![]() Saint-Gobain Oberland AGBad WurzachKonzernabschluss und Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010Geschäftsbericht 2010BERICHT DES AUFSICHTSRATSDas Jahr 2010 hat wiederum gezeigt, dass die Saint-Gobain Oberland AG flexibel auf
schwankende Marktgegebenheiten reagieren und auch unerwartete Situationen erfolgreich
bewältigen kann. Der Aufsichtsrat hat das Management im Laufe der letzten 12 Monate als kritischer
Partner unterstützt und offen über die strategische Ausrichtung des Unternehmens diskutiert.
Nun geht es darum, den Anschluss an die positive Entwicklung der Jahre 2007 bis 2009
wiederherzustellen. Im Berichtsjahr hat der Aufsichtsrat alle Aufgaben wahrgenommen, die ihm nach Gesetz,
Satzung und Geschäftsordnung zukommen, und den Vorstand umfassend beraten. Bei allen
wesentlichen Entscheidungen wurden die Chancen und Risiken im Vorfeld sorgfältig abgewogen.
Der Aufsichtsrat hat sich vom Vorstand regelmäßig, zeitnah und ausführlich über die
beabsichtigte Geschäftspolitik, grundsätzliche Fragen der künftigen Geschäftsführung
sowie die aktuelle Lage und Entwicklung des Unternehmens einschließlich der Risikolage
und des Risikomanagements der Gesellschaft schriftlich und mündlich unterrichten lassen,
mit dem Vorstand darüber beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht.
Der Vorstand stimmte auch die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat
ab. Die für das Kontrollgremium relevanten Informationen wurden den Mitgliedern stets
rechtzeitig zur Verfügung gestellt und es wurde ihnen damit ermöglicht, fundierte
Entscheidungen zu treffen und den Überwachungspflichten nachzukommen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr trat das Aufsichtsratsgremium jeweils quartalsweise
zu vier ordentlichen Sitzungen zusammen. Beschlüsse im Umlaufverfahren wurden nicht
gefasst. Der Bericht des Vorstands zur jeweiligen aktuellen Situation der Saint-Gobain Oberland-Gruppe
- einschließlich des in der Gesellschaft mit hoher Priorität bearbeiteten Themas Arbeitssicherheit
- zur Markt- und Absatzlage, zur Geschäftsentwicklung der Tochtergesellschaften in
Russland und der Ukraine sowie zur GPS Glasproduktions-Service GmbH in Essen wurden
in allen Aufsichtsratssitzungen im Berichtszeitraum als feststehende, regelmäßig wiederkehrende
Themenschwerpunkte behandelt. Abweichungen von zuvor berichteten Zielen wurden vom
Vorstand unter Angabe von Gründen erläutert. Der Aufsichtsrat hat sich mit der bilanziellen Bewertung der osteuropäischen Tochtergesellschaften
eingehend befasst und Art und Methode der Werthaltigkeitsermittlung der Bilanzansätze
erörtert sowie die Abwertung des Bilanzansatzes für die Private JSC 'CONSUMERS-SKLO-ZORYA'
in der Ukraine im Einzelabschluss der Saint-Gobain Oberland AG von 14 Mio. Euro geprüft
und gebilligt. Auch im Hinblick auf die einschneidenden Auswirkungen für den Jahresüberschuss
der Saint-Gobain Oberland AG und die Dividende war diese Abwertung unvermeidlich. Den Schwerpunkt der ersten Sitzung am 17. März 2010 bildete die Durchsprache des Jahresabschlusses
2009 unter Vorlage und Prüfung der Jahresabschlüsse sowie der Prüfungsberichte der
Abschlussprüfer inklusive deren Feststellung und Billigung. Ebenfalls darin eingeschlossen
war die Verabschiedung der Berichte des Aufsichtsrats und zur Corporate Governance.
Darüber hinaus standen der Beschluss zur Vertragsverlängerung von Herrn Wolfgang Brauck
als Vorstand Vertrieb und Marketing um fünf Jahre sowie die Anpassung der Geschäftsordnung
des Aufsichtsrats auf der Tagesordnung. Die Angemessenheit der Vorstandsvergütung wurde vom Aufsichtsrat geprüft, erörtert
und bejaht. Die Grundzüge des Vergütungssystems für Vorstand und Aufsichtsrat wurden
in der Hauptversammlung vorgetragen und sind in den Notes des Konzernabschlusses in
diesem Geschäftsbericht auf Seite 138, sowie in der Erklärung zur Unternehmensführung
auf der Internetseite der Gesellschaft dargestellt. In der Sitzung am 18. Mai 2010 wurden der Vorsitzende und der stellvertretende Vorsitzende
in ihren Ämtern bestätigt. Insgesamt bleibt sowohl die strukturelle als auch personelle
Zusammensetzung des Aufsichtsratsgremiums im Berichtsjahr trotz der turnusmäßigen
Neuwahlen - der Vertreter der Anteilseigner durch die Hauptversammlung sowie der Arbeitnehmervertreter
durch die Belegschaft - unverändert. In der Sitzung vom 15. September 2010 befasste sich das Gremium mit den Änderungen
des Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 26. Mai 2010 und deren
Konsequenzen für die Aktionäre bzw. die Hauptversammlung sowie den Aufsichtsrat und
Vorstand. Die letzte Sitzung des Berichtsjahres am 09. Dezember 2010 stand unter anderem im
Zeichen der zukünftigen Geschäftsentwicklung. Der Aufsichtsrat genehmigte die Unternehmensplanung
für das Geschäftsjahr 2011 und nahm die Planung für die folgenden Jahre zur Kenntnis.
Ferner wurde die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex eingehend
erörtert und verabschiedet. Die im Kodex enthaltenen Vorschläge wurden, soweit sie
für die gute Unternehmensführung für wichtig erachtet wurden, umgesetzt. Abweichungen
von den Vorgaben wurden erläutert und die Entsprechenserklärung 2010 wurde verabschiedet.
Sie ist sowohl auf der Internetseite der Saint-Gobain Oberland AG als auch in diesem
Bericht ab Seite 15 veröffentlicht. Der Aufsichtsrat beschloss die Bestellung von Herrn Klaus J. Rudolph zum neuen Vorstandsmitglied
für das Ressort Finanzen, Controlling, IT und Einkauf mit Wirkung vom 01. Januar 2011.
Darüber hinaus wurde das Mandat von Herrn Roland Unfried als Vorstand Technik und
Produktion um weitere fünf Jahre verlängert. Der Aufsichtsrat wurde am 09. Dezember auch über die Verschmelzung der SAR Süddeutsche
Altglas-Rohstoff GmbH, der Westerwald GmbH und der RGM auf die Saint-Gobain Oberland
AG im Geschäftsjahr 2010 informiert. Ergänzend dazu wurde über die Beteiligungsumgliederung
der Black Sea Glass Packaging an Kavminsteklo berichtet. Ein weiteres wichtiges Thema
war die Ankündigung des Börsengangs von verallia, der Verpackungssparte des Saint-Gobain
Konzerns. Aus Sicht des Gremiums sind alle wesentlichen Themen im Aufsichtsrat behandelt worden. Bis auf eine Ausnahme in der Dezember-Sitzung, an der Herr Jean-Dominique Grégoire
aus wichtigem Grund nicht teilnehmen konnte, bei der er jedoch rechtzeitig im Vorfeld
der Sitzung seine Stimmbotschaft übermittelte, waren bei allen Sitzungen sämtliche
Mitglieder des Aufsichtsrats anwesend. Zwischen den Aufsichtsratssitzungen stand der Vorsitzende des Aufsichtsrats mit dem
Vorstand der Gesellschaft laufend in Kontakt, um Ereignisse von besonderer Bedeutung
für das Unternehmen zu erörtern. Nach wie vor gibt es innerhalb des Aufsichtsrats lediglich einen Ausschuss, den Personalausschuss.
Dieser beriet sich im Berichtsjahr einmal, da die Nachfolgeregelung für die Position
des Finanzvorstands getroffen werden musste. Vor dem Hintergrund der vom Gesetzgeber weiter konkretisierten Überwachungsaufgaben
des Aufsichtsrats (vgl. § 107 Abs. 3 AktG) wurde besonderes Augenmerk auf die Finanzberichterstattung,
die Abschlussprüfung und die unternehmerischen Kontrollsysteme gelegt. Insbesondere
die Überwachung der Wirksamkeit des Risikomanagement- und des internen Revisionssystems
und die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers waren Gegenstand von Erörterungen im Aufsichtsratsplenum. Der Jahresabschluss der Saint-Gobain Oberland AG wurde analog zu den Vorjahren nach
den Vorschriften des Deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB), der Konzernabschluss der
Saint-Gobain Oberland AG nach den International Financial Reporting Standards (IFRS)
aufgestellt. Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, die von der Hauptversammlung
erneut zum Abschlussprüfer gewählt wurde, hat den Jahresabschluss der Saint-Gobain
Oberland AG und den Konzernabschluss ebenso wie den zusammengefassten Lagebericht
der Saint-Gobain Oberland AG und des Konzerns geprüft und hierzu jeweils den uneingeschränkten
Bestätigungsvermerk erteilt. Der Abschlussprüfer hat bestätigt, dass der Konzernabschluss
den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1
HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften entspricht. Der Jahres- und Konzernabschluss
sowie der zusammengefasste Lagebericht haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig
vor der die Bilanz feststellenden Sitzung am 16. März 2011 vorgelegen. Die entsprechenden
Unterlagen wurden in der Bilanzsitzung mit den dort anwesenden verantwortlichen Wirtschaftsprüfern
ausführlich besprochen. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Abschlussprüfung
zu. Der Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Saint-Gobain
Oberland AG sowie den Konzernabschluss der Saint-Gobain Oberland AG. Damit ist der
Jahresabschluss der Saint-Gobain Oberland AG entsprechend § 172 Abs. 1 Satz 1 AktG
festgestellt. Dem Lagebericht sowie den Ausführungen zur weiteren Entwicklung des
Unternehmens schließen wir uns an. Der Vorstand hat im Lagebericht auf Seite 53 die
Angaben gemäß § 289 HGB und § 315 HGB gemacht. Diese Erläuterungen wurden von uns
geprüft. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung eine Dividende von 12,00 Euro
pro Aktie vorschlagen. Unverändert hält die Compagnie de Saint-Gobain in Paris auch im Berichtsjahr die Mehrheit
der Saint-Gobain Oberland-Aktien. Aus diesem Grund hat der Vorstand gemäß § 312 AktG
für das Geschäftsjahr 2010 den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
vorgelegt. Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat hierzu nach §
313 AktG einen Prüfungsbericht erstellt. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk
im Prüfungsbericht lautet wie folgt: 'Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen
Unternehmen und den entsprechenden Prüfungsbericht gemäß § 314 AktG ebenfalls geprüft
und erhebt nach dem abschließenden Ergebnis hierzu keine Einwände. Das Jahr 2010 war für die Saint-Gobain Oberland AG nach den positiven Entwicklungen
der Vorjahre nicht ganz einfach. Sowohl die Unternehmensleitung als auch alle Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter waren in vielfältiger Weise stark gefordert. Der Aufsichtsrat erkennt
die bemerkenswerten Leistungen aller an und bedankt sich bei der gesamten Belegschaft,
dem Vorstand sowie den Arbeitnehmervertretungen für ihr gezeigtes Engagement und die
geleistete Arbeit zum Nutzen des Unternehmens und seiner Kunden. Bad Wurzach, im März 2011 Der Aufsichtsrat
BERICHT ZUR CORPORATE GOVERNANCEGute Corporate Governance bildet einen wesentlichen Baustein für langfristigen Unternehmenserfolg
und ist daher fester Bestandteil unserer Unternehmenskultur. Sie wird von der Saint-Gobain
Oberland AG im Sinne einer verantwortungsvollen und wertorientierten Unternehmensführung
mit angemessenem Risikomanagement verstanden. Darüber hinaus sichert sie die Transparenz
der Unternehmensinformationen und bekräftigt dadurch das Vertrauen der Anteilseigner
sowie der Arbeitnehmer, Kunden, Lieferanten und anderer Geschäftspartner in das Unternehmen.
Die Saint-Gobain Oberland AG ist daher bestrebt, die Corporate Governance fortlaufend
weiterzuentwickeln. Der Deutsche Corporate Governance Kodex dient als Richtlinie zur Umsetzung allgemein
anerkannter Standards guter und nachhaltiger Unternehmensführung. Vorstand und Aufsichtsrat
haben sich daher auch im Berichtsjahr wieder intensiv mit den Vorgaben des Deutschen
Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 befasst und nach gründlicher,
an den Interessen des Unternehmens ausgerichteter Abwägung jeweils entschieden, inwieweit
den Empfehlungen des Kodex entsprochen wird. Wie schon in den Vorjahren wird ein großer
Teil der Empfehlungen umgesetzt. Aufgrund der unternehmensspezifischen Gegebenheiten,
insbesondere wegen der Einbindung der Gesellschaft in den mit knapp 97 % des Kapitals
beteiligten Saint-Gobain-Konzern, der geringen Anzahl außenstehender Aktionäre und
der dadurch bedingten geringeren finanzmarktlichen Orientierung des Unternehmens wird
jedoch in einigen begründeten Ausnahmefällen von den Empfehlungen abgewichen. UnternehmensleitungWie alle Aktiengesellschaften nach deutschem Recht wird die Saint-Gobain Oberland
AG durch das duale Führungssystem aus Vorstand und Aufsichtsrat geleitet. Die Aufgabenteilung
zwischen den beiden Organen richtet sich nach dem Aktiengesetz und der Satzung. Für
beide Gremien wurden die Verantwortlichkeiten jeweils in eigenen Geschäftsordnungen
festgelegt. Dem Vorstand der Saint-Gobain Oberland AG gehören neben dem Vorsitzenden fünf weitere
Mitglieder an. Die Zuständigkeiten und Verantwortungsbereiche sind nach funktionalen
Kriterien verteilt und in einem Geschäftsverteilungsplan geregelt. Jedes einzelne
Mitglied sowie der Vorstand als Gesamtorgan sind dem Unternehmensinteresse und der
Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswerts verpflichtet. Der Aufsichtsrat überwacht die Tätigkeit des Vorstands und berät ihn, um die strategische
Ausrichtung des Konzerns zu bestimmen und somit den langfristigen Unternehmenserfolg
zu sichern. Das Gremium setzt sich nach dem Drittelbeteiligungsgesetz zusammen und
besteht aus neun Mitgliedern. Drei Mitglieder sind als Vertreter der Arbeitnehmer
bestellt. Diese wurden bei der letzten Hauptversammlung im Jahr 2010 ebenso wiedergewählt
wie die sechs Mitglieder der Anteilseigner. Von Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden keine Beratungsleistungen gegen Honorar erbracht. Dem Aufsichtsrat gehört eine ausreichende Zahl an unabhängigen Mitgliedern an. Interessenkonflikte
sind auch im Geschäftsjahr 2010 nicht aufgetreten. VielfaltDie Saint-Gobain Oberland AG setzt die im Rahmen der Kodex-Änderungen eingeführten
Bestimmungen zur Berücksichtigung von Frauen bei der Zusammensetzung des Vorstandes
und bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen um. VergütungSowohl die Vergütung der Vorstands- wie auch die der Aufsichtsratsmitglieder wird
im Einzelnen entsprechend der gesetzlichen Vorgaben im Konzernanhang ausgewiesen.
Sie sind in diesem Geschäftsbericht auf Seite 138 zu finden. Die Hauptversammlung
hat im Jahr 2006 beschlossen, die Vorstandsvergütung nicht individualisiert auszuweisen. Die Saint-Gobain Oberland AG hat keine Aktienoptionspläne oder ähnliche wertpapierorientierte
Anreizsysteme aufgelegt, weder für Vorstandsmitglieder oder andere leitende Mitarbeiter
noch für den Aufsichtsrat. HauptversammlungJede Aktie der Saint-Gobain Oberland AG besitzt eine Stimme. Zur Teilnahme an der
Hauptversammlung sind diejenigen Aktionäre berechtigt, die den Besitz ihrer Aktien
am so genannten 'Record Day', dem gesetzlichen Stichtag, nachweisen können und sich
nach den aus der Satzung des Unternehmens ergebenden Konditionen zur Teilnahme angemeldet
haben. Die Hauptversammlung der Saint-Gobain Oberland AG fand am 18. Mai 2010 in Bad Wurzach
statt. Wiederum haben mehr als 250 Aktionäre und Aktionärsvertreter teilgenommen und
ihr Stimmrecht ausgeübt. Die rechnerische Präsenz des Aktienkapitals lag bei 97,06
%. Alle zur Abstimmung gestellten Tagesordnungspunkte wurden einstimmig ohne Gegenstimmen
und Enthaltungen beschlossen. Der 19. Mai 2011 ist als Termin für die nächste Hauptversammlung
festgesetzt, die ebenfalls wieder in Bad Wurzach sein wird. Transparenz und InformationDie Saint-Gobain Oberland AG legt Wert auf eine offene und transparente Kommunikation.
Daher werden auf der Internetseite des Unternehmens (unter www.saint-gobain-oberland.de
> Information) ebenso alle Presse- und Ad-hoc-Mitteilungen, regelmäßig erscheinenden
Finanzberichte und Zwischenmitteilungen sowie sämtliche für die Hauptversammlung relevanten
Unterlagen veröffentlicht. Rechnungslegung und AbschlussprüferDer Konzernabschluss der Saint-Gobain Oberland AG zum 31. Dezember 2010 wurde nach
den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, der Jahresabschluss
der Saint-Gobain Oberland AG für das Geschäftsjahr 2010 nach den Rechnungslegungsvorschriften
des Deutschen Handelsgesetzbuches (HGB). Für den Jahresabschluss waren 2010 erstmals die Regelungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes
(BilMoG) vollumfänglich anzuwenden. Die Hauptversammlung 2010 ist dem Vorschlag des Aufsichtsrats gefolgt und hat die
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr
2010 gewählt. Der Prüfungsauftrag wurde durch den Aufsichtsrat erteilt. ComplianceDie Saint-Gobain Oberland AG übernimmt vollständig das Compliance-Programm, das für
den Saint-Gobain Konzern erarbeitet und eingeführt wurde. Nähere Informationen hierzu
finden Sie auch auf der Internetseite unter www.saint-gobain-oberland.de > Information
> Investor Relations > Erklärung zur Unternehmensführung. EntsprechenserklärungEntsprechend § 161 Aktiengesetz sind Vorstand und Aufsichtsrat einer börsennotierten
Aktiengesellschaft verpflichtet, einmal jährlich eine Erklärung abzugeben, dass den
Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen
wurde bzw. wird oder welche Empfehlungen gegebenenfalls nicht angewendet wurden oder
werden; diese sind zu begründen. In der Aufsichtsratssitzung im Dezember 2010 haben Vorstand und Aufsichtsrat der Saint-Gobain
Oberland AG eine gemeinsame Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission
Deutscher Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG in der bis zum 26. Mai 2010
und in der ab diesem Zeitpunkt geltenden Fassung verabschiedet. Sie ist im Originalwortlaut
hier anschließend abgedruckt. Diese Erklärung und die Einhaltung der Empfehlungen
wurden durch den Abschlussprüfer geprüft. ENTSPRECHENSERKLÄRUNG
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| Für den Vorstand: Stefan Jaenecke |
Für den Aufsichtsrat: Paul Neeteson |
| Stefan Jaenecke | Vorstandsvorsitzender, Bad Waldsee |
| Thomas Beyer | Personal, Bad Waldsee |
| Wolfgang Brauck | Vertrieb, Bad Wurzach |
| Klaus J. Rudolph | Finanzen (ab 01.01.2011), Bad Waldsee |
| Marcus B. Teschner | Finanzen (bis 31.03.2010), Ravensburg |
| Jorma Turpeinen | Osteuropa, Moskau |
| Roland Unfried | Technik, Bad Waldsee |
| Paul Neeteson (Vorsitzender) |
Generaldelegierter für Mittel- und Nordeuropa der Compagnie de Saint-Gobain, Aachen |
| Dieter Müller (Stellvertretender Vorsitzender) |
Betriebsrat, Essen |
| Dr. Hans-Peter Binder | Direktor der Deutschen Bank AG i. R., München |
| Bernhard Dausend | Betriebsrat, Neuburg an der Donau |
| Jérôme Fessard | Präsident des Verwaltungsrats der Saint-Gobain Emballage S.A., Paris |
| Dr. Werner Futter | Rechtsanwalt, Stuttgart |
| Udo Glinka | Betriebsrat, Bad Wurzach |
| Jean-Dominique Grégoire | Finanzdirektor der Compagnie de Saint-Gobain, Zweigniederlassung Deutschland, Aachen |
| Matthias Zenner | Chefsyndikus der Compagnie de Saint-Gobain, Zweigniederlassung Deutschland, Aachen |
| Paul Neeteson | Vorsitzender des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN AUTOGLAS GmbH, Aachen |
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Vorsitzender des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN Building Distribution Deutschland GmbH, Frankfurt am Main |
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Vorsitzender des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN GLASS Deutschland GmbH, Aachen |
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Vorsitzender des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN ISOVER G+H Aktiengesellschaft, Ludwigshafen |
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Vorsitzender des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN RIGIPS GmbH, Düsseldorf |
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Vorsitzender des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN Weber GmbH, Ludwigshafen |
| Dr. Hans-Peter Binder | Vorsitzender des Aufsichtsrats DIERIG HOLDING AG, Augsburg |
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Mitglied des Aufsichtsrats KNORR-BREMSE AG, München |
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Mitglied des Aufsichtsrats KNORR-BREMSE SYSTEME FÜR NUTZFAHRZEUGE GmbH, München |
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Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats FABER-CASTELL AG, Stein |
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Mitglied des Verwaltungsrats A.W. FABER-CASTELL UNTERNEHMENSVERWALTUNG GmbH & Co., Stein |
| Jérôme Fessard | Vorsitzender des Verwaltungsrats SAINT-GOBAIN EMBALLAGE S.A., Frankreich |
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Mitglied des Verwaltungsrats SAINT-GOBAIN VICASA S.A., Spanien |
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Mitglied des Verwaltungsrats SAINT-GOBAIN MONDEGO S.A., Portugal |
| Jean-Dominique Grégoire | Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN AUTOGLAS GmbH, Aachen |
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Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN Building Distribution Deutschland GmbH, Frankfurt am Main |
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Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN GLASS Deutschland GmbH, Aachen |
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Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN ISOVER G+H Aktiengesellschaft, Ludwigshafen |
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Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN Weber GmbH, Ludwigshafen |
| Matthias Zenner | Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN AUTOGLAS GmbH, Aachen |
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Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN Building Distribution Deutschland GmbH, Frankfurt am Main |
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Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN ISOVER G+H Aktiengesellschaft, Ludwigshafen |
Die Saint-Gobain Oberland AG prägt maßgeblich den Geschäftsverlauf des Saint-Gobain
Oberland Konzerns. Der Lagebericht für Konzern (Oberland) und AG wird deshalb zusammengefasst.
Der Konzernabschluss der Saint-Gobain Oberland AG wurde für das Geschäftsjahr 2010
nach den Vorschriften der IFRS erstellt. Der Einzelabschluss der Saint-Gobain Oberland
AG wurde nach dem HGB aufgestellt.
Seit 1998 ist die Saint-Gobain Oberland AG zu 96,7 % im Besitz der Compagnie de Saint-Gobain,
Paris. Hauptsitz des Saint-Gobain Oberland Konzerns ist Bad Wurzach.
Die Aktionärsstruktur der Saint-Gobain Oberland AG blieb im Berichtsjahr unverändert.
Die Saint-Gobain Emballage S.A., Paris, hält nach wie vor 96,7 % der Anteile am Grundkapital
in Höhe von 26,0 Mio. Euro. Die übrigen 3,3 % sind weiterhin im Streubesitz von Privatanlegern.
Die Saint-Gobain Oberland AG ist im General Standard gelistet und wird im Regulierten
Markt in Frankfurt, Stuttgart und München gehandelt.
Die deutschen Produktionsstätten befinden sich in Bad Wurzach, Neuburg an der Donau,
Essen und Wirges im Westerwald. Weitere Standorte sind die Werke Kavminsteklo in Mineralnye
Vody und Kamyshin bei Wolgograd in Russland sowie das Werk Zorya in Rivne, Ukraine.
Die Beteiligung an der russischen Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO wurde im Jahresverlauf
von 94,3 % auf 94,9 % weiter aufgestockt. Für einen Teil der verbleibenden Anteile
der Minderheitsaktionäre besteht eine Verkaufsoption an Oberland bis zum 01. Juli
2012, danach besteht eine Kaufoption seitens Oberland noch bis 2014.
Nach Prüfung durch den Verwaltungsrat hat die Compagnie de Saint-Gobain mit der Vorbereitung
einer möglichen rechtlichen Umstrukturierung der Hauptsparte Verpackung begonnen,
deren Ziel die Börseneinführung ist.
Pierre-André de Chalendar, Präsident und Generaldirektor von Saint-Gobain, erklärte
am 13. Oktober 2010 in einem Brief an die Mitarbeiter dazu: 'Schon 2007 habe ich klar
gesagt, dass sich die Verpackungssparte nicht mehr in die Wachstumsstrategie der Saint-Gobain-Gruppe
einfügt, die künftig auf die Märkte des Wohnens und Arbeitens konzentriert ist. Nach
drei schwierigen Jahren könnten die Marktbedingungen 2011 so sein, dass eine Aktivität,
die in der Krise ihre industrielle und finanzielle Tragfähigkeit unter Beweis gestellt
hat, zu einem ihr angemessenen Preis bewertet wird. Wir werden daher heute Schritte
zu einer eventuellen Börseneinführung einleiten, die es den Investoren ermöglicht,
am Wachstum dieser attraktiven Sparte teilzuhaben.'
Die Verpackungssparte der Saint-Gobain-Gruppe hat Mitte April 2010 mit verallia eine
neue internationale Marke eingeführt, die die gesamten industriellen Aktivitäten des
Bereichs Glasverpackungen - Flaschen und Konservengläser - umfasst.
Die Einführung dieser Marke soll dazu dienen, die Transparenz der Verpackungsglassparte
von Saint-Gobain gegenüber ihren Märkten, ihren Kunden, ihrem Produktionsnetzwerk
und dem regionalen wirtschaftlichen Umfeld zu steigern.
Die Marke verallia wurde außerdem konzipiert, um die Werte und das einzigartige Geschäftsmodell
widerzuspiegeln, das auf der Kombination von Stärke und Kundennähe beruht: die Stärke
eines weltweiten Produktions- und Vertriebsnetzwerks, die Kundennähe durch Produktions-
und Vertriebsstandorte vor Ort bei Kunden und Geschäftspartnern.
Mit verallia möchte Saint-Gobain seine Kompetenz vermitteln, sein Innovationsvermögen
demonstrieren und sein Ansehen als Referenz in den Bereichen der Glasverpackung und
der nachhaltigen Entwicklung behaupten.
Die Marke verallia hat den Anspruch, immer umweltfreundlichere und unendlich oft recycelbare
Glasverpackungen anzubieten, die den Inhalt aufwerten, die Qualität der Lebensmittel
schützen und damit zum Wohlbefinden der Verbraucher beitragen.
Die Firmenbezeichnungen der Gesellschaften der Verpackungssparte bleiben durch die
Einführung der Marke unverändert.
Die Saint-Gobain Oberland AG gehört zu den führenden Herstellern für Behälterglas
in Deutschland. Produziert werden Flaschen und Konservengläser, mit denen die Hersteller
der Getränke- und Nahrungsmittelindustrie im Inland sowie im angrenzenden Ausland
beliefert werden. Oberland möchte nachhaltig als der bevorzugte Verpackungspartner
für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie agieren. Voraussetzung dafür sind herausragende
Leistungen in Qualität, Kundenservice und innovativen Entwicklungen. Diese sollen
auf Basis vorbildlicher Arbeitssicherheit, moderner Menschenführung und nachhaltiger
Nutzung aller Ressourcen erreicht werden.
Oberland ist in allen Marktsegmenten gut aufgestellt und dadurch ausgesprochen markt-
und wettbewerbsfähig. Der strategische Fokus liegt auf speziellen Segmenten wie Wein,
Sekt, Bier, Babynahrung und anderen Lebensmitteln, in denen Glasverpackungen ganz
besonders als Verpackungsart geeignet sind.
Das strategische Ziel der Werke in Russland und der Ukraine ist, die bestehenden Marktpositionen
in den Märkten zu sichern und auszubauen. Weiterhin besteht das Bestreben, die Standorte
hinsichtlich Organisation, Prozessabläufen sowie Produktivität an die anspruchsvollen
Saint-Gobain Standards heranzuführen, um so auch in diesen Ländern die Qualitätsanforderungen
der internationalen Kunden erfüllen zu können. Dabei sind die Produktportfolios der
Werke in Russland und der Ukraine auf bestimmte Märkte und Segmente spezialisiert.
Das ukrainische Werk produziert ausschließlich Weißglas für Konservengläser und Spirituosenflaschen.
In dem Werk in Kamyshin wird ebenfalls Weißglas produziert und damit vorrangig die
Lebensmittelindustrie in Südrussland beliefert. In dem im Nordkaukasus gelegenen Werk
werden überwiegend Grünglasflaschen für Mineralwasser, Wein und Sekt gefertigt.
Oberland setzt alles daran, bei Qualität, Produktivität, Arbeitssicherheit und Umweltschutz
stetig voranzuschreiten. Das Unternehmen nutzt ein strategisches Qualitätsmanagement,
um entsprechende Verbesserungen wirtschaftlich sinnvoll umsetzen zu können. Hierzu
werden Kennziffern definiert und mit mittel- und langfristigen Maßnahmen verbunden,
die zu kontinuierlichen Fortschritten bei der Produktbeschaffenheit führen. Darüber
hinaus wird angestrebt, alle Geschäftsprozesse möglichst profitabel zu gestalten.
Dies wird durch ein entsprechendes Zusammenspiel von effektivem Kostenmanagement und
einem optimierten Produkt-Mix erreicht. Eine schlanke Organisation sowie die ständige
Effizienzsteigerung der Produktionsabläufe sind ebenfalls unverzichtbar.
Die Erholung der Weltwirtschaft hat sich innerhalb des Berichtsjahrs verlangsamt,
nach einem zunächst kräftigen Aufschwung des Welthandels verringerte sich das Tempo
im zweiten Halbjahr. Die weltweiten Folgen der Finanzkrise sind noch nicht vollständig
überwunden. Unsicherheiten über die weltwirtschaftliche Entwicklung bestehen weiterhin.
Die Rohstoffpreise stiegen 2010 insbesondere durch die Entwicklung der Nahrungsmittelpreise.
Die Preise für Nahrungsmittel wiederum erhöhten sich infolge schlechter Ernten und
Naturkatastrophen. Bei anderen Rohstoffen wie Öl ist ebenfalls ein Preisanstieg zu
verzeichnen. Nach einer vorübergehenden Abschwächung im Jahresverlauf 2010 zog der
Ölpreis gegen Jahresende wieder spürbar an.
Die deutsche Konjunktur erholte sich 2010 schneller als erwartet, wobei sich das Tempo
des Aufschwungs gegen Jahresende verringerte. Der konjunkturelle Aufschwung hatte
positive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosigkeit unterschritt erstmals
wieder seit Herbst 2008 die 3-Millionen-Grenze. Investitionen sowie Staatsverbrauch
stiegen aufgrund der Konjunkturprogramme. Auch der private Konsum trug zum Wirtschaftswachstum
bei.
In der Gesamtbetrachtung stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) für 2010 um ca. 3,6
%. Zu dieser positiven Entwicklung haben zahlreiche Sonderfaktoren, wie zum Beispiel
Konjunkturprogramme, beigetragen. Das vor der Finanzkrise bestehende wirtschaftliche
Niveau wurde jedoch noch nicht wieder erreicht.
Der Konjunkturanstieg im Jahr 2010 macht sich auch im Bereich der Glasverpackungen
bemerkbar. Der Inlandsmarkt für Glasbehälter wuchs stärker als der Export.
Der Weinkonsum in Deutschland ist weiter stabil. Bei der Weinernte ergaben sich im
Vorjahresvergleich allerdings mengenmäßige Einbußen von bis zu 30 %. Der Absatz an
Weinflaschen stieg verglichen mit dem Vorjahr sowohl im Inland wie auch im Export
an.
Der sinkende Bierkonsum ist unter anderem durch den kühlen und regnerischen Sommer
2010 begründet. Darüber hinaus leidet das gesamte Biersegment unter dem allgemeinen
Konsumrückgang. Diese Faktoren wirkten sich entsprechend auf den Absatz von Bierflaschen
aus. Zusätzlich waren 2010 die Investitionen in Mehrwegflaschen von Brauereien verhalten.
Im Bereich Gläser kam es wetterbedingt zu verminderten Ernteerträgen, dadurch wurde
insbesondere der Absatz von Konservengläsern beeinflusst.
Nach dem deutlichen Rückgang von ca. 7,9 % der Wirtschaftsleistung im Vorjahr nahm
das BIP 2010 wieder um ca. 3,4 % zu, gestützt durch steigende Rohstofferlöse, ein
Konjunkturpaket und gesunkene Zinsen. Durch das Konjunkturpaket wurde insbesondere
der private Konsum stimuliert, wodurch auch die Situation auf dem Arbeitsmarkt verbessert
wurde. Ausgehend von einem niedrigen Niveau stiegen die Investitionen, trotz zurückhaltender
Kreditvergabe im Jahr 2010, wieder an. Außerdem erhöhten sich durch die schlechte
Ernte die Nahrungsmittelpreise. Dennoch lag die Inflationsrate bei ca. 6,8 % und damit
deutlich unter dem Vorjahreswert von ca. 11,7 %.
Der Wechselkurs im Jahr 2010 bewegte sich im Vergleich zum Vorjahr auf geringerem
Niveau und erreichte zum 31. Dezember 2010 einen Schlusswert von 40,82 Rubel/Euro.
Der Jahresverlauf lässt sich der folgenden Tabelle entnehmen:

Die von der Regierung eingeführte Anti-Alkohol-Kampagne hatte 2010 wesentlichen Einfluss
auf die Situation am Alkoholmarkt. Die im Rahmen dieser Kampagne verordneten Mindestpreise
bei Spirituosen verursachten einen deutlichen Nachfragerückgang.
Der sehr heiße Sommer in Russland wirkte sich positiv auf den Absatz von Bier und
Softgetränken aus. Gleichzeitig hatte das heiße Wetter Folgen für die Gemüseernte.
Die schlechte Ernte äußerte sich für die Behälterglasindustrie in einer sinkenden
Nachfrage. Zusätzlich stiegen 2010 die Produktionskapazitäten im Segment Gläser durch
die Produktionsaufnahme in sieben Glaswerken, die sich bislang auf die Flaschenherstellung
konzentrierten. Diese beiden Entwicklungen auf dem Gläsermarkt hatten eine angespannte
Preissituation zur Folge. Davon unberührt blieb der Markt für Flaschen durch zusätzlich
aufgebaute Kapazitäten weiterhin stabil.
Nach dem Rückgang des BIP im Vorjahr um mehr als 15 % wurde 2010 ein Anstieg von ca.
4,0 % verzeichnet. Getragen wurde das Wirtschaftswachstum in erster Linie von der
Konjunkturbelebung der Industrie. Weitere Wachstumsimpulse waren die anziehende Binnennachfrage
nach Waren und Dienstleistungen sowie die Erhöhung des Einzelhandelsumsatzes. Auch
der private Konsum konnte nach schwachem Beginn mit steigendem Umfang zum wirtschaftlichen
Erholungsprozess beitragen. Der Konsum im Jahr 2010 wird durch den Anstieg des Reallohns
gestützt.
Positiven Einfluss auf die wirtschaftliche Gesamtsituation in der Ukraine hatten unter
anderem die Gewährung von Finanzhilfen durch die Europäische Union (EU) sowie die
Wiederaufnahme der Zusammenarbeit der ukrainischen Regierung mit dem Internationalen
Währungsfonds (IWF). Außerdem hatten die Wahlen im Januar stabilisierende Auswirkungen
auf die makroökonomische und politische Situation.
Nach dem saisonbedingten starken Anstieg der Preise für bestimmte Grundnahrungsmittel
war der Preisanstieg im Konsumgütersektor im weiteren Jahresverlauf moderat. Anders
ist die Preissituation im Bereich Energie- und Kommunalwirtschaft, insbesondere durch
die Anhebung der Erdgastarife um 50 % Anfang August. So verbleibt die Gesamtbetrachtung
der Inflationsrate im Jahr 2010 auf hohem Niveau und liegt bei ca. 9,4 %.
Der Wechselkurs Griwna/Euro blieb 2010 relativ konstant. Im Folgenden der Kurs im
Jahresverlauf 2010:

In der Ukraine war 2010 ein ereignisreiches Jahr für den Getränkemarkt, insbesondere
für die Spirituosenindustrie. Im September des Berichtsjahrs wurden die Verbrauchssteuern
für alkoholhaltige Getränke weiter angehoben. Zeitgleich wurde der Preis für reinen
Alkohol, der von allen Spirituosenherstellern von einem staatlichen Monopol gekauft
werden muss, um 43 % erhöht. Trotz dieser höheren Belastungen sank die Spirituosenproduktion
und damit der Absatz von Spirituosenflaschen nur in moderatem Umfang.
Die Absatz- und Umsatzziele konnten 2010 nicht in vollem Umfang erreicht werden, allerdings
konnten die Margen in Deutschland relativ stabil gehalten werden. Eine Wannenreparatur
in Bad Wurzach wurde zu Jahresbeginn zur Steuerung des Lagerbestandes genutzt. Bei
Private JSC 'CONSUMERS-SKLO-ZORYA' wurde im späteren Jahresverlauf eine bereits stillgelegte
Wanne komplett abgebaut. Durch diese beiden Maßnahmen verringerte sich die Produktion
um 8,5 % gegenüber dem Vorjahr.
In Osteuropa konnten die Ziele bei Absatz und Umsatz ebenfalls nicht vollständig realisiert
werden. Jedoch konnte durch die Durchsetzung von Preiserhöhungen in der Ukraine innerhalb
der letzten 6 Monate eine Verbesserung im Jahresverlauf erreicht werden.
Der Glasmarkt ist angesichts der immer noch nicht ganz überwundenen Finanzkrise derzeit
noch von einem Überangebot an Glas bestimmt. Auch wenn in diesen Zeiten Forderungen
von Kunden nach niedrigen Preisen laut werden, so zeigt sich nach wie vor die Notwendigkeit
einer verlässlichen Qualität und Lieferfähigkeit. Da die Kunden ihre eigenen Vorräte
auf das Mindestmaß reduziert haben, helfen unsere stabilen Prozesse, Engpässe zu vermeiden
und uns somit gegenüber Wettbewerbern als bevorzugter Partner unserer Kunden zu beweisen.
Die Preise für Energie und Rohstoffe entspannten sich zu Beginn des Jahres zwar noch, sind jedoch längst wieder auf einem - im langjährigen Vergleich - durchschnittlichen Niveau. Die Verfügbarkeit von Recyclingglas, das in der Glasindustrie als Rohstoff bei der Produktion eingesetzt wird, verbesserte sich im Berichtsjahr weiter. Nach wie vor erweist sich die vom Kartellamt bewirkte Auflösung der Gesellschaft für Glasrecycling und Abfallvermeidung mbH (GGA) Ende 2007 als Erschwernis für die Recyclingglasversorgung. Trotz der daraus resultierenden reduzierten Qualität von Recyclingglas konnte die Einsatzquote im Geschäftsjahr wieder leicht erhöht werden. Tendenziell führte dies aber unverändert sowohl zu verminderten Recyclingglaseinsatzquoten bei der Glasherstellung als auch zu höherem Transportaufwand aufgrund der durch die neuen Ausschreibungsregeln verursachten Ströme im Recyclingglaskreislauf. Beide Effekte führten zu einem Anstieg der CO2 -Emissionen ohne zusätzliche Wertschöpfung.
Zusammenfassend ist die Geschäftsentwicklung im Jahr 2010 weniger günstig zu beurteilen
als in den Vorjahren, jedoch sind angesichts der Erfolge im Umgang mit dieser Situation
die Perspektiven für Saint-Gobain Oberland positiv einzuschätzen.
| Ziffer | Thema | Angaben bzw. Verweis |
| 1 | Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals | Das Grundkapital der Saint-Gobain Oberland AG beträgt zum 31.12.2010 unverändert 26,0 Mio. Euro, eingeteilt in 1.000.000 Stückaktien. |
| 2 | Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen | Für Aktien der Saint-Gobain Oberland AG gibt es keine Übertragungs- oder Stimmrechtsbeschränkungen. Alle 1.000.000 Stückaktien der Saint-Gobain Oberland AG garantieren auf der Hauptversammlung je eine Stimme. |
| 3 | Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital | Die Compagnie de Saint-Gobain hat der Gesellschaft gemäß § 20 Abs. 4 AktG angezeigt, dass ihr 96,7 % der Stimmrechte an der Saint-Gobain Oberland AG zuzurechnen sind, die direkt durch die Saint-Gobain Emballage S.A. gehalten werden. |
| 4 | Inhaber von Aktien mit Sonderrechten | Für Inhaber von Aktien gelten keinerlei Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen. |
| 5 | Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben. | Arbeitnehmer sind am Kapital der Saint-Gobain Oberland AG nicht beteiligt. |
| 6 | Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über Satzungsänderungen | Der Aufsichtsrat bestellt die Vorstandsmitglieder und bestimmt ihre Zahl. Er kann stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellen. Der Aufsichtsrat kann ein Mitglied zum Vorsitzenden oder zum Sprecher des Vorstands ernennen. Im Geschäftsjahr wurden diesbezüglich keine Satzungsänderungen vorgenommen. |
| 7 | Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien | Derzeit besteht kein Ermächtigungsbeschluss zur Ausgabe und zum Rückkauf eigener Aktien. |
| 8 | Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen | Für die Saint-Gobain Oberland AG liegen derzeit keinerlei Vereinbarungen vor. |
| 9 | Entschädigungsvereinbarungen mit dem Vorstand und Arbeitnehmern im Fall eines Übernahmeangebotes | Mit Mitgliedern des Vorstands und Führungskräften bestehen keine Vereinbarungen hinsichtlich geldwerter Entschädigungen bei einem 'Change of Control' oder einer Übernahme der Gesellschaft. |
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB ist auf unserer Homepage www.saint-gobain-oberland.de
veröffentlicht.
Saint-Gobain Oberland ist im General Standard gelistet und wird im Regulierten Markt
in Frankfurt, Stuttgart und München gehandelt.
| in EUR | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 |
| Ergebnis je Aktie | 26,96 | 44,47 | 51,56 | 35,45 |
| Dividende je Aktie | 12,00* | 24,00 | 26,00 | 22,00 |
| Börsenkurs am 31.12. | 420,01 | 400,00 | 386,39 | 418,05 |
| Höchstkurs | 464,00 | 428,50 | 480,00 | 480,30 |
| Tiefstkurs | 395,00 | 357,04 | 357,79 | 403,00 |
*
Vorschlag des Aufsichtsrats und des Vorstands an die Hauptversammlung am 19. Mai 2011.
Im folgenden Diagramm wird der Kursverlauf abgebildet, allerdings wurde insgesamt
im Jahr 2010 in Frankfurt nur ein Volumen von 1.197 Stück (Vorjahr: 1.718 Stück) gehandelt.
Dieses niedrige Handelsvolumen begründet sich durch den geringen Minderheitenanteil
von nur 3,3 % bzw. rund 33 .000 Aktien, der sich im Streubesitz befindet. Die geringe
Anzahl von gehandelten Aktien deutet darauf hin, dass Anleger die Saint-Gobain Oberland
Aktie als langfristige Anlage betrachten.

Der Konzernumsatz verringerte sich bei Oberland von 523,1 Mio. Euro auf 489,2 Mio.
Euro im Berichtsjahr. Er liegt damit um 33,9 Mio. Euro oder 6,5 % unter dem Vorjahr.
Dies ist bedingt durch einen rückläufigen Umsatz an Behälterglas. Die Tonnage verringerte
sich im Vorjahresvergleich um 9,0 %.
Der Gesamtabsatz des deutschen Behälterglasmarkts erhöhte sich um 3,1 %. Der deutsche
Markt war im Berichtsjahr stark durch Mengenanstiege von Billiganbietern geprägt.
Während sich der Bereich Flaschen positiv entwickelte, war der Bereich Gläser rückläufig.
Der Export hat 2010 an Bedeutung für die Saint-Gobain Oberland AG verloren, da 2009
von einem Sondereffekt bei einem Großkunden profitiert werden konnte.
In Russland sank der Umsatz im Wesentlichen durch die enormen Ernteverluste als Folge
des heißen Sommers und der damit verbundenen Brandkatastrophe. Auch die Umstellung
von steuerlichen Bestimmungen für Alkohol erschwerte das Geschäft für die etablierten
Anbieter. Zum Ende des Berichtsjahres stabilisierte sich allerdings die Situation.
Durch das schwierige Marktumfeld bei Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO verlief das Geschäftsjahr
2010 weniger positiv als für ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod. Die getätigten Investitionen
der vergangenen Jahre sind die Grundlage für stabile Prozesse und eine effiziente
Fertigung. 2010 kamen weitere Wannenbauten in beiden Unternehmen hinzu.
In der Ukraine erhöhte sich der Umsatz im Vorjahresvergleich leicht um 1,5 % auf 37,7
Mio. Euro. Nachdem der Standort zum Jahresbeginn noch unter den schwierigen Marktbedingungen
gelitten hatte, konnte im Laufe des Jahres eine Stabilisierung erreicht werden und
mit einer durchgesetzten Preiserhöhung im Herbst hat sich die Ertragslage deutlich
verbessert.
Das Management-Team konnte Vertrieb, Qualität und Effizienz verbessern. Unterstützt
werden die lokalen Arbeitskräfte durch Fachleute aus Deutschland sowie aus dem gesamten
Saint-Gobain Konzern.
Auch in der AG war der Umsatz rückläufig. Nach 389,3 Mio. Euro im Vorjahr verringerte
er sich im Berichtsjahr auf 348,3 Mio. Euro. Das ist ein Rückgang von 41,0 Mio. Euro
oder 10,5 %. Die Gründe hierfür liegen sowohl in der Veränderung der Absatzmengen
als auch in einem leicht gesunkenen Preisniveau.
Mit dem Umsatzrückgang sank auch das Ergebnis nach Steuern des Oberland Konzerns.
Es verringerte sich um 39,3 % von 44,5 Mio. Euro im Jahr 2009 auf 27,0 Mio. Euro im
Berichtsjahr. Dies ist auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung zurückzuführen und
konnte auch durch die Verbesserung der Kostenstruktur nicht vollständig kompensiert
werden. Die niedrigere Auslastung aller Produktionsstandorte beeinflusste das Ergebnis
negativ. Dennoch konnten die Margen fast stabil gehalten werden, was angesichts der
Mengen- und Marktpreiseffekte einen großen Erfolg darstellt.
Die Situation auf dem Recyclingglasmarkt hat sich angesichts der Mengen entspannt,
allerdings ist die Qualität unverändert deutlich schlechter als in den Jahren einer
Branchenlösung, was den Einsatzmengen dieses ökologisch so sinnvollen Rohstoffes seine
Grenzen aufzeigt. Dennoch konnte die Einsatzquote im Berichtsjahr um ca. 5,2 % gesteigert
werden.
| in TEUR | 2010 | 2009 | Veränderung |
| Umsatzerlöse | 489.219 | 523.107 | -6,5 % |
| Umsatzkosten | -414.091 | -429.175 | -3,5 % |
| Allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten | -22.041 | -22.720 | -3,0 % |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -971 | -896 | 8,4 % |
| Sonstige Erträge | 759 | 10.071 | -92,5 % |
| Sonstige Aufwendungen | -6.432 | - 11.814 | -45,6 % |
| Operatives Ergebnis | 46.443 | 68.573 | -32,3 % |
| Zinsaufwand | -6.257 | -6.939 | -9,8 % |
| Zinsertrag | 447 | 1.159 | -61,4 % |
| Zinsergebnis | -5.810 | -5.780 | 0,5 % |
| Sonstige Finanzerträge/-aufwendungen | 65 | 45 | 44,4 % |
| Finanzergebnis | -5.745 | -5.735 | 0,2 % |
| Ergebnis vor Steuern | 40.698 | 62.838 | -35,2 % |
| Ertragsteueraufwand | -11.545 | -17.986 | -35,8 % |
| Latenter Steuerertrag/-aufwand | -2.332 | 4 | -58.400,0 % |
| Ertragsteuern gesamt | -13.877 | -17.982 | -22,8 % |
| Jahresergebnis | 26.821 | 44.856 | -40,2 % |
| Anderen Gesellschaftern zustehendes Ergebnis | -136 | 384 | -135,4 % |
| Konzernergebnis | 26.957 | 44.472 | -39,4 % |
Sowohl die sonstigen Erträge als auch die sonstigen Aufwendungen haben sich im Vergleich
zum Vorjahr verringert. Ursächlich für den hohen Wert im Jahr 2009 waren hauptsächlich
Transaktionen im Rahmen eines Grundstücksverkaufs.
Nach 13,1 % im Jahr 2009 liegt das Operative Ergebnis 2010 bei 9,5 % vom Umsatz. Dies
ergibt einen absoluten Rückgang von 22,1 Mio. Euro oder 32,3 %.
Das Finanzergebnis veränderte sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 %. 2010 konzentrierte
sich der Zinsaufwand hauptsächlich auf die AG und Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO. Der
Zinsdeckungsgrad verändert sich somit von 12,0 im Jahr 2009 auf 8,1 im Jahr 2010.
Während sich die Ertragsteuern tendenziell analog zum Ergebnis vor Steuern entwickeln,
ergab sich die Höhe des Ergebnisses aus latenter Steuer durch die Bewertungsunterschiede
zwischen den lokalen Abschlüssen und IFRS hauptsächlich durch den Abweichungsbetrag
der Abschreibung nach IFRS und lokalem Steuerrecht.
Der Jahresüberschuss der Saint-Gobain Oberland AG verringerte sich von 24,3 Mio. Euro
im Jahr 2009 auf 12,0 Mio. Euro im Berichtsjahr. Nach der Erhöhung im Vorjahr um 40,4
% verringerte sich das Betriebsergebnis im Berichtsjahr um 25,0 % von 57,1 Mio. Euro
auf 42,9 Mio. Euro, primär bedingt durch einen Umsatzrückgang von 10,5 %. Diese Verringerung
wurde teilweise durch geringeren Materialaufwand, sonstige betriebliche Aufwendungen
und die Erhöhung der Bestände kompensiert. Insgesamt betrachtet konnte der Umsatzrückgang
jedoch nicht vollständig durch Reduktion der Kosten aufgefangen werden.
Einen Sondereinfluss stellte die Wertberichtigung auf die Anteile am ukrainischen
Tochterunternehmen Private JSC 'CONSUMERS-SKLO-ZORYA' in Höhe von 14 Mio. Euro dar.
Das außerordentliche Ergebnis betrifft im Wesentlichen den aus der Verschmelzung der
Tochtergesellschaft Westerwald GmbH für Silikatindustrie resultierenden Verlust sowie
die außerordentlichen Aufwendungen, verursacht durch die Einführung des BilMoG.
| in TEUR | 2010 | 2009 | Veränderung |
| Umsatzerlöse | 348.293 | 389.274 | -10,5 % |
| Bestandsveränderungen | 4.369 | -632 | 791,3 % |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 206 | 92 | 123,9 % |
| Sonstige betriebliche Erträge | 5.722 | 8.358 | -31,5 % |
| Materialaufwand | -125.679 | -140.964 | -10,8 % |
| Personalaufwand | -74.149 | -79.202 | -6,4 % |
| Abschreibungen | -28.599 | -25.755 | 11,0 % |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -87.306 | -94.039 | -7,2 % |
| Betriebsergebnis | 42.857 | 57.132 | -25,0 % |
| Finanzergebnis | -17.245 | -17.492 | -1,4 % |
| Außerordentliches Ergebnis | -3.299 | - | - |
| Ergebnis vor Steuern | 22.313 | 39.640 | -43,7 % |
| Ertragsteuern gesamt | -10.280 | -15.329 | -32,9 % |
| Jahresüberschuss | 12.033 | 24.311 | -50,5 % |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 1.695 | 1.384 | 22,5 % |
| Bilanzgewinn | 13.728 | 25.695 | -46,6 % |
Das Bilanzsummenwachstum lässt sich hauptsächlich auf die Zunahme der Sachanlagen
zurückführen. Durch die Wannenbauten in Bad Wurzach, Wirges, Mineralnye Vody (Russland)
und Kamyshin (Russland) erhöhte sich das Sachanlagevermögen des Konzerns.
| in TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung |
| Aktiva |
|
|
|
| Langfristige Vermögenswerte |
|
|
|
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 10.426 | 9.714 | 7,3 % |
| Immaterielle Vermögenswerte | 1.159 | 998 | 16,1 % |
| Sachanlagen | 305.496 | 283.087 | 7,9 % |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | 1.677 | 1.677 | 0,0 % |
| Sonstige Forderungen | 331 | 367 | -9,8 % |
| Latente Steueransprüche | 760 | 759 | 0,1 % |
| Summe langfristige Vermögenswerte | 319.849 | 296.602 | 7,8 % |
| Kurzfristige Vermögenswerte |
|
|
|
| Vorräte | 106.506 | 101.324 | 5,1 % |
| Forderungen aus Lieferung und Leistung | 39.868 | 46.251 | -13,8 % |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 12.811 | 15.086 | -15,1 % |
| Zum Verkauf vorgesehene Vermögenswerte | 226 | 512 | -55,9 % |
| Sonstige Vermögenswerte | 12.973 | 27.651 | -53,1 % |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | 172.384 | 190.824 | -9,7 % |
| Summe Aktiva | 492.233 | 487.426 | 1,0 % |
Die Verteilung der Sachanlagen in Mio. Euro wird durch folgende Grafik deutlich:

Die Bestände erhöhten sich 2010 insgesamt leicht. Im Speziellen stiegen die Bestände
an Fertigerzeugnissen an, im Gegenzug verringerte sich der Bestandswert an Rohstoffen.
Im Folgenden die Bestandsentwicklung in Mio. Euro:

Die Bilanzsituation zum Jahresende, insbesondere der Forderungsbestand, stellt gegenüber
der Entwicklung während des Berichtszeitraumes einen punktuellen Wert dar. Sie kann
daher nicht als alleiniger Maßstab für den unterjährigen Finanzierungsbedarf herangezogen
werden.
Die Erhöhung der Passiva liegt hauptsächlich in dem Anstieg des Eigenkapitals begründet.
Das Eigenkapital stieg um 5,6 % oder 9,2 Mio. Euro auf 171,5 Mio. Euro. Damit erhöht
sich die Eigenkapitalquote von 33,3 % auf 34,8 %.
Die Rücklagen erhöhten sich aufgrund nicht ausgeschütteter Ergebnisse der russischen
Tochterunternehmen aus dem Jahr 2009 und wegen des 2009 höheren IFRS-Ergebnisses gegenüber
dem zwar nahezu vollständig ausgeschütteten, jedoch durch Sondereffekte belasteten
HGB-Ergebnis der AG.
Die Währungsumrechnungsdifferenzen betreffen die Ukraine mit - 31,6 Mio. Euro und
Russland mit -13,8 Mio. Euro. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen
auf die Verbesserung von Griwna- und Rubelkurs gegenüber dem Euro zurückzuführen.
| in TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung |
| Passiva |
|
|
|
| Eigenkapital |
|
|
|
| Gezeichnetes Kapital | 26.000 | 26.000 | 0,0 % |
| Rücklagen | 157.004 | 140.754 | 11,5 % |
| Konzernergebnis | 26.957 | 44.472 | -39,4 % |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | -45.442 | -55.868 | -18,7 % |
| Anteile anderer Gesellschafter | 6.978 | 6.980 | 0,0 % |
| Summe Eigenkapital | 171.497 | 162.338 | 5,6 % |
| Langfristige Schulden |
|
|
|
| Rückstellungen | 70.520 | 67.244 | 4,9 % |
| Latente Steuerschulden | 25.022 | 23.188 | 7,9 % |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 51.720 | 57.804 | -10,5 % |
| Summe langfristige Schulden | 147.262 | 148.236 | -0,7 % |
| Kurzfristige Schulden |
|
|
|
| Rückstellungen | 1.768 | 1.533 | 15,3 % |
| Ertragsteuerschulden | 3.198 | 5.097 | -37,3 % |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 62.461 | 48.882 | 27,8 % |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 89.112 | 95.663 | -6,8 % |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 16.935 | 25.677 | -34,0 % |
| Summe kurzfristige Schulden | 173.474 | 176.852 | -1,9 % |
| Summe Passiva | 492.233 | 487.426 | 1,0 % |
In der AG war eine Veränderung der Bilanzsumme von 371,4 Mio. Euro im Vorjahr zu 359,2
Mio. Euro im Berichtsjahr zu verzeichnen. Dies entspricht einer Verringerung von 3,3
% und ist hauptsächlich durch den Rückgang der Forderungen und die Abwertung der Finanzanlagen
(Abwertung des ukrainischen Tochterunternehmens) begründet. Durch die Verschmelzungen
der Westerwald GmbH für Silikatindustrie, der Süddeutschen Altglas-Rohstoff GmbH und
der RGM Recycling GmbH erfolgte eine Umbuchung von der Position Finanzanlagen auf
die entsprechenden Bilanzpositionen, insbesondere auf das Sachanlagevermögen.
Die Verschuldung erhöhte sich um 3,5 Mio. Euro auf 189,8 Mio. Euro. Die genannten
Faktoren führten zu einer Eigenkapitalquote in der AG von 29,5 % (Vorjahr: 31,8 %).
Die Eigenkapitalrendite sank entsprechend dem Ergebnisrückgang von 20,6 % auf 11,3
%.
Bedingt durch das schlechtere operative Konzernergebnis sank der Cashflow gegenüber
dem Vorjahr um 9,3 Mio. Euro von 79,5 Mio. Euro auf insgesamt 70,2 Mio. Euro. Durch
die hohen zahlungsunwirksamen Abschreibungen wurde das niedrige Ergebnis etwas kompensiert.
Auf operativer Ebene verbesserte sich der Cashflow um 3,2 % auf 83,4 Mio. Euro, was
im Wesentlichen auf Einmaleffekte aus Factoring zurückzuführen ist.
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Operatives Konzernergebnis | 46.443 | 68.573 |
| Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte | 43.504 | 32.488 |
| Veränderung der langfristigen Rückstellungen | -2.509 | -3.766 |
| Zahlungswirksame Zinsen und Ertragsteuern | -17.386 | -17.202 |
| Erhaltene Dividende | 65 | 45 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Transaktionen | 77 | -638 |
| Cashflow | 70.194 | 79.500 |
| Veränderung der Vorräte | -3.518 | -3.518 |
| Veränderung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte | 22.211 | -1.841 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten/Rückstellungen | -5.536 | 6.620 |
| Cashflow aus operativer Tätigkeit | 83.351 | 80.761 |
| Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen | -152 | -372 |
| Ein/Auszahlungen für Abgang/Investitionen langfristiger Vermögenswerte | -60.643 | -58.052 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -60.795 | -58.424 |
| Gezahlte Dividenden | -24.010 | -26.008 |
| Ein/Auszahlungen aus der Aufnahme/Tilgung von finanziellen Verbindlichkeiten | -1.637 | -12.264 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -25.647 | -38.272 |
| Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel | -3.091 | -15.935 |
| Wechselkurs- und konsolidierungskreisbedingte Veränderung | 816 | -1.403 |
| Abnahme der Zahlungsmittel | -2.275 | -17.338 |
2010 reichte der Cashflow aus operativer Tätigkeit somit auch aus, um die Investitionstätigkeiten
ohne Liquiditätsverzehr abzudecken. Der verbleibende Zahlungsmittelüberschuss konnte
im Wesentlichen die Dividendenzahlungen abdecken. Insgesamt ergab sich eine Abnahme
der Zahlungsmittel um 2,3 Mio. Euro. Die Cashflow-Anteile der einzelnen Segmente entwickelten
sich wie folgt:

Der ROI für das Geschäftsjahr 2010 liegt bei 11,6 % und war damit im Vergleich zum
Vorjahreswert von 17,6 % rückläufig.
Die Eigenkapitalrendite sank ausgehend von 27,6 % auf 15,6 %, dies entspricht einer
Verringerung von 43,4 % im Berichtsjahr. Die Zunahme des Eigenkapitals im Berichtszeitraum
um 5,6 % und der Rückgang des operativen Ergebnisses um 32,3 % führten zur Verringerung
der Eigenkapitalrendite.
Bei einer Gesamtsumme von 58,2 Mio. Euro lag der Schwerpunkt der Investitionen im
Berichtsjahr auf großen Wannenbauprojekten in Deutschland (in den Werken Wirges und
Bad Wurzach) und Russland (an den Standorten Mineralnye Vody und Kamyshin). Alle Investitionen
trugen dazu bei, die Produktion effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten sowie
den ständig steigenden Qualitätsanforderungen der Kunden zu entsprechen. Über 25,7
Mio. Euro wurden in Osteuropa investiert, dadurch konnte die Effizienz gesteigert
und der Energieverbrauch optimiert werden. Im Folgenden die Aufteilung der Investitionen
in Sachanlagen für die vergangenen zwei Jahre in Mio. Euro:

Bilanzstruktur in % der Bilanzsumme von TEUR 492.233 (Vorjahr: TEUR 487.426):


Der wirtschaftliche Aufschwung im Jahr 2010 betraf in Deutschland zunächst im Wesentlichen
den Export und auch dabei wiederum besonders den Maschinenbau und Investitionsgüter
generell. Erst im weiteren Verlauf des Jahres ergaben sich auch Auswirkungen auf den
Konsum. Der Anstieg auf dem Behälterglasmarkt konnte aber im Gesamtjahr nur etwa die
Hälfte des Rückganges im Vorjahr aufholen. Gleichzeitig sind noch Überkapazitäten
vorhanden, welche zusammen mit einem vermehrten Import qualitativ geringwertiger Ware
eine Preiserosion zur Folge hatten. Dieser Preistrend konnte im Laufe des Jahres gestoppt
werden und schlechte Erfahrungen mit weniger kompetenten Anbietern führten bei manchen
Kunden bereits zu einer Rückbesinnung auf Qualität und Liefersicherheit. 2011 sollte
dieser Trend anhalten und auf Basis der aktuellen Konjunkturprognosen für eine Verstetigung
des Konsumanstieges in Deutschland sorgen und damit auch den Behälterglasmarkt positiv
beeinflussen.
Die Entwicklung in den Ostmärkten wird auch weiterhin von einer stärkeren Volatilität
geprägt sein. Die politische Stabilisierung in der Ukraine sowie die Bemühungen der
russischen Regierung um eine Stabilisierung der Binnenwirtschaft sollten aber auch
in diesen Märkten die Rahmenbedingungen für uns verbessern.
| in TEUR | Deutschland | Russland | Ukraine |
| Umsatzerlöse | 371.229 | 80.307 | 37.683 |
| Umsatzkosten | -308.021 | -71.253 | -34.817 |
| Allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten | -14.602 | -5.000 | -2.439 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -881 | -90 | - |
| Sonstige Erträge | 512 | 137 | 110 |
| Sonstige Aufwendungen | -392 | -2.150 | - 3.890 |
| Operatives Ergebnis | 47.845 | 1.951 | -3.353 |
| Zinsaufwand | -4.484 | -1.349 | -424 |
| Zinsertrag | 130 | 208 | 109 |
| Zinsergebnis | -4.354 | -1.141 | -315 |
| Sonstige Finanzerträge/-aufwendungen | 65 | - | - |
| Finanzergebnis | -4.289 | -1.141 | -315 |
| Ergebnis vor Steuern | 43.556 | 810 | -3.668 |
| Ertragsteueraufwand | -10.701 | -4 | -840 |
| Latenter Steuerertrag/-aufwand | -1.956 | -503 | 127 |
| Ertragsteuern gesamt | -12.657 | -507 | -713 |
| Jahresergebnis | 30.899 | 303 | -4.381 |
| Anderen Gesellschaftern zustehendes Ergebnis | - | -1 | -135 |
| Konzernergebnis | 30.899 | 304 | -4.246 |
Die Werte für Deutschland umfassen im Wesentlichen die Zahlen der AG und der GPS Glasproduktions-Service
GmbH. Somit ergibt sich für Deutschland eine Profitabilität von 12,9 %, die damit
über der durchschnittlichen Profitabilität von 9,5 % liegt, Russland hat eine Profitabilität
von 2,4 %. Die Gesamtprofitabilität wird durch das in der Ukraine erzielte Ergebnis
negativ beeinflusst.
Die Verteilung der Umsätze nach Flaschen & Gläser und Produktionsanlagen:

Das Segment Flaschen & Gläser stellt mit großem Anteil die Hauptaktivität von Oberland
dar. Die Glasproduktion unterteilt sich in weitere Teilsegmente oder Sparten, die
alle ihre spezifischen Märkte und Kunden haben. Im Berichtsjahr ergab sich bei einigen
Sparten im Vorjahresvergleich eine Verringerung beim Absatz.
Die Umsätze in Tonnen haben sich 2010 folgendermaßen entwickelt: Der Absatz für Bierflaschen
war 2010 weiterhin rückläufig. Bei Spirituosen verringerte sich der Absatz ebenfalls.
Die gleiche Tendenz zeichnete sich für Konserven und sonstige Gläser ab. Im Bereich
Wasser/Softdrinks konnte ein deutlich positiver Trend verzeichnet werden. Insgesamt
sank der Umsatz in Tonnen im Vorjahresvergleich um 13,9 %.

Neben der Glasproduktion ist das Unternehmen auch - in deutlich kleinerem Umfang -im
technischen Geschäft tätig. Für das technische Geschäft von Oberland ist die GPS Glasproduktions-Service
GmbH in Essen zuständig. Sie entwickelt und fertigt Maschinen und Anlagen für die
Hohlglasindustrie und bietet die entsprechenden Service-Leistungen hierzu an. Die
GPS Glasproduktions-Service GmbH trug auch im Jahr 2010 wieder positiv zum Konzernumsatz
bei.

Aufgrund allgemeiner Investitionszurückhaltung auf den Zielmärkten der GPS Glasproduktions-Service
GmbH im Jahr 2009 war der Umsatz mit Konzernfremden im Vorjahr deutlich geringer als
mit Konzernunternehmen und verbundenen Unternehmen, da Projekte und Planinvestitionen
aufgrund der Krise im Jahr 2009 kaum realisiert werden konnten. Durch die positiven
Wirtschaftsentwicklungen stieg der Umsatz mit Konzernfremden im Berichtsjahr wieder
merklich an. Außerdem hat die GPS Glasproduktions-Service GmbH zum 31. Dezember 2010
einen Auftragsbestand von 7,8 Mio. Euro.
Forschung und Entwicklung (F&E) finden bei Oberland als kontinuierlicher Verbesserungsprozess
ebenso wie in speziellen Projekten statt. Im Fokus stehen dabei immer nachhaltige,
kundenorientierte Prozesse und Produkte. Folgende Ziele lassen sich daraus ableiten:
Verbesserung des Umweltschutzes, Steigerung der Produktqualität sowie Erhöhung der
Produktivität. Projekte werden unternehmensintern durch das F&E-Team des Technischen
Zentrums in Kooperation mit den werksübergreifenden Kompetenzteams vorangetrieben
oder in engem Kontakt mit Lieferanten, Kunden, Forschungseinrichtungen von verallia
sowie Hochschulen und entsprechenden Institutionen konzipiert.
Auf der Marktseite dominieren die Produktinnovationen mit einer angestiegenen Anzahl von neuen Produkten. Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung der Anzahl von neuen Konzepten und neuen Produkten für die deutschen Werke.1)

Dabei steht stets die strikte Ausrichtung auf die Ansprüche der aktuellen wie potenziellen
Oberland-Kunden im Mittelpunkt, weshalb ständige Innovationen in den Bereichen Formgebung
und Artikeldesign zum Tagesgeschäft gehören. Um diesen Prozess zu optimieren, stehen
Innovationscenter verschiedener Standorte von verallia auch international permanent
miteinander im Austausch.
Eben dieser Experten- und Know-how-Austausch ist von besonderer Bedeutung für die
F&E- wie auch Engineering-Aktivitäten des Technischen Zentrums. Die Angleichung der
technischen, qualitativen und administrativen sowie datentechnischen Standards innerhalb
des Unternehmens wird mit hohem Personaleinsatz betrieben. Die Flexibilität der Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter ermöglicht dabei den intensiven Austausch von Erfahrungen und Wissen.
Diese Erfahrungen fließen unter anderem in die kontinuierlichen Prozessstabilisierungs-
und Prozessoptimierungsmaßnahmen in den einzelnen Teilbereichen der Fertigung ein.
Dabei steht neben der Kostenreduktion die Verbesserung der Artikelqualität im Mittelpunkt.
Das 2010 nach dreijähriger Laufzeit abgeschlossene Projekt 'EinFormGlas' behandelte
unterschiedliche Themenbereiche zur Prozessoptimierung. Die innerhalb des Projektes
ausgearbeiteten wissenschaftlichen Grundlagen können teilweise im Jahr 2011 durch
Einzelprojekte verwirklicht werden.
Nicht nur der Produktionsprozess an sich wird fortlaufend weiterentwickelt, sondern
auch auf informationstechnologischer Seite wird die Verarbeitung der im Fertigungsprozess
generierten Daten durch das Prozessdatenmanagement mit der 'Industrial IT' (PIT) vorangetrieben.
Die transparente Darstellung und Bewertung erleichtert die interne sowie externe Berichterstattung
und bildet die Datenbasis für weitere Prozessoptimierungen.
In der Produktion werden Effizienzsteigerungen durch zunehmend verfeinerte Kontroll-
und Messsysteme angestrebt. Bei dem Projekt 'Ideales Kaltende' wurde durch Kombination
einzelner Verbesserungsmaßnahmen, wie der Integration neuer Kaltendinspektionsmaschinen,
Metallsuchgeräte und telezentrischer Kameras, die Optimierung des gesamten Kaltendes
angestrebt. 2010 konnte das Projekt 'Ideales Kaltende' weitgehend abgeschlossen und
dadurch die Inspektionsfähigkeit verbessert werden.
In anderen Bereichen werden - mit fortlaufendem Erfolg - technische Maßnahmen zur
Verringerung des Energieverbrauchs bei gleicher oder erhöhter Leistungsfähigkeit erprobt
und umgesetzt. Hervorzuheben sind im Jahr 2010 die erfolgreichen Energieeinsparungen
bei vermindertem Schadstoffausstoß von Stickoxiden (NOx) durch die erfolgreiche Fertigstellung
des Projekts 'FlamCon - Seiteneindüsung'. Die nachträgliche Zuführung von ca. 20 %
des primären Brennstoffs Gas durch die Seitenwände führt zu einer besseren Energieverteilung
bei gleichzeitiger Verminderung der maximalen Flammentemperatur, wodurch im Vergleich
zur herkömmlichen Verbrennung weniger NOx gebildet wird.
Auch bei der Reduktion der mittleren Artikelgewichte konnten 2010 weitere Erfolge
erzielt werden, obgleich die Komplexität der Maßnahmen zunimmt. Im Sinne der Nachhaltigkeit
wird aber permanent an diesem Themenkomplex gefeilt, bis alle Optimierungspotenziale
ausgeschöpft und alle Einflussfaktoren stabilisiert sind.
Einer dieser Einflussfaktoren ist die Qualität des Recyclingglases, denn um erstklassige
Artikel produzieren zu können, müssen schon die am Anfang der Wertschöpfungskette
stehenden Rohstoffe den Qualitätsansprüchen genügen. So bewirkt der Einsatz von hochwertigem
Recyclingglas eine Steigerung der Artikelqualität durch die Verringerung von Fremdkörpereinschlüssen
und Fehlfarben. Es wurde ein neues Konzept zur Recyclingglaseingangskontrolle entwickelt,
um der sinkenden Recyclingglasqualität erfolgreich entgegenzuwirken. Die Implementierung
in den Werken erfolgt nun schrittweise.
Das betriebliche Vorschlagswesen der deutschen Werke (i-pool) entwickelte sich im
Berichtsjahr weiter positiv. 2010 stieg die Anzahl der eingereichten Vorschläge insgesamt
um 14,6 %. Erfreulich ist auch die Entwicklung der tatsächlich umgesetzten i-pool-Einreichungen.
Diese hat sich um 85,0 % erhöht und bestätigt damit, dass sich insbesondere die Qualität
des Systems weiter verbessert. Durch die Vorschläge konnten nachweisbar ca. TEUR 1.095,4
(Vorjahr: TEUR 528,1) Einsparungen erzielt werden. Die Ideen-Einreicher werden dem
Nutzen der Vorschläge entsprechend monetär entlohnt, so dass im Berichtsjahr gleichzeitig
eine Summe von TEUR 257,7 (Vorjahr: TEUR 140,7) an sie ausgeschüttet werden konnte.
Viele Verbesserungsvorschläge tragen zu einer steigenden Effizienz bei oder sind Basis
von technischen Innovationen.

In dem Werk in der Ukraine ist ebenfalls ein vergleichbares Vorschlagswesen implementiert,
durch das Mitarbeiter ihre Ideen zur Verbesserung der betrieblichen Abläufe einbringen
können. In den russischen Werken wurde 2010 ein Vorschlagswesen eingeführt und wird
aktuell weiterentwickelt.
Auch die F&E-Projekte für das Jahr 2011 bleiben vielfältig, wobei einige der genannten
Projekte langfristig angelegt sind und dadurch in den kommenden Jahren Bestandteil
des Entwicklungsprozesses sein werden. Dabei stehen nachhaltige, kundenorientierte
Produkte in Bezug auf Ressourcen, Arbeits- und Umweltschutz sowie Prozesssicherheit
auch weiterhin im Mittelpunkt.
Die Einkaufsorganisation bei Oberland basiert auf vielschichtigen Kompetenzen, die
insbesondere den im Saint-Gobain Konzern möglichen Synergien Rechnung tragen. Die
verstärkte Zusammenarbeit innerhalb des Sektors Verpackung zeigt in Gemeinschaftsprojekten
und daraus resultierenden Rahmenverträgen positive Auswirkungen. Oberland handelt
jedoch in allen für das Glasverpackungsgeschäft spezifischen Beschaffungsbereichen
selbständig.
Speziell für den Bereich Energie nutzt Oberland sämtliche Vorteile der Einbindung
in die regionalen Einkaufsorganisationen der Saint-Gobain Gruppe. So betreut die Generaldelegation
Mittel- und Nordeuropa des Saint-Gobain Konzerns den Energieeinkauf zu wettbewerbsfähigen
Konditionen in Deutschland, die Delegation Russland den Einkauf in der Ukraine und
Russland. Beim Emissionshandel stützt sich Oberland ebenfalls auf die zentralen Konzernkompetenzen.
Neben Rohstoffen ist Energie, speziell Schweröl, ein wesentlicher Kostenfaktor bei
der Glasherstellung. Seit den beachtlichen Ölpreisschwankungen im Jahr 2008 wird insbesondere
die Preisentwicklung beobachtet. Im Zeitraum von Mitte 2009 bis Ende 2010 bewegte
sich der Ölpreis auf verhältnismäßig konstantem Niveau. Verdeutlicht wird der Preisverlauf
durch die folgende Abbildung der Leitsorte Brent (US-Dollar/bbl).

Der Höchststand von 145,65 US-Dollar wurde im Juli 2008 erreicht, zwischenzeitlich
bewegte sich der Wert auf deutlich niedrigerem Niveau und lag am 31. Dezember 2010
bei 93,49 US-Dollar.
Zunehmend wird Öl durch Gas substituiert, so dass Gas neben Schweröl in den Fokus
der Beschaffung rückt.
Bei der Herstellung von Glas ist die Verfügbarkeit von Rohstoffen für den erfolgreichen
Produktionsprozess entscheidend. Durch engen Kontakt mit Lieferanten sowie die Identifizierung
neuer Bezugsquellen wird die bedarfsgerechte Beschaffung der Rohstoffe sichergestellt.
Besonders der Einsatz von Recyclingglas ist für die ressourcenschonende und daher
nachhaltige Produktion von Bedeutung. Im Vergleich zu 2009 hat sich im Berichtszeitraum
die Versorgungssituation durch den Abschluss von Rahmenverträgen überwiegend positiv
entwickelt.
Im Zeitraum zwischen dem Bilanzstichtag 2010 und der Erstellung des Lageberichts sind
keine Ereignisse eingetreten, über die an dieser Stelle zu berichten wäre.
Das unternehmerische Handeln im nationalen und internationalen Umfeld setzt Oberland
einer Vielzahl von Risiken aus. Der Erfolg des Unternehmens wird wesentlich durch
das frühzeitige Erkennen dieser Risiken sowie einen bewussten Umgang mit ihnen beeinflusst.
Durch das implementierte Risikomanagementsystem (RMS) wird ein vorausschauendes Handeln
sichergestellt. Die Identifizierung und transparente Darstellung der Risiken sowie
die getroffenen Steuerungsmaßnahmen sind die Basis für die langfristige Sicherung
der Oberland und ihrer erfolgreichen Weiterentwicklung in der Zukunft. Die Risikopolitik
ist an die Geschäftsstrategie angepasst. In ihrem Rahmen werden kontinuierlich Vorkehrungen
getroffen, um Risiken möglichst zu vermeiden oder zu minimieren.
Die Risikostruktur setzt sich aus branchenspezifischen Risiken, die die Mitbewerber
im Behälterglasgeschäft gleichermaßen betreffen, und aus individuellen Risiken der
Oberland zusammen. Generell ist festzuhalten, dass die branchenspezifischen Risiken
überwiegen, teilweise durch höhere Gewichtung, teilweise wegen der geringeren Möglichkeiten,
durch Kontroll- und Steuerungsmaßnahmen kompensierend darauf einzuwirken. Der Risikobericht
betrifft sowohl die Saint-Gobain Oberland AG als auch die Tochterunternehmen und ist
somit für den Konzern gültig.
Unter Risikomanagement versteht Oberland nachvollziehbare und systematische Vorgehensweisen
zur Identifizierung, Bewertung, Überwachung und Steuerung von potenziellen Risiken
sowie die Auswahl und Umsetzung von Maßnahmen zur Risikohandhabung und -verringerung.
Oberland hat ein umfassendes RMS implementiert, um Risiken frühzeitig erkennen und
in Abwägung mit den entsprechenden Chancen beurteilen, minimieren und steuern zu können.
Das RMS von Oberland ist in die allgemeine Unternehmenssteuerung integriert und setzt
sich im Wesentlichen aus folgenden Elementen zusammen:
| ― |
Integriertes Managementsystem (IMS) |
| ― |
Internes Kontrollsystem (IKS) |
| ― |
Self-Assessments (IT-Security, Business Control) und |
| ― |
interne und externe Audits |
Diese Bestandteile des Risikomanagementsystems dienen der Steuerung und Überwachung
der Geschäftsprozesse. Darüber hinaus nutzt die Konzernleitung ihre umfassenden Kenntnisse
der Märkte. Diese beruhen auf langjährigen Kontakten zu Kunden, Lieferanten und Verbänden.
Das IMS wird detailliert in einem gesonderten Handbuch dargestellt. Dort werden Ziele,
Strategien und Prozesse mit maßgeblichem Einfluss auf die Oberland-Geschäftstätigkeit
beschrieben. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Themen Sicherheit, Qualität
der Produkte und Leistungen sowie betrieblicher Umweltschutz gerichtet. Im Rahmen
der Prozessdarstellung werden die jeweiligen Prozessschritte mit ihren Qualitäts-,
Umwelt- und Sicherheitskriterien, den operativen Zielen und etwaigen Schnittstellen
dargestellt und allgemeingültig beschrieben. Durch laufende Anpassungen an die Veränderungen
des Marktes und kontinuierliche Verbesserungen der Prozesse sowie des betrieblichen
Umweltschutzes und der Sicherheit wird das IMS ständig weiterentwickelt. Das IMS umfasst
die Werke in Bad Wurzach, Neuburg, Essen und Wirges. Das Handbuch sowie die nachgeordneten
Verfahrens- und Arbeitsanweisungen dienen allen Mitarbeitern als Nachschlagewerk und
Anleitung zum Handeln.
Das IKS von Oberland ist eingebettet in das konzernweite Saint-Gobain IKS, das Bezug
nimmt auf den Referenzrahmen für Prinzipien der internen Kontrollen der französischen
Finanzmarktaufsicht und darauf abzielt, die wesentlichen Risiken zu beherrschen. Im
'Referenzhandbuch Interne Kontrolle' des Saint-Gobain Konzerns sind die grundsätzlichen
Ziele je Prozess und die zugehörigen organisatorischen Anforderungen dargestellt.
Daraus abgeleitet werden je Prozess mögliche Prozessrisiken aufgezeigt und deren etwaige
Ursachen beschrieben. Ergänzend werden mögliche Kontrollen zur Risikoabdeckung dargestellt.
Die Prozessorganisation, -risiken und -kontrollen müssen anschließend durch die jeweiligen
Einheiten evaluiert und an die lokalen Gegebenheiten angepasst werden. Es handelt
sich hierbei um einen fortgesetzten und dauerhaften Prozess mit mehreren Schritten,
durch den die Beherrschung der Aktivitäten in der Gruppe und die Ausübung der internen
Kontrollen kontinuierlich verbessert werden sollen.
Den umfassenden Vorgaben von Saint-Gobain entsprechend wurden auf Ebene von Oberland
die individuellen Risiken identifiziert, dokumentiert und priorisiert. Dazu wurde
eine Übersicht von möglichen Risikokategorien erstellt. Für jede Risikokategorie wurden
Verantwortliche benannt und die verfügbaren Unterlagen zur Risikoidentifizierung,
-bewertung und -kommunikation zusammengestellt.
Darauf aufbauend wurden je Risikokategorie konkrete Risiken identifiziert und hinsichtlich
ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihres Schadensausmaßes qualitativ bewertet.
Maßnahmen der Risikosteuerung, Berichterstattungsintervalle und Verantwortlichkeit
sind je Risiko angegeben.
Initiiert durch Saint-Gobain werden umfassende Self-Assessments konzernweit durchgeführt,
bei denen sich die einzelnen Einheiten anhand von umfangreichen Fragebögen selbst
bewerten. Die Aussagen im Rahmen der Self-Assessments werden teilweise durch Prozessunabhängige
in Audits validiert.
Durch interne und externe Audits wird das Risikomanagementsystem regelmäßig überprüft.
In diesen Audits wurde bestätigt, dass ein funktionsfähiges und wirksames Risikomanagementsystem
konzernweit implementiert ist sowie Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit
der Rechnungslegung sowie zur Einhaltung aller maßgeblichen rechtlichen Vorschriften
getroffen wurden.

Auf der Basis des oben dargestellten umfassenden und in die allgemeinen Unternehmensabläufe
integrierten Risikomanagementsystems identifiziert und bewertet Oberland die verschiedenen
strategischen und operativen Chancen und Risiken. Ziel ist die Sicherstellung einer
nachhaltig positiven Unternehmensentwicklung. Das Risikomanagementsystem dient insbesondere
dazu, mögliche Gefahren für die Erreichung der Unternehmensziele bereits im Vorfeld
zu minimieren. Hierbei werden alle im jeweiligen Geschäftsfeld liegenden Chancen sachgerecht
gegen Gefahrenpotenziale abgewogen, aufgrund der Analyse bewertet und entsprechende
Maßnahmen werden identifiziert und umgesetzt.
Wesentliche Datengrundlage des Oberland Risikomanagements ist das monatliche Berichtswesen,
das detailliert sämtliche Umsatzpositionen, Aufwandsarten sowie Vermögens- und Finanzierungskomponenten
quantitativ und qualitativ darstellt. Die einzelnen Positionen werden mit der Planung
abgeglichen und einem Soll-Ist-Vergleich unterzogen. Etwaige Abweichungen werden analysiert
und kommentiert. Dadurch wird eine regelmäßige und frühzeitige Information über maßgebliche
Risiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens wesentlich beeinflussen,
gewährleistet. Die Risikoüberwachung und -steuerung wird im Oberland Konzern grundsätzlich
auf Vorstandsebene ausgeübt. Im Einzelnen werden für alle relevanten Risiken Verantwortliche
festgelegt. Dabei hängt die hierarchische Ebene der Verantwortlichkeit von der Bedeutung
des jeweiligen Risikos ab.
Die Einhaltung von Gesetzen, die Achtung der eigenen Werte sowie die korrekte Anwendung
interner Regeln und Richtlinien haben für die gesamte Saint-Gobain Gruppe zentrale
Bedeutung. Das im Sommer 2009 global aufgebaute Compliance-Programm der Saint-Gobain
Gruppe vernetzt die vorhandenen Bausteine noch effizienter. Die vier tragenden Säulen
dieses Compliance-Programms sind: nachhaltige Entwicklung, Programm für Wettbewerbsrecht,
interne Audits und interne Kontrollen sowie ein E-Mail-basiertes Verfahren zur Meldung
von Regelverstößen (Whistleblowing). Diese Säulen sind ein wesentlicher Bestandteil
des implementierten Risikomanagementsystems.
| Compliance-Programm | |||
| Nachhaltige Entwicklung |
Programm für Wettbewerbsrecht |
Interne Audits und interne Kontrollen |
Whistleblowing |
Die Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt bei den einzelnen Konzernunternehmen
von Oberland durch lokale Buchhaltungssysteme. Die lokal erstellten Abschlüsse, erweitert
um IFRS-Adjustments, werden an das Online-Informationsprogramm Magnitude des Softwareunternehmens
Cartesis, im internen Sprachgebrauch auch SIF (Système d'Informations Financières)
genannt, durch Meldung der einzelnen Konzernunternehmen übermittelt.
Die gemeldeten Abschlüsse werden erfasst und gespeichert, so dass alle relevanten
Informationen in einer umfangreichen Datenbank verfügbar sind. Durch dieses Informationssystem
wird mit Hilfe der einzelnen Abschlüsse und nachfolgender Konsolidierungsvorgänge
der Konzernabschluss erstellt. Ferner sind in diesem Informationssystem systemintegrierte
Kontrollen und Validierungen implementiert.
Durch die transparente Aufbereitung der Einzelrisiken kann die Risikosituation angemessen
gesteuert werden.
Das Oberland Geschäft ist breit aufgestellt, die größten Sparten (Bier, Wein, Sekt,
Food) erzielen weit über 50 % des Umsatzes. Es besteht keine wesentliche Abhängigkeit
von einem bestimmten Teilsegment. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Absatz- oder Umsatzzahlen
dieser oder aller von Oberland bearbeiteten Teilsegmente gleichzeitig einbrechen,
wird als gering eingeschätzt.
Als wesentliches Marktrisiko gelten anhaltende Substitutionseffekte in einigen Sparten
der Getränke- und Lebensmittelindustrie. Die Substitutionsrisiken durch die Rückkehr
der Getränkedose werden für Glasverpackungen als eher gering eingeschätzt, die weitere
Entwicklung bleibt abzuwarten.
Des Weiteren ist der Trend weg von Mehrweg-Getränkeverpackungen hin zu Einwegverpackungen
zu beobachten. Das eingeführte Einwegpfand hat seine Lenkungsfunktion verfehlt und
konnte die Mehrwegquote nicht stützen.
In den einzelnen Teilsegmenten besteht insgesamt ein eher geringes Risikopotenzial.
Allerdings entwickelte sich im Segment Bier ein negativer Trend bedingt durch unterschiedliche
Einflussfaktoren.
Durch die Kurzfristigkeit der Schwankungen der Kapazitätsmaßnahmen am Markt, verglichen
mit der Langfristigkeit der Investitionsentscheidungen und somit der Kapazitätsbereitstellung,
entsteht ein permanentes kurzfristiges Kapazitätsungleichgewicht.
Aufgrund der wieder anspringenden Konjunktur insbesondere im Inland werden die Markt-
und Absatzrisiken nicht mehr so hoch wie im Vorjahr eingeschätzt.
Diese Risikoklasse betrifft die Verfügbarkeit der zu beziehenden Waren sowie die Qualität
der bezogenen Produkte. Das bestehende Lieferantenkontrollverfahren garantiert eine
gleichbleibend hohe Qualität.
Die Hauptrisiken im Herstellungsprozess von Behälterglas bleiben die volatilen Energie-
und Rohstoffpreise. In Deutschland sind dies die Öl-, Strom- und Gaspreise. In der
Ukraine und Russland sind insbesondere die Gaspreise relevant, die durch eine politisch
kontrollierte Monopolsituation entsprechend gesteuert werden.
Ferner von Bedeutung ist die ausreichende Verfügbarkeit von CO2 -Emissionsrechten. Oberland verfügt für die 2. Handelsperiode (2008 - 2012) über ausreichende Zertifikate und wird die notwendigen Maßnahmen ergreifen, etwaige Lücken vollständig zu schließen. Langfristig, für die 3. Handelsperiode, könnte der Wandel des politischen und rechtlichen Umfelds allerdings die Ertragslage der Oberland durchaus beeinflussen.
Weiterhin steht die finanzielle Stabilität wichtiger Lieferanten im Fokus. Vorauszahlungen,
die im Einzelfall im Investitionsbereich notwendig sind, werden abgesichert und die
operative Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten darf gemäß internen Regelungen definierte
Schwellenwerte nicht überschreiten.
Die Beurteilung der zukünftigen Marktentwicklung gestaltet sich als schwierig und
wird deshalb als zentrales Risiko betrachtet, weil durch die relativ langen Wannenlaufzeiten
kurzfristige Steuerungsmaßnahmen nur sehr begrenzt möglich sind. Kurzfristig bestehen
risikoreduzierende Maßnahmen darin, den Produktionsplan und die Kapazitäten den aktuellen
Entwicklungen des Auftragseingangs anzupassen. Langfristig ist Oberland erfolgreich
bemüht, mit vielen Kunden dauerhafte Entwicklungspartnerschaften einzugehen.
Außerdem besteht durch die langen Laufzeiten von Investitionen das Risiko, dass innerhalb
der geplanten Lebenszeit der Investitionen ein vorher nicht kalkulierbarer Nachrüstungsaufwand
anfällt. Besonders bei der Thematik Umwelt und Umweltauflagen ist ein solcher Sachverhalt
denkbar. Deshalb wird im Bereich Umwelt durch interne Prozesse sichergestellt, dass
sämtliche Investitionen die geltenden Vorschriften erfüllen.
Die hohen Anforderungen an Lieferanten der Lebensmittelbranche sind eine Herausforderung
für die Qualitätssicherung. Deshalb werden von Beginn an qualitätsrelevante Risiken
durch strenge Qualitätskontrollen sowie andere vorbeugende Maßnahmen minimiert. Es
wird eine Vielzahl von Vorkehrungen getroffen, um die hohe Qualität unserer Produkte
sicherzustellen.
Die stabile Kundenstruktur wirkt einer hohen Unsicherheit bezüglich der individuellen
Ausfallrisiken entgegen. Maßnahmen zur Minimierung der Ausfallrisiken werden mit Hilfe
von Kreditversicherungen, angepasster Zahlungsbedingungen, stringenter Einhaltung
von Limits und monatlicher Einzeldurchsicht durchgeführt. In Deutschland entstehen
erfahrungsgemäß aus diesen Ausfallrisiken bei Oberland nur minimale Schäden. Auch
in Russland und der Ukraine haben sich diese Instrumente bewährt.
Bei der aktuellen Wirtschaftslage muss noch immer mit Liquiditätsproblemen bei einzelnen
Kunden in Deutschland, aber noch mehr in Russland und der Ukraine gerechnet werden.
Das könnte für Oberland dazu führen, dass im Einzelfall Zahlungen verspätet oder nicht
eingehen. Derzeit ist jedoch nicht erkennbar, dass hierdurch die Liquidität der Oberland
ernsthaft gefährdet werden könnte (s. u. Liquiditätsrisiken).
Bedingt durch die Ernte und das Konsumverhalten der Endverbraucher ergibt sich eine
kundenseitige Saisonalität. Dieses Risiko wird jedoch durch das breite Produktsortiment
erheblich reduziert.
Oberland ist an den Finanzpool des Saint-Gobain Konzerns angeschlossen. Somit hängt
die Liquiditätsausstattung der Oberland unmittelbar mit der Liquiditätslage des Saint-Gobain
Konzerns zusammen. Der heute verfügbare Kreditrahmen garantiert die für den normalen
Geschäftsverlauf notwendige Liquidität.
Durch die Erweiterung der Aktivitäten im Osten ist die Verschuldung in den letzten
Jahren angestiegen, wobei die Zinslast so relevant geworden ist, dass ein Zinsrisiko
existiert. Im Jahresverlauf entwickelten sich die gewichteten, kurzfristigen, internen
Zinssätze wie im Folgenden dargestellt:

Des Weiteren erhielt die Saint-Gobain Oberland AG von der Saint-Gobain Benelux S.A.
mit Wirkung vom 31. Juli 2009 ein Darlehen in Höhe von 50,0 Mio. Euro zu einem Zinssatz
von 4,6 % bei vollständiger Rückzahlung bis zum 31. Juli 2012.
In der Gesamtbetrachtung stellt die Zinslast keine Gefährdung der Ertragslage oder
des Cashflows dar. Der konzerninterne Refinanzierungszinssatz hängt von den für Saint-Gobain
oben erwähnten am Markt verfügbaren Zinssätzen ab.
Oberland tätigt Umsätze überwiegend in Euro, Rubel und Griwna. Bei Aktivitäten außerhalb
des Euro-Raumes stehen den Umsätzen auch die Mehrzahl der Kosten in der jeweiligen
Landeswährung gegenüber, so dass sich das tatsächliche direkte Währungsrisiko auf
den Ergebnisbeitrag aus Russland und der Ukraine beschränkt. Insgesamt veränderte
sich der außerhalb des Euro-Raumes erzielte Umsatz von 23,6 % auf 24,1 % des Gesamtumsatzes.
Indirekt besteht ein weiteres Währungsrisiko in der für Oberland relevanten Ölpreisbestimmung
in US-Dollar. Die kurzfristige Absicherung dieses Risikos erfolgt in Zusammenarbeit
mit dem Saint-Gobain Konzern. Angaben zu den finanzwirtschaftlichen Risiken und den
zugehörigen Sicherungsmaßnahmen sind im Anhang des Konzernabschlusses zu finden.
Spekulationsgeschäfte oder Maßnahmen mit spekulativem Charakter sind gemäß den Unternehmensrichtlinien
nicht zulässig und wurden auch nicht getätigt.
Die Unternehmensbeteiligungen in Russland und der Ukraine und auch die nachträglichen
Kapitalerhöhungen in der Ukraine wurden in Euro finanziert und belasten dementsprechend
die Verschuldung der Saint-Gobain Oberland AG. Das somit erworbene oder gebildete
Eigenkapital der Gesellschaften in Russland und der Ukraine besteht aber in lokaler
Währung und führt daher bei der Kapitalkonsolidierung mit den volatilen Kursen der
betroffenen Währungen zu entsprechenden Wechselkursergebnissen. Dieser Situation hätte
Oberland nur durch eine erhebliche Verschuldung der Gesellschaften in Russland und
der Ukraine in lokaler Währung begegnen können. Dies war in der Ukraine (Kapitalerhöhungen)
allerdings zu keinem Zeitpunkt möglich. Für die russischen Gesellschaften war dies
beim Kauf der Anteile ebenfalls nicht möglich. Allerdings wurden die Erweiterungsinvestitionen
seit 2007 in Rubel finanziert und der kombinierte Cashflow der Gesellschaften sichert
mittelfristig die Fähigkeit zur Selbstfinanzierung in lokaler Währung ab.
Für den ökonomischen Erfolg unseres Unternehmens sind qualifizierte Mitarbeiter der
Schlüsselfaktor. Mit dem demografischen Wandel werden wir uns darauf einstellen müssen,
dass entsprechend qualifiziertes Personal schwierig zu rekrutieren sein wird. Besonders
in Deutschland setzen wir neben der eigenen Berufsausbildung intensiv auf die Kooperation
mit Fachschulen und Hochschulen in Form eines weitreichenden Angebots an Praktika,
Projekt- und Abschlussarbeiten für die verschiedensten Fachbereiche, um unseren Personalbedarf
auch für die Zukunft zu sichern.
Damit die immer älter werdenden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer langfristig eingesetzt
werden können, arbeiten wir stetig an der internen Weiterbildung, um sich verändernden
Arbeitsplätzen gerecht zu werden, aber auch an der ergonomischen Verbesserung der
Arbeitsplätze selbst, um allen Mitarbeitern ein sicheres und gesundes Arbeiten zu
ermöglichen.
Dem Risiko des Fachkräftemangels wurde in Russland und der Ukraine durch Weiterbildungsmaßnahmen
der Mitarbeiter begegnet. Dabei erfolgten die Weiterbildungsmaßnahmen teilweise im
Austausch zwischen den einzelnen Ostgesellschaften. Durch diese Maßnahmen wird auch
zukünftig die Verfügbarkeit von qualifizierten Fachkräften sichergestellt.
Die Risiken im IT-Bereich gliedern sich in Systemausfallrisiken, mangelhafte Systemverfügbarkeit
und Angriffe von außen.
Das Ziel, für alle Anwendungen gleichermaßen eine Risikominimierung anzustreben, bedeutete
eine Vielzahl von Ansätzen. Während das zentrale SAP-R/3-System für die Standorte
in Deutschland und der Ukraine durch Saint-Gobain inklusive Redundanz zur Verfügung
gestellt wird, müssen andere Systeme von Oberland selbst oder von externen Partnern
gepflegt werden. Das Gleiche gilt für die Werke in Russland. An der SAP-R/3-Einführung
in Russland wurde im Berichtszeitraum intensiv gearbeitet.
Spezielle rechnungslegungsbezogene Risiken können zum Beispiel aus dem Abschluss ungewöhnlicher
oder komplexer Geschäfte entstehen. Außerdem können durch bestehende Ermessensspielräume
von Mitarbeitern beim Ansatz und bei der Bewertung von Bilanzpositionen weitere rechnungslegungsbezogene
Risiken entstehen. Weiterhin können durch die Übertragung rechnungslegungsspezifischer
Aufgaben Risiken auftreten. Diesen Risiken wird durch konzernweite Vorgaben, den Einsatz
qualifizierter Mitarbeiter und die bedarfsbezogene Hinzuziehung von Spezialisten begegnet.
Aktuell ist kein wesentlicher Sachverhalt im Bereich der rechtlichen Risiken bekannt.
Im Rahmen des Risikomanagements werden sämtliche Risiken betrachtet. Es werden vorbeugende
Maßnahmen ergriffen, um die folgenden Risiken zu minimieren: unzureichend kontrollierte
Verpflichtungen, Verstöße gegen kapitalmarktrechtliche Verpflichtungen, Mängel im
Prozess der Vertragsgestaltung, mangelhaftes oder verspätetes Management von Rechtsstreitigkeiten,
mangelnder oder unzureichender Schutz der Interessen der organisatorischen Einheit
und schlechtes Management der juristischen Ressourcen. Zur Risikovermeidung sind im
RMS konkrete Maßnahmen formuliert.
Durch den Produktionsprozess entstehen verfahrensbedingte Risiken, die Umwelt zu verunreinigen.
Zur Minimierung dieser Risiken und zur kontinuierlichen Verbesserung der Umweltschutzleistung
des Oberland-Konzerns wurden umfassende Umweltschutzprogramme aufgestellt. Diese beinhalten
ambitionierte Ziele, aus denen sich wiederum konkrete Umweltschutzmaßnahmen ableiten,
die dann im Einzelnen umgesetzt werden. Bestätigt werden diese Prozesse durch die
bestehenden Zertifizierungen. Die Werke in Deutschland und der Ukraine sowie Kavminsteklo
in Russland sind alle nach DIN EN ISO 14001 zertifiziert. Das Werk in Bad Wurzach
ist zusätzlich nach EG-Verordnung 1221/2009 validiert und hat die EMAS-Urkunde erhalten.
Dadurch werden die Anwendung eines Umweltmanagementsystems und die regelmäßige Veröffentlichung
von Umwelterklärungen sowie deren Überprüfung durch einen zugelassenen unabhängigen
Umweltgutachter bestätigt.
Bestandsgefährdende Risiken sind gegenwärtig und für die Zukunft nicht zu erkennen.
Gegenüber der letzten Berichterstattung (Zwischenbericht zum 30. Juni 2010) hat sich
die Risikolage im Wesentlichen nicht verändert.
Die folgende Übersicht zeigt die Klassifizierung der oben beschriebenen Einzelrisiken
für Oberland. Unter dem Überbegriff Finanzrisiken sind Liquiditätsrisiken, Zinsänderungsrisiken
und Währungsrisiken zusammengefasst.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ermöglicht durch die festgelegten
Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die systematische Erfassung,
Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten sowie die sachgerechte
Darstellung in der Konzernrechnungslegung.
Auch wenn die internen Kontroll- und Risikomanagementsysteme unter ständiger Beobachtung
stehen und kontinuierlich verbessert werden, ist es nicht völlig auszuschließen, dass
trotz angemessener und funktionsfähiger Systeme eine absolute Sicherheit zur vollständigen
Identifizierung und Steuerung der Risiken nicht gewährleistet werden kann.
Der Chancen- und Prognosebericht beschreibt die voraussichtliche Entwicklung des Saint-Gobain
Oberland Konzerns. Er enthält Aussagen und Informationen über Vorgänge, die in der
Zukunft liegen. Diese vorausschauenden Aussagen und Informationen beruhen auf Erwartungen
und Annahmen des Unternehmens zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Diese wiederum unterliegen
bekannten und unbekannten Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst
den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse des Konzerns. Viele dieser Faktoren
liegen außerhalb des Einflussbereichs des Unternehmens. Sollte eines der Risiken eintreten,
sich eine der Ungewissheiten realisieren oder sollte sich erweisen, dass eine der
zugrunde liegenden Annahmen nicht korrekt war, kann die tatsächliche Entwicklung des
Konzerns sowohl positiv als auch negativ von den Erwartungen und Annahmen in den zukunftsgerichteten
Aussagen und Informationen dieses Chancen- und Prognoseberichts abweichen.
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa, besonders in Osteuropa, sind nach
wie vor durch die Auswirkungen der Finanzkrise und die verhaltenen Wachstumsprognosen
in nahezu allen Volkswirtschaften geprägt. Selbst wenn die Entwicklung der deutschen
Wirtschaft nach einem starken Wachstum im Jahr 2010 voraussichtlich auch noch im Folgejahr
weiterhin kräftig wachsen wird, so wird die Prognose unverändert erschwert, da die
weiteren Auswirkungen aus der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise noch ungewiss
sind.
Die zu einer Verschärfung der Kreditkonditionen führenden geringeren Kapitalzuflüsse
beeinflussen zusammen mit den volatilen Ölpreisen die Investitionsbereitschaft in
Russland. Für das Jahr 2011 gehen wir in Russland von einer Stabilisierung der Gesamtwirtschaft,
allerdings noch ohne neues Wachstum aus.
In der Ukraine sind die Auswirkungen der neuen politischen Verhältnisse in Folge der
letzten Wahlen zwar noch nicht umfassend abzusehen, allerdings sollte das bereits
verbesserte Verhältnis zu Russland die wirtschaftliche Lage weiter positiv beeinflussen.
Dennoch werden auch in Zukunft geschäftliche Aktivitäten in diesem Land von manchmal
nicht eindeutig voraussagbaren Entwicklungen beeinflusst.
2010 war der Absatz an Glasverpackungen im Inland höher als die Produktion. Möglich
war dies nicht nur durch einen Lagerabbau, sondern unter anderem auch durch Importe
aus Mitteleuropa, die sich gegenüber vergangenen Jahren wesentlich erhöht haben.
Für die Folgejahre wird ein anhaltender Importdruck aus Mitteleuropa erwartet. Der
Gesamtmarkt wurde durch aggressives Preisverhalten von in- und ausländischen Wettbewerbern
bestimmt. Saint-Gobain Oberland geht jedoch davon aus, dass sich diese Entwicklung
nicht in solchem Ausmaß fortsetzen und eine Beruhigung eintreten wird.
Insgesamt wird auch für 2011 mit einem steigenden Absatz am Behälterglasmarkt gerechnet,
für die daran anschließenden Jahre dann mit einer flachen Entwicklung des Absatzes.
Offen bleiben die Wachstumschancen der Dose, die im Berichtsjahr wieder verstärkt
am Getränkemarkt eingeführt wurde. Hier geht Oberland jedoch im Wesentlichen davon
aus, dass dadurch eher PET als Verpackungsmaterial substituiert wird.
Allgemein wird eine Veränderung am Markt von alkoholischen Getränken hin zu nicht
alkoholischen Getränken beobachtet, die überwiegend in Einwegverpackungen abgefüllt
werden. Dies unterstreicht die Entwicklung der immer noch steigenden Marktanteile
von Einwegverpackungen.
Eine Einschätzung des Marktes für Bierflaschen ist extrem schwierig, da Mehrwegbierflaschen
für die Brauereien Investitionsgüter darstellen und ihre Disposition daher von der
finanziellen Stärke der Brauereien abhängt. Der Trend zu Individualgebinden ist hingegen
nach wie vor anhaltend. Insgesamt gehen wir auch hier von einem Anstieg des Verbrauches
aus.
Der Weinbereich entwickelt sich seit 2009 positiv. Obwohl für deutsche Weine für den
Jahrgang 2010 eine Minderernte von 20 bis 30 % erwartet wird, rechnet Oberland für
2011 mit einem Glasverbrauch ähnlich wie im Berichtsjahr.
Der deutsche Glasmarkt profitiert bei Weinflaschen vor allem von Handelsketten bzw.
Discountern, die verstärkt Bulkware aus dem Ausland in Deutschland abfüllen lassen.
Für Sektflaschen gibt es nach wie vor einen stabilen Markt auf hohem Niveau, da die
deutschen Abfüller Marken und eine Produktstruktur geschaffen haben, die ausländischen
Lieferanten nur geringe Chancen einräumen. Sekt ist ein beliebter Aktionsartikel für
Handel und Discount, so dass Oberland auch 2011 von einem Markt auf gleichbleibendem
Niveau ausgeht.
Fruchtsäfte sind in Deutschland weiterhin beliebt, jedoch finden sich diese inzwischen
in nahezu allen gängigen Verpackungsarten. Dies hat schon in der Vergangenheit zu
einem Einbruch beim Absatz von Glasflaschen im Bereich Saft geführt. Dieser negative
Trend setzte sich auch 2010 in einem deutlichen Rückgang gegenüber dem Vorjahr weiter
fort. Für 2011 wird mit einem weiteren leichten Rückgang gerechnet.
Im Bereich der Wasserflaschen zeichnet sich jedoch ein positiver Trend für Glas ab.
Sowohl Verbraucher als auch Abfüller zeigen erste Signale für eine Nachfrage nach
Wasser in Glas(flaschen). Hieraus resultierte 2010 die erste Einführung neuer Mehrweggebinde
am Markt. Für 2011 werden weitere Neueinführungen erwartet.
Der Spirituosenmarkt ist stabil. Für Oberland ergeben sich in diesem Segment jedoch
neue Impulse durch Verträge mit internationalen Kunden.
Die Nachfrage im Nahrungsmittelbereich nach Gläsern bleibt auf Vorjahresniveau. In
diesem Bereich zeigt sich die Nachfrage jedoch unterschiedlich, da der Bedarf hier
stets besonders abhängig von der jeweiligen Ernteentwicklung ist. Hinzu kommt, dass
das mittlere Preissegment zwar an Volumen verliert, sowohl das untere als auch obere
hingegen wachsen. Bio-Produkte, die ganz überwiegend in Glasbehälter verpackt werden,
sind nach wie vor ein starker Trend, verlieren jedoch an Wachstumskraft.
Die Lagerbestände bei den Oberland-Kunden selbst werden aufgrund von Liquiditätssorgen
weiterhin niedrig bleiben.
Insgesamt kann - entsprechend den Einschätzungen des Marktforschungsunternehmens GfK
für das Jahr 2011 - davon ausgegangen werden, dass der Konsum steigen und die Verpackungsglasbranche
daran partizipieren wird.
Die Anti-Alkohol-Kampagne der russischen Regierung ist wesentlicher Einflussfaktor
für die gedämpfte Absatzentwicklung im Berichtsjahr. Auch wenn sich ein Teil des Mengenrückganges
in den Folgejahren wieder ausgleichen kann, so ist für 2011 noch nicht von einem markanten
Anstieg auszugehen.
Die Schwierigkeiten mit den Steuerabgaben machten auch dem Weinsegment am Jahresanfang
zu schaffen. Die Situation verbesserte sich bis Mitte 2010 und zeigt nun generell
positive Tendenzen, die für dieses Segment auch im Ausblick für 2011 anhalten werden.
Das Bier- und Softdrinksegment verzeichnet eine positive Tendenz. Die Verbreitung
der PET-Flaschen greift die Nachfrage nach Glasverpackungen jedoch immer noch stark
an. Ein breites Angebot spezieller Mineralwasser-Flaschen, eine vorteilhafte geografische
Lage und eine flexible Preispolitik stärken jedoch auch künftig die positive Marktanteilsentwicklung
der russischen Werke von Saint-Gobain Oberland.
Der Gläsermarkt war einerseits durch steigende Produktionskapazitäten beeinflusst,
als sieben Glaswerke, die bisher nur Flaschen produzierten, begannen, Gläser herzustellen,
sowie durch sinkende Nachfrage aufgrund der schlechten Gemüseernte in Russland 2010
andererseits. Sowohl enorme Lagerbestände der Glasfabriken als auch bei Großhändlern,
bedingt durch die zu beobachtenden schwachen Aktivitäten der Endverbraucher und Einzelhändler,
führten am Markt zu Preiskriegen' und Schleuderpreisen unter den Standardglasherstellern.
Auch wenn die wesentlichen Auswirkungen wohl mittlerweile im Markt angekommen sind,
rechnen wir auch in diesem Segment mit einzelnen Nachwirkungen im Jahr 2011.
Nach einem Gesamtrückgang des Glasmarktes 2010 gegenüber 2009 wird auch für 2011 ein
weiterer Rückgang um bis zu 4 % erwartet.
In der Ukraine wie in Russland steht der gesamte Bierbereich in starker Konkurrenz
zu PET-Flaschen, unter anderem auch dadurch, dass Gefäßgrößen bis zu 5 l durchaus
üblich sind. Zusätzlich treten in den Biermarkt, in die verbleibenden Glasanteile,
neue Wettbewerber ein, die den Bereich somit weiter unter Druck setzen.
Die Entwicklung für Wein und Weinbrand zeigt sich durch Wachstum der lokalen Produktion
allerdings weiterhin positiv. Auch für den Nahrungsmittelbereich wird eine stabile
Entwicklung erwartet.
Insgesamt erwarten wir für die Ukraine einen deutlich stärkeren Anstieg des Konsums
und damit auch der Absatzmenge an Glasverpackungen als in Westeuropa.
Für den Gesamtmarkt von Oberland erwarten wir ein Wachstum über 2011 hinaus im einstelligen
Prozentbereich.
Ziel ist es, nachhaltig der bevorzugte Verpackungspartner für die Getränke- und Lebensmittelindustrie
zu sein. Als Voraussetzung dafür sehen wir herausragende Leistung in Qualität, Kundenservice
und innovativen Entwicklungen an. Diese soll auf Basis vorbildlicher Arbeitssicherheit,
moderner Menschenführung und nachhaltiger Nutzung aller Ressourcen erreicht werden.
Um diesem Anspruch gerecht zu werden, baut Oberland das Qualitätsmanagement noch weiter
aus. Die Saint-Gobain Oberland AG war in Deutschland die erste Glashütte, die nach
den neuen, strengen BRC-Standards zertifiziert wurde. Außerdem erhielt die Saint-Gobain
Oberland AG 2009 das DIN-EN-ISO-22000-Zertifikat für Hygienemanagement, das explizit
ein Qualitätsmanagementsystem über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehend vorschreibt.
Sämtliche diese Bereiche betreffenden Zertifizierungen wurden auch 2010 erneut bestätigt.
Dies unterstreicht das fortwährende Bestreben von Oberland, die Qualitätsführerschaft
am Markt weiter zu verstärken.
Angesichts laufend schwankender Energie- und Rohstoffkosten sind Einsparungen auf
diesem Gebiet von zentraler Bedeutung. Nur so kann Oberland profitabel bleiben. Ein
werkübergreifendes Einkaufsmanagement nutzt hierbei alle Möglichkeiten, Kosten zu
optimieren, bei gleichzeitiger Sicherstellung der Qualität.
Basis für kontinuierliche Kundenzufriedenheit ist die Produktion von hochwertigen
Glasverpackungen verbunden mit einem erstklassigen Service-Angebot. Wesentlich dazu
beitragen können die Ausrichtung der Produktionskapazitäten hinsichtlich Flexibilität
sowie eine größere Zahl an Innovationen im Produkt- und Dienstleistungsbereich. Durch
die noch engere Verbindung mit den anderen Gesellschaften des Mehrheitsaktionärs und
dem seit Frühjahr 2010 gemeinsamen Marktauftritt unter der Marke verallia kann Oberland
die globale Stärke einerseits sowie die Kundennähe andererseits perfekt ausüben und
somit ihre Marktposition schärfen.
Im Jahr 2011 ist weiterhin mit einer leichten Erholung der Weltwirtschaft zu rechnen.
Entsprechend werden die deutschen Exporte im kommenden Jahr weiterhin zulegen. Mittlerweile
ist auch die Arbeitslosenquote deutlich gesunken und eine Fortsetzung der positiven
Entwicklung ist zu erwarten. Derzeit wird für das Jahr 2011 mit einem Wirtschaftswachstum
von über 2 % gerechnet. Dieser Trend wird sich allerdings für die Glasverpackungsbranche
und im Speziellen für Oberland erst später bemerkbar machen.
Der Markt für Behälterglas blieb 2010 stabil, was Oberland auch für die kommenden
Jahre - vor allem für 2011 - erwartet. Dieser ist jedoch geprägt durch Überkapazitäten
und dadurch einem deutlich höheren Wettbewerb ausgesetzt, als es in den vergangenen
Jahren der Fall war. Dies bedeutet auch, dass sowohl in der gesamten Glasverpackungsbranche
wie auch bei Oberland keine Vollauslastung der Kapazitäten mehr gewährleistet ist.
Nach zwei Wannenreparaturen im Jahr 2010 steht für Oberland eine 2011 an, so dass
auch im kommenden Jahr nicht alle Kapazitäten genutzt werden können. 2010 war auch
geprägt durch Investitionsstopps bei den Kunden im Mehrwegbereich. Oberland erwartet
jedoch, dass der strikte Investitionsstopp durch entsprechende Rahmenbedingungen aufgehoben
wird und es eine Rückkehr zum normalen Bedarf an Mehrweggebinden kommt.
Insgesamt ist Oberland auf Basis eines verbesserten Produktportfolios und umfangreicher
Investitionen gut gewappnet, sich den genannten Herausforderungen zu stellen. Für
2011 erwarten wir einen weiter andauernden starken Wettbewerb, besonders aufgrund
von Überkapazitäten. In dieser Situation werden wir nach wie vor den Fokus auf Qualität
und Kundenservice legen. Auf Basis der aktuellen Gespräche mit Kunden gehen wir allerdings
für 2011 von einem moderaten Preisanstieg und gleichzeitig einem gegenüber 2010 steigenden
Absatzvolumen aus. Dies bedeutet für die Saint-Gobain Oberland AG, dass ein einstelliges
Wachstum bei Umsatz und Ergebnis für die kommenden zwei Jahre erwartet wird.
Der Wettbewerb in der Glasverpackungsbranche verstärkte sich aufgrund von zusätzlichen
Kapazitäten, die nach Wannenreparaturen in Betrieb genommen wurden. Um unsere Position
im Süden von Russland zu stärken, waren wir gezwungen, Preise in strategisch wichtigen
Gebieten zu senken.
Unsere Erwartungen für 2011 sind dagegen nun ein niedriger zweistelliger Anstieg im
Umsatz und relativ noch deutlicher in der Verbesserung im Ergebnis. 2012 erwarten
wir eine Fortsetzung des positiven Umsatz- und Ergebnistrends in einer abgeschwächten
Form, aber weiterhin im unteren zweistelligen Prozentbereich.
Prognosen über die Ukraine sind unter den aktuellen Bedingungen kaum möglich und nur
mit äußerster Vorsicht abzugeben. Zwar hat sich die Situation nach der Wahl stabilisiert,
aber noch sind nicht alle Veränderungen der lokalen Entscheidungsprozedere und handelnden
Politiker umgesetzt. Das verbesserte Verhältnis zu Russland ohne gleichzeitig den
Kontakt zu Westeuropa zu verlieren, sollte sich allerdings positiv auswirken. Das
BIP ist 2010 wieder gestiegen und auch für 2011 wird eine Fortsetzung dieser Entwicklung
erwartet. Da wir im zurückliegenden Jahr unsere Produktivität deutlich verbessern
konnten und wir von einer Ende 2011 abgeschlossenen Marktbereinigung ausgehen, sehen
wir uns gestärkt, um 2011 ein stabiles Gleichgewicht zwischen unseren Faktorkosten
und unseren Verkaufspreisen am Markt erreichen zu können.
Trotz der aktuellen Verbesserung bleibt die Situation für 2011 sehr herausfordernd.
Private JSC 'CONSUMERS-SKLO-ZORYA' erwartet, dass 2011 mit allen Linien an zwei Wannen
ohne Ausfallzeit produziert wird, um die Bestände zu kontrollieren. Die erzielte Steigerung
des Verkaufspreis-Niveaus am Jahresende 2010 lässt erwarten, dass sie nachhaltig ist,
auch im Jahr 2011; verbunden mit steigender Diversifikation des Marktes und des Kundenportfolios
wird dies zu einem profitablen Jahr 2011 führen. Die Normalisierung des Verhältnisses
der derzeitigen Regierung mit Russland sichert wirtschaftliche Gaspreise in der Periode
der folgenden fünf bis sieben Jahre.
Wir erwarten für 2011 einen stabilen Umsatz mit einem positiven Betriebsergebnis und
gehen davon aus, dass sich die Fußball-Europameisterschaft, die 2012 auch in der Ukraine
ausgetragen wird, positiv auf den Getränke- und damit Flaschenverbrauch auswirken
wird.
Für die kommenden zwei Jahre gehen wir von einem Umsatzanstieg im niedrigen zweistelligen
Prozentbereich und wieder leicht positiven Jahresergebnissen aus.
Trotz eines im mehrjährigen Vergleich flachen Verlaufs des Umsatzes mit Glasverpackungen
in Deutschland sehen wir gute Chancen für eine qualitative Verbesserung unseres Absatzes
und Umsatzes. Sowohl der Trend zu individuellen und aufwendigen Verpackungen als auch
das Bewusstsein für Gesundheit und die Erwartung einer inerten Ummantelung der Nahrungs-
und Genussmittel werden hierbei förderlich sein und Saint-Gobain Oberland gute Chancen
bieten.
Die größten Chancen sind verbunden mit den Anstrengungen, unser Vertriebsteam zu stärken,
um die Kundenbasis zu vergrößern. Kooperationen mit einigen multinationalen Kunden,
die 2010 begonnen wurden, werden zum Umsatzvolumenwachstum beitragen. Wie im Jahr
2010 werden wir die Einführung von Spezialangeboten fortsetzen, was bei unseren derzeitigen
wie potenziellen Kunden gut aufgenommen wird.
Um wettbewerbsfähigere Preise anbieten zu können, arbeiten wir weiterhin an der Verringerung
der Produktionskosten. Einer der wichtigsten Fortschritte hierfür ist die Steigerung
der Effizienz.
Die strategische Ausrichtung am Markt orientiert sich weiterhin an den Kernkompetenzen
im Lebensmittelsegment für die gesamte Region und im Wein-, Sekt- und Mineralwasser-Bereich
für den südrussischen Markt bzw. im Spirituosenmarkt in der Ukraine. Obendrein sollte
sich der Basiseffekt des 'verbrannten Sommers 2010' positiv auf die Geschäftsentwicklung
im Jahre 2011 auswirken. Oberland wird die bestehenden Standorte stärker untereinander
vernetzen und nutzen, um an sämtlichen potenziellen Wachstumsmöglichkeiten als Marktführer
teilzuhaben.
Um eine nachhaltige Profitabilität und ein nachhaltiges Wachstum von verallia in der
Ukraine zu sichern, ist es notwendig, die Anstrengungen zur Diversifizierung der Produkte,
Kunden- und Marktportfolios fortzusetzen. Von besonderem Interesse ist die Entwicklung
von kleineren Behältern und möglicherweise die Produktion von Babynahrungs-Gläsern.
Ein spezieller Fokus wird sowohl auf die Verbesserung der Qualität, Kundenzufriedenheit,
industrieller Bestleistungen und die Fähigkeiten zur Entwicklung von neuen Produkten
als auch auf die Bedienung der vermehrt in diesen Märkten auftretenden internationalen
Markenartikler gelegt.
Das Jahr 2010 war von einem schwierigen Marktumfeld geprägt. Bestehende Überkapazitäten
verbunden mit einem teilweise ruinösen Preiskampf haben Oberland hohe Leistungen abverlangt.
Dass es uns gelungen ist, trotz deutlicher Mengeneinbußen die Ertragssituation noch
so stabil zu halten, ist Beweis für die Leistungsfähigkeit des Unternehmens. Die Fortsetzung
unserer auf Qualität und Verlässlichkeit ausgerichteten Strategie sollte uns in einem
sich leicht beruhigenden Marktumfeld nicht nur eine Rückkehr zum Umsatzvolumen der
Vorjahre, sondern auch zu einem gegenüber 2010 in der Marge stabilen und im Gesamtvolumen
somit steigenden Ertrag ermöglichen.
Für 2011 rechnen wir gegenüber 2010 wieder mit einer Verbesserung sowohl beim Umsatz
als auch beim Ergebnis im unteren zweistelligen Prozentbereich. Bezogen auf das Jahr
2012 erwarten wir für den Gesamtmarkt einen Umsatzanstieg im einstelligen Prozentbereich
und eine weitere Erhöhung des Ergebnisses, was einem leichten Anstieg im unteren zweistelligen
Prozentbereich entspricht.
Die Mitglieder des Vorstands der Saint-Gobain Oberland AG erhalten eine wert- und
leistungsorientierte Vergütung. Diese setzt sich aus zwei Teilen zusammen: Der fixe
Bestandteil richtet sich nach den marktüblichen Voraussetzungen und dem persönlichen
Werdegang. Die variable Komponente besteht aus einem vom Unternehmensergebnis und
von der persönlichen Leistung abhängigen Bonus, der sich am jeweiligen Zielerreichungsgrad
orientiert. Die Gesamthöhe wird jährlich überprüft und mit der allgemeinen Geschäftsentwicklung
abgeglichen. Außerdem erhalten die Mitglieder des Vorstands Nebenleistungen in Form
von Sachbezügen, die im Wesentlichen aus dem nach steuerlichen Richtlinien anzusetzenden
Wert der Dienstwagennutzung bestehen. Als Vergütungsbestandteil sind diese Nebenleistungen
vom einzelnen Vorstandsmitglied zu versteuern. Sie stehen allen Vorstandsmitgliedern
prinzipiell in gleicher Weise zu.
Mit Wirkung vom 05. August 2009 ist das Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung
(VorstAG) in Kraft getreten. Es ist nunmehr gesetzlich vorgeschrieben, bei einer Vermögenshaftpflichtversicherung
(D&O-Versicherung), die eine Aktiengesellschaft zur Absicherung ihrer Vorstandsmitglieder
abschließt, für jedes Vorstandsmitglied einen Selbstbehalt in Höhe von mindestens
10 % des Schadens zu vereinbaren. Eine Begrenzung des Selbstbehaltes in der Höhe auf
150 % der jährlichen Fix-Vergütung des Vorstandsmitglieds ist zulässig. Die entsprechende
Einführung eines Selbstbehaltes ist entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen im
Jahr 2010 erfolgt.
Die Vorstände haben ferner einen Anspruch auf Ruhegeld, sofern der Dienstvertrag beendet
ist und die Voraussetzungen für den Bezug von Altersruhegeld oder anderen vergleichbaren
Versorgungsleistungen erfüllt sind. Neben den von Saint-Gobain Oberland gewährten
Vergütungsbestandteilen partizipieren die Mitglieder des Vorstands an den Aktienprogrammen
der Compagnie de Saint-Gobain S.A., Paris.
Die Gesamthöhe der Bezüge des Vorstands ist im Anhang und Konzernanhang dargestellt.
Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat am 31. Mai 2006 beschlossen, dass die Nennung
der Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitglieds im Anhang zum Jahresabschluss nach §
285 Satz 1 Nr. 9 lit. A Satz 5 bis 9 HGB sowie entsprechend im Konzernabschluss gemäß
§ 314 Abs. 1 Nr. 6 lit. A Satz 5 bis 9 HGB für den Zeitraum von fünf Jahren ab Fassung
des Beschlusses unterbleibt.
Die Struktur der Aufsichtsratsvergütung hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert.
Sie trägt der Verantwortung und dem Tätigkeitsumfang der Mitglieder des Aufsichtsrats
Rechnung und ist in der Satzung geregelt. Über die Vergütungshöhe beschließt die Hauptversammlung,
dies ist zuletzt am 24. Juni 1999 erfolgt.
Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben dem Ersatz seiner Auslagen und einer
ihm für die Aufsichtsratstätigkeit zur Last fallenden Umsatzsteuer nach Ablauf des
Geschäftsjahres eine feste Vergütung von 7.700 Euro pro Jahr. Gemäß den Empfehlungen
des Deutschen Corporate Governance Kodex wurden die Position des Aufsichtsratsvorsitzenden
und die seines Stellvertreters bei der Berechnung der Vergütung berücksichtigt. Der
Vorsitzende und sein Stellvertreter erhalten jeweils 14.900 Euro pro Jahr.
Unsere Gesellschaft erhielt bei jedem im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
aufgeführten Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung und wurde durch die im
Bericht angegebenen getroffenen oder unterlassenen Maßnahmen nicht benachteiligt.
Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns im Zeitpunkt der berichtspflichtigen
Vorgänge bekannt waren.
Bad Wurzach, den 02. März 2011
Der Vorstand
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
der Konzernabschluss und der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und der Gesellschaft vermitteln
und im Lagebericht und Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns und der Gesellschaft so dargestellt
sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird,
sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns
und der Gesellschaft beschrieben sind.
Bad Wurzach, den 02. März 2011
Saint-Gobain Oberland AG
Der Vorstand
| Stefan Jaenecke Vorsitzender |
Thomas Beyer Personal |
Wolfgang Brauck Vertrieb |
| Klaus J. Rudolph Finanzen |
Jorma Turpeinen Osteuropa |
Roland Unfried Technik |
| in TEUR | Anhang | 2010 | 2009 |
| Umsatzerlöse | (1) | 489.219 | 523.107 |
| Umsatzkosten |
|
-414.091 | -429.175 |
| Allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten |
|
-22.041 | -22.720 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten |
|
-971 | -896 |
| Sonstige Erträge |
|
759 | 10.071 |
| Sonstige Aufwendungen |
|
-6.432 | -11.814 |
| Operatives Ergebnis | (2) | 46.443 | 68.573 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | (3/18/21) | -6.257 | -6.939 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | (3/18/21) | 447 | 1.159 |
| Zinsergebnis | (18/21) | -5.810 | -5.780 |
| Sonstige Finanzerträge/-aufwendungen | (3/18/21) | 65 | 45 |
| Finanzergebnis | (3) | -5.745 | -5.735 |
| Ergebnis vor Steuern |
|
40.698 | 62.838 |
| Ertragsteueraufwand | (4) | -11.545 | -17.986 |
| Latenter Steueraufwand/-ertrag | (4) | -2.332 | 4 |
| Ertragsteuern gesamt | (4) | -13.877 | -17.982 |
| Jahresergebnis |
|
26.821 | 44.856 |
| davon entfallen auf: |
|
|
|
| gezeichnetes Kapital und Rücklagen, die den Anteilseignern der Muttergesellschaft zuzuordnen sind |
|
26.957 | 44.472 |
| Minderheitsanteile am Eigenkapital |
|
-136 | 384 |
| Ergebnis je Aktie in EUR (verwässert und unverwässert) | (5) | 26,96 | 44,47 |
| Dividende je Aktie in EUR | (6) | 24,00 | 26,00 |
| in TEUR | Anhang | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Langfristige Vermögenswerte |
|
|
|
| Geschäfts- und Firmenwerte | (7) | 10.426 | 9.714 |
| Immaterielle Vermögenswerte | (7) | 1.159 | 998 |
| Sachanlagen | (7) | 305.496 | 283.087 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | (7/18) | 1.677 | 1.677 |
| Sonstige Forderungen | (8/18/19) | 331 | 367 |
| Latente Steueransprüche | (15) | 760 | 759 |
| Langfristige Vermögenswerte |
|
319.849 | 296.602 |
| Kurzfristige Vermögenswerte |
|
|
|
| Vorräte | (9) | 106.506 | 101.324 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (10/18) | 39.868 | 46.251 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | (11/18) | 12.811 | 15.086 |
| Zum Verkauf vorgesehene Vermögenswerte | (12) | 226 | 512 |
| Sonstige Vermögenswerte | (10/18) | 12.973 | 27.651 |
| Kurzfristige Vermögenswerte |
|
172.384 | 190.824 |
| Summe Aktiva |
|
492.233 | 487.426 |
| in TEUR | Anhang | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Eigenkapital |
|
|
|
| Gezeichnetes Kapital | (13) | 26.000 | 26.000 |
| Rücklagen | (13) | 155.812 | 139.707 |
| Konzernergebnis | (13) | 26.957 | 44.472 |
| Beitrag des Mutterunternehmens | (13) | 1.192 | 1.047 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | (13) | -45.442 | -55.868 |
| Anteile anderer Gesellschafter | (13) | 6.978 | 6.980 |
| Eigenkapital |
|
171.497 | 162.338 |
| Langfristige Schulden |
|
|
|
| Rückstellungen | (14/18) | 70.520 | 67.244 |
| Latente Steuerschulden | (15) | 25.022 | 23.188 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | (16/18) | 51.720 | 57.804 |
| Langfristige Schulden |
|
147.262 | 148.236 |
| Kurzfristige Schulden |
|
|
|
| Rückstellungen | (14/18) | 1.768 | 1.533 |
| Ertragsteuerschulden | (17) | 3.198 | 5.097 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | (17/18) | 62.461 | 48.882 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (17/18) | 89.112 | 95.663 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | (17/18) | 16.935 | 25.677 |
| Kurzfristige Schulden |
|
173.474 | 176.852 |
| Summe Passiva |
|
492.233 | 487.426 |
| in TEUR | Anhang | 2010 | 2009 |
| Jahresergebnis |
|
26.821 | 44.856 |
| Sonstiges Ergebnis |
|
|
|
| Zeitwertänderungen von Cashflow-Hedges | (13/21) | 113 | 949 |
| Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow-Hedges | (13/21) | -617 | 3.741 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen (IAS 19.93A) | (13/14) | -5.749 | -4.897 |
| Währungsumrechnung | (13) | 10.859 | -6.205 |
| Sonstiges Ergebnis vor Steuern |
|
4.606 | -6.412 |
| Latente Steuern auf im Sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen | (13) | 1.886 | 63 |
| Sonstiges Ergebnis |
|
6.492 | -6.349 |
| Gesamtergebnis |
|
33.313 | 38.507 |
| davon den Anteilseignern des Konzerns zustehend |
|
33.016 | 38.415 |
| davon auf andere Gesellschafter entfallend |
|
297 | 92 |
| in TEUR | Anhang/ Anmerkung |
2010 | 2009 |
| Jahresergebnis des Konzerns |
|
26.821 | 44.856 |
| Korrektur um Steueraufwand, Finanzergebnis |
|
19.622 | 23.717 |
| Operatives Konzernergebnis |
|
46.443 | 68.573 |
| Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte | (7) | 43.504 | 32.488 |
| Veränderung der langfristigen Rückstellungen | * | -2.509 | -3.766 |
| Gezahlte Zinsen |
|
-2.113 | -2.179 |
| Erhaltene Zinsen |
|
360 | 790 |
| Gezahlte Ertragsteuern (operativ) |
|
-15.633 | -15.813 |
| Erhaltene Dividende |
|
65 | 45 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Transaktionen |
|
77 | -638 |
| Cashflow |
|
70.194 | 79.500 |
| Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte und zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte |
(7) | 223 | 949 |
| Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen |
|
235 | -557 |
| Veränderung der Vorräte | * | -3.518 | -3.518 |
| Veränderung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte |
* | 21.988 | -2.790 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten (ohne Investitions-/Finanzverbindlichkeiten) |
* | -5.771 | 7.177 |
| Cashflow aus operativer Tätigkeit |
|
83.351 | 80.761 |
| Einzahlungen aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten |
(7) | 285 | 1.599 |
| Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen |
|
-152 | -372 |
| Auszahlungen für Investitionen in langfristige Vermögenswerte |
(7)** | -60.928 | -59.651 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit |
|
-60.795 | -58.424 |
| Gezahlte Dividenden |
|
-24.010 | -26.008 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von finanziellen Verbindlichkeiten |
|
53.185 | 60.259 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von finanziellen Verbindlichkeiten |
|
-48.907 | -73.238 |
| Veränderung der sonstigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit Finanzierungscharakter |
|
-5.915 | 715 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit |
|
-25.647 | -38.272 |
| Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel |
|
-3.091 | -15.935 |
| Wechselkursbedingte Veränderung |
|
816 | -1.403 |
| Abnahme der Zahlungsmittel |
|
-2.275 | -17.338 |
| Finanzmittel am Anfang der Periode | (11) | 15.086 | 32.424 |
| Finanzmittel am Ende der Periode | (11) | 12.811 | 15.086 |
*
Abweichungen gegenüber der Veränderung der Bilanzpositionen im Jahr 2009 resultieren
überwiegend aus Währungsumrechnungsdifferenzen.
**
Differenzen gegenüber Zugängen resultieren vor allem aus bereits erfolgten Zahlungen
von Investitionsverbindlichkeiten.
In den Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte ist ein Wertminderungsaufwand
von TEUR 3.862 enthalten (Vorjahr: TEUR 487).
Die Saint-Gobain Oberland AG ist ein selbständiges Tochterunternehmen der international
tätigen Compagnie de Saint-Gobain. Die Geschäftstätigkeit des Saint-Gobain Oberland
Konzerns umfasst im Kerngeschäft die Produktion und den Vertrieb von Behälterglas,
das technische Geschäft betrifft die Herstellung und weltweite Distribution von Maschinen
und Ausrüstungsteilen für die Behälterglasindustrie. Die Saint-Gobain Oberland Aktiengesellschaft,
Oberlandstraße, 88410 Bad Wurzach, Deutschland, beschäftigt derzeit 3.516 Mitarbeiter
(Vorjahr: 3.925).
Der vorliegende Konzernabschluss wurde unter Beachtung aller am Abschlussstichtag
verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) des
International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie aller für das abgelaufene
Geschäftsjahr verbindlichen Interpretationen des International Financial Reporting
Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend
nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt.
Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden verschiedene Posten der Bilanz
und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert
ausgewiesen und erläutert.
Konzernwährung ist der Euro. Alle Beträge werden in Tausend Euro (TEUR) angegeben,
soweit nichts anderes vermerkt ist.
Die folgenden Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden sind in den
dargestellten Berichtsperioden angewendet worden. Sie wurden von allen in den Konzernabschluss
einbezogenen Unternehmen angewendet.
Das IASB (International Accounting Standards Board) und das IFRIC (International Financial
Reporting Interpretations Committee) haben folgende, für den Saint-Gobain Oberland
Konzern relevante Standards herausgegeben, die im Berichtsjahr erstmals verpflichtend
anzuwenden sind:
| ― |
IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütung, überarbeitete Version |
| ― |
IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse, überarbeitete Version |
| ― |
IAS 27 Konzern- und separate Einzelabschlüsse, überarbeitete Version |
| ― |
IFRIC 16 Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb |
| ― |
IFRIC 18 Übertragung von Vermögenswerten durch einen Kunden |
Beim Erwerb eines Unternehmens werden dessen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden
zum Zeitpunkt des Erwerbs zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt, gegebenenfalls
vorzunehmende Anpassungen auf diese Werte werden innerhalb von 12 Monaten vorgenommen.
Ein Geschäfts- oder Firmenwert stellt die Differenz zwischen Anschaffungskosten und
anteiligem, mit beizulegendem Zeitwert bewerteten Nettovermögen dar. Sollte das anteilige
Nettovermögen die Anschaffungskosten übersteigen, wird der Unterschiedsbetrag direkt
in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Für in der Konzernbilanz angesetzte Geschäfts- oder Firmenwerte wird jedes Kalenderjahr
mindestens ein Impairment-Test gemäß IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten) durchgeführt,
der auf den 5-Jahres-Geschäftsplänen der Cash Generating Units, denen sie zugeordnet
werden, basiert. Dabei wird untersucht, wie sich das Maximum aus Nettoveräußerungswert
und Nutzungswert zum Buchwert der Cash Generating Unit verhält. Die zugrunde liegenden
5-Jahres-Pläne berücksichtigen sowohl vergangene Erfahrungen als auch externe Informationsquellen.
Als relevante Cash Generating Units mit zugeordnetem Geschäfts- oder Firmenwert wurden
die Tochterunternehmen Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO, ZAO Kamyshinsky Steklotarny
Zawod sowie Private JSC 'CONSUMERS-SKLO-ZORYA' identifiziert. Auf Saint-Gobain Kavminsteklo
ZAO entfällt ein Goodwill in Höhe von TEUR 962 (Vorjahr: TEUR 910), auf ZAO Kamyshinsky
Steklotarny Zawod in Höhe von TEUR 3.954 (Vorjahr: TEUR 3.740) und auf Private JSC
'CONSUMERS-SKLO-ZORYA' in Höhe von TEUR 5.510 (Vorjahr: TEUR 5.064).
Zur Ermittlung des Nutzungswertes wird der Buchwert der Vermögenswerte und Schulden
der jeweiligen Cash Generating Units mit dem Zeitwert ihrer abgezinsten zukünftigen
Cashflows verglichen.
Der prognostizierte Cashflow des 5. Jahres wird als ewige Rente unter der Annahme
eines 1%igen Marktwachstums fortgeschrieben.
Der für die Cashflows verwendete Abzinsungssatz entspricht den gewichteten durchschnittlichen
Kapitalkosten unter Berücksichtigung der speziellen Risiken der jeweiligen Cash Generating
Unit und liegt zwischen 8,8 % und 11,0 % (Vorjahr: zwischen 11,7 % und 18,2 %).
Falls der Impairment-Test ergibt, dass das Maximum aus Nettoveräußerungswert und Nutzungswert
geringer ist als der Buchwert der Cash Generating Unit, wird eine Abwertung des Goodwills
vorgenommen.
Auf Goodwills erfasste Wertminderungen werden nicht rückgängig gemacht.
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten
abzüglich Abschreibungen und Wertminderungen bewertet.
Die immateriellen Vermögenswerte sind alle zeitlich begrenzt nutzbar und werden in
längstens 8 Jahren linear abgeschrieben, enthalten sind Software und Lizenzen.
Geschäfts- und Fabrikgebäude werden in längstens 50 Jahren, Maschinen und maschinelle
Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung überwiegend in bis zu 12 Jahren planmäßig
abgeschrieben. Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear.
Jeder Teil einer Sachanlage mit einem bedeutsamen Anschaffungswert im Verhältnis zum
gesamten Wert des Gegenstandes wird getrennt abgeschrieben.
Langfristig genutzte Vermögenswerte werden gemäß IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten)
auf Werthaltigkeit überprüft, sobald Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hindeuten,
dass der Buchwert eines Vermögenswertes oder einer Gruppe von Vermögenswerten den
beizulegenden Wert überschreiten könnte. In diesem Fall wird der Buchwert mit dem
höheren Betrag entweder aus dem Nettoveräußerungserlös oder dem Barwert der geschätzten
zukünftigen Cashflows aus der Nutzung der Vermögenswerte verglichen. Wenn der Grund
für die Wertberichtigung entfallen ist, werden Zuschreibungen bis maximal zu den fortgeführten
Anschaffungskosten vorgenommen.
Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Anstelle der planmäßigen Abschreibung
ist eine jährliche Überprüfung der Werthaltigkeit nach IAS 36 vorzunehmen.
Leasingvereinbarungen werden nach Prüfung der Kriterien des IAS 17 entweder als Operating
Lease oder als Finance Lease behandelt. Die Klassifizierung richtet sich danach, wer
die wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, trägt.
Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern Leasinggeber ist und alle wesentlichen
Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Leasingnehmer überträgt,
werden beim Leasinggeber als Verkaufs- und Finanzierungsgeschäft angesetzt. In Höhe
des Nettoinvestitionswertes aus dem Leasingverhältnis wird eine Forderung angesetzt
und die Zinserträge werden erfolgswirksam erfasst. Alle übrigen Leasingtransaktionen,
bei denen der Konzern Leasinggeber ist, werden als Operating Lease erfasst. In diesem
Fall verbleibt der verleaste Gegenstand in der Konzernbilanz und wird planmäßig abgeschrieben.
Leasingraten werden bei Forderungsentstehung als Ertrag ausgewiesen.
Bei Leasingvereinbarungen, bei denen der Konzern als Leasingnehmer auftritt, werden
die Leasingraten beim Operating Lease bei Entstehung der Verbindlichkeit als Aufwand
erfasst. Beim Finance Lease werden zu Beginn der Laufzeit sowohl ein Vermögenswert
als auch eine Schuld in gleicher Höhe angesetzt, und zwar entweder mit dem beizulegenden
Zeitwert des Leasinggegenstands oder dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern
dieser niedriger ist. Der Vermögenswert wird über den Zeitraum der erwarteten Nutzungsdauer
abgeschrieben. Die Leasingzahlungen werden in einen Finanzierungs- und in einen Tilgungsanteil
der jeweiligen Restschuld aufgeteilt.
Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und
Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen
Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös, abzüglich noch anfallender Kosten.
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu fortgeschriebenen durchschnittlichen
Einstandspreisen bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt
mit den Herstellungskosten, diese umfassen die direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren
Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Wertminderungen
für Risiken als Folge eingeschränkter Verwendbarkeit sowie zur Beachtung der verlustfreien
Bewertung sind in angemessenem Umfang berücksichtigt.
Sind Vermögenswerte zum Verkauf bestimmt (assets held for sale), werden keine weiteren
planmäßigen Abschreibungen vorgenommen, sondern wird der Zeitwert ermittelt. Eine
Wertberichtigung wird vorgenommen, soweit der Buchwert dieser Vermögenswerte höher
ist als der um die voraussichtlich noch anfallenden Veräußerungskosten reduzierte
Zeitwert. Basis für den anzusetzenden Zeitwert ist eine Schätzung des erzielbaren
Veräußerungserlöses.
Bei Finanzinstrumenten handelt es sich um Positionen, die gleichzeitig bei einem Unternehmen
zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit
oder einem Eigenkapitalinstrument führen.
Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere übrige Finanzanlagen und Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen. Maßgeblich für den erstmaligen Ansatz in der Bilanz
und für die Ausbuchung der finanziellen Vermögenswerte ist für alle Kategorien der
finanziellen Vermögenswerte einheitlich der Handelstag, d. h. der Tag, an dem die
Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf eingegangen wurde.
Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln
oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Darunter fallen insbesondere Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen sowie originäre und derivative Finanzverbindlichkeiten.
Finanzinstrumente werden zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden
Zeitwert bilanziert. Soweit im Folgenden beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten
nicht explizit angegeben sind, weichen sie nicht oder nur geringfügig von den Buchwerten
ab.
Alle sonstigen Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen, da kein auf
einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und deren beizulegender Zeitwert nicht
verlässlich ermittelt werden kann. Ausleihungen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet. Dabei werden unverzinsliche und niedrig verzinsliche Ausleihungen mit dem
Barwert angesetzt.
Dauerhafte Wertminderungen werden erfolgswirksam erfasst.
Forderungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind zum Nennwert angesetzt.
Um individuelle Risiken abzudecken, werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Das
allgemeine Kreditrisiko wird dadurch berücksichtigt, dass Wertberichtigungen durchgeführt
werden, die auf empirischen Erfahrungswerten beruhen.
Verbindlichkeiten werden grundsätzlich unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit
fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden in Übereinstimmung mit
IAS 21 bewertet. Forderungen werden ausgebucht, sobald die Bedingungen gemäß IAS 39
(Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung) erfüllt sind.
Derivative Finanzinstrumente werden zur Absicherung von Währungs- und Preisänderungsrisiken
eingesetzt. Als Instrumente werden hierzu marktgängige Devisen- und Warentermingeschäfte
angewandt. Der Einsatz solcher Derivatkontrakte ist durch Richtlinien geregelt und
unterliegt einer ständigen Risikokontrolle.
Verträge zur Sicherung von Währungspositionen werden generell mit der Compagnie de
Saint-Gobain, der Muttergesellschaft der Gruppe, geschlossen. Diese deckt die Gegenposition
am Markt ab. Ebenso wird ein Teil des Bedarfs an Heizöl über gruppeninterne Hedging-Kontrakte
preislich gesichert.
Sämtliche derivativen Finanzinstrumente werden gemäß IAS 39 (Finanzinstrumente) am
Erfüllungstag zu Anschaffungskosten erfasst und danach zum beizulegenden Zeitwert
bewertet. Bei Cashflow-Hedges wird der effektive Teil der Marktwertänderung in die
Position Andere Gewinnrücklagen eingestellt.
Anteilsbasierte Vergütungsmodelle werden gemäß den Vorschriften von IFRS 2 und IFRIC
11 bewertet und abgebildet.
Bei der Saint-Gobain Oberland Gruppe finden die Regeln für anteilsbasierte Vergütung
mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente (equity-settled) Anwendung. In diesem
Zusammenhang werden Instrumente abgebildet, die vom Mutterunternehmen Compagnie de
Saint-Gobain S.A. an die Mitarbeiter der Saint-Gobain Oberland Gruppe gewährt werden,
d.h. Instrumente, bei denen Saint-Gobain Oberland weder rechtlich noch faktisch eine
Verpflichtung zur Erfüllung der Optionen und Zusagen gegenüber den Mitarbeitern eingeht.
Diese Verpflichtung verbleibt bei der Compagnie de Saint-Gobain S.A.
Aufgrund von IFRS 2.3 und IFRIC 11.8 wird ein eventuell entstehender Dienstzeitaufwand
in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie eine entsprechende Gegenbuchung im Eigenkapital
unter der Position Kapitalrücklagen ausgewiesen.
Die Höhe des Dienstzeitaufwands wird indirekt anhand der beizulegenden Zeitwerte der
Eigenkapitalinstrumente am Gewährungsstichtag ermittelt. Der gesamte Dienstzeitaufwand
ergibt sich durch Multiplikation der Anzahl der gewährten Eigenkapitalinstrumente
mit dem beizulegenden Zeitwert der Instrumente am Gewährungsstichtag. Wenn die Eigenkapitalinstrumente
noch in der Berichtsperiode der Gewährung ausübbar sind und auch ausgeübt werden,
erfolgt eine Verbuchung in voller Höhe mit einer entsprechenden Erhöhung im Eigenkapital.
Ist die Ausübung der Optionen von der Ableistung einer bestimmten zukünftigen Dienstzeit
abhängig, wird ein entsprechender Dienstzeitaufwand gleichmäßig auf den künftigen
Erdienungszeitraum mit einer einhergehenden Erhöhung des Eigenkapitals verteilt.
Beim Arbeitsplatzwechsel eines Mitarbeiters innerhalb des Saint-Gobain Konzerns bleibt
der erfasste Eigenkapitalbeitrag beim alten Arbeitgeber erhalten, ab dem Zeitpunkt
des Wechsels werden der entstehende Dienstzeitaufwand und die Eigenkapitalerhöhung
unter Zugrundelegung des ursprünglichen Zeitwerts am Tag der Gewährung beim neuen
Arbeitgeber erfasst.
Aktive und passive latente Steuern werden gemäß IAS 12 (Ertragsteuern) für sämtliche
temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen der einzelnen Steuerbilanzen und
der Konzernbilanz und auf Verlustvorträge gebildet. Latente Steueransprüche werden
in dem Maße bilanziert, wie es wahrscheinlich ist, dass zukünftige zu versteuernde
Gewinne verfügbar sein werden.
Der Ermittlung der latenten Steuern liegen in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt
erwartete Steuersätze zugrunde. Diese basieren grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag
gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen.
Eine Verrechnung von aktiven latenten Steuern mit passiven latenten Steuern erfolgt,
soweit die in IAS 12.74 genannten Kriterien vorliegen.
Rückstellungen für Pensionen werden gemäß IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) nach
dem Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur
die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch
künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung
der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung erfolgt auf Basis von
versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung von biometrischen Annahmen.
IAS 19 und dem damit verbundenen Wahlrecht folgend, werden versicherungsmathematische
Gewinne und Verluste erfolgsneutral über das Eigenkapital erfasst. Der Aufwand aus
der Dotierung der Pensionsrückstellungen ist den Personalaufwendungen, der enthaltene
Zinsanteil dem Zinsaufwand zugeordnet.
Sonstige Rückstellungen werden angesetzt, soweit rechtliche oder faktische Verpflichtungen
gegenüber Dritten bestehen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen
beruhen und wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen, die zuverlässig ermittelbar
sind. Sie werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen
Erfüllungsbetrag bewertet. Dieser ergibt sich auf der Basis der bestmöglichen Schätzung.
Verpflichtungen aus bereits vollzogenen Liefer- und Leistungsbeziehungen, die einen
höheren Sicherheitsgrad bezüglich der Höhe und des Zeitpunktes der Erfüllung der Verbindlichkeit
haben, werden unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Der in den Aufwendungen für Arbeitnehmerjubiläen und Altersteilzeit enthaltene Zinsanteil
der Rückstellungszuführung wird im Zinsaufwand gezeigt.
Umsatzerlöse werden unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Skonti, Boni oder Rabatten
zu dem Zeitpunkt erfasst, zu dem die maßgeblichen Risiken und Chancen, die mit dem
Eigentum der verkauften Waren und Erzeugnisse verbunden sind, auf den Käufer übertragen
wurden, ein Preis vereinbart und bestimmbar ist und von dessen Bezahlung ausgegangen
werden kann. Erträge werden erfasst, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass
der mit dem Geschäft verbundene wirtschaftliche Nutzen zufließen wird.
Die unentgeltlich zugeteilten Emissionsberechtigungen decken den derzeitigen Bedarf im Wesentlichen ab. Der Bilanzansatz erfolgt daraus resultierend zum Erinnerungswert in Höhe von EUR 1, der Zeitwert beträgt TEUR 5.686. Übersteigt der Ausstoß an CO2 die zugeteilten Berechtigungen, wird darüber hinaus eine Rückstellung für zusätzlich benötigte Zertifikate eingestellt.
Bei der Erstellung der Abschlüsse sind Schätzungen und Annahmen erforderlich, die
die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten
am Bilanzstichtag und die Höhe der Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum beeinflussen.
Die zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die
den Werthaltigkeitstests zugrunde gelegten Planungs- und Bewertungsprämissen, die
Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen sowie auf die Realisierbarkeit zukünftiger
Steuerentlastungen.
Aufgrund der unsicheren Wirtschaftslage, unsicherer Prognoseaussichten und anderer
Ereignisse können die tatsächlichen Ergebnisse von den Schätzungen abweichen. Die
Schätzungen und zugrunde liegenden Annahmen werden laufend überprüft. Korrekturen
von Schätzungen werden in der Periode erfasst, in der die Schätzung überprüft wurde.
Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen
Konzernunternehmen erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung
gemäß IAS 21 (Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse) nach der modifizierten
Stichtagskursmethode.
Da die Tochtergesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und
organisatorischer Hinsicht selbständig betreiben, ist die funktionale Währung grundsätzlich
identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft.
Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung von Tochterunternehmen, die in fremder
Währung aufgestellt sind, werden grundsätzlich mit Jahresdurchschnittskursen, Vermögenswerte
und Schulden zu Stichtagskursen sowie Posten des Eigenkapitals zu historischen Kursen
umgerechnet. Der sich aus der Umrechnung des Eigenkapitals ergebende Währungsunterschied
wird mit dem Eigenkapital verrechnet. Die Umrechnungsdifferenzen, die aus der abweichenden
Umrechnung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung resultieren, werden ebenfalls
erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen.
Ein im Zusammenhang mit dem Erwerb ausländischer Tochtergesellschaften entstandener
Geschäfts- oder Firmenwert sowie Marktwertanpassungen werden als Vermögenswerte und
Schulden des erworbenen Unternehmens behandelt und zum Stichtagskurs umgerechnet.
In den Abschlüssen der einzelnen Konzernunternehmen werden monetäre Posten in Fremdwährung
gemäß IAS 21 umgerechnet.
Die für die Währungsumrechnung zugrunde liegenden Wechselkurse haben sich im Verhältnis
zu einem Euro wie folgt verändert:
|
|
|
Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||
|
|
ISO-Code | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 2010 | 2009 |
| Russischer Rubel | RUB | 40,82000 | 43,15400 | 40,28379 | 44,13856 |
| Ukrainische Griwna | UAH | 10,65295 | 11,58960 | 10,58223 | 11,26122 |
| US-amerikanischer Dollar | USD | 1,33620 | 1,44060 | 1,32690 | 1,39349 |
Bei bereits vor dem 01. Januar 2004 dem Konsolidierungskreis der Saint-Gobain Oberland
AG angehörenden Unternehmen wurde die Befreiungsregel des IFRS 1 in Anspruch genommen,
wonach die bisherigen Konsolidierungsmaßnahmen beibehalten werden können.
Die Kapitalkonsolidierung dieser Unternehmen erfolgte nach der Buchwertmethode zum
Zeitpunkt des Erwerbs oder zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung des Tochterunternehmens
in den Konzernabschluss. Der daraus resultierende Unterschiedsbetrag wurde voll mit
den Gewinnrücklagen des Konzerns verrechnet.
Für nach dem 01. Januar 2004 erworbene Unternehmen erfolgt die Kapitalkonsolidierung
gemäß IFRS 3 (Unternehmenszusammenschlüsse) nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung
der Anschaffungskosten mit dem zum Marktwert bewerteten Konzernanteil am Eigenkapital
der konsolidierten Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs. Die Differenz zwischen
den Anschaffungskosten und dem anteiligen Eigenkapital wird gemäß IFRS 3, soweit sie
auf stillen Reserven oder stillen Lasten beruht, den Vermögenswerten und Schulden
des Tochterunternehmens zugeordnet.
Ein verbleibender positiver Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und
dem Anteil am Nettozeitwert wird als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen und mindestens
jährlich einer Prüfung auf Werthaltigkeit unterzogen. Ein passiver Unterschiedsbetrag
wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Vermögenswerte, Schulden, Rückstellungen, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse
aus konzerninternen Transaktionen (Zwischengewinne) werden im Rahmen der Konsolidierung
eliminiert.
Die steuerliche Auswirkung erfolgswirksamer Konsolidierungsmaßnahmen wird durch eine
entsprechende Anpassung der latenten Steuern berücksichtigt.
In den Konzernabschluss des Saint-Gobain Oberland Konzerns sind neben der Saint-Gobain
Oberland AG, 2 (Vorjahr: 4) inländische und 4 (Vorjahr: 4) ausländische Tochterunternehmen
einbezogen, bei denen Beherrschung vorliegt:
| ― |
Black Sea Glass Packaging LLC, Russland |
| ― |
GPS Glasproduktions-Service GmbH, Deutschland |
| ― |
Private JSC 'CONSUMERS-SKLO-ZORYA', Ukraine |
| ― |
Ruhrglas GmbH, Deutschland |
| ― |
Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO, Russland |
| ― |
ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod, Russland |
Die Aufstellung des Anteilsbesitzes des Saint-Gobain Oberland Konzerns und der Saint-Gobain
Oberland AG mit Stand vom 31. Dezember 2010 ist Bestandteil dieses Anhangs.
Der der Saint-Gobain Oberland AG zuzurechnende Anteil an Saint-Gobain Kavminsteklo
ZAO erhöhte sich durch Aktienkäufe um 0,5 % auf 94,9%.
Die Süddeutsche Altglas-Rohstoff GmbH und die Westerwald GmbH für Silikatindustrie
wurden mit Wirkung zum 01. Januar 2010 auf die Saint-Gobain Oberland AG verschmolzen.
Die Umsatzerlöse resultieren in erster Linie aus dem Verkauf von Erzeugnissen und
Waren. Für weitere Erläuterungen zu den Umsatzerlösen verweisen wir auf den Abschnitt
der Segmentberichterstattung.
Im operativen Ergebnis sind Abschreibungen in Höhe von TEUR 43.504 (Vorjahr: TEUR
32.488) enthalten. Für weitere Angaben hierzu verweisen wir auf Punkt (7) Langfristige
Vermögenswerte.
Außerdem beinhaltet das operative Ergebnis Leistungen an Arbeitnehmer im Sinne von
IAS 19 in Höhe von TEUR 100.650 (Vorjahr: TEUR 98.902), Materialaufwand in Höhe von
TEUR 235.364 (Vorjahr: TEUR 239.054) sowie operative Währungsumrechnungsdifferenzen
in Höhe von TEUR -515 (Vorjahr: TEUR 707).
Die Veränderung der sonstigen Erträge und sonstigen Aufwendungen ist hauptsächlich
im Verkauf des zur Veräußerung gehaltenen Grundstücks in Essen im Jahr 2009 und der
damit verbundenen vertraglichen Verpflichtungen zur Baureifmachung des Geländes begründet.
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Sonstige Finanzerträge/-aufwendungen | 65 | 45 |
| davon Erträge aus Beteiligungen | 65 | 45 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 447 | 1.159 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | 1 | 14 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -6.257 | -6.939 |
| davon an verbundene Unternehmen | -2.899 | -2.275 |
| Finanzergebnis | -5.745 | -5.735 |
Die Gesamtzinserträge für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten
gemäß IAS 39 belaufen sich auf TEUR 447 (Vorjahr: TEUR 1.158), die entsprechenden
Zinsaufwendungen auf TEUR 5.008 (Vorjahr: TEUR 3.670). Im Geschäftsjahr existierten
keine aufwandsmindernden Zinszuschüsse von dritter Seite (Vorjahr: TEUR 421).
Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind die in den einzelnen Ländern gezahlten
bzw. geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen
ausgewiesen. Die latenten Steuern für die deutschen Gesellschaften des Saint-Gobain
Oberland Konzerns werden weiterhin nach dem seit dem 01. Januar 2008 geltenden Körperschaftsteuersatz
von 15 %, einem Solidaritätszuschlag von 5,5 % und einer durchschnittlichen Gewerbeertragsteuer
von 14,38 % mit einem Gesamtsteuersatz von 30,2 % berechnet (Vorjahr: 30,2 %).
Die Berechnung ausländischer Ertragsteuern basiert auf den in den einzelnen Ländern
gültigen Gesetzen und Verordnungen. Der angewandte Ertragsteuersatz für Private JSC
'CONSUMERS-SKLO-ZORYA' liegt unverändert bei 25 %, der Steuersatz für die russischen
Konzernunternehmen wie im Vorjahr bei 20 %. Aufgrund der für die Zukunft rückläufigen
Steuersätze in der Ukraine wird für die betreffenden latenten Steuern ein Satz von
23 % angewandt.
Für thesaurierte Ergebnisse bei Tochterunternehmen in Höhe von TEUR 1.011 (Vorjahr:
TEUR 9.771) wurden keine latenten Steuern gebildet.
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Ertragsteueraufwand der Periode | -11.545 | -17.986 |
| Latenter Steueraufwand/-ertrag | -2.332 | 4 |
| Ertragsteuern | -13.877 | -17.982 |
Der effektive Steuersatz beträgt 34,1 % (Vorjahr: 28,6 %). Der Unterschied zum erwarteten
Ertragsteuersatz, der im Jahr 2010 weiterhin bei 30,2 % lag, lässt sich wie folgt
überleiten:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Ergebnis vor Ertragsteuer (EBT) | 40.698 | 62.838 |
| Erwartete Ertragsteuer (EBT x Steuersatz) | 12.291 | 18.977 |
| Steuereffekte aus: |
|
|
| Unterschieden aus ausländischen Steuersätzen | 160 | -1.092 |
| Aperiodischem Steuerertrag/Steueraufwand | -455 | 16 |
| Steuerliche Hinzurechnungen und Kürzungen (permanente Differenzen) | 1.795 | 1.032 |
| Konsolidierung | 9 | -322 |
| Nutzung steuerlicher Verlustvorträge | -2.219 | - |
| Sonstige Abweichungen | 2.296 | -629 |
| Tatsächlicher Ertragsteueraufwand | 13.877 | 17.982 |
| Tatsächlicher Steuersatz in % | 34,1 | 28,6 |
Die Anzahl der Aktien betrug im Jahr 2010, wie im Jahr 2009, unverändert 1.000.000
Stück. Einflüsse, die darüber hinaus zu einer Verwässerung des Ergebnisses je Aktie
führen könnten, existieren nicht.
Das Ergebnis je Aktie ermittelt sich anhand der folgenden Übersicht:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Jahresergebnis | 26.821 | 44.856 |
| Anteile anderer Gesellschafter | -136 | 384 |
| Anteilseigner der Muttergesellschaft | 26.957 | 44.472 |
| Aktienzahl in Tausend | 1.000 | 1.000 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | 26,96 | 44,47 |
|
|
2010 | 2009 |
| Ausgeschüttete Dividende (in TEUR) | 24.000 | 26.000 |
| Aktienzahl in Tausend | 1.000 | 1.000 |
| Dividende je Aktie (in EUR) | 24,00 | 26,00 |
Die Höhe der Dividendenzahlung für 2010 an die Anteilseigner war zum Zeitpunkt der
Bilanzerstellung noch nicht festgelegt.
|
|
Anschaffungs- und Herstellungskosten | Abschreibungen | ||||
| in TEUR | Vortrag 01.01.2009 |
Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | Stand 31.12.2009 |
Vortrag 01.01.2009 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 15.134 | - | - | - | 15.134 | - |
| Immaterielle Vermögenswerte | 2.449 | 485 | - | 69 | 2.865 | 1.448 |
| Sachanlagen |
|
|
|
|
|
|
| Grundstücke und Bauten | 189.520 | 3.982 | 2.200 | 996 | 194.706 | 93.319 |
| Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 530.522 | 24.347 | 12.378 | 29.394 | 537.853 | 350.147 |
| In Herstellung befindliche Sachanlagen | 24.882 | 33.629 | -14.578 | 379 | 43.554 | - |
| Summe Sachanlagen | 744.924 | 61.958 | - | 30.769 | 776.113 | 443.466 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | 2.188 | - | - | - | 2.188 | 511 |
| Gesamt | 764.695 | 62.443 | - | 30.838 | 796.300 | 445.425 |
|
|
Abschreibungen | Differenzen aus Währungsumrechnung |
Buchwert | |||
| in TEUR | Geschäftsjahr 2009 |
Abgänge | Stand 31.12.2009 |
Stand 31.12.2009 |
31.12.2009 | 01.01.2009 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | - | - | - | -5.420 | 9.714 | 10.091 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 348 | 29 | 1.767 | -100 | 998 | 933 |
| Sachanlagen |
|
|
|
|
|
|
| Grundstücke und Bauten | 5.029 | 996 | 97.352 | -12.249 | 85.105 | 85.050 |
| Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 27.111 | 27.266 | 349.992 | -30.939 | 156.922 | 152.605 |
| In Herstellung befindliche Sachanlagen | - | - | - | -2.494 | 41.060 | 22.246 |
| Summe Sachanlagen | 32.140 | 28.262 | 447.344 | -45.682 | 283.087 | 259.901 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | - | - | 511 | - | 1.677 | 1.677 |
| Gesamt | 32.488 | 28.291 | 449.622 | -51.202 | 295.476 | 272.602 |
|
|
Anschaffungs- und Herstellungskosten | Abschreibungen | ||||
| in TEUR | Vortrag 01.01.2010 |
Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | Stand 31.12.2010 |
Vortrag 01.01.2010 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 15.134 | - | - | - | 15.134 | - |
| Immaterielle Vermögenswerte | 2.865 | 453 | - | - | 3.318 | 1.767 |
| Sachanlagen |
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| Grundstücke und Bauten | 194.706 | 9.688 | 2.100 | 176 | 206.318 | 97.352 |
| Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 537.853 | 32.297 | 37.212 | 12.638 | 594.724 | 349.992 |
| In Herstellung befindliche Sachanlagen | 43.554 | 15.791 | -39.312 | - | 20.033 | - |
| Summe Sachanlagen | 776.113 | 57.776 | - | 12.814 | 821.075 | 447.344 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | 2.188 | - | - | - | 2.188 | 511 |
| Gesamt | 796.300 | 58.229 | - | 12.814 | 841.715 | 449.622 |
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Abschreibungen | Differenzen aus Währungsumrechnung |
Buchwert | |||
| in TEUR | Geschäftsjahr 2010 |
Abgänge | Stand 31.12.2010 |
Stand 31.12.2010 |
31.12.2010 | 01.01.2010 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | - | - | - | -4.708 | 10.426 | 9.714 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 329 | - | 2.096 | -63 | 1.159 | 998 |
| Sachanlagen |
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| Grundstücke und Bauten | 5.763 | 125 | 102.990 | -10.672 | 92.656 | 85.105 |
| Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 37.412 | 12.464 | 374.940 | -26.419 | 193.365 | 156.922 |
| In Herstellung befindliche Sachanlagen | - | - | - | -558 | 19.475 | 41.060 |
| Summe Sachanlagen | 43.175 | 12.589 | 477.930 | -37.649 | 305.496 | 283.087 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | - | - | 511 | - | 1.677 | 1.677 |
| Gesamt | 43.504 | 12.589 | 480.537 | -42.420 | 318.758 | 295.476 |
In den Abschreibungen sind TEUR 3.862 (Vorjahr: TEUR 487) Wertminderungsaufwendungen
enthalten.
Die langfristigen sonstigen Forderungen enthalten wie im Vorjahr hauptsächlich Forderungen
aus Finanzierungsleasing. Bezüglich weiterer Erläuterungen zum Finanzierungsleasing
verweisen wir auf Kapitel (19) Leasingverhältnisse.
| in TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 47.645 | 48.594 |
| Unfertige Erzeugnisse | 3.499 | 3.508 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 55.362 | 49.222 |
| Gesamt | 106.506 | 101.324 |
Die Abwertungen betragen 2010 insgesamt TEUR 10.758 (Vorjahr: TEUR 11.320), der Bestand
der Vorräte vor Abwertungen beträgt TEUR 117.264 (Vorjahr: TEUR 112.644).
| in TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 39.868 | 46.251 |
| davon gegen verbundene Unternehmen | 1.299 | 2.205 |
| Sonstige Vermögenswerte | 12.973 | 27.651 |
| davon Steuerforderungen | 3.772 | 4.294 |
| davon übrige Vermögenswerte | 9.201 | 23.357 |
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich im Wesentlichen aus erhaltenen
Schecks und Bankguthaben zusammen.
Bei zum Verkauf vorgesehenen Vermögenswerten handelt es sich in Höhe von TEUR 226
(Vorjahr: TEUR 512) um Sachanlagevermögen der stillgelegten Dekorationsanlage von
Private JSC 'CONSUMERS-SKLO-ZORYA', Ukraine. Derzeit finden Verkaufsverhandlungen
mit potenziellen Käufern statt.
Das gezeichnete und eingezahlte Kapital der Saint-Gobain Oberland Aktiengesellschaft,
Bad Wurzach, beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 26.000. Es setzt sich aus 1.000.000
auf den Inhaber lautenden Stückaktien zusammen, der Nennwert pro Aktie beträgt EUR
26. Aufgrund der Vorschriften des § 20 Abs. 4 AktG hat uns die Compagnie de Saint-Gobain
S.A., Paris, mitgeteilt, dass sie über ihre Konzerngesellschaft Saint-Gobain Emballage
S.A., Paris, eine Mehrheitsbeteiligung über 96,7 % an unserer Gesellschaft hält.
Die Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien sowie Beiträge
des Mutterunternehmens.
Es handelt sich um die gesetzliche Rücklage im Sinne des Aktiengesetzes.
Die Gewinnrücklagen enthalten in der Vergangenheit erzielte Ergebnisse der in den
Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden.
Bestandteil der Gewinnrücklagen sind auch die erfolgsneutralen Anpassungen im Rahmen
der erstmaligen Anwendung der IFRS. Aktive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung
von Tochtergesellschaften vor dem 01. Januar 2004 in Höhe von TEUR 10.007 wurden vollständig
mit den Gewinnrücklagen verrechnet.
Die aktiven Unterschiedsbeträge aus den Kapitalkonsolidierungen ab 2005 werden gemäß
IFRS 3 als Geschäfts- oder Firmenwert separat in der Konzernbilanz ausgewiesen, die
passiven Unterschiedsbeträge werden erfolgswirksam vereinnahmt.
Weiterhin werden Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen
ausländischer Tochterunternehmen mit einbezogen.
Gemäß IAS 19 und dem damit verbundenen Wahlrecht folgend werden die versicherungsmathematischen
Gewinne und Verluste erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.
Die Anteile anderer Gesellschafter enthalten deren Kapitalanteil, das anteilige Jahresergebnis
und die anteiligen Währungseffekte an den ausländischen Tochterunternehmen.
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Saint-Gobain Oberland AG | |||||
| in TEUR | Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklage | Gesetzliche Rücklagen |
Andere Gewinnrücklagen |
Gewinnvortrag | Konzernergebnis |
| 01.01.2009 | 26.000 | 43.853 | 249 | 69.997 | 1.094 | 51.562 |
| Konzernergebnis | - | - | - | - | - | 44.472 |
| Zeitwertänderungen von Cashflow-Hedges | - | - | - | 949 | - | - |
| Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow-Hedges | - |
- |
- |
3.741 | - |
- |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen | - |
- |
- |
-4.897 | - |
- |
| Währungsumrechnung | - | - | - | - | - | - |
| Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | - |
- |
- |
63 | - |
- |
| Dividende | - | - | - | - | - | -26.000 |
| Beiträge des Mutterunternehmens | - | 143 | - | - | - | - |
| Veränderungen des Konsolidierungskreises | - | - | - | - | - | - |
| Umgliederung | - | - | - | 25.271 | 291 | -25.562 |
| 31.12.2009 | 26.000 | 43.996 | 249 | 95.124 | 1.385 | 44.472 |
|
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| in TEUR |
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| 01.01.2010 | 26.000 | 43.996 | 249 | 95.124 | 1.385 | 44.472 |
| Konzernergebnis | - | - | - | - | - | 26.957 |
| Zeitwertänderungen von Cashflow-Hedges | - | - | - | 113 | - | - |
| Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow-Hedges | - |
- | - |
-617 | - |
- |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen | - |
- |
- |
-5.749 | - |
- |
| Währungsumrechnung | - | - | - | - | - | - |
| Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | - |
- |
- |
1.886 | - |
- |
| Dividende | - | - | - | - | - | -24.000 |
| Beiträge des Mutterunternehmens | - | 145 | - | - | - | - |
| Veränderungen des Konsolidierungskreises | - | - | - | - | - | - |
| Umgliederung | - | - | - | 20.162 | 310 | -20.472 |
| 31.12.2010 | 26.000 | 44.141 | 249 | 110.919 | 1.695 | 26.957 |
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Saint-Gobain Oberland AG | Fremdgesellschafter | Gesamt | |||
| in TEUR | Kumulierte Währungs- umrechnungsdifferenzen |
Summe Eigenkapital |
Minderheitenkapital | Kumuliertes übriges Konzernergebnis |
Summe Eigenkapital |
Summe Eigenkapital |
| 01.01.2009 | -49.955 | 142.800 | 6.559 | 909 | 7.468 | 150.268 |
| Konzernergebnis | - | 44.472 | - | 384 | 384 | 44.856 |
| Zeitwertänderungen von Cashflow-Hedges | - | 949 | - | - | - | 949 |
| Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow-Hedges | - |
3.741 | - |
- |
- |
3.741 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen | - |
-4.897 | - |
- |
- |
-4.897 |
| Währungsumrechnung | -5.913 | -5.913 | -292 | - | -292 | -6.205 |
| Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | - |
63 | - |
- |
- |
63 |
| Dividende | - | -26.000 | - | -8 | -8 | -26.008 |
| Beiträge des Mutterunternehmens | - | 143 | - | - | - | 143 |
| Veränderungen des Konsolidierungskreises | - | - | -572 | - | -572 | -572 |
| Umgliederung | - | - | 901 | -901 | - | - |
| 31.12.2009 | -55.868 | 155.358 | 6.596 | 384 | 6.980 | 162.338 |
|
|
|
|
|
|
|
|
| in TEUR |
|
|
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| 01.01.2010 | -55.868 | 155.358 | 6.596 | 384 | 6.980 | 162.338 |
| Konzernergebnis | - | 26.957 | - | -136 | -136 | 26.821 |
| Zeitwertänderungen von Cashflow-Hedges | - | 113 | - | - | - | 113 |
| Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow-Hedges | - |
-617 | - |
- |
- |
-617 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen | - |
-5.749 | - |
- |
- |
-5.749 |
| Währungsumrechnung | 10.426 | 10.426 | 433 | - | 433 | 10.859 |
| Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | - |
1.886 | - |
- |
- |
1.886 |
| Dividende | - | -24.000 | - | -10 | -10 | -24.010 |
| Beiträge des Mutterunternehmens | - | 145 | - | - | - | 145 |
| Veränderungen des Konsolidierungskreises | - | - | -289 | - | -289 | -289 |
| Umgliederung | - | - | 373 | -373 | - | - |
| 31.12.2010 | -45.442 | 164.519 | 7.113 | -135 | 6.978 | 171.497 |
Pensionsrückstellungen sind für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden
Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter sowie deren Hinterbliebene
gebildet. Die betriebliche Altersversorgung ist durch leistungsorientierte Pläne und
Sachbezugsabgeltung von Deputatverpflichtungen geregelt, wobei die zugesagten Leistungen
durch das Unternehmen erfüllt werden. Die Finanzierung erfolgt durch die Dotierung
von Rückstellungen.
Die Höhe der Pensionsverpflichtungen wurde nach versicherungsmathematischen Methoden
berechnet, dabei spielen neben den Annahmen zur Lebenserwartung folgende Prämissen
eine maßgebliche Rolle:
|
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2010 | 2009 |
| Abzinsungsfaktor | 4,59 % | 5,25 % |
| Gehaltstrend | 2,4 % | 3,2 % |
| Rententrend | 1,5 % | 1,7 % |
| Fluktuationsrate | 3,0 % | 3,0 % |
| Inflationsrate | 1,5 % | 1,9 % |
Die Pensionspläne der einzelnen Standorte wurden aufgrund ihrer Gleichartigkeit zusammengefasst.
Die Versorgungsverpflichtung aus den Pensionsplänen und den Deputatverpflichtungen
setzt sich wie folgt zusammen:
|
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Pensionsverpflichtungen | Deputatverpflichtungen | ||
| in TEUR | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
| Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen | 63.471 | 59.984 | 1.050 | 999 |
| Entwicklung |
|
|
|
|
| Rückstellung zum 01.01. | 59.984 | 55.205 | 999 | 989 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 5.659 | 4.856 | 90 | 40 |
| Zuführung | 1.827 | 3.877 | 51 | 58 |
| davon Versorgungsaufwand | 770 | 691 | 1 | 1 |
| davon Zinsaufwand | 1.057 | 3.186 | 50 | 57 |
| Währungsunterschiede aus Plänen im Ausland | 20 | -20 | - | - |
| Gezahlte Leistungen | -4.019 | -3.934 | -90 | -88 |
| Rückstellung per 31.12. | 63.471 | 59.984 | 1.050 | 999 |
Zur gesetzlichen Rentenversicherung wurden Arbeitgeberanteile in Höhe von TEUR 8.981
(Vorjahr: TEUR 8.475) entrichtet.
| in TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2008 | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
| Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen | 64.521 | 60.983 | 56.194 | 60.705 | 63.940 |
| in TEUR | 01.01.2010 | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | Sonstige Veränderungen |
31.12.2010 |
| Langfristige Rückstellungen |
|
|
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| Pensionen | 60.983 | 4.109 | - | 1.878 | 5.769 | 64.521 |
| Übrige Personalverpflichtungen | 5.245 | 1.628 | - | 841 | -9 | 4.449 |
| Sonstige Rückstellungen | 1.016 | 132 | - | 660 | 6 | 1.550 |
| Summe | 67.244 | 5.869 | - | 3.379 | 5.766 | 70.520 |
| Kurzfristige Rückstellungen |
|
|
|
|
|
|
| Verpflichtungen aus dem Absatzbereich | 1.533 | 103 | - | 338 | - | 1.768 |
| Gesamt | 68.777 | 5.972 | - | 3.717 | 5.766 | 72.288 |
Bei den übrigen Personalverpflichtungen handelt es sich hauptsächlich um die Verpflichtungen
aus der Inanspruchnahme der Altersteilzeitregelung. Die Verpflichtungen aus dem Absatzbereich
beinhalten insbesondere Garantieverpflichtungen und drohende Verluste aus belastenden
Verträgen. Die Veränderung der Rückstellungen für übrige Personalverpflichtungen führte
zu Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 246 (Vorjahr: TEUR 260).
|
|
Aktiv latente Steuern | Passiv latente Steuern | ||
| in TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Sachanlagen | 886 | 1.051 | 26.589 | 22.132 |
| Vorräte | 263 | 438 | 4.278 | 4.345 |
| Rückstellungen | 4.425 | 3.160 | - | 258 |
| Schulden | 153 | 1 | 142 | 8 |
| Sonstiges | 2.789 | 935 | 1.769 | 1.271 |
| Summe | 8.516 | 5.585 | 32.778 | 28.014 |
Der Ausweis der latenten Steuern in der Bilanz erfolgt bei Erfüllung der nach IAS
12.74 geforderten Kriterien saldiert.
Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Schulden
gegenüber verbundenen Unternehmen, darüber hinaus aus Verpflichtungen aus Leasingverhältnissen,
siehe dazu (19) Leasingverhältnisse.
| in TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Rückstellungen | 1.768 | 1.533 |
| Ertragsteuerschulden | 3.198 | 5.097 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 62.461 | 48.882 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 89.112 | 95.663 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 16.935 | 25.677 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 1.829 | 4.293 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Personal sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit | 8.735 | 9.285 |
| Steuerschulden | 4.175 | 7.275 |
| Akquisitionsverbindlichkeiten | 178 | 442 |
| Sonstige betriebliche Verbindlichkeiten | 2.018 | 4.382 |
Die finanziellen Verbindlichkeiten bestehen größtenteils aus Schulden gegenüber verbundenen
Unternehmen.
| 2009 |
|
|
|
|
|
| in TEUR | Bruttobetrag | Wertberichtigung | Buchwert | Nettogewinne/ -Verluste |
Zinsgewinne/ -Verluste |
| Kredite und Forderungen | 89.888 | -1.482 | 88.406 | 988 | 1.105 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 2.188 | -511 | 1.677 | - |
- |
| Derivate | 949 | - | 949 | -2.359 | - |
| Zum Restbuchwert bewertete finanzielle Schulden | 228.768 | -742 | 228.026 | -3.100 | -3.670 |
|
|
|
|
|
|
|
| 2010 |
|
|
|
|
|
| in TEUR |
|
|
|
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|
| Kredite und Forderungen | 67.794 | -2.256 | 65.538 | -373 | 401 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 2.188 | -511 | 1.677 | - |
- |
| Derivate | 445 | - | 445 | 617 | - |
| Zum Restbuchwert bewertete finanzielle Schulden | 220.788 | -560 | 220.228 | -5.189 | -5.008 |
Bei als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifizierten Finanzinstrumenten
handelt es sich um Beteiligungen. Für die Beteiligungen lässt sich der beizulegende
Zeitwert nicht verlässlich ermitteln, da sie keinen notierten Preis auf einem aktiven
Markt aufweisen. Die Beteiligungen werden mit ihren Anschaffungskosten abzüglich erforderlicher
Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Bei den übrigen Finanzinstrumenten handelt es
sich im Wesentlichen um kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten sowie langfristige
finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 51.720 (Vorjahr: TEUR 57.804). Der
beizulegende Zeitwert entspricht dem Buchwert.
Das maximale Kreditausfallrisiko entspricht jeweils dem Buchwert.
Die Nettogewinne/-verluste der Kredite und Forderungen sowie der zum Restbuchwert
bewerteten finanziellen Schulden bestehen zum größten Teil aus Zinsen, die im Zinsergebnis
erfasst werden. Das Nettoergebnis aus den Derivaten ist in den Umsatzkosten erfasst.
Die Nettogewinne resultieren hauptsächlich aus Finanzinstrumenten, die am Bilanzstichtag
ausgewiesen sind.
Gemäß IFRS 7 sind Finanzinstrumente zur Darstellung der Fair-Value-Hierarchie in 3
Stufen zu gliedern:
Stufe 1 umfasst Finanzinstrumente mit auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte
oder Verbindlichkeiten notierten Preisen. Stufe 2 beinhaltet Finanzinstrumente, die
nicht unter Stufe 1 fallen und deren Inputfaktoren von einem aktiven Markt ableitbar
sind. Stufe 3 enthält Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, deren Bewertung nicht
auf beobachtbaren Marktdaten basiert. Bei der Saint-Gobain Oberland AG sind die Derivate
der 2. Stufe zuzuordnen, alle übrigen Finanzinstrumente fallen unter Stufe 3.
Die einzelnen Kategorien lassen sich wie folgt auf die Bilanz überleiten:
| 2009 | davon entfällt auf Bilanzposten | |||||
| in TEUR | Buchwert | Übrige finanzielle Vermögenswerte |
Sonstige Forderungen |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
Sonstige Vermögenswerte |
| Kredite und Forderungen | 88.406 | - | 367 | 46.251 | 15.086 | 26.702 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 1.677 | 1.677 | - |
- |
- |
- |
| Derivate | 949 | - | - | - | - | 949 |
| Zum Restbuchwert bewertete finanzielle Schulden | 228.026 | - |
- |
- |
- |
- |
| Bilanzwert |
|
1.677 | 367 | 46.251 | 15.086 | 27.651 |
| 2010 |
|
|
|
|
|
|
| in TEUR |
|
|
|
|
|
|
| Kredite und Forderungen | 65.538 | - | 331 | 39.868 | 12.811 | 12.528 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 1.677 | 1.677 | - |
- |
- |
- |
| Derivate | 445 | - | - | - | - | 445 |
| Zum Restbuchwert bewertete finanzielle Schulden | 220.228 | - |
- |
- |
- |
- |
| Bilanzwert |
|
1.677 | 331 | 39.868 | 12.811 | 12.973 |
| 2009 | davon entfällt auf Bilanzposten | |||
| in TEUR | Finanzielle Verbindlichkeiten (langfristig) |
Finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
Sonstige Verbindlichkeiten |
| Kredite und Forderungen | - | - | - | - |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | - |
- |
- |
- |
| Derivate | - | - | - | - |
| Zum Restbuchwert bewertete finanzielle Schulden | 57.804 | 48.882 | 95.663 | 25.677 |
| Bilanzwert | 57.804 | 48.882 | 95.663 | 25.677 |
| 2010 |
|
|
|
|
| in TEUR |
|
|
|
|
| Kredite und Forderungen | - | - | - | - |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | - |
- |
- |
- |
| Derivate | - | - | - | - |
| Zum Restbuchwert bewertete finanzielle Schulden | 51.720 | 62.461 | 89.112 | 16.935 |
| Bilanzwert | 51.720 | 62.461 | 89.112 | 16.935 |
Die überfälligen Forderungen betragen zum 31. Dezember 2010 TEUR 7.054 (Vorjahr: TEUR
5.730), davon sind jedoch lediglich TEUR 2.851 länger als 30 Tage überfällig (Vorjahr:
TEUR 2.215). Sie wurden in Höhe von TEUR 883 (Vorjahr: TEUR 684) wertberichtigt.
Sämtliche Forderungen und Kredite werden in dem Zeitpunkt, in dem sie als uneinbringlich
eingestuft werden, wertberichtigt.
Die Ausfallquote von weder überfälligen noch wertgeminderten Vermögenswerten tendiert
gegen null.
Im Geschäftsjahr 2010 belief sich der Miet- und Leasingaufwand aus Operate-Leasing-Kontrakten
auf TEUR 1.325 (Vorjahr: TEUR 1.448). Der Konzern mietet sowohl bewegliche als auch
unbewegliche Wirtschaftsgüter an. Die Verträge weisen eine Grundmietzeit zwischen
1 und 10 Jahren auf.
Zum Bilanzstichtag hatte der Konzern offene Verpflichtungen aus unkündbaren Operate-Leasing-Verhältnissen,
die wie folgt fällig sind (Vorjahresbeträge in Klammern):
| in TEUR | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre |
| Operate Leasing |
|
|
|
| Zukünftig zu leistende Leasingzahlungen | 1.725 | 3.869 | 3.169 |
| (2009) | (1.176) | (2.143) | (-) |
Die Miet- und Leasingerträge aus Operate-Leasing-Kontrakten beliefen sich auf TEUR
245 (Vorjahr: TEUR 247), die vertraglich vereinbarten Mindestleasingzahlungen verteilen
sich auf:
| in TEUR | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre |
| Operate Leasing |
|
|
|
| Zukünftig zu erhaltende Leasingzahlungen | 236 | 294 | 78 |
| (2009) | (201) | (203) | (117) |
Bei den Operate-Leasing-Verhältnissen handelt es sich hauptsächlich um vermietete
Grundstücke mit einer Grundmietzeit zwischen 1 und 25 Jahren.
Die Forderungen aus Finanzierungsleasing betreffen Immobilien der Gesellschaft Saint-Gobain
Kavminsteklo ZAO, die von den Mitarbeitern der Firma im Rahmen von Leasinggeschäften
erworben werden.
Die Forderungen sind wie folgt fällig:
| in TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| 2010 |
|
77 |
| 2011 | 81 | 77 |
| 2012 | 78 | 75 |
| 2013 | 63 | 63 |
| 2014 | 56 | 53 |
| 2015 | 56 |
|
| Danach (für 31.12.2009: 2015 und später) | 52 | 108 |
| Zukünftige Mindestleasingraten | 386 | 453 |
| Abzüglich: unrealisierte Erträge | -80 | -111 |
| Abzüglich: Wertberichtigung Fluktuation | -51 | -48 |
| Leasingforderung netto | 255 | 294 |
| Abzüglich: kurzfristiger Anteil | -55 | -44 |
| Langfristige Forderungen aus Finanzierungsleasing | 200 | 250 |
Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing betreffen Förder- und Personenfahrzeuge,
die von Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' geleast werden. Aufgrund der Gestaltung
der Verträge ist dem Konzern das wirtschaftliche Eigentum zuzurechnen, daraus folgend
eine entsprechende Erfassung in den Sachanlagen. Die betroffenen Leasingverträge haben
Laufzeiten bis 2012. Für die einzelnen Verträge besteht ein Kaufrecht oder Verlängerungsrecht
bei Ablauf des Leasingvertrags. Der Buchwert der Anlagen betrug am 31. Dezember 2010
TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 53).
Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen sind fällig:
| in TEUR | 31.12. | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre |
| 2010 | 45 | 32 | 13 |
| 2009 | 61 | 21 | 40 |
Die Mindestleasingzahlungen stellen sich wie folgt dar:
| in TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| 2010 |
|
22 |
| 2011 | 34 | 22 |
| 2012 | 15 | 27 |
| 2013 | - | 2 |
| Zukünftige Mindestleasingraten | 49 | 73 |
| Abzüglich: unrealisierte Zinsaufwendungen | -4 | -12 |
| Leasingverbindlichkeit netto | 45 | 61 |
| Abzüglich: kurzfristiger Anteil | -32 | -21 |
| Langfristige Verbindlichkeit aus Finanzierungsleasing | 13 | 40 |
| in TEUR | 31.12.2010 | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | gesamt 31.12.2009 |
| Investitionen | 11.699 | 11.693 | 6 | 12.407 |
| Rohstoffe | 48.805 | 48.805 | - | 8.144 |
| Dienstleistungen | 5.769 | 1.906 | 3.863 | 5.057 |
| Sonstige Beschaffungen | 21.058 | 12.078 | 8.980 | 40.195 |
Die Saint-Gobain Oberland AG ist hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Schulden und geplanten
Transaktionen verschiedenen Risiken ausgesetzt, Erläuterungen hierzu sind im Lagebericht
enthalten.
Zur Absicherung werden unter anderem Warenderivate (Ölswaps) eingesetzt, die sich
zum Bilanzstichtag wie folgt darstellen:
| in TEUR | Nominalwert | Marktwert | Buchwert | Umgliederung vom Eigenkapital in GuV |
| 31.12.2010 | 3.885 | 445 | 445 | 617 |
| 31.12.2009 | 9.843 | 949 | 949 | 3.741 |
Der Marktwert entspricht den Gewinnen und Verlusten bei einer fiktiven Glattstellung
der Derivate zum Bilanzstichtag. Der Marktpreis ist der Preis, zu dem eine Vertragspartei
die Rechte und/oder Pflichten der jeweils anderen Vertragspartei übernehmen würde.
Er wird mittels standardisierter, finanzmathematischer Bewertungsverfahren ermittelt.
Die Derivate sind innerhalb von 12 Monaten fällig. Ineffektivitäten liegen keine vor.
Weiterhin existieren Zins- und Währungsrisiken. Gemäß IFRS 7 sind hierfür Sensitivitätsanalysen
vorzunehmen, die die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikoparametern
auf das Ergebnis zeigen.
So wäre das Ergebnis zum 31. Dezember 2010 bei einem um 50 Basispunkte höheren/niedrigeren
Marktzinsniveau um TEUR 464 niedriger/höher gewesen (Vorjahr: TEUR 593).
Wenn der Euro zum 31. Dezember 2010 gegenüber sämtlichen Währungen um 10 % aufgewertet/abgewertet
gewesen wäre, wäre das Ergebnis um TEUR 17 höher/niedriger gewesen (Vorjahr: TEUR
1.995 niedriger/höher). Nicht berücksichtigt sind hierbei Effekte aus der Währungsumrechnung
von Abschlüssen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, da sie die Cashflows
in lokaler Währung nicht berühren.
Im Hinblick auf die Schätzung des Nutzungswertes für die zahlungsmittelgenerierende
Einheit Private JSC 'CONSUMERS-SKLO-ZORYA', Ukraine, reagiert der erzielbare Betrag
insbesondere auf die Veränderung des WACC. Ein Anstieg des WACC um 50 Basispunkte
würde den erzielbaren Betrag um TEUR -2.547 senken, ein Rückgang um 50 Basispunkte
um TEUR +2.832 erhöhen.
Die derzeit positive Differenz zwischen dem erzielbaren Betrag und dem Buchwert der
Nettovermögenswerte von Private JSC 'CONSUMERS-SKLO-ZORYA', Ukraine, verdeutlicht,
dass die beurteilte (negative) Auswirkung der Sensitivitäten zu keinem Wertminderungsaufwand
im Abschluss von Saint-Gobain Oberland führen würde.
Das Ausfallrisiko im Forderungsbereich ist zu einem großen Teil durch eine Delkredere-Versicherung
abgesichert.
Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass finanzielle Verpflichtungen nicht
in ausreichendem Maß erfüllt werden können. Um dieses Risiko zu begrenzen, verfügt
die Saint-Gobain Oberland Gruppe über ein effektives Finanzmanagement, bei dem die
Mittelzu- und -abflüsse fortlaufend überwacht und gesteuert werden. Die Generierung
liquider Mittel erfolgt vorrangig durch das operative Geschäft sowie aus dem Finanzpool
der Compagnie de Saint-Gobain.
Die Kapitalflussrechnung zeigt die Herkunft und Verwendung der Zahlungsströme in den
Geschäftsjahren 2009 und 2010. Es werden Zahlungsströme aus der betrieblichen Tätigkeit,
aus Investitionstätigkeit sowie Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der Cashflow
aus Investitionstätigkeit und der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit sind jeweils
zahlungsmittelbezogen ermittelt. Demgegenüber wird der Cashflow aus betrieblicher
Tätigkeit ausgehend vom Jahresergebnis des Konzerns indirekt abgeleitet.
Der in der Kapitalflussrechnung verwendete Finanzmittelbestand umfasst alle ausgewiesenen
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.
Die Finanzstruktur ist weiterhin von einer starken Eigenkapitalquote geprägt. Der
Anstieg im Berichtsjahr von 33,3 % auf 34,8 % resultiert hauptsächlich aus positiven
Währungsumrechnungsdifferenzen sowie Sondereinflüssen auf den für die Dividendenzahlung
maßgeblichen handelsrechtlichen Jahresüberschuss der Saint-Gobain Oberland AG. Im
Konzern wird ein intensives Working-Capital-Management betrieben, um den Kapitalbedarf
so niedrig wie möglich zu halten. Der verbleibende Finanzierungsbedarf wird größtenteils
über den Saint-Gobain Finanzpool abgedeckt. Die Konditionen für die Aufnahme von Fremdkapital
sind im Oberland-Konzern demzufolge mit von der Einstufung des Gesamtkonzerns Saint-Gobain
auf den internationalen Finanzmärkten abhängig.
Gemäß IFRS 8 erfolgt die Segmentierung nach dem Management Approach. Dieser folgt
den wesentlichen Risiken und Chancen des Konzerns, die mittlerweile stark abhängig
von den geografischen Märkten, in denen Oberland produziert und absetzt, sind, insbesondere
im Hinblick auf Wachstum sowie gesetzliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen.
Entsprechend werden innerhalb des internen Berichtswesens alle operativ tätigen Gesellschaften
je nach Sitzland den Segmenten Deutschland, Russland oder Ukraine zugeordnet.
Bis auf die GPS Glasproduktions-Service GmbH sind sämtliche Konzernunternehmen im
Bereich der Behälterglasherstellung für die Getränke- und Nahrungsmittelindustrie
tätig. Sie erwirtschafteten im Berichtsjahr externe Umsätze in Höhe von TEUR 465.714
(Vorjahr: TEUR 515.118).
Die GPS fertigt technische Anlagen für die Behälterglasherstellung. Ihre Umsätze mit
Unternehmen außerhalb des Saint-Gobain Oberland Konzerns betrugen TEUR 23.505 (Vorjahr:
TEUR 7.989).
Die grundsätzlich nach IFRS ermittelten Zahlen der einzelnen Gesellschaften werden
auf Segmentebene durch Summierung verdichtet und tragen so zur Entscheidungsvorbereitung
und -findung bei. Wichtigster Performance-Indikator ist hierbei das operative Ergebnis
(EBIT). Transaktionen zwischen einzelnen Gesellschaften werden zu marktüblichen Konditionen
durchgeführt. Abhängigkeiten von einzelnen Kunden bestehen nicht.
|
|
31.12.2009 | ||||
| in TEUR | Deutschland | Russland | Ukraine | Eliminierungen und Anpassungen |
Konzern |
| Außenumsatz | 371.229 | 80.307 | 37.683 | - | 489.219 |
| Intersegmentäre Umsätze | 502 | - | - | -5021) | - |
| Planmäßige Abschreibung | 22.201 | 12.254 | 5.959 | -7721) | 39.642 |
| Nichtzahlungswirksame Posten | -3.026 | -112 | -4.444 | - | -7.582 |
| Operatives Ergebnis | 47.893 | 1.608 | -3.692 | 6341) | 46.443 |
| Zinsaufwand | -4.513 | -3.103 | -424 | 1.7831) | -6.257 |
| Zinsertrag | 160 | 1.962 | 109 | -1.7841) | 447 |
| Ertragsteuer | -12.555 | -989 | -454 | 1211) | -13.877 |
| Investitionen | 32.736 | 22.365 | 2.911 | 2631),2) | 58.275 |
| Vermögenswerte | 446.108 | 162.436 | 49.876 | -166.1871),3) | 492.233 |
| Langfristige Vermögenswerte | 170.858 | 111.127 | 27.092 | 8.0041),4) | 317.081 |
| Schulden | 298.435 | 43.427 | 8.850 | -29.9761),3) | 320.736 |
1)
Konsolidierung.
2)
Darstellung 'Zum Verkauf vorgesehene Vermögenswerte' (TEUR 334).
3)
Saldierung Latente Steuern (TEUR -4.209).
4)
Umgliederung 'Zum Verkauf vorgesehene Vermögenswerte' (TEUR -226).
|
|
31.12.2010 | ||||
| in TEUR | Deutschland | Russland | Ukraine | Eliminierungen und Anpassungen |
Konzern |
| Außenumsatz | 399.667 | 86.306 | 37.134 | - | 523.107 |
| Intersegmentäre Umsätze | 592 | - | - | -5921) | - |
| Planmäßige Abschreibung | 19.760 | 9.652 | 3.565 | -4891) | 32.488 |
| Nichtzahlungswirksame Posten | -7.621 | 10 | -138 | - | -7.749 |
| Operatives Ergebnis | 58.971 | 12.423 | -3.624 | 8031) | 68.573 |
| Zinsaufwand | -5.811 | -1.700 | -469 | 1.0411) | -6.939 |
| Zinsertrag | 114 | 2.082 | 4 | -1.0411) | 1.159 |
| Ertragsteuer | -15.731 | -2.862 | 657 | -461) | -17.982 |
| Investitionen | 32.865 | 26.501 | 892 | 2.1851),2) | 62.443 |
| Vermögenswerte | 461.718 | 150.542 | 52.996 | -177.8301),3) | 487.426 |
| Langfristige Vermögenswerte | 160.417 | 95.618 | 31.172 | 6.5911),4) | 293.798 |
| Schulden | 303.543 | 37.237 | 11.553 | -27.2451),3) | 325.088 |
1)
Konsolidierung.
2)
Darstellung 'Zum Verkauf vorgesehene Vermögenswerte' (TEUR 2.090).
3)
Saldierung Latente Steuern (TEUR -2.998).
4)
Umgliederung 'Zum Verkauf vorgesehene Vermögenswerte' (TEUR -512).
Bei den nichtzahlungswirksamen Posten sind in der Ukraine Wertminderungen von Sachanlagen
in Höhe von TEUR 3.862 enthalten.
Der Plan d'Epargne du Groupe (PEG) bietet den Mitarbeitern der Saint-Gobain Gruppe
die Möglichkeit, über einen rechtlich selbständigen Mitarbeiterfonds Aktionär von
Saint-Gobain zu werden. Der Wert eines Fondsanteils entspricht - bei einer minimalen
Schwankung von plus oder minus 1 % - dem derzeitigen Wert einer Saint-Gobain-Aktie.
Der Plan beinhaltet einen 20%igen Nachlass auf einen festgelegten Referenzkurs, der
im Zeitraum zwischen dem 01. und 26. März 2010 aus der Kursentwicklung der Aktie an
der Pariser Börse abgeleitet wurde. Darüber hinaus wurden 2010 zusätzliche von der
Investitionssumme abhängige Sonderrabatte gewährt. Arbeitnehmer mit einer mindestens
3-monatigen ungekündigten Betriebszugehörigkeit zum Zeichnungsstichtag können bis
zu 25 % des eigenen Bruttojahreseinkommens in den Aktienkauf investieren. Das gesamte
Ausgabevolumen entspricht einer Kapitalerhöhung um maximal 5 Millionen Aktien (Vorjahr:
8,5 Millionen Aktien) im Nennwert von EUR 4, im Falle einer Überzeichnung erfolgt
eine anteilige Zuteilung. Der Plan beinhaltet eine 5-jährige Sperrfrist für die erworbenen
Anteile, die in definierten Fällen vorzeitig aufgehoben werden kann. Die Kosten für
das Programm werden zwischen dem Mutterunternehmen Compagnie de Saint-Gobain und den
Tochtergesellschaften aufgeteilt. Die Tochterunternehmen tragen die Kosten für die
erwähnten Sonderrabatte, während die Compagnie de Saint-Gobain die restlichen Kosten
trägt. Diese werden jedoch aufgrund der Regelungen des IFRIC 11 ebenfalls in diesem
Konzernabschluss bilanziert und erläutert.
Die Kosten für die Sonderrabatte wurden der Saint-Gobain Oberland Gruppe direkt vom
Mutterunternehmen belastet und sind im Personalaufwand mit TEUR 19 enthalten (Vorjahr:
TEUR 34). Der darüber hinausgehende Vorteil für die Mitarbeiter wird mit Hilfe des
beizulegenden Zeitwerts über die 5-jährige Haltefrist der Optionen bewertet. Dabei
werden neben dem 20%igen Rabatt die Kosten der Nicht-übertragbarkeit mit einbezogen,
die sich im Wesentlichen aus Kapitalbindung und Abwicklungskosten ergeben. Der maßgebliche
Zinssatz für die Ermittlung der Kapitalbindungskosten entspricht dem Zinssatz, den
eine Bank durchschnittlich für die Gewährung einer 5-jährigen Anleihe berechnen würde.
Gewährungszeitpunkt ist der Tag der Veröffentlichung des Referenzkurses durch den
CEO der Compagnie de Saint-Gobain. Die Optionen sind sofort ausübbar, deshalb entspricht
der beizulegende Zeitwert der Instrumente am Tag der Gewährung in voller Höhe dem
Eigenkapitalzuwachs und dem Dienstzeitaufwand, der in der Periode zu verbuchen ist.
Da sämtliche Optionen sofort ausübbar sind, entfallen weitere Angabepflichten zu nicht
ausgeübten Eigenkapitalinstrumenten.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die wesentlichen Bedingungen und die Auswirkung des
PEG gemäß IFRIC 11.8 ff. auf den Konzernabschluss des Saint-Gobain Oberland Konzerns:
|
|
2010 | 2009 |
| PEG-Basisdaten |
|
|
| Gewährungsdatum | 29.03. | 23.03. |
| Sperrfrist (in Jahren) | 5 | 5 |
| Basispreis (in EUR) | 35,88 | 19,74 |
| Ausübungspreis (in EUR) | 28,70 | 15,80 |
| Basisrabatt | 20,00 % | 20,00 % |
| Effektiver Rabatt am Gewährungsdatum (a) | 25,02 % | 24,94 % |
| Gezeichnete Anteile Saint-Gobain Oberland Gruppe | 6.874 | 22.743 |
| Kosten für Nichtübertragbarkeit |
|
|
| Fremdkapitalzinsen p. a. | 6,33 % | 7,09 % |
| Risikoloser Zinssatz (5 Jahre) p. a. | 2,29 % | 2,79 % |
| Abwicklungskosten p. a. | 0,25 % | 0,25 % |
| Gesamte Kosten für Nichtübertragbarkeit (b) | 17,73 % | 22,92 % |
| Fair Value des Programms |
|
|
| je Aktie (a - b) | 7,29 % | 2,02 % |
| beizulegender Zeitwert je Aktie (in EUR) | 2,09 | 0,32 |
| Saint-Gobain Oberland Gruppe gesamt (in EUR) | 14.377 | 7.247 |
Um die Mitarbeiter in die Entwicklung der Unternehmensgruppe einzubinden, hat der
Verwaltungsrat der Compagnie de Saint-Gobain S.A. am 19. November 2009 beschlossen,
allen Saint-Gobain Mitarbeitern jeweils 7 kostenlose Saint-Gobain-Aktien bei Vorliegen
im Plan definierter Bedingungen zuzuteilen. Die wesentlichen Bedingungen für die Mitarbeiter
in Deutschland und Osteuropa sind:
| ― |
Ununterbrochene Zugehörigkeit zur Saint-Gobain-Gruppe vom 31. Oktober 2009 bis zum 31. März 2014 |
| ― |
Das konsolidierte Betriebsergebnis der Compagnie de Saint-Gobain (unter Ausklammerung der Verpackungssparte) steigt in den Geschäftsjahren 2010 und 2011 jährlich um mindestens 10 %; zugrunde gelegt wird hierbei die durchschnittliche Wachstumsrate dieser beiden Geschäftsjahre. |
Führungskräfte der Unternehmensgruppe erhielten darüber hinaus zu gleichen Bedingungen
individuelle Zuteilungen von Gratisaktien, dies betraf im Saint-Gobain Oberland Konzern
5 Personen mit insgesamt 2.300 Aktien.
Die Kosten für das Programm trägt die Compagnie de Saint-Gobain, sie werden jedoch
aufgrund der Regelungen des IFRIC 11 ebenfalls in diesem Konzernabschluss bilanziert
und erläutert.
Der beizulegende Zeitwert des FREE SHARE PLAN basiert auf folgenden Annahmen:
|
|
Mitarbeiter | Führungskräfte |
| FREE SHARE PLAN, Basisdaten |
|
|
| Anzahl bezugsberechtigter Mitarbeiter | 3.403 | 5 |
| Anzahl auszugebender Gratisaktien | 23.821 | 2.300 |
| Gewährungsdatum | 19.11.2009 | 19.11.2009 |
| Sperrfrist (in Jahren) | 4 | 4 |
| Basispreis (in EUR) | 37,53 | 37,53 |
| Kosten pro Aktie |
|
|
| Abwicklungskosten (in %) | 41,99 % | 41,99 % |
| Abwicklungskosten (in EUR) | 15,76 | 15,76 |
| Fair Value des Programms |
|
|
| beizulegender Zeitwert je Aktie (in EUR) | 21,77 | 21,77 |
| beizulegender Zeitwert gesamt (in EUR) | 518.583 | 50.071 |
| davon dem Berichtsjahr zuzurechnen (in EUR) | 116.286 | 11.473 |
Die Compagnie de Saint-Gobain S.A. legt seit 1987 Programme für aktienbasierte Vergütung
auf. Davon sind zwischenzeitlich nur noch Optionen ausübbar, die frühestens 2001 gewährt
wurden. Entscheidungen bezüglich der Gewährung von Optionen trifft der Verwaltungsrat
der Gruppe nach Prüfung der Vorschläge eines Ausschusses (Mandatsträgerausschuss).
An diesem Aktienoptionsprogramm sind auch Führungskräfte der Saint-Gobain Oberland-Gruppe
beteiligt, dies betrifft 4 Personen (Vorjahr: 6 Personen).
Im Berichtsjahr 2010 wurden an Führungskräfte des Saint-Gobain Oberland-Konzerns 2.380
Optionen gewährt (Vorjahr: 4.000).
Die Aktien werden seit 1999 zu einem Ausübungspreis, der dem durchschnittlichen Kurs
innerhalb von 20 Tagen vor dem Gewährungszeitpunkt entspricht, gewährt. Der Ausübungspreis
beträgt EUR 35,19 (Vorjahr: EUR 36,34). Die Ausübung der am 18. November 2010 gewährten
Optionen ist an eine 4-jährige Sperrfrist gekoppelt, d.h., Aktienerwerbe unter diesen
Optionsprogrammen können frühestens am 19. November 2014 erfolgen. Die Gesamtlaufzeit
des Optionsprogramms 2010 beträgt 10 Jahre, d.h., die Optionen müssen bis 18. November
2020 ausgeübt werden, ansonsten verfallen sie.
Bei freiwilligem Ausscheiden des Mitarbeiters aus dem Saint-Gobain Konzern verfallen
die Optionen, entgegenstehende einzelvertragliche Regelungen wurden nicht getroffen.
Der beizulegende Zeitwert des Optionsprogramms wurde berechnet auf der Grundlage des
Black-Scholes-Optionspreismodells. Den Modellberechnungen liegen als Annahme zugrunde:
| ― |
Aktienkurs im Gewährungszeitpunkt = Ausübungspreis: EUR 35,19 (Vorjahr: EUR 36,34) |
| ― |
Erwartete Volatilität des Aktienkurses: 39,10 % (Vorjahr: 41,17 %) |
| ― |
Erwarteter Dividendenertrag: EUR 1,52 (Vorjahr: EUR 1,52) |
| ― |
Mutmaßliche Laufzeit: 6 Jahre (Vorjahr: 6 Jahre) |
| ― |
Risikofreier Zinssatz: 2,52 % (Vorjahr: 2,79 %) |
| ― |
Durchschnittlicher Aktienkurs Compagnie de Saint-Gobain am Börsenplatz Paris im Jahr 2010 EUR 34,37 |
Die erwartete Volatilität ergibt sich aus der historischen Volatilität des Aktienkurses
aus den vergangenen 10 Jahren und beinhaltet auch die Volatilität der gehandelten
Aktienoptionen. Zeiträume, in denen eine außergewöhnlich hohe Volatilität herrschte,
werden hierbei nicht berücksichtigt.
2010 betrug der erfasste Dienstzeitaufwand der Optionen bei der Saint-Gobain Oberland
AG TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 118). Der beizulegende Zeitwert der 2010 gewährten Optionen
beträgt für Saint-Gobain Oberland TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 42).
Einen Überblick über die ausstehenden Optionen gewährt die folgende Tabelle:
| Jahr der Gewährung | Typ | Anzahl Aktienoptionen |
Ausübungspreis | ausgeübt | davon 2010 | verfallen |
| 2000 | Kauf | 18.579 | 34,11 | 15.040 | 6.194 | 3.539 |
| 2001 | Kauf | 13.273 | 36,37 | 885 | - | - |
| 2002 | Kauf | 17.474 | 21,28 | 885 | - | - |
| 2003 | Neuzeichnung | 15.484 | 32,26 | 4.866 | - | - |
| 2004 | Neuzeichnung | 15.925 | 39,39 | - | - | 4.423 |
| 2005 | Neuzeichnung | 14.377 | 41,34 | - | - | 6.635 |
| 2006 | Neuzeichnung | 13.271 | 52,54 | - | - | 5.529 |
| 2007 | Neuzeichnung | 15.483 | 64,72 | - | - | 6.635 |
| 2008 | Neuzeichnung | 15.374 | 25,88 | - | - | 3.318 |
| 2009 | Neuzeichnung | 4.000 | 36,34 | - | - | - |
| 2010 | Neuzeichnung | 2.380 | 35,19 | - | - | - |
| Total |
|
160.663 | 37,90 | 31.408 | 6.194 | 35.388 |
| Jahr der Gewährung | davon 2010 | verbleiben | ausübbar | nicht ausübbar |
Restlaufzeit in Monaten |
| 2000 | 1.327 | - | - | - | - |
| 2001 | - | 12.388 | 12.388 | - | 11 |
| 2002 | - | 16.589 | 16.589 | - | 23 |
| 2003 | - | 10.618 | 10.618 | - | 35 |
| 2004 | - | 11.502 | 11.502 | - | 47 |
| 2005 | - | 7.742 | 7.742 | - | 59 |
| 2006 | - | 7.742 | 7.742 | - | 72 |
| 2007 | 2.212 | 8.848 | - | 8.848 | 84 |
| 2008 | 2.212 | 12.056 | - | 12.056 | 96 |
| 2009 | - | 4.000 | - | 4.000 | 108 |
| 2010 | - | 2.380 | - | 2.380 | 120 |
| Total | 5.751 | 93.867 | 66.583 | 27.284 | 54 |
Die Anzahl und der gewichtete Durchschnitt der Ausübungspreise der verbliebenen Aktienoptionen
entwickelten sich wie folgt:
| Bezeichnung | Anzahl Aktien-Nennwert EUR 4 |
Preis in EUR |
| Ausstehende Optionen am 31.12.2008 | 110.500 | 42,71 |
| Anpassung wegen Kapitalerhöhung 2009 | 10.827 | - |
| gewährte Optionen 2009 | 4.000 | 36,34 |
| ausgeübte Optionen 2009 | - | - |
| verfallene Optionen 2009 | -21.895 | 46,50 |
| Ausstehende Optionen am 31.12.2009 | 103.432 | 36,87 |
| gewährte Optionen 2010 | 2.380 | 35,19 |
| ausgeübte Optionen 2010 | -6.194 | 34,11 |
| verfallene Optionen 2010 | -5.751 | 42,72 |
| Ausstehende Optionen am 31.12.2010 | 93.867 | 36,65 |
| davon ausübbar 2010 | 66.583 | 34,93 |
Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr innerhalb des Aktienprogramms 'Attribution Gratuite
d'Action' (AGA) den Führungskräften weitere 2.310 Aktien zugeteilt. Dies betrifft
im Saint-Gobain Oberland Konzern 5 Personen, davon sind pro Person 100 Aktien ohne
Ausübungsbedingung. Bei der verbleibenden Anzahl Aktien sind von den Begünstigten
folgende Bedingungen zu erfüllen:
| ― |
Ununterbrochene Zugehörigkeit zum Saint-Gobain Konzern |
| ― |
Die Zuteilung der Aktien erfolgt entsprechend der Höhe der Kennzahl Return on Capital Employed (ROCE) der Compagnie de Saint-Gobain (unter Ausklammerung der Verpackungssparte). Für die Jahre 2011 und 2012 wurden Intervalle des ROCE definiert, entsprechend des Erreichungsgrads dieser Intervalle erfolgt die anteilige Zuteilung der Aktien. Wird in einem der Jahre eine definierte Höhe des ROCE erreicht, erfolgt die Zuteilung bis zu 50 %. Wenn in beiden Jahren die Zielgrößen erreicht werden, dann werden bis zu 100 % zugeteilt. Wird das Mindestziel nicht erreicht, erfolgt keine Zuteilung von Aktien. |
| AGA 2010, Basisdaten |
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| Anzahl bezugsberechtigter Mitarbeiter | 5 |
| Anzahl auszugebende Aktien | 2.310 |
| Gewährungsdatum | 18.11.2010 |
| Sperrfrist (in Jahren) | 4 |
| Basispreis (in EUR) | 36,85 |
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| Kosten pro Aktie |
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| Abwicklungskosten (in %) | 30,44 % |
| Abwicklungskosten (in EUR) | 11,22 |
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| Fair Value des Programms |
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| beizulegender Zeitwert je Aktie (in EUR) | 25,63 |
| beizulegender Zeitwert gesamt (in EUR) | 59.205 |
| davon dem Berichtsjahr zuzurechnen (in EUR) | 1.743 |
2010 betrug der erfasste Dienstzeitaufwand der Optionen des Programms AGA bei der
Saint-Gobain Oberland AG TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 0).
Die Geschäfte und finanziellen Beziehungen mit den verbundenen und assoziierten Unternehmen
innerhalb des Saint-Gobain Konzerns werden in Summe angegeben.
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Liefer- und Leistungsbeziehungen |
Finanzbeziehungen | ||
| in TEUR | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
| Forderungen | 141 | 196 | - | 7.784 |
| Verbindlichkeiten | 960 | 1.173 | 47.467 | - |
| Erträge | 2.564 | 1.647 | 1 | 14 |
| Aufwendungen/Investitionen | 3.156 | 5.103 | 231 | 53 |
| Dividendenzahlung |
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23.200 | 25.134 |
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Liefer- und Leistungsbeziehungen |
Finanzbeziehungen | ||
| in TEUR | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
| Forderungen | 1.158 | 2.009 | 1 | - |
| Verbindlichkeiten | 2.864 | 2.373 | 53.443 | 95.974 |
| Erträge | 11.248 | 4.826 | - | - |
| Aufwendungen/Investitionen | 8.238 | 4.921 | 2.668 | 2.274 |
Die Finanzbeziehungen enthalten wie im Vorjahr ein zum 31. Juli 2012 fälliges Darlehen
in Höhe von TEUR 50.973 zu einem Zinssatz von 4,55 % sowie ein kurzfristiges Darlehen
auf marktüblicher Basis in Höhe von TEUR 47.467 (Vorjahr: TEUR 45.001).
In der Ukraine führten die von der privaten Firma eines leitenden Angestellten ausgeführten
Dienstleistungen zu Aufwendungen in Höhe von TEUR 162.
Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen sind auf Grundlage internationaler Preisvergleichsmethoden
gemäß IAS 24 zu Bedingungen ausgeführt worden, wie sie auch mit konzernfremden Dritten
üblich sind.
Die Bezüge des Aufsichtsrats und Vorstands gliedern sich in:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Vergütungen an die Mitglieder des Aufsichtsrats | 84 | 84 |
| Vergütungen an die Mitglieder des Vorstands |
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| Kurzfristig fällige Leistungen | 1.593 | 2.238 |
| davon variabler Bestandteil | (280) | (255) |
| Zuführung Versorgungsaufwand zur Pensionsrückstellung | 157 | 136 |
| Aktienbasierte Vergütung | 15 | 68 |
| Pensionsverpflichtungen gegenüber den Mitgliedern des Vorstands | 1.946 | 1.555 |
| Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern und deren Hinterbliebenen | 8.665 | 7.952 |
| Pensionszahlungen an diesen Personenkreis | 558 | 502 |
Bezüglich des Vergütungssystems für den Vorstand verweisen wir auf die Angaben im
zusammengefassten Lagebericht, von einer individualisierten Offenlegung der Bezüge
wird gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 31. Mai 2006 abgesehen.
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter beträgt:
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2010 | 2009 |
| Technik/Produktion | 3.426 | 3.637 |
| Verwaltung/Vertrieb | 263 | 396 |
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3.689 | 4.033 |
| Auszubildende | 92 | 82 |
| Gesamt | 3.781 | 4.115 |
Mit Beschluss vom 9. Dezember 2010 haben Vorstand und Aufsichtsrat eine Entsprechenserklärung
nach § 161 AktG abgegeben. Diese Erklärung ist auf der Internetseite der Saint-Gobain
Oberland AG (www.saint-gobain-oberland.de) veröffentlicht und somit den Aktionären
dauerhaft zugänglich gemacht.
Für Abschlussprüfer sind Honorare in Höhe von TEUR 210 (Vorjahr: TEUR 216) für die
Abschlussprüfung sowie in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 51) für sonstige Leistungen,
darunter TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 13) für andere Bestätigungen, als Aufwand erfasst.
Berichtspflichtige Ereignisse lagen nicht vor.
| Name und Sitz des Konzernunternehmens | Eigenkapital in TEUR |
Konzernanteil | Muttergesellschaft | Anteil der Saint- Gobain Oberland AG |
Ergebnis 2010 in TEUR |
| I. Verbundene Unternehmen |
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| Black Sea Glass Packaging LLC, Bryukhovetskaya Stanitsa, Russland | -103) | 100,00 % | Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO | 100,00 % | -63) |
| GPS Glasproduktions-Service GmbH, Essen | 1.163 | 100,00 % | Ruhrglas GmbH | 100,00 % | -1) |
| Ruhrglas GmbH, Essen | 8.755 | 100,00 % | Saint-Gobain Oberland AG | 100,00 % | -1) |
| Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO, Mineralnye Vody, Russland | 2.1463) | 94,86 % | Saint-Gobain Oberland AG | 65,14 % | -423) |
| Private JSC 'CONSUMERS-SKLO-ZORYA', Rivne Oblast, Ukraine | 4374) | 96,68 % | Saint-Gobain Oberland AG | 96,68 % | -434) |
| ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod, Kamyshin, Russland | 2.7423) | 95,51 % | Saint-Gobain Oberland AG | 95,51 % | 473) |
| ZAO STI, Mineralnye Vody, Russland | 43) | 100,00 % | Saint-Gobain Oberland AG | 100,00 % | -3) |
| II. Sonstige Beteiligungen und assoziierte Unternehmen |
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| GGA Gesellschaft für Glasrecycling und Abfallvermeidung mbH, Ravensburg | 1.7102) | 26,37 % | Saint-Gobain Oberland AG | 26,37 % | -1092) |
1)
Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.
2)
Angaben 2009.
3)
in Mio. RUB.
4)
in Mio. UAH.
Der zum 31. Dezember 2010 gemäß § 315a HGB aufgestellte Konzernabschluss wurde am
02. März 2011 vom Vorstand zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Konzernabschluss
und Konzernlagebericht werden beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht.
Bad Wurzach, den 02. März 2011
Der Vorstand
Wir haben den von der Saint-Gobain Oberland Aktiengesellschaft, Bad Wurzach, aufgestellten
Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung,
Bilanz, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft
und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft.
Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie
in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden
handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter
der Gesellschaft.
Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung
über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut
der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten
und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung
der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten
Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender
Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse
über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des
Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der
Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems
sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend
auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse
der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises,
der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen
Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung
des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass
unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht
der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend
nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt
unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht
steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes
Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar.
München, den 02. März 2011
KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Prof. Dr. Andrejewski Wirtschaftsprüfer |
Balk Wirtschaftsprüfer |
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Umsatzerlöse | 348.293 | 389.274 |
| Veränderungen des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 4.369 | -632 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 206 | 92 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 5.722 | 8.358 |
| davon Erträge aus Auflösungen von Sonderposten mit Rücklageanteil | (25) | (24) |
| Materialaufwand |
|
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| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 125.679 | 140.964 |
| Personalaufwand |
|
|
| Löhne und Gehälter | 61.900 | 63.886 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 12.249 | 15.316 |
| davon für Altersversorgung | (238) | (2.786) |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 28.599 | 25.755 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 87.306 | 94.039 |
| Erträge aus Beteiligungen | 2.220 | 1.031 |
| davon aus Ergebnisabführungsverträgen | (2.008) | (837) |
| davon aus den übrigen verbundenen Unternehmen | (153) | (150) |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 41 | 126 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | (31) | (64) |
| davon aus Abzinsung | (10) | (-) |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | 14.000 | 16.000 |
| Aufwendungen aus Verlustübernahme | - | 62 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 5.506 | 2.587 |
| davon an verbundene Unternehmen | (3.037) | (2.469) |
| davon aus Abzinsung | (2.190) | (-) |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 25.612 | 39.640 |
| Außerordentliche Erträge | 115 | - |
| Außerordentliche Aufwendungen | 3.414 | - |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 9.982 | 15.135 |
| davon an Organgesellschaften weiterbelastet | (887) | (205) |
| davon latente Steuern | (168) | (-) |
| Sonstige Steuern | 298 | 194 |
| Jahresüberschuss | 12.033 | 24.311 |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 1.695 | 1.384 |
| Bilanzgewinn | 13.728 | 25.695 |
| in TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
| A. | Anlagevermögen |
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|
I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 405 | 264 |
|
|
II. Sachanlagen | 113.266 | 86.611 |
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|
III. Finanzanlagen | 155.589 | 184.388 |
|
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269.260 | 271.263 |
| B. | Umlaufvermögen |
|
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|
I. Vorräte | 50.889 | 47.739 |
|
|
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände |
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1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 24.101 | 31.753 |
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|
2. Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 10.557 | 16.054 |
|
|
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34.658 | 47.807 |
|
|
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 4.163 | 4.354 |
|
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|
89.710 | 99.900 |
| C. | Rechnungsabgrenzungsposten | 184 | 197 |
|
|
Summe Aktiva | 359.154 | 371.360 |
| in TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
| A. | Eigenkapital |
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|
I. Gezeichnetes Kapital | 26.000 | 26.000 |
|
|
II. Kapitalrücklage | 42.949 | 42.949 |
|
|
III. Gewinnrücklagen |
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1. Gesetzliche Rücklage | 249 | 249 |
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|
2. Andere Gewinnrücklagen | 23.167 | 23.167 |
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IV. Bilanzgewinn | 13.728 | 25.695 |
|
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106.093 | 118.060 |
| B. | Sonderposten mit Rücklageanteil | 235 | 233 |
| C. | Rückstellungen |
|
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|
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 34.695 | 32.394 |
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2. Steuerrückstellungen | 5.450 | 9.769 |
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|
3. Sonstige Rückstellungen | 22.210 | 24.115 |
|
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|
62.355 | 66.278 |
| D. | Verbindlichkeiten |
|
|
|
|
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 18.841 | 15.540 |
|
|
2. Übrige Verbindlichkeiten | 170.974 | 170.761 |
|
|
|
189.815 | 186.301 |
| E. | Rechnungsabgrenzungsposten | 488 | 488 |
| F. | Passive latente Steuer | 168 | - |
|
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Summe Passiva | 359.154 | 371.360 |
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften
des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt. Im Geschäftsjahr 2010
waren erstmals die Regelungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) vollumfänglich
anzuwenden. Durch die Erstanwendung ergeben sich Änderungen hinsichtlich Darstellung
und Bewertungsmethoden einzelner Bilanzpositionen. Soweit sich Änderungen in Bezug
auf Ansatz und Bewertung ergeben haben, wurden die Vorjahresbeträge nicht an die geänderten
Ansatz- und Bewertungsmethoden angepasst.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.
Um die Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung zu verbessern, werden verschiedene
Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten
sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten
bilanziert und planmäßig linear über ihre Nutzungsdauer von längstens 5 Jahren abgeschrieben.
Auf eine Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wird verzichtet.
Die Zugänge bei Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder aktivierungspflichtigen Herstellungskosten
bewertet. Ab 2010 neu angeschaffte Vermögensgegenstände werden gemäß ihrer wirtschaftlichen
Nutzungsdauer linear oder leistungsbezogen abgeschrieben. Diese beträgt bei Geschäfts-
und Fabrikgebäuden längstens 50 Jahre, Maschinen und maschinelle Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung werden überwiegend in bis zu 12 Jahren abgeschrieben. Bereits
vor dem Geschäftsjahr 2010 bestehende Vermögensgegenstände werden mit nach steuerlichen
Abschreibungstabellen zulässigen Höchstsätzen degressiv abgeschrieben. Geringwertige
Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten- oder Herstellungskosten bis zu 410 Euro werden
ab 01. Januar 2010 im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen
werden vorgenommen, wenn der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist.
Der Ansatz der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen erfolgt zu Anschaffungskosten
bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten.
Im Rahmen der Bewertung der Vorräte werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu
fortgeschriebenen durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen
bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt mit den aktivierungspflichtigen
Herstellungskosten. Abschreibungen für Risiken als Folge der geminderten Verwendbarkeit
sowie zur Beachtung der verlustfreien Bewertung sind in angemessenem Umfang berücksichtigt.
Forderungen, Sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt.
Risiken werden in angemessenem Umfang durch Wertberichtigungen berücksichtigt.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch
auf Grundlage biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren
(Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen
werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Beim zugrunde liegenden
Rechnungszins für die Abzinsung handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank
ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz. Die Zuführung des
durch das BilMoG verursachten Aufstockungsbetrages erfolgt ratierlich.
Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen
Verpflichtungen. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt zu ihrem Erfüllungsbetrag,
welcher nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um Zahlungsverpflichtungen
abzudecken. Zukünftig anfallende Kosten- und Preissteigerungen werden berücksichtigt,
sofern diese ausreichend objektivierbar sind. Für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit
von mehr als einem Jahr wird eine Abzinsung vorgenommen. Von der Übergangsregelung
des BilMoG zur Beibehaltung von Wertansätzen bei Rückstellungen wurde zum Teil Gebrauch
gemacht.
Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.
Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit den Devisenkassamittelkursen
zum Abschlussstichtag bewertet. Aus der Bewertung resultierende Gewinne und Verluste
werden je Währung miteinander verrechnet. Für Verlustüberhänge werden Drohverlustrückstellungen
gebildet, unrealisierte Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen
und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen.
Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt anhand des bilanzorientierten Konzepts
der Einzeldifferenzierungsbetrachtung, d.h. einer Gegenüberstellung von handels- und
steuerrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten.
Für die Steuerabgrenzung werden aktive und passive latente Steuern verrechnet. Ein
passiver Überhang wird in der Bilanz ausgewiesen.
|
|
Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| in TEUR | Vortrag 01.01.2010 |
Zugänge aus Verschmelzung |
Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | Stand 31.12.2010 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 1.403 | 21 | 262 | - |
- |
1.686 |
| Sachanlagen |
|
|
|
|
|
|
| Grundstücke und Bauten | 45.026 | 46.557 | 343 | 437 | - | 92.363 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 343.006 | 24.726 | 19.884 | 10.723 | 10.271 | 388.068 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 35.112 | 4.877 | 7.168 | 546 | 5.297 | 42.406 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 12.270 | - |
10.358 | -11.706 | - |
10.922 |
| Summe Sachanlagen | 435.414 | 76.160 | 37.753 | - | 15.568 | 533.759 |
| Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
|
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 198.736 | - | 594 | - | 15.418 | 183.912 |
| Beteiligungen | 2.188 | - | - | - | - | 2.188 |
| Summe Finanzanlagen | 200.924 | - | 594 | - | 15.418 | 186.100 |
| Anlagevermögen gesamt | 637.741 | 76.181 | 38.609 | - | 30.986 | 721.545 |
|
|
|
|
|
|
|
| in TEUR | Abschreibungen kumuliert 31.12.2010 |
Buchwert 31.12.2010 |
Buchwert 31.12.2009 |
Abschreibungen Geschäftsjahr 2010 |
Zuschreibungen Geschäftsjahr 2010 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 1.281 | 405 | 264 | 119 | - |
| Sachanlagen |
|
|
|
|
|
| Grundstücke und Bauten | 65.505 | 26.858 | 12.170 | 1.844 | - |
| Technische Anlagen und Maschinen | 325.257 | 62.811 | 51.147 | 20.880 | - |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 29.731 | 12.675 | 11.024 | 5.756 | 205 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | - |
10.922 | 12.270 | - |
- |
| Summe Sachanlagen | 420.493 | 113.266 | 86.611 | 28.480 | 205 |
| Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 30.000 | 153.912 | 182.711 | 14.000 | - |
| Beteiligungen | 511 | 1.677 | 1.677 | - | - |
| Summe Finanzanlagen | 30.511 | 155.589 | 184.388 | 14.000 | - |
| Anlagevermögen gesamt | 452.285 | 269.260 | 271.263 | 42.599 | 205 |
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 12.800 | 13.918 |
| Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 401 | 371 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 37.688 | 33.450 |
|
|
50.889 | 47.739 |
Die Erhöhung des Bestandes an fertigen Erzeugnissen ist überwiegend mengenbedingt.
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 24.101 | 31.753 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 4.756 | 9.800 |
| Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | - | 2 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 5.801 | 6.252 |
| davon Restlaufzeit mehr als ein Jahr | (35) | (27) |
|
|
34.658 | 47.807 |
Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich vor allem um Finanzforderungen.
Das Grundkapital beträgt unverändert EUR 26.000.000 und ist eingeteilt in 1.000.000
Stückaktien.
Aufgrund der Vorschriften des § 20 Abs. 4 AktG hat uns die Compagnie de Saint-Gobain
S.A., Paris, mitgeteilt, dass sie über ihre Konzerngesellschaft Saint-Gobain Emballage
S.A., Paris, eine Mehrheitsbeteiligung an unserer Gesellschaft hält. Der Konzernabschluss
der Compagnie de Saint-Gobain S.A., in den die Saint-Gobain Oberland AG einbezogen
ist, kann beim Greffe du Tribunal de Commerce de Nanterre, Nanterre, Frankreich, und
in englischer Sprache im elektronischen Bundesanzeiger eingesehen werden.
Der Sonderposten betrifft steuerrechtliche Wertberichtigungen auf Gebäude nach § 6b
EStG. Er wird gemäß den Übergangsregeln zum BilMoG in seiner bisherigen Form fortgeführt.
Die Erhöhung ist in der Verschmelzung der Westerwald GmbH begründet.
Folgende Prämissen werden in die Berechnung einbezogen:
|
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2010 |
| Abzinsungsfaktor | 5,13 % |
| Gehaltstrend | 2,40 % |
| BBG-Trend | 2,40 % |
| Rententrend | 1,50 % |
| Fluktuationsrate | 3,00 % |
Die Übergangsregelung zum BilMoG wird in Anspruch genommen. Der Unterschiedsbetrag
wird in den Folgejahren jährlich zu mindestens einem Fünfzehntel zugeführt. Ohne Inanspruchnahme
der Übergangsregelung wäre eine Rückstellung für Pensionen und andere Verpflichtungen
in Höhe von TEUR 39.270 zu passivieren. Aus dem Bilanzansatz in Höhe von TEUR 34.437
ergibt sich dadurch eine Unterdeckung von TEUR 4.833.
Die Rückstellungen verteilen sich auf folgende Bereiche:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Personal | 10.067 | 12.316 |
| Vertrieb | 2.657 | 2.373 |
| Übrige | 9.486 | 9.426 |
|
|
22.210 | 24.115 |
Die größten Positionen in den Personalrückstellungen stellen die Verpflichtungen aus
der Inanspruchnahme der Altersteilzeitregelung und die Verpflichtungen aus der Beteiligung
der Mitarbeiter am Ergebnis dar. Die übrigen Rückstellungen betreffen hauptsächlich
Verpflichtungen für die ausstehende Berechnung empfangener Lieferungen und Leistungen.
Der Gesamtbetrag der Überdeckung aufgrund der Beibehaltung von Wertansätzen im Rahmen
der Übergangsregelungen zum BilMoG beträgt TEUR 45.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen insbesondere Finanzverbindlichkeiten.
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten mit Finanzierungscharakter
in Höhe von TEUR 1.788.
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 18.841 | 15.540 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 83 | 48 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 46.988 | 52.664 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 119.993 | 115.010 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 3.910 | 3.039 |
| davon aus Steuern | (565) | (932) |
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | (264) | - |
| Summe Verbindlichkeiten | 189.815 | 186.301 |
Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind TEUR 50.000 im Jahr
2012 zahlbar, bei den Sonstigen Verbindlichkeiten TEUR 97 bis 2013, alle übrigen Verbindlichkeiten
sind binnen eines Jahres fällig.
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Wertansatz zum 31.12.2010 | |
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Differenz | Latente Steuer | |
| in TEUR |
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Passiv | Aktiv |
| Maschinelle Anlagen | -2.539 | -767 | - |
| Vorräte | 268 | - | 81 |
| Rückstellungen | 1.610 | - | 486 |
| Organgesellschaften | 106 | - | 32 |
| Gesamtsummen |
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-767 | 599 |
| Saldo | -555 | -168 | - |
| Steuersatz kombiniert |
|
30,2 % | |
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Mietverträge und Leasingverträge | 6.377 | 8.093 |
| davon an verbundene Unternehmen der Saint-Gobain Oberland Gruppe | (2.976) | (4.780) |
| Bestell-/Vertragsobligo für Investitionen und Großreparaturen | 13.679 | 14.223 |
| davon an verbundene Unternehmen der Saint-Gobain Oberland Gruppe | (1.752) | (4.425) |
|
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20.056 | 22.316 |
| in TEUR | Nominalwert zum 31.12.2010 |
Marktwert zum 31.12.2010 |
Buchwert Rückstellungen |
| Warenderivate (Swaps) | 3.885 | 445 | - |
Derivative Finanzinstrumente werden zur Absicherung von Währungs- und Preisänderungsrisiken
eingesetzt. Als Instrumente werden hierzu marktgängige Devisen- und Warentermingeschäfte
angewandt. Der Marktwert entspricht den Gewinnen und Verlusten bei einer fiktiven
Glattstellung der Derivate zum Bilanzstichtag, er wird mittels standardisierter Bewertungsverfahren
ermittelt.
Der Bilanzansatz der unentgeltlich zugeteilten Emissionsberechtigungen erfolgt zum
Erinnerungswert, der Zeitwert zum 31. Dezember 2010 beträgt TEUR 5.686.
Die Saint-Gobain Oberland AG veräußert im Rahmen ihres Forderungsmanagements Forderungen
aus Warenlieferungen an 2 internationale Finanzdienstleistungsunternehmen. Es handelt
sich hierbei um echtes Factoring, wodurch der Gesellschaft ein Liquiditätszufluss
entsteht. Ergebnisauswirkungen ergeben sich aus der Transaktion nur in sehr geringem
Umfang.
Darüber hinaus liegen keine wesentlichen Risiken und Vorteile aus nicht in der Bilanz
enthaltenen Geschäften vor.
| in Mio. EUR | 2010 | 2009 |
| Glas | 347,5 | 387,3 |
| Technisches Geschäft | 0,8 | 2,0 |
|
|
348,3 | 389,3 |
| in Mio. EUR | 2010 | 2009 |
| Inland | 259,7 | 283,7 |
| Europäische Union (ohne Inland) | 84,7 | 97,7 |
| Übriges Europa | 2,7 | 5,9 |
| Sonstiges Ausland | 1,2 | 2,0 |
|
|
348,3 | 389,3 |
Es handelt sich insbesondere um jährlich wiederkehrende Auflösungen von Rückstellungen,
erhaltene Gutschriften sowie um Erlöse aus der Weiterberechnung von Aufwendungen.
Der Rückgang des Personalaufwands ist im geänderten Ausweis des in der Zuführung zu
den Pensionsrückstellungen enthaltenen Zinsanteils gemäß BilMoG, in der Kurzarbeit
im Werk Bad Wurzach sowie in der ergebnisbedingt rückläufigen Erfolgsbeteiligung der
Mitarbeiter begründet.
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2010 | 2009 |
| Technik/Produktion | 1.238 | 1.216 |
| Verwaltung/Vertrieb | 89 | 90 |
|
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1.327 | 1.306 |
| Auszubildende | 92 | 82 |
| Gesamt | 1.419 | 1.388 |
Im Berichtsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen in
Höhe von TEUR 688 vorgenommen. Aufgrund der anhaltend schwierigen wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen in der Ukraine wurde eine Wertberichtigung in Höhe von TEUR 14.000
auf die Beteiligung an der Private JSC 'CONSUMERS-SKLO-ZORYA', Rivne, Ukraine, vorgenommen.
Sie beinhalten insbesondere die Vertriebskosten, den Instandhaltungsaufwand, die Aufwendungen
für sonstige Dienstleistungen sowie Mieten und Pachten. Der Rückgang ist überwiegend
auf die gesunkenen Vertriebskosten sowie auf die rückläufigen Miet- und Pachtaufwendungen
bedingt durch die Verschmelzung der Westerwald GmbH zurückzuführen.
Aus der Verschmelzung der Tochtergesellschaft Süddeutsche Altglas-Rohstoff GmbH, Bad
Wurzach, resultierte ein Verschmelzungsgewinn in Höhe von TEUR 115, im Zuge der Verschmelzung
der Tochtergesellschaft Westerwald GmbH für Silikatindustrie, Wirges, entstand ein
Verlust in Höhe von TEUR 2.859. Umstellungseffekte durch die Einführung des BilMoG
verursachten Aufwendungen in Höhe von TEUR 555.
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen das gewöhnliche Ergebnis sowie die
aus der BilMoG-Umstellung resultierenden Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen
im außerordentlichen Bereich.
Mit Beschluss vom 09. Dezember 2010 haben Vorstand und Aufsichtsrat die nach § 161
AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex
abgegeben. Als Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB ist
sie auf der Internetseite der Saint-Gobain Oberland AG unter www.saint-gobain-oberland.de
der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich gemacht worden.
Die Vergütung an die Mitglieder des Aufsichtsrats belief sich im Berichtsjahr auf
TEUR 84 (Vorjahr: TEUR 84), die des Vorstands auf TEUR 1.593 (Vorjahr: TEUR 2.238),
davon als variabler Bestandteil TEUR 280 (Vorjahr: TEUR 255). Die Pensionsverpflichtungen
gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern und deren Hinterbliebenen sind mit TEUR 6.232
(Vorjahr: TEUR 6.171) rückgestellt. Die Leistungen an diesen Personenkreis betrugen
TEUR 558 (Vorjahr: TEUR 502).
Die Mitglieder des Vorstands partizipieren neben diesen Bezügen an den Aktienoptionsplänen
der Compagnie de Saint-Gobain S.A., Paris. Die Optionspläne gliedern sich wie folgt
in 3 Programme:
|
|
Anzahl ausstehende Aktien/ Optionen 31.12.2009 |
Anzahl gewährte Aktien/ Optionen 2010 |
Anzahl ausgeübte Aktien/ Optionen 2010 |
Anzahl verfallene Aktien/ Optionen 2010 |
Anzahl ausstehende Aktien/ Optionen 31.12.2010 |
Dienstzeitaufwand in TEUR 2010 |
| FREE SHARE PLAN 2009 |
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| Management | 2.300 | - | - | - | 2.300 | 11 |
| AGA 2010 | - | 2.080 | - | - | 2.080 | 2 |
| Stock Options |
|
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| Management | 103.432 | 2.380 | -6.194 | -5.751 | 93.867 | 2 |
| Summe | 105.732 | 4.460 | -6.194 | -5.751 | 98.247 | 15 |
Von einer individualisierten Offenlegung der Bezüge wird gemäß Beschluss der Hauptversammlung
vom 31. Mai 2006 abgesehen.
Für den Abschlussprüfer KPMG sind folgende Honorare als Aufwand erfasst worden:
| in TEUR | 2010 | 2009 |
| Art der Honorare |
|
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| Prüfungshonorare | 180 | 186 |
| Prüfungsnahe Honorare | 10 | 13 |
| Übrige Honorare | - | 38 |
| Name und Sitz des Konzernunternehmens | Eigenkapital in TEUR |
Konzernanteil | Muttergesellschaft | Anteil der Saint-Gobain Oberland AG |
Ergebnis 2010 in TEUR |
| I. Verbundene Unternehmen |
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| GPS Glasproduktions-Service GmbH, Essen | 1.534 | 100,00 % | Ruhrglas GmbH | 100,00 % | -1) |
| Ruhrglas GmbH, Essen | 8.755 | 100,00 % | Saint-Gobain Oberland AG | 100,00 % | -1) |
| Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO, Mineralnye Vody, Russland | 2.1463) | 93,55 % | Saint-Gobain Oberland AG | 65,14 % | -423) |
| Private JSC 'CONSUMERS-SKLO-ZORYA', Rivne Oblast, Ukraine | 4374) | 96,68 % | Saint-Gobain Oberland AG | 96,68 % | -434) |
| ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod, Kamyshin, Russland | 2.7423) | 95,51 % | Saint-Gobain Oberland AG | 95,51 % | 473) |
| ZAO STI, Mineralnye Vody, Russland | 43) | 100,00 % | Saint-Gobain Oberland AG | 100,00 % | -3) |
| II. Sonstige Beteiligungen und assoziierte Unternehmen |
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| GGA Gesellschaft für Glasrecycling und Abfallvermeidung mbH, Ravensburg | 1.7102) | 26,37 % | Saint-Gobain Oberland AG | 26,37 % | -1092) |
1)
Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.
2)
Angaben 2009.
3)
in Mio. RUB.
4)
in Mio. UAH.
Bad Wurzach, den 02. März 2011
Der Vorstand
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung
sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung der Saint-Gobain Oberland Aktiengesellschaft,
Bad Wurzach, und ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für
das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und
die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen
Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschafft. Unsere Aufgabe
ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über
den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut
der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten
und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung
der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten
Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender
Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse
über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der
Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen
der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems
sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend
auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten
Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die
Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind
der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere
Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht
der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht
in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von
der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
München, den 02. März 2011
KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Prof. Dr. Andrejewski Wirtschaftsprüfer |
Balk Wirtschaftsprüfer |
Der Vorstand schlägt vor, den ausgewiesenen Bilanzgewinn der Saint-Gobain Oberland
AG aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 in Höhe von 13.728.010,14 EUR wie folgt
zu verwenden:
Ausschüttung einer Dividende von 12,00 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie für
das abgelaufene Geschäftsjahr 2010, insgesamt 12.000.000,00 EUR, und einen Gewinnvortrag
auf neue Rechnung in Höhe von 1.728.010,14 EUR.
Die Dividende wird ab dem 20. Mai 2011 ausgezahlt.
Bad Wurzach, 01. März 2011
Saint-Gobain Oberland AG
Der Vorstand
| Stefan Jaenecke Vorsitzender |
Thomas Beyer Personal |
Wolfgang Brauck Vertrieb |
| Klaus J. Rudolph Finanzen |
Jorma Turpeinen Osteuropa |
Roland Unfried Technik |