Verallia Deutschland AG

Bad Wurzach

Zwischenbericht zum 30.06.2017

UNTERNEHMENSKENNZAHLEN KONZERN

scroll


1. Halbjahr 2017
(01-06/2017)
1. Halbjahr 2016
(03-08/2016)
1. Halbjahr 2015
(01-06/2015)
Umsatzerlöse in Mio. EUR 243,2 256,5 242,7
EBIT in Mio. EUR 20,1 31,2 15,5
Konzernergebnis in Mio. EUR 9,4 18,8 7,1
Cashflow aus operativer Tätigkeit in Mio. EUR 33,4 37,0 1,2
Investitionen in Mio. EUR 25,5 15,7 14,7
Ergebnis je Aktie in EUR 9,31 18,66 7,06
Umsatzrendite1) in % 8,3 12,2 6,4
Eigenkapitalquote in % 15,8 18,4 14,0
Mitarbeiter (inkl. Auszubildende) Stichtag 3.089 3.090 3.140

1) Umsatzrendite = Operatives Ergebnis / Umsatzerlöse x 100 Umsatzerlöse

Aufgrund abweichender Saisonalität ist das erste Halbjahr 2017 (Januar - Juni 2017) nur eingeschränkt mit dem ersten Halbjahr 2016 (März - August 2016) vergleichbar. Ein Vergleich mit dem ersten Halbjahr 2015 (Januar - Juni 2015) ist aufgrund identischer Zeiträume aussagekräftiger.

ZWISCHENLAGEBERICHT
DES VERALLIA DEUTSCHLAND KONZERNS ZUM 30. JUNI 2017

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

Die Verallia Deutschland AG (VD) - mit Hauptsitz in Bad Wurzach - ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft nach deutschem Aktienrecht, die im General Standard gelistet ist und am Regulierten Markt in Frankfurt, Berlin, Düsseldorf, Stuttgart und München gehandelt wird. Zum Konzern gehören vier deutsche Produktionsstätten, die sich in Bad Wurzach, Neuburg an der Donau, Essen und Wirges befinden. Weitere Standorte sind die Werke Kavminsteklo in Mineralnye Vody und Kamyshinsky Steklotarny Zawod in Kamyshin bei Wolgograd in Russland sowie das Werk Consumers-Sklo-Zorya in Rivne, Ukraine.

WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

Deutschland

Die wirtschaftliche Entwicklung von 2016 wird in 2017 im Grundsatz fortgeführt. Das internationale Umfeld bleibt mit Blick auf die Brexit-Verhandlungen, die anhaltend schwierige geo-politische Situation in der Ukraine und politische Differenzen mit der Türkei unruhig. Der Einfluss auf die wirtschaftlichen Aktivitäten der Verallia Deutschland Gruppe lässt sich aber nicht abschätzen.

Im aktuellen Konjunkturbericht des Instituts für Weltwirtschaft wird für 2017 eine Verbesserung des Bruttoinlandsprodukts um 1,7% erwartet (Vorjahr + 1,9%). In der Folge steigender Investitionstätigkeiten und Exporten steuere die deutsche Wirtschaft auf eine Überauslastung zu. Dämpfend können steigende Zinsen und eine höhere Inflation wirken. Insbesondere die Konsumausgaben, die im vergangen Jahr mit Sonderfaktoren kräftig um 2,6% stiegen, würden nunmehr mit Raten von 1,3 Prozent (2017) und 1,7 Prozent (2018) etwas gemäßigter steigen.

Russland

Russlands Wirtschaft verzeichnet im ersten Halbjahr 2017 - nach zwei Jahren Rezession, die hauptsächlich durch einen niedrigen Ölpreis und internationale Sanktionen bedingt war -wieder ein leichtes Wachstum. Der Rubelkurs stabilisierte sich und die Inflationsrate ist im Juni auf 4,4% gesunken. Bessere wirtschaftliche Bedingungen führten auch zu einer gestiegenen Industrieproduktion.

Der russische Behälterglasmarkt ist weiterhin durch Überkapazität geprägt.

Ukraine

Nach einem Wirtschaftswachstum von 2,3% im Jahr 2016, wird auch im Jahr 2017 mit einem leichten Anstieg der ukrainischen Wirtschaft um ca. 2% gerechnet. Der Ausblick für das aktuelle Jahr bleibt, infolge verschiedener externer und interner Herausforderungen, moderat. Hierzu zählen das weiterhin komplexe politische Umfeld und die Ausweitung des Konflikts in der Ostukraine seit Jahresanfang. Jedoch könnten neue Reformen das Wachstum positiv unterstützen.

Zum Jahresbeginn 2017 sind die Verbrauchssteuern auf Alkohol erneut erhöht worden, was einen allgemeinen Rückgang des Gesamtvolumens in diesem Segment zur Folge hatte und den ukrainischen Behälterglasmarkt negativ beeinflusst.

ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

Allgemein

Sämtliche zeitraumbezogene Kennzahlen des aktuellen Berichtszeitraums (01. Januar - 30. Juni 2017) werden mit dem ersten Halbjahr des im Vorjahr noch abweichenden Geschäftsjahres (01. März - 31. August 2016) verglichen. Hierbei ergeben sich aufgrund der abweichenden Saisonalität Einschränkungen in der Vergleichbarkeit.

Im April 2017 wurde die nicht operativ tätige Konzerngesellschaft Black Sea Glass Packaging LLC, Russland, veräußert und ist entsprechend zum 30. Juni 2017 nicht mehr im Konsolidierungskreis enthalten. Die Endkonsolidierungseffekte sind für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Verallia Deutschland Konzerns nicht wesentlich.

Umsatzentwicklung

Der Konzernumsatz in der aktuellen Berichtsperiode beträgt 243,2 Mio. Euro und liegt damit 5,2% unter dem Umsatz des Geschäftshalbjahres März-August 2016 von 256,5 Mio. Euro. Zurückzuführen ist dies insbesondere auf die positiven saisonalen Effekte der Sommermonate des Vorjahreszeitraums.

Der Umsatz in Deutschland fiel im Wesentlichen mengenbedingt um 8,5% von 201,3 Mio. Euro auf 184,2 Mio. Euro. Auch hier wirkt sich die leicht abweichende Saisonalität der aktuellen Berichtsperiode im Vergleich zur Vorjahresperiode negativ aus.

In Russland ging der Umsatz von 40,3 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf 39,1 Mio. Euro und somit um 3,1% zurück. Ein stärkerer Rubelkurs sowie Preiserhöhungen wirken hier dem mengenmäßigen Rückgang entgegen.

In der Ukraine war eine gegenläufige Entwicklung zu verzeichnen. Hier stieg der Umsatz von 14,8 Mio. Euro auf 20,0 Mio. Euro. Bei stabilem Wechselkurs konnten sowohl Mengen als auch Preise gesteigert werden.

Ertragslage

Das Operative Ergebnis des Verallia Deutschland Konzerns beträgt 20,1 Mio. Euro und ist damit um 11,1 Mio. Euro niedriger als in der Vergleichsperiode 2016. Neben einer höheren Umsatzkostenquote wirkt sich vor allem die Währungskursentwicklung des Rubels zum 30.06.2017 im Vergleich zum 31.12.2016 in den Sonstigen Aufwendungen/Erträgen negativ aus.

Das Finanzergebnis beträgt -5,3 Mio. Euro (Vorjahr: -5,9 Mio. Euro). Ein insgesamt niedrigerer Refinanzierungssatz der Verallia-Gruppe wirkt sich hier auch positiv auf den Verallia Deutschland Konzern aus.

Insgesamt ergibt sich somit ein Rückgang des Ergebnisses vor Steuern von 25,3 Mio. Euro in der Vergleichsperiode 2016 auf 14,8 Mio. Euro zum 30. Juni 2017. In der Folge fielen die Ertragsteuern von -6,5 Mio. Euro auf -5,4 Mio. Euro.

Unter dem Strich ist damit ein Konzernergebnis in Höhe von 9,4 Mio. Euro im Vergleich zu 18,8 Mio. Euro in der Vergleichsperiode zu verzeichnen.

Darüber hinaus bewirkt vor allem die Verschlechterung des Rubelkurses im Vergleich zum Euro Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von -2,3 Mio. Euro, die direkt im Eigenkapital erfasst werden (Vorjahr: +3,8 Mio. Euro). Insgesamt liegt das Gesamtergebnis mit 7,1 Mio. Euro deutlich, nämlich um insgesamt 15,6 Mio. Euro, unter dem Vorjahreswert in Höhe von 22,7 Mio. Euro.

Finanz- und Vermögenslage

Beim Vergleich der einzelnen Bilanzposten zum Halbjahr (30. Juni 2017) mit dem Jahresabschluss (31. Dezember 2016) sind üblicherweise saisonale Sonderfaktoren zu beachten. Die Bilanzsumme verringerte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2016 von 456,1 Mio. Euro auf 414,8 Mio. Euro.

Die Vorräte, hierbei insbesondere die Fertigen Erzeugnisse, wurden um 6,6 Mio. Euro auf 94,2 Mio. Euro erhöht. Dieser Anstieg ist zum Großteil dem Segment Russland zuzurechnen. Die Sonstigen Vermögenswerte reduzierten sich signifikant von 71,1 Mio. Euro auf 14,5 Mio. Euro. Im Wesentlichen ist dies auf gesunkene Cashpool-Forderungen innerhalb der Verallia-Gruppe zurückzuführen. Diese resultieren unter anderem aus um 12,6 Mio. Euro niedrigeren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie hauptsächlich wegen der erfolgten Ergebnisabführung an die Horizon Holdings Germany GmbH um 35,1 Mio. Euro geringeren Sonstigen Verbindlichkeiten.

Aufgrund der zum Halbjahr jeweils nicht darzustellenden Ergebnisabführung des laufenden Jahres werden zum 30.06.2017 Ertragsteuerschulden in Höhe von 4,0 Mio. Euro ausgewiesen. Im Zuge der Ergebnisabführung zum Jahresende gehen diese dann wieder auf die Horizon Holdings Germany GmbH über.

Das Eigenkapital erhöhte sich um 7,1 Mio. Euro auf 65,6 Mio. Euro. Diese Steigerung ergibt sich aus dem Konzernjahresüberschuss in Höhe von 9,3 Mio. Euro abzüglich Währungsumrechnungsdifferenzen des Geschäftsjahres in Höhe von -2,2 Mio. Euro.

Die Eigenkapitalquote konnte somit von 12,8% zum 31. Dezember 2016 auf 15,8% zum 30. Juni 2017 gesteigert werden.

Cashflow

Der Cashflow stieg gegenüber dem Vorjahr von 39,8 Mio. Euro auf 45,1 Mio. Euro. Einem niedrigeren Operativen Ergebnis wirken Steuererstattungen als Folge der Organschaft mit der Horizon Holdings Germany GmbH sowie sonstige zahlungsunwirksame Transaktionen, im Wesentlichen in Form von Währungsumrechnungsdifferenzen, entgegen. Der Cashflow aus operativer Tätigkeit sank von 37,0 Mio. Euro auf 33,4 Mio. Euro. Hier wirkt sich insbesondere der Anstieg der Vorräte mit 8,4 Mio. Euro aus, während im Vorjahr ein Rückgang der Vorräte in Höhe von 10,0 Mio. Euro zu verzeichnen war. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit liegt bei -32,1 Mio. Euro und resultiert im Wesentlichen aus dem Wannenbau in Wirges. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt 3,8 Mio. Euro. Die Ergebnisabführung an die Horizon Holdings Germany GmbH führte gleichzeitig zu einer Verringerung der Sonstigen Vermögenswerte.

Insgesamt erhöhte sich somit der Zahlungsmittelbestand im Berichtszeitraum um 4,8 Mio. Euro.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Sämtliche wichtigen Ergebnis- und Ertragskennzahlen liegen unter Vorjahresniveau, zum Teil sogar deutlich. Dies ist in einigen Bereichen allerdings großteils auf die positiven saisonalen Effekte aus den Sommermonaten des Vergleichszeitraums zurückzuführen. Erfreulich ist jedoch, dass alle geographischen Segmente auch in der aktuellen Berichtsperiode einen positiven Beitrag zum operativen Ergebnis leisten.

Die Verallia Deutschland AG geht davon aus, dass sich die umsatzstarken Monate Juli und August nun mit positiven Effekten im zweiten Halbjahr 2017 auswirken und der Geschäftsverlauf insgesamt damit auf Vorjahresniveau liegt. Unsicher stellen sich weiterhin die Rahmenbedingungen in Russland und der Ukraine dar. Im Vergleich zum Vorjahr scheint sich die Lage weiter stabilisiert zu haben, die Nachhaltigkeit dieser Entwicklung bleibt jedoch abzuwarten.

In Deutschland wird den marktseitigen Herausforderungen mit nochmals verstärkten Anstrengungen sowohl auf Kosten- als auch Erlösseite begegnet.

NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Arbeitssicherheit

Sicheres Verhalten bei der Arbeit, fortschrittlicher Umweltschutz und ein Höchstmaß an Gesundheitsschutz sind bei der Verallia Deutschland AG ein wichtiges Unternehmensziel und zentraler Bestandteil des EHS-Managementsystems, das die Elemente Environment (Umwelt), Health (Gesundheit) und Safety (Sicherheit) umfasst. Die Entwicklung im Bereich der Arbeitssicherheit wird durch den Indikator TF2 abgebildet. Dieser gibt die Häufigkeit von Unfällen mit Arbeitszeitausfall und medizinischer Versorgung bezogen auf eine Million Arbeitsstunden an. Es werden sowohl alle Unfälle berücksichtigt, die zu einem Arbeitszeitausfall von mehr als 24 Stunden geführt haben, als auch solche, bei denen eine Behandlung erforderlich war, aber die Rückkehr an den Arbeitsplatz innerhalb von 24 Stunden erfolgte.

Im betrachteten Halbjahr 2017 ist für die Standorte der Verallia Deutschland AG inklusive der Standorte in Russland und der Ukraine für den TF2 ein Wert von 0,9 zu verzeichnen.

CHANCENBERICHT

Das Chancenmanagementsystem sowie konkrete Chancen und Potenziale der Verallia Deutschland AG sind im Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2016 dargestellt. Zum aktuellen Zeitpunkt sind hier keine wesentlich anderen Erkenntnisse festzustellen. Die beschriebenen Chancen behalten auch für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres 2017 ihre Geltung. Einzelne Entwicklungen seit Geschäftsjahresende sind nachfolgend aufgeführt.

Markt- und absatzspezifische Chancen

Der Trend zu individuellen Verpackungen, das Bewusstsein der Verbraucher für Gesundheit sowie die Erwartung einer inerten Ummantelung der Nahrungs- und Genussmittel halten weiterhin an. Diesen Anforderungen im Hinblick auf hervorragende Qualität, Kundenservice und Innovationen wollen wir proaktiv begegnen. Dadurch sind für uns Chancen auf eine positive Absatzentwicklung erkennbar.

Industrielle und technische Chancen

Durch die konsequente Implementierung des Produktionssystems VIM (Verallia Industrial Model) in den deutschen und osteuropäischen Werken konnten gute Fortschritte in den Bereichen Kostensenkung, Verbesserung der Produktqualität und Flexibilisierung erzielt werden. Dabei legen Initialisierungsprojekte den Grundstein für die kontinuierliche und nachhaltige Bearbeitung von Optimierungspotenzialen. Es konnten bereits zahlreiche Mitarbeiter die theoretische Ausbildung zum Einsatz der VIM-Instrumente abschließen und diese in konkreten Verbesserungsprojekten erfolgreich anwenden. Sowohl Optimierungsroutinen durch eigenständige Verbesserungsteams in den Werken als auch die Ausweitung des Programms bilden auch zukünftig wesentliche Säulen der kontinuierlichen Verbesserung unserer Leistungsgrößen.

RISIKOBERICHT

Die Verallia Deutschland AG verfügt über ein konzernweit implementiertes Risikomanagementsystem. Eine detaillierte Beschreibung des Systems wie auch der einzelnen Risiken ist im Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2016 enthalten. Alle dort gemachten Aussagen besitzen nach wie vor weitestgehend ihre Gültigkeit. Die größte Dynamik weisen generell die Markt- und Absatzrisiken auf und in Deutschland zwischenzeitlich ebenso die rechtlichen Risiken des Energiesektors.

Markt- und Absatzrisiken

Der deutsche Behälterglasmarkt ist nach wie vor von einer hohen Wettbewerbsintensität geprägt. Dies könnte sich weiter fortsetzen, vor allem unterstützt durch einen starken Importdruck. Im ersten Halbjahr 2017 konnte eine leicht erhöhte, segmentübergreifende Nachfrage festgestellt werden. Es bleibt abzuwarten, ob dieser Trend weiter anhält.

Auch in Russland bestehen in 2017 hohe Überkapazitäten in der Behälterglasindustrie und das Absatzpotential sinkt beständig. Die Kundenpräferenzen verschieben sich weiterhin zu Produkten mit günstigerer Verpackung (PET, Tetra Pak), da Glas als Verpackungsmaterial häufig Produkten im Premiumsegment zugerechnet wird und somit für den Endverbraucher teurer ist.

In der Ukraine führte die erneute Erhöhung der Verbrauchsteuer auf Alkohol am Jahresanfang zu einem starken Produktionseinbruch. Ein rückläufiger Inlandsmarkt und ein harter Preiswettbewerb stellen zusätzliche Herausforderungen im weiteren Geschäftsverlauf 2017 dar.

Rechtliche Risiken

Die jüngsten Entwicklungen im Energiesektor haben regulatorische und rechtliche Auswirkungen zur Folge und erfordern von der Verallia Deutschland AG eine erhöhte Aufmerksamkeit. Die dabei zeitlich immer kürzer werdenden Abstände bei gesetzlichen Änderungen belasten die Planungssicherheit - sowohl bezüglich finanzieller Belastungen als auch des Verwaltungsaufwands. So könnte sich durch neue Gesetze, aber auch durch Vorgaben der EU, die Situation für die Verallia Deutschland AG verändern.

Zusätzlich erfordern strengere und umfangreichere Neugestaltungen und Ergänzungen im Bereich wichtiger Normen (z.B. DIN EN ISO 50001 Energiemanagement, ergänzt nun um 50003, 50006, 50015) weitere und neue Anstrengungen.

Einschätzung der Gesamtsituation

Sämtliche Risiken werden aktuell und für die Zukunft als nicht bestandsgefährdend beurteilt. Gegenüber der letzten Berichterstattung zum 31. Dezember 2016 hat sich die Risikolage nicht grundlegend verändert.

PROGNOSEBERICHT

Erwartete Geschäfts- und Ertragslage im zweiten Halbjahr 2017

Sämtliche in unserem Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2016 getroffenen Aussagen sehen wir nach wie vor weitgehend als zutreffend an. Für die einzelnen Segmente ergeben sich damit weitgehend unverändert folgende Prognosen:

Deutschland

Wir rechnen für das Geschäftsjahr 2017 mit einem Umsatz und einem Operativen Ergebnis auf dem Niveau des Kalenderjahres 2016 (Umsatz Kalenderjahr 2016: 379,9 Mio. Euro, Operatives Ergebnis Kalenderjahr 2016: 40,4 Mio. Euro), wobei mit einer Preisentwicklung maximal auf dem Niveau der Einkaufsindizes gerechnet wird.

Russland

Unter der Prämisse eines weiterhin relativ stabilen Rubelkurses erwarten wir für das Geschäftsjahr 2017 einen Umsatz zwischen 80 und 90 Mio. Euro sowie ein Operatives Ergebnis zwischen 4 und 6 Mio. Euro.

Ukraine

Bei konstanter Entwicklung der ukrainischen Griwna gehen wir unverändert von einem Umsatz zwischen 40 und 50 Mio. Euro und einem Operativen Ergebnis zwischen 3 und 6 Mio. Euro aus.

Allgemein

Verallia Deutschland hat die Ausrichtung auf nachhaltige Ertragssicherung und qualitativ hochwertige Produkte auch in den ersten sechs Monaten des Berichtsjahres aufrechterhalten und sieht sich in der Fokussierung auf Innovation, Service und die Qualität insgesamt bestätigt.

Für das Geschäftsjahr 2017 wird in Anlehnung an den Prognosebericht vom 31. Dezember 2016 ein Umsatz leicht über dem Niveau des Kalenderjahres 2016 und ein Operatives Ergebnis auf dem Niveau des Kalenderjahres 2016 erwartet (Umsatz Kalenderjahr 2016: 489,5 Mio. Euro, Operatives Ergebnis Kalenderjahr 2016: 52,5 Mio. Euro).

Die Arbeitssicherheit bleibt auch im zweiten Halbjahr 2017 ein zentrales Element bei Verallia Deutschland. Für die Kennzahl TF2 (Häufigkeit von Unfällen mit Arbeitszeitausfall und medizinischer Versorgung bezogen auf eine Million Arbeitsstunden) erwarten wir im weiteren Verlauf des Geschäftsjahrs 2017 unverändert zu unserer Prognose im Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2017 für Deutschland einen Wert von 1,6, für Russland einen Wert von 1,2 und für die Ukraine ebenfalls einen Wert von 1,2.

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.


Im August 2017

Verallia Deutschland AG

Der Vorstand

scroll
Hugues Denissel

Vorsitzender

Thorsten Gatz Thomas Beyer Roland Unfried
Finanzen Personal Technik

Alle Zahlen und Angaben sind nicht extern geprüft.

ZWISCHENABSCHLUSS
DES VERALLIA DEUTSCHLAND KONZERNS ZUM 30. JUNI 2017



GESAMTERGEBNISRECHNUNG
DES VERALLIA DEUTSCHLAND KONZERNS

scroll
in TEUR 1.Hj. 2017
(01-06/2017)
1.Hj. 2016
(03-08/2016)
Jahresergebnis 9.391 18.846
Sonstiges Ergebnis

Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden

Währungsumrechnung -2.328 3.837

-2.328 3.837
Sonstiges Ergebnis -2.328 3.837
Gesamtergebnis 7.063 22.683
davon den Anteilseignern des Konzerns zustehend 7.099 22.309
davon auf andere Gesellschafter entfallend -36 374

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
DES VERALLIA DEUTSCHLAND KONZERNS

scroll
in TEUR 1.Hj. 2017
(01-06/2017)
1.Hj. 2016
(03-08/2016)
Umsatzerlöse 243.236 256.489
Umsatzkosten -206.948 -216.975
Allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten -12.554 -11.585
Forschungs- und Entwicklungskosten -165 -71
Sonstige Erträge 225 4.236
Sonstige Aufwendungen -3.719 -894
Operatives Ergebnis 20.075 31.200
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -5.384 -6.097
Zinsen und ähnliche Erträge 73 146
Zinsergebnis -5.311 -5.951
Sonstige Finanzerträge 58 52
Finanzergebnis -5.253 -5.899
Ergebnis vor Steuern 14.822 25.301
Ertragsteueraufwand -5.091 -7.022
Latenter Steueraufwand/-ertrag -340 567
Ertragsteuern gesamt -5.431 -6.455
Konzernergebnis 9.391 18.846
davon entfallen auf:

gezeichnetes Kapital und Rücklagen,
die den Anteilseignern der Muttergesellschaft zuzuordnen sind
9.314 18.660
Minderheitsanteile am Eigenkapital 77 186
Ergebnis je Aktie in EUR (verwässert und unverwässert) 9,31 18,66

BILANZ
DES VERALLIA DEUTSCHLAND KONZERNS

Aktiva

scroll
in TEUR 30.06.2017 31.12.2016
Langfristige Vermögenswerte

Geschäfts- oder Firmenwerte 2.391 2.510
Immaterielle Vermögenswerte 2.258 2.440
Sachanlagen 250.112 249.133
Übrige finanzielle Vermögenswerte 1.584 1.584
Sonstige Forderungen 3.696 2.507
Latente Steueransprüche 2.268 2.559
Langfristige Vermögenswerte 262.309 260.733
Kurzfristige Vermögenswerte

Vorräte 94.187 87.575
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 36.130 33.826
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7.597 2.799
Sonstige Vermögenswerte 14.531 71.134
Kurzfristige Vermögenswerte 152.445 195.334
Summe Aktiva 414.754 456.067

Passiva

scroll
in TEUR 30.06.2017 31.12.2016
Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital 26.000 26.000
Rücklagen 121.106 91.215
Konzernergebnis 9.314 29.891
Beitrag des Mutterunternehmens 1.959 1.922
Währungsumrechnungsdifferenzen -95.161 -92.945
Anteile anderer Gesellschafter 2.352 2.389
Eigenkapital 65.570 58.472
Langfristige Schulden

Rückstellungen 81.051 82.227
Latente Steuerschulden 17.551 17.320
Finanzielle Verbindlichkeiten 147.477 147.627
Langfristige Schulden 246.079 247.174
Kurzfristige Schulden

Rückstellungen 1.213 1.030
Ertragsteuerschulden 3.989 41
Finanzielle Verbindlichkeiten 9.740 13.459
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 72.951 85.588
Sonstige Verbindlichkeiten 15.212 50.303
Kurzfristige Schulden 103.105 150.421
Summe Passiva 414.754 456.067

KAPITALFLUSSRECHNUNG
DES VERALLIA DEUTSCHLAND KONZERNS

scroll
in TEUR 1.Hj. 2017
(01-06/2017)
1.Hj. 2016
(03-08/2016)
Jahresergebnis des Konzerns 9.391 18.846
Korrektur um Steueraufwand, Finanzergebnis 10.684 12.354
Operatives Konzernergebnis 20.075 31.200
Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 20.949 19.108
Veränderung der langfristigen Rückstellungen -1.599 -2.196
Gezahlte und erhaltene Zinsen -664 -684
Erhaltene/Gezahlte Ertragsteuern (operativ) 3.889 -3.855
Erhaltene Dividende 58 52
Sonstige zahlungsunwirksame Transaktionen 2.354 -3.805
Cashflow 45.062 39.820
Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte und zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte 378 284
Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen 198 -1.456
Veränderung der Vorräte -8.381 9.953
Veränderung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte -3.607 -8.731
Veränderung der Verbindlichkeiten (ohne Investitions-/Finanzverbindlichkeiten) -293 -2.883
Cashflow aus operativer Tätigkeit 33.357 36.987
Einzahlungen aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten 544 19
Auszahlungen für Investitionen in langfristige Vermögenswerte -32.600 -26.692
Cashflow aus Investitionstätigkeit -32.056 -26.673
Ergebnisabführung an die Horizon Holdings Germany GmbH -44.278 -
Einzahlungen aus der Aufnahme von finanziellen Verbindlichkeiten 4.696 12.474
Auszahlungen aus der Tilgung von finanziellen Verbindlichkeiten -8.090 -7.711
Gezahlte Zinsen für finanzielle Verbindlichkeiten -4.255 -4.433
Veränderung der sonstigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit Finanzierungscharakter 55.748 -16.682
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 3.821 -16.352
Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel 5.122 -6.038
Wechselkursbedingte Veränderung -293 79
Konsolidierungskreisbedingte Veränderung -31 -
Veränderung der Zahlungsmittel 4.798 -5.959
Finanzmittel am Anfang der Periode 2.799 8.793
Finanzmittel am Ende der Periode 7.597 2.834

ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS
DES VERALLIA DEUTSCHLAND KONZERNS
für die Zeit vom 01. März 2016 bis zum 31. August 2016
vom 01. Januar 2017 bis zum 30. Juni 2017

scroll

Verallia Deutschland AG
in TEUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gesetzliche Rücklagen Andere Gewinnrücklagen Gewinn-vortrag Konzernergebnis
01.03.2016 26.000 44.784 249 82.729 - -16
Konzernergebnis - - - - - 18.660
Zeitwert/-änderungen von Cashflow-Hedges - - - - - -
Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow-Hedges - - - - - -
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen - - - - - -
Währungsumrechnung - - - - - -
Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen - - - - - -
Dividende - - - - - -
Beiträge des Mutterunternehmens - - - - - -
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel - - - - - -
Umgliederung - - - -16 - 16
31.08.2016 26.000 44.784 249 82.713 - 18.660
01.01.2017 26.000 54.111 249 38.777 - 29.891
Konzernergebnis - - - - - 9.314
Zeitwert/-änderungen von Cashflow-Hedges - - - - - -
Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow-Hedges - - - - - -
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen - - - - - -
Währungsumrechnung - - - - - -
Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen - - - - - -
Dividende - - - - - -
Beiträge des Mutterunternehmens - 37 - - - -
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel - - - - - -
Umgliederung - - - 29.891 - -29.891
30.06.2017 26.000 54.148 249 68.668 - 9.314


scroll

Verallia Deutschland AG Fremdgesellschafter Gesamt
in TEUR Kumulierte Währungs-umrechnungsdifferenzen Summe Eigenkapital Minderheiten-kapital Kumuliertes übriges Konzernergebnis Summe Eigenkapital Summe Eigenkapital
01.03.2016 -101.307 52.439 1.694 -8 1.686 54.125
Konzernergebnis - 18.660 - 186 186 18.846
Zeitwert/-änderungen von Cashflow-Hedges - - - - - -
Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow-Hedges - - - - - -
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen - - - - - -
Währungsumrechnung 3.650 3.650 187 - 187 3.837
Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen - - - - - -
Dividende - - - - - -
Beiträge des Mutterunternehmens - - - - - -
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel - - - - - -
Umgliederung - - -8 8 - -
31.08.2016 -97.657 74.749 1.873 186 2.059 76.808
01.01.2017 -92.945 56.083 2.100 289 2.389 58.472
Konzernergebnis - 9.314 - 77 77 9.391
Zeitwert/-änderungen von Cashflow-Hedges - - - - - -
Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow-Hedges - - - - - -
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen - - - - - -
Währungsumrechnung -2.216 -2.216 -112 - -112 -2.328
Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen - - - - - -
Dividende - - - -2 -2 -2
Beiträge des Mutterunternehmens - 37 - - - 37
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel - - - - - -
Umgliederung - - 287 -287 - -
30.06.2017 -95.161 63.218 2.275 77 2.352 65.570


ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS
DES VERALLIA DEUTSCHLAND KONZERNS ZUM 30. JUNI 2017

Ausgewählte erläuternde Anhangangaben nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) für den Konzernzwischenbericht der Periode vom 01. Januar bis 30. Juni 2017.

A. ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN

Die Verallia Deutschland AG ist ein selbständiges Tochterunternehmen der international tätigen BRH Holdings GP, Ltd. Die Geschäftstätigkeit des Verallia Deutschland Konzerns umfasst im Kerngeschäft die Produktion und den Vertrieb von Behälterglas. Die Verallia Deutschland Aktiengesellschaft, Oberlandstraße, 88410 Bad Wurzach, Deutschland, beschäftigt derzeit 3.089 Mitarbeiter (Vorjahr: 3.090).

Der vorliegende Konzernabschluss wurde unter Beachtung aller am Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendender International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie aller für das abgelaufene Geschäftsjahr verbindlichen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt.

Dieser verkürzte Abschluss ist im Zusammenhang mit dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 und den darin enthaltenen Anhangangaben zu sehen. Damit informiert das Unternehmen über den Geschäftsverlauf in der Unternehmensgruppe.

Der Zwischenabschluss wurde weder extern geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen.

Aufgrund der letztjährigen Verschiebung des Geschäftsjahres und dem dadurch entstandenen abweichenden Geschäftshalbjahr März - August 2016 besteht für den aktuellen Berichtszeitraum kein Konzernabschluss zu einer eindeutig identischen Vergleichsperiode. Sämtliche zeitraumbezogene Kennzahlen des aktuellen Berichtszeitraums (01. Januar - 30. Juni 2017) werden mit dem Halbjahr 01. März - 31. August 2016 verglichen. Hierbei ergeben sich aufgrund der abweichenden Saisonalität Einschränkungen in der Vergleichbarkeit.

Infolge eines temporären Ausfalls unseres ERP-Systems, wurden für die Zeit vom 27. Juni bis zum 30. Juni 2017, sofern nötig, angemessene Schätzungen und Annahmen zur Entwicklung der Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung angewandt.

B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Es werden grundsätzlich die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 angewandt, zusätzlich IAS 34 Zwischenberichterstattung.

C. ANGABEN ZUR KONSOLIDIERUNG

Der Konsolidierungskreis des Verallia Deutschland Konzerns umfasst am 30. Juni 2017 fünf voll konsolidierte Gesellschaften. Der jeweilige Anteilsbesitz an diesen Gesellschaften blieb im ersten Halbjahr 2017 unverändert. Im April 2017 wurde die nicht operativ tätige Konzerngesellschaft Black Sea Glass Packaging LLC, Russland, veräußert und ist entsprechend zum 30. Juni 2017 nicht mehr im Konsolidierungskreis enthalten. Die Endkonsolidierungseffekte hieraus sind für den vorliegenden Konzernabschluss nicht wesentlich.

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(1) Sachanlagen

Die Investitionen in Sachanlagen des ersten Halbjahres 2017 in Höhe von TEUR 25.509 liegen über dem Vorjahresniveau von TEUR 15.709.

(2) Eventualverbindlichkeiten

Sonstige vertragliche Verpflichtungen belaufen sich auf TEUR 135.311 (31. Dezember 2016: TEUR 152.737), darin enthalten sind Verpflichtungen zum Kauf von Sachanlagen in Höhe von TEUR 10.215 (31. Dezember 2016: TEUR 21.707).

(3) Vorräte

Die Abwertungen auf Vorräte betragen zum 30. Juni 2017 TEUR 3.392 (31. Dezember 2016: TEUR 3.187).

E. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Bis auf die GPS Oberland GmbH, die keine operative Tätigkeit mehr aufweist, sind sämtliche Unternehmen des Verallia Deutschland Konzerns in der Produktion und dem Vertrieb von Behälterglas tätig. Die wesentlichen Risiken und Chancen des Konzerns sind somit stark abhängig von den geographischen Märkten, in denen Oberland produziert und absetzt, insbesondere im Hinblick auf Wachstum sowie gesetzliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Folglich entspricht die Segmentierung gemäß IFRS 8 dem Standort der Tätigkeiten. Unter das Segment Deutschland fallen demnach die Gesellschaften Verallia Deutschland AG und GPS Oberland GmbH. Im Segment Russland sind die ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod und JSC "Kavminsteklo" enthalten. Das Segment Ukraine enthält die Gesellschaft Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA'. Daraus ergeben sich für den Zwischenabschluss folgende Segmentinformationen:

scroll

30.06.2017
in TEUR Deutschland Russland Ukraine Eliminierung & Anpassung Konzern
Außenumsatz 184.162 39.106 19.968 - 243.236
Intersegmentäre Umsätze - - 1.297 -1.2971) -
Operatives Ergebnis 16.163 1.815 1.609 4881) 20.075
Ergebnis vor Steuern 12.577 702 1.100 4431) 14.822
Konzernergebnis 8.753 -814 899 5531) 9.391
Vermögenswerte 531.091 103.790 28.440 -248.5671) 2) 414.754


scroll

31.08.2016/31.12.2016
in TEUR Deutschland Russland Ukraine Eliminierung & Anpassung Konzern
Außenumsatz 201.327 40.346 14.816 - 256.489
Intersegmentäre Umsätze - 124 3.720 -3.8441) -
Operatives Ergebnis 22.847 5.266 1.454 1.6331) 31.200
Ergebnis vor Steuern 18.437 4.143 1.111 1.6101) 25.301
Konzernergebnis 12.875 3.804 880 1.2871) 18.846
Vermögenswerte* 577.447 101.166 30.082 -252.6281) 3) 456.067

1) Konsolidierung.
2) Saldierung Latenter Steuern (TEUR -13.216).
3) Saldierung Latenter Steuern (TEUR -13.704).
* Werte zum 31.12.2016.

F. BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN PERSONEN

Die Geschäfte und finanziellen Beziehungen mit den verbundenen und assoziierten Unternehmen innerhalb des Verallia Konzerns werden in Summe angegeben.

scroll
in TEUR 30.06.2017 31.12.2016
Forderungen 4.948 64.786
Verbindlichkeiten 151.957 196.972


scroll
in TEUR 1. Hj. 2017
(01-06/2017)
1. Hj. 2016
(03-08/2016)
Erträge 4.689 3.382
Aufwendungen/ Investitionen 8.568 6.782