Saint-Gobain Oberland AktiengesellschaftBad WurzachJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Geschäftsbericht 2015Unternehmenskennzahlenscroll
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Dividendenvorschlag Inhalt Für unsere Aktionäre
Nachhaltigkeit
Lagebericht und Konzernlagebericht
Jahresabschluss des Konzerns
Jahresabschluss der AG
Sonstige Angaben
Für unsere AktionäreVorwort des Vorstands Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sehr geehrte Damen und Herren, das Jahr 2015, über das hier auf mehr als 150 Seiten in allen Nuancen berichtet wird, hatte es in sich für die Saint-Gobain Oberland AG. So wird dies wohl einer der letzten Geschäftsberichte sein, in dem das Unternehmen unter diesem Namen firmiert. Grund für diese und weitere Veränderungen ist, dass der bisherige Hauptanteilseigner Saint-Gobain seine mit „Verallia" benannte Behälterglassparte am 29. Oktober 2015 an die US-amerikanische Investmentgesellschaft Apollo Global Management LLC sowie an die französische Investmentbank Bpifrance veräußert hat. Der Wechsel bedeutet für uns zweierlei: Zum einen endet damit eine siebenjährige Phase der Ungewissheit. Wir wissen jetzt, dass wir es mit Finanzgesellschaften als neuen Eignern zu tun haben. Das heißt: mehr operative Eigenständigkeit für Verallia als Behälterglas-Konzern. Zum anderen bringt ein solcher Übergang naturgemäß Veränderungen mit sich, die sich teilweise erst noch einspielen müssen. Das können organisatorische Dinge sein, wie die Verschiebung des Geschäftsjahres auf die Zeit von März bis Februar. Das betrifft aber auch die Neubesetzung des Aufsichtsrats, über die in der außerordentlichen Hauptversammlung am 17. Dezember des Berichtsjahres entschieden wurde. Oder sonstige Vorstellungen, die abgeklärt werden müssen. Auf das Geschäftsjahr 2015 haben sich diese Einflussgrößen noch nicht maßgeblich ausgewirkt. Was bei aller Veränderung gleich bleibt, ist dies: Wir produzieren Tag für Tag Gläser und Flaschen für eine Lebensmittel- und Getränkeindustrie, die ihre Kunden am liebsten unablässig mit Besonderem überraschen will. Dieser Herausforderung haben wir uns auch im Jahr 2015 gestellt. In Deutschland unter den Bedingungen eines scharfen Wettbewerbs, auch von Mitbewerbern aus dem nahen Ausland; und in Russland sowie in der Ukraine unter weiterhin schwierigen Gegebenheiten politischer und wirtschaftlicher Natur. Wir haben dabei erfreuliche Fortschritte gemacht, Anlagen modernisiert, Innovationen entwickelt, die Gesamtanlagenproduktivität gesteigert. Der Umsatz im Konzern ging im Berichtsjahr von 533,7 Mio. Euro auf 494,2 Mio. Euro zurück. Das Ergebnis entwickelte sich hingegen deutlich besser und stieg von 5,8 Mio. Euro auf 10,9 Mio. Euro. Durch die erfreulich positive Tendenz der Werke in Russland und der Ukraine sowie die nahezu unveränderten geopolitischen Rahmenbedingungen mussten für 2015 im Gegensatz zum Vorjahr keine Wertberichtigungen vorgenommen werden. Nachdem im Vorjahr eines der wenigen Male in der Unternehmensgeschichte keine Dividende bezahlt worden war, ist auch für 2015 aufgrund des Verlustvortrags aus dem Vorjahr ebenfalls keine Dividende vorgesehen. Alle Zahlen, Daten, Fakten hierzu sind in diesem Bericht detailliert beschrieben. Zusammengefasst lassen sich folgende Rahmenbedingungen sowie wesentliche Entwicklungslinien aufzeigen. Der Markt für Behälterglas zeigte sich im Berichtsjahr in Deutschland nach wie vor stabil. Das hohe Niveau des Vorjahres wurde noch einmal leicht um 0,4 Prozent übertroffen. Glas ist klar als Verpackungswerkstoff für Premiumprodukte gesetzt. Das betrifft die Bierflaschen, die immer mehr Heimat- und Markenverbundenheit schon im Glas selbst ausdrücken; das betrifft Wasserflaschen oder Babynahrung. Und auch bei Standardpro-dulden gehören Bier, Wein, Sekt und viele Lebensmittel für den deutschen Verbraucher nach wie vor in Glas. Kennzeichnend für die Lage ist allerdings ein starker Wettbewerbsdruck, der auch aus Überkapazitäten herrührt. Im Gegensatz hierzu hat sich die Lage auf dem Energiesektor zum Ende des Berichtsjahres bekanntlich entspannt. Dies konnte die oben genannten Einflüsse jedoch nicht auffangen. Denkbar ungünstig stellt sich die wirtschaftliche Lage in Russland und in der Ukraine dar. Russland befindet sich in einer Rezession. Das Bruttoinlandsprodukt sank dort im Jahr 2015 um etwa 4 Prozent. In der Ukraine ging es um rund 12 Prozent zurück. Die Spannungen dort halten an. Die Inflation beträgt in der Ukraine über 40 Prozent, der Behälter-glasmarkt brach dort noch einmal deutlich ein. Eine Wende zum Besseren ist weder auf politischem noch auf wirtschaftlichem Gebiet in Sicht. Intern haben die Kollegen in den osteuropäischen Werken nach Kräften und mit Erfolg Produktionsabläufe optimiert sowie neue Vertriebsmaßnahmen ergriffen. All diese Anstrengungen führten dazu, die Ertragslage trotz schwieriger Bedingungen wesentlich zu verbessern. Entscheidend für ein realistisches Gesamtbild ist, die Gründe für die einzelnen Entwicklungen differenziert zu betrachten. So sank die Produktionskapazität im Berichtsjahr auf den niedrigsten Stand seit Jahren. Dies ist beim genauen Hinsehen jedoch auch dadurch verursacht, dass uns beim großen Wannenumbau im Werk Neuburg a. d. Donau vorübergehend Kapazität verloren ging. Dies ist ein außerordentlicher Effekt, der mit dazu geführt hat, dass schließlich auch die entsprechenden Erlöse als Deckungsbeitrag fehlen. Dafür steht dort jetzt eines der modernsten Behälterglaswerke Europas. Optimierte Produktionsabläufe sind die unabdingbare Voraussetzung für eine effiziente, qualitativ hochwertige, sichere Herstellung innovativer Produkte. Letztlich geht es darum, dass unsere Kunden mit der Qualität unserer Flaschen und Gläser zufrieden sind. 2015 ist es uns gelungen, die Gesamtanlageneffizienz zu erhöhen, indem wir entlang der gesamten Wertschöpfungskette auf Qualität, Qualität und nochmals Qualität gesetzt haben. Dabei kam ganz wesentliche Unterstützung aus der Mitte der Belegschaft. Denn das bedeutet VIM, das „Verallia Industrial Model": dass die Beteiligten vor Ort direkt und konkret an der Feinjustierung aller Stellschrauben arbeiten. Es ist beeindruckend, was in den Werken Bad Wurzach und Essen mit viel Elan umgesetzt wurde: Umbauzeiten wurden verkürzt, Verbräuche verringert, Glasrezepturen optimiert und vieles mehr. VIM ist als Produktionssystem mittlerweile in allen Werken präsent. Die konsequente Eliminierung von Zeitfressern führt da zur notwendigen Flexibilität und zu Freiräumen für die Konzentration auf Qualität. Die deutschen Verallia Standorte haben Vorbildliches geleistet. Das beweist die Verleihung des „VIM Best Practice Awards 2015" an das Werk Bad Wurzach. Der Standort erhielt diese Auszeichnung, weil er die meisten prämierten praxisorientierten Verbesserungsvorschläge in die internationale Verallia Familie eingebracht hatte. Mit der Ausstattung des Werks Essen mit einer „Präsidenten-Linie" sowie einer „Innovations-Linie" für besonders anspruchsvolle Projekte setzen wir diesen Weg fort. Technik, Vertrieb, Marketing können dort gemeinsam innovativ und kreativ an neuen Lösungen arbeiten. In einer international beachteten Pionierleistung hat Oberland in diesem Jahr auch gezeigt, dass eine Glaswanne sinnvoll und praktikabel mit Biogas betrieben werden kann. Dies ist technisch ein Meilenstein auf dem Weg zur Verkleinerung des Carbon Footprint in der Glasindustrie. Dass sich ökonomisch noch nicht rechnet, was ökologisch sinnvoll erscheint, liegt auch an den komplexen Gegebenheiten der deutschen Energiegesetzgebung. Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken wir an dieser Stelle für ihr Engagement und ihre Bereitschaft, sich in kontinuierliche Verbesserungsprozesse aktiv einzubringen. Das betrifft Aspekte der Arbeitsorganisation, der Technik, der Arbeitssicherheit, der Produktinnovationen, der Vertriebs- und Serviceaktivitäten. Hier trägt eine teamorientierte Führungskultur ebenso Früchte wie ein offenes, vertrauensvolles Miteinander von Unternehmensleitung und Arbeitnehmervertretern. Im Berichtsjahr wurde die bisherige Tochterfirma GPS Glasproduktions-Service GmbH in die Eigenständigkeit überführt. Dieser hochspezialisierte Anbieter von Maschinen und Services für die Behälterglasindustrie wurde vom bisherigen Geschäftsführer der GPS, Rolf Themann, im Rahmen eines Management-Buy-outs übernommen. Das Unternehmen bleibt auf dem Essener Werksgelände angesiedelt und Oberland ist an einer langfristigen strategischen Partnerschaft interessiert. Im derzeit laufenden Geschäftsjahr setzen wir unser Streben nach unbedingter Qualitätsführerschaft fort. Dazu dient die Investition in eine neue Wanne am Standort Essen. Dazu gehören die VIM-Projekte in Neuburg und in Wirges. Um die hohen Standards zu halten, kommt es vor allem darauf an, dass weiterhin ausreichend kompetentes Personal zur Verfügung steht. Ein ganzes Bündel von Maßnahmen soll dies sicherstellen. Da gilt es, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter zu verbessern. Ein entsprechendes Programm durchleuchtet alle Möglichkeiten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ans Unternehmen zu binden, auch wenn familiäre Erfordernisse vorübergehend zu Einschränkungen führen. Im Jahr 2015 wurden dafür bereits alle Schichtpläne nach arbeitswissenschaftlichen Erkenntnissen optimiert. Sicherheits-, Gesundheits- und Fitnessangebote helfen, dass Beschäftigte möglichst lange ihren oft herausfordernden Tätigkeiten nachgehen können. Schulungen ermöglichen den breit gefächerten Einsatz von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Und im Bereich Ausbildung setzen wir unsere erfolgreiche Arbeit fort. Zur Nachwuchssicherung, aber auch aus gesellschaftlicher Verantwortung sind wir dabei bestrebt, auch Flüchtlingen an den verschiedenen Standorten eine qualitativ hochwertige Ausbildung zu ermöglichen. Dass dies außer- gewöhnliche und auch ungewöhnliche Maßnahmen erfordert, ist keine Frage. Um die Zukunft zu sichern, bedarf es ungewöhnlicher Maßnahmen und neuer Ideen, aber auch des Durchhaltevermögens. Wir werden in Deutschland unseren Weg fortsetzen, nachhaltig der beste Glaslieferant für die Kunden und Partner zu sein. Wir werden in Russland und in der Ukraine trotz widriger äußerer Umstände die Chancen nutzen, die sich auch in dieser Situation bieten. Vor allem unser Werk in Zorya kann hier durch seine geografische Lage im Westen der Ukraine sowie durch besondere Leistungen im Premiumsegment Marktanteile sichern und erobern. Entscheidend bleibt, dass wir auch im Fluss der Veränderungen Kundenzufriedenheit sicherstellen, durch wache Beobachtung der Märkte, durch Kreativität und durch Verlässlichkeit. Weil Kundenzufriedenheit automatisch nach sich zieht, dass Mitarbeiter und schließlich auch Aktionäre zufrieden sind.
Für den Vorstand Ihr Stefan Jaenecke, Vorstandsvorsitzender Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat nahm die ihm nach Gesetz, Satzung, Corporate Governance und Geschäftsordnung obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben mit der gebotenen Sorgfalt wahr. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens im Geschäftsjahr 2015 regelmäßig umfassend beraten, die konzernweite Geschäftsführung der Gesellschaft durch den Vorstand kontinuierlich gewissenhaft überwacht und sich von ihrer Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Zweckmäßigkeit überzeugt. Hierzu hat sich der Aufsichtsrat vom Vorstand in und zwischen den Aufsichtsratssitzungen schriftlich und mündlich über die Planung, die Geschäfts- und Finanzlage, die Segmente sowie über alle für die Gesellschaft und den Konzern wichtigen Geschäftsvorgänge ausführlich unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat wurde auch regelmäßig und umfassend über Risiken und Chancen sowie das Risikomanagement informiert. Darin eingeschlossen waren auch ausführliche Informationen zum Compliance-Management der Gesellschaft. Zur Beurteilung der Situation lagen dem Gremium stets rechtzeitig jeweils aussagekräftige und selbsterklärende Unterlagen des Vorstands vor, um den Vorstand beraten, fundierte Entscheidungen treffen sowie den Überwachungspflichten nachkommen zu können. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen stand bzw. steht der Vorsitzende des Aufsichtsrats laufend im Informationsaustausch mit dem Vorstand der Gesellschaft. Das Aufsichtsratsgremium war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung eingebunden. Alle Beschlüsse fasste der Aufsichtsrat nach sorgfältiger Prüfung und kritischer Würdigung der entsprechenden Entscheidungsvorlagen. Das Aufsichtsgremium trat 2015 an 4 Terminen zu insgesamt 5 ordentlichen Aufsichtsratssitzungen zusammen. Die Präsenzsitzungen verteilten sich auf alle Quartale des Geschäftsjahres. Ergänzend hierzu wurde ein Beschluss im Umlaufverfahren gefasst. Für die Sitzungen gibt es feste und variable situationsbedingte Tagesordnungspunkte, über die der Vorstand jeweils ausführlich informiert und berichtet. Hierzu zählen der Geschäftsverlauf im abgelaufenen Teil des Jahres mit allen wesentlichen Kennzahlen sowie den Vorjahres- und Plan-/ Budgetvergleichen. Es wurde stets die aktuelle Situation der Saint-Gobain Oberland Gruppe einschließlich Markt- und Absatzlage intensiv besprochen, jeweils auch unter Einbeziehung der Geschäftsentwicklung der Tochtergesellschaften in Russland und der Ukraine sowie der GPS Glasproduktions-Service GmbH in Essen. Vor allem die geplante Veräußerung der GPS und deren Fortschritt war im Berichtsjahr fester Diskussionsbestandteil jeder Sitzung. Als weiterer in allen Aufsichtsratssitzungen im Berichtszeitraum feststehender, regelmäßig wiederkehrender Themenschwerpunkt wurde der Stand der Arbeitssicherheit behandelt. Abweichungen von zuvor berichteten Zielen wurden vom Vorstand unter Angabe von Gründen erläutert. Der Verkauf der Verallia Gruppe war ebenfalls ein wichtiges Thema der Aufsichtsratssitzungen. Zusätzlich zu den vorgenannten regelmäßigen Diskussionsgegenständen befasste sich der Aufsichtsrat im Rahmen der Sitzungen mit folgenden weiteren Themen: Schwerpunkt der Sitzung am 18. März 2015 war die Erläuterung und Diskussion des Jahres- und Konzernabschlusses 2014 einschließlich des Berichts des Abschlussprüfers sowie die anschließende Billigung. Ferner wurden der Corporate Governance Bericht sowie die Tagesordnung für die Hauptversammlung am 12. Mai 2015 verabschiedet. Das Gremium befasste sich in dieser Sitzung ebenfalls noch mit dem Thema Vorstandsvergütung und passte die Geschäftsordnung des Vorstands geringfügig den aktuellen organisatorischen Gegebenheiten an. Am 12. Mai 2015, dem Tag der Hauptversammlung, fanden zwei Sitzungen statt. Vor dem Aktionärstreffen befasste sich der Aufsichtsrat wie in jeder Sitzung des Berichtsjahres mit der Berichterstattung des Vorstands zur Geschäftslage. Zudem diente die Sitzung auch der Vorbereitung auf die anschließende Hauptversammlung. Im direkten Anschluss an die Hauptversammlung fand dann die konstituierende Aufsichtsratssitzung der wieder- bzw. neugewählten Aufsichtsräte statt, in deren Fokus die Wahl des Vorsitzenden sowie des stellvertretenden Vorsitzenden und die Bildung des Personalausschusses standen. Der Aufsichtsrat beschäftigte sich in seiner Sitzung vom 16. September 2015 neben den standardmäßig wiederkehrenden allgemeinen Tagesordnungspunkten schwerpunktmäßig mit den Themen Compliance einschließlich des regelmäßigen Berichts des Compliance-Officers und Frauenquote. Diese soll künftig regelmäßig einmal jährlich auf der Tagesordnung des Aufsichtsrats stehen. Die Zustimmung des Aufsichtsrats zur Tagesordnung für die außerordentliche Hauptversammlung vom 17. Dezember 2015 erfolgte am 03. November 2015 per Umlaufbeschluss. In seiner Sitzung vom 17. Dezember 2015, die nach der außerordentlichen Hauptversammlung stattfand, befasste sich der Aufsichtsrat nach der Wahl des Vorsitzenden und der Nachbesetzung des Personalausschusses hauptsächlich mit der Strategie und somit der mittelfristigen Planung des Konzerns sowie dem Budget 2016. Die künftige Finanzierung der Saint-Gobain Oberland AG wurde ebenfalls ausführlich thematisiert und diskutiert. Ferner verabschiedeten die Vorsitzenden von Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam turnusgemäß die aktualisierte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex, nachdem über diese – auf Basis der im Jahr 2015 überarbeiteten Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex – beraten worden war. Die im Kodex enthaltenen Empfehlungen und Anregungen wurden, soweit sie für die gute Unternehmensführung der Gesellschaft für relevant und praktikabel erachtet wurden, umgesetzt. Abweichungen von den Empfehlungen wurden erläutert. Die Entsprechenserklärung ist sowohl auf der Internetseite der Saint-Gobain Oberland AG dauerhaft zugänglich als auch im Geschäftsbericht auf Seite 16/17 veröffentlicht. Für ausführlichere Informationen zur Corporate Governance verweisen wir auf Seite 12 dieses Geschäftsberichts. Das Thema Interessenkonflikte wurde im Beisein der Vorstandsmitglieder erörtert. Interessenkonflikte zwischen den Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft haben sich im Geschäftsjahr 2015 nicht ergeben. Kein Mitglied des Aufsichtsrats hat im Berichtsjahr an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen. Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats hat sich im Berichtsjahr geändert. Zunächst stand Herr Dr. Hans-Peter Binder auf eigenen Wunsch aus Altersgründen für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Dr. Binder an dieser Stelle nochmals für seine wertvollen Beiträge und sein langjähriges Engagement für die Saint- Gobain Oberland AG. In der turnusgemäßen Aufsichtsratswahl – bei der ordentlichen Hauptversammlung am 12. Mai 2015 – wurde daher Herr Dieter Babiel zu dessen Nachfolger gewählt. Darüber hinaus traten am 30. Oktober 2015 die vier Anteilseigner-Vertreter, die (weiterhin) für die Compagnie de Saint-Gobain tätig sind, aufgrund der Ablösung der Verallia Gruppe vom Saint-Gobain Konzern, zurück. Herr Hartmut Fischer, Aufsichtsratsvorsitzender, sowie Herr Dieter Babiel, Herr Jean-Dominique Grégoire und Herr Matthias Zenner, jeweils ordentliche Mitglieder des Aufsichtsrats, legten ihre Mandate mit Wirkung zum Ablauf der außerordentlichen Hauptversammlung am 17. Dezember 2015 nieder. In dieser außerordentlichen Hauptversammlung erfolgten Ergänzungswahlen des Aufsichtsrats. An Stelle der Vorgenannten wurden Herr Pierre Balian, Herr Denis Michel, Frau Alice Mouty sowie Herr Eric Placidet zu neuen ordentlichen Mitgliedern des Aufsichtsrats der Saint-Gobain Oberland AG für die Dauer der verbleibenden Wahlperiode – d. h. bis zum Ablauf der Hauptversammlung, die über das Geschäftsjahr 2019 entscheidet – gewählt. Personelle Veränderungen im Aufsichtsrat gab es auch seitens der Arbeitnehmervertreter. Hier stellten sich sowohl Herr Bernhard Dausend als auch Herr Udo Glinka – beide ebenfalls aus Altersgründen – nicht mehr zur Wiederwahl und schieden somit zum Ende der Hauptversammlung im Mai 2015 aus. Die Arbeitnehmer bestimmten Herrn Manfred Griesar und Herrn Michael Schneider zu deren Nachfolgern. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Dausend sowie Herrn Glinka ebenfalls für die konstruktive Zusammenarbeit sowie ihren langjährigen Einsatz zum Wohle des Unternehmens. Das Aufsichtsratsgremium wählte Herrn Jean-Pierre Floris als Nachfolger von Herrn Fischer zu seinem neuen Vorsitzenden. Es gibt wie in den Vorjahren innerhalb des Aufsichtsrats lediglich den Personalausschuss. Dieser setzte sich bis zum 17. Dezember 2015 aus dem Vorsitzenden und dem stellvertretenden Vorsitzenden sowie Herrn Floris zusammen; nun sind Herr Floris als Vorsitzender sowie Herr Müller als stellvertretender Vorsitzender und – neu hinzugekommen – Herr Michel die Mitglieder des Personalausschusses. Bei der zukünftigen Zusammensetzung der Führungsgremien achtet der Aufsichtsrat weiterhin auf Vielfalt (Diversity). Bereits heute gilt, dass einige Mitglieder im Aufsichtsrat sowie alle Vorstände entweder über Auslandserfahrung verfügen oder aus europäischen Nachbarländern stammen. Mit Alice Mouty wurde nun die erste Frau in den Aufsichtsrat gewählt. Der vorliegende Jahresabschluss der Saint-Gobain Oberland AG wurde analog zu den Vorjahren nach den Vorschriften des Deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB), der Konzernabschluss der Saint-Gobain Oberland AG nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, die von der Hauptversammlung erneut zum Abschlussprüfer gewählt wurde, hat den Jahresabschluss der Saint-Gobain Oberland AG und den Konzernabschluss ebenso wie den zusammengefassten Lagebericht der Saint-Gobain Oberland AG und des Konzerns geprüft und hierzu jeweils den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Abschlussprüfer hat bestätigt, dass der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften entspricht. Die Abschlussunterlagen sowie die beiden Prüfungsberichte des Abschlussprüfers haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der den Jahresabschluss und Konzernabschluss feststellenden Sitzung am 14. März 2016 zur Prüfung vorgelegen. Die entsprechenden Unterlagen wurden in der Bilanzsitzung mit den dort anwesenden verantwortlichen Wirtschaftsprüfern ausführlich diskutiert und hinterfragt. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu und billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Saint-Gobain Oberland AG sowie den Konzernabschluss der Saint-Gobain Oberland AG. Damit ist der Jahresabschluss der Saint-Gobain Oberland AG entsprechend § 172 Abs. 1 Satz 1 AktG festgestellt. Dem Lagebericht sowie den Ausführungen zur weiteren Entwicklung des Unternehmens schließen wir uns an. Der Vorstand hat im Lagebericht auf Seite 92 die Angaben gemäß § 289 HGB und § 315 HGB gemacht. Diese Erläuterungen wurden von uns geprüft. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstands an, von einer Dividendenzahlung – aufgrund des Verlustvortrags aus dem Vorjahr – abzusehen. Nach wie vor hielt die Saint-Gobain Emballage S.A. in Courbevoie , Frankreich, auch im Berichtsjahr unverändert die Mehrheit der Saint-Gobain Oberland Aktien; ein Beherrschungsvertrag besteht nicht. Aus diesem Grund hat der Vorstand für das Geschäftsjahr 2015 gemäß § 312 AktG wieder einen Abhängigkeitsbericht vorgelegt. Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat hierzu nach § 313 AktG einen Prüfungsbericht erstellt. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk im Prüfungsbericht lautet wie folgt: „Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind, 3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.“ Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und den entsprechenden Prüfungsbericht gemäß § 314 AktG ebenfalls geprüft und erhebt nach dem abschließenden Ergebnis hierzu keine Einwände. Der Aufsichtsrat würdigt das Engagement und Know-how der Mitarbeiter von Saint-Gobain Oberland und wertschätzt die gute Arbeiter-Management-Beziehung; er drückt sein volles Vertrauen in die Zukunft des Unternehmens in einem sehr stark vom Wettbewerb geprägten Umfeld aus.
Bad Wurzach, im März 2016
Der Aufsichtsrat Jean-Pierre Floris, Vorsitzender Bericht zur Corporate GovernanceVorstand und Aufsichtsrat der Saint-Gobain Oberland AG sind davon überzeugt, dass gute Corporate Governance Voraussetzung für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg ist. Die beiden Leitungsgremien haben sich daher auch im Geschäftsjahr 2015 gemeinsam damit befasst, die Unternehmensführung der Saint-Gobain Oberland AG weiter zu verbessern. Hierbei wird regelmäßig überprüft, ob gewährleistet ist, dass unternehmensweit sämtliche Gesetze, Regelwerke und Unternehmensrichtlinien eingehalten (Compliance) und anerkannte Standards und Empfehlungen sowie Werte des Unternehmens bzw. die Verhaltens- und Handlungsprinzipien befolgt werden. Der Deutsche Corporate Governance Kodex und seine Empfehlungen dienen als Richtlinie, denn eine gute Corporate Governance ist im Einklang mit unseren Werten wesentlicher Bestandteil des langfristigen Unternehmenserfolgs und daher fest in unserer Unternehmenskultur verankert. Sie wird von der Saint-Gobain Oberland AG im Sinne einer transparenten, verantwortungsvollen und wertorientierten Unternehmensführung mit angemessenem Risikomanagement verstanden. Darüber hinaus stärkt sie die Transparenz der Unternehmensinformationen und bekräftigt dadurch das Vertrauen der Anteilseigner sowie der Arbeitnehmer, Kunden, Lieferanten und anderer Geschäftspartner in das Unternehmen. Vorstand und Aufsichtsrat der Saint-Gobain Oberland AG betrachten Corporate Gover-nance als ein lebendes System, das unternehmensintern kontinuierlich an neue Anforderungen angepasst und verbessert werden kann. Beide Organe haben sich daher auch im Berichtsjahr wiederum eingehend mit den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 05. Mai 2015 befasst und nach gründlicher, an den Interessen des Unternehmens und seiner Anteilseigner ausgerichteter Abwägung jeweils entschieden, inwieweit den Empfehlungen des Kodex entsprochen wird. Die Saint-Gobain Oberland AG setzt einen großen Teil der Empfehlungen und Anregungen um. Aufgrund der unternehmensspezifischen Gegebenheiten, insbesondere durch die Einbindung der Gesellschaft in die mit fast 97% am Kapital beteiligte Apollo Gruppe, der geringen Anzahl außenstehender Aktionäre und der dadurch bedingten geringeren finanzmarktlichen Orientierung des Unternehmens wird jedoch in einigen begründeten Ausnahmefällen von den Empfehlungen abgewichen. Unternehmensleitung Die Saint-Gobain Oberland AG wird wie alle Aktiengesellschaften nach deutschem Recht durch das duale Führungssystem aus Vorstand und Aufsichtsrat geleitet. Dieses System ist durch eine strikte personelle Trennung zwischen dem Vorstand als Leitungsorgan und dem Aufsichtsrat als Beratungs- und Überwachungsorgan gekennzeichnet. Die Aufgabenteilung zwischen den beiden Organen richtet sich nach dem Aktiengesetz, der Satzung sowie den beiden Gremien jeweils eigenen Geschäftsordnungen. Der Vorstand der Saint-Gobain Oberland AG leitet das Unternehmen und führt die Geschäfte der Gesellschaft. Ihm gehörten im Berichtsjahr neben dem Vorsitzenden drei weitere Mitglieder an, die vom Aufsichtsrat bestellt wurden. Die Zuständigkeiten und Verantwortungsbereiche sind nach funktionalen Kriterien verteilt und in einem Geschäftsverteilungsplan geregelt. Jedes einzelne Mitglied sowie der Vorstand als Gesamtorgan sind an das Unternehmensinteresse gebunden und der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswerts verpflichtet. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen. Der Aufsichtsrat überwacht die Tätigkeit des Vorstands, berät ihn und bestimmt die strategische Ausrichtung des Konzerns, um somit den langfristigen Unternehmenserfolg zu sichern. Das Gremium ist nach dem Drittelbeteiligungsgesetz zusammengesetzt und besteht aus neun Mitgliedern. Drei Mitglieder sind als Vertreter der Arbeitnehmer bestellt, die anderen sechs davon fünf Vertreter des Mehrheitsaktionärs, der Verallia Gruppe repräsentieren die Anteilseigner. Eines der von den Aktionären gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats ist als unabhängig im Sinne von Ziffer 5.4.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex anzusehen und einige Mitglieder verfügen über umfangreiche Auslandserfahrung. Bei den derzeitigen Mitgliedern des Aufsichtsrats bestehen keine Interessenkonflikte und im Geschäftsjahr 2015 traten ebenfalls keine auf. Bevor neue Personen für das Gremium vorgeschlagen werden, wird sichergestellt, dass auch diese keinen Interessenkonflikten ausgesetzt sein werden. Von Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden keine Beratungsleistungen gegen Honorar erbracht. Die personelle Zusammensetzung der Gremien ist auf Seite 18 des Geschäftsberichts dargestellt. Kein Vorstandsmitglied hält Anteile am stimmberechtigten Kapital und lediglich ein Aufsichtsratsmitglied hält eine geringe Anzahl an Aktien der Saint-Gobain Oberland AG. Weitere Informationen zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sind in der Erklärung zur Unternehmensführung, die auf der Internetseite veröffentlicht ist, enthalten. Vielfalt (Diversity) Die Saint-Gobain Oberland AG setzt die im Rahmen der Kodex-Änderungen eingeführten Bestimmungen zur Berücksichtigung von Frauen bei der Zusammensetzung des Vorstands und bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen um. Auch hinsichtlich des 2015 erlassenen „Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst", haben Vorstand und Aufsichtsrat in der Septembersitzung des Aufsichtsrats gemeinsam beschlossen, die Zielgrößen beim aktuellen Status quo zu belassen. Vergütung Die Vergütung der Vorstandsmitglieder ist entsprechend den gesetzlichen Vorgaben im Konzernanhang ausgewiesen. Sie ist nach fixen und variablen Komponenten aufgeteilt und ist im Rahmen des zusammengefassten Lageberichts in diesem Geschäftsbericht auf Seite 93 zu finden. Zur Vermeidung einer doppelten Darstellung macht sich dieser Corporate-Governance-Bericht die Darstellung im zusammengefassten Lagebericht ausdrücklich zu eigen und verweist darauf. Die Hauptversammlung hat zuletzt 2011 beschlossen, dass die Vorstandsvergütung nicht individualisiert auszuweisen ist. Die Vergütung des Aufsichtsrats in Gesamthöhe von 84.000 Euro wird durch die Satzung der Saint-Gobain Oberland AG wie folgt geregelt: Jedes Mitglied erhält neben dem Ersatz seiner Auslagen nach Ablauf des Geschäftsjahres eine feste Vergütung von 7.700 Euro p. a. Der Vorsitzende und sein Stellvertreter erhalten jeweils 14.900 Euro p. a. Im Rahmen des Vergütungsberichts, auf Seite 94 dieses Geschäftsberichts, sind die Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder ebenfalls erläutert. Die Saint-Gobain Oberland AG hat keine Aktienoptionspläne oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme aufgelegt, weder für Vorstandsmitglieder oder andere leitende Mitarbeiter noch für den Aufsichtsrat. Es wurden weder von Mitgliedern des Aufsichtsrats noch von Mitgliedern des Vorstands sogenannte Directors' Dealings getätigt, d.h., es wurden keine Aktien der Saint-Gobain Oberland AG ge- oder verkauft. Hauptversammlung Die Hauptversammlung bietet Raum für die Generaldebatte zwischen Aktionären, Vorstand und Aufsichtsrat, ferner üben die Aktionäre dort ihr Stimmrecht eine Stimme je Aktie aus. Vorstand und Aufsichtsrat haben festgelegt, dass die Aktionäre die Unterstützung und die Informationen erhalten, die Gesetz, Satzung und Kodex vorsehen. Die Einladung zur Hauptversammlung sowie alle erforderlichen Berichte und Unterlagen veröffentlichen wir auf unserer Internetseite. Ebenso werden dort die detaillierten Abstimmungsergebnisse jeweils direkt nach der Hauptversammlung zur Verfügung gestellt. Die letzte ordentliche Hauptversammlung sowie die außerordentliche Hauptversammlung der Saint-Gobain Oberland AG fanden am 12. Mai bzw.17. Dezember 2015 in Bad Wurzach statt. Als Termin für die nächste Hauptversammlung, die ebenfalls wieder in Bad Wurzach stattfinden wird, ist der o8. Juni 2016 vorgesehen. Transparenz und Information Die Saint-Gobain Oberland AG legt Wert auf eine offene und transparente Unternehmenspolitik und Kommunikation. Daher werden auf der Internetseite des Unternehmens unter www.saint-gobain-oberland.de ebenso alle Presse- und Ad-hoc-Mitteilungen, alle regelmäßig erscheinenden Finanzberichte und Zwischenmitteilungen sowie sämtliche für die Hauptversammlung relevanten Unterlagen veröffentlicht. Rechnungslegung und Abschlussprüfer Der Konzemabschluss der Saint-Gobain Oberland AG zum 31. Dezember 2015 wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, der Jahresabschluss der Saint-Gobain Oberland AG für das Geschäftsjahr 2015 nach den Rechnungslegungs-vorschriften des Deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB). Die Hauptversammlung am 12. Mai 2015 ist dem Vorschlag des Aufsichtsrats gefolgt und hat die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015 gewählt. Der Prüfungsauftrag wurde durch den Aufsichtsrat erteilt. Compliance Die Saint-Gobain Oberland AG übernahm bisher vollständig das Compliance-Programm, das für den Saint-Gobain Konzern erarbeitet und eingeführt worden war. Nähere Informationen hierzu finden Sie auch auf der Internetseite unter www.saint-gobain. com. Dieses Programm wird ab 2016 angepasst weiterentwickelt. Dabei werden auch die Erfahrungen der Verallia Gruppe genutzt. Entsprechenserklärung Entsprechend 4161 AktG sind Vorstand und Aufsichtsrat einer börsennotierten Aktiengesellschaft verpflichtet, einmal jährlich eine Erklärung abzugeben, dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen wurde bzw. wird, oder welche Empfehlungen ggf. nicht angewandt wurden oder werden; diese sind zu begründen. In der Aufsichtsratssitzung im Dezember 2015 haben Vorstand und Aufsichtsrat der Saint-Gobain Oberland AG eine gemeinsame Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex gemäß 4161 AktG in der Fassung vom 05. Mai 2015 verabschiedet. Sie ist im Originalwortlaut hier anschließend abgedruckt. Diese Erklärung und die Einhaltung der Empfehlungen wurden durch den Abschlussprüfer geprüft. EntsprechenserklärungDER SAINT-GOBAIN OBERLAND AG 2015 Vorstand und Aufsichtsrat haben folgende Entsprechenserklärung nach 4161 AktG für das Geschäftsjahr 2015 abgegeben: „Die Saint-Gobain Oberland AG hat den Empfehlungen der ,Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex' für das Geschäftsjahr 2015 in ihrer Fassung vom 24. Juni 2014 unter Maßgabe der Entsprechenserldärung vom Dezember 2014 entsprochen und wird ihnen in der Fassung vom o5. Mai 2015 mit den nachfolgend aufgeführten Ausnahmen entsprechen:* scroll
Die wesentlichen Gründe für die Nichtentsprechens-Tatbestände liegen in der geringen Anzahl außenstehender Aktionäre, der Einbindung der Gesellschaft in die Apollo Gruppe und der dadurch bedingten geringen finanzmarktlichen Orientierung des Unternehmens.
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Nummerierung gemäß dem Deutschen Corporate Govemance Kodex Im Einzelnen führen folgende Gründe zur Nichtanwendung der vorgenannten Empfehlungen: scroll
Im Rahmen des Geschäftsberichts soll auch über die Corporate Governance der Gesellschaft berichtet werden.
Bad Wurzach, im Dezember 2015
Für den Vorstand: Für den Aufsichtsrat: Stefan Jaenecke Jean-Pierre Flohs Organe der Gesellschaftscroll
Mitgliedschaften in weiteren gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien (zum 31.12.2015) scroll
Nachhaltigkeit
NachhaltigkeitsmanagementGrundlagen Die weltweite wirtschaftliche Entwicklung und das stetige Wachstum der Weltbevölkerung führen dazu, dass natürliche Vorräte knapp werden. Durch die Diskrepanz zwischen verfügbaren Ressourcen und den Bedürfnissen eines jeden einzelnen Menschen können sowohl die Umwelt als auch die Gesellschaft Schaden nehmen. Dies gilt es zu verhindern. Die Saint-Gobain Oberland AG als Teil der gesamten Verallia Gruppe ist sich ihrer Verantwortung gegenüber der Umwelt und Gesellschaft bewusst und strebt stets nach kontinuierlichen Verbesserungen der betrieblichen Abläufe und der Entwicklung von Innovationen, die sowohl die Umwelt schonen als auch die Wirtschaft vorantreiben. Die Saint-Gobain Oberland AG verfolgt das Ziel, all ihre Entwicklungen zukunftsfähig zu gestalten, damit gegenwärtige Bedürfnisse befriedigt werden können, ohne nachkommende Generationen in ihrer Entwicklung zu gefährden. Alle Strategien und Entwicklungen der Saint-Gobain Oberland AG bauen daher sowohl auf einer ökologischen, ökonomischen als auch auf einer sozialen Zielsetzung auf, die Mensch, Natur und industrielle Produktion nachhaltig in Einklang bringen will. Der folgende Bericht gibt einen detaillierten Überblick über alle Aktivitäten und Errungenschaften, die die Saint-Gobain Oberland AG auf dem Weg zu nachhaltigem Wirtschaften bereits umsetzt, sowie über die Herausforderungen, die das Unternehmen künftig zu bewältigen bestrebt ist. Stakeholder-Dialog Jedes Unternehmen befindet sich im stetigen Dialog mit einer Vielzahl von Interessengruppen, die sowohl intern als auch extern präsent und aktiv sind. Die wichtigsten Stakeholder der Saint-Gobain Oberland AG lassen sich wie folgt unterteilen:
Der Erfolg der Saint-Gobain Oberland AG wird an der Zufriedenheit aller Stakeholder gemessen. Die Erwartungen und Bedürfnisse einer jeden Anspruchsgruppe zu erfassen und mit in die Wertschöpfungskette einfließen zu lassen, ist für alle Beteiligten von Vorteil. So unterstützen alle Mitarbeiter der Saint-Gobain Oberland AG sowie Kunden, Handel und Investoren die kontinuierliche und zukunftsorientierte Planung unserer Unternehmensstrategie. Die Beziehungen zu unseren Stakeholdern können dabei nur aufrechterhalten werden, wenn ein täglicher Informationsaustausch zwischen allen Interessengruppen gewährleistet ist. Im Zentrum dieser Kommunikationsbemühungen steht die Erfassung gemeinsamer Ziele und Interessen, die für unsere Zukunftsplanung und den wirtschaftlichen Erfolg grundlegend sind. Die Mitarbeiter der Saint-Gobain Oberland AG tragen täglich dazu bei, ein hohes Maß an Vertrauen zwischen allen Parteien aufzubauen, so dass ein aktiver Beitrag zur Gesundheit, Stabilität und Entwicklung unserer Gesellschaft geleistet werden kann. Glas - der nachhaltige WerkstoffRohstoffe Glas besteht fast ausschließlich aus den natürlichen Rohstoffen Quarzsand, Soda, Kalk und Dolomit, die reichhaltig in der Natur vorkommen. Dabei ist der wichtigste Bestandteil einer Glasverpackung heute Recyclingglas. Dadurch werden unsere endlichen Ressourcen geschont. Die Natürlichkeit der einzelnen Rohstoffe wirkt sich noch auf andere Weise positiv auf unsere Umwelt aus: So stellt eine achtlos weggeworfene Flasche keine Umweltbelastung dar. Recycling Glas ist zu wo % ohne Qualitätsverlust recycelbar. Neue Glasflaschen bestehen heute durchschnittlich zu 6o % aus Recyclingglas. Bei grünem Glas werden sogar Anteile von bis zu go % erreicht. Dies spart nicht nur Primärrohstoffe. Die Zugabe von Recyclingglas führt auch zur Reduktion der Schmelzenergie. Mehrwegfähigkeit Der Einsatz von Glas-Mehrwegverpackungen ist ökologisch sowie ökonomisch sinnvoll und erfüllt in besonderem Maße das Ziel der Abfallvermeidung. So ist mit steigender Anzahl der Umläufe eine Reduktion des Packmitteleinsatzes, bezogen auf die abgefüllte Menge, verbunden. Dabei lassen sich Glas-Mehrwegflaschen bis zu 50-mal wiederbefüllen und sind im Durchschnitt bis zu sechs Jahre im Einsatz Werte, die von keinem anderen Packmittel erreicht werden. Gesundheit Glas ist inert: Es gibt keine Inhaltsstoffe ab, die die Lebensmittelsicherheit und den Geschmack des Füllgutes negativ beeinträchtigen, und es nimmt auch keine Stoffe aus dem Inhalt, wie zum Beispiel Aroma- und Wirkstoffe, auf. Glas garantiert somit die Reinheit des Füllgutes und ist auch für sensible Produkte wie Babynahrung bestens geeignet. Aufgrund der Inertheit ist Glas zudem der universelle und uneingeschränkte Werkstoff für Mehrwegbehälter, da selbst im Falle einer vorübergehenden Zweckentfremdung durch den Verbraucher keine negativen Auswirkungen auf die weitere Nutzung des Glasbehälters bestehen. ![]() Ökologische Nachhaltigkeit„Saint-Gobain Oberland unternimmt große Anstrengungen im Sinne einer effizienten und umweltbewussten Produktion. Darüber hinaus fördern wir dauerhaft Initiativen, die diese Produktionspraktiken unterstützen und noch umweltfreundlichere Technologien vorantreiben." Roland Unfried, Vorstand Technik „Ökologische Nachhaltigkeit beschreibt die Zieldimension, die Artenvielfalt zu erhalten und den Klimaschutz zu fördern, damit Natur und Umwelt für die nachfolgenden Generationen erhalten bleiben." (Agenda 21, 2009) Jedes Unternehmen greift unvermeidlich auf natürliche Ressourcen zurück. Die Saint-Gobain Oberland AG ist sich dieser Tatsache bewusst. Das Unternehmen ist daher schon seit langem bestrebt, den Verbrauch an Ressourcen auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren. Dabei unterliegt die gesamte Wertschöpfungskette, von der Annahme der Rohstoffe bis zur Auslieferung des fertigen Produktes, einer kontinuierlichen Betrachtung, um Einsparpotenziale zu ermitteln und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Die Strategie hinsichtlich der ökologischen Entwicklung von Saint-Gobain Oberland sieht dabei nicht allein die Reduktion von Ressourcen vor, sondern bezieht auch die Vermeidung unerwünschter Nebeneffekte, wie zum Beispiel Emissionen, mit ein. Bereits getroffene Maßnahmen konnten einen deutlichen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Weitere sind geplant. Emissionsmanagement Der Prozess der Glasschmelze hat auch zur Folge, dass Emissionen, wie zum Beispiel Kohlendioxid, in unsere Atmosphäre gelangen. Eine Reduzierung dieser Emissionen kann maßgeblich durch einen verringerten Energieeinsatz sowie eine optimierte Gemengezusam-mensetzung erreicht werden. Da die fossilen und damit Emissionen verursachenden Energieträger Erdgas und schweres Heizöl den größten Anteil bei der Produktion von Glasverpackungen einnehmen, wird der Verbrauchsreduzierung dieser Energieträger große Aufmerksamkeit geschenkt. Die größten Mengen an fossiler Energie werden zur Befeuerung der Schmelzwannen eingesetzt. Eine effektive Fahrweise der Wannen und eine laufende Anpassung des Energieträgermix, soweit technisch möglich, sind daher unabdingbar. Aber auch Energieein-sparinitiativen wie die Optimierung der Einstellung und Steuerung der Kühlöfen und die laufende Analyse der Kühlofenverbräuche sind wichtige Schritte, um Erdgas effektiv zu nutzen und somit die CO2-Emissionen zu verringern. So entwickelte beispielsweise Saint-Gobain Oberland gemeinsam mit einer früheren Tochtergesellschaft eine neuartige Kühlofensteuerung, die die Energiezufuhr bedarfsgerechter regelt. Neben diesen und weiteren Aktivitäten trägt Glasrecycling schon seit Jahrzehnten dazu bei, den Energieeinsatz und damit die entstehenden Emissionen zu reduzieren. Darüber hinaus werden durch den Einsatz von Recyclingglas das anfallende allgemeine Müllaufkommen und der Einsatz von wertvollen Rohstoffen bei der Glasherstellung reduziert. Ein weiteres großes Potenzial zur Energieeinsparung bieten die heißen Rauchgase der Schmelzwannen. Diese werden an allen Standorten von Saint-Gobain Oberland genutzt, um die Verbrennungsluft vorzuwärmen. Des Weiteren wird bereits an dem Standort Bad Wurzach die Energie der Rauchgase über einen Wärmetauscher genutzt, um Dampf zu erzeugen, der wiederum zur Stromerzeugung und zu Heizzwecken verwendet wird. Um dieses Potenzial an anderen Standorten umzusetzen, werden derzeit verschiedene konkrete Aktivitäten unternommen. Eines davon ist das Abwärmeprojekt an unserem Standort in Neuburg, für das wir 2015 auch mit der Umweltmedaille der Stadt Neuburg ausgezeichnet wurden. Auch hier wird den Rauchgasen mittels eines Wärmetauschers Energie entzogen, anschließend jedoch erhitztes Wasser zur Einspeisung in das Fernwärmenetz der Stadt Neuburg erzeugt. Gesamtenergieverbrauch und -management Die Aufteilung der Energieträger, die zur Erzeugung von Glas benötigt werden, setzt sich bei der Saint-Gobain Oberland AG derzeit wie folgt zusammen: 78 % Erdgas und 22% Strom. Ziel der Saint-Gobain Oberland AG ist es, diese Energie so effizient wie möglich einzusetzen. Dies trägt zum einen zur Reduzierung von schädlichen Umwelteinflüssen wie CO2-Emissionen und anderen Luftschadstoffen bei, zum anderen ist Energieeffizienz ein Kernbestandteil wettbewerbsfähiger Produktion. Neben den bereits erwähnten Maßnahmen werden in sogenannten Energieteams laufend Verbräuche analysiert, Einsparpotenziale ermittelt und vielfältige Maßnahmen im fossilen und elektrischen Verbrauch umgesetzt. Innovative Entwicklungen Bereits Mitte der 8 oer Jahre war die damalige Oberland AG eines der ersten Unternehmen, die elektrostatische Filter zur Verringerung von Emissionen einsetzten. Auch wurden früh verschiedene Systeme zur Wasseraufbereitung und -wiederverwendung angewandt, so dass eine große Menge im Kreislauf gefahren und der Frischwas-serbedarf auf ein Minimum reduziert werden konnte. Wie zuvor erwähnt, entsteht der größte Umwelteinfluss bei der Einschmelzung des Recyclingglases und der nötigen Rohstoffe für die Produktion qualitativ hochwertiger Glasverpackungen. Die Saint-Gobain Oberland AG ist deswegen zuversichtlich, durch neue, nachhaltige Energieträger auch in Zukunft einen Beitrag zu mehr Umweltbewusstsein leisten zu können. ![]() Das Werk Bad Wurzach hat 2015 erfolgreich einen Langzeitversuch zur Verwendung von Biogas durchgeführt. Ziel ist es, den Ausstoß an fossilen CO2-Emissionen damit weiter deutlich zu senken. Im Test konnten bis zu 33 % des verwendeten Gases einer Schmelzwanne durch unaufbereitetes Biogas ersetzt werden. Dieses wird aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen und ohne weitere Vorbehandlung der Wannenbefeuerung zugeführt. Ein bislang europaweit einmaliges Projekt. Auch wenn der Test positiv abgeschlossen werden konnte und Potenzial aufzeigt, ist aufgrund der derzeitigen Situation in Bezug auf Entstehungskosten und mangelnder Förderung durch politische Institutionen ein wirtschaftlicher Einsatz nicht möglich. Hier gilt es, die ökonomischen Entwicklungen weiter zu beobachten. Saint-Gobain Oberland arbeitet hierbei wie in der gesamten Forschung und Entwicklung sehr eng mit dem entsprechenden Bereich auf Spartenebene innerhalb des Konzerns zusammen. Bei Innovationen geht es nicht nur um die Einführung neuer Technologien, sondern auch um die Entwicklung neuer Produkte. So werden unter dem Namen ECOVA (ECO = Ökologie/Öko-Design; VA = Wert) beispielsweise die grundsätzlichen Vorteile, die der Werkstoff Glas bietet, mit einer Reihe an werterhaltenden Maßnahmen vereint. Die ECOVA-Product-Range ist unsere Spezialserie umweltfreundlicher Glasbehälter. Damit ist es uns gelungen, unter strikter und uneingeschränkter Beibehaltung der spezifischen technischen und ästhetischen Charakteristika der Glasverpackung deren Auswirkungen auf die Umwelt durch eine Gewichts- und Formoptimierung für die gesamte Supply-Chain weiter zu reduzieren. Eine Optimierung hinsichtlich ökologischer Aspekte wird auch bei der Neuentwicklung von individuellen Glasverpackungen angewandt. Dass diese Maßnahmen erfolgreich sind, zeigen die Prämierungen der letzten Jahre. So wurden verschiedene Artikel, die die Saint-Gobain Oberland AG zusammen mit ihren Kunden entwickelt hat, mehrfach mit dem Mehrweg-Innovations-preis ausgezeichnet. Dieser Preis wird für herausragende Neuentwicklungen im Bereich umweltfreundliche Mehrwegsysteme durch die Deutsche Umwelthilfe und die Stiftung Initiative Mehrweg verliehen. Zu den Preisträgern gehört beispielsweise unser Kunde Bad Dürrheimer mit seiner materialsparenden und convenienten Glas-Mehrwegflasche. Produktrecycling und Abfallproduktreduktion Je höher die Recyclingrate, desto geringer ist der Verbrauch an Schmelzenergie. Da Glas zu wo % recycelbar ist, verfolgt die Saint-Gobain Oberland AG das Ziel, wo des produzierten Glases nach Entsorgung durch den Endkonsumenten wieder einzusammeln und in die Produktion zurückzuführen. Auch die Filterstäube aus den Filteranlagen werden als Rohstoff im Produktionsprozess wiederverwendet. Bemerkenswert ist, dass die deutsche Glasindustrie schon 1972 begonnen hat, gebrauchtes Behälterglas systematisch zu sammeln und wiederzuver-werten. Die Wurzeln dieser Erfolgsgeschichte liegen in Bad Wurzach. Glascontainer sind heute für jeden selbstverständlich und überall einfach zugänglich. Optimiert wird die Sammlung durch die strikte Trennung in die drei Farben Weiß, Braun und Grün. Am Standort Bad Wurzach kann durch die Aufbereitung von Recyclingglas seit Jahrzehnten der Umwelteinfluss von Glasverpackungen reduziert werden. Über 2 Millionen Tonnen Recyclingglas verwertet die deutsche Behälterglasindustrie jährlich. 158.000 Tonnen wurden 2015 hierbei durch die Aufbereitungsanlage in Bad Wurzach dank neuester Technik sortiert, gereinigt, gerüttelt, zerkleinert und schließlich mit in die Produktion der Saint-Gobain Oberland AG eingebracht. Transportwesen und Logistikmanagement Die Saint-Gobain Oberland AG hat sich einer nachhaltigen Logistik verschrieben, die sich durch einen reduzierten Einsatz von Ressourcen und durch eine Vermeidung von transportbedingten Verlusten auszeichnet. Transportverpackung Auch bei der gebräuchlichsten Transportverpackung der Saint-Gobain Oberland AG wird sowohl der ökonomische als auch der ökologische Gedanke weiterverfolgt. So bestehen die Zwischenlagen einer Palette aus Kunststoffplatten, die in einem Mehrwegsystem viele Male wiederverwendet werden können. Zudem sind die zu 100 % recycelbaren Einschrumpffolien exakt an die zu erwartenden Transportbelastungen angepasst und bieten daher eine optimale Stabilität bei möglichst geringem Materialeinsatz. Verladeservice Zeit ist Geld. Diesem Leitsatz hat sich die Saint-Gobain Oberland AG auch bei der Beladung von Lastwagen verschrieben, die zu unseren Werken kommen, um dort die fertige Ware abzuholen. So wird die Abfertigung an unseren Standorten kontinuierlich geprüft und optimiert, so dass wir in den letzten Jahren eine Reduktion der Standzeiten von bis zu 3o % erreichen konnten. Ontimierter Auslastungsgrad der Lagerhallen Eine gute Logistik zeichnet sich auch durch eine optimale Nutzung der vorhandenen Ressourcen aus. So wurde im Falle unserer Lagerhallen durch die Einführung angepasster Lagerstrategien ein deutlich höherer Auslastungsgrad erreicht. Die Lagerung der Fertigwaren im Freien konnte somit reduziert werden. Liefertreue Die Kunden der Saint-Gobain Oberland AG können sich auf eine termingerechte Lieferung ihrer bestellten Ware verlassen. So wird der bestätigte Wunschtermin in 99,9 % aller Fälle eingehalten. Minimierung von Transportschäden Unsachgemäße Transportbedingungen können zu einer Beschädigung der Ware führen. Um das Risiko eines transportbedingten Schadens zu minimieren, müssen seit 2008 alle Lastwagen, die in unseren Werken beladen werden, dem Anforderungsprofil in Bezug auf Ladungssicherung gemäß DEKRA entsprechen. Bannanlieferung Im Werk Bad Wurzach werden die Rohstoffe Sand und Soda per Bahn angeliefert. Seit August 2012 noch umweltfreundlicher: Die neu eingesetzte Lokomotive fährt mit loo % Biodiesel und spart somit bis zu 70 % CO2 ein. Ziele für die Zukunft und ökologische Herausforderungen Das Streben nach Entlastung der Umwelt und die damit einhergehende konsequente Umsetzung von Umweltprogrammen sind wichtige Werte in der Unternehmenskultur der Saint-Gobain Oberland AG. Die Einhaltung der rechtlichen Verpflichtungen, Normen und Richtlinien bildet das Fundament für die ständige Verbesserung unserer Produkte und Prozesse sowie des Umweltschutzes. Zu den wichtigsten Zielen für die Zukunft zählt auch weiterhin, Energie einzusparen, Abfallaufkommen und Wasserverbrauch zu verringern sowie Emissionen zu reduzieren. Ökonomische Nachhaltigkeit„Nur ein wirtschaftlich gesundes Unternehmen kann in Innovationen, Umweltverträglichkeit und soziales Engagement sowie in seine Mitarbeiter investieren." Stefan Jaenecke, Vorstandsvorsitzender „Ökonomische Nachhaltigkeit beschreibt die Formung eines intakten ökonomischen, sozialen und ökologischen Systems, das dauerhaft betrieben werden kann, ohne die Möglichkeit nachfolgender Generationen zu gefährden, ihre Bedürfnisse zu befriedigen." (Agenda 21, 2009) Einführung Ohne ein verantwortungsvolles Handeln in der Wirtschaft kann Nachhaltigkeit in der Vielzahl ihrer Facetten nicht erreicht werden. Wer im gegenwärtigen Wettbewerb dauerhaft den Wohlstand seines Unternehmens, seiner Mitarbeiter und der Gesellschaft erhalten will, muss einer Ausbeutung wirtschaftlicher Ressourcen entgegenwirken. Erst dieser Schritt ermöglicht es einem jeden Unternehmen, auch ökologisch und sozial nachhaltig zu agieren. Die Saint-Gobain Oberland AG verfolgt somit das Ziel, ihren wirtschaftlichen Erfolg weiter auszubauen, um Investitionen in die Entwicklung ökologisch und sozial nachhaltiger Praktiken weiter vornehmen zu können. Ein wichtiger Schritt hierbei ist, Nachhaltigkeit in ihren drei Dimensionen als eine Einheit anzusehen, damit nachhaltige Entwicklungen aktiv gefördert und in die Tat umgesetzt werden können. Im Folgenden sollen die Punkte näher erläutert werden, die innerhalb des Bereichs der ökonomischen Nachhaltigkeit eine hohe Priorität genießen. Qualitätssicherung und Produktionsoptimierung Qualitätssicherung Die Qualität der Artikel der Saint-Gobain Oberland AG befindet sich auf einem sehr hohen Niveau und wird durch entsprechende Maßnahmen kontinuierlich gesteigert. Zielgerichtete Investitionen führten in den vergangenen Jahren zur Festlegung einer Vielzahl an Standards, die dem Kunden ein hohes Maß an Sicherheit bieten. Die Saint-Gobain Oberland AG wurde in den vergangenen Jahren u. a. auf folgenden Gebieten erfolgreich zertifiziert:
Produktionsoptimierung Das tiefe Verständnis des komplexen Glasherstellungs-prozesses ist die Basis für dessen Optimierung. Die Saint-Gobain Oberland AG folgt diesem Grundsatz und hat daher für alle relevanten Teilprozesse entsprechende Sensorik-systeme eingeführt. Die so gewonnenen Informationen werden direkt für konkrete Optimierungen genutzt. Dabei gilt das Ziel, ein Höchstmaß an Effizienz zu erreichen, bei gleichzeitig geringem Einsatz von Ressourcen. Kundenservice Innovationscenter Das Innovationscenter von Saint-Gobain Oberland in Bad Wurzach ist einzigartig in Deutschland. Kernstück ist der intensive Austausch aller an einem Innovations-projekt Beteiligten. Kunde, Designer, Marketingspezialisten, Konstrukteure und Techniker setzen sich gemeinsam an einen Tisch, um Lösungen zu erarbeiten, die gleichermaßen attraktiv wie praktisch sind. Sowohl für Projektmeetings als auch für Kreativworkshops steht neben klassischen Handskizzen ein leistungsfähiges CAD-System zur Verfügung, auf dem die ersten Vorstellungen in Skizzen und Modellen festgehalten werden. Ausgewählte Entwürfe können anschließend in Form von realitätsnahen Renderings, eDrawings, handgefertigten Modellen mittels 3D-Scanner in das CAD übertragen und anschließend mit dem 3D-Drucker als Muster ausgegeben werden. Was bislang nur als Idee existierte, kann nun realistisch gezeigt werden und erlaubt dem Kunden ein zeitnahes Eingreifen, wo Lösungen noch nicht stimmig sind. Der ganzheitliche Blick ermöglicht ein Höchstmaß an Effizienz bei der Ausführung der Projekte Zeit und Geld werden gespart. Komplettlösungen Das Angebot der Saint-Gobain Oberland AG geht über den reinen Glasbehälter hinaus. So können zusätzlich No-Label-Etiketten aufgebracht werden. Für Lochmund-flaschen ist eine Verbügelung möglich. Zudem bekommen Kunden auf Wunsch die Flaschen bereits in Kisten für den Endverbrauch angeliefert. Die unmittelbare Nähe zu einem Kistenhersteller beim Werk in Bad Wurz-ach bringt hier logistische Vorteile. Logistikservice Die Auswirkungen von Form, Größe und Gewicht einer Glasverpackung auf deren logistische Eignung (wie zum Beispiel Paletten- und LKW-Nutzung) werden bereits in einem frühen Stadium des Entwicklungsprozesses berücksichtigt. Mit spezieller Software für die Endverpa-ckungsoptimierung und in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden werden Neuentwicklungen auch nach ökonomischen Gesichtspunkten gestaltet. Technischer Kundenservice Die Betreuung durch Saint-Gobain Oberland endet nicht am Werkstor, sondern reicht bis in den Produktionsablauf beim Kunden hinein. Aus der eigenen Erfahrung mit einem komplexen Maschinenpark hat sich ein qualifizierter technischer Kundenservice entwickelt. Dieser berät und unterstützt den Kunden auch vor Ort, damit sich sowohl die bereits vorhandenen Glasbehälter optimal auf den Anlagen des Kunden verhalten als auch die neuen Glasbehälter sich reibungslos in den Abfüllprozess einfügen. Schulungsprogramme Die Weiterbildung unserer Mitarbeiter steht neben der Gewährleistung eines sicheren Arbeitsplatzes im Zentrum der Bemühungen der Saint-Gobain Oberland AG und repräsentiert somit einen wichtigen Teil unserer Unternehmenspolitik. Ermutigung, Sensibilisierung und Schulung sind Schlüsselfaktoren, damit jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter einen wertvollen Beitrag zur kontinuierlichen Verbesserung des eigenen Arbeitsumfelds und der Arbeit im Team leisten kann. Im Sinne unserer strategischen Personalentwicklung werden Fortbildungsbudgets und -schwerpunkte durch das eingeführte Bildungscontrolling geplant, damit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den folgenden Bereichen weitergebildet werden können: Grundlagen der Weiterbildungsplanung (Beispiele)
Bereiche der Weiterbildungsplanung
Weitere Angebote umfassen Kennenlernprogramme für Verallia. Fortbildungsprogramme stehen allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Saint-Gobain Oberland AG zur Verfügung, abhängig von den Anforderungen an ihre aktuelle Position und ihren Vorkenntnissen. Die Qualifikation unserer Mitarbeiter stellt somit die Kernkompetenz der Saint-Gobain Oberland AG dar, die es zu fördern gilt. Die Wirksamkeit der Fördermaßnahmen wird auf verschiedenen Ebenen gemessen: Beurteilungsbögen unmittelbar nach der Veranstaltung geben Aufschluss über die Qualität des Seminars und der Organisation. Die Beurteilung der Wirksamkeit erfolgt rund sechs Monate nach dem Seminar und erfasst den Lerntransfer in die Praxis. Die Wirksamkeit von Weiterbildungsmaßnahmen wird auch in den Jahresgesprächen diskutiert. Ziele für die Zukunft und ökonomische Herausforderungen Die Saint-Gobain Oberland AG ist daran interessiert, Jahr für Jahr so viel Ertrag zu erwirtschaften, dass sie langfristig Arbeitsplätze sichern kann und stets in der Lage ist, die notwendigen Investitionen zu tätigen, um die Produktionsstätten auf dem technisch aktuellsten Stand zu halten. Gleichzeitig sollen auch die Stake-sowie Shareholder langfristig am Unternehmenserfolg beteiligt werden. Damit dies gewährleistet werden kann, ist der verantwortliche Umgang mit Risiken schon jetzt sowie auch für die Zukunft ein wichtiges Thema. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens zielt auf attraktive Märkte und die Konzentration auf unsere Kernkompetenzen. Hierzu ist es wichtig, Innovationen innerhalb des Unternehmensverbundes zu fördern. Dies tun wir bereits und wir sehen das verantwortungsbewusste Handeln im Wettbewerb auch weiterhin als unser Ziel an. Soziale Nachhaltigkeit„Wir sehen in unseren Mitarbeitern das Potenzial für die Zukunft. Daher schützen wir nicht nur ihre Gesundheit durch ausgeprägte Arbeitssicherheitsmaßnahmen und ein betriebliches Gesundheitsmanagement, sondern fördern auch ihre Leistungsfähigkeit und ihre Qualifikationen. Umfassende berufliche Erstausbildung sowie konstante Weiterbildung zur Erhaltung eines stets aktuellen Kenntnisstandes sind hierfür ebenso unverzichtbar wie die Förderung von Teamfähigkeit und Führungskompetenzen." Thomas Beyer, Vorstand Personal „Soziale Nachhaltigkeit versteht die Entwicklung der Gesellschaft als einen Weg, der Partizipation für alle Mitglieder einer Gemeinschaft ermöglicht. Dies umfasst einen Ausgleich sozialer Kräfte mit dem Ziel, eine auf Dauer zukunftsfähige, lebenswerte Gesellschaft zu erreichen." (Agenda 21, 2009) Eine Orientierung an sozialer Nachhaltigkeit bedeutet, dass jeder einzelne Mensch seinen Beitrag zu einer zukunftsfähigen und lebenswerten Gesellschaft leisten kann und auch sollte. Mit dem Einfluss und der wirtschaftlichen Größe wächst auch die Verantwortung, die ein jeder seinen Mitmenschen gegenüber wahrzunehmen hat. Die Saint-Gobain Oberland AG ist sich ihrer Pflicht bewusst und empfindet einen Weg zu mehr Nachhaltigkeit als Chance, einen sozialen Beitrag zu leisten, der sowohl die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Saint-Gobain Oberland AG als auch die Gesellschaft nachhaltig begünstigt. Die Mitarbeiter spielen hierbei die wichtigste Rolle, da sie als Motor und Herzstück den Erfolg des gesamten Unternehmens gewährleisten und bestimmen. Sie zu achten, zu schützen und zu fördern ist somit eine der zentralen Aufgaben, die sich die Saint-Gobain Oberland neben sozialem Engagement gesetzt hat. Gesundheit, Sicherheit, Weiterbildung und Verhalten eines jeden Mitarbeiters bilden die Grundlage für soziale Nachhaltigkeit im Unternehmen. Gesundheitsmanagement Egal ob an der Maschine oder im Büro, jede Arbeit beansprucht den Körper und Geist auf unterschiedlichste Art und Weise. Da auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Saint-Gobain Oberland verschiedenen Beanspruchungen ausgesetzt sind, wurden die folgenden Standards entwickelt, die die Gesundheit aller Mitarbeiter schützen sollen: NOS und TAS dienen der Identifizierung, Auswertung und Kontrolle von Lärmquellen bzw. Gefahrstoffen am Arbeitsplatz. Für beide potenziellen Beeinträchtigungen werden Risikobeurteilungen erstellt, um Prioritäten für Verbesserungs- und Vorsorgehandlungen zu definieren. Hinter dem Begriff PLM verbirgt sich eine gezielte Bewertung der ergonomischen Belastung und der Umgebungseinflüsse für die Tätigkeiten im Unternehmen. Hierzu zählen Heben und Tragen von Lasten, Beleuchtungseinflüsse, Berücksichtigung von Alter und Geschlecht. Diese Bewertungen erfolgen nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin und geben zielgenaue Verbesserungsansätze an. Unsere Ziele zur Ergonomie werden in der neuen Vision „MAX in KG" ausgedrückt. Langfristiges Ziel ist, für alle schweren Lasten, bereits ab 1.0 kg, technische Lösungen zu entwickeln, so dass ein manuelles Heben und Tragen nicht mehr erforderlich ist. 5S-Methode 2005 wurde die ES-Methode zur Arbeitsorganisation eingeführt, die durch die 5 Bausteine Sortieren, Systematisieren, Säubern, Standardisieren und Selbstdisziplin nicht nur die Produktion verbessert, sondern auch die Sicherheit am Arbeitsplatz steigert. Betriebliches Gesundheitsmanagement Bereits seit rund 10 Jahren werden an allen deutschen Standorten verschiedene Maßnahmen und Aktionen zur Erhaltung und Vorbeugung der Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewandt und durchgeführt. Diese reichen von Ergonomieberatung und -schulungen durch unternehmensinterne „Ergo-Scouts" über die Anleitung zu gesunder Ernährung mit entsprechenden Angeboten in den Kantinen bis hin zur professionellen Betreuung bei verschiedenen sportlichen Aktivitäten. An den Standorten werden jährlich Gesundheitstage organisiert, um allen Beschäftigten des jeweiligen Standorts die vielfältigen angebotenen Möglichkeiten aufzuzeigen. Diese Aktionen und ein Projekt mit Auszubildenden trugen u. a. dazu bei, dass der Standort Wirges vom TÜV Saarland und von der AOK mit dem Siegel und Titel „Gesundes Unternehmen" ausgezeichnet wurde. Das Betriebliche Eingliederungsmanagement (nach Krankheit) wird auch kontinuierlich professionalisiert und nun sogar durch den TÜV zertifiziert. Arbeitssicherheit Bei Saint-Gobain Oberland wird der Erhaltung der körperlichen Unversehrtheit sämtlicher beschäftigter Mitarbeiter uneingeschränkte Priorität eingeräumt. Erkennbar daran, dass jede Sitzung mit dem Thema Arbeitssicherheit beginnt, Null Arbeitsunfälle ist ein Grundwert. Saint-Gobain Oberland AG 2015 Nachhaltigkeit 37 Auf dem Fundament von 4 bei allen Tätigkeiten einzuhaltenden Grundregeln, einem umfangreichen Satz von Sicherheitsstandards zu speziellen Tätigkeiten und den tätigkeitsbezogenen Gefährdungsbeurteilungen, schließen sich die im Folgenden kurz beschriebenen Sicherheitsinitiativen an, die die Kultur der Saint-Gobain Oberland AG prägen. TF5 ist die Kennziffer für die Häufigkeit entdeckter unsicherer Situationen. Die Identifizierung, Klassifizierung und Behebung solcher potenziell gefährlichen Situationen verringert das Eintreten wirklicher Unfälle, die unter Umständen zu zeitweiser Arbeitsunfähigkeit führen. Folglich wird so die Sicherheit eines jeden Saint-Gobain Oberland Mitarbeiters aktiv und vorsorgend gefördert. Sogenannte SMATs (Safety Management Talks) dienen dazu, Mitarbeiter für sicheres Verhalten zu sensibilisieren. Hierzu findet zwischen Vorgesetztem und Mitarbeiter ein Gespräch auf Augenhöhe über gerade ausgeführte Tätigkeiten statt, bei dem es um gute Verhaltensweisen und um die Vermeidung von Risiken bei der Tätigkeit geht. BBS steht für „Behaviour Based Safety" oder für ein Sicherheitsprogramm, das auf das Verhalten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abzielt. Fehler, die nicht mehr technisch vermeidbar sind, werden so durch ein gestärktes Sicherheitsbewusstsein angegangen. Als Weiterentwicklung hat sich hieraus BBQ („Behaviour Based Quality") entwickelt, das mit derselben Herange-hensweise den Qualitätsgedanken aufgreift. Des Weiteren treffen sich die Teams beim Schichtwechsel zu einem täglichen Sicherheitsmeeting, um Anweisungen weiterzuleiten und Sicherheitsthemen zu besprechen. Diese Vorgehensweise wurde unter dem Begriff „Safety Minute" in der ganzen Gruppe eingeführt. Außerplanmäßige Wartungs- oder Reparaturarbeiten sowie Arbeiten, die nur wenige Male im Jahr durchgeführt werden, bergen ein hohes Unfallrisiko. Zur Risikominimierung dient die Methode „Nimm 2", deren Zweck es ist, vor der Ausführung der Arbeit innezuhalten und gedanklich die nächsten Schritte durchzugehen und sich so auf sicheres Arbeiten zu fokussieren. Dies wird durch eine Checkliste so unterstützt, dass am Ende eine Risikoanalyse dokumentiert ist. Mit den Methoden und Prinzipien wird das eigenverantwortliche sichere Handeln eines jeden Mitarbeiters gefördert und zur Kultur gemacht. Aktionen wie der EHS-Tag, der regelmäßig alle zwei Jahre stattfindet, geben Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Saint-Gobain Oberland zusätzlich die Chance, aktiv noch mehr über Arbeitssicherheit zu erfahren. Weiterbildung und Förderung Die Gesellschaft wandelt sich rasant und ebenso verändern sich die ökonomischen Rahmenbedingungen. Deshalb ist es wichtig, unser Unternehmen proaktiv weiterzuentwickeln. Hierzu gehört ganz wesentlich die Qualifikation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, so dass jeder einen wertvollen Beitrag zur kontinuierlichen Verbesserung des eigenen Arbeitsumfelds leisten kann. Dies konnte u. a. auch durch die Einführung von „Best Practices" erreicht werden. Dabei geht es darum,
Das im letzten Punkt aufgeführte Vorschlagswesen wurde in der ganzen Saint-Gobain Oberland Gruppe unter dem Namen „i-pool" (Ideen-Pool) eingeführt. Mit i-pool haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Saint-Gobain Oberland seit Jahren ein praktisches Mittel, eigene Vorschläge noch schneller und direkter in die Tat umzusetzen. Mittlerweile ist das Ideenmanagement auf Erfolgskurs mit knapp 450 eingereichten Ideen im Jahr und Verbesserungen im Wert von mehreren Hunderttausend Euro. Verhaltenskodex und Handlungsprinzipien Unternehmensleitung und Mitarbeiter von Saint-Gobain Oberland haben gemeinsam über die gängigen und allgemein verbreiteten Verhaltens- und Handlungsprinzipien (Berufliches Engagement, Respekt gegenüber Anderen, Integrität, Loyalität, Solidarität; Achtung der Gesetze, der Umwelt, der Gesundheit und Arbeitssicherheit sowie der Mitarbeiterrechte) hinaus einen weitergreifenden Verhaltens- und Führungskodex entwickelt. Dieser enthält entsprechend ihren Wertvorstellungen bestimmte Grundsätze zum Umgang miteinander sowie u. a. Regeln zur Erreichbarkeit in der Freizeit. In regelmäßigen Abständen werden diese Prinzipien durch entsprechende Aktionen gefestigt. Sie sind zudem Bestandteil von Zielvereinbarungsgesprächen. Social Audits Dass die Saint-Gobain Oberland AG hinsichtlich sozialer Nachhaltigkeit gut aufgestellt ist, haben die Social Audits, die an allen Standorten durchgeführt und positiv beschieden wurden, gezeigt. Audit „berufundfamilie" Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird als fester Bestandteil der Unternehmenskultur von Saint-Gobain Oberland etabliert. Um die Balance zwischen betrieblichen und individuellen Interessen zu fördern und sich als familienbewusster Arbeitgeber positionieren zu können, hat sich das Unternehmen dem „audit beruf-undfamilie" unterzogen. Hierbei werden u. a. Arbeitszeitmodelle betrachtet und Maßnahmen erarbeitet, die die Mitarbeiter bei der Kinderbetreuung oder der Pflege kranker bzw. älterer Angehöriger unterstützen. Zwischenzeitlich wurden auch Führungskräfte in diesen Themen geschult, um ihre Mitarbeiter informieren und beraten zu können. Ende 2012 erhielt Saint-Gobain Oberland das Zertifikat, das von der Hertie-Stiftung verliehen und nun Ende 2015 sehr positiv bestätigt re-auditiert wurde. Die zweite 3-Jahres-Phase schließt sich ab sofort nahtlos an. Der Schwerpunkt liegt dabei in der Verankerung der erarbeiteten Maßnahmen in der Unternehmenskultur und bei der Führung sowie in der Durchdringung der Informationen in alle Mitarbeiterebenen. Soziales Engagement Auch über die Saint-Gobain Oberland hinaus wird soziales Engagement gelebt. So werden zum Beispiel Studenten in Zusammenarbeit mit der Technischen Fachhochschule Berlin, der Hochschule der Medien Stuttgart und der Fachhochschule Geisenheim aktiv gefördert und darin geschult, welche Möglichkeiten Glas als Verpackungsstoff bietet. Zusätzlich ermöglicht der sogenannte Girls' Day wissbegierigen Mädchen in den Werken Einblicke in technische Ausbildungsberufe. Ein weiteres soziales Programm ist das Angebot von privaten Kfz-Versicherungen und von Pensionssparkonten der „Hamburger Pensionskasse", die allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als Zusatzabsicherung im Rentenalter dienen können. Ziele für die Zukunft und soziale Herausforderungen Die Gesundheit der Mitarbeiter steht bei der Saint-Gobain Oberland AG wie im gesamten Verallia Konzern weiterhin im Vordergrund. Wir betrachten unsere Mitarbeiter als unser Potenzial für die Zukunft. Daher arbeiten wir an kontinuierlichen Verbesserungen interner Arbeitsprozesse und der Motivation der Mitarbeiter. Hierzu zählen auch eine faire Entlohnung sowie die Ausbildung junger Menschen, die uns sehr am Herzen liegt. Außerhalb des Unternehmens engagiert sich die Saint-Gobain Oberland AG überwiegend in der Jugendarbeit: Zum einen im Bereich Begabtenförderung für Schüler, um diese frühzeitig für Technik zu begeistern, zum anderen sollen speziell Jugendliche mit Migrationshintergrund durch Sprachtrainings sowie andere - den Bildungsprozess begleitende - Maßnahmen künftig noch mehr bei ihrer Integration in die Gesellschaft unterstützt werden. Ganz explizit hat sich Saint-Gobain Oberland für 2016 zum primären Ziel gesetzt, junge Flüchtlinge in die Ausbildung zu bringen. Lagebericht und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015Lagebericht und Konzernlagebericht der SAINT-GOBAIN OBERLAND AG 2015 Der Lagebericht für Konzern (Oberland) und AG ist zusammengefasst. Der Konzernabschluss der Saint-Gobain Oberland AG wurde für das Geschäftsjahr 2015 nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Einzelabschluss der Saint-Gobain Oberland AG wurde nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) erstellt. GRUNDLAGEN DES KONZERNSUnternehmensstruktur Die 1946 gegründete Saint-Gobain Oberland AG mit Hauptsitz in Bad Wurzach ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft nach deutschem Aktienrecht, die im General Standard gelistet ist und am Regulierten Markt in Frankfurt, Stuttgart und München gehandelt wird. Gegenstand des Unternehmens sind im Wesentlichen die Herstellung und der Vertrieb von Glasverpackungen sowie bis zum 31. Dezember 2015 die Projektierung, Entwicklung und der Verkauf von Anlagen der Glasindustrie. Die GPS Oberland GmbH (vormals GPS Glasproduktions-Service GmbH), die im Konzern bisher für das technische Geschäft zuständig war, wurde durch ein Management-Buy-Out (MBO) zum 31. Dezember 2015 eigenständig. Die Saint-Gobain Oberland AG gab diesen Geschäftsbereich ab, damit die Spezialisten von GPS flexibler und innovativer auf die Bedürfnisse von internationalen Behälterglasherstellern eingehen können. Die beiden Unternehmen werden zukünftig jedoch weiterhin strategisch zusammenarbeiten. Nach wie vor zum Konzern gehören vier deutsche Produktionsstätten. Diese befinden sich in Bad Wurzach, Neuburg an der Donau, Essen und Wirges im Westerwald. Weitere Standorte von Oberland sind die Werke Kavminsteklo in Mineralnye Vody und Kamyshin bei Wolgograd in Russland sowie das Werk Zorya in Rivne, Ukraine. Die direkte Aktionärsstruktur der Saint-Gobain Oberland AG hat sich im Berichtsjahr auch durch den Übergang von Verallia, der Verpackungsglassparte des Saint-Gobain Konzerns, an die BRH Holdings GP, Ltd., namens der Apollo Gruppe nicht verändert. Demzufolge hielt die Saint-Gobain Emballage S.A., Courbevoie, Frankreich, auch im gesamten Geschäftsjahr 2015 96,7% der Anteile am Grundkapital in Höhe von 26,0 Mio. Euro. Indirekt gingen diese Anteile jedoch in den Besitz der BRH Holdings GP, Ltd., über 3,3 % des Grundkapitals sind weiterhin im Streubesitz von Privatanlegern. Nach der 2014 erfolgten Veräußerung des Verallia Nordamerika-Geschäfts veröffentlichte die Compagnie de Saint-Gobain am 8. Dezember 2014 ihre Absicht, nun auch den restlichen Anteil der Verallia Gruppe in einem Bieterverfahren zum Verkauf zu stellen. Am 29. Oktober 2015 wurde der Abschluss des Verkaufs an die Apollo Gruppe und Bpifrance bekanntgegeben, die jetzt 90% bzw. 10 % des Eigenkapitals von Verallia halten. Saint-Gobain Oberland AG Geschäftsbericht 2015 43 Dieser Schritt beeinflusst derzeit weder Oberland noch unsere Kunden und wir werden unabhängig von dieser Entwicklung unverändert an unserer Strategie festhalten und unsere angestammten Märkte bedienen: Wir wollen nachhaltig der bevorzugte Verpackungspartner für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie sein. Bereits im April 2010 wurde die Marke Verallia eingeführt, unter der alle zu dem international agierenden Firmenverbund gehörenden Unternehmen auftreten. Diese umfasst die gesamten industriellen Aktivitäten des ehemaligen Bereichs Glasverpackungen der Compagnie de Saint-Gobain Flaschen und Konservengläser in einer schlagkräftigen Einheit. Die nunmehr eigenständige Unternehmensgruppe ist einer der Weltmarktführer auf den Premiummärkten Wein, Sekt, Spirituosen und Lebensmittel. Die Firmenbezeichnungen der Gesellschaften der Verpackungssparte sind durch die Einführung der Marke bislang unverändert geblieben. Mithilfe der Marke Verallia konnte insbesondere die Transparenz gegenüber ihren Märkten, ihren Kunden, ihrem Produktionsnetzwerk und dem regionalen wirtschaftlichen Umfeld gesteigert werden. Verallia zeichnet sich auch heute durch die Stärke eines weltweiten Produktions- und Vertriebsnetzwerks sowie die Kundennähe mit Produktionsund Vertriebsstandorten vor Ort bei Kunden und Geschäftspartnern aus. Mit der Marke Verallia vermittelt die Unternehmensgruppe nicht nur ihre Kompetenz, sondern demonstriert gleichzeitig auch ihr Innovationsvermögen und kann ihr Ansehen als Referenz in den Bereichen der Glasverpackung und der nachhaltigen Entwicklung behaupten. Verallia hat den hohen Anspruch, immer umweltfreundlichere, in allen Bereichen nachhaltige und beliebig oft recycelbare Glasverpackungen anzubieten, die den wertvollen Inhalt aufwerten, die Qualität der Getränke und Lebensmittel schützen und damit zum Wohlbefinden der weltweiten Verbraucher beitragen. Unsere Kunden werden uns an unserer Leistung messen und deshalb werden wir alles daransetzen, sie auch weiterhin zeitgerecht und in verlässlich hoher Qualität zu angemessenen Preisen zu beliefern. Deutschland In Deutschland gehört die Saint-Gobain Oberland AG zu den führenden Herstellern für Behälterglas. Es werden Flaschen und Konservengläser produziert, mit denen die Hersteller sowohl der Getränke- als auch der Nahrungsmittelindustrie im In- und angrenzenden Ausland beliefert werden. Das Unternehmen möchte mit der Marke Verallia als der bevorzugte Verpackungspartner für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie wahrgenommen werden. Klare Voraussetzungen hierfür sind herausragende Leistungen in Qualität, Kundenservice und innovative Entwicklungen. Diese sollen durch vorbildliche Arbeitssicherheit, moderne Mitarbeiterführung sowie die nachhaltige Nutzung sämtlicher Ressourcen erreicht werden. Das Produktportfolio der Saint-Gobain Oberland AG ist mit den Getränkebereichen Wein/Sekt, Bier, alkoholfreie Getränke und Spirituosen sowie dem breiten Segment Lebensmittel weiter gut aufgestellt und deshalb ausgesprochen markt- und wettbewerbsfähig. Den strategischen Schwerpunkt bilden die Bereiche, in denen Glasverpackungen ganz besonders als Verpackungsart geeignet sind. Russland ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod hat sich spezialisiert auf die Produktion von Weißglas und Weitmundgläsern. Das Hauptaugenmerk liegt hierbei auf der Erfüllung anspruchsvoller Spezifikationen seitens der Kunden. Die Hauptkunden von ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod sind sowohl Händler von Glasbehältern für die Lebensmittelindustrie als auch nationale Direktkunden und multinationale Kunden. JSC "Kavminsteklo" ist ein Glashersteller für hauptsächlich im Süden von Russland und in angrenzenden Staaten angesiedelte Betreiber großer Wasserquellen und Weinberge für die Wein- und Sektproduktion. Seit 2011 verfügt JSC "Kavminsteklo" über die Möglichkeit, die Farben Grün, Weiß und Oliv für das gesamte Portfolio im Mineralwasser-, Wein-, Sekt-, Bier-, Spirituosen- und inzwischen auch Glas für den Pharmabereich anzubieten. Ukraine Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYK produziert qualitativ hochwertige Weißglasflaschen und -gläser, überwiegend für den Premiumbereich. Zusätzlich wurden 2014 grüne Artikel in das Portfolio aufgenommen. Das Werk in Zorya beliefert Großkunden in der Ukraine sowie im Exportmarkt und hat sich mit seinen innovativen Produkten zu einem wichtigen Anbieter vor allem in Polen und zunehmend auch in anderen osteuropäischen Märkten entwickelt. Unternehmenssteuerung Das Steuerungssystem bei Oberland ist darauf ausgerichtet, den Konzern bei der Erreichung seiner Ziele zu unterstützen. Ein Kernelement stellt die Unternehmensplanung dar. Über einen Zeitraum von fünf Jahren werden in diesem Prozess alle wesentlichen Faktoren des Konzerns geplant. Ergänzend kommt ein jährlicher Budgetprozess hinzu. In vierteljährlichen Abständen erfolgt eine Aktualisierung der Budget-Daten gemäß der aktuellen Geschäftsentwicklung. Ein monatliches Berichtswesen informiert zudem über den aktuellen Geschäftsverlauf, bildet eine weitere Grundlage für Entscheidungen und ermöglicht ein zeitnahes Reagieren und Gegensteuern bei unerwünschten Entwicklungen. Die Steuerung des Konzerns wird durch ausgewählte Kennzahlen unterstützt. Es werden sowohl finanzielle als auch nichtfinanzielle Indikatoren herangezogen. Diese werden im Rahmen der regelmäßigen Berichterstattung überwacht und unterliegen einer ständigen Optimierung. Als bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren dienen bei Oberland der Umsatz und das Operative Ergebnis (EBIT) nach IFRS, jeweils sowohl auf Konzern- als auch auf Segmentebene. Ergänzend dazu zeigt die Umsatzrendite, die den prozentualen Anteil des Ergebnisses vor Ertragsteuern am Umsatz errechnet, die Profitabilität innerhalb einer Berichtsperiode an. Zur Steuerung werden weiterhin der Return on Investment (ROI), der Cashflow aus operativer Tätigkeit, die Eigenkapitalquote sowie die Investitionen verwendet. Diese finanziellen Kenngrößen werden im Rahmen der Vermögens-, Finanzund Ertragslage dargestellt. Ihre Entwicklung kann zudem der 10-Jahres-Übersicht im Geschäftsbericht entnommen werden. Im nichtfinanziellen Bereich ist vor allem das Thema Arbeitssicherheit relevant und als bedeutsam definiert. Der Gesundheits- und Arbeitsschutz bildet das zentrale Fundament der Sicherheitspolitik von Oberland, dessen Entwicklung kontinuierlich verfolgt wird. Aus diesem Grund wird hierzu ein spezieller Indikator (TF2) berechnet, der den Stand der Arbeitsunfälle mit Arbeitszeitausfall und medizinischer Versorgung aufzeigt. Im nichtfinanziellen Bereich wird außerdem die Anzahl der neuen Produkte als Kenngröße für die Innovationskraft des Unternehmens herangezogen. Zudem nimmt das Thema Energie, vor dem Hintergrund des Gesamtenergieverbrauchs immer bedeutenderen Raum ein. WIRTSCHAFTSBERICHTWirtschaftliches Umfeld Global Die Weltkonjunktur entwickelte sich im Berichtsjahr moderat positiv, wobei sie aufgrund eines verhaltenen Wachstums der Schwellenländer deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb. Im Gegensatz dazu hat sich die konjunkturelle Erholung des Euro-Raums fortgesetzt. Dies ist im Wesentlichen auf die Beeinflussung der konjunkturellen Dynamik durch Sonderfaktoren wie die expansive EU-Geldpolitik, den niedrigen Ölpreis und die Abwertung des Euros zurückzuführen. Deutschland Deutschland liegt mit seinem BIP von +1,7 % in 2015 etwas über dem Niveau des EU-Raumes. Diese positive Entwicklung ist auf die beschriebenen Sonderfaktoren im EU-Raum zurückzuführen und wird gestützt von einer positiven Entwicklung bei den Erwerbstätigen, der Arbeitslosenquote, weitgehend stagnierenden Verbraucherpreisen und der daraus resultierenden Stärkung der privaten Konsumausgaben. Russland In Russland verschärfte sich in 2015 die Rezession und erreichte in der ersten Jahreshälfte ihren negativen Hochpunkt, gefolgt von einer Stabilisierung zum Jahresende. Die Wirtschaft war mit einem angespannten geopolitischen Umfeld, weiterhin geprägt durch internationale Sanktionen, konfrontiert. Die Öl- und Gaspreise verharrten auf einem niedrigen Niveau und führten zu einer weiteren Schwächung des Rubels. Auch die Investitionsnachfrage sank infolge der wirtschaftspolitischen Unsicherheit und der Fortsetzung der Sanktionen. Trotz Maßnahmen zur Stabilisierung des finanziellen Sektors verzeichnete Russland einen weiteren Anstieg der Inflationsrate im Vergleich zu den Vorjahren. Auswirkungen für die Bevölkerung ergaben sich durch einen Anstieg der Arbeitslosen- sowie der Armutsquote. Der Wechselkurs im Jahr 2015 bewegte sich im Vergleich zum Vorjahr auf einem deutlich höheren Niveau, mit erneutem Anstieg zum Jahresende. Zum 31. Dezember 2015 erreichte er einen Schlusswert von 80,67 Rubel / Euro. Der Jahresverlauf lässt sich der folgenden Tabelle entnehmen: ![]() Ukraine In der Ukraine blieb das allgemeine politische und wirtschaftliche Umfeld 2015 auch weiterhin instabil. Aufgrund verschiedener negativer Einflüsse, einschließlich der anhaltenden Kriegshandlungen und der schwierigen Beziehung zu Russland, ist die ukrainische Wirtschaft um ca. 12 % gesunken. Die Inflationsrate stieg im Jahr 2015 auf über 4o %. Wie in den Vorjahren sind die Investitionen sowie der private Konsum weiter zurückgegangen. Gegen Jahresende zeichnete sich eine Stabilisierung der Situation ab. Die ukrainische Währung verlor in 2015 erneut an Wert. Nach einem deutlichen Anstieg zu Beginn des Jahres verharrte der Wechselkurs bis zum Jahresende auf einem relativ stabilen Niveau. Der Schlusswert im Dezember beträgt 26,16 Griwna/Euro. Im Folgenden ist der Kurs im Jahresverlauf 2015 dargestellt: ![]() Geschäftsverlauf Das vergangene Geschäftsjahr konnte die deutsche Behälterglasbranche, trotz anspruchsvoller Vorjahreszahlen, mit einem leichten Absatzplus von 0,4 % bei einem gleichzeitig leicht sinkenden Produktionsvolumen positiv abschließen. Eine rückläufige Entwicklung im Inland konnte durch einen starken Export kompensiert werden. Das eher kühle und feuchte Frühjahr, gepaart mit einem warmen und durch Temperaturrekorde geprägten Sommer sowie einem regional unterschiedlichen Herbst, beeinflussten die Ernten, insbesondere für Obst- und Gemüsesorten, leicht negativ, während der Konsum von Getränken und hier insbesondere alkoholfreien Getränken profitieren konnte. Dennoch leidet das gesamte Biersegment trotz des warmen Wetters insgesamt betrachtet weiterhin unter dem allgemeinen Konsumrückgang in Deutschland. Deshalb fokussieren sich deutsche Brauereien verstärkt auf alkoholfreie Biere und Bierspezialitäten, die den Trend zu gesunden und regionalen Produkten bedienen, sowie ihre Exportaktivitäten. Neue Trends wie Craft Beer, auch wenn sie derzeit nur eine Nische darstellen, helfen dem Bierimage, als Alternative zum Wein, zu einer höherwertigen Verbraucherwahrnehmung. Diese Faktoren beeinflussten den Absatz von Bierflaschen im Inund Ausland entsprechend positiv. Zudem hielt der Trend zur Individualisierung der Bierflaschen an, was sich ebenso positiv auf die Absatzentwicklung auswirkte und auch vermutlich weiter auswirken wird. Im Wein- und Sektbereich hat sich die Tendenz hin zu Sektmischgetränken und Sekt mit wenig oder ganz ohne Alkohol auf einem hohen Niveau eingependelt. Die Promotionaktivitäten, speziell im Weinbereich, haben deutlich abgenommen, so dass der allgemeine Konsumrückgang in diesem Segment auch durch die Mixgetränke nicht mehr kompensiert werden kann. In einem mengenmäßig leicht rückläufigen Marktumfeld kamen im Lebensmittelbereich Impulse vor allem aus den Dressing- und Instantsegmenten, welche das Segment Obst-, Gemüse- und Sauerkonserven, das durch Ernteverluste aufgrund der regional zu langen Trocken-/Nassperioden beeinflusst war, wieder ausgleichen konnten. Die Innovationsrate wurde weiter auf dem hohen Niveau der Vorjahre gehalten. Speziell die Produkt- und Serviceinnovationen standen dabei im Fokus. Damit unterstreichen wir nicht nur die Innovationskraft von Oberland, sondern auch unsere absolute Kundennähe. Der Behälterglasmarkt in Europa ist angesichts des anhaltenden intensiven Wettbewerbsverhaltens derzeit insgesamt eher von einem unausgeglichenen Verhältnis von Angebot und Nachfrage nach Glas bestimmt. Auch wenn dadurch mögliche Forderungen von Kunden nach niedrigen Preisen laut werden, so helfen gerade in diesen Zeiten die wichtigen Eigenschaften wie verlässliche Produktqualität, Lieferfähigkeit, Kundennähe und Innovationskraft. Da die Kunden ihre eigenen Vorräte aus verschiedenen Gründen auf das Mindestmaß reduziert haben, helfen unsere stabilen internen Prozesse selbst in einem noch intensiveren Markt- und Wettbewerbsumfeld, Engpässe zu vermeiden. Damit können wir uns weiter als bevorzugter Partner unserer Kunden behaupten. Dennoch führte die Kombination aus geringerer Produktion, verursacht durch Wannenbaumaßnahmen zum Anfang des Berichtsjahres in Neuburg, und dem erwähnten starken preislichen Wettbewerbsdruck zu einem deutlichen Umsatzrückgang in 2015. Grundsätzlich sind die Geschäftsentwicklung und die Lage 2015 für das Deutschlandgeschäft weniger günstig zu beurteilen als im Vorjahreszeitraum. Das Osteuropageschäft verzeichnete sowohl in Russland als auch in der Ukraine operativ hingegen Verbesserungen im Vergleich zum Vorjahr. Die Perspektiven für Oberland sind insgesamt positiv einzuschätzen, wobei wir die politischen Auseinandersetzungen in der Ukraine mit Aufmerksamkeit verfolgen. KAPITAL MARKTDie Saint-Gobain Oberland AG ist im General Standard gelistet und wird im Regulierten Markt in Frankfurt, Stuttgart und München gehandelt. Kennzahlen zur Saint-Gobain Oberland Aktie (Kurs Frankfurt) scroll
Im folgenden Diagramm wird der Kursverlauf abgebildet. Insgesamt wurde 2015 in Frankfurt nur ein Volumen von 3.028 Stück (Vorjahr: 1.483 Stück) gehandelt. Dieses niedrige Handelsvolumen begründet sich durch den geringen Minderheitsanteil von nur 3,3 % bzw. rund 33.000 Aktien, die sich im Streubesitz befinden. Die niedrige Anzahl gehandelter Aktien deutet darauf hin, dass Anleger die Saint-Gobain Oberland Aktie als langfristige Anlage betrachten. Im Rahmen der Ankündigung eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages stieg der Aktienkurs Mitte Dezember deutlich an. Kurshistorie Saint-Gobain Oberland AG , 2015, Börsenplatz Frankfurt ![]() ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGEErtragslage Umsatzentwicklung Konzern Der Konzernumsatz bei Oberland sank um 7,4 % von 533,7 Mio. Euro auf 494,2 Mio. Euro. Zurückzuführen ist dies auf negative Mengen-, Preis- und Währungseffekte. Der Gesamtabsatz des deutschen Behälterglasmarkts erhöhte sich um 0,4 %. Bei der Saint-Gobain Oberland AG verringerte sich der Absatz im Inland um 4,9 %. Demgegenüber konnte der Export leicht gesteigert werden. Der sowohl mengen- als auch preismäßig schwächere Umsatz sowie die niedrigeren Umsatzerlöse der GPS Oberland GmbH bewirkten im Segment Deutschland einen Umsatzrückgang von 413,6 Mio. Euro auf 385,8 Mio. Euro. In Russland fiel der Umsatz um 12,8 % von 81,9 Mio. Euro auf 71,4 Mio. Euro. Den gesteigerten Preisen und Mengen wirkte der im Vergleich zum Vorjahr schwächere Rubel entgegen. Nach wie vor ist das Marktumfeld – insbesondere vor dem unsicheren politischen Hintergrund – als schwierig zu bezeichnen. Generell war der russische Behälterglasmarkt weiterhin durch signifikante Überkapazitäten geprägt. Auch in der Ukraine verringerte sich der Umsatz im Vorjahresvergleich um 3,2 % auf 37,0 Mio. Euro. Zurückzuführen ist dies ebenfalls hauptsächlich auf die signifikante Abschwächung der Griwna. Der Konzernumsatz liegt wie im Geschäftsbericht 2014 prognostiziert unterhalb des Vorjahres, sogar leicht unter dem erwarteten Rückgang von 5 %. Die Umsatzziele in Deutschland, das Erreichen des Vorjahresniveaus, wurden mit einem Rückgang von 6,7 % verfehlt. Demgegenüber wurden die Prognosen für Russland und die Ukraine – trotz wie erwartet schwierigem Währungsumfeld – sogar übertroffen. In Russland blieb der Wert mit – 12,8 % deutlich über den avisierten – 20 %. Auch die Ukraine entwickelte sich mit nur – 3,2 % gut, erwartet war hier ein Rückgang von bis zu 10 %. Sowohl in Russland als auch in der Ukraine sind die positiven Prognosediskrepanzen vollumfänglich der guten Geschäftsentwicklung zuzuordnen, in Landeswährung wurden die Umsätze sogar deutlich gesteigert. AG In der AG entwickelte sich der Umsatz negativ. Nach 394,2 Mio. Euro im Vorjahr fiel er im Berichtsjahr auf 375,4 Mio. Euro. Das ist eine Verringerung von 18,8 Mio. Euro oder 4,8 %. Trotz Preissenkungen konnte der mengenmäßige Absatz des Vorjahres nicht erreicht werden. Ergebnisentwicklung Konzern Im Gegensatz zum niedrigeren Umsatz entwickelte sich das Konzernergebnis (Jahresergebnis nach Abzug des Anteils der Minderheitsaktionäre) positiv und stieg im Vergleich zum Vorjahr um 15,8 Mio. Euro auf 10,8 Mio. Euro. Im Rahmen des Operativen Ergebnisses fielen die Umsatzkosten um 39,8 Mio. Euro und damit im Vergleich zum Umsatz überproportional. Zurückzuführen ist dies vor allem auf niedrigere Energiepreise und Effizienzsteigerungen in sämtlichen geographischen Segmenten. Die Verwaltungs- und Vertriebskosten liegen ebenfalls unter Vorjahresniveau. Die Forschungs- und Entwicklungskosten sowie die Sonstigen Erträge änderten sich demgegenüber nur geringfügig. Wesentlich gravierender stellt sich diese Entwicklung bei den Sonstigen Aufwendungen dar, die mit 11,8 Mio. Euro um 13,8 Mio. Euro niedriger sind als im Vorjahr. Darin enthalten waren letztes Jahr Wertberichtigungen auf die Firmen- und Vermögenswerte der Konzerngesellschaften in Russland und der Ukraine in Höhe von insgesamt 22,0 Mio. Euro. Diesem in 2015 nicht wiederkehrenden Effekt standen Währungsverluste in Russland sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Management-Buy-Out der GPS Oberland GmbH gegenüber, allerdings unter dem Strich in deutlich moderaterem Umfang. Insgesamt konnte das Operative Ergebnis damit von 12,3 Mio. Euro auf 27,9 Mio. Euro mehr als verdoppelt werden. Insgesamt bewegte sich das Unternehmen damit im prognostizierten Intervall zwischen 25 und 50 Mio. Euro, hier im unteren Bereich. In Deutschland konnte die angestrebte Verbesserung um 5 % allerdings nicht erreicht werden. Niedrigere Verkaufspreise, reduzierte Absatzmengen sowie die Sondereffekte aus dem Asset Deal der GPS führten schließlich zu einem Rückgang von 39,6 %. Die Saint-Gobain Oberland AG steuerte vor Konsolidierung 30,9 Mio. Euro zum Operativen Ergebnis des Konzerns bei (Vorjahr: 39,7 Mio. Euro vor Konsolidierung und Wertberichtigung). Demgegenüber wurde das Ergebnisziel einer signifikanten Steigerung in den positiven Bereich in Russland und der Ukraine erreicht. In der Ukraine war dies mit einem Operativen Ergebnis in Höhe von 3,9 Mio. Euro sogar deutlich. Das Finanzergebnis veränderte sich moderat von – 9,8 Mio. Euro auf – 9,9 Mio. Euro. Die Zinsaufwendungen für Pensionsrückstellungen waren etwas niedriger als im Vorjahr, die Finanzierungskosten etwas höher. Insgesamt ergab sich eine Erhöhung des Ergebnisses vor Steuern um 15,5 Mio. Euro von 2,5 Mio. Euro auf 18,0 Mio. Euro. Entsprechend stieg die Umsatzrendite vor Ertragsteuern von 0,5 % auf 3,6 %. Demgegenüber verminderte sich der Steueraufwand sogar um 1,2 Mio. Euro von – 8,3 Mio. Euro auf – 7,1 Mio. Euro. Die niedrigeren Ertragsteuern resultieren aus dem schlechteren Ergebnis vor Steuern in Deutschland. Dem wirken die latenten Steuern entgegen. Hier war im Vorjahr der Effekt aus den Wertberichtigungen auf Vermögenswerte in Russland und der Ukraine enthalten. Gewinn- und Verlustrechnung Konzern scroll
AG Das Jahresergebnis der Saint-Gobain Oberland AG erhöhte sich von 57,5 Mio. Euro im Jahr 2014 auf 13,1 Mio. Euro im Berichtsjahr. Das Betriebsergebnis verringerte sich im Berichtsjahr um 34,0 % von 49,0 Mio. Euro auf 32,4 Mio. Euro, zurückzuführen in erster Linie auf verminderte Umsätze. Demgegenüber stellt sich das Finanzergebnis um 80,2 Mio. Euro besser als im Vorjahr dar. Hauptursache für diese signifikante Veränderung sind die Abschreibungen im letzten Jahr auf die osteuropäischen Beteiligungen in Höhe von insgesamt 87,6 Mio. Euro. Dem wirkt die höhere Verlustübernahme der GPS entgegen. Da die Wertberichtigungen steuerlich nicht ansetzbar waren, verringerte sich der Steueraufwand analog zum reduzierten Betriebs- und sonstigen Finanzergebnis um 7,1 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr. Die Umsatzrendite vor Ertragsteuern der AG liegt bei 5,1% (Vorjahr: 11,2%). GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG AG scroll
Finanz- und Vermögenslage Konzern Der Bilanzsummenrückgang lässt sich auf der Aktivseite hauptsächlich auf eine Verringerung der Sachanlagen und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, hier basierend auf erhöhtem Factoringvolumen, zurückführen. Die gegenläufigen Entwicklungen der Zahlungsmittel und der Sonstigen Vermögenswerte ergeben sich aus dem Ausscheiden aus dem Saint-Gobain-Cashpool. Konzernbilanz Aktiva scroll
Die Verteilung der Sachanlagen in Mio. Euro wird durch folgende Grafik deutlich: ![]() Die Bestände blieben insgesamt nahezu gleich. Im Folgenden die Bestandsentwicklung in Mio. Euro: ![]() Die Bilanzsituation zum Jahresende, insbesondere der Forderungsbestand, stellt gegenüber der Entwicklung während des Berichtszeitraumes einen stichtagsbezogenen Wert dar. Er kann daher nicht als alleiniger Maßstab für den unterjährigen Finanzierungsbedarf herangezogen werden. Finanzierungsanalyse Durch Umfinanzierungen im Zuge des Übergangs auf die Apollo Gruppe erhöhten sich die langfristigen Schulden durch Aufnahme eines neuen, nun langfristigen Darlehens stark. Parallel dazu wurde ein kurzfristiges Darlehen abgelöst. Außerdem gingen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen deutlich zurück, insbesondere wegen niedrigerer Investitionsverbindlichkeiten. Insgesamt wurde das Fremdkapital im Geschäftsjahr um 30,2 Mio. Euro gesenkt. Die im Jahr 2015 ausgesetzte Dividendenzahlung in Verbindung mit dem in diesem Jahr wieder positiven Konzernergebnis führte trotz negativer Währungseinflüsse zu einer Erhöhung des Eigenkapitals um 7,9 Mio. Euro auf 59,2 Mio. Euro. Entsprechend stieg die Eigenkapitalquote wieder von n,9 % auf 14,5%. Generell wird im Konzern ein intensives Working-Capital-Management betrieben, um den Finanzierungsbedarf so niedrig wie möglich zu halten. Konzernbilanz PASSIVA scroll
AG In der AG war eine Erhöhung der Bilanzsumme von 332,3 Mio. Euro im Vorjahr auf 356,3 Mio. Euro im Berichtsjahr zu verzeichnen. Auf der Aktivseite basiert dies hauptsächlich auf einer zyklisch bedingten Erhöhung der Sachanlagen, der Finanzanlagen, infolge von Ausleihungen an verbundene Unternehmen, sowie der Guthaben bei Kreditinstituten, gemindert durch niedrigere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wegen erhöhten Factorings sowie niedrigeren Übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen. Bei den Passiva ergab sich ein Anstieg der Verbindlichkeiten in Höhe von 10,9 Mio. Euro, hauptsächlich bedingt durch konzerninterne Darlehen, sowie des Eigenkapitals um 13,1 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote stieg folglich von 11,2% auf 14,1%, die Eigenkapitalrendite war dieses Jahr mit 26,1% wieder positiv. Cashflow Trotz höherem Operativen Ergebnis und niedrigerer Ertragsteuerzahlungen fiel der Cashflow im Vergleich zum Vorjahr um 7,6 Mio. Euro von 58,1 Mio. Euro auf 50,5 Mio. Euro. Hauptgrund hierfür sind die letztjährigen das Operative Ergebnis maßgeblich beeinflussenden cash-neutralen Wertminderungen langfristiger Vermögenswerte und Goodwills. Darauf basierend verringerte sich der Cashflow aus operativer Tätigkeit um 12,6 Mio. Euro von 61,9 Mio. Euro auf 49,3 Mio. Euro. Die durch Factoring reduzierten Forderungen konnten die höheren Vorräte und Verbindlichkeiten nur teilweise ausgleichen. Zyklisch bedingt war das Volumen des Cashflows aus Investitionstätigkeit mit 37,5 Mio. Euro höher als im Vorjahr mit 20,9 Mio. Euro. Die im Jahr 2015 ausgesetzte Dividendenzahlung (Vorjahr:12,4 Mio. Euro), leicht niedrigere Zinszahlungen sowie eine geänderte Finanzierungsstruktur führten zu einem Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 16,8 Mio. Euro (Vorjahr: 42,3 Mio. Euro). Insgesamt erhöhte sich somit der Zahlungsmittelbestand um 28,6 Mio. Euro. KAPITALFLUSSRECHNUNG DES KONZERNS scroll
Die Cashflow-Anteile der einzelnen Segmente entwickelten sich wie folgt: ![]() Der ROI für das Geschäftsjahr 2015 liegt bei 8,7% und damit über dem Vorjahreswert von 3,7%. Die Eigenkapitalrendite ist nach 11,4% im Vorjahr einhergehend mit dem Jahresergebnis des Konzerns mit 18,3 % wieder deutlich im positiven Bereich. Bei einer Gesamtsumme von 31,8 Mio. Euro lag der Schwerpunkt der Investitionen im Berichtsjahr auf zwei großen Wannenbauprojekten in Deutschland, eines wurde in Neuburg zu Beginn des zweiten Quartals abgeschlossen, eines in Essen im vierten Quartal begonnen. Auch die übrigen Investitionen trugen dazu bei, die Produktion effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten sowie den ständig steigenden Qualitätsanforderungen der Kunden zu entsprechen. In Osteuropa entsprach ein Großteil der Sachanlagen bereits den dortigen Anforderungen, entsprechend wurde hier nur punktuell nachgebessert. Im kommenden Jahr stehen die Fertigstellung des Investitionsvorhabens der Wanne in Essen sowie ein Wannenbau in der Ukraine im Mittelpunkt. Im Folgenden die Aufteilung der Investitionen in Sachanlagen für die vergangenen zwei Jahre in Mio. Euro: ![]() Bilanzstruktur in% der Bilanzsumme von 41.0,3 Mio. Euro (Vorjahr: 432,6 Mio. Euro): Bilanzstrukturanalyse Konzern ![]() ![]() Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Insgesamt ist die wirtschaftliche Lage im Oberland Konzern nach wie vor sehr differenziert zu sehen. Grundsätzlich ist das Marktumfeld in Deutschland weiterhin als relativ stabil einzustufen, wenngleich auch hier mittlerweile eine stärkere Volatilität erkennbar ist. Unsicher stellen sich die Rahmenbedingungen in Russland und der Ukraine dar. Im Vergleich zum Vorjahr scheint sich die Lage etwas stabilisiert zu haben, die Nachhaltigkeit dieses Trends bleibt jedoch abzuwarten. Saint-Gobain Oberland AG Geschäftsbericht 2015 In Deutschland ergibt sich nach wie vor die Zielsetzung einer weiteren Verbesserung des generell schon hohen Niveaus im Hinblick auf Qualität, Nachhaltigkeit, Lieferfähigkeit und Flexibilität. Weiterhin setzen wir alles daran, unsere Profitabilität auch langfristig sicherzustellen und wieder zu verbessern. In Osteuropa gilt es, den nun eingeschlagenen Weg fortzuführen, d.h. schon kurzfristig wieder eine volle Kapazitätsauslastung zu erreichen und gleichzeitig die aufgrund der relativ hohen Inflation stetig steigenden Faktorkosten über die Verkaufspreise weitergeben zu können. Intensivierte Vertriebsaktivitäten sowie eine zeitnah zu erwartende Marktbereinigung dürften die Realisierbarkeit dieser Ziele ermöglichen. Mittelfristig sollten damit sämtliche Standorte in Russland und der Ukraine wieder einen deutlich positiven Ergebnisbeitrag liefern. Segmentberichterstattung Länder Die folgende Tabelle stellt die Gewinn- und Verlustrechnung 2015 für die einzelnen Länder dar: GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG ZUM 31. DEZEMBER 2015 NACH LÄNDERNscroll
Die Werte für Deutschland umfassen die Zahlen der AG und der GPS Oberland GmbH. Somit ergibt sich für Deutschland eine Profitabilität (Operatives Ergebnis im Verhältnis zum Umsatz) von 6,2%, die durch die GPS negativ beeinflusst ist, jedoch trotzdem leicht über der Profitabilität des Konzerns von 5,6 % liegt. Insbesondere die Ukraine liefert dieses Jahr mit io,6 % ebenfalls einen positiven Beitrag zur Gesamtprofitabilität. Geschäftsbereiche Die Verteilung der Umsätze nach Produktsegmenten (Flaschen & Gläser sowie Produktionsanlagen): ![]() Flaschen & Gläser Das Segment stellt mit großem Anteil die Hauptaktivität von Oberland dar. Die Glasproduktion unterteilt sich in weitere Teilsegmente oder Sparten, die alle ihre spezifischen Märkte und Kunden haben. Die Umsätze in Tonnen haben sich im Jahr 2015 folgendermaßen entwickelt: Der Absatz von Bier- und Sektflaschen sowie der sonstigen Flaschen stieg 2015 im Vergleich zum Vorjahr leicht an. In den Bereichen Spirituosen, Wein und Wasser/ Softdrinks sowie bei den sonstigen Gläsern waren rückläufige Trends zu verzeichnen. Die Bereiche Konserven und Babynahrung verharrten in etwa auf Vorjahresniveau. Insgesamt ging der Umsatz in Tonnen im Vorjahresvergleich um 3,o % zurück. ![]() Produktionsanlagen Neben der Glasproduktion war das Unternehmen auch in deutlich kleinerem Umfang im technischen Geschäft tätig. Für das technische Geschäft von Oberland war die GPS Oberland GmbH zuständig. Sie entwickelte und fertigte Maschinen und Anlagen für die Hohlglasindustrie und bot die entsprechenden Serviceleistungen hierzu an. Im Rahmen eines Management-Buy-Outs wurden zum 31. Dezember 2015 sämtliche Vermögenswerte daraus auf eine konzernexterne Gesellschaft übertragen, ebenso gingen alle Mitarbeiter auf sie über. Auf das laufende, in den Oberland Konzern einzubeziehende Geschäft hatte dies im Berichtsjahr noch keine direkten Auswirkungen. ![]() Die Gesamtumsätze der GPS Oberland GmbH sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Während im letzten Geschäftsjahr ein Großteil der Umsätze innerhalb des Saint-Gobain Konzerns erzielt wurde, ergab sich 2015 wieder eine relative Verschiebung hin zu Umsätzen mit externen Kunden. NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATORENArbeitssicherheit Sicheres Verhalten bei der Arbeit, fortschrittlicher Umweltschutz und ein Höchstmaß an Gesundheitsschutz sind bei Saint-Gobain Oberland ein wichtiges Unternehmensziel und zentraler Bestandteil des EHS-Managementsystems, das die Elemente Environment (Umwelt), Health (Gesundheit) und Safety (Sicherheit) umfasst. Die Erhaltung der körperlichen Unversehrtheit sämtlicher beschäftigter Mitarbeiter hat uneingeschränkte Priorität. Deshalb lautet das Sicherheitsmotto „Null Arbeitsunfälle" und „Null berufsbedingte Krankheiten"! Als Fundament der Sicherheitspolitik sind Grundregeln definiert, die den Gesundheits-und Arbeitsschutz gewährleisten sollen. Der Schwerpunkt liegt in der Präventionsarbeit, unterstützt durch verschiedene Maßnahmen und Programme. Unter anderem sind Mitarbeiter dazu aufgefordert, unsichere Situationen zu melden. Deren Identifizierung, Klassifizierung und Behebung soll das Eintreten wirklicher Unfälle verringern. Sogenannte SMATs (Safety Management Talks) dienen dazu, Mitarbeiter für sicheres Verhalten zu sensibilisieren. Hierzu werden in einem Gespräch auf Augenhöhe zwischen Vorgesetztem und Mitarbeiter über gerade ausgeführte Tätigkeiten die guten Verhaltensweisen anerkannt und die Vermeidung von Risiken bei der Tätigkeit wird thematisiert. Des Weiteren treffen sich die Teams beim Schichtwechsel zu einem täglichen Sicherheitsmeeting, um Anweisungen weiterzuleiten, Sicherheitsthemen zu besprechen oder Fragen zu stellen. Diese Vorgehensweise wurde unter dem Begriff „Safety Minute" in der ganzen Verallia Gruppe eingeführt. Darüber hinaus beginnen viele Arbeitsbesprechungen, auch außerhalb des Produktionsbereichs, ebenfalls mit der Diskussion des momentanen Arbeitssicherheitsstatus. Hierdurch wird gewährleistet, dass der Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu jeder Zeit höchste Priorität eingeräumt wird. Die Entwicklung im Bereich der Arbeitssicherheit wird durch den Indikator TF2 abgebildet. Hierbei gibt die Kennzahl TF2 die Häufigkeit von Unfällen mit Arbeitszeitausfall und medizinischer Versorgung bezogen auf eine Million Arbeitsstunden an. Es werden sowohl alle Unfälle berücksichtigt, die zu einem Arbeitszeitausfall von mehr als 24 Stunden geführt haben, als auch solche, bei denen eine Behandlung erforderlich war, aber die Wiederkehr an den Arbeitsplatz innerhalb von 24 Stunden erfolgte. Die Unfallereignisse werden in systematischen Unfallanalysen behandelt, um die tiefliegenden Ursachen zu identifizieren und zu beheben. Alle Erste-Hilfe-Maßnahmen werden ebenso erfasst, dokumentiert und durch Abteilungsleiter und Sicherheitsfachkräfte analysiert. Hieraus werden Schwerpunkte und Maßnahmen abgeleitet. 2015 ist für die Standorte der Saint-Gobain Oberland AG in Deutschland für TF2 ein Wert von 2,1 zu verzeichnen, dies entspricht fünf Unfällen und liegt damit leicht unter dem in 2014 prognostizierten Wert von 2,2. In den osteuropäischen Gesellschaften sind die Unfallzahlen insgesamt auf einem noch niedrigeren Niveau. Der TF2 für Russland liegt mit 1,55 ebenfalls unterhalb der in 2014 gemachten Prognose von 2,2. In der Ukraine waren 2015 erfreulicherweise sogar gar keine Unfälle zu verzeichnen, weshalb der TF2 mit o,o ebenfalls unter der Prognose von 1,2 liegt. Nachfolgende Darstellung zeigt die Entwicklung des Indikators in Deutschland, Russland und der Ukraine im Zeitverlauf. ENTWICKLUNG TF2 ![]() Forschung und Entwicklung Um unserem Anspruch bei Oberland, nachhaltig bevorzugter Partner für unsere Kunden zu sein, gerecht zu werden, treibt die Forschung und Entwicklung (F&E) sowohl kontinuierliche Verbesserungsprozesse als auch innovative Projekte voran. Kundenorientierte Prozesse, spezielle Produktinnovationen und vor allem die qualitätsrelevante Prozessoptimierung stehen dabei nach wie vor im Mittelpunkt. Als weitere integrative Bestandteile aller F&E-Projekte sind Verbesserungen bei der Arbeitssicherheit, der Ergonomie sowie beim Umweltschutz und die Erhöhung der Produktivität ebenso selbstverständlich wie die Kostenminimierung im Sinne von TCO (Total Cost of Ownership). Derartige Projekte werden unternehmensintern durch das F&E-Team des Technischen Zentrums in Kooperation mit den werksübergreifenden Kompetenzteams vorangetrieben oder in engem Kontakt mit Lieferanten, Kunden, Forschungseinrichtungen von Verallia sowie Hochschulen und entsprechenden externen Institutionen konzipiert. Auf der Marktseite konnten die Innovationen wieder auf einem hohen Niveau gehalten werden. Schwerpunkte sind verstärkt Produktentwicklungen in neuen Farben und markenindividualisierten Formen und Konzepten. Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung der Anzahl von neuen Produkten im Oberland Konzern: Innovationen (neue Produkte) ![]() Dabei steht stets die strikte Ausrichtung auf die individuellen Ansprüche der aktuellen wie potenziellen Verallia Kunden im Mittelpunkt, weshalb ständige Innovationen in den Bereichen Formgebung und Artikeldesign zum Tagesgeschäft gehören. Um diesen Prozess zu optimieren, stehen Innovationscenter verschiedener Standorte von Verallia auch international permanent miteinander im Austausch. Im vergangenen Jahr konnte eine neue Glasfarbe entwickelt und zum Patent angemeldet werden. Ebenso wurde eine gänzlich neue Inspektionsmaschine entwickelt. Beide Projekte zielen auf den Gewinn neuer Marktsegmente ab. Außerdem wurde eine neue Systematik entwickelt und implementiert, komplexe Formgebungsprozesse und Musterungen durchzuführen, ohne die üblichen Prozesse zu stören. Schließlich wurde durch die Einführung einer Software zur Prozessvisualisierung ein Meilenstein in Richtung erhöhter Qualität gesetzt. Das betriebliche Vorschlagswesen, das in den deutschen Werken ,i-poor von Ideen-Pool genannt wird, hat der Saint-Gobain Oberland AG auch 2015 wieder eine Vielzahl an positiven Beiträgen eingebracht. Jedoch lag sowohl die Anzahl der eingereichten Vorschläge mit 449 (Vorjahr: 54o) als auch die davon umgesetzten Verbesserungen mit 292 (Vorjahr: 388) insgesamt deutlich unter der des Vorjahres. Dennoch konnten nachweisbar insgesamt Einsparungen in Höhe von rund TEUR 937 (Vorjahr: TEUR 717) erzielt werden. Die Idee mit dem höchsten Nutzen konnte eine Einsparung in Höhe von ca. TEUR 166 erzielen. Abhängig vom Nutzen der Vorschläge erhalten die Ideen-Einreicher eine entsprechende finanzielle Prämie, so dass im Berichtsjahr gleichzeitig eine Summe von TEUR 199 (Vorjahr: TEUR 184) an sie ausgeschüttet werden konnte. Die Verbesserungen tragen u. a. zu Effizienz- und Qualitätssteigerungen sowie zur Erhöhung der Arbeitssicherheit bei oder dienen als Basis für technische Innovationen. ANZAHL EINGEREICHTER I-POOL-VORSCHLÄGE ![]() In den Werken in Russland und in der Ukraine ist ebenfalls ein Vorschlagswesen implementiert, über welches die Mitarbeiter ihre Ideen zur Verbesserung der betrieblichen Abläufe einbringen können. Allerdings agieren die Werke dort in einem anderen kulturellen Umfeld und unter anderen Rahmenbedingungen. Die Tools werden daher an die lokalen Bedingungen angepasst. Auch hier lässt sich jedoch feststellen, dass sich das Vorschlagswesen kontinuierlich positiv weiterentwickelt. Die technische Optimierung in den russischen Werken wird durch Qualitätsverbesserungen in den Bereichen Formendesign und Produktion erreicht. Die Umsetzung einer neuen Supply-Chain-Organisation schafft bei ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod zudem verbesserte Prozessabläufe. JSC "Kavminsteklo" erhöhte im Berichtsjahr weiterhin seine Differenzierung durch Innovationen, wie dem Ausbau der Leichtglastechno-logie (NNPB), und steigerte die Flexibilität durch eine Ausweitung der Farben- und Produktvielfalt. In der Ukraine wurden die Möglichkeiten in Bezug auf Innovationen 2015 weiterentwickelt. Die interne Innovationsabteilung entwickelte herausfordernde und innovative Produkte für den Premiumbereich. Ende 2015 hat das Unternehmen erfolgreich das Projekt Verallia Industrial Model (VIM) gestartet, um seine Wettbewerbsvorteile, insbesondere im Bereich der Kosten und Qualität, auszubauen. Energie Speziell im Bereich Energie baut Oberland starke eigene Kompetenzen auf und hat sich auf die neue Situation nach dem Verkauf von Verallia vorbereitet. Im Geschäftsjahr 2015 betreute die Generaldelegation Mitteleuropa des Saint-Gobain Konzerns den Energieeinkauf zu wettbewerbsfähigen Konditionen in Deutschland, die Delegation Russland den Einkauf in der Ukraine und in Russland. Beim Emissionshandel profitierte Oberland ebenfalls von den zentralen Konzernkompetenzen. Zur Absicherung der volatilen Preisentwicklungen an den Energiemärkten wurden die benötigten Energieressourcen in mittel- und langfristigen Verträgen eingekauft. Neben Rohstoffen ist Energie (speziell Erdgas und Strom) ein wesentlicher Kostenfaktor bei der Glasherstellung und unterliegt ständigen Bemühungen um eine Optimierung des Energieeinsatzes und eine Reduzierung des Verbrauchs. Der Gesamtenergieverbrauch der vier deutschen Werke bezogen auf die Hauptenergieträger beläuft sich in 2015 auf 1.59 6.618 MWh (Vorjahr: 1.691.141 MWh). Seit 2011 ist die Ölpreisentwicklung sehr instabil nach der hochpreisigen Zeit bis Mitte 2014 ist der Ölpreis im zweiten Halbjahr 2014 unerwartet stark gefallen und war ungewöhnlich niedrig. Im ersten Halbjahr 2015 erholte sich der Ölpreis wieder kaum zu prognostizieren war jedoch, dass die Preise Mitte des Jahres erneut stark fielen. Der stark abnehmende Preistrend führt bis heute zu einem sehr niedrigen, aber auch sehr volatilen Preisniveau. Üblicherweise wird in den vier Werken inzwischen aus ökologischen und ökonomischen Gründen Erdgas bevorzugt verwendet. Es besteht jedoch die Möglichkeit, teilweise auf Schweröl zurückzugehen. So wurde für eine kurze Überbrückungszeit eines der Werke kurzfristig wieder mit Anteilen Schweröl befeuert. Darüber hinaus hat sich insbesondere der erhöhte Einsatz der elektrischen Zusatzheizung bewährt und erhöht zusätzlich die Flexibilität der Werke im Bereich Energie. Hierdurch konnten wir weitere Kostenvorteile bezogen auf den Energiemix des Vorjahres erzielen und auch unseren SOx- und CO2-Ausstoß verringern. Insbesondere bezüglich der CO2-Emissionen ist immer noch der vollständige Ersatz von Schwerem Heizöl durch Erdgasbefeuerung von großem Vorteil. Aufgrund langfristiger Lieferverträge wirken sich kurzfristige Veränderungen des Marktpreises kaum auf unsere Kosten aus. PREISVERLAUF DES BARRELS ÖL 2011-2015 USD/BBL ![]() Die Gaspreisentwicklung war dem Ölpreis nachgelagert, jedoch ist auch hier ein fallender Preistrend zu verzeichnen. Erdgas etablierte sich in den vergangenen zwei Jahren zu einem eigenständigen Handelsprodukt, so dass die früher übliche Indexierung an Öl (sogenannte Ölpreisbindung) im Erdgasbereich in den meisten Fällen bereits aufgehoben ist – NBP, TTF und NCG lauten die Abkürzungen für die wichtigsten europäischen Märkte. Der National Balancing Point (NBP) ist die Schnittstelle zwischen dem europäischen Festland und Großbritannien. Obwohl etwas abgeschwächt, gilt er immer noch als der führende Erdgasleitmarkt in Europa. Preisentwicklungen am NBP strahlen in die nachgelagerten Märkte TTF und NCG aus. Der virtuelle Handelsplatz Title Transfer Facility (TTF) in den Niederlanden stellt den kontinentaleuropäischen Leitmarkt dar. Für Deutschland hat sich der virtuelle Handelspunkt von Netconnect Germany (NCG) zum wichtigsten Gashandelspunkt entwickelt. Die Bewegungen auf diesen drei Handelsmärkten bestimmen europaweit den Gasmarktpreis. Verschiedene technische Neuerungen und der zunehmende Einsatz neuer Förderverfahren haben den Erdgaspreis in den letzten Jahren auf ein attraktives Niveau verglichen mit Öl gebracht und die ölpreisgebundenen Einpreisungen teilweise gelöst. Zwar startete das Jahr 2015 mit einem deutlichen Preisanstieg und einem ungewöhnlich lange vergleichsweise hoch bleibenden Erdgaspreis. Aber auch hier war auf Dauer das weltweite Überangebot bei den fossilen Energieträgern in einem Preisverfall spürbar. Im November 2015 konnte sogar ein signifikanter Einbruch des Erdgaspreises verzeichnet werden und der Gasmarkt an den europäischen Großhandelsmärkten stürzte in einem unerwartet starken Maße ab. Als teilweises Substitut gerät Erdgas unter dem eingebrochenen Erdölpreis unter Druck, schwächelnde Konjunkturdaten und fehlende Festverträge für Lieferungen in den Folgejahren wirken ebenfalls preisdrückend. Der Gaspreis für die Industrie befindet sich trotz der Wintermonate weiter im Sinkflug und setzt damit seinen Abwärtstrend fort, der darüber hinaus vom milden Wetter unterstützt wird. Vor den derzeitigen weltpolitischen und auch europäischen gesetzlichen Entwicklungen lässt sich eine zukünftige Preisentwicklung im Generellen jedoch schwer abschätzen. Aufgrund der hohen Volatilität auch in anderen Energie- und Rohstoffmärkten überwacht Saint-Gobain Oberland die Entwicklung kontinuierlich und sorgfältig. Direkte Auswirkungen für das Unternehmen ergeben sich in der Regel erst zeitversetzt. TTF-PREISVERLAUF DER MWH ERDGAS 2014-2015 EUR/MWH ![]() Wesentlich komplexer gestaltete sich der Strommarkt, der neben den zeitweise volatilen Börsenentwicklungen von unruhigen und schwer abschätzbaren politischen Themen und der damit unklaren Gesetzeslage belastet war. Weitere EEG-Rückzahlungsbescheide und unklare Festlegungen im Bereich der Netzentgelte erschwerten die Abschätzung der Preissituation. Mehr und mehr zeigt sich außerdem ein erstarkender Einfluss der EU-Kommission. Darüber hinaus kann ein deutlich ansteigender Trend im Bereich der Netzentgelte wahrgenommen werden. Dieser belastet den Strompreis insgesamt. In Russland stieg die Förderung von Erdöl in 2015 deutlich an, was zu einem Verfall der Preise an den Weltmärkten führte. Die Abhängigkeit des Landes von Rohstoffexporten und der niedrige Ölpreis haben negative Auswirkungen auf die russische Wirtschaft. In der Ukraine hielt der Gasstreit mit Russland 2015 an. Als Folge von ausstehenden Zahlungen stoppte Russland erneut die Gaslieferungen an die Ukraine. Die Preise für Gas und Strom bewegten sich im Vergleich zum Vorjahr auf einem höheren Level. NACHTRAGSBERICHTBesondere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Im Zeitraum zwischen dem Bilanzstichtag 2015 und der Erstellung des Lageberichts sind keine Ereignisse eingetreten, über die an dieser Stelle zu berichten wäre. CHANCENBERICHTChancenmanagement Sowohl durch interne als auch externe Faktoren können sich für das Unternehmen Chancenpotenziale ergeben. Diese werden bei Oberland regelmäßig identifiziert und bewertet. Ziel ist es, Chancen und Potenziale frühzeitig zu erkennen und für ein profitables Wachstum des Konzerns optimal zu nutzen. Sie sollen uns dabei unterstützen, unsere Unternehmensziele zu erreichen und langfristig erfolgreich zu sein. Im Rahmen des Chancenmanagements erfolgt durch den Vorstand und das Controlling ein systematischer Umgang mit den Chancen des Konzerns, wobei ein wesentlicher Bestandteil die Unternehmensplanung darstellt. Die regelmäßige Erfassung und Dokumentation der Chancen soll deren Realisierung unterstützen. Die Chancen für den Konzern werden in unterschiedliche Bereiche gegliedert. Ergeben sich für einzelne Segmente unterschiedliche oder ergänzende Chancen, werden diese explizit genannt. Einzelchancen Markt- und absatzspezifische Chancen Trotz der schwierigen Entwicklung für die Glasverpackungsbranche in Deutschland sehen wir Chancen für eine Verbesserung unseres Absatzes und Umsatzes. Sowohl der Trend zu individuellen und aufwendigen Verpackungen als auch das Verbraucherbewusstsein für Gesundheit und die Erwartung einer inerten Ummantelung der Nahrungs- und Genussmittel werden hierbei förderlich sein und Saint-Gobain Oberland gute Chancen bieten. Dabei steht der Kunde weiterhin im Mittelpunkt unserer Aktivitäten. Durch hervorragende Qualität, Kundenservice und Innovationen wollen wir nachhaltig der bevorzugte Verpackungspartner für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie sein. Ein kontinuierlicher Ausbau unserer guten Kundenbeziehungen kann sich dabei positiv auf die Absatzentwicklung auswirken. Chancen können in diesem Zusammenhang durch eine Erhöhung der Flexibilität und eine weitere Differenzierung entstehen, wodurch es möglich wird, zusätzliche Potenziale auszuschöpfen. Zum 31. Dezember 2015 wurden Vermögenswerte der GPS Oberland GmbH in einem Management-Buy-Out (MBO) ausgegliedert. Wir gehen davon aus, dass die neue, mittelständisch geprägte Eigentümerstruktur die Verlässlichkeit und den Service als Zulieferer für die Saint-Gobain Oberland AG und ihren IS-Maschinenpark weiter verbessert. Das Spektrum an IS-Maschinen-Typen, innovativen Komponenten sowie der Services für eine qualitativ hochwertige Produktion bei Kunden wurde weiter ausgebaut. Die größten Chancen für die russischen Werke liegen in der Kooperation mit internationalen Unternehmen sowie in der kontinuierlichen Qualitätsarbeit und der Leistungssteigerung. Eine Differenzierung gegenüber lokalen Anbietern sowie eine Ausrichtung auf internationale Kunden kann die Entwicklung weiter positiv beeinflussen. Auf dem russischen Glasverpackungsmarkt bestehen derzeit hohe Überkapazitäten. Wir gehen jedoch davon aus, dass kurz- bis mittelfristig eine zunehmende Marktbereinigung stattfindet, wovon ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod und JSC ”Kavminsteklo“ profitieren sollten. Auch Private JSC ‚CONSUMERS-SKLO-ZORYA‘ hat gute Chancen, ein abwechslungsreiches Portfolio für nationale und internationale Kunden zu entwickeln, indem es sich fortlaufend um Innovationen bemüht, damit die steigenden Kundenanforderungen befriedigt werden. Die nach wie vor relativ schwache Griwna ermöglicht dem Unternehmen eine starke Exportorientierung. Industrielle und technische Chancen Im Bereich der Glasherstellung und -fertigung werden Chancen insbesondere darin gesehen, weiter die Kosten zu senken und dennoch gleichzeitig die Produktqualität zu verbessern. Darüber hinaus sehen wir ein deutliches Potenzial, durch weitere Flexibilitätserhöhung den Marktanforderungen noch besser gerecht zu werden. Einen wesentlichen Beitrag leistet dazu unser Produktionssystem (Enterprise Excellence = E2) sowie das damit verbundene Projekt VIM (Verallia Industrial Model). Durch Benchmarking und Erfahrungsaustausch zwischen den Verallia Werken weltweit können neue Lösungen identifiziert sowie weitere Verbesserungspotenziale sichtbar gemacht werden. Konkrete Potenziale werden in einer höheren Flexibilität, zum Beispiel durch eine bessere Auslastung der Wannen und Linien, in einer Effizienzsteigerung sowie in weiteren Prozessoptimierungen gesehen. Einen sehr entscheidenden Kostenfaktor stellt der Energiebereich dar. Nicht nur der Energieverbrauch, auch die Verbrauchsstrukturen und indirekten Kostenfaktoren (zum Beispiel regulativer Bereich: Versorgungsbereitstellung, Netzkosten) stellen nicht nur Risiken, sondern auch Chancen für unser Unternehmen dar. Wenn hier noch weitere Einsparungen realisiert werden können, ergeben sich daraus positive Effekte für das Unternehmen. Die Zertifizierung nach DIN EN ISO 50001 in allen deutschen Werken bestätigt, dass ein professionelles Energiemanagement implementiert ist, in dessen Fokus auch die ständige Suche und Hebung weiterer Verbesserungspotenziale liegt. Zu nennen ist zum Beispiel die konsequente Weiterverfolgung der Abwärmeverwertung. Im Bereich des Qualitätsmanagements nimmt die Rohstoffqualität, vor allem die Qualität des Recyclingglases, einen wichtigen Stellenwert ein. In Bezug auf die Aufbereitung von Recyclingglas können durch verbesserte Technologien ein erhöhter Einsatz und eine höhere Energieeinsparung erreicht werden. Aber auch bei allen anderen Rohstoffen können Qualitätsverbesserungen deutliche Beiträge für die Steigerung des Unternehmensergebnisses leisten. In den Werken in Russland und der Ukraine ergeben sich insbesondere durch den Erfahrungsaustausch und die Zusammenarbeit innerhalb Verallias (innerhalb des Oberland Konzerns und innerhalb der gesamten Verallia Gruppe) Chancen im Hinblick auf die Erweiterung der Fähigkeiten und des Portfolios. Dies betrifft neue Produktionsverfahren, Farben und Sorten, aber auch Anlagenoptimierungen und die Zusammenarbeit bei Großprojekten. Die Ukraine ist am stärksten von hohen Energiekosten betroffen und hat dadurch die größten Einsparpotenziale, die durch die Orientierung an Benchmarks realisiert werden können. Personelle Chancen Chancen in Bezug auf die Mitarbeiter sehen wir in unterschiedlichen Bereichen. Ein sehr wichtiges Thema für die Saint-Gobain Oberland AG ist die Arbeitssicherheit. So wurden im Laufe der letzten Jahre Präventionsmaßnahmen konsequent umgesetzt, was zu deutlich geringeren Unfallzahlen geführt hat. Weiteres Potenzial für die Erhaltung der Gesundheit liegt in der Arbeitsplatzgestaltung. Arbeitsplätze werden sowohl im Produktionsbereich wie auch bei den Büroarbeitsplätzen stets unter ergonomischen Aspekten an die Bedürfnisse der Mitarbeiter angepasst. Eine entsprechende Gestaltung hilft bereits jetzt sowie auch künftig, Berufskrankheiten oder körperliche Beeinträchtigungen zu vermeiden. Viele Initiativen greifen hier ineinander, um die körperliche Unversehrtheit unserer Mitarbeiter zu erhalten und fördern. Ein weiteres wichtiges Feld zur Sicherung der Zukunft sind Innovationen. Hier sind es ebenfalls motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die als treibende Kraft – in unserem Fall mittels eines Innovationsprojekts sowie durch das interne Vorschlagswesen und die Systematisierung des Problemlöseprozesses – einen enormen Beitrag leisten. Unser breit angelegtes Produktionssystem birgt vor allem durch einen Weiterbildungsansatz Chancen, Mitarbeiter noch besser zu qualifizieren und die Prozesse noch effizienter zu gestalten. Die Qualifikation des Personals durch interne und externe Weiterbildungsmaßnahmen – beginnend bei den Auszubildenden bis hin zu langjährigen Fachkräften – ist ein weiterer zentraler Dreh- und Angelpunkt, um unsere (mittelfristigen) Perspektiven zu verbessern. 2015 wurde das zunächst in Bad Wurzach gestartete Prozessoptimierungsprojekt „VIM“ auf weitere Standorte ausgedehnt. Es zielt darauf ab, das Produktionssystem in kurzer Zeit auf ein höheres Level zu befördern, wobei Methoden wie 5S (Sortieren, Systematisieren, Säubern, Standardisieren und Selbstdisziplin) und KVP (Kontinuierlicher Verbesserungsprozess) verwendet werden. Neben Personalmarketingaktivitäten, um neue Fachkräfte zu finden, gewinnen innovative Mitarbeiterbindungsmaßnahmen an Bedeutung. Die Saint-Gobain Oberland AG setzt hierbei neben monetären Maßnahmen wie einer jährlichen Mitarbeiterbeteiligung auf ein breites Angebotsspektrum wie die Zertifizierung im Rahmen des Audits ‚berufundfamilie‘ oder die Nutzungsmöglichkeit einer kostenlosen Beratungs-Hotline, des Employee Assistance Program (EAP). Chancen durch nachhaltiges Handeln Chancen ergeben sich auch durch das zunehmend in den Fokus rückende Thema Nachhaltigkeit (vgl. auch Kapitel Nachhaltigkeit im Geschäftsbericht). Diese Thematik wird auf allen Ebenen der Politik, vom Handel, bei unseren Kunden und wesentlich von Verbrauchern sowie Umwelt- und Verbrauchervereinigungen diskutiert. Hier kann sich Glas besonders als Werkstoff mit seiner Recyclingfähigkeit in sich permanent optimierenden und energiesparenden geschlossenen Kreisläufen und mit seinen zahlreich vorhandenen natürlichen und regionalen Rohstoffen hervorheben. Zwischenzeitlich wird neben dem Anschluss und der Lieferung von Abwärme unseres Werkes Neuburg an das Nahwärmenetz zur Reduzierung der erforderlichen Energiemenge, u. a. bei regionalen Industriebetrieben, auch der Einsatz von unaufbereitetem Biogas positiv getestet. So konnten in einem europaweit einzigartigen Versuch bis zu 50 % des Biogases direkt zur Befeuerung einer Wanne eingesetzt werden. Auch wenn derzeit ein wirtschaftlicher Einsatz des Biogases einer Dauerverwendung entgegensteht, so bestehen in Abhängigkeit der makroökonomischen und politischen Rahmenbedingungen Chancen, dieses Biogas künftig einzusetzen. Außerdem zeichnet sich die Herstellung von Glasverpackungen durch ihre arbeitsplatzsichernde und soziale Komponente aus. Aber nicht nur durch die Herstellung von Glas, sondern auch durch innovatives Design und konzeptionelle ökonomische Auswahl von anderen entlang der gesamten Wertschöpfungskette eingesetzten Materialien, wie beispielsweise Verschlüssen, Etiketten und Umverpackungen, die bis zum Verbraucher benötigt werden, lassen sich nachhaltige Verbesserungen erzielen. Diese nachhaltigen Verpackungskonzepte werden durch gezielte Kundenberatung und Engineering von einem speziell geschulten Team entwickelt, um den gestiegenen Bedarf an nachhaltigen Produkten zu erfüllen und somit Chancen für neue Glasanwendungen zu generieren. RISIKOBERICHTDas unternehmerische Handeln im nationalen und internationalen Umfeld setzt Oberland einer Vielzahl von Risiken aus. Der Erfolg des Unternehmens wird wesentlich durch das frühzeitige Erkennen dieser Risiken sowie einen bewussten Umgang mit ihnen beeinflusst. Durch das implementierte Risikomanagementsystem (RMS) wird ein vorausschauendes Handeln sichergestellt. Die Identifizierung und transparente Darstellung der Risiken sowie die getroffenen Steuerungsmaßnahmen sind die Basis für die langfristige Sicherung von Oberland und seiner erfolgreichen Weiterentwicklung in der Zukunft. Die Risikopolitik ist an die Geschäftsstrategie angepasst. In ihrem Rahmen werden kontinuierlich Vorkehrungen getroffen, um Risiken möglichst zu vermeiden oder zu minimieren. Die Risikostruktur setzt sich aus branchenspezifischen Risiken, die die Mitbewerber im Behälterglasgeschäft gleichermaßen betreffen, und aus individuellen Risiken von Oberland zusammen. Der Risikobericht betrifft sowohl die Saint-Gobain Oberland AG als auch die Tochterunternehmen und ist somit für den Konzern gültig. Beschreibung der wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems Unter Risikomanagement versteht Oberland nachvollziehbare und systematische Vorgehensweisen zur Identifizierung, Bewertung, Überwachung und Steuerung von potenziellen Risiken sowie die Auswahl und Umsetzung von Maßnahmen zur Risikohandhabung und -verringerung. Oberland hat ein umfassendes RMS implementiert, um Risiken frühzeitig erkennen und in Abwägung mit den entsprechenden Chancen beurteilen, minimieren und steuern zu können. Das RMS von Oberland ist in die allgemeine Unternehmenssteuerung integriert, wird kontinuierlich weiterentwickelt und setzt sich im Wesentlichen aus folgenden Elementen zusammen:
Diese Bestandteile des RMS dienen der Steuerung und Überwachung der Geschäftsprozesse. Darüber hinaus nutzt die Konzernleitung ihre umfassende Kenntnis der Märkte. Diese beruht auf langjährigen Kontakten zu Kunden, Lieferanten und Verbänden. Das E2-Managementsystem bildet als Produktionssystem den Rahmen für die Handlungsabläufe im gesamten Unternehmen. Alle Prozesse wurden hinsichtlich ihrer Teilhabe an den sieben Elementen des E2 (Team, Verfügbarkeit und Effizienz, Flexibilität, Sicherheit, Qualität, Umwelt sowie Innovation) durchleuchtet und in einem Managementhandbuch zusammengeführt. Kontinuierliche Verbesserungen der Abläufe und Anpassungen an Veränderungen des Marktes sowie der Kundenanforderungen, der gesetzlichen Vorgaben und sicheren Arbeitsabläufe sind die Grundelemente eines zielorientierten Managementsystems. Im Rahmen des projektorientierten Ansatzes VIM erfährt das Produktionssystem einen neuen Impuls, weitere Entwicklungspotenziale aufzuzeigen sowie deren strukturierte Umsetzung zu begleiten. Das IKS von Oberland war bis 29. Oktober 2015 in das konzernweite Saint-Gobain IKS eingebettet, das auf den Referenzrahmen für Prinzipien der internen Kontrollen der französischen Finanzmarktaufsicht Bezug nimmt und darauf abzielt, die wesentlichen Risiken zu beherrschen. Auch nach dem Übergang zu Apollo wird dies in der Verallia Gruppe im gleichen Rahmen fortgeführt. Im ‚Referenzhandbuch Interne Kontrolle‘ sind die grundsätzlichen Ziele je Prozess und die zugehörigen organisatorischen Anforderungen dargestellt. Daraus abgeleitet werden je Prozess mögliche Prozessrisiken aufgezeigt und deren etwaige Ursachen beschrieben. Ergänzend werden mögliche Kontrollen zur Risikoabdeckung dargestellt. Prozessorganisation, -risiken und -kontrollen müssen anschließend durch die jeweiligen Einheiten evaluiert und an die lokalen Gegebenheiten angepasst werden. Es handelt sich hierbei um einen fortgesetzten und dauerhaften Prozess mit mehreren Schritten, der die Ausübung der internen Kontrollen kontinuierlich verbessert. Auf Ebene von Oberland wurden die individuellen Risiken identifiziert, dokumentiert und priorisiert. Dazu wurde eine Übersicht über mögliche Risikokategorien erstellt. Für jede Risikokategorie wurden Verantwortliche benannt und die verfügbaren Unterlagen zur Risikoidentifizierung, -bewertung und -kommunikation zusammengestellt. Darauf aufbauend werden je Risikokategorie konkrete Risiken identifiziert und hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihres Schadensausmaßes qualitativ bewertet. Maßnahmen der kurzfristigen und langfristigen Risikosteuerung, die Verantwortlichkeiten, ein ggf. möglicher finanzieller Einfluss sowie der Bedarf einer Investition sind je Risiko angegeben. Initiiert durch Saint-Gobain wurden umfassende Self-Assessments konzernweit durchgeführt, bei denen sich die einzelnen Einheiten anhand von umfangreichen Fragebögen selbst bewerten. Die Aussagen im Rahmen der Self-Assessments werden teilweise durch prozessunabhängige Personen in Audits validiert. Durch interne und externe Audits werden einzelne Bestandteile des Risikomanagementsystems regelmäßig überprüft. In diesen Audits wurde bestätigt, dass ein funktionsfähiges und wirksames Risikomanagementsystem konzernweit implementiert ist und dass Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Einhaltung aller maßgeblichen rechtlichen Vorschriften getroffen wurden. Unser Anspruch ist es, den durch die Audits bestätigten hohen Standard zu halten, neue Entwicklungen zu antizipieren und noch besser zu werden. ![]() Auf der Basis des oben dargestellten umfassenden und in die allgemeinen Unternehmensabläufe integrierten Risikomanagementsystems identifiziert und bewertet Oberland die verschiedenen strategischen und operativen Risiken. Ziel ist die Sicherstellung einer nachhaltig positiven Unternehmensentwicklung. Das Risikomanagementsystem dient insbesondere dazu, mögliche Gefahren für die Erreichung der Unternehmensziele bereits im Vorfeld zu minimieren. Hierbei werden alle im jeweiligen Geschäftsfeld liegenden Chancen sachgerecht gegen Gefahrenpotenziale abgewogen, anhand der Analyse bewertet und entsprechende Maßnahmen identifiziert und umgesetzt. Wesentliche Datengrundlage des Oberland Risikomanagements ist das monatliche Berichtswesen, das detailliert sämtliche Umsatzpositionen, Aufwandsarten sowie Vermögens- und Finanzierungskomponenten quantitativ und qualitativ darstellt. Die einzelnen Positionen werden mit der Planung abgeglichen und einem Soll-Ist-Vergleich unterzogen. Etwaige Abweichungen werden analysiert und kommentiert. Dadurch wird eine regelmäßige und frühzeitige Information über maßgebliche Risiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens, insbesondere den Umsatz und das operative Ergebnis, wesentlich beeinflussen, gewährleistet. Die Risikoüberwachung und -steuerung wird im Oberland Konzern grundsätzlich auf Vorstandsebene ausgeübt. Im Einzelnen werden für alle relevanten Risiken Verantwortliche festgelegt. Dabei hängt die hierarchische Ebene der Verantwortlichkeit von der Bedeutung des jeweiligen Risikos ab. Die Einhaltung von Gesetzen, die Achtung der eigenen Werte sowie die korrekte Anwendung interner Regeln und Richtlinien haben für Oberland zentrale Bedeutung. Das global aufgebaute Compliance-Programm der Saint-Gobain Gruppe vernetzt die Bausteine nachhaltige Entwicklung, Programm für Wettbewerbsrecht, interne Audits und interne Kontrollen sowie ein E-Mail-basiertes Verfahren zur Meldung von Regelverstößen (Whistleblowing). Das Compliance-Programm ist ein wesentlicher Bestandteil des implementierten Risikomanagementsystems. ![]() Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem bezogen auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess In das unternehmensweite RMS ist auch ein internes Kontroll- und Risikomanagement-system im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess eingebettet, das die Ordnungsmäßigkeit der Buchführung und der Finanzberichterstattung sicherstellen soll. Die Identifizierung und Bewertung der Risiken sowie die Definition von Maßnahmen erfolgen ebenfalls über die beschriebenen Strukturen und Prozesse des konzernweiten RMS. In Bezug auf den Rechnungslegungsprozess sind ergänzend einige spezielle Maßnahmen hervorzuheben. Insbesondere durch interne Richtlinien sowie konzernweite Vorgaben und Anweisungen wird die Einhaltung von Gesetzen sichergestellt. Außerdem wird durch den Einsatz von qualifizierten Mitarbeitern und die bedarfsbezogene Konsultation von Spezialisten möglichen rechnungslegungsbezogenen Risiken begegnet. Neben präventiven Maßnahmen, wie dem Vorhandensein einer ausreichenden Funktionstrennung und einem durchgängigen Vier-Augen-Prinzip, sorgen nachträgliche Kontrollen für die Ordnungsmäßigkeit der Abläufe. Das IT-System wirkt in diesem Zusammenhang unterstützend, wobei zum Beispiel die Zugriffsrechte nur aufgabenbezogen vergeben werden, über einen Genehmigungsprozess geregelt sind und darüber hinaus bei Aufgabenwechsel entzogen sowie in definierten Abständen überprüft werden. Ergänzend zu den prozessintegrierten Maßnahmen werden regelmäßige Kontrollen durch interne und externe Prüfer durchgeführt. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem trägt folglich wesentlich zur Sicherstellung der Regelungskonformität des Rechnungs-legungsprozesses durch seine vorgegebene Prozessorganisation und -kontrollen bei. Einzelrisiken Durch die transparente Aufbereitung der Einzelrisiken kann die Risikosituation angemessen gesteuert werden. Die Risiken sind in Kategorien gegliedert und betreffen, sofern nicht anders angegeben, alle Segmente des Konzerns. Ihre Darstellung erfolgt als Bruttobetrachtung, d.h., es werden die Risiken vor dem Ergreifen von Risikobegrenzungsmaßnahmen sowie die entsprechenden Maßnahmen separat dargestellt und beurteilt. Die Einschätzung der Risiken erfolgt zum Bilanzstichtag und ist grundsätzlich auf ein Jahr ausgelegt. Bei der Verwendung eines abweichenden Zeitraums wird explizit darauf hingewiesen. Markt- und Absatzrisiken Das Produktportfolio ist mit den Getränkebereichen Bier, Wein/Sekt, alkoholfreie Getränke und Spirituosen sowie dem Lebensmittelsegment breit aufgestellt. Dadurch bestehen keine strukturellen Abhängigkeiten von einzelnen Markt- und Absatzbereichen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein oder sogar mehrere Segmente zeitgleich spürbare Absatz- und/oder Umsatzrückgänge verzeichnen, erscheint eher gering. Als hauptsächliches Markt- und Absatzrisiko gelten anhaltende Substitutionseffekte in einigen Bereichen der Getränke- und Lebensmittelindustrie. Die Substitutionsrisiken für Glasverpackungen durch eine verstärkte Marktdurchdringung der Getränkedose hängen im Wesentlichen von deren Akzeptanz durch Handel und Verbraucher sowie dem politischen Umfeld ab. Die weitere Entwicklung der Getränkedose im Markt (insbesondere Export) bleibt daher unverändert zu beobachten. Im Bereich Lebensmittel gilt es, eine grundsätzlich mögliche Zunahme von PET-Verpackungen sowie von Schlauch-und Standbodenbeutelverpackungen rechtzeitig zu erkennen. Schwankende Rohstoff- und vor allem Energiepreise könnten weiterhin zu Kostenveränderungen führen. Da das Durchreichen dieser Effekte entscheidend von den jeweiligen Marktbedingungen abhängt, könnte es sich als schwierig gestalten, diese Veränderungen mit Kunden ergebnisorientiert zu verhandeln. Das Risikopotenzial der einzelnen Portfoliobestandteile wird in Summe als überschaubar betrachtet. Im Biersegment muss wegen verschiedener Rahmenbedingungen wie zum Beispiel der zurückgehenden Bedeutung des traditionellen Biertrinkers in Deutschland, bedingt durch die veränderte Altersstruktur, von einem anhaltenden Konsumrückgang ausgegangen werden. Ferner können die weiterhin rückläufigen Geburtenraten in Deutschland zu einem geringeren Verbrauch an Babynahrung führen, was sich jedoch nicht nennenswert auf das Geschäft von Oberland auswirken sollte. In Russland besteht aufgrund der Überkapazitäten auf dem Behälterglasmarkt bereits ein starker Wettbewerbsdruck, der durch zunehmende Aktivitäten einzelner Wettbewerber sowie neuer Produzenten weiter verschärft wird. Als weitere Absatzrisiken sind insbesondere die hohe Inflation und die damit verbundene niedrige Kaufkraft zu sehen. In der Ukraine ist nach wie vor der Bereich Spirituosen risikobehaftet. Rückläufige Absatzzahlen werden nur teilweise durch Preisanpassungen und Exporte ausgeglichen werden können. Die instabile politische Lage in der Ukraine birgt zudem Unsicherheiten, aus der sich Risiken für die Geschäftsentwicklung in diesem Land ergeben können. Darüber hinaus hätte ein Nachfragerückgang speziell nach hochwertigen Produkten auf sämtliche osteuropäischen Gesellschaften relativ starke Auswirkungen. Aufgrund der Kurzfristigkeit von Schwankungen der Kapazitätsmaßnahmen am Markt, verglichen mit der Langfristigkeit der Investitionsentscheidungen und damit auch der Kapazitätsbereitstellung, könnten vorübergehende Kapazitätsungleichgewichte entstehen. Der kurz- und mittelfristige Einfluss der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Europa auf die in- und ausländischen Marktaktivitäten von Oberland bleibt abzuwarten. Beschaffungsrisiken Zur Herstellung unserer qualitativ hochwertigen Produkte benötigen wir in unseren Geschäftsprozessen Rohstoffe, Energie, komplexes technisches Equipment sowie Frachtkapazitäten, die wir auf den entsprechenden Beschaffungsmärkten beziehen. Die Beschaffungsrisiken wurden im Rahmen der Möglichkeiten minimiert. Die Prozesse zur Lieferantenauswahl und zur Bestellabwicklung mit Lieferanten sind schriftlich festgelegt. Veränderungen bei Lieferanten beobachten wir kontinuierlich; bei Fehlentwicklungen greift ein System aus verschiedenen Maßnahmen, mit deren Hilfe die Risiken reduziert und die Versorgung sichergestellt werden soll. Dadurch können zum einen Versorgungsrisiken aufgrund von Lieferantenausfällen im Wesentlichen vermieden, zum anderen die finanziellen Folgen von Krisen bis hin zu Insolvenzen in der Lieferantenkette minimiert werden. Durch das bestehende Lieferanten-kontrollverfahren sowie eine enge Zusammenarbeit mit unseren Kernlieferanten wird die Qualität der bezogenen Produkte kontinuierlich verbessert. Die Saint-Gobain Oberland AG hat auch im Geschäftsjahr 2015 alle Möglichkeiten zur Begrenzung der Risiken aus Kostensteigerungen durch Abschluss von langfristigen Lieferverträgen ergriffen. Je nach Marktsituation können Einkaufspreise für Energie erheblich schwanken. Die Energiewende in Deutschland zieht auch für die Industrie in einigen Preiskomponenten spürbar erhöhte Kosten und damit auch Risiken nach sich. Steigerung und Förderung des Anteils erneuerbarer Energien und von Altemativenergien, neue und höhere Umlagen sowie gestiegene Regelkosten und Kosten für den dringend notwendigen Ausbau der Strom- und Erdgasnetze verteuern auf lange Sicht die eingesetzte Energie. Hinzu kommen kostenträchtige regulatorische Anforderungen an die Strom- und Gasnetze unserer Produktionsstandorte sowie Auswirkungen und Vorbereitungen auf weniger stabile und verlässliche Energieversorgung. Dem Risiko steigender Energiepreise wird durch eine strukturierte Energiebeschaffung sowie durch Projekte hinsichtlich Energieeffizienz und alternativer Energien begegnet. Es besteht ein potenzielles Risiko in Bezug auf zukünftige Energieabgaben bzw. -umlagen und deren Höhe sowie in Bezug auf derzeit gewährte Entlastungen, Reduzierungen und Vergütungen. Insbesondere die sich stark ändernde gesetzliche Situation, zum Beispiel EEG-Gesetzgebung und Stromnetzentgeltverordnung, sowie gesetzliche und regulatorische Rahmenbedingungen auf dem CO2-Markt werfen viele Fragen und Unsicherheiten auf. Saint-Gobain Oberland bereitet sich darauf vor, in Zukunft verschiedenen neuen regulatorischen Vorschriften unterworfen zu sein. Dabei zeigen sich weniger verlässliche und planbare gesetzliche Regelungen als besonders kritisch. Von steigender Bedeutung ist die ausreichende Verfügbarkeit von CO2-Emissionsrechten. Die Saint-Gobain Oberland AG verfügte für die 2. Handelsperiode (2008-2012) über ausreichende Zertifikate und konnte nicht benötigte Zertifikate aus der 2. in die 3. Handelsperiode übertragen. Langfristig gesehen kommt es in der 3. Handelsperiode (2013-2020) mindestens zu einer Verknappung der kostenlos zugeteilten Zertifikate, für 2015 werden jedoch die überhängenden und im Februar 2016 zugeteilten Zertifikate ausreichen auf Dauer zeichnet sich jedoch ab, dass mindestens ein Teil der Emissionszertifikate über Auktionen zugekauft werden muss. Die EU-Kommission hat ein sogenanntes über Auktionen zugekauft werden muss. Die EU-Kommission hat ein sogenanntes „Backloading“ (Entzug von CO2-Zertifikaten aus dem Markt) beschlossen. Dies soll zu einer stabileren Marktsituation der CO2-Zertifikate führen, allerdings auch zu einem höheren Wert der Zertifikate. In 2015 ist der Carbon-Leakage-Status der Behälterglasindustrie bestätigt worden. Mit dieser Entscheidung findet weiterhin nur der einheitliche sektorübergreifende Korrekturfaktor Anwendung, der die zugeteilten kostenlosen Zertifikate bis zum Jahr 2020 auf 82,44 % absenkt. Zusätzlich sind die Stromerzeuger seit 2013 verpflichtet, ihre Zertifikate komplett entgeltlich zu erwerben – dies wird eine Auswirkung auf unseren Strompreis und somit auf unsere Energiekosten haben. Ausfallrisiken Bei der aktuellen Wirtschaftslage muss wie in den Vorjahren mit Liquiditätsproblemen bei einzelnen Kunden in Deutschland, aber noch mehr in Russland und der Ukraine gerechnet werden. Insbesondere das wirtschaftliche Umfeld in Russland lässt das Risiko von Zahlungsausfällen weiter ansteigen. Das könnte für Oberland dazu führen, dass im Einzelfall Zahlungen verspätet oder nicht eingehen. Derzeit ist jedoch nicht erkennbar, dass hierdurch die Liquidität von Oberland ernsthaft gefährdet werden könnte (siehe Liquiditätsrisiken). Die stabile Kundenstruktur wirkt einer hohen Unsicherheit bezüglich der individuellen Ausfallrisiken entgegen. Maßnahmen zur Minimierung der Ausfallrisiken werden mithilfe von Kreditversicherungen, angepassten Zahlungsbedingungen, stringenter Einhaltung von Limits und monatlichen Einzelbeurteilungen durchgeführt. In Deutschland entstehen erfahrungsgemäß aus diesen Ausfallrisiken bei Oberland nur minimale Schäden. Auch in Russland und der Ukraine haben sich diese Instrumente bewährt. Bedingt durch die Ernte und das Konsumverhalten der Endverbraucher ergibt sich zudem allgemein eine kundenseitige Saisonalität. Dieses Risiko wird jedoch durch das breite Produktsortiment erheblich reduziert. Liquiditätsrisiken Oberland ist seit dem 4. Quartal 2015 im Wesentlichen über ein langfristiges Darlehen mit festgeschriebenem Zinssatz durch die Horizon Holdings Germany GmbH, ein Unternehmen innerhalb der Apollo Gruppe, finanziert. Das gewährte Darlehen garantiert die für den normalen Geschäftsverlauf notwendige Liquidität. Darüber hinaus sind insbesondere die russischen Gesellschaften teilweise durch lokale Kreditinstitute finanziert. Eine mögliche Herabsetzung der dortigen Kreditlinien und auch das hohe Zinsniveau könnten zu einem noch höheren konzerninternen Finanzierungsbedarf führen. Wertminderungsrisiken Gemäß IAS 36 wird mindestens einmal jährlich ein Impairment-Test für sämtliche zahlungsmittelgenerierenden Einheiten durchgeführt. Insbesondere die rechtlichen und wirtschaftlichen Unsicherheiten in Osteuropa führten in vergangenen Geschäftsjahren bereits zu Wertminderungen von auf die dortigen Gesellschaften entfallenden Geschäfts- und Firmenwerten sowie auf sonstige langfristige Vermögenswerte, was auch in der Zukunft erneut eintreten kann. Gleichermaßen können bei negativen Entwicklungen bei Tochterunternehmen außerplanmäßige Abschreibungen des Buchwerts der Beteiligungen oder Wertberichtigungen auf Forderungen und Ausleihungen im Einzelabschluss der Saint-Gobain Oberland AG erforderlich werden. Zinsänderungsrisiken Die Aktivitäten im Osten führten zu einer Verschuldung, die die Zinslast so relevant macht, dass ein Zinsrisiko existiert. Im Jahresverlauf entwickelten sich die gewichteten kurzfristigen internen Zinssätze wie im Folgenden dargestellt: Interner Refinanzierungszinssatz 2015 Saint-Gobain Oberland AG ![]() Die Erhöhung der Zinsen spiegelt den Übergang von der Saint-Gobain auf die Apollo Gruppe und die damit verbundene Änderung der Finanzierungsstruktur wider. Währungsrisiken Oberland tätigt Umsätze überwiegend in Euro, Rubel und Griwna. Bei Aktivitäten außerhalb des Euroraumes steht den Umsätzen auch die Mehrzahl der Kosten in der jeweiligen Landeswährung gegenüber, so dass sich das tatsächliche direkte Währungsrisiko auf den Ergebnisbeitrag aus Russland und der Ukraine beschränkt. Insgesamt veränderte sich der außerhalb des Euroraumes erzielte Umsatz von 22,5 % auf 21,9 % des Gesamtumsatzes. Spekulationsgeschäfte oder Maßnahmen mit spekulativem Charakter sind gemäß den Unternehmensrichtlinien nicht zulässig und wurden auch nicht getätigt. Die Unternehmensbeteiligungen in Russland und der Ukraine und auch die nachträglichen Kapitalerhöhungen wurden in Euro finanziert und belasten dementsprechend die Verschuldung der Saint-Gobain Oberland AG. Das somit erworbene oder gebildete Eigenkapital der Gesellschaften in Russland und der Ukraine besteht aber in lokaler Währung und führt daher bei der Kapitalkonsolidierung zu entsprechenden Wechselkursdifferenzen. Dieser Situation hätte Oberland nur durch eine erhebliche Verschuldung der Gesellschaften in Russland und der Ukraine in lokaler Währung begegnen können. Dies war allerdings zu keinem Zeitpunkt möglich. Industrielle und technische Risiken Die Beurteilung der zukünftigen Marktentwicklung gestaltet sich schwierig und wird deshalb als zentrales Risiko betrachtet, weil durch die relativ langen Wannenlaufzeiten kurzfristige Steuerungsmaßnahmen nur sehr begrenzt möglich sind. Kurzfristig bestehen risikoreduzierende Maßnahmen darin, den Produktionsplan und die Kapazitäten den aktuellen Entwicklungen des Auftragseingangs anzupassen. Langfristig ist Oberland erfolgreich bemüht, mit vielen Kunden dauerhafte Entwicklungspartnerschaften einzugehen. Außerdem besteht durch die langen Laufzeiten von Investitionen das Risiko, dass innerhalb der geplanten Lebenszeit der Investitionen ein vorher nicht kalkulierbarer Nachrüstungsaufwand anfällt. Besonders bei der Thematik Umwelt und Umweltauflagen ist ein solcher Sachverhalt denkbar. Deshalb wird im Bereich Umwelt durch interne Prozesse sichergestellt, dass sämtliche Investitionen die geltenden Vorschriften erfüllen. Die hohen Anforderungen an Lieferanten der Lebensmittelbranche sind eine Herausforderung für die Qualitätssicherung. Deshalb werden von Beginn an qualitätsrelevante Risiken durch strenge Qualitätskontrollen sowie andere vorbeugende Maßnahmen minimiert. Es wird eine Vielzahl von Vorkehrungen getroffen, um die hohe Qualität unserer Produkte sicherzustellen. Die Anlagensicherheit wird durch ständige Instandhaltungsmaßnahmen und Reparaturen gewährleistet. Es besteht ein Risiko durch aufkommende Störungen, geringere Qualitäten und niedrigere Stabilitäten im Strom- und Erdgasnetz. Ebenso gestaltet sich der Bereich gesetzliche Anforderungen und Rahmenbedingungen bei Energie immer schwieriger, unsicherer und ist häufig schlecht oder nur kurzfristig planbar. Zusätzliche Anforderungen wie z.B. der Austausch von Zählern durch geeichte Zählereinheiten erfordern kurzfristig erhöhte finanzielle Belastungen und einen deutlich vermehrten Arbeitsaufwand. Aus diesem Grund sind in diesem Bereich vermehrt Ressourcen notwendig. Neben den gesetzlichen Rahmenbedingungen führen auch preislich unruhige Märkte zu einem erhöhten industriellen Risiko. Risikoreduzierende Maßnahmen sind zum Beispiel Flexibilisierungsmaßnahmen im Bereich Energiemix und eine stärkere Beobachtung der Energiepreisentwicklung sowie eine darauf ausgerichtete Vertragsgestaltung. Allerdings setzen die Anforderungen der Flexibilisierung oder die Möglichkeit zur Verwendung anderer Brennstoffe häufig ebenfalls technische Änderungen voraus. Durch ständige Überprüfungen der technischen Anforderungen, mögliche Anpassungen der Anlagen und Steuerungen sowie einen Notfallplan soll deren Einsatzbereitschaft zudem durchgängig gewährleistet werden. IT-Risiken Die Risiken im IT-Bereich umfassen Systemausfallrisiken, mangelhafte Systemverfügbarkeit, Angriffe von außen sowie Risiken in Bezug auf den Verlust oder Missbrauch von Daten. Das Ziel, für alle Anwendungen gleichermaßen eine Risikominimierung anzustreben, bedeutet eine Vielzahl von Ansätzen. Während das zentrale SAP-R/3-System für die Standorte in Deutschland und der Ukraine durch die Verallia Zentrale inklusive Redundanz zur Verfügung gestellt wird, müssen andere Systeme von Oberland selbst oder von externen Partnern gepflegt werden. Das Gleiche gilt für die Werke in Russland. Es wurden verschiedene Maßnahmen zum Schutz vor Angriffen von innen und außen getroffen. Personalrisiken Hoch qualifizierte Mitarbeiter sind ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Saint-Gobain Oberland AG. Der Fachkräftemangel in Deutschland zeichnet sich immer deutlicher ab. Abhängig von der Region und dem Einsatzbereich können freie Stellen zum Teil nur verzögert besetzt werden. Durch diese Situation kommt es immer auch zu Mehrbelastungen der bestehenden Belegschaft. Themen wie dem demografischen Wandel wird u. a. durch Projekte im Bereich Ergonomie oder eine systematische Analyse der Mitarbeiterentwicklung Rechnung getragen. Diese Themen werden weiter wichtig bleiben, um die Attraktivität als Arbeitgeber zu erhöhen und auch langfristig qualifizierte und motivierte Mitarbeiter an die Saint-Gobain Oberland AG zu binden. Neben Vollzeitstellen sind auch zusehends die Ausbildungsstellen schwieriger zu besetzen. Ein wesentlicher Faktor hierfür sind die geburtenschwachen Jahrgänge. Die Standorte prüfen hier die Möglichkeit, Flüchtlinge auszubilden und Fachkräfte zu entwickeln. Für Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYN besteht aufgrund der anhaltenden Krise in der Ukraine das Risiko, dass Mitarbeiter zum Militär eingezogen werden und in der Folge nicht als Arbeitskraft für das Unternehmen zur Verfügung stehen. Um Mitarbeiter weiter an das Unternehmen zu binden und deren Einsatzbereitschaft zu sichern, müssen Anreize geschaffen werden. Gesundheit und Arbeitssicherheit sind nicht nur bei hoher Belastung wesentliche Faktoren, die bei der Saint-Gobain Oberland AG als sehr wichtig erachtet werden. Durch verschiedenste Maßnahmen und Angebote aus den Bereichen Gesundheit, Arbeitssicherheit, Weiterbildung und Work-Life-Balance werden die Mitarbeiter unterstützt, um sich den verändernden Herausforderungen stellen zu können. Die Wirtschaftsentwicklung fordert ständige dynamische Anpassung. Somit wird die Qualifikation und Motivation der Mitarbeiter auch zukünftig einer der Hauptfaktoren für den Unternehmenserfolg und zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit sein. Nur mit qualifizierten Mitarbeitern wird eine hohe und nachhaltige Wertschöpfung erreicht. Im Hinblick auf die bestehenden Pensionsverpflichtungen und deren Wertigkeit liegen die Risiken bei den versicherungsmathematischen Annahmen, bei zum Beispiel sinkenden Zinssätzen, höherer Lebenserwartung von Versorgungsberechtigten oder steigender Inflation. Rechtliche Risiken Im Rahmen des Risikomanagements werden sämtliche rechtlichen Risiken betrachtet. Es werden vorbeugende Maßnahmen ergriffen, um die folgenden Risiken zu minimieren: Schwächen in der Einhaltung von Gesetzen und aller Arten von Verpflichtungen, steuerrechtliche Fragestellungen, Mängel im Prozess der Vertragsgestaltung, Saint-Gobain Oberland AG Geschäftsbericht 2015 mangelhaftes oder verspätetes Management von Rechtsstreitigkeiten, mangelnder oder unzureichender Schutz der Interessen der organisatorischen Einheit und schlechtes Management der juristischen Ressourcen. Zur Risikovermeidung sind im RMS konkrete Maßnahmen formuliert. Nach Möglichkeit werden die Risiken außerdem durch Versicherungen abgedeckt. In Russland und der Ukraine ergibt sich infolge der allgemein schwierigen geopolitischen Lage ebenfalls eine rechtliche Unsicherheit, die zukünftige Einflüsse auf das Unternehmen nicht vorhersehbar machen. Im Sommer 2014 wurde die EEG-Gesetzgebung novelliert. Mit dieser EU-konformen Neufassung haben die Bundesregierung und die EU-Kommission eine Regelung auf Basis der Mitte 2014 beschlossenen EU-Energie- und Umweltbeihilfeleitlinien (EEAG) gefunden. Die EU-Kommission hat Ende 2013 ein förmliches Prüfverfahren zum EEG und zu den Ausnahmeregelungen für stromintensive Unternehmen eingeleitet und darin die Rechtmäßigkeit der bereits gewährten teilweisen Befreiungen von der EEG-Umlage, insbesondere der Jahre 2013 und 2014, geprüft. In Umsetzung des Beschlusses der Europäischen Kommission hat das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Ende 2014 „Teilrücknahmebescheide" zur EEG-Umlage erlassen. Diesen Teilrückforderungen sind im 4. Ouartal 2015 weitere bzw. erneute Teilrücknahmebescheide gefolgt. Gegen die Bescheide wurde Widerspruch eingelegt. Es wird für die EEG-Regelung für die Jahre 2014 und 2015 im Jahr 2016 keine endgültige Position erreichbar sein. Neben diesem Verfahren zur EEG-Umlage wurde von der EU-Kommission gegen Deutschland weiterhin ein förmliches Beihilfeverfahren wegen der Befreiung großer Stromverbraucher von Netzentgeltzahlungen eingeleitet, aus dem sich Rückforderungen der Befreiungen ergeben können. Auch ein jüngstes Urteil des OLG Düsseldorf stufte die Regelung in den Jahren 2011 und 2012 für nichtig ein. Die regulatorischen und rechtlichen Auswirkungen der jüngsten Entwicklungen im Energiesektor erfordern eine erhöhte Aufmerksamkeit. Diverse gesetzliche Änderungen führen darüber hinaus dazu, dass die Bewertung und Einstufung z.B. von Verträgen mit Netzbetreibern und Lieferanten beständig unsicherer wird. Umweltrisiken Praktizierter Umweltschutz geht weit über die Einhaltung rechtlicher Verpflichtungen hinaus. Oberland war schon früh Vorreiter in der Behälterglasbranche im Bereich der Rauchgasreinigung. Die kontinuierliche Verbesserung nachteiliger Umweltauswirkungen in allen Bereichen und dadurch die Minimierung der Umweltrisiken werden durch Umweltschutzprogramme in den Werken umgesetzt. Die Umweltziele enthalten Werte, die die genehmigten Grenzwerte noch unterschreiten. Bestätigt werden die Anstrengungen im Umweltschutz durch die erfolgreiche Zertifizierung der Werke in Deutschland, der Ukraine sowie in Russland nach DIN EN ISO 14001. Das Werk Bad Wurzach ist zusätzlich nach der EG-Verordnung 1221/2009 (EMAS) validiert, die Umwelterklärung wurde durch einen unabhängigen Umweltgutachter für gültig erklärt. Den Anspruch der Nachhaltigkeit und die ständige Suche nach Verbesserungsmöglichkeiten zur verantwortungsvollen Nutzung aller Ressourcen hat Oberland mit den vier Standorten in Deutschland durch die erfolgreiche Zertifizierung nach DIN EN ISO 50001 bewiesen. Ein professionelles Energiemanagement leistet einen wesentlichen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz, beispielsweise durch die dauerhafte Reduzierung von CO2-Emissionen. Risiken im Rechnungslegungsprozess Spezielle rechnungslegungsbezogene Risiken können zum Beispiel aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte resultieren. Außerdem können durch bestehende Ermessensspielräume von Mitarbeitern beim Ansatz und bei der Bewertung von Bilanzpositionen weitere rechnungslegungsbezogene Risiken entstehen. Weiterhin können durch die Übertragung rechnungslegungsspezifischer Aufgaben Risiken auftreten. Diese Risiken werden durch das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem bezogen auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess und dessen beschriebene Strukturen und Prozesse abgedeckt. Einschätzung der Gesamtrisikosituation Bestandsgefährdende Risiken sind gegenwärtig und für die Zukunft nicht zu erkennen. Die folgende Übersicht zeigt die Klassifizierung der oben beschriebenen Einzelrisiken für Oberland. Unter dem Überbegriff Finanzrisiken sind Wertminderungsrisiken, Liquiditätsrisiken, Zinsänderungsrisiken und Währungsrisiken zusammengefasst. Eintrittswahrscheinlichkeit ![]() Einschränkender Hinweis Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ermöglicht durch die festgelegten Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die systematische Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten sowie die sachgerechte Darstellung in der Konzernrechnungslegung. Auch wenn die internen Kontroll- und Risikomanagementsysteme unter ständiger Beobachtung stehen und kontinuierlich verbessert werden, ist es nicht völlig auszuschließen, dass trotz angemessener und funktionsfähiger Systeme eine absolute Sicherheit zur vollständigen Identifizierung und Steuerung der Risiken nicht gewährleistet werden kann. PROGNOSEBERICHTDer Prognosebericht beschreibt die voraussichtliche Entwicklung des Saint-Gobain Oberland Konzerns im Kalenderjahr 2016. Er enthält Aussagen und Informationen über Vorgänge, die in der Zukunft liegen. Diese vorausschauenden Aussagen und Informationen beruhen auf Erwartungen und Annahmen des Unternehmens zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Diese wiederum unterliegen bekannten und unbekannten Chancen und Risiken. Eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse des Konzerns. Viele dieser Faktoren liegen außerhalb des Einflussbereichs des Unternehmens. Sollten eine oder mehrere Chancen bzw. Risiken eintreten, sollte sich eine der Ungewissheiten realisieren oder sollte sich erweisen, dass eine der zugrunde liegenden Annahmen nicht korrekt war, kann die tatsächliche Entwicklung des Konzerns sowohl positiv als auch negativ von den Erwartungen und Annahmen in den zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen dieses Prognoseberichts abweichen. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die konjunkturelle Erholung im Euro-Raum dürfte zwar weiter voranschreiten, wird jedoch vermutlich durch die nachlassende Wirkung der stützenden Sonderfaktoren etwas an Fahrt verlieren. Daher weist die Prognose aus dem jüngsten Gutachten des Sachverständigenrates für 2016 im Vergleich zum Vorjahr noch ein Wachstum von 1,6 % aus. Positive Impulse werden vor allem vom privaten Konsum, gestützt von einer weiterhin guten Arbeitsmarktlage, ausgehen, was voraussichtlich einen positiven Einfluss auf den Inlandsabsatz von Glasverpackungen haben wird. Trotzdem sind weitere wirtschaftliche Auswirkungen weder kurz- noch mittelfristig absehbar und eine Prognose über die Geschäftsentwicklung ist nach wie vor mit großen Unsicherheiten behaftet. Branchenentwicklung Deutschland Die Preiserwartung in den laufenden Verhandlungen für 2016 steht unter dem Einfluss eines intensiven europäischen Wettbewerbes, der sich für das kommende Jahr abzeichnet. Inwieweit inflationsbedingte Kostenveränderungen am Markt durchgereicht werden, ist aufgrund des uneinheitlichen Wettbewerberverhaltens noch unsicher. Wir gehen jedoch davon aus, dass es im Sinne nachhaltiger Lieferbeziehungen zu einvernehmlichen Lösungen kommen wird. Die Absatzentwicklung der Dose als Substitut bleibt auch im Jahr 2016 zu beobachten. Trotz einiger Berichte aus vereinzelten Vertriebskanälen über eine zunehmende Bedeutung der Dose weisen die Marktzahlen bisher noch keinen signifikanten Trend zu Wachstum aus. Die Veränderung im Konsumverhalten weg von alkoholischen, hin zu nichtalkoholischen Getränken setzt sich weiter fort, was beispielsweise durch die langfristig kontinuierlich sinkenden Pro-Kopf-Verbräuche bei Bier und gleichzeitig steigenden Mengen insbesondere bei Softdrinks und Mineralwasser zum Ausdruck kommt. Der Mehrwegsektor speziell bei Mineralwasser gewinnt wieder, wenn auch auf sehr geringem Niveau, an Bedeutung. Der Versuch, diesen durch Einführung des Einwegpfandes zu stützen, muss dennoch angesichts der sich bislang permanent reduzierenden Anteile als gescheitert angesehen werden. Die Einwegverpackungen werden nach Einschätzung von Oberland auch im kommenden Jahr grundsätzlich weitere Marktanteile hinzugewinnen können. Die Beurteilung der Entwicklung des Biermarktes stellt sich weiterhin als sehr schwierig dar. Positiv für den Glasbedarf wirkt sich der anhaltende Trend zu Individualgebinden und dem damit verbundenen Austausch bestehender Poolgebinde aus. Dem gegenüber steht eine sehr abwartende und vorsichtige Bereitschaft der Brauereien, in die Mehrweggebinde zu investieren, da ihr Absatz immer stärker von unterschiedlich bedingten Saisonalitäten sowie zunehmend von hohen Promotionanteilen abhängt. Insgesamt ist auch der neuerliche Versuch erkennbar, Doseneinwegverpackungen als Alternative für Bier zu etablieren. 2015 konnte in der Weinlese durch Trockenheit ein mengenmäßig nur unterdurchschnittlicher Ertrag erzielt werden, welcher sich aber aller Voraussicht nach durch den sehr sonnigen Sommer in einer hochwertigen Qualität niederschlagen wird. Der Anteil von Eigenmarken bei den Discountern verliert an Bedeutung. Der deutsche Sektmarkt, bestehend aus Sekt und den sektähnlichen Mischgetränken, präsentiert sich leicht rückläufig, da der Trend zu alkoholfreien Varianten und sektähnlichen Mischgetränken zwischenzeitlich wieder abschwächt. Insofern prognostizieren wir insgesamt ein leicht rückläufiges Marktvolumen für das Wein- und Sektsegment für 2016. Da der Absatz bei Gläsern für den Lebensmittelbereich stark ernteabhängig und saisonal geprägt ist, ist eine Prognose für das kommende Jahr sehr schwierig. Der weiterhin anhaltende Trend zur Frischeproduktion und Glassubstitution durch Kunststoffe wird Glas auch zukünftig vor Herausforderungen stellen, die hauptsächlich durch innovative Glaskonzepte aufgefangen werden sollen. Die verstärkte Ausrichtung der lebensmittelabfüllenden Industrie auf Nachhaltigkeit wird Glas tendenziell bei den anspruchsvollen, gesundheits- und umweltorientierten Konsumenten in den Fokus rücken. Eine große Herausforderung stellt nach wie vor die Planung von Just-in-time-Lieferungen dar. Eigene Schwankungen können durch die fehlenden Kundenlager nicht ausgeglichen werden. Trotzdem ist es 2015 gelungen, die hohe Liefertreue zu halten – unter Optimierung des kapitalbindenden Lagerbestandes. Russland Seit einigen Jahren besteht eine Überkapazität auf dem russischen Behälterglasmarkt. Der Glasabsatz war in den letzten Jahren rückläufig. In 2015 verzeichnete das Biersegment einen Rückgang und zum ersten Mal seit langem ging auch der Konsum nichtalkoholischer Getränke zurück, was sich im Wesentlichen auf den kalten Sommer in weiten Teilen des Landes zurückführen lässt. Insgesamt konnten in 2015 dennoch Anzeichen einer Erholung beobachtet werden, was insbesondere auf eine steigende Spirituosenproduktion zurückzuführen ist. Infolge positiver Einflüsse, u. a. von stabilen Verbrauchsteuersätzen auf Alkohol, kann 2016 ein weiterer Anstieg der Glasproduktion erwartet werden. Ukraine Der ukrainische Markt bleibt schwierig und wird den rückläufigen Trend der letzten Jahre wohl fortsetzen. Der Hauptgrund sind steigende Steuern, die direkt den Preis des Endproduktes beeinflussen, und der Konsumrückgang bei alkoholischen Getränken. Die anderen Produktsegmente werden 2016 auf dem aktuellen Level verbleiben oder lediglich einen leichten Anstieg verzeichnen. Den nationalen Schwierigkeiten kann 2016 mit guten Aussichten bei den Exportaktivitäten begegnet werden. Ausrichtung des Konzerns Ziel ist es, nachhaltig der bevorzugte Verpackungspartner für die Getränke- und Lebensmittelindustrie zu sein. Als Voraussetzung dafür sehen wir herausragende Leistungen in Qualität, Kundenservice und innovativen Entwicklungen an. Diese sollen auf Basis vorbildlicher Arbeitssicherheit, moderner Menschenführung und nachhaltiger Nutzung aller Ressourcen erreicht werden. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, führt Oberland das in den vergangenen Jahren ausgebaute Qualitätsmanagement kontinuierlich fort. Die Saint-Gobain Oberland AG war in Deutschland die erste Glashütte, die nach den strengen BRC-Standards zertifiziert wurde. Außerdem erhielt die Saint-Gobain Oberland AG bereits 2009 das DIN EN ISO 22000 Zertifikat für Hygienemanagement, das explizit ein über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehendes Qualitätsmanagementsystem vorschreibt. Sämtliche diese Bereiche betreffenden Zertifizierungen wurden auch 2015 erneut bestätigt. Dies unterstreicht das fortwährende Bestreben von Oberland, die Qualitätsführerschaft am Markt weiter zu intensivieren. Angesichts kontinuierlich steigender Beschaffungskosten sind Einsparungen auf diesem Gebiet von zentraler Bedeutung. Nur so kann Oberland profitabel bleiben. Ein werksübergreifendes Einkaufs- und Energiemanagement nutzt hierbei alle Möglichkeiten, Kosten zu optimieren, bei gleichzeitiger Sicherstellung der Qualität. Basis für kontinuierliche Kundenzufriedenheit ist die Produktion von hochwertigen Glasverpackungen, verbunden mit einem erstklassigen Serviceangebot. Wesentlich dazu beitragen können die Ausrichtung der Produktionskapazitäten auf Flexibilität sowie eine größere Zahl an Innovationen im Produkt- und Dienstleistungsbereich. Durch die noch engere Verbindung mit den anderen Gesellschaften des Mehrheitsaktionärs unter der Marke Verallia kann Oberland die globale Stärke einerseits sowie die Kundennähe andererseits perfekt ausüben und somit seine Marktposition ausbauen. Erwartete Geschäfts- und Ertragslage Deutschland Im Jahr 2016 wird eine leicht steigende Weltwirtschaft erwartet, was auch für die deutsche Wirtschaft prognostiziert wird. Die sich bereits auf einem niedrigen Niveau befindende Arbeitslosenquote wird sich voraussichtlich auch 2016 in etwa auf diesem Niveau halten können. Der Markt für Behälterglas war 2015 stabil. Die Saint-Gobain Oberland AG erwartet für die kommenden Jahre einen gleichbleibenden Markt. Dieser ist jedoch geprägt durch theoretische Überkapazitäten und ist dadurch einem deutlich höheren Wettbewerb ausgesetzt. Dies bedeutet auch, dass in der gesamten Glasverpackungsbranche keine Vollauslastung der Kapazitäten gewährleistet ist. Wie 2015 stehen Oberland auch im Jahr 2016 nicht alle Kapazitäten zur Verfügung, da ein Wannenneubau durchgeführt wird. Insgesamt ist die Saint-Gobain Oberland AG auf Basis eines verbesserten Produktportfolios und umfangreicher Investitionen gut gerüstet, sich den genannten Herausforderungen zu stellen. In dieser Situation werden wir nach wie vor den Fokus auf Qualität und Kundenservice legen. Das Segment Deutschland umfasst nach dem Management-Buy-Out der GPS ab 2016 fast ausschließlich die Saint-Gobain Oberland AG. Auf Basis der aktuellen Gespräche mit Kunden gehen wir für 2016 von einer Preisentwicklung maximal auf dem Niveau der Einkaufsindizes aus. Dies bedeutet für das Segment Deutschland, dass für das kommende Jahr, trotz der Strukturmaßnahme bei GPS, ein Umsatz annähernd auf Vorjahresniveau und eine signifikante Steigerung beim Operativen Ergebnis auf über 30 Mio. Euro erwartet werden. Russland Die Prognosen für die russische Wirtschaft sind weiterhin gedämpft. Ein niedriger Ölpreis und eine trotzdem hohe Inflation lassen Russland in einer Rezession verharren. Es bestehen außerdem keine Anzeichen für eine schnelle Lösung der geopolitischen Krise und zur Einstellung der Sanktionen. Die Rückkehr zu einem höheren Wachstum in Russland wird von einem soliden Anstieg der privaten Investitionen und einem Auftrieb des Konsumverhaltens abhängig sein. Dies erfordert die Schaffung eines klaren und berechenbaren politischen Umfelds und die Umsetzung der ungelösten Strukturreformen. Ein ausgeglichenes und gestreutes Staatsvermögen kann helfen, die strukturellen Einschränkungen zu überwinden und neues Wachstum zu generieren. Das Hauptaugenmerk bei ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod liegt aufgrund der entsprechenden Marktnachfrage auf Gläsern für Konserven. Um den Marktanteil zu erhöhen, konzentriert sich ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod zudem auf multinationale und große lokale Kunden. In den kommenden Jahren hat JSC ”Kavminsteklo“ die feste Absicht, nicht nur Verpackungslieferant, sondern auch ein lösungsorientierter Partner für seine Kunden zu sein. Die in 2015 begonnene Entwicklung des Design-Centers ist der erste Schritt zu einem erweiterten kundenorientierten Ansatz. Um den Marktanteil zu erhöhen, wird JSC ”Kavminsteklo“ weiterhin sein Exportgeschäft ausbauen. Verbesserte Technologien und ein erhöhtes Know-how können zudem eine Aufwertung aller Artikel ermöglichen und die Marktposition stärken. In Russland bleibt der Wettbewerb im Glasverpackungsmarkt immer noch sehr hoch, da bestehende Überkapazitäten erst nach und nach abgebaut werden. Unser Fokus lag 2015 bereits auf der Vertriebsseite, was in beiden russischen Werken zu erhöhten Absatzmengen, verbunden mit einer guten Auslastung, führte. In 2016 soll diese Entwicklung fortgeführt und ergänzend durch eine Preisanpassung, die sich an der Inflation orientiert, verstärkt werden. Es steht weiterhin im Fokus, die erreichten Produktivitätssteigerungen zu halten und auszubauen. Wir planen 2016 in Russland einen Umsatz auf Vorjahresniveau und eine Steigerung des Operativen Ergebnisses in den positiven, mittleren einstelligen Millionenbereich. Ukraine Die Aussichten, die Konsequenzen der globalen Krise zu überwinden und die Grundlage für ein stabiles Wirtschaftswachstum zu schaffen, hängen davon ab, wie sich die Inlands- und Auslandsnachfrage erholt. Außerdem ist die Effizienz der Regierungspolitik, inklusive der Anti-Krisen-Maßnahmen und einer konsequenten Umsetzung systematischer Reformen, dafür verantwortlich, eine erfolgreiche ökonomische Modernisierung zu erreichen, unterstützt durch die Wiederherstellung und ein effizientes Funktionieren des globalen Finanzsystems. Vor diesem Hintergrund wird 2016 voraussichtlich ein herausforderndes Jahr mit einem starken Fokus auf das Premiumsegment. Das ukrainische Team arbeitet weiterhin an der Durchdringung derjenigen Premiumsegmente, die in der Vergangenheit durch Importe aus dem Ausland beliefert wurden. Die große Bedeutung des Exportbereichs bleibt bestehen, knapp die Hälfte der Absätze wird in zehn verschiedenen Ländern erzielt. Das Kunden- und Produktportfolio hat ein gutes Gleichgewicht erreicht und kann durch eine Reduzierung der Risiken bezogen auf einzelne Segmente noch verbessert werden. Wir erwarten für 2016, dass der Umsatz auf Vorjahresniveau liegen wird. Das Operative Ergebnis wird währungsbedingt und durch einen Wannenneubau auf nahezu null zurückgehen. Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung Da die Lage im weltwirtschaftlichen Umfeld weiterhin eher instabil erscheint, sehen wir eine weitere Zunahme der Risiken. Wir erwarten für die Folgejahre den Fortbestand der volatilen Rahmenbedingungen und die Fortsetzung eines erheblichen Preiskampfs. Neben den weiterhin bestehenden theoretischen Überkapazitäten sind die Entwicklungen auf den Beschaffungsmärkten, vor allem bei den Rohstoff- und Energiepreisen, differenziert zu sehen. Während die Entwicklung der Energiepreise für 2016 günstig beurteilt werden kann, wird bei anderen Rohstoffen mit einem Preisanstieg gerechnet. Mittel- und langfristig werden auch die Energiekosten aller Wahrscheinlichkeit nach wieder steigen. Die bereits in den Vorjahren angestoßenen Kostensenkungsprogramme werden im Rahmen eines kontinuierlichen Kostenmanagements auch zukünftig fortgeführt werden. In 2015 konnten die Absatzpreise im Vergleich zum Vorjahr nicht erhöht werden. Unser Bestreben besteht weiterhin darin, eine nachhaltige Lieferfähigkeit mit entsprechender Qualität sicherstellen zu können. Infolge des Übergangs an die Apollo Gruppe sind bei Oberland in 2016 einzelne Veränderungen möglich. Im Dezember 2015 hat die Horizon Holdings Germany GmbH als beherrschendes Unternehmen mitgeteilt, dass sie mit der Saint-Gobain Oberland AG einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abschließen möchte. Außerdem kann sich eine Besicherung von Konzernverbindlichkeiten durch die Saint-Gobain Oberland AG ergeben. Für den Konzern rechnen wir für 2016 mit einem Umsatz annähernd auf dem Niveau von 2015. Beim Operativen Ergebnis erwarten wir, dass das Ergebnis wie im Vorjahr wieder zwischen 25 und 50 Mio. Euro liegen wird, im Rahmen dieses Intervalls allerdings deutlich über dem Vorjahresniveau. Die Arbeitssicherheit bleibt auch 2016 ein zentrales Element bei Oberland. Für die Kennzahl TF2 (Häufigkeit von Unfällen mit Arbeitszeitausfall und medizinischer Versorgung bezogen auf eine Million Arbeitsstunden) erwarten wir für Deutschland einen Wert von 1,8 und in den osteuropäischen Werken einen leicht niedrigeren Wert von 1,6. ANGABEN NACH §§ 289 ABS. 4 UND 315 ABS. 4 HGB SOWIE ERLÄUTERNDER BERICHTscroll
ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG (§ 289 a HGB)Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB ist auf unserer Homepage www.saint-gobain-oberland.de bzw. www.verallia.de unter Investor Relations veröffentlicht. VORSTANDSVERGÜTUNGDie Mitglieder des Vorstands der Saint-Gobain Oberland AG erhalten eine wert- und leistungsorientierte Vergütung. Diese setzt sich aus zwei Teilen zusammen: Der fixe Bestandteil richtet sich nach den marktüblichen Bedingungen und dem persönlichen Werdegang. Die variable Komponente besteht aus einem vom Unternehmensergebnis und von der persönlichen Leistung abhängigen Bonus, der sich am jeweiligen Zielerreichungsgrad orientiert. Die Gesamthöhe wird jährlich überprüft und mit der allgemeinen Unternehmens- und Entgeltentwicklung abgeglichen. Außerdem erhalten die Mitglieder des Vorstands Nebenleistungen in Form von Sachbezügen, die im Wesentlichen aus dem nach steuerlichen Richtlinien anzusetzenden Wert der Dienstwagennutzung bestehen. Als Vergütungsbestandteil sind diese Nebenleistungen vom einzelnen Vorstandsmitglied zu versteuern. Sie stehen allen Vorstandsmitgliedern prinzipiell in gleicher Weise zu. Die Vorstände haben ferner grundsätzlich einen Anspruch auf Ruhegeld, sofern der Dienstvertrag beendet ist und die Voraussetzungen für den Bezug von Altersruhegeld oder anderen vergleichbaren Versorgungsleistungen erfüllt sind. Neben den von Saint-Gobain Oberland gewährten Vergütungsbestandteilen partizipierten die Mitglieder des Vorstands an den Aktienprogrammen der Compagnie de Saint-Gobain S.A., Courbevoie , Frankreich, wobei die vor dem Verkauf erteilten Zusagen bestehen bleiben. Die Gesamthöhe der Bezüge des Vorstands ist im Anhang und Konzernanhang dargestellt. Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat am 19. Mai 2011 beschlossen, dass die Nennung der Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitglieds im Anhang zum Jahresabschluss nach § 285 Nr. 9 lit. a Satz 5 bis 8 HGB sowie entsprechend im Konzernabschluss gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 lit. a Satz 5 bis 8 HGB für den Zeitraum von fünf Jahren ab Fassung des Beschlusses unterbleibt. AUFSICHTSRATSVERGÜTUNG Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 8 der Satzung der Saint-Gobain Oberland AG geregelt. Die Struktur der Aufsichtsratsvergütung hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert. Die Vergütungshöhe beschließt die Hauptversammlung, dies ist zuletzt am 24. Juni 1999 erfolgt. Neben dem Ersatz der Auslagen und einer für die Aufsichtsratstätigkeit zur Last fallenden Umsatzsteuer erhält jedes Aufsichtsratsmitglied nach Ablauf des Geschäftsjahres eine feste Vergütung von 7.7oo Euro pro Jahr. Entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde die Position des Aufsichtsratsvorsitzenden und die seines Stellvertreters bei der Berechnung der Vergütung berücksichtigt. Der Vorsitzende und sein Stellvertreter erhalten jeweils 14.900 Euro pro Jahr. ERKLÄRUNG DES VORSTANDS GEMÄSS § 312 ABS. 3 SATZ 3 AKTGUnsere Gesellschaft erhielt bei jedem im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung und wurde durch die im Bericht angegebenen getroffenen oder unterlassenen Maßnahmen nicht benachteiligt. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns im Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren.
Bad Wurzach, den 29. Februar 2016
Der Vorstand Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungsle-gungsgrundsätzen der Konzernabschluss und der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und der Gesellschaft vermitteln und im Lagebericht und Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns und der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns und der Gesellschaft beschrieben sind.
Bad Wurzach, den 29. Februar 2016 Saint-Gobain Oberland AG Der Vorstand Stefan Jaenecke, Vorsitzender Thomas Beyer, Personal Roland Unfried, Technik Jahresabschluss des Konzerns für das Geschäftsjahr 2015Gesamtergebnisrechnung des Saint-Gobain Oberland Konzernsscroll
Gewinn- und Verlustrechnung des Saint-Gobain Oberland Konzernsscroll
Bilanz des Saint-Gobain Oberland KonzernsAktiva scroll
Eigenkapitalveränderungsrechnung des Saint-Gobain Oberland Konzernsscroll
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Kapitalflussrechnung des Saint-Gobain Oberland Konzernsscroll
In den Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte sind keine Wertminderungen enthalten (Vorjahr: TEUR 22.029). Anhang zum Konzernabschluss der Saint-Gobain Oberland AG zum 31. Dezember 2015A. ALLGE MEINE ERLÄUTERUNGENDie Saint-Gobain Oberland AG war bis 29. Oktober 2015 ein selbständiges Tochterunternehmen der international tätigen Compagnie de Saint-Gobain. Mit Wirkung zum 29. Oktober 2015 hat uns die BRH Holdings GP, Ltd., gemäß den Vorschriften des § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil durch die indirekte Beteiligung an der Saint-Gobain Emballage S.A., Courbevoie, 96,7% beträgt. Die Geschäftstätigkeit des Saint-Gobain Oberland Konzerns umfasst im Kerngeschäft die Produktion und den Vertrieb von Behälterglas. Das technische Geschäft betraf die Herstellung und weltweite Distribution von Maschinen und Ausrüstung steilen für die Behälterglasindustrie. Zum 31. Dezember 2015 wurden sämtliche für das operative technische Geschäft notwendigen Vermögenswerte im Rahmen eines Management-Buy-Outs veräußert. Die Saint-Gobain Oberland AG, Oberlandstraße, 88410 Bad Wurzach, Deutschland, beschäftigt im Konzern zum Stichtag 3.182 Mitarbeiter (Vorjahr: 3.154). Der vorliegende Konzernabschluss wurde unter Beachtung aller am Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie aller für das abgelaufene Geschäftsjahr verbindlichen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden verschiedene Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Konzernwährung ist der Euro. Alle Beträge werden in Tausend Euro (TEUR) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist. Mit Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung am 17. Dezember 2015 wird das Geschäftsjahr verschoben und beginnt zukünftig am 01. März eines Kalenderjahres und endet am letzten Tag des Februars des folgenden Kalenderjahres. Für den Zeitraum vom 01. Januar 2016 bis zum 29. Februar 2016 wird ein Rumpfgeschäftsjahr gebildet. B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENAllgemein Die folgenden Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden sind in den dargestellten Berichtsperioden angewandt worden. Sie wurden von allen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen angewandt. Neue Rechnungslegungsstandards Das IASB (International Accounting Standards Board) und das IFRIC (International Financial Reporting Interpretations Committee) haben folgende für den Saint-Gobain Oberland Konzern relevante Standards herausgegeben: Erstmals angewandte Rechnungslegungsstandards:
Die Anwendung der geänderten Standards hatte keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung des Konzernabschlusses der Saint-Gobain Oberland AG. Erlassene, von der EU übernommene und noch nicht angewandte Rechnungslegungsstandards mit Angabe des Zeitpunkts des Inkrafttretens:
Aus heutiger Sicht ist nicht zu erwarten, dass die künftige erstmalige Anwendung der Standards und Interpretationen wesentliche Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse haben wird. Geschäfts- oder Firmenwerte Beim Erwerb eines Unternehmens werden dessen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden zum Zeitpunkt des Erwerbs zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt, ggf. vorzunehmende Anpassungen dieser Werte werden innerhalb von 12 Monaten vorgenommen. Ein Geschäfts- oder Firmenwert stellt die Differenz zwischen Anschaffungskosten und anteiligem, mit beizulegendem Zeitwert bewerteten Nettovermögen dar. Sollte das anteilige Nettovermögen die Anschaffungskosten übersteigen, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Für in der Konzernbilanz angesetzte Geschäfts- oder Firmenwerte wird jedes Kalenderjahr mindestens ein Impairment-Test gemäß IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten) durchgeführt, der auf den 5-Jahres-Geschäftsplänen der CGU, denen sie zugeordnet werden, basiert. Dabei wird untersucht, wie sich das Maximum aus Netto-veräußerungswert und Nutzungswert (erzielbarer Betrag) zum Buchwert der CGU verhält. Sollte der erzielbare Betrag unter dem Buchwert liegen, wird eine entsprechende Wertminderung vorgenommen. Zur Ermittlung des Nettoveräußerungswerts liegen keine verwertbaren Marktdaten vor. Der Vorstand der Saint-Gobain Oberland AG geht jedoch davon aus, dass dieser unter Einbeziehung sämtlicher Transaktionskosten unter dem Nutzungswert liegt. Auf Goodwills erfasste Wertminderungen werden nicht rückgängig gemacht. Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen und Wertminderungen bewertet. Abgesehen von den Emissionsberechtigungen sind die Immateriellen Vermögenswerte zeitlich begrenzt nutzbar und werden in längstens 8 Jahren linear abgeschrieben, enthalten sind Software und Lizenzen. Geschäfts- und Fabrikgebäude werden in längstens 5o Jahren, Maschinen und maschinelle Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung überwiegend in bis zu 12 Jahren planmäßig abgeschrieben. Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear. Teile von Sachanlagen mit einem bedeutsamen Anschaffungswert im Verhältnis zum gesamten Wert des Vermögenswerts werden getrennt abgeschrieben. Emissionsberechtigungen Die Saint-Gobain Oberland AG verfügt aktuell über entgeltlich und unentgeltlich erworbene Emissionsberechtigungen. Die unentgeltlich erworbenen Zertifikate werden zum Erinnerungswert von EUR 1 angesetzt. Für im Berichtsjahr in Anspruch genommene und somit im Folgejahr zurückzugebende Emissionsberechtigungen wird eine Rückstellung in entsprechender Höhe gebildet. Wertberichtigungen auf langfristige Vermögenswerte Langfristig genutzte Vermögenswerte werden gemäß IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten) auf Werthaltigkeit überprüft, sobald Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswertes oder einer Gruppe von Vermögenswerten bzw. einer Cash Generating Unit (CGU) den beizulegenden Wert überschreiten könnte. In diesem Fall wird der Buchwert mit dem höheren Betrag entweder aus dem Nettoveräußerungserlös oder dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows aus der Nutzung der Vermögenswerte verglichen. Wenn der Grund für die Wertberichtigung annahmebedingt entfallen ist, werden Zuschreibungen bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. Vermögenswerte, die zukünftig weder aus der Nutzung noch aus der Veräußerung Cashflows erwirtschaften, werden ergebniswirksam ausgebucht. Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Anstelle der planmäßigen Abschreibung ist eine jährliche Überprüfung der Werthaltigkeit nach IAS 36 vorzunehmen. Leasing Leasingvereinbarungen werden nach Prüfung der Kriterien des IAS 17 entweder als Operating Lease oder als Finance Lease behandelt. Die Klassifizierung richtet sich danach, wer die wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, trägt. Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern Leasinggeber ist und alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Leasingnehmer überträgt, werden beim Leasinggeber als Verkaufs- und Finanzierungsgeschäft angesetzt. In Höhe des Nettoinvestitionswertes aus dem Leasingverhältnis wird eine Forderung angesetzt und die Zinserträge werden erfolgswirksam erfasst. Alle übrigen Leasingtrans-aktionen, bei denen der Konzern Leasinggeber ist, werden als Operating Lease erfasst. In diesem Fall verbleibt der verleaste Vermögenswert in der Konzernbilanz und wird planmäßig abgeschrieben. Leasingraten werden bei Forderungsentstehung als Ertrag ausgewiesen. Saint-Gobain Oberland AG Geschäftsbericht 2015 Bei Leasingvereinbarungen, bei denen der Konzern als Leasingnehmer auftritt, werden die Leasingraten beim Operating Lease bei Entstehung der Verbindlichkeit als Aufwand erfasst. Beim Finance Lease werden zu Beginn der Laufzeit sowohl ein Vermögenswert als auch eine Schuld in gleicher Höhe angesetzt, und zwar entweder mit dem beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstands oder dem Barwert der Mindestleasing-z ahlungen, sofern dieser niedriger ist. Der Vermögenswert wird über den Zeitraum der erwarteten Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Leasingzahlungen werden in einen Finanzierungs- und in einen Tilgungsanteil der jeweiligen Restschuld aufgeteilt. Vorräte Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich noch anfallender Kosten. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Einstandspreisen bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt mit den Herstellungskosten, diese umfassen die direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Wertminderungen für Risiken als Folge eingeschränkter Verwendbarkeit sowie zur Beachtung der verlustfreien Bewertung sind in angemessenem Umfang berücksichtigt. Finanzinstrumente Bei Finanzinstrumenten handelt es sich um Positionen, die gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Finanzielle Vermögenswerte umfassen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Sonstige Forderungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie sonstige kurz- und langfristige Vermögenswerte. Maßgeblich für den erstmaligen Ansatz in der Bilanz und für die Ausbuchung der finanziellen Vermögenswerte ist für alle Kategorien der finanziellen Vermögenswerte einheitlich der Handelstag, d.h. der Tag, an dem die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf eingegangen wurde. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Darunter fallen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie originäre und derivative Finanzverbindlichkeiten. Finanzinstrumente werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode oder zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Soweit im Folgenden beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten nicht explizit angegeben sind, weichen sie nicht oder nur geringfügig von den Buchwerten ab. Der beizulegende Zeitwert von Finanzverbindlichkeiten ergibt sich als Barwert der zukünftig zu erwartenden Cashflows. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze. Übrige finanzielle Vermögenswerte Alle sonstigen Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen, da kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und ihr beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann. Ausleihungen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Dabei werden unverzinsliche und niedrigverzinsliche Ausleihungen mit dem Barwert angesetzt. Liegen wesentliche objektive Anzeichen für eine dauerhafte Wertminderung vor, wird diese erfolgswirksam erfasst. Forderungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Verbindlichkeiten Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Nennwert angesetzt. Um individuelle Risiken abzudecken, werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Das allgemeine Kreditrisiko wird dadurch berücksichtigt, dass Wertberichtigungen durchgeführt werden, die auf empirischen Erfahrungswerten beruhen. Verbindlichkeiten werden grundsätzlich unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden in Übereinstimmung mit IAS 21 bewertet. Forderungen werden ausgebucht, sobald die Bedingungen gemäß IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung) erfüllt sind. Derivative Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente werden zur Absicherung von Währungs- und Preis-änderungsrisiken eingesetzt. Als Instrumente werden hierzu marktgängige Devisen-und Warentermingeschäfte angewandt. Der Einsatz solcher Derivatkontrakte ist durch Richtlinien geregelt und unterliegt einer ständigen Risikokontrolle. Sämtliche derivativen Finanzinstrumente werden gemäß IAS 39 (Finanzinstrumente) am Erfüllungstag zu Anschaffungskosten erfasst und danach zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei Cashflow-Hedges wird der effektive Teil der Marktwertänderung in die Position Andere Gewinnrücklagen eingestellt. Aktienbasierte Vergütung Anteilsbasierte Vergütungsmodelle werden gemäß den Vorschriften von IFRS 2 bewertet und abgebildet. Bei der Saint-Gobain Oberland Gruppe finden die Regeln für anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente (equity-settled) Anwendung. In diesem Zusammenhang werden Instrumente abgebildet, die vom ehemaligen Mutterunternehmen Compagnie de Saint-Gobain S.A. sowie von der Horizon Intermediate Holdings SCA den Mitarbeitern der Saint-Gobain Oberland Gruppe gewährt werden, d. h. Instrumente, bei denen Saint-Gobain Oberland weder rechtlich noch faktisch eine Verpflichtung zur Erfüllung der Optionen und Zusagen gegenüber den Mitarbeitern eingeht. Diese Verpflichtung verbleibt bei der Compagnie de Saint-Gobain S.A. bzw. bei der Horizon Intermediate Holdings SCA. Auch nach dem Verkauf von Verallia an Apollo bleiben die bereits gemachten Zusagen für die Optionsprogramme und die Zuteilung der Aktien im Rahmen des Aktienprogramms ‚Attribution Gratuite d’Actions‘ (AGA) bestehen. Aufgrund von IFRS 2 werden ein eventuell entstehender Dienstzeitaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie eine entsprechende Gegenbuchung im Eigenkapital unter der Position Kapitalrücklage ausgewiesen. Die Höhe des Dienstzeitaufwands wird indirekt anhand der beizulegenden Zeitwerte der Eigenkapitalinstrumente am Gewährungsstichtag ermittelt. Der gesamte Dienstzeitaufwand ergibt sich durch Multiplikation der Anzahl der gewährten Eigenkapitalinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert der Instrumente am Gewährungsstichtag. Wenn die Eigenkapitalinstrumente noch in der Berichtsperiode der Gewährung ausübbar sind und auch ausgeübt werden, erfolgt eine Verbuchung in voller Höhe mit einer entsprechenden Erhöhung im Eigenkapital. Ist die Ausübung der Optionen von der Ableistung einer bestimmten zukünftigen Dienstzeit abhängig, wird ein entsprechender Dienstzeitaufwand gleichmäßig auf den künftigen Erdienungszeitraum mit einer einhergehenden Erhöhung des Eigenkapitals verteilt. Latente Steuern Aktive und passive latente Steuern werden gemäß IAS 12 (Ertragsteuern) für temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen der einzelnen Steuerbilanzen und der Konzernbilanz und soweit zulässig auf Verlustvorträge gebildet. Latente Steueransprüche werden in dem Maße bilanziert, wie es wahrscheinlich ist, dass zukünftige zu versteuernde Gewinne verfügbar sein werden. Der Ermittlung der latenten Steuern liegen in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt erwartete Steuersätze zugrunde. Diese basieren grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen. Eine Verrechnung von aktiven latenten Steuern mit passiven latenten Steuern erfolgt, soweit die in IAS 12.74 genannten Kriterien vorliegen. Pensionsrückstellungen Rückstellungen für Pensionen werden gemäß IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung erfolgt auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung von biometrischen Annahmen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden innerhalb des Eigenkapitals erfasst und im Sonstigen Ergebnis dargestellt. Der Aufwand aus der Dotierung der Pensionsrückstellungen ist den Personalaufwendungen, der enthaltene Zinsanteil dem Zinsaufwand zugeordnet. Sonstige Rückstellungen Sonstige Rückstellungen werden angesetzt, soweit rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen und wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen, die zuverlässig ermittelbar sind. Sie werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet. Dieser ergibt sich auf der Basis der bestmöglichen Schätzung. Verpflichtungen aus bereits vollzogenen Liefer- und Leistungsbeziehungen, die einen höheren Sicherheitsgrad bezüglich der Höhe und des Zeitpunktes der Erfüllung der Verbindlichkeit haben, werden unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der in den Aufwendungen für Arbeitnehmerjubiläen und Altersteilzeit enthaltene Zinsanteil der Rückstellungszuführung wird im Zinsaufwand gezeigt. Umsatzrealisierung Umsatzerlöse werden unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Skonti, Boni oder Rabatten zu dem Zeitpunkt erfasst, zu dem die maßgeblichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum der verkauften Waren und Erzeugnisse verbunden sind, auf den Käufer übertragen wurden, ein Preis vereinbart und bestimmbar ist und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann. Erträge werden erfasst, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass der mit dem Geschäft verbundene wirtschaftliche Nutzen zufließen wird. Verwendung von Schätzungen Bei der Erstellung der Abschlüsse sind Schätzungen und Annahmen erforderlich, die die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventual-verbindlichkeiten am Bilanzstichtag und die Höhe der Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum beeinflussen. Die zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die den Werthaltigkeitstests zugrunde gelegten Planungs- und Bewertungsprämissen, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen sowie auf die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Aufgrund der unsicheren Wirtschaftslage, unsicherer Prognoseaussichten und anderer Ereignisse können die tatsächlichen Ergebnisse von den Schätzungen abweichen. Die Schätzungen und zugrunde liegenden Annahmen werden laufend überprüft. Korrekturen von Schätzungen werden in der Periode erfasst, in der die Schätzung überprüft wurde. Im Weiteren verweisen wir auf die Punkte 7,13 und 20. Währungsumrechnung Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Konzernunternehmen erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung gemäß IAS 21 (Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse) nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Da die Tochtergesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht im Sinne des IAS 21 selbständig betreiben, ist die funktionale Währung grundsätzlich identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft. Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung von Tochterunternehmen, die in fremder Währung aufgestellt sind, werden grundsätzlich mit Jahresdurchschnittskursen, Vermögenswerten und Schulden zu Stichtagskursen sowie Posten des Eigenkapitals zu historischen Kursen umgerechnet. Der sich aus der Umrechnung des Eigenkapitals ergebende Währungsunterschied wird im Sonstigen Ergebnis erfasst. Die Umrechnungs-differenzen, die aus der abweichenden Umrechnung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung resultieren, werden ebenfalls erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen. Ein im Zusammenhang mit dem Erwerb ausländischer Tochtergesellschaften entstandener Geschäfts- oder Firmenwert sowie Marktwertanpassungen werden als Vermögenswerte und Schulden des erworbenen Unternehmens behandelt und zum Stichtagskurs umgerechnet. In den Abschlüssen der einzelnen Konzernunternehmen werden monetäre Posten in Fremdwährung gemäß IAS 21 umgerechnet. Die Währungsumrechnungsdifferenzen werden im Operativen Ergebnis erfasst. Die der Währungsumrechnung zugrunde liegenden Wechselkurse haben sich im Verhältnis zu einem Euro wie folgt verändert: scroll
C. ANGABEN ZUR KONSOLIDIERUNGKonsolidierungsgrundsätze Bei bereits vor dem 01. Januar 2004 dem Konsolidierungskreis der Saint-Gobain Oberland AG angehörenden Unternehmen wurde die Befreiungsregel des IFRS 1 in Anspruch genommen, wonach die bisherigen Konsolidierungsmaßnahmen beibehalten werden können. Die Kapitalkonsolidierung dieser Unternehmen erfolgte nach der Buchwertmethode zum Zeitpunkt des Erwerbs oder zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss. Der daraus resultierende Unterschiedsbetrag wurde voll mit den Gewinnrücklagen des Konzerns verrechnet. Für nach dem 01. Januar 2004 erworbene Unternehmen erfolgt die Kapitalkonsolidierung gemäß IFRS 3 (Unternehmenszusammenschlüsse) nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem zum Marktwert bewerteten Konzernanteil am Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs. Die Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem anteiligen Eigenkapital wird gemäß IFRS 3, soweit sie auf stillen Reserven oder stillen Lasten beruht, den Vermögenswerten und Schulden des Tochterunternehmens zugeordnet. Ein verbleibender positiver Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem Anteil am mit beizulegendem Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und mindestens jährlich einer Prüfung auf Werthaltigkeit unterzogen. Ein passiver Unterschiedsbetrag wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Vermögenswerte, Schulden, Rückstellungen, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse aus konzerninternen Transaktionen (Zwischengewinne) werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Die steuerliche Auswirkung erfolgswirksamer Konsolidierungsmaßnahmen wird durch eine entsprechende Anpassung der latenten Steuern berücksichtigt. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss des Saint-Gobain Oberland Konzerns sind, neben der Saint-Gobain Oberland AG, wie im Vorjahr 1 inländisches und 5 ausländische Tochterunternehmen einbezogen, bei denen Beherrschung vorliegt:
Die Aufstellung des Anteilsbesitzes des Saint-Gobain Oberland Konzerns und der Saint-Gobain Oberland AG mit Stand vom 31. Dezember 2015 ist im Abschnitt M als Bestandteil dieses Anhangs enthalten. D. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG(1) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse resultieren in erster Linie aus dem Verkauf von Erzeugnissen und Waren. Für weitere Erläuterungen zu den Umsatzerlösen verweisen wir auf den Abschnitt der Segmentberichterstattung. (2) Operatives Ergebnis Im Operativen Ergebnis sind insgesamt Abschreibungen in Höhe von TEUR 34.181 (Vorjahr: TEUR 63.413) enthalten. Für weitere Angaben hierzu verweisen wir auf Punkt (7) Langfristige Vermögenswerte. Außerdem beinhaltet das Operative Ergebnis Leistungen an Arbeitnehmer im Sinne von IAS 19 in Höhe von TEUR 108.629 (Vorjahr: TEUR 110.767), Materialaufwand inkl. Bestandsveränderungen der fertigen und unfertigen Erzeugnisse in Höhe von TEUR 215.382 (Vorjahr: TEUR 233.205) sowie operative Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von TEUR 3.323 (Vorjahr: TEUR 391). Die Sonstigen Erträge enthalten Versicherungserstattungen in Höhe von TEUR 340 (Vorjahr: TEUR 35o). Die Sonstigen Aufwendungen enthielten letztes Jahr hauptsächlich Wertminderungen von Geschäfts- und Firmenwerten sowie langfristigen Vermögenswerten in Höhe von insgesamt TEUR 22.029, dieses Jahr sind u. a. Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Management-Buy-Out der GPS Oberland GmbH in Höhe von TEUR 6.105 enthalten. Diese resultieren aus der Veräußerung von Sachanlagen, Vorräten, geleisteten und erhaltenen Anzahlungen sowie aus Restrukturierungsaufwendungen. Die Aufwendungen für Abfindungen inklusive der o.g. Restrukturierungsaufwendungen betragen im Berichtsjahr TEUR 2.307 (Vorjahr: TEUR 361). (3) Finanzergebnis scroll
Die Gesamtzinserträge für finanzielle Vermögenswerte gemäß IAS 39 belaufen sich auf TEUR 81 (Vorjahr: TEUR 92), die entsprechenden Zinsaufwendungen für finanzielle Verbindlichkeiten auf TEUR 8.153 (Vorjahr: TEUR 7.239). (4) Ertragsteuern Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind die in den einzelnen Ländern gezahlten bzw. geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die latenten Steuern für die deutschen Gesellschaften des Saint-Gobain Oberland Konzerns werden ab 01. Januar 2013 nach dem seit 01. Januar 2008 geltenden Körperschaftsteuersatz von 15 %, einem Solidaritätszuschlag von 5,5 % und einer durchschnittlichen Gewerbeertragsteuer von 14,88 % mit einem Gesamtsteuersatz von 30,7 % berechnet. Die Berechnung ausländischer Ertragsteuern basiert auf den in den einzelnen Ländern gültigen Gesetzen und Verordnungen. Der angewandte Ertragsteuersatz für Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA‘ lag im Berichtsjahr unverändert bei 18 %, der Steuersatz für die russischen Konzernunternehmen wie im Vorjahr bei 20 %. Für thesaurierte Ergebnisse bei Tochterunternehmen in Höhe von TEUR 3.006 (Vorjahr: TEUR 845) wurden keine latenten Steuern gebildet. Steueraufwand scroll
Der Unterschied zum erwarteten Ertragsteueraufwand lässt sich wie folgt überleiten: scroll
Die Auswirkungen der Verluste des laufenden Jahres, für die kein latenter Steueran-spruch gebildet wurde, sind fast ausschließlich JSC ”Kavminsteklo“ zuzuordnen. Obwohl die Verluste grundsätzlich steuerlich bis zu 10 Jahre vortragbar sind, werden sie gemäß IAS 12.35 nicht angesetzt. Die derzeit ungenutzten steuerlichen Verlust¬vorträge von JSC ”Kavminsteklo“, für die keine latenten Steuern angesetzt wurden, sind maximal vortragbar bis 2020 (TEUR 2.544, Vorjahr: TEUR 3.517), 2021 (TEUR 6.148, Vorjahr: TEUR 6.857), 2022 (TEUR 8.851, Vorjahr: TEUR 9.871), 2023 (TEUR 8.293, Vorjahr: TEUR 9.249), 2024 (TEUR 7.031, Vorjahr: TEUR 7.842) sowie 2025 (TEUR 6.558). Die Änderungen innerhalb der einzelnen Jahre resultieren hauptsächlich aus Währungsumrechnung (5) Ergebnis je Aktie Die Anzahl der Aktien betrug im Jahr 2015, wie im Jahr 2014, unverändert 1.000.000 Stück. Einflüsse, die darüber hinaus zu einer Verwässerung des Ergebnisses je Aktie führen könnten, existieren nicht. Das Ergebnis je Aktie ermittelt sich anhand der folgenden Übersicht: scroll
(6) Dividende je Aktie scroll
Aufgrund des Verlustvortrags wird die Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2015 erneut ausgesetzt. (7) Langfristige Vermögenswerte Entwicklung des Anlagevermögens 2014 scroll
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Entwicklung des Anlagevermögens 2015 scroll
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Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte sowie der sonstigen langfristigen Vermögenswerte Als CGUs mit zugeordnetem Geschäfts- oder Firmenwert wurden ursprünglich die Tochterunternehmen JSC "Kavminsteklo", ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod sowie Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYK identifiziert. Der auf Kavminsteklo sowie der auf Zorya entfallende Goodwill wurden im Vorjahr vollständig abgeschrieben. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod wurde auf Basis der diskontierten Free Cashflows ermittelt. Entsprechend wurden die Auswirkungen der innerhalb einer als wahrscheinlich anzusehenden Bandbreite liegenden möglichen Abweichungen der durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (WACC) sowie der Free Cashflows analysiert. Der zugrunde liegende 5-Jahres-Plan berücksichtigt sowohl vergangene Erfahrungen als auch externe Informationsquellen. Hierbei werden vor allem Annahmen über künftige Steigerungen der Verkaufspreise bzw. -mengen und die Entwicklung der Kosten getroffen. Neue Entwicklungen, wie beispielsweise die erwarteten höheren Absatzpotenziale im Premiumsegment, sind in der Planung enthalten und können bei Nichterreichung zu einem entsprechenden Wertminderungsaufwand führen. Der prognostizierte Cashflow des 5. Jahres wird zur Verdeutlichung der nachhaltigen Ertragserwartungen und zur Harmonisierung der relativ langen Investitionszyklen mit den danach angenommenen Wachstumsraten individuell für 3 Jahre fortgeschrieben. Der durchschnittliche jährlich angenommene Free Cashflow liegt bei TEUR 4.156 (Vorjahr: TEUR 4.349). Anschließend erfolgt eine Fortschreibung als ewige Rente mit einer Wachstumsrate in Höhe von 4,0% unter Berücksichtigung einer wachstumsbedingten Thesaurierung. Basis sind die entsprechend vorhandenen Marktinformationen. Der für die Free Cashflows verwendete Abzinsungssatz entspricht den gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten unter Berücksichtigung der speziellen Risiken der jeweiligen CGU und liegt bei 12,8 % (Vorjahr: 12,5 %). Insbesondere geopolitische Einflüsse in Russland führten im Vergleich zum Vorjahr erneut zu leichten Erhöhungen der durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten. Die Stabilisierung des operativen Geschäfts wurde bei den erwarteten zukünftigen Cashflows berücksichtigt. Die Position „Geschäfts- oder Firmenwerte" in der Konzernbilanz enthält zum 31. Dezember 2015 wie oben beschrieben nur noch den auf ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod entfallenden Goodwill in Höhe von TEUR 2.000 (Vorjahr: TEUR 2.231). Die Änderungen resultieren hier ausschließlich aus Währungsumrech-nungsdifferenzen, insgesamt TEUR 231. Bei ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod beträgt der geschätzte erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit TEUR 38.658 und war um TEUR 5.731 höher als der Carrying Amount. Das Management hat als 2 wesentliche Annahmen die WACC und die Cashflow-Prognosen identifiziert, die dazu führen könnten, dass sich der jeweils erzielbare Betrag signifikant ändert. Eine Veränderung der als am wahrscheinlichsten angenommenen WACCs um +/ 5o Basispunkte würde die erzielbaren Beträge der einzelnen CGU Kamyshin rechnerisch um TEUR 2.119 verringern/TEUR 2.374 erhöhen (Vorjahr: TEUR 2.035 verringern/ TEUR 2.279 erhöhen). Analog dazu würde eine Veränderung der als am wahrscheinlichsten angenommenen Free Cashflows um jeweils +/-10 % den erzielbaren Betrag um TEUR 4.524 erhöhen/ verringern (Vorjahr: um TEUR 4.701 erhöhen/verringern). Die negative Auswirkung der den Free Cashflows sowie den WACCs zugrunde gelegten Sensitivitäten würden immer noch zu keinem Wertminderungsaufwand führen. (8) Langfristige Forderungen Die Langfristigen sonstigen Forderungen enthielten im Vorjahr hauptsächlich Forderungen aus Finanzierungsleasing. Bezüglich weiterer Erläuterungen zum Finanzierungsleasing verweisen wir auf Kapitel (18) Leasingverhältnisse. Dieses Jahr resultiert der größte Teil und damit der Anstieg der Bilanzposition aus langfristigen Kaufpreisforderungen aus dem Asset Deal der GPS Oberland GmbH. (9) Vorräte scroll
Die Abwertungen betragen 2015 insgesamt TEUR 8.892 (Vorjahr: TEUR 9.503), der Bestand der Vorräte vor Abwertungen beträgt TEUR 116.884 (Vorjahr: TEUR 117.445). (10) Kurzfristige Vermögenswerte scroll
Im Rahmen des Forderungsmanagements werden im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen revolvierend verkauft. Per 31. Dezember 2015 wurden wie im Vorjahr Forderungen mit einem Nominalwert von TEUR 2.192 (Vorjahr: TEUR 4.453) unter Berücksichtigung vertraglich vereinbarter Kaufpreiseinbehalte für mögliche Beeinträchtigungen verkauft. Diese Forderungsverkäufe führten zu einer Ausbuchung aus der Bilanz, es wurden hieraus Zahlungseingänge in Höhe von TEUR 2.104 (Vorjahr: TEUR 4.275) erzielt. Im Rahmen dieser Verkäufe behält der Konzern Rechte und unwesentliche Pflichten zurück; hierzu zählen vor allem die Forderungen aus Kaufpreiseinbehalten sowie die Erbringung von Abwicidungsdienstleistungen. Die bilanzierten Vermögenswerte betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 88 (Vorjahr: TEUR 178), was dem maximalen Verlustrisiko entspricht. Dieses Risiko ist als äußerst gering eingestuft. Zusätzlich wurden im Berichtsjahr Forderungen mit einem Nominalwert in Höhe von TEUR 38.381 mit einem Zahlungseingang in Höhe von TEUR 36.462 verkauft. Der Kaufpreiseinbehalt in Höhe von TEUR 1.919 wurde in den Sonstigen Vermögenswerten erfasst. Für einen Teil der verkauften Forderungen (TEUR 1.804) verbleiben alle Chancen und Risiken bei der Saint-Gobain Oberland AG, dieser Teil wurde entsprechend unter den Sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Besicherung dieses Betrages erfolgt durch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. (11) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich im Wesentlichen aus Bankguthaben zusammen. (12) Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete und eingezahlte Kapital der Saint-Gobain Oberland AG, Bad Wurzach, beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 26.00o. Es setzt sich aus 1.000.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien zusammen, der Nennwert pro Aktie beträgt EUR 26. Mit Wirkung zum 29. Oktober 2015 hat uns die BRH Holdings GP, Ltd., aufgrund der Vorschriften des § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil durch die indirekte Beteiligung an der Saint-Gobain Emballage S.A., Courbevoie, 96,7% beträgt. Aufgrund dieser Mehrheitsbeteiligung wird die Saint-Gobain Oberland AG in den Konzernabschluss der Horizon Parent Holdings S ä rd., Luxemburg, die ebenfalls eine Tochtergesellschaft der BRH Holdings GP, Ltd., ist, einbezogen. Dieser Konzernabschluss kann beim Registre de Commerce et des Socihts de Luxembourg, Luxemburg, eingesehen werden. Rücklagen Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien sowie Beiträge des Mutterunternehmens. Gesetzliche Rücklage Es handelt sich um die Gesetzliche Rücklage im Sinne des Aktiengesetzes. Andere Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen enthalten in der Vergangenheit erzielte Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Bestandteil der Gewinnrücklagen sind auch die erfolgsneutralen Anpassungen im Rahmen der erstmaligen Anwendung der IFRS. Aktive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung von Tochtergesellschaften vor dem 01. Januar 2004 in Höhe von TEUR1o.007 wurden vollständig mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Die aktiven Unterschiedsbeträge aus den Kapitalkonsolidierungen ab 2005 werden, sofern werthaltig, gemäß IFRS 3 als Geschäfts- oder Firmenwert separat in der Konzernbilanz ausgewiesen, die passiven Unterschiedsbeträge werden erfolgswirksam vereinnahmt. Unterschiedsbeträge aus dem Erwerb von Minderheitsanteilen werden gemäß IAS 27.31 direkt mit den Anderen Gewinnrücklagen verrechnet. Weiterhin werden Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen mit einbezogen. Gemäß IAS 19 werden die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste und die darauf entfallenden latenten Steuern erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis erfasst. Anteile anderer Gesellschafter Die Anteile anderer Gesellschafter enthalten deren Kapitalanteil, das anteilige Jahresergebnis und die anteiligen Währungseffekte an den ausländischen Tochterunternehmen. (13) Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Pensionsrückstellungen sind für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter sowie deren Hinterbliebene gebildet. Die betriebliche Altersversorgung ist durch leistungsorientierte Pläne und S achbezugsabgeltung von Deputatverpflichtungen geregelt, wobei die zugesagten Leistungen durch das Unternehmen erfüllt werden. Die Wertigkeit der individuellen Versorgungszusagen ist dabei abhängig vom jeweiligen Werk. Für die Höhe der Versorgungsbezüge sind die Anzahl der geleisteten Dienstjahre und die zugesagte Leistung pro Dienstjahr maßgebend. Bei diesen leistungsorientierten Zusagen kommen die generellen rentenrechtlichen Bestimmungen zur Anwendung. Die Finanzierung erfolgt durch die Dotierung von Rückstellungen. Die Höhe der Pensionsverpflichtungen wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, dabei spielen neben den Annahmen zur Lebenserwartung folgende Prämissen eine maßgebliche Rolle: scroll
Die Pensionspläne der einzelnen Standorte wurden aufgrund ihrer Gleichartigkeit zusammengefasst. Sie belasten den Konzern mit versicherungsmathematischen Risiken, wie beispielsweise dem Langlebigkeitsrisiko, Währungsrisiko, Zinsrisiko und Marktrisiko. Der Abzinsungsfaktor für Pensionsverpflichtungen wird auf Grundlage der am Bilanzstichtag beobachtbaren Renditen erstrangiger festverzinslicher Anleihen ermittelt. Eine Änderung des Abzinsungsfaktors um +/ 5o Basispunkte hätte bei ansonsten konstant gehaltenen Annahmen eine Verringerung/Erhöhung der Versorgungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 4.658/5.208 (Vorjahr: TEUR 5.163/5.783) zur Folge. Eine Änderung der Inflationsrate um +/ 0,5 Prozentpunkte hätte eine Steigerung/Abnahme der Versorgungsverpflichtungen um TEUR 2.181/2.017 (Vorjahr: TEUR 2.409 /2.223) zur Folge. Die Versorgungsverpflichtung aus den Pensionsplänen und den Deputatverpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Die versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste bestehen im Wesentlichen aus Änderungen der finanziellen Annahmen. Zur gesetzlichen Rentenversicherung wurden Arbeitgeberanteile in Höhe von TEUR 8.504 (Vorjahr: TEUR 9.316) entrichtet. Entwicklung des Anwartschaftsbarwerts der Versorgungszusagen scroll
Die Pensions- und Deputatverpflichtungen teilen sich folgendermaßen auf die Versorgungsberechtigten auf: scroll
Die durchschnittliche Laufzeit der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen beträgt zum 31. Dezember 2015 13,3 Jahre. Die in 2016 zu zahlenden Versorgungsleistungen werden für die Pensionsverpflichtungen mit TEUR 4.256 und für die Deputatverpflichtungen mit TEUR 77 geschätzt. Entwicklung der Rückstellungen scroll
Bei den übrigen Personalverpflichtungen handelt es sich hauptsächlich um Verpflichtungen aus Arbeitnehmerjubiläen sowie der Inanspruchnahme der Altersteilzeit-regelung. Die Veränderung der Rückstellungen für übrige Personalverpflichtungen führte zu Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 74). Die Kurzfristigen Rückstellungen beinhalten Verpflichtungen aus dem Absatzbereich, insbesondere Garantieverpflichtungen. (14) Latente Steueransprüche und -schulden scroll
Der Ausweis der latenten Steuern in der Bilanz erfolgt bei Erfüllung der nach IAS 12.74 geforderten Kriterien saldiert. Die latenten Steuern auf im Sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen resultieren im Berichtsjahr ausschließlich aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten aus Pensionsrückstellungen. Ansonsten entsprechen die Veränderungen der Bilanzpositionen abgesehen von Währungsumrechnungsdifferenzen den in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Beträgen. (15) Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten Die Langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Schulden gegenüber verbundenen Unternehmen. (16) Kurzfristige Schulden scroll
Die Kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten bestehen größtenteils aus Schulden gegenüber verbundenen Unternehmen. (17) Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten scroll
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Die Wertberichtigungen zum 31. Dezember 2014 wurden im Berichtsjahr größtenteils verbraucht oder aufgelöst. Die Wertberichtigungen zum 31. Dezember 2015 wurden somit überwiegend im abgelaufenen Geschäftsjahr gebildet. Bei als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifizierten Finanzinstrumenten handelt es sich um Beteiligungen. Für die Beteiligungen lässt sich der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich ermitteln, da sie keinen notierten Preis auf einem aktiven Markt aufweisen. Die Beteiligungen werden mit ihren Anschaffungskosten abzüglich erforderlicher Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Finanzielle Vermögenswerte werden zum Erfüllungstag bilanziert. Bei den übrigen Finanzinstrumenten handelt es sich im Wesentlichen um kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie langfristige finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 145.516 (Vorjahr: TEUR 2.918). Bei den langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten waren zum 31. Dezember 2014 Darlehen auf Basis der Moscow Prime Offered Rate mit Endfälligkeit im 2. Ouartal 2016 enthalten. Zum 31. Dezember 2015 besteht diese Bilanzposition aus einem im 3. Ouartal 2023 endfälligen Darlehen gegenüber einem verbundenen Unternehmen. Das maximale Kreditausfallrisiko entspricht jeweils dem Buchwert. Die Nettogewinne /-verluste der Kredite und Forderungen bestehen im Wesentlichen aus Wertberichtigungen, die in den Umsatzkosten erfasst sind, während die Nettogewinne /-verluste der zum Restbuchwert bewerteten finanziellen Schulden aus Zinsen bestehen, die im Zinsergebnis erfasst werden. Die Nettogewinne resultieren hauptsächlich aus Finanzinstrumenten, die am Bilanzstichtag ausgewiesen sind. Gemäß IFRS 13 sind Finanzinstrumente entsprechend der jeweils zugrunde gelegten Bewertungstechnik zur Darstellung der Fair-Value-Hierarchie in 3 Stufen zu gliedern: Stufe i umfasst Finanzinstrumente mit auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten notierten Preisen. Stufe 2 beinhaltet Finanzinstrumente, die nicht unter Stufe 1 fallen und deren Inputfaktoren von einem aktiven Markt direkt oder indirekt ableitbar sind. Stufe 3 enthält Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, deren Bewertung nicht auf beobachtbaren Marktdaten basiert. Die einzelnen Kategorien lassen sich wie folgt auf die Bilanz überleiten: scroll
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Der beizulegende Zeitwert der langfristigen Bilanzpositionen (langfristige finanzielle Verbindlichkeiten und Sonstige Forderungen) entspricht näherungsweise deren Buchwert. Der beizulegende Zeitwert ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cashflows, die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze. Die langfristigen Bilanzpositionen sind Stufe 2 zuzuordnen. Alle übrigen Finanzinstrumente werden Stufe 3 zugeordnet und zum Buchwert angesetzt, da dieser einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt. Der Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist. Ein Teil der kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten der russischen Konzerngesellschaften wurde unter der Voraussetzung gewährt, dass dort bestimmte Kennzahlen eingehalten werden. Die überfälligen Forderungen betragen zum 31. Dezember 2015 TEUR 7.365 (Vorjahr: TEUR 6.132), davon sind TEUR 2.471 länger als 3o Tage überfällig (Vorjahr: TEUR 2.759). Sie wurden in Höhe von TEUR 1.282 (Vorjahr: TEUR 991) wertberichtigt. Sämtliche Forderungen und Kredite werden in dem Zeitpunkt, in dem sie als uneinbringlich eingestuft werden, wertberichtigt. Die Ausfallquote von weder überfälligen noch wertgeminderten Vermögenswerten tendiert gegen null. (18) Leasingverhältnisse Im Geschäftsjahr 2015 belief sich der Miet- und Leasingaufwand aus Operating Lease-Kontrakten auf TEUR 2.924 (Vorjahr: TEUR 2.570). Der Konzern mietet sowohl bewegliche als auch unbewegliche Wirtschaftsgüter an. Die Verträge weisen eine Grundmietzeit zwischen 1 und 10 Jahren auf. Zum Bilanzstichtag hatte der Konzern offene Verpflichtungen aus unkündbaren Operating Lease-Verhältnissen, die wie folgt fällig sind (Vorjahresbeträge in Klammem): scroll
Die Miet- und Leasingerträge aus Operating Lease-Kontrakten beliefen sich auf TEUR 188 (Vorjahr: TEUR 22o), die vertraglich vereinbarten Mindestleasingzahlungen verteilen sich auf: scroll
Bei den Operating Lease-Verhältnissen handelt es sich hauptsächlich um vermietete Grundstücke mit einer Grundmietzeit zwischen 1 und 25 Jahren. Die Forderungen aus Finanzierungsleasing betreffen Immobilien der Gesellschaft JSC "Kavminsteklo", die von den Mitarbeitern der Firma im Rahmen von Leasinggeschäften genutzt werden. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten der Immobilien betrugen TRUB 50.684, zum 31. Dezember 2015 entspricht dies TEUR 628 (Vorjahr: TEUR 701). Die Forderungen sind wie folgt fällig: scroll
(19) Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Eventualverbindlichkeiten Bestellobligo scroll
Eventualverbindlichkeiten Im Rahmen des Management-Buy-Outs bei der GPS Oberland GmbH hat die Saint-Gobain Oberland AG dem Käufer Garantien in Höhe von bis zu TEUR 1.500 übernommen. Es wird jedoch mit keiner Inanspruchnahme gerechnet, da die Erfüllungskriterien größtenteils von Oberland selbst beeinflusst werden können. (20) Risiken und Sicherungsmaßnahmen Die Saint-Gobain Oberland AG ist hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Schulden und geplanten Transaktionen verschiedenen Risiken ausgesetzt, Erläuterungen hierzu sind im Konzernlagebericht enthalten. Gemäß IFRS 7 sind für vorliegende Zinsrisiken Sensitivitätsanalysen vorzunehmen, die die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikoparametern auf das Ergebnis zeigen. So wäre das Ergebnis zum 31. Dezember 2015 bei einem um 5o Basispunkte höheren/niedrigeren Marktzinsniveau um TEUR 779 niedriger/höher gewesen (Vorjahr: TEUR 1.137). Bezüglich der Währungssensitivitäten sind operative Effekte aus der Währungsumrechnung des laufenden Geschäfts von Abschlüssen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, nicht zu berücksichtigen, da sie die Cashflows in lokaler Währung nicht berühren. Bei Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYK könnte eine mögliche Fakturierung in Euro in Zukunft jedoch wesentliche Auswirkungen auf die Umsatzerlöse haben. Außerdem führte ein in Euro gewährtes konzerninternes Darlehen an Kavminsteklo im Berichtsjahr zu Währungsverlusten in Höhe von TEUR 3.344. Wäre der Wechselkurs des Russischen Rubels im Vergleich zum Euro zum 31. Dezember 2015 um 10% schwächer/ stärker gewesen, hätten sich diese Verluste um TEUR 2.942 erhöht /TEUR 2.541 vermindert. Die verbleibenden operativen Fremdwährungspositionen stellen derzeit kein wesentliches potenzielles Risiko dar, auf entsprechende Sensitivitätsanalysen wird deshalb bis auf weiteres verzichtet. Ebenso ergeben sich aus der Umrechnung der lokalen Abschlüsse in die Berichtswährung signifikante Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital (siehe Punkt (12) Eigenkapital). Wäre der Wechselkurs sowohl von Russischem Rubel als auch Ukrainischer Griwna im Vergleich zum Euro per 31. Dezember 2015 um 20 % schwächer/stärker gewesen, wäre das Konzerneigenkapital zu diesem Zeitpunkt um TEUR 6.239 niedriger/ TEUR 9.359 höher gewesen (Vorjahr: TEUR 10.050 niedriger/TEUR 15.074 höher). Kreditrisiken Das Ausfallrisiko im Forderungsbereich ist zu einem großen Teil durch eine Delkredere-Versicherung abgesichert. Liquiditätsrisiken Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass finanzielle Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maß erfüllt werden können. Um dieses Risiko zu begrenzen, verfügt die Saint-Gobain Oberland Gruppe über ein effektives Finanzmanagement, bei dem die Mittelzu- und -abflüsse fortlaufend überwacht und gesteuert werden. Die Generierung liquider Mittel erfolgt vorrangig durch das operative Geschäft sowie aus konzernintemen Darlehen. E. ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNGDie Kapitalflussrechnung zeigt die Herkunft und Verwendung der Zahlungsströme in den Geschäftsjahren 2014 und 2015. Es werden Zahlungsströme aus betrieblicher Tätigkeit, aus Investitionstätigkeit sowie aus Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit und der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit sind jeweils zahlungsmittelbezogen ermittelt. Demgegenüber wird der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit, ausgehend vom Jahresergebnis des Konzerns, indirekt abgeleitet. Der in der Kapitalflussrechnung verwendete Finanzmittelbestand umfasst alle ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Kapitalmanagement Die Finanzstruktur zeigt im Berichtsjahr einen Anstieg der Eigenkapitalquote von 11,9 % auf 14,5%. Dieser Effekt ergibt sich aus einem erhöhten Eigenkapital bei gleichzeitigem Rückgang des Fremdkapitals. Die Finanzierung wird größtenteils über ein langfristiges konzerninternes Darlehen abgedeckt. Die Konditionen für die Aufnahme von Fremdkapital sind im Oberland Konzern demzufolge mit von der Einstufung des Gesamtkonzerns auf den internationalen Finanzmärkten abhängig. Im Konzern wird nach wie vor ein intensives Working-Capital-Management betrieben, um den Finanzierungsbedarf so niedrig wie möglich zu halten. F. SEGMENTBERICHTERSTATTUNGGemäß IFRS 8 erfolgt die Segmentierung nach dem Management-Approach. Dieser folgt den wesentlichen Risiken und Chancen des Konzerns, die mittlerweile stark abhängig von den geografischen Märkten, in denen Oberland produziert und absetzt, sind, insbesondere im Hinblick auf Wachstum sowie gesetzliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Entsprechend werden innerhalb des internen Berichtswesens alle operativ tätigen Gesellschaften je nach Sitzland den Segmenten Deutschland, Russland oder Ukraine zugeordnet. Bis auf die GPS Oberland GmbH sind sämtliche Konzernunternehmen im Bereich der Behälterglasherstellung für die Getränke- und Nahrungsmittelindustrie tätig. Sie erwirtschafteten im Berichtsjahr externe Umsätze in Höhe von TEUR 483.039 (Vorjahr: TEUR 514.360). Die GPS Oberland GmbH fertigte bis 31. Dezember 2015 technische Anlagen für die Behälterglasherstellung. Ihre Umsätze mit Unternehmen außerhalb des Saint-Gobain Oberland Konzerns betrugen TEUR 11.143 (Vorjahr: TEUR 19.354). Der größte Teil der externen Umsätze wird in der Regel im jeweiligen Sitzland der einzelnen Konzerngesellschaften generiert. Darüber hinaus wurden in Deutschland Umsätze mit im Ausland ansässigen Kunden in Höhe von TEUR 116.523 (Vorjahr: TEUR 125.497) erzielt, in Russland TEUR 5.286 (Vorjahr: TEUR 9.528) und in der Ukraine TEUR 21.622 (Vorjahr: TEUR 18.905). Die grundsätzlich nach IFRS ermittelten Zahlen der einzelnen Gesellschaften werden auf Segmentebene durch Summierung verdichtet und tragen so zur Entscheidungsvorbereitung und -findung bei. Wichtigster Performance-Indikator ist hierbei das Operative Ergebnis (EBIT). Transaktionen zwischen einzelnen Gesellschaften werden zu marktüblichen Konditionen durchgeführt. Abhängigkeiten von einzelnen Kunden bestehen nicht. scroll
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Konsolidierung G. AKTIENBASIERTE VERGÜTUNGVorzugsaktien für Mitarbeiter (PEG) Der Plan d'Epargne du Groupe (PEG) bot den Mitarbeitern der Saint-Gobain Gruppe die Möglichkeit, zu einem Vorzugspreis Aktionär von Saint-Gobain zu werden. In 2015 waren auch die Mitarbeiter von Saint-Gobain Oberland noch berechtigt, an dem Programm PEG zu partizipieren. Der Plan beinhaltete einen 20%igen Nachlass auf einen festgelegten Referenzkurs, der im Zeitraum zwischen dem 23. Februar und dem 20. März 2015 aus der Kursentwicklung der Aktie an der Pariser Börse abgeleitet wurde. Darüber hinaus wurden 2015 wiederum zusätzliche von der Investitionssumme abhängige Sonderrabatte gewährt. Arbeitnehmer mit einer mindestens 3-monatigen ungekündigten Betriebszugehörigkeit zum Zeichnungsstichtag konnten bis zu 25% des eigenen Bruttojahreseinkommens von 2014 in den Aktienkauf investieren. Das gesamte Ausgabevolumen entsprach einer Kapitalerhöhung um maximal 5,3 Millionen Aktien (Vorjahr: 5,5 Millionen Aktien) im Nennwert von EUR 4, im Fall einer Überzeichnung wäre eine anteilige Zuteilung erfolgt. Der Plan beinhaltete eine 5-jährige Sperrfrist für die erworbenen Anteile, die in definierten Fällen vorzeitig aufgehoben werden kann. Die Kosten für das Programm werden zwischen der Compagnie de Saint-Gobain und der Saint-Gobain Oberland Gruppe aufgeteilt. Saint-Gobain Oberland trägt die Kosten für die erwähnten Sonderrabatte, während die Compagnie de Saint-Gobain die restlichen Kosten trägt. Diese werden jedoch aufgrund der Regelungen des IFRS 2 ebenfalls in diesem Konzernabschluss bilanziert und erläutert. Die Kosten für die Sonderrabatte wurden der Saint-Gobain Oberland Gruppe direkt von der Compagnie de Saint-Gobain belastet und sind im Personalaufwand mit TEUR 31 enthalten (Vorjahr: TEUR 34). Ein darüber hinausgehender Vorteil für die Mitarbeiter wird mithilfe des beizulegenden Zeitwerts über die 5-jährige Haltefrist der Aktien bewertet. Dabei werden neben dem 20%igen Rabatt die Kosten der Nichtübertrag-barkeit mit einbezogen, die sich im Wesentlichen aus Kapitalbindung und Abwicklungs-kosten ergeben. Der maßgebliche Zinssatz für die Ermittlung der Kapitalbindungskosten entspricht dem Zinssatz, den eine Bank durchschnittlich für die Gewährung einer 5-jährigen Anleihe berechnen würde. Gewährungszeitpunkt ist der Tag der Veröffentlichung des Referenzkurses durch den CEO der Compagnie de Saint-Gobain. Die Optionen sind sofort ausübbar, deshalb entspricht der beizulegende Zeitwert der Instrumente am Tag der Gewährung in voller Höhe dem Eigenkapitalzuwachs und dem Dienstzeitaufwand, der in der Periode zu verbuchen ist. Da sämtliche Optionen sofort ausübbar sind, entfallen weitere Angabe-pflichten zu nicht ausgeübten Eigenkapitalinstrumenten. Die nachfolgende Tabelle zeigt die wesentlichen Bedingungen und die Auswirkung des PEG gemäß IFRS 2 auf den Konzernabschluss des Saint-Gobain Oberland Konzerns: scroll
Aktienorientierte Vergütung für Führungskräfte Die Compagnie de Saint-Gobain S.A. legt seit 1987 Programme für aktienbasierte Vergütung auf. Von den Optionsprogrammen sind zwischenzeitlich nur noch Optionen ausübbar, die frühestens 2006 gewährt wurden. Entscheidungen bezüglich der Gewährung von Optionen wurden vom Verwaltungsrat der Saint-Gobain Gruppe nach Prüfung der Vorschläge eines Ausschusses (Mandatsträgerausschuss) getroffen. Die Aktien wurden seit 1999 zu einem Ausübungspreis, der dem durchschnittlichen Kurs innerhalb von 20 Tagen vor dem Gewährungszeitpunkt entspricht, gewährt. Die Gesamtlaufzeit des vorläufig letzten Optionsprogramms 2010, durch das Führungskräfte begünstigt wurden, beträgt 10 Jahre, d.h., die Optionen müssen innerhalb der Frist ausgeübt werden, ansonsten verfallen sie. Die Ausübung der gewährten Optionen war an eine 4-jährige Sperrfrist gekoppelt, die jedoch in 2015 bei allen Programmen bereits erfüllt ist. Der beizulegende Zeitwert des Optionsprogramms wurde auf der Grundlage des Black-Scholes-Optionspreismodells berechnet. Da die Dienstzeit bei allen Programmen bereits erfüllt ist, wurde in 2015 kein Aufwand mehr erfasst (Vorjahr: TEUR 18). Einen Überblick über die ausstehenden Optionen gewährt die folgende Tabelle: scroll
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Die Anzahl und der gewichtete Durchschnitt der Ausübungspreise der verbliebenen Aktienoptionen entwickelten sich wie folgt: scroll
Darüber hinaus wurden in den vergangenen Jahren innerhalb des Aktienprogramms ‚Attribution Gratuite d’Actions‘ (AGA) den Führungskräften weitere Aktien zugeteilt. Im Berichtsjahr erfolgte keine Zuteilung neuer Aktien (Vorjahr: 3.900). Mit dem Verkauf der Verallia Gruppe von Saint-Gobain ist der Erhalt der Aktien aus den Programmen 2010–2014 an keine Dienstbedingung mehr geknüpft und damit die Sperrfrist weggefallen. Einen Überblick über die ausstehenden Aktien und deren Zeitwert gewährt die folgende Tabelle: scroll
2015 betrug der erfasste Dienstzeitaufwand der Aktien des Programms AGA 2010–2014 bei der Saint-Gobain Oberland AG TEUR 55 (Vorjahr: TEUR 62). Verallia Management Plan Management Aktienplan Für das Management von Verallia wurde 2015 ein Aktienplan eingeführt, um die Interessen des Managements mit den Interessen der Gesellschafter in Einklang zu bringen und dem Management zu ermöglichen, am langfristigen Wachstum von Verallia zu partizipieren. Bestimmten Führungskräften wurde zum Erwerbszeitpunkt von Verallia durch Apollo am 29. Oktober 2015 die Möglichkeit geboten, in die Horizon Intermediate Holdings SCA (Horizon Intermediate), einer übergeordneten Holding-Gesellschaft, sowohl in Stammaktien als auch in Vorzugsaktien zu investieren. Die Anlage in Stammund Vorzugsaktien erfolgte pari passu und der Ausgleich erfolgt durch Eigenkapitalinstrumente. Aus diesem Grund wurde kein Aufwand nach IFRS 2 erfasst. Gratis-Vorzugsaktien Programm Einzelne Führungskräfte der Saint-Gobain Oberland Gruppe erhielten daneben zum gleichen Zeitpunkt insgesamt 50.799 Gratis-Vorzugsaktien der Horizon Intermediate mit den folgenden Eigenschaften: Erdienungszeitraum und Dienstbedingung: Die Ausübung der Gratis-Vorzugsaktien hängt im Wesentlichen von 3 kumulativen Bedingungen ab: ununterbrochene Zugehörigkeit zur Gruppe, Eintreten eines Exit-Events (IPO oder Übernahme) und das Erreichen einer festgelegten internen Rendite. Der Erdienungszeitraum ist deshalb die Dienstzeit vom Tag der Gewährung bis zum Exit-Event. Finanzielle Rechte: Nach Gewährung der Gratis-Vorzugsaktien haben die Führungskräfte Anspruch auf: (i) in jedem Geschäftsjahr eine bevorzugte Rendite von jährlich o,o1 % des Nennwerts der Gratis-Vorzugsaktien und (ii) im Geschäftsjahr des Exits, eine auf Basis eines Anteils des Exit-Gewinns berechnete Rendite. Erfüllung: Die anteilsbasierte Vergütung und damit verbundenen Rechte werden direkt durch die Horizon Intermediate erfüllt. Das Unternehmen hat keine Verpflichtung, die anteilsbasierte Vergütung den Begünstigten in bar auszugleichen, weshalb die Gratis-Vorzugsaktien als anteils-basierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente gemäß IFRS 2 bilanziert werden. Der beizulegende Zeitwert der Gratis-Vorzugsaktien am Tag der Gewährung ist als Aufwand im Konzernabschluss zu erfassen, verteilt auf den Erdienungszeitraum der durch die Begünstigten erworbenen Anteile (Dienstzeit), und mit einem entsprechenden Anstieg des Eigenkapitals. Dieser beizulegende Zeitwert wurde unter Berücksichtigung der Programmeigenschaften und möglichen Exit-Szenarien berechnet. Zum 31. Dezember 2015 wurde aufgrund von Unwesentlichkeit für die betroffenen 2 Monate kein Aufwand erfasst. H. BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN PERSONENDie Geschäfte und finanziellen Beziehungen mit den verbundenen und assoziierten Unternehmen innerhalb des Saint-Gobain Konzerns (bis 29. Oktober 2015) und der Apollo Gruppe (ab 29. Oktober 2015) werden in Summe angegeben. Beziehungen zu übergeordneten Unternehmen: scroll
Davon betreffen Saint-Gobain Emballage S.A.: scroll
Beziehungen zu den sonstigen nahestehenden Unternehmen: scroll
Die zum Stichtag bestehenden Verbindlichkeiten aus Finanzbeziehungen betreffen die Inanspruchnahme eines Darlehens durch die Horizon Holdings Germany GmbH mit einer Laufzeit bis 2023. Die Verzinsung erfolgt für die vereinbarte Laufzeit zu einem für die Horizon Gruppe relevanten Finanzmarkt-Zinssatz. Die Forderungen aus Finanzbeziehungen betreffen den Finanzpool der Horizon Gruppe. Die Verzinsung erfolgt zu marktüblichen Tageszinsen. Alle ausstehenden Salden aus Liefer- und Leistungsbeziehungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen sind auf Grundlage internationaler Preisvergleichsmethoden gemäß IAS 24 zu Bedingungen ausgeführt worden, wie sie auch mit konzernfremden Dritten üblich sind. Sicherungsbeziehungen bestehen nicht. Die Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands gliedern sich in: scroll
Bezüglich des Vergütungssystems für den Vorstand verweisen wir auf den Konzernlagebericht, von einer individualisierten Offenlegung der Bezüge wird gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 19. Mai 2011 abgesehen. I. MITARBEITER Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter beträgt: scroll
J. CORPORATE GOVERNANCE Mit Beschluss vom 17. Dezember 2015 haben Vorstand und Aufsichtsrat eine Entsprechenserklärung nach 4161 AktG abgegeben. Diese Erklärung ist auf der Internetseite der Saint-Gobain Oberland AG unter www.saint-gobain-oberland.de unter Investor Relations veröffentlicht und somit den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht. K. HONORAR DER ABSCHLUSSPRÜFER Für Abschlussprüfer sind Honorare in Höhe von TEUR 243 (Vorjahr: TEUR 203) für die Abschlussprüfung sowie in Höhe von TEUR n (Vorjahr: TEUR 14) für sonstige Leistungen, darunter TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 14) für andere Bestätigungen, als Aufwand erfasst. L. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG Berichtspflichtige Ereignisse lagen nicht vor. M. ANTEILSBESITZ ZUM 31. DEZEMBER 2015scroll
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in TEUR Der zum 31. Dezember 2015 gemäß § 315 a HGB aufgestellte Konzernabschluss wurde am 29. Februar 2016 vom Vorstand zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden beim Bundesanzeiger eingereicht.
Bad Wurzach, den 29. Februar 2016
Der Vorstand BestätigungsvermerkDES ABSCHLUSSPRÜFERSDen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt: „Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Wir haben den von der Saint-Gobain Oberland Aktiengesellschaft, Bad Wurzach, aufgestellten Konzernabschluss bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamt-ergebnisrechnung, Bilanz, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Konzernanhang sowie ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungs-vorschriften und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungs-bezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.“
München, den 29. Februar 2016 KPMG AG Leistner, Wirtschaftsprüfer Kolisnyk, Wirtschaftsprüfer Jahresabschluss der AG für das Geschäftsjahr 2015Gewinn- und Verlustrechnung der Saint-Gobain Oberland AGscroll
Bilanz der Saint-Gobain Oberland AGAKTIVA scroll
Anhang zum Jahresabschluss der Saint-Gobain Oberland AG zum 31. Dezember 2015ALLGEMEINESDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 wurde nach den Rechnungslegungsvor-schriften des Handelsgesetzbuchs und des Aktiengesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Um die Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung zu verbessern, werden verschiedene Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Mit Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung am 17. Dezember 2015 wird das Geschäftsjahr verschoben und beginnt zukünftig am 01. März eines Kalenderjahres und endet am letzten Tag des Februars des folgenden Kalenderjahres. Für den Zeitraum vom 01. Januar 2016 bis zum 29. Februar 2016 wird ein Rumpfgeschäftsjahr gebildet. GRUNDSÄTZE DER BEWERTUNG UND BILANZIERUNGEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bilanziert und planmäßig linear über ihre Nutzungsdauer von längstens 5 Jahren abgeschrieben. Auf eine Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wird verzichtet. Die Zugänge bei Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder aktivierungspflichtigen Herstellungskosten bewertet. Ab 2010 neu angeschaffte Vermögensgegenstände werden gemäß ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear oder leistungsbezogen abgeschrieben. Diese beträgt bei Geschäfts- und Fabrikgebäuden längstens 5o Jahre, Maschinen und maschinelle Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden überwiegend in bis zu 12 Jahren abgeschrieben. Bereits vor dem Geschäftsjahr 2010 bestehende Vermögensgegenstände werden mit nach steuerlichen Abschreibungstabellen zulässigen Höchstsätzen degressiv abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu EUR 410 werden im Zugangs-j ahr voll abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist. Der Ansatz der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten. Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden zum Nennwert angesetzt, Wertberichtigungen erfolgen nur bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung. Im Rahmen der Bewertung der Vorräte werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt mit den aktivierungspflichtigen Herstellungskosten. Abschreibungen für Risiken als Folge der geminderten Verwendbarkeit sowie zur Beachtung der verlustfreien Bewertung sind in angemessenem Umfang berücksichtigt. Forderungen, Sonstige Vermögensgegenstände und Flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Risiken werden in angemessenem Umfang durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Unter den Rechnungsabgrenzungsposten werden die Aufwendungen im Zusammenhang mit der langfristigen Finanzierung aktiviert und über die Laufzeit der erhaltenen Darlehen verteilt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch auf Grundlage biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Beim zugrunde liegenden Rechnungszins für die Abzinsung handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz. Die Zuführung des durch das BilMoG verursachten Aufstockungsbetrages erfolgt ratierlich. Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt zu ihrem Erfüllungsbetrag, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftig anfallende Kosten- und Preissteigerungen werden berücksichtigt, sofern diese ausreichend objektivierbar sind. Für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird eine Abzinsung vorgenommen. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit den Devisenkassamittelkursen zum Abschlussstichtag bewertet. Aus der Bewertung resultierende Gewinne und Verluste werden je Währung miteinander verrechnet. Unrealisierte Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt anhand des bilanzorientierten Konzepts der Einzeldifferenzenbetrachtung, d. h. einer Gegenüberstellung von handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten. Für die Steuerabgrenzung werden aktive und passive latente Steuern verrechnet. Ein passiver Überhang wird in der Bilanz ausgewiesen. ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENSscroll
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VORRÄTE scroll
Die Erhöhung des Bestandes an Fertigen Erzeugnissen ist im Wesentlichen mengenbedingt. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich größtenteils um scroll
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN Im Rechnungsabgrenzungsposten sind Aufwendungen im Zusammenhang mit der langfristigen Finanzierung in Höhe von TEUR 4.095 enthalten. EIGENKAPITAL Das Grundkapital beträgt unverändert EUR 26.000.000 und ist eingeteilt in 1.000.000 Stückaktien. Die Compagnie de Saint-Gobain S.A., Courbevoie, Frankreich, war bis zum 29. Oktober 2015 über ihre Tochtergesellschaft Saint-Gobain Emballage S.A., Courbevoie, an der Saint-Gobain Oberland AG beteiligt. Die Saint-Gobain Emballage S.A. hält an der Saint-Gobain Oberland AG eine Beteiligung in Höhe von 96,7%. Mit Wirkung zum 29. Oktober 2015 hat uns die BRH Holdings GP, Ltd., aufgrund der Vorschriften des § 21 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil durch die indirekte Beteiligung an der Saint-Gobain Emballage S.A., Courbevoie, 96,7% beträgt. Aufgrund dieser Mehrheitsbeteiligung wird die Saint-Gobain Oberland AG in den Konzernabschluss der Horizon Parent Holdings S ä rd., Luxemburg, die ebenfalls eine Tochtergesellschaft der BRH Holdings GP, Ltd., ist, einbezogen. Dieser Konzernabschluss kann beim Registre de Commerce et des Socis de Luxembourg, Luxemburg, eingesehen werden. SONDERPOSTEN MIT RÜCKLAGEANTEIL Der Sonderposten betrifft steuerrechtliche Wertberichtigungen auf Gebäude nach § 6 b EStG. Er wird gemäß den Übergangsregeln zum BilMoG in seiner bisherigen Form fortgeführt. PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN Folgende Prämissen werden in die Berechnung einbezogen: scroll
Die Übergangsregelung zum BilMoG wird in Anspruch genommen. Der Unterschiedsbetrag wird in den Folgejahren jährlich zu mindestens einem Fünfzehntel zugeführt. Ohne Inanspruchnahme der Übergangsregelung wäre eine Rückstellung für Pensionen und andere Verpflichtungen in Höhe von TEUR 61.290 zu passivieren. Aus dem Bilanzansatz in Höhe von TEUR 58.145 ergibt sich dadurch eine Unterdeckung von TEUR 3.145. SONSTIGE RÜCKSTELLUNGENDie Rückstellungen verteilen sich auf folgende Bereiche: scroll
Innerhalb der Personalrückstellungen stellen die Verpflichtung aus der Beteiligung der Mitarbeiter am Ergebnis sowie die Rückstellung für Zeitguthaben der Arbeitnehmer die größten Einzelpositionen dar. Die übrigen Rückstellungen betreffen hauptsächlich Verpflichtungen für die ausstehende Berechnung empfangener Lieferungen und Leistungen sowie in geringerem Umfang für unterlassene Instandhaltung. VERBINDLICHKEITEN Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen insbesondere Finanzverbindlichkeiten. Die Sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten mit Finanzierungscharakter in Höhe von TEUR 8.552. scroll
Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stellen TEUR 148.285 Darlehen mit einer Laufzeit von mehr als 5 Jahren dar. Alle übrigen Verbindlichkeiten sind binnen eines Jahres fällig. LATENTE STEUERN scroll
NICHT IN DER BILANZ ENTHALTENE GESCHÄFTESonstige finanzielle Verpflichtungen scroll
Daneben hat die Saint-Gobain Oberland AG im Rahmen des Management-Buy-Outs bei der GPS Oberland GmbH eine Mithaftung für die Erfüllungsübernahme der Pensionsansprüche und Ansprüche aus künftigen Arbeitnehmerjubiläen (TEUR 2.329 zum 31. Dezember 2015) sowie für vom Verkäufer gewährte Garantieansprüche in Höhe von TEUR 1.500 übernommen. Sonstige Geschäfte und Rechte Der Bilanzansatz der unentgeltlich zugeteilten Emissionsberechtigungen erfolgt zum Erinnerungswert; der Zeitwert der nicht verbrauchten Berechtigungen zum 31. Dezember 2015 beträgt TEUR 822. Die Saint-Gobain Oberland AG veräußert im Rahmen ihres Forderungsmanagements Forderungen aus Warenlieferungen an 2 internationale Finanzdienstleistungsunternehmen. Es handelt sich hierbei um echtes Factoring, wodurch der Gesellschaft ein Liquiditätszufluss entsteht. Ergebnisauswirkungen ergeben sich aus der Transaktion nur in geringem Umfang. Darüber hinaus liegen keine wesentlichen Risiken und Vorteile aus nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften vor. UMSATZERLÖSEAufteilung nach Bereichen scroll
Aufteilung nach Regionen scroll
SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGEEs handelt sich überwiegend um Erlöse aus der Weiterberechnung von Aufwendungen sowie um jährlich wiederkehrende Auflösungen von Rückstellungen. Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 3). PERSONALAUFWANDDie Erhöhung des Personalaufwands ist überwiegend in der Zuführung zur Pensionsrückstellung begründet. Mitarbeiter und Auszubildende im Jahresdurchschnitt: scroll
ABSCHREIBUNGEN Im Berichtsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 297 vorgenommen. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN Sie beinhalten insbesondere die Vertriebskosten, den Instandhaltungsaufwand, die Aufwendungen für sonstige Dienstleistungen sowie Mieten und Pachten. Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung belaufen sich auf TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 9). AUSSERORDENTLICHE AUFWENDUNGEN Die Inanspruchnahme der Übergangsregelung für Pensionsrückstellungen nach BilMoG verursachte Aufwendungen in Höhe von TEUR 786. STEUERN Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen im Wesentlichen das gewöhnliche Ergebnis, des Weiteren die aus der BilMoG-Umstellung resultierenden Zuführungen zu Pensionsrückstellungen im außerordentlichen Bereich. CORPORATE GOVERNANCE Mit Beschluss vom17. Dezember 2015 haben Vorstand und Aufsichtsrat die nach §161AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Als Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289 a HGB ist sie auf der Internetseite der Saint-Gobain Oberland AG unter www.saint-gobain-oberland.de unter Investor Relations der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich. BEZÜGE DES AUFSICHTSRATS UND DES VORSTANDSDie Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats belief sich im Berichtsjahr auf TEUR 84 (Vorjahr: TEUR 84), die des Vorstands auf TEUR 1.518 (Vorjahr: TEUR 1.211), davon als variabler Bestandteil TEUR 488 (Vorjahr: TEUR 181). Die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern und deren Hinterbliebenen sind mit TEUR 8.923 (Vorjahr: TEUR 8.295) zurückgestellt. Die Leistungen an diesen Personenkreis betrugen TEUR 673 (Vorjahr: TEUR 59o). Die Mitglieder des Vorstands partizipierten zusätzlich zu diesen Bezügen an Aktienplänen der Horizon Intermediate Holding SCA, bestehend aus dem Bezug von Gratis-Vorzugsaktien, sowie weiterhin an den Aktienoptionsplänen der Compagnie de Saint-Gobain S.A., Courbevoie, Frankreich, die vor dem Verkauf erteilten Zusagen bleiben bestehen. Die Optionspläne der Compagnie de Saint-Gobain S.A. gliedern sich wie folgt: scroll
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Attribution Gratuite d’Actions Von einer individualisierten Offenlegung der Bezüge wird gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 19. Mai 2011 abgesehen. HONORAR DES ABSCHLUSSPRÜFERS Für den Abschlussprüfer KPMG sind folgende Honorare als Aufwand erfasst worden: scroll
ANTEILSBESITZ ZUM 31. DEZEMBER 2015scroll
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in TEUR Die Werte der deutschen Konzernunternehmen wurden nach HGB ermittelt, die Werte der ausländischen Gesellschaften nach IFRS vor Impairment gemäß IAS 36.
Bad Wurzach, den 29. Februar 2016
Der Vorstand Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersDen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt: „Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang unter Einbeziehung der Buchführung der Saint-Gobain Oberland Aktiengesellschaft, Bad Wurzach, und ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungs-bezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung Jahresabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.“
München, den 29. Februar 2016 KPMG AG Leistner, Wirtschaftsprüfer Kolisnyk, Wirtschaftsprüferin Sonstige AngabenGlossar GESCHÄFTSSPEZIFISCHES GLOSSAR AGA (Attribution Gratuite d'Actions) Aktienprogramm der Compagnie de Saint-Gobain S.A. für Führungskräfte. bbl (Barrel) Ein Barrel ist eine weltweite Handelseinheit für Erdöl. Ein Barrel entspricht 158,987 Litern. Die Abkürzung bbl steht für „blue barrel", ein blau gekennzeichnetes Fass mit genormtem Inhalt. Best Practices Besonders gute (Anwendungs-)Beispiele für die Umsetzung eines speziellen Themas. BRC/IoP (British Retail Consortium/Institute of Packaging) Der BRC/IoP-Standard ist eine Leitlinie für Hersteller von Lebensmittelverpackungen für Markenprodukte, die vom British Retail Consortium in Zusammenarbeit mit dem Institute of Packaging erarbeitet wurde. Es handelt sich hier um einen zertifizierbaren Standard, der sowohl Hygienemanagement als auch Qualitätswesen umfasst. CAD (Computer-aided Design) Bezeichnet das Erstellen von Konstruktionszeichnungen mithilfe von spezieller Software (z. B. Pro Engineer). Carbon-Leakage-Status Der Begriff Carbon Leakage beschreibt das Phänomen der Produktionsverlagerung ins Ausland aufgrund steigender Kosten durch den Emissionshandel innerhalb der EU. Sektoren, die diesem Risiko erheblich ausgesetzt sind, erhalten den Carbon-Leakage-Status und bekommen in der 3. Handelsperiode (2013-202o) kostenlose Emissionszertifikate. ECOVA Name für Spezialserie neuer, umweltfreundlicher Glasbehälter. ECOVA vereint in sich die Begriffe „ecology" und „value", Umweltfreundlichkeit und Wertschöpfung. eDrawing Software-Applikation zur Darstellung von 3D-Konstruktionen. EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) Das EEG ist im Jahr 2000 in Kraft getreten, regelt die bevorzugte Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Quellen ins Stromnetz und garantiert dessen Erzeugern feste Einspeisevergütungen. EEX-TTF-Tagesreferenzpreis Tagesreferenzpreis für Erdgas am virtuellen Handelsplatz Title Transfer Facility (TTF) in den Niederlanden (kontinentaleuropäischer Leitmarkt), veröffentlicht von der Strombörse European Energy Exchange (EEX). EfbV (Entsorgungsfachbetriebeverordnung) Die Verordnung regelt die Anforderungen an Entsorgungsfachbetriebe sowie deren Überwachung und Zertifizierung. EHS (Environment, Health and Safety) EHS steht für Umwelt, Gesundheit und Arbeitssicherheit. EMAS (Eco Management and Audit Scheme) EMAS ist auch bekannt als EU-Öko-Audit oder Öko-Audit. EMAS ist ein von der Europäischen Gemeinschaft 1993 entwickeltes Instrument für Unternehmen zur Verbesserung der Umweltleistung über die umweltgesetzlichen Anforderungen hinaus. Dabei verpflichtet sich ein Unternehmen, eine Umwelterklärung abzugeben und wiederkehrende Umweltbetriebsprüfungen von einem unabhängigen Umweltgutachter durchführen zu lassen. E2-Managementsystem (Enterprise-Excellence-Managementsystem) Managementsystem, das auf 7 Elementen basiert (Team, Verfügbarkeit und Effizienz, Flexibilität, Sicherheit, Qualität, Umwelt sowie Innovation). Flaschen Als Flaschen werden alle verschließbaren Glasbehälter bezeichnet, die eine engmundige Öffnung haben. Die folgenden Segmente sind dem Oberbegriff Flaschen zuzuordnen: Bier, Wein, Sekt, Spirituosen, Wasser und Softdrinks sowie sonstige Flaschen. Formen Werkzeuge zur Formgebung des Behälterglases. FSSC zz000 (Food Safety System Certification 22000) Norm zur Gewährleistung der Lebensmittelsicherheit bei der Erzeugung von Lebensmitteln. Gläser Als Gläser werden alle verschließbaren Glasbehälter bezeichnet, die eine weitmundige Öffnung besitzen. Der Oberbegriff Gläser umfasst die Segmente Konserven, Babynahrung und sonstige Gläser. HACCP (Hazard Analysis and Critical Control Points) Gefahrenanalyse und kritische Lenkungspunkte. Inerte Ummantelung Inert bedeutet reaktionsträge, eine Substanz reagiert nicht mit anderen. Bei einer inerten Ummantelung entstehen keine Wechselwirkungen zwischen Verpackungsglas und Füllgut. IS-Maschine (Individual Section Machine) Maschine in der Hohlglasproduktion mit einzelnen Produktionseinheiten. ISO (International Organization of Standardization) Die Internationale Organisation für Normung entwickelt international gültige Standardnormen. Kühlofen Anlage, in der die Glasbehältnisse zunächst auf eine gleichmäßige Temperatur erhitzt und anschließend langsam heruntergekühlt werden, um Glasspannungen zu vermeiden. KVP (Kontinuierlicher Verbesserungsprozess) Methodik, mit der kontinuierlich Verbesserungen im Hinblick auf Produkt-, Prozess- und Servicequalität erzielt werden sollen. MBO (Management-Buy-Out) Management-Buy-Out-bezeichnet die Übernahme eines Unternehmens durch das eigene Management. MWh (Megawattstunde) Eine Wattstunde ist eine Energieeinheit. Sie entspricht der Energie, die eine Maschine von einem Watt in einer Stunde aufnimmt. Das Tausendfache einer Wattstunde ist die Kilowattstunde. Eine Megawattstunde ist das Tausendfache einer Kilowattstunde. Neues Produkt Artikel (Flasche oder Glas), der gänzlich neu entwickelt oder auf Basis eines bereits bestehenden Artikels modifiziert wird. NNPB (Narrow Neck Press and Blow) Technologie mit Press-Blas-Verfahren für die Herstellung leichtgewichtiger Glasflaschen. No-Label-Etiketten No-Label-Etiketten sind bedruckte, transparente Haftetiketten, die auf der Glasoberfläche den Eindruck eines Sieb-Direktdrucks vermitteln. OHRIS (Occupational Health- and Risk-Managementsystem) OHRIS ist ein in Bayern und Sachsen zertifizierbares, aber international anerkanntes Arbeitsschutz-Managementsystem. OHSAS i800i (Occupational Health and Safety Assess-ment Series) Die OHSAS i800i ist die international anerkannte Spezifikation für Arbeitsschutzmanagementsysteme. Sie wurde von führenden Handelsgesellschaften und internationalen Gremien für Standardisierung und Zertifizierung entwickelt. OHSAS 18 om wird angewandt, um Risiken, die hinsichtlich der Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz auftreten können, für Mitarbeiter, Kunden und die Öffentlichkeit zu verringern. PEG (Plan d'Epargne du Groupe) Sparplan der Gruppe, durch den Mitarbeiter Vorzugsaktien beziehen können. Rendering Virtuelle und realitätsnahe Darstellung von 3D-Konstruktionen. SOx (Schwefeloxide) Entstehen bei der Verbrennung von Schwefel und schwefelhaltigen Brennstoffen (Kohle, Benzin, Heizöl, Dieselkraftstoff). TCO (Total Cost of Ownership) Gesamtbetriebskosten, d.h. Summe aller für die Anschaffung eines Vermögensgegenstandes, seine Nutzung und ggf. für die Entsorgung anfallenden Kosten. TF2 Kennzahl zur Arbeitssicherheit, die die Häufigkeit von Unfällen mit Arbeitszeitausfall und medizinischer Versorgung bezogen auf eine Million Arbeitsstunden angibt. Es werden sowohl alle Unfälle berücksichtigt, die zu einem Arbeitszeitausfall von mehr als 24 Stunden geführt haben, als auch solche, bei denen eine Behandlung erforderlich war, aber die Wiederkehr an den Arbeitsplatz innerhalb von 24 Stunden erfolgte. TF5 Kennziffer für die Häufigkeit entdeckter unsicherer Situationen. Theoretische Überkapazitäten Die Produktionskapazität im Markt wird im Wesentlichen durch 3 Faktoren beeinflusst: erstens die bereits vorhandene und installierte Kapazität, zweitens die Auslastung dieser Kapazität und drittens die Veränderung der bestehenden Kapazität (Erweiterung, Reduzierung). Die theoretische Überkapazität entspricht der Überkapazität, die wir aus unseren unvollständigen Informationen über die Kapazitäten der Wettbewerber ableiten. Da uns nicht alle Maßnahmen bekannt sind, können wir nur eine informierte Schätzung als Grundlage für unsere Aussage zu den vorhandenen Kapazitäten im Markt heranziehen. Verallia Verallia ist eine international agierende Firmengruppe der Verpackungsglasindustrie. Ihr Hauptsitz ist in Courbevoie, Frankreich. Der Name setzt sich zusammen aus den französischen Wörtern „verre" für Glas und „alliance" für Allianz oder Verbund. VIM (Verallia Industrial Model) Projektorientierter Ansatz zur Weiterentwicklung des E2-Managementsystems. Wanne Glasschmelzofen, der aus feuerfestem Material besteht; darin werden die Rohstoffe bei einer Temperatur von ca.1.50 °C zu flüssigem Glas geschmolzen. FINANZGLOSSAR Asset Deal Bei einem Asset Deal handelt es sich um eine Unterart des Unternehmenskaufes, bei dem die Wirtschaftsgüter eines Unternehmens einzeln erworben und auf den Käufer übertragen werden. BBG (Beitragsbemessungsgrenze) Die Beitragsbemessungsgrenze gibt das höchste Bruttoentgelt für die Berechnung des Beitrags zur jeweiligen Sozialversicherung an. Übersteigt das Bruttoeinkommen diesen Betrag, erhöht sich der Beitrag zur jeweiligen Sozialversicherung trotzdem nicht. Black-Scholes-Optionspreismodell Von Fischer Black und Myron Samuel Scholes entwickeltes finanzmathematisches Modell zur Bewertung von Finanzoptionen. Carrying Amount Als Carrying Amount wird im Rahmen eines Impairment-Tests der Buchwert der Netto-Vermögenswerte bezeichnet. Cashflow Saldo der Zahlungsmittelzu- und -abflüsse innerhalb eines Geschäftsjahres. Der Cashflow wird in der Kapital-flussrechnung dargestellt. CGU (Cash Generating Unit) Die Cash Generating Unit wird als kleinste Einheit von Vermögenswerten, die Mittelzuflüsse erzeugen und weitestgehend unabhängig von anderen Vermögenswerten oder einer anderen Cash Generating Unit sind, definiert. Dieses Konstrukt dient zur Durchführung von Werthaltig-keitstests nach IAS 36. Die CGUs entstehen, wenn einzelne Vermögenswerte nicht für einen Impairment-Test herangezogen werden können und deshalb eine Gruppierung von Vermögenswerten nötig ist. Compliance Unter Compliance wird Regeltreue von Unternehmen verstanden, d.h. die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien, aber auch von freiwilligen Regeln. Corporate Governance Corporate Governance bezeichnet den rechtlichen und faktischen Rahmen für die Leitung und Überwachung von Unternehmen. Diese Regelungen dienen der Transparenz und stärken damit das Vertrauen in eine verantwortliche, auf die Wertschöpfung gerichtete Unternehmensleitung und -kontrolle. Deputatverpflichtungen Zahlungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Mitarbeitern, die sich aus früheren Sachbezügen begründen. Sie fließen in die Rentenberechnung mit ein, da sie als Teil der Pensionsverpflichtung gelten. EBIT (Earnings before Interest and Taxes) Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Eigenkapitalquote Eigenkapitalquote = Eigenkapital/Gesamtvermögen x 100 Eigenkapitalrendite Die Eigenkapitalrendite gibt an, wie sich das investierte Kapital innerhalb einer Periode verzinst hat. Eigenkapitalrendite = Jahresergebnis/Eigenkapital X 100 Fair Value Der an einem Stichtag einem Vermögenswert oder einer Schuld tatsächlich beizulegende Zeitwert. Der Fair Value kann als üblicher Marktpreis interpretiert werden, falls ein solcher für die betreffenden Vermögenswerte existiert. Finance Lease Beim Finance Lease überträgt der Leasinggeber das Investitionsrisiko auf den Leasingnehmer. Der Geber trägt nur das Kreditrisiko und eventuell vereinbarte Dienstleistungen. Free Cashflow Der Free Cashflow stellt den frei verfügbaren Cashflow dar und ergibt sich aus Operativem Cashflow plus Cashflow aus Investitionstätigkeit. Goodwill Der Goodwill oder auch Geschäfts- oder Firmenwert ist ein immaterieller Vermögenswert, der im Rahmen einer Unternehmensakquisition entstehen kann. Er stellt den Betrag dar, um den der Kaufpreis für eine erworbene Gesellschaft den angenommenen Marktwert der erworbenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten übersteigt. Hedging Hedging bezeichnet ein Finanzgeschäft zur Absicherung einer Transaktion gegen Risiken wie beispielsweise Wechselkursschwankungen oder Veränderungen in den Rohstoffpreisen. IASB (International Accounting Standards Board) Ein international besetztes, unabhängiges Gremium von Rechnungslegungsexperten, das die IFRS entwickelt und bei Bedarf überarbeitet. IFRIC (International Financial Reporting Interpretations Committee) Ein Gremium mit der Aufgabe, für die IFRS- und IAS-Rechnungslegungsstandards Auslegungen zu veröffentlichen für den Fall, dass ein Standard unterschiedlich oder falsch interpretiert werden kann bzw. neue Sachverhalte in den bisherigen Standards nicht ausreichend gewürdigt wurden. IFRS / IAS (International Financial Reporting Standards / International Accounting Standards) International geltende Rechnungslegungsstandards zur Gewährleistung der internationalen Vergleichbarkeit der Konzernabschlüsse. IKS (Internes Kontrollsystem) Das IKS besteht aus einem von der Unternehmensleitung im Unternehmen eingeführten Bündel von Grundsätzen, Verfahren und Maßnahmen, die folgende Ziele verfolgen: organisatorische Umsetzung der Entscheidungen der Unternehmensleitung zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Impairment-Test Der Impairment-Test oder auch Werthaltigkeitstest ist ein verpflichtender Niederstwerttest zur Bewertung von bestimmten Positionen des Anlagevermögens. Operating Lease Beim Operating Lease wird dem Leasinggeber das Leasingobjekt zugerechnet, es wird beim Leasinggeber aktiviert und abgeschrieben. Profitabilität Die Profitabilität zeigt das Verhältnis Gewinn zu Umsatz. Profitabilität = Operatives Ergebnis/Umsatz x 100 RMS (Risikomanagementsystem) System, um potenzielle Risiken zu identifizieren, zu bewerten und Maßnahmen zur Risikohandhabung und -verringerung auszuwählen und im Unternehmen umzusetzen. ROI (Return an Investment) Der ROI gibt Auskunft über die Verzinsung des gebundenen Kapitals. ROI = Operatives Ergebnis / Bilanzsumme – Übrige langfristige finanzielle Vermögenswerte – Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Umsatzrendite Die Umsatzrendite ist Maß für den prozentualen Anteil des Gewinns am Umsatz und gibt damit auch die Profitabilität innerhalb einer Berichtsperiode wieder. Umsatzrendite = Ergebnis vor Ertragsteuern/Umsatz x 100 WACC (Weighted Average Cost of Capital) Der Gesamtkapitalkostensatz WACC besteht aus dem gewogenen Mittel des Eigen- und Fremdkapital-kostensatzes. Working Capital Finanzkennzahl zur Beurteilung der Liquidität eines Unternehmens, die sich aus der Differenz von Umlaufvermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten ergibt. Zahlungsmitteläquivalente Zahlungsmitteläquivalente sind kurzfristige, äußerst liquide Finanzmittel, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. Kontakt, Impressum Ansprechpartnerin
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Konzept und Realisation
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