Saint-Gobain Oberland Aktiengesellschaft

Bad Wurzach

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Geschäftsbericht 2014

Für unsere Aktionäre

Vorwort des Vorstands

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

in einem anhaltend äußerst anspruchsvollen Umfeld konnte die Saint-Gobain Oberland AG im Geschäftsjahr 2014 zwar operative Erfolge verzeichnen, war insgesamt jedoch stark durch die extreme geopolitische Entwicklung und Situation in der Ukraine und Russland beeinflusst. Die Beeinträchtigungen reichen sogar so weit, dass die Saint-Gobain Oberland AG erstmals in ihrer Unternehmensgeschichte - aufgrund der erneuten immensen Abschreibungen auf die osteuropäischen Beteiligungen - keine Dividende zahlen kann. Umgangssprachlich und drastisch ausgedrückt könnte man auch sagen: Die Politik hat uns das Ergebnis komplett verhagelt ...

Eine detaillierte Entwicklung des Geschäftsjahresverlaufs ist auf den folgenden Seiten dieses Berichts ausführlich dargestellt. An dieser Stelle möchten wir Ihnen einen Überblick über die Aktivitäten geben, die uns 2014 besonders wichtig waren.

In Deutschland war der Markt für Behälterglas stabil bis leicht steigend. Entsprechend dazu entwickelte sich auch die Saint-Gobain Oberland AG im Inland. Allerdings war dies sehr herausfordernd, da der Markt durch die zunehmenden Importe aus dem angrenzenden Ausland inhomogener und unübersichtlicher wird. In Osteuropa, d. h. in Russland und der Ukraine, war der Verpackungsglasmarkt 2014 stärker denn je von den anhaltenden politischen und wirtschaftlichen Spannungen geprägt. Zusätzlich wurde er durch den Rückgang alkoholischer Getränke beeinträchtigt. In den osteuropäischen Werken waren wir durch strukturelle und organisatorische Fortschritte jedoch 2014 auf einem guten Weg, wieder in nahezu ausgeglichene bis sogar teils positive Bereiche zu kommen. Restrukturierungsmaßnahmen und verbesserte Vertriebsaktivitäten haben gegriffen. Was die Zukunft bringt, bleibt allerdings angesichts der politischen Situation abzuwarten. Das Werk in der Ukraine unweit der westlichen Grenze liegt glücklicherweise strategisch günstig, um von den Unruhen nicht direkt betroffen zu sein.

In Deutschland konnten vor allem durch die Einführung neuer, innovativer Produkte die Marktanteile der Saint-Gobain Oberland AG konstant gehalten werden. Erfreulicherweise kann schon fast von einer Trendwende im Mineralwassersegment gesprochen werden: Immer mehr Mineralbrunnen füllen - zumindest ihre Premiumprodukte -wieder verstärkt in Glasflaschen ab. Marktstudien von renommierten Forschungsinstituten bestätigen diese Tendenz, die Saint-Gobain Oberland AG schon seit wenigen Jahren beobachtet. Dass auch Fruchtsafthersteller wieder vermehrt zu Glasflaschen greifen, bestätigt die Rückbesinnung der Verbraucher auf Glas als Getränkeverpackung. In diesen - wie in anderen - Segmenten zeigt sich, dass dabei die Differenzierung der Verpackung immer wichtiger wird, wodurch der Anteil neuer Produkte am Sortiment der Saint-Gobain Oberland AG steigt. Unser Portfoliomanagement ist ein fortlaufender Prozess, der Flexibilität und Kreativität erfordert. Um die Kundenwünsche entsprechend bedienen zu können, muss die gesamte interne Wertschöpfungskette permanent verbessert und flexibler bzw. effizienter gestaltet werden.

Daher hat die Saint-Gobain Oberland AG im vergangenen Jahr ganz überwiegend in Deutschland, aber auch in Osteuropa, wiederum in die Produktionsinfrastruktur investiert - sowohl monetär als auch Zeit und Arbeitsaufwand. In erster Linie wurden zur Verbesserung der Qualität und somit der Kundenzufriedenheit modernste Inspektionsmaschinen installiert und neue Lagerhallen gebaut. Im letzten Quartal haben wir im Werk Neuburg mit einer turnusmäßigen Wannenreparatur begonnen, die im ersten Quartal 2015 fertiggestellt sein wird.

Maßgeblich trug jedoch auch das ,Verallia Industrial Model' (VIM): ein Projekt zur Analyse und Optimierung sämtlicher Produktionsprozesse und -bereiche, - als Ergänzung des bestehenden Produktionssystems - zur Weiterentwicklung und Produktivitätssteigerung des Unternehmens bei. Gleichzeitig geht mit diesem Projekt auch eine Organisationsentwicklung einher, die die Führungskräfte weiterentwickelt und eine noch engere Zusammenarbeit der Abteilungen, Ebenen sowie Werke entstehen lässt. VIM wurde 2014 sehr erfolgreich am Standort Bad Wurzach gestartet und wird 2015 und 2016 in den anderen Werken fortgesetzt.

Der Konzernumsatz von Oberland ist mit einem Plus von rund 2 % im Berichtsjahr höher als im Vorjahr. Der segmentübergreifenden Absatzsteigerung wirken negative Preis- und Währungseffekte entgegen.

Das Konzernergebnis 2014 ist für Oberland insgesamt negativ. In Deutschland konnte zwar eine Verbesserung gegenüber den Vorjahreszahlen erzielt werden, der Ergebnisbeitrag der osteuropäischen Tochtergesellschaften ist jedoch nach wie vor deutlich negativ. Operativen Verbesserungen stehen hier hohe Wertberichtigungen, vorzunehmen nicht zuletzt aufgrund der schwierigen geopolitischen Situation, gegenüber.

Neben der ökonomischen Nachhaltigkeit beschäftigen wir uns im Bereich der Ökologie ganz intensiv mit dem Thema Energie. Wir streben mittels verbesserter Technologien danach, den Energieverbrauch kontinuierlich zu senken. Unter anderem gelingt uns dies auch durch höhere Einsatzmengen von Recyclingglas. Je besser dessen Qualität, desto mehr kann davon in der Schmelze wiederverwertet werden. Um die entsprechende Qualität zu bekommen, arbeiten wir eng mit unseren Lieferanten zusammen.

Auch bei der sozialen Nachhaltigkeit haben wir uns durch große Anstrengungen und engagierten Einsatz aller Mitarbeiter positiv weiterentwickelt. So hatten wir im gesamten Geschäftsjahr 2014 in Deutschland nur einen Arbeitsunfall zu verzeichnen und sind damit unserem Ziel dauerhaft "Null Unfälle" wieder ein Stück näher gekommen. Wir dürfen uns auf dem Erreichten jedoch nicht ausruhen, sondern müssen unermüdlich weiter am Ball bleiben. Ergänzend dazu beschäftigen wir uns mit vielen Gesundheitsthemen und immer mehr mit der Ergonomie am Arbeitsplatz. So haben wir als Vision für die kommenden Jahre das Prinzip "Max. 10 kg" ausgegeben. Das heißt, dieses maximale Gewicht von 10 kg sollten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter künftig höchstens heben. Für alles Schwerere soll es entsprechende Hebehilfen geben. Dadurch soll die körperliche Belastung reduziert werden.

Ferner sind 2014 einige Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie auf den Weg gebracht worden. Der zweite Zwischenbericht für das ,audit berufundfamilie' der Hertie-Stiftung, den wir zum Jahresende abgegeben haben, wurde von dieser sehr positiv beurteilt. Durch die hier eingeleiteten Maßnahmen und Angebote erhalten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer mehr Möglichkeiten und Unterstützung bei der Betreuung von Kindern oder kranker bzw. älterer Familienmitglieder.

Wohin führt der Weg der Saint-Gobain Oberland AG in den nächsten Monaten und Jahren? Wir haben uns Flexibilität und Effizienz auf die Agenda gesetzt. Um weiteres Wachstum zu generieren, beschäftigen wir uns intensiv mit den Wünschen unserer Kunden. Das Ziel, den besten Kundenservice unserer Branche zu bieten, um nachhaltig deren bevorzugter Partner für Verpackungen zu sein, ist nach wie vor Teil unserer Unternehmensphilosophie.

Die steigende Anzahl anspruchsvoller, gesundheits- und umweltorientierter Konsumenten kommt uns als Hersteller von qualitativ hochwertigen Glasverpackungen entgegen. So sehen wir in verschiedenen Bereichen gute Chancen, dass es eine "Renaissance" der Produkte in Glas geben kann. Unter anderem lässt uns die Entwicklung im Mineralwassersegment diesbezüglich zuversichtlich in die Zukunft blicken.

Als Innovationspartner für unsere Kunden aus der abfüllenden Getränke- und Lebensmittelindustrie können wir hierzu unseren Beitrag leisten. Dies stellen wir immer wieder durch unsere zunehmende Flexibilität und Kundennähe unter Beweis.

Die weitere Entwicklung der geopolitischen Situation in Osteuropa ist zum heutigen Zeitpunkt nicht absehbar. Sollte sich die Lage beruhigen und stabilisieren, sehen wir uns mit unseren Werken gut aufgestellt, denn auch in den schwierigen Zeiten haben wir uns um unsere Mitarbeiter, unsere Produktionsstätten und unsere Kunden gekümmert. Vor allem das Werk in der Ukraine hat sich in den vergangenen Monaten mit seiner zunehmend internationaleren Ausrichtung und der Orientierung in Richtung Premiumsegment in seiner Position gefestigt.

Ohne das große Engagement und die zahlreichen Ideen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Führungskräfte und Arbeitnehmervertreter aller Standorte wäre es nicht möglich gewesen, die operativen Ergebnisse 2014 zu erzielen. Dafür bedanken wir uns!

 

Für den Vorstand

Stefan Jaenecke, Vorstandsvorsitzender

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat den Vorstand im Geschäftsjahr 2014 umfassend beraten und sämtliche Aufgaben wahrgenommen, die ihm nach Gesetz, Satzung, Corporate Governance und Geschäftsordnung obliegen; hierzu hat er sich mit der Lage und den Perspektiven des Unternehmens befasst sowie die strategischen Maßnahmen intensiv mit dem Vorstand diskutiert. Das Aufsichtsgremium hat die Geschäftsführung des Vorstands gewissenhaft und regelmäßig kontrolliert. Es war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung eingebunden. Alle Beschlüsse fasste der Aufsichtsrat nach sorgfältiger Prüfung und kritischer Würdigung der entsprechenden Entscheidungsvorlagen. Hierzu wurde der Aufsichtsrat durch den Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Geschäftslage, die beabsichtigte Geschäftspolitik, grundsätzliche Fragen der Unternehmensstrategie und der künftigen Entwicklung des Unternehmens sowie der Risikolage bzw. des -managements informiert.

Darin eingeschlossen waren auch ausführliche Informationen zum Compliance-Management der Gesellschaft. Zur Beurteilung der Situation lagen dem Gremium stets rechtzeitig jeweils aussagekräftige und selbsterklärende Unterlagen des Vorstands vor, um den Vorstand beraten, fundierte Entscheidungen treffen sowie den Überwachungspflichten nachkommen zu können. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen stand bzw. steht der Vorsitzende des Aufsichtsrats laufend im Informationsaustausch mit dem Vorstand der Gesellschaft.

Das Aufsichtsgremium trat 2014 zu insgesamt vier ordentlichen Aufsichtsratssitzungen zusammen, die wie üblich quartalsweise als Präsenzsitzungen stattfanden. In diesen Sitzungen informierte der Vorstand jeweils ausführlich über den Geschäftsverlauf im abgelaufenen Teil des Jahres mit allen wesentlichen Kennzahlen sowie den Vorjahres- und Plan-/Budgetvergleichen. Es wurde stets die jeweilige aktuelle Situation der Saint-Gobain Oberland Gruppe einschließlich Markt- und Absatzlage besprochen, jeweils auch unter Einbeziehung der Geschäftsentwicklung der Tochtergesellschaften in Russland und der Ukraine sowie der GPS Glasproduktions-Service GmbH in Essen. Als weiterer - in allen Aufsichtsratssitzungen im Berichtszeitraum feststehender, regelmäßig wiederkehrender - Themenschwerpunkt wurde der Stand der Arbeitssicherheit behandelt. Abweichungen von zuvor berichteten Zielen wurden vom Vorstand unter Angabe von Gründen erläutert.

Über vorgenannte wiederkehrende Berichterstattung und Themen hinaus befasste sich der Aufsichtsrat im Rahmen der ordentlichen Sitzungen mit folgenden weiteren Themen:

Gegenstand der Sitzung vom 19. März 2014 war insbesondere die Erläuterung des Jahres- und Konzernabschlusses 2013 einschließlich des Berichts des Abschlussprüfers. Zudem wurde die Tagesordnung für die Hauptversammlung am 14. Mai 2014 behandelt. Ein weiteres Thema war der geplante Verkauf der Aktivität Behälterglas durch die Compagnie de Saint-Gobain.

Im Fokus der Aufsichtsratssitzung unmittelbar vor der Hauptversammlung am 14. Mai 2014 standen deren Vorbereitungen, wozu auch die Wahl des Vorsitzenden für den Fall der Bestätigung durch die Hauptversammlung zählte.

Am 24. September 2014 beschäftigte sich der Aufsichtsrat in seiner Sitzung neben den standardmäßig wiederkehrenden allgemeinen Berichtsschwerpunkten, mit dem Thema Compliance - einschließlich des regelmäßigen Berichts des Compliance-Officers.

In seiner Sitzung vom 11. Dezember 2014 befasste sich der Aufsichtsrat hauptsächlich mit der Strategie und somit der mittelfristigen Planung des Konzerns sowie dem Budget 2015. Ferner unterzeichneten die Vorsitzenden von Vorstand und Aufsichtsrat die aktualisierte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex, nachdem diese ausführlich beraten und anschließend verabschiedet wurde. Die im Kodex enthaltenen Empfehlungen und Anregungen wurden, soweit sie für die gute Unternehmensführung der Gesellschaft für relevant und praktikabel erachtet wurden, umgesetzt. Abweichungen von den Empfehlungen wurden erläutert. Die Entsprechenserklärung ist sowohl auf der Internetseite der Saint-Gobain Oberland AG dauerhaft zugänglich als auch in Geschäftsbericht auf Seite 16 veröffentlicht.

Ein weiterer Schwerpunkt dieser Sitzung war die aktuelle geopolitische Situation in Osteuropa. Vor allem die strategische Ausrichtung der Beteiligungen in Russland wurde ausführlich diskutiert.

Das Thema Interessenkonflikte wurde im Beisein der Vorstandsmitglieder erörtert. Interessenkonflikte zwischen den Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft haben sich im Geschäftsjahr 2014 nicht ergeben.

Kein Mitglied des Aufsichtsrats hat im Berichtsjahr an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen.

Es gibt wie in den Vorjahren innerhalb des Aufsichtsrats lediglich den Personalausschuss. Dieser setzte sich aus dem Vorsitzenden und dem stellvertretenden Vorsitzenden sowie Herrn Floris zusammen.

Bei der zukünftigen Zusammensetzung der Führungsgremien achtet der Aufsichtsrat weiterhin auf Vielfalt (Diversity). Bereits heute gilt, dass einige Mitglieder im Aufsichtsrat sowie alle Vorstände entweder über Auslandserfahrung verfügen oder aus europäischen Nachbarländern stammen.

Der vorliegende Jahresabschluss der Saint-Gobain Oberland AG wurde analog zu den Vorjahren nach den Vorschriften des Deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB), der Konzernabschluss der Saint-Gobain Oberland AG nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, die von der Hauptversammlung erneut zum Abschlussprüfer gewählt wurde, hat den Jahresabschluss der Saint-Gobain Oberland AG und den Konzernabschluss ebenso wie den zusammengefassten Lagebericht der Saint-Gobain Oberland AG und des Konzerns geprüft und hierzu jeweils den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Abschlussprüfer hat bestätigt, dass der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften entspricht. Die Abschlussunterlagen sowie die beiden Prüfungsberichte des Abschlussprüfers haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der den Jahresabschluss und Konzernabschluss feststellenden Sitzung am 18. März 2015 zur Prüfung vorgelegen.

Die entsprechenden Unterlagen wurden in der Bilanzsitzung mit den dort anwesenden verantwortlichen Wirtschaftsprüfern ausführlich diskutiert und hinterfragt. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu und billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Saint-Gobain Oberland AG sowie den Konzernabschluss der Saint-Gobain Oberland AG. Damit ist der Jahresabschluss der Saint-Gobain Oberland AG entsprechend § 172 Abs. 1 Satz 1 AktG festgestellt. Dem Lagebericht sowie den Ausführungen zur weiteren Entwicklung des Unternehmens schließen wir uns an. Der Vorstand hat im Lagebericht auf Seite 92 die Angaben gemäß § 289 HGB und § 315 HGB gemacht. Diese Erläuterungen wurden von uns geprüft.

Der Aufsichtsrat hat sich eingehend mit den den Jahresabschluss prägenden Abwertungen der osteuropäischen Beteiligungen befasst. Er hat sich die Umstände und Gründe der Notwendigkeit dieser Maßnahme umfassend und ausführlich vom Vorstand erläutern lassen. Nach eigener Prüfung und unter Berücksichtigung der entsprechenden Ergebnis- und Finanzlage des Unternehmens hat der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstands zugestimmt von einer Dividendenzahlung Abstand zu nehmen.

Nach wie vor hält die Saint-Gobain Emballage S.A. in Courbevoie/Frankreich auch im Berichtsjahr unverändert die Mehrheit der Saint-Gobain Oberland Aktien; ein Beherrschungsvertrag besteht nicht. Aus diesem Grund hat der Vorstand für das Geschäftsjahr 2014 gemäß § 312 AktG wieder einen Abhängigkeitsbericht vorgelegt. Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat hierzu nach § 313 AktG einen Prüfungsbericht erstellt. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk im Prüfungsbericht lautet wie folgt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind,

3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und den entsprechenden Prüfungsbericht gemäß § 314 AktG ebenfalls geprüft und erhebt nach dem abschließenden Ergebnis hierzu keine Einwände.

Seit dem 14. Mai 2014 gehört Herr Jean-Pierre Floris dem Aufsichtsrat der Saint-Gobain Oberland AG an. Er ist in dieser Funktion - wie auch als Präsident der Saint-Gobain Emballage S.A. - Nachfolger des Anfang 2014 verstorbenen Herrn Jérôme Fessard. Die Hauptversammlung hat Herrn Floris bis zum Ende der Wahlperiode des Aufsichtsrats gewählt, die mit der Hauptversammlung, die über den Jahresabschluss 2014 entscheidet, endet.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen der Saint-Gobain Oberland AG und aller Konzerngesellschaften für ihr gezeigtes Engagement und ihren geleisteten Beitrag im Geschäftsjahr 2014.

 

Bad Wurzach, im März 2015

Der Aufsichtsrat

Hartmut Fischer, Vorsitzender

Bericht zur Corporate Governance

Gute Corporate Governance ist nach Überzeugung des Vorstands und Aufsichtsrats der Saint-Gobain Oberland AG wesentlicher Bestandteil für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg. Die beiden Leitungsgremien haben sich daher auch im Geschäftsjahr 2014 gemeinsam damit befasst, die Unternehmensführung der Saint-Gobain Oberland AG weiter zu verbessern. Hierbei wird regelmäßig überprüft, ob gewährleistet ist, dass konzernweit sämtliche Gesetze, Regelwerke und Unternehmensrichtlinien eingehalten (Compliance) und anerkannte Standards und Empfehlungen sowie Werte des Unternehmens bzw. die Verhaltens- und Handlungsprinzipien befolgt werden. Der Deutsche Corporate Governance Kodex und seine Empfehlungen dienen als Richtlinie, denn eine gute Corporate Governance ist im Einklang mit unseren Werten wesentlicher Bestandteil des langfristigen Unternehmenserfolgs und daher fest in unserer Unternehmenskultur verankert. Sie wird von der Saint-Gobain Oberland AG im Sinne einer transparenten, verantwortungsvollen und wertorientierten Unternehmensführung mit angemessenem Risikomanagement verstanden. Darüber hinaus stärkt sie die Transparenz der Unternehmensinformationen und bekräftigt dadurch das Vertrauen der Anteilseigner sowie der Arbeitnehmer, Kunden, Lieferanten und anderer Geschäftspartner in das Unternehmen.

Vorstand und Aufsichtsrat der Saint-Gobain Oberland AG betrachten Corporate Governance als ein lebendiges System, das unternehmensintern kontinuierlich an neue Anforderungen angepasst und verbessert werden kann. Beide Organe haben sich daher auch im Berichtsjahr wiederum eingehend mit den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 24. Juni 2014 befasst und nach gründlicher, an den Interessen des Unternehmens und seiner Anteilseigner ausgerichteter Abwägung jeweils entschieden, inwieweit den Empfehlungen des Kodex entsprochen wird. Die Saint-Gobain Oberland AG setzt einen großen Teil der Empfehlungen und Anregungen um. Aufgrund der unternehmensspezifischen Gegebenheiten, insbesondere durch die Einbindung der Gesellschaft in den mit fast 97 % am Kapital beteiligten Saint-Gobain Konzern, der geringen Anzahl außenstehender Aktionäre und der dadurch bedingten geringeren finanzmarktlichen Orientierung des Unternehmens wird jedoch in einigen begründeten Ausnahmefällen von den Empfehlungen abgewichen.

Unternehmensleitung

Die Saint-Gobain Oberland AG wird - wie alle Aktiengesellschaften nach deutschem Recht - durch das duale Führungssystem aus Vorstand und Aufsichtsrat geleitet. Die Aufgabenteilung zwischen den beiden Organen richtet sich nach dem Aktiengesetz, der Satzung sowie den beiden Gremien jeweils eigenen Geschäftsordnungen.

Der Vorstand der Saint-Gobain Oberland AG leitet das Unternehmen und führt die Geschäfte der Gesellschaft. Ihm gehören derzeit neben dem Vorsitzenden drei weitere Mitglieder an, die vom Aufsichtsrat bestellt wurden. Die Zuständigkeiten und Verantwortungsbereiche sind nach funktionalen Kriterien verteilt und in einem Geschäftsverteilungsplan geregelt. Jedes einzelne Mitglied sowie der Vorstand als Gesamtorgan sind an das Unternehmensinteresse gebunden und der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswerts verpflichtet. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen.

Der Aufsichtsrat überwacht die Tätigkeit des Vorstands, berät ihn und bestimmt die strategische Ausrichtung des Konzerns, um somit den langfristigen Unternehmenserfolg zu sichern. Das Gremium ist nach dem Drittelbeteiligungsgesetz zusammengesetzt und besteht aus neun Mitgliedern. Drei Mitglieder sind als Vertreter der Arbeitnehmer bestellt, die anderen sechs - davon vier Vertreter des Mehrheitsaktionärs Saint-Gobain -repräsentieren die Anteilseigner. Zwei der von den Aktionären gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats sind als unabhängig im Sinne von Ziffer 5.4.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex anzusehen und einige Mitglieder verfügen über umfangreiche Auslandserfahrung. Bei den derzeitigen Mitgliedern des Aufsichtsrats bestehen keine Interessenkonflikte und im Geschäftsjahr 2014 traten ebenfalls keine auf. Bevor neue Personen für das Gremium vorgeschlagen werden, wird sichergestellt, dass auch diese keinen Interessenkonflikten ausgesetzt sein werden. Von Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden keine Beratungsleistungen gegen Honorar erbracht.

Die personelle Zusammensetzung der Gremien ist auf Seite 18 des Geschäftsberichts dargestellt. Kein Vorstandsmitglied hält Anteile am stimmberechtigten Kapital und lediglich ein Aufsichtsratsmitglied hält eine geringe Anzahl an Aktien der Saint-Gobain Oberland AG.

Weitere Informationen zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sind in der Erklärung zur Unternehmensführung, die auf der Internetseite veröffentlicht ist, enthalten.

Vielfalt (Diversity)

Die Saint-Gobain Oberland AG setzt die im Rahmen der Kodex-Änderungen eingeführten Bestimmungen zur Berücksichtigung von Frauen bei der Zusammensetzung des Vorstands und bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen um.

Vergütung

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder ist entsprechend den gesetzlichen Vorgaben im Konzernanhang ausgewiesen. Sie ist nach fixen und variablen Komponenten aufgeteilt und ist im Rahmen des zusammengefassten Lageberichts in diesem Geschäftsbericht auf Seite 93 zu finden. Zur Vermeidung einer doppelten Darstellung macht sich dieser Corporate-Governance-Bericht die Darstellung im zusammengefassten Lagebericht ausdrücklich zu eigen und verweist darauf. Die Hauptversammlung hat zuletzt 2011 beschlossen, dass die Vorstandsvergütung nicht individualisiert auszuweisen ist.

Die Vergütung des Aufsichtsrats in Gesamthöhe von 84.000 Euro wird durch die Satzung der Saint-Gobain Oberland AG wie folgt geregelt: Jedes Mitglied erhält neben dem Ersatz seiner Auslagen nach Ablauf des Geschäftsjahres eine feste Vergütung von 7.700 Euro p. a. Der Vorsitzende und sein Stellvertreter erhalten jeweils 14.900 Euro p. a.

Im Rahmen des Vergütungsberichts, auf Seite 94 dieses Geschäftsberichts, sind die Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder ebenfalls erläutert.

Die Saint-Gobain Oberland AG hat keine Aktienoptionspläne oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme aufgelegt, weder für Vorstandsmitglieder oder andere leitende Mitarbeiter noch für den Aufsichtsrat.

Es wurden weder von Mitgliedern des Aufsichtsrats noch von Mitgliedern des Vorstands sogenannte Directors' Dealings getätigt; d. h., es wurden keine Aktien der Saint-Gobain Oberland AG ge- oder verkauft.

Hauptversammlung

Die Aktionäre haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht in der Hauptversammlung selbst auszuüben oder dieses durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben zu lassen. Jede Aktie der Saint-Gobain Oberland AG gewährt eine Stimme. Zur Teilnahme an der Hauptversammlung sind diejenigen Aktionäre berechtigt, die den Besitz ihrer Aktien am sogenannten ,Record Day', dem gesetzlichen Stichtag, nachweisen können und sich nach den sich aus der Satzung des Unternehmens ergebenden Konditionen zur Teilnahme angemeldet haben.

Die letzte ordentliche Hauptversammlung der Saint-Gobain Oberland AG fand am 14. Mai 2014 in Bad Wurzach statt. Rund 200 Aktionäre und Aktionärsvertreter haben daran teilgenommen und ihr Stimmrecht ausgeübt. Die rechnerische Präsenz des Aktienkapitals lag bei 97,12 %. Darüber hinaus wurde von zusätzlichen 0,04 % des Kapitals die Möglichkeit zur Briefwahl genutzt. Alle Beschlussvorschläge von Aufsichtsrat und Vorstand - für die sieben zur Abstimmung gestellten Tagesordnungspunkte - wurden mit großer Mehrheit verabschiedet. Die detaillierten Ergebnisse veröffentlichten wir auf unserer Internetseite.

Für die Hauptversammlung 2014 konnten die Aktionäre und Depotbanken über den E-Mail-Service die Einladung zur Hauptversammlung wiederum auch auf elektronischem Weg (,elektronischer Versand') anfordern. Selbstverständlich gehen durch diese elektronische Zustellung keine Informationen verloren. Auch für die kommende Hauptversammlung wird den Anteilseignern dieser Service zur Verfügung stehen. Als Termin für die nächste Hauptversammlung, die ebenfalls wieder in Bad Wurzach stattfinden wird, ist der 12. Mai 2015 festgesetzt.

Transparenz und Information

Die Saint-Gobain Oberland AG legt Wert auf eine offene und transparente Unternehmenspolitik und Kommunikation. Daher werden auf der Internetseite des Unternehmens unter www.saint-gobain-oberland.de ebenso alle Presse- und Ad-hoc-Mitteilungen, alle regelmäßig erscheinenden Finanzberichte und Zwischenmitteilungen sowie sämtliche für die Hauptversammlung relevanten Unterlagen veröffentlicht.

Rechnungslegung und Abschlussprüfer

Der Konzernabschluss der Saint-Gobain Oberland AG zum 31. Dezember 2014 wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, der Jahresabschluss der Saint-Gobain Oberland AG für das Geschäftsjahr 2014 nach den Rechnungslegungsvorschriften des Deutschen Handelsgesetzbuches (HGB).

Die Hauptversammlung am 14. Mai 2014 ist dem Vorschlag des Aufsichtsrats gefolgt und hat die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2014 gewählt. Der Prüfungsauftrag wurde durch den Aufsichtsrat erteilt.

Compliance

Die Saint-Gobain Oberland AG übernimmt vollständig das Compliance-Programm, das für den Saint-Gobain Konzern erarbeitet und eingeführt wurde. Nähere Informationen hierzu finden Sie auch auf der Internetseite unter www.saint-gobain.com.

Entsprechenserklärung

Entsprechend § 161 AktG sind Vorstand und Aufsichtsrat einer börsennotierten Aktiengesellschaft verpflichtet, einmal jährlich eine Erklärung abzugeben, dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen wurde bzw. wird oder welche Empfehlungen ggf. nicht angewandt wurden oder werden; diese sind zu begründen.

In der Aufsichtsratssitzung im Dezember 2014 haben Vorstand und Aufsichtsrat der Saint-Gobain Oberland AG eine gemeinsame Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG in der Fassung vom 24. Juni 2014 verabschiedet. Sie ist im Originalwortlaut hier anschließend abgedruckt. Diese Erklärung und die Einhaltung der Empfehlungen wurden durch den Abschlussprüfer geprüft.

Entsprechenserklärung DER SAINT-GOBAIN OBERLAND AG 2014

Vorstand und Aufsichtsrat haben mit Beschluss vom 11. Dezember 2014 folgende Entsprechenserklärung nach § 161 AktG für das Geschäftsjahr 2014 abgegeben:

"Die Saint-Gobain Oberland AG hat den Empfehlungen der ,Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex' für das Geschäftsjahr 2014 in ihrer Fassung vom 13. Mai 2013 unter Maßgabe der Entsprechenserklärung vom 12. Dezember 2013 entsprochen und wird ihnen in der Fassung vom 24. Juni 2014 mit den nachfolgend aufgeführten Ausnahmen entsprechen* :

2.3.2 Ein Vertreter für die weisungsgebundene Ausübung des Stimmrechts der Aktionäre wurde und wird vor der Hauptversammlung nicht bestellt.

4.2.3 Als variable Vergütungskomponenten wurden und werden keine Aktien der Saint-Gobain Oberland AG ausgegeben. Eine nachträgliche Änderung von Erfolgszielen bei der variablen Vergütung von Vorstandsmitgliedern ist insoweit nicht ausgeschlossen, als unterjährig veränderten Umständen Rechnung getragen werden kann.

4.2.4 Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wurde und wird nicht individualisiert offengelegt.

4.2.5 Ein individualisierter Vergütungsbericht wurde und wird nicht erstellt.

5.3 Im Aufsichtsrat sind und werden außer dem Personalausschuss keine weiteren fachlichen Ausschüsse gebildet; ein Prüfungsausschuss bestand und besteht nicht.

5.4.1 Der Aufsichtsrat hat für seine Zusammensetzung keine konkreten Ziele benannt, die potenzielle Interessenkonflikte und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen.

5.4.6 Vorsitz und Mitgliedschaft in Ausschüssen wurden und werden bei der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder nicht berücksichtigt. Eine erfolgsorientierte Vergütung erhielten und erhalten die Aufsichtsratsmitglieder nicht.

7.1.2 Der Zwischenbericht zum 30. Juni 2014 wurde vom Vorstand vor Veröffentlichung nicht mit dem Aufsichtsrat erörtert.

7.1.3 Der Corporate-Governance-Bericht enthält keine Angaben zu Aktienoptionsprogrammen oder ähnlichen Anreizsystemen der Gesellschaft."

Die wesentlichen Gründe für die Nichtentsprechens-Tatbestände liegen in der geringen Anzahl außenstehender Aktionäre, der Einbindung der Gesellschaft in den Saint-Gobain Konzern und der dadurch bedingten geringen finanzmarktlichen Orientierung des Unternehmens.

Im Einzelnen führen folgende Gründe zur Nichtanwendung der vorgenannten Empfehlungen:

2.3.2 Die Bestellung eines Vertreters zur Stimmabgabe vor der Hauptversammlung ist angesichts der geringen Anzahl von Aktionären und des damit verbundenen Aufwands nicht sinnvoll.

4.2.3 Die Möglichkeit der Änderung von Erfolgszielen soll angesichts der schnellen Veränderungen in den Märkten nicht von vornherein ausgeschlossen werden. Neben der fixen und der variablen Vergütung können die Mitglieder des Vorstands am Aktiensparprogramm des Hauptaktionärs teilnehmen. Damit besteht ein Anreizsystem für langfristig orientiertes Handeln.

4.2.4 + 4.2.5 Die Hauptversammlung der Saint-Gobain Oberland AG hat am 19. Mai 2011 beschlossen, die Vergütung der Vorstandsmitglieder nicht individualisiert offenzulegen. Daher wurde und wird auch kein individualisierter Vergütungsbericht erstellt.

5.3 Die Bildung von weiteren Ausschüssen erscheint angesichts des überschaubaren Umfangs des Unternehmens und der Größe des Aufsichtsrats nicht erforderlich. Die vom Deutschen Corporate Governance Kodex einem Prüfungsausschuss zugewiesenen Aufgaben nimmt der Aufsichtsrat im Plenum wahr.

5.4.1 Der Aufsichtsrat hat eine Altersgrenze beschlossen und die Themen Interessenkonflikte und Vielfalt (Diversity) generell behandelt. Eine gesonderte konkrete Zielvereinbarung wurde hierzu nicht vorgesehen.

5.4.6 Eine gesonderte Vergütung der Ausschusstätigkeit sowie eine variable Vergütung sind satzungsmäßig nicht vorgesehen.

7.1.2 Eine Erörterung des Zwischenberichts zwischen Aufsichtsrat und Vorstand wird im Rahmen einer ordentlichen Aufsichtsratssitzung dann vorgenommen, sofern diese zeitlich vor der Veröffentlichung stattfindet. Eine rechtzeitige Vorabinformation war in jedem Fall sichergestellt.

7.1.3 Aktienoptionsprogramme oder ähnliche Anreizsysteme der Gesellschaft bestehen nicht.

Im Rahmen des Geschäftsberichts soll auch über die Corporate Governance der Gesellschaft berichtet werden.

 

Bad Wurzach, den 11. Dezember 2014

Für den Vorstand: Stefan Jaenecke Für den Aufsichtsrat: Hartmut Fischer

* Nummerierung gemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex

Organe der Gesellschaft

Vorstand

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Stefan Jaenecke Vertrieb und Osteuropa, Hamburg
Vorsitzender  
Thomas Beyer Personal, Bad Waldsee
Klaus J. Rudolph Finanzen, Bad Waldsee
Roland Unfried Technik, Bad Waldsee

Aufsichtsrat

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Hartmut Fischer Generaldelegierter für Mitteleuropa der Compagnie de Saint-Gobain, Hamburg
Vorsitzender  
Dieter Müller Betriebsrat, Essen
Stellvertretender Vorsitzender  
Dr. Hans-Peter Binder Direktor der Deutschen Bank AG i. R., Berg
Bernhard Dausend Betriebsrat, Neuburg an der Donau
Jérôme Fessard Präsident des Verwaltungsrats der Saint-Gobain Emballage S.A., Paris/Frankreich
(bis 24.01.2014)  
Jean-Pierre Floris Vorstandsvorsitzender Verallia S.A., Le Vésinet/Frankreich
(ab 14.05.2014)  
Dr. Werner Futter Rechtsanwalt, Reutlingen
Udo Glinka Betriebsrat, Bad Wurzach
Jean-Dominique Grégoire Finanzdirektor der Compagnie de Saint-Gobain, Zweigniederlassung Deutschland, Polleur-Theux/Belgien
Matthias Zenner Chefsyndikus der Compagnie de Saint-Gobain, Zweigniederlassung Deutschland, Aachen

Mitgliedschaften in weiteren gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien (zum 31.12.2014)

Aufsichtsrat

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Hartmut Fischer Vorsitzender des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN AUTOGLAS GmbH, Aachen
  Vorsitzender des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN Building Distribution Deutschland GmbH, Frankfurt am Main
  Vorsitzender des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN Glass Deutschland GmbH, Aachen
  Vorsitzender des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN ISOVER G+H Aktiengesellschaft, Ludwigshafen
  Vorsitzender des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN RIGIPS GmbH, Düsseldorf
  Vorsitzender des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN Weber GmbH, Düsseldorf
  Commissaris im Raad van Commissarissen SAINT-GOBAIN Construction Products Nederland B.V., Etten-Leur/Niederlande
  Commissaris im Raad van Commissarissen SAINT-GOBAIN Distribution The Netherlands B.V., Tilburg/Niederlande
Dr. Hans-Peter Binder Vorsitzender des Aufsichtsrats DIERIG HOLDING AG, Augsburg
  Vorsitzender des Aufsichtsrats FABER-CASTELL AG, Stein
  Mitglied des Aufsichtsrats A.W. FABER-CASTELL UNTERNEHMENSVERWALTUNG GmbH, Stein
Jean-Dominique Grégoire Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN AUTOGLAS GmbH, Aachen
  Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN Building Distribution Deutschland GmbH, Frankfurt am Main
  Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN GLASS Deutschland GmbH, Aachen
  Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN Weber GmbH, Düsseldorf
Matthias Zenner Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN AUTOGLAS GmbH, Aachen
  Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN Building Distribution Deutschland GmbH, Frankfurt am Main
  Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN ISOVER G+H Aktiengesellschaft, Ludwigshafen

Die anderen Mitglieder des Aufsichtsrats und die Mitglieder des Vorstands bekleiden keine Mandate und Positionen in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien.

Nachhaltigkeit

"Nur ein wirtschaftlich gesundes Unternehmen kann in Innovationen, Umweltverträglichkeit und soziales Engagement sowie in seine Mitarbeiter investieren."

Stefan Jaenecke, Vorstandsvorsitzender

Nachhaltigkeitsmanagement

Grundlage des Berichts

Die weltweite wirtschaftliche Entwicklung und das stetige Wachstum der Weltbevölkerung führen dazu, dass natürliche Vorräte knapp werden. Durch die Diskrepanz zwischen verfügbaren Ressourcen und den Bedürfnissen eines jeden einzelnen Menschen können sowohl die Umwelt als auch die Gesellschaft Schaden nehmen. Dies gilt es zu verhindern. Die Saint-Gobain Oberland AG als Teil des gesamten Saint-Gobain Konzerns ist sich ihrer Verantwortung gegenüber der Umwelt und Gesellschaft bewusst und strebt stets nach kontinuierlichen Verbesserungen der betrieblichen Abläufe und der Entwicklung von Innovationen, die sowohl die Umwelt schonen als auch die Wirtschaft vorantreiben.

Die Saint-Gobain Oberland AG verfolgt das Ziel, all ihre Entwicklungen zukunftsfähig zu gestalten, damit gegenwärtige Bedürfnisse befriedigt werden können, ohne nachkommende Generationen in ihrer Entwicklung zu gefährden.

Alle Strategien und Entwicklungen der Saint-Gobain Oberland AG bauen daher sowohl auf einer ökologischen, ökonomischen als auch auf einer sozialen Zielsetzung auf, die Mensch, Natur und industrielle Produktion nachhaltig in Einklang bringen will. Der folgende Bericht gibt einen detaillierten Überblick über alle Aktivitäten und Errungenschaften, die die Saint-Gobain Oberland AG auf dem Weg zu nachhaltigem Wirtschaften bereits umsetzt, sowie über die Herausforderungen, die das Unternehmen künftig zu bewältigen bestrebt ist.

Stakeholder-Dialog

Jedes Unternehmen befindet sich im stetigen Dialog mit einer Vielzahl von Interessengruppen, die sowohl intern als auch extern präsent und aktiv sind. Die wichtigsten Stakeholder der Saint-Gobain Oberland AG lassen sich wie folgt unterteilen:

Mitarbeiter

Kunden

Handel

Investoren und Verbände

Gesellschaft

Öffentliche Hand

Politik und Presse

Lieferanten

Der Erfolg der Saint-Gobain Oberland AG wird an der Zufriedenheit aller Stakeholder gemessen. Die Erwartungen und Bedürfnisse einer jeden Anspruchsgruppe zu erfassen und mit in die Wertschöpfungskette einfließen zu lassen, ist für alle Beteiligten von Vorteil.

So unterstützen alle Mitarbeiter der Saint-Gobain Oberland AG sowie Kunden, Handel und Investoren die kontinuierliche und zukunftsorientierte Planung unserer Unternehmensstrategie. Die Beziehungen zu unseren Stakeholdern können dabei nur aufrechterhalten werden, wenn ein täglicher Informationsaustausch zwischen allen Interessengruppen gewährleistet ist. Im Zentrum dieser Kommunikationsbemühungen steht die Erfassung gemeinsamer Ziele und Interessen, die für unsere Zukunftsplanung und den wirtschaftlichen Erfolg grundlegend sind.

Die Mitarbeiter der Saint-Gobain Oberland AG tragen täglich dazu bei, ein hohes Maß an Vertrauen zwischen allen Parteien aufzubauen, so dass ein aktiver Beitrag zur Gesundheit, Stabilität und Entwicklung unserer Gesellschaft geleistet werden kann.

Glas - der nachhaltige Werkstoff

Rohstoffe

Glas besteht fast ausschließlich aus den natürlichen Rohstoffen Quarzsand, Soda, Kalk und Dolomit, die reichhaltig in der Natur vorkommen. Dabei ist der wichtigste Bestandteil einer Glasverpackung heute Recyclingglas. Dadurch werden unsere endlichen Ressourcen geschont. Die Natürlichkeit der einzelnen Rohstoffe wirkt sich noch auf andere Weise positiv auf unsere Umwelt aus: So stellt eine achtlos weggeworfene Flasche keine Umweltbelastung dar.

Recycling

Glas ist zu 100 % ohne Qualitätsverlust recycelbar. Neue Glasflaschen bestehen heute durchschnittlich zu 60 % aus Recyclingglas. Bei grünem Glas werden sogar Anteile von bis zu 90 % erreicht. Dies spart nicht nur Primärrohstoffe. Die Zugabe von Recyclingglas führt auch zur Reduktion der Schmelzenergie.

Mehrwegfähigkeit

Der Einsatz von Glas-Mehrwegverpackungen ist ökologisch sowie ökonomisch sinnvoll und erfüllt in besonderem Maße das Ziel der Abfallvermeidung. So ist mit steigender Anzahl der Umläufe eine Reduktion des Packmitteleinsatzes, bezogen auf die abgefüllte Menge, verbunden. Dabei lassen sich Glas-Mehrwegflaschen bis zu 50-mal wiederbefüllen und sind im Durchschnitt bis zu sechs Jahre im Einsatz - Werte, die von keinem anderen Packmittel erreicht werden.

Gesundheit

Glas ist inert: Es gibt keine Inhaltsstoffe ab, die die Lebensmittelsicherheit und den Geschmack des Füllgutes negativ beeinträchtigen, und es nimmt auch keine Stoffe aus dem Inhalt, wie zum Beispiel Aroma- und Wirkstoffe, auf. Glas garantiert somit die Reinheit des Füllgutes und ist auch für sensible Produkte wie Babykost bestens geeignet.

Aufgrund der Inertheit ist Glas zudem der universelle und uneingeschränkte Werkstoff für Mehrwegbehälter, da selbst im Falle einer vorübergehenden Zweckentfremdung durch den Verbraucher keine negativen Auswirkungen auf die weitere Nutzung des Glasbehälters bestehen.

Durchschnittliche Rohstoffzusammensetzung*

* Bei Grünglas bis zu 90 % Recyclingglas, Quelle: Glasaktuell

Der ökologische Kreislauf von Glasverpackungen

Ökologische Nachhaltigkeit

"Saint-Gobain Oberland unternimmt große Anstrengungen im Sinne einer effizienten und umweltbewussten Produktion. Darüber hinaus fördern wir dauerhaft Initiativen, die diese Produktionspraktiken unterstützen und noch umweltfreundlichere Technologien vorantreiben."

Roland Unfried, Vorstand Technik

"Ökologische Nachhaltigkeit beschreibt die Zieldimension, die Artenvielfalt zu erhalten und den Klimaschutz zu fördern, damit Natur und Umwelt für die nachfolgenden Generationen erhalten bleiben." (Agenda 21, 2009)

Jedes Unternehmen greift unvermeidlich auf natürliche Ressourcen zurück. Die Saint-Gobain Oberland AG ist sich dieser Tatsache bewusst. Das Unternehmen ist daher schon seit langem bestrebt, den Verbrauch an Ressourcen auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren. Dabei unterliegt die gesamte Wertschöpfungskette, von der Annahme der Rohstoffe bis zur Auslieferung des fertigen Produktes, einer kontinuierlichen Betrachtung, um Einsparpotenziale zu ermitteln und entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

Die Strategie hinsichtlich der ökologischen Entwicklung von Saint-Gobain Oberland sieht dabei nicht allein die Reduktion von Ressourcen vor, sondern bezieht auch die Vermeidung unerwünschter Nebeneffekte, wie zum Beispiel Emissionen, mit ein. Bereits getroffene Maßnahmen konnten einen deutlichen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Weitere sind geplant.

Emissionsmanagement

Der Prozess der Glasschmelze hat auch zur Folge, dass Emissionen, wie zum Beispiel Kohlendioxid, in unsere Atmosphäre gelangen. Eine Reduzierung dieser Emissionen kann maßgeblich durch einen verringerten Energieeinsatz sowie eine optimierte Gemengezusammensetzung erreicht werden. Da die fossilen und damit Emissionen verursachenden Energieträger Erdgas und schweres Heizöl den größten Anteil bei der Produktion von Glasverpackungen einnehmen, wird der Verbrauchsreduzierung dieser Energieträger große Aufmerksamkeit geschenkt. Die größten Mengen an fossiler Energie werden zur Befeuerung der Schmelzwannen eingesetzt. Eine effektive Fahrweise der Wannen und eine laufende Anpassung des Energieträgermix, soweit technisch möglich, sind daher unabdingbar. Aber auch Energieeinsparinitiativen wie die Optimierung der Einstellung und Steuerung der Kühlöfen und die laufende Analyse der Kühlofenverbräuche sind wichtige Schritte, um Erdgas effektiv zu nutzen und somit die CO2 -Emissionen zu verringern. So entwickelte beispielsweise Saint-Gobain Oberland gemeinsam mit einer früheren Tochtergesellschaft eine neuartige Kühlofensteuerung, die die Energiezufuhr bedarfsgerechter regelt. Neben diesen und weiteren Aktivitäten trägt Glasrecycling schon seit Jahrzehnten dazu bei, den Energieeinsatz und damit die entstehenden Emissionen zu reduzieren. Darüber hinaus werden durch den Einsatz von Recyclingglas das anfallende allgemeine Müllaufkommen und der Einsatz von wertvollen Rohstoffen bei der Glasherstellung reduziert.

Ein weiteres großes Potenzial zur Energieeinsparung bieten die heißen Rauchgase der Schmelzwannen. Diese werden an allen Standorten von Saint-Gobain Oberland genutzt, um die Verbrennungsluft vorzuwärmen. Des Weiteren wird bereits an dem Standort Bad Wurzach die Energie der Rauchgase über einen Wärmetauscher genutzt, um Dampf zu erzeugen, der wiederum zur Stromerzeugung und zu Heizzwecken verwendet wird. Um dieses Potenzial an anderen Standorten umzusetzen, werden derzeit verschiedene konkrete Aktivitäten unternommen.

Gesamtenergieverbrauch und -management

Die Aufteilung der Energieträger, die zur Erzeugung von Glas benötigt werden, setzt sich bei der Saint-Gobain Oberland AG derzeit wie folgt zusammen: 80 % Erdgas und 20 % Strom. Ziel der Saint-Gobain Oberland AG ist es, diese Energie so effizient wie möglich einzusetzen. Dies trägt zum einen zur Reduzierung von schädlichen Umwelteinflüssen wie CO2 -Emissionen und anderen Luftschadstoffen bei, zum anderen ist Energieeffizienz ein Kernbestandteil wettbewerbsfähiger Produktion.

Zusätzlich zu den bereits erwähnten Maßnahmen werden in sogenannten Energieteams laufend Verbräuche analysiert, Einsparpotenziale ermittelt und vielfältige Maßnahmen umgesetzt. Dies betrifft nicht nur den Einsatz fossiler Rohstoffe, sondern auch die Verwendung elektrischer Energie, die bei der Behälterglasproduktion, zum Beispiel für die Drucklufterzeugung, eine große Rolle spielt.

Innovative Entwicklungen

Bereits Mitte der 80er Jahre war die damalige Oberland AG eines der ersten Unternehmen, die elektrostatische Filter zur Verringerung von Staub und Schwefelemissionen einsetzten. Auch wurden früh verschiedene Systeme zur Wasseraufbereitung und -wiederverwendung angewandt, so dass eine große Menge an Prozesswasser im Kreislauf gefahren und der Frischwasserbedarf auf ein Minimum reduziert werden konnte. Wie zuvor erwähnt, entsteht der größte Umwelteinfluss bei der Einschmelzung des Recyclingglases und der nötigen Rohstoffe für die Produktion qualitativ hochwertiger Glasverpackungen. Die Saint-Gobain Oberland AG ist deswegen zuversichtlich, durch neue, nachhaltige Energieträger auch in Zukunft einen Beitrag zu mehr Umweltbewusstsein leisten zu können. Dafür wurde innerhalb der gesamten Verpackungssparte des Saint-Gobain Konzerns eine Initiative ins Leben gerufen, die sich mit verschiedenen Energieträgern aus Biomasse auseinandersetzt.

Energieeinsparung 1970 bis heute = 80 %

Quelle: Fachvereinigung Behälterglasindustrie e. V.

Das Werk Bad Wurzach wird 2015 einen Langzeitversuch zur Verwendung von Biogas machen. Ziel ist es, den Ausstoß an fossilen CO2 -Emissionen damit deutlich zu senken.

Saint-Gobain Oberland arbeitet hierbei - wie in der gesamten Forschung und Entwicklung - sehr eng mit dem entsprechenden Bereich auf Spartenebene innerhalb des Konzerns zusammen.

Bei Innovationen geht es nicht nur um die Einführung neuer Technologien, sondern auch um die Entwicklung neuer Produkte. So werden unter dem Namen ECOVA (ECO = Ökologie/Öko-Design; VA = Wert) beispielsweise die grundsätzlichen Vorteile, die der Werkstoff Glas bietet, mit einer Reihe an werterhaltenden Maßnahmen vereint. ECOVA ist die innovative und nachhaltige Lösung für unsere Nahrungsmittel- und Getränkekunden, die eine wettbewerbsfähige und im besonderen Maße zur Wertschöpfung des Produktes beitragende attraktive Verpackung schätzen, die gleichzeitig den gesamtökologischen Einfluss ihres Produktes verringert. Die ECOVA-Product-Range ist unsere Spezialserie umweltfreundlicher Glasbehälter. Damit ist es uns gelungen, unter strikter und uneingeschränkter Beibehaltung der spezifischen technischen und ästhetischen Charakteristika der Glasverpackung deren Auswirkungen auf die Umwelt durch eine Gewichts- und Formoptimierung für die gesamte Supply-Chain weiter zu reduzieren.

Eine Optimierung hinsichtlich ökologischer Aspekte wird auch bei der Neuentwicklung von individuellen Glasverpackungen angewandt. Dass diese Maßnahmen erfolgreich sind, zeigen die Prämierungen der letzten Jahre. So wurden verschiedene Artikel, die die Saint-Gobain Oberland AG zusammen mit ihren Kunden entwickelt hat, mehrfach mit dem Mehrweg-Innovationspreis ausgezeichnet. Dieser Preis wird für herausragende Neuentwicklungen im Bereich umweltfreundliche Mehrwegsysteme durch die Deutsche Umwelthilfe und die Stiftung Initiative Mehrweg verliehen. Zu den Preisträgern gehört beispielsweise unser Kunde Bad Dürrheimer mit seiner materialsparenden und convenienten Glas-Mehrwegflasche.

Produktrecycling und Abfallproduktreduktion

Je höher die Recyclingrate, desto geringer ist der Verbrauch an Schmelzenergie. Da Glas zu 100 % recycelbar ist, verfolgt die Saint-Gobain Oberland AG das Ziel, 100 % des produzierten Glases nach Entsorgung durch den Endkonsumenten wieder einzusammeln und in die Produktion zurückzuführen. Auch die Filterstäube aus den Filteranlagen werden als Rohstoff im Produktionsprozess wiederverwendet. Bemerkenswert ist, dass die deutsche Glasindustrie schon 1972 begonnen hat, gebrauchtes Behälterglas systematisch zu sammeln und wiederzuverwerten. Die Wurzeln dieser Erfolgsgeschichte liegen in Bad Wurzach. Glascontainer sind heute für jeden selbstverständlich und überall einfach zugänglich. Optimiert wird die Sammlung durch die strikte Trennung in die drei Farben Weiß, Braun und Grün.

Am Standort Bad Wurzach kann durch die Aufbereitung von Recyclingglas seit Jahrzehnten der Umwelteinfluss von Glasverpackungen reduziert werden. Über 2 Millionen Tonnen Recyclingglas verwertet die deutsche Behälterglasindustrie jährlich. 154.000 Tonnen wurden 2014 hierbei durch die Aufbereitungsanlage in Bad Wurzach dank neuester Technik sortiert, gereinigt, gerüttelt, zerkleinert und schließlich größtenteils mit in die Produktion der Saint-Gobain Oberland AG eingebracht.

Transportwesen und Logistikmanagement

Die Saint-Gobain Oberland AG hat sich einer nachhaltigen Logistik verschrieben, die sich durch einen reduzierten Einsatz von Ressourcen und durch eine Vermeidung von transportbedingten Verlusten auszeichnet.

Transportverpackung

Auch bei der gebräuchlichsten Transportverpackung der Saint-Gobain Oberland AG wird sowohl der ökonomische als auch der ökologische Gedanke weiterverfolgt. So bestehen die Zwischenlagen einer Palette aus Kunststoffplatten, die in einem Mehrwegsystem viele Male wiederverwendet werden können. Zudem sind die zu 100 % recycelbaren Einschrumpffolien exakt an die zu erwartenden Transportbelastungen angepasst und bieten daher eine optimale Stabilität bei möglichst geringem Materialeinsatz.

Verladeservice

Zeit ist Geld. Diesem Leitsatz hat sich die Saint-Gobain Oberland AG auch bei der Beladung von Lastwagen verschrieben, die zu unseren Werken kommen, um dort die fertige Ware abzuholen. So wird die Abfertigung an unseren Standorten kontinuierlich geprüft und optimiert, so dass wir in den letzten Jahren eine Reduktion der Standzeiten von bis zu 30 % erreichen konnten.

Optimierter Auslastungsgrad der Lagerhallen

Eine gute Logistik zeichnet sich auch durch eine optimale Nutzung der vorhandenen Ressourcen aus. So wurde im Falle unserer Lagerhallen durch die Einführung angepasster Lagerstrategien ein deutlich höherer Auslastungsgrad erreicht. Die Lagerung der Fertigwaren im Freien konnte somit reduziert werden.

Liefertreue

Die Kunden der Saint-Gobain Oberland AG können sich auf eine termingerechte Lieferung ihrer bestellten Ware verlassen. So wird der bestätigte Wunschtermin in 99,9 % aller Fälle eingehalten.

Minimierung von Transportschäden

Unsachgemäße Transportbedingungen können zu einer Beschädigung der Ware führen. Um das Risiko eines transportbedingten Schadens zu minimieren, müssen seit 2008 alle Lastwagen, die in unseren Werken beladen werden, dem Anforderungsprofil in Bezug auf Ladungssicherung gemäß DEKRA entsprechen.

Bahnanlieferung

Im Werk Bad Wurzach werden die Rohstoffe Sand und Soda per Bahn angeliefert. Seit August 2012 noch umweltfreundlicher: Die neu eingesetzte Lokomotive fährt mit 100 % Biodiesel und spart somit bis zu 70 % CO2 ein.

Ziele für die Zukunft und ökologische Herausforderungen

Das Streben nach Entlastung der Umwelt und die damit einhergehende konsequente Umsetzung von Umweltprogrammen sind wichtige Werte in der Unternehmenskultur der Saint-Gobain Oberland AG. Die Einhaltung der rechtlichen Verpflichtungen, Normen und Richtlinien bildet das Fundament für die ständige Verbesserung unserer Produkte und Prozesse sowie des Umweltschutzes. Zu den wichtigsten Zielen für die Zukunft zählt auch weiterhin, Energie einzusparen, Abfallaufkommen und Wasserverbrauch zu verringern sowie Emissionen zu reduzieren.

Ökonomische Nachhaltigkeit

"Mit der erfolgreichen Herstellung unserer qualitativ hochwertigen Glasverpackungen streben wir an, nachhaltig der bevorzugte Partner unserer Kunden sowie aller anderen Geschäftspartner zu sein. Dies wollen wir auf Basis der nachhaltigen Nutzung sämtlicher Ressourcen erreichen."

Klaus J. Rudolph, Vorstand Finanzen

"Ökonomische Nachhaltigkeit beschreibt die Formung eines intakten ökonomischen, sozialen und ökologischen Systems, das dauerhaft betrieben werden kann, ohne die Möglichkeit nachfolgender Generationen zu gefährden, ihre Bedürfnisse zu befriedigen." (Agenda 21, 2009)

Einführung

Ohne ein verantwortungsvolles Handeln in der Wirtschaft kann Nachhaltigkeit in der Vielzahl ihrer Facetten nicht erreicht werden. Wer im gegenwärtigen Wettbewerb dauerhaft den Wohlstand seines Unternehmens, seiner Mitarbeiter und der Gesellschaft erhalten will, muss einer Ausbeutung wirtschaftlicher Ressourcen entgegenwirken. Erst dieser Schritt ermöglicht es einem jeden Unternehmen, auch ökologisch und sozial nachhaltig zu agieren. Die Saint-Gobain Oberland AG verfolgt somit das Ziel, ihren wirtschaftlichen Erfolg weiter auszubauen, um Investitionen in die Entwicklung ökologisch und sozial nachhaltiger Praktiken weiter vornehmen zu können. Ein wichtiger Schritt hierbei ist, Nachhaltigkeit in ihren drei Dimensionen als eine Einheit anzusehen, damit nachhaltige Entwicklungen aktiv gefördert und in die Tat umgesetzt werden können. Im Folgenden sollen die Punkte näher erläutert werden, die innerhalb des Bereichs der ökonomischen Nachhaltigkeit eine hohe Priorität genießen.

Qualitätssicherung und Produktionsoptimierung

Qualitätssicherung

Die Qualität der Artikel der Saint-Gobain Oberland AG befindet sich auf einem sehr hohen Niveau und wird durch entsprechende Maßnahmen kontinuierlich gesteigert. Zielgerichtete Investitionen führten in den vergangenen Jahren zur Festlegung einer Vielzahl an Standards, die dem Kunden ein hohes Maß an Sicherheit bieten. Die Saint-Gobain Oberland AG wurde in den vergangenen Jahren unter anderem auf folgenden Gebieten erfolgreich zertifiziert:

ISO 9001 (Qualitätsmanagement)

ISO 14001 (Umweltmanagement)

FSSC 22000 (Lebensmittelsicherheit)

ISO 50001 (Energiemanagement)

HACCP (Hygienemanagement)

BRC/IoP (Lebensmittelsicherheit und Hygienemanagement bei Verpackungsmaterial, nur Neuburg)

EMAS (Umweltmanagement, nur Bad Wurzach)

OHRIS (Arbeitsschutz und Anlagensicherheit, nur Neuburg)

OHSAS 18001 (Arbeits- und Gesundheitsschutz)

Entsorgungsfachbetrieb nach EfbV (Abteilung Scherbenaufbereitung, Bad Wurzach)

Produktionsoptimierung

Das tiefe Verständnis des komplexen Glasherstellungsprozesses ist die Basis für dessen Optimierung. Die Saint-Gobain Oberland AG folgt diesem Grundsatz und hat daher für alle relevanten Teilprozesse entsprechende Sensoriksysteme eingeführt. Die so gewonnenen Informationen werden direkt für konkrete Optimierungen genutzt. Dabei gilt das Ziel, ein Höchstmaß an Effizienz zu erreichen bei gleichzeitig geringem Einsatz von Ressourcen.

Kundenservice Innovationscenter

Das Innovationscenter von Saint-Gobain Oberland in Bad Wurzach ist einzigartig in Deutschland. Kernstück ist der intensive Austausch aller an einem Innovationsprojekt Beteiligten. Kunde, Designer, Marketing-Spezialisten, Konstrukteure und Techniker setzen sich gemeinsam an einen Tisch, um Lösungen zu erarbeiten, die gleichermaßen attraktiv wie praktisch sind. Sowohl für Projektmeetings als auch für Kreativ-Workshops steht neben klassischen Handskizzen ein leistungsfähiges CAD-System zur Verfügung, auf dem die ersten Vorstellungen in Skizzen und Modellen festgehalten werden. Ausgewählte Entwürfe können anschließend in Form von realitätsnahen Renderings, eDrawings, handgefertigten Modellen mittels 3D-Scanners in das CAD übertragen und anschließend mit dem 3D-Drucker als Muster ausgegeben werden. Was bislang nur als Idee existierte, kann nun realistisch gezeigt werden und erlaubt dem Kunden ein zeitnahes Eingreifen, wo Lösungen noch nicht stimmig sind. Der ganzheitliche Blick ermöglicht ein Höchstmaß an Effizienz bei der Ausführung der Projekte - Zeit und Geld werden gespart.

Komplettlösungen

Das Angebot der Saint-Gobain Oberland AG geht über den reinen Glasbehälter hinaus. So können zusätzlich No-Label-Etiketten aufgebracht werden. Für Lochmundflaschen ist eine Verbügelung möglich. Zudem bekommen Kunden auf Wunsch die Flaschen bereits in Kisten für den Endverbrauch angeliefert. Die unmittelbare Nähe zu einem Kistenhersteller beim Werk in Bad Wurzach bringt hier logistische Vorteile.

Logistikservice

Die Auswirkungen von Form, Größe und Gewicht einer Glasverpackung auf deren logistische Eignung (wie zum Beispiel Paletten- und LKW-Nutzung) werden bereits in einem frühen Stadium des Entwicklungsprozesses berücksichtigt. Mit spezieller Software für die Endverpackungsoptimierung und in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden werden Neuentwicklungen auch nach ökonomischen Gesichtspunkten gestaltet.

Technischer Kundenservice

Die Betreuung durch Saint-Gobain Oberland endet nicht am Werkstor, sondern reicht bis in den Produktionsablauf beim Kunden hinein. Aus der eigenen Erfahrung mit einem komplexen Maschinenpark hat sich ein qualifizierter technischer Kundenservice entwickelt. Dieser berät und unterstützt den Kunden auch vor Ort, damit sich sowohl die bereits vorhandenen Glasbehälter optimal auf den Anlagen des Kunden verhalten als auch die neuen Glasbehälter sich reibungslos in den Abfüllprozess einfügen.

Schulungsprogramme

Die Weiterbildung unserer Mitarbeiter steht neben der Gewährleistung eines sicheren Arbeitsplatzes im Zentrum der Bemühungen der Saint-Gobain Oberland AG und repräsentiert somit einen wichtigen Teil unserer Unternehmenspolitik. Ermutigung, Sensibilisierung und Schulung sind Schlüsselfaktoren, damit jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter einen wertvollen Beitrag zur kontinuierlichen Verbesserung des eigenen Arbeitsumfelds und der Arbeit im Team leisten kann. Im Sinne unserer strategischen Personalentwicklung werden Fortbildungsbudgets und -schwerpunkte durch das eingeführte Bildungscontrolling geplant, damit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den folgenden Bereichen weitergebildet werden können:

Grundlagen der Weiterbildungsplanung (Beispiele)

Präsentationstechnik

Konfliktmanagement

Rhetorik

Moderationstechnik

Bereiche der Weiterbildungsplanung

EHS (EHS-Auditor, Betreiberpflichten)

Fachwissen

Methodenkompetenz (Kommunikation, Selbstmanagement)

Führungskompetenz ("New Managers", Operational Management)

Sprachen

IT-Seminare

Meister- und andere weiterführende Ausbildungen (Fachwirte etc.)

Weitere Angebote umfassen Kennenlernprogramme für die Verpackungssparte des Saint-Gobain Konzerns oder die Delegation für Mittel- und Nordeuropa der Compagnie de Saint-Gobain. Fortbildungsprogramme stehen allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Saint-Gobain Oberland AG zur Verfügung, abhängig von den Anforderungen an ihre aktuelle Position und ihren Vorkenntnissen. Die Qualifikation unserer Mitarbeiter stellt somit die Kernkompetenz der Saint-Gobain Oberland AG dar, die es zu fördern gilt. Die Wirksamkeit der Fördermaßnahmen wird auf verschiedenen Ebenen gemessen: Beurteilungsbögen unmittelbar nach der Veranstaltung geben Aufschluss über die Qualität des Seminars und der Organisation. Die Beurteilung der Wirksamkeit erfolgt rund sechs Monate nach dem Seminar und erfasst den Lerntransfer in die Praxis. Die Wirksamkeit von Weiterbildungsmaßnahmen wird auch in den Jahresgesprächen diskutiert.

Ziele für die Zukunft und ökonomische Herausforderungen

Die Saint-Gobain Oberland AG ist daran interessiert, Jahr für Jahr so viel Ertrag zu erwirtschaften, dass sie langfristig Arbeitsplätze sichern kann und stets in der Lage ist, die notwendigen Investitionen zu tätigen, um die Produktionsstätten auf dem technisch aktuellsten Stand zu halten. Gleichzeitig sollen auch die Stake- sowie Shareholder langfristig am Unternehmenserfolg beteiligt werden. Damit dies gewährleistet werden kann, ist der verantwortliche Umgang mit Risiken schon jetzt sowie auch für die Zukunft ein wichtiges Thema. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens zielt auf attraktive Märkte und die Konzentration auf unsere Kernkompetenzen.

Hierzu ist es wichtig, Innovationen innerhalb des Unternehmensverbundes zu fördern. Dies tun wir bereits und wir sehen das verantwortungsbewusste Handeln im Wettbewerb auch weiterhin als unser Ziel an.

Soziale Nachhaltigkeit

"Wir sehen in unseren Mitarbeitern das Potenzial für die Zukunft. Daher schützen wir nicht nur ihre Gesundheit durch ausgeprägte Arbeitssicherheitsmaßnahmen und ein betriebliches Gesundheitsmanagement, sondern fördern auch ihre Leistungsfähigkeit und ihre Qualifikationen. Umfassende berufliche Erstausbildung sowie konstante Weiterbildung zur Erhaltung eines stets aktuellen Kenntnisstandes sind hierfür ebenso unverzichtbar wie die Förderung von Teamfähigkeit und Führungskompetenzen."

Thomas Beyer, Vorstand Personal

"Soziale Nachhaltigkeit versteht die Entwicklung der Gesellschaft als einen Weg, der Partizipation für alle Mitglieder einer Gemeinschaft ermöglicht. Dies umfasst einen Ausgleich sozialer Kräfte mit dem Ziel, eine auf Dauer zukunftsfähige, lebenswerte Gesellschaft zu erreichen." (Agenda 21, 2009)

Eine Orientierung an sozialer Nachhaltigkeit bedeutet, dass jeder einzelne Mensch seinen Beitrag zu einer zukunftsfähigen und lebenswerten Gesellschaft leisten kann und auch sollte. Mit dem Einfluss und der wirtschaftlichen Größe wächst auch die Verantwortung, die ein jeder seinen Mitmenschen gegenüber wahrzunehmen hat. Die Saint-Gobain Oberland AG ist sich ihrer Pflicht bewusst und empfindet einen Weg zu mehr Nachhaltigkeit als Chance, einen sozialen Beitrag zu leisten, der sowohl die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Saint-Gobain Oberland AG als auch die Gesellschaft nachhaltig begünstigt.

Die Mitarbeiter spielen hierbei die wichtigste Rolle, da sie als Motor und Herzstück den Erfolg des gesamten Unternehmens gewährleisten und bestimmen. Sie zu achten, zu schützen und zu fördern ist somit eine der zentralen Aufgaben, die sich die Saint-Gobain Oberland AG neben sozialen Engagements gesetzt hat. Gesundheit, Sicherheit, Weiterbildung und Verhalten eines jeden Mitarbeiters bilden die Grundlage für soziale Nachhaltigkeit im Unternehmen.

Gesundheitsmanagement

Egal ob an der Maschine oder im Büro, jede Arbeit beansprucht den Körper und Geist auf unterschiedlichste Art und Weise. Da auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Saint-Gobain Oberland AG verschiedenen Beanspruchungen ausgesetzt sind, wurden die folgenden drei Standards entwickelt, die die Gesundheit aller Mitarbeiter schützen sollen:

NOS (Noise Standard)

TAS (Toxic Agent Standard)

PLM (Posture/Lifting/Movement Standard)

NOS und TAS dienen der Identifizierung, Auswertung und Kontrolle von Lärmquellen bzw. Gefahrstoffen am Arbeitsplatz. Für beide potenziellen Beeinträchtigungen werden Risikobeurteilungen erstellt, um Prioritäten für Verbesserungs- und Vorsorgehandlungen zu definieren.

Hinter dem Begriff PLM verbirgt sich eine gezielte Bewertung der ergonomischen Belastung und der Umgebungseinflüsse für die Tätigkeiten im Unternehmen. Hierzu zählen Heben und Tragen von Lasten, Beleuchtungseinflüsse, Berücksichtigung von Alter und Geschlecht. Diese Bewertungen erfolgen nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin und geben zielgenaue Verbesserungsansätze an.

Unsere Ziele zur Ergonomie werden in der neuen Vision "MAX 10 KG" ausgedrückt. Langfristiges Ziel ist, für alle schweren Lasten, bereits ab 10 kg, technische Lösungen zu entwickeln, so dass ein manuelles Heben und Tragen nicht mehr erforderlich ist.

5S-Methode

2005 wurde die 5S-Methode zur Arbeitsorganisation eingeführt, die durch die 5 Bausteine Sortieren, Systematisieren, Säubern, Standardisieren und Selbstdisziplin nicht nur die Produktion verbessert, sondern auch die Sicherheit am Arbeitsplatz steigert.

Aktionen zur Gesundheitsförderung

Seit 2006 werden an den Standorten mit Unterstützung von und in Zusammenarbeit mit Krankenkassen ergonomische Arbeitsplatzberatung und Ergonomieschulungen durchgeführt, die Mitarbeiter aus allen Bereichen auf die langfristigen Folgen einer nicht optimalen ergonomischen Arbeitsweise hinweisen und Wege zur Verminderung körperlicher Belastungen aufzeigen. In den Werken Bad Wurzach und Wirges sind aus diesen Schulungen Mitarbeiter hervorgegangen, die sich zu "Ergo-Scouts" haben ausbilden lassen. Sie sind permanente Ansprechpartner für ihre Kollegen bei der täglichen Arbeit. Darüber hinaus entwickelt das Balance-Team in Wirges ständig neue Gesundheitsaktionen und etablierte ein Balance-Menü in der Betriebskantine. Diese Aktionen und Projekte trugen vor allem dazu bei, dass der Standort Wirges vom TÜV Saarland und von der AOK mit dem Siegel und Titel "Gesundes Unternehmen" ausgezeichnet wurde.

Arbeitssicherheit

Bei Saint-Gobain Oberland wird der Erhaltung der körperlichen Unversehrtheit sämtlicher beschäftigter Mitarbeiter uneingeschränkte Priorität eingeräumt. "Target Zero" - null Arbeitsunfälle - ist ein Grundwert.

Auszeichnungen des Unternehmens im Bereich der sozialen Nachhaltigkeit

Auf dem Fundament von vier bei allen Tätigkeiten einzuhaltenden Grundregeln, einem umfangreichen Satz von Sicherheitsstandards zu speziellen Tätigkeiten und den tätigkeitsbezogenen Gefährdungsbeurteilungen, schließen sich die im Folgenden kurz beschriebenen Sicherheitsinitiativen an, die die Kultur der Saint-Gobain Oberland AG prägen.

TF5 ist die Kennziffer für die Häufigkeit entdeckter unsicherer Situationen. Die Identifizierung, Klassifizierung und Behebung solcher potenziell gefährlichen Situationen verringert das Eintreten wirklicher Unfälle, die unter Umständen zu zeitweiser Arbeitsunfähigkeit führen. Folglich wird so die Sicherheit eines jeden Saint-Gobain Oberland Mitarbeiters aktiv und vorsorgend gefördert.

Sogenannte SMATs (Safety Management Talk) dienen dazu, Mitarbeiter für sicheres Verhalten zu sensibilisieren. Hierzu findet zwischen Vorgesetztem und Mitarbeiter ein Gespräch auf Augenhöhe über gerade ausgeführte Tätigkeiten statt, bei dem es um gute Verhaltensweisen und um die Vermeidung von Risiken bei der Tätigkeit geht.

BBS steht für "Behaviour Based Safety" oder für ein Sicherheitsprogramm, das auf das Verhalten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abzielt. Fehler, die nicht mehr technisch vermeidbar sind, werden so durch ein gestärktes Sicherheitsbewusstsein angegangen.

Als Weiterentwicklung hat sich hieraus BBQ ("Behaviour Based Quality") entwickelt, das mit derselben Herangehensweise den Qualitätsgedanken aufgreift.

Des Weiteren treffen sich die Teams beim Schichtwechsel zu einem täglichen Sicherheitsmeeting, um Anweisungen weiterzuleiten und Sicherheitsthemen zu besprechen. Diese Vorgehensweise wurde unter dem Begriff "Safety Minute" in der ganzen Gruppe eingeführt. Die meisten Arbeitsunfälle treten ein, wenn außerplanmäßig ein Fehler behoben werden muss. Da nutzt es wenig, Gefährdungsbeurteilungen zu perfektionieren. "Außerplanmäßig" heißt, dass eben Unvorhergesehenes geschieht. Und da hilft nur eines: "kurz innehalten, nachdenken." Unter dem Begriff "Nimm zwei" wurde so eine Sicherheitsmethode eingeführt, die Mitarbeiter vor einem Reparatureinsatz dazu anregen soll, zwei Minuten zu überlegen: Welche Risiken bestehen? Wie kann ich mich schützen? Sie werden so dazu angehalten, nach dem Prinzip des eigenständigen Handelns Verantwortung zu übernehmen. Mündliche und visuelle Kommunikation, ein Konzept, das alle Mitarbeiter einbindet, Fortbildungen, Risikoanalysen am Arbeitsplatz, Unfallanalysen und die zuvor beschriebenen Sicherheitsinitiativen sollen dazu beitragen, jeden Arbeitsplatz bei Saint-Gobain Oberland so sicher wie möglich zu gestalten. Aktionen wie der EHS-Tag, der regelmäßig alle zwei Jahre stattfindet, geben Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Saint-Gobain Oberland zusätzlich die Chance, noch mehr über Arbeitssicherheit zu erfahren. Darüber hinaus beginnt jedes Meeting auch außerhalb des Produktionsbereichs ebenfalls mit der Diskussion des momentanen Arbeitssicherheitsstatus. Hierdurch wird gewährleistet, dass der Sicherheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu jeder Zeit höchste Priorität eingeräumt wird.

Weiterbildung und Förderung

Die Gesellschaft wandelt sich rasant und ebenso verändern sich die ökonomischen Rahmenbedingungen. Deshalb ist es wichtig, unser Unternehmen proaktiv weiterzuentwickeln. Hierzu gehört ganz wesentlich die Qualifikation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, so dass jeder einen wertvollen Beitrag zur kontinuierlichen Verbesserung des eigenen Arbeitsumfelds leisten kann. Dies konnte unter anderem auch durch die Einführung von "Best Practices" erreicht werden. Dabei geht es darum,

unmissverständliche, klar definierte Zielvorgaben zu erreichen,

in täglichen Zusammenkünften zu Beginn jeder Schicht mögliche Probleme zu besprechen,

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter technisch fortzubilden,

durch ein spezielles Vorschlagswesen jedem die Möglichkeit zu geben, seine Ideen für Optimierungen innerhalb des Teams einzubringen.

Das im letzten Punkt aufgeführte Vorschlagswesen wurde in der ganzen Saint-Gobain Oberland Gruppe unter dem Namen "i-pool" (Ideen-Pool) eingeführt. Mit i-pool haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Saint-Gobain Oberland seit Jahren ein praktisches Mittel, eigene Vorschläge noch schneller und direkter in die Tat umzusetzen. Mittlerweile ist das Ideenmanagement auf Erfolgskurs - mit knapp 550 eingereichten Ideen im Jahr und Verbesserungen im Wert von mehreren Hunderttausend Euro.

Verhaltenskodex und Handlungsprinzipien

Unternehmensleitung und Mitarbeiter von Saint-Gobain Oberland haben gemeinsam - über die gängigen und allgemein verbreiteten Verhaltens- und Handlungsprinzipien (Berufliches Engagement, Respekt gegenüber Anderen, Integrität, Loyalität, Solidarität; Achtung der Gesetze, der Umwelt, der Gesundheit und Arbeitssicherheit sowie der Mitarbeiterrechte) hinaus - einen weiter greifenden Verhaltens- und Führungskodex entwickelt. Dieser enthält entsprechend ihren Wertvorstellungen bestimmte Grundsätze zum Umgang miteinander sowie unter anderem Regeln zur Erreichbarkeit in der Freizeit.

In regelmäßigen Abständen werden diese Prinzipien durch entsprechende Aktionen gefestigt. Sie sind zudem Bestandteil von Zielvereinbarungsgesprächen.

Social Audits

Dass die Saint-Gobain Oberland AG hinsichtlich sozialer Nachhaltigkeit gut aufgestellt ist, haben die Social Audits, die an allen Standorten durchgeführt und positiv beschieden wurden, gezeigt.

,audit berufundfamilie'

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird als fester Bestandteil der Unternehmenskultur von Saint-Gobain Oberland etabliert. Um die Balance zwischen betrieblichen und individuellen Interessen zu fördern und sich als familienbewusster Arbeitgeber positionieren zu können, hat sich das Unternehmen dem ,audit berufundfamilie' unterzogen. Hierbei werden unter anderem Arbeitszeitmodelle betrachtet und Maßnahmen erarbeitet, die die Mitarbeiter bei der Kinderbetreuung oder der Pflege kranker bzw. älterer Angehöriger unterstützen. Zwischenzeitlich wurden auch Führungskräfte in diesen Themen geschult, um ihre Mitarbeiter informieren und beraten zu können. Ende 2012 erhielt Saint-Gobain Oberland das Zertifikat, das von der Hertie-Stiftung verliehen und nach drei Jahren re-auditiert wird. 2013 und 2014 konnten bereits eine Vielzahl an Maßnahmen eingeleitet und umgesetzt werden, so dass mittlerweile zwei Zwischenberichte abgegeben und sehr positiv bestätigt werden konnten.

Soziales Engagement

Auch über die Saint-Gobain Oberland AG hinaus wird soziales Engagement gelebt. So werden zum Beispiel Studenten in Zusammenarbeit mit der Technischen Fachhochschule Berlin, der Hochschule der Medien Stuttgart und der Fachhochschule Geisenheim aktiv gefördert und darin geschult, welche Möglichkeiten Glas als Verpackungsstoff bietet. Zusätzlich ermöglicht der sogenannte Girls' Day wissbegierigen Mädchen in den Werken Einblicke in technische Ausbildungsberufe. Ein weiteres soziales Programm ist das Angebot von privaten Kfz-Versicherungen und von Pensionssparkonten der "Hamburger Pensionskasse", die allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als Zusatzabsicherung im Rentenalter dienen können.

Ziele für die Zukunft und soziale Herausforderungen

Die Gesundheit der Mitarbeiter steht bei der Saint-Gobain Oberland AG wie im gesamten Saint-Gobain Konzern weiterhin im Vordergrund. Wir betrachten unsere Mitarbeiter als unser Potenzial für die Zukunft. Daher arbeiten wir an kontinuierlichen Verbesserungen interner Arbeitsprozesse und der Motivation der Mitarbeiter. Hierzu zählen auch eine faire Entlohnung sowie die Ausbildung junger Menschen, die uns sehr am Herzen liegt. Außerhalb des Unternehmens engagiert sich die Saint-Gobain Oberland AG überwiegend in der Jugendarbeit: Zum einen im Bereich Begabtenförderung für Schüler, um diese frühzeitig für Technik zu begeistern; zum anderen sollen speziell Jugendliche mit Migrationshintergrund durch Sprachtrainings sowie andere -den Bildungsprozess begleitende - Maßnahmen künftig noch mehr bei ihrer Integration in die Gesellschaft unterstützt werden.

Lagebericht und Konzernlagebericht FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2014

Lagebericht und Konzernlagebericht DER SAINT-GOBAIN OBERLAND AG 2014

Der Lagebericht für Konzern (Oberland) und AG ist zusammengefasst. Der Konzernabschluss der Saint-Gobain Oberland AG wurde für das Geschäftsjahr 2014 nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Einzelabschluss der Saint-Gobain Oberland AG wurde nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) erstellt.

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

Unternehmensstruktur

Die Saint-Gobain Oberland AG ist seit dem Jahr 1998 zu 96,7 % im Besitz der Compagnie de Saint-Gobain, Courbevoie/Frankreich. Hauptsitz des Saint-Gobain Oberland Konzerns ist Bad Wurzach.

Die Aktionärsstruktur der Saint-Gobain Oberland AG hat sich im Berichtsjahr nicht verändert. Demzufolge hält die Saint-Gobain Emballage S.A., Courbevoie/Frankreich, auch im Jahr 2014 96,7 % der Anteile am Grundkapital in Höhe von 26,0 Mio. Euro. 3,3 % des Grundkapitals sind weiterhin im Streubesitz von Privatanlegern. Die Saint-Gobain Oberland AG ist auch 2014 im General Standard gelistet und wird im Regulierten Markt in Frankfurt, Stuttgart und München gehandelt.

Zum Konzern gehören vier deutsche Produktionsstätten. Diese befinden sich in Bad Wurzach, Neuburg an der Donau, Essen und Wirges im Westerwald. Weitere Standorte von Oberland sind die Werke Kavminsteklo in Mineralnye Vody und Kamyshin bei Wolgograd in Russland sowie das Werk Zorya in Rivne, Ukraine.

Im April 2010 hat die Verpackungssparte der Saint-Gobain Gruppe die Marke Verallia eingeführt. Diese umfasst die gesamten industriellen Aktivitäten des Bereichs Glasverpackungen - Flaschen und Konservengläser - in einer schlagkräftigen internationalen Einheit und ist einer der Weltmarktführer auf den Premiummärkten Wein, Sekt, Spirituosen und Lebensmittel.

Mithilfe der Marke Verallia soll insbesondere die Transparenz der internationalen Verpackungssparte von Saint-Gobain gegenüber ihren Märkten, ihren Kunden, ihrem Produktionsnetzwerk und dem regionalen wirtschaftlichen Umfeld gesteigert werden. Verallia zeichnet sich durch die Stärke eines weltweiten Produktions- und Vertriebsnetzwerks sowie die Kundennähe mit Produktions- und Vertriebsstandorten vor Ort bei Kunden und Geschäftspartnern aus.

Die Saint-Gobain Gruppe möchte mit Verallia nicht nur ihre Kompetenz vermitteln, sondern gleichzeitig auch ihr Innovationsvermögen demonstrieren und ihr Ansehen als Referenz in den Bereichen der Glasverpackung und der nachhaltigen Entwicklung behaupten.

Die Marke Verallia hat den hohen Anspruch, immer umweltfreundlichere, in allen Bereichen nachhaltige und beliebig oft recycelbare Glasverpackungen anzubieten, die den wertvollen Inhalt aufwerten, die Qualität der Getränke und Lebensmittel schützen und damit zum Wohlbefinden der weltweiten Verbraucher beitragen.

Die Firmenbezeichnungen der Gesellschaften der Verpackungssparte sind durch die Einführung der Marke unverändert geblieben.

Die Compagnie de Saint-Gobain hat mit der Gründung ihrer 100%igen Tochtergesellschaft Verallia S.A. im Jahr 2011 die Grundlage für deren geplanten Börsengang geschaffen. Letzterer wurde aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen durch die Finanz- und Schuldenkrise am 21. Juni 2011 im letzten Moment bis auf weiteres verschoben und bislang nicht durchgeführt. Im Januar 2013 hat die Compagnie de Saint-Gobain ein Kaufangebot seitens eines Wettbewerbers für das Verallia Nordamerika-Geschäft angenommen, welches im April 2014 nach Zustimmung der US-amerikanischen Kartellbehörden abgewickelt wurde. Am 8. Dezember 2014 veröffentlichte die Compagnie de Saint-Gobain ihre Absicht, nun auch den restlichen Anteil von Verallia in einem Bieterverfahren zum Verkauf zu stellen. Das formale Bieterverfahren wird auf Basis der Ergebnisse des zweiten Halbjahres 2014 durchgeführt. Ziel ist es, sich nach Anhörung der zuständigen Gremien bis zum Sommer 2015 mit einem Käufer zu einigen.

Dieser Schritt beeinträchtigt derzeit weder Oberland noch unsere Kunden und wir werden unabhängig von dieser Entwicklung unverändert an unserer Strategie festhalten und unsere angestammten Märkte bedienen: Wir wollen nachhaltig der bevorzugte Verpackungspartner für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie sein.

Unsere Kunden werden uns an unserer Leistung messen und deshalb werden wir alles daransetzen, sie auch weiterhin zeitgerecht und in verlässlich hoher Qualität zu angemessenen Preisen zu beliefern.

Deutschland

In Deutschland gehört die Saint-Gobain Oberland AG zu den führenden Herstellern für Behälterglas. Es werden Flaschen und Konservengläser produziert, mit denen die Hersteller sowohl der Getränke- als auch der Nahrungsmittelindustrie im In- und angrenzenden Ausland beliefert werden. Das Unternehmen möchte mit der Marke Verallia als der bevorzugte Verpackungspartner für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie wahrgenommen werden. Klare Voraussetzungen hierfür sind herausragende Leistungen in Qualität, Kundenservice und innovative Entwicklungen. Diese sollen durch vorbildliche Arbeitssicherheit, moderne Mitarbeiterführung sowie die nachhaltige Nutzung sämtlicher Ressourcen erreicht werden.

Das Produktportfolio der Saint-Gobain Oberland AG ist mit den Getränkebereichen Wein/Sekt, Bier, alkoholfreie Getränke und Spirituosen sowie dem breiten Segment Lebensmittel weiter gut aufgestellt und deshalb ausgesprochen markt- und wettbewerbsfähig. Den strategischen Schwerpunkt bilden die Bereiche, in denen Glasverpackungen ganz besonders als Verpackungsart geeignet sind.

Russland

ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod hat sich spezialisiert auf die Produktion von Weißglas und Weitmundgläsern. Besonderes Hauptaugenmerk liegt hierbei auf der Erfüllung anspruchsvoller Spezifikationen seitens der Kunden. Die Hauptkunden von ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod sind sowohl Händler von Glasbehältern für die Lebensmittelindustrie als auch nationale Direktkunden und multinationale Kunden.

Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO ist ein Glashersteller für hauptsächlich im Süden von Russland und in angrenzenden Staaten angesiedelte Betreiber großer Wasserquellen und Weinberge für die Wein- und Sektproduktion. Seit 2011 verfügt Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO über die Möglichkeit, die Farben Grün, Weiß und Oliv für das gesamte Portfolio im Mineralwasser-, Wein-, Sekt-, Bier-, Spirituosen- und inzwischen auch Glas für den Pharmabereich anzubieten.

Ukraine

Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' produziert qualitativ hochwertige Weißglasflaschen und -gläser überwiegend für den Premiumbereich. Zusätzlich wurden 2014 grüne Artikel in das Portfolio aufgenommen. Das Werk in Zorya beliefert Großkunden in der Ukraine sowie im Exportmarkt und hat sich mit seinen innovativen Produkten zu einem wichtigen Anbieter vor allem in Polen und zunehmend auch in anderen osteuropäischen Märkten entwickelt.

Unternehmenssteuerung

Das Steuerungssystem bei Oberland ist darauf ausgerichtet, den Konzern bei der Erreichung seiner Ziele zu unterstützen. Ein Kernelement stellt die Unternehmensplanung dar. Über einen Zeitraum von fünf Jahren werden in diesem Prozess alle wesentlichen Faktoren des Konzerns geplant. Ergänzend kommt ein jährlicher Budgetprozess hinzu. In vierteljährlichen Abständen erfolgt eine Aktualisierung gemäß der aktuellen Geschäftsentwicklung. Ein monatliches Berichtswesen informiert zudem über den aktuellen Geschäftsverlauf, bildet eine weitere Grundlage für Entscheidungen und ermöglicht ein zeitnahes Reagieren und Gegensteuern bei unerwünschten Entwicklungen.

Die Steuerung des Konzerns wird durch ausgewählte Kennzahlen unterstützt. Es werden sowohl finanzielle als auch nichtfinanzielle Indikatoren herangezogen. Diese werden im Rahmen der regelmäßigen Berichterstattung überwacht und unterliegen einer ständigen Optimierung.

Als bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren dienen bei Oberland der Umsatz und das Operative Ergebnis (EBIT) nach IFRS, jeweils sowohl auf Konzern- als auch Segmentebene. Ergänzend dazu zeigt die Umsatzrendite, die den prozentualen Anteil des Ergebnisses vor Ertragsteuern am Umsatz errechnet, die Profitabilität innerhalb einer Berichtsperiode an. Zur Steuerung werden weiterhin der Return on Investment (ROI), der Cashflow aus operativer Tätigkeit, die Eigenkapitalquote sowie die Investitionen verwendet. Diese finanziellen Kenngrößen werden im Rahmen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dargestellt. Ihre Entwicklung kann zudem der 10-Jahres-Übersicht im Geschäftsbericht entnommen werden.

Im nichtfinanziellen Bereich ist vor allem das Thema Arbeitssicherheit relevant und als bedeutsam definiert. Der Gesundheits- und Arbeitsschutz bildet das zentrale Fundament der Sicherheitspolitik von Oberland, dessen Entwicklung kontinuierlich verfolgt wird. Aus diesem Grund wird hierzu ein spezieller Indikator (TF2) berechnet, der den Stand der Arbeitsunfälle mit Arbeitszeitausfall und medizinischer Versorgung aufzeigt. Im nichtfinanziellen Bereich wird außerdem die Anzahl der neuen Produkte als Kenngröße für die Innovationskraft des Unternehmens herangezogen. Zudem nimmt das Thema Energie, vor dem Hintergrund des Gesamtenergieverbrauchs, immer bedeutenderen Raum ein.

WIRTSCHAFTSBERICHT

Wirtschaftliches Umfeld

Global

Die Weltkonjunktur entwickelte sich im Berichtsjahr weiter positiv, wobei sie deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb. Dies ist im Wesentlichen auf die relative Konjunkturschwäche des Euroraums im Verhältnis zu den anderen europäischen Nationen und ein im Vergleich zum Vorjahr verhaltenes Wachstum der Schwellenländer zurückzuführen. Der Euroraum kam 2014 erstmals wieder aus der Rezession, wenn auch die Heterogenität zwischen den Mitgliedstaaten nach wie vor vorhanden ist und sich die Werte für 2014 insgesamt immer noch in einem niedrigen Bereich befinden.

Deutschland

Im europäischen Vergleich ist Deutschland mit einem BIP von + 1,2 % weiterhin recht robust, auch wenn die Konjunktur nach einem überraschend guten Start in das Jahr 2014 in den letzten beiden Quartalen einen deutlichen Dämpfer erhalten hat. Neben den geopolitischen Risiken dürften hierbei die nicht weiter steigenden privaten Konsumausgaben sowie eine niedrige Dynamik des Euroraumes eine Rolle gespielt haben, und das trotz einer weiter reduzierten Arbeitslosenquote und einer gleichzeitig weiter steigenden Anzahl sozialversicherungspflichtig Beschäftigter.

Russland

Die russische Wirtschaft wurde 2014 stark geschwächt, wodurch das Wirtschaftswachstum auf nahezu null zurückging. Gestiegene geopolitische Risiken, ein Umfeld neuer politischer Unsicherheit und die verhängten Sanktionen hatten einen besonders negativen Einfluss auf die ökonomischen Aktivitäten des Landes. Dies führte zu einer erhöhten Volatilität auf dem Devisenmarkt und letztlich zu einer signifikanten Abwertung der nationalen Währung. Der Zugang der Banken und nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften zu den internationalen Finanzmärkten war beschränkt. Ebenso bestand ein gedämpftes Vertrauen der Wirtschaft sowie der Verbraucher in die Wachstumsprognosen. Der schwache Rubel und das Einfuhrverbot für Lebensmittel trieben die Verbraucherpreise im November und Dezember 2014 weiter nach oben. Die Inflationsrate erhöhte sich auf ca. 9 %, was die höchste Rate seit Juni 2011 darstellt.

Der Wechselkurs im Jahr 2014 bewegte sich im Vergleich zum Vorjahr auf einem deutlich höheren Niveau, mit drastischem Anstieg zum Jahresende und leichter Erholung in den letzten Dezembertagen. Zum 31. Dezember 2014 erreichte er einen Schlusswert von 72,34 Rubel/Euro. Der Jahresverlauf lässt sich der folgenden Tabelle entnehmen:

WECHSELKURS RUBEL/EURO

Ukraine

Das allgemeine politische und wirtschaftliche Umfeld blieb 2014 weiterhin sehr unsicher. Bedingt durch den Konflikt mit Russland ging die ukrainische Wirtschaft in 2014 um etwa 8 % zurück. Die Gefechte zwischen dem ukrainischen Militär und pro-russischen Separatisten im Osten des Landes haben weiterhin negative Auswirkungen auf die Industrie, die ohnehin schon geschwächt ist. Ein besonders starker Abschwung wurde in den umkämpften Regionen Luhansk und Donezk verzeichnet, wo sich eigentlich ein industrieller Schwerpunkt der Ukraine befindet. Starke Einbrüche verzeichneten die Branchen Bergbau, das verarbeitende Gewerbe sowie die Energieversorgung.

Die ukrainische Währung verlor in 2014 deutlich an Wert. So verzeichnete der Wechselkurs Griwna/Euro seit Jahresbeginn einen kontinuierlichen Anstieg.

Der Schlusswert im Dezember beträgt 19,19 Griwna/Euro. Im Folgenden der Kurs im Jahresverlauf 2014:

WECHSELKURS GRIWNA/EURO

Geschäftsverlauf

Das vergangene Geschäftsjahr verhalf der deutschen Behälterglasbranche mit einer Zunahme des Absatzes von mehr als 2 % sowie leicht steigenden Produktionsvolumen zu einem anhaltenden Aufwärtstrend. Dies wird nahezu gleichermaßen durch einen positiven Verlauf des Inlands- sowie des Exportabsatzes getragen. Das lange, milde Frühjahr und die damit verbundene überdurchschnittliche Ernte, insbesondere für Obst- und Gemüsesorten, bzw. ein höherer Getränkekonsum führten zu positiven Impulsen im Lebensmittel- und Getränkebereich.

Dennoch leidet das gesamte Biersegment trotz des sehr guten ersten Halbjahres mit warmem Wetter und der Weltmeisterschaft insgesamt betrachtet weiterhin unter dem allgemeinen Konsumrückgang in Deutschland, welcher sich speziell im zweiten Halbjahr bemerkbar machte. Deshalb fokussieren sich deutsche Brauereien verstärkt auf Produkte wie Fassbrause, alkoholfreie Biere und Biermixgetränke sowie ihre Exportaktivitäten. Diese Faktoren beeinflussten den Absatz von Bierflaschen im In- und Ausland entsprechend positiv. Zudem hält der Trend zur Individualisierung der Bierflaschen an, was sich ebenso auf die Absatzentwicklung auswirkte und auch vermutlich weiter auswirken wird.

Im Wein- und Sektbereich ist eine zunehmende Tendenz hin zu Sektmischgetränken und Sekt mit wenig oder ganz ohne Alkohol zu beobachten, die diesen Markt belebt und den rückgängigen Konsum der klassischen Wein- und Sektsorten kompensieren kann.

In einem mengenmäßig nahezu stabilen Marktumfeld kamen im Lebensmittelbereich Impulse vor allem durch die gute Ernte, die sich im Wesentlichen im Absatz von Obst-, Gemüse- und Sauerkonserven widerspiegelte und welche die leichten Rückgänge aus den anderen Segmenten ausgeglichen hat.

Auf dieser Basis konnten die Umsatzwerte des Vorjahres bei Oberland auch 2014 für das Deutschlandgeschäft erhöht werden. Die Wannenbaumaßnahmen zum Ende des Berichtsjahres in Neuburg ermöglichten eine kundenorientierte Steuerung des Lagerbestandes. Die Produktion ist gegenüber dem Vorjahr um 1,5 % gestiegen.

Die Innovationsrate des Vorjahres wurde weiter gesteigert. Speziell die Produkt- und Serviceinnovationen standen dabei im Fokus. Damit unterstreichen wir nicht nur die Innovationskraft von Oberland, sondern auch unsere absolute Kundennähe.

Der Behälterglasmarkt in Europa ist insgesamt angesichts der anhaltenden Wirtschafts- und Finanzkrise derzeit eher von einem ausgeglichenen Verhältnis von Angebot und Nachfrage nach Glas bestimmt. Auch wenn dadurch mögliche Forderungen von Kunden nach niedrigen Preisen laut werden, so zeigt sich gerade in diesen Zeiten die Wichtigkeit von verlässlicher Produktqualität, Lieferfähigkeit, Kundennähe und Innovationskraft. Da die Kunden ihre eigenen Vorräte aus verschiedenen Gründen auf das Mindestmaß reduziert haben, helfen unsere stabilen internen Prozesse selbst in einem noch intensiveren Markt- und Wettbewerbsumfeld, Engpässe zu vermeiden. Damit können wir uns weiter als bevorzugter Partner unserer Kunden behaupten. Die Verfügbarkeit von Recyclingglas, das in der Glasindustrie als nachhaltiger Rohstoff bei der Produktion eingesetzt wird, bleibt fortwährend kritisch. Hier erweist sich die Ende 2007 vom Kartellamt bewirkte Auflösung der Gesellschaft für Glasrecycling und Abfallvermeidung mbH (GGA) nach wie vor als Erschwernis für die Versorgung mit Recyclingglas. Trotz der daraus resultierenden reduzierten Qualität von Recyclingglas konnte die Einsatzquote im Geschäftsjahr auf einem hohen Niveau gehalten werden, was die Nachhaltigkeit des Werkstoffes Glas wiederholt deutlich macht.

Grundsätzlich sind die Geschäftsentwicklung und die Lage 2014 für das Deutschlandgeschäft annähernd so günstig zu beurteilen wie im Vorjahreszeitraum. Das Osteuropageschäft verzeichnete in Russland operativ sogar Verbesserungen im Vergleich zum Vorjahr. In der Ukraine trägt unsere Exportorientierung zu einer Stabilisierung bei, so dass wir dort kumuliert keine wesentlichen Veränderungen zum Vorjahr haben. Die Perspektiven für Oberland sind positiv einzuschätzen, wobei wir die politischen Auseinandersetzungen in der Ukraine mit Aufmerksamkeit verfolgen.

KAPITALMARKT

Die Saint-Gobain Oberland AG ist im General Standard gelistet und wird im Regulierten Markt in Frankfurt, Stuttgart und München gehandelt.

KENNZAHLEN ZUR SAINT-GOBAIN OBERLAND AKTIE (KURS FRANKFURT)

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EUR 2014 2013 2012 2011 2010
Konzernergebnis je Aktie - 4,97 5,25 - 2,40 19,47 26,96
Jahresergebnis AG je Aktie - 57,50 12,43 22,76 23,68 12,03
Dividende je Aktie 0,00* 12,40 22,50 23,50 12,00
Börsenkurs am 31.12. 373,59 428,16 424,99 424,00 420,01
Höchstkurs 457,89 451,00 444,00 459,90 464,00
Tiefstkurs 354,17 415,00 395,00 381,00 395,00

* Dividendenvorschlag

Im folgenden Diagramm wird der Kursverlauf abgebildet. Insgesamt wurde 2014 in Frankfurt nur ein Volumen von 1.483 Stück (Vorjahr: 1.646 Stück) gehandelt. Dieses niedrige Handelsvolumen begründet sich durch den geringen Minderheitsanteil von nur 3,3 % bzw. rund 33.000 Aktien, die sich im Streubesitz befinden. Die niedrige Anzahl gehandelter Aktien deutet darauf hin, dass Anleger die Saint-Gobain Oberland Aktie als langfristige Anlage betrachten.

KURSHISTORIE SAINT-GOBAIN OBERLAND AG, 2014, BÖRSENPLATZ FRANKFURT

ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

Ertragslage

Umsatzentwicklung

Konzern

Der Konzernumsatz bei Oberland konnte um 2,5 % von 520,7 Mio. Euro auf 533,7 Mio. Euro erhöht werden. Zurückzuführen ist dies auf eine Mengensteigerung in Höhe von 5,6 %. Insbesondere negative Währungseffekte wirkten dem entgegen.

Der Gesamtabsatz des deutschen Behälterglasmarkts erhöhte sich um 2 %. Die Saint-Gobain Oberland AG konnte sogar eine Absatzsteigerung im Inland von 2,4 % erzielen. Analog dazu lag auch der Export um 2,9 % höher. Dies sowie die höheren Umsatzerlöse der GPS Glasproduktions-Service GmbH bewirkten im Segment Deutschland einen Umsatzanstieg von 395,2 Mio. Euro auf 413,6 Mio. Euro.

In Russland stieg der Umsatz um 0,9 % von 81,2 Mio. Euro auf 81,9 Mio. Euro. In erster Linie ist dies auf um 19,0 % höhere Absatzmengen zurückzuführen. Damit konnten sogar die deutlich negativen Währungseffekte als Folge des Rubel-Verfalls kompensiert werden. Nach wie vor ist das Marktumfeld insbesondere vor dem unsicheren politischen Hintergrund jedoch als schwierig zu bezeichnen. Generell war der russische Behälterglasmarkt weiterhin durch signifikante Überkapazitäten geprägt.

In der Ukraine verringerte sich der Umsatz im Vorjahresvergleich um 13,6 % auf 38,2 Mio. Euro. Zurückzuführen ist dies hauptsächlich auf die signifikante Abschwächung der Griwna, denn die Absatzmenge liegt demgegenüber leicht über Vorjahr.

Der im Vergleich zum Vorjahr höhere Konzernumsatz liegt unter unserer im Geschäftsbericht 2013 dargestellten Erwartung einer Umsatzsteigerung zwischen 5 % und 10 %. Während die Umsatzziele in Deutschland mit einem Anstieg um 4,6 % praktisch erreicht wurden, wurden die Prognosen für Russland und die Ukraine deutlich verfehlt. Während man auch in Russland mit einer Steigerung um 0,9 % den erwarteten Anstieg zwischen 5 % und 10% nicht erreichte, liegt die Ukraine mit - 13,6 % sogar klar unter der prognostizierten Erhöhung um bis zu 5 %. Sowohl in Russland als auch in der Ukraine sind die Prognosediskrepanzen vollumfänglich der negativen Wechselkursentwicklung der jeweiligen Landeswährung im Vergleich zum Euro zuzuordnen. Hätten sich diese in etwa auf dem Endniveau des Vorjahres gehalten, wären die Prognosen für 2014 aus dem Geschäftsbericht 2013 sogar übertroffen worden.

AG

In der AG entwickelte sich der Umsatz positiv. Nach 387,2 Mio. Euro im Vorjahr stieg er im Berichtsjahr auf 394,2 Mio. Euro. Das ist eine Erhöhung von 7,0 Mio. Euro oder 1,8 %. Der prozentual noch höheren mengenmäßigen Absatzsteigerung stehen moderate Preissenkungen gegenüber, die den Kunden aufgrund der günstigeren Energiekosten eingeräumt werden konnten.

Ergebnisentwicklung

Konzern

Im Gegensatz zum höheren Umsatz sank das Konzernergebnis (Jahresergebnis nach Abzug des Anteils der Minderheitsaktionäre) im Vergleich zum Vorjahr von 5,2 Mio. Euro auf - 5,0 Mio. Euro.

Im Rahmen des Operativen Ergebnisses stiegen die Umsatzkosten zwar um 1,3 Mio. Euro, im Vergleich zum Umsatz allerdings deutlich unterproportional. Die Verwaltungs- und Vertriebs- sowie Forschungs- und Entwicklungskosten liegen leicht über Vorjahresniveau. Wesentlich gravierender stellt sich diese Entwicklung bei den Sonstigen Aufwendungen dar, die mit 25,7 Mio. Euro um 23,1 Mio. Euro höher sind als im Vorjahr. Darin enthalten sind Wertberichtigungen auf die Firmen- und Vermögenswerte der Konzerngesellschaften in Russland und der Ukraine in Höhe von insgesamt 22,0 Mio. Euro. Diese ergaben sich im Zuge der jährlichen Werthaltigkeitsüberprüfungen als Folge der nun wesentlich unsichereren politischen Rahmenbedingungen. Insgesamt halbierte sich das Operative Ergebnis damit nahezu von 24,4 Mio. Euro auf 12,3 Mio. Euro.

Insbesondere die bereits erwähnten Wertberichtigungen waren zum Prognosezeitpunkt für das Jahr 2014 in dieser Größenordnung nicht absehbar. Entsprechend sind die Prognosen aus dem Geschäftsbericht 2013 für die Segmente Russland und Ukraine sowie für den Gesamtkonzern nicht mehr relevant. Unter Ausklammerung dieses Effekts wären sämtliche Ergebnisziele näherungsweise erreicht worden. Die größte Abweichung ergäbe sich dann für das Segment Deutschland. Hier wurde die Erwartung eines um bis zu 10 % höheren Operativen Ergebnisses mit einer Verbesserung von 3,4% nicht erreicht. Zurückzuführen ist dies auf Verkaufspreise, die unterhalb der ursprünglichen Planung lagen. Die Saint-Gobain Oberland AG steuert vor Konsolidierung und Wertberichtigung 39,7 Mio. Euro zum Operativen Ergebnis des Konzerns bei (Vorjahr: 39,1 Mio. Euro).

Das Zinsergebnis veränderte sich moderat von - 9,6 Mio. Euro auf - 10,0 Mio. Euro. Bei den Sonstigen Finanzerträgen und -aufwendungen war im Vorjahr eine Sonderdividende aus der thailändischen Beteiligung (0,6 Mio. Euro) enthalten, im Berichtsjahr eine Kapitalrückzahlung. Das Finanzergebnis verschlechterte sich folglich um 0,9 Mio. Euro.

Insgesamt ergab sich eine Verringerung des Ergebnisses vor Steuern um 13,1 Mio. Euro von 15,5 Mio. Euro auf 2,5 Mio. Euro. Entsprechend sinkt die Umsatzrendite vor Ertragsteuern von 3,0 % auf 0,5 %. Demgegenüber verminderte sich der Steueraufwand nur um 2,5 Mio. Euro von - 10,8 Mio. Euro auf - 8,3 Mio. Euro. Den höheren Ertragsteuern wirkt ein latenter Steuerertrag hauptsächlich als Folge der Wertberichtigungen auf Vermögenswerte entgegen.

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG KONZERN

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TEUR 2014 2013 Veränderung
Umsatzerlöse 533.714 520.670 2,5 %
Umsatzkosten - 470.967 - 469.654 0,3 %
Allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten - 24.433 - 24.007 1,8 %
Forschungs- und Entwicklungskosten - 1.133 - 823 37,7 %
Sonstige Erträge 795 839 - 5,2 %
Sonstige Aufwendungen - 25.682 - 2.600 887,8 %
Operatives Ergebnis 12.294 24.425 - 49,7 %
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 10.075 - 9.695 3,9 %
Zinsen und ähnliche Erträge 92 138 - 33,3 %
Zinsergebnis - 9.983 - 9.557 - 4,5 %
Sonstige Finanzerträge 166 665 - 75,0 %
Finanzergebnis - 9.817 - 8.892 - 10,4 %
Ergebnis vor Steuern 2.477 15.533 - 84,1 %
Ertragsteueraufwand - 11.786 - 9.979 18,1 %
Latenter Steuerertrag/-aufwand 3.460 - 819 522,5 %
Ertragsteuern gesamt - 8.326 - 10.798 - 22,9 %
Jahresergebnis - 5.849 4.735 - 223,5 %
Anderen Gesellschaftern zustehendes Ergebnis - 881 - 513 - 71,7 %
Konzernergebnis - 4.968 5.248 - 194,7 %

AG

Das Jahresergebnis der Saint-Gobain Oberland AG reduzierte sich von 12,4 Mio. Euro im Jahr 2013 auf - 57,5 Mio. Euro im Berichtsjahr. Das Betriebsergebnis konnte im Berichtsjahr um 5,8 % von 46,3 Mio. Euro auf 49,0 Mio. Euro gesteigert werden, zurückzuführen in erster Linie auf gesteigerte Umsätze in Verbindung mit einem konsequenten Kostenmanagement und niedrigeren Energiepreisen.

Demgegenüber stellt sich das Finanzergebnis um 71,6 Mio. Euro schlechter als im Vorjahr dar. Hauptursache für diese signifikante Veränderung sind die Abschreibungen auf die osteuropäischen Beteiligungen in Höhe von insgesamt 87,6 Mio. Euro (Vorjahr: 15,0 Mio. Euro). Da diese Wertberichtigungen steuerlich nicht ansetzbar sind, erhöht sich auch der Steueraufwand analog zum verbesserten Betriebs- und sonstigen Finanzergebnis um 1,0 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr. Die Umsatzrendite der AG liegt bei - 11,2 % (Vorjahr: 6,4 %).

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG AG

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TEUR 2014 2013 Veränderung
Umsatzerlöse 394.156 387.175 1,8 %
Bestandsveränderungen - 3.573 - 1.459 144,9 %
Andere aktivierte Eigenleistungen 2 174 - 98,9 %
Sonstige betriebliche Erträge 6.748 6.849 - 1,5 %
Materialaufwand - 142.151 - 145.032 - 2,0 %
Personalaufwand - 84.255 - 83.755 0,6 %
Abschreibungen - 22.637 - 24.577 - 7,9 %
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 99.262 - 93.034 6,7 %
Betriebsergebnis 49.028 46.341 5,8 %
Finanzergebnis - 92.509 - 20.907 - 342,5 %
Außerordentliches Ergebnis - 786 - 786 0,0 %
Ergebnis vor Steuern - 44.267 24.648 - 279,6 %
Ertragsteuern gesamt - 13.237 - 12.222 8,3 %
Jahresergebnis - 57.504 12.426 - 562,8 %
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.193 2.167 1,2 %
Bilanzverlust/-gewinn - 55.311 14.593 - 479,0 %

Finanz- und Vermögenslage

Konzern

Der Bilanzsummenrückgang lässt sich auf der Aktivseite hauptsächlich auf eine Verringerung der Sachanlagen, ausgelöst vorwiegend durch Wertminderungen und Wechselkurseffekte, sowie der Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückführen.

KONZERNBILANZ AKTIVA

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TEUR 31.12.2014 31.12.2013 Veränderung
Aktiva      
Langfristige Vermögenswerte      
Geschäfts- oder Firmenwerte 2.231 9.597 - 76,8 %
Immaterielle Vermögenswerte 438 651 - 32,7 %
Sachanlagen 217.334 283.163 - 23,2 %
Übrige finanzielle Vermögenswerte 1.584 1.677 - 5,5 %
Sonstige Forderungen 44 187 - 76,5 %
Latente Steueransprüche 2.709 583 364,7 %
Langfristige Vermögenswerte 224.340 295.858 - 24,2 %
Kurzfristige Vermögenswerte      
Vorräte 107.942 126.667 - 14,8 %
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 51.722 62.373 - 17,1 %
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.694 5.719 - 35,4 %
Sonstige Vermögenswerte 44.931 47.223 - 4,9 %
Kurzfristige Vermögenswerte 208.289 241.982 - 13,9 %
Summe Aktiva 432.629 537.840 - 19,6 %

Die Verteilung der Sachanlagen in Mio. Euro wird durch folgende Grafik deutlich:

ENTWICKLUNG SACHANLAGEN

Die Bestände verringerten sich 2014 um 18,7 Mio. Euro, insbesondere wegen des Rückgangs bei den Fertigerzeugnissen.

Im Folgenden die Bestandsentwicklung in Mio. Euro:

BESTANDSENTWICKLUNG

Die Bilanzsituation zum Jahresende, insbesondere der Forderungsbestand, stellt gegenüber der Entwicklung während des Berichtszeitraumes einen stichtagsbezogenen Wert dar. Er kann daher nicht als alleiniger Maßstab für den unterjährigen Finanzierungsbedarf herangezogen werden.

Finanzierungsanalyse

Das Gegenstück zum Rückgang des Working Capitals auf der Aktivseite stellen auf der Passivseite die durch Tilgungen rückläufigen finanziellen Verbindlichkeiten dar. Analog dazu spiegelt sich größtenteils die Reduktion der Sachanlagen im Eigenkapital wider. Insgesamt reduzierte sich das Eigenkapital von 118,3 Mio. Euro auf 51,3 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote sank entsprechend von 22,0 % auf 11,9 %.

KONZERNBILANZ PASSIVA

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TEUR 31.12.2014 31.12.2013 Veränderung
Passiva      
Eigenkapital      
Gezeichnetes Kapital 26.000 26.000 0,0 %
Rücklagen 121.668 139.066 - 12,5 %
Konzernergebnis - 4.968 5.248 - 194,7 %
Währungsumrechnungsdifferenzen - 93.302 - 56.267 - 65,8 %
Anteile anderer Gesellschafter 1.915 4.219 - 54,6 %
Eigenkapital 51.313 118.266 - 56,6 %
Langfristige Schulden      
Rückstellungen 86.908 74.215 17,1 %
Latente Steuerschulden 15.709 22.336 - 29,7 %
Finanzielle Verbindlichkeiten 2.918 10.637 - 72,6 %
Langfristige Schulden 105.535 107.188 - 1,5 %
Kurzfristige Schulden      
Rückstellungen 831 918 - 9,5 %
Ertragsteuerschulden 2.577 3.161 - 18,5 %
Finanzielle Verbindlichkeiten 161.378 195.368 - 17,4 %
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 98.599 95.937 2,8 %
Sonstige Verbindlichkeiten 12.396 17.002 - 27,1 %
Kurzfristige Schulden 275.781 312.386 - 11,7 %
Summe Passiva 432.629 537.840 - 19,6 %

AG

In der AG war eine deutliche Verringerung der Bilanzsumme von 425,1 Mio. Euro im Vorjahr auf 332,3 Mio. Euro im Berichtsjahr zu verzeichnen. Verantwortlich für diesen Rückgang sind hauptsächlich die Wertberichtigungen auf Finanzanlagen in Höhe von insgesamt 87,6 Mio. Euro, die sich entsprechend auch im Eigenkapital niederschlagen. Die Eigenkapitalquote sank folglich von 25,2 % auf 11,2 %. Das negative Ergebnis führte überdies zu einer negativen Eigenkapitalrendite (Vorjahr: 11,6 %). Da es sich bei den genannten Wertberichtigungen um zahlungsunwirksame Buchverluste handelt, war die Finanzlage der AG davon unbetroffen. Die Nettoverschuldung konnte im Berichtsjahr sogar deutlich gesenkt werden.

Cashflow

Trotz niedrigerem Operativen Ergebnis und höherer Ertragsteuerzahlungen stieg der Cashflow im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Mio. Euro von 56,9 Mio. Euro auf 58,1 Mio. Euro. Hauptgrund hierfür sind die das Operative Ergebnis maßgeblich beeinflussenden cash-neutralen Wertminderungen langfristiger Vermögenswerte und Goodwills. Ähnlich stellt sich die Entwicklung des Cashflows aus operativer Tätigkeit dar, er erhöhte sich um 1,4 Mio. Euro von 60,5 Mio. Euro auf 61,9 Mio. Euro.

Durch einen zyklisch bedingt niedrigen Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von - 20,9 Mio. Euro (Vorjahr: - 35,5 Mio. Euro) und eine relativ niedrige Dividendenzahlung von 12,4 Mio. Euro (Vorjahr: 22,5 Mio. Euro) konnte bei gleichbleibenden Zinszahlungen in Höhe von 7,2 Mio. Euro insgesamt ein laufender Zahlungsmittelüberschuss von 21,4 Mio. Euro erwirtschaftet werden. Dieser wurde für die Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten verwendet.

KAPITALFLUSSRECHNUNG DES KONZERNS

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TEUR 2014 2013
Operatives Konzernergebnis 12.294 24.425
Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 63.413 44.216
Veränderung der langfristigen Rückstellungen - 4.116 - 4.818
Zahlungswirksame Zinsen und Ertragsteuern - 13.299 - 7.180
Erhaltene Dividende 166 663
Sonstige zahlungsunwirksame Transaktionen - 324 - 447
Cashflow 58.134 56.859
Veränderung der Vorräte 4.313 360
Veränderung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte - 939 - 2.949
Veränderung der Verbindlichkeiten/Rückstellungen 371 6.216
Cashflow aus operativer Tätigkeit 61.879 60.486
Ein-/Auszahlungen für Abgang/Investitionen langfristiger Vermögenswerte - 20.945 - 35.491
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 20.945 - 35.491
Gezahlte Dividenden - 12.400 - 22.505
Auszahlungen für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel - - 534
Ein-/Auszahlungen aus der Aufnahme/Tilgung von finanziellen Verbindlichkeiten - 29.912 - 1.987
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 42.312 - 25.026
Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel - 1.378 - 31
Wechselkurs- und konsolidierungskreisbedingte Veränderung - 647 - 100
Abnahme der Zahlungsmittel - 2.025 - 131

Die Cashflow-Anteile der einzelnen Segmente entwickelten sich wie folgt:

CASHFLOW-AUFTEILUNG LÄNDER

Der ROI für das Geschäftsjahr 2014 liegt bei 3,7 % und damit unter dem Vorjahreswert von 5,5 %.

Die Eigenkapitalrendite ist nach 4,0 % im Vorjahr einhergehend mit dem Jahresergebnis des Konzerns mit - 11,4 % im negativen Bereich.

Bei einer Gesamtsumme von 27,9 Mio. Euro lag der Schwerpunkt der Investitionen im Berichtsjahr auf einem großen Wannenbauprojekt in Deutschland (Werk Neuburg). Auch die übrigen Investitionen trugen dazu bei, die Produktion effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten sowie den ständig steigenden Qualitätsanforderungen der Kunden zu entsprechen. In Osteuropa entsprach ein Großteil der Sachanlagen bereits den dortigen Anforderungen, entsprechend wurde hier nur punktuell nachgebessert. Im kommenden Jahr stehen die Fertigstellung des Investitionsvorhabens der Wanne in Neuburg sowie erste Investitionsmaßnahmen für einen in 2016 beginnenden Wannenneubau in Essen im Mittelpunkt. Im Folgenden die Aufteilung der Investitionen in Sachanlagen für die vergangenen zwei Jahre in Mio. Euro:

INVESTITIONSANALYSE KONZERN

Bilanzstruktur in % der Bilanzsumme von 432,6 Mio. Euro (Vorjahr: 537,8 Mio. Euro):

Bilanzstrukturanalyse Konzern

AKTIVA

PASSIVA

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Insgesamt ist die wirtschaftliche Lage im Oberland Konzern wie auch schon im Vorjahr sehr differenziert zu sehen. In Deutschland konnte das Unternehmen in einem weitgehend stabilen Marktumfeld mit einiger Anstrengung auf der Kosten- und Absatzseite noch zufriedenstellende Ergebnisse erzielen. Sehr viel unsicherer stellen sich derzeit die Rahmenbedingungen in Russland und der Ukraine dar. Nicht zuletzt die im Vergleich zum Vorjahr durchgängig höher einzuschätzenden Risikofaktoren führten zu Wertberichtigungen der dortigen Vermögenswerte, während beim operativen Geschäft des Berichtsjahres durchaus Fortschritte zu erkennen waren.

In Deutschland ergibt sich nach wie vor die Zielsetzung einer weiteren Verbesserung des generell schon hohen Niveaus im Hinblick auf Qualität, Nachhaltigkeit, Lieferfähigkeit und Flexibilität. Weiterhin setzen wir alles daran, unsere Profitabilität auch langfristig sicherzustellen.

In Osteuropa gilt es, wieder eine volle Kapazitätsauslastung zu erreichen und gleichzeitig die aufgrund der relativ hohen Inflation stetig steigenden Faktorkosten über die Verkaufspreise weitergeben zu können. Intensivierte Vertriebsaktivitäten sowie eine zeitnah zu erwartende Marktbereinigung dürften die Realisierbarkeit dieser Ziele ermöglichen. Mittelfristig sollten damit sämtliche Standorte in Russland und der Ukraine wieder einen deutlich positiven Ergebnisbeitrag liefern.

Segmentberichterstattung

Länder

Die folgende Tabelle stellt die Gewinn- und Verlustrechnung 2014 für die einzelnen Länder dar:

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG ZUM 31. DEZEMBER 2014 NACH LÄNDERN

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TEUR Deutschland Russland Ukraine
Umsatzerlöse 413.602 81.881 38.231
Umsatzkosten - 352.564 - 82.466 - 35.937
Allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten - 17.728 - 4.621 - 2.084
Forschungs- und Entwicklungskosten - 1.133 - -
Sonstige Erträge 11 45 739
Sonstige Aufwendungen - 2.856 - 4.564 - 18.262
Operatives Ergebnis 39.332 - 9.725 - 17.313
Zinsaufwand - 4.670 - 4.679 - 726
Zinsertrag 68 20 4
Zinsergebnis - 4.602 - 4.659 - 722
Sonstige Finanzerträge 166 - -
Finanzergebnis - 4.436 - 4.659 - 722
Ergebnis vor Steuern 34.896 - 14.384 - 18.035
Ertragsteueraufwand - 10.416 - 1.130 - 240
Latenter Steuerertrag 1 612 2.847
Ertragsteuern gesamt - 10.415 - 518 2.607
Jahresergebnis 24.481 - 14.902 - 15.428
Anderen Gesellschaftern zustehendes Ergebnis - - 360 - 521
Konzernergebnis 24.481 - 14.542 - 14.907

Die Werte für Deutschland umfassen die Zahlen der AG und der GPS Glasproduktions-Service GmbH. Somit ergibt sich für Deutschland eine Profitabilität (Operatives Ergebnis im Verhältnis zum Umsatz) von 9,5 %, die deutlich über der Profitabilität des Konzerns von 2,3 % liegt. Die Gesamtprofitabilität wird durch die Ergebnisse in Russland und der Ukraine negativ beeinflusst.

Geschäftsbereiche

Die Verteilung der Umsätze nach Produktsegmenten (Flaschen & Gläser sowie Produktionsanlagen):

2014

2013

Flaschen & Gläser

Das Segment stellt mit großem Anteil die Hauptaktivität von Oberland dar. Die Glasproduktion unterteilt sich in weitere Teilsegmente oder Sparten, die alle ihre spezifischen Märkte und Kunden haben.

Die Umsätze in Tonnen haben sich im Jahr 2014 folgendermaßen entwickelt: Der Absatz von Bier- und Weinflaschen stieg 2014 nach einem leichten Rückgang im Vorjahr wieder an. In den Bereichen Wasser/Softdrinks und Konserven sowie bei den sonstigen Flaschen und Gläsern waren ebenfalls positive Trends zu verzeichnen. Ein Absatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr ergab sich hingegen in den Bereichen Sekt, Spirituosen und Babynahrung. Insgesamt stieg der Umsatz in Tonnen im Vorjahresvergleich um 5,6 %.

UMSATZENTWICKLUNG IN TONNEN

Produktionsanlagen

Neben der Glasproduktion ist das Unternehmen auch - in deutlich kleinerem Umfang -im technischen Geschäft tätig. Für das technische Geschäft von Oberland ist die GPS Glasproduktions-Service GmbH in Essen zuständig. Sie entwickelt und fertigt Maschinen und Anlagen für die Hohlglasindustrie und bietet die entsprechenden Serviceleistungen hierzu an.

UMSATZVERTEILUNG IN %

2014

2013

Die Gesamtumsätze der GPS Glasproduktions-Service GmbH sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Während im letzten Geschäftsjahr ein Großteil der Umsätze mit externen Kunden erzielt wurde, ergab sich 2014 wieder eine Verschiebung hin zu Umsätzen innerhalb des Saint-Gobain Konzerns. Die GPS Glasproduktions-Service GmbH hat zum 31. Dezember 2014 einen noch geringen Auftragsbestand von 4,5 Mio. Euro. Diese unterschiedlichen Umsatzschwerpunkte und -schwankungen zwischen den Jahren sind kennzeichnend für dieses Produktsegment. Für das Jahr 2015 wird jedoch mit konkreten Auftragseingängen im ersten Quartal gerechnet. Der Umsatz ist zum größten Teil mit externen Kunden geplant.

NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Arbeitssicherheit

Sicheres Verhalten bei der Arbeit, fortschrittlicher Umweltschutz und ein Höchstmaß an Gesundheitsschutz sind bei Saint-Gobain Oberland ein wichtiges Unternehmensziel und zentraler Bestandteil des EHS-Managementsystems, das die Elemente Environment (Umwelt), Health (Gesundheit) und Safety (Sicherheit) umfasst. Die Erhaltung der körperlichen Unversehrtheit sämtlicher beschäftigter Mitarbeiter hat uneingeschränkte Priorität. Deshalb lautet das Sicherheitsmotto "Null Arbeitsunfälle" und "Null berufsbedingte Krankheiten"!

Als Fundament der Sicherheitspolitik sind Grundregeln definiert, die den Gesundheits- und Arbeitsschutz gewährleisten sollen. Der Schwerpunkt liegt in der Präventionsarbeit, unterstützt durch verschiedene Maßnahmen und Programme. Unter anderem sind Mitarbeiter dazu aufgefordert, unsichere Situationen zu melden. Deren Identifizierung, Klassifizierung und Behebung soll das Eintreten wirklicher Unfälle verringern. Sogenannte SMATs (Safety Management Talks) dienen dazu, Mitarbeiter für sicheres Verhalten zu sensibilisieren. Hierzu werden in einem Gespräch auf Augenhöhe zwischen Vorgesetztem und Mitarbeiter über gerade ausgeführte Tätigkeiten die guten Verhaltensweisen anerkannt und die Vermeidung von Risiken bei der Tätigkeit wird thematisiert. Des Weiteren treffen sich die Teams beim Schichtwechsel zu einem täglichen Sicherheitsmeeting, um Anweisungen weiterzuleiten, Sicherheitsthemen zu besprechen oder Fragen zu stellen. Diese Vorgehensweise wurde unter dem Begriff "Safety Minute" in der ganzen Verallia Gruppe eingeführt. Darüber hinaus beginnen viele Arbeitsbesprechungen, auch außerhalb des Produktionsbereichs, ebenfalls mit der Diskussion des momentanen Arbeitssicherheitsstatus. Hierdurch wird gewährleistet, dass der Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu jeder Zeit höchste Priorität eingeräumt wird.

Die Entwicklung im Bereich der Arbeitssicherheit wird durch den Indikator TF2 abgebildet. Hierbei gibt die Kennzahl TF2 die Häufigkeit von Unfällen mit Arbeitszeitausfall und medizinischer Versorgung bezogen auf eine Million Arbeitsstunden an. Es werden sowohl alle Unfälle berücksichtigt, die zu einem Arbeitszeitausfall von mehr als 24 Stunden geführt haben, als auch solche, bei denen eine Behandlung erforderlich war, aber die Wiederkehr an den Arbeitsplatz innerhalb von 24 Stunden erfolgte. Die Unfallereignisse werden in systematischen Unfallanalysen behandelt, um die tiefliegenden Ursachen zu identifizieren und zu beheben. Alle Erste-Hilfe-Maßnahmen werden ebenso erfasst, dokumentiert und durch Abteilungsleiter und Sicherheitsfachkräfte analysiert. Hieraus werden Schwerpunkte und Maßnahmen abgeleitet.

In 2014 ist für die Standorte der Saint-Gobain Oberland AG in Deutschland für TF2 ein Wert von 0,4 zu verzeichnen, dies entspricht einem Unfall. In den osteuropäischen Gesellschaften sind die Unfallzahlen insgesamt mit 2,05 für den TF2 auf einem leicht höheren Niveau. Nachfolgende Darstellung zeigt die Entwicklung des Indikators in den deutschen Werken im Zeitverlauf.

ANZAHL TF2 IN DEUTSCHLAND

Forschung und Entwicklung

Um unserem Anspruch bei Oberland, nachhaltig bevorzugter Partner für unsere Kunden zu sein, gerecht zu werden, treibt die Forschung und Entwicklung (F&E) sowohl kontinuierliche Verbesserungsprozesse als auch innovative Projekte voran. Kundenorientierte Prozesse, spezielle Produktinnovationen und vor allem die qualitätsrelevante Prozessoptimierung stehen dabei nach wie vor im Mittelpunkt. Als weitere integrative Bestandteile aller F&E-Projekte sind Verbesserungen bei der Arbeitssicherheit, der Ergonomie sowie beim Umweltschutz und die Erhöhung der Produktivität ebenso selbstverständlich wie die Kostenminimierung im Sinne von TCO (Total Cost of Ownership). Derartige Projekte werden unternehmensintern durch das F&E-Team des Technischen Zentrums in Kooperation mit den werksübergreifenden Kompetenzteams vorangetrieben oder in engem Kontakt mit Lieferanten, Kunden, Forschungseinrichtungen von Verallia sowie Hochschulen und entsprechenden externen Institutionen konzipiert.

Auf der Marktseite konnten die Innovationen wieder auf einem hohen Niveau gehalten werden. Schwerpunkte sind verstärkt Produktentwicklungen in neuen Farben und markenindividualisierten Formen und Konzepten. Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung der Anzahl von neuen Produkten im Oberland Konzern:

INNOVATIONEN (NEUE PRODUKTE)

Dabei steht stets die strikte Ausrichtung auf die individuellen Ansprüche der aktuellen wie potenziellen Verallia Kunden im Mittelpunkt, weshalb ständige Innovationen in den Bereichen Formgebung und Artikeldesign zum Tagesgeschäft gehören. Um diesen Prozess zu optimieren, stehen Innovationscenter verschiedener Standorte von Verallia auch international permanent miteinander im Austausch. Der hohe Anstieg in der Ukraine ergibt sich als Folge des Eintritts in einen neuen Markt.

Neben den Produktinnovationen und der Prozessoptimierung gewinnen Dokumenten- und Wissensmanagement bei Saint-Gobain Oberland immer mehr an Bedeutung. Das zentrale Element dabei ist die Informationsvernetzung zwischen dem Know-how der praxisorientierten Experten und dem Know-why der grundlagenorientierten Ingenieure, was die Basis für viele Prozessstabilisierungs- und Prozessoptimierungsmaßnahmen ist. Dazu konnten im Jahr 2014 große Fortschritte gemacht werden, indem neue Softwaretools eingeführt wurden, mit deren Hilfe Prozesse visualisiert und simuliert sowie mit den dazugehörigen Dokumenten verknüpft werden können.

Das betriebliche Vorschlagswesen, das in den deutschen Werken ,i-pool' - von Ideen-Pool - genannt wird, hat der Saint-Gobain Oberland AG auch 2014 wieder eine Vielzahl an positiven Beiträgen eingebracht. Jedoch lag sowohl die Anzahl der eingereichten Vorschläge mit 540 (Vorjahr: 552) als auch die davon umgesetzten Verbesserungen mit 388 (Vorjahr: 409) insgesamt unter der des Vorjahres. Insgesamt konnten nachweisbar ca. TEUR 717 (Vorjahr: TEUR 1.326) an Einsparungen erzielt werden. Die Idee mit dem höchsten Nutzen konnte eine Einsparung in Höhe von ca. TEUR 232 erzielen. Abhängig vom Nutzen der Vorschläge erhalten die Ideen-Einreicher eine entsprechende finanzielle Prämie, so dass im Berichtsjahr gleichzeitig eine Summe von TEUR 184 (Vorjahr: TEUR 273) an sie ausgeschüttet werden konnte. Die Verbesserungen tragen unter anderem. zu Effizienz- und Qualitätssteigerungen sowie zur Erhöhung der Arbeitssicherheit bei oder dienen als Basis für technische Innovationen.

ANZAHL EINGEREICHTER I-POOL-VORSCHLÄGE

In den Werken in Russland und in der Ukraine ist ebenfalls ein Vorschlagswesen implementiert, über welches die Mitarbeiter ihre Ideen zur Verbesserung der betrieblichen Abläufe einbringen können. Allerdings agieren die Werke dort in einem anderen kulturellen Umfeld und unter anderen Rahmenbedingungen. Die Tools werden daher an die lokalen Bedingungen angepasst. Auch hier lässt sich jedoch feststellen, dass sich das Vorschlagswesen kontinuierlich positiv weiterentwickelt.

Die technische Optimierung in den russischen Werken wird durch Qualitätsverbesserungen in den Bereichen Formendesign und Produktion erreicht. Eine Weiterentwicklung der Supply-Chain-Organisation schafft bei ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod zudem verbesserte Prozessabläufe. Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO erhöhte im Berichtsjahr weiterhin seine Differenzierung durch Innovationen, wie die Einführung der Leichtglastechnologie (NNPB), und steigerte die Flexibilität durch eine Ausweitung der Farben- und Produktvielfalt.

In der Ukraine wurden die Möglichkeiten in Bezug auf Innovationen 2014 weiterentwickelt. Die interne Innovationsabteilung entwickelte herausfordernde und innovative Produkte für den Premiumbereich. Es findet eine enge Zusammenarbeit und Abstimmung mit den Kollegen aus Russland statt, um auch unsere russischen Kunden mit anspruchsvollen Flaschendesigns bedienen zu können. Darüber hinaus läuft neben dem Enterprise-Excellence(E²)-Managementsystem und dem zukünftigen Verallia Industrial Model (VIM)-Projekt auch noch das anspruchsvolle SixSigma-Programm weiter.

Im vergangenen Jahr konnten neben einem starken Engagement der F&E-Abteilung im Bereich Lean-Management (E²/VIM) fünf große Projekte in die Industrialisierungsphase gebracht werden. Vier davon aus den Bereichen Prozess- und Qualitätsoptimierung und eines im Bereich Inspektionstechnik als Basis für die sichere Produktion gänzlich neuer Produkte.

Dadurch werden die F & E-Aktivitäten für das Jahr 2015 maßgeblich von Projektabschlüssen und damit echten Innovationen sowie der entsprechenden Eröffnung neuer Projekte geprägt sein. Auch das bestehende Engagement im Bereich E²/VIM wird bestehen bleiben, wobei ein besonderes Augenmerk auf die Prozesssimulation gerichtet sein wird.

Energie

Speziell im Bereich Energie baut Oberland starke eigene Kompetenzen auf und nutzt gleichzeitig sämtliche Vorteile der Einbindung in die regionalen Einkaufsorganisationen der Saint-Gobain Gruppe. So betreut die Generaldelegation Mitteleuropa des Saint-Gobain Konzerns den Energieeinkauf zu wettbewerbsfähigen Konditionen in Deutschland, die Delegation Russland den Einkauf in der Ukraine und Russland. Beim Emissionshandel profitiert Oberland ebenfalls von den zentralen Konzernkompetenzen. Zur Absicherung der volatilen Preisentwicklungen an den Energiemärkten werden die benötigten Energieressourcen in mittel- und langfristigen Verträgen eingekauft.

Neben Rohstoffen ist Energie (speziell Erdgas und Strom) ein wesentlicher Kostenfaktor bei der Glasherstellung und unterliegt ständigen Bemühungen um eine Optimierung des Energieeinsatzes und eine Reduzierung des Verbrauchs. Der Gesamtenergieverbrauch der vier deutschen Werke beläuft sich in 2014 trotz höherer Produktionsmenge auf 1.691.141 MWh (Vorjahr: 1.695.613 MWh).

Seit 2011 ist die Ölpreisentwicklung sehr instabil - nach der hochpreisigen Zeit bis Mitte 2014 ist der Ölpreis im zweiten Halbjahr unerwartet stark gefallen und ungewöhnlich niedrig. Preise, die zuletzt 2009 bzw. 2010 verzeichnet wurden, finden sich derzeit am Markt. Aufgrund der sehr unruhigen Entwicklungen bewährt sich für Oberland aus ökologischen und ökonomischen Gründen gleichwohl die Entscheidung, derzeit alle vier Werke in Deutschland auf Befeuerung mit Erdgas umgestellt zu haben. Diese Umstellung ist seit 2013 komplett vollzogen, dennoch besteht die Möglichkeit, teilweise auf Schweröl zurückzugehen. Derzeit ist ein Einsatz von Schwerem Heizöl aufgrund der ebenfalls guten Gaspreisentwicklung und des vor dem Ölpreisverfall vorhandenen starken Spreads zwischen Schweröl und Erdgas nicht wirtschaftlich.

Darüber hinaus hat sich insbesondere der erhöhte Einsatz der elektrischen Zusatzheizung bewährt. Hierdurch konnten wir weitere Kostenvorteile bezogen auf den Energiemix des Vorjahres erzielen und auch unseren SOx- und CO2 -Ausstoß verringern. Insbesondere bezüglich der CO2 -Emissionen ist immer noch der vollständige Ersatz von Schwerem Heizöl durch Erdgasbefeuerung von großem Vorteil. Aufgrund langfristiger Lieferverträge wirken sich kurzfristige Veränderungen des Marktpreises kaum auf unsere Kosten aus.

PREISVERLAUF DES BARRELS ÖL 2010 - 2014

Erdgas etablierte sich in den vergangenen zwei Jahren zu einem eigenständigen Handelsprodukt, so dass die früher übliche Indexierung an Öl (sogenannte Ölpreisbindung) im Erdgasbereich in den meisten Fällen bereits aufgehoben ist - NBP, TTF und NCG lauten die Abkürzungen für die wichtigsten europäischen Märkte. Der National Balancing Point (NBP) ist die Schnittstelle zwischen dem europäischen Festland und Großbritannien. Obwohl etwas abgeschwächt, gilt er immer noch als der führende Erdgasleitmarkt in Europa. Preisentwicklungen am NBP strahlen in die nachgelagerten Märkte TTF und NCG aus. Der virtuelle Handelsplatz Title Transfer Facility (TTF) in den Niederlanden stellt den kontinentaleuropäischen Leitmarkt dar. Für Deutschland hat sich der virtuelle Handelspunkt von Netconnect Germany (NCG) zum wichtigsten Gashandelspunkt entwickelt. Die Bewegungen auf diesen drei Handelsmärkten bestimmen europaweit den Gasmarktpreis.

Verschiedene technische Neuerungen und der zunehmende Einsatz neuer Förderverfahren haben den Erdgaspreis in den letzten Jahren auf ein attraktives Niveau verglichen mit Öl gebracht. Das Jahr 2014 startete mit einem erwartet moderaten Winterpreis. Mitte des ersten Quartals zeigten sich jedoch, bedingt durch die Ukraine-Krise, stark schwankende, preissteigernde Entwicklungen, die teilweise zu hohen Ausschlägen am Markt führten. Ab April stabilisierte sich der Erdgaspreis und setzte diesen Trend bis Mitte 2014 fort. Die Preistendenz zeigte früh, dass trotz der politischen Entwicklung keinerlei Sorge vor einer Gasknappheit in Europa herrscht. Schon im Juli wurde ein historisches Tief mit den niedrigsten Börsenpreisen seit 2011 erreicht. Im folgenden Quartal stieg der Erdgaspreis, wie vor den Winterquartalen üblich, wieder leicht an. Entgegen den Erwartungen der Experten gab der Erdgaspreis im vierten Quartal jedoch unter dem Druck von fallenden Kohle- und Ölpreisen nach. Der Gaspreis für die Industrie befindet sich trotz der Wintermonate weiter im Sinkflug und setzt damit seinen Abwärtstrend fort, der darüber hinaus vom milden Wetter unterstützt wird. Vor den derzeitigen weltpolitischen und auch europäischen gesetzlichen Entwicklungen lässt sich eine zukünftige Preisentwicklung im Generellen jedoch schwer abschätzen.

Aufgrund der hohen Volatilität in anderen Energie- und Rohstoffmärkten überwacht Saint-Gobain Oberland die Entwicklung kontinuierlich und sorgfältig.

TTF-PREISVERLAUF DER MWH ERDGAS 2013 - 2014

Wesentlich komplexer gestaltete sich der Strommarkt, der neben den zeitweise volatilen Börsenentwicklungen von unruhigen und schwer abschätzbaren politischen Themen und der damit unklaren Gesetzeslage belastet war. EEG-Rückzahlungsbescheide und unklare Festlegungen im Bereich der Netzentgelte erschwerten die Abschätzung der Preissituation.

In Russland wurde die Bekanntgabe der Regierung, die staatlich regulierten Tarife in 2014 einzufrieren, eingehalten und die inländischen Strom- und Gaspreise stiegen im Jahresverlauf nicht an. 2014 fand eine internationale Energiekonferenz in Russland statt. Insgesamt besteht in Russland ein breites Spektrum an Energiealternativen, wobei eine Prüfung der unterschiedlichen Energiearten und eine Optimierung ihrer Produktion, des Vertriebs und der Nutzung notwendig sein werden. Langfristig wird es für Russland erforderlich sein, in erneuerbare Energien, wie die Solarenergie, zu investieren.

In der Ukraine änderte sich die Entwicklung des Gaspreises infolge des Gasstreits mit Russland mehrmals dramatisch während des Jahres. Im April 2014 wurde von russischer Seite der bisher gewährte Rabatt auf Gaslieferungen zurückgezogen, woraufhin der Gaspreis auf 485 US-Dollar pro 1.000 Kubikmeter anstieg. Als Folge von ausstehenden Zahlungen stoppte Russland im Juni die Gaslieferungen an die Ukraine. Nach monatelangen vermittelnden Gesprächen mit der EU wurde im Oktober eine Einigung über die Fortsetzung der Gaslieferung gegen Vorkasse getroffen, wobei der Preis auf 378 US-Dollar pro 1.000 Kubikmeter festgelegt wurde. Die Preise für Elektrizität stiegen im Jahresverlauf deutlich an.

NACHTRAGSBERICHT

Besondere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im Zeitraum zwischen dem Bilanzstichtag 2014 und der Erstellung des Lageberichts sind keine Ereignisse eingetreten, über die an dieser Stelle zu berichten wäre.

CHANCENBERICHT

Chancenmanagement

Sowohl durch interne als auch externe Faktoren können sich für das Unternehmen Chancenpotenziale ergeben. Diese werden bei Oberland regelmäßig identifiziert und bewertet. Ziel ist es, Chancen und Potenziale frühzeitig zu erkennen und für ein profitables Wachstum des Konzerns optimal zu nutzen. Sie sollen uns dabei unterstützen, unsere Unternehmensziele zu erreichen und langfristig erfolgreich zu sein. Im Rahmen des Chancenmanagements erfolgt durch den Vorstand und das Controlling ein systematischer Umgang mit den Chancen des Konzerns, wobei ein wesentlicher Bestandteil die Unternehmensplanung darstellt. Die regelmäßige Erfassung und Dokumentation der Chancen soll deren Realisierung unterstützen. Die Chancen für den Konzern werden in unterschiedliche Bereiche gegliedert. Ergeben sich für einzelne Segmente unterschiedliche oder ergänzende Chancen, wird dies explizit genannt.

Einzelchancen

Markt- und absatzspezifische Chancen

Trotz der schwierigen Entwicklung für die Glasverpackungsbranche in Deutschland sehen wir Chancen für eine Verbesserung unseres Absatzes und Umsatzes. Sowohl der Trend zu individuellen und aufwendigen Verpackungen als auch das Verbraucherbewusstsein für Gesundheit und die Erwartung einer inerten Ummantelung der Nahrungs- und Genussmittel werden hierbei förderlich sein und Saint-Gobain Oberland gute Chancen bieten.

Dabei steht der Kunde weiterhin im Mittelpunkt unserer Aktivitäten. Durch hervorragende Qualität, Kundenservice und Innovationen wollen wir nachhaltig der bevorzugte Verpackungspartner für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie sein. Ein kontinuierlicher Ausbau unserer guten Kundenbeziehungen kann sich dabei positiv auf die Absatzentwicklung auswirken. Chancen können in diesem Zusammenhang durch eine Erhöhung der Flexibilität und eine weitere Differenzierung entstehen, wodurch es möglich wird, zusätzliche Potenziale auszuschöpfen.

In 2014 wurde bei der GPS Glasproduktions-Service GmbH eine neue Corporate Identity eingeführt, welche ein erkennbares Signal für die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft darstellt. Das Spektrum an IS-Maschinen-Typen und innovativen Komponenten hat sich vergrößert. Neue Services für die Kunden erleichtern eine qualitativ hochwertige Produktion. Ein erkennbares Zeichen für den Aufbruch ist das neue Logo. Durch diese Maßnahmen können sich für das Produktsegment Produktionsanlagen neue Potenziale ergeben.

Die größten Chancen für die russischen Werke liegen in der Kooperation mit internationalen Unternehmen sowie der kontinuierlichen Qualitätsarbeit und der Leistungssteigerung. Eine Differenzierung gegenüber lokalen Anbietern sowie eine Ausrichtung auf internationale Kunden kann die Entwicklung weiter positiv beeinflussen. Auf dem russischen Glasverpackungsmarkt bestehen derzeit hohe Überkapazitäten. Wir gehen jedoch davon aus, dass kurz- bis mittelfristig eine zunehmende Marktbereinigung stattfindet, wovon ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod und Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO profitieren sollten.

Auch Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' hat gute Chancen, ein abwechslungsreiches Portfolio für nationale und internationale Kunden zu entwickeln, indem es sich fortlaufend um Innovationen bemüht, damit die steigenden Kundenanforderungen befriedigt werden.

Industrielle und technische Chancen

Im Bereich der Glasherstellung und Fertigung werden Chancen insbesondere darin gesehen, weiter die Kosten zu senken und dennoch gleichzeitig die Produktqualität zu verbessern. Darüber hinaus sehen wir ein deutliches Potenzial, durch weitere Flexibilitätserhöhung den Marktanforderungen noch besser gerecht zu werden. Einen wesentlichen Beitrag leistet dazu unser Produktionssystem (Enterprise Excellence = E²) sowie das damit verbundene Projekt VIM (Verallia Industrial Model). Durch Benchmarking und Erfahrungsaustausch zwischen den Verallia Werken weltweit können neue Lösungen identifiziert sowie weitere Verbesserungspotenziale sichtbar gemacht werden. Konkrete Potenziale werden in einer höheren Flexibilität, zum Beispiel durch eine bessere Auslastung der Wannen und Linien, in einer Effizienzsteigerung sowie in weiteren Prozessoptimierungen gesehen.

Einen sehr entscheidenden Kostenfaktor stellt der Energiebereich dar. Nicht nur der Energieverbrauch, auch die Verbrauchsstrukturen und indirekten Kostenfaktoren (zum Beispiel regulativer Bereich: Versorgungsbereitstellung, Netzkosten) stellen nicht nur Risiken, sondern auch Chancen für unser Unternehmen dar. Wenn hier noch weitere Einsparungen realisiert werden können, ergeben sich daraus positive Effekte für das Unternehmen. Die Zertifizierung nach DIN EN ISO 50001 in allen deutschen Werken bestätigt, dass ein professionelles Energiemanagement implementiert ist, in dessen Fokus auch die ständige Suche und Hebung weiterer Verbesserungspotenziale liegt. Zu nennen ist zum Beispiel die konsequente Weiterverfolgung der Abwärmeverwertung.

Im Bereich des Qualitätsmanagements nimmt die Rohstoffqualität, vor allem die Qualität des Recyclingglases, einen wichtigen Stellenwert ein. In Bezug auf die Aufbereitung von Recyclingglas können durch verbesserte Technologien ein erhöhter Einsatz und eine höhere Energieeinsparung erreicht werden. Aber auch bei allen anderen Rohstoffen können Qualitätsverbesserungen deutliche Beiträge für die Steigerung des Unternehmensergebnisses leisten.

In den Werken in Russland und der Ukraine ergeben sich insbesondere durch den Erfahrungsaustausch und die Zusammenarbeit innerhalb Verallias (innerhalb des Oberland Konzerns und innerhalb der gesamten Verallia-Gruppe) Chancen im Hinblick auf die Erweiterung der Fähigkeiten und des Portfolios. Dies betrifft neue Produktionsverfahren, Farben und Sorten, aber auch Anlagenoptimierungen und die Zusammenarbeit bei Großprojekten. Die Ukraine ist am stärksten von hohen Energiekosten betroffen und hat dadurch die größten Einsparpotenziale, die durch die Orientierung an Benchmarks realisiert werden können.

Personelle Chancen

Chancen für die Mitarbeiter sehen wir in unterschiedlichen Bereichen. Ein sehr wichtiges Thema für die Saint-Gobain Oberland AG ist die Arbeitssicherheit. So wurden im Laufe der letzten Jahre Präventionsmaßnahmen konsequent umgesetzt, was zu deutlich geringeren Unfallzahlen geführt hat. Weiteres Potenzial für die Erhaltung der Gesundheit liegt in der Arbeitsplatzgestaltung. Arbeitsplätze werden sowohl im Produktionsbereich wie auch bei den Büroarbeitsplätzen stets unter ergonomischen Aspekten an die Bedürfnisse der Mitarbeiter angepasst. Eine entsprechende Gestaltung hilft bereits jetzt sowie auch künftig, Berufskrankheiten oder körperliche Beeinträchtigungen zu vermeiden.

Ein weiteres wichtiges Feld zur Sicherung der Zukunft sind Innovationen. Hier sind es ebenfalls motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die als treibende Kraft - in unserem Fall mittels eines Innovationsprojekts sowie durch das interne Vorschlagswesen und die Systematisierung des Problemlöseprozesses - einen enormen Beitrag leisten.

Unser breit angelegtes Produktionssystem birgt vor allem durch einen Weiterbildungsansatz Chancen, Mitarbeiter noch besser zu qualifizieren und die Prozesse noch effizienter zu gestalten. Die Qualifikation des Personals durch interne und externe Weiterbildungsmaßnahmen - beginnend bei den Auszubildenden bis hin zu langjährigen Fachkräften - ist ein weiterer zentraler Dreh- und Angelpunkt, um unsere (mittelfristigen) Perspektiven zu verbessern. In 2014 wurde mit VIM ein Prozessoptimierungsprojekt gestartet, welches darauf abzielt, das Produktionssystem in kurzer Zeit auf ein höheres Level zu befördern. Es werden hierfür Methoden wie 5S und KVP (allg. Lean Management) verwendet.

Mitarbeiterbindungsmaßnahmen, die jährliche Mitarbeiterbeteiligung in Form von durchschnittlich knapp 50 % eines Monatsgehalts sowie der Erhalt des Zertifikats ,audit berufundfamilie' können sich darüber hinaus wie die oben genannten Aspekte positiv auf unsere Unternehmensentwicklung auswirken.

Chancen durch nachhaltiges Handeln

Chancen ergeben sich auch durch das zunehmend in den Fokus rückende Thema Nachhaltigkeit (vgl. auch Kapitel Nachhaltigkeit im Geschäftsbericht). Diese Thematik wird zwischenzeitlich auf allen Ebenen der Politik, vom Handel, bei unseren Kunden und wesentlich von Verbrauchern sowie Umwelt- und Verbrauchervereinigungen diskutiert. Hier kann sich Glas besonders als Werkstoff mit seiner Recyclingfähigkeit in sich permanent optimierenden und energiesparenden geschlossenen Kreisläufen und seinen zahlreich vorhandenen natürlichen und regionalen Rohstoffen hervorheben. Außerdem zeichnet sich die Herstellung von Glasverpackungen durch ihre arbeitsplatzsichernde und soziale Komponente aus.

Aber nicht nur durch die Herstellung von Glas, sondern auch durch innovatives Design und konzeptionelle ökonomische Auswahl von anderen entlang der gesamten Wertschöpfungskette eingesetzten Materialien, wie beispielsweise Verschlüssen, Etiketten und Umverpackungen, die bis zum Verbraucher benötigt werden, lassen sich nachhaltige Verbesserungen erzielen. Diese nachhaltigen Verpackungskonzepte werden durch gezielte Kundenberatung und Engineering von einem speziell geschulten Team entwickelt, um den gestiegenen Bedarf an nachhaltigen Produkten zu erfüllen und somit Chancen für neue Glasanwendungen zu generieren.

RISIKOBERICHT

Das unternehmerische Handeln im nationalen und internationalen Umfeld setzt Oberland einer Vielzahl von Risiken aus. Der Erfolg des Unternehmens wird wesentlich durch das frühzeitige Erkennen dieser Risiken sowie einen bewussten Umgang mit ihnen beeinflusst. Durch das implementierte Risikomanagementsystem (RMS) wird ein vorausschauendes Handeln sichergestellt. Die Identifizierung und transparente Darstellung der Risiken sowie die getroffenen Steuerungsmaßnahmen sind die Basis für die langfristige Sicherung von Oberland und seiner erfolgreichen Weiterentwicklung in der Zukunft. Die Risikopolitik ist an die Geschäftsstrategie angepasst. In ihrem Rahmen werden kontinuierlich Vorkehrungen getroffen, um Risiken möglichst zu vermeiden oder zu minimieren.

Die Risikostruktur setzt sich aus branchenspezifischen Risiken, die die Mitbewerber im Behälterglasgeschäft gleichermaßen betreffen, und aus individuellen Risiken von Oberland zusammen. Der Risikobericht betrifft sowohl die Saint-Gobain Oberland AG als auch die Tochterunternehmen und ist somit für den Konzern gültig.

Beschreibung der wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

Unter Risikomanagement versteht Oberland nachvollziehbare und systematische Vorgehensweisen zur Identifizierung, Bewertung, Überwachung und Steuerung von potenziellen Risiken sowie die Auswahl und Umsetzung von Maßnahmen zur Risikohandhabung und -verringerung.

Oberland hat ein umfassendes RMS implementiert, um Risiken frühzeitig erkennen und in Abwägung mit den entsprechenden Chancen beurteilen, minimieren und steuern zu können.

Das RMS von Oberland ist in die allgemeine Unternehmenssteuerung integriert, wird kontinuierlich weiterentwickelt und setzt sich im Wesentlichen aus folgenden Elementen zusammen:

Enterprise-Excellence(E²)-Managementsystem/Verallia Industrial Model (VIM)

Internes Kontrollsystem (IKS)/inkl. Fraud-Prävention

Self-Assessments (IT-Security, Business Control)

interne und externe Audits

Diese Bestandteile des RMS dienen der Steuerung und Überwachung der Geschäftsprozesse. Darüber hinaus nutzt die Konzernleitung ihre umfassende Kenntnis der Märkte. Diese beruht auf langjährigen Kontakten zu Kunden, Lieferanten und Verbänden.

Das E²-Managementsystem bildet als Produktionssystem den Rahmen für die Handlungsabläufe im gesamten Unternehmen. Alle Prozesse wurden hinsichtlich ihrer Teilhabe an den sieben Elementen des E² (Team, Verfügbarkeit und Effizienz, Flexibilität, Sicherheit, Qualität, Umwelt sowie Innovation) durchleuchtet und in einem Managementhandbuch zusammengeführt. Kontinuierliche Verbesserungen der Abläufe und Anpassungen an Veränderungen des Marktes sowie der Kundenanforderungen, der gesetzlichen Vorgaben und sicheren Arbeitsabläufe sind die Grundelemente eines zielorientierten Managementsystems. Im Rahmen des projektorientierten Ansatzes VIM erfährt das Produktionssystem einen neuen Impuls, weitere Entwicklungspotenziale aufzuzeigen sowie deren strukturierte Umsetzung zu begleiten.

Das IKS von Oberland ist eingebettet in das konzernweite Saint-Gobain IKS, das auf den Referenzrahmen für Prinzipien der internen Kontrollen der französischen Finanzmarktaufsicht Bezug nimmt und darauf abzielt, die wesentlichen Risiken zu beherrschen. Im ,Referenzhandbuch Interne Kontrolle' des Saint-Gobain Konzerns sind die grundsätzlichen Ziele je Prozess und die zugehörigen organisatorischen Anforderungen dargestellt. Daraus abgeleitet werden je Prozess mögliche Prozessrisiken aufgezeigt und deren etwaige Ursachen beschrieben. Ergänzend werden mögliche Kontrollen zur Risikoabdeckung dargestellt. Prozessorganisation, -risiken und -kontrollen müssen anschließend durch die jeweiligen Einheiten evaluiert und an die lokalen Gegebenheiten angepasst werden. Es handelt sich hierbei um einen fortgesetzten und dauerhaften Prozess mit mehreren Schritten, durch den die Beherrschung der Aktivitäten in der Gruppe und die Ausübung der internen Kontrollen kontinuierlich verbessert werden sollen.

Den umfassenden Vorgaben von Saint-Gobain entsprechend wurden auf Ebene von Oberland die individuellen Risiken identifiziert, dokumentiert und priorisiert. Dazu wurde eine Übersicht über mögliche Risikokategorien erstellt. Für jede Risikokategorie wurden Verantwortliche benannt und die verfügbaren Unterlagen zur Risikoidentifizierung, -bewertung und -kommunikation zusammengestellt. Darauf aufbauend werden je Risikokategorie konkrete Risiken identifiziert und hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihres Schadensausmaßes qualitativ bewertet. Maßnahmen der kurzfristigen und langfristigen Risikosteuerung, die Verantwortlichkeiten, ein ggf. möglicher finanzieller Einfluss sowie der Bedarf einer Investition sind je Risiko angegeben.

Initiiert durch Saint-Gobain werden umfassende Self-Assessments konzernweit durchgeführt, bei denen sich die einzelnen Einheiten anhand von umfangreichen Fragebögen selbst bewerten. Die Aussagen im Rahmen der Self-Assessments werden teilweise durch prozessunabhängige Personen in Audits validiert.

Durch interne und externe Audits werden einzelne Bestandteile des Risikomanagementsystems regelmäßig überprüft. In diesen Audits wurde bestätigt, dass ein funktionsfähiges und wirksames Risikomanagementsystem konzernweit implementiert ist und dass Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Einhaltung aller maßgeblichen rechtlichen Vorschriften getroffen wurden. Unser Anspruch ist es, den durch die Audits bestätigten hohen Standard zu halten, neue Entwicklungen zu antizipieren und noch besser zu werden.

Auf der Basis des oben dargestellten umfassenden und in die allgemeinen Unternehmensabläufe integrierten Risikomanagementsystems identifiziert und bewertet Oberland die verschiedenen strategischen und operativen Risiken. Ziel ist die Sicherstellung einer nachhaltig positiven Unternehmensentwicklung. Das Risikomanagementsystem dient insbesondere dazu, mögliche Gefahren für die Erreichung der Unternehmensziele bereits im Vorfeld zu minimieren. Hierbei werden alle im jeweiligen Geschäftsfeld liegenden Chancen sachgerecht gegen Gefahrenpotenziale abgewogen, anhand der Analyse bewertet und entsprechende Maßnahmen werden identifiziert und umgesetzt.

Wesentliche Datengrundlage des Oberland Risikomanagements ist das monatliche Berichtswesen, das detailliert sämtliche Umsatzpositionen, Aufwandsarten sowie Vermögens- und Finanzierungskomponenten quantitativ und qualitativ darstellt. Die einzelnen Positionen werden mit der Planung abgeglichen und einem Soll-Ist-Vergleich unterzogen. Etwaige Abweichungen werden analysiert und kommentiert. Dadurch wird eine regelmäßige und frühzeitige Information über maßgebliche Risiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens, insbesondere den Umsatz und das operative Ergebnis, wesentlich beeinflussen, gewährleistet. Die Risikoüberwachung und -steuerung wird im Oberland Konzern grundsätzlich auf Vorstandsebene ausgeübt. Im Einzelnen werden für alle relevanten Risiken Verantwortliche festgelegt. Dabei hängt die hierarchische Ebene der Verantwortlichkeit von der Bedeutung des jeweiligen Risikos ab.

Die Einhaltung von Gesetzen, die Achtung der eigenen Werte sowie die korrekte Anwendung interner Regeln und Richtlinien haben für die gesamte Saint-Gobain Gruppe zentrale Bedeutung. Das global aufgebaute Compliance-Programm der Saint-Gobain Gruppe vernetzt die Bausteine nachhaltige Entwicklung, Programm für Wettbewerbsrecht, interne Audits und interne Kontrollen sowie ein E-Mail-basiertes Verfahren zur Meldung von Regelverstößen (Whistleblowing). Das Compliance-Programm ist ein wesentlicher Bestandteil des implementierten Risikomanagementsystems.

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Compliance-Programm
Nachhaltige Entwicklung Programm für Wettbewerbsrecht Interne Audits und interne Kontrollen Whistleblowing

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem bezogen auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess

In das unternehmensweite RMS ist auch ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess eingebettet, das die Ordnungsmäßigkeit der Buchführung und der Finanzberichterstattung sicherstellen soll. Die Identifizierung und Bewertung der Risiken sowie die Definition von Maßnahmen erfolgen ebenfalls über die beschriebenen Strukturen und Prozesse des konzernweiten RMS.

In Bezug auf den Rechnungslegungsprozess sind ergänzend einige spezielle Maßnahmen hervorzuheben. Insbesondere durch interne Richtlinien sowie konzernweite Vorgaben und Anweisungen wird die Einhaltung von Gesetzen sichergestellt. Außerdem wird durch den Einsatz von qualifizierten Mitarbeitern und bedarfsbezogene Konsultation von Spezialisten möglichen rechnungslegungsbezogenen Risiken begegnet. Neben präventiven Maßnahmen, wie dem Vorhandensein einer ausreichenden Funktionstrennung und einem durchgängigen Vier-Augen-Prinzip, sorgen nachträgliche Kontrollen für die Ordnungsmäßigkeit der Abläufe. Das IT-System wirkt in diesem Zusammenhang unterstützend, wobei zum Beispiel die Zugriffsrechte nur aufgabenbezogen vergeben werden, über einen Genehmigungsprozess geregelt sind und darüber hinaus bei Aufgabenwechsel entzogen sowie in definierten Abständen überprüft werden. Ergänzend zu den prozessintegrierten Maßnahmen werden regelmäßige Kontrollen durch interne und externe Prüfer durchgeführt. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem trägt folglich wesentlich zur Sicherstellung der Regelungskonformität des Rechnungslegungsprozesses durch seine vorgegebene Prozessorganisation und -kontrollen bei.

Einzelrisiken

Durch die transparente Aufbereitung der Einzelrisiken kann die Risikosituation angemessen gesteuert werden. Die Risiken sind in Kategorien gegliedert und betreffen, sofern nicht anders angegeben, alle Segmente des Konzerns. Die Einschätzung der Risiken erfolgt zum Bilanzstichtag und ist grundsätzlich auf ein Jahr ausgelegt. Bei der Verwendung eines abweichenden Zeitraums wird explizit darauf hingewiesen.

Markt- und Absatzrisiken

Das Produktportfolio ist mit den Getränkebereichen Bier, Wein/Sekt, alkoholfreie Getränke und Spirituosen sowie dem Lebensmittelsegment breit aufgestellt. Dadurch bestehen keine strukturellen Abhängigkeiten von einzelnen Markt- und Absatzbereichen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein oder sogar mehrere Segmente zeitgleich spürbare Absatz- und/oder Umsatzrückgänge verzeichnen, erscheint eher gering.

Als hauptsächliches Markt- und Absatzrisiko gelten anhaltende Substitutionseffekte in einigen Bereichen der Getränke- und Lebensmittelindustrie. Die Substitutionsrisiken für Glasverpackungen durch eine verstärkte Marktdurchdringung der Getränkedose hängen im Wesentlichen von deren Akzeptanz durch Handel und Verbraucher sowie dem politischen Umfeld ab. Die weitere Entwicklung der Getränkedose im Markt (insbesondere Export) bleibt daher unverändert zu beobachten. Im Bereich Lebensmittel gilt es, eine grundsätzlich mögliche Zunahme von PET-Verpackungen rechtzeitig zu erkennen.

Schwankende Rohstoff- und vor allem Energiepreise könnten weiterhin zu Kostenveränderungen führen. Da das Durchreichen dieser Effekte entscheidend von den jeweiligen Marktbedingungen abhängt, könnte es sich als schwierig gestalten, diese Veränderungen mit Kunden ergebnisorientiert zu verhandeln.

Das Risikopotenzial der einzelnen Portfoliobestandteile wird in Summe als überschaubar betrachtet. Im Biersegment muss wegen verschiedener Rahmenbedingungen wie zum Beispiel der zurückgehenden Bedeutung des traditionellen Biertrinkers in Deutschland, bedingt durch die veränderte Altersstruktur, höchstwahrscheinlich von einem Konsumrückgang ausgegangen werden. Ferner können die weiterhin rückläufigen Geburtenraten in Deutschland zu einem geringeren Verbrauch an Babynahrung führen, was sich jedoch nicht nennenswert auf das Geschäft von Oberland auswirken sollte.

Die GPS Glasproduktions-Service GmbH, welche Maschinen und Anlagen für die Hohlglasindustrie fertigt, blickt einer Verschärfung der Wettbewerbssituation entgegen. Es wird versucht, diesen Bedingungen durch die Aufrechterhaltung der Qualitätsarbeit, einen Ausbau des Servicegeschäfts, verstärkte nachhaltige Kundenwerbung und eine stärkere Nutzung von Absatzchancen innerhalb der Saint-Gobain Gruppe zu begegnen.

In Russland können aus der instabilen Situation bei der Lizenzierung für Alkoholproduzenten und -händler weiterhin negative Effekte im Spirituosensegment resultieren. Hinzu kommt ein zunehmender Preisdruck in diesem Segment. In der Ukraine ist ebenfalls der Bereich Spirituosen risikobehaftet, insbesondere durch den steigenden Einfluss russischer Importe. Darüber hinaus hätte ein Nachfragerückgang speziell nach hochwertigen Produkten auf sämtliche osteuropäischen Gesellschaften relativ starke Auswirkungen. Die instabile politische Lage in der Ukraine birgt zudem Unsicherheiten, aus der sich Risiken für die Geschäftsentwicklung in diesem Land ergeben können.

Aufgrund der Kurzfristigkeit von Schwankungen der Kapazitätsmaßnahmen am Markt, verglichen mit der Langfristigkeit der Investitionsentscheidungen und damit auch der Kapazitätsbereitstellung, könnten vorübergehende Kapazitätsungleichgewichte entstehen.

Der kurz- und mittelfristige Einfluss der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Europa auf die in- und ausländischen Marktaktivitäten von Oberland bleibt abzuwarten.

Beschaffungsrisiken

Zur Herstellung unserer qualitativ hochwertigen Produkte benötigen wir in unseren Geschäftsprozessen Rohstoffe, Energie, komplexes technisches Equipment sowie Frachtkapazitäten, die wir auf den entsprechenden Beschaffungsmärkten beziehen. Die Einkaufspreise können je nach Marktsituation schwanken und unsere Kostenstrukturen belasten. Ebenso können Lieferanten ausfallen, was wiederum unsere Produktion und die Einhaltung der vertraglichen Verpflichtungen gegenüber unseren Kunden gefährden kann. Wir wirken den Risiken möglichst durch angepasste Verkaufspreise und langfristig angelegte Lieferantenbeziehungen und Lieferverträge entgegen. Des Weiteren sucht unser Einkaufsbereich ständig alternative und kostengünstige Lieferanten, um die Risiken von Lieferantenausfällen zu begrenzen. Die Bündelung der oben genannten Maßnahmen minimiert das Beschaffungsrisiko, erforderliche Kapazitäten werden weitestgehend abgesichert und somit wird unsere Wettbewerbsfähigkeit gesichert. Durch das bestehende Lieferantenkontrollverfahren sowie eine enge Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten wird die Qualität der bezogenen Produkte kontinuierlich verbessert.

Mit der Unterzeichnung des Global Compact der UN 2003 bekräftigt die Saint-Gobain Gruppe ihren Entschluss, auf ein nachhaltiges Geschäftswachstum hinzuarbeiten. Die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Anforderungen einer nachhaltigen Entwicklung sind daher grundlegende Elemente in unserer Einkaufsstrategie. Um dieses Ziel zu erreichen, laden wir unsere Lieferanten ein, innerhalb ihres Einflussbereiches an diesem Prozess teilzuhaben. Hierzu dient unsere Lieferantencharta. Diese Charta ist Basis jeglicher Zusammenarbeit mit Saint-Gobain und wird Bestandteil eines jeden Vertrages.

Je nach Marktsituation können Einkaufspreise für Energie erheblich schwanken. Die Energiewende in Deutschland zieht auch für die Industrie spürbar erhöhte Kosten nach sich. Steigerung und Förderung des Anteils erneuerbarer Energien und Alternativenergien, neue und höhere Umlagen sowie gestiegene Regelkosten und Kosten für den dringend notwendigen Ausbau der Strom- und Erdgasnetze verteuern auf lange Sicht die eingesetzte Energie. Hinzu kommen kostenträchtige regulatorische Anforderungen an die Strom- und Gasnetze unserer Produktionsstandorte. Dem Risiko steigender Energiepreise wird durch eine strukturierte Energiebeschaffung sowie durch Projekte hinsichtlich Energieeffizienz und alternativer Energien begegnet. Es besteht ein potenzielles Risiko in Bezug auf zukünftige Energieabgaben bzw. -umlagen und deren Höhe sowie in Bezug auf derzeit gewährte Entlastungen, Reduzierungen und Vergütungen.

Insbesondere die sich stark ändernde gesetzliche Situation, zum Beispiel EEG-Gesetzgebung und Stromnetzentgeltverordnung, sowie gesetzliche und regulatorische Rahmenbedingungen auf dem CO2 -Markt werfen viele Fragen und Unsicherheiten auf. Saint-Gobain Oberland bereitet sich darauf vor, in Zukunft verschiedenen neuen regulatorischen Vorschriften unterworfen zu sein. Dabei zeigen sich weniger verlässliche und planbare gesetzliche Regelungen als besonders kritisch.

Von steigender Bedeutung ist die ausreichende Verfügbarkeit von CO2 -Emissionsrechten. Die Saint-Gobain Oberland AG verfügte für die 2. Handelsperiode (2008-2012) über ausreichende Zertifikate und konnte nicht benötigte Zertifikate aus der 2. in die 3. Handelsperiode übertragen. Langfristig gesehen kommt es in der 3. Handelsperiode (2013-2020) mindestens zu einer Verknappung der kostenlos zugeteilten Zertifikate, für 2014 werden jedoch die überhängigen und im Februar 2015 zugeteilten Zertifikate ausreichen -auf Dauer zeichnet sich jedoch ab, dass mindestens ein Teil der Emissionszertifikate über Auktionen zugekauft werden muss. Die EU-Kommission hat ein sogenanntes "Backloading" (Entzug von CO2 -Zertifikaten aus dem Markt) beschlossen. Dies soll zu einer stabileren Marktsituation der CO2 -Zertifikate führen, allerdings auch zu einem höheren Wert der Zertifikate. In 2014 ist der Carbon-Leakage-Status der Behälterglasindustrie bestätigt worden. Mit dieser Entscheidung findet weiterhin nur der einheitliche sektorübergreifende Korrekturfaktor Anwendung, der die zugeteilten kostenlosen Zertifikate bis zum Jahr 2020 auf 82,44 % absenkt. Zusätzlich sind die Stromerzeuger seit 2013 verpflichtet, ihre Zertifikate komplett entgeltlich zu erwerben - dies wird eine Auswirkung auf unseren Strompreis und somit unsere Energiekosten haben.

Ausfallrisiken

Bei der aktuellen Wirtschaftslage muss wie in den Vorjahren mit Liquiditätsproblemen bei einzelnen Kunden in Deutschland, aber noch mehr in Russland und der Ukraine gerechnet werden. Insbesondere das wirtschaftliche Umfeld in Russland lässt das Risiko von Zahlungsausfällen weiter ansteigen. Das könnte für Oberland dazu führen, dass im Einzelfall Zahlungen verspätet oder nicht eingehen. Derzeit ist jedoch nicht erkennbar, dass hierdurch die Liquidität von Oberland ernsthaft gefährdet werden könnte (siehe Liquiditätsrisiken). Die stabile Kundenstruktur wirkt einer hohen Unsicherheit bezüglich der individuellen Ausfallrisiken entgegen. Maßnahmen zur Minimierung der Ausfallrisiken werden mithilfe von Kreditversicherungen, angepassten Zahlungsbedingungen, stringenter Einhaltung von Limits und monatlichen Einzelbeurteilungen durchgeführt. In Deutschland entstehen erfahrungsgemäß aus diesen Ausfallrisiken bei Oberland nur minimale Schäden. Auch in Russland und der Ukraine haben sich diese Instrumente bewährt.

Bedingt durch die Ernte und das Konsumverhalten der Endverbraucher ergibt sich zudem allgemein eine kundenseitige Saisonalität. Dieses Risiko wird jedoch durch das breite Produktsortiment erheblich reduziert.

Liquiditätsrisiken

Oberland ist an den Finanzpool des Saint-Gobain Konzerns angeschlossen. Somit hängt die Liquiditätsausstattung von Oberland unmittelbar mit der Liquiditätslage des Saint-Gobain Konzerns zusammen. Der heute verfügbare Kreditrahmen garantiert die für den normalen Geschäftsverlauf notwendige Liquidität. Darüber hinaus sind insbesondere die russischen Gesellschaften teilweise durch lokale Kreditinstitute finanziert. Eine mögliche Herabsetzung der dortigen Kreditlinien und auch das hohe Zinsniveau könnten zu einem höheren konzerninternen Finanzierungsbedarf führen.

Wertminderungsrisiken

Gemäß IAS 36 wird mindestens jährlich ein Impairment-Test für sämtliche zahlungsmittelgenerierenden Einheiten durchgeführt. Insbesondere die rechtlichen und wirtschaftlichen Unsicherheiten in Osteuropa führten zu signifikanten Wertminderungen von auf die dortigen Gesellschaften entfallenden Geschäfts- und Firmenwerten sowie auf sonstige langfristige Vermögenswerte, was auch in der Zukunft erneut eintreten kann.

Die aktuellen Entwicklungen bei den osteuropäischen Tochtergesellschaften haben im Berichtsjahr auch zu einer Abschreibung des Buchwerts der Beteiligungen im Einzelabschluss der AG geführt. Auch künftig können bei Tochterunternehmen außerplanmäßige Abschreibungen des Buchwerts der Beteiligungen oder Wertberichtigungen auf Forderungen im Einzelabschluss der Saint-Gobain Oberland AG erforderlich werden.

Zinsänderungsrisiken

Die Aktivitäten im Osten führten zu einer Verschuldung, die die Zinslast so relevant macht, dass ein Zinsrisiko existiert. Im Jahresverlauf entwickelten sich die gewichteten kurzfristigen internen Zinssätze wie im Folgenden dargestellt:

INTERNER REFINANZIERUNGSZINSSATZ 2014 SAINT-GOBAIN OBERLAND AG

Beeinflusst wird der Verlauf durch die Zinssituation in Osteuropa und im Speziellen durch ein an den Moscow Prime Offered Rate gekoppeltes Rubel-Darlehen. Aus Konzernsicht stellt die Zinslast keine Gefährdung der Ertragslage oder des Cashflows dar. Der konzerninterne Refinanzierungszinssatz hängt von den für Saint-Gobain am Markt verfügbaren Zinssätzen ab.

Währungsrisiken

Oberland tätigt Umsätze überwiegend in Euro, Rubel und Griwna. Bei Aktivitäten außerhalb des Euroraumes steht den Umsätzen auch die Mehrzahl der Kosten in der jeweiligen Landeswährung gegenüber, so dass sich das tatsächliche direkte Währungsrisiko auf den Ergebnisbeitrag aus Russland und der Ukraine beschränkt. Insgesamt veränderte sich der außerhalb des Euroraumes erzielte Umsatz von 24,1 % auf 22,5 % des Gesamtumsatzes.

Spekulationsgeschäfte oder Maßnahmen mit spekulativem Charakter sind gemäß den Unternehmensrichtlinien nicht zulässig und wurden auch nicht getätigt.

Die Unternehmensbeteiligungen in Russland und der Ukraine und auch die nachträglichen Kapitalerhöhungen wurden in Euro finanziert und belasten dementsprechend die Verschuldung der Saint-Gobain Oberland AG. Das somit erworbene oder gebildete Eigenkapital der Gesellschaften in Russland und der Ukraine besteht aber in lokaler Währung und führt daher bei der Kapitalkonsolidierung zu entsprechenden Wechselkursdifferenzen. Dieser Situation hätte Oberland nur durch eine erhebliche Verschuldung der Gesellschaften in Russland und der Ukraine in lokaler Währung begegnen können. Dies war allerdings zu keinem Zeitpunkt möglich.

Industrielle und technische Risiken

Die Beurteilung der zukünftigen Marktentwicklung gestaltet sich schwierig und wird deshalb als zentrales Risiko betrachtet, weil durch die relativ langen Wannenlaufzeiten kurzfristige Steuerungsmaßnahmen nur sehr begrenzt möglich sind. Kurzfristig bestehen risikoreduzierende Maßnahmen darin, den Produktionsplan und die Kapazitäten den aktuellen Entwicklungen des Auftragseingangs anzupassen. Langfristig ist Oberland erfolgreich bemüht, mit vielen Kunden dauerhafte Entwicklungspartnerschaften einzugehen.

Außerdem besteht durch die langen Laufzeiten von Investitionen das Risiko, dass innerhalb der geplanten Lebenszeit der Investitionen ein vorher nicht kalkulierbarer Nachrüstungsaufwand anfällt. Besonders bei der Thematik Umwelt und Umweltauflagen ist ein solcher Sachverhalt denkbar. Deshalb wird im Bereich Umwelt durch interne Prozesse sichergestellt, dass sämtliche Investitionen die geltenden Vorschriften erfüllen.

Die hohen Anforderungen an Lieferanten der Lebensmittelbranche sind eine Herausforderung für die Qualitätssicherung. Deshalb werden von Beginn an qualitätsrelevante Risiken durch strenge Qualitätskontrollen sowie andere vorbeugende Maßnahmen minimiert. Es wird eine Vielzahl von Vorkehrungen getroffen, um die hohe Qualität unserer Produkte sicherzustellen. Die Anlagensicherheit wird durch ständige Instandhaltungsmaßnahmen und Reparaturen gewährleistet.

Es besteht ein Risiko durch aufkommende Störungen im Strom- und Erdgasnetz. Ebenso gestaltet sich der Bereich gesetzliche Anforderungen und Rahmenbedingungen bei Energie immer schwieriger, unsicherer und ist häufig schlecht oder nur kurzfristig planbar. Aus diesem Grund sind in diesem Bereich vermehrt Ressourcen notwendig. Neben den gesetzlichen Rahmenbedingungen führen auch preislich unruhige Märkte zu einem erhöhten industriellen Risiko. Risikoreduzierende Maßnahmen sind zum Beispiel Flexibilisierungsmaßnahmen im Bereich Energiemix und eine stärkere Beobachtung der Energiepreisentwicklung sowie eine darauf ausgerichtete Vertragsgestaltung. Durch ständige Überprüfungen der technischen Anforderungen, mögliche Anpassungen der Anlagen und Steuerungen sowie einen Notfallplan soll deren Einsatzbereitschaft zudem durchgängig gewährleistet werden.

IT-Risiken

Die Risiken im IT-Bereich umfassen Systemausfallrisiken, mangelhafte Systemverfügbarkeit, Angriffe von außen sowie Risiken in Bezug auf den Verlust oder Missbrauch von Daten.

Das Ziel, für alle Anwendungen gleichermaßen eine Risikominimierung anzustreben, bedeutet eine Vielzahl von Ansätzen. Während das zentrale SAP-R/3-System für die Standorte in Deutschland und der Ukraine durch Saint-Gobain inklusive Redundanz zur Verfügung gestellt wird, müssen andere Systeme von Oberland selbst oder von externen Partnern gepflegt werden. Das Gleiche gilt für die Werke in Russland. Es wurden verschiedene Maßnahmen zum Schutz vor Angriffen von innen und außen getroffen.

Personalrisiken

Hoch qualifizierte Mitarbeiter sind ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Saint-Gobain Oberland AG. Der Fachkräftemangel in Deutschland zeichnet sich immer deutlicher ab. Abhängig von der Region und dem Einsatzbereich können freie Stellen zum Teil nur verzögert besetzt werden. Durch diese Situation kommt es immer auch zu Mehrbelastungen der bestehenden Belegschaft. Themen wie dem demografischen Wandel wird unter anderem durch Projekte im Bereich Ergonomie oder eine systematische Analyse der Mitarbeiterentwicklung Rechnung getragen. Diese Themen werden weiter wichtig bleiben, um die Attraktivität als Arbeitgeber zu erhöhen und auch langfristig qualifizierte und motivierte Mitarbeiter an die Saint-Gobain Oberland AG zu binden. Neben Vollzeitstellen sind auch zusehends die Ausbildungsstellen schwieriger zu besetzen. Ein wesentlicher Faktor hierfür sind die geburtenschwachen Jahrgänge. Für Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' besteht aufgrund der anhaltenden Krise in der Ukraine das Risiko, dass Mitarbeiter zum Militär eingezogen werden und in der Folge nicht als Arbeitskraft für das Unternehmen zur Verfügung stehen.

Um Mitarbeiter weiter an das Unternehmen zu binden und deren Einsatzbereitschaft zu sichern, müssen Anreize geschaffen werden. Gesundheit und Arbeitssicherheit sind nicht nur bei hoher Belastung wesentliche Faktoren, die bei der Saint-Gobain Oberland AG und bei der Compagnie de Saint-Gobain als generelle Policy insgesamt als wichtig erachtet werden. Durch verschiedenste Maßnahmen und Angebote aus den Bereichen Gesundheit, Arbeitssicherheit, Weiterbildung und Work-Life-Balance werden die Mitarbeiter unterstützt, um sich den verändernden Herausforderungen stellen zu können. Die Wirtschaftsentwicklung fordert ständige dynamische Anpassung. Somit wird die Qualität der Mitarbeiter auch zukünftig einer der Hauptfaktoren für den Unternehmenserfolg und zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit sein. Nur mit qualifizierten Mitarbeitern wird eine hohe und nachhaltige Wertschöpfung erreicht.

Im Hinblick auf die bestehenden Pensionsverpflichtungen und deren Wertigkeit liegen die Risiken bei den versicherungsmathematischen Annahmen, bei zum Beispiel sinkenden Zinssätzen, höherer Lebenserwartung von Versorgungsberechtigten oder steigender Inflation.

Rechtliche Risiken

Im Rahmen des Risikomanagements werden sämtliche rechtlichen Risiken betrachtet. Es werden vorbeugende Maßnahmen ergriffen, um die folgenden Risiken zu minimieren: Schwächen in der Einhaltung von Gesetzen und aller Arten von Verpflichtungen, steuerrechtliche Fragestellungen, Mängel im Prozess der Vertragsgestaltung, mangelhaftes oder verspätetes Management von Rechtsstreitigkeiten, mangelnder oder unzureichender Schutz der Interessen der organisatorischen Einheit und schlechtes Management der juristischen Ressourcen. Zur Risikovermeidung sind im RMS konkrete Maßnahmen formuliert. Nach Möglichkeit werden die Risiken außerdem durch Versicherungen abgedeckt.

Bei der GPS Glasproduktions-Service GmbH besteht weiterhin ein Mietrechtsstreit. Wesentliche künftige Ergebnisbelastungen werden nicht erwartet, allerdings sind Prognosen zum Verlauf und zum Ergebnis von Rechtsstreitigkeiten mit großen Unsicherheiten verbunden.

In Russland und der Ukraine ergibt sich infolge der allgemein schwierigen geopolitischen Lage ebenfalls eine rechtliche Unsicherheit, die zukünftige Einflüsse auf das Unternehmen nicht vorhersehbar machen.

Im Sommer 2014 wurde die EEG-Gesetzgebung novelliert. Mit dieser EU-konformen Neufassung haben die Bundesregierung und die EU-Kommission eine Regelung auf Basis der Mitte 2014 beschlossenen EU-Energie- und Umweltbeihilfeleitlinien (EEAG) gefunden. Die EU-Kommission hat Ende 2013 ein förmliches Prüfverfahren zum EEG und zu den Ausnahmeregelungen für stromintensive Unternehmen eingeleitet und darin die Rechtmäßigkeit der bereits gewährten teilweisen Befreiungen von der EEG-Umlage, insbesondere der Jahre 2013 und 2014, geprüft. In Umsetzung des Beschlusses der Europäischen Kommission hat das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Ende 2014 "Teilrücknahmebescheide" zur EEG-Umlage erlassen. Weitere mögliche Nachprüfungen stehen derzeit aus. Ein sich daraus ergebendes Risiko wird als gering eingeschätzt.

Neben diesem Verfahren zur EEG-Umlage wurde von der EU-Kommission gegen Deutschland weiterhin ein förmliches Beihilfeverfahren wegen der Befreiung großer Stromverbraucher von Netzentgeltzahlungen eingeleitet, aus dem sich Rückforderungen der Befreiungen ergeben können. Auch in diesem Fall wird das Risiko einer Nachzahlung als gering eingeschätzt.

Umweltrisiken

Praktizierter Umweltschutz geht weit über die Einhaltung rechtlicher Verpflichtungen hinaus. Oberland war schon früh Vorreiter in der Behälterglasbranche im Bereich der Rauchgasreinigung. Die kontinuierliche Verbesserung nachteiliger Umweltauswirkungen in allen Bereichen und dadurch die Minimierung der Umweltrisiken werden durch Umweltschutzprogramme in den Werken umgesetzt. Die Umweltziele enthalten Werte, die die genehmigten Grenzwerte noch unterschreiten. Bestätigt werden die Anstrengungen im Umweltschutz durch die erfolgreiche Zertifizierung der Werke in Deutschland, der Ukraine sowie Kavminsteklo nach DIN EN ISO 14001. Das Werk Bad Wurzach ist zusätzlich nach der EG-Verordnung 1221/2009 (EMAS) validiert, die Umwelterklärung durch einen unabhängigen Umweltgutachter für gültig erklärt.

Den Anspruch der Nachhaltigkeit und die ständige Suche nach Verbesserungsmöglichkeiten zur verantwortungsvollen Nutzung aller Ressourcen hat Oberland mit den vier Standorten in Deutschland durch die erfolgreiche Zertifizierung nach DIN EN ISO 50001 bewiesen. Ein professionelles Energiemanagement leistet einen wesentlichen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz, beispielsweise durch die dauerhafte Reduzierung von CO2 -Emissionen.

Risiken im Rechnungslegungsprozess

Spezielle rechnungslegungsbezogene Risiken können zum Beispiel aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte resultieren. Außerdem können durch bestehende Ermessensspielräume von Mitarbeitern beim Ansatz und bei der Bewertung von Bilanzpositionen weitere rechnungslegungsbezogene Risiken entstehen. Weiterhin können durch die Übertragung rechnungslegungsspezifischer Aufgaben Risiken auftreten.

Diese Risiken werden durch das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem bezogen auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess und dessen beschriebene Strukturen und Prozesse abgedeckt.

Einschätzung der Gesamtrisikosituation

Bestandsgefährdende Risiken sind gegenwärtig und für die Zukunft nicht zu erkennen.

Die folgende Übersicht zeigt die Klassifizierung der oben beschriebenen Einzelrisiken für Oberland. Unter dem Überbegriff Finanzrisiken sind Wertminderungsrisiken, Liquiditätsrisiken, Zinsänderungsrisiken und Währungsrisiken zusammengefasst.

Einschränkender Hinweis

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ermöglicht durch die festgelegten Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die systematische Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten sowie die sachgerechte Darstellung in der Konzernrechnungslegung.

Auch wenn die internen Kontroll- und Risikomanagementsysteme unter ständiger Beobachtung stehen und kontinuierlich verbessert werden, ist es nicht völlig auszuschließen, dass trotz angemessener und funktionsfähiger Systeme eine absolute Sicherheit zur vollständigen Identifizierung und Steuerung der Risiken nicht gewährleistet werden kann.

PROGNOSEBERICHT

Der Prognosebericht beschreibt die voraussichtliche Entwicklung des Saint-Gobain Oberland Konzerns. Er enthält Aussagen und Informationen über Vorgänge, die in der Zukunft liegen. Diese vorausschauenden Aussagen und Informationen beruhen auf Erwartungen und Annahmen des Unternehmens zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Diese wiederum unterliegen bekannten und unbekannten Chancen und Risiken. Eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse des Konzerns. Viele dieser Faktoren liegen außerhalb des Einflussbereichs des Unternehmens. Sollten eine oder mehrere Chancen bzw. Risiken eintreten, sollte sich eine der Ungewissheiten realisieren oder sollte sich erweisen, dass eine der zugrunde liegenden Annahmen nicht korrekt war, kann die tatsächliche Entwicklung des Konzerns sowohl positiv als auch negativ von den Erwartungen und Annahmen in den zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen dieses Prognoseberichts abweichen.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Nachwehen der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise sowie der geopolitischen Ereignisse prägen nach wie vor die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa. Daher fallen die Prognosen der diversen Experten für 2015 relativ verhalten aus. In seinem jüngsten Gutachten weist der Sachverständigenrat für 2015 im Vergleich zum Vorjahr nur noch ein Wachstum von 1,0 % aus. Positive Impulse werden vor allem vom privaten Verbrauch, gestützt von einer weiterhin guten Arbeitsmarktlage, ausgehen, was voraussichtlich einen positiven Einfluss auf den Inlandsabsatz von Glasverpackungen haben wird. Trotzdem sind weitere wirtschaftliche Auswirkungen weder kurz- noch mittelfristig absehbar und eine Prognose über die Geschäftsentwicklung ist nach wie vor mit großen Unsicherheiten behaftet.

Branchenentwicklung

Deutschland

Die Preiserwartung in den laufenden Verhandlungen für 2015 steht unter dem Einfluss eines intensiven europäischen Wettbewerbes, der sich auch für das kommende Jahr abzeichnet. Inwieweit inflationsbedingte Kostenveränderungen am Markt durchgereicht werden, ist aufgrund des uneinheitlichen Wettbewerberverhaltens noch unsicher. Wir gehen jedoch davon aus, dass es im Sinne nachhaltiger Lieferbeziehungen zu einvernehmlichen Lösungen kommen wird.

Die Absatzentwicklung der Dose als Substitut bleibt auch im Jahr 2015 zu beobachten. Trotz einiger Berichte aus vereinzelten Vertriebskanälen über eine zunehmende Bedeutung der Dose weisen die Marktzahlen bisher noch keinen signifikanten Trend zu Wachstum aus.

Die Veränderung im Konsumverhalten von alkoholischen hin zu nichtalkoholischen Getränken setzt sich weiter fort, was beispielsweise durch die langfristig kontinuierlich sinkenden Pro-Kopf-Verbräuche bei Bier und gleichzeitig steigenden Mengen insbesondere bei Softdrinks und Mineralwasser zum Ausdruck kommt. Der Mehrwegsektor speziell bei Mineralwasser gewinnt wieder, wenn auch auf sehr geringem Niveau, an Bedeutung. Der Versuch, diesen durch Einführung des Einwegpfandes zu stützen, muss dennoch angesichts der sich bislang permanent reduzierenden Anteile als gescheitert angesehen werden. Die Einwegverpackungen werden nach Einschätzung von Oberland auch im kommenden Jahr grundsätzlich weitere Marktanteile hinzugewinnen können.

Die Beurteilung der Entwicklung des Biermarktes stellt sich weiterhin als sehr schwierig dar. Positiv für den Glasbedarf wirkt sich der anhaltende Trend zu Individualgebinden und dem damit verbundenen Austausch bestehender Poolgebinde aus. Dem gegenüber steht eine sehr abwartende und vorsichtige Bereitschaft der Brauereien, in die Mehrweggebinde zu investieren, da ihr Absatz immer stärker von unterschiedlich bedingten Saisonalitäten sowie zunehmend hohen Promotionanteilen abhängt. Insgesamt ist auch der neuerliche Versuch erkennbar, Doseneinwegverpackungen als Alternative für Bier zu etablieren. Insgesamt ist nach einem sehr guten Jahr im Zusammenhang mit der Fußballweltmeisterschaft mit einem eher verhaltenen Bierkonsum zu rechnen.

2014 konnten in der Weinlese ein überdurchschnittlicher Ertrag und eine zugleich hohe Qualität erzielt werden, was die knappen Bestände des Vorjahres wieder auffüllen kann. Der deutsche Sektmarkt, bestehend aus Sekt und den sektähnlichen Mischgetränken, präsentiert sich insbesondere dank des anhaltenden Trends hin zu den alkoholfreien Varianten und sektähnlichen Mischgetränken ebenso nach wie vor stabil. Insofern prognostizieren wir ein etwa gleichbleibendes bis, in Abhängigkeit von der Entwicklung der sektähnlichen Mischgetränke, steigendes Marktvolumen für das Wein- und Sektsegment für 2015.

Da der Absatz bei Gläsern für den Lebensmittelbereich stark ernteabhängig und saisonal geprägt ist und in 2014 die gute Ernte die leicht rückläufigen Ergebnisse aus den anderen Segmenten ausgleichen konnte, ist eine Prognose für das kommende Jahr sehr schwierig. Der weiterhin anhaltende Trend zur Frischeproduktion und Glassubstitution durch Kunststoffe wird Glas auch zukünftig vor Herausforderungen stellen, die hauptsächlich durch innovative Glaskonzepte aufgefangen werden sollen. Die verstärkte Ausrichtung der lebensmittelabfüllenden Industrie auf Nachhaltigkeit wird Glas tendenziell bei den anspruchsvollen, gesundheits- und umweltorientierten Konsumenten in den Fokus rücken.

Eine große Herausforderung stellt nach wie vor die Planung von Just-in-time-Lieferungen dar. Eigene Schwankungen können durch die fehlenden Kundenlager nicht ausgeglichen werden. Trotzdem ist es 2014 gelungen, die hohe Liefertreue zu halten - unter Optimierung des kapitalbindenden Lagerbestandes.

Russland

Die lokalen Flaschenproduzenten sind maßgeblich von der Alkoholindustrie abhängig. In diesem Segment ist ein weiterer Produktionsrückgang zu erwarten, da die Produzenten nach wie vor Schwierigkeiten durch Regulierungsinstanzen und erhöhten Anforderungen ausgesetzt sind. Die Entwicklung des Marktes wird dabei weitgehend durch Großunternehmen bestimmt, während kleine Unternehmen aufgrund der gestiegenen Bürokratie abgehalten werden. Besondere Herausforderungen stellen nach wie vor die geforderte Lizenzierung und die Banderolenpflicht dar.

Der Behälterglasmarkt in Russland erfährt außerdem einen hohen Preisdruck, wesentlich beeinflusst durch die Zunahme des Schwarzmarktes im Bereich Wodka. Infolgedessen nimmt die Preissensibilität der Kunden weiter zu und wirkt sich auf die Gewinnspannen der gesamten Branche aus. Wir gehen insgesamt davon aus, dass es auf dem russischen Markt kurz- bis mittelfristig zu einer zunehmenden Marktbereinigung um überschüssige Kapazitäten kommt.

Ukraine

Auf dem ukrainischen Markt werden in den kommenden Jahren keine bedeutenden Entwicklungen erwartet. Allerdings war 2014 ein weiterer Rückgang in der Spirituosenproduktion zu verzeichnen, der sowohl auf den Rückgang des real verfügbaren Einkommens als auch auf den erheblichen administrativen Druck auf die Produzenten sowie Importbeschränkungen durch die russische Regierung zurückzuführen ist. Das Segment Gläser zeigte aufgrund der guten Ernte eine hohe Dynamik.

Ausrichtung des Konzerns

Ziel ist es, nachhaltig der bevorzugte Verpackungspartner für die Getränke- und Lebensmittelindustrie zu sein. Als Voraussetzung dafür sehen wir herausragende Leistungen in Qualität, Kundenservice und innovativen Entwicklungen an. Diese sollen auf Basis vorbildlicher Arbeitssicherheit, moderner Menschenführung und nachhaltiger Nutzung aller Ressourcen erreicht werden.

Um diesem Anspruch gerecht zu werden, führt Oberland das in den vergangenen Jahren ausgebaute Qualitätsmanagement kontinuierlich fort. Die Saint-Gobain Oberland AG war in Deutschland die erste Glashütte, die nach den strengen BRC-Standards zertifiziert wurde. Außerdem erhielt die Saint-Gobain Oberland AG bereits 2009 das DIN EN ISO 22000 Zertifikat für Hygienemanagement, das explizit ein - über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehendes - Qualitätsmanagementsystem vorschreibt. Sämtliche diese Bereiche betreffenden Zertifizierungen wurden auch 2014 erneut bestätigt. Dies unterstreicht das fortwährende Bestreben von Oberland, die Qualitätsführerschaft am Markt weiter zu intensivieren.

Angesichts kontinuierlich steigender Beschaffungskosten sind Einsparungen auf diesem Gebiet von zentraler Bedeutung. Nur so kann Oberland profitabel bleiben. Ein werksübergreifendes Einkaufs- und Energiemanagement nutzt hierbei alle Möglichkeiten, Kosten zu optimieren, bei gleichzeitiger Sicherstellung der Qualität.

Basis für kontinuierliche Kundenzufriedenheit ist die Produktion von hochwertigen Glasverpackungen, verbunden mit einem erstklassigen Serviceangebot. Wesentlich dazu beitragen können die Ausrichtung der Produktionskapazitäten auf Flexibilität sowie eine größere Zahl an Innovationen im Produkt- und Dienstleistungsbereich. Durch die noch engere Verbindung mit den anderen Gesellschaften des Mehrheitsaktionärs unter der Marke Verallia kann Oberland die globale Stärke einerseits sowie die Kundennähe andererseits perfekt ausüben und somit seine Marktposition ausbauen.

Erwartete Geschäfts- und Ertragslage

Deutschland

Im Jahr 2015 wird eine leicht steigende Weltwirtschaft erwartet, was auch für die deutsche Wirtschaft prognostiziert wird. Die sich bereits auf einem niedrigen Niveau befindende Arbeitslosenquote wird sich 2015 voraussichtlich weiter positiv entwickeln.

Der Markt für Behälterglas war 2014 steigend. Die Saint-Gobain Oberland AG erwartet für die kommenden Jahre einen gleichbleibenden Markt. Dieser ist jedoch geprägt durch theoretische Überkapazitäten und dadurch einem deutlich höheren Wettbewerb ausgesetzt. Dies bedeutet auch, dass in der gesamten Glasverpackungsbranche keine Vollauslastung der Kapazitäten mehr gewährleistet ist.

Wie 2014 stehen Oberland auch im Jahr 2015 nicht alle Kapazitäten zur Verfügung, da ein Wannenneubau durchgeführt wird.

Insgesamt ist die Saint-Gobain Oberland AG auf Basis eines verbesserten Produktportfolios und umfangreicher Investitionen gut gerüstet, sich den genannten Herausforderungen zu stellen. Für 2015 erwarten wir einen weiter andauernden starken Wettbewerb, besonders aufgrund von weiterhin bestehenden theoretischen Überkapazitäten. In dieser Situation werden wir nach wie vor den Fokus auf Qualität und Kundenservice legen.

Auf Basis der aktuellen Gespräche mit Kunden gehen wir für 2015 von einer Preisentwicklung maximal auf dem Niveau der Einkaufsindices aus. Dies bedeutet für das Segment Deutschland, inklusive GPS, dass für das kommende Jahr ein Umsatz auf Vorjahresniveau und eine Verbesserung um über 5 % beim Operativen Ergebnis erwartet werden.

Russland

Die Prognosen für die russische Wirtschaft sind gedämpft. Ein niedriger Ölpreis und eine trotzdem hohe Inflation lassen Russland vermutlich in eine Rezession geraten. Es bestehen außerdem keine Anzeichen für eine schnelle Lösung der geopolitischen Krise und zur Einstellung der Sanktionen.

Die Rückkehr zu einem höheren Wachstum in Russland wird von einem soliden Anstieg der privaten Investitionen und einem Auftrieb des Konsumverhaltens abhängig sein. Dies erfordert die Schaffung eines klaren und berechenbaren politischen Umfelds und die Umsetzung der ungelösten Strukturreformen. Ein ausgeglichenes und gestreutes Staatsvermögen kann helfen, die strukturellen Einschränkungen zu überwinden und neues Wachstum zu generieren.

Das Hauptaugenmerk bei ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod liegt aufgrund der entsprechenden Marktnachfrage auf Gläsern für Konserven. Um den Marktanteil zu erhöhen, konzentriert sich ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod zudem auf multinationale und große lokale Kunden.

In den kommenden Jahren hat Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO die feste Absicht, nicht nur Verpackungslieferant, sondern auch ein lösungsorientierter Partner für seine Kunden zu sein. Die in 2014 begonnene Entwicklung des Design-Centers ist der erste Schritt zu einem erweiterten kundenorientierten Ansatz. Um den Marktanteil zu erhöhen, wird Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO weiterhin sein Exportgeschäft ausbauen. Verbesserte Technologien und ein erhöhtes Know-how können zudem eine Aufwertung aller Artikel ermöglichen und die Marktposition stärken.

In Russland bleibt der Wettbewerb im Glasverpackungsmarkt immer noch sehr hoch, da bestehende Überkapazitäten erst nach und nach abgebaut werden. Unser Fokus lag 2014 bereits auf der Vertriebsseite, was in beiden russischen Werken zu erhöhten Absatzmengen, verbunden mit einer guten Auslastung, führte. In 2015 soll diese Entwicklung fortgeführt und ergänzend durch eine Preisanpassung, die sich an der Inflation orientiert, verstärkt werden.

Beim Umsatz planen wir in 2015 währungsbedingt einen Rückgang um ca. 20 %. Nach einem negativen Operativen Ergebnis im Jahr 2014 erwarten wir für 2015 eine signifikante Steigerung in den positiven Bereich.

Ukraine

Die Aussichten, die Konsequenzen der globalen Krise zu überwinden und die Grundlage für ein stabiles Wirtschaftswachstum zu schaffen, hängen davon ab, wie sich die Inlands- und Auslandsnachfrage erholt. Außerdem ist die Effizienz der Regierungspolitik, inklusive der Anti-Krisen-Maßnahmen und einer konsequenten Umsetzung systematischer Reformen, dafür verantwortlich, eine erfolgreiche ökonomische Modernisierung zu erreichen, unterstützt durch die Wiederherstellung und ein effizientes Funktionieren des globalen Finanzsystems.

Vor diesem Hintergrund wird 2015 voraussichtlich ein herausforderndes Jahr mit einem starken Fokus auf das Premiumsegment. Das ukrainische Team arbeitet weiterhin an der Durchdringung derjenigen Premiumsegmente, die in der Vergangenheit durch Importe aus dem Ausland beliefert wurden. Die große Bedeutung des Exportbereichs bleibt bestehen, knapp die Hälfte der Absätze wird in zehn verschiedenen Ländern erzielt. Das Kunden- und Produktportfolio hat ein gutes Gleichgewicht erreicht und kann durch eine Reduzierung der Risiken bezogen auf einzelne Segmente noch verbessert werden.

Wir erwarten für 2015, dass der Umsatz währungsbedingt bis zu 10 % unter dem Vorjahreswert liegen wird. Beim Operativen Ergebnis gehen wir davon aus, eine signifikante Steigerung in den positiven Bereich zu erreichen.

Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung

Da die Lage im weltwirtschaftlichen Umfeld eher instabil erscheint, sehen wir eine weitere Zunahme der Risiken. Diese Tatsache ist auch im Ergebnis der Impairment-Tests für die osteuropäischen Tochterunternehmen ablesbar. Wir erwarten für die Folgejahre den Fortbestand der volatilen Rahmenbedingungen und die Fortsetzung eines erheblichen Preiskampfs.

Neben den weiterhin bestehenden theoretischen Überkapazitäten sind die Entwicklungen auf den Beschaffungsmärkten, vor allem bei den Rohstoff- und Energiepreisen, differenziert zu sehen. Während die Entwicklung der Energiepreise für 2015 günstig beurteilt werden kann, wird bei anderen Rohstoffen mit einem Preisanstieg gerechnet. Mittel- und langfristig werden auch die Energiekosten aller Wahrscheinlichkeit nach wieder steigen.

Positiv hervorzuheben ist, dass die Neuregelung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) vorläufig zu einer rechtlichen Klärung des im Vorjahr beschriebenen Risikos geführt hat. Für die Saint-Gobain Oberland AG ergeben sich damit keine wesentlichen Änderungen. Nichtsdestotrotz gehen wir weiterhin davon aus, dass vor allem die Rohstoffpreisentwicklungen sowie die erheblichen und schädlichen Diskussionen um die Energieabgaben und -gesetzgebung ein beachtliches Ergebnisrisiko repräsentieren.

Die bereits in den Vorjahren angestoßenen Kostensenkungsprogramme werden im Rahmen eines kontinuierlichen Kostenmanagements auch zukünftig fortgeführt werden. In 2014 konnten die Absatzpreise im Vergleich zum Vorjahr nicht erhöht werden. Unser Bestreben besteht weiterhin darin, eine nachhaltige Lieferfähigkeit mit entsprechender Qualität sicherstellen zu können.

Infolge währungsbedingter Einflüsse rechnen wir für 2015 mit einem Umsatz um bis zu 5 % unter dem Vorjahr. Beim Operativen Ergebnis ist für 2015 eine Rückkehr auf das Niveau der Jahre 2010 und 2011, d. h. zwischen 25 und 50 Mio. Euro, möglich.

Die Arbeitssicherheit bleibt auch 2015 ein zentrales Element bei Oberland. Für die Kennzahl TF2 (Häufigkeit von Unfällen mit Arbeitszeitausfall und medizinischer Versorgung bezogen auf eine Million Arbeitsstunden) erwarten wir für Deutschland einen Wert von 2,2, in Russland ebenfalls 2,2 und in der Ukraine 1,2.

ANGABEN NACH §§ 289 ABS. 4 UND 315 ABS. 4 HGB SOWIE ERLÄUTERNDER BERICHT

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Ziffer Thema Angaben bzw. Verweis
1 Zusammensetzung des Gezeichneten Kapitals Das Grundkapital der Saint-Gobain Oberland AG beträgt zum 31.12.2014 unverändert 26,0 Mio. Euro, eingeteilt in 1.000.000 Stückaktien.
2 Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen Für Aktien der Saint-Gobain Oberland AG gibt es keine Übertragungs- oder Stimmrechtsbeschränkungen. Alle 1.000.000 Stückaktien der Saint-Gobain Oberland AG garantieren auf der Hauptversammlung je eine Stimme.
3 Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital Die Compagnie de Saint-Gobain, Courbevoie/Frankreich, hat der Gesellschaft gemäß § 20 (4) AktG angezeigt, dass ihr 96,7 % der Stimmrechte an der Saint-Gobain Oberland AG zuzurechnen sind, die direkt durch die Saint-Gobain Emballage S.A. gehalten werden.
4 Inhaber von Aktien mit Sonderrechten Für Inhaber von Aktien gelten keinerlei Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen.
5 Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben Es besteht keine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Kapital der Saint-Gobain Oberland AG beteiligt sind.
6 Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über Satzungsänderungen Der Aufsichtsrat bestellt die Vorstandsmitglieder und bestimmt ihre Zahl. Er kann stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellen. Der Aufsichtsrat kann ein Mitglied zum Vorsitzenden oder zum Sprecher des Vorstands ernennen. Im Geschäftsjahr wurden diesbezüglich keine Satzungsänderungen vorgenommen.
7 Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien Derzeit besteht kein Ermächtigungsbeschluss zur Ausgabe und zum Rückkauf eigener Aktien.
8 Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen Für die Saint-Gobain Oberland AG liegen derzeit keinerlei Vereinbarungen vor.
9 Entschädigungsvereinbarungen mit dem Vorstand und Arbeitnehmern im Fall eines Übernahmeangebotes Mit Mitgliedern des Vorstands und Führungskräften bestehen keine Vereinbarungen hinsichtlich geldwerter Entschädigungen bei einem ,Change of Control' oder einer Übernahme der Gesellschaft.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG (§ 289 a HGB)

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB ist auf unserer Homepage www.saint-gobain-oberland.de unter Investor Relations veröffentlicht.

VORSTANDSVERGÜTUNG

Die Mitglieder des Vorstands der Saint-Gobain Oberland AG erhalten eine wert- und leistungsorientierte Vergütung. Diese setzt sich aus zwei Teilen zusammen: Der fixe Bestandteil richtet sich nach den marktüblichen Bedingungen und dem persönlichen Werdegang. Die variable Komponente besteht aus einem vom Unternehmensergebnis und von der persönlichen Leistung abhängigen Bonus, der sich am jeweiligen Zielerreichungsgrad orientiert. Die Gesamthöhe wird jährlich überprüft und mit der allgemeinen Unternehmens- und Entgeltentwicklung abgeglichen. Außerdem erhalten die Mitglieder des Vorstands Nebenleistungen in Form von Sachbezügen, die im Wesentlichen aus dem nach steuerlichen Richtlinien anzusetzenden Wert der Dienstwagennutzung bestehen. Als Vergütungsbestandteil sind diese Nebenleistungen vom einzelnen Vorstandsmitglied zu versteuern. Sie stehen allen Vorstandsmitgliedern prinzipiell in gleicher Weise zu.

Die Vorstände haben ferner grundsätzlich einen Anspruch auf Ruhegeld, sofern der Dienstvertrag beendet ist und die Voraussetzungen für den Bezug von Altersruhegeld oder anderen vergleichbaren Versorgungsleistungen erfüllt sind. Neben den von Saint-Gobain Oberland gewährten Vergütungsbestandteilen partizipieren die Mitglieder des Vorstands an den Aktienprogrammen der Compagnie de Saint-Gobain S.A., Courbevoie/Frankreich.

Die Gesamthöhe der Bezüge des Vorstands ist im Anhang und Konzernanhang dargestellt. Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat am 19. Mai 2011 beschlossen, dass die Nennung der Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitglieds im Anhang zum Jahresabschluss nach § 285 Nr. 9 lit. a) Satz 5 bis 8 HGB sowie entsprechend im Konzernabschluss gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 lit. a) Satz 5 bis 8 HGB für den Zeitraum von fünf Jahren ab Fassung des Beschlusses unterbleibt.

AUFSICHTSRATSVERGÜTUNG

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 8 der Satzung der Saint-Gobain Oberland AG geregelt. Die Struktur der Aufsichtsratsvergütung hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert. Die Vergütungshöhe beschließt die Hauptversammlung, dies ist zuletzt am 24. Juni 1999 erfolgt. Neben dem Ersatz der Auslagen und einer für die Aufsichtsratstätigkeit zur Last fallenden Umsatzsteuer erhält jedes Aufsichtsratsmitglied nach Ablauf des Geschäftsjahres eine feste Vergütung von 7.700 Euro pro Jahr. Entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurden die Position des Aufsichtsratsvorsitzenden und die seines Stellvertreters bei der Berechnung der Vergütung berücksichtigt. Der Vorsitzende und sein Stellvertreter erhalten jeweils 14.900 Euro pro Jahr.

ERKLÄRUNG DES VORSTANDS GEM. § 312 ABS. 3 SATZ 3 AKTG

Unsere Gesellschaft erhielt bei jedem im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung und wurde durch die im Bericht angegebenen getroffenen oder unterlassenen Maßnahmen nicht benachteiligt. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns im Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren.

 

Bad Wurzach, den 27. Februar 2015

Der Vorstand

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss und der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und der Gesellschaft vermitteln und im Lagebericht und Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns und der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns und der Gesellschaft beschrieben sind.

 

Bad Wurzach, den 27. Februar 2015

Saint-Gobain Oberland AG

Der Vorstand

Stefan Jaenecke, Vorstandsvorsitzender

Thomas Beyer, Vorstand Personal

Klaus J. Rudolph, Vorstand Finanzen

Roland Unfried, Vorstand Technik

Jahresabschluss des Konzerns FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2014

Gesamtergebnisrechnung DES SAINT-GOBAIN OBERLAND KONZERNS

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TEUR Anhang (D) 2014 2013
Jahresergebnis   - 5.849 4.735
Sonstiges Ergebnis      
Posten, die nicht in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden      
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen (IAS 19.93A) (12/13) - 14.849 3.261
Ertragsteuern (4) 4.555 - 1.017
    - 10.294 2.244
Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden      
Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow-Hedges (12/20) - 31
Währungsumrechnung (12) - 38.458 - 13.021
Ertragsteuern (4) - - 10
    - 38.458 - 13.000
Sonstiges Ergebnis   - 48.752 - 10.756
Gesamtergebnis   - 54.601 - 6.021
davon den Anteilseignern des Konzerns zustehend   - 52.297 - 5.127
davon auf andere Gesellschafter entfallend   - 2.304 - 894

Gewinn- und Verlustrechnung DES SAINT-GOBAIN OBERLAND KONZERNS

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TEUR Anhang (D) 2014 2013
Umsatzerlöse (1) 533.714 520.670
Umsatzkosten   - 470.967 - 469.654
Allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten   - 24.433 - 24.007
Forschungs- und Entwicklungskosten   - 1.133 - 823
Sonstige Erträge   795 839
Sonstige Aufwendungen   - 25.682 - 2.600
Operatives Ergebnis (2) 12.294 24.425
Zinsen und ähnliche Aufwendungen (3/17/20) - 10.075 - 9.695
Zinsen und ähnliche Erträge (3/17/20) 92 138
Zinsergebnis (17/20) - 9.983 - 9.557
Sonstige Finanzerträge (3/17/20) 166 665
Finanzergebnis (3) - 9.817 - 8.892
Ergebnis vor Steuern   2.477 15.533
Ertragsteueraufwand (4) - 11.786 - 9.979
Latenter Steuerertrag/-aufwand (4) 3.460 - 819
Ertragsteuern gesamt (4) - 8.326 - 10.798
Jahresergebnis   - 5.849 4.735
davon entfallen auf:      
Gezeichnetes Kapital und Rücklagen, die den Anteilseignern der Muttergesellschaft zuzuordnen sind   - 4.968 5.248
Minderheitsanteile am Eigenkapital   - 881 - 513
Ergebnis je Aktie in EUR (verwässert und unverwässert) (5) - 4,97 5,25

Bilanz DES SAINT-GOBAIN OBERLAND KONZERNS

AKTIVA

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TEUR Anhang (D) 31.12.2014 31.12.2013
Langfristige Vermögenswerte      
Geschäfts- oder Firmenwerte (7) 2.231 9.597
Immaterielle Vermögenswerte (7) 438 651
Sachanlagen (7) 217.334 283.163
Übrige finanzielle Vermögenswerte (7/17) 1.584 1.677
Sonstige Forderungen (8/17/18) 44 187
Latente Steueransprüche (14) 2.709 583
Langfristige Vermögenswerte   224.340 295.858
Kurzfristige Vermögenswerte      
Vorräte (9) 107.942 126.667
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (10/17) 51.722 62.373
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (11/17) 3.694 5.719
Sonstige Vermögenswerte (10/17) 44.931 47.223
Kurzfristige Vermögenswerte   208.289 241.982
Summe Aktiva   432.629 537.840

PASSIVA

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TEUR Anhang (D) 31.12.2014 31.12.2013
Eigenkapital      
Gezeichnetes Kapital (12) 26.000 26.000
Kapitalrücklage (12) 44.729 44.681
Gewinnrücklagen (12) 76.939 94.385
Konzernergebnis (12) - 4.968 5.248
Währungsumrechnungsdifferenzen (12) - 93.302 - 56.267
Anteile anderer Gesellschafter (12) 1.915 4.219
Eigenkapital   51.313 118.266
Langfristige Schulden      
Rückstellungen (13/17) 86.908 74.215
Latente Steuerschulden (14) 15.709 22.336
Finanzielle Verbindlichkeiten (15/17) 2.918 10.637
Langfristige Schulden   105.535 107.188
Kurzfristige Schulden      
Rückstellungen (13/16/17) 831 918
Ertragsteuerschulden (16) 2.577 3.161
Finanzielle Verbindlichkeiten (16/17) 161.378 195.368
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (16/17) 98.599 95.937
Sonstige Verbindlichkeiten (16/17) 12.396 17.002
Kurzfristige Schulden   275.781 312.386
Summe Passiva   432.629 537.840

Eigenkapitalveränderungsrechnung DES SAINT-GOBAIN OBERLAND KONZERNS

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  Saint-Gobain Oberland AG
TEUR Gezeichnetes Kapital Kapital-
rücklage
Gesetzliche Rücklagen Andere Gewinn-
rücklagen
Gewinn- vortrag Konzern-
ergebnis
01.01.2013 26.000 44.512 249 115.217 1.904 - 2.401
Konzernergebnis - - - - - 5.248
Zeitwert/-änderungen von Cashflow-Hedges - - - - - -
Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow-Hedges - - - 31 - -
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen - - - 3.261 - -
Währungsumrechnung - - - - - -
Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen - - - - 1.027 - -
Dividende - - - - - - 22.500
Beiträge des Mutterunternehmens - 169 - - - -
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel - - - - 349 - -
Umgliederung - - - - 25.164 263 24.901
31.12.2013 26.000 44.681 249 91.969 2.167 5.248
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  Saint-Gobain Oberland AG Fremdgesellschafter Gesamt
TEUR Kumulierte Währungs-
umrechnungs-
differenzen
Summe Eigenkapital Minderheiten-
kapital
Kumuliertes übriges Konzernergebnis Summe Eigenkapital Summe Eigenkapital
01.01.2013 - 43.627 141.854 6.157 - 996 5.161 147.015
Konzernergebnis - 5.248 - - 513 - 513 4.735
Zeitwert/-änderungen von Cashflow-Hedges - - - - - -
Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow-Hedges - 31 - - - 31
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen - 3.261 - - - 3.261
Währungsumrechnung - 12.640 - 12.640 - 381 - - 381 - 13.021
Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen - - 1.027 - - - - 1.027
Dividende - - 22.500 - - 5 - 5 - 22.505
Beiträge des Mutterunternehmens - 169 - - - 169
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel - - 349 - 43 - - 43 - 392
Umgliederung - - - 1.001 1.001 - -
31.12.2013 - 56.267 114.047 4.732 - 513 4.219 118.266
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  Saint-Gobain Oberland AG
TEUR Gezeichnetes Kapital Kapital-
rücklage
Gesetzliche Rücklagen Andere Gewinnrücklagen Gewinn- vortrag Konzern-
ergebnis
01.01.2014 26.000 44.681 249 91.969 2.167 5.248
Konzernergebnis - - - - - - 4.968
Zeitwert/-änderungen von Cashflow-Hedges - - - - - -
Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow-Hedges - - - - - -
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen - - - - 14.849 - -
Währungsumrechnung - - - - - -
Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen - - - 4.555 - -
Dividende - - - - - - 12.400
Beiträge des Mutterunternehmens - 48 - - - -
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel - - - - - -
Umgliederung - - - - 7.178 26 7.152
31.12.2014 26.000 44.729 249 74.497 2.193 - 4.968
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        Fremdgesellschafter Gesamt
TEUR Kumulierte Währungs-
umrechnungs-
differenzen
Summe Eigenkapital Minderheiten-
kapital
Kumuliertes übriges Konzernergebnis Summe Eigenkapital Summe Eigenkapital
01.01.2014 - 56.267 114.047 4.732 - 513 4.219 118.266
Konzernergebnis - - 4.968 - - 881 - 881 - 5.849
Zeitwert/-änderungen von Cashflow-Hedges - - - - - -
Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow-Hedges - - - - - -
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen - - 14.849 - - - - 14.849
Währungsumrechnung - 37.035 - 37.035 - 1.423 - - 1.423 - 38.458
Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen - 4.555 - - - 4.555
Dividende - - 12.400 - - - - 12.400
Beiträge des Mutterunternehmens - 48 - - - 48
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel - - - - - -
Umgliederung - - - 513 513 - -
31.12.2014 - 93.302 49.398 2.796 - 881 1.915 51.313

Kapitalflussrechnung DES SAINT-GOBAIN OBERLAND KONZERNS

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TEUR Anhang (D)/ Anmerkung 2014 2013
Jahresergebnis des Konzerns   - 5.849 4.735
Korrektur um Steueraufwand, Finanzergebnis   18.143 19.690
Operatives Konzernergebnis   12.294 24.425
Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte (7) 63.413 44.216
Veränderung der langfristigen Rückstellungen * - 4.116 - 4.818
Gezahlte Zinsen   - 322 - 352
Erhaltene Zinsen   142 141
Gezahlte Ertragsteuern (operativ)   - 13.119 - 6.969
Erhaltene Dividende   166 663
Sonstige zahlungsunwirksame Transaktionen   - 324 - 447
Cashflow   58.134 56.859
Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte (7) 1.042 2.312
Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen   - 61 - 244
Veränderung der Vorräte * 4.313 360
Veränderung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte * - 1.981 - 5.261
Veränderung der Verbindlichkeiten (ohne Investitions-/Finanzverbindlichkeiten) * 432 6.460
Cashflow aus operativer Tätigkeit   61.879 60.486
Einzahlungen aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten (7) 438 1.402
Auszahlungen für Investitionen in langfristige Vermögenswerte (7)** - 21.383 - 36.893
Cashflow aus Investitionstätigkeit   - 20.945 - 35.491
Gezahlte Dividenden   - 12.400 - 22.505
Auszahlungen für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel   - - 534
Einzahlungen aus der Aufnahme von finanziellen Verbindlichkeiten   11.828 22.633
Auszahlungen aus der Tilgung von finanziellen Verbindlichkeiten   - 35.841 - 9.292
Gezahlte Zinsen für finanzielle Verbindlichkeiten   - 7.157 - 7.158
Veränderung der sonstigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit Finanzierungscharakter   1.258 - 8.170
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit   - 42.312 - 25.026
Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel   - 1.378 - 31
Wechselkursbedingte Veränderung   - 647 - 100
Abnahme der Zahlungsmittel   - 2.025 - 131
Finanzmittel am Anfang der Periode (11) 5.719 5.850
Finanzmittel am Ende der Periode (11) 3.694 5.719

* Abweichungen gegenüber der Veränderung der Bilanzpositionen von 2014 resultieren überwiegend aus Währungsumrechnungsdifferenzen.
** Differenzen gegenüber Zugängen resultieren vor allem aus den zahlungsrelevanten Veränderungen der Investitionsverbindlichkeiten.

In den Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte sind Wertminderungen in Höhe von TEUR 22.029 enthalten (Vorjahr: TEUR 0).

Anhang zum Konzernabschluss DER SAINT-GOBAIN OBERLAND AG ZUM 31. DEZEMBER 2014

A. ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN

Die Saint-Gobain Oberland AG ist ein selbständiges Tochterunternehmen der international tätigen Compagnie de Saint-Gobain. Die Geschäftstätigkeit des Saint-Gobain Oberland Konzerns umfasst im Kerngeschäft die Produktion und den Vertrieb von Behälterglas, das technische Geschäft betrifft die Herstellung und weltweite Distribution von Maschinen und Ausrüstungsteilen für die Behälterglasindustrie. Die Saint-Gobain Oberland Aktiengesellschaft, Oberlandstraße, 88410 Bad Wurzach, Deutschland, beschäftigt im Konzern zum Stichtag 3.154 Mitarbeiter (Vorjahr: 3.160).

Der vorliegende Konzernabschluss wurde unter Beachtung aller am Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie aller für das abgelaufene Geschäftsjahr verbindlichen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden verschiedene Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.

Konzernwährung ist der Euro. Alle Beträge werden in Tausend Euro (TEUR) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist.

B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Allgemein

Die folgenden Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden sind in den dargestellten Berichtsperioden angewandt worden. Sie wurden von allen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen angewandt.

Neue Rechnungslegungsstandards

Das IASB (International Accounting Standards Board) und das IFRIC (International Financial Reporting Interpretations Committee) haben folgende, für den Saint-Gobain Oberland Konzern relevante Standards herausgegeben:

Erstmals angewandte Rechnungslegungsstandards

Änderung des IAS 32 Finanzinstrumente:
Darstellung - Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden

Änderung des IAS 36 Wertminderung von Vermögenswerten:
Angaben zum erzielbaren Betrag nicht-finanzieller Vermögenswerte

IFRS 10 Konzernabschlüsse

IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen

Die Anwendung der neuen und der geänderten Standards hatte keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung des Konzernabschlusses der Saint-Gobain Oberland AG.

Erlassene, von der EU übernommene und noch nicht angewandte Rechnungslegungsstandards mit Angabe des Zeitpunkts des Inkrafttretens

Improvements to IFRS 2011 - 2013: Änderungen zu IFRS 1, IFRS 3, IFRS 13 und IAS 40, anzuwenden ab 01.01.2015

Aus heutiger Sicht ist nicht zu erwarten, dass die künftige erstmalige Anwendung der Standards und Interpretationen wesentliche Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse haben wird.

Geschäfts- oder Firmenwerte

Beim Erwerb eines Unternehmens werden dessen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden zum Zeitpunkt des Erwerbs zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt, ggf. vorzunehmende Anpassungen dieser Werte werden innerhalb von 12 Monaten vorgenommen.

Ein Geschäfts- oder Firmenwert stellt die Differenz zwischen Anschaffungskosten und anteiligem, mit beizulegendem Zeitwert bewerteten Nettovermögen dar. Sollte das anteilige Nettovermögen die Anschaffungskosten übersteigen, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Als relevante Cash Generating Units (CGUs) mit zugeordnetem Geschäfts- oder Firmenwert wurden die Tochterunternehmen Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO, ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod sowie Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' identifiziert.

Für in der Konzernbilanz angesetzte Geschäfts- oder Firmenwerte wird jedes Kalenderjahr mindestens ein Impairment-Test gemäß IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten) durchgeführt, der auf den 5-Jahres-Geschäftsplänen der CGU, denen sie zugeordnet werden, basiert. Dabei wird untersucht, wie sich das Maximum aus Nettoveräußerungswert und Nutzungswert (erzielbarer Betrag) zum Buchwert der CGU verhält. Sollte der erzielbare Betrag unter dem Buchwert liegen, wird eine entsprechende Wertminderung vorgenommen.

Der Nutzungswert ergibt sich aus dem Zeitwert der jeweiligen abgezinsten Free Cashflows. Die zugrunde liegenden 5-Jahres-Pläne berücksichtigen sowohl vergangene Erfahrungen als auch externe Informationsquellen. Hierbei werden vor allem Annahmen über künftige Steigerungen der Verkaufspreise bzw. -mengen und die Entwicklung der Kosten getroffen. Neue Entwicklungen, wie bspw. die erwarteten höheren Absatzpotenziale im Premiumsegment, sind in der Planung enthalten und können bei Nichterreichung zu einem entsprechenden Wertminderungsaufwand führen. Der prognostizierte Cashflow des 5. Jahres wird zur Verdeutlichung der nachhaltigen Ertragserwartungen an die jeweilige CGU und zur Harmonisierung der relativ langen Investitionszyklen mit den danach angenommenen Wachstumsraten individuell für 3 Jahre fortgeschrieben. Die durchschnittlichen jährlich angenommenen Free Cashflows liegen bei den einzelnen CGUs zwischen TEUR 1.365 und TEUR 4.349. Anschließend erfolgt eine Fortschreibung als ewige Rente mit einer Wachstumsrate zwischen 3,7 % und 4,2 % unter Berücksichtigung einer wachstumsbedingten Thesaurierung. Basis sind die entsprechend vorhandenen Marktinformationen. Der für die Free Cashflows verwendete Abzinsungssatz entspricht den gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten unter Berücksichtigung der speziellen Risiken der jeweiligen CGU und liegt bei mindestens 12,5 % in Russland sowie bis zu 15,6 % in der Ukraine.

Zur Ermittlung des Nettoveräußerungswerts liegen keine verwertbaren Marktdaten vor. Der Vorstand der Saint-Gobain Oberland AG geht jedoch davon aus, dass dieser unter Einbeziehung sämtlicher Transaktionskosten unter dem Nutzungswert liegt.

Auf Goodwills erfasste Wertminderungen werden nicht rückgängig gemacht.

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen und Wertminderungen bewertet.

Abgesehen von den Emissionsberechtigungen sind die Immateriellen Vermögenswerte zeitlich begrenzt nutzbar und werden in längstens 8 Jahren linear abgeschrieben, enthalten sind Software und Lizenzen.

Geschäfts- und Fabrikgebäude werden in längstens 50 Jahren, Maschinen und maschinelle Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung überwiegend in bis zu 12 Jahren planmäßig abgeschrieben. Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear.

Teile von Sachanlagen mit einem bedeutsamen Anschaffungswert im Verhältnis zum gesamten Wert des Vermögenswerts werden getrennt abgeschrieben.

Emissionsberechtigungen

Die Saint-Gobain Oberland AG verfügt aktuell über entgeltlich und unentgeltlich erworbene Emissionsberechtigungen. Die unentgeltlich erworbenen Zertifikate werden zum Erinnerungswert von EUR 1 angesetzt. Für im Berichtsjahr in Anspruch genommene und somit im Folgejahr zurückzugebende Emissionsberechtigungen wird eine Rückstellung in entsprechender Höhe gebildet.

Wertberichtigungen auf langfristige Vermögenswerte

Langfristig genutzte Vermögenswerte werden gemäß IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten) auf Werthaltigkeit überprüft, sobald Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswertes oder einer Gruppe von Vermögenswerten den beizulegenden Wert überschreiten könnte. In diesem Fall wird der Buchwert mit dem höheren Betrag entweder aus dem Nettoveräußerungserlös oder dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows aus der Nutzung der Vermögenswerte verglichen. Wenn der Grund für die Wertberichtigung entfallen ist, werden Zuschreibungen bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen.

Vermögenswerte, die zukünftig weder aus der Nutzung noch aus der Veräußerung Cashflows erwirtschaften, werden ergebniswirksam ausgebucht. Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Anstelle der planmäßigen Abschreibung ist eine jährliche Überprüfung der Werthaltigkeit nach IAS 36 vorzunehmen.

Leasing

Leasingvereinbarungen werden nach Prüfung der Kriterien des IAS 17 entweder als Operating Lease oder als Finance Lease behandelt. Die Klassifizierung richtet sich danach, wer die wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, trägt.

Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern Leasinggeber ist und alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Leasingnehmer überträgt, werden beim Leasinggeber als Verkaufs- und Finanzierungsgeschäft angesetzt. In Höhe des Nettoinvestitionswertes aus dem Leasingverhältnis wird eine Forderung angesetzt und die Zinserträge werden erfolgswirksam erfasst. Alle übrigen Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern Leasinggeber ist, werden als Operating Lease erfasst. In diesem Fall verbleibt der verleaste Vermögenswert in der Konzernbilanz und wird planmäßig abgeschrieben. Leasingraten werden bei Forderungsentstehung als Ertrag ausgewiesen.

Bei Leasingvereinbarungen, bei denen der Konzern als Leasingnehmer auftritt, werden die Leasingraten beim Operating Lease bei Entstehung der Verbindlichkeit als Aufwand erfasst. Beim Finance Lease werden zu Beginn der Laufzeit sowohl ein Vermögenswert als auch eine Schuld in gleicher Höhe angesetzt, und zwar entweder mit dem beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstands oder dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser niedriger ist. Der Vermögenswert wird über den Zeitraum der erwarteten Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Leasingzahlungen werden in einen Finanzierungs- und in einen Tilgungsanteil der jeweiligen Restschuld aufgeteilt.

Vorräte

Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich noch anfallender Kosten.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Einstandspreisen bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt mit den Herstellungskosten, diese umfassen die direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Wertminderungen für Risiken als Folge eingeschränkter Verwendbarkeit sowie zur Beachtung der verlustfreien Bewertung sind in angemessenem Umfang berücksichtigt.

Finanzinstrumente

Bei Finanzinstrumenten handelt es sich um Positionen, die gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen.

Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere übrige Finanzanlagen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Maßgeblich für den erstmaligen Ansatz in der Bilanz und für die Ausbuchung der finanziellen Vermögenswerte ist für alle Kategorien der finanziellen Vermögenswerte einheitlich der Handelstag, d. h. der Tag, an dem die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf eingegangen wurde.

Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Darunter fallen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie originäre und derivative Finanzverbindlichkeiten. Finanzinstrumente werden zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Soweit im Folgenden beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten nicht explizit angegeben sind, weichen sie nicht oder nur geringfügig von den Buchwerten ab.

Übrige finanzielle Vermögenswerte

Alle sonstigen Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen, da kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und ihr beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann. Ausleihungen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Dabei werden unverzinsliche und niedrigverzinsliche Ausleihungen mit dem Barwert angesetzt.

Liegen wesentliche objektive Anzeichen für eine dauerhafte Wertminderung vor, wird diese erfolgswirksam erfasst.

Forderungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Verbindlichkeiten

Forderungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind zum Nennwert angesetzt. Um individuelle Risiken abzudecken, werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Das allgemeine Kreditrisiko wird dadurch berücksichtigt, dass Wertberichtigungen durchgeführt werden, die auf empirischen Erfahrungswerten beruhen.

Verbindlichkeiten werden grundsätzlich unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden in Übereinstimmung mit IAS 21 bewertet. Forderungen werden ausgebucht, sobald die Bedingungen gemäß IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung) erfüllt sind.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden zur Absicherung von Währungs- und Preisänderungsrisiken eingesetzt. Als Instrumente werden hierzu marktgängige Devisen- und Warentermingeschäfte angewandt. Der Einsatz solcher Derivatkontrakte ist durch Richtlinien geregelt und unterliegt einer ständigen Risikokontrolle.

Verträge zur Sicherung von Währungspositionen werden bei Bedarf generell mit der Compagnie de Saint-Gobain, der Muttergesellschaft der Gruppe, geschlossen. Diese deckt die Gegenposition am Markt ab.

Sämtliche derivativen Finanzinstrumente werden gemäß IAS 39 (Finanzinstrumente) am Erfüllungstag zu Anschaffungskosten erfasst und danach zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei Cashflow-Hedges wird der effektive Teil der Marktwertänderung in die Position Andere Gewinnrücklagen eingestellt.

Aktienbasierte Vergütung

Anteilsbasierte Vergütungsmodelle werden gemäß den Vorschriften von IFRS 2 und IFRIC 11 bewertet und abgebildet.

Bei der Saint-Gobain Oberland Gruppe finden die Regeln für anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente (equity-settled) Anwendung. In diesem Zusammenhang werden Instrumente abgebildet, die vom Mutterunternehmen Compagnie de Saint-Gobain S.A. den Mitarbeitern der Saint-Gobain Oberland Gruppe gewährt werden, d. h. Instrumente, bei denen Saint-Gobain Oberland weder rechtlich noch faktisch eine Verpflichtung zur Erfüllung der Optionen und Zusagen gegenüber den Mitarbeitern eingeht. Diese Verpflichtung verbleibt bei der Compagnie de Saint-Gobain S.A.

Aufgrund von IFRS 2 werden ein eventuell entstehender Dienstzeitaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie eine entsprechende Gegenbuchung im Eigenkapital unter der Position Kapitalrücklage ausgewiesen.

Die Höhe des Dienstzeitaufwands wird indirekt anhand der beizulegenden Zeitwerte der Eigenkapitalinstrumente am Gewährungsstichtag ermittelt. Der gesamte Dienstzeitaufwand ergibt sich durch Multiplikation der Anzahl der gewährten Eigenkapitalinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert der Instrumente am Gewährungsstichtag. Wenn die Eigenkapitalinstrumente noch in der Berichtsperiode der Gewährung ausübbar sind und auch ausgeübt werden, erfolgt eine Verbuchung in voller Höhe mit einer entsprechenden Erhöhung im Eigenkapital.

Ist die Ausübung der Optionen von der Ableistung einer bestimmten zukünftigen Dienstzeit abhängig, wird ein entsprechender Dienstzeitaufwand gleichmäßig auf den künftigen Erdienungszeitraum mit einer einhergehenden Erhöhung des Eigenkapitals verteilt.

Beim Arbeitsplatzwechsel eines Mitarbeiters innerhalb des Saint-Gobain Konzerns bleibt der erfasste Eigenkapitalbeitrag beim alten Arbeitgeber erhalten, ab dem Zeitpunkt des Wechsels werden der entstehende Dienstzeitaufwand und die Eigenkapitalerhöhung unter Zugrundelegung des ursprünglichen Zeitwerts am Tag der Gewährung beim neuen Arbeitgeber erfasst.

Latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern werden gemäß IAS 12 (Ertragsteuern) für temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen der einzelnen Steuerbilanzen und der Konzernbilanz und - soweit zulässig - auf Verlustvorträge gebildet. Latente Steueransprüche werden in dem Maße bilanziert, wie es wahrscheinlich ist, dass zukünftige zu versteuernde Gewinne verfügbar sein werden.

Der Ermittlung der latenten Steuern liegen in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt erwartete Steuersätze zugrunde. Diese basieren grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen.

Eine Verrechnung von aktiven latenten Steuern mit passiven latenten Steuern erfolgt, soweit die in IAS 12.74 genannten Kriterien vorliegen.

Pensionsrückstellungen

Rückstellungen für Pensionen werden gemäß IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung erfolgt auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung von biometrischen Annahmen.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden innerhalb des Eigenkapitals erfasst und im Sonstigen Ergebnis dargestellt. Der Aufwand aus der Dotierung der Pensionsrückstellungen ist den Personalaufwendungen, der enthaltene Zinsanteil dem Zinsaufwand zugeordnet.

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden angesetzt, soweit rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen und wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen, die zuverlässig ermittelbar sind. Sie werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet. Dieser ergibt sich auf der Basis der bestmöglichen Schätzung. Verpflichtungen aus bereits vollzogenen Liefer- und Leistungsbeziehungen, die einen höheren Sicherheitsgrad bezüglich der Höhe und des Zeitpunktes der Erfüllung der Verbindlichkeit haben, werden unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Der in den Aufwendungen für Arbeitnehmerjubiläen und Altersteilzeit enthaltene Zinsanteil der Rückstellungszuführung wird im Zinsaufwand gezeigt.

Umsatzrealisierung

Umsatzerlöse werden unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Skonti, Boni oder Rabatten zu dem Zeitpunkt erfasst, zu dem die maßgeblichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum der verkauften Waren und Erzeugnisse verbunden sind, auf den Käufer übertragen wurden, ein Preis vereinbart und bestimmbar ist und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann. Erträge werden erfasst, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass der mit dem Geschäft verbundene wirtschaftliche Nutzen zufließen wird.

Verwendung von Schätzungen

Bei der Erstellung der Abschlüsse sind Schätzungen und Annahmen erforderlich, die die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten am Bilanzstichtag und die Höhe der Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum beeinflussen. Die zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die den Werthaltigkeitstests zugrunde gelegten Planungs- und Bewertungsprämissen, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen sowie auf die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen.

Aufgrund der unsicheren Wirtschaftslage, unsicherer Prognoseaussichten und anderer Ereignisse können die tatsächlichen Ergebnisse von den Schätzungen abweichen. Die Schätzungen und zugrunde liegenden Annahmen werden laufend überprüft. Korrekturen von Schätzungen werden in der Periode erfasst, in der die Schätzung überprüft wurde.

Währungsumrechnung

Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Konzernunternehmen erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung gemäß IAS 21 (Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse) nach der modifizierten Stichtagskursmethode.

Da die Tochtergesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht im Sinne des IAS 21 selbständig betreiben, ist die funktionale Währung grundsätzlich identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft.

Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung von Tochterunternehmen, die in fremder Währung aufgestellt sind, werden grundsätzlich mit Jahresdurchschnittskursen, Vermögenswerten und Schulden zu Stichtagskursen sowie Posten des Eigenkapitals zu historischen Kursen umgerechnet. Der sich aus der Umrechnung des Eigenkapitals ergebende Währungsunterschied wird im Sonstigen Ergebnis erfasst. Die Umrechnungsdifferenzen, die aus der abweichenden Umrechnung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung resultieren, werden ebenfalls erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen.

Ein im Zusammenhang mit dem Erwerb ausländischer Tochtergesellschaften entstandener Geschäfts- oder Firmenwert sowie Marktwertanpassungen werden als Vermögenswerte und Schulden des erworbenen Unternehmens behandelt und zum Stichtagskurs umgerechnet.

In den Abschlüssen der einzelnen Konzernunternehmen werden monetäre Posten in Fremdwährung gemäß IAS 21 umgerechnet.

Die der Währungsumrechnung zugrunde liegenden Wechselkurse haben sich im Verhältnis zu einem Euro wie folgt verändert:

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    Stichtagskurs Durchschnittskurs
  ISO-Code 31.12.2014 31.12.2013 2014 2013
Russischer Rubel RUB 72,33700 45,32460 51,00006 42,32265
Ukrainische Griwna UAH 19,19380 11,35390 15,88142 10,83146
US-amerikanischer Dollar USD 1,21410 1,37910 1,32882 1,32807

C. ANGABEN ZUR KONSOLIDIERUNG

Konsolidierungsgrundsätze

Bei bereits vor dem 01. Januar 2004 dem Konsolidierungskreis der Saint-Gobain Oberland AG angehörenden Unternehmen wurde die Befreiungsregel des IFRS 1 in Anspruch genommen, wonach die bisherigen Konsolidierungsmaßnahmen beibehalten werden können.

Die Kapitalkonsolidierung dieser Unternehmen erfolgte nach der Buchwertmethode zum Zeitpunkt des Erwerbs oder zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss. Der daraus resultierende Unterschiedsbetrag wurde voll mit den Gewinnrücklagen des Konzerns verrechnet.

Für nach dem 01. Januar 2004 erworbene Unternehmen erfolgt die Kapitalkonsolidierung gemäß IFRS 3 (Unternehmenszusammenschlüsse) nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem zum Marktwert bewerteten Konzernanteil am Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs. Die Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem anteiligen Eigenkapital wird gemäß IFRS 3, soweit sie auf stillen Reserven oder stillen Lasten beruht, den Vermögenswerten und Schulden des Tochterunternehmens zugeordnet.

Ein verbleibender positiver Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem Anteil am mit beizulegendem Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und mindestens jährlich einer Prüfung auf Werthaltigkeit unterzogen. Ein passiver Unterschiedsbetrag wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Vermögenswerte, Schulden, Rückstellungen, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse aus konzerninternen Transaktionen (Zwischengewinne) werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Die steuerliche Auswirkung erfolgswirksamer Konsolidierungsmaßnahmen wird durch eine entsprechende Anpassung der latenten Steuern berücksichtigt.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss des Saint-Gobain Oberland Konzerns sind, neben der Saint-Gobain Oberland AG, wie im Vorjahr 1 inländisches und 5 ausländische Tochterunternehmen einbezogen, bei denen Beherrschung vorliegt:

Black Sea Glass Packaging LLC, Russland

GPS Glasproduktions-Service GmbH, Deutschland

Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA', Ukraine

Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO, Russland

ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod, Russland

ZAO STI, Russland

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes des Saint-Gobain Oberland Konzerns und der Saint-Gobain Oberland AG mit Stand vom 31. Dezember 2014 ist im Abschnitt M als Bestandteil dieses Anhangs enthalten.

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(1) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren in erster Linie aus dem Verkauf von Erzeugnissen und Waren. Für weitere Erläuterungen zu den Umsatzerlösen verweisen wir auf den Abschnitt der Segmentberichterstattung.

(2) Operatives Ergebnis

Im Operativen Ergebnis sind insgesamt Abschreibungen in Höhe von TEUR 63.413 (Vorjahr: TEUR 44.216) enthalten. Für weitere Angaben hierzu verweisen wir auf Punkt (7) Langfristige Vermögenswerte.

Außerdem beinhaltet das Operative Ergebnis Leistungen an Arbeitnehmer im Sinne von IAS 19 in Höhe von TEUR 110.767 (Vorjahr: TEUR 112.249), Materialaufwand inkl. Bestandsveränderungen der fertigen und unfertigen Erzeugnisse in Höhe von TEUR 233.205 (Vorjahr: TEUR 233.269) sowie operative Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von TEUR 391 (Vorjahr: TEUR - 94).

Die Sonstigen Erträge enthalten Versicherungserstattungen in Höhe von TEUR 350 (Vorjahr: TEUR 164).

Die Erhöhung der Sonstigen Aufwendungen resultiert hauptsächlich aus Wertminderungen von Geschäfts- und Firmenwerten sowie langfristigen Vermögenswerten in Höhe von insgesamt TEUR 22.029 (Vorjahr: TEUR 0).

Die Aufwendungen für Abfindungen betragen im Berichtsjahr TEUR 361 (Vorjahr: TEUR 1.749).

(3) Finanzergebnis

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TEUR 2014 2013
Sonstige Finanzerträge 166 665
davon Erträge aus Beteiligungen 166 665
Zinsen und ähnliche Erträge 92 138
davon aus verbundenen Unternehmen 15 16
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 10.075 - 9.695
davon an verbundene Unternehmen - 1.783 - 1.975
Finanzergebnis - 9.817 - 8.892

Die Gesamtzinserträge für finanzielle Vermögenswerte gemäß IAS 39 belaufen sich auf TEUR 92 (Vorjahr: TEUR 138), die entsprechenden Zinsaufwendungen für finanzielle Verbindlichkeiten auf TEUR 7.239 (Vorjahr: TEUR 7.205).

(4) Ertragsteuern

Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind die in den einzelnen Ländern gezahlten bzw. geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die latenten Steuern für die deutschen Gesellschaften des Saint-Gobain Oberland Konzerns werden ab 01. Januar 2013 nach dem seit 01. Januar 2008 geltenden Körperschaftsteuersatz von 15 %, einem Solidaritätszuschlag von 5,5 % und einer durchschnittlichen Gewerbeertragsteuer von 14,88 % mit einem Gesamtsteuersatz von 30,7 % berechnet. Die Steuersatzänderung führte im Vorjahr zu einem latenten Steueraufwand in Höhe von TEUR 286.

Die Berechnung ausländischer Ertragsteuern basiert auf den in den einzelnen Ländern gültigen Gesetzen und Verordnungen. Der angewandte Ertragsteuersatz für Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' lag im Berichtsjahr bei 18 % (Vorjahr: 19 %), der Steuersatz für die russischen Konzernunternehmen wie im Vorjahr bei 20 %.

Für thesaurierte Ergebnisse bei Tochterunternehmen in Höhe von TEUR 845 (Vorjahr: TEUR 0) wurden keine latenten Steuern gebildet.

Steueraufwand

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TEUR 2014 2013
Laufender Ertragsteueraufwand - 11.786 - 9.979
Latenter Steuerertrag-/aufwand 3.460 - 819
Ertragsteuern gesamt - 8.326 - 10.798

Der Unterschied zum erwarteten Ertragsteueraufwand lässt sich wie folgt überleiten:

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TEUR 2014 2013
Ergebnis vor Ertragsteuer (EBT) 2.477 15.533
Erwartete Ertragsteuer (EBT x Steuersatz 30,7 %) 760 4.769
Steuereffekte aus:    
Unterschieden aus ausländischen Steuersätzen 3.739 2.090
Aperiodischem Steueraufwand/-ertrag 2 537
Steuerlichen Hinzurechnungen und Kürzungen (permanente Differenzen) 233 297
Verlusten des lfd. Jahres, für die kein latenter Steueranspruch gebildet wurde 3.255 3.066
Wertminderung latenter Steueransprüche 252 0
Sonstigen Abweichungen 85 39
Tatsächlicher Ertragsteueraufwand 8.326 10.798

Die Effekte aus Wertminderung latenter Steueransprüche sind Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' zuzuordnen.

Die Auswirkungen der Verluste des laufenden Jahres, für die kein latenter Steueranspruch gebildet wurde, sind fast ausschließlich Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO zuzuordnen. Obwohl die Verluste grundsätzlich steuerlich bis zu 10 Jahre vortragbar sind, werden sie gemäß IAS 12.35 nicht angesetzt. Die derzeit ungenutzten steuerlichen Verlustvorträge von Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO, für die keine latenten Steuern angesetzt wurden, sind maximal vortragbar bis 2020 (TEUR 3.517, Vorjahr: TEUR 0), 2021 (TEUR 6.857, Vorjahr: TEUR 10.543), 2022 (TEUR 9.871, Vorjahr: TEUR 15.754), 2023 (TEUR 9.249, Vorjahr: TEUR 14.761) sowie 2024 (TEUR 7.842).

(5) Ergebnis je Aktie

Die Anzahl der Aktien betrug im Jahr 2014, wie im Jahr 2013, unverändert 1.000.000 Stück. Einflüsse, die darüber hinaus zu einer Verwässerung des Ergebnisses je Aktie führen könnten, existieren nicht.

Das Ergebnis je Aktie ermittelt sich anhand der folgenden Übersicht:

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TEUR 2014 2013
Jahresergebnis - 5.849 4.735
Anteile anderer Gesellschafter - 881 - 513
Anteilseigner der Muttergesellschaft - 4.968 5.248
Aktienzahl in Tausend 1.000 1.000
Ergebnis je Aktie (in EUR) - 4,97 5,25

(6) Dividende je Aktie

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  2014 2013
Ausgeschüttete Dividende (in TEUR) 12.400 22.500
Aktienzahl in Tausend 1.000 1.000
Dividende je Aktie (in EUR) 12,40 22,50

Es wird vorgeschlagen, die Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2014 auszusetzen.

(7) Langfristige Vermögenswerte

Entwicklung des Anlagevermögens 2013

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  Anschaffungs- und Herstellungskosten Abschreibungen
TEUR Vortrag 01.01.2013 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2013 Vortrag 01.01.2013
Geschäfts- oder Firmenwerte 15.134 - - - 15.134 -
Immaterielle Vermögenswerte 4.663 153 8 851 3.973 3.668
Sachanlagen            
Grundstücke und Bauten 214.423 1.787 289 380 216.119 113.204
Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 607.944 25.887 15.344 9.985 639.190 383.961
In Herstellung befindliche Sachanlagen 17.173 8.228 - 15.641 1.052 8.708 164
Summe Sachanlagen 839.540 35.902 - 8 11.417 864.017 497.329
Übrige finanzielle Vermögenswerte 2.188 - - - 2.188 511
Gesamt 861.525 36.055 - 12.268 885.312 501.508
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  Abschreibungen Differenzen aus Währungsumrechnung Buchwert
TEUR Geschäftsjahr 2013 Abgänge Stand 31.12.2013 Stand 31.12.2013 31.12.2013 01.01.2013
Geschäfts- oder Firmenwerte - - - - 5.537 9.597 10.492
Immaterielle Vermögenswerte 384 808 3.244 - 78 651 934
Sachanlagen            
Grundstücke und Bauten 5.675 357 118.522 - 14.359 83.238 90.885
Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 38.157 8.791 413.327 - 33.521 192.342 198.406
In Herstellung befindliche Sachanlagen 0 - 164 - 961 7.583 16.619
Summe Sachanlagen 43.832 9.148 532.013 - 48.841 283.163 305.910
Übrige finanzielle Vermögenswerte - - 511 - 1.677 1.677
Gesamt 44.216 9.956 535.768 - 54.456 295.088 319.013

Entwicklung des Anlagevermögens 2014

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      Anschaffungs- und Herstellungskosten Abschreibungen
TEUR Vortrag 01.01.2014 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2014 Vortrag 01.01.2014
Geschäfts- oder Firmenwerte 15.134 - - - 15.134 -
Immaterielle Vermögenswerte 3.973 102 4 463 3.616 3.244
Sachanlagen            
Grundstücke und Bauten 216.119 2.451 1.115 412 219.273 118.522
Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 639.190 5.833 5.322 22.918 627.427 413.327
In Herstellung befindliche Sachanlagen 8.708 19.562 - 6.441 15 21.814 164
Summe Sachanlagen 864.017 27.846 - 4 23.345 868.514 532.013
Übrige finanzielle Vermögenswerte 2.188 - - 93 2.095 511
Gesamt 885.312 27.948 - 23.901 889.359 535.768
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  Abschreibungen Differenzen aus Währungsumrechnung Buchwert
TEUR Geschäftsjahr 2014 Abgänge Stand 31.12.2014 Stand 31.12.2014 31.12.2014 01.01.2014
Geschäfts- oder Firmenwerte 4.466 - 4.466 - 8.437 2.231 9.597
Immaterielle Vermögenswerte 276 452 3.068 - 110 438 651
Sachanlagen            
Grundstücke und Bauten 11.994 402 130.114 - 26.547 62.612 83.238
Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 45.468 22.005 436.790 - 53.694 136.943 192.342
In Herstellung befindliche Sachanlagen 1.209 - 1.373 - 2.662 17.779 7.583
Summe Sachanlagen 58.671 22.407 568.277 - 82.903 217.334 283.163
Übrige finanzielle Vermögenswerte - - 511 - 1.584 1.677
Gesamt 63.413 22.859 576.322 - 91.450 221.587 295.088

Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte sowie der sonstigen langfristigen Vermögenswerte

Die erzielbaren Beträge der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO, ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod sowie Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' wurden wie auf Seite 107 beschrieben auf Basis der diskontierten Free Cashflows ermittelt. Entsprechend wurden die Auswirkungen der innerhalb einer als wahrscheinlich anzusehenden Bandbreite liegenden möglichen Abweichungen der durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (WACC) sowie der Free Cashflows analysiert.

Insbesondere geopolitische Einflüsse in Russland und in der Ukraine führten bei sämtlichen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten im Vergleich zum Vorjahr zu signifikanten Erhöhungen der durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten. Die mindestens mittelfristig relativ unsichere allgemeine Lage wurde darüber hinaus bei den erwarteten zukünftigen Cashflows berücksichtigt. Die jeweils erzielbaren Beträge sind somit deutlich niedriger als im Vorjahr und führten in der Folge bei Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO sowie Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA zu Wertminderungen der jeweils zugeordneten Goodwills der immateriellen Vermögenswerte sowie der Sachanlagen.

Im Vorjahr betrug der geschätzte erzielbare Betrag bei Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO TEUR 72.694 und überstieg somit deren Buchwert um TEUR 13.836. Bei ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod betrug der geschätzte erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit TEUR 83.982 und war um TEUR 23.277 höher als der Buchwert; bei Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' belief sich der geschätzte erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf TEUR 59.129 und überstieg den Buchwert um TEUR 12.230.

Zum 31. Dezember 2014 stellt sich die Lage bei Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO folgendermaßen dar:

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  TRUB TEUR
Carrying Amount 2.272.236 31.412
Erzielbarer Betrag 2.063.249 28.523
Wertminderungsaufwand 208.987 4.097
Goodwill 39.256 770
Immaterielle Vermögenswerte 16 0
Sachanlagen 169.715 3.327

Analog dazu ergibt sich für Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' folgender Sachverhalt:

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  TUAH TEUR
Carrying Amount 530.326 27.630
Erzielbarer Betrag 245.561 12.794
Wertminderungsaufwand 284.765 17.932
Goodwill 58.697 3.696
Immaterielle Vermögenswerte 27 2
Sachanlagen 226.041 14.234

Der Carrying Amount sowie der erzielbare Betrag werden jeweils zum Stichtagskurs umgerechnet, der Wertminderungsaufwand, wie in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, zum Durchschnittskurs. Gemäß IAS 36 ergibt sich daraus bei beiden Gesellschaften eine vollständige Wertminderung des Goodwills. Der verbleibende Wertminderungsbedarf wird pro rata auf die Immateriellen Vermögenswerte sowie die Sachanlagen verteilt.

Die Position "Geschäfts- oder Firmenwerte" in der Konzernbilanz enthält zum 31. Dezember 2014 somit nur noch den auf ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod entfallenden Goodwill in Höhe von TEUR 2.231 (Vorjahr: TEUR 3.561). Die Änderungen resultieren hier ausschließlich aus Währungsumrechnungsdifferenzen, insgesamt TEUR - 1.330. Bei ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod beträgt der geschätzte erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit TEUR 41.203 und war um TEUR 4.802 höher als der Carrying Amount.

Das Management hat als 2 wesentliche Annahmen die WACC und die Cashflow-Prognosen identifiziert, die dazu führen könnten, dass sich der jeweils erzielbare Betrag signifikant ändert.

Eine Veränderung der als am wahrscheinlichsten angenommenen WACCs um +/- 50 Basispunkte würde die erzielbaren Beträge der einzelnen CGUs zwischen TEUR 1.209 und TEUR 2.035 verringern/TEUR 1.333 und TEUR 2.279 erhöhen (Vorjahr: zwischen TEUR 3.524 und TEUR 5.271 verringern/TEUR 3.905 und TEUR 6.074 erhöhen).

Analog dazu würde eine Veränderung der als am wahrscheinlichsten angenommenen Free Cashflows um jeweils +/- 10 % die erzielbaren Beträge der einzelnen CGUs zwischen TEUR 1.829 und TEUR 4.701 erhöhen/verringern (Vorjahr: zwischen TEUR 6.904 und TEUR 9.667 erhöhen/verringern).

Die negative Auswirkung der den Free Cashflows zugrunde gelegten Sensitivitäten würde den Wertminderungsaufwand rechnerisch um TEUR 7.026 (Vorjahr: TEUR 0) erhöhen, die negative Auswirkung der den WACCs zugrunde gelegten Sensitivitäten um TEUR 3.936 (Vorjahr: TEUR 0).

Die nachstehende Tabelle zeigt den Wert, um den sich die beiden wesentlichen Annahmen jeweils ändern müssten, damit der geschätzte erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten gleich deren Buchwert ist:

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  31.12.2014 31.12.2013
WACC (in %-Punkten)    
Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO - 0,7 1,5
ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod 1,3 3,1
Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' - 3,8 2,0
Free Cashflow (in %)    
Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO 9 - 17
ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod - 10 - 24
Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' 81 - 18

(8) Langfristige Forderungen

Die Langfristigen sonstigen Forderungen enthalten wie im Vorjahr hauptsächlich Forderungen aus Finanzierungsleasing. Bezüglich weiterer Erläuterungen zum Finanzierungsleasing verweisen wir auf Kapitel (18) Leasingverhältnisse.

(9) Vorräte

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TEUR 31.12.2014 31.12.2013
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 50.259 55.187
Unfertige Erzeugnisse 1.937 4.692
Fertige Erzeugnisse und Waren 55.746 66.788
Gesamt 107.942 126.667

Die Abwertungen betragen 2014 insgesamt TEUR 9.503 (Vorjahr: TEUR 10.800), der Bestand der Vorräte vor Abwertungen beträgt TEUR 117.445 (Vorjahr: TEUR 137.467).

(10) Kurzfristige Vermögenswerte

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TEUR 31.12.2014 31.12.2013
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 51.722 62.373
davon gegen verbundene Unternehmen 2.788 640
Sonstige Vermögenswerte 44.931 47.223
davon Steuerforderungen 6.561 8.109
davon übrige Vermögenswerte 38.370 39.114

Im Rahmen des Forderungsmanagements werden im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen revolvierend verkauft.

Per 31. Dezember 2014 wurden Forderungen mit einem Nominalwert von TEUR 4.453 (Vorjahr: TEUR 7.581) unter Berücksichtigung vertraglich vereinbarter Kaufpreiseinbehalte für mögliche Beeinträchtigungen verkauft. Diese Forderungsverkäufe führten zu einer Ausbuchung aus der Bilanz, es wurden hieraus Zahlungseingänge in Höhe von TEUR 4.275 (Vorjahr: TEUR 7.020) erzielt. Im Rahmen dieser Verkäufe behält der Konzern Rechte und unwesentliche Pflichten zurück; hierzu zählen vor allem die Forderungen aus Kaufpreiseinbehalten sowie die Erbringung von Abwicklungsdienstleistungen. Die bilanzierten Vermögenswerte betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 178 (Vorjahr: TEUR 561), was dem maximalen Verlustrisiko entspricht. Dieses Risiko ist als äußerst gering eingestuft.

(11) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich im Wesentlichen aus Bankguthaben zusammen.

(12) Eigenkapital Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete und eingezahlte Kapital der Saint-Gobain Oberland AG, Bad Wurzach, beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 26.000. Es setzt sich aus 1.000.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien zusammen, der Nennwert pro Aktie beträgt EUR 26. Aufgrund der Vorschriften des § 20 Abs. 4 AktG hat uns die Compagnie de Saint-Gobain S.A., Courbevoie/Frankreich, mitgeteilt, dass sie über ihre Konzerngesellschaft Saint-Gobain Emballage S.A., Courbevoie/Frankreich, eine Mehrheitsbeteiligung von 96,7 % an unserer Gesellschaft hält.

Rücklagen

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien sowie Beiträge des Mutterunternehmens.

Gesetzliche Rücklage

Es handelt sich um die Gesetzliche Rücklage im Sinne des Aktiengesetzes.

Andere Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen enthalten in der Vergangenheit erzielte Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Bestandteil der Gewinnrücklagen sind auch die erfolgsneutralen Anpassungen im Rahmen der erstmaligen Anwendung der IFRS. Aktive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung von Tochtergesellschaften vor dem 01. Januar 2004 in Höhe von TEUR 10.007 wurden vollständig mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

Die aktiven Unterschiedsbeträge aus den Kapitalkonsolidierungen ab 2005 werden, sofern werthaltig, gemäß IFRS 3 als Geschäfts- oder Firmenwert separat in der Konzernbilanz ausgewiesen, die passiven Unterschiedsbeträge werden erfolgswirksam vereinnahmt.

Unterschiedsbeträge aus dem Erwerb von Minderheitsanteilen werden gemäß IAS 27.31 direkt mit den Anderen Gewinnrücklagen verrechnet.

Weiterhin werden Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen mit einbezogen.

Gemäß IAS 19 werden die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste und die darauf entfallenden latenten Steuern erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis erfasst.

Anteile anderer Gesellschafter

Die Anteile anderer Gesellschafter enthalten deren Kapitalanteil, das anteilige Jahresergebnis und die anteiligen Währungseffekte an den ausländischen Tochterunternehmen.

(13) Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Pensionsrückstellungen sind für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter sowie deren Hinterbliebene gebildet. Die betriebliche Altersversorgung ist durch leistungsorientierte Pläne und Sachbezugsabgeltung von Deputatverpflichtungen geregelt, wobei die zugesagten Leistungen durch das Unternehmen erfüllt werden. Die Wertigkeit der individuellen Versorgungszusagen ist dabei abhängig vom jeweiligen Werk. Für die Höhe der Versorgungsbezüge sind die Anzahl der geleisteten Dienstjahre und die zugesagte Leistung pro Dienstjahr maßgebend. Bei diesen leistungsorientierten Zusagen kommen die generellen rentenrechtlichen Bestimmungen zur Anwendung. Die Finanzierung erfolgt durch die Dotierung von Rückstellungen.

Die Höhe der Pensionsverpflichtungen wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, dabei spielen neben den Annahmen zur Lebenserwartung folgende Prämissen eine maßgebliche Rolle:

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  2014 2013
Abzinsungsfaktor 1,92 % 3,60 %
Gehaltstrend 2,40 % 2,40 %
Rententrend 1,80 % 1,80 %
Fluktuationsrate 3,00 % 3,00 %
Inflationsrate 1,60 % 1,80 %

Die Pensionspläne der einzelnen Standorte wurden aufgrund ihrer Gleichartigkeit zusammengefasst. Sie belasten den Konzern mit versicherungsmathematischen Risiken, wie beispielsweise dem Langlebigkeitsrisiko, Währungsrisiko, Zinsrisiko und Marktrisiko.

Der Abzinsungsfaktor für Pensionsverpflichtungen wird auf Grundlage der am Bilanzstichtag beobachtbaren Renditen erstrangiger festverzinslicher Anleihen ermittelt. Eine Änderung des Abzinsungsfaktors um +/- 50 Basispunkte hätte bei ansonsten konstant gehaltenen Annahmen eine Verringerung/Erhöhung der Versorgungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 5.163/5.783 (Vorjahr: TEUR 3.854/4.274) zur Folge.

Eine Änderung der Inflationsrate um +/- 0,5 Prozentpunkte hätte eine Steigerung / Abnahme der Versorgungsverpflichtungen um TEUR 2.409/2.223 (Vorjahr: TEUR 2.052/1.901) zur Folge.

Die Versorgungsverpflichtung aus den Pensionsplänen und den Deputatverpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen:

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  Pensionsverpflichtungen Deputatverpflichtungen
TEUR 2014 2013 2014 2013
Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen 82.622 69.074 968 938
Entwicklung        
Rückstellung zum 01.01. 69.074 73.106 938 1.003
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 14.769 - 3.236 80 - 25
Zuführung 3.107 3.399 28 34
davon Versorgungsaufwand 680 942 1 1
davon Zinsaufwand 2.427 2.457 27 33
Währungsunterschiede aus Plänen im Ausland - 218 - 56 - -
Gezahlte Leistungen - 4.110 - 4.139 - 78 - 74
Rückstellung zum 31.12. 82.622 69.074 968 938

Die versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste bestehen im Wesentlichen aus Änderungen der finanziellen Annahmen. Zur gesetzlichen Rentenversicherung wurden Arbeitgeberanteile in Höhe von TEUR 9.316 (Vorjahr: TEUR 9.839) entrichtet.

Entwicklung des Anwartschaftsbarwerts der Versorgungszusagen

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TEUR 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010
Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen 83.590 70.012 74.109 61.929 64.521

Die Pensions- und Deputatverpflichtungen teilen sich folgendermaßen auf die Versorgungsberechtigten auf:

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  Pensionsverpflichtungen Deputatverpflichtungen
TEUR Berechtigte TEUR Berechtigte TEUR
Aktive Mitarbeiter 1.245 23.444 11 27
Ehemalige Mitarbeiter 339 5.629 6 14
Pensionäre 1.670 53.549 821 927
Gesamt 3.254 82.622 838 968

Die durchschnittliche Laufzeit der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen beträgt zum 31. Dezember 2014 13,7 Jahre.

Die in 2015 zu zahlenden Versorgungsleistungen werden für die Pensionsverpflichtungen mit TEUR 4.217 und für die Deputatverpflichtungen mit TEUR 82 geschätzt.

Entwicklung der Rückstellungen

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TEUR 01.01.2014 Verbrauch Auflösung Zuführung Sonstige Veränderungen 31.12.2014
Langfristige Rückstellungen            
Pensionen 70.012 - 4.188 - 3.135 14.631 83.590
Übrige Personalverpflichtungen 2.194 - 840 - 376 - 1.730
Sonstige Rückstellungen 2.009 - 129 - 127 254 - 419 1.588
Gesamt 74.215 - 5.157 - 127 3.765 14.212 86.908
Kurzfristige Rückstellungen 918 - 758 - 28 726 - 27 831
Gesamt 75.133 - 5.915 - 155 4.491 14.185 87.739

Bei den übrigen Personalverpflichtungen handelt es sich hauptsächlich um die Verpflichtungen aus Arbeitnehmerjubiläen sowie der Inanspruchnahme der Altersteilzeitregelung. Die Veränderung der Rückstellungen für übrige Personalverpflichtungen führte zu Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 74 (Vorjahr: TEUR 110).

Die Kurzfristigen Rückstellungen beinhalten Verpflichtungen aus dem Absatzbereich, insbesondere Garantieverpflichtungen.

(14) Latente Steueransprüche und -schulden

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  Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
TEUR 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2014 31.12.2013
Sachanlagen 3.103 457 22.712 24.918
Vorräte - - 5.205 6.132
Rückstellungen 10.627 6.022 - 7
Verlustvorträge 250 1.953 - -
Sonstiges 1.247 1.035 310 163
Gesamt 15.227 9.467 28.227 31.220

Der Ausweis der latenten Steuern in der Bilanz erfolgt bei Erfüllung der nach IAS 12.74 geforderten Kriterien saldiert. Die latenten Steuern auf im Sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen resultieren im Berichtsjahr nicht mehr aus Veränderungen von Cashflow-Hedges (Vorjahr: TEUR - 10), sondern in Höhe von TEUR 4.555 ausschließlich auf versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen (Vorjahr: TEUR - 1.017). Ansonsten entsprechen die Veränderungen der Bilanzpositionen abgesehen von Währungsumrechnungsdifferenzen den in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Beträgen. Der auf die Sachanlagen entfallende Anstieg der aktiven latenten Steuern ist auf Wertminderungen begründet.

(15) Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten

Die Langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Schulden gegenüber verbundenen Unternehmen.

(16) Kurzfristige Schulden

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TEUR 31.12.2014 31.12.2013
Rückstellungen 831 918
Ertragsteuerschulden 2.577 3.161
Finanzielle Verbindlichkeiten 161.378 195.368
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 98.599 95.937
Sonstige Verbindlichkeiten 12.396 17.002
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.267 4.160
Verbindlichkeiten gegenüber Personal sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit 7.235 7.548
Steuerschulden 3.891 5.287
Akquisitionsverbindlichkeiten - -
Sonstige betriebliche Verbindlichkeiten 3 7

Die Kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten bestehen größtenteils aus Schulden gegenüber verbundenen Unternehmen.

(17) Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten 2013

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TEUR Bruttobetrag Wertberichtigung Buchwert Nettogewinne/ -verluste Zinsgewinne/ -verluste
Kredite und Forderungen 119.117 - 3.615 115.502 - 1.843 94
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 2.188 - 511 1.677 - -
Derivate - - - 31 -
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 318.944 - 318.944 - 7.205 - 7.205

2014

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TEUR Bruttobetrag Wertberichtigung Buchwert Nettogewinne/ -verluste Zinsgewinne/ -verluste
Kredite und Forderungen 102.652 - 2.261 100.391 1.427 72
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 2.095 - 511 1.584 - -
Derivate - - - - -
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 275.291 - 275.291 - 7.479 - 7.479

Die Wertberichtigungen zum 31. Dezember 2013 wurden im Berichtsjahr größtenteils verbraucht oder aufgelöst. Die Wertberichtigungen zum 31. Dezember 2014 wurden somit überwiegend im abgelaufenen Geschäftsjahr gebildet.

Bei als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifizierten Finanzinstrumenten handelt es sich um Beteiligungen. Für die Beteiligungen lässt sich der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich ermitteln, da sie keinen notierten Preis auf einem aktiven Markt aufweisen. Die Beteiligungen werden mit ihren Anschaffungskosten abzüglich erforderlicher Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Finanzielle Vermögenswerte werden zum Erfüllungstag bilanziert. Bei den übrigen Finanzinstrumenten handelt es sich im Wesentlichen um kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten sowie langfristige finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.918 (Vorjahr: TEUR 10.637). Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Buchwert.

Bei den langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten waren zum 31. Dezember 2013 enthalten ein Anfang 2015 endfälliges Darlehen in Höhe von TEUR 6.715 sowie ein im 2. Quartal 2016 endfälliges Darlehen in Höhe von TEUR 3.922, beide auf Basis der Moscow Prime Offered Rate. Zum 31. Dezember 2014 sind Darlehen auf Basis der Moscow Prime Offered Rate mit Endfälligkeit im 2. Quartal 2016 enthalten.

Im Zuge konzerninterner Umfinanzierungen kam es in Russland zu geringfügigen und zeitlich begrenzten Verletzungen der Vereinbarungen eines Darlehensvertrags mit einem russischen Kreditinstitut mit einem Volumen von insgesamt TRUB 1.200.000, welche jedoch ohne negative Auswirkungen blieben.

Das maximale Kreditausfallrisiko entspricht jeweils dem Buchwert.

Die Nettogewinne/-verluste der Kredite und Forderungen bestehen im Wesentlichen aus Wertberichtigungen, die in den Umsatzkosten erfasst sind, während die Nettogewinne/-verluste der zum Restbuchwert bewerteten finanziellen Schulden aus Zinsen bestehen, die im Zinsergebnis erfasst werden. Das Nettoergebnis aus den Derivaten war in den Umsatzkosten erfasst. Die Nettogewinne resultieren hauptsächlich aus Finanzinstrumenten, die am Bilanzstichtag ausgewiesen sind.

2013

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    davon entfallen auf Bilanzposten
TEUR Buchwert Übrige finanzielle Vermögenswerte Sonstige Forderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Zahlungsmittel und Zahlungs- mitteläquivalente Sonstige Vermögenswerte
Kredite und Forderungen 115.502 - 187 62.373 5.719 47.223
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 1.677 1.677 - - - -
Zum Restbuchwert bewertete finanzielle Schulden 318.944 - - - - -
Bilanzwert   1.677 187 62.373 5.719 47.223
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  davon entfallen auf Bilanzposten
TEUR Finanzielle Verbindlichkeiten (langfristig) Finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Verbindlichkeiten
Kredite und Forderungen - - - -
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - - - -
Zum Restbuchwert bewertete finanzielle Schulden 10.637 195.368 95.937 17.002
Bilanzwert 10.637 195.368 95.937 17.002

2014

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    davon entfallen auf Bilanzposten
TEUR Buchwert Übrige finanzielle Vermögenswerte Sonstige Forderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Zahlungsmittel und Zahlungs- mitteläquivalente Sonstige Vermögenswerte
Kredite und Forderungen 100.391 - 44 51.722 3.694 44.931
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 1.584 1.584 - - - -
Zum Restbuchwert bewertete finanzielle Schulden 275.291 - - - - -
Bilanzwert   1.584 44 51.722 3.694 44.931
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  davon entfallen auf Bilanzposten
TEUR Finanzielle Verbindlichkeiten (langfristig) Finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Verbindlichkeiten
Kredite und Forderungen - - - -
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - - - -
Zum Restbuchwert bewertete finanzielle Schulden 2.918 161.378 98.599 12.396
Bilanzwert 2.918 161.378 98.599 12.396

Gemäß IFRS 13 sind Finanzinstrumente entsprechend der jeweils zugrunde gelegten Bewertungstechnik zur Darstellung der Fair-Value-Hierarchie in 3 Stufen zu gliedern:

Stufe 1 umfasst Finanzinstrumente mit auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten notierten Preisen. Stufe 2 beinhaltet Finanzinstrumente, die nicht unter Stufe 1 fallen und deren Inputfaktoren von einem aktiven Markt direkt oder indirekt ableitbar sind. Stufe 3 enthält Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, deren Bewertung nicht auf beobachtbaren Marktdaten basiert. Bei der Saint-Gobain Oberland AG sind ausschließlich die Derivate zum beizulegenden Zeitwert bewertet und der 2. Stufe zuzuordnen, alle übrigen Finanzinstrumente werden zum Buchwert angesetzt, da dieser einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt. Der Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist.

Die überfälligen Forderungen betragen zum 31. Dezember 2014 TEUR 6.132 (Vorjahr: TEUR 9.663), davon sind TEUR 2.759 länger als 30 Tage überfällig (Vorjahr: TEUR 4.614). Sie wurden in Höhe von TEUR 991 (Vorjahr: TEUR 1.168) wertberichtigt.

Sämtliche Forderungen und Kredite werden in dem Zeitpunkt, in dem sie als uneinbringlich eingestuft werden, wertberichtigt.

Die Ausfallquote von weder überfälligen noch wertgeminderten Vermögenswerten tendiert gegen null.

(18) Leasingverhältnisse

Im Geschäftsjahr 2014 belief sich der Miet- und Leasingaufwand aus Operating Lease-Kontrakten auf TEUR 2.570 (Vorjahr: TEUR 2.589). Der Konzern mietet sowohl bewegliche als auch unbewegliche Wirtschaftsgüter an. Die Verträge weisen eine Grundmietzeit zwischen 1 und 10 Jahren auf.

Zum Bilanzstichtag hatte der Konzern offene Verpflichtungen aus unkündbaren Operating Lease-Verhältnissen, die wie folgt fällig sind (Vorjahresbeträge in Klammern):

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TEUR bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Operating Lease      
Zukünftig zu leistende Leasingzahlungen 2.760 4.324 134
(2013) (2.395) (3.239) (570)

Die Miet- und Leasingerträge aus Operating Lease-Kontrakten beliefen sich auf TEUR 220 (Vorjahr: TEUR 239), die vertraglich vereinbarten Mindestleasingzahlungen verteilen sich auf:

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TEUR bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Operating Lease      
Zukünftig zu erhaltende Leasingzahlungen 166 119 -
(2013) (179) (175) (-)

Bei den Operating Lease-Verhältnissen handelt es sich hauptsächlich um vermietete Grundstücke mit einer Grundmietzeit zwischen 1 und 25 Jahren.

Die Forderungen aus Finanzierungsleasing betreffen Immobilien der Gesellschaft Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO, die von den Mitarbeitern der Firma im Rahmen von Leasinggeschäften genutzt werden. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten der Immobilien betrugen TRUB 50.684, zum 31. Dezember 2014 entspricht dies TEUR 701 (Vorjahr: TEUR 1.118). Die Forderungen sind wie folgt fällig:

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TEUR 31.12.2014 31.12.2013
2014   34
2015 16 28
2016 16 28
2017 16 28
2018 1 2
Zukünftige Mindestleasingraten 49 118
abzüglich: unrealisierte Erträge - 8 - 24
Leasingforderung netto 41 94
abzüglich: kurzfristiger Anteil - 16 - 34
Langfristige Forderungen aus Finanzierungsleasing 25 60

(19) Sonstige Eventualverbindlichkeiten

Sonstige vertragliche Verpflichtungen

Bestellobligo

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TEUR 31.12.2014 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre gesamt 31.12.2013
Investitionen 23.432 20.670 2.762 6.767
Rohstoffe 79.579 79.579 - 72.725
Dienstleistungen 38.859 18.371 20.488 15.308
Sonstige Beschaffungen 11.558 10.385 1.173 6.393

(20) Risiken und Sicherungsmaßnahmen

Die Saint-Gobain Oberland AG ist hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Schulden und geplanten Transaktionen verschiedenen Risiken ausgesetzt, Erläuterungen hierzu sind im Konzernlagebericht enthalten.

Gemäß IFRS 7 sind für vorliegende Zinsrisiken Sensitivitätsanalysen vorzunehmen, die die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikoparametern auf das Ergebnis zeigen. So wäre das Ergebnis zum 31. Dezember 2014 bei einem um 50 Basispunkte höheren/niedrigeren Marktzinsniveau um TEUR 1.137 niedriger/höher gewesen (Vorjahr: TEUR 1.097).

Bezüglich der Währungssensitivitäten sind operative Effekte aus der Währungsumrechnung von Abschlüssen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, nicht zu berücksichtigen, da sie die Cashflows in lokaler Währung nicht berühren. Die verbleibenden operativen Fremdwährungspositionen stellen derzeit kein wesentliches potenzielles Risiko dar, auf entsprechende Sensitivitätsanalysen wird deshalb bis auf weiteres verzichtet. Insbesondere bei Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' könnte eine mögliche Fakturierung in Euro in Zukunft jedoch wesentliche Auswirkungen auf die Umsatzerlöse haben.

Ebenso ergeben sich aus der Umrechnung der lokalen Abschlüsse in die Berichtswährung signifikante Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital (siehe Punkt (12) Eigenkapital). Wäre der Wechselkurs sowohl von Russischem Rubel als auch Ukrainischer Griwna im Vergleich zum Euro per 31. Dezember 2014 um 20 % schwächer/stärker gewesen, wäre das Konzerneigenkapital zu diesem Zeitpunkt um TEUR 10.050 niedriger/TEUR 15.074 höher gewesen (Vorjahr: TEUR 19.734 niedriger/TEUR 29.601 höher).

Kreditrisiken

Das Ausfallrisiko im Forderungsbereich ist zu einem großen Teil durch eine Delkredere-Versicherung abgesichert.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass finanzielle Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maß erfüllt werden können. Um dieses Risiko zu begrenzen, verfügt die Saint-Gobain Oberland Gruppe über ein effektives Finanzmanagement, bei dem die Mittelzu- und -abflüsse fortlaufend überwacht und gesteuert werden. Die Generierung liquider Mittel erfolgt vorrangig durch das operative Geschäft sowie aus dem Finanzpool der Compagnie de Saint-Gobain.

E. ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Kapitalflussrechnung zeigt die Herkunft und Verwendung der Zahlungsströme in den Geschäftsjahren 2013 und 2014. Es werden Zahlungsströme aus der betrieblichen Tätigkeit, aus Investitionstätigkeit sowie Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit und der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit sind jeweils zahlungsmittelbezogen ermittelt. Demgegenüber wird der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit, ausgehend vom Jahresergebnis des Konzerns, indirekt abgeleitet.

Der in der Kapitalflussrechnung verwendete Finanzmittelbestand umfasst alle ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.

Kapitalmanagement

Die Finanzstruktur zeigt im Berichtsjahr einen Rückgang der Eigenkapitalquote von 22,0 % auf 11,9 %. Dieser Effekt ergibt sich aus einem im Vergleich zum Fremdkapital überproportionalen Rückgang des Eigenkapitals. Die Finanzierung wird größtenteils über den Saint-Gobain Finanzpool abgedeckt. Hierfür existiert seit 2011 ein Rahmenvertrag, auf Basis einer monatlich aktualisierten Liquiditätsplanung wird hieraus der jeweils benötigte Betrag abgerufen. Die Konditionen für die Aufnahme von Fremdkapital sind im Oberland Konzern demzufolge mit von der Einstufung des Gesamtkonzerns Saint-Gobain auf den internationalen Finanzmärkten abhängig. Im Konzern wird nach wie vor ein intensives Working-Capital-Management betrieben, um den Finanzierungsbedarf so niedrig wie möglich zu halten.

F. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Gemäß IFRS 8 erfolgt die Segmentierung nach dem Management-Approach. Dieser folgt den wesentlichen Risiken und Chancen des Konzerns, die mittlerweile stark abhängig von den geografischen Märkten, in denen Oberland produziert und absetzt, sind, insbesondere im Hinblick auf Wachstum sowie gesetzliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Entsprechend werden innerhalb des internen Berichtswesens alle operativ tätigen Gesellschaften je nach Sitzland den Segmenten Deutschland, Russland oder Ukraine zugeordnet.

Bis auf die GPS Glasproduktions-Service GmbH sind sämtliche Konzernunternehmen im Bereich der Behälterglasherstellung für die Getränke- und Nahrungsmittelindustrie tätig. Sie erwirtschafteten im Berichtsjahr externe Umsätze in Höhe von TEUR 514.360 (Vorjahr: TEUR 512.820).

Die GPS fertigt technische Anlagen für die Behälterglasherstellung. Ihre Umsätze mit Unternehmen außerhalb des Saint-Gobain Oberland Konzerns betrugen TEUR 19.354 (Vorjahr: TEUR 7.850).

Die grundsätzlich nach IFRS ermittelten Zahlen der einzelnen Gesellschaften werden auf Segmentebene durch Summierung verdichtet und tragen so zur Entscheidungsvorbereitung und -findung bei. Wichtigster Performance-Indikator ist hierbei das Operative Ergebnis (EBIT). Transaktionen zwischen einzelnen Gesellschaften werden zu marktüblichen Konditionen durchgeführt. Abhängigkeiten von einzelnen Kunden bestehen nicht.

31.12.2014

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TEUR Deutschland Russland Ukraine Eliminierungen und Anpassungen Konzern
Außenumsatz 413.602 81.881 38.231 - 533.714
Intersegmentäre Umsätze 924 - 3.096 - 4.0201) -
Planmäßige Abschreibung 27.280 11.508 2.956 - 3601) 41.384
Nichtzahlungswirksame Posten - 4.244 - 108 - 245 - - 4.597
Operatives Ergebnis 39.248 - 9.741 - 17.302 891) 12.294
Zins- und ähnliche Aufwendungen - 4.723 - 7.966 - 726 3.3401) - 10.075
Zins- und ähnliche Erträge 511 2.917 4 - 3.3401) 92
Ertragsteuer - 10.354 - 518 2.607 - 611) - 8.326
Investitionen 22.691 2.717 2.779 - 2391) 27.948
Wertminderungen - 4.098 17.931 - 22.029
Vermögenswerte 537.640 93.129 21.794 - 219.9341),2) 432.629
Langfristige Vermögenswerte3) 174.748 43.823 847 5851) 220.003
Schulden 346.308 58.708 9.918 - 33.6181),2) 381.316

1) Konsolidierung
2) Saldierung Latente Steuern (TEUR - 10.783)
3) Ohne Übrige finanzielle Vermögenswerte, Sonstige Forderungen, Latente Steueransprüche

31.12.2013

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TEUR Deutschland Russland Ukraine Eliminierungen und Anpassungen Konzern
Außenumsatz 395.246 81.160 44.264 - 520.670
Intersegmentäre Umsätze 882 6 1.259 - 2.1471) -
Planmäßige Abschreibung 26.028 14.878 3.805 - 4951) 44.216
Nichtzahlungswirksame Posten - 4.100 - 178 - 173 - - 4.451
Operatives Ergebnis 37.695 - 11.675 - 2.182 5871) 24.425
Zins- und ähnliche Aufwendungen - 4.519 - 7.404 - 520 2.7481) - 9.695
Zins- und ähnliche Erträge 259 2.623 4 - 2.7481) 138
Ertragsteuer - 10.437 - 444 108 - 251) - 10.798
Investitionen 29.551 1.768 5.140 - 4041) 36.055
Wertminderungen - - - - -
Vermögenswerte 507.544 153.772 51.763 - 175.2391),2) 537.840
Langfristige Vermögenswerte3) 179.915 83.719 22.078 7.6991) 293.411
Schulden 366.143 81.438 15.289 - 43.2961),2) 419.574

1) Konsolidierung
2) Saldierung Latente Steuern (TEUR - 8.106)
3) Ohne Übrige finanzielle Vermögenswerte, Sonstige Forderungen, Latente Steueransprüche

G. AKTIENBASIERTE VERGÜTUNG

Vorzugsaktien für Mitarbeiter (PEG)

Der Plan d'Epargne du Groupe (PEG) bietet den Mitarbeitern der Saint-Gobain Gruppe die Möglichkeit, zu einem Vorzugspreis Aktionär von Saint-Gobain zu werden. Der Plan beinhaltet einen 20%igen Nachlass auf einen festgelegten Referenzkurs, der im Zeitraum zwischen dem 21. Februar und dem 20. März 2014 aus der Kursentwicklung der Aktie an der Pariser Börse abgeleitet wurde. Darüber hinaus wurden 2014 wiederum zusätzliche von der Investitionssumme abhängige Sonderrabatte gewährt. Arbeitnehmer mit einer mindestens 3-monatigen ungekündigten Betriebszugehörigkeit zum Zeichnungsstichtag können bis zu 25 % des eigenen Bruttojahreseinkommens in den Aktienkauf investieren. Das gesamte Ausgabevolumen entspricht einer Kapitalerhöhung um maximal 5,5 Millionen Aktien (Vorjahr: 5,3 Millionen Aktien) im Nennwert von EUR 4, im Falle einer Überzeichnung erfolgt eine anteilige Zuteilung. Der Plan beinhaltet eine 5-jährige Sperrfrist für die erworbenen Anteile, die in definierten Fällen vorzeitig aufgehoben werden kann. Die Kosten für das Programm werden zwischen dem Mutterunternehmen Compagnie de Saint-Gobain und den Tochtergesellschaften aufgeteilt. Die Tochterunternehmen tragen die Kosten für die erwähnten Sonderrabatte, während die Compagnie de Saint-Gobain die restlichen Kosten trägt. Diese werden jedoch aufgrund der Regelungen des IFRIC 11 ebenfalls in diesem Konzernabschluss bilanziert und erläutert.

Die Kosten für die Sonderrabatte wurden der Saint-Gobain Oberland Gruppe direkt vom Mutterunternehmen belastet und sind im Personalaufwand mit TEUR 34 enthalten (Vorjahr: TEUR 23). Ein darüber hinausgehender Vorteil für die Mitarbeiter wird mithilfe des beizulegenden Zeitwerts über die 5-jährige Haltefrist der Aktien bewertet. Dabei werden neben dem 20%igen Rabatt die Kosten der Nichtübertragbarkeit mit einbezogen, die sich im Wesentlichen aus Kapitalbindung und Abwicklungskosten ergeben. Der maßgebliche Zinssatz für die Ermittlung der Kapitalbindungskosten entspricht dem Zinssatz, den eine Bank durchschnittlich für die Gewährung einer 5-jährigen Anleihe berechnen würde.

Gewährungszeitpunkt ist der Tag der Veröffentlichung des Referenzkurses durch den CEO der Compagnie de Saint-Gobain. Die Optionen sind sofort ausübbar, deshalb entspricht der beizulegende Zeitwert der Instrumente am Tag der Gewährung in voller Höhe dem Eigenkapitalzuwachs und dem Dienstzeitaufwand, der in der Periode zu verbuchen ist. Da sämtliche Optionen sofort ausübbar sind, entfallen weitere Angabepflichten zu nicht ausgeübten Eigenkapitalinstrumenten.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die wesentlichen Bedingungen und die Auswirkung des PEG gemäß IFRIC 11.8 ff. auf den Konzernabschluss des Saint-Gobain Oberland Konzerns:

PEG-Basisdaten

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  2014 2013
Gewährungsdatum 24.03. 25.03.
Sperrfrist (in Jahren) 5 5
Kurs am Gewährungsdatum (in EUR) 41,99 30,00
Ausübungspreis (in EUR) 33,89 24,77
Basisrabatt 20,00 % 20,00 %
Effektiver Rabatt am Gewährungsdatum (a) 19,29 % 21,11 %
Gezeichnete Anteile Saint-Gobain Oberland Gruppe 9.519 6.387
Kosten für Nicht-Übertragbarkeit    
Fremdfinanzierung p. a. 6,00 % 5,80 %
Risikoloser Zinssatz (5 Jahre) p. a. 0,41 % 0,94 %
Gesamte Kosten für Nicht-Übertragbarkeit (b) 22,19 % 23,51 %
Fair Value des Programms    
je Aktie (a - b) - 2,90 % - 2,40 %
Beizulegender Zeitwert je Aktie (in EUR) 0,00 0,00
Saint-Gobain Oberland Gruppe gesamt (in EUR) 0 0

Gratisaktien für Mitarbeiter und Führungskräfte (FREE SHARE PLAN)

Um die Mitarbeiter in die Entwicklung der Unternehmensgruppe einzubinden, hat der Verwaltungsrat der Compagnie de Saint-Gobain S.A. am 19. November 2009 beschlossen, allen Saint-Gobain Mitarbeitern jeweils 7 kostenlose Saint-Gobain Aktien bei Vorliegen im Plan definierter Bedingungen zuzuteilen. Die wesentlichen Bedingungen für die Mitarbeiter in Deutschland und Osteuropa sind:

Ununterbrochene Zugehörigkeit zur Saint-Gobain Gruppe vom 31. Oktober 2009 bis zum 31. März 2014.

Das konsolidierte Betriebsergebnis der Compagnie de Saint-Gobain (unter Ausklammerung der Verpackungssparte) steigt in den Geschäftsjahren 2010 und 2011 jährlich um mindestens 10 %; zugrunde gelegt wird hierbei die durchschnittliche Wachstumsrate dieser beiden Geschäftsjahre.

Im Januar 2014 wurde den berechtigten Mitarbeitern das Erreichen der definierten Zielvorgaben und die damit verbundene Zuteilung der Gratisaktien mitgeteilt. Diese erfolgte im Laufe des Jahres 2014.

Führungskräfte der Unternehmensgruppe erhielten darüber hinaus zu gleichen Bedingungen individuelle Zuteilungen von Gratisaktien, dies betraf im Saint-Gobain Oberland Konzern 5 Personen mit insgesamt 2.300 Aktien. 1.900 Aktien wurden den berechtigten Mitarbeitern in 2014 ausgeliefert, 400 Aktien verfielen wegen Ausscheiden der Bezugsperson aus dem Konzern.

Die Kosten für das Programm trägt die Compagnie de Saint-Gobain, sie werden jedoch aufgrund der Regelungen des IFRIC 11 ebenfalls in diesem Konzernabschluss bilanziert und erläutert.

Der beizulegende Zeitwert des FREE SHARE PLAN basiert auf folgenden Annahmen:

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FREE-SHARE-PLAN-Basisdaten Mitarbeiter Führungskräfte
Anzahl bezugsberechtigter Mitarbeiter 2.642 4
Anzahl auszugebender Gratisaktien 18.494 1.900
Gewährungsdatum 19.11.2009 19.11.2009
Sperrfrist (in Jahren) 4 4
Basispreis (in EUR) 37,53 37,53
Kosten pro Aktie    
Abwicklungskosten (in %) 41,99 % 41,99 %
Abwicklungskosten (in EUR) 15,76 15,76
Fair Value des Programms    
beizulegender Zeitwert je Aktie (in EUR) 21,77 21,77
beizulegender Zeitwert gesamt (in EUR) 402.614 43.757
davon dem Berichtsjahr zuzurechnen (in EUR) 1.467 - 3.485

Aktienorientierte Vergütung für Führungskräfte

Die Compagnie de Saint-Gobain S.A. legt seit 1987 Programme für aktienbasierte Vergütung auf. Davon sind zwischenzeitlich nur noch Optionen ausübbar, die frühestens 2005 gewährt wurden. Entscheidungen bezüglich der Gewährung von Optionen trifft der Verwaltungsrat der Gruppe nach Prüfung der Vorschläge eines Ausschusses (Mandatsträgerausschuss).

Die Aktien wurden seit 1999 zu einem Ausübungspreis, der dem durchschnittlichen Kurs innerhalb von 20 Tagen vor dem Gewährungszeitpunkt entspricht, gewährt. Die Ausübung der gewährten Optionen ist an eine 4-jährige Sperrfrist gekoppelt. Die Gesamtlaufzeit des vorläufig letzten Optionsprogramms 2010, durch das Führungskräfte der Saint-Gobain begünstigt wurden, beträgt 10 Jahre, d. h., die Optionen müssen innerhalb der Frist ausgeübt werden, ansonsten verfallen sie. Bei freiwilligem Ausscheiden des Mitarbeiters aus dem Saint-Gobain Konzern verfallen die Optionen, entgegenstehende einzelvertragliche Regelungen wurden nicht getroffen.

Der beizulegende Zeitwert des Optionsprogramms wurde berechnet auf der Grundlage des Black-Scholes-Optionspreismodells.

Im Rahmen der Berechnung des Dienstzeitaufwandes betrug das zu erfassende Ergebnis in 2014 TEUR - 18 (Vorjahr: TEUR 10).

Einen Überblick über die ausstehenden Optionen gewährt die folgende Tabelle:

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Jahr der Gewährung Typ Anzahl Aktienoptionen Ausübungs- preis
in EUR
ausgeübt davon in 2014 verfallen
2004 Neuzeichnung 15.925 39,39 - - 15.925
2005 Neuzeichnung 14.377 41,34 - - 6.635
2006 Neuzeichnung 13.271 52,54 - - 5.529
2007 Neuzeichnung 15.483 64,72 - - 6.635
2008 Neuzeichnung 15.374 25,88 2.544 935 3.318
2009 Neuzeichnung 4.000 36,34 - - 1.335
2010 Neuzeichnung 2.380 35,19 - - 2.380
Gesamt   80.810 43,90 2.544 935 41.757
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Jahr der Gewährung davon in 2014 verbleiben ausübbar nicht ausübbar Restlaufzeit in Monaten
2004 11.502 - - - -
2005 - 7.742 7.742 - 11
2006 - 7.742 7.742 - 23
2007 - 8.848 8.848 - 35
2008 - 9.512 9.512 - 47
2009 - 2.665 2.665 - 60
2010 2.380 - - - 72
Gesamt 13.882 36.509 36.509 - 32

Die Anzahl und der gewichtete Durchschnitt der Ausübungspreise der verbliebenen Aktienoptionen entwickelten sich wie folgt:

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Bezeichnung Anzahl Aktien Nennwert EUR 4 Preis
in EUR
Ausstehende Optionen am 31.12.2012 64.888 40,63
gewährte Optionen 2013 - -
ausgeübte Optionen 2013 - 9.130 31,14
verfallene Optionen 2013 - 4.432 33,49
Ausstehende Optionen am 31.12.2013 51.326 42,93
gewährte Optionen 2014 - -
ausgeübte Optionen 2014 - 935 25,88
verfallene Optionen 2014 - 13.882 38,67
Ausstehende Optionen am 31.12.2014 36.509 44,99
davon ausübbar 2014 36.509 44,99

Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr innerhalb des Aktienprogramms ,Attribution Gratuite d'Actions' (AGA) den Führungskräften weitere 3.900 Aktien zugeteilt (Vorjahr: 2.820). Dies betrifft im Saint-Gobain Oberland Konzern 7 Personen (Vorjahr: 5). Für den Erhalt der Aktien nach der Sperrfrist sind folgende Bedingungen zu erfüllen:

Ununterbrochene Zugehörigkeit zum Saint-Gobain Konzern während der Sperrfrist.

Ab 2013 sind die ersten 100 Aktien, die einem Begünstigten gewährt werden, von den weiteren Ausübungsbedingungen befreit.

Die Zuteilung der darüber hinausgehenden Aktien erfolgt entsprechend der Höhe der Kennzahl Return on Capital Employed (ROCE) der Compagnie de Saint-Gobain. Für die einzelnen Jahre wurden Intervalle des ROCE definiert, entsprechend dem Erreichungsgrad dieser Intervalle erfolgt die anteilige Vergabe der Aktien. Wird das Mindestziel nicht erreicht, erfolgt keine Zuteilung der Aktien oder nur die Zuteilung der Anteile ohne Ausübungsbedingung.

Einen Überblick über die ausstehenden Aktien und deren Zeitwert gewährt die folgende Tabelle:

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Gewährungsdatum Anzahl auszugebender Aktien Sperrfrist in Jahren Basispreis (in EUR) (a) Abwicklungskosten (in %) Abwicklungskosten (in EUR) (b) beizulegender Zeitwert je Aktie (in EUR) (a - b)
18.11.2010 2.310 4 36,85 30,44 11,22 25,63
24.11.2011 4.040 4 27,42 36,73 10,07 17,35
22.11.2012 3.260 4 29,92 34,70 10,38 19,54
21.11.2013 2.820 4 38,31 31,07 11,90 26,40
21.11.2014 3.900 4 34,41 34,37 11,83 22,58
Total 16.330 - - - - -
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Gewährungsdatum beizulegender Zeitwert gesamt (in EUR) davon dem Berichtsjahr zuzurechnen (in EUR)
18.11.2010 59.205,30 10.490,67
24.11.2011 70.094,00 14.799,36
22.11.2012 63.700,40 15.925,10
21.11.2013 74.448,00 18.612,00
21.11.2014 88.062,00 2.472,97
Total 355.509,70 62.300,10

2014 betrug der erfasste Dienstzeitaufwand der Aktien des Programms AGA 2010 - 2014 bei der Saint-Gobain Oberland AG TEUR 62 (Vorjahr: TEUR 50).

H. BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN PERSONEN

Die Geschäfte und finanziellen Beziehungen mit den verbundenen und assoziierten Unternehmen innerhalb des Saint-Gobain Konzerns werden in Summe angegeben.

Beziehungen zu übergeordneten Unternehmen:

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  Liefer- und Leistungsbeziehungen Finanzbeziehungen
TEUR 2014 2013 2014 2013
Forderungen 144 120 - 1.885
Verbindlichkeiten 3.442 2.739 135.067 160.114
Erträge 1.050 795 1 3
Aufwendungen/Investitionen 8.326 5.736 1.783 1.975
Dividendenzahlung     11.987 21.750

Davon betreffen Saint-Gobain Emballage S.A.:

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  Liefer- und Leistungsbeziehungen Finanzbeziehungen
TEUR 2014 2013 2014 2013
Forderungen 144 120 - -
Verbindlichkeiten 3.387 2.670 - -
Erträge 1.044 786 - -
Aufwendungen/Investitionen 5.725 4.226 - -
Dividendenzahlung     11.987 21.750

Beziehungen zu den sonstigen nahestehenden Unternehmen:

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  Liefer- und Leistungsbeziehungen Finanzbeziehungen
TEUR 2014 2013 2014 2013
Forderungen 2.644 520 34.237 33.610
Verbindlichkeiten 3.936 759 - -
Erträge 23.414 5.859 13 13
Aufwendungen/Investitionen 5.590 1.723 - -

Die zum Stichtag bestehenden Verbindlichkeiten aus Finanzbeziehungen betreffen die Inanspruchnahme eines Kreditrahmens von Verallia S.A. mit einer Laufzeit bis 2016. Die Verzinsung erfolgt für die vereinbarte Laufzeit basierend auf 1-M Euribor, zuzüglich einer im Konzernverbund üblichen Marge.

Die Forderungen aus Finanzbeziehungen betreffen den Finanzpool von Saint-Gobain. Die Verzinsung erfolgt zu marktüblichen Tageszinsen.

Alle ausstehenden Salden aus Liefer- und Leistungsbeziehungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen sind auf Grundlage internationaler Preisvergleichsmethoden gemäß IAS 24 zu Bedingungen ausgeführt worden, wie sie auch mit konzernfremden Dritten üblich sind. Sicherungsbeziehungen bestehen nicht.

Die Bezüge des Aufsichtsrats und Vorstands gliedern sich in:

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TEUR 2014 2013
Vergütungen an die Mitglieder des Aufsichtsrats 84 84
Vergütungen an die Mitglieder des Vorstands Kurzfristig fällige Leistungen 1.211 1.047
davon variabler Bestandteil (181) (96)
Zuführung Versorgungsaufwand zur Pensionsrückstellung 176 170
Aktienbasierte Vergütung 30 60
Pensionsverpflichtungen gegenüber den Mitgliedern des Vorstands 2.206 1.607
Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern und deren Hinterbliebenen 11.955 10.986
Pensionszahlungen an diesen Personenkreis 590 583

Bezüglich des Vergütungssystems für den Vorstand verweisen wir auf den Konzernlagebericht, von einer individualisierten Offenlegung der Bezüge wird gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 19. Mai 2011 abgesehen.

I. MITARBEITER

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter beträgt:

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  2014 2013
Technik/Produktion 2.790 2.864
Verwaltung/Vertrieb 270 279
  3.060 3.143
Auszubildende 97 101
Gesamt 3.157 3.244

J. CORPORATE GOVERNANCE

Mit Beschluss vom 11. Dezember 2014 haben Vorstand und Aufsichtsrat eine Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben. Diese Erklärung ist auf der Internetseite der Saint-Gobain Oberland AG unter www.saint-gobain-oberland.de unter Investor Relations veröffentlicht und somit den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.

K. HONORAR DER ABSCHLUSSPRÜFER

Für Abschlussprüfer sind Honorare in Höhe von TEUR 203 (Vorjahr: TEUR 203) für die Abschlussprüfung sowie in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 11) für sonstige Leistungen, darunter TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 11) für andere Bestätigungen, als Aufwand erfasst.

L. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Berichtspflichtige Ereignisse lagen nicht vor.

M. ANTEILSBESITZ ZUM 31. DEZEMBER 2014

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Name und Sitz des Konzernunternehmens Eigenkapital Konzern- anteil Muttergesellschaft Anteil der Saint-Gobain Oberland AG Ergebnis 2014
Verbundene Unternehmen          
Black Sea Glass Packaging LLC, Bryukhovetskaya Stanitsa, Russland - 323) 100,00 % Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO 0,00 % - 63)
GPS Glasproduktions-Service GmbH, Essen 1.5341) 100,00 % Saint-Gobain Oberland AG 100,00 % -1),2)
Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO, Mineralnye Vody, Russland - 1393) 97,54 % Saint-Gobain Oberland AG 75,48 % - 6563)
Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA', Rivne Oblast, Ukraine 4094) 96,68 % Saint-Gobain Oberland AG 96,68 % - 54)
ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod, Kamyshin, Russland 2.8313) 95,51 % Saint-Gobain Oberland AG 95,51 % 453)
ZAO STI, Mineralnye Vody, Russland 43) 100,00 % Saint-Gobain Oberland AG 100,00 % -3)

1) in TEUR
2) Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag
3) in Mio. RUB
4) in Mio. UAH

Der zum 31. Dezember 2014 gemäß § 315 a HGB aufgestellte Konzernabschluss wurde am 27. Februar 2015 vom Vorstand zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden beim Bundesanzeiger eingereicht.

 

Bad Wurzach, den 27. Februar 2015

Der Vorstand

Bestätigungsvermerk DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt:

"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Saint-Gobain Oberland Aktiengesellschaft, Bad Wurzach, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

 

München, den 27. Februar 2015

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Leistner, Wirtschaftsprüfer

Kolisnyk, Wirtschaftsprüferin

Jahresabschluss der AG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2014

Gewinn- und Verlustrechnung DER SAINT-GOBAIN OBERLAND AG

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TEUR 2014 2013
Umsatzerlöse 394.156 387.175
Veränderungen des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen - 3.573 - 1.459
Andere aktivierte Eigenleistungen 2 174
Sonstige betriebliche Erträge 6.748 6.849
davon Erträge aus Auflösungen von Sonderposten mit Rücklageanteil (25) (25)
Materialaufwand    
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 142.151 145.032
Personalaufwand    
Löhne und Gehälter 69.369 69.545
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 14.886 14.210
davon für Altersversorgung (2.025) (1.501)
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 22.637 24.577
Sonstige betriebliche Aufwendungen 99.262 93.034
Erträge aus Beteiligungen 173 730
davon aus den übrigen verbundenen Unternehmen (7) (66)
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 459 184
davon aus verbundenen Unternehmen (458) (180)
Abschreibungen auf Finanzanlagen 87.630 15.000
Aufwendungen aus Verlustübernahme 713 1.660
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.798 5.161
davon an verbundene Unternehmen (1.783) (1.975)
davon aus Abzinsung (2.823) (2.948)
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit - 43.481 25.434
Außerordentliche Aufwendungen (= Außerordentliches Ergebnis) 786 786
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 12.637 11.671
davon latente Steuern (2.220) (2.233)
Sonstige Steuern 600 551
Jahresergebnis - 57.504 12.426
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.193 2.167
Bilanzverlust/-gewinn - 55.311 14.593

Bilanz DER SAINT-GOBAIN OBERLAND AG

AKTIVA

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TEUR 31.12.2014 31.12.2013
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 342 447
II. Sachanlagen 152.473 146.668
III. Finanzanlagen 53.932 141.654
  206.747 288.769
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte 48.740 51.273
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 31.242 35.303
2. Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 42.459 45.442
  73.701 80.745
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.845 4.061
  125.286 136.079
C. Rechnungsabgrenzungsposten 271 230
Summe Aktiva 332.304 425.078

PASSIVA

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TEUR 31.12.2014 31.12.2013
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 26.000 26.000
II. Kapitalrücklage 42.949 42.949
III. Gewinnrücklagen    
1. Gesetzliche Rücklage 249 249
2. Andere Gewinnrücklagen 23.167 23.167
IV. Bilanzgewinn - 55.311 14.593
  37.054 106.958
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 134 159
C. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 54.747 53.398
2. Steuerrückstellungen 4.583 5.999
3. Sonstige Rückstellungen 18.575 21.417
  77.905 80.814
D. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 14.841 15.784
2. Übrige Verbindlichkeiten 195.954 217.247
  210.795 233.031
E. Rechnungsabgrenzungsposten 80 -
F. Passive latente Steuern 6.336 4.116
Summe Passiva 332.304 425.078

Anhang zum Jahresabschluss DER SAINT-GOBAIN OBERLAND AG ZUM 31. DEZEMBER 2014

ALLGEMEINES

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Um die Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung zu verbessern, werden verschiedene Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.

GRUNDSÄTZE DER BEWERTUNG UND BILANZIERUNG

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bilanziert und planmäßig linear über ihre Nutzungsdauer von längstens 5 Jahren abgeschrieben. Auf eine Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wird verzichtet.

Die Zugänge bei Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder aktivierungspflichtigen Herstellungskosten bewertet. Ab 2010 neu angeschaffte Vermögensgegenstände werden gemäß ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear oder leistungsbezogen abgeschrieben. Diese beträgt bei Geschäfts- und Fabrikgebäuden längstens 50 Jahre, Maschinen und maschinelle Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden überwiegend in bis zu 12 Jahren abgeschrieben. Bereits vor dem Geschäftsjahr 2010 bestehende Vermögensgegenstände werden mit nach steuerlichen Abschreibungstabellen zulässigen Höchstsätzen degressiv abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu EUR 410 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist.

Der Ansatz der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten.

Im Rahmen der Bewertung der Vorräte werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt mit den aktivierungspflichtigen Herstellungskosten. Abschreibungen für Risiken als Folge der geminderten Verwendbarkeit sowie zur Beachtung der verlustfreien Bewertung sind in angemessenem Umfang berücksichtigt.

Forderungen, Sonstige Vermögensgegenstände und Flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Risiken werden in angemessenem Umfang durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch auf Grundlage biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Beim zugrunde liegenden Rechnungszins für die Abzinsung handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz. Die Zuführung des durch das BilMoG verursachten Aufstockungsbetrages erfolgt ratierlich.

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt zu ihrem Erfüllungsbetrag, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftig anfallende Kosten- und Preissteigerungen werden berücksichtigt, sofern diese ausreichend objektivierbar sind. Für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird eine Abzinsung vorgenommen.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit den Devisenkassamittelkursen zum Abschlussstichtag bewertet. Aus der Bewertung resultierende Gewinne und Verluste werden je Währung miteinander verrechnet. Unrealisierte Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen.

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt anhand des bilanzorientierten Konzepts der Einzeldifferenzenbetrachtung, d. h. einer Gegenüberstellung von handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten. Für die Steuerabgrenzung werden aktive und passive latente Steuern verrechnet. Ein passiver Überhang wird in der Bilanz ausgewiesen.

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS

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  Anschaffungs- und Herstellungskosten
TEUR Vortrag 01.01.2014 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2014
Immaterielle Vermögensgegenstände 2.252 101 4 459 1.898
Sachanlagen          
Grundstücke und Bauten 127.100 1.710 1.076 284 129.602
Technische Anlagen und Maschinen 423.452 4.044 535 14.931 413.100
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 50.074 8.313 80 7.027 51.440
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.484 15.183 - 1.695 - 15.972
Summe Sachanlagen 603.110 29.250 - 4 22.242 610.114
Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 184.977 - - - 184.977
Beteiligungen 2.188 - - 92 2.096
Summe Finanzanlagen 187.165 - - 92 187.073
Anlagevermögen gesamt 792.527 29.351 - 22.793 799.085
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TEUR Abschreibungen kumuliert 31.12.2014 Buchwert 31.12.2014 Buchwert 31.12.2013 Abschreibungen Geschäftsjahr 2014 Zuschreibungen Geschäftsjahr 2014
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.556 342 447 199 -
Sachanlagen          
Grundstücke und Bauten 96.132 33.470 33.508 2.820 -
Technische Anlagen und Maschinen 328.844 84.256 93.695 13.693 -
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 32.665 18.775 16.981 5.925 79
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - 15.972 2.484 - -
Summe Sachanlagen 457.641 152.473 146.668 22.438 79
Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 132.630 52.347 139.977 87.630 -
Beteiligungen 511 1.585 1.677 - -
Summe Finanzanlagen 133.141 53.932 141.654 87.630 -
Anlagevermögen gesamt 592.338 206.747 288.769 110.267 79

VORRÄTE

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TEUR 2014 2013
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 11.282 10.750
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 468 490
Fertige Erzeugnisse und Waren 36.990 40.033
Gesamt 48.740 51.273

Der Rückgang des Bestandes an Fertigen Erzeugnissen ist im Wesentlichen mengenbedingt.

FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE

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TEUR 2014 2013
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 31.242 35.303
davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr (17) (-)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 37.044 39.351
Sonstige Vermögensgegenstände 5.415 6.091
davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr (2) (3)
Gesamt 73.701 80.745

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um Finanzforderungen.

EIGENKAPITAL

Das Grundkapital beträgt unverändert EUR 26.000.000 und ist eingeteilt in 1.000.000 Stückaktien.

Aufgrund der Vorschriften des § 20 Abs. 4 AktG hat uns die Compagnie de Saint-Gobain S.A., Courbevoie/Frankreich, mitgeteilt, dass sie über ihre Konzerngesellschaft Saint-Gobain Emballage S.A., Courbevoie/Frankreich, eine Mehrheitsbeteiligung an unserer Gesellschaft hält. Der Konzernabschluss der Compagnie de Saint-Gobain S.A., in den die Saint-Gobain Oberland AG einbezogen ist, kann beim Greffe du Tribunal de Commerce de Nanterre, Nanterre/Frankreich, und in englischer Sprache im Bundesanzeiger eingesehen werden.

SONDERPOSTEN MIT RÜCKLAGEANTEIL

Der Sonderposten betrifft steuerrechtliche Wertberichtigungen auf Gebäude nach § 6 b EStG. Er wird gemäß den Übergangsregeln zum BilMoG in seiner bisherigen Form fortgeführt.

PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN

Folgende Prämissen werden in die Berechnung einbezogen:

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  2014
Abzinsungsfaktor 4,54 %
Gehaltstrend 2,40 %
BBG-Trend 2,40 %
Rententrend 1,80 %
Fluktuationsrate 3,00 %

Die Übergangsregelung zum BilMoG wird in Anspruch genommen. Der Unterschiedsbetrag wird in den Folgejahren jährlich zu mindestens einem Fünfzehntel zugeführt. Ohne Inanspruchnahme der Übergangsregelung wäre eine Rückstellung für Pensionen und andere Verpflichtungen in Höhe von TEUR 58.678 zu passivieren. Aus dem Bilanzansatz in Höhe von TEUR 54.747 ergibt sich dadurch eine Unterdeckung von TEUR 3.931.

SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die Rückstellungen verteilen sich auf folgende Bereiche:

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TEUR 2014 2013
Personal 7.423 8.815
Vertrieb 1.827 2.065
Übrige 9.325 10.537
Gesamt 18.575 21.417

Innerhalb der Personalrückstellungen stellt die Verpflichtung aus der Beteiligung der Mitarbeiter am Ergebnis die größte Einzelposition dar. Die übrigen Rückstellungen betreffen hauptsächlich Verpflichtungen für die ausstehende Berechnung empfangener Lieferungen und Leistungen.

VERBINDLICHKEITEN

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen insbesondere Finanzverbindlichkeiten. Die Sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten mit Finanzierungscharakter in Höhe von TEUR 1.630.

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TEUR 2014 2013
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 14.841 15.784
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4 39
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 53.188 49.489
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 139.052 163.237
Sonstige Verbindlichkeiten 3.710 4.482
davon aus Steuern (853) (740)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (64) (161)
Gesamt 210.795 233.031

Sämtliche Verbindlichkeiten sind binnen eines Jahres fällig.

LATENTE STEUERN

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    Wertansatz zum 31.12.2014  
    Latente Steuern  
TEUR Differenz Passiv Aktiv
Maschinelle Anlagen - 29.478 - 9.050 -
Vorräte 1.170 - 359
Rückstellungen 7.300 - 2.242
Organgesellschaften 369 - 113
Gesamtsumme - - 9.050 2.714
Saldo - 20.639 - 6.336 -
Steuersatz kombiniert   30,7 %  

NICHT IN DER BILANZ ENTHALTENE GESCHÄFTE

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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TEUR 2014 2013
Mietverträge und Leasingverträge 5.886 3.059
Bestell-/Vertragsobligo für Investitionen und Großreparaturen 18.968 8.630
davon an verbundene Unternehmen der Saint-Gobain Oberland Gruppe (1.230) (1.420)
Gesamt 24.854 11.689

Sonstige Geschäfte und Rechte

Der Bilanzansatz der unentgeltlich zugeteilten Emissionsberechtigungen erfolgt zum Erinnerungswert; der Zeitwert der nicht verbrauchten Berechtigungen zum 31. Dezember 2014 beträgt TEUR 700.

Die Saint-Gobain Oberland AG veräußert im Rahmen ihres Forderungsmanagements Forderungen aus Warenlieferungen an 2 internationale Finanzdienstleistungsunternehmen. Es handelt sich hierbei um echtes Factoring, wodurch der Gesellschaft ein Liquiditätszufluss entsteht. Ergebnisauswirkungen ergeben sich aus der Transaktion nur in sehr geringem Umfang.

Darüber hinaus liegen keine wesentlichen Risiken und Vorteile aus nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften vor.

UMSATZERLÖSE

Aufteilung nach Bereichen

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Mio. EUR 2014 2013
Glas 393,6 386,7
Technisches Geschäft 0,6 0,5
Gesamt 394,2 387,2

Aufteilung nach Regionen

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Mio. EUR 2014 2013
Inland 285,7 293,4
Europäische Union (ohne Inland) 97,6 86,0
Übriges Europa 9,8 5,7
Sonstiges Ausland 1,1 2,1
Gesamt 394,2 387,2

SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Es handelt sich überwiegend um Erlöse aus der Weiterberechnung von Aufwendungen sowie um jährlich wiederkehrende Auflösungen von Rückstellungen. Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 32).

PERSONALAUFWAND

Der leichte Anstieg des Personalaufwands ist vor allem in der Zuführung zur Pensionsrückstellung begründet.

Mitarbeiter und Auszubildende im Jahresdurchschnitt:

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  2014 2013
Technik/Produktion 1.213 1.222
Verwaltung/Vertrieb 120 114
  1.333 1.336
Auszubildende 97 101
Gesamt 1.430 1.437

ABSCHREIBUNGEN

Im Berichtsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 366 vorgenommen. Aufgrund der geopolitischen Lage in Osteuropa wurden auf die Beteiligungen in Osteuropa Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 87.630 vorgenommen.

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Sie beinhalten insbesondere die Vertriebskosten, den Instandhaltungsaufwand, die Aufwendungen für sonstige Dienstleistungen sowie Mieten und Pachten. Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung belaufen sich auf TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 26).

AUSSERORDENTLICHE AUFWENDUNGEN

Die Inanspruchnahme der Übergangsregelung für Pensionsrückstellungen nach BilMoG verursachte Aufwendungen in Höhe von TEUR 786.

STEUERN

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen im Wesentlichen das gewöhnliche Ergebnis, des Weiteren die aus der BilMoG-Umstellung resultierenden Zuführungen zu Pensionsrückstellungen im außerordentlichen Bereich.

CORPORATE GOVERNANCE

Mit Beschluss vom 11. Dezember 2014 haben Vorstand und Aufsichtsrat die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Als Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289 a HGB ist sie auf der Internetseite der Saint-Gobain Oberland AG unter www.saint-gobain-oberland.de unter Investor Relations der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich.

BEZÜGE DES AUFSICHTSRATS UND DES VORSTANDS

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats belief sich im Berichtsjahr auf TEUR 84 (Vorjahr: TEUR 84), die des Vorstands auf TEUR 1.211 (Vorjahr: TEUR 1.047), davon als variabler Bestandteil TEUR 181 (Vorjahr: TEUR 96). Die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern und deren Hinterbliebenen sind mit TEUR 8.295 (Vorjahr: TEUR 8.333) zurückgestellt. Die Leistungen an diesen Personenkreis betrugen TEUR 590 (Vorjahr: TEUR 583).

Die Mitglieder des Vorstands partizipieren zusätzlich zu diesen Bezügen an den Aktienoptionsplänen der Compagnie de Saint-Gobain S.A., Courbevoie/Frankreich.

Die Optionspläne gliedern sich wie folgt:

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  Anzahl ausstehender Aktien/Optionen 31.12.2013 Anzahl gewährter Aktien/Optionen 2014 Anzahl ausgeübter Aktien/Optionen 2014 Anzahl verfallener Aktien/Optionen 2014 Anzahl ausstehender Aktien/Optionen 31.12.2014 Dienstzeit- aufwand in TEUR 2014
Stock-Options Management 51.326 - - 935 - 13.882 36.509 - 18
FREE SHARE PLAN 2009 Management 2.300 - - 1.900 - 400 - - 3
AGA1) 2010 2.080 - - - 2.080 9
AGA1) 2011 2.840 - - - 2.840 10
AGA1) 2012 2.540 - - - 2.540 12
AGA1) 2013 2.720 - - - 2.720 18
AGA1) 2014 - 2.800 - - 2.800 2
Gesamt 63.806 2.800 - 2.835 - 14.282 49.489 30

1) Attribution Gratuite d'Actions
2) Berechnung nach IFRS

Von einer individualisierten Offenlegung der Bezüge wird gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 19. Mai 2011 abgesehen.

HONORAR DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Für den Abschlussprüfer KPMG sind folgende Honorare als Aufwand erfasst worden:

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TEUR 2014 2013
Art der Honorare    
Abschlussprüfungsleistungen 179 179
Andere Bestätigungsleistungen 14 11

ANTEILSBESITZ ZUM 31. DEZEMBER 2014

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Name und Sitz des Konzernunternehmens Eigenkapital Konzern- anteil Muttergesellschaft Anteil der Saint-Gobain Oberland AG Ergebnis 2014
Verbundene Unternehmen          
GPS Glasproduktions-Service GmbH, Essen 1.5341) 100,00 % Saint-Gobain Oberland AG 100,00 % -2)
Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO, Mineralnye Vody, Russland - 1393) 97,54 % Saint-Gobain Oberland AG 75,48 % - 6563)
Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA', Rivne Oblast, Ukraine 4094) 96,68 % Saint-Gobain Oberland AG 96,68 % - 54)
ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod, Kamyshin, Russland 2.8313) 95,51 % Saint-Gobain Oberland AG 95,51 % 453)
ZAO STI, Mineralnye Vody, Russland 43) 100,00 % Saint-Gobain Oberland AG 100,00 % -3)

1) in TEUR
2) Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag
3) in Mio. RUB
4) in Mio. UAH

Die Werte der deutschen Konzernunternehmen wurden nach HGB ermittelt, die Werte der ausländischen Gesellschaften nach IFRS vor Impairment gemäß IAS 36.

 

Bad Wurzach, den 27. Februar 2015

Der Vorstand

Bestätigungsvermerk DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt:

"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung der Saint-Gobain Oberland Aktiengesellschaft, Bad Wurzach, und ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

 

München, den 27. Februar 2015

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