![]() Verallia Deutschland AGBad WurzachJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Unternehmenskennzahlenscroll
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Garantiedividende für Minderheitsgesellschafter WKN 685160 ISIN DE0006851603 Finanzkalender 2018scroll
Für unsere AktionäreVorwort des VorstandsSehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Aktionäre und Anleger, liebe Leserinnen und Leser, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,das Jahr 2017 war für uns, die Verallia Deutschland AG, wieder einmal anspruchsvoll und hat Veränderungen und Neuerungen mit sich gebracht, die wir jedoch als Herausforderung betrachten, der wir uns gerne stellen - denn Stillstand wäre bekanntlich Rückschritt. So ist es uns auch im Berichtsjahr wiederum gelungen, Schritt für Schritt konsequent unsere Ergebnisse zu verbessern. Wenn wir im Berichtsjahr auch nicht alle Ziele erreichen konnten und manche Kennzahlen unter Plan liegen, bewerten wir die Geschäftsentwicklung für das Jahr 2017 insgesamt positiv. Vieles haben wir erreicht und Einiges auch besser gemacht als erwartet. Dieser Geschäftsbericht bietet Ihnen alle Fakten und Erläuterungen rund um die Verallia Deutschland AG. Ergänzt wird er durch unseren erstmals veröffentlichten CSR-Bericht. Neben den Veränderungen und Neuerungen gibt es in unserem Unternehmen aber auch Dinge, die bleiben und sich nicht ändern: dabei geht es um "null Fehler", die wir machen wollen, "null Reklamationen", die wir von Kunden bekommen möchten und "null Unfälle", die unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei ihrer täglichen Arbeit widerfahren sollen. Dies sind unsere obersten Ziele - unabhängig von allen finanziellen und wirtschaftlichen Zielen. Wobei sich diese nicht-finanziellen Ziele dennoch nicht ganz unerheblich auf den Unternehmenserfolg auswirken und diesen sehr wohl positiv beeinflussen. Weniger Verletzungen bedeuten weniger Ausfallzeiten, in denen Kollegen für die Kranken mitarbeiten und deren Arbeit übernehmen müssen; weniger oder keine Reklamationen bzw. Fehler bedeuten in erster Linie Kundenzufriedenheit jedoch auch keine Nacharbeit oder nochmalige Produktion von den fehlerhaften Artikeln, sodass sich alle auf das laufende Produktionsprogramm und die reguläre Arbeit konzentrieren und diese wiederum besser machen können. Der Weg dorthin ist möglich. Nicht, indem wir Fehler ignorieren oder übergehen, sondern indem wir sie anpacken. Wenn wir jedem Fehler auf den Grund gehen, wirklich bis zur Wurzel eines Übels vorstoßen, und dort die wahren Ursachen beseitigen, dann kommen wir Schritt für Schritt unserem Ziel näher. Wobei auch klar ist: "Schritt für Schritt" heißt, dass wir konkret an Verbesserungen arbeiten. Einfache, kleine Schritte, die wirklich konsequent umgesetzt werden, bringen uns ebenso voran wie große Projekte. Wir haben in unseren Werken von Verallia Deutschland die erfahrenen, die fachkundigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die durch ihr Know-how dazu beitragen, dass Probleme direkt und vor Ort gelöst werden können. Sie gilt es noch mehr als bisher einzubeziehen, um voranzukommen. Was steht nun für das Geschäftsjahr 2018 an? Wir treten in ein neues Stadium ein -mit Michel Giannuzzi als neuem CEO der Verallia Gruppe, dessen industrieller Hintergrund und prägende Erfahrung von außerhalb des Behälterglasgeschäfts stammen. Mit diesem Wechsel gehen zwei Dinge einher: Ein neuer Befund und eine neue Zielsetzung. Der Befund ist klar, und er ist ziemlich herausfordernd: Wir haben noch Potenzial, unsere Ergebnisse zu verbessern und weiter zu wachsen. Wir können nochmals weiter vorankommen, indem wir uns dem Vergleich mit anderen Unternehmen stellen, innerhalb der Glasindustrie, aber auch außerhalb. Wir werden dabei neue Möglichkeiten entdecken, uns zu verbessern und neue Standards zu erreichen. Die Zielsetzung ist dabei nicht gering: Wir werden die Besten, in allem, was wir tun -wenn wir jeden Einzelnen und jede Einzelne darin bestärken, ihr Bestes zu geben. Die Aufgabe vor allem der Führungskräfte von Verallia Deutschland ist dabei, alle Beschäftigten auf diesem Weg in die Zukunft zu unterstützen. Dafür ist Schulung nötig, Unterstützung, offenes Gespräch, Konzentration aufs Wesentliche und allem voran: Vertrauen und Offenheit. Vertrauen in die Stärke unseres Unternehmens, das wir bis hierher aufgebaut haben, mit tragfähigen Kundenbeziehungen, mit unserem Know-how auf allen Ebenen, mit dem ausgezeichneten Stand unserer Anlagen in unseren Betrieben. Die Offenheit wiederum erlaubt uns, Gelegenheiten für weitere Verbesserungen wirklich wahrzunehmen und auf allen Ebenen zu ergreifen: Offenheit für anstehende Sicherheitsthemen sowie für die Ansprüche unserer Kunden nach nochmals höherer Qualität und besserem Service; Offenheit auch, Gelegenheiten zu erkennen, wie wir Kosten sparen und unsere Leistung verbessern können. Lassen Sie uns das neue Jahr angehen voll Vertrauen in unseren anhaltenden Erfolg, und zugleich offen für die anstehenden Herausforderungen! Allen, die sich im Geschäftsjahr 2017 im Unternehmen engagiert und in jeglicher Form am Verbesserungsprozess beteiligt haben und weiter beteiligen, sprechen wir an dieser Stelle unseren besten Dank aus. Ebenso danken wir unseren Kunden und Lieferanten für die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit, die wir als unsere Partner betrachten und die den langfristigen Unternehmenserfolg bei der Verallia Deutschland AG mit ermöglicht haben. Wir freuen uns, wenn sie uns auf dem vor uns liegenden Weg weiter begleiten und das nächste Kapitel in unserer Unternehmensgeschichte mit uns gemeinsam aufschlagen. Jeder Schritt nach vorn versetzt uns besser in die Lage, in der herausfordernden Wettbewerbssituation zu bestehen.
Für den Vorstand Ihr Hugues Denissel, Vorstandsvorsitzender Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat der Verallia Deutschland AG hat sich im Geschäftsjahr 2017 intensiv mit der Lage des Unternehmens befasst und die ihm nach Gesetz, Satzung der Gesellschaft, Corporate Governance sowie Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben mit der gebotenen Sorgfalt wahrgenommen. Das Aufsichtsgremium hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten, ihn bei der Geschäftsführung kontinuierlich überwacht und sich von der Recht-, Ordnungs- und Zweckmäßigkeit seines Handelns und seiner Maßnahmen überzeugt. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen und hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle für die Gesellschaft relevanten Fragen der Geschäfts- und Risikoentwicklung sowie der Corporate Governance unterrichtet. Darin eingeschlossen waren auch Informationen zum Compliance-Management der Gesellschaft. Zur Beurteilung der Situation lagen dem Gremium jeweils aussagekräftige Unterlagen des Vorstands vor. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen stand bzw. steht der Vorsitzende des Aufsichtsrats laufend im Informationsaustausch mit dem Vorstand der Gesellschaft. Das Aufsichtsratsgremium war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung eingebunden. Alle Beschlüsse fasste der Aufsichtsrat nach sorgfältiger Prüfung und kritischer Würdigung der entsprechenden Entscheidungsvorlagen. Im Berichtsjahr fanden insgesamt 5 Sitzungen des Aufsichtsrats statt; eine davon als Telefonkonferenz. Zusätzlich wurde im schriftlichen Umlaufverfahren der Beschluss über den Widerruf der Bestellung von Herrn Gatz als Finanzvorstand gefasst. Gegenstand regelmäßiger Beratungen im Aufsichtsratsgremium waren der Geschäftsverlauf im abgelaufenen Teil des Jahres mit allen wesentlichen Kennzahlen sowie den Vorjahres- und Plan-/ Budgetvergleichen. Es wurde stets die aktuelle Situation der Verallia Deutschland Gruppe einschließlich Markt- und Absatzlage intensiv besprochen, jeweils auch unter Einbeziehung der Geschäftsentwicklung der Tochtergesellschaften in Russland und der Ukraine. Als weiterer - in allen Aufsichtsratssitzungen im Berichtszeitraum feststehender, regelmäßig wiederkehrender - Themenschwerpunkt wurde der Stand der Arbeitssicherheit behandelt. Abweichungen von zuvor berichteten Zielen wurden vom Vorstand unter Angabe von Gründen erläutert. Darüber hinaus wurden wichtige strategische Projekte berichtet und diskutiert. Einziger Tagesordnungspunkt der als Telefonkonferenz abgehaltenen Aufsichtsratssitzung am 24. Februar 2017 war die Erteilung von Weisungen der Horizon Holdings Germany GmbH an den Vorstand der Verallia Deutschland AG. In der Aufsichtsratssitzung am 16. März 2017 wurde der Jahres- und Konzernabschlusses sowie der zusammengefasste Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr März bis Dezember 2016 einschließlich des Berichts des Aufsichtsrats gebilligt. Ferner wurden der Bericht und die Entsprechenserklärung zur Corporate Governance verabschiedet. Darüber hinaus stimmt der Aufsichtsrat der Einladung und Tagesordnung einschließlich der Beschlussvorschläge für die Hauptversammlung zu und beschloss die Versammlungsleitung einem spezialisierten Rechtsanwalt zu übertragen. Ein weiterer Punkt war der Bericht des Compliance Officers. Der Aufsichtsrat beschäftigte sich in seiner Sitzung am 16. Mai 2017 neben der Vorbereitung für die anschließende Hauptversammlung mit den Zielen und dem Kompetenzprofil des Aufsichtsrats sowie mit der Frauenquote im Vorstand bzw. in Leitungsfunktionen. In der Aufsichtsratssitzung am 13. September 2017 beschloss das Gremium eine Kapitalerhöhung der russischen Tochtergesellschaft JSC Kavminsteklo, Mineralnye Vody, und genehmigte bestimmte Nichtprüfungsleistungen des Abschlussprüfers in einem gewissen Rahmen. Außerdem wurde die regelmäßige Überprüfung der Effizienz der Tätigkeit des Aufsichtsrats anhand eines Fragebogens beschlossen. Die Beschlussfassungen zur Aktualisierung der Geschäftsordnungen für Aufsichtsrat und Vorstand -inkl. des angepassten Geschäftsverteilungsplans - waren ebenfalls wichtige Tagesordnungspunkte. Inhaltliche Schwerpunkte der Sitzung vom 12. Dezember 2017 bildeten die mittelfristige Planung des Konzerns und die Zustimmung zum Budget für das Geschäftsjahr 2018 sowie die Besprechung der Ergebnisse der durchgeführten Effizienzprüfung; diese ergaben keinen wesentlichen Handlungsbedarf. Darüber hinaus wurde der Umlaufbeschluss zum Ausscheiden von Herrn Gatz zu Protokoll genommen. Die im Deutschen Corporate Governance Kodex enthaltenen Empfehlungen und Anregungen wurden, soweit sie vom Vorstand und Aufsichtsrat für die gute Unternehmensführung der Gesellschaft für relevant und praktikabel erachtet wurden, umgesetzt. Abweichungen von den Empfehlungen wurden erläutert. Die Entsprechenserklärung ist auf der Internetseite der Verallia Deutschland AG dauerhaft zugänglich. Für ausführlichere Informationen zur Corporate Governance verweisen wir auf die Seiten 10 bis 17 dieses Geschäftsberichts. Das Thema Interessenkonflikte wurde im Beisein der Vorstandsmitglieder erörtert. Interessenkonflikte zwischen den Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft haben sich im Berichtsjahr 2017 nicht ergeben. Mit Ausnahme einer Sitzung an der ein Aufsichtsratsmitglied verhindert war, haben sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrats im Berichtsjahr an allen Sitzungen des Aufsichtsrats teilgenommen. Die Teilnahmequote bei den Sitzungen des Aufsichtsrats betrug im Geschäftsjahr 2017 daher nahezu 100 %. Durch gerichtliche Bestellung des Registergerichts Ulm mit Wirkung vom 1. März 2017 wurde - dem Vorschlag des Aufsichtsrats der Verallia Deutschland AG folgend - Frau Dr. Anne-Marie Peter, Rechtsanwältin und Partnerin der Schulte Riesenkampff Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Frankfurt, zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Sie wurde in der Hauptversammlung am 16. Mai 2017 von den Aktionären bestätigt und ist gemäß § 7 Abs. 2 der Satzung für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das vierte Geschäftsjahr nach dem Beginn der Amtszeit ihres Vorgängers, Herrn Dr. Futter, also das Geschäftsjahr 2018 beschließt, gewählt. Es gibt wie in den Vorjahren innerhalb des Aufsichtsrats lediglich den Personalausschuss. Dieser setzte sich aus Herr Floris als Vorsitzendem sowie Herr Müller als stellvertretendem Vorsitzenden und Herr Michel zusammen. Der Personalausschuss trat im Berichtszeitraum einmal zusammen. Bei der zukünftigen Zusammensetzung der Führungsgremien achtet der Aufsichtsrat weiterhin auf Vielfalt (Diversity). Bereits heute gilt, dass einige Mitglieder im Aufsichtsrat sowie alle Vorstände entweder über Auslandserfahrung verfügen oder aus europäischen Nachbarländern stammen. Mit Alice Mouty und Dr. Anne-Marie Peter gehören nun 2 Frauen dem Aufsichtsratsgremium an. Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, die von der Hauptversammlung am 16. Mai 2017 erneut zum Abschlussprüfer gewählt wurde, hat den Jahresabschluss der Verallia Deutschland AG und den Konzernabschluss ebenso wie den zusammengefassten Lagebericht der Verallia Deutschland AG und des Konzerns geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Jahresabschluss der Verallia Deutschland AG und der zusammengefasste Lagebericht für die Verallia Deutschland AG und den Konzern wurde nach den Vorschriften des Deutschen Handelsrechts (HGB) aufgestellt. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS), wie sie in der europäischen Union anzuwenden sind. Die Abschlussunterlagen sowie die beiden Prüfungsberichte des Abschlussprüfers haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der den Jahresabschluss und Konzernabschluss feststellenden Sitzung am 21. März 2018 zur Prüfung vorgelegen. Die entsprechenden Unterlagen wurden in der Bilanzsitzung mit den dort anwesenden verantwortlichen Wirtschaftsprüfern ausführlich diskutiert und hinterfragt. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu und billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Verallia Deutschland AG sowie den Konzernabschluss der Verallia Deutschland AG. Damit ist der Jahresabschluss der Verallia Deutschland AG entsprechend § 172 Abs. 1 Satz 1 AktG festgestellt. Dem Lagebericht sowie den Ausführungen zur weiteren Entwicklung des Unternehmens schließt sich das Aufsichtsratsgremium an. Der Vorstand hat im Lagebericht auf Seite 70 die Angaben gemäß § 289a HGB und § 315a HGB gemacht. Diese Erläuterungen wurden vom Aufsichtsrat geprüft. Zudem wurde der CSR-Bericht im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses der Verallia Deutschland AG der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München vorgelegt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Arbeitnehmervertretern sowie dem Vorstand der Verallia Deutschland AG für ihr Engagement im Jahr 2017.
Bad Wurzach, im März 2018 Der Aufsichtsrat Jean-Pierre Floris, Vorsitzender Bericht zur Corporate GovernanceCorporate Governance bezeichnet die verantwortungsvolle, transparente und auf langfristige Wertschöpfung ausgelegte Leitung und Überwachung von Unternehmen. Eine gute Corporate Governance bildet die Basis für nachhaltigen Erfolg. Diesem Prinzip fühlen sich sowohl Vorstand als auch Aufsichtsrat der Verallia Deutschland AG schon seit Jahren verpflichtet. Corporate Governance bildet den Ordnungsrahmen für die Führung und Kontrolle eines Unternehmens. Der Deutsche Corporate Governance Kodex dient neben den Verhaltens- und Handlungsprinzipien der Verallia Gruppe dabei als Richtlinie. Es wird daher in den Leitungsgremien regelmäßig überprüft, ob gewährleistet ist, dass unternehmensweit sämtliche Gesetze, Regelwerke und Unternehmensrichtlinien (Compliance) eingehalten und anerkannte Standards und Empfehlungen sowie Werte des Unternehmens befolgt werden. Darüber hinaus stärk die Transparenz der Unternehmensinformationen das Vertrauen der Anteilseigner sowie der Arbeitnehmer, Kunden, Lieferanten und anderer Geschäftspartner in das Unternehmen. Vorstand und Aufsichtsrat der Verallia Deutschland AG betrachten Corporate Governance nicht als ein starres System; so kann es unternehmensintern kontinuierlich an neue Anforderungen angepasst und verbessert werden. Beide Organe haben sich daher auch im Berichtszeitraum wiederum mit den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex befasst und nach gründlicher, an den Interessen des Unternehmens und seiner Anteilseigner ausgerichteter Abwägung jeweils entschieden, inwieweit den Empfehlungen des Kodex entsprochen wird. Die Aktualisierung der Entsprechenserklärung ist mit Veröffentlichung dieses Geschäftsberichts geplant. Die aktuelle Version ist auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht und somit dauerhaft zugänglich gemacht. Die Verallia Deutschland AG setzt einen großen Teil der Empfehlungen und Anregungen um. Aufgrund der unternehmensspezifischen Gegebenheiten, insbesondere durch die indirekte Einbindung der Gesellschaft in die mit fast 97 % am Kapital beteiligte Apollo Gruppe, der geringen Anzahl außenstehender Aktionäre und der dadurch bedingten geringeren finanzmarktlichen Orientierung des Unternehmens wird jedoch in einigen begründeten Ausnahmefällen von den Empfehlungen abgewichen. UnternehmensleitungDie Verallia Deutschland AG wird - wie alle Aktiengesellschaften nach deutschem Recht - durch das duale Führungssystem aus Vorstand und Aufsichtsrat geleitet. Dieses System ist durch eine strikte personelle Trennung zwischen dem Vorstand als Leitungsorgan und dem Aufsichtsrat als Beratungs- und Überwachungsorgan gekennzeichnet. Die Aufgabenteilung zwischen den beiden Organen richtet sich nach dem Aktiengesetz, der Satzung sowie den beiden Gremien jeweils eigenen Geschäftsordnungen. Der Vorstand der Verallia Deutschland AG leitet das Unternehmen und führt die Geschäfte der Gesellschaft. Ihm gehörten zum Ende des Berichtszeitraums neben dem Vorsitzenden zwei weitere Mitglieder an, die vom Aufsichtsrat bestellt wurden. Die Zuständigkeiten und Verantwortungsbereiche sind nach funktionalen Kriterien verteilt und in einem Geschäftsverteilungsplan geregelt. Jedes einzelne Mitglied sowie der Vorstand als Gesamtorgan sind an das Unternehmensinteresse gebunden und der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswerts verpflichtet. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen. Der Aufsichtsrat überwacht die Tätigkeit des Vorstands, berät ihn und bestimmt die strategische Ausrichtung des Konzerns, um somit den langfristigen Unternehmenserfolg zu sichern. Das Gremium ist nach dem Drittelbeteiligungsgesetz zusammengesetzt und besteht (grundsätzlich) aus neun Mitgliedern. Drei Mitglieder sind als Vertreter der Arbeitnehmer bestellt, die anderen sechs - davon fünf Vertreter des Mehrheitsaktionärs, der Verallia Gruppe - repräsentieren die Anteilseigner. Eines der von den Aktionären gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats ist als unabhängig im Sinne von Ziffer 5.4.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex anzusehen und einige Mitglieder verfügen über umfangreiche Auslandserfahrung. Bei den derzeitigen Mitgliedern des Aufsichtsrats bestehen keine Interessenkonflikte und im Berichtszeitraum traten ebenfalls keine auf. Bevor neue Personen für das Gremium vorgeschlagen werden, wird sichergestellt, dass auch diese keinen Interessenkonflikten ausgesetzt sein werden. Von Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden keine Beratungsleistungen gegen Honorar erbracht. Die personelle Zusammensetzung der Gremien ist auf Seite 18 des Geschäftsberichts dargestellt. Zum aktuellen Zeitpunkt hält weder ein Mitglied des Vorstands noch eines des Aufsichtsrats Anteile am Kapital der Verallia Deutschland AG. Im Berichtszeitraum wurden weder von Mitgliedern des Aufsichtsrats noch von Mitgliedern des Vorstands sogenannte Directors' Dealings getätigt, d. h., es wurden von ihnen keine Aktien der Verallia Deutschland AG ge- oder verkauft. Weitere Informationen zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sind in der Erklärung zur Unternehmensführung, die auf der Internetseite veröffentlicht ist, enthalten. Vielfalt (Diversity)Die Verallia Deutschland AG setzt die Bestimmungen des Deutschen Corporate Governance Kodex zur Berücksichtigung von Frauen bei der Zusammensetzung des Vorstands und bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen um. Hinsichtlich des 2015 erlassenen "Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst", haben Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam beschlossen, die Zielgrößen beim aktuellen Status quo zu belassen. Darüber hinaus hat das Unternehmen auch die Vorgaben des am 06. Juli 2017 in Kraft getretene Entgelttransparenzgesetz umgesetzt. VergütungDie Vergütung der Vorstandsmitglieder ist entsprechend den gesetzlichen Vorgaben im Konzernanhang ausgewiesen. Sie ist nach fixen und variablen Komponenten aufgeteilt und ist im Rahmen des zusammengefassten Lageberichts in diesem Geschäftsbericht auf Seite 71 zu finden. Zur Vermeidung einer doppelten Darstellung macht sich dieser Corporate-Governance-Bericht die Darstellung im zusammengefassten Lagebericht ausdrücklich zu eigen und verweist darauf. Die Vergütung des Aufsichtsrats in einer Gesamthöhe von 84.000 Euro wird durch die Satzung der Verallia Deutschland AG wie folgt geregelt: Jedes Mitglied erhält neben dem Ersatz seiner Auslagen nach Ablauf des Geschäftsjahres eine feste Vergütung von 7.700 Euro p. a. Der Vorsitzende und sein Stellvertreter erhalten jeweils 14.900 Euro p. a. Im Rahmen des Vergütungsberichts, auf Seite 72 dieses Geschäftsberichts, sind die Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder ebenfalls erläutert. Die Verallia Deutschland AG hat keine Aktienoptionspläne oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme aufgelegt, weder für Vorstandsmitglieder oder andere leitende Mitarbeiter noch für den Aufsichtsrat. HauptversammlungDie Hauptversammlung bietet Raum für die Generaldebatte zwischen Aktionären, Vorstand und Aufsichtsrat, ferner üben die Aktionäre dort ihr Stimmrecht - eine Stimme je Aktie - aus. Vorstand und Aufsichtsrat haben festgelegt, dass die Aktionäre die Unterstützung und die Informationen erhalten, die Gesetz, Satzung und Kodex vorsehen. Die Einberufung der Hauptversammlung wird einschließlich der Tagesordnung sowie aller erforderlichen Berichte und Unterlagen auf unserer Internetseite veröffentlicht. Ebenso werden dort die detaillierten Abstimmungsergebnisse jeweils direkt nach der Hauptversammlung zur Verfügung gestellt. Im Berichtszeitraum fand eine ordentliche Hauptversammlung der Verallia Deutschland AG am 16. Mai 2017 in Bad Wurzach statt. Als Termin für die nächste Hauptversammlung, die ebenfalls wieder in Bad Wurzach stattfinden wird, ist der 16. Mai 2018 vorgesehen. Transparenz und InformationDie Verallia Deutschland AG legt Wert auf eine offene und transparente Unternehmenspolitik und Kommunikation. Daher werden auf der Internetseite des Unternehmens unter www.verallia.de ebenso alle Pressemitteilungen und Insiderinformationen, alle regelmäßig erscheinenden Finanzberichte sowie sämtliche für die Hauptversammlung relevanten Unterlagen veröffentlicht. Die Termine der regelmäßigen Finanzberichterstattung sind ebenfalls im Finanzkalender auf der Internetseite abrufbar. Rechnungslegung und AbschlussprüferDer Konzernabschluss der Verallia Deutschland AG zum 31. Dezember 2017 wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Die Hauptversammlung hat die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr Januar bis Ende Dezember 2017 bestellt. Der Prüfungsauftrag wurde durch den Aufsichtsrat erteilt. ComplianceFür die Verallia Deutschland AG gelten die Regeln und Bestimmungen des Compliance-Programms, das für die gesamte internationale Verallia Gruppe erarbeitet und eingeführt wurde. EntsprechenserklärungEntsprechend § 161 AktG sind Vorstand und Aufsichtsrat einer börsennotierten Aktiengesellschaft verpflichtet, einmal jährlich eine Erklärung abzugeben, dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen wurde bzw. wird, oder zu benennen, welche Empfehlungen ggf. nicht angewandt wurden oder werden; dies ist zu begründen. In der Aufsichtsratssitzung im März 2018 haben Vorstand und Aufsichtsrat der Verallia Deutschland AG gemeinsam eine Aktualisierung der Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG in der aktuellen Fassung vom 07. Februar 2017 verabschiedet. Sie ist im Originalwortlaut hier anschließend abgedruckt. EntsprechenserklärungDES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATS DER VERALLIA DEUTSCHLAND AG ZU DEN EMPFEHLUNGEN DES DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX GEMÄSS § 161 AKTGVorstand und Aufsichtsrat der Verallia Deutschland AG erklären hiermit gemäß § 161 AktG, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" (nachfolgend auch "DCGK") in der Fassung vom 07. Februar 2017 seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im März 2017 entsprochen wurde und den Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 07. Februar 2017 auch weiterhin entsprochen wird, mit Ausnahme folgender Abweichungen, die nachstehend näher erläutert werden: 1. Entgegen Ziffer 2.3.2 Satz 2 DCGK wurde und wird für die weisungsgebundene Ausübung des Stimmrechts der Aktionäre in der Hauptversammlung von der Gesellschaft kein Vertreter bestellt. Vorstand und Aufsichtsrat sind der Auffassung, dass die Bestellung eines weisungsgebundenen Vertreters zur Stimmabgabe in der Hauptversammlung angesichts der geringen Anzahl von Aktionären und des damit verbundenen zusätzlichen administrativen und kostenverursachenden Aufwands nicht sinnvoll ist. Darüber hinaus ist eine effiziente Wahrnehmung der Aktionärsinteressen in den Hauptversammlungen durch die von Aktionären gegebenen Vollmachten und durch die Möglichkeit der Briefwahl ausreichend gewährleistet. 2. Entgegen Ziffer 4.2.3 Satz 9 DCGK wurde und wird eine nachträgliche Änderung von Erfolgszielen oder der Vergleichsparameter bei der variablen Vergütung von Vorstandsmitgliedern nicht ausgeschlossen. Nach Auffassung von Vorstand und Aufsichtsrat ist eine nachträgliche Änderung und Anpassung der Erfolgsziele oder der Vergleichsparameter geboten, wenn außerordentliche Entwicklungen auf Seiten der Gesellschaft Einfluss auf die Erreichbarkeit der Zielwerte der vorgesehenen variablen Vergütung des Vorstands haben. Die Gesellschaft ist der Ansicht, dass eine nachträgliche Anpassung der Zielwerte und sonstigen Paramater der variablen Vergütungsteile sinnvoll und erforderlich ist, um positive und negative Auswirkungen auf die Erreichbarkeit der Zielwerte in angemessener Weise zu neutralisieren. 3. Für das Geschäftsjahr 2017 wurde die Vorstandsvergütung zwar den gesetzlichen Anforderungen entsprechend offengelegt, nicht jedoch mit dem Inhalt und der Form, die Ziffer 4.2.5 DCGK für den Vergütungsbericht empfiehlt. Insbesondere wurden auch nicht die dem Kodex als Anlage beigefügten Mustertabellen verwendet. Für die Geschäftsjahre ab dem 01. Januar 2017 wird die Vergütung der Vorstandsmitglieder nicht in Form eines individualisierten Vergütungsberichts offengelegt. Für das Geschäftsjahr 2017 wurde die Vorstandsvergütung wieder den Anforderungen des DCGK entsprechend nicht individualisiert offengelegt, nachdem der so genannte Opt-out-Beschluss der Hauptversammlung vom 19. Mai 2011, die Vergütung der Vorstandsmitglieder individualisiert offenzulegen, nur für die Geschäftsjahre bis einschließlich 2015 Gültigkeit hatte. Hierbei wurde auch nicht der weitergehende Inhalt sowie die Form, die Ziffer 4.2.5 DCGK für den Vergütungsbericht empfiehlt, beachtet. Vorstand und Aufsichtsrat sind nicht der Ansicht, dass eine Umstellung der Darstellung der Vorstandsvergütung die Qualität und Verständlichkeit erhöht. Aus diesem Grunde wurde von einer weiteren Untergliederung sowie der Verwendung der Mustertabellen abgesehen. Die Hauptversammlung vom 12. Oktober 2016 hat erneut einen Opt-out-Beschluss für die Jahres- und Konzernabschlüsse der Gesellschaft für das Rumpfgeschäftsjahr vom 01. März 2016 bis zum 31. Dezember 2016 sowie die Geschäftsjahre 2017 bis einschließlich 2020, längstens jedoch bis zum 11. Oktober 2021 beschlossen. Während des Bestandes dieses Hauptversammlungsbeschlusses erfolgt daher keine individualisierte Ausweisung der Vorstandsvergütung entsprechend der Empfehlung in Ziffer 4.2.5 Abs. 3 DCGK. Vorstand und Aufsichtsrat sind der Ansicht, dass Art und Umfang der dargestellten Daten ein hinreichendes Transparenzniveau gewährleisten und eine darüber hinaus gehende Offenlegung und Aufschlüsselung sowie eine Verwendung der Mustertabellen die Qualität und Verständlichkeit der Darstellung nicht erhöhen würden. 4. Entgegen Ziffer 5.1.2 Satz 8 DCKG wurde und wird eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder nicht festgelegt. Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass eine festgelegte Altersgrenze ein nicht gewolltes Ausschlusskriterium für qualifizierte Vorstandsmitglieder sein könnte und dies den Aufsichtsrat pauschal in seiner Auswahl geeigneter Vorstandsmitglieder einschränkt. 5. Entgegen Ziffern 5.3.1, 5.3.2 und 5.3.3 DCGK wurden und werden vom Aufsichtsrat, abgesehen vom Personalausschuss, keine weiteren fachlich qualifizierten Ausschüsse, insbesondere kein Prüfungs- sowie Nominierungsausschuss, gebildet. Als einziger Ausschuss besteht der Personalausschuss des Aufsichtsrats. Verzichtet wird daher auch auf die Bildung eines Prüfungsausschusses gemäß Ziffer 5.3.2 DCGK sowie auf die Bildung eines Nominierungsausschusses gemäß Ziffer 5.3.3 DCGK. Vorstand und Aufsichtsrat halten die Bildung von weiteren Ausschüssen angesichts des überschaubaren Umfangs des Unternehmens und des lediglich neun-köpfigen Aufsichtsrats für nicht sinnvoll bzw. erforderlich. Alle Themen der Aufsichtsratsarbeit werden durch den Gesamtaufsichtsrat erarbeitet, soweit sie nicht dem Personalausschuss des Aufsichtsrats übertragen sind. Insbesondere ist der Aufsichtsrat der Auffassung, dass bei der Bildung von Ausschüssen die Arbeit des Aufsichtsrats unnötig erschwert werden würde. 6. Entgegen Ziffer 5.4.1 Satz 2 DCGK wurden und werden für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats keine konkreten Ziele benannt, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinn von Ziffer 5.4.2 DCGK und eine festzulegende Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sowie Vielfalt (Diversity) berücksichtigen. Zudem wurde auch kein Kompetenzprofil erarbeitet. Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der Gesellschaft hat sich am Unternehmensinteresse auszurichten. Die Wahlvorschläge an die Hauptversammlung wählt der Aufsichtsrat daher nach fachlicher Kompetenz und Erfahrung aus. Der Aufsichtsrat hat lediglich eine Altersgrenze für seine Mitglieder beschlossen. Er ist der Auffassung, dass für seine Zusammensetzung insbesondere auf die spezifische Situation, die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenkonflikte, Vielfalt (Diversity) und eine angemessene Beteiligung von Frauen zu achten ist, und wird dies bei seinen Vorschlägen an die zuständigen Wahlgremien auch berücksichtigen. Doch sollte der Aufsichtsrat bestmöglich zusammengesetzt sein. Die Festlegung konkreter Ziele sowie fester Kompetenzprofilen für die Zusammensetzung erscheint hierfür weder geeignet noch zweckmäßig. 7. Entgegen Ziffer 5.4.6 Satz 3 DCGK wurden und werden die Mitgliedschaft in Ausschüssen bei der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder nicht berücksichtigt. Die Satzung der Verallia Deutschland AG sieht für die Mitgliedschaft in Ausschüssen keine gesonderte Vergütung vor. Diese Regelung wird im Hinblick auf den mit der jeweiligen Tätigkeit verbunden Aufwand für angemessen erachtet, insbesondere vor dem Hintergrund, dass der Aufsichtsrat keine Ausschüsse, abgesehen von dem Personalausschuss, bildet und entsprechende Abweichungen zu Ziffern 5.3.1, 5.3.2 und 5.3.3 erklärt hat. 8. Entgegen Ziffer 7.1.2 Satz 2 DCGK wurden und werden Halbjahres- und etwaige Quartalsfinanzberichte vom Vorstand vor der Veröffentlichung mit dem Aufsichtsrat nicht erörtert. Vorstand und Aufsichtsrat sind der Auffassung, dass eine gesonderte Erörterung der Berichte nicht notwendig ist, da der Aufsichtsrat ohnehin regelmäßig über alle relevanten Geschäftsvorgänge informiert wird.
Bad Wurzach, im März 2018 Verallia Deutschland AG Für den Vorstand Hugues Denissel Für den Aufsichtsrat Jean-Pierre Floris Organe der GesellschaftVorstandscroll
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Mitgliedschaften in weiteren gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien (zum 31.12.2017)Vorstandscroll
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Lagebericht und KonzernlageberichtFÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017Lagebericht und KonzernlageberichtDER VERALLIA DEUTSCHLAND AG ZUM 31. DEZEMBER 2017Der Lagebericht für Konzern und AG ist zusammengefasst. Der Konzernabschluss der Verallia Deutschland AG wurde für das Geschäftsjahr 01. Januar - 31. Dezember 2017 nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Einzelabschluss der Verallia Deutschland AG wurde nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) erstellt. GRUNDLAGEN DES KONZERNSUnternehmensstrukturDie 1946 gegründete Verallia Deutschland AG - mit Hauptsitz in Bad Wurzach - ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft nach deutschem Aktienrecht, die im General Standard gelistet ist und am Regulierten Markt in Frankfurt, Berlin, Düsseldorf, Stuttgart und München gehandelt wird. Gegenstand des Unternehmens sind im Wesentlichen die Herstellung und der Vertrieb von Glasverpackungen. Zum Konzern gehören vier deutsche Produktionsstätten. Diese befinden sich in Bad Wurzach, Neuburg an der Donau, Essen und Wirges im Westerwald. Weitere Standorte sind die Werke Kavminsteklo in Mineralnye Vody und Kamyshinsky Steklotarny Zawod in Kamyshin bei Wolgograd in Russland sowie das Werk Consumers-Sklo-Zorya in Rivne, Ukraine. Nach dem Übergang der gesamten Verallia Gruppe von der Compagnie de Saint-Gobain an die Apollo Gruppe und die Bpifrance hält die BRH Holdings GP, Ltd. als Tochtergesellschaft von Apollo, indirekt die 96,7 % der Anteile am Grundkapital in Höhe von 26,0 Mio. Euro an der Verallia Deutschland AG, die vormals von der Saint-Gobain Emballage S.A. gehalten wurden. Davon wurden 2016 91,7 % konzernintern auf die Horizon Holdings Germany GmbH, Bad Wurzach, übertragen und 5,0 % sind nach wie vor im Besitz der Verallia France S.A. (vormals Saint-Gobain Emballage S.A.), Courbevoie, Frankreich. 3,3 % des Grundkapitals sind weiterhin im Streubesitz von Privatanlegern. Am 25. April 2016 hat die Verallia Deutschland AG einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Horizon Holdings Germany GmbH abgeschlossen. Die Horizon Holdings Germany GmbH verpflichtet sich aufgrund dieses Vertrags den außenstehenden Aktionären der Verallia Deutschland AG für die Dauer des Vertrags einen Ausgleich nach Abzug von Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von EUR 17,06 je Aktie (brutto/vor Körperschaftsteuer: EUR 20,27) für ein volles Geschäftsjahr auszuzahlen. Die eigenständige Verallia Gruppe ist einer der Weltmarktführer für Glasverpackungen auf den Premiummärkten Wein, Sekt, Spirituosen und Lebensmittel. Durch den einheitlichen Auftritt von Verallia konnte insbesondere die Transparenz gegenüber ihren Märkten, ihren Kunden, ihrem Produktionsnetzwerk und dem regionalen wirtschaftlichen Umfeld gesteigert werden. Verallia zeichnet sich durch die Stärke eines weltweiten Produktions- und Vertriebsnetzwerks sowie die Kundennähe mit Produktions- und Vertriebsstandorten vor Ort bei Kunden und Geschäftspartnern aus. Die Unternehmensgruppe vermittelt dadurch nicht nur ihre Kompetenz, sondern demonstriert gleichzeitig auch ihr Innovationsvermögen und kann ihr Ansehen als Referenz in den Bereichen der Glasverpackung und der nachhaltigen Entwicklung behaupten. Verallia hat den hohen Anspruch, immer umweltfreundlichere, in allen Bereichen nachhaltige und beliebig oft recycelbare Glasverpackungen anzubieten, die den wertvollen Inhalt aufwerten, die Qualität der Getränke und Lebensmittel schützen und damit zum Wohlbefinden der weltweiten Verbraucher beitragen. Unsere Kunden messen uns an unserer Leistung und deshalb werden wir alles daransetzen, sie auch weiterhin zeitgerecht und in verlässlich hoher Qualität zu angemessenen Preisen zu beliefern. DeutschlandIn Deutschland gehört die Verallia Deutschland AG zu den führenden Herstellern für Behälterglas. Es werden Flaschen und Gläser produziert, mit denen die Hersteller sowohl der Getränke- als auch der Nahrungsmittelindustrie im In- und angrenzenden Ausland beliefert werden. Das Unternehmen ist bestrebt, der bevorzugte Verpackungspartner für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie zu sein. Klare Voraussetzungen hierfür sind herausragende Leistungen in Qualität, Kundenservice und innovative Entwicklungen. Diese sollen durch vorbildliche Arbeitssicherheit, soziales Engagement sowie die nachhaltige Nutzung sämtlicher Ressourcen erreicht werden. Das Produktportfolio der Verallia Deutschland AG ist mit den Getränkebereichen Wein/ Sekt, Bier, alkoholfreie Getränke und Spirituosen sowie dem breiten Segment Lebensmittel weiter gut aufgestellt und deshalb ausgesprochen markt- und wettbewerbsfähig. Den strategischen Schwerpunkt bilden die Bereiche, in denen Glasverpackungen ganz besonders als Verpackungsart geeignet sind. RusslandJSC Kamyshinsky Steklotarny Zawod hat sich spezialisiert auf die Produktion von Weißglas und Weitmundgläsern. Das Hauptaugenmerk liegt hierbei auf der Erfüllung anspruchsvoller Spezifikationen seitens der Kunden. Die Hauptkunden von JSC Kamyshinsky Steklotarny Zawod sind sowohl Händler von Glasbehältern für die Lebensmittelindustrie als auch nationale Direktkunden und multinationale Kunden. JSC "Kavminsteklo" ist ein Glashersteller für hauptsächlich im Süden von Russland und in angrenzenden Staaten angesiedelte Betreiber großer Wasserquellen und Weinberge für die Wein- und Sektproduktion. JSC "Kavminsteklo" verfügt über die Möglichkeit, die Farben Grün, Weiß und Oliv für das gesamte Portfolio im Mineralwasser-, Wein-, Sekt-, Bier- und Spirituosenbereich sowie inzwischen auch Gläser, u.a. für den Pharma-bereich, anzubieten. UkrainePrivate JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' produziert qualitativ hochwertige Weißglasflaschen und -gläser überwiegend für den Premiumbereich. Zusätzlich wurden 2014 grüne Artikel in das Portfolio aufgenommen. Das Werk in Zorya beliefert Großkunden in der Ukraine sowie im Exportmarkt und hat sich mit seinen innovativen Produkten zu einem wichtigen Anbieter vor allem in Polen und zunehmend auch in anderen osteuropäischen Märkten entwickelt. UnternehmenssteuerungDas Steuerungssystem bei Verallia Deutschland ist darauf ausgerichtet, den Konzern bei der Erreichung seiner Ziele zu unterstützen. Ein Kernelement stellt die Unternehmensplanung dar. Über einen Zeitraum von fünf Jahren werden in diesem Prozess alle wesentlichen Faktoren des Konzerns geplant. Ergänzend kommt ein jährlicher Budgetprozess hinzu. In vierteljährlichen Abständen erfolgt eine Aktualisierung der Budgetdaten gemäß der aktuellen Geschäftsentwicklung. Ein monatliches Berichtswesen informiert zudem über den aktuellen Geschäftsverlauf, bildet eine weitere Grundlage für Entscheidungen und ermöglicht ein zeitnahes Reagieren und Gegensteuern bei unerwünschten Entwicklungen. Die Steuerung des Konzerns wird durch ausgewählte Kennzahlen unterstützt. Es werden sowohl finanzielle als auch nichtfinanzielle Indikatoren herangezogen. Diese werden im Rahmen der regelmäßigen Berichterstattung überwacht und unterliegen einer ständigen Optimierung. Als bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren dienen bei Verallia Deutschland der Umsatz und das Operative Ergebnis (EBIT) nach IFRS, jeweils sowohl auf Konzern- als auch auf Segmentebene. Ergänzend dazu zeigt die Umsatzrendite, die den prozentualen Anteil des Operativen Ergebnisses am Umsatz errechnet, die Profitabilität innerhalb einer Berichtsperiode an. Zur Steuerung werden weiterhin der Return on Investment (ROI), der Cashflow aus operativer Tätigkeit, die Eigenkapitalquote sowie die Investitionen verwendet. Diese finanziellen Kenngrößen werden im Rahmen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dargestellt. Ihre Entwicklung kann zudem der 10-Jahres-Übersicht im Geschäftsbericht entnommen werden. Im nichtfinanziellen Bereich ist das Thema Arbeitssicherheit als bedeutsam definiert. Der Gesundheits- und Arbeitsschutz bildet das zentrale Fundament der Sicherheitspolitik von Verallia, dessen Entwicklung kontinuierlich verfolgt wird. Aus diesem Grund wird hierzu ein spezieller Indikator (TF2) berechnet, der den Stand der Arbeitsunfälle mit Arbeitszeitausfall und medizinischer Versorgung aufzeigt. Im nichtfinanziellen Bereich wird außerdem die Anzahl der neuen Produkte als Kenngröße herangezogen. Zudem nimmt das Thema Energie, vor dem Hintergrund des Gesamtenergieverbrauchs, immer bedeutenderen Raum ein. WIRTSCHAFTSBERICHTWirtschaftliches UmfeldGlobalIm Jahr 2017 befand sich die Weltwirtschaft nach Einschätzung des Instituts für Weltwirtschaft Kiel (IfW) in einem kräftigen Aufschwung und ihr Wachstum hat sich spürbar beschleunigt. Die Weltkonjunktur, die im Verlauf des Jahres 2016 die konjunkturelle Talsohle durchschritten hatte, gewann 2017 weiter an Fahrt und war demnach in nahezu allen großen Volkswirtschaften gleichzeitig aufwärtsgerichtet, woraus ein Anstieg der Weltproduktion von 3,8 % - und somit der stärkste Anstieg seit 2011 - resultierte. Im Jahresverlauf expandierte auch der Welthandel wieder spürbar. Wesentlich für den Aufschwung war auch, dass die Investitionen weltweit deutlich stärker ausgeweitet wurden, während die bereits seit geraumer Zeit kräftige Nachfrage der privaten Haushalte robust blieb. Die konjunkturelle Expansion im Euroraum blieb nach wie vor von überwiegend binnenwirtschaftlichen Auftriebskräften getrieben. Besonders kräftig nahmen die Investitionen zu, jedoch auch der private Konsum expandierte vor dem Hintergrund steigender Beschäftigung und etwas anziehender Löhne deutlich. Bemerkenswert ist, dass die Konjunktur inzwischen in allen Ländern des Euroraums deutlich aufwärtsgerichtet ist. Maßgeblich für die Veränderungen der Inflationsrate in den vergangenen Jahren war die Entwicklung der Energie- und Nahrungsmittelpreise, vor allem der starke Einbruch und die nachfolgende partielle Erholung bei den Ölpreisen. Die Inflation bei den übrigen Waren und Dienstleistungen (Kernrate) liegt seit einer Reihe von Jahren stabil bei 1,5 %, zuletzt war sie leicht darunter. DeutschlandDie deutsche Wirtschaft hat sich 2017 besser entwickelt als erwartet und befand sich im Jahresverlauf in einem stetigen und breit angelegten Aufschwung mit einem soliden binnenwirtschaftlichen Fundament, wie führende Forschungsinstitute berichten und daher im Laufe des Jahres ihre Wachstumsprognosen erhöhten. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Berichtsjahr nach Angaben des IfW demnach bei 2,3 %. Die Kapazitäten der Unternehmen waren gut bis deutlich über normal ausgelastet, die Beschäftigung stieg weiter und die Verbraucherpreise waren stabil. Die privaten Haushalte blieben dank der ausgezeichneten Beschäftigungs- und Einkommensperspektiven in Konsumlaune. Ihre Käufe von Konsumgütern legten im ersten Halbjahr so stark zu wie seit 15 Jahren nicht mehr. RusslandRusslands Wirtschaft erholte sich weiter und kehrte im Jahr 2017 zu einem moderaten Wachstum zurück. Mit einem BIP von 1,8 % ist es das erste volle Jahr mit Wirtschaftswachstum seit Beginn der Rezession in 2014. Positiv wirkt sich der stabile Ölpreis aus. Daneben trugen insbesondere die Landwirtschaft und Ausgaben der Regierung für große Infrastrukturprojekte zum Aufschwung bei. Die internationalen Sanktionen und ein allgemein angespanntes geopolitisches Umfeld bleiben jedoch weiterhin bestehen. Die Inflationsrate liegt zum Jahresende bei ca. 4 %. Der Wechselkurs im Geschäftsjahr 2017 bewegte sich im Vergleich zur Vorperiode auf einem leicht höheren Niveau. Zum 31. Dezember 2017 erreichte er einen Schlusswert von 69,19 Rubel/Euro. Der Verlauf in den Monaten Januar bis Dezember 2017 lässt sich der folgenden Tabelle entnehmen: WECHSELKURS RUBEL/EURO![]() UkraineDie Stabilisierung der ukrainischen Wirtschaft setzt sich in 2017 fort. Für das Gesamtjahr 2017 ergibt sich ein BIP von ca. 2 %. Die Inflationsrate bleibt weiterhin auf einem hohen Niveau. Aufgrund der anhaltenden Konflikte in der Ostukraine und den schwierigen Beziehungen zu Russland bleibt das allgemeine wirtschaftliche und politische Umfeld weiter unsicher. Handelsblockaden mit den von der Regierung nicht kontrollierten Gebieten im Osten des Landes, wirken sich negativ aus. Der Export stieg in 2017 wieder an. Die ukrainische Währung blieb in 2017 geschwächt. Der Schlusswert im Dezember beträgt 33,58 Griwna/Euro. Im Folgenden ist der Kursverlauf in 2017 dargestellt: WECHSELKURS GRIWNA/EURO![]() GeschäftsverlaufDie Geschäftstätigkeit des Verallia Deutschland Konzerns umfasst im Wesentlichen die Herstellung und den Vertrieb von Glasverpackungen. Der Geschäftsverlauf ist mit Umsatzspitzen im Sommer generell saisonal geprägt. Wannenbauten werden üblicherweise im 1. Quartal eines Kalenderjahres durchgeführt. Dies in Verbindung mit dem insgesamt längeren Betrachtungszeitraum führt dazu, dass der Geschäftsverlauf des Geschäftsjahres 2017 nicht vollständig mit dem berichteten Vorjahreszeitraum des Rumpfgeschäftsjahres März-Dezember 2016 vergleichbar ist. Das Biersegment in Deutschland leidet insgesamt betrachtet weiterhin unter einem Konsumrückgang. Deshalb fokussieren sich deutsche Brauereien verstärkt auf alkoholfreie Biere und Bierspezialitäten wie beispielsweise Hellbiere und Craft Beer, die den Trend zur Regionalität und Premiumisierung bedienen. Gleichzeitig werden die Exportaktivitäten intensiviert. Ein weiterer Trend, die Individualisierung der Gebinde als bedeutendes Element der Markenstrategie, beeinflussten den Absatz von Bierflaschen im In- und Ausland entsprechend positiv. Diese Entwicklung scheint sich auch zukünftig fortzusetzen. Der Absatz von Weinflaschen ist in Deutschland, aufgrund der Bulk-Wein-Füllungen nach wie vor auf einem guten Niveau. Im Markt zeigen sich auf Kundenebene perspektivisch Tendenzen zu Konsolidierungen. Im Sektbereich setzt sich die Tendenz zur Sättigung des Marktes bei Sektmischgetränken weiter fort. Der Absatz alkoholfreier Sekte steigt dagegen weiter. Insgesamt blieb der Sektabsatz im Jahr 2017 mehr oder weniger stabil. In einem mengenmäßig leicht rückläufigen Marktumfeld kamen im Lebensmittelbereich Impulse vor allem aus den Segmenten Babynahrung und süße Brotaufstriche. Der Behälterglasmarkt in Europa ist trotz des anhaltenden intensiven Wettbewerbsverhaltens derzeit insgesamt eher von einer hohen Nachfrage nach Glas bestimmt. Dennoch sollten verlässliche Produktqualität, Lieferfähigkeit, Kundennähe und Innovationskraft nicht außer Acht gelassen werden. Da die Kunden ihre eigenen Vorräte aus verschiedenen Gründen auf das Mindestmaß reduziert haben, helfen unsere stabilen internen Prozesse Engpässe bei Kunden zu vermeiden. Damit können wir uns weiter als bevorzugter Partner unserer Kunden behaupten. Die Perspektiven für Verallia Deutschland sind insgesamt positiv einzuschätzen, wobei wir die politischen Auseinandersetzungen in der Ukraine sowie das Umfeld in Russland nach wie vor mit großer Aufmerksamkeit verfolgen. KAPITALMARKTDie Verallia Deutschland AG ist im General Standard gelistet und wird im Regulierten Markt in Frankfurt, Berlin, Düsseldorf, Stuttgart und München gehandelt. KENNZAHLEN ZUR VERALLIA DEUTSCHLAND AKTIE (KURS FRANKFURT)scroll
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Garantiedividende für Minderheitsgesellschafter Im folgenden Diagramm wird der Kursverlauf im Jahr 2017 abgebildet. Insgesamt wurde in diesen zwölf Monaten in Frankfurt ein Volumen von 2.807 Stück (Vorjahr: 7.440 Stück) gehandelt. Aufgrund des geringen Minderheitsanteils von nur 3,3 % bzw. rund 33.000 Aktien, die sich im Streubesitz befinden, bleibt das Handelsvolumen gesehen an der Gesamtzahl der Aktien relativ gering. KURSHISTORIE VERALLIA DEUTSCHLAND AG, 2017, BÖRSENPLATZ FRANKFURT![]() ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGEErtragslageSämtliche zeitraumbezogenen Kennzahlen des Geschäftsjahres sind aufgrund der unterschiedlichen Dauer nur eingeschränkt mit denen des vorangegangenen, zehnmonatigen Rumpfgeschäftsjahres vergleichbar. Entsprechend wird auf direkte Vergleiche weitgehend verzichtet, die Vorjahreszahlen für das Geschäftsjahr vom 01. März bis 31. Dezember 2016 werden jedoch jeweils angegeben. Im April 2017 wurde die nicht operativ tätige Konzerngesellschaft Black Sea Glass Packaging LLC, Russland, veräußert und ist entsprechend zum 31. Dezember 2017 nicht mehr im Konsolidierungskreis enthalten. Die Endkonsolidierungseffekte sind für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Verallia Deutschland Konzerns nicht wesentlich. Die GPS Oberland GmbH wurde mit Wirkung zum 01. Januar 2017 auf die Verallia Deutschland AG verschmolzen. Da die Gesellschaft zuvor im Konzernabschluss vollkonsolidiert wurde, ergaben sich hieraus keine Effekte für den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017. UmsatzentwicklungKonzernDer Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2017 beträgt bei Verallia Deutschland 504,2 Mio. Euro, nach 421,1 Mio. Euro im zweiten Rumpfgeschäftsjahr 2016 und 68,4 Mio. Euro im ersten Rumpfgeschäftsjahr 2016. Er liegt damit 14,7 Mio. Euro über dem Umsatz des Kalenderjahres 2016. Das Segment Deutschland trägt hierzu 377,2 Mio. Euro bei (Vorjahr: 324,4 Mio. Euro). Aufgrund der Verschmelzung der GPS Oberland GmbH sind sämtliche Umsätze komplett der Verallia Deutschland AG zuzurechnen. In Russland betrug der Umsatz 83,3 Mio. Euro (Vorjahr: 68,0 Mio. Euro). Nach wie vor ist das Marktumfeld insbesondere vor dem unsicheren politischen Hintergrund als schwierig zu bezeichnen. Generell war der russische Behälterglasmarkt weiterhin durch signifikante Überkapazitäten geprägt. In der Ukraine wurde ein Umsatz in Höhe von 43,7 Mio. Euro (Vorjahr: 28,7 Mio. Euro) erzielt. Die Landeswährung Griwna ist weiterhin sehr volatil. Die überproportionale Entwicklung des Umsatzes ist unter anderem durch eine Wannenreparatur im 2. Rumpfgeschäftsjahr 2016 bedingt. Im Lagebericht zum 31. Dezember 2016 wurden aus dem Budget abgeleitete Umsatzprognosen für das Geschäftsjahr 2017 angegeben, teilweise komparativ zum Kalenderjahr 2016. Die tatsächliche Entwicklung des Umsatzes im Geschäftsjahr 2017 liegt für alle Segmente im Rahmen dieser Prognosen. AGIn der AG betrug der Umsatz 378,3 Mio. Euro (Vorjahr: 325,4 Mio. Euro) und lag damit in der intern erwarteten Größenordnung. ErgebnisentwicklungKonzernBis zum Vorjahr wurden ergebniswirksame Währungsumrechnungsdifferenzen im Operativen Ergebnis erfasst. Da der bei weitem überwiegende Teil hiervon aus konzerninternen Darlehen resultiert und dies auch mittelfristig sehr wahrscheinlich der Fall sein wird, ist mittlerweile eine Darstellung in den Sonstigen Finanzerträgen und -aufwendungen sachgerechter. Eine Erfassung im Operativen Ergebnis würde zudem die direkte Steuerung des Operativen Ergebnisses als bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator beeinträchtigen, da die Wechselkurse nicht beeinflussbar sind. Entsprechend werden die Währungsumrechnungsdifferenzen im Berichtsjahr in Höhe von TEUR - 3.519 in den Sonstigen Finanzerträgen und -aufwendungen erfasst. In Übereinstimmung mit IAS 8 werden auch die Währungsumrechnungsdifferenzen des Vorjahres in Höhe von TEUR 7.614 retrospektiv entsprechend umgegliedert. Das Konzernergebnis (Jahresergebnis nach Abzug des Anteils der Minderheitsgesellschafter) des Geschäftsjahres beträgt 24,7 Mio. Euro (Vorjahr: 29,9 Mio. Euro). Maßgeblich für den Rückgang trotz längerem Berichtszeitraum sind oben erwähnte Währungsumrechnungsdifferenzen. Aufgrund erhöhter Produktivität sind die Umsatzkosten im Vergleich zum Vorjahr unterproportional. Die Sonstigen Aufwendungen enthalten im Geschäftsjahr im Wesentlichen Wertberichtigungen auf Forderungen, Buchverluste aus Anlagenabgängen sowie Abfindungen. Das Operative Ergebnis beläuft sich im Geschäftsjahr 2017 insgesamt auf 49,3 Mio. Euro (Vorjahr: 42,2 Mio. Euro). Auch für die Ergebnisentwicklung wurden im Lagebericht zum 31. Dezember 2016 Prognosen für 2017 angegeben. Auf Gesamtkonzernebene wurde ein Operatives Ergebnis in der Größenordnung des Kalenderjahres 2016 erwartet, welches bei 52,5 Mio. Euro lag. Die negative Abweichung um 6 % ist im Wesentlichen dem Segment Deutschland zuzurechnen, begründet auf höheren Produktionskosten als erwartet sowie Sondereffekten wie Wertberichtigungen im Forderungsbereich. Folglich liegt das Segment Deutschland auch leicht unter dem in der Prognose angegebenen Niveau des Kalenderjahres 2016. Russland liegt nach Umgliederung der in der Prognose auch nicht abgebildeten Währungsumrechnungsdifferenzen im erwarteten Rahmen, die Ukraine sogar eine knappe Mio. Euro darüber. Das Finanzergebnis weist - 12,6 Mio. Euro aus (Vorjahr: - 1,7 Mio. Euro). Der Zinsaufwand hat sich trotz längerem Berichtszeitraum durch Zinssatzsenkungen leicht verringert, die Sonstigen Finanzerträge und -aufwendungen entwickelten sich aufgrund der Währungseffekte stark gegenläufig dazu. Die Umsatzrendite fiel leicht von 10,0 % zum 31. Dezember 2016 auf 9,8 % zum 31. Dezember 2017. Der Ertragsteueraufwand in Höhe von 11,7 Mio. Euro liegt quotal leicht über dem Konzernsteuersatz, hauptsächlich aufgrund nicht angesetzter Verlustvorträge in Russland sowie permanenter Differenzen. 8,2 Mio. Euro hiervon gehen auf den Organträger über (Vorjahr: 9,2 Mio. Euro), die entsprechenden Bilanzpositionen werden mit der Kapitalrücklage verrechnet. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG KONZERN 2017scroll
AGDer Jahresüberschuss der Verallia Deutschland AG betrug im Geschäftsjahr aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags wie im Vorjahr 0,0 Mio. Euro. 35,0 Mio. Euro wurden an die Horizon Holdings Germany GmbH abgeführt (Vorjahr: 44,3 Mio. Euro). Die Umsatzrendite der AG liegt bei 11,3 % (Vorjahr: 13,7 %). Der Rückgang ist weitgehend saisonal sowie im bis April andauernden Wannenbau in Wirges begründet. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG AG 2017scroll
Finanz- und VermögenslageKonzernDer Bilanzsummenrückgang lässt sich auf der Aktivseite hauptsächlich auf eine niedrigere Forderung im Rahmen des konzerninternen Cashpoolings der Verallia Gruppe, ausgewiesen unter den Sonstigen Vermögenswerten, zurückführen. Hierbei wirkte sich insbesondere die Ergebnisabführung für das Vorjahr aus. Bei den Sachanlagen wurden die Investitionen, insbesondere Wannenbauten in Deutschland und Russland, nahezu durch die laufenden Abschreibungen ausgeglichen. Die übrigen Positionen weisen nur relativ geringe Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr auf. KONZERNBILANZ AKTIVA DER VERALUA DEUTSCHLAND AG ZUM 31.12.2017scroll
Die Verteilung der Sachanlagen in Mio. Euro wird durch folgende Grafik deutlich: ENTWICKLUNG SACHANLAGEN![]() Die Vorratsbestände haben sich insgesamt aufgrund eines Anstiegs der Fertigerzeugnisse leicht erhöht. Im Folgenden die Bestandsentwicklung in Mio. Euro: BESTANDSENTWICKLUNG![]() Die Bilanzsituation zum Jahresende stellt gegenüber der Entwicklung während des Berichtszeitraumes einen stichtagsbezogenen Wert dar. Er kann daher nicht als alleiniger Maßstab für den unterjährigen Finanzierungsbedarf herangezogen werden. FinanzierungsanalyseDie langfristigen Schulden, bestehend im Wesentlichen aus einem langfristigen Darlehen der Horizon Holdings Germany GmbH, blieben im Vergleich zum 31. Dezember 2016 auf relativ konstantem Niveau. Die langfristigen Rückstellungen gingen um 6,4 Mio. Euro zurück, größtenteils aufgrund veränderten versicherungsmathematischen Annahmen für die Pensionsrückstellungen. Die Kurzfristigen Finanziellen Verbindlichkeiten sind factoring-bedingt um 7,3 Mio. Euro reduziert. Die Sonstigen Verbindlichkeiten sind um 3,8 Mio. Euro niedriger, unter anderem wegen einer geringeren Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung an die Horizon Holdings Germany GmbH. Das Eigenkapital verringerte sich um 3,9 Mio. Euro auf 54,6 Mio. Euro, zurückzuführen hauptsächlich auf negative Währungsumrechnungsdifferenzen. Somit verringerte sich die Eigenkapitalquote von 12,8 % auf 12,5 %. Generell wird im Konzern ein intensives Working-Capital-Management betrieben, um den Finanzierungsbedarf so niedrig wie möglich zu halten. Der ROI für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2017 liegt bei 14,1 % (Vorjahr: 11,4 %). Die Eigenkapitalrendite sank von 51,6 % im Vorjahr auf 45,7 %. KONZERNBILANZ PASSIVA DER VERALLIA DEUTSCHLAND AG ZUM 31.12.2017scroll
AGIn der AG war eine Verringerung der Bilanzsumme von 392,7 Mio. Euro im Vorjahr auf 383,6 Mio. Euro im Berichtsjahr zu verzeichnen. Auf der Aktivseite ergab sich zwar eine Erhöhung der Sachanlagen um 7,8 Mio. Euro, bedingt durch den Wannenbau in Wirges, stark gegenläufig dazu verhielten sich allerdings die Übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit einem Rückgang um 12,2 Mio. Euro, fast ausschließlich aufgrund einer niedrigeren Forderung im Rahmen des konzerninternen Cashpoolings. Bei JSC "Kavminsteklo" wurden 15 Mio. Euro eines gegebenen Darlehens in Eigenkapital umgewandelt, entsprechend erhöhte sich der Anteilsbesitz und verringerten sich die Ausleihungen an verbundene Unternehmen. Bei den Passiva ergab sich ein Rückgang der Übrigen Verbindlichkeiten in Höhe von 11,6 Mio. Euro, hierin enthalten ist die Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung in Höhe von 35,0 Mio. Euro (Vorjahr: 44,3 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote stieg als Folge der verringerten Bilanzsumme von 13,2 % auf 13,6 %, die Eigenkapitalrendite vor Gewinnabführung betrug 67,3 % (Vorjahr: 85,1 %). Die langfristigen, endfälligen Darlehensverbindlichkeiten blieben weitgehend unverändert. CashflowBasierend auf einem Operativen Ergebnis in Höhe von 49,3 Mio. Euro beträgt der Cashflow zum 31. Dezember 2017 86,5 Mio. Euro. Der Cashflow aus operativer Tätigkeit ist mit 98,6 Mio. Euro sogar noch positiver. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von - 46,6 Mio. Euro resultiert zum einen aus dem Wannenbau in Wirges, zum anderen aber auch aus größeren Investitionsprojekten an den übrigen deutschen und osteuropäischen Standorten. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von - 50,0 Mio. Euro ergibt sich größtenteils aus der Ergebnisabführung an die Horizon Holdings Germany GmbH. Insgesamt erhöhte sich somit der Zahlungsmittelbestand um 1,6 Mio. Euro. KAPITALFLUSSRECHNUNG DES KONZERNSscroll
Die Cashflow-Anteile der einzelnen Segmente entwickelten sich wie folgt: CASHFLOW-AUFTEILUNG LÄNDER![]() Bei einer Gesamtsumme von 48,7 Mio. Euro lag der Schwerpunkt der Investitionen im Berichtsjahr auf großen Wannenbauprojekten in Deutschland und Russland. Auch die übrigen Investitionen trugen dazu bei, die Produktion effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten sowie den ständig steigenden Qualitätsanforderungen der Kunden zu entsprechen. Auch in der Ukraine wurden verschiedene Einzelprojekte realisiert. Im Folgenden die Aufteilung der Investitionen in Sachanlagen für die vergangenen zwei Geschäftsjahre in Mio. Euro: INVESTITIONSANALYSE KONZERN![]() Bilanzstruktur in % der Bilanzsumme von 436,8 Mio. Euro (Vorjahr: 456,1 Mio. Euro): Bilanzstrukturanalyse KonzernAKTIVA![]() PASSIVA![]() Gesamtaussage zur wirtschaftlichen LageInsgesamt ist die wirtschaftliche Lage im Verallia Deutschland Konzern nach wie vor sehr differenziert zu sehen. Grundsätzlich ist das Marktumfeld in Deutschland weiterhin als relativ stabil einzustufen. Unsicher stellen sich die Rahmenbedingungen in Russland und der Ukraine dar. Im Vergleich zum Vorjahr scheint sich die Lage weiter stabilisiert zu haben, die Nachhaltigkeit dieses Trends bleibt jedoch abzuwarten. In Deutschland ergibt sich nach wie vor die Zielsetzung einer weiteren Verbesserung des generell schon hohen Niveaus im Hinblick auf Qualität, Nachhaltigkeit, Lieferfähigkeit und Flexibilität. Weiterhin setzen wir alles daran, unsere Profitabilität auch langfristig sicherzustellen und wieder zu verbessern. In Osteuropa gilt es, den eingeschlagenen Weg fortzuführen, d. h. schon kurzfristig wieder eine volle Kapazitätsauslastung zu erreichen und gleichzeitig die aufgrund der relativ hohen Inflation stetig steigenden Faktorkosten über die Verkaufspreise weitergeben zu können. Intensivierte Vertriebsaktivitäten sowie eine zeitnah zu erwartende Marktbereinigung dürften die Realisierbarkeit dieser Ziele ermöglichen. Mittelfristig sollten damit sämtliche Tochterunternehmen in Russland und der Ukraine, wie im aktuellen Geschäftsjahr, einen deutlich positiven Beitrag zum operativen Konzernergebnis liefern. SegmentberichterstattungLänderDie folgende Tabelle stellt die Gewinn- und Verlustrechnung im Geschäftsjahr 2017 für die einzelnen Länder dar: GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 2017 NACH LÄNDERNscroll
Die Werte für Deutschland umfassen nach der Verschmelzung der GPS Oberland GmbH ausschließlich die Zahlen der AG und ergeben für Deutschland eine Umsatzrendite (Operatives Ergebnis im Verhältnis zum Umsatz) von 9,6 %. Russland liegt dieses Jahr mit 7,2 % leicht darunter, die Ukraine mit 15,9 % sogar deutlich darüber. GeschäftsbereicheDer Verallia Deutschland Konzern ist nur in einem Geschäftsbereich - Flaschen & Gläser - tätig. Die Glasproduktion unterteilt sich in verschiedene Produktgruppen, die alle ihre spezifischen Märkte und Kunden haben. Die Umsätze in Tonnen haben sich im Geschäftsjahr 2017 folgendermaßen entwickelt: UMSATZENTWICKLUNG IN TONNEN![]() NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATORENArbeitssicherheitSicheres Verhalten bei der Arbeit, fortschrittlicher Umweltschutz und ein Höchstmaß an Gesundheitsschutz sind bei Verallia Deutschland ein wichtiges Unternehmensziel und zentraler Bestandteil des EHS-Managementsystems, das die Elemente Environment (Umwelt), Health (Gesundheit) und Safety (Sicherheit) umfasst. Die Erhaltung der körperlichen Unversehrtheit sämtlicher beschäftigter Mitarbeiter hat uneingeschränkte Priorität. Deshalb lautet das Sicherheitsmotto "Null Arbeitsunfälle" und "Null berufsbedingte Krankheiten"! Als Fundament der Sicherheitspolitik sind Grundregeln definiert, die den Gesundheits- und Arbeitsschutz gewährleisten sollen. Der Schwerpunkt liegt in der Präventionsarbeit, unterstützt durch verschiedene Maßnahmen und Programme. Unter anderem sind Mitarbeiter dazu aufgefordert, unsichere Situationen zu melden. Deren Identifizierung, Klassifizierung und Behebung soll das Eintreten wirklicher Unfälle verringern. Sogenannte SMATs (Safety Management Talks) dienen dazu, Mitarbeiter für sicheres Verhalten zu sensibilisieren. Hierzu werden in einem Gespräch auf Augenhöhe zwischen Vorgesetztem und Mitarbeiter über gerade ausgeführte Tätigkeiten die guten Verhaltensweisen anerkannt und die Vermeidung von Risiken bei der Tätigkeit wird thematisiert. Des Weiteren treffen sich die Teams beim Schichtwechsel zu einem täglichen Sicherheitsmeeting, um Anweisungen weiterzuleiten, Sicherheitsthemen zu besprechen oder Fragen zu stellen. Diese Vorgehensweise wurde unter dem Begriff "Safety Minute" in der ganzen Verallia Gruppe eingeführt. Darüber hinaus beginnen viele Arbeitsbesprechungen, auch außerhalb des Produktionsbereichs, ebenfalls mit der Diskussion des momentanen Arbeitssicherheitsstatus. Hierdurch wird gewährleistet, dass der Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu jeder Zeit höchste Priorität eingeräumt wird. Die Entwicklung im Bereich der Arbeitssicherheit wird durch den Indikator TF2 abgebildet. Hierbei gibt die Kennzahl TF2 die Häufigkeit von Unfällen mit Arbeitszeitausfall und medizinischer Versorgung bezogen auf eine Million Arbeitsstunden an. Es werden sowohl alle Unfälle berücksichtigt, die zu einem Arbeitszeitausfall von mehr als 24 Stunden geführt haben, als auch solche, bei denen eine Behandlung erforderlich war, aber die Wiederkehr an den Arbeitsplatz innerhalb von 24 Stunden erfolgte. Die Unfallereignisse werden in systematischen Unfallanalysen behandelt, um die tiefliegenden Ursachen zu identifizieren und zu beheben. Alle Erste-Hilfe-Maßnahmen werden ebenso erfasst, dokumentiert und durch Abteilungsleiter und Sicherheitsfachkräfte analysiert. Hieraus werden Schwerpunkte und Maßnahmen abgeleitet. Zum Stand 31. Dezember 2017 ist in den Standorten der Verallia Deutschland AG, und damit für das Segment Deutschland, für die Kennzahl TF2 ein Wert von 2,2 zu verzeichnen. Dieser Stand an Unfällen mit Arbeitszeitausfall liegt oberhalb des Standes im Jahr 2016 und überschreitet die Zielstellung für das Jahr 2017 von 1,6. In den osteuropäischen Gesellschaften sind die Unfallzahlen insgesamt auf einem niedrigeren Niveau. Der TF2 für Russland liegt zum 31. Dezember 2017 mit 0,5 unter der Prognose von 1,2. In der Ukraine ergibt sich zu diesem Stichtag ein TF2 von 0,0 und bewegt sich folglich ebenfalls innerhalb der prognostizierten Entwicklung. Insgesamt hat Verallia Deutschland mit einem Wert von 1,2 für den Indikator TF2 das Ziel bezogen auf alle Standorte erreicht. Nachfolgende Darstellung zeigt die Entwicklung des Indikators in Deutschland, Russland und der Ukraine im Zeitverlauf. ENTWICKLUNG TF2![]() Forschung und EntwicklungUm unserem Anspruch bei Verallia Deutschland, nachhaltig bevorzugter Partner für unsere Kunden zu sein, gerecht zu werden, treibt die Forschung und Entwicklung (F&E) sowohl kontinuierliche Verbesserungsprozesse als auch innovative Projekte voran. Kundenorientierte Prozesse, spezielle Produktinnovationen und vor allem die qualitätsrelevante Prozessoptimierung stehen dabei nach wie vor im Mittelpunkt. Als weitere integrative Bestandteile aller F&E-Projekte sind Verbesserungen bei der Arbeitssicherheit, der Ergonomie sowie beim Umweltschutz und die Erhöhung der Produktivität ebenso selbstverständlich wie die Kostenminimierung im Sinne von TCO (Total Cost of Ownership). Derartige Projekte werden unternehmensintern durch das F&E-Team des Technischen Zentrums in Kooperation mit den werksübergreifenden Kompetenzteams vorangetrieben oder in engem Kontakt mit Lieferanten, Kunden, Forschungseinrichtungen von Verallia sowie Hochschulen und entsprechenden externen Institutionen konzipiert. Darüber hinaus spielt F&E eine wesentliche Rolle bei der prozessspezifischen Ausbildung der neuen Technologen/Ingenieure. So konnten im Jahr 2017 fünf Green-Belt-Projekte erfolgreich abgeschlossen werden, was auch die enge Verzahnung mit dem Produktionssystem VIM belegt. Im Jahr 2017 konnten einige Innovationen realisiert werden. Schwerpunkte sind verstärkt Produktentwicklungen in neuen Farben und markenindividualisierten Formen und Konzepten. Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung der Anzahl von neuen Produkten im Verallia Deutschland Konzern: INNOVATIONEN (NEUE PRODUKTE)![]() Dabei steht stets die strikte Ausrichtung auf die individuellen Ansprüche der aktuellen wie potenziellen Verallia Kunden im Mittelpunkt, weshalb ständige Innovationen in den Bereichen Formgebung und Artikeldesign zum Tagesgeschäft gehören. Um diesen Prozess zu optimieren, stehen Innovationscenter verschiedener Standorte von Verallia auch international permanent miteinander im Austausch. Im Berichtsjahr erhielt die neu entwickelte Paulaner Zwickl Flasche den begehrten Red Dot Award. Ausgezeichnet wird damit die hohe Designqualität und kreative Leistung für das Produkt. Entwickelt wurde die Flasche im Bad Wurzacher Designzentrum. Das betriebliche Vorschlagswesen, das in den deutschen Werken ,i-pool' - von IdeenPool - genannt wird, hat der Verallia Deutschland AG auch in 2017 wieder eine Vielzahl an positiven Beiträgen eingebracht. Die Anzahl der eingereichten Vorschläge beträgt 280 (Vorjahr: 411). Abhängig vom Nutzen der Vorschläge erhalten die Ideen-Einreicher eine entsprechende finanzielle Prämie. Die Verbesserungen tragen u. a. zu Effizienz- und Qualitätssteigerungen sowie zur Erhöhung der Arbeitssicherheit bei oder dienen als Basis für technische Innovationen. ANZAHL EINGEREICHTER I-POOL-VORSCHLÄGE![]() In den Werken in Russland und in der Ukraine ist ebenfalls ein Vorschlagswesen implementiert, über welches die Mitarbeiter ihre Ideen zur Verbesserung der betrieblichen Abläufe einbringen können. Allerdings agieren die Werke dort in einem anderen kulturellen Umfeld und unter anderen Rahmenbedingungen. Die Tools werden daher an die lokalen Bedingungen angepasst. Auch hier lässt sich jedoch feststellen, dass sich das Vorschlagswesen kontinuierlich positiv weiterentwickelt. Die Optimierung in den russischen Werken erfolgt in Bezug auf eine Ausweitung des Produktportfolios sowie wird durch Qualitätsverbesserungen in den Bereichen Formendesign und Produktion. JSC Kamyshinsky Steklotarny Zawod legt den Fokus auf die Diversifikation des Produktportfolios, um die Abhängigkeit eines Segmentes zu reduzieren. Neue Produkte werden insbesondere in den Segmenten Babynahrung und Spirituosen entwickelt. JSC "Kavminsteklo" öffnet sich ebenfalls neuen Geschäftsmöglichkeiten und baut hier insbesondere die Aktivitäten im Gläserbereich aus. Außerdem arbeitet das Unternehmen weiter an der Gewichtsreduzierung von Flaschen, um seine Aktivitäten in Märkten mit Leichtglastechnologie auszubauen und eine Optimierung der Kosten zu erzielen. In der Ukraine wurde 2017 die Entwicklung von Innovationen ebenfalls weiter fortgeführt. Die interne Innovationsabteilung entwickelte herausfordernde und innovative Produkte für den Premiumbereich. Ende 2015 hat das Unternehmen im Rahmen des Produktionssystems erfolgreich weitere Entwicklungen gestartet und im Berichtszeitraum 2017 daran gearbeitet seine Wettbewerbsvorteile, insbesondere im Bereich der Kosten und Qualität, auszubauen. EnergieNeben Rohstoffen ist Energie (speziell Erdgas und Strom) ein wesentlicher Kostenfaktor bei der Glasherstellung. Daher stehen die Optimierung des Energieeinsatzes und die Reduzierung des Verbrauchs stets im Fokus. Der Gesamtenergieverbrauch der vier deutschen Werke bezogen auf die Hauptenergieträger beläuft sich im Geschäftsjahr 2017 auf 1,66 TWh (Vorjahr: 1,51 TWh). Die Preise auf den Energiemärkten wurden in den letzten Jahren immer volatiler. So folgen die Preise nicht mehr den alten, langjährig üblichen (und häufig Jahreszeiten getriebenen) Marktpreisgesetzen. Weltpolitische und europäische, gesetzliche Entwicklungen beeinflussen die Preise, wodurch sich die zukünftige Preisentwicklung im Generellen schwer abschätzen lässt. Aus diesen Gründen überwacht die Verallia Deutschland AG die Preisentwicklungen kontinuierlich und sorgfältig. Seit dem starken Preisverfall des Ölmarkts in 2015 konnte in der Preisentwicklung kaum eine, allenfalls eine sehr schwache, saisonale Auswirkung festgestellt werden. Der Brent-Preis stieg ab November 2016 stetig in Richtung 56,00 US-Dollar pro Barrel. Die ersten drei Monate des Jahres 2017 hielt sich der Preis auf diesem Niveau. Ab April 2017 nahm die Volatilität jedoch stark zu und der Preis fiel im Juni auf 44,82 US-Dollar pro Barrel. Auch aufgrund politischer Turbulenzen im Nahen Osten steigt der Ölpreis seit Juli 2017 wieder an und liegt Ende Dezember 2017 bei 66,87 US-Dollar. PREISVERLAUF DES BARRELS ÖL 2013-2017![]() Da die früher übliche Indexierung an Öl (die sogenannte Ölpreisbindung) im Erdgasbereich aufgehoben ist, etablierte sich Erdgas zu einem eigenständigen Handelsprodukt. Für Deutschland hat sich der virtuelle Handelspunkt von Netconnect Germany (NCG) zum wichtigsten Gashandelspunkt entwickelt. Europaweit bestimmen außerdem die Bewegungen an den Handelsmärkten der Title Transfer Facility (TTF) und der National Balancing Point (NBP) den Gasmarktpreis. Des Weiteren brachten verschiedene technische Neuerungen und der zunehmende Einsatz neuer Förderverfahren den Erdgaspreis in den letzten Jahren auf ein attraktives Niveau. Ein kleiner Teil des deutschen Erdgasaufkommens wird im Inland gefördert, die wichtigsten Herkunftsländer sind jedoch nach wie vor Russland, Norwegen und die Niederlande. Die Gaspreisentwicklung war dem Ölpreis nachgelagert; auch hier war zu Beginn 2016 ein starker Preisverfall sichtbar. Ab Mitte September 2016 stieg der Preis jedoch deutlich an. Im Jahr 2017 starteten die Preise zunächst auf diesem hohen Niveau. Die Preise im Jahr 2017 folgten jedoch dem üblichen saisonalen Trend. Zum Sommer hin sanken die Preise auf 15 Euro; ab August stiegen die Preise bis zum Winter wieder auf fast 22 Euro an. NCG PREISVERLAUF DER MWH ERDGAS 2016 - 2017![]() Der Strompreis wird neben politischen Themen vor allem auch von der Preisentwicklung der zur Erzeugung benötigten Rohstoffe bestimmt. Die wichtigsten Energiequellen für die Stromerzeugung sind in Deutschland Kernbrennstoffe, Braunkohle, Steinkohle, Erdgas, erneuerbare Energien (insbesondere Wasser- und Windkraft) sowie in geringerem Umfang Mineralöl. Der Kohlepreis steigt im Jahr 2017 an und unterstützt so auch eine Preissteigerung im Strommarkt. Des Weiteren hat die Einspeisung der erneuerbaren Energien einen starken Einfluss auf die Volatilität des Strommarktes. So reagierte der Markt stets sensibel auf die Wetterprognosen, bzw. auf die Prognosen zur Einspeisung von Wind- und Solarenergie. Die Volatilität der Preise zeigte sich vorrangig in der Spotentwicklung. Aber auch die Jahres- und Quartalsprodukte reagierten jeweils mit einer Preisanpassung. Am Ende des Jahres 2016 fand eine Preissteigerung, geprägt von hohen Ausschlägen nach oben und unten, statt. Dieser Trend setzte sich im ersten Quartal des Jahres 2017 fort. In den Sommermonaten waren die Strompreise auf einem niedrigeren Niveau. Die Volatilität nahm im Vergleich zum ersten Quartal ab; war jedoch im Vergleich zum Vorjahr immer noch deutlich ausgeprägt. Ab September 2017 war ein Preisanstieg zu verzeichnen. In Russland stabilisierte sich der Ölpreis im Jahresverlauf 2017 weiter. Die Abhängigkeit des Landes von Rohstoffexporten und dem Ölpreis bleibt bestehen. Die Inlandspreise für Gas und Strom wurden in 2017 erhöht. Die Ukraine ist bei Gaslieferungen in starkem Maße von Russland abhängig. Infolge des Konflikts mit Russland versucht die Ukraine jedoch mithilfe von Energiesparprogrammen und Re-Importen aus Europa die Abhängigkeit zu reduzieren. Durch neue Gesetze zur Deregulierung des Gasmarktes seit Oktober 2015 und mehr Wettbewerb ist der Preis bereits zurückgegangen. In Bezug auf Öl ist die Ukraine von russischen Lieferungen abhängig. Im zweiten Halbjahr 2017 kam es zu einem Anstieg der Preise, infolge der Abwertung der ukrainischen Währung und einem Preisanstieg bei der ukrainischen Bahn. Der Staat hat einen Anstieg der Strompreise geplant. Infolge der Inflation stiegen die Preise für Strom in 2017 auch an. CHANCENBERICHTChancenmanagementSowohl durch interne als auch externe Faktoren können sich für das Unternehmen Chancenpotenziale ergeben. Diese werden bei Verallia Deutschland regelmäßig identifiziert und bewertet. Ziel ist es, Chancen und Potenziale frühzeitig zu erkennen und für ein profitables Wachstum des Konzerns optimal zu nutzen. Sie sollen uns dabei unterstützen, unsere Unternehmensziele zu erreichen und langfristig erfolgreich zu sein. Im Rahmen des Chancenmanagements erfolgt durch den Vorstand und das Controlling ein systematischer Umgang mit den Chancen des Konzerns, wobei ein wesentlicher Bestandteil die Unternehmensplanung darstellt. Die regelmäßige Erfassung und Dokumentation der Chancen soll deren Realisierung unterstützen. Die Chancen für den Konzern werden in unterschiedliche Bereiche gegliedert. Ergeben sich für einzelne Segmente unterschiedliche oder ergänzende Chancen, werden diese explizit genannt. EinzelchancenMarkt- und absatzspezifische ChancenIm Rahmen der aktuellen Entwicklungen der Glasverpackungsbranche in Deutschland sehen wir Chancen für eine Verbesserung unseres Absatzes und Umsatzes. Sowohl der Trend zu individuellen und aufwendigen Verpackungen als auch das Verbraucherbewusstsein für Gesundheit und die Erwartung einer inerten Ummantelung der Nahrungs- und Genussmittel werden hierbei förderlich sein und Verallia Deutschland gute Chancen bieten. Dabei steht der Kunde weiterhin im Mittelpunkt unserer Aktivitäten. Durch hervorragende Qualität, Kundenservice und Innovationen wollen wir nachhaltig der bevorzugte Verpackungspartner für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie sein. Ein kontinuierlicher Ausbau unserer guten Kundenbeziehungen kann sich dabei positiv auf die Absatzentwicklung auswirken. Chancen können in diesem Zusammenhang durch eine Erhöhung der Flexibilität und eine weitere Differenzierung entstehen, wodurch es möglich wird, zusätzliche Potenziale auszuschöpfen. Die größten Chancen für die russischen Werke liegen in der Kooperation mit internationalen Unternehmen sowie in der kontinuierlichen Qualitätsarbeit und der Leistungssteigerung. Eine Differenzierung gegenüber lokalen Anbietern sowie eine Ausrichtung auf internationale Kunden kann die Entwicklung weiter positiv beeinflussen. Auf dem russischen Glasverpackungsmarkt bestehen derzeit hohe Überkapazitäten. Wir gehen jedoch davon aus, dass kurz- bis mittelfristig eine zunehmende Marktbereinigung stattfindet, wovon JSC Kamyshinsky Steklotarny Zawod und JSC "Kavminsteklo" profitieren sollten. Auch Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' hat gute Chancen, ein abwechslungsreiches Portfolio für nationale und internationale Kunden zu entwickeln, indem es sich fortlaufend um Innovationen bemüht, damit die steigenden Kundenanforderungen befriedigt werden. Die nach wie vor relativ schwache Griwna ermöglicht dem Unternehmen eine starke Exportorientierung. Industrielle und technische ChancenIm Bereich der Glasherstellung und -fertigung werden Chancen insbesondere darin gesehen, weiter die Kosten zu senken und dennoch gleichzeitig die Produktqualität zu verbessern. Darüber hinaus sehen wir auch Potenzial, durch weitere Flexibilitätserhöhung den Marktanforderungen noch besser gerecht zu werden. Einen wesentlichen Beitrag leistet dazu unser Produktionssystem VIM (Verallia Industrial Management). Durch Benchmarking und Erfahrungsaustausch zwischen den Verallia Werken weltweit und durch systematisches Nutzen von Verbesserungswerkzeugen können neue Lösungen identifiziert sowie weitere Verbesserungspotenziale sichtbar gemacht werden. Konkrete Potenziale werden zum Beispiel durch eine bessere Auslastung der Wannen und Linien, in einer Effizienzsteigerung sowie in weiteren Prozessoptimierungen gesehen. Einen sehr entscheidenden Kostenfaktor stellt der Energiebereich dar. Nicht nur der Energieverbrauch bzw. die weitere Nutzung von Restenergie, auch die Verbrauchsstrukturen und indirekten Kostenfaktoren (zum Beispiel regulativer Bereich: Versorgungsbereitstellung, Netzkosten) stellen nicht nur Risiken, sondern auch Chancen für unser Unternehmen dar. Wenn hier noch weitere Einsparungen realisiert werden können, ergeben sich daraus positive Effekte für das Unternehmen. Die Zertifizierung nach DIN EN ISO 50001 in allen deutschen Werken bestätigt, dass ein professionelles Energiemanagement implementiert ist, in dessen Fokus auch die ständige Suche und Hebung weiterer Verbesserungspotenziale liegt. Zu nennen ist zum Beispiel die konsequente Weiterverfolgung der Abwärmeverwertung. Im Bereich des Qualitätsmanagements nimmt die Rohstoffqualität, vor allem die Qualität des Recyclingglases, einen wichtigen Stellenwert ein. In Bezug auf die Aufbereitung von Recyclingglas können durch verbesserte Technologien ein erhöhter Einsatz und eine höhere Energieeinsparung erreicht werden. Aber auch bei allen anderen Rohstoffen können Qualitätsverbesserungen deutliche Beiträge für die Steigerung des Unternehmensergebnisses leisten. In den Werken in Russland und der Ukraine ergeben sich insbesondere durch den Erfahrungsaustausch und die Zusammenarbeit innerhalb Verallias (innerhalb des Verallia Deutschland Konzerns und innerhalb der gesamten Verallia Gruppe) Chancen im Hinblick auf die Erweiterung der Fähigkeiten und des Portfolios. Dies betrifft neue Produktionsverfahren, Farben und Sorten, aber auch Anlagenoptimierungen und die Zusammenarbeit bei Großprojekten. Die Ukraine ist am stärksten von hohen Energiekosten betroffen und hat dadurch die größten Einsparpotenziale, die durch die Orientierung an Benchmarks realisiert werden können. Personelle ChancenIn verschiedenen Bereichen sehen wir Chancen in Bezug auf die Mitarbeiter. Die Arbeitssicherheit ist ein wichtiges Thema für die Verallia Deutschland AG. Der deutliche Rückgang der Unfallzahlen im Verlauf der letzten 10 Jahre ist rückführbar auf die konsequente und nachhaltige Umsetzung von Präventionsmaßnahmen. Weiteres Potenzial für die Erhaltung der Gesundheit liegt in der Arbeitsplatzgestaltung. Arbeitsplätze werden sowohl im Produktionsbereich wie auch bei den Büroarbeitsplätzen stets unter ergonomischen Aspekten an die Bedürfnisse der Mitarbeiter angepasst. Eine entsprechende Gestaltung hilft bereits jetzt sowie auch künftig, Berufskrankheiten oder körperliche Beeinträchtigungen zu vermeiden. Initiativen unterschiedlichster Art greifen hier ineinander, um die körperliche Unversehrtheit unserer Mitarbeiter zu erhalten und zu fördern. Für die Sicherung der Zukunft sind Innovationen ein wichtiges Thema. Auch hier sind es ebenfalls motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die als treibende Kraft - z. B. durch das interne Vorschlagswesen und die Systematisierung des Problemlöseprozesses - einen enormen Beitrag leisten. Unser breit angelegtes Produktionssystem birgt vor allem durch seinen Weiterbildungsansatz Chancen, Mitarbeiter noch besser zu qualifizieren und die Prozesse noch effizienter zu gestalten. Die Qualifikation des Personals durch interne und externe Weiterbildungsmaßnahmen - beginnend bei den Auszubildenden bis hin zu langjährigen Fachkräften - ist ein weiterer zentraler Dreh- und Angelpunkt, um unsere (mittelfristigen) Perspektiven zu verbessern. Zur Bindung neuer Fach- und Führungskräfte sind Personalmarketingaktivitäten wichtig, um bestehendes Personal langfristig zu motivieren und zu halten, gewinnen innovative Mitarbeiterbindungsmaßnahmen an Bedeutung. Die Verallia Deutschland AG setzt hierbei neben monetären Maßnahmen wie einer jährlichen Mitarbeiterbeteiligung auf ein breites Angebotsspektrum wie die Zertifizierung im Rahmen des Audits ,berufundfamilie' oder die Nutzungsmöglichkeit einer kostenlosen Beratungs-Hotline, dem Employee Assistance Program (EAP). Alle Standorte in Deutschland bieten im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) für die Belegschaft auch Angebote und Programme zur Erhaltung bzw. Unterstützung der Gesundheit und somit der Arbeits- und Leistungsfähigkeit an. Chancen durch nachhaltiges HandelnChancen ergeben sich auch durch das zunehmend in den Fokus rückende Thema Nachhaltigkeit (vgl. auch nichtfinanzielle (Konzern-)Erklärung auf unserer Homepage www.verallia.de). Diese Thematik wird auf allen Ebenen der Politik, vom Handel, bei unseren Kunden und wesentlich von Verbrauchern sowie Umwelt- und Verbrauchervereinigungen diskutiert. Hier kann sich Glas besonders als Werkstoff mit seiner Recyclingfähigkeit in sich permanent optimierenden und energiesparenden geschlossenen Kreisläufen und mit seinen zahlreich vorhandenen natürlichen und regionalen Rohstoffen hervorheben. Zwischenzeitlich wird neben dem Anschluss und der Lieferung von Abwärme unseres Werkes Neuburg an das Nahwärmenetz zur Reduzierung der erforderlichen Energiemenge, u. a. bei regionalen Industriebetrieben, auch der Einsatz von unaufbereitetem Biogas positiv getestet. So konnten in einem europaweit einzigartigen Versuch bis zu 50 % Biogas direkt zur Befeuerung einer Wanne eingesetzt werden. Auch wenn derzeit ein wirtschaftlicher Einsatz des Biogases einer Dauerverwendung entgegensteht, so bestehen in Abhängigkeit der makroökonomischen und politischen Rahmenbedingungen Chancen, dieses Biogas künftig einzusetzen. Außerdem zeichnet sich die Herstellung von Glasverpackungen durch ihre arbeitsplatzsichernde und soziale Komponente aus. Aber nicht nur durch die Herstellung von Glas, sondern auch durch innovatives Design und konzeptionelle ökonomische Auswahl von anderen entlang der gesamten Wertschöpfungskette eingesetzten Materialien, wie beispielsweise Verschlüssen, Etiketten und Umverpackungen, die bis zum Verbraucher benötigt werden, lassen sich nachhaltige Verbesserungen erzielen. Diese nachhaltigen Verpackungskonzepte werden durch gezielte Kundenberatung und Engineering von einem speziell geschulten Team entwickelt, um den gestiegenen Bedarf an nachhaltigen Produkten zu erfüllen und somit Chancen für neue Glasanwendungen zu generieren. RISIKOBERICHTDas unternehmerische Handeln im nationalen und internationalen Umfeld setzt Verallia Deutschland einer Vielzahl von Risiken aus. Der Erfolg des Unternehmens wird wesentlich durch das frühzeitige Erkennen dieser Risiken sowie einen bewussten Umgang mit ihnen beeinflusst. Durch das implementierte Risikomanagementsystem (RMS) wird ein vorausschauendes Handeln sichergestellt. Die Identifizierung und transparente Darstellung der Risiken sowie die getroffenen Steuerungsmaßnahmen sind die Basis für die langfristige Sicherung von Verallia Deutschland und seiner erfolgreichen Weiterentwicklung in der Zukunft. Die Risikopolitik ist an die Geschäftsstrategie angepasst. In ihrem Rahmen werden kontinuierlich Vorkehrungen getroffen, um Risiken möglichst zu vermeiden oder zu minimieren. Die Risikostruktur setzt sich aus branchenspezifischen Risiken, die die Mitbewerber im Behälterglasgeschäft gleichermaßen betreffen, und aus individuellen Risiken von Verallia Deutschland zusammen. Der Risikobericht betrifft sowohl die Verallia Deutschland AG als auch die Tochterunternehmen und ist somit für den Konzern gültig. Beschreibung der wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und RisikomanagementsystemsUnter Risikomanagement versteht Verallia Deutschland nachvollziehbare und systematische Vorgehensweisen zur Identifizierung, Bewertung, Überwachung und Steuerung von potenziellen Risiken sowie die Auswahl und Umsetzung von Maßnahmen zur Risikohandhabung und -verringerung. Verallia Deutschland hat ein umfassendes RMS implementiert, um Risiken frühzeitig erkennen und in Abwägung mit den entsprechenden Chancen beurteilen, minimieren und steuern zu können. Das RMS von Verallia Deutschland ist in die allgemeine Unternehmenssteuerung integriert, wird kontinuierlich weiterentwickelt und setzt sich im Wesentlichen aus den folgenden Elementen zusammen:
Diese Bestandteile des RMS dienen der Steuerung und Überwachung der Geschäftsprozesse. Darüber hinaus nutzt die Konzernleitung ihre umfassende Kenntnis der Märkte. Diese beruht auf langjährigen Kontakten zu Kunden, Lieferanten und Verbänden. Das Produktionssystem VIM (Verallia Industrial Management) bildet den Rahmen für die Handlungsabläufe im gesamten Unternehmen ab. Alle Prozesse wurden hinsichtlich ihrer Teilhabe an den acht Elementen Team, Verfügbarkeit, Industrielle Effizienz, Flexibilität, Sicherheit, Qualität, Umwelt sowie Innovation durchleuchtet und in einem Managementhandbuch zusammengeführt. Kontinuierliche Verbesserungen der Abläufe und Anpassungen an Veränderungen des Marktes sowie der Kundenanforderungen, der gesetzlichen Vorgaben und sicheren Arbeitsabläufe sind die Grundelemente eines zielorientierten Managementsystems. Das IKS von Verallia Deutschland ist in das konzernweite Verallia IKS eingebettet, das auf den Referenzrahmen für Prinzipien der internen Kontrollen der französischen Finanzmarktaufsicht Bezug nimmt und darauf abzielt, die wesentlichen Risiken zu beherrschen. Im ,Referenzhandbuch Interne Kontrolle' sind die grundsätzlichen Ziele je Prozess und die zugehörigen organisatorischen Anforderungen dargestellt. Daraus abgeleitet werden je Prozess mögliche Prozessrisiken aufgezeigt und deren etwaige Ursachen beschrieben. Ergänzend werden mögliche Kontrollen zur Risikoabdeckung dargestellt. Prozessorganisation, -risiken und -kontrollen müssen anschließend durch die jeweiligen Einheiten evaluiert und an die lokalen Gegebenheiten angepasst werden. Es handelt sich hierbei um einen fortgesetzten und dauerhaften Prozess mit mehreren Schritten, der die Ausübung der internen Kontrollen kontinuierlich verbessert. Auf Ebene von Verallia Deutschland wurden die individuellen Risiken identifiziert, dokumentiert und priorisiert. Dazu wurde eine Übersicht über mögliche Risikokategorien erstellt. Für jede Risikokategorie wurden Verantwortliche benannt und die verfügbaren Unterlagen zur Risikoidentifizierung, -bewertung und -kommunikation zusammengestellt. Darauf aufbauend werden je Risikokategorie konkrete Risiken identifiziert und hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und der Größenordnung ihres Schadensausmaßes quantitativ und qualitativ bewertet. Maßnahmen der kurzfristigen und langfristigen Risikosteuerung, die Verantwortlichkeiten, ein ggf. möglicher finanzieller Einfluss sowie der Bedarf einer Investition sind je Risiko angegeben. Initiiert durch Verallia werden umfassende Self-Assessments konzernweit durchgeführt, bei denen sich die einzelnen Einheiten anhand von umfangreichen Fragebögen selbst bewerten. Die Aussagen im Rahmen der Self-Assessments werden teilweise durch prozessunabhängige Personen in Audits validiert. Durch interne und externe Audits werden einzelne Bestandteile des Risikomanagementsystems regelmäßig überprüft. In diesen Audits wurde bestätigt, dass ein funktionsfähiges und wirksames Risikomanagementsystem konzernweit implementiert ist und dass Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Einhaltung aller maßgeblichen rechtlichen Vorschriften getroffen wurden. Unser Anspruch ist es, den durch die Audits bestätigten hohen Standard zu halten, neue Entwicklungen zu antizipieren und noch besser zu werden. ![]() Auf der Basis des oben dargestellten umfassenden und in die allgemeinen Unternehmensabläufe integrierten Risikomanagementsystems identifiziert und bewertet Verallia Deutschland die verschiedenen strategischen und operativen Risiken. Ziel ist die Sicherstellung einer nachhaltig positiven Unternehmensentwicklung. Das Risikomanagementsystem dient insbesondere dazu, mögliche Gefahren für die Erreichung der Unternehmensziele bereits im Vorfeld zu minimieren. Hierbei werden alle im jeweiligen Geschäftsfeld liegenden Chancen sachgerecht gegen Gefahrenpotenziale abgewogen, anhand der Analyse bewertet und entsprechende Maßnahmen identifiziert und umgesetzt. Wesentliche Datengrundlage des Verallia Deutschland Risikomanagements ist das monatliche Berichtswesen, das detailliert sämtliche Umsatzpositionen, Aufwandsarten sowie Vermögens- und Finanzierungskomponenten quantitativ und qualitativ darstellt. Die einzelnen Positionen werden mit der Planung abgeglichen und einem Soll-Ist-Vergleich unterzogen. Etwaige Abweichungen werden analysiert und kommentiert. Dadurch wird eine regelmäßige und frühzeitige Information über maßgebliche Risiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens, insbesondere den Umsatz und das operative Ergebnis, wesentlich beeinflussen, gewährleistet. Die Risikoüberwachung und -steuerung wird im Verallia Deutschland Konzern grundsätzlich auf Vorstandsebene ausgeübt. Im Einzelnen werden für alle relevanten Risiken Verantwortliche festgelegt. Dabei hängt die hierarchische Ebene der Verantwortlichkeit von der Bedeutung des jeweiligen Risikos ab. Die Einhaltung von Gesetzen, die Achtung der eigenen Werte sowie die korrekte Anwendung interner Regeln und Richtlinien haben für die Verallia Deutschland Gruppe zentrale Bedeutung. Das global aufgebaute Compliance-Programm der Verallia Gruppe vernetzt die Bausteine nachhaltige Entwicklung, Programm für Wettbewerbsrecht, interne Audits und interne Kontrollen sowie ein E-Mail-basiertes Verfahren zur Meldung von Regelverstößen (Whistleblowing). Das Compliance-Programm ist ein wesentlicher Bestandteil des implementierten Risikomanagementsystems. ![]() Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem bezogen auf den (Konzern-)RechnungslegungsprozessIn das unternehmensweite RMS ist auch ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess eingebettet, das die Ordnungsmäßigkeit der Buchführung und der Finanzberichterstattung sicherstellen soll. Die Identifizierung und Bewertung der Risiken sowie die Definition von Maßnahmen erfolgen ebenfalls über die beschriebenen Strukturen und Prozesse des konzernweiten RMS. In Bezug auf den Rechnungslegungsprozess sind ergänzend einige spezielle Maßnahmen hervorzuheben. Insbesondere durch interne Richtlinien sowie konzernweite Vorgaben und Anweisungen wird die Einhaltung von Gesetzen sichergestellt. Außerdem wird durch den Einsatz von qualifizierten Mitarbeitern und die bedarfsbezogene Konsultation von Spezialisten möglichen rechnungslegungsbezogenen Risiken begegnet. Neben präventiven Maßnahmen, wie dem Vorhandensein einer ausreichenden Funktionstrennung und einem durchgängigen Vier-Augen-Prinzip, sorgen nachträgliche Kontrollen für die Ordnungsmäßigkeit der Abläufe. Das IT-System wirkt in diesem Zusammenhang unterstützend, wobei zum Beispiel die Zugriffsrechte nur aufgabenbezogen vergeben werden, über einen Genehmigungsprozess geregelt sind und darüber hinaus bei Aufgabenwechsel entzogen sowie in definierten Abständen überprüft werden. Ergänzend zu den prozessintegrierten Maßnahmen werden regelmäßige Kontrollen durch interne und externe Prüfer durchgeführt. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem trägt folglich wesentlich zur Sicherstellung der Regelungskonformität des Rechnungslegungsprozesses durch seine vorgegebene Prozessorganisation und -kontrollen bei. EinzelrisikenDurch die transparente Aufbereitung der Einzelrisiken kann die Risikosituation angemessen gesteuert werden. Die Risiken sind in Kategorien gegliedert und betreffen, sofern nicht anders angegeben, alle Segmente des Konzerns. Ihre Darstellung erfolgt als Bruttobetrachtung, d. h., es werden die Risiken vor dem Ergreifen von Risikobegrenzungsmaßnahmen sowie die entsprechenden Maßnahmen separat dargestellt und beurteilt. Die Einschätzung der Risiken erfolgt zum Bilanzstichtag und ist grundsätzlich auf ein Jahr ausgelegt. Bei der Verwendung eines abweichenden Zeitraums wird explizit darauf hingewiesen. Markt- und AbsatzrisikenDas Produktportfolio ist mit den Getränkebereichen Bier, Wein / Sekt, alkoholfreie Getränke und Spirituosen sowie dem Lebensmittelsegment breit aufgestellt. Dadurch bestehen keine strukturellen Abhängigkeiten von einzelnen Markt- und Absatzbereichen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein oder sogar mehrere Segmente zeitgleich spürbare Absatz- und / oder Umsatzrückgänge verzeichnen, erscheint eher gering. Als hauptsächliches Markt- und Absatzrisiko gelten anhaltende Substitutionseffekte in einigen Bereichen der Getränke- und Lebensmittelindustrie. Die Substitutionsrisiken für Glasverpackungen durch eine verstärkte Marktdurchdringung der Getränkedose hängen im Wesentlichen von deren Akzeptanz durch Handel und Verbraucher sowie dem politischen Umfeld ab. Die weitere Entwicklung der Getränkedose im Markt (insbesondere Export) bleibt daher unverändert zu beobachten. Im Bereich Lebensmittel gilt es, eine grundsätzlich mögliche Zunahme von PET-Verpackungen sowie von Schlauch- und Standbodenbeutelverpackungen rechtzeitig zu erkennen. Schwankende Rohstoff- und vor allem Energiepreise könnten weiterhin zu Kostenveränderungen führen. Da das Durchreichen dieser Effekte entscheidend von den jeweiligen Marktbedingungen abhängt, könnte es sich als schwierig gestalten, diese Veränderungen mit Kunden ergebnisorientiert zu verhandeln. Das Risikopotenzial der einzelnen Portfoliobestandteile wird in Summe als überschaubar betrachtet. Im Biersegment muss wegen verschiedener Rahmenbedingungen wie zum Beispiel der zurückgehenden Bedeutung des traditionellen Biertrinkers in Deutschland, bedingt durch die veränderte Altersstruktur, von einem anhaltenden Konsumrückgang ausgegangen werden. Auch wenn der russische Behälterglasmarkt eine leichte Erholung verzeichnete, bestehen weiterhin Überkapazitäten sowie ein starker Wettbewerbsdruck. Risiken ergeben sich in Russland außerdem insbesondere infolge externer Einflüsse, wie Änderungen der wirtschaftlichen Situation oder gesetzlichen Rahmenbedingungen. Zunehmende Regulierungen und ein Anstieg der Besteuerung alkoholischer Getränke haben negative Auswirkungen auf dieses Segment. Als weiteres Absatzrisiko ist in Russland die niedrige Kaufkraft zu sehen, da die verfügbaren Einkommen trotz stabilerer wirtschaftlichen Situation auf einem niedrigen Niveau verblieben. In der Ukraine ist nach wie vor der Bereich Spirituosen risikobehaftet. Rückläufige Absatzzahlen werden nur teilweise durch Preisanpassungen und Exporte ausgeglichen werden können. Die instabile politische Lage in der Ukraine birgt zudem Unsicherheiten, aus der sich Risiken für die Geschäftsentwicklung in diesem Land ergeben können. Darüber hinaus hätte ein Nachfragerückgang speziell nach hochwertigen Produkten auf sämtliche osteuropäischen Gesellschaften relativ starke Auswirkungen. Aufgrund der Kurzfristigkeit von Schwankungen der Kapazitätsmaßnahmen am Markt, verglichen mit der Langfristigkeit der Investitionsentscheidungen und damit auch der Kapazitätsbereitstellung, könnten vorübergehende Kapazitätsungleichgewichte entstehen. Der kurz- und mittelfristige Einfluss der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Europa auf die in- und ausländischen Marktaktivitäten von Verallia Deutschland bleibt abzuwarten. BeschaffungsrisikenZur Herstellung unserer qualitativ hochwertigen Produkte benötigen wir in unseren Geschäftsprozessen Rohstoffe, Energie, komplexes technisches Equipment, spezifische Dienstleistungen sowie Frachtkapazitäten, bei deren Bezug wir Marktpreis-, Lieferantenausfall- und Qualitätsrisiken ausgesetzt sind. Marktpreisrisiken begegnen wir durch gezieltes Beschaffungsmanagement bzw. durch langfristige Lieferantenkontakte, wodurch wesentliche Preisrisiken verringert werden. Lieferantenausfallrisiken werden durch ein breites Lieferantenportfolio und Lieferantenentwicklung gemindert. Sofern dies nicht möglich ist, versuchen wir Wettbewerb zu schaffen oder gehen diese Beziehung bewusst ein und bewerten Auswirkungen möglicher Ausfälle. Durch das bestehende Lieferantenkontrollverfahren sowie eine enge Zusammenarbeit mit unseren Kernlieferanten wird die Qualität der bezogenen Produkte kontinuierlich verbessert. Die Verallia Deutschland AG hat auch im Geschäftsjahr 2017 Maßnahmen zur Begrenzung der Risiken aus Kostensteigerungen durch Abschluss von Tranchen- und Portfolioverträgen, mit Möglichkeiten zur frühzeitigen Sicherung, ergriffen. Die Energiewende in Deutschland zieht auch für die Industrie in einigen Preiskomponenten spürbar erhöhte Kosten und damit auch Risiken nach sich. Steigerung und Förderung des Anteils erneuerbarer Energien und von Alternativenergien, neue und höhere Umlagen sowie gestiegene Regelkosten und Redispatch-Kosten verteuern auf lange Sicht die eingesetzte Energie. Zusätzliche Kostentreiber werden insbesondere die Stromnetze und deren Entgelte sein, da der sich verändernde Stromerzeugermarkt einen starken Netzausbau erfordern wird. Hinzu kommen kostenträchtige regulatorische Anforderungen an die Strom- und Gasnetze unserer Produktionsstandorte sowie Auswirkungen und Vorbereitungen auf weniger stabile und verlässliche Energieversorgung und eine Verschlechterung der Netz- und Produktqualität. Des Weiteren hat die jeweilige Marktsituation einen erheblichen Einfluss auf die Einkaufspreise der Energie. Dem Risiko steigender Energiepreise wird durch eine strukturierte Energiebeschaffung sowie durch Projekte hinsichtlich Energieeffizienz und alternativer Energien begegnet. Es besteht ein potenzielles Risiko in Bezug auf zukünftige Energieabgaben bzw. -umlagen und deren Höhe sowie in Bezug auf derzeit gewährte Entlastungen, Reduzierungen und Vergütungen. Insbesondere die sich stark ändernde gesetzliche Situation, zum Beispiel EEG-Gesetz-gebung und Stromnetzentgeltverordnung, sowie gesetzliche und regulatorische Rahmenbedingungen auf dem CO2 -Markt werfen viele Fragen und Unsicherheiten auf. Verallia Deutschland bereitet sich darauf vor, in Zukunft verschiedenen neuen regulatorischen Vorschriften unterworfen zu sein. Dabei zeigen sich weniger verlässliche und planbare gesetzliche Regelungen als besonders kritisch. Von steigender Bedeutung ist die ausreichende Verfügbarkeit von CO2 -Emissionsrechten. Die Verallia Deutschland AG verfügte für die 2. Handelsperiode (2008-2012) über ausreichende Zertifikate und konnte nicht benötigte Zertifikate aus der 2. in die 3. Handelsperiode übertragen. Langfristig gesehen kommt es in der 3. Handelsperiode (2013-2020) mindestens zu einer Verknappung der kostenlos zugeteilten Zertifikate, für 2017 werden jedoch die überhängenden Zertifikate ausreichen - auf Dauer zeichnet sich jedoch ab, dass mindestens ein Teil der Emissionszertifikate über Auktionen zugekauft werden muss. Die EU-Kommission hat ein sogenanntes "Backloading" (Entzug von CO2 -Zertifi-katen aus dem Markt) beschlossen. Dies soll zu einer stabileren Marktsituation der CO2 -Zertifikate führen, allerdings auch zu einem höheren Wert der Zertifikate. In 2015 ist der Carbon-Leakage-Status der Behälterglasindustrie bestätigt worden. Mit dieser Entscheidung findet weiterhin nur der einheitliche sektorübergreifende Korrekturfaktor Anwendung, der die zugeteilten kostenlosen Zertifikate bis zum Jahr 2020 auf 82,44 % absenkt. Zusätzlich sind die Stromerzeuger seit 2013 verpflichtet, ihre Zertifikate komplett entgeltlich zu erwerben - dies wird eine Auswirkung auf unseren Strompreis und somit auf unsere Energiekosten haben. AusfallrisikenWie in den Vorjahren muss mit Liquiditätsproblemen bei einzelnen Kunden in Deutschland, aber noch mehr in Russland und der Ukraine gerechnet werden. Das könnte für Verallia Deutschland dazu führen, dass im Einzelfall Zahlungen verspätet oder nicht eingehen. Derzeit ist jedoch nicht erkennbar, dass hierdurch die Liquidität von Verallia Deutschland ernsthaft gefährdet werden könnte (siehe Liquiditätsrisiken). Die stabile Kundenstruktur wirkt einer hohen Unsicherheit bezüglich der individuellen Ausfallrisiken entgegen. Maßnahmen zur Minimierung der Ausfallrisiken werden mithilfe von Kreditversicherungen, angepassten Zahlungsbedingungen, stringenter Einhaltung von Limits und monatlichen Einzelbeurteilungen durchgeführt. In Deutschland entstehen erfahrungsgemäß aus diesen Ausfallrisiken bei Verallia Deutschland nur minimale Schäden. Abhängig von der jeweiligen Ernte und dem Konsumverhalten der Endverbraucher ergibt sich zudem allgemein eine kundenseitige Saisonalität. Dieses Risiko wird jedoch durch das breite Produktsortiment erheblich reduziert. FinanzrisikenLiquiditätsrisikenVerallia Deutschland ist seit dem 4. Quartal 2015 im Wesentlichen über ein langfristiges Darlehen mit festgeschriebenem Zinssatz durch die Horizon Holdings Germany GmbH, ein Unternehmen innerhalb der Apollo Gruppe, finanziert. Das gewährte Darlehen garantiert die für den normalen Geschäftsverlauf notwendige Liquidität. Darüber hinaus sind insbesondere die russischen Gesellschaften teilweise durch lokale Kreditinstitute finanziert. Eine mögliche Herabsetzung der dortigen Kreditlinien und auch das hohe Zinsniveau könnten zu einem noch höheren konzerninternen Finanzierungsbedarf führen. Aktuell existieren knapp 20 Mio. Euro nicht ausgenutzte Kreditlinien bei externen Finanzinstituten. ZinsänderungsrisikenIm Jahresverlauf entwickelten sich die gewichteten kurzfristigen internen Zinssätze wie im Folgenden dargestellt. Der Zinsverlauf spiegelt die Zinsreduzierungen der langfristigen Darlehen durch die Horizon Holdings Germany GmbH wider. Interner Refinanzierungszinssatz 2017 Verallia Deutschland AG![]() Im Bereich der Pensionsrückstellungen existieren ebenfalls Zinsänderungsrisiken. WertminderungsrisikenGemäß IAS 36 wird mindestens einmal jährlich ein Impairment-Test für sämtliche zahlungsmittelgenerierenden Einheiten durchgeführt, denen ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Daneben erfolgen anlassbezogen auch Wertminderungstests für zahlungsmittelgenerierende Einheiten, denen kein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Insbesondere die rechtlichen, wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten sowie volatile Währungen in Osteuropa führten in vergangenen Geschäftsjahren bereits zu Wertminderungen von auf die dortigen Gesellschaften entfallenden Geschäfts- und Firmenwerten sowie auf sonstige langfristige Vermögenswerte, was auch in der Zukunft erneut eintreten kann, da diese Unsicherheiten weiterhin bestehen. Gleichermaßen können bei negativen Entwicklungen bei Tochterunternehmen außerplanmäßige Abschreibungen des Buchwerts der Beteiligungen oder Wertberichtigungen auf Forderungen und Ausleihungen im Einzelabschluss der Verallia Deutschland AG erforderlich werden. WährungsrisikenVerallia Deutschland tätigt Umsätze überwiegend in Euro, Rubel und Griwna. Bei Aktivitäten außerhalb des Euroraumes steht den Umsätzen auch die Mehrzahl der Kosten in der jeweiligen Landeswährung gegenüber, so dass sich das tatsächliche direkte Währungsrisiko auf den Ergebnisbeitrag aus Russland und der Ukraine beschränkt. Insgesamt veränderte sich der außerhalb des Euroraumes erzielte Umsatz von 23,0 % zum 31. Dezember 2016 auf 25,2 % des Gesamtumsatzes zum 31. Dezember 2017. Spekulationsgeschäfte oder Maßnahmen mit spekulativem Charakter sind gemäß den Unternehmensrichtlinien nicht zulässig und wurden auch nicht getätigt. Die Unternehmensbeteiligungen in Russland und der Ukraine und auch die nachträglichen Kapitalerhöhungen wurden in Euro finanziert und belasten dementsprechend die Verschuldung der Verallia Deutschland AG. Das somit erworbene oder gebildete Eigenkapital der Gesellschaften in Russland und der Ukraine besteht aber in lokaler Währung und führt daher bei der Kapitalkonsolidierung zu entsprechenden Wechselkursdifferenzen. Dieser Situation hätte Verallia Deutschland nur durch eine erhebliche Verschuldung der Gesellschaften in Russland und der Ukraine in lokaler Währung begegnen können. Dies war allerdings zu keinem Zeitpunkt möglich. Industrielle und technische RisikenDie Beurteilung der zukünftigen Marktentwicklung gestaltet sich schwierig und wird deshalb als zentrales Risiko betrachtet, weil durch die relativ langen Wannenlaufzeiten kurzfristige Steuerungsmaßnahmen nur sehr begrenzt möglich sind. Kurzfristig bestehen risikoreduzierende Maßnahmen darin, den Produktionsplan und die Kapazitäten den aktuellen Entwicklungen des Auftragseingangs anzupassen. Langfristig ist die Verallia Deutschland AG erfolgreich bemüht, mit vielen Kunden dauerhafte Entwicklungspartnerschaften einzugehen. Außerdem besteht durch die langen Laufzeiten von Investitionen das Risiko, dass innerhalb der geplanten Lebenszeit der Investitionen ein vorher nicht kalkulierbarer Nachrüstungsaufwand anfällt. Besonders bei der Thematik Umwelt und Umweltauflagen ist ein solcher Sachverhalt denkbar. Deshalb wird im Bereich Umwelt durch interne Prozesse sichergestellt, dass sämtliche Investitionen die geltenden Vorschriften erfüllen. Die hohen Anforderungen an Lieferanten der Lebensmittelbranche sind eine Herausforderung für die Qualitätssicherung. Deshalb werden von Beginn an qualitätsrelevante Risiken durch strenge Qualitätskontrollen sowie andere vorbeugende Maßnahmen minimiert. Es wird eine Vielzahl von Vorkehrungen getroffen, um die hohe Qualität unserer Produkte sicherzustellen. Die Anlagensicherheit wird durch ständige Instandhaltungsmaßnahmen und Reparaturen gewährleistet. Es besteht ein Risiko durch Störungen und verstärkte Schwankungen im Strom- und Erdgasnetz. Um die die Erhaltung der Schmelzwannen und der Produktionsmaschinen zu sichern, muss die Funktionsfähigkeit von Notfallanlagen bei Ausfällen im Stromnetz garantiert sein. Daher werden regelmäßig Stresstests durchgeführt. Des Weiteren werden gesetzliche Anforderungen und Rahmenbedingungen im Bereich Energie immer komplexer, unsicherer und sind häufig schlecht oder nur kurzfristig planbar. Zusätzliche Anforderungen, wie z.B. der Austausch von Zählern durch geeichte Zählereinheiten, erfordern kurzfristig erhöhte finanzielle Belastungen und einen deutlich vermehrten Arbeitsaufwand. Neben den gesetzlichen Rahmenbedingungen führen auch preislich unruhige Märkte zu einem erhöhten industriellen Risiko. Risikoreduzierende Maßnahmen sind zum Beispiel Flexibilisierungsmaßnahmen im Bereich Energiemix, eine stärkere Beobachtung der Energiepreisentwicklung sowie eine darauf ausgerichtete Vertragsgestaltung. Allerdings setzen die Anforderungen der Flexibilisierung oder die Möglichkeit zur Verwendung anderer Brennstoffe häufig ebenfalls technische Änderungen voraus. Durch ständige Überprüfungen der technischen Anforderungen, mögliche Anpassungen der Anlagen und Steuerungen sowie einen Notfallplan soll deren Einsatzbereitschaft durchgängig gewährleistet werden. IT-RisikenDie Risiken im IT-Bereich umfassen Systemausfallrisiken, mangelhafte Systemverfügbarkeit, Angriffe von außen sowie Risiken in Bezug auf den Verlust oder Missbrauch von Daten. Infolge eines Cyber-Angriffs kam es im Geschäftsjahr 2017 zu einem temporären Ausfall des ERP-Systems. Durch bestehende Maßnahmen zur Risikominimierung blieben die Auswirkungen gering und sind auch für die Zukunft als überschaubar einzuschätzen. Das Ziel, für alle Anwendungen gleichermaßen eine Risikominimierung anzustreben, bedeutet eine Vielzahl von Ansätzen. Während das zentrale SAP-R/3-System für die Standorte in Deutschland und der Ukraine durch die Verallia Zentrale inklusive Redundanz zur Verfügung gestellt wird, müssen andere Systeme von Verallia Deutschland selbst oder von externen Partnern gepflegt werden. Das Gleiche gilt für die Werke in Russland. Es wurden bereits in der Vergangenheit als auch zukünftig verschiedene Maßnahmen zum Schutz vor Angriffen von innen und außen getroffen. PersonalrisikenQualifizierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind ein Schlüssel zum Erfolg der Verallia Deutschland AG. Die unmittelbaren Auswirkungen des Fachkräftemangels in Deutschland zeichnen sich immer deutlicher ab. Abhängig von der Region und dem Einsatzbereich können freie Stellen zum Teil nur verzögert besetzt werden. Durch diese Situation kommt es immer auch zu Mehrbelastungen der bestehenden Belegschaft. Themen wie dem demografischen Wandel wird u. a. durch Projekte im Bereich Ergonomie oder eine systematische Analyse der Mitarbeiterentwicklung Rechnung getragen. Diese Themen werden weiter wichtig bleiben, um die Attraktivität als Arbeitgeber zu erhöhen und auch langfristig qualifizierte und motivierte Mitarbeiter an die Verallia Deutschland AG zu binden. Eine besondere Herausforderung stellt in den letzten Jahren die Besetzung unserer Ausbildungsstellen dar. Neben den sogenannten geburtenschwachen Jahrgängen liegen die Gründe auch in der allgemeinen Arbeitsmarktsituation in Deutschland. Die Standorte nutzen zunehmend die Möglichkeit, Flüchtlinge auszubilden und Fachkräfte zu entwickeln. Für Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' besteht aufgrund der anhaltenden Krise in der Ukraine das Risiko, dass Mitarbeiter zum Militär eingezogen werden und in der Folge nicht als Arbeitskraft für das Unternehmen zur Verfügung stehen. Der Arbeitsmarkt in der Ukraine ist aufgrund der Krise angespannt: viele qualifizierte Fachkräfte verlassen das Land, was für die Gesellschaft in der Ukraine ebenfalls die Einstellung von Fach- und Führungskräften behindert. Bindung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an das Unternehmen und das Schaffen von Anreizen zu bleiben und Einsatzbereitschaft zu zeigen wird in den nächsten Jahren ein wichtiges Thema in der Personalstrategie bleiben. Gesundheit und Arbeitssicherheit sind nicht nur bei hoher Belastung wesentliche Faktoren, die bei der Verallia Deutschland AG als sehr wichtig erachtet werden. Durch verschiedenste Maßnahmen und Angebote aus den Bereichen Gesundheit, Arbeitssicherheit, Weiterbildung und Work-Life-Balance werden die Mitarbeiter unterstützt, um sich den verändernden Herausforderungen stellen zu können. Die Wirtschaftsentwicklung fordert ständige dynamische Anpassung. Somit wird die Qualifikation und Motivation der Mitarbeiter auch zukünftig einer der Hauptfaktoren für den Unternehmenserfolg und zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit sein. Nur mit qualifizierten Mitarbeitern wird eine hohe und nachhaltige Wertschöpfung erreicht. Im Hinblick auf die bestehenden Pensionsverpflichtungen und deren Wertigkeit liegen die Risiken bei den versicherungsmathematischen Annahmen, bei zum Beispiel sinkenden Zinssätzen, höherer Lebenserwartung von Versorgungsberechtigten oder steigender Inflation. Rechtliche RisikenEnergieIm Sommer 2014 wurde die EEG-Gesetzgebung novelliert. Mit dieser EU-konformen Neufassung haben die Bundesregierung und die EU-Kommission eine Regelung auf Basis der Mitte 2014 beschlossenen EU-Energie- und Umweltbeihilfeleitlinien (EEAG) gefunden. Die EU-Kommission hat Ende 2013 ein förmliches Prüfverfahren zum EEG und zu den Ausnahmeregelungen für stromintensive Unternehmen eingeleitet und darin die Rechtmäßigkeit der bereits gewährten teilweisen Befreiungen von der EEG-Umlage, insbesondere der Jahre 2013 und 2014, geprüft. In Umsetzung des Beschlusses der Europäischen Kommission hat das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Ende 2014 "Teilrücknahmebescheide" zur EEG-Umlage erlassen. Diesen Teilrückforderungen sind im 4. Quartal 2015 weitere bzw. erneute Teilrücknahmebescheide gefolgt. Gegen die Bescheide wurde Widerspruch eingelegt. Es ist für die EEG-Regelung für die Jahre 2014 und 2015 im Jahr 2016 weiterhin keine endgültige Position erreichbar. Neben diesem Verfahren zur EEG-Umlage wurde von der EU-Kommission gegen Deutschland weiterhin ein förmliches Beihilfeverfahren wegen der Befreiung großer Stromverbraucher von Netzentgeltzahlungen eingeleitet, aus dem sich Rückforderungen der Befreiungen ergeben können. Auch ein jüngstes Urteil des OLG Düsseldorf stufte die Regelung in den Jahren 2011 und 2012 für nichtig ein. Für Verallia Deutschland ändert sich vorerst nichts an der Einstufung. Die Neuregelung ab 2013 entspricht den EU EEAG Richtlinien und ist folglich nicht risikobehaftet. Bezüglich der Begrenzung der EEG-Umlage überprüft das BAFA derzeit die Weiterleitung von Strom an fremde Dritte im Rahmen von sogenannten Werkvertragskonstellationen. Nach § 64 Abs.1 und Abs. 2 EEG 2017 kommt es für die Begrenzung der EEG-Umlage auf die von einem Unternehmen selbst verbrauchte Strommenge an. Strom, der hingegen an selbstständige dritte Unternehmen weitergeleitet und von diesen für eigenen Zwecke verbraucht wird, kann nicht als eigene begrenzte Strommenge geltend gemacht werden. In diesem Zusammenhang besteht ein latentes Risiko bezüglich des Nachweises dieser Mengen aufgrund der Einführung des Erfordernisses geeichter Stromzähler und den auch von der Rechtsprechung der Verwaltungsgerichte bestätigten Nachweiserfordernissen. Wir gehen von einer Verzögerung der Begrenzungsbescheide aus. Weitere rechtliche Risiken werden im Bereich der individuellen Netzentgelte identifiziert. Hier kündigt sich für die Jahre 2017/2018 eine Änderung an. Ob diese Änderung zu einer wirtschaftlichen Verschlechterung für Verallia Deutschland führt, kann aktuell noch nicht abgeschätzt werden. Die regulatorischen und rechtlichen Auswirkungen der jüngsten Entwicklungen im Energiesektor erfordern eine erhöhte Aufmerksamkeit. Diverse gesetzliche Änderungen führen darüber hinaus dazu, dass die Bewertung und Einstufung z. B. von Verträgen mit Netzbetreibern und Lieferanten beständig unsicherer wird. Auch technische und organisatorische Maßnahmen aus rechtlichen Rahmenbedingungen müssen frühzeitig erkannt und umgesetzt werden. SonstigeIm Rahmen des Risikomanagements werden sämtliche rechtlichen Risiken betrachtet. Es werden vorbeugende Maßnahmen ergriffen, um die folgenden Risiken zu minimieren: Schwächen in der Einhaltung von Gesetzen und aller Arten von Verpflichtungen, steuerrechtliche Fragestellungen, Mängel im Prozess der Vertragsgestaltung, mangelhaftes oder verspätetes Management von Rechtsstreitigkeiten, mangelnder oder unzureichender Schutz der Interessen der organisatorischen Einheit und schlechtes Management der juristischen Ressourcen. Zur Risikovermeidung sind im RMS konkrete Maßnahmen formuliert. Nach Möglichkeit werden die Risiken außerdem durch Versicherungen abgedeckt. In Russland und der Ukraine ergibt sich infolge der allgemein schwierigen geopoli-tischen Lage ebenfalls eine rechtliche Unsicherheit, die zukünftige Einflüsse auf das Unternehmen nicht vorhersehbar machen. UmweltrisikenPraktizierter Umweltschutz geht weit über die Einhaltung rechtlicher Verpflichtungen hinaus. Verallia Deutschland war schon früh Vorreiter in der Behälterglasbranche im Bereich der Rauchgasreinigung. Die kontinuierliche Verbesserung nachteiliger Umweltauswirkungen in allen Bereichen und dadurch die Minimierung der Umweltrisiken werden durch Umweltschutzprogramme in den Werken umgesetzt. Die Umweltziele enthalten Werte, die die genehmigten Grenzwerte noch unterschreiten. Bestätigt werden die Anstrengungen im Umweltschutz durch die erfolgreiche Zertifizierung der Werke in Deutschland, der Ukraine sowie in Russland nach DIN EN ISO 14001. Das Werk Bad Wurzach ist zusätzlich nach der EG-Verordnung 1221/2009 (EMAS) validiert, die Umwelterklärung wurde durch einen unabhängigen Umweltgutachter für gültig erklärt. Den Anspruch der Nachhaltigkeit und die ständige Suche nach Verbesserungsmöglichkeiten zur verantwortungsvollen Nutzung aller Ressourcen hat Verallia Deutschland mit den vier Standorten in Deutschland durch die erfolgreiche Zertifizierung nach DIN EN ISO 50001 bewiesen. Ein professionelles Energiemanagement leistet einen wesentlichen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz, beispielsweise durch die dauerhafte Reduzierung von CO2 -Emissionen. Die Standorte der Verallia Deutschland AG sind historisch gewachsen, mit teilweise unterschiedlicher Nutzung in der Vergangenheit. Durch diese Situation sind bisher unbekannte Risiken für das Unternehmen sowie die Umwelt und damit verbundene Verpflichtungen nicht auszuschließen. Durch eine Abstimmung mit zuständigen Behörden wird ein wichtiger Beitrag zur Eingrenzung der Risiken geleistet. Risiken im RechnungslegungsprozessSpezielle rechnungslegungsbezogene Risiken können zum Beispiel aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte resultieren. Außerdem können durch bestehende Ermessensspielräume von Mitarbeitern beim Ansatz und bei der Bewertung von Bilanzpositionen weitere rechnungslegungsbezogene Risiken entstehen. Weiterhin können durch die Übertragung rechnungslegungsspezifischer Aufgaben Risiken auftreten. Diese Risiken werden durch das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem bezogen auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess und dessen beschriebene Strukturen und Prozesse abgedeckt. Einschätzung der GesamtrisikosituationBestandsgefährdende Risiken sind gegenwärtig und für die Zukunft nicht zu erkennen. Die folgende Übersicht zeigt die Klassifizierung der oben beschriebenen Einzelrisiken für Verallia Deutschland. Unter dem Überbegriff Finanzrisiken sind Wertminderungsrisiken, Liquiditätsrisiken, Zinsänderungsrisiken und Währungsrisiken zusammengefasst. ![]() Einschränkender HinweisDas interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ermöglicht durch die festgelegten Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die systematische Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten sowie die sachgerechte Darstellung in der Konzernrechnungslegung. Auch wenn die internen Kontroll- und Risikomanagementsysteme unter ständiger Beobachtung stehen und kontinuierlich verbessert werden, ist es nicht völlig auszuschließen, dass trotz angemessener und funktionsfähiger Systeme eine absolute Sicherheit zur vollständigen Identifizierung und Steuerung der Risiken nicht gewährleistet werden kann. PROGNOSEBERICHTDer Prognosebericht beschreibt die voraussichtliche Entwicklung des Verallia Deutschland Konzerns und der Verallia Deutschland AG in den folgenden 12 Monaten. Er enthält Aussagen und Informationen über Vorgänge, die in der Zukunft liegen. Diese vorausschauenden Aussagen und Informationen beruhen auf Erwartungen und Annahmen des Unternehmens zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Diese wiederum unterliegen bekannten und unbekannten Chancen und Risiken. Eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse des Konzerns. Viele dieser Faktoren liegen außerhalb des Einflussbereichs des Unternehmens. Sollten eine oder mehrere Chancen bzw. Risiken eintreten, sollte sich eine der Ungewissheiten realisieren oder sollte sich erweisen, dass eine der zugrunde liegenden Annahmen nicht korrekt war, kann die tatsächliche Entwicklung des Konzerns sowohl positiv als auch negativ von den Erwartungen und Annahmen in den zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen dieses Prognoseberichts abweichen. Gesamtwirtschaftliche EntwicklungFür die Weltwirtschaft geben die Konjunkturforscher des IfW sowie weiterer renommierter Institute einen positiven Ausblick. Sie erwarten deutlich verbesserte Konjunkturaussichten im Euroraum und dem Rest der Welt. Hiervon wird auch die deutsche Industrie profitieren und ihre Export- und Investitionstätigkeiten spürbar ausweiten. Der Aufschwung, in dem sich die deutsche Wirtschaft seit nunmehr 2013 befindet, hat sich merklich beschleunigt. So haben die Konjunkturforscher ihre bisherigen Prognosen für 2018, die ohnehin schon kräftige Zuwächse anzeigten, noch leicht angehoben. Für Deutschland liegen die Schätzungen für die Zunahme des realen BIP bei bis zu 2,5 % von der Bundesbank und 2,6 % vom ifo Institut. Die Überauslastung der deutschen Wirtschaft dürfte im Prognosezeitraum spürbar zunehmen und wird aber nach und nach auch den Preisdruck verstärken. Die Teuerungsrate für die Verbraucher steuert auf 2 % zu. Dennoch sind die Anschaffungsneigung der Konsumenten und die Stimmung im Handel positiv und die privaten Konsumausgaben werden aufgrund der hohen Einkommenszuwächse wohl weiter lebhaft expandieren, wenngleich sich ihr Beitrag zur Konjunkturentwicklung etwa abschwächen wird. Insgesamt begründet die wirtschaftliche Entwicklung 2018 weiterhin eine stabile Ausgangslage für den Inlandsabsatz von Glasverpackungen. Dennoch sind weitere wirtschaftliche Auswirkungen mittelfristig nicht absehbar und eine Prognose über die Geschäftsentwicklung ist nach wie vor mit Unsicherheiten behaftet. BranchenentwicklungDeutschlandDie Preiserwartung in den laufenden Verhandlungen steht unter dem Einfluss eines intensiven europäischen Wettbewerbes, der sich für das kommende Jahr abzeichnet. Inwieweit inflationsbedingte Kostenveränderungen am Markt durchgereicht werden, ist aufgrund des uneinheitlichen Wettbewerberverhaltens noch unsicher. Wir gehen jedoch davon aus, dass es im Sinne nachhaltiger Lieferbeziehungen zu einvernehmlichen Lösungen mit unseren Kunden kommen wird. Die Absatzentwicklung alternativer Verpackungsmaterialen (z.B. Dose) als Substitut in den spezifischen Segmenten bleibt auch im folgenden Jahr zu beobachten. Beispielsweise ist eine gewisse Renaissance der Dose erkennbar, allerdings ist der Marktanteil nach wie vor auf einem geringen Niveau. Die Veränderung im Konsumverhalten weg von alkoholischen hin zu nichtalkoholischen Getränken setzt sich weiter fort, was beispielsweise durch die langfristig kontinuierlich sinkenden Pro-Kopf-Verbräuche bei Bier und gleichzeitig steigenden Mengen insbesondere bei Mineralwasser zum Ausdruck kommt. Hier gewinnt zwar der Mehrwegsektor, wenn auch auf sehr geringem Niveau, an Bedeutung; der Versuch, diesen durch Einführung des Einwegpfandes zu stützen, muss dennoch angesichts der sich bislang permanent reduzierenden Anteile als gescheitert angesehen werden. Die Beurteilung der Entwicklung des Biermarktes stellt sich weiterhin als sehr schwierig dar. Der nationale Biermarkt ist sehr stark von Saisonalitäten und hohen Promotionanteilen geprägt; Wachstumschancen sieht man im Export. Dominierende Gebindeform bleibt das Glas-Mehrweggebinde. Positiv für den Glasbedarf wirkt sich der anhaltende Trend zu Individualgebinden vor allem für Mehrwegflaschen aus. Inwieweit die im Frühjahr geplante Bierpreiserhöhung Einfluss auf den deutschen Markt haben werden, bleibt abzuwarten. Gleiches gilt für die in 2018 stattfindende Fußball-Weltmeisterschaft in Russland. Im Berichtsjahr konnte bei der Weinlese zwar qualitativ ein sehr positives Ergebnis erzielt werden, die Mengen liegen jedoch aufgrund der schlechten Witterungsbedingungen im Frühjahr 2017 deutlich unter dem Vorjahr und den Durchschnittswerten der letzten 10 Jahre. Im Handel setzt sich der Konkurrenzkampf zwischen Eigenmarken und Markenartikeln weiter fort. Auch ist ein Trend zur Konsolidierung im Weinmarkt erkennbar. Inwieweit die schlechte Ernte in 2017 Einfluss nehmen wird auf die Abfüllungen in 2018 bleibt abzuwarten. RusslandSeit Ende 2017 zeigt der russische Behälterglasmarkt insgesamt eine leichte Erholung, nach einem rückläufigen Trend der letzten Jahre infolge bestehender Überkapazitäten. Ein stärkeres Wachstum der Mengen wird jedoch nicht erwartet. Der Behälterglasmarkt bleibt weiterhin stark abhängig von externen Einflüssen, wie Änderungen der wirtschaftlichen Situation oder gesetzlichen Rahmenbedingungen. Aktuell bringen zusätzliche Beschränkungen und eine konsequente Regulierung der Alkoholproduktion durch die Regierung negative Auswirkungen mit sich. Ein Anstieg der Steuern und die Einführung von Mindestpreisen für Sekt und Wodka beeinträchtigen den Glasabsatz in diesen Segmenten. UkraineDer ukrainische Markt bleibt infolge des rückläufigen Trends der letzten Jahre schwierig. Der Hauptgrund sind steigende Steuern, die direkt den Preis des Endproduktes beeinflussen, sowie der Konsumrückgang bei alkoholischen Getränken. Die Verbrauchssteuern sind in 2016 und 2017 mehrmals angestiegen, was einen zusätzlichen Druck auf den Spirituosenmarkt ausübte und zu einem Absatzrückgang führte. Die Ausweitung anderer Produktsegmente hilft das bestehende Gesamtniveau zu halten bzw. ein leichtes Wachstum zu generieren. Den nationalen Schwierigkeiten kann mit guten Aussichten bei den Exportaktivitäten begegnet werden. Ausrichtung des KonzernsZiel ist es, nachhaltig der bevorzugte Verpackungspartner für die Getränke- und Lebensmittelindustrie zu sein. Als Voraussetzung dafür sehen wir herausragende Leistungen in Qualität, Kundenservice und innovativen Entwicklungen an. Diese sollen auf Basis vorbildlicher Arbeitssicherheit, moderner Menschenführung und nachhaltiger Nutzung aller Ressourcen erreicht werden. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, führt Verallia Deutschland das in den vergangenen Jahren ausgebaute Qualitätsmanagement kontinuierlich fort. Die Verallia Deutschland AG war in Deutschland die erste Glashütte, die nach dem strengen BRC-Standard zertifiziert wurde. Außerdem erhielt die Gesellschaft bereits 2009 das DIN EN ISO 22000 Zertifikat für Lebensmittelsicherheit - Anforderungen an Organisationen in der Lebensmittelkette, das in 2013 erfolgreich erweitert wurde zu FSSC 22000. Sämtliche betreffenden Zertifizierungen wurden auch 2017 erneut bestätigt. Dies unterstreicht das fortwährende Bestreben von Verallia Deutschland, die Qualitätsführerschaft am Markt zu intensivieren. Angesichts kontinuierlich steigender Beschaffungskosten sind Einsparungen auf diesem Gebiet von zentraler Bedeutung. Nur so kann Verallia Deutschland profitabel bleiben. Ein werksübergreifendes Einkaufs- und Energiemanagement nutzt hierbei alle Möglichkeiten, Kosten zu optimieren, bei gleichzeitiger Sicherstellung der Qualität. Basis für kontinuierliche Kundenzufriedenheit ist die Produktion von hochwertigen Glasverpackungen, verbunden mit einem erstklassigen Serviceangebot. Wesentlich dazu beitragen können die Ausrichtung der Produktionskapazitäten auf Flexibilität sowie eine größere Zahl an Innovationen im Produkt- und Dienstleistungsbereich. Durch die noch engere Verbindung mit den anderen Gesellschaften des Mehrheitsaktionärs unter der Marke Verallia kann der Konzern positive Aspekte aus der globalen Bündelung einerseits sowie aus der Kundennähe andererseits gewinnen und somit seine Marktposition ausbauen. Erwartete Geschäfts- und ErtragslageDeutschlandFür das Jahr 2018 wird eine leicht steigende Weltwirtschaft erwartet, was auch für die deutsche Wirtschaft prognostiziert wird. Die sich bereits auf einem niedrigen Niveau befindende Arbeitslosenquote wird sich voraussichtlich in etwa auf diesem Niveau halten können. Die Absatzlage im Behälterglasmarkt war im vergangenen Jahr 2 % über dem Vorjahr. Die Verallia Deutschland AG erwartet für die nächsten zwölf Monate einen stabilen Markt, was zu einer hohen Auslastung der Produktionskapazitäten führen dürfte. Insgesamt ist die Verallia Deutschland AG auf Basis eines verbesserten Produktportfolios und umfangreicher Investitionen gut gerüstet, sich den bestehenden Herausforderungen zu stellen. In dieser Situation werden wir nach wie vor den Fokus auf Qualität und Kundenservice legen. Auf Basis der aktuellen Gespräche mit Kunden gehen wir von einer Preisentwicklung auf dem Niveau der Einkaufsindizes aus. Dies bedeutet für das Segment Deutschland und damit auch für die Verallia Deutschland AG, dass für das Jahr 2018 ein Umsatz auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2017 (Umsatz 2017: 377,2 Mio. Euro) und ein Operatives Ergebnis zwischen 40 und 50 Mio. Euro erwartet werden. RusslandFür das kommende Jahr wird ein leichtes Wachstum der russischen Wirtschaft erwartet. Positive Einflüsse durch erhöhte Konsumausgaben in- und ausländischer Verbraucher werden durch die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland erwartet. Das Hauptaugenmerk bei JSC Kamyshinsky Steklotarny Zawod liegt auf einer kontinuierlichen Entwicklung des Produktportfolios. Eine Auffrischung des Standardportfolios sowie die Entwicklung von Neuerungen werden im kommenden Jahr das Tagesgeschäft ergänzen. JSC "Kavminsteklo" hat die feste Absicht, seine Position im Markt weiter zu konsolidieren. Verbesserte Technologien und ein erhöhtes Know-how können eine Aufwertung aller Artikel ermöglichen und die Marktposition stärken. Zur Erfüllung der lokalen Nachfrage und zur Schaffung eines zusätzlichen Kundenservice, wurde in 2017 mit der Produktion von Gläsern begonnen. In Russland bleibt der Wettbewerb im Glasverpackungsmarkt immer noch sehr hoch, da bestehende Überkapazitäten erst nach und nach abgebaut werden. Unser Fokus lag im Berichtsjahr bereits auf der Vertriebsseite, was in beiden russischen Werken zu erhöhten Absatzmengen, verbunden mit einer hohen Auslastung, führte. Im kommenden Geschäftsjahr soll diese Entwicklung fortgeführt und ergänzend durch eine Preisanpassung, die sich an der Inflation orientiert, verstärkt werden. Es steht weiterhin im Fokus, die erreichten Produktivitätssteigerungen zu halten und auszubauen. Je nach Währungskursentwicklung planen wir für das nächste Geschäftsjahr in Russland einen Umsatz zwischen 85 und 100 Mio. Euro und ein Operatives Ergebnis zwischen 8 und 12 Mio. Euro. UkraineDie Ukraine hat die wirtschaftliche Krise überwunden und verzeichnet eine Erholung. Für das kommende Jahr wird mit einem leichten Wachstum gerechnet. Das Ausmaß der positiven Entwicklung hängt jedoch davon ab, wie sich die Inlands- und Auslandsnachfrage erholt. Vor diesem Hintergrund bleibt das nächste Geschäftsjahr herausfordernd, mit einem starken Fokus auf dem Premiumsegment. Das ukrainische Team arbeitet weiterhin an der Durchdringung derjenigen Premiumsegmente, die in der Vergangenheit durch Importe aus dem Ausland beliefert wurden. Die große Bedeutung des Exportbereichs bleibt bestehen, über die Hälfte der Absätze wird in 27 verschiedenen Ländern erzielt. Das Kunden- und Produktportfolio hat ein gutes Gleichgewicht erreicht und kann durch eine Reduzierung der Risiken bezogen auf einzelne Segmente noch verbessert werden. Wir erwarten für das kommende Jahr, dass der Umsatz und das Operative Ergebnis je nach Währungskursentwicklung in diesem Segment auf dem Niveau von 2017 (Umsatz 2017:43,7 Mio. Euro; Operatives Ergebnis 2017: 6,9 Mio. Euro) liegen werden. Gesamtaussage zur voraussichtlichen EntwicklungDie Lage im weltwirtschaftlichen Umfeld scheint sich derzeit insgesamt zu stabilisieren. Als Folge der relativ guten Weltwirtschaftslage sind Erhöhungen vor allem bei den Rohstoff- und Energiepreisen nicht auszuschließen. Die bereits in den Vorjahren angestoßenen Kostensenkungsprogramme werden im Rahmen eines kontinuierlichen Kostenmanagements auch zukünftig fortgeführt werden. Unser Bestreben besteht weiterhin darin, eine nachhaltige Lieferfähigkeit mit entsprechender Qualität sicherstellen zu können. Für den Konzern rechnen wir für das kommende Jahr mit einem Umsatz leicht über dem Niveau des Geschäftsjahres 2017 (Umsatz 2017: 504,2 Mio. Euro) und mit einem Operativen Ergebnis zwischen 60 und 70 Mio. Euro. Die Arbeitssicherheit bleibt ein zentrales Element bei Verallia Deutschland. Für die Kennzahl TF2 (Häufigkeit von Unfällen mit Arbeitszeitausfall und medizinischer Versorgung bezogen auf eine Million Arbeitsstunden) erwarten wir im kommenden Geschäftsjahr für Deutschland einen Wert von 1,8, für Russland einen Wert von 1,2 und für die Ukraine einen Wert von 1,0. ANGABEN NACH §§ 289a UND 315a HGB SOWIE ERLÄUTERNDER BERICHTscroll
NICHTFINANZIELLE (KONZERN-)ERKLÄRUNG (§ 289b HGB UND § 315b HGB)Die nichtfinanzielle (Konzern-)Erklärung gemäß § 289b HGB und § 315b HGB ist auf unserer Homepage www.verallia.de unter Investor Relations veröffentlicht. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG (§ 289f HGB)Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB ist auf unserer Homepage www.verallia.de unter Investor Relations veröffentlicht. VORSTANDSVERGÜTUNGDie Mitglieder des Vorstands der Verallia Deutschland AG erhalten eine wert- und leistungsorientierte Vergütung. Diese setzt sich aus zwei Teilen zusammen: Der fixe Bestandteil richtet sich nach den marktüblichen Bedingungen und dem persönlichen Werdegang. Die variable Komponente besteht aus einem vom Unternehmensergebnis und von der persönlichen Leistung abhängigen Bonus, der sich am jeweiligen Zielerreichungsgrad orientiert. Die Gesamthöhe wird jährlich überprüft und mit der allgemeinen Unternehmens- und Entgeltentwicklung abgeglichen. Außerdem erhalten die Mitglieder des Vorstands Nebenleistungen in Form von Sachbezügen, die im Wesentlichen aus dem nach steuerlichen Richtlinien anzusetzenden Wert der Dienstwagennutzung bestehen. Als Vergütungsbestandteil sind diese Nebenleistungen vom einzelnen Vorstandsmitglied zu versteuern. Sie stehen allen Vorstandsmitgliedern prinzipiell in gleicher Weise zu. Die Vorstände haben ferner grundsätzlich einen Anspruch auf Ruhegeld, sofern die Voraussetzungen für den Bezug von Altersruhegeld oder anderen vergleichbaren Versorgungsleistungen erfüllt sind. Neben den von Verallia Deutschland gewährten Vergütungsbestandteilen partizipierten die Mitglieder des Vorstands an Aktienplänen der Horizon Intermediate Holdings SCA, bestehend aus dem Bezug von Gratis-Vorzugsaktien sowie der Teilnahme am Management Aktienplan. Die Gesamthöhe der Bezüge des Vorstands ist im Anhang und Konzernanhang dargestellt. Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat am 12. Oktober 2016 beschlossen, dass die Nennung der Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitglieds im Anhang zum Jahresabschluss nach § 285 Sätze 1 Nr. 9 lit. a) Sätze 5 bis 8 HGB sowie entsprechend im Konzernabschluss gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 lit. a) Satz 5 bis 8 HGB für den Zeitraum von fünf Jahren ab Fassung des Beschlusses unterbleibt. AUFSICHTSRATSVERGÜTUNGDie Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 8 der Satzung der Verallia Deutschland AG geregelt. Die Struktur der Aufsichtsratsvergütung hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert. Die Vergütungshöhe beschließt die Hauptversammlung, dies ist zuletzt am 24. Juni 1999 erfolgt. Neben dem Ersatz der Auslagen und einer für die Aufsichtsratstätigkeit zur Last fallenden Umsatzsteuer erhält jedes Aufsichtsratsmitglied nach Ablauf des Geschäftsjahres eine feste Vergütung von 7.700 Euro pro Geschäftsjahr. Entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde die Position des Aufsichtsratsvorsitzenden und die seines Stellvertreters bei der Berechnung der Vergütung berücksichtigt. Der Vorsitzende und sein Stellvertreter erhalten jeweils 14.900 Euro pro Geschäftsjahr.
Bad Wurzach, den 28. Februar 2018 Hugues Denissel, Vorsitzender Thomas Beyer Personal Roland Unfried Technik Der Vorstand Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss und der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und der Gesellschaft vermitteln und im Lagebericht und Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns und der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns und der Gesellschaft beschrieben sind.
Bad Wurzach, den 28. Februar 2018 Verallia Deutschland AG Der Vorstand Hugues Denissel, Vorsitzender Thomas Beyer Personal Roland Unfried Technik Jahresabschluss des KonzernsFÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017GESAMTERGEBNISRECHNUNG DES VERALLIA DEUTSCHLAND KONZERNSscroll
Gewinn- und VerlustrechnungDES VERALLIA DEUTSCHLAND KONZERNSscroll
BilanzDES VERALLIA DEUTSCHLAND KONZERNSAKTIVA scroll
EigenkapitalveränderungsrechnungDES VERALLIA DEUTSCHLAND KONZERNS FÜR DIE ZEIT VOM 01. MÄRZ BIS ZUM 31. DEZEMBER 2016 SOWIE VOM 01. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2017scroll
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KapitalflussrechnungDES VERALLIA DEUTSCHLAND KONZERNSscroll
Anhang zum KonzernabschlussDER VERALLIA DEUTSCHLAND AG ZUM 31. DEZEMBER 2017A. ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGENDie Verallia Deutschland AG ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in 88410 Bad Wurzach, Oberlandstraße, Deutschland und ist beim Amtsgericht Ulm unter der Registernummer HRB 610192 eingetragen. Sie ist ein Tochterunternehmen der international tätigen Verallia Gruppe. Die Geschäftstätigkeit des Verallia Deutschland Konzerns umfasst im Kerngeschäft die Produktion und den Vertrieb von Behälterglas, im Konzern sind zum Stichtag 3.057 Mitarbeiter (Vorjahr: 3.103) beschäftigt. Mit Wirkung zum 29. Oktober 2015 hat uns die BRH Holdings GP, Ltd., aufgrund der Vorschriften des § 21 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil durch indirekte Beteiligung 96,7 % beträgt. Die direkte Beteiligung wird gehalten von der Horizon Holdings Germany GmbH, Bad Wurzach, mit 91,7 % sowie der Verallia France SA, Courbevoie, Frankreich, mit 5,0 %. Aufgrund dieser Mehrheitsbeteiligung wird die Verallia Deutschland AG in den Konzernabschluss der Horizon Parent Holdings S.à r.l., Luxemburg, die ebenfalls eine Tochtergesellschaft der BRH Holdings GP, Ltd., ist, einbezogen. Dieser Konzernabschluss kann beim Registre de Commerce et des Sociétés de Luxembourg, Luxemburg, eingesehen werden. Der vorliegende Konzernabschluss wurde unter Beachtung aller am Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie aller für das abgelaufene Geschäftsjahr verbindlichen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden verschiedene Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Konzernwährung ist der Euro. Alle Beträge werden in Tausend Euro (TEUR) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist. Mit Beschluss der Hauptversammlung am 12. Oktober 2016 wurde das Geschäftsjahr wieder auf das Kalenderjahr verlegt. Für den Zeitraum vom 01. März 2016 bis zum 31. Dezember 2016 wurde ein Rumpfgeschäftsjahr gebildet, insofern ist für den Berichtszeitraum die Vergleichbarkeit mit dem zehnmonatigen Rumpfgeschäftsjahr davor nur eingeschränkt gegeben. Sämtliche Tochtergesellschaften hatten kein Rumpfgeschäftsjahr gebildet, deren Bilanzstichtag ist weiterhin der 31.12. des jeweiligen Kalenderjahres. B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENAllgemeinDie folgenden Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden sind in den dargestellten Berichtsperioden angewandt worden. Sie wurden von allen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen angewandt. Neue RechnungslegungsstandardsDas IASB (International Accounting Standards Board) und das IFRIC (International Financial Reporting Interpretations Committee) haben folgende für den Verallia Deutschland Konzern relevante Standards herausgegeben: Erlassene, von der EU übernommene und noch nicht angewandte Rechnungslegungsstandards mit Angabe des Zeitpunkts des Inkrafttretens:
Die Umstellung auf den neuen Standard ist weitgehend abgeschlossen und zur Zeit werden die Umstellungseffekte analysiert. Auf Grundlage dieser Beurteilung ist der Konzern der Meinung, dass die neuen Einstufungs- und Bewertungsansätze keine nenneswerten Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse haben werden, mit Ausnahme des Ansatzes der finanziellen Schulden. Wurden bei finanziellen Schulden nicht substanzielle Modifikationen der vertraglichen Konditionen vorgenommen, die zu einer Änderung der Cashflows geführt haben, ist der Buchwert für diese Finanzverbindlichkeiten auf Basis des ursprünglich bei Ersterfassung geltenden Effektivzinses zu bestimmen und die Anpassung ergebniswirksam zu erfassen, bisher erfolgte die Anpassung nach den Regelungen des IAS 39 ergebnisneutral. Bei Erstanwendung zum 01.01.2018 ist die Anpassung des Buchwerts zum 31.12.17 in den Gewinnrücklagen zu erfassen, es ist keine wesentliche Auswirkung zu erwarten. Auf die Anpassung von Vorjahreszahlen wird gemäß den Übergangsvorschriften des IFRS 9 verzichtet.
Der Konzern hat Verträge mit Kunden im Hinblick auf Änderungen bei der Umsatzlegung nach IFRS 15 analysiert. Als Ergebnis dieser Analyse erwartet der Konzern keine wesentlichen Auswirkungen. Bei der Erstanwendung hat sich der Konzern für die modifiziert retrospektive Methode entschieden.
Der Konzern hat mit der Beurteilung der möglichen Auswirkungen der Anwendung des IFRS 16 auf seinen Konzernabschluss begonnen, im Hinblick auf die unter Textziffer (18) ausgewiesenen finanziellen Verpflichtungen aus Operating-Lease-Verhältnissen wird die Erstanwendung des Standards zu einem entsprechenden Anstieg sowohl des Anlagevermögens (Bilanzierung der Nutzungsrechte) als auch der Finanzschulden (Ausweis der korrespondierenden Leasingverbindlichkeiten) führen. Eine Entscheidung, welche Übergangsmethode angewendet werden soll, wurde noch nicht getroffen. Bis auf die Neuerungen des IAS 7, welche die Überleitung der Veränderung der finanziellen Verbindlichkeiten auf die entsprechenden Cashflows erfordern, lagen keine erstmalig anzuwendenden Rechnungslegungsstandards, die für den Verallia Deutschland Konzern relevant sind, zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung vor. Geschäfts- oder Firmenwerte (Goodwills)Beim Erwerb eines Unternehmens werden dessen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden zum Zeitpunkt des Erwerbs zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt, ggf. vorzunehmende Anpassungen dieser Werte werden innerhalb von 12 Monaten vorgenommen. Ein Geschäfts- oder Firmenwert stellt die Differenz zwischen Anschaffungskosten und anteiligem, mit beizulegendem Zeitwert bewerteten Nettovermögen dar. Sollte das anteilige Nettovermögen die Anschaffungskosten übersteigen, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Anstelle der planmäßigen Abschreibung ist eine jährliche Überprüfung der Werthaltigkeit nach IAS 36 vorzunehmen. Für in der Konzernbilanz angesetzte Geschäfts- oder Firmenwerte wird mindestens jedes Kalenderjahr oder bei Vorliegen eines Triggering Events ein Impairment-Test gemäß IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten) durchgeführt, der auf den Langfristplänen der CGU (Cash Generating Unit), denen sie zugeordnet werden, basiert. Dabei wird untersucht, wie sich das Maximum aus Nettoveräußerungswert und Nutzungswert (erzielbarer Betrag) zum Buchwert der CGU verhält. Sollte der erzielbare Betrag unter dem Buchwert liegen, wird eine entsprechende Wertminderung vorgenommen. Zur Ermittlung des Nettoveräußerungswerts liegen keine verwertbaren Marktdaten vor. Der Vorstand der Verallia Deutschland AG geht jedoch davon aus, dass dieser unter Einbeziehung sämtlicher Transaktionskosten unter dem Nutzungswert liegt. Auf Goodwills erfasste Wertminderungen werden nicht rückgängig gemacht. Immaterielle Vermögenswerte und SachanlagenSachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen und Wertminderungen bewertet. Abgesehen von den Emissionsberechtigungen unterliegen die Immateriellen Vermögenswerte einer planmäßigen linearen Abschreibung über längstens 8 Jahre, enthalten sind Software und Lizenzen. Die Abschreibungen sind in den Umsatzkosten enthalten. Geschäfts- und Fabrikgebäude werden in längstens 50 Jahren, Maschinen und maschinelle Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung überwiegend in bis zu 12 Jahren planmäßig abgeschrieben. Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear, bei Formen nutzungsbezogen. Teile von Sachanlagen mit einem bedeutsamen Anschaffungswert im Verhältnis zum gesamten Wert des Vermögenswerts werden getrennt abgeschrieben. EmissionsberechtigungenDie Verallia Deutschland AG verfügt aktuell über entgeltlich und unentgeltlich erworbene Emissionsberechtigungen. Die unentgeltlich erworbenen Zertifikate werden zum Erinnerungswert von EUR 1 angesetzt. Für im Berichtsjahr in Anspruch genommene und somit im Folgejahr zurückzugebende Emissionsberechtigungen wird, sofern die zum Stichtag im Bestand befindlichen Zertifikate nicht ausreichen, eine Rückstellung in entsprechender Höhe gebildet. Wertberichtigungen auf langfristige VermögenswerteLangfristig genutzte Vermögenswerte werden gemäß IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten) auf Werthaltigkeit überprüft, sobald Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswertes oder einer Gruppe von Vermögenswerten bzw. einer Cash Generating Unit (CGU) den beizulegenden Wert überschreiten könnte. In diesem Fall wird der Buchwert mit dem höheren Betrag entweder aus dem Nettoveräußerungserlös oder dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows aus der Nutzung der Vermögenswerte verglichen. Wenn der Grund für die Wertberichtigung entfallen ist, werden Zuschreibungen bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. Vermögenswerte, die zukünftig weder aus der Nutzung noch aus der Veräußerung Cashflows erwirtschaften, werden ergebniswirksam ausgebucht. LeasingLeasingvereinbarungen werden nach Prüfung der Kriterien des IAS 17 entweder als Operating Lease oder als Finance Lease behandelt. Die Klassifizierung richtet sich danach, wer die wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, trägt. Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern Leasinggeber ist und alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Leasingnehmer überträgt, werden beim Leasinggeber als Verkaufs- und Finanzierungsgeschäft angesetzt. In Höhe des Nettoinvestitionswertes aus dem Leasingverhältnis wird eine Forderung angesetzt und die Zinserträge werden erfolgswirksam erfasst. Alle übrigen Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern Leasinggeber ist, werden als Operating Lease erfasst. In diesem Fall verbleibt der verleaste Vermögenswert in der Konzernbilanz und wird planmäßig abgeschrieben. Leasingraten werden bei Forderungsentstehung als Ertrag ausgewiesen. Bei Leasingvereinbarungen, bei denen der Konzern als Leasingnehmer auftritt, werden die Leasingraten beim Operating Lease bei Entstehung der Verbindlichkeit als Aufwand erfasst. Beim Finance Lease werden zu Beginn der Laufzeit sowohl ein Vermögenswert als auch eine Schuld in gleicher Höhe angesetzt, und zwar entweder mit dem beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstands oder dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser niedriger ist. Der Vermögenswert wird über den Zeitraum der erwarteten Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Leasingzahlungen werden in einen Finanzierungs- und in einen Tilgungsanteil der jeweiligen Restschuld aufgeteilt. VorräteVorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich noch anfallender Kosten. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Einstandspreisen bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt mit den Herstellungskosten, diese umfassen die direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Wertminderungen für Risiken als Folge eingeschränkter Verwendbarkeit sowie zur Beachtung der verlustfreien Bewertung sind in angemessenem Umfang berücksichtigt. FinanzinstrumenteBei Finanzinstrumenten handelt es sich um Positionen, die gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Finanzielle Vermögenswerte umfassen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Sonstige Forderungen, insbesondere Cashpool-Forderungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie sonstige kurz- und langfristige Vermögenswerte. Maßgeblich für den erstmaligen Ansatz in der Bilanz und für die Ausbuchung der finanziellen Vermögenswerte ist für alle Kategorien der finanziellen Vermögenswerte einheitlich der Handelstag, d. h. der Tag, an dem die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf eingegangen wurde. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Darunter fallen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung sowie originäre und derivative Finanzverbindlichkeiten. Finanzinstrumente werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode oder zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Soweit im Folgenden beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten nicht explizit angegeben sind, weichen sie nicht oder nur geringfügig von den Buchwerten ab. Der beizulegende Zeitwert von Finanzverbindlichkeiten ergibt sich als Barwert der zukünftig zu erwartenden Cashflows. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze. Übrige finanzielle VermögenswerteAlle sonstigen Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen, da kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und ihr beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann. Ausleihungen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Dabei werden unverzinsliche und niedrigverzinsliche Ausleihungen mit dem Barwert angesetzt. Liegen wesentliche objektive Anzeichen für eine dauerhafte Wertminderung vor, wird diese erfolgswirksam erfasst. Forderungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie VerbindlichkeitenForderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Nennwert angesetzt. Um individuelle Risiken abzudecken, werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Das allgemeine Kreditrisiko wird dadurch berücksichtigt, dass Wertberichtigungen durchgeführt werden, die auf empirischen Erfahrungswerten beruhen. Verbindlichkeiten werden grundsätzlich unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden in Übereinstimmung mit IAS 21 bewertet. Forderungen werden ausgebucht, sobald die Bedingungen gemäß IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung) erfüllt sind. Derivative FinanzinstrumenteDerivative Finanzinstrumente werden zur Absicherung von Währungs- und Preisänderungsrisiken eingesetzt. Als Instrumente werden hierzu marktgängige Devisen- und Warentermingeschäfte angewandt. Der Einsatz solcher Derivatkontrakte ist durch Richtlinien geregelt und unterliegt einer ständigen Risikokontrolle. Sämtliche derivativen Finanzinstrumente werden gemäß IAS 39 (Finanzinstrumente) am Erfüllungstag zum Fair Value, der in der Regel den Anschaffungskosten entspricht, erfasst und danach zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei Cashflow-Hedges wird der effektive Teil der Marktwertänderung in die Position Andere Gewinnrücklagen eingestellt. Anteilsbasierte VergütungBei der Verallia Deutschland Gruppe finden die Regeln für die Bilanzierung der anteilsbasierten Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente (equity-settled) Anwendung. In diesem Zusammenhang werden Instrumente abgebildet, die von der Horizon Intermediate Holdings SCA den Führungskräften der Verallia Deutschland Gruppe gewährt werden, d. h. Instrumente, bei denen Verallia Deutschland weder rechtlich noch faktisch eine Verpflichtung zur Erfüllung der Zusagen gegenüber den Mitarbeitern eingeht. Diese Verpflichtung verbleibt bei der Horizon Intermediate Holdings SCA. Aufgrund von IFRS 2 werden ein eventuell entstehender Dienstzeitaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie eine entsprechende Gegenbuchung im Eigenkapital unter der Position Kapitalrücklage ausgewiesen. Die Höhe des Dienstzeitaufwands wird indirekt anhand der beizulegenden Zeitwerte der Eigenkapitalinstrumente am Gewährungsstichtag ermittelt. Der gesamte Dienstzeitaufwand ergibt sich durch Multiplikation der Anzahl der gewährten Eigenkapitalinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert der Instrumente am Gewährungsstichtag. Latente SteuernAktive und passive latente Steuern werden gemäß IAS 12 (Ertragsteuern) für temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen der einzelnen Steuerbilanzen und der Konzernbilanz und - soweit zulässig - auf Verlustvorträge gebildet. Latente Steueransprüche werden in dem Maße bilanziert, wie es wahrscheinlich ist, dass zukünftige zu versteuernde Gewinne verfügbar sein werden. Der Ermittlung der latenten Steuern liegen in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt erwartete Steuersätze zugrunde. Diese basieren grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen. Eine Verrechnung von aktiven latenten Steuern mit passiven latenten Steuern erfolgt, soweit die in IAS 12.74 genannten Kriterien vorliegen. Sämtliche latente Steuern der Muttergesellschaft werden seit Wirksamkeit der steuerlichen Organschaft (siehe auch (12) Eigenkapital) gemäß wirtschaftlicher Betrachtungsweise weiterhin als latente Steuerschuld oder latenter Steueranspruch bilanziert. Die Ermittlung erfolgt zum Steuersatz des Organträgers. PensionsrückstellungenRückstellungen für Pensionen werden gemäß IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung erfolgt auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung von biometrischen Annahmen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden innerhalb des Eigenkapitals erfasst und im Sonstigen Ergebnis dargestellt. Der Aufwand aus der Dotierung der Pensionsrückstellungen ist den Personalaufwendungen, der enthaltene Zinsanteil dem Zinsaufwand zugeordnet. Sonstige RückstellungenSonstige Rückstellungen werden angesetzt, soweit rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen und wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen, die zuverlässig ermittelbar sind. Sie werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet. Dieser ergibt sich auf der Basis der bestmöglichen Schätzung. Verpflichtungen aus bereits vollzogenen Liefer- und Leistungsbeziehungen, die einen höheren Sicherheitsgrad bezüglich der Höhe und des Zeitpunktes der Erfüllung der Verbindlichkeit haben, werden unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der in den Aufwendungen für Arbeitnehmerjubiläen und Altersteilzeit enthaltene Zinsanteil der Rückstellungszuführung wird im Zinsaufwand gezeigt. UmsatzrealisierungUmsatzerlöse werden unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Skonti, Boni oder Rabatten zu dem Zeitpunkt erfasst, zu dem die maßgeblichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum der verkauften Waren und Erzeugnisse verbunden sind, auf den Käufer übertragen wurden, ein Preis vereinbart und bestimmbar ist und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann. Erträge werden erfasst, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass der mit dem Geschäft verbundene wirtschaftliche Nutzen zufließen wird. Verwendung von SchätzungenBei der Erstellung der Abschlüsse sind Schätzungen und Annahmen erforderlich, die die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten am Bilanzstichtag und die Höhe der Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum beeinflussen. Die zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die den Werthaltigkeitstests für Geschäfts- oder Firmenwerte und langfristige Vermögenswerte zugrunde gelegten Planungs- und Bewertungsprämissen, Nutzungsdauer von Schmelzwannen, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen sowie auf die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Aufgrund der unsicheren Wirtschaftslage in Osteuropa, unsicherer Prognoseaussichten und anderer Ereignisse können die tatsächlichen Ergebnisse von den Schätzungen abweichen. Die Schätzungen und zugrundeliegenden Annahmen werden laufend überprüft. Korrekturen von Schätzungen werden in der Periode erfasst, in der die Schätzung überprüft wurde. Im Weiteren verweisen wir auf die Punkte 7, 12, 13 und 19. WährungsumrechnungDie Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Konzernunternehmen erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung gemäß IAS 21 (Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse) nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Da die Tochtergesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht im Sinne des IAS 21 insgesamt selbständig betreiben, ist die funktionale Währung grundsätzlich identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft. Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung von Tochterunternehmen, die in fremder Währung aufgestellt sind, werden grundsätzlich mit Jahresdurchschnittskursen, Vermögenswerte und Schulden zu Stichtagskursen sowie Posten des Eigenkapitals zu historischen Kursen umgerechnet. Der sich aus der Umrechnung des Eigenkapitals ergebende Währungsunterschied wird im Sonstigen Ergebnis erfasst. Die Umrechnungsdifferenzen, die aus der abweichenden Umrechnung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung resultieren, werden ebenfalls erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen. Ein im Zusammenhang mit dem Erwerb ausländischer Tochtergesellschaften entstandener Geschäfts- oder Firmenwert sowie Marktwertanpassungen werden als Vermögenswerte und Schulden des erworbenen Unternehmens behandelt und zum Stichtagskurs umgerechnet. In den Abschlüssen der einzelnen Konzernunternehmen werden monetäre Posten in Fremdwährung gemäß IAS 21 umgerechnet. Währungsdifferenzen, die konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten betreffen, werden ergebniswirksam behandelt, sofern die Darlehen nicht Bestandteil der Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe sind. Die Währungsumrechnungsdifferenzen wurden bislang im Operativen Ergebnis erfasst. Da der bei weitem überwiegende Teil hiervon aus konzerninternen Darlehen resultiert und dies auch mittelfristig sehr wahrscheinlich der Fall sein wird, ist mittlerweile eine Darstellung in den Sonstigen Finanzerträgen und -aufwendungen sachgerechter. Eine Erfassung im Operativen Ergebnis würde zudem die direkte Steuerung des Operativen Ergebnisses als bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator teilweise beeinträchtigen, da die Wechselkurse nicht unmittelbar beeinflussbar sind. Entsprechend werden die Währungsumrechnungsdifferenzen im Berichtsjahr in Höhe von TEUR - 3.519 in den Sonstigen Finanzaufwendungen erfasst. In Übereinstimmung mit IAS 8 werden auch die Währungsumrechnungsdifferenzen des Vorjahres in Höhe von TEUR 7.614 retrospektiv entsprechend in die Sonstigen Finanzerträge umgegliedert. Die der Währungsumrechnung zugrunde liegenden Wechselkurse haben sich im Verhältnis zu einem Euro wie folgt verändert: scroll
C. ANGABEN ZUR KONSOLIDIERUNGKonsolidierungsgrundsätzeBei bereits vor dem 01. Januar 2004 dem Konsolidierungskreis der Verallia Deutschland AG angehörenden Unternehmen wurde die Befreiungsregel des IFRS 1 in Anspruch genommen, wonach die bisherigen Konsolidierungsmaßnahmen beibehalten werden können. Die Kapitalkonsolidierung dieser Unternehmen erfolgte nach der Buchwertmethode zum Zeitpunkt des Erwerbs oder zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss. Der daraus resultierende Unterschiedsbetrag wurde voll mit den Gewinnrücklagen des Konzerns verrechnet. Für nach dem 01. Januar 2004 erworbene Unternehmen erfolgt die Kapitalkonsolidierung gemäß IFRS 3 (Unternehmenszusammenschlüsse) nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem zum Marktwert bewerteten Konzernanteil am Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs. Die Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem anteiligen Eigenkapital wird gemäß IFRS 3, soweit sie auf stillen Reserven oder stillen Lasten beruht, den Vermögenswerten und Schulden des Tochterunternehmens zugeordnet. Ein verbleibender positiver Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem Anteil am mit beizulegendem Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und mindestens jährlich einer Prüfung auf Werthaltigkeit unterzogen. Ein passiver Unterschiedsbetrag wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Vermögenswerte, Schulden, Rückstellungen, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse aus konzerninternen Transaktionen (Zwischengewinne) werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Die steuerliche Auswirkung erfolgswirksamer Konsolidierungsmaßnahmen wird durch eine entsprechende Anpassung der latenten Steuern berücksichtigt. KonsolidierungskreisIm Berichtsjahr wurde die GPS Oberland GmbH, Deutschland, mit Wirkung zum 01.01.2017 auf die Verallia Deutschland AG verschmolzen. Die Black Sea Glass Packaging LLC, Russland, wurde im April 2017 veräußert. Beide Gesellschaften waren nicht operativ tätig, die Auswirkungen der genannten Änderungen auf den vorliegenden Konzernabschluss waren nicht wesentlich. In den Konzernabschluss des Verallia Deutschland Konzerns sind, neben der Verallia Deutschland AG, folglich 4 ausländische Tochterunternehmen einbezogen, bei denen Beherrschung vorliegt:
Die Aufstellung des Anteilsbesitzes des Verallia Deutschland Konzerns und der Verallia Deutschland AG mit Stand vom 31. Dezember 2017 ist im Abschnitt M als Bestandteil dieses Anhangs enthalten. D. ERLÄUTERUNGEN ZUR BiLANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG(1) UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse resultieren in erster Linie aus dem Verkauf von Erzeugnissen und Waren. Für weitere Erläuterungen zu den Umsatzerlösen verweisen wir auf den Abschnitt der Segmentberichterstattung. (2) Operatives ErgebnisIm Operativen Ergebnis sind insgesamt Abschreibungen in Höhe von TEUR 41.154 (Vorjahr: TEUR 32.235) enthalten. Für weitere Angaben hierzu verweisen wir auf Punkt (7) Langfristige Vermögenswerte. Außerdem beinhaltet das Operative Ergebnis Leistungen an Arbeitnehmer im Sinne von IAS 19 in Höhe von TEUR 104.270 (Vorjahr: TEUR 82.764), davon Sozialabgaben TEUR 15.629 (Vorjahr: TEUR 12.313) sowie Materialaufwand inkl. Bestandsveränderungen der fertigen und unfertigen Erzeugnisse in Höhe von TEUR 203.096 (Vorjahr: TEUR 177.549). Die Sonstigen Erträge enthalten Versicherungserstattungen in Höhe von TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 66). Die Sonstigen Aufwendungen enthalten hauptsächlich Aufwendungen für Abfindungen in Höhe von TEUR 1.227 (Vorjahr: TEUR 931) sowie Buchverluste und Wertberichtigungen. (3) Finanzergebnisscroll
Die Sonstigen Finanzerträge und -aufwendungen enthalten Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von TEUR - 3.519 (Vorjahr: TEUR 7.614). Die Gesamtzinserträge für finanzielle Vermögenswerte gemäß IAS 39 belaufen sich auf TEUR 159 (Vorjahr: TEUR 81), die entsprechenden Zinsaufwendungen für finanzielle Verbindlichkeiten auf TEUR 7.937 (Vorjahr: TEUR 7.480). (4) ErtragsteuernAls Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind die in den einzelnen Ländern gezahlten bzw. geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag, die hypothetische Steuer sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die Ertragsteuern der Muttergesellschaft werden seit Wirksamkeit der steuerlichen Organschaft (siehe auch (12) Eigenkapital) gemäß wirtschaftlicher Betrachtungsweise weiterhin als hypothetische laufende Ertragsteuer zum Steuersatz des Organträgers bilanziert, so als wäre die Muttergesellschaft selber Steuerschuldner. Der Steuersatz der deutschen Gesellschaften des Verallia Deutschland Konzerns wird mit dem geltenden Körperschaftsteuersatz von 15 %, einem Solidaritätszuschlag von 5,5 % und einer durchschnittlichen Gewerbeertragsteuer von 14,88 % mit einem Gesamtsteuersatz von 30,7 % unverändert zum Vorjahr berechnet. Die Berechnung ausländischer Ertragsteuern basiert auf den in den einzelnen Ländern gültigen Gesetzen und Verordnungen. Der angewandte Ertragsteuersatz für Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' lag im Berichtsjahr unverändert bei 18 %, der Steuersatz für die russischen Konzernunternehmen wie im Vorjahr bei 20 %. Für thesaurierte Ergebnisse bei Tochterunternehmen in Höhe von TEUR 5.729 (Vorjahr: TEUR 6.973) wurden keine latenten Steuern gebildet. Steueraufwandscroll
Der Unterschied zum erwarteten Ertragsteueraufwand lässt sich wie folgt überleiten: scroll
Die Auswirkungen der Verluste aus Vorjahren, für die kein latenter Steueranspruch gebildet wurde, sind ausschließlich JSC "Kavminsteklo" zuzuordnen. Obwohl die Verluste grundsätzlich steuerlich bis zu 10 Jahre vortragbar sind, werden sie gemäß IAS 12.35 nicht angesetzt. Die derzeit ungenutzten steuerlichen Verlustvorträge von JSC "Kavminsteklo", für die keine latenten Steuern angesetzt wurden, sind maximal vortragbar bis 2021 (TEUR 2.235, Vorjahr: TEUR 2.936), 2022 (TEUR 10.320, Vorjahr: TEUR 11.105), 2023 (TEUR 9.670, Vorjahr: TEUR 10.405), 2024 (TEUR 8.198, Vorjahr: TEUR 8.822), 2025 (TEUR 7.646, Vorjahr: TEUR 8.228) sowie 2026 (TEUR 1.333, Vorjahr: TEUR 1.435). Die Änderungen innerhalb der einzelnen Jahre resultieren hauptsächlich aus Währungsumrechnung, für 2021 zusätzlich aus Gewinnverrechnung. (5) Ergebnis je AktieDie Anzahl der Aktien betrug im gesamten Kalenderjahr 2017, wie im Vorjahr, unverändert 1.000.000 Stück. Einflüsse, die darüber hinaus zu einer Verwässerung des Ergebnisses je Aktie führen könnten, existieren nicht. Das Ergebnis je Aktie ermittelt sich anhand der folgenden Übersicht: scroll
(6) Dividende je AktieAufgrund des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags mit der Horizon Holdings Germany GmbH, Bad Wurzach, erfolgt ab 01.03.2016 keine Dividendenausschüttung der Verallia Deutschland AG an die Hauptaktionärin mehr (siehe auch (12) Eigenkapital). Die Minderheitsaktionäre erhalten eine Garantiedividende. (7) Langfristige VermögenswerteEntwicklung des Anlagevermögens im Rumpfgeschäftsjahr 3 - 12/2016scroll
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Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2017scroll
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Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte sowie der sonstigen langfristigen VermögenswerteAls CGUs mit zugeordnetem Geschäfts- oder Firmenwert wurden die Tochterunternehmen JSC "Kavminsteklo", JSC Kamyshinsky Steklotarny Zawod sowie Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' identifiziert. Der auf Kavminsteklo sowie der auf Zorya entfallende Goodwill wurden im Geschäftsjahr 2014 vollständig abgeschrieben. Entsprechend wurde zum 31. Dezember 2017 im Rahmen der jährlichen Werthaltigkeitsprüfung ein Impairment Test für den auf JSC Kamyshinsky Steklotarny Zawod entfallenden Goodwill durchgeführt, bei Kavminsteklo und Zorya für die verbleibenden Vermögenswerte. Der zum 31. Dezember 2017 erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit JSC Kamyshinsky Steklotarny Zawod wurde auf Basis der diskontierten Free Cashflows ermittelt. Entsprechend wurden die Auswirkungen der innerhalb einer als wahrscheinlich anzusehenden Bandbreite liegenden möglichen Abweichungen der durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (WACC) sowie der Free Cashflows analysiert. Der zugrundeliegende Langfristplan berücksichtigt sowohl vergangene Erfahrungen als auch externe Informationsquellen. Hierbei werden vor allem Annahmen über künftige Steigerungen der Verkaufspreise bzw. -mengen und die Entwicklung der Kosten getroffen. Neue Entwicklungen, wie beispielsweise die erwarteten höheren Absatzpotenziale, sind in der Planung enthalten und können bei Nichterreichung zu einem entsprechenden Wertminderungsaufwand führen. Der prognostizierte Cashflow des 5. Jahres wird zur Verdeutlichung der nachhaltigen Ertragserwartungen und zur Harmonisierung der relativ langen Investitionszyklen mit den danach angenommenen Wachstumsraten individuell für 3 Jahre fortgeschrieben. Der durchschnittliche jährlich angenommene Free Cashflow lag bei TEUR 2.959. Anschließend erfolgt eine Fortschreibung als ewige Rente mit einer Wachstumsrate in Höhe von 3,5 % unter Berücksichtigung einer wachstumsbedingten Thesaurierung. Basis waren die entsprechend vorhandenen Marktinformationen. Der für die Free Cashflows verwendete Abzinsungssatz entsprach den gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten unter Berücksichtigung der speziellen Risiken der CGU und lag bei 10,0 % (Vorjahr: 10,9 %). Insbesondere die mittlerweile wieder etwas stabilere geopolitische Situation in Russland führte im Vergleich zu den Vorjahren zu niedrigeren durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten. Die Stabilisierung des operativen Geschäfts wurde bei den erwarteten zukünftigen Cashflows berücksichtigt. Die Position "Geschäfts- oder Firmenwerte" in der Konzernbilanz enthält zum 31. Dezember 2017 nur noch den auf JSC Kamyshinsky Steklotarny Zawod entfallenden Goodwill in Höhe von TEUR 2.332 (Vorjahr: TEUR 2.510). Die Änderungen resultieren hier ausschließlich aus Währungsumrechnungsdifferenzen, insgesamt TEUR - 178. Bei JSC Kamyshinsky Steklotarny Zawod betrug der geschätzte erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zum 31. Dezember 2017 TEUR 42.191 und war damit TEUR 1.079 höher als der Carrying Amount. Das Management hat als 2 wesentliche Annahmen die WACC und die Cashflow-Prog-nosen identifiziert, die dazu führen könnten, dass sich der jeweils erzielbare Betrag signifikant ändert. Eine Veränderung der als am wahrscheinlichsten angenommenen WACCs um + / - 50 Basispunkte würde die erzielbaren Beträge der CGU Kamyshin rechnerisch um TEUR 3.206 verringern / TEUR 3.730 erhöhen (Vorjahr: TEUR 3.602 verringern / TEUR 4.145 erhöhen). Analog dazu würde eine Veränderung der als am wahrscheinlichsten angenommenen Free Cashflows um jeweils + / - 10 % den erzielbaren Betrag um TEUR 5.589 erhöhen / verringern (Vorjahr: um TEUR 5.344 erhöhen / verringern). Die negative Auswirkung der den Free Cashflows sowie den WACCs zugrunde gelegten Sensitivitäten würden rechnerisch zu Wertminderungsaufwand in Höhe von TEUR 4.510 bzw. TEUR 2.127 führen. (8) Vorrätescroll
Die Abwertungen betragen 2017 insgesamt TEUR 2.391 (Vorjahr: TEUR 3.187), der Bestand der Vorräte vor Abwertungen beträgt TEUR 91.274 (Vorjahr: TEUR 90.762). (9) Kurzfristige Vermögenswertescroll
Die übrigen Vermögenswerte enthalten hauptsächlich Cashpool-Forderungen. Im Rahmen des Forderungsmanagements werden im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen revolvierend verkauft. Per 31. Dezember 2017 wurden Forderungen mit einem Nominalwert in Höhe von TEUR 53.406 (Vorjahr: TEUR 51.301) mit einem Zahlungseingang in Höhe von TEUR 43.132 (Vorjahr: TEUR 42.606) unter Berücksichtigung vertraglich vereinbarter Kaufpreiseinbehalte für mögliche Beeinträchtigungen verkauft. Der Kaufpreiseinbehalt in Höhe von TEUR 2.163 (Vorjahr: TEUR 2.704) wurde in den Finanziellen Vermögenswerten erfasst. Für einen Teil der verkauften Forderungen (TEUR 2.056, Vorjahr: TEUR 3.404) verbleiben alle Chancen und Risiken bei der Verallia Deutschland AG. Dieser Teil wurde entsprechend unter den Sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Besicherung dieses Betrages erfolgt durch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. (10) Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteDie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich im Wesentlichen aus Bankguthaben zusammen. (11) EigenkapitalGezeichnetes KapitalDas gezeichnete und eingezahlte Kapital der Verallia Deutschland AG, Bad Wurzach, beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 26.000. Es setzt sich aus 1.000.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien zusammen, der Nennwert pro Aktie beträgt EUR 26. Mit Wirkung zum 29. Oktober 2015 hat uns die BRH Holdings GP, Ltd., aufgrund der Vorschriften des § 21 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil durch die indirekte Beteiligung an der Verallia France SA., vormals Saint-Gobain Emballage S.A., Courbevoie, 96,7 % beträgt. Im Januar 2016 hat die Verallia France SA. 91,7 % konzernintern auf die Horizon Holdings Germany GmbH, Bad Wurzach, übertragen. Aufgrund dieser Mehrheitsbeteiligung wird die Verallia Deutschland AG in den Konzernabschluss der Horizon Parent Holdings S à r.l., Luxemburg, die ebenfalls eine Tochtergesellschaft der BRH Holdings GP, Ltd., ist, einbezogen. Dieser Konzernabschluss kann beim Registre de Commerce et des Sociétés de Luxembourg, Luxemburg, eingesehen werden. Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages vom 25. April 2016 wird der Jahresüberschuss der Verallia Deutschland AG an die Horizon Holdings Germany GmbH abgeführt. Die Horizon Holdings Germany GmbH verpflichtet sich aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages den außenstehenden Aktionären für die Dauer des Vertrags einen Ausgleich nach Abzug von Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von EUR 17,06 je Aktie für ein volles Geschäftsjahr auszuzahlen. Für das Rumpfgeschäftsjahr vom 01. März bis 31. Dezember 2016 betrug die Ausgleichszahlung anteilig EUR 14,26 je Aktie. RücklagenKapitalrücklageDie Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien sowie Beiträge des Mutterunternehmens. Außerdem werden seit dem vorhergehenden Geschäftsjahr aufgrund des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags die vom Organträger zu tragenden, wirtschaftlich jedoch der Verallia Deutschland AG zuzurechnenden Ertragsteueraufwendungen in die Kapitalrücklage eingestellt. Gesetzliche RücklageEs handelt sich um die Gesetzliche Rücklage im Sinne des Aktiengesetzes. Andere GewinnrücklagenDie Gewinnrücklagen enthalten in der Vergangenheit erzielte Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Bestandteil der Gewinnrücklagen sind auch die erfolgsneutralen Anpassungen im Rahmen der erstmaligen Anwendung der IFRS. Aktive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung von Tochtergesellschaften vor dem 01. Januar 2004 in Höhe von TEUR 10.007 wurden vollständig mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Die aktiven Unterschiedsbeträge aus den Kapitalkonsolidierungen ab 2005 werden, sofern werthaltig, gemäß IFRS 3 als Geschäfts- oder Firmenwert separat in der Konzernbilanz ausgewiesen, die passiven Unterschiedsbeträge werden erfolgswirksam vereinnahmt. Unterschiedsbeträge aus dem Erwerb von Minderheitsanteilen werden direkt mit den Anderen Gewinnrücklagen verrechnet. Weiterhin werden Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen mit einbezogen. Gemäß IAS 19 werden die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste und die darauf entfallenden latenten Steuern erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis erfasst. Zum 31. Dezember 2017 beträgt der an die Horizon Holdings Germany abgeführte Jahresüberschuss der Verallia Deutschland AG TEUR 34.980 (Vorjahr: TEUR 44.278). Anteile anderer GesellschafterDie Anteile anderer Gesellschafter enthalten deren Kapitalanteil, das anteilige Jahresergebnis und die anteiligen Währungseffekte an den ausländischen Tochterunternehmen. (12) RückstellungenRückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenPensionsrückstellungen sind für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter sowie deren Hinterbliebene gebildet. Die betriebliche Altersversorgung ist durch leistungsorientierte Pläne und Sachbezugsabgeltung von Deputatverpflichtungen geregelt, wobei die zugesagten Leistungen durch das Unternehmen erfüllt werden. Die Wertigkeit der individuellen Versorgungszusagen ist dabei abhängig vom jeweiligen Werk. Für die Höhe der Versorgungsbezüge sind die Anzahl der geleisteten Dienstjahre und die zugesagte Leistung pro Dienstjahr maßgebend. Bei diesen leistungsorientierten Zusagen kommen die generellen rentenrechtlichen Bestimmungen zur Anwendung. Die Finanzierung erfolgt durch die Dotierung von Rückstellungen. Die Höhe der Pensionsverpflichtungen wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, dabei spielen neben den Annahmen zur Lebenserwartung folgende Prämissen eine maßgebliche Rolle: scroll
Die Pensionspläne der einzelnen Standorte wurden aufgrund ihrer Gleichartigkeit zusammengefasst. Sie belasten den Konzern mit versicherungsmathematischen Risiken, wie beispielsweise dem Langlebigkeitsrisiko, Währungsrisiko, Zinsrisiko und Marktrisiko. Der Abzinsungsfaktor für Pensionsverpflichtungen wird auf Grundlage der am Bilanzstichtag beobachtbaren Renditen erstrangiger festverzinslicher Anleihen ermittelt. Eine Änderung des Abzinsungsfaktors um + / - 50 Basispunkte hätte bei ansonsten konstant gehaltenen Annahmen eine Verringerung / Erhöhung der Versorgungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 4.680 / 5.259 (Vorjahr: TEUR 5.328 / 6.019) zur Folge. Eine Änderung der in den Gehalts- und Rententrend einfließenden Inflationsrate um +/- 0,5 Prozentpunkte hätte eine Steigerung / Abnahme der Versorgungsverpflichtungen um TEUR 1.976 / 1.821 (Vorjahr: TEUR 2.394 / 2.203) zur Folge. Die Versorgungsverpflichtung aus den Pensionsplänen und den Deputatverpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Die versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste bestehen im Wesentlichen aus Änderungen der finanziellen Annahmen. Zur gesetzlichen Rentenversicherung wurden Arbeitgeberanteile in Höhe von TEUR 8.412 (Vorjahr: TEUR 6.550) entrichtet. Entwicklung des Anwartschaftsbarwerts der Versorgungszusagenscroll
Die Pensions- und Deputatverpflichtungen teilen sich folgendermaßen auf die Versorgungsberechtigten auf: scroll
Die durchschnittliche Laufzeit der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen beträgt zum 31. Dezember 2017 14,3 Jahre (Vorjahr: 15,1 Jahre). Die in 2018 zu zahlenden Versorgungsleistungen werden für die Pensionsverpflichtungen mit TEUR 4.013 und für die Deputatverpflichtungen mit TEUR 69 geschätzt. Entwicklung der Rückstellungenscroll
Bei den übrigen Personalverpflichtungen handelt es sich hauptsächlich um Verpflichtungen aus Arbeitnehmerjubiläen sowie der Inanspruchnahme der Altersteilzeitregelung. Die Veränderung der Rückstellungen für übrige Personalverpflichtungen führte zu Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 24). Die sonstigen Veränderungen enthalten versicherungsmathematische Gewinne und Währungsumrechnungsdifferenzen. Die Kurzfristigen Rückstellungen beinhalten Verpflichtungen aus dem Absatzbereich, insbesondere Garantieverpflichtungen. (13) Latente Steueransprüche und -schuldenscroll
Der Ausweis der latenten Steuern in der Bilanz erfolgt bei Erfüllung der nach IAS 12.74 geforderten Kriterien saldiert. Die latenten Steuern auf im Sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen resultieren im Berichtsjahr ausschließlich aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten aus Pensionsrückstellungen. Ansonsten entsprechen die Veränderungen der Bilanzpositionen abgesehen von Währungsumrechnungsdifferenzen den in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Beträgen. Aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 1.301 sowie passive latente Steuern in Höhe von TEUR 928 gemäß Konzernbilanz führen bei Umkehrung zu laufenden Steuern. (14) Langfristige finanzielle VerbindlichkeitenDie Langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Schulden gegenüber verbundenen Unternehmen. (15) Kurzfristige Schuldenscroll
Die Sonstigen betrieblichen Verbindlichkeiten beinhalten die Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung gegen die Horizon Holdings Germany GmbH in Höhe von TEUR 34.980. (16) Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten2016scroll
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Die Erhöhung der Wertberichtigungen resultiert im Wesentlichen aus Forderungen in Deutschland und Russland. Der Buchwert entspricht jeweils dem Fair Value. Bei als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifizierten Finanzinstrumenten handelt es sich um Beteiligungen. Für die Beteiligungen lässt sich der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich ermitteln, da sie keinen notierten Preis auf einem aktiven Markt aufweisen. Die Beteiligungen werden mit ihren Anschaffungskosten abzüglich erforderlicher Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Finanzielle Vermögenswerte werden zum Erfüllungstag bilanziert. Bei den übrigen Finanzinstrumenten handelt es sich im Wesentlichen um kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie langfristige finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 147.124 (Vorjahr: TEUR 147.627). Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten bestehen aus einem im 3. Quartal 2023 endfälligen Darlehen gegenüber einem verbundenen Unternehmen. Das maximale Kreditausfallrisiko entspricht jeweils dem Buchwert. Die Nettogewinne / -verluste der Kredite und Forderungen bestehen im Wesentlichen aus Wertberichtigungen, die in den Umsatzkosten erfasst sind, während die Nettogewinne / -verluste der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Schulden aus Zinsen bestehen, die im Zinsergebnis erfasst werden. Die Nettogewinne resultieren hauptsächlich aus Finanzinstrumenten, die am Bilanzstichtag ausgewiesen sind. Gemäß IFRS 13 sind Finanzinstrumente entsprechend der jeweils zugrunde gelegten Bewertungstechnik zur Darstellung der Fair-Value-Hierarchie in 3 Stufen zu gliedern: Stufe 1 umfasst Finanzinstrumente mit auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten notierten Preisen. Stufe 2 beinhaltet Finanzinstrumente, die nicht unter Stufe 1 fallen und deren Inputfaktoren von einem aktiven Markt direkt oder indirekt ableitbar sind. Stufe 3 enthält Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, deren Bewertung nicht auf beobachtbaren Marktdaten basiert. 31.12.2016scroll
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Der beizulegende Zeitwert der langfristigen Bilanzpositionen (langfristige finanzielle Verbindlichkeiten und Sonstige Forderungen) entspricht näherungsweise deren Buchwert. Der beizulegende Zeitwert ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cashflows, die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze. Die langfristigen Bilanzpositionen und Cashpool-Forderungen sind Stufe 2 zuzuordnen. Alle übrigen Finanzinstrumente werden Stufe 3 zugeordnet und zum Buchwert angesetzt, da dieser einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt. Der Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist. Ein Teil der kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten der russischen Konzerngesellschaften wurde unter der Voraussetzung gewährt, dass dort bestimmte Kennzahlen eingehalten werden. Die überfälligen Forderungen betragen zum 31. Dezember 2017 TEUR 7.047 (Vorjahr: TEUR 7.110), davon sind TEUR 3.172 länger als 30 Tage überfällig (Vorjahr: TEUR 3.742). Sie wurden in Höhe von TEUR 2.108 (Vorjahr: TEUR 2.518) wertberichtigt. Sämtliche Forderungen und Kredite werden in dem Zeitpunkt, in dem sie als uneinbringlich eingestuft werden, wertberichtigt. Die Ausfallquote von weder überfälligen noch wertgeminderten Vermögenswerten tendiert gegen null. Die Veränderung der kurz- und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten lässt sich folgendermaßen überleiten: scroll
(17) LeasingverhältnisseIm Geschäftsjahr 2017 belief sich der Miet- und Leasingaufwand aus Operating Lease-Kontrakten auf TEUR 3.649 (Vorjahr: TEUR 2.910). Der Konzern mietet sowohl bewegliche als auch unbewegliche Wirtschaftsgüter an. Die Verträge weisen eine Grundmietzeit zwischen 1 und 10 Jahren auf. Zum Bilanzstichtag hatte der Konzern offene Verpflichtungen aus unkündbaren Operating Lease-Verhältnissen, die wie folgt fällig sind (Vorjahresbeträge in Klammern): scroll
Die Miet- und Leasingerträge aus Operating Lease-Kontrakten beliefen sich auf TEUR 405 (Vorjahr: TEUR 340), die vertraglich vereinbarten Mindestleasingzahlungen verteilen sich auf: scroll
Bei den Operating Lease-Verhältnissen handelt es sich hauptsächlich um vermietete Grundstücke mit einer Grundmietzeit zwischen 1 und 25 Jahren. Die Forderungen aus Finanzierungsleasing betreffen Immobilien der Gesellschaft JSC "Kavminsteklo", die von den Mitarbeitern der Firma im Rahmen von Leasinggeschäften genutzt werden. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten der Immobilien betrugen TRUB 50.684, zum 31. Dezember 2017 entspricht dies TEUR 733 (Vorjahr: TEUR 788). Die verbleibenden Forderungen in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 21) sind innerhalb eines Jahres fällig. (18) Sonstige finanzielle Verpflichtungen und EventualverbindlichkeitenBestellobligoscroll
EventualverbindlichkeitenIm Rahmen des Management-Buy-Outs bei der GPS Oberland GmbH zum 31. Dezember 2015 hat die Verallia Deutschland AG dem Käufer Garantien in Höhe von bis zu TEUR 1.500 gewährt. Es wird jedoch mit keiner Inanspruchnahme gerechnet, da die Erfüllungskriterien größtenteils von Verallia selbst beeinflusst werden können. Für die Konsortialfinanzierung in Höhe von TEUR 2.000.000 zum 31.Dezember 2017 sowie die revolvierende Kreditlinie über TEUR 250.000 der Verallia Gruppe hat die Verallia Deutschland AG Garantien für sämtliche Verpflichtungen der Darlehensnehmer aus der syndizierten Finanzierung, vorbehaltlich der in der Finanzierung vorgesehenen vertraglichen Beschränkungen sowie der gesetzlichen Beschränkungen nach deutschem Recht, übernommen. Die Gesellschaft hat ihre Bankkonten ohne Begründung einer gegenwärtigen Verfügungsbeschränkung verpfändet. Das Risiko der Inanspruchnahme wird vor dem Hintergrund des prognostizierten positiven Geschäftszyklus der Verallia Gruppe als gering eingeschätzt. (19) Risiken und SicherungsmaßnahmenDie Verallia Deutschland AG ist hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Schulden und geplanten Transaktionen verschiedenen Risiken ausgesetzt, Erläuterungen hierzu sind im Konzernlagebericht enthalten. FinanzmarktrisikenGemäß IFRS 7 sind für vorliegende Zinsrisiken Sensitivitätsanalysen vorzunehmen, die die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikoparametern auf das Ergebnis zeigen. So wäre das Ergebnis zum 31. Dezember 2017 bei einem um 50 Basispunkte höheren / niedrigeren Marktzinsniveau um TEUR 1.049 niedriger / höher gewesen (Vorjahr: TEUR 933). Bezüglich der Währungssensitivitäten sind operative Effekte aus der Währungsumrechnung des laufenden Geschäfts von Abschlüssen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, nicht zu berücksichtigen, da sie die Cashflows in lokaler Währung nicht berühren. Bei Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' könnte eine mögliche Fakturierung in Euro in Zukunft jedoch wesentliche Auswirkungen auf die Umsatzerlöse haben. Darüber hinaus ergab ein in Euro gewährtes konzerninternes Darlehen an Zorya im Berichtsjahr Währungsverluste in Höhe von TEUR 1.131 (Vorjahr: TEUR 215 Währungsgewinne). Wäre der Wechselkurs der Ukrainischen Griwna im Vergleich zum Euro zum 31. Dezember 2017 um 10% schwächer / stärker gewesen, hätten sich diese Verluste um TEUR 780 erhöht / vermindert (Vorjahr: TEUR 668). Außerdem führte ein in Euro gewährtes konzerninternes Darlehen an Kavminsteklo im Berichtsjahr zu Währungsverlusten in Höhe von TEUR 2.260 (Vorjahr: TEUR 7.394 Währungsgewinne). Wäre der Wechselkurs des Russischen Rubels im Vergleich zum Euro zum 31. Dezember 2017 um 10% schwächer / stärker gewesen, hätten sich diese Verluste um TEUR 1.965 erhöht / vermindert (Vorjahr: TEUR 2.856). Die verbleibenden operativen Fremdwährungspositionen stellen derzeit kein wesentliches potenzielles Risiko dar, auf entsprechende Sensitivitätsanalysen wird deshalb in 2017 verzichtet. Ebenso ergeben sich aus der Umrechnung der lokalen Abschlüsse in die Berichtswährung signifikante Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital (siehe Punkt (11) Eigenkapital). Wäre der Wechselkurs sowohl von Russischem Rubel als auch Ukrainischer Griwna im Vergleich zum Euro per 31. Dezember 2017 um 20 % schwächer / stärker gewesen, wäre das Konzerneigenkapital zu diesem Zeitpunkt um TEUR 10.572 niedriger / TEUR 15.857 höher gewesen (Vorjahr: TEUR 8.366 niedriger / TEUR 12.548 höher). KreditrisikenDas Ausfallrisiko im Forderungsbereich ist zu einem großen Teil durch eine Delkredere-Versicherung abgesichert, zudem durch Bankgarantien. LiquiditätsrisikenDas Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass finanzielle Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maß erfüllt werden können. Um dieses Risiko zu begrenzen, verfügt die Verallia Deutschland Gruppe über ein effektives Finanzmanagement, bei dem die Mittelzu- und -abflüsse fortlaufend überwacht und gesteuert werden. Die Generierung liquider Mittel erfolgt vorrangig durch das operative Geschäft sowie aus konzerninternen Darlehen. Die verfügbare Liquidität wird überwiegend auf dem Cashpool-Konto angelegt. E. ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNGDie Kapitalflussrechnung zeigt die Herkunft und Verwendung der Zahlungsströme. Es werden Zahlungsströme aus betrieblicher Tätigkeit, aus Investitionstätigkeit sowie aus Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit und der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit sind jeweils überwiegend zahlungsmittelbezogen ermittelt. Demgegenüber wird der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit, ausgehend vom Jahresergebnis des Konzerns, indirekt abgeleitet. Der in der Kapitalflussrechnung verwendete Finanzmittelbestand umfasst alle ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. KapitalmanagementDie Finanzstruktur zeigt im Berichtsjahr einen Rückgang der Eigenkapitalquote von 12,8 % auf 12,5%. Dieser Effekt ergibt sich aus einer unterproportionalen Erhöhung des Eigenkapitals im Vergleich zur Bilanzsumme, maßgeblich beeinflusst durch die Ergebnisabführung. Die Fremdkapitalfinanzierung wird größtenteils über ein langfristiges Darlehen eines verbundenen Unternehmens abgedeckt. Die Konditionen für die Aufnahme von Fremdkapital sind im Verallia Deutschland Konzern demzufolge mit von der Einstufung des Apollo-Konzerns auf den internationalen Finanzmärkten abhängig. Im Konzern wird nach wie vor ein intensives Working-Capital-Management betrieben, um den Finanzierungsbedarf so niedrig wie möglich zu halten. F. SEGMENTBERICHTERSTATTUNGGemäß IFRS 8 erfolgt die Segmentierung nach dem Management-Approach. Dieser folgt den wesentlichen Risiken und Chancen des Konzerns, die stark abhängig von den geografischen Märkten, in denen Verallia Deutschland produziert und absetzt, sind, insbesondere im Hinblick auf Wachstum sowie politische, gesetzliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Entsprechend werden innerhalb des internen Berichtswesens alle operativ tätigen Gesellschaften je nach Sitzland den Segmenten Deutschland, Russland oder Ukraine zugeordnet. Sämtliche Konzernunternehmen sind im Bereich der Behälterglasherstellung für die Getränke- und Nahrungsmittelindustrie tätig. Der größte Teil der externen Umsätze wird in der Regel im jeweiligen Sitzland der einzelnen Konzerngesellschaften generiert. Darüber hinaus wurden in Deutschland Umsätze mit im Ausland ansässigen Kunden in Höhe von TEUR 116.691 (Vorjahr: TEUR 95.392) erzielt, in Russland TEUR 8.145 (Vorjahr: TEUR 5.757) und in der Ukraine TEUR 25.801 (Vorjahr: TEUR 16.937). Die grundsätzlich nach IFRS ermittelten Zahlen der einzelnen Gesellschaften werden auf Segmentebene durch Summierung verdichtet und tragen so zur Entscheidungsvorbereitung und -findung bei. Wichtigster Performance-Indikator ist hierbei das Operative Ergebnis (EBIT). Lieferungen und Leistungen zwischen einzelnen Gesellschaften werden zu marktüblichen Konditionen durchgeführt. Zinsen für die Inanspruchnahme von konzerninternen Darlehen basieren auf den Refinanzierungszinssätzen der Verallia Deutschland AG. Abhängigkeiten von einzelnen Kunden bestehen nicht. 31.12.2017 /2017scroll
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Konsolidierung 31.12.2016 / 03 - 12/2016scroll
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Konsolidierung G. ANTEILSBASIERTE VERGÜTUNGVorzugsaktien für Mitarbeiter (PEGI)Der Plan d'Epargne Groupe International (PEGI) bot den Mitarbeitern der Verallia Gruppe im Jahr 2017 die Möglichkeit, über einen rechtlich selbständigen Mitarbeiterfonds Aktionär von Verallia zu werden. Der Wert eines Fondsanteils entspricht mit einer geringen Schwankungsbreite dem derzeitigen Wert einer Verallia Packaging Aktie. Es wurden, von der Investitionssumme abhängige Zuschüsse, gewährt. Arbeitnehmer mit einer mindestens 3-monatigen ungekündigten Betriebszugehörigkeit zum Zeichnungsstichtag konnten bis zu 25 % des eigenen Bruttojahreseinkommens in den Anteilskauf investieren. Das gesamte Ausgabevolumen entsprach einer Kapitalerhöhung um maximal 62.002 Aktien im Nennwert von EUR 1, aufgeteilt in 44.628 Stammaktien und 17.374 Vorzugsaktien. Im Falle einer Überzeichnung wäre eine anteilige Zuteilung erfolgt. Der Plan beinhaltete eine 5-jährige Haltefrist für die erworbenen Anteile, die in definierten Fällen vorzeitig aufgehoben werden kann. Die Kosten für das Programm werden zwischen der Verallia Packaging SAS und der Verallia Deutschland Gruppe aufgeteilt. Verallia Deutschland trägt die Kosten für die erwähnten Zuschüsse bis zu 40%, während die Verallia Packaging SAS die restlichen Kosten trägt. Die Kosten für die Zuschüsse wurden der Verallia Deutschland Gruppe direkt von Amundi Tenue de Compte belastet und sind im Personalaufwand mit TEUR 19 enthalten. Verallia Management PlanManagement AktienplanFür das Management von Verallia wurde 2015 ein Aktienplan eingeführt, um die Interessen des Managements mit den Interessen der Gesellschafter in Einklang zu bringen und dem Management zu ermöglichen, am langfristigen Wachstum von Verallia zu partizipieren. Bestimmten Führungskräften wurde zum Erwerbszeitpunkt von Verallia durch Apollo am 29. Oktober 2015 die Möglichkeit geboten, in die Horizon Intermediate Holdings SCA (Horizon Intermediate), einer übergeordneten Holding-Gesellschaft, sowohl in Stammaktien als auch in Vorzugsaktien zu investieren. Die Anlage in Stamm- und Vorzugsaktien erfolgte pari passu und der Ausgleich erfolgt durch Eigenkapitalinstrumente. Aus diesem Grund wurde kein Aufwand nach IFRS 2 erfasst. Gratis-Vorzugsaktien ProgrammEinzelne Führungskräfte der Verallia Deutschland Gruppe erhielten daneben zum gleichen Zeitpunkt insgesamt 39.022 Gratis-Vorzugsaktien der Horizon Intermediate, mit den folgenden Eigenschaften: Erdienungszeitraum und Dienstbedingung: Die Ausübung der Gratis-Vorzugsaktien hängt im Wesentlichen von 3 kumulativen Bedingungen ab: ununterbrochene Zugehörigkeit zur Gruppe, Eintreten eines Exit-Events (IPO oder Übernahme) und das Erreichen einer festgelegten internen Rendite. Der Erdienungszeitraum ist deshalb die Dienstzeit vom Tag der Gewährung bis zum Exit-Event. Finanzielle Rechte: Nach Gewährung der Gratis-Vorzugsaktien, haben die Führungskräfte Anspruch auf: (i) für jedes Geschäftsjahr eine bevorzugte Rendite von jährlich 0,01 % des Nennwerts der Gratis-Vorzugsaktien, und (ii) im Geschäftsjahr des Exits, eine auf Basis eines Anteils des Exit-Gewinns berechnete Vergütung. Erfüllung: Die anteilsbasierte Vergütung und damit verbundenen Rechte werden direkt durch die Horizon Intermediate erfüllt. Das Unternehmen hat keine Verpflichtung die anteilsbasierte Vergütung den Begünstigten in bar auszugleichen, weshalb die Gratis-Vorzugsaktien als anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente gemäß IFRS 2 bilanziert werden. Der beizulegende Zeitwert der Gratis-Vorzugsaktien am Tag der Gewährung ist als Aufwand im Konzernabschluss zu erfassen, verteilt auf den Erdienungszeitraum der durch die Begünstigten erworbenen Anteile (Dienstzeit), und mit einem entsprechenden Anstieg des Eigenkapitals. Dieser beizulegende Zeitwert wurde unter Berücksichtigung der Programmeigenschaften und möglichen Exit-Szenarien berechnet. Im Geschäftsjahr 2017 wurde ein Aufwand in Höhe von TEUR 117 erfasst. H. BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN PERSONENDie Geschäfte und finanziellen Beziehungen mit den verbundenen und assoziierten Unternehmen innerhalb der Apollo-Gruppe werden in Summe angegeben. Beziehungen zu übergeordneten Unternehmen: scroll
Die finanziellen Forderungen betreffen Cashpool-Forderungen an die Verallia Packaging SAS. Davon betreffen die Horizon Holdings Germany GmbH: scroll
Im Vorjahr wurden Forderungen gegenüber dem Mutterunternehmen in Höhe von TEUR 4.432 mit Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 44.278 saldiert. Die Nettoverbindlichkeit in Höhe von TEUR 39.846 wurde in der Bilanz in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Beziehungen zu den sonstigen nahestehenden Unternehmen: scroll
Die zum Stichtag bestehenden Verbindlichkeiten aus Finanzbeziehungen betreffen die Inanspruchnahme eines Darlehens durch die Horizon Holdings Germany GmbH mit einer Laufzeit bis 2023 zu einem Zinssatz in Höhe von 2,9 %, der sich an den externen Finanzierungskosten der Verallia Gruppe orientiert. Die Forderungen aus Finanzbeziehungen betreffen den Finanzpool der Horizon Gruppe. Die Verzinsung erfolgt zu marktüblichen Tageszinsen. Alle ausstehenden Salden aus Liefer- und Leistungsbeziehungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Alle Liefer- und Leistungsgeschäfte mit nahestehenden Unternehmen sind auf Grundlage internationaler Preisvergleichsmethoden gemäß IAS 24 zu Bedingungen ausgeführt worden, wie sie auch mit konzernfremden Dritten üblich sind. Die Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands gliedern sich in: scroll
Bezüglich des Vergütungssystems für den Vorstand verweisen wir auf den Konzernlagebericht. I. MITARBEITERDie durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter beträgt: scroll
J. CORPORATE GOVERNANCEMit Beschluss vom März 2017 haben Vorstand und Aufsichtsrat die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Als Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB ist sie auf der Internetseite der Verallia Deutschland AG unter de.verallia.com unter Investor Relations der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich. K. HONORAR DER ABSCHLUSSPRÜFERFür den Abschlussprüfer sind Honorare in Höhe von TEUR 266 (Vorjahr: TEUR 214) für die Abschlussprüfung als Aufwand erfasst. Aufwendungen für sonstige Bestätigungsleistungen belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 15). L. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAGIm Zeitraum zwischen dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 und der Erstellung des Konzernabschlusses sind keine Ereignisse eingetreten, über die an dieser Stelle zu berichten wäre. M. ANTEILSBESITZ ZUM 31. DEZEMBER 2017scroll
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in Mio. RUB. Der zum 31. Dezember 2017 gemäß § 315e HGB aufgestellte Konzernabschluss wurde am 28. Februar 2018 vom Vorstand zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden beim Bundesanzeiger eingereicht.
Bad Wurzach, den 28. Februar 2018 Der Vorstand Hugues Denissel, Vorsitzender Thomas Beyer Personal Roland Unfried Technik BestätigungsvermerkDES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Verallia Deutschland AG, Bad WurazchVERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNLAGEBERICHTSPrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der Verallia Deutschland AG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017, der Gewinn- und Verlustrechnung, der Gesamtergebnisrechnung, der Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht und Konzernlagebericht (im Folgenden: "Konzernlagebericht") der Verallia Deutschland AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des KonzernabschlussesBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte sowie der Sachanlagen in Russland und der UkraineZu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf Abschnitt B "Geschäfts- oder Firmenwerte (Goodwills)", "Wertberichtigungen auf langfristige Vermögenswerte" und "Verwendung von Schätzungen" des Anhangs. Angaben zur Bewertung und den zugrunde gelegten Annahmen sowie zum durchgeführten Wertminderungstest finden sich in Abschnitt D.7 des Anhangs. Bezüglich Wertminderungsrisiken verweisen wir daneben auf den Abschnitt Risikobericht "Einzelrisiken" im Konzernlagebericht. Das Risiko für den AbschlussZum 31. Dezember 2017 betrifft der in der Bilanz ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 2.332 die cash generating unit (CGU) JSC Kamyshinsky Steklotarny Zawod, Russland. Die Geschäfts- oder Firmenwerte der CGUs Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' , Ukraine, und JSC "Kavminsteklo", Russland, wurden im Geschäftsjahr 2014 vollständig wertgemindert. Darüber hinaus waren in der Vergangenheit Wertminderungen beim Sachanlagevermögen notwendig. Geschäfts- oder Firmenwerte werden turnusmäßig einmal im Geschäftsjahr oder anlassbezogen einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Darüber hinaus wird auch die Werthaltigkeit von Sachanlagevermögen anlassbezogen überprüft, wenn Hinweise auf eine mögliche Wertminderung vorliegen. Ausgangspunkt dieser Werthaltigkeitstests ist die Ermittlung des erzielbaren Betrags als Nutzungswert durch Diskontierung der künftig erwarteten Zahlungsströme der CGUs. Die künftig erwarteten Zahlungsströme basieren auf den Planwerten der von den gesetzlichen Vertretern erstellten Langfristplanung. Den Planwerten liegen insbesondere Erwartungen über die zukünftige Preisentwicklung und Absatzsituation in der Ukraine und in Russland zugrunde. Die Abzinsung erfolgt mit den gewichteten Kapitalkosten der jeweiligen CGU. Die Werthaltigkeitstests sind komplex und das Ergebnis ist in hohem Maße von der Einschätzung der künftigen Zahlungsströme durch die gesetzlichen Vertreter sowie der verwendeten Abzinsungssätze abhängig. Zusätzliche Schätzunsicherheiten resultieren aus der wirtschaftlichen und geopolitischen Lage in Russland und der Ukraine. Es besteht das Risiko für den Abschluss, dass eine zum Abschlussstichtag bestehende Wertminderung nicht bzw. nicht in ausreichendem Umfang erkannt wurde. Außerdem besteht das Risiko, dass die gebotenen Anhangangaben nicht sachgerecht sind. Unsere Vorgehensweise in der PrüfungVon der Angemessenheit der der Berechnung zugrunde gelegten Zahlungsströme für die einzelnen CGUs, haben wir uns anhand der Langfristplanung überzeugt, indem wir die durch die Gesellschaft getroffenen Annahmen anhand von Marktdaten und öffentlich verfügbaren Informationen validiert haben. Dabei haben wir auch beurteilt, ob die verwendeten Planwerte und die zugrunde liegenden Annahmen in einer angemessenen Bandbreite liegen. Des Weiteren haben wir Abzinsungssatz und Wachstumsrate unter Berücksichtigung öffentlich verfügbarer Daten und Informationen auf Angemessenheit hin beurteilt. Wir haben das Bewertungsmodell gewürdigt, die Berechnungen rechnerisch nachvollzogen sowie eigene Szenarien und alternative Wertansätze durch mögliche Variation der wertbestimmenden Parameter basierend auf dem Bewertungsmodell des Unternehmens berechnet, um die Angemessenheit der Bewertungsergebnisse zu beurteilen. Wir haben die Anhangangaben auf Konsistenz mit den verwendeten Annahmen und Parametern beurteilt. Weiterhin haben wir überprüft, ob die Darstellung im Anhang den Anforderungen der IFRS genügt. Unsere SchlussfolgerungenDas der Werthaltigkeitsprüfung der Geschäfts- oder Firmenwerte sowie der Sachanlagen in Russland und der Ukraine zugrunde liegende Berechnungsmodell ist sachgerecht und steht im Einklang mit den anzuwendenden Bewertungsgrundsätzen. Die geschätzten Planwerte und zugrunde liegenden Annahmen und Parameter sind insgesamt angemessen. Die Anhangangaben stimmen mit den verwendeten Annahmen und Parametern überein und entsprechen den Anforderungen der IFRS. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGENÜbrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVOWir wurden von der Hauptversammlung am 16. Mai 2017 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 15. November 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 1986 als Abschlussprüfer der Verallia Deutschland AG tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Wir haben folgende Leistungen, die nicht im Konzernabschluss oder im Konzernlagebericht angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die Konzernunternehmen erbracht:
VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFERDer für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Martin Leistner.
München, den 28. Februar 2018 KPMG AG Leistner, Wirtschaftsprüfer Vedernykova, Wirtschaftsprüferin Jahresabschluss der AGFÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017Gewinn- und VerlustrechnungDER VERALLIA DEUTSCHLAND AGscroll
BilanzDER VERALLIA DEUTSCHLAND AGAKTIVA scroll
Anhang zum JahresabschlussDER VERALLIA DEUTSCHLAND AG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017ALLGEMEINESDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs und des Aktiengesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags wird das Jahresergebnis der Verallia Deutschland AG an die Horizon Holdings Germany GmbH abgeführt. Um die Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung zu verbessern, werden verschiedene Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Verallia Deutschland AG, Oberlandstraße, 88410 Bad Wurzach, Deutschland, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm unter HRB 610192 eingetragen. Mit Beschluss der Hauptversammlung am 12. Oktober 2016 wurde das Geschäftsjahr mit Wirkung zum 01.01.2017 wieder auf das Kalenderjahr verlegt. Für den Zeitraum vom 01. März 2016 bis zum 31. Dezember 2016 wurde ein Rumpfgeschäftsjahr gebildet, insofern ist für den Berichtszeitraum die Vergleichbarkeit mit dem zehnmonatigen Rumpfgeschäftsjahr davor nur eingeschränkt gegeben. GRUNDSÄTZE DER BEWERTUNG UND BILANZIERUNGEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bilanziert und planmäßig linear über ihre Nutzungsdauer von längstens 5 Jahren abgeschrieben. Auf eine Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wird verzichtet. Die Zugänge bei Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder aktivierungspflichtigen Herstellungskosten bewertet. Ab 2010 neu angeschaffte Vermögensgegenstände werden gemäß ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear oder leistungsbezogen abgeschrieben. Diese beträgt bei Geschäfts- und Fabrikgebäuden längstens 50 Jahre, Maschinen und maschinelle Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden überwiegend in bis zu 12 Jahren abgeschrieben. Bereits vor dem Geschäftsjahr 2010 bestehende Vermögensgegenstände werden mit nach steuerlichen Abschreibungstabellen zulässigen Höchstsätzen degressiv abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu EUR 410 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist. Der Ansatz der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten. Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden zum Nennwert angesetzt, Wertberichtigungen erfolgen nur bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung. Im Rahmen der Bewertung der Vorräte werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt mit den aktivierungspflichtigen Herstellungskosten. Abschreibungen für Risiken als Folge der geminderten Verwendbarkeit sowie zur Beachtung der verlustfreien Bewertung sind in angemessenem Umfang berücksichtigt. Forderungen, Sonstige Vermögensgegenstände und Flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Risiken werden in angemessenem Umfang durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Unter den Rechnungsabgrenzungsposten werden die Aufwendungen im Zusammenhang mit der langfristigen Finanzierung aktiviert und über die Laufzeit der erhaltenen Darlehen verteilt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch auf Grundlage biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Beim zugrunde liegenden Rechnungszins für die Abzinsung handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz, es kam der Durchschnittszinssatz der vergangenen 10 Jahre zur Anwendung. Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt zu ihrem Erfüllungsbetrag, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftig anfallende Kosten- und Preissteigerungen werden berücksichtigt, sofern diese ausreichend objektivierbar sind. Für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird eine Abzinsung vorgenommen. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit den Devisenkassamittelkursen zum Abschlussstichtag bewertet. Die Bilanzpositionen der Jahresabschlüsse ausländischer Gesellschaften werden mit dem Bilanzstichtagskurs umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung rechnen wir mit gewichteten Durchschnittskursen in Euro um. Unrealisierte Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen. Zur Absicherung von Transaktionen aus Fremdwährungen wurden für eingegangene Verpflichtungen im Geschäftsjahr Devisentermingeschäfte in geringem Umfang eingesetzt. Mit Inkrafttreten des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags waren die latenten Steuern im Vergleichszeitraum ertragswirksam auszubuchen und sind seitdem bei der Horizon Holdings Germany GmbH erfasst. ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENSscroll
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Der Zugang im Anteilsbesitz und entsprechend der Abgang bei den Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen die Erhöhung des Kapitals der JSC "Kavminsteklo", Russland, um 15 Mio. EUR. Der Abgang im Anteilsbesitz rührt aus der Verschmelzung der GPS Oberland GmbH mit der Verallia Deutschland AG her. VORRÄTEscroll
FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDEscroll
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem Cash-Pooling innerhalb der Verallia Gruppe. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTENIm Rechnungsabgrenzungsposten sind Aufwendungen im Zusammenhang mit der langfristigen Finanzierung in Höhe von TEUR 3.047 enthalten. EIGENKAPITALDas Grundkapital beträgt unverändert EUR 26.000.000 und ist eingeteilt in 1.000.000 Stückaktien. Mit Wirkung zum 29. Oktober 2015 hat uns die BRH Holdings GP, Ltd., aufgrund der Vorschriften des § 21 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil durch indirekte Beteiligung 96,7 % beträgt. Die direkte Beteiligung wird gehalten von der Horizon Holdings Germany GmbH, Bad Wurzach, mit 91,7 % sowie der Verallia France SA, Courbevoie, Frankreich, mit 5,0 %. Aufgrund dieser Mehrheitsbeteiligung wird die Verallia Deutschland AG in den Konzernabschluss der Horizon Parent Holdings S.à r.l., Luxemburg, die ebenfalls eine Tochtergesellschaft der BRH Holdings GP, Ltd., ist, einbezogen. Dieser Konzernabschluss kann beim Registre de Commerce et des Sociétés de Luxembourg, Luxemburg, eingesehen werden. Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages vom 25. April 2016 wird der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 34.980 an die Horizon Holdings Germany GmbH abgeführt. Die Horizon Holdings Germany GmbH verpflichtet sich aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages den außenstehenden Aktionären der Verallia Deutschland AG für die Dauer des Vertrags einen Ausgleich nach Abzug von Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von EUR 17,06 je Aktie für ein volles Geschäftsjahr auszuzahlen (Vorjahr anteilig EUR 14,26 je Aktie). SONDERPOSTEN MIT RÜCKLAGEANTEILDer Sonderposten betrifft steuerrechtliche Wertberichtigungen auf Gebäude nach § 6b EStG. Er wird gemäß den Übergangsregeln zum BilMoG in seiner bisherigen Form fortgeführt. PENSIONSRÜCKSTELLUNGENFolgende Prämissen werden in die Berechnung einbezogen: scroll
Der Unterschiedsbetrag aus der Bewertung mit einem Rechnungszins von 7 Jahren im Vergleich zur Neuregelung des § 253 Abs. 2 HGB beträgt TEUR 6.533 (Vorjahr: TEUR 5.320). SONSTIGE RÜCKSTELLUNGENDie Rückstellungen verteilen sich auf folgende Bereiche: scroll
Innerhalb der Personalrückstellungen stellen die Verpflichtung aus der Beteiligung der Mitarbeiter an den Ergebnissen 2017 sowie die Rückstellung für Urlaub und Zeitguthaben der Arbeitnehmer die größten Einzelpositionen dar. Die übrigen Rückstellungen betreffen hauptsächlich Verpflichtungen für die ausstehende Berechnung empfangener Lieferungen und Leistungen. VERBINDLICHKEITENDie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen insbesondere Finanzverbindlichkeiten. Die Sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten mit Finanzierungscharakter in Höhe von TEUR 3.088. scroll
Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stellen TEUR 148.285 Darlehen mit einer Laufzeit von mehr als 5 Jahren dar, alle übrigen Verbindlichkeiten sind binnen eines Jahres fällig. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind zudem Verbindlichkeiten aus dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag in Höhe von TEUR 34.980 enthalten. Es besteht eine bankbürgschaftliche Absicherung in Höhe von TEUR 8.000 für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die Bürgschaftslinie der Bank ist mit Grundschulden unterlegt. NICHT IN DER BILANZ ENTHALTENE GESCHÄFTESonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnissescroll
Daneben hat die Verallia Deutschland AG die Haftung für vom Verkäufer gewährte Garantien im Rahmen des Management-Buy-Outs bei der GPS Oberland GmbH in Höhe von TEUR 1.500 übernommen. Es wird jedoch mit keiner Inanspruchnahme gerechnet, da die Erfüllungskriterien größtenteils von der Verallia Deutschland AG selbst beeinflusst werden können. Für die Konsortialfinanzierung in Höhe von TEUR 2.000.000 zum 31. Dezember 2017 sowie die revolvierende Kreditlinie über TEUR 250.000 der Verallia Gruppe hat die Verallia Deutschland AG Garantien für sämtliche Verpflichtungen der Darlehensnehmer aus der syndizierten Finanzierung, vorbehaltlich der in der Finanzierung vorgesehenen vertraglichen Beschränkungen sowie der gesetzlichen Beschränkungen nach deutschem Recht, übernommen. Die Gesellschaft hat ihre Bankkonten ohne Begründung einer gegenwärtigen Verfügungsbeschränkung verpfändet. Das Risiko der Inanspruchnahme wird vor dem Hintergrund des prognostizierten positiven Geschäftszyklus der Verallia Gruppe als gering eingeschätzt. Sonstige Geschäfte und RechteDer Bilanzansatz der unentgeltlich zugeteilten Emissionsberechtigungen erfolgt zum Erinnerungswert; der Zeitwert der nicht verbrauchten Berechtigungen zum 31. Dezember 2017 beträgt TEUR 311. Die Verallia Deutschland AG veräußert im Rahmen ihres Forderungsmanagements Forderungen aus Warenlieferungen an 2 internationale Finanzdienstleistungsunternehmen. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um echtes Factoring, wodurch der Gesellschaft ein Liquiditätszufluss entsteht. Ergebnisauswirkungen ergeben sich aus der Transaktion nur in geringem Umfang. Darüber hinaus liegen keine wesentlichen Risiken und Vorteile aus nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften vor. UMSATZERLÖSEAufteilung nach Bereichenscroll
Aufteilung nach Regionenscroll
SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGEEs handelt es sich überwiegend um jährlich anfallende Erlöse aus der Weiterberechnung von Aufwendungen und Auflösung von Rückstellungen. Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 8). ABSCHREIBUNGENIm Rumpfgeschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 579 (Vorjahr: TEUR 216) vorgenommen. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGENSie beinhalten insbesondere die Vertriebskosten, den Instandhaltungsaufwand, die Aufwendungen für sonstige Dienstleistungen sowie Mieten und Pachten. Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung belaufen sich auf TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 3). MITARBEITERMitarbeiter und Auszubildende im Jahresdurchschnitt: scroll
CORPORATE GOVERNANCEMit Beschluss vom März 2017 haben Vorstand und Aufsichtsrat die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Als Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB ist sie auf der Internetseite der Verallia Deutschland AG unter de.verallia.com unter Investor Relations der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich. BEZÜGE DES AUFSICHTSRATS UND DES VORSTANDSDie Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats belief sich im Berichtsjahr auf TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 29), die des Vorstands auf TEUR 1.590 (Vorjahr: TEUR 1.208), davon als variabler Bestandteil TEUR 171 (Vorjahr: TEUR 173). Die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern und deren Hinterbliebenen sind mit TEUR 8.348 (Vorjahr: TEUR 9.434) zurückgestellt. Die Leistungen an diesen Personenkreis betrugen TEUR 587 (Vorjahr: TEUR 559). HONORAR DES ABSCHLUSSPRÜFERSFür den Abschlussprüfer KPMG sind folgende Honorare als Aufwand erfasst worden: scroll
ANTEILSBESITZ ZUM 31. DEZEMBER 2017scroll
Die Werte für diese ausländischen Gesellschaften wurden nach IFRS vor Impairment gemäß IAS 36 ermittelt. NACHTRAGSBERICHTBesondere Ereignisse nach dem BilanzstichtagIm Zeitraum zwischen dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 und der Erstellung des Jahresabschlusses sind keine Ereignisse eingetreten, über die an dieser Stelle zu berichten wäre.
Bad Wurzach, den 28. Februar 2018 Der Vorstand Hugues Denissel, Vorsitzender Thomas Beyer Personal Roland Unfried Technik BestätigungsvermerkDES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Verallia Deutschland AG, Bad WurazchVERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTSPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Verallia Deutschland AG, Bad Wurzach - bestehend aus der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 und der Bilanz zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht und Konzernlagebericht (im Folgenden: "Lagebericht") der Verallia Deutschland AG, Bad Wurzach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des JahresabschlussesBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Die Werthaltigkeit des FinanzanlagevermögensZu dem Anteilsbesitz an verbundenen Unternehmen sowie zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Abschnitte "Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2017" und "Grundsätze der Bewertung und Bilanzierung" im Anhang. Das Risiko für den AbschlussZum 31. Dezember 2017 beträgt das Finanzanlagevermögen TEUR 93.084 und beinhaltet insbesondere Anteile an verbundenen Unternehmen (TEUR 65.813) sowie Ausleihungen an verbundene Unternehmen (TEUR 25.686). Die ursprünglichen Anschaffungskosten der Anteile an verbundenen Unternehmen betrugen TEUR 198.443. Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die beizulegenden Werte der Anteile an verbundenen Unternehmen werden jährlich ermittelt, um einen außerplanmäßigen Abschreibungsbedarf zu identifizieren. Sofern die Gründe für einen niedrigeren Wertansatz weggefallen sind, ist eine Wertaufholung geboten. Die Werthaltigkeit von Ausleihungen an verbundene Unternehmen wird jährlich zusammen mit der Werthaltigkeit von Anteilen an verbundenen Unternehmen überprüft. Grundlage der Ermittlung der beizulegenden Werte ist der Barwert künftig erwarteter Zahlungsströme der einzelnen verbundenen Unternehmen. Die künftig erwarteten Zahlungsströme basieren auf den Planwerten der von den gesetzlichen Vertretern erstellten Langfristplanung. Den Planwerten liegen insbesondere Erwartungen über die zukünftige Preisentwicklung und Absatzsituation in der Ukraine und in Russland zugrunde. Die Abzinsung erfolgt mittels der gewichteten Kapitalkosten des jeweiligen verbundenen Unternehmens. Die Bewertungen sind komplex und in hohem Maße von der Einschätzung der künftig erwarteten Zahlungsströme durch die gesetzlichen Vertreter sowie dem verwendeten Abzinsungssatz abhängig. Infolge der weiterhin instabilen politischen Situation in der Ukraine und Russland sowie der hohen Inflationsrate und erheblich schwankenden Währungskursen besteht ein erhöhtes Risiko für den Abschluss in Bezug auf die Bewertung der Anteile sowie Ausleihungen an verbundenen Unternehmen. Unsere Vorgehensweise in der PrüfungVon der Angemessenheit der bei der Bewertung verwendeten Zahlungsströme haben wir uns anhand der Unternehmensplanung überzeugt, indem wir die durch die Gesellschaft getroffenen Annahmen, anhand von Marktdaten und öffentlich verfügbaren Informationen gewürdigt haben. Dabei haben wir auch beurteilt, ob die für die Bewertung herangezogenen Planwerte und die zugrunde liegenden Annahmen in einer angemessenen Bandbreite liegen. Des Weiteren haben wir Abzinsungssatz und Wachstumsrate unter Berücksichtigung öffentlich verfügbarer Daten und Informationen auf Angemessenheit hin beurteilt. Wir haben das Bewertungsmodell anhand der Grundsätze von IDW RS HFA 10 in Verbindung mit IDW S 1 gewürdigt, die Berechnungen rechnerisch nachvollzogen sowie eigene Szenarien und Sensitivitäten basierend auf dem Bewertungsmodell des Unternehmens berechnet, um die Angemessenheit der Bewertungsergebnisse zu würdigen. Unsere SchlussfolgerungenDas der Werthaltigkeitsprüfung der Anteile sowie Ausleihungen an verbundene Unternehmen zugrunde liegende Berechnungsmodell ist sachgerecht und steht im Einklang mit den Bewertungsgrundsätzen. Die für die Bewertung herangezogenen Planwerte sowie die zugrunde liegenden Annahmen und Parameter sind insgesamt angemessen. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGENÜbrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVOWir wurden von der Hauptversammlung am 16. Mai 2017 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 15. November 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 1986 als Abschlussprüfer der Verallia Deutschland AG tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Wir haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für das geprüfte Unternehmen bzw. für die von diesem beherrschten Unternehmen erbracht:
VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFERDer für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Martin Leistner.
München, den 28. Februar 2018 KPMG AG Leistner, Wirtschaftsprüfer Vedernykova, Wirtschaftsprüferin Sonstige AngabenGlossarGESCHÄFTSSPEZIFISCHES GLOSSARbbl (Barrel)Ein Barrel ist eine weltweite Handelseinheit für Erdöl. Ein Barrel entspricht 158,987 Litern. Die Abkürzung bbl steht für "blue barrel", ein blau gekennzeichnetes Fass mit genormtem Inhalt. BRC/IoP (British Retail Consortium/Institute of Packaging)Der BRC/IoP-Standard ist eine Leitlinie für Hersteller von Lebensmittelverpackungen für Markenprodukte, die vom British Retail Consortium in Zusammenarbeit mit dem Institute of Packaging erarbeitet wurde. Es handelt sich hier um einen zertifizierbaren Standard, der sowohl Hygienemanagement als auch Qualitätswesen umfasst. Carbon-Leakage-StatusDer Begriff Carbon Leakage beschreibt das Phänomen der Produktionsverlagerung ins Ausland aufgrund steigender Kosten durch den Emissionshandel innerhalb der EU. Sektoren, die diesem Risiko erheblich ausgesetzt sind, erhalten den Carbon-Leakage-Status und bekommen in der 3. Handelsperiode (2013 -2020) kostenlose Emissionszertifikate. EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz)Das EEG ist im Jahr 2000 in Kraft getreten, regelt die bevorzugte Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Quellen ins Stromnetz und garantiert dessen Erzeugern feste Einspeisevergütungen. EHS (Environment, Health and Safety)EHS steht für Umwelt, Gesundheit und Arbeitssicherheit. EMAS (Eco Management and Audit Scheme)EMAS ist auch bekannt als EU-Öko-Audit oder Öko-Audit. EMAS ist ein von der Europäischen Gemeinschaft 1993 entwickeltes Instrument für Unternehmen zur Verbesserung der Umweltleistung über die umweltgesetzlichen Anforderungen hinaus. Dabei verpflichtet sich ein Unternehmen, eine Umwelterklärung abzugeben und wiederkehrende Umweltbetriebsprüfungen von einem unabhängigen Umweltgutachter durchführen zu lassen. FlaschenAls Flaschen werden alle verschließbaren Glasbehälter bezeichnet, die eine engmundige Öffnung haben. Die folgenden Segmente sind dem Oberbegriff Flaschen zuzuordnen: Bier, Wein, Sekt, Spirituosen, Wasser und Softdrinks sowie sonstige Flaschen. FormenWerkzeuge zur Formgebung des Behälterglases. FSSC 22000 (Food Safety System Certification 22000)Norm zur Gewährleistung der Lebensmittelsicherheit bei der Erzeugung von Lebensmitteln. GläserAls Gläser werden alle verschließbaren Glasbehälter bezeichnet, die eine weitmundige Öffnung besitzen. Der Oberbegriff Gläser umfasst die Segmente Konserven, Babynahrung und sonstige Gläser. Inerte UmmantelungInert bedeutet reaktionsträge, eine Substanz reagiert nicht mit anderen. Bei einer inerten Ummantelung entstehen keine Wechselwirkungen zwischen Verpackungsglas und Füllgut. ISO (International Organization of Standardization)Die Internationale Organisation für Normung entwickelt international gültige Standardnormen. MBO (Management-Buy-Out)Management-Buy-Out-bezeichnet die Übernahme eines Unternehmens durch das eigene Management. MWh (Megawattstunde) / TWh (Terawattstunde)Eine Wattstunde ist eine Energieeinheit. Sie entspricht der Energie, die eine Maschine von einem Watt in einer Stunde aufnimmt. Das Tausendfache einer Wattstunde ist die Kilowattstunde. Eine Megawattstunde ist das Tausendfache einer Kilowattstunde. Eine Terawattstunde entspricht 1 Mio. Megawattstunden. Neues ProduktArtikel (Flasche oder Glas), der gänzlich neu entwickelt oder auf Basis eines bereits bestehenden Artikels modifiziert wird. PEGI (Plan d'Epargne Groupe International)Sparplan der Gruppe, durch den Mitarbeiter Vorzugsaktien beziehen können. TCO (Total Cost of Ownership)Gesamtbetriebskosten, d. h. Summe aller für die Anschaffung eines Vermögensgegenstandes, seine Nutzung und ggf. für die Entsorgung anfallenden Kosten. TF2Kennzahl zur Arbeitssicherheit, die die Häufigkeit von Unfällen mit Arbeitszeitausfall und medizinischer Versorgung bezogen auf eine Million Arbeitsstunden angibt. Es werden sowohl alle Unfälle berücksichtigt, die zu einem Arbeitszeitausfall von mehr als 24 Stunden geführt haben, als auch solche, bei denen eine Behandlung erforderlich war, aber die Wiederkehr an den Arbeitsplatz innerhalb von 24 Stunden erfolgte. VeralliaVerallia ist eine international agierende Firmengruppe der Verpackungsglasindustrie. Ihr Hauptsitz ist in Courbevoie, Frankreich. Der Name setzt sich zusammen aus den französischen Wörtern "verre" für Glas und "alliance" für Allianz oder Verbund. VIM (Verallia Industrial Management)Produktionssystem, das auf acht Elementen basiert (Team, Verfügbarkeit, Industrielle Effizienz, Flexibilität, Sicherheit, Qualität, Umwelt sowie Innovation). WanneGlasschmelzofen, der aus feuerfestem Material besteht; darin werden die Rohstoffe bei einer Temperatur von ca. 1.500 °C zu flüssigem Glas geschmolzen. FINANZGLOSSARBBG (Beitragsbemessungsgrenze)Die Beitragsbemessungsgrenze gibt das höchste Bruttoentgelt für die Berechnung des Beitrags zur jeweiligen Sozialversicherung an. Übersteigt das Bruttoeinkommen diesen Betrag, erhöht sich der Beitrag zur jeweiligen Sozialversicherung trotzdem nicht. Carrying AmountAls Carrying Amount wird im Rahmen eines Impairment-Tests der Buchwert der Netto-Vermögenswerte bezeichnet. CashflowSaldo der Zahlungsmittelzu- und -abflüsse innerhalb eines Geschäftsjahres. Der Cashflow wird in der Kapitalflussrechnung dargestellt. CGU (Cash Generating Unit)Die Cash Generating Unit wird als kleinste Einheit von Vermögenswerten, die Mittelzuflüsse erzeugen und weitestgehend unabhängig von anderen Vermögenswerten oder einer anderen Cash Generating Unit sind, definiert. Dieses Konstrukt dient zur Durchführung von Werthaltigkeitstests nach IAS 36. Die CGUs entstehen, wenn einzelne Vermögenswerte nicht für einen Impairment-Test herangezogen werden können und deshalb eine Gruppierung von Vermögenswerten nötig ist. ComplianceUnter Compliance wird Regeltreue von Unternehmen verstanden, d. h. die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien, aber auch von freiwilligen Regeln. Corporate GovernanceCorporate Governance bezeichnet den rechtlichen und faktischen Rahmen für die Leitung und Überwachung von Unternehmen. Diese Regelungen dienen der Transparenz und stärken damit das Vertrauen in eine verantwortliche, auf die Wertschöpfung gerichtete Unternehmensleitung und -kontrolle. DeputatverpflichtungenZahlungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Mitarbeitern, die sich aus früheren Sachbezügen begründen. Sie fließen in die Rentenberechnung mit ein, da sie als Teil der Pensionsverpflichtung gelten. EBIT (Earnings before Interest and Taxes)Ergebnis vor Zinsen und Steuern. EigenkapitalquoteEigenkapitalquote = Eigenkapital / Gesamtvermögen x 100 EigenkapitalrenditeDie Eigenkapitalrendite gibt an, wie sich das investierte Kapital innerhalb einer Periode verzinst hat. Eigenkapitalrendite = Jahresergebnis / Eigenkapital x 100 Fair ValueDer an einem Stichtag einem Vermögenswert oder einer Schuld tatsächlich beizulegende Zeitwert. Der Fair Value kann als üblicher Marktpreis interpretiert werden, falls ein solcher für die betreffenden Vermögenswerte existiert. Finance LeaseBeim Finance Lease überträgt der Leasinggeber das Investitionsrisiko auf den Leasingnehmer. Der Geber trägt nur das Kreditrisiko und eventuell vereinbarte Dienstleistungen. Free CashflowDer Free Cashflow stellt den frei verfügbaren Cashflow dar und ergibt sich aus Operativem Cashflow plus Cashflow aus Investitionstätigkeit. GoodwillDer Goodwill oder auch Geschäfts- oder Firmenwert ist ein immaterieller Vermögenswert, der im Rahmen einer Unternehmensakquisition entstehen kann. Er stellt den Betrag dar, um den der Kaufpreis für eine erworbene Gesellschaft den angenommenen Marktwert der erworbenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten übersteigt. HedgingHedging bezeichnet ein Finanzgeschäft zur Absicherung einer Transaktion gegen Risiken wie beispielsweise Wechselkursschwankungen oder Veränderungen in den Rohstoffpreisen. IASB (International Accounting Standards Board)Ein international besetztes, unabhängiges Gremium von Rechnungslegungsexperten, das die IFRS entwickelt und bei Bedarf überarbeitet. IFRIC (International Financial Reporting Interpretations Committee)Ein Gremium mit der Aufgabe, für die IFRS- und IAS-Rechnungslegungsstandards Auslegungen zu veröffentlichen - für den Fall, dass ein Standard unterschiedlich oder falsch interpretiert werden kann bzw. neue Sachverhalte in den bisherigen Standards nicht ausreichend gewürdigt wurden. IFRS/IAS (International Financial Reporting Standards/ International Accounting Standards)International geltende Rechnungslegungsstandards zur Gewährleistung der internationalen Vergleichbarkeit der Konzernabschlüsse. IKS (Internes Kontrollsystem)Das IKS besteht aus einem von der Unternehmensleitung im Unternehmen eingeführten Bündel von Grundsätzen, Verfahren und Maßnahmen, die folgende Ziele verfolgen: organisatorische Umsetzung der Entscheidungen der Unternehmensleitung zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Impairment-TestDer Impairment-Test oder auch Werthaltigkeitstest ist ein verpflichtender Niederstwerttest zur Bewertung von bestimmten Positionen des Anlagevermögens. KonsortialfinanzierungGewährung einer einheitlichen Finanzierung durch mehrere Banken (Konsortium). Operating LeaseBeim Operating Lease wird dem Leasinggeber das Leasingobjekt zugerechnet, es wird beim Leasinggeber aktiviert und abgeschrieben. RMS (Risikomanagementsystem)System, um potenzielle Risiken zu identifizieren, zu bewerten und Maßnahmen zur Risikohandhabung und -verringerung auszuwählen und im Unternehmen umzusetzen. ROI (Return on Investment)Der ROI gibt Auskunft über die Verzinsung des gebundenen Kapitals. ROI = Operatives Ergebnis / Bilanzsumme - Übrige langfristige finanzielle Vermögenswerte - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen UmsatzrenditeDie Umsatzrendite ist Maß für den prozentualen Anteil des Gewinns am Umsatz und gibt damit auch die Profitabilität innerhalb einer Berichtsperiode wieder. Umsatzrendite = Operatives Ergebnis / Umsatz x 100 WACC (Weighted Average Cost of Capital)Der Gesamtkapitalkostensatz WACC besteht aus dem gewogenen Mittel des Eigen- und Fremdkapitalkostensatzes. Working CapitalFinanzkennzahl zur Beurteilung der Liquidität eines Unternehmens, die sich aus der Differenz von Umlaufvermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten ergibt. ZahlungsmitteläquivalenteZahlungsmitteläquivalente sind kurzfristige, äußerst liquide Finanzmittel, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. Kontakt, ImpressumAnsprechpartnerinVerallia Deutschland AG Cornelia Banzhaf Public Relations Oberlandstraße 88410 Bad Wurzach Telefon +49 7564 18-255 Telefax +49 7564 18-90255 E-Mail: cornelia.banzhaf@verallia.com HerausgeberVerallia Deutschland AG Postfach 11 60 88404 Bad Wurzach Oberlandstraße 88410 Bad Wurzach Telefon +49 7564 18-0 Telefax +49 7564 18-600 E-Mail: info.deutschland@verallia.com www.verallia.de Konzept und Realisationvisuphil® FotografieVerallia, Paddy Schmitt Die Papiere sind FSC-zertifiziert. Der Druck dieses Geschäftsberichts erfolgte klimaneutral. Verallia Deutschland AG Oberlandstraße 88410 Bad Wurzach www.verallia.de GB17 - Anhang zum Lagebericht der Verallia Deutschland AG:Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit nach § 21 EntgTranspGEntgelttransparenzgesetzDas Gesetz zur Förderung der Entgelttransparenz zwischen Frauen und Männern ist am 6. Juli 2017 in Kraft getreten. Dieses Gesetz soll den bestehenden Rechtsrahmen für eine umfassende Durchsetzung von Entgeltgleichheit im Sinne von "gleicher Lohn für gleiche oder gleichwertige Arbeit" von Frauen und Männern verbessern. Im Mittelpunkt des Gesetzes steht ein Auskunftsanspruch des einzelnen Beschäftigten zum Entgelt des jeweils anderen Geschlechts in Betreiben mit mehr als 200 Beschäftigten. Der Auskunftsanspruch kann erstmals im Jahr 2018 geltend gemacht werden. Dieser Gleichstellungsbericht bezieht sich gem. §§ 21,22 EntgTranspG auf das Jahr 2016. Statistische AngabenDurchschnittliche Gesamtzahl weiblicher Beschäftigter: 143,49 FTE1 Durchschnittliche Gesamtzahl männlicher Beschäftigter: 1279,95 FTE Durchschnittliche Anzahl weiblicher Beschäftigter in Teilzeit: 37,90 FTE Durchschnittliche Anzahl männlicher Beschäftigter in Teilzeit: 8,36 FTE Durchschnittliche Anzahl /weiblicher Beschäftigter in Vollzeit: 105,59 FTE Durchschnittliche Anzahl männlicher Beschäftigter in Vollzeit: 1271,59 FTE Maßnahmen zur Förderung der GleichstellungBereits vor dem Jahre 2016 hat die Verallia Deutschland AG aktiv Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern und zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie ergriffen. Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist bereits in den 5 Verhaltens- und 4 Handlungsprinzipien niedergeschrieben. Hierbei wird besonderes Augenmerk auf die Themen Integrität und Solidarität, sowie die Achtung der Gesetze und der Mitarbeiterrechte gelegt. Zudem ist das Unternehmen schon seit 2012 von der Hertie-Stiftung mit dem Audit "berufundfamilie" zertifiziert. So ermöglicht das Unternehmen seinen Mitarbeitern für bestimmte Tätigkeiten mobiles, ortsunabhängiges Arbeiten, um insbesondere eine bessere Kinderbetreuung zu ermöglichen. Des Weiteren erhalten Mitarbeiter für jedes neugeborene Kind eine Zuwendung in Höhe von 3.000 EUR brutto, die dann z.B. wiederum für die Betreuung des Kindes in den Anfangsjahren verwendet werden kann. Weitere Informationen zu Werten wie Diversity u.ä. finden Sie auch im CSR-Bericht der Verallia Deutschland AG. Maßnahmen zur Förderung der EntgeltgleichheitBei der Vergütung unterscheidet die Verallia Deutschland AG grundsätzlich nicht nach dem Geschlecht. Im tariflichen Bereich erfolgt die Bezahlung entsprechend dem Tarifvertrag. Diesem ist das Unterscheidungsmerkmal des Geschlechts fremd. Vielmehr wird lediglich nach Art und Umfang der Tätigkeit unterschieden. Diese wird entsprechend klassifiziert und einer Entgeltgruppe zugeordnet. Diese Eingruppierung ist unabhängig von Geschlecht, Alter oder sonstigen Merkmalen, sondern erfolgt rein tätigkeitsbezogen. Ebenso erfolgt die Vergütung der außertariflichen Mitarbeitenden geschlechtsneutral. Bei den außertariflichen Mitarbeitern erfolgt die Eingruppierung nach dem System von sogenannten "Hay-Punkten", einem international anerkannten Verfahren zur Einordnung von Tätigkeiten und deren Bewertung durch die unabhängige Hay Group. Auch diese Eingruppierung ist unabhängig von Geschlecht, Alter oder sonstigen Merkmalen, sondern erfolgt rein tätigkeitsbezogen. CSR-Bericht 2017VERALLIA DEUTSCHLAND AGNICHTFINANZIELLE (KONZERN-)ERKLÄRUNG(§ 289b HGB UND § 315b HGB)HINWEISESofern in diesem Bericht von Verallia gesprochen wird, ist stets die internationale Verallia Gruppe insgesamt gemeint. Mit Verallia Deutschland wird der Konzern bezeichnet, der zusätzlich zu Deutschland auch die Standorte in Russland und der Ukraine mit einbezieht. Ist nur von den 4 deutschen Standorten die Rede, so wird von der Verallia Deutschland AG gesprochen. Allgemeine Angaben, Aussagen oder Vorschriften der Verallia Gruppe gelten stets auch für die deutschen, russischen und ukrainischen Standorte. Wo immer möglich, werden Informationen für alle Standorte von Verallia Deutschland angegeben. Da die AG jedoch rund 75 % des Verallia Deutschland Konzerns ausmacht, liegt der Schwerpunkt der Betrachtungen und Beispiele auf den deutschen Standorten. In diesem Bericht bezeichnet der Begriff Mitarbeiter die weiblichen und männlichen Beschäftigten von Verallia. Ebenso ist der Begriff Kunden semantisch geschlechtsneutral zu verstehen. Gleiches gilt für andere Bezeichnungen in der männlichen Form bei denen stets auch Frauen gemeint sind. Die Formulierungen dienen der einfacheren Lesbarkeit und sind neutral zu betrachten. Diesem Bericht liegt kein explizites Rahmenwerk zugrunde. Er wurde auf der gesetzlichen Basis der CSR-Richtlinie 2014/95/EU und dem entsprechenden deutschen Umsetzungsgesetz erstellt, da die Verallia Deutschland AG diese Vorgaben als für ihre Zwecke ausreichend betrachtet. Vorwort VorstandDIE VERALLIA DEUTSCHLAND AG, MIT IHREN STANDORTEN IN DEUTSCHLAND, RUSSLAND UND DER UKRAINE, IST TEIL DER INTERNATIONAL AGIERENDEN VERALLIA GRUPPE UND SOMIT EINEM DER WELTWEIT FÜHRENDEN UNTERNEHMEN IN DER GLASINDUSTRIE.Unsere Produkte - Flaschen und Gläser für Lebensmittel und Getränke - sind nachhaltig vorteilhafte Verpackungen. Glas ist ein permanentes Material, ist also unendlich oft in gleicher Menge und gleicher Qualität vollständig recyclebar. Mit einem deutlichen Verantwortungsbewusstsein für unsere Mitarbeiter, unsere Nachbarschaft und unser Umfeld führen wir unser gesamtes Unternehmen mit mittlerweile 7 Standorten schon seit langer Zeit. Dabei ist uns Sicherheit am Arbeitsplatz enorm wichtig. Durch eine ganze Reihe von Maßnahmen und Regeln, die Sie diesem Bericht entnehmen können, tun wir alles, um den notwendigen Schutz der Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeitenden bei ihrer täglichen Arbeit zu gewährleisten. Unter anderem dürfen wir auch für uns beanspruchen, vor knapp 50 Jahren das Glasrecycling im industriellen Maßstab eingeführt zu haben. Das Stammwerk der Verallia Deutschland AG in Bad Wurzach war eine der ersten Glashütten weltweit, die gebrauchte Flaschen und Gläser eingesammelt und wieder eingeschmolzen hat. So entstand auch eine der ersten Recyclingglas-Aufbereitungsanlagen an diesem Standort. Unsere Werte, nach denen wir unser Unternehmen führen, spiegeln neben dem Umweltgedanken schon immer weitere Themen unserer gesellschaftlichen Verantwortung wider. Dazu zählen wir die partnerschaftliche Kundenpflege, den respekt- und verantwortungsvollen Umgang mit unseren Mitarbeitenden und allen anderen Menschen in unserem Umfeld, den Gesetzen und unserer Umwelt. Ebenso ist uns Empowerment, die Befähigung, unserer Mitarbeitenden mehr Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen und durch Teamarbeit noch enger und transparenter zusammen zu wirken, ein Grundanliegen. Auf dieser Basis und mit diesen Grundsätzen streben wir an, dass Verallia es den Menschen jeden Tag ermöglicht, Getränke und Speisen aus attraktiven, gesunden und nachhaltigen Glasverpackungen zu genießen. Gleichzeitig ist es unser Ziel "Best-in-Class" zu werden. Damit meinen wir, der bevorzugte Lieferant von Glasverpackungen zu sein mit der branchenbesten industriellen Leistung, der Erzielung hervorragender finanzieller Ergebnisse und der Entwicklung von Vielfalt und talentierten Teams. Welche Schritte wir auf dem Weg dorthin unter anderem gehen und welche Maßnahmen wir dabei ergreifen, können Sie diesem Corporate Social Responsibility (CSR)-Bericht entnehmen.
Für den Vorstand Ihr Hugues Denissei Das UnternehmenVERALLIA DEUTSCHLAND IST TEIL DER UNABHÄNGIGEN UNTERNEHMENSGRUPPE VERALLIA, DIE WELTWEIT ZU DEN DREI GRÖSSTEN HERSTELLERN VON GLASVER PACKUNGEN FÜR GETRÄNKE UND LEBENSMITTEL ZÄHLT.7 Standorte Ca. 3.000 Mitarbeiter Lieferanten aus 24 Ländern Herstellung von rund 5 Mrd. Flaschen und Gläsern im Jahr![]() Vertrieb nach SegmentenDeutschland![]() Russland![]() Ukraine![]() Verallia - die Referenz für GlasverpackungenUnsere VisionGlas ist das perfekte Material für eine gesunde, umweltfreundliche und ästhetische Verpackung von Lebensmitteln. Unser AuftragWir entwickeln innovative Glasverpackungen für jeden unserer Kunden mit der Stärke eines weltweit führenden Unternehmens, das zugleich die Nähe eines lokalen Players bietet und durch die ständige Verbesserung der Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen. Unsere VerpflichtungenWir handeln vorbildlich in den Bereichen Kreislaufwirtschaft und Umweltverträglichkeit. Wir fördern, entwickeln und schützen unsere Mitarbeiter. Wir tragen zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung vor Ort bei. Unternehmensführung, Risiko & ComplianceVerantwortliche UnternehmensführungVerallia Deutschland ist Teil der Verallia Gruppe, die sich seit 2015 durch ihre neuen Aktionäre Apollo Global Management LLC und Bpifrance zu einer vollständig unabhängigen industriellen Gruppe gewandelt hat- ein Unternehmen, welches sich nun ausschließlich der Herstellung von Glasverpackungen widmet. Um die Verpflichtung zur sozialen Verantwortung weiter zu stärken, hat die Verallia Deutschland AG ihren Personalvorstand mit dem Management dieses Bereichs beauftragt. Im Rahmen der Verallia Gruppe wurde ein Exekutivkomitee gebildet, das aus den entsprechenden Verantwortlichen der einzelnen Regionen besteht, um Fragen der sozialen Unternehmensverantwortung zu besprechen. Dieses Komitee der Verallia Gruppe kommt einmal im Quartal zur Strategiedefinition und zur Überwachung der Umsetzung der Maßnahmenpläne zusammen. RisikomanagementDie Verallia Gruppe setzt ihre langjährige Erfahrung und ihr Fachwissen ein, um die Gesundheit und Sicherheit ihrer Mitarbeiter am Arbeitsplatz zu gewährleisten und um die Umweltauswirkungen ihrer Aktivitäten zu minimieren. Dies geschieht durch Umsetzung einer stabilen EHS- (= Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheits-) Politik mit nachweisbarer Erfolgsgeschichte. Durch zahlreiche Schulungen und Sensibilisierungsaktionen werden die Grundlagen dieser Politik im Alltag verankert. Die Standorte von Verallia Deutschland sind nach ISO 9001, ISO 14001 und ISO 22000 zertifiziert. Die deutschen Standorte sind darüber hinaus nach ISO 50001 und OHSAS 180001 zertifiziert. Systematische soziale Audits erfolgen gemäß des SMETA 4P Protokolls. Alle deutschen Standorte sind außerdem nach den Richtlinien des Audits "berufundfamilie" zertifiziert. Die Standorte in Russland und der Ukraine sind teilweise bereits zusätzlich nach OHSAS 18001 zertifiziert und erhalten ebenfalls teilweise bereits soziale Audits gemäß des SMETA 4P Protokolls. Diese Zertifizierungen regeln die Aktivitäten von Verallia Deutschland auf folgenden Ebenen:
Die Anforderungen und das Compliance-Niveau einer bedeutenden internationalen GruppeDie gesamte Verallia Gruppe vertraut auf Grundsätze, die dem Verhaltenskodex entsprechen. Dazu gehören
Verallia setzt Schulungen und Maßnahmen ein, um den Verhaltenskodex und die Regelwerke in der Gruppe stets bewusst zu halten und nachverfolgbar zu machen. Jede Führungskraft und jeder Mitarbeiter ist persönlich für die Umsetzung dieser Grundsätze verantwortlich. Verallia, ein Unternehmen mit VerpflichtungVERALLIA IST TEILNEHMER, BEITRAGENDER UND MITWIRKENDER IN VERSCHIEDENEN ORGANISATIONEN, DEREN ZWECK ES IST, NACHHALTIGE ENTWICKLUNG UND SOZIALE UNTERNEHMENSVERANTWORTUNG ZU FÖRDERN.Der Global Compact ist die wichtigste internationale Initiative für die freiwillige Selbstverpflichtung zur nachhaltigen Entwicklung und hat nahezu 14.000 Unterzeichner in 160 Ländern. Zugleich global und lokal, öffentlich und privat, ist der Global Compact ein Forum für Selbstverpflichtung und Kollektivmaßnahmen zum Ansporn stabiler und inklusiver Gesellschaften. Der Global Compact ist der Ausgangpunkt für alle Organisationen, die die nachhaltigen Entwicklungsziele unterstützen möchten, die im September 2015 von den Vereinten Nationen eingeführt wurden. Sie stellen ein Paket universeller Ziele zur Erreichung einer besseren Welt dar. Sie erfordern einen Top-Down-Ansatz durch Unternehmen, welcher zu tiefgreifenden und sozialen Marktveränderungen führt und sich dadurch auszeichnet, dass Nachhaltigkeit und Wertschöpfung nebeneinander bestehen können. AIM-PROGRESS ist ein Forum von Konsumgüter-Unternehmen zur Vereinfachung und Förderung verantwortlicher Beschaffungsverfahren und nachhaltiger Produktionssysteme. Es handelt sich um eine globale Initiative, die durch die European Brands Association (AIM) in Europa und die Grocery Manufacturers Association (GMA) in Nord-Amerika unterstützt und gesponsert wird. Sie zielt auf die Entwicklung und Förderung des Einsatzes gemeinsamer Bewertungsmethoden ab, die die Leistungsfähigkeit in Bezug auf soziale Unternehmensverantwortung in der Lieferkette bestimmen, sowie auf die Verbesserung der Effizienz aller Unternehmen. AIM-PROGRESS sammelt, bewertet und teilt nicht-wettbewerbsorientierte Informationen zur Leistungsfähigkeit in Bezug auf soziale Unternehmensverantwortung in der Lieferkette. Sedex ist eine gemeinnützige Organisation, deren Ziel die Förderung verantwortlicher und ethischer Verbesserungen und aktueller Praktiken in der Lieferkette ist. Durch die Sedex wird ein sicherer Zugang zu einer Online-Datenbank bereitgestellt, in der die Mitglieder Daten zu vier Hauptbereichen speichern, teilen und freigeben können:
Die drei Prioritäten, die Verallia verfolgt1. Vorbildlichkeit in der Kreislaufwirtschaft und Optimierung unserer UmweltverträglichkeitUm das Ziel Vorbildlichkeit in der Kreislaufwirtschaft und Optimierung unserer Umweltverträglichkeit zu erreichen, muss Verallia die besten Umweltpraktiken entwickeln. Das Unternehmen nimmt so auch Einfluss auf die gesamte Industrie. Die Beständigkeit und Wiederverwendbarkeit von Glas ist eine der Hauptstärken des Unternehmens in Bezug auf den Klimawandel. 2. Entwicklung und Schutz der Menschen, die für uns tätig sindEs ist von grundlegender Bedeutung, eine hohe Zufriedenheit unserer Mitarbeiter aufrecht zu erhalten. Dies geschieht durch Achtung und Schutz unserer Mitarbeiter und Entwicklung ihrer Fähigkeiten. Verallia stellt Mitarbeiter mit vielfältigen Hintergründen und Erfahrungen ein, denn diese Verschiedenheit ist ein Schlüssel für unsere Effizienz. 3. Steigerung unseres Beitrags zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung in den GemeindenVerallia ist stolz auf die Stärke seiner lokalen Wurzeln sowie auf die Nähe zum jeweiligen Umfeld. Das Unternehmen trägt zur Förderung der Gemeinschaft durch soziales Engagement bei. Die Geschäftstätigkeit von Verallia eröffnet einen einzigartigen Blick auf das Verständnis der Kreislaufwirtschaft. Dies ist ein strategischer Vorteil, der hilft, das öffentliche Bewusstsein hierfür zu fördern und die Gesellschaft bei der Umsetzung von entsprechenden Projekten zu unterstützen. Vorbildlichkeit in der Kreislaufwirtschaft und Optimierung unserer UmweltverträglichkeitManagement unserer Umweltauswirkung - unser Beitrag zur KreislaufwirtschaftJEDES UNTERNEHMEN GREIFT UNVERMEIDLICH AUF NATÜRLICHE RESSOURCEN ZURÜCK. VERALLA DEUTSCHLAND IST SICH DIESER TATSACHE BEWUSST. DAS UNTERNEHMEN IST DAHER SCHON SEIT LANGEM BESTREBT, DEN VERBRAUCH AN RESSOURCEN AUF EIN NOTWENDIGES MINIMUM ZU BESCHRÄNKEN.Dabei unterliegt die gesamte Wertschöpfungskette, von der Annahme der Rohstoffe bis zur Auslieferung des fertigen Produktes, einer kontinuierlichen Betrachtung, um Einsparpotenziale zu ermitteln und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Die Strategie hinsichtlich der ökologischen Entwicklung von Verallia sieht dabei nicht allein die Reduktion von Ressourcen vor, sondern bezieht auch die Vermeidung unerwünschter Nebeneffekte, wie zum Beispiel Emissionen, mit ein. Bereits getroffene Maßnahmen konnten einen deutlichen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Weitere sind geplant. Anspruch an den UmweltschutzAls Teil der Glasverpackungsindustrie für Lebensmittel und Getränke ist sich Verallia Deutschland bewusst, dass das Unternehmen auf die Hauptumweltaspekte reagieren muss. Es strebt danach, die Auswirkungen seiner Aktivitäten zu minimieren. Daher setzt Verallia Deutschland zusammen mit der Verallia Gruppe industrielle Projekte mit einem verantwortungsvollen Ansatz in jedem Schritt der Wertschöpfungskette um. In der Verallia Gruppe beruht die Geschäftstätigkeit auf einer Umweltcharta sowie auf einem Katalog von Umweltstandards. Zur Messung des Umsetzungsfortschritts dieser Standards wurden Leistungsindikatoren eingeführt und Umweltziele definiert, auf Basis dreier Hauptbereiche:
Die Standorte der Verallia Deutschland AG sind nach ISO 14001 und ISO 50001 zertifiziert. Da für die Herstellung von Glas große Mengen an Energie und indirekter Rohstoffe, wie Wasser zur Kühlung der Prozesse, benötigt werden, investiert die Verallia Deutschlang AG in eine Reihe von Initiativen und Forschungsprojekten in Zusammenarbeit mit der Verallia Gruppe. Diese Investitionen fließen unter anderem in die Reduzierung von Emissionen, die Abwärmerückgewinnung und die Vermeidung von Abfallströmen. Die Verpflichtung zu Spitzenleistungen in der Herstellung mittels VIM (Verallia Industrial Management) hat ebenfalls positive Effekte: durch die Optimierung des Ressourceneinsatzes und die Erhöhung der Prozesseffizienz. Die Werke in Russland und der Ukraine verfolgen lokale Initiativen, um ein Scherbenrecycling zu ermöglichen, da beide Länder noch kein flächendeckendes, rechtlich gefördertes Glasrecyclingsystem haben. Recyclingglas als RohstoffGLAS BESTEHT FAST AUSSCHLIESSLICH AUS DEN NATÜRLICHEN ROHSTOFFEN QUARZSAND, SODA, KALK UND DOLOMIT, DIE REICHHALTIGIN DER NATUR VORKOMMEN. DABEI IST DER WICHTIGSTE BESTANDTEIL EINER GLASVERPACKUNG HEUTE RECYCLINGGLAS.Dadurch werden unsere endlichen Ressourcen geschont. Die Natürlichkeit der einzelnen Rohstoffe wirkt sich noch auf andere Weise positiv auf unsere Umwelt aus: So stellt eine achtlos weggeworfene Flasche keine Umweltbelastung dar. RecyclingGlas ist zu 100 % ohne Qualitätsverlust recycelbar. Neue Glasflaschen bestehen heute durchschnittlich zu 60 % aus Recyclingglas. Bei grünem Glas werden sogar Anteile von bis zu 90 % erreicht. Dies spart nicht nur Primärrohstoffe, sondern die Zugabe von Recyclingglas erfordert auch weniger Schmelzenergie und führt somit zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen. MehrwegfähigkeitDer Einsatz von Glas-Mehrwegverpackungen ist ökologisch sowie ökonomisch sinnvoll und erfüllt in besonderem Maße das Ziel der Abfallvermeidung. So ist mit steigender Anzahl der Umläufe eine Reduktion des Packmitteleinsatzes, bezogen auf die abgefüllte Menge, verbunden. Dabei lassen sich Glas-Mehrwegflaschen bis zu 50 Mal wiederbefüllen und sind im Durchschnitt bis zu 6 Jahre im Einsatz - Werte, die von keinem anderen Packmittel erreicht werden. Ein ökologisches Material...
... das seine Inhalte schützt...
... und sie bestmöglich präsentiert
Einsatz von RecyclingglasDER RECYCLINGGLASEINSATZ IST HEUTZUTAGE DAS HAUPTBINDEGLIED IN DER KREISLAUFWIRTSCHAFT DER GLASVERPACKUNGEN. ER SETZT SICH AUS GLAS AUS DER SELEKTIVEN ABFALLSAMMLUNG, AUS RECYCLINGBEHÄLTERN ODER PRODUKTIONSABFÄLLEN ZUSAMMEN.Das Recyclingglas wird den natürlichen Rohstoffen Sand, Soda und Kalk beigefügt; dies ist der optimale Weg, um Altglas zu recyceln. Dadurch reduzieren sich:
Werden 10 % der natürlichen Rohstoffe durch Recyclingglas ersetzt, sinken der Energieverbrauch bereits um 3 % und die Kohlendioxid- (CO2 -) Emissionen um 5 %* . Ziel Verallia 2015 - 2020↓Beibehaltung des Scherbeinsatzes > 50 %Verre Avenir, Thematic report No. 3, 2012-2013, Verre & Développement Durable (Glass & Sustainable Development). Verallia Deutschland unterstützt Initiativen zum verbesserten Glasrecycling. So werden unter anderem auch Recyclingglas-Aufbereitungsunternehmen auditiert. Ein interner Arbeitskreis der Verallia Gruppe befasst sich mit der Verbesserung der Qualität des Glasrecyclings und der Ausbeute in den eigenen Recyclingglas-Aufbereitungsanlagen, von der unter anderem die Anlage am Standort Bad Wurzach profitiert. Die gemeinsamen Ziele aller Aktivitäten von Verallia Deutschland und der Verallia Gruppe sind:
Der Einsatz von Recyclingglas unterliegt allerdings wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Übersteigt der Preis für Recyclingglas die Einsparungen beim Rohstoffkauf und Energieverbrauch, werden dadurch die entsprechenden Möglichkeiten gemindert. Reduzierung des EnergieverbrauchsEINE REDUZIERUNG DER EMISSIONEN BEI DER GLASHERSTELLUNG ERFOLGT MASSGEBLICH DURCH EINEN VERRINGERTEN ENERGIEEINSATZ SOWIE DURCH EINE OPTIMIERTE GEMENGEZUSAMMENSETZUNG.Da die Energie hauptsächlich zum Schmelzen des Glases benötigt wird, bietet jede Reparatur-Stillstandzeit der Glasschmelzwannen die Gelegenheit, diese zu verbessern. Diese Veränderungen sind die Hauptgründe für geringeren Energieverbrauch. Die Standorte setzen weitere Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs der Wannen um. Diese Optimierungsmaßnahmen stehen im Zuge des Verallia Industrial Management (Lean Management) der gesamten Verallia Gruppe zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem:
Ein weiteres großes Potenzial zur Energieeinsparung bietet die Nutzung der Rauchgase der Schmelzwannen. Diese werden an allen Standorten von Verallia Deutschland eingesetzt, um die Verbrennungsluft vorzuwärmen. Zur weitergehenden Rückgewinnung der im Abgas vorhanden Energie wird: Ziel Verallia 2015 - 2020↓Reduzierung des Energieverbrauchs - 5 %
Mit den Maßnahmen und Investitionen in die Wärmerückgewinnung folgt Verallia Deutschland dem Grundprinzip der Kreislaufwirtschaft. Verringerung der EmissionenDAS SCHMELZEN VON GLAS BEDINGT HOHE ENERGIEN UND DAMIT UNVERMEIDBARE EMISSIONEN, WIE KOHLENDIOXID, SCHWEFELOXIDE, STICKSTOFFOXIDE UND STAUB, DIE IN UNSERE ATMOSPHÄRE GELANGENAuch wenn Emissionen durch den Herstellungsprozess des Glases immer auftreten werden, so ist eine kontinuierliche Zielsetzung, die eingesetzte Energie effizient zu nutzen. Verallia Deutschland fokussiert sich auf primäre Maßnahmen, um Emissionen in der Glasschmelzwanne zu minimieren und durch etablierte, in der gesamten Ökobilanz akzeptierte Rauchgasreinigungstechniken zu reduzieren. Bereits Mitte der 80er Jahre war die damalige Oberland AG eines der ersten Unternehmen, die elektrostatische Filter zur Verringerung von Emissionen einsetzte. Wie zuvor erwähnt, entsteht der größte Umwelteinfluss bei der Einschmelzung des Recyclingglases und der nötigen Rohstoffe für die Produktion qualitativ hochwertiger Glasverpackungen. Die Verallia Deutschland AG ist deswegen zuversichtlich, durch neue, nachhaltige Energieträger auch in Zukunft einen Beitrag zu mehr Umweltbewusstsein leisten zu können. Das Werk Bad Wurzach hat einen erfolgreichen Langzeitversuch zur Verwendung von Biogas durchgeführt. Ziel war es, den Ausstoß an fossilen CO2 -Emissionen damit deutlich zu senken. Im Test konnten bis zu 33 % des verwendeten Gases einer Schmelzwanne durch aufbereitetes Biogas ersetzt werden. Dieses wird aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen und ohne weitere Vorbehandlung der Wannenbefeuerung zugeführt - ein bislang europaweit einmaliges Projekt. Trotz positivem Abschluss des Versuchs, bei dem das Potenzial dieser Variante aufgezeigt werden konnte, ist aufgrund der derzeitigen Situation in Bezug auf die Entstehungskosten und mangelnder Förderung durch politische Institutionen ein wirtschaftlicher Einsatz nicht möglich. Hier gilt es, die ökonomischen Entwicklungen weiter zu beobachten. Die Verallia Deutschland AG arbeitet hierbei - wie in der gesamten Forschung und Entwicklung - sehr eng mit den entsprechenden zentralen Forschungsbereichen der Verallia Gruppe zusammen. Optimierung des WasserverbrauchsWASSER IST EIN WERTVOLLER UND SCHÜTZENSWERTER ROHSTOFF. DACHER IST ES UNABDINGBAR, SEINENEINSATZ BEI DER GLASHERSTELLUNG ZU OPTIMIEREN.Dies stellt eine doppelte Herausforderung dar: Zum einen die Reduzierung des entnommenen Wassers, das zur Kühlung oder Formung des geschmolzenen Materials dient, und zum anderen die Minimierung der Auswirkungen des Abwassers auf die Umwelt vor Ort. Für die Glasherstellung werden ein Kühlwasserkreislauf zur Kühlung technischer Einrichtungen benötigt sowie ein Prozesswasserkreislauf, der im Kontakt mit Glas steht. Beide Hauptwasserkreisläufe sind geschlossene Kreisläufe, die eine Nachspeisung von Wasser aufgrund von Verdampfung und zur Sicherung der Wasserqualität benötigen. Für die Standorte in Deutschland ist dabei das Wasserrecht maßgeblich. Ein ebenso hohes Schutzniveau wird durch die strenge Einhaltung des Wasserstandards der Verallia Gruppe in allen Ländern erzielt. Ein prozentual höherer Scherbeneinsatz reduziert den Wasserverbrauch über den gesamten Wasserkreislauf hinweg. Insbesondere ist weniger Wasser zur Herstellung des Rohstoffs Soda erforderlich. Die Verallia Deutschland AG überwacht ihren Wasserverbrauch und investiert in die Vermeidung von Wasserverschwendung und in die verbesserte Nutzung des notwendigen Wassereinsatzes durch:
Einigen Standorten ist es bereits gelungen, einen Abwasserstrom aus dem Kühlwasserkreislauf zunächst als Speisung für den Prozesswasserkreislauf zu nutzen, um somit das Abwasseraufkommen zu reduzieren. Ebenso verwenden zwei Standorte so genannte Vakuumfilter im Langzeit-Pilotversuch, um den Glasabrieb aus dem Prozesswasser herauszufiltern. Dies verbessert die Kreislaufführung und verringert den notwendigen Frischwasserbedarf für die Nachspeisung. Ziel Verallia 2015 - 2020↓Reduzierung des Wasserverbrauchs - 5 %Entwicklung und Schutz der Menschen, die für uns tätig sindSchutz der Arbeitnehmer- und MenschenrechteDIE MITARBEITER SPIELEN FÜR VERALLIA DEUTSCHLAND DIE WICHTIGSTE ROLLE, DA SIE ALS MOTOR UND HERZSTÜCK DEN ERFOLG DES UNTERNEHMENS GEWÄHRLEISTEN.Sie zu achten, zu schützen und zu fördern ist somit eine der zentralen Aufgaben, die sich das Unternehmen neben dem sozialen Engagement gesetzt hat. Die Verallia Gruppe ist konstant damit befasst, sichere industrielle Verfahren zu entwickeln und umzusetzen, um eine "Nullrisiko"-Kultur zu fördern. Diese Kultur soll mögliche Risiken, wie den Ausfall von Mitarbeitern durch Arbeitsunfälle oder ergonomische Probleme, eindämmen. Alle deutschen Standorte sowie teilweise die Standorte in Russland und der Ukraine sind nach OHSAS 18001 zertifiziert. Seit 2016 ist die Verallia Gruppe Mitglied im Global Compact, einer Initiative für freiwillige Selbstverpflichtung zur nachhaltigen Entwicklung. Als Mitglied dieser Initiative unterstützt Verallia deren Grundsätze zu Menschen- und Arbeitsrechten in vollem Umfang und spricht sich somit deutlich gegen Menschenrechtsverletzungen aus. Im Abstand von zwei Jahren führt die Verallia Gruppe eine Zufriedenheitsstudie mit den Mitarbeitern durch, aus der im Anschluss Maßnahmenpläne entwickelt und umgesetzt werden. Die letzte Studie wurde 2016 durchgeführt und kam zu dem Ergebnis, dass das Unternehmen zahlreiche grundlegende Stärken besitzt. Verallia Deutschland fokussiert sich unter anderem auf drei wesentlichen Hauptbereiche, um das positive Ergebnis der Zufriedenheitsbefragung zu behalten oder weiter auszubauen:
Die Verallia Gruppe hat Werkzeuge entwickelt, die helfen sollen, Verhaltensverbesserungen zu erreichen. Diese Werkzeuge sind oft das Ergebnis von Initiativen vor Ort und werden dann auf die gesamte Gruppe als "Good Practices" ausgedehnt, wie zum Beispiel tägliche Sicherheitstreffen in Form einer Safety Minute, SMAT, Nimm 2 oder den 4 Grundregeln, um Leben zu retten. Außerdem schenkt Verallia den Fragen von Gesundheit und Hygiene besondere Aufmerksamkeit und investiert in diesen Bereich in verschiedene Initiativen und Projekte. Das betrifft vor allem Ergonomie am Arbeitsplatz, Reduzierung von Staub, Lärm und Hitze sowie das Management chemischer Risiken. Werkzeuge zur ArbeitssicherheitVERALLIA DEUTSCHLAND SETZT MEHRERE METHODEN ZUR PRÄVENTION UND BESONDERS ZUR FÖRDERUNG DES SICHERHEITSBEWUSSTSEINS EIN.Diese Methoden wirken langfristig und zielen auf das sichere Verhalten und ein gutes Risikobewusstsein eines jeden einzelnen ab, wie auch auf die Verantwortung und die Vorbildfunktion aller Führungskräfte. SMAT - Safety Management Talk: ein Gespräch mit Mitarbeitern über ihre aktuelle Arbeit
Nimm2Wer sich zwei Minuten Zeit für die wichtigsten Kernfragen nimmt, bevor er an außerplanmäßige oder unregelmäßige Arbeiten geht, kann das Sicherheitsrisiko für sich und die Kollegen deutlich verringern.
Safety Minute - Die Sicherheitsminute
Ziel Verallia 2015 - 2020↓ 100 % aller Mitarbeiter werden zweimal jährlich mit der SMAT-Methode auditiert.85 % der durch Verallia-Mitarbeiter gemeldeten unsicheren Situationen (TF5) werden behoben.Werkzeuge zum GesundheitsschutzEGAL OB AN DER MASCHINE ODER IM BÜRO, JEDE ARBEIT BEANSPRUCHT DEN KÖRPER UND GEIST AUF UNTERSCHIEDLICHE ART UND WEISE.Verallia Deutschland sieht in der konsequenten Verbesserung ergonomischer Aspekte sowohl im Produktionsumfeld, wie auch in den administrativen Bereichen einen Schlüssel, um die Arbeitsfähigkeit aller Mitarbeiter nicht nur zu erhalten, sondern auch zu fördern. Die Ziele und Maßnahmen zur Ergonomie sind durch unsere Vision "max. 10 KG" auf den Punkt gebracht. Unsere Vision erhebt den Anspruch
Pilotprojekte zur technischen Entwicklung von Hilfseinrichtungen, die ergonomische Ausstattung von Arbeitsplätzen oder die Änderungen von Arbeitsabläufen unter Ausnutzung moderner Positionierungs- und Hebesysteme werden auf die Standorte übertragen und in der Langfristplanung finanziell definiert. An allen deutschen Standorten sind bereits Mitarbeiter als "Ergo-Scouts" ausgebildet. Ergo-Scouts unterstützen freiwillig alle Mitarbeiter in Ergonomie-Fragen und sind aktiv bei der ergonomischen Gestaltung von Arbeitsplätzen eingebunden. In allen Werken werden ganzjährig Verbesserungen der Ergonomie durchgeführt. Mit Investitionen verbundene Maßnahmen sind im Langfristplan definiert, kleinere Maßnahmen mit oft hohem Verbesserungspotenzial werden möglichst direkt umgesetzt. Alle Mitarbeiter können an diesen Verbesserungen mitarbeiten. Eine Herausforderung für die kommenden Jahre ist die systematische Erfassung und Bewertung aller Tätigkeiten durch eine anerkannte Leitmerkmalmethode, die eine Priorisierung der Maßnahmen und Investitionen erlaubt. Förderung der VielfaltBEI VERALLIA SETZEN WIR AUF DIE VERSCHIEDENHEIT VON PROFILEN, ERFAHRUNGSHINTERGRÜNDEN, KOMPETENZEN UND KULTUREN.Diese sehen wir als Stärke unseres Unternehmens, die es weiter auszubauen gilt. Die Vielfalt unserer Teams ist ein großartiger Antrieb für die Entwicklung innovativer Lösungen und Annahmen neuer Herausforderungen, die die Glasindustrie stellt. In unserem Unternehmen arbeiten mehr als 50 verschiedene Nationalitäten an den Produktionsstandorten in 13 Ländern. Die Verallia Deutschland AG setzt die Bestimmungen des Deutschen Corporate Governance Kodex zur Berücksichtigung von Frauen bei der Zusammensetzung des Vorstandes und bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen um. Hinsichtlich des 2015 erlassenen "Gesetztes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" haben Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam beschlossen, die Zielgröße bei dem aktuellen Status quo zu belassen. ArbeitszeitmodellDie Verallia Deutschland AG verfolgt das Modell der flexiblen Arbeitszeit. Dieses Modell trägt dazu bei, dass die Mitarbeiter - unabhängig von der Lebensphase, in der sie sich befinden - ihre Arbeitszeiten flexibel einteilen können. Abweichungen der tatsächlich erbrachten Arbeitszeit von der anteiligen Vertragsarbeitszeit werden mit Hilfe von persönlichen Zeitkonten festgehalten. So können Mitarbeiter ihren Arbeitsbeginn und das Arbeitsende flexibel unter Berücksichtigung der betrieblichen Erfordernis bestimmen. DiskriminierungDiskriminierungen aufgrund von ethischer Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter oder sexueller Identität sind bei der Verallia Gruppe an allen Standorten untersagt. Eine Diskriminierung liegt vor, wenn eine Person wegen eines Diskriminierungsmerkmals schlechter behandelt wird, als eine andere Person in einer vergleichbaren Situation. Auch der konzernweite Verhaltens- und Handlungskodex fordert von jedem Mitarbeiter Akzeptanz von Pluralismus, Multikultur sowie die Aufgeschlossenheit gegenüber jeder nationalen Herkunft. Ziel Verallia 2015 - 2020↓100 % aller kaufmännischen Mitarbeiter werden mit der Fähigkeiten-Matrix, die zu ihrer Position passt, bewertet.50 % Frauen im High-Potential-Programm.Steigerung unseres Beitrags zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung in der GemeinschaftSich in die Gemeinschaft einbringenDIE VERALLIA GRUPPE HAT ES SICH ZUM ZIEL GESETZT, SICH ALS STARKER STAKEHOLDER IN DER GESELLSCHAFT ZU POSITIONIEREN UND ALS VERANTWORTUNGSVOLLES UNTERNEHMEN WERTE FÜR ALLE IHRE BETEILIGTEN ZU SCHAFFEN.Die Gruppe pflegt ausgezeichnete Beziehungen zu ihren Nachbarn und zu den öffentlichen Behörden, im Sinne eines öffentlichen Dialogs. Als bedeutender Arbeitgeber in der Region sowie als Unternehmen, das stolz auf seine lokalen Wurzeln ist, engagiert sich Verallia Deutschland durch Beiträge zur regionalen Wirtschaft und sozialen Entwicklung. So werden zum Beispiel Studenten in Zusammenarbeit mit der Technischen Fachhochschule Berlin, der Hochschule der Medien Stuttgart und der Fachhochschule Geisenheim aktiv gefördert und darin geschult, welche Möglichkeiten Glas als Verpackungswerkstoff bietet. Zusätzlich ermöglicht der Girls' Day wissbegierigen Schülerinnen Einblicke in technische Ausbildungsberufe. Die Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in die Gesellschaft wird gefördert, wie beispielsweise am Standort Bad Wurzach, wo 2016 in Kooperation mit dem Treffpunkt Asyl/Helferkreis Sprachtrainings und Praktika angeboten wurden. Ziel solcher Projekte ist es, jungen Flüchtlingen eine Ausbildung zu ermöglichen. So konnten auch einige Projektteilnehmer einen Einstieg bei der Verallia Deutschland AG finden. Ziel Verallia 2015 - 2020↓Alle Verallia-Standorte werden sich in eine Gemeinde-Aktion einbringen; zwei Drittel davon werden in Zusammenhang mit Recycling und nachhaltiger Entwicklung stehen.Ein weiteres Ziel, welches dem Gemeinwohl dient, ist der Kampf gegen Korruption und Bestechung. Für das Unternehmen sollen hierbei finanzielle Auswirkungen und Imageverluste vermieden werden. Im Rahmen des Global Compacts hat sich Verallia dazu verpflichtet, seine zehn Prinzipien einzuhalten und somit seine Mitarbeiter gegen falsche Entscheidungen und fehlerhaftes Verhalten zu schützen. Um diese Risiken zu reduzieren, hat das Unternehmen Schulungen zum Thema "Compliance" entwickelt, die für alle Führungskräfte verpflichtend sind. Die Verallia Gruppe wird auf Grund von verschiedenen sozialen Aktionen wie Spenden, Solidaritätskampagnen oder ehrenamtlichen Projekten von der lokalen Gemeinschaft als verantwortungsbewusstes Unternehmen anerkannt. Um diese Anerkennung zu stärken, baut das Unternehmen unter anderem auf folgende Bereiche:
Unterstützung des Wachstums der KreislaufwirtschaftDAS EFFIZIENTE MANAGEMENT VON RESSOURCEN UND ABFALLWIEDERVERWERTUNG SIND HERZSTÜCKE DES KONZEPTS DER GLASWIRTSCHAFT.Zahlreiche Maßnahmen in verschiedensten Bereichen tragen durch Vermeidung von Ressourcenverschwendung und zur Kreislaufwirtschaft bei. Friends of GlassFriends of Glass ist eine Community, die 2008 durch FEVE (European Container Glass Federation) gegründet wurde. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, die Vorteile von Glasverpackungen hervorzuheben. Die gesamte Verallia Gruppe arbeitet mit Friends of Glass zusammen, um Kunden vom Einsatz von Glasverpackungen zu überzeugen - weil das anerkanntermaßen das Beste für die Gesundheit und die Umwelt ist. Nahwärmeversorgung Werk NeuburgDas Verallia-Werk in Neuburg wurde von der Stadt für sein nachhaltiges Projekt der "Nahwärmeversorgung" ausgezeichnet, welches zu Energieeinsparungen führt. Die von den Wannen abgegebene Wärme wird zurückgewonnen und in ein von der Stadt erstelltes Netzwerk eingespeist, das benachbarte Gebäude beheizt. Durch dieses Projekt werden mehr als 20 GWh Wärme pro Jahr zurückgewonnen. Das entspricht einer Einsparung von mehr als 6.000 Tonnen CO2 pro Jahr. Diese Auszeichnung ist ein weiterer Ansporn, in zunehmendem Maße den ökologischen Fußabdruck der Produktion zu verringern. Förderung der Gemeinschaft vor OrtALS VERANTWORTUNGSBEWUSSTES UNTERNEHMEN FÜHLT SICH DIE VERALLIA GRUPPE DAZU VERPFLICHTET, DIE GEMEINSCHAFT VOR ORT ZU FÖRDERN. ZAHLREICHE AKTIONEN AN DEN VERSCHIEDENEN STANDORTEN VON VERALLIA TRAGEN DAZU BEI, DASS DAS UNTERNEHMEN ALS STARKER PARTNER WAHRGENOMMEN WIRD.Werk Bad Wurzach - Indoor Cycling-Spenden-MarathonMitarbeiter haben an einem Radmarathon regionaler Sportvereine teilgenommen, bei dem sie 6 Stunden lang mit ihrem sportlichen Einsatz Spenden eingefahren haben. Unterstützt wurden damit Lebenshilfe-Einrichtungen sowie eine Stiftung zur Unterstützung der häuslichen Pflege und der intensiv-medizinischen Betreuung krebskranker oder schwerkranker Kinder und deren Familien. Verallia Deutschland AG - Aktion "Spenden statt schenken"Verallia Deutschland verzichtet seit 2016 auf Weihnachtsgeschenke für seine Kunden, um sich an der Unicef-Aktion "Spenden statt schenken" zu beteiligen. Bei dieser Aktion verzichten Unternehmen auf jegliche Art von Geschenken für Mitarbeiter und Kunden und spenden stattdessen den für die Geschenke eingeplanten Geldbetrag für einen guten Zweck. Im Jahr 2017 konnte durch diese Aktion ein fünfstelliger Betrag gespendet werden. Werk Essen und Neuburg - Engagement, das sich lohntMenschen aus Behinderteneinrichtungen bekommen bei Verallia die Chance, den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu finden. Seit 2016 sind in den Werken Essen und Neuburg mehrere Personen, die zuvor in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung tätig waren, beschäftigt. Für die Menschen mit Behinderung stellt dies eine Chance dar, einer produktiven Tätigkeit nachzugehen, und Verallia Deutschland gewinnt mit ihnen zuverlässige Kollegen. Werk Essen - Friedensdorf InternationalSeit vielen Jahren unterstützen Mitarbeiter und Betriebsrat des Standortes Essen das Friedensdorf International, Oberhausen, mit einer Geldspende zum Jahresende. Diese Organisation holt kranke und verletzte Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten für eine vorübergehende medizinische Behandlung nach Deutschland, wenn diese in ihren Heimatländern nicht ausreichend versorgt werden können. Werk Zorya - WohltätigkeitslotterieEinmal pro Jahr findet im ukrainischen Werk Zorya der Glassmaker's Day statt, ein Feiertag für alle, die in der Glasindustrie tätig sind. An diesem Tag haben alle Mitarbeiter die Möglichkeit, Lose für die Wohltätigkeitslotterie zu erwerben. Die Einnahmen aus dem Loseverkauf werden durch das Unternehmen verdoppelt und anschließend in Form von Sachspenden an Wohltätigkeitsorganisationen gespendet. In den letzten Jahren konnten so einkommensschwache Familien unterstützt oder eine Babyauffangstation neu ausgestattet werden. Bekämpfung von Korruption und BestechungGEMEINSAM MIT ANDEREN UNTERNEHMEN HAT SICH DIE VERALLIA GRUPPE IM ZUGE DES UN GLOBAL COMPACTS DAZU VERPFLICHTET, DIE 10 GRUNDPRINZIPEN DES GLOBAL COMPACTS EINZUHALTEN UND VORANZUTREIBEN. Zu diesen Grundprinzipien gehört unter anderem die Bekämpfung von Korruption und Bestechung, welches auch im unternehmensinternen Verhaltens- und Handlungskodex verankert ist. Die gesamte Verallia Gruppe befolgt in jeder Hinsicht die gesetzlichen Bestimmungen und Regelungen, die in dem Land bzw. in den Ländern gelten, in denen sie tätig ist. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem nachfolgenden Punkt: Alle Unternehmen lehnen jede Form der Finanzierung von Parteien oder anderen politischen Aktivitäten ab, auch wenn die lokalen gesetzlichen Bestimmungen dies zulassen. Jede Form der aktiven oder passiven Korruption bei nationalen oder internationalen Transaktionen ist untersagt. Verallia erinnert ständig an die Notwendigkeit, die Initiativen und Verfahren zu beachten, die zur Verhinderung von Risiken aus wirtschaftlichen Transaktionen eingeführt wurden. Jeder Verallia-Mitarbeiter ist dazu verpflichtet, den Verhaltens- und Handlungskodex zu unterzeichnen und sich somit an die Bestimmungen im Kampf gegen Korruption und Bestechung zu halten. Seit 2017 werden unsere Mitarbeiter aus den Abteilungen Einkauf und Vertrieb sowie die Abteilungsleiter und Fach- und Führungskräfte anderer Bereiche, die im zweiten Schritt die Informationen an ihre Mitarbeiter weitergeben sollen, in Onlineschulungen zum Thema Bekämpfung von Korruption und Bestechung geschult. AnhangVerhaltens- und HandlungskodexSCHON IN DEN 2000ER JAHREN HAT VERALLIA EINEN VERHALTENSKODEX HERAUSGEGEBEN, UM DEN PRINZIPIEN, DIE ALLEN GESELLSCHAFTEN DER GRUPPE UND IHREN TEAMS IM LAUFE DER ZEIT ALS MASSSTAB DIENTEN, MEHR NACHDRUCK ZU VERLEIHEN. VERALLIA MÖCHTE HIERMIT ERNEUT AUF SEINE VIER GRUNDWERTE HINwEISEN, DIE DAS FUNDAMENT DIESES KODEX BILDEN. Aufmerksame KundenbetreuungDie Teams von Verallia bemühen sich nach Kräften, ihren Verpflichtungen gegenüber den Kunden nachzukommen. Sie versuchen, die Bedürfnisse der Kunden vorherzusehen und gegebene Versprechen einzuhalten, damit Qualität, Service und Logistik sowie Design den Erwartungen der Kunden entsprechen. Jeder Mitarbeitende von Verallia ist aktiv bestrebt, gibt unter allen Umständen sein Bestes und setzt alle seine Kompetenzen ein, um die gegenüber den Kunden der Gruppe eingegangenen Verpflichtungen zu erfüllen. Respekt vor Menschen, Gesetzen und UmweltAlle Mitarbeitenden und auch alle Partner der Gruppe, insbesondere die Vermittler, Berater, Subunternehmer und Lieferanten, sind zur Einhaltung dieser Werte verpflichtet, und zwar in allen Ländern, in denen die Gruppe tätig ist. Sie müssen diesen Kodex sowie alle übrigen Richtlinien der Gruppe anerkennen. Eigenverantwortung und ErgebnisorientierungDie Verallia Gruppe legt regelmäßig Zielvorgaben und eine Strategie fest, um diese zu erreichen. Sie prüft, ob die Kompetenzen ihrer Mitarbeitenden richtig eingesetzt werden und kümmert sich um deren Weiterentwicklung. Jeder Mitarbeitende ist für die Erreichung seiner Ziele, die Umsetzung der entsprechenden Strategie und die Ergebnisse selbst verantwortlich. Die Gruppe ermutigt zu mehr Eigeninitiative, fördert die Äußerung und Mitteilung von Meinungen, schätzt individuelles und gemeinschaftliches Engagement und unterstützt verantwortungsbewusste unternehmerische Initiativen. TeamarbeitVerallia glaubt an die Teamarbeit als Mittel zum kollektiven Erfolg der Gruppe. Die Zusammenarbeit kann unabhängig von vorhandenen Organisationsstrukturen auch über bereichsübergreifende Arbeitsgruppen (zwischen verschiedenen Abteilungen oder Standorten usw.) erfolgen. Die einzelnen Mitarbeitenden müssen sich auf allen hierarchischen Ebenen als teamfähig erweisen und zeigen, dass sie zuhören und kommunizieren können. Gegenseitige Unterstützung, Höflichkeit und Teamwork werden gefördert und geschätzt. Verallia Industrial Management (VIM)TeamWir bei Verallia teilen unsere umfangreichen Erfahrungen und unser Wissen miteinander. Dadurch wollen wir uns kontinuierlich verbessern und weiterentwickeln, um bestehende und potenzielle Kunden für unsere Produkte und Services zu begeistern. VerfügbarkeitWir maximieren die Zuverlässigkeit unserer Industrieanlagen durch die Entwicklung von präventiven Wartungsstrategien sowie durch eine optimierte Produktions- und Logistikplanung. Dadurch sind wir in der Lage, bessere Produkte zu geringeren Kosten herzustellen. Industrielle EffizienzWir optimieren unsere Produktkosten durch Verbesserung unseres Standardisierungsniveaus und durch das Management von Prozessverlusten. Um dies zu erreichen, konzentrieren wir uns auf die Steigerung unserer Ausbeuten sowie auf die Optimierung von Artikeldurchlaufzeiten sowie Zeitplänen. FlexibilitätWir praktizieren Kundennähe und wollen mit geeigneten Lösungen schnell auf die Anforderungen unserer Kunden reagieren. Zu diesem Zweck entwickeln wir ein breiteres Produktportfolio und streben höhere Serienstückzahlen sowie kürzere Lieferfristen an. SicherheitBei der Sicherheit und Gesundheit der an unseren Standorten tätigen Mitarbeiter machen wir keine Kompromisse. QualitätUnser Qualitätsbewusstsein zeigt sich darin, dass wir die Qualitätsanforderungen eins zu eins umsetzen und bereits auf den ersten Stufen unserer Wertschöpfungskette geeignete Mechanismen zur Qualitätssicherung vorsehen, um unsere Kunden vollkommen zufriedenzustellen. UmweltDer Schutz der Umwelt hat für uns Priorität. Wir streben an, die Zahl der Unfälle zu Lasten der Umwelt auf null zu senken und den ökologischen Fußabdruck unserer Werke zu minimieren (Energieverbrauch, CO2 -Ausstoß, Wasserverbrauch, Abgase, Verwertung von Abfällen und Glasbruch aus externen Quellen). InnovationUm unsere betriebliche Leistungsfähigkeit dauerhaft zu steigern, sammeln und verbreiten wir Best Practices. Außerdem wollen wir die für die Herstellung neuer Produkte benötigten Zeiten verkürzen und innovative Technologien einführen, um die Leistungsfähigkeit unserer Produktionsmittel kontinuierlich zu steigern. EHS-PolitikDie Verallia Deutschland AG übernimmt die EHS-Politik der Verallia Gruppe als Fundament für ihre Grundprinzipien. Die Politik der Verallia Gruppe zu Umwelt, Gesundheit und Sicherheit basiert auf dem Grundsatz der kontinuierlichen Verbesserung mit den fünf Hauptprinzipien:
Verallia strebt täglich danach, drei Hauptziele in Verbindung mit diesen Prinzipien zu erreichen:
Umwelt-ChartaMit der Charta zur Umwelt, gültig für die gesamte Verallia Gruppe, unterliegt Verallia Deutschland konkreten Anforderungen zur Verfolgung des Hauptprinzips zur Steuerung der Umweltauswirkung. Um als Umweltmaßstab für Glasverpackungen zu gelten, stellen wir sicher, dass:
Ziele und Maßnahmenplan1. Erfüllung grundlegender Anforderungen und Streben nach ständiger Verbesserung
2. Umsetzung von Produktionstechniken gemäß Stand der Technik
3. Befähigung der Teams und Stärkung der Umweltkultur
4. Innovation, um der Umweltmaßstab für Glasverpackungen zu sein
4 Grundregeln, um Leben zu rettenREGEL NR. 1Umgehen, neutralisieren oder beschädigen Sie niemals SicherheitsvorrichtungenDiese Regel beinhaltet:
Die Anwendung dieses Verfahrens führt zu einer schnellen Analyse der Risiken, um die angemessenen Korrektur- und Vorbeugungsmaßnahmen zur Verhinderung von Unfallrisiken zu ergreifen. REGEL NR. 2Tragen Sie jederzeit die entsprechende Persönliche SchutzausrüstungVerallia hat für jeden Bereich standardisierte Regeln zur Verwendung der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA); diese ergeben sich aus einer Gefährdungsbeurteilung. Für bestimmte Tätigkeiten, die besondere Erlaubnisse erfordern, müssen die Regeln klar definiert sein. Jeder Standort muss sicherstellen, dass die geltenden Regeln den Verallia-Vorschriften entsprechen und dass sie von allen verstanden und angewendet werden. Sie sind in den betreffenden Bereichen auszuhängen. REGEL NR. 3Folgen Sie stets systematisch den Außerbetriebsetzungsverfahren (lockout/tagout)Die Anwendung der Außerbetriebsetzungsverfahren (lockout/tagout) ist für alle Instandhaltungs-, Reinigungs-, Einstellungs-, Revisions- oder sonstigen Nicht-Routine-Tätigkeiten, die an Maschinen oder Ausrüstungen mit gefährlichen Energien durchgeführt werden, verbindlich vorgeschrieben. Um eine sichere Situation zu gewährleisten müssen 5 Phasen eingehalten werden:
Die Umsetzung dieser Regel basiert in allen unseren Werken auf dem Prozess der kontinuierlichen Verbesserung. Sobald die Arbeit abgeschlossen ist, ist sicherzustellen, dass alle Werkzeuge entfernt, dass die Sicherheitsvorrichtungen wieder angebracht wurden und dass Zusatzeinrichtungen abgeschaltet sind. Die Verriegelungsvorrichtung kann dann entfernt und die Anlage wieder angefahren werden. Daraufhin werden die Mitarbeiter darüber informiert, dass die Einrichtung wieder nutzungsbereit ist. REGEL NR. 4Verwenden Sie jederzeit geeignete Ausrüstung und WerkzeugeViele Tätigkeit erfordern die Verwendung eines speziellen an die Aufgabe angepassten Werkzeugs. Jeder Standort hat ein Verzeichnis der Arbeitsplätze zu erstellen, an denen ein spezielles Werkzeug erforderlich ist und das am besten geeignete Werkzeug vorzuschreiben, unter Berücksichtigung der bereits an anderen Verallia-Standorten angewendeten besten Praktiken. Jedes Werkzeug ist verfügbar und in der Nähe des Arbeitsplatzes zu lagern, damit seine Verwendung bei Bedarf sichergestellt ist. MOVE-StrategieDie MOVE-Prinzipien definieren den Gruppenansatz in Bezug auf ihre Mitarbeiter. Sie sollen:
MobilitätDie richtige Person für die zu ihr passende Tätigkeit finden, mit einer vielfältigen Bandbreite von Hintergründen und Erfahrungen, zur gemeinsamen Bereicherung von allen:
Open Mind (Offenheit)Agilität entwickeln, um Geschäftsmöglichkeiten zu ergreifen, neue Modelle entwickeln, Talente managen und motivieren sowie die Vielfalt nutzen:
WerteDen Verhaltenskodex umsetzen (4 Werte):
EngagementEine Kultur des vorbildlichen Verhaltens, der Anerkennung und Befähigung entwickeln:
Lieferanten-ChartaDieses Dokument verpflichtet die Lieferanten der Verallia Gruppe, die wirtschaftlichen, umweltbezogenen und sozialen Anforderungen für eine verantwortliche, wirtschaftliche Entwicklung einzuhalten. Dies umfasst die Einhaltung anzuwendender internationaler Standards und Regeln, ebenso das Recht auf Entwicklung, Mitarbeiterrechte, Gesundheit und Sicherheit sowie Anstrengungen, die Umweltauswirkungen der Aktivitäten unserer Lieferanten zu begrenzen. Die Lieferanten-Charta ist ein wesentlicher Bestandteil aller Art von Dokumentation, die von Verallia zur Unterstützung seiner Absprachen herausgegeben wird und soll Bestandteil der Vertragsunterlagen sein. Die Einkaufsabteilungen aller Verallia-Standorte können unter gewissen Umständen dazu angehalten werden, die Maßnahmen zu ergreifen, die sie für die vollständige Einhaltung der Charta für notwendig halten. Dies kann insbesondere durch das Versenden von Fragebögen oder durch spezielle Audits an den Standorten der Lieferanten und Subunternehmer geschehen. Verallia erwartet, dass die Lieferanten und Subunternehmer darauf achten, dass ihre eigenen Lieferanten und Subunternehmer sie bei der Umsetzung der in dieser Charta aufgeführten Prinzipien unterstützen. Die wesentlichen Punkte der Lieferanten-Charta sind:
Verallia Deutschland wird derzeit von Lieferanten und Vertragspartner aus rund 21 Ländern beliefert. Über 81 % unserer Lieferanten stammen aus den Mitgliedsstaaten der OECD, einer Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Ziel der Organisation ist es, das Leben der in den Mitgliedstaaten lebenden Menschen in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht zu verbessern. Aufgrund dieser Zielsetzung ist davon auszugehen, dass Lieferanten aus diesen Ländern unsere Sozialstandards einhalten. Im Moment sind uns aufgrund der durchgeführten Audits keine Vorfälle über Nichteinhaltung unserer Anforderungen bei unseren Lieferanten bekannt. Sonstige RegelungenZur Gewährleistung von Qualität und Konformitätsstufen in Übereinstimmung mit dem Verhaltenskodex setzt Verallia auch die nachfolgenden Regelwerke und Vereinbarungen um: Einhaltung des WettbewerbsrechtsDies dient zur Sicherstellung, dass jeder Mitarbeiter das Wettbewerbsrecht versteht und es beachtet, da jede Nicht-Konformität Reputation, finanzielle Stabilität und Geschäftstätigkeit der Gruppe gefährdet. Antikorruptions-VorgabenDiese Vorgaben umfassen Regeln zu Geschenken und Einladungen, zu Interessenkonflikten und zum Umgang mit Zwischenhändlern, um jeglichem Korruptionsrisiko vorzubeugen. Einkaufs-VorgabenDiese Vorgaben gelten für alle Mitarbeiter, deren Position eine Verhandlung mit einem oder mehreren externen Lieferanten erfordert. Sie bestehen aus verschiedenen Abschnitten: Integrität, Dienstleistungsgedanke, Professionalität, Vertraulichkeit, Umwelt/ Gesundheit/ Sicherheit (EHS), Wettbewerb sowie Embargos und Wirtschaftssanktionen. Wirtschaftssanktionen und Embargo-Politik Die Regeln zu Wirtschaftssanktionen und Embargos beschreiben detailliert die Grundkonzepte, die potenziellen Auswirkungen und das von Verallia umgesetzte System zur Einhaltung der Konformität in diesem Bereich. Zertifizierung: Verallia engagiert sichMIT 7 ZERTIFIZIERTEN PRODUKTIONSSTÄTTEN IST VERALLIA VERPFLICHTET, DIE EINFLÜSSE IHRER AKTIVITÄTEN AUF UMWELT, ENERGIE, QUALITÄT UND LEBENSMITTELSICHERHEIT, ABER AUCH AUF DEN BEREICH GESUNDHEIT UND SICHERHEIT IHRER MITARBEITER, ZU KONTROLLIEREN. ISO 14001 - UmweltschutzZertifizierte Unternehmen werden angehalten, ein Umweltmanagement einzuführen, um ihren Einfluss auf das Ökosystem zu vermindern und um ihren Energiebedarf und die Abfallkosten zu senken. ISO 9001 - QualitätDiese Norm umfasst die Berücksichtigung der Kundenansprüche und die Regelung der Konzeption und Herstellen von Produkten, während gleichzeitig ein Prozess der stetigen Verbesserung in Gang gesetzt wird. OHSAS 18001 - Gesundheit und SicherheitDiese Zertifizierung ermutigt Unternehmen, Aktionen zur professionellen Risikoprävention und zur Eingrenzung von Unfällen am Arbeitsplatz einzuführen sowie die Leistung ihrer Arbeitnehmer zu verbessern. ISO 22000 - LebensmittelsicherheitDieses System des Lebensmittelsicherheitsmanagements bringt Unternehmen dazu, ihre Belegschaft mit Hilfe von Fortbildungslehrgängen auf neue Gesetze, Normen und Regelungen hinzuweisen, die den allgemeinen Ansprüchen an die Lebensmittelproduktion gerecht werden. ISO 50001 - EnergieDas Ziel dieser Zertifizierung ist, Unternehmen dazu anzuhalten, einen stetigen Verbesserungsprozess einzuleiten, um Energieabhängigkeiten zu minimieren und dem Klimawandel entgegenzuwirken. SMETA 4P - Soziale UnternehmensverantwortungDieses Werkzeug unterstützt verantwortliche Beschaffungspraktiken und nachhaltige Produktionssysteme. Es ist ausgelegt für die Entwicklung und Förderung der Verwendung gemeinsamer Bewertungsmethoden aus Sicht der sozialen Unternehmensverantwortung in der Lieferkette und zur Verbesserung der Effizienz für alle Unternehmen. KennzahlenManagement unserer UmweltauswirkungAllgemeine UmweltpolitikDie Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheits- (EHS-) Politik ist Bestandteil des Verhaltenskodex der Verallia Gruppe und spiegelt sich auch in der Verpflichtung zum Global Compact. Der Verhaltenskodex, die EHS-Politik und insbesondere die EHS-Charta werden allen Mitarbeiter zur Verfügung gestellt und setzen die Ziele und Anforderungen für alle. Die Langfristziele beinhalten "Null Umweltvorfälle" und "nur minimale Auswirkungen unserer Aktivitäten auf die Umwelt". Diese Ziele, zusammen mit dem Umweltprogramm von Verallia Deutschland dienen den Standorten als Referenz beim Erstellen ihrer entsprechenden Maßnahmenpläne. Die Erfassung der Emissionen der Produktionsstandorte in Russland und der Ukraine erfolgen unter den dort geltenden rechtlichen Anforderungen. Dies schließt einen Vergleich mit der Emissionserfassung der deutschen Standorte aus. Über die Emissionen zu Staub, Stickoxiden und Schwefeloxiden sowie den indirekten CO2 -Emissionen wird für die Länder außerhalb Deutschlands nicht berichtet. Die ermittelten direkten CO2 -Emissionen der deutschen Standorte entsprechen den Regelungen gemäß TEHG. Die direkten CO2 -Emissionen der Produktionsstandorte in Russland und der Ukraine sind entsprechend der europäischen Regelungen mit Standardemissionsfaktoren ermittelt worden. Lärm und andere spezifische UmwelteinwirkungenDie Verallia Gruppe hat im Jahr 2013 einen Standard zum Management von Umweltvorfällen definiert; die Bezeichnung dafür ist "EvE". Der Standard beschreibt und befasst sich mit allen Umweltvorfällen, die in den Standorten der Verallia Gruppe eintreten könnten (Unfälle, Vorfälle etc.). Alle Unternehmen und Standorte der Verallia Gruppe haben daher eine einheitliche Methode, um auf das Ziel "Null Umweltvorfälle" hinzuarbeiten. Durch ihre enge Anbindung an die Nachbarschaft ihrer Produktionsstandorte achtet die Verallia Gruppe nachdrücklich darauf, jegliche Störungen durch ihre Aktivitäten und infolge dessen Beschwerden durch Dritte in der Umgebung ihrer Werke zu reduzieren. Anzahl signifikanter Umweltunfällescroll
Einsatz von RecyclingglasNutzung von Ressourcen - Verbrauch Rohstoffe aus Recycling (hauptsächlich Scherben aus Altglasrecycling)scroll
Reduzierung des EnergieverbrauchsAnpassung an die Effekte der KlimaveränderungKlimaveränderung und damit verbundene Energiethemen sind zwei der führenden Herausforderungen, die die Gesellschaft in den kommenden Jahrzehnten zu meistern hat. Die Verallia Gruppe stellt diese Themen in den Mittelpunkt ihrer Strategie, zusammen mit dem täglichen Management ihrer Werke und Gebäude. Klimaveränderungen werden sehr wahrscheinlich Häufigkeit und Intensität von Naturkatastrophen wie Überflutungen, Niederschlägen und Unwettern erhöhen. Die Verallia Gruppe managt diese Risiken durch ihre Politik zur Vermeidung industrieller Risiken (Industrial Risk Prevention Policy). Die Risiko- und Präventionsmanager führen eine jährliche Bewertung aller Standorte mithilfe einer einheitlichen internen Bewertung durch. Dieses Werkzeug bewertet die Risiken, einschließlich Naturrisiken, und den Schutz- und Vorbeugungsstatus des jeweiligen Standorts. Die Bewertung wird jährlich aktualisiert. Die erhobenen Daten werden eingesetzt, um die Risiko-Datenbank zu aktualisieren; dies dient der Bestimmung, ob Standorte gegenüber extremen Ereignissen, insbesondere Überflutungen und Unwetter, ausgesetzt und somit gefährdet sind. Nutzung von Ressourcen - Gesamtverbrauch Energiescroll
Verringerung der Emissionen in Deutschlandscroll
Klimawandelscroll
Installierte Elektrofilter Absorptionsvorrichtungen und Elektrofilter zur Rauchgasreinigungscroll
Optimierung des WasserverbrauchsGesamte aufgenommene Menge Wasserscroll
Gesamte Abwassermengescroll
Entwicklung und Schutz der Menschen, die für uns tätig sindStarke ArbeitssicherheitspolitikArbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sind kontinuierliche Themen mit einem Langfristziel von null Unfällen am Arbeitsplatz und null Berufskrankheiten. Verallia Deutschland gewährleistet, dass allen Mitarbeitern, wo immer sie auch beschäftigt sind, ein Arbeitsplatz und Arbeitsbedingungen zur Verfügung gestellt werden, die diesem Ziel entsprechen. Verallia ergreift Maßnahmen zu Sicherstellung der bestmöglichen Gesundheit am Arbeitsplatz und zur Vermeidung von Sicherheitsrisiken für Mitarbeiter, befristet Beschäftigte und Fremdfirmen. Zu diesem Zweck vertraut die Gruppe auf ihre EHS-Politik, die anerkannt, verbreitet und an die jeweiligen Gegebenheiten vor Ort angepasst ist. Hierzu gehören auch die Gesundheitsmaßnahmen, die von den jeweiligen Standorten selbstständig geplant und ausgeführt werden. Dies sind zum Beispiel Vorträge zu Ergonomie, Beratungen zur gesundheitlichen Versorgung, Sportangebote oder Erste-Hilfe-Kurse. Anzahl der Arbeitsunfällescroll
Erläuterung: TF2 ist die Anzahl der Unfälle mit medizinischer Versorgung (ohne Erste-Hilfe-Maßnahmen), bezogen auf die geleisteten Arbeitsstunden und normiert auf 1.000.000 Arbeitsstunden Werkzeuge zum GesundheitsschutzGesundheitsstandscroll
Gesundheitsmaßnahmenscroll
Förderung der VieltfaltPersonalstandVerallia unterstützt die Förderung der Vielfalt in allen Formen: Geschlechtergleichheit, Vielfalt der Altersgruppen, Nationalitäten, Schulung und Karriere sowie die Integration von behinderten Menschen. Die Gleichbehandlung der Mitarbeiter in Bezug auf Einstellung, berufliche Ausbildung und Vergütung ist ein Kernaspekt des Managementansatzes von Verallia. Personalstand Verallia Deutschlandscroll
Hinweis: FTE (full time equivalent) = Der Vollbeschäftigtenäquivalent gibt an, wie viele Vollzeitstellen sich rechnerisch bei einer gemischten Personalbelegung mit Teilzeitbeschäftigten ergeben.
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einbezogen sind die 1. und 2. Ebene unterhalb
des Vorstands Steigerung unseres Beitrags zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung in der GemeinschaftUnterstützung WachstumskreislaufwirtschaftNahwärmeversorgung NeuburgIm Werk in Neuburg wird die von den Wannen abgegebene Wärme zurückgewonnen und in ein Wärmenetz der Stadt eingespeist, um benachbarte Gebäude zu beheizen. Nahwärmeprojekt Werk Neuburgscroll
Förderung der Gemeinschaft vor OrtSpendengelderUnternehmertum und die gesellschaftliche Verantwortung sind für Verallia fest miteinander verankert. Aus diesem Grund wirkt das Unternehmen aktiv mit, den gesellschaftlichen und sozialen Wandel an den Standorten voranzutreiben und zu stärken. Hierzu unterstützt Verallia aktiv Initiativen an den Unternehmensstandorten. Spendengelder nach Sektoren in Deutschlandscroll
Bekämpfung Korruption und BestechungKorruptionVerallia erinnert ihre Mitarbeiter beständig an die Notwendigkeit, die Initiativen und Verfahren zu beachten, die zur Verhinderung von Risiken aus wirtschaftlichen Transaktionen eingeführt wurden. Sie hat eine Anti-Korruption-Politik eingeführt. Außerdem wurde ein neues Schulungswerkzeug geschaffen, das als Teil des Verallia Schulungsprogramms weite Verbreitung gefunden hat. Die Zielgruppe der Anti-Korruptions-Schulung sind alle Mitarbeiter auf Managerebene sowie alle Mitarbeiter im Vertrieb und Einkauf. Teilname an Anti-Korruptions-Schulungscroll
Da die Anti-Korruptions-Schulung momentan noch nicht in russischer und ukrainischer Sprache zur Verfügung steht, sind die Teilnehmerzahlen in diesen Ländern noch auf die Management-Ebenen beschränkt. Dies ist jedoch für 2018 in Planung, um auch in diesen Ländern alle Mitarbeiter zu erreichen und eine hundert prozentige Teilnahme der Mitarbeiter an der Schulung zu gewähren. Korruptionsvorfällescroll
ImpressumAnsprechpartnerinVerallia Deutschland AG Cornelia Banzhaf Public Relations Oberlandstraße 88410 Bad Wurzach Telefon +49 7564 18-255 Telefax +49 7564 18-90255 E-Mail: cornelia.banzhaf@verallia.com HerausgeberVerallia Deutschland AG Postfach 11 60 88404 Bad Wurzach Oberlandstraße 88410 Bad Wurzach Telefon +49 7564 18-0 Telefax +49 7564 18-600 E-Mail: info.deutschland@verallia.com www.verallia.de Konzept und Realisationvisuphil® Fotografieistockphoto, Umschlag, S. 4 - 5, 14 - 16, 24 - 25, 32 - 33, 38 - 39 Tom Stockhausen, S. 2, 47 Roland Rasemann, S. 28, 31 Verallia, S. 8 - 9, 11, 19, 22, 35 Die Papiere sind FSC-zertifiziert. Der Druck dieses Geschäftsberichts erfolgte klimaneutral. Verallia Deutschland AG Oberlandstraße 88410 Bad Wurzach www.verallia.de |
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