AG, 2010, Börsenplatz Frankfurt

Kurs in Euro

ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

Ertragslage

Umsatzentwicklung

Konzern

Der Konzernumsatz verringerte sich bei Oberland von 523,1 Mio. Euro auf 489,2 Mio. Euro im Berichtsjahr. Er liegt damit um 33,9 Mio. Euro oder 6,5 % unter dem Vorjahr. Dies ist bedingt durch einen rückläufigen Umsatz an Behälterglas. Die Tonnage verringerte sich im Vorjahresvergleich um 9,0 %.

Der Gesamtabsatz des deutschen Behälterglasmarkts erhöhte sich um 3,1 %. Der deutsche Markt war im Berichtsjahr stark durch Mengenanstiege von Billiganbietern geprägt. Während sich der Bereich Flaschen positiv entwickelte, war der Bereich Gläser rückläufig. Der Export hat 2010 an Bedeutung für die Saint-Gobain Oberland AG verloren, da 2009 von einem Sondereffekt bei einem Großkunden profitiert werden konnte.

In Russland sank der Umsatz im Wesentlichen durch die enormen Ernteverluste als Folge des heißen Sommers und der damit verbundenen Brandkatastrophe. Auch die Umstellung von steuerlichen Bestimmungen für Alkohol erschwerte das Geschäft für die etablierten Anbieter. Zum Ende des Berichtsjahres stabilisierte sich allerdings die Situation. Durch das schwierige Marktumfeld bei Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO verlief das Geschäftsjahr 2010 weniger positiv als für ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod. Die getätigten Investitionen der vergangenen Jahre sind die Grundlage für stabile Prozesse und eine effiziente Fertigung. 2010 kamen weitere Wannenbauten in beiden Unternehmen hinzu.

In der Ukraine erhöhte sich der Umsatz im Vorjahresvergleich leicht um 1,5 % auf 37,7 Mio. Euro. Nachdem der Standort zum Jahresbeginn noch unter den schwierigen Marktbedingungen gelitten hatte, konnte im Laufe des Jahres eine Stabilisierung erreicht werden und mit einer durchgesetzten Preiserhöhung im Herbst hat sich die Ertragslage deutlich verbessert.

Das Management-Team konnte Vertrieb, Qualität und Effizienz verbessern. Unterstützt werden die lokalen Arbeitskräfte durch Fachleute aus Deutschland sowie aus dem gesamten Saint-Gobain Konzern.

AG

Auch in der AG war der Umsatz rückläufig. Nach 389,3 Mio. Euro im Vorjahr verringerte er sich im Berichtsjahr auf 348,3 Mio. Euro. Das ist ein Rückgang von 41,0 Mio. Euro oder 10,5 %. Die Gründe hierfür liegen sowohl in der Veränderung der Absatzmengen als auch in einem leicht gesunkenen Preisniveau.

Ergebnisentwicklung

Konzern

Mit dem Umsatzrückgang sank auch das Ergebnis nach Steuern des Oberland Konzerns. Es verringerte sich um 39,3 % von 44,5 Mio. Euro im Jahr 2009 auf 27,0 Mio. Euro im Berichtsjahr. Dies ist auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung zurückzuführen und konnte auch durch die Verbesserung der Kostenstruktur nicht vollständig kompensiert werden. Die niedrigere Auslastung aller Produktionsstandorte beeinflusste das Ergebnis negativ. Dennoch konnten die Margen fast stabil gehalten werden, was angesichts der Mengen- und Marktpreiseffekte einen großen Erfolg darstellt.

Die Situation auf dem Recyclingglasmarkt hat sich angesichts der Mengen entspannt, allerdings ist die Qualität unverändert deutlich schlechter als in den Jahren einer Branchenlösung, was den Einsatzmengen dieses ökologisch so sinnvollen Rohstoffes seine Grenzen aufzeigt. Dennoch konnte die Einsatzquote im Berichtsjahr um ca. 5,2 % gesteigert werden.

Gewinn- und Verlustrechnung Konzern

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in TEUR 2010 2009 Veränderung
Umsatzerlöse 489.219 523.107 -6,5 %
Umsatzkosten -414.091 -429.175 -3,5 %
Allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten -22.041 -22.720 -3,0 %
Forschungs- und Entwicklungskosten -971 -896 8,4 %
Sonstige Erträge 759 10.071 -92,5 %
Sonstige Aufwendungen -6.432 - 11.814 -45,6 %
Operatives Ergebnis 46.443 68.573 -32,3 %
Zinsaufwand -6.257 -6.939 -9,8 %
Zinsertrag 447 1.159 -61,4 %
Zinsergebnis -5.810 -5.780 0,5 %
Sonstige Finanzerträge/-aufwendungen 65 45 44,4 %
Finanzergebnis -5.745 -5.735 0,2 %
Ergebnis vor Steuern 40.698 62.838 -35,2 %
Ertragsteueraufwand -11.545 -17.986 -35,8 %
Latenter Steuerertrag/-aufwand -2.332 4 -58.400,0 %
Ertragsteuern gesamt -13.877 -17.982 -22,8 %
Jahresergebnis 26.821 44.856 -40,2 %
Anderen Gesellschaftern zustehendes Ergebnis -136 384 -135,4 %
Konzernergebnis 26.957 44.472 -39,4 %


Sowohl die sonstigen Erträge als auch die sonstigen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr verringert. Ursächlich für den hohen Wert im Jahr 2009 waren hauptsächlich Transaktionen im Rahmen eines Grundstücksverkaufs.

Nach 13,1 % im Jahr 2009 liegt das Operative Ergebnis 2010 bei 9,5 % vom Umsatz. Dies ergibt einen absoluten Rückgang von 22,1 Mio. Euro oder 32,3 %.

Das Finanzergebnis veränderte sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 %. 2010 konzentrierte sich der Zinsaufwand hauptsächlich auf die AG und Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO. Der Zinsdeckungsgrad verändert sich somit von 12,0 im Jahr 2009 auf 8,1 im Jahr 2010.

Während sich die Ertragsteuern tendenziell analog zum Ergebnis vor Steuern entwickeln, ergab sich die Höhe des Ergebnisses aus latenter Steuer durch die Bewertungsunterschiede zwischen den lokalen Abschlüssen und IFRS hauptsächlich durch den Abweichungsbetrag der Abschreibung nach IFRS und lokalem Steuerrecht.

AG

Der Jahresüberschuss der Saint-Gobain Oberland AG verringerte sich von 24,3 Mio. Euro im Jahr 2009 auf 12,0 Mio. Euro im Berichtsjahr. Nach der Erhöhung im Vorjahr um 40,4 % verringerte sich das Betriebsergebnis im Berichtsjahr um 25,0 % von 57,1 Mio. Euro auf 42,9 Mio. Euro, primär bedingt durch einen Umsatzrückgang von 10,5 %. Diese Verringerung wurde teilweise durch geringeren Materialaufwand, sonstige betriebliche Aufwendungen und die Erhöhung der Bestände kompensiert. Insgesamt betrachtet konnte der Umsatzrückgang jedoch nicht vollständig durch Reduktion der Kosten aufgefangen werden.

Einen Sondereinfluss stellte die Wertberichtigung auf die Anteile am ukrainischen Tochterunternehmen Private JSC 'CONSUMERS-SKLO-ZORYA' in Höhe von 14 Mio. Euro dar. Das außerordentliche Ergebnis betrifft im Wesentlichen den aus der Verschmelzung der Tochtergesellschaft Westerwald GmbH für Silikatindustrie resultierenden Verlust sowie die außerordentlichen Aufwendungen, verursacht durch die Einführung des BilMoG.

Gewinn- und Verlustrechnung AG

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in TEUR 2010 2009 Veränderung
Umsatzerlöse 348.293 389.274 -10,5 %
Bestandsveränderungen 4.369 -632 791,3 %
Andere aktivierte Eigenleistungen 206 92 123,9 %
Sonstige betriebliche Erträge 5.722 8.358 -31,5 %
Materialaufwand -125.679 -140.964 -10,8 %
Personalaufwand -74.149 -79.202 -6,4 %
Abschreibungen -28.599 -25.755 11,0 %
Sonstige betriebliche Aufwendungen -87.306 -94.039 -7,2 %
Betriebsergebnis 42.857 57.132 -25,0 %
Finanzergebnis -17.245 -17.492 -1,4 %
Außerordentliches Ergebnis -3.299 - -
Ergebnis vor Steuern 22.313 39.640 -43,7 %
Ertragsteuern gesamt -10.280 -15.329 -32,9 %
Jahresüberschuss 12.033 24.311 -50,5 %
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.695 1.384 22,5 %
Bilanzgewinn 13.728 25.695 -46,6 %


Finanz- und Vermögenslage

Konzern

Das Bilanzsummenwachstum lässt sich hauptsächlich auf die Zunahme der Sachanlagen zurückführen. Durch die Wannenbauten in Bad Wurzach, Wirges, Mineralnye Vody (Russland) und Kamyshin (Russland) erhöhte sich das Sachanlagevermögen des Konzerns.

Konzernbilanz
Aktiva

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in TEUR 31.12.2010 31.12.2009 Veränderung
Aktiva


Langfristige Vermögenswerte


Geschäfts- oder Firmenwerte 10.426 9.714 7,3 %
Immaterielle Vermögenswerte 1.159 998 16,1 %
Sachanlagen 305.496 283.087 7,9 %
Übrige finanzielle Vermögenswerte 1.677 1.677 0,0 %
Sonstige Forderungen 331 367 -9,8 %
Latente Steueransprüche 760 759 0,1 %
Summe langfristige Vermögenswerte 319.849 296.602 7,8 %
Kurzfristige Vermögenswerte


Vorräte 106.506 101.324 5,1 %
Forderungen aus Lieferung und Leistung 39.868 46.251 -13,8 %
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 12.811 15.086 -15,1 %
Zum Verkauf vorgesehene Vermögenswerte 226 512 -55,9 %
Sonstige Vermögenswerte 12.973 27.651 -53,1 %
Summe kurzfristige Vermögenswerte 172.384 190.824 -9,7 %
Summe Aktiva 492.233 487.426 1,0 %


Die Verteilung der Sachanlagen in Mio. Euro wird durch folgende Grafik deutlich:

Entwicklung Sachanlagen

Die Bestände erhöhten sich 2010 insgesamt leicht. Im Speziellen stiegen die Bestände an Fertigerzeugnissen an, im Gegenzug verringerte sich der Bestandswert an Rohstoffen.

Im Folgenden die Bestandsentwicklung in Mio. Euro:

Bestandsentwicklung

Die Bilanzsituation zum Jahresende, insbesondere der Forderungsbestand, stellt gegenüber der Entwicklung während des Berichtszeitraumes einen punktuellen Wert dar. Sie kann daher nicht als alleiniger Maßstab für den unterjährigen Finanzierungsbedarf herangezogen werden.

Finanzierungsanalyse

Die Erhöhung der Passiva liegt hauptsächlich in dem Anstieg des Eigenkapitals begründet. Das Eigenkapital stieg um 5,6 % oder 9,2 Mio. Euro auf 171,5 Mio. Euro. Damit erhöht sich die Eigenkapitalquote von 33,3 % auf 34,8 %.

Die Rücklagen erhöhten sich aufgrund nicht ausgeschütteter Ergebnisse der russischen Tochterunternehmen aus dem Jahr 2009 und wegen des 2009 höheren IFRS-Ergebnisses gegenüber dem zwar nahezu vollständig ausgeschütteten, jedoch durch Sondereffekte belasteten HGB-Ergebnis der AG.

Die Währungsumrechnungsdifferenzen betreffen die Ukraine mit - 31,6 Mio. Euro und Russland mit -13,8 Mio. Euro. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf die Verbesserung von Griwna- und Rubelkurs gegenüber dem Euro zurückzuführen.

Konzernbilanz
Passiva

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in TEUR 31.12.2010 31.12.2009 Veränderung
Passiva


Eigenkapital


Gezeichnetes Kapital 26.000 26.000 0,0 %
Rücklagen 157.004 140.754 11,5 %
Konzernergebnis 26.957 44.472 -39,4 %
Währungsumrechnungsdifferenzen -45.442 -55.868 -18,7 %
Anteile anderer Gesellschafter 6.978 6.980 0,0 %
Summe Eigenkapital 171.497 162.338 5,6 %
Langfristige Schulden


Rückstellungen 70.520 67.244 4,9 %
Latente Steuerschulden 25.022 23.188 7,9 %
Finanzielle Verbindlichkeiten 51.720 57.804 -10,5 %
Summe langfristige Schulden 147.262 148.236 -0,7 %
Kurzfristige Schulden


Rückstellungen 1.768 1.533 15,3 %
Ertragsteuerschulden 3.198 5.097 -37,3 %
Finanzielle Verbindlichkeiten 62.461 48.882 27,8 %
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 89.112 95.663 -6,8 %
Sonstige Verbindlichkeiten 16.935 25.677 -34,0 %
Summe kurzfristige Schulden 173.474 176.852 -1,9 %
Summe Passiva 492.233 487.426 1,0 %


AG

In der AG war eine Veränderung der Bilanzsumme von 371,4 Mio. Euro im Vorjahr zu 359,2 Mio. Euro im Berichtsjahr zu verzeichnen. Dies entspricht einer Verringerung von 3,3 % und ist hauptsächlich durch den Rückgang der Forderungen und die Abwertung der Finanzanlagen (Abwertung des ukrainischen Tochterunternehmens) begründet. Durch die Verschmelzungen der Westerwald GmbH für Silikatindustrie, der Süddeutschen Altglas-Rohstoff GmbH und der RGM Recycling GmbH erfolgte eine Umbuchung von der Position Finanzanlagen auf die entsprechenden Bilanzpositionen, insbesondere auf das Sachanlagevermögen.

Die Verschuldung erhöhte sich um 3,5 Mio. Euro auf 189,8 Mio. Euro. Die genannten Faktoren führten zu einer Eigenkapitalquote in der AG von 29,5 % (Vorjahr: 31,8 %).

Die Eigenkapitalrendite sank entsprechend dem Ergebnisrückgang von 20,6 % auf 11,3 %.

Cashflow

Bedingt durch das schlechtere operative Konzernergebnis sank der Cashflow gegenüber dem Vorjahr um 9,3 Mio. Euro von 79,5 Mio. Euro auf insgesamt 70,2 Mio. Euro. Durch die hohen zahlungsunwirksamen Abschreibungen wurde das niedrige Ergebnis etwas kompensiert. Auf operativer Ebene verbesserte sich der Cashflow um 3,2 % auf 83,4 Mio. Euro, was im Wesentlichen auf Einmaleffekte aus Factoring zurückzuführen ist.

Kapitalflussrechnung

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in TEUR 2010 2009
Operatives Konzernergebnis 46.443 68.573
Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 43.504 32.488
Veränderung der langfristigen Rückstellungen -2.509 -3.766
Zahlungswirksame Zinsen und Ertragsteuern -17.386 -17.202
Erhaltene Dividende 65 45
Sonstige zahlungsunwirksame Transaktionen 77 -638
Cashflow 70.194 79.500
Veränderung der Vorräte -3.518 -3.518
Veränderung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte 22.211 -1.841
Veränderung der Verbindlichkeiten/Rückstellungen -5.536 6.620
Cashflow aus operativer Tätigkeit 83.351 80.761
Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen -152 -372
Ein/Auszahlungen für Abgang/Investitionen langfristiger Vermögenswerte -60.643 -58.052
Cashflow aus Investitionstätigkeit -60.795 -58.424
Gezahlte Dividenden -24.010 -26.008
Ein/Auszahlungen aus der Aufnahme/Tilgung von finanziellen Verbindlichkeiten -1.637 -12.264
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -25.647 -38.272
Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel -3.091 -15.935
Wechselkurs- und konsolidierungskreisbedingte Veränderung 816 -1.403
Abnahme der Zahlungsmittel -2.275 -17.338


Cashflow nach Segmenten

2010 reichte der Cashflow aus operativer Tätigkeit somit auch aus, um die Investitionstätigkeiten ohne Liquiditätsverzehr abzudecken. Der verbleibende Zahlungsmittelüberschuss konnte im Wesentlichen die Dividendenzahlungen abdecken. Insgesamt ergab sich eine Abnahme der Zahlungsmittel um 2,3 Mio. Euro. Die Cashflow-Anteile der einzelnen Segmente entwickelten sich wie folgt:

Return on Investment (ROI) und Eigenkapitalrendite

Der ROI für das Geschäftsjahr 2010 liegt bei 11,6 % und war damit im Vergleich zum Vorjahreswert von 17,6 % rückläufig.

Die Eigenkapitalrendite sank ausgehend von 27,6 % auf 15,6 %, dies entspricht einer Verringerung von 43,4 % im Berichtsjahr. Die Zunahme des Eigenkapitals im Berichtszeitraum um 5,6 % und der Rückgang des operativen Ergebnisses um 32,3 % führten zur Verringerung der Eigenkapitalrendite.

Investitionsanalyse

Bei einer Gesamtsumme von 58,2 Mio. Euro lag der Schwerpunkt der Investitionen im Berichtsjahr auf großen Wannenbauprojekten in Deutschland (in den Werken Wirges und Bad Wurzach) und Russland (an den Standorten Mineralnye Vody und Kamyshin). Alle Investitionen trugen dazu bei, die Produktion effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten sowie den ständig steigenden Qualitätsanforderungen der Kunden zu entsprechen. Über 25,7 Mio. Euro wurden in Osteuropa investiert, dadurch konnte die Effizienz gesteigert und der Energieverbrauch optimiert werden. Im Folgenden die Aufteilung der Investitionen in Sachanlagen für die vergangenen zwei Jahre in Mio. Euro:

Bilanzstrukturanalyse

Bilanzstruktur in % der Bilanzsumme von TEUR 492.233 (Vorjahr: TEUR 487.426):

Aktiva

Passiva

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Der wirtschaftliche Aufschwung im Jahr 2010 betraf in Deutschland zunächst im Wesentlichen den Export und auch dabei wiederum besonders den Maschinenbau und Investitionsgüter generell. Erst im weiteren Verlauf des Jahres ergaben sich auch Auswirkungen auf den Konsum. Der Anstieg auf dem Behälterglasmarkt konnte aber im Gesamtjahr nur etwa die Hälfte des Rückganges im Vorjahr aufholen. Gleichzeitig sind noch Überkapazitäten vorhanden, welche zusammen mit einem vermehrten Import qualitativ geringwertiger Ware eine Preiserosion zur Folge hatten. Dieser Preistrend konnte im Laufe des Jahres gestoppt werden und schlechte Erfahrungen mit weniger kompetenten Anbietern führten bei manchen Kunden bereits zu einer Rückbesinnung auf Qualität und Liefersicherheit. 2011 sollte dieser Trend anhalten und auf Basis der aktuellen Konjunkturprognosen für eine Verstetigung des Konsumanstieges in Deutschland sorgen und damit auch den Behälterglasmarkt positiv beeinflussen.

Die Entwicklung in den Ostmärkten wird auch weiterhin von einer stärkeren Volatilität geprägt sein. Die politische Stabilisierung in der Ukraine sowie die Bemühungen der russischen Regierung um eine Stabilisierung der Binnenwirtschaft sollten aber auch in diesen Märkten die Rahmenbedingungen für uns verbessern.

Segmentberichterstattung

Länder

Gewinn- und Verlustrechnung nach Ländern

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in TEUR Deutschland Russland Ukraine
Umsatzerlöse 371.229 80.307 37.683
Umsatzkosten -308.021 -71.253 -34.817
Allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten -14.602 -5.000 -2.439
Forschungs- und Entwicklungskosten -881 -90 -
Sonstige Erträge 512 137 110
Sonstige Aufwendungen -392 -2.150 - 3.890
Operatives Ergebnis 47.845 1.951 -3.353
Zinsaufwand -4.484 -1.349 -424
Zinsertrag 130 208 109
Zinsergebnis -4.354 -1.141 -315
Sonstige Finanzerträge/-aufwendungen 65 - -
Finanzergebnis -4.289 -1.141 -315
Ergebnis vor Steuern 43.556 810 -3.668
Ertragsteueraufwand -10.701 -4 -840
Latenter Steuerertrag/-aufwand -1.956 -503 127
Ertragsteuern gesamt -12.657 -507 -713
Jahresergebnis 30.899 303 -4.381
Anderen Gesellschaftern zustehendes Ergebnis - -1 -135
Konzernergebnis 30.899 304 -4.246


Die Werte für Deutschland umfassen im Wesentlichen die Zahlen der AG und der GPS Glasproduktions-Service GmbH. Somit ergibt sich für Deutschland eine Profitabilität von 12,9 %, die damit über der durchschnittlichen Profitabilität von 9,5 % liegt, Russland hat eine Profitabilität von 2,4 %. Die Gesamtprofitabilität wird durch das in der Ukraine erzielte Ergebnis negativ beeinflusst.

Geschäftsbereiche

Die Verteilung der Umsätze nach Flaschen & Gläser und Produktionsanlagen:

Umsatz nach Bereichen

Das Segment Flaschen & Gläser stellt mit großem Anteil die Hauptaktivität von Oberland dar. Die Glasproduktion unterteilt sich in weitere Teilsegmente oder Sparten, die alle ihre spezifischen Märkte und Kunden haben. Im Berichtsjahr ergab sich bei einigen Sparten im Vorjahresvergleich eine Verringerung beim Absatz.

Die Umsätze in Tonnen haben sich 2010 folgendermaßen entwickelt: Der Absatz für Bierflaschen war 2010 weiterhin rückläufig. Bei Spirituosen verringerte sich der Absatz ebenfalls. Die gleiche Tendenz zeichnete sich für Konserven und sonstige Gläser ab. Im Bereich Wasser/Softdrinks konnte ein deutlich positiver Trend verzeichnet werden. Insgesamt sank der Umsatz in Tonnen im Vorjahresvergleich um 13,9 %.

Flaschen & Gläser

Umsatzentwicklung 2009/10 in Tonnen

Produktionsanlagen

Neben der Glasproduktion ist das Unternehmen auch - in deutlich kleinerem Umfang -im technischen Geschäft tätig. Für das technische Geschäft von Oberland ist die GPS Glasproduktions-Service GmbH in Essen zuständig. Sie entwickelt und fertigt Maschinen und Anlagen für die Hohlglasindustrie und bietet die entsprechenden Service-Leistungen hierzu an. Die GPS Glasproduktions-Service GmbH trug auch im Jahr 2010 wieder positiv zum Konzernumsatz bei.

Aufgrund allgemeiner Investitionszurückhaltung auf den Zielmärkten der GPS Glasproduktions-Service GmbH im Jahr 2009 war der Umsatz mit Konzernfremden im Vorjahr deutlich geringer als mit Konzernunternehmen und verbundenen Unternehmen, da Projekte und Planinvestitionen aufgrund der Krise im Jahr 2009 kaum realisiert werden konnten. Durch die positiven Wirtschaftsentwicklungen stieg der Umsatz mit Konzernfremden im Berichtsjahr wieder merklich an. Außerdem hat die GPS Glasproduktions-Service GmbH zum 31. Dezember 2010 einen Auftragsbestand von 7,8 Mio. Euro.

NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung (F&E) finden bei Oberland als kontinuierlicher Verbesserungsprozess ebenso wie in speziellen Projekten statt. Im Fokus stehen dabei immer nachhaltige, kundenorientierte Prozesse und Produkte. Folgende Ziele lassen sich daraus ableiten: Verbesserung des Umweltschutzes, Steigerung der Produktqualität sowie Erhöhung der Produktivität. Projekte werden unternehmensintern durch das F&E-Team des Technischen Zentrums in Kooperation mit den werksübergreifenden Kompetenzteams vorangetrieben oder in engem Kontakt mit Lieferanten, Kunden, Forschungseinrichtungen von verallia sowie Hochschulen und entsprechenden Institutionen konzipiert.

Auf der Marktseite dominieren die Produktinnovationen mit einer angestiegenen Anzahl von neuen Produkten. Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung der Anzahl von neuen Konzepten und neuen Produkten für die deutschen Werke.1)

Innovationen

Dabei steht stets die strikte Ausrichtung auf die Ansprüche der aktuellen wie potenziellen Oberland-Kunden im Mittelpunkt, weshalb ständige Innovationen in den Bereichen Formgebung und Artikeldesign zum Tagesgeschäft gehören. Um diesen Prozess zu optimieren, stehen Innovationscenter verschiedener Standorte von verallia auch international permanent miteinander im Austausch.

Eben dieser Experten- und Know-how-Austausch ist von besonderer Bedeutung für die F&E- wie auch Engineering-Aktivitäten des Technischen Zentrums. Die Angleichung der technischen, qualitativen und administrativen sowie datentechnischen Standards innerhalb des Unternehmens wird mit hohem Personaleinsatz betrieben. Die Flexibilität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ermöglicht dabei den intensiven Austausch von Erfahrungen und Wissen.

1) Anzahl der neuen Konzepte und neuen Produkte entspricht der Definition von Verallia rollierend für die letzten 3 Jahre.


Diese Erfahrungen fließen unter anderem in die kontinuierlichen Prozessstabilisierungs- und Prozessoptimierungsmaßnahmen in den einzelnen Teilbereichen der Fertigung ein. Dabei steht neben der Kostenreduktion die Verbesserung der Artikelqualität im Mittelpunkt. Das 2010 nach dreijähriger Laufzeit abgeschlossene Projekt 'EinFormGlas' behandelte unterschiedliche Themenbereiche zur Prozessoptimierung. Die innerhalb des Projektes ausgearbeiteten wissenschaftlichen Grundlagen können teilweise im Jahr 2011 durch Einzelprojekte verwirklicht werden.

Nicht nur der Produktionsprozess an sich wird fortlaufend weiterentwickelt, sondern auch auf informationstechnologischer Seite wird die Verarbeitung der im Fertigungsprozess generierten Daten durch das Prozessdatenmanagement mit der 'Industrial IT' (PIT) vorangetrieben. Die transparente Darstellung und Bewertung erleichtert die interne sowie externe Berichterstattung und bildet die Datenbasis für weitere Prozessoptimierungen.

In der Produktion werden Effizienzsteigerungen durch zunehmend verfeinerte Kontroll- und Messsysteme angestrebt. Bei dem Projekt 'Ideales Kaltende' wurde durch Kombination einzelner Verbesserungsmaßnahmen, wie der Integration neuer Kaltendinspektionsmaschinen, Metallsuchgeräte und telezentrischer Kameras, die Optimierung des gesamten Kaltendes angestrebt. 2010 konnte das Projekt 'Ideales Kaltende' weitgehend abgeschlossen und dadurch die Inspektionsfähigkeit verbessert werden.

In anderen Bereichen werden - mit fortlaufendem Erfolg - technische Maßnahmen zur Verringerung des Energieverbrauchs bei gleicher oder erhöhter Leistungsfähigkeit erprobt und umgesetzt. Hervorzuheben sind im Jahr 2010 die erfolgreichen Energieeinsparungen bei vermindertem Schadstoffausstoß von Stickoxiden (NOx) durch die erfolgreiche Fertigstellung des Projekts 'FlamCon - Seiteneindüsung'. Die nachträgliche Zuführung von ca. 20 % des primären Brennstoffs Gas durch die Seitenwände führt zu einer besseren Energieverteilung bei gleichzeitiger Verminderung der maximalen Flammentemperatur, wodurch im Vergleich zur herkömmlichen Verbrennung weniger NOx gebildet wird.

Auch bei der Reduktion der mittleren Artikelgewichte konnten 2010 weitere Erfolge erzielt werden, obgleich die Komplexität der Maßnahmen zunimmt. Im Sinne der Nachhaltigkeit wird aber permanent an diesem Themenkomplex gefeilt, bis alle Optimierungspotenziale ausgeschöpft und alle Einflussfaktoren stabilisiert sind.

Einer dieser Einflussfaktoren ist die Qualität des Recyclingglases, denn um erstklassige Artikel produzieren zu können, müssen schon die am Anfang der Wertschöpfungskette stehenden Rohstoffe den Qualitätsansprüchen genügen. So bewirkt der Einsatz von hochwertigem Recyclingglas eine Steigerung der Artikelqualität durch die Verringerung von Fremdkörpereinschlüssen und Fehlfarben. Es wurde ein neues Konzept zur Recyclingglaseingangskontrolle entwickelt, um der sinkenden Recyclingglasqualität erfolgreich entgegenzuwirken. Die Implementierung in den Werken erfolgt nun schrittweise.

Das betriebliche Vorschlagswesen der deutschen Werke (i-pool) entwickelte sich im Berichtsjahr weiter positiv. 2010 stieg die Anzahl der eingereichten Vorschläge insgesamt um 14,6 %. Erfreulich ist auch die Entwicklung der tatsächlich umgesetzten i-pool-Einreichungen. Diese hat sich um 85,0 % erhöht und bestätigt damit, dass sich insbesondere die Qualität des Systems weiter verbessert. Durch die Vorschläge konnten nachweisbar ca. TEUR 1.095,4 (Vorjahr: TEUR 528,1) Einsparungen erzielt werden. Die Ideen-Einreicher werden dem Nutzen der Vorschläge entsprechend monetär entlohnt, so dass im Berichtsjahr gleichzeitig eine Summe von TEUR 257,7 (Vorjahr: TEUR 140,7) an sie ausgeschüttet werden konnte. Viele Verbesserungsvorschläge tragen zu einer steigenden Effizienz bei oder sind Basis von technischen Innovationen.

Vorschlagswesen i-pool

Anzahl eingereichter i-pool-Vorschläge

In dem Werk in der Ukraine ist ebenfalls ein vergleichbares Vorschlagswesen implementiert, durch das Mitarbeiter ihre Ideen zur Verbesserung der betrieblichen Abläufe einbringen können. In den russischen Werken wurde 2010 ein Vorschlagswesen eingeführt und wird aktuell weiterentwickelt.

Auch die F&E-Projekte für das Jahr 2011 bleiben vielfältig, wobei einige der genannten Projekte langfristig angelegt sind und dadurch in den kommenden Jahren Bestandteil des Entwicklungsprozesses sein werden. Dabei stehen nachhaltige, kundenorientierte Produkte in Bezug auf Ressourcen, Arbeits- und Umweltschutz sowie Prozesssicherheit auch weiterhin im Mittelpunkt.

Zentraler strategischer Einkauf

Die Einkaufsorganisation bei Oberland basiert auf vielschichtigen Kompetenzen, die insbesondere den im Saint-Gobain Konzern möglichen Synergien Rechnung tragen. Die verstärkte Zusammenarbeit innerhalb des Sektors Verpackung zeigt in Gemeinschaftsprojekten und daraus resultierenden Rahmenverträgen positive Auswirkungen. Oberland handelt jedoch in allen für das Glasverpackungsgeschäft spezifischen Beschaffungsbereichen selbständig.

Energie

Speziell für den Bereich Energie nutzt Oberland sämtliche Vorteile der Einbindung in die regionalen Einkaufsorganisationen der Saint-Gobain Gruppe. So betreut die Generaldelegation Mittel- und Nordeuropa des Saint-Gobain Konzerns den Energieeinkauf zu wettbewerbsfähigen Konditionen in Deutschland, die Delegation Russland den Einkauf in der Ukraine und Russland. Beim Emissionshandel stützt sich Oberland ebenfalls auf die zentralen Konzernkompetenzen.

Ölpreisentwicklung in US-Dollar/bbl

Neben Rohstoffen ist Energie, speziell Schweröl, ein wesentlicher Kostenfaktor bei der Glasherstellung. Seit den beachtlichen Ölpreisschwankungen im Jahr 2008 wird insbesondere die Preisentwicklung beobachtet. Im Zeitraum von Mitte 2009 bis Ende 2010 bewegte sich der Ölpreis auf verhältnismäßig konstantem Niveau. Verdeutlicht wird der Preisverlauf durch die folgende Abbildung der Leitsorte Brent (US-Dollar/bbl).

Der Höchststand von 145,65 US-Dollar wurde im Juli 2008 erreicht, zwischenzeitlich bewegte sich der Wert auf deutlich niedrigerem Niveau und lag am 31. Dezember 2010 bei 93,49 US-Dollar.

Zunehmend wird Öl durch Gas substituiert, so dass Gas neben Schweröl in den Fokus der Beschaffung rückt.

Rohstoffe

Bei der Herstellung von Glas ist die Verfügbarkeit von Rohstoffen für den erfolgreichen Produktionsprozess entscheidend. Durch engen Kontakt mit Lieferanten sowie die Identifizierung neuer Bezugsquellen wird die bedarfsgerechte Beschaffung der Rohstoffe sichergestellt. Besonders der Einsatz von Recyclingglas ist für die ressourcenschonende und daher nachhaltige Produktion von Bedeutung. Im Vergleich zu 2009 hat sich im Berichtszeitraum die Versorgungssituation durch den Abschluss von Rahmenverträgen überwiegend positiv entwickelt.

NACHTRAGSBERICHT

Besondere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im Zeitraum zwischen dem Bilanzstichtag 2010 und der Erstellung des Lageberichts sind keine Ereignisse eingetreten, über die an dieser Stelle zu berichten wäre.

RISIKOBERICHT

Das unternehmerische Handeln im nationalen und internationalen Umfeld setzt Oberland einer Vielzahl von Risiken aus. Der Erfolg des Unternehmens wird wesentlich durch das frühzeitige Erkennen dieser Risiken sowie einen bewussten Umgang mit ihnen beeinflusst. Durch das implementierte Risikomanagementsystem (RMS) wird ein vorausschauendes Handeln sichergestellt. Die Identifizierung und transparente Darstellung der Risiken sowie die getroffenen Steuerungsmaßnahmen sind die Basis für die langfristige Sicherung der Oberland und ihrer erfolgreichen Weiterentwicklung in der Zukunft. Die Risikopolitik ist an die Geschäftsstrategie angepasst. In ihrem Rahmen werden kontinuierlich Vorkehrungen getroffen, um Risiken möglichst zu vermeiden oder zu minimieren.

Die Risikostruktur setzt sich aus branchenspezifischen Risiken, die die Mitbewerber im Behälterglasgeschäft gleichermaßen betreffen, und aus individuellen Risiken der Oberland zusammen. Generell ist festzuhalten, dass die branchenspezifischen Risiken überwiegen, teilweise durch höhere Gewichtung, teilweise wegen der geringeren Möglichkeiten, durch Kontroll- und Steuerungsmaßnahmen kompensierend darauf einzuwirken. Der Risikobericht betrifft sowohl die Saint-Gobain Oberland AG als auch die Tochterunternehmen und ist somit für den Konzern gültig.

Beschreibung der wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

Unter Risikomanagement versteht Oberland nachvollziehbare und systematische Vorgehensweisen zur Identifizierung, Bewertung, Überwachung und Steuerung von potenziellen Risiken sowie die Auswahl und Umsetzung von Maßnahmen zur Risikohandhabung und -verringerung.

Oberland hat ein umfassendes RMS implementiert, um Risiken frühzeitig erkennen und in Abwägung mit den entsprechenden Chancen beurteilen, minimieren und steuern zu können.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Das RMS von Oberland ist in die allgemeine Unternehmenssteuerung integriert und setzt sich im Wesentlichen aus folgenden Elementen zusammen:

Integriertes Managementsystem (IMS)

Internes Kontrollsystem (IKS)

Self-Assessments (IT-Security, Business Control) und

interne und externe Audits

Diese Bestandteile des Risikomanagementsystems dienen der Steuerung und Überwachung der Geschäftsprozesse. Darüber hinaus nutzt die Konzernleitung ihre umfassenden Kenntnisse der Märkte. Diese beruhen auf langjährigen Kontakten zu Kunden, Lieferanten und Verbänden.

Das IMS wird detailliert in einem gesonderten Handbuch dargestellt. Dort werden Ziele, Strategien und Prozesse mit maßgeblichem Einfluss auf die Oberland-Geschäftstätigkeit beschrieben. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Themen Sicherheit, Qualität der Produkte und Leistungen sowie betrieblicher Umweltschutz gerichtet. Im Rahmen der Prozessdarstellung werden die jeweiligen Prozessschritte mit ihren Qualitäts-, Umwelt- und Sicherheitskriterien, den operativen Zielen und etwaigen Schnittstellen dargestellt und allgemeingültig beschrieben. Durch laufende Anpassungen an die Veränderungen des Marktes und kontinuierliche Verbesserungen der Prozesse sowie des betrieblichen Umweltschutzes und der Sicherheit wird das IMS ständig weiterentwickelt. Das IMS umfasst die Werke in Bad Wurzach, Neuburg, Essen und Wirges. Das Handbuch sowie die nachgeordneten Verfahrens- und Arbeitsanweisungen dienen allen Mitarbeitern als Nachschlagewerk und Anleitung zum Handeln.

Das IKS von Oberland ist eingebettet in das konzernweite Saint-Gobain IKS, das Bezug nimmt auf den Referenzrahmen für Prinzipien der internen Kontrollen der französischen Finanzmarktaufsicht und darauf abzielt, die wesentlichen Risiken zu beherrschen. Im 'Referenzhandbuch Interne Kontrolle' des Saint-Gobain Konzerns sind die grundsätzlichen Ziele je Prozess und die zugehörigen organisatorischen Anforderungen dargestellt. Daraus abgeleitet werden je Prozess mögliche Prozessrisiken aufgezeigt und deren etwaige Ursachen beschrieben. Ergänzend werden mögliche Kontrollen zur Risikoabdeckung dargestellt. Die Prozessorganisation, -risiken und -kontrollen müssen anschließend durch die jeweiligen Einheiten evaluiert und an die lokalen Gegebenheiten angepasst werden. Es handelt sich hierbei um einen fortgesetzten und dauerhaften Prozess mit mehreren Schritten, durch den die Beherrschung der Aktivitäten in der Gruppe und die Ausübung der internen Kontrollen kontinuierlich verbessert werden sollen.

Den umfassenden Vorgaben von Saint-Gobain entsprechend wurden auf Ebene von Oberland die individuellen Risiken identifiziert, dokumentiert und priorisiert. Dazu wurde eine Übersicht von möglichen Risikokategorien erstellt. Für jede Risikokategorie wurden Verantwortliche benannt und die verfügbaren Unterlagen zur Risikoidentifizierung, -bewertung und -kommunikation zusammengestellt.

Darauf aufbauend wurden je Risikokategorie konkrete Risiken identifiziert und hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihres Schadensausmaßes qualitativ bewertet. Maßnahmen der Risikosteuerung, Berichterstattungsintervalle und Verantwortlichkeit sind je Risiko angegeben.

Initiiert durch Saint-Gobain werden umfassende Self-Assessments konzernweit durchgeführt, bei denen sich die einzelnen Einheiten anhand von umfangreichen Fragebögen selbst bewerten. Die Aussagen im Rahmen der Self-Assessments werden teilweise durch Prozessunabhängige in Audits validiert.

Durch interne und externe Audits wird das Risikomanagementsystem regelmäßig überprüft. In diesen Audits wurde bestätigt, dass ein funktionsfähiges und wirksames Risikomanagementsystem konzernweit implementiert ist sowie Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Einhaltung aller maßgeblichen rechtlichen Vorschriften getroffen wurden.

Integriertes Risikomanagementsystem

Auf der Basis des oben dargestellten umfassenden und in die allgemeinen Unternehmensabläufe integrierten Risikomanagementsystems identifiziert und bewertet Oberland die verschiedenen strategischen und operativen Chancen und Risiken. Ziel ist die Sicherstellung einer nachhaltig positiven Unternehmensentwicklung. Das Risikomanagementsystem dient insbesondere dazu, mögliche Gefahren für die Erreichung der Unternehmensziele bereits im Vorfeld zu minimieren. Hierbei werden alle im jeweiligen Geschäftsfeld liegenden Chancen sachgerecht gegen Gefahrenpotenziale abgewogen, aufgrund der Analyse bewertet und entsprechende Maßnahmen werden identifiziert und umgesetzt.

Wesentliche Datengrundlage des Oberland Risikomanagements ist das monatliche Berichtswesen, das detailliert sämtliche Umsatzpositionen, Aufwandsarten sowie Vermögens- und Finanzierungskomponenten quantitativ und qualitativ darstellt. Die einzelnen Positionen werden mit der Planung abgeglichen und einem Soll-Ist-Vergleich unterzogen. Etwaige Abweichungen werden analysiert und kommentiert. Dadurch wird eine regelmäßige und frühzeitige Information über maßgebliche Risiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens wesentlich beeinflussen, gewährleistet. Die Risikoüberwachung und -steuerung wird im Oberland Konzern grundsätzlich auf Vorstandsebene ausgeübt. Im Einzelnen werden für alle relevanten Risiken Verantwortliche festgelegt. Dabei hängt die hierarchische Ebene der Verantwortlichkeit von der Bedeutung des jeweiligen Risikos ab.

Compliance-Programm

Die Einhaltung von Gesetzen, die Achtung der eigenen Werte sowie die korrekte Anwendung interner Regeln und Richtlinien haben für die gesamte Saint-Gobain Gruppe zentrale Bedeutung. Das im Sommer 2009 global aufgebaute Compliance-Programm der Saint-Gobain Gruppe vernetzt die vorhandenen Bausteine noch effizienter. Die vier tragenden Säulen dieses Compliance-Programms sind: nachhaltige Entwicklung, Programm für Wettbewerbsrecht, interne Audits und interne Kontrollen sowie ein E-Mail-basiertes Verfahren zur Meldung von Regelverstößen (Whistleblowing). Diese Säulen sind ein wesentlicher Bestandteil des implementierten Risikomanagementsystems.

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Compliance-Programm
Nachhaltige
Entwicklung
Programm für
Wettbewerbsrecht
Interne Audits und
interne Kontrollen
Whistleblowing


Einsatz von IT-Systemen

Die Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt bei den einzelnen Konzernunternehmen von Oberland durch lokale Buchhaltungssysteme. Die lokal erstellten Abschlüsse, erweitert um IFRS-Adjustments, werden an das Online-Informationsprogramm Magnitude des Softwareunternehmens Cartesis, im internen Sprachgebrauch auch SIF (Système d'Informations Financières) genannt, durch Meldung der einzelnen Konzernunternehmen übermittelt.

Die gemeldeten Abschlüsse werden erfasst und gespeichert, so dass alle relevanten Informationen in einer umfangreichen Datenbank verfügbar sind. Durch dieses Informationssystem wird mit Hilfe der einzelnen Abschlüsse und nachfolgender Konsolidierungsvorgänge der Konzernabschluss erstellt. Ferner sind in diesem Informationssystem systemintegrierte Kontrollen und Validierungen implementiert.

Einzelrisiken

Durch die transparente Aufbereitung der Einzelrisiken kann die Risikosituation angemessen gesteuert werden.

Markt- und Absatzrisiken

Das Oberland Geschäft ist breit aufgestellt, die größten Sparten (Bier, Wein, Sekt, Food) erzielen weit über 50 % des Umsatzes. Es besteht keine wesentliche Abhängigkeit von einem bestimmten Teilsegment. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Absatz- oder Umsatzzahlen dieser oder aller von Oberland bearbeiteten Teilsegmente gleichzeitig einbrechen, wird als gering eingeschätzt.

Als wesentliches Marktrisiko gelten anhaltende Substitutionseffekte in einigen Sparten der Getränke- und Lebensmittelindustrie. Die Substitutionsrisiken durch die Rückkehr der Getränkedose werden für Glasverpackungen als eher gering eingeschätzt, die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten.

Des Weiteren ist der Trend weg von Mehrweg-Getränkeverpackungen hin zu Einwegverpackungen zu beobachten. Das eingeführte Einwegpfand hat seine Lenkungsfunktion verfehlt und konnte die Mehrwegquote nicht stützen.

In den einzelnen Teilsegmenten besteht insgesamt ein eher geringes Risikopotenzial. Allerdings entwickelte sich im Segment Bier ein negativer Trend bedingt durch unterschiedliche Einflussfaktoren.

Durch die Kurzfristigkeit der Schwankungen der Kapazitätsmaßnahmen am Markt, verglichen mit der Langfristigkeit der Investitionsentscheidungen und somit der Kapazitätsbereitstellung, entsteht ein permanentes kurzfristiges Kapazitätsungleichgewicht.

Aufgrund der wieder anspringenden Konjunktur insbesondere im Inland werden die Markt- und Absatzrisiken nicht mehr so hoch wie im Vorjahr eingeschätzt.

Beschaffungsrisiken

Diese Risikoklasse betrifft die Verfügbarkeit der zu beziehenden Waren sowie die Qualität der bezogenen Produkte. Das bestehende Lieferantenkontrollverfahren garantiert eine gleichbleibend hohe Qualität.

Die Hauptrisiken im Herstellungsprozess von Behälterglas bleiben die volatilen Energie- und Rohstoffpreise. In Deutschland sind dies die Öl-, Strom- und Gaspreise. In der Ukraine und Russland sind insbesondere die Gaspreise relevant, die durch eine politisch kontrollierte Monopolsituation entsprechend gesteuert werden.

Ferner von Bedeutung ist die ausreichende Verfügbarkeit von CO2 -Emissionsrechten. Oberland verfügt für die 2. Handelsperiode (2008 - 2012) über ausreichende Zertifikate und wird die notwendigen Maßnahmen ergreifen, etwaige Lücken vollständig zu schließen. Langfristig, für die 3. Handelsperiode, könnte der Wandel des politischen und rechtlichen Umfelds allerdings die Ertragslage der Oberland durchaus beeinflussen.

Weiterhin steht die finanzielle Stabilität wichtiger Lieferanten im Fokus. Vorauszahlungen, die im Einzelfall im Investitionsbereich notwendig sind, werden abgesichert und die operative Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten darf gemäß internen Regelungen definierte Schwellenwerte nicht überschreiten.

Industrielle und technische Risiken

Die Beurteilung der zukünftigen Marktentwicklung gestaltet sich als schwierig und wird deshalb als zentrales Risiko betrachtet, weil durch die relativ langen Wannenlaufzeiten kurzfristige Steuerungsmaßnahmen nur sehr begrenzt möglich sind. Kurzfristig bestehen risikoreduzierende Maßnahmen darin, den Produktionsplan und die Kapazitäten den aktuellen Entwicklungen des Auftragseingangs anzupassen. Langfristig ist Oberland erfolgreich bemüht, mit vielen Kunden dauerhafte Entwicklungspartnerschaften einzugehen.

Außerdem besteht durch die langen Laufzeiten von Investitionen das Risiko, dass innerhalb der geplanten Lebenszeit der Investitionen ein vorher nicht kalkulierbarer Nachrüstungsaufwand anfällt. Besonders bei der Thematik Umwelt und Umweltauflagen ist ein solcher Sachverhalt denkbar. Deshalb wird im Bereich Umwelt durch interne Prozesse sichergestellt, dass sämtliche Investitionen die geltenden Vorschriften erfüllen.

Die hohen Anforderungen an Lieferanten der Lebensmittelbranche sind eine Herausforderung für die Qualitätssicherung. Deshalb werden von Beginn an qualitätsrelevante Risiken durch strenge Qualitätskontrollen sowie andere vorbeugende Maßnahmen minimiert. Es wird eine Vielzahl von Vorkehrungen getroffen, um die hohe Qualität unserer Produkte sicherzustellen.

Ausfallrisiken

Die stabile Kundenstruktur wirkt einer hohen Unsicherheit bezüglich der individuellen Ausfallrisiken entgegen. Maßnahmen zur Minimierung der Ausfallrisiken werden mit Hilfe von Kreditversicherungen, angepasster Zahlungsbedingungen, stringenter Einhaltung von Limits und monatlicher Einzeldurchsicht durchgeführt. In Deutschland entstehen erfahrungsgemäß aus diesen Ausfallrisiken bei Oberland nur minimale Schäden. Auch in Russland und der Ukraine haben sich diese Instrumente bewährt.

Bei der aktuellen Wirtschaftslage muss noch immer mit Liquiditätsproblemen bei einzelnen Kunden in Deutschland, aber noch mehr in Russland und der Ukraine gerechnet werden. Das könnte für Oberland dazu führen, dass im Einzelfall Zahlungen verspätet oder nicht eingehen. Derzeit ist jedoch nicht erkennbar, dass hierdurch die Liquidität der Oberland ernsthaft gefährdet werden könnte (s. u. Liquiditätsrisiken).

Bedingt durch die Ernte und das Konsumverhalten der Endverbraucher ergibt sich eine kundenseitige Saisonalität. Dieses Risiko wird jedoch durch das breite Produktsortiment erheblich reduziert.

Liquiditätsrisiken

Oberland ist an den Finanzpool des Saint-Gobain Konzerns angeschlossen. Somit hängt die Liquiditätsausstattung der Oberland unmittelbar mit der Liquiditätslage des Saint-Gobain Konzerns zusammen. Der heute verfügbare Kreditrahmen garantiert die für den normalen Geschäftsverlauf notwendige Liquidität.

Zinsänderungsrisiken

Durch die Erweiterung der Aktivitäten im Osten ist die Verschuldung in den letzten Jahren angestiegen, wobei die Zinslast so relevant geworden ist, dass ein Zinsrisiko existiert. Im Jahresverlauf entwickelten sich die gewichteten, kurzfristigen, internen Zinssätze wie im Folgenden dargestellt:

Interner Refinanzierungszinssatz 2010

Zinssatz in %

Des Weiteren erhielt die Saint-Gobain Oberland AG von der Saint-Gobain Benelux S.A. mit Wirkung vom 31. Juli 2009 ein Darlehen in Höhe von 50,0 Mio. Euro zu einem Zinssatz von 4,6 % bei vollständiger Rückzahlung bis zum 31. Juli 2012.

In der Gesamtbetrachtung stellt die Zinslast keine Gefährdung der Ertragslage oder des Cashflows dar. Der konzerninterne Refinanzierungszinssatz hängt von den für Saint-Gobain oben erwähnten am Markt verfügbaren Zinssätzen ab.

Währungsrisiken

Kurzfristige Währungsrisiken

Oberland tätigt Umsätze überwiegend in Euro, Rubel und Griwna. Bei Aktivitäten außerhalb des Euro-Raumes stehen den Umsätzen auch die Mehrzahl der Kosten in der jeweiligen Landeswährung gegenüber, so dass sich das tatsächliche direkte Währungsrisiko auf den Ergebnisbeitrag aus Russland und der Ukraine beschränkt. Insgesamt veränderte sich der außerhalb des Euro-Raumes erzielte Umsatz von 23,6 % auf 24,1 % des Gesamtumsatzes.

Indirekt besteht ein weiteres Währungsrisiko in der für Oberland relevanten Ölpreisbestimmung in US-Dollar. Die kurzfristige Absicherung dieses Risikos erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Saint-Gobain Konzern. Angaben zu den finanzwirtschaftlichen Risiken und den zugehörigen Sicherungsmaßnahmen sind im Anhang des Konzernabschlusses zu finden.

Spekulationsgeschäfte oder Maßnahmen mit spekulativem Charakter sind gemäß den Unternehmensrichtlinien nicht zulässig und wurden auch nicht getätigt.

Langfristige Währungsrisiken

Die Unternehmensbeteiligungen in Russland und der Ukraine und auch die nachträglichen Kapitalerhöhungen in der Ukraine wurden in Euro finanziert und belasten dementsprechend die Verschuldung der Saint-Gobain Oberland AG. Das somit erworbene oder gebildete Eigenkapital der Gesellschaften in Russland und der Ukraine besteht aber in lokaler Währung und führt daher bei der Kapitalkonsolidierung mit den volatilen Kursen der betroffenen Währungen zu entsprechenden Wechselkursergebnissen. Dieser Situation hätte Oberland nur durch eine erhebliche Verschuldung der Gesellschaften in Russland und der Ukraine in lokaler Währung begegnen können. Dies war in der Ukraine (Kapitalerhöhungen) allerdings zu keinem Zeitpunkt möglich. Für die russischen Gesellschaften war dies beim Kauf der Anteile ebenfalls nicht möglich. Allerdings wurden die Erweiterungsinvestitionen seit 2007 in Rubel finanziert und der kombinierte Cashflow der Gesellschaften sichert mittelfristig die Fähigkeit zur Selbstfinanzierung in lokaler Währung ab.

Personalrisiken

Für den ökonomischen Erfolg unseres Unternehmens sind qualifizierte Mitarbeiter der Schlüsselfaktor. Mit dem demografischen Wandel werden wir uns darauf einstellen müssen, dass entsprechend qualifiziertes Personal schwierig zu rekrutieren sein wird. Besonders in Deutschland setzen wir neben der eigenen Berufsausbildung intensiv auf die Kooperation mit Fachschulen und Hochschulen in Form eines weitreichenden Angebots an Praktika, Projekt- und Abschlussarbeiten für die verschiedensten Fachbereiche, um unseren Personalbedarf auch für die Zukunft zu sichern.

Damit die immer älter werdenden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer langfristig eingesetzt werden können, arbeiten wir stetig an der internen Weiterbildung, um sich verändernden Arbeitsplätzen gerecht zu werden, aber auch an der ergonomischen Verbesserung der Arbeitsplätze selbst, um allen Mitarbeitern ein sicheres und gesundes Arbeiten zu ermöglichen.

Dem Risiko des Fachkräftemangels wurde in Russland und der Ukraine durch Weiterbildungsmaßnahmen der Mitarbeiter begegnet. Dabei erfolgten die Weiterbildungsmaßnahmen teilweise im Austausch zwischen den einzelnen Ostgesellschaften. Durch diese Maßnahmen wird auch zukünftig die Verfügbarkeit von qualifizierten Fachkräften sichergestellt.

IT-Risiken

Die Risiken im IT-Bereich gliedern sich in Systemausfallrisiken, mangelhafte Systemverfügbarkeit und Angriffe von außen.

Das Ziel, für alle Anwendungen gleichermaßen eine Risikominimierung anzustreben, bedeutete eine Vielzahl von Ansätzen. Während das zentrale SAP-R/3-System für die Standorte in Deutschland und der Ukraine durch Saint-Gobain inklusive Redundanz zur Verfügung gestellt wird, müssen andere Systeme von Oberland selbst oder von externen Partnern gepflegt werden. Das Gleiche gilt für die Werke in Russland. An der SAP-R/3-Einführung in Russland wurde im Berichtszeitraum intensiv gearbeitet.

Risiken im Rechnungslegungsprozess

Spezielle rechnungslegungsbezogene Risiken können zum Beispiel aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte entstehen. Außerdem können durch bestehende Ermessensspielräume von Mitarbeitern beim Ansatz und bei der Bewertung von Bilanzpositionen weitere rechnungslegungsbezogene Risiken entstehen. Weiterhin können durch die Übertragung rechnungslegungsspezifischer Aufgaben Risiken auftreten. Diesen Risiken wird durch konzernweite Vorgaben, den Einsatz qualifizierter Mitarbeiter und die bedarfsbezogene Hinzuziehung von Spezialisten begegnet.

Rechtliche Risiken

Aktuell ist kein wesentlicher Sachverhalt im Bereich der rechtlichen Risiken bekannt. Im Rahmen des Risikomanagements werden sämtliche Risiken betrachtet. Es werden vorbeugende Maßnahmen ergriffen, um die folgenden Risiken zu minimieren: unzureichend kontrollierte Verpflichtungen, Verstöße gegen kapitalmarktrechtliche Verpflichtungen, Mängel im Prozess der Vertragsgestaltung, mangelhaftes oder verspätetes Management von Rechtsstreitigkeiten, mangelnder oder unzureichender Schutz der Interessen der organisatorischen Einheit und schlechtes Management der juristischen Ressourcen. Zur Risikovermeidung sind im RMS konkrete Maßnahmen formuliert.

Umweltrisiken

Durch den Produktionsprozess entstehen verfahrensbedingte Risiken, die Umwelt zu verunreinigen. Zur Minimierung dieser Risiken und zur kontinuierlichen Verbesserung der Umweltschutzleistung des Oberland-Konzerns wurden umfassende Umweltschutzprogramme aufgestellt. Diese beinhalten ambitionierte Ziele, aus denen sich wiederum konkrete Umweltschutzmaßnahmen ableiten, die dann im Einzelnen umgesetzt werden. Bestätigt werden diese Prozesse durch die bestehenden Zertifizierungen. Die Werke in Deutschland und der Ukraine sowie Kavminsteklo in Russland sind alle nach DIN EN ISO 14001 zertifiziert. Das Werk in Bad Wurzach ist zusätzlich nach EG-Verordnung 1221/2009 validiert und hat die EMAS-Urkunde erhalten. Dadurch werden die Anwendung eines Umweltmanagementsystems und die regelmäßige Veröffentlichung von Umwelterklärungen sowie deren Überprüfung durch einen zugelassenen unabhängigen Umweltgutachter bestätigt.

Einschätzung der Gesamtrisikosituation

Bestandsgefährdende Risiken sind gegenwärtig und für die Zukunft nicht zu erkennen. Gegenüber der letzten Berichterstattung (Zwischenbericht zum 30. Juni 2010) hat sich die Risikolage im Wesentlichen nicht verändert.

Die folgende Übersicht zeigt die Klassifizierung der oben beschriebenen Einzelrisiken für Oberland. Unter dem Überbegriff Finanzrisiken sind Liquiditätsrisiken, Zinsänderungsrisiken und Währungsrisiken zusammengefasst.

Risk-Map

Einschränkender Hinweis

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ermöglicht durch die festgelegten Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die systematische Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten sowie die sachgerechte Darstellung in der Konzernrechnungslegung.

Auch wenn die internen Kontroll- und Risikomanagementsysteme unter ständiger Beobachtung stehen und kontinuierlich verbessert werden, ist es nicht völlig auszuschließen, dass trotz angemessener und funktionsfähiger Systeme eine absolute Sicherheit zur vollständigen Identifizierung und Steuerung der Risiken nicht gewährleistet werden kann.

CHANCEN- UND PROGNOSEBERICHT

Der Chancen- und Prognosebericht beschreibt die voraussichtliche Entwicklung des Saint-Gobain Oberland Konzerns. Er enthält Aussagen und Informationen über Vorgänge, die in der Zukunft liegen. Diese vorausschauenden Aussagen und Informationen beruhen auf Erwartungen und Annahmen des Unternehmens zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Diese wiederum unterliegen bekannten und unbekannten Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse des Konzerns. Viele dieser Faktoren liegen außerhalb des Einflussbereichs des Unternehmens. Sollte eines der Risiken eintreten, sich eine der Ungewissheiten realisieren oder sollte sich erweisen, dass eine der zugrunde liegenden Annahmen nicht korrekt war, kann die tatsächliche Entwicklung des Konzerns sowohl positiv als auch negativ von den Erwartungen und Annahmen in den zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen dieses Chancen- und Prognoseberichts abweichen.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa, besonders in Osteuropa, sind nach wie vor durch die Auswirkungen der Finanzkrise und die verhaltenen Wachstumsprognosen in nahezu allen Volkswirtschaften geprägt. Selbst wenn die Entwicklung der deutschen Wirtschaft nach einem starken Wachstum im Jahr 2010 voraussichtlich auch noch im Folgejahr weiterhin kräftig wachsen wird, so wird die Prognose unverändert erschwert, da die weiteren Auswirkungen aus der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise noch ungewiss sind.

Die zu einer Verschärfung der Kreditkonditionen führenden geringeren Kapitalzuflüsse beeinflussen zusammen mit den volatilen Ölpreisen die Investitionsbereitschaft in Russland. Für das Jahr 2011 gehen wir in Russland von einer Stabilisierung der Gesamtwirtschaft, allerdings noch ohne neues Wachstum aus.

In der Ukraine sind die Auswirkungen der neuen politischen Verhältnisse in Folge der letzten Wahlen zwar noch nicht umfassend abzusehen, allerdings sollte das bereits verbesserte Verhältnis zu Russland die wirtschaftliche Lage weiter positiv beeinflussen. Dennoch werden auch in Zukunft geschäftliche Aktivitäten in diesem Land von manchmal nicht eindeutig voraussagbaren Entwicklungen beeinflusst.

Branchenentwicklung

Deutschland

2010 war der Absatz an Glasverpackungen im Inland höher als die Produktion. Möglich war dies nicht nur durch einen Lagerabbau, sondern unter anderem auch durch Importe aus Mitteleuropa, die sich gegenüber vergangenen Jahren wesentlich erhöht haben.

Für die Folgejahre wird ein anhaltender Importdruck aus Mitteleuropa erwartet. Der Gesamtmarkt wurde durch aggressives Preisverhalten von in- und ausländischen Wettbewerbern bestimmt. Saint-Gobain Oberland geht jedoch davon aus, dass sich diese Entwicklung nicht in solchem Ausmaß fortsetzen und eine Beruhigung eintreten wird.

Insgesamt wird auch für 2011 mit einem steigenden Absatz am Behälterglasmarkt gerechnet, für die daran anschließenden Jahre dann mit einer flachen Entwicklung des Absatzes. Offen bleiben die Wachstumschancen der Dose, die im Berichtsjahr wieder verstärkt am Getränkemarkt eingeführt wurde. Hier geht Oberland jedoch im Wesentlichen davon aus, dass dadurch eher PET als Verpackungsmaterial substituiert wird.

Allgemein wird eine Veränderung am Markt von alkoholischen Getränken hin zu nicht alkoholischen Getränken beobachtet, die überwiegend in Einwegverpackungen abgefüllt werden. Dies unterstreicht die Entwicklung der immer noch steigenden Marktanteile von Einwegverpackungen.

Eine Einschätzung des Marktes für Bierflaschen ist extrem schwierig, da Mehrwegbierflaschen für die Brauereien Investitionsgüter darstellen und ihre Disposition daher von der finanziellen Stärke der Brauereien abhängt. Der Trend zu Individualgebinden ist hingegen nach wie vor anhaltend. Insgesamt gehen wir auch hier von einem Anstieg des Verbrauches aus.

Der Weinbereich entwickelt sich seit 2009 positiv. Obwohl für deutsche Weine für den Jahrgang 2010 eine Minderernte von 20 bis 30 % erwartet wird, rechnet Oberland für 2011 mit einem Glasverbrauch ähnlich wie im Berichtsjahr.

Der deutsche Glasmarkt profitiert bei Weinflaschen vor allem von Handelsketten bzw. Discountern, die verstärkt Bulkware aus dem Ausland in Deutschland abfüllen lassen.

Für Sektflaschen gibt es nach wie vor einen stabilen Markt auf hohem Niveau, da die deutschen Abfüller Marken und eine Produktstruktur geschaffen haben, die ausländischen Lieferanten nur geringe Chancen einräumen. Sekt ist ein beliebter Aktionsartikel für Handel und Discount, so dass Oberland auch 2011 von einem Markt auf gleichbleibendem Niveau ausgeht.

Fruchtsäfte sind in Deutschland weiterhin beliebt, jedoch finden sich diese inzwischen in nahezu allen gängigen Verpackungsarten. Dies hat schon in der Vergangenheit zu einem Einbruch beim Absatz von Glasflaschen im Bereich Saft geführt. Dieser negative Trend setzte sich auch 2010 in einem deutlichen Rückgang gegenüber dem Vorjahr weiter fort. Für 2011 wird mit einem weiteren leichten Rückgang gerechnet.

Im Bereich der Wasserflaschen zeichnet sich jedoch ein positiver Trend für Glas ab. Sowohl Verbraucher als auch Abfüller zeigen erste Signale für eine Nachfrage nach Wasser in Glas(flaschen). Hieraus resultierte 2010 die erste Einführung neuer Mehrweggebinde am Markt. Für 2011 werden weitere Neueinführungen erwartet.

Der Spirituosenmarkt ist stabil. Für Oberland ergeben sich in diesem Segment jedoch neue Impulse durch Verträge mit internationalen Kunden.

Die Nachfrage im Nahrungsmittelbereich nach Gläsern bleibt auf Vorjahresniveau. In diesem Bereich zeigt sich die Nachfrage jedoch unterschiedlich, da der Bedarf hier stets besonders abhängig von der jeweiligen Ernteentwicklung ist. Hinzu kommt, dass das mittlere Preissegment zwar an Volumen verliert, sowohl das untere als auch obere hingegen wachsen. Bio-Produkte, die ganz überwiegend in Glasbehälter verpackt werden, sind nach wie vor ein starker Trend, verlieren jedoch an Wachstumskraft.

Die Lagerbestände bei den Oberland-Kunden selbst werden aufgrund von Liquiditätssorgen weiterhin niedrig bleiben.

Insgesamt kann - entsprechend den Einschätzungen des Marktforschungsunternehmens GfK für das Jahr 2011 - davon ausgegangen werden, dass der Konsum steigen und die Verpackungsglasbranche daran partizipieren wird.

Russland

Die Anti-Alkohol-Kampagne der russischen Regierung ist wesentlicher Einflussfaktor für die gedämpfte Absatzentwicklung im Berichtsjahr. Auch wenn sich ein Teil des Mengenrückganges in den Folgejahren wieder ausgleichen kann, so ist für 2011 noch nicht von einem markanten Anstieg auszugehen.

Die Schwierigkeiten mit den Steuerabgaben machten auch dem Weinsegment am Jahresanfang zu schaffen. Die Situation verbesserte sich bis Mitte 2010 und zeigt nun generell positive Tendenzen, die für dieses Segment auch im Ausblick für 2011 anhalten werden.

Das Bier- und Softdrinksegment verzeichnet eine positive Tendenz. Die Verbreitung der PET-Flaschen greift die Nachfrage nach Glasverpackungen jedoch immer noch stark an. Ein breites Angebot spezieller Mineralwasser-Flaschen, eine vorteilhafte geografische Lage und eine flexible Preispolitik stärken jedoch auch künftig die positive Marktanteilsentwicklung der russischen Werke von Saint-Gobain Oberland.

Der Gläsermarkt war einerseits durch steigende Produktionskapazitäten beeinflusst, als sieben Glaswerke, die bisher nur Flaschen produzierten, begannen, Gläser herzustellen, sowie durch sinkende Nachfrage aufgrund der schlechten Gemüseernte in Russland 2010 andererseits. Sowohl enorme Lagerbestände der Glasfabriken als auch bei Großhändlern, bedingt durch die zu beobachtenden schwachen Aktivitäten der Endverbraucher und Einzelhändler, führten am Markt zu Preiskriegen' und Schleuderpreisen unter den Standardglasherstellern. Auch wenn die wesentlichen Auswirkungen wohl mittlerweile im Markt angekommen sind, rechnen wir auch in diesem Segment mit einzelnen Nachwirkungen im Jahr 2011.

Nach einem Gesamtrückgang des Glasmarktes 2010 gegenüber 2009 wird auch für 2011 ein weiterer Rückgang um bis zu 4 % erwartet.

Ukraine

In der Ukraine wie in Russland steht der gesamte Bierbereich in starker Konkurrenz zu PET-Flaschen, unter anderem auch dadurch, dass Gefäßgrößen bis zu 5 l durchaus üblich sind. Zusätzlich treten in den Biermarkt, in die verbleibenden Glasanteile, neue Wettbewerber ein, die den Bereich somit weiter unter Druck setzen.

Die Entwicklung für Wein und Weinbrand zeigt sich durch Wachstum der lokalen Produktion allerdings weiterhin positiv. Auch für den Nahrungsmittelbereich wird eine stabile Entwicklung erwartet.

Insgesamt erwarten wir für die Ukraine einen deutlich stärkeren Anstieg des Konsums und damit auch der Absatzmenge an Glasverpackungen als in Westeuropa.

Für den Gesamtmarkt von Oberland erwarten wir ein Wachstum über 2011 hinaus im einstelligen Prozentbereich.

Ausrichtung des Konzerns

Ziel ist es, nachhaltig der bevorzugte Verpackungspartner für die Getränke- und Lebensmittelindustrie zu sein. Als Voraussetzung dafür sehen wir herausragende Leistung in Qualität, Kundenservice und innovativen Entwicklungen an. Diese soll auf Basis vorbildlicher Arbeitssicherheit, moderner Menschenführung und nachhaltiger Nutzung aller Ressourcen erreicht werden.

Um diesem Anspruch gerecht zu werden, baut Oberland das Qualitätsmanagement noch weiter aus. Die Saint-Gobain Oberland AG war in Deutschland die erste Glashütte, die nach den neuen, strengen BRC-Standards zertifiziert wurde. Außerdem erhielt die Saint-Gobain Oberland AG 2009 das DIN-EN-ISO-22000-Zertifikat für Hygienemanagement, das explizit ein Qualitätsmanagementsystem über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehend vorschreibt. Sämtliche diese Bereiche betreffenden Zertifizierungen wurden auch 2010 erneut bestätigt. Dies unterstreicht das fortwährende Bestreben von Oberland, die Qualitätsführerschaft am Markt weiter zu verstärken.

Angesichts laufend schwankender Energie- und Rohstoffkosten sind Einsparungen auf diesem Gebiet von zentraler Bedeutung. Nur so kann Oberland profitabel bleiben. Ein werkübergreifendes Einkaufsmanagement nutzt hierbei alle Möglichkeiten, Kosten zu optimieren, bei gleichzeitiger Sicherstellung der Qualität.

Basis für kontinuierliche Kundenzufriedenheit ist die Produktion von hochwertigen Glasverpackungen verbunden mit einem erstklassigen Service-Angebot. Wesentlich dazu beitragen können die Ausrichtung der Produktionskapazitäten hinsichtlich Flexibilität sowie eine größere Zahl an Innovationen im Produkt- und Dienstleistungsbereich. Durch die noch engere Verbindung mit den anderen Gesellschaften des Mehrheitsaktionärs und dem seit Frühjahr 2010 gemeinsamen Marktauftritt unter der Marke verallia kann Oberland die globale Stärke einerseits sowie die Kundennähe andererseits perfekt ausüben und somit ihre Marktposition schärfen.

Erwartete Geschäfts- und Ertragslage

Deutschland

Im Jahr 2011 ist weiterhin mit einer leichten Erholung der Weltwirtschaft zu rechnen. Entsprechend werden die deutschen Exporte im kommenden Jahr weiterhin zulegen. Mittlerweile ist auch die Arbeitslosenquote deutlich gesunken und eine Fortsetzung der positiven Entwicklung ist zu erwarten. Derzeit wird für das Jahr 2011 mit einem Wirtschaftswachstum von über 2 % gerechnet. Dieser Trend wird sich allerdings für die Glasverpackungsbranche und im Speziellen für Oberland erst später bemerkbar machen.

Der Markt für Behälterglas blieb 2010 stabil, was Oberland auch für die kommenden Jahre - vor allem für 2011 - erwartet. Dieser ist jedoch geprägt durch Überkapazitäten und dadurch einem deutlich höheren Wettbewerb ausgesetzt, als es in den vergangenen Jahren der Fall war. Dies bedeutet auch, dass sowohl in der gesamten Glasverpackungsbranche wie auch bei Oberland keine Vollauslastung der Kapazitäten mehr gewährleistet ist.

Nach zwei Wannenreparaturen im Jahr 2010 steht für Oberland eine 2011 an, so dass auch im kommenden Jahr nicht alle Kapazitäten genutzt werden können. 2010 war auch geprägt durch Investitionsstopps bei den Kunden im Mehrwegbereich. Oberland erwartet jedoch, dass der strikte Investitionsstopp durch entsprechende Rahmenbedingungen aufgehoben wird und es eine Rückkehr zum normalen Bedarf an Mehrweggebinden kommt.

Insgesamt ist Oberland auf Basis eines verbesserten Produktportfolios und umfangreicher Investitionen gut gewappnet, sich den genannten Herausforderungen zu stellen. Für 2011 erwarten wir einen weiter andauernden starken Wettbewerb, besonders aufgrund von Überkapazitäten. In dieser Situation werden wir nach wie vor den Fokus auf Qualität und Kundenservice legen. Auf Basis der aktuellen Gespräche mit Kunden gehen wir allerdings für 2011 von einem moderaten Preisanstieg und gleichzeitig einem gegenüber 2010 steigenden Absatzvolumen aus. Dies bedeutet für die Saint-Gobain Oberland AG, dass ein einstelliges Wachstum bei Umsatz und Ergebnis für die kommenden zwei Jahre erwartet wird.

Russland

Der Wettbewerb in der Glasverpackungsbranche verstärkte sich aufgrund von zusätzlichen Kapazitäten, die nach Wannenreparaturen in Betrieb genommen wurden. Um unsere Position im Süden von Russland zu stärken, waren wir gezwungen, Preise in strategisch wichtigen Gebieten zu senken.

Unsere Erwartungen für 2011 sind dagegen nun ein niedriger zweistelliger Anstieg im Umsatz und relativ noch deutlicher in der Verbesserung im Ergebnis. 2012 erwarten wir eine Fortsetzung des positiven Umsatz- und Ergebnistrends in einer abgeschwächten Form, aber weiterhin im unteren zweistelligen Prozentbereich.

Ukraine

Prognosen über die Ukraine sind unter den aktuellen Bedingungen kaum möglich und nur mit äußerster Vorsicht abzugeben. Zwar hat sich die Situation nach der Wahl stabilisiert, aber noch sind nicht alle Veränderungen der lokalen Entscheidungsprozedere und handelnden Politiker umgesetzt. Das verbesserte Verhältnis zu Russland ohne gleichzeitig den Kontakt zu Westeuropa zu verlieren, sollte sich allerdings positiv auswirken. Das BIP ist 2010 wieder gestiegen und auch für 2011 wird eine Fortsetzung dieser Entwicklung erwartet. Da wir im zurückliegenden Jahr unsere Produktivität deutlich verbessern konnten und wir von einer Ende 2011 abgeschlossenen Marktbereinigung ausgehen, sehen wir uns gestärkt, um 2011 ein stabiles Gleichgewicht zwischen unseren Faktorkosten und unseren Verkaufspreisen am Markt erreichen zu können.

Trotz der aktuellen Verbesserung bleibt die Situation für 2011 sehr herausfordernd. Private JSC 'CONSUMERS-SKLO-ZORYA' erwartet, dass 2011 mit allen Linien an zwei Wannen ohne Ausfallzeit produziert wird, um die Bestände zu kontrollieren. Die erzielte Steigerung des Verkaufspreis-Niveaus am Jahresende 2010 lässt erwarten, dass sie nachhaltig ist, auch im Jahr 2011; verbunden mit steigender Diversifikation des Marktes und des Kundenportfolios wird dies zu einem profitablen Jahr 2011 führen. Die Normalisierung des Verhältnisses der derzeitigen Regierung mit Russland sichert wirtschaftliche Gaspreise in der Periode der folgenden fünf bis sieben Jahre.

Wir erwarten für 2011 einen stabilen Umsatz mit einem positiven Betriebsergebnis und gehen davon aus, dass sich die Fußball-Europameisterschaft, die 2012 auch in der Ukraine ausgetragen wird, positiv auf den Getränke- und damit Flaschenverbrauch auswirken wird.

Für die kommenden zwei Jahre gehen wir von einem Umsatzanstieg im niedrigen zweistelligen Prozentbereich und wieder leicht positiven Jahresergebnissen aus.

Chancen

Deutschland

Trotz eines im mehrjährigen Vergleich flachen Verlaufs des Umsatzes mit Glasverpackungen in Deutschland sehen wir gute Chancen für eine qualitative Verbesserung unseres Absatzes und Umsatzes. Sowohl der Trend zu individuellen und aufwendigen Verpackungen als auch das Bewusstsein für Gesundheit und die Erwartung einer inerten Ummantelung der Nahrungs- und Genussmittel werden hierbei förderlich sein und Saint-Gobain Oberland gute Chancen bieten.

Russland und Ukraine

Die größten Chancen sind verbunden mit den Anstrengungen, unser Vertriebsteam zu stärken, um die Kundenbasis zu vergrößern. Kooperationen mit einigen multinationalen Kunden, die 2010 begonnen wurden, werden zum Umsatzvolumenwachstum beitragen. Wie im Jahr 2010 werden wir die Einführung von Spezialangeboten fortsetzen, was bei unseren derzeitigen wie potenziellen Kunden gut aufgenommen wird.

Um wettbewerbsfähigere Preise anbieten zu können, arbeiten wir weiterhin an der Verringerung der Produktionskosten. Einer der wichtigsten Fortschritte hierfür ist die Steigerung der Effizienz.

Die strategische Ausrichtung am Markt orientiert sich weiterhin an den Kernkompetenzen im Lebensmittelsegment für die gesamte Region und im Wein-, Sekt- und Mineralwasser-Bereich für den südrussischen Markt bzw. im Spirituosenmarkt in der Ukraine. Obendrein sollte sich der Basiseffekt des 'verbrannten Sommers 2010' positiv auf die Geschäftsentwicklung im Jahre 2011 auswirken. Oberland wird die bestehenden Standorte stärker untereinander vernetzen und nutzen, um an sämtlichen potenziellen Wachstumsmöglichkeiten als Marktführer teilzuhaben.

Um eine nachhaltige Profitabilität und ein nachhaltiges Wachstum von verallia in der Ukraine zu sichern, ist es notwendig, die Anstrengungen zur Diversifizierung der Produkte, Kunden- und Marktportfolios fortzusetzen. Von besonderem Interesse ist die Entwicklung von kleineren Behältern und möglicherweise die Produktion von Babynahrungs-Gläsern. Ein spezieller Fokus wird sowohl auf die Verbesserung der Qualität, Kundenzufriedenheit, industrieller Bestleistungen und die Fähigkeiten zur Entwicklung von neuen Produkten als auch auf die Bedienung der vermehrt in diesen Märkten auftretenden internationalen Markenartikler gelegt.

Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung

Das Jahr 2010 war von einem schwierigen Marktumfeld geprägt. Bestehende Überkapazitäten verbunden mit einem teilweise ruinösen Preiskampf haben Oberland hohe Leistungen abverlangt. Dass es uns gelungen ist, trotz deutlicher Mengeneinbußen die Ertragssituation noch so stabil zu halten, ist Beweis für die Leistungsfähigkeit des Unternehmens. Die Fortsetzung unserer auf Qualität und Verlässlichkeit ausgerichteten Strategie sollte uns in einem sich leicht beruhigenden Marktumfeld nicht nur eine Rückkehr zum Umsatzvolumen der Vorjahre, sondern auch zu einem gegenüber 2010 in der Marge stabilen und im Gesamtvolumen somit steigenden Ertrag ermöglichen.

Für 2011 rechnen wir gegenüber 2010 wieder mit einer Verbesserung sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis im unteren zweistelligen Prozentbereich. Bezogen auf das Jahr 2012 erwarten wir für den Gesamtmarkt einen Umsatzanstieg im einstelligen Prozentbereich und eine weitere Erhöhung des Ergebnisses, was einem leichten Anstieg im unteren zweistelligen Prozentbereich entspricht.

VORSTANDSVERGÜTUNG

Die Mitglieder des Vorstands der Saint-Gobain Oberland AG erhalten eine wert- und leistungsorientierte Vergütung. Diese setzt sich aus zwei Teilen zusammen: Der fixe Bestandteil richtet sich nach den marktüblichen Voraussetzungen und dem persönlichen Werdegang. Die variable Komponente besteht aus einem vom Unternehmensergebnis und von der persönlichen Leistung abhängigen Bonus, der sich am jeweiligen Zielerreichungsgrad orientiert. Die Gesamthöhe wird jährlich überprüft und mit der allgemeinen Geschäftsentwicklung abgeglichen. Außerdem erhalten die Mitglieder des Vorstands Nebenleistungen in Form von Sachbezügen, die im Wesentlichen aus dem nach steuerlichen Richtlinien anzusetzenden Wert der Dienstwagennutzung bestehen. Als Vergütungsbestandteil sind diese Nebenleistungen vom einzelnen Vorstandsmitglied zu versteuern. Sie stehen allen Vorstandsmitgliedern prinzipiell in gleicher Weise zu.

Mit Wirkung vom 05. August 2009 ist das Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) in Kraft getreten. Es ist nunmehr gesetzlich vorgeschrieben, bei einer Vermögenshaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung), die eine Aktiengesellschaft zur Absicherung ihrer Vorstandsmitglieder abschließt, für jedes Vorstandsmitglied einen Selbstbehalt in Höhe von mindestens 10 % des Schadens zu vereinbaren. Eine Begrenzung des Selbstbehaltes in der Höhe auf 150 % der jährlichen Fix-Vergütung des Vorstandsmitglieds ist zulässig. Die entsprechende Einführung eines Selbstbehaltes ist entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen im Jahr 2010 erfolgt.

Die Vorstände haben ferner einen Anspruch auf Ruhegeld, sofern der Dienstvertrag beendet ist und die Voraussetzungen für den Bezug von Altersruhegeld oder anderen vergleichbaren Versorgungsleistungen erfüllt sind. Neben den von Saint-Gobain Oberland gewährten Vergütungsbestandteilen partizipieren die Mitglieder des Vorstands an den Aktienprogrammen der Compagnie de Saint-Gobain S.A., Paris.

Die Gesamthöhe der Bezüge des Vorstands ist im Anhang und Konzernanhang dargestellt. Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat am 31. Mai 2006 beschlossen, dass die Nennung der Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitglieds im Anhang zum Jahresabschluss nach § 285 Satz 1 Nr. 9 lit. A Satz 5 bis 9 HGB sowie entsprechend im Konzernabschluss gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 lit. A Satz 5 bis 9 HGB für den Zeitraum von fünf Jahren ab Fassung des Beschlusses unterbleibt.

AUFSICHTSRATSVERGÜTUNG

Die Struktur der Aufsichtsratsvergütung hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert. Sie trägt der Verantwortung und dem Tätigkeitsumfang der Mitglieder des Aufsichtsrats Rechnung und ist in der Satzung geregelt. Über die Vergütungshöhe beschließt die Hauptversammlung, dies ist zuletzt am 24. Juni 1999 erfolgt.

Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben dem Ersatz seiner Auslagen und einer ihm für die Aufsichtsratstätigkeit zur Last fallenden Umsatzsteuer nach Ablauf des Geschäftsjahres eine feste Vergütung von 7.700 Euro pro Jahr. Gemäß den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurden die Position des Aufsichtsratsvorsitzenden und die seines Stellvertreters bei der Berechnung der Vergütung berücksichtigt. Der Vorsitzende und sein Stellvertreter erhalten jeweils 14.900 Euro pro Jahr.

ERKLÄRUNG DES VORSTANDS gem. § 312 Abs. 3 Satz 3 AktG

Unsere Gesellschaft erhielt bei jedem im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung und wurde durch die im Bericht angegebenen getroffenen oder unterlassenen Maßnahmen nicht benachteiligt. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns im Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren.

Bad Wurzach, den 02. März 2011

Der Vorstand


VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss und der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und der Gesellschaft vermitteln und im Lagebericht und Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns und der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns und der Gesellschaft beschrieben sind.

Bad Wurzach, den 02. März 2011
Saint-Gobain Oberland AG

Der Vorstand

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Stefan Jaenecke
Vorsitzender
Thomas Beyer
Personal
Wolfgang Brauck
Vertrieb
Klaus J. Rudolph
Finanzen
Jorma Turpeinen
Osteuropa
Roland Unfried
Technik


KONZERNABSCHLUSS

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
des Saint-Gobain Oberland Konzerns

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in TEUR Anhang 2010 2009
Umsatzerlöse (1) 489.219 523.107
Umsatzkosten
-414.091 -429.175
Allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten
-22.041 -22.720
Forschungs- und Entwicklungskosten
-971 -896
Sonstige Erträge
759 10.071
Sonstige Aufwendungen
-6.432 -11.814
Operatives Ergebnis (2) 46.443 68.573
Zinsen und ähnliche Aufwendungen (3/18/21) -6.257 -6.939
Zinsen und ähnliche Erträge (3/18/21) 447 1.159
Zinsergebnis (18/21) -5.810 -5.780
Sonstige Finanzerträge/-aufwendungen (3/18/21) 65 45
Finanzergebnis (3) -5.745 -5.735
Ergebnis vor Steuern
40.698 62.838
Ertragsteueraufwand (4) -11.545 -17.986
Latenter Steueraufwand/-ertrag (4) -2.332 4
Ertragsteuern gesamt (4) -13.877 -17.982
Jahresergebnis
26.821 44.856
davon entfallen auf:


gezeichnetes Kapital und Rücklagen,
die den Anteilseignern der Muttergesellschaft zuzuordnen sind

26.957 44.472
Minderheitsanteile am Eigenkapital
-136 384
Ergebnis je Aktie in EUR (verwässert und unverwässert) (5) 26,96 44,47
Dividende je Aktie in EUR (6) 24,00 26,00


BILANZ
des Saint-Gobain Oberland Konzerns

Aktiva

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in TEUR Anhang 31.12.2010 31.12.2009
Langfristige Vermögenswerte


Geschäfts- und Firmenwerte (7) 10.426 9.714
Immaterielle Vermögenswerte (7) 1.159 998
Sachanlagen (7) 305.496 283.087
Übrige finanzielle Vermögenswerte (7/18) 1.677 1.677
Sonstige Forderungen (8/18/19) 331 367
Latente Steueransprüche (15) 760 759
Langfristige Vermögenswerte
319.849 296.602
Kurzfristige Vermögenswerte


Vorräte (9) 106.506 101.324
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (10/18) 39.868 46.251
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (11/18) 12.811 15.086
Zum Verkauf vorgesehene Vermögenswerte (12) 226 512
Sonstige Vermögenswerte (10/18) 12.973 27.651
Kurzfristige Vermögenswerte
172.384 190.824
Summe Aktiva
492.233 487.426


Passiva

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in TEUR Anhang 31.12.2010 31.12.2009
Eigenkapital


Gezeichnetes Kapital (13) 26.000 26.000
Rücklagen (13) 155.812 139.707
Konzernergebnis (13) 26.957 44.472
Beitrag des Mutterunternehmens (13) 1.192 1.047
Währungsumrechnungsdifferenzen (13) -45.442 -55.868
Anteile anderer Gesellschafter (13) 6.978 6.980
Eigenkapital
171.497 162.338
Langfristige Schulden


Rückstellungen (14/18) 70.520 67.244
Latente Steuerschulden (15) 25.022 23.188
Finanzielle Verbindlichkeiten (16/18) 51.720 57.804
Langfristige Schulden
147.262 148.236
Kurzfristige Schulden


Rückstellungen (14/18) 1.768 1.533
Ertragsteuerschulden (17) 3.198 5.097
Finanzielle Verbindlichkeiten (17/18) 62.461 48.882
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (17/18) 89.112 95.663
Sonstige Verbindlichkeiten (17/18) 16.935 25.677
Kurzfristige Schulden
173.474 176.852
Summe Passiva
492.233 487.426


GESAMTERGEBNISRECHNUNG
des Saint-Gobain Oberland Konzerns

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in TEUR Anhang 2010 2009
Jahresergebnis
26.821 44.856
Sonstiges Ergebnis


Zeitwertänderungen von Cashflow-Hedges (13/21) 113 949
Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow-Hedges (13/21) -617 3.741
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen (IAS 19.93A) (13/14) -5.749 -4.897
Währungsumrechnung (13) 10.859 -6.205
Sonstiges Ergebnis vor Steuern
4.606 -6.412
Latente Steuern auf im Sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen (13) 1.886 63
Sonstiges Ergebnis
6.492 -6.349
Gesamtergebnis
33.313 38.507
davon den Anteilseignern des Konzerns zustehend
33.016 38.415
davon auf andere Gesellschafter entfallend
297 92


KAPITALFLUSSRECHNUNG
des Saint-Gobain Oberland Konzerns

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in TEUR Anhang/
Anmerkung
2010 2009
Jahresergebnis des Konzerns
26.821 44.856
Korrektur um Steueraufwand, Finanzergebnis
19.622 23.717
Operatives Konzernergebnis
46.443 68.573
Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte (7) 43.504 32.488
Veränderung der langfristigen Rückstellungen * -2.509 -3.766
Gezahlte Zinsen
-2.113 -2.179
Erhaltene Zinsen
360 790
Gezahlte Ertragsteuern (operativ)
-15.633 -15.813
Erhaltene Dividende
65 45
Sonstige zahlungsunwirksame Transaktionen
77 -638
Cashflow
70.194 79.500
Ergebnis aus dem Abgang langfristiger
Vermögenswerte und zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte
(7) 223 949
Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen
235 -557
Veränderung der Vorräte * -3.518 -3.518
Veränderung der Forderungen und
sonstigen Vermögenswerte
* 21.988 -2.790
Veränderung der Verbindlichkeiten
(ohne Investitions-/Finanzverbindlichkeiten)
* -5.771 7.177
Cashflow aus operativer Tätigkeit
83.351 80.761
Einzahlungen aus Abgängen von
langfristigen Vermögenswerten
(7) 285 1.599
Auszahlungen für den Erwerb von
konsolidierten Unternehmen

-152 -372
Auszahlungen für Investitionen
in langfristige Vermögenswerte
(7)** -60.928 -59.651
Cashflow aus Investitionstätigkeit
-60.795 -58.424
Gezahlte Dividenden
-24.010 -26.008
Einzahlungen aus der Aufnahme
von finanziellen Verbindlichkeiten

53.185 60.259
Auszahlungen aus der Tilgung
von finanziellen Verbindlichkeiten

-48.907 -73.238
Veränderung der sonstigen Vermögenswerte
und Verbindlichkeiten mit Finanzierungscharakter

-5.915 715
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
-25.647 -38.272
Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel
-3.091 -15.935
Wechselkursbedingte Veränderung
816 -1.403
Abnahme der Zahlungsmittel
-2.275 -17.338
Finanzmittel am Anfang der Periode (11) 15.086 32.424
Finanzmittel am Ende der Periode (11) 12.811 15.086


* Abweichungen gegenüber der Veränderung der Bilanzpositionen im Jahr 2009 resultieren überwiegend aus Währungsumrechnungsdifferenzen.
** Differenzen gegenüber Zugängen resultieren vor allem aus bereits erfolgten Zahlungen von Investitionsverbindlichkeiten.


In den Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte ist ein Wertminderungsaufwand von TEUR 3.862 enthalten (Vorjahr: TEUR 487).


ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS
der Saint-Gobain Oberland AG zum 31. Dezember 2010

A. ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN

Die Saint-Gobain Oberland AG ist ein selbständiges Tochterunternehmen der international tätigen Compagnie de Saint-Gobain. Die Geschäftstätigkeit des Saint-Gobain Oberland Konzerns umfasst im Kerngeschäft die Produktion und den Vertrieb von Behälterglas, das technische Geschäft betrifft die Herstellung und weltweite Distribution von Maschinen und Ausrüstungsteilen für die Behälterglasindustrie. Die Saint-Gobain Oberland Aktiengesellschaft, Oberlandstraße, 88410 Bad Wurzach, Deutschland, beschäftigt derzeit 3.516 Mitarbeiter (Vorjahr: 3.925).

Der vorliegende Konzernabschluss wurde unter Beachtung aller am Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie aller für das abgelaufene Geschäftsjahr verbindlichen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden verschiedene Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.

Konzernwährung ist der Euro. Alle Beträge werden in Tausend Euro (TEUR) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist.

B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Allgemein

Die folgenden Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden sind in den dargestellten Berichtsperioden angewendet worden. Sie wurden von allen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen angewendet.

Neue Rechnungslegungsstandards

Das IASB (International Accounting Standards Board) und das IFRIC (International Financial Reporting Interpretations Committee) haben folgende, für den Saint-Gobain Oberland Konzern relevante Standards herausgegeben, die im Berichtsjahr erstmals verpflichtend anzuwenden sind:

IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütung, überarbeitete Version
Die geänderte Version bezieht sich auf konzernweite anteilsbasierte Vergütungstransaktionen mit Barausgleich.

IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse, überarbeitete Version

IAS 27 Konzern- und separate Einzelabschlüsse, überarbeitete Version

IFRIC 16 Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb

IFRIC 18 Übertragung von Vermögenswerten durch einen Kunden

Geschäfts- oder Firmenwerte

Beim Erwerb eines Unternehmens werden dessen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden zum Zeitpunkt des Erwerbs zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt, gegebenenfalls vorzunehmende Anpassungen auf diese Werte werden innerhalb von 12 Monaten vorgenommen.

Ein Geschäfts- oder Firmenwert stellt die Differenz zwischen Anschaffungskosten und anteiligem, mit beizulegendem Zeitwert bewerteten Nettovermögen dar. Sollte das anteilige Nettovermögen die Anschaffungskosten übersteigen, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Für in der Konzernbilanz angesetzte Geschäfts- oder Firmenwerte wird jedes Kalenderjahr mindestens ein Impairment-Test gemäß IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten) durchgeführt, der auf den 5-Jahres-Geschäftsplänen der Cash Generating Units, denen sie zugeordnet werden, basiert. Dabei wird untersucht, wie sich das Maximum aus Nettoveräußerungswert und Nutzungswert zum Buchwert der Cash Generating Unit verhält. Die zugrunde liegenden 5-Jahres-Pläne berücksichtigen sowohl vergangene Erfahrungen als auch externe Informationsquellen.

Als relevante Cash Generating Units mit zugeordnetem Geschäfts- oder Firmenwert wurden die Tochterunternehmen Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO, ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod sowie Private JSC 'CONSUMERS-SKLO-ZORYA' identifiziert. Auf Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO entfällt ein Goodwill in Höhe von TEUR 962 (Vorjahr: TEUR 910), auf ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod in Höhe von TEUR 3.954 (Vorjahr: TEUR 3.740) und auf Private JSC 'CONSUMERS-SKLO-ZORYA' in Höhe von TEUR 5.510 (Vorjahr: TEUR 5.064).

Zur Ermittlung des Nutzungswertes wird der Buchwert der Vermögenswerte und Schulden der jeweiligen Cash Generating Units mit dem Zeitwert ihrer abgezinsten zukünftigen Cashflows verglichen.

Der prognostizierte Cashflow des 5. Jahres wird als ewige Rente unter der Annahme eines 1%igen Marktwachstums fortgeschrieben.

Der für die Cashflows verwendete Abzinsungssatz entspricht den gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten unter Berücksichtigung der speziellen Risiken der jeweiligen Cash Generating Unit und liegt zwischen 8,8 % und 11,0 % (Vorjahr: zwischen 11,7 % und 18,2 %).

Falls der Impairment-Test ergibt, dass das Maximum aus Nettoveräußerungswert und Nutzungswert geringer ist als der Buchwert der Cash Generating Unit, wird eine Abwertung des Goodwills vorgenommen.

Auf Goodwills erfasste Wertminderungen werden nicht rückgängig gemacht.

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen und Wertminderungen bewertet.

Die immateriellen Vermögenswerte sind alle zeitlich begrenzt nutzbar und werden in längstens 8 Jahren linear abgeschrieben, enthalten sind Software und Lizenzen.

Geschäfts- und Fabrikgebäude werden in längstens 50 Jahren, Maschinen und maschinelle Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung überwiegend in bis zu 12 Jahren planmäßig abgeschrieben. Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear.

Jeder Teil einer Sachanlage mit einem bedeutsamen Anschaffungswert im Verhältnis zum gesamten Wert des Gegenstandes wird getrennt abgeschrieben.

Wertberichtigungen auf langfristige Vermögenswerte

Langfristig genutzte Vermögenswerte werden gemäß IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten) auf Werthaltigkeit überprüft, sobald Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswertes oder einer Gruppe von Vermögenswerten den beizulegenden Wert überschreiten könnte. In diesem Fall wird der Buchwert mit dem höheren Betrag entweder aus dem Nettoveräußerungserlös oder dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows aus der Nutzung der Vermögenswerte verglichen. Wenn der Grund für die Wertberichtigung entfallen ist, werden Zuschreibungen bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen.

Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Anstelle der planmäßigen Abschreibung ist eine jährliche Überprüfung der Werthaltigkeit nach IAS 36 vorzunehmen.

Leasing

Leasingvereinbarungen werden nach Prüfung der Kriterien des IAS 17 entweder als Operating Lease oder als Finance Lease behandelt. Die Klassifizierung richtet sich danach, wer die wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, trägt.

Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern Leasinggeber ist und alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Leasingnehmer überträgt, werden beim Leasinggeber als Verkaufs- und Finanzierungsgeschäft angesetzt. In Höhe des Nettoinvestitionswertes aus dem Leasingverhältnis wird eine Forderung angesetzt und die Zinserträge werden erfolgswirksam erfasst. Alle übrigen Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern Leasinggeber ist, werden als Operating Lease erfasst. In diesem Fall verbleibt der verleaste Gegenstand in der Konzernbilanz und wird planmäßig abgeschrieben. Leasingraten werden bei Forderungsentstehung als Ertrag ausgewiesen.

Bei Leasingvereinbarungen, bei denen der Konzern als Leasingnehmer auftritt, werden die Leasingraten beim Operating Lease bei Entstehung der Verbindlichkeit als Aufwand erfasst. Beim Finance Lease werden zu Beginn der Laufzeit sowohl ein Vermögenswert als auch eine Schuld in gleicher Höhe angesetzt, und zwar entweder mit dem beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstands oder dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser niedriger ist. Der Vermögenswert wird über den Zeitraum der erwarteten Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Leasingzahlungen werden in einen Finanzierungs- und in einen Tilgungsanteil der jeweiligen Restschuld aufgeteilt.

Vorräte

Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös, abzüglich noch anfallender Kosten.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Einstandspreisen bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt mit den Herstellungskosten, diese umfassen die direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Wertminderungen für Risiken als Folge eingeschränkter Verwendbarkeit sowie zur Beachtung der verlustfreien Bewertung sind in angemessenem Umfang berücksichtigt.

Zum Verkauf vorgesehene Vermögenswerte

Sind Vermögenswerte zum Verkauf bestimmt (assets held for sale), werden keine weiteren planmäßigen Abschreibungen vorgenommen, sondern wird der Zeitwert ermittelt. Eine Wertberichtigung wird vorgenommen, soweit der Buchwert dieser Vermögenswerte höher ist als der um die voraussichtlich noch anfallenden Veräußerungskosten reduzierte Zeitwert. Basis für den anzusetzenden Zeitwert ist eine Schätzung des erzielbaren Veräußerungserlöses.

Finanzinstrumente

Bei Finanzinstrumenten handelt es sich um Positionen, die gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen.

Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere übrige Finanzanlagen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Maßgeblich für den erstmaligen Ansatz in der Bilanz und für die Ausbuchung der finanziellen Vermögenswerte ist für alle Kategorien der finanziellen Vermögenswerte einheitlich der Handelstag, d. h. der Tag, an dem die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf eingegangen wurde.

Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Darunter fallen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie originäre und derivative Finanzverbindlichkeiten.

Finanzinstrumente werden zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Soweit im Folgenden beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten nicht explizit angegeben sind, weichen sie nicht oder nur geringfügig von den Buchwerten ab.

Übrige finanzielle Vermögenswerte

Alle sonstigen Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen, da kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann. Ausleihungen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Dabei werden unverzinsliche und niedrig verzinsliche Ausleihungen mit dem Barwert angesetzt.

Dauerhafte Wertminderungen werden erfolgswirksam erfasst.

Forderungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Verbindlichkeiten

Forderungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind zum Nennwert angesetzt. Um individuelle Risiken abzudecken, werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Das allgemeine Kreditrisiko wird dadurch berücksichtigt, dass Wertberichtigungen durchgeführt werden, die auf empirischen Erfahrungswerten beruhen.

Verbindlichkeiten werden grundsätzlich unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden in Übereinstimmung mit IAS 21 bewertet. Forderungen werden ausgebucht, sobald die Bedingungen gemäß IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung) erfüllt sind.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden zur Absicherung von Währungs- und Preisänderungsrisiken eingesetzt. Als Instrumente werden hierzu marktgängige Devisen- und Warentermingeschäfte angewandt. Der Einsatz solcher Derivatkontrakte ist durch Richtlinien geregelt und unterliegt einer ständigen Risikokontrolle.

Verträge zur Sicherung von Währungspositionen werden generell mit der Compagnie de Saint-Gobain, der Muttergesellschaft der Gruppe, geschlossen. Diese deckt die Gegenposition am Markt ab. Ebenso wird ein Teil des Bedarfs an Heizöl über gruppeninterne Hedging-Kontrakte preislich gesichert.

Sämtliche derivativen Finanzinstrumente werden gemäß IAS 39 (Finanzinstrumente) am Erfüllungstag zu Anschaffungskosten erfasst und danach zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei Cashflow-Hedges wird der effektive Teil der Marktwertänderung in die Position Andere Gewinnrücklagen eingestellt.

Aktienbasierte Vergütung

Anteilsbasierte Vergütungsmodelle werden gemäß den Vorschriften von IFRS 2 und IFRIC 11 bewertet und abgebildet.

Bei der Saint-Gobain Oberland Gruppe finden die Regeln für anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente (equity-settled) Anwendung. In diesem Zusammenhang werden Instrumente abgebildet, die vom Mutterunternehmen Compagnie de Saint-Gobain S.A. an die Mitarbeiter der Saint-Gobain Oberland Gruppe gewährt werden, d.h. Instrumente, bei denen Saint-Gobain Oberland weder rechtlich noch faktisch eine Verpflichtung zur Erfüllung der Optionen und Zusagen gegenüber den Mitarbeitern eingeht. Diese Verpflichtung verbleibt bei der Compagnie de Saint-Gobain S.A.

Aufgrund von IFRS 2.3 und IFRIC 11.8 wird ein eventuell entstehender Dienstzeitaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie eine entsprechende Gegenbuchung im Eigenkapital unter der Position Kapitalrücklagen ausgewiesen.

Die Höhe des Dienstzeitaufwands wird indirekt anhand der beizulegenden Zeitwerte der Eigenkapitalinstrumente am Gewährungsstichtag ermittelt. Der gesamte Dienstzeitaufwand ergibt sich durch Multiplikation der Anzahl der gewährten Eigenkapitalinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert der Instrumente am Gewährungsstichtag. Wenn die Eigenkapitalinstrumente noch in der Berichtsperiode der Gewährung ausübbar sind und auch ausgeübt werden, erfolgt eine Verbuchung in voller Höhe mit einer entsprechenden Erhöhung im Eigenkapital.

Ist die Ausübung der Optionen von der Ableistung einer bestimmten zukünftigen Dienstzeit abhängig, wird ein entsprechender Dienstzeitaufwand gleichmäßig auf den künftigen Erdienungszeitraum mit einer einhergehenden Erhöhung des Eigenkapitals verteilt.

Beim Arbeitsplatzwechsel eines Mitarbeiters innerhalb des Saint-Gobain Konzerns bleibt der erfasste Eigenkapitalbeitrag beim alten Arbeitgeber erhalten, ab dem Zeitpunkt des Wechsels werden der entstehende Dienstzeitaufwand und die Eigenkapitalerhöhung unter Zugrundelegung des ursprünglichen Zeitwerts am Tag der Gewährung beim neuen Arbeitgeber erfasst.

Latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern werden gemäß IAS 12 (Ertragsteuern) für sämtliche temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen der einzelnen Steuerbilanzen und der Konzernbilanz und auf Verlustvorträge gebildet. Latente Steueransprüche werden in dem Maße bilanziert, wie es wahrscheinlich ist, dass zukünftige zu versteuernde Gewinne verfügbar sein werden.

Der Ermittlung der latenten Steuern liegen in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt erwartete Steuersätze zugrunde. Diese basieren grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen.

Eine Verrechnung von aktiven latenten Steuern mit passiven latenten Steuern erfolgt, soweit die in IAS 12.74 genannten Kriterien vorliegen.

Pensionsrückstellungen

Rückstellungen für Pensionen werden gemäß IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung erfolgt auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung von biometrischen Annahmen.

IAS 19 und dem damit verbundenen Wahlrecht folgend, werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste erfolgsneutral über das Eigenkapital erfasst. Der Aufwand aus der Dotierung der Pensionsrückstellungen ist den Personalaufwendungen, der enthaltene Zinsanteil dem Zinsaufwand zugeordnet.

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden angesetzt, soweit rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen und wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen, die zuverlässig ermittelbar sind. Sie werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet. Dieser ergibt sich auf der Basis der bestmöglichen Schätzung. Verpflichtungen aus bereits vollzogenen Liefer- und Leistungsbeziehungen, die einen höheren Sicherheitsgrad bezüglich der Höhe und des Zeitpunktes der Erfüllung der Verbindlichkeit haben, werden unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Der in den Aufwendungen für Arbeitnehmerjubiläen und Altersteilzeit enthaltene Zinsanteil der Rückstellungszuführung wird im Zinsaufwand gezeigt.

Umsatzrealisierung

Umsatzerlöse werden unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Skonti, Boni oder Rabatten zu dem Zeitpunkt erfasst, zu dem die maßgeblichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum der verkauften Waren und Erzeugnisse verbunden sind, auf den Käufer übertragen wurden, ein Preis vereinbart und bestimmbar ist und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann. Erträge werden erfasst, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass der mit dem Geschäft verbundene wirtschaftliche Nutzen zufließen wird.

Emissionsberechtigungen

Die unentgeltlich zugeteilten Emissionsberechtigungen decken den derzeitigen Bedarf im Wesentlichen ab. Der Bilanzansatz erfolgt daraus resultierend zum Erinnerungswert in Höhe von EUR 1, der Zeitwert beträgt TEUR 5.686. Übersteigt der Ausstoß an CO2 die zugeteilten Berechtigungen, wird darüber hinaus eine Rückstellung für zusätzlich benötigte Zertifikate eingestellt.

Verwendung von Schätzungen

Bei der Erstellung der Abschlüsse sind Schätzungen und Annahmen erforderlich, die die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten am Bilanzstichtag und die Höhe der Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum beeinflussen. Die zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die den Werthaltigkeitstests zugrunde gelegten Planungs- und Bewertungsprämissen, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen sowie auf die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen.

Aufgrund der unsicheren Wirtschaftslage, unsicherer Prognoseaussichten und anderer Ereignisse können die tatsächlichen Ergebnisse von den Schätzungen abweichen. Die Schätzungen und zugrunde liegenden Annahmen werden laufend überprüft. Korrekturen von Schätzungen werden in der Periode erfasst, in der die Schätzung überprüft wurde.

Währungsumrechnung

Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Konzernunternehmen erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung gemäß IAS 21 (Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse) nach der modifizierten Stichtagskursmethode.

Da die Tochtergesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig betreiben, ist die funktionale Währung grundsätzlich identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft.

Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung von Tochterunternehmen, die in fremder Währung aufgestellt sind, werden grundsätzlich mit Jahresdurchschnittskursen, Vermögenswerte und Schulden zu Stichtagskursen sowie Posten des Eigenkapitals zu historischen Kursen umgerechnet. Der sich aus der Umrechnung des Eigenkapitals ergebende Währungsunterschied wird mit dem Eigenkapital verrechnet. Die Umrechnungsdifferenzen, die aus der abweichenden Umrechnung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung resultieren, werden ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen.

Ein im Zusammenhang mit dem Erwerb ausländischer Tochtergesellschaften entstandener Geschäfts- oder Firmenwert sowie Marktwertanpassungen werden als Vermögenswerte und Schulden des erworbenen Unternehmens behandelt und zum Stichtagskurs umgerechnet.

In den Abschlüssen der einzelnen Konzernunternehmen werden monetäre Posten in Fremdwährung gemäß IAS 21 umgerechnet.

Die für die Währungsumrechnung zugrunde liegenden Wechselkurse haben sich im Verhältnis zu einem Euro wie folgt verändert:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs

ISO-Code 31.12.2010 31.12.2009 2010 2009
Russischer Rubel RUB 40,82000 43,15400 40,28379 44,13856
Ukrainische Griwna UAH 10,65295 11,58960 10,58223 11,26122
US-amerikanischer Dollar USD 1,33620 1,44060 1,32690 1,39349


C. ANGABEN ZUR KONSOLIDIERUNG

Konsolidierungsgrundsätze

Bei bereits vor dem 01. Januar 2004 dem Konsolidierungskreis der Saint-Gobain Oberland AG angehörenden Unternehmen wurde die Befreiungsregel des IFRS 1 in Anspruch genommen, wonach die bisherigen Konsolidierungsmaßnahmen beibehalten werden können.

Die Kapitalkonsolidierung dieser Unternehmen erfolgte nach der Buchwertmethode zum Zeitpunkt des Erwerbs oder zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss. Der daraus resultierende Unterschiedsbetrag wurde voll mit den Gewinnrücklagen des Konzerns verrechnet.

Für nach dem 01. Januar 2004 erworbene Unternehmen erfolgt die Kapitalkonsolidierung gemäß IFRS 3 (Unternehmenszusammenschlüsse) nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem zum Marktwert bewerteten Konzernanteil am Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs. Die Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem anteiligen Eigenkapital wird gemäß IFRS 3, soweit sie auf stillen Reserven oder stillen Lasten beruht, den Vermögenswerten und Schulden des Tochterunternehmens zugeordnet.

Ein verbleibender positiver Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem Anteil am Nettozeitwert wird als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen und mindestens jährlich einer Prüfung auf Werthaltigkeit unterzogen. Ein passiver Unterschiedsbetrag wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Vermögenswerte, Schulden, Rückstellungen, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse aus konzerninternen Transaktionen (Zwischengewinne) werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Die steuerliche Auswirkung erfolgswirksamer Konsolidierungsmaßnahmen wird durch eine entsprechende Anpassung der latenten Steuern berücksichtigt.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss des Saint-Gobain Oberland Konzerns sind neben der Saint-Gobain Oberland AG, 2 (Vorjahr: 4) inländische und 4 (Vorjahr: 4) ausländische Tochterunternehmen einbezogen, bei denen Beherrschung vorliegt:

Black Sea Glass Packaging LLC, Russland

GPS Glasproduktions-Service GmbH, Deutschland

Private JSC 'CONSUMERS-SKLO-ZORYA', Ukraine

Ruhrglas GmbH, Deutschland

Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO, Russland

ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod, Russland

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes des Saint-Gobain Oberland Konzerns und der Saint-Gobain Oberland AG mit Stand vom 31. Dezember 2010 ist Bestandteil dieses Anhangs.

Erwerb weiterer Minderheitenanteile an Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO

Der der Saint-Gobain Oberland AG zuzurechnende Anteil an Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO erhöhte sich durch Aktienkäufe um 0,5 % auf 94,9%.

Verschmelzungen

Die Süddeutsche Altglas-Rohstoff GmbH und die Westerwald GmbH für Silikatindustrie wurden mit Wirkung zum 01. Januar 2010 auf die Saint-Gobain Oberland AG verschmolzen.

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(1) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren in erster Linie aus dem Verkauf von Erzeugnissen und Waren. Für weitere Erläuterungen zu den Umsatzerlösen verweisen wir auf den Abschnitt der Segmentberichterstattung.

(2) Operatives Ergebnis

Im operativen Ergebnis sind Abschreibungen in Höhe von TEUR 43.504 (Vorjahr: TEUR 32.488) enthalten. Für weitere Angaben hierzu verweisen wir auf Punkt (7) Langfristige Vermögenswerte.

Außerdem beinhaltet das operative Ergebnis Leistungen an Arbeitnehmer im Sinne von IAS 19 in Höhe von TEUR 100.650 (Vorjahr: TEUR 98.902), Materialaufwand in Höhe von TEUR 235.364 (Vorjahr: TEUR 239.054) sowie operative Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von TEUR -515 (Vorjahr: TEUR 707).

Die Veränderung der sonstigen Erträge und sonstigen Aufwendungen ist hauptsächlich im Verkauf des zur Veräußerung gehaltenen Grundstücks in Essen im Jahr 2009 und der damit verbundenen vertraglichen Verpflichtungen zur Baureifmachung des Geländes begründet.

(3) Finanzergebnis

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in TEUR 2010 2009
Sonstige Finanzerträge/-aufwendungen 65 45
davon Erträge aus Beteiligungen 65 45
Zinsen und ähnliche Erträge 447 1.159
davon aus verbundenen Unternehmen 1 14
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -6.257 -6.939
davon an verbundene Unternehmen -2.899 -2.275
Finanzergebnis -5.745 -5.735


Die Gesamtzinserträge für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten gemäß IAS 39 belaufen sich auf TEUR 447 (Vorjahr: TEUR 1.158), die entsprechenden Zinsaufwendungen auf TEUR 5.008 (Vorjahr: TEUR 3.670). Im Geschäftsjahr existierten keine aufwandsmindernden Zinszuschüsse von dritter Seite (Vorjahr: TEUR 421).

(4) Ertragsteuern

Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind die in den einzelnen Ländern gezahlten bzw. geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die latenten Steuern für die deutschen Gesellschaften des Saint-Gobain Oberland Konzerns werden weiterhin nach dem seit dem 01. Januar 2008 geltenden Körperschaftsteuersatz von 15 %, einem Solidaritätszuschlag von 5,5 % und einer durchschnittlichen Gewerbeertragsteuer von 14,38 % mit einem Gesamtsteuersatz von 30,2 % berechnet (Vorjahr: 30,2 %).

Die Berechnung ausländischer Ertragsteuern basiert auf den in den einzelnen Ländern gültigen Gesetzen und Verordnungen. Der angewandte Ertragsteuersatz für Private JSC 'CONSUMERS-SKLO-ZORYA' liegt unverändert bei 25 %, der Steuersatz für die russischen Konzernunternehmen wie im Vorjahr bei 20 %. Aufgrund der für die Zukunft rückläufigen Steuersätze in der Ukraine wird für die betreffenden latenten Steuern ein Satz von 23 % angewandt.

Für thesaurierte Ergebnisse bei Tochterunternehmen in Höhe von TEUR 1.011 (Vorjahr: TEUR 9.771) wurden keine latenten Steuern gebildet.

Steueraufwand

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in TEUR 2010 2009
Ertragsteueraufwand der Periode -11.545 -17.986
Latenter Steueraufwand/-ertrag -2.332 4
Ertragsteuern -13.877 -17.982


Der effektive Steuersatz beträgt 34,1 % (Vorjahr: 28,6 %). Der Unterschied zum erwarteten Ertragsteuersatz, der im Jahr 2010 weiterhin bei 30,2 % lag, lässt sich wie folgt überleiten:

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in TEUR 2010 2009
Ergebnis vor Ertragsteuer (EBT) 40.698 62.838
Erwartete Ertragsteuer (EBT x Steuersatz) 12.291 18.977
Steuereffekte aus:

Unterschieden aus ausländischen Steuersätzen 160 -1.092
Aperiodischem Steuerertrag/Steueraufwand -455 16
Steuerliche Hinzurechnungen und Kürzungen (permanente Differenzen) 1.795 1.032
Konsolidierung 9 -322
Nutzung steuerlicher Verlustvorträge -2.219 -
Sonstige Abweichungen 2.296 -629
Tatsächlicher Ertragsteueraufwand 13.877 17.982
Tatsächlicher Steuersatz in % 34,1 28,6


(5) Ergebnis je Aktie

Die Anzahl der Aktien betrug im Jahr 2010, wie im Jahr 2009, unverändert 1.000.000 Stück. Einflüsse, die darüber hinaus zu einer Verwässerung des Ergebnisses je Aktie führen könnten, existieren nicht.

Das Ergebnis je Aktie ermittelt sich anhand der folgenden Übersicht:

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in TEUR 2010 2009
Jahresergebnis 26.821 44.856
Anteile anderer Gesellschafter -136 384
Anteilseigner der Muttergesellschaft 26.957 44.472
Aktienzahl in Tausend 1.000 1.000
Ergebnis je Aktie (in EUR) 26,96 44,47


(6) Dividende je Aktie

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2010 2009
Ausgeschüttete Dividende (in TEUR) 24.000 26.000
Aktienzahl in Tausend 1.000 1.000
Dividende je Aktie (in EUR) 24,00 26,00


Die Höhe der Dividendenzahlung für 2010 an die Anteilseigner war zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung noch nicht festgelegt.

(7) Langfristige Vermögenswerte

Entwicklung des Anlagevermögens 2009

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Anschaffungs- und Herstellungskosten Abschreibungen
in TEUR Vortrag
01.01.2009
Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand
31.12.2009
Vortrag
01.01.2009
Geschäfts- oder Firmenwerte 15.134 - - - 15.134 -
Immaterielle Vermögenswerte 2.449 485 - 69 2.865 1.448
Sachanlagen





Grundstücke und Bauten 189.520 3.982 2.200 996 194.706 93.319
Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 530.522 24.347 12.378 29.394 537.853 350.147
In Herstellung befindliche Sachanlagen 24.882 33.629 -14.578 379 43.554 -
Summe Sachanlagen 744.924 61.958 - 30.769 776.113 443.466
Übrige finanzielle Vermögenswerte 2.188 - - - 2.188 511
Gesamt 764.695 62.443 - 30.838 796.300 445.425


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Abschreibungen Differenzen aus
Währungsumrechnung
Buchwert
in TEUR Geschäftsjahr
2009
Abgänge Stand
31.12.2009
Stand
31.12.2009
31.12.2009 01.01.2009
Geschäfts- oder Firmenwerte - - - -5.420 9.714 10.091
Immaterielle Vermögenswerte 348 29 1.767 -100 998 933
Sachanlagen





Grundstücke und Bauten 5.029 996 97.352 -12.249 85.105 85.050
Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 27.111 27.266 349.992 -30.939 156.922 152.605
In Herstellung befindliche Sachanlagen - - - -2.494 41.060 22.246
Summe Sachanlagen 32.140 28.262 447.344 -45.682 283.087 259.901
Übrige finanzielle Vermögenswerte - - 511 - 1.677 1.677
Gesamt 32.488 28.291 449.622 -51.202 295.476 272.602


Entwicklung des Anlagevermögens 2010

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Anschaffungs- und Herstellungskosten Abschreibungen
in TEUR Vortrag
01.01.2010
Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand
31.12.2010
Vortrag
01.01.2010
Geschäfts- oder Firmenwerte 15.134 - - - 15.134 -
Immaterielle Vermögenswerte 2.865 453 - - 3.318 1.767
Sachanlagen





Grundstücke und Bauten 194.706 9.688 2.100 176 206.318 97.352
Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 537.853 32.297 37.212 12.638 594.724 349.992
In Herstellung befindliche Sachanlagen 43.554 15.791 -39.312 - 20.033 -
Summe Sachanlagen 776.113 57.776 - 12.814 821.075 447.344
Übrige finanzielle Vermögenswerte 2.188 - - - 2.188 511
Gesamt 796.300 58.229 - 12.814 841.715 449.622


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Abschreibungen Differenzen aus
Währungsumrechnung
Buchwert
in TEUR Geschäftsjahr
2010
Abgänge Stand
31.12.2010
Stand
31.12.2010
31.12.2010 01.01.2010
Geschäfts- oder Firmenwerte - - - -4.708 10.426 9.714
Immaterielle Vermögenswerte 329 - 2.096 -63 1.159 998
Sachanlagen





Grundstücke und Bauten 5.763 125 102.990 -10.672 92.656 85.105
Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 37.412 12.464 374.940 -26.419 193.365 156.922
In Herstellung befindliche Sachanlagen - - - -558 19.475 41.060
Summe Sachanlagen 43.175 12.589 477.930 -37.649 305.496 283.087
Übrige finanzielle Vermögenswerte - - 511 - 1.677 1.677
Gesamt 43.504 12.589 480.537 -42.420 318.758 295.476


In den Abschreibungen sind TEUR 3.862 (Vorjahr: TEUR 487) Wertminderungsaufwendungen enthalten.


(8) Langfristige Forderungen

Die langfristigen sonstigen Forderungen enthalten wie im Vorjahr hauptsächlich Forderungen aus Finanzierungsleasing. Bezüglich weiterer Erläuterungen zum Finanzierungsleasing verweisen wir auf Kapitel (19) Leasingverhältnisse.

(9) Vorräte

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in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 47.645 48.594
Unfertige Erzeugnisse 3.499 3.508
Fertige Erzeugnisse und Waren 55.362 49.222
Gesamt 106.506 101.324


Die Abwertungen betragen 2010 insgesamt TEUR 10.758 (Vorjahr: TEUR 11.320), der Bestand der Vorräte vor Abwertungen beträgt TEUR 117.264 (Vorjahr: TEUR 112.644).

(10) Kurzfristige Vermögenswerte

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in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 39.868 46.251
davon gegen verbundene Unternehmen 1.299 2.205
Sonstige Vermögenswerte 12.973 27.651
davon Steuerforderungen 3.772 4.294
davon übrige Vermögenswerte 9.201 23.357


(11) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich im Wesentlichen aus erhaltenen Schecks und Bankguthaben zusammen.

(12) Zum Verkauf vorgesehene Vermögenswerte

Bei zum Verkauf vorgesehenen Vermögenswerten handelt es sich in Höhe von TEUR 226 (Vorjahr: TEUR 512) um Sachanlagevermögen der stillgelegten Dekorationsanlage von Private JSC 'CONSUMERS-SKLO-ZORYA', Ukraine. Derzeit finden Verkaufsverhandlungen mit potenziellen Käufern statt.

(13) Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete und eingezahlte Kapital der Saint-Gobain Oberland Aktiengesellschaft, Bad Wurzach, beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 26.000. Es setzt sich aus 1.000.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien zusammen, der Nennwert pro Aktie beträgt EUR 26. Aufgrund der Vorschriften des § 20 Abs. 4 AktG hat uns die Compagnie de Saint-Gobain S.A., Paris, mitgeteilt, dass sie über ihre Konzerngesellschaft Saint-Gobain Emballage S.A., Paris, eine Mehrheitsbeteiligung über 96,7 % an unserer Gesellschaft hält.

Rücklagen

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien sowie Beiträge des Mutterunternehmens.

Gesetzliche Rücklage

Es handelt sich um die gesetzliche Rücklage im Sinne des Aktiengesetzes.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen enthalten in der Vergangenheit erzielte Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Bestandteil der Gewinnrücklagen sind auch die erfolgsneutralen Anpassungen im Rahmen der erstmaligen Anwendung der IFRS. Aktive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung von Tochtergesellschaften vor dem 01. Januar 2004 in Höhe von TEUR 10.007 wurden vollständig mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

Die aktiven Unterschiedsbeträge aus den Kapitalkonsolidierungen ab 2005 werden gemäß IFRS 3 als Geschäfts- oder Firmenwert separat in der Konzernbilanz ausgewiesen, die passiven Unterschiedsbeträge werden erfolgswirksam vereinnahmt.

Weiterhin werden Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen mit einbezogen.

Gemäß IAS 19 und dem damit verbundenen Wahlrecht folgend werden die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Anteile anderer Gesellschafter

Die Anteile anderer Gesellschafter enthalten deren Kapitalanteil, das anteilige Jahresergebnis und die anteiligen Währungseffekte an den ausländischen Tochterunternehmen.

Entwicklung des Eigenkapitals der Saint-Gobain Oberland AG, Bad Wurzach vom 1. Januar 2009 bis zum 31. Dezember 2010

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Saint-Gobain Oberland AG
in TEUR Gezeichnetes
Kapital
Kapitalrücklage Gesetzliche
Rücklagen
Andere
Gewinnrücklagen
Gewinnvortrag Konzernergebnis
01.01.2009 26.000 43.853 249 69.997 1.094 51.562
Konzernergebnis - - - - - 44.472
Zeitwertänderungen von Cashflow-Hedges - - - 949 - -
Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow-Hedges -
-
-
3.741 -
-
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen -
-
-
-4.897 -
-
Währungsumrechnung - - - - - -
Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen -
-
-
63 -
-
Dividende - - - - - -26.000
Beiträge des Mutterunternehmens - 143 - - - -
Veränderungen des Konsolidierungskreises - - - - - -
Umgliederung - - - 25.271 291 -25.562
31.12.2009 26.000 43.996 249 95.124 1.385 44.472








in TEUR





01.01.2010 26.000 43.996 249 95.124 1.385 44.472
Konzernergebnis - - - - - 26.957
Zeitwertänderungen von Cashflow-Hedges - - - 113 - -
Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow-Hedges -
- -
-617 -
-
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen -
-
-
-5.749 -
-
Währungsumrechnung - - - - - -
Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen -
-
-
1.886 -
-
Dividende - - - - - -24.000
Beiträge des Mutterunternehmens - 145 - - - -
Veränderungen des Konsolidierungskreises - - - - - -
Umgliederung - - - 20.162 310 -20.472
31.12.2010 26.000 44.141 249 110.919 1.695 26.957


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Saint-Gobain Oberland AG Fremdgesellschafter Gesamt
in TEUR Kumulierte Währungs-
umrechnungsdifferenzen
Summe
Eigenkapital
Minderheitenkapital Kumuliertes übriges
Konzernergebnis
Summe
Eigenkapital
Summe
Eigenkapital
01.01.2009 -49.955 142.800 6.559 909 7.468 150.268
Konzernergebnis - 44.472 - 384 384 44.856
Zeitwertänderungen von Cashflow-Hedges - 949 - - - 949
Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow-Hedges -
3.741 -
-
-
3.741
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen -
-4.897 -
-
-
-4.897
Währungsumrechnung -5.913 -5.913 -292 - -292 -6.205
Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen -
63 -
-
-
63
Dividende - -26.000 - -8 -8 -26.008
Beiträge des Mutterunternehmens - 143 - - - 143
Veränderungen des Konsolidierungskreises - - -572 - -572 -572
Umgliederung - - 901 -901 - -
31.12.2009 -55.868 155.358 6.596 384 6.980 162.338








in TEUR





01.01.2010 -55.868 155.358 6.596 384 6.980 162.338
Konzernergebnis - 26.957 - -136 -136 26.821
Zeitwertänderungen von Cashflow-Hedges - 113 - - - 113
Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow-Hedges -
-617 -
-
-
-617
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen -
-5.749 -
-
-
-5.749
Währungsumrechnung 10.426 10.426 433 - 433 10.859
Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen -
1.886 -
-
-
1.886
Dividende - -24.000 - -10 -10 -24.010
Beiträge des Mutterunternehmens - 145 - - - 145
Veränderungen des Konsolidierungskreises - - -289 - -289 -289
Umgliederung - - 373 -373 - -
31.12.2010 -45.442 164.519 7.113 -135 6.978 171.497



(14) Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Pensionsrückstellungen sind für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter sowie deren Hinterbliebene gebildet. Die betriebliche Altersversorgung ist durch leistungsorientierte Pläne und Sachbezugsabgeltung von Deputatverpflichtungen geregelt, wobei die zugesagten Leistungen durch das Unternehmen erfüllt werden. Die Finanzierung erfolgt durch die Dotierung von Rückstellungen.

Die Höhe der Pensionsverpflichtungen wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, dabei spielen neben den Annahmen zur Lebenserwartung folgende Prämissen eine maßgebliche Rolle:

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2010 2009
Abzinsungsfaktor 4,59 % 5,25 %
Gehaltstrend 2,4 % 3,2 %
Rententrend 1,5 % 1,7 %
Fluktuationsrate 3,0 % 3,0 %
Inflationsrate 1,5 % 1,9 %


Die Pensionspläne der einzelnen Standorte wurden aufgrund ihrer Gleichartigkeit zusammengefasst.

Die Versorgungsverpflichtung aus den Pensionsplänen und den Deputatverpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen:

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Pensionsverpflichtungen Deputatverpflichtungen
in TEUR 2010 2009 2010 2009
Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen 63.471 59.984 1.050 999
Entwicklung



Rückstellung zum 01.01. 59.984 55.205 999 989
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 5.659 4.856 90 40
Zuführung 1.827 3.877 51 58
davon Versorgungsaufwand 770 691 1 1
davon Zinsaufwand 1.057 3.186 50 57
Währungsunterschiede aus Plänen im Ausland 20 -20 - -
Gezahlte Leistungen -4.019 -3.934 -90 -88
Rückstellung per 31.12. 63.471 59.984 1.050 999


Zur gesetzlichen Rentenversicherung wurden Arbeitgeberanteile in Höhe von TEUR 8.981 (Vorjahr: TEUR 8.475) entrichtet.

Entwicklung des Anwartschaftsbarwerts der Versorgungszusagen

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in TEUR 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2008 31.12.2007 31.12.2006
Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen 64.521 60.983 56.194 60.705 63.940


Entwicklung der Rückstellungen

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in TEUR 01.01.2010 Verbrauch Auflösung Zuführung Sonstige
Veränderungen
31.12.2010
Langfristige Rückstellungen





Pensionen 60.983 4.109 - 1.878 5.769 64.521
Übrige Personalverpflichtungen 5.245 1.628 - 841 -9 4.449
Sonstige Rückstellungen 1.016 132 - 660 6 1.550
Summe 67.244 5.869 - 3.379 5.766 70.520
Kurzfristige Rückstellungen





Verpflichtungen aus dem Absatzbereich 1.533 103 - 338 - 1.768
Gesamt 68.777 5.972 - 3.717 5.766 72.288


Bei den übrigen Personalverpflichtungen handelt es sich hauptsächlich um die Verpflichtungen aus der Inanspruchnahme der Altersteilzeitregelung. Die Verpflichtungen aus dem Absatzbereich beinhalten insbesondere Garantieverpflichtungen und drohende Verluste aus belastenden Verträgen. Die Veränderung der Rückstellungen für übrige Personalverpflichtungen führte zu Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 246 (Vorjahr: TEUR 260).

(15) Latente Steueransprüche und -schulden

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Aktiv latente Steuern Passiv latente Steuern
in TEUR 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2010 31.12.2009
Sachanlagen 886 1.051 26.589 22.132
Vorräte 263 438 4.278 4.345
Rückstellungen 4.425 3.160 - 258
Schulden 153 1 142 8
Sonstiges 2.789 935 1.769 1.271
Summe 8.516 5.585 32.778 28.014


Der Ausweis der latenten Steuern in der Bilanz erfolgt bei Erfüllung der nach IAS 12.74 geforderten Kriterien saldiert.

(16) Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten

Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Schulden gegenüber verbundenen Unternehmen, darüber hinaus aus Verpflichtungen aus Leasingverhältnissen, siehe dazu (19) Leasingverhältnisse.

(17) Kurzfristige Schulden

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in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
Rückstellungen 1.768 1.533
Ertragsteuerschulden 3.198 5.097
Finanzielle Verbindlichkeiten 62.461 48.882
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 89.112 95.663
Sonstige Verbindlichkeiten 16.935 25.677
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.829 4.293
Verbindlichkeiten gegenüber Personal sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit 8.735 9.285
Steuerschulden 4.175 7.275
Akquisitionsverbindlichkeiten 178 442
Sonstige betriebliche Verbindlichkeiten 2.018 4.382


Die finanziellen Verbindlichkeiten bestehen größtenteils aus Schulden gegenüber verbundenen Unternehmen.

(18) Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten

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2009




in TEUR Bruttobetrag Wertberichtigung Buchwert Nettogewinne/
-Verluste
Zinsgewinne/
-Verluste
Kredite und Forderungen 89.888 -1.482 88.406 988 1.105
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 2.188 -511 1.677 -
-
Derivate 949 - 949 -2.359 -
Zum Restbuchwert bewertete finanzielle Schulden 228.768 -742 228.026 -3.100 -3.670






2010




in TEUR




Kredite und Forderungen 67.794 -2.256 65.538 -373 401
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 2.188 -511 1.677 -
-
Derivate 445 - 445 617 -
Zum Restbuchwert bewertete finanzielle Schulden 220.788 -560 220.228 -5.189 -5.008


Bei als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifizierten Finanzinstrumenten handelt es sich um Beteiligungen. Für die Beteiligungen lässt sich der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich ermitteln, da sie keinen notierten Preis auf einem aktiven Markt aufweisen. Die Beteiligungen werden mit ihren Anschaffungskosten abzüglich erforderlicher Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Bei den übrigen Finanzinstrumenten handelt es sich im Wesentlichen um kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten sowie langfristige finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 51.720 (Vorjahr: TEUR 57.804). Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Buchwert.

Das maximale Kreditausfallrisiko entspricht jeweils dem Buchwert.

Die Nettogewinne/-verluste der Kredite und Forderungen sowie der zum Restbuchwert bewerteten finanziellen Schulden bestehen zum größten Teil aus Zinsen, die im Zinsergebnis erfasst werden. Das Nettoergebnis aus den Derivaten ist in den Umsatzkosten erfasst. Die Nettogewinne resultieren hauptsächlich aus Finanzinstrumenten, die am Bilanzstichtag ausgewiesen sind.

Gemäß IFRS 7 sind Finanzinstrumente zur Darstellung der Fair-Value-Hierarchie in 3 Stufen zu gliedern:

Stufe 1 umfasst Finanzinstrumente mit auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten notierten Preisen. Stufe 2 beinhaltet Finanzinstrumente, die nicht unter Stufe 1 fallen und deren Inputfaktoren von einem aktiven Markt ableitbar sind. Stufe 3 enthält Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, deren Bewertung nicht auf beobachtbaren Marktdaten basiert. Bei der Saint-Gobain Oberland AG sind die Derivate der 2. Stufe zuzuordnen, alle übrigen Finanzinstrumente fallen unter Stufe 3.

Die einzelnen Kategorien lassen sich wie folgt auf die Bilanz überleiten:

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2009 davon entfällt auf Bilanzposten
in TEUR Buchwert Übrige finanzielle
Vermögenswerte
Sonstige
Forderungen
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
Sonstige
Vermögenswerte
Kredite und Forderungen 88.406 - 367 46.251 15.086 26.702
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 1.677 1.677 -
-
-
-
Derivate 949 - - - - 949
Zum Restbuchwert bewertete finanzielle Schulden 228.026 -
-
-
-
-
Bilanzwert
1.677 367 46.251 15.086 27.651
2010





in TEUR





Kredite und Forderungen 65.538 - 331 39.868 12.811 12.528
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 1.677 1.677 -
-
-
-
Derivate 445 - - - - 445
Zum Restbuchwert bewertete finanzielle Schulden 220.228 -
-
-
-
-
Bilanzwert
1.677 331 39.868 12.811 12.973


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2009 davon entfällt auf Bilanzposten
in TEUR Finanzielle
Verbindlichkeiten
(langfristig)
Finanzielle
Verbindlichkeiten
(kurzfristig)
Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und
Leistungen
Sonstige
Verbindlichkeiten
Kredite und Forderungen - - - -
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte -
-
-
-
Derivate - - - -
Zum Restbuchwert bewertete finanzielle Schulden 57.804 48.882 95.663 25.677
Bilanzwert 57.804 48.882 95.663 25.677
2010



in TEUR



Kredite und Forderungen - - - -
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte -
-
-
-
Derivate - - - -
Zum Restbuchwert bewertete finanzielle Schulden 51.720 62.461 89.112 16.935
Bilanzwert 51.720 62.461 89.112 16.935



Die überfälligen Forderungen betragen zum 31. Dezember 2010 TEUR 7.054 (Vorjahr: TEUR 5.730), davon sind jedoch lediglich TEUR 2.851 länger als 30 Tage überfällig (Vorjahr: TEUR 2.215). Sie wurden in Höhe von TEUR 883 (Vorjahr: TEUR 684) wertberichtigt.

Sämtliche Forderungen und Kredite werden in dem Zeitpunkt, in dem sie als uneinbringlich eingestuft werden, wertberichtigt.

Die Ausfallquote von weder überfälligen noch wertgeminderten Vermögenswerten tendiert gegen null.

(19) Leasingverhältnisse

Im Geschäftsjahr 2010 belief sich der Miet- und Leasingaufwand aus Operate-Leasing-Kontrakten auf TEUR 1.325 (Vorjahr: TEUR 1.448). Der Konzern mietet sowohl bewegliche als auch unbewegliche Wirtschaftsgüter an. Die Verträge weisen eine Grundmietzeit zwischen 1 und 10 Jahren auf.

Zum Bilanzstichtag hatte der Konzern offene Verpflichtungen aus unkündbaren Operate-Leasing-Verhältnissen, die wie folgt fällig sind (Vorjahresbeträge in Klammern):

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in TEUR bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Operate Leasing


Zukünftig zu leistende Leasingzahlungen 1.725 3.869 3.169
(2009) (1.176) (2.143) (-)


Die Miet- und Leasingerträge aus Operate-Leasing-Kontrakten beliefen sich auf TEUR 245 (Vorjahr: TEUR 247), die vertraglich vereinbarten Mindestleasingzahlungen verteilen sich auf:

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in TEUR bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Operate Leasing


Zukünftig zu erhaltende Leasingzahlungen 236 294 78
(2009) (201) (203) (117)


Bei den Operate-Leasing-Verhältnissen handelt es sich hauptsächlich um vermietete Grundstücke mit einer Grundmietzeit zwischen 1 und 25 Jahren.

Die Forderungen aus Finanzierungsleasing betreffen Immobilien der Gesellschaft Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO, die von den Mitarbeitern der Firma im Rahmen von Leasinggeschäften erworben werden.

Die Forderungen sind wie folgt fällig:

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in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
2010
77
2011 81 77
2012 78 75
2013 63 63
2014 56 53
2015 56
Danach (für 31.12.2009: 2015 und später) 52 108
Zukünftige Mindestleasingraten 386 453
Abzüglich: unrealisierte Erträge -80 -111
Abzüglich: Wertberichtigung Fluktuation -51 -48
Leasingforderung netto 255 294
Abzüglich: kurzfristiger Anteil -55 -44
Langfristige Forderungen aus Finanzierungsleasing 200 250


Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing betreffen Förder- und Personenfahrzeuge, die von Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' geleast werden. Aufgrund der Gestaltung der Verträge ist dem Konzern das wirtschaftliche Eigentum zuzurechnen, daraus folgend eine entsprechende Erfassung in den Sachanlagen. Die betroffenen Leasingverträge haben Laufzeiten bis 2012. Für die einzelnen Verträge besteht ein Kaufrecht oder Verlängerungsrecht bei Ablauf des Leasingvertrags. Der Buchwert der Anlagen betrug am 31. Dezember 2010 TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 53).

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen sind fällig:

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in TEUR 31.12. bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre
2010 45 32 13
2009 61 21 40


Die Mindestleasingzahlungen stellen sich wie folgt dar:

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in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
2010
22
2011 34 22
2012 15 27
2013 - 2
Zukünftige Mindestleasingraten 49 73
Abzüglich: unrealisierte Zinsaufwendungen -4 -12
Leasingverbindlichkeit netto 45 61
Abzüglich: kurzfristiger Anteil -32 -21
Langfristige Verbindlichkeit aus Finanzierungsleasing 13 40


(20) Sonstige Eventualverbindlichkeiten

Sonstige vertragliche Verpflichtungen

Bestellobligo

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in TEUR 31.12.2010 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre gesamt 31.12.2009
Investitionen 11.699 11.693 6 12.407
Rohstoffe 48.805 48.805 - 8.144
Dienstleistungen 5.769 1.906 3.863 5.057
Sonstige Beschaffungen 21.058 12.078 8.980 40.195


(21) Risiken und Sicherungsmaßnahmen

Die Saint-Gobain Oberland AG ist hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Schulden und geplanten Transaktionen verschiedenen Risiken ausgesetzt, Erläuterungen hierzu sind im Lagebericht enthalten.

Marktrisiken

Zur Absicherung werden unter anderem Warenderivate (Ölswaps) eingesetzt, die sich zum Bilanzstichtag wie folgt darstellen:

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in TEUR Nominalwert Marktwert Buchwert Umgliederung vom
Eigenkapital in GuV
31.12.2010 3.885 445 445 617
31.12.2009 9.843 949 949 3.741


Der Marktwert entspricht den Gewinnen und Verlusten bei einer fiktiven Glattstellung der Derivate zum Bilanzstichtag. Der Marktpreis ist der Preis, zu dem eine Vertragspartei die Rechte und/oder Pflichten der jeweils anderen Vertragspartei übernehmen würde. Er wird mittels standardisierter, finanzmathematischer Bewertungsverfahren ermittelt. Die Derivate sind innerhalb von 12 Monaten fällig. Ineffektivitäten liegen keine vor.

Weiterhin existieren Zins- und Währungsrisiken. Gemäß IFRS 7 sind hierfür Sensitivitätsanalysen vorzunehmen, die die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikoparametern auf das Ergebnis zeigen.

So wäre das Ergebnis zum 31. Dezember 2010 bei einem um 50 Basispunkte höheren/niedrigeren Marktzinsniveau um TEUR 464 niedriger/höher gewesen (Vorjahr: TEUR 593).

Wenn der Euro zum 31. Dezember 2010 gegenüber sämtlichen Währungen um 10 % aufgewertet/abgewertet gewesen wäre, wäre das Ergebnis um TEUR 17 höher/niedriger gewesen (Vorjahr: TEUR 1.995 niedriger/höher). Nicht berücksichtigt sind hierbei Effekte aus der Währungsumrechnung von Abschlüssen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, da sie die Cashflows in lokaler Währung nicht berühren.

Im Hinblick auf die Schätzung des Nutzungswertes für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Private JSC 'CONSUMERS-SKLO-ZORYA', Ukraine, reagiert der erzielbare Betrag insbesondere auf die Veränderung des WACC. Ein Anstieg des WACC um 50 Basispunkte würde den erzielbaren Betrag um TEUR -2.547 senken, ein Rückgang um 50 Basispunkte um TEUR +2.832 erhöhen.

Die derzeit positive Differenz zwischen dem erzielbaren Betrag und dem Buchwert der Nettovermögenswerte von Private JSC 'CONSUMERS-SKLO-ZORYA', Ukraine, verdeutlicht, dass die beurteilte (negative) Auswirkung der Sensitivitäten zu keinem Wertminderungsaufwand im Abschluss von Saint-Gobain Oberland führen würde.

Kreditrisiken

Das Ausfallrisiko im Forderungsbereich ist zu einem großen Teil durch eine Delkredere-Versicherung abgesichert.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass finanzielle Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maß erfüllt werden können. Um dieses Risiko zu begrenzen, verfügt die Saint-Gobain Oberland Gruppe über ein effektives Finanzmanagement, bei dem die Mittelzu- und -abflüsse fortlaufend überwacht und gesteuert werden. Die Generierung liquider Mittel erfolgt vorrangig durch das operative Geschäft sowie aus dem Finanzpool der Compagnie de Saint-Gobain.

E. ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Kapitalflussrechnung zeigt die Herkunft und Verwendung der Zahlungsströme in den Geschäftsjahren 2009 und 2010. Es werden Zahlungsströme aus der betrieblichen Tätigkeit, aus Investitionstätigkeit sowie Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit und der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit sind jeweils zahlungsmittelbezogen ermittelt. Demgegenüber wird der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit ausgehend vom Jahresergebnis des Konzerns indirekt abgeleitet.

Der in der Kapitalflussrechnung verwendete Finanzmittelbestand umfasst alle ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.

Kapitalmanagement

Die Finanzstruktur ist weiterhin von einer starken Eigenkapitalquote geprägt. Der Anstieg im Berichtsjahr von 33,3 % auf 34,8 % resultiert hauptsächlich aus positiven Währungsumrechnungsdifferenzen sowie Sondereinflüssen auf den für die Dividendenzahlung maßgeblichen handelsrechtlichen Jahresüberschuss der Saint-Gobain Oberland AG. Im Konzern wird ein intensives Working-Capital-Management betrieben, um den Kapitalbedarf so niedrig wie möglich zu halten. Der verbleibende Finanzierungsbedarf wird größtenteils über den Saint-Gobain Finanzpool abgedeckt. Die Konditionen für die Aufnahme von Fremdkapital sind im Oberland-Konzern demzufolge mit von der Einstufung des Gesamtkonzerns Saint-Gobain auf den internationalen Finanzmärkten abhängig.

F. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Gemäß IFRS 8 erfolgt die Segmentierung nach dem Management Approach. Dieser folgt den wesentlichen Risiken und Chancen des Konzerns, die mittlerweile stark abhängig von den geografischen Märkten, in denen Oberland produziert und absetzt, sind, insbesondere im Hinblick auf Wachstum sowie gesetzliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Entsprechend werden innerhalb des internen Berichtswesens alle operativ tätigen Gesellschaften je nach Sitzland den Segmenten Deutschland, Russland oder Ukraine zugeordnet.

Bis auf die GPS Glasproduktions-Service GmbH sind sämtliche Konzernunternehmen im Bereich der Behälterglasherstellung für die Getränke- und Nahrungsmittelindustrie tätig. Sie erwirtschafteten im Berichtsjahr externe Umsätze in Höhe von TEUR 465.714 (Vorjahr: TEUR 515.118).

Die GPS fertigt technische Anlagen für die Behälterglasherstellung. Ihre Umsätze mit Unternehmen außerhalb des Saint-Gobain Oberland Konzerns betrugen TEUR 23.505 (Vorjahr: TEUR 7.989).

Die grundsätzlich nach IFRS ermittelten Zahlen der einzelnen Gesellschaften werden auf Segmentebene durch Summierung verdichtet und tragen so zur Entscheidungsvorbereitung und -findung bei. Wichtigster Performance-Indikator ist hierbei das operative Ergebnis (EBIT). Transaktionen zwischen einzelnen Gesellschaften werden zu marktüblichen Konditionen durchgeführt. Abhängigkeiten von einzelnen Kunden bestehen nicht.

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31.12.2009
in TEUR Deutschland Russland Ukraine Eliminierungen
und Anpassungen
Konzern
Außenumsatz 371.229 80.307 37.683 - 489.219
Intersegmentäre Umsätze 502 - - -5021) -
Planmäßige Abschreibung 22.201 12.254 5.959 -7721) 39.642
Nichtzahlungswirksame Posten -3.026 -112 -4.444 - -7.582
Operatives Ergebnis 47.893 1.608 -3.692 6341) 46.443
Zinsaufwand -4.513 -3.103 -424 1.7831) -6.257
Zinsertrag 160 1.962 109 -1.7841) 447
Ertragsteuer -12.555 -989 -454 1211) -13.877
Investitionen 32.736 22.365 2.911 2631),2) 58.275
Vermögenswerte 446.108 162.436 49.876 -166.1871),3) 492.233
Langfristige Vermögenswerte 170.858 111.127 27.092 8.0041),4) 317.081
Schulden 298.435 43.427 8.850 -29.9761),3) 320.736


1) Konsolidierung.
2) Darstellung 'Zum Verkauf vorgesehene Vermögenswerte' (TEUR 334).
3) Saldierung Latente Steuern (TEUR -4.209).
4) Umgliederung 'Zum Verkauf vorgesehene Vermögenswerte' (TEUR -226).


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31.12.2010
in TEUR Deutschland Russland Ukraine Eliminierungen
und Anpassungen
Konzern
Außenumsatz 399.667 86.306 37.134 - 523.107
Intersegmentäre Umsätze 592 - - -5921) -
Planmäßige Abschreibung 19.760 9.652 3.565 -4891) 32.488
Nichtzahlungswirksame Posten -7.621 10 -138 - -7.749
Operatives Ergebnis 58.971 12.423 -3.624 8031) 68.573
Zinsaufwand -5.811 -1.700 -469 1.0411) -6.939
Zinsertrag 114 2.082 4 -1.0411) 1.159
Ertragsteuer -15.731 -2.862 657 -461) -17.982
Investitionen 32.865 26.501 892 2.1851),2) 62.443
Vermögenswerte 461.718 150.542 52.996 -177.8301),3) 487.426
Langfristige Vermögenswerte 160.417 95.618 31.172 6.5911),4) 293.798
Schulden 303.543 37.237 11.553 -27.2451),3) 325.088


1) Konsolidierung.
2) Darstellung 'Zum Verkauf vorgesehene Vermögenswerte' (TEUR 2.090).
3) Saldierung Latente Steuern (TEUR -2.998).
4) Umgliederung 'Zum Verkauf vorgesehene Vermögenswerte' (TEUR -512).


Bei den nichtzahlungswirksamen Posten sind in der Ukraine Wertminderungen von Sachanlagen in Höhe von TEUR 3.862 enthalten.

G. AKTIENBASIERTE VERGÜTUNG

Vorzugsaktien für Mitarbeiter (PEG)

Der Plan d'Epargne du Groupe (PEG) bietet den Mitarbeitern der Saint-Gobain Gruppe die Möglichkeit, über einen rechtlich selbständigen Mitarbeiterfonds Aktionär von Saint-Gobain zu werden. Der Wert eines Fondsanteils entspricht - bei einer minimalen Schwankung von plus oder minus 1 % - dem derzeitigen Wert einer Saint-Gobain-Aktie. Der Plan beinhaltet einen 20%igen Nachlass auf einen festgelegten Referenzkurs, der im Zeitraum zwischen dem 01. und 26. März 2010 aus der Kursentwicklung der Aktie an der Pariser Börse abgeleitet wurde. Darüber hinaus wurden 2010 zusätzliche von der Investitionssumme abhängige Sonderrabatte gewährt. Arbeitnehmer mit einer mindestens 3-monatigen ungekündigten Betriebszugehörigkeit zum Zeichnungsstichtag können bis zu 25 % des eigenen Bruttojahreseinkommens in den Aktienkauf investieren. Das gesamte Ausgabevolumen entspricht einer Kapitalerhöhung um maximal 5 Millionen Aktien (Vorjahr: 8,5 Millionen Aktien) im Nennwert von EUR 4, im Falle einer Überzeichnung erfolgt eine anteilige Zuteilung. Der Plan beinhaltet eine 5-jährige Sperrfrist für die erworbenen Anteile, die in definierten Fällen vorzeitig aufgehoben werden kann. Die Kosten für das Programm werden zwischen dem Mutterunternehmen Compagnie de Saint-Gobain und den Tochtergesellschaften aufgeteilt. Die Tochterunternehmen tragen die Kosten für die erwähnten Sonderrabatte, während die Compagnie de Saint-Gobain die restlichen Kosten trägt. Diese werden jedoch aufgrund der Regelungen des IFRIC 11 ebenfalls in diesem Konzernabschluss bilanziert und erläutert.

Die Kosten für die Sonderrabatte wurden der Saint-Gobain Oberland Gruppe direkt vom Mutterunternehmen belastet und sind im Personalaufwand mit TEUR 19 enthalten (Vorjahr: TEUR 34). Der darüber hinausgehende Vorteil für die Mitarbeiter wird mit Hilfe des beizulegenden Zeitwerts über die 5-jährige Haltefrist der Optionen bewertet. Dabei werden neben dem 20%igen Rabatt die Kosten der Nicht-übertragbarkeit mit einbezogen, die sich im Wesentlichen aus Kapitalbindung und Abwicklungskosten ergeben. Der maßgebliche Zinssatz für die Ermittlung der Kapitalbindungskosten entspricht dem Zinssatz, den eine Bank durchschnittlich für die Gewährung einer 5-jährigen Anleihe berechnen würde.

Gewährungszeitpunkt ist der Tag der Veröffentlichung des Referenzkurses durch den CEO der Compagnie de Saint-Gobain. Die Optionen sind sofort ausübbar, deshalb entspricht der beizulegende Zeitwert der Instrumente am Tag der Gewährung in voller Höhe dem Eigenkapitalzuwachs und dem Dienstzeitaufwand, der in der Periode zu verbuchen ist. Da sämtliche Optionen sofort ausübbar sind, entfallen weitere Angabepflichten zu nicht ausgeübten Eigenkapitalinstrumenten.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die wesentlichen Bedingungen und die Auswirkung des PEG gemäß IFRIC 11.8 ff. auf den Konzernabschluss des Saint-Gobain Oberland Konzerns:

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2010 2009
PEG-Basisdaten

Gewährungsdatum 29.03. 23.03.
Sperrfrist (in Jahren) 5 5
Basispreis (in EUR) 35,88 19,74
Ausübungspreis (in EUR) 28,70 15,80
Basisrabatt 20,00 % 20,00 %
Effektiver Rabatt am Gewährungsdatum (a) 25,02 % 24,94 %
Gezeichnete Anteile Saint-Gobain Oberland Gruppe 6.874 22.743
Kosten für Nichtübertragbarkeit

Fremdkapitalzinsen p. a. 6,33 % 7,09 %
Risikoloser Zinssatz (5 Jahre) p. a. 2,29 % 2,79 %
Abwicklungskosten p. a. 0,25 % 0,25 %
Gesamte Kosten für Nichtübertragbarkeit (b) 17,73 % 22,92 %
Fair Value des Programms

je Aktie (a - b) 7,29 % 2,02 %
beizulegender Zeitwert je Aktie (in EUR) 2,09 0,32
Saint-Gobain Oberland Gruppe gesamt (in EUR) 14.377 7.247


Gratisaktien für Mitarbeiter und Führungskräfte (FREE SHARE PLAN)

Um die Mitarbeiter in die Entwicklung der Unternehmensgruppe einzubinden, hat der Verwaltungsrat der Compagnie de Saint-Gobain S.A. am 19. November 2009 beschlossen, allen Saint-Gobain Mitarbeitern jeweils 7 kostenlose Saint-Gobain-Aktien bei Vorliegen im Plan definierter Bedingungen zuzuteilen. Die wesentlichen Bedingungen für die Mitarbeiter in Deutschland und Osteuropa sind:

Ununterbrochene Zugehörigkeit zur Saint-Gobain-Gruppe vom 31. Oktober 2009 bis zum 31. März 2014

Das konsolidierte Betriebsergebnis der Compagnie de Saint-Gobain (unter Ausklammerung der Verpackungssparte) steigt in den Geschäftsjahren 2010 und 2011 jährlich um mindestens 10 %; zugrunde gelegt wird hierbei die durchschnittliche Wachstumsrate dieser beiden Geschäftsjahre.

Führungskräfte der Unternehmensgruppe erhielten darüber hinaus zu gleichen Bedingungen individuelle Zuteilungen von Gratisaktien, dies betraf im Saint-Gobain Oberland Konzern 5 Personen mit insgesamt 2.300 Aktien.

Die Kosten für das Programm trägt die Compagnie de Saint-Gobain, sie werden jedoch aufgrund der Regelungen des IFRIC 11 ebenfalls in diesem Konzernabschluss bilanziert und erläutert.

Der beizulegende Zeitwert des FREE SHARE PLAN basiert auf folgenden Annahmen:

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Mitarbeiter Führungskräfte
FREE SHARE PLAN, Basisdaten

Anzahl bezugsberechtigter Mitarbeiter 3.403 5
Anzahl auszugebender Gratisaktien 23.821 2.300
Gewährungsdatum 19.11.2009 19.11.2009
Sperrfrist (in Jahren) 4 4
Basispreis (in EUR) 37,53 37,53
Kosten pro Aktie

Abwicklungskosten (in %) 41,99 % 41,99 %
Abwicklungskosten (in EUR) 15,76 15,76
Fair Value des Programms

beizulegender Zeitwert je Aktie (in EUR) 21,77 21,77
beizulegender Zeitwert gesamt (in EUR) 518.583 50.071
davon dem Berichtsjahr zuzurechnen (in EUR) 116.286 11.473


Aktienorientierte Vergütung für Führungskräfte

Die Compagnie de Saint-Gobain S.A. legt seit 1987 Programme für aktienbasierte Vergütung auf. Davon sind zwischenzeitlich nur noch Optionen ausübbar, die frühestens 2001 gewährt wurden. Entscheidungen bezüglich der Gewährung von Optionen trifft der Verwaltungsrat der Gruppe nach Prüfung der Vorschläge eines Ausschusses (Mandatsträgerausschuss).

An diesem Aktienoptionsprogramm sind auch Führungskräfte der Saint-Gobain Oberland-Gruppe beteiligt, dies betrifft 4 Personen (Vorjahr: 6 Personen).

Im Berichtsjahr 2010 wurden an Führungskräfte des Saint-Gobain Oberland-Konzerns 2.380 Optionen gewährt (Vorjahr: 4.000).

Die Aktien werden seit 1999 zu einem Ausübungspreis, der dem durchschnittlichen Kurs innerhalb von 20 Tagen vor dem Gewährungszeitpunkt entspricht, gewährt. Der Ausübungspreis beträgt EUR 35,19 (Vorjahr: EUR 36,34). Die Ausübung der am 18. November 2010 gewährten Optionen ist an eine 4-jährige Sperrfrist gekoppelt, d.h., Aktienerwerbe unter diesen Optionsprogrammen können frühestens am 19. November 2014 erfolgen. Die Gesamtlaufzeit des Optionsprogramms 2010 beträgt 10 Jahre, d.h., die Optionen müssen bis 18. November 2020 ausgeübt werden, ansonsten verfallen sie.

Bei freiwilligem Ausscheiden des Mitarbeiters aus dem Saint-Gobain Konzern verfallen die Optionen, entgegenstehende einzelvertragliche Regelungen wurden nicht getroffen.

Der beizulegende Zeitwert des Optionsprogramms wurde berechnet auf der Grundlage des Black-Scholes-Optionspreismodells. Den Modellberechnungen liegen als Annahme zugrunde:

Aktienkurs im Gewährungszeitpunkt = Ausübungspreis: EUR 35,19 (Vorjahr: EUR 36,34)

Erwartete Volatilität des Aktienkurses: 39,10 % (Vorjahr: 41,17 %)

Erwarteter Dividendenertrag: EUR 1,52 (Vorjahr: EUR 1,52)

Mutmaßliche Laufzeit: 6 Jahre (Vorjahr: 6 Jahre)

Risikofreier Zinssatz: 2,52 % (Vorjahr: 2,79 %)

Durchschnittlicher Aktienkurs Compagnie de Saint-Gobain am Börsenplatz Paris im Jahr 2010 EUR 34,37

Die erwartete Volatilität ergibt sich aus der historischen Volatilität des Aktienkurses aus den vergangenen 10 Jahren und beinhaltet auch die Volatilität der gehandelten Aktienoptionen. Zeiträume, in denen eine außergewöhnlich hohe Volatilität herrschte, werden hierbei nicht berücksichtigt.

2010 betrug der erfasste Dienstzeitaufwand der Optionen bei der Saint-Gobain Oberland AG TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 118). Der beizulegende Zeitwert der 2010 gewährten Optionen beträgt für Saint-Gobain Oberland TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 42).

Einen Überblick über die ausstehenden Optionen gewährt die folgende Tabelle:

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Jahr der Gewährung Typ Anzahl
Aktienoptionen
Ausübungspreis ausgeübt davon 2010 verfallen
2000 Kauf 18.579 34,11 15.040 6.194 3.539
2001 Kauf 13.273 36,37 885 - -
2002 Kauf 17.474 21,28 885 - -
2003 Neuzeichnung 15.484 32,26 4.866 - -
2004 Neuzeichnung 15.925 39,39 - - 4.423
2005 Neuzeichnung 14.377 41,34 - - 6.635
2006 Neuzeichnung 13.271 52,54 - - 5.529
2007 Neuzeichnung 15.483 64,72 - - 6.635
2008 Neuzeichnung 15.374 25,88 - - 3.318
2009 Neuzeichnung 4.000 36,34 - - -
2010 Neuzeichnung 2.380 35,19 - - -
Total
160.663 37,90 31.408 6.194 35.388


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Jahr der Gewährung davon 2010 verbleiben ausübbar nicht
ausübbar
Restlaufzeit
in Monaten
2000 1.327 - - - -
2001 - 12.388 12.388 - 11
2002 - 16.589 16.589 - 23
2003 - 10.618 10.618 - 35
2004 - 11.502 11.502 - 47
2005 - 7.742 7.742 - 59
2006 - 7.742 7.742 - 72
2007 2.212 8.848 - 8.848 84
2008 2.212 12.056 - 12.056 96
2009 - 4.000 - 4.000 108
2010 - 2.380 - 2.380 120
Total 5.751 93.867 66.583 27.284 54


Die Anzahl und der gewichtete Durchschnitt der Ausübungspreise der verbliebenen Aktienoptionen entwickelten sich wie folgt:

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Bezeichnung Anzahl
Aktien-Nennwert
EUR 4
Preis
in EUR
Ausstehende Optionen am 31.12.2008 110.500 42,71
Anpassung wegen Kapitalerhöhung 2009 10.827 -
gewährte Optionen 2009 4.000 36,34
ausgeübte Optionen 2009 - -
verfallene Optionen 2009 -21.895 46,50
Ausstehende Optionen am 31.12.2009 103.432 36,87
gewährte Optionen 2010 2.380 35,19
ausgeübte Optionen 2010 -6.194 34,11
verfallene Optionen 2010 -5.751 42,72
Ausstehende Optionen am 31.12.2010 93.867 36,65
davon ausübbar 2010 66.583 34,93


Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr innerhalb des Aktienprogramms 'Attribution Gratuite d'Action' (AGA) den Führungskräften weitere 2.310 Aktien zugeteilt. Dies betrifft im Saint-Gobain Oberland Konzern 5 Personen, davon sind pro Person 100 Aktien ohne Ausübungsbedingung. Bei der verbleibenden Anzahl Aktien sind von den Begünstigten folgende Bedingungen zu erfüllen:

Ununterbrochene Zugehörigkeit zum Saint-Gobain Konzern

Die Zuteilung der Aktien erfolgt entsprechend der Höhe der Kennzahl Return on Capital Employed (ROCE) der Compagnie de Saint-Gobain (unter Ausklammerung der Verpackungssparte). Für die Jahre 2011 und 2012 wurden Intervalle des ROCE definiert, entsprechend des Erreichungsgrads dieser Intervalle erfolgt die anteilige Zuteilung der Aktien. Wird in einem der Jahre eine definierte Höhe des ROCE erreicht, erfolgt die Zuteilung bis zu 50 %. Wenn in beiden Jahren die Zielgrößen erreicht werden, dann werden bis zu 100 % zugeteilt. Wird das Mindestziel nicht erreicht, erfolgt keine Zuteilung von Aktien.

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AGA 2010, Basisdaten
Anzahl bezugsberechtigter Mitarbeiter 5
Anzahl auszugebende Aktien 2.310
Gewährungsdatum 18.11.2010
Sperrfrist (in Jahren) 4
Basispreis (in EUR) 36,85


Kosten pro Aktie
Abwicklungskosten (in %) 30,44 %
Abwicklungskosten (in EUR) 11,22


Fair Value des Programms
beizulegender Zeitwert je Aktie (in EUR) 25,63
beizulegender Zeitwert gesamt (in EUR) 59.205
davon dem Berichtsjahr zuzurechnen (in EUR) 1.743


2010 betrug der erfasste Dienstzeitaufwand der Optionen des Programms AGA bei der Saint-Gobain Oberland AG TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 0).

H. BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN PERSONEN

Die Geschäfte und finanziellen Beziehungen mit den verbundenen und assoziierten Unternehmen innerhalb des Saint-Gobain Konzerns werden in Summe angegeben.

Beziehungen zu übergeordneten Unternehmen

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Liefer- und
Leistungsbeziehungen
Finanzbeziehungen
in TEUR 2010 2009 2010 2009
Forderungen 141 196 - 7.784
Verbindlichkeiten 960 1.173 47.467 -
Erträge 2.564 1.647 1 14
Aufwendungen/Investitionen 3.156 5.103 231 53
Dividendenzahlung

23.200 25.134


Beziehungen mit den übrigen verbundenen und assoziierten Unternehmen

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Liefer- und
Leistungsbeziehungen
Finanzbeziehungen
in TEUR 2010 2009 2010 2009
Forderungen 1.158 2.009 1 -
Verbindlichkeiten 2.864 2.373 53.443 95.974
Erträge 11.248 4.826 - -
Aufwendungen/Investitionen 8.238 4.921 2.668 2.274


Die Finanzbeziehungen enthalten wie im Vorjahr ein zum 31. Juli 2012 fälliges Darlehen in Höhe von TEUR 50.973 zu einem Zinssatz von 4,55 % sowie ein kurzfristiges Darlehen auf marktüblicher Basis in Höhe von TEUR 47.467 (Vorjahr: TEUR 45.001).

In der Ukraine führten die von der privaten Firma eines leitenden Angestellten ausgeführten Dienstleistungen zu Aufwendungen in Höhe von TEUR 162.

Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen sind auf Grundlage internationaler Preisvergleichsmethoden gemäß IAS 24 zu Bedingungen ausgeführt worden, wie sie auch mit konzernfremden Dritten üblich sind.

Die Bezüge des Aufsichtsrats und Vorstands gliedern sich in:

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in TEUR 2010 2009
Vergütungen an die Mitglieder des Aufsichtsrats 84 84
Vergütungen an die Mitglieder des Vorstands

Kurzfristig fällige Leistungen 1.593 2.238
davon variabler Bestandteil (280) (255)
Zuführung Versorgungsaufwand zur Pensionsrückstellung 157 136
Aktienbasierte Vergütung 15 68
Pensionsverpflichtungen gegenüber den Mitgliedern des Vorstands 1.946 1.555
Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern und deren Hinterbliebenen 8.665 7.952
Pensionszahlungen an diesen Personenkreis 558 502


Bezüglich des Vergütungssystems für den Vorstand verweisen wir auf die Angaben im zusammengefassten Lagebericht, von einer individualisierten Offenlegung der Bezüge wird gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 31. Mai 2006 abgesehen.

I. MITARBEITER

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter beträgt:

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2010 2009
Technik/Produktion 3.426 3.637
Verwaltung/Vertrieb 263 396

3.689 4.033
Auszubildende 92 82
Gesamt 3.781 4.115


J. CORPORATE GOVERNANCE

Mit Beschluss vom 9. Dezember 2010 haben Vorstand und Aufsichtsrat eine Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben. Diese Erklärung ist auf der Internetseite der Saint-Gobain Oberland AG (www.saint-gobain-oberland.de) veröffentlicht und somit den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.

K. HONORAR DER ABSCHLUSSPRÜFER

Für Abschlussprüfer sind Honorare in Höhe von TEUR 210 (Vorjahr: TEUR 216) für die Abschlussprüfung sowie in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 51) für sonstige Leistungen, darunter TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 13) für andere Bestätigungen, als Aufwand erfasst.

L. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Berichtspflichtige Ereignisse lagen nicht vor.

M. ANTEILSBESITZ ZUM 31. DEZEMBER 2010

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Name und Sitz des Konzernunternehmens Eigenkapital
in TEUR
Konzernanteil Muttergesellschaft Anteil der Saint-
Gobain
Oberland AG
Ergebnis
2010
in TEUR
I. Verbundene Unternehmen




Black Sea Glass Packaging LLC, Bryukhovetskaya Stanitsa, Russland -103) 100,00 % Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO 100,00 % -63)
GPS Glasproduktions-Service GmbH, Essen 1.163 100,00 % Ruhrglas GmbH 100,00 % -1)
Ruhrglas GmbH, Essen 8.755 100,00 % Saint-Gobain Oberland AG 100,00 % -1)
Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO, Mineralnye Vody, Russland 2.1463) 94,86 % Saint-Gobain Oberland AG 65,14 % -423)
Private JSC 'CONSUMERS-SKLO-ZORYA', Rivne Oblast, Ukraine 4374) 96,68 % Saint-Gobain Oberland AG 96,68 % -434)
ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod, Kamyshin, Russland 2.7423) 95,51 % Saint-Gobain Oberland AG 95,51 % 473)
ZAO STI, Mineralnye Vody, Russland 43) 100,00 % Saint-Gobain Oberland AG 100,00 % -3)
II. Sonstige Beteiligungen und assoziierte Unternehmen




GGA Gesellschaft für Glasrecycling und Abfallvermeidung mbH, Ravensburg 1.7102) 26,37 % Saint-Gobain Oberland AG 26,37 % -1092)


1) Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.
2) Angaben 2009.
3) in Mio. RUB.
4) in Mio. UAH.


Der zum 31. Dezember 2010 gemäß § 315a HGB aufgestellte Konzernabschluss wurde am 02. März 2011 vom Vorstand zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht.

Bad Wurzach, den 02. März 2011

Der Vorstand


BESTÄTIGUNGSVERMERK
des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Saint-Gobain Oberland Aktiengesellschaft, Bad Wurzach, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft.

Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 02. März 2011
KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Prof. Dr. Andrejewski
Wirtschaftsprüfer
Balk
Wirtschaftsprüfer


JAHRESABSCHLUSS

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
der Saint-Gobain Oberland AG

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in TEUR 2010 2009
Umsatzerlöse 348.293 389.274
Veränderungen des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 4.369 -632
Andere aktivierte Eigenleistungen 206 92
Sonstige betriebliche Erträge 5.722 8.358
davon Erträge aus Auflösungen von Sonderposten mit Rücklageanteil (25) (24)
Materialaufwand

Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 125.679 140.964
Personalaufwand

Löhne und Gehälter 61.900 63.886
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 12.249 15.316
davon für Altersversorgung (238) (2.786)
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 28.599 25.755
Sonstige betriebliche Aufwendungen 87.306 94.039
Erträge aus Beteiligungen 2.220 1.031
davon aus Ergebnisabführungsverträgen (2.008) (837)
davon aus den übrigen verbundenen Unternehmen (153) (150)
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 41 126
davon aus verbundenen Unternehmen (31) (64)
davon aus Abzinsung (10) (-)
Abschreibungen auf Finanzanlagen 14.000 16.000
Aufwendungen aus Verlustübernahme - 62
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.506 2.587
davon an verbundene Unternehmen (3.037) (2.469)
davon aus Abzinsung (2.190) (-)
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 25.612 39.640
Außerordentliche Erträge 115 -
Außerordentliche Aufwendungen 3.414 -
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 9.982 15.135
davon an Organgesellschaften weiterbelastet (887) (205)
davon latente Steuern (168) (-)
Sonstige Steuern 298 194
Jahresüberschuss 12.033 24.311
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.695 1.384
Bilanzgewinn 13.728 25.695


BILANZ
der Saint-Gobain Oberland AG

Aktiva

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in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
A. Anlagevermögen


I. Immaterielle Vermögensgegenstände 405 264

II. Sachanlagen 113.266 86.611

III. Finanzanlagen 155.589 184.388


269.260 271.263
B. Umlaufvermögen


I. Vorräte 50.889 47.739

II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände


1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 24.101 31.753

2. Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.557 16.054


34.658 47.807

III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.163 4.354


89.710 99.900
C. Rechnungsabgrenzungsposten 184 197

Summe Aktiva 359.154 371.360


Passiva

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in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
A. Eigenkapital


I. Gezeichnetes Kapital 26.000 26.000

II. Kapitalrücklage 42.949 42.949

III. Gewinnrücklagen


1. Gesetzliche Rücklage 249 249

2. Andere Gewinnrücklagen 23.167 23.167

IV. Bilanzgewinn 13.728 25.695


106.093 118.060
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 235 233
C. Rückstellungen


1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 34.695 32.394

2. Steuerrückstellungen 5.450 9.769

3. Sonstige Rückstellungen 22.210 24.115


62.355 66.278
D. Verbindlichkeiten


1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 18.841 15.540

2. Übrige Verbindlichkeiten 170.974 170.761


189.815 186.301
E. Rechnungsabgrenzungsposten 488 488
F. Passive latente Steuer 168 -

Summe Passiva 359.154 371.360


ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS
der Saint-Gobain Oberland AG zum 31. Dezember 2010

ALLGEMEINES

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt. Im Geschäftsjahr 2010 waren erstmals die Regelungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) vollumfänglich anzuwenden. Durch die Erstanwendung ergeben sich Änderungen hinsichtlich Darstellung und Bewertungsmethoden einzelner Bilanzpositionen. Soweit sich Änderungen in Bezug auf Ansatz und Bewertung ergeben haben, wurden die Vorjahresbeträge nicht an die geänderten Ansatz- und Bewertungsmethoden angepasst.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Um die Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung zu verbessern, werden verschiedene Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.

GRUNDSÄTZE DER BEWERTUNG UND BILANZIERUNG

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bilanziert und planmäßig linear über ihre Nutzungsdauer von längstens 5 Jahren abgeschrieben. Auf eine Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wird verzichtet.

Die Zugänge bei Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder aktivierungspflichtigen Herstellungskosten bewertet. Ab 2010 neu angeschaffte Vermögensgegenstände werden gemäß ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear oder leistungsbezogen abgeschrieben. Diese beträgt bei Geschäfts- und Fabrikgebäuden längstens 50 Jahre, Maschinen und maschinelle Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden überwiegend in bis zu 12 Jahren abgeschrieben. Bereits vor dem Geschäftsjahr 2010 bestehende Vermögensgegenstände werden mit nach steuerlichen Abschreibungstabellen zulässigen Höchstsätzen degressiv abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten- oder Herstellungskosten bis zu 410 Euro werden ab 01. Januar 2010 im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist.

Der Ansatz der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten.

Im Rahmen der Bewertung der Vorräte werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt mit den aktivierungspflichtigen Herstellungskosten. Abschreibungen für Risiken als Folge der geminderten Verwendbarkeit sowie zur Beachtung der verlustfreien Bewertung sind in angemessenem Umfang berücksichtigt.

Forderungen, Sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Risiken werden in angemessenem Umfang durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch auf Grundlage biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Beim zugrunde liegenden Rechnungszins für die Abzinsung handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz. Die Zuführung des durch das BilMoG verursachten Aufstockungsbetrages erfolgt ratierlich.

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt zu ihrem Erfüllungsbetrag, welcher nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftig anfallende Kosten- und Preissteigerungen werden berücksichtigt, sofern diese ausreichend objektivierbar sind. Für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird eine Abzinsung vorgenommen. Von der Übergangsregelung des BilMoG zur Beibehaltung von Wertansätzen bei Rückstellungen wurde zum Teil Gebrauch gemacht.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit den Devisenkassamittelkursen zum Abschlussstichtag bewertet. Aus der Bewertung resultierende Gewinne und Verluste werden je Währung miteinander verrechnet. Für Verlustüberhänge werden Drohverlustrückstellungen gebildet, unrealisierte Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen.

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt anhand des bilanzorientierten Konzepts der Einzeldifferenzierungsbetrachtung, d.h. einer Gegenüberstellung von handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten. Für die Steuerabgrenzung werden aktive und passive latente Steuern verrechnet. Ein passiver Überhang wird in der Bilanz ausgewiesen.

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
in TEUR Vortrag
01.01.2010
Zugänge aus
Verschmelzung
Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand
31.12.2010
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.403 21 262 -
-
1.686
Sachanlagen





Grundstücke und Bauten 45.026 46.557 343 437 - 92.363
Technische Anlagen und Maschinen 343.006 24.726 19.884 10.723 10.271 388.068
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 35.112 4.877 7.168 546 5.297 42.406
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.270 -
10.358 -11.706 -
10.922
Summe Sachanlagen 435.414 76.160 37.753 - 15.568 533.759
Finanzanlagen





Anteile an verbundenen Unternehmen 198.736 - 594 - 15.418 183.912
Beteiligungen 2.188 - - - - 2.188
Summe Finanzanlagen 200.924 - 594 - 15.418 186.100
Anlagevermögen gesamt 637.741 76.181 38.609 - 30.986 721.545


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in TEUR Abschreibungen
kumuliert
31.12.2010
Buchwert
31.12.2010
Buchwert
31.12.2009
Abschreibungen
Geschäftsjahr 2010
Zuschreibungen
Geschäftsjahr 2010
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.281 405 264 119 -
Sachanlagen




Grundstücke und Bauten 65.505 26.858 12.170 1.844 -
Technische Anlagen und Maschinen 325.257 62.811 51.147 20.880 -
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 29.731 12.675 11.024 5.756 205
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -
10.922 12.270 -
-
Summe Sachanlagen 420.493 113.266 86.611 28.480 205
Finanzanlagen




Anteile an verbundenen Unternehmen 30.000 153.912 182.711 14.000 -
Beteiligungen 511 1.677 1.677 - -
Summe Finanzanlagen 30.511 155.589 184.388 14.000 -
Anlagevermögen gesamt 452.285 269.260 271.263 42.599 205


VORRÄTE

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in TEUR 2010 2009
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 12.800 13.918
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 401 371
Fertige Erzeugnisse und Waren 37.688 33.450

50.889 47.739


Die Erhöhung des Bestandes an fertigen Erzeugnissen ist überwiegend mengenbedingt.

FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE

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in TEUR 2010 2009
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 24.101 31.753
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.756 9.800
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - 2
Sonstige Vermögensgegenstände 5.801 6.252
davon Restlaufzeit mehr als ein Jahr (35) (27)

34.658 47.807


Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich vor allem um Finanzforderungen.

EIGENKAPITAL

Das Grundkapital beträgt unverändert EUR 26.000.000 und ist eingeteilt in 1.000.000 Stückaktien.

Aufgrund der Vorschriften des § 20 Abs. 4 AktG hat uns die Compagnie de Saint-Gobain S.A., Paris, mitgeteilt, dass sie über ihre Konzerngesellschaft Saint-Gobain Emballage S.A., Paris, eine Mehrheitsbeteiligung an unserer Gesellschaft hält. Der Konzernabschluss der Compagnie de Saint-Gobain S.A., in den die Saint-Gobain Oberland AG einbezogen ist, kann beim Greffe du Tribunal de Commerce de Nanterre, Nanterre, Frankreich, und in englischer Sprache im elektronischen Bundesanzeiger eingesehen werden.

SONDERPOSTEN MIT RÜCKLAGEANTEIL

Der Sonderposten betrifft steuerrechtliche Wertberichtigungen auf Gebäude nach § 6b EStG. Er wird gemäß den Übergangsregeln zum BilMoG in seiner bisherigen Form fortgeführt. Die Erhöhung ist in der Verschmelzung der Westerwald GmbH begründet.

PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN

Folgende Prämissen werden in die Berechnung einbezogen:

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2010
Abzinsungsfaktor 5,13 %
Gehaltstrend 2,40 %
BBG-Trend 2,40 %
Rententrend 1,50 %
Fluktuationsrate 3,00 %


Die Übergangsregelung zum BilMoG wird in Anspruch genommen. Der Unterschiedsbetrag wird in den Folgejahren jährlich zu mindestens einem Fünfzehntel zugeführt. Ohne Inanspruchnahme der Übergangsregelung wäre eine Rückstellung für Pensionen und andere Verpflichtungen in Höhe von TEUR 39.270 zu passivieren. Aus dem Bilanzansatz in Höhe von TEUR 34.437 ergibt sich dadurch eine Unterdeckung von TEUR 4.833.

SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die Rückstellungen verteilen sich auf folgende Bereiche:

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in TEUR 2010 2009
Personal 10.067 12.316
Vertrieb 2.657 2.373
Übrige 9.486 9.426

22.210 24.115


Die größten Positionen in den Personalrückstellungen stellen die Verpflichtungen aus der Inanspruchnahme der Altersteilzeitregelung und die Verpflichtungen aus der Beteiligung der Mitarbeiter am Ergebnis dar. Die übrigen Rückstellungen betreffen hauptsächlich Verpflichtungen für die ausstehende Berechnung empfangener Lieferungen und Leistungen.

Der Gesamtbetrag der Überdeckung aufgrund der Beibehaltung von Wertansätzen im Rahmen der Übergangsregelungen zum BilMoG beträgt TEUR 45.

VERBINDLICHKEITEN

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen insbesondere Finanzverbindlichkeiten. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten mit Finanzierungscharakter in Höhe von TEUR 1.788.

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in TEUR 2010 2009
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 18.841 15.540
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 83 48
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 46.988 52.664
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 119.993 115.010
Sonstige Verbindlichkeiten 3.910 3.039
davon aus Steuern (565) (932)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (264) -
Summe Verbindlichkeiten 189.815 186.301


Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind TEUR 50.000 im Jahr 2012 zahlbar, bei den Sonstigen Verbindlichkeiten TEUR 97 bis 2013, alle übrigen Verbindlichkeiten sind binnen eines Jahres fällig.

LATENTE STEUERN

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Wertansatz zum 31.12.2010

Differenz Latente Steuer
in TEUR
Passiv Aktiv
Maschinelle Anlagen -2.539 -767 -
Vorräte 268 - 81
Rückstellungen 1.610 - 486
Organgesellschaften 106 - 32
Gesamtsummen
-767 599
Saldo -555 -168 -
Steuersatz kombiniert
30,2 %


NICHT IN DER BILANZ ENTHALTENE GESCHÄFTE

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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in TEUR 2010 2009
Mietverträge und Leasingverträge 6.377 8.093
davon an verbundene Unternehmen der Saint-Gobain Oberland Gruppe (2.976) (4.780)
Bestell-/Vertragsobligo für Investitionen und Großreparaturen 13.679 14.223
davon an verbundene Unternehmen der Saint-Gobain Oberland Gruppe (1.752) (4.425)

20.056 22.316


Derivative Finanzinstrumente

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in TEUR Nominalwert
zum 31.12.2010
Marktwert
zum 31.12.2010
Buchwert
Rückstellungen
Warenderivate (Swaps) 3.885 445 -


Derivative Finanzinstrumente werden zur Absicherung von Währungs- und Preisänderungsrisiken eingesetzt. Als Instrumente werden hierzu marktgängige Devisen- und Warentermingeschäfte angewandt. Der Marktwert entspricht den Gewinnen und Verlusten bei einer fiktiven Glattstellung der Derivate zum Bilanzstichtag, er wird mittels standardisierter Bewertungsverfahren ermittelt.

Sonstige Geschäfte und Rechte

Der Bilanzansatz der unentgeltlich zugeteilten Emissionsberechtigungen erfolgt zum Erinnerungswert, der Zeitwert zum 31. Dezember 2010 beträgt TEUR 5.686.

Die Saint-Gobain Oberland AG veräußert im Rahmen ihres Forderungsmanagements Forderungen aus Warenlieferungen an 2 internationale Finanzdienstleistungsunternehmen. Es handelt sich hierbei um echtes Factoring, wodurch der Gesellschaft ein Liquiditätszufluss entsteht. Ergebnisauswirkungen ergeben sich aus der Transaktion nur in sehr geringem Umfang.

Darüber hinaus liegen keine wesentlichen Risiken und Vorteile aus nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften vor.

UMSATZERLÖSE

Aufteilung nach Bereichen

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in Mio. EUR 2010 2009
Glas 347,5 387,3
Technisches Geschäft 0,8 2,0

348,3 389,3


Aufteilung nach Regionen

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in Mio. EUR 2010 2009
Inland 259,7 283,7
Europäische Union (ohne Inland) 84,7 97,7
Übriges Europa 2,7 5,9
Sonstiges Ausland 1,2 2,0

348,3 389,3


SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Es handelt sich insbesondere um jährlich wiederkehrende Auflösungen von Rückstellungen, erhaltene Gutschriften sowie um Erlöse aus der Weiterberechnung von Aufwendungen.

PERSONALAUFWAND

Der Rückgang des Personalaufwands ist im geänderten Ausweis des in der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen enthaltenen Zinsanteils gemäß BilMoG, in der Kurzarbeit im Werk Bad Wurzach sowie in der ergebnisbedingt rückläufigen Erfolgsbeteiligung der Mitarbeiter begründet.

Mitarbeiter und Auszubildende im Jahresdurchschnitt

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2010 2009
Technik/Produktion 1.238 1.216
Verwaltung/Vertrieb 89 90

1.327 1.306
Auszubildende 92 82
Gesamt 1.419 1.388


ABSCHREIBUNGEN

Im Berichtsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 688 vorgenommen. Aufgrund der anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Ukraine wurde eine Wertberichtigung in Höhe von TEUR 14.000 auf die Beteiligung an der Private JSC 'CONSUMERS-SKLO-ZORYA', Rivne, Ukraine, vorgenommen.

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Sie beinhalten insbesondere die Vertriebskosten, den Instandhaltungsaufwand, die Aufwendungen für sonstige Dienstleistungen sowie Mieten und Pachten. Der Rückgang ist überwiegend auf die gesunkenen Vertriebskosten sowie auf die rückläufigen Miet- und Pachtaufwendungen bedingt durch die Verschmelzung der Westerwald GmbH zurückzuführen.

AUSSERORDENTLICHE ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN

Aus der Verschmelzung der Tochtergesellschaft Süddeutsche Altglas-Rohstoff GmbH, Bad Wurzach, resultierte ein Verschmelzungsgewinn in Höhe von TEUR 115, im Zuge der Verschmelzung der Tochtergesellschaft Westerwald GmbH für Silikatindustrie, Wirges, entstand ein Verlust in Höhe von TEUR 2.859. Umstellungseffekte durch die Einführung des BilMoG verursachten Aufwendungen in Höhe von TEUR 555.

STEUERN

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen das gewöhnliche Ergebnis sowie die aus der BilMoG-Umstellung resultierenden Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen im außerordentlichen Bereich.

CORPORATE GOVERNANCE

Mit Beschluss vom 09. Dezember 2010 haben Vorstand und Aufsichtsrat die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Als Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB ist sie auf der Internetseite der Saint-Gobain Oberland AG unter www.saint-gobain-oberland.de der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich gemacht worden.

BEZÜGE DES AUFSICHTSRATS UND DES VORSTANDS

Die Vergütung an die Mitglieder des Aufsichtsrats belief sich im Berichtsjahr auf TEUR 84 (Vorjahr: TEUR 84), die des Vorstands auf TEUR 1.593 (Vorjahr: TEUR 2.238), davon als variabler Bestandteil TEUR 280 (Vorjahr: TEUR 255). Die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern und deren Hinterbliebenen sind mit TEUR 6.232 (Vorjahr: TEUR 6.171) rückgestellt. Die Leistungen an diesen Personenkreis betrugen TEUR 558 (Vorjahr: TEUR 502).

Die Mitglieder des Vorstands partizipieren neben diesen Bezügen an den Aktienoptionsplänen der Compagnie de Saint-Gobain S.A., Paris. Die Optionspläne gliedern sich wie folgt in 3 Programme:

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Anzahl ausstehende
Aktien/
Optionen 31.12.2009
Anzahl gewährte
Aktien/
Optionen 2010
Anzahl ausgeübte
Aktien/
Optionen 2010
Anzahl verfallene
Aktien/
Optionen 2010
Anzahl ausstehende
Aktien/
Optionen 31.12.2010
Dienstzeitaufwand
in TEUR
2010
FREE SHARE PLAN 2009





Management 2.300 - - - 2.300 11
AGA 2010 - 2.080 - - 2.080 2
Stock Options





Management 103.432 2.380 -6.194 -5.751 93.867 2
Summe 105.732 4.460 -6.194 -5.751 98.247 15


Von einer individualisierten Offenlegung der Bezüge wird gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 31. Mai 2006 abgesehen.

HONORAR DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Für den Abschlussprüfer KPMG sind folgende Honorare als Aufwand erfasst worden:

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in TEUR 2010 2009
Art der Honorare

Prüfungshonorare 180 186
Prüfungsnahe Honorare 10 13
Übrige Honorare - 38


ANTEILSBESITZ ZUM 31. DEZEMBER 2010

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Name und Sitz des Konzernunternehmens Eigenkapital
in TEUR
Konzernanteil Muttergesellschaft Anteil der
Saint-Gobain
Oberland AG
Ergebnis
2010
in TEUR
I. Verbundene Unternehmen




GPS Glasproduktions-Service GmbH, Essen 1.534 100,00 % Ruhrglas GmbH 100,00 % -1)
Ruhrglas GmbH, Essen 8.755 100,00 % Saint-Gobain Oberland AG 100,00 % -1)
Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO, Mineralnye Vody, Russland 2.1463) 93,55 % Saint-Gobain Oberland AG 65,14 % -423)
Private JSC 'CONSUMERS-SKLO-ZORYA', Rivne Oblast, Ukraine 4374) 96,68 % Saint-Gobain Oberland AG 96,68 % -434)
ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod, Kamyshin, Russland 2.7423) 95,51 % Saint-Gobain Oberland AG 95,51 % 473)
ZAO STI, Mineralnye Vody, Russland 43) 100,00 % Saint-Gobain Oberland AG 100,00 % -3)
II. Sonstige Beteiligungen und assoziierte Unternehmen




GGA Gesellschaft für Glasrecycling und Abfallvermeidung mbH, Ravensburg 1.7102) 26,37 % Saint-Gobain Oberland AG 26,37 % -1092)


1) Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.
2) Angaben 2009.
3) in Mio. RUB.
4) in Mio. UAH.


Bad Wurzach, den 02. März 2011

Der Vorstand


BESTÄTIGUNGSVERMERK
des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung der Saint-Gobain Oberland Aktiengesellschaft, Bad Wurzach, und ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschafft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 02. März 2011
KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

scroll
Prof. Dr. Andrejewski
Wirtschaftsprüfer
Balk
Wirtschaftsprüfer


Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands der Saint-Gobain Oberland AG
an den Aufsichtsrat

Der Vorstand schlägt vor, den ausgewiesenen Bilanzgewinn der Saint-Gobain Oberland AG aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 in Höhe von 13.728.010,14 EUR wie folgt zu verwenden:

Ausschüttung einer Dividende von 12,00 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie für das abgelaufene Geschäftsjahr 2010, insgesamt 12.000.000,00 EUR, und einen Gewinnvortrag auf neue Rechnung in Höhe von 1.728.010,14 EUR.

Die Dividende wird ab dem 20. Mai 2011 ausgezahlt.

Bad Wurzach, 01. März 2011

Saint-Gobain Oberland AG
Der Vorstand

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Stefan Jaenecke
Vorsitzender
Thomas Beyer
Personal
Wolfgang Brauck
Vertrieb
Klaus J. Rudolph
Finanzen
Jorma Turpeinen
Osteuropa
Roland Unfried
Technik