![]() Verallia Deutschland AG (vormals: Saint-Gobain Oberland Aktiengesellschaft)Bad WurzachJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2016 bis zum 31.12.2016Geschäftsbericht 2016 FÜR DAS RUMPFGESCHÄFTSJAHR MÄRZ - DEZEMBERVERALLIA DEUTSCHLAND AGUnternehmenskennzahlenscroll
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Garantiedividende für Minderheitsgesellschafter WKN 685160 ISIN DE0006851603 Standorte in Europa![]() Finanzkalender 2017scroll
WKN 685160 ISIN DE0006851603 Für unsere AktionäreVorwort des VorstandsSehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Aktionäre und Anleger, liebe Leserinnen und Leser, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,2016 war das erste komplette Jahr für die Verallia-Gruppe und damit auch für Verallia Deutschland außerhalb des Saint-Gobain Konzerns. In diesem Zusammenhang gab es auch finanztechnische Restrukturierungen, die unsere Gesellschaft intensiv beschäftigten. Am deutlichsten zeigt sich dies im Abschluss des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der Horizon Holdings Germany GmbH und dem in Folge davon zweiten Rumpfgeschäftsjahr hintereinander. Eine andere sichtbare Veränderung ist die Namensänderung: Nach nunmehr 70 Jahren wurde aus "Oberland" die Verallia Deutschland AG und damit die Zugehörigkeit zur Verallia-Gruppe auch an der Stelle noch deutlicher. Im Dezember hat sich ein neues Vorstandsteam gebildet. Der Vorstandsvorsitzende Stefan Jaenecke ist aus dem Unternehmen ausgeschieden und Hugues Denissel ist als sein Nachfolger eingetreten. Mit Thorsten Gatz hat der neue Finanzvorstand ebenfalls seine Tätigkeit aufgenommen. Personal und Technik sind wie bisher mit Thomas Beyer und Roland Unfried besetzt. In diesem Bericht werden wir Ihnen die Ereignisse des zweiten Rumpfgeschäftsjahres März bis Dezember 2016 darlegen und bei grundsätzlichen Entwicklungen vorwiegend auf das Kalenderjahr eingehen. In Deutschland ist der Markt für Behälterglas - bei einer Wettbewerbssituation auf anhaltend hohem Niveau - relativ konstant. Insbesondere bei Mineralwasser ist ein positiver Trend zu Glasflaschen erkennbar, von dem auch die Verallia Deutschland AG profitiert. Insgesamt verlief das Jahr 2016 für die Verallia Deutschland AG positiv. Durch anerkannte Verlässlichkeit, Qualität und Service haben die Kundenaufträge zur Vollauslastung unserer Wannen und Anlagen geführt. Kontinuierliche technische Verbesserungen erhöhten die Produktionseffizienz und die Produktqualität. Insgesamt wurden die Ziele der Verallia Deutschland AG im Inland erreicht. Weiterhin schwierig ist die geopolitische Situation in der Ukraine und in Russland. Die schwachen Volkswirtschaften sind von niedrigem Konsum insbesondere bei alkoholischen Getränken und somit geringem Bedarf an Behältern insgesamt geprägt. In der Ukraine hat sich die positive Entwicklung weiter fortgesetzt. Unser Werk in Zorya konnte vor allem aus der Öffnung in den Export Vorteile ziehen und den positiven Trend trotz schwachen Binnenmarktes fortsetzen. Entsprechend wurden die für das Berichtsjahr gesteckten Ziele übertroffen. Die Ergebnisse aus Russland müssen differenziert betrachtet werden. Die Auslastung beider Werke ist gestiegen und auch operativ haben sie sich verbessert. Das aktuell unbefriedigende Preisniveau, Forderungsabschreibungen aufgrund illiquider Kunden und eine größere ungeplante Reparatur führten jedoch dazu, dass das Ergebnis aus der operativen Geschäftstätigkeit gegenüber Vorjahr nicht gesteigert werden konnte. Die Ausgangslage für beide Werke ist gut. Und die neuesten offiziellen Informationen deuten in Russland auf eine Erholung und somit ein positives Umfeld für die Zukunft hin. Vor dem Hintergrund einer ausgewogenen Produktdiversifizierung erwarten wir zukünftig positivere Erträge. Allerdings belasten die Verluste der Vergangenheit und die damit verbundene Schuldenposition die Handlungsfreiheit in Russland. Der Gesamtumsatz für die Verallia Deutschland Gruppe liegt in Euro insgesamt leicht über dem Vorjahr. Gleiches gilt auch für den Umsatz in Deutschland, wenn dieser einzeln betrachtet wird. In Russland sind die Umsätze gestiegen - währungsbedingt jedoch nur noch moderat. Anders sieht es für die Ukraine aus. Während in Lokalwährung ein moderates Umsatzwachstum gezeigt werden konnte, verliert der Umsatz in Euro gegenüber dem Vorjahr. Das Konzernergebnis der Verallia Deutschland Gruppe liegt deutlich über dem des Vorjahres. Auch beim Ergebnis der AG wurde das Vorjahr übertroffen. Eine Dividende wird - entsprechend des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags - anteilig für das Rumpfgeschäftsjahr März bis Dezember 2016 als Ausgleichzahlung erstattet. Innovationen sind ein wichtiger Bestandteil für den Erfolg in unserer Branche: der Anteil neuer Produkte am Sortiment ist weiterhin stabil. Für unsere Kunden, vor allem Marken-Kunden, ist Differenzierung wichtig - und dies in allen Produktgruppen. Im Segment Bier zeigt sich dies durch die Launches diverser Individualflaschen. Verallia Deutschland hat allerdings auch Design-Mündungen für Konservengläser entwickelt, die bei gleicher Funktionalität die Marke betonen und dadurch individueller sind. Erstmals gezeigt wurden diese bei der insgesamt gelungenen Präsentation des Unternehmens auf der Messe BRAU BEVIALE im Oktober in Nürnberg. Ebenso ist Verallia Deutschland sehr aktiv, wenn es darum geht, Individualflaschen für namhafte Hersteller alkoholfreier Getränke zu entwickeln und zu produzieren, die dem aktuellen Trend zur Rückkehr in Glasflaschen folgen. Dieser innovative Drive ist unbedingt notwendig, da das Wettbewerbsumfeld in Deutschland im Berichtszeitraum durch Importe aus dem angrenzenden Ausland äußerst herausfordernd war. Damit wir - auch als Verallia Deutschland AG - weiterhin wettbewerbsfähig sind und bleiben, arbeiteten wir im Berichtszeitraum intensiv an Prozessoptimierungen und Projekten, die uns kontinuierlich effizienter werden lassen. Hierzu wenden wir die strukturierten Methoden und Maßnahmen unseres Verallia Industrial Models (VIM) an, das in allen Werken gute Ergebnisse und wichtige Entwicklungen zu einem stetigen Vorankommen in diesem Bereich lieferte. Weitere Beiträge zur Sicherung unserer Produktionsstandorte sind die Investitionen, die wir hierfür tätigen. Die größte Investition 2016 war - wie schon im Geschäftsbericht für das Rumpfgeschäftsjahr Januar bis Februar 2016 berichtet - der Wannenbau in Essen. Am ukrainischen Standort Zorya wurde ebenfalls eine Wanne neu errichtet und für das Werk in Wirges haben wir für die anstehende Wannenerneuerung ebenfalls bereits Anzahlungen geleistet und vorbereitende Maßnahmen getroffen. Verallia Deutschland achtet jedoch nicht nur auf ökonomische Nachhaltigkeit, sondern lässt auch die ökologischen Aspekte nicht außer Acht: Energie und deren Einsparung beschäftigte uns als gesamtes Thema sowie speziell auch bei den Wannenbauten. Diese sind nach der Wiederinbetriebnahme wesentlich energieeffizienter als zuvor. Ein besonderes Augenmerk galt im Berichtszeitraum auch dem sozialen Bereich. Dabei standen Arbeitssicherheit, Ergonomie mit dem Ziel "MAX. 10 kg", die Maßnahmen des Audits "berufundfamilie" sowie Personalmarketing zur Gewinnung von Auszubildenden und Nachwuchskräften im Fokus. Ein neues, zusätzliches Projekt war besonders am Standort Bad Wurzach wichtig: die Unterstützung der Stadt bei der Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern. Hier wurde durch intensive Sprachkurse und Trainings am Arbeitsplatz, den jungen Menschen die Chance geboten, sich für einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz zu qualifizieren. Lassen Sie uns auch betrachten, was vor uns liegt: ein wichtiges Thema der ersten Monate im Jahr 2017 wird für Deutschland der anstehende Wannenbau in Wirges sein. Bei einem 2-Wannen-Werk ist es die Hälfte der Kapazität, die während des Wannenbaus fehlt. Auch in Russland ist ein Wannenbau in der ersten Jahreshälfte vorgesehen. Weitere Investitionen folgen mit dem Ziel, die Produktivität und damit die Ausbringung zu verbessern. Grundsätzlich werden die Werke in Osteuropa weiterhin gefordert sein, mit den wirtschaftlichen Gegebenheiten zurechtzukommen und sich in diesen Märkten zu behaupten. Unsere übergeordneten Ziele für das erneut fordernde Geschäftsjahr 2017 - das wieder deckungsgleich mit dem Kalenderjahr sein wird - sind die Verbesserung der Qualität und des Service für unsere Kunden sowie die Balance zwischen Verkaufspreisen und dem Anstieg der Kosten zu halten. Für 2017 erwarten wir eine stabile Entwicklung in allen Regionen, in denen wir tätig sind, sofern sich die geopolitischen und ökonomischen Rahmenbedingungen nicht wesentlich ändern. Wir sehen einen weiterhin stabilen deutschen Markt für Behälterglas mit leicht positiver Entwicklung und vertrauen, dass der Markt sich auf demselben Niveau fortsetzt - mit gewissen Möglichkeiten für die Verallia Deutschland AG. Für uns ist das Glas halb voll, nicht halb leer: daher werden wir die Chancen, die sich für uns daraus ergeben, nutzen. Unsere Verpackungen sollen unseren Kunden helfen Wert in den Markt zu bringen - durch Design und kreative Innovationen. Um dies realisieren zu können, bedarf es der besten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Wir im Vorstand denken, dass wir diese schon haben und bedanken uns daher für ihren herausragenden Einsatz in volatilen Zeiten. Abschließend bedankt sich die gesamte Verallia Deutschland AG bei den Aktionären und Kunden für ihre Loyalität und ihr Vertrauen in einen der ältesten und besten Verpackungsglashersteller in Deutschland - auch in der Zukunft!
Für den Vorstand Ihr Hugues Denissel, Vorstandsvorsitzender Bericht des AufsichtsratsErlauben Sie dem Aufsichtsrat an dieser Stelle ebenfalls ein paar Worte zu dem - wie vom Vorstand bereits erwähnten - von Veränderungen geprägten Jahr 2016. Das Wichtigste bei all diesen Veränderungen ist: Die Verallia Deutschland AG gehört mit all ihren Standorten, wie der Name nun ebenfalls ausdrückt, nach wie vor zur international agierenden Verallia Gruppe. Und Verallia bleibt Verallia! Die Arbeitssicherheitskultur, die Betonung von Kundennähe im weltweiten Verbund, die Kompetenz in Service und Technik, all dies gilt nach wie vor. Und heute sogar noch stärker: Als streng auf Behälterglas ausgerichteter Spezialist kann sich Verallia sogar besser auf seine Stärken konzentrieren denn als Teil einer breit ausgerichteten Unternehmensgruppe. In diesem Sinn und Kontext hat der Aufsichtsrat den Vorstand im Berichtszeitraum März bis Dezember 2016 konstruktiv und mit kritischem Rat begleitet und sämtliche ihm gemäß Gesetz und Satzung der Gesellschaft, Corporate Governance sowie Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben mit der gebotenen Sorgfalt wahrgenommen. Hierzu hat sich der Aufsichtsrat vom Vorstand in und zwischen den Aufsichtsratssitzungen schriftlich und mündlich über die Planung, die Geschäfts- und Finanzlage, die Segmente sowie über alle für die Gesellschaft und den Konzern wichtigen Geschäftsvorgänge ausführlich unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat wurde auch regelmäßig und umfassend über Risiken und Chancen sowie das Risikomanagement informiert. Darin eingeschlossen waren auch Informationen zum Compliance-Management der Gesellschaft. Zur Beurteilung der Situation lagen dem Gremium stets rechtzeitig jeweils aussagekräftige und selbsterklärende Unterlagen des Vorstands vor, um den Vorstand beraten, fundierte Entscheidungen treffen sowie den Überwachungspflichten nachkommen zu können. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen stand bzw. steht der Vorsitzende des Aufsichtsrats laufend im Informationsaustausch mit dem Vorstand der Gesellschaft. Das Aufsichtsratsgremium war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung eingebunden. Alle Beschlüsse fasste der Aufsichtsrat nach sorgfältiger Prüfung und kritischer Würdigung der entsprechenden Entscheidungsvorlagen. Das Aufsichtsgremium trat im Berichtszeitraum März bis Dezember 2016 an 5 Terminen zu ordentlichen Aufsichtsratssitzungen zusammen. Die Präsenzsitzungen verteilten sich auf alle Quartale des Berichtszeitraums. Ergänzend hierzu wurden 2 Beschlüsse (Versammlungsleitung bei der Hauptversammlung und Konkretisierung des Dienstbeginns des Finanzvorstands) im Umlaufverfahren gefasst. Für die Sitzungen gibt es feste und variable - situationsbedingte - Tagesordnungspunkte, über die der Vorstand jeweils ausführlich informiert und berichtet. Hierzu zählen der Geschäftsverlauf im abgelaufenen Teil des Jahres mit allen wesentlichen Kennzahlen sowie den Vorjahres- und Plan-/ Budgetvergleichen. Es wurde stets die aktuelle Situation der Verallia Deutschland Gruppe einschließlich Markt- und Absatzlage intensiv besprochen, jeweils auch unter Einbeziehung der Geschäftsentwicklung der Tochtergesellschaften in Russland und der Ukraine. Als weiterer - in allen Aufsichtsratssitzungen im Berichtszeitraum feststehender, regelmäßig wiederkehrender - Themenschwerpunkt wurde der Stand der Arbeitssicherheit behandelt. Abweichungen von zuvor berichteten Zielen wurden vom Vorstand unter Angabe von Gründen erläutert. Im Berichtszeitraum war auch der vom Mehrheitsaktionär geforderte Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag fester Diskussionsbestandteil jeder Sitzung. Zusätzlich zu den vorgenannten regelmäßigen Diskussionsgegenständen befasste sich der Aufsichtsrat im Rahmen der Sitzungen mit folgenden weiteren Themen: Schwerpunkt der Sitzung am 14. März 2016 war die Erläuterung und Diskussion des Jahres- und Konzernabschlusses 2015 einschließlich des Berichts des Abschlussprüfers sowie die anschließende Billigung. Ferner wurden der Corporate Governance Bericht sowie die Verlängerung des Vertrags von Herrn Roland Unfried als Technikvorstand um weitere 3 Jahre verabschiedet. Das Gremium befasste sich in dieser Sitzung ebenfalls noch mit dem Thema Aufsichtsratsvergütung und fasste den Beschluss eine Whistle-Blower-Hotline eigens für die Verallia Deutschland AG einzurichten. Dies war nach dem Ausscheiden aus der Saint-Gobain Organisation nötig geworden. In der Sitzung am 20. April 2016 stand die Beschlussfassung über den Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der Verallia Deutschland AG und der Horizon Holdings Germany GmbH im Mittelpunkt. Vor dem Zustimmungsbeschluss ließ sich der Aufsichtsrat das dem Vertragsentwurf zugrunde liegende Bewertungsgutachten ausführlich erläutern. Die Aktionäre stimmten dem Vertragsabschluss auf der Hauptversammlung am 08. Juni 2016 zu. Der Tagesordnung für diese Hauptversammlung erteilte das Aufsichtsratsgremium ebenfalls in dieser Sitzung seine Zustimmung. Einen Großteil der Sitzung am 23. Mai 2016 beanspruchte die Prüfung der Jahresabschlüsse für das Rumpfgeschäftsjahr Januar bis Februar 2016. Diese wurden vom Aufsichtsrat einstimmig gebilligt und damit festgestellt. Auch der Corporate Governance Bericht und die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex für das Rumpfgeschäftsjahr wurden in dieser Sitzung genehmigt. Darüber hinaus stimmte der Aufsichtsrat der Tagesordnung für die Hauptversammlung am 12. Oktober 2016 zu. Der Aufsichtsrat beschäftigte sich in seiner Sitzung vom 26. Juli 2016 neben den standardmäßig wiederkehrenden allgemeinen Tagesordnungspunkten schwerpunktmäßig mit Personalien. Dabei ging es um die anstehenden Vertragsverlängerungen für die zu diesem Zeitpunkt amtierenden Vorstände. Der Vertrag des Vorstandsvorsitzenden Herrn Stefan Jaenecke wurde nicht über die laufende Amtszeit bis 31. Dezember 2016 hinaus verlängert. Der Aufsichtsrat stimmte jedoch einer Verlängerung des Vertrags von Herrn Thomas Beyer als Personalvorstand für weitere 2 Jahre zu. Ferner wurden die Neubestellungen der Herren Hugues Denissel und Thorsten Gatz als Mitglieder des Vorstands für jeweils 3 Jahre beschlossen. Herr Denissel wird zum Nachfolger des Vorstandsvorsitzenden sowie Herr Gatz zum Finanzvorstand bestimmt. In seiner Sitzung vom 14. November 2016 befasste sich der Aufsichtsrat hauptsächlich mit dem Status Quo der Anfechtungsklage, die bezüglich der Zustimmung der Hauptversammlung zum Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags ergangen war. Die mögliche Veräußerung der russischen Beteiligung Black Sea Glass Packaging wurde ebenfalls thematisiert und diskutiert. Abschließend stimmte der Aufsichtsrat der gerichtlichen Bestellung von Frau Dr. Anne-Marie Peter als neues Aufsichtsratsmitglied und somit Nachfolgerin von Herrn Dr. Werner Futter zu. Die im Deutschen Corporate Governance Kodex enthaltenen Empfehlungen und Anregungen wurden, soweit sie vom Vorstand und Aufsichtsrat für die gute Unternehmensführung der Gesellschaft für relevant und praktikabel erachtet wurden, umgesetzt. Abweichungen von den Empfehlungen wurden erläutert. Die Entsprechenserklärung ist sowohl auf der Internetseite der Verallia Deutschland AG dauerhaft zugänglich. Für ausführlichere Informationen zur Corporate Governance verweisen wir auf Seite 12 dieses Geschäftsberichts. Das Thema Interessenkonflikte wurde im Beisein der Vorstandsmitglieder erörtert. Interessenkonflikte zwischen den Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft haben sich im Berichtszeitraum März bis Dezember 2016 nicht ergeben. Kein Mitglied des Aufsichtsrats hat im Berichtsjahr an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen. Wie im Vorstand gab es auch im Aufsichtsrat eine personelle Veränderung: Herr Dr. Werner Futter hat sein Amt mit Wirkung zum Ende der Hauptversammlung am 12. Oktober 2016 aus persönlichen Gründen niedergelegt. Der Aufsichtsrat dankt ihm für seine wertvollen Beiträge und die konstruktive Zusammenarbeit sowie seinen langjährigen Einsatz zum Wohle des Unternehmens. Als Nachfolgerin von Herrn Dr. Futter wurde Frau Dr. Anne-Marie Peter zu Beginn des Jahres 2017 gerichtlich bestellt, bis sie sich in der Hauptversammlung im Mai 2017 zur Wahl durch die Aktionäre stellt. Es gibt wie in den Vorjahren innerhalb des Aufsichtsrats lediglich den Personalausschuss. Dieser setzte sich aus Herr Floris als Vorsitzendem sowie Herr Müller als stellvertretendem Vorsitzenden und Herr Michel zusammen. Der Personalausschuss trat im Berichtszeitraum einmal zusammen. Bei der zukünftigen Zusammensetzung der Führungsgremien achtet der Aufsichtsrat weiterhin auf Vielfalt (Diversity). Bereits heute gilt, dass einige Mitglieder im Aufsichtsrat sowie alle Vorstände entweder über Auslandserfahrung verfügen oder aus europäischen Nachbarländern stammen. Mit Alice Mouty und Dr. Anne-Marie Peter gehören nun 2 Frauen dem Aufsichtsratsgremium an. Der vorliegende Jahresabschluss der Verallia Deutschland AG wurde analog zu den Vorjahren nach den Vorschriften des Deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB), der Konzernabschluss der Verallia Deutschland AG nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, die von der Hauptversammlung erneut zum Abschlussprüfer gewählt wurde, hat den Jahresabschluss der Verallia Deutschland AG und den Konzernabschluss ebenso wie den zusammengefassten Lagebericht der Verallia Deutschland AG und des Konzerns geprüft und hierzu jeweils den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Abschlussprüfer hat bestätigt, dass der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften entspricht. Die Abschlussunterlagen sowie die beiden Prüfungsberichte des Abschlussprüfers haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der den Jahresabschluss und Konzernabschluss feststellenden Sitzung am 16. März 2017 zur Prüfung vorgelegen. Die entsprechenden Unterlagen wurden in der Bilanzsitzung mit den dort anwesenden verantwortlichen Wirtschaftsprüfern ausführlich diskutiert und hinterfragt. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu und billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Verallia Deutschland AG sowie den Konzernabschluss der Verallia Deutschland AG. Damit ist der Jahresabschluss der Verallia Deutschland AG entsprechend § 172 Abs. 1 Satz 1 AktG festgestellt. Dem Lagebericht sowie den Ausführungen zur weiteren Entwicklung des Unternehmens schließen wir uns an. Der Vorstand hat im Lagebericht auf Seite 90 die Angaben gemäß § 289 HGB und § 315 HGB gemacht. Diese Erläuterungen wurden von uns geprüft. Der Aufsichtsrat verweist wie der Vorstand bzgl. Dividendenzahlung auf die - für den Berichtszeitraum anteilige - Ausgleichzahlung gemäß des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sprechen allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Arbeitnehmervertretern sowie dem Vorstand der Verallia Deutschland AG ihren Dank für ihre im Berichtszeitraum geleistete engagierte Arbeit aus.
Bad Wurzach, im März 2017 Der Aufsichtsrat Jean-Pierre Floris, Vorsitzender Bericht zur Corporate GovernanceSeit vielen Jahren fühlen sich sowohl Vorstand als auch Aufsichtsrat der Verallia Deutschland AG der verantwortungsvollen und transparenten Unternehmensführung (Corporate Governance), geschäftlichen Integrität, Nachhaltigkeit und der Einhaltung ethischer Werte verpflichtet. Der Deutsche Corporate Governance Kodex dient neben den Verhaltens- und Handlungsprinzipien der Verallia Gruppe dabei als Richtlinie, denn eine gute Corporate Governance ist im Einklang mit unseren Werten wesentlicher Bestandteil des langfristigen Unternehmenserfolgs und in unserer Unternehmenskultur verankert. Es wird daher in den Leitungsgremien regelmäßig überprüft, ob gewährleistet ist, dass unternehmensweit sämtliche Gesetze, Regelwerke und Unternehmensrichtlinien (Compliance) eingehalten und anerkannte Standards und Empfehlungen sowie Werte des Unternehmens befolgt werden. Darüber hinaus stärkt die Transparenz der Unternehmensinformationen das Vertrauen der Anteilseigner sowie der Arbeitnehmer, Kunden, Lieferanten und anderer Geschäftspartner in das Unternehmen. Vorstand und Aufsichtsrat der Verallia Deutschland AG betrachten Corporate Governance nicht als ein starres System; so kann es unternehmensintern kontinuierlich an neue Anforderungen angepasst und verbessert werden. Beide Organe haben sich daher auch im Berichtszeitraum wiederum mit den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex befasst und nach gründlicher, an den Interessen des Unternehmens und seiner Anteilseigner ausgerichteter Abwägung jeweils entschieden, inwieweit den Empfehlungen des Kodex entsprochen wird. Die Aktualisierung der Entsprechenserklärung ist mit Veröffentlichung dieses Geschäftsberichts geplant. Die aktuelle Version ist auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht und somit dauerhaft zugänglich gemacht. Die Verallia Deutschland AG setzt einen großen Teil der Empfehlungen und Anregungen um. Aufgrund der unternehmensspezifischen Gegebenheiten, insbesondere durch die indirekte Einbindung der Gesellschaft in die mit fast 97% am Kapital beteiligte Apollo Gruppe, der geringen Anzahl außenstehender Aktionäre und der dadurch bedingten geringeren finanzmarktlichen Orientierung des Unternehmens wird jedoch in einigen begründeten Ausnahmefällen von den Empfehlungen abgewichen. UnternehmensleitungDie Verallia Deutschland AG wird - wie alle Aktiengesellschaften nach deutschem Recht - durch das duale Führungssystem aus Vorstand und Aufsichtsrat geleitet. Dieses System ist durch eine strikte personelle Trennung zwischen dem Vorstand als Leitungsorgan und dem Aufsichtsrat als Beratungs- und Überwachungsorgan gekennzeichnet. Die Aufgabenteilung zwischen den beiden Organen richtet sich nach dem Aktiengesetz, der Satzung sowie den beiden Gremien jeweils eigenen Geschäftsordnungen. Der Vorstand der Verallia Deutschland AG leitet das Unternehmen und führt die Geschäfte der Gesellschaft. Ihm gehörten zum Ende des Berichtszeitraums neben dem Vorsitzenden drei weitere Mitglieder an, die vom Aufsichtsrat bestellt wurden. Die Position des Finanzvorstands wurde zum 01. Dezember 2016 wieder besetzt. Die Zuständigkeiten und Verantwortungsbereiche sind nach funktionalen Kriterien verteilt und in einem Geschäftsverteilungsplan geregelt. Jedes einzelne Mitglied sowie der Vorstand als Gesamtorgan sind an das Unternehmensinteresse gebunden und der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswerts verpflichtet. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen. Der Aufsichtsrat überwacht die Tätigkeit des Vorstands, berät ihn und bestimmt die strategische Ausrichtung des Konzerns, um somit den langfristigen Unternehmenserfolg zu sichern. Das Gremium ist nach dem Drittelbeteiligungsgesetz zusammengesetzt und besteht (grundsätzlich) aus neun Mitgliedern. Drei Mitglieder sind als Vertreter der Arbeitnehmer bestellt, die anderen sechs - davon fünf Vertreter des Mehrheitsaktionärs, der Verallia Gruppe - repräsentieren die Anteilseigner. Bis zur gerichtlichen Bestellung von Frau Dr. Anne-Marie Peter war, nach Ausscheiden von Herrn Dr. Werner Futter im Oktober 2016, eine Position nicht besetzt. Eines der von den Aktionären gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats ist als unabhängig im Sinne von Ziffer 5.4.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex anzusehen und einige Mitglieder verfügen über umfangreiche Auslandserfahrung. Bei den derzeitigen Mitgliedern des Aufsichtsrats bestehen keine Interessenkonflikte und im Berichtszeitraum traten ebenfalls keine auf. Bevor neue Personen für das Gremium vorgeschlagen werden, wird sichergestellt, dass auch diese keinen Interessenkonflikten ausgesetzt sein werden. Von Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden keine Beratungsleistungen gegen Honorar erbracht. Die personelle Zusammensetzung der Gremien ist auf Seite 20 des Geschäftsberichts dargestellt. Zum aktuellen Zeitpunkt hält weder ein Mitglied des Vorstands noch eines des Aufsichtsrats Anteile am Kapital der Verallia Deutschland AG. Im Berichtszeitraum wurden weder von Mitgliedern des Aufsichtsrats noch von Mitgliedern des Vorstands sogenannte Directors' Dealings getätigt, d. h., es wurden von ihnen keine Aktien der Verallia Deutschland AG ge- oder verkauft. Weitere Informationen zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sind in der Erklärung zur Unternehmensführung, die auf der Internetseite veröffentlicht ist, enthalten. Vielfalt (Diversity)Die Verallia Deutschland AG setzt die Bestimmungen des Deutschen Corporate Governance Kodex zur Berücksichtigung von Frauen bei der Zusammensetzung des Vorstands und bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen um. Hinsichtlich des 2015 erlassenen "Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst", haben Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam beschlossen, die Zielgrößen beim aktuellen Status quo zu belassen. VergütungDie Vergütung der Vorstandsmitglieder ist entsprechend den gesetzlichen Vorgaben im Konzernanhang ausgewiesen. Sie ist nach fixen und variablen Komponenten aufgeteilt und ist im Rahmen des zusammengefassten Lageberichts in diesem Geschäftsbericht auf Seite 44 zu finden. Zur Vermeidung einer doppelten Darstellung macht sich dieser Corporate-Governance-Bericht die Darstellung im zusammengefassten Lagebericht ausdrücklich zu eigen und verweist darauf. Die Vergütung des Aufsichtsrats in einer Gesamthöhe von 84.000 Euro wird durch die Satzung der Verallia Deutschland AG wie folgt geregelt: Jedes Mitglied erhält neben dem Ersatz seiner Auslagen nach Ablauf des Geschäftsjahres eine feste Vergütung von 7.700 Euro p. a. Der Vorsitzende und sein Stellvertreter erhalten jeweils 14.900 Euro p. a. Im Rahmen des Vergütungsberichts, auf Seite 92 dieses Geschäftsberichts, sind die Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder ebenfalls erläutert. Die Verallia Deutschland AG hat keine Aktienoptionspläne oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme aufgelegt, weder für Vorstandsmitglieder oder andere leitende Mitarbeiter noch für den Aufsichtsrat. HauptversammlungDie Hauptversammlung bietet Raum für die Generaldebatte zwischen Aktionären, Vorstand und Aufsichtsrat, ferner üben die Aktionäre dort ihr Stimmrecht - eine Stimme je Aktie - aus. Vorstand und Aufsichtsrat haben festgelegt, dass die Aktionäre die Unterstützung und die Informationen erhalten, die Gesetz, Satzung und Kodex vorsehen. Die Einberufung der Hauptversammlung wird einschließlich der Tagesordnung sowie aller erforderlichen Berichte und Unterlagen auf unserer Internetseite veröffentlicht. Ebenso werden dort die detaillierten Abstimmungsergebnisse jeweils direkt nach der Hauptversammlung zur Verfügung gestellt. Im Berichtszeitraum fanden 2 ordentliche Hauptversammlungen der Verallia Deutschland AG jeweils in Bad Wurzach statt - am 08. Juni 2016 diejenige für das Geschäftsjahr 2015 und am 12. Oktober 2016 eine für das Rumpfgeschäftsjahr Januar bis Februar 2016. Als Termin für die nächste Hauptversammlung, die ebenfalls wieder in Bad Wurzach stattfinden wird, ist der 16. Mai 2017 vorgesehen. Transparenz und InformationDie Verallia Deutschland AG legt Wert auf eine offene und transparente Unternehmenspolitik und Kommunikation. Daher werden auf der Internetseite des Unternehmens unter www.verallia.de ebenso alle Pressemitteilungen und Insiderinformationen, alle regelmäßig erscheinenden Finanzberichte sowie sämtliche für die Hauptversammlung relevanten Unterlagen veröffentlicht. Die Termine der regelmäßigen Finanzberichterstattung sind ebenfalls im Finanzkalender auf der Internetseite abrufbar. Rechnungslegung und AbschlussprüferDer Konzernabschluss der Verallia Deutschland AG zum 31. Dezember 2016 wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, der Jahresabschluss der Verallia Deutschland AG für den Berichtszeitraum März bis Ende Dezember 2016 nach den Rechnungslegungsvorschriften des Deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB). Die Hauptversammlung hat die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Rumpfgeschäftsjahr März bis Ende Dezember 2016 bestellt. Der Prüfungsauftrag wurde durch den Aufsichtsrat erteilt. ComplianceFür die Verallia Deutschland AG gelten die Regeln und Bestimmungen des Compliance-Programms, das für die gesamte internationale Verallia Gruppe erarbeitet und eingeführt wurde. EntsprechenserklärungEntsprechend § 161 AktG sind Vorstand und Aufsichtsrat einer börsennotierten Aktiengesellschaft verpflichtet, einmal jährlich eine Erklärung abzugeben, dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen wurde bzw. wird, oder zu benennen, welche Empfehlungen ggf. nicht angewandt wurden oder werden; dies ist zu begründen. In der Aufsichtsratssitzung im März 2017 haben Vorstand und Aufsichtsrat der Verallia Deutschland AG gemeinsam eine Aktualisierung der Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG in der aktuellen Fassung vom 05. Mai 2015 verabschiedet. Sie ist im Originalwortlaut hier anschließend abgedruckt. Entsprechenserklärung DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATS DER VERALLIA DEUTSCHLAND AG ZU DEN EMPFEHLUNGEN DES DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX GEMÄSS § 161 AKTGVorstand und Aufsichtsrat der Verallia Deutschland AG erklären hiermit gemäß § 161 AktG, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" (nachfolgend auch "DCGK") in der Fassung vom 5. Mai 2015 seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im Mai 2016 entsprochen wurde und den Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 auch weiterhin entsprochen wird, mit Ausnahme folgender Abweichungen, die nachstehend näher erläutert werden: 1. Entgegen Ziffer 2.3.2 Satz 2 DCGK wurde und wird für die weisungsgebundene Ausübung des Stimmrechts der Aktionäre in der Hauptversammlung von der Gesellschaft kein Vertreter bestellt. Vorstand und Aufsichtsrat sind der Auffassung, dass die Bestellung eines weisungsgebundenen Vertreters zur Stimmabgabe in der Hauptversammlung angesichts der geringen Anzahl von Aktionären und des damit verbundenen zusätzlichen administrativen und kostenverursachenden Aufwands nicht sinnvoll ist. Darüberhinaus ist eine effiziente Wahrnehmung der Aktionärsinteressen in den Hauptversammlungen durch die von Aktionären gegebenen Vollmachten und durch die Möglichkeit der Briefwahl ausreichend gewährleistet. 2. Entgegen Ziffer 4.2.3 Satz 9 DCGK wurde und wird eine nachträgliche Änderung von Erfolgszielen oder der Vergleichsparametern bei der variablen Vergütung von Vorstandsmitgliedern nicht ausgeschlossen. Nach Auffassung von Vorstand und Aufsichtsrat ist eine nachträgliche Änderung und Anpassung der Erfolgsziele oder der Vergleichsparameter geboten, wenn außerordentliche Entwicklungen auf Seiten der Gesellschaft Einfluss auf die Erreichbarkeit der Zielwerte der vorgesehenen variablen Vergütung des Vorstands haben. Die Gesellschaft ist der Ansicht, dass eine nachträgliche Anpassung der Zielwerte und sonstigen Paramater der variablen Vergütungsteile sinnvoll und erforderlich ist, um positive und negative Auswirkungen auf die Erreichbarkeit der Zielwerte in angemessener Weise zu neutralisieren. 3. Für das Rumpfgeschäftsjahr zum 29. Februar 2016 wurde die Vorstandsvergütung zwar den gesetzlichen Anforderungen entsprechend offengelegt, nicht jedoch mit dem Inhalt und der Form, die Ziffer 4.2.5 DCGK für den Vergütungsbericht empfiehlt. Insbesondere wurden auch nicht die dem Kodex als Anlage beigefügten Mustertabellen verwendet. Für die Geschäftsjahre ab dem 1. März 2016 wird die Vergütung der Vorstandsmitglieder nicht in Form eines individualisierten Vergütungsberichts offengelegt. Für das Rumpfgeschäftsjahr zum 29. Februar 2016 wurde die Vorstandsvergütung wieder den gesetzlichen Anforderungen entsprechend individualisiert offengelegt, nachdem der so genannte Opt-out-Beschluss der Hauptversammlung vom 19. Mai 2011, die Vergütung der Vorstandsmitglieder individualisiert offenzulegen, nur für die Geschäftsjahre bis einschließlich 2015 Gültigkeit hatte. Hierbei wurde aber nicht der weitergehende Inhalt sowie die Form, die Ziffer 4.2.5 DCGK für den Vergütungsbericht empfiehlt, beachtet. Vorstand und Aufsichtsrat sind nicht der Ansicht, dass eine Umstellung der Darstellung der Vorstandsvergütung die Qualität und Verständlichkeit erhöht. Aus diesem Grunde wurde von einer weiteren Untergliederung sowie der Verwendung der Mustertabellen abgesehen. Die Hauptversammlung vom 12. Oktober 2016 hat erneut einen Opt-out-Beschluss für die Jahres- und Konzernabschlüsse der Gesellschaft für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. März 2016 bis zum 31. Dezember 2016 sowie die Geschäftsjahre 2017 bis einschließlich 2020, längstens jedoch bis zum 11. Oktober 2021 beschlossen. Während des Bestandes dieses Hauptversammlungsbeschlusses erfolgt daher keine individualisierte Ausweisung der Vorstandsvergütung entsprechend der Empfehlung in Ziffer 4.2.5 Abs. 3 DCGK. Vorstand und Aufsichtsrat sind der Ansicht, dass Art und Umfang der dargestellten Daten ein hinreichendes Transparenzniveau gewährleisten und eine darüber hinausgehende Offenlegung und Aufschlüsselung sowie eine Verwendung der Mustertabellen die Qualität und Verständlichkeit der Darstellung nicht erhöhen würden. 4. Entgegen Ziffer 5.1.2 Satz 8 DCKG wurde und wird eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder nicht festgelegt. Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass eine festgelegte Altersgrenze ein nicht gewolltes Ausschlusskriterium für qualifizierte Vorstandsmitglieder sein könnte und dies den Aufsichtsrat pauschal in seiner Auswahl geeigneter Vorstandsmitglieder einschränkt. 5. Entgegen Ziffern 5.3.1, 5.3.2 und 5.3.3 DCGK wurden und werden vom Aufsichtsrat, abgesehen vom Personalausschuss, keine weiteren fachlich qualifizierten Ausschüsse, insbesondere kein Prüfungs- sowie Nominierungsausschuss, gebildet. Als einziger Ausschuss besteht der Personalausschuss des Aufsichtsrats. Verzichtet wird daher auch auf die Bildung eines Prüfungsausschusses gemäß Ziffer 5.3.2 DCGK sowie auf die Bildung eines Nominierungsausschusses gemäß Ziffer 5.3.3 DCGK. Vorstand und Aufsichtsrat halten die Bildung von weiteren Ausschüssen angesichts des überschaubaren Umfangs des Unternehmens und des lediglich neunköpfigen Aufsichtsrats für nicht sinnvoll bzw. erforderlich. Alle Themen der Aufsichtsratsarbeit werden durch den Gesamtaufsichtsrat erarbeitet, soweit sie nicht dem Personalausschuss des Aufsichtsrats übertragen sind. Insbesondere ist der Aufsichtsrat der Auffassung, dass bei der Bildung von Ausschüssen die Arbeit des Aufsichtsrats unnötig erschwert werden würde. 6. Entgegen Ziffer 5.4.1 Satz 2 DCGK wurden und werden für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats keine konkreten Ziele benannt, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinn von Ziffer 5.4.2 DCGK und eine festzulegende Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sowie Vielfalt (Diversity) berücksichtigen. Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der Gesellschaft hat sich am Unternehmensinteresse auszurichten. Die Wahlvorschläge an die Hauptversammlung wählt der Aufsichtsrat daher nach fachlicher Kompetenz und Erfahrung aus. Der Aufsichtsrat hat lediglich eine Altersgrenze für seine Mitglieder beschlossen. Er ist der Auffassung, dass für seine Zusammensetzung insbesondere auf die spezifische Situation, die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenkonflikte, Vielfalt (Diversity) und eine angemessene Beteiligung von Frauen zu achten ist, und wird dies bei seinen Vorschlägen an die zuständigen Wahlgremien auch berücksichtigen. Doch sollte der Aufsichtsrat bestmöglich zusammengesetzt sein. Die Festlegung konkreter Ziele für die Zusammensetzung erscheint hierfür weder geeignet noch zweckmäßig. 7. Entgegen Ziffer 5.4.6 Satz 3 DCGK wurden und werden Vorsitz und Mitgliedschaft in Ausschüssen bei der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder nicht berücksichtigt. Die Satzung der Verallia Deutschland AG sieht weder für den Vorsitz noch für die Mitgliedschaft in Ausschüssen eine gesonderte Vergütung vor. Diese Regelung wird im Hinblick auf den mit der jeweiligen Tätigkeit verbunden Aufwand für angemessen erachtet, insbesondere vor dem Hintergrund, dass der Aufsichtsrat keine Ausschüsse, abgesehen von dem Personalausschuss, bildet und entsprechende Abweichungen zu Ziffern 5.3.1, 5.3.2 und 5.3.3 erklärt hat. 8. Entgegen Ziffer 7.1.2 Satz 2 DCGK wurden und werden Halbjahres- und etwaige Quartalsfinanzberichte vom Vorstand vor der Veröffentlichung mit dem Aufsichtsrat nicht erörtert. Vorstand und Aufsichtsrat sind der Auffassung, dass eine gesonderte Erörterung der Berichte nicht notwendig ist, da der Aufsichtsrat ohnehin regelmäßig über alle relevanten Geschäftsvorgänge informiert wird.
Bad Wurzach, im März 2017 Verallia Deutschland AG Für den Vorstand Hugues Denissel Für den Aufsichtsrat Jean-Pierre Floris Organe der GesellschaftVorstandscroll
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Mitgliedschaften in weiteren gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien (zum 31.12.2016)Vorstandscroll
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NachhaltigkeitNachhaltigkeitsmanagementGrundlagenDie weltweite wirtschaftliche Entwicklung und das stetige Wachstum der Weltbevölkerung führen dazu, dass natürliche Vorräte knapp werden. Durch die Diskrepanz zwischen verfügbaren Ressourcen und den Bedürfnissen eines jeden einzelnen Menschen können sowohl die Umwelt als auch die Gesellschaft Schaden nehmen. Dies gilt es zu verhindern. Die Verallia Deutschland AG als Teil der gesamten Verallia Gruppe ist sich ihrer Verantwortung gegenüber der Umwelt und Gesellschaft bewusst und strebt stets nach kontinuierlichen Verbesserungen der betrieblichen Abläufe und der Entwicklung von Innovationen, die sowohl die Umwelt schonen als auch die Wirtschaft vorantreiben. Die Verallia Deutschland AG verfolgt das Ziel, all ihre Entwicklungen zukunftsfähig zu gestalten, damit gegenwärtige Bedürfnisse befriedigt werden können, ohne nachkommende Generationen in ihrer Entwicklung zu gefährden. Alle Strategien und Entwicklungen der Verallia Deutschland AG bauen daher sowohl auf einer ökologischen, ökonomischen als auch auf einer sozialen Zielsetzung auf, die Mensch, Natur und industrielle Produktion nachhaltig in Einklang bringen will. Der folgende Bericht gibt einen detaillierten Überblick über alle Aktivitäten und Errungenschaften, die die Verallia Deutschland AG auf dem Weg zu nachhaltigem Wirtschaften bereits umsetzt, sowie über die Herausforderungen, die das Unternehmen künftig zu bewältigen bestrebt ist. Stakeholder-DialogJedes Unternehmen befindet sich im stetigen Dialog mit einer Vielzahl von Interessengruppen, die sowohl intern als auch extern präsent und aktiv sind. Die wichtigsten Stakeholder der Verallia Deutschland AG lassen sich wie folgt unterteilen:
Der Erfolg der Verallia Deutschland AG wird an der Zufriedenheit aller Stakeholder gemessen. Die Erwartungen und Bedürfnisse einer jeden Anspruchsgruppe zu erfassen und mit in die Wertschöpfungskette einfließen zu lassen, ist für alle Beteiligten von Vorteil. So unterstützen alle Mitarbeiter der Verallia Deutschland AG sowie Kunden, Handel und Investoren die kontinuierliche und zukunftsorientierte Planung unserer Unternehmensstrategie. Die Beziehungen zu unseren Stakeholdern können dabei nur aufrechterhalten werden, wenn ein täglicher Informationsaustausch zwischen allen Interessengruppen gewährleistet ist. Im Zentrum dieser Kommunikationsbemühungen steht die Erfassung gemeinsamer Ziele und Interessen, die für unsere Zukunftsplanung und den wirtschaftlichen Erfolg grundlegend sind. Die Mitarbeiter der Verallia Deutschland AG tragen täglich dazu bei, ein hohes Maß an Vertrauen zwischen allen Parteien aufzubauen, so dass ein aktiver Beitrag zur Gesundheit, Stabilität und Entwicklung unserer Gesellschaft geleistet werden kann. Glas - der nachhaltige WerkstoffRohstoffeGlas besteht fast ausschließlich aus den natürlichen Rohstoffen Quarzsand, Soda, Kalk und Dolomit, die reichhaltig in der Natur vorkommen. Dabei ist der wichtigste Bestandteil einer Glasverpackung heute Recyclingglas. Dadurch werden unsere endlichen Ressourcen geschont. Die Natürlichkeit der einzelnen Rohstoffe wirkt sich noch auf andere Weise positiv auf unsere Umwelt aus: So stellt eine achtlos weggeworfene Flasche keine Umweltbelastung dar. RecyclingGlas ist zu 100 % ohne Qualitätsverlust recycelbar. Neue Glasflaschen bestehen heute durchschnittlich zu 60 % aus Recyclingglas. Bei grünem Glas werden sogar Anteile von bis zu 90 % erreicht. Dies spart nicht nur Primärrohstoffe. Die Zugabe von Recyclingglas führt auch zur Reduktion der Schmelzenergie. MehrwegfähigkeitDer Einsatz von Glas-Mehrwegverpackungen ist ökologisch sowie ökonomisch sinnvoll und erfüllt in besonderem Maße das Ziel der Abfallvermeidung. So ist mit steigender Anzahl der Umläufe eine Reduktion des Packmitteleinsatzes, bezogen auf die abgefüllte Menge, verbunden. Dabei lassen sich Glas-Mehrwegflaschen bis zu 50-mal wiederbefüllen und sind im Durchschnitt bis zu 6 Jahre im Einsatz - Werte, die von keinem anderen Packmittel erreicht werden. GesundheitGlas ist inert: Es gibt keine Inhaltsstoffe ab, die die Lebensmittelsicherheit und den Geschmack des Füllgutes negativ beeinträchtigen, und es nimmt auch keine Stoffe aus dem Inhalt, wie zum Beispiel Aroma- und Wirkstoffe, auf. Glas garantiert somit die Reinheit des Füllgutes und ist auch für sensible Produkte wie Babynahrung bestens geeignet. Aufgrund der Inertheit ist Glas zudem der universelle und uneingeschränkte Werkstoff für Mehrwegbehälter, da selbst im Falle einer vorübergehenden Zweckentfremdung durch den Verbraucher keine negativen Auswirkungen auf die weitere Nutzung des Glasbehälters bestehen. Durchschnittliche Rohstoffzusammensetzung*![]() Der ökologische Kreislauf von Glasverpackungen![]()
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Bei Grünglas bis zu 90 % Recyclingglas, Quelle:
Glasaktuell Ökologische Nachhaltigkeit"Ökologische Nachhaltigkeit beschreibt die Zieldimension, die Artenvielfalt zu erhalten und den Klimaschutz zu fördern, damit Natur und Umwelt für die nachfolgenden Generationen erhalten bleiben." (Agenda 21, 2009) Jedes Unternehmen greift unvermeidlich auf natürliche Ressourcen zurück. Die Verallia Deutschland AG ist sich dieser Tatsache bewusst. Das Unternehmen ist daher schon seit langem bestrebt, den Verbrauch an Ressourcen auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren. Dabei unterliegt die gesamte Wertschöpfungskette, von der Annahme der Rohstoffe bis zur Auslieferung des fertigen Produktes, einer kontinuierlichen Betrachtung, um Einsparpotenziale zu ermitteln und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Die Strategie hinsichtlich der ökologischen Entwicklung von Verallia Deutschland sieht dabei nicht allein die Reduktion von Ressourcen vor, sondern bezieht auch die Vermeidung unerwünschter Nebeneffekte, wie zum Beispiel Emissionen, mit ein. Bereits getroffene Maßnahmen konnten einen deutlichen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Weitere sind geplant. EmissionsmanagementDer Prozess der Glasschmelze hat auch zur Folge, dass Emissionen, wie zum Beispiel Kohlendioxid, in unsere Atmosphäre gelangen. Eine Reduzierung dieser Emissionen kann maßgeblich durch einen verringerten Energieeinsatz sowie eine optimierte Gemengezusammensetzung erreicht werden. Da die fossilen und damit Emissionen verursachenden Energieträger Erdgas und schweres Heizöl den größten Anteil bei der Produktion von Glasverpackungen einnehmen, wird der Verbrauchsreduzierung dieser Energieträger große Aufmerksamkeit geschenkt. Die größten Mengen an fossiler Energie werden zur Befeuerung der Schmelzwannen eingesetzt. Eine effektive Fahrweise der Wannen und eine laufende Anpassung des Energieträgermix, soweit technisch möglich, sind daher unabdingbar. Aber auch Energieeinsparinitiativen wie die Optimierung der Einstellung und Steuerung der Kühlöfen und die laufende Analyse der Kühlofenverbräuche sind wichtige Schritte, um Erdgas effektiv zu nutzen und somit die CO2 -Emissionen zu verringern. So entwickelte beispielsweise Verallia Deutschland gemeinsam mit einer früheren Tochtergesellschaft eine neuartige Kühlofensteuerung, die die Energiezufuhr bedarfsgerechter regelt. Neben diesen und weiteren Aktivitäten trägt Glasrecycling schon seit Jahrzehnten dazu bei, den Energieeinsatz und damit die entstehenden Emissionen zu reduzieren. Darüber hinaus werden durch den Einsatz von Recyclingglas das anfallende allgemeine Müllaufkommen und der Einsatz von wertvollen Rohstoffen bei der Glasherstellung reduziert. Ein weiteres großes Potenzial zur Energieeinsparung bieten die heißen Rauchgase der Schmelzwannen. Diese werden an allen Standorten von Verallia Deutschland genutzt, um die Verbrennungsluft vorzuwärmen. Des Weiteren wird bereits an dem Standort Bad Wurzach die Energie der Rauchgase über einen Wärmetauscher genutzt, um Dampf zu erzeugen, der wiederum zur Stromerzeugung und zu Heizzwecken verwendet wird. Um dieses Potenzial an anderen Standorten umzusetzen, werden derzeit verschiedene konkrete Aktivitäten unternommen. Eines davon ist das Nahwärmeprojekt an unserem Standort in Neuburg, für das wir 2015 auch mit der Umweltmedaille der Stadt Neuburg ausgezeichnet wurden. Hier wird den Rauchgasen mittels eines Wärmetauschers Energie entzogen und damit erhitztes Wasser zur Einspeisung in das Fernwärmenetz der Stadt Neuburg erzeugt. Am Standort Wirges wird für die interne Warmwasseraufbereitung ebenfalls eine Abwärmerückgewinnung eingesetzt. Der Standort Essen hat durch Umbau und Optimierung des Heißwassernetzes deutlich zur Energieeinsparung beigetragen. Gesamtenergieverbrauch und -managementDie Aufteilung der Primär-Energieträger, die zur Erzeugung von Glas benötigt werden, setzt sich bei der Verallia Deutschland AG derzeit wie folgt zusammen: 81 % Erdgas und 19 % Strom. Ziel der Verallia Deutschland AG ist es, diese Energie so effizient wie möglich einzusetzen. Dies trägt zum einen zur Reduzierung von schädlichen Umwelteinflüssen wie CO -Emissionen und anderen Luftschadstoffen bei, zum anderen ist Energieeffizienz ein Kernbestandteil wettbewerbsfähiger Produktion. Neben den bereits erwähnten Maßnahmen werden in sogenannten Energieteams laufend Verbräuche analysiert, Einsparpotenziale ermittelt und vielfältige Maßnahmen im fossilen und elektrischen Verbrauch umgesetzt. Innovative EntwicklungenBereits Mitte der 80er Jahre war die damalige Oberland AG eines der ersten Unternehmen, die elektrostatische Filter zur Verringerung von Emissionen einsetzten. Auch wurden früh verschiedene Systeme zur Wasseraufbereitung und -wiederverwendung angewandt, so dass eine große Menge Wasser im Kreislauf gefahren und der Frischwasserbedarf auf ein Minimum reduziert werden konnte. Wie zuvor erwähnt, entsteht der größte Umwelteinfluss bei der Einschmelzung des Recyclingglases und der nötigen Rohstoffe für die Produktion qualitativ hochwertiger Glasverpackungen. Die Verallia Deutschland AG ist deswegen zuversichtlich, durch neue, nachhaltige Energieträger auch in Zukunft einen Beitrag zu mehr Umweltbewusstsein leisten zu können. Energieeinsparung 1970 bis heute = 80 %![]() Quelle: Fachvereinigung Behälterglasindustrie e. V. Das Werk Bad Wurzach hat einen erfolgreichen Langzeitversuch zur Verwendung von Biogas durchgeführt. Ziel ist es, den Ausstoß an fossilen CO2 -Emissionen damit weiter deutlich zu senken. Im Test konnten bis zu 33% des verwendeten Gases einer Schmelzwanne durch unaufbereitetes Biogas ersetzt werden. Dieses wird aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen und ohne weitere Vorbehandlung der Wannenbefeuerung zugeführt. Ein bislang europaweit einmaliges Projekt. Auch wenn der Test positiv abgeschlossen werden konnte und Potential aufzeigt, ist aufgrund der derzeitigen Situation in Bezug auf Entstehungskosten und mangelnder Förderung durch politische Institutionen ein wirtschaftlicher Einsatz nicht möglich. Hier gilt es, die ökonomischen Entwicklungen weiter zu beobachten. Verallia Deutschland arbeitet hierbei - wie in der gesamten Forschung und Entwicklung - sehr eng mit dem entsprechenden zentralen Bereich der Verallia Gruppe zusammen. Bei Innovationen geht es nicht nur um die Einführung neuer Technologien, sondern auch um die Entwicklung neuer Produkte. So werden unter dem Namen ECOVA (ECO = Ökologie/Öko-Design; VA = Wert) beispielsweise die grundsätzlichen Vorteile, die der Werkstoff Glas bietet, mit einer Reihe an werterhaltenden Maßnahmen vereint. Die ECOVA-Product-Range ist unsere Spezialserie umweltfreundlicher Glasbehälter. Damit ist es uns gelungen, unter strikter und uneingeschränkter Beibehaltung der spezifischen technischen und ästhetischen Charakteristika der Glasverpackung deren Auswirkungen auf die Umwelt durch eine Gewichts- und Formoptimierung für die gesamte Supply-Chain weiter zu reduzieren. Eine Optimierung hinsichtlich ökologischer Aspekte wird auch bei der Neuentwicklung von individuellen Glasverpackungen angewandt. Dass diese Maßnahmen erfolgreich sind, zeigen die Prämierungen der letzten Jahre. So wurden verschiedene Artikel, die die Verallia Deutschland AG zusammen mit ihren Kunden entwickelt hat, mehrfach mit dem Mehrweg-Innovationspreis ausgezeichnet. Dieser Preis wird für herausragende Neuentwicklungen im Bereich umweltfreundlicher Mehrwegsysteme durch die Deutsche Umwelthilfe und die Stiftung Initiative Mehrweg verliehen. Zu den Preisträgern gehört beispielsweise unser Kunde Teinacher Mineralbrunnen mit seiner materialsparenden und convenienten Glas-Mehrwegflasche. Produktrecycling und AbfallproduktreduktionJe höher die Recyclingrate, desto geringer ist der Verbrauch an Schmelzenergie. Da Glas zu 100 % recycelbar ist, verfolgt die Verallia Deutschland AG das Ziel, 100 % des produzierten Glases nach Entsorgung durch den Endkonsumenten wieder einzusammeln und in die Produktion zurückzuführen. Auch die Filterstäube aus den Filteranlagen werden als Rohstoff im Produktionsprozess wiederverwendet. Bemerkenswert ist, dass die deutsche Glasindustrie schon 1972 begonnen hat, gebrauchtes Behälterglas systematisch zu sammeln und wiederzuverwerten. Die Wurzeln dieser Erfolgsgeschichte liegen in Bad Wurzach. Glascontainer sind heute für jeden selbstverständlich und überall einfach zugänglich. Optimiert wird die Sammlung durch die strikte Trennung in die drei Farben Weiß, Braun und Grün. Am Standort Bad Wurzach kann durch die Aufbereitung von Recyclingglas seit Jahrzehnten der Umwelteinfluss von Glasverpackungen reduziert werden. Über 2 Millionen Tonnen Recyclingglas verwertet die deutsche Behälterglasindustrie jährlich. 146.000 Tonnen wurden 2016 hierbei durch die Aufbereitungsanlage in Bad Wurzach dank neuester Technik sortiert, gereinigt, gerüttelt, zerkleinert und schließlich mit in die Produktion der Verallia Deutschland AG eingebracht. Transportwesen und LogistikmanagementDie Verallia Deutschland AG hat sich einer nachhaltigen Logistik verschrieben, die sich durch einen reduzierten Einsatz von Ressourcen und durch eine Vermeidung von transportbedingten Verlusten auszeichnet. TransportverpackungAuch bei der gebräuchlichsten Transportverpackung der Verallia Deutschland AG wird sowohl der ökonomische als auch der ökologische Gedanke weiterverfolgt. So bestehen die Zwischenlagen einer Palette aus Kunststoffplatten, die in einem Mehrwegsystem viele Male wiederverwendet werden können. Zudem sind die zu 100 % recycelbaren Einschrumpffolien exakt an die zu erwartenden Transportbelastungen angepasst und bieten daher eine optimale Stabilität bei möglichst geringem Materialeinsatz. VerladeserviceZeit ist Geld. Diesem Leitsatz hat sich die Verallia Deutschland AG auch bei der Beladung von Lastwagen verschrieben, die zu unseren Werken kommen, um dort die fertige Ware abzuholen. So wird die Abfertigung an unseren Standorten kontinuierlich geprüft und optimiert, so dass wir in den letzten Jahren eine Reduktion der Standzeiten von bis zu 30 % erreichen konnten. Optimierter Auslastungsgrad der LagerhallenEine gute Logistik zeichnet sich auch durch eine optimale Nutzung der vorhandenen Ressourcen aus. So wurde im Falle unserer Lagerhallen durch die Einführung angepasster Lagerstrategien ein deutlich höherer Auslastungsgrad erreicht. Die Lagerung der Fertigwaren im Freien konnte somit reduziert werden. LiefertreueDie Kunden der Verallia Deutschland AG können sich auf eine termingerechte Lieferung ihrer bestellten Ware verlassen. So wird der bestätigte Wunschtermin in 99,9 % aller Fälle eingehalten. Minimierung von TransportschädenUnsachgemäße Transportbedingungen können zu einer Beschädigung der Ware führen. Um das Risiko eines transportbedingten Schadens zu minimieren, müssen seit 2008 alle Lastwagen, die in unseren Werken beladen werden, dem Anforderungsprofil in Bezug auf Ladungssicherung gemäß DEKRA entsprechen. Ziele für die Zukunft und ökologische HerausforderungenDas Streben nach Entlastung der Umwelt und die damit einhergehende konsequente Umsetzung von Umweltprogrammen sind wichtige Werte in der Unternehmenskultur der Verallia Deutschland AG. Die Einhaltung der rechtlichen Verpflichtungen, Normen und Richtlinien bildet das Fundament für die ständige Verbesserung unserer Produkte und Prozesse sowie des Umweltschutzes. Zu den wichtigsten Zielen für die Zukunft zählt auch weiterhin, Energie einzusparen, Abfallaufkommen und Wasserverbrauch zu verringern sowie Emissionen zu reduzieren. Ökonomische Nachhaltigkeit"Ökonomische Nachhaltigkeit beschreibt die Formung eines intakten ökonomischen, sozialen und ökologischen Systems, das dauerhaft betrieben werden kann, ohne die Möglichkeit nachfolgender Generationen zu gefährden, ihre Bedürfnisse zu befriedigen." (Agenda 21, 2009) EinführungOhne ein verantwortungsvolles Handeln in der Wirtschaft kann Nachhaltigkeit in der Vielzahl ihrer Facetten nicht erreicht werden. Wer im gegenwärtigen Wettbewerb dauerhaft den Wohlstand seines Unternehmens, seiner Mitarbeiter und der Gesellschaft erhalten will, muss einer Ausbeutung wirtschaftlicher Ressourcen entgegenwirken. Erst dieser Schritt ermöglicht es einem jeden Unternehmen, auch ökologisch und sozial nachhaltig zu agieren. Die Verallia Deutschland AG verfolgt somit das Ziel, ihren wirtschaftlichen Erfolg weiter auszubauen, um Investitionen in die Entwicklung ökologisch und sozial nachhaltiger Praktiken weiter vornehmen zu können. Ein wichtiger Schritt hierbei ist, Nachhaltigkeit in ihren drei Dimensionen als eine Einheit anzusehen, damit nachhaltige Entwicklungen aktiv gefördert und in die Tat umgesetzt werden können. Im Folgenden sollen die Punkte näher erläutert werden, die innerhalb des Bereichs der ökonomischen Nachhaltigkeit eine hohe Priorität genießen. Qualitätssicherung und ProduktionsoptimierungQualitätssicherungDie Qualität der Artikel der Verallia Deutschland AG befindet sich auf einem sehr hohen Niveau und wird durch entsprechende Maßnahmen kontinuierlich gesteigert. Zielgerichtete Investitionen führten in den vergangenen Jahren zur Festlegung einer Vielzahl an Standards, die dem Kunden ein hohes Maß an Sicherheit bieten. Die Verallia Deutschland AG wurde in den vergangenen Jahren u.a. auf folgenden Gebieten erfolgreich zertifiziert:
ProduktionsoptimierungDas tiefe Verständnis des komplexen Glasherstellungsprozesses ist die Basis für dessen Optimierung. Die Verallia Deutschland AG folgt diesem Grundsatz und hat daher für alle relevanten Teilprozesse entsprechende Sensoriksysteme eingeführt. Die so gewonnenen Informationen werden direkt für konkrete Optimierungen genutzt. Dabei gilt das Ziel, ein Höchstmaß an Effizienz zu erreichen, bei gleichzeitig geringem Einsatz von Ressourcen. KundenserviceInnovationscenterDas Innovationscenter von Verallia Deutschland in Bad Wurzach ist einzigartig in Deutschland. Kernstück ist der intensive Austausch aller an einem Innovationsprojekt Beteiligten. Kunde, Designer, Marketingspezialisten, Konstrukteure und Techniker setzen sich gemeinsam an einen Tisch, um Lösungen zu erarbeiten, die gleichermaßen attraktiv wie praktisch sind. Sowohl für Projektmeetings als auch für Kreativworkshops steht neben klassischen Handskizzen ein leistungsfähiges CAD-System zur Verfügung, auf dem die ersten Vorstellungen in Skizzen und Modellen festgehalten werden. Ausgewählte Entwürfe können anschließend in Form von realitätsnahen Renderings, eDrawings, handgefertigten Modellen mittels 3D-Scanner in das CAD übertragen und anschließend mit dem 3D-Drucker als Muster ausgegeben werden. Was bislang nur als Idee existierte, kann nun realistisch gezeigt werden und erlaubt dem Kunden ein zeitnahes Eingreifen, wo Lösungen noch nicht stimmig sind. Der ganzheitliche Blick ermöglicht ein Höchstmaß an Effizienz bei der Ausführung der Projekte - Zeit und Geld werden gespart. KomplettlösungenDas Angebot der Verallia Deutschland AG geht über den reinen Glasbehälter hinaus. So können zusätzlich Etiketten im No-Label-Look aufgebracht werden. Für Lochmundflaschen ist eine Verbügelung möglich. Zudem bekommen Kunden auf Wunsch die Flaschen bereits in Kisten für den Endverbrauch angeliefert. Die unmittelbare Nähe zu einem Kistenhersteller beim Werk in Bad Wurzach bringt hier logistische Vorteile. LogistikserviceDie Auswirkungen von Form, Größe und Gewicht einer Glasverpackung auf deren logistische Eignung (wie zum Beispiel Paletten- und LKW-Nutzung) werden bereits in einem frühen Stadium des Entwicklungsprozesses berücksichtigt. Mit spezieller Software für die Endverpackungsoptimierung und in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden werden Neuentwicklungen auch nach ökonomischen Gesichtspunkten gestaltet. Technischer KundenserviceDie Betreuung durch Verallia Deutschland endet nicht am Werkstor, sondern reicht bis in den Produktionsablauf beim Kunden hinein. Aus der eigenen Erfahrung mit einem komplexen Maschinenpark hat sich ein qualifizierter technischer Kundenservice entwickelt. Dieser berät und unterstützt den Kunden auch vor Ort, damit sich sowohl die bereits vorhandenen Glasbehälter optimal auf den Anlagen des Kunden verhalten als auch die neuen Glasbehälter sich reibungslos in den Abfüllprozess einfügen. MitarbeiterqualifizierungDie Gesellschaft wandelt sich rasant und ebenso verändern sich die ökonomischen Rahmenbedingungen. Deshalb ist es wichtig, unser Unternehmen proaktiv, weitsichtig und nachhaltig weiterzuentwickeln. Hierzu gehört ganz wesentlich die Qualifikation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die neben der Gewährleistung eines sicheren Arbeitsplatzes im Zentrum der Bemühungen der Verallia Deutschland AG steht und somit einen wichtigen Teil unserer Unternehmenspolitik repräsentiert. Ermutigung, Sensibilisierung und Schulung sind Schlüsselfaktoren, damit jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter einen wertvollen Beitrag zur kontinuierlichen Verbesserung des eigenen Arbeitsumfelds und der Arbeit im Team leisten kann. Beginnend mit der Ausbildung in verschiedenen Berufen bietet das Unternehmen Jugendlichen die Möglichkeit zum Einstieg in das Berufsleben. Ziel ist es, den Eigenbedarf an Fachkräften auf diesem Weg zu decken. Im Sinne unserer strategischen Personalentwicklung werden Fortbildungen für Mitarbeiter durch das eingeführte Bildungscontrolling (Budgets und Schwerpunkte) geplant, damit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hauptsächlich in den folgenden Bereichen gezielt qualifiziert werden können:
U.a. durch diese Maßnahmen kann das für die jeweiligen Tätigkeiten der Mitarbeiter notwendige Kompetenzlevel permanent gehalten werden. Darüberhinaus wird durch einen klaren Einarbeitungsprozess und Netzwerkprogramme für Einsteiger ("Meet Verallia") sichergestellt, dass das nötige Wissen und wichtige Kontakte von Anfang an der Mitarbeiterin und dem Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Weitere verschiedenartige Fortbildungsprogramme stehen allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verallia Deutschland AG zur Verfügung, abhängig von den Anforderungen an ihre aktuelle Position und ihren Vorkenntnissen. Die individuelle Qualifikation unserer Mitarbeiter stellt somit die Kernkompetenz der Verallia Deutschland AG dar, die es zu fördern gilt. Die Wirksamkeit der Fördermaßnahmen wird auf verschiedenen Ebenen gemessen: Beurteilungsbögen unmittelbar nach der Veranstaltung geben Aufschluss über die Qualität des Seminars und der Organisation. Die Beurteilung der Wirksamkeit erfolgt rund sechs Monate nach dem Seminar und erfasst den Lerntransfer in die Praxis. Die Wirksamkeit von Weiterbildungsmaßnahmen wird auch in den Jahresgesprächen diskutiert. Ziele für die Zukunft und ökonomische HerausforderungenDie Verallia Deutschland AG ist daran interessiert, Jahr für Jahr so viel Ertrag zu erwirtschaften, dass sie langfristig Arbeitsplätze sichern kann und stets in der Lage ist, die notwendigen Investitionen zu tätigen, um die Produktionsstätten auf dem technisch aktuellsten Stand zu halten. Gleichzeitig sollen auch die Stake- sowie Shareholder langfristig am Unternehmenserfolg beteiligt werden. Damit dies gewährleistet werden kann, ist der verantwortliche Umgang mit Risiken schon jetzt sowie auch für die Zukunft ein wichtiges Thema. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens zielt auf attraktive Märkte und die Konzentration auf unsere Kernkompetenzen. Hierzu ist es wichtig, Innovationen innerhalb des Unternehmensverbundes zu fördern. Dies tun wir bereits und wir sehen das verantwortungsbewusste Handeln im Wettbewerb auch weiterhin als unser Ziel an. Soziale Nachhaltigkeit"Soziale Nachhaltigkeit versteht die Entwicklung der Gesellschaft als einen Weg, der Partizipation für alle Mitglieder einer Gemeinschaft ermöglicht. Dies umfasst einen Ausgleich sozialer Kräfte mit dem Ziel, eine auf Dauer zukunftsfähige, lebenswerte Gesellschaft zu erreichen." (Agenda 21, 2009) Eine Orientierung an sozialer Nachhaltigkeit bedeutet, dass jeder einzelne Mensch seinen Beitrag zu einer zukunftsfähigen und lebenswerten Gesellschaft leisten kann und auch sollte. Mit dem Einfluss und der wirtschaftlichen Größe wächst auch die Verantwortung, die ein jeder seinen Mitmenschen gegenüber wahrzunehmen hat. Die Verallia Deutschland AG ist sich ihrer Pflicht bewusst und empfindet einen Weg zu mehr Nachhaltigkeit als Chance, einen sozialen Beitrag zu leisten, der sowohl die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verallia Deutschland AG als auch die Gesellschaft nachhaltig begünstigt. Die Mitarbeiter spielen hierbei die wichtigste Rolle, da sie als Motor und Herzstück den Erfolg des gesamten Unternehmens gewährleisten und bestimmen. Sie zu achten, zu schützen und zu fördern ist somit eine der zentralen Aufgaben, die sich die Verallia Deutschland neben sozialem Engagement gesetzt hat. Gesundheit, Sicherheit, Weiterbildung und Verhalten eines jeden Mitarbeiters bilden die Grundlage für soziale Nachhaltigkeit im Unternehmen. GesundheitsmanagementEgal ob an der Maschine oder im Büro, jede Arbeit beansprucht den Körper und Geist auf unterschiedlichste Art und Weise. Da auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verallia Deutschland verschiedenen Beanspruchungen ausgesetzt sind, wurden die folgenden Standards entwickelt, die die Gesundheit aller Mitarbeiter schützen sollen: NOS und SafHear dienen der Identifizierung, Auswertung und Kontrolle von Lärmquellen bzw. Gefahrstoffen am Arbeitsplatz. Für beide potenziellen Beeinträchtigungen werden Risikobeurteilungen erstellt, um Prioritäten für Verbesserungs- und Vorsorgehandlungen zu definieren. Unsere Ziele zur Ergonomie werden in der neuen Vision "MAX 10 KG" ausgedrückt. Langfristiges Ziel ist, für alle schweren Lasten, bereits ab 10 kg, technische Lösungen zu entwickeln, so dass ein manuelles Heben und Tragen nicht mehr erforderlich ist. Hierbei werden alle Mitarbeiter durch unternehmensinterne Ergoscouts unterstützt. Diese Kollegen wurden speziell zu Ergonomie geschult und setzen ihr Wissen ein, um Arbeitsplätze besser zu gestalten oder ergonomisches Heben, Tragen, Schieben mit den Mitarbeitern zu trainieren. In allen Werken werden ganzjährig Verbesserungen der Ergonomie durchgeführt. Mit Investitionen verbundene Maßnahmen sind im Langfristplan definiert, kleinere Maßnahmen mit oft hohem Verbesserungspotential werden möglichst direkt umgesetzt. Alle Mitarbeiter können an diesen Verbesserungen mitarbeiten. 5S-Methode2005 wurde die 5S-Methode zur Arbeitsorganisation eingeführt, die durch die 5 Bausteine Sortieren, Systematisieren, Säubern, Standardisieren und Selbstdisziplin nicht nur die Produktion verbessert, sondern auch die Sicherheit am Arbeitsplatz steigert. Betriebliches GesundheitsmanagementBereits seit rund 10 Jahren werden an allen deutschen Standorten verschiedene Maßnahmen und Aktionen zur Erhaltung und Vorbeugung der Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewandt und durchgeführt. Diese reichen von Ergonomieberatung über die Anleitung zu gesunder Ernährung mit entsprechenden Angeboten in den Kantinen bis hin zur professionellen Betreuung bei verschiedenen sportlichen Aktivitäten. An den Standorten werden jährlich Gesundheitstage organisiert, um allen Beschäftigten des jeweiligen Standorts die vielfältigen angebotenen Möglichkeiten aufzuzeigen. Diese Aktionen und ein Projekt mit Auszubildenden trugen u.a. dazu bei, dass der Standort Wirges vom TÜV Saarland und von der AOK mit dem Siegel und Titel "Gesundes Unternehmen" ausgezeichnet wurde. Das Betriebliche Eingliederungsmanagement (nach Krankheit) wird auch kontinuierlich professionalisiert und nun sogar durch den TÜV zertifiziert. ArbeitssicherheitBei Verallia Deutschland wird der Erhaltung der körperlichen Unversehrtheit sämtlicher beschäftigter Mitarbeiter uneingeschränkte Priorität eingeräumt. Erkennbar daran, dass jede Sitzung mit dem Thema Arbeitssicherheit beginnt, Null Arbeitsunfälle - ist ein Grundwert. Auf dem Fundament von 4 bei allen Tätigkeiten einzuhaltenden Grundregeln, einem umfangreichen Satz von Sicherheitsstandards zu speziellen Tätigkeiten und den tätigkeitsbezogenen Gefährdungsbeurteilungen, schließen sich die im Folgenden kurz beschriebenen Sicherheitsinitiativen an, die die Kultur der Verallia Deutschland AG prägen. TF5 ist die Kennziffer für entdeckte unsichere Situationen. Die Identifizierung, Klassifizierung und Behebung solcher potenziell gefährlichen Situationen verringert das Eintreten wirklicher Unfälle, die unter Umständen zu zeitweiser Arbeitsunfähigkeit führen. Folglich wird so die Sicherheit eines jeden Verallia Deutschland Mitarbeiters aktiv und vorsorgend gefördert. Auszeichnungen des Unternehmens im Bereich der sozialen NachhaltigkeitSogenannte SMATs (Safety Management Talks) dienen dazu, Mitarbeiter für sicheres Verhalten zu sensibilisieren. Hierzu findet zwischen Vorgesetztem und Mitarbeiter ein Gespräch auf Augenhöhe über gerade ausgeführte Tätigkeiten statt, bei dem es um gute Verhaltensweisen und um die Vermeidung von Risiken bei der Tätigkeit geht. BBO steht für "Behaviour Based Ouality", das auf das Verhalten der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen abzielt. Fehler, die nicht mehr technisch vermeidbar sind, werden so durch ein gestärktes Qualitätsbewusstsein angegangen. Des Weiteren treffen sich die Teams beim Schichtwechsel zu einem täglichen Sicherheitsmeeting, um Anweisungen weiterzuleiten und Sicherheitsthemen zu besprechen. Diese Vorgehensweise wurde unter dem Begriff "Safety Minute" in der ganzen Gruppe eingeführt. Außerplanmäßige Wartungs- oder Reparaturarbeiten sowie Arbeiten, die nur wenige Male im Jahr durchgeführt werden, bergen ein hohes Unfallrisiko. Zur Risikominimierung dient die Methode "Nimm 2", deren Zweck es ist, vor der Ausführung der Arbeit innezuhalten und gedanklich die nächsten Schritte durchzugehen und sich so auf sicheres Arbeiten zu fokussieren. Dies wird durch eine Checkliste so unterstützt, dass am Ende eine Risikoanalyse dokumentiert ist. Mit den Methoden und Prinzipien wird das eigenverantwortliche sichere Handeln eines jeden Mitarbeiters gefördert und zur Kultur gemacht. Aktionen wie der EHS-Tag, der regelmäßig alle zwei Jahre stattfindet, geben Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Verallia Deutschland zusätzlich die Chance, aktiv noch mehr über Arbeitssicherheit zu erfahren. MitarbeiterengagementMotivierte und gut ausgebildete Mitarbeiter leisten einen wertvollen Beitrag zur kontinuierlichen Verbesserung des eigenen Arbeitsumfelds. Dies wird im Unternehmen auf vielfältige Weise gefördert konnte u.a. auch durch die Einführung von "Best Practices" erreicht werden. Dabei geht es darum,
Das im letzten Punkt aufgeführte Vorschlagswesen wurde in der ganzen Verallia Deutschland Gruppe unter dem Namen "i-pool" (Ideen-Pool) eingeführt. Mit i-pool haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Verallia Deutschland seit Jahren ein praktisches Mittel, eigene Vorschläge noch schneller und direkter in die Tat umzusetzen. Mittlerweile ist das Ideenmanagement auf Erfolgskurs - mit gut 480 eingereichten Ideen im Jahr und Verbesserungen im Wert von mehreren Hunderttausend Euro. Verhaltenskodex und HandlungsprinzipienUnternehmensleitung und Mitarbeiter von Verallia Deutschland haben gemeinsam - über die gängigen und allgemein verbreiteten Verhaltens- und Handlungsprinzipien (Berufliches Engagement, Respekt gegenüber Anderen, Integrität, Loyalität, Solidarität; Achtung der Gesetze, der Umwelt, der Gesundheit und Arbeitssicherheit sowie der Mitarbeiterrechte) der Verallia Gruppe hinaus - einen weitergreifenden Verhaltens- und Führungskodex entwickelt. Dieser enthält entsprechend ihren Wertvorstellungen bestimmte Grundsätze zum Umgang miteinander sowie u.a. Regeln zur Erreichbarkeit in der Freizeit. In regelmäßigen Abständen werden diese Prinzipien durch entsprechende Aktionen gefestigt. Sie sind zudem Bestandteil von Zielvereinbarungsgesprächen. Social AuditsDass die Verallia Deutschland AG hinsichtlich sozialer Nachhaltigkeit gut aufgestellt ist, haben die Social Audits, die an allen Standorten durchgeführt und positiv beschieden wurden, gezeigt. Audit berufundfamilieDie Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird als fester Bestandteil der Unternehmenskultur von Verallia Deutschland etabliert. Um die Balance zwischen betrieblichen und individuellen Interessen zu fördern und sich als familienbewusster Arbeitgeber positionieren zu können, hat sich das Unternehmen - nun bereits zum 2. Mal - dem "audit berufundfamilie" unterzogen. Hierbei werden u.a. Arbeitszeitmodelle betrachtet und Maßnahmen erarbeitet, die die Mitarbeiter bei der Kinderbetreuung oder der Pflege kranker bzw. älterer Angehöriger unterstützen. Dabei wird bei Verallia Deutschland besonderen Wert darauf gelegt, die Führungskräfte in Ihrer Vorbildfunktion mit in dieses Thema einzubeziehen und deren Commitment durch Schulungen und Informationsveranstaltungen zu steigern. Ende 2012 erhielt Verallia Deutschland das Zertifikat von der Hertie-Stiftung, welches Ende 2015 in einer Re-Auditierung geprüft und erneut verliehen wurde. In der aktuellen 2. Phase liegt der Schwerpunkt dabei in der Verankerung der erarbeiteten Maßnahmen in der Unternehmenskultur sowie in der Durchdringung der Informationen in alle Mitarbeiterebenen. Soziales EngagementAuch über die Verallia Deutschland hinaus wird soziales Engagement gelebt. So werden zum Beispiel Studenten in Zusammenarbeit mit der Technischen Fachhochschule Berlin, der Hochschule der Medien Stuttgart und der Fachhochschule Geisenheim aktiv gefördert und darin geschult, welche Möglichkeiten Glas als Verpackungsstoff bietet. Zusätzlich ermöglicht der sogenannte Girls' Day wissbegierigen Mädchen in den Werken Einblicke in technische Ausbildungsberufe. Ein weiteres soziales Programm ist das Angebot von privaten Kfz-Versicherungen und von Pensionssparkonten der "Hamburger Pensionskasse", die allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als Zusatzabsicherung im Rentenalter dienen können. Ziele für die Zukunft und soziale HerausforderungenDie Gesundheit der Mitarbeiter steht bei der Verallia Deutschland AG wie im gesamten Verallia Konzern weiterhin im Vordergrund. Wir betrachten unsere Mitarbeiter als unser Potenzial für die Zukunft. Daher arbeiten wir an kontinuierlichen Verbesserungen interner Arbeitsprozesse und der Motivation der Mitarbeiter. Hierzu zählen auch eine faire Entlohnung sowie die Ausbildung junger Menschen, die uns sehr am Herzen liegt. Außerhalb des Unternehmens engagiert sich die Verallia Deutschland AG überwiegend in der Jugendarbeit: Zum einen im Bereich Begabtenförderung für Schüler, um diese frühzeitig für Technik zu begeistern, zum anderen sollen speziell Jugendliche mit Migrationshintergrund durch Sprachtrainings sowie andere - den Bildungsprozess begleitende - Maßnahmen künftig noch mehr bei ihrer Integration in die Gesellschaft unterstützt werden. Ganz explizit hat sich Verallia Deutschland für 2017 zum primären Ziel gesetzt, jungen Flüchtlingen eine Ausbildung zu ermöglichen. Lagebericht und Konzernlagebericht FÜR DAS RUMPFGESCHÄFTSJAHR MÄRZ BIS DEZEMBER 2016Lagebericht und Konzernlagebericht DER VERALLIA DEUTSCHLAND AG ZUM 31. DEZEMBER 2016Der Lagebericht für Konzern und AG ist zusammengefasst. Der Konzernabschluss der Verallia Deutschland AG wurde für das Rumpfgeschäftsjahr 01. März - 31. Dezember 2016 nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Einzelabschluss der Verallia Deutschland AG wurde nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) erstellt. GRUNDLAGEN DES KONZERNSUnternehmensstrukturDie 1946 gegründete Verallia Deutschland AG (vormals Saint-Gobain Oberland AG) - mit Hauptsitz in Bad Wurzach - ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft nach deutschem Aktienrecht, die im General Standard gelistet ist und am Regulierten Markt in Frankfurt, Berlin, Düsseldorf, Stuttgart und München gehandelt wird. Gegenstand des Unternehmens sind im Wesentlichen die Herstellung und der Vertrieb von Glasverpackungen. Zum Konzern gehören vier deutsche Produktionsstätten. Diese befinden sich in Bad Wurzach, Neuburg an der Donau, Essen und Wirges im Westerwald. Weitere Standorte sind die Werke Kavminsteklo in Mineralnye Vody und Kamyshinsky Steklotarny Zawod in Kamyshin bei Wolgograd in Russland sowie das Werk Consumers-Sklo-Zorya in Rivne, Ukraine. Am 29. Oktober 2015 wurde nach einem Bieterverfahren der Abschluss des Verkaufs der Verallia Gruppe von der Compagnie de Saint-Gobain an die Apollo-Gruppe und Bpifrance bekanntgegeben, die in der Folge 90 % bzw. 10 % des Eigenkapitals von Verallia halten. Nach diesem Übergang von Verallia an die BRH Holdings GP, Ltd., namens der Apollo Gruppe, hielt die Verallia France S.A. (vormals Saint-Gobain Emballage S.A.), Courbevoie, Frankreich, zunächst weiterhin 96,7 % der Anteile am Grundkapital in Höhe von 26,0 Mio. Euro. Indirekt gingen diese Anteile jedoch in den Besitz der BRH Holdings GP, Ltd., über. Im Januar 2016 hat die Verallia France S.A. 91,7 % der Anteile konzernintern auf die Horizon Holdings Germany GmbH, Bad Wurzach, übertragen, so dass 5,0 % noch im Besitz der Verallia France S.A. verbleiben. 3,3 % des Grundkapitals sind weiterhin im Streubesitz von Privatanlegern. Am 25. April 2016 hat die Verallia Deutschland AG einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Horizon Holdings Germany GmbH abgeschlossen. Die Horizon Holdings Germany GmbH verpflichtet sich aufgrund dieses Vertrags den außenstehenden Aktionären der Verallia Deutschland AG für die Dauer des Vertrags einen Ausgleich nach Abzug von Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von EUR 17,06 je Aktie (brutto/vor Körperschaftssteuer: EUR 20,27) für ein volles Geschäftsjahr auszuzahlen. Für das Rumpfgeschäftsjahr vom 01. März bis 31. Dezember 2016 beträgt die Ausgleichszahlung anteilig EUR 14,26 je Aktie (brutto: EUR 16,89). Bereits im April 2010 wurde die Marke Verallia eingeführt, unter der alle zu dem international agierenden Firmenverbund gehörenden Unternehmen auftreten. Die nunmehr eigenständige Unternehmensgruppe ist einer der Weltmarktführer auf den Premiummärkten Wein, Sekt, Spirituosen und Lebensmittel. Mithilfe der Marke Verallia konnte insbesondere die Transparenz gegenüber ihren Märkten, ihren Kunden, ihrem Produktionsnetzwerk und dem regionalen wirtschaftlichen Umfeld gesteigert werden. Verallia zeichnet sich auch heute durch die Stärke eines weltweiten Produktions- und Vertriebsnetzwerks sowie die Kundennähe mit Produktions- und Vertriebsstandorten vor Ort bei Kunden und Geschäftspartnern aus. Mit der Marke Verallia vermittelt die Unternehmensgruppe nicht nur ihre Kompetenz, sondern demonstriert gleichzeitig auch ihr Innovationsvermögen und kann ihr Ansehen als Referenz in den Bereichen der Glasverpackung und der nachhaltigen Entwicklung behaupten. Verallia hat den hohen Anspruch, immer umweltfreundlichere, in allen Bereichen nachhaltige und beliebig oft recycelbare Glasverpackungen anzubieten, die den wertvollen Inhalt aufwerten, die Qualität der Getränke und Lebensmittel schützen und damit zum Wohlbefinden der weltweiten Verbraucher beitragen. Unsere Kunden werden uns an unserer Leistung messen und deshalb werden wir alles daransetzen, sie auch weiterhin zeitgerecht und in verlässlich hoher Qualität zu angemessenen Preisen zu beliefern. DeutschlandIn Deutschland gehört die Verallia Deutschland AG zu den führenden Herstellern für Behälterglas. Es werden Flaschen und Gläser produziert, mit denen die Hersteller sowohl der Getränke- als auch der Nahrungsmittelindustrie im In- und angrenzenden Ausland beliefert werden. Das Unternehmen ist bestrebt, der bevorzugte Verpackungspartner für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie zu sein. Klare Voraussetzungen hierfür sind herausragende Leistungen in Qualität, Kundenservice und innovative Entwicklungen. Diese sollen durch vorbildliche Arbeitssicherheit, moderne Mitarbeiterführung sowie die nachhaltige Nutzung sämtlicher Ressourcen erreicht werden. Das Produktportfolio der Verallia Deutschland AG ist mit den Getränkebereichen Wein/Sekt, Bier, alkoholfreie Getränke und Spirituosen sowie dem breiten Segment Lebensmittel weiter gut aufgestellt und deshalb ausgesprochen markt- und wettbewerbsfähig. Den strategischen Schwerpunkt bilden die Bereiche, in denen Glasverpackungen ganz besonders als Verpackungsart geeignet sind. RusslandZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod hat sich spezialisiert auf die Produktion von Weißglas und Weitmundgläsern. Das Hauptaugenmerk liegt hierbei auf der Erfüllung anspruchsvoller Spezifikationen seitens der Kunden. Die Hauptkunden von ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod sind sowohl Händler von Glasbehältern für die Lebensmittelindustrie als auch nationale Direktkunden und multinationale Kunden. JSC "Kavminsteklo" ist ein Glashersteller für hauptsächlich im Süden von Russland und in angrenzenden Staaten angesiedelte Betreiber großer Wasserquellen und Weinberge für die Wein- und Sektproduktion. JSC "Kavminsteklo" verfügt über die Möglichkeit, die Farben Grün, Weiß und Oliv für das gesamte Portfolio im Mineralwasser-, Wein-, Sekt-, Bier-, Spirituosen- und inzwischen auch Glas für den Pharmabereich anzubieten. UkrainePrivate JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' produziert qualitativ hochwertige Weißglasflaschen und -gläser überwiegend für den Premiumbereich. Zusätzlich wurden 2014 grüne Artikel in das Portfolio aufgenommen. Das Werk in Zorya beliefert Großkunden in der Ukraine sowie im Exportmarkt und hat sich mit seinen innovativen Produkten zu einem wichtigen Anbieter vor allem in Polen und zunehmend auch in anderen osteuropäischen Märkten entwickelt. UnternehmenssteuerungDas Steuerungssystem bei Verallia Deutschland ist darauf ausgerichtet, den Konzern bei der Erreichung seiner Ziele zu unterstützen. Ein Kernelement stellt die Unternehmensplanung dar. Über einen Zeitraum von fünf Jahren werden in diesem Prozess alle wesentlichen Faktoren des Konzerns geplant. Ergänzend kommt ein jährlicher Budgetprozess hinzu. In vierteljährlichen Abständen erfolgt eine Aktualisierung der Budget-Daten gemäß der aktuellen Geschäftsentwicklung. Ein monatliches Berichtswesen informiert zudem über den aktuellen Geschäftsverlauf, bildet eine weitere Grundlage für Entscheidungen und ermöglicht ein zeitnahes Reagieren und Gegensteuern bei unerwünschten Entwicklungen. Die Steuerung des Konzerns wird durch ausgewählte Kennzahlen unterstützt. Es werden sowohl finanzielle als auch nichtfinanzielle Indikatoren herangezogen. Diese werden im Rahmen der regelmäßigen Berichterstattung überwacht und unterliegen einer ständigen Optimierung. Als bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren dienen bei Verallia Deutschland der Umsatz und das Operative Ergebnis (EBIT) nach IFRS, jeweils sowohl auf Konzern- als auch auf Segmentebene. Ergänzend dazu zeigt die Umsatzrendite, die den prozentualen Anteil des operativen Ergebnisses am Umsatz errechnet, die Profitabilität innerhalb einer Berichtsperiode an. Zur Steuerung werden weiterhin der Return on Investment (ROI), der Cashflow aus operativer Tätigkeit, die Eigenkapitalquote sowie die Investitionen verwendet. Diese finanziellen Kenngrößen werden im Rahmen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dargestellt. Ihre Entwicklung kann zudem der 10-Jahres-Übersicht im Geschäftsbericht entnommen werden. Im nichtfinanziellen Bereich ist das Thema Arbeitssicherheit als bedeutsam definiert. Der Gesundheits- und Arbeitsschutz bildet das zentrale Fundament der Sicherheitspolitik von Verallia, dessen Entwicklung kontinuierlich verfolgt wird. Aus diesem Grund wird hierzu ein spezieller Indikator (TF2) berechnet, der den Stand der Arbeitsunfälle mit Arbeitszeitausfall und medizinischer Versorgung aufzeigt. Im nichtfinanziellen Bereich wird außerdem die Anzahl der neuen Produkte als Kenngröße herangezogen. Zudem nimmt das Thema Energie, vor dem Hintergrund des Gesamtenergieverbrauchs immer bedeutenderen Raum ein. WIRTSCHAFTSBERICHTWirtschaftliches UmfeldGlobalDie Weltwirtschaft hat sich im ersten Halbjahr 2016 stabilisiert und im weiteren Verlauf eine konjunkturelle Talsohle durchschritten. Mit einem Plus von 2,9 % ist die Konjunktur mit geringer Dynamik - wie schon im Jahr davor - schwach ausgefallen. Ein kräftiger Konjunkturaufschwung wird mit einer Erhöhung von 3,3 % nicht prognostiziert. Trotz einer anhaltend expansiven Geldpolitik sowie zunehmender Impulse von der Finanzpolitik und einer allmählichen Beschleunigung des Lohnanstiegs, wird die Kaufkraft nicht mehr wie bisher durch sinkende Energiekosten gestärkt. Die globalen politischen Unwägbarkeiten bleiben beachtlich. Im Euroraum wird eine moderate Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 1,6 % erwartet, die auch 2017 mit 1,7 % voraussichtlich nicht besser ausfallen wird. Das Brexit-Votum wird wahrscheinlich eine nur geringfügige Belastung auf die europäische Wirtschaft haben; sich jedoch hauptsächlich als konjunkturelle Abkühlung der britischen Wirtschaft bemerkbar machen. DeutschlandDie deutsche Konjunktur bleibt in einem unruhigen internationalen Umfeld auf Expansionskurs. Für 2016 lag das Bruttoinlandsprodukt mit einem Plus von 1,9 % auf dem höchsten Stand seit 2011 und ist somit eine treibende Kraft in Europa. Vor dem Hintergrund expansiver Geldpolitik, weitgehend stagnierender Kaufkraft und insbesondere niedriger Ölpreise, ist diese positive Entwicklung hauptsächlich auf binnenwirtschaftliche Auftriebskräfte wie den privaten Konsum zurückzuführen. RusslandRusslands Wirtschaft befindet sich 2016 immer noch in einer Rezession, verzeichnet zum Jahresende jedoch positive Tendenzen mit einem leichten Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im 4. Quartal. Die Wirtschaft war jedoch weiterhin mit einem angespannten geopolitischen Umfeld, geprägt durch internationale Sanktionen, konfrontiert. Die Inflation hat sich im Vergleich zum Jahresende 2015 gemäßigt und liegt bei ca. 5 %. Der Wechselkurs im Rumpfgeschäftsjahr März-Dezember 2016 bewegte sich im Vergleich zur Vorperiode auf einem nahezu durchgängig rückläufigen Niveau. Zum 31. Dezember 2016 erreichte er einen Schlusswert von 64,30 Rubel/Euro. Der Verlauf in den Monaten März bis Dezember 2016 lässt sich der folgenden Tabelle entnehmen: WECHSELKURS RUBEL / EURO![]() UkraineIn der Ukraine verzeichnete das wirtschaftliche Umfeld in 2016 eine leichte Stabilisierung. Nach einem Rückgang der ukrainischen Wirtschaftsleistung um ca. 12 % im Jahr 2015, ergibt sich für 2016 wieder ein leichter Anstieg um etwa 1,5 %. Auch die zuletzt auf Rekordniveau gestiegene Inflationsrate hat sich etwas gemäßigt und beläuft sich auf ca. 12 %. Aufgrund der anhaltenden Konflikte in der Ostukraine und den schwierigen Beziehungen zu Russland bleibt das allgemeine wirtschaftliche und politische Umfeld jedoch weiter unsicher. Die ukrainische Währung blieb in den Monaten März-Dezember 2016 ziemlich volatil. Der Schlusswert im Dezember beträgt 28,63 Griwna/Euro. Im Folgenden ist der Kursverlauf im Rumpfgeschäftsjahr März-Dezember dargestellt: WECHSELKURS GRIWNA/EURO![]() GeschäftsverlaufDie Geschäftstätigkeit des Verallia Deutschland Konzerns umfasst ausschließlich die Herstellung und den Vertrieb von Glasverpackungen. Der Geschäftsverlauf ist generell saisonal geprägt mit Umsatzspitzen im Sommer und Wannenbauten im 1. Quartal des Kalenderjahres und daher im Rumpfgeschäftsjahr März bis Dezember 2016 nur eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar. Aktuell leidet das Biersegment in Deutschland insgesamt betrachtet weiterhin unter einem Konsumrückgang. Deshalb fokussieren sich deutsche Brauereien verstärkt auf alkoholfreie Biere und Bierspezialitäten wie beispielsweise Hellbiere und Craft Beer, die den Trend zur Regionalität und Premiumisierung bedienen. Gleichzeitig werden die Exportaktivitäten intensiviert. Ein weiterer Trend, die Individualisierung der Gebinde als bedeutendes Element der Markenstrategie, beeinflussten den Absatz von Bierflaschen im In- und Ausland entsprechend positiv. Diese Entwicklung scheint sich auch zukünftig fortzusetzen. Der Absatz von Weinflaschen ist in Deutschland, aufgrund der Bulk-Wein-Füllungen und einer guten Ernte in 2016 weiterhin auf einem guten Niveau. Im Markt zeigen sich auf Kundenebene perspektivisch Tendenzen zu Konsolidierungen. Im Sektbereich zeigt die Tendenz hin zu Sektmischgetränken erste Sättigungs- bzw. Abwärtsbewegungen. Der Absatz alkoholfreier Sekte steigt dagegen weiter. Insgesamt blieb der Sektabsatz im Jahr 2016 weitgehend konstant. In einem mengenmäßig leicht rückläufigen Marktumfeld kamen im Lebensmittelbereich Impulse vor allem aus den Segmenten Babynahrung und süße Brotaufstriche. Der Behälterglasmarkt in Europa ist angesichts des anhaltenden intensiven Wettbewerbsverhaltens derzeit insgesamt eher von einem unausgeglichenen Verhältnis von Angebot und Nachfrage nach Glas bestimmt. Auch wenn dadurch mögliche Forderungen von Kunden nach niedrigen Preisen laut werden, so helfen gerade in diesen Zeiten die wichtigen Eigenschaften wie verlässliche Produktqualität, Lieferfähigkeit, Kundennähe und Innovationskraft. Da die Kunden ihre eigenen Vorräte aus verschiedenen Gründen auf das Mindestmaß reduziert haben, helfen unsere stabilen internen Prozesse selbst in einem noch intensiveren Markt- und Wettbewerbsumfeld, Engpässe bei Kunden zu vermeiden. Damit können wir uns weiter als bevorzugter Partner unserer Kunden behaupten. Die Perspektiven für Verallia Deutschland sind insgesamt positiv einzuschätzen, wobei wir die politischen Auseinandersetzungen in der Ukraine mit Aufmerksamkeit verfolgen. KAPITALMARKTDie Verallia Deutschland AG ist im General Standard gelistet und wird im Regulierten Markt in Frankfurt, Berlin, Düsseldorf, Stuttgart und München gehandelt. KENNZAHLEN ZUR VERALLIA DEUTSCHLAND AKTIE (KURS FRANKFURT)scroll
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Garantiedividende für Minderheitsgesellschafter Im folgenden Diagramm wird der Kursverlauf im zweiten Rumpfgeschäftsjahr 2016 abgebildet. Insgesamt wurde in diesen zehn Monaten in Frankfurt ein Volumen von 7.440 Stück (Vorjahr: 871 Stück) gehandelt. Dieses im Vergleich zu den Vorjahren erhöhte Handelsvolumen steht im Zusammenhang mit dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Horizon Holdings Germany GmbH. Aufgrund des geringen Minderheitsanteils von nur 3,3 % bzw. rund 33.000 Aktien, die sich im Streubesitz befinden, bleibt das Handelsvolumen gesehen an der Gesamtzahl der Aktien trotzdem relativ gering. KURSHISTORIE VERALLIA DEUTSCHLAND AG, 3 - 12/2016, BÖRSENPLATZ FRANKFURT![]() ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGEErtragslageSämtliche zeitraumbezogenen Kennzahlen des zehnmonatigen Rumpfgeschäftsjahres sind aufgrund der unterschiedlichen Dauer nur sehr eingeschränkt mit denen des vorangegangenen, zweimonatigen Rumpfgeschäftsjahres vergleichbar. Entsprechend wird auf direkte Vergleiche verzichtet, die Vorjahreszahlen für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 29. Februar 2016 werden jedoch jeweils angegeben. UmsatzentwicklungKonzernDer Konzernumsatz im zweiten Rumpfgeschäftsjahr 2016 beträgt bei Verallia Deutschland 421,1 Mio. Euro, nach 68,4 Mio. Euro im ersten Rumpfgeschäftsjahr 2016. Der überproportionale Umsatz ist größtenteils saisonal bedingt. Das Segment Deutschland trägt hierzu 324,4 Mio. Euro bei (Vorjahr: 55,6 Mio. Euro). Die GPS Oberland GmbH ist seit dem 01. Januar 2016 nicht mehr operativ tätig, folglich sind sämtliche Umsätze komplett der Verallia Deutschland AG zuzurechnen. In Russland betrug der Umsatz 68,0 Mio. Euro (Vorjahr: 6,7 Mio. Euro). Nach wie vor ist das Marktumfeld insbesondere vor dem unsicheren politischen Hintergrund als schwierig zu bezeichnen. Generell war der russische Behälterglasmarkt weiterhin durch signifikante Überkapazitäten geprägt. In der Ukraine wurde ein Umsatz in Höhe von 28,7 Mio. Euro (Vorjahr: 6,1 Mio. Euro) erzielt. Die Landeswährung Griwna ist weiterhin sehr volatil. Die Entwicklung des Umsatzes ist unter anderem durch eine Wannenreparatur im zweiten Rumpfgeschäftsjahr bedingt. Im Lagebericht zum 29. Februar 2016 wurden Prognosen für 12 Monate, abgeleitet aus den Budgetzahlen für das gesamte Kalenderjahr 2016, angegeben. Die Entwicklung des Umsatzes im zweiten Rumpfgeschäftsjahr liegt für alle Segmente im Rahmen der aus dem bekanntgegebenen Budget abgeleiteten internen Monatsplanung. AGIn der AG betrug der Umsatz 325,4 Mio. Euro (Vorjahr: 55,7 Mio. Euro) und lag damit in der intern erwarteten Größenordnung. ErgebnisentwicklungKonzernDas Konzernergebnis (Jahresergebnis nach Abzug des Anteils der Minderheitsaktionäre) des Rumpfgeschäftsjahres beträgt 29,9 Mio. Euro (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro). Die Sonstigen Erträge enthalten im Geschäftsjahr Währungsgewinne in Höhe von 7,6 Mio Euro, im Wesentlichen zurückzuführen auf die positive Entwicklung des russischen Rubels im Vergleich zum Euro. Im Vorjahr waren in den Sonstigen Aufwendungen Währungsverluste in Höhe von - 1,0 Mio Euro enthalten. Das Operative Ergebnis beläuft sich im zweiten Rumpfgeschäftsjahr 2016 auf 49,8 Mio. Euro (Vorjahr: 2,7 Mio. Euro). Auch für die Ergebnisentwicklung wurden im Lagebericht zum 29. Februar 2016 Prognosen für 12 Monate angegeben. Der Geschäftsverlauf des zweiten Rumpfgeschäftsjahres liegt ebenfalls im Rahmen der internen Planung. Das Finanzergebnis weist - 9,3 Mio. Euro aus (Vorjahr: - 2,2 Mio. Euro). Seit dem Übergang auf die Apollo-Gruppe haben sich entsprechend deren Rating die monatlichen Aufwendungen aus Fremdkapitalzinsen erhöht. Die Umsatzrendite stieg im Wesentlichen auf Grund der Saisonalität des Geschäfts, der Währungseffekte und des Wannenbaus in Essen im Vorjahr von 4,0 % zum 29. Februar 2016 auf 11,8 % zum 31. Dezember 2016. Der Ertragsteueraufwand in Höhe von 10,3 Mio. Euro liegt auf Basis des Vorsteuerergebnisses in der erwarteten Größenordnung. 9,2 Mio. Euro hiervon gehen auf den Organträger über, die entsprechenden Bilanzpositionen werden mit der Kapitalrücklage verrechnet. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG KONZERN ZUM 31.12.2016scroll
AGDer Jahresüberschuss der Verallia Deutschland AG betrug im Rumpfgeschäftsjahr aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags 0,0 Mio. Euro (Vorjahr: 1,9 Mio. Euro). 44,3 Mio. Euro wurden an die Horizon Holdings Germany GmbH abgeführt. Der Steuerertrag in Höhe von 7,4 Mio. Euro resultiert im Wesentlichen aus der Auflösung der latenten Steuern, die künftig auf Ebene der Horizon Holdings Germany GmbH ausgewiesen werden. Die Umsatzrendite der AG liegt bei 13,7 % (Vorjahr: 7,8 %). Die Erhöhung ist weitgehend saisonal sowie im Wannenbau in Essen begründet. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG AG ZUM 31.12.2016scroll
Finanz- und VermögenslageBeim Vergleich der einzelnen Bilanzposten zum 31. Dezember 2016 mit dem 29. Februar 2016 sind üblicherweise saisonale Sonderfaktoren zu beachten. KonzernDie Bilanzsummenerhöhung lässt sich auf der Aktivseite hauptsächlich auf ein erhöhtes Sachanlagevermögen, resultierend aus Investitionen in Höhe von 41,9 Mio. Euro in sämtlichen geographischen Segmenten, sowie einer erhöhten Forderung im Rahmen des konzerninternen Cashpoolings der Verallia Gruppe, ausgewiesen unter den Sonstigen Vermögenswerten, zurückführen. Gegenläufig hierzu entwickelten sich die Vorräte, durch einen saisonalen Rückgang der Fertigerzeugnisse. Als Folge eines immer umfangreicheren Produktportfolios erhöhen sich die Produktionszyklen für Formen, welche folglich länger im Betrieb bleiben. Gemäß wirtschaftlicher Betrachtungsweise werden die Formen per 01. Januar 2016 von den Vorräten in die langfristigen Vermögenswerte umgegliedert. KONZERNBILANZ AKTIVA DER VERALLIA DEUTSCHLAND AG ZUM 31.12.2016scroll
Die Verteilung der Sachanlagen in Mio. Euro wird durch folgende Grafik deutlich: ENTWICKLUNG SACHANLAGEN![]() Die Vorratsbestände haben sich insgesamt, aufgrund eines Rückgangs der Fertigerzeugnisse, reduziert. Im Folgenden die Bestandsentwicklung in Mio. Euro: BESTANDSENTWICKLUNG![]() Die Bilanzsituation zum Jahresende stellt gegenüber der Entwicklung während des Berichtszeitraumes einen stichtagsbezogenen Wert dar. Er kann daher nicht als alleiniger Maßstab für den unterjährigen Finanzierungsbedarf herangezogen werden. FinanzierungsanalyseDie langfristigen Schulden, bestehend im Wesentlichen aus einem langfristigen Darlehen der Horizon Holdings Germany GmbH, blieben im Vergleich zum 29. Februar 2016 auf relativ konstantem Niveau. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden um 6,0 Mio. Euro erhöht. Die Sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 39,8 Mio. Euro, enthalten ist hier zum 31. Dezember 2016 die Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung an die Horizon Holdings Germany GmbH in Höhe von 44,3 Mio. Euro. Das Eigenkapital erhöhte sich um 4,3 Mio. Euro auf 58,5 Mio. Euro, zurückzuführen hauptsächlich auf positive Währungsumrechnungsdifferenzen. Trotzdem verringerte sich die Eigenkapitalquote von 13,5 % auf 12,8 %. Die Rücklagen verringerten sich im Wesentlichen wegen der Ergebnisabführung. Generell wird im Konzern ein intensives Working-Capital-Management betrieben, um den Finanzierungsbedarf so niedrig wie möglich zu halten. KONZERNBILANZ PASSIVA DER VERALLIA DEUTSCHLAND AG ZUM 31.12.2016scroll
AGIn der AG war eine Erhöhung der Bilanzsumme von 346,2 Mio. Euro im Vorjahr auf 392,7 Mio. Euro im Berichtsjahr zu verzeichnen. Auf der Aktivseite basiert dies hauptsächlich auf einem Anstieg der Übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen, zurückzuführen auf die bereits erwähnten Cashpool-Forderungen. Bei den Passiva ergab sich eine Erhöhung der Übrigen Verbindlichkeiten in Höhe von 47,7 Mio. Euro, hierin enthalten ist die Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung in Höhe von 44,3 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote sank als Folge der erhöhten Bilanzsumme von 15,0 % auf 13,2 %, die Eigenkapitalrendite vor Gewinnabführung betrug 85,1 %. Die langfristigen, endfälligen Darlehensverbindlichkeiten blieben weitgehend unverändert. CashflowBasierend auf einem Operativen Ergebnis in Höhe von 49,8 Mio. Euro beträgt der Cashflow zum 31. Dezember 2016 64,6 Mio. Euro. Der Cashflow aus operativer Tätigkeit ist mit 84,1 Mio. Euro sogar noch positiver, u.a. durch eine Bestandverminderung in Höhe von 10,9 Mio. Euro. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von - 43,1 Mio. Euro resultiert zum einen aus dem Wannenbau in Wirges, zum anderen aber auch aus größeren Investitionsprojekten in Osteuropa. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von - 47,2 Mio. Euro ergibt sich größtenteils aus deutlich höheren Cashpool-Forderungen. Insgesamt verringerte sich somit der Zahlungsmittelbestand um 6,0 Mio. Euro. KAPITALFLUSSRECHNUNG DES KONZERNSscroll
Die Cashflow-Anteile der einzelnen Segmente entwickelten sich wie folgt: CASHFLOW-AUFTEILUNG LÄNDER![]() Der ROI für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2016 liegt bei 13,5 % (Vorjahr: 0,8 %). Die Eigenkapitalrendite ist nach 0,0 % im Vorjahr mit 51,8 % wieder deutlich positiv. Bei einer Gesamtsumme von 41,9 Mio. Euro lag der Schwerpunkt der Investitionen im Berichtsjahr auf großen Wannenbauprojekten in Deutschland und der Ukraine. Auch die übrigen Investitionen trugen dazu bei, die Produktion effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten sowie den ständig steigenden Qualitätsanforderungen der Kunden zu entsprechen. Auch in Russland wurden verschiedene Einzelprojekte realisiert. Im Folgenden die Aufteilung der Investitionen in Sachanlagen für die vergangenen zwei Rumpfgeschäftsjahre in Mio. Euro: INVESTITIONSANALYSE KONZERN![]() Bilanzstruktur in % der Bilanzsumme von 456,1 Mio. Euro (Vorjahr: 401,7 Mio. Euro): Bilanzstrukturanalyse KonzernAKTIVA![]() PASSIVA![]() Gesamtaussage zur wirtschaftlichen LageInsgesamt ist die wirtschaftliche Lage im Verallia Deutschland Konzern nach wie vor sehr differenziert zu sehen. Grundsätzlich ist das Marktumfeld in Deutschland weiterhin als relativ stabil einzustufen, wenngleich auch hier mittlerweile eine stärkere Volatilität erkennbar ist. Unsicher stellen sich die Rahmenbedingungen in Russland und der Ukraine dar. Im Vergleich zum Vorjahr scheint sich die Lage weiter stabilisiert zu haben, die Nachhaltigkeit dieses Trends bleibt jedoch abzuwarten. In Deutschland ergibt sich nach wie vor die Zielsetzung einer weiteren Verbesserung des generell schon hohen Niveaus im Hinblick auf Qualität, Nachhaltigkeit, Lieferfähigkeit und Flexibilität. Weiterhin setzen wir alles daran, unsere Profitabilität auch langfristig sicherzustellen und wieder zu verbessern. In Osteuropa gilt es, den eingeschlagenen Weg fortzuführen, d. h. schon kurzfristig wieder eine volle Kapazitätsauslastung zu erreichen und gleichzeitig die aufgrund der relativ hohen Inflation stetig steigenden Faktorkosten über die Verkaufspreise weitergeben zu können. Intensivierte Vertriebsaktivitäten sowie eine zeitnah zu erwartende Marktbereinigung dürften die Realisierbarkeit dieser Ziele ermöglichen. Mittelfristig sollten damit sämtliche Tochterunternehmen in Russland und der Ukraine, wie im aktuellen Geschäftsjahr, einen deutlich positiven Beitrag zum operativen Konzernergebnis liefern. SegmentberichterstattungLänderDie folgende Tabelle stellt die Gewinn- und Verlustrechnung im zweiten Rumpfgeschäftsjahr 2016 für die einzelnen Länder dar: GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG ZUM 31. DEZEMBER 2016 NACH LÄNDERNscroll
Die Werte für Deutschland umfassen im Wesentlichen die Zahlen der AG und ergeben für Deutschland eine Umsatzrendite (Operatives Ergebnis im Verhältnis zum Umsatz) von 11,6 %. Russland und die Ukraine liegen dieses Jahr mit 12,7 % bzw. 12,4 % sogar leicht darüber. GeschäftsbereicheDurch die Veräußerung des operativen Geschäfts der GPS Oberland GmbH zum 31. Dezember 2015 ist der Verallia Deutschland Konzern seit 01. Januar 2016 nur noch im Segment Flaschen & Gläser tätig. Die Glasproduktion unterteilt sich in weitere Sparten, die alle ihre spezifischen Märkte und Kunden haben. Die Umsätze in Tonnen haben sich im zweiten Rumpfgeschäftsjahr 2016 folgendermaßen entwickelt: UMSATZENTWICKLUNG IN TONNEN![]() NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATORENArbeitssicherheitSicheres Verhalten bei der Arbeit, fortschrittlicher Umweltschutz und ein Höchstmaß an Gesundheitsschutz sind bei Verallia Deutschland ein wichtiges Unternehmensziel und zentraler Bestandteil des EHS-Managementsystems, das die Elemente Environment (Umwelt), Health (Gesundheit) und Safety (Sicherheit) umfasst. Die Erhaltung der körperlichen Unversehrtheit sämtlicher beschäftigter Mitarbeiter hat uneingeschränkte Priorität. Deshalb lautet das Sicherheitsmotto "Null Arbeitsunfälle" und "Null berufsbedingte Krankheiten"! Als Fundament der Sicherheitspolitik sind Grundregeln definiert, die den Gesundheits- und Arbeitsschutz gewährleisten sollen. Der Schwerpunkt liegt in der Präventionsarbeit, unterstützt durch verschiedene Maßnahmen und Programme. Unter anderem sind Mitarbeiter dazu aufgefordert, unsichere Situationen zu melden. Deren Identifizierung, Klassifizierung und Behebung soll das Eintreten wirklicher Unfälle verringern. Sogenannte SMATs (Safety Management Talks) dienen dazu, Mitarbeiter für sicheres Verhalten zu sensibilisieren. Hierzu werden in einem Gespräch auf Augenhöhe zwischen Vorgesetztem und Mitarbeiter über gerade ausgeführte Tätigkeiten die guten Verhaltensweisen anerkannt und die Vermeidung von Risiken bei der Tätigkeit wird thematisiert. Des Weiteren treffen sich die Teams beim Schichtwechsel zu einem täglichen Sicherheitsmeeting, um Anweisungen weiterzuleiten, Sicherheitsthemen zu besprechen oder Fragen zu stellen. Diese Vorgehensweise wurde unter dem Begriff "Safety Minute" in der ganzen Verallia Gruppe eingeführt. Darüber hinaus beginnen viele Arbeitsbesprechungen, auch außerhalb des Produktionsbereichs, ebenfalls mit der Diskussion des momentanen Arbeitssicherheitsstatus. Hierdurch wird gewährleistet, dass der Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu jeder Zeit höchste Priorität eingeräumt wird. Die Entwicklung im Bereich der Arbeitssicherheit wird durch den Indikator TF2 abgebildet. Hierbei gibt die Kennzahl TF2 die Häufigkeit von Unfällen mit Arbeitszeitausfall und medizinischer Versorgung bezogen auf eine Million Arbeitsstunden an. Es werden sowohl alle Unfälle berücksichtigt, die zu einem Arbeitszeitausfall von mehr als 24 Stunden geführt haben, als auch solche, bei denen eine Behandlung erforderlich war, aber die Wiederkehr an den Arbeitsplatz innerhalb von 24 Stunden erfolgte. Die Unfallereignisse werden in systematischen Unfallanalysen behandelt, um die tiefliegenden Ursachen zu identifizieren und zu beheben. Alle Erste-Hilfe-Maßnahmen werden ebenso erfasst, dokumentiert und durch Abteilungsleiter und Sicherheitsfachkräfte analysiert. Hieraus werden Schwerpunkte und Maßnahmen abgeleitet. Zum Stand 31. Dezember 2016 ist in den Standorten der Verallia Deutschland AG, und damit für das Segment Deutschland, für die Kennzahl TF2 ein Wert von 0,45 zu verzeichnen. Dieser niedrige Stand an Unfällen mit Arbeitszeitausfall liegt innerhalb der im Lagebericht zum 29. Februar 2016 prognostizierten Entwicklung eines TF2 von 1,80 für das Gesamtjahr 2016. In den osteuropäischen Gesellschaften sind die Unfallzahlen insgesamt auf einem nur leicht höheren Niveau. Der TF2 für Russland liegt zum 31. Dezember mit 1,00 ebenfalls unter der Prognose von 1,70. In der Ukraine ergibt sich zu diesem Stichtag ein TF2 von 1,03 und bewegt sich folglich ebenfalls innerhalb der prognostizierten Entwicklung von 1,20. Nachfolgende Darstellung zeigt die Entwicklung des Indikators in Deutschland, Russland und der Ukraine im Zeitverlauf. ENTWICKLUNG TF2![]() Forschung und EntwicklungUm unserem Anspruch bei Verallia, nachhaltig bevorzugter Partner für unsere Kunden zu sein, gerecht zu werden, treibt die Forschung und Entwicklung (F&E) sowohl kontinuierliche Verbesserungsprozesse als auch innovative Projekte voran. Kundenorientierte Prozesse, spezielle Produktinnovationen und vor allem die qualitätsrelevante Prozessoptimierung stehen dabei nach wie vor im Mittelpunkt. Als weitere integrative Bestandteile aller F&E-Projekte sind Verbesserungen bei der Arbeitssicherheit, der Ergonomie sowie beim Umweltschutz und die Erhöhung der Produktivität ebenso selbstverständlich wie die Kostenminimierung im Sinne von TCO (Total Cost of Ownership). Derartige Projekte werden unternehmensintern durch das F&E-Team des Technischen Zentrums in Kooperation mit den werksübergreifenden Kompetenzteams vorangetrieben oder in engem Kontakt mit Lieferanten, Kunden, Forschungseinrichtungen von Verallia sowie Hochschulen und entsprechenden externen Institutionen konzipiert. Im zweiten Rumpfgeschäftsjahr konnten einige Innovationen realisiert werden. Schwerpunkte sind verstärkt Produktentwicklungen in neuen Farben und markenindividualisierten Formen und Konzepten. Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung der Anzahl von neuen Produkten im Verallia Deutschland Konzern: INNOVATIONEN (NEUE PRODUKTE)![]() Dabei steht stets die strikte Ausrichtung auf die individuellen Ansprüche der aktuellen wie potenziellen Verallia Kunden im Mittelpunkt, weshalb ständige Innovationen in den Bereichen Formgebung und Artikeldesign zum Tagesgeschäft gehören. Um diesen Prozess zu optimieren, stehen Innovationscenter verschiedener Standorte von Verallia auch international permanent miteinander im Austausch. Das betriebliche Vorschlagswesen, das in den deutschen Werken ,i-pool' - von Ideen-Pool - genannt wird, hat der Verallia Deutschland AG auch im zweiten Rumpfgeschäftsjahr 2016 wieder eine Vielzahl an positiven Beiträgen eingebracht. Der Stand der Vorschläge stellt sich folgendermaßen dar: die Anzahl der eingereichten Vorschläge beträgt 411 (Vorjahr: 71), die davon umgesetzten Verbesserungen belaufen sich auf 312 (Vorjahr: 21) und nachweisbare Einsparungen sind in Höhe von rund TEUR 292 (Vorjahr: TEUR 43) zu verzeichnen. Abhängig vom Nutzen der Vorschläge erhalten die Ideen-Einreicher eine entsprechende finanzielle Prämie, so dass im Berichtszeitraum gleichzeitig eine Summe von TEUR 119 (Vorjahr: TEUR 9) an sie ausgeschüttet werden konnte. Die Verbesserungen tragen u. a. zu Effizienz- und Qualitätssteigerungen sowie zur Erhöhung der Arbeitssicherheit bei oder dienen als Basis für technische Innovationen. ANZAHL EINGEREICHTER I-POOL-VORSCHLAGE![]() In den Werken in Russland und in der Ukraine ist ebenfalls ein Vorschlagswesen implementiert, über welches die Mitarbeiter ihre Ideen zur Verbesserung der betrieblichen Abläufe einbringen können. Allerdings agieren die Werke dort in einem anderen kulturellen Umfeld und unter anderen Rahmenbedingungen. Die Tools werden daher an die lokalen Bedingungen angepasst. Auch hier lässt sich jedoch feststellen, dass sich das Vorschlagswesen kontinuierlich positiv weiterentwickelt. Die technische Optimierung in den russischen Werken wird durch Qualitätsverbesserungen in den Bereichen Formendesign und Produktion erreicht. Die Umsetzung einer neuen Supply-Chain-Organisation schafft bei ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod zudem verbesserte Prozessabläufe. JSC Kavminsteklo erhöhte im Berichtsjahr weiterhin seine Differenzierung durch Innovationen, wie dem Ausbau der Leichtglastechnologie (NNPB), und steigerte die Flexibilität durch eine Ausweitung der Farben- und Produktvielfalt. In der Ukraine wurden die Möglichkeiten in Bezug auf Innovationen weiterentwickelt. Die interne Innovationsabteilung entwickelte herausfordernde und innovative Produkte für den Premiumbereich. Ende 2015 hat das Unternehmen im Rahmen des Produktionssystems erfolgreich weitere Entwicklungen gestartet und im Berichtszeitraum 2016 daran gearbeitet seine Wettbewerbsvorteile, insbesondere im Bereich der Kosten und Qualität, auszubauen. EnergieNeben Rohstoffen ist Energie (speziell Erdgas und Strom) ein wesentlicher Kostenfaktor bei der Glasherstellung und unterliegt ständigen Bemühungen um eine Optimierung des Energieeinsatzes und eine Reduzierung des Verbrauchs. Der Gesamtenergieverbrauch der vier deutschen Werke bezogen auf die Hauptenergieträger beläuft sich im zweiten Rumpfgeschäftsjahr 2016 auf 1,51 TWh (Vorjahr: 0,38 TWh). Die Preise auf den Energiemärkten wurden in den letzten Jahren immer volatiler und waren entsprechend teilweise schwer einschätzbar. So folgen die Preise nicht mehr den alten, langjährig üblichen (und häufig Jahreszeiten getriebenen) Marktpreisgesetzen. Seit dem starken Preisverfall des Ölmarkts in 2015 konnte in der Preisentwicklung kaum eine, allenfalls eine sehr schwache, saisonale Auswirkung festgestellt werden. War der Brent-Preis jedoch noch zu Beginn des Jahres sehr niedrig, erholte sich dieser im Laufe des Jahres auf ein Preisniveau von 45 Euro. Dieses Limit konnte lange Zeit nicht durchbrochen werden, erst im Verlauf der letzten Wochen in 2016 konnten - auch aufgrund von Meldungen der OPEC hinsichtlich von Fördermengenkürzungen - der Preis diese Linie durchbrechen. PREISVERLAUF DES BARRELS ÖL 2012-2016![]() Erdgas etablierte sich in den vergangenen zwei Jahren zu einem eigenständigen Handelsprodukt, so dass die früher übliche Indexierung an Öl (sogenannte Ölpreisbindung) im Erdgasbereich in den meisten Fällen bereits aufgehoben ist - NBP, TTF und NCG lauten die Abkürzungen für die wichtigsten europäischen Märkte. Der National Balancing Point (NBP) ist die Schnittstelle zwischen dem europäischen Festland und Großbritannien. Obwohl etwas abgeschwächt, gilt er immer noch als der führende Erdgasleitmarkt in Europa. Preisentwicklungen am NBP strahlen in die nachgelagerten Märkte TTF und NCG aus. Der virtuelle Handelsplatz Title Transfer Facility (TTF) in den Niederlanden stellt den kontinentaleuropäischen Leitmarkt dar. Für Deutschland hat sich der virtuelle Handelspunkt von Netconnect Germany (NCG) zum wichtigsten Gashandelspunkt entwickelt. Die Bewegungen auf diesen drei Handelsmärkten bestimmen europaweit den Gasmarktpreis. Verschiedene technische Neuerungen und der zunehmende Einsatz neuer Förderverfahren haben den Erdgaspreis in den letzten Jahren auf ein attraktives Niveau verglichen mit Öl gebracht und die ölpreisgebundenen Einpreisungen teilweise gelöst. Die Gaspreisentwicklung war dem Ölpreis nachgelagert, jedoch wurde auch hier zu Beginn 2016 ein starker Preisverfall sichtbar. Auch hier war auf Dauer das weltweite Überangebot bei den fossilen Energieträgern in dem Preisverfall spürbar. Allerdings stieg - saisonal gesehen ungewöhnlich - der Preis im Sommer 2016 wieder spürbar an. Nicht zu vergessen ist jedoch, dass die vorangegangene Preisphase extrem niedrig lag, so dass vielleicht eher von einer Normalisierung gesprochen werden muss. Das Niveau konnte sich allerdings nicht halten, so dass Ende Sommer der Preis erneut einbrach - um dann jedoch ab Mitte September umso deutlicher und heftiger zu steigen. Seit dieser Zeit befinden wir uns mit wenigen Unterbrechungen in einem sichtlich bearischen Trend. Vor den derzeitigen weltpolitischen und auch europäischen gesetzlichen Entwicklungen lässt sich eine zukünftige Preisentwicklung im Generellen jedoch schwer abschätzen. Aufgrund der hohen Volatilität auch in anderen Energie- und Rohstoffmärkten überwacht Verallia Deutschland AG die Entwicklung kontinuierlich und sorgfältig. NCG PREISVERLAUF DER MWH ERDGAS 2015 - 2016![]() Wesentlich komplexer gestaltete sich der Strommarkt, der neben den zeitweise volatilen Börsenentwicklungen von unruhigen und schwer abschätzbaren politischen Themen und der damit unklaren Gesetzeslage belastet war. Unklare Festlegungen im Bereich der Netzentgelte erschwerten die Abschätzung der Preissituation. Mehr und mehr zeigt sich außerdem ein erstarkender Einfluss der EU-Kommission. Darüber hinaus kann ein deutlich ansteigender Trend im Bereich der Netzentgelte wahrgenommen werden. Dieser belastet den Strompreis insgesamt. Die Volatilität der Preise zeigte sich vorrangig in der Spotentwicklung. Aber auch die Jahresprodukte wiesen ungewöhnliche Entwicklungen auf. So sind immer noch - entgegen jeglichem Contango-Effekt - die Preise für die beiden Folgejahre niedriger als zeitweilig die aktuellen Spot- oder kurzfristigere Terminprodukte. Insgesamt stabilisierte sich der Preis nach kurzfristigen Preis-Runs im Januar in den Quartalen 1 bis 2 auf ein sehr niedriges und stabiles Niveau. Ende Quartal 3 konnte eine Preissteigerung festgestellt werden, die sich - geprägt von hohen Ausschlägen nach oben und unten - im Trend bisher festsetzt. In Russland stabilisierten sich der Ölpreis nach einem Tief Anfang 2016 im Jahresverlauf wieder. Die Abhängigkeit des Landes von Rohstoffexporten und der trotzdem immer noch niedrige Ölpreis haben negative Auswirkungen auf die russische Wirtschaft. Die Gaspreise blieben im Berichtsjahr relativ stabil. Die Ukraine ist bei Gaslieferungen in starkem Maße von Russland abhängig. Infolge des Konflikts mit Russland versucht die Ukraine jedoch mithilfe von Energiesparprogrammen und Re-Importen aus Europa die Abhängigkeit zu reduzieren. Durch neue Gesetze zur Deregulierung des Gasmarktes seit Oktober 2015 ist der Preis bereits zurückgegangen. Die Preise für Strom stiegen in 2016 mehrfach an. CHANCENBERICHTChancenmanagementSowohl durch interne als auch externe Faktoren können sich für das Unternehmen Chancenpotenziale ergeben. Diese werden bei Verallia Deutschland regelmäßig identifiziert und bewertet. Ziel ist es, Chancen und Potenziale frühzeitig zu erkennen und für ein profitables Wachstum des Konzerns optimal zu nutzen. Sie sollen uns dabei unterstützen, unsere Unternehmensziele zu erreichen und langfristig erfolgreich zu sein. Im Rahmen des Chancenmanagements erfolgt durch den Vorstand und das Controlling ein systematischer Umgang mit den Chancen des Konzerns, wobei ein wesentlicher Bestandteil die Unternehmensplanung darstellt. Die regelmäßige Erfassung und Dokumentation der Chancen soll deren Realisierung unterstützen. Die Chancen für den Konzern werden in unterschiedliche Bereiche gegliedert. Ergeben sich für einzelne Segmente unterschiedliche oder ergänzende Chancen, werden diese explizit genannt. EinzelchancenMarkt- und absatzspezifische ChancenTrotz der schwierigen Entwicklung für die Glasverpackungsbranche in Deutschland sehen wir Chancen für eine Verbesserung unseres Absatzes und Umsatzes. Sowohl der Trend zu individuellen und aufwendigen Verpackungen als auch das Verbraucherbewusstsein für Gesundheit und die Erwartung einer inerten Ummantelung der Nahrungs- und Genussmittel werden hierbei förderlich sein und Verallia Deutschland gute Chancen bieten. Dabei steht der Kunde weiterhin im Mittelpunkt unserer Aktivitäten. Durch hervorragende Qualität, Kundenservice und Innovationen wollen wir nachhaltig der bevorzugte Verpackungspartner für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie sein. Ein kontinuierlicher Ausbau unserer guten Kundenbeziehungen kann sich dabei positiv auf die Absatzentwicklung auswirken. Chancen können in diesem Zusammenhang durch eine Erhöhung der Flexibilität und eine weitere Differenzierung entstehen, wodurch es möglich wird, zusätzliche Potenziale auszuschöpfen. Die größten Chancen für die russischen Werke liegen in der Kooperation mit internationalen Unternehmen sowie in der kontinuierlichen Qualitätsarbeit und der Leistungssteigerung. Eine Differenzierung gegenüber lokalen Anbietern sowie eine Ausrichtung auf internationale Kunden kann die Entwicklung weiter positiv beeinflussen. Auf dem russischen Glasverpackungsmarkt bestehen derzeit hohe Überkapazitäten. Wir gehen jedoch davon aus, dass kurz- bis mittelfristig eine zunehmende Marktbereinigung stattfindet, wovon ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod und JSC Kavminsteklo profitieren sollten. Auch Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' hat gute Chancen, ein abwechslungsreiches Portfolio für nationale und internationale Kunden zu entwickeln, indem es sich fortlaufend um Innovationen bemüht, damit die steigenden Kundenanforderungen befriedigt werden. Die nach wie vor relativ schwache Griwna ermöglicht dem Unternehmen eine starke Exportorientierung. Industrielle und technische ChancenIm Bereich der Glasherstellung und -fertigung werden Chancen insbesondere darin gesehen, weiter die Kosten zu senken und dennoch gleichzeitig die Produktqualität zu verbessern. Darüber hinaus sehen wir auch Potenzial, durch weitere Flexibilitätserhöhung den Marktanforderungen noch besser gerecht zu werden. Einen wesentlichen Beitrag leistet dazu unser Produktionssystem VIM (Verallia Industrial Model). Durch Benchmarking und Erfahrungsaustausch zwischen den Verallia Werken weltweit und durch systematisches Nutzen von Verbesserungswerkzeugen können neue Lösungen identifiziert sowie weitere Verbesserungspotenziale sichtbar gemacht werden. Konkrete Potenziale werden zum Beispiel durch eine bessere Auslastung der Wannen und Linien, in einer Effizienzsteigerung sowie in weiteren Prozessoptimierungen gesehen. Einen sehr entscheidenden Kostenfaktor stellt der Energiebereich dar. Nicht nur der Energieverbrauch bzw. die weitere Nutzung von Restenergie, auch die Verbrauchsstrukturen und indirekten Kostenfaktoren (zum Beispiel regulativer Bereich: Versorgungsbereitstellung, Netzkosten) stellen nicht nur Risiken, sondern auch Chancen für unser Unternehmen dar. Wenn hier noch weitere Einsparungen realisiert werden können, ergeben sich daraus positive Effekte für das Unternehmen. Die Zertifizierung nach DIN EN ISO 50001 in allen deutschen Werken bestätigt, dass ein professionelles Energiemanagement implementiert ist, in dessen Fokus auch die ständige Suche und Hebung weiterer Verbesserungspotenziale liegt. Zu nennen ist zum Beispiel die konsequente Weiterverfolgung der Abwärmeverwertung. Im Bereich des Qualitätsmanagements nimmt die Rohstoffqualität, vor allem die Qualität des Recyclingglases, einen wichtigen Stellenwert ein. In Bezug auf die Aufbereitung von Recyclingglas können durch verbesserte Technologien ein erhöhter Einsatz und eine höhere Energieeinsparung erreicht werden. Aber auch bei allen anderen Rohstoffen können Qualitätsverbesserungen deutliche Beiträge für die Steigerung des Unternehmensergebnisses leisten. In den Werken in Russland und der Ukraine ergeben sich insbesondere durch den Erfahrungsaustausch und die Zusammenarbeit innerhalb Verallias (innerhalb des Verallia Deutschland Konzerns und innerhalb der gesamten Verallia Gruppe) Chancen im Hinblick auf die Erweiterung der Fähigkeiten und des Portfolios. Dies betrifft neue Produktionsverfahren, Farben und Sorten, aber auch Anlagenoptimierungen und die Zusammenarbeit bei Großprojekten. Die Ukraine ist am stärksten von hohen Energiekosten betroffen und hat dadurch die größten Einsparpotenziale, die durch die Orientierung an Benchmarks realisiert werden können. Personelle ChancenIn verschiedenen Bereichen sehen wir Chancen in Bezug auf die Mitarbeiter. Die Arbeitssicherheit ist ein wichtiges Thema für die Verallia Deutschland AG. Der deutliche Rückgang der Unfallzahlen in den letzten Jahren ist rückführbar auf die konsequente und nachhaltige Umsetzung von Präventionsmaßnahmen. Weiteres Potenzial für die Erhaltung der Gesundheit liegt in der Arbeitsplatzgestaltung. Arbeitsplätze werden sowohl im Produktionsbereich wie auch bei den Büroarbeitsplätzen stets unter ergonomischen Aspekten an die Bedürfnisse der Mitarbeiter angepasst. Eine entsprechende Gestaltung hilft bereits jetzt sowie auch künftig, Berufskrankheiten oder körperliche Beeinträchtigungen zu vermeiden. Initiativen unterschiedlichster Art greifen hier ineinander, um die körperliche Unversehrtheit unserer Mitarbeiter zu erhalten und zu fördern. Innovationen sind für die Verallia Deutschland AG ein weiteres wichtiges Feld zur Sicherung der Zukunft. Hier sind es ebenfalls motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die als treibende Kraft - in unserem Fall mittels eines Innovationsprojekts sowie durch das interne Vorschlagswesen und die Systematisierung des Problemlöseprozesses - einen enormen Beitrag leisten. Unser breit angelegtes Produktionssystem birgt vor allem durch seinen Weiterbildungsansatz Chancen, Mitarbeiter noch besser zu qualifizieren und die Prozesse noch effizienter zu gestalten. Die Qualifikation des Personals durch interne und externe Weiterbildungsmaßnahmen - beginnend bei den Auszubildenden bis hin zu langjährigen Fachkräften - ist ein weiterer zentraler Dreh- und Angelpunkt, um unsere (mittelfristigen) Perspektiven zu verbessern. Neben Personalmarketingaktivitäten, um neue Fachkräfte zu finden, gewinnen innovative Mitarbeiterbindungsmaßnahmen an Bedeutung. Die Verallia Deutschland AG setzt hierbei neben monetären Maßnahmen wie einer jährlichen Mitarbeiterbeteiligung auf ein breites Angebotsspektrum wie die Zertifizierung im Rahmen des Audits ,berufundfamilie' oder die Nutzungsmöglichkeit einer kostenlosen Beratungs-Hotline, dem Employee Assistance Program (EAP). Alle Standorte in Deutschland bieten im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) für die Belegschaft auch Angebote und Programme zur Erhaltung bzw. Unterstützung der Gesundheit und somit der Arbeits- und Leistungsfähigkeit an. Chancen durch nachhaltiges HandelnChancen ergeben sich auch durch das zunehmend in den Fokus rückende Thema Nachhaltigkeit (vgl. auch Kapitel Nachhaltigkeit in diesem Geschäftsbericht). Diese Thematik wird auf allen Ebenen der Politik, vom Handel, bei unseren Kunden und wesentlich von Verbrauchern sowie Umwelt- und Verbrauchervereinigungen diskutiert. Hier kann sich Glas besonders als Werkstoff mit seiner Recyclingfähigkeit in sich permanent optimierenden und energiesparenden geschlossenen Kreisläufen und mit seinen zahlreich vorhandenen natürlichen und regionalen Rohstoffen hervorheben. Zwischenzeitlich wird neben dem Anschluss und der Lieferung von Abwärme unseres Werkes Neuburg an das Nahwärmenetz zur Reduzierung der erforderlichen Energiemenge, u. a. bei regionalen Industriebetrieben, auch der Einsatz von unaufbereitetem Biogas positiv getestet. So konnten in einem europaweit einzigartigen Versuch bis zu 50% des Biogases direkt zur Befeuerung einer Wanne eingesetzt werden. Auch wenn derzeit ein wirtschaftlicher Einsatz des Biogases einer Dauerverwendung entgegensteht, so bestehen in Abhängigkeit der makroökonomischen und politischen Rahmenbedingungen Chancen, dieses Biogas künftig einzusetzen. Außerdem zeichnet sich die Herstellung von Glasverpackungen durch ihre arbeitsplatzsichernde und soziale Komponente aus. Aber nicht nur durch die Herstellung von Glas, sondern auch durch innovatives Design und konzeptionelle ökonomische Auswahl von anderen entlang der gesamten Wertschöpfungskette eingesetzten Materialien, wie beispielsweise Verschlüssen, Etiketten und Umverpackungen, die bis zum Verbraucher benötigt werden, lassen sich nachhaltige Verbesserungen erzielen. Diese nachhaltigen Verpackungskonzepte werden durch gezielte Kundenberatung und Engineering von einem speziell geschulten Team entwickelt, um den gestiegenen Bedarf an nachhaltigen Produkten zu erfüllen und somit Chancen für neue Glasanwendungen zu generieren. RISIKOBERICHTDas unternehmerische Handeln im nationalen und internationalen Umfeld setzt Verallia Deutschland einer Vielzahl von Risiken aus. Der Erfolg des Unternehmens wird wesentlich durch das frühzeitige Erkennen dieser Risiken sowie einen bewussten Umgang mit ihnen beeinflusst. Durch das implementierte Risikomanagementsystem (RMS) wird ein vorausschauendes Handeln sichergestellt. Die Identifizierung und transparente Darstellung der Risiken sowie die getroffenen Steuerungsmaßnahmen sind die Basis für die langfristige Sicherung von Verallia Deutschland und seiner erfolgreichen Weiterentwicklung in der Zukunft. Die Risikopolitik ist an die Geschäftsstrategie angepasst. In ihrem Rahmen werden kontinuierlich Vorkehrungen getroffen, um Risiken möglichst zu vermeiden oder zu minimieren. Die Risikostruktur setzt sich aus branchenspezifischen Risiken, die die Mitbewerber im Behälterglasgeschäft gleichermaßen betreffen, und aus individuellen Risiken von Verallia Deutschland zusammen. Der Risikobericht betrifft sowohl die Verallia Deutschland AG als auch die Tochterunternehmen und ist somit für den Konzern gültig. Beschreibung der wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und RisikomanagementsystemsUnter Risikomanagement versteht Verallia Deutschland nachvollziehbare und systematische Vorgehensweisen zur Identifizierung, Bewertung, Überwachung und Steuerung von potenziellen Risiken sowie die Auswahl und Umsetzung von Maßnahmen zur Risikohandhabung und -verringerung. Verallia Deutschland hat ein umfassendes RMS implementiert, um Risiken frühzeitig erkennen und in Abwägung mit den entsprechenden Chancen beurteilen, minimieren und steuern zu können. Das RMS von Verallia Deutschland ist in die allgemeine Unternehmenssteuerung integriert, wird kontinuierlich weiterentwickelt und setzt sich im Wesentlichen aus folgenden Elementen zusammen:
Diese Bestandteile des RMS dienen der Steuerung und Überwachung der Geschäftsprozesse. Darüber hinaus nutzt die Konzernleitung ihre umfassende Kenntnis der Märkte. Diese beruht auf langjährigen Kontakten zu Kunden, Lieferanten und Verbänden. Das Produktionssystem VIM (Verallia Industrial Model) bildet den Rahmen für die Handlungsabläufe im gesamten Unternehmen ab. Alle Prozesse wurden hinsichtlich ihrer Teilhabe an den acht Elementen Team, Verfügbarkeit, Industrielle Effizienz, Flexibilität, Sicherheit, Qualität, Umwelt sowie Innovation durchleuchtet und in einem Managementhandbuch zusammengeführt. Kontinuierliche Verbesserungen der Abläufe und Anpassungen an Veränderungen des Marktes sowie der Kundenanforderungen, der gesetzlichen Vorgaben und sicheren Arbeitsabläufe sind die Grundelemente eines zielorientierten Managementsystems. Das IKS von Verallia Deutschland ist in das konzernweite Verallia IKS eingebettet, das auf den Referenzrahmen für Prinzipien der internen Kontrollen der französischen Finanzmarktaufsicht Bezug nimmt und darauf abzielt, die wesentlichen Risiken zu beherrschen. Im ,Referenzhandbuch Interne Kontrolle' sind die grundsätzlichen Ziele je Prozess und die zugehörigen organisatorischen Anforderungen dargestellt. Daraus abgeleitet werden je Prozess mögliche Prozessrisiken aufgezeigt und deren etwaige Ursachen beschrieben. Ergänzend werden mögliche Kontrollen zur Risikoabdeckung dargestellt. Prozessorganisation, -risiken und -kontrollen müssen anschließend durch die jeweiligen Einheiten evaluiert und an die lokalen Gegebenheiten angepasst werden. Es handelt sich hierbei um einen fortgesetzten und dauerhaften Prozess mit mehreren Schritten, der die Ausübung der internen Kontrollen kontinuierlich verbessert. Auf Ebene von Verallia Deutschland wurden die individuellen Risiken identifiziert, dokumentiert und priorisiert. Dazu wurde eine Übersicht über mögliche Risikokategorien erstellt. Für jede Risikokategorie wurden Verantwortliche benannt und die verfügbaren Unterlagen zur Risikoidentifizierung, -bewertung und -kommunikation zusammengestellt. Darauf aufbauend werden je Risikokategorie konkrete Risiken identifiziert und hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und der Größenordnung ihres Schadensausmaßes quantitativ und qualitativ bewertet. Maßnahmen der kurzfristigen und langfristigen Risikosteuerung, die Verantwortlichkeiten, ein ggf. möglicher finanzieller Einfluss sowie der Bedarf einer Investition sind je Risiko angegeben. Initiiert durch Verallia werden umfassende Self-Assessments konzernweit durchgeführt, bei denen sich die einzelnen Einheiten anhand von umfangreichen Fragebögen selbst bewerten. Die Aussagen im Rahmen der Self-Assessments werden teilweise durch prozessunabhängige Personen in Audits validiert. Durch interne und externe Audits werden einzelne Bestandteile des Risikomanagementsystems regelmäßig überprüft. In diesen Audits wurde bestätigt, dass ein funktionsfähiges und wirksames Risikomanagementsystem konzernweit implementiert ist und dass Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Einhaltung aller maßgeblichen rechtlichen Vorschriften getroffen wurden. Unser Anspruch ist es, den durch die Audits bestätigten hohen Standard zu halten, neue Entwicklungen zu antizipieren und noch besser zu werden. ![]() Auf der Basis des oben dargestellten umfassenden und in die allgemeinen Unternehmensabläufe integrierten Risikomanagementsystems identifiziert und bewertet Verallia Deutschland die verschiedenen strategischen und operativen Risiken. Ziel ist die Sicherstellung einer nachhaltig positiven Unternehmensentwicklung. Das Risikomanagementsystem dient insbesondere dazu, mögliche Gefahren für die Erreichung der Unternehmensziele bereits im Vorfeld zu minimieren. Hierbei werden alle im jeweiligen Geschäftsfeld liegenden Chancen sachgerecht gegen Gefahrenpotenziale abgewogen, anhand der Analyse bewertet und entsprechende Maßnahmen identifiziert und umgesetzt. Wesentliche Datengrundlage des Verallia Deutschland Risikomanagements ist das monatliche Berichtswesen, das detailliert sämtliche Umsatzpositionen, Aufwandsarten sowie Vermögens- und Finanzierungskomponenten quantitativ und qualitativ darstellt. Die einzelnen Positionen werden mit der Planung abgeglichen und einem Soll-Ist-Vergleich unterzogen. Etwaige Abweichungen werden analysiert und kommentiert. Dadurch wird eine regelmäßige und frühzeitige Information über maßgebliche Risiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens, insbesondere den Umsatz und das operative Ergebnis, wesentlich beeinflussen, gewährleistet. Die Risikoüberwachung und -steuerung wird im Verallia Deutschland Konzern grundsätzlich auf Vorstandsebene ausgeübt. Im Einzelnen werden für alle relevanten Risiken Verantwortliche festgelegt. Dabei hängt die hierarchische Ebene der Verantwortlichkeit von der Bedeutung des jeweiligen Risikos ab. Die Einhaltung von Gesetzen, die Achtung der eigenen Werte sowie die korrekte Anwendung interner Regeln und Richtlinien haben für die Verallia Deutschland Gruppe zentrale Bedeutung. Das global aufgebaute Compliance-Programm der Verallia Gruppe vernetzt die Bausteine nachhaltige Entwicklung, Programm für Wettbewerbsrecht, interne Audits und interne Kontrollen sowie ein E-Mail-basiertes Verfahren zur Meldung von Regelverstößen (Whistleblowing). Das Compliance-Programm ist ein wesentlicher Bestandteil des implementierten Risikomanagementsystems. scroll
Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem bezogen auf den (Konzern-)RechnungslegungsprozessIn das unternehmensweite RMS ist auch ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess eingebettet, das die Ordnungsmäßigkeit der Buchführung und der Finanzberichterstattung sicherstellen soll. Die Identifizierung und Bewertung der Risiken sowie die Definition von Maßnahmen erfolgen ebenfalls über die beschriebenen Strukturen und Prozesse des konzernweiten RMS. In Bezug auf den Rechnungslegungsprozess sind ergänzend einige spezielle Maßnahmen hervorzuheben. Insbesondere durch interne Richtlinien sowie konzernweite Vorgaben und Anweisungen wird die Einhaltung von Gesetzen sichergestellt. Außerdem wird durch den Einsatz von qualifizierten Mitarbeitern und die bedarfsbezogene Konsultation von Spezialisten möglichen rechnungslegungsbezogenen Risiken begegnet. Neben präventiven Maßnahmen, wie dem Vorhandensein einer ausreichenden Funktionstrennung und einem durchgängigen Vier-Augen-Prinzip, sorgen nachträgliche Kontrollen für die Ordnungsmäßigkeit der Abläufe. Das IT-System wirkt in diesem Zusammenhang unterstützend, wobei zum Beispiel die Zugriffsrechte nur aufgabenbezogen vergeben werden, über einen Genehmigungsprozess geregelt sind und darüber hinaus bei Aufgabenwechsel entzogen sowie in definierten Abständen überprüft werden. Ergänzend zu den prozessintegrierten Maßnahmen werden regelmäßige Kontrollen durch interne und externe Prüfer durchgeführt. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem trägt folglich wesentlich zur Sicherstellung der Regelungskonformität des Rechnungslegungsprozesses durch seine vorgegebene Prozessorganisation und -kontrollen bei. EinzelrisikenDurch die transparente Aufbereitung der Einzelrisiken kann die Risikosituation angemessen gesteuert werden. Die Risiken sind in Kategorien gegliedert und betreffen, sofern nicht anders angegeben, alle Segmente des Konzerns. Ihre Darstellung erfolgt als Bruttobetrachtung, d. h., es werden die Risiken vor dem Ergreifen von Risikobegrenzungsmaßnahmen sowie die entsprechenden Maßnahmen separat dargestellt und beurteilt. Die Einschätzung der Risiken erfolgt zum Bilanzstichtag und ist grundsätzlich auf ein Jahr ausgelegt. Bei der Verwendung eines abweichenden Zeitraums wird explizit darauf hingewiesen. Markt- und AbsatzrisikenDas Produktportfolio ist mit den Getränkebereichen Bier, Wein/Sekt, alkoholfreie Getränke und Spirituosen sowie dem Lebensmittelsegment breit aufgestellt. Dadurch bestehen keine strukturellen Abhängigkeiten von einzelnen Markt- und Absatzbereichen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein oder sogar mehrere Segmente zeitgleich spürbare Absatz- und/oder Umsatzrückgänge verzeichnen, erscheint eher gering. Als hauptsächliches Markt- und Absatzrisiko gelten anhaltende Substitutionseffekte in einigen Bereichen der Getränke- und Lebensmittelindustrie. Die Substitutionsrisiken für Glasverpackungen durch eine verstärkte Marktdurchdringung der Getränkedose hängen im Wesentlichen von deren Akzeptanz durch Handel und Verbraucher sowie dem politischen Umfeld ab. Die weitere Entwicklung der Getränkedose im Markt (insbesondere Export) bleibt daher unverändert zu beobachten. Im Bereich Lebensmittel gilt es, eine grundsätzlich mögliche Zunahme von PET-Verpackungen sowie von Schlauch- und Standbodenbeutelverpackungen rechtzeitig zu erkennen. Schwankende Rohstoff- und vor allem Energiepreise könnten weiterhin zu Kostenveränderungen führen. Da das Durchreichen dieser Effekte entscheidend von den jeweiligen Marktbedingungen abhängt, könnte es sich als schwierig gestalten, diese Veränderungen mit Kunden ergebnisorientiert zu verhandeln. Das Risikopotenzial der einzelnen Portfoliobestandteile wird in Summe als überschaubar betrachtet. Im Biersegment muss wegen verschiedener Rahmenbedingungen wie zum Beispiel der zurückgehenden Bedeutung des traditionellen Biertrinkers in Deutschland, bedingt durch die veränderte Altersstruktur, von einem anhaltenden Konsumrückgang ausgegangen werden. Ferner können die weiterhin rückläufigen Geburtenraten in Deutschland zu einem geringeren Verbrauch an Babynahrung führen, was sich jedoch nicht nennenswert auf das Geschäft von Verallia Deutschland auswirken sollte. In Russland besteht aufgrund der Überkapazitäten auf dem Behälterglasmarkt bereits ein starker Wettbewerbsdruck, der durch zunehmende Aktivitäten einzelner Wettbewerber weiter verschärft wird. Als weitere Absatzrisiken sind insbesondere die niedrige Kaufkraft zu sehen. In der Ukraine ist nach wie vor der Bereich Spirituosen risikobehaftet. Rückläufige Absatzzahlen werden nur teilweise durch Preisanpassungen und Exporte ausgeglichen werden können. Die instabile politische Lage in der Ukraine birgt zudem Unsicherheiten, aus der sich Risiken für die Geschäftsentwicklung in diesem Land ergeben können. Darüber hinaus hätte ein Nachfragerückgang speziell nach hochwertigen Produkten auf sämtliche osteuropäischen Gesellschaften relativ starke Auswirkungen. Aufgrund der Kurzfristigkeit von Schwankungen der Kapazitätsmaßnahmen am Markt, verglichen mit der Langfristigkeit der Investitionsentscheidungen und damit auch der Kapazitätsbereitstellung, könnten vorübergehende Kapazitätsungleichgewichte entstehen. Der kurz- und mittelfristige Einfluss der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Europa auf die in- und ausländischen Marktaktivitäten von Verallia Deutschland bleibt abzuwarten. BeschaffungsrisikenZur Herstellung unserer qualitativ hochwertigen Produkte benötigen wir in unseren Geschäftsprozessen Rohstoffe, Energie, komplexes technisches Equipment, spezifische Dienstleistungen sowie Frachtkapazitäten, bei deren Bezug wir Marktpreis-, Lieferantenausfall- und Qualitätsrisiken ausgesetzt sind. Marktpreisrisiken begegnen wir durch gezieltes Beschaffungsmanagement bzw. durch langfristige Lieferantenkontakte, wodurch wesentliche Preisrisiken verringert werden. Lieferantenausfallrisiken werden durch ein breites Lieferantenportfolio und Lieferantenentwicklung gemindert. Sofern dies nicht möglich ist, versuchen wir Wettbewerb zu schaffen oder gehen diese Beziehung bewusst ein und bewerten Auswirkungen möglicher Ausfälle. Durch das bestehende Lieferantenkontrollverfahren sowie eine enge Zusammenarbeit mit unseren Kernlieferanten wird die Qualität der bezogenen Produkte kontinuierlich verbessert. Die Verallia Deutschland AG hat auch im zweiten Rumpfgeschäftsjahr 2016 Maßnahmen zur Begrenzung der Risiken aus Kostensteigerungen durch Abschluss von Tranchen- und Portfolioverträgen, mit Möglichkeiten zur frühzeitigen Sicherung, ergriffen. Je nach Marktsituation können Einkaufspreise für Energie erheblich schwanken. Die Energiewende in Deutschland zieht auch für die Industrie in einigen Preiskomponenten spürbar erhöhte Kosten und damit auch Risiken nach sich. Steigerung und Förderung des Anteils erneuerbarer Energien und von Alternativenergien, neue und höhere Umlagen sowie gestiegene Regelkosten, Redispatch-Kosten und Kosten für den dringend notwendigen Ausbau der Strom- und Erdgasnetze verteuern auf lange Sicht die eingesetzte Energie. Hinzu kommen kostenträchtige regulatorische Anforderungen an die Strom- und Gasnetze unserer Produktionsstandorte sowie Auswirkungen und Vorbereitungen auf weniger stabile und verlässliche Energieversorgung und eine Verschlechterung der Netz- und Produktqualität. Zusätzlicher Kostentreiber werden in Zukunft insbesondere die Stromnetze und deren Entgelte sein, da der sich verändernde Stromerzeugermarkt starken Netzausbau erfordern wird. Dem Risiko steigender Energiepreise wird durch eine strukturierte Energiebeschaffung sowie durch Projekte hinsichtlich Energieeffizienz und alternativer Energien begegnet. Es besteht ein potenzielles Risiko in Bezug auf zukünftige Energieabgaben bzw. -umlagen und deren Höhe sowie in Bezug auf derzeit gewährte Entlastungen, Reduzierungen und Vergütungen. Insbesondere die sich stark ändernde gesetzliche Situation, zum Beispiel EEG-Gesetzgebung und Stromnetzentgeltverordnung, sowie gesetzliche und regulatorische Rahmenbedingungen auf dem CO2 -Markt werfen viele Fragen und Unsicherheiten auf. Verallia Deutschland bereitet sich darauf vor, in Zukunft verschiedenen neuen regulatorischen Vorschriften unterworfen zu sein. Dabei zeigen sich weniger verlässliche und planbare gesetzliche Regelungen als besonders kritisch. Von steigender Bedeutung ist die ausreichende Verfügbarkeit von CO2 -Emissionsrechten. Die Verallia Deutschland AG verfügte für die 2. Handelsperiode (2008-2012) über ausreichende Zertifikate und konnte nicht benötigte Zertifikate aus der 2. in die 3. Handelsperiode übertragen. Langfristig gesehen kommt es in der 3. Handelsperiode (2013-2020) mindestens zu einer Verknappung der kostenlos zugeteilten Zertifikate, für 2016 werden jedoch die überhängenden und im Februar 2017 zugeteilten Zertifikate ausreichen -auf Dauer zeichnet sich jedoch ab, dass mindestens ein Teil der Emissionszertifikate über Auktionen zugekauft werden muss. Die EU-Kommission hat ein sogenanntes "Backloading" (Entzug von CO2 -Zertifikaten aus dem Markt) beschlossen. Dies soll zu einer stabileren Marktsituation der CO2 -Zertifikate führen, allerdings auch zu einem höheren Wert der Zertifikate. In 2015 ist der Carbon-Leakage-Status der Behälterglasindustrie bestätigt worden. Mit dieser Entscheidung findet weiterhin nur der einheitliche sektorübergreifende Korrekturfaktor Anwendung, der die zugeteilten kostenlosen Zertifikate bis zum Jahr 2020 auf 82,44 % absenkt. Zusätzlich sind die Stromerzeuger seit 2013 verpflichtet, ihre Zertifikate komplett entgeltlich zu erwerben - dies wird eine Auswirkung auf unseren Strompreis und somit auf unsere Energiekosten haben. AusfallrisikenWie in den Vorjahren muss mit Liquiditätsproblemen bei einzelnen Kunden in Deutschland, aber noch mehr in Russland und der Ukraine gerechnet werden. Insbesondere das wirtschaftliche Umfeld in Russland lässt das Risiko von Zahlungsausfällen weiter ansteigen. Das könnte für Verallia Deutschland dazu führen, dass im Einzelfall Zahlungen verspätet oder nicht eingehen. Derzeit ist jedoch nicht erkennbar, dass hierdurch die Liquidität von Verallia Deutschland ernsthaft gefährdet werden könnte (siehe Liquiditätsrisiken). Die stabile Kundenstruktur wirkt einer hohen Unsicherheit bezüglich der individuellen Ausfallrisiken entgegen. Maßnahmen zur Minimierung der Ausfallrisiken werden mithilfe von Kreditversicherungen, angepassten Zahlungsbedingungen, stringenter Einhaltung von Limits und monatlichen Einzelbeurteilungen durchgeführt. In Deutschland entstehen erfahrungsgemäß aus diesen Ausfallrisiken bei Verallia Deutschland nur minimale Schäden. Bedingt durch die Ernte und das Konsumverhalten der Endverbraucher ergibt sich zudem allgemein eine kundenseitige Saisonalität. Dieses Risiko wird jedoch durch das breite Produktsortiment erheblich reduziert. FinanzrisikenLiquiditätsrisikenVerallia Deutschland ist seit dem 4. Quartal 2015 im Wesentlichen über ein langfristiges Darlehen mit festgeschriebenem Zinssatz durch die Horizon Holdings Germany GmbH, ein Unternehmen innerhalb der Apollo Gruppe, finanziert. Das gewährte Darlehen garantiert die für den normalen Geschäftsverlauf notwendige Liquidität. Darüber hinaus sind insbesondere die russischen Gesellschaften teilweise durch lokale Kreditinstitute finanziert. Eine mögliche Herabsetzung der dortigen Kreditlinien und auch das hohe Zinsniveau könnten zu einem noch höheren konzerninternen Finanzierungsbedarf führen. Aktuell existieren ca. 10 Mio. Euro nicht ausgenutzte Kreditlinien bei externen Finanzinstituten. ZinsänderungsrisikenIm Jahresverlauf entwickelten sich die gewichteten kurzfristigen internen Zinssätze wie im Folgenden dargestellt. Der Zinsverlauf spiegelt die Zinsreduzierungen der langfristigen Darlehen durch die Horizon Holdings Germany GmbH wider. INTERNER REFINANZIERUNGSZINSSATZ 3- 12/2016 VERALLIA DEUTSCHLAND AG![]() Im Bereich der Pensionsrückstellungen existieren ebenfalls Zinsänderungsrisiken. WertminderungsrisikenGemäß IAS 36 wird mindestens einmal jährlich ein Impairment-Test für sämtliche zahlungsmittelgenerierenden Einheiten durchgeführt, denen ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Insbesondere die rechtlichen und wirtschaftlichen Unsicherheiten in Osteuropa führten in vergangenen Geschäftsjahren bereits zu Wertminderungen von auf die dortigen Gesellschaften entfallenden Geschäfts- und Firmenwerten sowie auf sonstige langfristige Vermögenswerte, was auch in der Zukunft erneut eintreten kann. Gleichermaßen können bei negativen Entwicklungen bei Tochterunternehmen außerplanmäßige Abschreibungen des Buchwerts der Beteiligungen oder Wertberichtigungen auf Forderungen und Ausleihungen im Einzelabschluss der Verallia Deutschland AG erforderlich werden. WährungsrisikenVerallia Deutschland tätigt Umsätze überwiegend in Euro, Rubel und Griwna. Bei Aktivitäten außerhalb des Euroraumes steht den Umsätzen auch die Mehrzahl der Kosten in der jeweiligen Landeswährung gegenüber, so dass sich das tatsächliche direkte Währungsrisiko auf den Ergebnisbeitrag aus Russland und der Ukraine beschränkt. Insgesamt veränderte sich der außerhalb des Euroraumes erzielte Umsatz von 18,8 % zum 29. Februar 2016 auf 23,0 % des Gesamtumsatzes zum 31. Dezember 2016. Spekulationsgeschäfte oder Maßnahmen mit spekulativem Charakter sind gemäß den Unternehmensrichtlinien nicht zulässig und wurden auch nicht getätigt. Die Unternehmensbeteiligungen in Russland und der Ukraine und auch die nachträglichen Kapitalerhöhungen wurden in Euro finanziert und belasten dementsprechend die Verschuldung der Verallia Deutschland AG. Das somit erworbene oder gebildete Eigenkapital der Gesellschaften in Russland und der Ukraine besteht aber in lokaler Währung und führt daher bei der Kapitalkonsolidierung zu entsprechenden Wechselkursdifferenzen. Dieser Situation hätte Verallia Deutschland nur durch eine erhebliche Verschuldung der Gesellschaften in Russland und der Ukraine in lokaler Währung begegnen können. Dies war allerdings zu keinem Zeitpunkt möglich. Industrielle und technische RisikenDie Beurteilung der zukünftigen Marktentwicklung gestaltet sich schwierig und wird deshalb als zentrales Risiko betrachtet, weil durch die relativ langen Wannenlaufzeiten kurzfristige Steuerungsmaßnahmen nur sehr begrenzt möglich sind. Kurzfristig bestehen risikoreduzierende Maßnahmen darin, den Produktionsplan und die Kapazitäten den aktuellen Entwicklungen des Auftragseingangs anzupassen. Langfristig ist die Verallia Deutschland AG erfolgreich bemüht, mit vielen Kunden dauerhafte Entwicklungspartnerschaften einzugehen. Außerdem besteht durch die langen Laufzeiten von Investitionen das Risiko, dass innerhalb der geplanten Lebenszeit der Investitionen ein vorher nicht kalkulierbarer Nachrüstungsaufwand anfällt. Besonders bei der Thematik Umwelt und Umweltauflagen ist ein solcher Sachverhalt denkbar. Deshalb wird im Bereich Umwelt durch interne Prozesse sichergestellt, dass sämtliche Investitionen die geltenden Vorschriften erfüllen. Die hohen Anforderungen an Lieferanten der Lebensmittelbranche sind eine Herausforderung für die Qualitätssicherung. Deshalb werden von Beginn an qualitätsrelevante Risiken durch strenge Qualitätskontrollen sowie andere vorbeugende Maßnahmen minimiert. Es wird eine Vielzahl von Vorkehrungen getroffen, um die hohe Qualität unserer Produkte sicherzustellen. Die Anlagensicherheit wird durch ständige Instandhaltungsmaßnahmen und Reparaturen gewährleistet. Es besteht ein Risiko durch aufkommende Störungen, geringere Qualitäten und niedrigere Stabilitäten und verstärkte Schwankungen im Strom- und Erdgasnetz. Ebenso gestaltet sich der Bereich gesetzliche Anforderungen und Rahmenbedingungen bei Energie immer schwieriger, unsicherer und ist häufig schlecht oder nur kurzfristig planbar. Zusätzliche Anforderungen wie z. B. der Austausch von Zählern durch geeichte Zählereinheiten erfordern kurzfristig erhöhte finanzielle Belastungen und einen deutlich vermehrten Arbeitsaufwand. Aus diesem Grund sind in diesem Bereich vermehrt Ressourcen notwendig. Neben den gesetzlichen Rahmenbedingungen führen auch preislich unruhige Märkte zu einem erhöhten industriellen Risiko. Risikoreduzierende Maßnahmen sind zum Beispiel Flexibilisierungsmaßnahmen im Bereich Energiemix und eine stärkere Beobachtung der Energiepreisentwicklung sowie eine darauf ausgerichtete Vertragsgestaltung. Allerdings setzen die Anforderungen der Flexibilisierung oder die Möglichkeit zur Verwendung anderer Brennstoffe häufig ebenfalls technische Änderungen voraus. Durch ständige Überprüfungen der technischen Anforderungen, mögliche Anpassungen der Anlagen und Steuerungen sowie einen Notfallplan soll deren Einsatzbereitschaft zudem durchgängig gewährleistet werden. Die Durchführung von wiederkehrenden Stresstests sichert die Funktionsfähigkeit von Notfallanlagen ab und garantiert bei Ausfällen im Stromnetz die Erhaltung der Schmelzwannen und Produktionsmaschinen. IT-RisikenDie Risiken im IT-Bereich umfassen Systemausfallrisiken, mangelhafte Systemverfügbarkeit, Angriffe von außen sowie Risiken in Bezug auf den Verlust oder Missbrauch von Daten. Das Ziel, für alle Anwendungen gleichermaßen eine Risikominimierung anzustreben, bedeutet eine Vielzahl von Ansätzen. Während das zentrale SAP-R/3-System für die Standorte in Deutschland und der Ukraine durch die Verallia Zentrale inklusive Redundanz zur Verfügung gestellt wird, müssen andere Systeme von Verallia Deutschland selbst oder von externen Partnern gepflegt werden. Das Gleiche gilt für die Werke in Russland. Es wurden verschiedene Maßnahmen zum Schutz vor Angriffen von innen und außen getroffen. PersonalrisikenDie Verallia Deutschland AG sieht qualifizierte Mitarbeiter als wichtigen Erfolgsfaktor. Der Fachkräftemangel in Deutschland zeichnet sich immer deutlicher ab. Abhängig von der Region und dem Einsatzbereich können freie Stellen zum Teil nur verzögert besetzt werden. Durch diese Situation kommt es immer auch zu Mehrbelastungen der bestehenden Belegschaft. Themen wie dem demografischen Wandel wird u. a. durch Projekte im Bereich Ergonomie oder eine systematische Analyse der Mitarbeiterentwicklung Rechnung getragen. Diese Themen werden weiter wichtig bleiben, um die Attraktivität als Arbeitgeber zu erhöhen und auch langfristig qualifizierte und motivierte Mitarbeiter an die Verallia Deutschland AG zu binden. Neben Vollzeitstellen sind auch zusehends die Ausbildungsstellen schwieriger zu besetzen. Ein wesentlicher Faktor hierfür sind die geburtenschwachen Jahrgänge, aber auch die generelle Arbeitsmarktsituation. Die Standorte prüfen hier die Möglichkeit, Flüchtlinge auszubilden und Fachkräfte zu entwickeln. Für Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' besteht aufgrund der anhaltenden Krise in der Ukraine das Risiko, dass Mitarbeiter zum Militär eingezogen werden und in der Folge nicht als Arbeitskraft für das Unternehmen zur Verfügung stehen. In den nächsten Jahren wird es zunehmend darum gehen, Anreize zu schaffen, um Mitarbeiter weiter an das Unternehmen zu binden und deren Einsatzbereitschaft zu sichern. Gesundheit und Arbeitssicherheit sind nicht nur bei hoher Belastung wesentliche Faktoren, die bei der Verallia Deutschland AG als sehr wichtig erachtet werden. Durch verschiedenste Maßnahmen und Angebote aus den Bereichen Gesundheit, Arbeitssicherheit, Weiterbildung und Work-Life-Balance werden die Mitarbeiter unterstützt, um sich den verändernden Herausforderungen stellen zu können. Die Wirtschaftsentwicklung fordert ständige dynamische Anpassung. Somit wird die Qualifikation und Motivation der Mitarbeiter auch zukünftig einer der Hauptfaktoren für den Unternehmenserfolg und zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit sein. Nur mit qualifizierten Mitarbeitern wird eine hohe und nachhaltige Wertschöpfung erreicht. Im Hinblick auf die bestehenden Pensionsverpflichtungen und deren Wertigkeit liegen die Risiken bei den versicherungsmathematischen Annahmen, bei zum Beispiel sinkenden Zinssätzen, höherer Lebenserwartung von Versorgungsberechtigten oder steigender Inflation. Rechtliche RisikenEnergieIm Sommer 2014 wurde die EEG-Gesetzgebung novelliert. Mit dieser EU-konformen Neufassung haben die Bundesregierung und die EU-Kommission eine Regelung auf Basis der Mitte 2014 beschlossenen EU-Energie- und Umweltbeihilfeleitlinien (EEAG) gefunden. Die EU-Kommission hat Ende 2013 ein förmliches Prüfverfahren zum EEG und zu den Ausnahmeregelungen für stromintensive Unternehmen eingeleitet und darin die Rechtmäßigkeit der bereits gewährten teilweisen Befreiungen von der EEG-Umlage, insbesondere der Jahre 2013 und 2014, geprüft. In Umsetzung des Beschlusses der Europäischen Kommission hat das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Ende 2014 "Teilrücknahmebescheide" zur EEG-Umlage erlassen. Diesen Teilrückforderungen sind im 4. Quartal 2015 weitere bzw. erneute Teilrücknahmebescheide gefolgt. Gegen die Bescheide wurde Widerspruch eingelegt. Es ist für die EEG-Regelung für die Jahre 2014 und 2015 im Jahr 2016 weiterhin keine endgültige Position erreichbar. Neben diesem Verfahren zur EEG-Umlage wurde von der EU-Kommission gegen Deutschland weiterhin ein förmliches Beihilfeverfahren wegen der Befreiung großer Stromverbraucher von Netzentgeltzahlungen eingeleitet, aus dem sich Rückforderungen der Befreiungen ergeben können. Auch ein jüngstes Urteil des OLG Düsseldorf stufte die Regelung in den Jahren 2011 und 2012 für nichtig ein. Für Verallia Deutschland ändert sich vorerst nichts an der Einstufung. Die Neuregelung ab 2013 entspricht den EU EEAG Richtlinien und ist folglich nicht risikobehaftet. Weitere rechtliche Risiken werden im Bereich der individuellen Netzentgelte identifiziert. Hier kündigt sich für die Jahre 2017/2018 eine Änderung an. Ob diese Änderung zu einer wirtschaftlichen Verschlechterung für Verallia Deutschland führt, kann aktuell noch nicht abgeschätzt werden. Die regulatorischen und rechtlichen Auswirkungen der jüngsten Entwicklungen im Energiesektor erfordern eine erhöhte Aufmerksamkeit. Diverse gesetzliche Änderungen führen darüber hinaus dazu, dass die Bewertung und Einstufung z. B. von Verträgen mit Netzbetreibern und Lieferanten beständig unsicherer wird. Auch technische und organisatorische Maßnahmen aus rechtlichen Rahmenbedingungen müssen frühzeitig erkannt und umgesetzt werden. SonstigeIm Rahmen des Risikomanagements werden sämtliche rechtlichen Risiken betrachtet. Es werden vorbeugende Maßnahmen ergriffen, um die folgenden Risiken zu minimieren: Schwächen in der Einhaltung von Gesetzen und aller Arten von Verpflichtungen, steuerrechtliche Fragestellungen, Mängel im Prozess der Vertragsgestaltung, mangelhaftes oder verspätetes Management von Rechtsstreitigkeiten, mangelnder oder unzureichender Schutz der Interessen der organisatorischen Einheit und schlechtes Management der juristischen Ressourcen. Zur Risikovermeidung sind im RMS konkrete Maßnahmen formuliert. Nach Möglichkeit werden die Risiken außerdem durch Versicherungen abgedeckt. In Russland und der Ukraine ergibt sich infolge der allgemein schwierigen geopolitischen Lage ebenfalls eine rechtliche Unsicherheit, die zukünftige Einflüsse auf das Unternehmen nicht vorhersehbar machen. UmweltrisikenPraktizierter Umweltschutz geht weit über die Einhaltung rechtlicher Verpflichtungen hinaus. Verallia Deutschland war schon früh Vorreiter in der Behälterglasbranche im Bereich der Rauchgasreinigung. Die kontinuierliche Verbesserung nachteiliger Umweltauswirkungen in allen Bereichen und dadurch die Minimierung der Umweltrisiken werden durch Umweltschutzprogramme in den Werken umgesetzt. Die Umweltziele enthalten Werte, die die genehmigten Grenzwerte noch unterschreiten. Bestätigt werden die Anstrengungen im Umweltschutz durch die erfolgreiche Zertifizierung der Werke in Deutschland, der Ukraine sowie in Russland nach DIN EN ISO 14001. Das Werk Bad Wurzach ist zusätzlich nach der EG-Verordnung 1221/2009 (EMAS) validiert, die Umwelterklärung wurde durch einen unabhängigen Umweltgutachter für gültig erklärt. Den Anspruch der Nachhaltigkeit und die ständige Suche nach Verbesserungsmöglichkeiten zur verantwortungsvollen Nutzung aller Ressourcen hat Verallia Deutschland mit den vier Standorten in Deutschland durch die erfolgreiche Zertifizierung nach DIN EN ISO 50001 bewiesen. Ein professionelles Energiemanagement leistet einen wesentlichen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz, beispielsweise durch die dauerhafte Reduzierung von CO2 -Emissionen. Die Standorte der Verallia Deutschland AG sind historisch gewachsen, mit teilweise unterschiedlicher Nutzung in der Vergangenheit. Durch diese Situation sind bisher unbekannte Risiken für das Unternehmen sowie die Umwelt und damit verbundene Verpflichtungen nicht auszuschließen. Durch eine Abstimmung mit zuständigen Behörden wird ein wichtiger Beitrag zur Eingrenzung der Risiken geleistet. Risiken im RechnungslegungsprozessSpezielle rechnungslegungsbezogene Risiken können zum Beispiel aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte resultieren. Außerdem können durch bestehende Ermessensspielräume von Mitarbeitern beim Ansatz und bei der Bewertung von Bilanzpositionen weitere rechnungslegungsbezogene Risiken entstehen. Weiterhin können durch die Übertragung rechnungslegungsspezifischer Aufgaben Risiken auftreten. Diese Risiken werden durch das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem bezogen auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess und dessen beschriebene Strukturen und Prozesse abgedeckt. Einschätzung der GesamtrisikosituationBestandsgefährdende Risiken sind gegenwärtig und für die Zukunft nicht zu erkennen. Die folgende Übersicht zeigt die Klassifizierung der oben beschriebenen Einzelrisiken für Verallia Deutschland. Unter dem Überbegriff Finanzrisiken sind Wertminderungsrisiken, Liquiditätsrisiken, Zinsänderungsrisiken und Währungsrisiken zusammengefasst. ![]() Einschränkender HinweisDas interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ermöglicht durch die festgelegten Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die systematische Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten sowie die sachgerechte Darstellung in der Konzernrechnungslegung. Auch wenn die internen Kontroll- und Risikomanagementsysteme unter ständiger Beobachtung stehen und kontinuierlich verbessert werden, ist es nicht völlig auszuschließen, dass trotz angemessener und funktionsfähiger Systeme eine absolute Sicherheit zur vollständigen Identifizierung und Steuerung der Risiken nicht gewährleistet werden kann. PROGNOSEBERICHTDer Prognosebericht beschreibt die voraussichtliche Entwicklung des Verallia Deutschland Konzerns und der Verallia Deutschland AG in den folgenden 12 Monaten. Er enthält Aussagen und Informationen über Vorgänge, die in der Zukunft liegen. Diese vorausschauenden Aussagen und Informationen beruhen auf Erwartungen und Annahmen des Unternehmens zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Diese wiederum unterliegen bekannten und unbekannten Chancen und Risiken. Eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse des Konzerns. Viele dieser Faktoren liegen außerhalb des Einflussbereichs des Unternehmens. Sollten eine oder mehrere Chancen bzw. Risiken eintreten, sollte sich eine der Ungewissheiten realisieren oder sollte sich erweisen, dass eine der zugrunde liegenden Annahmen nicht korrekt war, kann die tatsächliche Entwicklung des Konzerns sowohl positiv als auch negativ von den Erwartungen und Annahmen in den zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen dieses Prognoseberichts abweichen. Gesamtwirtschaftliche EntwicklungMit der konjunkturellen Entwicklung im Euroraum wird auch für Deutschland ein weiterhin positives Wachstum prognostiziert, obwohl es mit + 1,4 % für 2017 eher verhalten voranschreitet. Der Aufschwung wird wie im Vorjahr weiterhin von denselben Faktoren bestimmt sein. Die Exporte werden anziehen und den Aufschwung ebenfalls stützen. Allerdings werden preisdämpfende Effekte durch höhere Ölpreise und eine insgesamt höhere Preissteigerung für private Haushalte als in den Vorjahren erwartet, welche die Kaufkraft schmälern werden. Insgesamt begründet die wirtschaftliche Entwicklung 2017 weiterhin eine positive Ausgangslage für den Inlandsabsatz von Glasverpackungen. Dennoch sind weitere wirtschaftliche Auswirkungen mittelfristig nicht absehbar und eine Prognose über die Geschäftsentwicklung ist nach wie vor mit großen Unsicherheiten behaftet. BranchenentwicklungDeutschlandDie Preiserwartung in den laufenden Verhandlungen steht unter dem Einfluss eines intensiven europäischen Wettbewerbes, der sich für das kommende Jahr abzeichnet. Inwieweit inflationsbedingte Kostenveränderungen am Markt durchgereicht werden, ist aufgrund des uneinheitlichen Wettbewerberverhaltens noch unsicher. Wir gehen jedoch davon aus, dass es im Sinne nachhaltiger Lieferbeziehungen zu einvernehmlichen Lösungen kommen wird. Die Absatzentwicklung alternativer Verpackungsmaterialen (z. B. Dose) als Substitut in den spezifischen Segmenten bleibt auch im folgenden Jahr zu beobachten. Beispielsweise ist eine gewisse Renaissance der Dose erkennbar, allerdings ist der Marktanteil nach wie vor auf einem geringen Niveau. Die Veränderung im Konsumverhalten weg von alkoholischen hin zu nichtalkoholischen Getränken setzt sich weiter fort, was beispielsweise durch die langfristig kontinuierlich sinkenden Pro-Kopf-Verbräuche bei Bier und gleichzeitig steigenden Mengen insbesondere bei Mineralwasser zum Ausdruck kommt. Hier gewinnt zwar der Mehrwegsektor, wenn auch auf sehr geringem Niveau, an Bedeutung; der Versuch, diesen durch Einführung des Einwegpfandes zu stützen, muss dennoch angesichts der sich bislang permanent reduzierenden Anteile als gescheitert angesehen werden. Die Beurteilung der Entwicklung des Biermarktes stellt sich weiterhin als sehr schwierig dar. Der nationale Biermarkt ist sehr stark von Saisonalitäten und hohen Promotionanteilen geprägt; Wachstumschancen sieht man im Export. Dominierende Gebindeform bleibt das Glas-Mehrweggebinde. Positiv für den Glasbedarf wirkt sich der anhaltende Trend zu Individualgebinden vor allem für Mehrwegflaschen aus. Im vergangenen Jahr konnte in der Weinlese ein mengenmäßiger und qualitativ sehr positiver Ertrag erzielt werden. Der negative Trend der letzten Jahre, insbesondere hinsichtlich der Erntemenge, hat sich damit nicht weiter fortgesetzt. Im Handel setzt sich der Konkurrenzkampf zwischen Eigenmarken und Markenartikeln weiter fort. Der deutsche Sektmarkt, bestehend aus Sekt und den sektähnlichen Mischgetränken, präsentiert sich leicht rückläufig, da der Trend zu sektähnlichen Mischgetränken zwischenzeitlich wieder abschwächt. Leichter Hoffnungsschimmer scheinen die alkoholfreien Sektgetränke zu sein, die ein Wachstum verzeichnen. Insofern prognostizieren wir insgesamt wiederholt ein leicht rückläufiges Marktvolumen für das Wein- und Sektsegment für das kommende Jahr. Da der Absatz bei Gläsern für den Lebensmittelbereich stark ernteabhängig und saisonal geprägt ist, ist eine Prognose für das kommende Jahr sehr schwierig. Der weiterhin anhaltende Trend zur Frischeproduktion und Glassubstitution durch Kunststoffe wird Glas auch zukünftig vor Herausforderungen stellen, die hauptsächlich durch innovative Glaskonzepte aufgefangen werden sollen. Die verstärkte Ausrichtung der lebensmittelabfüllenden Industrie auf Nachhaltigkeit wird Glas tendenziell bei den anspruchsvollen, gesundheits- und umweltorientierten Konsumenten in den Fokus rücken. Eine große Herausforderung stellt nach wie vor die Planung von Just-in-time-Lieferungen dar. Eigene Schwankungen können durch die fehlenden Kundenlager nicht ausgeglichen werden. Trotzdem ist es im Berichtszeitraum gelungen, die hohe Liefertreue zu halten - unter Optimierung des kapitalbindenden Lagerbestandes. RusslandSeit einigen Jahren besteht eine Überkapazität auf dem russischen Behälterglasmarkt. Der Glasabsatz war in den letzten Jahren rückläufig. Derzeit verzeichnet das Biersegment infolge strenger Regulierungen einen Rückgang und zum ersten Mal seit langem ging im Kalenderjahr 2016 auch der Konsum nichtalkoholischer Getränke zurück. Vereinzelt können aktuell dennoch Anzeichen einer Erholung beobachtet werden, was insbesondere auf eine steigende Wodkaproduktion und zunehmende Nachfrage nach Gläsern im Lebensmittelbereich zurückzuführen ist. UkraineDer ukrainische Markt bleibt schwierig und wird den rückläufigen Trend der letzten Jahre wohl fortsetzen. Der Hauptgrund sind steigende Steuern, die direkt den Preis des Endproduktes beeinflussen, und der Konsumrückgang bei alkoholischen Getränken. Die anderen Produktsegmente werden im kommenden Jahr auf dem aktuellen Level verbleiben oder lediglich einen leichten Anstieg verzeichnen. Den nationalen Schwierigkeiten kann mit guten Aussichten bei den Exportaktivitäten begegnet werden. Ausrichtung des KonzernsZiel ist es, nachhaltig der bevorzugte Verpackungspartner für die Getränke- und Lebensmittelindustrie zu sein. Als Voraussetzung dafür sehen wir herausragende Leistungen in Qualität, Kundenservice und innovativen Entwicklungen an. Diese sollen auf Basis vorbildlicher Arbeitssicherheit, moderner Menschenführung und nachhaltiger Nutzung aller Ressourcen erreicht werden. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, führt Verallia Deutschland das in den vergangenen Jahren ausgebaute Qualitätsmanagement kontinuierlich fort. Die Verallia Deutschland AG war in Deutschland die erste Glashütte, die nach den strengen BRC-Standards zertifiziert wurde. Außerdem erhielt die Gesellschaft bereits 2009 das DIN EN ISO 22000 Zertifikat für Hygienemanagement, das explizit ein über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehendes Qualitätsmanagementsystem vorschreibt. Sämtliche diese Bereiche betreffenden Zertifizierungen wurden auch 2016 erneut bestätigt. Dies unterstreicht das fortwährende Bestreben von Verallia Deutschland, die Qualitätsführerschaft am Markt weiter zu intensivieren. Angesichts kontinuierlich steigender Beschaffungskosten sind Einsparungen auf diesem Gebiet von zentraler Bedeutung. Nur so kann Verallia Deutschland profitabel bleiben. Ein werksübergreifendes Einkaufs- und Energiemanagement nutzt hierbei alle Möglichkeiten, Kosten zu optimieren, bei gleichzeitiger Sicherstellung der Qualität. Basis für kontinuierliche Kundenzufriedenheit ist die Produktion von hochwertigen Glasverpackungen, verbunden mit einem erstklassigen Serviceangebot. Wesentlich dazu beitragen können die Ausrichtung der Produktionskapazitäten auf Flexibilität sowie eine größere Zahl an Innovationen im Produkt- und Dienstleistungsbereich. Durch die noch engere Verbindung mit den anderen Gesellschaften des Mehrheitsaktionärs unter der Marke Verallia kann der Konzern positive Aspekte aus der globalen Bündelung einerseits sowie aus der Kundennähe andererseits gewinnen und somit seine Marktposition ausbauen. Erwartete Geschäfts- und ErtragslageDeutschlandFür das Jahr 2017 wird eine leicht steigende Weltwirtschaft erwartet, was auch für die deutsche Wirtschaft prognostiziert wird. Die sich bereits auf einem niedrigen Niveau befindende Arbeitslosenquote wird sich voraussichtlich in etwa auf diesem Niveau halten können. Der Markt für Behälterglas war im vergangenen Jahr stabil. Die Verallia Deutschland AG erwartet für die nächsten zwölf Monate einen gleichbleibenden Markt. Dieser ist jedoch geprägt durch theoretische Überkapazitäten und ist dadurch einem deutlich höheren Wettbewerb ausgesetzt. Dies bedeutet auch, dass in der gesamten Glasverpackungsbranche keine Vollauslastung der Kapazitäten gewährleistet ist. Wie im Berichtsjahr stehen Verallia Deutschland auch im Geschäftsjahr 2017 nicht alle Kapazitäten zur Verfügung, da ein Wannenneubau durchgeführt wird. Insgesamt ist die Verallia Deutschland AG auf Basis eines verbesserten Produktportfolios und umfangreicher Investitionen gut gerüstet, sich den genannten Herausforderungen zu stellen. In dieser Situation werden wir nach wie vor den Fokus auf Qualität und Kundenservice legen. Auf Basis der aktuellen Gespräche mit Kunden gehen wir von einer Preisentwicklung maximal auf dem Niveau der Einkaufsindizes aus. Dies bedeutet für das Segment Deutschland und damit auch für die Verallia Deutschland AG, dass für das Jahr 2017 ein Umsatz und ein Operatives Ergebnis auf dem Niveau des Kalenderjahres 2016 (Umsatz Kalenderjahr 2016: 379,9 Mio. Euro, Operatives Ergebnis Kalenderjahr 2016: 40,4 Mio. Euro) erwartet werden. RusslandFür das kommende Jahr wird ein leichtes Wachstum der russischen Wirtschaft erwartet. Die Rückkehr zu einem höheren Wachstum in Russland wird von einem soliden Anstieg der privaten Investitionen und einem Auftrieb des Konsumverhaltens abhängig sein. Dies erfordert die Schaffung eines klaren und berechenbaren politischen Umfelds und die Umsetzung der ungelösten Strukturreformen. Das Hauptaugenmerk bei ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod liegt aufgrund der entsprechenden Marktnachfrage auf Gläsern für Konserven. Um den Marktanteil zu erhöhen, konzentriert sich ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod zudem auf multinationale und große lokale Kunden. In den kommenden Jahren hat JSC Kavminsteklo die feste Absicht, nicht nur Verpackungslieferant, sondern auch ein lösungsorientierter Partner für seine Kunden zu sein. Die Entwicklung des Design-Centers ist der erste Schritt zu einem erweiterten kundenorientierten Ansatz. Um den Marktanteil zu erhöhen, wird JSC Kavminsteklo weiterhin sein Exportgeschäft ausbauen. Verbesserte Technologien und ein erhöhtes Know-how können zudem eine Aufwertung aller Artikel ermöglichen und die Marktposition stärken. In Russland bleibt der Wettbewerb im Glasverpackungsmarkt immer noch sehr hoch, da bestehende Überkapazitäten erst nach und nach abgebaut werden. Unser Fokus lag im Berichtsjahr bereits auf der Vertriebsseite, was in beiden russischen Werken zu erhöhten Absatzmengen, verbunden mit einer guten Auslastung, führte. Im kommenden Geschäftsjahr soll diese Entwicklung fortgeführt und ergänzend durch eine Preisanpassung, die sich an der Inflation orientiert, verstärkt werden. Es steht weiterhin im Fokus, die erreichten Produktivitätssteigerungen zu halten und auszubauen. Je nach Währungskursentwicklung planen wir für das nächste Geschäftsjahr in Russland einen Umsatz zwischen 80 und 100 Mio. Euro und erneut ein Operatives Ergebnis zwischen 4 und 7 Mio. Euro. UkraineDie Ukraine hat gute Aussichten, die wirtschaftliche Krise in 2017 zu überwinden und die Grundlage für ein stabiles Wirtschaftswachstum zu schaffen. Die Entwicklungen jedoch hängen davon ab, wie sich die Inlands- und Auslandsnachfrage erholt. Außerdem ist die Effizienz der Regierungspolitik, inklusive der Anti-Krisen-Maßnahmen und einer konsequenten Umsetzung systematischer Reformen, dafür verantwortlich, eine erfolgreiche ökonomische Modernisierung zu erreichen, unterstützt durch die Wiederherstellung und ein effizientes Funktionieren des globalen Finanzsystems. Vor diesem Hintergrund wird das nächste Geschäftsjahr voraussichtlich ein herausforderndes Jahr mit einem starken Fokus auf das Premiumsegment. Das ukrainische Team arbeitet weiterhin an der Durchdringung derjenigen Premiumsegmente, die in der Vergangenheit durch Importe aus dem Ausland beliefert wurden. Die große Bedeutung des Exportbereichs bleibt bestehen, über die Hälfte der Absätze wird in sechzehn verschiedenen Ländern erzielt. Das Kunden- und Produktportfolio hat ein gutes Gleichgewicht erreicht und kann durch eine Reduzierung der Risiken bezogen auf einzelne Segmente noch verbessert werden. Wir erwarten für das kommende Jahr, dass der Umsatz je nach Währungskursentwicklung in diesem Segment zwischen 40 und 50 Mio. Euro liegen wird. Das Operative Ergebnis wird, ebenfalls abhängig von der Währungskursentwicklung, zwischen 3 und 6 Mio. Euro erwartet. Gesamtaussage zur voraussichtlichen EntwicklungDa die Lage im weltwirtschaftlichen Umfeld weiterhin eher instabil erscheint, sehen wir eine weitere Zunahme der Risiken. Wir erwarten für die Folgejahre den Fortbestand der volatilen Rahmenbedingungen und die Fortsetzung eines erheblichen Preiskampfs. Neben den weiterhin bestehenden theoretischen Überkapazitäten zeichnet sich auf den Beschaffungsmärkten, vor allem bei den Rohstoff- und Energiepreisen, keine Beruhigung des Trends zu Preiserhöhungen ab. Die bereits in den Vorjahren angestoßenen Kostensenkungsprogramme werden im Rahmen eines kontinuierlichen Kostenmanagements auch zukünftig fortgeführt werden. Unser Bestreben besteht weiterhin darin, eine nachhaltige Lieferfähigkeit mit entsprechender Qualität sicherstellen zu können. Im Berichtsjahr hat die Horizon Holdings Germany GmbH als beherrschendes Unternehmen mit der Verallia Deutschland AG einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Für den Konzern rechnen wir für das kommende Jahr mit einem Umsatz leicht über dem Niveau des Kalenderjahres 2016 und mit einem Operativen Ergebnis auf dem Niveau des Kalenderjahres 2016 (Umsatz Kalenderjahr 2016: 489,5 Mio. Euro, Operatives Ergebnis Kalenderjahr 2016: 52,5 Mio. Euro). Die Arbeitssicherheit bleibt ein zentrales Element bei Verallia Deutschland. Für die Kennzahl TF2 (Häufigkeit von Unfällen mit Arbeitszeitausfall und medizinischer Versorgung bezogen auf eine Million Arbeitsstunden) erwarten wir im kommenden Geschäftsjahr für Deutschland einen Wert von 1,6, für Russland einen Wert von 1,2 und für die Ukraine ebenfalls einen Wert von 1,2. ANGABEN NACH §§ 289 ABS. 4 UND 315 ABS. 4 HGB SOWIE ERLÄUTERNDER BERICHTscroll
ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG (§ 289A HGB)Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB ist auf unserer Homepage www.verallia.de unter Investor Relations veröffentlicht. VORSTANDSVERGÜTUNGDie Mitglieder des Vorstands der Verallia Deutschland AG erhalten eine wert- und leistungsorientierte Vergütung. Diese setzt sich aus zwei Teilen zusammen: Der fixe Bestandteil richtet sich nach den marktüblichen Bedingungen und dem persönlichen Werdegang. Die variable Komponente besteht aus einem vom Unternehmensergebnis und von der persönlichen Leistung abhängigen Bonus, der sich am jeweiligen Zielerreichungsgrad orientiert. Die Gesamthöhe wird jährlich überprüft und mit der allgemeinen Unternehmens- und Entgeltentwicklung abgeglichen. Außerdem erhalten die Mitglieder des Vorstands Nebenleistungen in Form von Sachbezügen, die im Wesentlichen aus dem nach steuerlichen Richtlinien anzusetzenden Wert der Dienstwagennutzung bestehen. Als Vergütungsbestandteil sind diese Nebenleistungen vom einzelnen Vorstandsmitglied zu versteuern. Sie stehen allen Vorstandsmitgliedern prinzipiell in gleicher Weise zu. Die Vorstände haben ferner grundsätzlich einen Anspruch auf Ruhegeld, sofern die Voraussetzungen für den Bezug von Altersruhegeld oder anderen vergleichbaren Versorgungsleistungen erfüllt sind. Neben den von Verallia Deutschland gewährten Vergütungsbestandteilen partizipierten die Mitglieder des Vorstands an Aktienplänen der Horizon Intermediate Holdings SCA, bestehend aus dem Bezug von Gratis-Vorzugsaktien sowie der Teilnahme am Management Aktienplan. Die Gesamthöhe der Bezüge des Vorstands ist im Anhang und Konzernanhang dargestellt. Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat am 12. Oktober 2016 beschlossen, dass die Nennung der Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitglieds im Anhang zum Jahresabschluss nach § 285 Sätze 1 Nr. 9 lit. a) Sätze 5 bis 8 HGB sowie entsprechend im Konzernabschluss gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 lit. a) Satz 5 bis 8 HGB für den Zeitraum von fünf Jahren ab Fassung des Beschlusses unterbleibt. AUFSICHTSRATSVERGÜTUNGDie Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 8 der Satzung der Verallia Deutschland AG geregelt. Die Struktur der Aufsichtsratsvergütung hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert. Die Vergütungshöhe beschließt die Hauptversammlung, dies ist zuletzt am 24. Juni 1999 erfolgt. Neben dem Ersatz der Auslagen und einer für die Aufsichtsratstätigkeit zur Last fallenden Umsatzsteuer erhält jedes Aufsichtsratsmitglied nach Ablauf des Geschäftsjahres eine feste Vergütung von 7.700 Euro pro Jahr. Entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde die Position des Aufsichtsratsvorsitzenden und die seines Stellvertreters bei der Berechnung der Vergütung berücksichtigt. Der Vorsitzende und sein Stellvertreter erhalten jeweils 14.900 Euro pro Jahr. Bad Wurzach, den 28. Februar 2017 Der Vorstand Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss und der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und der Gesellschaft vermitteln und im Lagebericht und Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns und der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns und der Gesellschaft beschrieben sind.
Bad Wurzach, den 28. Februar 2017 Verallia Deutschland AG Der Vorstand Hugues Denissel, Vorsitzender Thorsten Gatz, Finanzen Thomas Beyer, Personal Roland Unfried, Technik Jahresabschluss des Konzerns FÜR DAS RUMPFGESCHÄFTSJAHR MÄRZ BIS DEZEMBER 2016Gesamtergebnisrechnung DES VERALLIA DEUTSCHLAND KONZERNS (BIS 11. AUGUST 2016: SAINT-GOBAIN OBERLAND KONZERN)scroll
Gewinn- und Verlustrechnung DES VERALLIA DEUTSCHLAND KONZERNS (BIS 11. AUGUST 2016: SAINT-GOBAIN OBERLAND KONZERN)scroll
Bilanz DES VERALLIA DEUTSCHLAND KONZERNS (BIS 11. AUGUST 2016: SAINT-GOBAIN OBERLAND KONZERN)AKTIVA scroll
Eigenkapitalveränderungsrechnung DES VERALLIA DEUTSCHLAND KONZERNS (BIS 11. AUGUST 2016: SAINT-GOBAIN OBERLAND KONZERN) FÜR DIE ZEIT VOM 01. JANUAR BIS ZUM 29. JANUAR 2016 SOWIE VOM 01. MÄRZ BIS ZUM 31. DEZEMBER 2016scroll
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Kapitalflussrechnung DES VERALLIA DEUTSCHLAND KONZERNS (BIS 11. AUGUST 2016: SAINT-GOBAIN OBERLAND KONZERN)scroll
Anhang zum Konzernabschluss ZUM 31. DEZEMBER 2016DER VERALLIA DEUTSCHLAND AGA. ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGENDie Verallia Deutschland AG, vormals Saint-Gobain Oberland AG, ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in 88410 Bad Wurzach, Oberlandstraße, Deutschland und ist beim Amtsgericht Ulm unter der Registernummer HRB 610192 eingetragen. Sie ist ein selbständiges Tochterunternehmen der international tätigen Verallia-Gruppe. Die Geschäftstätigkeit des Verallia Deutschland Konzerns umfasst im Kerngeschäft die Produktion und den Vertrieb von Behälterglas, im Konzern sind zum Stichtag 3.103 Mitarbeiter (Vorjahr: 3.101) beschäftigt. Mit Wirkung zum 29. Oktober 2015 hat uns die BRH Holdings GP, Ltd., aufgrund der Vorschriften des § 21 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil durch indirekte Beteiligung 96,7 % beträgt. Die direkte Beteiligung wird gehalten von der Horizon Holdings Germany GmbH, Bad Wurzach, mit 91,7 % sowie der Verallia France S.A., vormals Saint-Gobain Emballage S.A., Courbevoie, Frankreich, mit 5,0 %. Aufgrund dieser Mehrheitsbeteiligung wird die Verallia Deutschland AG in den Konzernabschluss der Horizon Parent Holdings S.à r.l., Luxemburg, die ebenfalls eine Tochtergesellschaft der BRH Holdings GP, Ltd., ist, einbezogen. Dieser Konzernabschluss kann beim Registre de Commerce et des Societes de Luxembourg, Luxemburg, eingesehen werden. Der vorliegende Konzernabschluss wurde unter Beachtung aller am Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie aller für das abgelaufene Geschäftsjahr verbindlichen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden verschiedene Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Konzernwährung ist der Euro. Alle Beträge werden in Tausend Euro (TEUR) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist. Mit Beschluss der Hauptversammlung am 12. Oktober 2016 wurde das Geschäftsjahr wieder auf das Kalenderjahr verlegt. Für den Zeitraum vom 01. März 2016 bis zum 31. Dezember 2016 wurde ein Rumpfgeschäftsjahr gebildet, insofern ist für den diese zehn Monate umfassenden Berichtszeitraum die Vergleichbarkeit mit dem zweimonatigen Rumpfgeschäftsjahr davor nur eingeschränkt gegeben. Sämtliche Tochtergesellschaften hatten kein Rumpfgeschäftsjahr gebildet, deren Bilanzstichtag ist weiterhin der 31. Dezember des jeweiligen Kalenderjahres. B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENAllgemeinDie folgenden Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden sind in den dargestellten Berichtsperioden angewandt worden. Sie wurden von allen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen angewandt. Neue RechnungslegungsstandardsDas IASB (International Accounting Standards Board) und das IFRIC (International Financial Reporting Interpretations Committee) haben folgende für den Verallia Deutschland Konzern relevante Standards herausgegeben: Erlassene, von der EU übernommene und noch nicht angewandte Rechnungslegungsstandards mit Angabe des Zeitpunkts des Inkrafttretens:
Aus heutiger Sicht ist nicht zu erwarten, dass die künftige erstmalige Anwendung der Standards wesentliche Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse haben wird. Erstmalig anzuwendende Rechnungslegungsstandards lagen zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung nicht vor. Geschäfts- oder Firmenwerte (Goodwills)Beim Erwerb eines Unternehmens werden dessen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden zum Zeitpunkt des Erwerbs zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt, ggf. vorzunehmende Anpassungen dieser Werte werden innerhalb von 12 Monaten vorgenommen. Ein Geschäfts- oder Firmenwert stellt die Differenz zwischen Anschaffungskosten und anteiligem, mit beizulegendem Zeitwert bewerteten Nettovermögen dar. Sollte das anteilige Nettovermögen die Anschaffungskosten übersteigen, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Anstelle der planmäßigen Abschreibung ist eine jährliche Überprüfung der Werthaltigkeit nach IAS 36 vorzunehmen. Für in der Konzernbilanz angesetzte Geschäfts- oder Firmenwerte wird mindestens jedes Kalenderjahr oder bei Vorliegen eines Triggering Events ein Impairment-Test gemäß IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten) durchgeführt, der auf den 5-Jahres-Geschäftsplänen der CGU, denen sie zugeordnet werden, basiert. Dabei wird untersucht, wie sich das Maximum aus Nettoveräußerungswert und Nutzungswert (erzielbarer Betrag) zum Buchwert der CGU verhält. Sollte der erzielbare Betrag unter dem Buchwert liegen, wird eine entsprechende Wertminderung vorgenommen. Zur Ermittlung des Nettoveräußerungswerts liegen keine verwertbaren Marktdaten vor. Der Vorstand der Verallia Deutschland AG geht jedoch davon aus, dass dieser unter Einbeziehung sämtlicher Transaktionskosten unter dem Nutzungswert liegt. Auf Goodwills erfasste Wertminderungen werden nicht rückgängig gemacht. Immaterielle Vermögenswerte und SachanlagenSachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen und Wertminderungen bewertet. Abgesehen von den Emissionsberechtigungen unterliegen die Immateriellen Vermögenswerte einer planmäßigen linearen Abschreibung über längstens 8 Jahre, enthalten sind Software und Lizenzen. Die Abschreibungen sind in den Umsatzkosten enthalten. Geschäfts- und Fabrikgebäude werden in längstens 50 Jahren, Maschinen und maschinelle Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung überwiegend in bis zu 12 Jahren planmäßig abgeschrieben. Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear, bei Formen nutzungsbezogen. Als Folge eines immer umfangreicheren Produktportfolios verlängern sich die Produktionszyklen für Formen, welche folglich länger im Betriebsvermögen bleiben. Um die wirtschaftliche Nutzung sachgerechter dazustellen, wurden die Formen unter Anwendung des IAS 8 von den Vorräten in die langfristigen Vermögenswerte umgegliedert. Die Vorjahresbeträge in der Bilanz wurden aus Gründen der Vergleichbarkeit entsprechend angepasst. Dies führte zu einer Umgliederung in Höhe von TEUR 16.060 zum 29.02.2016 von den Vorräten zu den Sachanlagen in der Bilanz und im Anlagenspiegel (siehe hierzu auch (7) Langfristige Vermögenswerte) sowie TEUR 403 von Veränderung der Vorräte zu Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte innerhalb des operativen Cashflows in der Kapitalflussrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 01. Januar bis 29. Februar 2016. Auswirkungen auf die GuV ergaben sich keine. Aufgrund verringerter Nutzungsdauer wurde die Abschreibungsdauer der Schmelzwannen bei Kamyshin angepasst. Im Geschäftsjahr ergab sich dadurch eine Mehrabschreibung in Höhe von TEUR 574, im Jahr 2017 in Höhe von TEUR 773, im Jahr 2018 in Höhe von TEUR 144, im Jahr 2019 eine Minderabschreibung in Höhe von TEUR 437 sowie im Jahr 2020 eine Minderabschreibung in Höhe von TEUR 805. Teile von Sachanlagen mit einem bedeutsamen Anschaffungswert im Verhältnis zum gesamten Wert des Vermögenswerts werden getrennt abgeschrieben. EmissionsberechtigungenDie Verallia Deutschland AG verfügt aktuell über entgeltlich und unentgeltlich erworbene Emissionsberechtigungen. Die unentgeltlich erworbenen Zertifikate werden zum Erinnerungswert von EUR 1 angesetzt. Für im Berichtsjahr in Anspruch genommene und somit im Folgejahr zurückzugebende Emissionsberechtigungen wird eine Rückstellung in entsprechender Höhe gebildet. Wertberichtigungen auf langfristige VermögenswerteLangfristig genutzte Vermögenswerte werden gemäß IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten) auf Werthaltigkeit überprüft, sobald Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswertes oder einer Gruppe von Vermögenswerten bzw. einer Cash Generating Unit (CGU) den beizulegenden Wert überschreiten könnte. In diesem Fall wird der Buchwert mit dem höheren Betrag entweder aus dem Nettoveräußerungserlös oder dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows aus der Nutzung der Vermögenswerte verglichen. Wenn der Grund für die Wertberichtigung annahmebedingt entfallen ist, werden Zuschreibungen bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. Vermögenswerte, die zukünftig weder aus der Nutzung noch aus der Veräußerung Cashflows erwirtschaften, werden ergebniswirksam ausgebucht. LeasingLeasingvereinbarungen werden nach Prüfung der Kriterien des IAS 17 entweder als Operating Lease oder als Finance Lease behandelt. Die Klassifizierung richtet sich danach, wer die wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, trägt. Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern Leasinggeber ist und alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Leasingnehmer überträgt, werden beim Leasinggeber als Verkaufs- und Finanzierungsgeschäft angesetzt. In Höhe des Nettoinvestitionswertes aus dem Leasingverhältnis wird eine Forderung angesetzt und die Zinserträge werden erfolgswirksam erfasst. Alle übrigen Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern Leasinggeber ist, werden als Operating Lease erfasst. In diesem Fall verbleibt der verleaste Vermögenswert in der Konzernbilanz und wird planmäßig abgeschrieben. Leasingraten werden bei Forderungsentstehung als Ertrag ausgewiesen. Bei Leasingvereinbarungen, bei denen der Konzern als Leasingnehmer auftritt, werden die Leasingraten beim Operating Lease bei Entstehung der Verbindlichkeit als Aufwand erfasst. Beim Finance Lease werden zu Beginn der Laufzeit sowohl ein Vermögenswert als auch eine Schuld in gleicher Höhe angesetzt, und zwar entweder mit dem beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstands oder dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser niedriger ist. Der Vermögenswert wird über den Zeitraum der erwarteten Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Leasingzahlungen werden in einen Finanzierungs- und in einen Tilgungsanteil der jeweiligen Restschuld aufgeteilt. VorräteVorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich noch anfallender Kosten. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Einstandspreisen bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt mit den Herstellungskosten, diese umfassen die direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Wertminderungen für Risiken als Folge eingeschränkter Verwendbarkeit sowie zur Beachtung der verlustfreien Bewertung sind in angemessenem Umfang berücksichtigt. FinanzinstrumenteBei Finanzinstrumenten handelt es sich um Positionen, die gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Finanzielle Vermögenswerte umfassen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Sonstige Forderungen, insbesondere Cashpool-Forderungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie sonstige kurz- und langfristige Vermögenswerte. Maßgeblich für den erstmaligen Ansatz in der Bilanz und für die Ausbuchung der finanziellen Vermögenswerte ist für alle Kategorien der finanziellen Vermögenswerte einheitlich der Handelstag, d. h. der Tag, an dem die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf eingegangen wurde. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Darunter fallen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung sowie originäre und derivative Finanzverbindlichkeiten. Finanzinstrumente werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode oder zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Soweit im Folgenden beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten nicht explizit angegeben sind, weichen sie nicht oder nur geringfügig von den Buchwerten ab. Der beizulegende Zeitwert von Finanzverbindlichkeiten ergibt sich als Barwert der zukünftig zu erwartenden Cashflows. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze. Übrige finanzielle VermögenswerteAlle sonstigen Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen, da kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und ihr beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann. Ausleihungen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Dabei werden unverzinsliche und niedrigverzinsliche Ausleihungen mit dem Barwert angesetzt. Liegen wesentliche objektive Anzeichen für eine dauerhafte Wertminderung vor, wird diese erfolgswirksam erfasst. Forderungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie VerbindlichkeitenForderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Nennwert angesetzt. Um individuelle Risiken abzudecken, werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Das allgemeine Kreditrisiko wird dadurch berücksichtigt, dass Wertberichtigungen durchgeführt werden, die auf empirischen Erfahrungswerten beruhen. Verbindlichkeiten werden grundsätzlich unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden in Übereinstimmung mit IAS 21 bewertet. Forderungen werden ausgebucht, sobald die Bedingungen gemäß IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung) erfüllt sind. Derivative FinanzinstrumenteDerivative Finanzinstrumente werden zur Absicherung von Währungs- und Preisänderungsrisiken eingesetzt. Als Instrumente werden hierzu marktgängige Devisen- und Warentermingeschäfte angewandt. Der Einsatz solcher Derivatkontrakte ist durch Richtlinien geregelt und unterliegt einer ständigen Risikokontrolle. Sämtliche derivativen Finanzinstrumente werden gemäß IAS 39 (Finanzinstrumente) am Erfüllungstag zu Anschaffungskosten erfasst und danach zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei Cashflow-Hedges wird der effektive Teil der Marktwertänderung in die Position Andere Gewinnrücklagen eingestellt. Aktienbasierte VergütungAnteilsbasierte Vergütungsmodelle werden gemäß den Vorschriften von IFRS 2 bewertet und abgebildet. Bei der Verallia Deutschland Gruppe finden die Regeln für die Bilanzierung der anteilsbasierten Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente (equity-settled) Anwendung. In diesem Zusammenhang werden Instrumente abgebildet, die von der Horizon Intermediate Holdings SCA den Führungskräften der Verallia Deutschland Gruppe gewährt werden, d. h. Instrumente, bei denen Verallia Deutschland weder rechtlich noch faktisch eine Verpflichtung zur Erfüllung der Zusagen gegenüber den Mitarbeitern eingeht. Diese Verpflichtung verbleibt bei der Horizon Intermediate Holdings SCA. Aufgrund von IFRS 2 werden ein eventuell entstehender Dienstzeitaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie eine entsprechende Gegenbuchung im Eigenkapital unter der Position Kapitalrücklage ausgewiesen. Die Höhe des Dienstzeitaufwands wird indirekt anhand der beizulegenden Zeitwerte der Eigenkapitalinstrumente am Gewährungsstichtag ermittelt. Der gesamte Dienstzeitaufwand ergibt sich durch Multiplikation der Anzahl der gewährten Eigenkapitalinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert der Instrumente am Gewährungsstichtag. Ist die Ausübung der Optionen von der Ableistung einer bestimmten zukünftigen Dienstzeit abhängig, wird ein entsprechender Dienstzeitaufwand gleichmäßig auf den künftigen Erdienungszeitraum mit einer einhergehenden Erhöhung des Eigenkapitals verteilt. Latente SteuernAktive und passive latente Steuern werden gemäß IAS 12 (Ertragsteuern) für temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen der einzelnen Steuerbilanzen und der Konzernbilanz und - soweit zulässig - auf Verlustvorträge gebildet. Latente Steueransprüche werden in dem Maße bilanziert, wie es wahrscheinlich ist, dass zukünftige zu versteuernde Gewinne verfügbar sein werden. Der Ermittlung der latenten Steuern liegen in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt erwartete Steuersätze zugrunde. Diese basieren grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen. Eine Verrechnung von aktiven latenten Steuern mit passiven latenten Steuern erfolgt, soweit die in IAS 12.74 genannten Kriterien vorliegen. Sämtliche latente Steuern der Muttergesellschaft werden seit Wirksamkeit der steuerlichen Organschaft (siehe auch (12) Eigenkapital) gemäß wirtschaftlicher Betrachtungsweise weiterhin als latente Steuerschuld oder latenter Steueranspruch bilanziert. Die Ermittlung erfolgt zum Steuersatz des Organträgers. Es waren keine Anpassungen erforderlich. PensionsrückstellungenRückstellungen für Pensionen werden gemäß IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung erfolgt auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung von biometrischen Annahmen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden innerhalb des Eigenkapitals erfasst und im Sonstigen Ergebnis dargestellt. Der Aufwand aus der Dotierung der Pensionsrückstellungen ist den Personalaufwendungen, der enthaltene Zinsanteil dem Zinsaufwand zugeordnet. Sonstige RückstellungenSonstige Rückstellungen werden angesetzt, soweit rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen und wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen, die zuverlässig ermittelbar sind. Sie werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet. Dieser ergibt sich auf der Basis der bestmöglichen Schätzung. Verpflichtungen aus bereits vollzogenen Liefer- und Leistungsbeziehungen, die einen höheren Sicherheitsgrad bezüglich der Höhe und des Zeitpunktes der Erfüllung der Verbindlichkeit haben, werden unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der in den Aufwendungen für Arbeitnehmerjubiläen und Altersteilzeit enthaltene Zinsanteil der Rückstellungszuführung wird im Zinsaufwand gezeigt. UmsatzrealisierungUmsatzerlöse werden unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Skonti, Boni oder Rabatten zu dem Zeitpunkt erfasst, zu dem die maßgeblichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum der verkauften Waren und Erzeugnisse verbunden sind, auf den Käufer übertragen wurden, ein Preis vereinbart und bestimmbar ist und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann. Erträge werden erfasst, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass der mit dem Geschäft verbundene wirtschaftliche Nutzen zufließen wird. Verwendung von SchätzungenBei der Erstellung der Abschlüsse sind Schätzungen und Annahmen erforderlich, die die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten am Bilanzstichtag und die Höhe der Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum beeinflussen. Die zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die den Werthaltigkeitstests zugrunde gelegten Planungs- und Bewertungsprämissen, Nutzungsdauer von Schmelzwannen, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen sowie auf die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Aufgrund der unsicheren Wirtschaftslage, unsicherer Prognoseaussichten und anderer Ereignisse können die tatsächlichen Ergebnisse von den Schätzungen abweichen. Die Schätzungen und zugrunde liegenden Annahmen werden laufend überprüft. Korrekturen von Schätzungen werden in der Periode erfasst, in der die Schätzung überprüft wurde. Im Weiteren verweisen wir auf die Punkte 7, 13 und 20. WährungsumrechnungDie Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Konzernunternehmen erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung gemäß IAS 21 (Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse) nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Da die Tochtergesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht im Sinne des IAS 21 insgesamt selbständig betreiben, ist die funktionale Währung grundsätzlich identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft. Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung von Tochterunternehmen, die in fremder Währung aufgestellt sind, werden grundsätzlich mit Jahresdurchschnittskursen, Vermögenswerte und Schulden zu Stichtagskursen sowie Posten des Eigenkapitals zu historischen Kursen umgerechnet. Der sich aus der Umrechnung des Eigenkapitals ergebende Währungsunterschied wird im Sonstigen Ergebnis erfasst. Die Umrechnungsdifferenzen, die aus der abweichenden Umrechnung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung resultieren, werden ebenfalls erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen. Ein im Zusammenhang mit dem Erwerb ausländischer Tochtergesellschaften entstandener Geschäfts- oder Firmenwert sowie Marktwertanpassungen werden als Vermögenswerte und Schulden des erworbenen Unternehmens behandelt und zum Stichtagskurs umgerechnet. In den Abschlüssen der einzelnen Konzernunternehmen werden monetäre Posten in Fremdwährung gemäß IAS 21 umgerechnet. Die Währungsumrechnungsdifferenzen werden im Operativen Ergebnis erfasst. Währungsdifferenzen, die konzerninterne Darlehensbeziehungen betreffen, werden ergebniswirksam behandelt, sofern die Darlehen nicht Bestandteil der Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe sind. Die der Währungsumrechnung zugrunde liegenden Wechselkurse haben sich im Verhältnis zu einem Euro wie folgt verändert: scroll
C. ANGABEN ZUR KONSOLIDIERUNGKonsolidierungsgrundsätzeBei bereits vor dem 01. Januar 2004 dem Konsolidierungskreis der Verallia Deutschland AG angehörenden Unternehmen wurde die Befreiungsregel des IFRS 1 in Anspruch genommen, wonach die bisherigen Konsolidierungsmaßnahmen beibehalten werden können. Die Kapitalkonsolidierung dieser Unternehmen erfolgte nach der Buchwertmethode zum Zeitpunkt des Erwerbs oder zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss. Der daraus resultierende Unterschiedsbetrag wurde voll mit den Gewinnrücklagen des Konzerns verrechnet. Für nach dem 01. Januar 2004 erworbene Unternehmen erfolgt die Kapitalkonsolidierung gemäß IFRS 3 (Unternehmenszusammenschlüsse) nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem zum Marktwert bewerteten Konzernanteil am Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs. Die Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem anteiligen Eigenkapital wird gemäß IFRS 3, soweit sie auf stillen Reserven oder stillen Lasten beruht, den Vermögenswerten und Schulden des Tochterunternehmens zugeordnet. Ein verbleibender positiver Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem Anteil am mit beizulegendem Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und mindestens jährlich einer Prüfung auf Werthaltigkeit unterzogen. Ein passiver Unterschiedsbetrag wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Vermögenswerte, Schulden, Rückstellungen, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse aus konzerninternen Transaktionen (Zwischengewinne) werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Die steuerliche Auswirkung erfolgswirksamer Konsolidierungsmaßnahmen wird durch eine entsprechende Anpassung der latenten Steuern berücksichtigt. KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss des Verallia Deutschland Konzerns sind, neben der Verallia Deutschland AG, wie im Vorjahr 1 inländisches und 5 ausländische Tochterunternehmen einbezogen, bei denen Beherrschung vorliegt:
Die Aufstellung des Anteilsbesitzes des Verallia Deutschland Konzerns und der Verallia Deutschland AG mit Stand vom 31. Dezember 2016 ist im Abschnitt M als Bestandteil dieses Anhangs enthalten. D. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN - UND VERLUSTRECHNUNG(1) UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse resultieren in erster Linie aus dem Verkauf von Erzeugnissen und Waren. Für weitere Erläuterungen zu den Umsatzerlösen verweisen wir auf den Abschnitt der Segmentberichterstattung. (2) Operatives ErgebnisIm Operativen Ergebnis sind insgesamt Abschreibungen in Höhe von TEUR 32.235 (Vorjahr: TEUR 5.735) enthalten. Für weitere Angaben hierzu verweisen wir auf Punkt (7) Langfristige Vermögenswerte. Außerdem beinhaltet das Operative Ergebnis Leistungen an Arbeitnehmer im Sinne von IAS 19 in Höhe von TEUR 82.764 (Vorjahr: TEUR 18.267), davon Sozialabgaben TEUR 12.313 (Vorjahr: TEUR 2.714), Materialaufwand inkl. Bestandsveränderungen der fertigen und unfertigen Erzeugnisse in Höhe von TEUR 177.549 (Vorjahr: TEUR 24.757) sowie Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von TEUR 7.614 (Vorjahr: TEUR - 1.011), die überwiegend konzerninterne Darlehen betreffen. Die Sonstigen Erträge enthalten Versicherungserstattungen in Höhe von TEUR 66 (Vorjahr: TEUR 5). Die Sonstigen Aufwendungen enthielten letztes Jahr hauptsächlich Währungsverluste aus konzerninternen Darlehen, in diesem Jahr Aufwendungen für Abfindungen in Höhe von TEUR 931 (Vorjahr: TEUR 160) sowie Buchverluste. Die Sonstigen Erträge enthalten dieses Jahr größtenteils die o. g. Währungsgewinne aus konzerninternen Darlehen. (3) Finanzergebnisscroll
Die Gesamtzinserträge für finanzielle Vermögenswerte gemäß IAS 39 belaufen sich auf TEUR 81 (Vorjahr: TEUR 10), die entsprechenden Zinsaufwendungen für finanzielle Verbindlichkeiten auf TEUR 7.480 (Vorjahr: TEUR 1.704). (4) ErtragsteuernAls Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind die in den einzelnen Ländern gezahlten bzw. geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag, die hypothetische Steuer sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die Ertragsteuern der Muttergesellschaft werden seit Wirksamkeit der steuerlichen Organschaft (siehe auch (12) Eigenkapital) gemäß wirtschaftlicher Betrachtungsweise weiterhin als hypothetische laufende Ertragsteuer zum Steuersatz des Organträgers bilanziert, so als wäre die Muttergesellschaft selber Steuerschuldner. Der Steuersatz der deutschen Gesellschaften des Verallia Deutschland Konzerns wird mit dem geltenden Körperschaftsteuersatz von 15 %, einem Solidaritätszuschlag von 5,5 % und einer durchschnittlichen Gewerbeertragsteuer von 14,88 % mit einem Gesamtsteuersatz von 30,7 % unverändert zum Vorjahr berechnet. Die Berechnung ausländischer Ertragsteuern basiert auf den in den einzelnen Ländern gültigen Gesetzen und Verordnungen. Der angewandte Ertragsteuersatz für Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' lag im Berichtsjahr unverändert bei 18 %, der Steuersatz für die russischen Konzernunternehmen wie im Vorjahr bei 20 %. Für thesaurierte Ergebnisse bei Tochterunternehmen in Höhe von TEUR 6.973 (Vorjahr: TEUR 305) wurden keine latenten Steuern gebildet. Steueraufwandscroll
Der Unterschied zum erwarteten Ertragsteueraufwand lässt sich wie folgt überleiten: scroll
Die Auswirkungen der Verluste aus Vorjahren, für die kein latenter Steueranspruch gebildet wurde, sind ausschließlich JSC "Kavminsteklo" zuzuordnen. Obwohl die Verluste grundsätzlich steuerlich bis zu 10 Jahre vortragbar sind, werden sie gemäß IAS 12.35 nicht angesetzt. Die derzeit ungenutzten steuerlichen Verlustvorträge von JSC "Kavminsteklo", für die keine latenten Steuern angesetzt wurden, sind maximal vortragbar bis 2021 (TEUR 2.936, Vorjahr: TEUR 6.002), 2022 (TEUR 11.105, Vorjahr: TEUR 8.640), 2023 (TEUR 10.405, Vorjahr: TEUR 8.096), 2024 (TEUR 8.822, Vorjahr: TEUR 6.864), 2025 (TEUR 8.228, Vorjahr: TEUR 6.402) sowie 2026 (TEUR 1.435, Vorjahr: TEUR 1.116). Die Änderungen innerhalb der einzelnen Jahre resultieren hauptsächlich aus Währungsumrechnung, für 2021 zusätzlich aus Gewinnverrechnung. (5) Ergebnis je AktieDie Anzahl der Aktien betrug im gesamten Kalenderjahr 2016, wie im Jahr 2015, unverändert 1.000.000 Stück. Einflüsse, die darüber hinaus zu einer Verwässerung des Ergebnisses je Aktie führen könnten, existieren nicht. Das Ergebnis je Aktie ermittelt sich anhand der folgenden Übersicht: scroll
(6) Dividende je Aktiescroll
Aufgrund des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags mit der Horizon Holdings Germany GmbH, Bad Wurzach, erfolgt ab diesem Geschäftsjahr keine Dividendenausschüttung der Verallia Deutschland AG an die Hauptaktionärin mehr (siehe auch (12) Eigenkapital). Die Minderheitsaktionäre erhalten eine Garantiedividende. (7) Langfristige VermögenswerteEntwicklung des Anlagevermögens im Rumpfgeschäftsjahr 1- 2/2016scroll
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Entwicklung des Anlagevermögens im Rumpfgeschäftsjahr 3 - 12/2016scroll
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Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte sowie der sonstigen langfristigen VermögenswerteAls CGUs mit zugeordnetem Geschäfts- oder Firmenwert wurden die Tochterunternehmen JSC "Kavminsteklo", ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod sowie Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' identifiziert. Der auf Kavminsteklo sowie der auf Zorya entfallende Goodwill wurden im Geschäftsjahr 2014 vollständig abgeschrieben. Entsprechend wurde zum 31.12.2016 im Rahmen der jährlichen Werthaltigkeitsprüfung ein Impairment Test für den auf ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod entfallenden Goodwill durchgeführt. Der zum 31. Dezember 2016 erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod wurde auf Basis der diskontierten Free Cashflows ermittelt. Entsprechend wurden die Auswirkungen der innerhalb einer als wahrscheinlich anzusehenden Bandbreite liegenden möglichen Abweichungen der durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (WACC) sowie der Free Cashflows analysiert. Der zugrunde liegende 5-Jahres-Plan berücksichtigt sowohl vergangene Erfahrungen als auch externe Informationsquellen. Hierbei werden vor allem Annahmen über künftige Steigerungen der Verkaufspreise bzw. -mengen und die Entwicklung der Kosten getroffen. Neue Entwicklungen, wie beispielsweise die erwarteten höheren Absatzpotenziale im Premiumsegment, sind in der Planung enthalten und können bei Nichterreichung zu einem entsprechenden Wertminderungsaufwand führen. Der prognostizierte Cashflow des 5. Jahres wird zur Verdeutlichung der nachhaltigen Ertragserwartungen und zur Harmonisierung der relativ langen Investitionszyklen mit den danach angenommenen Wachstumsraten individuell für 3 Jahre fortgeschrieben. Der durchschnittliche jährlich angenommene Free Cashflow lag bei TEUR 2.474. Anschließend erfolgt eine Fortschreibung als ewige Rente mit einer Wachstumsrate in Höhe von 3,5 % unter Berücksichtigung einer wachstumsbedingten Thesaurierung. Basis waren die entsprechend vorhandenen Marktinformationen. Der für die Free Cashflows verwendete Abzinsungssatz entsprach den gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten unter Berücksichtigung der speziellen Risiken der CGU und lag bei 10,9 % (Vorjahr: 12,8 %). Insbesondere die mittlerweile wieder etwas stabilere geopolitische Situation in Russland führte im Vergleich zu den Vorjahren zu niedrigeren durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten. Die Stabilisierung des operativen Geschäfts wurde bei den erwarteten zukünftigen Cashflows berücksichtigt. Die Position "Geschäfts- oder Firmenwerte" in der Konzernbilanz enthält zum 31. Dezember 2016 wie oben beschrieben nur noch den auf ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod entfallenden Goodwill in Höhe von TEUR 2.510 (Vorjahr: TEUR 1.953). Die Änderungen resultieren hier ausschließlich aus Währungsumrechnungsdifferenzen, insgesamt TEUR 557. Bei ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod betrug der geschätzte erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zum 31. Dezember 2016 TEUR 39.313 und war um TEUR 293 höher als der Carrying Amount. Das Management hat als 2 wesentliche Annahmen die WACC und die Cashflow-Prognosen identifiziert, die dazu führen könnten, dass sich der jeweils erzielbare Betrag signifikant ändert. Eine Veränderung der als am wahrscheinlichsten angenommenen WACCs um +/- 50 Basispunkte würde die erzielbaren Beträge der CGU Kamyshin rechnerisch um TEUR 3.602 verringern/TEUR 4.145 erhöhen (Vorjahr: TEUR 2.069 verringern/TEUR 2.317 erhöhen). Analog dazu würde eine Veränderung der als am wahrscheinlichsten angenommenen Free Cashflows um jeweils +/- 10 % den erzielbaren Betrag um TEUR 5.344 erhöhen/ verringern (Vorjahr: um TEUR 4.417 erhöhen/verringern). Die negative Auswirkung der den Free Cashflows sowie den WACCs zugrunde gelegten Sensitivitäten würden rechnerisch entsprechend zu Wertminderungsaufwand führen. (8) Langfristige ForderungenDie Langfristigen sonstigen Forderungen enthalten wie im Vorjahr hauptsächlich Kaufpreisforderungen aus dem Asset Deal der GPS Oberland GmbH. (9) Vorrätescroll
Die Abwertungen betragen 2016 insgesamt TEUR 3.187 (Vorjahr: TEUR 4.289), der Bestand der Vorräte vor Abwertungen beträgt TEUR 90.762 (Vorjahr: TEUR 97.958). (10) Kurzfristige Vermögenswertescroll
Die übrigen Vermögenswerte enthalten hauptsächlich Cashpool-Forderungen. Im Rahmen des Forderungsmanagements werden im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen revolvierend verkauft. Per 31. Dezember 2016 wurden Forderungen mit einem Nominalwert in Höhe von TEUR 51.301 (Vorjahr: TEUR 35.765) mit einem Zahlungseingang in Höhe von TEUR 42.606 (Vorjahr: TEUR 33.977) unter Berücksichtigung vertraglich vereinbarter Kaufpreiseinbehalte für mögliche Beeinträchtigungen verkauft. Der Kaufpreiseinbehalt in Höhe von TEUR 2.704 (Vorjahr: TEUR 1.788) wurde in den Finanziellen Vermögenswerten erfasst. Für einen Teil der verkauften Forderungen (TEUR 3.404, Vorjahr: TEUR 957) verbleiben alle Chancen und Risiken bei der Verallia Deutschland AG, dieser Teil wurde entsprechend unter den Sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Besicherung dieses Betrages erfolgt durch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. (11) Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteDie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich im Wesentlichen aus Bankguthaben zusammen. (12) EigenkapitalGezeichnetes KapitalDas gezeichnete und eingezahlte Kapital der Verallia Deutschland AG, Bad Wurzach, beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 26.000. Es setzt sich aus 1.000.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien zusammen, der Nennwert pro Aktie beträgt EUR 26. Mit Wirkung zum 29. Oktober 2015 hat uns die BRH Holdings GP, Ltd., aufgrund der Vorschriften des § 21 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil durch die indirekte Beteiligung an der Verallia France S.A., vormals Saint-Gobain Emballage S.A., Courbevoie, 96,7 % beträgt. Im Januar 2016 hat die Verallia France S.A. 91,7 % konzernintern auf die Horizon Holdings Germany GmbH, Bad Wurzach, übertragen. Aufgrund dieser Mehrheitsbeteiligung wird die Verallia Deutschland AG in den Konzernabschluss der Horizon Parent Holdings S à r.l., Luxemburg, die ebenfalls eine Tochtergesellschaft der BRH Holdings GP, Ltd., ist, einbezogen. Dieser Konzernabschluss kann beim Registre de Commerce et des Sociétés de Luxembourg, Luxemburg, eingesehen werden. Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages vom 25. April 2016 wird der Jahresüberschuss der Verallia Deutschland AG an die Horizon Holdings Germany GmbH abgeführt. Die Horizon Holdings Germany GmbH verpflichtet sich aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages den außenstehenden Aktionären für die Dauer des Vertrags einen Ausgleich nach Abzug von Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von EUR 17,06 je Aktie für ein volles Geschäftsjahr auszuzahlen. Für das Rumpfgeschäftsjahr vom 01. März bis 31. Dezember 2016 beträgt die Ausgleichszahlung anteilig EUR 14,26 je Aktie. RücklagenKapitalrücklageDie Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien sowie Beiträge des Mutterunternehmens. Außerdem werden seit diesem Geschäftsjahr aufgrund des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags die vom Organträger zu tragenden, wirtschaftlich jedoch der Verallia Deutschland AG zuzurechnenden Ertragsteueraufwendungen mit der Kapitalrücklage verrechnet. Gesetzliche RücklageEs handelt sich um die Gesetzliche Rücklage im Sinne des Aktiengesetzes. Andere GewinnrücklagenDie Gewinnrücklagen enthalten in der Vergangenheit erzielte Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Bestandteil der Gewinnrücklagen sind auch die erfolgsneutralen Anpassungen im Rahmen der erstmaligen Anwendung der IFRS. Aktive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung von Tochtergesellschaften vor dem 01. Januar 2004 in Höhe von TEUR 10.007 wurden vollständig mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Die aktiven Unterschiedsbeträge aus den Kapitalkonsolidierungen ab 2005 werden, sofern werthaltig, gemäß IFRS 3 als Geschäfts- oder Firmenwert separat in der Konzernbilanz ausgewiesen, die passiven Unterschiedsbeträge werden erfolgswirksam vereinnahmt. Unterschiedsbeträge aus dem Erwerb von Minderheitsanteilen werden gemäß IAS 27.31 direkt mit den Anderen Gewinnrücklagen verrechnet. Weiterhin werden Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen mit einbezogen. Gemäß IAS 19 werden die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste und die darauf entfallenden latenten Steuern erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis erfasst. Zum 29. Februar 2016 wurden TEUR 55.311 mit dem bis dahin ausgewiesenen Verlustvortrag verrechnet. Zum 31. Dezember 2016 beträgt der an die Horizon Holdings Germany abgeführte Jahresüberschuss der Verallia Deutschland AG TEUR 44.278. Anteile anderer GesellschafterDie Anteile anderer Gesellschafter enthalten deren Kapitalanteil, das anteilige Jahresergebnis und die anteiligen Währungseffekte an den ausländischen Tochterunternehmen. (13) RückstellungenRückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenPensionsrückstellungen sind für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter sowie deren Hinterbliebene gebildet. Die betriebliche Altersversorgung ist durch leistungsorientierte Pläne und Sachbezugsabgeltung von Deputatverpflichtungen geregelt, wobei die zugesagten Leistungen durch das Unternehmen erfüllt werden. Die Wertigkeit der individuellen Versorgungszusagen ist dabei abhängig vom jeweiligen Werk. Für die Höhe der Versorgungsbezüge sind die Anzahl der geleisteten Dienstjahre und die zugesagte Leistung pro Dienstjahr maßgebend. Bei diesen leistungsorientierten Zusagen kommen die generellen rentenrechtlichen Bestimmungen zur Anwendung. Die Finanzierung erfolgt durch die Dotierung von Rückstellungen. Die Höhe der Pensionsverpflichtungen wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, dabei spielen neben den Annahmen zur Lebenserwartung folgende Prämissen eine maßgebliche Rolle: scroll
Die Pensionspläne der einzelnen Standorte wurden aufgrund ihrer Gleichartigkeit zusammengefasst. Sie belasten den Konzern mit versicherungsmathematischen Risiken, wie beispielsweise dem Langlebigkeitsrisiko, Währungsrisiko, Zinsrisiko und Marktrisiko. Der Abzinsungsfaktor für Pensionsverpflichtungen wird auf Grundlage der am Bilanzstichtag beobachtbaren Renditen erstrangiger festverzinslicher Anleihen ermittelt. Eine Änderung des Abzinsungsfaktors um +/- 50 Basispunkte hätte bei ansonsten konstant gehaltenen Annahmen eine Verringerung/Erhöhung der Versorgungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 5.328/6.019 (Vorjahr: TEUR 5.029/5.634) zur Folge. Eine Änderung der Inflationsrate um +/- 0,5 Prozentpunkte hätte eine Steigerung/Abnahme der Versorgungsverpflichtungen um TEUR 2.394/2.203 (Vorjahr: TEUR 2.315/2.131) zur Folge. Die Versorgungsverpflichtung aus den Pensionsplänen und den Deputatverpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Die versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste bestehen im Wesentlichen aus Änderungen der finanziellen Annahmen. Zur gesetzlichen Rentenversicherung wurden Arbeitgeberanteile in Höhe von TEUR 6.550 (Vorjahr: TEUR 1.247) entrichtet. Entwicklung des Anwartschaftsbarwerts der Versorgungszusagenscroll
Die Pensions- und Deputatverpflichtungen teilen sich folgendermaßen auf die Versorgungsberechtigten auf: scroll
Die durchschnittliche Laufzeit der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen beträgt zum 31. Dezember 2016 15,1 Jahre. Die in 2017 zu zahlenden Versorgungsleistungen werden für die Pensionsverpflichtungen mit TEUR 4.171 und für die Deputatverpflichtungen mit TEUR 74 geschätzt. Entwicklung der Rückstellungenscroll
Bei den übrigen Personalverpflichtungen handelt es sich hauptsächlich um Verpflichtungen aus Arbeitnehmerjubiläen sowie der Inanspruchnahme der Altersteilzeitregelung. Die Veränderung der Rückstellungen für übrige Personalverpflichtungen führte zu Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 158). Die Kurzfristigen Rückstellungen beinhalten Verpflichtungen aus dem Absatzbereich, insbesondere Garantieverpflichtungen. (14) Latente Steueransprüche und -schuldenscroll
Der Ausweis der latenten Steuern in der Bilanz erfolgt bei Erfüllung der nach IAS 12.74 geforderten Kriterien saldiert. Die latenten Steuern auf im Sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen resultieren im Berichtsjahr ausschließlich aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten aus Pensionsrückstellungen. Ansonsten entsprechen die Veränderungen der Bilanzpositionen abgesehen von Währungsumrechnungsdifferenzen den in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Beträgen. Aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 1.879 sowie passive latente Steuern in Höhe von TEUR 2.088 gemäß Konzernbilanz führen bei Umkehrung zu laufenden Steuern. (15) Langfristige finanzielle VerbindlichkeitenDie Langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Schulden gegenüber verbundenen Unternehmen. (16) Kurzfristige Schuldenscroll
Die Sonstigen betrieblichen Verbindlichkeiten beinhalten die Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung gegen die Horizon Holdings Germany GmbH in Höhe von TEUR 44.278 abzüglich verrechneter Steuervorauszahlungen. (17) Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeitenscroll
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Die Erhöhung der Wertberichtigungen betrifft im Wesentlichen eine Kundenforderung in Osteuropa. Bei als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifizierten Finanzinstrumenten handelt es sich um Beteiligungen. Für die Beteiligungen lässt sich der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich ermitteln, da sie keinen notierten Preis auf einem aktiven Markt aufweisen. Die Beteiligungen werden mit ihren Anschaffungskosten abzüglich erforderlicher Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Finanzielle Vermögenswerte werden zum Erfüllungstag bilanziert. Bei den übrigen Finanzinstrumenten handelt es sich im Wesentlichen um kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie langfristige finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 147.627 (Vorjahr: TEUR 144.920). Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten bestehen aus einem im 3. Quartal 2023 endfälligen Darlehen gegenüber einem verbundenen Unternehmen. Das maximale Kreditausfallrisiko entspricht jeweils dem Buchwert. Die Nettogewinne/-verluste der Kredite und Forderungen bestehen im Wesentlichen aus Wertberichtigungen, die in den Umsatzkosten erfasst sind, während die Nettogewinne/ -verluste der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Schulden aus Zinsen bestehen, die im Zinsergebnis erfasst werden. Die Nettogewinne resultieren hauptsächlich aus Finanzinstrumenten, die am Bilanzstichtag ausgewiesen sind. Gemäß IFRS 13 sind Finanzinstrumente entsprechend der jeweils zugrunde gelegten Bewertungstechnik zur Darstellung der Fair-Value-Hierarchie in 3 Stufen zu gliedern: Stufe 1 umfasst Finanzinstrumente mit auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten notierten Preisen. Stufe 2 beinhaltet Finanzinstrumente, die nicht unter Stufe 1 fallen und deren Inputfaktoren von einem aktiven Markt direkt oder indirekt ableitbar sind. Stufe 3 enthält Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, deren Bewertung nicht auf beobachtbaren Marktdaten basiert. scroll
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Der beizulegende Zeitwert der langfristigen Bilanzpositionen (langfristige finanzielle Verbindlichkeiten und Sonstige Forderungen) entspricht näherungsweise deren Buchwert. Der beizulegende Zeitwert ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cashflows, die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze. Die langfristigen Bilanzpositionen und Cashpool-Forderungen sind Stufe 2 zuzuordnen. Alle übrigen Finanzinstrumente werden Stufe 3 zugeordnet und zum Buchwert angesetzt, da dieser einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt. Der Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist. Ein Teil der kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten der russischen Konzerngesellschaften wurde unter der Voraussetzung gewährt, dass dort bestimmte Kennzahlen eingehalten werden. Die überfälligen Forderungen betragen zum 29. Februar 2016 TEUR 7.110 (Vorjahr: TEUR 5.599), davon sind TEUR 3.742 länger als 30 Tage überfällig (Vorjahr: TEUR 3.063). Sie wurden in Höhe von TEUR 2.518 (Vorjahr: TEUR 1.786) wertberichtigt. Sämtliche Forderungen und Kredite werden in dem Zeitpunkt, in dem sie als uneinbringlich eingestuft werden, wertberichtigt. Die Ausfallquote von weder überfälligen noch wertgeminderten Vermögenswerten tendiert gegen null. (18) LeasingverhältnisseIm Geschäftsjahr 2016 belief sich der Miet- und Leasingaufwand aus Operating Lease-Kontrakten auf TEUR 2.910 (Vorjahr: TEUR 416). Der Konzern mietet sowohl bewegliche als auch unbewegliche Wirtschaftsgüter an. Die Verträge weisen eine Grundmietzeit zwischen 1 und 10 Jahren auf. Zum Bilanzstichtag hatte der Konzern offene Verpflichtungen aus unkündbaren Operating Lease-Verhältnissen, die wie folgt fällig sind (Vorjahresbeträge in Klammern): scroll
Die Miet- und Leasingerträge aus Operating Lease-Kontrakten beliefen sich auf TEUR 340 (Vorjahr: TEUR 68), die vertraglich vereinbarten Mindestleasingzahlungen verteilen sich auf: scroll
Bei den Operating Lease-Verhältnissen handelt es sich hauptsächlich um vermietete Grundstücke mit einer Grundmietzeit zwischen 1 und 25 Jahren. Die Forderungen aus Finanzierungsleasing betreffen Immobilien der Gesellschaft JSC "Kavminsteklo", die von den Mitarbeitern der Firma im Rahmen von Leasinggeschäften genutzt werden. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten der Immobilien betrugen TRUB 50.684, zum 31. Dezember 2016 entspricht dies TEUR 788 (Vorjahr: TEUR 613). Die verbleibenden Forderungen in Höhe von TEUR 21 sind fast ausschließlich innerhalb eines Jahres fällig, im Vorjahr waren sie wie folgt fällig: scroll
(19) Sonstige finanzielle Verpflichtungen und EventualverbindlichkeitenBestellobligoscroll
EventualverbindlichkeitenIm Rahmen des Management-Buy-Outs bei der GPS Oberland GmbH hat die Verallia Deutschland AG dem Käufer Garantien in Höhe von bis zu TEUR 1.500 gewährt. Es wird jedoch mit keiner Inanspruchnahme gerechnet, da die Erfüllungskriterien größtenteils von Oberland selbst beeinflusst werden können. Für die Konsortialfinanzierung in Höhe von TEUR 2.100.000 zum 31. Dezember 2016 sowie die revolvierende Kreditlinie über TEUR 250.000 der Verallia Gruppe hat die Verallia Deutschland AG Garantien für sämtliche Verpflichtungen der Darlehensnehmer aus der syndizierten Finanzierung, vorbehaltlich der in der Finanzierung vorgesehenen vertraglichen Beschränkungen sowie der gesetzlichen Beschränkungen nach deutschem Recht, übernommen. Die Gesellschaft hat ihre Bankkonten ohne Begründung einer gegenwärtigen Verfügungsbeschränkung verpfändet. Das Risiko der Inanspruchnahme wird vor dem Hintergrund des prognostizierten positiven Geschäftszyklus der Verallia Gruppe als gering eingeschätzt. (20) Risiken und SicherungsmaßnahmenDie Verallia Deutschland AG ist hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Schulden und geplanten Transaktionen verschiedenen Risiken ausgesetzt, Erläuterungen hierzu sind im Konzernlagebericht enthalten. FinanzmarktrisikenGemäß IFRS 7 sind für vorliegende Zinsrisiken Sensitivitätsanalysen vorzunehmen, die die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikoparametern auf das Ergebnis zeigen. So wäre das Ergebnis zum 31. Dezember 2016 bei einem um 50 Basispunkte höheren/niedrigeren Marktzinsniveau um TEUR 933 niedriger/höher gewesen (Vorjahr: TEUR 206). Bezüglich der Währungssensitivitäten sind operative Effekte aus der Währungsumrechnung des laufenden Geschäfts von Abschlüssen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, nicht zu berücksichtigen, da sie die Cashflows in lokaler Währung nicht berühren. Bei Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' könnte eine mögliche Fakturierung in Euro in Zukunft jedoch wesentliche Auswirkungen auf die Umsatzerlöse haben. Darüber hinaus ergab ein in Euro gewährtes konzerninternes Darlehen an Zorya im Berichtsjahr Währungsgewinne in Höhe von TEUR 215 (Vorjahr: TEUR - 648). Wäre der Wechselkurs der Ukrainischen Griwna im Vergleich zum Euro zum 31. Dezember 2016 um 10% schwächer/stärker gewesen, hätten sich diese Verluste um TEUR 668 erhöht/ vermindert (Vorjahr: TEUR 611). Außerdem führte ein in Euro gewährtes konzerninternes Darlehen an Kavminsteklo im Berichtsjahr zu Währungsgewinnen in Höhe von TEUR 7.394 (Vorjahr: TEUR - 545). Wäre der Wechselkurs des Russischen Rubels im Vergleich zum Euro zum 31. Dezember 2016 um 10% schwächer/stärker gewesen, hätten sich diese Verluste um TEUR 2.856 erhöht/vermindert (Vorjahr: TEUR 2.521). Die verbleibenden operativen Fremdwährungspositionen stellen derzeit kein wesentliches potenzielles Risiko dar, auf entsprechende Sensitivitätsanalysen wird deshalb in 2016 verzichtet. Ebenso ergeben sich aus der Umrechnung der lokalen Abschlüsse in die Berichtswährung signifikante Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital (siehe Punkt (12) Eigenkapital). Wäre der Wechselkurs sowohl von Russischem Rubel als auch Ukrainischer Griwna im Vergleich zum Euro per 31. Dezember 2016 um 20 % schwächer/stärker gewesen, wäre das Konzerneigenkapital zu diesem Zeitpunkt um TEUR 8.366 niedriger/ TEUR 12.548 höher gewesen (Vorjahr: TEUR 5.836 niedriger/TEUR 8.636 höher). KreditrisikenDas Ausfallrisiko im Forderungsbereich ist zu einem großen Teil durch eine Delkredere-Versicherung abgesichert, zudem durch Bankgarantien. LiquiditätsrisikenDas Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass finanzielle Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maß erfüllt werden können. Um dieses Risiko zu begrenzen, verfügt die Verallia Deutschland Gruppe über ein effektives Finanzmanagement, bei dem die Mittelzu- und -abflüsse fortlaufend überwacht und gesteuert werden. Die Generierung liquider Mittel erfolgt vorrangig durch das operative Geschäft sowie aus konzerninternen Darlehen. Die verfügbare Liquidität wird überwiegend auf dem Cashpool-Konto angelegt. E. ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNGDie Kapitalflussrechnung zeigt die Herkunft und Verwendung der Zahlungsströme in den beiden Rumpfgeschäftsjahren 2016. Es werden Zahlungsströme aus betrieblicher Tätigkeit, aus Investitionstätigkeit sowie aus Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit und der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit sind jeweils zahlungsmittelbezogen ermittelt. Demgegenüber wird der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit, ausgehend vom Jahresergebnis des Konzerns, indirekt abgeleitet. Der in der Kapitalflussrechnung verwendete Finanzmittelbestand umfasst alle ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. KapitalmanagementDie Finanzstruktur zeigt im Berichtsjahr einen Rückgang der Eigenkapitalquote von 13,5 % auf 12,8%. Dieser Effekt ergibt sich aus einer unterproportionalen Erhöhung des Eigenkapitals im Vergleich zur Bilanzsumme, maßgeblich beeinflusst durch die Ergebnisabführung. Die Fremdkapitalfinanzierung wird größtenteils über ein langfristiges Darlehen eines verbundenen Unternehmens abgedeckt. Die Konditionen für die Aufnahme von Fremdkapital sind im Verallia Deutschland Konzern demzufolge mit von der Einstufung des Apollo-Konzerns auf den internationalen Finanzmärkten abhängig. Im Konzern wird nach wie vor ein intensives Working-Capital-Management betrieben, um den Finanzierungsbedarf so niedrig wie möglich zu halten. F. SEGMENTBERICHTERSTATTUNGGemäß IFRS 8 erfolgt die Segmentierung nach dem Management-Approach. Dieser folgt den wesentlichen Risiken und Chancen des Konzerns, die mittlerweile stark abhängig von den geografischen Märkten, in denen Oberland produziert und absetzt, sind, insbesondere im Hinblick auf Wachstum sowie gesetzliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Entsprechend werden innerhalb des internen Berichtswesens alle operativ tätigen Gesellschaften je nach Sitzland den Segmenten Deutschland, Russland oder Ukraine zugeordnet. Bis auf die GPS Oberland GmbH sind sämtliche Konzernunternehmen im Bereich der Behälterglasherstellung für die Getränke- und Nahrungsmittelindustrie tätig. Sie erwirtschafteten im Berichtsjahr externe Umsätze in Höhe von TEUR 421.087 (Vorjahr: TEUR 68.409). Die GPS Oberland GmbH fertigte bis 31. Dezember 2015 technische Anlagen für die Behälterglasherstellung und ist nun nicht mehr operativ tätig. Der größte Teil der externen Umsätze wird in der Regel im jeweiligen Sitzland der einzelnen Konzerngesellschaften generiert. Darüber hinaus wurden in Deutschland Umsätze mit im Ausland ansässigen Kunden in Höhe von TEUR 95.392 (Vorjahr: TEUR 17.275) erzielt, in Russland TEUR 5.757 (Vorjahr: TEUR 535) und in der Ukraine TEUR 16.937 (Vorjahr: TEUR 3.167). Die grundsätzlich nach IFRS ermittelten Zahlen der einzelnen Gesellschaften werden auf Segmentebene durch Summierung verdichtet und tragen so zur Entscheidungsvorbereitung und -findung bei. Wichtigster Performance-Indikator ist hierbei das Operative Ergebnis (EBIT). Lieferungen und Leistungen zwischen einzelnen Gesellschaften werden zu marktüblichen Konditionen durchgeführt. Zinsen für die Inanspruchnahme von konzerninternen Darlehen basieren auf den Refinanzierungszinssätzen der Verallia Deutschland AG. Abhängigkeiten von einzelnen Kunden bestehen nicht. scroll
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Konsolidierung G. AKTIENBASIERTE VERGÜTUNGVorzugsaktien für Mitarbeiter (PEGI)Der Plan d'Epargne Groupe International (PEGI) bot den Mitarbeitern der Verallia Gruppe im Jahr 2016 die Möglichkeit, über einen rechtlich selbständigen Mitarbeiterfonds Aktionär von Verallia zu werden. Der Wert eines Fondsanteils entspricht mit einer geringen Schwankungsbreite dem derzeitigen Wert einer Verallia Packaging Aktie. Es wurden, von der Investitionssumme abhängige Zuschüsse, gewährt. Arbeitnehmer mit einer mindestens 3-monatigen ungekündigten Betriebszugehörigkeit zum Zeichnungsstichtag konnten bis zu 25 % des eigenen Bruttojahreseinkommens von 2015 in den Anteilskauf investieren. Das gesamte Ausgabevolumen entsprach einer Kapitalerhöhung um maximal 90.000 Aktien im Nennwert von EUR 1, aufgeteilt in 64.782 Stammaktien und 25.218 Vorzugsaktien. Im Falle einer Überzeichnung wäre eine anteilige Zuteilung erfolgt. Der Plan beinhaltete eine 5-jährige Haltefrist für die erworbenen Anteile, die in definierten Fällen vorzeitig aufgehoben werden kann. Die Kosten für das Programm werden zwischen der Verallia Packaging SAS und der Verallia Deutschland Gruppe aufgeteilt. Verallia Deutschland trägt die Kosten für die erwähnten Zuschüsse bis zu 40%, während die Verallia Packaging SAS die restlichen Kosten trägt. Die Kosten für die Zuschüsse wurden der Verallia Deutschland Gruppe direkt von Amundi Tenue de Compte belastet und sind im Personalaufwand mit TEUR 21 enthalten. Verallia Management PlanManagement AktienplanFür das Management von Verallia wurde 2015 ein Aktienplan eingeführt, um die Interessen des Managements mit den Interessen der Gesellschafter in Einklang zu bringen und dem Management zu ermöglichen, am langfristigen Wachstum von Verallia zu partizipieren. Bestimmten Führungskräften wurde zum Erwerbszeitpunkt von Verallia durch Apollo am 29. Oktober 2015 die Möglichkeit geboten, in die Horizon Intermediate Holdings SCA (Horizon Intermediate), einer übergeordneten Holding-Gesellschaft, sowohl in Stammaktien als auch in Vorzugsaktien zu investieren. Die Anlage in Stamm- und Vorzugsaktien erfolgte pari passu und der Ausgleich erfolgt durch Eigenkapitalinstrumente. Aus diesem Grund wurde kein Aufwand nach IFRS 2 erfasst. Gratis-Vorzugsaktien ProgrammEinzelne Führungskräfte der Verallia Deutschland Gruppe erhielten daneben zum gleichen Zeitpunkt insgesamt 20.334 Gratis-Vorzugsaktien der Horizon Intermediate, mit den folgenden Eigenschaften: Erdienungszeitraum und Dienstbedingung: Die Ausübung der Gratis-Vorzugsaktien hängt im Wesentlichen von 3 kumulativen Bedingungen ab: ununterbrochene Zugehörigkeit zur Gruppe, Eintreten eines Exit-Events (IPO oder Übernahme) und das Erreichen einer festgelegten internen Rendite. Der Erdienungszeitraum ist deshalb die Dienstzeit vom Tag der Gewährung bis zum Exit-Event. Finanzielle Rechte: Nach Gewährung der Gratis-Vorzugsaktien, haben die Führungskräfte Anspruch auf: (i) für jedes Geschäftsjahr eine bevorzugte Rendite von jährlich 0,01 % des Nennwerts der Gratis-Vorzugsaktien, und (ii) im Geschäftsjahr des Exits, eine auf Basis eines Anteils des Exit-Gewinns berechnete Vergütung. Erfüllung: Die anteilsbasierte Vergütung und damit verbundenen Rechte werden direkt durch die Horizon Intermediate erfüllt. Das Unternehmen hat keine Verpflichtung die anteilsbasierte Vergütung den Begünstigten in bar auszugleichen, weshalb die Gratis-Vorzugsaktien als anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente gemäß IFRS 2 bilanziert werden. Der beizulegende Zeitwert der Gratis-Vorzugsaktien am Tag der Gewährung ist als Aufwand im Konzernabschluss zu erfassen, verteilt auf den Erdienungszeitraum der durch die Begünstigten erworbenen Anteile (Dienstzeit), und mit einem entsprechenden Anstieg des Eigenkapitals. Dieser beizulegende Zeitwert wurde unter Berücksichtigung der Programmeigenschaften und möglichen Exit-Szenarien berechnet. Zum 31. Dezember 2016 wurde ein Aufwand in Höhe von TEUR 87 erfasst. H. BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN PERSONENDie Geschäfte und finanziellen Beziehungen mit den verbundenen und assoziierten Unternehmen innerhalb der Apollo-Gruppe werden in Summe angegeben. Beziehungen zu übergeordneten Unternehmen: scroll
Davon betreffen die Horizon Holdings Germany GmbH scroll
Forderungen gegenüber dem Mutterunternehmen in Höhe von TEUR 4.432 wurden mit Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 44.278 saldiert. Die Nettoverbindlichkeit in Höhe von TEUR 39.846 ist in der Bilanz in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Beziehungen zu den sonstigen nahestehenden Unternehmen: scroll
Die zum Stichtag bestehenden Verbindlichkeiten aus Finanzbeziehungen betreffen die Inanspruchnahme eines Darlehens durch die Horizon Holdings Germany GmbH mit einer Laufzeit bis 2023 zu einem Zinssatz in Höhe von 3,9 %, der sich an den externen Finanzierungskosten der Verallia Gruppe orientiert. Die Forderungen aus Finanzbeziehungen betreffen den Finanzpool der Horizon-Gruppe. Die Verzinsung erfolgt zu marktüblichen Tageszinsen. Alle ausstehenden Salden aus Liefer- und Leistungsbeziehungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Alle Liefer- und Leistungsgeschäfte mit nahestehenden Unternehmen sind auf Grundlage internationaler Preisvergleichsmethoden gemäß IAS 24 zu Bedingungen ausgeführt worden, wie sie auch mit konzernfremden Dritten üblich sind. Die Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands gliedern sich in: scroll
Bezüglich des Vergütungssystems für den Vorstand verweisen wir auf den Konzernlagebericht. I. MITARBEITERDie durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter beträgt: scroll
J. CORPORATE GOVERNANCEMit Beschluss vom Mai 2016 haben Vorstand und Aufsichtsrat die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Als Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB ist sie auf der Internetseite der Verallia Deutschland AG unter de.verallia.com unter Investor Relations der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich. K. HONORAR DER ABSCHLUSSPRÜFERFür Abschlussprüfer sind Honorare in Höhe von TEUR 214 (Vorjahr: TEUR 151) für die Abschlussprüfung als Aufwand erfasst. Aufwendungen für sonstige Leistungen belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 0). L. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAGIm Zeitraum zwischen dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 und der Erstellung des Konzernabschlusses sind keine Ereignisse eingetreten, über die an dieser Stelle zu berichten wäre. M. ANTEILSBESITZ ZUM 31. DEZEMBER 2016scroll
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in TEUR Der zum 31. Dezember 2016 gemäß § 315a HGB aufgestellte Konzernabschluss wurde am 28. Februar 2017 vom Vorstand zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden beim Bundesanzeiger eingereicht.
Bad Wurzach, den 28. Februar 2017 Der Vorstand Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersDen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt: Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der Verallia Deutschland AG, Bad Wurzach, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Konzernanhang - sowie ihren Lagebericht und Konzernlagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. März bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Lagebericht und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Lagebericht und Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Lagebericht und Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Lagebericht und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Lageberichts und Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Lagebericht und Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
München, den 28. Februar 2017 KPMG AG Leistner, Wirtschaftsprüfer Kolisnyk, Wirtschaftsprüferin Jahresabschluss der AG FÜR DAS RUMPFGESCHÄFTSJAHR MÄRZ BIS DEZEMBER 2016Gewinn- und Verlustrechnung DER VERALLIA DEUTSCHLAND AG (BIS 11. AUGUST 2016: SAINT-GOBAIN OBERLAND AG)scroll
Bilanz DER VERALLIA DEUTSCHLAND AG (BIS 11. AUGUST 2016: SAINT-GOBAIN OBERLAND AG)AKTIVA scroll
Anhang zum Jahresabschluss DER VERALLIA DEUTSCHLAND AG (BIS 11. AUGUST 2016: SAINT-GOBAIN OBERLAND AG) FÜR DAS RUMPFGESCHÄFTSJAHR 01. MÄRZ BIS 31. DEZEMBER 2016ALLGEMEINESDer Jahresabschluss für das Rumpfgeschäftsjahr 01. März bis 31. Dezember 2016 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs und des Aktiengesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags wird das Jahresergebnis der Verallia Deutschland AG an die Horizon Holdings Germany GmbH abgeführt. Um die Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung zu verbessern, werden verschiedene Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Verallia Deutschland Aktiengesellschaft (bis 11. August 2016: Saint-Gobain Oberland Aktiengesellschaft), Oberlandstraße, 88410 Bad Wurzach, Deutschland, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm unter HRB 610192 eingetragen. Mit Beschluss der Hauptversammlung am 12. Oktober 2016 wurde das Geschäftsjahr wieder auf das Kalenderjahr verlegt. Für den Zeitraum vom 01. März 2016 bis zum 31. Dezember 2016 wurde ein Rumpfgeschäftsjahr gebildet, insofern ist für diesen zehn Monate umfassenden Berichtszeitraum die Vergleichbarkeit mit dem zweimonatigen Rumpfgeschäftsjahr davor nur eingeschränkt gegeben. GRUNDSÄTZE DER BEWERTUNG UND BILANZIERUNGEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bilanziert und planmäßig linear über ihre Nutzungsdauer von längstens 5 Jahren abgeschrieben. Auf eine Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wird verzichtet. Die Zugänge bei Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder aktivierungspflichtigen Herstellungskosten bewertet. Ab 2010 neu angeschaffte Vermögensgegenstände werden gemäß ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear oder leistungsbezogen abgeschrieben. Diese beträgt bei Geschäfts- und Fabrikgebäuden längstens 50 Jahre, Maschinen und maschinelle Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden überwiegend in bis zu 12 Jahren abgeschrieben. Bereits vor dem Geschäftsjahr 2010 bestehende Vermögensgegenstände werden mit nach steuerlichen Abschreibungstabellen zulässigen Höchstsätzen degressiv abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu EUR 410 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist. Der Ansatz der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten. Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden zum Nennwert angesetzt, Wertberichtigungen erfolgen nur bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung. Im Rahmen der Bewertung der Vorräte werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt mit den aktivierungspflichtigen Herstellungskosten. Abschreibungen für Risiken als Folge der geminderten Verwendbarkeit sowie zur Beachtung der verlustfreien Bewertung sind in angemessenem Umfang berücksichtigt. Forderungen, Sonstige Vermögensgegenstände und Flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Risiken werden in angemessenem Umfang durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Unter den Rechnungsabgrenzungsposten werden die Aufwendungen im Zusammenhang mit der langfristigen Finanzierung aktiviert und über die Laufzeit der erhaltenen Darlehen verteilt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch auf Grundlage biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Beim zugrunde liegenden Rechnungszins für die Abzinsung handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz, es kam der Durchschnittszinssatz der vergangenen 10 Jahre zur Anwendung. Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt zu ihrem Erfüllungsbetrag, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftig anfallende Kosten- und Preissteigerungen werden berücksichtigt, sofern diese ausreichend objektivierbar sind. Für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird eine Abzinsung vorgenommen. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit den Devisenkassamittelkursen zum Abschlussstichtag bewertet. Die Bilanzpositionen der Jahresabschlüsse ausländischer Gesellschaften werden mit dem Bilanzstichtagskurs umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung rechnen wir mit gewichteten Durchschnittskursen in Euro um. Unrealisierte Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen. Zur Absicherung von Transaktionen aus Fremdwährungen wurden für eingegangene Verpflichtungen im 2. Rumpfgeschäftsjahr 2016 Devisentermingeschäfte in geringem Umfang eingesetzt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte anhand des bilanzorientierten Konzepts der Einzeldifferenzenbetrachtung, d. h. einer Gegenüberstellung von handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten. Für die Steuerabgrenzung wurden aktive und passive latente Steuern verrechnet. Ein passiver Überhang wurde in der Bilanz ausgewiesen. Mit Inkrafttreten des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags sind die latenten Steuern ertragswirksam auszubuchen und künftig bei der Horizon Holdings Germany GmbH ertragswirksam zu erfassen. ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENSscroll
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VORRÄTEscroll
FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDEscroll
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem Cash-Pooling innerhalb der Verallia-Gruppe. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTENIm Rechnungsabgrenzungsposten sind Aufwendungen im Zusammenhang mit der langfristigen Finanzierung in Höhe von TEUR 3.572 enthalten. EIGENKAPITALDas Grundkapital beträgt unverändert EUR 26.000.000 und ist eingeteilt in 1.000.000 Stückaktien. Mit Wirkung zum 29. Oktober 2015 hat uns die BRH Holdings GP, Ltd., aufgrund der Vorschriften des § 21 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil durch indirekte Beteiligung 96,7 % beträgt. Die direkte Beteiligung wird gehalten von der Horizon Holdings Germany GmbH, Bad Wurzach, mit 91,7 % sowie der Verallia France S.A., Courbevoie, Frankreich, mit 5,0 %. Aufgrund dieser Mehrheitsbeteiligung wird die Verallia Deutschland AG in den Konzernabschluss der Horizon Parent Holdings S.ä r.l., Luxemburg, die ebenfalls eine Tochtergesellschaft der BRH Holdings GP, Ltd., ist, einbezogen. Dieser Konzernabschluss kann beim Registre de Commerce et des Sociétés de Luxembourg, Luxemburg, eingesehen werden. Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages vom 25. April 2016 wird der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 44.278 an die Horizon Holdings Germany GmbH abgeführt. Die Horizon Holdings Germany GmbH verpflichtet sich aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages den außenstehenden Aktionären der Verallia Deutschland AG für die Dauer des Vertrags einen Ausgleich nach Abzug von Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von EUR 17,06 je Aktie für ein volles Geschäftsjahr auszuzahlen. Für das Rumpfgeschäftsjahr vom 01. März bis 31. Dezember 2016 beträgt die Ausgleichszahlung anteilig EUR 14,26 je Aktie. SONDERPOSTEN MIT RÜCKLAGEANTEILDer Sonderposten betrifft steuerrechtliche Wertberichtigungen auf Gebäude nach § 6b EStG. Er wird gemäß den Übergangsregeln zum BilMoG in seiner bisherigen Form fortgeführt. PENSIONSRÜCKSTELLUNGENFolgende Prämissen werden in die Berechnung einbezogen: scroll
Der Unterschiedsbetrag aus der Bewertung mit einem Rechnungszins von 7 Jahren im Vergleich zur Neuregelung des § 253 Abs. 2 HGB beträgt TEUR 5.320 (Vorjahr: TEUR 2.491). SONSTIGE RÜCKSTELLUNGENDie Rückstellungen verteilen sich auf folgende Bereiche: scroll
Innerhalb der Personalrückstellungen stellen die Verpflichtung aus der Beteiligung der Mitarbeiter an den Ergebnissen 2016 sowie die Rückstellung für Urlaub und Zeitguthaben der Arbeitnehmer die größten Einzelpositionen dar. Die übrigen Rückstellungen betreffen hauptsächlich Verpflichtungen für die ausstehende Berechnung empfangener Lieferungen und Leistungen. VERBINDLICHKEITENDie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen insbesondere Finanzverbindlichkeiten. Die Sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten mit Finanzierungscharakter in Höhe von TEUR 8.416. scroll
Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stellen TEUR 148.285 Darlehen mit einer Laufzeit von mehr als 5 Jahren dar, alle übrigen Verbindlichkeiten sind binnen eines Jahres fällig. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind zudem Verbindlichkeiten aus dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag in Höhe von TEUR 44.278 enthalten. Es besteht eine bankbürgschaftliche Absicherung in Höhe von TEUR 3.500 für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die Bürgschaftslinie der Bank ist mit Grundschulden unterlegt. LATENTE STEUERNAufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags und der dadurch begründeten Organschaft erfolgt künftig der Ausweis der latenten Steuern auf Ebene der Horizon Holdings Germany GmbH. scroll
NICHT IN DER BILANZ ENTHALTENE GESCHÄFTESonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse scroll
Daneben hat die Verallia Deutschland AG im Rahmen des Management-Buy-Outs bei der GPS Oberland GmbH eine Mithaftung für die Erfüllungsübernahme der Pensionsansprüche und Ansprüche aus künftigen Arbeitnehmerjubiläen (TEUR 2.452 zum 31. Dezember 2016) sowie für vom Verkäufer gewährte Garantien in Höhe von TEUR 1.500 übernommen. Es wird jedoch mit keiner Inanspruchnahme gerechnet, da die Erfüllungskriterien größtenteils von der Verallia Deutschland AG selbst beeinflusst werden können. Für die Konsortialfinanzierung in Höhe von TEUR 2.100.000 zum 31. Dezember 2016 sowie die revolvierende Kreditlinie über TEUR 250.000 der Verallia Gruppe, hat die Verallia Deutschland AG Garantien für sämtliche Verpflichtungen der Darlehensnehmer aus der syndizierten Finanzierung, vorbehaltlich der in der Finanzierung vorgesehenen vertraglichen Beschränkungen sowie der gesetzlichen Beschränkungen nach deutschem Recht, übernommen. Die Gesellschaft hat ihre Bankkonten ohne Begründung einer gegenwärtigen Verfügungsbeschränkung verpfändet. Das Risiko der Inanspruchnahme wird vor dem Hintergrund des prognostizierten positiven Geschäftszyklus der Verallia Gruppe als gering eingeschätzt. Sonstige Geschäfte und RechteDer Bilanzansatz der unentgeltlich zugeteilten Emissionsberechtigungen erfolgt zum Erinnerungswert; der Zeitwert der nicht verbrauchten Berechtigungen zum 31. Dezember 2016 beträgt TEUR 544. Die Verallia Deutschland AG veräußert im Rahmen ihres Forderungsmanagements Forderungen aus Warenlieferungen an 2 internationale Finanzdienstleistungsunternehmen. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um echtes Factoring, wodurch der Gesellschaft ein Liquiditätszufluss entsteht. Ergebnisauswirkungen ergeben sich aus der Transaktion nur in geringem Umfang. Darüber hinaus liegen keine wesentlichen Risiken und Vorteile aus nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften vor. UMSATZERLÖSEAufteilung nach Bereichenscroll
Aufteilung nach Regionenscroll
SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGEEs handelt es sich überwiegend um jährlich anfallende Erlöse aus der Auflösung von Rückstellungen und Weiterberechnung von Aufwendungen. Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 4). ABSCHREIBUNGENIm Rumpfgeschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 216 (Vorjahr: TEUR 89) vorgenommen. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGENSie beinhalten insbesondere die Vertriebskosten, den Instandhaltungsaufwand, die Aufwendungen für sonstige Dienstleistungen sowie Mieten und Pachten. Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung belaufen sich auf TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 0). MITARBEITERMitarbeiter und Auszubildende im Jahresdurchschnitt: scroll
CORPORATE GOVERNANCEMit Beschluss vom Mai 2016 haben Vorstand und Aufsichtsrat die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Als Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB ist sie auf der Internetseite der Verallia Deutschland AG unter de.verallia.com unter Investor Relations der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich. BEZÜGE DES AUFSICHTSRATS UND DES VORSTANDSDie Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats belief sich im Rumpfgeschäftsjahr auf TEUR 29 (Vorjahr: TEUR 14), die des Vorstands auf TEUR 1.208 (Vorjahr: TEUR 217), davon als variabler Bestandteil TEUR 173 (Vorjahr: TEUR 24). Die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern und deren Hinterbliebenen sind mit TEUR 9.434 (Vorjahr: TEUR 9.558) zurückgestellt. Die Leistungen an diesen Personenkreis betrugen TEUR 559 (Vorjahr: TEUR 112). Mitglieder des Vorstands partizipierten zusätzlich zu diesen Bezügen an Aktienplänen der Horizon Intermediate Holdings SCA, bestehend aus dem Bezug von Gratis-Vorzugsaktien. HONORAR DES ABSCHLUSSPRÜFERSFür den Abschlussprüfer KPMG sind folgende Honorare als Aufwand erfasst worden: scroll
ANTEILSBESITZ ZUM 31. DEZEMBER 2016scroll
1)
Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Die Werte für das deutsche Konzernunternehmen wurden nach HGB ermittelt, die Werte der ausländischen Gesellschaften nach IFRS vor Impairment gemäß IAS 36. NACHTRAGSBERICHTBesondere Ereignisse nach dem BilanzstichtagIm Zeitraum zwischen dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 und der Erstellung des Jahresabschlusses sind keine Ereignisse eingetreten, über die an dieser Stelle zu berichten wäre.
Bad Wurzach, den 28. Februar 2017 Der Vorstand Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersDen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt: "Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung der Verallia Deutschland AG, Bad Wurzach, und ihren Lagebericht und Konzernlagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. März bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht und Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht und Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
München, den 28. Februar 2017 KPMG AG Leistner, Wirtschaftsprüfer Kolisnyk, Wirtschaftsprüferin Sonstige AngabenGlossarGESCHÄFTSSPEZIFISCHES GLOSSARbbl (Barrel)Ein Barrel ist eine weltweite Handelseinheit für Erdöl. Ein Barrel entspricht 158,987 Litern. Die Abkürzung bbl steht für "blue barrel", ein blau gekennzeichnetes Fass mit genormtem Inhalt. bearishMarkterwartung eines Anlegers, der mit einem bear market, d. h. mit fallenden Kursen rechnet. Best PracticesBesonders gute (Anwendungs-)Beispiele für die Umsetzung eines speziellen Themas. BRC/IoP (British Retail Consortium/Institute of Packaging)Der BRC/IoP-Standard ist eine Leitlinie für Hersteller von Lebensmittelverpackungen für Markenprodukte, die vom British Retail Consortium in Zusammenarbeit mit dem Institute of Packaging erarbeitet wurde. Es handelt sich hier um einen zertifizierbaren Standard, der sowohl Hygienemanagement als auch Qualitätswesen umfasst. CAD (Computer-aided Design)Bezeichnet das Erstellen von Konstruktionszeichnungen mithilfe von spezieller Software (z. B. Pro Engineer). Carbon-Leakage-StatusDer Begriff Carbon Leakage beschreibt das Phänomen der Produktionsverlagerung ins Ausland aufgrund steigender Kosten durch den Emissionshandel innerhalb der EU. Sektoren, die diesem Risiko erheblich ausgesetzt sind, erhalten den Carbon-Leakage-Status und bekommen in der 3. Handelsperiode (2013 - 2020) kostenlose Emissionszertifikate. ContangoPreissituation bei Warentermingeschäften, bei der der Preis für eine Lieferung in der Zukunft (Terminkurs) über dem aktuellen Kassakurs liegt. ECOVAName für Spezialserie umweltfreundlicher Glasbehälter. ECOVA vereint in sich die Begriffe "ecology" und "value", Umweltfreundlichkeit und Wertschöpfung. eDrawingSoftware-Applikation zur Darstellung von 3D-Konstruktionen. EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz)Das EEG ist im Jahr 2000 in Kraft getreten, regelt die bevorzugte Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Ouellen ins Stromnetz und garantiert dessen Erzeugern feste Einspeisevergütungen. EfbV (Entsorgungsfachbetriebeverordnung)Die Verordnung regelt die Anforderungen an Entsorgungsfachbetriebe sowie deren Überwachung und Zertifizierung. EHS (Environment, Health and Safety)EHS steht für Umwelt, Gesundheit und Arbeitssicherheit. EMAS (Eco Management and Audit Scheme)EMAS ist auch bekannt als EU-Öko-Audit oder Öko-Audit. EMAS ist ein von der Europäischen Gemeinschaft 1993 entwickeltes Instrument für Unternehmen zur Verbesserung der Umweltleistung über die umweltgesetzlichen Anforderungen hinaus. Dabei verpflichtet sich ein Unternehmen, eine Umwelterklärung abzugeben und wiederkehrende Umweltbetriebsprüfungen von einem unabhängigen Umweltgutachter durchführen zu lassen. FlaschenAls Flaschen werden alle verschließbaren Glasbehälter bezeichnet, die eine engmundige Öffnung haben. Die folgenden Segmente sind dem Oberbegriff Flaschen zuzuordnen: Bier, Wein, Sekt, Spirituosen, Wasser und Softdrinks sowie sonstige Flaschen. FormenWerkzeuge zur Formgebung des Behälterglases. FSSC 22000 (Food Safety System Certification 22000)Norm zur Gewährleistung der Lebensmittelsicherheit bei der Erzeugung von Lebensmitteln. GläserAls Gläser werden alle verschließbaren Glasbehälter bezeichnet, die eine weitmundige Öffnung besitzen. Der Oberbegriff Gläser umfasst die Segmente Konserven, Babynahrung und sonstige Gläser. HACCP (Hazard Analysis and Critical Control Points)Gefahrenanalyse und kritische Lenkungspunkte. Inerte UmmantelungInert bedeutet reaktionsträge, eine Substanz reagiert nicht mit anderen. Bei einer inerten Ummantelung entstehen keine Wechselwirkungen zwischen Verpackungsglas und Füllgut. ISO (International Organization of Standardization)Die Internationale Organisation für Normung entwickelt international gültige Standardnormen. KühlofenAnlage, in der die Glasbehältnisse zunächst auf eine gleichmäßige Temperatur erhitzt und anschließend langsam heruntergekühlt werden, um Glasspannungen zu vermeiden. KVP (Kontinuierlicher Verbesserungsprozess)Methodik, mit der kontinuierlich Verbesserungen im Hinblick auf Produkt-, Prozess- und Servicequalität erzielt werden sollen. MBO (Management-Buy-Out)Management-Buy-Out-bezeichnet die Übernahme eines Unternehmens durch das eigene Management. MWh (Megawattstunde) / TWh (Terawattstunde)Eine Wattstunde ist eine Energieeinheit. Sie entspricht der Energie, die eine Maschine von einem Watt in einer Stunde aufnimmt. Das Tausendfache einer Wattstunde ist die Kilowattstunde. Eine Megawattstunde ist das Tausendfache einer Kilowattstunde. Eine Terawattstunde entspricht 1 Mio. Megawattstunden Neues ProduktArtikel (Flasche oder Glas), der gänzlich neu entwickelt oder auf Basis eines bereits bestehenden Artikels modifiziert wird. NNPB (Narrow Neck Press and Blow)Technologie mit Press-Blas-Verfahren für die Herstellung leichtgewichtiger Glasflaschen. No-Label-EtikettenNo-Label-Etiketten sind bedruckte, transparente Haftetiketten, die auf der Glasoberfläche den Eindruck eines Sieb-Direktdrucks vermitteln. OHRIS (Occupational Health- and Risk-Managementsystem)OHRIS ist ein in Bayern und Sachsen zertifizierbares, aber international anerkanntes Arbeitsschutz-Managementsystem. OHSAS 18001 (Occupational Health and Safety Assessment Series)Die OHSAS 18001 ist die international anerkannte Spezifikation für Arbeitsschutz-Managementsysteme. Sie wurde von führenden Handelsgesellschaften und internationalen Gremien für Standardisierung und Zertifizierung entwickelt. OHSAS 18001 wird angewandt, um Risiken, die hinsichtlich der Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz auftreten können, für Mitarbeiter, Kunden und die Öffentlichkeit zu verringern. OPECOrganisation erdölexportierender Länder (kurz OPEC, von englisch Organization of the Petroleum Exporting Countries). PEGI (Plan d'Epargne Groupe International)Sparplan der Gruppe, durch den Mitarbeiter Vorzugsaktien beziehen können. RenderingVirtuelle und realitätsnahe Darstellung von 3D-Konstruktionen. TCO (Total Cost of Ownership)Gesamtbetriebskosten, d. h. Summe aller für die Anschaffung eines Vermögensgegenstandes, seine Nutzung und ggf. für die Entsorgung anfallenden Kosten. TF2Kennzahl zur Arbeitssicherheit, die die Häufigkeit von Unfällen mit Arbeitszeitausfall und medizinischer Versorgung bezogen auf eine Million Arbeitsstunden angibt. Es werden sowohl alle Unfälle berücksichtigt, die zu einem Arbeitszeitausfall von mehr als 24 Stunden geführt haben, als auch solche, bei denen eine Behandlung erforderlich war, aber die Wiederkehr an den Arbeitsplatz innerhalb von 24 Stunden erfolgte. TF5Kennziffer für die Häufigkeit entdeckter unsicherer Situationen. Theoretische ÜberkapazitätenDie Produktionskapazität im Markt wird im Wesentlichen durch 3 Faktoren beeinflusst: erstens die bereits vorhandene und installierte Kapazität, zweitens die Auslastung dieser Kapazität und drittens die Veränderung der bestehenden Kapazität (Erweiterung, Reduzierung). Die theoretische Überkapazität entspricht der Überkapazität, die wir aus unseren unvollständigen Informationen über die Kapazitäten der Wettbewerber ableiten. Da uns nicht alle Maßnahmen bekannt sind, können wir nur eine informierte Schätzung als Grundlage für unsere Aussage zu den vorhandenen Kapazitäten im Markt heranziehen. VeralliaVerallia ist eine international agierende Firmengruppe der Verpackungsglasindustrie. Ihr Hauptsitz ist in Courbevoie, Frankreich. Der Name setzt sich zusammen aus den französischen Wörtern "verre" für Glas und "alliance" für Allianz oder Verbund. VIM (Verallia Industrial Model)Produktionssystem, das auf acht Elementen basiert (Team, Verfügbarkeit, Industrielle Effizienz, Flexibilität, Sicherheit, Qualität, Umwelt sowie Innovation). WanneGlasschmelzofen, der aus feuerfestem Material besteht; darin werden die Rohstoffe bei einer Temperatur von ca. 1.500 °C zu flüssigem Glas geschmolzen. FINANZGLOSSARAsset DealBei einem Asset Deal handelt es sich um eine Unterart des Unternehmenskaufes, bei dem die Wirtschaftsgüter eines Unternehmens einzeln erworben und auf den Käufer übertragen werden. BBG (Beitragsbemessungsgrenze)Die Beitragsbemessungsgrenze gibt das höchste Bruttoentgelt für die Berechnung des Beitrags zur jeweiligen Sozialversicherung an. Übersteigt das Bruttoeinkommen diesen Betrag, erhöht sich der Beitrag zur jeweiligen Sozialversicherung trotzdem nicht. Black-Scholes-OptionspreismodellVon Fischer Black und Myron Samuel Scholes entwickeltes finanzmathematisches Modell zur Bewertung von Finanzoptionen. Carrying AmountAls Carrying Amount wird im Rahmen eines Impairment-Tests der Buchwert der Netto-Vermögenswerte bezeichnet. CashflowSaldo der Zahlungsmittelzu- und -abflüsse innerhalb eines Geschäftsjahres. Der Cashflow wird in der Kapitalflussrechnung dargestellt. CGU (Cash Generating Unit)Die Cash Generating Unit wird als kleinste Einheit von Vermögenswerten, die Mittelzuflüsse erzeugen und weitestgehend unabhängig von anderen Vermögenswerten oder einer anderen Cash Generating Unit sind, definiert. Dieses Konstrukt dient zur Durchführung von Werthaltigkeitstests nach IAS 36. Die CGUs entstehen, wenn einzelne Vermögenswerte nicht für einen Impairment-Test herangezogen werden können und deshalb eine Gruppierung von Vermögenswerten nötig ist. ComplianceUnter Compliance wird Regeltreue von Unternehmen verstanden, d. h. die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien, aber auch von freiwilligen Regeln. Corporate GovernanceCorporate Governance bezeichnet den rechtlichen und faktischen Rahmen für die Leitung und Überwachung von Unternehmen. Diese Regelungen dienen der Transparenz und stärken damit das Vertrauen in eine verantwortliche, auf die Wertschöpfung gerichtete Unternehmensleitung und -kontrolle. DeputatverpflichtungenZahlungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Mitarbeitern, die sich aus früheren Sachbezügen begründen. Sie fließen in die Rentenberechnung mit ein, da sie als Teil der Pensionsverpflichtung gelten. EBIT (Earnings before Interest and Taxes)Ergebnis vor Zinsen und Steuern. EigenkapitalquoteEigenkapitalquote = Eigenkapital / Gesamtvermögen x 100 EigenkapitalrenditeDie Eigenkapitalrendite gibt an, wie sich das investierte Kapital innerhalb einer Periode verzinst hat. Eigenkapitalrendite = Jahresergebnis / Eigenkapital x 100 Fair ValueDer an einem Stichtag einem Vermögenswert oder einer Schuld tatsächlich beizulegende Zeitwert. Der Fair Value kann als üblicher Marktpreis interpretiert werden, falls ein solcher für die betreffenden Vermögenswerte existiert. Finance LeaseBeim Finance Lease überträgt der Leasinggeber das Investitionsrisiko auf den Leasingnehmer. Der Geber trägt nur das Kreditrisiko und eventuell vereinbarte Dienstleistungen. Free CashflowDer Free Cashflow stellt den frei verfügbaren Cashflow dar und ergibt sich aus Operativem Cashflow plus Cashflow aus Investitionstätigkeit. GoodwillDer Goodwill oder auch Geschäfts- oder Firmenwert ist ein immaterieller Vermögenswert, der im Rahmen einer Unternehmensakquisition entstehen kann. Er stellt den Betrag dar, um den der Kaufpreis für eine erworbene Gesellschaft den angenommenen Marktwert der erworbenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten übersteigt. HedgingHedging bezeichnet ein Finanzgeschäft zur Absicherung einer Transaktion gegen Risiken wie beispielsweise Wechselkursschwankungen oder Veränderungen in den Rohstoffpreisen. IASB (International Accounting Standards Board)Ein international besetztes, unabhängiges Gremium von Rechnungslegungsexperten, das die IFRS entwickelt und bei Bedarf überarbeitet. IFRIC (International Financial Reporting Interpretations Committee)Ein Gremium mit der Aufgabe, für die IFRS- und IAS-Rechnungslegungsstandards Auslegungen zu veröffentlichen - für den Fall, dass ein Standard unterschiedlich oder falsch interpretiert werden kann bzw. neue Sachverhalte in den bisherigen Standards nicht ausreichend gewürdigt wurden. IFRS/IAS (International Financial Reporting Standards/International Accounting Standards)International geltende Rechnungslegungsstandards zur Gewährleistung der internationalen Vergleichbarkeit der Konzernabschlüsse. IKS (Internes Kontrollsystem)Das IKS besteht aus einem von der Unternehmensleitung im Unternehmen eingeführten Bündel von Grundsätzen, Verfahren und Maßnahmen, die folgende Ziele verfolgen: organisatorische Umsetzung der Entscheidungen der Unternehmensleitung zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Impairment-TestDer Impairment-Test oder auch Werthaltigkeitstest ist ein verpflichtender Niederstwerttest zur Bewertung von bestimmten Positionen des Anlagevermögens. KonsortialfinanzierungGewährung einer einheitlichen Finanzierung durch mehrere Banken (Konsortium). Operating LeaseBeim Operating Lease wird dem Leasinggeber das Leasingobjekt zugerechnet, es wird beim Leasinggeber aktiviert und abgeschrieben. RMS (Risikomanagementsystem)System, um potenzielle Risiken zu identifizieren, zu bewerten und Maßnahmen zur Risikohandhabung und -verringerung auszuwählen und im Unternehmen umzusetzen. ROI (Return on Investment)Der ROI gibt Auskunft über die Verzinsung des gebundenen Kapitals. ROI = Operatives Ergebnis / Bilanzsumme - Übrige langfristige finanzielle Vermögenswerte - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen UmsatzrenditeDie Umsatzrendite ist Maß für den prozentualen Anteil des Gewinns am Umsatz und gibt damit auch die Profitabilität innerhalb einer Berichtsperiode wieder. Umsatzrendite = Operatives Ergebnis / Umsatz x 100 WACC (Weighted Average Cost of Capital)Der Gesamtkapitalkostensatz WACC besteht aus dem gewogenen Mittel des Eigen- und Fremdkapitalkostensatzes. Working CapitalFinanzkennzahl zur Beurteilung der Liquidität eines Unternehmens, die sich aus der Differenz von Umlaufvermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten ergibt. ZahlungsmitteläquivalenteZahlungsmitteläquivalente sind kurzfristige, äußerst liquide Finanzmittel, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. Kontakt, ImpressumAnsprechpartnerinVerallia Deutschland AG Cornelia Banzhaf Public Relations Oberlandstraße 88410 Bad Wurzach Telefon +49 7564 18-255 Telefax +49 7564 18-90255 E-Mail: cornelia.banzhaf@verallia.com HerausgeberVerallia Deutschland AG Postfach 11 60 88404 Bad Wurzach Oberlandstraße 88410 Bad Wurzach Telefon +49 7564 18-0 Telefax +49 7564 18-600 E-Mail: info.deutschland@verallia.com www.verallia.de Konzept und Realisationvisuphil® Die Papiere sind FSC-zertifiziert. Der Druck dieses Geschäftsberichts erfolgte klimaneutral. Verallia Deutschland AG Oberlandstraße 88410 Bad Wurzach www.verallia.de |
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